Traumdeutung Buchstabe A

Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets
Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets

A und O
Allgemein:
A als Buchstabe taucht in Träumen geschrieben, plastisch geformt oder gesprochen auf.
Da es in verschiedenen Sprachen (zum Beispiel griechisch Alpha, phönizisch Aleph) am Anfang des Alphabets steht, symbolisiert es häufig den Beginn von etwas Neuem und wird als günstiges Vorzeichen für ein solches Vorhaben verstanden. Außerdem kann dem A auch eine Ordnungsfunktion zukommen (vergleichbar der Zahl 1), oder es weist auf etwas Einmaliges, Außergewöhnliches hin, das durch den ersten Buchstaben hervorgehoben wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – Anfang und Ende einer Sache ist wohl zu überlegen; nichts überstürzen!
– „A“ – Den Buchstaben sehen oder schreiben: eine Neuigkeit hören oder guter Anfang in allen Unternehmungen.

Aak
Volkstümlich:
(europ.) : – Das (holländisches Fischerboot) Deutet auf Glück und auf Reisen.
Aal
Assoziation: – Arbeit an Verpflichtungen. Schlüpfrigkeit.
Fragestellung: – Was bringt meine Bewegungsfreiheit in Gefahr?
Allgemein:
Im Traum steht das Symbol des Aals für das männliche Glied und sexuelle Triebhaftigkeit. Es kann aber auch auf eine Art Vergeistigung der
Gefühlswelt und des Seelenlebens hinweisen. Um den Traum genauer deuten zu können, muß man die Beschaffenheit der Wasser, in dem
sich der Aal aufhält, näher untersuchen und auch die Einstellung, die man selbst zu diesem Tier hat. Aal kann ein Sexual- (Penis-) Symbol
sein, das vor allem bei Frauen auf sexuelle Bedürfnisse und Frustrationen hindeutet. Wird von einem Aal geträumt, ist die Träumerin
offensichtlich sexuell stimuliert in positiver oder negativer Weise. Die Flucht vor einem Aal deutet auf Angst vor Geschlechtsverkehr, das
Betrachten nach einer sexuellen Begegnung. Der Ekel vor einem Aal liegt wahrscheinlich einer unbewältigten kindlichen Vorstellung vor der
Männlichkeit zugrunde. Zudem kann er auch für Geschmeidigkeit und Schnelle stehen. (Von der Ansicht mancher Psychoanalytiker, daß der
Aal, dessen längliche Gestalt an das männliche Geschlechtsorgan erinnere, vor allem in Frauenträumen offensichtlich sexuellen Charakter
habe, halten wir nicht viel.) Sie beinhalten Schwierigkeiten, die man überwinden kann, wenn man durchhält.
Psychologisch:
Mehr Schlange (siehe dort) als Fisch (siehe dort), deutet auf eine Versuchung, auf Aalglattes hin; auf Ränkespiele, die uns bedrohen. Wird er
gefangen oder an Land gezogen, können Schwierigkeiten gemeistert werden. Entkommt er oder entgleitet er unseren Händen, dann macht
uns ein schwieriges Problem zu schaffen, oder das Geld rutscht uns nur so durch die Finger. Den entscheidenden Hinweis für den Sinn des
Traumes gibt die Qualität des Wassers. Tummelten sich die Aale durch klares, fließendes Gewässer? War der Anblick angenehm? Dann
könnte jetzt mehr (geistige) Beweglichkeit Ihr Leben positiv verändern, klare Vorstellungen und ihre rasche flexible Umsetzung sind jetzt
gefragt. Das Festhalten eingefahrener Gewohnheiten sollte jetzt abgelegt werden. Oder zogen die Aale träge durch schlammig-trübes
Wasser? Sie möchten gerne „aalglatt“ sein, um sich leichter durch eine ungeklärte, bedrohlich empfundene Situation „schlängeln“ zu können.
Wenn Ekel oder Angst die Grundstimmung eines Aaltraumes war, sollten Sie Ihre derzeitige Einstellung zur Sexualität (bzw. zum Partner)
überdenken. Ekeln Sie sich davor, möchten Sie sich seiner Berührung entziehen?
Volkstümlich:
Andere Bedeutungen ergeben sich aus den Begleitumständen, mit denen der Fisch im Traum auftaucht, zum Beispiel:
(arab. ) : – Sinnbild eines aalglatten Menschen, vor dem man sich in acht nehmen sollte.
– Aal sehen: du wirst eine gute Nachricht erhalten;
– im Wasser sehen: bedeutet Streitigkeiten, Prozesse;
– Aale in großer Menge schwimmen sehen: hüte dich vor plötzlichem Unglück;
auch: versprechen Erfolg im Beruf und materiellen Vorteil;
– fangen: man soll darauf achten ein Geschäft oder ein Vorhaben zu Ende zu bringen;
– einen aus dem Wasser ziehen: deutet für Gesunde auf etwas Gutes, für Kranke auf Besserung;
– aus der Hand schlüpfen lassen: dir entgeht ein vorteilhaftes Geschäft – eine Hoffnung erfüllt sich nicht;
– einen töten: man trete in seiner Handlungsweise vorsichtiger auf;
– tot sehen: deutet auf Leid und Verdruß.
– einen abgezogenen sehen: unerwartete Hilfe in der Not;
– essen: man wird nur Gutes zu erwarten haben; auch gute Nachricht, Glück;
(europ.) : – lebendig sehen: bedeutet, daß man sich nur mittels Glätte aus Kalamitäten retten kann,
indem man die Augen offenhält und sich auf keine Weise in vorliegende Dinge einlassen soll;
auch: mit einer guten Nachricht oder einem günstigen Verlauf eines Vorhabens rechnen können;
– im klaren Wasser: zeigt einer Frau neue, aber vergängliche Freuden auf;
– im natürlichen (trüben) Wasser (eines Sees oder Flusses) sehen bedeutet Streitigkeiten, Prozesse;
– viele Aale im Wasser sehen: ein Zeichen für Sehnsucht nach sexuellen Höhepunkten;
– Aale fangen: ein neues Geschäft wird sich erfolgreich weiterentwickeln, doch ist Neid und Mißgunst angezeigt;
– Aale, die aus den Fingern schlüpfen, warnen vor Mißerfolgen. Dir entgeht ein vorteilhaftes Geschäft
eine Hoffnung erfüllt sich dir nicht;
– Aale, die sich winden, kündigen ebenfalls unangenehme Ereignisse an; unangenehme Nachricht;
Vorsicht vor aalglatten Menschen in der Umgebung;
– aus dem Wasser ziehen bedeutet: Kranken: Gesundheit, Gesunden: Gutes
– gefangener Aal: bedeutet Unglück, Schaden und Nachteil, Leid und Verdruß;
– toter Aal: Sieg über Feinde an; Liebenden verheißt er das glückliche Ende einer langen Werbung;
– zerschnitten: Tod eines Gegners oder gefährlichen Nebenbuhlers;
– Aal essen kündigt oft bevorstehenden Ärger und Probleme an. Vorteil und Nutzen nur durch Mut und Entschlossenheit.
(Siehe auch „Schlange“, „Wurm“, “Fisch“)

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Aar
(Adler)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Aar sehen: eine Krankheit, die aber glücklich verläuft;
– aufsteigen sehen: Guter Geschäftsgang, Aufschwung;
– einen fliegen sehen: hüte dich vor plötzlichem Unglück, sowie über Pläne und Hoffnungen
nicht das Nächstliegende zu versäumen;
– sich einen auf Beute stürzen sehen: deine Feinde werden dich empfindlich treffen;
– mit Beute davonfliegen sehen: Hüte dich vor deinen Feinden;
– Beute bringen sehen: Unerwarteter Vermögenszuwachs, reiche Heirat;
– ein weißer Aar: eine große Erbschaft;
– auf deinem Haupt sitzen sehen: einen Todesfall in der Familie;
– von einem Aar oder einem anderen Raubvogel bedroht werden: Schande, Erniedrigung;
– im Käfig sitzen sehen: Schande in der Familie;
– einen aus der Luft schießen und töten: Besiegung aller Widersacher;
– schießen: ein Verlust erwartet dich.
(Siehe auch „Adler“)
Aas
Allgemein:
Aas wird oft mit Leiche (siehe dort) gleichgesetzt. Lediglich der Kadaver eines Pferdes wird in alten Traumbüchern teilweise als Verheißung
eines langen Lebens verstanden, aber dabei spielen sicherlich mystische Vorstellungen eine Rolle. Einen Tierkadaver sehen oder finden: Man
hat Schweres oder einen nicht sehr erfolgreichen Lebensabschnitt hinter sich gebracht. Auch: Ein Plan oder eine Aufgabe wird erledigt oder
aufgegeben. Wenn wir ein bestimmtes Tier tot vor uns liegen sehen, sollte die Bedeutung des Tieres als Symbol festgestellt werden, um
Genaueres zu erfahren.
Psychologisch:
Erscheint im Traum das Symbol des Aases, so bedeutet das, daß ein Problem zu lösen ist; dazu müssen unangenehme Entscheidungen
getroffen werden. Es kann sich um eine Trennung oder einen Abschied von Personen oder Dingen handeln oder darum, daß einen Beziehung
gelöst werden muß. Die Einstellung zu diesem Symbol gibt näheren Aufschluß: Je widerlicher man den Anblick des Kadavers empfindet,
desto unangenehmer wird auch die zu fällende Entscheidung sein. Aas fordert oft dazu auf, eine Absicht aufzugeben (einen Plan „sterben
lassen“), die aussichtslos ist und nur zu Unannehmlichkeiten führen wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Bedeutet Schmerz und Trauer bzw. deutet an, daß eine bestimmte Freude nur von kurzer Dauer ist.
– je abstoßender der Kadaver, desto unangenehmer ist eine aktuelle Problemlösung.
(europ.) : – Aas von Säugetieren: langes Leben; angenehme Zeiten;
– von einem anderen Tier sehen: endgültige Aufgabe einer Sache;
– Aas von Vögeln: Erfüllung eines Wunsches;
– auf einer Wiese liegen sehen: gute Gesundheit und langes Leben;
– einen üblen Geruch verbreitend: deine Hoffnungen werden sich nicht erfüllen;
auch: kann Verlust, Abneigung Ekel oder Trauer für die nahe Zeit ankündigen;
– anfassen: Schaden oder Krankheit.
(Siehe auch „Geier“)
Aasgeier
Allgemein:
Aasgeier empfinden viele Menschen als unsympathische Tiere, umgangssprachlich wird das Wort auch für habgierige Menschen gebraucht.
In indischen Traumdeutungen dagegen werden die Tiere gerade umgekehrt als Symbole für wohlwollende Menschen gedeutet, die eigene
Absichten unterstützen. Diese andere Bedeutung ist vermutlich darauf zurückzuführen, daß die Aasgeier in Indien als nützliche
„Gesundheitspolizei“ angesehen wurden. Im allgemeinen trifft bei uns aber die erste ungünstige Bedeutung zu.
Volkstümlich:
(europ.) : – Wenn sie im Traum – oft zusammen mit Aas – auftauchen, kann man dahinter eine Warnung
vor mißgünstigen Menschen sehen, die Vorhaben vereiteln oder sich bereichern wollen.
(ind. ) : – gute Menschen sind um dich, sei ohne Sorge, es wird alles nach deinem Wunsch gehen.
(Siehe auch „Geier“)
Abalone
(Ohrschnecke)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Tief; verborgen; wunderschön; geschlossen.
Beschreibung: Abalone oder die Ohrschnecke ist ein aus einer einzelnen Muschelschale bestehendes Weichtier und an der Westküste der
Vereinigten Staaten weit verbreitet. In ihrem Innern schillert die Muschelschale in allen Regenbogenfarben und wurde deshalb von vielen
erdverbundenen Stämmen zu Werk zeugen und Schmuck verarbeitet und bei Zeremonien eingesetzt. Um es essen zu können, muß man das
Weichtier von den Felsen, an denen es sich festsaugt, abkratzen.
Allgemeine Bedeutung: Deine tiefe, emotionale Natur, die unter der Oberfläche deiner übrigen Gefühle verborgen ist.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Ein tief verborgener und zäher Teil deiner Natur, der von großem Nutzen sein kann, wenn er ins Bewußtsein
gehoben wird.
Abba
Volkstümlich:
(europ.) : – (chald. „lieber Vater“, im NT – Benennung Gottes) Hilfe, Trost, Liebe und große Freude.
(Siehe auch „Gott“, „Jesus“)
Abbau
Volkstümlich:
(europ.) : – Angst vor einer unsicheren Zukunft.

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Abbeißen
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas Genießbares: du verlierst etwas, möglicherweise durch Diebstahl;
– etwas Ungenießbares: du mühst dich vergebens um eine verlorene Sache.
(Siehe auch „Essen“)
Abbild
Allgemein:
Wenn man im Traum sein eigenes Abbild sieht, ist das in der Regel kein gutes Vorzeichen. Eine wichtige Entscheidung steht unter einem
schlechten Stern, Sie möchten es eigentlich nicht selbst tun oder zumindest noch länger darüber nachdenken. Der Traum kann aber auch
einfach nur etwas mit Ihrem Äußeren zu tun haben. Möchten Sie es ändern?
Abbrechen
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Gerüst oder Haus: du wirst mit alten Gewohnheiten brechen müssen;
– Abbau von Plänen, oft Verzagen an einer Wiederherstellung von etwas Verlorenem;
Befürchtung, daß andere mit Wort und Tat zur Zerstörung von Plänen oder Ruf beitragen.
Abbrennen
Allgemein:
Es kommt darauf an, was im Traum abbrennt. Ist es eine Wiese oder ein Stoppelfeld, so soll der Boden für neue Saat bereitet werden,
übersetzt: Wir können aus einer fast schon aufgegebenen Sache Kapital schlagen. Wenn man dabei aber hellen Rauch oder helle Flammen
sieht, kann man einen günstigen Ausgang in einer Angelegenheit oder ein freudiges Ereignis erwarten.
Psychologisch:
Abbrennen eines Hauses oder des Dachstuhls wird oft als Warnung vor Sorgen und Nöten gebraucht, bzw. brennt der Dachstuhl eines
Hauses ab, sind die Kopfnerven oder die geistige Grundhaltung des Träumers gestört, oder in der Steuerzentrale des Gehirns geriet irgend
etwas in Unordnung.
Spirituell:
Feuer und Wasser symbolisieren stets seelische Energie: Feuer reinigt. Helle Flammen kündigen eine neue Idee an.
Volkstümlich:
(europ.) : – wobei viel Rauch zu sehen ist: Unannehmlichkeiten;
– helle Flammen dabei sehen: große Freude; baldiger Erfolg;
– (weißer) Rauch: eine gute Nachricht;
– eines Dachstuhls über einem: schlechte Bedeutung, weist auf eine gefährliche Entwicklung hin;
– auf ein Haus zugehen, dessen Dachstuhl brennt: man sollte in einer aktuellen Angelegenheit lieber
einen Rückzug planen; (manchmal auch Signal für eine Stirnhöhlenerkrankung);
– Rauch aus dem Kamin aufsteigen sehen: man befindet sich in einem Aufwärtstrend;
(Siehe auch „Brand“, „Feuer“, „Kamin“)
Abbruch
Assoziation: – Arbeit an der Beseitigung von Altem.
Fragestellung: – Welcher Teil meines Lebens ist nicht mehr zweckmäßig?
Allgemein:
Im Traum kommt oft der Abbruch eines Hauses vor, das für das „Lebensgebäude“ steht; gedeutet wird das als eine (meist) günstige
Veränderung im Leben, die alle bisherigen Probleme und Sorgen überwinden kann, oft bedeutet dies eine bessere berufliche Position. Den
Abbruch eines Hauses sehen kann aber auch auf Angst hindeuten, daß die eigene Persönlichkeit oder ihr guter Ruf angekratzt werden könnte.
Wenn man selbst daran teilnimmt, bemüht man sich, eine seelische Störung zu beseitigen. Der Abbruch eines baufälligen Hauses bedeutet
Überwindung einer psychisch bedingten Krankheit aus eigener Kraft. Man muß allerdings sorgfältig prüfen, ob im Symbol des Abbruchs
nicht nur eine Gefahr zum Ausdruck kommt, die das Lebensgebäude zerstören kann; das ergibt sich aus den weiteren Begleitumständen des
Traums und der ganz realen Lebenssituation. Mit anderen gemeinsam etwas abbrechen bedeutet, man will Morsches oder eine schlechte
Beziehung hinter sich bringen, um zu neuen, besseren Verhältnissen zu kommen.
Psychologisch:
Abbruch enthält oft ein Ende des Gewohnten und Chance für einen Neubeginn zugleich; diese Bedeutung kennt man auch in der
Umgangssprache, wenn man von jemandem sagt, daß er seine Zelte oder alle Brücken abgebrochen hat, um mit etwas Neuem anzufangen.
Träumt man z.B. den Gang durch ein verfallenes Abbruchhaus, stellt sich die Frage: Welche aussichtslose Beziehung (erfolglose
Anstrengung, sinnlose Gewohnheit usw.) blockiert mein Lebensgefühl? Es gilt zu erkennen, daß es hier „nichts mehr zu retten gibt“. Träumt
man wiederholt den Abbruch von Räumen, die in der Kindheit das „Zuhause“ bedeutet haben, fühlt man sich (vielleicht uneingestanden)
durch Eltern/Angehörige kontrolliert und manipuliert. Man wünscht sich, den zu eng gewordenen Kontakt abzubrechen. Was immer auch im
Traum abgebrochen bzw. abgerissen wird: Es ist ein Symbol für Einengung – zu allem, was man gerade als hemmende Verpflichtung erlebt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein Abbruch jeder Art steht für Verleumdung;
– eine abgebrochene Handlung: man sollte sich vor schlechten, unangebrachte Vorschläge in acht nehmen.
(europ.) : – Befürchtung, das andere mit Wort und Tat zur Zerstörung von Plänen, Hoffnungen oder Ruf beitragen;
– eines Hauses: eine neue Stellung auf besserer Basis finden; auch: ein günstiges Symbol für die Befreiung von einer alten Last,
wenn man sich für einen Neuanfang und neue Lebenswege entschließt.
ABC-Schützen
Volkstümlich:
(europ.) : – man Überschätze sich nicht und lerne selbst, was man noch zu lernen vermag.

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Abdanken
Allgemein:
Der Traum vom Monarchen, der auf seinen Thron verzichtet, bedeutet Anarchie und Revolution in diesem Königreich.
Psychologisch:
Wenn das Unbewußte das Ausscheiden aus einem hohen Amt spiegelt, nimmt man Abschied von einer schönen Illusion. Positiv
ausgedrückt: Man will mit der Realität des Lebens besser zurechtkommen.
Volkstümlich:
(europ.) : – vom Thron oder hohen Amt: zu noch höheren Ehren kommen als bisher.
(Siehe auch „König“)
Abdecken
Volkstümlich:
(europ.) : – jemanden einen Tisch abdecken sehen: Sparsamkeit im Haushalt tut Not.
– es selbst tun: bevorstehende leichte Krankheit.
Abdecker
Volkstümlich:
(arab. ) : – Einen arbeiten sehen: Verheißung von Glück;
– mit einem sprechen: gute Hoffnung in Bezug auf seine Unternehmungen hegen dürfen;
– einen fahren sehen: deine Hoffnungen und Wünsche werden sich nicht erfüllen.
(europ.) : – sehen oder begegnen: Glück;
– mit ihm sprechen oder verkehren: Schaden.
(Siehe auch „Hundefänger“)
Abdrucken
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Buch oder Bild kopieren: Schande, Betrübnis und Angst.
Abend
Allgemein:
Ist ein mehrdeutiges Traumsymbol, dessen Bedeutung man meist erst aus den Begleitumständen erkennt. Grundsätzlich hat Abend etwas mit
Ruhe, Erholung, nachlassenden körperlichen und geistigen Kräften zu tun (umgangssprachlich auch Lebensabend). Damit kann auf erhöhtes
Bedürfnis nach Entspannung hingewiesen und vor chronischer Überforderung gewarnt werden. Wenn man dagegen gemütlich am Abend die
Hände in den Schoß legt, ist er im Sinne von Feierabend zu verstehen; man hat seine Pflichten und Aufgaben gut erfüllt und darf/soll sich
jetzt etwas Erholung gönnen. Bedeutet bei älteren Menschen oft den Lebensabend, bei jüngeren eine zur Neige gehende Zeit. In der
geträumten Abendstunde äußern sich manchmal geheime seelische Wünsche. Ihre früheren Sorgen finden ein glückliches Ende.
Psychologisch:
Das Bild des Abends erscheint meist zu Beginn eines Traumes, entweder als Traumlandschaft oder als Stimmungslage. Es bedeutet, daß man
sich im Traum seinem Unterbewußtsein nähern wird. Der Abend kann aber auch den Lebensabend symbolisieren; das ist häufig bei
Menschen der Fall, die sich bereits in der zweiten Lebenshälfte befinden.
Der Abend kann Stellvertretend für Zwielicht und die Grenzen des bewußten Verstands stehen. Vielleicht gibt es in Ihrer Umgebung
Erscheinungen, die Sie erst zu sehen vermögen, wenn Sie sich mit Ihrem Unbewußten befassen.
Spirituell:
Der Abend symbolisiert Alter und viele Jahre Erfahrung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – im allgemeinen Symbol für Alter und Erfahrung.
(europ.) : – in jeder Verbindung ein Nachlassen geistiger und körperlicher Kräfte;
– hereingebrochener: bedeutet unerfüllte Hoffnungen und unglückliche Spekulationen;
– mit leuchtenden Sternen: momentaner Kummer, auf den jedoch eine strahlende Zukunft folgt.
(Siehe auch „Dämmerung“, „Nacht“, „Sterne“)
Abendbrot
Allgemein:
Abendbrot (-essen) erklärt sich aus der Bedeutung des Abends als Symbol nachlassender Kräfte; wenn man das Abendbrot zu sich nimmt,
kommt man wieder zu Kräften und wird am nächsten Tag erfolgreich sein.
Psychologisch:
Ein reich gedeckter Tisch kann bei älteren Leuten auf einen besonders glücklichen Lebensabend schließen lassen, der es an nichts fehlen läßt.
Bei jüngeren Menschen könnte eine Arbeit abgeschlossen sein, so daß man deren Früchte ernten kann. Oft deutet es darauf hin, daß das
Lebensschiff bald in ein ruhiges Fahrwasser gelangt oder daß man sich keine Sorgen zu machen braucht, was morgen sein wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Nehmen: ein bedeutungsvoller Traum, der nur Gutes in Aussicht stellt.
(europ.) : – Verheißt die Erfüllung des Gewünschten, Glück in der Lotterie, gute Erbschaft,
reiche Geschenke; arbeite und tue deine Pflicht, dein Auskommen wird sich bessern;
– sehen: du verlangst Ruhe und Frieden;
– beim Abendbrot sitzen und essen: man wird wieder zu Kräften kommen und am nächsten Tag
mit einem glücklichen Händchen für anstehende Unternehmungen erfolgreich sein;
– mit anderen zusammen Abendbrot essen: erfolgreiche gemeinsame Aktionen sind möglich,
sehr gut für Teamarbeiten und neue gemeinsame Entscheidungen.
(ind. ) : – Sei nicht so unruhig, du kommst sonst nicht zum Ziel;
– mit einem anderen erleben: du wirst dich bald über den Erfolg freuen können;
– günstig ist dein Weg zum Ziel und das Glück wird dir als Lohn winken.
(Siehe auch „Abendessen“, „Essen“)

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Abendessen
Psychologisch:
Immer wiederkehrende Träume von einer typischen Abendessenszene mit einem geliebten Partner (gepflegtes Ambiente, Kerzenlicht usw.)
drückt oft den Wunsch nach einer festen Bindung, Familiengründung aus. Man möchte sicher sein können, in eine harmonische, anregende
Atmosphäre heimzukommen. Eher das Gegenteil sagen Träume von spannungsgeladenen abendlichen Tischrunden aus: unfreundliche
Gesichter, eisiges Schweigen am Tisch, man stochert nur lustlos im Essen. Der Träumer ist häufig von familiären Erwartungshaltungen
überfordert, er soll ständig „funktionieren“, er hat keinen Freiraum innerhalb der Beziehung usw. – es ist ihm am Familienleben „der Appetit
vergangen“, er „hat es satt“.
Volkstümlich:
(europ.) : – gute Nachricht; Nachricht von einer Geburt; Glückssträhnen am anderen Tag;
zufriedenstellende Erledigung einer Angelegenheit.
(Siehe auch „Abendbrot“, „Abendmahl“, „Essen“)
Abendglocken
Allgemein:
Abendglocke läuten hören oder selbst läuten verkündet, daß etwas zu einem guten, versöhnlichen Ende kommt, daß man sich bald wieder
freuen kann. Alte Traumbücher deuten den hellen Klang einer Abendglocke auch als günstiges Zeichen für ein gesundes, sorgenfreies Alter,
aber da wird wohl mehr der Wunsch der Vater des Traumes sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: deine Traurigkeit wird sich in Freude verwandeln.
(europ.) : – läuten hören: Zufriedenheit, nach einem arbeitsreichen Leben wird dir ein sorgloses
Alter beschieden sein, und, deine Trauer wird sich in Freude verwandeln.
(ind. ) : – selbst läuten: nicht mehr lange und du wirst Freuden erleben;
– läuten hören: was dir bisher angetan, wird wieder in gute Bahnen gelenkt;
– einen hellen Ton hören: deinem Alter wird jede Sorge erspart sein.
Abendkleidung
Allgemein:
Ein Traum des Gegensatzes – je hübscher man gekleidet ist, desto schlechter das Omen. Der glückhafteste Traum, den eine Frau haben kann,
ist, sich selbst nackt zu sehen. Siehe „Eva“. Ist Ihre Kleidung jedoch schäbig oder zerrissen, so ist es ein glückhaftes Zeichen, obgleich nicht
so gut wie Nacktheit.
Psychologisch:
Wenn man sie selbst trägt, steht eine Zusammenkunft bevor; man achte auf die Farbe der Kleidung, um daraus zu entnehmen, ob es sich um
ein fröhliches oder um ein trauriges Ereignis handelt. Manchmal weist die Abendkleidung auch darauf hin, daß man mehr aus sich machen
möchte. Sieht man sich im Traum häufig in eleganter Abendkleidung als strahlenden Mittelpunkt einer Gesellschaft, muß man zwar derzeit
noch „in den Startlöchern“ warten, aber das Karrieresterben ist kaum noch aufzuhalten. Der Traum greift der Realität schon vor: man will
„ganz nach oben“ – besonders wenn man in unübersehbarem Rot oder in Schwarz und Gold auftritt. Es sind die Farben der Macht, des
Reichtums – sozusagen Statussymbole (Frack, große Abendrobe, Schmuck, Uniform hochrangiger Offiziere, Limousinen usw.) Sieht man
andere in festlicher Robe, hat man Angst davor, von einem Konkurrenten oder einem Nebenbuhler ausgestochen zu werden.
(Siehe auch „Eva“, „Kleidung“)
Abendmahl
(Eucharistie und Kommunion)
Psychologisch:
In der Kirche daran teilnehmen: Man möchte einen Schuldkomplex loswerden. Hier erinnert das Unbewußte den Träumer auch an sein
Gewissen und fragt, ob er in einem ganz bestimmten Fall richtig gehandelt habe.
Volkstümlich:
(arab. ) : – genießen: Glück im Unternehmen, Ehre, Gewinn;
– zu ihm gehen: die Umstände sind deinem Unternehmen nicht günstig;
– mit anderen daran teilnehmen: rechtschaffene Freude, Glück im Familienkreise.
(europ.) : – Befreiung von Kummer und Sorgen; sehr günstig für alle Ereignisse und Entscheidungen des nächsten Tages;
– sehen: Glück, Segen und Ehre.
Abendmusik
Volkstümlich:
(europ.) : – Harmonie in Musik ausgedrückt, am Abend oft mit negativem Vorzeichen.
Abendröte
Allgemein:
Auch im Traum „gut Wetter Bot“, also Wunscherfüllung, Liebesglück, möglicherweise auch finanzielle Besserstellung. Es läßt fast immer
auf angenehme Ereignisse schließen, die das Gemüt ansprechen.
Psychologisch:
Es ist das Zeichen, daß die Sonne versinkt und die Nacht herbeikommt. Die Zeit ist vorbei, einen Plan zu verwirklichen, vielleicht glaubt Ihr
Unbewußtes, eine Hoffnung abschreiben zu müssen. Prüfen Sie genau, ob Sie wirklich noch mit ganzer Seele zu einem Vorhaben stehen.
Gehen Sie jetzt mehr nach innen, suchen Sie nach mehr Ruhe und Entspannung, um nachlassende Energien zu regenerieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine Unglücksbotschaft erhalten;
– an wolkigem Himmel sehen: dein Glück wird durch Kummer getrübt werden;
– an reinem, wolkenlosen Himmel: glückliche und gesunde Tage werden dir blühen;
– goldener Schein des Abendhimmels: Beseitigung finanzieller Sorgen bzw. angenehme
Dinge in naher Zukunft.
(europ.) : – könnte als Zeichen für eine beginnende dunklere Zeit des Lebens gedeutet werden;
– am wolkigen Himmel: Kummer, Ärger oder Unannehmlichkeiten stehen an;
– wolkenlose, als Ausklang eines wohltuenden Traums: zeigt Seelenfrieden, Gemütsruhe
und Herzensfrieden oder eine beginnenden Genesung an.

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Abendspaziergang
Volkstümlich:
(europ.) : – von Verliebten: verheißt oftmals Trennung durch Tod.
(Siehe auch „Abend, „Spazieren“)
Abendstern
Psychologisch:
Die Venus als astrologischer Planet der Liebe deutet meist auf angenehme Ereignisse. Im Dunkel der Nacht strahlt ein Licht und gibt neue
Hoffnung. Erlauben Sie sich romantische Gefühle, suchen Sie ein neues Ziel, das Leben hält vielleicht eine Überraschung für Sie bereit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – am wolkenlosen Himmel leuchten sehen: deine Hoffnungen werden sich erfüllen;
– an wolkigem Himmel: Hoffnung und Mißgeschick werden miteinander wechseln;
– du sehnst dich vergeblich nach dem (der) Geliebten;
– für Verheiratete: Heimlichkeiten zwischen Gatten;
– verdunkelt: es droht dir Unheil, Gefahr.
(europ.) : – Vorzeichen eines großen Glückes; Genesung bei Kranken; Glück bei Frommen;
– leuchten sehen – zusammen mit anderen, weniger hellen Sternen -, kündigt
Erfolge und finanzielle Vorteile in der nächsten Zeit, aber auch Unruhe und Streß an;
– alleine leuchten sehen: vorgesehene Pläne lassen sich verwirklichen;
– zeitweise verhüllt: nur die Hoffnung nicht verlieren, das Ziel ist trotzdem erreichbar;
– durch Wolken verschleiert, muß man Hoffnungen für die nächste Zukunft wohl begraben;
– verdunkelt: es droht dir Unheil, Gefahr;
– für Alleinstehende: du sehnst dich vergeblich nach dem (der) Geliebten;
– für Verheiratete: Heimlichkeiten zwischen Gatten;
Abendtasche (Siehe „Gobelinstickerei“)
Abenteuer
Allgemein:
Erlebt man im Traum ein Abenteuer, kann dies eine Widerspiegelung des in letzter Zeit tatsächlich abenteuerlicher gewordenen Lebens sein.
Die Stimmung und erlebten Emotionen im Traum sind dabei besonders aufschlußreich. Ein allgemeines Gefühl von Gefahr im Traum läßt
sich als Warnung deuten. Im wirklichen Leben ist man vermutlich ein großes Risiko eingegangen. Hat man die Gefahr genossen?
Psychologisch:
Im Leben kann sich plötzlich etwas verändern. Normalerweise deutet es auf eine Wendung zum Guten hin. Geben Sie Ihrem Leben mehr
Abwechslung, prüfen Sie, wo sich Langeweile und Routine breitgemacht haben. Etwa auch in Ihrer Beziehung? Aber ganz allein im
Dschungel, hinter einem wilde Tiere, vor einem Schlingpflanzen – weit und breit kein Mensch, kein Ausweg? Ein Alptraum! Haben Sie sich
übernommen, verausgabt (finanziell, gesundheitlich)? Ein häufiger Angsttraum in einer allzu spannenden Lebensphase – man ist ein hohes
Risiko eingegangen. Überzeichnete Bilder von Gefahr und bedrohlichem Umfeld wollen bewußt machen, daß man seine Möglichkeiten
ausgereizt hat. Wer dagegen von einem erotischen Abenteuer mit einer fremden Person träumt, hat im realen Leben eher einen Mangel an
Herausforderungen: meist nur ein Hinweis auf reizlose, begrenzte und langweilige Routine im Alltag oder Liebesleben. Verdrängte Wünsche
nach außergewöhnlichen Erfahrungen machen sich bemerkbar! Wer von Abenteuern träumt, kompensiert dieses Gefühl im nächtlichen
Traum. Achten Sie darauf, welchen Symbolwert Ihre nächtlichen Abenteuer besitzen und was von diesem Traum umsetzbar ist. Abenteurer:
Er umschreibt, auch wenn es sich dabei um eine fremde Person handeln sollte, das Ich des Träumers und seine Neigung, mit dem
persönlichen Glück recht gewagt umzugehen oder es in Liebe und Ehe mit der Moral nicht allzu genau zu nehmen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erleben: hüte dich vor bösen Menschen, es besteht die Gefahr hintergangen zu werden.
(europ.) : – riskante Abenteuererlebnisse: du bist oder kommst in Gefahr;
Unsicherheit in bezug auf die Umgebung oder eine andere Person;
oder: Neigung zu gewagten Beziehungen zu nicht ganz einwandfreien Personen;
– ein schönes Abenteuer erleben: es ist höchste Zeit, endlich langfristiger zu planen,
damit das Leben wieder lebendiger wird.
(Siehe auch „Held“)
Abfahrt
Allgemein:
Sinnbild des unaufhaltbaren Schicksals, wobei die Wahl der richtigen oder falschen Richtung beim Träumenden bleibt.
Volkstümlich:
(europ.) : – mit dem Auto, dem Flugzeug oder der Bahn: man entgeht einem drohenden Unheil;
– sich selbst abfahren sehen: man sucht sich vor einer Verantwortung zu drücken.
(Siehe auch „Eisenbahn“, „Fahren“)
Abfall
(Müll)
Allgemein:
In der Traumsymbolik steht Abfall für die Dinge oder Informationen, die nicht mehr benötigt werden und jetzt fortgeworfen werden können.
Oft ist die Farbe des Abfalls von Bedeutung (siehe „Farben“). Manchmal löst die kommende Frühjahrsreinigung einen Traum über
Abfallbereinigung und aufräumen aus. Es kann aber auch die Deutung sein: Ihr Leben ist übersät mit unnützen Problemen und Leuten, die
Sie sich unbedingt vom Halse schaffen sollten. Sie sind im Begriff eine wertvolle Entdeckung zu machen. Machen Sie Gebrauch von ihr,
aber versuchen Sie Dabei keinem Freund weh zu tun.
Psychologisch:
Abfall kann auch auf einen Mißbrauch von Ressourcen und Verschwendung verweisen. Produziert der Träumende in seinem Traum viel
Abfall, dann sollte er seine Lebensführung überprüfen. Häufig kommt darin aber auch „seelischer Müll“ zum Ausdruck, den man endgültig
verarbeiten sollte oder bereits bewältigt hat; darin ist die Aufforderung enthalten, sich intensiver mit der eigenen Persönlichkeit zu
beschäftigen. Vielleicht investiert er in Beziehungen oder in andere Dinge, die er herbeiführen will, mehr, als ihm gut tut. Sieht man Abfall,
dann möchte man im Wachleben vielleicht lästige Gedanken aus seinem Gedächtnis ausradieren. Sammelt man immer wieder Müll ein, will
ihn wegbringen, findet aber noch einen Korb voll, noch einen überquellenden Eimer – und kein Ende, so will man sich vom „Seelenmüll“
befreien und weiß nicht so recht, womit man eigentlich beginnen soll. Man möchte endlich alte Probleme „entsorgen“, hat aber noch keinen

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konkreten Plan. Wirft man den Abfall weg, will man sich eine seelische Erleichterung verschaffen oder eventuelle Sorgen loswerden. Hier
und da deutet er darauf hin, daß man möglicherweise etwas zurückerhält, was man achtlos beiseite schaffte, daß aber eigentlich recht
wertvoll war.
Spirituell:
Vielleicht erlebt der Träumende eine Energiekrise, die er nicht versteht. Er sollte sich auf die Suche nach dem „Energieleck“ begeben. Abfall
kann im Traum (ähnlich wie in manchen Redensarten) finanzielle Erfolge ankündigen, die man oft nicht erwartet hat.
Volkstümlich:
(europ.) : – besitzen: der Besitzstand wird sich vermehren.
– sehen: verheißt schlechte Bewältigung der Angelegenheiten;
– finden: eine wertvolle Entdeckung machen;
– darüber stolpern: man sollte falsche Vorstellungen ablegen,
alte Einstellungen noch einmal überprüfen und durch neue ersetzen;
– von oben fällt alles mögliche auf einem herab, das nicht genau zu erkennen ist:
bei guten Gefühlen während des Traumes ein Hinweis, daß man sein Besitz vermehren kann;
bei negativen Gefühlen: ein Hinweis, das falsche Beschuldigungen, Neid oder Mißgunst anderer
auf einem zukommen werden.
(Siehe auch „Kehricht“)
Abfallen
(Glaube)
Volkstümlich:
(arab. ) : – von seinem Glauben: sei vorsichtig in allen deinen geschäftlichen Unternehmungen.
(europ.) : – vom Glauben und dieses zur Schau tragen: Unvernunft;
– Abfall von deinem Glauben: du bist in Gefahr; schlechte Zukunft;
– von seiner Familie: Trübung der Verhältnisse;
– vom Wind und zwar an Bord eines Seglers: Gefahr;
– von einem Berg: in einer fraglichen Sache ist der erste Gedanke der beste.
Abflug
Psychologisch:
Keine Angst vorm Fliegen hat jemand, der sich bedenkenlos und spontan auf ein intensives Gefühl oder ein riskantes Vorhaben einläßt. Wer
gerade so eine „Alles- oder- nichts“ – Herausforderung glänzend gemeistert hat und vor Freude regelrecht abheben möchte, verarbeitet diese
Überdosis Glück häufig in Abflugträumen: Startsituation, ein Fensterplatz im Flieger, abheben, und weit entfernt wird alles Alltägliche
kleiner und kleiner – dann ab durch die Wolken ins grenzlose Blau. Was heißt, daß auch Glücksmomente und Euphorien psychisch verkraftet
sein wollen.
Abführmittel
Allgemein:
Abführmittel einnehmen und dadurch vielleicht Durchfall (im Traum) erleben, zeigt oft an, daß man sich von unangenehmen Erinnerungen,
Erfahrungen und Gefühlen befreien will, weil sie das Leben behindern (verstopfen). Man sollte diesen Hinweis immer ernst nehmen und
ergründen, worauf er hinweist; zum Teil steht dahinter auch eine seelische Krankheit.
Psychologisch:
Das Unbewußte gibt hier den Hinweis, man solle Schädliches aus seinem Körper ausscheiden, seelisch Bedrückendes abstreifen oder sich im
Wachleben um die Besserung einer verfahrenen Lage bemühen.
Volkstümlich:
(europ.) : – das Bittere ist nicht zu umgehen, aber verheißt Besserung der Lage.
Abgaben
Volkstümlich:
(europ.) : – Der Not muß gehorcht werden.
– Abgaben (Steuern) zahlen: du mußt Op fer bringen; schwerer Kummer.
Abgeholt
Volkstümlich:
(europ.) : – werden, von der Bahn: du machst eine Reise;
– von deinem Hause durch Bekannte: dir stehen Vergnügungen bevor;
– durch die Polizei oder einer Amtsperson: eine Anstellung im Amt, eine Vorladung.
Abgeordnete
Volkstümlich:
(europ.) : – sprechen oder sehen: Hoffnung, die nur zu einem geringen Teil in Erfüllung geht.
Abgrund
Assoziation: – Große Tiefe, Tiefgang, Unendlichkeit, Allumfassende Weite.
Fragestellung: – Was liegt tief in meinem Inneren? Welche Grenzen brauche ich?
Allgemein:
Von einem Abgrund zu träumen, deutet darauf hin, daß der Träumende in sich selbst das sogenannte „Faß ohne Boden“ oder die Leere
erkennt. Dies ist ein Aspekt des Unbekannten, dem sich jeder Mensch irgendwann im Leben stellen muß. Hinter dem Bild verbirgt sich ein
riskantes Unterfangen, welches der Träumende anzugehen hat, ohne zu wissen, was dabei herauskommen wird. Abgrund kann man
unterschiedlich interpretieren, abhängig von den Begleitumständen.
Folgende Symbole kommen recht oft mit ähnlicher Bedeutung vor:
– In einen Abgrund schauen kann bedeuten, daß man ins eigene Unbewußte blickt und dabei Dinge wahrnimmt,
die man lieber nicht erkannt hätte; vielleicht kündigt der Blick in den Abgrund auch bevorstehende Gefahren an,
die sich aus dem eigenen Verhalten, Handeln und Wollen ergeben können. Man darf aber kommenden Gefahren
tapfer entgegensehen, weil man sie rechtzeitig erkennt, daß man ihnen ausweichen kann und sie meistern wird.

116
– Ganz nahe an einem Abgrund stehen warnt häufig vor einem „Absturz“ in Kummer, Sorgen und Not, wenn man
zum Beispiel die bisherigen Absichten beibehält.
– Gleitet man in den Abgrund, ist das als noch massivere Warnung zu verstehen, zeigt vielleicht auch an, daß man
den Schwierigkeiten nicht mehr entgehen wird.
– Stürzt man in einen Abgrund hinab, kann das eine bevorstehende persönliche Katastrophe ankündigen, die nicht
mehr aufzuhalten ist. Je nach den persönlichen Lebensumständen bedeutet der Sturz auch, daß man in ein
unerwartetes Glück fallen wird, insbesondere bei weicher Landung auf dem Grund. Oft steht aber auch seelischer
Kummer ins Haus, manchmal setzt der Traum dann auch eine momentane Lage aus dem realen Leben ins Bild
um (etwa den Sturz aus dem Bett, dem ein sofortiges erwachen folgt).
– Günstig zu deuten ist es, wenn man Steine in den Abgrund wirft oder Felsbrocken hinabrollt; das symbolisiert die
Befreiung von Sorgen und Nöten, die wie ein Fels auf der Seele lasteten.
– Wirft man einen Menschen in den Abgrund, wird man sich voraussichtlich bald aus einer zwischenmenschlichen
Beziehung lösen, die nur noch eine Belastung darstellte.
– Sich davon abwenden: vor Tatsachen die Augen verschließen.
– In den Abgrund hinuntersteigen: Man sollte den Grund für eine scheinbar ausweglose Lage finden, damit man sie
leichter überwinden, also wieder nach oben kommen kann.
– Eine Brücke (siehe dort) über den Abgrund finden: Man kann Schwierigkeiten überbrücken, die sich im Wachleben
vor einem auftun.
Psychologisch:
Ein Abgrund steht im Traum als Warn- oder Gefahrensignal. Durch ihn werden kritische Situationen oder Lebensschwierigkeiten
symbolisiert. Allerdings muß man den Zusammenhang betrachten: Führt der Weg nur bis an den Abgrund und endet dann, bedeutet dies eine
Warnung für den Träumenden; er soll umkehren. Es kann aber auch sein, daß ein steiniger, steiler oder beschwerlich aussehender Weg durch
den Abgrund führt. Dies ist dann ein Hinweis dafür, daß man sich seiner Situation bewußt werden und den Weg in seine eigenen Tiefen
beschreiten soll. Der Traum weist auf eine Angst vor Kontroll- oder Identitätsverlust oder vor dem Scheitern in irgendeiner Hinsicht.
Positiver ausgedrückt: Es ist möglich, die eigenen Grenzen oder gegenwärtigen Erfahrungen zu überschreiten. Hält man sich im Traum an
einem Geländer fest und sah – angsterfüllt – in einen Abgrund (auch reißenden Strom, Sturzbach, Wasserfall usw.), so lebt man gerade in
einer kritischen Situation, in der man sich gerade noch halten kann. War der Boden unter den Füßen glitschig oder hatte die Brücke Risse, ist
das Problem noch nicht gelöst, die Belastung noch nicht durchgestanden. Eine Aufforderung, im eigenen Umfeld genauer hinzusehen, wer
(oder was) einem zu Fall bringen könnte. Steht man aber auf festem, trockenem Boden, hat man eine Krise gerade bewältigt, hatte aber noch
nicht die nötige Ruhe, um den angefallenen Streß aufzuarbeiten. Hier ist Entspannung angesagt! Der Abgrund deutet auch darauf hin, daß
sich der Träumende mit Gegensatzpaaren wie richtig und falsch oder gut und böse abfindet.
Spirituell:
Die Unterwelt und niedrige Dinge erscheinen in Träumen als Abgrund.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: Unglück und Trübsal;
– davor stehen: suche nicht mutwillig Gefahren auf;
– einen von ferne sehen: eine Gefahr wird an dir vorübergehen;
– tiefer und sumpfiger: Unglück bleibt dir nicht erspart.
(europ.) : – sehen: das Unbewußte sieht eine Gefahr, die für den gegeben ist, der gesehen wird; Aura des Unglücks;
– in einen Abgrund sehen: Krankheit, drohendes Unheil, Unfall, auch das Scheitern großer Pläne;
– hineinstarren: es droht eine Eigentumsbeschlagnahmung, Streitigkeiten und Vorwürfe persönlicher
Natur, so daß man nicht in der Lage ist, mit Alltagsproblemen umzugehen;
– langsam in denselben hineingleiten: mit Trübsal und Kümmernissen ist zu rechnen;
– in ihn hineinstürzen: eine große Erbschaft; unverhoffte frohe Botschaft;
– andere in ihm sehen: die Lage eines anderen ist voraussichtlich katastrophal.
(ind. ) : – sich davor fürchten: sei auf deine Gesundheit bedacht;
– hineinfallen: Erfolg ist dir sicher;
– jemanden hineinwerfen: von großer Last wirst du bald befreit;
– fällt dein Freund hinein: bald wirst du von ihm Gutes hören;
– einen Stein hineinwerfen: bald wirst du von einer schweren Sorge befreit sein;
– jemanden daraus retten: das Schicksal wird dir helfen.
Wer in einen Abgrund fällt, sagten die alten Ägypter, muß mit geschäftlichen Verlusten rechnen.
(Siehe auch „Abstürzen“)
Abhaaren
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein Tierfell: deine Bemühungen werden ohne Erfolg bleiben.
(europ.) : – Verlust.
Abhang
Allgemein:
Die Angst vor Versagen ist ein ungemein starkes Gefühl. Im Traum kann sie durch einen Abhang zum Ausdruck kommen. Wenn der
Träumende in seinem Traum einen steilen Abhang betritt, deutet dies darauf hin, daß er sich unbedacht Gefahren aussetzt, weil er die Folgen
seines Handelns nicht absehen kann. Der Versuch, einen Steilhang hinaufzuklettern, steht für ein enormes Bemühen, Hindernisse, die sich in
den Weg stellen, zu überwinden. Abhang ist nicht so steil wie ein Abgrund und wird deshalb meist als Vorwarnung zu deuten sein. Auch
wenn man schon den Abgrund hinabrollt, dabei vielleicht auf Steine stößt, muß das nicht so ungünstig wie das Abgleiten oder Stürzen in den
Abgrund bewertet werden, sondern enthält immer noch die Hoffnung, daß man die Gefahr, Sorgen und Kummer vermeiden oder mildern
kann, wenn man rechtzeitig richtig handelt.
Psychologisch:
Die Tarotkarte „Der Narr“ zeigt diesen am Beginn und am Ende seines Weges. Er achtet nicht auf den steilen Abhang und ist sich der
Gefahr, in der er sich befindet, nicht bewußt. Anderseits ist ihm das auch egal, denn er weiß, daß er über den Rand treten und fliegen kann.
Diese Art von Traum kommt oft vor, wenn der Träumende sich in einer Situation großer Gefahr befindet. Stand man im Traum am Abhang
eines Berges – hatte man Lust, unbeschwert hinunterzulaufen? Dann ist es an der Zeit, einen allzu ehrgeizigen Plan aufzugeben, der nur einen
weiteren (anstrengenden) Aufstieg erfordern würde. Der Traum symbolisiert die Erleichterung, die jemand empfindet, nachdem er sich von
einem zu hochgesteckten Ziel durch einen klaren Entschluß verabschiedet hat.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist der steile Abhang im Traum der Hinweis auf eine spirituelle Gefahr, um die der Träumende jedoch Bescheid weiß.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – einen steilen sehen: Gram und Kummer werden dich verfolgen;
– hinaufgehen oder mühsam erklettern: Untreue wird dich ärgern;
– herabsteigen: Familienverhältnisse werden dich kränken und belästigen.
(europ.) : – eines Berges: Gefahr in Sicht.
– felsiger: Kummer und Sorgen;
– grün oder bemoost: Ruhe und Zufriedenheit;
– bewaldet: deinem Unternehmen stellen sich Hindernisse entgegen;
– einen steilen betrachten: man kann noch rechtzeitig seinen bisherigen Kurs ändern;
– am Rande eines stehen: Angst vor persönlichen Versagen oder vor kommenden Problemen;
– hinunterkollern: begib dich nicht unnötig in Gefahr;
– eines Berges hinunterrutschen: unangenehme Ereignisse kommen in nächster Zeit auf einem zu;
Niederlagen durch eigenes Verschulden sind möglich;
(ind. ) : – hinabfallen: sieh dich vor, daß du nicht durch deine eigene Schuld in eine
unangenehme Situation kommst;
– steinig: deine Sehnsucht wird nicht erfüllt, du sollst aber die Hoffnung nicht aufgeben;
– grün mit kleinen Sträuchern: sei gut zu deinen Mitmenschen;
– mit einem Wald: du hast die Schwierigkeiten deines Lebens erkannt und wirst
ihnen bald gewachsen sein.
(Siehe auch „Abgrund“)
Abhängigkeit (Siehe „Sucht“)
Abholzen
Volkstümlich:
(europ.) : – Verdienst in Aussicht.
Abkaufen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Einem etwas: man hüte sich vor großen Ausgaben, denn sie führen leicht zu einem empfindlichen Verlust.
(europ. ) : – jemanden etwas: du wirst Reichtum oder Gewinn erlangen.
Abkehren
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine Treppe (den Schmutz von derselben ab- oder wegkehren): du wirst große Arbeiten bewältigen können.
(Siehe auch „Fegen“)
Abkochen
Volkstümlich:
(europ.) : – belohnte Mühe.
Abkommen
Allgemein:
Schließt man im Traum ein Abkommen, so heißt das, es bestehen sehr gute Aussichten dafür, daß ein Streit beigelegt wird.
Psychologisch:
Abkommen schließt man im Traum meist, wenn es gelungen ist, eigene innere Widersprüche miteinander zu versöhnen. Das Symbol kann
aber auch die Aufforderung enthalten, in einem Konflikt mit anderen Menschen zu einem Kompromiß zu gelangen.
Abkühlen
Volkstümlich:
(europ.) : – es kommt anders, als man glaubt.
Abküssen
Volkstümlich:
(europ.) : – jemanden: hüte dich vor Untreue.
– abgeküßt werden: du hast falsche Freunde.
(Siehe auch „Küssen“)
Abladen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Waren von einem Wagen: deine Bemühungen werden dich belohnen.
(europ.) : – (d.h. sich selber, wie man eine Sache ablädt): jemand braucht deine Unterstützung.
Ablaß
Volkstümlich:
(europ.) : – vorübergehende Gefahr.
Ableger
Volkstümlich:
(europ.) : – einpflanzen: Sorgen verschwinden wie die Wolken vor der Sonne.

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Ablehnung
Allgemein:
Von einer Ablehnung zu träumen bedeutet eine absolut sichere Annahme. Träumt man von einer Ablehnung, so kann dies oft eine
Bedeutungsverlagerung bedeuten. In diesem Falle heißt das also, daß man von anderen Menschen sehr freundlich aufgenommen wird.
Unbewußt fürchtet man die Zurückweisung. Der Traum läßt einen diesen unangenehmen Fall im Voraus erleben, um ihn zu „bannen“, nach
dem Motto: nachdem ich das schon erlebt habe, kann es ja nur besser werden.
Psychologisch:
Wer träumt, von einem ihm wichtigen Menschen (Partner, Chef usw.) abgelehnt zu werden, muß es deswegen noch lange nicht sein.
Vielmehr fühlt man sich in seiner persönlichen oder sozialen Wertigkeit verunsichert, man „kennt seinen Stellenwert“ nicht, mißt der
Bestätigung durch andere zu hohe Bedeutung bei. Eine Problematik vieler Menschen, die sich (z.B. als Kind) Liebe und Anerkennung immer
erst mit besonderer Leistung „verdienen“ mußten.
(Siehe auch „Abneigung“)
Abmagern
Allgemein:
Abmagerung anderer Menschen verkündet zukünftigen eigenen Wohlstand. Falls man sich selbst abmagern sieht, können bald Kummer und
Sorgen an einem „zehren“ oder man bekommt Mißgunst und Neid falscher Freunde zu spüren. Die eigene Argumentation zu einem
bestimmten Problem ist ziemlich „dünn“. Möglicherweise hat man aber die symbolisch „mageren“ Jahre bald hinter sich und nimmt an
Ansehen zu. Auf etwas aufmerksam machen will uns das Unbewußte, wenn es uns das Bild von uns völlig fremden dürren Menschen
vorgaukelt; dann will es uns vielleicht zeigen, daß es anderen viel schlechter geht als uns, während unser Wohlstand gesichert ist.
Psychologisch:
Symbol für den eigenen, meist psychischen Substanzverlust. Man sieht sich im Traum immer dünner und dünner, will „möglichst wenig
Platz brauchen“, um übersehen und kaum wahrgenommen zu werden – so bleibt man von weiteren Anstrengungen und Erwartungen
verschont. („Dafür bin ich jetzt ohnehin zu schwach.“) Wer allerdings wirklich an Übergewicht leidet, träumt ganz banal seinen
Wunschtraum: endlich dem Schönheitsideal zu entsprechen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Nichts Gutes bedeutet es, wenn der Körper abmagert oder ein einzelner Körperteil, mit Ausnahme der weiblichen Zunge.
– Träumt einer, der gut bei Fleisch ist, er sei mager geworden, wird ihm in Beruf und Arbeit alles verquer gehen.
– Ist ein einzelner Körperteil abgemagert, wird der Traum entsprechend der Bedeutung des betreffenden Körperteils für ihn
in Erfüllung gehen; dabei bezeichnet der Kopf den Vorgesetzten, der Hals den Träumenden selber, die Schlüsselbeine die
Konkubinen, die Oberarme die Brüder und engsten Verwandten, die Schulterblätter und Rippen die Ehefrauen, der Bauch
die Familie und den Reichtum des Träumers, die Oberschenkel seine Blutsverwandten;
träumt der Kaiser, daß seine Schenkel dünn geworden sind, deutet das auf seine Leibdiener.
Die Hände weisen auf den vertrautesten Knecht, bei einem Armen auf dessen Lebensunterhalt.
Die Beine und Füße bedeuten dem Kaiser oder einem Fürsten seinen obersten Geheimsekretär,
einem Armen seinen Lebensunterhalt.
– Jeder Körperteil, der strotzend, stark und gut bei Fleisch ist, bedeutet etwas Gutes entsprechend seiner Beziehung
zu den genannten Personen.
(europ.) : – Zeigt Ungemach an;
– andere (dürr) sehen: Vorteil, der aber mißgönnt werden wird;
– andere abmagern sehen: du erringst Vorteile auf fremde Kosten, man wird bald zu Wohlstand gelangen;
– sich selbst abmagern oder abgemagert sehen: dir droht Verlust, Zank, Kummer und neidische Freunde,
sowie gesundheitliche Störungen bevor;
– sich dicker werden sehen: ein Hinweis auf kommenden Wohlstand.
Abmähen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich selbst ein Feld abmähen sehen: ertragreiche Zukunft;
– dürres Gras: ein schlechtes Zeichen, das auf Not und Kummer deutet;
– von frischem grünen Gras: Gewinn und Wohlstand, je mehr desto besser.
(europ.) : – unreifes Getreide: Teuerung und schlechter Geschäftsgang;
– reifes Getreide: deine Aussichten sind gut;
– grünes Gras: hüte dich vor einer unpassenden Liebschaft;
– dürres Gras: Mißerfolg in Geschäften, hartherzige Gläubiger.
(Siehe auch „Feld“, „Getreide“, „Weizen“)
Abmalen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich selbst: Aussicht auf langes Leben;
– einen anderen: verkündet eine traurige Zukunft.
(europ.) : – abgemalt werden: Wohlstand und Kindersegen, Familienzuwachs;
– sich selbst abgemalt sehen: du bist beliebt;
– andere selbst abmalen: schlechte Geschäfte, Nachrichten und Übervorteilung;
– einen anderen abgemalt sehen: eine neue Bekanntschaft;
– eine Landschaft oder einen Gegenstand: dein Besitz wird sich mehren.
(Siehe auch „Bild“, „Farben“, „Malen“, „Pinseln“)
Abmessen
(Maßnehmen)
Allgemein:
Eine Warnung, die Sparsamkeit nicht bis zum Geiz zu treiben. Sie könnten das Ersparte verlieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (d urch Messen die Ausdehnung und Größe seines Grundbesitzes bestimmen): man
vermeide gerichtliche Dinge, die leicht in einen langen Prozeß verlaufen können.
(europ.) : – von guter Vorbedeutung, erfolgreiche Unternehmen.
(Siehe auch „Ausmessen“, „Band“, „Entfernungen“, „Maß“, „Massband“, „Messen“)

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Abmieten
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden ein Haus: deutet auf verschiedene Mißhelligkeiten.
Abnabelung
Allgemein:
Sah man im Traum die Abnabelung? Gab es Probleme dabei? Oder ließ man diese nur widerstrebend zu? Vielleicht bezieht sich dies auf
erwachsene Kinder, die aus dem Haus gehen, oder ein anderes Element im Leben, das einem entgleitet.
Psychologisch:
Abnabelung bedeutet sich von Hemmungen und überholte Bindungen zu befreien, eben sich selbstständig machen. Es ist Zeichen einer
innerlichen Mutprobe.
(Siehe auch „Nabel“, „Nabelschnur“)
Abneigung
Allgemein:
Dieser Traum hängt von den Umständen ab. Wenn Sie davon träumen, daß Sie jemand nicht mag und darüber besorgt sind, dann ist das ein
schlechtes Omen. Wenn es Ihnen jedoch überhaupt nichts ausmacht, dann werden Ihre Schwierigkeiten überwunden.
(Siehe auch „Ablehnung“)
Abnormität
Allgemein:
Abnormität steht im Traum normalerweise für etwas, was man instinktiv für falsch oder unausgewogen hält. Handelt es sich um etwas
Abnormes im Sinne von außergewöhnlich – beispielsweise ein abnormes Gefühl oder Geräusch-, dann sollte die Aufmerksamkeit auf das
Fremde daran gerichtet werden. Zum Beispiel könnte im Traum eine Person auf einer Beerdigung lachen. Dies würde bedeutet, daß der
Träumende sich sehr aufmerksam damit beschäftigen muß, welche Gefühle er für diesen Menschen hegt.
Psychologisch:
Die bewußte Wahrnehmung von Abnormität zwingt den Träumenden dazu, sich mit Lebensbereichen zu beschäftigen, die nicht so sind, wie
er sie gerne hätte. Von einem Zwerg oder einem Riesen zu träumen, kann bedeuten, daß die Aufmerksamkeit auf bestimmte Punkte gelenkt
wird. die etwas mit Größe oder Deformation zu tun haben. Im Leben des Träumenden existiert etwas, das für ihn vielleicht zu groß ist.
Spirituell:
Das Abnorme oder Fremde besitzt in der Regel magische Kräfte oder magische Fähigkeiten.
Abonnieren
Volkstümlich:
(europ.) : – sich verpflichten, Verpflichtungen auferlegen, sich übernehmen, demnach ein Vorh aben wohl überlegen und seinen Willen
durchsetzen.
Abort (WC)
Allgemein:
Abort (WC) hat im Traum kaum etwas mit der Stuhlausscheidung zu tun, sondern ist je nach Begleitumständen als günstiges oder
ungünstiges Symbol zu deuten. Folgende Bedeutungen kommen häufig vor:
– Verschlossener Abort warnt vor zu viel Zuversicht und Sorglosigkeit.
– Exkremente im WC oder gar das Hineinstürzen in die Schüssel werden als Ankündigung von Chancen, Freude und
Glück verstanden, wobei es sich auch um materielle Gewinne handeln kann (volkstümlich spricht man drastisch ja
auch von „Geldscheißen“). Manche moderne Traumforscher deuten den Sturz in eine Abortschüssel als Erinnerung
an das Geburtsdrama oder als symbolische Flucht zurück in den Mutterleib.
– Säubern der Abortschüssel wird oft als Warnung vor Ärger mit Behörden gedeutet. Vielleicht steht dahinter aber
auch der Wunsch, mit seelischen „Exkrementen“, vor denen man sich ekelt, aufzuräumen.
Psychologisch:
Sehr zahlreich sind die Abort – Träume. Dieser kleine Raum hat im Leben der Menschen eine viel größere Bedeutung, als man gerne zugibt.
Neugierig und erstaunt lernt das Kind dort Vorgänge seines Körpers kennen, die es interessant, die es aber, wohl erzogen, auch sehr
unanständig findet. Im Abort ist auch der geistbetonteste Mensch ein armseliges und ein wenig klägliches tiernahes Naturwesen. Dort ist er
zur notwendigen Entlastung von zu Ballast gewordenen Stoffen mit seinem Körper zusammen. Er ist mit sich allein und reinigt sich von
dem, was als Gemeinstes gilt. Trotzdem sind Abort- Träume nichts unanständiges. Sie, die so häufig geträumt werden, sprechen in einem
auffälligen und etwas peinlichen Gleichnis von der Entlastung, vom seelisch Erledigten. Man schafft in diesem Traum Ordnung, entledigt
sich dessen, was verbraucht ist und deshalb vom Menschen von jeher leicht als Schmutz oder Dreck empfunden wurde. Abort- Träume
haben viel seltener, als man glaubt, mit einer infantilen Sexualstufe, mit der sogenannten Anal- Erotik, zu tun. Beiläufig: Die Alchemisten
glaubten immer wieder, gerade aus dem Kot müsse das Herrlichste zu gewinnen sein, das Gold – aus dem Verachtetsten das Edelste.
Menschliche Erfahrung ist es, daß aus Niedrigem Hohes werden kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – Gewinn, Einnahmen;
– mit menschlichen Exkrementen: gute Bedeutung;
– einfache Latrine: man hüte sich vor bösen Freunden;
– modernes Wasserklosett: man wird mit Unannehmlichkeiten zu rechnen haben;
– frei sehen: Mißgunst oder Neid;
– besetzt sehen: deine Hoffnung erfüllt sich nicht.
(ind. ) : – sehen: sei anderen Menschen nicht gram, wenn sie dich in deinem Wesen nicht gleich verstehen;
– nicht frei: sei nicht so zuversichtlich;
– beschmutzt: das große Glück steht vor deiner Tür, erhalte es dir;
– säubern müssen: du wirst mit der Behörde zu tun bekommen, sei vorsichtig in Wort und Schrift, und lege weniger Wert
auf das Gerede deiner Mitmenschen;
– hineinstürzen: ein unglaubliches Glück wird dir zuteil. Lasse es niemanden wissen, denn Neider werden dich umgeben.
(Siehe „Menschenkot“, „Toilette“)

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Abräumen
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen gedeckten Tisch: Verschwendung kann deinen Ruin herbeiführen.
Abraham
Volkstümlich:
(europ.) : – (hebr.: „Vater der Menge“) Kraft, Mut, Erfolg.
Abraupen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Raupen von Bäumen ablesen: bedeutet glücklichen Kampf gegen die Widersacher.
Abrechnen
Volkstümlich:
(europ.) : – fehlschlagende Hoffnungen; Feindschaft haben.
Abreise
Allgemein:
Wenn man aus einer bekannten Situation aufbricht – etwa sein zu Hause verläßt -, so verweist dies darauf, daß man sich von alten oder
gewohnten Verhaltensmustern losreißt. Vielleicht haben Sie das Bedürfnis, sich selbst Freiheit und Unabhängigkeit zuzugestehen. Abreise
steht allgemein für den stetigen Wandel des Lebens, dessen Richtung wir selbst mitbestimmen. Eine überstürzte Abreise kann anzeigen, daß
man sich vor einer Pflicht oder Verantwortung drücken will. Sie umschreibt gewissermaßen seine Angst, selbst die Verantwortung für etwas
Bestimmtes übernehmen zu müssen. Die Abreise mit dem Auto, Flugzeug oder mit der Bahn kündigt an, daß man einer Gefahr entgehen
wird. Man muß immer auch die Begleitumstände, zum Beispiel das Ziel der Abreise, bei der Deutung berücksichtigen. Bei der Abreise einer
anderen Person kann es sich um das Ende einer heftigen Auseinandersetzung handeln, bei der wir Recht behalten möchten.
Psychologisch:
Man packt im Traum seine Koffer, eilt zum Bahnhof, Flugplatz oder steigt ins Auto. Aber der Koffer läßt sich nicht schließen. Man verpaßt
den Zug, der Weg zum Flughafen ist durch einen Stau blockiert, das Auto springt nicht an? Mit Sicherheit ist es kein Warntraum vor den
Gefahren einer Reise! Man will am liebsten „einfach nur weg“ – aus der öden Alltagsroutine, einer extremen Streßsituation, dem Ehekrach
oder vor einer Verantwortung fliehen. Aber man weiß auch, daß man keine Chance hat! Hinter dem Traumbild steht möglicherweise der
Wunsch, Verantwortung oder Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen. Hier ist auf alle Fälle Vorsicht angesagt!
Spirituell:
Die bewußte Zurückweisung der Vergangenheit kann im Traum durch eine Abreise dargestellt sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – deutet auf Veränderung, und zwar mit einer Besserung der Verhältnisse;
– eine vorbereiten: man wird bald vor eine wichtige Entscheidung gestellt werden;
– freudig eine erwarten: bald wird sich die jetzige Situation ins Positive verändern lassen;
– plötzliche Abreise und überstürzt die Koffer packen: man versucht sich vor einer Verantwortung zu drücken;
– Abreise: du gehst Widerwärtigkeiten und Unheil aus dem Wege;
– sich selbst abreisen sehen: man sucht sich vor einer Verantwortung zu drücken;
– im letzten Moment den Zug verpassen: Angst vor einer verpaßten Chance.
(Siehe auch „Abschied“, „Eisenbahn“, „Reise“)
Abreiten
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen Ort (eine Gegend reitend durchziehen): erfolgloses Bemühen.
Abrinden
Volkstümlich:
(arab. ) : – die Rinde von Bäumen ablösen: einträgliche Geschäftsverbindungen werden dich erfreuen.
Absatteln
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Pferd: Gib keine Vorteile aus der Hand.
Absatz
Psychologisch:
Man geht in Schuhen mit höheren Absätzen, als es bequem ist. Zuweilen stolpert man auch, aber um keinen Preis möchte man die Schuhe
wechseln. Ein Ehrgeiztraum: Man will auf andere „herunterschauen können“, auch wenn es noch so mühsam wird. Man möchte sich von
seinem Umfeld abheben und genießt es, größer zu erscheinen, als man ist – und sei es um den Preis der Sicherheit, der Seriosität. Verliert
man ihn vom Schuh, will man sich wohl in nicht unbedingt nötige Ausgaben stürzen. Vielleicht verliert man auch ein wenig den Boden unter
den Füßen, wobei vor allem der Besitzstand in Frage gestellt ist. Wird der Absatz hingegen erneuert, können wir uns auf einen tragfähigen
Kompromiß einstellen.
(Siehe auch „Schuster“)
Abschaben
Volkstümlich:
(europ.) : – Glück in der Liebe.
Abschaum
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt an, daß Sie eine gesellschaftliche Niederlage erleiden werden.
(Siehe auch „Abfall“, „Dreck“)

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Abschäumen
Volkstümlich:
(arab. ) : – den Schaum von gärenden Getränken abschöpfen: du wirst durch ärgerliche Dinge belästigt werden.
Abscheu
Allgemein:
Der Traum, daß Sie Dinge oder Menschen verabscheuen, ist ein Omen, das von den Umständen abhängt. Wenn das Gefühl der Abneigung
Ihnen ernsthaft zu schaffen macht, dann sagt es Schwierigkeiten auf Ihrem Weg voraus. Sollten Sie hingegen nur einen Artikel nicht
sonderlich mögen und sicher entledigen können, dann werden Sie Ihre Sorgen überwinden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor ekeligen Dingen haben: Unannehmlichkeiten werden dir nicht erspart bleiben.
(europ.) : – selbst jemanden verabscheuen: eine Abneigung gegen jemanden hegen, und Ihr Verdacht wird sich als zutreffend erweisen;
– sich selbst verabscheut glauben: Ihre guten Absichten werden andere zur Selbstlosigkeit führen;
– (für eine junge Frau) ihr Liebster verabscheut Sie: Sie werden einen Mann lieben, der in keiner Weise sympathisch ist.
Abschicken
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen Boten oder Brief: auswärtige Angelegenheiten werden dich vielfach belasten.
Abschied
Artemidoros:
Spricht oder hört man im Traum den Gruß „Lebewohl“ oder „Bleibe gesund“, so hat das nichts Gutes zu bedeuten; denn diese Worte
gebrauchen die Menschen nicht, wenn sie zueinander kommen noch wenn sie etwas unternehmen wollen, sondern nur dann, wenn sie
Abschied voneinander nehmen oder sich zur Ruhe begeben. Deswegen trennt es Ehen und Gemeinschaften und rafft Kranke hinweg.
Allgemein:
Einem Todes-Traum ähnlich ist der vom Abschied- Nehmen. Dabei bleibt festzustellen, wovon man (in der Realität) Abschied nimmt.
Abschied kann bedeuten, daß sich das weitere Leben grundlegend verändern wird, zum Beispiel durch eine Trennung von Personen, Dingen,
Einstellungen und Ansichten, aber auch Gefühlen oder durch einen neuen Beruf. Wünscht man sich im Traum ein Wiedersehen („auf
wiedersehen“ sagen), ist dies als positives Zeichen zu deuten. Möglich ist aber auch, daß man sich lediglich seelisch verändert, von
Gewohnheiten, Einstellungen und Verhaltensweisen Abschied nimmt, weil sich die Persönlichkeit entwickelt. Ein Traum, in dem man
Freunden oder dem Partner Lebewohl sagt, bedeutet nicht automatisch, daß man diese bald verlassen will; man verabschiedet sich vielleicht
von etwas, das sie repräsentieren. Auf gleiche Weise bedeutet der Abschied von einem Haus oder Ort, daß man seine Vergangenheit
insgesamt oder jedenfalls einen Teil von ihr hinter sich zu lassen bereits ist. Zusätzliche Symbole in dem Traum können seine wahre
Bedeutung klären.
Psychologisch:
Abschiednehmen bedeutet meistens eine Umstellung im eigenen Leben oder eine baldige Veränderung der Lebensgewohnheiten. Abschied
von den Eltern verspricht jüngeren Menschen meist Wandlung zu größerer Selbständigkeit. Der Abschied von einem festen Freund oder
einer festen Freundin ist oft Ausdruck des Mißtrauens gegenüber deren tatsächlicher Treue; vielleicht will man aber auch in einem festen
Verhältnis Abstand zu dem bisher wohl etwas eintönigen Alltag gewinnen. Der Abschied von alten Menschen kann in einigen Fällen auf ein
Nimmerwiedersehen schließen lassen, manchmal aber auch die Mahnung beinhalten, man solle eine schlechte Gewohnheit endlich aufgeben.
(Frauen nehmen in Träumen oft Abschied von irgend jemanden): in der Lebensführung dürften gewisse Änderungen eintreten. Abschied
nehmen: Hat Sie die Trennung fröhlich oder traurig gestimmt? Vielleicht markiert es einen bestimmten Lebensabschnitt oder eine
Beziehung. Wenn nicht, dann wünschen Sie sich möglicherweise etwas zu verabschieden in oder aus Ihrem Leben. Träumt man von einer
Abschiedsfeier, ist das als ein Hinweis zu deuten, daß etwas abgeschlossen ist oder bald abgeschlossen werden sollte. Was abzuschließen ist,
zeigt normalerweise der Traum, indem das Abgeschlossene im Traum bezeichnet wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Abschiedsgruß erbringen: einen Verlust durch Krankheit oder Tod;
– von jemanden annehmen: verkündet gute und dauernde Freundschaft.
(europ.) : – von den Eltern: Trübsal, Sorgen oder Krankheiten;
– von der Geliebten oder dem Bräutigam: Treue;
– sich von Freunden: Freundschaft und Hilfe;
– einem Freund oder Freundin geben: Erbschaft;
– von Fremden: Sorgen werden bald verschwinden;
– selbst Abschied nehmen: du wirst in einem Testament bedacht werden; Treue;
– zweier Personen voneinander sehen: eigene Untreue.
(Siehe auch „Verspätung“)
Abschirren
Allgemein:
Da das Pferd im Traum Kraft und Energie symbolisiert, weist das Abschirren darauf hin, daß diese nun freigesetzt werden. Entsprechend ist
das auf die Eigenschaften anzuwenden, die andere Reittiere symbolisieren. Dem Träumenden steht all dies nun zur Verfügung, er hat sich
von äußeren oder inneren Hemmungen und Einschränkungen befreit. Nun sollte er darauf achten, daß er die neu erworbenen Energien auch
sinnvoll nutzt.
Psychologisch:
Weist oft darauf hin, daß man sich selbst „angeschirrt“ hat und einengt; dann sollte man nach übersteigerten Moralvorstellungen und
ähnlichen Hemmungen und nach zu viel Pflichtbewußtsein und Genauigkeit bis hin zur Pedanterie suchen, um sie abzubauen.
(Siehe auch „Abspannen“)

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Abschlußball
Psychologisch:
Der Abschlußball stellt ein gesellschaftliches Ereignis. Der Träumende wird durch ihn in die Gesellschaft eingeführt. Somit verweist dieses
Traumsymbol auf die Integration in die Gesellschaft und auf soziale Konventionen. Ferner zeigt das Traumsymbol Abschlußball auch an,
daß man eine bestimmte körperliche und soziale Fähigkeit gelernt hat, mit der man jetzt fähig ist, in die Öffentlichkeit zu treten. In seltenen
Fällen besitzt der Abschlußball wie das Traumsymbol Tanzen auch noch eine erotische oder gar sexuelle Bedeutung. Möglicherweise kann
dieses Traumbild auf die Jugend, die erste Verliebtheit und die jetzige Sehnsucht nach romantischen Gefühlen und nach einer harmonischen
Liebesverbindung abzielen.
(Siehe auch „Tanzen“)
Abschneiden
Psychologisch:
Abschneiden von Körperteilen kann vor allem bei Kindern auf Kastrationsangst durch falsche Sexualerziehung hinweisen. Etwa ein Brot
oder irgendeinen Gegenstand abschneiden: Man wird bei einer bestimmten Angelegenheit nicht besonders gut abschneiden. Wenn andere
etwas abschneiden, läßt das darauf schließen, daß man sich von anderen „eine Scheibe abschneiden“ kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – Verbesserung der Güter;
– abschneiden eines Erhängten: kündigt weiterhin Erfolge an;
– von Früchten oder Pflanzen: gilt als gutes Zeichen für Glück in Geldsachen;
– Haare: du gehst einer ernsten Zeit entgegen;
– Stoff: eine Festlichkeit steht dir bevor;
– Papier: du wirst betrogen;
– Band oder Zwirn: eine langer Prozeß oder Zwist wird endlich aufhören;
– ein Stück Wurst: traurige Botschaft, Unglück und Gefahr;
– von Gliedern usw.: Kastrationsangst.
Abschreiben
Volkstümlich:
(europ.) : – Schande, Betrübnis und Angst.
(Siehe auch „Schreiben“)
Abschuppen
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen Fisch: vergebliche Mühe.
Abschuß
Psychologisch:
Man muß kein Jagdliebhaber sein, um im Traum einen Abschuß zu „genießen“ – egal, ob Wild, Tontauben oder Zielscheiben daran glauben
müssen. Vor allem ist der geträumte Schuß ein Aggressionssymbol, man will etwas „erlegen“ oder jemanden „zur Strecke bringen“.
Tiefenpsychologisch steht der gezielte und mit Befriedigung erlebte Schuß für sexuelle Lust und den männlichen Orgasmus.
(Siehe auch „Jagd“, „Gewehr“ und unter einzelne Tierarten)
Abschwören
Volkstümlich:
(europ.) : – Feigheit.
Absinth
Allgemein:
Das Trinken von Spirituosen oder Cocktails im Traum ist eine Warnung vor kommenden Schwierigkeiten. Je mehr Sie trinken, desto
ernsthafter wird die Katastrophe sein.
(Siehe auch andere Getränke, „Cocktails“)
Absorbieren
Allgemein:
Im Traum von einer Tätigkeit oder Erfahrung absorbiert zu sein, verweist auf die Fähigkeit zu Hingabe. Oder aber der Träumende ist fähig,
Ideen, Vorstellungen oder Glaubenselemente aufzunehmen und sie in seine Person zu integrieren. Die Wissensaufnahme ist ein wichtiger
Teil des Erkenntnisprozesses.
Psychologisch:
Jeder Mensch hat das Bedürfnis, einer sozialen Gruppe anzugehören. Von etwas absorbiert zu sein, steht für den Wunsch, zu einem größeren
Ganzen zu gehören, oder für das Bemühen, verdrängte oder nicht erkannte Persönlichkeitsaspekte zu reintegrieren.
Spirituell:
Der Träumende besitzt die Fähigkeit, die verschiedenen Aspekte seines Lebens in seine Persönlichkeit zu integrieren. Auf der spirituellen
Ebene steht Absorption für die Sehnsucht nach der Rückkehr zum Ursprung.
Abspannen
Volkstümlich:
(europ.) : – weiße Pferde: viele Liebschaften;
– braune Pferde: man behandelt dich beleidigend;
– schwarze Pferde: eine widerwärtige Person wird sich verheiraten;
– andere Tiere: du wirst einen Betrug entdecken.
(Siehe auch „Abschirren“)

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Absperrung
Allgemein:
Handelt ein Traum von einer Absperrung, die etwa aus Eisenstangen besteht, dann muß der Träumende sich damit auseinandersetzen, wie
streng oder aggressiv er sich anderen Menschen und sich selbst gegenüber verhält und ob dies der jeweiligen Situation angemessen ist.
Psychologisch:
Man ist zu Fuß oder per Auto unterwegs und muß plötzlich vor einer Absperrung stehen bleiben. Weder eine Umleitung oder eine
Abzweigung ist zu sehen – es bleibt nur eine Möglichkeit: der Rückweg. Dieser Traum symbolisiert eine „ausweglose“ Situation, in der es
auch beim besten Willen kein Weiterkommen gibt. Eine Aufforderung, die Grenzen des Möglichen (auch z.B. der eigenen Kraft) zu
erkennen, ein Tabu zu respektieren, eine notwendige Einschränkung zu akzeptieren. Vor einer Absperrung zu stehen, kann sich insbesondere
bei Männern, auf die Unfähigkeit beziehen, sexuelle Erfüllung zu finden.
Spirituell:
Eine eiserne Absperrung kann Symbol der spirituellen Macht und der Kraft im alltäglichen Leben sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine eiserne Absperrung: Symbol für spirituelle Macht und Kraft im alltäglichen Leben.
(Siehe auch „Schranke“)
Abstechen
Volkstümlich:
(europ.) : – von Menschen: falsche Freunde;
– von Vieh: Krankheit.
Absteigen
Volkstümlich:
(europ.) : – vom Pferde: du verlierst an Ansehen;
– von einem Gefährt: du bist bald am Ziel deiner Wünsche.
Abstieg
Allgemein:
Der Traum von einem Abstieg, zum Beispiel von einem Berg, einer Treppe oder einer Leiter hinunter, ist ein Hinweis für den Träumenden,
daß die Lösung eines bestimmten Problems im Unbewußten, in der Vergangenheit beziehungsweise bei der Bewältigung bestimmter
Traumata zu finden ist. Möglicherweise fürchtet der Träumende auf beruflicher oder sozialer Ebene einen Statusverlust und ist sich trotzdem
der positiven Aspekte dieses Verlustes bewußt.
Psychologisch:
Wie ist man abgestiegen? Gehetzt, eilig, erleichtert? Bei diesem Traumsymbol ist die Empfindung wichtiger als der Ort. Wer wie gejagt eine
hohe Treppe hinunter eilt, war möglicherweise indiskret und hat sich in einem Bereich gewagt, der nicht für ihn bestimmt war. Nun rät die
Angst vor negativen Konsequenzen den möglichst schnellen Rückzug. Ganz anders wäre der behutsam Schritt für Schritt gesetzte Abstieg in
einer Felswand zu verstehen: Eine besondere Leistung hat einem zum Gipfel des Erfolges gebracht. Der Freude folgt nun die Erschöpfung –
man genießt erleichtert das Ende der Anstrengung. Über eine schmutzige oder nasse Treppe (= Gefahr, ausrutschen) in einen dunklen Raum
(Keller) abzusteigen, bedeutet den Verlust von Vorteilen, gesellschaftlichen oder sozialen Abstieg – oder die Angst davor.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht dieses Traumsymbol für das Hinabsteigen in die Unterwelt, für das Streben nach mystischer Weisheit,
Wiedergeburt und Unsterblichkeit.
Abstimmung
Allgemein:
Eine Veränderung in Position und Umgebung, möglicherweise zum Besseren.
(Siehe auch „Gemeinde“, „Ratsversammlung“, „Rede“, „Saal“, „Versammlung“)
Abstinenzler
Allgemein:
Enthaltsamkeit in Form von Selbstbeherrschung, Unterdrückung von Bedürfnissen und Verzicht von Neigungen und Wünschen, besonders
von körperlichen Begierden, bedeutet, daß sich der Träumende um ein höheres Maß an geistig- seelischer Selbstverwirklichung bemüht und
seinen Grundsätzen treu bleiben möchte. Der Traum, in dem man einen Drink ablehnt, ist ein Zeichen kommenden Glücks, das aber in seinen
Auswirkungen nicht dauerhaft sein wird.
Psychologisch:
Abstinenzler stehen im Traum oft für eine sehr strenge Moral und starre Befolgung von Normen und Regeln, die das Leben zu stark
einengen, Spontaneität und Anregungen be- oder verhindern; davon sollte man sich befreien. Der Abstinenzler weist vielleicht auch konkret
darauf hin, daß man Genußmittel nicht so reichlich verwenden sollte. Zuweilen zeigt das Symbol die unbewußte Angst davor an, sich einmal
gehen zu lassen und über die Stränge zu schlagen, weil man sich vor dem fürchtet, was dabei zutage treten könnte und man von anderen und
der Gesellschaft nicht mehr akzeptiert würde.
Abstoßen
Volkstümlich:
(europ.) : – Verluste, Vorsicht vor neidischen Leuten und vor Pferden.
Abstürzen
Allgemein:
Es signalisiert einen Verlust, der den Träumer selbst, einen anderen Menschen oder einen Gegenstand betreffen kann. Man fällt tief, auch
Hochmut kommt vor dem Fall. Die Situation spiegelt oft ein Sich – fallen- lassen, ohne daß man dazu eigentlich Grund hätte. Ein Absturz aus
großer Höhe oder einem Flugzeugs zeigt manchmal, daß sich der Träumende von der Lebenswirklichkeit entfernt oder wieder auf den Boden
der Tatsachen fällt. Wenn andere im Traum abstürzen, kann das Hinweise darauf geben, von welcher Seite Verluste drohen.

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Psychologisch:
Das Abstürzen im Traum deutet auf einen Verlust hin, der sich entweder auf den Träumenden selbst, andere Personen oder Dinge beziehen
kann. Der gesamte Traum gibt dann Aufschluß darüber, ob man andere Personen, Situationen, Dinge oder gar sich selbst falsch eingeschätzt
hat und nun aus seiner ehemaligen Einstellung quasi herausfällt. Der Absturz kann aber auch allzu großen Optimismus oder Überheblichkeit
symbolisieren.
(Siehe auch „Abgrund“, „Fallen“)
Abszeß
Allgemein:
Der Traum von Krankheit zeigt das Gegenteil an und beinhaltet, daß Sie sich guter Gesundheit erfreuen oder einer schnellen Genesung,
sofern Sie krank sein sollten. Allgemein symbolisiert er übertriebene Angst vor (ansteckender) Krankheit, aber manchmal auch
uneingestandener Ekel vor dem eigenen Körper und zwanghaftes Reinigungsbedürfnis.
Psychologisch:
Abszeß ist ein Warnzeichen für negative Gedanken und Gefühle, mit denen man sich selbst am meisten schadet, weil sie Erfolge und
Lebensfreude „zersetzen“; davon sollte man sich bald befreien. In emotionalen Krisen steht er also für die Befürchtung, daß ein
unartikulierter Seelenschmerz zur psychosomatischen Krankheit führt, so daß man es „auf der eigenen Haut austragen“ muß, was einem
angetan wurde.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Er steht für Sorgen und mit beträchtlichen Problemen verbundenen Situationen.
(europ.) : – einen haben im chronischen Zustand: Unglück bei gleichzeitigen Mitgefühl für die Sorgen anderer.
(ind. ) : – Dünkt es einen, er sei voller Geschwüre und vieler Abszesse, wird er schwerreich werden, aber vor der Obrigkeit bangen.
– Ist jemand von der Pest befallen worden, wird sein Reichtum, den er verbarg, ans Licht kommen.
– Hat sich sein Körper mit hellem Ausschlag bedeckt, wird er nach dessen Ausmaß Gold aus der Münze bekommen,
wenn mit dunklem, entsprechend viele Goldstücke einbüßen und in arge Schwierigkeiten geraten.
– Ist einer wie ein Schlauch von bösartigen Geschwülsten aufgeschwollen, wird er einen großen Batzen Geld erwerben;
hat ihn der Wind aufgeblasen, wird er in den Augen der Leute als reich gelten, daheim aber bittere Not leiden.
(Siehe auch „Geschwür“, „Krankheit“, „Pest“)
Abt
Allgemein:
Das Zusammentreffen mit einem Abt im Traum kann eine zweifache Bedeutung haben. Zum einen kann sich eine Krankheit ankündigen,
zum anderen kann man eine Person treffen (oder ein Buch oder Ähnliches finden), welche einem einen wichtigen, lang erwarteten Rat geben.
Volkstümlich:
(europ.) : – mahnt zur Buße, verheißt Trost;
– beten sehen: sorge dich um das Wohlbefinden entfernter Verwandter;
– im Talar: nimm dich vor Erbschleichern in Acht;
– segnend sehen: gutes Fortkommen.
(Siehe auch „Bischof“, „Geistliche“)
Abtei
Allgemein:
Ein Ort der Ruhe und Entspannung. Der Träumende findet den lang erwarteten Frieden. Andererseits kann eine Abtei im Traum aber auch
darauf hindeuten, daß sich in ihm eine Tendenz zur Weltflucht entwickelt.
Psychologisch:
Alles mit einer Kirche zusammenhängende weist auf Gemütsfrieden und Freiheit von Anspannungen hin. Je gewichtiger der Aufbau, desto
besser die Aussicht.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine verfallene sehen: bedeutet zerstörte Hoffnungen und Pläne;
– ein Priester verwehrt den Eintritt: Bewahrung vor Ruin, da Feinde Ihre Verlegenheit für einen Fortschritt halten;
– für eine junge Frau, die eine betritt: sagt eine schlimme Krankheit für diese voraus;
– für eine junge Frau, die sich mit einem Priester in der Abtei unterh ält: sie wird für
Ihre Taktlosigkeit von Freunden getadelt werden.
(Siehe auch „Kirche“)
Äbtissin
Allgemein:
Ein Traum, in dem Sie einer Äbtissin begegnen, ist ein günstiges Zeichen. Es beinhaltet wiederhergestellten Frieden und Behaglichkeit nach
einem Kummer oder einer Krankheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: baldige Heirat.
(Siehe auch „Nonne“)
Abtreibung / Fehlgeburt
Assoziation: – Verlust des Neuen; nicht nähren können.
Fragestellung: – Welchen Teil von mir halte ich für zu schwach zum überleben?
Allgemein:
Eine Warnung, die Gesundheit oder das Glücklichsein Ihres Ehepartners betreffend. Überprüfen Sie beides.
Psychologisch:
Eine Abtreibung ist im weitesten Sinne eine Zurückweisung. Dabei kann es sich beispielsweise um ein Bedürfnis, ein Gefühl oder eine
Glaubenshaltung handeln, mit der Schwierigkeiten assoziiert werden. Ein eingegangenes Risiko hat nicht das erhoffte Resultat erbracht, und
die Rückkehr an den Ausgangspunkt steht nun an. Vielleicht hat der Träumende eine neue Denk- oder Seinsweise verinnerlicht, die er bei
näherer Betrachtung jedoch ablehnen muß. Der Träumende sollte sich Klarheit darüber verschaffen, zu welcher Art des Handelns oder Seins
er sich verpflichtet hat. Verlangt ist eine Entscheidung darüber, welche Elemente nicht mehr benötigt werden.
Spirituell:
Spirituelles Nachsinnen sagt dem Träumenden, daß er ein vorher aufrechterhaltenes Konzept aufgeben muß.
(Siehe auch „Fehlgeburt“)

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Abtrocknen
Volkstümlich:
(europ.) : – Freude und Wohlergehen.
Abtrünnig
Volkstümlich:
(europ.) : – werden, im politischen Sinne: zeigt Unannehmlichkeiten mit der Polizei, Scherereien mit Gericht und Behörden;
– im kirchlichen Sinne: Konflikte mit sich selbst, Familie und Welt.
Abwärts
Assoziation: – Unbewußtes; unter der Oberfläche.
Fragestellung: – Wessen möchte ich mir bewußt werden? Was liegt meinen Glaubenssätzen zugrunde?
(Siehe auch „Berg“, „Richtungen“)
Abwaschen
Allgemein:
Wer sich im Traum mit dem Abwaschen von Geschirr beschäftigt, braucht sich um die Lösung kleiner Probleme nicht zu sorgen; seine
Zukunft wird sich bald durchaus positiv verändern.
Psychologisch:
Man möchte sich von irgendeinem Makel befreien. Küchenabwasch deutet darauf hin, daß man die Dinge nicht so recht in den Griff
bekommt (nasses Geschirr ist ja bekanntlich glatt und kann aus den Händen rutschen).
Volkstümlich:
(europ.) : – sich selbst: Vorteil und Gewinn;
– Gegenstände oder Kleidungstücke: Erfreuliches;
– Fremde: Angst, Ärger, Schwierigkeiten.
(Siehe auch „Geschirr“)
Abwasser
(von Küche oder Badezimmer)
Psychologisch:
Symbol für das Bedürfnis, „Schmutz wegzuspülen“. Man möchte eine Belastung loswerden, etwas Unerfreuliches „lieber nicht wissen“, sich
eine Gelegenheit ersparen. („Ich wasche meine Hände in Unschuld.“)
Volkstümlich:
(europ.) : – schmutzig und fettig: schlechte Bedeutung; Träume von trübem Wasser erfahren keine gute Auslegung;
– sauber und rein: bessere Bedeutung.
(Siehe auch „Wasser“)
Abwasserrohr
Assoziation: – Ansammlung von Negativität; Loslassen.
Fragestellung: – Welchen Unrat bin ich zu beseitigen bereit?
(Siehe auch „Abwasser“, „Installation“, „Leitungen“, „Rohr“)
Abwehr
Volkstümlich:
(arab. ) : – die Abwendung einer Gefahr: hüte dich vor einem Betrüger.
Abweiden
Volkstümlich:
(arab. ) : – des Grases von einer Viehherde sehen: hoffnungsreiche Zukunft.
Abweinen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich: Freude in Aussicht.
Abweisen
Volkstümlich:
(europ.) : – Bitten, Almosen, Gefälligkeiten, oder selbst abgewiesen werden: gilt als eine Warnung vor Geldausgaben und Geldgeschäften.
Abwerfen
Allgemein:
Wenn eine Frau träumt, beim Reiten abgeworfen zu sein, ist das ein Zeichen, daß sie für kurze Zeit bekümmert sein wird. Für einen Mann
bedeutet dieser Traum, daß ein Tier, welches ihm sehr viel bedeutet, krank wird und vielleicht stirbt.
(Siehe auch „Pferde“, „Reiten“, „Reiter“)
Abwesenheit
Allgemein:
Wenn Sie wegen der Abwesenheit einer Person Schmerz empfinden, bedeutet dies Reue wegen einer übereilten Handlung, woraus sich
allerdings lebenslange Freundschaften ergeben. Wenn Sie sich über die Abwesenheit von Freunden freuen, werden Sie bald einen Feind
weniger haben.
Psychologisch:
Ein Traum über eine abwesende Person oder über das Fehlen eines Gegenstandes deutet darauf hin, daß möglicherweise etwas Unerwartetes
geschieht. Vielleicht sucht der Träumende etwas Verlorengegangenes, oder aber seine Gefühle hinsichtlich der Abwesenheit (d.h. Angst oder
Zorn) sind wichtig. Ein Kind erlebt beispielsweise die Abwesenheit seiner Mutter als Verlust; dies kann eine traumatisierende Erfahrung
sein. Der Träumende befindet sich in einer Situation, in der er möglicherweise unter einem Verlust leidet oder etwas zurückweist, was er

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aber in Wahrheit braucht. Ein Traum, in dem man sich in einer vertrauten Umgebung befindet, in der jedoch ein geliebter Gegenstand oder
Mensch fehlt, deutet auf ein Gefühl von Unbeständigkeit hin.
Spirituell:
Die Erfahrung von Abwesenheit oder ein Gefühl des Nichts können ein Hinweis auf Verlassenheit sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – Tod eines abwesenden Freundes: eine Heirat.
(Siehe auch „Ausland“)
Abwickeln
Volkstümlich:
(europ.) : – Seide: du wirst von einem falschen Liebhaber umworben;
– Wolle: du gerätst in Armut;
– Zwirn: du mußt dich einschränken;
– Band: dein Besitz wird langsam, aber stetig abnehmen.
Abwiegen
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas abwiegen: Zeit des Wohlstandes; bei Einsatz aller Kräfte – siegreiche Ernte aller Früchte der eigenen Arbeit;
– andere Menschen wiegen: diese für die eigenen Interessen gewinnen;
– junge Frau zusammen mit ihren Geliebten: er ist willens, jederzeit ihren Forderungen zu entsprechen.
(Siehe auch „Waage“)
Abwischtuch
Volkstümlich:
(europ.) : – üble Nachrede.
Abzahlen
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein Zeichen von Reellem und befreit von Sorgen.
Abzehrung (Siehe „Abmagern“)
Abzeichen
Allgemein:
Ein Abzeichen oder Sticker in einem Traum ist möglicherweise ein Hinweis auf eine Gruppenzugehörigkeit oder auf den Wunsch nach einer
Gruppenzugehörigkeit. Weiteres kann es für Stolz aber auch für „gebranntmarkt“ stehen.
Psychologisch:
Der Träumende ist aufgrund einer bestimmten Erkenntnis auserwählt worden – vielleicht, weil er die vorausgesetzten Eigenschaften besitzt.
Ein Abzeichen kann auch als Talisman begriffen werden.
Spirituell:
Ein Abzeichen gilt als ein Zeichen der Macht. Wenn es im Traum auftaucht, dann zeigt es das Bedürfnis des Träumenden an, nicht nur als er
selbst, sondern auch als Teil eines größeren Ganzen akzeptiert zu werden.
(Siehe auch „Medaille“)
Abzug / Auslöser
Allgemein:
Man macht Ihnen Komplimente wegen Ihrer Fähigkeiten und das kann in Kürze zu einer Beförderung führen.
Achat
Medizinrad:
Schlüsselworte: Farbenfroh; durststillend; schützend.
Beschreibung: Achat, ein weitverbreiteter Chalcedon beziehungsweise Quarz, ist entweder bänderartig gestreift oder mit unregelmäßigen
Farbflächen versehen. In der Antike glaubte man, daß der Achat den Durst stillt, und er wurde daher von vielen Reisenden mitgeführt.
Darüber hinaus sollen ihm Zauberkräfte innewohnen, die Stürme, Blitze und giftige Spinnen abzuhalten vermochten.
Allgemeine Bedeutung: Ein farbenfroher Aspekt deines Selbst, der dich emotional schützt und nährt.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Das Bild, das man im Traum in einem Achat sieht, ist der Schlüssel zu diesem Traum.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Schmuck daraus: Dummheiten jeglicher Art erleben oder begehen.
(europ.) : – Ring oder kleiner schwarzer Stein: Mißhelligkeiten sind zu erwarten; Kummer;
– größerer geschliffener Stein mit charakteristischem Auge: materielles Glück;
– von Adern durchzogen: Glück in der Liebe;
– Achatschmuck sehen: du neigst zur Putzsucht;
– tragen: man verspottet dich.
(Siehe auch „Edelsteine“, „Quarz“)
Achse
Allgemein:
Achse eines Wagens zeigt weiterhin Erfolge und Überwindung von Hindernissen an, wenn sie gut geschmiert läuft. Knarrt die Achse aber
oder bricht sie sogar, zeigt das einen Stillstand oder Mißerfolg in einer Sache an bzw. könnte uns ein gutes Geschäft durch die Lappen gehen.
Psychologisch:
Eine sich schnell drehende Achse weist auf die flotte Lebensart des Träumers hin (ob hier das Unbewußte Kritik üben möchte, sollten andere
Symbole erhellen). Oft stellt die Achse auch ein Perpetuum mobile dar: Im Wachleben wird sich alles um den Träumer drehen.

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Volkstümlich:
(europ.) : – eines Wagens: Veränderung oder Reise;
– (eines Wagens) sehen: du stehst einem guten Unternehmen vor.
– gebrochene Achse: der Zweck der Reise geht nicht in Erfüllung, oder ein Geschäft zerschlägt sich wieder;
– knarrend: stagnierende Geschäfte;
– ruhig laufend: guter Fortgang einer bisher stark gehemmten Angelegenheit.
(Siehe auch „Deichsel“, „Fahren“, „Linie“, „Wagen“)
Achsel
Volkstümlich:
(europ.) : – schwere Arbeit bevorstehend, aber guter Erfolg;
– verwundete Achsel: erschwert die Arbeit nur noch mehr;
– fleischige: Glück;
– magere: Krankheit;
– stark behaarte: man findet Schutz vor unberechtigten Verleumdungen;
– mit Ungeziefer: kommerzieller Fortschritt.
Achselzucken
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Vorhaben wird an deiner Wankelmütigkeit scheitern.
Acht
Assoziation: – Ewigkeit; Fülle; Kosmisches Bewußtsein.
Fragestellung: – Was bin ich zu empfangen bereit?
Allgemein:
Die Acht ist ein Ganzheitssymbol. So hat zum Beispiel die Tonleiter acht Töne als Oktave und in der indischen Religion spricht man vom
achtfachen Weg Buddhas. Im Traum weist die Acht auf Vollständigkeit hin. Nur ganz selten bedeutet sie, daß es keine weiteren
Möglichkeiten mehr gibt. Diese Zahl hat oft den Sinn von „Achtgeben“, von „Achtung!“, was jedoch meistens positiv ausgelegt werden
kann. Sie stellt Recht und Gerechtigkeit dar, Ursache und Wirkung. Die horizontal gelegte „8“ ist das Zeichen der Unendlichkeit, die
Überwindung des Todes.
Volkstümlich:
(europ.) : – soviel wie in Acht und Bann geraten: Macht, Vorteil, Sieg.
(Siehe auch „Zahlen“)
Achterbahn
Assoziation: – Höhen und Tiefen; Nervenkitzel; Wilde aber sichere Fahrt.
Fragestellung: – Nach welcher Abwechslung hungere ich?
Acker
Artemidoros:
Das Bestellen des Ackers, das Säen, Pflanzen oder Pflügen ist für Heiratslustige und für Kinderlose von guter Vorbedeutung; das Ackerland
bedeutet ja nichts anderes als die Frau, die Samen und die Pflanzen die Kinder und zwar Weizen Söhne, Gerste Töchter, Hülsenfrüchte aber
Fehlgeburten; allen übrigen Menschen zeigt es Anstrengung und Drangsal an. Ist jemand im Hause des Träumenden krank, wird der
Betreffende sterben; denn Samen und Pflanzen werden ebenso wie die Verstorbenen mit Erde bedeckt. Schaut man wie dir Kornernte,
Traubenlese und Beschneiden der Schößlinge zur Unzeit vorgenommen werden, so verschieben sich alle unsere Handlungen und
Unternehmungen auf den selben Zeitpunkt und dieselbe Jahreszeit.
Allgemein:
Acker ist ein mehrdeutiges Symbol, bei dem man vor allem die folgenden Besonderheiten beachten muß:
– Unbebauter Acker steht meist für Mißerfolge, die man sich aber selbst zuzuschreiben hat, weil man sein Feld nicht richtig bestellte;
ganz ungünstig ist das Symbol jedoch nicht, denn man kann durch eigene Anstrengung auch wieder zum Erfolg gelangen.
– Bebauter Acker kann reiche Ernte für die Anstrengung verheißen; wächst Getreide darauf, ist das nach der indischen Traumlehre eine
Ermutigung, denn man wird aus einer mißlichen Situation glücklich wieder herausfinden.
– Steht der Acker in voller Blüte oder in satter Frucht, so kann das für den Träumer auf den Beginn einer besonders fruchtbaren Lebensphase
hinweisen, die Saat ist ja fruchtbringend aufgegangen.
– Ist er abgeerntet oder sind seine Schollen hart verkrustet, deutet das auf ein Problem hin, das der Träumer nur mit ausdauerndem Fleiß
bewältigen kann, oder auf Gefahren, die er durch eigenes Mißgeschick heraufbeschworen hat.
– Wer den Acker mit viel Elan bearbeitet, wird in der Liebe zum Ziel kommen, wer ihn im Traum sieht, wird an seine Pflichten erinnert.
Psychologisch:
Das Symbol des Ackers im Traum ist zweideutig. Es bedeutet entweder, daß der Träumende in eine fruchtbare Lebensphase eintritt, oder daß
er ein bestimmtes Problem hat und dieses demnächst „bearbeiten“ wird. Der Acker gilt als ein Urbild des Mütterlichen und der Fruchtbarkeit,
der Verbundenheit mit unseren Naturkräften. Sein Aussehen im Traum deutet auf die innere, psychische Verwurzelung und Kraft hin und
symbolisiert auch weiblichen Wesensanteile – je schöner und gesünder der Acker im Traum erscheint, desto stärker ist die eigene psychische
Urkraft. Träume von reifem Getreide in sommerlicher Ackerlandschaft stehen für die Sehnsucht nach einer natürlich- bodenständigen
Lebensform ohne Streß und Großstadthektik. Man möchte dem Alltagstrott entfliehen, am liebsten „aussteigen“. Wer allerdings in einer
Konfliktsituation von dürren Äckern und hart verkrusteter Erde träumt, ist aufgefordert, seine starre Haltung abzulegen und für die Meinung
anderer etwas „durchlässiger“ zu werden.
Spirituell:
Acker das Symbol für Fruchtbarkeit, des Schoßes der Mutter Erde, der Verbundenheit mit den Naturkräften.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er habe Weizen auf seinen Acker gesät und die Saat sei gut aufgegangen, wird er sich in Sorgen um erhofften
Reichtum verzehren, hat er Gerste gesät, wird der Reichtum sich sofort einstellen; denn Gerste ist Futter für die Pferde;
sind es Hülsenfrüchte, wird er in der Hoffnung auf reichen Ertrag große Enttäuschung erleben.
Sind all die genannten Saaten nichtwohlgeraten, wird er wegen des Mißwachses seine Sorgen abwerfen.
– Gräbt er seinen Acker um und ißt er von dem ausgehobenen Erdreich, wird er völlig nutzlose Mittel erwerben,
weil man die ausgeworfene Erde nicht essen kann.

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– Träumt einer, er habe ein Stück Land mit Lein besät und der Lein stünde gut und gedeihe, wird er Vermögen und Ansehen
bei den Leuten gewinnen, weil man aus Lein Kleider fertigt.
– Dünkt es einen, er habe ungewöhnlicherweise ein mit Lotos bepflanztes Feld, wird er entsprechend dessen Ausmaß
willkommenen und großen Reichtum erlangen, ist es nichts Ungewöhnliches für ihn, wird er ebenso, aber weniger reich werden.
– Ein Lupinenfeld zeigt Sorgen und Plagen an.
– Träumt einer, er habe Weizen auf seinen Acker gesät und die Saat sei gut aufgegangen, wird er sich in Sorgen um erhofften
Reichtum verzehren, hat er Gerste gesät, wird der Reichtum sich sofort einstellen; denn Gerste ist Futter für die Pferde;
sind es Hülsenfrüchte, wird er in der Hoffnung auf reichen Ertrag große Enttäuschung erleben.
Sind all die genannten Saaten nichtwohlgeraten, wird er wegen des Mißwachses seine Sorgen abwerfen.
– Gräbt er seinen Acker um und ißt er von dem ausgehobenen Erdreich, wird er völlig nutzlose Mittel erwerben,
weil man die ausgeworfene Erde nicht essen kann.
– gepflügten sehen: Arbeit und Mühe bleibt dir nicht erspart;
– grünenden oder blühenden sehen: Glück in der Liebe;
– bebauen oder bepflanzen: deutet auf glückliche Werbung um eine Frau;
– für einen Verheirateten: auf Kindersegen;
– sich selbst über einen gehen sehen: man erhält eine längst erwartete Nachricht;
– Arbeitsgeräte darauf stehen sehen: man sollte vorsichtig und nicht überstürzt in der Verwaltung seiner Finanzen sein;
– Ackerbau betreiben bei schönem Wetter: verkündet Glück und gute Geschäfte;
– Ackerbau bei regnerischem oder schlechtem Wetter: deutet auf Kummer, Sorgen und Verdrießlichkeiten.
(europ.) : – pflügen und bebauen oder solches sehen: Freude und Zufriedenheit;
– bestellen: für Unverheiratete bedeutet es einen Korb (Absage), für Verheiratete eine gute Frau bzw. Mann, gute Kinder;
– fruchtbar und blühend, als Eigentum besitzend: gute Geschäfte, Erfüllung von Wünschen und Hoffnungen;
– gepflegt oder mit Frucht: was du hoffst, wird dir gelingen;
– mit gesundem Korn bestückt: deutet auf gute Erträge und berufliches Vorwärtskommen;
– darüber hinweggehen: Besserung der Lebenslage;
– verwildert: du wirst eine unliebsame Überraschung erleben; Enttäuschung;
– vom Hagel und Sturm verwüstet: man muß sich auf Schicksalsschläge gefaßt machen;
– unbebaut: Erfolglosigkeit, ungenutzte Chancen im Beruf oder nahes Unheil;
– mit Jauche übergossen: guter Fortgang einer Angelegenheit; ein Plan wird gelingen.
(ind. ) : – Saatfelder bedeuten die Werke der Menschen.
– Träumt ein gläubiger, frommer Mensch oder ein Einsiedler, er bestelle ein ihm bekanntes Feld mit Weizen,
dieser gehe schön auf und es sei die Zeit des Wachsens, weist das auf seine Werke gegenüber Gott;
ein gemeiner Mann oder ein Bauer wird nach diesem Traum in Beruf oder Landwirtschaft ganze Arbeit leisten.
– Träumt ein Fürst oder der Kaiser, daß in einem unbekannten Land die Felder erntereif sind, wird er das Volk
sammeln und zum Krieg rüsten, und die Menschen werden, wenn der Tag der Ernte gekommen ist, bereit sein,
ihr Blut zu vergießen; verzögert sich aber die Ernte, wird sich auch das Blutvergießen verzögern;
ein einfacher Mann wird mit Arbeit und Mühe zu Wohlstand kommen.
– Träumt dem Kaiser, wie die Felder abgeerntet werden oder schon abgeerntet sind, und dünkt es ihn,
es seien seine eigenen, wird er bald die Nachricht vom Untergang seines Volkes bekommen,
sind es fremde Felder, von dem fremder Völker.
– Besitzt einer ein Stück Land oder eine Scheune voll Sesam, wird sein Reichtum über das Gesagte hinaus größer sein.
Ein Stück Land oder ein Acker von Kolbenhirse zeigt geringere Einkünfte als Sesam an.
– Besitzt jemand ein Reisfeld, wird er mit viel Streit, Prozessen und Plagen zu Wohlstand kommen, weil der Anbau von
Reis viel Plackerei mit sich bringt.
– Reis essen prophezeit Reichtum, jedoch um den Preis großer Übel.
– Träumt ein Glaubender, er säe eine bestimmte Pflanzenart und ernte eine andere, und ist die geerntete schlechter
als die gesäte, wird er kein Heil in seinem Glauben finden, einem gemeinen Mann werden seine beruflichen
Erwartungen fehlschlagen; ist aber das Geerntete besser als das Gesäte, wird der Traum für jeden glücklich enden.
– mit Getreide: verliere nicht den Mut, denn es wird sich noch alles zum Guten wenden;
– Verwilderter, mit Unkraut bewachsener Acker kündigt dagegen an, daß man bei der Ernte eine Enttäuschung erleben wird;
– unbebaut: wenn die Menschen dir Übles tun, verzeihe ihnen, das Glück steht auf deiner Seite;
– etwas finden: deine Gedanken werden sich nicht erfüllen, verzage aber nicht, denn du hast gute Menschen um dich;
– Jauche und Dung auf dem Acker versprechen Erfolge vor allem in finanzieller Hinsicht;
– mit Mäusen: sei nicht furchtsam und halte an deinem Glauben fest.
(Siehe auch „Garten“, „Bauer“, Wiese“)
Ackergeräte
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: viel Arbeit;
– damit arbeiten: Mühseligkeiten aller Art.
(europ.) : – verkünden gute Geschäfte, Nachrichten, Bestellungen;
– sehen: baldige glückliche Ehe;
– damit arbeiten: Glück.
(ind. ) : – sei vorsichtig und bedenke deine Schritte, bevor du dich fürs Leben bindest.
Ackerleute
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: mit großen Schwierigkeiten kämpfen;
– sprechen: dir wird alles gelingen.
(ind. ) : – Zufriedenheit umgibt dich.
(Siehe auch „Bauer“)

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Ackern
Volkstümlich:
(europ.) : – Belohnung für anstrengende Arbeiten, guter Aufbau und Fortschritt in beruflichen bzw. persönlichen Angelegenheiten.
Ackersmann
Volkstümlich:
(europ.) : – müßig gehen: du wirst Enttäuschungen erleben;
– bei der Arbeit: du darfst auf ein zufriedenes Leben hoffen.
Ackerwalze
Volkstümlich:
(arab. ) : – der Kummer wird dich fast erdrücken.
Adam
Allgemein:
Es wird als gutes Omen angesehen, wenn Sie im Traum einen unserer ersten Eltern begegnen, Adam oder Eva. Wenn Sie zu ihnen sprechen
oder sie mit Ihnen, dann weist das auf einige Verzögerungen in der Verwirklichung Ihrer Träume hin. Seien Sie deshalb geduldig. Der
Anblick von Adam und Eva zusammen ist der glückhafteste Traum, den Sie haben können.
Psychologisch:
Adam als Stammvater der Menschheit tritt im Traum oft als Symbol der Körperlichkeit und Sinnlichkeit (umgangssprachlich der „alte
Adam“) auf, die nicht genügend vom Bewußtsein kanalisiert wird; dann ist er als Aufforderung zu verstehen, die Sinnlichkeit mehr zu zügeln
und den geistigen Bereich zu fördern. Teilweise steht Adam auch für den eigenen Vater, für dessen guten oder negativen Einfluß auf die
persönliche Entwicklung und für Konflikte, die das Verhältnis zu ihm belasten. Die genaue Analyse ist nur individuell möglich und wird zur
vertieften Selbsterkenntnis führen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Adam und Eva im Paradiese sehen: Glück und Gewinn;
– Adam mit Feigenblatt und Eva mit der Schlange um den Hüften und Unterleib sehen: Tücke und Fehlglaube
beeinflussen ihr Schicksal;
– Eva mit der Schlange reden hören oder sehen: gerissene Frauen werden Ihrem Wohlstand und Ruf Schaden zufügen;
– junge Frau meint, sie verkörpere Eva: Versuchung durch das Böse, in Form eines jungen attraktiven Mannes,
wobei sie den Preis bei Nichtbestehen dafür bezahlt.
(Siehe auch „Eva“)
Addieren
Allgemein:
Grübeln Sie über einer Addition, werden Sie kämpfen müssen, um schwierige Situationen zu meistern. Diese werden sich bald bedrohlich
spürbar in Ihren Geschäften abzeichnen.
Volkstümlich:
(europ.) : – (Zahlen zusammenzählen): du wirst ein hohes Alter erreichen;
– einen Fehler in einer Addition finden: Sie werden Feinde überwinden, da Sie deren Absichten erkennen,
noch bevor sie diese in die Tat umsetzen können.
– mit einem Taschenrechner addieren: ein mächtiger Verbündeter wird Sie vor großer Bedrängnis bewahren;
– die Zahlen nicht lesen können: unbedachte Spekulationen werden Unglück bringen.
(Siehe auch „Rechnen“, „Zahlen“)
Adel
Allgemein:
Haben Sie Umgang mit dem Adel, dann streben Sie nach falschen Zielen, da Sie die Zurschaustellung und das Vergnügen der geistigen
Bildung vorziehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird zu Ehren kommen und im Ansehen steigen;
– geadelt werden: sich vor Hochmut hüten; Täuschung und Enttäuschung;
– mit Adelspersonen sprechen: ein gestecktes Ziel wird nicht erreicht;
– eine junge Frau träumt vom Adel: sie wird einen Liebhaber wegen seines guten Aussehens wählen,
anstatt eine verdiente Persönlichkeit als ihren Beschützer zu akzeptieren.
Adelsdiplom
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Zurücksetzung;
– erhalten: du mußt Pflichten übernehmen.
Ader
Allgemein:
Wer seine Adern hervortreten sieht, sollte auf seine Gesundheit, besonders auf das Funktionieren des Kreislaufs achten. Adern sind
manchmal recht konkrete Hinweise auf ein Herzleiden; vorsorglich sollte man also eine Untersuchung veranlassen.
Psychologisch:
Adern symbolisieren Lebenssaft und –kraft. Wichtig ist das Aussehen und der Zustand der Adern im Traum, und das, was Sie während des
Traums empfinden. Das Bild der Krampfadern kann auch eine Warnung sein, sich im Wachleben nicht so verkrampft zu bewegen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Angstzustände bekommen;
– sich eine öffnen oder öffnen lassen: Verstimmung und unglückliche Zufälle jeder Art.

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(europ.) : – Angst und Furcht; Herzbeklemmung;
– Adern sehen: läßt große Erregung erwarten;
– Adern sehen begleitet von Angstzuständen: es kann sich um eine organische Beeinträchtigung
von Herz, Kreislauf und Blutdruck handeln; man sollte sich ärztlich untersuchen lassen;
– geschwollene haben: Aufstieg in höhere Vertrauensstellungen;
– in normalen Zustand haben: gegen Verleumdungen gefeit sein;
– eigene bluten sehen: großer Schmerz erwartet sie.
(ind. ) : – sei auf deine Gesundheit bedacht.
(Siehe auch „Arterie“, „Blut“, „Körper“)
Aderlaß
Allgemein:
Aderlaß kann vor bevorstehendem Streit oder materiellen Verlusten warnen. Manchmal steht auch der Verlust eines Menschen durch
Trennung oder Tod dahinter.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Man muß wissen, daß ebenso wie das Haar auch das Blut Kraft und Reichtum des Menschen bedeutet,
nur bezeichnet es in weit höherem Grad Reichtum. In dem Maße, wie einem im Traum Blut abgezapft wird,
durch Aderlaß oder durch Schröpfen, dementsprechend wird das Vermögen des Betreffenden abnehmen.
– Träumt einer, Blut rinne von seinem Kopf und besudele ihn, so bedeutet das herabfließende Blut Gewinn
und Überfluß von seinem Oberhaupt, der Menge an Blut vergleichbar, das ihn besudelte.
– Wird er nicht von dem Blut besudelt, so wisse er, daß sein Herr viel Geld ausgeben, er selbst aber mit leeren
Händen gehen wird.
– Entdeckt einer im Traum Blut und verwendet es zu irgendeinem Zweck, wird er entsprechend dessen Menge
fremden Reichtum erwerben.
(europ.) : – Aderlaß bei einem anderen Menschen: Vorbedeutung eines Unfalls, Todesfall oder Krankheit;
– zur Ader gelassen werden: bedeutet Streit, Siechtum, Gemütsleiden, Ärger, Unglück.
(ind. ) : – Träumt einer, er werde geschröpft, und zwar von einem Unbekannten, wird man ein Schriftstück
zu seinen Lasten aufsetzen, das ihm drückende Verpflichtungen auferlegt, und er wird so viel
Geld einbüßen, wie ihm Blut abgesaugt wurde;
ist der Schröpfende ihm bekannt, wird der Geschröpfte dasselbe Schicksal erleiden, entweder
durch die Hand dessen, den er schaute, oder die eines anderen, der ihm ebenso bekannt ist.
– Schröpft jemand einen Bekannten, mit dem er böse Händel hat, wird er ihn bezwingen und tüchtig ausnehmen;
lebt er in Feindschaft mit ihm, wird er keine Furcht mehr vor ihm haben.
– Schröpft er einen Unbekannten, und zwar einen jungen Mann, ist dieser sein Feind, aber der Träumende
wird ihn in die Knie zwingen und ihm seine ganze Habe abnehmen.
– Dünkt es einen, er werde von einem alten Mann geschröpft oder er schröpfe denselben,
so weist der Alte auf das Schicksal des Träumenden hin; schröpft er den Alten, wird sein Schicksal
unter einem guten Stern stehen, wird er dagegen von jenem geschröpft, unter einem Unstern.
– Wird einem wegen Krankheit oder zum Zwecke einer Kur zur Ader gelassen, wird der Betreffende
entsprechend dem Blutverlust große Geldausgaben, aber eben dadurch Gewinn für Leib und Leben haben.
– Nimmt jemand an einem Bekannten einen Aderlaß vor, wird er auf Grund einer Gerichtsentscheidung
dessen Vermögen zugesprochen bekommen.
– Ist derjenige, dem zur Ader gelassen wurde, unbekannt und jung, wird der Aderlasser seinen Feind
unterkriegen und den größten Teil seines Besitzes an sich bringen.
(Siehe auch „Blut“)
Adergeschwulst
Volkstümlich:
(arab. ) : – Krankheit.
(Siehe auch „Ader“)
Adieu
Allgemein:
Wenn Sie sich im Traum von jemanden verabschieden, so ist schlechte Gesundheit angezeigt. Setzen Sie sich nicht unnötig der Zugluft aus.
(Siehe auch „Verabschieden“)
Adjutant
Allgemein:
Wenn Sie im Traum von einem Armeeoffizier beg leitet werden, ist das ein Zeichen einer neuen Freundschaft. Je höher der Rang des
Offiziers ist, desto vorteilhafter wird sich diese Freundschaft für Sie erweisen.
(Siehe auch „Offizier“)
Adler
Assoziation: – Weitsicht; Überblick und Kraft.
Fragestellung: – Was muß ich verstehen, um meine Kraft leben zu können?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Bote; hoch fliegend; inspirierend; Räuber; starke Flügel; scharfe Augen; sich fernhalten; Mut; Vorherwissen; Voraussicht;
Wabun, östlicher Hüter des Geistes.
Beschreibung: Der Adler, der im Medizinrad mit dem Osten und mit Wabun, dem östlichen Hüter des Geistes, in Verbindung steht, ist ein
großer, kraftvoller Räuber, der hoch fliegt und weit sehen kann. Seit langem schon beflügelt der Adler die Vorstellungskraft des Menschen
und hat seinen Respekt gewonnen. Adlerfedern galten in vielen erdverbundenen Gesellschaften als Ehrenzeichen und werden auch heute
noch hochgeschätzt. Die Indianerhäuptlinge trugen sie in der Regel als Kopfschmuck. Der Adler ist sowohl vom Römischen Reich als auch
von den Vereinigten Staaten (Weißkopf-Seeadler) als Symbol oder Emblem genutzt worden. In den USA wurden auch Münzen, sogenannte
»Goldadler«, geprägt. Da der Weißkopf-Seeadler zu rücksichtslos gejagt wurde, war er lange Zeit vom Aussterben bedroht. Nun, da dieser
Greifvogel geschützt ist, kehrt er wieder in das Ökosystem zurück.
Allgemeine Bedeutung: Deine Befähigung, hoch hinaufzufliegen; deine Kraft; klare Sicht; die Dinge scharf sehen.

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Assoziation: Eine Anspielung auf die Prophezeiung der Hopi: »Der Adler ist gelandet.«
Transzendente Bedeutung: Ein Bote des Schöpfers, der dich führen kann; Wissen um die Geheimnisse der Luft und der Erde.
Wolfsclanlehre: Der Osten oder abgehobene Vorstellungen.
Huichol-Lehre: Der Atem des Lebens.
Medicine Eagles Lehre: hochfliegend; weit sehend; Vision; Erleuchtung; Verbindung mit dem Großen Geist; zieht die Energie des Großen
Geistes auf die Erde herunter.
Artemidoros:
Der Anblick eines Adlers auf einem Felsen, auf einem Baum oder in schwindelnder Höhe ist für Unternehmungslustige ein gutes Zeichen,
ein böses dagegen für Leute, die in Angst leben. Fliegt er ruhig und geräuschlos, bringt er ebenfalls einem Mann glück, doch läßt dessen
Erfüllung auf sich warten. Ein Adler, der sich auf den Kopf des Träumenden niederläßt, prophezeit diesem den Tod; denn was er einmal mit
seinen Fängen packt, tötet er. Auf einem Adler zu reiten, weissagt Kaisern, Reichen und Mächtigen den Tod; denn nach einem alten Brauch
stellen Maler und bildende Künstler solche Persönlichkeiten nach ihrem Ableben auf Adlern reitend dar und verherrlichen sie durch solche
Bildwerke. Armen dagegen bedeutet es Segen; sie werden durch reiche Gönner einen starken Auftrieb und keine geringe Unterstützung
erhalten, und zwar meist durch Reisen ins Ausland. Ein drohender Adler prophezeit eine Drohung von seitens eines einflußreichen Mannes,
während ein zahmer, der sich nähert, etwas gibt oder sich mit seiner Stimme vernehmen läßt, nach dem Zeugnis der Erfahrungen Gutes
bedeutet. Träumt eine Frau, sie gebäre einen Adler, so wird sie einem Sohn das Leben schenken, der, wenn er arm ist, Soldat werden und es
bis zum Heerführer bringen wird; denn jedem Heer geht ein Adler voran; gehört er dem Mittelstand an, wird er Athlet werden und sich einen
Namen machen; ist er reich, wird er über viele herrschen oder gar Kaiser werden. Ein toter Adler ist nur für einen Sklaven und einen Mann,
der sich vor jemand fürchtet, von Vorteil; er prophezeit sowohl dem Drohenden als auch dem Herrn den Tod; allen anderen Menschen
kündigt er Stillstand der Geschäfte an. Der Adler bedeutet auch das gegenwärtige Jahr; denn sein Name bezeichnet, ausgeschrieben, nichts
anderes als ein Jahr. Da es verschiedene Arten von Adlern gibt, muß man auch verschiedene Traumerfüllungen annehmen. Es träumte
jemand, ein Adler reiße ihm mit den Fängen die Eingeweide heraus, trage sie durch die Stadt in das dichtbesetzte Theater und zeige sie den
Zuschauern. Der Träumende war kinderlos, und es wurde ihm nach diesem Traumgesicht ein Sohn geboren, der in der Stadt Namen und
Ansehen erlangte; denn der Adler bedeutet das Jahr, in welchem ihm ein Sohn geboren werden sollte, die Eingeweide den Sohn – denn so
pflegt man seine Kinder zu nennen -, und das Ins- Theater- Tragen das Ansehen und den Namen desselben.
Allgemein:
Ein Adler im Traum zeigt Inspiration und Kraft an. Er kann auch für das Bedürfnis nach Aufstieg, nach der Ablösung von alten
Vorstellungen und Einstellungen stehen. Als Raubvogel vermag der Adler alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die sich ihm bieten. Von einem
Adler zu träumen, bedeutet, daß man es ihm gleichtun kann oder will. Adler steht generell für Mut, Kühnheit, Stolz, Würde, Weitblick,
Freiheitsdrang und Streben nach Höherem (deshalb wird er auch von vielen Staaten als Symbol der Macht verwendet, zum Beispiel auf der
Rückseite von Münzen). Man muß sich beim Adler immer fragen, ob man im höheren Streben nicht übertreibt, zu tollkühn handelt, die
eigene Stärke überschätzt oder andere durch Stolz vor den Kopf stößt; dazu wird die reale Lebenssituation mit berücksichtigt.
Psychologisch:
Vom psychologischen Standpunkt aus weist der Adler darauf hin, daß der Träumende die Fähigkeit besitzt, seinen Verstand zu gebrauchen,
um erfolgreich zu sein. Er nimmt sein Leben selbst in die Hand. Vielleicht ist der Adler aber auch ein Hinweis auf die Notwendigkeit,
sachlicher zu werden und einen weiteren Standpunkt einzunehmen. Adler der Herr der Lüfte ist positiv zu deuten als Losgelöstheit von
irdischer Gebundenheit, er steht für die Beschwingtheit großer Gedanken, oft aber auch für die verzehrenden Leidenschaftlichkeit des
Geistes. Wer den Adler hoch droben am Himmel fliegen sieht, darf hoffen, daß er hochfliegende Pläne in die Tat umsetzen kann; wer den
Raubvogel fängt, will den Erfolg für sich alleine genießen können. Ein Adler, der sich im Sturzflug auf eine Beute hinunterstürzt, weist auf
die Gedankenschnelle und den Mut des Träumers hin, der sich freilich im Wachleben als Tollkühnheit erweisen könnte.
Oder mit anderen Worten: Wer hoch pokert, kann tief fallen. Ein eingesperrter Adler weist auf die Hemmungen des Träumers gegenüber
seiner Umwelt hin. Freud sah im Adler in Anlehnung an die Mythologie ein übermächtiges Sexualsymbol, weil der Raubvogel seine Triebe
nicht beherrschen kann und sein Opfer haben will. S. Freud begründet dies damit, daß der Adler ein großer Vogel ist und das Wort Vogel in
der Vulgärsprache ein anderes Wort für Penis ist. Die Sexualbedeutung des Adlers ergibt sich jedoch aus der griechischen Mythologie, nach
der der Adler als Symbol für die Zeugungskraft und Zeugungsfunktion des Zeus stand. Der Adler kann also in manchen Fällen durchaus für
die Sexualität stehen, näheres ergibt sich aus dem Traumzusammenhang: Kann der Adler im Traum nur schlecht oder gar nicht fliegen, weist
dies auf die Einschränkung der geistigen Freiheit hin oder darauf, daß der Träumende seine geistigen Interessen vernachlässigt. Ist der
Trauminhalt eindeutig sexueller Art, so symbolisiert der Adler, daß geistige Interessen durch eine zu starke sexuelle Bindung zu sehr in den
Hintergrund gestellt werden.
Spirituell:
Ein Adler stellt eine Form des spirituellen Sieges dar. (Er ist der König der Lüfte!)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ganz allgemein bedeutet der Adler den Kaiser; erleidet jemand im Traum von einem Adler etwas Gutes oder Böses,
wird es entsprechend an ihm in Erfüllung gehen.
– Im allgemeinen bedeutet auch der Adler die Person des Kaisers.
– Träumt diesem, er finde oder bekomme einen Adler, wird er einen anderen Herrscher unterwerfen, ein gemeiner Mann
wird Kaiser werden.
– Versorgt jemand einen Adler mit Futter und allem Nötigen, wird er im Dienst des Kaisers mächtig und im Rang erhöht werden.
– Dünkt es den Kaiser, er esse Adlerfleisch, wird er entsprechend dem Verzehr Gold alter Könige erwerben.
– Findet er Adlerfedern, wird er auf noch kostbarere Schätze alter Könige stoßen, ein einfacher Mann wird vom Kaiser
reiche Geschenke, Freude und Amt und Würde erlangen; denn die Feder deuten wir als Amt und Würde.
– Jagt der Kaiser mit einem zahmen Adler, wird er einen Sohn bekommen, der mit starker Hand regieren und an dem er seine
Freude haben wird; hat er keinen Sohn, wird er in jedem Fall einen zeugen.
– Träumt der Kaiser, ein Adler hebe ihn auf seinem Rücken empor und fliege himmelwärts, wird er in seiner Majestät erhöht
werden und lange leben, ein Mann aus dem gemeinen Volk wird in jedem Fall Kaiser werden.
– Von einem Adler gepackt oder von seinen Krallen durchbohrt zu werden bedeutet Strafe und Gefahr von Seiten des Kaisers
oder des Landesfürsten.
Hat der Kaiser diesen Traum, wird er von einem anderen Herrscher hart bedrängt werden.
– Dünkt es Fürsten oder Kaiser, sie hielten einen Adler und ein anderer komme, um ihn mit Gewalt zu rauben, werden
sie untereinander in Streit geraten; ein gewöhnlicher Mann wird vom Landesfürsten Bedrückung und Zwang erdulden.
– Entdeckt der Kaiser einen Adlerhorst und nimmt er die Jungen an sich, wird er die Erben eines anderen Herrschers
gefangennehmen, ein einfacher Mann oder ein Armer wird Kaiser werden und herrschen.
– Dünkt es den Kaiser, er ziehe junge Adler in seinem Palast auf, wird er Söhne zeugen, die ihm in der Herrschaft
nachfolgen werden.
– Träumt eine ledige Frau oder Witwe, ein Adler fliege herbei und lasse sich auf dem Dach ihres Hauses nieder,
wird sie einen hohen Würdenträger heiraten.
– ein hochfliegender: Erfüllung geheimer Wünsche und schöne Erfolge;

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– einen sitzen sehen: Reichtum in Aussicht;
– einen fliegen sehen: vorteilhafte Geschäfte;
– von einem angegriffen oder bedroht werden: halte durch, die Anfeindungen, unter denen man zu leiden hat,
werden vorübergehen;
– sich einen auf sein Haupt niedersetzen sehen: Todesfall;
– schießen oder gefangen nehmen: Kummer, Trauer und Schaden stellen sich ein;
– ein toten sehen: Unglück und Verluste stehen bevor.
(europ.) : – Ausdruck für eine unbewußte Sehnsucht nach Freiheit;
– lebend sehen: Glück und Reichtum; Gewinn und Nutzen;
– flügelschlagend fliegend sehen: ein Feind trachtet uns zu übervorteilen oder auch zugrunde zu richten;
– sieht ein Mann einen in den Lüften: zu Ehrenstellen zu gelangen;
– sieht eine Frau einen in den Lüften kreisen: sie hat Aussicht, sich mit einer angesehenen Persönlichkeit zu verheiraten;
– ein hochfliegender: symbolisiert weitausholende Pläne; durch Mut und Ausdauer kann man mehr Freiheit erlangen;
– Adler in großer Höhe kreisend kündigt eine große freudige Überraschung an;
– stehend: Tod eines großen Herren;
– Beute schlagen sehen: man fühlt sich einem stärkeren Menschen kräftemäßig unterlegen;
– von einem angegriffen werden: kündigt drohende Gefahren an; auch: man steht dem Plan eines anderen im Wege;
– fangen: Besiegung eines Feindes; Verlust und Gram;
– im Käfig: man fühlt sich durch Freunde oder die Umwelt eingeengt;
– schießen: Überwältigung eines Feindes;
– töten: Vernichtung eines Gegners; lassen Sie sich auf Ihrem Weg nach oben von nichts aufhalten;
– einen Adler auf dem Kopf sitzen sehen: Unglück und Tod;
– auf dem eigenen Kopf sitzen haben: man wird die Probleme mit dem Kopf alleine nicht lösen können;
– der Anblick eines toten Adlers: deutet auf die Machtlosigkeit eines Feindes;
– Adler besitzen: Glück in geschäftlichen Angelegenheiten, Ehre und Ansehen verheißen;
– einen Schwarzen in der Nähe landen sehen: baldiger Tod eines guten Freundes;
– weiß: mögliche große Erbschaft;
– junge Adler im Horst: stellen Beziehungen zu höchsten Kreisen in Aussicht und deuten an, daß Sie aus deren Ratschlägen
Profit ziehen können. Zu gegebener Zeit kommen Sie in den Genuß eines bedeutenden Erbes;
– ein von anderen erlegter Adler: Anzeichen dafür, daß man Ihnen Rang und Reichtum rücksichtslos aberkennt;
– auf Adlerschwingen reiten: zeigt eine lange Reise in weitgehend noch unerforschte Länder an; Sie suchen Weisheit und
Wohlstand und werden beides später auch erlangen.
– Adlerfedern: künden an, daß Sie Ihre Ziele erreichen werden.
(ind. ) : – siehe (arab.)
(Siehe auch „Falke“, „Lämmergeiser“, „Habicht“, „Vögel“, „Wabun“, östlicher Hüter des Geistes, und „Himmelsrichtung – Osten“)
Admiral
Allgemein:
Der Admiral verkörpert eine Person, die einem sagt, wo es im Meer des Lebens langgeht; er gibt Hinweise über den Kurs, der einzuschlagen
ist. Der Admiral ist im Traum also eine wichtige Person und sein Auftauchen ist positiv zu bewerten. Admiral kann symbolisieren, daß man
mit Mut, Geschick und Weitsicht das Lebensschiff erfolgreich über das Meer des Lebens mit seinen Gefahren steuert. Er kann aber auch
Autorität oder übertriebenes Machtstreben und Herrschsucht anzeigen.
Psychologisch:
Der Admiral ist im Grunde ein vielschichtiges Traumsymbol, das in mancher Hinsicht dem Kapitän entspricht. Es bezieht sich entweder auf
ein Vorbild, eine dominierende Vaterfigur oder sogar auf Gott und das Schicksal. Es kann aber auch den Träumenden selbst bezeichnen, der
genug Kraft und Selbstvertrauen besitzt oder besitzen möchte, um sein „Lebensschiff über das „Meer des Lebens“ zu steuern. Der Admiral
stellt überdies ein Sinnbild autoritärer männlicher Sexualität dar. Vor allem die Handlungen des Admirals im Traum sind zu berücksichtigen,
wenn man eine genaue Deutung wünscht.
Volkstümlich:
(europ.) : – kündigt eine wichtige Nachricht aus der Ferne an; sagt wichtige Ereignisse voraus.
(Siehe auch „Kapitän“, „Offizier“)
Adoleszenz
Medizinrad:
Schlüsselworte: Intensität; Sexualität; Neuanfang; Frustration; Erfüllung.
Beschreibung: Die Adoleszenz war bei erdverbundenen Völkern eine Zeit, in der ein Jüngling oder Mädchen nach Visionen suchte und als
Erwachsener zurückkam. Es war eine Phase gesteigerter Freiheit, des sexuellen und berufsbezogenen Experimentierens. Heute ist die
Adoleszenz für viele junge Leute mit Frustrationen verbunden, weil sie in ihrem natürlichen Drang zum Erforschen und Experimentieren
weitgehend blockiert ist. Allgemeine Bedeutung: Steigerung der Sexualität, Sinnlichkeit, Intensität, des Forschungsdrangs oder der
Frustration.
Assoziation: Noch nicht ganz trocken hinter den Ohren.
Transzendente Bedeutung: Verständnis für die eigene sexuelle Natur oder den selbstgewählten Lebensweg; die Möglichkeit haben, schlechte
Entscheidungen aus der Vergangenheit zu korrigieren.
(Siehe auch: „Frühe Kindheit“ und „Kindheit“)
Adoption
Assoziation: – Arbeit an einem kreativen Schaffensprozeß.
Fragestellung: – Was wird entgegen aller Widerstände in mir geboren?
Allgemein:
Nach landläufigen Meinungen soll ein Traum, in dem eine Adoption auftaucht, Hinweis darauf geben, daß jemand in der nächsten
Umgebung Probleme hat und daß der Träumende ihm helfen sollte. Die Adoption kann aber auch für einen ausgeprägten Beschützerinstinkt
stehen; man möchte sein Leben lang die behütende Elternrolle spielen. Aber Vorsicht! Wer häufig träumt, jemanden zu adoptieren, könnte
Freunden und Angehörigen mit seiner übertriebenen Fürsorglichkeit auf die Nerven fallen. Eine Aufforderung, den persönlichen Freiraum
anderer zu akzeptieren.

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Psychologisch:
Ein Traum von der Adoption eines Kindes reflektiert ein Element der Wunscherfüllung; andererseits ist natürlich die Bereitschaft, für
jemanden zu sorgen, stark mit Liebe verbunden und kann den Wunsch zum Ausdruck bringen, für jemanden, den man liebt, zu sorgen.
Volkstümlich:
(europ.) : – werden: du erlebst mancherlei Enttäuschung.
– Kind sehen: durch Intrigen und Spekulationen anderer ein Vermögen machen;
– ein Kind adoptieren: selbst Schuld sein, an unglückliche Verhältnisse zu Hause.
Adressbuch
Volkstümlich:
(europ.) : – von außen sehen: bestimmte Wünsche gehen nicht in Erfüllung;
– darin blättern: Familienzuwachs;
– einen bekannten Namen darin finden: Verlust einer langgehegten Hoffnung.
Adresse
Allgemein:
Bestimmte Angelegenheiten in der Gegenwart verlangen Aufmerksamkeit – vielleicht die aktuelle Lebensweise des Träumenden. Etwas zu
adressieren, wie etwa einen Brief oder ein Paket, kann die Erforschung von Handlungsmöglichkeiten bedeuten. Etwas an eine Gruppe zu
adressieren heißt, sich dessen bewußt zu sein, daß man sein Wissen anderen mitteilen muß. Durchsucht man im Traum die Post nach Briefen
mit der eigenen Anschrift, könnte es sich um etwas mehr als eine „gesunde Portion Egoismus“ handeln. Je größer die Buchstaben des
eigenen Namen, desto nachdrücklicher lebt man seine Selbstbezogenheit aus. Wer wiederholt die Adresse des Partners träumt (auf
Türschildern, Visitenkarten, im Telefonbuch usw.), sehnt sich oft danach, diese zu teilen: ein Heiratswunsch!
Psychologisch:
Eine bekannte Adresse, kann auf einen Ort der Sicherheit hinweisen. Eine alte Adresse hingegen deutet darauf hin, daß der Träumende
vielleicht Rückschau halten und über alte Verhaltensweisen und Einstellungen nachdenken muß.
Spirituell:
Unsere spirituelle Heimat hat eine Identität bekommen.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Adresse schreiben: achten Sie auf Ihre finanziellen Angelegenheiten und lassen Sie sich nicht auf riskante Spekulationen ein.
(Siehe auch „Brief“, „Paket“)
Adventszeit
Volkstümlich:
(europ.) : – Besserung der Lebenslage.
Advokat
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen sehen: man nehme sich vor Betrug und Betrügern in acht;
– in einem Prozeß verwickelt sehen: in naher Zukunft bestehen kaum Aussichten auf Erfolg.
(europ.) : – sehen: du wirst zu einer Gesellschaft geladen werden;
– in einer schwarzen Robe: keine Aussicht auf Besserung der Situation;
– mit ihm sprechen oder zu tun haben: Sorgen, Verlust und Widerwärtigkeiten;
– mit ihm streiten: einen Prozeß verlieren.
Aerobics (Siehe „Sport“)
Affäre
Assoziation: – Hingabe; Leidenschaft.
Fragestellung: – Welchen Impulsen möchte ich nachgeben?
Allgemein:
Der Träumende sollte sich seine sexuellen Bedürfnisse und sein Verlangen nach Aufregung bewußt machen. Von einer Affäre zu träumen,
ermöglicht es ihm, solche Gefühle gefahrlos zuzulassen. Vielleicht hat er den Drang, etwas Freches zu tun oder etwas, was mit emotionalen
Risiken für ihn verbunden ist.
Psychologisch:
Der Träumende sucht möglicherweise auf eine aktive Weise emotionale Befriedigung, die für ihn im Wachzustand inakzeptabel ist.
Spirituell:
Der Träumende sucht Gegensätze wie männlich/weiblich, geben/empfangen, gut/böse zu integrieren.
Affe
Assoziation: – Geschicklichkeit; Boshaftigkeit; Humor.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist fast menschlich?
Artemidoros:
Der Hundsaffe bedeutet einen Kerl, der alles Schliche kennt, und einen Gaukler. Der Pavian bedeutet dasselbe wie der Hundsaffe, prophezeit
aber außerdem Krankheit, meistens die sogenannte heilige; denn er ist der Selene heilig, und die Alten sagen, daß diese Krankheit ebenfalls
der Selene heilig sei.
Allgemein:
Affe steht für den unzivilisierten, materialistisch orientierten, animalisch-primitiven Menschen ohne geistige Interessen; er kann die
Aufforderung enthalten, sich weiter zu entwickeln und zu reifen Der Schatten unseres Ichs, die Karikatur unserer Selbst. Oft weist der Affe
im Traum auf primitive Triebe hin, die uns das Unbewußte deutlich machen möchte, manchmal auch auf die Angst, unsere Mitmenschen
könnten uns schlechter einschätzen, als wir tatsächlich sind, oder sich über uns lustig machen. Von einem Affen gebissen zu werden heißt,
daß Schmeichler versuchen könnten, uns zu übertölpeln. Der Affe hat in unseren Breiten nichts mehr von jenem Tier in indischen
Traumdeutungen an sich, in denen er als heilig galt, sondern bezeichnet oft unsere Triebe und Leidenschaften in dem Sinn, wie er uns im
Traumbild erscheint.

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Psychologisch:
Der Affe tritt sehr häufig als Traumsymbol auf. Er deutet durch seine Ähnlichkeit mit dem Menschen auf dessen tierische Seite hin. Im
Mittelalter wurde der Affe oft mit dem Teufel gleichgesetzt, weil er das Animalische verkörperte, das im Mittelalter als sündhaft galt. In der
Antike dagegen gehörte der Affe zum Todesgott Thoth und wurde mit diesem verehrt. In dieser Epoche galt der Affe als Mahnung dafür, daß
der Mensch, obwohl er sich durch seinen Geist vom Tier unterscheidet, körperlich dennoch genauso sterblich ist. Um einen Traum, in dem
ein Affe vorkommt, deuten zu können, muß man auf die Handlung des Affen achten. Die Handlung kann sich auf eine sexuelle Problematik
beziehen: Wenn z. B. der Affe als Sexualsymbol auftritt, kann dies bedeuten, daß es einer erotische Verbindung an emotionaler Tiefe fehlt.
Schaukeln verspielte Äffchen gelenkig von Ast zu Ast, sehnt sich der Träumende (meist unbewußt) nach der Sorglosigkeit seiner Kindheit.
Dies ist ein häufiger Traum von Menschen, die nach eigener Aussage „viel zu früh erwachsen sein“ mußten.) Das Traumsymbol des Affen
kann aber auch einfach bedeuten, daß der Träumende einen zu starken Hang dazu hat, andere „nachzuäffen“, also nachzuahmen. Wenn sich
der Affe im Traum verändert, also beispielsweise ein menschliches Gesicht bekommt, ist das ein sehr positives Zeichen: Der Träumende
wird sich seiner Animalität bewußt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er kämpfe mit seinem Affen, wird er im Hause einen verschlagenen, boshaften, aber ohnmächtigen Feind
zu Gesicht bekommen, und demjenigen, der im Traum siegt, wird auch in der Wirklichkeit der Sieg zufallen;
tötet er den Affen, wird er den Besagten aus seinem Haus verjagen.
– Ist der Affe ihm fremd, wird sein Feind durch List und Tücke anderer sich bei ihm einschleichen.
– Träumt jemand, ein Affe beiße oder verletze ihn mit seinen Klauen, wird er von einem Bösewicht arg geplagt werden
und schwer erkranken.
– Affenfleisch zu essen bringt Krankheit und Plagen.
– Findet jemand ein Affenfell, wird er das bescheidene Vermögen eines bösartigen und wenig begüterten Menschen
an sich bringen.
– Träumt einer, ein Affe liebkose ihn, rede mit ihm oder wedele ihn an, wird ein Feind nur den Schein erwecken,
ihm freund zu sein, aber übel an ihm handeln.
– Bekommt jemand einen Alten geschenkt und bringt er ihn in sein Haus, wird er einen hinterlistigen, unbekannten
Menschen bei sich aufnehmen.
– Läßt einer einen Affen vor den Leuten tanzen, wird er seinen Feind in die Knie zwingen und sein Spiel mit ihm treiben.
– Ganz allgemein bedeutet der Affe einen boshaften, aber ohnmächtigen Feind, und alles, was dem Tier widerfährt,
Widriges oder Gutes, erfüllt sich an dem Träumenden.
– sehen: Schmeichler werden dich hintergehen; bzw. betrügen; Warnung vor falschen Freunden;
– laufen oder klettern sehen: Dummheiten aller Art begehen oder erleben;
– klettern und spielen sehen: du hast mit albernen Menschen zu tun;
– tanzen sehen: Frohsinn und Heiterkeit erwarten dich;
– necken: du hast jemandem weh getan, ohne es zu wissen;
– totschlagen: du wirst einen hartnäckigen Gegner vernichten;
– von einem Affen gebissen werden: bedeutet bei jungen Leuten Liebe, bei älteren Krankheit.
(europ.) : – Schmeichler versuchen dich zu betrügen; man schenkt ihnen unverdienten Glauben;
– spielt ein Affe mit uns oder schneidert er Grimassen: man ist von oberflächlichen, eher instinkthaften
Menschen umgeben oder man sollte seine eigenen „tierischen Anlagen“ beobachten;
– sieht man mehrere Affen oder spielt mit ihnen, wird man wohl bald erleben müssen,
wie man durch schmeichlerische falsche Freunde enttäuscht wird;
– kletternde Affen verheißen einen Erfolg vor allem in einer Liebesbeziehung;
– erlegt man einen Affen, wird man voraussichtlich in einem Streit den Sieg davontragen, wenn man aufmerksam genug bleibt;
– verfolgen: bedeutet Ärgernis;
– tanzen sehen: Widerwärtigkeiten;
– von ihnen gebissen werden: sich lächerlich machen;
– toter: Rückzug Ihres schlimmsten Feindes;
– (junge) Frau selbst träumt von einen: Sie sollten schnell heiraten, da Ihr Verlobter ihnen Untreue unterstellt;
– (junge) Frau selbst füttert im Traum einen: Sie gehen einem Schmeichler auf dem Leim.
(ind. ) : – auf dem Baum sehen: Glaube den Schmeichlern nicht!
– spielende: du scheinst trotz deines Alters noch unüberlegte Dinge zu tun;
– mit ihnen spielen: es hat den Anschein, daß du bald den Freund zum Feind haben wirst;
– töten: du kannst, wenn du die Augen offen hältst, noch als Sieger aus deinem Streit hervorgehen;
– gekratzt werden: deine Seele leidet, meistere deine Gefühle.
(Siehe auch „Gorilla“, „Tiere“)
Afrika
Assoziation: – Freiheit von Unterdrückung.
Fragestellung: – Auf welcher Weise bin ich bereit, mehr aus mir herauszugehen und mich kreativer auszudrücken?
Allgemein:
Wenn Afrika in einem Traum auftaucht, so steht es meist für eine Art von Hilfe, die man von dieser oder jener Richtung nicht erwartet hat.
Oder es symbolisiert die dunklen Teile der Seele, um die Sie sich kümmern sollten. Andererseits kann ein Traum von oder über Afrika auch
Anzeigen, daß sich der Träumende nach einem einfachen Leben jenseits der Zivilisation sehnt, nach Veränderung seiner derzeitigen
Lebenssituation.
Psychologisch:
Afrika, der dunkle, für viele Menschen gleichermaßen faszinierende wie ängstigende Kontinent, kann die „dunklen“, unbewußten Teile
unserer Persönlichkeit symbolisieren und dazu auffordern, sie besser, zu erforschen. Wenn man Afrika im Atlas betrachtet, sehnt man sich
oft nach Veränderungen, weil man mit der augenblicklichen Lebenssituation unzufrieden ist, mehr Abwechslung und Abenteuer wünscht.
Man muß dann nicht gleich nach Afrika reisen, sollte aber
versuchen, das monotone Leben abwechslungsreich zu gestalten.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Reisen und Erlebnisse; die Fremde zieht einen an, da die eigene Situation unbefriedigt ist oder Gefahren drohen;
– im Atlas studieren: Sehnsucht nach fernen Ländern;
– dahin reisen oder dort sein: bevorstehende Krankheit; die Fieber mit sich bringt;
– dort anwesend sein: nicht von der Scholle wegk ommen können.
(ind. ) : – verirre dich nicht und bleibe auf dem Boden der Wirklichkeit – es ist nicht alles Gold, was glänzt!

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Affront
Allgemein:
Wenn Sie sich im Traum vom Verhalten eines anderen Menschen verletzt fühlen, dann ist das Gegenteil angezeigt, sofern Sie sich nicht
heftig streiten und im Zorn auseinandergehen. Wenn Sie jedoch träumen, daß Sie es sind, der jemand anderen belästigt, dann ist es ein
Zeichen von Schwierigkeiten in naher Zukunft.
(Siehe auch „Streit“)
After
Assoziation: – Ausscheidung.
Fragestellung: – Was will ich loswerden?
Volkstümlich:
(europ.) : – der Not gehorchend: muß man Übles in Kauf nehmen und sich nicht beirren lassen.
Agenten
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder mit ihm zu tun haben: du wirst Verluste erleiden.
(europ.) : – künden unerfreuliche Ereignisse an.
(ind. ) : – man soll nicht zu allem ja und hinterher nein sagen.
Aggression
Psychologisch:
Erschlägt oder erschießt man im Traum einen bekannten Menschen, bringt dies unterdrückte Wutgefühle, die man im Alltag verdrängt hat,
zum Ausdruck, die sich jetzt symbolisch Luft machen. Wird man dagegen selbst von jemandem ermordet oder angegriffen, so stellt diese
bestimmte Person in Ihrem Leben unerfüllbare Erwartungen an Sie. Wenn man die Wünsche, Forderungen oder Erwartungen anderer nicht
erfüllen kann, kommen Schuldkomplexe auf. Das Unbewußte reagiert oft durch Aggressionsattacken diesen „inneren Druck“ ab.
(Siehe auch „Dampf“)
Agraffe
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Schmuckspange, Schnalle): du wirst eine feste Anstellung erhalten.
Ägypten
Allgemein:
Obwohl dies heute, wo das Reisen sehr viel leichter geworden ist, vielleicht weniger zutrifft, symbolisieren ferne Orte in Träumen das
Exotische. Besonders Ägypten wird immer als magisches Land betrachtet, das mit altem Wissen verbunden ist. Dies steht jedoch im
Zusammenhang damit, was der Träumende über dieses Land weiß.
Psychologisch:
Trotz Jahrhunderte langer Forschung erscheint den meisten Menschen Ägypten immer noch als ein rätselhaftes Land. Im Traum kann es die
dunklen, unbekannten Kräfte des Unbewußten darstellen. Da Ägypten auch mit Magie in Verbindung gebracht wird, kann ein Traum über
das Land auch der Hoffnung Ausdruck verleihen, daß Probleme auf übernatürlichem Weg gelöst werden sollen. Da in Ägypten der Totenkult
der wichtigste Bestandteil der Religion war, kann ein Traum über dieses Land auch ein Versuch der Psyche sein, sich mit dem Problem des
Todes positiv auseinanderzusetzen. Der Träumende nimmt Verbindung zum magischen, fremden Teil seiner Persönlichkeit auf.
Spirituell:
Ägypten steht für Erkenntnisse im Zusammenhang mit der verborgenen Seite des Selbst und für das Geheimnisvolle schlechthin.
(Siehe auch „Orte“)
Ahle
(Schuhmacherwerkzeug)
Psychologisch:
Mit ihr kann man Schuhe flicken, im übertragenen Sinn einen seelischen Notstand provisorisch überdecken, so daß man auf dem Lebensweg
wieder weiter gehen kann. Wer sich mit einer Ahle verletzt, könnte einen Verlust erleiden, der sich oft aber nur als seelische Beklemmung
erweist, die es zu überwinden gilt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich damit stechen: deine Mühe wird belohnt.
(europ.) : – sehen: zeigt Klatscherei an; Verdruß;
– damit arbeiten: wachsender Wohlstand, aber nicht durch eigene Anstrengungen;
– sich damit verletzen: große Ausgaben;
– wenn dabei das eigene Blut fließt: Ärger wegen Familienangehörigen.
(ind. ) : – mehr überlegen und erst dann handeln.
(Siehe auch „Schuster“)
Ahnherr
Assoziation: – Vererbte Wesenszüge.
Fragestellung: – Welche Eigenschaften möchte ich bewahren oder von welchen möchte ich mich befreien?
Volkstümlich:
(europ.) : – Mißtrauen in der Liebe.
Ähren
Allgemein:
Ähren sind meist das Sinnbild innerer Zufriedenheit und persönlicher Reife, zum Teil auch der materiellen Sicherheit. Sammelt man sie ein,
kündigt das einen guten Erfolg bei einem Vorhaben an; fehlen die Körner, muß man allerdings mit einem Mißerfolg rechnen. Wenn sie sich
im Sommerwind wiegen: Ein Zeichen der Reife, des Sichloslösens von einer (unangenehmen?) Gewohnheit, übersetzt: Man wird mit einer
neuen positiven Einstellung zum Leben neue Freunde gewinnen. Taube Ähren weisen auf hohle Gefühle hin, die seelische Qualen
hervorrufen könnten. In Garben gebunden weisen sie auf Geselligkeit und angenehme Treffen. Eine einzelne kann darauf hinweisen, daß
neue Pläne in Ihnen reifen, und ein glücklicher Zufall mag ihnen zu Hilfe kommen.

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Psychologisch:
Die Ähre, z. B. Getreide- oder Grasähre, steht im Traum als Symbol für positive Lebensumstände, Selbstvertrauen, Zuversicht, Sicherheit,
Gesundheit, Kraft oder auch für die Sehnsucht nach denselben. Negativ wird dieses Symbol nur dann verstanden, wenn man im Traum die
Ähre nicht erreichen kann oder sie verkümmert oder zerstört erscheint.
Volkstümlich:
(arab. ) : – reife sehen: man Grund zur Freude und Zufriedenheit; ein länger geplantes Vorhaben hatte gute Chancen,
Verwirklicht zu werden;
– unerreichbar, verkümmert: scheitern und Vernichtung eines Planes;
– einsammeln: Reichtum wird dich beglücken, du machst gute Geschäfte;
– zertreten: ein Plan wird dir vernichtet werden;
– zerpflücken: verschleudere nicht wertvolles Gut.
(europ.) : – viele sehen: gute Hoffnungen, Erfüllung der Wünsche;
– Ährenleser während der Erntezeit bei der Arbeit sehen: blühendes Geschäft; zeigt reiche Ernteerträge für den Bauern an;
– mit Ährenleser zusammen arbeiten: nach einigem Ärger bei Durchsetzung Ihrer Rechte, Besitz erlangen;
– selbst einsammeln: Wohlstand;
– einzelne: Zufriedenheit;
– Ährenfeld: von irdischen Gütern gesegnet werden;
– wogendes Ährenfeld: Sinnbild der Reife des Lebenswerkes und der Erfüllung der Arbeiten; Erfolg in kommerzieller Hinsicht;
– für eine Frau: Heirat mit einem Fremden.
(ind. ) : – selbst sehen: dein Vorhaben wird gelingen;
– sammeln: du kannst dich glücklich schätzen, denn was du beginnen willst, wird dir gelingen;
– mit den Füßen darauf herumsteigen: man ist um dich besorgt;
– entkörnen: du bist etwas zu leichtsinnig, kehre um, ehe es zu spät ist.
(Siehe auch „Ernte“)
Ahornbaum
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Freude in Aussicht;
– umhauen: du trittst dein Glück mit Füßen;
– einen entblättert sehen: dein Glück schwindet.
(europ.) : – angenehmes und glückliches Leben.
(ind. ) : – wie man in den Wald hineinruft, so hallt es wieder zurück;
– Nicht immer seinen Kopf durchsetzen wollen.
AIDS
Assoziation: – Hoffnungslosigkeit; Selbstverleugnung oder Schuld; Abhängigkeit.
Fragestellung: – Bin ich bereit aufzuhören, mich selbst und andere zu verurteilen?
Psychologisch:
Wer träumt, ständig nach Handschuhen zu suchen und sich bei jeder denkbaren Gelegenheit Gummihandschuhe überzuziehen (ein
Kondomsymbol), könnte unter einer irrationalen Angst vor AIDS leiden, die ihm vielleicht gar nicht bewußt ist. Durch die überall präsente
Aktualität des Themas AIDS sind viele Träume, die vordergründig Berührungsängste darstellen, einer allgemeinen AIDS-Panik zuzuordnen.
Dagegen hilft nur eines: Informieren Sie sich über die (wenigen) realen Risikosituationen.
(Siehe auch „Seuchen“)
Akademie
Allgemein:
Besuchen Sie im Traum eine Akademie, werden Sie bedauern, Gelegenheiten aus purer Faulheit und Gleichgültigkeit verpaßt zu haben.
Führen Sie eine Akademie oder sind dort Student, werden Sie in Ihrem Streben schnell aufgeben. Zwar werden Sie Wissen erlangen, doch
werden Sie unfähig sein, dieses nutzbringend aufzunehmen und anzuwenden. Die Rückkehr an eine Akademie nach Studierende besagt, daß
an Sie Erwartungen gestellt werden, die Sie nicht erfüllen können.
Psychologisch:
Eine Akademie im Traum steht einerseits für systematisches Lernen und deutet auf eine Weiterentwicklung hin. Auf der anderen Seite kann
sie aber auch auf Fesseln hinweisen, die den Träumenden daran hindern, sein schöpferisches Potential frei zu entfalten. Vielleicht steckt er zu
sehr in einem engen Korsett von Denkgewohnheiten und Vorurteilen, das ihn jetzt behindert. Kann auch für den „Elfenbeinturm“ stehen, in
den sich manche Menschen zurückziehen; dann fordert das Symbol auf, mehr in der Realität zu leben, die Fülle der Möglichkeiten
auszuschöpfen. Der Besuch einer Akademie kann auch die geistig-seelische Weiterentwicklung symbolisieren. Je nach den tatsächlichen
Lebensumständen weisen solche Träume im Einzelfall auch auf konkrete wissenschaftliche Erfolge und akademische Ehrungen hin.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: du hast Liebe zur Kunst; geistige Fortschritte;
– besuchen: du wirst noch viele Hindernisse überwinden müssen; Glück für die Zukunft;
– in eine gewählt werden: große Ehre, aber zugleich auch eintöniges, abgeschlossenes Leben;
– einer vorstehen: Reduzierung in den Umständen; für Ledige: Ihre beabsichtigte Heirat wird von Mißgeschick geprägt sein.
(Siehe auch „Schule“, „Universität“)
Akademiker
Allgemein:
Akademiker warnen oft davor, daß man leichtfertig das persönliche Ansehen und den guten Ruf gefährdet, was sich nur aus der individuellen
Lebenssituation genau verstehen läßt.
Volkstümlich:
(europ.) : – durch Leichtsinn seinen guten Namen verlieren.

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Akazien
Allgemein:
Eine Akazie im Traum ist ein Symbol der Hoffnung und des Neuanfangs. In der Mythologie der Freimaurer wächst beispielsweise auf dem
Grab ihres ersten, ermordeten Großmeister Hiram Abiff eine Akazie – ein Symbol dafür, daß die Ideen des Meisters weiterleben und seine
Arbeit fortgeführt werden wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – darunter wandeln: Erfüllung einer langen gehegten Hoffnung, an der dir viel gelegen ist;
– Akazienblüte: Enttäuschung;
– im Winter blühen sehen: Zeichen zarter Hoffnungen, die Erfüllung finden werden;
– sie pflücken: gute Freunde werden uns täuschen.
Akelei
Volkstümlich:
(europ.) : – Zeichen für einen Besuch in luxuriöser Umgebung.
(Siehe auch „Blumen)
Akkordeon
Allgemein:
Da es sich bei dem Akkordeon um ein volkstümliches Instrument handelt, veranschaulicht es gesellige Fröhlichkeit und Ausgelassenheit
bzw. das Verlangen danach. Doch es kann auch vor einer Oberflächlichkeit, vor Hemmungslosigkeit oder Leichtsinn warnen. Zu beachten
ist, was auf dem Akkordeon bzw. von wem es gespielt wird.
Psychologisch:
Hören Sie im Traum ein Akkordeon, werden Sie an Vergnügungen teilhaben, die Sie aus Ihrem trübsinnigen Grübeln herausreißen. Sie
können zukünftig Ihre Bürde viel fröhlicher auf sich nehmen. Eine junge Frau, die sich Akkordeon spielen sieht, gewinnt das Herz ihres
Liebhabers durch ein bestimmtes trauriges Ereignis; ungeachtet dessen liegt dauerhaftes Glück über Ihrer Beziehung. Klingt das Akkordeon
falsch, ist das jedoch ein Omen für Krankheit und Liebeskummer.
(Siehe auch „Musik“)
Akkumulator
Volkstümlich:
(europ.) : – symbolisiert bedachte Spekulationen und ansehnliche Gewinne.
(Siehe auch „Batterie“)
Akne
Psychologisch:
Akne mit Pickeln und Eiterungen vor allem im Gesicht führt auch in der Realität oft zu Selbstwertproblemen und Hemmungen. Unabhängig
davon, ob man tatsächlich an Akne leidet weist sie als Traumsymbol häufig auf eine ablehnende Einstellung zu sich selbst und auf
zwischenmenschliche Probleme vor allem durch Unsicherheit und Hemmungen hin. Man sollte dann zunächst lernen, sich selbst wieder
anzunehmen, auch wenn man nicht alles an sich gut findet; nur unter dieser Voraussetzung kann man sich wandeln.
Akrobat
Allgemein:
Treten im Traum Akrobaten auf und vollführen ihre Kunststücke, so kann dies ein Hinweis auf ein nahendes Unheil oder Unglück sein, vor
allem dann, wenn das Kunststück mißlingt. Man bewegt sich dann unter Umständen auf unbekannten Gebiet. Akrobaten können aber auch
den eigenen Wunsch nach Perfektion andeuten und das Gefühl der Selbstsicherheit. Falls man als Akrobat die Hand eines Partners verfehlte
oder die Hände vom Trapez abglitten, „begreift“ man vielleicht eine Situation nicht richtig. Bis zu 7 Tagen nach einem solchen Traum,
sollten Sie keine Reisen unternehmen.
Psychologisch:
Träumt man von einem atemberaubenden Trapezakt und ist selbst der Star der Manege, hat man Lust auf riskante Unternehmungen und
möchte endlich das eigene Können beweisen – aber nicht heimlich und diskret. Vielmehr will man damit glänzen, die Bewunderung der
anderen zu genießen. Man sucht Bestätigung und Applaus – selbst wenn man dafür „Kopf und Kragen“ riskieren muß.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Bedenken anderer werden Sie davon abhalten, gefährliche Pläne auszuführen;
– selbst sein: Gegner werden Sie verspotten;
– Frauen, die sich für Akrobatinnen halten: Ihr Ruf ist gefährdet; geschäftliche Sorgen;
– junge Frau sieht Akrobaten in engem Gewand: Männergunst.
(Siehe auch „Artist“, „Geschicklichkeit“)
Akten
Assoziation: – Aufzeichnungen; Organisation.
Fragestellung: – Was möchte ich in Ordnung halten?
Artemidoros:
Jemand träumte, er sei in einen Prozeß wegen politischer Vergehen verwickelt und habe seine Prozeßakten verloren. Am folgenden Tag, als
der Prozeß verhandelt wurde, wurde er von allen Anklagepunkten freigesprochen, und das war es, was ihm das Traumgesicht andeutete, er
werde von allen Anklagepunkten freigesprochen und benötige keine Prozeßakten mehr.
Allgemein:
Dieses Traumsymbol bedeutet häufig, daß der Träumende seelischen Belastungen ausgesetzt ist, unter Schuldgefühlen oder
Gewissenskonflikten leidet, oder es weist auf eine gewisse Lebensunsicherheit hin. Alte Akten, die wieder herausgeholt werden, bedeuten oft
ehemalige Fehler, die noch nicht verarbeitet sind, und immer noch das Gewissen belasten. Auch die Angst vor Entdeckung kann dadurch
ausgedrückt werden. Drohen die Akten den Träumenden zu erdrücken, muß dies als Warnung verstanden werden, über versponnenen Ideen
die Wahrheit nicht zu vergessen. Werden im Traum neue Akten angelegt, kann dies darauf hindeuten, daß der Träumende versucht, neue
Lebenserfahrungen durch Lernen zu gewinnen.

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Psychologisch:
Wiederholte Träume von Aktenschränken, Aktenmappen usw. lassen auf eine Tendenz zu zwanghaft- neurotischem Verhalten schließen.
Man wünscht Ordnung um jeden Preis, kann sich nur wohl fühlen, wenn man die totale Kontrolle über sich und andere ausübt. Meist ist eine
extreme seelische Belastung die Ursache für den Zwang, sämtliche Bedürfnisse und Vorgänge zu regulieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – kündigen im allgemeinen Streitigkeiten an, die um so heftiger sind, je mehr Akten im Traum in Erscheinung treten;
– werden alte Akten hervorgeholt, darin gesucht, bzw. wird man von ihnen verfolgt: zeigt alte Fehler auf, die immer
noch das Gewissen belasten;
– von diesen erdrückt oder erstickt zu werden: man sollte noch einmal über seine abstrakten Ideen nachdenken;
– neue anlegen: man bemüht sich um mehr Wissen und Selbsterfahrung.
(europ.) : – zeigen einen Prozeß an.
– sehen: du wirst eine Reise machen müssen;
– darin blättern: dir steht eine Standeserhöhung bevor;
– zerrissene: ein Streit wird beendet werden.
– Aktenordner: Abschluß eines unzufriedenstellenden Geschäftes;
– Rechnungen und wichtige Papiere abheften: lebhafte Diskussionen über Themen, die mit
bedeutenden Angelegenheiten zusammenhängen und mit Schwierigkeiten und Unbehagen,
sowie mit schlechten Zukunftsaussichten einhergehen.
Aktenmappe
Assoziation: – Einstellungen und Glaubenssätze zum Thema Arbeit und Geschäftsleben; berufliche Identität.
Fragestellung: – Erfüllt mich meine Arbeit oder schränkt sie mich ein?
Allgemein:
Die Aktenmappe symbolisiert, daß Ihnen Ihre Arbeit nicht sonderlich gefällt. Sie streben eine berufliche Veränderung an.
(Siehe auch „Mappe“)
Aktien
Allgemein:
Aktien, die man im Traum kauft oder besitzt, sollen nach der traditionellen Deutung auf finanzielle Verluste hinweisen, während der Verkauf
finanzielle Erfolge verspricht. Diese Bedeutung ist aber fraglich und steht vermutlich eher mit verbreiteten Vorbehalten gegen diesen
scheinbar „unsichere“ Kapitalanlage in Beziehung. Verbrennen die Aktien mit dunklem Rauch, drohen ebenfalls finanzielle Verluste, bei
hellen Flammen dagegen finanzielle und berufliche Erfolge; diese Deutungen sind wegen der zusätzlichen Symbolik von Rauch und
Flammen eher realistischer.
Psychologisch:
Bei der Aktie als Traumsymbol wird auf eine Fähigkeit oder Eigenschaft des Träumenden verwiesen, die ihnen einen Vorteil bringt. Ferner
kann die Aktie auch als Traumsymbol für Reichtum auftreten. Wer sie im Traum anlegt, sucht Sicherheit in einer heiklen Lage, wer sie
vernichtet oder verkauft, will sich auf falsche Freunde oder Ratgeber nicht verlassen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – kaufen: du wirst dich verlieben.
(europ.) : – kaufen, damit handeln, besitzen oder nur sehen: Warntraum! finanzielle Verluste; geschäftliche Sorgen
durch Unsicherheit; man ist in Begriff Wagnisse einzugehen, die nicht immer risikolos verlaufen werden;
– verkaufen: finanzielle Erfolge; bessere Verhältnisse;
– verbrennen mit dunklem Rauch: finanzielle, materielle Verluste;
– verbrennen mit hellen roten Flammen: finanzielle und berufliche Erfolge.
Aktivitäten
Allgemein:
Bestimmte Aktivitäten in unserer Traumwelt werfen die Frage auf, ob wir unsere wachen Stunden sinnvoll nutzen. Wir brauchen vielleicht
mehr körperliche Bewegung oder müssen uns einer neuen Herausforderung stellen. Vielleicht stellen wir unsere persönlichen Eigenschaften
auch zu sehr zur Schau – oder nicht nachdrücklich genug.
(Siehe unter den einzelnen Aktivitätsbezeichnungen)
Akzent
Allgemein:
Eine Rede in einer fremden Sprache oder mit fremden Akzent im Traum hören, sagt hitzige Neuigkeiten und eine lange Reise voraus.
(Siehe auch „Rede“, „Sprache“)
Akzepte
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeuten: in Geldverlegenheiten kommen.
Akzeptiert
Allgemein:
Der Traum von der Geliebten akzeptiert zu sein oder als Frau den Antrag des Liebhabers akzeptiert zu haben, ist normalerweise ein Traum
des Gegenteils. Es ist eine Warnung, daß Ihr Liebesverhältnis nicht gedeihen wird oder zumindest lange Zeit braucht, um gedeihen zu
können. In einigen Gegenden wird es jedoch als glückhaftes Omen angesehen.
Akzise
(indirekte Steuer)
Volkstümlich:
(europ.) : – in Unannehmlichkeiten geraten, die aber überwunden werden.

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Alabaster
Medizinrad:
Schlüsselworte: Weich; hart; anpassungsfähig; Fundamentstein; Paradox; Gabe; Waboose, nördlicher Hüter des Geistes.
Beschreibung: Alabaster, das Mineral, das mit dem Norden und mit Waboose, dem nördlichen Hüter des Geistes, assoziiert wird; existiert
sowohl als sehr harte als auch als sehr weiche Gipsart in den Farbtönen Weiß beziehungsweise Farblos bis Braun. Weicher Alabaster ist von
vielen erdverbundenen Völkern verarbeitet worden, während harter Alabaster vor allem beim Bauen Verwendung fand.
Allgemeine Bedeutung: In Übereinstimmung mit der paradoxen Natur von Waboose kann Alabaster bedeuten, daß du entweder, eine sehr
anpassungsfähige oder eine sehr unbeugsame Phase durchlebst. Mache dir die Beschaffenheit und die Verwendung des Steins bewußt, um
größere Klarheit zu erlangen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Hilfe, um die Weichheit zu entdecken, die der wahre Schlüssel zu deiner Stärke ist. Eine Hilfe, um dich vor
zu großer Unbeweglichkeit zu bewahren.
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet ein Geschenk; Erfolg in allen rechtlichen Angelegenheiten;
– Gegenstand aus Alabaster zerbrechen: Kummer und Reue;
– verliert eine junge Frau einen Alabasterbehälter mit Weihrauch: Verlust des Liebhabers
oder des Vermögens, weil sie nicht auf Ihren guten Ruf achtet.
(Siehe auch „Edelsteine“)
Alante
Artemidoros:
Unglück bringt es jedem, sich mit einem Kranz aus Alante zu schmücken; meist kündigt es Krankheit an.
(Sieh auch „Kranz“)
Alarm
Allgemein:
Alarm: Dieser Traum könnte eine Warnung sein. Was für ein Problem hat diesen Alarm ausgelöst? Schlagen Sie dieses nach und nehmen Sie
sich davor in acht. Etwas anderes ist es, wenn man im Traum selbst einen Alarm auslöst oder am Auto oder Haus eine Alarmanlage anbringt.
Wenn Männer von Autos träumen, hat das meist sexuelle Bezüge, und deshalb läßt sich ein Auto-Alarm-Traum damit in Zusammenhang
bringen. Gibt es Analogien zum Privatleben? Verhält man sich ungestüm und aggressiv? Ein Haus im Traum bezieht sich immer auf die
Familie. Braucht diese oder jemand aus ihr Hilfe oder Schutz? War der Alarm-Traum befriedigend bzw. war man zufrieden mit seiner
Wirkung? Ein Alarmsignal, das nicht losgeht, ist ein besonders deutliches Symbol.
Psychologisch:
Symbol für die Empfindung, daß „unbedingt etwas geschehen muß“ – und zwar sofort. Vielleicht hat man anstehende Probleme in letzter Zeit
vor sich hergeschoben, dann verdrängt und schließlich vergessen!? Wenn man Alarmträume hat, wäre zu überlegen, in welchem
Lebensbereich nun dringend etwas in Ordnung gebracht (oder „gerettet“) werden müßte – bevor es zu spät ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: nimm deinen Besitz in acht.
(europ.) : – ein Alarmsignal hören: man sollte mit einem aktuellen Vorhaben nicht lange zögern, sondern schnell handeln;
– selbst Alarm schlagen: sich in fremde Angelegenheiten mischen und sich über diese unnötig aufregen;
Unruhe, Voreiligkeit und Nervosität.
(Siehe auch „Fliegeralarm“)
Alarmglocke
Volkstümlich:
(europ.) : – hören: Anlaß zur Sorge.
(Siehe auch „Glocke“)
Alaun
Allgemein:
Alaun verheißt die Vereitelung ausgeklügelter Pläne. Das Schmecken von Alaun kündigt Gewissensbisse aufgrund von bösen Absichten
gegenüber einer unschuldigen Person an. Träumt eine Frau von großen Mengen Alaun, wird ihre Ehe von Enttäuschungen und fehlender
Zuneigung geprägt sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – trinken: sich generieren und etwas tun, was gegen die Sitte verstößt;
– weggießen: sich zu helfen wissen;
– sehen: Unglück im Unternehmen.
Albatros
(Vogel)
Allgemein:
Der Albatros ist sicherlich kein sehr häufiges Traumsymbol. Trotzdem sollte er nicht unerwähnt bleiben. Der Vogel Albatros gehört
eindeutig zu den Glückssymbolen. Er kündigt eine Verbesserung der Lage an und bringt frohe Kunde. Die Deutung, dieses Symbols stammt
aus der Seefahrt, wo das Auftauchen des Albatros für die Seeleute ein gutes Omen bedeutete. Einen Albatros zu töten bringt Unglück,
andererseits hat dieser Vogel eine enorme Flügelspannweite und fliegt hoch, kann also für Freiheit stehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Bekanntschaft mit einem Fremdling, der gute Neuigkeiten überbringt.
Album
Allgemein:
Träumt Sie von einem Album, werden Sie Erfolg und wahre Freunde haben. Schaut sich eine junge Frau Fotografien in einem Album an,
wird sie bald einen sympathischen Geliebten finden.
(Siehe auch „Foto“)

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Alchemie
Psychologisch:
Die Alchemie dreht sich nicht nur um die Verwandlung von einfachem Metall in Gold. Wenn also eines ihrer Symbole in einem Traum
auftaucht, ist zu überlegen, was im Leben der Verbesserung bedarf. Welches „Element“ könnte man als wertvolles Mitglied der
Gemeinschaft aufweisen? In der Alchemie gibt es aber auch eine gleichermaßen starke Tradition psychologischer Veränderungen. Es war ihr
Ziel, die menschlichen Wesen aus niederem Stoff in engelsgleiches Gold zu verwandeln. Der Traum suggeriert also, daß man sich in
irgendeiner Hinsicht zum Besseren verändern muß.
(Siehe auch „Chemie“)
Alchimist
Allgemein:
Falls ein Alchimist in einem Traum auftaucht, so hat er eine herausragende Bedeutung. Er kann dem Träumenden Hinweise darauf geben,
wie etwas Schlechtes (ein alchimistisches Symbol hierfür ist zum Beispiel Blei) zu etwas Gutem (symbolisiert durch Gold) werden kann. Ein
geistiger Prozeß wird sich wahrscheinlich hin zum Positiven wandeln. Sind Sie Alchimist und wollen Gold herstellen, haben Sie
weitreichende und interessante Projekte im Kopf. Doch wird es Ihnen nicht gelingen, den Höhepunkt Ihrer Ambitionen zu erreichen.
Wohlstand wird sich als ein Mythos erweisen, und die Frau, die Sie lieben, wird Ihnen nicht ihr wahres Gesicht zeigen.
(Siehe auch „Chemiker“)
Algen
Medizinrad:
Schlüsselworte: Artenreichtum; wasserliebend; nahrhaft; mächtig im Sinne von potent; reinigend; Froschclan.
Beschreibung: Algen, die mit Wasser oder der Froschclanposition im inneren Kreis des Medizinrads in Verbindung gebracht werden, sind
weltweit in allen Gewässern anzutreffen. Sie sind eine Pflanzenart, bestehend aus nur einer oder vielen Zellen, die zwar Chlorophyll enthält,
aber keine Wurzeln, Blätter oder einen Stamm im eigentlichen Sinne besitzt. Erdverbundene Völker benutzen Algen überall auf der Welt als
Nahrungs- und Würzmittel. Sie sind ausgesprochen nahrhaft und enthalten viele Vitamine und Mineralien. Algen sollen dem Körper
zusätzliche Energie schenken, ihn desinfizieren, schützen und von toxischen Nachwirkungen bei radioaktiver Bestrahlung befreien.
Allgemeine Bedeutung: In den tiefen Gewässern der Lebensenergie schweben; die Bereitschaft, mit deinen tiefen Gefühlen zu arbeiten, was
zu ebensolcher Spiritualität führen kann. Ein solcher Traum kann spirituelle, sinnliche und lehrende Nebenbedeutungen haben.
Assoziation: Glitschig.
Transzendente Bedeutung: Unterstützung darin, durch die gerade anstehende Traumerfahrung hindurchzuschweben; der Traum hat deine
Lebenserhaltung zum Thema oder wirkt lebenderhaltend auf dich.
Alhambra
Volkstümlich:
(europ.) : – Fund, Erbschaft, Geschenk.
Alibi
Psychologisch:
Die Suche nach einem Alibi bedeutet Unsicherheit, Schuldgefühle, Gewissenskonflikte oder Hemmungen. Kann der Träumende ein Alibi
finden, zeigt dies an, daß er über genügend innere Kräfte verfügt, um sein Selbstbewußtsein wieder aufzubauen und die Krise zu überwinden.
Volkstümlich:
(europ.) : – nachweisen: eine Vorladung zur Polizei oder unverhoffter Besuch ist zu erwarten.
(Siehe auch „Gericht“)
Alimente
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Kindersegen;
– zahlen: große Unannehmlichkeiten;
– selbst empfangen: verminderte Sorgen;
– gepfändete: Verdrießlichkeiten mit Behörden.
Alkohol
Assoziation: – Entspannung; sich gehenlassen; Befreiung von Verantwortung.
Fragestellung: – Was möchte ich loslassen?
Allgemein:
Ein Symbol für gesteigerte Emotionalität, Hemmungslosigkeit, den Rauschzustand – und für mangelnden Durchblick bei der (nötigen?)
Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen. Im Traum „angenehm beschwipst“ zu sein, drückt den Wunsch nach unkontrolliertem Genuß,
nach rauschhaften Empfindungen (auch sexuell) aus. Die negative Traumvariante – man torkelt hilflos betrunken und fühlt sich ausgeliefert –
symbolisiert die Angst davor, Hemmungen abzubauen, sich fallen zu lassen usw. – der „Kater“ (die Reue) wird als unvermeidbare Folge
erwartet. Allgemein deuten häufige Rauschträume auf die Neigung hin, sich unangenehmen Situationen – der harten Realität – zu entziehen.
Man möchte vieles nicht mehr „so nüchtern betrachten“.
Psychologisch:
Wenn man von Alkohol träumt, hat man unter Umständen ein Bedürfnis oder einen Wunsch nach einer beglückenden Erfahrung oder nach
erfreulichen Einflüssen. Der Träumende verfügt über Mittel, um seine Wahrnehmungen zu verändern. Er kann es sich leisten, aus sich
herauszugehen und sich dem „Fluß der Dinge“ zu überlassen, die mit ihm geschehen. Alkohol steht als „geistiges“ Getränk oft für die
geistigen Kräfte, die das Verhalten und Handeln bestimmen. Im Traum kann er das Bedürfnis nach mehr geistiger Anregung und Ausleben
verdrängter Lebensmöglichkeiten zum Ausdruck bringen, die vielleicht durch zu strenge Moralvorstellungen (siehe unter dem Stichwort
„Abstinenzler“) behindert werden. Der Träumende erkennt die Möglichkeiten, die in emotionaler Verwirrung liegen, und sieht die Klarheit,
die aus ihr heraus entstehen kann. Wenn die selbstgeschaffenen Beschränkungen abgebaut werden, denen man sich im Wachzustand
unterwirft, gelingt häufig der Durchbruch zur eigenen Wahrheit. Der Alkohol im Traum kann dem Träumenden hierzu symbolisch die
Erlaubnis erteilen. Auch im Traum beseitigt der Alkohol Hemmungen und läßt uns Handlungen begehen, die im bewußten Leben als
unmoralisch empfunden würden. Im Traumrausch werden alle Hemmungen abgestreift und den nicht nur sexuellen Gefühlen freier Lauf
gelassen. Das kann darauf hinweisen, daß der Träumer seine Probleme im Wachleben allzusehr vom Verstand aus betrachtet. Er sollte also
lockerer an Dinge herangehen. Wer im Traum völlig betrunken ist, kann damit rechnen, daß er an den Realitäten des Lebens achtlos
vorübergehen wird; er sollte alles viel nüchterner betrachten, um so vielleicht doch noch an ein angestrebtes Ziel zu gelangen. Wer im Traum

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vielen Menschen zuprostet und mit ihnen trinkt, steht im allgemeinen in seinen Gefühlsbeziehungen schwankend da und hat etwas
gutzumachen. Das Trinken mit einer oder mehreren Personen weist darauf hin, daß man eine Gefühlsbeziehung mit diesem einen oder diesen
Menschen herstellen muß. Manchmal warnt das Traumsymbol auch konkret vor zu viel Alkoholkonsum.
Spirituell:
Alkohol als „Geist“ ist die Verbindung von Gegensätzen und bedeutet Bewußtseinsveränderung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: man sollte sich darüber Gedanken machen, ob man seine Wünsche nicht mäßigen sollte;
– trinken: ein Freund wird dir untreu oder Schaden durch eine fremde Person.
(europ.) : – ein Gläschen Alkohol trinken: es fließt einem bald eine geistige Kraft oder die richtige Intuition zu;
– heimlich trinken: Wunsch nach verbotenen Freuden, die Unannehmlichkeiten bringen.
(Siehe auch „Drogen“, „Rausch“, „Wirt“, „Wirtshaus“).
Allee
(breite Prachtstraße)
Allgemein:
Ein Weg, eine Straße, eine Allee oder ein Gleis zeigen den Lebensweg an, auf dem man sich gerade befindet.
Psychologisch:
Freie Fahrt – doch wohin? Wenn die Allee einen Knick macht so zeigt dies eine kommende Einstellungsänderung an. Weist der Knick nach
links, so wird dem Herzen gefolgt, weist er nach rechts, so hat die Vernunft Vorfahrt.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine lange sehen: es liegen noch weitere Lebensstrecken vor einem;
– eine entlanggehen: man befindet sich auf einem geraden, zielgerichteten Lebensweg;
– mit dem vermeintlichen sichtbaren Ziel: man steuert auf einen Erfolg zu;
– auf einer plötzlich umkehren: man sollte seinen jetzigen Lebensweg noch einmal überprüfen.
(Siehe auch „Straße“, „Weg“)
Alleinsein
Allgemein:
Ein Traum, der vom Alleinsein handelt, hebt hervor, daß der Träumende sich abgespalten fühlt, isoliert oder einsam. Positiver gewendet,
repräsentiert dieses Bild das Bedürfnis nach Unabhängigkeit. Einsamkeit kann als negativer Zustand erfahren werden; allein zu sein
hingegen kann sehr positiv sein. In Träumen wird häufig ein bestimmtes Gefühl hervorgehoben, damit der Träumende zu erkennen lernt, ob
es positiv oder negativ ist.
Psychologisch:
Es zeigt die Fähigkeit, die Notwendigkeit zu erkennen, daß man sich mit der eigenen Emotionalität ohne die Hilfe anderer beschäftigen muß.
Spirituell:
In diesem Zusammenhang steht Alleinsein für Vollständigkeit, Ganzheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Symbol für Vollständigkeit und Ganzheit.
Allergie
Psychologisch:
Eine Allergie ist eine Reaktion des Körpers auf etwas, das wir essen, anziehen oder ihm antun. Eine Allergie im Traum kann Schuld
symbolisieren, die man zu Hause auf sich geladen hat.
(Siehe auch „Krankheit“)
Allerheiligen
Volkstümlich:
(europ. ) : – feiern: erfreuliche Lebenslage und Beistand unsichtbarer Helfer;
– verlachen: Hilfe und Beistand mit Füßen treten.
Alligator
Assoziation: – Urangst.
Fragestellung: – Welche elementaren Ängste habe ich?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Alt; kraftvoll; aggressiv; Überlebenskünstler; grundlegend; primitiv.
Beschreibung: Der Alligator ist wie der Stör ein Tier, das in seiner heutigen Beschaffenheit seit Tausenden von Jahren existiert. Er hat nur
wenige Feinde – der Mensch ist einer von ihnen – und nährt sich von Fleisch in jeder Form, egal ob tot oder lebendig. Mit seinen scharfen
Zähnen kann er seine Nahrung in die passenden Brocken zerkleinern. Mitunter erreichen Alligatoren eine Länge von nahezu fünf Metern;
Exemplare dieser Größe sind ohne weiteres in der Lage, sogar eine Kuh zu überwältigen.
Allgemeine Bedeutung: Die grundlegendsten Überlebensvoraussetzungen deiner Natur: wo du lebst, wie du arbeitest, welcher Beschäftigung
du nachgehst, was du ißt, der Zustand deiner Gesundheit; die primitivsten Aspekte deiner emotionalen Natur; Situationen, die eine
»Panzerung« erforderlich machen.
Assoziation: Was du zerkleinerst oder was dich zerkleinert; primitive Gefühle, die dich innerlich auffressen; was du ißt.
Transzendente Bedeutung: Gesteigerte Verletzlichkeit; verborgene Aggression und/oder Kraft; Basisbedürfnis des Überlebens; alte Weisheit.
Allgemein:
Alligator (Krokodil) wird oft als bedrohlich erlebt, weil er verdrängte Bedürfnisse Erfahrungen, Ängste, Gefühle und andere unbewußte
Inhalte verkörpert. Zugleich steht er aber auch für Weisheit und Erfahrung des Unbewußten und kann auffordern, diese mehr zu nutzen.
Psychologisch:
Im Traum ist der Alligator als eine Warnung vor Feinden zu verstehen, die einem nach dem Leben – hier im übertragenen Sinne fast immer
etwas Geschäftliches gemeint – trachten. Der Alligator oder das Krokodil im Traum kann auch als Ausdruck der Angst vor dem Unbewußten
angesehen werden. Der Alligator liegt meist in Ufernähe auf der Lauer nach Opfern, um sie plötzlich oder ohne Vorwarnung anzugreifen.
Viele Menschen haben Angst, daß die Kräfte aus dem Unbewußten sie plötzlich überfallen (fressen) und sie so in ernsthafte seelische Krisen
bringen können. Deshalb ist ein Alligatortraum, als eine Aufforderung zu verstehen, sich aktiver mit dem auseinanderzusetzen, was im
Unbewußten verborgen ist und was man verdrängt, also nicht wissen will.

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Volkstümlich:
(europ.) : – Vorsicht, es nahen hinterlistige Feinde.
– nicht töten oder töten können: Pechsträhne.
(Siehe auch „Krokodil“)
Allkampf
Artemidoros:
Der Allkampf bedeutet dasselbe wie der Ring- und Faustkampf, den Schaden ausgenommen, doch sind die Streitigkeiten, die er heraufführt,
wegen der Kampfesweise heftiger. Immer aber ist es vorteilhafter, in beiden zu siegen. Nimmt ein Sklave an einem heiligen Wettkampf teil
und erringt er Sieg und Kranz, so wird er durch öffentlichen Ausruf für frei erklärt werden; denn diese Wettkämpfe stehen nur Freien offen.
Es sei aber daran erinnert, daß dies nur für den heiligen Wettkampf gilt, denn anderswo ist es nicht der Fall. Allen anderen Menschen bringen
die Wettkämpfe das Ende glücklicher oder unglücklicher Umstände, vorausgesetzt, daß man es bis zum Siegeskranz schafft.
Alm
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst viel Mühe haben.
(ind. ) : – du wirst eingeladen, vergiß den alten Groll, man wird sich bemühen, dich gebührend aufzunehmen.
(Siehe auch „Almerin“)
Almanach
Allgemein:
Ein Almanach bedeutet wechselhaftes Glück und trügerische Freuden. Untersuchen Sie die Tierkreiszeichen, werden Sie durch kleine,
jedoch zeitaufwendige Angelegenheiten ständig belästigt.
Almerin
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst zu einer Festlichkeit eingeladen.
(Siehe auch „Alm“)
Almosen
Allgemein:
Wer sie im Traum verteilt, ist gern großzügig, erwartet dafür aber auch Dankbarkeit und Gegenleistung. Wer träumt, daß er bettelnd
Almosen annimmt, fürchtet materielle Not so sehr, daß er sich „um jeden Preis“ absichern möchte. Auch wenn er sich dafür erniedrigen
(lassen) müßte.
Psychologisch:
Almosen empfangen drückt die Angst aus, es selbst nicht mehr zu schaffen, anderen zur Last zu fallen oder bitten zu müssen. Gibt man
Almosen, so zeigt dies Opferbereitschaft und weist gleichzeitig darauf hin, daß man innerlich nicht geizen sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: Ärger und Verdruß erleben;
– verteilen: frohe Tage stehen bevor; dein Vorhaben hat guten Erfolg.
(europ.) : – erbeten werden und ablehnen: Zeichen für Mißgeschick;
– freizügig geben: verheißt den Unbemittelten Glück und voraussichtlich bald einer Verbesserung
seiner finanziellen Verhältnisse aber den Reichen Ärger und finanzielle Probleme;
– Almosenempfänger sein: unerfreuliche Ereignisse stehen bevor;
– empfangen: gute Freunde und gute Geschäfte, du wirst eine gute Dienststelle bekommen;
auch: man gewiß sein, in einer ganz überraschenden Notlage Hilfe zu erhalten;
auch: ein langgehegter Wunsch könnte in Erfüllung gehen;
– einen Almosenempfänger sehen: man wird an Ihre Großzügigkeit appellieren.
(Siehe auch „Bettler“, „Armut“, „Landstreicher“)
Aloe
Allgemein:
Diese bittere Pflanze mit den spitzen Blättern deutet meist auf eine Enttäuschung hin. Eine Freundschaft oder Liebesbeziehung scheint auf
die Probe gestellt zu werden. Sie befürchten Kummer oder gar eine Trennung. Der Traum von einem Aloenbaum beinhaltet auch schlechte
Nachrichten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst dich mit einem alten Feind aussöhnen;
– in Blüte sehen: freudige Erlebnisse, ein langes Leben ist dir beschieden;
– verwelkt oder geknickt sehen: Freunde werden dich kränken.
(europ.) : – gilt als Elixier des Lebens, oft im Sinne von Wurzeln, Kraftsuche usw.
(ind. ) : – bei weiser Lebensweise kannst du ein hohes Alter erreichen.
Alpaka
Allgemein:
Von dem Material zu träumen, bedeutet einen glücklichen Fund; von dem Tier den Erhalt eines wertvollen Geschenks.
Alpdrücken
Volkstümlich:
(europ.) : – erinnert vielfach an unrechte Taten;
– dadurch in Angst und Schweiß geraten: Untergrabung der Willenskraft und Mißlingen aller Unternehmungen.
(Siehe auch „Alptraum“)

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Alpen
(Gebirge)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verheißt Erfüllung der Wünsche; Reisen; Gesundheit und langes Leben;
– in den selben sein: Festigung der wirtschaftlichen Verhältnisse;
– Alpentour machen: Glück im Beruf;
– Alpenblumen: Erweiterung des geistigen Horizonts;
– Alpenglühen: Sehnsucht nach einem göttlichen Erleben.
(Siehe auch „Gebirge“, „Berg“)
Alpenkräuter
Volkstümlich:
(europ.) : – Genesung, wenn sie gebraucht werden.
(Siehe auch „Kräuter“)
Alphabet
Artemidoros:
Lernt ein Römer die griechischen oder ein Grieche die römischen Schriftzeichen, so wird der eine in griechische, der andere in römische
Lebensverhältnisse kommen. Viele Römer heiraten nach diesem Traumgesicht Griechinnen, Griechen Römerinnen. Ich kenne aber jemand,
dem es träumte, er lerne die römische Schrift, und der dann zur Sklaverei verurteilt wurde; denn das Griechische wird einem Sklaven auf
keinen Fall beigebracht. Träumt man, barbarische Schrift gut und fließend zu lesen, wird man in barbarische Lande und Lebensverhältnisse
kommen und dort glänzende Erfolge erringen; liest man sie aber schlecht, wird man daselbst schlecht davonkommen oder, im Fall einer
Krankheit, wegen der Fremdartigkeit der Sprache um seinen Verstand kommen. Wenn einer gewisse Schriftzeichen nicht schreiben oder
nicht lesen kann, so wird er ohne Tatkraft sein, und zwar für Tage, wenn es wenige, für Monate, wenn es viele sind.
Allgemein:
Alphabet kann im Traum teilweise oder vollständig geschrieben, plastisch oder gesprochen auftauchen, wobei es sich nicht immer um unser
Alphabet handeln muß, sondern auch um das einer fremden Sprache (zum Beispiel griechisch). Da das Alphabet die Grundlage der Sprache
darstellt, steht es im Traum für die Grundzüge der Persönlichkeit und die Grundtendenzen, die das Verhalten, Handeln und Denken und
Fühlen maßgeblich mitbestimmen. Werden einzelne Buchstaben des Alphabets besonders hervorgehoben, ergibt sich der zusätzliche Sinn
aus deren unterschiedlicher Bedeutung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schreiben: zu viel Arbeit verwirrt dich;
– vorlesen: zweckloses Arbeiten.
(europ.) : – Rückkehr eines abwesenden Freundes.
(Siehe auch einzelne Buchstaben)
Alphabettafel
Allgemein:
Der Gebrauch einer Alphabettafel für spiritistische Sitzungen ist gefährlich. Wenn ein Traum von dieser Tafel handelt, kann dies eine
Warnung sein oder die Aufforderung, auch weiterhin die Dinge zu erforschen, die der Träumende nicht versteht. Wenn der Träumende sich
in seinem Traum mit einer Alphabettafel beschäftigt, dann bedeutet dies, daß er bereit ist, Risiken einzugehen. Wenn die Alphabettafel
furchterregend wirkt, kommt der Träumende mit seiner tiefverwurzelten Angst vor dem Unbekannten in Berührung.
Psychologisch:
Die Alphabettafel im Traum bedeutet, daß der Träumende den Kontakt mit der unbewußten Seite seiner Selbst braucht. Sie kann ein Symbol
für alles das sein, was er bisher unterdrückt hat und nicht erkennen wollte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Alphabettafel im Traum für eine primitive Art der Kommunikation mit der Geisterwelt.
Alptraum
Allgemein:
Wenn Sie sich im Traum wiederum Alpträume vorstellen, ist das eine Warnung für Sie. Ein Mensch, dem Sie vertrauen versucht Sie zu
hintergehen. Sie können ebenso darauf aufmerksam gemacht werden, mit Gesundheit und Lebensmitteln vorsichtig umzugehen.
Psychologisch:
In Alpträumen können wir uns wie begraben, erstickt oder ertrunken fühlen – und das ohne jede Vorgeschichte, die dazu führte. Vielleicht
fühlten wir uns verfolgt oder gejagt – oft am Ende eines normalen Traums. Die einfachsten Alpträume gehören zu den mysteriösen
Traumarten, und wir wissen immer noch nicht alles über sie. Es sind die Träume, die mit ausgesprochenen Horrorgefühlen verbunden sind,
die uns überfallen, für die wir aber keinerlei Grund und Anlaß sehen. Oft sind sie von einem Gefühl des Erdrückt- oder Zermalmtwerdens
begleitet. Ein solcher Traum wird üblicherweise „Alpdrücken“ genannt. Die neuste Theorie darüber besagt, daß er rein körperliche Ursachen
hat, beispielsweise weil wir nur schwer atmen können. In der modernen Traumdeutung gibt es die traditionelle Erklärung des Alpdrückens –
nämlich als Ausdruck einer sexuellen Belästigung im Traum – nicht mehr, schon weil das Alpdrücken am häufigsten bei Kindern aufzutreten
scheint – wenn es auch objektiv nur sehr selten vorkommt. Träume dieser Art wiederholen sich niemals in derselben Nacht, häufig auch nicht
innerhalb mehrer Wochen, falls überhaupt. Sie sind zwar sehr unangenehm, aber es gibt auch keinerlei Beweise dafür, daß sie tatsächlich
psychologischen oder physischen Schaden anrichten. Wiederholen sie sich allerdings bei Erwachsenen, dann empfiehlt sich eine allgemeine
ärztliche Untersuchung, und es kann sich lohnen, zugleich die anderen „normalen“ Träume zu analysieren, die man in dieser Zeit hatte. Es ist
unwahrscheinlich, daß Alpdrücken- Träume irgendeinen Sinn haben, denn sie enthalten nie eine Handlung. Die zweite Art Alpträume ist
weitaus interessanter als das Alpdrücken, und es läßt sich auch etwas dagegen tun, obwohl einige mysteriöse Elemente damit verbunden
sind. Träume, aus denen wir mit Gefühlen von Angst oder Unbehagen abrupt erwachen, pflegen sich immer gegen Ende des Nachtschlafs zu
ereignen. Sie enthalten kein, allen Träumen gemeinsames Element, d.h., wir haben alle unsere ganz persönlichen Alpträume, die von
unserem psychologischen Zustand und unseren speziellen Angstgefühlen bestimmt sind. Es gibt die Meinung, diese entstünden aus unseren
verborgensten Frustrationen, Repressionen oder Selbstverurteilungen. Einer der ersten Erforscher der Alpträume, Ernest Jones, stellte in
seinem Buch „Der Alptraum“ fest, „Gesunde“ hätten niemals welche. Er glaubte, sie seien stets Ausdruck und Ausfluß gewaltsamer
Konflikte zwischen bestimmten unterbewußten sexuellen Wünschen und intensiver Angst. Bei Männern sei die Ursache die nicht bewußte
latente Homosexualität bzw. solche Neigungen, bei deren tatsächlicher Entdeckung und Bewußtwerdung sie selbst Abscheu darüber
empfinden würden. Es fällt heute schwer, dies wirklich als die ganze Wahrheit zu akzeptieren. Aber es gibt auch noch andere Erklärungen,
die kaum weniger simpel sind. Calvin Hall meinte in „Die Bedeutung der Träume“, Alpträume seinen eine Bestrafung des Träumers für
Sünden gegen sein eigenes Gewissen. Außerdem erinnere man sich an Jungs Theorie, daß Alpträume, besonders diejenigen, in denen ein
Verfolger auftritt, sich auf den Schatten bezieht, der unsere unterbewußten, tagsüber unterdrückten Lüste und Wünsche repräsentiert. Mit

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dieser Art Alpträume kann man verhältnismäßig gut zurechtkommen, obwohl es für den Träumer alleine schwierig sein mag; womöglich
wäre eine Therapie bei der Bewältigung des Problems doch hilfreich.
Volkstümlich:
(europ.) : – erleben: Zank und Fehlschläge bei Geschäften;
– einer jungen Frau verheißt dies Enttäuschung und unverdiente Angriffe.
(Siehe auch „Alpdrücken“, „Lähmung“, „Ungeheuer“)
Alraune
Allgemein:
In alten Zeiten war die Alraunwurzel ein Symbol der Männlichkeit. Sie wurde in magischen Zeremonien häufig benutzt, und daher erhielt sie
eine ähnliche Bedeutung wie eine Puppe im Voodoo-Kult. Wenn einem Menschen im Traum eine Alraunenwurzel oder eine Gliederpuppe
begegnet, dann nimmt er Kontakt zu dem tief verborgenen Wunsch auf, andere Menschen zu verletzen. Beide Gegenstände drücken
vielleicht auch einen Konflikt mit einem Menschen aus. Es ist interessant, daß die Alraunenwurzel auch ein Symbol der „Großen Mutter“ ist
und daher den weiblichen Aspekt symbolisiert. In der Hexerei stellt die Hexe also eine Verbindung mit der zerstörerischen Kraft ihres
eigenen Selbst her.
Psychologisch:
In einem Traumsymbol wie der Alraune verbirgt sich die Dualität der Schöpfung: Sie ist eine Pflanze, mit der geheilt oder getötet werden
kann. Vom Träumenden wird hier verlangt, sich zu entscheiden und die Verantwortung für seine Entscheidung zu tragen.
Spirituell:
Die Macht über Leben und Tod bedeutet auf der spirituellen Ebene das Recht, so zu leben, wie es den Glaubensvorstellungen des
Träumenden entspricht.
Alt
Assoziation: – Reife; Degeneration.
Fragestellung: – Was ist für mich vollendet? Was bin ich zu ersetzen bereit?
Allgemein:
Begegnen dem Träumenden alte Gegenstände, dann ist dies ein Hinweis auf die Vergangenheit und darauf, daß er sich altes Wissen aneignen
soll, um es in der Gegenwart zur Anwendung zu bringen. Handelt der Traum von historischen Personen, so ist dies möglicherweise ein
Hinweis darauf, daß sich der Träumende ihrer Eigenschaften bewußt ist. Vielleicht ist es seine Aufgabe, diese Eigenschaften selbst zu
entwickeln.
Psychologisch:
Im Traum läßt das Symbol des Alters zwei Möglichkeiten zu. Entweder denkt der Träumende zuviel über das Altwerden, die Sterblichkeit
bzw. die Vergänglichkeit und den Tod nach, oder er wünscht sich, falls es sich um einen positiven Traum über das Älterwerden handelt,
mehr Lebenserfahrung, Reife und Abgeklärtheit. Alte Menschen im Traum verweisen auf traditionelles Denken und alte Weisheit durch
Erfahrung. Alte Gebäude können eine alte Lebensweise symbolisieren, von welcher der Träumende meint, er habe sie überwunden. Der
weise alte Mann im Traum stellt den weisen Anteil der Persönlichkeit dar, der dem Bewußtsein des Träumenden nicht immer zugänglich ist.
Wenn ein alter Mann im Traum erscheint, stellt er die Verbindung zur weisen Seite des Träumenden her. Er kann auch seine Gefühle
hinsichtlich Zeit und Tod symbolisieren. Antiquitäten stellen häufig Elemente aus der Vergangenheit dar, die es wert sind, aufbewahrt zu
werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: du wirst geehrt;
– alte Frau: Ärger und Verdruß steht dir bevor;
– alte Kleider tragen: du kommst zu hohen Ehren;
– alte Kleider sehen: dein Wohlstand geht zurück;
– alte Kleider ablegen: gib einen alten Plan auf;
– alte Leute: du sammelst reiche Erfahrungen;
– alter Mann: Krankheit und Tod.
(europ.) : – von alten Leuten träumen: ist von guter Vorbedeutung;
– für Mann – eine alte Frau umwerben oder mit ihr verheiratet sein: sehr vorteilhaftes Omen für geschäftliche Belange;
– für Frau – von einem alten Mann umworben werden: glückverheißendes Omen; Ihr Liebhaber erweist sich als treu
und alles das, was Sie sich wünschen;
– nichts sonderlich Gutes bedeutet es, wenn man von alten Kleidern und Gerümpel träumt; Sie sollten besser von sich denken!
– selbst sein: man wird in seinen Ansichten jünger;
– selbst sich sehr alt sehen: Ruhm; würdevolle Ehren; auch: man sollte in nächster Zeit Weisheit und etwas Abstand von den
alltäglichen Dingen praktizieren;
– träumen vom Alter: Niederlagen ;
– sich um das Alter Sorgen machen: heraufziehende Krankheit; je mehr Sorgen, desto schlimmer die Krankheit;
– mit dem eigenen Alter zu tun haben: mit abartigen Ideen den Unwillen Ihrer Verwandten erregen;
– Wird eine junge Frau im Traum älter eingeschätzt, als sie ist, gerät sie in schlechte Gesellschaft und wird zum Gespött.
Fühlt sie sich gealtert, stehen ihr Krankheit oder schlechte Experimente bevor. Ist Ihr Liebhaber gealtert, läuft sie Gefahr,
ihn zu verlieren.
Altar
Assoziation: – Heiligkeit; Opfer.
Fragestellung: – Was verehre ich? Möchte ich etwas aufgeben?
Allgemein:
Im Traum stellt ein Altar das Mittel oder die Notwendigkeit dar, sich für etwas freizumachen, was wichtiger ist als die unmittelbare
Situation. In der Regel repräsentiert ein Altar religiösen Glauben und Ideale, die man verteidigen möchte. Er ist die Tafel, an der
Kommunion praktiziert und Zusammengehörigkeit erfahren wird. Oft ist dieses Symbol jedoch auch ein Hinweis auf die Trennung von
materieller und spiritueller Sphäre. Träumt ein gläubiger Mensch von einem reichgeschmückten Altar, empfindet er ihn als Zufluchtstätte, an
der er sich seelisch stärken kann. Ohne religiösen Bezug gelten Altarsymbole als Hinweis auf eine geistige Höherentwicklung, auf einen
(positiven) Gesinnungswandel.

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Psychologisch:
Auf der psychologischen Ebene ist der Altar Sinnbild für die freiwillige oder erzwungene Opferung des Träumenden. Der Akt des Opferns
oder Heiligens muß in der Öffentlichkeit stattfinden, damit es richtig anerkannt wird. Das Traumsymbol des Altars steht in keinem
Zusammenhang mit der Religionszugehörigkeit des Träumenden. Es stellt vielmehr eine innere Reife, Entwicklung, ein
Verantwortungsbewußtsein oder die Ehrfurcht vor dem Leben dar.
Spirituell:
Eine an das Göttliche gerichtete Danksagung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: glückliche Zukunft; glückliche Ehe;
– davor stehen oder knien: frohe Erlebnisse in Aussicht, geheime Wünsche erfüllen sich dir;
– jemand davor knien sehen: derjenige, den du da siehst, braucht deine Hilfe.
(europ.) : – einfachen sehen: ein Unternehmen wird in naher Zukunft glücken;
– mit Blumen geschmückten sehen: stellt eine Taufe, Hochzeit oder freudiges Familienereignis in Aussicht;
– mit weißen Lilien: Todesfall und Beerdigung eines Bekannten;
– mit brennende Kerzen: ein bestimmtes Vorhaben wird glücken;
– davor knien: stellt ernstliche Kümmernisse in Aussicht, aber höhere Hilfe wird einem zuteil;
auch: Demut wäre jetzt hilfreich, um ein anstehendes Problem zu lösen;
– in magischer Beleuchtung: Trost und Erfolg;
– selbst schmücken: freudige Ereignisse und Glück für einem selbst.
– Priester am Altar sehen: Streit und schlechte Bedingungen im Beruf und zu Hause;
– Hochzeit erleben: Freunde bereiten Ihnen Sorgen, und es sterben alte Menschen.
(ind. ) : – sieh dich vor, irgend etwas wird sich in nächster Zeit ereignen, das dir Schaden bringen könnte;
– vor ihm knien: dein Wunsch wird in Erfüllung gehen;
– Menschen davor knien sehen: jemand bedarf deiner Hilfe;
– stehe ihm bei und gehe nicht herzlos vorüber.
(Siehe auch „Kirche“, „Opfer“, „Religiöse Bilder“, „Tisch“)
Altarleuchter
Volkstümlich:
(arab. ) : – große, bewundern: bedeutende Ereignisse werden dich erfreuen;
– mit brennenden Kerzen : Freude und Hoffnung in Aussicht.
Alte Liebe
Allgemein:
Eine Rückkehr zu vertrauten Tätigkeiten und Umgebungen ist angezeigt, zuweilen ein Angebot von jemandem, den Sie schon seit langer Zeit
kennen.
(Siehe auch „Liebe“)
Alte Menschen
Allgemein:
Alte Menschen können im Traum Weisheit und Lebenserfahrung verkörpern und dann vielleicht ermahnen, daß man sich besonnener
verhalten soll; manchmal treten sie auch als Ratgeber auf, die konkrete Empfehlungen geben. Sieht man sich selbst als alten Menschen, weist
das vermutlich darauf hin, daß man zu sehr an überholten Vorstellungen, Traditionen und eingefahrenen Gewohnheiten haftet, die das Leben
einschränken oder wenn man sich selbst alt sieht, obwohl man noch jung ist, steht ein Reifungsprozeß vor seinem Abschluß. Manchmal
verhalten sich die alten Menschen im Traum auch bösartig und warnen oft vor eigenen schlechten Eigenschaften, für die sie sinnbildlich
stehen. Oft zeigt das Traumbild einen alten Menschen in der Gestalt einer Hexe, eines Quälers oder Querulanten; hier wird das Bösartige in
uns selbst beschrieben, das wir überwinden sollten. Im Einzelfall ist zu überlegen, ob sie die eigenen Eltern sind, deren Einfluß auf die
persönliche Entwicklung oder Konflikte mit ihnen zum Ausdruck bringen; das ergibt sich aus den jeweiligen Begleitumständen.
Psychologisch:
Die alte Frau am Wege ist das Symbol des uralten mütterlichen Lebens, das am Schicksalsfaden spinnt. Erscheint im Traum eine ältere Frau,
so ist zu prüfen, ob es sich dabei um eine Person handelt, die in der Kindheit des Träumenden eine Rolle gespielt hat, z. B. die Mutter,
Großmutter, Tante oder Kinderfrau, und in welcher Beziehung der Träumende zu dieser Person stand oder immer noch steht. Die alte Frau
kann aber auch persönliche Eigenschaften des Träumenden darstellen. Ist es jedoch eine unbekannte alte Frau, so handelt es sich nach C.G.
Jung um das archetypische Bild der „Großen Mutter“. Ein alter Mann deutet an, daß die Seele des Träumers in der Nähe einer großen,
reinigenden Kraft ist.
Erscheint im Traum ein alter Mann oder ein Greis, der bekannten Personen ähnelt, muß wie bei alte Frau die Beziehung des Träumenden zu
dieser Person berücksichtigt werden. Aus der gesamten Traumhandlung kann auch eventuell eine negative Bedeutung herausgelesen werden,
wenn es sich um einen bekannten alten Mann handelt. Der Traum soll dann als Mahnung aufgefaßt werden, sein Verhalten seinen
Mitmenschen gegenüber kritisch zu überprüfen. Handelt es sich allerdings um einen unbekannten alten Mann, ist in diesem Fall das
archetypisches Symbol des „alten Weisen“ nach C. G. Jung aufgetaucht. Dieses Symbol steht für Lebenserfahrung und Lebensweisheit und
ist positiv aufzufassen. Es kann dem Träumenden auch oft nützliche Hinweise geben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – alte Frau: Ärger und Verdruß steht dir bevor;
– alte Leute: du sammelst reiche Erfahrungen;
– alter Mann: Krankheit und Tod.
(europ.) : – Mahnung zur Besinnung; Warnung vor schlechten Neigungen, alte Leute können auch bösartig sein;
– einen alten, unbekannten Mann sehen: man sollte jetzt mehr Besonnenheit zeigen und über sich
selbst nachdenken; auch: er warnt manchmal vor bösartigen Menschen in der Umgebung;
– eine alte Frau: ein Symbol für Ängstlichkeit, Schwäche oder Sorgen in allernächster Zeit;
– viele alte Leute sehen: glückverheißender Traum;
– in Lumpen: Schwierigkeiten;
– glücklich sehen: ist von guter Vorbedeutung; Glück und Zufrieden sein;
– unglücklich sehen: eine unglückliche Laufbahn wird sie bedrücken;
– selbst sein: man wird in seinen Ansichten jünger.
(Siehe auch „Alt“, „Mutter“, „Vater“)

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Alter
Allgemein:
Traumbilder über das Alter machen den Träumenden darauf aufmerksam, daß er zuviel über Vergänglichkeit und Tod nachdenkt. Wird der
Traum als angenehm empfunden, symbolisiert er den Wunsch nach Reife, Selbstbesinnung und Lebenserfahrung, während ein negatives
Gefühl auf die Angst vor Gebrechlichkeit und Krankheit hinweist. Dieser Traum mahnt dann zu größerer Vernunft und Bescheidenheit. Wer
sich selbst als gealterten Menschen sieht, muß sich mit gewissen Dingen abfinden.
Psychologisch:
Hohes Alter (bzw. alte Leute) als Symbol stiller Zufriedenheit einerseits, als Verlust von Lebenskraft und Attraktivität andererseits. Wer oft
in panischer Angst vom Alter träumt, befürchtet den negativen Aspekt und hat Angst, beim anderen Geschlecht „nicht mehr anzukommen“,
vielleicht klammert er/sie sich verzweifelt an ein jugendliches Image. Dagegen sind Träume von vitalen, freundlichen alten Leuten ein
Zeichen, daß man Sehnsucht nach der Ruhe und Weisheit des Alters hat und darauf hofft, später an persönlicher Freiheit zu gewinnen.
(Siehe auch „Alt“, „Alte Menschen“)
Alterserscheinungen
Artemidoros:
Alles, was einem Kindesalter nicht zukommt, und zwar bei Knaben ein Bart und graue Haare, bei Mädchen Heiraten, Gebären und andere
Verfrühungen, ist samt und sonders unheilvoll, ausgenommen das Sprechen. Ganz folgerichtig bedeuten alle anderen vor der Reife
auftretenden Merkmale den Tod, weil sie dem Greisenalter nahe stehen, auf das in jedem Fall der Tod folgt. Das Sprechen dagegen ist von
guter Vorbedeutung, weil der Mensch ein von Natur mit vernünftiger Rede begabtes Wesen ist. Ein Schullehrer träumte, daß sein fünf
Monate altes Söhnchen deutlich und artikuliert spreche. Einige erwarteten, daß das Kind sterben werde; es blieb aber am Leben, und ebenso
leben nach diesem Traumgesicht noch viele andere Kinder.
(Siehe auch „Verwandlungen“)
Altertümer
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst Schätze erhalten, eine Erbschaft machen.
(ind. ) : – Unverhoffte Erbschaft wird dir zuteil.
Ältester
Medizinrad:
Schlüsselworte: Alter; Respekt; Ansehen; Weisheit.
Beschreibung: In erdverbundenen Gesellschaften bedeutete der Eintritt in die Gruppe der Ältesten, daß man in der Gemeinschalt den
Höhepunkt des Respekts erreicht hatte. Weil ein Ältester alle Erfahrungen, die das Leben ihm bescherte, erfolgreich durchlebt hat, glaubte
man, daß der Rest der Gemeinschaft viel von ihm lernen konnte.
Allgemeine Bedeutung: Die Macht der Erfahrung; du selbst als älterer Mensch; deine eigenen Großeltern; deine Vorfahren.
Assoziation: Eine Person, die eine höhere Position einnimmt; weit zurückliegende Zeiten; Oberhaupt einer bestimmten kirchlichen
Organisation.
Transzendente Bedeutung: Du selbst in deiner ganzen Machte mit Weisheit und Erleuchtung, die du erlangen könntest, weil du dein Leben
nach deinen Möglichkeiten so gut wie möglich gelebt hast.
Altmodisch
Allgemein:
Wenn Sie im Traum altmodische Kleidung tragen, signalisiert das Meinungsverschiedenheiten im häuslichen Leben. Seien Sie standhaft,
jedoch nicht zornig.
(Siehe auch „Kleidung“)
Aluminium
Volkstümlich:
(europ.) : – Zufriedenheit mit jeglichem Besitz, sei er auch noch so klein;
– für Frau – angelaufener Schmuck und Geschirr: ungewohnten und unerwarteten Kummer sowie Verluste.
(Siehe auch „Metall“)
Amaracus
Artemidoros:
Unglück bringt es jedem, sich mit einem Kranz aus Amaracus zu schmücken; meist kündigt es Krankheit an.
(Siehe auch „Kranz“)
Amarant
(Eine Art Immortelle; wegen seiner Haltbarkeit nutzte man ihn als Schmuck und zur Bekränzung von Götterbildern und Gräbern. Noch heute
soll man in Griechenland den Amarant auf die Gräber pflanzen.)
Artemidoros:
Kränze aus Amarant sind für jedermann glückbringend, besonders für Leute, die einen Prozeß führen, weil der Amarant, wie schon der
Name besagt, das ganze Jahr über seine frische Farbe behält. Kranken bedeuten sie Unheil, man weiht diese Blumen Toten oder Göttern,
aber nur selten Menschen.
(Siehe auch „Kranz“)
Amateurschauspieler
Volkstümlich:
(europ.) : – auf der Bühne sehen: Ihre Hoffnungen werden sich erfüllen;
– in einer Tragödie: schlimme Dinge können Ihr Glück trüben;
– undeutlicher Traum: Niederlagen in einem Unterfangen außerhalb Ihrer üblichen Geschäfte.
(Siehe auch „Schauspieler“)

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Amazone
Psychologisch:
Die Amazone verkörpert im Traum das gespannte Verhältnis zwischen Mann und Frau. Häufig ist diese Beziehung dann durch heftiges
Verlangen nach sexueller Aggressivität oder durch die Angst vor eben dieser geprägt.
Ambo machen
Volkstümlich:
(europ.) : – (im Lotto) du wirst bescheidenen Gewinn erlangen.
Amboß
Artemidoros:
Das Schmieden und das Stehen am Amboß zeigt Aufregungen und Kümmernisse an, einem Heiratslustigen hingegen eine Frau, die einerseits
gutmütig ist, wegen der Blasebälge – sie blasen nämlich zusammen -, andererseits streitsüchtig, wegen der Hämmer; denn diese schlagen
Lärm.
Allgemein:
In Abhängigkeit von den Traumumständen kann der Amboß im Traum Symbol für die Grundkräfte der Natur, rohe Gewalt oder einen
Katalysator sein. Indem man im Leben in eine Situation gerät, die einen auf die Probe stellt, mißt man sich mit den natürlichen Kräften.
Amboß weist (ähnlich wie die bekannte Redensart) oft darauf hin, daß jeder seines Glückes Schmied ist und selbst dafür Verantwortung
trägt, ob bevorstehende Veränderungen günstig oder ungünstig ausfallen. Fällt der Amboß um oder zerspringt, wird man vor einem
unglücklichen Ausgang gewarnt, der das ganze weitere Leben nachhaltig negativ verändern kann.
Psychologisch:
Als Symbol des Lebensfunkens und der Initiation war der Amboß einst ein sehr starkes Bild. Heute ist häufig die Zündkerze im Auto an
seine Stelle getreten. Wenn andere darauf hämmern, will man uns wohl gefügig machen und auf einen für uns nicht sehr günstigen Weg
locken. Bearbeiten wir den Amboß selbst, wollen wir etwas aus unserer Seele herausschlagen, das uns bedrückt. Oft fordert auf diese Weise
auch das Unbewußte von uns mehr Durchsetzungskraft im Wachleben: Wir sollten möglichst Hammer statt Amboß sein.
Spirituell:
Der Amboß steht in Verbindung mit den altnordischen Gottheiten der Schmiedekunst. Neues Leben schmieden, Anfänge erschaffen, Neues
in Gang bringen ist die spirituelle Botschaft, die er transportiert. Amboß ist ein Symbol der Tugend, Tapferkeit und Stärke.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: dir wird viel zugemutet werden;
– auf einen arbeiten (hämmern): du wirst alles standhaft überwinden.
(europ.) : – Amboß sehen: deutet auf Verlust im Spiel; Streitigkeit mit Freunden;
– darauf hämmern: man will mit Gewalt etwas erreichen, was einem kaum gelingen wird;
– geduldig einen Gegenstand auf dem Amboß bearbeiten: durch Fleiß und Geduld kann
man jetzt Schwierigkeiten überwinden; die gute Arbeit macht spätere Gewinne möglich;
– heißes Eisen und sprühende Funken: vergnügliche Arbeit;
– darauf arbeiten, schlagen: du wirst viel Mühe und Arbeit haben; das Schicksal nimmt
neue Formen an; diese können erfolgreich sein, aber auch die Existenz erschüttern;
– fallen sehen: die Grundlage der Existenz wird erschüttert;
– für einen Landwirt: Verheiß reicher Ernte;
– zerbrochen: gute Chancen durch Nachlässigkeit verpaßt haben;
– für Frauen: dürftige Gefallen von machtvollen Personen sind zu erwarten; die Mittel zum Erfolg
liegen in Ihrer Hand; doch um diese zu erreichen, müssen Sie unter schwierigen Umständen arbeiten.
(ind. ) : – erblicken: meide das Spiel, du bist nicht vom Glück begleitet;
– darauf hämmern: du wirst in deiner Dummheit viel verlieren, meide die schlechten Freunde und höre auf deine Frau.
(Siehe auch „Hammer“)
Ambulanz
Allgemein:
Der Träumende „schreit“ nach Hilfe. Er möchte, daß seine Pläne schleunigst in die Tat umgesetzt werden. Darin liegt aber auch eine Gefahr.
Durch Hast und Ungeduld kann er sich alle Wege verbauen.
Psychologisch:
Träumen Sie häufiger vom Einsatz eines Krankenwagens mit Blaulicht und Alarmton? Dann leben Sie vermutlich (gern) gefährlich, greifen
bedenkenlos nach allem, was sicher nicht gesund ist, aber garantiert Spaß macht, und hoffen, daß Sie im letzten Moment verläßlich gerettet
werden – egal, wovor, wie und von wem. Sie haben die Verantwortung für Ihr Leben längst abgegeben – es gibt ja immer wieder einen
Menschen, der für einem den „Notarzt“ spielt – oder?
Volkstümlich:
(europ.) : – Hilfe, Beistand; schnelle Erfüllung Ihrer Wünsche;
– ein Ambulanzwagen mit Blaulicht sich nahen sehen: Omen für ein Unglück;
– in einem Ambulanzwagen befördert werden: Sie werden bald ernsthaft erkranken.
(Siehe auch „Krankenhaus“)
Ameisen
Assoziation: – Soziale Organisation; Ordnung; Fleiß.
Fragestellung: – Wie muß ich mit anderen zusammenarbeiten, um meine Ziele zu erreichen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Kraft; Durchhaltekraft; Hartnäckigkeit; Verläßlichkeit; aufbauend; aggressiv; gemeinschaftsorientiert; sich anpassend;
Stärke; westlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Die Ameise wird im Medizinrad mit der inneren Position des westlichen Seelenpfades und mit der Stärke in Verbindung
gebracht. Obwohl von sehr geringer Größe, ist sie fähig eine Last, die dem Vierfachen ihres eigenen Gewichts entspricht, zu tragen. Ameisen
bilden eine Gesellschaft, die mit ihrer eng begrenzten und definierten sozialen Struktur das Überleben der Art sichert, dabei jedoch das
Individuum wenig oder gar nicht berücksichtigt.
Allgemeine Bedeutung: Möglichkeiten, deine Stärke zum Wohle deiner Verwandten aller Schöpfungsbereiche einzusetzen; Anpassung und
Ausdauer.
Assoziation: Fleiß

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Transzendente Bedeutung: Verständnis für das kollektive Unbewußte, welches das Überleben des Ganzen abhängig von der Stärke des
einzelnen ermöglicht; die Befähigung, dein Wissen über die Traumzeit hinaus bis in deinen Alltag hinein einzubringen.
Artemidoros:
Der Anblick von geflügelten Ameisen ist ganz und gar nicht gut; sie prophezeien Tod und gefahrvolle Reisen. Die anderen Arten dagegen
bringen Bauern Segen; sie verheißen Fruchtbarkeit, denn wo es keine Saaten gibt, bekommt man auch keine Ameisen zu Gesicht. Von guter
Vorbedeutung sind sie für Leute, die von der großen Menge leben, und für Kranke, doch nur dann, wenn sie nicht um den Körper des
Träumenden herumkriechen. Sie heißen bekanntlich Arbeiterinnen und schaffen unermüdlich, eine Eigenschaft, die nur Lebenden zukommt.
Kriechen sie aber um den Köper des Träumenden herum, prophezeien sie ihm den Tod, weil sie Kinder der Erde, kalt und schwarz sind.
Ameisen, die in die Ohren kriechen, bringen nur Sophisten (Dieses Wort hatte zu Artemidoros Zeit keinen geringschätzigen Nebensinn. Die
Sophisten dieser Epoche waren Wanderredner und -lehrer, die vor allem die Rhetorik als Mittel der Jugendbildung (paideia) einsetzten.)
Glück; die Ameisen gleichen nämlich den jungen Leuten, die zum Unterricht kommen. Allen übrigen Menschen kündigt das Traumerlebnis
den Tod an; denn die Ameisen sind Kinder der Erde und verschwinden in der Erde.
Allgemein:
Ameisen sind unterschiedlich zu beurteilen, wobei man vor allem die folgenden Begleitumstände berücksichtigen muß:
– Ameisen sehen verspricht Erfolg und Glück, allerdings nur dann, wenn man sich genau so darum bemüht wie die sprichwörtlich fleißigen
Insekten.
– Ameisen am eigenen Körper gelten ebenfalls als günstiges Vorzeichen, vielleicht will uns das Unbewußte hier und da darauf hinweisen,
daß wir uns auf den eigenen Fleiß besinnen sollten. Vielleicht macht uns auch irgend etwas kribbelig, große Pläne, die durchführungsreif
sind, zu verwirklichen.
– Tötet man einzelne Ameisen oder zerstört ihren Bau, kann das Sorgen und materielle Nöte ankündigen, weil man sich vermutlich nicht
fleißig genug um den Erfolg bemüht hat.
– Der Ameisenhaufen hat vielleicht mit dem Arbeitsplatz zu tun.
Psychologisch:
Psychotherapeutisch gibt häufiges träumen von Ameisen einen Hinweis auf Störungen im vegetativen Nervensystem, vor allem wenn man
im Traum ein kribbeln wahrnimmt, was zu einer medizinischen Untersuchung Anlaß geben solle. Ab und zu wird ein solcher Traum
allerdings auch dadurch bewirkt, daß Gliedmaßen eingeschlafen sind. Wichtig für die Deutung von Ameisenträumen ist, ob der Traum als
angenehm oder beunruhigend empfunden wird. Ameisen, wie auch andere Insekten, sind meist ein Gefahrensignal; treten sie in Massen auf,
schlägt die Psyche Alarm. Entspannung und Ruhe sind jetzt sehr wichtig. Oft wird durch Träumen von Ameisengewimmel allerdings auch
der Ausbruch einer bevorstehenden Psychose signalisiert. Manchmal steht dieses Traumbild allerdings nur dafür, daß der Träumende
fleißiger und ausdauernder und aktiver sein sollte.
Spirituell:
Ameisen sind in der Symbolsprache ein Vorbild für Klugheit und Fleiß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ameisen bedeuten in der Regel den Tod.
– Träumt einer, wie in seiner Wohnung aus einem Loch eine große Menge Ameisen hervorkriecht,
deute er dies als seinen baldigen Tod. Dringen Ameisen, die auf der Straße kriechen, in sein Haus ein,
wird er lediglich erkranken, sein Hausgesinde aber sich vermehren.
– Schaut jemand, wie Ameisen, Futter schleppend, sein Haus verlassen, wird er von Krankheit,
bösem Hausgesinde und von allem, was ihn ängstigt, befreit werden.
– Ameisen in der Tenne oder Scheune zu schauen prophezeit Bedrängnis und Armut.
– sehen: Wohlstand durch viel Arbeit erlangen;
– töten oder verfolgen: sein Glück verfehlen;
– zertreten: du untergräbst dein eigenes Glück;
– in den Ohren haben: Todesfall;
– von ihnen gebissen werden: Unglück; mahnt vor falschen Freunden.
(europ.) : – eine sehen: man sollte fleißiger als bisher im Leben sein;
– viele sehen: viel und zähe Arbeit und große Ehren; Erfolge bei Unternehmungen und
Übersiedlung in eine große Stadt; viel Geduld und ein klarer Blick bringen große Vorteile;
– am eigenen Körper: Glück und Erfolg in der nächsten Zeit;
– von einer gebissen werden: man sollte eine berufliche Chance beim Schopfe packen;
– von vielen gebissen werden: Unheil, Verluste, Trübsal;
Ansporn zu neuem beruflichen Entwickeln, das Fortschritte bringt;
– absichtlich zertreten: du wirst deine Feinde besiegen.
(ind. ) : – erblicken: dein Lebensweg kann erfolgreich sein, wenn Du mehr Mut und Energie zeigst;
– töten: du bist an deinem eigenen Unglück schuld;
– im Ohr: Sorge wird dich heimsuchen;
– gebissen werden: sei auf deine Gesundheit bedacht;
– treten: es werden sich für dich unangenehme Tage zeigen;
– auf ihnen liegen: verliere nicht den Halt und trachte dein Leben zu verbessern,
– du läufst sonst Gefahr, in Armut leben zu müssen.
(Siehe auch „Ameisenhaufen“, „Insekten“)
Ameisenbär
Allgemein:
Ein ungünstiger Traum. Gehen Sie keine Risiken ein.
Ameisenhaufen
Psychologisch:
Wer ihn zerstört, hat wohl Sorge, daß die eigene Tüchtigkeit und Qualifikation von der Umwelt vielleicht nicht genügend anerkannt werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: große Arbeit in Sicht;
– in solche hineintreten: hüte dich vor böser Gesellschaft;
– mutwillig zerstören: man wird bald um seine Existenz ringen.
(europ.) : – versehentlich hineintreten: schwere Sorgen werden dich heimsuchen;
auch: durch eigenes ungeschicktes Verhalten provoziert man viel Verdruß;
– zertreten bzw. Ameisenhaufen zerstören: Unglück und Sorgen;
– darauf liegen: sorge um deine Existenz.
(Siehe auch „Ameisen“)

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Amerika
Assoziation: – Kraft; Einfallsreichtum; Die Neue Welt; Patriotismus; Weltherrschaftsstreben und Protektionismus;
Verbrechen; moralische Verkommenheit; Dekadenz; Irrlehren und falsch praktizierter Gottesglaube.
Fragestellung: – Was erforsche ich? Welche neuen Welten liegen in mir? Wessen versucht mich der Satan?
Allgemein:
Amerika, der neue Kontinent, wird traditionell mit Wagemut, Pioniergeist, Unternehmungslust, Fortschritt und materiellem Erfolg
gleichgesetzt. Träume mit diesem Kontinent zeigen entweder an, daß man durch diese Eigenschaften bald zum Ziel kommen wird oder sich
mehr darum bemühen sollte, die eigene Zaghaftigkeit abzulegen. Vielleicht wird man aber auch auf übertriebenes materielles Erfolgsstreben
und Nüchternheit hingewiesen und vor einer damit verbundenen Verarmung des Seelenlebens gewarnt.
Psychologisch:
Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – dieser Begriff ist so tief in unseren Denkmodellen verankert, daß er selbst im Traum für Freiheit,
Neuland (und ungeahnte Chancen) steht. Wer davon träumt, hat die europäische Kultur und Tradition satt. Oder er ist einfach neugierig und
unkonventionell. Ein Klischee – aber eines, das selbst im Unterbewußtsein „funktioniert“.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Glück kommt zu Ihnen durch eigene Anstrengungen; Hohe Beamte sollten sich vor Staatsaffären hüten,
andere tun gut daran, auf sich achtzugeben, da Ärger ansteht.
– dahin reisen: du wirst Glück in Unternehmungen haben.
(ind. ) : – was du dir vorgenommen hast, kann gelingen.
Amethyst
(Halbedelstein)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wert; Königswürde; gute Urteilskraft; Schutz; gute Einstellung; Ausgeglichenheit; Mond der Ernte.
Beschreibung: Der Amethyst, das Mineraltotem der Menschen, die im Mond der Ernte (23. August bis 22. September) geboren sind, ist ein
weitverbreiteter kristalliner Quarz mit dem Farbspektrum von Violett bis Purpur. Er ist ein begehrter Edelstein und Bestandteil vieler alter
Schmuckstücke. Amethyst steht als Symbol für gute Urteilskraft, Gerechtigkeit und Mut. Es heißt, er beschützt denjenigen, der ihn trägt, vor
schwarzer Magie, Blitzschlag, Hagelstürmen und Rauschzuständen; er schafft eine gute spirituelle Einstellung und gleicht zwischen den
Energien auf der physischen und auf der spirituellen Ebene aus.
Allgemeine Bedeutung: Ein wertvoller, vielleicht sogar sehr alter Teil deines Seins, der mit guter Urteilskraft und Mut ausgestattet ist; eine
Warnung, die dich auffordert, dich zu schützen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe alter Weisheit und/oder Schutzes.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Gesundheit; Zufriedenheit bei guten Geschäften;
– als Schmuckstück: Gemütsruhe bei Anfeindungen;
– Verliert eine junge Frau einen Amethyst, zerbricht ihre Verlobung;
Kränkungen in der Liebe folgen.
(Siehe auch „Edelsteine“, „Quarz“)
Amme
Allgemein:
Amme kann bei jüngeren Frauen den Wunsch nach einem Kind zum Ausdruck bringen. Sieht man eine Amme, die ein Kind säugt, verspricht
das meist, daß sich ein Vorhaben günstig entwickeln wird.
Psychologisch:
Oft steht Amme, die ein Kind säugt, in Frauenträumen für den verdrängten Wunsch nach eigener Mutterschaft, Fruchtbarkeit oder
Empfängnis der vielleicht unterdrückt wird oder auch die Angst davor. Manchmal symbolisiert die Amme auch die Furcht vor Sexualität.
Gelegentlich will uns das Unbewußte auch andeuten, daß wir etwas Bestimmtes im bewußten Leben kaum aus eigener Kraft schaffen
können. Auf jeden Fall ist man auf fremde Hilfe angewiesen. Wer sich selbst als Amme sieht, muß befürchten, daß er im Wachleben von
seinen Mitmenschen ausgenutzt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Unannehmlichkeiten erleben;
– selbst sein: man wird Undankbarkeit ernten.
(europ.) : – von Kindern gesehen: Kummer und Verdruß; schlechte Nachrichten; sehen (für junge Frauen) bedeutet es
Schwangerschaft oder Sehnsucht nach Mutterglück; für andere: Einladung zur Kindtaufe;
– in Tätigkeit sehen: deutet auf baldigen Bedarf einer solchen;
– sehen, die ein Kind säugt: großer Erfolg in der gegenwärtigen Situation ist zu erwarten;
– selbst aus deren Brüsten trinken: unverhoffte Erfolge;
– sein: du wirst Undank für deine Mühe haben.
– sein – für Frauen: Sie werden Witwe oder für die Pflege von Alten bzw. Kleinkindern verantwortlich sein;
– sich selbst sehen – für Frauen: auf sich selbst angewiesen sein, um den Lebensunterhalt zu verdienen.
(ind. ) : – du wirst eingeladen werden und mit vornehmen Gästen speisen.
(Siehe auch „Hebamme“)
Ammoniak
Volkstümlich:
(europ.) : – Sie werden sich über das Verhalten eines Freundes ärgern;
– es folgen Streitigkeiten und Bruch von Freundschaften;
– Sieht eine junge Frau durchsichtige Flaschen mit Ammoniak, wird sie sich im Charakter
eines angeblichen Freundes täuschen.
– auch: Gefahr durch Krankheit oder Unfall; gehen Sie eine zeitlang keine Risiken ein.

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Amor
(Liebesgott)
Assoziation: – Göttliche Unschuld; Engelhaftes Kind.
Fragestellung: – Wo wird mein Geist neu geboren?
Psychologisch:
Ein Traummotiv, das auf eine leidenschaftliche, aber doch nur vorübergehende Liebe hinweisen soll. Der nackte Liebesgott in der Gestalt
eines Kindes deutet auf Liebesabenteuer hin, die recht oberflächlich sind. Er erscheint im Traum aber meistens nur Menschen, die sich mit
der Mythologie und ihren Gestalten befaßt haben, ist also kein archetypisches Zeichen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Zutrauen erweckt Vertrauen; der Liebste oder die Liebste denkt an dich;
– den Pfeil auf sich selbst gerichtet sehen: deutet auf eine Liebschaft, die aber nicht von Bestand ist;
– auf jemandem schießen sehen: man sollte sich nicht in anderer Leute Angelegenheiten mischen.
Amourös
Allgemein:
Wenn Sie sich im Traum in einer amourösen Disposition befinden, ist das ein Zeichen, daß Sie dazu neigen, das Opfer eines Skandals zu
werden.
Ampel
(Verkehrslicht, Blumenampel)
Allgemein:
Wer eine grün leuchtende Ampel sieht, kann darauf hoffen, daß ihm bald ein Licht aufgehen wird, so daß er ein Problem oder eine
schwierige Arbeit zum guten Ende führen kann. Zeigt die Ampel aber Rotlicht, so geht uns etwas im Kopf herum, das auf einen krankhaften
Zustand deuten könnte.
Psychologisch:
Ein Symbol der Bewegung und Ordnung (Gesetz) gleichermaßen. Grüne Ampel: Ermutigung. Rote Ampel: Aufforderung, innezuhalten,
abzuwarten – genauso wie „im wirklichen Leben“! Viel zu rasch wechselnde Signale sind Symbol für Orientierungslosigkeit, momentane
Verwirrung. Oder Sie haben sich (unter Druck?) für etwas entschieden, was „normalerweise“ schief geht. Der Traum soll bewußtmachen,
daß man ein hohes Risiko eingegangen ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine rot leuchtende: Stop! Vorsicht! Halt! man sollte sich seine Vorhaben noch einmal überdenken;
– eine gelb leuchtende: ein bevorstehendes Ereignis bringt Kummer mit sich;
– eine grün leuchtende: freie Fahrt für ein geplantes Unternehmen;
– verschwindet ihr Schein: Enttäuschung in Aussicht; Kummer;
– blinkende: Vorsicht ist geboten;
– Sie oder ein anderer schaltet die Ampel aus: die Gefahr ist vorüber, Verbesserungen der jetzigen Situation stellen sich bald ein;
– ohne Licht: heimliches Liebesglück; Freude und Glück;
– im hellen rot leuchtenden Gehäuse: zeigt eine aufkeimende Liebe an;
– Verkehrsampel auf dem Kopf tragen: Unklarheiten, unter Umständen Störungen im Gehirn;
– Blumenampel: stellt erfreuliche Geschenke in Aussicht, wenn sie in frohen Farben leuchtet.
(Siehe auch „Abbrennen“, „Brand“)
Ampfer
Artemidoros:
Sauerampfer ist nur für Schuldner gut, weil er den Magen reizt und den Stuhlgang fördert; es gleichen nämlich speziell der Magen und die
Eingeweide einem Gläubiger. Unglück bringt es jedem, sich mit einem Kranz aus Ampfer zu schmücken; meist kündigt es Krankheit an.
Psychologisch:
Ampferblätter verwendet man zur Linderung der Hautreizung durch Brennesseln, also könnte ein Traum, indem sie vorkommen etwas
darüber aussagen, wie man mit einem Schmerz im Wachleben umgehen soll.
(Siehe auch „Nahrungsmittel“)
Amphitheater
Volkstümlich:
(europ.) : – darin sitzen: Vergnügungen.
Amputation
Assoziation: – Zerstückelung.
Fragestellung: – Was muß ich auseinanderreißen, um selbst ganz sein zu können?
Allgemein:
Handelt ein Traum von der Amputation einzelner oder mehrerer Gliedmaßen, so riskiert oder fürchtet der Träumende, einen Teil seiner selbst
zu verlieren, indem dieses ihm „abgeschnitten“ oder von ihm unterdrückt wird. Träume, in denen man einen eigenen Körperteil durch
Amputation verliert (ein häufiger Traum!), hinterlassen ein starkes Verlustgefühl. Eine Fähigkeit, Macht oder Eigenschaft geht verloren oder
etwas, was dem Träumenden am Herzen liegt. Der Verlust eines Beins signalisiert Einschränkung der Bewegungsfreiheit, z.B. wegen eines
unerfüllten Reisewunsches oder der Notwendigkeit, eine Reise abzusagen. Hat man kürzlich einen Kollegen oder Freund, auf den man sich
verließ, verloren, träumt man vielleicht vom Verlust der rechten Hand. Bei einem Mann wird ein Kastrationstraum sicherlich mit
Potenzverlust zusammenhängen. Träumt man davon, einem anderen einen Arm oder ein Bein zu amputieren, dann kann dies als Hinweis
darauf verstanden werden, daß man diesem Menschen das Recht zum Selbstausdruck abspricht. Amputation warnt nicht nur vor drohenden
Verlusten. Ferner ist an einem schmerzlichen Einschnitt im gewohnten Leben zu denken, bei dem man viel aufgeben muß.
Psychologisch:
Ein Erfahrungsprozeß wurde durch den Träumenden plötzlich beendet. Die Psychoanalytiker alter Schule sehen das Abtrennen von
Gliedmaßen meist erotisch-sexuell als Kastrationsangst, mitunter aber auch als Umschreibung für die baldige Trennung von einer geliebten
Person. Nach moderner Auffassung sollte man beachten, welche Gliedmaßen abgetrennt wurden. Amputierte Füße oder Beine können darauf
hinweisen, daß irgend etwas Hemmendes unseren Lebensweg behindert, es dem Träumenden an Möglichkeiten fehlt sich
weiterzuentwickeln, oder er sein seelisches oder geistiges Standbein verloren hat. Die Amputation von Armen oder Händen wird häufig nach
dem Tod des Partners geträumt, wenn der Verlust so empfunden wird, als wäre man allein nicht lebensfähig. Wer Finger verliert und damit
einen Teil des Tastsinns, wird auf mangelndes Gefühl aufmerksam gemacht. Das Fehlen einer Hand besagt wohl, daß der Träumer im
Wachen nicht genügend Handlungsfreiheit hat. Frauen, die von ihrem Mann betrogen oder verlassen werden, träumen oft die Amputation
einer Brust – als Ausdruck ihrer Angst, erotisch nicht mehr begehrenswert zu sein. Ein sehr häufiger Traum vor einem Scheidungstermin

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oder zu Beginn des Klimakteriums (Wechseljahre). Wer im Traum geköpft wird, läuft Gefahr, im Wachen ebenso seinen Kopf zu verlieren,
was zum Beispiel auch einen Hinweis auf eine gewisse Kopflosigkeit in den Liebesbeziehungen geben kann. Hierbei muß die gesamte
Traumhandlung in die Deutung mit einbezogen werden. Von Bedeutung bei Amputationsträume ist immer, durch welchen Umstand oder
welche Person, der Träumende ein Körperteil verloren hat.
Spirituell:
Die Entstellung des Vollkommenen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – irgendwelcher Gliedmaßen: steht für Trennung und Verlust;
– selbst einer zustimmen: sinnvolle Trennung von einer Person oder einem Lebensumstand;
– selbst ablehnen: Furcht vor Verzicht und Trennung.
(europ.) : – für Geschäftsleute – von kleineren Gliedern: kleine berufliche Einbußen;
– für Geschäftsleute – von ganzen Beinen oder Armen: prophezeit eine gravierende Geschäftsflaute;
– für Seeleute: Sturm und Verlust der Habe;
– für Frauen: Trennung von Liebesobjekt; von geliebter Person;
– sehen, wie eine Hand oder ein Bein amputiert wird: deutet auf eine Ablösung seelischer Art hin;
– sich selbst einer unterziehen müssen: es steht eine Trennung von einem geliebten Menschen bevor;
– der eigenen Hand: der Handlungsspielraum ist eingeschränkt, oder man gibt anderen zu wenig;
– des eigenen Beines: man kann oder soll nicht mehr fliehen; man befindet sich auf dem falschen Lebensweg.
(Siehe auch „Arzt“, „Krankenhaus“, „Links“, „Hinrichtung“, „Rechts“ und unter den einzelnen Gliedmaßen)
Amsel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Der Schatten; die Weiblichkeit; die Leere; magisch.
Beschreibung: Amsel heißt eine Vogelart mit scharfem, schmalen Schnabel. Amseln sind zum Teil von schimmerndem Schwarz. Manche
haben andere Farben an den Flügeln oder am Kopf, am häufigsten kommen hier die Farben Gelb oder Rot vor. Diese Vögel kann man häufig
in der Nähe von Wasser beobachten.
Allgemeine Bedeutung: Der Schattenteil deiner Natur; Untersuchung deines weiblichen Seins.
Assoziation: Von schwarzer Hautfarbe.
Transzendente Bedeutung: Die Leere betreten; die Gabe der Magie erhalten, die zu guten und zu schlechten Zwecken eingesetzt werden
kann.
Artemidoros:
Die nachäffende Amsel beschreibt Gaukler und Kerle, die alle Schliche kennen.
Allgemein:
Amsel sehen oder singen hören versteht man traditionell als Vorzeichen eines freudigen Ereignisses oder Erhalt einer guten Nachricht. Wenn
mehrere zusammensitzen, wird sich das Leben in absehbarer Zeit voraussichtlich günstig verändern. Manchmal gilt die Amsel auch als
Todesbote, aber dem darf man keine zu große Bedeutung beimessen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen und singen hören: Unglücksbote einer traurigen Botschaft (wegen des schwarzen Federkleides);
– nur singen hören: angenehme Bekanntschaften machen; freudige Nachricht erhalten.
(europ.) : – Schwarzdrossel: man wünscht sich etwas Bestimmtes im Leben und ist unzufrieden, es nicht zu haben oder zu sein;
– sehen oder singen hören: freudige Botschaft;
– mehrere zusammen: die Lebenslage wird sich verbessern.
(Siehe auch „Drossel“, „Vögel“)
Amt
Allgemein:
Das Amt kann darauf hinweisen, daß man durch zu viele Pflichten in der freien Lebensgestaltung und Selbstentfaltung stark behindert wird;
deshalb sollte man versuchen, sich weniger Ämter aufzubürden. Wenn man sich ein Amt anmaßt, will man im Wachleben zu hoch hinaus,
sollte aber lieber auf dem Boden der Tatsache bleiben und nicht zuviel Hoffnungen an zukünftige Pläne knüpfen. Wer im Traum ein Amt
besucht, will irgend etwas für sich erreichen oder sich auch mit jemanden anlegen.
Psychologisch:
Wer ein Amt aufsucht, will etwas erreichen, bestätigt bekommen usw. – in die Symbolsprache des Traumes übersetzt: Man möchte etwas
festlegen, nach außen hin erkennbar machen. Vielleicht hat man einen ehrgeizigen Plan und befürchtet, ihn nicht durchzusetzen. Oder man
möchte eine Beziehung (und damit auch die eigene Wertigkeit als Partner) demonstrativ „absichern“, indem man vom Standesamt träumt.
(Was übrigens in Konfliktsituationen und bei großer Angst vor Trennung und Liebesverlust weit aus häufiger geträumt wird, als wenn
tatsächlich eine Partnerschaft „amtlich bestätigt“ werden soll.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – eines bekleiden: Verlust und Ärger;
– sich um eines bewerben: vergebliches Ringen.
(europ.) : – damit zu tun haben: Einschränkung der eigenen Freiheit;
– übernehmen: Verdrießlichkeiten;
– bekleiden: erreichen der Ziele mit ungewöhnlichen Mitteln und
sich dabei anstrengen müssen; Sorgen um das tägliche Brot;
– verlieren: drohender Verlust von Wertgegenständen;
– Amtsgebäude sehen: Hoffnungen werden nicht in Erfüllung gehen;
– Amtsschreiber: Verfolgung eines Freundes.
Amtmann
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit einem sprechen: Verdrießlichkeiten jeglicher Art erleben.
(europ.) : – du hast fremde Einmischung in deine Angelegenheiten zu dulden.
(Siehe auch „Amt“)

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Amtseinführung
Psychologisch:
Die Teilnahme an einer Amtseinführung im Traum mag mit höherer Selbsteinschätzung in der Realität zusammenhängen. Der Traum könnte
andererseits aber auch mit einer wichtigen Entscheidung in Verbindung stehen, die man vor kurzem getroffen hat, möglicherweise das
persönliche Prestige betraf und erheblichen Zeit- und Geldaufwand erforderte.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Beförderung im Beruf;
– Eine junge Frau, bei der dieser Traum negative Gefühle hervorruft, wird sich ihre Wünsche nicht erfüllen können.
Amtsstube
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich darin aufhalten: Ärger bekommen.
Amtsträger der Kirche
Psychologisch:
Auch eine Botschaft von einem Amtsträger der Kirche ist die einer Autoritätsperson und in aller Regel bedeutsam. Es gibt nur sehr wenige
Ausnahmen (ein Rationalist, der den Klerus verachtet, wird kaum von Kirchenautoritäten träumen), ihre Botschaften sind gewichtig und
ernst und müssen beachtet werden. Ob es sich um den Papst höchstpersönlich handelt oder wenigstens um einen Bischof oder gar nur um
einen einfachen Priester, ist dabei von weniger großer Bedeutung, als es nach den Rangunterschieden scheinen könnte: Die Botschaft wird in
jedem Falle ernst zu nehmen sein, wenn auch der Papst mehr „gelten“ wird als der Kaplan. Andere Gestalten wie Christus oder die
Muttergottessohn haben natürlich auch im Traum eine ganz besondere Bedeutung, die ihrem Raum in der Religion entspricht.
Volkstümlich:
(europ.) : – Sie werden zu Ehren und Würden gelangen.
Amulett
Allgemein:
Der Träumende muß wahrscheinlich bald eine Entscheidung von großer Tragweite treffen. Das Amulett weist aber darauf hin, daß die
richtige Wahl sicher getroffen werden wird, denn es wehrt üble Einflüsse ab.
Ananas
Allgemein:
Kauft man sie im Traum, kann man für die nächste Zeit oft mit einer heiteren Stimmungslage rechnen. Je nach Zustand der Frucht hat dieses
Symbol zwei verschiedene Bedeutungen: Ist die Ananas reif, saftig und süß, so steht sie für Selbstbewußtsein, Lebensfreude und sexuellen
Genuß. Ist sie jedoch verfault, bitter und unappetitlich bzw. ungenießbar, deutet dies auf Unsicherheit, Entbehrungen und/oder sexuelle
Enttäuschung hin. Ananas deutet weiter an, daß man bei seinen Unternehmungen etc. Erfolg haben wird, der einem dabei hilft, das Leben
von der angenehmen Seite zu sehen, und es zu genießen.
Psychologisch:
Ananas zeigt Selbstvertrauen und ein differenziertes Seelenleben an. Wie fast jede süße, saftige Frucht ein Zeichen für Genuß, Sinnlichkeit,
Erotik und Lebensfreude. In der herkömmlichen psychologischen Deutung gilt die Ananas auch als weibliches Sexualsymbol.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst zur Tafel geladen.
(europ.) : – pflücken: Erfolg und Glück auf der ganzen Linie;
– sehen oder kaufen: Heiterkeit, Frohsinn; behagliche, häusliche Umgebung;
– beim Zubereiten sich dabei in den Finger schneiden: deutet auf beträchtlichen Verlust hin,
der bald in Erfolg und Glück übergeht;
– essen: man wird zu einem Fest eingeladen werden;
(Siehe auch „Apfel“)
Analytiker
Allgemein:
Ganz gleich, von welcher Art Analytiker der Traum handelt, dem Träumenden wohnt ein Bewacher inne, der seine Aufmerksamkeit für die
Notwendigkeit schärft, das eigene Handeln und die eigenen Reaktionen zu analysieren. Aufgabe des Träumenden ist es, seine
Selbstbewußtheit zu entwickeln und sein Leben zu erforschen, indem er es in handhabbare Teile zerlegt.
Psychologisch:
Die Gegenwart eines Analytiker kann für das Wissen stehen, daß der Träumende im Wachzustand in bestimmten Situationen unangemessen
handelt.
Spirituell:
Der Träumende steht mit einer transformativen Kraft in seinem Innern in Verbindung.
Anarchie
Allgemein:
Wenn Sie von Anarchie träumen, befinden Sie sich vielleicht auf dem Weg zu einer neuen Lebenseinstellung. Im Moment erscheint noch
alles chaotisch, aber bald wird sich aus dem Chaos eine neue Ordnung ergeben. Andere, eher negative Deutungen lauten so: Bei diesem
Traumsymbol ist höchste Vorsicht geboten. Jemand will Sie zu einer geschäftlichen Transaktion überreden, die auf sehr wackligen Füßen
steht. Vorsicht also in geschäftlichen Angelegenheiten, auch bei Glücksspielen, vor allem, wenn man mehr als einen sieht.
Psychologisch:
Von Rebellion und Anarchie zu träumen bedeutet die Notwendigkeit eines „Umsturzes“ im eigenen Leben – also einer drastischen
Veränderung. Wer sich selbst als Anarchist in Aktion sieht, hat den starken Wunsch, eine bestehende Bindung, Verpflichtung usw. in Frage
zu stellen oder aufzugeben. Auch die Lust an einem möglichst unangepaßten Lebensstil und die Verletzung eines Tabus kann sich auf diese
Art ausdrücken.
Anarchist (Siehe „Anarchie“)

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Anatomie
(Institut)
Volkstümlich:
(europ.) : – von außen sehen: Kummer über die nächste Zukunft wird kommen;
– Gebäude betreten: Freude und Wohlergehen.
Anbau
Psychologisch:
Ein Umbau oder Anbau verweist unter Umständen auf eine Veränderung der Lebensweise oder der Einstellung zum Leben.
(Siehe auch „Bau“, „Gebäude“, „Haus“)
Anbeten
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein heiliges Bild: Gottesfurcht wird über dich kommen;
– etwas: du handelst ohne Überlegung.
(europ.) : – eine schöne Frau: große Ehre und Reichtum;
– einen Mann (durch eine Frau): man kommt in bessere und glücklichere Verhältnisse.
Anbiederung
Volkstümlich:
(europ.) : – jemand biedert sich an: Sie sind von Feinden umgeben, die sich als Freunde ausgeben.
Anbrennen
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein Licht oder Feuer: große Freude.
Andacht
Allgemein:
Spricht man im Traum andächtige Gebete, bittet die eigene Seele um Hilfe. Man sollte einen objektiven Berater aufsuchen oder sich mit
seiner religiösen Bindung tiefer befassen. Andächtig zuhören bedeutet die Sehnsucht nach Vertiefung.
Volkstümlich:
(europ.) : – beiwohnen: dein Unternehmen nimmt günstigen Fortgang; man geht einer frohen Zukunft entgegen;
auch: man sehnt sich nach geistiger Führung und Einkehr; äußere Probleme können durch geistige
Führung gelöst werden.
(Siehe auch „Abtei“, „Kirche“, „Geistliche“)
Andenken
Allgemein:
In alten Zeiten tauschten Liebende oft Andenken aus. Besitzt man im Traum ein solches Andenken, so verbildlicht es die Fähigkeit zu lieben
und geliebt zu werden. Ein Gegenstand, welcher den Träumenden mit seiner Vergangenheit verbindet, erinnert ihn daran, wozu er einst fähig
war und wer er damals war.
Psychologisch:
Viele Traumbilder geben romantische Erinnerungen wieder. Handelt ein Traum von einem Gegenstand, der dem Träumenden sehr wertvoll
ist und ihm von einem anderen Menschen geschenkt wurde, so gibt dieses Traumbild den Blick auf die Schönheit im allgemeinen frei. Er ist
der typische Erinnerungstraum. er weist darauf hin, daß man etwas verdrängt – oder immer wieder aufgeschoben und schließlich vergessen
hat, was ursprünglich wichtig war. Manchmal auch ein Symbol für eine (im eigenen Leben) wesentliche Thematik, mit der man sich
gegenwärtig aber nicht befassen will.
Spirituell:
Ein Andenken steht im Traum als Symbol der Liebe.
Volkstümlich:
(europ.) : – erhalten oder selbst verschenken kündigt ein bevorstehendes, meist gefühlsbetontes und sehr freudiges Ereignis an.
– von einem Freund darum gebeten werden und nicht geben: erhebliche Schwierigkeiten.
Ändern
Volkstümlich:
(arab. ) : – eines Kleidungsstückes: großer Wandel in den Verhältnissen.
Aneinander vorbeireden
Allgemein:
Wenn Sie im Traum an jemanden anderen vorbeireden, dann signalisiert das Freude, Vergnügen, Gesundheit und Eintracht zwischen
Freunden und Verwandten, sowie Wohlstand.
(Siehe auch „Reden“)
Androgyne
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Menschen, der weder eindeutig als Frau oder als Mann zu erkennen ist, dann steht dieser für den Versuch, die
gegensätzlichen Seiten des Selbst in Einklang zu bringen. Der Träumende sucht Vervollkommnung und Ganzheit.
Psychologisch:
Der Träumende sucht zu verstehen, wie er ein Gleichgewicht zwischen seinem emotionalen Selbst und seinen übrigen
Persönlichkeitsanteilen herstellen kann. Es ist notwendig, gegensätzliche Gedanken und Gefühle miteinander in Einklang zu bringen, damit
eine ausgeglichene Entwicklung stattfinden kann.
Spirituell:
Androgyne kann ein Hinweis auf eine außergewöhnliche spirituelle Balance sein, auf einen Zustand der Autonomie und ursprünglichen
Vollkommenheit.

154
Anekdote
Allgemein:
Eine Anekdote zu erzählen verheißt, daß Sie sich lieber mit lustigen Freunden umgeben, als intellektuelle Gespräche zu führen. Ihr Leben
wird wie Sie sehr wechselhaft sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – erzählen: gesellschaftliche Erfolge;
– Hört eine junge Frau eine Anekdote, steht das für eine Neigung zu lustbetontem Leben.
Anemone
Artemidoros:
Unglück bringt es ein jedem, sich mit einem Kranz aus Anemone zu schmücken; meist kündigt es Krankheit an.
(Siehe auch „Blumen“)
Anerkennung
Psychologisch:
Jeder braucht Anerkennung und dieses Bedürfnis nach Anerkennung zeigt sich besonders dann im Traum, wenn Sie einem im Alltagsleben
versagt bleibt.
Anfall
Assoziation: – extreme innere Aufruhr; krampfartige Bewegungen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fürchte ich mich vor oder strebe ich nach Kontrolle?
Allgemein:
Hat man im Traum einen Anfall (z.B. einen epileptischen), so läßt sich dies als ein Anzeichen dafür deuten, daß der Träumende seine
Sexualität unterdrückt (Orgasmusangst). Statt des Fließens des Orgasmus und der Entspannung und Loslösung findet eine Art krampfartiger
Anfall statt. Der Träumende sollte lernen loszulassen, in jeder Situation. Der Anfall im Traum kann auch auf ein bestehendes
gesundheitliches Problem hinweisen. Wenn Sie dieser Meinung sind, sollten Sie bald einen Arzt aufsuchen.
Psychologisch:
Ausdruck seelischer Hochspannung und Symbol für den Wunsch nach dem Ausbruch aus der Normalität des eigenen Lebens. Manchmal
bedeuten Anfallsträume auch eine lange verdrängte bzw. unterdrückte Sehnsucht nach sexueller Ekstase. Wenn sich aber beängstigende
Träume von krampfartigen Anfällen wiederholen, könnte dies ein ernstzunehmendes Warnsignal sein. Es sollte ein Arzt oder Therapeut
aufgesucht werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – Es ist kein gutes Zeichen im Traum eine Krankheit zu sehen.
– haben: unter schlechter Gesundheit leiden; Verlust der Anstellung;
– andere sehen: viel Unannehmlichkeiten in Ihren Kreisen, ausgelöst durch Untergebene.
(Siehe auch „Ohnmacht“)
Anfangen
Volkstümlich:
(europ.) : – irgend etwas: unangenehme Nachricht;
– ein Buch zu lesen: materielle Vorteile in nächster Zukunft.
Anführer
Volkstümlich:
(europ.) : – einer Verschwörung oder eines Geheimbundes: Erbschaft und Reichtum, die jedoch ohne Bestand sind.
Angeberei
Allgemein:
Wenn Sie jemanden im Traum angeben hören, werden Sie eine Tat zutiefst bereuen, die Ihnen und Ihren Freunden Kummer bereitet. Vor
einem Konkurrenten anzugeben weist darauf hin, daß Sie sich ungerecht verhalten und zur Beseitigung von Konkurrenten zu unehrlichen
Mitteln greifen werden.
Angebinde (Siehe „Geschenk“)
Angebot
Volkstümlich:
(europ.) : – von jemanden ein gutes bekommen: Glück sowie Verbesserung Ihrer Position,
allerdings durch harte Arbeit.
Angekettet
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: du wirst eine Verbindung eingehen;
– für Ledige bedeutet es Verlobung oder Hochzeit.
Angeklagt
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: es stehen dir Verdrießlichkeiten bevor.
(Siehe auch „Aussage“, „Gericht“)
Angelhacken
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: über alle nötigen Voraussetzungen verfügen, um zu Ehren und Ruhm zu gelangen, wenn man sich nur richtig einsetzt.
(Siehe auch „Angler“, „Fischer“)

155
Angeln
Assoziation: – Suche nach Nahrung; im Untergrund oder im Inneren.
Fragestellung: – Was hoffe ich zu fangen?
Allgemein:
Angeln zeigt an, daß man sich im seelischen Gleichgewicht befindet oder es bald wieder erlangen wird. Ein Hinweis darauf, daß man nie die
Geduld verlieren sollte. Wenn etwas am Angelhacken anbeißt, ist eine günstige Wendung in Sicht. Wenn man dabei Fische aus klarem
Wasser zieht, verheißt das Erfolg und Glück für die kommende Zeit. Trübes, schmutziges Wasser, in dem man angelt, warnt vielleicht vor
Intrigen und ähnlichen dunklen Machenschaften, die man selbst anwendet oder in die man verstrickt werden kann; dann ist Vorsicht bei
geplanten Vorhaben angeb racht. Wer aber auf dem Trockenen angelt, der vergeudet kostbare Zeit mit nutzlosem Zeug.
Psychologisch:
Zur näheren Deutung eines Angeltraums sind die Gegenstände, die geangelt werden, die Beschaffenheit des Wasser und die Gefühle des
Träumenden beim Angeln wichtig. Allgemein steht das Angeln als Symbol für die Suche oder dem Streben nach Anerkennung, Erfolg,
Überlegenheit oder materiellem Besitz. Wer im Traum die Angel auswirft, möchte sich auch im Wachzustand „etwas an Land ziehen“ oder
„jemanden angeln“ – einen raschen Erfolg, einen Wunschpartner usw. Oder man will eine (begehrte) Person, die sich aber verweigert, in ein
Abhängigkeitsverhältnis (sexuell) zwingen. Ein Traum, der einen starken Machtwunsch oder auch sadomasochistische Vorlieben ausdrückt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – angeln allgemein: streben nach irgendwelchen Besitztümern, Erfolg oder Anerkennung;
– Angelrute sehen: man hüte sich vor Betrügern und Hinterlist;
– selbst angeln: verschwende deine Zeit nicht an wenig aussichtsreicher Arbeit;
– Angler sehen: du bekommst einen Heiratsantrag.
(europ.) : – Angelrute sehen: warnt vor Betrug; fehlschlagen eines Vorhabens;
– Angelrute im Wasser sehen: Enttäuschung bei einem Ihnen teurem Vorhaben;
– einen Angler sehen: Sie sind dem Reichtum näher als erwartet;
– ein Angler wirft seine Angel nach einem: Vorsicht vor Betrügern;
– andere (mehrere) angeln sehen: Gelegenheit zu einer guten Kameradschaft;
– selbst eine Angel auswerfen: man sehnt sich nach einem Lebensgefährten;
– an einem ruhigen See sitzen und angeln: das seelische Gleichgewicht wird sich bald wieder einstellen;
– große Fische aus klarem Wasser: Glück und Erfolg in einer wichtigen Angelegenheit;
– als Angler durchs Wasser waten und viele Fische fangen: durch Fleiß große Reichtümer erwerben.
(ind. ) : – du wirst zur Hochzeit eines deiner Freunde geladen.
(Siehe auch „Angelhaken“, „Fische“, „Netz“, „Wasser“)
Anger
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet glückliche Verbindungen mit der Aussicht auf künftigen Reichtum.
Angesicht
Volkstümlich:
(arab. ) : – bleich und verstört: Krankheit; sehr bleich: schwere Krankheit;
– dick und rot aufgedunsen: Wohlleben;
– sehr feines Angesicht haben: bedeutet einem Mann einen Sohn, einer Frau eine Tochter;
– selbst ein sehr schönes Angesicht haben: dein Sohn, deine Tochter wird viel Glück haben;
– ein schönes, im Wasser sehen: langes Leben;
– dein eigenes im Wasser sehen: langes Leben, Ehre.
– ein schönes im Spiegel sehen: alle deine Wünsche werden sich erfüllen;
– dein eigenes im Spiegel sehen: dir naht Unwohlsein;
– schminken: bedeutet Männern Verachtung und Spott, Frauen Verehrung und Erfolg;
– häßlich: Sorgen;
– ein sehr häßliches, dämonisches sehen: Tod und Feindschaft;
– waschen: Reue wird dich heimsuchen; du bereust eine Handlung;
– verdecken: du erhältst schlimme Nachrichten;
(europ.) : – ein gesundes: gute Hoffnungen;
– wohlwollendes: unsere Handlungen werden Erfolg haben;
– wütendes und häßliches: Vorsicht;
– ein lachendes: Unehre.
(ind. ) : – im Spiegel: sei auf deine Gesundheit bedacht;
– bleiches: Krankheit wird dich verfolgen;
– häßliches: trage deine Sorgen mit Geduld;
– schönes: man wird dich meiden, denn du bist zu ungeduldig;
– waschen: du wirst eine Sache bereuen und auch Gehör finden;
– verstecken: unangenehme Botschaft wird dich ereilen.
Angestellter
Volkstümlich:
(europ.) : – einen Ihrer aggressiv sehen: signalisiert Behinderungen und Störungen;
– freundlich und/oder interessantes zu berichten haben: es ist alles in Ordnung.
Angliederung:
Volkstümlich:
(europ.) : – weist auf einen mächtigen Feind hin; seien Sie vorsichtig.

156
Angriff
Allgemein:
Erlebt der Träumende im Traum einen Angriff auf seine Person, so deutet dies darauf hin, daß er Angst hat, von äußeren Ereignissen oder
Gefühlen bedroht zu werden. Unbekannte Impulse oder Vorstellungen zwingen den Träumenden dazu, eine defensive Haltung einzunehmen.
Handelt es sich bei den Angreifern um Tiere, dann fürchtet sich der Träumende vor seinen eigenen, natürlichen Trieben, insbesondere vor
Aggression und Sexualität.
Psychologisch:
Ist der Träumende selbst der Angreifer, dann muß er sich durch positiven Selbstausdruck verteidigen – er versucht offenbar, bei sich selbst
oder bei anderen einen Trieb oder ein Gefühl zu zerstören. Ein Angriff, eine aggressive Handlung und auch alle anderen Arten von
Gewaltanwendung bedeuten Minderwertigkeitsgefühle und Verdrängungen, eventuell auch Triebstauungen. Solche Träume sind als
Warnung an den Träumenden zu verstehen, mehr Selbstbewußtsein zu entwickeln. Spirituell: Es besteht die Gefahr einer spirituellen oder
übersinnlichen Bedrohung. Man hat sein eigenes Gewaltpotential unterdrückt und „kämpft sich – wenigstens im Traum – frei“. Manchmal
kann auch der verzweifelte Wunsch nach körperlicher Nähe eines abweisenden Partner der Auslöser für Angriffsträume sein. („Um jeden
Preis!“)
Volkstümlich:
(arab. ) : – hüte deine Ehre.
(europ.) : – Sie erhalten falsche Informationen. Seien Sie auf der Hut und beweisen Sie die Tatsachen.
(Siehe auch „Angst“)
Angst
Assoziation: – unausgedrückte Liebe; Selbstzweifel.
Fragestellung: – Was bin ich in mir und anderen zu akzeptieren bereit?
Allgemein:
Sie spielt in Traumbildern sehr oft eine herausragende Rolle. Die alten Ägypter umschrieben das Angsthaben damit, daß man wohl mit sich
selbst nicht ganz zufrieden sei. Die moderne Psychologie sieht darin einen Fehler, den man gern ungeschehen machen möchte. Der
Angstschrei im Traum deutet demnach auf einen besonders schweren Irrtum hin, dessen Wiedergutmachung Eigeninitiative erfordert.
Psychologisch:
Einer der wichtigsten Faktoren der Vor- „Sorge“ (warum nicht Vor-Bereitung oder sogar Vor-Freude) für Gesundheit und Wohlbefinden
besteht in der Auflösung von Ängsten. Die Psychologen der verschiedensten Schulen gehen davon aus, daß Ängste bei jedem Menschen
vorhanden sind: Einerseits als notwendige Schutzschalter und Sicherungen, andererseits als historische Erblast. Wenn es in diesem Sinne
„normal“ ist, daß man gewisse Ängste hat, dann ist derjenige besser ausgestattet, der von den eigenen Ängsten auch träumt! Die anderen, die
nicht von ihren Ängsten träumen, haben genauso viel Ängste – nur sie haben es viel schwerer, diese Ängste zu bearbeiten, was wiederum die
einzige Methode ist, um sie aufzuheben und loszuwerden. Die Auseinandersetzung mit der Angst gehört zum Menschsein.
Verständlicherweise (!?) wollen wir jedoch nicht von dieser Angst berührt werden und verdrängen sie deswegen. Was bedeutet
Verdrängung? Unter Verdrängung versteht man in der Tiefenpsychologie einen inneren Abwehrmechanismus, der einen das, was man
befürchtet oder ablehnt und was einem bedroht, nicht mehr wahrnehmen läßt. Verdrängung ist also ein motiviertes Vergessen. Die
Motivation wird davon geprägt, daß wir Zustände der Angst oder allgemein der Unlust nicht erleben möchten. Dadurch daß wir dahin
tendieren, unsere Ängste zu verdrängen, suchen sie uns im nächtlichen Traum heim. Wenn ich also Angst habe, meine Aggressionen offen
auszudrücken, werde ich wahrscheinlich Träume haben, in denen ich mit dieser Aggression konfrontiert werde. Alles was uns Angst einjagt
und was wir im Wachzustand deswegen umgehen, treffen wir im nächtlichen Traum. Ein solcher Angsttraum kann sich bis zum Alptraum
steigern, aus dem wir schweißüberströmt oder bisweilen sogar schreiend aufwachen. Der Begriff „Alptraum“ stammt von „Albina“, der
weißen Göttin, von der auch das Wort „Elfe“ abgeleitet ist. Der Alptraum ist auch der mit den Elfen verbundene Traum, in welchem die
negativen und gefährlichen Aspekte, die die Elfen symbolisieren, aufsteigen. Man muß sich mit dieser Angst im Traum konfrontieren und
darf sie keinesfalls verdrängen, indem man sich sagt, daß sei nur ein Traum gewesen, den man am besten schnellstens vergißt. Am besten
schaut man sich nach dem Angst- oder Alptraum die Art und Ursache der Angst genau an. Wenn Sie einen solchen Traum deuten möchten –
und Sie sollten derartige Träume unbedingt deuten, da sie sonst eine Tendenz aufweisen, immer wiederzukehren -, stellen Sie sich folgende
Fragen: Was macht mir in diesem Traum Angst? Schauen Sie sich die Ihnen angsteinflößende Situation genau an und fragen Sie sich, woher
Sie diese Situation aus Ihrem alltäglichen Leben kennen. Wie reagiere ich auf diese Angst im Traum? Zu welchem Ergebnis führt diese
Reaktion? Welche anderen Reaktionsmöglichkeiten wären denkbar? Spielen Sie zumindest in Ihrer Phantasie alternative
Reaktionsmöglichkeiten durch. Besser ist es jedoch, sich vorzunehmen, die alternativen Reaktionsmuster im Wachzustand auszuprobieren.
Warum träumen Sie gerade jetzt diesen Angst- oder Alptraum? Meisten treten beängstigende Träume gerade dann auf, wenn kurz vorher das
Angsteinflößende bewußt oder unbewußt erlebt wurde. Gehen Sie also noch einmal genau die letzten Tage vor diesem Traum durch und
schreiben Sie sich alle angsteinflößende Momente auf. Wie können Sie diese oder einen von ihnen auf Ihren Traum beziehen? Haben Sie
einen vergleichbaren Traum schon zuvor gehabt? Versuchen Sie sich speziell daran zu erinnern, ob Sie in Ihrer Kindheit ähnliche
angsteinflößende Träume gehabt haben. Ist dies der Fall, versuchen Sie, diese Träume zu verstehen und machen Sie sich klar, daß Ihre
Reaktion sozusagen verjährt ist. Das bedeutet, daß Sie als Erwachsener diese Ängste, die in Ihrer Kindheit verständlich und womöglich
funktional waren, heutzutage nicht mehr benötigen. Wenn Sie sich mit diesen fünf Fragen ausführlich beschäftigen, sollte das nicht in einer
distanzierten, unemotionalen Weise geschehen, sondern lassen Sie sich von der Angst und der Verunsicherung berühren. Wenn Sie sich
einem Partner oder einem Freund anvertrauen wollen, dann können Sie, durch dessen Beisein gestärkt, diese Ängste untersuchen und in Ihrer
Phantasie diese Ängste Stück für Stück „erinnern, wiederholen und durcharbeiten“ (S. Freud). Danach ist es jedoch unabdingbar, Ihre
Phantasien und Gefühle aus der Distanz zu betrachten. Gehen Sie aber sogleich distanziert an Ihre Ängste heran, werden diese Sie nicht zu
ihren Ursprünglichen führen. Im Grunde machen Sie sich bei dieser Technik die Ängste zu Ihrem Verbündeten, indem sie Ihnen zeigen,
woher sie stammen. Wenn Sie das verstanden haben, können Sie meistens auch diese Ängste auflösen. Sollte das jedoch wider allen
Erwartens nicht möglich sein, sollten Sie einen Psychotherapeuten um Rat fragen, der im Umgang mit Träumen Erfahrung hat. Träume, die
Angst auslösen, sind immer Hinweise auf Zweifel, Unsicherheit, Hemmungen und Schuld- oder Minderwertigkeitsgefühle. Wichtig für die
Deutung solcher Träume ist, durch was die Angst ausgelöst wurde. Tritt ein bestimmter Angsttraum häufig auf und beunruhigt den
Träumenden sehr, so deutet dies auf eine ernstzunehmende Störung hin, die einer möglicherweise therapeutischer Behandlung bedarf. Sobald
Sie von diesem Traum erwachen, sollten Sie versuchen diesen Angsttraum im Wachzustand zu
analysieren, um den Grund dafür herauszufinden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: du wirst etwas siegreich vollenden.
– Angstgeschrei: du wirst unangenehme Überraschungen haben.

157
(europ.) : – vor etwas haben: man wird seine Feinde überwinden und trotz vieler Hindernisse
seinem Lebensziel näher kommen; je schlimmer die Qual, desto größer Ihr Erfolg;
– vor einer bestimmten Sachen haben: Schwierigkeiten im Haushalt;
ein Vorhaben wird erfolglos bleiben; zeigt ziemlich sicher irgendein Unglück an;
– bei einer jungen Frau bedeutet dies Enttäuschung und unglückliche Liebe;
– ängstigt sich eine junge Frau vor einem Hund, zweifelt Sie womöglich an einem guten Freund;
– andere in Angst versetzen: man wird selbst bald in eine kritische Lage kommen oder es steht
eine Enttäuschung bevor.
(Siehe auch „Alpdrücken“, „Alptraum“)
Angstfreiheit
Psychologisch:
Agiert das Traum-Ich im Traum völlig ohne Angst, dann ist damit ein idealer Freiheitszustand bezeichnet, den es anzustreben gilt.
Angstfreiheit bedeutet immer, aus einer Enge in die Weite zu gelangen, denn Angst macht eng, Freiheit macht weit.
Anhalter
Assoziation: – Freiheit; Verantwortungslosigkeit.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir möchte zum Nulltarif mitfahren?
Anhänger
(für Fahrzeuge)
Assoziation: – Nachzügler; Behinderung.
Fragestellung: – Welche zusätzliche Bürde habe ich mir aufgelastet?
(Siehe „Amulett“, „Fahrzeuge“, „Halskette“)
Anhöhe
Allgemein:
In der tradition ellen Traumdeutung nimmt man an, daß eine Anhöhe den Träumenden mit den Bedürfnissen aus seiner sehr frühen Kindheit
in Verbindung bringt und mit dem Wohlbehagen, welches ihm die Mutterbrust vermittelte.
Psychologisch:
Auf der emotionalen Ebene dauern die Bedürfnisse des Mannes nach Behaglichkeit und Nahrung sein Leben lang an. Er muß jedoch mit
seiner Abhängigkeit von diesen weiblichen Bereichen ins reine kommen. Träume in denen Anhöhen eine Rolle spielen, können ihm dabei
behilflich sein.
Spirituell:
Eine Anhöhe symbolisiert Mutter Erde oder den Eingang zur Unterwelt.
Volkstümlich:
(europ.) : – besteigen und erreichen: Hindernisse werden überwunden.
(Siehe auch „Hügel“)
Animus / Anima
Allgemein:
Spielt in einem Traum eine gegengeschlechtliche Figur eine Rolle, so versucht der Träumende damit, den Eigenschaften dieses Geschlechts
Bedeutung und Wertschätzung zu verleihen. Ein Mann bemüht sich vielleicht, seiner empfindsamen Seite näherzukommen, während eine
Frau sich um die Erschließung ihrer rationalen Seite bemüht.
Psychologisch:
Ein solcher Traum stellt den Versuch dar, die Psyche ins Gleichgewicht zu bringen, indem sich der Träumende objektiv betrachtet. Nur wenn
er versteht, daß er in sich auch die Eigenschaften des anderen Geschlechts birgt, kann er ganz werden.
Spirituell:
Die polarisierende Art, mit welcher der Träumende seine Geschlechtszugehörigkeit zum Ausdruck bringt, ist gleichwohl ein sehr wertvoller
Teil seiner Persönlichkeit.
Anker
Assoziation: – Sicherheit; Stabilität.
Fragestellung: – Woran in meinem Leben möchte ich festhalten?
Allgemein:
Wird der Anker im Traum gelichtet, dann sind die äußeren Zwänge zu groß für den Träumenden. Wenn er ausgeworfen wird, ist es im
übertragenen Sinn der Rettungsanker, an den wir uns klammern und der hoffen läßt, daß ein Problem mit Hilfe anderer rasch gelöst werden
kann und man ruhigere Zeiten entgegengeht. Der Träumende kann überleben, wenn er den Sturm übersteht. Wird er aufgezogen, schwindet
dementsprechend eine Hoffnung dahin, wird also eine Veränderung in unserem Leben eher zu unseren Ungunsten ausfallen. Geht ein Schiff
mit dem aufgezogenen Anker auf große Fahrt, können wir unserem Leben eine andere Richtung geben. Ob diese als positiv zu sehen ist,
ergeben andere Symbole aus dem Traumbild. Ist der Anker fest im Grund verhakt, bedeutet dies Selbstvertrauen, Ausgeglichenheit und
Charakterfestigkeit. Hält er nicht richtig oder reißt er, weist dies auf Unsicherheiten, Zweifel oder Enttäuschungen hin. Läßt sich der Anker
im Traum nicht einholen, kann es sein, daß der Träumende das Verlangen hat, sich von unerwünschten Bindungen, Verpflichtungen oder
Vorurteilen zu lösen.
Psychologisch:
Wenn in einem Traum ein Anker erscheint, kann dies im allgemeinen als Hinweis auf die Notwendigkeit aufgefaßt werden, in emotionalen
Situationen innerlich gefestigt zu bleiben. Der Träumende sollte sich an einer Vorstellung oder Idee festhalten, die in schwierigen
Situationen einen Bezugspunkt für ihn bilden. Anker kann zeigen, daß man unerschütterlich in sich selbst ruht, sich durch nichts aus dem
seelischen Gleichgewicht bringen läßt; damit verbunden ist oft Sicherheit und Geborgenheit. Der Träumende benötigt Ermutigung, um sich
zu entwickeln, und die Fähigkeit, in Zeiten der Labilität „standhaft zu bleiben“. Vielleicht bedeutet der Anker aber auch, daß man durch
persönliche Eigenschaften in der Weiterentwicklung behindert (festgehalten)wird.
Spirituell:
Der Anker symbolisiert Hoffnung, Zuversicht und Heil. Der Träumende entwickelt allmählich Hoffnung auf künftige Ruhe.

158
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: alle deine Hoffnungen gehen in Erfüllung;
– am Schiff sehen: du wirst eine unliebsame Reise machen;
– auswerfen: große Gefahr wird dich umgeben;
– aufziehen: alle Hoffnungen werden schwinden.
(europ.) : – gesamten, ganzen sehen, für Ledige: erfüllt deine Hoffnungen;
– für einen Seemann: bedeutet Gutes, wenn die See ruhig ist;
– für Liebespaare: Streit;
– unter Wasser sehen: Enttäuschungen; unliebsame Reise; Wohnortwechsel;
– auswerfen: Rettung in Gefahr von außen, doch sollte man selbst die Initiative ergreifen;
– zerbrochener Anker: droht schwere Not an, Verlust von Freunden; eine kommende Pechsträhne;
– sich an einem festhalten: die Verhältnisse bessern sich;
– in einem Hafen ankern: man kann nun wieder „Fuß fassen“.
(Siehe auch „Hafen“, „Schiff“)
Anklage
Allgemein:
Wenn Sie jemanden anklagen, sind Sie unentschlossen und wissen nicht recht, wie Sie sich entscheiden sollen. Sie müssen sich Ihren
Zwiespalt offen eingestehen. Werden Sie angeklagt, haben Sie Angst, etwas unwissentlich falsch zu gemacht zu haben. Stehen Sie zu Ihrer
Unsicherheit und reden Sie darüber. Natürlich kann dieses Motiv auch einen Streit mit einem Bekannten oder Berufskollegen widerspiegeln.
Psychologisch:
Das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Wer im Traum selbst als Angeklagter vor Gericht erscheinen muß, tut gut daran, seinen
Lebensrhythmus zu ändern, zu überlegen, wie er sich bessern und seine Umweltbeziehungen positiver gestalten kann. Ist ein anderer
angeklagt, weist das möglicherweise auf ein Unrecht hin, das wir einem anderen angetan haben oder antun wollen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – führen: sei nicht unzufrieden.
(europ.) : – vom Amt erhalten: Sorgen werden verschwinden;
– von einer Person angeklagt werden: man wird beschuldigt, einen Skandal auf heimliche und gemeine Art zu verbreiten;
– selbst erheben: Zeichen von Unruhe und Unzufriedenheit; Streitigkeiten mit Personen, die Ihnen unterstellt sind;
Ihre Würde wird von einem hohen Podest hinunter gestoßen;
– bei einer Behörde erheben: getäuschte Hoffnungen.
(Siehe auch „Anzeige“, „Beschuldigt“, „Gericht“, „Richter“)
Ankleben
Volkstümlich:
(europ.) : – Zettel oder Affichen: Zorn und Ärger;
– sind diese schwarz: große Mißhelligkeiten in finanzieller Hinsicht und größere Verluste.
Ankleiden
Psychologisch:
Andere Kleidung anlegen umschreibt den Willen zu einem sicheren Auftreten in der Gesellschaft. Man will sich keine Blöße geben und auf
andere Menschen vorteilhaft wirken. Wer andere ankleidet, kann daraus entnehmen, daß jemand im bewußten Leben unserer Unterstützung
bedarf.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mache dich auf lästige Zumutungen gefaßt.
(europ.) : – sich selbst: Geheimnisse werden entdeckt;
– bei anderen sehen: man wird einem fremden Menschen seine Hilfe nicht versagen;
– sich dabei schwer tun: schlechte Menschen werden Ihnen Sorgen bereiten und Sie von Annehmlichkeiten fernhalten;
– den Zug verpassen, weil man mit dem Ankleiden nicht fertig wird: durch Sorglosigkeit anderer Menschen stehen Ihnen
Ärgernisse bevor; Wollen Sie für sich Zufriedenheit und Erfolg, verlassen Sie sich in Zukunft möglichst nur auf Ihren
eigenen Einsatz.
(Siehe auch „Ausziehen“, „Kleid“)
Anklopfen
Volkstümlich:
(arab. ) : – an eine Türe, ohne daß sie sich öffnet: deine Wünsche bleiben unerhört.
Ankreiden
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine Schuld: Not und Kummer erleiden müssen.
Anlegestelle
Volkstümlich:
(europ.) : – an einer stehen: im Kampf um Anerkennung in Sachen Wohlstand unerschrocken sein; höchste Ehrenposten zuteil werden;
– nicht erreichen: Verlust einer Auszeichnung, die man am meisten begehrte.
Ankunft
Allgemein:
Die meisten Träume reden von der Abfahrt, die wenigsten beginnen mit einer Ankunft. Da ist man unbewußt an einem Ziel angekommen
und hat nun den Weg aus der Halle des Unbewußten zu finden, den Weg mit unserem Gepäck, unserer gewonnenen Reiseerfahrung, hinein
in den bewußten Tag. Wiederum ist bedeutsam, wer oder was uns abholt, wichtig, zu welcher Tages- oder Nachtzeit man ankam, zu
überlegen, was man nun vorhat nach diesem Stück Lebensfahrt.
Psychologisch:
Man läßt einen Lebensabschnitt hinter sich, hofft auf Ruhe und charakterliche Ausgeglichenheit am Ziel. Die Ankunft deutet ebenso auf
einen neuen Anfang hin, vielleicht auch auf eine Veränderung zum Guten.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – einer bekannten Persönlichkeit: Freude;
– einer unbekannten Person: Verdruß;
– selbst: große Hindernisse stehen bevor.
(Siehe auch „Eisenbahn“, „Reise“)
Anmut
Assoziation: – Segen; hingerissen sein.
Fragestellung: – Was in mir ist transzendent?
(Siehe auch „Schönheit“)
Annageln
Psychologisch:
Annageln wird oft (ähnlich wie Anker) eine Stabilisierung der persönlichen Lebensverhältnisse und des seelischen Gleichgewichts
ankündigen. Schlägt man Nägel in den Fußboden, steht man auf einer gesicherten Basis, mit beiden Beinen fest auf dem Boden der
Tatsachen.
Volkstümlich:
(europ.) : – irgend etwas: Verdruß;
– Bretter: Festigung der Verhältnisse;
– Fußboden: Erfolg auf durchaus gesicherter Basis.
Annoncen
Volkstümlich:
(arab. ) : – lesen: du erhältst eine freudige Nachricht, ein gutes Angebot.
(europ.) : – lesen: verkündet eine Neuigkeit;
– selbst welche veröffentlichen: es ist Vorsicht geboten.
Anpflanzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – in einem Garten: Hoffnung und Gewinn.
Anruf
Allgemein:
Ein Mensch Ihrer Umgebung scheint Ihren Rat oder Ihre Aufmerksamkeit zu brauchen. Anscheinend haben Sie sich etwas zu sehr
zurückgezogen. Sie sollten mehr auf Ihre Freunde eingehen. Vielleicht meldet sich aber auch irgendeine Seite in Ihnen, die Sie längere Zeit
vernachlässigt, ein Wunsch, den Sie unterdrückt haben. Denken Sie über andere Bilder in diesem Traum nach, um sich Gewißheit zu
verschaffen.
Volkstümlich:
(europ.) : – durch eigene Vermittlung soll eine Entscheidung herbeigerufen werden, oder man wird benötigt.
(Siehe auch „Telefon“)
Anschaffung
Volkstümlich:
(europ.) : – Gewinn und Vorankommen mit Freude entgegensehen.
Anschauen
Volkstümlich:
(europ.) : – sich selbst: man wird wegen eines Unfalls bemitleidet;
– um etwas zu bewundern: befriedigte Eitelkeit.
Anschirren
Volkstümlich:
(arab. ) : – von Vieh: vergebliches Ringen.
Ansichtskarte
Volkstümlich:
(europ.) : – erhalten: man denkt deiner; auch: man sollte sich auf eine Enttäuschung im Liebesbereich gefaßt machen;
– sind ferne Länder zu erkennen: eine große Reise kann bevorstehen oder man sehnt sich danach;
– schreiben: du hängst unnützend Plänen nach.
(Siehe auch unter den auf der Karte zu sehenden Symbolen nach)
Anspeien
(anspucken)
Allgemein:
Wird ein Freund oder Bekannter in Ihrem Traum angespuckt, dann scheint Ihre Beziehung von Mißgunst und Feindschaft bestimmt zu sein.
Ist es jedoch ein Fremder, den Sie anspucken, kann das bedeuten, daß Sie die Achtung vor sich selbst verloren haben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du erhältst eine sehr frohe Nachricht.
(europ.) : – oder angespieen werden: Glück und Erfolg;
– von einer Schlange angespieen werden: Unglück und Verdruß.
(Siehe auch „Anspucken“)

160
Ansporn
Allgemein:
Ansporn kann sich auf vielerlei Weise zeigen. Stachelt man einen anderen Menschen dazu an, etwas zu tun, was er selbst eigentlich nicht
will, muß man aufpassen, daß man nicht Bedingungen schafft, die sich in ihr Gegenteil verkehren und einen schließlich beherrschen.
Vielleicht spornt man Mitmenschen dazu an, sich zu entwickeln, einen Prozeß in Gang zu bringen. Über die Richtung dieser Entwicklung hat
man dabei jedoch nur kaum die Kontrolle.
Psychologisch:
Auf der psychologischen Ebene wird der Träumende eher durch seine aggressiven oder negativen Anteile angespornt. Ein solcher Traum
zeigt mitunter, auf welche Art der Träumende sich sein Leben selbst erschwert und welche Persönlichkeitsanteile andere unterdrücken.
Spirituell:
Der Ansporn im Traum symbolisiert Macht und spirituelle Autorität.
Ansprache
Allgemein:
Halten Sie im Traum eine Ansprache, so kann das bedeuten, daß es Ihnen im wirklichen Leben an echten Ansprechpartnern fehlt. Der
Träumende verfügt über ein großes Mitteilungsbedürfnis, das er im Wachzustand nicht stillen kann. Gemeint kann auch das Gegenteil sein:
sich mehr mitzuteilen.
Psychologisch:
Ansprache hat immer etwas mit Selbstdarstellung zu tun. Oft wird man darauf hingewiesen, daß man sich anderen mehr mitteilen und besser
verständlich machen soll, damit man angenommen werden kann. Manchmal verbirgt sich dahinter auch ein ausgeprägter Geltungstrieb,
Machtstreben oder Idealismus bis hin zum missionarischen Eifer oder Fanatismus, der alle Welt von den eigenen Ansichten überzeugen will.
Sah man sich am Rednerpult vor dem versammelten Publikum ganz souverän eine Ansprache halten? Es geht einem hier um Anerkennung.
Man will sich mitteilen, auf seine ganz speziellen Stärken hinweisen, andere von sich überzeugen. Man möchte bei anderen „gut
ankommen“.
Anspucken (Siehe „Anspeien“)
Ansteckung
Psychologisch:
Ansteckung deutet im Traum gewöhnlich nicht auf eine Infektion hin, sondern weist darauf hin, daß man von anderen zu stark beeinflußt
wird, insbesondere negativ. Danach sollte man forschen und versuchen, sich solchen Einflüssen zu entziehen.
Anstellung
Assoziation: – Beschäftigung; Erfüllung.
Fragestellung: – Was bin ich zu tun bereit?
(Siehe auch „Beruf“)
Anstreichen
Allgemein:
Anstreichen kann signalisieren, daß man etwas zu verbergen oder zu beschönigen versucht. Es kommt aber auch auf die Farbe an, nach der
man zum Beispiel folgende Bedeutungen unterscheidet:
– Weißer Anstrich kann Verfolgungsideen anzeigen, die manchmal krankhaft sind.
– Greller (vor allem roter) Anstrich kündigt ein freudiges Ereignis an oder weist auf Energie und Tatkraft hin.
– Grauer Anstrich kann für ein monotones, ereignisloses Leben stehen, hinter dem sich vielleicht ein reiches Seelen –
und Geistesleben verbirgt; manchmal bringt Grau auch zum Ausdruck, daß man nicht auffallen möchte.
– Schwarzer Anstrich kündigt manchmal eine Krankheit oder andere Gefahr an.
Psychologisch:
Oft will man etwas Unvorteilhaftes überpinseln. Hier kommt es sehr auf die Farbe an, mit der man anstreicht oder anstreichen läßt. Neben
der Farbe muß oft noch berücksichtigt werden, welche Objekte angestrichen werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit bunten Farben: heitere Erlebnisse;
– mit schwarzer Farbe: Krankheit;
– mit weißer Farbe: unschuldige Vorkommnisse.
(europ.) : – weiß: du wirst schweren Verlust erleiden; Verfolgung;
– schwarz: du verlierst einen Freund oder Freundin; Warnung vor beginnender Krankheit;
– grün: sei guter Hoffnung;
– grell oder rot: du bekommst eine Einladung; Freude;
– blau: Frohsinn und Heiterkeit;
– gelb: du hast Grund zur Eifersucht;
– leuchtend rot: man hat bald Grund zur Freude.
(Siehe auch „Anstrich“, „Farben“)
Anstrengung
Allgemein:
Eine Anstrengung oder Kampf, um eine Sache oder einem Menschen zu entkommen, bedeutet eine große Verbesserung Ihrer Gesundheit
und Kraft.
(Siehe auch „Kampf“)
Anstrich
Allgemein:
Anstrich steht allgemein für die äußerlich sichtbare Persönlichkeit eines Menschen, insbesondere sein Verhalten und den Eindruck, den er
bei anderen hinterläßt. Dahinter können sich aber ganz andere Eigenschaften verbergen. Manchmal kann man an dem Anstrich deshalb die
Aufforderung ablesen, nicht so sehr auf die äußere Fassade zu achten, sondern sich mehr so zu geben, wie man wirklich ist. Abblättern der
Farbe deutet auf eine Blöße im Wachleben hin. Frische Farbe deutet auf das nochmalige Gelingen, das Image zu wahren.
(Siehe auch „Anstreichen“)

161
Antenne
Allgemein:
Antennen stehen für Ungewißheit oder Neugierde in Beziehungsdingen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder besitzen: Nachricht von Freunden, die in der Ferne sind;
– an den Radioapparat anschließen: kommerzielle Bereicherung;
– herauszuziehen aus (tragbaren) Radio: man erhält Antworten auf Fragen,
die einer bestimmten Person betreffen, der man mißtrauisch gegenübersteht;
– erden: starke Kräfte befähigen zur Erledigung einer großen Arbeit;
– zerschneiden: schlechte Nachrichten.
Antibiotika
Volkstümlich:
(europ.) : – einnehmen: kurz andauernde Krankheit, die schnell vorübergeht, wenn Sie sich Ruhe gönnen.
(Siehe auch „Arznei“, „Medizin“)
Antike Gegenstände (Siehe „Antiquar“)
Antilope
Medizinrad:
Schlüsselworte: Anmut; Schnelligkeit; Schönheit; Veränderung; Schutz.
Beschreibung: Die Antilope, deren Name aus dem Griechischen kommt und »Blumenauge« bedeutet, ist ein Säugetier der Horntierfamilie.
In Nordamerika existiert etwa dreißig bis vierzig Millionen von ihnen, bevor die Europäer kamen, um sie nahezu auszurotten. In für sie
geschaffenen Reservaten haben sie sich, heute wieder auf fast eine halbe Million vermehrt. Die meisten Herden grasen im Westen der
Vereinigten Staaten. Antilopen sind mit die schnellsten Tiere der Welt; sie erreichen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern
pro Stunde.
Allgemeine Bedeutung: Grazie; Schnelligkeit; Wandel.
Assoziation: Flüchten.
Transzendente Bedeutung: Die Hilfe, sich entweder schnell auf etwas zu oder von etwas fort zu bewegen; Antrieb und Beschützer.
Psychologisch:
Ein typischer Männertraum: Symbol für die exotisch- erotische Frau – sehr reizvoll, stolz und schwer zu erobern.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine sehen: ein Ihnen teurer Mensch hat Vertrauen und Zuneigung zu Ihnen gefaßt;
– mehrere sehen: ein ehrgeiziges Ziel kann realisiert werden, sofern Sie die notwendige Energie aufbringen;
– Träumt eine junge Frau davon, daß eine Antilope einen Abhang hinunterstürzt, ist damit zu rechnen,
daß ein Mann Ihr zum Verderben wird.
Antiquar
Assoziation: – Alter; Überlebenswert.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir gewinnt mit dem Alter an Schönheit?
Allgemein:
Antike Gegenstände deuten alte Traumbücher als eine bevorstehende Erbschaft, was bei entsprechenden Lebensumständen durchaus
zutreffen kann. Aber es können darin auch antiquierte Ansichten, Einstellungen und Überzeugungen zum Ausdruck kommen, die man
ablegen sollte; oft erscheinen die antiken Gegenstände im Traum dann schadhaft oder verwittert.
Volkstümlich:
(arab. ): – Altwarenhändler sehen: du wirst Gewinn haben, der dir Freude macht;
– Antiquitäten: du gerätst in Not.
(europ.) : – Erbschaft.
(ind. ) : – Erfolg im Geschäft wird dir zuteil.
Antonius
Volkstümlich:
(europ.) : – (den Heiligen) sehen: dir wird rasche Hilfe zuteil, du bekommst verlorene Sachen wieder.
Antrag
Allgemein:
Erhält man im Traum einen Antrag, so ist Umsicht geboten, denn allem Anschein nach hat jemand vor, den Träumenden für eine bestimmte
Sache zu begeistern, die er eigentlich nicht will. Stellt man selbst den Antrag, will man Kontaktaufnahme.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: du bist von falschen Freunden umgeben;
– stellen: hüte deine Freiheit.
(europ.) : – erhalten: Sie sollen in die Pläne eines anderen mit hineingezogen werden;
– selbst stellen: aufregende Zeiten liegen vor Ihnen.
Antwort
Volkstümlich:
(arab. ) : – geben (man sieht oder hört im Traum sich auf Fragen anderer Antwort geben): sei nicht unüberlegt.
Anwalt
Allgemein:
Geschäftliche Sorgen tun sich vor Ihnen auf. Lassen Sie bei Ihren Plänen Vorsicht walten und vermeiden Sie alle Spekulationen auf dem
Aktienmarkt.
Psychologisch:
In schwierigen Lebensphasen drückt ein Anwaltstraum die Hoffnung auf kompetente Hilfe aus. Ohne besonderen Anlaß geträumt: das
Bedürfnis nach (sozialer) Gerechtigkeit, die korrekte Regelung eines anstehenden Problems.

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Volkstümlich:
(europ.) : – Sehen Sie einen Anwalt auf der Anklagebank, werden ernsthafte Streitigkeiten
zwischen Parteien entstehen. Feinde schmeicheln sich mit falschen Behauptungen bei Ihnen ein.
– Verteidigt Sie ein Anwalt, werden Ihnen Freunde in bevorstehenden Schwierigkeiten zur Seite
stehen, doch werden sie Ihnen größere Schwierigkeiten bereiten, als Ihre Feinde.
(Siehe auch „Gericht“, „Rechtsanwalt“, „Staatsanwalt“)
Anzeige
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: mache dir keine unnütze Mühe.
(europ.) : juristisch:
– erstatten: man verliert seine Stellung und wird sich vergebens um eine neue bemühen;
– selbst angezeigt werden: Unfriede und Unruhe;
– lesen: sagt Feinde voraus, die einen Vorsprung ergattern und Sie besiegen werden;
Schalttafel:
– schalten: man wird in Zukunft wieder körperlich arbeiten müssen, um voranzukommen.
(Siehe auch „Anklage“)
Anziehen
Allgemein:
Der Kontext des Traumes ist wichtig. Fühlte man Scham oder Stolz? Zog man sich an oder aus? Zog man seine eigenen Kleider an? Oder
falls man die Kleider von jemand anderem anzog, brachte man damit seine Bewunderung für eine andere Person zum Ausdruck? Ein Traum,
in dem man Kleidungsstück aufknöpfte oder einen Reißverschluß öffnete, hat vielleicht mit Sex gar nichts zu tun, sondern eher mit dem
Wunsch, offener und ungezwungener mit anderen umzugehen, als dies derzeit der Fall ist.
Anzug
Assoziation: – Formalität; berufliche Identität.
Fragestellung: – Für welche Stärke oder Fähigkeit möchte ich anerkannt werden?
Allgemein:
Jedem Stand seine Tracht.
Psychologisch:
Er gilt als Symbol für das Konventionelle, für das konservative männliche Erscheinungsbild – auch im Traum. Im Sinne C. G. Jungs: die
„Persona“ – das nach außen hin dargestellte Ich.
Volkstümlich:
(europ.) : – besitzen oder kaufen: Reichtum und Ruhm;
– neuen sehen: du hast neue Pläne;
– alten: halte bei deiner jetzigen Beschäftigung aus;
– wechseln, umkleiden: eigene Geheimnisse werden aufgedeckt;
– einen schwarzen tragen: bevorstehende Krankheit;
– andere Menschen in schwarzen Anzügen sehen: Enttäuschung.
(ind. ) : – bleibe bei deinem Plan und beginne nicht zuviel;
– schwarz: plötzliche Botschaft wird dich erfreuen;
– blau: du kannst auf Freunde hoffen;
– grau: sei nicht zu offen;
– alt: du wirst Glück haben in deinen Unternehmungen;
– zerrissen; deine eigene Kraft wird dich leiten.
(Siehe auch „Kleidung“)
Apfel
(Äpfel)
Artemidoros:
Der Anblick und das Verzehren von süßen, reifen Sommeräpfeln ist gut; es bedeutet reichen Liebesgenuß, besonders denen, die um eine Frau
oder Geliebte werben; denn der Apfel ist der Aphrodite (Göttin der Liebe) geweiht. Saure Äpfel dagegen bezeichnen Aufruhr und
Streitigkeiten; denn sie sind der Eris (Göttin der Zwietracht) zugehörig. Die Winteräpfel, die man auch Quitten nennt, bringen wegen ihrer
zusammenziehenden Wirkung Kummer.
Allgemein:
Apfel ist ein mehrdeutiges Symbol, das man auch in Mythen und Religionen (zum Beispiel Vertreibung aus dem Paradies in der Bibel)
findet. Allgemein wird er häufig als Verführbarkeit des Träumers durch weltlich-materielle Dinge gedeutet und kann dann davor warnen,
sich zu leicht in Versuchung führen zu lassen. Im Alten Testament steht der Apfel als „Verbotene Frucht“, die erkennen läßt, was gut und
was böse ist, jedoch nur in der deutschen Übersetzung. Im Urtext der Bibel wird lediglich von „Frucht“ gesprochen. Für die
Mittelmeervölker sind der Granatapfel, die Feige und die Quitte die verbotene Frucht, der Apfel jedoch ein uraltes Fruchtbarkeitssymbol
(aber auch eben genannte Früchte werden mitunter als Fruchtbarkeitssymbole angesehen). Das Traumbild vom Apfel kann Fruchtbarkeit,
Liebe und Versuchung darstellen. Artemidoros macht noch den Unterschied zwischen süß (Liebesgenuß) und sauer („in einen sauren Apfel
beißen“).
Psychologisch:
Einen Apfel zu essen, deutet auf den Wunsch hin, Wissen zu erwerben. Der Apfel wird in der Psychoanalyse als typisches Sexualsymbol
betrachtet, da er in seiner Form der der weiblichen Brust sehr ähnlich ist. Vor allem in den Träumen jüngerer Menschen hat der Apfel daher
oft eine erotische Bedeutung; für die Deutung ist jedoch wichtig, ob der Apfel reif oder unreif ist. Träumen ältere Menschen von Äpfeln, so
kann dieser auch als Zeichen für geistige Fruchtbarkeit stehen Der Apfel ist ein uraltes Fruchtbarkeitssymbol, das heute jedoch eher geistig
gedeutet wird.
Spirituell:
Die Apfelblüte ist ein chinesisches Symbol für Frieden und Schönheit. Auf der spirituellen Ebene deutet ein Apfel einen Neubeginn an. Seit
dem Altertum Sinnbild der Fruchtbarkeit und deshalb Attribut vieler Götter.

163
Volkstümlich:
(arab. ) : – an einem Baum hängen sehen: verwandtschaftliche Kontakte;
– vom Baum pflücken: bedeutet Freude; reiche Belohnung;
– halten: du hast Gutes zu erwarten;
– sammeln: du machst gute Geschäfte;
– süße essen: frohe Erlebnisse, Liebesgenuß;
– saure essen: Traurigkeit, falsche Freunde; Streit und Widerwärtigkeiten;
– fauler: schlechte Nachrichten, die nur auf Gehässigkeiten zurückzuführen sind;
– schälen: Vernichtung einer heißen Hoffnung;
– zerschneiden: du wirst dich von einem lieben Freunde oder einer Freundin trennen müssen.
(europ.) : – einen schön belaubten sehen: Zufriedenheit;
– Apfelbaum blühend: bevorstehende freudige Nachricht, die für das ganze Leben maßgebend ist;
geschäftliche Erfolge;
– Apfelbaum vor der Ernte: glänzender Fortgang der Geschäfte; gute Einnahmen;
– viele an einem Baum sehen: du gewinnst viele Freunde;
– reife Äpfel am Baum sehen: es wird Zeit, die Pläne in die Tat umzusetzen;
– reife Äpfel allein, hoch in den Baumkronen: warnen vor zu hochgesteckten Zielen;
– pflücken: Wohlstand;
– rote Äpfel, mit grünen Blättern an einem Baum sehen: günstiges Omen;
diese dann pflücken und essen: für ein Mißgeschick verantwortlich sein;
– einen schönen roten essen: kündigt ein erfreuliches Liebeserlebnis an;
für Single bedeutet es einen neuen Partner und für Verheiratete neue Glücksgefühle in der Liebe;
– gute essen z.B. aus einer Schale: verspricht langes Leben, Glück und Erfolg; Heiratsglück;
– in einen sauren beißen: man muß sich mit einer unangenehmen Sache wohl oder übel näher befassen;
– wurmstichige sehen oder essen: Liebesprobleme, Trennung, Trübsal und Verdruß;
– verschenken: man wird erfreut durch Dankbarkeit;
– einer Frau einen schenken: man gewinnt eine neue Freundin;
– am Boden liegend: deuten auf falsche Freunde in der näheren Umgebung hin;
– unreife oder faule: schlechte Nachrichten, Ärger, Verdruß und Gefahr stehen dir bevor;
hoffnungslose Unternehmungen;
– ein Goldener: man gewinnt jetzt an Selbsterkenntnis.
(ind. ) : – vom Baum pflücken: kündigt Lebenserfolg und Freude an, sowie es wird dir alles gelingen;
– essen: du wirst Gegenliebe erhalten, Vorzeichen für Glück in der Liebe;
– schälen: in deiner Hoffnung und Erwartung wirst du enttäuscht, dein Mut aber wird dir weiterhelfen;
– erhalten: versuche dich mit deinem Feind zu versöhnen;
– verschenken: du bist zu nachgiebig und man wird dich nur ausnützen wollen;
– zerteilen: du wirst eine geliebte Person verlassen müssen;
– sammeln: du wirst Trost in deinen Geschäften finden;
– faule: ärgere dich nicht über Menschen, die nicht offen zu dir sind.
– Faule, wurmige Äpfel warnen vor falschen Freunden, Trennung von einem geliebten Menschen
oder ähnlichen Kummer.
Nach Carl Gustav Jung Sinnbild des Lebens.
– In leuchtendem Rot ein Liebeszeichen,
– zwischen Rot und Grün das kraftvolle Leben.
– Wird der Apfel gegessen, deutet das auf intime Liebesbeziehungen zwischen Mann und Frau hin.
– Ist der Apfel wurmstichig, müssen dementsprechend Zweifel an der Ehrlichkeit des Partners aufkommen,
denn am Eros nagt der Wurm.
– Faule Äpfel stellen eine Liebesbeziehung sogar ganz in Frage.
(Siehe auch „Apfelbaum“, „Obst“)
Apfelbaum
Artemidoros:
Der Apfelbaum hat dieselbe Bedeutung wie seine Frucht.
Allgemein:
Den Druiden war der Apfelbaum heilig und das mythologische Avalon, wo König Artus begraben wurde, war die Insel der Apfelbäume. Als
der Druidenorden in der Neuzeit wiederbelebt wurde, trafen sich die Gründungsmitglieder unter einem Apfelbaum. Der Apfelbaum drückt
als Traumsymbol romantische Sehnsüchte nach der Situation aus, in der die Welt noch in Ordnung ist. Oftmals tritt dieses Traumsymbol auf,
wenn der Träumende sich vom Großstadtleben gestreßt fühlt.
Psychologisch:
In der christlich-abendländischen Kultur der Baum der Erkenntnis, den das Unbewußte in unserer Traumlandschaft setzt, um bei uns mehr
Verständnis für die Probleme anderer zu wecken, aber auch, um uns zur Selbsterkenntnis anzuregen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – blühender: Angenehmes und Frohes, eine freudige Nachricht;
– sehen: dein Unternehmen gelingt.
(europ.) : – blühender: Glück in der Ehe; bevorstehende freudige Nachricht, die für das ganze Leben maßgebend ist;
geschäftliche Erfolge;
– einen schön belaubten sehen: Zufriedenheit;
– Apfelbaum vor der Ernte: glänzender Fortgang der Geschäfte; gute Einnahmen;
– voller Früchte: viele Freundschaften und Bekanntschaften.
(ind. ) : – blühende und fruchttragende Apfelbäume kündigen Erfolge und materielle Erträge an.
(Siehe auch „Apfel“)

164
Apfelsine
Psychologisch:
Ähnlich wie „Apfel“, „Pflaume“ oder „Traube“ wird die Apfelsine als Liebessymbol und als Versuchung durch weltliche und sinnliche
Genüsse gewertet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du erstrebst Unrechtes;
– kaufen: du wirst eine neue Verbindung eingehen;
– essen: Liebesgenuß.
(europ.) : – schließt auf Freude;
– sehen: Reiselust;
– viele reife an einem Baum hängen sehen: gute Aussichten in der Liebe;
– pflücken: das Glück steht auf schwachen Füßen;
– mit dem Schälen beschäftigt sein: man muß noch manche Mühe auf sich nehmen,
ehe man an das ersehnte Ziel gelangt;
– essen: man wird sich zum Vorteil verändern; ein angenehmes Liebeserlebnis steht einem bevor.
(ind. ) : – Apfelsine zeigt an, daß man Lust auf Veränderungen hat, zum Beispiel auf eine Reise;
– pflücken: warnt davor, sich zu sehr auf sein Glück zu verlassen.
Apfelwein
Volkstümlich:
(arab. ) : – trinken: du wirst leicht erkranken.
(europ.) : – prophezeit eine glückliche Zukunft, wenn Sie die Zeit nicht mit materiellen Vergnügungen vergeuden;
– andere beim trinken beobachten: unter Einfluß von schlechten unzuverlässigen Freunden stehen;
– sauren trinken: Enttäuschung;
– süßen trinken: Erfolg.
(Siehe auch „Wein“)
Aphrodite
Psychologisch:
Sie steht für den Wunsch nach weiblicher Erfüllung und geistiger Schönheit.
(Siehe auch „Götter“)
Apollo
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst Glück als Künstler haben.
(Siehe auch „Götter“)
Apostel
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: du wirst einen Patenbrief erhalten; Sorge um einen anderen;
– von einem gesegnet werden: die Verhältnisse sind alleine nicht mehr zu meistern.
(Siehe auch „Christus“, „Prophet“)
Apotheke
Allgemein:
Ein Warnzeichen, sich mehr um körperliche und seelische Gesundheit zu bemühen. Man hat ein Rezept, das Rat und Hilfe verspricht. Im
übertragenen Sinn kann sich auch etwas melden, was wir längst vergessen geglaubt haben. Sie kann aber auch für Geldverlust stehen, weil
Ihre Pläne durch Selbstbetrug schlecht durchdacht waren.
Psychologisch:
Im Traum verkörpert die Apotheke im allgemeinen eine körperliche oder seelische Notsituation. Sie kann auch einen Hilferuf bzw. ein
Verlangen nach Hilfe signalisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hüte dich vor Wucherhänden!
– sehen: unglückliche Zufälle;
– sich darin befinden: Widerwärtigkeiten durch Feinde.
(europ.) : – von weiten sehen: man soll nicht ganz die Hoffnung verlieren;
– von außen sehen: Möglichkeit einer reichen Heirat;
– hineingehen: bedeutet den Kranken Gesundheit und Gesunden eine bevorstehende Erkrankung;
– hineingehen und Medikament kaufen: Geldverlust.
(ind. ) : – sei vorsichtig und lasse dich nicht mit schlechten Menschen ein, die kein Vertrauen verdienen.
– Apotheke hat wenig mit Krankheiten, aber viel mit finanziellen Angelegenheiten zu tun.
– sehen: deutet auf eine baldige Heirat hin;
– betreten: finanziellen Verlusten.
(Siehe auch „Angst“, „Arzt“, „Rezept“)
Apotheker
Allgemein:
Erscheint im Traum ein Apotheker, so stellt dies eine Verbindung zu dem Teil des menschlichen Selbst her, welches Veränderungen schafft.
Der Träumende ist in Berührung mit seinem Wissen über das Selbst.
Psychologisch:
Der Apotheker ist der Teil des Träumenden, der sich um seine Gesundheit und um Selbstheilung kümmert.
Spirituell:
Der Alchimist verwandelt Rohmaterial (grundlegendes spirituelles Wissen) in (spirituelles) Gold.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sprechen: krank werden;
– sehen: du wirst in unangenehme Gesellschaft geraten.
(europ.) : – sich selbst als solchen sehen: man sehnt sich nach mehr sozialen Wohlstand.
(ind. ) : – man will dir gut sein.
Appetit
Allgemein:
Wenn in einem Traum Appetit besonders auffällig ist, stellt er für gewöhnlich einen unerfüllten Wunsch dar. Dies muß nicht unbedingt ein
Wunsch nach Materiellem sein, sondern es kann sich auch um ein Bedürfnis nach emotionaler oder spiritueller Befriedigung handeln.
Psychologisch:
Es ist kein gutes Zeichen, wenn Sie im Traum hungrig sind; es ist die Warnung der Natur vor gesundheitlichen Schwierigkeiten. Hungrig
oder durstig zu sein, kann auch ein Hinweis auf Lust und sexuelles Begehren sein.
Spirituell:
Appetit steht für die Lust zu leben und für spirituelle Sehnsucht.
Volkstümlich:
(europ.) : – ausgesprochenes Schlemmen: schlechtes Zeichen für Geldangelegenheiten.
Applaus
Assoziation: – wiedererkennen; Zuspruch.
Fragestellung: – Inwieweit bin ich bereit, mich selbst anzuerkennen, oder wo suche ich nach Anerkennung?
Allgemein:
Wird einem im Traum applaudiert, so kann dies heißen, daß man im wirklichen Leben die nötige Anerkennung vermißt oder gerade in einer
Phase der Unzufriedenheit steckt. Manche Traumdeuter halten Applaus auch für ein Anzeichen heraufdämmernden Ärgers.
Volkstümlich:
(europ.) : – von Freunden oder Nachbarn bekommen: Hüten Sie sich vor Familienstreit und Trennung von Freunden aus Verärgerung.
Aprikosen
Artemidoros:
Aprikosen bezeichnen zur Reifezeit flüchtige Genüsse und Täuschungen, außerhalb der Reifezeit aber vergebliche Anstrengungen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: gute Aussicht;
– essen oder besitzen: Glück und Wohlergehen.
(europ.) : – sehen: Gewinn und Freude;
– wachsen sehen: in Zukunft mit Sorgen und Problemen rechnen müssen;
– unreife essen: eine Krankheit steht bevor;
– reife essen: Gesundheit, Glück und Erfolg in der Liebe;
– andere essen sehen: mit Ärger und Problemen aus der Umgebung konfrontiert werden;
– verkaufen: kommerzieller Erfolg.
(ind. ) : – du wirst spät, aber glücklich heiraten.
(Siehe auch „Äpfel“)
April
Allgemein:
Der April verheißt, daß Ihr Schicksal durch viele Vergnügen und Gewinne geprägt ist. Schlechtes Wetter ist ein Zeichen für vorübergehendes
Unglück.
(Siehe auch „Frühling“, „Jahreszeiten“)
Aprilscherz
Allgemein:
Wenn Sie träumen, das Opfer eines Aprilscherzes geworden zu sein, dann wird Ihnen bald Macht über einen anderen gegeben; seien Sie
darauf bedacht, diese Macht weise anzuwenden.
Aquamarin
Volkstümlich:
(europ.) : – als Schmuckstück: Zuneigung eines sehr jungen Verwandten oder Freundes sicher sein können.
(Siehe auch „Edelsteine“)
Aquarium
Assoziationen: – Mikrokosmos der Emotionen.
Fragestellung: – Welche Gefühle bin ich zu zeigen oder mir anzusehen bereit?
Allgemein:
Das Aquarium symbolisiert Glück und Erfolg vor allem in Liebesdingen. Da es sich bei einem Aquarium um etwas handelt, das künstlich
geschaffen wurde, steht es außerdem für Oberflächlichkeit und Unnatürlichkeit. Gewisse Gefühle und Empfindungen im Nahbereich des
träumenden sind gespielt und unecht. Meist mahnt dieser Traum davor, auf Fassaden zu verzichten und sich vor falschen Gefühlen zu hüten.
Psychologisch:
Gilt als Symbol für einen abgeschirmten, künstlichen Lebensraum, in dem natürliche Verhältnisse nur dargestellt werden. Träume, in denen
Aquarien eine Rolle spielen, drücken das Verlangen nach „mehr Freiraum“ (meist emotional) – oder nach einer spontanen, naturnahen
Lebensform aus. Der Träumende fühlt sich „wie hinter Glas“ abgeschirmt und möchte diesen Zustand verändern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Unannehmlichkeiten haben.
(europ.) : – sehen: Unannehmlichkeiten;
– darin Fische und Reptilien sehen: Glück;
– selbst darin schwimmen: drohender Verlust.

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(ind. ) : – mit Fischen oder Reptilien kann vor allem finanzielle Erfolge ankündigen;
– leeres: Sorgen und Not;
– selbst darin schwimmen: es kann zu Verlusten kommen.
Äquator
Assoziation: – Übergangsritual; Bewegung von einer Aktionssphäre in eine andere.
Fragestellung: – Auf welcher Weise finde ich zu mehr Ganzheitlichkeit?
Araber
Allgemein:
Araber gelten als geheimnisvoll und versprechen im Traum oft, daß man ein Geheimnis bald lüften wird. Nicht unbedingt richtig ist die
Deutung des Symbols als leidenschaftliche Männlichkeit oder Besitzgier; denn dahinter stecken eher Vorurteile; im Einzelfall kann man aber
auch einmal in dieser Richtung forschen.
Volkstümlich:
(europ.) : – dunkle Angelegenheiten werden sich klären.
(ind. ) : – du wirst das Geheimnis, das dich umgibt, bald gelöst haben.
Arbeit
Allgemein:
Arbeitsverrichtungen im Traum zeigen an, daß man mit seiner Arbeit „noch nicht fertig ist“. Man hat sich viel vorgenommen und muß nun
aktiv bleiben und weitermachen – auch wenn man mittlerweile weniger Motivation und Lust hat, dieses spezielle Vorhaben erfolgreich zu
realisieren. Wenn man sich im Traum anstrengt, um ein Ziel zu erreichen, dann erhält man damit einen Hinweis auf dessen Bedeutung.
Andererseits kann Überanstrengung jedoch auch auf Selbstbestrafung schließen lassen.
Psychologisch:
Man nimmt des Tages Last und Mühen quasi mit ins Bett, wo das Unbewußte sie bewältigen muß, wobei besonders auch die psychische
Belastbarkeit des Träumers getestet wird. Manchmal fordert das Symbol auch dazu auf, im Wachleben fester zuzupacken, nicht
herumzutändeln. Im übertragenen Sinn wird auch unsere Leistungsfähigkeit in den Beziehungen zur Umwelt getestet. Oder wir werden
angeregt, Seelisches so zu verarbeiten, daß wir nicht dünnhäutig reagieren, wenn es mal ganz dick kommt. Eine Frau, die von den
Anstrengungen der Geburt träumt, sollte sich mit ihrem Wunsch nach Schwangerschaft oder Kindern auseinandersetzen. Die Arbeit bedeutet
im Traum meist die Notwendigkeit, an seiner Persönlichkeit zu arbeiten.
Spirituell:
Die zwölf Arbeiten des Herakles stellen angeblich die Bewegungen des Sonne durch die zwölf Tierkreiszeichen dar. Sie symbolisieren auch
die Entbehrungen und Anstrengungen, die der Mensch auf sich nimmt, um sich selbst zu verwirklichen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – leichte verrichten: es wird dir alles gelingen;
– schwere: verzage nicht, du wirst manches überwinden.
(europ.) : – günstiges Vorzeichen für Erfolg aus eigener Kraft und mit eigenem Einsatz;
– selbst eine verrichten (egal, welcher Art): ein sehr günstiges Zeichen für ein erfolgreichen Lebensabschnitt;
– andere für sich arbeiten lassen: zum Erfolg noch viel arbeiten müssen oder sogar ausgenutzt werden;
– bestimmte Arbeiten an andere vergeben: Gewinn.
(Siehe auch „Akten“, „Heilung“)
Arbeiten
Psychologisch:
Wenn Sie selber gearbeitet haben, fragen sie sich: Was für eine Arbeit war es? Hat Sie ihnen Spaß gemacht oder sonst irgendwie
Befriedigung verschafft? Warum? Mit wem sonst haben Sie gearbeitet? Die Antwort zu diesen Fragen kann Ihnen helfen den Traum richtig
zu deuten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: guter Geschäftsgang.
(europ.) : – selbst arbeiten: bedeutet, Erfolg durch Einsatz von eigener Energie;
– andere bei der Arbeit sehen: von hoffnungsvollen Umständen umgeben sein;
– suchen: Gewinn aus einem unerwarteten Zusammentreffen.
Arbeiter
Psychologisch:
Dieses Traumsymbol verweist unter anderem sehr häufig Intellektuelle darauf, daß sie mehr praktisch arbeiten sollten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – bei der Arbeit: verlaß dich nicht auf fremde Hilfe;
– davonlaufend: du gerätst in Feuer- oder Wassernot.
(europ.) : – Reichtum, Gewinn.
(ind. ) : – glaube den Hausbewohnern nicht.
Arbeitslosigkeit
Allgemein:
Ein Traum, der die Arbeitslosigkeit des Träumenden zum Inhalt hat, deutet an, daß er seine Begabungen nicht optimal nutzt oder meint, sie
würden verkannt.
Psychologisch:
Fast jeder Mensch fürchtet die Arbeitslosigkeit. Kommt in einem Traum etwas vor, das mit ihr in Zusammenhang steht, wie beispielsweise
eine Kündigung oder Arbeitslosengeld, dann drückt sich darin ein Unzulänglichkeitsgefühl des Träumenden aus. Er muß diese Ängste
erleben, um sie zu überwinden.
Spirituell:
Ein Gefühl spiritueller Unzulänglichkeit oder Unfähigkeit kann sich im Bild der Arbeitslosigkeit Bahn brechen. Dies hat jedoch mehr mit der
mangelnden Motivation zu tun, eine spirituelle Aufgabe anzunehmen.
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst sein: Verlust einer Stellung oder das Mißlingen einer Sache, auf die man große Hoffnung gesetzt hat.

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Arbeitshaus
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, bald eine große Erbschaft machen können.
Arbeitskleidung (Siehe „Kleidung“)
Arbeitsplatz
Psychologisch:
Mit Arbeit bringen wir einen Großteil unseres Tages zu, und der Arbeitsplatz ist uns – oft vom Gefühl her – wichtig. Wenn wir uns dort wohl
fühlen, wird er manchmal zu einem Symbol für Bestätigung, Stabilität und Belohnung; wenn er uns nicht angenehm ist oder Kollegen uns
ärgern, kann er auch zu einem Symbol für Beeinträchtigung und Bestürzung werden. Falls man in einem Büro oder einer Fabrik arbeitet,
taucht der Arbeitsplatz wahrscheinlich irgendwann in den Träumen auf. Dann steht der Traum zwar tatsächlich in Zusammenhang mit der
eigenen Arbeit, doch die Bilder des eigenen Arbeitsplatzes stellen vielleicht einen anderen Aspekt des Wachlebens dar – ein spezielles
Problem oder ganz allgemein die Gefühle oder die Lebenseinstellung. Im Traum war man eventuell von vielen Menschen, vielleicht
Kollegen, umgeben, oder aber von Schreibmaschinen oder Computern, die auf vollen Touren arbeiten: Das bedeutet eine Menge Probleme,
die aber nicht unbedingt mit dem eigenen Arbeitsleben zu tun haben. Ein plötzlich geschlossenes oder verlassenes Büro oder Werk im Traum
könnte ein Abbild einer Leere im Wachleben sein. Ist ein Lebensabschnitt zu Ende gegangen?
Arbeitsraum
Psychologisch:
Man genügt sich selbst. Hier kann Arbeit auch zur Suchtgefahr werden.
Arbeitsverhältnis
Volkstümlich:
(europ.) : – eins haben: Flaute im Geschäft; für Lohnempfänger Arbeitsplatzverlust;
– arbeitslos sein: Sie sind zuverlässig und brauchen keine Angst zu haben;
– andere einstellen: Verluste erfahren.
Archäologie
Assoziation: – Wiederentdeckung der Vergangenheit.
Fragestellung: – Welches alte Wissen möchte ich wiederentdecken?
Arche
Allgemein:
Sie kann andeuten, daß man sich im wirklichen Leben heimat- und schutzlos fühlt und einen Ort der Geborgenheit und Sicherheit sucht.
Psychologisch:
Die Arche ist in der Bibel das Schiff, mit dem Noah seine Familie und zahlreiche Tiere vor dem sicheren Tod rettete. Nach C. G. Jung
symbolisiert die Arche den mütterlichen Schoß, sie steht also als Bild für Geborgenheit und dafür, daß das menschliche Wissen nicht
untergehen kann. Sie sichert also das Erreichte und warnt auch vor der Flucht der Seele in die Isolation durch Neider und
gesellschaftspolitischen Entwicklungen. Hier zeigt sich ein Sozialabbau. Man sollte sich außerdem auf das Wesentliche beschränken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Verdrießlichkeiten jeglicher Art werden dir nicht erspart bleiben.
(europ.) : – verheißt Ihnen Sicherheit und Schutz.
(Siehe auch „Schiff“)
Archetypen
Allgemein:
Archetypen sind Urbilder, die jeder Mensch tief in seinem Unterbewußtsein bewahrt. In gewisser Hinsicht sind sie „übersinnliche“ Baupläne.
Diese Baupläne – obwohl potentiell vollkommen – können durch Kindheitserlebnisse, Sozialisation und sogar durch die Erfahrung von
Elternschaft verzerrt werden. C. G. Jung machte den Anfang bei der Erforschung der Archetypen und gliederte ihre Funktion in Denken,
Fühlen, sinnliches und intuitives Wahrnehmen. Einige von Jung Schülern erarbeiteten eine Art „Landkarte“, mit deren Hilfe es möglich ist,
das Wechselspiel dieser Tätigkeiten aufzuzeigen und festzustellen, wo jeweils individuelle Verzerrungen in Erscheinung treten. Jede
Funktion hat „positive“ und „negative“ Eigenschaften, die mit den adjektiven „mehr“ oder „weniger“ vielleicht besser umschrieben werden
können. Jede der männlichen und weiblichen Seiten der Persönlichkeit besitzt diese vier Funktionen, so daß insgesamt 64 (acht mal acht)
Interaktionen möglich sind. Dort, wo eine Verzerrung auftritt, neigt der Mensch zur Projektion auf jene Archetypen in seiner Umgebung, mit
denen er die größten Schwierigkeiten hat (häufig ist dies der Schatten). Folglich gibt es eine Tendenz, Situationen so lange zu wiederholen
(zum Beispiel die Frau, die sich immer wieder mit einer Vaterfigur in engen Beziehungen wiederfindet, oder der Mann, der ein ums andere
Mal in Streit mit weiblichen Vorgesetzten gerät), bis man gelernt hat, angemessen mit seinen Verzerrungen umzugehen und sie zu verstehen.
Gelingt es jedoch, sich die eigenen und die Projektionen, die andere Menschen auf einen haben, bewußt zu machen, dann können diese
angenommen werden, ohne daß man selbst dabei zu Schaden kommt. Die vollkommene Ausgewogenheit wäre dann erreicht, wenn alle
Seiten der Persönlichkeit so zum Ausdruck gebracht werden können, wie dies in der Tabelle dargestellt ist.
Männlich Weiblich Wertung Funktion
liebevoller liebevolle positiv Sinneswahrnehmung
Vater Mutter
Ungeheuer destruktive Mutter negativ
strahlender Jüngling Prinzessin positiv Gefühl
Herumtreiber Sirene negativ
Held Amazone positiv Denken
Schurke Wettkämpferin negativ
Priester Priesterin positiv Intuition
Zauberer Hexe negativ

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Der liebevolle Vater und die liebevolle Mutter sind selbsterklärend.
Das Ungeheuer symbolisiert negativ eingesetzten männlichen Zorn,
und die destruktive Mutter kann willentlich zerstören oder einfach nur erstickend sein
(das ist die Mutter, die bei ihren Kindern angemessenes Wachstum verhindert).
Der strahlende Jüngling und die Prinzessin sind die eher liebenswürdigen, lebenslustigen
Seiten der Persönlichkeit
während der Herumtreiber für männliche Unbeständigkeit und
die Sirene, die Verführerin für die aktive weibliche Sexualität steht.
Der Held ist der selbständige, messianische Teil der Persönlichkeit,
die Amazone dagegen das selbstzufriedene Weibliche – der leistungsorientierte Typ Karrierefrau.
Der Schurke ist der maskuline Anteil des Selbst, der Macht für seine Zwecke nutzt, die Wettkämpferin
die typische „Emanze“, die meint, sie käme ohne Männer aus (wie Amazone).
Priester oder Priesterin stellen die intuitiven Kräfte dar, die im Dienst des „großen Ganzen“ stehen.
Der Zauberer bringt seine Macht gefühllos zum Einsatz, die Hexe eher emotional und möglicherweise negativ.
Psychologisch:
Die liebevolle Mutter: Sie spiegelt das traditionelle Bild der fürsorglichen Mutter wider, die Verletzungen verzeiht und immer
verständnisvoll ist. Weil diese Seite des weiblichen bis heute große Wertschätzung erfährt, kann es noch immer leicht geschehen, daß sie auf
Kosten anderer Persönlichkeitsaspekte überentwickelt wird.
Die destruktive Mutter: Bei diesem Archetyp handelt es sich entweder um eine erstickende Ausprägung von Mütterlichkeit oder um die offen
destruktive, verbietende Frau. Oft ist es diese Art Mutter, welche die Beziehungen des Träumenden willentlich verhindert oder ihm, aufgrund
ihres Einflusses auf ihn, das Zugehen auf andere Menschen erschwert.
Die Prinzessin: Dieser Archetyp stellt den lebenslustigen, unschuldigen und kindlichen Aspekt des weiblichen dar. Die Prinzessin ist absolut
spontan und hat gleichzeitig ihre ganz eigene Weise, mit anderen Menschen umzugehen.
Die Sirene: Dieser Archetyp steht für die Verführerin, für die Frau, die sich ihrer Sinnlichkeit und Sexualität bewußt ist. In Träumen
erscheint sie oft in historischen, fließenden Gewändern, um ihre erotische Ausstrahlung zusätzlich zu betonen.
Die Amazone: Sie ist die selbständige Frau, die meint keinen Mann zu brauchen; in vielen Karrierefrauen steckt eine große Portion
Amazone. Sie hat Freude an forschen, angriffslustigen, intellektuellen Wortgefechten.
Die Wettkämpferin: Hinter ihr verbirgt sich die Frau, die mit allen und jeden konkurriert – mit Männern und Frauen gleichermaßen – und die
alles daransetzt, um zu beweisen, daß sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen kann.
Die Priesterin: Bei ihr handelt es sich um eine äußerst intuitive Frau, die gelernt hat, den Fluß der Informationen zu kontrollieren und ihn
zum Wohl der Allgemeinheit zu nutzen. Sie ist in ihrer inneren Welt vollkommen zu Hause.
Die Hexe: Auch sie ist überaus intuitiv, nutzt jedoch ihre Energie für die eigenen Zwecke. Sie entscheidet rein subjektiv und verliert daher
ihr kritisches Urteilsvermögen.
Der liebevolle Vater: Diese Seite des Männlichen ist das traditionelle Bild des zugewandten Vaters, der die Fähigkeit besitzt, für das Kind in
sich und in anderen zu sorgen, und in seinen Entscheidungen unerschütterlich und absolut fair ist.
Das Ungeheuer: Es stellt die wütende, aggressive, angsterregende Seite des Männlichen dar. Der strahlende Jüngling: Die lebenslustige,
neugierige Seite des Männlichen ist sowohl empfindsam als auch kreativ. Hinter ihr verbirgt sich Peter Pan, der nie erwachsen geworden ist.
Der Herumtreiber: Er stellt den freiheitsliebenden Mann, den ewigen Wanderer, den Zigeuner dar. Er hält niemanden die Treue, und ihn
treibt ausschließlich die Aussicht auf das nächste Abenteuer voran.
Der Held: bei ihm handelt es sich um einen Mann, der sich dazu entschlossen hat, seine Erkundungsreise auf eigene Faust zu unternehmen.
Er kann Angebote abwägen und sicher über den nächsten Schritt entscheiden. Im Traum erscheint er oft als messianische Figur. Er errettet
die verzweifelte Maid, aber nur, wenn ihn dies in seinem eigenen Wachstum voranbringt.
Der Schurke: Dieser Archetyp steht für den vollkommen selbstsüchtigen Mann, der sich nicht darum kümmert, auf wem er bei der Suche
nach sich selbst herumtrampelt. Seine Art von Männlichkeit offenbart sich Frauen häufig erst im Beziehungsalltag. Im Traum ist er oft eine
bedrohliche Figur, die wiederkehrt, wenn sich die Frau nicht mit seiner Selbstsucht abgefunden hat.
Der Priester: Der intuitive Mann erkennt und versteht die Kraft seiner Intuition, und er nutzt sie im Dienste seines Gottes und der
Allgemeinheit. In den Traum kann er als Schamane oder heidnischer Priester eingehen.
Der Zauberer: Dieser Mann nutzt sein Urteilsvermögen absolut leidenschaftslos für Gutes und Schlechtes gleichermaßen, aber nur, weil er
die Ausübung von Macht genießt. In einer negativeren Sichtweite ist er der Schwindler oder Meister unerwarteter Veränderungen.
Urboros: Die Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt, ist ein Symbol dafür, daß sich Bewußtsein und Ich erst noch entwickeln müssen
(das Ur-Chaos im Menschen, die Widersprüche von Gut und Böse, Mann und Frau).
Mandala: Kreis und Quadrat sind in dieser symbolischen Zeichnung vereint. Es ist ein Zeichen der Selbstwerdung.
Spirituell:
Wenn der Träumende Zugang zu allen Archetypen gleichermaßen hat, dann ist er bereit, eine Einheit und ganz zu werden.
(Siehe auch unter einzelne Stichwörter)
Architekt
Assoziation: – Arbeit am Aufbau eines neuen Selbst oder einer neuen Identität.
Fragestellung: – Was plane ich?
Volkstümlich:
(europ.) : – Pläne zeichnen sehen: wahrscheinlich Verluste im Geschäft;
– Erblickt eine junge Frau einen Architekten, wird es ihr nicht gelingen, eine günstige Ehe zu schließen.
(Siehe auch „Baumeister“)
Arena
Allgemein:
Befindet sich der Träumende als Handelnder oder als Zuschauer in einer Arena, so versinnbildlicht dies die Notwendigkeit, ein Umfeld
aufzusuchen, das mehr Raum für Selbstausdruck und Kreativität bietet. Der Raum, in dem das eigene Ich im Mittelpunkt steht, in dem alle
unsere Schritte überwacht werden. In der Arena treten wir zum Kampf an um das Wohlergehen in seelischer Beziehung, wobei wir auf
Gegner treffen, die uns ebenbürtig erscheinen, Gegner, vor denen unser Inneres bestehen muß. Es sind nicht nur Menschen, die dort
auftauchen, sondern auch Tiere, die wir dann symbolhaft deuten müssen, um Schwachpunkte in unserem Ich aufzudecken, die dann beseitigt
werden sollten.
Psychologisch:
Symbol für einen Raum, in dem man sich unter allen Umständen bewähren muß – und das „vor aller Augen“. Oder: Man neigt zu
übertriebener Selbstdarstellung und unterschätzt dabei die Möglichkeit, daß sie mehr schaden als nützen könnte. Ist der Traum mit Angst und
Schüchternheit verbunden, gilt das Gegenteil: Das Erfolgsstreben bleibt Theorie. Man wagt sich nicht in den Mittelpunkt des Geschehens,
beneidet andere um das Selbstbewußtsein. Der Träumende zentriert also seine Aufmerksamkeit neu oder betritt eine konflikthafte Arena.

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Vielleicht muß dieser Konflikt offen ausgetragen werden. Arena symbolisiert unseren bewußten Wahrnehmungs- und Erfahrungsraum;
verständlich wird sie immer nur aus dem, was darin vorgeht.
Spirituell:
Eine Arena deutet auf einen ritualisierten Konflikt hin. Heutige Sportarten werden als Ausgleich genutzt.
Volkstümlich:
(europ.) : – alleine in ihr sein: Gefahr; meiden Sie Menschenansammlungen;
nicht alleine: verringerte Gefahr.
(Siehe auch „Zirkus“)
Ärger
Allgemein:
Hat man Ärger im Traum, wird man sich im Wachleben vor Unannehmlichkeiten hüten müssen. Ärgert man andere, umschreibt das in
manchen Fällen die Schadenfreude. Gelegentlich weist der Ärger aber auch auf winzige Kleinigkeiten hin, über die man im Wachleben
stolpert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Vermögensverluste oder der Verlust eines Haustieres.
(europ.) : – sich im Traum ärgern: Unannehmlichkeiten;
– andere ärgern: unerwartete Freude.
Aristokraten
Psychologisch:
Träume von blaublütigen Herrschaften in repräsentativem Ambiente zeigen genau das auf, was dem Träumer fehlt: soziale Überlegenheit,
die Achtung der anderen, Statussymbole. Ein Aufforderungstraum zur Überprüfung der eigenen Wertvorstellungen – und zum Loslassen
überspannter Wünsche und Illusionen.
Arktis / arktisch
Assoziation: – Reinheit; Isolation; zu Eis erstarrte Gefühle.
Fragestellung: – Was ist in mir zu Eis erstarrt oder im Begriff zu schmelzen?
Allgemein:
In der engeren Umgebung breitet sich Kälte aus. Beziehungen frieren ein.
Psychologisch:
Wenn man träumt, man sei in der Arktis oder Antarktis – man friert, ist allein und von Schnee und Eis zugedeckt -, ist dies wahrscheinlich
eine Aussage über das Gefühlsleben im Wachzustand.
Arm (Zustand) (Siehe „Almosen“, „Armut“)
Arme (Körperteil)
Assoziation: – Stärke; Bereit sein.
Fragestellung: – Wofür bin ich bereit, oder worauf bereite ich mich vor? Was bin ich zu geben oder zu empfangen bereit?
Artemidoros:
Kräftige, schöne Arme verheißen geschäftlichen Erfolg, besonders Handwerkern und Leuten, die sich durch Tauschgeschäfte ihren
Lebensunterhalt verdienen. Dagegen droht jedem, der in Angst lebt, eingekerkert zu werden, ernste Gefahr. Ich will nun, Teil für Teil, über
die Arme sprechen. Befällt die Oberarme ein Leiden, bedeuten sie Trauer; sind es die Unterarme, vereiteln sie Geschäfte, die man gerade
abwickeln will, und berauben uns der Helfer. Ich hörte einmal von einem Sachkundigen eine Auslegung, die mir einleuchtet, weil sie, wie
ich feststellte, den Traumerfüllungen entspricht. Sollte meine Darstellung irgend jemand nicht überzeugen, so mag der Betreffende sich
selbst daraus einen Vers machen. Es bedeutet nun, wie jener ausführte, die rechte Hand das, was man erst erwirbt, die linke das bereits
Erworbene; denn die Rechte betätigt sich im Zupacken, die Linke ist mehr auf das Bewahren hin angelegt. Es gibt eine alte Unterscheidung,
die das Wahre trifft und folgendermaßen lautet: Die rechte Hand bezeichnet den Sohn, den Vater, den Freund und denjenigen, von dem wir
in der Umgangssprache im übertragenen Sinn zu sagen pflegen: „Er ist seine rechte Hand!“; die linke bedeutet die Gattin, die Mutter, die
Schwester, die Tochter. Träumt nun jemand, er habe eine Hand eingebüßt, so wird er eine von den Personen, die durch sie bezeichnet
werden, verlieren. Allgemein bedeuten beide Hände zusammen die Handwerke, Handschriften und Reden; die Handwerke, weil diese mittels
der Hände ausgeübt werden, Handschriften, weil diese schlechthin „die Hände“ heißen (cheir bedeutet sowohl Hand als auch Handschrift,
Unterschrift = cheirographon), Reden, weil man während des Redens gestikuliert. Ein Allkämpfer, der in den olympischen Spielen sowohl
den Ring- wie den Allkampf bestreiten wollte, träumte, seine beiden Arme wären zu Gold geworden. Er errang in keiner Konkurrenz den
Siegeskranz; denn er sollte starre und unbewegliche Arme haben, als wären sie aus Gold.
Allgemein:
Als Fortsetzung der Hand (siehe dort) sinnbildlich die Grundlage des Handelns. Arme stehen im Traum generell für die Fähigkeit, das Leben
zu gestalten, sich tätig selbst zu verwirklichen, etwas zu schaffen, zu verändern oder zu zerstören.
Spezielle Deutungen dieses Symbols lassen die folgenden Begleitumstände zu:
– Wer sich den Arm verletzt, ist also in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt.
– Kräftige Arme umschreiben das Zupacken im Beruf wie im Privatleben, das zum Erfolg führt.
– Zu kurz geratene Arme deuten auf Mutlosigkeit hin, weil alles mißlingt.
– Zu lange können kleine, aber wichtige Details nicht erfassen,
– schwache oder dürre lassen in mancher Beziehung Hilflosigkeit erahnen.
– Nach einer alten Volksweisheit sollen stark behaarte Arme auf Geldzuwachs hinweisen (da bekommen wir unser „Moos“).
– Und schließlich sind Arme, die uns umschlingen, jene Helfer, die uns „unter die Arme greifen“.
– Eigene Arme kündigen im Traum oft schwere Arbeit an.
– Nur ein Arm kann auf Hemmungen oder andere Hindernisse im Leben hinweisen, zu deren Bewältigen man sich zu schwach fühlt.
– Gebrochene Arme können auf bevorstehende große Streitigkeiten und Verlusten hinweisen.
– Amputation (siehe unter diesen Stichwort) eines Armes ist als Anzeichen für Beschränkungen
der eigenen Entfaltungsmöglichkeiten zu verstehen.
Außerdem muß man noch die unterschiedliche Symbolik von recht und links (siehe unter diesen Stichwörtern) berücksichtigen, wenn man
nur einen Arm im Traum wahrnimmt.

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Psychologisch:
Der Arm und die Hand gehören ganz eng zusammen. Erscheint ein Arm im Traum, so steht er symbolisch für die Fähigkeit und die
Grundlage des Handelns. Dementsprechend kann man den Verlust oder die Lähmung eines Armes deuten. Weiteres stehen Arme für das
Behütetsein, wobei oft der Wunsch vorliegt, wieder Kind zu sein, um von den Armen der Mutter beschützt zu werden. Im negativen
symbolisieren sie auch Angst vor den Armen die zuschlagen, was sich in der entsprechenden Begleitsymbolik äußert.
Spirituell:
Der Arm symbolisiert Ihre Fähigkeit, all Ihre Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse auszudrücken, diese zu verwirklichen oder auch zu
zerstören.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Oberarme mit ihren Muskeln bedeuten den Bruder oder den obersten und besten Knecht.
– Träumt jemand, seine Arme seien erschlafft, gebrochen oder erkaltet …, ist es der rechte Arm, wird das Unglück noch
größer sein …; in allen seinen Wünschen enttäuscht, wird er den Bruder oder den obersten und besten Knecht verlieren.
– Kuriert er die Arme mit Erfolg, wird er schnell Leiden und Lasten abschütteln.
– Träumt einem, daß seine Arme kräftiger und stärker geworden sind, wird er in allem, was er erhofft und begehrt,
Kraft und Erfolg haben.
– Sind an seinen Armen mehr Haare gewachsen als vordem, wird er seinen Besitz vermehren; ein Armer wird reich werden.
– großen haben: deutet auf viel Arbeit;
– kleinen haben: Armut;
– der auf der rechten Seite fehlt: ein Todesfall naher Verwandter;
– der auf der linken Seite fehlt: Tod eines entfernten Verwandten;
– brechen: Not und Gefahr in Aussicht; man sollte sich für Streitigkeiten innerhalb der Familie hüten.
(europ.) : – seinen eigenen sehen: schwere Arbeit;
– von besonderer Größe: schwere Zeiten, schwere Arbeit;
– starke und kräftige Arme: Macht, Ehre und Gesundheit;
– einen kleine haben: Lustbarkeit;
– schwacher: zeigt Erkrankung von Bruder oder Schwester an;
– lange: schwere bevorstehende Arbeit;
– kurze: Warnung vor einem Vorhaben, wozu vielleicht die Mittel nicht ausreichen werden;
– erheben: die Verhältnisse sind nicht frei von fremden Einflüssen;
– entblößte: Gewinn, Fund, Erbschaft, Einkommen;
– sich einen brechen: deine Tätigkeit ändert sich; unbesonnene Handlungen; Uneinigkeit;
Zank und Streit in der Familie;
– gebrochene: Verlust, Gefahr, Bedrohung;
– steifen haben: Geldverlust aufgrund schlechter Gesundheit;
– verlieren: ein Todesfall in der Familie;
– amputierter: bedeutet Trennung und Scheidung; sich vor Täuschungen und Betrug in acht nehmen müssen;
– nur einen haben: man leidet unter quälenden Hemmungen;
– behaart: Lotteriegewinn, vermögen in Aussicht;
– jemand breitet seine Arme für Sie aus: gute Gelegenheiten bieten sich, die man nutzen sollte,
womöglich greift ein Freund einem unter die Arme.
(ind. ) : – Die Oberarme mit ihren Muskeln bedeuten den Bruder oder erwachsenen Sohn.
– Träumt der Kaiser, seine Arme seien größer und kräftiger geworden, weist das auf seine Macht,
die im Kampf gegen seine Widersacher noch erstarken wird; hat er einen Sohn oder Bruder,
wird er an ihnen die Freude erleben, die er sich wünschte.
Ein einfacher Mann wird ebenso auf seinen Sohn oder Bruder stolz sein und zu Vermögen kommen.
Träumt eine Frau davon, prophezeit es Glück ihrem Mann.
– Dünkt es den Kaiser, daß seine Arme kraftlos, schlaff oder gebrochen sind, wird es seinem Kriegsvolk an Mark und Kraft
fehlen, oder Krankheit und Unheil werden, wie gesagt, über Sohn oder Bruder kommen;
ebenso wird es einem Mann aus dem Volke ergehen: Krankheit, Plagen und Armut werden seinen Bruder oder Sohn treffen;
eine Frau wird sich von ihrem Mann lossagen oder gar Witwe werden.
(Siehe auch „Körper“, „Amputation“)
Armband
Assoziation: – Bindung; Verpflichtung.
Fragestellung: – Was möchte ich zeigen?
Allgemein:
Im Allgemeinen zeigt Schmuck Freude und Harmonie an. Tragen Sie das Armband im Traum am Handgelenk, kann das auf Unzufriedenheit
hinweisen, vor allem wenn es aus Gold ist. Sie fühlen sich unfrei und gebunden. Verzierungen oder Bilder können aber eine andere Deutung
nötig machen.
Psychologisch:
Armband kann darauf hinweisen, daß man von einem anderen Menschen geliebt wird, das aber noch nicht bewußt erkennt; meist handelt es
sich dabei um eine vertraute Person. Trägt man das Armband selbst, steht dahinter oft eine unerfüllte Liebe zu einem anderen Menschen, die
man kaum ahnt und noch nicht gezeigt hat. Manchmal sind mehrere Armbänder auch als Mahnung zu mehr Sparsamkeit zu interpretieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Liebe erlangen oder haben;
– tragen: du hast eine stille Liebe;
– erhalten: Freude steht dir bevor;
– anlegen: stille Liebe im Herzen tragen;
– ablegen: du wirst nicht viel Glück in der Liebe haben;
– goldenes: verkündet Reichtum.
(europ.) : – anlegen: selbst voll Kummer wird man glücklich sein;
– selbst eines tragen: echte und stille Liebe; einen guten Freund finden;
– mehrere sehr schöne und kostbare selbst tragen: Reichtum zeichnet sich ab;
– aus Gold: ein gutes Zeichen für Geld- und Liebesangelegenheiten;
– geschenkt erhalten: bevorstehende Freude; man sollte sich vor Eifersucht
oder einer allzu großen Leidenschaft hüten;

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– an andere verschenken: Glück für einem selbst;
– an anderen sehen oder viele: unnötige Ausgaben ;
– schwarzes: Krankheit und Siechtum;
– finden: rasche Heirat;
– abnehmen: Gewinn;
– verlieren oder fallen lassen: in der Liebe betrogen werden; Ende einer Liebesbeziehung; Geldverlust.
(ind. ) : – dich liebt eine Person und du ahnst es nicht; blicke dich in deinen Kreisen etwas mehr um und
du wirst finden, was du schon lange suchst.
(Siehe auch „Schmuck“)
Armbanduhr
Assoziation: – Beschränkung; Einteilung.
Fragestellung: – An welcher Stelle meines Lebens würde ich es mir gern leichtmachen?
Allgemein:
Ein Symbol für Zeitdruck – der ständige Blick auf die Uhr mahnt zur Eile, man ist ein Gefangener seiner Termine und Verpflichtungen. (Das
Armband ist zugleich Symbol für die Fessel, Handschellen usw.)
Psychologisch:
Armbanduhr am eigenen Handgelenk warnt gestreßte Menschen davor, sich noch länger unter zu großen Zeitdruck zu setzen. Deutet wie
jede andere Uhr auf die Notwendigkeit einer besseren Zeiteinteilung im Wachleben hin; mit anderen Worten: Wir sollten schnell erkennen,
was die Uhr geschlagen hat.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: eine Mahnung, die eigene Zeit besser einzuteilen;
– selbst tragen: die Zeit wird stark in Anspruch genommen;
– jemandem schenken: eigenes Glück;
– an anderen Menschen eine sehen: große Erfolge stehen bevor.
(Siehe auch „Uhr“)
Armbinde
Volkstümlich:
(arab. ) : – bunte, anlegen: Narrenpossen verüben;
– schwarze, tragen: Krankheit und Tod.
(europ.) : – tragen: zeigt Trauer an.
Armbrust
Allgemein:
Wer mit ihr schießt, ist in alten Anschauungen befangen; fühlt sich nicht wie Tell als Held, der es dem Landvogt zeigen wollte, sondern sein
Mut wird eher sinken, weil er kaum die richtige Waffe in der Hand hat, um damit eigene Vorteile zu erreichen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Not in Aussicht;
– spannen: hüte dich vor Gefahr, Angst bekommen;
– damit schießen: eine sehr schöne Zukunft;
– zerbrechen: guter Ausgang einer Angelegenheit, die Gefahr ist vorüber.
(europ.) : – spannen: Kummer;
– mit einer schießen: Glück; die Geschäfte gehen nur langsam vorwärts;
– sehen: Todesnachricht; man sehnt sich nach ruhigen und zufriedenen Zeiten.
Armee
Psychologisch:
Armee kann eine (oft unbewußte) Angst vor der Zukunft oder tiefgreifende Veränderungen im Leben anzeigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – an sich vorbeimarschieren sehen: große Dinge erleben;
– stehen sehen: sei vorsichtig, große Übel drohen dir.
(europ.) : – sehen: Beunruhigung über die Zukunft;
– aufmarschieren sehen: große Veränderungen;
– in eine eintreten: Erfolg in finanzieller Hinsicht;
– im Kriege: großer Reichtum ist zu erwarten.
(ind. ) : – in diese eintreten: man wird vielleicht große finanzielle Erfolge erzielen.
Ärmel
Volkstümlich:
(perser) : – Der seidene Ärmel am Hemd bedeutet die Grundlage und den Erwerb des Lebensunterhaltes.
– Träumt einer, der Ärmel sei zerrissen und abgefallen, deute er es als völligen Verlust seines täglichen Unterhalts;
das Hemd bedeutet nämlich die ganz persönlichen Lebensverhältnisse und den Hausstand.
– Träumt einer, der Ärmel sei fest und verziert, beziehe er es auf sein Vermögen.
– Träumt der Kaiser, der Ärmel sei in Stücke gerissen, betrifft das Unglück sein Feldheer
und seine kriegerischen Unternehmungen; ist die gerissene Stelle wieder ausgebessert,
wird der Mißstand, der sein Heer belastet, beseitigt werden; ist der Ärmel heil und fest,
weist die Festigkeit und Unversehrtheit auf seine Heeresmacht. Denn alle Ehre, Stärke
und das Leben der Kaiser stehen auf ihrer Heeresmacht.
(europ.) : – Große Ehren.

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Armenhaus
Volkstümlich:
(europ.) : – von außen sehen: Reichtum und Glück bei zäher Arbeit;
– von innen sehen: untreue Freunde haben; die sich nur für Sie interessieren,
wenn Sie sich Ihres Geldes und Besitzes bedienen können;
– sich selbst als Inhaber eines solchen sehen: große Ideen bringen reichen Erfolg.
Armenvater
Volkstümlich:
(europ.) : – Erfüllung der Wünsche.
Armleuchter (Siehe „Leuchter“)
Armreif
Psychologisch:
Der Armreif bedeutet eine Auszeichnung für gut absolvierte Arbeit. Die Seele sagt: Einsatz lohnt sich!
(Siehe auch „Schmuck“)
Armsessel
Volkstümlich:
(europ.) : – hastige Neuigkeiten.
(Siehe auch „Sessel“)
Armut
Assoziation: – beschränkter Ausdruck der eigenen Ressourcen.
Fragestellung: – Was bin ich zu entfalten bereit?
Artemidoros:
Arm sein bringt niemandem etwas Gutes, am wenigsten Rhetoren und Literaten aller Richtungen; wir gebrauchen nämlich den Ausdruck
„mittellos sein“ in derselben Bedeutung wie „arm sein“ und „nicht seine Stimme erheben können“.
Allgemein:
Armut im Traum verweist auf die Unfähigkeit, die eigenen Grundbedürfnisse zu befriedigen. Vielleicht fühlt sich der Träumende emotional
oder materiell unzulänglich. Armut ist meist ein Angsttraum, der in bedrückenden Bildern sichtbar macht, wovor man sich fürchtet: alles zu
verlieren – was immer man gerade unter „alles“ versteht. Außerdem hat man vielleicht den Verdacht, betrogen oder ausgenützt zu werden.
Die Rückkehr zum Grundlegenden ist oft die Voraussetzung, um zu erkennen, welche Bedürfnisse tatsächlich vorhanden sind. Eine
Aufforderung, die wirklichen Bedürfnisse herauszufinden – und eine Warnung vor allzu großem Materialismus.
Psychologisch:
Armut kann im Traum durch eine armselige Umgebung vermittelt werden. Vielleicht ist dies ein Hinweis darauf, daß sich der Träumende
eher mit seiner Umgebung beschäftigen muß als mit sich selbst. Armut ist oft das Zeichen für seelische (gefühlsmäßige) oder geistige
Verarmung, gegen die man durch Veränderung seines Lebens angehen sollte. Vielleicht weist sie aber auch darauf hin, daß man sich nicht zu
viele nutzlose Gedanken machen sollte, eine Enttäuschung erleben wird oder eine Angelegenheit falsch eingeschätzt und scheitern wird. Die
Armut deutet im Traum auf Minderwertigkeitsgefühle, Unsicherheit, Hilflosigkeit oder auf einen Mangel an intellektuellen, emotionalen
oder auch physischen Qualitäten und Vorzügen hin.
Spirituell:
Spirituelle Armut kann für Selbstverleumdung stehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – arm sein: Glück.
(europ.) : – arm sein: Traum des Gegenteils! Das Glück lacht Ihnen.
– eines Freundes: Sorgen und Verluste;
– und dabei fromm sein: Glück und ruhiges Gewissen.
(Siehe auch „Almosen“, „Geld“)
Arnika
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schmerzbefreiend; Heilung; nützlich bei Notfällen; hilft der Haut.
Beschreibung: Arnika, eine Gattung aus der Familie der Korbblütler, zu denen auch die Disteln gehören, wächst in den nördlichen Bergen
der Vereinigten Staaten und in Kanada. Sie ist eine winterharte Pflanze mit gelben Blüten, die sowohl innerlich als auch äußerlich zur
Anwendung gebracht wird. Innerlich soll sie gegen Schockzustände und Schmerzen helfen, kann jedoch bei zu hoher Dosierung
Vergiftungen verursachen; äußerlich hilft Arnika, zur Salbe verarbeitet, angeblich gegen Verstauchungen, Wunden, Prellungen und
Hautveränderungen.
Allgemeine Bedeutung: Ein Blick auf deine alten Schmerzen, Wunden und Narben; eine Hilfe für die Haut, entweder real oder im
übertragenen Sinne.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe des Heilens; Erste Hilfe.
Aroma
Volkstümlich:
(europ.) : – Atmet eine junge Frau ein süßes Aroma ein, kann sie Freude oder ein Geschenk erwarten.
(Siehe auch „Duft“)

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Arrest
Psychologisch:
Arrest steht für eine geforderte Gewissensprüfung und für Isolation.
Volkstümlich:
(europ.) : – in einen kommen: Kummer, Elend, jedoch später Freude;
– sein: plötzlicher und unerwarteter Erfolg wird Ihnen zuteil,
wählen Sie sich jedoch Ihre Freunde sorgfältig aus.
(Siehe auch „Gefängnis“)
Arrestant
Volkstümlich:
(arab. ) : – (einen Arretierten) sehen: Unglück.
Arretiert
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: man wird dir Fallstricke legen.
Arsen
Psychologisch:
Hier besteht eine Vergiftungsgefahr seelischer Art. Gefahr von unberechtigter Schmeichelei und giftiger Gedanken.
(Siehe auch „Gift“)
Arsenal
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird in Gefahren eines Krieges geraten und ihn miterleben.
Artemis (Siehe „Götter“)
Arterie
Volkstümlich:
(europ.) : – Botschaft für den Gesunden und allmähliche Genesung für den Kranken.
(Siehe auch „Ader“)
Artillerie
Volkstümlich:
(arab. ) : – hüte dich vor Gefahr.
Artischocken
Artemidoros:
Artischocken bedeuten wegen ihrer Stacheln und Schärfe Schmerzen, ferner Verdienstausfälle; denn die Pflanze hat keinen Nährwert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – heimliches Leid, Trennung steht dir bevor.
(europ.) : – Ärgernisse und Schwierigkeiten, die jedoch überwunden werden.
Artist
Allgemein:
Artisten werden traditionell als leichtlebig gedeutet und können im Traum vor Freunden warnen, auf die kein Verlaß ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Freunde betrügen dich.
(ind. ) : – halte dich von deinen Freunden fern! Sie verschleiern ihre Absichten.
(Siehe auch „Akrobat“)
Arznei
Allgemein:
Arznei, die man selbst herstellt, kündigt zwar Schwierigkeiten an, die man aber selbständig überwinden wird; das gilt auch für die berufliche
wie finanzielle Situation. Manchmal steht sie auch für eine heilsame Veränderung im Leben. Nicht auszuschließen ist im Einzelfall, daß
gelegentlich auf eine noch nicht spürbare Krankheit hingewiesen wird, die man bei einer gründlichen Untersuchung frühzeitig erkennen
kann. Immer hat dieses Symbol also etwas mit Heilung zu tun und soll deshalb unbedingt beachtet werden, damit man keine Chancen
verspielt.
Psychologisch:
Die Arznei symbolisiert seelische oder körperliche Not und das Verlangen nach Anteilnahme, Trost und Rat. Oft drückt dieser Traum die
Angst vor Schmerzen, Krankheit und Enttäuschungen aus. Wird die Arznei eingenommen und ist sie hilfreich, hat der Träumende genügend
Widerstandskräfte, seine Probleme zu bewältigen. Bleibt die Arznei unerreichbar, handelt es sich um eine ungelöste Problemsituation.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt jemand, er nehme ein Abführmittel, wird er durch Zank und Streit sein Geld verlieren.
– Schaut dies der Kaiser, wird er seine Schatzkammern leeren, um die Feinde niederzuwerfen;
hat er die Krankheitsursachen beseitigt, wird er seinen Feind vernichten, wenn nicht,
Plagen und Widrigkeiten von seinen Gegnern erdulden.
– Dünkt es eine Frau, sie führe ab, wird sie die Leibesfrucht, mit der sie geht, schädigen und kein Kind mehr gebären;
ist sie nicht schwanger, wird sie auf Verhütung der Empfängnis sinnen, um sich dem lockeren Gewerbe zu verschreiben,
und ihre Absicht erreichen.
– Macht jemand eine Reinigungs-Kur und scheidet eine Menge Exkremente aus, so daß er sehr matt wird,
wird er infolge von Krankheit und Not an den Bettelstab kommen.

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– Greift einer zu einem tödlich wirkenden Mittel und zeigen sich als Folge davon Blutflecken oder andere Merkmale
an seinem Körper, wird er, sei er, wer auch immer, von seinen Feinden gedemütigt werden.
– Nimmt einer ein Mittel und fallen ihm davon alle Haare aus, wird er entsprechend dem Haarausfall verarmen;
ist es der Kaiser, wird er mit List einen Feind vernichten entsprechend der Stärke seiner Streitmacht.
– Hat jemand ein Medikament eingenommen und ist dadurch wie ein Schlauch aufgeschwollen, wird er das Geld eines
Feindes an sich bringen, jedoch um den Preis mächtiger Furcht vor der Obrigkeit, je nachdem, ob die Schwellung
groß oder klein gewesen ist.
– Träumt einer, er nehme ein Mittel ein, seine Nägel fielen davon aus und er werde sehr mager, drohen ihm Krankheit und Strafe
seitens des Landesfürsten, und worin einer erfolgreich tätig ist, darin wird er Schiffbruch erleiden.
– Greift jemand zu einer Arznei, um die Wirkung eines gefährlichen Mittels abzuschwächen, und hat er Erfolg,
wird er durch Vermittlung und Fürsprache eines anderen aus seiner Notlage befreit werden;
hat die Arznei keine Wirkung, wird das Gegenteil eintreten.
– allgemein eine einnehmen: Geldverlust.
– einem anderen eingeben: Glück in der Lotterie;
– bittere einnehmen: du wirst deine Feinde besiegen.
(europ.) : – wohlschmeckende einnehmen: Gefahr und Verlust, der wieder hereinzubringen ist;
Probleme, doch diese werden sich zum Guten wenden;
– ekelhafte einnehmen: lange Krankheit; oder tiefer Schmerz; oder Verlust;
– eingeben: Glück im Geschäft und im Spiel für die Person, die sie einnimmt;
– verabreichen: Sie intrigieren gegen jemanden, der Ihnen vertraute;
– bereiten: Krankheit;
– Arzneigewächse sehen oder essen: schlechte Geschäfte haben ein Ende.
(ind. ) : – Träumt einer, er nehme wegen einer Krankheit eine Arznei, wird er Läuterung in seinem Glauben finden;
nimmt er sie aber, ohne krank zu sein, bedeutet es eine Vorsorge für die Erhaltung der Gesundheit
und eine Abrundung des Vermögens entsprechend der Wirksamkeit der Arznei.
– Nimmt einer ein Abführmittel und entleert mächtig den Darm, wird er so viel Geld ausgeben,
wie er Exkremente ausgeschieden hat;
ist das Mittel ohne Wirkung, wird er in eine arge Zwangslage kommen und sie nicht bewältigen;
spuckt er das Abführmittel wieder aus, wird er von des Landesfürsten peinlicher Strafe befreit werden.
Arzt
Assoziation: – Arbeit an der Heilung.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist bereit, heil zu werden?
Artemidoros:
Für alle Prozessierenden haben Ärzte, die man im Traum schaut, die gleiche Bedeutung wie Verteidiger. Einer, der einen Prozeß führte,
träumte, er liege krank danieder und sei ohne ärztlichen Beistand. Es widerfuhr ihm, daß er von seinem Verteidigern im Stich gelassen
wurde; die Krankheit wies auf den Prozeß hin, denn man sagt, daß beide, Prozessierende wie auch Kranke, zur Krise kommen. Die Ärzte
aber deuteten auf die Verteidiger. Wohl kommt das Unbewußte ohne den gelehrten Krankheitskatalog der Ärzte aus. Es benützt auch selten
deren griechisch-lateinischen Kunstsprache, dieses wohl notwendige Kauderwelsch; aber es ist in seiner Diagnose dennoch erstaunlich sicher
und weiß in seiner besonderen Traumsp rache, welche der Kontext, die bewußten Einfälle des Träumers und die Hilfe eines traumkundigen
entziffern, erstaunlich klar um die Ursachen dieses psychischen, im Gleichnis körperlicher Erkrankung sich ausdrückenden Leidens.
Allgemein:
Sein Auftreten hängt mit der Diagnose unserer Seele zusammen, daß irgend etwas in uns sein muß, das geheilt werden sollte. Die Seele will
mit ihrer heilenden Kraft ins Bewußtsein hineinwirken und helfen, krankmachende Konfliktstoffe zu beseitigen. Der Arzt im Traum weist
darauf hin, daß der Träumende sich in Gesundheitsangelegenheiten an eine höhere Autorität wenden sollte. Arzt kann als Heiler für Körper
und Seele auftreten, vielleicht auch die Rolle eines gütigen Vaters, Lehrers oder Ratgeber spielen, von dem man konkrete Empfehlungen für
das Leben erhält. Darin kommt auch die Hoffnung auf Hilfe in einer komplizierten Situation und auf einen guten, erfolgreichen Ausgang
zum Ausdruck. Sieht man sich selbst als Arzt, wird man mehr Selbsterkenntnis erlangen und Probleme besser lösen. Zuweilen taucht der
Arzt auch als eine bedrohliche Figur auf, was häufig auf übertriebene Angst vor Krankheiten (Hypochondrie) hindeutet, selten einmal
tatsächlich eine noch unerkannte Krankheit anzeigt.
Psychologisch:
Der Arzt ist im Traum eine sehr wichtige Symbolfigur: Er signalisiert, daß das seelische Gleichgewicht oder eine psychische Funktion des
Träumenden bedroht ist bzw. erkrankt ist. Oft kann der Arzt dem Träumenden zeigen, welches Problem gelöst werden muß. Er tritt aber auch
teilweise nur als Warnender auf. Die vom Arzt im Traum gestellten Diagnosen scheinen oft ohne jeglichen Sinn zu sein, seine Heilmethoden
an Zauberei zu grenzen. Aus Erfahrung weiß man allerdings, daß der Arzt im Traum oft lange Zeit vor Ausbruch der eigentlichen Krankheit
oder der psychischen Konflikte diese bereits signalisiert.
– Sieht sich der Träumende selbst als Arzt, ist dies ein Zeichen dafür, daß er sich die diesen Beruf bezeichnenden
Eigenschaften, nämlich Autorität, Wissen und Herrschaft über Leben und Tod, wünscht. Soll der Traum richtig
gedeutet werden, so ist die Einbeziehung der Spezialisierung des Arztes notwendig.
– Ein Chirurg könnte ein Hinweis darauf sein, daß der Träumende etwas aus seinem Leben herausschneiden möchte.
– Ein praktischer Arzt richtet die Aufmerksamkeit des Träumenden auf seinen Allgemeinzustand.
– Ein Psychiater hingegen symbolisiert das Bedürfnis, sich mit der seelischen Befindlichkeit zu befassen.
– Ist der Arzt eine Person, die der Träumende persönlich kennt, dann verkörpert er vielleicht eine wichtige Autoritätsfigur.
Spirituell:
Ein Arzt im Traum verweist darauf, daß der Träumende einen Zugang zu seinem inneren Heiler findet. Er symbolisiert nicht nur
Selbstheilungskräfte, sondern er kann auch die Rolle eines Ratgebers, einer Vater- oder Leitfigur einnehmen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: unbeständiger Lebenswandel wird Reue verursachen;
– sprechen: Hoffnungen werden sich einstellen;
– sich von ihm operiert sehen: Kranken baldige Genesung, Gesunden Krankheit;
– ihn ablehnen: deutet auf falsche Freunde, schlechten Rat oder schwer zu lösende Probleme.
(europ.) : – einen wegen einer Krankheit suchen: in naher Zukunft Krankheit und Differenzen zwischen Familienmitgliedern;
– sehen, als Gesunder: üble Vorbedeutung; bevorstehende Unpäßlichkeiten;
auch: enthält eine Warnung vor oder wegen einer übersteigerten Angst vor einer Krankheit;
kann aber auch eine Krankheit anzeigen, die einer Behandlung bedarf;
– als Kranker: Hoffnung auf Genesung vorhanden;
– als Gesunder einen sprechen: alte Hoffnungen werden sich erfüllen; man sollte aber auf seine Gesundheit stärker achten;

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– als Kranker einen sprechen: die Hoffnung besteht, daß die Krankheit geheilt werden kann;
– einen sehen, der einen Verletzten behandelt: jemand aus Familie oder Bekanntenkreis wird heiraten;
– einen Hautschnitt machen sehen ohne auf Blut zu stoßen: von einem bösen Menschen
gequält werden; möglicherweise seine Schulden begleichen müssen;
– einen Hautschnitt machen sehen und auf Blut stoßen: Verlierer in einer finanziellen Transaktion;
– sich selbst als solchen sehen: Anstrengungen, größere Gewinne zu erzielen bzw. die Situation in finanzieller Hinsicht
zu verbessern, werden von Erfolg gekrönt sein; Wunsch nach besserer sozialer Stellung;
– bei einem gesellschaftlichen Anlaß treffen: Wohlergehen, denn Sie sind nicht verpflichtet, Geld für seine Dienste auszugeben;
– Für eine junge Frau die beabsichtigt, einen zu heiraten, warnt dies vor Täuschung.
(ind. ) : – du wirst bereuen, was du getan, ob Gutes oder Schlechtes;
– und findest den richtigen Weg wieder zurück.
(Siehe auch „Heilung“, „Mediziner“)
As
Allgemein:
Wenn man im Traum die Spielkarte As sieht, so ist dies ein Hinweis auf eine Wendung hin zu einer Entscheidung. Etwas sehr Wichtiges
kündigt sich an. Bei dieser Entscheidung hat der Träumende aber die besseren Karten.
Kreuz-As = reale Chancen im Beruf; Pik-As = seelische Weiterentwicklung; Herz-As = Glück in der Liebe; Karo-As = Möglichkeiten von
Gewinnen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Karo = Streit; Herz = Neuigkeiten; Pik = Unglück; Kreuz = Geld.
(Siehe auch „Karten“, „Spielkarten“)
Asche
Assoziation: – Überreste.
Fragestellung: – Was ist für mich vorbei? Wessen will ich mich entledigen?
Allgemein:
Asche steht im Traum oft für Reue und Kummer. Der Träumende ist sich dessen bewußt, daß er sich in einer Situation überängstlich und
dumm verhalten hat und daß er daran nichts mehr ändern kann. Diese Situation ist abgeschlossen. Nachdem ein Ereignis vorüber oder ein
Mensch aus dem Leben des Träumenden verschwunden ist, träumt er vielleicht von einem heruntergebrannten Feuer, von dem nur noch die
Asche bleibt. Asche kann ankündigen, daß Erwartungen und Hoffnungen sich nicht erfüllen werden. Man kann aber auch geläutert aus der
Asche emporsteigen, so daß das Symbol teilweise auch die persönliche Reifung in einer Krise symbolisiert, die man erfolgreich bestehen
wird. Sammelt man Asche, kann ein großer, überraschender finanzieller Gewinn bevorstehen.
Psychologisch:
Die Asche steht im Traum als Symbol für erloschene Gefühle, erschöpfte Kräfte, verlorenes Interesse an einer Sache oder Person,
Gleichgültigkeit oder auch Resignation. Befindet sich in der Asche allerdings noch Glut, so bedeutet dies Reife, Persönlichkeitsentwicklung,
Selbstbesinnung oder Läuterung. Um den Traum vollständig deuten zu können, ist es wichtig zu wissen, was verbrannt ist oder wurde. Asche
kann auf der psychologischen Ebene für Trauer stehen. Wenn sie in einem Traum auftaucht, dann ist sie möglicherweise ein Hinweis für den
Träumenden, sich einer lang schon anstehenden Trauerarbeit nicht mehr länger zu entziehen. Von seiner Erfahrung bleibt nur Asche zurück.
Asche deutet auf den Abschluß einer Angelegenheit hin: Man hat etwas verbrannt und steigt gewissermaßen wie ein Phönix aus der Asche.
Oft hat man auch falsch gehandelt und streut dann als Büßer „Asche auf sein Haupt“, oder man ist aus irgend einen Grund traurig und geht –
nach biblischen Vorbild – „in Sack und Asche“.
Spirituell:
Asche symbolisiert Reinigung, Buße und Tod, den vergänglichen menschlichen Körper und seine Sterblichkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: dein Verdienst wird gering sein; auch: Kummer und Reue;
– sehen oder darauf gehen: du bist habgierig, wirst aber damit nichts erreichen;
– streuen: dir steht ein Trauerfall bevor;
– sammeln: du hast eine Erbschaft zu erwarten;
– hineinfallen: du verlierst viel Vermögen;
– ausstreuen: Verlust erleiden.
(europ.) : – kein gutes Vorzeichen; sie ist ein Symbol der Trauer, des Todes und der Enttäuschung;
– viel Asche sehen: man wird bitter getäuscht und tief gekränkt werden;
– sich damit beschmutzen: Ärger, Betrübnis;
– Asche verstreuen: nahe Trauer; Trauerfall;
– sammeln: Vermögenszuwachs;
– in die Asche hineinfallen oder hineintreten: ein Geldverlust droht; Vorsicht bei allen finanziellen Entscheidungen;
– für den Bauern: Mißernten;
– für den Händler: erfolglose Geschäfte.
(Siehe auch „Feuer“)
Aschenbrödel
Volkstümlich:
(europ.) : – empfiehlt Ergebenheit zu zeigen.
Aschenkasten
Psychologisch:
Aschenkasten weist auf negative Einstellungen und Gedanken hin, insbesondere auf ein Gefühl der allgemeinen Sinnlosigkeit des Lebens;
man sollte versuchen, diese negativen psychischen Inhalte mit aller Kraft möglichst bald zu überwinden.
Aschermittwoch
Volkstümlich:
(europ.) : – den Gläubigen Trost; den Ungläubigen Ermahnung.

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Asiaten
Psychologisch:
Es kommt sehr auf Ihren persönlichen Standpunkt an, welche Symbolik sich in einem Asiaten-Traum verbirgt. Vielleicht sind Sie in den 50er
Jahren aufgewachsen, in denen oft von „der gelben Gefahr“ die Rede war. Möglich, daß Ihr Unterb ewußtsein dieses Bild gespeichert hielt
und Sie zutiefst Angst vor dem Verlust Ihrer Lebensqualität haben, wenn asiatische Massenprodukte den Markt überschwemmen und eine
Vielzahl asiatischer Einwanderer soziale Hilfe und Arbeit benötigt. Wenn Sie an spirituellen Themen interessiert sind, symbolisiert ein
Asiate aber eher die Weisheit der fernöstlichen Kultur (Buddhismus).
Asien
Assoziation: – Weisheit; Subtilität; Unergründlichkeit.
Fragestellung: – Wo liegt meine Weisheit? Was behalte ich für mich?
Volkstümlich:
(arab. ) : – (dahin reisen): du wirst Gelegenheit haben, anderen zu helfen.
(europ.) : – besuchen: sicheres Zeichen für Veränderungen, aus der Sie jedoch keinen materiellen Nutzen ziehen können.
Asket
Allgemein:
Der Träumende ist im Konflikt mit seinen natürlichen Trieben. Asket kann für die Weisheit des Unbewußten stehen, auf die man mehr hören
sollte. Trifft man im Traum auf einen asketischen oder heiligen Mann, so begegnet man in ihm seinem eigenen höheren Selbst, jenem
Persönlichkeitsaspekt, der ununterbrochen nach der Einswerdung mit dem Göttlichen strebt. Vielleicht steht der Asket im Traum auch für die
Suche nach Einfachheit und die Aufforderung, sich durch Askese seelisch-geistig zu entwickeln. Vielleicht vermeidet er Sexualität oder
andere Kontakte, weil er Angst hat oder das Bedürfnis nach Beschränkung verspürt. Manchmal warnt er auch (ähnlich wie Abstinenzler,
siehe unter diesem Stichwort) davor, die eigenen Bedürfnisse zu stark durch strenge Moralvorstellungen und Regeln einzuengen.
Psychologisch:
Auf der psychologischen Ebene sucht der Träumende möglicherweise nach Reinheit bei sich selbst oder bei anderen. Oder aber er fürchtet
sich vor der Reinheit, die bereits in seinem Inneren wohnt, und muß mit ihr ins reine kommen.
Spirituell:
Askese im Traum könnte für den Versuch stehen, das Spirituelle im Leben zu finden und die Entwicklung des Willens voranzutreiben.
Volkstümlich:
(europ.) : – Sie entwickeln eigenbrötlerische Ideen, die Fremde faszinieren, Freunde jedoch abschrecken.
(Siehe auch „Einsiedler“)
Asklepios
Artemidoros:
Ein jugendlicher Ringkämpfer, der wegen der Zulassung zum Wettkampf in großer Sorge war, träumte, Asklepios sei Kampfrichter und der
Gott habe ihn beim Vorbeimarsch, als er zusammen mit den übrigen jungen Leuten einzog, ausgeschieden. Noch vor Beginn des
Wettkampfes starb er; der Gott hatte ihn nämlich nicht vom Wettkampf, sondern vom Leben ausgeschlossen, über das er nach allgemeinem
Glauben noch weit mehr Richter ist.
(Siehe auch „Götter“)
Äskulapstab
Allgemein:
Der Äskulapstab wird von Ärzten und medizinischen Einrichtungen als Zeichen des Heilens verwendet. Sieht man im Traum einen
Äskulapstab, so wird man durch ihn auf Gesundheitsangelegenheiten aufmerksam gemacht – entweder auf die eigenen oder auf die anderer
Menschen.
Psychologisch:
Mitunter bringt der Körper seine Bedürfnisse und Erwartungen bezüglich seines gesundheitlichen Wohlbefindens in Träumen zum
Ausdruck. Auf der psychologischen Ebene kann der Äskulapstab darauf hinweisen, daß die Bedingungen für körperliche Gesundheit nicht
angemessen sind und verbessert werden müssen.
Spirituell:
Der Äskulapstab im Traum steht für die Kraft, Gegensätzliches zu vereinen.
Asphalt
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird Verführungen ausgesetzt sein, bei denen man sich leicht in Unannehmlichkeiten verstricken kann.
Asphodel
(Ein im Mittelmeergebiet heimisches Liliengewächs mit weißen Blütenrispen und zuckerhaltiger Wurzel.)
Artemidoros:
Der Asphodel bedeutet genau dasselbe wie die Meerzwiebel. Lediglich Kranke rafft er dahin, wie ich häufig festgestellt habe. Den Grund
dafür kann ich nicht genau angeben, doch erklärt es sich wahrscheinlich daher, daß nach allgemeiner Vorstellung die Flur im Hades mit
Asphodel bedeckt ist.
(Siehe auch „Meerzwiebel“)
Asseln
Volkstümlich:
(europ.) : – besonders Keller- und Mauerasseln: deuten auf Delirium tremens und Gehirnkrankheiten.

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Ast
Assoziation: – Wachstumsstufen.
Fragestellung: – In welcher Richtung wachse ich?
Allgemein:
– Ast mit Blättern weist darauf hin, daß man sich grundlos Sorgen macht.
– Ist er aber kahl, verdorrt oder abgebrochen, werden Mißerfolge und Enttäuschungen angekündigt.
– Wer über einen abgebrochenen Ast stolpert, bei dem wird eine bestimmte Angelegenheit kurzfristig
abgebrochen. Manchmal beginnt dann eine innere Wandlung im Wachleben.
Psychologisch:
Meist Teil des Lebensbaumes, der etwas über unsere seelische Verfassung aussagt,
– wobei blühende oder grünende Äste unsere innere Ausgeglichenheit spiegeln,
– dürre oder abgestorbene aber auf die augenblicklich nicht sehr gute Verfassung hinweisen können.
– Man kann auch auf einem schwankenden Ast sitzen, übersetzt: sich unsicher fühlen.
– Und wer im Traum den Ast absägt, auf dem er sitzt, sollte im bewußten Leben vorsichtiger taktieren,
damit er nicht den Halt verlieren.
War der Ast abgebrochen? Möglicherweise ist dieser Traum eine Warnung, daß Sie sich zuviel zutrauen
und der Last nicht gewachsen sind.
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Äste sehen: Unannehmlichkeiten erleben;
– absägen: viel Arbeit bekommen;
– zerhacken: Zank und Streit erleben;
– verbrennen: Freude erleben.
(europ.) : – von Bäumen: getäuschte Hoffnungen;
– belaubte: unbegründeter Kummer;
– abgebrochene: beruflicher Stillstand;
– an den Ästen eines Baumes hochklettern: man wird auf recht ungewöhnliche Weise beruflich vorankommen;
– Äste stellen sich einem in den Weg: man muß mit beruflichen Schwierigkeiten rechnen;
– der Ast bricht beim Versuch, hinaufklettern zu wollen: man ist nicht umsichtig genug;
– Erblickt eine Frau im Traum einen dürren Ast, dann drückt sie damit eine unbewußte Angst vor der Kinderlosigkeit aus.
(Siehe auch „Zweig“)
Astern
Allgemein:
Astern versteht man als Symbol der Würde, sie können also mehr Ansehen und Ehrungen verheißen. Verwelkte Astern stehen oft für
Hoffnungen, die man begraben muß. Weiße oder schwarze Astern werden traditionell als Ankündigung von Krankheiten und Todesfällen
verstanden, bunte pflückt man für eine späte Liebe. Die Blumen des Herbstes, des Lebensherbstes.
Psychologisch:
Diese Blume wird gern den Toten zum Grab gebracht. Sie haben (unbewußt) Angst um Ihre Gesundheit oder die von Freunden. Vielleicht
haben Sie Anzeichen von Störungen wahrgenommen, ohne daß es ihnen klar wurde. Seien Sie in dieser Beziehung etwas aufmerksamer in
der nächsten Zeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – blühende: gute Erfolge haben;
– verwelkte: unglückliche Erlebnisse.
(europ.) : – verwelkte: Fehlschlagen von Hoffnungen;
– sehen: zu Würden und Ansehen kommen;
– weiße: man wird in nächster Zeit von einem Todesfall in der näheren Umgebung hören;
– schwarze in voller Blüte: bevorstehende Erkrankung einer Person aus näherer Umgebung;
– farbige Astern sehen: man kann mit Erfolg oder Freuden rechnen;
– rote Astern: bedeuten Liebesglück;
– blaue Astern: zeigen überlegene Geisteskraft und klare Entscheidungen an;
– ein kräftiges Gelb: deutet auf viel Intuition, die einem die richtige Entscheidung ermöglichen wird;
– ein helles Gelb: zeigt Verrat, Enttäuschungen oder gar Intrigen und Neid an.
(ind. ) : – im blühenden Zustand: du kannst auf hohe Ehren, Würde, Hoheit, Ansehen hoffen,
und bald wirst du auf der Höhe deines Daseins angelangt sein;
– verblüht: all dein Sehnen und Trachten wurde durch deine Unvorsichtigkeit unterbunden;
– verwelkt: deine Hoffnungen werden getäuscht.
(Siehe auch „Blumen“)
Asthma
Assoziation: – Verlust der emotionalen Geborgenheit.
Fragestellung: – Welchem Teil von mir will ich künftig mehr Zuwendung geben?
Allgemein:
Alle Träume von körperlicher Beeinträchtigung wegen einer Krankheit weisen auf reale Schwierigkeiten hin, aber jemand, der an Asthma
leidet, wird eher davon träumen frei atmen zu können, als von seiner Krankheit. Ein Gesunder indessen, der von Asthma träumt, kann damit
an reale körperliche Beeinträchtigungen erinnert werden. Meist stehen hier aber auch Autoritätsängste dahinter. Die eigenen Argumente
werden nicht akzeptiert. Jemand oder etwas schnürt der Seele im Wachleben die Luft ab.
Psychologisch:
Asthma kann im Traum bei Kranken Anfallsweise auftreten; dann handelt es sich um einen körperbedingten Traum, der auf Erkrankungen
der Atemwege oder des Herzens beruht, die gründlich untersucht werden müssen. Oft zeigt Asthma in Träumen gesunder Menschen aber an,
daß sie unter der Last ihrer Pflichten und Probleme schier ersticken, sich nicht mehr entfalten können, vielleicht auch zu überempfindlich
(allergisch im übertragenen Sinn) reagieren. Bei Kindern kommen Asthmaanfälle im Traum (aber auch in der Realität) oft durch eine falsche
Erziehung mit Überbehütung durch die Mutter vor, die ihnen Angst macht und ihre Entwicklung behindert.
Volkstümlich:
(europ.) : – Ein bevorzugtes Schema erweist sich als nicht so gewinnbringend, wie Sie es erwartet haben.
Revidieren Sie Ihre Pläne und vermeiden Sie alle Spekulationen und Risiken.

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Astralkörper
Volkstümlich:
(europ.) : – Ihre Vorhaben werden Sie zu weltlichem Erfolg führen;
– den eigenen sehen: bringt Kummer.
(Siehe auch „Astrallicht“)
Astrallicht
Volkstümlich:
(europ.) : – hoffe und harre aus – der über den Sternen thront, läßt keinen Menschen fallen und untergehen, solange er noch zu ihm aufblickt.
Astrologe (-ie)
Allgemein:
Astrologe ist im Traum als weiser Ratgeber zu verstehen, der zu mehr Erfolg und persönlicher Weiterentwicklung verhilft. Er kann auch
vertiefte Selbsterkenntnis und Erweiterung des Bewußtseins anzeigen oder dazu auffordern, sich nicht so stark von materiellen Dingen
beherrschen zu lassen.
Psychologisch:
Der Träumende sucht einen Menschen, der ihm den Weg aus seinen verworrenen Lebensumständen zeigt. Statt sich intensiv mit sich selber
und seinen Problemen auseinanderzusetzen, sucht er einen Ratgeber, der ihm diese Arbeit abnimmt. Erst wenn man bereit ist, sich selbst zu
bemühen und die Verantwortung dafür zu übernehmen, dann kann ein verantwortungsbewußter Astrologe helfen, sich besser kennen zu
lernen.
Volkstümlich:
(europ.) : – betreiben: kündigt große Kenntnisse an, die erworben werden könnten.
– einen Astrologen sehen oder sich damit befassen: größerer Erfolg als bisher wird eintreten;
– zu einem Astrologen gehen: man sucht nach Rat und Anleitung;
– mit einem sprechen: man geht einer Sache (und sich selbst) auf den Grund und kann deshalb erfolgreich sein;
– astrologische Zeichen sehen: Entdeckungen und tiefe Einsichten, die für das weitere Fortkommen
von großer Bedeutung sind, werden gemacht. Das Leben wird positiv verändert.
(Siehe auch „Horoskop“)
Astronaut
Psychologisch:
Sinnbild für „geistige Höhenflüge“, Bewußtseinserweiterung. Ein Symbol für den Wunsch, Neues zu entdecken – auch jenseits unserer
vertrauten Realität. Er steht auch für die Sehnsucht, den Himmel zu erreichen. Oft ist er aber ein Aussteiger- Traum, bei dem alles Erdhafte
zurückbleiben soll.
Astronom (-ie)
Volkstümlich:
(europ.) : – sowie Astronomie: soll eine böse Vorbedeutung haben.
Asyl
Allgemein:
Dieses suggestive Omen hängt – um korrekt interpretiert zu werden – von den Umständen des Traumes ab. Wenn Sie außerhalb des
Gebäudes verbleiben, sollten Sie jede sich bietende Chance wahrnehmen, denen die in Schwierigkeiten sind, zu helfen, da Sie selbst ein
gutes Geschick erwarten können. Befinden Sie sich jedoch im Inneren, beinhaltet das Schwierigkeiten ernsthafter Art.
Volkstümlich:
(europ.) : – finden: Obdachlosigkeit und Armut.
Atem
Allgemein:
Das Symbol für Leben schlechthin. Wem der Atem „wegbleibt“, der ist starr vor Angst – wer nicht mehr atmet, ist tot. Ist man völlig außer
Atem und sinkt erschöpft in den Sessel, sollte man das Lebenstempo drosseln und sich Zeit nehmen, um „endlich tief durchzuatmen“. Nimmt
ein Träumender seinem Atem im Traum bewußt wahr, dann deutet dies seine tiefe Verbindung mit dem Leben an. Wird im Traum das
Atmen eines anderen Menschen bewußt erlebt, so könnte dies ein Hinweis darauf sein, daß man das Mitgefühl und das Verständnis dieses
Menschen braucht.
Psychologisch:
Der emotionale Zustand eines Menschen hat oft Auswirkungen auf seine Atemfrequenz. Erhöhte Atemfrequenz kann im Traum zum Beispiel
in eine Panikattacke „übersetzt“ werden. Atmet der Träumende unter Wasser, so stellt dies eine instinktive Rückkehr in die Gebärmutter dar.
Das freie Atmen gilt im Traum als Symbol für freie Entfaltung der Energie wie auch für seelisches und körperliches Gleichgewicht. Muß der
Träumende allerdings um Atem ringen oder droht er gar zu ersticken, muß dies als Zeichen für eine Beeinträchtigung der
Persönlichkeitsentfaltung gesehen werden. Kommt ein solcher Traum öfter vor und löst starke Angstgefühle aus, deutet dies entweder auf
eine körperliche Krankheit oder auf eine seelische Störung hin
Spirituell:
Der Atem ist das Sinnbild für die Seele. Der Atem ist die Kraft des Geistes und die lebensspendende Energie.
Volkstümlich:
(europ.) : – reiner, frischer Atem: vorbildliches Verhalten; erträgliche Geschäftsabschlüsse;
– schlechter Atem: Krankheit; Intrigen;
– außer Atem sein: kommende Schwierigkeiten;
– Atemlosigkeit: signalisiert Mißerfolg, wo Erfolg sicher schien.
(Siehe auch „Luft“, „Angst“)
Atheismus
Volkstümlich:
(europ.) : – und dergleichen bedeutet: daß man sich auf falscher Bahn befindet und umkehren muß.
Athena (Siehe „Götter“)

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Athlet
Assoziation: – Arbeit an der physischen Energie; Stärke; Geschicklichkeit; Ehre.
Fragestellung: – Welche Fähigkeiten möchte ich entwickeln, oder für welche Fähigkeiten möchte ich anerkannt werden?
Allgemein:
Kein guter Traum für alle, die nicht ausgesprochen stark sind; hüten Sie sich vor Überanstrengungen.
Psychologisch:
Ein typischer Männertraum, wenn es an eigener Kraft mangelt und man sich schlapp und unzufrieden fühlt. Häufig geträumt bei geistiger
Erschöpfung, Überforderung im Beruf, körperlicher Tiefstform – und bei Potenzproblemen: Der geträumte Athlet symbolisiert auch die
männliche Sexualität.
Volkstümlich:
(europ.) : – deine Bemühungen werden von Erfolg gekrönt sein.
(ind. ) : – man muß nicht immer in großen Kreisen verkehren, auch in kleinen wohnt Zufriedenheit.
(Siehe auch „Sport“)
Atlantis
Volkstümlich:
(europ.) : – Entdeckungen machen, Offenbarungen erhalten.
Atlas
Allgemein:
Taucht ein Atlas oder eine Landkarte im Traum auf, so liegt die Vermutung nahe, daß man nach einem Weg sucht oder einen gezeigt
bekommt. Man sollte sich selbst erforschen, ob man im Wachleben einen guten Richtungssinn hat.
Psychologisch:
Er steht für Fernweh und Reiselust, die Vorbereitung um auf innerliche Reise zu gehen, aber auch den Wunsch der Seele, zu fliehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – (Landkartenatlas): du mußt eine unerwartete Reise machen.
(Siehe auch „Landkarte“)
Atmosphäre
Allgemein:
Blauer Himmel und Sonnenschein bilden einen der höchst glückverheißenden aller Träume, denn er prophezeit Wohlstand in
Geldangelegenheiten, Glück im häuslichen Bereich und die Gesellschaft treuer Freunde. Wolken, Regen und Gewitter jedoch sind sämtlich
Anzeichen von Schwierigkeiten und Mißgeschick, die von der Heftigkeit des Unwetters abhängen. Weniger ernstlich ist es, wenn Sie den
Sturm betrachten und nicht sein Opfer sind.
(Siehe auch „Himmel“, „Sonne“, „Sturm“, „Wolken“)
Atmung
Psychologisch:
Manchmal erwachen wir keuchend und nach Luft schnappend aus einem Traum. Das kann eine medizinische Ursache haben, und wenn es
sich wiederholt, sollte man den Arzt konsultieren. Wenn man im Traum Probleme mit der Atmung ohne erkennbare Ursache hat, könnte dies
ein Hinweis auf generelle Probleme sein. Bei Frauen ist es manchmal eine Anspielung auf den Animus (männlichen Persönlichkeitsteil), bei
Männern auf ihre Männlichkeit. Oder braucht man einfach Luft, Raum oder Freiheit?
Atombombe
Assoziation: – Zerstörung in großem Maßstab?
Fragestellung: – Was bin ich zu beenden bereit? Wessen Ende befürchte ich?
Allgemein:
Die Atombombe bedeutet in der Wirklichkeit eine starke Bedrohung für Mensch und Umwelt und tritt auch im Traum als ernstzunehmendes
Gefahrensymbol auf. Wenn auf diese Weise Angst hinsichtlich der äußeren Welt erlebt wird, muß der Träumende sich vielleicht bewußt
werden, daß die Beendigung eines bestimmten Lebensabschnitts auf besonders dramatische Weise nahe bevorsteht. Häufig geht mit dem
Traumbild das Gefühl einher, daß eine Explosion durch destruktive Energie einem Neuaufbau vorausgehen muß. Atombombe symbolisiert
im Einzelfall die destruktiven Kräfte, die im Unbewußten eines Menschen schlummern und das Leben zerstören können.
Psychologisch:
Die Atombombe im Traum könnte für die Angst vor Irrationalität und vor falsch gebrauchter Macht stehen. Eine Atombombe führt
absichtlich eine Explosion herbei, die ausschließlich der Zerstörung dient. Der Träumende fürchtet vielleicht, daß jemand sein sorgsam
aufgebautes Leben vernichten will. Sie taucht aber auch bei negativer Traumunruhe in Katastrophenträumen als reale Gefährdung auf. Sie
deutet auf eine geistige oder psychische Spaltung des Träumenden hin, kann aber ebenso ein Signal für eine neurotische Auflösung oder, im
schlimmsten Fall, für eine Schizophrenie sein. Das Traumsymbol der Atombombe kann aber auch so verstanden werden, daß bei einer
Erkrankung des Träumenden sein Umfeld ebenso gefährdet ist.
Spirituell:
Die unkontrollierbaren Kräfte des Lebens und des Unbewußten sind dem Träumenden bewußt geworden.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: es wird bald eine Katastrophe einsetzen, die Sie und Ihre Lieben betrifft;
– nukleare Auseinandersetzung: bald sehr viel Ärger herunterschlucken müssen,
der sich auf eine äußerst zerstörerische Art und Weise entlädt.
(Siehe auch „Gau“, „Explosion“)
Atomkraft (Siehe „Kernkraft“)

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Attentat
Allgemein:
Man fühlt sich ausgeliefert und befürchtet Gewalt. Man sollte vor einem Überraschungsangriff auf der Hut sein. Das Unbewußte hat Angst
vor seelischer Verwundung.
Psychologisch:
Wer im Traum ein Attentat erlebt, dem steht Aufregendes bevor, wobei weitere Symbole deuten, ob es sich um schöne oder schlimme
Erlebnisse handelt. Ein Träumer, der selbst ein Attentat plant oder begeht, will sich im Wachleben vielleicht in einer aussichtslosen
scheinenden Sache engagieren. Wer im Traum ein Attentat aus sicherer Entfernung beobachtet, bleibt auch in bedrohlichsten Lebenslagen
zuverlässig, „cool“ und souverän.
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst begehen: sich vor Schande hüten müssen; man opfert sich für eine aussichtslose Sache;
– sehen oder erleben: große Aufregung, die aber glücklich („Glück im Unglück“ haben) vorübergeht;
– an einem selbst ausgeführt wird: Gefahren drohen; man kann nicht alle Probleme überwinden;
– andere Person sehen, über der blutüberströmt ein Attentäter steht: verheißt Unglück;
– fließt Blut dabei: geschäftliche bzw. private Verluste.
(Siehe auch „Mord“)
Attest
Volkstümlich:
(europ.) : – ausschreiben: eine Anstellung;
– erhalten: du bekommst eine unangenehme Nachricht.
Audienz
Volkstümlich:
(arab. ) : – (eine Audienz bei einem Hochgestellten haben): du wirst deine Stellung verbessern.
(europ.) : – erhalten: Verbesserung der Stellung und hat Glück und Erfolg;
– geben: wichtige Neuigkeiten hören; die derzeitigen Pläne sind zu weittragend, um in Erfüllung gehen zu können.
Auerhahn
Volkstümlich:
(europ.) : – ermahnt zu Mut und Ausdauer bei Unternehmungen;
– balzen hören: man spürt deinem Tun nach;
– schießen: du wirst über deine Feinde triumphieren.
Aufbahren
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein trauriges Ereignis.
(europ.) : – Traurigkeit.
Auferstehung
Allgemein:
Die Auferstehung steht für Tatkraft, Selbstvertrauen, Neubeginn und Wiedergeburt. Nach einer Zeit großer Schwierigkeiten können Sie nun
aufatmen: Die Hindernisse sind nun überwunden und es geht sicher wieder aufwärts. Vielleicht bezieht sich der Traum auch auf einen nahen
Freund oder Verwandten. Auch: Eine weite Reise zu Orten von religiösem Interesse, bereitet Ihnen viel Glück.
Psychologisch:
Ein Auferstehungs-Traum ist ganz klar ein Hoffnungstraum, z.B. wenn er die „Auferstehung“ von einer Krankheit oder die „Wiedergeburt“
einer Idee oder eines Zieles oder die Erneuerung einer romantischen, platonischen oder beruflichen Beziehung behandelt.
Spirituell:
Eine Auferstehung symbolisiert den Wunsch nach Höherem und nach geistiger Weiterentwicklung. Meist ist jetzt ein Entwicklungsschritt
erfolgreich abgeschlossen worden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer von der Auferweckung der Toten, bedeutet es Befreiung von Fesseln und das Ende von Kriegen.
Diejenigen, die in der Fremde sind, werden ihre Angehörigen in der Heimat bald wiedersehen.
Vom Kaiser werden sie Ämter und Würden und reiche Geschenke erhalten.
Die Frauen dort werden ohne Schmerzen gebären. Und wüten Krankheiten am Ort, werden sie schwinden.
(perser) : – Träumt jemand (41) von der Ruferweckung der Toten, werden dort, wo einer das Gesicht geschaut hat,
Fesseln fallen und Not und Elend ein Ende haben. Freude wird dort herrschen, die vom Kaiser ausgeht.
Und lastet Hungersnot auf dem Land, wird üppige Fülle einziehen.
(europ.) : – der Toten: du wirst aus Elend und Unglück durch Freunde errettet werden; eine innere Wandlung beginnt;
– einen Verstorbenen auferstehen sehen: etwas sehr Bedrückendes wird von einem genommen werden;
als religiös erlebter Vorgang kann dies ein Neubeginn im Leben anzeigen, eine Wende zum Besseren;
– selbst von den Toten: Sie haben großen Ärger, werden letztendlich Ihre Wünsche aber durchsetzen;
– die eigene Auferstehung sehen: große Wandlungen vollziehen sich im eigenen Leben; Unglück wandelt sich zum Glück.
(ind. ) : – Schaut jemand im Traum die Auferstehung der Toten, wird dort, wo einer das Gesicht geschaut hat, Gerechtigkeit geübt
werden. Gibt es dort Ungerechte, werden sie Strafe erleiden, denjenigen aber, denen Unrecht geschah, wird alsbald
Gerechtigkeit widerfahren, weil bei der Auferstehung Gott allein der gerechte Richter ist. Deswegen hat dieses Gericht
nach menschlichem Ermessen dieselbe Bedeutung wie das Jüngste Gericht.
(Siehe auch „Erweckung“)
Auffahrt
Assoziation: – Zugang zu Kraft und Bewegung.
Fragestellung: – Wie leicht habe ich Zugang zu meiner Kraft?
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: du erleidest Geldverlust.

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Aufführung
Volkstümlich:
(europ.) : – Wenn Sie sich selbst als Darsteller sehen, bedeutet das ein zu großes Haften an Erscheinungen.
(Siehe auch „Arena“, „Bühne“, „Schauspieler“)
Aufgabe
Psychologisch:
Wird manchmal in Prüfungsträumen gestellt, womit wohl die Lebensaufgabe gemeint ist, die wir zu bewältigen haben. Wer sie im Traum
nicht löst, muß im Wachleben ein schwieriges Problem in den Griff bekommen. Die Traumaufgabe ist gewissermaßen eine Mahnung des
Unbewußten, im Wachleben mit mehr Elan an die Dinge heranzugehen.
Aufgeben
Volkstümlich:
(europ.) : – Wenn eine junge Frau träumt, Heim oder Freunde aufzugeben, so werden Liebesdinge für sie problematisch,
weil die Achtung vor dem Liebsten mit zunehmender Dauer der Verbindung schwächer werden wird.
Aufgebot
Allgemein:
Obgleich dieser Traum das Innere einer Kirche beinhaltet, was nicht als glückhaft anzusehen ist, können Sie sich auf gutes Glück verlassen,
das einer unangenehmen Erfahrung folgt.
(Siehe auch „Kirche“)
Aufgehen
Volkstümlich:
(europ.) : – der Sonne beobachten: Glück tritt ein.
(Siehe auch „Mond“, „Sonne“)
Aufhängen
Psychologisch:
Man wird „hingehängt“, also verleumdet oder hintergangen. Wird man selbst aufgehängt, kann man ein Ziel nur in mühsamer Kleinarbeit
erreichen. Werden andere aufgehängt, sollte man auf böswillige Leute achten. Das Aufhängen von Wäsche vor dem Fenster des Nachbarn
signalisiert einen Konflikt, bei dem man bloßgestellt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Erhängten) sehen: Schreck;
– sich selbst: gewisses Unglück;
– aufgehängt werden: du kommst zu hohen Würden und Ansehen;
– einen anderen aufhängen sehen: du kommst in einer wichtigen Sache zu spät.
(europ.) : – sehen: Schreck, Krankheit, Unglück;
– sich selbst: große Freude; die Situation ändert sich zum Besseren;
– aufgehängt werden sollen: ein Warnung, man wird von anderen Menschen ausgenutzt;
– aufgehängt sein oder werden: Glück und Ehre;
– selbst jemandem aufhängen oder daran beteiligt sein: man sollte sich jetzt vor übereilten Handlungen und Entschlüsse hüten;
– Wäsche zum Trocknen: man sehnt sich nach einer besseren Umgebung und bessere Verhältnisse,
was teilweise auch erreicht wird; Mühsal und Plage;
– ein Bild aufhängen: man sucht eine neue Leitlinie fürs Leben.
(Siehe auch „Galgen“)
Aufhacken
Volkstümlich:
(arab. ) : – die Erde: unnötige Arbeit.
Aufheben
Volkstümlich:
(europ.) : – wenn man etwas findet: bedeutet unnützes Bemühen;
– einen Menschen emporheben: Ehren in Aussicht;
– etwas Beliebiges aufbewahren: Belohnung.
Aufknöpfen
Psychologisch:
Das Aufknöpfen von Sachen wie der Bluse zeigt die Bereitschaft sich zu öffnen, steht aber auch manchmal dafür, anderen ein intimes
Angebot zu machen. Es ist ein Zeichen der Aufgeschlossenheit aber auch Zeichen dafür, zu vertrauensselig zu sein.
Auflösen
Volkstümlich:
(europ.) : – einen Knoten: mühsame Arbeit, die gelingen wird;
– eine Versammlung: Zank und Streit.
Aufregung
Allgemein:
Sind Sie im Traum übermäßig aufgeregt, so kann das bedeuten, daß die Aussichten für die Verwirklichung Ihrer Pläne nicht sehr gut stehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf Hindernisse.
(europ.) : – Hindernisse stehen bevor.

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Aufruhr
Allgemein:
Aufstand (Revolution) zeigt größere Veränderungen im Leben an, die verunsichern, weil man ihren Ausgang noch nicht abzuschätzen
vermag.
Psychologisch:
Ihr Leben ist in Unordnung geraten. Haben Sie revoltiert oder sind andere an der Unruhe schuld? Gehen Sie im luziden Traum auf die
feindlichen Kräfte zu und suchen Sie Verständigung. Es ist wichtig festzustellen, mit was oder mit wem Sie sich im Widerspruch befinden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – bedeutet argen Verdruß.
(europ.) : – sich daran beteiligen: Unheil und Kummer; Verdruß;
– sehen: Unheil verhüten; die Situation wird unsicher;
– miterleben: es steht ein Umschwung im Leben bevor;
– wird ein Freund dabei getötet: Pech in allen Dingen;
Kummer durch Tod oder schwerer Erkrankung eines Menschen;
– wobei man Blut fließen sieht: unvorhergesehene Ausgaben sind zu erwarten.
Aufsammeln
Allgemein:
Wenn Sie im Traum Geld auflesen, ist das ein glückhaftes Zeichen; sammeln Sie Früchte, dann bezieht sich das auf Vergnügungen. Blumen
beinhalten Liebesaffären.
(Siehe auch „Sammeln“)
Aufschließen
Volkstümlich:
(europ.) : – Sie werden bei sich daheim eine Entdeckung machen. Versuchen Sie nicht etwas geheimzuhalten vor jenen, die Sie lieben.
(Siehe auch „Schlüssel“, „Tür“)
Aufseher
Psychologisch:
Wer sich von Aufsehern beobachtet und kontrolliert fühlt, hat Angst vor der Einschränkung seiner persönlichen Freiheit. Geträumt gilt der
Aufseher als negative männliche Autorität, als jemand, der Druck und Zwang ausübt. Vor welcher „Entdeckung“ haben Sie Angst? Was
möchten Sie am liebsten „unkontrolliert“ (und uneingeschränkt) tun?
Volkstümlich:
(europ.) : – Ein schneller Aufstieg in beruflicher Position.
Aufsichtsrat
Volkstümlich:
(europ.) : – dein Vater (oder eine ältere Person) ist mit deinem Tun nicht einverstanden.
Aufspießen
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum aufgespießt wird, so hat dies eindeutig eine sexuelle Natur. Bei Männern kann sich so die Angst vor
Homosexualität zeigen, bei Frauen die Angst vor dem Geschlechtsakt.
Volkstümlich:
(europ.) : – an einem Geländer erblicken: Warnung vor drohender Verletzung.
Aufstehen
Allgemein:
Ist es in einem Traum wichtig, daß eine Person aufsteht, dann ist dies oft ein Hinweis darauf, daß man etwas tun sollte. Man wird durch
dieses Traumsymbol aufgefordert, aktiv zu sein und in die Welt hinauszugehen. Diese Traumsituation tritt oftmals auf, wenn man zu passiv
sein Leben verbringt. Es geht buchstäblich um etwas „Erhebliches“.
Psychologisch:
Man will sich aufrichten, seinen Mann stehen, sich von kleinlicher Denkweise befreien. Das Aufstehen gilt oft auch als Symbol für die
eigene Tatkraft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vom Lager: Krankheit;
– vom Stuhl: frohe Botschaft.
(europ.) : – von der Erde, Lager oder Sitz: fröhliches Beginnen einer Arbeit.
Aufsteigen
Psychologisch:
Hier ist der Blick in die Zukunft gerichtet, in der man sich geistig und materiell verbessern will. Wer auf ein Dach steigt, benutzt seinen
Kopf, um einen Aufstieg im Leben verwirklichen zu können. Auf einen Berg steigen besagt demnach, daß man den Aufstieg in eine höhere
Etage des Lebens nur mit einiger Mühe erreichen kann. Ist ein Berg zu steil, kann ein Plan oder eine eben begonnene Arbeit mißlingen; dann
sollte man seine Kraft besser auf andere Vorhaben verwenden, die leichter zum Erfolg führen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, sich in die Luft: große Ehren erwarten dich;
– die Treppe: Anschwärzung und Verachtung.
(europ.) : – mühelos einen Berg, Treppe, Abhang: du gelangst sicher zum Ziel;
erfolgreicher Abschluß eines Unternehmens;
– unter großen Anstrengungen einen Berg, Treppe, Abhang hinaufsteigen: man
wird erst nach Überwindung etlichen Schwierigkeiten für seine Arbeit belohnt;
– zusammen mit dem Liebespartner einen steilen Berggipfel erklimmen: die
Sehnsucht nach sexuellen Höhepunkten erwacht;

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– auf ein weißes Pferd: Glück und Erfolg;
– auf ein schwarzes Pferd: Erfolg, der jedoch nicht anhalten wird.
(Siehe auch „Berg“, „Fels“, „Treppe“, „Leiter“)
Aufstieg
Allgemein:
Dies ist ein sehr günstiges Zeichen, es beinhaltet Erfolg in einigen wichtigen Vorhaben. Sie können auf eigenen Füßen stehen. Erst strengt
man sich an, um nach oben zu kommen, dann genießt man (am Ziel – von „oben“) die Freiheit und das Glücksgefühl des Sieges: ein
Erfolgstraum! Wenn Sie jedoch träumen, als Angestellter befördert worden zu sein, ist der Erfolg sicher. Dieser Traum erscheint oft in
Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten. Sollten Sie jedoch von dem Prozeß selbst träumen, werden Sie ihn verlieren.
Psychologisch:
Dem Träumenden wird bewußt, daß er die Kontrolle über seine Leidenschaften und über seine sexuellen Gelüste gewinnen kann. Wenn es
gelingt, Energie statt in Sexualität in Selbstbewußtsein auszudrücken, dann manifestiert sich dies im Traum häufig als Aufstieg. Steigt man
im Traum eine Treppe hinauf oder fährt in einem Fahrstuhl nach oben, so kann dies Erwachen und zunehmende Bewußtheit signalisieren;
der Träumende läßt Angst und Niedergeschlagenheit hinter sich und befreit sich von materiellen Zwängen.
Spirituell:
Der Träumende sucht spirituelle Bewußtheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – bei einer Verpflichtung: Herzenswünsche werden sich erfüllen;
– wenn andere aufsteigen: wohlmeinende Freunde in Ihrer Nähe.
(Siehe auch „Beförderung“)
Auftauen
Allgemein:
Tauwetter im Traum steht für die Veränderung emotionaler Reaktionen. Eine früher vorhandene emotionale Distanziertheit beginnt sich
aufzulösen.
Psychologisch:
Auf der psychologischen Ebene ist der Träumende dazu fähig, eine zwischenmenschliche Begegnung emotional zu erwärmen und vielleicht
vorherrschende Kälte „wegzuschmelzen“. Herrscht im Träumenden selbst Kälte vor, so muß er auf der emotionalen Ebene die Ursachen
hierfür überprüfen.
Spirituell:
Emotionales Auftauen verweist auf die Fähigkeit, mit allen Hemmungen ins reine zu kommen und warm und liebevoll zu werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – Ein früherer Gegner wird in Kürze Ihr Freund werden.
Auftrag
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfangen: unerwartete Einnahme.
(europ.) : – erhalten: du empfängst einen angenehmen Brief, deutet auf gute Nachrichten;
– erteilen: du machst dich unbeliebt.
Auftritt
Assoziation: – Leistung; Errungenschaft.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben suche ich nach Anerkennung?
Allgemein:
Für jeden, der nicht Schauspieler als Beruf oder Hobby betreibt, bedeuten Träume, in denen er einen Auftritt hat, daß er um seine
Persönlichkeit und seine Wirkung auf andere besorgt ist. Auf der Bühne stellen wir uns zur Schau, genau wie im Alltagsleben: Wir hoffen
auf Applaus und ernten manchmal Buhrufe. Das Publikum stellt wahrscheinlich Freunde, Nachbarn und Kollegen unseres Wach-Ichs dar.
Man versuche sich an jedes Detail des Traumpublikum zu erinnern, und sollte im Traum Hinweise für die Identifizierung finden.
Menschenmengen können Probleme darstellen. Man trete ihnen mutig entgegen. Weiß man, wie man zu antworten hat und was man zu sagen
hat? Oder spielte man seine Reaktion? Der Schauspieler ist man wahrscheinlich selbst; jede Unzugänglichkeit des Spiels, (wenn man seinen
Text vergessen oder den Part nicht überzeugend spielt) könnte (einem vielleicht unbewußt) Unzulänglichkeiten im Wachleben darstellen.
Psychologisch:
Steht man ganz allein im Rampenlicht, alle Augen im Saal nur auf einem gerichtet? Ein schreckliches Gefühl? Dann hat man Angst vor
Mißerfolg – oder einen Perfektionstick und fürchten stets, nicht gut genug zu sein und „sein Gesicht zu verlieren“. Der Auftritt fordert dazu
auf, Mut zu zeigen und sich der Verantwortung zu stellen. Er bekundet die Bereitschaft, andere zu schützen. Im Negativen steht er für
bluffen, sich zu überschätzen.
(Siehe auch „Applaus“, „Bühne“, „Theater“)
Aufwachen
Allgemein:
Es gibt einen Schlafzustand, in dem der Schlafende erkennt, daß er träumt und aufwachen könnte. Dies scheint dem Träumenden zum einen
dazu zu zwingen, bestimmte Geschehnisse oder Umstände zur Kenntnis zu nehmen. Zum anderen wird er hierdurch in die Lage versetzt, das
Aufwachen als therapeutisches Mittel einzusetzen, in den Traum einzugreifen und ihm möglicherweise ein besseres Ende zu geben.
Aufwachen im Traum (nicht tatsächlich) versteht man meist so, daß man sich spontan eines Zusammenhanges bewußt wird, etwas einsieht,
das bisher noch nicht erkennbar war. Zuweilen wird dadurch auch auf einen besonders wichtigen Vorgang im Traum hingewiesen, der
unmittelbar vorher oder nachher abläuft.
Psychologisch:
Im Traum aufzuwachen, kann heißen, daß man eine Zeit der Trauer und Zurückgezogenheit hinter sich läßt.
Spirituell:
Aufwachen ist gleichbedeutend mit Bewußtwerdung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – im Schlaf: du wirst etwas Unverhofftes, aber wenig Erfreuliches erleben.
(europ.) : – in der Frühe: Glück und Zufriedenheit; angenehme Nachricht; gute Verrichtung;
– am Tage: Ärger;
– am Abend: scheiternde Hoffnungen.

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Aufwand
Volkstümlich:
(europ.) : – betreiben: in die Bahnen eines Verschwenders geraten.
Aufwecken
Volkstümlich:
(arab. ) : – (jemanden): du wirst geliebt.
(europ.) : – man soll Nahestehende behüten;
– aufgeweckt werden: frohe Botschaft in Aussicht;
– durch Tiere: allerlei Störungen im Geschäft sowie auch im Wohlbefinden.
(Siehe auch „Erwachen“)
Aufwischen (Siehe „Fegen“)
Aufzeichnung
Allgemein:
Sammeln Sie vielleicht bestimmte Fakten? Es könnte sein, daß Sie die Arbeit nicht an der Arbeitsstelle lassen können und mit nach Hause
nehmen.
Psychologisch:
Träume, in denen man eine Szene oder ein Detail sorgfältig festhält (z.B. in schriftlichen Aufzeichnungen, Zeichnungen oder Fotos),
verleihen dem Gegenstand der Aufzeichnungen besonderes Gewicht – vielleicht nicht dem Gegenstand selbst, sondern dem Aspekt im
Wachleben, den er symbolisiert.
(Siehe auch „Foto“, „Malen, „Schreiben“, „Video“, „Zeichnung“)
Aufzug
Assoziation: – Aufstieg; umfassenderes Verständnis.
Fragestellung: – Was tue ich, um nach oben zu kommen?
Volkstümlich:
(europ.) : – (eines Vorhanges etc.): wir werden unerwartete Nachrichten bekommen.
(Siehe auch „Lift“)
Aufzwingen
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden etwas: verlorene Mühe.
Augen
Assoziation: – Sehvermögen; Vision; Bewußtsein; Klarheit.
Fragestellung: – Wessen bin ich mir bewußt? Wie sehe ich die Welt?
Artemidoros:
Scharfsichtigkeit ist für alle ausnahmslos gut, Kurzsichtigkeit dagegen zeigt Geldmangel an, weil auch die Augen „Pupillen“ haben
(Unübersetzbares Wortspiel mit den verschiedenen Bedeutungen von psephos; das Wort bedeutet eigentlich Steinchen, denn weil man diese
zum Zählen und Rechnen benutzte, Geld. Ferner bezeichnet es den glänzenden Stein im Ring, mit dem wiederum die Pupille im Auge
verglichen wird.); ferner Stillstand der Geschäfte, weil Kurzsichtige das, was vor ihren Füßen ist, schlecht sehen. Einem der Kinder hat,
bedeutet es, daß sie erkranken werden; die Augen gleichen den Kindern, weil sie uns lieb und teuer sind und dem Menschen als Wegweiser
und Führer dienen, wie die Kinder den ergrauten Eltern. Drei, vier oder noch mehr Augen haben ist für einen Heiratslustigen und einem
Kinderlosen von guter Vorbedeutung; der eine wird eine Frau, der andere ein Kind bekommen; auf diese Weise werden um eine Person mehr
Augen sein. Glück bringt es ferner einem Gläubiger denn er wird mehr „Steinchen“ (Geld) bekommen. Aus dem gleichen Grund ist es wegen
der „Steinchen“ für einen Schuldner von Schlimmer Vorbedeutung. Einem Reichen rät es, sich wegen seiner Person und seines Vermögens
sehr in acht zu nehmen, weil Anschläge drohen; es sagt ihm gewissermaßen, er bedürfe vieler Augen. Dem, der auf Reisen gehen will, zeigt
es eine Irrfahrt an und einem, der zur See fährt, die Rückkehr in den Hafen, weil die vielen Augen durch das Licht und den Sonnenglanz
hierin und dorthin gezogen werden. Ich kenne jemand, dem es träumte, er habe drei Augen; der Mann erblindete, nicht etwas wegen des
Märchen vom Zyklopen, sondern weil das dritte Auge ihm andeutete, er habe noch fremdes Augenlicht nötig, da das eigene nicht ausreiche.
Einem Schurken und einem hübschen jungen Frauenzimmer sind viele Augen von Übel. Den ersteren werden mehr Augen überwachen, der
letzteren mehr Verehrer den Hof machen. Träumt einer, die Augen sonstwo zu haben, z.B. an den Händen oder Füßen, so wird er erblinden;
haften sie an einem anderen Körperteil, so wird derselbe erkranken oder verwundet werden, so daß er, mit den Händen oder Füßen
herumtastend, gewissermaßen sehen kann oder daß er den betreffenden Körperteil, als ob Augen sich darauf befänden, mit nichts in
Berührung bringen kann. Eine Frau träumte, sie habe auf der rechten Brust ein Auge. Sie hatte einen heißgeliebten Sohn, dessen Tod sie bald
darauf heftig beklagte; denn aus demselben Grund, demzufolge einst jemand, dem es träumte, er habe auf der rechten Schulter ein Auge,
seinen Bruder verlor – es sagte ihm gewissermaßen das Traumgesicht: „Schau auf deine Schulter, gib auf sie acht!“ -, kam auch die Frau
nicht etwa um ihre Brust, sondern um ihren Sohn, dessen Symbol die Mutterbrust war. Ich kenne jemand, dem es träumte, seine Augen fielen
heraus und ihm auf die Füße. Er erblindete zwar nicht, doch verheiratete er seine Töchter mit Haussklaven, und auf diese Weise paarte sich
das Bessere mit dem Minderwertigeren. Träumt einer, fremde Augen zu besitzen, so wird er erblinden und von einem anderen an der Hand
geführt werden müssen. Weiß er aber, wessen Augen er hatte, so wird er dessen Kind adoptieren. Weniges wird durch weniges geweissagt:
Es träumte ein z.B. einer, er habe Augen aus Gold. Der Mann erblindete, weil Gold den Augen unverträglich ist. Wenn jemand ein scharfes
Auge hat und in der Nacht und Finsternis ein Licht plötzlich aufblitzen sieht, prophezeit es Reichen übermäßige Sorgen, Armen hingegen
und Leuten, die Arges im Schilde führen, Glück. Die ersteren werden nicht mehr arbeitslos sein, die letzteren mit großer Umsicht ans Werk
gehen und ihr Ziel nicht verfehlen. Ferner ist dasjenige, was durch irgend etwas angezeigt wird, umgekehrt auch wieder das Sinnbild der
betreffenden Sache selbst. So träumte eine Frau, sie habe Augenschmerzen. Es erkrankten ihre Kinder. Einer anderen träumte, ihre Kinder
wären krank. Sie bekam ein Augenleiden.
Allgemein:
Organ des Lichts, der Bewußtheit, aus der nach einem der ägyptischen Schöpfungsmythen die Welt entstanden ist. Der Spiegel der Seele, als
empfangendes Organ weiblich, als „Blitze schleuderndes“, scharf sehendes phallisch-männlich. Von Freud wegen seiner Form als weibliches
Sexualorgan gedeutet. Er faßte die Selbstblendung des Ödipus als sinnbildliche Kastration wegen des schuldhaften Inzestes mit der Mutter
(Ödipuskomplex), das Reiben des Auges als Onanie- oder Masturbationsersatz auf. Nach neuerer Erkenntnis sagt das Symbol eher etwas
über den seelischen Gesamtzustand des Träumers und seine Stellung zum zukünftigen Geschehen aus. Das Gefühl ist von den Augen

185
abzulesen, weshalb eine erotische Deutung durchaus naheliegt. Augenträume erfassen das Dasein und unsere innere Einstellung dazu. Auge
steht für Intelligenz, geistige Interessen, Wachheit, Neugierde und Wissen, aber auch für innere Unruhe. Traditionelle weitere Bedeutungen
findet man in vielen alten Traumbüchern, kann sie aber nicht immer
uneingeschränkt übernehmen.
– Blindwerden deutet auf geistige Blindheit,
– Sehen auf das klare Erkennen einer bestimmten Lage,
– Schielen weist auf die Fehleinschätzung eines Menschen oder einer Situation hin.
– Man versuche sich auch an die Farbe des Auges zu erinnern.
Psychologisch:
Das Traumsymbol „Auge“ hat die Bedeutung eines Bewußtseinsorgans. Es steht im Traum wie auch in der Wirklichkeit als Spiegel der
Seele. Ist die Sehfähigkeit des Träumenden behindert, kann dies bedeuten, daß er ein bestimmtes Problem oder auch die gesamte
Problematik seiner Lebensweise nicht richtig sieht oder nicht erkennen will. Trübe oder mit etwas verschleierte Augen können auch eine
Warnung sein, einen Augentest machen zu lassen.
Spirituell:
Das Auge ist das Sinnbild der sinnlichen und intellektuellen Wahrnehmung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Das Auge steht für Bewußtsein, Erkenntnis, Intelligenz, Wissen und Aufgeschlossenheit.
– Träumt der Kaiser, er sei erblindet, wird er bald Krone und Leben verlieren;
ein einfacher Mann wird ein bitterarmes und nur kurzes Leben haben,
eine verheiratete Frau in kurzer Zeit als Witwe,
eine unverheiratete als Ledige aus dem Leben scheiden.
– Träumt der Kaiser, er habe schöne, große Augen bekommen, wird er seine Freude finden an Volk,
Heer und Gefolgsleuten und seine Feinde in die Flucht jagen;
ein gemeiner Mann wird größere Einkünfte, mehr Freude und Erfolg in seinen Unternehmungen haben,
eine Frau über ihre Schönheit, über Mann und Kinder glücklich sein.
– Träumt der Kaiser, er sei triefäugig geworden, werden seine Truppen schwere Verluste durch den Feind erleiden,
hat er einen Sohn, wird dieser erkranken, auch werden seine Schatzkammern sich leeren;
einem einfachen Mann wird alles entsprechend verquer gehen (= falsch, unpassend, ungelegen; mißlingen).
– leuchtende: stehen für vorurteilsfreies Denken;
– starre, stechende, kalte: weisen auf eine berechnende Intelligenz in der Nähe hin;
– von Augen beobachtet werden: man leidet unter Unsicherheit und Unruhe;
– blaue: heiße Liebe;
– schwarze: nimm dich vor falschen Freunden in acht; bevorstehende Enttäuschungen;
– niedergeschlagene: innige Liebe, die sich noch verbirg;
– blinde: frohe Nachricht;
– schielende: Erniedrigung; finanzielle Probleme werden einem belasten;
– schöne und große: Glück und Reichtum;
– einäugig sein: du hast ein Auge auf jemand geworfen;
– blöde oder schlechte: Verluste jeglicher Art;
– triefende: betrübende Erlebnisse, eine böse Zukunft;
– Verlust derselben: vereitelte Hoffnungen, Unglück in der Liebe, Verlust des (der) Geliebten.
(europ.) : – im allgemeinen: ein Symbol für Glaube, Intelligenz, Geist, Wachheit, Neugierde;
– ein Auge sehen: wachsame Feinde suchen die kleinste Gelegenheit, Ihnen geschäftlich zu schaden;
einem Liebenden verheißt es, daß ein Rivale über ihn triumphiert, wenn er nicht aufpaßt;
– feurige: Liebe;
– blaue: Vertrauen erweckt Vertrauen, man soll sich einen Freund sichern; sie machen vielleicht
auf eine bisher noch nicht bewußt wahrgenommene Liebe einer anderen Person aufmerksam;
auch Schwäche in der Durchführung eines Planes;
– graue oder stechende: man hüte sich vor Falschheit aller Art; Schmeichler;
– braune Augen stehen für die Treue eines anderen Menschen, man darf auf heiße Liebe rechnen;
– schwarze, unergründliche Augen können ebenfalls ein Hinweis und eine Warnung vor unaufrichtigen Menschen beinhalten;
– von fremden angestarrt werden: glückhaftes Omen; eine wichtige Veränderung wird sich bald vollziehen;
– um die eigenen Sorgen machen: jemand arbeitet heimlich gegen Sie, seien Sie vorsichtig in Ihren Handlungen;
– einäugigen Mann sehen: es drohen schmerzhafter Verlust und Ärger;
– blinde und triefende Augen sollen recht günstige Entwicklung ankündigen; frohe Nachricht;
– schielende Augen warnen vor falschen Freunden, von denen man ausgenützt wird;
– Ausgestochene Augen können auf einen drohenden Verlust hinweisen;
– schlechte: Verluste an Geld und Gut;
– geschlossene: getäuschte Hoffnungen;
– seine Augen verlieren: Verlust guter Freunde;
– derselben beraubt werden: Liebesleid;
– ein Augenleiden (Augenverletzung) haben: man will etwas im Leben nicht richtig sehen oder
man hat Probleme, die reine Wahrheit zu erkennen.
(ind. ) : – Die Augen gleichen dem Glauben, dem Ruhm und dem Licht der Seele.
– Träumt einer, er sei völlig erblindet, wird er seinen Glauben verlieren und nicht lange leben.
– Ist einer nur auf einem Auge blind, wird er nur mit halbem Glauben dabei sein und von vielen geschmäht werden.
– Dünkt es einen, er sei triefäugig geworden, wird er schwer sündigen, aber in sich gehen.
– Macht jemand den Leuten den Eindruck eines Blinden, während seine Sehkraft unvermindert ist,
wird er in den Augen der Welt mit einem Makel behaftet, vor Gott aber makellos sein.
– In dem Maß, wie einem Menschen im Traum das Augenlicht schwächer wird,
im selben Maße wird er in seinem Glauben schwach werden.
– Kuriert einer seine Augen von einem Leiden und sieht er wieder klar, wird er seinen Sinn ändern
und seinen Reichtum mehren.
– Reibt jemand seine Augen mit dem Schönheitsmittel Kochla ein, um sie glänzend zu machen,
wird er eitlem Ruhm nachjagen.
– Behandelt einer seine Augen pfleglich, um schärfer sehen zu können, wird er ein aufrichtiges Herz vor Gott haben
und sich um das ewige Heil sorgen.

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– Träumt einer, er sei völlig blind, die Leute aber dächten, er sehe alles, oder dünkt es ihn, sein Augenlicht habe gelitten,
die Leute aber merkten es nicht, dessen verborgene Werke werden seine Seele ins Verderben stürzen.
– Träumt der Kaiser, er habe in seinem Herzen ein Auge und sehe damit, wird er einen Sohn zeugen,
der rechtgläubig mit ihm regieren wird;
ein gemeiner Mann wird unversehens zu Besitz und Ansehen kommen,
eine Frau in das Haus eines reicheren Mannes überwechseln, eine ledige einen wohlhabenden Herrn heiraten.
– schwarze: hüte dich vor falschen Menschen;
– blaue: man liebt dich und du merkst es nicht;
– braune: vergiß nicht, daß du jemanden hast, der dir die Treue hält;
– blinde: du wirst bald eine gute Botschaft erhalten;
– triefende: noch kurze Zeit, und deine schweren Tage sind vorbei;
– schielende: weiche den allzu freundlichen Menschen aus, denn man versucht dich in eine
unangenehme Situation hineinzuziehen;
– ausgestochene: hüte dich vor einem Verlust;
– einäugig: sei nicht so aufgeregt, wer kann für deine Liebe, die bisher ungehört blieb?
(Siehe auch „Blindheit“, „Brille“, „Körper“, „Mutterkomplex“ und einzelne „Farben“)
Augenarzt
(oder Optiker)
Allgemein:
Wenn man im Traum zu einem Augenarzt oder einem Optiker geht, dann bedeutet dies, daß er einen falschen Blickwinkel, eine verzerrte
Sicht von einer Sache korrigiert; man darf also erwarten, daß man die Realität, eine bestimmte Situation bald wieder klarer wahrnehmen
wird, die der Träumende nicht klar durchschaut hat und daher Unterstützung dazu benötigt. Vielleicht heißt dies aber auch, daß man eine
neue Sichtweise entwickeln muß.
Psychologisch:
Ein Augenarzt im Traum ist möglicherweise als Hinweis zu verstehen, daß der Träumende sich mit der Kunst des Sehens befassen soll.
Möglicherweise kann auch Hellsehen gemeint sein.
Spirituell:
Dieser Traum verweist auf die Fähigkeit, die Wahrnehmung zu verbessern.
Volkstümlich:
(europ.) : – Sie werden beobachtet – lassen Sie sich nicht umgarnen;
– einen Augenarzt sehen oder zu einem gehen: man wird bald seinen verzerrten Blickwinkel
korrigieren können und die Dinge richtig sehen.
Augenbinde
Volkstümlich:
(europ.) : – Träumt eine Frau, ihr seien die Augen verbunden, werden störende Elemente auftauchen und
ihr Kummer und Schwierigkeiten bereiten. Freunde werden sich von ihr enttäuscht fühlen;
– eine Augenbinde ohne Verletzung tragen: man kann seinen Weg mit geschlossenen Augen meistern;
– eine Augenbinde wegen einer Augenverletzung tragen: man will etwas im Leben nicht richtig sehen
oder hat Probleme die reine Wahrheit zu erkennen.
Augenbrauen
Artemidoros:
Buschige, glänzende Augenbrauen sind für jedermann, besonders für Frauen glückbringend; denn diese färben sich gewöhnlich der
Schönheit wegen die Augenbrauen mit schwarzer Tinktur. Daher zeigen sie Vergnügungen und gute Geschäfte an. Kahle Augenbrauen
dagegen sagen nicht nur Stillstand der Geschäfte und Mißvergnügen voraus, sondern auch einen bevorstehenden Trauerfall; denn es ist alter
Brauch, sich bei einem Trauerfall die Augenbrauen auszurupfen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Augenbrauen und Augenlider sind eine Zierde des Gesichts. Träumt einer, dieselben seien buschiger
und schöner geworden als zuvor, wird er bei vielen Ansehen und Ehre gewinnen und über seine Feinde siegen;
ein Lediger wird die Frau nach seinem Herzen heiraten und reich werden.
– Träumt dem Kaiser, Augenbrauen und Augenlider seien kahl geworden und ausgefallen, werden seine Söhne
ihm nicht auf den Thron folgen, auch wird sein Herzenswunsch nicht in Erfüllung gehen,
und gegen seine Gattin wird er bitteren Haß hegen; ein gewöhnlicher Mann wird seinen liebsten Schmuck verlieren.
(europ.) : – sind sie dunkel: gute Gesundheit;
– breite und hohe Augenbrauen: gute Urteilsfähigkeit und gute Geschäfte;
– starke haben: Freude;
– ausfallende, schüttere, verbrannte: Verlust zeigt sich an;
– dünne oder niedrige: es darf nicht an Mühe und Geduld fehlen;
– verbrennen: Streit in Erbschaftssachen;
– über die eigenen, Gedanken machen: eine unwichtige, aber glückhafte Begebenheit;
– Augenlider: Omen für Ärger in Ihrer Umgebung. Seien Sie auf der Hut und helfen Sie, wenn Sie können.
– zusammengekniffen Augenlider: man wird mit Hinterlist zu kämpfen haben.
(ind. ) : – Augenbrauen: deine Gesundheit ist in bester Ordnung;
– schwach ausgeprägt, ausgefallene oder versengte Augenbraunen: weisen auf bevorstehende Verluste hin;
– starke Augenbrauen sind Ausdruck eines starken Willens und Erfolges.
– Augenlider und Augenbrauen sind ein Schmuck der Augen.
– Träumt jemand, seine Augenlider und Augenbrauen seien schöner geworden, wird er in seinem Glauben beständiger
werden und Freude an seinen Kindern erleben.
– Dünkt es den Kaiser, seine Augenlider und Augenbrauen seien häßlich geworden, wird er erkranken
und in Furcht vor seinen Feinden leben, ihnen aber nicht unterliegen;
ein einfacher Mann wird krank werden, seinen Glauben aber nicht verlieren.
– Beschneidet oder färbt einer des guten Aussehens wegen seine Augenbrauen, wird er sich eifrig bemühen,
seinen Söhnen Ansehen zu verschaffen, und es auch erreichen.

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– Träumt der Kaiser, ihm seien wie einem Leprakranken die Augenbrauen ausgefallen, werden seine Waffen
unterliegen und die Führung seiner Truppen in schlechte Hände kommen;
einen gemeinen Mann werden die Leute mit keiner Verantwortung mehr betrauen.
Augenglas
Volkstümlich:
(europ.) : – Gute Nachrichten von einem Freund oder zuweilen ein vorteilhafter Geschäftsabschluß.
Augenlider (Siehe „Augenbrauen“)
Augenschirm
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen: hüte dich vor einem Geldverlust.
(europ.) : – haben: großer Nachteil.
Augenschmerzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Krankheit in der Familie.
Augenwimpern
Assoziation: – Schutz des Augenlichtes; verführerische Reize.
Fragestellung: – Wie deutlich sehe ich? Was kann ich von einer sicheren Warte aus beobachten? Wie zeige ich mich der Welt?
Volkstümlich:
(arab. ) : – lange: bedeutet Glück;
– kurze: du wirst Verdruß haben.
(europ.) : – sind Anzeichen eines weichen Gemüts.
(ind. ) : – du wirst ein frohes Wiedersehen mit einer langersehnten Person haben.
Augenzwinkern
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt jemand, er zwinkere einem Bekannten zu, wird er ihn in sein Geheimnis einweihen und ihm sein Geld und Gut
anvertrauen, vorausgesetzt, der andere habe die Art und Weise seines Zwinkerns verstanden.
(ind. ) : – Träumt einer, er rufe durch Augenzwinkern die Zustimmung eines andern hervor, wird er seinen Herzenswunsch verwirklichen.
– Hat er einer Frau verliebte Zeichen gemacht und diese ihre Zuneigung bekundet, wird er in dem betreffenden Jahr eine Freude
erleben, die der Schönheit der Frau gleichkommt, ist sie häßlich, Kummer, entsprechend deren Häßlichkeit;
hat die Frau nicht ihr Einverständnis zu erkennen gegeben, wird das Gegenteil von dem eintreten, was er wünscht.
August
Volkstümlich:
(europ.) : – in den Wintermonaten davon träumen: sagt unerwartete Neuigkeiten voraus;
verheißt ansonsten ungünstige Mißverständnisse in Liebesaffären;
– Träumt eine junge Frau davon, im August zu heiraten, ist dies ein Zeichen für Kummer in frühen Ehejahren.
(Siehe auch „Jahreszeiten“)
Auktion
Allgemein:
Fand im Traum eine Auktion statt, so kann sich das auf den eigenen Ehrgeiz beziehen, etwas zu besitzen. Die Hauptfrage ist dabei, um was
genau man mitgeboten hat – vielleicht um eine berufliche Stellung. Hat man zuwenig geboten oder aber mehr, als die Sache tatsächlich wert
war? Wenn ja, sollte man vermutlich den Ehrgeiz überdenken.
Psychologisch:
Sie steht für die positive Mitwirkung in der Öffentlichkeit und die Bereitschaft auch Vermögen einzusetzen oder im negativen Sinne zu
verschleudern.
Volkstümlich:
(europ.) : – wenn Ihre Sachen versteigert werden: ein ungünstiges Zeichen, seien Sie auf der Hut,
sonst werden Sie von einem Bekannten ausgenutzt; verleihen Sie kein Geld;
– wenn der Auktionator die Preise ausruft: gute Aussichten und gerechte Behandlung in Geschäftsunternehmen.
(Siehe auch „Anwalt“, „Jurist“)
Aura
Allgemein:
Nimmt man im Traum die eigene oder eine fremde Aura wahr, dann zeigt dies, für wie mächtig man sich selbst oder andere hält.
Psychologisch:
Die Aura versinnbildlicht die innere Kraft eines Menschen, sein Kraftfeld, durch welches er andere Menschen anzieht oder abstößt.
Spirituell:
Die Aura ist ein Energiefeld, welches den physischen Körper umgibt. Sie ist Ausdruck des Selbst.
Volkstümlich:
(europ.) : – Sprechen Sie über etwas, das mit der Aura zu tun hat, dann werden Sie in geistige Unrast geraten
und daran arbeiten, die Kraft zu erkunden, die Sie innerlich antreibt.
(Siehe auch „Religiöse Bilder“)
Aurikel
(Art der Primel „Öhrchen“)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Lotterieglück, Gewinn im Spiel.
(europ.) : – blühende: Glück in der Lotterie und im Spiel.

188
Ausbeißen
Volkstümlich:
(arab. ) : – eines Zahnes: Todesfall eines Verwandten.
(europ.) : – (eines Zahnes): du erhältst eine betrübende Nachricht; große Auslagen und Sorgen.
(Siehe auch „Zähne“)
Ausbessern
Volkstümlich:
(arab. ) : – (man sieht sich selbst in dieser Tätigkeit): Sparsamkeit wird deine Lage verbessern.
(europ.) : – von Wäsche und dergl.: gilt für mühsame Arbeit bei kargem Lohn;
– des Hauses: Dank und Freundschaft.
Ausbildung
Allgemein:
Handelt ein Traum von einer schulischen Ausbildungsinstitution, dann sollte der Träumende seine Einstellung zur Disziplin im allgemeinen
überdenken. Vielleicht ist auch die Vorbereitung auf eine bestimmte Aufgabe nicht ausreichend, und der Erwerb zusätzlicher Kenntnisse ist
notwendig.
Psychologisch:
Da Träume von Schulsituationen den Träumenden in der Regel in Kindheit und Jugend zurückführen, ist die Überlegung angebracht, ob
Bewältigungsstrategien aus dieser Zeit vielleicht zur Lösung eines aktuellen Problems beitragen könnten.
Spirituell:
Eine Ausbildung kann symbolisch für spirituelle Entwicklung stehen.
(Siehe auch „Schule“, „Lehrer“)
Ausblick
Allgemein:
Von einer schönen, sonnigen Landschaft zu träumen, bedeutet eine äußerst glückverheißende Zukunft. Wenn Sie im Traum von einer Höhe
hinunterschauen, sei es von einem Berg oder dem Fenster eines Hauses, dann offenbart das Ehrgeiz und unruhige Wünsche von Ihrer Seite.
Seien Sie auf der Hut, daß Sie sich in Ihren Vorhaben nicht übernehmen. Blicken Sie jedoch aufwärts, dann können Sie vertrauensvoll
vorwärtsschreiten.
(Siehe auch „Berg“, „Fenster“, „Landschaft“)
Ausbruch
Volkstümlich:
(europ.) : – Gutes kommt Ihnen zu, um das Sie viel beneidet werden.
(Siehe auch „Krater“, „Lava“, „Vulkan“)
Ausflug
Allgemein:
Er steht für die Einsicht, daß eine Abwechslung in unserem Leben gebraucht wird. Er ist die Aufforderung der Seele, etwas zu unternehmen.
Psychologisch:
Symbol für Ortsveränderung und neues Umfeld. Man soll „sich umsehen“ und „neue Wege gehen“. Müdigkeit bzw. Erschöpfung während
eines Traumausfluges bedeuten: Gönne dir eine Pause, entspanne! Warnung vor Überforderung und Energiemangel.
Volkstümlich:
(europ.) : – Seien Sie auf der Hut vor einem verheirateten Mitarbeiter, der kein wahrer Freund sein könnte.
Außenseiter
Allgemein:
Ein Traum der Ihre wahren Gefühle zeigt? Oder eine Eigenschaft die Sie loswerden wollen?
Ausgeben
Volkstümlich:
(europ.) : – von Geld: in Sorgen geraten;
– von Karten: Stellung finden.
Ausgehen
Volkstümlich:
(europ.) : – spazieren gehen: fordert zur Besonnenheit auf und verheißt dann Gesundheit und Wohlergehen.
Ausgelassenheit
Volkstümlich:
(europ.) : – Zu viel Vergnügen im Traum ist ein schlechtes Omen. Seien Sie vorsichtig bei Ihren Spekulationen
oder Sie werden schwere Verluste erleiden.
(Siehe auch „Vergnügungen“)
Ausgestorben
Assoziation: – Nicht mehr existent.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist ausgelöscht worden?
Ausgießen
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine Flüssigkeit aus einem Gefäß: vergebliche Arbeit.
(europ.) : – von Wasser u. dergl.: Not und Sorge werden ebenso zerfließen;
– von Wein: Leichtsinn.

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Ausgleich
Volkstümlich:
(europ.) : – zeugt von Verständnis selbst für schwierige Geschäfte.
Ausgleiten
Volkstümlich:
(arab. ) : – (auf glatter Fläche): Falschheit wird dich verfolgen.
(europ.) : – kleines Unglück;
– dabei fallen: großes Unglück.
Ausgraben / Ausgrabung
Allgemein:
Der geträumte Versuch, etwas Unbekanntes auszugraben, bringt das Bemühen des Träumenden zum Ausdruck, eine Seite seines Selbst zu
enthüllen, die er noch nicht versteht (bessere Selbsteinsicht), insbesondere verdrängte psychische Inhalte verstehen lernt, die vielleicht zu
seelischen Störungen führen. Weiß der Träumende jedoch, wonach er sucht, so geht es ihm darum, Aspekte seiner Persönlichkeit
aufzudecken, die er verdrängt hat. Wichtig bei solchen Träumen ist das Erinnerungsvermögen: Was wurde ausgegraben, in welchem Zustand
war es, wie hat es sich angefühlt usw.? Eine solche gedankliche Suchaktion könnte sich lohnen. Nicht selten ergaben sich daraus Hinweise,
die eine Konfliktsituation beenden – oder eine abgebrochene Beziehung wieder neu beleben konnten. Trivial ist die oft noch zu lesende
Deutung, daß man einen Schatz finden wird, darauf sollte man sich wirklich nicht verlassen.
Psychologisch:
Mitunter entdeckt man Kenntnisse und Fertigkeiten in sich und anderen, die jedoch erst mühevoll ausgegraben werden müssen, bevor sie
zum Einsatz kommen können. Das Ausgraben irgendwelcher Gegenstände oder gar einer Leiche, hängt ursächlich mit dem schlechten
Gewissen des Träumers, mit seiner Unausgeglichenheit und innerer Unruhe im Wachleben zusammen. Oft umschreibt es auch die Angst, daß
etwas ans Licht kommen könnte, das besser begraben bliebe.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Träumende dazu imstande, sich seinem verborgenen Selbst zu stellen, wenn er bereit ist, sich um mehr
Tiefe zu bemühen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Erde oder einen Baum: du hast schwierige Arbeiten zu bewältigen;
– etwas: Schatz erwerben oder die Ankunft ersehnter Briefe.
(europ.) : – viel Arbeit und gewinnbringende Tätigkeit; ein Schatz wird erworben oder Ankunft eines Briefes;
– ein Loch graben und auf eine glitzernde Substanz stoßen: verheißt eine vorteilhafte Wende;
– graben und auf ein dunkles Loch stoßen: von großem Unglück gequält und mit finsteren Vorzeichen erfüllt werden;
– füllt sich das Loch mit Wasser: Angelegenheiten werden trotz größter Anstrengungen nicht nach Ihrem Willen verlaufen;
– Tote ausgraben: schlechtes Gewissen und schlechter Lebenswandel.
(Siehe auch „Graben“, „Ausgrabung“)
Ausguck
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einem Schiff: man muß z.Zt. ständig vorsichtig sein.
Aushang
Psychologisch:
Hat die Seele etwas verdrängt oder vergessen? Sehen am Aushang nach. Meist ist es eine verschlüsselte Botschaft des Unbewußten.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen und lesen: verkündet Neuigkeiten;
– ankleben: man sei vorsichtig im Reden und Erzählen;
– abreißen: Tatsachen verschleiern oder unterdrücken.
Aushelfen
Volkstümlich:
(europ.) : – aus einer Verlegenheit; man darf auf Dank keineswegs rechnen.
Ausholzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – große Hindernisse werden dir in den Weg gelegt werden.
Aushungern
Volkstümlich:
(europ.) : – jemanden aushungern lassen: Sorgen und Erkrankung;
– selbst ausgehungert werden: Reichtum und Glanz.
Auskämmen
Volkstümlich:
(arab. ) : – die Haare: man hüte sich vor empfindlichen Verlusten in seinem Geschäft.
(europ.) : – eigene Haare: Verluste;
– fremde Haare, für Geschäftsleute bedeutet es Glück, für Private Ehre.
Auskehren
Volkstümlich:
(europ.) : – ausfegen: Vorteil und Gewinn; Hochmut und Stolz.

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Ausklopfen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Kleider, Teppiche oder Möbel: Hüte dein Eigentum vor Verderben.
Auslachen
Volkstümlich:
(europ.) : – dumme Wünsche.
Ausladen
Volkstümlich:
(europ.) : – erfreuliche Nachrichten.
Ausland / (2.) Ausländer
Assoziation: – Weit entfernt; fremdartig; exotisch.
Fragestellung: – Was langweilt mich an meinem Leben?
(2.) Assoziation: – vordringen des Selbst in unbekannte Reiche.
(2.) Fragestellung: – Was bin ich in mir zu erkunden bereit?
Allgemein:
Handelt ein Traum davon, daß man im Ausland ist oder ins Ausland gehen will, so öffnet dies den Träumenden für die Erweiterung seines
Horizonts oder für notwendige Veränderungen, die er in seinem Leben in Gang setzen muß. Solche Träume können aber auch verbunden
sein mit Vorstellungen über das Land, welches im Traum bereist wird (auch „Orte“). Solche Träume handeln von persönlicher Freiheit oder
von der Fähigkeit, sich frei in seinem Universum zu bewegen. Ausland macht oft darauf aufmerksam, daß man sich in einer neuen Situation
noch unsicher fühlt und sich mit ihr erst besser vertraut machen sollte, ehe man Entscheidungen trifft. Auch die Absicht, das unbekannte
Unbewußte genauer zu erforschen, wird unter Umständen dieses Symbol hervorbringen. Das Bedürfnis nach mehr Sicherheit kann sich auf
diese Weise ebenfalls ausdrücken.
Psychologisch:
Im Mittelpunkt steht das Bedürfnis, einer Situation zu entfliehen. Vielleicht ist der Träumende zu neuen Ufern aufgebrochen. Sein Geist ist
befreit, sich neuen Erfahrungen zu stellen. Oft wird er erst durch Träume gewahr, was er gelernt hat und welche Aufgaben als nächste
anstehen. Landkarten oder Träume von fremden Ländern, Menschen und Sitten sind entweder ganz simple Erinnerungen oder ein Zeichen
für Fernweh. Sie können aber manchmal bedeuten, daß sich der Träumende mit einer für ihn neuen Situation oder veränderten
Lebensverhältnissen, Aufgaben oder Interessen konfrontiert sieht. Für die Deutung des Traumes ist es wichtig, ob sich der Träumende wohl
fühlt oder die Situation als unangenehm empfindet. Schwierigkeiten bei der Verständigung oder Suche nach bestimmten Orten weisen auf
Verunsicherung und Angst hin. Fühlt sich der Träumende in seinem Traumausland jedoch wohl, heißt dies, daß neue Erfahrungen als
reizvoll empfunden werden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist im Ausland sein oder gehen ein Hinweis auf neue spirituelle Erfahrungen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: eine berufliche Veränderung ist wahrscheinlich;
– reisen in dasselbe: eine große Veränderung steht bevor;
– in demselben sein: Sehnsucht nach stabilen Verhältnissen;
man ist mit einer Angelegenheit noch nicht richtig vertraut;
– Ausländer sehen: glückverheißend für Liebesaffären;
– ein Ausländer sein: Freundschaft und Liebe.
Ausleihen
Psychologisch:
Das Symbol für einen Vertrauensbeweis – den man von anderen erwartet oder den man selbst erbringen muß.
Auslesen
Volkstümlich:
(europ.) : – z.B. Erbsen oder Bohnen: verkündet baldige Erhöhung oder Belohnung.
Ausliefern
Volkstümlich:
(europ.) : – Enttäuschung und Schande.
Auslöschen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Licht oder Feuer: mit deinen Hoffnungen ist es schlecht bestellt.
(europ.) : – Licht oder Feuer: Verluste aller Art, vereitelte Hoffnungen.
Ausmessen
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen Platz, einen Raum etc.: du wirst deine Pläne schwerlich verwirklichen können.
(europ.) : – Vorsicht, Sparsamkeit, Überlegenheit, Erfolge.
Ausmusterung
Volkstümlich:
(europ.) : – Militär: verheißt Ehre und Auszeichnung.
Auspacken
Volkstümlich:
(europ.) : – einer Kiste, Kommode, eines Koffers, Schrankes oder dergl. zeigt Geschenke an.

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Auspeitschen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt jemand, er werde von einem Bekannten mit Ochsenziemern ausgepeitscht, wird er nach der Zahl der Striemen
entsprechend viel gemünztes Gold bekommen;
hat derjenige, der die Hiebe versetzt, Macht und Gewalt, wird dieser ihm Anteil daran geben.
– Läßt der Kaiser jemanden mit Ochsenziemern auspeitschen, wird der Geschundene nach der Zahl der Striemen
große Freude und Vermögen erlangen.
– Versetzt der Kaiser selbst jemandem Hiebe mit der Peitsche oder mit Riemen, wird der Betreffende von ihm mit einem
verantwortungsvollen, äußerst wichtigen Amt bekleidet werden.
– Schlägt der Kaiser eigenhändig jemanden mit seiner Rute, wird der Gezüchtigte von dem ersten Minister des Kaisers
mit dessen Wissen und Zustimmung Huld und Macht erlangen.
– Gibt der Kaiser jemandem einen Schwertstreich und ist der Geschlagene Sklave, wird er ihm die Freiheit schenken,
ein Armer wird wohlhabend, ein Reicher oder Großer vom Kaiser mit Ehren überschüttet werden, je nachdem wie
wuchtig der Schlag war; wenn der Schlag schwach war und kein Blut geflossen ist, wird die Gunst in allen erwähnten
Fällen geringer sein.
(Siehe auch „Kampf“)
Auspfeifen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst dir durch dein Benehmen viele Feinde schaffen.
(europ.) : – in einem Theater oder selbst ausgepfiffen werden: Anfechtung, Spott, Hohn etc.
Ausplaudern
Volkstümlich:
(europ.) : – anvertrauter Geheimnisse: warnt vor falschen Freunden und Verlockungen.
Ausplündern
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt eine Benachteiligung an;
– selbst ausgeplündert werden: leichte Erkrankung.
Auspumpen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Wasser aus einem Brunnen: viel Arbeit für nichts.
Ausputzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen Ofen, ohne schwarz zu werden: gute Erfolge in Aussicht;
– sich dabei beschmutzen: du wirst plötzlich in große Verlegenheit geraten.
Ausräuchern
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein Zimmer, mit angezündetem Rauchwerk: sei vorsichtig mit Feuer,
denn du könntest durch eigenes Verschulden eine große Gefahr heraufbeschwören.
Ausräumen
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein Haus: deine Verhältnisse werden sich ändern.
Ausrechnen
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas und damit nicht fertig werden können: geschäftliche Sorgen;
– etwas ausrechnen und die richtige Lösung finden: schwere Arbeit bringt auch reiche Ernte.
Ausrede
Allgemein:
Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn Sie davon träumen, Ausreden zu machen. Sie werden durch eigenes Verschulden Verluste erleiden.
Volkstümlich:
(europ.) : – es wird Aufrichtigkeit nötig sein.
Ausreißen
Allgemein:
Der Träumende, der mit einer ihm vertrauten Person ausreißt, versucht aus einer Situation zu flüchten, die für ihn am Ende schmerzvoll sein
könnte. Aufgabe ist es, das Gleichgewicht zwischen emotionaler und materieller Sicherheit aufrechtzuerhalten. Wenn man vor seinen
Schulden ausreißt, dürfte der Erfolg nur sehr kurzlebig sein. Wer sich selbst Haare oder etwas anderes ausreißt, der will sich von einer
Schuld, von einem Lebensumstand, vielleicht auch von einem Partner befreien.
Psychologisch:
Wenn man im Traum plant, auszureißen, dann verweist dies darauf, daß man Bedingungen schafft, bei denen andere Menschen die Motive
des Handelns nicht verstehen. Der Träumende hat seinen Wunsch danach erkannt, seine Teilpersönlichkeit in einem Ganzen zu integrieren,
kann dies jedoch nicht in die Tat umsetzen, ohne von anderen Menschen mißverstanden zu werden. Man will sich von etwas freimachen, um
aus eigener Kraft zum Erfolg zu kommen.
Spirituell:
Ausreißen symbolisiert eine Vereinigung – spiritueller oder anderer Art -, besonders in der Not.

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Volkstümlich:
(europ.) : – und frei kommen: ein gewagtes Unternehmen wird glücken;
– ausreißen und eingeholt werden: manche Mühe wird umsonst gewesen sein;
– einen Zahn ausreißen: nur fester Entschluß führt zum Ziel.
Ausruhen
Psychologisch:
Ausruhen hat etwas mit einem Schwächezustand zu tun, der uns physisch oder psychisch lähmen kann. In einigen Fällen deutet es aber auch
auf den Wunsch hin, daß man einmal ausspannen möchte, um sich mehr auf sich selbst besinnen zu können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Alter wird sorgenfrei sein.
(europ.) : – Ruhebank: in Gefahr geraten;
– allgemein: glückliche Zukunft.
Ausrutschen
Allgemein:
Möglicherweise ein Reflextraum über Ihre gegenwärtigen Gefühle: Unsicherheit. Könnte es sein, daß Sie die Kontrolle verloren haben –
vielleicht in Ihren erotischen Beziehungen?
Psychologisch:
Wer im Traum auf glattem Boden ausrutscht und hinfällt, hat die Befürchtung, sich „danebenzubenehmen“, dem glatten Parkett
(gesellschaftlich) nicht gewachsen zu sein und zu stolpern, was heißt: sich vor anderen lächerlich zu machen, unangenehm aufzufallen oder
den Erwartungen der Umgebung nicht zu entsprechen. Wer häufig von einem „Ausrutscher“ träumt, müßte etwas für die Steigerung seines
Selbstwertgefühls unternehmen.
Aussage
Allgemein:
Wenn Sie davon träumen, vor Gericht gegen einen Angeklagten auszusagen, dann sind Sie imstande den guten Ruf eines Freundes zu retten.
(Siehe auch „Angeklagt“, „Gericht“)
Aussaat
Psychologisch:
Symbol dafür, daß eine Idee, eine Arbeit „Früchte tragen soll“ – ein Einsatz soll sich lohnen, man erwartet „reiche Ernte“: ein häufiger Traum
kreativ arbeitender Menschen. Manchmal auch ein Hinweis, daß man sich zwar um Erfolg bemüht, aber trotzdem nicht genug positive
Ergebnisse vorweisen kann. Von solchen Träumen sind oft Menschen geplagt, die abends nicht „abschalten“ können und ihre berufliche
Streßsituation erst im Schlaf langsam abbauen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Vermeiden Sie eine Beteiligung an unsicheren Angelegenheiten, wie Spekulationen oder Lotterien.
(Siehe auch „Saat“)
Aussätzige
Allgemein:
Halten Sie mit Ihrer Meinung zurück. Denken Sie sorgfältig über die Wirkung Ihrer Worte nach.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Bekümmernis, Sorge, Unruhe, Gefahr; Liebe wird sich in Gleichgültigkeit verwandeln;
– sein: auf Grund einer Krankheit Geld verlieren und die Abneigung anderer auf sich ziehen.
(Siehe auch „Haut“)
Aussatz
Artemidoros:
Die Krätze, der Aussatz und die Elefantenkrankheit verschaffen Armen und Reichen höheres Ansehen und größere Bedeutung; denn diese
Leiden rücken die mit ihnen Behafteten ins Blickfeld aller. Aus demselben Grund enthüllen sie Verborgenes, Reichen und Mächtigen aber
verschaffen sie Staatsämter. Immer ist es gut, wenn man sich selbst mit Krätze, dem Aussatz, der Elefantenkrankheit oder einem ähnlichen
Leiden, wie z.B. mit Lepra oder mit Flechten, behaftet sieht; erblickt man derlei an einem anderen, bedeutet es Kummer und Sorgen. Alles
nämlich, was ekelhaft und häßlich anzusehen ist, läßt die Seele des Beschauers erschaudern und erstarren. Noch unheilvoller ist es, wenn
man ein Familienmitglied mit einer solchen Krankheit behaftet sieht. Ist es ein Hausdiener des Träumenden, wird er zu Dienstleistungen für
ihn nicht mehr zu brauchen sein; wenn es der Sohn ist, so wird er nicht den Lebenswandel führen, der den Grundsätzen des Vaters entspricht;
ist es die Gattin, wird der Ehemann wegen ihres leichtfertigen Treibens großen Ärger haben. Leuten, die von der großen Menge leben, bringt
es Nutzen ; bei anderen Personen muß man die Deutung nach dem Grundsatz der Ähnlichkeit treffen.
Allgemein:
Ausschlag ist ein Warnzeichen des Unbewußten, daß etwas in Ordnung gebracht werden muß; das können brennende private Probleme,
manchmal allerdings auch echte Krankheitssymptome sein. Hat man im Traum mit Aussätzigen zu tun, so leidet man meist unter dem
Gefühl, von seiner Umwelt nicht geliebt zu werden. Dies kann sich aber auch auf innere Vorgänge beziehen. Körper und Geist befinden sich
nicht im Einklang. Der Geist herrscht vor und verachtet den Körper, den er als abstoßend, befleckt und schmutzig empfindet. Alte
Traumbücher lassen diese Deutung aber nur gelten, wenn man die Krankheit an anderen sieht. Hat man selbst Aussatz, so zieht man damit
alle Blicke auf sich. Für Arme bedeutet dies, das man zu Ansehen und Ehren kommt. Reichen verspricht es hohe politische Ämter, in denen
sie vom Volk gesehen werden.
Psychologisch:
Ausschlag taucht oft in ähnlicher Bedeutung wie Akne auf, weist dann also auf Ablehnung der eigenen Person und zwischenmenschlichen
Problemen hin. Er kann aber auch dafür stehen, daß man sich besser verständlich darstellen und selbst darstellen möchte, aber die Ablehnung
der anderen fürchtet.

193
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt der Kaiser, er sei vom Aussatz befallen, wird er sich wegen einer Liebschaft öffentlich bloßstellen,
ferner eine neue Mode ersinnen und damit neue Einnahmequellen erschließen;
ein gemeiner Mann wird mit Kleidern sein Geschäft machen,
eine Frau dem lockeren Gewerbe nachgehen und sich damit Garderobe verschaffen.
– haben: deutet auf Reichtum und guten Erfolg in allen Geschäften.
(europ.) : – Schädigung der Gesundheit und des Körpers fordern als gerechten Ausgleich für Geld und Glück; Erfolg im Geschäft und Beruf;
– selbst haben: Geschäfte können gemacht oder Dispositionen getroffen werden, die reichen Gewinn bringen;
– an anderen Menschen sehen: die allgemeinen Verhältnisse bessern sich.
(ind. ) : – deine Gesundheit ist in Gefahr.
– bei anderen sehen: du wirst Sorgen haben.
(Siehe auch „Akne“, „Ausschlag“)
Ausschelten
Volkstümlich:
(europ.) : – Ärger in Aussicht;
– ausgescholten werden: große Freude steht bevor.
Ausschiffen
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Reichtum und Verlust.
(Siehe auch „Ausladen“, „Hafen“)
Ausschlag
Allgemein:
Nach alten Quellen sagt er größere Geldgewinne voraus. Eigentlich ist die Haut aber das Organ, mit der wir die Welt erspüren. So deutet das
Motiv eher darauf hin, daß Sie sich Ihrer Rolle oder Ihres Benehmens nicht ganz sicher sind, vielleicht Minderwertigkeitsgefühle haben. Es
scheint nichts zu stimmen im Umgang mit Ihren Mitmenschen. Denken Sie darüber nach, ehe das Problem größer wird. Oft werden solche
Traumbilder auch von wirklichen Hauterkrankungen verursacht und haben dann keine tiefere Bedeutung.
Psychologisch:
Ausschlag, Wunde Stellen und Ekzeme sind unangenehme, aber in der Regel nicht allzu schwerwiegende Erkrankungen. Was ist einem denn
so unangenehm? Weswegen fühlt man sich verlegen oder gereizt? Hat das eigene Ich durch schlechte Behandlung wunde Stellen
bekommen? Hat man sich selbst rücksichtslos verhalten?
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt jemand, er habe einen Ausschlag bekommen, wird er reiche Ernte einbringen und zu Wohlstand kommen;
besitzt er kein Land, wird er nach dem Ausmaß des Ausschlags von der Bauern Arbeit reich werden.
– damit behaftet sein: Einbuße an Gesundheit;
– an Anderen sehen: Sorgen.
(europ.) : – Schädigung der Gesundheit und des Körpers fordern als gerechten Ausgleich Geld und Glück; Erfolg im Geschäft und Beruf;
– selbst haben: Geschäfte können gemacht oder Dispositionen getroffen werden, die reichen Gewinn bringen;
– an anderen Menschen sehen: die allgemeinen Verhältnisse bessern sich.
(Siehe auch „Aussatz“)
Ausschlagen
Volkstümlich:
(europ.) : – oder etwas abschlagen: man wird leicht übereilt handeln;
– ein Pferd ausschlagen sehen oder von ihm geschlagen werden: drohende Gefahr.
Ausschmücken
Volkstümlich:
(europ.) : – wenn sich eine Braut ausschmückt, gehen ihre Hoffnungen in Erfüllung;
– Gegenstände, Häuser, Brücken usw. ausschmücken: Enttäuschung, Leid.
Ausschreien
Volkstümlich:
(europ.) : – oder ausrufen: läßt je nach Umständen auf eine erfreuliche oder unerfreuliche Botschaft schließen.
Ausschreitungen
Volkstümlich:
(europ.) : – begehen: Erfolge an Geld, Gut und Ehre.
Ausschuß
Volkstümlich:
(europ.) : – überraschend eine eher unangenehme Aufgabe übernehmen müssen;
– vor einem auftreten: eine zugeteilte Aufgabe ist sinnlos.
Ausschweifen
Volkstümlich:
(europ.) : – liederlich sein: bevorstehender Besuch mit viel Ärger und Kosten.

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Außerirdisches Wesen
Assoziation: – distanziert; fremdartig oder unbekannt; nicht menschlich.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist sonderbar oder unkonventionell?
Allgemein:
Der Träumende muß sich dem Unbekannten und Angsterregenden stellen.
Psychologisch:
Der Träumende erlebt sich selbst oder einen Teil seines Selbst als abgeschnitten, als nicht zugehörig oder als fremd. Im Traum hat er die
Erkenntnis, daß er sein Leben anders lebt als andere.
Spirituell:
Etwas Fremdes mag auf Böses – oder in anderer Hinsicht auf Okkultes – hinweisen.
Volkstümlich:
(europ.) : – zusammentreffen: Sie werden scheinbar merkwürdige Leute kennenlernen; Nach anfänglichen
Bedenken werden Sie aber einen positiven Einfluß dieser Menschen auf Ihr Leben feststellen;
– freundlicher Fremder: verheißt Gesundheit sowie ein angenehmes Umfeld;
– selbst einer sein: dauerhafte Freundschaften.
Außer sich
Allgemein:
Im Traum außer sich zu sein, bedeutet einen friedvollen Feiertag nach anstrengenden Zeiten.
Aussetzen
(im Stich lassen)
Allgemein:
Dies ist ein unvorteilhafter Traum. Er beinhaltet den Verlust von Freunden oder das Fehlschlagen einer freudig erwarteten Angelegenheit.
Schwierigkeiten sind angezeigt – ganz gleich, ob Sie einen anderen Menschen im Stich lassen oder er Sie.
Aussicht
Allgemein:
Aussicht (Aussichtspunkt, -turm) bietet meist einen besseren Überblick über die Entwicklung der nächsten Zeit von einer höheren Warte aus;
die genaue Bedeutung hängt davon ab, was man dabei wahrnimmt, wie zum Beispiel:
– Klare Aussicht verheißt eine günstige Entwicklung der nächsten Zukunft.
– Weite Aussicht in eine schöne Landschaft kann mehr Lebensglück und bevorstehende große Erfolge verheißen.
– Ist die Aussicht durch Nebel oder Rauch getrübt, muß man oft mit Problemen und Mißerfolgen in der nächsten Zeit rechnen.
Psychologisch:
Die beste Aussicht hat man von einem hohen Berg, ein Turm oder einem anderen hohen Gebäude. Übersetzen ließe sich die gute Aussicht
also mit einem Hinunterschauen auf jene, die weniger Erfolg haben, auf eine Arroganz, die man schleunigst ablegen sollte. Ist die Aussicht
verstellt, wäre zu fragen, ob wir im Wachleben noch den richtigen Überblick haben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ferne und klare haben: glückliche Zukunft;
– schöne und weite: Glück, Wohlstand;
– beschränkte: unsichere Zukunft, mancherlei Hindernisse;
– trübe: traurige Erlebnisse.
(europ.) : – allgemein: die Aussicht ist meist das Symbol der nahen Zukunft;
zwischen Klarheit und Nebel schwankt die gute und die schlechte Zukunft;
– genießen, wenn sie schön, weit und deutlich: Glück und Wohlstand; gute Ernte und Erfolg;
– von einem Turm aus über viele Berge und Täler: eine größere Reise steht bevor;
– wenn sie schlecht und unklar ist, auch langweilig trübe durch Nebel und Rauch: es wird
große Unannehmlichkeiten geben.
(Siehe auch „Gipfel“)
Aussöhnung
Volkstümlich:
(arab. ) : – bedeutet Herzensfrieden.
(europ.) : – Schande.
Aussprache
Volkstümlich:
(europ.) : – man kann eine Verbesserung der Existenz versuchen, aber ohne Kampf geht das nicht.
Ausspucken
Volkstümlich:
(europ.) : – läßt auf Krankheit oder Ärger schließen.
Ausspülen
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Gefäß: Unannehmlichkeiten;
– sich den Mund ausspülen: Befreiung von allerlei Schmerz und Pein.
Ausstand
Psychologisch:
Dieses Traumsymbol deutet darauf hin, daß etwas beendet werden soll. Mit dem Ausstand tritt man aus einem Berufsverhältnis aus und
wechselt entweder in ein anderes über oder geht in den Ruhestand. Auch im Traum zeigt dieses Traumbild an, daß man sich in einer Zeit des
Überganges befindet. Tritt dieses Traumsymbol in Ihren Träumen auf, sollten Sie sich überlegen, was in Ihrer beruflichen Karriere einer
Veränderung bedarf. In seltenen Fällen kann hier der Beruf oder die Arbeit verwendet werden, um auf eine anliegende Veränderung in Ihrem
Privatleben aufmerksam zu machen.

195
Ausstattung
Assoziation: – Ideen; Einstellungen; Glaubenssätze.
Fragestellung: – Was ist mir etwas wert? Was nützt mir?
Aussteigen
Allgemein:
Ein Fluchtsymbol, man will sich verweigern, die bisherige Lebensform abbrechen. Manchmal träumt man tatsächlich vom besinnlicheren,
naturnahen Landleben, aber viel häufiger haben Frauen mit konkreten Scheidungsplänen solche Aussteigerträume.
Psychologisch:
Der Aussteiger sucht nach einem neuen Weg der Selbstverwirklichung. Wenn wir aus einem Fahrzeug aussteigen, läßt das vermuten, daß wir
auf unseren bisherigen Lebensweg nicht mehr weitergehen oder daß wir in einem Denkprozeß neue Kraft finden wollen, um unser Leben
radikal zu ändern Seltener bedeutet das Aussteigen im Traum ein Ankommen an einem Ziel, an einer Teilstrecke des Daseins.
Volkstümlich:
(europ.) : – aus einem Wagen oder Schiff: kündet baldige Reise an;
– verkehrt aussteigen: zeigt Gefahren an.
Ausstellung
Psychologisch:
Man ist im Traum aufgefordert, etwas (von sich) zu zeigen, preiszugeben. Manchmal auch: Hinweis dafür, daß man sich anders präsentiert,
als man wirklich ist. Ein Traumsymbol für Selbstdarstellung – und dafür, daß man sie kultiviert und sehr bewußt (zum eigenen Vorteil)
einsetzt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – besuchen oder beschicken: du mußt deine Kenntnisse erweitern.
(europ.) : – besuchen: freudige Überraschung.
Aussteuer
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen, bekommen, kaufen: Heirat.
Ausstopfen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Welche toten Lebewesen waren ausgestopft? Sollten sie wie lebende aussehen?
Ausstreichen
Volkstümlich:
(europ.) : – Gemaltes oder Geschriebenes: vermeidbare Schäden und Verluste.
Austauschen
Volkstümlich:
(europ.) : – warnt vor Betrug und zeigt Verluste an.
Austern
Assoziation: – harte Schale, weicher Kern; erotisierende Wirkung.
Fragestellung: Wonach hungere ich?
Allgemein:
Es wird behauptet, daß Austern aphrodisisch wirken können. In Träumen symbolisieren sie daher möglicherweise den Sexualakt oder alles,
was mit Sexualität in Verbindung steht, bzw. weisen auf sexuelle Bedürfnisse und Probleme hin, die man bewältigen sollte. Zum Teil stehen
sie aber auch für Verschlossenheit nach außen, ein mürrisch-abweisendes Wesen oder scheinbare Härte im Umgang mit anderen; dahinter
verbirgt sich jedoch oft ein sensibles Wesen, das sich durch die scheinbar harte Schale vor Verletzungen schützen will. Manchmal
umschreibt sie auch eine Nachricht, die aus weiteren Symbolen als gut oder schlecht erkannt werden kann. Träumen Frauen von einem
Austernessen, symbolisiert dies Luxus, gesellschaftlichen Aufstieg, und die Freude daran.
Psychologisch:
Eine Auster ist etwas Einzigartiges, weil sie ein Sandkorn in eine Perle verwandeln kann. Auf diese Eigenschaft macht der Traum den
Träumenden aufmerksam, um ihm zu zeigen, wie er etwas Störendes in etwas Schönes verwandeln kann. Zu allen Zeiten und bei allen
Völkern ist die Auster als Sexualsymbol und als Symbol für Fruchtbarkeit bekannt. Sie verkörpert den Schoß einer Frau, die ein Kind
empfängt oder eine Frau, die ein Kind in sich trägt. Die Auster wurde schon in vorgeschichtlichen Zeiten gefunden und kommt in allen
Meeren unseres Planeten vor. Damit ist sie ein Symbolmuster für die Theorie, daß das Wasser der Ursprung allen Lebens ist.
Spirituell:
Eine Auster symbolisiert spirituelle Transformation. Es ist möglich negative Eigenschaften zu verwandeln, statt sie auszulöschen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Sinnbild für Verschlossenheit und Verschwiegenheit;
– sehen: außergewöhnliche Ereignisse; Warnung vor zu großer Vertrauensseligkeit;
– aufbrechen: man will ein Geheimnis ergründen oder eine Person oder Sache näher kennenlernen;
– nicht aufbrechen können: man wird nicht hinter das Geheimnis kommen; Erkenntnisschwierigkeiten haben;
– essen: glückliche Schwangerschaft;
– leere Schalen sehen: deine Wünsche werden nicht befriedigt.
(europ.) : – signalisiert ein leichtes Leben und die Aussicht auf viele Kinder;
– sehen: Wohlergehen und Unabhängigkeit; hochfliegende Pläne gehen nicht in Erfüllung;
Schwierigkeiten in der Erringung eines Zieles, das oft sexueller Art ist;
– essen: zeigt Unwohlsein an; man will mehr scheinen als man ist;
in der Liebe ist Glück angezeigt, sofern man geduldig ist;
– mit Austern handeln: Sie sind nicht gerade zurückhaltend, was Ihre Methoden angeht,
eine Geliebte oder auch ein Vermögen zu gewinnen;
– Austernschalen: bei dem Versuch, das Vermögen eines anderen zu sichern, wird man scheitern.
(Siehe auch „Muschel“)

196
Australien
Allgemein:
Gilt als Symbol für den Erfolg durch harte Arbeit und persönliche Tüchtigkeit; in Träumen kann der Kontinent auf solche Eigenschaften
hinweisen oder sie fordern. Die Auswanderung nach Australien zeigt oft, daß man im Begriff steht, das Leben grundlegend zu ändern.
Austrinken
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Annehmlichkeiten und warnt vor Unmäßigkeit.
Ausverkauf
Assoziation: – Preisgünstigkeit; Gelegenheit.
Fragestellung: – Wonach suche ich und fürchte, es mir nicht leisten zu können?
Psychologisch:
Er steht für genutzte Chancen, ist aber auch eine Warnung, daß etwas in uns „verramscht“ wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du erleidest Verlust durch einen Prozeß.
(europ.) : – bei einem solchen preiswert einkaufen: es bietet sich eine günstige Gelegenheit, einen alten Wunsch zu verwirklichen.
Auswanderung / Auswandern
Allgemein:
Geht es im Traum um eine Auswanderung, so ist das Traumsymbol besonders deutlich. Man hängt vermutlich in der Realität sehr an den
bisherigen Lebensumständen, und es steht einem eine wirklich radikale Veränderung bevor, die man erst verkraften muß. Auswanderung
kann auch für die Lockungen der Ferne und die Bereitschaft zu abenteuerlichen Handlungen stehen. Die Routine sollte über Bord geworfen
werden. Sie ist auch die Suche nach neuen Impulsen und meist auch neuen Partnerschaften.
Psychologisch:
Man träumt davon, sich eine völlig neue Umgebung zu schaffen, von vorne zu beginnen, alte Gewohnheiten abzuschaffen usw. – aber es
könnte auch ein Tip aus dem Unterbewußtsein sein: Wovor läuft man eigentlich weg, warum will man sich mit der Realität nicht
auseinandersetzen?
Volkstümlich:
(arab. ) : – baldige Veränderung.
(europ.) : – kleine Geschäftsveränderungen würden von Vorteil sein; sich keinen großen Hoffnungen hingeben;
bevorstehende Veränderung im Leben.
Auswaschen
Volkstümlich:
(europ.) : – schmutziger Wäsche: zeigt die Befreiung von einer drückenden Last an.
Ausweis (Siehe „Identitätsausweis“, „Paß“)
Auswendiglernen
Volkstümlich:
(europ.) : – man muß Unangenehmes mit in den Kauf nehmen.
Auswinden
Volkstümlich:
(arab. ) : – (von Wäsche): schlechtes Geschäft.
Auszanken
Volkstümlich:
(europ.) : – sich mit jemanden: man wird einen Freund bekommen.
Auszeichnung
Psychologisch:
Im Sinne Freuds träumt man von einer Auszeichnung, wenn man sich nach dieser sehnt. Eine Auszeichnung im Traum hat auch häufig die
Funktion, Sie als Träumenden aufzubauen und Ihr Selbstbewußtsein zu stärken.
Volkstümlich:
(europ.) : – besitzen: gesicherte Zukunft steht bevor;
– selbst auszeichnen: bedeutet daß man sich nicht soviel einbilden, sich vor Schmeichlern hüten und Übermut dämpfen soll;
– ausgezeichnet werden oder andere eine erhalten sehen: Sie werden sich als würdig erweisen, aber wenige erkennen Ihre
Fähigkeiten an.
Ausziehen
Assoziation: – Entblößung des wahren oder inneren Selbst.
Fragestellung: – Wer bin ich, wenn ich alle Hüllen abgelegt habe?
Artemidoros:
Der Verlust von Kleidungsstücken bringt nichts Gutes, außer Armen, Gefangenen, Schuldnern und allen, die sich in einer ausweglosen Lage
befinden; denn gehen diese Stücke verloren, bedeutet es Befreiung von allen die Betreffenden bedrängten Widerwärtigkeiten. Für alle
anderen ist es weder gut, sich nackt auszuziehen noch Kleider zu verlieren; es sagt den Verlust alles dessen Voraus, was das Leben
verschönt.
Allgemein:
Wenn man sich im Traum auszieht, tritt man möglicherweise mit seiner Sexualität in Verbindung. Vielleicht hat der Träumende auch das
Bedürfnis, seine wahren Gefühle hinsichtlich einer Situation zu enthüllen und völlig offen auszudrücken.

197
Psychologisch:
Jemandem beim Ausziehen zuzusehen, kann heißen, daß man sich der Verletzlichkeit dieses Menschen bewußt werden soll. Jemand anderen
auszuziehen bedeutet, daß man versucht, entweder sich selbst oder den anderen auf einer tieferen Ebene zu verstehen. Wer im Traum seine
Kleider auszieht, hat nichts zu verbergen, sollte sich aber doch davor hüten, sich bloßzustellen. Wenn man die Schuhe auszieht, deutet das
vielleicht auf das Verlangen nach einer natürlicheren Lebensweise hin. Der Auszug aus einem Haus oder einer Wohnung läßt erkennen, daß
das Unbewußte mit unserer bisherigen Lebensweise nicht zufrieden ist, mit anderen Worten: Es mahnt uns zu einer Umstellung, damit wir
uns freier bewegen können.
Spirituell:
Sich ausziehen bringt das Bedürfnis des Träumenden nach Offenheit und Ehrlichkeit zum Ausdruck.
Volkstümlich:
(arab. ) : – beschmutzte Kleider: man sucht dich ins Unglück zu stürzen;
– von Kleidungsstücken: gib deine Pläne auf;
– Stiefel oder Schuhe: du wirst durch Umstände gezwungen werden, eine Reise zu machen;
– aus einer Wohnung: Nachrichten verschiedener Art werden dich betrüben, Verlust durch Unvorsichtigkeit oder Diebstahl.
(europ.) : – aus einer Wohnung: Ruhelosigkeit und Geldausgaben; Veränderung im persönlichen Leben;
– seine Kleider: Unglück durch eigenes Verschulden; Opfer eines boshaften Klatsches werden; Furcht vor eigene Fehler
(in Unternehmungen, Beruf);
– die Schuhe: eine Reise steht bevor;
– Sieht eine Frau den Regierungschef ihres Landes ausgezogen, heißt das, daß bereits begonnene Annehmlichkeiten traurig enden
werden. Sie wird darunter leiden, daß sie für ihre Lieben Böses befürchtet. Sieht sie andere ausgezogen, ist das ein Omen für
entgangene Freuden, die als Schmerz zurückkommen.
(Siehe auch „Kleidung“)
Auto
Assoziation: – persönliche Macht; Ego.
Fragestellung: – Werde ich ankommen? Wer bin ich?
Allgemein:
Auto kann allgemein als Sinnbild für Antriebe stehen, die das Hand eln und Verhalten eines Menschen stark beeinflussen und ihn motivieren.
Je nach den Begleitumständen ergeben sich oft die folgenden speziellen Bedeutungen:
– Selbst ein Auto lenken zeigt an, daß man eine Angelegenheit fest im Griff hat und sie zu einem erfolgreichen Abschluß bringen wird;
zum Teil wird man dadurch aber auch aufgefordert, mehr Aktivitäten zu entwickeln, um das Leben zu verändern und neue Ziele
anzustreben.
– Wer damit gut vorankommt, bei dem wird es auch im bewußten Leben gut vorwärtsgehen.
– Das Lenken eines Fahrzeuges kann mehr mit der Richtung und dem Ziel in Verbindung gebracht werden.
– Bedient der Träumer das Auto falsch, macht er auch im Wachzustand manches nicht richtig.
– Es deutet auf Unabhängigkeit hin, wenn er allein in einem Auto ist.
– Sitzt er in einem besonders schicken fremden Auto, möchte er möglicherweise mehr scheinen, als er in Wirklichkeit ist.
– Das Dahinrasen in einem schnellen Auto bedeutet die Sehnsucht nach einem sexuellen Rauscherlebnis. Wenn dabei ein Unfall passierte,
wohin wollten Sie fahren oder auf welcher Straße befanden Sie sich zur Zeit des Unfalls? Waren Sie im Fahrersitz? Dann bedeutet es
Selbstsicherheit.
– Sieg in einem Autorennen bedeutet, daß man bei der Verwirklichung von Zielen alle Konkurrenten und Hindernisse aus dem Weg räumen
wird.
– Auf mangelnde Verantwortung verweisen Träume, in denen der Träumende in seinem Auto sitzt, das (von ihm selbst oder von einer
anderen Person) unvorsichtig gefahren wird.
– Wird das Auto des Träumenden hingegen von einem anderen überholt, dann bedeutet dies, das er sich vernachlässigt fühlt.
– Träumt man, daß er sein Fahrzeug wendet, so ist dies ein Hinweis darauf, daß man rückfällig wird oder eine Entscheidung rückgängig
machen muß.
– Beifahrer in einem Auto sein verkündet meist, daß man Hilfe von außen in einer Angelegenheit erwarten darf, die bereits im Gange ist;
vielleicht wird man dadurch aber auch auf eine übermäßige Beeinflussung und Fremdbestimmung durch andere hingewiesen, die man
abbauen sollte. Manchmal will der Träumende auch nur die Verantwortung für sein Leben auf einen anderen Menschen übertragen.
– Kauft man ein Auto, weist das oft darauf hin, daß man im Begriff steht, das Leben zu verändern, und verheißt zugleich einen günstigen
Ausgang der in Angriff genommenen Pläne.
– Ein Verkehrsunfall verweist auf Versagensängste im Leben.
– Brennende Autos, die in hellen Flammen stehen, sind Anzeichen für Erfolge, nur qualmende Autos dagegen warnen vor Mißerfolgen
und körperlichen oder emotionalen Streß
– Autopannen und -unfälle machen auf Hindernisse bei der Verwirklichung von Zielen aufmerksam, beispielsweise auf Konkurrenten;
dann sollte man versuchen, diese Behinderungen zu erkennen und auszuschalten.
– Verbotsschilder, die man übersieht verweisen auf die Lebensangst, die man durch allzu forsches Auftreten überwinden möchte.
– Der Motor symbolisiert die wesentlichen Triebe, mit denen er konfrontiert ist.
– Handelt der Traum hingegen von den Bremsen, dann zeigt dies seine Fähigkeit, eine Situation unter Kontrolle zu halten.
Psychologisch:
Traumszenarios mit Autos verarbeiten häufig die Art, wie der Träumende auf der psychischen oder emotionalen Ebene mit sich selbst
umgeht. Ein Auto steht häufig für den persönlichen Raum, für die Erweiterung des Seins des Träumenden. Fährt man in einem Traum Auto,
so ruft dies den persönlichen Antrieb ins Bewußtsein. Das Auto wird in der Traumpsychologie mit motorischer Energie gleichgestellt. Autos,
die in Träumen von Männern auftauchen, symbolisieren daher ihre augenblickliche Beziehung zum Sex. Automobil steht oft für das eigene
Ich, das es zu beherrschen gilt. Wenn der Träumer das Auto selbst fährt, kennzeichnet es oft seine Person – hier wird es als fahrbares Haus
geschildert – oder was er im Alltagsleben darstellen möchte. Viele Angstträume – man überfährt jemanden, die Bremsen funktionieren nicht –
hängen mit dem Automobil zusammen; sie beweisen, daß wir unseren Lebensstil ändern sollten, um keine Verluste zu erleiden. Das Auto ist
im Traum wie auch in der Wirklichkeit ein individuelles Transportmittel. Da das Auto in der Realität oft als Statussymbol angesehen wird,
kennzeichnet es im Traum je nach Größe und Marke auch wie der Träumende gerne von seiner Umwelt gesehen werden möchte. Wichtiger
jedoch ist es, wie der Träumende im Traum mit dem Fahrzeug umgeht oder was bei der Fahrt geschieht. Eine Autofahrt versinnbildlicht ein
Stück der Lebensreise. Tritt im Traum ein schneller Sportwagen auf, kann dieser auch sexuelle Bedeutung haben. Das rasante Fahren steht in
diesem Fall für Bewegungsfreiheit und Geschwindigkeitsrausch und damit für die Sexualität, speziell für die freie Liebe. Träume vom
Autofahren oder vom Auto selbst sind Symbole für den Rausch der Freiheit, für Unabhängigkeit, Energie und Potenz.
Spirituell:
Ein Auto symbolisiert spirituelle Richtung und Motivation.

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Volkstümlich:
(europ.) : – nur eins sehen: wichtige Neuigkeiten;
– darin mitfahren: Erfolg, Aufschwung, bessere Verhältnisse;
– selbst lenken: man hat die eigene Sache fest in der Hand; Suche nach neuen Möglichkeiten, seinem Lebensziel näherzukommen;
– sehr geschickt und sicher eins steuern: verspricht Erfolge aus eigener Kraft;
– eines kaufen: Anbahnen eines neuen Unternehmens, das erfolgreich ist; beruflich rasch vorankommen;
– aus einem aussteigen: das Ansehen nimmt Schaden; die Kompetenz wird in Frage gestellt; Rückschläge und Stagnation;
– eines brennen sehen: gute Bedeutung, wenn man nur die Flammen sieht, schlechte Bedeutung bei schwarzen Rauch;
– Autopanne: eine Reise wird vergeblich sein; der Spaß an einer Sache am Ende wird doch nicht so groß wie erwartet sein;
– Autounfall: finanzieller Verlust;
– in einem Autounfall verwickelt werden: man muß in einer bestimmten Angelegenheit mit starker Konkurrenz rechnen;
– einen Zusammenstoß erleben: symbolisiert einen Rückschlag, weil man zu egoistisch an seinen Vorteilen bedacht war;
– Autorennen gewinnen: man kommt seinen Konkurrenten oder Rivalen zuvor;
– versuchen, fahrenden Autos auszuweichen: man tut gut daran, in Zukunft Rivalen so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen,
wie man es guten Gewissens verantworten kann;
– Sucht eine junge Frau nach einem Auto, wird sie es nicht schaffen, die Aufmerksamkeit eines bestimmten Mannes auf sich zu
lenken.
(ind. ) : – fahren sehen: du wirst Neues erfahren;
– selbst fahren: du wirst Mißerfolg haben.
(Siehe auch „Autofahrt“, „Reise“, „Motorrad“, „Schiff“, „Bremse“ oder andere Teile, die das Auto fahrbereit machen.)
Autobahn
Assoziation: – Reisen; Weg in die Freiheit; Bewegung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben habe ich Bewegungsfreiheit?
Psychologisch:
Auf der Autobahn kommt man schnell und problemlos voran, es sei denn, dort gibt es einen Stau, der auf abgeblockte Lebensenergie
verweist. Gleichzeitig ist die Autobahn der kollektive breite Weg, der meist schnell zum Ziel führt, ohne jedoch besonders interessant und
umweltgerecht zu sein. Auch: Symbol des ständigen Unterwegssein, Vielfahrer, Fernfahrer, Heimatlose, der Beton als Ersatzheimat.
(Siehe auch „Fahrzeuge“, „Straße“)
Auto da fe
(Ketzerverbrennung)
Volkstümlich:
(europ.) : – beiwohnen: man soll liebevoller, milder und gerechter sein, um nicht selbst in eine kritische Lage zu geraten.
Autofahrt
Psychologisch:
Auch im Traum ein Symbol für Fortbewegung. Nähere Hinweise kann man aus der Grundstimmung während der Fahrt beziehen. Wollten
Sie nur schnell weiterkommen, oder war es eine erholsame Reise mit wichtigen Eindrücken? Erlebten Sie einen Unfall? Überlegen Sie gut –
auf diese Weise können Sie die Traumsymbolik entschlüsseln und erkennen, wie Sie sich auf Ihrem Lebensweg verhalten und wo Ihre
Herausforderungen und Chancen liegen.
(Siehe auch „Auto“)
Autogramm
Volkstümlich:
(europ.) : – Todesfall in der Familie.
Automat
Allgemein:
Von Freud wäre er vielleicht sexuell gedeutet worden, da man ja etwas hineinstecken muß, damit dabei etwas herauskommt. Wahrscheinlich
mahnt er aber eher vor überflüssigen Geldausgaben und zur Zurückhaltung im Tagesgeschehen. Er kann aber auch ankündigen, daß man eine
Absicht recht einfach erreichen wird.
Psychologisch:
Spielautomaten sind ein Symbol für „Erholung in der Anspannung“ – Sie brauchen auch in der Freizeit Streß, um sich aktiv und lebendig zu
fühlen. Allgemein symbolisieren Automaten Vorgänge in der Alltagsroutine, die man sich durch flexibles Handeln erleichtern kann. Wer
träumt, selbst ein Automat zu sein und irgendwelche Gegenstände auszuspucken, soll daran erkennen, daß sein Leben fast nur mehr aus
festgefahrenen Gewohnheiten und „automatischen Reaktionen“ besteht – er funktioniert nur mehr „nach Bedarf“, und sowohl Phantasie als
auch ein intensiveres Gefühlsleben sind auf der Strecke geblieben. Oft ein Utopietraum, also ein Warntraum!
Volkstümlich:
(arab. ) : – (mit einem Automat zu tun haben, ihn sehen, sich mit ihm beschäftigen): du liebst die Bequemlichkeit.
(europ.) : – funktionierender: es geht alles gut;
– defekter: es treten Stockungen ein, im Geschäft, bei Unternehmungen, Reisen usw.;
– Warenautomat sehen: eine angenehme Erleichterung steht bevor;
– Briefmarkenautomat: eine Sache in Güte zu erledigen bringt nur einen Teilerfolg.
Automaten-Büffett
Volkstümlich:
(ind. ) : – es wäre angebracht, mit dem Geld nicht so leichtsinnig umzugehen.
Autor
Allgemein:
Träumt ein Autor, daß sein Manuskript von einem Verleger abgelehnt wird, bedeutet das zunächst Zweifel an seiner Arbeit, aber dann die
Anerkennung als gelungenes Werk. Einen Autor bei der Arbeit an seinem Text zu beobachten heißt, daß Sie sich viele Gedanken entweder
über ihr eigenes oder das literarische Werk einer anderen Person machen.

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Volkstümlich:
(europ.) : – Von einem großen Autoren zu träumen, bringt dem Ledigen unerwartete Vergnügen.
– Für den Verheirateten bedeutet es Glück in der Familie.
(Siehe auch „Manuskript“)
Autorennen
Psychologisch:
Das Traumbild des Autorennen kommt erstaunlich häufig vor und deutet auf die Faszination der Beherrschung der Maschine durch den
Menschen hin. Gleichzeitig spiegelt sich auch in diesem Traumsymbol die Faszination des Autos und der Geschwindigkeit in unserer Kultur
wider. Dabei verbindet sich auf der symbolischen Ebene Erotik mit Schnelligkeit. Eine Mischung, die in perfekter Weise unsere Kultur
charakterisiert. Das Autorennen stellt im Traum oftmals ein Streßsymbol dar, mit dem viele Ängste verarbeitet werden. Häufig ist mit diesem
Traumsymbol verbunden, daß man entweder nicht mehr bremsen kann oder zu schnell in die Kurve fährt. Das alles ist auf den Lebensweg
des Träumenden zu beziehen.
Autoreparaturwerkstatt
Allgemein:
Sie weist im Traum darauf hin, wie man mit seinen persönlichen Fähigkeiten umgeht. Die Werkstatt ist die Stätte der Kreativität; aus ihr
heraus zeigt der Träumende der Welt, womit er sich beschäftigt hat. Dort nutzt und prüft er seine Trieb- und Motivationsreserven und all
seine Fähigkeiten.
Psychologisch:
Eine Reparaturwerkstatt für Autos kann auf das Bedürfnis nach persönlicher Aufmerksamkeit und vielleicht nach körperlicher Zuwendung
verweisen – denn ein Auto im Traum verdeutlicht, wie der Träumende mit seinem äußeren Leben umgeht.
Spirituell:
Der Träumende besitzt spirituelles Werkzeug, welches er in bestimmten Momenten zu seiner Unterstützung heranziehen kann. Eine
Autowerkstatt erinnert den Träumenden daran, daß er diese besonderen Hilfsmittel auf Lager hat und sie jederzeit benutzen kann.
(Siehe auch „Auto“, „Werkstatt“)
Autoritätsperson
Allgemein:
Gelegentlich begegnen wir in unseren Träumen Autoritätsfiguren. Sie sind in der Regel gebieterische Gestalten, die im Traum auftauchen,
um uns zu unterweisen und zu führen, und versuchen, uns ihren Willen aufzuzwingen. Die ersten Autoritätspersonen, die in unser Leben
treten, sind die Eltern, und viele Traum- Autoritätssymbole rühren denn auch von den tief eingekerbten Erinnerungen an dieser her – selbst
wenn sie oft als Priester, Richter, Könige/ Königinnen oder Schulleiter auftreten. Manchmal erinnern uns diese Gestalten an Pflichten oder
an unsere Verantwortung, die wir lieber vergessen würden, beispielsweise der Allgemeinheit gegenüber. Eltern kommen für gewöhnlich
nicht als sie selbst in Autoritäts-Träumen vor. Erscheint aber im Traum jemand, den man kennt, so ist er zumeist auch direkt gemeint. Doch
solche Personen bringen keine Botschaften aus dem Unterbewußtsein, sondern sind nur Projektionen der Charaktere, der sie tatsächlich sind.
Taucht jedoch ein feierlicher Kardinal oder ein strenger Diktator auf, dann meldet sich damit das Unterbewußte und teilt einem damit einen
Aspekt der Persönlichkeit mit, was man eigentlich ohnehin weiß, aber vielleicht nicht wahrhaben will. Autoritätspersonen im Traum können
vielerlei Gestalt haben, vom Verkehrspolizisten und Kartenkontrolleur bis zum Kapitän, Botschafter, Hausherren oder Propheten. Wichtiger
jedoch ist die von ihnen überbrachte Botschaft, da diese nicht nur für ein Problem, sondern für das gesamte Leben des Träumers bedeutsam
ist.
Psychologisch:
Manchmal ist das Erscheinen dieser Person im Traum ein Angstsymbol seit der Kindheit. Sie kann die Furcht der Seele repräsentieren, zu
versagen. Bei diesem immer wiederkehrenden Traum sollte man die Ursache herausfinden und die Berufswelt kritisch betrachten. Eventuell
sollte man sich eine neue Autorität suchen.
(Siehe auch „Menschen“)
Autoschlüssel
Psychologisch:
Sie gelten als Freiheitssymbol – wer sie hat, kann sich nach Belieben fortbewegen, kann losfahren, wann und wohin er möchte. Der
geträumte Verlust von Autoschlüsseln symbolisiert die versäumte Gelegenheit, etwas zu erreichen, eine verpaßte Chance – ein Zwang,
abzuwarten oder eine einengende Situation durchzustehen.
(Siehe auch unter „Schlüssel“)
Avenue
(Allee)
Psychologisch:
Sie steht für Wunschvorstellung und Leistungsziel.
(Siehe auch „Allee“)
Axt
Assoziation: – brutale Verstümmelung.
Fragestellung: – Was bin ich bereit anzuhacken?
Allgemein:
Bei einem Traum, in dem auch eine Axt vorkommt, ist zu unterscheiden, ob sich diese gegen den Träumenden richtet oder ob er sie selbst
benutzt. Im ersten Fall wird der Träumende durch die große Macht eines anderen Menschen bedroht. Im zweiten Fall verlangt der Traum
vom Träumenden, daß er sich den destruktiven Kräfte in sich selbst bewußt werden muß. Axt taucht oft als Werkzeug auf, mit dem man
arbeitet, und macht dann Hoffnung auf einen Erfolg. Sieht man nur eine Axt im Traum, kann sie vor einem nahen Unglück warnen, das sich
vielleicht aus übersteigertem Machtstreben und skrupellosem Ehrgeiz ergibt.
Psychologisch:
Es gibt etwas im Träumenden, mit dem er nur auf destruktive Weise fertig wird. Wer sie als Werkzeug benutzt, will ein Ziel mit Gewalt
erreichen, und geht ziemlich rücksichtslos und egoistisch dabei vor. Sie mahnt dazu, auch die Bedürfnisse anderer mehr zu beachten. Oft
auch ein Hinweis darauf, daß man im bewußten Leben Energien vergeudet, die dann in entscheidenden Momenten fehlen.
Spirituell:
Die Axt stellt Macht, Donner, Bezwingung von Fehlern und Opfer dar. Sie ist auch ein Symbol für rücksichtslose Absichten.

200
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: unglückliche Verhältnisse werden dich beunruhigen; mahnt zur Nachgiebigkeit;
– damit Holz spalten sehen: Streit und Zank;
– damit selbst Holz spalten: Trennung in ehelichen Verhältnissen.
(europ.) : – sehen, die scharf geschliffen ist: Schrecken und Konflikte werden auf einem zukommen;
– in die Hand nehmen: bedeutet Unglück;
– in der Hand haben, schleifen oder schwingen: Streitigkeiten, an denen man nicht ganz schuldlos ist;
– schwingt ein anderer die Axt: man wird unter der Rücksichtslosigkeit eines anderen Menschen leiden;
– damit arbeiten: gutes Fortkommen;
– Holz damit spalten: Entzweiung mit einem geliebten Menschen;
– andere eine benutzen sehen: Ihre Freunde sind tatkräftig und schwungvoll und machen das Leben mit Ihnen zu einem Vergnügen;
– Erblickt eine junge Frau eine Axt, wird sie einen liebenswerten, jedoch nicht besonders wohlhabenden Geliebten haben.
(Siehe auch „Waffen“)
Azaleen
Volkstümlich:
(europ.) : – man nehme nicht jedes Geschenk an und übe Vorsicht bei vermeintlichen Freunden.
Azteken
Volkstümlich:
(europ.) : – verkünden weite Reisen.
Azurit
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilung; übersinnlich; Empfänglichkeit; Wiedergeburt; Schmetterlingsclan.
Beschreibung: Azurn, im inneren Kreis des Medizinrads das Mineral des mit der Luft verbundenen Schmetterlingsclans, ist ein
Kupferkarbonat von normalerweise blauer Farbe, die aber auch bis ins Schwarze hinüberreichen kann. Von Azurit wird behauptet, daß er die
intuitiven Befähigungen stärkt.
Allgemeine Bedeutung: Arbeiten mit der Intuition; Inspiration; Kreativität.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Phase intensiver übersinnlicher Öffnung und Inspiration.

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