Traumdeutung Buchstabe B

 

Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets
Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets

B
Allgemein:
B als Buchstabe erscheint in Träumen geschrieben oder plastisch, kann aber auch ausgesprochen werden. Seine Bedeutung wird (je nach der Schrift, aus dem er stammt) unterschiedlich interpretiert; in der Schreibweise unseres Alphabets ist es meist als Hinweis auf psychische Inhalte zu verstehen, die latent (schlummernd) vorhanden, aber nicht voll bewusst sind. Manchmal kann darin auch die Neigung eines Menschen zum Ausdruck kommen, sich zu sehr in sich selbst zurückzuziehen und von der Mitwelt abzukapseln; dann muß man nach den individuellen Ursachen (vielleicht Hemmungen oder Angst vor Zurückweisung und anderen seelischen Verletzungen) fragen und versuchen,
wieder mutiger und zielstrebig aus sich herauszugehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – als Buchstabe: wer A sagt, muß auch B sagen; du sollst nicht wankelmütig sein.

Baal
Volkstümlich:
(europ.) : – Interesse für das Altertum.
Baby
Assoziation: – Kindliches Selbst; Wiedergeburt; Vertrauen.
Fragestellung: – Was wird in mir geboren oder wiedergeboren? Worauf vertraue ich?
Artemidoros:
Träumt jemand, er werde von einer Frau geboren, so ist folgende Deutung angezeigt: Einem Armen bringt es Glück; er wird gleich den
Säuglingen jemanden bekommen, der ihn nährt und bemuttert, ausgenommen, der Betreffende ist ein Handwerker; einem solchen kündigt es
Arbeitslosigkeit an; denn die Kleinen arbeiten nicht und ihre Hände sind eingewickelt. Einem Reichen bedeutet es, daß er nicht Herr im
Hause ist, sondern von Leuten bevormundet wird, die ihm zuwider sind; denn Säuglinge werden von anderen, die nicht nach ihrem Willen
sind, bevormundet. Einem Mann, dessen Ehefrau nicht schwanger ist, bedeutet es, er werde sie verlieren; denn Säuglinge pflegen mit Frauen
keinen Geschlechtsverkehr. Wessen Ehefrau aber guter Hoffnung ist, dem kündet es die Geburt eines Sohnes an, der ihm in allem auf Haar
gleichen wird; auf diese Weise wird es ihm vorkommen, als werde er selbst noch einmal geboren. Einem Diener bedeutet es die Liebe seines
Herren und, im Fall einer Verfehlung, Verzeihung, denn Säuglinge verfügen nicht über sich selbst, auch wenn sie freigeboren sind. Athleten
bringt es Unglück; Säuglinge können nämlich weder gehen noch laufen, noch viel weniger jemanden zu Boden strecken, wo sie nicht einmal
einen Fuß vor den anderen setzen zu können. Demjenigen, der in der Fremde lebt, verheißt es die Rückkehr in die Heimat, so daß er, wie ein
Neugeborenes, an den Ursprung zurückkehrt oder daß er wiederum die Mutter Erde, d.h. den Heimatboden, betritt; denn die Mutter Erde ist
allen ohne Unterschied Heimat. Einem Kranken zeigt es den Tod an, weil Verstorbene ebenso wie Säuglinge in zerrissene Tücher
eingewickelt und auf die Erde gelegt werden, und wie der Anfang zum Ende in Beziehung steht, so daß Ende zum Anfang. Denjenigen, der
einen Fluchtversuch unternimmt, läßt dieses Traumgesicht nicht entkommen und einen, der auf Reisen gehen will, nicht die Heimat
verlassen; denn die Kleinen können nicht dem aus dem Wege gehen; was vor ihren Füßen ist, stolpern sie doch jedes Mal. Bei Prozessen ist
das Traumgesicht für den Kläger von ganz schlimmer Vorbedeutung; er wird die Richter wegen seiner stammelnden Zunge nicht
überzeugen, dagegen kann ein gerichtlich Angeklagter und besonders einer, der einen Schuldspruch befürchtet, nach diesem Traumgesicht
unbesorgt sein; denn kleinen Kindern verzeiht man, wenn sie eine Dummheit begannen haben. Träumt ein Armer schwanger zu sein, so wird
er ein stattliches Vermögen erwerben, Geld in Hülle und Fülle verdienen und auf diese Weise dick und rund werden. Einen Reichen dagegen
werden Prüfungen und Sorgen heimsuchen. Ein Verheirateter wird seine Gattin verlieren; er benötigt gewissermaßen keine Frau mehr, die
Kinder zur Welt bringt. Ein Lediger wird eine so herzensgute Frau heiraten, daß er Lust und Schmerz mit ihr zu teilen vermeint. Allen
übrigen prophezeit es Krankheit. Gebären aber und Entbinden bedeutet nicht dasselbe wie die Schwangerschaft, sondern zeigt einem
Kranken raschen Tod an, weil jeder gebärende Leib Lebensatem abgibt, und so wie sich das Neugeborene vom bergenden Körper trennt, so
auch der Lebenshauch vom Körper. Ein Armer, ein Schuldner und jeder, der sich in einer argen Bedrängnis befindet, wird sich von den
betreffenden Widrigkeiten freimachen. Der Grund ist klar. Ferner bringt dieses Traumgesicht verborgene Dinge zutage, weil das bis dahin
verborgene Kind ans Licht kam. Reichen, Gläubigern, Geschäftsleuten und allen Personen, die eine Vertrauensstellung haben, bringt es
Schaden; sie werden verlieren, was sie früher besaßen. Großhändlern und Reedern dagegen ist es günstig; sie werden ihre Waren absetzen.
Viele verloren infolge des Abgangs des Kindes, das von demselben Blut stammt, nahe Verwandte.
Allgemein:
– Baby ist das Symbol der unbewußten Sehnsucht nach Geborgenheit.
– Wer ein Baby trägt, hat noch eine ganze Weile sein Päckchen zu tragen und erreicht gesteckte Ziele erst nach vielen Mühen.
– Ein Baby stillen: Man sollte seine Pflicht erfüllen auch wenn es schwer fällt.
– Wer schöne Babys sieht, kann schöne Freundschaften schließen.
– Häßliche Babys deuten auf kleine Unebenheiten im eigenen Charakter hin.
– Ein totes Baby läßt manchmal auf ein schlechtes Erinnerungsvermögen schließen.
Psychologisch:
Das Baby kann im Traum einen realen Kinderwunsch ausdrücken oder mit einer Schwangerschaft oder Geburt im Zusammenhang stehen.
Trifft dies nicht zu, symbolisiert es die Kindlichkeit und Unreife des Träumenden. Das bedeutet dann, daß bestimmte Wesenszüge der
träumenden Person noch nicht oder erst ungenügend entwickelt sind und also gehegt und gepflegt werden wollen. Ein Baby im Traum kann
auch für den Beginn von etwas Neuem stehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – besonders schönes und sauberes: verheißt Liebe und Freundschaft;
– allgemein sehen: Unglück und Kummer;
– ein schlafendes: die Zukunft entwickelt sich bestens;
– eins füttern: es stehen noch manche Mühen bevor, bis man die Anerkennung der Umwelt erntet;
– schreien hören: schlechte Gesundheit und Enttäuschungen stehen bevor;
– ein krankes schreit: die Geschäfte sind im Moment rückläufig;
– totes: man wird bald von einem Todesfall hören;
– selbst eines zur Welt bringen: etwas Neues, eine neue Lebensrichtung oder Idee, wird in einem geboren;
– eine Frau stillt eines an ihrer Brust: entweder sie wünscht sich sehnlichst ein eigenes Kind,
oder sie möchte einem anderen helfen, es betreuen und umsorgen;
– Wenn eine Frau Ihr eigenes Baby stillt, wird Sie von demjenigen hintergangen, dem Sie am meisten vertraute.
– Ihr fiebergeschütteltes Baby auf den Arm nehmen: psychische Qualen stehen bevor.
(Siehe auch „Menschen“, „Puppe“)

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Babysitter
Assoziation: – Arbeit mit dem inneren Kind.
Fragestellung: – Inwieweit bereite ich mich darauf vor, mich um das Kind in mir zu kümmern?
Psychologisch:
Er steht für die Gefahr, Verantwortung abtreten zu wollen, aber auch den Hinweis, daß man sich sicher fühlt. Vertrauen sollte investiert
werden, eventuell auch in einen Neuanfang.
Bacchus
Allgemein:
Bacchus wird als Gott des Weines in manchen Gegenden, wo Wein angebaut wird, trivial als Zeichen für ein schlechtes Weinjahr gedeutet;
wenn das tatsächlich eintritt, muß man aber keine unerklärliche Vorahnung vermuten, wahrscheinlich hat das Unbewußte dann nur die
entsprechenden Tatsachen, die man bewußt noch nicht ganz wahrnahm, sinnvoll zusammengefügt. Häufig steht Bacchus aber als Symbol für
Natur, Körperlichkeit und Sinnenfreude, das eine entsprechende Einstellung und Lebensweise des Träumers wiedergibt, vor Übertreibungen
oder übermäßiger Unterdrückung der körperlichen (nicht nur sexuellen) Lust warnt.
Volkstümlich:
(europ.) : – (d.h. in Träume den Weingott erblicken): dein zügelloses Leben erregt Ärgernis;
– schlechtes Weinjahr; signalisiert Tage harter Arbeit.
Bach
Assoziation: – Der Fluß der Gefühle.
Fragestellung: – Welche Gefühle dürfen ungehindert in mir fließen?
Allgemein:
Bach verstehen Traumanalytiker heute vor allem als den Lauf des Lebens.
– Fährt man ihn hinab, weist das in die Zukunft.
– Hinauffahren Richtung Quelle deutet dagegen in die Vergangenheit.
– Gegen den Strom fahren symbolisiert die Widerstände und die damit verbundene größere Anstrengung, die sich gegen die Einsichten in
verdrängte frühere Erfahrungen oft einstellen.
Weitere Deutungen, die auf alte Quellen zurückgehen, ergeben sich aus den speziellen Begleitumständen:
– Gegen den Strom schwimmen kann auch anzeigen, daß man sich nicht anpassen kann und deshalb immer wieder Probleme erleben wird.
– Ein Bach mit vielen Fischen wird als Glückssymbol gedeutet, sprudelt unsere Kasse möglicherweise bald über.
– Badet man im Bach, soll das auf baldige Genesung von einer Krankheit hinweisen.
– Klares Wasser verheißt berufliche und finanzielle Erfolge, trübes Wasser oder der reißende Wildbach berufliche Probleme und finanzielle
Verluste.
– Ein kleiner, quellfrischer Bach deutet auf die übersprudelnde Lebensart des Träumers hin und läßt für Beruf und Privatleben nur das Beste
erwarten.
– Ein trüber, modrig riechender Bach zeichnet oft die trübe Stimmung, in der man sich augenblicklich im Wachleben befindet; manchmal
möchte man dann aber auch im trüben fischen.
– Der Stand des Wasserspiegels im Bachbett kann Auskunft darüber geben, wie erfüllt das eigene Leben ist; ein hoher Wasserspiegel weist
auf ein erfülltes, ein niedriger auf ein seelisch-geistig verarmtes Leben hin, das man auf jeden Fall versuchen sollte, zu ändern.
– Ein trockengelegter Bachlauf erinnert den Träumer an Notzeiten
Psychologisch:
Ein Bach mit frischem Quellwasser ist Zeichen eines seelischen Gesundungsprozesses und einer seelischen Erfrischung. Dagegen stellt ein
ausgetrocknetes Bachbett eine Warnung der Seele dar. Es bedarf einer Investition in Optimismus und Vertrauen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hell und klar fließend: gute Vermögensverhältnisse und hoffnungsreiche angenehme Zukunft; gute Geschäfte;
– mit reißendem Wasser: Mißgeschick und allerhand Hindernisse;
– klaren langsam fließend: du hast träge Mitarbeiter, faule Dienstboten;
– trübe und langsam fließend: Unglück aller Art;
– trübe fließend: du wirst Schaden oder Verlust haben;
– einen klaren Bach aufs Haus zufließen sehen: gutes Vorwärtskommen;
– einen trüben Bach aufs Haus zufließen sehen: bedeutet Feuerschaden;
– tief: du hast falsche Freunde;
– ausgetrockneter: Armut und Verlust, Not und schwere Zeiten;
– mit vielen Fischen: gute Erbschaftsaussichten, ertragreiches Geschäft, großer Kindersegen;
– mit Blut vermischt fließend: Krankheit und Tod;
– aus/mit Blut fließen sehen: ein starker Blutverlust steht bevor;
– darin stehen oder baden: du wirst von einer Krankheit bald genesen;
– durchwaten: du wirst dein Ziel erreichen;
(europ.) : – der Wasserspiegel des Baches kennzeichnet in seiner Gestalt Reichtum und Ungunst des Lebens;
– klarer mit ruhigem Bachverlauf: Gesundheit, Geldgewinn, Glück im Geschäft; treue Freunde;
– mit klar fließenden Wasser sehen: alle Vorhaben werden jetzt ohne Komplikationen weiterlaufen;
– mit reißendem Wasser: Mißgeschick; Unruhen und Aufregung;
– trüben sehen, an diesem sitzen oder gehen: Zwietracht, Widerwärtigkeiten; schlechte Geschäfte;
– einen Bach durch grüne Wiesen fließen sehen: glückliche Zeiten;
– ein blutiger Bach: Erkrankung;
– kurvenreicher Bachverlauf: der Lebensweg verläuft zur Zeit etwas „kurvenreich“;
– ausgetrockneter: Not und Entbehrung;
– aus einem Bach trinken: Freude;
– ein klarer Bach mit vielen Fischen: viel Glück; man kann mit zusätzlichen Geldeinnahmen rechnen;
– darin fischen: glänzende Erbschaft;
– in einem baden: verspricht für Kranke Genesung; Glücksfälle sind jetzt möglich, weil man sich dem Glück hingeben kann.
(Siehe auch „Fluß“, „Wasser“)
Bachantin
Volkstümlich:
(arab. ) : – (d.h. eine trunkene Frauengestalt in leichter Bekleidung sehen): ein schlechtes Weinjahr steht bevor.

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Bachstelze
Allgemein:
Die Bachstelze im Traum ist weitgehend bedeutungsgleich mit dem Vogel im allgemeinen. Da sie jedoch am Wasser lebt, ergeben sich auch
Zusammenhänge mit wasser und Fluß, wodurch sie seelische Ausgeglichenheit und Gelöstheit anzeigt.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verkündet erfreuliche Nachrichten.
Backen
Allgemein:
Jeder Mensch ist dazu in der Lage, seinen Zugang zu Situationen oder seine Einstellung zum Leben zu ändern. Ein Traum, in dem ein Bäcker
vorkommt, bestärkt den Träumenden in diesen Fähigkeiten. Backen symbolisiert im Traum oft die Umwandlung von etwas Unverträglichen
in eine Form, die man besser „verdauen“ kann, verheißt also eine günstige Entwicklung des Lebens in naher Zukunft. Vor allem das
Grundnahrungsmittel Brot zeigt zusammen mit Backen an, daß sich die materiellen Grundbedürfnisse in Zukunft leichter erfüllen lassen,
während Kuchen und ähnliche süße Backwaren mehr Glück versprechen. Die Tätigkeit, die uns das tägliche Brot schenkt, die uns also
voranbringt.
– Wer selbst ein Brot backt, nimmt sein Schicksal in die eigene Hand,
– wer kleine Semmeln in den Ofen schiebt, der wird auch im Wachleben nur kleine Brötchen backen.
– Wer sich sein Brot backen läßt, vertraut anderen mehr als sich selbst.
Psychologisch:
Träume vom Brotbacken symbolisieren die Sehnsucht nach dem „kleinen Glück“ – Häuslichkeit, eine Familiengründung, überschaubare,
solide Verhältnisse ohne große Aufregungen. Oft ein Traum in Phasen der Erschöpfung und Resignation. Möglicherweise muß der
Träumende seine Kreativen Begabungen mehr pflegen und sich ihnen mit größerer Aufmerksamkeit zuwenden, damit sich Erfolg einstellt.
Handelt der Traum einer Frau vom Backen, so hat dies etwas mit ihrer Einstellung zur Ernährung zu tun.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt sich kreativer Drang im Traum unter anderem im Backen dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt jemand, er backe Brot nicht aus Korn, sondern aus einem anderen Getreide,
wird er durch betrügerische Handlungen viel Geld verdienen.
– Brot: gute Nahrung und Wohlstand; Überwindung von Schwierigkeiten;
– Kuchen: Ehre und Würde; die Situation nimmt Formen der Besserung an;
– sehen: eine Festlichkeit im Hause.
(europ.) : – oder backen sehen: Befreiung von Nahrungssorgen, Verbesserung der Verhältnisse;
– Brot: du hast dein Schicksal selbst in der Hand; Glück;
– Kuchen: bedeutet bei Frauen kommende Schwangerschaft, bei Männern üble Nachrede;
– Konfekt: einige Wünsche gehen in Erfüllung;
– Träumt eine Frau vom backen, prophezeit das Krankheit und Sorge um die Kinder, außerdem kündigt dies Armut an.
(Siehe auch „Bäcker“, „Backofen“, „Ofen“)
Backe
Volkstümlich:
(europ.) : – (Körperteil) dicke, rote: gute Aussicht;
– geschminkte: du gerätst in Schande;
– zerkratzte oder magere: viel Traurigkeit.
(Siehe auch „Körper“, „Wangen“)
Backenbart
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen starken, hellen haben: gute Gesundheit genießen;
– grauer: Traurigkeit wird dich qu älen.
Backenstreich (Siehe „Backpfeife“)
Backenzahn (Siehe „Zähne“)
Bäcker
Allgemein:
Bäcker wird aus der symbolischen Bedeutung des Backens oft als Helfer in der Not verstanden, der ankündigt, daß sich doch noch alles zum
Guten wendet. Er kann auch eine Person oder Erfahrung aus der Kindheit darstellen, die irgendwie mit der augenblicklichen Situation in
Beziehung steht. Wenn der Bäcker im Traum mit dem Feuer hantiert, ist es die geistige Nahrung, die er dem Träumer verschafft.
Psychologisch:
Personen, die im Traum einen bestimmten Beruf ausüben, oder der entsprechende Beruf selbst weisen im Traum immer aus einen
vergleichbaren psychischen Prozeß hin. Der Bäcker stellt hierbei die schöpferische Seite des Träumenden dar, die Seite, die für die seelische
und geistige Nahrung des Träumenden sorgt. Backofen und Bäcker haben im Traum mit Zeugung und Geburt zu tun, sind aber keineswegs
als Sexualsymbole zu verstehen. Sind im Traum Frauen mit der Zubereitung von Speisen im Backofen beschäftigt, ist dies immer ein
Hinweis auf die mütterlichen und versorgenden, sprich nährenden Eigenschaften des Weiblichen. Auch das „Feuer“ im Backofen ist von
Wichtigkeit, denn in der Vorstellung der früheren Menschen war das Feuer eine der vier magischen Naturkräfte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein gesegnetes Jahr.
(europ.) : – vor dem Haus stehen sehen: stille Hoffnungen werden sich erfüllen;
– allgemein sehen: die Sorgen nehmen ab; Glück bei Unternehmungen; Rückerinnerung an die Kindheit;
– Brot backen sehen: Vorsicht vor Menschen, die etwas von einem haben wollen;
– in seiner Bäckerei sein: Glück, Erfolg und Zufriedenheit;
– Bäckerin: kräftige Gesundheit;
– Bäckerladen: gesegnetes Jahr.

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(ind. ) : – Gewinn steht dir zu, zögere nicht und folge deiner Eingebung.
(Siehe auch „Feuer“)
Bäckerei
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: gute Einkünfte in Aussicht.
(europ.) : – sehen: man sollte sich vor einem Berufswechsel hüten, da man leicht böse hereinfallen könnte.
Bäckerladen
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: du wirst bald keine Sorgen mehr haben;
– darin sein: Vergnügen und Genuß.
Backfisch
Volkstümlich:
(europ.) : – (junges Mädchen) sehen: eine freudige Überraschung;
– (Fischgericht) essen: fröhliche Zeiten werden kommen.
Backgammon
Volkstümlich:
(europ.) : – daran teilnehmen: in naher Zukunft erfolgt eine Prüfung Ihres Charakters;
– spielen: bei Besuche auf wenig Gastfreundlichkeit stoßen; doch dabei sehr beständige Freundschaften schließen;
– dabei besiegt werden: kein Glück, wenn Sie Ihre Zuneigung zeigen; Ihre Angelegenheiten bleiben weiterhin in der Schwebe.
Backofen
Artemidoros:
Träumt man, auf dem Herd oder im Backofen Feuer anzuzünden, das schnell aufflammt, so ist es Segen und bedeutet die Geburt von
Kindern; denn der Herd und der Backofen gleichen einer Frau, weil sie das zum Leben Notwendige aufnehmen; das Feuer in ihnen
prophezeit, die Ehefrau werde schwanger gehen; denn dann wird auch die Frau hitziger. Trifft man aber Feuer in ihnen und läßt es ausgehen,
wird man sich selbst schweren Schaden verursachen.
Allgemein:
Backofen steht ebenfalls für eine Wandlung zum Guten, insbesondere wenn man darin die Glut erkennt. Ist noch Feuer unter dem Ofen,
deutet das eine glutvolle Bindung an, die sich glückhaft ausbauen läßt.
Psychologisch:
Sinnbild für „im Zaum gehaltene Glut“ – also unterdrückte oder zumindest kontrollierte Triebhaftigkeit. Nach Freud weibliches
Sexualsymbol, der Gebärmu tter gleichzusetzen. Nach moderner Auffassung soll im Backofen etwas zu gestaltvoller Reife gebacken werden.
Wird etwas in einen Backofen geschoben, soll es verfeinert werden; wird etwas herausgeholt, ist ein Entwicklungsprozeß abgeschlossen.
Gelingt der Backvorgang und ist das Gebackene appetitlich, verweist dies auf Selbstbesinnung und Reifung; wird es zu früh aus dem
Backofen genommen, fühlt sich der Träumende den gestellten Anforderungen noch nicht gewachsen. Ist das Backwerk nicht genießbar,
behindern innere Widerstände die Entwicklung der Persönlichkeit. Der Träumende fürchtet sich vor dem Älterwerden.
Volkstümlich:
(europ.) : – Arbeitsgelegenheit und Gewinn;
– heizen: du kannst dein Unternehmen schnell zu Ende führen;
– von außen sehen: mühselige Arbeit steht dir bevor; wohlhabende Verhältnisse werden angezeigt;
– die Glut in einem sehen: Erfolg und Glück;
– Mahlzeit im Backofen zubereiten: Ihre Angelegenheiten sind zum Stillstand gekommen;
– ist die Mahlzeit angebrannt: Sie treiben langsam dem Schlechteren zu;
– eine delikate Mahlzeit: Sie werden nach einer Weile gedeihen;
– In jedem Falle sollten Sie aber keine Risiken eingehen.
(ind. ) : – anzünden: was du dir vorgenommen hast, wird zu einem glücklichen Ende führen;
– hineinkriechen: denke nicht an die Vergangenheit, sondern suche deinen Weg, der dich zum Ziel bringt.
(Siehe auch „Bäcker“)
Backpfeife
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: geschäftliche Ungelegenheiten stehen dir bevor, auch Schaden und Spott, Erniedrigung, Einbuße;
– austeilen: du wirst Betrug und Schwindeleien entdecken.
(europ.) : – erhalten: Vorsicht vor überstürzten und nicht gut durchdachten Dispositionen;
– selbst austeilen: Energie wird für eine Sache verschwendet, die es nicht verdient.
(Siehe auch „Ohrfeige“)
Backsteine
(Mauersteine)
Volkstümlich:
(europ.) : – stehen für ungewisse Geschäfte und Meinungsverschiedenheiten;
– herstellen: Ihre Bemühungen, großen Reichtum zu erlangen, werden fehlschlagen;
– neue: verkünden geschäftliche Sorgen;
– alte, zerbrochene: Verdienst und Gewinn.
Backstube
Volkstümlich:
(europ.) : – sich darin befinden: man wird gut aufgehoben sein.
(Siehe auch „Bäckerei“)

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Backtrog
Volkstümlich:
(arab. ) : – Reichtum und Ehre.
(europ.) : – Geldgewinn.
(ind. ) : – unerwartete Freude wirst du erleben.
Backwaren
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deine Nahrungssorgen werden schwinden;
– essen: Wohlstand nach allen Richtungen hin;
– herstellen: dein Tun und Treiben ist von Nutzen.
(europ.) : – die schön und frisch erscheinen: erfreuliches Dasein, Gesundheit;
– unappetitliche: Erkrankung und Schwierigkeiten;
– Backwerk aus dem Backofen holen sehen: die schlechten Zeiten sind bald vorüber;
– essen: du wirst zu einer Festlichkeit geladen.
Bad (Siehe „Badezimmer“)
Badeanstalt
Artemidoros:
Die ganz Alten hielten das Baden nicht für ein übles Vorzeichen; denn öffentliche Bäder waren ihnen noch unbekannt, und man badete in
sogenannten Sitzwannen; die Späteren aber erklärten, als es schon Badeanstalten gab, sowohl das Baden als auch den Anblick einer
Badeanstalt für unheilvoll, selbst wenn man kein Bad nahm. Nach ihrer Meinung bedeutete ein öffentliches Bad wegen des darin
herrschenden Lärms Aufregung, wegen des ausströmenden Schweißes Schaden, ferner seelische Angst und Beklemmung, weil Haut und
Oberfläche des Körpers im Bad die Farbe wechseln. Noch heutzutage gibt es Leute, die an der alten Auffassung festhalten und die Träume
dementsprechend auslegen; sie sind jedoch im Irrtum und stellen nicht die Erfahrung in Rechnung. Ehedem bedeuteten Bäder ganz natürlich
etwas Schlimmes, weil die Leute nicht regelmäßig badeten und Badeanstalten in so großer Zahl nicht zur Verfügung hatten, oder man nur
nach Beendigung eines Kriegsdienstes oder nach Überstehen großer Strapazen ein Bad zu nehmen pflegte (Bad und Baden waren für sie also
eine Erinnerung an Strapazen oder Krieg). Heutzutage aber speisen gewöhnlich die einen nicht eher, bevor sie ein Bad genommen, andere
tun es auch nach dem Essen; und dann baden sie vor dem Abendessen noch einmal. So ist in unserer Zeit das Baden nichts anderes als ein
Mittel zu einem genußreichen Leben. Deshalb ist das Baden in schönen, hellen und gut temperierten Hallen ein gutes Vorzeichen und
beschert Gesunden Reichtum und geschäftlichen Erfolg, Kranken Gesundheit; denn Baden ist ein Zeitvertreib der Gesunden, sie tun es nicht
aus Not oder Zwang. Ungünstig ist es, in einer Badeanstalt zu singen, da es bedeute, man könne keine deutliche Sprache führen. Viele
erhielten nach diesem Traumgesicht eine Kerkerstrafe.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich darin befinden: Wohlleben und Genuß.
(Siehe auch „Baden“)
Badeanzug und Badehose
Assoziation: – Unbedeckt; Vertrauen.
Fragestellung: – Welche Gefühle bin ich zu offenbaren bereit?
(Siehe auch „Kleidung“)
Badediener
Volkstümlich:
(europ.) : – Hilfe in der Not.
Badehaus
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Gesundheit sowie kräftige und gesunde Kinder.
Bademantel (Siehe „Kleidung“)
Badematte
(Badetuch)
Psychologisch:
Die Badematte oder das Badetuch und verwandte Symbole verweisen auf eine Sehnsucht nach Entspannung und nach dem das Gefühl
symbolisierende Wasser.
Baden
Assoziationen: – Reinigung; Loslassen.
Fragestellung: Was möchte ich von mir abwaschen?
Artemidoros:
Badet jemand auf unschickliche Art und Weise, so steht ihm nichts Gutes bevor. Steigt z.B. einer mitsamt den Kleidern in das Warmbad, hat
er Krankheit und große Beklemmungen zu gewärtigen; denn Kranke steigen bekleidet ins Bad, und Leute, die wegen wichtiger
Entscheidungen in arger Bedrängnis sind, schwitzen auch in den Kleidern. Schlimm ist es für einen Armen, mit großer Dienerschaft und
vielen Leuten um sich herum zu baden; es zeigt ihm langwierige Krankheit an; denn ein Armer badet gewöhnlich ohne einen Schwarm von
Dienern. Entsprechend ist es für einen Reichen ein böses Zeichen, allein zu baden. Für alle Menschen aber ohne Unterschied ist es
unheilvoll, nicht schwitzen zu können oder die Badeanstalt ohne Dach unter freiem Himmel zu sehen oder kein Wasser in den Becken
vorzufinden; letzteres ist am allerschlimmsten. Denn was einer erhofft, wird er nicht zustande bringen, vor allem dann, wenn er unmittelbar
seinen Lebensunterhalt durch die große Menge verdient. Ich kenne einen Kitharaspieler, der in Smyrna an dem heiligen Wettkampf zu Ehren
Hadrians teilnehmen wollte und dem es träumte, er wolle ein Bad nehmen, finde aber kein Wasser in der Halle vor; nun traf es ihn, daß er
beim Übertreten der Wettkampfregeln entdeckt, bestraft und von der weiteren Teilnahme am Wettbewerb ausgeschlossen wurde; und das
war es, was ihm das Traumerlebnis ankündigte, er werde nicht das finden, was er wünschte; die Badeanstalt bedeutete dabei das Theater. In
warmen Wassern zu baden, d.h. in solchen, die es von Natur aus sind, zeigt Kranken Genesung, Gesunden Stillstand der Geschäfte an; denn
warme Bäder pflegen nur Erholungssuchende oder Leute, die nichts zu tun haben, aufzusuchen. Segensreich ist es, in Quellen, Seen,

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Brunnen und Flüssen von reinem und klarem Wasser zu baden, aber keinesfalls zu schwimmen, weil letzteres jedermann Unheil bringt und
das Symbol von Gefahr und Krankheit ist. Die Ursache davon hat Panyasis aus Halikarmassos eingehend dargelegt.
Allgemein:
Von einem Aufenthalt im Bad zu träumen, kann bedeuten, daß der Träumende das Bedürfnis hat, sich von alten Gefühlen seelisch-geistig zu
reinigen, sich zu erholen, zu erfrischen und zu entspannen, was auf günstigere Verhältnisse in der Zukunft hinweist. Beim Baden hat er die
Gelegenheit, um über vergangene Ereignisse und über neue Verhaltensweisen nachzusinnen. Dabei sind oft die folgenden Begleitumstände
zu berücksichtigen:
– Sauber, schön oder verjüngt aus dem Bad steigen zeigt eine Art Läuterungsprozeß an, bei dem man alles Belastende der Vergangenheit
abgewaschen (verarbeitet) hat und sich nun unbeschwert davon einer glücklicheren Zukunft zuwenden kann.
– Das Bad in klarem Wasser reinigt die Seele und läßt für das Wachleben klare Erkenntnisse zu.
– Freibad und kaltes Badewasser deuten an, daß man neue Tatkraft, mehr Energie und Mut gewinnen wird, um Schwierigkeiten leichter zu
beseitigen.
– Lauwarme Bäder können mehr innere Ruhe oder Entspannung in einer kritischen Situation ankündigen.
– Baden in trüben, schmutzigen Wasser dagegen deutet auf den Sumpf hin, in den man durch eigenes Verschulden geriet, bzw. auf Intrigen
und andere Schwierigkeiten mit denen man konfrontiert wird; auch finanzielle Verluste sind dann nicht auszuschließen.
– Bei gefärbten Badewasser muß man außerdem den Symbolgehalt der jeweiligen Farbe mit bedenken.
– Positiv zu deuten ist das Bad in freier Natur, das für das bewußte Leben Ungebundenheit und Zwanglosigkeit verheißt.
Psychologisch:
Handelt der Traum davon, daß der Träumende eine andere Person badet, dann zeigt dies sein Bedürfnis, diesen Menschen zu umsorgen oder
eine intime Verbindung mit ihm einzugehen. Hier wird der Säuberungsprozeß der Seele angesprochen. Das Bad nimmt manches weg, was
einen bisher bedrückte. Das Wasser im Bad spiegelt seelische Energie. So mancher badete schon im Traum, bevor er einen neuen
Lebensabschnitt begann.
Spirituell:
Bad ist das Sinnbild für Reinigung und Erneuerung. Baden im städtischen oder öffentlichen Bad stellt die Einheit von Unschuld und
Sinnlichkeit dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Das Bad bedeutet Beklemmung und Ärger. Geht einer ins Bad, um sich zu waschen, und ist das Bad
sehr heiß, wird er großen persönlichen Kummer haben entsprechend der Hitze, die im Bad herrscht.
– Dünkt es einen, das Bad sei zwar heiß gemacht, er lege die Kleider ab, gehe aber nicht ins Wasser,
werden arge Schwierigkeiten ihm bevorstehen, sich aber bald verflüchtigen.
– Träumt ein Reicher, er gehe ins Bad, salbe und wasche sich, wird er in arge Bedrängnis kommen
und sein Geld verlieren, so wie ihm beim Baden die Haare ausfielen;
ist der Träumer in Bedrängnis, Krankheit oder Fesseln, wird er alle diese Übel loswerden.
– Badet einer in lauwarmem Wasser, wird seine Bedrängnis nicht gar so groß und arg sein;
wäscht er sich mit Wasser, das nicht allzu kalt ist, und wird er sauber, wird er seine Plage sich vom Halse
schaffen, ist es aber eiskalt, nimmt das Gesicht denselben Ausgang wie im Falle des heißen Wassers.
– sehen, einen anderen: Verlust und Ärger;
– selbst ein Bad nehmen: gute Gesundheit;
– im Freien nehmen: du wirst eine reiche und schöne Braut (oder Bräutigam) heimführen;
– in einem Fluß: Kraft und Ausdauer;
– im trüben Wasser: Krankheit;
– in tiefem Wasser: Vorsicht;
– sehr kalt: ein leichtes Unwohlsein;
– in warmen Wasser: Krankheit und Siechtum;
– in Badewanne nehmen: du wirst von einer Krankheit befreit; du überwindest eine Sorge, im Zimmer stehen sehen: Untreue;
– bekleidet hineingehen: du hast eine Erbschaft in Aussicht.
– badende Kinder sehen: für Frauen Schwangerschaft, anderen glückliche Zeiten.
(europ.) : – gilt als Symbol der Befreiung von Leiden; Versuch, Altes und Schmutziges wegzuwaschen;
– baden und schwimmen im klarem Wasser: Rettung aus großer Gefahr; Glück;
– in trüben Wasser: Betrübnis, Angst, Sorge, Verlust, auch Feuergefahr; eine negative Umgebung;
– in kaltem klaren Wasser: Feinde werden besiegt; Vorbote glücklicher Nachrichten und guter Gesundheit;
– in lauwarmen Wasser für Gesunde: große Erfolge, Wohlleben und Genuß;
– in lauwarmen Wasser für Kranke: Gesundheit;
– in einer heißen Badewanne liegen: eine Krankheit oder Schwierigkeiten machen sich bemerkbar;
ist das Wasser in der Wanne klar: eine Gefahr wird vorübergehen;
– dampfend: Streit;
– in einem See mit vielen Wellen: man muß ein Problem mit viel Geschick bewältigen;
– im Freien, Luft- und Sonnenbaden: Kraft und Zähigkeit gewinnen; es geht wieder aufwärts;
– im Sande: Nervenstärkung;
– in einen Badeort reisen: bringt Erfüllung unserer Wünsche;
– Nimmt ein junger Mensch ein Bad, bemüht er sich sehr um jemanden vom anderen Geschlecht,
denn er fürchtet, durch Zutun anderer in der Gunst zu sinken.
– Für Schwangere prognostiziert dies eine Fehlgeburt oder einen Unfall; handelt es sich dabei um einen Mann,
bedeutet dies Ehebruch;
– mit anderen zusammen: schlechte Gesellschaft ist zu vermeiden, sonst wird der Ruf geschädigt;
– Sieht sich eine Witwe sich selbst baden, hat Sie Ihre frühere Ehe vergessen und erlebt neue Liebesaffären;
– Mädchen sollten sich von männlichen Begleitern fernhalten;
– Männer sind in böse Intrigen verwickelt.
(Siehe auch „Bach“, „Badewanne“, „Grotte“, „Taufe“, „Wasser“)
Badeschwamm
Volkstümlich:
(europ.) : – Heiterkeit und Frohsinn.
Badestube (Siehe „Badezimmer“)

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Badeutensilien
Artemidoros:
Striegel, Schabeisen und Badetücher bedeuten Diener. Verliert jemand einen dieser Gegenstände, wird er einen von seinen Leibdienern
verlieren. Insbesondere zeigen Schabeisen Schaden an, weil sie den Schweiß wegnehmen und dem Körper nichts hinzufügen. Bisweilen
bezeichnen sie auch eine Hetäre; denn diese bewirkt beim Verkehr mit dem Liebhaber dasselbe. Ein Ölfläschchen und ein Behältnis für
Schabeisen bedeutet den einen eine häusliche Gattin oder zuverlässige Dienerin, den anderen einen anstelligen Hausdiener.
Badewanne
Allgemein:
Badewanne kann zusammen mit dem Bad auftauchen und hat dann oft keine zusätzliche Bedeutung. In alten Traumbüchern wird zum Teil
aber noch berücksichtigt, aus welchem Material die Wanne besteht;
– danach soll eine Zinkwanne Beschränkungen in materieller Hinsicht,
– die Emailwanne eine bevorstehende Verbesserung im Leben und
– die aus Marmor die Heilung von Krankheiten anzeigen.
Der Wert dieser zusätzlichen Deutungen ist jedoch fraglich.
Volkstümlich:
(europ.) : – man soll mit dem zufrieden sein, was sich vor der Hand bietet;
– in einer aus Marmor baden: freudige Überraschung nach einer ernsten Krankheit;
– in einer aus Zink baden: aus seinen Verhältnissen kommt man nicht heraus;
– in einer gußeisern-emaillierten baden: die Situation bessert sich;
– in einer heißen Badewanne liegen: eine Krankheit oder Schwierigkeiten machen sich bemerkbar;
ist das Wasser in der Wanne klar: eine Gefahr wird vorübergehen.
(Siehe auch „Baden“)
Badezimmer
Assoziation: – Ort der Reinigung und des Loslassens.
Fragestellung: – Was bin ich loszulassen bereit?
Allgemein:
Eine (geträumte) Badeszene versinnbildlicht einen erholsamen Vorgang der Entspannung und Reinigung. Es kann sich durchaus auch eine
seelische Reinigung empfehlen: die Aufforderung, ein längst fälliges, klärendes Gespräch mit einem Partner zu führen, eine Anspannung
loszuwerden, gemeinsam in ein neues Wohlbefinden „einzutauchen“ – was immer man darunter auch verstehen mag.
Psychologisch:
Die Stätte der Reinigung, übersetzt: der seelischen Läuterung. Die klare geometrische Form, etwa ein rundes oder quadratisches Badezimmer
(oder auch eine Badewanne) deutet auf den guten Kern hin, der in dem Träumer steckt. In diesem Raum will man sich vom Alltagsschmutz
befreien, in eine andere Haut schlüpfen. Wer das Badezimmer von Unrat und Schmutz befreit, bevor er sich wäscht, möchte Vergangenes
schnell vergessen, sich reinwaschen, bevor er Neues beginnt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – darin umhergehen: Schande und Laster.
(europ.) : – Sehen Sie im Badezimmer weiße und gelbe Rosen in einer Schachtel, können Ihre Pläne von einer
Krankheit durchkreuzt werden; auf diese Enttäuschung folgt jedoch ein länger anhaltendes Hoch.
– Träumt eine junge Frau von Badezimmern, dann neigt Sie zu sehr zu Lotterleben und frivolen Späßen.
(Siehe auch „Bad“, „Badewanne“)
Bagger
Allgemein:
Sie räumen gründlich auf, aber Sie haben die Sache im Griff. Graben Sie ein Fundament, so richten Sie gerade Ihr Leben neu ein. Reißen Sie
ein Haus ab, dann müssen Sie sich noch von altem Ballast befreien, vor allem von alten Ideen und Anschauungen.
Psychologisch:
Der Bagger, wie auch Planierraupen, Panzer und ähnliche Maschinen, sind im Traum ein Symbol für zerstörerische Kraft. Viele Symbole
ändern im Laufe der Zeit ihr Erscheinungsbild und passen sich der jeweiligen Zivilisation an. Im heutigen Zeitalter der Technik sind der
Bagger und ähnliche Maschinen vielfach an die Stelle des Drachen getreten. Als Traumsymbol hat er keine andere Bedeutung: Man soll den
Mut haben – bzw. die Kraft aufbringen -, „an der Oberfläche zu kratzen“ und Verborgenes freizulegen. Eine Aufforderung, sich mit
verdrängten Problemen und „inneren Werten“ auseinandersetzen.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein lange gehütetes Geheimnis wird gelüftete.
(Siehe auch „Archetypen“, „Drachen“)
Bänkelsänger
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: Zank und Streit mit unbekannten Persönlichkeiten.
Bahn
Volkstümlich:
(europ.) : – hat gute Vorbedeutung;
– fahren mit der Bahn: gute Nachrichten in Aussicht;
– einen Zug entgleisen sehen: Unglück, das aber überwunden werden kann.
(Siehe auch „Reise“)
Bahndamm
Psychologisch:
Wie auch die Schienen gilt er als vorgegebener Weg, von dem man nicht abweichen kann – wer es versucht, riskiert ein Unglück. Eine
Warnung davor, ein zu hohes Risiko einzugehen oder etwas in Frage zu stellen, was solide aufgebaut wurde.

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Bahnhof
Allgemein:
Bahnhof steht für Bewegung, die ins Leben kommt, oder mahnt zu mehr eigener Aktivität. Unser Lebenszug steht im Bahnhof; in wichtigen
Fällen ist es ein mächtiger Kopf- oder Zentralbahnhof, mit großen, dämmrigen Geleisehallen. Solche Bahnhöfe sind wichtigste
Traumgebäude, sie sind Ausgangsort für unsere verschiedenen Lebensunternehmungen; weil alles Leben im Unbewußten beginnt, wird der
Bahnhof gelegentlich zum Unbewußten schlechthin. Die oft erwähnte, überpersönliche Instanz, die unser Schicksal dirigiert, erscheint oft als
Bahnhofsvorstand, als Bahninspektor mit goldumrandeter Mütze; haben wir uns zur Reise entschlossen, bestimmt dieser, nicht wir, was
geschehen soll. Folgende Bedeutungen sind je nach den Begleitumständen möglich:
– Bahnhof sehen kann anzeigen, daß ein neuer Lebensabschnitt günstig beginnt.
– Befindet man sich auf einem Bahnhof, kann dies ein Hinweis darauf sein, wie sicher man sich am Beginn einer neuen Situation oder eines
neuen Projektes fühlt und welche Erwartungen man damit verknüpft.
– Abschied nehmen im Bahnhof wird ähnlich verstanden; oft zeigt er eine Trennung von einem anderen Menschen an, nach der man sich
im Leben neu orientieren muß.
– Im Bahnhof auf und ab gehen zeigt, daß man auf etwas wartet, das eine Veränderung im Leben bewirken wird, vielleicht ein wichtiger
Bescheid von einer Behörde.
– Geht man aus dem Bahnhof heraus, kann das Unbewußte warnen, weil man eine Entscheidung auf die lange Bank geschoben hat.
– Der Bahnhofsvorsteher oder der Mann mit der roten Mütze, der die Abfahrt der Züge bestimmt, stellt im Traum meist die Lebensumstände
dar die eine Veränderung im Leben des Träumenden erzwingen.
Psychologisch:
Tiefenpsychologisch das Unbewußte selbst, das uns im Wachzustand helfen will, den richtigen Zug nicht zu verpassen. Der Bahnhof im
Traum ist gewissermaßen die Schaltstation in unserem Leben zu etwas Neuem. Ob die anschließende Reise gut verlaufen wird, ist nur aus
weiteren Traumsymbolen zu deuten. Träume, die von Bahnhöfen handeln, sind sehr häufig. Hierbei ist es gleichgültig, ob es sich um Eisen-,
Flug- oder Busbahnhöfe handelt. Im Traum erscheint der Bahnhof fast immer im Zusammenhang mit einer situationsbedingten oder
altersbedingten Veränderung des Träumenden. Zur Deutung des Traums sind die vielen Kleinigkeiten wichtig, so z. B. ob der Träumende zu
spät kommt, die Fahrkarte vergessen hat oder in den falschen Zug einsteigt. Diese Umstände sind fast immer wörtlich zu nehmen.
Spirituell:
Der Bahnhof kündigt immer eine Veränderung im Leben oder in den zwischenmenschlichen Beziehungen an.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: unerwarteten Besuch erhalten;
– sich darin befinden: du unternimmst eine Reise.
(europ.) : – zeigt unerwarteten Besuch an; neues Unternehmen, neuer Lebensabschnitt; fester, frischer Entschluß;
– vor sich sehen: im Leben tritt ein Wechsel ein;
– zum Bahnhof wollen, aber der Weg ist versperrt: einige Hindernisse sind noch zu überwinden, bis Veränderungen möglich sind;
– innerhalb eines Bahnhofes promenieren: man erhält eine Botschaft übermittelt;
– sich auf einen ankommen sehen: der unlängst gefällte Entschluß war goldrichtig;
– aus einem solchen herauskommen: dringende Angelegenheiten warten auf ihre Erledigung;
– leerer: man soll sehr vorsichtig sein;
– voller Menschen: Stockung im Geschäft;
– ist der Bahnhof im Umbau oder muß man erst mühselig den richtigen Zug suchen: ein geplantes Vorhaben
ist noch in Frage gestellt.
– den Zug im Bahnhof verpassen: man hat eine Chance vertan.
(ind. ) : – du wirst den Besuch einer Amtsperson erhalten.
(Siehe auch „Bahnhofsvorsteher“, „Eisenbahn“, „Flugzeug“, „Zug“)
Bahnhofsrestaurant
Allgemein:
Hat ebenfalls etwas mit Veränderungen im Leben zu tun, vor allem in beruflichen Angelegenheiten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst eine Vergnügungsreise unternehmen.
(ind. ) : – neue Verbindungen durch eine Geschäftsreise, die dir bald bevorsteht.
Bahnhofsvorsteher
Psychologisch:
Auch der Mann mit der roten Mütze, der die Abfahrt eines Zuges freigibt; übersetzt ist er die Hilfe auf unserem weiteren Lebensweg.
(Siehe auch „Schaffner“)
Bahnschranken
Allgemein:
Bedeuten ein Hindernis auf dem Lebensweg, das man nicht sofort beseitigen kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – Unannehmlichkeiten oder Unfall.
Bahnsteig
Psychologisch:
Symbol für Veränderung nach einiger Zeit des Stillstandes. Oft auch die Ankündigung von rasch wechselnden Begegnungen.
Bahre
Allgemein:
Bahre wird trivial als bevorstehender Todesfall in der Verwandtschaft gedeutet, vielleicht kann man eine Erbschaft davon erwarten.
Allgemein kann die Bahre ankündigen, daß eine Veränderung im Leben eintreten wird, die sich günstig auswirkt. Trägt man selbst die Bahre,
wird man dazu aufgefordert, Freunden zu helfen, woraus man selbst Nutzen ziehen wird.
Psychologisch:
Gestreßt „bis zum Umfallen“ sind Menschen, die von einer Bahre träumen – Hauptsache, man darf endlich einmal passiv sein und nur
daliegen und die anderen Leute sein lassen – auch zur eigenen Unterstützung und „Rettung“. Ein ganz typischer Erschöpfungstraum. Nur in
speziellen Zusammenhängen als Angsttraum zu verstehen, z.B. wenn man eine nahestehende Person, die tatsächlich eine lebensgefährliche
Krankheit hat, auf einer Bahre liegen sieht. Irgend etwas, das einem zugetragen wird, wobei die Kranken- oder die Totenbahre keinesfalls

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Ungünstiges zu beinhalten braucht. Entsprechendes ist aus weiteren Symbolen herauszulesen. Oft kann es sich auch um ein freudenreiches
Ereignis handeln. Lediglich die leere Bahre umschreibt einen seelischen Notstand, vielleicht auch die Leere einer Beziehung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eines Toten sehen: Todesfall;
– sehen: Erbschaft;
– darauf liegen: eine angenehme Veränderung (symbolischer Gegensatz!);
– zum tragen von Gegenständen: gute Aussichten.
(europ.) : – sehen: Vorzeichen einer Todesnachricht und Erbschaft; auch: etwas Neues wird herangetragen;
man sollte sich seines Erfolges nicht so sicher sein;
– leer: stellt im Allgemeinen ein freudiges Ereignis in Aussicht,
jedoch soll dieses für Junggesellen und Jungfrauen von böser Vorbedeutung sein;
– eine blumenbekränzte Bahre in einer Kirche verheißt Ihnen eine unglückliche Ehe;
– an einem selbst herangetragen werden: eine Erbschaft demnächst könnte das Leben verändern;
– selbst auf einer liegen: man fühlt sich der jetzigen Situation nicht gewachsen; man ist
hilflos und matt, doch ohne Zutun wird einem geholfen werden;
– selbst auf einer von anderen getragen werden: gute Aussichten auf Erfolg und leichtes Vorwärtskommen;
– einen anderen auf einer liegen sehen: ein Krankheitsfall tritt in der nächsten Umgebung auf;
– selbst eine tragen: man wird in einer unglücklichen Situation gerade noch das retten können, was zu retten ist.
(ind. ) : – sehen: eher als du denkst, wirst du in all deinen Arbeiten Erfolg zu verzeichnen haben;
– auf ihr liegen: Vorteile in all deinen Unternehmungen stehen dir bevor;
– tragen: durch den Dienst an deinen Freunden wirst du Gewinn haben;
– darauf getragen werden: Aussicht auf Emporkommen.
(Siehe auch „Tragbahre“)
Bahrtuch
Volkstümlich:
(arab. ) : – Todesfall.
(europ.) : – Not und Unglück kommen auf Sie zu;
– von einer Leiche entfernen: Tod eines geliebten Menschen.
Bajaderen
Volkstümlich:
(europ.) : – öffentliche Tänzerinnen und Sängerinnen in Indien: bedeuten Sinn für Fremdes, Neues,
auch wenn es erfreut und überrascht, soll man dabei Vorsicht walten lassen.
Bajazzo
Allgemein:
Bajazzo fordert dazu auf, sich mutiger selbst so darzustellen, wie man eben ist, und keinen Spott zu fürchten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (sich selbst als Bajazzo sehen): du gerätst in komische Lebenslagen.
(europ.) : – üble Launen und Verdrießlichkeiten lassen sich leicht beheben und, wenn man will, auch vergessen;
– sehen: man kommt in eine kuriose Situation;
– die Rolle selbst spielen: man erlebt Leid, Enttäuschungen, Kummer;
– das Lied aus „Bajazzo“ singen hören: gute Aspirationen verheißen einen kommerziellen Erfolg.
(ind. ) : – verstelle dich nicht und bleibe wie du bist, dann brauchst du auch den Spott nicht zu fürchten.
Bajonett
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Glück und Ehre; ein Streit wird sich bald beilegen lassen;
– verbogenes oder kaputtes: man soll auf Angriffe gefaßt sein, um Fatalitäten gewappnet gegenüberzustehen;
– nicht in Besitz nehmen können: weiter in der Macht der Feinde stehen.
Bakterien
Volkstümlich:
(europ.) : – verkünden faule Zeiten.
(ind. ) : – du bist durch eine Sache verwirrt, und es ist fast unmöglich, dich zu fassen.
– Versuche die Ruhe wiederzugewinnen.
Balance
Psychologisch:
Es ist der Kampf um das Gleichgewicht, aber auch um Gerechtigkeit.
(Siehe auch „Balancieren“)
Baldachin
(Prunkhimmel, Traghimmel)
Allgemein:
Der Baldachin symbolisiert den Wunsch nach Schutz, Bewachung oder Zuwendung. In alten Zeiten wurde ein Baldachin verwendet, um
Menschen in hohen Ämtern, also zum Beispiel Könige oder Priester, vor der Sonne und dem Wetter zu schützen. Auf einer tieferen Ebene
beansprucht der Träumende noch immer diesen Privileg.
– Der Träumende der sich im Traum unter einem Baldachin sieht, weiß um sein Potential für große Leistungen. Baldachin verheißt mehr
Ansehen und Ehrungen, wenn man selbst darunter sitzt.
– Trägt man ihn, kann das eine Warnung beinhalten, weil man vielleicht von anderen ausgenutzt wird und ihnen zu Ansehen und Erfolg
verhilft (das kann vor allem im beruflichen Bereich zutreffen).
Psychologisch:
Der Kopf ist der Sitz des Verstandes, und dieser wird durch den Baldachin geschützt.
Der Baldachin kann den Träumenden vom Zugang zu höheren Idealen und Zielen abschneiden.

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Spirituell:
Der Baldachin kann im Zusammenhang mit einem besonderen Symbol für spirituellen Schutz stehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Hoffnung;
– unter einem stehen: Ehrungen aller Art.
(europ.) : – Sorgen lassen sich nicht leicht verscheuchen, aber unsichtbare Helfer werden Beistand leisten,
so daß das häusliche Glück gewahrt bleibt.
(ind. ) : – Ehre und Ansehen stehen bevor.
Balancieren
Volkstümlich:
(arab. ) : – (auf dem Seil oder einer Stange gehen): laß dich nicht auf gewagte Unternehmen ein.
(Siehe auch „Balance“)
Balg
Volkstümlich:
(europ.) : – voll Wasser: Hilfe bei der Arbeit finden;
– leerer Balg: viel Arbeit.
Balgen
Volkstümlich:
(europ.) : – oder tätlich herumzanken: beim Eingehen von Verbindlichkeiten oder Freundschaft schließen soll man sehr vorsichtig sein.
Balken
Assoziation: – Sichere Stütze.
Fragestellung: – Was unterstützt mein höheres Bewußtsein?
Allgemein:
Schleppt man im Traum einen schweren Balken, so belasten den Träumenden schwere Probleme. Balken die vor den Füßen liegen,
bezeichnen Hindernisse auf dem Lebensweg. Balken vor dem Auge bedeuten, daß uns die richtige innere Sicht genommen wurde.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Zwietracht;
– tragen: auf schweren Kummer rechnen können.
(europ.) : – alter und zerbrochener: Verluste;
– einen wegwerfen oder weggeben: man versucht seine eigene Schuld oder Fehlverhalten einem anderen aufzubürden;
– einen neuer oder ein neuen geschenkt erhalten: viel Glück im Familienleben;
– aus Holz: bedeutet eine Last, die zu tragen ist;
– aus einem Lichtstrahl: wohlverdiente Belohnung erhalten.
Balkon
Assoziation: – Aussicht; Sehen oder gesehen werden.
Fragestellung: – Was möchte ich von einer sicheren Warte aus beobachten? Wie möchte ich mich der Welt präsentieren?
Allgemein:
Haussymbol, das auf das mütterliche, die weibliche Brust hinweist, auch auf das Hergeschenkte, für das man keine spätere Revanche
erwartet. Balkon steht manchmal als Sexualsymbol für die weibliche Brust; vielleicht kommen darin unterdrückte sexuelle Bedürfnisse zum
Ausdruck.
– Träumt man davon, daß man sich auf einem Balkon befindet, dann trachtet man nach einem höheren Rang, als man gegenwärtig inne hat,
insbesondere dann, wenn man vom Balkon herab eine Ansprache (siehe unter diesem Stichwort) hält. Es kann auch anzeigen, daß man
wahrscheinlich offen für neue zwischenmenschliche Beziehungen ist.
– Steht man im Traum unter einem Balkon, so zeigt dies, daß der Träumende sich des Prestigebedürfnisses seiner Mitmenschen bewußt ist.
Er begegnet seinen Mitmenschen mit zu viel Respekt.
– Der einstürzende Balkon zeigt an, daß man Hoffnungen wahrscheinlich begraben muß.
Psychologisch:
Der Träumende sucht in einer Situation, in der er sich machtlos fühlt, nach Macht. Er ist ein Symbol für einen sicheren Platz im vertrauten
Umfeld, der dennoch Ausblick und Übersicht (= Kontrolle über andere) gewährleistet. Haben Sie gut getarnte Machtgelüste? Vermutlich –
wenn Sie dabei nicht allzuviel riskieren müssen.
Spirituell:
Wer träumt, daß er auf irgendeine Weise erhöht ist erkennt seine spirituelle Kompetenz oder seinen Fortschritt auf spiritueller Ebene.
Volkstümlich:
(arab. ) : – darauf stehen: deine Liebe findet Erwiderung.
(europ.) : – sehen: kündigt meist eine neue Freundschaft an – steht in Männerträumen meist für erotische Wünsche;
– darauf stehen und einem gegengeschlechtlichen Menschen zuwinken: die Liebe wird erwidert;
verheißt Glück in der schon bestehenden oder neuen Liebe;
– darauf stehen und einem gleichgeschlechtlichen Menschen zuwinken: man findet einen guten Kameraden;
– darauf sitzen: Ihre schnelle Genesung wird sich verzögern;
– darauf stehen: deine jetzige soziale Stellung im Leben verbessert sich;
– verlassen: es wird trotz Hindernisse alles gut sein;
– eine andere Person auf einem Balkon erkennen: man darf sich auf ein herzliches Wiedersehen
mit einem lieben Menschen freuen;
– einen einstürzen sehen oder selbst mitstürzen: zahlreiche Hoffnungen muß man begraben;
– Verabschieden sich Liebespaare traurig auf einem Balkon, können endgültige Trennungen folgen.
(ind. ) : – du solltest deine Stellung wechseln, man verkennt dich.
(Siehe auch „Gebäude“, „Haus“)

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Ball (Spiel-)
Assoziation: – Ball: Integration; Ganzheit. Ballspiel: Integration des individuellen und kollektiven Bewußtseins. Gesunde Konkurrenz.
Fragestellung: – Ball: Welche Teile meines Seins vereine ich? Ballspiel: Woran möchte ich teilhaben? In welche Gruppe füge ich mich ein?
Allgemein:
Ein Ball ist mit der spielerischen, kindlichen Seite des Träumenden verbunden oder mit seinem Bedürfnis, sich frei auszudrücken. Einem
Ball zu folgen, deutet auf ein Bedürfnis nach Freiheit hin, bezieht sich aber auf die schillernde Seite der Persönlichkeit. Ball (Kugel) kann für
das Schicksal stehen, das uns wohl oder übel mitspielt; zum Teil symbolisiert er aber auch die Gesamtheit einer Persönlichkeit, die in sich
geschlossen ist. Je nachdem, was mit dem Ball geschieht, ergeben sich folgende Bedeutungen:
– Mit dem Ball spielen zeigt eine – meist günstige – Wende im Schicksal an.
– Ein Tor mit einem Fußball schießen kann als Hinweis auf eine Chance interpretiert werden, die man sich nicht entgehen lassen darf,
weil man dabei ins Schwarze trifft.
– Wird man von einem Ball getroffen, treffen einen vielleicht bald die Launen des Schicksals; meist ist das ein ungünstiges Vorzeichen.
– Der schlaffe oder luftleere Ball weist manchmal auf Widersprüchlichkeiten in der Persönlichkeit hin, die nicht abgerundet ist, kann
aber auch Mangel an Tatkraft und Energie anzeigen.
Es gibt noch viele andere Begleitumstände, mit denen ein Ball oder eine Kugel im Traum auftauchen kann; sie müssen stets individuell
gedeutet werden.
Psychologisch:
Nimmt der Träumende an einem Ballspiel teil (siehe auch „Spiele“), dann ist er sich seines Bedürfnisses sowohl nach einer Ordnung als auch
nach Freiheit bewußt. Ballspiele erinnern zum einen an die Kindheit und werden auch mit Erholung und Freizeit assoziiert. Zum anderen
stellt der Kampf um den Ball oder rechte Behandlung des Balls immer auch ein erotisches Symbol dar. Zur genaueren Deutung ist es
wichtig, die Art und Weise des Ballspiels zu charakterisieren und auf die eigene Lebenseinstellung zu beziehen. Der Ball zum Spielen ist wie
die Kugel (siehe dort) ein Ganzheitssymbol, vergleichbar dem Erd – und dem Sonnenball übersetzt: die in Bewegung geratene psychische
Energie. Wer im Traum mit dem Ball spielt, kann manches auch verspielen oder sich zum Spielball seiner Gefühle machen lassen, sich in
eine Sache verrennen, die den Einsatz eigentlich nicht wert ist. Oft glauben wir leichtes Spiel zu haben, aber man wird uns gerade dann
vielleicht ein Schnippchen schlagen. Wie im Märchen des Froschkönigs, in dem die goldene Kugel eine Schlüsselrolle spielt, ist der Ball im
Traum ein Symbol für Veränderungs- oder Wandlungsvorgänge beim Träumenden.
Spirituell:
Sonnen- und Mondfeste, aber auch Gefühle undurchdringlicher Vollständigkeit werden auf spiritueller Ebene oft durch einen Ball
symbolisiert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Zeichen für Freude und Glück;
– damit spielen: du wirst deine Zeit mit unnützen Dingen vertändeln;
– Ball spielen: du handelst unbesonnen.
– schlagen: große Uneinigkeit.
(europ.) : – sehen: heiteres Gemüt; das Schicksal spielt mit uns; man kann dabei Zeit verlieren, sein Glück gewinnen oder sich aufgeben;
– damit spielen: Sorgen werden durch gute Nachrichten gehoben; das Glück steht vor einer Wende;
eine Warnung vor oberflächlichen Liebesabenteuern;
– mit einem bunten Kinderballon spielen: man wird bald enttäuscht werden, doch der Schmerz ist schnell überwunden;
– mit einem Menschen Ball spielen: ein Hinweis auf eine gute neue Partnerschaft (beruflich oder privat);
– mit dem Liebespartner Ball spielen: Zeichen für eine beiderseitig sehr positive Beziehung;
– verschenken oder geschenkt bekommen: unerwartete Freude;
– von einem getroffen werden: Unannehmlichkeiten;
– verlieren: man wird etwas finden, das von Nutzen ist.
(Siehe auch „Kugel“, „Spiele“)
Ball (Tanz-)
Allgemein:
Das Tanzfest im Traum besuchen läßt auch für das Wachleben Freude und Frohsinn erwarten. Oft gilt der Ball als Hinweis des Unbewußten,
mehr aus seinem Leben zu machen, sich mit seiner Umwelt ausgiebiger zu beschäftigen.
Psychologisch:
Dieses Symbol für kultiviertes Vergnügen im großen Stil drückt häufig den Wunsch nach Anerkennung, Bewunderung oder nach
gesellschaftlichem Aufstieg aus. Man möchte vor den Augen anderer zum Mittelpunkt werden und „glänzend dastehend“ (= Abendkleidung
usw.) – manchmal auch innerhalb einer Beziehung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einem beiwohnen: deutet auf besonderes Glück;
– besuchen: du wirst großes Vergnügen, große Freude haben;
– (Vergnügen) sehen: du wirst bald einer Verlobung oder Hochzeit beiwohnen;
– auf einem Tanzen: Verlobung und Hochzeit.
(europ.) : – weist auf eine glänzende Zukunft hin; Vergnügen finden;
– vergnügt man sich dabei: Achtung und Glück von Seiten der anderen;
– vergnügt man sich nicht: man wird zum Gegenstand des Klatsches werden;
– darauf tanzen: du hast sehr gute Aussichten; baldige Verlobung;
– sich selbst unter den Tänzern sehen: eine vorteilhafte Nachricht erreicht Sie;
– andere tanzen und sich amüsieren sehen: ein langgehegter Wunsch wird sich nicht erfüllen.
Ballade
Volkstümlich:
(europ.) : – Wenn Sie eine hören, dann seien Sie vor falschen Einschätzungen auf der Hut;
wenn Sie eine singen, dann hält Sie jemand an dem Ihnen sehr viel liegt, für unfreundlich.
Ballast
Allgemein:
Schleppt man im Traum Ballast mit sich herum, belastet man sich mit unnötigen Problemen oder hat falsche Freunde.
(Siehe auch „Rucksack“)

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Ballen
Volkstümlich:
(europ.) : – große Packen sehen: zeigt Geschenk und Reichtum an; Glück im Geschäft;
– einen machen, etwas einpacken: Vermehrung des Vermögens.
– Mehr oder weniger glückverheißend, je nachdem, ob es sich um einen Ballen Wolle oder Baumwolle handelt.
Ballett
Assoziation: – Disziplinierte Anmut; Kultur.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben nimmt meine Kraft Formen an? Wie möchte ich diese zum Ausdruck bringen?
Allgemein:
Wenn man im Traum eine Ballettvorführung sieht, so deutet das an, daß es sicherlich von großem Vorteil sein kann, in Situationen, die in
nächster Zeit anstehen, seinen spontanen Gefühlen freien Lauf zu lassen.
Psychologisch:
Ballett steht für Disziplin und Leistung, aber auch für Zwang und Drill. Es ist ein Zeichen für die Bereitschaft sich einzuordnen, oder aber
Zeichen der inneren Abwehr.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man kann mit großer Enttäuschung rechnen.
(europ.) : – sehen oder tanzen sehen: man soll vorsichtig sein, um nicht betrogen zu werden ;
du wirst Täuschungen erleben von einer Person, von der man sich sehr viel versprochen hat;
– selbst in einem mittanzen: man kann jetzt leicht verführt werden – oder selbst verführen;
man sollte jetzt keine leeren Versprechungen abgeben, man ist viel zu leichtsinnig gestimmt;
– ein Mann sieht sich als Tänzer in einem Ballett: in Ihm erwacht jetzt ein „Gigolo“ oder „Don Juan“.
Ballettdamen
Allgemein:
In einem Traum zeigt die feenartige Erscheinung der Ballettänzerin, daß der Träumende eine Verbindung zu dieser Seite seines Wissens
herstellt. Darüber hinaus befindet er sich auf der Suche nach Gleichgewicht und innerer Ausgeglichenheit.
Psychologisch:
Der Träumende ist sich seiner kreativen Seiten und der Notwendigkeit kontrollierter Bewegung bewußt. Er vermag sein inneres Sein
auszudrücken.
Spirituell:
Die Ballettänzerin symbolisiert Musik und den inneren Aspekt des Fühlens.
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst große unnötige Geldausgaben machen.
(Siehe auch „Tanz“)
Ballettschuhe
Allgemein:
Hatte man Ballettschuhe an, die einem drückten, dann mag ein körperliches Problem mit den Füßen der Anlaß des Traumes gewesen sein.
(Siehe auch „Schuhe“)
Ballfest (Siehe „Ball (Tanz)“)
Ballon
Allgemein:
Ballon kann eine ähnliche Bedeutung wie ein Ball haben.
– Wenn er ohne Verbindung zum Boden in der Luft schwebt, vielleicht noch vom Wind geschüttelt wird, warnt das oft vor zu
hochfahrenden Plänen, bei denen man den Boden der Realität unter den Füßen verliert und deshalb Probleme erleben muß.
– Gleitet der Ballon ruhig über eine schöne Landschaft, gewinnt man dabei einen besseren Überblick über die nächste Zukunft,
die wahrscheinlich günstig verlaufen wird.
– Ein platzender Ballon kann aufgestauten Ärg er symbolisieren, der sich explosionsartig entladen wird oder die zerplatzte
Seifenblase – eine Hoffnung, die sich nicht erfüllt.
Psychologisch:
Ein Wunschtraum, der mitteilt, daß man sich in einer (als einengend empfundenen oder erstarrten) Lebensphase befindet und zutiefst nur
mehr eines im Sinn hat: Nichts wie weg! Wie ein schwereloser Ballon abheben und fliegen – und für alles Belastende unerreichbar sein. Der
Fessel- und Heißluftballon verbildlicht unser Abheben und deutet auf Abenteuerlust hin. Zugleich verschafft er uns einen Überblick über
unsere Situation. Da wir uns in die Luft erheben, und vom Wind bewegt werden, ist mit diesem Traumsymbol auch unsere intellektuelle
Seite angesprochen. Oft ist er im Traum ein Versuchsballon. Auch: Die Übersetzung des Flüchtigen in unserem Leben, das Bild des Jagens
nach dem Glück, bei dem man nicht weiß, ob der Wind gerade günstig steht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – steigen sehen: dir entgeht ein Gewinn;
– fallen sehen: deine Pläne werden scheitern.
(europ.) : – sehen: man erlebt eine große Ernüchterung; man wird gute Ideen produzieren oder gar eine Erfindung machen können;
– selbst mit einem Ballon wegfliegen: man entfernt sich von erreichbaren Zielen und verliert den Boden unter den Füßen;
– einen mit Gas gefüllten platzen sehen: jemand wird zu Recht wütend auf einem sein.
(Siehe auch „Luftballon“, „Seifenblase“)
Ballonfahrt
Psychologisch:
Auch hier schmiedet das Unbewußtsein Fluchtpläne – man will der aktuellen Situation am liebsten „lautlos entkommen“, aus einer Beziehung
ausbrechen, sich der Kontrolle anderer entziehen, sich über alles zu erheben, was man als Einschränkung empfindet.
(Siehe auch „Ballon“)

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Ballschönheit
Volkstümlich:
(europ.) : – Wenn Sie im Traum mit der schönsten Frau im Saal tanzen, ist das ein Omen des Gegenteils, dann haben Sie Schwierigkeiten
zu erwarten, entweder in Familienangelegenheiten oder von einer Damenbekanntschaft. Wenn eine Frau davon träumt, die
Ballschönheit zu sein, hat es eine ähnliche Bedeutung, vorausgesetzt, sie tanzt. Findet Sie sich vernachlässigt, werden die
Schwierigkeiten kurzlebig sein und alles wird glücklich enden.
Ballustrade
(Geländer)
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird in seiner Liebe Enttäuschungen ausgesetzt werden; Eifersucht;
Nachrichten von Unfällen auf dem Wasser, möglicherweise auch für Sie.
(Siehe auch „Geländer“)
Balsam
Psychologisch:
Wem im Traum Balsam aufgelegt wird, dessen Psyche wird gesunden, weil er auf seine Umwelt vertrauen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – für Kranke Genesung, für Gesunde Erfüllung sehnlichster Wünsche;
– Balsamdüfte atmen: du wirst ein angenehmes Leben haben.
(europ.) : – zeigt Glück an; Gesundheit;
– von angenehmen Gerüchen träumen: Gewinn.
(Siehe auch „Salbe“)
Bambus
Assoziation: – Vielseitigkeit; Hochschießendes Wachstum; Stärke; Flexibilität.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich zu gedeihen bereit? Welche Grenzen habe ich überschritten?
Allgemein:
Die Biegsamkeit des Bambus verweist auf die Nachgiebigkeit, aber auch auf ausdauernde Kraft. Bambus ist eine der anmutigsten und
zugleich robustesten Pflanzen und verbildlicht daher die Eigenschaften des Träumenden.
Psychologisch:
Bambus steht für gute Bildung, ein langes Leben und ein erfülltes Alter. Er symbolisiert das kraftvolle Nachgeben in Situationen, in denen
der Druck solch kluge Reaktion fordert.
Spirituell:
Der perfekte, aber biegsame Mensch wird durch Bambus symbolisiert. Wenn der Träumende die beiden Eigenschaften dieser Pflanze in sich
erkennt, kann er mit Brüchen in seinem Charakter sinnvoll umgehen.
Banane
Allgemein:
Viele Träume über Früchte haben mit Sexualität und Sinnlichkeit zu tun. Wegen ihrer Form symbolisiert die Banane von alters her den
Penis. Sie wird jedoch wegen ihrer weichen Konsistenz auch als Symbol für die Handhabung männlicher Sexualität gedeutet. Banane ist vor
allem in Träumen von Frauen meist als Phallussymbol zu verstehen, das auf sexuelle, vielleicht unterdrückte Bedürfnisse hinweist; noch
deutlicher kommt das dann zum Ausdruck wenn die Banane verzehrt wird. Bei Männern kann der Verzehr einer Banane auch unbewußte
Ängste vor Sexualität, Potenzverlust oder Kastration anzeigen.
Psychologisch:
In Verbindung mit anderen Früchten kann sie auch als Sinnbild der Fruchtbarkeit und des Lebensunterhaltes verstanden werden. Nun kommt
es allerdings sehr auf die genaue Handlung des Bananentraumes an. War er z.B. mit Angst oder Ekel verbunden, ist dies sicher als
Aufforderung zu verstehen, das eigene Sexualverhalten (oder das des Partners) zu überdenken – und sich geheime Wünsche ebenso
einzugestehen wie auch Tabus, über die man sich vielleicht dem anderen zuliebe, aber lustlos hinwegsetzt.
Spirituell:
Die Banane ist ein Symbol der Fruchtbarkeit.
Volkstümlich:
(europ.) : – bei Frauen rein sexuell zu verstehen;
– sehen: man findet Annäherung bei einem Menschen, der einen seelisch gut versteht;
– essen: die Sexualität erwacht stärker; sich selbst unnötige Verpflichtungen auferlegen;
die Arbeit macht Ihnen keine Freude; erotische Wünsche werden sich bald erfüllen;
– verdorbene: Sie werden in ein zum scheitern verurteiltes Unternehmen verwickelt;
– der Handel mit Bananen prophezeit unproduktive Ideen und Interessenlagen in Ihrem Umfeld.
(Siehe auch „Essen“, „Frucht“, „Sexualität“)
Band
Allgemein:
Band ist ein vieldeutiges Traumsymbol, oft wird es mit Freundschaft und Hoffnung in Beziehung gesetzt.
Unter anderem kann es in folgenden Formen auftauchen:
– Sehen eines Bandes zeigt, daß man gute Freundschaften pflegt oder ersehnt.
– Halten eines Bandes in den Händen kann ebenfalls auf gute zwischenmenschliche Beziehungen hinweisen,
in die man eingebunden ist und sich geborgen (gehalten) fühlt.
– Flatternde Bänder verheißen Erfolge vor allem in materieller Hinsicht, oder umschreiben die innere Unruhe,
die selbst glückliche Verbindungen einmal erfassen kann.
– Ein endloses Band kann vor finanziellen Verpflichtungen warnen, mit denen man sich vielleicht übernimmt.
– Ein buntes Band hat etwas mit dem Band zu tun, das Mann und Frau vereinigt.
– Weiße und blaue Bänder deuten auf Sehnsucht nach treuer Liebe, grüne auf Hoffnungen,
rote auf bevorstehende Freude und schwarze auf Trauerfälle hin.
– Rote Bänder ist traditionell ein Bindungssymbol. Vielleicht hat man mit jemandem „angebandelt“ und trägt
nun im Traum die Bindungswünsche aus.
– Durchschnittene oder schäbige Bänder werden als Symbol für eine bevorstehende Trennung verstanden.

214
– Es gibt aber noch viele andere Beziehungen, in denen die Bänder in den Träumen auftauchen können;
sie lassen sich nur individuell deuten.
Psychologisch:
Man darf es ruhig wörtlich nehmen, wenn man von verknoteten Bändern (oder einem Knäuel daraus) träumt, die nur schwer zu entwirren
sind: Im eigenen Leben ist manches „durcheinandergeraten und verworren“ – man weiß kaum noch, wo man eigentlich zuerst beginnen soll,
seine Probleme zu lösen. Nun wären Durchblick und Konsequenz gefragt!
Volkstümlich:
(arab. ) : – im Wind wehende: versprechen bei positiver Farbe Erfolg und Glück;
– buntes sehen: halte dich von allen Tändeleien fern;
– halten: du wirst treue Freundschaft finden;
– grünes sehen: schöne Hoffnungen; Erfolg; Durchsetzungsvermögen;
– rotes: Tanz, Freude, Vergnügen;
– gelbes: Ärger;
– blaues: treue Liebe;
– schwarzes: Trauer;
– endloses: du wirst Schulden machen;
– messen: guter Verdienst;
– annähen: du wirst dich verlieben und verloben;
– flechten: du wirst Freundschaft schließen.
(europ.) : – oder Bindfaden sehen: warnt vor Eitelkeit; gute Freundschaft;
– sich mit Bändern schmücken: man muß auch damit rechnen, daß nicht jeder Wunsch sich erfüllen wird;
– in Bänder verwickelt werden: Verlobung und Heirat;
– halten: gute Freundschaft;
– im Wind flattern sehen: Glück und Erfolge;
– endlose Bänder mit sich herumschleppen oder sehen: man hat viel zu hohe finanzielle Verpflichtungen;
Schulden werden gemacht;
– blaue: treue Liebe;
– grüne: gute Hoffnungen;
– rote: Vergnügen;
– schwarze: Trauer;
– weiße: reine Liebe;
– flatternde Bänder am Kostüm einer Person: fröhliche und gute Bekannte haben;
– Träumt eine junge Frau, wie sie sich mit Bändern schmückt, bekommt sie den erhofften Heiratsantrag;
aus Leichtsinn macht sie jedoch einen Fehler.
– Sieht sie Mädchen, die Bänder tragen, steht das für Rivalinnen in ihren Bemühungen um einen Ehemann.
– Kauft sie Bänder, wird sie ein angenehmes und gutes Leben führen.
– Ärgert sie sich über die Bänder oder mißfallen sie ihr, tauchen andere Frauen auf, mit denen sie Ehren
und Annehmlichkeiten in ihrer Privatsphäre teilen wird.
– Nähband sehen: Ihre Arbeit wird beschwerlich und wenig einträglich sein;
– kauft eine Frau Nähband: Unglück wird auf sie zukommen.
(ind. ) : – in Kürze wirst du Menschen kennenlernen, die dich verstehen und
– dein Können schätzen werden;
– grünes: sei voller Hoffnung;
– blaues: du kannst dich über die Treue einer Person nicht beklagen;
– rotes: du wirst eine Einladung bekommen und dich gut unterhalten;
– gelbes: du sollst dich über Menschen die tief unter dir stehen, nicht ärgern;
– schwarzes: du wirst vorübergehende Trauer erleben;
– weißes: in deiner Umgebung rüstet man zur Hochzeit;
– endloses: du hast Gläubiger, schaffe sie dir vom Hals;
– messen: gönne anderen auch etwas, meistere deinen Geiz;
– annähen: eine glückliche Verbindung steht bevor; ist sie schon vorhanden, dann kannst du mit Gewißheit
auf eine harmonische Ehe rechnen;
– flechten: selten hat der Mensch einen wahren und aufrichtigen Freund – trachte danach, den deinen zu halten.
Bandage
(Bindenverband)
Psychologisch:
Fast wie im wirklichen Leben – Sie brauchen „mehr Halt“ oder Hilfe von außen, hoffen auf Unterstützung, Bestärkung in einem Vorhaben
usw. – wenn die Bandagen angenehm sind, ein stabiles Gefühl geben. Zu straff gewickelte Verbände, die schmerzen (unbeweglich machen),
sind ebenfalls wörtlich zu nehmen: Man fühlt sich von übertriebener Zuwendung oder ungebetener Hilfe eingeengt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst anlegen oder tragen: Verlust der Freiheit;
– die einem angelegt werden: große Verlegenheit werden sich bemerkbar machen.
Bande
(Gruppe)
Allgemein:
Bande (als kriminelle Gruppe) kann manchmal vor zu viel eigener Aggressivität und ähnlichen destruktiven Inhalten der Persönlichkeit
warnen, die man mehr beherrschen muß; auch Ängste können dahinter stehen.
Psychologisch:
Von einer zügellosen Bande gejagt zu werden, kann ebenfalls auf bestimmte Probleme verweisen, die Bande kann aber auch einem
Ungeheuer ähneln. Wen verkörperte/meinte die Bande? Vielleicht jemanden, den man kennt?

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Bandit
Assoziation: – Häßliche Form von Kraft. Mißbrauch von Energie.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, zu integerem Handeln zu finden? Inwiefern ist Kraft bedrohlich für mich?
Allgemein:
Bandit steht oft als Symbol für eine unreife, ungezügelte Sexualität; deshalb kommt er häufiger in Träumen männlicher Jugendlicher vor, die
mit ihrer erwachenden Sexualität noch nicht umgehen können, dadurch verunsichert werden. Vielleicht verbergen sich dahinter auch sexuelle
Wünsche, die man sogar vor sich selbst zu verbergen sucht, weil sie „abartig“ erscheinen und in der Realität niemals zugelassen werden. Oft
sind damit Angstzustände im Traum verbunden. Gelegentlich kann der Bandit auch auf bevorstehende finanzielle Vorteile hinweisen,
besonders wenn man von ihm ausgeraubt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird dich hintergehen;
– von ihm überfallen werden: boshafte Menschen werden dich verleumden.
(europ.) : – sehen: du befindest dich in Gefahr; man wird in eine Angelegenheit verwickelt, die keinen Vorteil bringt;
– von Banditen überfallen werden: du wirst einen großen Schreck erleben;
– von einem angefallen werden und beraubt werden: die Vermögenslage zeigt eine Tendenz zu einer grundlegenden Besserung.
(ind. ) : – eine große Unannehmlichkeit dient dir als Warnung.
(Siehe auch „Räuber“)
Bandwurm
Artemidoros:
Scheidet man Bandwürmer durch den Hintern oder durch den Mund aus, so bedeutet es, daß man von Familienangehörigen, Hausgenossen
und zumindest von Leuten, die mit uns vom selben Tisch essen, insgeheim ruiniert wird und daß man die Schädlinge davonjagen oder auf
andere Weise loswerden wird; denn es wohnen die Bandwürmer zwar im Körper, doch nichtsdestoweniger schädigen sie ihn. Scheidet man
sie aus, bedeutet es Befreiung von solchen üblen Elementen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder haben: schlechte Aussichten für Ihre Gesundheit und Lebensfreude.
Banjo
Volkstümlich:
(europ.) : – Ein Banjo steht für angenehme Vergnügungen, sofern die Musik Ihnen Freude bereitet.
Eine Unterbrechung ist ein schlechtes Zeichen.
Bank (zum Sitzen)
Allgemein:
Bank (als Sitzgelegenheit) kann für Ruhe und Beschaulichkeit stehen, die man sich zum Beispiel nach Anstrengungen, Erfolgen oder am
Abend des Lebens gönnen sollte, um auf das Erreichte zurückzublicken und es zu genießen.
– Sitzt man auf einer Bank im Freien, vielleicht in einer lauschigen Laube, zeigt das manchmal
die Bereitschaft für ein erotisches Abenteuer an.
– Wer auf einer Bank sitzt, wartet auf ein Abenteuer, auf einen Menschen, der ihn versteht.
Oft träumt man von einer Sitzbank, wenn man im Zusammenleben mit seinem Partner nicht die Erfüllung findet, die man sich erhofft.
Psychologisch:
Erscheint im Traum eine Bank als Sitzgelegenheit, so symbolisiert sie Ruhe, Erholung und Entspannung oder die Sehnsucht danach. Von
älteren Menschen geträumt, ist die Parkbank oft Ausdruck des Wunsches, „miteinander alt zu werden“ und noch viel (geruhsame) Zeit
füreinander zu haben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darauf sitzen: ein ruhiges Leben führen.
(europ.) : – darauf liegen oder sitzen: Erholung, Ruhe, Gesundheit;
– auf einer sitzen, die Sonne strahlt und Menschen gehen an einem vorbei: man wird bald neue Bekanntschaften machen;
– darauf mit anderen sitzen: mißtrauen Sie Schuldnern und Mitwissern;
– andere darauf sitzen sehen: Freunde, die sich durch ein Mißverständnis entzweit haben, werden wieder zusammenfinden;
– auf einer im Freien sitzen: Liebesabenteuer stehen bevor.
(ind. ) : – mit wenig Geschick kann sich dein Leben gut gestalten.
(Siehe auch „Stuhl“)
Bank (als Geldinstitut)
Assoziation: – Bewahrung von Ressourcen.
Fragestellung: – Was möchte ich in Sicherheit bringen oder sicher aufbewahren?
Allgemein:
Die finanziellen, mentalen oder spirituellen Ressourcen des Träumenden verlangen sorgfältige Beachtung. Das Gespür für Sicherheit, ohne
das sich der Mensch nicht in die Welt hinauswagen kann, muß richtig gehandhabt und beobachtet werden. Bank (als Geldinstitut) kann
materiellen Einfluß, Macht, Autorität und sexuelle männliche Potenz symbolisieren, warnt vielleicht auch vor dem Mißbrauch dieser
Eigenschaften, mit denen man sparsamer und verantwortungsbewußter umgehen sollte.
– Hebt man in der Bank Geld ab, drohen vielleicht finanzielle Einbußen,
– beim Einzahlen von Geld werden voraussichtlich Wünsche in Erfüllung gehen.
– Die Anstellung in einer Bank zeigt günstige Zukunftstendenzen an.
– Bank wird oft als Energiezentrale gedeutet, von der man die Kräfte für die Bewältigung – auch der
Liebesarbeit – abheben kann. Ein gesperrtes Konto wird analog dazu als Sperre der inneren Energien gedeutet.
– In eine Bank einbrechen, umschreibt den krampfhaften Versuch, auf der Höhe seines Ichs zu bleiben, manchmal
auch den Wunsch, mehr zu scheinen, als man ist, mehr Werte zu besitzen, als man in Wirklichkeit hat.

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Psychologisch:
Emotionale Ressourcen, wie etwa Selbstvertrauen, soziale Fähigkeiten und Weisheit, werden in Reserve gehalten. Wahrscheinlich spielt hier
die Angst vor negativen äußeren Bedingungen eine Rolle.
– Verbindet der Träumende mit der Bank eine Vorstellung von Sicherheit, weist dies auf Erfolg, Vertrauen und Zuversicht hin, kann
aber auch den Wunsch danach signalisieren.
– Steht der Träumende der Bank mit Mißtrauen oder Ablehnung gegenüber, so bedeutet das, daß sein Selbstvertrauen erschüttert ist,
er unsicher ist oder sexuelle Hemmungen hat. Letztere Deutung trifft auch zu, wenn der Träumende die Bank ungern betritt oder
unfreundlich bedient wird.
– Ein Zeichen von Triebstauungen, Minderwertigkeitsgefühlen und Existenzängsten ist es, wenn der Person im Traum ein Kredit
verweigert wird, sie kein Geld bekommt oder ein Bankraub die Traumhandlung bestimmt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob der
Träumende die Bank selbst überfällt oder nur in den Überfall verwickelt wird.
– Wer bei einer Bank Geld abhebt, holt sich Kraft für den Alltag aus seiner Innenwelt.
– Wer dort Geld hinterlegt oder einzahlt, nimmt Energien, die er früher in unfruchtbare Verbindungen investiert hat, wieder zurück.
– Ist das Konto allerdings gesperrt, kommt man im Moment an seine Energiereserven nicht heran.
Spirituell:
Eine Bank deutet auf einen sicheren spirituellen Raum hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in demselben zu tun haben: Kummer und Sorge.
(europ.) : – warnt vor Schwindlern und Schwindeleien;
– dort Geld einwechseln: Gewinne;
– Geld einzahlen: ein lang ersehnter Wünsche wird in Erfüllung gehen;
– Geld abheben: Schulden;
– in einer angestellt werden: gute Aussichten, die Gesamtsituation zu verbessern;
– freie Kassierer bedeuten Geschäftsverluste;
– Goldmünzen ausgeben verheißt Nachlässigkeit;
– Goldmünzen erhalten bedeutet große Gewinne;
– Silber sehen: gute Geschäfte; Ehre und Wohlstand wachsen;
– Geldscheine sehen: Verschlechterung der finanziellen Situation;
– selbst bankrott sein: man wird bald Lösungen für seine Probleme finden;
(ind. ) : – habe nicht zu jedem Menschen gleich zu viel Vertrauen, böse Erfahrungen stehen sonst bevor.
(Siehe auch „Banknoten“, „Gewalt“, „Spardose“, „Sparkasse“)
Bankett
Assoziation: – Formelle Feier; Anerkennung.
Fragestellung: – Welche Anerkennung brauche ich, um mich genährt zu fühlen?
Allgemein:
In der Regel ist der Traum von einem Bankett ein gutes Zeichen und deutet ein glückliches und harmonisches Zusammensein mit Freunden
und Bekannten an. Andererseits kann ein Bankett aber auch die Bedeutung haben, daß man mit seiner Umwelt zu steif Umgang pflegt,
hierbei also Spontaneität fehlt.
Bankier
Allgemein:
Geld und finanziellen Reserven sind Dinge, mit denen die meisten Menschen Schwierigkeiten haben. Normalerweise wird das Bedürfnis
nach einer Autorität, die dem Träumenden hilft, mit auftretenden Problemen fertig zu werden, durch Bankangestellte und Bankiers
symbolisiert. Alte Traumbücher sehen in ihm auch eine Warnung vor zuviel Offenherzigkeit und blinden Vertrauen, wobei aber sicherlich
auch Vorurteile eine Rolle spielen.
Psychologisch:
Die inneren Quellen des Träumenden müssen ihm auf irgend eine Weise zugänglich sein, die ihm das Anzapfen dieser bedeutenden
Energiequellen ermöglicht. Der Bankier spielt die Rolle des kontrollierenden Teils des Träumenden.
Spirituell:
Im Traum kann ein Bankier der Hinweis auf das Recht des Träumenden sein, Verantwortung für seinen spirituellen Besitzstand zu
übernehmen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (mit Bankiers zu tun haben): hüte dich vor Spekulationen.
(europ.) : – von einer Bank angestellt werden: symbolisiert eine Verbesserung der Lage;
– sich selbst als solchen sehen: man hüte sich vor Spekulationen; sie werden finanziell nicht von Vorteil sein;
– mit einem sprechen: man wird einen Verlust erleiden.
(ind. ) : – nicht jedem Menschen soll man sein Unglück klagen.
(Siehe auch „Bank“, „Banknoten“, „Sparkasse“)
Banknoten
Allgemein:
Warnung, nicht mehr Geld auszugeben, als man hat. Es drohen Verluste, die sowohl seelischer wie geistiger Art sein können.
Psychologisch:
Wer sie im Traum zählt, sollte im Wachleben etwas großzügiger zu seinen Mitmenschen sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – zählen: du wirst Verlust erleiden;
– viele sehen: du wirst eine Enttäuschung erleben.
(europ.) : – zeigen Verluste und Ärger an; auch ein Zeichen von Geiz;
– viele sehen: es werden sich finanzielle Einbußen ergeben;
– zählen: die Lage verschlechtert sich.
(Siehe auch „Bank“, „Bargeld“, „Dollarnoten“, „Geld“)

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Bankrott
Allgemein:
Bankrott deutet im Traum an, daß man Auswege aus einer scheinbar verfahrenen Situation findet und sie erfolgreich bewältigen wird, wobei
man oft radikal mit der Vergangenheit bricht.
Psychologisch:
Ein Symbol für Verlustangst, wobei es durchaus nicht um materielle Probleme gehen muß. Man wird davor gewarnt, daß – wenn man so
weiter macht – alles verlieren wird. Wenn dieses Traumsymbol auftritt, dann ist es noch nicht zu spät für eine Veränderung, das heißt der
persönliche oder ökonomische Bankrott kann noch abgewandt werden. Wer im Traum pleite macht, befürchtet oft einen emotionalen Verlust
oder hat Angst vor der Meinung anderer: Man will nicht „sein Ansehen verlieren“ oder sucht in einer unglücklichen Beziehung nach der
rettenden Idee, die alles noch einmal positiv verändern könnte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erleben: deine Angelegenheiten werden zum Teil erledigt;
– machen: du wirst deinen Freunden helfen (symbolischer Gegensatz!).
(europ.) : – sein: Schande, Verlust, Tod; teilweiser Zusammenbruch des Geschäftes; Sie sollten von Spekulationen lieber absehen.
– selbst machen: aus einer schwierigen Lage findet man ganz plötzlich einen gangbaren Ausweg.
Banner
Allgemein:
Banner waren die Abzeichen der Ritter. Anscheinend haben Sie ein großes Selbstbewußtsein und sind sich Ihrer Sache sehr sicher. Sie sind
bereit zu kämpfen. Ist es aber das Banner von jemand anderem, so fühlen Sie sich von seiner Macht bedroht. Vielleicht steht Ihnen aber nur
jemand in schwieriger Lage zur Seite.
Volkstümlich:
(europ.) : – des eigenen Landes sehen: über Feinde triumphieren;
– zerstört sehen: Krieg und den Verlust militärischer Ehren zu Land und zur See.
Bantam-Hahn
Volkstümlich:
(europ.) : – Ein unkluger Plan, der Erfolg haben könnte, Sie jedoch nicht befriedigen wird.
Bar
Assoziation: – Entspannung; sich gehenlassen; Unverantwortlichkeit; Vergnügen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fühle ich mich überlastet oder gestreßt?
Allgemein:
Bar kann bei Menschen, die sich einsam fühlen, die Aufforderung enthalten, mehr Geselligkeit zu suchen, auch wenn es vielleicht nur bei
oberflächlichen Bekanntschaften bleibt. Manchmal warnt die Bar aber auch vor zu viel Vergnügungssucht und „Verzettelung“ von Gefühlen,
die letztlich doch unbefriedigt bleiben.
– Alkoholkonsum in einer Bar kann das Bedürfnis nach mehr geistiger Anregung und Austausch mit anderen zum Ausdruck bringen.
– Wer alleine in einer Bar sitzt, möchte im bewußten Leben mal aus seiner Haut schlüpfen.
– Mit anderen in eine Bar gehen läßt meist erkennen, daß man flüchtige Bekanntschaften sucht; es kommt aber darauf an, mit wem
man sich im Traum an der Bar sieht, erst aus diesen anderen Symbolen läßt sich dann der Traum deuten.
Psychologisch:
Sie sitzen in einer Bar und befürchten, dort von jemandem angesprochen oder erkannt zu werden? Dann sollten Sie sich vielleicht einmal
darüber Gedanken machen, wie offen (oder verkrampft) Sie mit Ihrer individuellen Vorstellung von allem, was Lust bedeutet, umgehen! Sie
fürchten sich davor, einem Reiz zu erliegen, der für Die tabu ist – zumindest offiziell. Wer häufig erotische Barszenen träumt, in denen er
selbst möglichst unerkannt bleiben will, verdrängt den Wunsch nach sexuellen Abenteuern „außer Haus“ – oder mit Freunden.
Volkstümlich:
(europ.) : – in einer sitzen: man wird eine flüchtige Bekanntschaft machen;
– um eine sich kümmern: sich fragwürdiger Methoden bedienen, um schneller vorwärts zu kommen;
– deutet weiter auf Engagement in Gemeinschaften, kurze Glückssträhnen und die Erfüllung von illegitimen Wünsche hin.
Bär
Assoziation: – Besitzergreifende Liebe.
Fragestellung: – Inwiefern ist Liebe für mich bedrohlich?
Medizinrad:
Wolfsclanlehre: Der Westen; Stärke; Liebe (insbesondere der Schwarzbär)
Artemidoros:
Der Bär bedeutet eine Frau (Es berichten die Verfasser von Metamorphosen, daß die Arkaderin Kallisto (Nymphe) in dieses Tier von Hera
verwandelt worden sei, nachdem sie von Zeus in Gestalt der Artemis, verführt worden ist.) und wegen seiner Wildheit Krankheit, ferner
Bewegungen und Reisen, weil er denselben Namen trägt wie das sich immer bewegende Sternbild. Zum anderen prophezeit er einen
Au fenthalt an ein und demselben Ort; denn das Gestirn bewegt sich immer an ein und demselben Ort und geht nicht unter.
Allgemein:
Bär steht im Traum oft für ungestüme, grobe Kraft, die man vorsichtiger einsetzen sollte, um nicht über das Ziel hinaus zu schießen. Positiv
daran ist aber die Energie und Durchsetzungskraft, mit der man auch schierige Situationen bewältigen wird. Zuweilen steht der Bär für eine
besitzergreifende, die Entwicklung hemmende Mutter; diese Bedeutung muß nicht nur bei Kindern bestehen, denn die Mutter-Kind-
Beziehung kann auch das Leben Erwachsener stark beeinflussen. Nach Carl Gustav Jung kommt der negative Aspekt der übergeordneten
Persönlichkeit hinzu, die sich durch die sprichwörtliche Bärenkraft auszeichnet. Der Traumbär hat auch etwas Gefährliches, Drohendes an
sich. In den Märchen und der Mythologie der nordischen Völker und Rußlands ist der Bär der König der Tiere. Ein lebendiger Bär im Traum
ist ein Hinweis auf Aggression. Ist der Bär tot, so steht er für den Umgang des Träumenden mit seinen tieferen negativen Instinkten. Handelt
der Traum von einem Teddybären, dann manifestiert sich in diesem ein kindliches Bedürfnis nach Sicherheit.
Psychologisch:
Im europäischen Kulturkreis wird der Bär meist mit den weiblichen Kräften der Natur in Verbindung gebracht. Durch seine braune Farbe
signalisiert er engen Kontakt mit der Erdmutter. Bei den Germanen war die Bären zum Beispiel auch die Königin der Wälder. So steht der
Bär im Traum etwa für eine alles dominierende Mutter. Oft ist der Bär im Märchen ein verwunschener Prinz, der auf Erlösung wartet.
Akzeptiert der Träumende die dunkle, weibliche Seite der Sexualität, der Teil, der ihm Angst macht, so kann er zu einem befriedigteren
Sexualleben kommen. Deshalb sind Bärenträume für Männer bedeu tender als für Frauen. Bei Frauen liefert ein solcher Traum oft einen

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Hinweis darauf, ihre Sexualität voll auszuloten, damit diese nicht fremdbestimmt ist. Das Symbol der Bären ist somit auch ein Archetyp. Der
Bär steht auch für den Wunsch, der Kraft der eigenen Kreativität zu begegnen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisiert der Bär spirituelle Stärke und Macht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Bär bedeutet einen reichen, mächtigen, aber dummen und kecken Feind.
– Tötet jemand im Traum einen Bär, wird er einem solchen Feind den Garaus machen und ihn beerben.
– Auf einem Bären zu reiten prophezeit begrenzte Macht.
– Erschlägt jemand einen Bären mit dem Schwert, wird er über den Untergang seines Widersachers frohlocken.
– Bärenfleisch zu essen bedeutet, man werde von einem ungeschlachten, aber reichen Feind so viel Reichtum
erlangen, wie man Bärenfleisch verzehrte.
– Nimmt jemand ein Bärenfell an sich, wird er sich dessen gesamtes Vermögen aneignen.
– Bärenmilch zu trinken zeigt Furcht vor der Obrigkeit und eine lange Krankheit an.
– Hebt jemand einen Bärenkopf auf oder bringt man ihm einen, wird er von einem ungeschlachten Feind Vermögen,
und zwar dessen gesamtes Kapital bekommen.
– sehen: Glück im Spiel;
– viel Unrecht erleiden müssen.
– töten: du wirst deinen Widersacher zu bekämpfen wissen;
– schwarzer: Unglück;
– weißer: ehrende Auszeichnung.
(europ.) : – sehen: Gewinn im Spiel; oder gewaltige Konkurrenz bekommen; Unsicherheit in
den zwischenmenschlichen Beziehungen, manchmal auch Klatsch;
– von einem Bären angefallen werden: du wirst großen Schaden erleiden;
– tanzen sehen: du wirst deine Gläubiger befriedigen; Klatschereien und Verdruß;
– Bärenjagd: begib dich nicht in Gefahr!
– einen toten oder ein Bärenfell sehen: Glück, das jedoch nicht ohne Hindernisse ist;
alle Unsicherheiten der letzten Zeit werden sich aufklären;
– mehrere sehen: es stehen Ereignisse bevor, welche die ganze Kraft in Anspruch nehmen;
– einen töten oder verscheuchen: mit Erfolg rechnen können;
– Erscheint ein Bär einer jungen Frau im Traum, muß sie mit einer gefährlichen Rivalin
oder einem anderen Mißgeschick rechnen.
– Bärenfleisch essen: eine Hochzeit in der Familie.
(ind. ) : – du kannst im Spiel Erfolg haben, aber übertreibe es nicht.
(Siehe auch „Braunbär“, „Grizzlybär“, „Schwarzbär“, „Tiere“)
Baracke
Psychologisch:
Die Baracke veranschaulicht als Notbau eine vorübergehende Situation, eine Notlösung ohne Sicherheit und Stabilität. Sie ermahnt zu mehr
Ausdauer und Beständigkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Krankheit;
– sich darin aufhalten: Siechtum.
(europ.) : – Unruhe, auch Verdruß.
(ind. ) : – Streit im Haus und im Geschäft, meide auf kurze Zeit die Menschen.
Barbier
Artemidoros:
Sich von einem Barbier scheren zu lassen ist für jedermann ohne Ausnahme von guter Bedeutung; denn man kann mit einer geringfügigen
Buchstabenänderung aus „Frisieren“ ein „Amüsieren“ (Karenai – charenai) machen, und gewiß geht niemand zum Barbier, der sich in einer
argen Klemme oder im Unglück befindet, sondern nur Leute, die großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres legen; das können sich aber nur
solche leisten, die ohne Sorgen leben und die nötigen Mittel haben. Es heißt ausdrücklich „von einem Barbier“, denn wenn sich einer schert,
der nicht selbst von der Zunft ist, sagt es ihm Trauer um Verwandte oder einen plötzlichen Schicksalsschlag voraus, der große Leiden mit
sich bringt. Denn Menschen, die vom Unglück heimgesucht sind, pflegen sich selbst das Haar abzuschneiden.
Allgemein:
Barbier (Friseur) wird in alten Traumbüchern als Warnung vor falschen Menschen verstanden, von denen man sich nicht „einseifen“ (also
täuschen und betrügen) lassen sollte; das muß im Einzelfall durchaus ernst genommen werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man hüte sich vor Klatscherei;
– von ihm rasiert werden: viel Ärger durch Klatsch;
– von ihm verbunden werden: große Betrübnis.
(europ.) : – zeigt Klatscherei an;
– von ihm rasiert oder eingeseift zu werden: hüte dich vor Betrug; man kommt zu Schaden;
– als Heilgehilfe: deutet auf Unwohlsein.
– Sieht eine junge Frau einen Barbier, mehrt sich ihr Vermögen, wenn auch nur geringfügig.
(ind. ) : – rasierend: hüte dich vor einem Betrug!
– einseifend: eine nicht erwartete Unannehmlichkeit;
– lachend: Falschheit ist auf dem Weg zu dir;
– erzählend: man will von dir Näheres erfahren.
(Siehe auch „Friseur“)
Barbiermesser
Volkstümlich:
(europ.) : – handhaben: mahnt zu großer Vorsicht.

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Barbierspiegel
Artemidoros:
Es träumte einer, er halte auf der Straße nahe dem Marktplatz einen Barbierspiegel in der Hand, und es mache ihm großen Spaß, sich darin
zu beschauen. (Danach wurde der Spiegel ihm überlassen), er besah sich darin und erblickte sein Bild voller Flecken. Der Mann hatte ein
Liebesverhältnis mit einer Hetäre, die er ohne jemandes Zustimmung mit Gewalt zu sich nahm, und aus diesem Verhältnis entsprang ein
Sohn, der nicht nur wegen seiner Abstammung, sondern auch deshalb, weil er schielte, mit einem Makel behaftet war. Der Spiegel des
Barbiers kennzeichnete das Frauenzimmer als Prostituierte, die sich jedem hingab, die aber ihrem Verehrer das Verhältnis nicht leicht
gemacht hatte; (es hatten nämlich einige Leute ihn davon abbringen wollen), diese Person zu sich zu nehmen. Da er ferner sein eigenes Bild
erblickte, wurde ihm ein Sohn geboren, der ihm ansonsten in jeder Beziehung glich, doch wegen der Flecken mit einem Makel behaftet war.
(Siehe auch „Barbier“, „Spiegel“)
Barbierstube
Volkstümlich:
(europ.) : – hat üble Nachrede im Gefolge.
Bardame
Psychologisch:
Vorsicht vor Vertrauensverlust! Es wird uns eine gespielte Teilnahme vorgegaukelt.
Volkstümlich:
(europ.) : – Anzeichen von Schwierigkeiten, wahrscheinlich aufgrund einer Nachlässigkeit.
(Siehe auch „Bar“, „Gasthaus“)
Bärenfleisch (Siehe „Bär“)
Bärentraube
Medizinrad:
Schlüsselworte: Immergrün; Gebet; Verbindung mit der Erde; Weiblich.
Beschreibung: Die Bärentraube oder Kinnikinick ist ein immergrünes Heidekrautgewächs mit lederartigen Blättern und weißen Blüten, die
zu roten Beeren werden. Die Pflanze ähnelt der Preiselbeere. In den Vereinigten Staaten wurde die Bärentraube dort, wo sie wuchs, von den
Indianern bei Pfeifenzeremonien geraucht und war als solche von großer Bedeutung. Darüber hinaus wird sie angewendet, um verschiedene
Störungen des Blutzuckerspiegels zu regulieren, und wirkt stark harntreibend. Die Beeren haben zwar Nährwert, aber keinen ausgeprägten
Geschmack und sind sehr mehlig.
Allgemeine Bedeutung: Der Erde nahe sein; Gebeten einen Weg schaffen; überflüssige Flüssigkeiten und Gefühle loswerden.
Assoziation: Beeren, die schmackhaft aussehen, aber dann doch enttäuschen.
Transzendente Bedeutung: Die Offenbarung des Teils von dir, der bereit ist, Opfer auf sich zu nehmen, um wirkungsvolle Gebete an den
Schöpfer zu richten.
Barett
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst es mit Mühe zu Ansehen bringen.
Barfuß
Allgemein:
Je nach dem im Traum gegebenen Umständen kann es entweder Armut, Bescheidenheit, Rückkehr auf den Boden der Tatsachen oder
sinnliche Freiheit symbolisieren, wenn der Träumende barfuß ist.
– Barfuß gehen verspricht oft bessere Gesundheit, vor allem dann, wenn man im klaren Wasser geht.
– Barfuß gehen, weil man seine Schuhe nicht finden kann, symbolisiert, daß man fürchtet, seine Lebensgrundlage zu verlieren.
– Barfuß laufen auf spitzen Steinen (Geröll) kündigt dagegen bevorstehende Probleme in geschäftlichen Dingen an.
Psychologisch:
Seine Schuhe nicht finden zu können, zeigt einen Mangel an Schicklichkeit; der Träumende ist sich seines unangemessenen Verhaltens
bewußt. Barfüßigkeit kann mit der Demut, mit der man das Leben in seinen Höhen und Tiefen erträgt, gedeutet werden. Oft wird auch das
Bodenständige damit zum Ausdruck gebracht, das dem Träumer im Wachleben nicht bewußt wird. Dieses Traumbild kann eine Mahnung an
den Träumenden darstellen, sich wieder mehr auf seinen Instinkt zu besinnen, natürlicher zu sein oder den Kontakt zum Boden
wiederherzustellen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht Barfüßigkeit für Demut oder für sichere Erdung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – laufen: Schwäche des Körpers und Unglück;
– durch Wasser gehen: Krankheit.
(europ.) : – Nachts gehen mit zerrissenen Kleidern: man kann leicht in Not und Elend geraten;
– am Tage: du wirst zu Ansehen kommen; die Gesundheit bessert sich;
– im klarem Wasser gehen: gute Aussichten für die Zukunft;
– im taufrischen Gras gehen: sehr gute Bedeutung; die Möglichkeiten sind sehr erfolgversprechend;
– auf Steinen gehen, die einem weh tun: in einem Unternehmen sind Schwierigkeiten zu erwarten;
– andere gehen sehen: man gehe seine eigenen Wege, mache nicht alles nach und Erfolge werden sich bald einstellen.
(Siehe auch „Schuhe“, „Erde“)
Bargeld
Volkstümlich:
(europ.) : – Unmengen besitzen, das geliehen ist: man wird Sie für einen ehrenwerten Mann halten;
Diejenigen, die mit Ihnen in engeren Kontakt kommen, werden jedoch feststellen,
das Sie geldgierig und gefühllos sind.
– Gibt eine junge Frau geliehenes Geld aus, wird man herausfinden, auf welche Art Sie betrügt.
Auf diese Art wird sie einen wertvollen Freund verlieren.
(Siehe auch „Banknoten“, „Geld“)

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Barkasse
Volkstümlich:
(europ.) : – Sie sind im Begriff eine weite Reise zu machen. Seien Sie vorsichtig.
(Siehe auch „Boot“, „Kahn“)
Barmherzigkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt an: wie man auch im Leben selbst sein soll;
– bedrängt, die Armen zu unterstützen: Ihre Geschäfte werden zum Stillstand kommen;
– von Hilfsorganisationen: Ihr Anspruch auf gewinnbringendes Eigentum wird in Frage gestellt;
Sorgen und schlechter Gesundheitszustand bedrohen Sie;
– bei jungen Menschen: von betrügerischen Rivalen belästigt werden;
– widerfahren: erst nach schweren Zeiten und Pech erfolgreich sein.
Barometer
Psychologisch:
Barometer interpretiert man oft als Sinnbild des psychischen Drucks, unter dem ein Mensch steht; er kann teils aus Vitalität, Temperament
und Energie der Persönlichkeit abgeleitet werden, aber auch auf zu hohe Belastungen (Sorgen, Konflikte, Überforderungen) hinweisen. Die
genaue Bedeutung läßt sich erst im Zusammenhang mit der individuellen Lebenssituation erkennen.
– Grundsätzlich kann man einen hohen Druck, den das Barometer im Traum anzeigt, als Warnung vor zu hoher innerer Spannung verstehen,
die man reduzieren muß;
– ein zu niedriger Druck kann ein seelisches „Tief“ symbolisieren.
– Das zerbrochene Barometer kündigt vielleicht an, daß es bald zu einer Veränderung im Leben kommen wird, die günstig oder ungünstig
ausfallen kann; möglicherweise warnt dieses Symbol aber auch davor, daß man an dem inneren Druck „zerbricht“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – häuslicher Ärger.
(europ.) : – sehen: warte erst gute Nachrichten ab, sonst geht manches Geschäft schief;
auch ein mit großen Hoffnungen begonnenes Unternehmen wird ein Fiasko erleiden;
auch: du wirst falsche Freunde entlarven und ihrer Herr werd en;
– sehen, wie die Werte steil nach oben wandern: man steht unter großem Druck;
– zerbricht es: eine Lebensveränderung wird sich nicht umgehen lassen;
– zerbrochenes sehen: unerwartete unangenehme geschäftliche Zwischenfälle;
– in Scherben fallen lassen: eine plötzliche Änderung in der eigenen Lebenshaltung kann erwartet werden.
Barrakuda
Medizinrad:
Schlüsselworte: Machtvoll; groß; Räuber der Gewässer.
Beschreibung: Der Barrakuda ist ein großer Fisch, der im Mittelmeer und im Atlantik vorkommt. Er ähnelt dem Hecht, ist jedoch schwerer
und kann eine Länge von bis zu drei Metern erreichen. Mitunter wird er auch Tauchern gefährlich.
Allgemeine Bedeutung: Der wilde oder räuberische Aspekt deiner emotionalen Natur; fordernde Gefühle; Gefühle, die es verlangen,
ausgedrückt zu werden.
Assoziation: Wird umgangssprachlich gebraucht, um eine rücksichtslos wilde, aggressive Person zu beschreiben; manchmal im
Zusammenhang mit Rechtsanwälten.
Transzendente Bedeutung: Wilde Entschlossenheit zu emotionalem Verstehen; aggressiv-emotionale Handlungen, die dem spirituellen
Wachstum schaden.
Barren
Volkstümlich:
(arab. ) : – in Silber: Ärger;
– in Gold: gute Hoffnungen.
Barriere
Allgemein:
Barriere (Barrikade) stellt entweder ein Hindernis oder eine Art Schutzwall dar.
– Sie kann anzeigen, daß man in nächster Zeit wohl mit Schwierigkeiten im Leben rechnen muß; dann kommt es auch
darauf an, ob man im Traum vor der Barriere stehenbleibt, was auf ein unüberwindliches Hindernis hinweist, oder
– sie aus dem Weg räumt oder übersteigt, was die Bewältigung der Schwierigkeiten verspricht.
– Hat die Barriere eine Schutzfunktion, muß man sich fragen, wovor man sich schützen will oder weshalb man sich vor
dem Leben und vor anderen Menschen verschanzt.
Psychologisch:
Ein Symbol für Grenze und Absperrung. Sie richtet sich überall dort auf, wo man eigene Hemmungen nicht überwinden kann. Man ist einer
Herausforderung nicht gewachsen und sollte sich überlegen, ob man die Einschränkung akzeptiert und „umkehren“ sollte. Nur wenn man sie
überspringt oder schlau umgeht, können im Wachleben bestimmte problematischen Komplexe (z.B. sozialer Kontakt) überwunden werden:
Mut und Toleranz wären gefragt!
Volkstümlich:
(arab. ) : – große Hindernisse werden sich in deinen Weg stellen.
(europ.) : – sehen: sich unverhofft einstellende Schwierigkeiten persönlich hausgemachter Art können
überwunden werden, wenn man seine Hemmungen ablegt;
– überschreiten: in irgendeiner Sache wird man ein gutes Resultat erzielen;
– sehr hohe, die nicht zu übersteigen ist: in einer Angelegenheit ist man viel zu optimistisch
oder hat sich selbst überschätzt; man sollte einen Plan noch einmal revidieren.
(ind. ) : – deine Schwäche ist dein Hindernis.
(Siehe auch „Mauer“, „Schranke“, „Wand“)

221
Barsch
Medizinrad:
Schlüsselworte: Artenreich; kraftvoll; stark; spitz.
Beschreibung: Es gibt eine Reihe von Fischarten, die in Salz- oder Süßwasser leben und Barsch genannt werden. Gemeinsam haben sie ihre
ausgeprägten Rückenflossen und ihre Gräten, die sowohl stark als auch spitz sind.
Allgemeine Bedeutung: Ein alter Teil von dir, der entweder in den Gewässern der Erde oder des Lebens stark war; die Fähigkeit, durch die
Strömungen des Lebens zu schwimmen; ein Aspekt deines Selbst, der sich durch Kraft schützt und dadurch, daß er mögliche Angreifer in
Angst versetzt und so vertreibt.
Assoziation: Barsch, kurz angebunden, ja, unfreundlich sein.
Transzendente Bedeutung: Der Barsch ist ein Bote der Wasserwesen dieser Erde.
(Siehe auch „Fisch“, „See“, „Wasser“)
Bart
Assoziation: – Autorität; Macht; Weisheit.
Fragestellung: – Wie bringe ich meine Macht zum Ausdruck? Wie zeige ich meine Autorität?
Artemidoros:
Ein großer, buschiger Kinnbart bringt einem Redner, einem Philosophen und allen, die ein Unternehmen in Angriff genommen haben,
Glück; denn den einen verleiht er Würde, den anderen Respekt. Träumt eine Frau, einen Bart zu haben, so wird sie, falls sie verwitwet ist,
wieder heiraten; hat sie einen Mann, wird sie sich von ihm trennen: die erstere wird einen so herzensguten Mann bekommen, daß es ihr
vorkommt, als ob beider Antlitz eins geworden sei; die letztere wird ihren Mann verlassen und ihren Haushalt allein führen, so als wäre sie
Frau und Mann zugleich, ausgenommen, sie geht schwanger oder ist in ein Prozeß verwickelt. Im ersten Fall wird sie einem Knaben das
Leben schenken; ist dieser zum Mann gereift, wird es ihr bei seinem Anblick scheinen, als habe sie selbst einen Bart; im zweiten Fall wird
sie einen nicht zu verachtenden Gegner abgeben und wie ein Mann den Prozeß durchstehen. Einem kleinen Bübchen kündigt es den Tod an,
weil es der Altersstufe vorgreift; demjenigen, der schon im Jünglingsalter ist und binnen kurzem einen Bart tragen wird, bedeutet es, er
werde über sich selbst bestimmen, sei er Diener (Sklave) oder Freier, so daß er volljährig ist und für sich selbst sorgt. Schaut man, wie ein
Bart ausfällt oder abgeschoren oder von jemand gewaltsam ausgerissen wird, so zeigt es den Tod von Blutsverwandten und obendrein
Schaden und Schande an. Alles Gute und alles Böse, was in Hinblick auf den Körper wahrgenommen wird, mindert, wenn es nicht ganz,
sondern nur zur Hälfte geschaut wird, sowohl das Glück als auch das Unglück. So träumte z.B. die Frau des Diognetos, sie habe nur auf der
rechten Wange einen Bart. Während dieses Traumgesicht allen Frauen, die verheiratet sind, Kinder haben und nicht guter Hoffnungen sind,
Witwenschaft prophezeit, endete es im vorliegenden Fall so, daß die Frau weder mit ihrem Mann zusammenlebte, noch durch den Tod von
ihm getrennt wurde, sondern daß sie lange Zeit, während ihr Mann verreist war, sich in der Heimatstadt auf sich allein gestellt sah und das
Haus besorgte. Es machte nun bei der Frau keinen Unterschied, ob sie träumt, einen Bart oder männliche Geschlechtsteile oder die Kleidung,
den Haarschnitt oder sonst etwas von einem Mann zu haben; das Traumgesicht wird sich auf dieselbe Weise erfüllen. Es träumte einem, sein
Bart verbrenne in strahlendem reinem Feuer. Sein Sohn verschaffte sich in der Kunst des Weissagens Namen und Ruhm. Sie lebten jedoch
nicht lange zusammen, sondern trennten sich infolge zwingender Umstände; der brennende Bart verhalf seinem Sohn zu Namen und
Ansehen; den ein Sohn ist die Zierde des Vaters wie der Bart die des Gesichts. Da aber das Feuer naturgemäß jeden Stoff verzehrt, blieb der
Sohn nicht in seinem Haus, sondern trennte sich von ihm, aber nicht durch den Tod, weil das Feuer ohne Rauch erstrahlte.
Allgemein:
Bart bei Männern wird oft als Symbol für Männlichkeit, Überlegenheit und sexuelle Potenz gedeutet (das gilt teilweise auch außerhalb der
Traumdeutung).
– Früher das Symbol männlicher Überlegenheit, später auch als das Anlegen einer Maske gedeutet, hinter der man das eigene Innere
verbergen will, eine Deutung, die bei den meisten heutigen Träumen zutreffen wird.
– Sieht man sich selbst mit einem Bart, wünscht man sich, in einer vielleicht schwebenden Situation männlicher, also mutiger zu reagieren,
mehr Macht und Einfluß auszuüben oder sexuell anziehender zu wirken.
– Wird im Traum der Bart abrasiert, weist das auf die Angst hin, in den Augen anderer seine Männlichkeit zu verlieren; häufig auch auf
Angst vor einem Versagen sexueller Natur.
– Bei Frauen kann der Bart im Traum anzeigen, daß sie mehr Schutz und Geborgenheit (zum Beispiel in der Partnerbeziehung) ersehnen;
eine Vaterfigur suchen; vielleicht kommt aber auch ihr Wunsch nach einem ausgeprägt männlichen, potenten Partner darin zum Vorschein.
Weitere Bedeutungen leiten sich aus verschiedenen Begleitumständen ab, zum Beispiel:
– Kräftiger Vollbart wird traditionell als Zeichen für gute Gesundheit verstanden.
– Wenn ein Bart zu sprießen beginnt, kann das eine Besserung der Gesundheit oder günstigere allgemeine Lebensverhältnisse ankündigen.
– Schneidet man einen Bart ab, stellt das ein Warnzeichen dar, das insbesondere finanzielle Verluste vorhersagen kann.
– Ein weißer, voller Bart steht als Symbol für Weisheit; er kann sich auf das eigene Unbewußte oder auf eine Person beziehen, die man als
Ratgeber befragen soll.
– Der rote Bart soll nach alten Traumbüchern vor der Falschheit anderer warnen; dahinter stecken aber sicherlich unterschwellige Vorurteile,
die traditionell mit roten Haaren verbunden werden.
– Wenn man den Bart im Traum verliert, sollte man Vorurteile oder veralterte Ansichten ablegen.
– Wer seinen Bart im Traum bürstet, dem wird in alten Traumbüchern Eitelkeit zugeschrieben;
– wer ihn an eine Frau verschenkt, dem droht Potenzverlust.
Weitere Auskünfte über die Bedeutung des Bartes können auch die allgemeinen Deutungen der Haare geben.
Psychologisch:
Im Altertum war es nur Königen und Propheten erlaubt, Bärte zu tragen. Der Bart galt und gilt immer noch als Herrschaftssymbol.
Allgemein war der Bart das Zeichen des reifen und weisen Mannes. Im Traum steht der Bart als Symbol für die männliche Kraft und Potenz.
Er kann aber auch Aggressionstendenzen signalisieren. Wird der Bart im Traum abgenommen, bedeutet dies Verlust der Kraft,
Unterwerfung, Entmannung und/oder Impotenzerscheinungen.
Spirituell:
Zeichen der männlichen Kraft, des Mutes und der Weisheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen langen und dunklen haben: Gesundheit
– einen schwachen haben: an Spott wird es dir nicht fehlen;
– einen langen grauen haben: Mißmut und Verzweiflung werden dich heimsuchen;
– einen bei einer Frau sehen: Verdruß und Ärger.
– Wenn ein junges Mädchen träumt, daß sie einen Bart habe, so deutet dies auf baldige Verheiratung;
ist der Bart dunkel auf ein gutes, ist er rot auf ein schlechtes Los in der Ehe;
– eine verheiratete Frau die einen Bart habe, so wird ihr Mann sterben oder sich von ihr trennen;
– abnehmen oder sich abnehmen lassen: vielfacher Verlust;

222
– ausfallend: große Traurigkeit;
– Sind die Barthaare voll und dicht, bedeuten sie, sofern sie dem Träger Würde verleihen, eben diese Würde;
sind sie aber gar zu üppig gewachsen und gehört der Träumende dem Mittelstand an,
wird er in Schulden geraten und viel Ärger bekommen.
– Träumt einer, sein Bart sei prächtig gesprossen, wird er Reichtum auf Reichtum häufen;
sind die Barthaare aber zu lang geworden, werden Krankheit und Trübsal ihn plagen;
diese werden aber nicht das Maß überschreiten, weil man den Bart mühelos wieder zurechtstutzen kann.
– Hat der Kaiser diesen Traum, wird sein Volk sich unnütz vermehren und er nichts als Ärger und Verdruß haben.
Sprießen ihm an unbehaarten Körperteilen Haare, z. B. an den Handflächen, an Wangen oder sonstwo,
wo Haare nicht wachsen können, wird er aus Völkern fremder Zunge ein neues Heer zusammenbringen,
auch werden seine Schätze sich mehren;
einen gemeinen Mann oder einen Armen werden Schulden und Sorgen drücken.
Eine verheiratete Frau wird empfangen und einen Knaben zur Welt bringen.
– Dünkt es einen, sein Bart sei ihm ausgefallen, wird er in tiefe Not und Armut kommen
und der allgemeinen Verachtung anheimfallen.
(perser) : – Schaut der Kaiser, sein Bart voll und dicht, wird sein Goldschatz sich mehren und die Kunde von seinem Reichtum
zu allen Völkern dringen.
– Träumt der Kaiser, der Barbier ordne und schneide sein Haar, wird dieser, falls er ihn kennt, sich ungeniert an
seinem Reichtum vergreifen; ist er ein Unbekannter, werden des Kaisers Feinde seine Schätze plündern.
– Träumt ein Armer, sein Bart sei schütter, wird er in Schulden geraten.
– Fällt einem der Kinnbart aus, wird der Träumer bitterarm werden; auch darf er nicht hoffen, je wieder wohlhabend zu werden.
(europ.) : – ein langer: zeigt gute Geschäfte an;
– sehr groß, lang und kräftig: viel Ehre; gute Gesundheit, je stärker und voller der Bart, desto günstiger;
– ein weißer: erweckt Ehrfurcht und Scheu; Zeichen für Weisheit;
– ergraut: du wirst zur Zielscheibe der Schadenfreude; bedeutet auch Schwierigkeiten und Streit;
– schwarz: Gesundheit;
– ein roter Bart: gilt für Zank und Streit; falsche Freunde;
– sich selbst mit starken Bart erblicken: deutet auf gute Verhältnisse;
– zupft jemand an Ihrem Bart: Sie gehen ein begrenztes Risiko ein; vielleicht verlieren Sie Vermögen;
– ausfallende Barthaare: deutet auf Verluste;
– sich den Bart scheren lassen: gilt für Verluste;
– selbst abschneiden: du fügst absichtlich jemanden Schaden zu; Angst vor Verlust von Kraft
und Männlichkeit; auch: man wird bald Abschied von einem guten Freund nehmen müssen;
– ausrupfen: du mußt deine Gläubiger zufriedenstellen;
– Bartlos sein (während man im Leben einen Bart trägt): du jagst Schlechtem nach;
– am Bart kämmen und putzen: zeigt auf Eitelkeit die mit Ihrer Wohlhabenheit zunimmt;
Ihre früheren Kollegen verachten Sie;
– wachsen sehen: dein Eigentum mehrt sich; in günstige Verhältnisse kommen;
– bei einem jungen Mädchen: Verlust eines Liebhabers;
– (für Mann) einen Bart bei einer Frau sehen: Vorsicht; Verdruß und Ärger; unangenehme Erinnerungen
und schleichende Krankheit; man sollte dem weiblichen Geschlecht in nächster Zeit gegenüber sehr
vorsichtig sein, denn diese Frau „hat die Hosen an“;
– (für Frau) einen Bart bei einer Frau sehen: Gefühl oder Geborgenheit bei einem Mann mit Bart;
– bewundert eine junge Frau einen Bart, hat Sie den Wunsch zu heiraten; Ihr droht jedoch eine unglückliche Ehe.
(ind. ) : – sehen: die Möglichkeit einer Vermehrung deines Besitzes steht bevor;
– abschneiden: man soll sich nicht über andere Leute lustig machen;
– ausreißen: deine Gläubiger mahnen dich und mit Recht, denn du bist unzuverlässig;
– grau: dein Wissen und Können wird reich belohnt, aber nicht in dem Maße, wie du es wünscht;
– schwarz: deine Leidenschaft bringt dich in Gefahr, beherrsche dich!
– rot: falsche Menschen sind um dich, sei vorsichtig;
– schlohweißer: prophezeit dem Träumer Schande;
– bei einer Frau: kleinen Verlust hast du zu erleiden;
– bei einem Kind: du sollst erst immer alles überlegen, bevor du etwas beginnst;
– Träumt einer, man schere ihm den Bart, um ihm einen Schimpf zuzufügen,
wird er schimpflich der allgemeinen Verachtung preisgegeben werden.
– Reißt man ihm die Barthaare aus, wird er unter Qualen und Schmerzen sein Vermögen verlieren
und Schimpf und Schande erdulden.
– Träumt der Kaiser oder ein Fürst, er habe infolge des Einsalbens seinen Bart verloren,
werden Volk und Wirtschaft ihn in große Sorgen stürzen;
ein Armer, der in Not und Sorgen lebt, wird diese abschütteln und wieder Grund zur Freude haben;
ein Mann aus der mittleren Besitzerklasse oder einer, der sein Auskommen hat, wird auf irgendeine
Weise Schaden erleiden.
(Siehe auch „Haar“)
Basar
Psychologisch:
Basar steht für das Interesse am Neuen, Aufregendem oder aber für die Selbstüberschätzung. Er zeigt Chancen und die Lust zum Handeln
auf, und steht somit für Aktivität.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (sich auf einem Bazar sehen): du solltest trachten, dein Wissen zu vermehren.
(europ.) : – dort helfen: glückverheißendes Omen für Ihre Liebesangelegenheiten.
(Siehe auch „Markt“)
Base
(Tante)
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird bei guter Führung eine treue Freundin besitzen.

223
BaseBall
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Sie sind leicht zufrieden zu stellen; Ihr Frohsinn macht Sie zu einen begehrten Gefährten.
– Träumt eine junge Frau, sie spiele Baseball, wird ihr viel Vergnügen, jedoch kein wirklicher Gewinn vorausgesagt.
(Siehe auch andere Ballspielarten, „Ball“, „Sport“)
Basilienkraut / Basilikum
Allgemein:
Basilikum im Traum ist vielleicht ein Hinweis auf Liebenswürdigkeit und tiefe Zuneigung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Bekommt einer von jemandem Okimon oder Basilienkraut, werden ihn, an dessen Menge gemessen,
Not und Sorgen bedrücken; ist ihm der Geber bekannt, wird der Träumende durch ihn oder seinesgleichen
in Bedrängnis kommen, wenn unbekannt, durch einen Feind.
– Sät einer Basilienkraut und gedeiht es, werden Sorgen, Qual und Not seiner warten.
– Dünkt es ihn, daß auf seinem Grund und Boden Basilienkraut in Menge wachse, werden Jammer und Not
über seine Hausgenossen kommen; nimmt er auch das Kraut von ihnen, wird er mit ihnen leiden, wenn nicht,
jene allein.
(Siehe auch „Kräuter“)
Basilika
Volkstümlich:
(europ.) : – Königshalle oder Königswohnung: man wird durch Gunst und Gaben zu Ehren kommen.
Basis
Allgemein:
Ist die Aufmerksamkeit des Träumenden auf die Basis eines Gegenstandes gerichtet, dann muß er vielleicht an den Anfang des Projekts
zurückkehren, mit dem er im Alltag befaßt ist. Der Träumende muß überprüfen, wie gefestigt er in jeder Situation ist.
Psychologisch:
Basis kann auch primitiv oder unterstes Entwicklungsniveau bedeuten. Der Träumende muß also eine Veredelung anstreben.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht sie für Roheit und für ungeformtes Material; vielleicht geht es um die „Grundtriebe“ des Träumenden.
Baß
Volkstümlich:
(arab. ) : – spielen (Baß, d.h. Kontrabaß, das Musikinstrument) hören: angenehme Erlebnisse;
– spielen (Baß, d.h. Kontrabaß, das Musikinstrument): du machst dich lächerlich;
– singen hören: Trauer über Verlust;
– singen: du liebst hitzige Getränke.
(europ.) : – (Instrument): man wird sich anschließen und unterordnen müssen, um seinen Stand zu wahren;
– singen hören: Vergnügen in Aussicht;
– selbst eine Baßstimme haben: im Geschäft eine Unstimmigkeit entdecken,
die durch den Betrug eines Mitarbeiters verschuldet wurde;
– Liebende müssen mit Entfremdung und Streit rechnen.
Baßgeige
Volkstümlich:
(arab. ) : – spielen hören: Freundschaftskreise werden dich erfreuen.
(europ.) : – darauf spielen sehen: beruflich könnte man bald eine Aufstiegschance erhalten;
– sehen oder selbst darauf spielen: eine glückliche Überraschung trifft ein;
– angenehm spielen hören: man wird fröhliche Stunden erleben;
– traurig spielen hören: man bemitleidet dich, du mußt fremde Hilfe in Anspruch nehmen.
(ind. ) : – man soll dich bemitleiden, denn du leidest schwer unter einer verschmähten Liebe.
Bastard
Allgemein:
Der Bastard steht für jene Seite der Seele des Träumenden, die sich nicht an gesellschaftliche Normen und Regeln gebunden fühlt. Der
Träumende steht zwischen beiden – der Welt der gesellschaftlichen Regeln und der Anarchie. Wie verhält sich der Bastard? Wenn er im
Traum eine aktive Rolle spielt, dann ist der Träumende nicht mehr bereit, sich bedingungslos anzupassen. Ist er passiv, dann fühlt sich der
Träumende gut aufgehoben in seinem normalen Leben.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird helfen und beistehen müssen.
Batterie
Psychologisch:
Batterie taucht in individuell sehr unterschiedlichen Zusammenhängen auf; in der Regel steht sie immer für Energie, Tatkraft und Vitalität,
die im Traum oft geschwächt sein wird. Genau verstehen kann man dieses Symbol nur, wenn man die Begleitumstände und die reale
Lebenssituation individuell mit berücksichtigt.
Batist
(feines Gewebe)
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet Geschenke.

224
Bau
Psychologisch:
Große Pläne beschäftigen einem. Man wächst mit dem Bau über sich hinaus, wobei die Gefahr der Utopie besteht.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: gilt für das Gelingen eines großen Planes;
– einstürzen sehen: zeigt Unglück an.
(Siehe auch „Bauen“, „Bauruine“, „Baustelle“)
Bauarbeiten
Assoziation: – Arbeit an der Struktur des Selbst.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, etwas Neues zu errichten?
(Siehe auch „Baustelle“)
Bauch
Allgemein:
Bauch kann manchmal in körperbedingten Träumen als Folge einer Erkrankung auftreten, die im Wachzustand noch keine Beschwerden
verursachen muß, oder auf falsche Ernährungsgewohnheiten hinweisen, die unsere Gesundheit gefährden können. Oft ist der Bauch jedoch
als Symbol für Körperlichkeit, Sinnlichkeit, Sexualität oder die materiellen Dinge des Lebens zu interpretieren.
– Je größer er wirkt, desto mehr wird man von solchen Bedürfnissen beherrscht oder desto dringender darauf hingewiesen, daß man sie
nicht so stark unterdrücken darf.
– Zuweilen zeigt der Bauch auch an, daß man verdrängte Erfahrungen, die unbewußt belasten, endlich verarbeiteten (verdauen) sollte.
– Die Aufmerksamkeit des Träumenden wird auf die Gefühle eines Menschen gelenkt, wenn er dessen Bauch im Traum bewußt wahrnimmt.
– So signalisieren ein eingefallener Bauch und Hungergefühle, daß der Träumende sinnlich unbefriedigt ist.
– Ein abstoßend dicker Bauch, Völlegefühl und Brechreiz deuten hingegen auf Überdruß, sexuelle Übersättigung oder ganz allgemein auf
Ausschweifungen hin.
– Ein schöner, glatter Bauch und das Gefühl satt zu sein, aber nicht zuviel gegessen zu haben, sind ein Zeichen für körperlich-sexuelle
Befriedigung, können aber auch den Wunsch danach ausdrücken.
Psychologisch:
Die „Küche“ des Lebens, in der – übersetzt – die Erlebnisse des Alltags verarbeitet, verdaut werden. Manchmal gelten Träume vom vollen
Bauch als Warnzeichen, sich zu mäßigen. Wenn im Traum der Bauch des Träumenden aufgebläht ist, dann bedarf es der psychischen
Erleichterung in Form eines Zornausbruches oder eines offenen Gespräches. Vielleicht sollte man mehr „aus dem Bauch heraus“ leben, d.h.
zu seinen Bedürfnissen stehen, ohne sie ständig nach ihrem Sinn zu hinterfragen. Auch sexuell zu deuten, als Symbol für Fruchtbarkeit
(Schwangerschaft). Wenn Frauen im Traum den Bauch einziehen (ihn mit enger Kleidung „in Form halten“ usw.), steckt oft die Angst vor
ungewollter Schwangerschaft dahinter – oder der Wunsch nach intensiv gelebter Sexualität.
Spirituell:
Weil er der Sitz des Solarplexus ist, ist der Bauch ein vitales Zentrum. Er zeigt meistens Sinnlichkeit und sexuelle Leidenschaften an.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, sein Bauch sei feister und größer geworden, dessen Hausstand und Besitz werden,
der Leibesfülle gleich, wachsen;
ist der Bauch dünn und schmächtig geworden, wird der Träumer mit Genugtuung von Sorgen und
überzähligem Hausgesinde befreit werden.
– Plagt jemanden eine Magenkolik, wird er daheim mit Not und Sorgen zu kämpfen haben.
– Träumt einer, sein Bauch sei geplatzt und es bestehe keine Hoffnung auf Heilung,
wird er in Kürze und ohne ein Testament zu hinterlassen Familie und Besitz zurücklassen.
– dick werdend: vorübergehende Sorge;
– sehr dick sehen: reichlicher Verdienst;
– mager werdend: Unfriede.
(europ.) : – sehen: zeitgemäße Ansichten drängen sich in den Vordergrund;
– ein gesunder Bauch verheißt krankhafte Begierden;
– auf ihm liegen: die Gesundheit wird eine Einbuße erleiden;
– einen großen, dicken, vollen haben oder sehen: Vermögenszuwachs; Geld, Gewinne, Verdienste;
auch: die sinnlichen Wünsche sind groß;
– ein krankhaft geschwollener: prophezeit schlimme Krankheiten;
– ein magerer, leerer: zeigt Verluste an; Geldverluste; erhöhte Risikobereitschaft und zu viele Wagnisse wären
jetzt äußerst ungünstig; auch: man sollte seine Ernährungsgewohnheiten einmal genauer unter die Lupe nehmen;
– sieht man auf dem Bauch etwas sich bewegen, deutet das auf Erniedrigung und harte Arbeit hin.
(ind. ) : – Der Bauch, die ihn umgebenden Körperpartien und alles in ihm Eingeschlossene
bedeuten des Menschen Reichtum und Kinder.
– Träumt jemand, sein Bauch sei ungewöhnlich eingefallen, prophezeit das den Tod
von Kindern und Mangel an Geldmitteln.
– Ist der Bauch aber mächtig dick geworden und ohne Krankheit aufgedunsen,
wird der Träumer viele Kinder zeugen und Geld wie Heu haben.
– Dünkt es einen, sein Bauch sei aufgebläht, tatsächlich aber leer, wird er selbst bettelarm sein,
den Leuten aber reich vorkommen.
– Träumt einer, er leide Hunger, wird er äußerst arbeitsam sein und seinem Hunger entsprechend
mit allen zeitlichen Gütern gesegnet werden.
– Hat jemand, den es hungert, sich satt gegessen, wird er augenblicklich alles bekommen,
wonach er sehnsüchtig strebt und verlangt.
– Wenn einer, der Durst leidet, ihn mit Wasser gestillt hat, wird er, falls dieses kühl, süß und klar ist,
herrlich und in Freuden leben und das Geld scheffeln; ist das Wasser aber schmutzig, lauwarm und bitter,
wird er in Trübsal, Bitterkeit und Krankheit sein Leben enden.
– dick: sei Vorsichtig in Gesprächen;
– mager: man tut dir unrecht.
(Siehe auch „Bauchschmerzen“, „Körper“, „Magen“)

225
Bauchredner
Volkstümlich:
(europ.) : – steht für verräterische Umstände, die Ihren Interessen schaden;
– selbst einer sein: bei Menschen, die es gut mit Ihnen meinen, sich unehrenhaft aufführen;
– Eine junge Frau, die die Stimme eines Bauchredners verwirrt, wird belogen und in verbotene Abenteuer gezogen.
Bauchschmerzen
Psychologisch:
Bauchschmerzen können auf unterschwellige Ängste hinweisen, die man sich wieder bewußt machen muß, um sie bewältigen zu können.
Zuweilen warnt das Unbewußte damit auch vor Übertreibungen im sinnlich-sexuellen Bereich oder vor noch nicht erkannten Erkrankungen
im Bauchraum, so daß bei häufiger wiederkehrenden Schmerzen im Traum eine gründliche Untersuchung angebracht sein kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – haben: Warnung vor zuviel Körperlichkeit und Sexualität.
(Siehe auch „Bauch“)
Bauen
Allgemein:
Bauen steht für die Pläne, die das Lebensgebäude auf- und ausbauen.
– Oft wird das Symbol günstig beurteilt; insbesondere der Aufbau eines Hauses gilt als Zeichen für eine
glückliche Hand bei zukünftigen Planungen.
– Dementsprechend sind Probleme schnell beseitigt, wenn das, was man baut, klein und niedlich ist.
– Wächst der Bau ziellos höher und höher, dann wachsen auch die Probleme ins Uferlose.
– Wird eine Brücke gebaut, kann damit gerechnet werden, daß Schwierigkeiten bald überbrückt sind.
– Wird ein Bau aber abgetragen oder stürzt sogar ein, warnt das vor Mißerfolgen; man sollte seine Pläne
nochmals kritisch überdenken und bei Bedarf ändern.
Psychologisch:
Als Symbol ist der Bauplatz bzw. der Hausbau für den eigenen Körper zu verstehen – im weiteren Sinn für die persönliche Identität. Wer
etwas baut, will im Wachleben vorwärtskommen. Beim Bauen kommen aber auch Schwierigkeiten auf, die Probleme im bewußten Leben
schildern, mit denen man nicht so leicht fertig werden kann. Wenn man wirklich gerade ein Haus plant oder umbaut, heißt es nichts anderes
als: Man kann nicht abschalten!
Spirituell:
Auf- und Ausbau des Lebens wird durch das Bauen symbolisiert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen großen Turm: du wirst deine Pläne nie durchführen können;
– ein Wohnhaus: Veränderung der Verhältnisse;
– ein Stall: reichlicher Verdienst;
– große Gebäude: deine Hoffnungen übersteigen alle Grenzen; du hast hochfliegende Pläne;
– ein kleines Gebäude: Bescheidenheit in allen Dingen;
– selbst: schnelles Emporkommen;
– sehen: du wirst deinen Wohnort verändern.
(europ.) : – Aufbau auch im Leben, Planen ist erfolgreich;
– ein Haus: rasches Vorwärtskommen im Leben und eine gesicherte Existenz; erfolgreiche Unternehmungen;
– beim eigenen Hausbau mithelfen: Glück und Wohlhabenheit;
– einen Bau abtragen: Pläne werden nicht gut ausgehen;
– ein baufälliges Gebäude: eine Warnung, das die kürzlich gemachten Pläne und Entschlüsse einem Schaden
oder Verluste bringen werden;
– einen Bau einstürzen sehen: großes Unglück steht einem selbst oder der Familie bevor.
(Siehe auch „Bau“, „Baumeister“, „Baustelle“, „Brücke“, „Haus“)
Bauer
Assoziation: – Arbeit an der Beziehung zur Natur.
Fragestellung: – Was nähre ich in mir?
Allgemein:
Bauer kann als Symbol für Naturverbundenheit und Sicherheit stehen, fest gegründet auf dem Boden der Tatsachen. Der Bauer sät, pflanzt,
pflügt, mäht, züchtet, hält aber auch Nutztiere und verkauft sie zum Schlachten. Dieser Landwirts-Traum kann sich auf die lohnende und
positive Seite des Bauernlebens beziehen, allerdings auch auf dessen weniger angenehmen Seiten. Man kläre zu aller erst, welcher Aspekt im
Traum überwog. Es könnte sein, daß man gerade den Ertrag langer und harter Arbeit „abmähen“/ernten oder die Saat für die Zukunft
ausb ringt. Hat man im Traum ein landwirtschaftliches Fahrzeug gefahren? Für wen im richtigen Leben stand es? Vielleicht für einen
Mächtigen und Großen, von dem man weiß, daß man sich gegen ihn behaupten muß? War man der Bauer, der über seine Felder hinblickt,
kann das Zufriedenheit mit dem Leben ausdrücken. Es ist ein positiver Traum. Wer sich selbst als Bauer bei der Arbeit sieht, wird seine Ziele
wahrscheinlich verwirklichen und durch harte Arbeit gute Erfolge erringen können, wobei er sich im Einklang mit seiner eigenen Natur
(Persönlichkeit) befindet. Lediglich ein alter Bauer, dem man im Traum begegnet, gilt in der traditionellen Traumdeutung als Vorbote von
Hindernissen und Problemen.
Psychologisch:
Erscheinen im Traum Bilder von einem Bauern oder einem Bauernhof, weisen sie auf die naturverbundene Seite des Träumenden und ein
naturbezogenes Leben hin. Lebt der Träumende tatsächlich auf dem Land, so hat der Traum meist einen konkreten Bezug zu dessen Umfeld.
Lebt er dagegen in einer Großstadt, will ihn der Traum wieder näher an die Natur heranführen. Bestellt der Träumende ein Feld, sät aus oder
holt die Ernte ein, beziehen sich diese Tätigkeiten im übertragenen Sinn auf die berufliche Tätigkeit des Träumenden oder haben eine
geistige Bedeutung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: hüte dich vor groben und hinterlistigen Leuten;
– arbeiten sehen: du wirst große körperlichen Anstrengungen ausgesetzt sein, um dein Brot zu verdienen.

226
(europ.) : – Sehnsucht nach Natur und einfachem Leben; zeigt Erdverbundenheit mit dem Leben und seinen natürlichen Rhythmen an;
– in Tätigkeit: frohe Zukunft;
– einem jungen begegnen: Glück und Erfolg in beruflichen oder privaten Belangen;
– einem jungen bei der Arbeit sehen: verspricht ein zufriedenes Leben;
– einem alten begegnen: Hemmnisse und Erschwernisse im Vorwärtskommen;
– einem alten bei der Arbeit sehen: zeigt viel Mühen an; man wird sehr hart und geduldig
arbeiten müssen um den Frieden des Alters zu erreichen;
– sich selbst als einen sehen: gutes Vorwärtskommen auf sauberer Basis;
– Bäuerin bedeutet: Glück in jeder Lage;
– von ihm betrogen werden: du mußt Spott erdulden;
– mit ihm handeln: langes Leben;
– mit ihm sprechen: du bist dünkelhaft;
– mit ihm fahren: eine unerwartete Erbschaft.
(Siehe auch „Acker“, „Ackerleute“, „Bäuerin“, „Ernten“, „Garten“, „Stall“)
Bäuerin
(Bauernmädchen)
Volkstümlich:
(arab. ) : – alte: du bekommst es mit zänkischen Personen zu tun;
– junge: für Männer eine fleißige Frau, für Frauen einen arbeitsamen Mann.
(europ.) : – mit einem Blumenkranz auf dem Kopf sehen: Verlobung oder anderes unverhofftes Liebesglück;
– weinen sehen: Untreue eines Freundes.
(Siehe auch „Bauer“)
Bauernhaus
Volkstümlich:
(europ.): – Reichtum und Wohlergehen.
Bauernhof
Assoziation: – Domestizierung der Natur; Ernährung.
Fragestellung: – Womit will ich mich und andere versorgen?
Allgemein:
Befindet man sich im Traum auf einem Bauernhof (und es handelt sich dabei nicht um reale Erinnerungen), dann ist man in Kontakt mit
seiner bodenständigen Seite. Viele Facetten des menschlichen Verhaltens können im Traum durch Tiere dargestellt werden und sind
manchmal von größerer Bedeutung als die übrigen Traumelemente.
Psychologisch:
Die natürlichen Triebe des Menschen, wie etwa das Bedürfnis nach körperlichen Komfort, der Herdentrieb oder das Revierverhalten, werden
am besten in einer solchen Umwelt zum Ausdruck gebracht. Er gilt als Symbol für Saat und Ernte, Geben und Nehmen. Was müßte man
säen um „reiche Ernte einzubringen“? Manchmal steckt hinter dem Traum vom Bauernhof aber auch einfach nur der Wunsch nach einem
bodenständigen Leben, in dem man „mit eigenen Händen etwas schaffen“ möchte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – man kann zu Wohlstand gelangen, wenn man hart und ausdauernd arbeitet, wie ein Bauer.
(europ.) : – dort leben: in den Unternehmungen eine glückliche Hand haben;
– einen kaufen: verheißt dem Bauern eine gefüllte Kornkammer, dem Geschäftsmann profitablen
Handel und Reisenden und Seefahrern eine sichere Reise;
– einen besuchen: kündet von erfreulichen Zusammenschlüssen; gute Gesundheit.
(Siehe auch „Farm“, „Tiere“)
Bäuerlich
(rustikal)
Volkstümlich:
(europ.) : – Dies ist ein glückverheißendes Zeichen, das bedeutet, daß Sie bald ein geschäftigeres Leben
führen werden, in dem Sie wahrhaft erfolgreich sein werden.
Bauernstube
Allgemein:
Bauernstube steht meist für eine Art „behäbigen“ Wohlstand, der gut abgesichert ist und sich langsam, aber stetig vermehren wird; zugleich
kann sie aber auch vor Neid und Mißgunst anderer warnen. Geht man aus der Stube heraus in Nacht und Kälte, soll das eine ungünstige
Veränderung der gegenwärtigen Verhältnisse anzeigen.
Psychologisch:
Die natürliche Heimat, nach der sich mancher im Traum zurücksehnt, das wohlige Warme in unserem Innenleben, oft auch der Hinweis
darauf, daß man sich Ruhe und Frieden wünscht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Wohlstand.
(europ.) : – sehen: Wohlstand;
– im Winter in eine geheizte eintreten: gesicherte Position;
– mit einer großen Gesellschaft in einer weilen: ein Familienfest kündigt sich an;
– aus einer in die Kälte hinaustreten: man wird Verluste haben; die Position wird unsicher werden.
(ind. ) : – du wirst bald Neider haben, denn dein Wohlstand vermehrt sich.
(Siehe auch „Zimmer“)
Baufälligkeit
Psychologisch:
Die Unsicherheit, die der Träumer seiner Umwelt gegenüber zur Schau stellt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – baufälliges Gebäude: Warnung vor kürzlich gemachten Plänen oder Entschlüsse, die Verluste mit sich bringen können.
(Siehe auch „Bauen“, „Bauruine“, „Fassade“, „Haus“)

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Baugerüst
Allgemein:
Ein Baugerüst im Traum symbolisiert eine vorübergehende Struktur im Leben des Träumenden. Ist sie errichtet worden, damit etwas neues
entstehen kann oder weil etwas Altes repariert werden muß? In beiden Fällen ist das Gerüst notwendig, um die gewünschte Höhe erreichen
zu können.
Psychologisch:
Es ist wichtig, dem Leben Struktur und Ordnung zu geben. Manchmal aber besteht die Gefahr, daß die Struktur das Leben erstickt.
Spirituell:
Ein Baugerüst ist ein Zeichen für spirituelle Unterstützung.
Volkstümlich:
(europ.) : – fleißiges Mühen und Arbeiten wird notwendig sein, um ein gestecktes Ziel bestimmt zu erreichen.
Baum
Assoziation: – natürlicher Prozeß; Lebensstruktur.
Fragestellung: – An welcher Stelle meines Lebens bin ich zu wachsen bereit?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilige Geister; tanzende Wesen; schafft Verbindung zwischen Erde und Himmel; Verwurzeltheit; himmelstürmend;
kraftvoll; geheimnisvoll.
Beschreibung: Bäume sind Pflanzen mit einem Wurzelballen, einem Stamm und einer Krone. Die meisten von ihnen wachsen höher hinauf
als Büsche oder Sträucher. Auf der Welt gibt es unendlich viele Arten von Bäumen. Alte Völker hielten Bäume für die Überträger von Erd-
wie auch Himmelsenergie. Sie sahen Bäume als sehr wichtige Wesen an, die auf der Erde eine ganz besondere Aufgabe zu erfüllen haben.
Manche erdverbundenen Völker glaubten, daß sie sehr heilig seien; alle jedoch waren davon überzeugt, daß Bäume starke und
respektwürdige Wesen sind.
Allgemeine Bedeutung: Erforschung deiner Verbindung mit der Energie der Erde und des Himmels; die Wurzeln deines Lebens erkunden.
Assoziation: Baumlang, Schlagbaum, Grenze.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe von den Baumwesen; Verstehen von oder eine Erfahrung mit der Energie der Bäume.
Artemidoros:
Was die Bäume betrifft, so muß man sich an die vorgelegten Regeln halten und die Auslegung bilden, indem man immer die ähnlichen
Momente in den Erfüllungen übernimmt. Denn die Traumdeutung ist im Grunde nichts anderes als ein Vergleichen von Ähnlichkeiten. Man
bedenke noch folgendes: Diejenigen Bäume, die etwas Gutes bedeuten, bringen Glück, wenn sie blühen und Frucht tragen; verdorren sie,
werden sie samt den Wurzeln ausgerissen, vom Blitz getroffen oder sonstwie vom Feuer vernichtet, zeigen sie das Gegenteil an. Diejenigen
Bäume, die einen unheilvollen Ausgang anzeigen, bringen größeren Nutzen, wen sie verdorren oder abgehauen werden. Denke daran, daß
die Bäume die gleiche Bedeutung haben wie die Früchte und die Götter, denen jeder einzelne heilig ist. Ganz allgemein sind die
fruchttragenden günstiger als die wilden, und von den fruchttragenden diejenigen, die ihre Blätter nicht verlieren, den Öl- und den
Lorbeerbaum ausgenommen. Von diesen bringt erfahrungsgemäß der Ölbaum, er selbst, seine Früchte und Blätter, Kranken den Tod, der
Lorbeer dagegen Rettung. Und das ist ganz begreiflich, denn Verstorbenen gibt man mit Zweigen vom Ölbaum das letzte Geleit, keineswegs
mit solchen vom Lorbeer. Bäume die keine Frucht bringen, sind ungünstiger, ausgenommen für Leute, die unmittelbar oder mittelbar ihren
Lebensunterhalt mit ihnen erwerben. Die langjährigen Bäume sind bei Terminen Symbol von Verzögerung, bei Krankheiten verheißen sie
Rettung; dagegen führen sie die übrigen Erfüllungen langsamer herbei. Entsprechendes gilt von Bäumen, die langsam wachsen und langsam
stärker werden; Bäume mit entgegengesetzten Eigenschaften bezeichnen das Gegenteil. Brennen Bäume nieder, die vor dem Haus stehen,
kündigt es den Tod der Herrschaften an, ebenso die im Innern des Hauses befindlichen großen Bäume, und zwar die, deren Namen
männlichen Geschlechtes sind, den Tod von Männern, die, deren Namen weiblichen Geschlechtes sind, den von Frauen, die kleinen den von
Freunden und Verwandten, die ganz niedrigen, wie z.B. Buchsbäume und Myrten, den von Dienern. Alte Bäume sind ängstlichen Gemütern
günstig, wenn man sich davon umhegt wähnt; denn wegen der Sicherheit, die sie gewähren, befreien sie von Angst. Andernfalls prophezeien
sie Rettung durch Flucht.
Allgemein:
Ohne Bäume kein Wald. Der Baum symbolisiert die Verbindung von Himmel und Erde. Seine Wurzeln verankern ihn tief in der Erde und
der Mythologie zufolge bergen sie einen wohlversteckten Schatz: Die Weisheit des Lebens. Wir sprechen auch vom Lebensbaum, den wir
ironischerweise häufig auf Friedhöfen finden. Aber das ist schon die domestizierte Form des Baums. In all seiner Kraft erscheint er uns in
den heiligen Bäumen der Germanen, zu denen besonders die mächtige Eiche, die harte Esche und die Eibe gezählt werden. Das sind
Symbole der Urkräfte des Lebens. All diese Bäume gehen vermutlich auf den Archetyp des Baums der germanischen Weltenesche Yggdrasil
zurück. Dieser immergrüne Baum breitet schützend seine Zweige über Himmel und Erde aus und auf seiner Spitze sitzt der Adler, der die
Welt beobachtet, und ein Habicht, der das Wetter macht. Die das Schicksal symbolisierenden Nornen leben an seinem Stamm, und bei
Unwettern suchen hier die wilden Tiere Schutz… Ein Baum ist das Sinnbild für die ursprüngliche Struktur des menschlichen Innenlebens.
Taucht im Traum ein Baum auf, so tut man gut daran, sich mit diesem Bild eingehend zu befassen. Baum steht in enger Beziehung zur
Persönlichkeit und ihrer Art, das Leben zu bewältigen. Insbesondere kann man daraus oft Rückschlüsse auf Energie und Tatkraft,
Einstellungen, Überzeugungen, Ideen und Werte ziehen, die das Verhalten und Handeln maßgeblich beeinflussen. Manchmal wird der Baum
auch als Potenzsymbol verstanden. Die folgenden Begleitumstände können die genaue Deutung oft erleichtern:
– Die Blätter sagen etwas darüber aus, wie der Träumende auf seine Umwelt einwirkt.
– Die Zweige geben Aufschluß über die abgeschlossenen Entwicklungsstadien des Träumenden.
– Ein Baum mit ausladenden Ästen steht für eine warmherzige und liebevolle Persönlichkeit,
– während ein kleiner, dichtblättriger Baum auf eine verklemmte Persönlichkeit schließen läßt.
– Ein wohlgeformter Baum symbolisiert eine wohlgeordnete und
– ein großer, wirrer Baum eine chaotische Persönlichkeit.
– Baum mit Blüten zeigt bessere Gesundheit oder neue Tatkraft und Energie an, manchmal auch stärkere
sexuelle Bedürfnisse, die bisher vielleicht unterdrückt werden.
– Baum mit Früchten verheißt Erfolge durch gute Arbeit, insbesondere wenn man sie selbst erntet.
– Schütteln des fruchtbehangenen Baumes verspricht ebenfalls zukünftiges Glück und Erfolge.
– Unter einem Baum sitzen kann Sicherheit oder das Bedürfnis danach bedeuten; man will sich
gleichsam von der Baumkrone gegen Gefahren beschirmt wissen.
– Klettern auf einen Baum kann einmal einen besseren Überblick über die Lebenssituation verkünden;
teilweise zeigt das aber auch an, daß man aus eigener Kraft in eine höhere, gesicherte Position
aufsteigen wird oder seine Hoffnungen und Fähigkeiten einsetzt, um etwas zu erreichen.
– Fällt man von einem Baum, warnt das häufig davor, daß man bald einen Schaden erleiden und dafür
auch noch Spott ernten wird; vielleicht wollte man vorher zu hoch hinaus und muß deshalb scheitern.

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– Kahle, abgestorbene oder verkohlte Bäume kündigen an, daß man die Früchte seiner Arbeit nicht ernten
wird, sondern mit Mißerfolgen und Sorgen rechnen muß. Manchmal kann dieses Symbol aber auch
positiv als Warnung vor falschen Einstellungen, Haltungen, Überzeugungen und Idealen verstanden
werden, die man ablegen sollte, weil sie im Leben einfach nicht mehr weiterhelfen.
– Ein Baum oder Schößling, der aus den Lenden eines Mannes sprießt, steht eindeutig für die
sexuelle Energie, die das ganze Leben vorantreiben kann.
– Von den Wurzeln eines Baumes behauptet man, daß sie die Verbindung zwischen den Menschen und der
Erde zeigen. Richtiger wäre die Aussage, daß sie das Vermögen des Menschen darstellen, zu den
praktischen Seiten des Lebens zu stehen und sich seines Daseins zu erfreuen.
– Sich ausbreitende Wurzeln bedeuten die Bereitschaft, Offenheit zu zeigen, wohingegen tiefgehende
Wurzeln eher auf Zurückhaltung schließen lassen.
– Der Stamm des Baumes gibt Hinweise, wie man seine Kräfte einsetzt und wie man für die Umwelt nach außen hin auftritt.
– Ein rauher Stamm verbildlicht eine rauhe Persönlichkeit, wohingegen ein glatter Stamm von mehr Eleganz zeugt.
Psychologisch:
Archetypisches Symbol des Lebens, auch als Lebens- oder Stammbaum gedeutet. Adam und Eva pflückten den Apfel vom Baum der
Erkenntnis und zogen daraus die Lehre für ihr weiteres Leben. Wer also von einem Baum träumt, kann auf Erkenntnisse hoffen, die ihm im
Wachleben weiterhelfen werden. Hohe Bäume lassen auf besondere Ehren schließen, blühende auf persönliches Glück, fruchttragende auf
Erfolg in naher Zukunft, dürre Bäume aber deuten auf schlechte Zeiten hin. Wer vom Baum stürzt, dem fällt es schwer, die eigene Lage
richtig zu beurteilen. Wer auf einen hohen Baum klettert, wagt sich auch im Wachleben meist etwas zu sehr vor und kann darum leicht tief
fallen. In der Mythologie wie auch den Religionen fast aller Völker ist der Baum das Symbol für das Leben. Ihm kommt auch ein weiblicher
Aspekt zu, da alles Leben aus der Mutter hervorgeht. Im Traum bedeutet der Baum oft die persönliche Entwicklung des Träumenden, kann
aber auch auf seine Familie hinweisen oder deren Situation über Generationen hinweg. Um einen Baumtraum allerdings eingehend deuten zu
können, muß man den Baum näher betrachten. Früchte, Wurzeln, Stamm und Krone, wie auch Äste und deren Zustand geben nähere
Auskünfte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verkörpert er den Baum des Lebens und steht für den Einklang zwischen Himmel, Erde und Wasser. Der Baum
ist, ähnlich einem Menschen, eine aufrechte, zum Himmel weisende Gestalt und verkörpert Lebenskraft (Sieg über den Tod). Er beschreibt
sehr aufschlußreich die Kraft und Energie, Ideen, Einstellungen und das Verhalten des Träumers. Indem der Träumende lernt, seinen eigenen
Baum richtig zu deuten, ist er dazu in der Lage, sein Leben in allen Bereichen erfolgreich zu gestalten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Deutung der Bäume läßt eine vielfache Bestimmung zu, denn mannigfaltig ist die Natur ihrer Früchte.
– Die Blätter der Bäume versinnbildlichen die Gesinnung der Menschen; die grünen und frischen bedeuten die Lauterkeit,
die dürren, fallenden und welken die Minderwertigkeit der Gesinnung. Ähnlich weisen die Früchte auf den Glauben und
auf Reichtum, auch sind die meisten Bäume Abbilder des Glaubens und der Danksagung gegenüber Gott.
– Wie die Früchte, Blätter, Äste, Stämme und Wurzeln der Bäume Nahrung und Wachstum aus Wasser und fruchtbarem
Erdreich ziehen, so nährt der Glaube an Gott alle Tugenden und macht sie vollkommen; dabei weisen die Festigkeit des
Stammes und der Wurzeln auf das Gebet, Äste und Blätter auf die Kinder und die Neigungen der Menschen.
– Träumt einer, er wässere und pflege Bäume sorgsam, wird er großmächtig und ein Wohltäter des Volkes sein.
– Schaut einer Bäume im Meer, auf Felsen oder anderswo, wo Bäume unmöglich wachsen können, werden absonderliche
Fremdlinge aus jenen Himmelsstrichen kommen, so zahlreich, wie die Bäume sind; solche, die dem Meer entwachsen
sind, weisen in jedem Fall auf die Person des Kaisers, [und zwar] auf Fremdlinge, die zum Kaiser kommen;
Bäume, die auf Felsen oder sonstwo gewachsen sind, wo sie gar nicht gedeihen können, zeigen an, daß ein Ausländer
dort auftauchen wird, der sich Gewalt anmaßen, aber nichts ausrichten wird.
– Träumt einer, in seinem Haus, wo vorher kein Baum stand, sei ein Baum emporgewachsen, wird daselbst sich in Kürze
ein Gast einstellen; trägt der Baum Früchte, wird es ein enger Verwandter, trägt er keine Früchte, ein Fremder sein.
– Träumt ein Lediger, in seinem Haus sei ein edler oder wilder Weinstock gesprossen, wird er eine Frau nehmen und
so viele Kinder mit ihr zeugen, wie er Trauben an dem Weinstock erblickte;
schaut er keine Trauben, darf er gleichwohl auf Kinder hoffen.
– Hat einer Bäume gepflanzt, weiß aber nicht, ob sie gewachsen sind, werden ihn entsprechend deren Zustand Not und
Sorgen drücken; der Kaiser wird nach diesem Gesicht neue Beamte einsetzen, die, sofern die Bäume gewachsen sind,
seine Anerkennung finden werden; treiben die Bäume keine Sprößlinge, wird das Gegenteil eintreten.
– Pflanzt oder gräbt einer Kerne von harten Früchten ein, werden Sorgen und Kummer ihn drücken.
– Dünkt es einen, im Innern seines Hauses sei eine Dattelpalme oder Zypresse gewachsen, ein Traum, den unmöglich
ein einfacher oder armer Mensch schauen kann, sondern nur ein Mächtiger, so wisse er, daß die Zypresse die Kaiserin
bedeutet wegen der Schönheit des Baumes, wegen seines Wohlgeruchs, weil er nicht welkt und nie seine Blätter verliert;
ebenso bezeichnet die Dattelpalme die Kaiserin wegen ihres Blütenschmucks, der Süßigkeit ihrer Früchte und weil sie
schmale spitze Blätter hat, die sie nie verliert; daher kann der Träumende Freude und die Ankunft der erwähnten Personen
erhoffen.
Schaut der Kaiser diese Bäume in seinem Palast, wird er heiraten, wenn er ledig ist, hat er eine Gemahlin, glücklich mit
ihr sein und Kinder zeugen, sofern die Zypresse Äste getrieben hat und gewachsen ist, auch wird er lange leben; den
gleichen Ausgang wird für ihn der Traum von der Dattelpalme haben: er wird Kinder zeugen und voller Freude sein
entsprechend der Fülle der Datteln und der Zweige. Diese Auslegung gilt auch hinsichtlich der Kaiserinmutter wegen der
Zweige und für die Schwester des Kaisers, wenn der Baum keine Zweige hat.
– Träumt jemand von einem Granatbaum, dessen Früchte süß sind, wird er die Bekanntschaft eines reichen Mannes machen
und herrlich und in Freuden mit ihm leben; sind die Früchte aber sauer, wird er auf einen harten Menschen treffen, der ihn
entsprechend der Menge der Früchte schlecht behandeln wird.
– Dünkt es einen, er habe eine Eiche und sich in ihren Schatten niedergesetzt, wird er eine mächtige, wank elmütige Person
kennenlernen und mit ihr sein Auskommen haben, jedoch mit Mühe und Arbeit, weil Eicheln nicht zu essen sind;
träumt einer von einem Nußbaum, in dessen Schatten er sitzt, wird er auf einen wohlhabenden, aber sparsamen Mann stoßen,
weil die Nuß eine harte Schale hat, aber gut mit ihm zusammenleben.
Träumt eine Frau von all dem, wird sie heiraten, wenn sie ledig ist, hat sie einen Mann, nur Liebe vortäuschen, um ihrem
schamlosen Gewerbe nachzugehen.
– Besitzt jemand einen Apfelbaum, wird er eine edle Frau gewinnen, sofern die Äpfel von edler Art sind; sind sie aber sauer,
wird er in Unfrieden, wenn aber kugelrund, süß und wohlriechend, in Eintracht mit ihr leben und Kinder zeugen.
– Träumt einer, er komme in einen umfriedeten Garten und pflücke Früchte von den Bäumen, wird er bei sehr vornehmen Leuten
wohnen und so viel Gunst und Reichtum erlangen, wie er Früchte gepflückt hat; sind diese aber sauer, wird er mitsamt den
Herrschaften arg geplagt werden; süße Früchte bedeuten das Gegenteil.

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– Träumt der Kaiser, er komme in Gärten mit allen möglichen Bäumen, mit Dattelpalmen, Citrusgewächsen und Zypressen
und pflücke Datteln von der Palme, wird er von einer adligen Frau einen Sohn bekommen; hat er eine Zitrone abgebrochen,
wird er glücklich über seinen Sohn sein, hat er keinen, einen männlichen Nachkommen rechtmäßig zeugen und an ihm,
dem Wohlgeruch der Zitrone gleich, seine Freude haben; pflückt er mit leichter Hand andere Früchte und sind diese reif,
wird er aus freien Stücken gegen seine Würdenträger wohlwollend, sind sie unreif, ungnädig sein.
– Läßt der Kaiser Bäume in seinen Gärten mitsamt der Wurzel ausreißen, wird er so viele Diener von seinem Angesicht
verstoßen, wie er Bäume entwurzeln ließ; sind letztere infolge ihres Alters faul geworden und umgestürzt, werden seine
Würdenträger ohne jeden Zweifel eines natürlichen Todes sterben.
Dünkt es ihn, die Reiser seien zu Bäumen gewachsen, werden anstelle der alten Würdenträger neue treten.
– Läßt der Kaiser die Blätter der Bäume in seinen Palast schaffen, wird er dorthin Gold und Gut seiner Magnaten bringen lassen,
entsprechend der Menge Blätter, die er sammeln ließ; ein einfacher Mann wird entsprechenden Reichtum von großen Herren
erlangen.
– Träumt jemand von einem Myrtenbaum, wird er sich einem edlen, aber armen Mann anschließen, weil der Baum wohl riecht,
und in Harmonie mit ihm leben.
– Alle fruchttragenden Bäume werden folglich nach der Art ihrer Früchte gedeutet; Bäume, deren Früchte sauer sind und eine
adstringierende (zusammenziehende) Wirkung haben, zeigen Unglück an, solche, die süße und wohlschmeckende Früchte
tragen, Glück und Heil.
– grüner: Hoffnung;
– dicht belaubt: Aussicht auf Gewinn;
– blühender: Freude und sehr viel unerwartetes Glück;
– dürrer oder kahler: Mißgeschick, Mißerfolg in allen Dingen;
– schütteln: Glück;
– einen besteigen: große Ideen gehen in Erfüllung; du wirst in allem Glück haben;
– von einem herabfallen: Unglück; du mußt Spott erdulden;
– einen fällen oder fällen sehen: du schädigst dich durch Übermut; Verlust;
– gefällten sehen: deine Hoffnungen werden zerrinnen;
– von einem Blitz zerschmettert: Verdruß, Verzweiflung und Besorgnis;
– Baum mit Früchten: du wirst einen guten Freund finden;
– nur die Früchte daran sehen: Reichtum;
– die Früchte davon abnehmen: eine Erbschaft;
– auf einem Baum sitzen: Ehre und Macht;
– unter ihm im Schatten sitzen: verkündet gute und frohe Nachricht;
– einen brennen sehen: Zank und Streit in der Familie; du wirst Verlust erleiden.
(europ.) : – hohe Bäume: zeigen Macht und Ehren an;
– Besitzer eines oder mehrerer sein: man wird ein langes und gesundes Leben führen;
– Knospen oder junge Blätter sehen: lang gehegte sehnliche Wünsche werden sich nun bald erfüllen;
– für Kranke: Genesung, wenn der Baum gesund und blühend;
– einen blühenden sehen oder unter einem sitzen: großes persönliches Glück;
– mit Früchten beladen sehen: man hat gute Aussichten; weist auf ein erfolgreiches Leben;
– Früchte von einem abreißen: ein Abenteuer;
– einen schütteln: Glück;
– auf einem Baum hinaufklettern oder darauf sitzen: zeigt Vorteil und Ehren an; gesicherte Stellung;
auch: man wird sich durch zuviel Ehrgeiz recht unbeliebt (oder Feinde) machen;
– von einem Baum herunterfallen: Gefahr, unter Umständen sogar Tod; dem Spott ausgesetzt sein;
– unter grünen Bäumen sitzen: gute Nachrichten erhalten;
– mit einer Freundin unter grünen Bäumen sitzen: unerwartetes Glück, eine frohe Heirat;
– verdorrter Baum: gilt für schlechte Geschäfte; Mißerfolg und Kummer; Unglück zeichnet sich ab;
– fällen, umfallen, brennen oder vom Blitz getroffen sehen: zeigt irgendein Mißgeschick an, das man
unter Umständen vermeiden kann; kündigt eine Krankheit oder eine enttäuschte Hoffnung an;
– mit Wurzeln herausreißen: Energien und Reichtum verschwenden.
(ind. ) : – Der indische und der gewöhnliche Nußbaum bedeuten einen Mann von hohem Adel, der mit seinem Geld kargt,
weil die Nuß eine feste, steinharte Schale hat,
die Zypresse die Kaiserin oder eine adlige, schöne Dame,
der Granatbaum einen wohlgeborenen, strengen und schwerreichen Mann, einen strengen, weil die Frucht fest und stachelig ist;
der Weinstock versinnbildlicht eine Frau,
der Ölbaum einen fröhlichen, freundlichen und begüterten Mann;
der Apfelbaum bedeutet eine Frau entsprechend dem süßen Duft und der edlen Art der Frucht;
der Strauch, auf dem die Baumwolle wächst, bezeichnet einen niedrigen, nicht allzu vermögenden Mann,
der Citrusbaum einen reichen Adligen wegen seines Wohlgeruchs,
der Birnbaum einen spröden und wenig begüterten Menschen.
Alles, was man von diesen Bäumen träumt, es sei Gutes oder Böses, erfüllt sich für die betreffende Person.
– Träumt jemand, er schüttle einen Nußbaum und sammle Nüsse, wird er von einem knauserigen Herrn mit Mühe
und Anstrengung Geldmittel bekommen, die dieser selber vor kurzem erworben hat.
– Findet einer irgendwo Nüsse, ohne zu wissen, wieviel es sind, wird er einen alten Goldschatz entdecken;
weiß er aber, wieviel es sind, wird er ebensoviel Gold gewinnen, aber Aufregungen erleben.
– Findet jemand Holz von einem Nußbaum und trägt es fort, wird er von einem bejahrten Mann etwas Nützliches erben.
– Pflückt einer von einem Granatbaum einen Granatapfel und ist dieser süß, wird er von einem Reichen große Mittel erlangen,
ist der Apfel aber sauer, erkranken und durch einen üblen Kerl in arge Schwierigkeiten geraten, sofern der Apfel sehr sauer
gewesen ist.
– Wenn sein Kleid in den Stacheln des Granatbaums hängengeblieben und eingerissen ist, wird der Träumer mit einem
Begüterten prozessieren; dünkt es ihn, er breche den Ast ab, an dem er hängengeblieben, wird er den Prozeß gewinnen.
– Steigt jemand auf einen Ölbaum und pflückt Oliven, wird er von einem Mann, der sonst fröhlich und freundlich ist,
schlecht behandelt werden, weil die Olive eine adstringierende Wirkung hat.
– Ißt er auch von den Oliven, wird er entsprechend deren Menge saure und böse Tage verbringen.
– Bricht einer Blätter vom Ölbaum ab, wird er von einem wohlhabenden und löblichen Mann mit Kleidern reich beschenkt werden.
– Träumt einer, er sammle Wolle von der Baumwollpflanze, wird er von einem andern, der nicht allzu begütert ist, entsprechend
der Menge, die er gesammelt, bescheidene Geldmittel bekommen.

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Nimmt er alle Wolle mitsamt dem Strauch an sich und pflanzt ihn an einem anderen Ort ein, wird er einen gehorsamen,
willigen Knecht gewinnen, sofern er den verpflanzten Strauch behalten hat.
– Findet jemand einen Citrusbaum, wird er die Bekanntschaft eines edlen, reichen und gut beleumundeten Herrn machen
wegen des Wohlgeruchs und der Fruchtbarkeit des Baumes.
Pflückt er Blätter von dem Baum, wird er von solch einem trefflichen Mann ein kleines Vermögen und einen guten
Namen erlangen.
Dünkt es ihn, er breche Früchte ab, wird er einen Sohn zeugen, der sein Geschlecht adeln wird;
sind die Früchte faul geworden, wird dem Sohn ein Leid widerfahren.
Steigt einer auf einen Citrusbaum, wird er von einem mächtigen, gut beleumundeten Herrn erhöht werden;
träumt er, er falle von dem Baum herunter, wird er von dem Gönner verstoßen und geplagt werden.
– blühend: die nächsten Tage werden sich für dich sehr glücklich gestalten;
– ohne Blätter: obwohl dich das Unheil verfolgt wirst du es meistern;
– mit Früchten: ehre deine Eltern und sei ihnen dankbar;
– hinaufklettern: du hast Glück gehabt, es hätte auch schlimmer ausgehen können;
– herabfallen: lasse dich nicht aus deiner Bahn werfen;
– darauf sitzen: dein Ansehen wird erhöht;
– darunter sitzen: unerwartete Botschaft wird dich zu neuer und besserer Tätigkeit anspornen.
(Siehe auch „Ast“, „Blätter“, „Wald“ und einzelne Baumbezeichnungen)
Baumallee
Volkstümlich:
(arab. ) : – Reichtum.
Baumblüte
Psychologisch:
Haben Sie Frühlingsgefühle? Blühende Bäume symbolisieren erfüllte Sehnsucht, Freude und die Fülle des Lebens. Wer begonnen hat, seinen
Lebenstraum zu verwirklichen, wer sich gerade intensiv verliebt hat, träumt häufiger als andere vom Spaziergang unter duftend blühenden
Zweigen.
(Siehe auch „Baum“)
Baumeister
Allgemein:
Baumeister (Architekt) kann die Antriebe und andere seelisch-geistige Gestaltungskräfte verkörpern, die das Lebensgebäude planen und
bauen. Ob er als günstiges oder ungünstiges Zeichen zu verstehen ist, ergibt sich aus der Rolle, die er im Traum spielt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du entkommst einer Gefahr oder kommst in eine Gefahr und bestehst sie glücklich.
(europ.) : – sein oder mit ihm zu tun haben: man wird eine befriedigende Stellung erreichen;
– mit einem streiten: Vorsicht bei allen Unternehmungen der nächsten Zeit.
(Siehe auch „Bauen“)
Baumgarten
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Nahrung, gutes Leben und sorgenfreies Dasein.
(europ.) : – Baumpflanzungen, Baumschule sehen: Gesundheit in der Familie und Gedeihen aller wohlangelegten Unternehmungen;
– selbst eine sog. Baumschule anlegen: Ordnungssinn und gutgehende Geschäfte.
Baumharz
Volkstümlich:
(europ.) : – sammeln: schlechte Geschäfte;
– daran kleben bleiben: Konkurrenz;
– sehen: Achtsamkeit und Vorsicht im Geschäftlichen.
Baumstamm
Allgemein:
Ein Symbol für Sicherheit und Stabilität. Kein gutes Zeichen, wenn der Stamm im Traum abgesägt wurde – das Unterbewußtsein läßt
warnend grüßen: Intrigen sind angesagt, Vorsicht vor zuviel Optimismus und falschen Freunden.
Volkstümlich:
(europ.) : – Baumstämme oder herabfallende Äste sind glückverheißende Omen in Träumen, solange sie nicht abgesägt werden.
Baumstumpf
Volkstümlich:
(europ.) : – verkünden Rückschläge und das Abweichen vom gewohnten Lebensweg;
– Felder mit Baumstümpfen: verkünden, daß Sie sich nicht selbst gegen hereinbrechende Not wehren können;
– ausgraben oder herausreißen: sich selbst aus der ärmlichen Umgebung befreien, in dem man der
Wirklichkeit des Lebens mit Entschlossenheit begegnet und jeden Widerstand überwindet.
Baumumarmung
Medizinrad:
Beschreibung: Die Baumumarmung ist genau das, wonach sie klingt – die aktive Umarmung eines Baums. Das ist eine Handlung, die Spaß
macht und viele Menschen darin unterstützt, ihre Verbindung zur Erde und zum heiligen Netz des Lebens zu verstärken.
Allgemeine Bedeutung: Die Wichtigkeit deiner Verbindung mit der Natur; ein eher spielerischer Aspekt deines Seins; die Verbindung mit
dem Netz des Lebens neu aufnehmen.
Assoziation: Einen großen, schlanken Menschen umarmen.
Transzendente Bedeutung: Ein positiver Schritt auf die Harmonie mit allem Leben zu.

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Baumwanzen
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder riechen: empfindliche Kränkungen stehen uns bevor.
Baumwolle
Volkstümlich:
(arab. ) : – Findet jemand Baumwolle, wird er von mäßig begüterten Leuten ein kleines Vermögen erlangen;
denn Baumwolle ist weniger wert als Schafwolle. Diese weist im allgemeinen auf lauteres Gold.
– Kleider aus diesem Material anhaben: gute Aussichten;
– (Baumwollballen, -stoffe) sehen: geschäftliche Schwierigkeiten;
– spinnen oder weben: Gewinn und weite Reise.
(europ.) : – frische, gedeihende Baumwollfelder sehen: gute Geschäfte und wohlhabende Zeiten;
– die gepflückt werden kann sehen: verheißt Landwirten Wohlstand;
– für Fabrikanten verheißt es: Gewinne mit dieser Ware;
– für Händler: positive Veränderungen in Aussicht haben;
– kaufen: Geld verlieren;
– verarbeiten: sonstigen Schaden erfahren oder Täuschungen erleben;
– Baumwollballen: prophezeien bessere Zeiten;
– erkennt man, daß die Nachfrage steigt, deutet dies auf einen unmittelbaren Preisanstieg.
(ind. ) : – beruflich wirst du einige unangenehme Dinge erleiden.
Bauruine
Psychologisch:
Die Pläne waren zu „exzentrisch“. Zu große Hoffnungen wurden gehegt. Man hat seine Möglichkeiten überschätzt.
(Siehe auch „Baufälligkeit“)
Baustelle
(Bauplatz)
Allgemein:
Symbol für Existenzaufbau und Lebensplanung. Sie müssen oder möchten etwas verändern in ihrem Leben. Die Baustelle verweist auf
notwendige Persönlichkeitsarbeit.
Psychologisch:
Eine Baustelle versinnbildlicht mit all ihren Arbeitern und Geräten Existenzaufbau, Persönlichkeitsentwicklung und Lebensplanung.
Herrscht auf der Baustelle Aktivität, sind die privaten wie beruflichen Erfolgsaussichten gut; kommen die Arbeiter nur langsam voran, wird
wenig gearbeitet oder die Baustelle stillgelegt, deutet dies auf Schwierigkeiten in der persönlichen Entwicklung hin und mahnt zu größerer
Ausdauer. Stürzt ein Baugerüst ein oder geschieht ein anderes Unglück, ist der Aufstieg und das persönliche Weiterkommen ernsthaft
gefährdet. Planloses Arbeiten warnt vor einer Zersplitterung der Kräfte. Um den Traum genau deuten zu können, muß auch beachtet werden,
was gebaut wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du läßt dich in große Unternehmungen ein.
(europ.) : – sehen: gewinnbringendes Unternehmen.
(ind. ) : – deine Gedanken sind nicht mit Geld zu bezahlen.
(Siehe auch „Bauen“)
Bauwerke
Psychologisch:
Gebäude im Traum stehen oft für den Körper oder die Persönlichkeit des Träumers selbst oder seiner/ihres Geliebten bzw. eines
Familienmitglieds. Ein Haus kann auch Intellekt oder das Begriffsvermögen einer Person darstellen: Jemand, der bald eine neue Arbeitsstelle
antritt, träumt vielleicht davon, in einem wohlbekannten Haus neue, bisher unbekannte Räume zu entdecken. Diese Räume stellen bisher
nicht ausgeschöpfte Potentiale dar. In vielen Fällen ermutigen uns Träume von Erkundungsgängen durch Gebäude zu einer Entdeckungsreise
durch unser Ich oder zur Lösung eines aktuellen psychologischen Problems. Vor allem sagt uns das Unbewußte, daß wir uns aus unseren
Stärken und Begabungen mehr machen müssen. Mit anderen Worten: Unsere Träume versuchen uns mitzuteilen, daß wir bereit sind, uns in
irgendeiner Beziehung weiterzuentwickeln – vielleicht kreativ oder körperlich. Dies trifft besonders dann zu, wenn wir in einem
wohlbekannten Gebäude bisher unbekannte Räume entdecken.
(Siehe auch „Gebäude“, „Haus“ und unter einzelnen Bauwerksbezeichnungen)
Beamte
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Beamten, zu dem der Träumende im realen Leben keine Beziehung hat, dann beschäftigt er sich mit dem Teil
seiner selbst, der sein Leben koordiniert und lenkt. Jede offizielle Traumfigur, besonders eine uniformierte, macht den Träumenden auf den
Persönlichkeitsanteil aufmerksam, der einer organisierten Gruppe angehören möchte. Auf der bewußten Ebene empfindet sich der
Träumende vielleicht als Rebell. Doch in seinem Unbewußten schlummert vielleicht das Bedürfnis nach Anpassung und Eingliederung.
Beamter hat in Träumen traditionell eine ungünstige Bedeutung, was sich mit aus dem verarbeiteten Unbehagen beim Umgang mit
Amtspersonen erklärt. Insbesondere die Geldübergabe an einem Beamten oder der Streit mit ihm kann finanzielle Verluste, Probleme und
große Schwierigkeiten in naher Zukunft ankündigen; das sollte man bei Absichten und Plänen mit berücksichtigen.
Psychologisch:
In der Kindheit lernt jeder Mensch, sich Autoritäten zu unterwerfen. Hatte der Träumende einen strengen Vater, der oft überhöhte Ansprüche
an ihn stellte, dann mag dieser im Traum als Beamter zurückkehren.
Spirituell:
Wahrscheinlich wird in einem solchen Traum das Bedürfnis nach einer spirituellen Autorität dargestellt. Der Träumende sucht vielleicht
nach einer höheren Führung, die ihm sagt, was er tun soll.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du bleibst noch 10 bis 20 Jahre unverheiratet.
(europ.) : – sehen: in der Regel nichts Gutes; Sorgen, Unannehmlichkeiten; beunruhigende Zeiten;
– einem Geld geben: es drohen Verluste;
– mit einem streiten: viele Unannehmlichkeiten durch nahende Konflikte oder einen Prozeß.

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(ind. ) : – durch Einsamkeit wirst du erst erkennen können, wer du bist.
(Siehe auch „Autoritätspersonen“ unter „Menschen“)
Beben
Allgemein:
Beben ist ein Hinweis auf einen Zustand extremer Erregung. Eine solche Reaktion in einem Traum will dem Träumenden sagen, daß er über
Gefühle, die ihn erregen, nachdenken und sich im Alltag mit ihnen befassen sollte.
Psychologisch:
Eine körperliche Reaktion kann während des Träumens aktiv zum Ausdruck kommen. So kann etwa Beben im Traum einfach die Ursache
haben, daß der Träumende friert.
Spirituell:
Es kann sich um einen Zustand der Ekstase handeln, der von beben begleitet wird.
(Siehe auch „Zittern“)
Becher
Allgemein:
Becher (Pokal) symbolisiert die Fülle der Lebensmöglichkeiten, die sich aus der Persönlichkeit und den Lebensumständen ergeben. Man
kann daraus allgemeine Rückschlüsse auf die Art und Weise ziehen, wie sich ein Mensch mit seinen Eigenschaften behauptet und
verwirklicht. Neben dieser, von den individuellen Lebensumständen abhängig tiefschürfenderen Deutung gibt es noch einige häufigere
Bedeutungen, die sich aus folgenden Begleitumständen im Traum ergeben können:
– Aus einem edlen Pokal trinken soll Kranken baldige vollkommene Genesung verheißen.
– Bekommt man einen Becher geschenkt, kann eine Ehrung, ein Sieg oder starker Vermögenszuwachs bevorstehen.
– Ein zerbrochener Becher soll auf eine Krankheit hinweisen, manchmal wird er aber auch den Bruch einer zwischenmenschlichen
Beziehung anzeigen, der sich auf das weitere Leben günstig auswirkt.
– Leerer Becher zeigt oft an, daß man ein karges Leben führt, das viele Chancen und Möglichkeiten vernachlässigt.
– Überlaufender Becher kann vor Unmäßigkeit, Verzettelung der Kräfte oder sehr voreiligen, unüberlegten Handlungen warnen.
– Lehnt man einen gefüllten Becher ab, besteht die Gefahr, daß man eine dargebotene Chance nicht nützt.
Psychologisch:
Wie sah er denn aus? Klar und transparent wie Glas oder „undurchschaubar“ – wie der Giftbecher im bösen Märchen? Ein Warntraum:
Vorsicht, genauer hinsehen, wenn man etwas freundlich angeboten bekommt. Manchmal ist die „Botschaft“ aber viel banaler: Man ist durstig
und träumt einfach vom Trinken. Ein Gefäß, aus dem man trinkt, wobei man bei der Deutung auch auf das Getränk achten sollte. Ein leerer
Becher soll auf einen leeren Geldbeutel hinweisen, ein randvoll gefüllter auf Geldzuwachs.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Sinnbild des Glücks und der Gesundheit;
zerbricht er oder ist er zerbrochen: das Glück und die Gesundheit schwindet;
– aus einem trinken: gute Verhältnisse werden dich erfreuen;
– einen vollen umwerfen und seinen Inhalt verschütten: du trittst dein Glück mit Füßen;
– ein goldener: man meide alle Völlerei.
(europ.) : – sehen: sei mäßig;
– daraus trinken: bevorstehende gute Zeit;
– aus einem reinen trinken oder sich trinken sehen: gefestigte Gesundheit;
für Kranke: baldige Genesung und neue Vitalität;
– aus einem verschmutzten trinken: schlechte Gesundheit;
– aus ihm Wein trinken: schöne Zeiten kommen;
– aus Silber erhalten: ein großes Ereignis;
– aus Gold: dein Hochmut bringt dir Schaden;
– aus einem goldenen oder silbernen trinken: bringt Genesung;
– einen zum Trunk gereichten ablehnen: schwerer Zusammenbruch im Leben;
– zerbrechen sehen: Vorsicht, eine Krankheit oder ein Unglück könnte auf einem zukommen;
– selbst zerbrechen: Tod eines Feindes;
– daraus eine Flüssigkeit ausgießen oder ein zerbrochener Becher: gilt für Krankheit, evtl. Tod;
– einen geschenkt bekommen: zu Ehren aufsteigen, Erbschaft oder auch, daß ein Jubelfest in Aussicht steht.
(ind. ) : – denke an deine Zukunft;
– daraus trinken: gute Stunden werden dir zuteil;
– zerbrechen: dein Rivale wird gehen müssen und du wirst glücklich sein;
– übervoll: sei nicht voreilig, man weiß, wer du bist und wird dich zu schätzen wissen.
(Siehe auch „Kelch“, „Pokal“)
Becken (Musik-)
Allgemein:
Becken sind verbunden mit Rhythmus und Klang. Daher deutet ihr Erscheinen im Traum darauf hin, daß der Träumende eine
Grundschwingung benötigt oder wiederherstellen muß. Beim Becken wie auch bei anderen Schlaginstrumenten besteht häufig ein Bezug zur
Sexualität, da sie seit alters verwendet werden, um ekstatische Zustände herbeizuführen.
Psychologisch:
Der Träumende bringt Leidenschaft und Begehren in Einklang.
Spirituell:
Sie symbolisieren zwei wechselseitige abhängige Hälften – eine kann ohne die andere nicht wirksam werden.
Becken (Siehe „Waschbecken“)
Bedauern
Volkstümlich:
(europ.) : – oder Mitleid empfinden: Freude.

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Bediensteter
Allgemein:
Bedienter (Dienstbote) kann vor dem Geschwätz oder Betrug anderer warnen; man sollte erforschen, ob es dafür tatsächlich Anhaltspunkte
gibt, und sich rechtzeitig wehren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du machst es dir in allem bequem;
– von ihm bedient werden: du wirst Verdruß haben.
(europ.) : – Bedienter: warnt vor Verleumdung und Betrug;
– Bediensteter: trotz düsterer Aussichten Glück haben;
Ärger wird Sie vielleicht in überflüssige Sorgen und Streitigkeiten treiben.
Bedienung
Allgemein:
Wird man im Traum gut bedient, kann man im Alltagsleben mit Wohlergehen und Förderung rechnen. Ist man selbst die Bedienung, muß
man wahrscheinlich in nächster Zeit zum Nutzen anderer schwer schuften und übermäßig rackern.
Psychologisch:
Läßt man sich im Traum bedienen, so freut sich das Unbewußte über eine entgegengebrachte Leistung.
Bedrängnis
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird seine Feinde überwinden und trotz vieler Hemmnisse seinem Lebensziel wesentlich näher kommen.
(Siehe auch „Alpdrücken“)
Bedrohung
Allgemein:
Bedrohliche Situationen verweisen im Traum darauf, daß man in seinem Alltagsleben vorsichtiger sein sollte.
Psychologisch:
Wer jemand anderes droht, warnt ihn – meist vor seinem Zorn – über eine Tat, Ansicht oder ein Verhalten. Die (Be-)Drohung im Traum wird
sich normalerweise gegen einem selbst richten, von wem auch immer sie kommt. Hat man sich irgendwelche Selbstvorwürfe gemacht? Die
Drohung könnte einem die Folgen einer unklugen Tat im Wachleben zeigen. Man sollte auch auf die Reaktion im Traum achten: Vielleicht
ermahnt sie einem, daß man seine Haltung auch bei Einschüchterung beibehalten sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – bedroht werden: du kannst ohne Furcht sein (symbolischer Gegensatz!).
(europ.) : – erleben: zeigt einen Unfall an; deutet auf unabwendbare Leiden;
– andere bedrohen: Taten, die Reue und Bu ße hinterlassen.
Bedrücktheit
Volkstümlich:
(europ.) : – Eine mögliche Veränderung zum Besseren wird sich einstellen. Zögern Sie nicht, diese Chance zu ergreifen.
Bedürfnis
Volkstümlich:
(europ.) : – hegen: Unannehmlichkeiten; deutet auf Schmähungen hin;
– einem solchen nachkommen: Verwirklichung einer Idee.
Bedürftigkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – bedürftig sein: eine Torheit begangen haben, die einen bedrückt und Kummer bereitet;
– der Bedürftigkeit entkommen: für Freundlichkeit geschätzt werden, doch keinen Gefallen an Wohltaten finden;
– sehen: großes Glück; eine Frau wird Reichtum erben, ein Mann wird ihn verdienen.
Beerdigung
Assoziation: – Rückkehr zur Erde.
Fragestellung: – Was bin ich bereit, beiseite zu legen?
Allgemein:
Von der eigenen Beerdigung zu träumen ist ein Hinweis auf die Angst, überwältigt zu werden möglicherweise durch zu hohe Verantwortung
oder durch unterdrückte Persönlichkeitsanteile, die gewaltsam hervorzubrechen drohen. Die Teilnahme an einer Beerdigung rückt die
Notwendigkeit ins Blickfeld, mit einem Verlust fertig zu werden.
Psychologisch:
Keine Panik, Sie träumen sicher nicht von der eigenen! Mag sein, daß für Sie „jemand gestorben ist“ – Sie wollen nichts mehr mit ihm/ihr zu
tun haben, den Kontakt völlig abbrechen. Manchmal muß man auch ein Problem „gedanklich begraben“, um den Kopf wieder frei für Neues
zu haben. Wer von der eigenen Beerdigung träumt, hat mit einer wesentlichen Phase seines Lebens abgeschlossen – vielleicht kündigt der
Traum eine Scheidung, einen Umzug, berufliche Veränderungen oder Auslandsaufenthalte an – bestimmt aber nicht Ihren Tod.
Spirituell:
Hier sind die spirituellen Symbole für Tod, Verlust und Schmerz bedeutsam. Sie müssen nicht unbedingt eine negative Bedeutung haben.
Der Träumende sollte sich mit der Wiedergeburt und den positiven Elementen beschäftigen, die in dieser Symbolik enthalten sein können.
Volkstümlich:
(europ.) : – eines Angehörigen teilnehmen bei Sonnenschein: gesunde Beziehung und glückliche Verehelichung im
Verwandtenkreis; bei Regen: Krankheiten; schlechte Nachrichten von Abwesenden; Geschäftseinbrüche;
– auf der es traurig zugeht mit betrübten Gesichtern: widerwärtige Umstände kündigen sich an.
(Siehe auch „Begräbnis“)

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Beeren
Allgemein:
Beerenobst kann Anlaß zur Freude in der nächsten Zeit ankündigen, wenn man es verzehrt.
– Sucht man Beeren und findet sie, wird man im Leben viel Mühe haben und Geduld brauchen.
– Vergebens Beeren zu suchen zeigt, daß man sich auf dem falschen Weg befindet und sein Vorhaben gründlich überdenken sollte.
– Sammelt man die Beeren, wird man sich abmühen müssen, um an ein Ziel zu gelangen.
– Rote Beeren können auf Gegner in der näheren Umgebung hinweisen,
– schwarze zeigen zwar Kummer und Sorgen an, versprechen aber auch, daß man damit schon fertig wird.
– Sind die Beeren unreif oder vertrocknet, steht Ärger bevor.
Psychologisch:
Wenn sie gesammelt werden, weist das auf die Mühsal täglicher Kleinarbeit hin. Ißt man im Traum Beeren, regt man sich vielleicht im
Wachleben über jede Kleinigkeit auf, schluckt aber den Ärger darüber hinunter. Beeren haben im Traum meist die Bedeutung von
Nahrungsmitteln. Der Appetit auf Beeren weist oft auf sexuelle Bedürfnisse hin. Beeren kann auch ein Warnsymbol darstellen. Man pflückt
etwas vom Strauch und nascht davon, ohne zu überlegen, ob es nicht auch giftig sein könnte. Was heißt: Nicht alles, was verlockend aussieht
oder „süß schmeckt“, muß in der Folge auch „bekömmlich“ sein. Genauer hinsehen – und nicht allzu gutgläubig sein!
Volkstümlich:
(arab. ) : – suchen: du wirst viel Mühe haben;
– finden: müheloser Gewinn;
– suchen und finden: man wird Erfolge ohne Mühe haben;
– essen: Unwohlsein, auch Verfeindung mit Hausgenossen;
– rote pflücken: Tod eines nahen Verwandten;
– rote essen: Mühsal und Kummer;
– schwarze pflücken: viel Herzleid und Kummer;
– schwarze essen: Krankheit und Tod.
(europ.) : – suchen: womöglich sucht man einen Liebespartner, doch dieser Weg wird sehr mühevoll;
– suchen und nicht finden: Fehlschlagen einer frohen Hoffnung;
– sammeln: Last und Mühe;
– finden und dann genießen: Freude und Genuß;
– essen: damit tauchen erotische Wünsche auf;
– unreife und vertrocknete: Ärger, Verdruß und Konflikte drohen; man hat kein Glück in der Liebe;
– feilhalten: Sorge um das tägliche Brot;
– verkaufen: Verluste.
(ind. ) : – essen: achte auf deine Gesundheit;
– suchen: du bemühst dich umsonst;
– finden: unerwartete Freuden werden sich einstellen;
– rote: sei auf deine Umgebung bedacht, etwas ist nicht in Ordnung;
– schwarze: du hast Sorgen, aber bald wird sich das Blatt wenden.
(Siehe auch „Hunger“)
Beet
Psychologisch:
Es bieten sich Chancen, etwas innerlich anzupflanzen, um es später zu ernten.
Befehle
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: Unannehmlichkeiten im Beruf;
– erteilen: dein Hochmut schafft dir Ärger.
(europ.) : – entgegennehmen: von Geschäftsfreunden für den Hohn getadelt werden, den
Sie höhergestellten Personen gegenüber an den Tag gelegt haben;
– erhalten: man sucht uns unterzukriegen; man findet sich in jede Lage hinein;
– erteilen: zeigt Hartherzigkeit an, die ausarten könnte; gute Stellung.
Beförderung
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet große Ehren, Gewinne und treue Liebe.
Befreiung
Volkstümlich:
(europ.) : – von Sorgen: man soll nicht zu früh lachen;
– von einer schweren Last: Erleichterung des Herzens;
– von Schmerzen: Frohsinn und Freude.
Befremdung
Volkstümlich:
(europ.) : – empfinden, vor einem Anerbieten: schwere Versuchungen werden an uns herantreten, die man aber lieber abweisen soll.
Befriedigung
Volkstümlich:
(europ.) : – ein reines Gewissen haben.
Begaffen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Glück im Haus.

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Begegnen
Volkstümlich:
(arab. ) : – bekannte Persönlichkeiten: glückliche Reise und Heimkehr;
– mit einem Freund: freudiges Wiedersehen;
– mit einem Feind: unangenehmes Wiedersehen.
(europ.) : – Freunden: angenehme Botschaft, Überraschungen durch Besuche;
– verhaßten Personen: unerfreuliche Nachrichten, Unglück;
– einem Geistlichen im Ornat: Erkrankung oder Todesfall in der Familie.
Begierde
Volkstümlich:
(europ.) : – sinnliche Begierden haben: zeigt auf eventuelle liederlichen Lebenswandel hin und verheißt auch Schande.
Begießen
Volkstümlich:
(europ.) : – von Blumen, Pflanzen: verkündet Segen und Zufriedenheit;
– von Fleisch während des Kochens: durch Dummheit und Egoismus Ihren Zielen schaden.
Begleitung
Allgemein:
Die Frage ist: Wer hat Sie im Traum begleitet – und wohin? Oft steckt der Wunsch nach einem intensiveren Kontakt zu einem bestimmten
(vielleicht geliebten) Menschen dahinter, der sich aber eher rar macht. War es ein harmonisches Umfeld, in dem er Sie begleitet hat, könnte
es eine tatsächliche Annäherung bedeuten. War die Traumszene chaotisch, die Stimmung feindlich, ist es als Aufforderung zu verstehen:
Vergiß es! Selbst wenn der Kontakt zu diesem Menschen intensiver werden könnte, müßten Sie viel Unangenehmes dafür in Kauf nehmen –
es wäre nie eine wirkliche Paarsituation.
Psychologisch:
Wer im Traum von jemandem begleitet wird, sollte darauf achten, wer da an seiner Seite geht. Oft ist es nur ein Schatten (siehe dort). Meist
umschreibt der Begleiter das eigene Innere, das Probleme aufgespürt hat, die dringend einer Lösung bedürfen.
Volkstümlich:
(europ.) : – bei einem Spaziergang bekommen oder haben: Freundschaft schließen;
– zur Abreise begleiten: zeigt Krankheit oder Entfremdung des Abreisenden an;
– jemanden auf der Straße begleiten: fröhliche Stunden verleben.
Begnadigung
Volkstümlich:
(europ.) : – träumt ein Gefangener oder Verurteilter von seiner Begnadigung, so soll ihm nach alter Anschauung
noch strengere Strafe bevorstehen;
– eine Begnadigung erhalten oder zum Tode verurteilt werden: beängstigende Probleme überwinden;
– Stellt eine junge Frau fest, daß ihr Geliebter begnadigt wurde, wird sie bald von einem Glück hören,
das ihm zuteil wurde und das für sie von äußersten Interesse sein wird.
Begraben
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: langes Leben.
(europ.) : – sehen, liebe Personen: schweres Leid;
– fremde Personen: Erbschaft;
– werden, lebendig: Unglück, Gefangenschaft.
Begräbnis
Artemidoros:
Träumt man zu sterben, zu Grabe getragen und bestattet zu werden, so prophezeit es einem Sklaven der keine Vertrauensstellung genießt, die
Freiheit; der Tote ist nämlich keinem Herrn untertan und aller Anstrengungen und Dienste ledig. Dagegen raubt der Tod einem Sklaven die
Vertrauensstellung, die er innehat; einem Unverheirateten kündigt er Hochzeit an; denn beide, Hochzeit und Tod, gelten den Menschen als
Ziel und Vollendung, und immer wird das eine durch das andere angezeigt. Deshalb prophezeit das Heiraten Kranken den Tod; denn beiden,
dem Hochzeiter wie dem Verstorbenen, wird dasselbe zuteil, z.B. das Geleit von Fremden, Männern und Frauen, Kränze wohlriechende
Essenzen, Salben und eine schriftliche Aufzeichnung des Vermögens. Den Verheirateten trennt der Tod von der Frau, und Genossen,
Freunde und Geschwister scheidet und entzweit er; denn Verstorbene verkehren nicht mit Lebenden, noch mit Verstorbenen. Den, der in der
Heimat lebt, treibt das Gesicht in die Fremde, weil der Verstorbene nicht mehr an derselben Stätte bleiben kann, während es den in der
Fremde weilenden in die Heimat zurückführt; denn der Tote wird in die Mutter Erde versenkt, die die gemeinsame Heimat aller ist.
Wettkämpfer macht der Tod zu Siegern bei den heiligen Spielen; die Toten sind nämlich ebenso wie die Sieger am Ziel. Von guter
Vorbedeutung ist das Sterben für Literaten und Familienväter; sie werden sich ein Erinnerungsmal setzen, die einen in ihren Kindern, die
anderen in ihren Werken als Zeugen ihres hohen Geistes. Ferner ist der Tod nach meiner Erfahrung für Betrübte und von Angst geplagte
segensreich (denn die Verstorbenen sind aller Frucht und aller Schmerzen ledig), dann Leuten die um Grund und Boden prozessieren, und
solchen, die ein Stück Land kaufen wollen. Die Toten sind ja Herren der Erde. In allen anderen Prozessen ist das Sterben von übler
Vorbedeutung, denn die Verstorbenen sind handlungsunfähig und unterliegen der Gewalt der Lebenden. Träumt ein Kranker oder Leidender,
er sei gestorben, so wird er von Schmerz und Krankheit frei werden. Die Toten sind es ja auch. Es macht aber keinen Unterschied, ob man
träumt, bloß zu sterben oder zu Grabe getragen und bestattet zu werden. Dagegen zeigt das Lebendig- begraben- Werden niemanden Gutes
an; meistenteils drohen Kerker und Fesseln. Tötet einer sich selbst, wird das Gute oder Schlechte, das der Tod bedeutet, ihm durch sein
eigenes Tun widerfahren. Stirbt er durch die Hand eines anderen, so wird sich alles durch das Tun des Betreffenden erfüllen. Alle
Todesarten, die aufgrund einer Verurteilung erfolgen, geben dem angedeuteten Glück oder Unglück stärkeres Gewicht. Hat jemand Angst
oder versucht einem Menschen zu entkommen, wird er nicht den Betreffenden zu Gesicht bekommen, sondern wähnen, einem wilden Tier zu
entrinnen, Ketten zu sprengen, Räuber zu töten, den Göttern zu opfern oder sonst ein Traumerlebnis haben, wie es für Menschen
charakteristisch ist, die einem Schrecken und eine Aufregung entronnen sind. So erging es auch einem Maler in Korinth, der häufig träumte,
er begrabe seinen Herrn; das eine Mal glaubte er, das Dach des Hauses, in dem er sich aufhielt, stürze ein, das andere Mal, sein eigener Kopf
sei ihm abgeschnitten. Nichtsdestoweniger blieb sein Herr am Leben und lebt noch heute. Weil der Mann aber von solchen Zeichen etwas

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verstand, trieb seine Seele kunstgerecht mit ihm Spiel; denn dieselben Gesichte hätten einem anderen den Tod seines Herrn prophezeit.
Damit dir aber die Entscheidung in solchen Fällen nicht schwer falle, so wisse wohl, daß viele und fast die meisten, um nicht zu sagen alle,
zu jenen gehören, die Träume allgemeiner Art haben, während nur ganz wenige und einzig Traumdeuter die übrigen Gesichte schauen. Stelle
ferner bei Leuten, die zu sterben träumen, fest, ob nicht einer wieder aufzuleben glaubt; denn es trifft dann keineswegs mehr all das ein, was
durch den Tod angezeigt wird. Der Syrer Leonas, der als Ringkämpfer am Wettkampf in Rom teilnehmen wollte, träumte, er sei tot und
werde zu Grabe getragen; es begegnete ihm aber ein Ringmeister, der die Träger zurechtweise, weil sie ihn zu schnell und allzu voreilig
hinausschafften; er könne ja unter Umständen wieder aufleben. Darauf habe jener ihm die Brust mit warmen Öl und Wolle eingerieben und
so ihn wieder zum Leben erweckt. Der Mann hatte einen guten Tag im Wettkampf und schnitt im Ringen hervorragend ab; doch als er
Aussicht hatte, den Siegerkranz zu erringen, wurde er vom Ringmeister, der (das Geschäft über den Kranz stellte), benachteiligt. Dieser hatte
sich nämlich bestechen lassen und verhinderte es, daß er den Endkampf erfolgreich durchstand. Menandros aus Smyrna träumte, als er auf
dem Weg nach Olympia war, er sei ebendort im Stadion begraben worden. Aber er wurde bei den Olympischen Spielen Sieger.
Allgemein:
Der Traum von einem Begräbnis ist ein Hinweis darauf, daß der Träumende mit seinen Gefühlen in bezug auf den Tod ins reine kommen
muß. Es braucht sich dabei nicht unbedingt um den eigenen Tod zu handeln, es kann auch der eines anderen Menschen sein. Der Traum kann
die Aufmerksamkeit darauf lenken, daß es notwendig ist, wegen eines Ereignisses oder um einen Menschen in der Vergangenheit zu trauern,
und daß erst diese Zeit des Trauerns den Träumenden dazu befähigt, für die Zukunft Pläne zu schmieden. Der Traum vom eigenen Begräbnis
kann den Wunsch nach Sympathie darstellen oder andeuten, daß ein Persönlichkeitsanteil des Träumenden tot ist. Begräbnis kann
gelegentlich den uneingestandenen Wunsch symbolisieren, eine andere Person wäre tot oder wenigstens für immer aus dem eigenen Leben
verschwunden. Nicht selten steht dahinter eine gestörte Mutter-Kind-Beziehung, die von der erdrückenden Dominanz der Mutter geprägt
wurde, die man als Erwachsener endlich überwinden möchte. Das kann mit krankhaften seelischen Störungen (oft Neurosen) einhergehen,
die durch Psychotherapie behandelt werden sollten.
Als weitere häufige Bedeutungen kommen vor allem noch in Frage:
– Angst vor dem eigenen Tod, der verdrängt wird, oder vor dem Tod nahestehender Menschen; diese Bedeutung ergibt sich aus den realen
Lebensumständen.
– Tiefgreifende Veränderungen in der Persönlichkeit und/oder in den Lebensumständen, bei denen viele Hoffnungen, Wünsche, Ziele,
Einstellungen, Überzeugungen und andere psychische Inhalte zu Grabe getragen werden; das kann durchaus positiv verstanden werden,
denn erst mit diesem
Begräbnis wird der Weg frei für neue Lebensmöglichkeiten.
– Gefühl der Überforderung durch eine Vielzahl von Pflichten und Aufgaben, von denen man regelrecht begraben und behindert wird.
– Vereinsamung, in der man sich wie in einem Grab vom Leben und von anderen Menschen isoliert fühlt und keine Möglichkeiten erkennt,
daraus zu entfliehen.
– Schwere Schuldgefühle wegen vermeintlicher oder tatsächlicher früherer Fehler, für die man sich so schämt, daß man am liebsten im
Erdboden (Grab) versinken möchte; das kann auch auf Depressionen mit Selbstmordgefährdung hinweisen und muß stets ernstgenommen
werden, Psychotherapie ist im Einzelfall dringend notwendig.
Psychologisch:
Ein Traum vom Begräbnis der Eltern symbolisiert einen ersten Schritt in Richtung Unabhängigkeit oder steht für das möglicherweise
schmerzhafte Loslassen von der Vergangenheit. Vielleicht muß der Träumende seine Kindheit (oder Kindheitserlebnisse) freigeben und
diesen Akt durch ein Ritual oder einer Feier bekräftigen. Hat nur ganz selten mit einem Todesfall zu tun. Oft bedeutet es etwas, das man
besser begraben sollte, eine Zwistigkeit mit dem, der beerdigt wird, eine Liaison oder ein nutzloses Objekt, das geplant war. Wird man selbst
begraben, zeigt das meist eine innere Einstellung, die uns im Wachleben einen falschen Weg beschreiten läßt – Hemmungen,
Minderwertigkeitskomplexe oder Selbstmitleid -, und fordert zur Selbsterkenntnis auf. Manchmal ist auch etwas in uns abgestorben, das wir
zu Grabe tragen sollten. In ihrer Häufigkeit stehen Träume über Begräbnisse, Sterben und Tod an erster Stelle, unabhängig von Alter und
Beruf der Träumenden. Es kann sein, daß sie dem Träumenden signalisieren wollen, daß er Fähigkeiten oder Talente zu verlieren droht. Der
Tod ist für die Psyche ein Symbol der Wandlung, an die Stelle dessen, was im Traum begraben wird, tritt oft etwas Neues. Die Bedeutung
eines Begräbnisses im Traum kann daher durchaus positiv sein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht das Begräbnis für ein Übergangsritual.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eines Unbekannten sehen: Trauer und Mißstimmung;
– eines Bekannten oder Verwandten sehen: gute Nachricht; Freude und Glück;
– eines Bekannten beiwohnen: Tod eines Bekannten;
– ein fremdes prunkvolles beiwohnen: du wirst Reichtum erlangen;
– ein fremdes armes beiwohnen: schwere Daseinskämpfe;
– dein eigenes: langes Leben, Gesundheit, Familienglück (symbolischer Gegensatz!)
(europ.) : – selbst begraben werden: soll Gesundheit und langes Leben bedeuten;
– sein eigenes sehen oder daran teilnehmen: ein im allgemeinen gutes Zeichen;
sagt ein langes und gesundes Leben voraus;
– von guten Freunden: Ärgernisse und Probleme mit diesen Personen bekommen;
– einer hohen Persönlichkeit: politische Änderung;
– ein fremdes Begräbnis sehen: ermahnt jedesmal, an das Ende des Lebens zu denken,
auch zeigt es einen Todesfall im Kreise unserer Bekannten, an; Erbschaft;
– einem fremden beiwohnen: Glück und Freude für einem selbst und Unglück für ein Freund;
oder für Ledige: späte Heirat, und zwar dann eine glückliche;
für Verheiratete: die Todesnachricht eines Kindes, Freundes oder Verwandten.
(Siehe auch „Grab“, „Leiche“, „Sarg“, „Tod“, „Trauern“)
Begrüßung
Artemidoros:
Vertraute Freunde freundlich begrüßen, ansprechen und küssen, ist gut; man wird freundliche Worte sagen und zu hören bekommen; weniger
gut ist es, wenn man Personen anspricht, die einem nicht nahestehen, aber sonstwie bekannt sind. Träumt man, persönliche Feinde
anzusprechen und zu küssen, so wird die Feindschaft ein Ende haben, während das Küssen eines Toten für einen Kranken verhängnisvoll ist;
es prophezeit ihm den Tod; einem Gesunden zeigt der Traum an, er werde in der unmittelbaren Gegenwart keine wichtigen Verhandlungen
führen, weil seine Lippen einen Toten berührten. Küßt man Tote, die einem zu ihren Lebzeiten besonders lieb und angenehm waren, ist das
weder für das Reden noch für sonst ein Vorhaben von Nachteil.

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Allgemein:
Wenn man im Traum jemanden begrüßt oder von jemandem begrüßt wird, und einem diese Begrüßung angenehm ist und die Begegnung
einem Freude macht, dann bestätigt der Traum einem damit, daß man aufgeschlossen, vorurteilslos und bereit ist, neue Projekte anzugehen
oder neue Herausforderungen anzunehmen. Wenn man abweisend war, muß man sich fragen, ob man einem Problem ausweicht.
Psychologisch:
Jemanden zu begrüßen heißt Kontakt aufzunehmen. Bei dieser Traumsituation ist besonders zu beachten, wen man begrüßt und wie diese
Begrüßung abläuft. Wer von Begrüßungsszenen träumt, möchte häufiger „freundlich begrüßt“ – vom Umfeld akzeptiert – werden, ein
willkommener Gast sein bei Menschen, die man liebt oder braucht. Vermutlich haben Sie gerade eine Enttäuschung hinter sich oder fühlen
sich zu wenig beachtet – oder aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen. Ihr Selbstwertgefühl braucht dringend ein Erfolgserlebnis!
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Besuch oder wichtige Nachricht;
– einer hohen Persönlichkeit: ein angenehmer Besuch wird angezeigt;
– einer Person die man nicht mag: bringt einen unangenehmen Besuch;
– selbst von Kindern begrüßt werden: glückliches Ereignis im Familienleben.
(Siehe auch „Handschlag“)
Behagen
Volkstümlich:
(europ.) : – empfinden: zeigt Zufriedenheit an; ein reines Gewissen haben.
Behälter
Volkstümlich:
(europ.) : – Sie werden ein Geschenk erhalten, daß Sie schon früher erwartet hatte.
Behandlung
Volkstümlich:
(europ.) : – finanzielle Angelegenheiten werden gedeihen, durch den Einfluß einer höher gestellten Persönlichkeit.
Behausung
Volkstümlich:
(europ.) : – fremde Häuser: Ihre Angelegenheiten befinden sich in einem ungeordneten Zustand;
– ein fremdes Haus betreten: sehr bald ein neues Unternehmen anpacken;
– wenn der Eintritt verwehrt wird oder man nicht hineingelangen kann: man soll Vorsicht
in den Plänen walten lassen und unnötige Risiken vermeiden.
(Siehe auch „Haus“)
Behinderter
Assoziation: – Einschränkung; Benachteiligung.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist bereit, ganz zu werden?
(Siehe auch „Krüppel“)
Behinderung
Psychologisch:
Ein Traum, in dem man eine Behinderung, Mißbildung oder Verunstaltung an sich bemerkt, ist wahrscheinlich ein selbstkritischer Traum,
und seine Deutung hängt von der Art der Mißbildung ab. In welcher Hinsicht ist man derzeit an Leib oder Seele behindert oder verunstaltet,
so daß man anderen ein abstoßendes oder erschreckendes Bild vermittelt? Wenn eine andere Person verunstaltet ist, könnte der Traum einen
abstoßenden Persönlichkeitsaspekt, der einem bisher nicht bewußt war oder den man an sich selbst erkennt, zeigen.
(Siehe auch „Lähmung“, „Mißbildung“)
Behörden
Allgemein:
In irgendeiner Sache sind Sie hilflos und den Umständen ausgeliefert. Ganz gleich, ob Sie im Recht sind oder nicht. Ihre Pläne lassen sich
nur schwer durchsetzen.
Psychologisch:
Im Wachleben geht man ungern auf ein Amt; der Traum übersetzt diesen Widerwillen als ein seelisches sich anstemmen gegen
Ungerechtigkeit und Bevormundung, gegen das Verwaltet sein des Menschen.
Volkstümlich:
(europ.) : – meistenteils Unannehmlichkeiten;
– wird man angeklagt oder bestraft, bedeutet es Leid;
– wird man freigesprochen: Glück und Erfolg.
(Siehe auch „Amt“)
Beichte / beichten
Allgemein:
Beichte bedeutet einerseits, daß man Fehler und Schuld eingesteht, andererseits aber auf Vergebung hofft, die einem neuen, unbeschwerten
Anfang zuläßt. Oft wird man durch das Symbol der Beichte im Traum aufgefordert, Fehler endlich zuzugeben und zu korrigieren.
Psychologisch:
Man möchte sich etwas Bedrückendes von der Seele reden, über das man im Alltagsleben schweigt. Träumt ein streng gläubiger Mensch von
der Beichte, hat er verdrängte Schuldgefühle oder Angst davor, „Strafe verdient“ zu haben.
Spirituell:
Die Beichte ist ein Symbol der Reinigung und Läuterung.

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Volkstümlich:
(europ.) : – bei einer Autorität beichten: zeigt ein begangenes Unrecht an, das man irgendwie wieder gutzumachen hat;
– bei einem Priester beichten: Erniedrigung und Sorgen erleben;
– zur Beichte gehen: Herzensfrieden.
– sehen: man macht sich Vorwürfe;
– einer beiwohnen: mahnt zur Erforschung seines Tuns und Lassens;
– selbst Beichtvater sein: man wird in einem wohltätigen Unternehmen aktiv werden.
Beichtstuhl
Volkstümlich:
(europ.) : – Enthüllung wichtiger Geheimnisse.
Beichtvater
Allgemein:
Beichtvater kann eine gütige Figur sein, die symbolisiert, daß man sich von einer Schuld lossprechen darf. Damit verbunden sind nicht selten
konkrete Empfehlungen für das zukünftige Leben, so daß der Beichtvater auch zum Ratgeber und Lehrer wird, auf den man achten sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: kümmere dich nicht zu viel um irdische Dinge.
(europ.) : – sehen: du bist im Begriff, Unrecht zu tun;
– bei einem Priester beichten: Erniedrigung und Sorgen erleben;
– selbst Beichtvater sein: man wird in einem wohltätigen Unternehmen aktiv werden.
(Siehe auch „Beichte“)
Beifall
Allgemein:
Zustimmung für einen Plan, der in der Schwebe liegt. Manchmal wollen uns aber auch Schmeichler mit ihrem Beifall auf ein falsches Gleis
locken, uns mit schlechtem Rat „dienen“.
Psychologisch:
Ein Symbol für die Angst vor Ablehnung, man kann keine Kritik vertragen, möchte überall beliebt sein und gerne mehr im Mittelpunkt
stehen. Bei häufigen Beifallsträumen steht es um Ihr Selbstbewußtsein nicht besonders gut. Sie brauchen Bestätigung wie die Luft zum
Volkstümlich:
(arab. ) : – finden: hüte dich vor Einladungen;
– spenden: man sucht dich zu gewinnen.
Beifahrer
Psychologisch:
Die heimliche Angst vor der eigenen Freiheit stellt sich im Traum in den Figuren des Beifahrers dar:
Das „Beifahrer-Syndrom“. Positives Zeichen der Kooperationsbereitschaft und des Vertrauens.
(Siehe auch „Auto“, „Reise“)
Beifuß
Medizinrad:
Schlüsselworte: Träumen; Schutz; beruhigend; heilend; Großmutter Mond.
Beschreibung: Beifuß, im inneren Kreis des Medizinrads die Pflanze der mit Wasser verbundenen Großmutter Mond, heißt mit botanischem
Namen Artemisia vulgaris, was bedeutet, daß die Pflanze beinahe überall angetroffen werden kann. Beifuß wurde von alters her wegen
seiner tonisierenden Wirkung als Tee, Packung und Räucherwerk eingesetzt. Das Kraut findet Anwendung in der chinesischen Akupunktur
und soll gegen Menstruationsbeschwerden und Wehenschmerzen helfen. Beifuß wirkt beruhigend. Er unterstützt das Träumen und ist
deshalb wichtig für die Traumarbeit. Mit Rosenblättern, Lavendel und Kamille ist Beifuß ein wichtiger Bestandteil von Traumkissen. Er ist
nützlich bei der Arbeit mit der Mondenergie und soll eine Pflanze sein, die Schutz verspricht.
Allgemeine Bedeutung: Unterstützung in der Traumarbeit; stärkt den weiblichen Anteil deines Wesens; Arbeit mit der emotionalen und der
Schattennatur.
Assoziation: Beifuß, bei Fuß, mangelnde Bewegungsfreiheit.
Transzendente Bedeutung: Eine wichtige Gabe des Schutzes; tiefes Verstehen der Kräfte von Großmutter Mond.
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet eine Einladung zu einem Essen.
Beige
(Farbe)
Assoziation: – Neutralität; Losgelöstheit; Fehlen von Kommunikation; Status.
Fragestellung: – Was bin ich bereit ernster zu nehmen oder nicht mehr so ernst zu nehmen?
(Siehe auch „Farben“)
Beil
Allgemein:
Beil hat eine ähnliche Bedeutung wie die Axt; es kann vor allem vor Schaden durch destruktive eigene Energien und Handlungen warnen,
aber auch Erfolge durch harte Arbeit ankündigen. Alte Traumbücher verstehen das Beil gelegentlich als Hinweis darauf, daß man sich von
bestimmten Hoffnungen trennen muß; die ohnehin nur Nachteile mit sich gebracht hätten, vor allem, wenn man es in der Hand hält. Ein
liegendes Beil kann auch Anerkennung bringen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder in der Hand haben: sei vorsichtig, dir droht Gefahr an allen Orten.
(europ.) : – sehen: gilt als Zeichen einer bevorstehenden Gefahr, Sorgen oder Kummer;
schamlose Verschwendung wird Sie den hinterlistigen Plänen neidischer Personen aussetzen;
– ein Beil schleifen oder schleifen sehen: weist auf Zank und Streit hin;
– mit einem arbeiten: gutes Fortkommen;
– andere mit einem Beil arbeiten sehen: rät davon ab, schnell Freundschaft zu schließen;
– rostig oder zerbrochen: mißratene Personen werden Ihnen Kummer bereiten.

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(ind. ) : – was du dir vorgenommen hast wird nicht in Erfüllung gehen, sei froh,
denn du hättest nur Ärger gehabt.
(Siehe auch „Axt“)
Beileid
Allgemein:
Beileid aussprechen bedeutet, daß man aufgerufen ist, Hilfe zu leisten. Beileid zu empfangen besagt, daß die Lage schwierig ist.
Psychologisch:
Beileid stimmt traurig, das Unbewußte faßt es aber meistens als Heuchelei desjenigen auf, der es ausspricht, als unaufrichtige Anteilnahme
am Schicksal des Träumers.
Volkstümlich:
(europ.) : – Trauerfall in nächster Bekanntschaft.
Bein
Assoziation: – Unterstützung; Bewegung.
Fragestellung: – Was unterstützt mich? Komme ich irgendwohin?
Allgemein:
Bein symbolisiert sowohl den Stand als auch die Fortbewegung, das hängt von den Begleitumständen im Traum ab. Im Sinne von Stand kann
es zum Beispiel anzeigen, daß man fest auf dem Boden der Realität steht, sich sicher fühlen kann, einen richtigen Standpunkt vertritt; die
Bewegung ist stets in die Zukunft gerichtet und kann Tendenzen im weiteren Leben aufzeigen. Es ist also möglich, aus dem Symbol
Rückschlüsse auf die augenblickliche Lebenssituation und die weitere Entwicklung zu ziehen. Folgende Zusammenhänge sind zu beachten:
– Gesundes Bein zeigt Sicherheit und Realitätssinn an, man lebt im Augenblick in einer günstigen Situation.
– Starke Beine weisen auf Erfolgswillen und Zuversicht hin, schwache oder gelähmte Beine auf mangelnde Ausdauer, Hemmungen,
Minderwertigkeitsgefühle und Angst.
– Bewegung des Beins kann augenblicklich im Gang befindliche Ereignisse symbolisieren; geht man normal, gibt das Anlaß zur Zuversicht,
schleppendes oder stolperndes Gehen dagegen weist auf Probleme bei der Weiterentwicklung hin, zu schnelles Gehen kann rasche
Verwirklichung von Plänen verheißen, soll vielleicht aber auch vor Hast und übersteigertem Ehrgeiz warnen.
– Sehr angeschwollene Beine symbolisieren einen Verlust durch Unachtsamkeit, extrem dünne Beine weisen auf einen Verrat hin.
– Krankes oder amputiertes Bein macht auf Gefahren und Verluste aufmerksam, vielleicht auf eine Trennung von einem nahestehenden
Menschen oder finanzielle Einbußen.
– Beinbruch deutet auf Hindernisse hin, wenn man selbst betroffen ist; bei einem anderen kann er ankündigen, daß man einen Konkurrenten
aus dem Feld schlagen wird.
– Gelegentlich ist das Bein auch ein Sexualsymbol, das vielleicht unterdrückte sexuelle Bedürfnisse anzeigt.
– Bei der Deutung der Träume muß man teilweise auch die unterschiedliche Symbolik von rechts und links (siehe unter diesen Stichwörtern)
beachten, wenn man nur ein Bein im Traum sieht.
Psychologisch:
Das Bein ist gewissermaßen der Motor des Fußes, hat also etwas mit Fortschritt, aber auch mit Rückschritt in unserem Leben zu tun. Die
sexuelle Deutung der ersten Psychoanalytiker (etwa: weil das Bein in den Schuh schlüpft und man darin den symbolisierten
Geschlechtsverkehr sah oder schönes Bein sehen bedeutet Befriedigung des Geschlechtstriebes oder Beinbruch ist gleichzusetzen mit
Ehebruch) scheint wenig überzeugend. Das Bein gibt im Traum Aufschluß über den Standort des Träumenden, als Gehwerkzeug auch
darüber, wie er zu seiner Umwelt steht. Man muß daher berücksichtigen, was mit den Beinen im Traum geschieht oder wie schnell der
Träumende sich fortbewegt.
Spirituell:
Beine symbolisieren die aktuelle Standfestigkeit und die Fortbewegung im Leben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Beine und Füße sind die Stützen des Körpers, und ohne sie müßte der Körper zusammenbrechen und sich qualvoll winden.
– Träumt jemand, seine Beine und Füße seien so schwach geworden, daß er nicht mehr gehen kann, wird er, sei er, wer er wolle,
in der Ausübung seines Gewerbes, mit dem er seinen Lebensunterhalt verdient, arg behindert werden.
– Träumt ein großer Herr oder Reicher, Beine und Füße seien ihm abgeschlagen worden, wird er seine Knechte verlieren
und qualvoll enden;
ein Armer wird schnell sterben; denn der Arme verdient sich mit der Beweglichkeit seiner Füße das tägliche Brot,
der Reiche kann auch ohne Füße, wenn auch unter Schmerzen, leben, weil er sich auf die Füße seiner Träger stützen kann.
Dünkt es einen hohen Herrn, er hinke und finde keine Heilung, wird ihm sein Oberknecht großen Ärger bereiten;
hat er aber Heilung gefunden, wird er seinen Knecht in harte Zucht nehmen und zurechtweisen;
einem gemeinen Mann wird in seinem Beruf alles schiefgehen.
– abnehmen sehen: einer deiner guten Freunde wird sterben;
– verlieren: du verlierst einen guten Freund;
– brechen: Geschäftsverlust; Erniedrigung im Beruf;
– dünne Beine haben: du wirst verraten;
– verwundet: Unglück;
– von Holz (Prothese): du wirst betrogen.
– dickes und geschwollenes: Verrat von Freunden oder Verlust eines geliebten Wesens.
(europ.) : – schön, sauber und wohlgeformt: verheißt Glück, Freude und Gesundheit und treue Freunde;
– angeschwollen sehen: Schaden und Verlust; kommende Schwierigkeiten und Stagnation;
– das Bein eines jungen Mädchens sehen ist ein Zeichen von Wollust;
auch: bald den Kopf verlieren und sich gegenüber einem liebreizenden Geschöpf sehr lächerlich benehmen;
– ein häßliches und abgemagertes haben: Verdruß und eventuell Krankheit;
– häßliche Beine: schlechte Geschäfte und schlechtgelaunte Kollegen stehen ins Haus;
– sich ein Bein brechen: deutet Unglück an, dem man aus dem Wege gehen kann;
auch: kündigt einen finanziellen Verlust an oder eine Zurückweisung im Beruf;
– Beinbruch bei anderen sehen: Erfolg bei einem Wettbewerb; z.B. Examen, Sport;
– ein amputiertes sehen: man wird einen guten Freund verlieren und die häusliche Atmosphäre wandelt sich zu einer Hölle;
– selbst eins amputiert bekommen: es bestehen Hemmungen und Unsicherheiten in der augenblicklichen Lebenssituation,
man kann nicht mehr weiter, weder rückwärts noch vorwärts, man muß abwarten;
– Beinverletzung: Geldschwierigkeiten, die je nach Art der Verletzung kürzer oder länger anhalten werden; auch: Malariaschübe;
– Geschwüre an den Beinen: bedeutet große finanzielle Verluste, um anderen zu helfen;
– ein Holzbein haben: sich unangemessen als Vermittler zwischen Freunde stellen;

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– drei oder mehrere Beine haben: man plant zu viele Unternehmungen in der Phantasie;
– von ihnen nicht getragen werden: sagt Armut voraus;
– rennen: mit Ehrgeiz möglichst schnell an ein Ziel kommen wollen oder vor etwas davonlaufen;
– Die Bewunderung der eigenen Beine bei einer jungen Frau bedeutet Eitelkeit und Zurückweisung
durch einen bewunderten Mann.
– Hat eine Frau Haare auf den Beinen, wird sie ihren Mann beherrschen.
(ind. ) : – Träumt einer, seine Beine seien zerbrochen oder ein Fuß abgeschlagen worden, so gilt folgende Deutung:
Der Kaiser wird sich von seinem ergebensten und vertrautesten Sekretär trennen müssen;
ein gemeiner Mann wird die Hälfte seines Lebensunterhalts verlieren und seines Reichtums
und erworbenen Gutes beraubt werden,
eine Frau den Tod eines geliebten Angehörigen oder eines Knechtes beklagen.
– Träumt der Kaiser, seine Beine und Füße seien eisern geworden wird er lange leben,
seine Feinde niedertreten und seinem liebsten Diener zu hohem Ansehen verhelfen;
ein einfacher Mann wird zu sicherem und beständigen Vermögen und zu Wohlstand kommen,
eine Frau über Mann und Kinder glücklich sein und lange leben.
– Dünkt es einen, seine Beine seien Gläsern geworden, wird er nicht lange leben und plötzlich sterben,
weil Glas leicht zerbricht.
– Die Zehen bedeuten die Gebete; Entsprechendes ist schon über die Finger der Hände gesagt worden.
– verlieren: trachte mit deinem Freund gut auszukommen.
(Siehe auch „Amputation“, „Fuß“, „Gehen“, „Körper“, „Stehen“, „Zehen“)
Beinhaus
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sich darin aufhalten: in Todesgefahr geraten.
(europ.) : – wir schweben in großer Gefahr, so daß wir evtl. dabei zu Tode kommen.
– Große Unternehmungen oder Reisen sind hinauszuschieben und erst zu einer guten Stunde an einem Glückstag zu beginnen.
Beischlaf
Allgemein:
Beischlaf kann symbolisch für etwas Neues stehen, das man im Leben beginnt (zeugt), und wird dann meist als günstiges Vorzeichen
verstanden. Aber auch tatsächlich vorhandene sexuelle Bedürfnisse, die im Traum scheinbefriedigt werden, können dahinter stehen.
Psychologisch:
– Beischlaf deutet nicht in jedem Fall auf sexuelle Sehnsüchte hin.
– Artemidoros war der Meinung, seiner eigenen Frau beizuschlafen, wenn sie dazu geneigt sei, könne für beide Ehegatten nur gut
ausgelegt werden.
– Eine unwillige Gattin aber verkehre diesen guten Eindruck ins Gegenteil.
– Nach Meinung vieler moderner Psychologen weist der Beischlaf mit dem Chef oder der Chefin auf eine Förderung im Beruf hin,
weil sich beide in der Zielsetzung einig seien.
– Im allgemeinen läßt der Traum vom Beischlaf Rückschlüsse auf die Potenz des Träumers zu.
– Ein nicht vollzogener Beischlaf kann dementsprechend als Angst vor mangelnder Potenz gedeutet werden.
– Oft ist der oder die Fremde, mit der man im Traum schläft, niemand anderes als der eigene Partner, von dem man sich im Wachleben
vielleicht mehr Innigkeit wünscht
Spirituell:
Dieses Symbol steht bei jüngere Menschen für unbewußte sexuelle Wünsche und im späten Alter für neue schöpferische Pläne.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, der Ackerland besitzt, er schlafe bei einer schönen Frau, wird er auf vielfältige Weise Freude
an seinen Feldern haben, besitzt er keine, ein schönes, weites Stück Land erwerben.
– Träumt der Kaiser, er verkehre mit einer Jungfrau, wird sein Sehnen und heißester Wunsch in Erfüllung gehen;
ein Mann von geringer Geburt wird reiche Mittel von der Obrigkeit erlangen, die aber Angst einflößen.
– Träumt der Kaiser, er schlafe bei einem bekannten Freudenmädchen, wird er sich Freude verschaffen,
sie aber niemanden merken lassen,
ein Mann aus dem Volk wird sein Glück machen und sein gutes Auskommen finden.
– Dünkt es den Kaiser oder einen Fürsten, er habe mit einer verheirateten Frau ein Liebesverhältnis,
wird er ihr Geschlecht adeln, mit reichen Gaben ausstatten und ihrem Mann einen so hohen Rang verleihen,
wie das Gerücht von dieser Liebschaft weit und breit in der Öffentlichkeit bekannt wurde;
hat ein einfacher Mann diesen Traum, wird die Familie der Frau von dem Beischläfer Vorteile haben;
ein Armer wird von der besagten Frau reichlich bedacht werden.
– Die Mutter oder Schwester zu beschlafen bedeutet, man werde einem, der es nicht wert ist, wohlwollen, deshalb harte Vorwürfe
einstecken und seine Tat bereuen.
(europ.) : – rein sexuell zu verstehen; im späteren Alter Pläne für Neuschöpfungen;
– mit der Geliebten: zeigt Gutes in aktuellen Liebesangelegenheiten an;
– mit der Gattin: Leid;
– mit mehreren: der Lebenswandel oder die sexuellen Wünsche sind etwas
liederlich bzw. maßlos und könnten Schande bringen.
(Siehe auch „Begierde“, „Koitus“)
Beisetzung
Assoziation: – Das Ende oder der Tod von etwas.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist zu gehen bereit?
(Siehe auch „Beerdigung“)
Beißen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast mit Widerwärtigkeiten zu kämpfen.
(europ.) : – oder gebissen werden: zeigt Zwistigkeiten unter Verwandten an, man halte sich daher reserviert und sei auf der Hut;
bedeutet heftige Feindschaft.

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Beistand
Allgemein:
Beistand, den man im Traum auf irgendeine Weise erhält, kann entweder ankündigen, daß man wirklich Hilfe zu erwarten hat, oder das
Bedürfnis nach Hilfe symbolisieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – leisten: verheißt Belohnung und Dank, auch Hilfe; Ihre Bemühungen um eine bessere Position werden begünstigt sein;
– bekommen: sind in einer erfreulichen Lage befinden und liebevolle Freunde in der Nähe wissen.
Bekannte
Allgemein:
– Bekannte treffen erweist sich in der Realität manchmal als richtige Vorahnung von einer Neuigkeit oder Nachricht, die gut
oder schlecht sein kann.
Wenn wir im Traum Bekannte treffen, sind wir im Wachleben nicht allein mit unserer Meinung, finden vielleicht Gönner,
die uns weiterhelfen.
– Wer aber im Traum über Bekannte redet, sollte sich im Wachleben vor Klatsch hüten.
– Gute Bekannte zu treffen heißt: Ein Verlust kann Verhindert werden, etwas Verlorenes wird bald wiedergefunden.
Psychologisch:
Alle Personen, die im Traum auftreten, können bestimmte Charakterzüge des Träumenden wiedergeben. Handelt es sich um fremde
Personen, verkörpern sie oft verdrängte Persönlichkeitsanteile.
– Feinde stehen für negative Einstellungen oder Eigenschaften des Träumenden, die er selbst zu bekämpfen versucht.
– Kommen Freunde oder Bekannte im Traum vor, so handelt es sich hierbei um vertraute Gefühle, Gedanken oder Charakterzüge.
Bei der Traumdeutung lassen sich wichtige Schlüsse aus dem Verhalten und der Einstellung des Träumenden gegenüber den Traumpersonen
oder auch aus dem Verhalten der im Traum vorkommenden Personen schließen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Erfüllung geheimer Herzenswünsche.
(europ.) : – treffen, sprechen und sehen: gilt für neue Nachrichten; Erfolg in den Geschäften; glückliches Heim;
– streiten oder laut miteinander sprechen: Demütigungen und Schwierigkeiten sind nahe bei Ihnen;
– sich mit einem Bekannten zerstreiten: fordert den Träumenden zur Versöhnung auf;
– einen Bekannten schwach und bleich im Traum sehen: zeigt dessen Tod oder Krankheit an;
– eine neue Bekanntschaft im Traum schließen: mahnt zur Vorsicht in der Wahl seiner Freunde;
– sich beschämt fühlen, oder zum falschen Zeitpunkt einen treffen: sich eines rechtswidrigen Verhaltens
schuldig machen, was von anderer Seite aufgedeckt wird;
– Glaubt eine junge Frau, einen großen Bekanntenkreis zu haben, hat sie sehr viele Interessen, und es
gereicht jedem zu Ehre, Ihre Zuneigung zu gewinnen. Ist Ihr Bekanntenkreis eingeschränkt, bleibt ihr
das gesellschaftliche Ansehen versagt.
Bekanntmachung
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt eine baldige Neuigkeit an.
Bekanntschaft
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: Unannehmlichkeiten.
(europ.) : – schließen: soll Herzenskummer anzeigen.
Bekehren
Volkstümlich:
(europ.) : – jemanden im Traum zu einem besseren Lebenswandel zu bekehren;
– suchen: ermahnt zur Ausdauer, mit Ausdauer wirst du Schwierigkeiten besiegen.
Bekenntnis
Allgemein:
Bekenntnis hat oft ähnliche Bedeutung wie Beichte, man sieht eigene Fehler ein und schafft damit die Möglichkeit, sich zu entwickeln.
(Siehe auch „Beichte“)
Beklagen
Volkstümlich:
(europ.) : – bei einer Behörde: getäuschte Hoffnung;
– selbst beklagt werden: unverhoffter Verdruß und Unfriede.
Bekränzen
Volkstümlich:
(europ.) : – mit einem frischen grünen Kranz: deutet auf eine Vermählung hin;
– das Aufsetzen eines trockenen Kranzes: weist auf nahen Tod hin.
Bekümmernis
Volkstümlich:
(europ.) : – empfinden: bedeutet Trost im Unglück und Rettung aus Gefahr.
Beladen
Volkstümlich:
(europ.) : – irgend etwas beladen sehen: gute Geschäfte und Erfolge.

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Belagerung
Psychologisch:
Ein Symbol für Unfreiheit, räumliche oder emotionale Einengung, Zeit- und Leistungsdruck unter der Kontrolle ungeliebter oder
nichtakzeptierter Menschen.
Volkstümlich:
(europ.) : – einer Stadt: Gemütsunruhe;
– Träumt eine junge Frau, Sie lebe im Belagerungszustand und sei von Kavallerie umgeben,
so wird sie bald ernsthafte Enttäuschungen beim Vergnügen erleben, überwindet sie diese
aber, zieht sie aus scheinbaren Fehlschlägen Freude und Gewinn.
Belauschen
Volkstümlich:
(europ.) : – Ärger, Unannehmlichkeiten.
Belehrung
Volkstümlich:
(europ.) : – geben: zeigt gute Stellung an;
– empfangen: Verkehr mit geistreichen Menschen.
Beleibt
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: du kommst zu Ansehen (vgl. auch Bauch, sehr dick sehen).
(europ.) : – sein: warnt vor Unmäßigkeit;
– andere beleibt sehen: Mißgunst;
– seinen Bauch völlig anschwellen sehen: Geldgewinn.
(ind. ) : – sein: Wohlstand wird dein Haus zieren.
(Siehe auch „Bauch“)
Beleidigung
Allgemein:
Wird der Träumende in seinem Traum beleidigt, dann heißt dies, daß er eine Empfindlichkeit zeigt, die er im Wachzustand nicht für
angemessen halten würde. Ist es der Träumende, der einen anderen Menschen beleidigt, so erkennt er damit, daß er über dessen Gefühle
nicht so gut Bescheid weiß, wie er sollte.
Psychologisch:
Jemanden zu beleidigen, verweist darauf, daß der Träumende bewußt oder unbewußt gegen seinen eigenen Moralkodex verstößt. Er stellt
sich außerhalb der gesellschaftlichen Norm. Beleidigungen und Kränkungen im Traum sind meist Hinweise auf Minderwertigkeitsgefühle,
Hemmungen, Überempfindlichkeit oder Eitelkeit des Träumenden. Sie können aber auch Aggressivität darstellen, wenn sie sehr massiv sind.
Die gesamte Traumhandlung, vor allem die Beziehung der beteiligten Personen zueinander, gibt weitere Hinweise.
Spirituell:
Ein Verweis auf spirituelles Handeln kann hier von Bedeutung sein. Es bleibt jedoch dem Träumenden überlassen, die Schwere der
Beleidigung einzuschätzen und sich entsprechend zu verhalten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – beleidigt werden: dir wird Gunst und Freundschaft erwiesen.
(europ.) : – warnt vor Feinden; Mangel an Selbstvertrauen;
– bei Geschäftsleuten: große Konkurrenz;
– selbst andere Unbekannte beleidigen: rät zur Selbstbeherrschung und Ruhe;
auch: man sollte prüfen, ob man in einer wichtigen Angelegenheit zu schüchtern war;
– selbst Bekannte beleidigen: man traut sich im Alltag seine Meinung gegenüber diesen Menschen nicht zu sagen;
– beleidigt werden und sich darüber ärgern: man wird ein liebes Wesen verlieren;
– beleidigt werden und sich darüber nicht ärgern: seien Sie auf der Hut vor kommenden Ärger;
– von einem Erwachsenen beleidigt werden: kann eine Trennung bringen;
– von einem Kind beleidigt werden: gutes Zeichen; man wird einen Gewinn in der Lotterie,
in einem allenfalls schwebenden Prozeß usw. haben;
– einer fremden Person: Mißverständnis in der beruflichen Tätigkeit;
– Bei einer jungen Frau bedeutet die Beleidigung, daß eine ihr mißgünstig gesonnene Person ihre Unwissenheit ausnutzt
und sie in eine kompromittierende Lage mit einem Fremden bringt oder ihr Interesse an einem Freund gefährdet.
(Siehe auch „Streit“)
Beleuchtung
Psychologisch:
Man träumt sie oft in einer speziellen Farbe, die darüber symbolisch Auskunft gibt, wie man „etwas sehen“ will. In sanftes rosa Licht
getaucht: Sie neigen dazu, sich etwas „schön zu denken“ – und auch zu voreiliger Euphorie. Kühles Hellblau ist die Farbe nüchterner
Betrachtungsweise, und düstere Beleuchtung läßt alles grau in grau erscheinen – die Farbe der Pessimisten.
Volkstümlich:
(europ.) : – bevorstehende glückliche Zeiten.
Belladonna
(Pflanze)
Volkstümlich:
(europ.) : – wohldurchdachte Schritte bringen wirtschaftlichen Erfolg;
– Frauen treffen auf Nebenbuhlerinnen, Sie versuchen vergeblich die Zuneigung von Männern zu gewinnen;
– schlucken: verkündet Not und die Unfähigkeit, alte Schulden zu begleichen.

243
Bellen
Allgemein:
Bellen macht meist auf Gefahren aufmerksam, die man bewußt vielleicht noch nicht erkannt hat; vor allem kann es sich dabei um unwägbare
Risiken in einer Angelegenheit, falsche Freunde und andere Behinderungen handeln.
Psychologisch:
Das Symbol für unterdrückte Aggression.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eines Hundes hören: höre auf die Warnungen deiner Freunde!
(europ.) : – Hunde bellen hören: unbekannte Gefahr, auch soll man nicht viel auf Klatscherei geben;
man sollte auf warnende Stimmen hören und keine unnötigen Risiken eingehen;
– Hunde bellen sehen: in der eigenen Umgebung befinden sich Leute, die schlechte Absichten haben;
– von Hunden angebellt werden: Vorsicht und kaltes Blut sind notwendig; zuerst überlegen und dann handeln.
(Siehe auch „Hund“)
Belohnung
Volkstümlich:
(europ.) : – freudige Botschaft, Freude und Glück;
auch: Fehlschlagen von Pläne durch übermäßiges Selbstvertrauen; Es gibt Dinge, die kann man mit Geld nicht kaufen.
Bemerken
Allgemein:
Bemerken (wahrnehmen) zeigt an, daß man mehr Klarheit in einer Sache gewinnen wird, weil man sich bestimmter Dinge bewußt wird.
Benachrichtigung
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt Neuigkeiten an, die man für sich behalten soll.
Benachteiligung
Volkstümlich:
(europ.) : – Vorsorge wird zum Erfolg führen.
Beneiden
Volkstümlich:
(europ.) : – oder beneidet werden: man wird Bewunderung erregen.
Bengalisches Feuer
Volkstümlich:
(europ.) : – Heiterkeit, Sorglosigkeit, Glück.
Benommenheit
Allgemein:
Wenn Sie sich im Traum benommen fühlen, ist das im allgemeinen eine Angelegenheit die Ihre Gesundheit betrifft; es ist kein Omen an sich.
Konsultieren Sie einen Arzt.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Krankheit und Sorgen.
(Siehe auch „Ohnmacht“)
Benzin
Allgemein:
Benzin im Traum muß als Energieform gedeutet und als etwas erkannt werden, was der Träumende benötigt, um in seiner Entwicklung
voranzukommen. Benzin weist meist auf ein temperamentvolles, leicht aufbrausendes, leidenschaftliches Wesen hin.
– Träumt man beispielsweise davon, ein Auto aufzutanken, dann kann dies darauf hinweisen, daß man sich vielleicht mehr um seinen Körper
kümmern sollte.
– Benzin ist leicht brennbar und gefährlich; setzt der Träumende seine Energie auf riskante Weise ein, dann kann es leicht zu Verletzungen
und Problemen kommen.
– Wenn das Benzin brennt, wird das als günstiges Zeichen für eine Gefühlsbeziehung verstanden, die aber voraussichtlich nicht lange
bestehen wird.
– Eine Benzinexplosion kann dazu ermahnen, das überschießende Temperament mehr zu zügeln, damit man keine Gefahren
heraufbeschwört.
Psychologisch:
Die Energie und Entschlossenheit, mit welcher der Träumende Entscheidungen trifft, ist eine gute Basis für seinen Tatendrang. Benzin im
Traum steht für Motivation und Energieaufnahme.
Spirituell:
Benzin kann spirituelle Energie und Spirituelle Kraft symbolisieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – Gefahr, sowohl von Feuer als auch von Disputen – seien Sie auf der Hut vor beidem;
auch: durch eigenes Streben mit neuen Aufgaben konfrontiert werden;
– sehen: leicht entflammende, aber ebenso schnell wieder erlöschende Leidenschaft;
– brennendes sehen: eine lustige Unterhaltung ist in Aussicht.
(Siehe auch „Tankstelle“)

244
Beobachtet
Allgemein:
In Träumen erlebt sich der Träumende oft als Beobachter. Es ist im Alltag vernünftig, eine Situation oder Person erst zu beobachten, bevor
man zur Tat schreitet. Aber der Träumende darf bei all dem Beobachten selbst das Handeln nicht vergessen.
Psychologisch:
Träumt man davon, daß man beobachtet wird, so empfindet man möglicherweise das starke Interesse eines anderen Menschen an der eigenen
Person als bedrohlich. Andererseits kann sich die eigene Lust am Beobachten bis hin zum Voyeurismus steigern.
Spirituell:
Der Träumende muß sein eigenes Handeln kontrollieren, vor allem, wenn er sich unlängst neue spirituelle Praktiken zu eigen gemacht hat.
Volkstümlich:
(europ.) : – werden: man gebe sich im Leben keine Blöße; Konkurrenten, Feinde und böswillige Menschen sind keine Freunde.
Beratung
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet wichtige Geschäfte, die verfehlt leicht zu Sorgen und Kummer führen können.
Berauben
Allgemein:
Wer im Traum beraubt wird, sollte sich vor möglichen Verlusten im Geschäftsleben hüten. Eine weitere Deutungsmöglichkeit liegt darin,
daß Menschen in der näheren Umgebung als lästig empfunden werden können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – beraubt werden auf offenen Weg: Unannehmlichkeiten werden dich heimsuchen;
– beraubt werden: du wirst lästige Leute abschütteln.
(europ.) : – zeigt eine Erkrankung im allgemeinen an;
– beraubt werden: rät auf Reisen und im Geschäft besonders aufzupassen;
– selbst andere berauben: mahnt zur Umkehr, ein kleiner Vorteil könnte sonst deinen Kopf kosten.
Berauscht
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein durch geistige Getränke: Freude und Wonne erleben;
– sein: dein Vermögen vergrößert sich.
(europ.) : – sein: Leichtsinn infolge guter Geschäfte, Erbschaft oder Gewinn.
Beredsamkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – glauben, gut mit Sprache umgehen können: positive Nachrichten von jemanden, für den Sie arbeiten, erwarten können.
(Siehe auch „Rede“)
Bereuen (Siehe „Reue“)
Berg
Assoziation: – Streben; Erfolg durch Anstrengung.
Fragestellung: – Was bin ich zu erreichen bereit?
Allgemein:
Schon nach Ansicht der alten Ägypter türmen sich, wenn der Berg im Traum allzu steil ist, Hindernisse auf dem Lebensweg des Träumers
auf, die nur unter großen Kraftanstrengungen zu meistern sein werden. Berg kann oft einen besseren Überblick über das weitere Leben oder
bevorstehende Hindernisse symbolisieren. Er deutet auf Probleme hin, die vor uns aufragen. Die genaue Bedeutung ergibt sich aus den
verschiedenen Begleitumständen, zum Beispiel:
– Berge versinnbildlichen im allgemeinen Selbstvertrauen und Persönlichkeit, während der Gipfel immer ein bestimmtes Ziel darstellt.
– Sind hohe Berge in Wolken eingehüllt, wird die Einheit von Geist und Körper betont.
– Steht man zaghaft am Fuße des Berges oder bekommt Schwindelgefühle, fehlt es an Zuversicht und Selbstvertrauen.
– Bringt der Träumende den Mut auf, um einen Berg zu besteigen, dann befreit er sich von Angst und wird mit gesteigertem
Selbstbewußtsein belohnt.
– Legt man beim Aufstieg eine Ruhepause ein, sollte man seine Kräfte besser einteilen und sich im Alltag schonen.
– Stürzt der Träumende ab, verweist dies auf Unvorsichtigkeiten, die er im Alltag begeht und er wird vermutlich scheitern
und Hoffnungen aufgeben müssen.
– Wenn der Aufstieg nicht zu steil ist, wird uns auch der Aufstieg im Leben gelingen.
– Den Berg besteigen bedeutet oft, daß man sich hohe Ziele gesetzt hat, kann aber auch anzeigen , daß man Hindernisse
und Schwierigkeiten bewältigen wird; dann kommt man im Traum vielleicht auf dem Gipfel an.
– Eine schwierige Klettertour an einem steilen Berg weist auf Lebenssituationen hin, an denen man leicht scheitern könnte.
– Wird der Gipfel nicht erreicht, hat der Träumer zu hoch gesteckte Ziele.
– Wer sicher oben ankommt, kann sich auf einen Erfolg freuen.
– Auf einem Berg stehen und in eine schöne Landschaft blicken ist ein günstiges Vorzeichen für die nächste Zeit.
– Der Abstieg kann auf das Ende eines wichtigen Teilabschnittes in unserem Leben hinweisen, aber auch darauf, daß wir es endlich
geschafft haben und daß nun eine ruhigere Zeit vor uns liegt, vielleicht soll man sich aber auch von zu hohen Zielen lösen,
die doch nicht erreichbar sind, oder Arroganz ablegen.
– Der feuerspeiende Berg (Vulkan) kann einfach vor Risiken bei zu hochfahrenden Plänen und Zielen warnen. Psychoanalytiker
deuten ihn aber auch als Bedürfnis, bestimmte Gefühle, Erinnerungen und andere belastende psychische Inhalte aus dem Leben
zu entfernen; dann kann es auch bedeutsam sein, darauf zu achten, was aus dem Krater des Bergs herausgeschleudert wird.
Psychologisch:
Jeder Mensch muß im Leben mit Schwierigkeiten fertig werden. Häufig ist es entscheidend, wie man diesen Schwierigkeiten begegnet. Das
Symbol Berg bietet viele Deutungsmöglichkeiten. Das Verhalten des Träumenden gegenüber dem Berg spiegelt sein psychologisches
Verhalten im Alltag wieder. Vom Gipfel aus erhofft sich der Träumende mehr Übersicht. Wichtig für die Deutung des Traumes ist, was der
Träumende auf dem Berg vorfindet oder was dort geschieht. Ist der Weg den Berg hinauf sehr mühevoll und beschwerlich, kann sich das auf
die allgemeine Lebenssituation des Träumenden beziehen.

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Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt der Berg im Traum das Zentrum der menschlichen Existenz dar. Er symbolisiert Ort und Begegnung von
Himmel und Erde sowie menschlichen Aufstieg.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt der Kaiser, er lasse in seinem Land Berge oder Hügel errichten, wird er nach deren Größe
und Zahl von neuem hohe Beamte entsenden, die das Land verwalten sollen. Dieses Gesicht kann
aber nur der Kaiser oder ein Fürst schauen, auf keinen Fall eine andere Person.
– oder Berge mit Wald oder frischem Rasen sehen: deine Standhaftigkeit wird guten Erfolg haben;
– besteigen: Mühseligkeiten werden dir beschieden sein;
– ersteigen: du wirst Hindernisse beseitigen;
– ersteigen und nicht weiterkommen: dein Unternehmen geht rückwärts.
– auf dessen Gipfel stehen: es gelingt dir; alle Hindernisse zu überwinden;
du wirst über deine Feinde triumphieren;
– einen heruntergehen: leichte Mühe in seinem Unternehmen haben;
– einen besteigen wollen und nicht können: dein Vorhaben wird mißglücken;
– am Fuße sitzen und hinaufblicken: deine Wünsche werden sich nicht erfüllen;
– einen mit einem schönen großen Schloß sehen: große Erfolge haben; Reichtum;
– einen mit einer Burgruine sehen: unglückliche Zufälle erleben;
– feuerspeiend: große Gefahr;
– wanken sehen: du wirst von mächtigen Feinden verfolgt;
– von Bergen eingeschlossen sein: du läßt eine günstige Gelegenheit unbenutzt.
(europ.) : – allgemein: Schwierigkeiten sind zu überwinden;
– schroffer Berg jenseits einer grünen Ebene: verheißt Ärger;
– schneebedeckte Berge in der Ferne: warnen davor, daß Ihre Sehnsüchte und
Bestrebungen keinen lohnenswerten Fortschritt bringen;
– kahler Berg: zeigt Hunger und die verschiedensten Leiden an;
– in weiter Ferne sehen: das Ziel liegt noch weit weg, ist aber zu erreichen;
sich auf baldige Mißverständnisse gefaßt machen;
– wanken sehen: Feindschaft und Verfolgung durch andere;
– einen feuerspeienden sehen: bringt Schaden; es droht eine Gefahr;
ein unerfreuliches Ereignis, mit dem man schon gerechnet hat;
– einen mit Schloß sehen: eine Zeit mit guter finanzieller Verhältnisse beginnt;
– mit einer Ruine: Gewinn; mahnt an das herannahende Alter;
– einen mit grünen Bäumen sehen: bedeutet gute Hoffnung.
– leicht besteigen: ist immer ein günstiges Vorzeichen;
– von einem felsigen herabsteigen: kleiner Erfolg; Verlust einer nahestehenden Person;
– auf einem angenehmen und grünen Weg hinuntersteigen: schnell zu Wohlstand kommen; Berühmtheit erlangen; man hat die
Schwierigkeiten überwunden, eine neue Einsicht erlangt und erhalten jetzt die wohlverdiente Ernte nach schwerer Arbeit;
– erwachen, wenn man beim Abstieg an einem gefährlichen Punkt ankommt: trübselige Angelegenheiten werden eine positive
Wende bekommen;
– mit großen Anstrengungen ersteigen: zeigt uns, wie schwer wir an das Ziel kommen werden;
– zerklüfteten ersteigen und den Gipfel nicht erreichen: Rückschläge im Leben erwarten;
– gar nicht hinaufkommen: ist ein Zeichen vergeblicher Mühe, fruchtloser Arbeit;
man hat seine Ziele im Alltag viel zu hoch gesteckt;
– auf einem stehen: bedeutet Freude und Überraschung;
– von einem stürzen: bedeutet Verlust von Geld und Gut; bringt eine Enttäuschung;
wenn man dabei Blut sieht, kündet dies eine ernste Krise der eigenen Situation an;
– Überquert eine junge Frau einen Berg in Begleitung ihres Cousins oder toten Bruders, der lächelt, dann wird sich Ihr Leben
entscheidend verbessern, sie wird jedoch vor Verlockungen gewarnt. Ist sie erschöpft und will nicht weitergehen, wird sie
leicht enttäuscht darüber sein, eine nicht ganz so herausragende Position einzunehmen, wie sie erhoffte.
(ind. ) : – bleibe auf dem Weg, den du betreten hast;
– ersteigen: du wirst in deinem Lebenskampf als Sieger hervorgehen;
– von ihnen eingeschlossen sein: sieh zu, daß du im Vorteil bleibst;
– auf einem Berggipfel sein: du wirst deine falsche Umgebung besiegen;
– Berge bewaldet: Untreue;
– emporklettern und nicht weiter können: Mißerfolge in den nächsten Tagen sind zu verzeichnen,
sie sollen dich aber nicht erschüttern, denn das Glück steht trotzdem auf deiner Seite.
(Siehe auch „Abgrund“, „Abstürzen“, „Aufsteigen“, „Mauer“)
bergab
Psychologisch:
Bergab zu gehen und dabei nur ängstlich vorsichtige Schritte zu wagen – ein typischer Traum für Menschen, die Angst vor Kontrollverlust
haben und sich „nicht fallenlassen“ können, besonders in der Sexualität.
(Siehe auch „Berg“, „Bergtour“)
Bergarbeiterkappe
Volkstümlich:
(europ.) : – eine wichtige Fähigkeit erlangen.
(Siehe auch „Kappe“)
bergauf
Psychologisch:
Ein Symbol für Anstrengung und „mühsames Gelingen“ – aber auch die Freude am Aufstieg (aus eigener Kraft) drückt sich darin aus.
(Siehe auch „Berg“, „Bergtour“)

246
Bergbahn
Psychologisch:
Die Bergbahn verweist darauf, daß man auch im entspannten und bequemen Zustand, also ohne Anstrengung, ein hohes Ziel erreichen kann.
Es ist kein Streß und es sind keine Anstrengungen nötig, um etwas zu erreichen. Man könnte fast sagen, daß dieses Traumsymbol Ihnen
zurufen möchte: Take it easy! (Nimm es leicht!).
(Siehe auch „Bahn“, „Eisenbahn“)
Bergbalsam
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilend; segnend; atmend.
Beschreibung: Bergbalsam (Eriodictyon californicum) ist ein immergrünes Staudengewächs, das vor allem in der amerikanischen Sierra
Nevada wächst. Es wurde angewendet, um alle möglichen Formen von Atembeschwerden zu bekämpfen.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil von dir, der frei und leicht zu atmen wünscht; eine Warnung vor möglichen Atembeschwerden.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung über die heilige Energie in dir und die Wege, wie du sie in deinen Atem und in dein ganzes
Wesen einbringen kannst.
Bergbau
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Sprengung sehen: ein Feind will Sie ruinieren, indem er vergangene Schandtaten in Ihrem Leben aufwühlt;
– in der Nähe einer Sprengung stehen: unangenehme Reisen machen müssen;
– nach Minen suchen: sich an unnützen Unternehmungen beteiligen.
(Siehe auch „Bergwerk“)
Bergführer
Allgemein:
Bergführer stehen in alten Traumbüchern als Warnung vor Menschen, die zwar schmeicheln, aber egoistische Absichten verfolgen. Positive
Traumgestalt, die uns über Stock und Stein auf die Höhe bringt, auch der Gönner, der uns bei unserem Aufstieg tatkräftig unterstützt. Oft ist
es ein Autoritätstraum, positiv oder bedrückend.
Psychologisch:
Er stellt Autorität und kompetente Hilfe dar. Wenn er häufig durch Ihren Traum klettert, sollten Sie sich um mehr Unabhängigkeit bemühen
und lernen, eigene Schritte zu setzen – und entschlossener vorzugehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit ihm gehen: ein Freund hintergeht dich oder will dir schaden.
(ind. ) : – hüte dich vor Personen, die dir schmeicheln.
(Siehe auch „Führer“)
Bergkristall
Psychologisch:
Traditionell gedeutet: Ein Traum, der ein Glückserlebnis ankündigt – man „findet einen Schatz“. Der Kristall gilt als Symbol für Schönheit
und Wert ideeller Art – für Erfolg durch klare, „saubere“ Vorgangsweise und für die Verwirklichung eines Ideals.
Spirituell:
Der Bergkristall symbolisiert innere Ruhe, Konzentration und hohe Ziele.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen oder besitzen: dieses Symbol hat große Schicksalsbedeutung und will ein Wegweiser für unsere weitere
Lebensgestaltung sein; ist der Traum mit angenehmen Gefühlen verbunden, befindet man sich auf dem richtigen Weg.
Bergleute
Allgemein:
Bergleute haben immer eine günstige Bedeutung, ob man sie nun sieht oder selbst als Bergmann arbeitet; man kann dann Freude, Glück und
eine Absicherung der materiellen Existenz für die nächste Zeit erwarten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeiten sehen: unangenehmer Besuch steht dir bevor.
(europ.) : – sehen: bringt Glück;
– die eine Grube verlassen: Verbesserung der Lage;
– selbst einer sein: kündet gesicherte Verhältnisse.
(ind. ) : – Verwandte, die du nicht gerne siehst, werden sich bei dir melden;
behandle sie gut, denn sie bringen dir eine freudige Botschaft.
Bergmann
Volkstümlich:
(arab. ) : – du versäumst eine gute Gelegenheit.
(europ.) : – sehen: verheißt Glück, Segen und Zufriedenheit.
Bergschlucht
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet: daß es besser ist, weit weg zu sein als dicht dabei,
es tritt demnächst irgendeine verführerische Sache an uns heran;
– eine hinabsteigen: mit etwas Vorsicht sind große Erfolge zu erzielen;
– hinabfallen: Enttäuschungen, Kummer, Not.

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Bergschuhe
Allgemein:
Bergschuhe können (oft im Zusammenhang mit Beinen) ein gutes Fortkommen verheißen, das aber eigene harte Anstrengung verlangt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine Angelegenheit geht gut für dich aus.
(ind. ) : – arbeite und bete, es liegt Segen darin.
(Siehe auch „Beine“)
Bergstock
Allgemein:
Bergstock ermahnt, mehr auf sich selbst, auf eigene Fähigkeiten zu vertrauen, sich nicht auf andere zu verlassen; dadurch gewinnt man mehr
Sicherheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – verlasse dich nicht auf andere.
(ind. ) : – vertraue auf dich selbst und nicht auf die anderen.
Bergtour
(Bergsteigen)
Allgemein:
Bergtour kündigt meist erhebliche Probleme und Hindernisse auf dem weiteren Lebensweg an, die man nur mühsam beseitigen kann;
lediglich die Tour bei Sonnenschein verspricht guten Erfolg, wenn man sich genügend anstrengt.
Psychologisch:
Beim Bergsteigen sehnt man sich nach Gipfelerlebnissen und dem Überblick. Oftmals tritt das Traumsymbol Bergsteigen gerade dann auf,
wenn man sich nach Erfolgen sehnt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Bergpartie mit anderen zusammen machen: du wirst einen Prozeß führen müssen.
(europ.) : – machen: mühselige Überwindung von großen Schwierigkeiten;
– im Frühling, bei Sonnenschein: man ist hoffnungsvoll und glaubt an seinen Erfolg;
– bei Regen: man wird Sorgen bekommen.
Bergwerk
Allgemein:
Das Bergwerk sowie alle darin arbeitenden Personen oder Maschinen symbolisieren das Innenleben des Träumenden und die somit ans
Tageslicht gebrachten Ressourcen des Unbewußten. Der Träumende ist dazu in der Lage, das ihm zur Verfügung stehende Potential zu
nutzen. Ist das Bergwerk intakt, handelt es sich um ein eben solches Seelenleben oder das Verlangen danach; wird es als bedrohlich und
düster empfunden, sollte man danach trachten, nicht allzu sehr über die Dinge des Lebens nachzugrübeln und sich vor der Umwelt
zurückzuziehen. Kommt es zu einem Unfall oder wird jemand verschüttet, ist das seelische Gleichgewicht des Träumenden wirklich
ernsthaft gestört; persönliche Neigungen sollten stärker ausgelebt werden. Das Traumbild kann jedoch auch den Arbeitsplatz des
Träumenden darstellen. Alte Traumbücher verstehen es oft als Vermehrung des Wohlstands, um die man aber beneidet wird.
Psychologisch:
Das Bergwerk im Traum kann für das Dunkle im Unbewußten stehen und damit für die Unterwelt, in die ungeliebte Persönlichkeitsanteile
verdrängt werden. Dieser Unterwelt zu begegnen, kann sehr beängstigend sein. War man ganz alleine in einem Bergwerk, neigt man zu
einsamen Entscheidungen und zum Alleingang in vieler Hinsicht. Man plant und verwirklicht vieles „im Verborgenen“ – Teamgeist und
Vertrauen in andere ist nicht die eigene Stärke. Aber man hat Tiefgang, weiß was man will und ist damit erfolgreich.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt ein Bergwerk die Gelegenheit dar, das zugängliche Unbewußte zu erforschen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Vermehrung des Vermögens oder Geschäftes;
– sich darin befinden: du kommst in ein reiches Haus;
– darin arbeiten: du wirst durch anstrengende Arbeit zu Reichtum gelangen;
– befahren: man kann sich auf seine Freunde nicht immer verlassen;
– mit arbeitenden Bergleuten: sei auf der Hut, daß du nicht Schaden erleidest.
(europ.) : – in eines fahren: bedeutet Glück und Vermögenszuwachs;
– Kohle o.ä. aus einem schaufeln: zeigt mangelnde oder nachlassende Energien an;
man hat sich übernommen und sollte sich etwas Ruhe gönnen;
(ind. ) : – du wirst Neider haben, denn der Segen des Himmels hat dein Vermögen vermehrt.
(Siehe auch „Graben“, „Höhle“)
Bernstein
Medizinrad:
Schlüsselworte: Vorgeschichtlich; stärkend; Langlebigkeit; Ausdauer; Heilung; Festigkeit; Stärke; westlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Bernstein ist eine amorphe Mischung fossiler Harze von Nadelbäumen aus vorgeschichtlicher Zeit und bezeichnet im
Medizinrad die innere Position des westlichen Seelenpfads, der mit der Stärke in Verbindung gebracht wird. Libellen und andere Insekten
sind manchmal als Einschlüsse in diesem Mineral vollkommen erhalten, das farblich von nahezu Farblos über Gelb bis Braun variieren kann.
Vom Bernstein heißt es, er sei der älteste Stein, der zu Schmuck verarbeitet wurde. Es gibt ein weiches, nicht-fossiles Bernsteinharz, das
früher als Duftnote diente und heute in der modernen Aromatherapie benutzt wird.
Allgemeine Bedeutung: Der primärste Aspekt deines Lebens und deines Seins; die ursprüngliche Quelle einer Situation.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe der Ausdauer; alte Weisheit; Heilung.
Artemidoros:
Ringe aus Bernstein bringen nur Frauen Nutzen. Aus Bernstein gefertigte Götter oder deren Standbilder zu sehen deuten etwas Gutes an.
Allgemein:
Es ist der Schmuck der alten Zeit und Sinnbild für Beständigkeit.
Psychologisch:
Bernstein steht für ein glückliches Ereignis, das man freilich aus eigener Schuld bald wieder zunichte machen wird; wenn man diese
Warnung rechtzeitig beachtet, läßt sich das vielleicht noch verhindern.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du erhältst Geschenke;
– finden: unverhofftes Glück.
(europ.) : – oder Gegenstände aus Bernstein sehen, besitzen oder verschenken: zeigt gute Gesundheit an; man wird ein Geschenk bekommen;
auch: Warnung vor Stolz, der sich als Barriere zwischen Ihnen und einem geliebten Menschen erweisen wird.
(ind. ) : – du hast großes Glück in allem, aber du verstehst es nicht zu halten.
(Siehe auch „Edelsteine“)
Bernsteinschmuck
Volkstümlich:
(arab. ) : – durch Geschenke erfreut werden.
(europ.) : – du wirst eitle Frauen kennenlernen;
– ihn tragen: du bist sehr eitel.
Beruf
Assoziation: – Arbeit an der Vollendung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich frustriert oder zufrieden?
Allgemein:
Ein Traum, in dem sich der Träumende an seinem Arbeitsplatz oder bei der Arbeit sieht, läßt Fragen und Sorgen erkennen, welche seine
Berufssituation betreffen. Vielleicht bemüht er sich aber auch aktiv um Veränderungen in seinem Leben, und dies wird im Traum in die
Arbeitssituation hineinprojiziert.
Psychologisch:
Der Beruf hat mit der tatsächlichen Berufung eines Menschen im allgemeinen nichts gemein. Häufig können Träume dazu beitragen, die
Situation des Träumenden zu verändern, indem sie ihm seine wahren Begabungen aufzeigen. Wenn man im Traum an etwas arbeitet, das im
Alltag keinen Platz hat, dann könnte es sich lohnen, das Potential dieser Tätigkeit zu überprüfen.
Spirituell:
Möglicherweise kommt ein gewisses Maß an spiritueller Aktivität auf den Träumenden zu. Vielleicht wird der Träumende dazu gebracht,
mit einer neuen spirituellen Arbeit zu beginnen.
Berufstätigkeit
Allgemein:
Träume über Berufstätigkeit haben viel mit Status zu tun, da viele Menschen den Wert eines anderen über seinen Beruf ermitteln. So hat ein
Arzt einen sehr hohen Status, während der einer Hausfrau sehr niedrig angesetzt wird. Solche Träume weisen daher auf den Wert hin, den
sich der Träumende selbst zumißt.
Psychologisch:
In der Regel nimmt der Beruf einen großen Teil des Tages in Anspruch. Ein Traum von der Berufstätigkeit kann also ein Hinweis sein, daß
der Träumende darüber nachdenken sollte, welche Arbeit ihn befriedigt und ob sie ihm das Leben ermöglicht, welches er sich wünscht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verlangt das Traumbild vom Träumenden, seine Fähigkeiten und Gaben wirkungsvoll für das größere Ganze
einzusetzen.
Beruhigen
Volkstümlich:
(europ.) : – oder zur Ruhe gebracht werden: Ärger, Unannehmlichkeiten, Kämpfe.
Beruhigungsmittel
(Schlafmittel)
Psychologisch:
Sie haben im Traum die Funktion, Ängste, Sorgen, Konflikte, Enttäuschungen und ähnliche negative psychische Inhalte zu verdrängen; man
sollte das als Aufforderung verstehen, sich damit bewußt auseinanderzusetzen, um sie zu bewältigen. Worum es dabei in der Realität geht,
läßt sich nur individuell ja nach den Lebensumständen verstehen. Zuweilen warnen solche Medikamente auch ganz konkret vor dem
Mißbrauch, wenn man sie längere Zeit ununterbrochen einnimmt.
Berühmtheit
Assoziation: – Anerkennung; Ruhm; gelegentlich berüchtigt.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir strebt nach Anerkennung? Habe ich Angst vor Anerkennung?
Allgemein:
Wenn ein Traum davon handelt, daß der Träumende berühmt ist oder auf einem ausgewählten Gebiet zu Ruhm gelangt ist, zeigt dies, daß er
selbst seine Fähigkeiten erkennen und vertrauen in sie setzen muß. Im Wachzustand mag ein Mensch vielleicht verhältnismäßig schüchtern
sein, aber in seinen Träumen erreicht er oft Dinge, wie er sie nie für möglich gehalten hätte.
Psychologisch:
Das Berühmtwerden tritt häufig als Traumsymbol auf. Man möchte im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen und wahrgenommen werden.
Es ist zu fragen, ob nicht bei diesem Traumsymbol sich das Ich mit seinem Bedürfnissen übermäßig durchsetzt. Auf der anderen Seite wird
mit der Berühmtheit (oft fälschlicherweise) auch Freiheit und Unabhängigkeit verbunden, auf die dieses Traumsymbol ebenfalls verweist.
Der Erkenntnisdrang des Menschen erwächst aus dem Ich. Wenn der Träumende Entscheidungen über sein weiteres Voranschreiten treffen
will, muß er wissen, ob er dazu in der Lage ist, aus einer Masse herauszuragen oder nicht. Berühmtheit im Traum kann bei der Klärung
dieser Frage helfen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene legt Berühmtheit im Traum nahe, daß der Träumende sich zu sehr mit seiner Wirkung auf die Außenwelt befaßt
und daß sein spirituelles Vorankommen daher entsprechend gering ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – geworden sein: sagt Verluste und eine Veränderung zum Schlechten voraus.
(Siehe auch „Archetypen“)

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Berührung
Allgemein:
Die Berührung in einem Traum steht für das Herstellen von Kontakten. Der Träumende steht mit dem Menschen, den er im Traum berührt,
im gegenseitigen Einvernehmen. Berührung im Traum kann auch das Verlangen nach Nähe zu einem anderen Menschen symbolisieren.
Psychologisch:
Innerhalb von Beziehungen kann die Berührung einen wichtigen Akt der Anerkennung darstellen. Das Traumbild zeigt, welche Einstellung
der Träumende zu Berührungen hat, die er gibt oder empfängt.
Spirituell:
Die Übertragung von Energie kann durch eine segnende Berührung erfolgen.
Beryll (Siehe „Edelsteine“)
Besatzung
(Crew)
Volkstümlich:
(europ.) : – Seeleute bei der Arbeit auf dem Schiff sehen: schlechte Nachrichten.
Beschädigung
Assoziation: – Verletzung; Verlust.
Fragestellung: – Was bin ich wiederherzustellen oder zu ersetzen bereit?
Beschäftigung
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Arbeit verrichten: Weg zum Glück öffnen, in jeder Hinsicht;
– arbeitslos sein: sicheres Zeichen von Wohlstand im Geschäftsleben;
– andere Menschen einstellen: Kollision zwischen Ihren Interessen und der anderer Menschen.
(Siehe auch „Arbeit“)
Beschämung
Volkstümlich:
(europ.) : – beschämt seien: bei Personen, bei denen man ehrenhaft und rechtschaffen erscheinen wollte,
in ein schiefes Licht geraten werden; finanzielle Angelegenheiten gestalten sich schwierig;
– beschämende Handlungen sehen: fehlgeschlagene Pläne und Enttäuschungen in der Liebe.
Bescheidenheit
Psychologisch:
Ein Traum von Bescheidenheit kann signalisieren, daß man sich weniger auffällig kleiden oder auch benehmen sollte.
Beschimpfung / beschimpfen
Psychologisch:
Verbale Beschimpfung kann zwar zuweilen ein Ventil für unsere Gefühle sein, führt aber selten zu direkten Resultaten, außer, daß es alles
nur noch schlimmer macht. Ein Traum mit verbalen Kränkung durch einen anderen kann denn leicht eine Warnung sein, daß man Energie
nur sinnlos vergeudet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: hüte dich vor Zank im Haus.
(europ.) : – werden: Ärger mit Hausbewohnern;
– sich beschimpft fühlen: durch die Feindseligkeit anderer beeinträchtigt werden;
– eine Person beschimpfen: Ihre Angelegenheiten werden nicht vom Glück gesegnet sein;
Sie werden Geld durch übertriebene Hartnäckigkeiten im Geschäft verlieren;
– Hört eine junge Frau Beschimpfungen, so wird sie in den Bann einer eifersüchtigen Person
geraten. Wenn Sie sich selbst dieser Sprache bedient, wird sie mit Zurückweisungen rechnen
müssen; sie wird wegen ihres schlechten Verhalten von Schmach und Bedauern erfüllt sein.
(ind. ) : – werden: du wirst in eine Gerichtssache verwickelt.
Beschlagnahmen
Volkstümlich:
(europ.) : – lassen oder selbst bei einem anderen beschlagnahmen: bedeutet Ärger und Widerwärtigkeiten;
– selbst gepfändet werden: Lotterieglück.
Beschmutzung / beschmutzt
Volkstümlich:
(arab. ) : – an seinem Körper sein: Beleidigungen werden dich kränken;
– werden: du erfährst eine Beleidigung;
– an seinen Kleidern sein: Krank werden;
– durch sich selbst: Glück, (symbolischer Gegensatz!).
(europ.) : – werden: Zerwürfnisse;
– sein: üble Nachrede;
– durch sich selbst: zeigt Erfolge an.

250
Beschneidung
Psychologisch:
Die Beschneidung im Traum steht nicht im Sinne von Kastration oder für den Verlust der Potenz, im Gegenteil: In primitiven Kulturen wird
durch die Beschneidung die Triebhaftigkeit zugunsten der Seele geopfert. Das Traumbild der Beschneidung kann als Mahnung dafür gesehen
werden, daß der Träumende sich seiner Triebhaftigkeit bewußt werden soll, oder es weist auf eine Beeinträchtigung im körperlichen, meist
jedoch sexuellen Bereich hin. Hierbei kann es sich um einen freiwilligen, aber auch um einen erzwungenen Verzicht handeln. Wichtig ist,
wie der Träumende bei der Beschneidung empfindet.
(Siehe auch „Kastration“, „Phallus“)
Beschränkungen
Psychologisch:
Unsere Frustration über alle die Beschränkungen, die uns das Leben aufzwingt – praktisch und psychisch -, entlädt sich oft im Traum. Da
Träume aber normalerweise konstruktiv sind, geben sie uns auch Hinweise darauf, wie wir damit fertig werden können.
(Siehe auch „Gefängnis“)
Beschuldigung / beschuldigt
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich selbst: Glück und Ansehen;
– seine Frau: deutet auf schlechte Nachricht;
– einen anderen: Unruhe und Verachtung.
(europ.) : – werden: zeigt hinterlistige Freunde an, oder übelwollende Menschen, mit denen wir irgendwie
in Verbindung stehen, deshalb wird Vorsicht notwendig sein;
– die Unschuld nachweisen können: zeigt, daß Sie Ihre Schwierigkeiten überwinden werden;
– wage Beschimpfungen zeigen undefinierte Schwierigkeiten oder Sorgen, während eine
definitive Anschuldigung auf eine ernste Angelegenheit hinweist, eine spezielle Schwierigkeit.
(Siehe auch „Anklage“)
Beschützt
Volkstümlich:
(europ.) : – werden: Zeichen guter Taten, eines guten Herzens und aufrichtiger Freunde.
Beschwerden
Volkstümlich:
(europ.) : – haben: Sie agieren bei Ihren Geschäften zu langsam, und deshalb wird jemand anderes von Ihren Ideen profitieren;
– Leidet eine junge Frau an Herzbeschwerden, hat Sie großen Kummer, daß ihr Geliebter zu zögerlich um sie wirbt.
Hat sie Rückenbeschwerden, wird sie aus Rücksichtslosigkeit auf ihre Gesundheit krank. Bei Kopfschmerzen macht
sie sich Gedanken wegen ihrer Leichtsinnigkeit mit dem Ziel, ihre Konkurrentinnen abzuschütteln.
Beschwichtigung
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst aussprechen: weist auf Zank zwischen Eheleuten oder Liebenden hin;
– von anderen hören: Heucheleien unter Freunden; Vorsicht bei Investitionen.
Beschwören
Volkstümlich:
(arab. ) : – bedeutet, daß man falschen Einflüsterungen Gehör schenkt.
(europ.) : – sehen oder erleben: Umwälzung im sozialen Leben;
– selbst vornehmen: kündet große Ereignisse im eigenen Leben an.
(Siehe auch „Eid“)
Besen
Allgemein:
Besen kann als Sexual-(Phallus-) Symbol verstanden werden und vernachlässigte sexuelle Bedürfnisse anzeigen. Kehrt man damit, wird man
sich wahrscheinlich von störenden seelischen Einflüssen befreien und Hindernisse überwinden können. Manchmal warnt der Besen auch vor
falschen Freunden und Ratgebern, die es nicht gut mit einem meinen. Wer einen Besen in der Hand hält und damit kehrt, möchte im eigenen
Lager Ordnung schaffen. In fremden Händen sind Besen vergleichbar mit denen der Hexen, die auf ihnen in der Walpurgisnacht auf den
Blocksberg reiten und dort ihr Unwesen treiben:
– Man will Streit mit uns beginnen oder uns irgendwie hereinlegen.
– Man sollte diese Warnung ernst nehmen und sich vor den männlichen und weiblichen Hexen und ihren Kehrkünsten hüten.
– Neue Besen kehren (auch im Traum) gut; sie können darauf hinweisen, daß wir mit einer neuen Idee Altes vergessen machen.
Psychologisch:
Mit Besen wird oft eine auf dem Besen reitende Hexe assoziiert. Hierbei kann es sich um ein Traumsymbol handeln, das erotische
Bedeutung hat. Meist tritt der Besen jedoch in seiner eigentlichen Funktion, nämlich als Reinigungsinstrument auf und bedeutet dann, daß
der Träumende ein Problem lösen oder eine Situation bereinigen soll.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Zank und Streit im Haus; du wirst Belästigungen zurückweisen;
– einen neuen haben: falsche Freunde;
– einen alten: ein wiedersehen mit alten Bekannten;
– kaufen: schlechtes Gesinde;
– in die Ecke stellen: du verlierst deine Stellung;
– darauf reiten: Plage dich nicht mit abergläubischen Grillen;
– damit kehren: man weiß sich vor Widerwärtigkeiten zu schützen.

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(europ.) : – an Ort und Stelle sehen: Glück, Lotteriegewinn oder Erbschaft;
– allgemein alte sehen: bringt Verkehr mit unangenehmen Leuten; nehmen Sie sich vor falschen Freunden in acht;
– allgemein neue Besen: Sparsamkeit und Verbesserung Ihrer Situation;
– darüber stolpern: Mißhelligkeiten im eigenen Heim haben;
– damit fegen: was man selbst leicht besorgen kann, darf nicht liegen bleiben
oder anderen überlassen werden; glückliche Überwindung von Hindernissen;
– sich selbst damit kehren sehen: man sollte all seine Angelegenheiten bald in Ordnung bringen, sonst droht Verdruß;
– Verliert eine Frau den Besen, wird sie eine unangenehme Ehefrau und schludrig im Haushalt.
(ind. ) : – man wird dich belästigen, höre nicht auf die Dummen;
– neuer: falsche Menschen sind um dich;
– alter: du wirst wieder mit guten Freunden zusammenkommen;
– damit kehren: höre nicht auf fremde Menschen.
Beseitigung
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas: ein unerwarteter Besuch steht ins Haus.
Besessenheit
Psychologisch:
Sie ist meist als ernstzunehmender Hinweis darauf zu verstehen, daß man sich zu stark den herrschenden Normen, Regeln,
Moralvorstellungen und Moden anpaßt, dadurch eingeengt und behindert wird; die genaue Bedeutung ist nur individuell verständlich.
Praktische Konsequenzen sollten aus einer solchen Einsicht stets gezogen werden. Zuweilen weist das Symbol auch auf übertriebenen
Idealismus hin bis hin zum Fanatismus, den man normalisieren muß, um Schwierigkeiten im Leben zu vermeiden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er sei von einem Dämon besessen, wird er vom Landesfürsten Gutes erfahren und lange leben.
Sieht einer im Traum einen Dämon, ohne daß dieser Besitz von ihm ergreift, wird er an den kaiserlichen Minister
ein Bittgesuch richten;
spricht der Dämon ihn an, wird er bei dem Kaiserlichen Gehör finden.
– Von einem Dämon oder Besessenen geschlagen werden prophezeit Schrecken und Strafe von Seiten des Landesfürsten
oder eines Hochgestellten.
– Zu träumen, man schlage einen Dämon oder Besessenen und überwältige ihn, ist für einen Armen nicht möglich,
sondern nur für einen hohen Herrn; denn dieser wird seinen Widersacher niedertreten und überwinden.
(ind. ) : – Träumt der Kaiser, er sei vor allem Volk oder in der Kirche von einem Dämon besessen,
wird er Freude und ein langes Leben haben und Sieg und Triumph über seine Feinde feiern;
ein Mann von niederem Stand wird vom Landesfürsten erhöht werden und von allen Leuten Gutes erfahren,
weil die Menschen Besessenen gewöhnlich Mitleid bezeigen.
– Dünkt es den Kaiser, ein Dämon plage ihn, ohne daß andere es bemerken,
wird er auf dunkle Machenschaften gegen seine Feinde sinnen, sie überwinden und seinen Willen durchsetzen;
ein einfacher Mann wird zu Reichtum kommen, ihn verbergen, und dieser wird nicht ans Licht kommen;
eine Frau wird einem Sohn das Leben schenken, der im Volk hohe Achtung genießen wird.
Besitzung
Volkstümlich:
(arab. ) : – erben: vorteilhafte Heirat;
– zum Geschenk erhalten: Vermehrung der Familie;
– kaufen: lebe nicht über deine Verhältnisse.
(europ.) : – Eigentümer von großen Besitztümern werden: eines Tages eine Erbschaft machen, die jedoch
keineswegs Ihren Erwartungen entspricht;
– die eigenen sehen: sich eines treusorgenden Ehepartners erfreuen;
– Einer jungen Frau sagt der Traum eine enttäuschende Erbschaft voraus. Sie wird sehr schlicht
leben müssen, da ihre Erbschaft aus einem armen Mann und vielen Kindern besteht.
Besorgung
(Botengang)
Volkstümlich:
(europ.) : – damit befaßt sein und erfolgreich zu Ende führen: es wird alles gut sein;
– den verlangten Gegenstand nicht beschaffen können: geschäftliche Schwierigkeiten.
Besprengen
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Straße: angenehmste Unterhaltung steht bevor;
– Blumen: Güterverbesserung.
Bespuckt
Volkstümlich:
(europ.) : – werden: man wird erst durch Schaden klug werden;
– andere bespucken: zeigt einen schlechten Charakter und verheißt Geldverluste und Ärger.
(Siehe auch „Anspucken“)
Bestattungsunternehmer
Allgemein:
Man weigert sich davor, eine unangenehme Aufgabe zu übernehmen und delegiert diese an andere. Dies ist ein Hinweis auf mangelndes
Selbstverantwortungsgefühl.
Volkstümlich:
(europ.) : – Ein Traum des Gegenteils und dies bedeutet eine Heirat.

252
Bestechung
Volkstümlich:
(europ.) : – Traum des Gegenteils;
– Bestechungsgeld annehmen: Zeichen ehrenhaften und aufrichtigen Verhaltens.
Besteck
Psychologisch:
Besteck im Traum richtet unseren Blick auf die Eßkultur und die Ernährungsweise. Essen hängt mit Grundbedürfnissen und deren
Verfeinerung zusammen. Das Besteck hilft, diesen Kultivierungsprozeß durchzuführen. Dazu kommt noch die Bedeutung der Zerlegung und
damit der Analyse. Achten Sie darauf, woraus das Besteck besteht, ob es besondere Formen aufweist.
Gabel: Diese ist mit ihren spitzen Forken ein verbreitetes Aggressionssymbol. Haben Sie „etwas
aufgegabelt“? Gibt es etwas in diesem Traum, das schwer zu fassen oder festzuhalten ist?
Genieren Sie sich, mit Ihren Fingern zuzugreifen?
Löffel: Der Löffel ist das am wenigsten aggressive Symbol unter dem Besteck. Bei ihm ist an die
volkstümliche Redewendung „den Löffel abgeben“ für den Tod zu denken. Ferner erinnert er
uns an die Kindheit, als wir nur mit dem Löffel zu essen pflegten. Bisweilen bestehen auch
Anklänge an den „Suppenkasper“ (die Kindergeschichte aus „Der Struwelpeter“). Man muß
seine Suppe auslöffeln, das heißt, die Konsequenzen dessen tragen, was man sich
„eingebrockt“ hat.
Messer: Das Messer ist einmal ein Symbol der Aggression und zum anderen des technischen oder
analysierenden Geistes. Dabei ist besonders wichtig, um welche Art des Messers es sich
handelt. Große Brot- und Küchenmesser drücken auch größere Aggressionen aus, als
kleine Frühstücks- oder beispielsweise Obstmesser. Beachten Sie auch immer, ob das
Messer scharf oder stumpf ist. Scharfe Messer weisen auf größere Aggressionen oder einen
schärferen Verstand hin, stumpfe Messer auf kleinere Aggressionen und einen eher trüben
oder ungenutzten Verstand.
Bestialität
Assoziation: – Vereinigung mit animalen Leidenschaften oder Instinkten.
Fragestellung: – Welche grundlegenden Aspekte von mir selbst fürchte oder verleugne ich?
Bestien
Psychologisch:
Die Bestie symbolisiert die tierische Seite unseres Schattens, die, da sie nicht angenommen wird, sich uns gegenüber zerstörerisch verhält.
Mit diesem Symbol wird der Blick auf den Umgang mit den Trieben gelenkt.
(Siehe auch „Schattengestalten“, „Ungeheuer“)
Bestohlen
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: Betrüger werden dich zu umgarnen suchen.
(europ.) : – werden: du wirst Freunde verlieren.
Bestrafung
Allgemein:
Träume teilen uns auch Dinge mit, die wir eigentlich gar nicht wissen möchten, so auch Bestrafungen, von denen wir unterbewußt wissen,
daß wir sie verdienen. Manchmal sind es Strafen für Taten, die wir noch gar nicht begangen haben, oder für gedankenlos verübte. Träume
bestrafen zuweilen für Taten oder Gedanken, die das bessere Ich nicht billigt. Die Traumsymbole erscheinen dabei oft überzogen. Hat man
vielleicht nur gedankenlos etwas Nachteiliges von einem Freund gesagt, sieht man sich im Traum gleich am Galgen (weil man „Ruf-Mord“
begangen hat!). Solche Träume können auch Ausdruck der Überzeugungen sein, jemand anderes verdiene die Strafe. Da ein Traumsymbol
alles und jeden repräsentieren kann, kann der Verbrecher ein anderer Mensch oder man selbst sein. Selbst ein ganzer MOB kann
ausschließlich die eigene Persönlichkeit darstellen, allerdings auch die öffentliche Meinung. Träumt man, daß man gelyncht wird, muß man
überlegen, ob man sich im Wachleben unsozial verhält. Man kann auch selbst das Strafinstrument sein, also Galgen, Stock, Guillotine oder
Rute; dann ist nachzuforschen, wer damit bestraft wird und warum. Körperliche Züchtigung, z.B. Auspeitschen mit der Rute oder Prügel mit
dem Schlag-Stock, muß überhaupt nicht Strafe bedeuten. Geschieht sie im Traum und wird sogar angenehm empfunden, liegt die Deutung
masochistischer Neigungen nahe.
Psychologisch:
Wenn ein Kind merkt, daß es den Erwartungen der Erwachsenen nicht entspricht, hat es oft Angst vor Bestrafung. Im späteren Leben träumt
man davon, bestraft zu werden, wenn man fürchtet, den Leistungsanforderungen nicht gewachsen zu sein oder einen Konflikt nicht selbst
lösen kann. Zu Selbstbestrafung kommt es, wenn der Träumende die an sich selbst gestellten Anforderungen nicht erfüllt. Dies mag der
einzige Ausweg aus seinem Dilemma sein. Es erscheint ihm leichter, den Schmerz zu ertragen, als das Problem zu lösen. Vielleicht aber
verdrängt man erfolgreich, daß man eigentlich „Strafe verdient“, hört aber wider besseres Wissen nicht damit auf, jemanden (oder auch sich
selbst) zu schaden. Wer sich nach einem Bestrafungstraum erleichtert und befreit fühlt, mag vielleicht ein schlechtes Gewissen haben – aber
sicher einen Hang zum Masochismus.
Spirituell:
Die schlimmste spirituelle Bestrafung ist das Wissen, daß ein angestrebter Entwicklungsschritt nicht vollendet wurde.
Volkstümlich:
(europ.) : – werden: unerwartetes Vergnügen.

253
Besuch
Allgemein:
Der Besuch, den man erhält, symbolisiert, daß dem Träumenden Informationen, Wärme oder Liebe zuteil werden. Ist ihm der Besucher
bekannt, so könnte sich dies auf eine reale Situation beziehen. Andernfalls bemüht sich wahrscheinlich ein verdrängter Persönlichkeitsanteil,
zum Vorschein zu kommen. Besucher sind oft als Warnung vor bevorstehenden Problemen vor allem im zwischenmenschlichen Bereich zu
verstehen. Wenn der Besuch unangenehm ist, kann das auf Allergien hinweisen oder auf Antipathien, die man im Wachleben hegt.
Psychologisch:
Jemanden zu besuchen bedeutet, daß der Träumende in psychischer, emotionaler oder spiritueller Hinsicht seinen Horizont erweitern muß.
Bekommt eine Person im Traum Besuch, weist diese Symbol meist darauf hin, daß eine Veränderung oder Entwicklung bevorsteht oder
bereits eingetroffen ist, die aber meist nur vorübergehender Art ist. Empfindet der Träumende den Besuch als angenehm, so ist er mit der
Entwicklung zufrieden; empfindet er ihn als störend oder unangenehm, ist das ein Zeichen für seine Unzufriedenheit oder auch Ungeduld.
Eine genauere Deutung ist aus der gesamten Traumhandlung zu ersehen.
Spirituell:
Ein zukünftiger spiritueller Führer macht sich oft zunächst durch einen Besuch im Traum bemerkbar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfangen: Unannehmlichkeiten erleben, du wirst in eine unangenehme Lage kommen;
auch: warnt davor, sich seinen Mitmenschen gegenüber zu sehr zu öffnen;
– machen: Unrecht erleiden müssen; man sollte seinen Freundeskreis genau überprüfen;
– von einem Arzt: Wohlergehen.
(europ.) : – empfangen: man wird in seinen Erwartungen arg getäuscht werden;
– Besuch erwarten: man wird viele Tränen vergießen;
– erhalten: man wird mit dem Gericht zu tun bekommen;
– von einem Freund erhalten: bedeutet eine Vergnügungsreise;
– wenn der Freund traurig und abgespannt erscheint: unangenehmer Besuch oder Enttäuschungen folgen;
– wenn er oder sie schwarz oder weiß gekleidet ist und blaß aussieht: schwere Erkrankung oder ein Unfall;
– machen: Streit und Schaden haben; oder kündet ein Familienfest an; auch: Hindernisse für Ihre Pläne;
– unangenehmer Besuch: Ihre Freude wird durch böse Menschen getrübt;
– als Besucher unfreundlich aufgenommen werden: Ärger unter Bekannten und Freunden;
– viele Besucher: je mehr Leute Sie umgeben, desto größer die geschäftlichen Schwierigkeiten;
– wird ein Kranker von einem Arzt besucht: steht Heilung bevor.
(Siehe auch „Fremde“, „Freunde“, „Verwandte“)
Betäubung
Allgemein:
Der Traum von einer Betäubung bedeutet, daß Sie in Ihren eigenen Gefühlen abgestumpft sind. Sie verdrängen viel, Sie sind auch nicht mehr
in der Lage, das wahrzunehmen, was Ihnen Ihre Mitmenschen entgegenbringen. Werden Sie betäubt, kann das heißen, daß Sie Ihre Konflikte
nicht lösen können. Doch resignieren Sie nicht, das führt nur noch zu mehr Betäubung.
Beten
Assoziation: – Kommunion; Suche nach Hilfe.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit nachzugeben?
Achmet:
Eine Frau wandte sich einmal an den Traumdeuter Sirin und sagte: „Was wird mir geschehen? Mir träumte in dieser Nacht, daß ich wie ein
Priester oder Geistlicher für das Volk betete.“ Sirin fragte: „Zu welcher Stunde hattest du den Traum?“ Sie erwiderte: „Nach Mittag, um
drei.“ Er entgegnete: „Drei Monate werden vergehen, dann wirst du dich von deinem Mann trennen, dem lockeren Gewerbe nachgehen,
schwanger werden und ein Kind gebären.“ Und so kam es auch.
Allgemein:
Beten bringt den Wunsch nach Hilfe zum Ausdruck, insbesondere in ausweglos scheinenden Situationen, in denen man nur noch auf Hilfe
„von oben“ hoffen kann. Auch die Bitte um Vergebung einer belastenden Schuld oder eine tiefe, die ganze Persönlichkeit umfassende Angst
kann dahinter stehen. Manchmal zeigt das Beten auch an, daß man sich wieder der Religion und dem Glauben zuwenden wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selber beten: du wirst ruhig in deinem Gemüt sein;
– sich selber beten sehen: deutet auf ein angenehmes Dasein;
– andere beten sehen: du hast warmherzige Freunde, man wird dich aus großer Not befreien.
(europ.) : – selbst oder andere sehen: verheißt Zufriedenheit, Glück und Freude; Gottesfurcht;
man besitzt gute Freunde, die einem in der Not immer beistehen würden;
– sich selbst als Betenden sehen: die eigene Zukunft ist gesegnet, doch man benötigt den Rat
eines objektiven Beraters oder die Unterstützung von Familie und/oder Freunden;
– in der Kirche: Gewissensbisse;
– vor einem im Freien stehenden Kreuz oder Heiligenbild: Angst um die Existenz.
(ind. ) : – Freud und Leid begleiten dich schon eine Reihe von Jahren, aber bald wird auch für dich
wieder die Sonne des Glückes scheinen.
(Siehe auch „Andacht“)
Betkissen:
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet nachlassen Ihrer Kräfte zum Vorteil eines anderen;
– auf einem Knien: Enttäuschungen;
– die Füße darauf stellen: Triumph über Rivalen;
– Träumt eine Frau vom Betkissen, sollte sie ihren Geist kultivieren und Unabhängigkeit anstreben.
Beton
Psychologisch:
Das Symbol für einen verhärteten Charakter – „der Charakterpanzer“ nach der Lehre von Wilhelm Reich. Allgemein steht Beton für Härte,
emotionale Kälte und Abgrenzung.

254
Betrinken
Volkstümlich:
(europ.) : – sich selbst: siehe „Berauscht“;
– einen Betrunkenen sehen: soll Glück im Geschäft anzeigen.
Betrübnis
Volkstümlich:
(arab. ) : – betrübt sein: du wirst dich unter Bekannten verlassen vorkommen.
(europ.) : – zeigt Gewinn oder eine Versöhnung an;
– betrübt sein: du bekommst Gönner.
Betrug
Allgemein:
Wenn Betrug in einem Traum eine Rolle spielt, besonders wenn der Träumende der Betrogene ist, besteht die Möglichkeit, daß dieser zu
vertrauensselig ist. Wenn der Träumende betrügt, läuft er Gefahr, einen guten Freund zu verlieren. Betrug (Betrüger) kann tatsächlich darauf
hinweisen, daß man sich durch zu viel Vertrauen in andere und naive Gutgläubigkeit leicht selbst in Schwierigkeiten bringt. Oft kann man
daraus aber auch auf trügerische Gefühle, Hoffnungen und Erwartungen schließen, mit denen man sich selbst täuscht. Alte Traumbücher
geben zum Teil noch folgende Bedeutungen an:
– Oft das Unverhoffte, schnelles Glück und kurzfristige Aufbesserung der Finanzen.
– Beim Betrug entlarvt werden, gilt als günstiges Zeichen für finanzielle Pläne.
– Betrug beim Spiel soll als Wunsch nach Rache an einem anderen Menschen stehen, durch den man sich verletzt fühlt.
– Betrügerin kann im Traum anzeigen, daß man für ein flüchtiges erotisches Abenteuer zugänglich ist.
Psychologisch:
Wenn man akzeptiert, daß die verschiedenen Figuren, die in Träumen auftauchen, Teile der eigenen Persönlichkeit sind, dann sollte man sich
davor hüten, sich selbst zu betrügen. Wer häufig träumt, betrogen zu werden, hat Angst, nicht wichtig genug zu sein – ob in einer
Partnerschaft, Familie oder Arbeitssituation, zeigt die entsprechende Handlung des Traumes auf. Eine Aufforderung, jetzt eine bessere
Position zu erkämpfen und sich nicht immer mit einer „Nebenrolle“ im Leben zufriedenzugeben! Wird man vom Liebespartner betrogen,
sollte man das nicht allzu ernst nehmen; denn der fremde Traumbeischläfer des eigenen Partners ist häufig nichts anderes als die unerwartete
Hilfestellung, die uns jemand im Wachleben leistet; manchmal soll das Traumbild auch den Anstoß geben, im Intimleben mehr aus sich
herauszugehen.
Spirituell:
Der Träumende muß seine spirituellen Ziele überprüfen und ihnen dann treu bleiben; geistiger Selbstbetrug ist auf jedem spirituellen
Entwicklungsweg eine große Gefahr.
Volkstümlich:
(europ.) : – allgemein: deutet ein Unrecht an, das man unter keinen Umständen ausführen soll, denn vermeidet man es, so wird man zu einer
ehrenvollen Stellung aufsteigen;
– selbst betrügen: sich auf kosten Ihres Arbeitgebers bereichern, sich unwürdigen Vergnügen hingeben und Ihren Ruf schädigen;
– als solcher bei einem Geschäft erwischt werden: gutes Fortkommen;
– bei einem Geschäft betrogen werden: auf Personen treffen, die Ihnen den Weg zum Wohlstand versperren wollen;
– allgemein betrogen werden: unverhofftes Glück oder Erbschaft; zwecklose Versuche der Feinde, Sie zu schaden;
– mit einer Betrügerin zu tun haben: kündet ein Liebesabenteuer an;
– Betrüger im Spiel erwischen: man wird sich für etwas rächen;
– als solcher bei einem Geschäft erwischt werden: gutes Fortkommen;
– eine Person des Betruges bezichtigen: Ihnen wird ein höchst ehrenwertes Amt angeboten.
(Siehe auch „Beischlaf“)
Betrunken
Assoziation: – Völlige Gefühllosigkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben befürchte ich, die Kontrolle zu verlieren, oder würde ich gern die Kontrolle verlieren?
Allgemein:
Wenn man im Traum betrunken ist, bedeutet dies, daß man sich irrationalen Kräften überläßt. Der Träumende sehnt sich danach, ohne
Hemmungen und Verantwortung zu sein. Betrunkenheit steht oft dafür, daß man nicht recht „bei Sinnen“ ist, die Realität verkennt und
deshalb Fehler macht, die später zu Enttäuschungen und Mißerfolgen führen werden. Vielleicht wird man auch darauf hingewiesen, daß man
eine Bekanntschaft machen wird, die aber oberflächlich bleibt. Zuweilen enthält dieses Symbol auch den frühen Hinweis auf eine Ohren-
oder Gehirnkrankheit (die tatsächlich zu Gleichgewichts- und Bewußtseinsstörungen führen kann), so daß man beim häufigeren Auftreten
dieses Symbols eine Untersuchung veranlassen sollte.
– Sieht man Betrunkene, ist man von Menschen aus der eigenen Umgebung enttäuscht.
– Sieht man sich selbst betrunken, will das Unbewußte unsere Hemmungen beseitigen,
damit wir anstehende Probleme ohne Scheu meistern können.
Das Betrunken sein im Traum deutet auch darauf hin, daß der Träumer die Realitäten
des Lebens nicht so ernst nimmt, wie sie in Wirklichkeit sind.
Psychologisch:
Betrunken im Traum zeigt, das der Träumende mit dem Teil deines Selbst in Kontakt treten möchte, der unangemessenes Verhalten duldet.
In alten Gesellschaften war Trunkenheit ein erlaubtes Mittel zum Abbau von Spannungen und zum Feiern.
Spirituell:
Hemmungsabbau durch Alkoholgenuß kann eine Vorbereitung auf Ekstase sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: glückliche Tage erleben, dir stehen angenehme Stunden bevor;
– Betrunkene sehen: du wirst durch fremde Schuld Schaden erleiden.
(europ.) : – oft Warntraum bei Ohr- oder Hirnstörungen, falls nicht einmalige Reaktion auf von außen kommende Störung;
– sein: man erlebt angenehme Stunden, die aber keinen großen Eindruck hinterlassen;
– betrunkene Leute sehen: Enttäuschung seelischer Art;
– auf einem Maskenball sein: man wird ausgelacht werden.
(Siehe auch „Alkohol“, „Rausch“)

255
Betstuhl
Volkstümlich:
(europ.) : – Freude und Trost.
Bett
Assoziation: – Schlaf; Ruhe; Rückzug von allen Aktivitäten; Fundament.
Fragestellung: – Wovon möchte ich mich zurückziehen? Wovor will ich Ruhe haben?
Allgemein:
Der Traum nimmt das Bett besonders wichtig: „wie man sich bettet so liegt man“. Damit ist unsere unbewußte Lage symbolisiert. Im Bett hat
man Ruhe, man ist geborgen, an den Schlafenden werden keine Anforderungen gestellt. Im Traume wird der Schlafende häufig beunruhigt.
Es ist eine Unruhe, die sein Bewußtsein nicht erreicht hat, und man soll ihr nachgehen. Das Traumbett steht am besten zur linken Hand, auf
der unbewußten Seite. Im Augenblick, da eine Frau ihr Traumbett nach rechts verschob, erschien ihr ein Gespensterwesen. Gespenster aber
tauchen auf, wenn eine natürliche Ordnung gestört ist. Wenn Ungehöriges geschieht, wird es „ungeheuer“.
Psychologisch:
Traditionell wird das Bett als Symbol für den Kreislauf des Lebens verstanden: Hier werden Kinder gezeugt und geboren, Kranke gesund
und es ist der Platz des Sterbenden. Bett kann sexuelle Bedürfnisse versinnbildlichen, die man nicht genügend auslebt. Es ist der Hort der
Geborgenheit, in dem uns manchmal tiefe Unruhe erfaßt; man sollte diesem Gefühl im Wachzustand nachgehen, weil es auf irgendeinen
verborgenen Herd seelischer Krankheitskeime hinweisen könnte. Je nach den Begleitumständen stehen dahinter aber auch die folgenden
Bedeutungen, die zum Teil auf alte indische Quellen beruhen:
– Wichtig ist die Größe des Bettes. Füllt es beispielsweise den ganzen Raum, bedeutet dies, daß der Träumende der Sexualität in
seinem Leben einen zu großen Stellenwert beimißt.
– Ist das Bett zu schmal oder zu klein, ist das Gegenteil der Fall.
– Das eigene leere Bett sagt etwas über die seelische Einsamkeit des Träumers aus.
– Ein fremdes leeres Bett soll auf einen bevorstehenden Todesfall oder ein anderes Unglück in der Familie oder ein anderes Unglück
in der Familie oder im näheren Verwandtenkreis hinweisen.
– Verhängtes Bett kann die Bereitschaft zu einem sexuellen Abenteuer anzeigen, insbesondere wenn man sexuelle Bedürfnisse oft
unterdrückt.
– Handelt der Traum von einem frisch bezogenen Bett, so weist dies auf die Notwendigkeit hin, jene Gedanken und Vorstellungen,
die dem Träumenden wirklich wichtig sind, von einer neuen Warte anzugehen. Wir sind der Meinung, daß ein sauber bezogenes
Bett den Träumer vielleicht eher daran erinnern sollte, auch im Wachleben auf „Sauberkeit“ im Intimleben zu achten; schmutziges
Bettzeug wäre demnach ein Signal dafür, seine Beziehungen ins reine zu bringen. Nach einem mittelalterliche Traumbuch soll
dies Glück in der Liebe verheißen, wenn es schmutzig ist, Pech.
– Wenn man im Traum allein ins Bett geht, kann dies den Wunsch danach symbolisieren, in die Sicherheit und Geborgenheit des
Mutterschoßes zurückzukehren.
– Geht der Träumende in seinem Traum mit einer anderen Person ins Bett, so kann dies entweder das sexuelle Begehren für diesen
Menschen ausdrücken oder zeigen, daß der Träumende sich vor seinen sexuellen Impulsen nicht zu fürchten braucht.
– Im Bett liegen wird als das Bedürfnis nach mehr Ruhe oder als Flucht vor der Realität, teilweise aber auch als Zeichen für Zufriedenheit
und innere Harmonie verstanden; manchmal sucht man darin auch das vorübergehende Vergessen von Problemen und Konflikten oder
wird auf eine bevorstehende ernstere Krankheit vorbereitet.
– Bett machen verheißt meist ein zukünftiges glücklicheres Familienleben.
– Schlecht gemachtes oder schmutziges Bett kann Unzufriedenheit mit sich selbst und den eigenen Lebensumständen anzeigen oder
auf familiäre Probleme hinweisen.
– Nicht schlafen können im Bett kündigt Unruhe und Streit mit anderen an.
– Aus dem Bett aufstehen zeigt, daß man einen Entschluß gefaßt hat und ihn mit Mut und Ausdauer durchführen wird.
– Kommt das Bett in Träumen von Ehepaaren oder langjährigen Lebenspartnern vor, kann der Zustand des Bettes über die Beziehung
Auskunft geben.
Spirituell:
Ein Bett kann eine Art spirituelles Heiligtum und ein Gefühl von Reinheit darstellen. Es ist der Ort der Regeneration, der Liebe, des Todes
und der Geburt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Das vertraute Unterbett bedeutet die Ehefrau.
– Träumt einem, dasselbe sei ihm gestohlen worden, so bedeutet dies den Tod seiner Ehefrau;
ist es verbrannt, wird sie durch eine schwere Krankheit umkommen.
– Dünkt es ihn, er bekomme ein anderes Unterbett, wird er entsprechend dessen Schönheit eine andere Frau nehmen.
– Trägt er dasselbe von einem Ort zum andern, wird seine Frau von einer Hand in die andere wechseln.
– Ist der Ort, wohin das Bett getragen wurde, besser oder schlechter, wird sich die Lage der Frau entsprechend verbessern
oder verschlechtern.
– Findet jemand eine andere Matratze, wird er eine andere Frau zu sich nehmen.
– Schläft einer in einem fremden Haus in einem fremden Bett und kennt er den Hausherrn,
wird er dessen Frau zum Ehebruch verführen, kennt er ihn nicht, Unzucht treiben.
– Schnürt einer sein Bettzeug zusammen und trägt es anderswohin, wird er von seiner Frau fortgehen
und sie bei seiner Rückkehr züchtig und unbescholten vorfinden; ist sein Bettzeug voller und praller geworden,
wird er, wenn er wieder heimkommt, seine Frau schwanger von ihm finden.
– Dünkt es einen, er habe ein unbekanntes Bett, wird er in der Fremde eine Frau nehmen,
deren Art und Wesen der Schönheit, Größe und Ausstattung des Bettes gleicht.
– Schaut einer ein bekanntes oder fremdes Polster auf seinem Bett und sich selbst darauf liegen,
wird er große Verantwortung und Freude erlangen, weil das Polster auf einem hölzernen Bett liegt,
Holz aber auf mächtige Männer weist; je länger er auf dem Bett liegt, um so mehr wird er über diese Männer erhöht werden.
– Schläft einer auf weichem Polster ohne Sorgen, wird er seine Frau betrüben und sich nicht um sie sorgen;
ruht er auf buntem Polster, wird der Traum entsp rechend den oben gedeuteten Farben ausgehen.
– reinweiß überzogen sehen: glückliches Eheleben;
– sehr schön: glückliche Ehe;
– in Unordnung: eines deiner Geheimnisse wird enthüllt;
– gut gemacht: Sicherheit und Ruhe;
– schmutziges: Krankheit in der Familie;
– schlechtes: Unglück in der Familie erleben;
– forttragen sehen: Einbuße in seinem Besitz, du wirst ein Darlehen einbüßen;

256
– sonnen sehen: häusliche Wohlfahrt.
– sonnen und ausklopfen: Wohlstand im Haus;
– leeres und aufgedecktes: Todesfall;
– sich hineinlegen: krank werden;
– darin liegen: du wirst erkranken;
– sich daraus erheben, heraussteigen: von einer Krankheit genesen.
– einen Fremden in seinem Bett sehen: Uneinigkeit in der Ehe;
– mit Vorhang sehen: Trauung;
(europ.) : – hübsches sehen: bedeutet Glück;
– sauberes weißes sehen: Sorgen werden verschwinden;
– das eigene Bett in Unordnung sehen: die verborgensten Geheimnisse werden demnächst herauskommen,
und das kann peinlich werden;
– darin sitzen, wenn es rein ist: bedeutet frühe Heirat; Zufriedenheit;
– allein im Bett liegen: Gefahr;
– sich selbst im Bett liegen sehen: man sollte besser auf seine Gesundheit achten, denn man
Bedarf Ruhe und Erholung von Streß;
– in einem fremden Zimmer im Bett sein: unerwarteten Besuch bekommen;
– in einem fremden Bett liegen: unerwartete gute Wendung in geschäftlichen Angelegenheiten;
– sich in einem fremden liegen sehen : man sollte in der nächsten Zeit etwas mißtrauischer sein;
– anfertigen: deutet auf einen Wechsel des Wohnsitzes;
– unsauberes: du wirst ein Geheimnis entdecken oder von jemanden erfahren; Unzufriedenheit;
man sollte sich vor der Gesellschaft negativer Menschen hüten;
– in einem nicht schlafen können: Uneinigkeit;
– mit einem Kind in einem liegen: Erfüllung einer Hoffnung;
– leeres sehen: eine traurige Mitteilung kommt ins Haus; möglicherweise ein Todesfall;
– machen: häusliches Glück;
– Bei einer jungen Frau bedeutet das Bettenmachen einen neuen Liebhaber und angenehme Beschäftigungen.
– für einen Kranken bedeutet dies: es werden Komplikationen auftreten, die vielleicht zum Tode führen;
– im Bett unter freiem Himmel schlafen: erfreuliche Erfahrungen und Schicksalswendung zum Guten;
– einen Freund blaß im Bett liegen sehen: Freunde werden in Schwierigkeiten geraten;
– Träumt eine Mutter, daß ihr Kind das Bett näßt: Zeichen für ungewöhnliche Ängste;
– wenn Kranke das Bett nässen: Sie werden sich nicht so rasch erholen wie erhofft;
– selbst das Bett nässen: Krankheit oder tragische Ereignisse werden Alltag durchkreuzen.
(ind. ) : – leeres: es wird dich Trauer umgeben;
– darin liegen: achte auf deine Gesundheit;
– schmutziges: du sollst dich mehr deiner Familie widmen;
– unordentliches: du drückst dich nicht deutlich aus und verursachst in deiner Familie Angst;
– wegtragen sehen: du stellst unsinnige Bitten;
– heraussteigen: Erfolg ist dir nur sicher, wenn du bei der Sache bist;
– einen Bekannten darin sehen: Verzweiflung wird über dich kommen, denn du hast dich in eine Sache eingelassen,
die du jetzt bitter bereust;
– verhängtes: du hast Glück beim anderen Geschlecht.
(Siehe auch „Bettwäsche“, „Matratze“, „Möbel“, „Haus“, „Sexualität“)
Bettdecke
Psychologisch:
Sie vermittelt Wärme und Geborgenheit. In einem negativen Traum sollte man allerdings darauf achten, mit wem man „unter einer Decke
steckt“ – es könnte eine Warnung vor ungerechtfertigtem Vertrauen sein, oder vor einer Partnerschaft, die nicht hält, was sie verspricht.
Volkstümlich:
(europ.) : – oder Bettvorhang sauber sehen: gilt für ein freudiges Familienereignis; und deutet bei Frauen auf angenehme Beschäftigung hin;
– dreckig sehen: Sorgen und Krankheit können folgen.
Bettelmönch
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt Armut durch Arbeitsscheue und Trägheit an.
Betteln
Volkstümlich:
(arab. ) : – gehen: Armut in der Familie.
(europ.) : – gehen: zeigt Mangel und Not in der Familie an;
– nach Geld: Gewinn in der Lotterie;
– nach Erlaubnis: du sehnst dich nach Zuneigung;
– sehen: man wird Vergeltung üben.
Bettfedern
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet Verdrießlichkeiten;
– kaufen: gute Wirtschaft.
Bettgenossen
Volkstümlich:
(europ.) : – nicht mögen: ein Mensch, der gewisse Ansprüche an Sie hat, wird Ihnen das Leben schwer machen;
– einen seltsamen haben: Ihre Unzufriedenheit wird andere irritieren;
– glauben, ein Tier bei sich im Bett zu haben: von anhaltenden Pech verfolgt werden.

257
Bettler
Artemidoros:
Eine Synagoge, Bettler, alle möglichen Landstreicher, Jammergestalten und Hungerleider zeigen sowohl einem Mann wie einer Frau
Kummer, Sorgen und seelische Pein an; denn einerseits betritt niemand eine Synagoge, der nicht voller Sorgen ist, andererseits sind Bettler
überaus garstig, mittellos und haben nichts Gesundes an sich und vereiteln deshalb jedes Vorhaben. Folgende Regel gilt ganz allgemein und
unumstößlich: Unbekannte Menschen sind für jedermann Abbilder der kommenden Ereignisse, Bettler zeigen also ihrerseits an, daß ihrem
Erscheinungsbild und ihren Handlungen die des Träumenden gleichen werden. Erhalten sie ein Geldstück, prophezeien sie dem Spender oder
einem seiner Angehörigen einen großen und gefährlichen Verlust, häufig auch den Tod, weil sie unter den Menschen die einzigen sind, die
genauso wie der Tod nichts von dem, was sie einmal empfangen haben, zurückgeben. Bettler, die ein Haus betreten, zeigen einen
Rechtsstreit um dessen Besitz an, und falls sie etwas in die Hand bekommen, sei es mit Gewalt oder in Form eines Almosens, bedeuten sie
einen außerordentlichen Schaden. Dasselbe gilt, wenn sie das Grundstück betreten.
Allgemein:
Im Traum ein Bettler zu sein, stellt ein Gefühl des Scheiterns und einen Mangel an Selbstwertgefühl dar. Trifft man im Traum auf einen
Bettler, so wird man durch diese Begegnung daran erinnert, daß man anderen Menschen, die weniger Glück haben als man selbst, helfen
muß. Es ist ein Warnzeichen, man möge sich anderen Menschen gegenüber weniger erhaben zeigen. Ein Bettler kann aber auch als weiser
Ratgeber konkrete Vorschläge für die Lebensgestaltung geben, die man beachten sollte. Alte Traumbücher übernahmen die volkstümliche
Ansicht, daß es Glück und Geldzuwachs bedeute, wenn man im Traum einen Bettler beschenkt.
Psychologisch:
Bettler wird tiefenanalytisch häufig als das Symbol für jene Seiten der eigenen Persönlichkeit interpretiert, die man selbst ablehnt und vor
anderen zu verbergen sucht; man sollte dann lernen, auch sie zu akzeptieren und vielleicht so zu verändern, daß man sich ihrer nicht mehr
schämen muß. Zuweilen kommt in diesem Symbol auch das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit oder sozialer Isolierung zum Ausdruck.
Gefühle, Triebe und Gedanken, die im realen Leben des Träumenden „gehungert“ haben, werden in Träumen möglicherweise als Bettler
personifiziert. Oft umschreibt der Bettler auch die unangenehme Erinnerung an einen Menschen oder ein Ereignis, das wir lieber aus
unserem Gedächtnis streichen möchten. Manchmal erinnert das Unbewußte uns auch daran, daß wir uns auf mehr Einfachheit im Wachleben
besinnen.
Spirituell:
Ein Bettler kann mit einem Einsiedler identisch und daher ein spiritueller Bittsteller/Fürbitter sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Sorgen in Aussicht; man sollte sich seinen Mitmenschen gegenüber hilfreicher erweisen;
– begegnen: kündigt eine Überraschung an;
– ins Haus treten sehen: Mißhelligkeiten, Ärger;
– einem etwas geben: dein Fleiß wird belohnt werden, eine gute Handlung wird ihren Lohn finden;
– selbst sein: Vermehrung des Besitzes; Erfolg in einem bestimmten Vorhaben;
– ihn schelten: du bekommst ein Geschenk;
– einen hinauswerfen: Unglück von sich abwehren.
(europ.) : – einen sehen: bedeutet eine kummervolle Zukunft; oder eine kleine freudige Überraschung steht bevor;
– einen alten, klapprigen sehen: Zeichen für schlechte Planung;
wenn Sie nicht sparsam sind, werden Sie einen Großteil Ihres Besitzes verlieren;
skandalöse Berichte werden Ihren Ruhm schädigen;
– von einem auf der Straße angegangen werden: bedeutet kommende Schwierigkeiten;
– selbst sein: man wird Erfolg im Lotto oder Glück in Geschäften haben;
auch: Zeichen der gesellschaftlichen Isolierung und Angst vor den eigenen Schwächen
oder Heimlichkeiten sich selbst gegenüber;
– einen ins Haus kommen sehen: Leiden; auch: zeigt eine Überraschung an, die bald eintreffen wird;
– einem etwas geben: bedeutet Erfolg in allen deinen Unternehmungen;
Befreiung aus einer unangenehmen Lage; signalisiert Unzufriedenheit;
– du wirst ohne Schwierigkeiten die Liebe derer gewinnen, die um dich sind;
– Bettlerin: man wird ein Geschenk erhalten.
(ind. ) : – verzage nicht, denn auch für dich kommen wieder schöne Tage.
(Siehe auch „Betteln“)
Bettnässen
Allgemein:
In den Träumen kehrt man oft in die Vergangenheit zurück; ein Traum vom Bettnässen symbolisiert Ängste hinsichtlich fehlender Kontrolle.
In manchen Fällen kann sich der Traum auch auf sexuelle Probleme beziehen.
Psychologisch:
Vielleicht ist der Träumende besorgt, daß er sich in Gesellschaft nicht korrekt verhält oder daß er für falsches Verhalten verurteilt wird.
Spirituell:
Auf der Spirituellen Ebene veranschaulicht Bettnässen ein Bedürfnis nach Freiheit des persönlichen Ausdrucks.
Volkstümlich:
(europ.) : – Träumt eine Mutter, daß ihr Kind das Bett näßt: Zeichen für ungewöhnliche Ängste;
– wenn Kranke das Bett nässen: Sie werden sich nicht so rasch erholen wie erhofft;
– selbst das Bett nässen: Krankheit oder tragische Ereignisse werden Alltag durchkreuzen.
(Siehe auch „Bett“)
Bettwanzen
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: prophezeit Krankheit und Unzufriedenheit;
– viele sehen: kann einen Todesfall andeuten;
– sich totstellende Wanzen sehen: sagen Unglück durch Krankheit voraus;
– beim totschlagen der Wanzen Wasser anstatt Blut sehen: ernste Krankheit oder einen Unfall;
– weiße Wände hoch kriechen sehen und mit heißem Wasser übergießen: von einer schweren
Erkrankung geplagt werden, aber man muß den Tod nicht fürchten; hilft das Wasser nicht
gegen die Wanzen, sind ernste Komplikationen mit Todesfolge möglich.

258
Bettwärmer
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: Krankheit;
– kaufen: hüte dich vor Kuppelei.
Bettwäsche
Allgemein:
Bettwäsche kann oft dazu auffordern, eine Angelegenheit zu klären, damit man wieder mehr Ruhe und Zufriedenheit findet; das gilt ganz
besonders dann, wenn die Bettwäsche beschmutzt ist oder im Traum gewaschen wird. Um zu erkennen, welche konkreten Umstände damit
gemeint sind, müssen oft weitere Symbole im Traum gedeutet werden, sofern sich die Einsicht nicht aus der Realität ergibt. Alte
Traumbücher verstehen die schmutzige Bettwäsche auch als Hinweis auf Minderwertigkeitsgefühle; das muß zwar nicht immer zutreffen,
aber man sollte sich auch in dieser Hinsicht selbst erforschen.
Volkstümlich:
(europ.) : – waschen: man soll seine Angelegenheiten schnell in Ordnung bringen;
– in blendend weißer oder reich verzierter schlafen: Verbesserung der materiellen Situation;
– in schmutziger schlafen: man leidet an Minderwertigkeitsgefühlen.
(Siehe auch „Bett“, „Bettzeug“)
Bettzeug
Volkstümlich:
(europ.) : – Traum des Gegenteils;
– für einen wohlhabenden Menschen bedeutet dies eine Warnung vor Geldverlust;
– für einen armen Menschen bedeutet dies eine kommende Verbesserung seiner finanziellen Lage.
(Siehe auch „Bett“, „Bettwäsche“)
Beulen
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: Unglück in der Verwandtschaft;
– anderen Beulen schlagen: du beschämst deine Feinde.
Beunruhigung
Volkstümlich:
(europ.) : – Dies bringt freudige Ereignisse und Erklärungen für etwas, das Sie verwirrt hatte.
Beute
Allgemein:
Beute, zu der man im Traum selbst wird, zeigt eine (nicht immer bewußte) Angst an, oft bezieht sie sich darauf, daß man in der Realität
durch Gutgläubigkeit von anderen ausgenutzt wird. Macht man Beute, kann darin ein übersteigertes, vielleicht rücksichtsloses Streben nach
Besitz zum Ausdruck kommen, wobei nochmals in Besitz von Geld und anderen materiellen Gütern und in „Besitz“ von Menschen zu
unterscheiden ist. In der traditionellen Traumdeutung steht die Beute, die man macht, auch für bevorstehende Erfolge und finanzielle
Gewinne.
Psychologisch:
Symbol für Gewinn und Erfolg durch „die Jagd danach“ – durch eigenen Einsatz und flexibles Handeln. Wichtig: Wer oder was wurde zur
Beute? Die Antwort gibt Auskunft darüber, was für einem unverzichtbar ist.
Beutel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Behältnis; Spiritualität; Medizin; Gabe.
Beschreibung: Ein Beutel ist ein kleines Behältnis, welches normalerweise aus Stoff oder Leder gefertigt und um den Hals oder am Gürtel
getragen wird. Oft enthält es Kraft- oder praktische Objekte, die ein Mensch täglich bei sich haben möchte.
Allgemeine Bedeutung: Eine Gabe des Verstehens oder der Spiritualität, die zu dir kommt. Bei einem Traum von einem Beutel versuche
seinen Inhalt festzustellen, um zu verstehen, was genau die Gabe ist.
Assoziation: Känguruh.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe der Kraft.
Allgemein:
Beutel kann ähnlich wie Beute mit Besitzstreben in Beziehung stehen, das vielleicht zu stark ausgeprägt ist. Der volle Beutel verspricht
Gewinne, der leere kann ankündigen, daß man trotz aller Mühe nicht zum Ziel gelangen wird, sondern vielleicht sogar noch Verluste
einstecken muß.
Psychologisch:
Ein leerer Beutel kann auf die Leere in unseren Beziehungen hindeuten, ein prall gefüllter auf allzu große Ichbezogenheit gegenüber dem,
der uns am nächsten steht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – leerer: Nahrungssorgen;
– gefüllter: gib nicht so viel Geld aus, es könnte sonst leicht in Verschwendung ausarten.
(europ.) : – mit Geld sehen: du wirst in einem Vergnügen gestört; Lotteriegewinn;
– einen ohne Geld: kündet einen Geldverlust an;
– einen auf der Straße finden: unverhofftes Glück oder unerwarteter Gewinn;
– einen gefüllten finden: Verkehr mit schlechten Menschen;
– einen leeren finden: vergebliche Arbeit;
– mit Steinen finden: Lotteriegewinn;
– einen mit Geld als Geschenk erhalten: angenehme Überraschung.
(ind. ) : – mit Geld gefüllter: lasse dir deinen Frieden durch böse Gedanken nicht rauben;
– leerer: deine Mühe scheint vergebens zu sein;
– mit Steinen: Gewinn steht dir bevor.
(Siehe auch „Medizinbeutel“, „Tasche“)

259
Bewaffnung
Allgemein:
Geht es im Traum um Bewaffnung, so ist es wichtig, in welchem Zusammenhang diese steht. Vielleicht muß sich der Träumende
verteidigen, oder er greift an; möglicherweise wird er auch festgehalten.
Psychologisch:
Bewaffnung dient dem Schutz und der Verteidigung. Es vergingen viele Jahre, und zahlreiche Rituale waren zu absolvieren, bis aus dem
Pagen ein Ritter wurde und er den Übergang vom Träger der Waffen zu ihrem Benutzer vollziehen konnte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht Bewaffnung für Kapitulation, Weisheit oder Aktion.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich: man wird sich seiner Feinde zu erwehren wissen;
– sehen: verfolgt werden.
(europ.) : – sich selbst sehen: zeigt Gefahren an, die man leicht überwinden wird.
– sich: du mußt vorsichtiger sein;
– sehen: zeigt Gefahren an, die man leicht überwinden wird; oder unverhoffte Freude;
wenn Männer kämpfen, wird es zu einer ernsten Angelegenheit.
(ind. ) : – du wirst unerwartet zu Gewinn kommen.
(Siehe auch „Waffen“)
Bewegung
Allgemein:
In der Regel wird eine Bewegung im Traum hervorgehoben, um den Träumenden auf einen Fortschritt aufmerksam zu machen. Bewegt er
sich nach vorn, zeigt dies seinen Glauben an seinen Fähigkeiten; zieht sich der Träumende zurück, steht dies für seine Reaktion in einer
bestimmten Situation. Geht er zur Seite, verweist dies auf eine bewußte Vermeidungshaltung.
Psychologisch:
Die Art, wie sich der Träumende in seinem Traum bewegt, kann viel darüber aussagen, ob er sich in ausreichendem Maße selbst akzeptiert.
Bewegt er sich beispielsweise lebhaft, dann ist dies ein Hinweis darauf, daß er eine Veränderung leicht akzeptieren kann. Wird er bewegt –
beispielsweise auf einem Laufband -, dann bedeutet dies vielleicht, daß der Träumende durch äußere Umstände oder andere Menschen
gelenkt wird.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht die Bewegung im Traum für eine Hinorientierung zur Spiritualität.
Volkstümlich:
(europ.) : – ist der Träumende ein Mann: eine Enthüllung zu seinem Vorteil.
Bewerbung
Psychologisch:
Man möchte etwas erreichen, was auch andere Menschen anstreben – man stellt sich einem Konkurrenzkampf. Wofür? Hier liegt der
eigentliche Symbolwert dieses Traumes. Vielleicht gibt er Auskunft über ein (noch zu entwickelndes) Talent, das demnächst gefragt sein
wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich bewerben: bedeutet ein aufgeschobener Erfolg.
Bewirten
Volkstümlich:
(europ.) : – stellt eine Freude in Aussicht.
Bewunderung
Allgemein:
Dieser Traum will deutlich machen, daß der Träumende unter erheblichen Minderwertigkeitskomplexen leidet, die er durch einen solchen
Traum ausgleichen möchte. Es ist aber auch möglich, daß er eine Person verehrt und sich nicht traut, ihr seine Zuneigung einzugestehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas: einfältige Menschen drängen sich an dich heran;
– jemanden: du möchtest so werden wie derjenige der bewundert wird;
– werden: hüte dich vor Schmeichlern.
(europ.) : – bewundert werden: nützliche Freundschaften mit Menschen die man mag;
– jemanden bewundern: freundliche Gefühle eines anderen Menschen für Sie;
(Es muß sich nicht um die Person handeln, von der Sie tatsächlich träumen!)
Bewußtlosigkeit
Psychologisch:
Dieses Bild veranschaulicht eine starke Konfliktsituation, Rat- und Hilflosigkeit. Der Träumende kann seine Probleme nicht alleine
bewältigen. Er sieht keinen Ausweg und befreit sich, indem er sich durch die Bewußtlosigkeit aus der Verantwortung zieht. Er soll sich auch
davor in acht nehmen, ohnmächtig und unbedacht zu handeln.
(Siehe auch „Ohnmacht“)
Bezahlen
Volkstümlich:
(europ.) : – alter Schulden: gutes Vorzeichen;
– für andere in einer Wirtschaft Getränke bezahlen: Leichtsinn und Danklosigkeit.

260
Bezaubert
Allgemein:
Bezauberung durch einen anderen Menschen oder ein Objekt weist im Traum oft darauf hin, daß man zu stark von außen beeinflußt wird und
sich leicht blenden läßt. Dann sollte man nach mehr Unabhängigkeit und Realitätssinn streben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – bezaubern jemanden: du bist sehr keck;
– bezaubert werden: Verlust an Hab und Gut, Geschäftsverlust erleiden;
– Bezauberte sehen: deutet auf Verkleinerung des Vermögens.
(europ.) : – sein: Bekanntschaft mit Künstlern.
Beziehungspartner (Siehe „Menschen“)
BH
Assoziation: – Intimes weibliches Selbst.
Fragestellung: – Wie bringe ich meine Weiblichkeit zum Ausdruck?
(Siehe auch „Brust“)
Bhagawadgita
Volkstümlich:
(europ.) : – erscheinen: eine gewisse Zeit in Abgeschiedenheit verbringen, erschöpfte Kräfte werden sich dann erneuern;
Freunde planen eine angenehme Reise zu Ihrer Erbauung; geringer finanzieller Vorteil.
Bibel
Allgemein:
Wenn man von der Bibel oder von anderen religiösen Büchern träumt, bedeutet dies normalerweise, daß man sich der traditionellen
moralischen Grundsätze bewußt ist. Der Mensch braucht einen Verhaltenskodex, der ihm hilft, zu überleben. Bibel steht in enger Beziehung
mit dem rechten Weg, den man im Leben geht, mit den Moralvorstellungen, Normen und Regeln, denen man als Richtschnur folgt.
– Wenn man sie im Traum sieht, bestätigt das meist, daß man im Einklang mit seinem eigenen Gewissen lebt.
– Liest man in der Bibel, kann das anzeigen, daß man auf der Suche nach dem rechten Weg und der moralischen Richtschnur ist.
– Je nach individuellen Lebensumständen kann die Bibel aber auch einmal davor warnen, zu selbstgerecht und intolerant zu sein
oder die Normen und Regeln zu buchstabengetreu zu befolgen, weil man sich damit zu stark selbst einschränkt.
Alte Traumbücher bringen die Bibel auch mit dem Hausstand in Verbindung; sie soll in diesem Fall anzeigen, daß man in einer glücklichen
Familie lebt oder sie gründen wird und aus familiären Konflikten bald einen Ausweg findet; diese Deutung stammt noch aus einer Zeit, als
viele Haushalte als einziges Buch eine Familienbibel besaßen und die Familie sich täglich am Abend einträchtig zur Lesung daraus
versammelte.
Psychologisch:
Der Träumende muß sich sehr sorgfältig mit der Religion, den Mythen und Legenden beschäftigen, an die er glaubt.
Spirituell:
In Träumen symbolisiert die Bibel die Erkenntnis.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Ruhe und Frieden erlangen;
– darin lesen: auf Hoffnung und Zufriedenheit rechnen können.
(europ.) : – sehen oder darin lesen: mahnt zu Gottvertrauen; glücklicher Hausstand; unschuldige Freuden erleben;
– sieht man Leute mit Bibeln oder Gesangbüchern: deutet einen nahen Todesfall in der Familie an;
– kaufen: familiärer Konflikt wird beigelegt werden;
– fallen lassen: bedeutet eine Trennung, wenn ein ernstgemeinter Ratschlag zurückgewiesen wird;
– die Lehren der Bibel verachten: durch einen Freund der Versuchung erliegen.
Biber
Medizinrad:
Schlüsselworte: Stabilität; Dickköpfigkeit; aufgestaute Gefühle; Kommunikation lernend; harte Arbeit anerkennend; Aufbauen;
Erfindungsreichtum; Nahrung; Mond der wiederkehrenden Frösche.
Beschreibung: Der Biber, das Tiertotem der im Mond der wiederkehrenden Frösche (20. April bis 20. Mai) Geborenen, ist das einzige Tier
mit Ausnahme des Menschen, das seine Umgebung sichtbar verändern kann, um für seinen eigenen Frieden, seine Sicherheit und
Zufriedenheit zu sorgen. In den Vereinigten Staaten ist der Biber das größte Nagetier. Eigentlich ein Landbewohner, verbringt er einen
Großteil seines Lebens im Wasser. Biber wurden von Fallenstellern wegen ihres Pelzes und ihrer Moschusdrüse, die das Allheilmittel
Bibergeil absondert, gejagt.
Allgemeine Bedeutung: In deinem Leben für mehr Ausgleich sorgen; dein Leben neu erschaffen; die Dämme, die du gebaut hast, sehen;
Notwendige Dämme bauen; etwas über Kommunikationsfähigkeiten lernen; etwas über Gefühle lernen; Notwendigkeit, die Gefühle mehr
auszudrücken; Notwendigkeit, das Leben besser anzunehmen; Kampf gegen Verwurzeltheit und Dickköpfigkeit.
Assoziation: Kräftige Zähne; Biber, bibbern, vor Angst oder Kälte zittern.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe, die aus harter Arbeit entsteht; eine Offenbarung über Kommunikation; eine Wahrheit deiner
emotionalen Natur erkennen.
Wolfsclanlehre: Ehre; das Clantier des Monats Februar.
Allgemein:
Der Biber steht für harte Arbeit und Ausdauer.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Fleiß und Ausdauer werden dich vorwärts bringen;
– Biberpelz sehen oder tragen: du vermehrst deinen Besitz.
(europ.) : – gute Geschäfte;
– beobachten: Ausdauer und Geduld vorausgesetzt, Verbesserung der Lebensumstände;
– wird ein Biber wegen seines Fells getötet: Anklage wegen unschicklichen Betragens steht bevor.

261
Bibliothek
Assoziation: – Wissen; Aufzeichnungen; Nachforschungen; die Vergangenheit.
Fragestellung: – Was hat mir die Vergangenheit zu sagen?
Allgemein:
Im Traum kann eine Bibliothek das „Lagerhaus“ für die gesammelten Lebenserfahrungen darstellen. Sie kann auch den Intellekt
symbolisieren und die Art, wie der Träumende mit Wissen u mgeht.
– Eine gut geordnete Bibliothek verweist auf die Fähigkeit, in Verstandesdingen den Überblick zu bewahren.
– Eine chaotische, verstaubte Bibliothek stellt die Schwierigkeiten dar, die der Träumende im Umgang mit Informationen hat.
Psychologisch:
In einem bestimmten Stadium der psychischen und spirituellen Entwicklung ist eine Bibliothek ein wichtiges Symbol. Es verweist auf die
Weisheit und die Fähigkeiten, die der Träumende angesammelt hat, aber auch auf die Weisheit der Menschheit. Wenn der Träumende sein
Leben objektiver betrachtet, so erlangt er einen besseren Zugang zu diesem universellen Menschheitswissen.
Spirituell:
Eine Bibliothek stellt das kollektive Unbewußte dar – alles, was ist, war und sein wird. Sie wird auch häufig als Symbol für die Akasha-
Chronik betrachtet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich darin aufhalten: du wirst es mit vielen Menschen zu tun haben;
– sehen: du brauchst guten Rat;
– selbst besitzen: du gelangst durch Fleiß ans Ziel.
(europ.) : – Zunahme des eigenen Wissen oder Gelegenheit hierzu besitzen; wachsende Unzufriedenheit mit
der Umgebung und Ihren Freunden, Sie werden das Studium bevorzugen;
– sehen oder darin sein: Erfolg, aber erst nach langem, ernstem und zähem Streben;
– zu anderen Zwecken besuchen, als dem Studium: Ihre Umgebung mit Interesse an Literatur
täuschen und statt dessen zweifelhafte Tätigkeiten nachgehen.
(Siehe auch „Gebäude“)
Bibliothekar
Psychologisch:
Interpretiert man oft als Zeichen für ein gutes Gedächtnis. Manchmal symbolisiert er auch die Neigung eines Menschen, durch Meditation
und ähnliche Übungen das Bewußtsein zu erweitern und Erfahrungen jenseits von Verstand und Logik zu suchen, was unter Umständen als
Warnung vor einer starken Realitätsflucht aufzufassen ist.
Biedermeiersträußchen
Volkstümlich:
(europ.) : – glückverheißender Traum, wenn ihnen überreicht oder gebunden zum Strauß erscheint;
– selbst pflücken: Ihre Hoffnungen werden so kurzlebig sein, wie die Blüten.
(Siehe auch „Blumen“)
Bienen
Assoziation: – Aktivität; Produktivität; soziales Leben.
Fragestellung: – Was in meinem Leben läßt mich „summen“ vor Vergnügen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Kompliziert; sozial; honigproduzierend; Stachel; weich; beschützend; dienend.
Beschreibung: Die Biene, ein Insekt, das Honig produziert, indem es Blumenpollen zu sich nimmt, versetzt den Menschen schon seit langem
in Erstaunen. Bienen unterstützen Pflanzen bei der Fortpflanzung und haben eine komplizierte soziale Struktur: mit einer Königin,
Arbeiterinnen, Ammen und Soldaten. Die meisten Bienenarten sind nicht aggressiv und stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Sticht eine
Biene, dann muß sie sterben, weil ein Teil ihres Magens mit dem Stachel herausgerissen wird.
Allgemeine Bedeutung: Möglichkeiten, um der Erde und ihren anderen Kindern zu dienen; der beschützende Aspekt des Seins; gesund;
nützlich; der verdauende Aspekt des Seins; frei von Aggression; die Bereitschaft, zum Wohle des Ganzen zu opfern.
Assoziation: Emsigkeit.
Transzendente Bedeutung: Ein Bote, der deine Aufmerksamkeit auf den Aspekt eines Traums lenkt, der dir sonst entgehen würde; Hilfe beim
Verständnis deiner wahren Gefühle für die Gemeinschaft; Offenbarung eines Teils von dir, der im Selbstschutz zugrunde ging.
Artemidoros:
Bienen bringen Bauern und Bienenzüchtern Segen; allen anderen Menschen prophezeien sie wegen des Summens Aufregungen, wegen des
Stachels Verwundungen und wegen des Honigs und Wachses Krankheit (Der Honig ist als gewöhnliche Totenspende unheilvoll. Auch im
indischen Traumschlüssel ist der Genuß von Honig verhängnisvoll für den Träumenden). Lassen sie sich auf den Kopf des Träumenden
nieder, sind sie, falls er ein hohes militärisches oder ziviles Amt bekleidet, von guter, sonst aber von übler Vorbedeutung. Meist zeigen sie
an, daß der Träumende von der großen Menge oder von Soldaten umgebracht werden wird. Sie gleichen der großen Menge oder einem Heer,
weil sie sich einem Führer unterordnen; sie töten, weil sie sich auf Verwestes setzen. Bienen einzuschließen und sie zu töten bringt
jedermann Glück, nur Bauern nicht.
Allgemein:
Biene steht auch im Traum für Fleiß, Ordnungsliebe, Anpassung, Unterordnung und Engagement für die Allgemeinheit, hinter dem die
individuellen Bedürfnisse zurückstehen. Weil das zur Selbstaufopferung führen kann, will das Symbol vielleicht ermutigen, auch an die
eigenen Bedürfnisse zu denken. Aktive Bienen zeigen an, daß sich der Träumende in seiner Umwelt wohlfühlt und Geselligkeit schätzt;
bedrohliche Bienen oder zerstörte Waben machen hingegen auf Spannungen zwischen der eigenen Persönlichkeit und der Umwelt hin. Der
Träumende hat Schwierigkeiten, sich in die Gesellschaft einzuordnen und empfindet Teamwork als unangenehm. Wird er von einer Biene
gestochen, steht ihm ein bedeutendes Ereignis, bzw. eine Veränderung seiner Lebenssituation bevor. Begegnet er einem nicht aggressiven
Bienenschwarm, wird er viele kleine Freuden im Leben genießen können. Setzen sich die Bienen auf seinen Kopf, sollte er sich sehr in acht
vor Schaden jeder Art nehmen. Nach alten Quellen, die von der mystischen Bedeutung der Bienen ausgeht, kündigen sie im Traum meist
Glück und Erfolg als Lohn für fleißige Arbeit an. Schon die Griechen und Römer glaubten, wenn ein Mädchen im Traum von einer Biene
gestochen werde, treffe sie im Wachleben Amors Pfeil. Für alle anderen sei der Bienenstich gleichbedeutend mit einer einschneidenden
Veränderung im Leben. Der Stich einer Biene soll eine neue Bekanntschaft oder Liebesbeziehung verheißen.

262
Psychologisch:
Handelt der Traum von einer Bienenkönigin, dann drückt sich darin das Bedürfnis des Träumenden aus, sich in irgendeiner Form als „etwas
Besseres“ zu fühlen. Möglicherweise ist der Wunsch vorherrschend, von anderen Menschen in den Zielen, die der Träumende gewählt hat,
unterstützt zu werden. Dem Träumenden ist klar, daß er hart arbeiten und fleißig sein muß. Das Symbol des (Bienen-) Fleißes. Summen
Bienen in unserem Traumgeschehen, können wir uns über starke Nerven freuen, die uns in allen Gefahren eine Hilfe sind (auch die Biene hat
ja einen Stachel!). Als Symbol für etwas Gefährliches wie auch für etwas Gezähmtes und Nützliches kann die Bedeutung von Bienen im
Traum durchaus ambivalent sein. Wenn der Träumende in seinem Traum von einer Biene gestochen wird, dann ist dies eine Warnung vor
der Möglichkeit, verletzt zu werden. Greift ein Bienenschwarm den Träumenden an, so ist dies der Hinweis darauf, daß der Träumende im
Begriff ist, eine Situation zu schaffen, die unkontrollierbar werden könnte. Im Gegensatz zu den meisten anderen Insekten kommt den
Bienen im Traum meist eine positive Bedeutung zu. Sie verkörpern Eigenschaften, die von den Menschen geschätzt werden, wie Fleiß,
Ausdauer und Gemeinschaftssinn. Sind Bienen und Bienenkörbe im Traum im guten Zustand, bedeutet das, daß der Träumende sich in der
Gemeinschaft wohl fühlt. Fühlt sich der Träumende allerdings durch die Bienen bedroht, deutet dies auf Spannungen zwischen ihm und
seinem Umfeld hin.
Spirituell:
Eine Biene symbolisiert Ordnung, Fleiß, Unsterblichkeit und Wiedergeburt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine gute Vorbedeutung;
– von ihnen gestochen werden: Verdrießlichkeiten und unglückliche Zufälle.
– bei der Arbeit beobachten: schöne Hoffnungen;
– von ihnen gestochen werden: Widerwärtigkeiten und Unannehmlichkeiten;
– schwärmen sehen: bedeutet für Landleute ein fruchtbares Jahr, für andere Verlust;
– fangen: viel Gewinn;
– töten: Unglück und Entbehrungen.
(europ.) : – sehen: ist ein gutes Omen (Wespe schlecht). Es zeigt Gewinn an, Ehren und Würden,
Erfolg im Geschäft oder in der Liebe; gute Ernte;
– beim Honigsammeln zusehen: man kann eine positive Festigung im Liebesverhältnis erwarten;
– von einer gestochen werden: es kommen große Veränderungen wie Heirat, Berufs- oder
Wohnungswechsel) auf einem zu;
– von ihnen gestochen werden: Zank mit Freunden;
– sie töten: Verlust;
– eine auf großen roten Blüten sehen: Beginn einer Glücksepoche, in der so gut wie alles gelingen wird;
– für einen Offizier: gehorsame Schergen;
– für einen Prediger: neue Gemeindemitglieder;
– für einen Geschäftsmann: guter Umsatz;
– für Eltern: viel Freude mit ihrem Nachwuchs.
(Siehe auch „Insekten“, „Wabe“, „Wespe“)
Bienenhonig
Volkstümlich:
(arab. ) : – Erfolg und Gewinn.
(Siehe auch „Honig“)
Bienenkorb
Volkstümlich:
(arab. ) : – Findet oder bekommt jemand einen Bienenkorb von zahmen Bienen, wird er reich werden, wenn er arm ist,
ein Mächtiger oder der Kaiser wird Untertanen haben, die arbeitsam sind und Steuern zahlen entsprechend
der fleißigen Arbeit der Bienen.
– Findet einer eine Bienenwabe, wird er großen, willkommenen Reichtum sammeln, den andere hart erarbeitet haben.
– Träumt der Kaiser oder ein Fürst, der einen Bienenkorb besitzt, dieser werde zerstört, wird er nützliche Knechte verlieren,
aber keine Soldaten. Dünkt es einen von ihnen, er stoße auf einen Bienenkorb, wird er solche nützlichen Knechte erwerben;
denn auf diese weisen die Bienen.
– sehen: dein Fleiß wird Belohnung finden;
– sehr großer Verdienst.
(europ.) : – aufstellen: es werden sich leicht neue Erwerbsquellen eröffnen;
– sehen: glückliches Heim;
– einen zerstören sehen: Pech und Mißverständnisse.
Bienenschwarm
Allgemein:
Bienenschwarm wird meist so gedeutet, daß man auf andere Menschen anziehend wirkt (von ihnen umschwärmt wird); junge Mädchen
erleben dieses Symbol häufiger in ihren Träumen.
Psychologisch:
Positives Zeichen für die Rolle, die man in der Gesellschaft spielt. Er soll auch auf kleine sexuelle Freuden hinweisen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Befestigung einer Liebesbeziehung; Wohlstand in der Familie;
– von einem umschwärmt sein: man wird viel Freude erleben.
Bienenstich (Siehe unter „Bienen“)

263
Bienenstock
Allgemein:
Ein Bienenstock symbolisiert eine geordnete Lebensgemeinschaft, in der mit beträchtlichen Fleiß gearbeitet und aus allen Ressourcen der
größtmögliche Nutzen gezogen wird. Befindet sich der Träumende in seinem Traum in der Nähe eines Bienenstocks, so kann dies ein
Hinweis auf die Anstrengungen sein, denen er sich unterwerfen muß, wenn er für sich selbst gute Erträge erzielen will. Ein Bienenstock stellt
auch schützende Mütterlichkeit dar. Bienenstock signalisiert ein wohlgeordnetes, dadurch vielleicht etwas langweiliges Leben, auch der
Wunsch, um keinen Preis aufzufallen, kann sich dahinter verbergen. Man sollte überlegen, ob man ab und zu nicht doch einmal ausbrechen
möchte, um neue Erfahrungen zu machen, und sich vor übermäßiger Anpassung hüten.
Psychologisch:
Handelt ein Traum davon, daß der Träumende ein Bienenvolk in einem Bienenstock hält, so ist dies für ihn ein Hinweis, mit seinen
körperlichen, geistigen und seelischen Ressourcen gut umzugehen.
Spirituell:
Ein Bienenstock stellt die weibliche Kraft der Natur dar. Das Symbol ein hohler Behälter, der Nahrung enthält, steht in Verbindung mit
Mutter Erde. Es kann auch als vorhandene oder fehlende Redegewandtheit gedeutet werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er zerbreche einen Bienenstock, wird er seinen Sklaven die Freiheit schenken;
ist der Träumende selbst ein Sklave, wird er freigelassen, ist er bettelarm, reich werden.
– Verzehrt jemand eine Bienenwabe aus einem Bienenstock, wird er gewinnen, was er nie erhofft hätte, und er wird klug sein,
weil die Arbeit der Bienen von großer Klugheit zeugt.
– Träumt der Kaiser, man bringe ihm Honigwaben und er esse davon, werden ihm reiche Abgaben, gepaart mit Freude,
von seinem Volk zufließen; die Honigwabe bedeutet nämlich die Arbeit des Volkes.
Bringt man ihm Honigwaben, die keinen Honig enthalten, werden seine Einkünfte dürftig sein.
(europ.) : – sehen: gefährliche Unternehmungen, die man zu einem erfolgreichen Abschluß führen wird.
Bier
Assoziation: – Bierseligkeit; Erfrischung.
Fragestellung: – Was muß ich lockerer sehen?
Allgemein:
Bier signalisiert eine unerschütterliche innere Ruhe und Gelassenheit (umgangssprachlich sagt man ja auch Bierruhe), die aus
Selbstsicherheit und Einklang mit sich selbst stammt. Man sollte jedoch prüfen, ob man nicht vielleicht zu phlegmatisch geworden ist.
– Trinkt man im Traum Bier, kann das auch gute Gesundheit und finanziellen Erfolg ankündigen, trinkt man
Bruderschaft mit Bier wird man voraussichtlich aufrichtige Freunde finden.
– Schales Bier, das im Glase stehenblieb, deutet darauf hin, daß eine Freundschaft zur Neige gehen könnte.
– Frisches Bier, das man im Traum mit Maßen trinkt, verspricht gute Gesundheit, sofern man es nicht verschüttet.
– Wenn das Bier nur Schaum hat, haben wir es manchmal in unserem Bekanntenkreis mit Schaumschlägern und
Aufschneidern zu tun.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Versinnbildlicht Lebensfreude und Geselligkeit;
– helles sehen oder trinken: du mußt deine Begierden bezähmen;
– trübes sehen oder trinken: Krankheit, Not, auch Verdruß;
– trinken: Gewinn;
– schlechtes und schales: Krankheit und Ärger;
– dunkel: gute Einnahmen haben;
– helles: du bekommst einen Brief;
– leeres Bierglas: warnt vor Vertrauensseligkeiten gegenüber Menschen, die es nicht verdienen;
– einfüllen: eine bevorstehende Festlichkeit;
– verschütten: Verdruß und Widerwärtigkeit; man wird Gewonnenes wieder verlieren.
(europ.) : – Bier und Met sind seit alters Symbole von Ruhe und Gesundheit;
– trinken: Gesundheit und guter Verdienst;
– in einer Bar trinken: Enttäuschungen;
– ein Glas oder jemand beim Biertrinken beobachten: Intrigen werden Ihre schönsten
Hoffnungen zunichte machen;
– mit jemandem Bruderschaft trinken: gute und nützliche Freunde;
– für gewohnheitsmäßigen Trinker: harmonische Augenblicke;
– verschütten: Heirat oder Kindtaufe;
– Treten Vorkommnisse auf, treten sie häufig in der Wirklichkeit ein.
(Siehe auch „Bierglas“, „Alkohol“)
Bierbrauerei
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Beschwerden aller Art werden dich heimsuchen.
(europ.) : – Glück im Geschäft, Wohlstand in der Familie.
Bierfaß
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Fröhlichkeit;
– aus einem trinken: man langweilt sich und braucht eine Zerstreuung.
Bierflasche
Volkstümlich:
(europ.) : – leere: der Erwerb erschwert sich;
– volle: sorgenfreie Zeiten.

264
Bierglas
Allgemein:
– Sieht man im Traum ein leeres Bierglas (oder mehrere) zeigt dies unbewußte Sehnsüchte nach mehr Gesellschaft an.
– Sieht man ein volles Bierglas oder trinkt man im Traum Bier, wird der gesundheitliche Zustand sehr stabil bleiben.
– Sieht man mehrere volle Biergläser, ist dies ein klarer Ausdruck der inneren Zufriedenheit mit dem Leben.
– Verschüttet man das Bier, ist es mit der Ruhe vorbei. Jetzt kommen aufregende Tage auf einem zu.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein oder mehrere leer sehen: Verdruß;
– frisch gefüllt: Freude.
(Siehe auch „Alkohol“, „Bier“)
Bierstube
Volkstümlich:
(europ.) : – man vergnügt sich gerne und vergißt leicht dabei, daß allzuviel ungesund ist.
Bigamie
(Doppelehe)
Allgemein:
Wenn der Träumende sich selbst im Traum als Bigamist sieht, dann ist dies ein Hinweis auf seine Entscheidungsunfähigkeit zu deuten –
entweder zwischen zwei geliebten Menschen oder zwischen zwei möglichen Handlungsweisen. Dem Träumenden stehen zwei
Möglichkeiten offen, die für ihn von gleicher Wertigkeit sind.
Psychologisch:
Ist der Träumende im Traum mit einem Bigamisten verheiratet, dann muß er sich mit der Möglichkeit auseinandersetzen, daß er eventuell
von einem Menschen, der ihm sehr nahesteht, betrogen oder getäuscht wird.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Bigamie die Entscheidung darstellen, die möglicherweise zwischen Recht und Unrecht getroffen werden
muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Du kannst nicht auf zwei Hochzeiten tanzen.
(europ.) : – sich als Mann schuldig machen: Verlust der Männlichkeit und Geistesschwäche;
– sich als Frau schuldig machen: Schande, es sei denn, sie geht sehr diskret vor.
Bikini
Assoziation: – Entblößung; zur Schau stellen; offenbaren.
Fragestellung: – Was bin ich zu offenbaren bereit?
Psychologisch:
Er steht in den Männerträumen für die Verlockungen durch Frauen, die Sehnsucht nach Wärme und Mädchen. In den Frauenträumen kann er
für das sich nicht entblößen wollen stehen.
(Siehe auch „Kleidung“)
Bild
Allgemein:
Ein Bild im Traum ist in der Regel die Illustration eines Lebensabschnittes. Bild (Fotografie, Gemälde) bringt oft zum Ausdruck, daß man
nach mehr Selbsterkenntnis strebt, um das Bild von sich abzurunden oder zu korrigieren.
– Ist es ein selbstgemaltes Bild, dann kann es hierbei um sehr tiefe Gefühle oder Gedanken in bezug auf eine Person oder einen
Lebensumstand gehen.
– Handelt es sich um das Gemälde eines alten Meisters, so ist es möglicherweise ein Hinweis auf die Einstellung, die der Träumende
zur Vergangenheit hat.
– Die Bilder bekannter Menschen (wie Eltern, Freunde) können nach der Deutung alter Traumbücher baldige Hilfe in der Not oder
Neuigkeiten ankündigen,
– viele Bilder eine bevorstehende Ehrung, Anerkennung, Bewunderung oder mehr Ansehen versprechen.
– Sieht man das Porträt eines Menschen im Traum, möchte man sich ein Bild von jemanden machen, der man vielleicht selbst ist.
– Ist es ein Zerrbild, spielt das Unbewußte eine gewisse seelische Ratlosigkeit in den Wachzustand hinüber.
– Sieht man das eigene Bild hübsch eingerahmt vor sich stehen, hat das etwas mit unserer Eitelkeit zu tun.
– Hängt man ein Bild auf, wird man eine lange vermißte Anerkennung erhalten.
Psychologisch:
Als Traumsymbol sind Bilder Spiegelung, oder subjektive Betrachtung der Realität. Manchmal warnt ein solches Traum davor, sich von
jemandem „ein falsches Bild“ zu machen und auf ihn (nur dieser Fehleinschätzung entsprechend) zu reagieren. Es wäre also wichtig, sich
darin zu erinnern, wen oder was das Bild gezeigt hat! Auch der Zustand des Bildes kann ebenso wichtig sein wie seine Farben (siehe
„Farben“).
Spirituell:
Eine Ikone oder eine Darstellung mit spiritueller Bedeutung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein männliches sehen: Verdrießlichkeiten;
– (als Mann) ein schönes sehen: du wirst dich verlieben;
– sehen: gute Heirat;
– häßliches sehen: Ärger und Bosheit;
– schönes landschaftliches sehen: frohe Zukunft;
– beschädigtes oder beschmutztes: Unglück;
– aufhängen: deine Verdienste werden Beachtung und Anerkennung finden;
– von einer Wand abnehmen: unliebsame Ereignisse werden dir die Ruhe rauben; Undank;
– sein eigenes sehen oder zeichnen: langes Leben;
– kaufen: du wirst ein eigenes Heim gründen;
– malen: du wirst eine Verbindung eingehen;
– schnitzen: du wirst viel lernen müssen;
– zerstören: dir steht Unheil bevor;
– im Spiegel sehen: Krankheit;

265
– des Bräutigam oder der Braut: Auflösung der Verlobung;
– anbeten: Kummer;
– geschenkt erhalten: du kommst zu Ehren;
– verschenken: Verdruß und Traurigkeit;
– von Kindern, Frauen und Freunden: du wirst gute Neuigkeiten hören.
(europ.) : – auf der Suche nach dem einem klaren Bild von sich oder von anderen sein;
– betrachten: zeigt Nachteile an;
– aufhängen: Ehren;
– in der eigenen Wohnung aufhängen: einen schwachen Geist haben, leicht vom Weg abgebracht werden können;
– abnehmen: Ärger;
– eines oder mehrere von der Wand fallen: Unglück oder etwas Unangenehmes kommen auf einem zu;
manchmal eine Trennung oder ein Trauerfall;
– das Bild eines verwandten oder bekannten Menschen fällt grundlos von der Wand: Ankündigung einer
Krankheit oder sogar eines Todesfall dieser Person;
– zerbrechen: Untreue;
– zerstören: es wird Ihnen verziehen, daß Sie mit energischen Mitteln Ihre Rechte durchsetzen möchten;
– Bilder die erscheinen: sagen Täuschungen und böse Absichten Ihrer Mitmenschen voraus; Arbeit ohne
Gewinn; warnt vor Heimtücke eines Menschen, dem Sie vertrauen;
– sein eigenes sehen oder verschenken: bedeutet je nach dem Aussehen Gesundheit oder Erkrankung;
auch: Zeichen für großen Egoismus aber auch Erfolg und Glück;
– Ihr eigenes in einem Baum erscheinen und wieder verschwinden sehen: wohlhabend und zufrieden sein;
bei der Suche nach Freunden und deren Verständnis für Ihre Ideen und Pläne werden Sie jedoch enttäuscht;
– das von Kindern, Frauen oder Bekannten sehen: bringt Neuigkeiten;
– von verstorbenen Eltern oder Freunden sehen: Befreiung aus einer drückenden Lage, Hilfe oder Unterstützung;
– mehrere Personen auf einem sehen: es sind meist Menschen, mit denen man sich oft in Gedanken befaßt;
– von Menschen sehen, unter denen man leidet oder gelitten hat: man ist zu ängstlich und unsicher;
– viele Bilder sehen: kündet Ehre oder eine Ehrung an;
– selbst eins malen: sich an verlustreichen Unternehmen beteiligen;
– von den Bildern der großen alten und modernen Meistern umgeben sein: es treibt Sie ein unersättlicher
Drang und Wunsch nach Höherem; im Vergleich dazu, wird Ihr derzeitiger Erfolg jämmerlich wirken.
(Siehe auch „Fotografieren“, „Galerie“, „Gemälde“)
Bildergalerie
Volkstümlich:
(arab. ) : – angenehme Zukunft.
(Siehe auch „Galerie“)
Bildhauer
Allgemein:
Bildhauer formen die unbelebte Materie, hauchen ihr gleichsam den Schöpfergeist ein. Das kann man auf das eigene Leben beziehen und
erwarten, daß man bald günstige Veränderungen vornehmen wird oder durch mehr Kreativität wieder Bewegung in eine erstarrte Situation
bringen kann. Auch die Absicherung der materiellen Existenz oder Erfolge in naher Zukunft kann das Symbol Bildhauer manchmal
ankündigen.
Psychologisch:
Bildhauer, einer, der mit Hammer und Meißel immer die besten Konturen herausschlagen möchte; übersetzt: das Unbewußte, daß sich
Sorgen macht, daß wir im Wachleben kein gutes Bild abgeben könnten, weil wir um jeden Preis mehr für uns herausschlagen möchten. Im
positiven Traum gilt er als Symbol für Kreativität, die sich auch gegen die Härte des Alltags (oder unter schweren Bedingungen) durchsetzen
kann. Als Alptraum will der Bildhauer sagen: Vorsicht, man sieht die Realität nicht mehr, man flüchtet in eine Traumwelt und meißelt sich
seine eigene Wirklichkeit wider besseres Wissen zurecht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeiten sehen: heimliche Feinde haben.
(europ.) : – sehen: man wird Kenntnisse sammeln; auch: Ihre Stellung zugunsten einer weniger einträglichen,
aber dafür anspruchsvolleren aufgeben;
– sich selbst als solchen sehen: größere Sicherheit für die Existenz;
– Bildhauererzeugnisse ausgestellt sehen: man wird in kurzer Zeit ein großes Ziel erreichen;
– Meint eine junge Frau, ihr Ehemann oder Geliebter sei Bildhauer, wird sie die Gunst einflußreicher Männer genießen.
Bildnis
Artemidoros:
Ein Bild bedeutet die Kinder, die Vorhaben und das Selbstbewußtsein des Träumenden; die Kinder wegen der Ähnlichkeit, das
Selbstbewußtsein und die Vorhaben, weil jedermann mit seinen Bildern prunkt. Ein Bild aus festem und unverweslichem Material ist besser
als eines, das gemalt, aus Wachs, aus Ton oder einem anderen ähnlichen Material ist. Alles, was den Bildern widerfährt, wird auch den
Kindern des Träumenden und seinen geplanten Unternehmungen widerfahren. Häufig erfüllt sich das Traumgesicht an Eltern, Brüdern und
außerdem an Namensvettern. Es träumte jemand, er sei an den Sockel des Poseidon vom Isthmos angekettet. Er wurde Priester des Poseidon;
denn als solcher durfte er sich vom Ort seines Priesteramtes nicht entfernen. Jemand träumte, er komme in das Gymnasium seiner Vaterstadt
und erblicke sein Standbild, das dort tatsächlich als Weihgeschenk aufgestellt war. Dann kam es ihm vor, als sei das ganze äußere Gestell aus
den Fugen gegangen. Als ihn jemand fragte, was denn mit seinem Standbild geschehen sei, glaubte er zu antworten: „Mein Standbild ist heil,
nur das Gestell ist entzwei.“ Der Mann wurde auf beiden Füßen lahm, was ganz begreiflich war, denn das Gymnasium versinnbildlichte seine
guter Körperkonstitution im allgemeinen, das Standbild aber bedeutete sein Gesicht, das äußere Gestell die übrigen Körperteile. Eine Frau
träumte, ihre Sklavin, die ihr als Friseuse diente, hänge sich ihr auf ein Medaillon gemaltes Bild um und ziehe ihre Kleider an, als wolle sie
zu einem Festzug gehen. Alsbald machte die Sklavin ihr den Mann abspenstig, indem diese sie verleumdete, und beschwor ihr
Widerwärtigkeiten und ärgerliche Szenen herauf. (Pompe bedeutet Festzug, Prozession – pompeia bedeutet Spott, Verhöhnung).

266
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: in Beruf und Liebe wenig Erfolg haben;
– Frauen sollten auf Ihren Ruf achten;
– sind die Bildnisse häßlich, werden Sie zu Hause Ärger bekommen.
(Siehe auch „Bild“)
Bildsäule
Allgemein:
Bildsäule wird oft als Hinweis auf eine Gemütsstörung verstanden; meist zeigt sie an, daß man gefühlsmäßig kalt und starr geworden ist, und
fordert dringend dazu auf, wieder mehr Gefühle zuzulassen. Eine Beziehung kann auch zu behandlungsbedürftigen Depressionen bestehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird dir Verlegenheiten bereiten;
– umgestürzt: du wirst in deinen Unternehmungen gehindert.
(ind. ) : – dein Gemüt ist nicht in Ordnung.
Bildung
Psychologisch:
Die Bildung, die wir im Traum zur Schau stellen, ist ein Beweis dafür, daß unser Unbewußtes eine Bildungslücke im Wachleben aufgespürt
hat, die gestopft werden müßte (dabei handelt es sich vorrangig um die seelische Bildung).
Volkstümlich:
(europ.) : – bestrebt sein, eine gute Bildung zu erhalten: unter allen Umständen Wissen erlangen;
– sich in einer Bildungsstätte befinden: viele einflußreiche Freunde haben.
(Siehe auch „Schule“, „Universität“)
Billard
Allgemein:
Billard symbolisiert das ständige Auf und Ab im Leben, den Wechsel von Glück und Leid, Erfolg und Mißgeschick. Man mag darin eine
Warnung sehen, sich nicht zu sehr auf das Glück zu verlassen, sondern sich mehr anzustrengen, um das Leben selbständig gut zu bewältigen.
Wenn man ein guter Billardspieler ist, benutzen die Träume diese Geschicklichkeit auf diesem Gebiet wahrscheinlich als Symbol für das
Geschick, das man in einem anderen Lebensbereich benötigt. Die Traumdeutung hängt stark davon ab, wie erfolgreich man im Traum war.
Lochte man die Kugeln erfolgreich ein?
Psychologisch:
Billard ist ein Spiel, das viel Geschicklichkeit von den Spielern verlangt. Im Traum bedeutet es die Konzentration auf ein schwieriges
Problem oder eine ganze Reihe Probleme. Sollte man diese Probleme auf eine ganz bestimmte Weise angehen? Versucht vielleicht jemand,
die Problemlösung zu verhindern oder zu hintertreiben?
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: handle nicht übereilt; du wagst dich an Sachen mit zweifelhaften Erfolg;
auch: man soll sich vor leeren Versprechungen hüten;
– spielen: schiebe deine Arbeit nicht auf; du vernachlässigst deine Pflicht.
(europ.) : – spielen: ist ein schlechtes Zeichen. Du wirst in eine fragliche Situation kommen; Streitigkeiten über
Eigentum; Verleumdungen zu Ihrem Schaden werden sich in der Arbeit einschleichen;
– sehen: veränderliches Glück;
– Für junge Leute bedeutet dies: große Hindernisse in der Liebeswerbung (durch die Familie des Partners);
– einen Billardtisch und stilliegende Kugeln sehen: betrügerische Freunde werden Sie hintergehen.
Billardkugeln
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: dein Glück ist launisch.
Billett
Psychologisch:
Etwas, das uns das Unbewußte zustecken möchte, damit wir im Wachleben mehr aus uns herausgehen können.
(Siehe auch „Fahrschein“)
Binde
Allgemein:
Binde vor den Augen macht zwar blind, aber das ist nicht negativ aufzufassen; vielmehr zeigt die Binde, daß man sich nicht sonderlich
bemühen muß, um ein Ziel zu erreichen, man schafft das mit verbundenen Augen.
Volkstümlich:
(europ.) : – am Arm oder am Kopf: zeigt einen Unfall an;
– sehen: man wird seine Arbeit mit Leichtigkeit ausführen.
Binden
Volkstümlich:
(arab. ) : – irgend etwas: du wirst in einen Prozeß verwickelt.
Bindfaden
Volkstümlich:
(europ.) : – prophezeit Glück jenseits eingefahrener Wege;
– zerrissener: durch die Treulosigkeit Ihrer Freunde Verlust erleiden;
– vermeiden Sie flirten und Eifersucht.
(Siehe auch „Faden“)

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Binsen
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigen eine Krankheit an, die jedoch schnell und gut verlaufen wird.
Biographie
Volkstümlich:
(arab. ) : – lesen: du wirst berühmt;
– schreiben: du bekommst leere Versprechungen.
Birke
Medizinrad:
Schlüsselworte: Kommunikation; reinigend; umfassend; Rinde; die Luft reinigend; Mond der Erderneuerung.
Beschreibung: Die Birke, das Pflanzentotem der im Mond der Erneuerung (22. Dezember bis 22. Januar) Geborenen, wurde von
erdbezogenen Völkern zum Zwecke der Kommunikation eingesetzt. Aus ihrer Rinde fertigten sie Schriftrollen. Der Birke wohnen auch
verschiedene Heilkräfte inne, sie unterstützt insbesondere das Verdauungssystem. Salizylsäure, ein Vorläufer des Aspirins, kann aus
tieferliegenden Rindenschichten gewonnen werden. Birkengerten wurden von Indianern benutzt, um die Haut zu beleben; manche Völker
nutzen Birkenruten als Mittel der Bestrafung.
Allgemeine Bedeutung: Macht der Kommunikation entweder mittels Sprache oder mittels Schrift; Verstehen von Verdauungsbeschwerden,
im realen oder übertragenen Sinne; reinigend, entweder innerlich oder in der Beziehung zu anderen Menschen.
Trickbedeutung: Birkenbier, ein süßes und einzigartiges Getränk; Birkenreisig in der Sauna.
Transzendente Bedeutung: Das Verstehen alter Traditionen; eine Gabe alter Weisheit.
Allgemein:
Die Birke sah man – vielleicht wegen ihres hohen, geraden Stammes – als Sinnbild für Aufrichtigkeit, Tugendhaftigkeit und aufrichtige
Liebe. Sie ist oft das Symbol des im Frühling erwachenden Lebens; dann kann sie für eine etwas romantische Sehnsucht nach dem einfachen,
natürlichen Leben stehen oder aufkeimende neue Hoffnungen verkörpern. Jedenfalls wird sie immer günstig gedeutet, wobei man noch
weitere Symbole im Traum und die reale Lebenssituation mit beachten muß.
– In frühlingshaftem Grün gaukelt sie uns ein freudiges Ereignis vor.
– Klettert man am Stamm einer Birke sicher nach oben, kann man auch im Leben höher steigen.
– Die Birke galt im Mittelalter als Zauberschutz gegen Hexen und böse Geister, was noch der Brauch in
katholischen Gegenden beweist, an Fronleichnam oder auch an Pfingsten Häuser und Ställe mit
Birkengrün zu schmücken, damit das Böse draußen bleibt. Bei religiösen Menschen spiegelt dieser
Brauch die Angst des Unbewußten wider, daß sie schutzlos bösen Mächten ausgeliefert sein könnten.
Psychologisch:
Die Birke versinnbildlicht vor allem weibliche Eigenschaften und zarte, geschmeidige Jugendlichkeit, sowie praktischen Verstand und
Lebenserfahrung. Birkensträucher dagegen stehen für geistig widersprüchliche, labile Personen, vor denen man sich in acht nehmen sollte.
Meistens kündigen Birken jedoch Gutes an, das auch völlig unerwartet eintreten wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – frische grüne sehen: unverhofftes Vergnügen;
– verwelkte: fremde Hilfe bedürfen;
– erklettern: du wirst Angenehmes erleben.
– umgebrochen oder abgehackt: Leiden und Kummer.
(europ.) : – kündet ein Freudenfest an und ist ein gutes Zeichen auch für Erkrankte;
– sehen: bringt Glück und Gutes;
– auf eine klettern: unverhofftes Glück.
(ind. ) : – du sollst nicht voreilig handeln, bedenke was du tust;
– grüne: die Hoffnung soll man nicht aufgeben, in letzter Minute kommt immer wieder das Glück;
– große: Blicke zum Himmel empor, wenn du schwere Stunden hast, und du wirst sehen, daß alles wieder gut wird.
(Siehe auch „Baum“)
Birne
Artemidoros:
Veredelte Birnbäume sind günstig; denn deren Früchte faulen nicht, falls man sie einlagert, und wenn sie gleich gegessen werden, sind sie
nicht nur nahrhaft, sondern auch von einem dem Wein ähnlichen Geschmack. Ich weiß, daß es Leute gibt, die aus ihnen auch Wein bereiten.
Holzbirnen und die gewöhnlichen Landbirnen sind nur Bauern von Nutzen, allen anderen aber abträglich.
Allgemein:
Birne hat meist mit zwischenmenschlichen Beziehungen, Liebe und ähnlichen, meist positiven Gefühlen zu tun. Dabei unterscheidet man vor
allem die folgenden Begleitumstände:
– Sieht man schöne Birnen, verdeutlicht das oft den Wunsch nach Ehe und Partnerschaft oder kündigt sogar eine baldige Hochzeit an.
– Blühende oder mit Früchten beladene Birnbäume weisen meist auf eine bevorstehende glückliche Wendung hin, die das ganze Leben
günstig verändern wird.
– Ernte von Birnen kann berufliche und finanzielle Erfolge verheißen.
– Ungünstig gedeutet wird der Verzehr von Birnen oder die wurmige Frucht, was nach alten Traumbüchern auf eine Trennung oder ein
ähnliches trauriges Ereignis hinweist.
Psychologisch:
Erotisches Symbol der Sinnlichkeit voller Saft und Süße. Die Form erinnert an Weibliches, an Sehnsüchte, sich zu vereinigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: Unannehmlichkeiten werden dich belästigen; Ungemach;
– schütteln: Zank und Streit in Aussicht;
– viele am Baum sehen: glückliche Heirat;
– vom Baum schütteln: du wirst Erfolg haben;
– von Wespen oder Würmern zerfressen: Hinterlist, Betrug;
– pflücken: gute Aussichten.
– welke oder faule: Unglück oder Krankheit.

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(europ.) : – eine pflücken: Unfall; auf Enttäuschungen folgt eine angenehme Überraschung;
– ernten: sehr erfolgreiche Geschäfte stehen bevor;
– goldfarbene an hübschen Bäumen: das Schicksal wird einem günstiger gesinnt sein als bislang;
– eingekochte: Rückschläge bestens meistern;
– gebackene: Langeweile in der Liebe;
– süße essen: große Freude oder ein schönes Liebeserlebnis steht einem bevor;
– saure essen: Leid;
– sich essen sehen: Trauer; Mißerfolg und Krankheit;
– gute sehen: Heiratsglück;
– wurmige sehen: Trennung und Trübsal.
(ind. ) : – essen: die Sorge hat dich in der Gewalt und du weißt keinen Ausweg, halte aus und verliere nicht den Mut;
– mehrere: prüfe dich und dann handle;
– schütteln: du hast Glück gehabt, es hätte auch schiefgehen können;
– wurmige: sei nicht so leichtgläubig.
(Siehe auch „Früchte“)
Birnbaum
Artemidoros:
Birnbäume und wilde Birnbäume haben dieselbe Bedeutung wie ihre Früchte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Klagen, Kummer und Not;
– blühender: Liebesleben mit ärgerlichen Zwischenfällen;
– mit Früchten beladen: Segen in der Ehe.
(europ.) : – guter Verdienst in Aussicht;
– blühend: bevorstehende freudige Nachricht, die für das ganze Leben maßgebend ist;
– mit Früchten: sehr gute Aussichten für alle persönlichen Angelegenheiten;
– vor der Ernte: glänzender Fortgang der Geschäfte.
Bisam
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Bisamtier): dein Lob wird an den Tag kommen.
Bischof
Allgemein:
Bischof ist ein zwiespältiges Symbol, denn man darf zwar hoffen, daß man mit Schwierigkeiten fertig wird, muß sich dafür aber unterordnen.
Außerdem kann damit auch Streit und Feindschaft angekündigt werden.
Psychologisch:
Symbol für traditionellen männlichen Machtanspruch und dessen Mißbrauch unter dem Deckmantel einer „unantastbaren hohen
Persönlichkeit“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Begegnung mit hohen Persönlichkeiten; hoher, ehrenvoller Besuch.
(europ.) : – sehen allgemein: harte Arbeit, Kälte und Einsamkeit werden Ihr Begleiter sein;
– sehen im Ornat: Zank und Streit; auch ein Begräbnis in nächster Zeit;
– mit einem Priester: Unterordnung und Maßregelung;
– mit einem streiten: kündet eine heftige Anfeindung an;
– von ihm den Segen erhalten: in Liebe und Beruf Erfolge haben;
– für Lehrer und Schriftsteller: großes seelisches Leiden entsteht aus ihrer Vertiefung in komplizierte Vorgänge;
– für einen Geschäftsmann: prophezeit einen unklugen Kauf, wobei er gutes Geld verlieren wird.
(ind. ) : – du wirst deiner Sorgen enthoben, aber du mußt einen für dich unangenehmen Weg gehen.
Bisexualität (Siehe „Sexualität“)
Biskuit
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Naschsucht;
– backen: Verlobung in der Familie oder ein anderes erfreuliches Fest;
– essen: man sehnt sich nach etwas, aber man ist sich noch nicht ganz klar darüber.
Bison
Medizinrad:
Schlüsselworte: Nahezu ausgestorben; gezähmt; massig; kraftvoll; inspirierend; Erinnerung an die Unmäßigkeit des Menschen; langes
Leben; Macht; Überschwang; Medizin.
Beschreibung: Der Bison, von dem es einmal etwa 60 Millionen gab, wurde von den Europäern bis an die Grenze seiner Ausrottung gejagt.
Die Indianer nutzten den Büffel, der sie mit Fleisch, Material für Kleidung, Wigwams und Werkzeuge versorgte, auf eine sehr sparsame und
respektvolle Weise. Für viele Europäer hingegen war das Abschlachten der Bisons nur ein Sport, und sie überließen die Körper der Tiere der
Verwesung. Dank intensiver Schutzmaßnahmen haben sich ihre Bestände heute in den USA und Kanada wieder auf etwa 30 000 Exemplare
erholt.
Allgemeine Bedeutung: Kraftvoller, primär-wilder Aspekt des Seins; freies Umherstreifen; Verbindung mit der Erde.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Verstehen der Gaben und der Wege, auf denen man der Erde dienen kann.
Wolfsclanlehre: Der Norden oder die Weisheit.
Medicine Eagles Lehre: Gabe; nährend (körperlich und geistig).
(Siehe auch „Weißer Büffel“, „Himmelsrichtung – Norden“, „Waboose“, nördlicher Hüter des Geistes)

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Biß
Allgemein:
Im Traum gebissen zu werden, zeigt, daß der Träumende unter der aggressiven Behandlung eines anderen Menschen leiden muß oder
umgekehrt, daß er selbst seine aggressiven Impulse nicht unter Kontrolle hat. Biß eines Tieres steht für quälende Eifersucht; es kann sein,
daß man sie selbst empfindet, aber auch, daß man anderen Anlaß dazu gibt. Zum Teil hilft bei der Deutung auch, wenn man den
Symbolgehalt des beißenden Tiers zusätzlich analysiert.
Psychologisch:
Ein Symbol für „animalische“ Wut und Aggression – wenn in einem negativen Traum gebissen wurde. Beißt der Träumende in seinem
Traum einen anderen Menschen oder eine Frucht, so gibt es für ihn eine Idee oder eine Vorstellung, um deren Umsetzung er sich mit aller
Macht bemühen sollte. Bisse in einem erotischen Traum symbolisieren exzessive Sexualität: Ein Partner will den anderen „verzehren“ bzw.
sich „auffressen lassen“. Ein häufiger Traum bei Neigung zu sadomasochistischen Wünschen.
Spirituell:
Der Träumende muß sich nicht nur seiner eigenen Fähigkeit zur Bosheit bewußt sein, sondern auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, selbst
Opfer eines boshaften Angriffs zu werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – von einer Schlange oder einem anderen großen und giftigen Tier: Eifersucht wird dich verfolgen;
– von einer ungiftigen Schlange: Neider und Feinde;
– von einem Hund: du wirst benachteiligt;
– in das Bein oder den Arm gebissen werden: Krankheit eines Familienmitgliedes;
– von einem Menschen: der dich beißt, wird dir weh tun, ohne es zu wollen.
(europ.) : – allgemein: böses Omen; man möchte etwas ungeschehen machen, was längst verfahren ist;
möglicherweise leiden Sie auch unter einem Feind;
– von einem Tier gebissen werden: Hindernisse und Verdruß in Liebesangelegenheiten, nehmen Sie sich vor Streit in acht;
– Bißwunde von einem Tier: Eifersucht.
Bitten und Beten
Allgemein:
Bitte zeigt an, daß man unter (oft unbewußten) Ängsten, Sorgen und Problemen leidet, von denen man erlöst werden möchte. Verständlich
wird das erst, wenn man den Inhalt der Bitte und die Personen, an die sie gerichtet wird, zusätzlich deutet und in Beziehung zur realen
Lebenssituation setzt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Bitte stellen: Erniedrigung;
– anhören: du kommst an die Macht;
– gewähren: du erlangst Beliebtheit;
– abschlagen: du wirst etwas verlieren.
(europ.) : – Erfüllung innigster Wünsche; vertrauen Sie Ihren eigenen Kräften;
– bei schlechten Begleitgefühl: Zeichen von innerer Sorge und geheimen Befürchtungen .
(Siehe auch „Beten“)
Bitter
(Geschmack)
Allgemein:
Bitter kann im übertragenen Sinn auf eine Erfahrung hinweisen, die man noch nicht überwunden hat, die immer noch einen bitteren
Nachgeschmack hinterläßt. Manchmal steht bitter aber auch für gute Gesundheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine bittere Sache genießen: Gesundheit.
Bittschrift
Allgemein:
Bittschrift ist ähnlich wie die Bitte zu verstehen, häufig bezieht sich das Symbol auf berufliche und finanzielle Angelegenheiten. Erhält man
selbst eine Bittschrift von anderen, soll das vor finanziellen Verlusten warnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vernichten: Unglück in allen Unternehmungen;
– absenden: baldiger Verlust.
(europ.) : – sehen: schlechter Ausgang eines Unternehmens;
– aufsetzen: Unannehmlichkeiten geschäftlicher bzw. beruflicher Art;
– eine erhalten: Verlust.
Bizarr
Allgemein:
In Träumen spielen oft bizarre Figuren und Handlungen eine Rolle. Offenbar liegt die Ursache hierfür in der leichteren Einprägsamkeit
solcher überzeichneten Traumbilder.
Psychologisch:
In seinen Träumen erschafft der Mensch Dinge oder Situationen, die scheinbar unsinnig sind. Das so erzwungene Nachdenken läßt den
Träumenden die Bedeutung der Traumbilder in seinem Alltagsleben oder im Beruf erkennen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene entsteht das Bizarre durch mißverstandene Informationen.
Blase
Psychologisch:
Wenn man im Traum eine Blase z.B. an der Hand bekommt, überlege man, wodurch sie entstanden ist. Hat man sich vielleicht „die Finger
verbrannt“, weil man mit dem Feuer (Gefühlen) gespielt hat?
Volkstümlich:
(europ.) : – die eigene sehen: es drohen große geschäftliche Schwierigkeiten, wenn Sie nicht auf Ihre
Gesundheit achten und mit Ihren Kräften aushalten;
– Wenn Kinder Blasen aufblasen heißt das, daß Ihre Erwartungen nicht erfüllt werden.
(Siehe „Geschwür“)

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Blasebalg
Psychologisch:
Symbol für Wichtigtuer – jemand „bläst sich auf“ und macht sich größer, als er ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man redet nicht gut von dir; Streit und Hader;
– in den Händen haben: Zank und Hader mit verschiedenen Leuten werden dich ärgern;
– damit Feuer anfachen: Verleumdung, Bosheit und Hinterlist.
(europ.) : – steht für Leichtsinn und Unredlichkeit; Zank und Schwierigkeiten aufgrund eigener Handlungen;
– betätigen: mit Ausdauer und Energie den Kampf gegen die Armut gewinnen;
– das Geräusch hören: okkultes Wissen mit Hilfe äußerst wirksamer Methoden erlangen;
– ein nicht mehr benutzter: durch falsche Impulse Energie vergeuden.
Blasen (pusten)
Allgemein:
Während Saiteninstrumente weiblich definiert werden, deuten Blasinstrumente im Traum Männliches an, für Frauen den fröhlichen
Sexpartner, für Männer den Einsatz des eigenen Eros. Blasinstrumente sind in traumhaften Lust-Spielen zu finden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – auf Blechinstrumenten: du wirst dich durch vorlautes Wesen bei Freunden und Bekannten unbeliebt machen;
– ein Instrument: Freundschaft;
– mit dem Mund, um Staub zu entfernen oder heiße Speisen und Getränke zu kühlen: du wirst durch Lügen Ärgernis erregen;
– (Pusten) mit dem Munde: Feuer;
– in die Hand: du wirst ein Geschenk machen;
– Blasen des Windes hören: Zank;
– Blasen auf deinem Körper: Gesundheit.
(europ.) : – ein Zeichen von Fröhlichkeit; vermeiden Sie Verschwendung oder Sie könnten Ihren Freund oder Freundin verlieren.
(Siehe auch „Musik“ und einzelne Blasinstrumente)
Blasinstrument
Psychologisch:
Symbol für starken Kraftausdruck. Im Sinne der klassischen Tiefenpsychologie (z.B. nach Freud): Penissymbol.
(Siehe auch „Musikinstrumente“)
Blasphemie
(Gotteslästerung)
Psychologisch:
Gotteslästerung kann im Traum zum Beispiel durch Reden oder Handeln auftauchen. Im allgemeinen hat das nichts mit der persönlichen
Einstellung zur Religion zu tun. Vielmehr zeigt es an, daß man sich selbst nicht annimmt, seine eigenen Möglichkeiten, Bedürfnisse und
Erfahrungen zu leugnen versucht oder sich dafür sogar verflucht. Diese innere Zerrissenheit kann zuweilen Ausdruck einer
behandlungsbedürftigen psychischen Krankheit sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – Einer Ihrer Pläne wird sich erfüllen, nachdem große Schwierigkeiten überwunden worden sind.
Blasrohr
Volkstümlich:
(europ.) : – verwenden: Unglück.
Blässe
Psychologisch:
Wer sein eigenes Spiegelbild kreidebleich träumt, befürchtet eine Krankheit – oder „wünscht“ sich eine, um sich pflegen und verwöhnen zu
lassen. Ein typischer Traum in Phasen der psychischen und physischen Erschöpfung. Eine Warnung, daß es Zeit ist, eine Pause einzulegen.
Volkstümlich:
(europ.) : – extrem bleiches Gesicht eines Bekannten sehen: Gefahr, möglicherweise Tod für diesen Menschen.
(Siehe auch „Spiegel“)
Blätter
Medizinrad:
Schlüsselworte: Grün; flächig; sich verändernd.
Beschreibung: Blätter sind jedwede Organe, die aus den Stämmen, Ästen oder Zweigen einer Pflanze wachsen. Die Blätter von Laubbäumen
machen jeden Herbst, bevor sie zu Boden fallen, eine spektakuläre Verwandlung durch und ziehen so, die Aufmerksamkeit der Menschen
auf die Natur.
Allgemeine Bedeutung: Etwas, das aus einem tiefen Teil deines Inneren emporwächst; eine zeitlich begrenzte Veränderung auf deinem
Lebensweg; Transformation; die Schönheit der Natur.
Assoziation: Ein Blatt Papier; im Buch des Lebens blättern oder zu einem neuen Lebensabschnitt umblättern.
Transzendente Bedeutung: Gabe eines experimentellen Neuanfangs.
Allgemein:
Ein Blatt im Traum steht für eine Zeit des Wachstums oder für die Zeit an sich. Blatt (am Baum) versinnbildlicht vor allem Gefühle,
Gedanken und andere psychische Vorgänge in uns selbst; je nachdem, ob es sprießt, voll ausgebildet, verwelkt oder abgefallen ist, gibt es
Auskunft darüber, ob diese Teile der Psyche im Werden oder Vergehen sind. Unter anderem kann man folgende Bedeutungen ableiten:
– Sprießende Blätter zeigen aufkeimende Bedürfnisse und Hoffnungen an, die gute Aussichten auf Erfüllung haben.
– Grüne Blätter sind ein Hinweis auf Hoffnung und neue Möglichkeiten und bestätigen, daß man ans Ziel seiner Wünsche gelangen wird.
– Verwelkte Blätter symbolisieren eine Phase der Trauer und Unproduktivität oder den Herbst.
– Bunte, verwelkte oder abgefallene Blätter warnen vor Enttäuschungen, Mißerfolgen und Sorgen oder können die in
uns absterbenden Hoffnungen, Gefühle und Gedanken verkörpern, von denen man Abschied nehmen muß.
– Umherwirbelnde Blätter können ein Warnzeichen sein, das besagt, daß man innerlich haltlos geworden ist, die Orientierung
und den rechten Weg verloren hat.
– Viele Blätter (zum Beispiel ein Laubhaufen) stehen für die Vielfalt von Gedanken und Ideen.

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Psychologisch:
Wenn man sein Leben im Rückblick als Ganzes betrachtet, können Blätter im Traum Hinweise auf einen bestimmten Lebensabschnitt geben
– vielleicht auf eine Zeit, die bedeutungsvoll und kreativ war. Meist sind sie wie der Ast ein Teil des Lebensbaums.
– Frische Blätter deuten also auf ein gesundes Leben hin.
– Sehen wir verwelkte im Traum, macht uns das Unbewußte auf eine schwache Stelle in unserem Seelenhaushalt aufmerksam,
auf Enttäuschungen, die wir verwinden müssen.
– Auch fallende Blätter sind ein Zeichen dafür, daß wir etwas tun müssen, um unser seelisches Gleichgewicht wiederzufinden.
Spirituell:
Blätter symbolisieren Fruchtbarkeit und Wachstum. Weil jedes Blatt einzigartig ist, kann der Traum auch als Hinweis auf die Schönheit der
Schöpfung gedeutet werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – grüne an Bäumen: deuten auf Glück und Gesundheit;
– grüne sehen: Freude;
– fallen sehen: gefährliche Krankheit;
– dürre und verwelkte: Krankheit, Not und Verzweiflung.
(europ.) : – grüne: Erfolg im Geschäft; Erfüllung eines Wunsches; neue Ideen;
– abpflücken, schöne: gute Nachricht;
– fallen sehen: Enttäuschungen, Krankheit und Leid; Unheil; Mißgeschick; kann auch den Angehörigen treffen;
– bunte, welke: Enttäuschungen in der Liebe; Niederlagen; Verluste; Tod eines Freundes.
(ind. ) : – grüne: ein Wunsch wird dir erfüllt werden;
– welke: auch im späteren Leben willst du ohne Sorgen sein, daher spare schon jetzt;
– fallende: man soll anderen Menschen nichts Böses wünschen;
– auf dem Boden liegende: dein Alter wird ohne Sorgen sein.
(Siehe auch „Ast“, „Baum“, „Laub“)
Blatt
(Papier)
Allgemein:
– Blatt (Papier) verkörpert den Lebensraum, den wir durch unsere Persönlichkeit ausfüllen.
– Wenn es unbeschrieben ist, steht das für neue Möglichkeiten, die sich bald eröffnen werden,
– das beschriebene Blatt zeigt an, daß man den Weg in die Zukunft zunächst einmal festgeschrieben hat.
– Nimmt man ein beschriebenes Blatt Papier von jemanden entgegen, kann das auf ein Vorbild hinweisen,
dem man aber nicht blind folgen sollte.
– Das Blatt in einem Buch wird als die Aufforderung verstanden, sich mehr Wissen anzueignen.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein weißes, unbeschriebenes: neue Möglichkeiten und neue Chancen tun sich auf;
– ein beschriebenes: zeigt künftige Entwicklungsmöglichkeiten die sich schon abzeichnen;
– von anderen Menschen ein beschriebenes erhalten: man steht unter dem Einfluß eines anderen
(ob positiv oder negativ zeigt die restliche Traumhandlung);
– von einem Buch: neuer Wissensdurst erwacht; sehr gut für Studien aller Art und Vertragsabschlüsse.
(Siehe auch „Papier“)
Blattern oder Pocken
Allgemein:
Blattern (Pocken) sollen nach alten Traumbüchern baldigen Wohlstand verheißen, was manchmal tatsächlich eintrifft; oft steht dahinter aber
auch nur der Wunsch nach mehr Geld und Erfolg. Man muß dieses Symbol sorgfältig gegen die Akne abgrenzen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (die Krankheit) sehen: du wirst durch Geldsendungen erfreut werden;
– selbst haben: du gelangst unerwartet zu Reichtum.
– schwarze: Tod und Verderben.
(europ.) : – zeigen großes Glück an, wahrscheinlich durch Fremde Personen.
– sehen: du bekommst Geld.
(Siehe auch „Akne“)
Blau
Assoziation: – Harmonie; Spiritualität; Innerer Frieden; Ergebenheit.
Fragestellung: – Welches ist die Quelle meines inneren Friedens?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Spiritualität; Befriedigung; Entspannung; Transzendenz; Eingestimmtsein; Vater Sonne; Westen; Mond der
wiederkehrenden Frösche; Erleuchtung; Innenschau.
Beschreibung: Blau ist eine Farbe, die mit einer ganzen Reihe von Positionen im Medizinrad in Verbindung gebracht wird. Vater Sonne wird
mit Himmelblau assoziiert; der Schmetterlings- oder Luftclan verbindet sich mit durchscheinendem Weiß und Blau; zum Westen und zu
Mudjekeewis, dem westlichen Hüter des Geistes, gehören Blau und Schwarz; der Mond der wiederkehrenden Frösche (20. April bis 20. Mai)
wird ebenfalls mit Blau verbunden; die Qualität der Erleuchtung und die innere Position des östlichen Seelenpfads wird mit fluoreszierendem
Blau assoziiert; die Qualität der Innenschau und die mittlere Position des westlichen Seelenpfads stehen mit Königsblau in Verbindung.
Wie Grün, so ist auch Blau eine der vorrangigen Farben auf der Erde, was man auf Fotos, die aus dem Weltraum gemacht wurden, gut
erkennen kann. Blau ist die Farbe der Gewässer auf der Erde und auch des Himmels, den wir an einem klaren Tag über uns sehen. Blau ist
die Farbe, die uns daran erinnert, gen Himmel zu blicken. Manche Menschen meinen, daß Blau die Farbe der fundamentalsten Energie, die
es auf diesem Planeten gibt, ist. Andere glauben, daß die Farbe Blau am ehesten mit wirklicher Spiritualität in Verbindung gebracht werden
muß, mit deiner wahren Verbindung zu deinem Schöpfer.
Allgemeine Bedeutung: Spiritualität; Verbindung zum Himmel; Verbindung zum Wasser; wirklicher Zweck; tiefe Gefühle.
Assoziation: Deprimiert sein; den Blues haben; erschöpft, blau, sein; blau, betrunken sein.
Transzendente Bedeutung: Das Verstehen dessen, was dir am heiligsten ist; der tiefste Teil deiner Spiritualität.
Allgemein:
Die Farbe der Wahrheit, der seelischen Gelöstheit, der geistigen Überlegenheit. Träume in Blau sind also positiv zu bewerten. Blau
symbolisiert Ruhe, Ideale, religiöse und andere Gefühle, so träumen oft sensible, in sich zurückgezogene Menschen. Man kann das Symbol
meist nur aus dem Zusammenhang verstehen, in dem es mit den anderen Traumsymbolen steht, zum Beispiel:

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– Blauer Himmel ohne Wolken zeigt an, daß man bald wieder klar sehen und Schwierigkeiten bewältigen wird.
– Blaue Kleider können als Hinweis auf psychische Probleme (oft Depressionen) verstanden werden, zuweilen auch als Launenhaftigkeit.
– Blaues Zimmer soll vor allem vor finanziellen Sorgen warnen, kann aber auch für seelische Kälte stehen.
Es gibt aber noch viele andere Bedeutungen der blauen Farbe, die sich jedoch nur ganz individuell erkennen lassen.
Psychologisch:
Blau gilt im Traum als Farbe der Weite, Ferne und Unendlichkeit. Handelt es sich um die Farbe des Wassers, so ist das Blau ein Symbol für
das Unterbewußtsein oder die weibliche Seite der Natur. Ein sehr dunkles Blau ist das Zeichen für Ruhe und Tiefe wie auch für die Nacht
und unter Umständen auch für den Tod.
Volkstümlich:
(arab. ) : – steht allgemein für geistige Klarheit, Zuverlässigkeit und Empfindsamkeit;
– unangenehm auf Möbel oder Wänden: deuten auf unerfreuliche Ereignisse;
– selbst blaue Kleider tragen: man wird Glück in der Liebe haben.
(europ.) : – als Farbe: Symbol der Erfüllung von Wünschen; Wohlstand durch das wirken anderer Menschen;
die Firma, für die Sie tätig sind, wird gedeihen und sich fortentwickeln, dadurch Verbesserung der eigenen finanziellen Lage;
auch glückhafte Entwicklung in Liebesangelegenheiten;
– ein blaues Kleid sehen: Ziele durch beharrlichen Einsatz erreichen;
– einen klarblauen Himmel sehen: gutes Zeichen dafür, daß man von mancherlei Schwierigkeiten befreit werden wird;
– in einem blauen Zimmer sitzen: materielle Sorgen.
(Siehe auch „Farbe“)
Blaubart
Allgemein:
Der Sage nach gab Ritter Blaubart seiner Frau alle Schlüssel seiner Burg. Er warnte sie jedoch ausdrücklich, ein bestimmtes Zimmer zu
betreten, sonst erginge ihr es schlecht. Natürlich konnte Sie nicht wiederstehen und öffnete die Tür zu diesem Raum doch. Dort findet sie die
Körper der ermordeten früheren Frauen des Ritters. Die Geschichte erinnert stark an die vom Paradies und dem Apfel. In beiden Fällen
überläßt eine väterliche, männliche Herrschergestalt einer Frau Freiheiten, stellt aber auch Gebote auf, die übertreten werden. Das Traumbild
behandelt das Ungleichgewicht in der Beziehung der Geschlechter, das heißt die macht, die Männer angeblich von Gott über die Frauen
erhalten haben. Die Art und Weise, wie dieses Motiv im Traum verarbeitet wird, zeigt an, wie der Träumende mit dieser Problematik
umgeht. In Träumen von Frauen kann es die Befreiung von der Übermacht anzeigen, denn in der Sage überlebt die Frau das Betreten des
Zimmers und bändigt den männlichen Unhold.
Blaue Camassie
Medizinrad:
Schlüsselworte: Hauptnahrungsmittel; süß; Ausgewogenheit; Gefahr.
Beschreibung: Die Blaue wildwachsende Camassie, die Totempflanze der im Mond der wiederkehrenden Frösche (20. April bis 20. Mai)
Geborenen, gehört zur Familie der Lilien und ähnelt wilden Hyazinthen. Im Westen der Vereinigten Staaten war die Blaue Camassie ein
Hauptnahrungsmittel der dort lebenden Indianer. Es ist wichtig, zwischen Blauer und Gelber Camassie zu unterscheiden, die gelbe oder
grünlich-weiße Blüten hat und giftig ist. Die Blaue Camassie wurde häufig verwendet, um andere Nahrungsmittel zu süßen oder um
geschmacklich wenig ausgeprägte Nährstoffe zu würzen. Die Knolle der Blauen Camassie wirkt stärkehaltig, obwohl sie es nicht ist. Sie
enthält vielmehr Insulin, einen komplexen Zucker, der dazu beiträgt, den Blutzuckerspiegel auszugleichen. Zuviel Blaue Camassie kann als
Abführ- oder Brechmittel wirken. Es ist wichtig, sich in Träumen über die Camassie die Farbe der Blüten einzuprägen. Von der Gelben,
todbringenden Camassie zu träumen kann bedeuten, daß sich etwas Gefährliches in deine Umgebung oder dein Leben eingeschlichen hat.
Allgemeine Bedeutung: Deine Fähigkeit entdecken, dich selbst und andere zu erhalten; die Disposition oder Einstellung versüßend; ein
Gleichgewicht in dir erschaffen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Die Gabe des Gleichgewichts.
Blauhäher
Medizinrad:
Schlüsselworte: Lärmend; laut; wankelmütig; nachahmend.
Beschreibung: Der Blauhäher, ein mit einem Kamm versehener blauer Vogel, der größer ist als das Rotkehlchen, hat weiße Punkte auf
Flügeln und Schwanz, einen grauen Bauch und sieht aus, als trage er ein schwarzes Band aus Federn um den Hals. Blauhäher können den
Ruf des Rotschwanzbussards nachahmen und viele verschiedene Töne ausstoßen. Sie fallen stark durch die Lautstärke ihrer Schreie auf und
durch ihre offensichtliche Freude daran, sie häufig zu wiederholen. Der Blauhäher beginnt sein Leben als schwarzer Vogel und verfärbt sich
erst mit dem Älterwerden.
Allgemeine Bedeutung: Wandel; Wandlungsfähigkeit; laut; lärmend; ein lästiger Aspekt deiner Natur.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Verstehen deiner Kommunikationsfähigkeit oder eines aufdringlichen Teils deines Selbst.
Blaustrumpf
Assoziation: – Unscheinbar, aber klug; ohne jeden Charme.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, ebenso attraktiv zu sein, wie ich klug bin?
Blech
Allgemein:
Blech kann darauf hinweisen, daß man sich mit wertlosen, unwichtigen oder aussichtslosen Dingen abgibt, ein Orden aus Blech warnt
vielleicht auch vor einer Ehrung, die sich als Nachteil erweisen wird. Außerdem kann Blech im Einzelfall ermahnen, keine leeren
Versprechungen abzugeben, die man doch nicht einhalten kann. Wer im Traum Blech bearbeitet, vergeudet möglicherweise seine kostbare
Zeit am falschen Objekt, übersetzt auch: Man redet viel Unnutzes – eben „Blech“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – bearbeiten: du gibst dich zuviel mit wertlosen Dingen ab.
(europ.) : – sehen oder damit hantieren: bei ruheloser, lärmender Arbeit Reichtum in Sicht;
– verarbeiten: man gibt sich mit wertlosen Dingen ab.
(ind. ) : – versprich nicht zu viel, wenn du es nicht halten kannst, man wird sich sonst von
dir abwenden und dich im Stich lassen.

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Blei
Allgemein:
Traditionell wird Blei im Traum mit einer Last oder einer belastenden Situation in Verbindung gebracht. Der Träumende meistert sein Leben
nicht so, wie er es gerne möchte. Derartige Erkenntnisse müssen bedrückend wirken. Andererseits wird eine Verbindung zwischen Blei und
der Lebenskraft oder Männlichkeit hergestellt. Wer Blei gießt, bemüht sich, etwas Nützliches zu vollbringen, aber am Ende kommt vielleicht
nur bizarr Verworrenes heraus.
Psychologisch:
Heute wird Blei seltener verwendet als in früheren Zeiten, aber es ist immer noch ein wichtiges Metall. In Träumen kann es darauf
hinweisen, daß die Zeit reif ist für Veränderung und Transformation. Der Träumende soll sich um Veränderungen bemühen, um seine
Lebensqualität zu verbessern. Blei steht für die materiellen, weltlichen Dinge des Lebens, die belasten und die seelisch-geistige Entwicklung
hemmen. Oft will dieses Symbol anzeigen, daß man sich nicht so viele Sorgen um alltägliche Dinge machen soll oder nicht nur dem
materiellen Erfolg nachjagen darf.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht Blei für Körperbewußtsein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: falsche Menschen werden dich verdächtigen;
– gießen: glückliche Familienverhältnisse; Ehe.
(europ.) : – sehen: weist auf Hindernisse hin, warnt vor schlechten Freunden,
ferner Verleumdung und Anschuldigung; häuslicher Streit;
– gießen: Glück in Liebe oder Ehe;
– eine schwere Menge auf dem Rücken tragen: Lotteriegewinn und gute Geschäfte;
– eine Bleimine: Freunde werden mit Argwohn auf Ihren Gelderwerb blicken;
Sie werden über den Betrug und den schlechten Charakter Ihres Geliebten empört sein.
– Bleierz verheißt Kummer und Unfälle; Geschäfte werden überschattet;
– Jagd nach Blei: kündigt Unzufriedenheit und einen ständigen Arbeitsplatzwechsel an;
– schmelzen: durch Ungeduld für sich und anderen Mißerfolg bringen.
(ind. ) : – wenn du glaubst, klug genug zu sein, so irrst du dich gewaltig, andere sind noch klüger als du;
gießen: erfreuliche Verbindungen und eine Trennung zu deinem Vorteil.
Bleich
Volkstümlich:
(europ.) : – und angegriffen erscheinende Freunde: zeigt Erkrankung an;
– selbst sichtbar bleicher und angegriffener werden: hat großes Glück zur Folge.
Bleiche
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Bleicher sehen: deine Feinde werden dich sogar als rechtlich denkend achten.
Bleichen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Leinwand: du wirst von einem Verdacht gereinigt;
– Wäsche: dein Hausstand mehrt sich.
(europ.) : – Leinwand oder Wäsche: zunehmender häuslicher Wohlstand;
– üben junge Mädchen diese Tätigkeit aus: baldige Verheiratung.
Bleigießen
Allgemein:
Bleigießen gilt nach alten Traumbüchern als Glückssymbol, das vor allem materielle Geschenke und Gewinne verheißt.
Volkstümlich:
(europ.) : – in alten Zeiten ein Mittel der „schwarzen Magie“, ist ein Zeichen, daß der Träumende
unter allen Umständen Vorteile für sich erringen will.
Bleikugel
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine unerwartet gute Nachricht wird dich überraschen.
(ind. ) : – nicht immer sind die Menschen um dich ehrlich.
Bleistift
Allgemein:
Bleistift kann eine künstlerische (oft zeichnerische) Begabung zum Ausdruck bringen, die man vernachlässigt. Oft zeigt sich darin aber, daß
man sich anderen mitteilen will oder darauf wartet, daß sie sich mitteilen. Zusammen mit dem Blatt Papier (siehe unter diesem Stichwort),
das noch unbeschriftet ist, ergibt sich, daß die Mitteilung zur Entfaltung neuer Lebensmöglichkeiten dienen kann. Bleistift kann aber auch für
spitze Bemerkungen stehen. Im Zusammenhang mit einer Karikatur steht er für Spott, dem man ausgesetzt ist. Es ist aber auch die Mahnung
sich etwas zu merken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder damit schreiben: du erwirbst hohe Bildung;
auch: eine freundliche Nachricht erhalten;
(europ.) : – sehen oder damit schreiben: kündet Nachrichten an; angenehme Tätigkeiten;
– mit einem zeichnen: man soll seinen künstlerischen Neigungen nachgehen,
denn man wird damit Erfolg haben;
– von einem Freund überreicht bekommen: zeigt Trennung von dieser Person an;
– Schreibt eine junge Frau mit einem Bleistift, wird sie eine glückliche Ehe führen.
Das Ausradieren von Wörtern allerdings sagt Enttäuschung in der Liebe voraus.
(ind. ) : – versuche nicht immer der Klügste zu sein.
(Siehe auch „Stift“)

274
Bleiweiß
Volkstümlich:
(europ.) : – Sittsamkeit; auch: Verwandte oder Kinder werden wegen Ihrer Nachlässigkeit in Gefahr sein;
Reichtum wird Ihnen kaum zuteil werden;
Blendlaterne
Allgemein:
Blendlaterne weist darauf hin, daß man mehr der inneren Stimme folgen, vernachlässigte Möglichkeiten und Fähigkeiten nutzen sollte, um
zum Erfolg zu gelangen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit geblendet werden: man wird dich zu täuschen suchen;
– andere damit blenden: du wirst deine Bekannten richtig zu beurteilen wissen;
– sehen: du hast heimliche Feinde.
(ind. ) : – folge deiner inneren Stimme, sie wird dich zum Erfolg führen.
Blendung
Psychologisch:
Wie im wirklichen Leben: Irritation durch zuviel Licht, Überbelichtung, Täuschung durch ein glänzendes, allzu effektvolles Äußeres – ohne
innere Werte. Also könnte es ein Warntraum gewesen sein, wenn Sie eine Ihnen bekannte irdische Person „in blendendem Licht“ gesehen
haben – Vorsicht im Umgang mit ihr – und besser genauer hinsehen! Dies gilt nicht für Gott, „Heilige überirdische Personen“, sowie Engel !!!
Blicke
Psychologisch:
Sie sind Symbol für die bewußte Wahrnehmung, das aufmerksame Betrachten. Wer ist es denn, den Sie sich gerne „näher anschauen“ wollen
– oder sollten?
Blindekuh
Allgemein:
Verbundene Augen im Traum signalisieren einen bewußten Versuch, den Träumenden zu täuschen. Verbindet der Träumende selbst
jemandem die Augen, so ist er im Umgang mit anderen Menschen nicht ehrlich. Die Ursache hierfür kann in seiner Unwissenheit liegen.
Psychologisch:
Der Träumende benötigt vielleicht etwas Zeit, um sich von der äußeren Welt zurückzuziehen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene können verbundene Augen einen Übergangsritus anzeigen.
Volkstümlich:
(europ.) : – spielen: sich an ein unsicheres Unternehmen beteiligen; finanzielle Verluste und Erniedrigung könnten folgen.
Blinder
Psychologisch:
Ihr Unterbewußtsein signalisiert, daß Sie etwas nicht sehen, wie es ist – oder daß Sie zu oft „wegsehen“, wenn Ihnen der Anblick nicht
gefällt: Man drückt sich vor der Verantwortung!
(Siehe auch „Blindheit“)
Blindheit
Assoziation: – Nicht sehend; unbewußt.
Fragestellung: – Was bin ich zu sehen oder zu verstehen bereit?
Artemidoros:
Auf beiden Augen blind zu sein prophezeit den Kindern, Geschwistern und Eltern des Träumenden den Tod. Den Kindern aus dem eben
erwähnten Grund, den Geschwistern, weil auch die Augen untereinander verschwistert sind, den Eltern, weil die Augen das Sonnenlicht
vermitteln, so wie jene Urheber des Lebenslichtes sind. Der Verlust der Augen kündigt den Verlust dessen an, was ihnen entspricht. Glück
dagegen bringt es einem Gefangenen oder einem, der von anderen gewaltsam festgehalten wird, und einem Bettelarmen, wenn er träumt, zu
erblinden. Die ersteren werden das Elend um sich herum nicht weiter schauen, der letztere hilfreiche Menschen finden; denn ein Blinder
erfährt von allen Seiten Beistand und ist damit selbst aller Anstrengungen enthoben. Den Antritt einer Reise vereitelt das Traumgesicht, und
einem Verreisten sagt es, er werde nicht mehr in seine Heimat zurückkehren; denn ohne Augenlicht bekommt man weder Fremde noch die
Heimat zu Gesicht. Unglück bringt es auch einem Soldaten und jene, der am kaiserlichen Hof lebt. Wettkämpfern, die in schwerathletischen
Disziplinen antreten, prophezeit es eine Niederlage, Wettläufern aber einen Sieg. Ich kenne einen Wettläufer, dem es träumte, als er sich an
den in Italien veranstalteten Gedächtnisspielen beteiligten wollte, die der Kaiser Antoninus zu Ehren seines Adoptivvaters Hadrian gestiftet
hatte, er wäre erblindet. Der Mann errang den Sieg; denn ebenso wie ein Blinder kann der, welcher im Lauf vorne liegt, seine Konkurrenten
nicht sehen. Von schlimmer Vorbedeutung ist das Gesicht für Steuerleute, Astronomen und Weissager. Wer auf der Suche nach etwas
Verlorenem ist, wird dasselbe nach diesem Traumgesicht nicht wiederfinden. Dichtern aber bedeutet solches Traumerlebnis höchstes Glück;
denn diese müssen innerlich ganz gelöst sein, wenn sie dichten wollen; sie sind es aber am ehesten dann, wenn sie infolge des Verlustes ihres
Augenlichtes weder durch Formen noch durch Farben abgelenkt werden. Kranken prophezeit dieses Traumgesicht in jedem Fall den Tod,
weil sie des Lichtes beraubt sind. Ich kenne jemand, dem es träumte, es sage ihm einer von den glaubwürdigen Gewährsmännern: „Dein
Vater ist nicht tot, er schläft nur.“ Der Vater dieses Mannes war schon erblindet, da erhielt der Sohn kurze Zeit danach die Nachricht von
diesem Vorfall. Träumt jemand, er sei nur auf einem Auge blind, so trifft das Angedeutete nur teilweise und sozusagen nur zur Hälfte zu.
Ferner ist noch folgendes zu beachten: Das rechte Auge bedeutet den Sohn, den Bruder und den Vater, das linke die Tochter, die Schwester
und die Mutter. Bei zwei Söhnen, zwei Töchtern oder zwei Brüdern bezeichnet das rechte Auge den älteren Sohn oder Bruder oder die ältere
Tochter, das linke die jüngere Tochter, den jüngeren Bruder oder Sohn.
Allgemein:
Blindheit im Traum deutet an, daß sich der Träumende sträubt, die Wahrheit zu sehen. Er hat die Realität aus den Augen verloren, oder er
„übersieht“ Eigenschaften an sich, die ihm mißfallen. Blindheit kann als Zeichen dafür verstanden werden, daß man blind durchs Leben geht.
Deshalb erkennt man weder Gefahren noch Chancen. Vielleicht weist das Symbol aber auch darauf hin, daß man etwas nicht versteht oder
nicht bereit ist, anderen zuzustimmen, auch wenn sie recht haben.
– Führt man eine blinde Person, kann es sein, daß man sich mit einer Aufgabe überfordert und scheitern wird.
– Nach alten Quellen soll ein blinder Bettler einen Erfolg im Glücksspiel ankündigen, aber diese Deutung ist unsicher.

275
– Wer sich im Traum blind sieht, verschließt wohl im Wachleben zu sehr die Augen vor anstehenden Problemen, die
vor allem seelischer Natur sind. Es fehlt vielleicht an Weitsicht oder an der rechten Menschenkenntnis, so daß man
leicht übers Ohr gehauen werden kann. Man braucht Hilfe, um einen gangbaren Weg aus einem Dilemma zu finden.
– Dagegen spricht es für die Hilfsbereitschaft des Träumers selbst, wenn er einen Blinden führt.
Psychologisch:
Auf der Verstandesebene ist sich der Träumende vielleicht gewisser Fakten bewußt, aber er entscheidet sich dennoch dafür, dieses Wissen
nicht in der am besten geeigneten Weise zu nutzen. Verantwortungslosigkeit oder Schuldgefühle und Gewissenskonflikte können sich im
Traum durch Blindheit ausdrücken. Oft bedeutet sie aber auch, daß der Träumende ein bestimmtes Problem bewußt nicht wahrhaben will. Ist
der Träumende geblendet, steht dies häufig für „Verblendet sein“. Kann der Träumende allerdings während des Traums plötzlich wieder
sehen, ist das ein Hinweis darauf, daß er alte Fehler wiedergutmachen und verantwortungsbewußter leben möchte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist Blindheit eine Art der Unwissenheit. Sie kann auf das Irrationale hinweisen. Außerdem steht sie eng mit der
Initiation in Verbindung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – blind werden: großer Gefahr ausgesetzt sein; du wirst belogen;
– sein: in Gefahr geraten;
– Blinde führen: Reiseabenteuer;
– Blinde sehen: Hindernisse;
– Blinder Passagier: Hüte dich vor verbotener Handlungsweise.
(europ.) : – Blindheit: man soll nicht blind durchs Leben gehen;
– blind sein: heißt betrogen werden; blind durchs Leben gehen;
blind vor Liebe sein und das Liebe davon abhängt, blind für die Fehler des Geliebten zu sein;
– sich selbst sehen: man wird blindlings in eine Gefahr hineinlaufen;
von einem nahestehenden Menschen hintergangen werden;
– eine blinde Person sehen: eine ehrenhafte Person wird Sie um Hilfe bitten;
– eine blinde Person führen: man übernimmt eine Aufgabe, die nicht durchführbar sein wird;
– einem Bettler begegnen: Glück im Lotteriespiel.
(Siehe auch „Auge“)
Blintzeln
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit den Augen (und sich dabei im Spiegel sehen): Täuschungen aller Art;
– sehen: großer Gewinn oder sonstige Vorteile.
Blitz
Assoziation: – blitzartige Erleuchtung; plötzliche Vision.
Fragestellung: – Was erwacht in mir?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Gefahr; Angst; Macht; Nachdruck.
Beschreibung: Der Blitz ist ein Mittel der Atmosphäre, sich entweder von einer Wolke zur nächsten oder von einer Wolke zur Erde
elektrisch zu entladen. Im Laufe der Jahrhunderte haben Blitze im Menschen gleichermaßen Angst wie auch Freude hervorgerufen. Der Blitz
wurde als Botschaft der Götter begriffen, als richtungsweisend für die Energie der Sonne, als nachdrückliche Betonung des Willens von
Ebenen jenseits der alltäglichen.
Allgemeine Bedeutung: Botschaft aus anderen Schöpfungsreichen; deine Verbindung zum Feuer; Spannungen auflösen.
Assoziation: Schnelligkeit; Erleuchtung.
Transzendente Bedeutung: Eine Botschaft von den Donnerwesen; unerwartete Eingebung; Energiestrahlen, die sich so anfühlen, als ob sie
dir helfen oder dich prüfen wollen.
Artemidoros:
Ein Donner ohne Blitz bedeutet, weil er unerwartet kommt, Anschläge und Überfälle, ein Blitz ohne Donner eitle Furcht; denn nach dem
Blitz erwartet man einen Donnerschlag, der wegen des Getöses nichts anderes als eine Drohung ist. Wenn er nicht zu hören ist, ruft er Furcht
hervor, die unbegründet ist. Ein Blitz ohne Unwetter, der in der Nähe einschlägt, ohne den Menschen zu treffen, vertreibt den Träumenden
von dem Ort, wo er sich gerade aufhält; denn niemanden hält es in der Nähe eines Blitzes. Schlägt er aber vor ihm ein, hindert er ihn,
vorwärts zu gehen. Ist der Kopf vom Blitz getroffen, so ist nach der Meinung der ältesten Traumdeuter eine zweifache Auslegung angezeigt:
Armen sei es ein Zeichen von guter, Reichen von böser Vorbedeutung; der Grund dafür sei folgender: Die Armen gleichen bescheidenen und
gewöhnlichen Orten, wo man Mist und sonstigen Unrat ablädt, die Reichen dagegen heiligen Bezirken der Götter oder Menschen, Tempeln
der Götter oder heiligen Hainen oder sonstwie bedeutenden Stätten. So wie nun der Blitzstrahl unbedeutenden Orten Ruf und Namen
verschafft, weil man dort Altäre errichtet und Opfer auf ihnen darbringt, prächtige Besitzungen aber wüst und unbetretbar macht (denn
niemand will sich dort mehr aufhalten), dementsprechend bringt dieses Traumerlebnis einem Armen Nutzen, einem Reichen Schaden.
Weiterhin ist der Blitz nichts anderes als Feuer, dessen Eigenschaft aber ist es, jeden Stoff zu vernichten. Nun besitzt der Arme Armut, der
Reiche Reichtum. Folglich wird es des Armen Armut und des Reichen Reichtum vernichten; denn der vom Blitz Getroffene erregt mit einem
Schlag Aufsehen. Ebenso wird ein Armer, der plötzlich reich geworden, und ein Reicher, der unverhofft sein Vermögen verloren hat,
Aufsehen erregen. Diesen Grundsätzen folgten die Früheren. Die Späteren bezogen auch die Sklaven ein und erklärten, es bringe diesen
Glück, vom Blitz getroffen zu werden, weil vom Blitz Getroffene keine Gebieter mehr über sich hätten noch sich weiter abarbeiten müßten;
man lege ihnen so wie Freigelassene prächtige Gewänder an und begegne ihnen wie Wesen, die von Zeus geehrt worden sind, so wie man
Freigelassene respektiert, welche die Gunst ihrer Herren erfahren haben. Viele Hinweise über den Traum vom Blitzschlag haben Alexander
von Myndos und auch Phoibos von Antiocheia aus Erfahrung und eigener Erkenntnis beigesteuert, jedoch vermochten sie es nicht, in allen
die feinen Unterscheidungen herauszuarbeiten. Es verhält sich damit folgendermaßen: Sklaven, die das Vertrauen ihrer Herren nicht
genießen, gibt das Traumerlebnis die Freiheit, während jene, die es haben oder sich der Gunst ihrer Herren erfreuen oder sehr vermögend
sind, Vertrauen, Gunst und Vermögen verlieren. Von den Freien bringt es den Armen, welche ihre Not nicht zu verbergen suchen, Nutzen,
während es jene, die sich verstecken und das Licht der Öffentlichkeit scheuen, überführt. Denn weder bleibt der Einschlag eines Blitzes
unbemerkt, weil er unter mächtigen Donnerschlägen und gewaltigem Gewitter hernieder fährt, noch kann ein vom Blitz Getroffener
verborgen bleiben. Reichen, die wegen eines Staats- oder Priesteramtes Goldschmuck tragen sollen, verursacht es keinen Schaden, es
prophezeit ihnen vielmehr eine glänzende Laufbahn als hohe Beamte oder Priester. Das Gold gleicht nämlich wegen seiner Farbe dem Feuer,
deshalb heißt es bei Pindaros: „Gold ist wie brennendes Feuer.“ Die übrigen Menschen bringt es aus dem angeführten Grund um Hab und
Gut, falls nicht ein anderer Umstand hindernd dazwischen tritt. Unverheirateten, Armen wie Reichen, verheißt es die Heirat; denn nichts
schenkt dem Körper so viel Wärme wie das Feuer und eine Frau. Verheiratete trennt es, Partner, Brüder und Freunde macht es zu Feinden;
denn der Blitz eint nichts, sondern trennt, was vereint ist. Wer Kinder hat, wird sie verlieren, und zwar durch den Tod, falls der Träumende

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nach dem Blitzschlag Schmerzen leidet, wenn nicht, durch eine andere Art von Trennung; denn Bäume verdorren, wenn sie vom Blitz
getroffen werden, und ihre jungen Triebe gehen ein. Athleten, Literaten jeder Art und Leuten, die sich einen Namen in der Öffentlichkeit
machen wollen, verschafft es Ansehen. In Prozessen um das Bürgerrecht ist es von Nutzen, wenn man träumt, vom Blitz getroffen zu
werden; denn kein vom Blitz Getroffener ist rechtlos, wo man ihn doch wie einen Gott ehrt. Dagegen droht Leuten, die wegen
Vermögenswerten jeder Art prozessieren, ein für sie ungünstiges Urteil, ausgenommen, der Rechtsstreit gehe um Grund und Boden oder
Liegenschaften; wir sagen nämlich in der Umgangssprache von Leuten die ihren Prozeß verloren haben, sie wären vom Blitz getroffen
worden. In Prozessen um Grund und Boden sichert es Pächtern, die befürchten, von ihrem Besitz vertrieben zu werden, weiterhin das
Nutzungsrecht; auch die vom Blitz Getroffenen werden ja nicht anderswohin überführt, sondern an Ort und Stelle, wo sie vom Feuerstrahl
erfaßt wurden, beigesetzt. Dagegen prophezeit es Personen, die auf fremden Boden Anspruch erheben, daß sie ihn nicht betreten, sondern
dort bleiben werden, wo sie sich befinden, das heißt, außerhalb desselben, ausgenommen, man träumt, nicht selbst vom Blitz getroffen zu
sein, sondern man sieht den Feuerstrahl auf das Grundstück niederfahren; denn dieses Traumgesicht macht es für die Eigentümer
unbetretbar. Ferner führt der Blitzstrahl die Verreisten wieder in die Heimat zurück, während er die Einheimischen nicht außer Landes ziehen
läßt. Es ist jedoch zu beachten, daß der Traum vom Blitzschlag nur dann das oben Ausgeführte bedeutet, wenn es einem scheint, vom Blitz
versengt worden zu sein, oder er sei auf Kopf oder Brust niedergefahren; versengt er nämlich nur sonst einen Körperteil, nicht aber den
ganzen Körper, oder trifft er eine Körperpartie nicht so, daß bei dem Getroffenen unausweichlich der Tod eintreten müßte, sind die Gesichte
so zu deuten, als ob nur einzelne Körperteile, nicht aber der ganze Köper geschädigt wurde. Träumt man, vom Blitz getroffen zu werden,
während man zur See fährt, im Bett ist oder auf der Erde rück- oder bäuchlings liegt, so bringt das nichts Gutes; Glück prophezeit es letztlich
nur, wenn man, stehend oder auf einem Stuhl oder sonst einem Möbelstück sitzend, vom Blitz getroffen wird. Ich kenne jemand, dem es
träumte, der äußere Bettstollen seiner Ruhestatt sei vom Blitz zerschmettert worden, und es starb seine Ehefrau.
Allgemein:
Blitz, dem Feuerstrahl gleichgesetzt, steht oft für einen spontanen Einfall, eine plötzliche Einsicht oder Erleuchtung aus dem Unbewußten,
die man beachten sollte und uns vielfach blitzartig erkennen läßt, wie wir in unserem Wachleben besser zurechtkommen können. Unter
Umständen wird dadurch aber auch vor der plötzlichen Entladung innerer Spannungen gewarnt, die viel zerstören kann. Auch Angst vor
einer Bestrafung, der Rache eines anderen Menschen oder finanzieller Verlust kann darin zum Vorschein kommen. Er ist das Zeichen dafür,
daß unkontrollierbare Kräfte unser Seelenleben beeinflussen.
– Wird man vom Blitz getroffen, ohne Schaden zu nehmen, muß man zwar mit unerwarteten Schwierigkeiten rechnen, wird sie aber gut
überstehen.
– Wenn der Blitz in der Nähe einschlage, stehe eine Ortsveränderung bevor, für Verliebte habe er eine günstige Bedeutung (da hat es eben
eingeschlagen), bei Eheleuten hingegen beschleunigt er die Entzweiung. Indische Traumdeuter dagegen behaupten, der Blitz im Traum
weise auf eine Krankheit hin. Bei Freud hat der Blitz phallische Bedeutung. Nach Artemidoros bedeutet vom Blitz getroffen zu werden
etwas Gutes; sein Feuer gleiche dem Golde, das man gewinnen, aber auch schnell wieder verlieren könne.
Psychologisch:
Der Blitz kann im Traum zwei Bedeutungen haben: zuckt er nur über den Himmel und erhellt die Umwelt, ohne dabei Schaden anzurichten,
kann dies eine plötzliche Erleuchtung bedeuten. Erscheint er dem Träumenden jedoch als gewaltsames Naturereignis, so ist dies ein Hinweis
auf Verdrängungen oder Affektstauungen des Träumenden, die durch unerwartete Aggression abgebaut werden. In diesem
Traumzusammenhang bedeutet der Blitz eine unkontrollierte Entladung physischer oder psychischer Spannungen.
Spirituell:
Der Blitz ist das machtvolle und überaus schnelle Feuer des Himmels.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein Feind wird versuchen, dich zu treffen oder zu demütigen;
– von ihm getroffen werden: ein plötzlicher Unglücksfalle.
(europ.) : – Blitz sehen: Das Symbol einer plötzlichen Offenbarung; ganz plötzliche Klarheit über Zustände und Ereignisse;
vor allem gut bei wohlhabenden Personen; bei nicht wohlhabenden Personen kündigt es Glück und Reichtum
von kurzer Dauer an;
– ohne Donner: Bedrängnis, Zwist und Streit; Ärger und Verdruß;
– Blitz und Donner: verheißt Glück und Gewinn; freudiges Wiedersehen mit Freund oder Freundin;
– der mit Donner einschlägt: kündet einen Verlust an;
– in der Nähe einschlagend und den Schlag spüren: das Glück eines Freundes wird Ihnen Schaden zufügen
oder Sie ärgern sich über Klatschbasen und Lästermäuler;
– ein fahler durch dunkle Wolken fahren sehen: Omen für Kummer; auf Glück werden bald Schwierigkeiten folgen;
– aus bedrohlich aussehenden Wolken: Vorbote von drohenden Verlust; Geschäftsleute sollten sich um Ihre Geschäfte
und Frauen um Ihre Männer oder Mütter kümmern; Kinder und Kranke bedürfen der Obhut;
– über dem Kopf: Freude und Gewinn;
– auf seinen Kopf oder Haus schlagen sehen: Verlust an Gut und Leben; Unglück;
– von ihm getroffen werden und Schaden nehmen: schwere Krankheit;
– von ihm getroffen werden und keinen Schaden nehmen: eine Gefahr, der man entrinnen wird;
auch: unerwarteter Kummer im Beruf oder in der Liebe;
– als Wetterleuchten: bedeutet Gutes;
– ein Blitz im Süden: der Erfolg wird eine zeitlang ausbleiben;
– im Südwesten: das Glück ist Ihnen auf den Fersen;
– im Westen: Ihre Aussichten werden besser sein als vorher;
– im Norden: Hindernisse müssen überwunden werden, bevor sich Ihre Aussichten verbessern;
– im Osten: schnell Gunst und Vermögen gewinnen.
(Siehe auch „Brand“, „Feuer“, „Donner“, „Gewalt“)
Blitzableiter
Volkstümlich:
(europ.) : – allgemein: verheißt die drohende Zerstörung einer aufwendigen Arbeit;
– in eine Schlange sich verwandeln sehen: Feinde werden mit Ihren gegen Sie geschmiedeten Pläne Erfolg haben;
– Blitz in diesen einschlagen sehen: ein Unfall, oder plötzliche Nachrichten, die Ihnen Kummer bereiten;
– einen aufstellen: Sie werden gewarnt davor, ein neues Geschäft zu eröffnen, da dieses Sie wahrscheinlich enttäuschen wird;
– einen entfernen: Sie werden Ihre Pläne ändern und damit Ihre Interessen fördern;
– viele sehen: sind Zeichen für eine Reihe von Unglücksfällen.

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Blitzer
Assoziation: – enttäuschte Sexualität; Exhibitionismus.
Fragestellung: – Auf welche Weise verwehre ich mir meine sexuellen Bedürfnisse oder Triebe?
Block
Volkstümlich:
(arab. ) : – aus Holz oder Mineral sehen: eine schwere Last wird dir auferlegt werden;
– von einer Person getragen sehen: eine schwere Last wird dir abgenommen werden.
Blockade
Allgemein:
Im Traum kann sich eine Blockade in vielerlei Formen zeigen. Sie wird möglicherweise als materielle Blockade erlebt – etwa als ein
Gegenstand, über den man hinüberklettern oder um den man herumgehen muß. Mental, beispielsweise, wenn man nicht in der Lage ist, zu
sprechen oder zu hören, oder spirituell kann sich eine Blockade ebenfalls äußern.
Psychologisch:
In Träumen treten mitunter Blockaden auf, wenn der Träumende eine besondere Anstrengung unternehmen muß, um ein Hindernis in seinem
Entwicklungsprozeß zu überwinden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann eine Blockade eine vorbeugende Maßnahme, eine Warnung sein.
Blond
Assoziation: – auffällig; künstlich; frivol.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir will das Leben mehr genießen?
Allgemein:
Blond taucht praktisch immer zusammen mit Haar (siehe unter diesem Stichwort) auf und kann unsere bewußten Gedanken verkörpern. Zu
deuten ist die genaue Botschaft nur, wenn man die weiteren Umstände im Traum berücksichtigt.
Blöken
Volkstümlich:
(europ.) : – Lämmer blöken hören: kündigt neue Aufgaben und Pflichten an, die jedoch nicht unangenehm sein müssen.
Blöße
Allgemein:
Träume, in denen wir in der Öffentlichkeit nackt oder halbnackt auftauchen, sind ungewöhnlich häufig. Mit Sexualität haben sie selten etwas
zu tun; fast immer ist ihr eigentliches Thema Verlegenheit, gelegentlich ein Gefühl der Unbekümmertheit. An erster Stelle steht die Frage,
wie es zu der Blöße im Traum kam. Inwieweit ist man im Wachleben zu naiv, allzu offenherzig oder nicht offen genug? Wenn das
vorherrschende Gefühl im Traum Scham oder Entsetzen war, macht man sich offenbar Sorgen, das man irgendwie bloßgestellt wird. Wenn
man hingegen seinen Kleiderlosen Auftritt genoß, hat man vielleicht das Bedürfnis nach einer offeneren und unkonventionelleren Haltung,
als das Wach-Ich sich zugesteht, oder man sehnt sich nach Freiheit von gesellschaftlichen Zwängen. Nacktheit kann auch ein Hinweis auf
absolute Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit sein. Im Traum verbirgt man nichts, vielleicht täte dieselbe Offenheit auch dem Wach -Ich gut.
Psychologisch:
Wer sich im Traum eine Blöße gibt, will in der Realität meist das Gegenteil erreichen: etwas verbergen, geheimhalten, eigene Fehler und
Schwächen vertuschen. Dieser Druck ist auf Dauer schwer zu verkraften, deswegen nützt die Psyche den Traum als Ventil und präsentiert
„nackte Tatsachen“. Man träumt z.B., daß man nackt beobachtet wird, Nähte platzen, Kleider vom Leib gerissen werden – oder ähnliche
peinliche Situationen.
(Siehe auch „Nacktheit“)
Blumen
Assoziation: – Schönheit; Sexualität; Blühen.
Fragestellung: – Was bringt meine Schönheit und Sexualität zum Erblühen?
Allgemein:
Träume von Blumen können beruhigend wirken. Im Wachleben gibt es kaum Menschen, die Blumen nicht mit Freude und Entspannung
assoziieren. Wir erfreuen uns nicht nur an Blumen, wir verwenden sie auch als Zeichen der Liebe, Anerkennung, Sympathie und des Trostes.
In einem dieser Zusammenhänge kommen Blumen aller Art häufig in unseren Träumen vor. Das Erscheinungsbild der Blumen im Traum
könnte bedeutsam sein: Wenn sie sorgfältig gesteckt waren (vielleicht sogar von einem selbst), deutet das vielleicht darauf hin, daß das
Gesellschaftsleben allzu sorgfältig geplant ist – oder in Ordnung gebracht werden müßte. In einem Garten kunterbunt
durcheinanderwachsende – oder um das Haus verstreute – Blumen würden darauf hindeuten, daß das Leben voller Freude ist. Aber was
geschah im Traum sonst noch? Kehrte man die Blumen weg, oder verstreute man noch mehr? Ein Traum, in dem die Blumen in einem
Garten überwiegen, könnte (Falls man nicht ein begeisterter Blumenzüchter ist) darauf verweisen, daß das Leben mehr Farbe braucht und das
man sich weniger Sorgen um den bloßen Lebensunterhalt machen sollte. Ein Traum von welken Blumen ist oft deprimierend und sagt etwas
über Trauer oder Gefahr aus. Die Vernichtung von Blumen (vielleicht durch Würmer oder Engerlinge) hat ähnlich ominöse Bedeutung.
Wenn man im Traum mit Gießen oder Düngen beschäftigt war, heißt das vielleicht, daß man an einer Beziehung arbeiten sollte. Blumen mit
Knospen oder in voller Blüte könnten das Entstehen einer Idee oder eine neue Beziehung symbolisieren – oder daß man in eine neue
Lebensphase eintritt. Freud sah in den Blumen ein weibliches Symbol, weil ihre Blüten schalenförmig sind und die Biene in sie
hineinkriecht, um sie zu befruchten. Bei einem Mann kann eine Blume im Traum Frauen oder eine bestimmte Frau darstellen. Die Blume
könnte auch für eine Idee stehen, die man zum tragen gebracht hat. Wildwachsende Blumen betonen Natürlichkeit, schlichte Schönheit und
Verachtung für künstlich angelegte Blumenbeete. Schnittblumen stellt man zur Schau, statt sich von ihnen an ihrem natürlichen Standort
erfreuen zu lassen, daher können sie Symbole für Künstlichkeit sein. Wenn man im Traum jemanden, den man nicht identifizieren kann,
Blumen schenkt oder von ihm welche bekommen, heißt dies wohl, daß man seinem Selbstbewußtsein auf die Beine helfen müssen. Eine
Girlande aus Blumen ist ein ähnlicheres, aber förmlicheres Sinnbild. Blumen im Traum stellen auch eine Verbindung her zu Gefühlen der
Freude und Schönheit. Durch sie wird sich der Träumende bewußt, daß etwas Neues aufkommt und daß er alles mit einer neuen Frische tun
wird. Blume kann für sexuelle Bedürfnisse stehen, die vielleicht mißachtet werden. Außerdem hat sie oft etwas mit Liebe und anderen
Gefühlen oder der Entfaltung von Eigenschaften zu tun. Unter den zahlreichen möglichen Deutungen sind vor allem die folgenden
aufschlußreich:

278
– Blumen pflücken kann ebenfalls Glück und Erfolg verheißen, manchmal aber auch vor Risiken warnen, die dem im
Weg stehen oder deutet auf eine sexuelle Wunscherfüllung hin.
– Ein Strauß frischer Blumen deutet auf ein Liebeserlebnis, das uns glücklich macht.
– Frische, schöne Blumen sehen verkündet Gesundheit und Erfolg, vor allem in einer Gefühlsbeziehung.
– Blumen, vor allem blühende, sind als Ausdruck schöner Gedanken und Gefühle positiv zu werten, wobei es auch auf
die Farbe (siehe dort) ankommt.
– Reißt man Blumen ab und wirft sie weg, verspielt man wahrscheinlich sein Glück durch eigene Schuld.
– Wenn sie verwelken, welkt auch etwas im Leben des Träumers.
– Welke Blumen kündigen Mißerfolge und Enttäuschungen an.
– Zertritt man aber Blumen, so trampelt man möglicherweise auf den schönsten Gefühlen des Partners herum, den man
zu lieben vorgibt. Die indische Traumschrift „Jagadeva“ schreibt einem Blumentraum höchste Glücksverheißung zu.
– Erhält der Träumende einen Blumenstrauß, so bedeutet dies, daß er für etwas belohnt wird.
– Die Farbe der Blumen kann wichtig sein (siehe „Farben“).
Jede einzelne Blume im Traum hat eine eigene Bedeutung:
– Anemone: Der momentane Partner des Träumenden ist nicht vertrauenswürdig.
– Butterblume: Die geschäftlichen Bedingungen werden sich verbessern.
– Forsythie: Der Träumende hat Freude am Leben.
– Geißblatt: Häuslicher Unfrieden wird den Träumenden aus dem Gleichgewicht bringen.
– Geranie: Ein Streit, den der Träumende vor kurzem hatte, ist nicht so ernst wie angenommen.
– Glockenblume: Der Partner des Träumenden wird Streitsüchtigkeit entwickeln.
– Die Kamelie wird mit Feingefühl verknüpft.
– Klee: Jemand, der in Geldnot ist, wird Kontakt mit dem Träumenden aufnehmen.
– Krokus: Die Träumende sollte einem „dunklen“ Mann in ihrer Nähe nicht trauen.
– Lilie: Sie steht für eine unglückliche Ehe oder für den Tod einer Beziehung.
Sie wird mit Eleganz, Kühle und Distanziertheit verknüpft. Sie sind meist eindrucksvoll als reizend.
– Mistel: Der Träumende sollte in der Beziehung mit dem augenblicklichen Partner fortfahren.
– Mohn: Eine Nachricht wird große Enttäuschung bringen.
– Myrte: Sie symbolisiert Freude, Friede, Ruhe, Glück und Beständigkeit.
– Narzisse: Der Träumende sollte darauf achten, daß er den Schatten nicht mit der Realität verwechselt.
– Nelke: Eine leidenschaftliche Liebesaffäre steht an.
– Narzisse: Der Träumende hat sich einem Freund gegenüber unfair verhalten und sollte sich um Versöhnung bemühen.
– Die Orchidee wird mit Schönheit, Bewunderung und Reichtum verknüpft.
– Pfingstrose: Zu starke Selbstbeschränkung kann dem Träumenden Kummer bereiten.
– Primel: Der Träumende wird Glück in einer neuen Freundschaft finden.
– Rose: Liebe und vielleicht eine Hochzeit innerhalb eines Jahres kündigen sich an.
– Schneeglöckchen: Der Träumende muß lernen, zu vertrauen und seine Probleme nicht zu verstecken.
– Schwertlilie: Sie steht für Hoffnung und gute Nachrichten.
– Veilchen: Der Träumende wird sich an einen Menschen bind en, der jünger ist als er selbst.
– Vergißmeinnicht: Der gewählte Partner des Träumenden kann ihm nicht das geben, wonach er sich sehnt.
Psychologisch:
Blumen sind ein Symbol für das weibliche Prinzip und für die Kindheit. Die Knospe verweist auf das Potential, eine sich öffnende Blüte ist
ein Hinweis auf eine bevorstehende Entwicklung. Wird ein Blumentraum durch ein Duftreiz ausgelöst, dann ist es ein einfacher Reiztraum.
Ansonsten wird ein Blumentraum meist von jungen Mädchen oder Frauen mit jungmädchenhafter Phantasie geträumt. Die Träumerin ist
voller Erwartung und Hoffnungen über Liebesdinge. Diese Symbole stehen im Traum für den Gefühlsbereich, sie haben fast immer eine
positive Bedeutung. Allerdings darf die persönliche Einstellung des Träumenden zu der jeweiligen Blume nicht außer acht gelassen werden,
auch die Farbe kann eine Rolle spielen. Der Vergleich zwischen dem Wachsen und Verwelken der Blume und dem Leben des Menschen
liegt nahe und ist vom Traum häufig auf das Leben des Träumenden übertragbar.
– Die Butterblume wird mit Kindheit verknüpft.
– Krokus: Der Krokus verbreitete sich vom Orient ausgehend über ganz Europa. Der im Herbst gelbblühende Safran
wurde in der Antike der Rose gleich hochgeachtet. Safran galt als Symbol des Lichts, als das er auch noch in heutigen
Träumen auftritt. Sicherlich schwingt beim Traumsymbol des Krokus ebenfalls mit, daß er mit den Schneeglöckchen
zusammen zu den ersten Blumen des Jahres gehört. Er zeigt an, daß die kalte Zeit des Winters vorbei ist.
– Lilie: Die Lilie mit ihren weißen Blütenkelchen symbolisiert die Reinheit. Von Persien ausgehend breitete sich das
Symbol der Lilie als Symbol der Lichtgeburt in ganz Europa aus und wurde zu einem beliebten heraldischen Zeichen.
Man spricht von der „königlichen Lilie“. Als Traumsymbol tritt sie meist dann auf, wenn der Träumende sich reinigen
möchte. Sie kommt auch im christlichen als Symbol der Jungfräulichkeit vor.
– Nelke: Konventionelle Gefühlsäußerung.
– Rose: Die Rose wird nicht nur die Königin der Blumen genannt, sie tritt auch am häufigsten von allen Blumen im
Traum auf. Wegen ihrer Schönheit und ihres betörenden Duftes wird sie zum Symbol der Liebe, wobei ihre Dornen
nicht zu übersehen sind. Für die Traumsymbolik sind besonders die Aspekte der Schönheit der Rose und auf der
anderen Seite ihre Dornen und ihre Kurzlebigkeit wichtig. So ist sie ein perfektes Symbol der Einmaligkeit eines
Menschen.
– Schneeglöckchen: Das Schneeglöckchen besticht durch seine weiße Farbe, die Unschuld und Reinheit symbolisiert.
Im Traum verweist das Schneeglöckchen oft darauf, daß man sich trotz schwieriger Situationen entfalten kann, so
wie das Schneeglöckchen in einer blumenfeindlichen Zeit unverhofft aufblüht.
– Seerose (Lotusblume): Die Seerose gehört zu einem der beliebtesten Symbole des fernen Ostens. So wird der Sitz
eines Erleuchteten als Seerose dargestellt. Die Symbolik der Seerose ist besonders von ihrer Eigenschaft geprägt,
am Abend nicht nur viele Blumen ihre Blüten zu schließen, sondern diese auch unter Wasser zurückzuziehen. Mit
dem ersten Licht tauchen sie am Morgen wieder auf und richten ihren Kelch gen Osten. Immer wieder wird es
beschrieben, daß der wunderschöne Lotos seine Wurzeln tief in den häßlichen Schlamm des Sees verankert. Das
ist ein deutlicher Hinweis auf die Kraft der Transformation. Im Traum verweist die Seerose auf Ruhe, innere
Schönheit und oftmals zeigt sie eine positive Persönlichkeitsentwicklung an.
– Tulpe: Bei der Tulpe im Traum kommt es darauf an, welche Farbe diese Blume aufweist. Bei ihr ist die Bedeutung
völlig von der gezeigten Farbe abhängig.
– Veilchen: Wegen seiner blauen Farbe wird das Veilchen als Seelenblume angesehen. Es gilt als der Bote des
Frühlings. Im Traum symbolisiert diese kleine Blume die Sehnsucht. Sie tritt bei Träumenden auf, die sich mehr
ihren Gefühlen zuwenden sollten oder mehr auf ihr Gefühl vertrauen sollten.

279
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisieren Blumen Liebe und Mitgefühl.
Volkstümlich:
(arab. ) : – große, frische und schöne sehen: freudige Dinge erleben;
– daran nur reichen: man wird einen Trauerfall bewältigen;
– pflücken: deine Freude wird bald vorübergehen; man sollte jede Chance die einem das Leben bietet nutzen;
– pflanzen: gute Werke werden dein Tun und Treiben kennzeichnen; finanzieller Segen steht ins Haus;
– welke, sehen oder haben: deine Hoffnungen werden sich nicht erfüllen;
– unbedacht abreißen: sein Glück mit Füßen treten; man wird eine große Chance verpassen;
– sammeln und zusammenbinden: wenn du noch nicht verlobt oder verheiratet bist, so wird es bald geschehen;
– geschenkt bekommen: man hat es mit aufrichtigen Menschen zu tun.
(europ.) : – schöne blühende im Garten: verheißen Freude und Gewinn;
– pflücken: Erfolge, gute Ernte für Landleute; Gewinn; ein harmonisches Gefühlserlebnis ist in Sicht;
– sehen: du wirst bald Braut oder Bräutigam;
– frische: Gesundheit;
– schöne: Erfolge;
– gut riechende: viel Gutes;
– sehen und sich daran erfreuen: viel Freude und Glück im Leben erfahren;
– pflanzen: gute Werke verrichten; Geld und Ehre;
– welk sehen: Mißerfolge; sagen Mißerfolge und düstere Zeiten voraus;
– welken sehen: Krankheit;
– welke begießen: Leid und Mißmut;
– abreißen: du verdirbst dein Glück;
– abreißen und wieder wegwerfen: seine Chancen zum Glück mutwillig zerstören;
– geschenkt erhalten: treue Freundschaft;
– binden: du wirst bald eine große Freude haben;
– dich damit schmücken: die Verbindung mit einem geliebten Menschen wird tiefer;
– weiße: verkünden Traurigkeit;
– ein Strauß frischer Blumen sehen: verheißt viel Glück in der Liebe und Freundschaft;
– mit weißen Blumen geschmückte Gräber, Urnen: sind für Vergnügen und weltliche Freuden von Nachteil;
– in dürrer Erde stehende blühende Blumen oder Blätter: verkünden eine schmerzhafte
Erfahrung, doch mit Energie und Heiterkeit werden Sie bald wieder zu Ansehen und Glück gelangen;
– in Frauenträumen symbolisieren Blumen große Erwartungen und Hoffnungen in der Liebe;
– erhält eine junge Frau einen Strauß mit unterschiedlichen Blumen, dann wird sie viele Verehrer haben;
– pflückt eine Träumerin selbst Blumen: sie hofft auf die Erfüllung ihrer geheimsten Wünsche.
(ind. ) : – du kannst durch dein entschlossenes Auftreten eine gute Verbindung eingehen,
– mußt aber Sorge tragen, daß sie dir die Nachbarn nicht streitig machen;
– abreißen: achte auf deinen Vorteil;
– geschenkt erhalten: man wird dir großes Entgegenkommen zeigen.
– säen: deine schlechten Zeiten bessern sich;
– binden: unerwartete Überraschung kommt in dein Haus. Du wirst dich freuen können.
(Siehe auch „Knospe“ und unter einzelnen Blumennamen, „Farben“)
Blumenbeet
Volkstümlich:
(europ.) : – im Garten sehen: Wohlhabenheit und glückliche Ehe.
Blumenhandlung
Volkstümlich:
(arab. ) : – Blumenladen: deutet auf Leid, das aber schnell vorübergeht.
(ind. ) : – versuche, den Menschen mehr auszuweichen, und man wird dich achten.
Blumenkohl
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: große Ehrung;
– besitzen: ehrende Bekanntschaft, die dir Nutzen bringt;
– essen: nutzbringende Geschäfte.
(europ.) : – Verlust von Freunden, Unwohlsein, Betrübnis; Sie sind Ihren Pflichten nicht nachgekommen;
– ihn wachsen sehen: Ihre Aussichten werden sich nach einer Durststrecke verbessern;
– Erblickt eine junge Frau dieses Gemüse im Garten, geht sie ihren Eltern zuliebe eine Ehe ein,
von der sie nicht überzeugt ist.
(ind. ) : – durch eine Bekanntschaft wirst du Vorteile haben.
Blumenkorso
Volkstümlich:
(arab. ) : – bedeuten Ruhm und Ehre.

280
Blumenkranz
Assoziation: – Zeichen der Ehre oder der Zuneigung.
Fragestellung: – Was möchte ich in mir selbst anerkennen?
Psychologisch:
Wenn man im Traum jemandem einen Kranz aus Blumen schickt, hat das zweifellos mit unbewußten Schuld und Feindseligkeitsgefühlen zu
tun, aber weniger starken, als in Träumen zum Vorschein kommen, in denen man denjenigen entweder angreift oder von ihm angegriffen
wird. Es ist eher eine Geste des Mitgefühls hervorgerufen durch das bewußte oder unbewußte Begreifen, daß dem Empfänger etwas
verlorengegangen ist oder fehlt. Hat er die Freundschaft von einem verloren? Einen Kranz zu bekommen könnte dasselbe bedeuten: Wer
schickte einem den Kranz? War es jemand, dessen Sympathie man kürzlich verlor oder mit dem man sich zerstritten hat?
Volkstümlich:
(arab. ) : – bedeutet eine sehr frohe Nachricht.
Blumenstempel
Allgemein:
Nach Steckel immer ein phallisches Symbol, das (in Verbindung mit einer schönen Blume) ein sexuelles Erfolgserlebnis sinnbildlich
darstellen kann.
Blumenstrauß
Allgemein:
Erhält der Träumende in seinem Traum einen Blumenstrauß, dann zeigt dies, daß er seine eigenen Fähigkeiten erkennt, aber auch erwartet,
daß andere sie honorieren. Schenkt der Träumende einem anderen Menschen einen Blumenstrauß, so weißt dies darauf hin, daß er dessen
gute Eigenschaften sieht.
Allgemein:
Wenn man im Traum jemandem einen Blumenstrauß schickt, überreicht oder selbst einen bekommt, sollte man feststellen, wer die andere
Person im Traum war – jemand, den man achtet, liebt oder bemitleidet; oder von dem man wünscht; daß er einem liebt oder schätzt; oder
jemand, der mehr für einem übrig hat, als man im wachen Zustand glaubt.
Psychologisch:
Der Blumenstrauß im Traum zeigt an, daß der Träumende über viele Talente verfügt.
Spirituell:
Wegen seiner Schönheit und wegen seiner Verbindung zu Feierlichkeiten kann ein Blumenstrauß ein spirituelles Angebot symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – verkündet große Freude; Glück in der Liebe;
– von einem weiblichen Wesen einem männlichen überreicht: Erwiderung seiner Neigungen.
(europ.) : – Blumenstrauß verspricht eine beständige Liebesbeziehung oder Freundschaft;
– wunderschöner und farbenfroher: Erbschaft von einem reichen und unbekannten Verwandten,
sowie lustige Treffen mit jungen Leuten;
– verwelkter: bedeutet Krankheit und Tod;
– binden: Liebesglück.
(ind. ) : – in der Liebe wirst du glücklich sein.
Blumentisch
Volkstümlich:
(arab. ) : – du liebst die Häuslichkeit.
(ind. ) : – schenke deine Liebe mehr deinem Heim und du wirst glücklich sein.
Blumentopf
Psychologisch:
Ein Sinnbild für kultivierte und vom menschlichen Willen eingegrenzte Natur. Wer öfter davon träumt, Blumentöpfe zu bepflanzen, kann es
als Hinweis darauf verstehen, daß er sich angepaßter und „kultivierter“ zeigt, als er gerne wäre. Sein Temperament würde lieber
„unbeschnitten wuchern“ können.
Volkstümlich:
(europ.) : – materieller Vorteil im eigenem Heim;
– zerbrochener: großes Glück.
Blumenvase
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine freudige Überraschung erwartet dich;
– zerbrechen: viel Ärger und Verdruß.
(europ.) : – freudige Überraschung.
(ind. ) : – sei nicht verzweifelt, das dir zugedachte Glück kommt bestimmt.
Bluse
Assoziation: – Höheres Selbst; Emotionen.
Fragestellung: – Welche Gefühle halte ich für angemessen?
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bist bescheiden.
(ind. ) : – du bist zu bescheiden.

281
Blut
Assoziation: – Essenz; Lebensenergie; Lebensbedrohung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben lasse ich meine Vitalität zur Ader?
Artemidoros:
Viel Blut erbrechen, das von guter Farbe und unverdorben ist, bringt einem Armen Glück; es verheißt Zuwachs an Vermögen und Geld in
Hülle und Fülle, weil Geld und Blut dieselbe Bedeutung haben, eine Beobachtung, die bereits die alten Weisen gemacht haben. Gut ist es
ferner für einen Kinderlosen und jeden, der einen nahen Verwandten in der Fremde hat. Der erstere wird die Geburt eines Kindes, der letztere
die Rückkehr eines Verwandten – in beiden Fällen Blutsverwandte – erleben. Fließt das Blut in ein Geschirr, wird das Kind groß werden, und
der Verreiste wird noch lange Zeit nach seiner Heimkehr leben; fließt es aber auf die Erde, werden beide sterben, und der, welcher in der
Fremde weilte, wird in seine Heimat, das heißt in den Schoß der Mutter Erde zurückkehren, welche die allen Menschen gemeinsame Heimat
ist. Blut fließen zu sehen ist für einen, der unentdeckt bleiben will, unheilvoll; man wird ihn aufspüren und überführen. Verdorbenes Blut
kündigt allen Menschen ohne Unterschied Krankheit an. Ist es nur wenig, so daß es eher einem Blutspucken als Blutbrechen ähnelt, bedeutet
es nach meiner Erfahrung Streit mit den Verwandten. Es träumte jemand, er werde in einem Backtrog voll Menschenblut von einigen Leuten
getragen und esse von dem geronnenen Blut; dann sei ihm seine Mutter entgegengekommen und habe ausgerufen: „Mein Sohn, du hast mich
um meinen guten Namen gebracht!“ Darauf hätten ihn die Träger abgesetzt, und er sei nach Hause gekommen. Er ließ sich als Gladiator
eintragen und mußte viele Jahre lang Kämpfe auf Leben und Tod in der Arena bestreiten; das Verzehren von Menschenblut bedeutete seine
rohe und frevelhafte Art, mit Menschenblut seinen Lebensunterhalt zu verdienen, der Ausruf der Mutter weissagte ihm die Ehrlosigkeit
seines Standes, und das Getragenwerden in einem Backtrog versinnbildlichte die Gefahr, in der er immer und unablässig schwebte; denn das,
was man in einen Backtrog legt, wird auf jeden Fall verbraucht. Und der Mann wäre als Gladiator umgekommen, wäre er nicht abgesetzt
worden und nach Hause zurückgekehrt; denn erst später kam er auf energisches Betreiben von Freunden von den Gladiatoren frei.
Allgemein:
Von alters her ist Blut ein Symbol für Leben und Lebensenergie. Blut steht im allgemeinen für Vitalität, körperliche Kraft und Bewußtheit,
die ein aktives Leben ermöglichen, manchmal auch noch für Sexualität. Außerdem können damit zwischenmenschliche Beziehungen, Ängste
und Hemmungen symbolisiert werden. Es gibt sehr unterschiedliche Deutungen, die man nur aus den Begleitumständen im Traum und der
realen Lebenssituation ableiten kann, zum Beispiel:
– Handelt ein Traum von einer gewalttätigen Situation, in der Blut fließt, dann legt dies nahe,
daß man in sich selbstzerstörerische Kräfte trägt.
– Wenn im Traum eine Blutung gestillt werden muß, heißt dies, daß der Träumende sich seiner Kraft bewußt werden soll.
– Ist der Träumende selbst der blutende Verletzte, dem von einer anderen Person geholfen wird, muß er sich darüber Klarheit verschaffen,
welche Art Hilfe er braucht, um den Schmerz zu verkraften.
– Selbst bluten wird als Anzeichen für Lebenskraft interpretiert.
– Wer sich im Traum bluten sieht, hat seelische Wunden, die er sich nicht eingestehen will, weil sie ihn vor anderen demütigen könnten.
– Blut sehen kann anzeigen, daß man sich um einen anderen Menschen sorgt.
– Blut speien kann symbolisieren, daß man alles „Unreine“ aus sich herausspucken möchte.
– Mit Blut befleckt sein, deutet oft auf Schuld- und Schamgefühl hin, weil man sich selbst nicht uneingeschränkt annimmt,
sondern „schmutzig“ fühlt.
– Fließt das Blut aus den Wunden anderer Menschen, sind wir im Begriff, anderen Schmerz zuzufügen.
– Blutverlust im Traum kann auf Liebesverlust hinweisen, eine Transfusion auf die Auffrischung tiefer Gefühle.
– Handelt der Traum um das Trinken oder das Austauschen von Blut, bedeutet dies nicht etwa eine sexuelle,
sondern eine seelische Vereinigung.
– Verliert der Träumende Blut, kann dies als Symbol für einen Liebesverlust oder für ein seelisches Opfer aufgefaßt werden.
– Erhält der Träumende jedoch eine Bluttransfusion, deutet dies auf eine seelische Bereicherung hin.
Psychologisch:
Emotionaler Mißbrauch – vom Träumenden selbst verübt oder von ihm erlitten – kann im Traum als blutende Wunde dargestellt sein. Symbol
der Lebenskraft, blutvoller Leidenschaft und nimmermüder Liebe.
Spirituell:
Sinnbild des Lebens und der Seele. Blut steht für Lebenskraft und Bewußtsein. Im Körper zirkulierendes Blut kann eine verjüngende Kraft
symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Blut ist Kraft und Lebensquell des Menschen.
– Scheint es einem im Traum, als fließe ihm aus Nase oder Haupt Blut, so wisse er,
daß sein Oberhaupt oder Vorgesetzter empfindliche Geldausgaben haben wird;
fließt das Blut aus einer Fleischwunde, wird der Träumende bitterarm werden und nicht lange leben.
– Träumt der Kaiser, daß seine Adern von Blut geschwollen sind, wird er lange leben und seine Schätze vermehren;
ein einfacher Mann wird in seinem Gewerbe Außerordentliches leisten.
– Dünkt es einen, der in Bedrängnis und Not lebt, man lasse ihn auf dem Krankenlager zur Ader,
wird er die Plagen abschütteln, lebt er nicht im Elend, Schaden und großen Kummer leiden.
– Ist aus einem geschwürigen Körperteil Blut geflossen, wird der Träumende mit unlauteren Mitteln
ein gutes Geschäft machen, aber überführt werden und das Geld zurückzahlen müssen.
– Blut harnen bedeutet, man werde zu seiner Schande Kinder zeugen;
wenn Galle, ein Kind in die Welt setzen, das schwächlich ist und bald sterben wird.
– flüssiges sehen: eine Verwundung bekommen;
– schönes rotes sehen: Fröhlichkeit;
– geronnenes: eine Krankheit bekommen;
– auf die Erde fließendes: bedeutet Unheil und Tod;
– trinken oder sammeln: gute Aussichten haben; schöne Hoffnungen;
– fauliges und schweres dunkles: Tod;
– eigenes, tropfen- oder stromweise verlieren: gute Zeichen;
– viel Blut sehen: Krieg;
– von sich zur Erde fallen sehen: Glück;
– vergießen: Verdrießlichkeit durch Übereilung;
– schönes rotes, spucken: Gesundheit;
– dunkles und übelriechendes, spucken: Verderben, großer Ärger;
– darin Baden: dein Vermögen geht verloren;
– von einem Tiere: dein Geschäft wird gut gehen;
– an anderen sehen: Krankheit in der Familie.

282
(europ.) : – geronnenes Blut: deutet auf Krankheit;
– sehen: man bangt um einen Menschen, der einem nahesteht; schwere Enttäuschungen;
Vorsicht in allen Lebenslagen, auch gegenüber anderen Menschen;
– es in einer Schüssel sammeln: ist ein gutes Zeichen für die Gesundheit und Kraft;
– trinken: ist ein gutes Vorzeichen;
– eigenes Blut zur Erde tropfen sehen: gutes Vorzeichen;
– spucken: für arme Leute bedeutet dies Reichtum; oder Krankheit, Böses;
– selbst bluten: ist ein recht schlimmes Zeichen, besonders wenn das Blut nicht gestillt werden kann,
es kündigt eine lange Krankheit an;
– aus einer Wunde fließen sehen: Ankündigung von Sorgen und Gebrechen;
schlechte Geschäfte als Folge unglücklichen Agierens in neuen Situationen;
auch: unglückliche Liebesaffäre oder Streit mit einem geschätzten Freund;
– andere bluten sehen: Tod durch Unfälle; Angst um einen nahestehenden Menschen;
auch: bösartige Gerüchte werden über Sie verbreitet werden;
– Blut an den Händen haben: das Unglück folgt auf den Fuße, wenn Sie nicht selbst auf Ihre Angelegenheiten achten;
auch: man soll sich nicht in fremde Angelegenheiten mischen;
– blutgetränkte Kleider: verweisen auf Feinde, die Ihre Karriere zerstören wollen; man sollte sich vor neuen Freundschaften hüten.
(ind. ) : – Blut und Geschwüre bedeuten Geld und Gut.
– Träumt jemand, er blute infolge einer Verletzung oder Wunde und das Blut röte ihm Kleid und Körper,
wird er so viel Geld zusammenbringen, wie Blut geflossen ist.
– Wenn sich einer aus freien Stücken einem Aderlaß unterzogen hat, wird er so viel Geld ausgeben,
wie ihm Blut abgezapft wurde; geschieht es unfreiwillig, wird er eine Buße in entsprechender Höhe zahlen.
– Trinkt oder ißt jemand Blut, wird er auf sündhafte Weise fremdes Gut an sich bringen;
denn Blut trinken oder essen ist wider Gottes Gebot.
– du darfst dich freuen, denn bald wird sich erfüllen, was du dir schon so lange gewünscht hast.
(Siehe auch „Narbe“, „Wunde“, „Körper“, „Arzt“, „Operation“)
Blüte
Allgemein:
Blüten stehen wie Blumen eng in Zusammenhang mit dem menschlichen Leben beziehungsweise der Gefühlswelt. Dabei spielt auch die
Beziehung des Träumenden zu bestimmten Blüten eine Rolle. Eine frische Blüte zeigt an, daß der Träumende auf dem besten Weg ist, daß zu
verwirklichen, was seine Vorbestimmung ist. Er befindet sich auf dem richtigen Weg. Ist sie hingegen welk oder geknickt, dann fühlt er
Unsicherheit über seine Pläne und befürchtet ihr Mißlingen.
Psychologisch:
Blüte symbolisiert das Werden und Vergehen im Leben, die Entfaltung der Persönlichkeit oder die gehemmte Selbstverwirklichung. Eine
besonders prachtvolle, grellfarbige Blüte kann aber auch vor übertriebener Selbstdarstellung und Eitelkeit warnen. Weitere Bedeutungen
ergeben sich auch aus dem Zusammenhang mit dem Symbol der Blume.
Volkstümlich:
(europ.) : – Bäume und Sträucher, verheißen Ihnen eine Zeit des angenehmen Wohlstandes.
(Siehe auch „Baum“, „Blumen“)
Blutegel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Hartnäckig; sich festklammernd; parasitisch; Blut.
Beschreibung: Der Blutegel ist ein blutsaugender Wurm, der vorzugsweise im Wasser oder im Schlamm lebt. Blutegel wurden in der
Medizin eingesetzt, um Patienten »zur Ader zu lassen« in dem Versuch, sie damit zu heilen.
Allgemeine Bedeutung: Etwas, von dem du spürst, daß es an dir saugt; etwas, was deine Lebensenergie anzapft; ein Versuch zu heilen.
Assoziation: Blutegel; ein Arzt; ein Mensch, der sich an einem anderen festklammert, um sein Ziel zu erreichen.
Transzendente Bedeutung: Erkennen der Umstände oder Personen, die dich deiner Energie berauben.
Allgemein:
Blutegel wird oberflächlich-trivial als Warnung vor falschen Freunden verstanden, von denen man „ausgesaugt“ wird. Da Egel auch in der
Medizin verwendet werden, deutet man sie gelegentlich auch als Hinweis auf bevorstehende Krankheiten oder baldige Genesung von einer
Krankheit.
Psychologisch:
Dieses nicht gerade beliebte Tierchen ist fast immer als Symbol für (uneingestandenen?) Ekel vor dem eigenen Körper zu verstehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Habsucht wird dir nur Schaden bringen, hüte dich vor Wucherern.
(europ.) : – sehen: Feinde treten Ihre Interessen mit Füßen;
– an anderen sehen: Zeichen von Krankheit oder Problemen mit Freunden;
– aus medizinischer Sicht sehen: für Kranke Genesung, für Gesunde Krankheit;
– wenn sie einem beißen: Gefahr lauert dort, wo man sie nicht vermutet.
Blutgerüst
Volkstümlich:
(arab. ) : – bedeutet große Ehren.
Blutjaspis (Siehe „Edelsteine“)
Blutschande (Siehe „Inzest“, „Sexualität“)
Blutschwären
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: Reichtum erlangen.

283
Blutstein
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: es droht Ihnen Pech in Ihren Unterfangen;
– Bekommt eine junge Frau einen Blutstein als Geschenk, folgt Entfremdung von einem Freund;
sie lernt aber einen besseren kennen.
Bluttransfusion
Allgemein:
Wenn man im Traum eine Bluttransfusion erhielt, könnte dies ein Hinweis auf ein belebenden Einfluß – z.B. eine neue Freundschaft oder
Beziehung – sein.
Blutung
Allgemein:
Frauen, die von Blut träumen, stellen häufig beim Erwachen fest, daß die Menstruation eingesetzt hat. Oder erlebt man gerade einen Aderlaß
finanzieller Natur bzw. arbeitet man im Wachleben so viel, daß der Streß die Lebenskraft schwächt? Falls dies zutrifft, sollte man dies als
Warnung des Traumes nicht unbeachtet lassen.
Psychologisch:
Keine Angst, dieser Traum ist nicht (wie in alten Deutungen) als Warnung vor schweren Krankheiten zu verstehen. Wenn in Ihrem Traum
Blut geflossen ist, sollten Sie versuchen, einen (emotionalen) Verlust zu akzeptieren oder „zerronnenen Wünschen“ nicht nachzutrauern. Es
ist die Aufforderung, jemanden oder etwas loszulassen – selbst wenn es sich noch anfühlt, als würde man „aus allen Wunden bluten“.
(Siehe auch unter „Blut“)
Blutwurst
Allgemein:
Blutwurst kann dazu ermahnen, die einfachen Dinge und Genüsse des Lebens nicht gering zu schätzen. Ißt man sie, soll das auf gute
Gesundheit hinweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast mit groben Leuten zu tun.
(europ.) : – sehen oder essen: gibt Gesundheit;
– jemanden essen sehen und selbst Hunger haben: man ist ermüdet oder verbittert und benötigt eine Zerstreuung.
(ind. ) : – auch einfach läßt es sich gut leben.
Boa
(Stoff / Plüsch)
Volkstümlich:
(europ.) : – du gehst ein Verhältnis ein.
Boa Constrictor
(Schlange)
Volkstümlich:
(europ.) : – symbolisiert dasselbe wie der Teufel; stürmische Zeiten stehen bevor; Sie werden von der Menschheit enttäuscht;
– sie töten: bedeutet ein gutes Omen.
Bocchia
Volkstümlich:
(europ.) : – am Spiel teilnehmen: zukünftiger Wohlstand.
Bock
(Ziegenbock)
Allgemein:
Bock (Tier) kann zu mehr Mut und Klugheit auffordern, damit man gute Erfolge erzielt. Ob er wirklich auch eine Erbschaft ankündigen
kann, wie alte Traumbücher behaupten, ist fraglich, oft mag hinter dieser Deutung reines Wunschdenken stehen.
Psychologisch:
Das Tier, das jemanden auf die Hörner nehmen will, signalisiert seelischen Schaden, der durch eigenes schuldhaftes Verhalten entsteht. In
sexuellen Träumen die männliche Urkraft, die ihr Opfer haben will.
Spirituell:
Der Bock ist eine Verkörperung der männlichen Zeugungskräfte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: von guter Vorbedeutung; bedeutet Gewinn, unter Umständen auch Erbschaft; ein erfolgreiches Geschäft;
– weiden sehen: du wirst einen Gegner finden;
– mit den Hörnern drohend: Feinde suchen dich einzuschüchtern;
– sich gegen einen angreifenden wehren: man sollte seinen Feinden gegenüber energischer auftreten;
– darauf reiten: du wirst dich lächerlich machen;
– schlachten: befasse dich nicht mit Dingen, die dich nichts angehen.
(europ.) : – sehen: zeigt eine Erbschaft an; Gewinn;
– mit Hörnern sehen: man soll sich nicht einschüchtern lassen, sondern sich energisch in
einer bestimmten Angelegenheit durchsetzen;
– von einem bedroht werden: man soll sich nicht einschüchtern lassen;
– einen töten: man wird durch eine Ungeschicklichkeit einen materiellen Verlust erleiden;
– sich selbst als ein Bock mit Hörnern sehen: dies signalisiert zuviel Sturheit.
(ind. ) : – zeige, daß du über Klugheit verfügst, und man wird dich achten.

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Boden
Allgemein:
Boden versinnbildlicht die Grundlagen der Existenz, kann also für Sicherheit und Realitätssinn stehen.
– Sitzt oder liegt man auf dem Boden, wird man vielleicht bald krank, fällt mit einem Plan auf die Nase oder wird
unsanft auf den Boden der Realität zurückgeholt.
– Manchmal kommt darin auch übertriebene Hochachtung bis hin zur Demut für andere Menschen zum Vorschein.
– Wird man zu Boden gedrückt oder gestreckt, ist zu befürchten, daß man von Pflichten und Sorgen überwältigt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – grün oder bemoost: Geld, reiche Heirat;
– gedielt: du wirst gute Gesellschaft finden;
– darauf liegen, sitzen oder knien: man hat mit unangenehmen Ereignissen zu rechnen;
– etwas darauf suchen: man sollte irgend etwas in seiner Umgebung nicht unbeachtet
lassen, was von nutzen sein könnte.
(europ.) : – ein schön ausgelegter Fußboden: warnt vor Gefahr;
– ein schmutziger Fußboden: deutet auf Ärger, Sorgen und Verdrießlichkeiten hin;
– sehen oder darauf laufen: Freude und Leid;
– auf einem liegen: Mahnung, auf seine Gesundheit zu achten;
– ausgestreckt auf einem liegen: bescheidene Verhältnisse für einige Zeit;
– auf einem sitzen: zunehmende Unsicherheit der Verhältnisse.
(ind. ) : – du wirst bald eine kleine Reise antreten und nachher noch lange an sie zurückdenken.
Bogen / Triumphbogen
Allgemein:
Ein Bogen, wie jener des Amor, kann einerseits auf den Wunsch, geliebt zu werden, hindeuten oder aber die Vereinigung von Männlichen
und Weiblichen symbolisieren. Bogen (zum Schießen) wird in alten Traumbüchern als günstiges Zeichen interpretiert, man soll sich dann
sicher fühlen können. Wenn man selbst damit schießt, wird man wahrscheinlich bald ein aufregendes Abenteuer erleben.
Psychologisch:
Der Bogen im Traum ist möglicherweise ein Wortspiel und bezieht sich tatsächlich auf biegen, beugen, verbeugen. Dies läßt auf ein
Unterlegenheitsgefühl schließen. Obwohl der Träumende vielleicht gar keinen Grund hat, sich minderwertig zu fühlen, spürt er
möglicherweise auf einer unbewußten Ebene das Bedürfnis eines anderen Menschen, sich überlegen zu fühlen, und gesteht ihm das im
Traumzustand zu. Wenn der Träumende in seinem Traum einen Bogen mit einem farbigen Band statt mit einer Sehne sieht, stellt dies eine
Verbindung zum weiblichen Prinzip und zur weiblichen Schönheit her.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Bogen für Überlegenheit, Vereinigung des Männlichen und des Weiblichen oder für die rituelle Feier
stehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Triumph-Bogen verheißt Ihnen Aufstieg zu hohen Würden und Reichtum durch konstante Bemühungen;
– durch einen gehen: viele, die zuvor Ihre Stellung ignorierten, werden Sie nun um Rat fragen;
– Sieht eine junge Frau einen eingestürzten Bogen, wird sie in Ihrer neuen Situation unglücklich sein;
– und Pfeil: zeigen viel Unruhe im Leben an;
– mit einem schießen: bedeutet ein Abenteuer;
– Kinder damit spielen sehen: Vergnügen erleben;
– ein Bogen Papier: irgendeine Neuigkeit.
(ind. ) : – du stehst unter gutem Schutz.
Bogenschießen
(Sportart)
Allgemein:
Ein Symbol für die Konzentration auf das Wesentliche und für das zielgerichtete Vorgehen. Trotz „höchster Anspannung“ ist der Erfolg
schon in Sicht – ein Glückssymbol, das zum Durchhalten ermutigen soll.
Psychologisch:
Das Bogenschießen ist im Traum wie im Alltagsleben von dem Treffen eines Ziels geprägt. Man möchte unbedingt ein Ziel erreichen und es
ist wichtig, ob im Traum getroffen wird oder nicht. Dabei kommt es nicht so sehr darauf an, ob das Traum-Ich oder eine andere Traumperson
schießt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit schießen: du kannst mit Hilfe in dringender Not rechnen und wirst Trost finden.
(europ.) : – Bogenschütze: für den Ledigen bedeutet es schnelle Verlobung; sind sie bereits verheiratet,
dann bleiben Sie treu, es besteht die Gefahr der Versuchung.
Bogenschütze (Siehe „Bogenschießen“)
Bohnen
Medizinrad:
Schlüsselworte: Nährend (körperlich und geistig); Nahrungsmittel; Samen; Mutter Erde.
Beschreibung: Bohnen, die Samen einer ganzen Reihe von Pflanzen, sind schon seit langer Zeit ein wichtiger Bestandteil der Ernährung von
Tier und Mensch.
Allgemeine Bedeutung: Das, was du ißt; das, was dich innerlich auffrißt; Nahrung (körperlich und geistig); nährend; Samen; Neuanfang.
Assoziation: »Bohnenstange« als Beschreibung für einen langen, dünnen Menschen; »blaue Bohnen«.
Transzendente Bedeutung: Die Gabe einer Saat, einer neuen Idee, einer neuen Weise, sich körperlich und geistig zu nähren.
Artemidoros:
Bohnen sind Vorboten von Zwist und Streit, weil sie unanständige Winde verursachen; aber nicht nur deswegen, sondern weil sie von jeder
kultischen Feier und jeder heiligen Stätte verbannt sind.
Allgemein:
Lagert der Träumende Bohnenvorräte, so zeigt sich darin seine möglicherweise vorhandene Angst zu scheitern oder sein mangelndes
Vertrauen in seine Beharrlichkeit. Das Pflanzen von Bohnen ist ein Hinweis auf sein Vertrauen in die Zukunft und auf den Wunsch, etwas
Nützliches zu schaffen. Sie sind Warnung vor allzu materialistischen Denken (sie bewirken ja den vollen Bauch, der sich nach außen bläht).

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Wie alles Keimende auch als Symbol für das weibliche Geschlechtsorgan gedeutet. Traditionell gilt die Bohne als nährend und kleidend wie
auch als für den Tauschhandel geeigneter Gegenstand. Bohnen können für sexuelle Bedürfnisse (Hodensymbol) stehen, insbesondere wenn
sie keimen. Als weitere Bedeutungen sind interessant:
– Wer Bohnen pflanzt, dem keimt Gewinn.
– Wer Bohnen im Traum keimen sieht, dem lacht das Glück.
– Bohnen am Busch sehen zeigt vielleicht, daß man seine Absichten nicht verwirklichen kann.
– Pflückt man die Bohnen, kann man voraussichtlich bald mit Erfolgen rechnen.
– Kochen der Bohnen soll zeigen, daß man zwar Probleme haben wird und etwas aufgeben muß,
letztlich aber doch Vorteile daraus ziehen wird.
– Wer sie zubereitet, der zerstört die Keimwirkung, kann also augenblickliches Glück nicht auf Dauer genießen.
– Essen der Bohnen kann häusliche Streitigkeiten ankündigen.
Psychologisch:
In diesem Zusammenhang symbolisiert die Bohne Potential. Der Träumende besitzt eine gut gefüllte energetische Vorratskammer, auf
welche er jederzeit und für beliebige Vorhaben Zugriff hat.
Spirituell:
Eine Bohne kann für Unsterblichkeit und magische Kraft stehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – säen: Glück im Geschäft;
– schneiden: Sorge für die Zukunft;
– wachsen und blühen sehen: dein Wunsch wird erfüllt;
– kochen: Verschlechterung der Wirtschaftsverhältnisse;
– sehen oder essen: verkündet Zank und Streit;
– brechen: schwere Hindernisse sind und werden überwunden.
(europ.) : – blühen sehen: bescheidenes Auskommen;
– wachsen sehen: Sorgen und Krankheit ihrer Kinder;
– am Busch sehen: man hat Pläne, die sich nicht verwirklichen lassen;
– ernten: nur geringe Verdienste haben;
– zubereiten: Glück im Geschäft;
– grüne: bedeutet Streit und Unheil;
– weiße: Verleumdung und evtl. Beschimpfung, namentlich mit Nachbarn;
– getrocknete: große Enttäuschung in weltlichen Dingen; geben Sie acht,
daß keine ansteckenden Krankheiten durch Sie verbreitet werden;
– essen: Krankheit; Zank und Streit; Ärger im Beruf oder wirtschaftliche Verschlechterung;
– Kinder damit spielen sehen: teure Zeiten.
(ind. ) : – deine Hemmungen müssen von dir weichen;
– essen: trachte den Frieden deines Heims zu erhalten;
– kochen: du wirst einen Schaden erleiden, aber dadurch Vorteile erringen;
– säen: das Leben kann sich gut gestalten, wenn beide Teile zusammenhalten;
– wachsen sehen: du kannst erreichen, was du willst.
(Siehe auch „Mais“, „Gartenkürbis“)
Bohrer
Allgemein:
Bohren (Bohrer) kann auf Hartnäckigkeit hinweisen, mit der man seine Ziele verfolgt. Allerdings wird man oft trotz aller Bemühungen aus
der Arbeit nicht den erhofften Nutzen ziehen können. Der Ärger bohrt, der Zweifel, die Ungeduld. Wer mit einem Bohrer hantiert, will hinter
etwas kommen, das im Wachleben Unruhe und Verdruß bereiten könnte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder damit arbeiten: vergebliche Arbeiten stehen dir bevor.
(europ.) : – handhaben, oder andere damit beschäftigt sehen: deutet an, daß man bald mit einem Tischler
oder Zimmermann in geschäftliche Verbindung treten wird, Tod eines Geschäftsfreundes.
– sehen: langwierige Krankheit;
– mit einem ein Loch in die Erde bohren: Tod eines Angehörigen, Freundes oder anderen nahestehenden Menschen.
(ind. ) : – vergiß deine Bekannten nicht, sie sehnen sich nach dir.
Bohrturm
Volkstümlich:
(ind. ) : – nur wer sich selbst erkennt, wird sein Ziel erreichen.
Boje
Psychologisch:
Ein Symbol für Orientierungshilfe, Hoffnung auf Sicherheit und für den glücklichen Ausgang einer riskanten Unternehmung.
Spirituell:
Wegweiser im Meer der Tiefe und der Seele.
Bollwerk
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: große Hindernisse werden dich mutlos machen.
Bolzen
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: große Hindernisse werden sich Ihrem Fortschritt in den Weg stellen;
– alt und kaputt: Fehlschläge verfinstern Ihre Erwartungen.

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Bombe
Assoziation: – explosive Energie.
Fragestellung: – Was steht kurz vor der Explosion?
Allgemein:
Bomben im Traum deuten in der Regel auf eine explosive Situation hin, mit welcher der Träumende fertig werden muß.
– Eine explodierende Bombe weist auf die Notwendigkeit hin, wirkungsvoll zu handeln, – während das Entschärfen einer
Bombe den Träumenden warnt, sich davor in acht zu nehmen, eine bereits schwierige Situation noch zu verschlimmern.
Bombe kommt häufig bei negativer Traumunruhe in Katastrophen- und Kriegsträumen vor und kann dann eine allgemeine Lebens- und
Existenzangst verkörpern. Häufig steht sie aber auch für Gefahren, die von eigenen Ängsten und destruktiven Gefühlen drohen, wenn man
diese nicht mehr beherrschen kann. Weitere Deutungen ergeben sich aus folgenden Begleitumständen im Traum:
– Eine einzelne Bombe, die wir im Traum sehen, könnte durchaus auch eine Nachricht sein, die wie eine Bombe
einschlägt und/oder verkündet unerwartete Probleme und Gefahren.
– Eine Bombe werfen zeigt, daß man voraussichtlich mit der Feindschaft anderer rechnen muß.
– Ein Bombenattentat auf eine andere Person, das man sieht, verspricht dem Beobachter, daß er selbst einer Gefahr glücklich entgehen wird.
Psychologisch:
Der Träumende muß sich darauf einstellen, daß ihn seine Gefühle überwältigen werden. Dieses Traumbild taucht meist in
Erinnerungsträumen auf, die Schockerlebnisse widerspiegeln, gleichzeitig symbolisiert die Bombe aber auch das eigene Unvermögen, an
bestehenden, nicht besonders günstigen Verhältnissen etwas zu ändern. Träume von Bomben haben etwas Existenzbedrohendes – insofern
weisen sie darauf hin, daß es Zeit ist, die Nerven zu beruhigen und seinen bisherigen Lebenswandel umzustellen. Bomben oder ähnliche
Geschosse sind im Traum immer Gefahrensymbole. Es kann sich hierbei um persönliche Kriegs- oder Schockerlebnisse handeln. Allgemein
will die Bombe im Traum aber eher auf einen bestimmten neurotischen Komplex hinweisen, das heißt auf eine geballte psychische Energie,
die im Unterbewußtsein verborgen ist.
Spirituell:
Eine explodierende Bombe ist normalerweise ein unerwartetes Ereignis. Wenn man davon träumt, kann dies die Angst davor andeuten,
plötzlich zu sterben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf plötzlich hereinbrechendes Unglück;
– explodieren sehen: ein unerwartetes Ereignis.
(europ.) : – Gefahren, Vernichtungstraum; prophezeit Wut und Streit, der vor Gericht enden wird;
– sehen: unerwartetes und ungünstiges Ereignis;
– selbst auf jemanden werfen: Anfeindungen durch andere;
– explodieren und Zerstörung anrichten sehen: Warnung vor einem Unfall;
– Bombenattentat auf hochstehende Person sehen: man wird einer vielleicht
gar nicht bemerkten Gefahr glücklich entrinnen oder ist ihr bereits entronnen.
(Siehe auch „Atombombe“, „Explosion“, „Krieg“, „Waffen“)
Bonbon
Allgemein:
Bonbon soll nach den Angaben in alten Traumbüchern Liebesglück, eine Bonbonniere berufliches Ansehen und Erfolg verheißen.
Volkstümlich:
Bonbon
(arab. ) : – Bonbon essen: du wirst dich verlieben.
(europ.) : – glückliche Stunden mit einem lieben Menschen erleben; man hüte sich aber auch vor Schmeichlern.
(ind. ) : – es wird dich die Liebe beglücken.
Bonbonniere
(arab. ) : – gute Geschäfte;
– zum Geschenk erhalten: Täuschungen;
– kaufen: du erlebst kurzes Leid.
(ind. ) : – dein Beruf wird dich erfreuen und du wirst es zu großem Ansehen bringen.
Boote
Assoziation: – Fahrt über die Tiefen der Gefühle.
Fragestellung: – In welchen emotionalen Tiefen kann ich sicher navigieren?
Allgemein:
Boot bringt allgemein zum Vorschein, wie man aufgrund der Persönlichkeitsstruktur das „Lebensschiff“ lenkt, den Kurs hält, Untiefen und
Stürme bewältigt. Die individuelle Bedeutung ergibt sich vor allem aus dem, was man mit dem Boot im Traum erlebt. Folgende
Begleitumstände können oft bei der genauen Deutung helfen:
– Ein Boot sehen deutet auf bevorstehende Veränderung im Leben hin, deren Ausgang noch etwas unsicher erscheint.
Es soll uns sicher ans Ufer bringen, wo uns ein neues Leben lacht.
– Überqueren eines Stroms im Boot zeigt an, daß man sich zu anderen Ufern aufmacht, das Bewußtsein erweitert,
in neue geistige Regionen vordringt.
– Boot fahren im klaren, ruhigen Wasser verheißt einen gradlinigen, erfolgreichen Lebensweg; fährt man in trüben,
unruhigem Wasser, steht das für eher ungünstige Zukunftsaussichten.
– Treibt es in ruhigem Wasser dahin, bedeutet das ins Wachleben übersetzt eine ruhige Fahrt unseres Lebensschiffleins.
– Wer es auf bewegtem Wasser steuert, kann mit Hektik und Unausgeglichenheit im bewußten Leben rechnen.
– Wer es im Dunkeln treiben läßt, der weiß im Augenblick nicht, wohin die Dinge laufen.
– Gelegentlich weist ein Boot als Sexualsymbol auch auf den Wunsch nach einem sexuellen Abenteuer hin,
der oft nur unbewußt vorhanden ist.
Psychologisch:
Mit dem Boot oder Schiff bewegen wir uns auf dem Wasser, das unser Gefühl symbolisiert. Mit wem man sich zusammen auf dem Boot
befindet, mit dem hat man ein enges Verhältnis beziehungsweise mit dem hängt man besonders zusammen („Wir sitzen alle in einem Boot“).
– Motorboot: Damit versucht man schnell voranzukommen, vertraut dabei jedoch weniger seiner eigenen Kraft.
– Tretboot: Mit dem Tretboot vertraut man seiner eigenen Kraft und bewegt sich mit ihr durch sein Gefühl. Außerdem verweist das Tretboot
an Urlaub, Entspannung und Freizeit.
– Ruder- oder Paddelboot: Wie beim Tretboot kommt man auch beim Ruder- und Paddelboot durch eigene Kraft voran und auch hier wird
auf die Freizeit verwiesen. Kajak, Kanu u.a.: Selbständiger Umgang und eigener Weg, der bewußte Umgang mit Gefühlen und seelischen

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Erfordernissen.
– Segelboot: Beim Segelboot ist es der Wind, der einen voran bringt. Mit dem Wind wird die Kraft des Intellekts und des Geistes
symbolisiert, die den Träumer antreibt und vorwärtsbringt.
Spirituell:
Ein Boot symbolisiert unsere Persönlichkeit, mit der wir uns auf dem „Meer des Lebens“ fortbewegen!
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: zeigt eine Reise an; kündet eine Veränderung in er jetzigen Lebenssituation an;
– im klaren Wasser liegen sehen: alles nimmt jetzt einen glücklichen Verlauf;
– im trüben Wasser liegen sehen: es steht Unglück bevor oder Pannen im Reise- oder Lebensverlauf;
– darin fahren: Besuch;
– sinken sehen: Enttäuschung erleben;
– aus einem Boot ins Wasser fallen: Bedrängnis und Gefahr; Pech;
– in einem Boot auf glatten Wasser segeln: Glück und Erfolg;
– mit lustiger Gesellschaft und unfallfrei segeln: Ihnen wird viel Gunst zuteil;
– vom Sturm überrascht werden: man sollte eine geplante Reise oder Angelegenheit lieber verschieben;
– auf schmutzigen Wasser oder im Sturm: bevorstehendes Unheil.
(Siehe auch „Fahrzeuge“, „Reise“, „Schiff“, „Wasser“)
Bordell
Artemidoros:
Der Verkehr mit Hetäre in Bordellen bedeutet einerseits einen kleinen Skandal und geringfügige Ausgaben; denn Männer, die sich mit diesen
Personen einlassen, schämen sich und zahlen obendrein. Andererseits sind Hetären im Hinblick auf jedes Vorhaben von guter Vorbedeutung;
sie werden ja von einigen die „Geschäftstüchtigen“ genannt, und sie geben sich ohne Widerstreben preis. Ein gutes Zeichen ist es ferner,
wenn man ein Freudenhaus betreten und ungeschoren wieder verlassen kann, denn das Gegenteil zeigt Unheil an. Ich kenne jemand, dem es
träumte, er gehe in ein Bordell hinein und finde nicht mehr heraus, und wenige Tage darauf starb er, wobei das Traumerlebnis sich ganz
folgerichtig an ihm erfüllte; denn ein Freudenhaus wird ebenso wie ein Friedhof ein gemeiner Ort genannt, und viele menschlicher Same
geht da zugrunde. Es gleicht also ganz natürlich dieser Ort dem Tod. Die Frauenzimmer jedoch haben mit dem Ort nichts gemein; sie selbst
bedeuten Glück, nur der Ort nicht. Deshalb ist es günstiger, im Traum herumstreichende Hetären zu sehen. Glückbringend sind auch die,
welche vor dem Bordell ihre Reize zur Schau stellen, die etwas verkaufen und den Liebeslohn kassieren, gleichgültig, ob man sie nur sieht
oder mit ihnen verkehrt. Es träumte einer, er schaue seine Frau vor einem Bordell sitzen, angetan mit einem purpurnen Gewand, und ich
deutete ihm das Traumgesicht, indem ich weder von dem Gewand noch vom Sitz noch von einer anderen Nebensache ausging, sondern
allein von dem Bordell. Der Träumende wurde Zöllner; seine Tätigkeit war nämlich schamlos, das Handwerk oder den Beruf des
Träumenden aber betrachtet man als Abbild seiner Frau.
Allgemein:
Wenn eine Frau träumt, sie sei in einem Bordell, ist sie noch nicht im Einklang mit ihrer Sexualität. Das Symbol für das Geschäft mit der
Sexualität will sagen: Du verkaufst dich – oder deine Gesinnung – und verstellst dich aus Berechnung. Träumt ein Mann, er sei in einem
Bordell, kann dies seine Angst vor Frauen zum Ausdruck bringen oder er ist neugierig auf neue, fremde „grenzwertige“ Lusterfahrungen.
Psychologisch:
Von einem Bordell zu träumen, verweist auf den Wunsch nach sexueller Befreiung und Freiheit. Man sollte aus einem seelischen Zwiespalt
herausfinden und den Umgang mit Menschen suchen, die ohne moralische Hemmungen das Seelische wieder „auf Vordermann“ bringen.
Mit einem Freudenmädchen zu schlafen bedeutet demnach einen Gewinn an Lebenserfahrung, weist aber in einigen Fällen auch auf
unbefriedigte sexuelle Bedürfnisse und auf verdrängte Lustgefühle im Wachleben hin.
Spirituell:
In diesem Traumszenarium manifestiert sich die dunklere Seite des Weiblichen. Ein Bordell kann auch Ausdruck der spirituellen Schuld
sein, die ein Mann gegenüber Frauen empfindet.
Volkstümlich:
(europ.) : – in einem sein: wegen seiner Verschwendungssucht kompromittiert werden.
(Siehe auch „Dirne“)
Bordstein
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einen solchen treten: rascher Aufstieg in Geschäftskreisen und hohes Ansehen;
– wenn Liebende zusammen auf einen treten: frühe Heirat und Treue in der Ehe;
– vom Bordstein rutschen: alles Positive verkehrt sich ins Gegenteil;
– von der Bordkante steigen: Streit mit Freunden und Verwandten.
Borgen
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Darlehn borgen: macht Sorgen, bringt Verluste im Geschäft und Zwietracht in der Familie;
– ein Darlehn zurückzahlen oder eines zurückerhalten: es wird alles zum Besten stehen.
Borkenflechte:
Volkstümlich:
(europ.) : – auf dem eigenen Körper sehen: leichte Krankheit und ein schwieriges Problem bekommen;
– bei anderen erblicken: von Bettlern bedrängt werden.
Borretsch
Medizinrad:
Schlüsselworte: Herz; Heilung; innerlich und äußerlich; Gewürz; stabilisierend; Vertrauen.
Beschreibung: Borretsch, die Pflanze, die im Medizinrad mit Vertrauen und der mittleren Position des südlichen Seelenpfads assoziiert wird,
hat sowohl heilende als auch würzende Kräfte. Borretsch schmeckt, so heißt es, ähnlich wie Gurke. Die Pflanze fand Anwendung, um den
Milchfluß stillender Mütter zu steigern und um den Gemütszustand eines Menschen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Allgemeine Bedeutung: Vertrauen in den Heilungsprozeß; Vertrauen in die Kraft des Wachstums; nährend (körperlich und geistig).
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe des Gleichgewichts oder eine nährende Gabe (körperlich und geistig).

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Börse (Geldbeutel)
Allgemein:
Geldbeutel steht manchmal mit finanziellen Angelegenheiten in Beziehung; die leere Börse verspricht finanziellen Erfolg, die volle warnt
vor möglichen Verlusten. Auch seelisch-geistige Werte kann die Börse verkörpern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – finden: viel Glück;
– verlieren: du hast Gutes zu erwarten;
– besitzen: dein Wohlstand ist sicher begründet.
(europ.) : – finden: gewisse dunkle Dinge werden bald offenbar werden;
– leere: Verlust;
– volle: Vorteil und Gewinn.
(ind. ) : – leer: du kannst es zu großen Erfolgen bringen, aber du mußt deinen Stolz ablegen;
– voll: du wirst durch eigene Ungeschicklichkeit einen Verlust erleiden.
Börse (Wertpapier)
Allgemein:
Börse kann vor Spekulationen warnen, die vielleicht zu Verlusten führen; oft ist dabei zusätzlich der Symbolgehalt der Aktien zu beachten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sei vorsichtig in deinen Handlungen;
– besuchen: schneller Fortgang deiner Angelegenheiten;
– darin verkehren: das Glück, das dich erwartet, kann auch sehr rasch wieder verschwinden.
(europ.) : – sehen: man wird mit einflußreichen Leuten in Verbindung treten und durch deren Gunst,
zu Ansehen, Stellung und Verdienst gelangen;
– an einer spekulieren: ein Versuch, seinen Lebensstandard durch einen besonderen
Schachzug zu verbessern, der fehlschlagen wird;
– an solchen Angestellter oder sonstwie beruflich tätig sein: Warnung vor einem unbedachten Unternehmen.
(Siehe auch „Aktien“)
Borsten
Allgemein:
Borsten können anzeigen, daß sich das weitere Schicksal „widerborstig“ zeigen und Probleme aufbürden wird, mit denen man nicht immer
fertig wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder fühlen: dir stehen Widerwärtigkeiten bevor.
(europ.) : – gesellschaftlicher Erfolg und „feines Gefieder“.
(ind. ) : – unerfreuliche Dinge werden sich ereignen.
Böschung
(Damm, Deich)
Volkstümlich:
(europ.) : – Ihre Hoffnungen werden sich nicht erfüllen, ein früherer Bekannter wird jedoch erneut in Ihr Leben treten.
(Siehe auch „Damm“, „Deich“)
Boshaftigkeit
Allgemein:
Wenn man im Traum Böses erlebt, heißt dies in der Regel, daß dem Träumenden die Triebregungen bewußt werden, die er ablehnt. Böses
Verhalten anderen Menschen gegenüber empfindet der Träumende als schrecklich und ekelhaft.
Psychologisch:
Die Eigenschaft „böse“ kann nicht „wegerklärt“ werden. Jede gewaltsame Handlung kann als böse gedeutet werden. Viele Menschen sehen
zwischen der Dunkelheit und dem Bösen eine enge Verbindung.
Spirituell:
Das Böse geht Hand in Hand mit dem Teufel.
Volkstümlich:
(europ.) : – einem Menschen entgegenbringen: Freunde haben keine hohe Meinung von Ihnen;
– von Personen die Sie kennen in boshafter Weise benutzt werden: ein Feind fügt Ihnen Schaden zu;
– von unbekannten Personen Bosheit erfahren: je größer die Bosheit, der Sie im Traum ausgesetzt sind,
desto besser wird es Ihnen gehen.
Böse Geister
Volkstümlich:
(europ.) : – Ein sehr ernstes Omen, sofern Sie nicht imstande sind, sie zu verjagen. Vorsicht bei Geschäften.
Bote
Allgemein:
Bote symbolisiert Neuigkeiten, Nachrichten und Überraschungen; Übergabe eines Briefs durch ihn soll nach alten Traumbüchern ungünstig
sein, alle anderen Dinge versprechen angenehme Nachrichten. Ob er Glück oder Unglück bringt, muß aus weiteren Symbolen, wie seiner
Kleidungsfarbe, erschlossen werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst eine gute Nachricht erhalten;
– einen Brief von ihm bekommen: eine Nachricht wird mit Verwicklungen und Aufregung verbunden sein.
(europ.) : – sehen: ist der Überbringer von Überraschungen, die meist die eigene Erwartung enttäuschen;
– wenn er einen Brief bringt: unangenehme Nachrichten;
– wenn er etwas anderes (Geschenk, Päckchen) bringt: angenehme Überraschung;
– selbst auf Botengang gehen: verspricht Harmonie und gegenseitiges Verständnis in häuslichen Kreisen;
– Schickt eine junge Frau einen Boten, wird sie Ihrem Geliebten verlieren, da sie seinen Wünschen mit
Gleichgültigkeit entgegentritt.

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(ind. ) : – deine Wünsche werden sich erfüllen, denn du bekommst eine unerwartete Botschaft.
(Siehe auch „Briefträger“)
Botschaft
Volkstümlich:
(europ.) : – überreicht bekommen: Veränderung zu einer besseren Position.
Böttcher
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt ein unverhofftes Geschenk.
Bottich
Volkstümlich:
(europ.) : – gefüllt sehen: immer auf einen Weisheitsfundus zurückgreifen können und Reichtum zur Verfügung haben;
– einen leeren sehen: zeigt dringenden Bedarf von Weisheit und Reichtum in naher Zukunft an.
Bowling
Psychologisch:
Bowling steht für ein Ziel mit Geltungstrieb.
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst spielen: sich an einer Angelegenheit beteiligen, die den eigenen Namen in Verruf bringt;
– andere beim spielen beobachten: gefallen an leichtsinnigen Menschen finden und der Arbeitsplatz ist in Gefahr;
– Einer jungen Frau prophezeit ein gewonnenes Bowlingspiel unbeschwertes Vergnügen. Doch wird sie später Sorge überkommen.
Boxen
Assoziation: – Boxen: Stärke; Kraft; Durchhaltevermögen. – Boxer: Arbeit an der Kraft oder Konfrontation.
Fragestellung: – Boxen: Wo in meinem Leben möchte ich stark sein und mich behaupten?
– Boxer: Welche Regeln muß ich einhalten, um meine Kraft angemessen zum Ausdruck bringen zu können?
Allgemein:
Boxen (Boxer) kann im Sinn von „sich durchboxen“ anzeigen, daß man mit erheblichen Problemen zu rechnen hat;
– siegt man dabei, wird man die Schwierigkeiten nach erheblichen Anstrengungen doch bewältigen,
– die Niederlage (vielleicht k.o.) kann auf das Scheitern hinweisen.
– Schaut man einem Boxkampf zu, steht vielleicht bald ein Streit ins Haus.
Psychologisch:
Boxen gehört zu einer der aggressiven Sportarten. Wer von diesem Symbol träumt, der sollte entweder aggressiver im Sinne von
durchsetzungsstärker werden oder er ist zu aggressiv. Den Traum vom aggressiven Durchsetzungsvermögen hat man oft in Beziehungskrisen
– oder in einer allzu spannenden Phase der beruflichen Kraftproben und Machtkämpfe. Was man sich im Wachzustand nicht (ganz)
eingesteht, wird zu Ende geträumt: Man möchte den Gegner gern wehrlos sehen, ihn „fertigmachen“ und „auf ihn hinunterschauen“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einem begegnen: man sollte in seinen Geschäften vorsichtig sein;
– selbst boxen: ein abenteuerliches Erlebnis steht einem bevor; ist man dabei sehr vorsichtig, hat man gute Chancen,
Enttäuschungen zu vermeiden;
– passiv einen beobachten: auf Enttäuschungen sich gefaßt machen müssen, die nicht umgangen werden können.
(europ.) : – sich selbst sehen: schwerer Kampf um einen Plan;
– dabei unterliegen: Scheitern einer Hoffnung;
– dabei siegen: ein Plan wird nach großen Schwierigkeiten doch noch zur Durchführung kommen;
– andere sehen: man wird mit anderen Menschen in Streit geraten;
– sehen: Schwierigkeiten die Kontrolle über die eigenen Angelegenheiten zu behalten;
Eine erstaunliche Mitteilung, die zu wichtigen Ereignissen führt, wird Ihnen gemacht werden.
Wiederholen Sie das Ganze nicht und schreiben Sie auch nicht darüber.
– Sieht eine junge Frau einen Profiboxer, wird sie gefallen an schnellebiger Gesellschaft haben.
Ihre Freunde werden sich um ihren Ruf sorgen.
(Siehe auch „Boxkampf“)
Boxershorts
Assoziation: – Intimes Selbst; sexuelle Identität.
Fragestellung: Was fühle ich insgeheim? Was bin ich zu offenbaren bereit?
(Siehe auch „Kleidung“)
Boxkampf (Siehe auch „Boxen“)
Boykottieren
Volkstümlich:
(europ.) : – fehlschlagende Hoffnungen und Wünsche.
Brachfeld
Volkstümlich:
(arab. ) : – (ein abgeerntetes, keine Frucht tragendes Ackerfeld): deine Arbeit kommt einem anderen zu Nutzen.
(Siehe auch „Acker“, „Feld“)
Brahma
(indische Gottheit)
Volkstümlich:
(europ.) : – Schutz unsichtbarer Helfer; zeigt an, daß wir als Werkzeug einer guten Tat ausersehen worden sind.

290
Brand
Allgemein:
Brand hat eine zwiespältige Bedeutung, kann sowohl Zerstörung und Untergang durch eigene Fehler als auch Freude und Glück versprechen.
– Ungünstig ist ein schwelender oder qualmender Brand, der unter anderem auf Probleme durch innere Unsicherheit
und falsche Zielsetzung aufmerksam machen kann, gegen die man vergebens ankämpft.
– Helle Flammen dagegen signalisieren freudige Ereignisse. Zuweilen kann im Brand auch der Wunsch nach radikalen
Lebensveränderungen zum Ausdruck kommen, aus denen man geläutert und erfolgreich wie der Phönix aus der
Asche (siehe unter diesem Stichwort) hervorgeht.
– Ist es im Dachstuhl, läßt das zum Beispiel auf eine mindere geistige Entwicklung schließen.
– Beim Brand in einem Stall sind unsere Triebkräfte in Mitleidenschaft gezogen, Brandträume sind im Gegensatz
zu Träumen von Feuer (siehe dort) immer ein Gleichnis von der Gefahr, die uns oder unsere Lieben bedroht.
Man sollte in diesem Fall einmal Gefühls- und Gewissensforschung betreiben, um einen möglichen seelischen
Brandherd aufzuspüren und danach das Wiederaufbauen verlorener Substanz zu versuchen.
Psychologisch:
Das Feuer der Vernichtung, der Leidenschaft, das Leiden schafft und sich nur vom Besitz der Seele nähren kann. Entfacht durch inneres oder
äußeres Erleben, ist hier seelische Energie zerstörerisch geworden. Die Entdeckung eines Brandherdes im Traum kann, wenn er nicht
Erinnerung an wirkliches Geschehen ist, eine Umstellung unseres bisherigen Lebens bewirken und erfordert Gewissens- und
Gefühlsforschung. Es kann sich im Brande nur um unterdrückte Affekte der Erbitterung, der Rache handeln. Hie und da sind diese Träume
Anzeichen geistiger Erkrankung. Brandträume müssen sehr ernst genommen werden. Zu diesem Gleichnis greift die Seele nur, wenn sie
ernste Gefahr sieht. Man sollte beobachten, wo im Haus (siehe dort) der Brand ausbricht.
Spirituell:
Ein Brand symbolisiert immer Unklarheiten, Unsicherheiten und die Hilfsbedürftigkeit des Träumers.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deine Freude wird sich bald in Trübnis verwandeln;
– mit viel Rauch: getrübte Freude.
(europ.) : – sehen ohne Rauch: kündet ein Glücksfall an; große Freude;
– ein Haus in hellen Flammen brennen sehen: eine Angelegenheit wird sich in letzter Minute
doch noch zum Guten wenden, oder etwas Neues zeigt sich;
– das brennende Haus mit viel Qualm und Rauch: man kann die Absichten der Menschen um
einem herum nicht durchschauen; die eigenen Pläne und Vorhaben sind noch nicht ausgereift;
– einen Brand mit Rauch sehen: bedeutet Zank und Ärger;
– nur Rauch sehen: verkündet Schreck;
– über dem Traum aufwachen und dann nochmals träumen: böse Vorbedeutung;
– einen entfachen: man wird vergebens gegen eine ungünstige Schicksalswendung protestieren oder ankämpfen;
– in der eigenen Wohnung sehen: wenn man nur helle Flammen ohne Rauch sieht: Verbesserung der Situation;
bei starker Rauchentwicklung: das Gegenteil.
(Siehe auch „Feuer“, „Feuerwehr“; „Flammen“)
Brand
(Krankheit)
Volkstümlich:
(europ.) : – Brand an einem anderen sehen: Tod eines Elternteils oder eines nahen Verwandten;
– Brandwunden sehen: stehen für freudige Nachrichten;
– sich die Hand an einem hell lodernden Feuer verbrennen: steht für lautere Absichten und die Unterstützung von Freunden;
– sich die Füße beim Feuerlauf verbrennen: alle Vorhaben erfolgreich abschließen können; Ihre Gesundheit bleibt Ihnen erhalten;
– sich die Füße beim Feuerlauf nicht verbrennen: Ihre Interessen nehmen durch den Verrat angeblicher Freunde Schaden.
Brandgeruch
Psychologisch:
Deutet eine Leidenschaft an, an der wir uns verbrennen können. Auch hier tut Gewissensforschung not, damit wir erkennen können, wo es
brennt, wo unsere Gefühle in eine Sackgasse geraten sind.
Brandmalerei
Volkstümlich:
(arab. ) : du bist eitel.
Brandung
Allgemein:
Das Symbol für die „Wogen der Seele und Brandung der Gefühle“ will Ihnen sagen: Keine Angst, laß dich fallen und gib deinen Wünschen
nach. Oder ganz banal und dennoch gültig: Sie lieben das Meer und waren schon viel zu lange nicht dort. In beiden Fällen ein Traum von
eingestandener Sehnsucht – und der Ermutigung, sie zu erfüllen.
Psychologisch:
Symbolisiert allgemein das Auf und Ab im Lebenslauf, besänftigt bei Schwierigkeiten und warnt vor zu großem, Sicherheitsgefühl. Sie kann
aber auch auf starke Gemütsbewegung hinweisen, durch die man verunsichert wird.
– Je höher die Wellen und je stürmischer die See, desto heftiger sind auch die Gefühlswallungen des Träumenden.
– Geht die Brandung jedoch gleichmäßig und ruhig, so weist dies auf ein ausgeglichenes Seelenleben hin.
Volkstümlich:
(europ.) : – Sie werden all Ihr Taktgefühl aufbringen müssen, um einen unwillkommenen Verehrer loszuwerden.
(Siehe auch „Meer“, „Wasser“)
Brandstätte
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: unsere Hoffnungen gehen in die Brüche.
(Siehe auch „Brand“)

291
Brandstiftung / Brandstifter
Assoziation: – destruktive Wut; reinigender Zorn.
Fragestellung: – Was muß ich verbrennen, um mich selbst zu befreien?
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Nachrichten von Unglücksfällen auf See; möglicherweise Sie selbst betreffend.
(Siehe auch „Brand“, „Feuer“)
Branntwein
Allgemein:
Branntwein kann eine ähnliche allgemeine Bedeutung wie Alkohol haben. Alte Quellen sehen im Trinken oder Verschütten auch eine
Warnung vor Leichtsinn, der zu Mißerfolgen und Verlusten führt. Im Einzelfall kann konkret vor zu viel Branntweinkonsum gewarnt
werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: vereitelt Hoffnungen;
– trinken und sich damit berauschen: hüte dich vor Torheiten.
(europ.) : – zeigt und eine böse Gesellschaft an; geraten wir da hinein, wird es schwer werden,
uns davon wieder zu befreien;
– trinken: Unmäßigkeit wird dir schaden; Schaden durch eigenes Verschulden;
– verschütten oder auf den Boden gießen: Warnung vor einen leichtsinnigen Schritt,
den man zu unternehmen im Begriff ist;
– verkaufen: man hat einem anderen gegenüber schlechte Absichten.
(Siehe auch „Alkohol“)
Braten
Allgemein:
Braten versinnbildlicht, daß etwas garen (reifen) kann und zu einem günstigen Abschluß kommt. Vielleicht weist das Symbol im Sinne von
„den Braten riechen“ auch auf eine günstige Gelegenheit oder ein Risiko hin. Wer etwas brät, möchte zum guten Gelingen einer Sache
beitragen, sich vielleicht auch bei seinen Gästen, den Mitmenschen, in ein gutes Licht setzen. Wenn der Braten anbrennt, haben wir vielleicht
allen Kredit verspielt.
Psychologisch:
Der Braten ist das Symbol für den Sonntag und speziell für das Mittagessen am Sonntag im Kreise der Familie. Wenn der Braten im Traum
abgelehnt wird, steht dahinter oftmals die Ablehnung dieser bürgerlichen Familienrituale, und man sollte über seine Emanzipation in und die
Aussöhnung mit der Familie nachdenken. Freut man sich im Traum über den Braten, dann kann man unter anderem dahinter eine Sehnsucht
nach der (vorgeblich) heilen Welt der Familie vermuten. Das Gebratene steht auch für die Kultur, denn es ist ein Gegensatz zum Rohen.
Einige Träumende assoziieren zum Traumsymbol Braten eine gute Ernährung und daß man sich mehr um seine Ernährung kümmern sollte.
Mehr Sorgfalt ist bei der Bereitung der Speisen angesagt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: gute Aussichten;
– essen: vorteilhafte Geschäfte;
– verbrannter und übelriechender: böse Zufälle.
(europ.) : – Einladung zum Feste oder hoher Besuch;
– sehen oder zubereiten: man wird eine Einladung erhalten; gutes Omen;
– die Familie einen essen sehen: Wohlstand und schöne Zukunft;
günstige Geschäfte oder andere Gewinne;
– selber einen essen: familiäres Unglück; Verrat; drohende Armut;
– riechen: du machst viele Gänge ohne Erfolg.
(ind. ) : – noch wenige Tage und du wirst vom Erfolg sprechen können.
(Siehe auch „Nahrungsmittel“)
Bratenwender
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein Nutzen wartet auf dich;
– drehen: du wirst unterdrückt.
Bratpfanne
Assoziation: – Kochgerät oder Waffe; Grundausstattung.
Fragestellung: – Was trage ich bei? Auf welche Weise kehre ich zu den einfachen Dingen des Lebens zurück?
Artemidoros:
Die Bratpfanne bedeutet Schaden und ein lüsternes Frauenzimmer.
Allgemein:
Bratpfanne kann ähnlich wie Braten verstanden werden, insbesondere wenn sich etwas darin befindet.
– Die leere Pfanne dagegen kündigt oft eine bevorstehende Enttäuschung oder Verluste an.
– Wer in ihr etwas brät, der will einen anderen schmoren lassen, um mehr bei ihm zu erreichen.
– Bei Freud hat die Pfanne weiblich-sexuelle Bedeutung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Einbuße jeglicher Art.
(europ.) : – du hast oder bekommst ein naschhaftes Weib;
– eine leere sehen: Enttäuschung;
– über dem Feuer bei der Speisezubereitung sehen: Gewinn;
– selbst eine Mahlzeit damit kochen: Zeichen für einen ungünstigen Streit;
– eine schmutzige abwaschen oder reinigen: man wird mit einem Unternehmen zufrieden sein.
(ind. ) : – weiche nicht von deinem Weg ab.
(Siehe auch „Topf“)

292
Brauen
(Bier o. dergl.)
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt den unerwarteten Besuch eines Freundes oder einer Freundin an.
Brauerei
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verkündet Gesundheit und gute Tage nach anfänglichen Sorgen;
– sich in einer befinden: mit ungerechter Behandlung durch Behörden rechnen müssen;
aber die Unschuld beweisen und sich über die Verfolger erheben können.
Brauereiarbeiter
Volkstümlich:
(europ.) : Kraft und Gesundheit.
Braun
Assoziation: – Materielle Welt; Sicherheit.
Fragestellung: – Was in meinem Leben bedarf der Organisation?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Bleibend; strukturiert verbunden; Wachstum; Verläßlichkeit; geerdet; Erdbewußtsein; Umweltbewußtsein; Schildkrötenclan;
Mond der fliegenden Enten.
Beschreibung: Braun ist die Farbe, die im inneren Kreis des Medizinrads mit der Position des Erd- oder Schildkrötenclans verbunden wird
und darüber hinaus auch mit dem Mond der fliegenden Enten (23. September bis 23. Oktober).
Braun ist die Farbe des Erdreichs, das Zuhause sowohl unserer gezüchteten als auch der wilden Pflanzen. Braun ist die Farbe der
Verbindung, des Wachstums, der Stabilität. Es ist eine Farbe, die den Geist dazu ermuntert, Struktur und Form anzunehmen; eine Farbe, die
das Umweltbewußtsein steigert und das Bewußtsein für die Erde.
Allgemeine Bedeutung: Verbindung mit der Erde; Erdenergie; Struktur; Stabilität.
Trickbedeutung: Braun ist die Hautfarbe der Bewohner des Mittelmeerraums, Ostasiens und des Mittleren Ostens.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe der Erde.
Allgemein:
Braun gilt als Farbsymbol für Erdverbundenheit und Sinnlichkeit und taucht oft bei naturverbundenen Menschen in Träumen auf; die
individuelle Bedeutung ergibt sich aus den weiteren Begleitumständen. Manchmal kann die Farbe auch auf eine Wende im Leben hinweisen,
die meist ungünstig ausfällt.
– Braune Augen sollen als Warnzeichen vor falschen Freunden verstanden werden.
– Wer sich braune Kleidung anlegt, der sollte seinen bisher eventuell flotten Lebenswandel auf eine etwas ruhigere Gangart umstellen.
Psychologisch:
Braun symbolisiert im Traum die Erde und somit Mütterlichkeit und Naturverbundenheit. Man hat allerdings in jahrelangen Versuchen mit
Farbtests auch herausgefunden, daß Neurotiker die Farbe Braun bevorzugen, was auf einen unbewußten Komplex hinweist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – als unangenehm empfundene Farbe: Enttäuschungen und Unruhe stehen einem bevor;
– braune Augen sehen: man wird sich in einer Frau täuschen;
– braune Kleidung: man wird Täuschungen unterliegen, obwohl man sich in Sicherheit glaubt.
(europ.) : – als Zwischenfarbe deutet sie auf ein Übergangsstadium hin, das meist zum Schlechten führt;
– als Farbe sehen: trügerische Hoffnung; Vorsicht, Sie könnten von einem Menschen, dem Sie vertrauen hintergangen werden;
– braunes Kleid tragen: man wird in eine Gefahr geraten.
(Siehe auch „Farben“)
Braunbär
Medizinrad:
Schlüsselworte: Kommunikativ; alles fressend; neugierig; bedachtsam; anpassungsfähig; schlau; stark; verteidigend; scharfsinnig; Mond der
Ernte.
Beschreibung: Der Braunbär, im Medizinrad das Tiertotem der im Mond der Ernte (23. August bis 22. September) Geborenen, ist
gleichbedeutend mit dem Schwarzbären. Beide sind vorsichtige, ruhige Kreaturen, versehen mit gesundem Appetit und großer Neugier. Ihre
einzigen Feinde sind der Mensch und Waldbrände. Sie wirken langsam, tapsig, gutmütig und bedächtig. Wenn es kalt wird, begeben sie sich
in eine sogenannte Winterruhe. Gegen Ende dieser Ruhezeit bringen die Bärinnen ihre Jungen zur Welt und stillen sie in ihrer
Rückzugshöhle. Zu vielem, was der Mensch vermag, sind Bären ebenfalls in der Lage; so können sie aufrecht stehen, auf Bäume klettern,
Honig ernten und Fische fangen.
Der Bär war für die Indianer immer ein ganz besonderes Tier. In vielen Legenden über die Tierwelt war der Bär wegen seines
Gerechtigkeitssinns, seiner Kraft und seines Mutes der Vorsitzende der Ratsversammlung. Ihm wurden Heilbefähigung, Führungsqualitäten
und der Wille zur Verteidigung zugesprochen.
Allgemeine Bedeutung: Führungskraft und Heilbefähigung; Kraft zur Verteidigung; Schutzkraft; Bedachtsamkeit; Ausgeglichenheit.
Assoziation: Die Farben Braun und Schwarz wurden häufig mit Rechtsradikalismus und Rassismus in Verbindung gebracht; nackt oder bar
aller Kleidung; anmaßend oder vorausahnend.
Transzendente Bedeutung: Eine Zeit der Kraft; eine Offenbarung deiner wahren Leistungsfähigkeit.
Wolfsclanlehre: Lernend, Clantier des Monats Januar.
(Siehe auch „Bär“, „Grizzlybär“, „Schwarzbär“)
Braunkohlen
Volkstümlich:
(europ.) : – haben die Bedeutung eines guten Auskommens.
(Siehe auch „Kohlen“)

293
Brausen
Volkstümlich:
(arab. ) : – von Wasser hören: deutet auf unglückliche Reise;
– des Windes: du begehst dumme Streiche.
(europ.) : – in der Luft hören: es werden böse Geister über uns nicht wohlgesinnt sein und versuchen, uns Schaden zuzufügen;
– von Wasser hören: man wird gar gut daran tun, in nächster Zeit überhaupt Gewässer zu meiden.
Braut
Assoziation: – weibliche Empfänglichkeit.
Fragestellung: – Was bin ich zu empfangen bereit?
Allgemein:
Sieht sich eine Frau im Traum als Braut, dann drückt sich darin der Versuch aus, den Wunsch nach einer Liebesbeziehung mit dem
Bedürfnis nach Unabhängigkeit in Einklang zu bringen. Die Träumende muß den Wandel der Verantwortlichkeit verstehen lernen. Im Traum
eines Mannes symbolisiert die Braut seine Auffassung von den weiblichen, unschuldigen Teilen in seinem Inneren. Handelt der Traum von
einer Hochzeit – insbesondere wenn es sich um die des Träumenden handelt -, dann ist dies ein Hinweis auf die Integration von Gefühl und
Realität. Braut, Bräutigam sind trivial manchmal als das Bedürfnis nach einer Ehe oder Partnerschaft zu verstehen, das vielleicht unterdrückt
wird. Oft stehen dahinter aber symbolische Bedeutungen, zum Beispiel:
– Gegensätze und Widersprüche in der eigenen Persönlichkeit werden sich miteinander zu etwas Neuem verbinden
und verlieren dabei ihren zwiespältigen Charakter.
– Bewußtsein und Verstand werden sich durch bessere Selbsterkenntnis mit dem Unbewußten und den Gefühlen zu
einer harmonischeren, ausgeglicheneren und reifen Persönlichkeit verbinden.
– Zuweilen kommen auch religiöse Bedürfnisse oder der Wunsch nach transzendentalen Erfahrungen jenseits von
Verstand und Logik darin zum Vorschein (Bräutigam kann zum Beispiel auch als Symbol für Christus oder Geist
und die Braut für die Jungfrau Maria stehen).
– Die Braut trägt ein weißes Kleid, die Farbe der Unschuld, aber auch der Enthaltsamkeit und in gewissem Sinne
ebenso die der Gefühlskälte (siehe auch „Weiß“).
– Mit der eigenen Braut im Traum zu schlafen bedeutet für den Mann ein Abenteuer, bei dem er ein Tabu bricht.
– Wer mit einer Fremden im Brautkleid schläft, könnte wegen seines allzu forschen Vorgehens im Wachleben
Schwierigkeiten bekommen.
– Bei Frauen könnte der Brauttraum Liebesglück beinhalten, vor dem sie aber zurückschrecken, weil irgend etwas in
ihrem Leben dagegenspricht. Nur manchmal ist es eine Art Wunscherfüllung, wenn man eine Braut zum Altar führt
oder selbst als Braut ins Traumbild tritt.
– Ist die Braut im Traum glücklich, symbolisiert sie ein glückliches Familienleben und eine gute Partnerschaft.
– Ist die Braut aber häßlich oder unglücklich, zeigt der Traum in diesem Bild Partnerschafts- oder Familienkonflikte an.
Es kann aber auch manchmal die Warnung vor einer unerwünschten Schwangerschaft ausdrücken.
Psychologisch:
Der Traum steht für das Streben nach der Vereinigung der integrierten mit den nicht integrierten Persönlichkeitsanteilen. Vielleicht sucht der
Träumende seine unschuldige, weibliche Seite. Erscheint im Traum das Bild einer Braut, eines Bräutigams oder einer Hochzeit ist dies als
Zeichen für den Wunsch nach einer partnerschaftlichen Bindung zu deuten. Manchmal zeigt sich darin auch ganz allgemein das Verlangen,
nach einem Ausgleich der innerlichen und äußerlichen Diskrepanzen. Mit diesem Traumbild kann aber auch der Wunsch nach einem
Kräfteausgleich angezeigt werden. Er ist aber auch ein häufiger Traum junger Männer, die auf einen speziellen Frauentyp fixiert sind und
diese „Traumfrau“ in allen suchen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht die Braut für das spirituelle Bedürfnis nach Liebe, die Erkenntnis der Liebe, Empfänglichkeit und Fruchtbarkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Bräutigam sehen: gute Vorbedeutung; Seelenfrieden;
– umarmen oder küssen: Seelenruhe, auch Treue;
– zum Altar gehen sehen: glückliche Zeiten;
– zum Altar führen: Erfüllung eines Wunsches;
– mit ihnen tanzen: baldige Ehe;
– die eigene, tot sehen: lange glückliche Ehe;
– laufen sehen: bedeutet den Tod (symbolischer Gegensatz!)
(europ.) : – im Brautschmuck sehen: viel Freude und Glück;
– sich selbst als Braut sehen: zeigt baldige Verlobung an; Verbesserung der eigenen Situation;
– (für Männer) eine umarmen: eine Warnung vor leichtsinnigen Liebesabenteuern;
– eine Braut küssen: glückliche Versöhnung mit Freunden;
– küßt eine Braut andere Personen: viele Freunde und Lebensfreude haben;
– küßt eine Braut Sie selbst: sich guter Gesundheit erfreuen, und Ihr Schatz wird unerwartet ein Vermögen erben;
– eine Braut küssen und zu empfinden, daß Sie sorgenvoll und krank aussehe: mit dem eigenen Erfolg
und der Handlungsweise Ihrer Freunde zufrieden sein;
– Ist eine Frau gleichgültig gegenüber ihrem Mann, werden viele unglückliche Umstände ihre Lebensfreude trüben.
– Ist eine junge Frau eine Braut und besorgt sie freudig Ihre Brauttoilette, wird Sie in kürze eine Erbschaft machen,
die Ihr außerordentlich große Freude bereitet. Empfindet sie kein Vergnügen dabei, werden Ihre Erwartungen enttäuscht;
– eine Brautkutsche sehen: bringt viel Glück und Erfolg in der nächsten Zeit.
(ind. ) : – eine Todesnachricht wird ins Haus kommen;
– zum Altar führen: lange Sehnsucht wird erfüllt;
– tot sehen: du wirst glücklich und zufrieden sein.
(Siehe auch „Bräutigam“, „Hochzeit“, „Weiß“)
Brautbett
Volkstümlich:
(europ.) : – Enttäuschung bei Verlobten; die Brautnacht rückt in weite Ferne.

294
Brautführer
Allgemein:
Brautführer kann ebenfalls den Wunsch nach einer Ehe anzeigen; allgemein wird er als Vorzeichen für ein günstiges Ereignis angesehen, das
eine einschneidende Veränderung im Leben bewirkt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Geburt eines Kindes.
(europ.) : – sehen: verspricht Erfolge irgendwelcher Art;
– während der Trauung selbst sein: man steht vor einem entscheidenden Ereignis.
Bräutigam
Assoziation: – männliche Aktivität und Energie.
Fragestellung: – Welche Bindung bin ich bereit einzugehen?
Allgemein:
Von einem Bräutigam zu träumen, deutet normalerweise auf den Wunsch hin, verheiratet zu sein oder einen Partner zu finden. Das
Bedürfnis, für einen anderen Menschen zu sorgen und verantwortlich zu sein, tritt offen zutage. Dieses Symbol stellt eine Verbindung her zur
„romantischen“ Seite des Träumenden.
Psychologisch:
Es kann sich um einen eher verstandesorientierten statt um einen emotionalen Wunsch nach Partnerschaft handeln. Es ist für den
Träumenden wichtig, eine Verbindung zum männlichen Triebgeschehen herzustellen.
Spirituell.
Ein Bräutigam im Traum kann den Wunsch des Träumenden nach Verantwortung für andere Menschen oder nach Macht repräsentieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: baldige Hochzeit im Freundes- oder Verwandtenkreis;
– den seinen küssen: bedeutet einen kleinen Streit mit diesem;
– mit ihm streiten: man wird von ihm angenehm überrascht werden.
(Siehe auch „Braut“, „Hochzeit“)
Brautkleid
Allgemein:
Brautkleid mag manchmal trivial gleichfalls als Heiratswunsch zu verstehen sein; andernfalls soll es allgemein Glück und Erfolg im Leben
verheißen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man kann selbst viel dazu beitragen, daß eine uns interessierende Hochzeit zustande kommt;
– tragen: Hochzeit oder festliche Gelage.
(ind. ) : – gute Geschäfte werden dich wieder fröhlich stimmen.
Brautkranz
Volkstümlich:
(europ.) : – tragen: deutet auf Kummer und gilt auch für Trauer;
– frischen sehen: verkündet das glückliche Ende unsicherer Verlobungen;
– verwelkten sehen: bedeutet, daß uns Leid streifen wird.
(Siehe auch „Kranz“)
Brautschleier
Allgemein:
Brautschleier deutet in die Zukunft, die noch verhüllt ist; er kann anzeigen, daß Wünsche sich erfüllen werden, auch wenn man das im
Augenblick noch nicht erkennt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: Hoffnungen werden sich erfüllen.
(europ.) : – sehen: erfolgreiche Veränderung in naher Zukunft und viel Glück in Ihrer beruflichen Position vorher;
– selbst tragen: zeigt Krankheit an;
– tragen sehen: bedeutet, daß eine uns liebe Person erkranken wird;
– Sieht sich eine junge Frau selbst mit einem Brautschleier, befaßt sie sich mit Dingen, die ihr dauerhafte
Freude bringen. Geht der Schleier verloren oder kommt es zu einem sonstigen Mißgeschick, bringt das
Traurigkeit und Schmerz mit sich.
(ind. ) : – es scheint, daß dich Einsamkeit quält.
(Siehe auch „Schleier“)
Brautschmuck
Volkstümlich:
(europ.) : – Familienglück, Kindersegen.
(Siehe auch „Schmuck“)
Brautschuhe
Allgemein:
Durchtanzte Brautschuhe, so sagt der Volksmund, deuten auf einen Seitensprung hin. Man muß sie zum Schuster (siehe dort) tragen, wenn
man mit dem eigenen Lotterleben Schluß machen will.
Brautstand
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich darin befinden: Aufklärung über Verborgenes.

295
Brautwerbung
Volkstümlich:
(europ.) : – Traum des Gegenteils. Je verheißungsvoller die Werbung in Ihrem Traum verläuft,
desto ungünstiger wird es für Ihre wirkliche Liebesaffäre sein.
Brechen
Volkstümlich:
(europ.) : – von einem Bruch träumen ist nachteilig;
– ein Glied wird gebrochen: Krankheit ist zu erwarten; einen empfindlichen Verlust haben;
– zerbrochene Möbel: bedeuten Geldverluste;
– zerbrochenes Fenster: Feuergefahr;
– zerbrochener Spiegel: Todesgefahr.
Bremse / bremsen
Assoziation: – Kontrolle oder Verringerung der Geschwindigkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mich sicherer im Umgang mit meiner Kraft zu fühlen?
Allgemein:
Ein Symbol für Hindernis und Hemmung. Es wäre wichtig, wenn man sich erinnern könnte, wer oder was der Bremsgrund war – daraus
könnte man folgern, wovor man wirklich stehenbleiben und ausweichen sollte.
Psychologisch:
Bremsen ist das Sinnbild für bedrückende, beengende Lebensumstände und Partnerbeziehungen sowie für Bedenken und Hemmungen, die
den Träumenden an der Entfaltung seiner Persönlichkeit hindern. manchmal warnt ihn der Bremsvorgang auch vor unüberlegten
Handlungen, voreiligen Entschlüssen und Leichtsinn.
Volkstümlich:
(europ.) : – Bremsen sehen: man sollte jede Eigeninitiative einstellen;
– bremsen müssen: man sollte sich aus einer bestimmten Sache sofort zurückziehen, da sonst Schaden droht.
(Siehe auch „Fahrzeuge“)
Brenneisen
Volkstümlich:
(arab. ) : – bittere Erfahrungen, vor allem in der Liebe.
Brennen
Assoziation: – verzehrende Energie; in Feuer und Flammen aufgehen.
Fragestellung: – Wo ist meine Leidenschaft am stärksten?
Psychologisch:
Dieses Traumbild ist an Feuer gebunden und symbolisiert Leidenschaftlichkeit genauso wie Abschied, Trennung und Zerstörung. Je
leidenschaftlicher der Brand lodert, desto stärker ist die Zerstörungskraft, die sich nicht nur auf Personen, sondern auch auf Meinungen und
Lebensumstände bezieht. Wer im Traum einen Brand sieht, wird etwas erleben, das einen starken Eindruck hinterläßt; sind die Flammen hell,
wird sich alles zum Guten wenden, während Rauch und Qualm auf unangenehme Folgen hindeuten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, Gegenstände und Gebäude: Mißgeschick, unerwünschte Erlebnisse;
– selbst: du bist heftig verliebt.
(europ.) : – sich verbrennen: gilt für kleine Anfälle am nächsten Tag;
– brennendes Holzscheit: verheißt ein günstiges Schicksal, wenn man sich daran nicht verletzt;
– brennende Häuser ohne Rauchentwicklung: verbessertes Geschick.
(Siehe auch „Brand“, „Feuer“, „Verbrennen“)
Brennessel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Brennend; heilend; reizend; nahrhaft; ausgleichend; Achtung; Unterscheidung; Stärke; westlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Die Brennessel wird im Medizinrad mit der inneren Position des westlichen Seelenpfads und mit Stärke assoziiert. Ihr Name
Brenn-Nessel sagt uns schon eine Menge über die Pflanze. Sie wächst an vielen verschiedenen Orten, und meist macht sie sich dann
unangenehm bemerkbar, wenn man unaufmerksam ist. Wenn du bereits einmal auf diese Weise mit Brennesseln Bekanntschaft gemacht
hast, dann wirst du dich sicherlich an das Brennen auf der Haut erinnern. Zwar können Brennesseln die Haut reizen, aber sie haben als Tee
auch eine kraftvolle Heilwirkung. Sie sind sehr reich an Vitaminen und Mineralien und schmecken als Gemüse oder Salat vorzüglich. Man
hat sie sowohl bei Haut- als auch bei Blutstörungen eingesetzt. Brennesseln sind ein häufiger Bestandteil von Haar- und Haut-
pflegeprodukten.
Allgemeine Bedeutung: Bereiche in deinem Leben, denen du nicht genug Aufmerksamkeit widmest; Notwendigkeit der Erdung.
Assoziation: Brennen, Feuer.
Transzendente Bedeutung: Eine Wächterpflanze, die dir helfen kann, die Wege zu meiden, die deinem spirituellen Wachstum nicht förderlich
sind. Widme Brennesseln in deinen Träumen immer besondere Aufmerksamkeit.
Allgemein:
Im Traum verweist die Brennessel auf eine schwierige Situation, die vermieden werden muß. Möglicherweise liegen Ärgernisse vor, die dem
Träumenden, weil er nicht im Austausch mit anderen Menschen oder seiner Umwelt steht, noch nicht bewußt sind.
Kommunikationsschwierigkeiten werden angedeutet, wenn sich der Träumende mitten in einem Brennesselfeld befindet. Darüber hinaus
können Brennesseln für den Wunsch anderer Menschen stehen, den Träumenden zu verletzen, oder aber dieser hat sich an einem privaten
oder beruflichen Vorhaben „die Finger verbrannt“.
Psychologisch:
Brennesseln sind Wildpflanzen, die Hautirritationen hervorrufen können. Dies kann im Traum symbolisieren, daß der Träumende durch
„wildes“ Verhalten sexuell oder auf anderer Weise überreizt worden ist und die Kontrolle über sich verloren hat. Brennesseln können
aufgrund ihrer Verwendung in der Volksmedizin auch auf Heilung verweisen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene gelten Brennesseln als Mittel gegen Gefahr. Sie finden auch Verwendung in Reinigungsritualen. Frische
Brennesseln sind ein gutes Mittel zur Rekonvaleszenzunterstützung.

296
Brennholz
Psychologisch:
Wenn es schon lodert, haben Sie sich auf ein „Strohfeuer“ eingelassen: eine heiße, aber kurze Affäre. Nach traditioneller Deutung ein
Symbol für eine flüchtige Bekanntschaft.
Volkstümlich:
(europ.) : – Vorsicht mit Werkzeug, es besteht Unfallgefahr; Ihre Liebesaffäre hat ein Happy End.
Brett
Allgemein:
Brett steht oft für die Neugestaltung des Lebens auf einer sicheren Grundlage, insbesondere beim Annageln von Brettern am Boden,
Schneidet man Bretter zurecht, deutet das auf eine mühselige Arbeit mit geringem Nutzen hin. Zuweilen geht man auch auf Brettern (zum
Beispiel Surfbrett, Wasserski) auf dem Wasser, was darauf hinweist, daß man im Leben gut vorankommt und Schwierigkeiten überwindet.
– Ein Holzbrett im Traum kann entweder andeuten, daß etwas repariert werden muß oder daß sich der Träumende vielleicht
sicherer fühlt, wenn er selbst für seinen Lebensunterhalt sorgt.
– Wenn das Brett benutzt wird, um etwas zu bauen, verweist es darauf, daß der Träumende genug Material für ein geplantes
Vorhaben besitzt.
– Wenn das Brett benutzt wird, um eine Kiste zu bauen, sollte der Träumende aufpassen, daß er nicht in eine Falle gerät.
– Wer mit Brettern seine Hütte baut, möchte mit sich selbst ins reine kommen und mehr sein als scheinen.
– Wer es im Traum zurechtsägt, möchte in seinem Leben manches verändern.
– Die Holzart ist möglicherweise von Bedeutung oder vermag den Träumenden an etwas aus seiner Vergangenheit zu erinnern.
– Balanciert der Träumende in seinem Traum auf einem Brett, verweist dies darauf, daß er ein emotionales Risiko eingeht.
– Als Bestandteil eines Fußbodens symbolisiert ein Brett Sicherheit, als Bestandteil einer Tür steht es für Abwehr.
– Zu einer dekorativen Wandfläche verarbeitet, stellt es Schmuck für den inneren Raum des Träumenden dar.
Psychologisch:
Je glatter und flacher das Brett, desto eindeutiger und überschaubarer ist die Situation, um die es im Traum ging. Die Symbolik liegt in der
Funktion des Brettes: Wofür wurde es gebraucht? Hier liegt die Antwort auf die Frage, was so leicht zu „hobeln“ ist.
Spirituell:
Der Träumende besitzt das erforderliche Rohmaterial, um seine Lebensprozesse bewußter zu erleben. Vielleicht muß der Träumende darüber
nachdenken, was der Zweck seines Daseins ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: neue und frohe Familienereignisse;
– sägen: Todesfall;
– schneiden: Hochzeit oder Kindtaufe.
(europ.) : – zeigen eine Veränderung oder einen Umzug durch einen unruhigen Gemütszustandes an;
– kaufen: bringt die Vereinigung mit einem anderen Menschen;
– schneiden: bringt eine Plage;
– Bretter zusammenschlagen: Vergrößerung des Geschäftes oder des häuslichen Wohlstandes;
– auf ihnen über ein Wasser gehen: aus einer drohenden Gefahr wird man sicher und ohne Schaden herauskommen;
– Läuft eine junge Frau auf einem morschen Brett über trübes Wasser, belastet sie die Gleichgültigkeit
einer geliebten Person. Andere Probleme können auftreten, oder sie muß ihre Ehre verteidigen.
(Siehe auch „Annageln“, „Haus“, „Holz“, „Hütte“, „Säge“)
Brettspiel
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder damit spielen: ungewisse Geschäfte und Arbeiten; dein Erfolg ist zweifelhaft.
Bretzel
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen, kaufen oder essen: kündet ein Vergnügen an;
– auf der Straße verkaufen: Verbesserung der Situation.
(Siehe auch „Gebäck“)
Bridge
(Spiel)
Psychologisch:
Träume von Spielen, bei denen es mehr auf Denkqualitäten ankommt, wie etwa Schach oder Bridge, können sich auf das intellektuelle Leben
– eigene Denkgewohnheiten, auf die eigenen Ansichten und speziell auf konkrete komplexe Pläne (womöglich solche, in denen man es mit
gewichtigen Konkurrenten zu tun hat, sei es beruflich oder privat-emotional) – beziehen. Die Identität des Gegners oder Konkurrenten und
die Art, wie man miteinander umgeht, ist dabei von Bedeutung.
(Siehe auch „Schach“)
Brief
Artemidoros:
Schaut jemand einen Brief und das, was in ihm geschrieben, so wird das Traumgesicht dem Inhalt entsprechend sich erfüllen; wenn nicht,
bringt er doch in jedem Fall Glück; jeder Brief enthält ja ein „Sei gegrüßt“ und ein „Leb wohl“.
Allgemein:
In einem Traum ist von Bedeutung, wie man auf die Post oder einen Brief reagiert. Man hat den Brief vielleicht entdeckt und entweder
erleichtert aufgeatmet oder aber frustriert oder verärgert aufgenommen. Wie man den Traum-Brief öffnete, beschreibt bereits die Reaktion:
Geschah es hastig oder sorgfältig, oder legte man ihn zunächst beiseite und wollte ihn vorerst gar nicht öffnen? Der Traum hat einem
deutlich klargemacht, daß es etwas im Leben gibt, was der Aufmerksamkeit bedarf. Hat man den Brief beiseite gelegt, heißt das, daß man
sich seinem Problem nicht gewachsen fühlt. Andere Symbole in diesem Traum können zu einer Entscheidung beitragen. Es kann sein, daß
man im wirklichen Leben auf das Resultat eines Examens oder einer Bewerbung wartet. Erhält man im Traum die erhoffte Antwort, gibt es
zwei mögliche Interpretationen dafür: Der Traum kann reine Wunscherfüllung sein oder einem Zuversicht einflößen, wenn man überzeugt
davon ist, das Beste gegeben zu haben. Schreibt man im Traum selbst einen Brief, dann ist das ein Hinweis darauf, daß man mit jemandem in
Kontakt treten möchte.

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Psychologisch:
Er gilt als Kommunikationssymbol schlechthin. Brief kann Selbsterkenntnis, Einsicht und Wahrnehmung symbolisieren; traditionell werden
sie als ungünstig oder unangenehm gedeutet, lediglich ein Trauerbrief soll für günstige Nachrichten stehen. Oft beschäftigt uns etwas, von
dem wir mehr erwarten, als dabei herauskommt. Er ist im Traum ein Symbol für eine Botschaft, die zwar schon im Unterbewußtsein ist, aber
das Bewußtsein noch nicht erreicht hat. Diese symbolisierte Nachricht ist wertfrei, sie kann je nach Zusammenhang eben positiv oder negativ
sein. Beachtet werden sollte sie aber auf jeden Fall. Durch einen Brief, den der Träumende in seinem Traum erhält, wird ihm vielleicht ein
Problem bewußt, welches mit dem Absender in Verbindung steht. Möglicherweise ist er verstorben, und es gibt noch ungelöste Probleme
oder ungeklärte Situationen, die mit diesem Menschen zu tun haben. Wenn der Träumende selbst einen Brief verschickt, so ist er im Besitz
von Informationen, die für den Empfänger wichtig sein könnten. Ein Brief im Traum, dessen Inhalt dem Träumenden verborgen bleibt, läßt
vermuten, daß ihm Informationen vorenthalten werden. Gelegentlich deutet der Brief auf die seelische Kontaktarmut des Träumers hin.
Spirituell:
Verborgenes Wissen ist leichter aufnehmbar, wenn ein Verständnisprozeß vorausgeht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfangen: frohe Botschaft;
– Geldbrief empfangen: große Geldeinnahmen;
– schreiben: unvorherbedachte Zwischenfälle; du bekommst interessante Nachrichten;
– lesen: man wird dir großes Vertrauen entgegenbringen;
– finden: du heiratest einen Beamten;
– verlieren: du wirst schlimme Nachricht bekommen;
– verbrennen: du wirst leichtsinnig;
– erbrechen: nimm dich vor Dieben in acht;
– zerreißen: böse Nachrede;
– siegeln: Geheimnisse dürfen nicht verraten werden; du hast Heimlichkeiten;
– mit schwarzen Siegel: betrübende Nachrichten; ein Trauerfall.
(europ.) : – allgemein: repräsentieren fast immer Probleme; Zeichen von etwas Unerwartetem;
– einen selbst versenden: mit unerwarteten Schwierigkeiten rechnen müssen, die aber keinen wirklichen Verlust verursachen;
– bekommen: unangenehme Nachrichten;
– persönlich überreicht bekommen: den Freunden und der Geliebten gegenüber nicht großzügig genug sein
und bei Geschäften unehrlich vorgehen;
– träumt man wiederholt davon, einen Brief von einem Freund zu bekommen, wird dieser bald eintreffen oder sich melden;
– Einschreiben: alte Verbindungen oder Beziehungen werden wegen Differenzen in Geldfragen zerstört werden;
– Bei einer jungen Frau steht ein Einschreiben für ein Angebot, das aber entweder rechtlich oder moralisch
fragwürdig ist. Ein Einschreiben kann auch eine Gemeinheit anzeigen, die Ihr zu schaffen macht.
– Für Verliebte verheißt das Einschreiben eine Vorahnung von Beziehungsproblemen.
Die Geliebte wird auf Ihre Geschenke keinen Wert mehr legen.
– einen anonymen Brief erhalten: aus einer unerwarteten Richtung angefeindet werden;
– einen anonymen Brief schreiben: auf einen Rivalen eifersüchtig sein, den man mächtiger als sich selbst einschätzt;
– Brief mit schlechten Neuigkeiten bekommen: Schwierigkeiten oder Erkrankungen;
– Briefe mit guten Neuigkeiten erhalten: für viele Dinge dankbar sein;
– Liebesbrief: schlechte Nachrichten;
– liebevoller Brief auf grünem oder buntem Papier: berufliche oder private Kränkungen; Verzagtheit wird Sie überkommen;
– Trauerbrief oder Brief mit Trauerrand: steht für Leid oder Tod eines Verwandten;
– einen Brief schreiben: schlimme Zukunft; übereilte Verurteilung, die man später bedauern wird;
auch: man beschäftigt sich zuviel mit sich selbst;
– mit blauer Tinte: verkörpert Kontinuität, die Zuneigung anderer und Glück;
– rote Farbe in einem Brief: sagen Entfremdung aufgrund eines Argwohn und Eifersucht voraus, aber dies
können Sie durch geschicktes Agieren gegen die andere Seite vermeiden;
– mit weißer Tinte auf schwarzen Papier: steht für Trauer und Enttäuschung; das Einschreiten von Freunden
wird den Schmerz etwas lindern; Geht dieser Brief von einem Ehepartner zu den anderen, werden sich beide
in großem Streit trennen. Liebende sollten sich vor Streit und Selbstmorddrohungen in acht nehmen.
Geschäftsleute sollten sich vor Neid hüten.
– Träumt eine junge Frau, daß sie einen Brief von ihrem Liebsten bekommt und ihn an das Herz drückt, wird
sie ein Auge auf einen anderen hübschen Mann werfen. Ehrlichkeit wird dabei mit Eifersucht bestraft.
– den Brief nicht lesen können: geschäftliche Verluste erleiden oder private Probleme bekommen;
– wenn der Brief von jemand abgefangen wird: Feinde arbeiten daran, Sie zu verleumden;
– ein Brief vor den Augen des Geliebten oder Ehepartners verstecken: sich mit fragwürdigen Dingen beschäftigen;
– lesen: Vertrauen von Seiten der anderen;
– siegeln: du wirst wünschen; Geheimnisse zu verbergen;
– ein zerrissener Brief: der eigene Ruf kann wegen grober Fehler ruiniert werden.
(Siehe auch „Adresse“, „Briefträger“, „Notiz“, „Papier“, „Postbote“, „Telegramm“)
Briefkasten
Allgemein:
Briefkasten steht mit der Erwartung einer Nachricht, eines Kontakts mit anderen in Beziehung. Er kann im Traum oft auf Vereinsamung
hinweisen. Ein amerikanischer Briefkasten aus Blech weist auf illegale Geschäfte hin. Einen Brief dort einzuwerfen heißt, daß man für eine
Ungenauigkeit oder einen Fehler zur Rechenschaft gezogen wird.
Briefmarken
Assoziation: – mühelose Kommunikation.
Fragestellung: – Was bin ich zu sagen oder zu hören bereit?
Allgemein:
– Wer sie sammelt, möchte einen neuen Bekanntenkreis um sich aufbauen;
– wer sie aufklebt, geht in Gedanken auf die Reise.
Psychologisch:
Ein Wertsymbol, das etwas mehr Aussagekraft bekommt, wenn man sich an die Farbe der Marke erinnern kann.

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Volkstümlich:
(europ.) : – allgemein: bedeuten eine Belohnung für systematisches Arbeiten;
– versucht man gestempelte wieder zu benutzen: der Ruf ist bald dahin;
– erhalten: rascher Aufstieg und Anerkennung;
– eingerissene Briefmarken: signalisieren Hindernisse auf Ihrem Weg;
– kaufen oder aufkleben: bringt eine neue Bekanntschaft;
– ausländische sehen oder sammeln: Bekanntschaft mit Ausländern.
Brieftasche
Assoziation: – männliche Sicherheit; Ressourcen; Identität.
Fragestellung: – Welche meiner Einstellung zum Thema Sicherheit bin ich zu ändern bereit?
Allgemein:
Die Brieftasche repräsentiert in Träumen den Ort, an dem der Träumende seine Ressourcen – nicht nur die finanziellen, sondern auch alle
übrigen – sicher aufbewahrt. Doch wird das Verhältnis, welches der Träumende zum Geld hat, durch das Traumsymbol in den Vordergrund
gerückt. Brieftasche versinnbildlicht die eigene Persönlichkeit und das Streben, sich selbst zu erkennen und zu verwirklichen. Je nach
Begleitumständen sind folgende spezielle Bedeutungen möglich:
– Verlust der Brieftasche warnt davor, daß man entlarvt werden kann.
– Finden einer Brieftasche kann ankündigen, daß man jemanden auf die Schliche kommen wird; enthält sie Geld,
macht das oft darauf aufmerksam, daß man sich mehr anstrengen muß, um seine Ziele zu verwirklichen.
– Diebstahl einer Brieftasche warnt vielleicht vor Enttäuschungen und Verlusten durch falsche Freunde.
Psychologisch:
Symbol für Geld, Eigentum und Besitz. Träumt man wiederholt vom Verlust der eigenen Brieftasche, kann es auch eine Warnung vor
drohendem Identitätsverlust sein. Die Brieftasche im Traum kann für die weiblichen Aspekte der Fürsorge und Zurückhaltung stehen und
somit die Haltung des Träumenden zu Intuition und Bewußtheit zum Ausdruck bringen.
Spirituell:
Die alte Vorstellung, daß man sein „Leben“ in der Brieftasche trägt, versinnbildlicht nicht nur das Leben, sondern auch Gesundheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: Verborgenes wird dir aufgeklärt werden;
– verlieren: Unannehmlichkeiten.
(europ.) : – in der Brieftasche kann die eigene Existenz gesehen werden; um sie ringt man, und man will sie nicht verlieren;
bedeutet, daß man ein Geheimnis streng für sich behalten soll;
– verlieren: ein Geheimnis wird offenbar werden; auch: mit dem besten Freund eine Meinungsverschiedenheit haben;
– finden: man wird hinter das Geheimnis eines anderen kommen;
– eine mit Geld finden: man möchte ohne Arbeit zu Geld kommen, was aber nicht gelingen wird;
– eine gefüllte (mit verschiedene Dinge) finden: fast immer die eigenen Wünsche erfüllen können;
– eine leere finden: in einer großen Hoffnung enttäuscht werden;
– eine gestohlen bekommen: Warnung vor einem Menschen in der näheren Umgebung, der schlechte Absichten hat.
(ind. ) : – du wirst einem Geheimnis auf die Spur kommen.
(Siehe auch „Geldbeutel“)
Brieftauben
Allgemein:
Brieftaube verkörpert Gedanken, Wünsche und Hoffnungen, die man mitteilen und verwirklichen möchte.
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigen Glück und gute Nachrichten an.
Briefträger
Allgemein:
Briefträger ist ein Symbol für Teile der Persönlichkeit, in die man Einblick gewinnen wird, um danach das Leben positiver zu gestalten. Der
Mensch, der mit uns Kontakt aufnimmt und uns etwas bringt, auf das wir vielleicht schon sehnlichst gewartet haben. Wo er auftritt, kann sich
eine Hoffnung im Guten wie im schlechten Sinn erfüllen. Alte Traumbücher sehen in ihm auch eine Warnung vor Leichtgläubigkeit oder das
Zeichen für gute Gesundheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Erfüllung geheimer Wünsche und Hoffnungen.
(europ.) : – sehen: läßt auf eine Freude schließen, die uns bald bevorsteht; gute Gesundheit;
durch neue Einsichten wird sich eine langgehegte Hoffnung erfüllen;
– begegnen: bald wird eine unerwartete Geldsendung eintreffen;
– die Post bringend: unangenehme und unwillkommene Nachrichten erhalten;
– keine Post bringend und vorbeigehen: Enttäuschungen und traurige Ereignisse;
– ihm Post mitgeben: Eifersucht oder Neid werden Ihnen Schaden zufügen;
– ein Gespräch mit Ihm: sagt die Verwicklung in einem Skandal voraus.
(ind. ) : – man soll nicht alles glauben, was die Menschen sagen.
Briefumschlag
Allgemein:
Briefumschlag (Kuvert) wird meist als die nach außen sichtbar werdende Seite der Persönlichkeit, zugleich aber auch als ihr Schutz gegen
die Umwelt verstanden. Die genaue Bedeutung läßt sich nur individuell erkennen.
Volkstümlich:
(europ.) : – verschlossene: repräsentieren Schwierigkeiten;
– Sofern Sie imstande sind, diese zu öffnen und den Inhalt zu entnehmen, wird sich eine Sorge als grundlos erweisen.

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Brillant
Allgemein:
Brillant (Edelstein) warnt häufig vor Selbstüberschätzung, die zur Überheblichkeit führt und Konflikte mit anderen heraufbeschwört;
gleichzeitig kann darauf hingewiesen werden, daß hinter dem äußerlichen Schein in Wahrheit erhebliche Minderwertigkeitsgefühle und
Unsicherheit stehen, die man durch Angeberei zu verbergen sucht, sowie, daß irgend etwas in uns noch abgeschliffen werden müßte. Es kann
aber auch sein, daß der Edelstein ein hohes Ideal oder einen treu liebenden Menschen verkörpert, das/den man bisher vielleicht nicht beachtet
oder gering geschätzt hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: hüte dich vor falschen Freunden und Schmeichlern;
– rein und geschliffen: Symbol für Unbestechlichkeit und Klarheit;
berechnendes Machtstreben und intellektuelle Hochmut;
– an der eigenen Hand tragen: man wird von einem Menschen in unmittelbarer Nähe verehrt;
– einen Brillantring verlieren: eine Trennung von einem geliebten Menschen steht bevor.
(europ.) : – sehr oft Minderwertigkeitsgefühle, Bluff; eigene Überbewertung;
– sehen: man hat oder findet einen Menschen, der einen aufopfernd liebt;
– selbst an sich tragen: meist Überbewertung des eigenen Ichs oder starke Minderwertigkeitskomplexe;
– an sich selbst an Hand oder am Hals sehen: man versucht ständig seine Minderwertigkeitsgefühle mit
Äußerlichkeiten (auch Angeberei) zuzudecken;
– an anderen sehen: bedeutet eine Warnung vor falschen Menschen;
– geschenkt bekommen: Verlobung oder Verbesserung der Lage; ein freudiges Ereignis;
– verlieren: eine Person, die man liebt, wird einen verlassen.
(Siehe auch „Diamant“, „Edelsteine“)
Brille
Assoziation: – Sehkraft; Einstellung; Glaubenshaltung.
Fragestellung: – Welche Korrektur muß ich vornehmen, um klar zu sehen?
Allgemein:
Brille versteht man allgemein als den Wunsch, das Leben, die anderen Menschen und sich selbst besser zu verstehen und zu durchschauen.
Vielleicht beinhaltet das aber auch die Mahnung, sich nicht zu viel mit sich selbst zu befassen, weil man sonst zu leben „vergißt“, oder, eine
zu idealistisch-naive Lebenseinstellung („rosa Brille“) aufzugeben.
– Eine Brille im Traum verweist auf die Fähigkeit des Träumenden, zu sehen und richtig zu verstehen.
– Die Brille zeigt Fehlerpunkte in unserem Ich an.
– Wenn eine andere Person im Traum unerwartet eine Brille trägt, dann hat dies entweder etwas mit dem mangelnden Verständnis
des Träumenden zu tun oder mit der Unfähigkeit des betreffenden Menschen, den Träumenden einzuordnen.
– Man achte auf die Farbe (siehe dort) des Gestells. Eine rosarote Brille kann beispielsweise bedeuten, daß wir alles zu rosig sehen
und dabei alles Negative übersehen möchten.
– Eine grüne Brille soll berechtigte Hoffnungen auf Erfolge machen.
– Die schlecht sitzenden Augengläser verraten zum Beispiel, daß man sich von irgend etwas ein schiefes Bild macht.
– Setzt man im Traum die Brille eines anderen auf, sollte man sich im Wachleben mehr auf seine eigene Kraft statt
auf trügerische Ratschläge der Mitmenschen verlassen.
– Durch eine klare Brille zu schauen heißt, daß man im Wachleben den rechten Durchblick haben wird.
– Wer durch eine beschlagende Brille schaut, der will manches nicht so recht einsehen, was ihm nützlich wäre.
– Die zerbrochene Brille umschreibt das Glück, das leicht zerbricht.
Psychologisch:
Die Brille im Traum zeigt, daß der Träumende seine Aufmerksamkeit mehr auf das richtet, was außerhalb seiner selbst geschieht, statt den
Blick nach innen zu wenden. Eine Brille kann auch für vorgefaßte Meinungen und Anschauungen stehen, die vom Träumenden auch da
angebracht werden, wo sie keinesfalls passen. Sie ist ein Symbol für die Möglichkeit, etwas genauer zu betrachten – eine neue Sicht und
mehr Durchblick wären gefragt. Eine zerbrochene Brille muß nicht unbedingt Unglück symbolisieren. Eher bedeutet sie, daß man ein
Hindernis überwinden oder eine Einschränkung akzeptieren muß, um ein Problem zu lösen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene mahnt eine Brille im Traum, einen anderen Blickwinkel in Betracht zu ziehen. Sie steht für Tugend und ist ein
Symbol der Mäßigkeit und Abgewogenheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst von falschen Freunden betrogen werden;
– tragen: nimm dich in acht, daß du nicht durch dich selbst zu Schaden kommst;
durch deine Aufmerksamkeit wirst du manchen geschäftlichen Verlust vermeiden können;
auch: selbst eine helle Brille tragen: Glück ist einem beschert;
– von anderen getragen sehen: hüte dich vor scharfen und mißgünstigen Beobachtern;
– Begegnet man im Traum einen anderen Menschen mit dunkler Brille, wird man von einem nahestehenden Menschen
in recht schamloser Weise hintergangen – zum Teil allerdings auch aus eigener Schuld.
(europ.) : – innerliche Unruhe, Beschäftigung mit sich selbst;
– sehen: Klugheit, Überlegenheit;
– kaufen: sei vorsichtig;
– aufsetzen: warnt uns vor Betrügern;
– aufgesetzt bekommen: man ist all zu leicht von anderen beeinflußbar;
– tragen: du wirst ein hohes Alter erreichen; man versucht, sein Leben besser zu verstehen;
– eine grüne tragen: gute Aussicht in geschäftlichen oder anderen Angelegenheiten;
– verlieren: du mußt besser auf dein Eigentum achten; man wird bald eine Intrige oder Lüge in der näheren Umgebung aufdecken;
– zerbrechen: du wirst Schaden erleiden;
– eine Traumgestalt trägt eine dunkle Brille: ein Mensch in der unmittelbaren Umgebung
verschleiert seine wahren Absichten; hier ist Vorsicht geboten;
– Brillengläser: ein kurzer Szenenwechsel; seien Sie auf der Hut vor der Falschheit Fremder.
(ind. ) : – gehe nicht an deinem Glück vorüber;
– man will dich täuschen, sei vorsichtig.
(Siehe auch „Augen“, „Blindheit“, „Farben“, „Glas“, „Linse“, „Optiker“)

300
Brise
Allgemein:
Wind wird normalerweise dem Verstand zugeordnet. Eine leichte Brise symbolisiert daher Liebe, während eine steife Brise ein gewisses
Ausmaß an Aggressivität darstellen kann.
Psychologisch:
Die Brise im Traum bringt frischen Wind und daher für die meisten Menschen eine glückliche Zeit.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet die Brise Jungfräulichkeit, bedingungslose Liebe und Spiritualität.
Volkstümlich:
(europ.) : – einer starken von hinten ausgesetzt sein: bei Spekulationen erfolgreich sein;
– gegen eine ankämpfen: geschäftliche Verluste und Ärger für Berufstätige.
(Siehe auch „Wind“)
Brombeeren
Psychologisch:
Gilt als sexuelles Symbol herbsüßer Verführung, wobei man die Stacheln des Strauches nicht außer acht lassen sollte.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: ist ein Vorzeichen für eine Krankheit;
– einzelne pflücken oder essen: unglücklich werden;
– viele pflücken: finanzieller Gewinn;
– andere pflücken sehen: bedeutet, daß du geheime Feinde hast, die dich zu schädigen versuchen;
– sammeln: man wird einen Menschen kennenlernen, der es gut mit einem meint.
(Siehe auch „Beeren“)
Brombeerstrauch
Artemidoros:
Brombeersträucher sind in Hinblick auf Sicherheit ausnahmslos günstige Vorzeichen, weil sie Wälle und Einzäunungen von Grundstücken
bilden, ungünstig dagegen, wenn es gilt, Schwierigkeiten zu entwirren, weil sie undurchdringliche Hindernisse sind. Zöllnern, Schankwirten,
Räubern, Leuten, die mit falschen Gewichten arbeiten und Betrügern bringen sie größere Vorteile als irgend etwas anderes, weil sie fremdes
Eigentum mit Gewalt und gegen den Willen der Besitzer an sich reißen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in einem verfangen: schlechtes Omen; Prozesse werden gegen Sie angestrengt und eine Krankheit wird über Sie kommen.
Bronchitis
(Krankheit)
Volkstümlich:
(europ.) : – nimmt sie einen guten Verlauf und erlangen Sie Ihre Gesundheit zurück, dann ist das ein Zeichen großen
Reichtums in naher Zukunft;
– unter ihr leiden müssen ohne Besserung: keine vielversprechenden Aussichten haben, die Ziele zu erreichen.
Bronze
Allgemein:
Bronze (zum Beispiel Figuren, Waffen) zeigt zwar Energie und Tatkraft, zugleich aber auch Egoismus bis zur Rücksichtslosigkeit,
Aggressivität, Herrschsucht und Habgier an. Das Symbol muß individuell gedeutet werden, um zu erkennen, ob es sich auf eigene
Eigenschaften bezieht, die man ändern sollte, oder vor anderen mit diesen Eigenschaften warnt.
Volkstümlich:
(europ.) : – Dinge aus Bronze sehen: Ihr Glück wird unsicher und nicht zufriedenstellend sein;
– Schlangen oder Insekten aus Bronze sehen: kündigen Neid und Ruin an;
– Träumt eine Frau von einer Bronzestatue, dann wird sie sich vergeblich um den Mann bemühen,
sie sich als ihren Ehemann ausgewählt hat. Gibt die Statue Leben oder Bewegungen wieder,
wird sie in eine Liebesaffäre ohne anschließende Heirat verwickelt sein.
Dieser Traum kann einer Person Enttäuschung bringen.
Brosche
Psychologisch:
Es ist ein Schmuckstück, mit dem man Aufmerksamkeit erregen will. Eine altmodische Brosche will uns an jemanden oder an etwas
erinnern.
Volkstümlich:
(europ.) : – daheim tragen: glückhaftes Omen;
– in einem fremden Haus tragen: mit Schwierigkeiten rechnen müssen.
(Siehe auch „Juwelen“, „Schmuck“)
Broschüre
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bist leichtsinnig.

301
Brot
Assoziation: – Nahrung; geteilte Ressourcen; Vereinigung.
Fragestellung: – Welches Miteinander nährt mich?
Artemidoros:
Träumt man, sein gewohntes Brot zu essen, so bringt das Segen; dabei ist einem Armen Graubrot, einem Reichen Weißbrot angemessen. Im
umgekehrten Fall hat man nicht nur nicht Gutes, sondern sogar Schlimmes zu gewärtigen; denn Weißbrot zeigt Armen Krankheit, Graubrot
den Reichen Entbehrungen an. Gerstenbrot bringt allen Glück; denn nach der Sage war dies die erste Nahrung, die die Götter den Menschen
geschenkt haben. Weizen- und Gerstenmehl bezeichnen dasselbe wie das Brot, nur in geringerem Maß. Es träumte jemand, er esse seinen
eigenen Kot mit Brot und verspürte dabei ein Wohlbehagen. Er gelangte auf unrechtmäßiger Weise in den Besitz einer Erbschaft und wurde
infolge des verspürten Wohlbehagens zwar nicht gerichtlich belangt, doch wegen des Kotes erweckte er Verdacht; es war ganz natürlich, daß
der materielle Gewinn ihm Schande einbrachte. Es träumte einer, er esse Brot in Honig getunkt. Der Mann vertiefte sich in philosophische
Schriften, machte sich die in ihnen enthaltenen Lebensweisheiten zu eigen und verdiente dabei viel Geld; der Honig bedeutete ganz natürlich
die Überzeugungskraft der Weisheit, das Brot aber den Erwerb.
Allgemein:
Brot steht als Grundnahrungsmittel für die materiellen Bedürfnisse des Lebens, kann aber auch Freundschaft, Lebenserfahrung und Wünsche
verkörpern oder als religiöses Symbol auftauchen. Oft ist es als Hinweis auf eine günstige Entwicklung des weiteren Lebens in materieller,
sozialer und geistig-seelischer Hinsicht zu verstehen.
– Frisches Brot in ausreichenden Mengen steht für den Wunsch nach Erfüllung körperlicher Wünsche.
– Wirkt Brot im Traum fremd auf den Träumenden oder schmeckt es schlecht, dann ist er sich vielleicht nicht sicher,
was er vom Leben will. Möglicherweise hat er falsche Entscheidungen getroffen.
– Der Brotlaib ist auch ein Symbol für Mitmenschlichkeit, Freundschaft und Teilen.
– Die Lebensspeise, die Seele und Körper gleichermaßen stärkt. Wer vom Brot träumt, dessen Leben bekommt einen Sinn,
weil er innerlich wieder mit einer Gemeinschaft zusammenwächst.
– Achten Sie auf die Größe und Form Ihres Traumbrotes: Daraus könnten Sie erfahren, ob Sie in nächster Zeit „kleine
Brötchen backen müssen“ – oder das erfreuliche Gegenteil: Wohlstand und Erfolg kündigen sich in Form großer Brotlaibe an.
– Manchmal fordert das Brot auch zu mehr Bescheidenheit auf.
– Lediglich altes, hartes oder schimmeliges Brot kündigt Notlagen an, aus denen man nur mit großer Mühe wieder herausfinden wird.
– Der Brotlaib kann auf eine geliebte Person hinweisen, die man gerne ganz für sich besitzen möchten.
– Wird im Traum Brot mit anderen Menschen geteilt, dann wird auf dieser Weise die Fähigkeit des Träumenden dargestellt,
grundlegende Erfahrungen weiterzugeben.
– Sieht man andere Brot essen und ist selbst hungrig, beneidet man jeden um seinen Erfolg oder seine gesellschaftliche Position.
– Backt oder ißt man selbst Brot, wird man erfolgreich sein.
Psychologisch:
Ein Traum von Brot handelt von der emotionalen und physischen Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse. Es ist das klassische
Symbol für Nahrung, Stärkung, soziale Sicherheit und die Gewißheit, zu überleben. Die wesentliche Nahrung des Menschen ist nicht eine
Rohfrucht, sondern das unter viel menschlicher Mühe aus Korn gewonnene und kunstvoll bereitete Brot. Das Brot ist die allgemeine Speise
und damit das Gewöhnlichste und gleichzeitig ein Geheiligstes. Der Weg vom Weizenkorn, das in die dunkle Ackerfurche gesenkt wird,
vom zart ergrünenden Feld, vom golden wogenden Ährenmeer über die Arbeit des Schnitters, des Dreschers (mag noch so vieles heute mit
Maschinenhilfe geschehen), der Prozeß des Mahlens, des Aussehens, der Teigzubereitung, des Durchganges durch die Glut des Ofens und
dann endlich die gemeinsame Verteilung am Familientische – jede Station des Werdens dieser Speise ist symbolträchtig und macht Aussage,
auf den Menschen bezogen, über das Werden seines Wesens, über den Weg der menschlichen Kultur. Es gibt deshalb keine negativen
Brotträume. Mit dem Ackerbau, dem Anbau des Kornes, ging kulturgeschichtlich die Nomadenzeit zu Ende, wurde der Mensch in einer
bestimmten Nährlandschaft festgehalten. Diese Seßhaftigkeit, eine Leistung des Brotes, erzeugte die Möglichkeit kultureller Entwicklung.
Träume von Saatfeldern, von Getreidefluren sind, weil sie einen Weg innerer Leistungen bezeugen, stets glückbringend dem welchem sie
gesehen, eine Bejahung seiner inneren Fruchtbarkeit. Das geerntete Korn wird zu Brot. Dieses hat auch in den Träumen seine große
urtümliche Bedeutung als eine Grundspeise, die als ein ausgesprochenes Kulturprodukt das Endergebnis sorgfältiger Mühe ist. Brotträume
des nicht physiologisch hungrigen Menschen reden von der Lebensspeise, sei sie geistiger Art, etwa im Abendmahl, oder seelisch-
naturhaften Wesen. Von der Gottheit des Lebens erbitten wir als wichtigste Nahrung unser tägliches Brot: all das, was uns wirklich Not tut.
Damit steht Brot für vieles, aber es steht immer für das, was wirklich Bedürfnis, nicht Luxus ist. So erhält eine Frau im Traum ein dreifach
gefaltetes, schön gebackenes Brot. Es war offensichtlich ihre kleine Familie, die sie nach seelischen Schwierigkeiten innerlich wiederfand.
Brot und Brotleib können auch einen geliebten menschlichen Körper meinen. Man hat auch wohl zu beobachten, welche sexuellen Formen
kleine Brote haben. Alle einfachen lebenswichtigen Werte, die uns nähren, können im Traum als Brot in unsere Hände gelegt werden. Wer
dieses Brot erhält, hat einen positiven Wert erhalten, den zu vergeuden ihm nicht erlaubt ist.
Spirituell:
Brot ist ein Symbol für das Leben an sich und kann auch die Notwendigkeit darstellen, mit anderen Menschen zu teilen. Es ist in allen
Kulturen Symbol unserer wesentlichen Nahrung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selber backen: du kannst dein Vorhaben getrost ausführen, es wird glücken;
– backen sehen: bedeutet Gutes;
– sehen oder essen: du kannst dich auf gute Freunde verlassen;
– haben: Ehre;
– anschneiden: Untreue und Verrat der Untergebenen;
– tragen: Schaden;
– essen, weißes: Wohlstand und Zufriedenheit;
– essen, schwarzes: Not und Elend;
– warmes: Krankheit;
– altes verschimmelt: du hast Feinde;
– verdorbenes bekommen: verlasse dich nicht auf dein Glück, es ist nicht von Dauer;
– verderben: dein Glück schwankt.
– Ißt einer ofenwarmes Brot, wird er ein stattliches Vermögen erwerben, jedoch mit Not und Pein wegen der Gewalt,
die aus dem Feuer kommt; ißt er aber kaltes Brot mit Butter, wird er Reichtum und glückliche Zeiten sehen,
gemessen an der Menge, die er verzehrte.
– Zum Brot Milch trinken ist noch günstiger und glückverheißender; denn stampft man Milch, so gibt es Butter.

302
(europ.) : – je nachdem: Nottraum, Wunschtraum, Sexualtraum;
– (selbst) sehen, sich kaufen oder essen sehen: bringt treue Freunde;
– selbst backen: Glück; für den Rest des Lebens ein gesichertes Auskommen;
man wird sehr erfolgreich durch eigene Tüchtigkeit sein;
– frisches, mürbes sehen: Verbesserung deiner Güter; angenehme Gäste;
– viel verschmutztes Brot sehen: mit Not und Armut rechnen müssen;
– altes, hartes sehen: Ärger und Familienstreit; demnächst große Schwierigkeiten haben;
– altes oder hartes Brot essen: demnächst mit großen Schwierigkeiten rechnen und sich durchbeißen müssen;
– weißes Brot essen: zeigt einem Reichen Erfolg, einem Armen Verlust an;
– schwarzes Brot essen: umgekehrt;
– jemanden essen sehen, während man selbst Hunger hat: Freund oder Freundin
werden einen Erfolg haben, den man für sich erhoffte; selbst neidisch sein;
– Brotlaib: prophezeit Genügsamkeit;
– Brotlaibe aus Kuchenteig: Glück; Liebe und Gesundheit;
– Brotscheiben abschneiden: man soll sich nicht die „Butter vom Brot klauen“ lassen;
– anderen reichen: man sehnt sich nach harmonischen Freundschaften;
– zerbrochene Brotlaibe: deutet auf Uneinigkeit zwischen Liebenden hin;
– schnell vermehrende Brotlaibe: Glück auf der ganzen Linie, vor allem für Verliebte;
– Wenn eine junge Frau im Traum Brot ißt, muß sie sich schon bald mit widerspenstigen
Kindern herumschlagen, die ihr Zeit, Mühe und Nerven abverlangen.
(ind. ) : – klage nicht, anderen geht es schlimmer als dir.
(Siehe auch „Backen“, „Bäcker“, „Nahrungsmittel“)
Brötchen
Volkstümlich:
(europ.) : – frische: berufliche Beförderung;
– altbackene: öde Beschäftigung.
Brotkrumen
Allgemein:
Brotkrumen werden in alten Traumbüchern oft mit Geld gleichgesetzt und sollen im Traum Wohlstand verheißen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bringt viel Geld;
– Vögel damit füttern: glückliches Familienleben.
Bruch
Artemidoros:
Der Bruch bedeutet einen Schaden, erstens wegen der Gleichwertigkeit (Kele = Bruch = 20 + 8 + 30 + 8 = 66; Zemia = Schaden = 7 + 8 + 40
+ 10 + 1 = 66), zweitens, weil alles, was dem Körper zuwächst und seine Schönheit oder Kraft nicht mehrt, sondern im Gegenteil seine
Wohlgestalt mindert, Schaden und Sorgen anzeigt. Nun ist der Bruch ein Leiden, und zwar an den Geschlechtsteilen, deswegen bedeutet er
nicht minder ihretwegen Kummer und Schmerz.
Volkstümlich:
(ind. ) : – wenn du klug bist, kann man dich nicht hintergehen;
– von Glas: du hast Glück und kannst wieder voller Hoffnungen in die Zukunft blicken.
(europ.) : – sich selbst etwas brechen: gesundheitliche Probleme bekommen oder Streit;
– andere sich etwas brechen sehen: es drohen unversöhnliche Zerwürfnisse;
– einen Gegenstand zerbrechen: sehr schlechtes Zeichen, die Gesundheit betreffend.
Bruchband
Volkstümlich:
(ind. ) : – es hat keinen Zweck zu klagen, aber zu handeln.
(europ.) : – sehen: prophezeit Krankheit und ein schlechten Geschäftsabschluß.
Brücke
Assoziation: – Verbindung; Überwindung von Problemen.
Fragestellung: – Welche Kluft bin ich zu überqueren bereit?
Artemidoros:
Sodann verursachte auch jenes von Phoibos angeführte Traumgesicht vielen Kopfzerbrechen. Es träumte einer, er sei zu einer Brücke
geworden. Der Betreffende wurde Fährmann; denn als solcher erfüllte er den selben Zweck wie eine Brücke. So lautet der Fall, den Phoibos
berichtet; andererseits wurde ein Richter, dem es träumte, er sei zu einer Brücke geworden, von der großen Menge gewissermaßen mit Füßen
getreten. Angenommen, eine Frau oder ein hübscher junger Mann sähen dieses Traumgesicht, so werden beide sich der lockeren Zunft
verschreiben und viele über sich gehen lassen. Und ein Prozessierender wird nach diesem Traumerlebnis seine Feinde und selbst den Richter
übertrumpfen; denn ein Fluß gleicht dem Richter, weil er, ohne Rechenschaft schuldig zu sein, seinen Willen durchsetzt, die Brücke aber
schwebt hoch über dem Fluß.
Allgemein:
Es darf nicht jeder Träumer sich vor seinem Abgrunde wegwenden. „Ich mußte unter Todesmühen hinabsteigen bis auf den Grund.“ Diesem
Träumer ist nämlich wirklich auferlegt, bis auf den Grund seiner Not niederzusteigen, um ihren „Grund“ zu erfahren, um in seiner Not
wieder Boden zu gewinnen. Gerade solche Träume sind günstig zu nennen, bezwecken sie doch den Anschluß an die innerste, wenn auch
dunkle Tiefe. Nicht jeder muß da hinabsteigen. Über den Abgrund führt ein Steg, und über den Strom, auf dessen andere Seite wir zu
gelangen haben, wölbt sich eine Brücke. Kaum ein anderes Symbol ist so beglückend und von so günstiger Vorbedeutung für die
kommenden Lebenstage, wie eben der Brückentraum. Man ist erlöst von der Angst, endlos warten zu müssen, aber auch von der Gefährdung
beim Hinüberschwimmen. Wie gut freilich, wenn dieses mutige Tun gelingt! In der Traumbetrachtung hat der Träumer darüber zu
meditieren, was für ihn unter diesem so glücklich zu erreichenden Jenseitigen zu begreifen ist. Ist ihm der Sinn der anderen Seite
aufgegangen, wird er die Tatsache dieser Brücke als ein kräftiges Element in seinen Alltag tragen: „Warum bist Du heute so froh?“ „Ich hatte
heute Nacht einen wunderbaren Brückentraum!“ Der Traumingenieur baut die verschiedensten Brücken aus dem unterschiedlichsten
Material. Die Brücke kann auch erst im Bau sein, und doch müssen wir hinüber. So klettert der Träumer, stets in der Furcht, zwischen

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Balken und Träger hinabzufallen, ängstlich über die Brückenkonstruktion. – Gelegentlich ist die Brücke auf der einen Seite geländerlos, links
oder rechts ist also der Träumer nicht geschützt. Auf der Brücke soll man nicht Dauerwohnung nehmen. Man hat dankbar zu sein, daß ein
Verbindendes in uns drin entstand, dann aber weiterzugehen.
Psychologisch:
Eine Brücke ist ein in Träumen häufig vorkommendes Bild, und es verweist fast immer auf den Übergang von einer Lebensphase in die
nächste. Sie bezeichnet die emotionale Verbindung zwischen dem Träumenden und anderen Menschen oder zu verschiedenen
Lebensbereichen und hat die Bedeutung einer Vereinigung. Sie verbindet Gegensätze oder überbrückt Schwierigkeiten, die in der eigenen
Persönlichkeit oder im Verhältnis mit anderen bestehen können. Man wird dadurch aufgefordert, nach mehr innerer Harmonie zu streben und
Konflikte durch Kompromisse zu versöhnen. Wichtig für die Deutung ist, ob die Brücke im Traum in einem guten, begehbaren Zustand ist
oder ihr Geländer fehlt, sie morsch oder baufällig ist. Ebenso spielt es eine Rolle, wie sich der Träumende beim Anblick der Brücke fühlt.
Der Zustand ist ein Hinweis auf die Stabilität des Zugehörigkeitsgefühls, welches der Träumende zur Welt hat und braucht, um
Veränderungen in seinem Leben vorzunehmen. Folgende Begleitumstände im Traum können die individuelle Deutung erleichtern:
– Gläubig erzogene Kinder werden in Angstträumen von ihrem Schutzengel über rettende Brücken geleitet.
– Wenn wir über die Brücke zum anderen Ufer gehen, erwartet uns eine neue Tätigkeit, die uns zufriedenstellen wird,
oder der Anfang einer beglückenden Liebe.
– Eine neue Brücke sehen und/oder über sie gehen zeigt, daß man Wege finden wird, um Schwierigkeiten zu überwinden.
– Eine sehr lange Brücke verheißt guten Fortschritt auf längere Zeit.
– Eine alte Brücke, die morsch und unsicher wirkt, deutet zwar auf Schwierigkeiten hin, zeigt aber gleichzeitig, daß
man sie doch beseitigen wird.
– Eine zerstörte Brücke warnt oft davor, nicht alle Brücken hinter sich abzureißen, sondern sich in einer Angelegenheit
noch eine Möglichkeit zum Rückzug offenzuhalten; vielleicht deutet sie aber auch darauf hin, daß man durch eigene
Schuld einen Kompromiß vereitelt hat und jetzt mit Konflikten rechnen muß.
– Die eingestürzte Brücke sagt uns, daß wir in unserem Seelenleben irgend etwas in Ordnung bringen, daß wir Umwege
zum Glück machen müssen.
– Unter einer Brücke durchgehen ermahnt dazu, seine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und sie weiter zu verfolgen.
– Sieht man mehrere Brücken, weist das auf bevorstehende Probleme hin, die vielleicht mit einer
Entscheidungsschwäche in Beziehung stehen.
– Die Art der Brückenkonstruktion verrät uns, ob auf unserem Lebensweg Hindernisse aufgebaut sind: Das fehlende
Geländer oder die noch im Bau befindliche Brücke zeigen dem Träumer gefahrvolle Stellen an.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene wird mittels der Brücke der Fluß des Lebens überquert. Sie verbindet Gegensätze, im Fühlen, Denken und auch
im Handeln!
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: vor Gefahren sicher sein; Glück im Geschäft;
– darüber gehen: du glaubst auf deine Sicherheit rechnen zu können, es ist aber nicht der Fall; gib dein Vorhaben auf;
– auf ihr straucheln oder stürzen: Hindernisse im Geschäft;
– einstürzen sehen: du hast unter Untreue zu leiden;
– darunter hindurch gehen: nach mancherlei Hindernissen wirst du zum Ziel gelangen.
(europ.) : – intakt sehen: bedeutet, daß deine Unternehmungen erfolgreich sein werden;
– mehrere sehen: Ärger und Verdruß;
– vor sich sehen: man sollte sich vor Betrug und falschen Bewunderern hüten;
– auf einer gehen: man muß auf der Hut sein;
– auf einer hinfallen: Verhinderung an Geschäften;
– überschreiten: viel Arbeit erwartet dich und wahrscheinlich ein Wechsel deiner Verhältnisse;
– überqueren: sagt die Überwindung von Schwierigkeiten voraus, auch wenn die Mittel dazu
gefährlich erscheinen; jedes Hindernis stellt eine Katastrophe dar;
– über eine sehr lange Brücke gehen: zeigt viel Fortschritt im Leben an;
– eine lange, baufällige, die sich unheimlich in die Dunkelheit hineinwindet: prophezeit den
Verlust Ihrer liebsten Besitztümer und traurige Ereignisse; jungen verliebten Menschen verheißt
dieser Traum Enttäuschung, da die geliebte Person ihren Idealvorstellungen nicht verspricht;
– über eine alte, unsichere gehen: man wird einer Gefahr noch glücklich ausweichen können;
– über eine sehr lange gehen: großer Fortschritt im Leben;
– eine einstürzen sehen oder selbst mit dieser abstürzen: ein bestimmtes Vorhaben wird nicht
erfolgreich verlaufen; eine Pechsträhne, an der man ein wenig mitschuldig ist;
– abbrechen sehen: läßt Krankheit befürchten, man soll in diesem Fall keine Veränderungen
vornehmen und nichts Unbekanntes unternehmen;
– von einer fallen: Gehirnerkrankungen;
– klares Wasser: verheißt Wohlstand;
– trübes Wasser: das Fortkommen wird erlahmen.
(ind. ) : – Vorteile durch eine Verbindung mit Geschäftsleuten;
– auf ihr gehen: es ist nicht alles so, wie es dir scheint. Vorsicht ist geboten;
– auf ihr niederfallen: deine Hemmungen bringen dich nicht vorwärts;
– zusammenbrechen: die Treue wohnt nicht in jedem Menschen;
– unter ihr hindurchgehen: verliere dein Ziel nicht aus den Augen.
(Siehe auch „Abgrund“, „Bau“, „Fluß“, „Wasser“, „Abgrund“)
Bruder
Assoziation: – männlicher Aspekt des Selbst; Kameradschaft.
Fragestellung: – Was bewundere oder fürchte ich an mir selbst?
Artemidoros:
Günstig ist es für den Träumenden, wenn er seinen Bruder, sei er älter oder jünger, gebraucht; er wird ihn überflügeln und geringschätzig
behandeln. Ferner bedeuten Brüder im Hinblick auf die Traumausgänge dasselbe wie Feinde; denn sie sind einem nicht von Nutzen, sondern,
wie die Feinde, von Schaden, weil jeder das, was er für sich allein besitzen sollte, nicht allein, sondern nur halb oder zum Drittel mit den
Brüdern besitzt. Timokrates träumte, einer seiner Brüder sei gestorben, und begrabe ihn. Bald darauf erlebte er, wie einer seiner Feinde starb.
Doch bedeutet der Tod von Brüdern nicht nur den Untergang von Feinden, sondern auch den Freispruch von einer befürchteten Geldstrafe.
So träumte der Grammatiker Diokles, der befürchtete, er werde wegen einer beleidigenden Äußerung Geld einbüßen, sein Bruder sei
gestorben. Er bekam keine Geldstrafe. Jemand, der einen Bruder auf Reisen hatte, der ihm immer wieder schrieb, er werde in die Heimat

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zurückkommen, träumte, sein Bruder sei, blind geworden, wieder da. Natürlich starb der Träumende; denn sein Bruder war nicht in der Lage,
ihn zu sehen. Es träumte einer, daß er, unters Joch getrieben, zusammen mit seinem längst verstorbenen Bruder eingeschirrt und von seiner
Mutter, die die Zügel führte, wie ein Zugtier angetrieben werde. Todkrank kam er bei seiner Mutter an, starb und wurde an der Seite seines
Bruders begraben; und das war das Zweigespann, das die Mutter mühevoll zusammengebracht hatte.
Allgemein:
Bruder kann im Traum tatsächlich das Verhältnis zum eigenen Bruder zum Ausdruck bringen; die Deutung ergibt sich dann aus den realen
Lebensumständen. Häufig steht der Bruder aber auch für die andere Seite unserer Persönlichkeit (zwei Seelen in einer Brust), die man
annehmen oder ablehnen, jedenfalls aber so gut wie möglich kennen und erforschen sollte. In Männerträumen oft das zweite Ich, das auf
seelische oder charakterliche Unebenheiten aufmerksam macht und dazu anregt, sich wieder auf sich selbst zu besinnen. Auch in
Frauenträumen kaum der eigene Bruder, eher der Nächste, der Mitmenschen, der sich uns brüderlich zuwendet, uns möglicherweise hilft,
Schweres zu überwinden; der Bruder ist also mehr als Symbol der Brüderlichkeit zu verstehen. Außerdem geben alte Traumbücher noch
folgende Bedeutungen an:
– Älterer Bruder zeigt, daß man einen aufrichtigen Ratgeber oder eine gute zwischenmenschliche Beziehung mit
Geborgenheit und Wärme sucht.
– Jüngerer Bruder kann dafür stehen, daß man selbst Rat, Hilfe und Schutz geben will; zum Teil deutet er aber auch
auf unreife Teile der Persönlichkeit hin.
– Abschied nehmen vom Bruder bedeutet oft, daß man in einer Angelegenheit auf keine Hilfe anderer hoffen darf,
sondern sie auf sich allein gestellt bewältigen muß.
Psychologisch:
In einem Männertraum ist der Bruder Symbolgestalt für das zweite Ich – was heißt: Man ist auf sich selbst gestellt, muß seine Probleme
allein lösen – vielleicht mit Hilfe einer typisch männlichen Eigenschaft. In einem Frauentraum steht die Brudergestalt für ihren maskulinen
Wesensanteil.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Einigkeit in der Familie; Familienglück;
– von ihm Abschied nehmen oder ihn verlieren: traurige Zufälle, auch Verlust durch den Tod.
(europ.) : – Besinnungstraum auf sich selbst;
– oder Schwester im Traum sehen: baldige Nachricht;
– träumt eine Frau von ihrem Bruder: Zeichen häuslichen Glückes;
– träumt ein Mann von seinem Bruder: es erwartet ihm Streit;
– von ihnen scheiden: Kummer im Anzug;
– von ihm Abschied nehmen: glückliche Zufälle; man ist in einer Angelegenheit ganz auf sich alleine angewiesen;
– verlieren: du gehst einer stürmischen Zukunft entgegen;
– sterben sehen: Verschlechterung der Lage;
– Zank mit ihm: du wirst Verdruß haben;
– Bruder oder Schwester sterben sehen: Tod eines Freundes;
– große Tatkraft Ihrer Brüder sehen: sich über das eigene oder das Glück Ihrer Brüder erfreuen;
– arm, traurig, oder um Hilfe bittend: bald an ein Sterbebett gerufen werden, oder Sie bzw. Ihre
Brüder erleiden einen schrecklichen Verlust.
(ind. ) : – suche dir gute Freunde.
(Siehe auch „Geschwister“, „Schwester“, „Familie“)
Bruderschaft
Allgemein:
Die Zugehörigkeit zu einer Bruderschaft im Traum verweist darauf, daß der Träumende den Wunsch hat, einer Gruppe Gleichgesinnter
anzugehören, wie etwa einer Gewerkschaft oder den Freimaurern. Alle Menschen brauchen die Bestätigung durch die Gruppe, und ein
solcher Traum stellt dar, wie der Träumende mit ritualisierten Gruppenverhalten umgeht.
Psychologisch:
Bruderschaft und Bünden anzugehören, ist insbesondere ein männliches Bedürfnis. Dahinter kann sich der Drang zur gemeinschaftlichen
Gewalt- oder Machtausübung verbergen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Bruderschaft für den Priesterstand, dem Frauen und Männer gleichermaßen angehören können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – trinken: Bedeutet meist, daß man sich nach einem guten, treuen Freund sehnt, dem man vertrauen darf.
(europ.) : – mit jemanden trinken: treue Freundschaft.
Brühe
Volkstümlich:
(arab. ) : – trinken oder essen: gute Geschäfte, Verliebten baldige Heirat.
(europ.) : – zu sich nehmen: glückhaftes Zeichen, Ihre Angelegenheiten werden gedeihen.
(Siehe auch „Fleischbrühe“)
Brüllen (tosen)
Volkstümlich:
(arab. ) : – des Viehes: böse Nachricht.
(europ.) : – tosen von Gewässern: ein Reisender kehrt zurück;
– brüllen von Tieren: ein Feind beobachtet Sie;
– hört ein Mann einen Löwen brüllen: es erwartet ihm plötzliche Beförderung und die Gunst der Frauen.
Brummeisen
Volkstümlich:
(arab. ) : – darauf spielen: du bist neidisch.
Brünett
Assoziation: – leidenschaftlich; natürlich; praktisch.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben möchte ich handfest und realistisch sein?
(Siehe auch „Haare“)

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Brunnen
Assoziation: – Quelle; geteilte Ressourcen.
Fragestellung: – Welche Gefühle bin ich zu teilen bereit?
Artemidoros:
Brunnen und Springbrunnen voll klaren Wassers verheißen allen ohne Unterschied Segen, besonders Kranken und Mittellosen; den einen
schenken sie Heilung, den anderen Reichtum; denn nichts fördert die Gesundheit so wie das Wasser. Ausgetrocknet und ohne Wasser
bedeuten sie das Gegenteil. Segensreich ist es in Brunnen von reinem und klarem Wasser zu baden, aber keinesfalls zu schwimmen, weil
letzteres jedermann Unheil bringt und das Symbol von Gefahr und Krankheit ist. Glück bringt der Anblick eines Brunnen im Haus oder auf
dem Feld, wo vorher keiner vorhanden war; er bedeutet Erwerb von Hab und Gut, einem Unverheirateten und Kinderlosen aber Frau und
Kinder; denn Nymphen wohnen in dem Brunnen, und gleich der Gattin spendet er den Hausbewohnern das ersehnte Naß. Günstig ist es
auch, einen bis zum Rand vollen Brunnen zu schauen, nur darf er nicht überfließen. Denn überströmendes und aus dem Brunnen ablaufendes
Wasser besagt, daß die geschenkten Glücksgüter, die Frau und die Kinder, einem nicht erhalten bleiben. Das selbe trifft zu, wenn fremde
Personen den Brunnen ausschöpfen.
Allgemein:
Ein Brunnen symbolisiert den Zugang zu den verborgensten Gefühlen und Empfindungen des Träumenden. Nur durch dieses Tor ist es ihm
letztendlich möglich, zur Ganzheitlichkeit zu finden. Brunnen kann für die gesammelten Lebenserfahrungen stehen, die zum Teil in den
Tiefen des Unbewußten ruhen. Das Symbol fordert dann oft auf, diese Weisheit mehr zu nutzen und nach tieferer Selbsterkenntnis zu
streben, um zur inneren Harmonie zu gelangen. Die Begleitumständen im Traum lassen zum Beispiel auch folgende spezielle Deutungen zu:
– Schüttet man den Brunnen zu, fürchtet man sich vor besitzergreifende Mütterlichkeit und zeigt Hemmungen gegenüber
dem weiblichen Geschlecht.
– Ist etwas mit dem Brunnen nicht in Ordnung, so daß der Träumende beispielsweise das Wasser nicht zu erreichen
vermag, symbolisiert dies das Unvermögen, mit den wertvollsten Begabungen in Verbindung zu kommen.
– Ausgetrockneter Brunnen warnt vor Gefahren, die sich daraus ergeben können, daß man seinen Erfahrungsschatz nicht nutzt
oder Teile der Tiefenpersönlichkeit ablehnt; auch das Gefühl innerer Leere und Vereinsamung kann sich darin ausdrücken.
– Mit Wasser gefüllter Brunnen weist auf die Fülle der Lebensmöglichkeiten hin, die man nutzen sollte; vielleicht zeigt
er aber auch, daß man das bereits erfolgreich praktiziert, und ist dann als Ermutigung und Bestätigung zu verstehen.
– Läuft der Brunnen über, deutet das manchmal auf Gefühlsüberschwang hin, kann aber auch zeigen, daß man sich
durch zu viele Aktivitäten verzettelt; dann sollte man lernen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
– Schöpft oder trinkt man aus dem Brunnen, symbolisiert das die Beziehung zu anderen Menschen; klares Wasser
deutet darauf hin, daß man diesem Menschen vertrauen kann, trübes warnt vor Falschheit und Enttäuschungen.
– Sein eigenes Spiegelbild im Brunnen zu schauen warnt vor Unheil und Tod, erblickt man das eines anderen Menschen,
wird man für ihn bald tief empfinden.
Psychologisch:
Das Bild des Brunnens steht für Heilung wie für Wunscherfüllung. Indem der Träumende mit seinem intuitiven, bewußten Selbst in
Verbindung tritt, erschließt er sich den Weg zu Heilung und Erfolg. Archetypisches Symbol der Verjüngung, der seelischen Wiedergeburt,
das sprudelnde Urbild des Lebendigen. Er kommt häufig in Träumen von Schwangeren vor, umschreibt aber auch sexuelle Probleme, die zur
Lösung anstehen.
– Wer aus einem Brunnen (Lebens-) Wasser schöpft, möchte auf seine ihm noch unbewußten Kräfte zurückgreifen und irgend etwas in
seinem Leben erneuern.
– Ist das Wasser sprudelnd und klar, kann das neben der Stärkung der seelischen Kraft auch Freude und Frohsinn in guter Gesellschaft
bedeuten.
– Ein Brunnen ohne Wasser umschreibt die Mißgunst, die uns im Wachleben entgegengebracht werden könnte.
– Wer in einen Brunnen stürzt, fällt in alte schlechte Angewohnheiten zurück und wird sich dadurch kaum Freunde machen.
Spirituell:
Ein Brunnen symbolisiert den Zugang zu den Tiefen des Unbewußten. Der „Brunnquell der Erkenntnis und des Schauens“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er grabe auf seinem Grund und Boden einen Brunnen und stoße auf klares Wasser,
wird er eine schöne Frau bekommen und mit ihr bildschöne und wohlgestaltete Kinder zeugen,
weil das Wasser rein ist, aber auch reich werden entsprechend der Fülle des Wassers.
– sehen: jemand ein offenes Geständnis machen;
– mit klarem Wasser sehen: gute Vorbedeutung, du hast gute Aussichten;
– mit schmutzigen Wasser: schlechte Vorbedeutung;
– mit trüben Wasser: schlechte Aussichten für die Zukunft;
– stark fließender: stürmische Erlebnisse; Feuersgefahr;
– hineinfallen: Verleumdung, leichtsinniges Gebaren und eine böse, trübe Zukunft;
– hineinspringen: Mutlosigkeit;
– Wasser daraus schöpfen: Wohlstand; Überfluß;
– daraus trinken: gute Geschäfte;
– irgendwo graben: du findest lohnende Arbeit;
– überlaufen sehen: du wirst Verlust haben;
– ohne Wasser: Sorgen;
– in einem Hause sehen: böses Unglück;
– mit schönen Verzierungen: du erhältst ein Geschenk.
(europ.) : – gilt für Seelenschmerz;
– ausgetrockneter, versiechter sehen: schlechte Vorbedeutung für alle persönlichen Angelegenheiten
und deren Entwicklung;
– sehen: ein anfänglich er Flirt verwandelt sich in eine tiefe Leidenschaft;
– mit klarem Wasser: gute Spekulation; gute Erfolge, gute Vitalität;
– das Wasser überlaufen sehen: Verlust;
– frisch Wasser daraus schöpfen: Erfüllung der geheimsten Wünsche; Bindung an einen anderen
Menschen; je nachdem ob das Wasser klar oder trübe, wird dieser Mensch treu oder falsch sein;
– einem anderen Menschen daraus zu trinken geben: eine Warnung, denn nicht jeder Mensch ist
wertvoll genug, ihm volles Vertrauen zu geben;
– hineinfallen: unverhofftes Glück; in einem rumoren verborgene Leidenschaften, an denen man sich
die Finger verbrennen könnte;
– artesischer Brunnen: Ihre Ressourcen werden Ihnen Zugang zu Wissen und Vergnügen verschaffen.

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(ind. ) : – Gräbt jemand auf seinem Grund und Boden nach Wasser, findet aber keines, wird er andere hintergehen,
aber selbst in Bedrängnis geraten; stößt er auf reichlich Wasser, wird er, wenn es der Kaiser ist,
der Wasserader vergleichbar, einen Goldschatz finden, auch wird ihm ein Erbe geboren werden;
ein gemeiner Mann wird herrlich und in Freuden leben, wenn das Wasser klar ist.
Hat er den Brunnen nur für sich allein angelegt, wird er allein dessen Nutznießer sein;
läßt er auch andere daraus schöpfen, wird er auch seiner Sippe nützlich sein.
– Träumt jemand, er schöpfe reines Brunnenwasser, wird er, falls er selbst den Brunnen angelegt hat,
von einer zarten Jungfrau so viel Gold bekommen, wie er Wasser geschöpft hat;
ist es aber schmutziges Wasser, drohen Krankheit und Unheil von ihr.
– Gibt er anderen aus dem Brunnen zu trinken, reines oder schmutziges Wasser,
wird er mit Hilfe des Mädchens andere reich oder elend machen.
– Führt einer Wasser über eine Leitung in sein Haus und spendet auch anderen davon,
wird er durch einen unerwarteten Erbfall reich werden, und andere werden es durch ihn.
Und dieses Wasser bringt noch mehr Glück als Brunnenwasser; denn es weist auf das Leben
der Hausbewohner.
Trocknet das Wasser aus oder versiegt es, deute man es als deren Tod.
(Siehe auch „Quelle“, „Springbrunnen“, „Wasser“)
Brust
Assoziation: – Brustkorb: Lebensfülle; Großzügigkeit. Weibliche: nähren; weibliche Sexualität; mütterliche Liebe.
Fragestellung: – Brustkorb: Welche Erfahrung möchte ich voll und ganz auskosten?
Weibliche: Was nähre ich? Welcher Teil von mir will geliebt werden?
Artemidoros:
Eine gesunde, heile Brust ist ein gutes Vorzeichen; eine zottige und dicht behaarte prophezeit nur Männern Glück und Gewinn, Frauen
dagegen Witwenschaft; denn fehlt die Mannsperson, für die sie sich putzen und pflegen, lassen sie sich gehen und werden haarig.
Glückbringend sind auch Frauenbrüste, wenn sie keinerlei Spuren von Krankheit zeigen. Werden sie dazu noch größer, ohne ihr Ebenmaß
und ihre Anmut zu verlieren, verheißen sie Zuwachs an Kindern. Befällt sie aber ein Leiden, sind sie z.B. voller Geschwüre, bedeuten sie
Krankheit und, wenn sie abfallen, den Kindern des Träumenden den Tod. Sind Kinder nicht vorhanden, sind sie das Symbol von Mangel,
vielfach auch von Trauer, besonders für Frauen. Diese pflegen sich ja bei einem Trauerfall die Brüste zu entstellen. Bei einer Amme die ein
Kind nährt, wird sich das Gesicht in Hinblick auf den Säugling erfüllen. Viele Brüste haben bedeutet dasselbe wie das größer werden
derselben, einer Frau auch Ehebruch. Von irgendeinem Bekannten an der Brust verwundet zu werden, kündigt alten Leuten eine betrübliche
Nachricht von irgendwo an, während es jungen Leuten beiderlei Geschlechts Liebesleidenschaft offenbart. In den eigenen Brüsten Milch zu
haben verheißt einer jungen Frau, sie werde empfangen, das Kind austragen und glücklich zur Welt bringen; einem alten, aber armen Weib
bedeutet es Wohlstand, einem reichen Geldausgaben und einem heiratsfähigen jungen Mädchen die Ehe; denn ohne ehelichen Verkehr kann
sie niemals Milch haben. Einem ganz kleinen und noch lange nicht heiratsfähigen Mädchen prophezeit es den Tod. Denn mit geringen
Ausnahmen ist alles, was der Altersstufe nicht angemessen ist, von schlimmer Vorbedeutung. Einem Armen der nichts zum leben hat,
verspricht es Geld und Gut im Überfluß, so daß er auch noch andere zu essen und trinken geben kann. Oft habe ich die Erfahrung gemacht,
daß dieses Traumerlebnis einem Unverheirateten die Ehe, einem Kinderlosen Kindersegen voraussagt. Der eine bekam eine so herzensgute
Frau, daß es ihm vorkam, er teile Lust und Schmerz mit ihr, der andere zog Kinder groß. Einem Athleten, Gladiator und jedem, der Sport
treibt, prophezeit es Krankheit, weil nur das schwache Geschlecht Milch hat. Ich habe noch folgende Beobachtung gemacht: Einer, der Frau
und Kinder hatte, verlor nach diesem Traumgesicht seine Frau und zog seine Kinder groß, indem er an ihnen die Pflichten von Vater und
Mutter zugleich erfüllte. Es träumte einem, er habe auf der Brust und auf dem Rücken Wolle, die dort herausgewachsen war. Er bekam die
Schwindsucht und trug wegen seines Leidens stets etwas Wollendes auf der Brust. Eine Frau träumte, sie habe auf der rechten Brust ein
Auge. Sie hatte einen heißgeliebten Sohn, dessen Tod sie bald darauf heftig beklagte; denn die Brust steht für das Kind, wobei die rechte
Seite das männliche Geschlecht des Kindes anzeigt. Das Auge sagte: „Schau auf dein Kind!“. Eine Frau träumte, aus ihrer Brust seien
Weizenhalme gewachsen, die umgeknickt sich wieder in ihre Scham zurücksenkten. Diese Person übte infolge eines unvorhergesehenen
Umstandes, ohne es zu ahnen, Geschlechtsverkehr mit ihrem eigenen Sohn, dann aber machte sie ihrem Leben ein Ende und starb elend; die
Halme bedeuteten den Sohn, das Hinabsenken in ihre Scham die geschlechtliche Vereinigung, während ihr böses Schicksal durch die aus
ihrem Körper emporgewachsene Saat angezeigt wurde; denn diese pflegt aus der Erde und nicht aus Körpern zu sprießen.
Allgemein:
Man nimmt an, das dies der Teil des Körpers ist, von dem am häufigsten geträumt wird; die Brüste einer Frau sind das Symbol für Nahrung
und Mutterliebe. Wenn ein Mann von Mutterbrüsten träumt, stellt dies seine unbewußte Sehnsucht nach seiner Mutter oder nach Fürsorge
dar. Brust zeigt oft an, daß man einen vertrauten Menschen zum Anlehnen, Ausruhen und Ausweinen sucht, bei dem man sich geborgen
fühlen kann; das kommt oft bei vereinsamten Menschen vor. Aber auch das Gefühl unerschütterlicher innerer Sicherheit, aus dem heraus
man alle Probleme souverän löst, kann sich darin ausdrücken. Brüste der Frau deuten häufig auf unterdrückte sexuelle Bedürfnisse hin, die
man mehr beachten sollte. Weitere Deutungen ergeben sich aus den folgenden Begleitumständen im Traum:
– An den Brüsten ausruhen deutet auf eine unreife Persönlichkeit hin, die sich nach der Kindheit, nach der
Geborgenheit und Versorgung an der Mutterbrust sehnt, keine Eigenverantwortung übernehmen will.
– Brüste einer schönen Frau sollen nach alten Traumdeutungen ein freudiges Ereignis ankündigen.
– Große Brüste verheißen oft materiellen Erfolg, während schlaffe Brüste vor finanziellen Verlusten warnen können.
– Säugen eines Babys an den Brüsten gilt als allgemeines Glückssymbol.
Psychologisch:
Obwohl die meisten Menschen mit dem Verstand das Bedürfnis nach Bemutterung oder „erstickender Liebe“ leugnen, taucht dieser Wunsch
dennoch auf der psychischen Ebene auf, vor allem, wenn man unter Streß steht. Von Freud als frühkindliches Sexualsymbol verstanden, das
dem Säugling sexuelle Gefühle gegenüber der Mutter suggeriert, von der er gesäugt wird. Diese frühkindliche Erfahrung, die sich in einer zu
starken Mutterbindung des Träumers äußere, spiele vor allem auch in Männerträumen eine Rolle. Natürlich spiegelt der Traum von der Brust
das Mütterliche, Lebenserhaltende, Nährende, aber auch die geistige Nahrung wider, die dem Seelenhaushalt zugute kommt.
– Wer an der Brust verletzt ist, sucht vielleicht nach seelischer Übereinstimmung oder hat daheim Kummer.
– Möglich aber auch, daß eine schöne Frauenbrust auf ein beglückendes Liebeserlebnis und die Brust einer
alten Frau auf die Angst vor mangelnder Potenz hinweisen können.
– Im Traum hat die Brust fast nie sexuellen Charakter.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stehen die Brüste für Mutterschaft, Schutz und Liebe.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Brust ist Schutz und Wehr für Leib und Leben des Menschen.
– Eine strotzende und breite Brust verspricht ein langes Leben und, der strotzenden Fülle gleich, großen Reichtum.
Ein Soldat wird im Kampf seinen Mann stehen,
eine Frau leicht gebären und viele Kinder zur Welt bringen.
– Träumt jemand, seine Brust sei schmal, schwach oder wund geworden, wird er viele Krankheiten durchmachen,
nur kurz leben, viel geplagt und arm sein.
– Die Brüste bedeuten ohne jeden Zweifel die Töchter.
Schöne, üppige Brüste prophezeien Freude an den Töchtern.
Befällt die Brüste ein Leiden oder werden sie verletzt, droht den Töchtern Krankheit;
hat der Träumer keine Töchter, wird das Unheil die nächsten weiblichen Anverwandten treffen.
– eine breite und hochgewölbte haben: Reichtum;
– verwundete haben: Krankheit;
– verwundet sehen: treue Freundschaft;
– mit Haaren bewachsene sehen: Zerstreuung;
– für Mann – mit Haaren bewachsen haben: Gesundheit; Glück und Gewinn;
– für Frau – mit Haaren bewachsen haben: Verwitwung;
– schöne: Glück in der Liebe;
– mit einem Säugling: Freude im Ehestand.
(europ.) : – an ihr verwundet werden: für junge Leute ein gutes und für alte ein schlechtes Zeichen;
– sehen: angenehme Überraschung;
– schöne einer Frau sehen: ist ein Vorzeichen für Glück in der Liebeswerbung;
– von einem schönen Mädchen sehen: Erfüllung der geheimsten Wünsche;
– übermäßig große sehen: verheißt eine Zeit äußeren Wohlstandes;
– volle üppige Mädchenbrust besitzen: verheißt großes Glück;
– übermäßig große haben: Wohlbefinden;
– behaarte Männerbrust: Lotteriegewinn;
– unwahrscheinlich flache oder welke Brust: gilt für Verluste; Sorgen; Armut;
– Kind an der Mutterbrust sehen: viel Glück in persönlichen und privaten Angelegenheiten;
– selbst ein Kind an der Brust halten: Heimweh;
– sich an jemandes Brust lehnen: treue, echte Freundschaft.
(ind. ) : – Die Brust des Menschen weist auf die Stärke seiner Klugheit.
– Träumt der Kaiser, seine Brust weite und wölbe sich kraftvoll, wird er großzügig, gebefreudig,
hochherzig, mächtig im Krieg und siegreich sein;
ein Bauer wird mit seiner Hände Arbeit größere Erträge erwirtschaften,
einer aus dem gemeinen Volk ebenso arbeitsam und fleißig sein.
– Träumt dem Kaiser, seine Brust sei schmal und kleiner geworden, wird er engherzig sein
und wegen seiner Erlasse gehaßt und getadelt werden;
ein Mann aus dem Volke wird sich in seinen Verhältnissen sehr einschränken müssen;
eine Frau wird niemals gebären.
– es hat den Anschein, als würde deine Liebe belohnt.
(Siehe auch „Körper“, „Mutter“)
Brüstung
Volkstümlich:
(europ.) : – Gefahren und Sorgen, die Sie durch eigene Anstrengungen überwinden werden.
Brutalität
Allgemein:
Das Erleben von Brutalität im Traum kann sehr angsterregend sein, bis der Träumende erkennt, daß er durch einen solchen Traum mit seiner
dunkleren, animalischen Seite Kontakt aufnimmt. Vielleicht muß er mit den Ängsten fertig werden, die Brutalität bei ihm verursacht, um sich
weiterentwickeln zu können.
Psychologisch:
Ungezügelte Leidenschaft sexueller oder anderer Natur kann im Traum als Brutalität und Grausamkeit zum Ausdruck kommen.
Spirituell:
Brutalität im Traum kann sich auf dämonische Handlungen des Bösen beziehen.
Brüten
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du machst dir unnütz Sorgen.
Bruthenne
Volkstümlich:
(arab. ) : – du erlangst viel Glück.
Bruyereholz
(Dornenzweige)
Volkstümlich:
(europ.) : – stechend: heimliche Feinde werden Ihnen Schaden zufügen;
– blutige Schrammen verursachend: schwere Handelsverluste sind angezeigt;
– ohne Schaden zu nehmen hindurch kommen: über Feinde triumphieren und glücklich werden.
(Siehe auch „Dornen“)

308
Buben
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Glück;
– vom Kartenspiel in der Hand halten:
den Kreuzbuben: ein guter Freund;
den Karobuben: ein falscher Freund;
den Herzbuben: ein treuer Liebespartner;
den Pikbuben: ein Feind.
(Siehe auch „Knabe“, „Spielkarten“)
Buch
Assoziation: – Information; Führung; Buchführung.
Fragestellung: – Was versuche ich herauszufinden? Wo sehe ich nach?
Artemidoros:
Ein Buch bedeutet das Leben des Träumenden – denn die Menschen durchlaufen Bücher gleich wie das Leben – und die Erinnerung an
frühere Geschehnisse, weil die Taten vergangener Zeiten in Büchern festgehalten sind. Das Verzehren von Büchern bringt Erziehern,
Sophisten und allen, die durch Reden oder Bücher ihr tägliches Brot verdienen, Nutzen; allen anderen Menschen prophezeit es jähen Tod. Es
träumte einem, der in der Fremde lebte, er baue sich daselbst Haus und Herd und beschmiere statt der Steine seine Bücher mit Lehm, dann
aber entschließe er sich anders, reiße alles ein und höre mit dem Bauen auf. Er erkrankte ernst, geriet in äußerste Lebensgefahr, kam aber mit
knapper Not mit dem Leben davon. Haus und Herd versinnbildlichen sein Lebensziel und damit den Tod, aber da er es nicht fertigte, blieb er
am Leben.
Allgemein:
In Träumen wird das Streben nach Wissen und die Fähigkeit, aus den Erfahrungen und von den Meinungen anderer Menschen zu lernen,
durch Bücher und Bibliotheken symbolisiert. Beides repräsentiert Weisheit und spirituelle Bewußtheit. Oft sind auch folgende
Begleitumstände noch aussagefähig:
– Buch steht für Erinnerungen, Erfahrungen und Einsichten, die das Leben uns eingeprägt hat.
– Wenn der Buchtitel im Traum erkennbar ist, kann er bei der individuellen weiteren Deutung helfen.
– Lesen im Buch kann darauf hinweisen, daß man seinen Erfahrungen mehr Beachtung schenken sollte.
– Bemüht man sich vergeblich, das Gelesene zu erfassen, hat man mit Problemen zu kämpfen, die nicht leicht zu lösen sind.
– Kauf eines Buchs verspricht zukünftige Erfolge, weil man aus Erfahrung lernen wird.
– Ein ernstes Buch lesen soll darauf hinweisen, daß man mehr Ansehen erringen wird.
– Selbst ein Buch schreiben kann auf Unzufriedenheit im Beruf und Wunsch auf berufliche Veränderungen hinweisen.
– Handelt ein Traum von Rechnungsbüchern, so lenkt dies die Aufmerksamkeit des Träumenden auf die
Notwendigkeit, sich um seine Ressourcen zu kümmern.
– Kommt ein Roman vor, dann ist er ein Hinweis auf alternative Betrachtungsweisen. Dabei spielt die Art des Romans
eine Rolle. Ein historischer Roman, beispielsweise, kann verlangen, daß der Träumende seine Vergangenheit
erforschen soll; ein Liebesroman hingegen ist die Aufforderung dazu, über Beziehungen nachzudenken.
Psychologisch:
Als „Buch des Lebens“ gedeutet. Titel oder Thematik können Aufschluß über die eigene geistige Haltung geben, aber auch die Farbe des
Einbandes kann zur Deutung herangezogen werden. Manchmal zeigt der Inhalt Parallelen zum eigenen Leben auf, wobei der Träumende auf
der Verstandesebene nach Mitteln und Wegen in seinem Traum sucht, die ihm helfen, mit dem fertig zu werden, was in seinem Leben
geschieht. Nach Artemidoros bedeutet ein Buch das Leben schlechthin, oft auch die eigene Vergangenheit, deren Erfahrungen man verwerten
könnte.
Spirituell:
Ein Buch – besonders ein heiliges Buch, wie etwa die Bibel oder der Koran – symbolisiert geheimes oder heiliges Wissen. Wenn ein Traum
davon handelt, dann kann dies das Bedürfnis zum Ausdruck bringen, in das Reich des heiligen Wissens zu blicken oder sich
rückzuversichern, daß man auf dem richtigen Weg ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder lesen: Zerstreuung;
– nützliches lesen oder daraus lernen: geschäftliche Verbesserung;
– schreiben: große Arbeit und wenig Verdienst;
– verbrennen: getäuschte Hoffnungen.
(europ.) : – beim Buch ist der Titel zu beachten; er lautet unter Umständen „Buch des Lebens“;
– Bücher im Regal eines Büros zeigen eine angesehene Stellung an;
– inmitten von vielen Büchern sitzen oder in einer großen Bücherei umherirren: unbewußte Angst vorgeistiger Überforderung
oder zuviel Streß;
– philosophische Bücher lesen: Ehre und Weisheit;
– gute Bücher lesen: bedeutet, daß du Glück, Tüchtigkeit und Weisheit in deinem Handeln besitzen wirst;
– darin studieren: bedeutet, daß dir große Ehren beschieden sind; aus all den Erinnerungen und Einsichten entsteht jetzt Neues;
– daraus lernen: du wirst Achtung gewinnen;
– erben: Verlust eines Freundes;
– einen Roman lesen: Freude;
– ein Buch schreiben: Unzufriedenheit im beruflichen Leben; man möchte sein „Lebensskript“ neu schreiben;
– kaufen: du wirst Neues erfahren; man bringt sich und anderen Nutzen;
– geschenkt erhalten: eine angenehme Nachricht;
– binden sehen: dein Wohlstand mehrt sich;
– verbrennen sehen: du verlierst Freunde;
– Sieht ein Autor, daß seine Bücher gedruckt werden, wird er Schwierigkeiten haben, sie zu veröffentlichen.
– viel Zeit und Mühe für die Lösung komplizierter Themen und die tiefere Bedeutung großer Werke investieren:
Zeichen für wohlverdiente Ehrungen;
– Kinder beim Bücherlesen beobachten: steht für Harmonie und gut erzogene Kinder;
– alte Bücher sehen: warnt vor bösen Dingen aller Art.
(Siehe auch „Lesen“, „Religiöse Bilder“)

309
Buchdruckerei
Volkstümlich:
(arab. ) : – gutes Fortkommen.
Buche
Artemidorors:
Buchen und all ihre Unterarten sind nur für Männer, die ins Feld ziehen, und für Zimmerleute von Nutzen. Für die einen, weil aus ihrem
Holz Waffen gefertigt werden. Für die anderen, weil sie als Zimmerleute damit ihren Unterhalt verdienen. Allen anderen Menschen bedeuten
sie Armut und bittere Not, weil sie keine Früchte tragen.
Allgemein:
Die Buche ist dem Volksglauben entsprechend derjenige Baum, in den der Blitz nicht einschlägt. Das heißt, daß die Buche ein verbreitetes
Schutzsymbol darstellt. Die Blutbuche oder Rotbuche verweist durch ihre Farbe auf volle Lebenskraft der Natur. In einigen Gegenden
Europas war es üblich, Blutbuchen an Wegkreuzungen zu pflanzen, wodurch diese rotblättrige Buchenart auch zum Symbol der
Entscheidung wird. Treten mehrere Buchen auf einmal auf, bedeutet dies für den Träumenden bittere Not und Armut.
Psychologisch:
Das Traumbild der Buche veranschaulicht die seelische wie körperliche Entwicklung der Persönlichkeit und verstärkt damit die allgemeine
Symbolik des Baumes. Von der Buche sagt man, sie sei ein Sinnbild für Selbstsucht, Engstirnigkeit, Sorge und sogar Grausamkeit.
(Siehe auch „Baum“)
Bücherregal
Volkstümlich:
(europ.) : – Traum des Gegenteils.
– fast leer: glückhafte Ereignisse erwarten können durch eigenes Wirken oder aufgrund der eigenen starken Persönlichkeit;
– gefülltes: schludrige, nachlässige Arbeit, für die man leiden wird; Verlust der Arbeitsstelle oder Geldschwierigkeiten im
Geschäft.
Bücherschrank
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: die Möglichkeit erhalten, sein Wissen im Beruf und im Privatleben einzusetzen;
– leere: zeigen magere Aufträge aufgrund fehlender Mittel oder Möglichkeiten an.
Buchhalterei / Buchhalter / Buchprüfer
Allgemein:
Er steht für die Aufforderung zur Genauigkeit und mahnt vor Leichtsinn. Oder will die Seele etwas verbergen?
Psychologisch:
Der Traum von einem Buchhalter, der versucht, sich den Durchblick durch Geschäftsbücher zu verschaffen, oder das Durchzählen einer
endlosen Zahlenreihe, kann mit einem Problem oder mit einer Situation im Wachleben zu tun haben, die kühle Überlegung erforderlich
macht. Vermutlich ist man selbst der Buchhalter, falls man die Figur nicht mit jemand anderem in Verbindung bringen kann, der ein
Interesse am persönlichen Wachleben hat. Es könnte jemand sein, der einem versteht, zur Ordnung ruft oder in die Realität zurückholen will.
Vielleicht drängt der Traum einem dazu, die übliche emotionale Reaktion über Bord zu werfen und sich mit den Sorgen gelassener
auseinanderzusetzen. Auch ob die eigene Mühe erfolgreich ist oder nicht, kann sich auf die Wachsituation beziehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – aufreibende Geschäfte werden nicht ausbleiben.
Buchladen / Buchhandlung
Assoziation: – aktuelle Information; verfügbares Wissen.
Fragestellung: – Nach welchen Informationen suche ich?
Volkstümlich:
(europ.) : – betreten: literarische Ambitionen haben, die sich nicht mit der Arbeit in Einklang bringen lassen.
Buchmacher
Allgemein:
Ein Buchmacher im Traum kann einen wirklich habgierigen Freund oder Bekannten verkörpern.
Buchsbaum
Artemidoros:
Buchsbäume bedeuten Frauenzimmer, die der lockeren Zunft angehören und liederlich sind, unternehmungslustigen Leuten Enttäuschungen,
Kranken jedoch Genesung und Gesundheit. Allen anderen Menschen sind sie Sinnbilder vergeblicher Anstrengungen. Brennen Buchsbäume
nieder, die vor dem Haus oder im Innern des Hauses stehen, kündigt es den Tod von Haussklaven an.
Psychologisch:
Der Buchsbaum wird von vielen Menschen als „Friedhofsbaum“ gekennzeichnet. Er verweist auf die Ruhe des Friedhofs, als den Park, in
dem man seinen Frieden findet. Zum anderen ist er ein Baum, der unseren Breiten und besonders in England oft in besondere geometrische
Formen geschnitten wird. Die Natur wird vom menschlichen Geist gestaltet und somit deutet dieses Traumsymbol an, daß man seine eigene
Natur mehr gestalten sollte oder daß man sie zu sehr gestaltet und ihr zu wenig freie Entfaltungsmöglichkeit läßt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schütze dich vor Betrügern.
(europ.) : – sehen: bedeutet, daß man die Hoffnung nicht verlieren soll, selbst intime Wünsche werden sich erfüllen;
– verdorrter: man kommt schwer vorwärts;
– durch eine Buchsbaumhecke gehen: herrliche Zukunft.
(ind. ) : – grün: ein weiter Weg steht dir bevor; Rüste dich, du kommst eine lange Zeit nicht in dein Heim zurück.
– vertrocknet: es hat den Anschein, daß du von dir nicht überzeugt bist, dein Vorwärtskommen wird von dir selbst gehemmt;
– Hecke: deine Zukunft wird dir viel Erfolg bringen, dies ist aber kein Grund, daß du deine Hände in den Schoß legst
und andere arbeiten läßt.
(Siehe auch „Baum“)

310
Büchse
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: nimm dich vor Gefahr in acht;
– erhalten: Ehre;
– (Gewehr), damit schließen: übereilte Handlungen werden dich reuen.
(europ.) : – sehen: du wirst guter Laune sein;
– (Gewehr), damit schießen: werde nicht leichtsinnig;
– Büchse (Dose) aufmachen: du wirst etwas Neues erfahren.
(Siehe auch „Gewehr“)
Buchstaben
Artemidoros:
Schaut man einzelne Buchstaben für sich, so bedeuten die Vokale Gefahren und Aufregungen, die Halbvokale zwar keinen Stillstand der
Geschäfte, doch führen sie Gefahren herauf; die Konsonanten bezeichnen weder Gefahren noch geschäftliche Unternehmungen. Speziell ist
der Buchstabe „Rho“ (Rho = 100) nach seinem Zahlenwert zu deuten. Wegen der Gleichwertigkeit bringt er Leuten, die an ein Unternehmen
herangehen, Segen; denn der Glückwunsch „ep agatha“ (= viel Glück! = 5 + 80 + 1 + 3 + 1 + 9 + 1 = 100) ergibt die auf den Buchstaben
„Rho“ entfallende Zahl. Ferner allen, die jemand aus der Fremde zurückerwarten; auch angelia (= Nachricht = 1 + 50 + 3 + 5 + 30 + 10 + 1)
ergibt 100. Leute, die unschlüssig sind, ob sie eine Reise zu Lande oder zu Schiff machen sollen, rät er, zu Lande zu reisen; denn peze (= zu
Fuß, zu Land = 80 + 5 + 7 + 8) hat den gleichen Wert wie 100. Solchen, die sich den Kopf zerbrechen, ob sie überhaupt eine Reise
unternehmen sollen, mahnt er, zu bleiben; denn mene (= bleib! = 40 + 5 + 50 + 5) ist ebenfalls 100. Verbrecher legt er in Fesseln; auch pedai
(= Fesseln = 80 + 5 + 4 + 1 + 10) macht 100. Hirten und Pferdezüchter werden Glück haben, denn neme (= weide! = 50 + 5 + 40 + 5) ergibt
100. Es träumte ein Heerführer, auf seinem Schwert wären die Buchstaben „Jota“, „Kappa“ und „Delta“ geschrieben. Es brach der Aufstand
der Juden in Kyrene aus, in welchem sich der Mann, der das Traumgesicht geschaut, hervortat. Und das war es, was wir meinten: Das „Jotta“
wies auf die Juden hin, das „Kappa“ auf die Kyrenäer und das „Delta“ auf den Tod (thantos). Das Traumgesicht war vor dem Ausgang nicht
zu enträtseln; als es sich erfüllt hatte, war die Auslegung ganz einfach.
Allgemein:
Buchstaben haben (jeder für sich) ihre eigene Bedeutung; insgesamt stehen sie vor allem für die Ordnung, die man in das Leben bringen
sollte, damit es in geregelten, überschaubaren Bahnen verläuft. Allerdings darf man damit nicht übertreiben, sonst engt man sich selbst zu
stark ein; daran ist vor allem dann zu denken, wenn Buchstaben häufig in Träumen auftauchen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder schreiben: vergebliche Mühe.
(europ.) : – schreiben: Unglück;
– in alphabetischer Reihenfolge schreiben oder sehen: man wird oder sollte schnell eine Angelegenheit in Ordnung bringen;
– lernen: Kindersegen; häusliches Glück;
– sehen: eine Neuigkeit;
– (Geschäftsdokument) sehen: schlechtes Zeichen für den Geschäftsmann, doch nicht für seine Frau.
(ind. ) : – wenn du etwas erreichen willst, darfst du keine Mittel scheuen.
(Siehe auch „Alphabet“, einzelne Buchstaben)
Buchstabieren
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst dich schwerlich mit deinen Freunden verständigen können.
(europ.) : – gutes Zeichen für kleine Erfolge;
– Buchstabieren, unfähig sein es richtig zu tun: du bist nicht sehr erfolgreich mit dem Umgang
gewisser Schwierigkeiten im bewußten Leben.
Bucht
Assoziation: – Schutz; Umgrenzung.
Fragestellung: – Wo komme ich zur Ruhe?
Allgemein:
Der Traum von einer Küstenlinie mit einer Bucht zeigt, daß der Träumende sich der Sexualität und Empfänglichkeit von Frauen bewußt ist.
Psychologisch:
Die Bucht im Traum kann den Eingriff des Träumenden in den Bereich eines anderen Menschen darstellen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Bucht für das Schützende und Gebärende.
Buchweizen
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt glückliche Zeiten und große Ehren.
Buckel
Allgemein:
Eine Periode vieler Prüfungen und Veränderungen wird sich einstellen, die von einer glücklichen Liebesaffäre abgelöst wird.
– Hat nichts mit der körperlichen Mißbildung zu tun.
– Buckel (am Rücken) kann sexuelle Bedürfnisse anzeigen oder einen Erfolg versprechen.
– Sieht man sich selbst mit einen Buckel, soll das auch auf gute Gesundheit hinweisen.
– Wer im Traum einen Buckel trägt, der hofft darauf, einen Rucksack voll Glück nach Hause zu bringen.
– Und wer einen Buckligen sieht, sollte sich bemühen, in sich zu gehen und nicht zu sehr die Fehler anderer zu kritisieren.
Psychologisch:
Ein Symbol für „die Last des Lebens“, die schwer zu tragen ist und den Rücken beugt. Wer unter Existenzangst leidet, „buckelt“ zur
(eigenen) Sicherheit und macht sich bestimmt nicht die Mühe, für andere Menschen „geradezustehen“. Sinn des Traumes: Werfen Sie
(unnötigen) Ballast ab, entlasten Sie sich durch mehr Selbstvertrauen, und machen Sie sich endlich stark für das, was Sie wirklich wollen. Sie
sind zu angepaßt und „leiden zu gern“! (Oder Sie ärgern sich häufig über einen solchen Buckelmenschen in Ihrem Leben, und er fällt Ihnen
zur Last.)

311
Volkstümlich:
(arab. ) : – (sich selbst mit einem Buckel sehen): großer Gewinn;
– Buckelige sehen: du erlangst Vorteile.
(europ.) : – sexuell zu verstehen, wenn von Frauen geträumt;
– einen Buckligen sehen: prophezeit unerwartete Rückschläge;
– andere damit sehen: ermahnt zur Zufriedenheit und auch zur Vorsicht; man wird einen Vorteil erlangen;
– mit einem sprechen oder zu tun haben: Glück in einer Spekulation oder in der Lotterie;
– bucklig sein: Glück und Überlegenheit; gute Gesundheit.
(ind. ) : – du hast keinen Grund zur Klage, denn du wirst zum Erfolg kommen.
Bücken
Allgemein:
Bücken (im Sinne von Verbeugung) weist oft darauf hin, daß man dazu neigt, sich selbst zu erniedrigen, das eigene Licht unter den Scheffel
zu stellen; das Symbol fordert in diesem Fall dazu auf, in Zukunft aufrechter und selbstbewußter durchs Leben zu gehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich, um etwas aufzuheben: Erniedrigung und Beschämung, Schaden.
(europ.) : – sich selbst: Erniedrigung;
– sich zu jemandem bücken, um mit ihm zu sprechen: bedeutet eine aufregende Zeit, gefolgt von einer ruhigen Zukunft.
Buddha
Allgemein:
Im Traum stellt Buddha die Leugnung oder den Verlust des Ichs dar. Es ist notwendig, sich vom Denken und Begehren zu befreien. Buddha
(meist als Statue) kann für das kollektive Unbewußte, für Weisheit, Rat und Hilfe stehen; er wird dann in allgemeinen als Glückssymbol für
die nächste Zeit verstanden. Betet man die Statue an, hat man wahrscheinlich ein Anliegen, traut sich aber nicht, darüber mit anderen zu
sprechen. Zuweilen zeigt Buddha auch an, daß man zu stark von außen, von einer dominanten, verehrten und idealisierten Persönlichkeit
beeinflußt wird und sich dem wieder entziehen sollte.
Psychologisch:
Wenn man träumt, man sei Buddhist, dann ist es wichtig, sich die Unterschiede zwischen westlicher und östlicher Religion vor Augen zu
halten.
Spirituell:
Auf dieser Ebene bedeutet der Buddha spirituelle Klarheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder dessen Statue: man fürchtet sich vor dem suggestiven Einfluß eines Menschen, dem man sich nicht entziehen kann;
– anbeten: man möchte einem Menschen sagen, was man auf dem Herzen hat, aber man wird es nicht wagen;
– von einem angesprochen werden: es wird ein unerwartet günstiges Ereignis eintreten.
(Siehe auch „Religiöse Bilder“)
Bude
Volkstümlich:
(arab. ) : – kleine hölzerne sehen: Schwierigkeiten im geschäftlichen Leben;
– voll Waren: Zank.
(europ.) : – auch Jahrmarksbude: stellt kleine Geschenke in Aussicht; verheißt Landleuten eine gute Ernte.
(ind. ) : – spare deine Kräfte, du wirst sie noch benötigen.
Büffel
Allgemein:
Büffel warnt vor zu ungestümer Energie und Tatkraft; man sollte dann erst gründlich überlegen, ehe man handelt, sonst macht man sich
leicht Feinde und wird aus Unüberlegtheit und blindem Eifer scheitern. Wie beim Stier (siehe dort) ist hier von Triebhaftigkeit, dem
Ausleben der eigenen Triebe die Rede. Nur manchmal umschreibt der Büffel die Lernfähigkeit („Büffeln“) des Individuums.
Psychologisch:
Der Bulle ist ganz eindeutig Symbol für männliche Sexualität und Kraft. Wen er durch Ihre Alpträume trabt, haben Sie Angst vor Ihrer
eigenen (ausgelebten) Sexualität – oder vor der des Partners.
Volkstümlich:
(arab. ) : – großer Gewinn.
(europ.) : – den Weg kreuzen: deutet auf mächtige aber dumme Feinde, die sich einem in den Weg stellen;
durch kluges Vorgehen läßt sich das Schlimmste verhindern;
– Tötet eine Frau viele Büffel, läßt sie sich auf ein gewagtes Unternehmen ein; mit viel Willenskraft wird sie
die Anerkennung der Männer gewinnen, und möglicherweise gehen auch langgehegte Wünsche in Erfüllung.
(ind. ) : – du mußt sehr überlegen und dann ernst handeln.
(Siehe auch „Bison“, „Bock“, „Stier“, „Weißer Büffel“)
Büffet
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: reichliches Auskommen.
Bug
(Schiff)
Artemidoros:
Der Bug symbolisiert den Untersteuermann. Der Reeder Diogenes träumte, er habe den Bug seines Schnellseglers verloren. Bald danach
starb sein Untersteuermann. In Milet träumte jemand, er lasse seinen Untersteuermann feierlich überführen und beerdigen. Der Mann verlor
den Bug seines Schiffes.
(Siehe auch „Schiff“)
Bügelabdruck
Volkstümlich:
(europ.) : – Wenn eine Frau von einem Bügelabdruck auf ihrer Haushaltswäsche träumt, dann deutet das auf Krankheit in der Familie hin.

312
Bügeleisen
Psychologisch:
Das handliche Haushaltsgerät ist genauso simpel wie sein Symbolgehalt: Wer vom Bügeln träumt, möchte etwas in Ordnung bringen und
läuft dabei Gefahr, sich „die Finger zu verbrennen“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Gewinn.
(europ.) : – sehen oder benutzen: verspricht einen Gewinn;
– mit einem etwas versengen: günstige Veränderung.
Bügeln
Allgemein:
Im Sinne von „etwas ausbügeln“. Vielleicht kann man eine schwebende Angelegenheit bald zum eigenen Vorteil erledigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Erfolg im Geschäft.
(europ.) : – bedeutet ein schönes Heim und ein geordnetes Leben führen;
– Verbrennt sich eine Frau die Hand beim Bügeln, wird ihr Friede durch Krankheit oder
Eifersucht gestört werden. Wenn sie die Kleider versengt, wird eine Rivalin ihr viel Mißgunst
und Argwohn einbringen. Ist das Bügeleisen zu kalt, fehlt ihr Zuneigung.
(ind. ) : – du wirst einen lustigen Besuch bekommen.
Buhle
(Geliebter)
Volkstümlich:
(europ.) : – in Versuchung geraten.
Buhlen
(wetteifern)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: frohe Stunden;
– selbst daran beteiligt sein: Glück.
Buhmann / Butzemann
Volkstümlich:
(europ.) : – Der Traum von einer angsteinjagenden Erscheinung sagt eine außerordentlich glückliche Ehe voraus.
Bühne
Assoziation: – Show; Errungenschaft.
Fragestellung: – Welche Anerkennung wünsche ich mir oder fürchte ich? Was bin ich der Welt zu zeigen bereit?
Artemidoros:
Sodann nehmen berufliche Tätigkeiten, deren Wirkung auf das gleiche hinausgehen, denselben Ausgang, mögen sie auch hinsichtlich ihres
Verfahrens verschieden sein. So träumte der Chirurg Apollonides, er agiere bei der Aufführung homerischer Szenen und verwunde viele,
worauf er viele chirurgische Eingriffe vorzunehmen hatte. Denn die Darsteller homerischer Szenen verwunden und vergießen Blut, haben
aber nicht die Absicht zu töten; ebenso verhält es sich mit dem Chirurgen.
Allgemein:
Bühne steht oft für das Leben allgemein, bedeutet die Mit- und Umwelt; je nachdem, was sich darauf abspielt, kann man sein eigenes
Verhältnis zur Welt erkennen und daraus praktische Konsequenzen für sinnvolle Änderungen der eigenen Einstellung, Erwartungen und
Verhaltensweisen ziehen. In der Handlung auf der Bühne kann das Unbewußte aber auch die derzeitige Lebenssituation „dramatisch“
durchspielen und Entscheidungshilfen geben; das läßt sich nur individuell erkennen.
– Im Traum auf der Bühne zu stehen bedeutet, daß sich der Träumende zeigen und präsentieren will.
– Eine Freiluftbühne ist ein Hinweis auf Kommunikation mit der breiten Masse.
– Eine Drehbühne zeigt das Bedürfnis, in Bewegung zu bleiben, selbst während der Träumende eine Rolle spielt.
– Ist der Träumende nur der Zuschauer, so ist er in die Rolle der Passivität gedrängt und muß das Bühnengeschehen beobachten.
Psychologisch:
Die Bretter, die für viele die Welt bedeuten, ist ein Schauplatzsymbol für eine „Position im Rampenlicht“, die man anstrebt. Man sieht sich
gern im Mittelpunkt und genießt die Aufmerksamkeit anderer. Kein Wunder, daß introvertierte Menschen sich kaum an solche Träume
erinnern.
Spirituell:
Aus spiritueller Sicht ist eine Bühne ein Symbol für das Theater des Lebens. Der Träumende ist dazu in der Lage, die Ereignisse objektiv zu
beobachten, obwohl er beteiligt ist. Indem er das „Stück“ nach außen projiziert, kann er sein Leben steuern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (du siehst dich auf einer Bühne): man sagt dir nicht die Wahrheit;
– Bühne: sei nicht zu schüchtern.
(europ.) : – sehen: gilt für Erfolg auf einem bestimmten Gebiet;
– eine durch einen Vorhang verdeckte: vergebliches Ringen;
– sieht man aber den Vorhang verschwinden: der Erfolg wird bald eintreten;
– Bühnenstück: Es ist besser sich als Zuschauer zu sehen und nicht als handelnde Person des Stückes;
– sich selbst auf einer erblicken: man möchte seine beruflichen Erfolge ohne große Anstrengungen erreichen;
– andere auf einer sehen: unterdrückte Neidgefühle kommen ans Tageslicht.
(Siehe auch „Theater“)
Bukett
Volkstümlich:
(europ.) : – den Blumenstrauß behalten: es wird alles in Ordnung sein;
– wegwerfen oder fallen lassen: bedeutet Streit oder Trennung von einem Freund.

313
Bulldogge
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst einen Beschützer finden.
(europ.) : – aus einem Feind hast du einen mächtigen Freund gemacht, ohne es zu ahnen;
gute Nachrichten von einem abwesenden Freund;
– fremden Grund und Boden betreten und dann dem Angriff einer Dogge ausgesetzt sein: es
besteht die Gefahr, daß Sie die Gesetze Ihres Landes oder Ihre Grenzen überschreiten;
– eine freundliche Dogge: trotz aufwieglerischer Kritik Ihrer Gegner, steht ein Aufstieg bevor.
(Siehe auch „Hund“)
Bulldozer
Assoziation: – elementare Veränderung.
Fragestellung: – Auf welche grundlegenden Veränderungen bereite ich mich vor?
Psychologisch:
Ein Symbol für fremde Kraft, die „etwas aus dem Weg räumen soll“. Wer davon häufig träumt, hat Machtgelüste, möchte sich aber lieber
nicht die eigenen Hände schmutzig machen.
(Siehe auch „Bagger“)
Bulle
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Stier): sei vorsichtig; Zeichen eines Feindes oder Rivalen in der Liebe oder im Geschäftsleben;
– von ihm gestoßen werden: glückliche Liebe;
– kaufen: Streit;
– schlachten: du wirst Leid erfahren;
– totschlagen: du entgehst einer großen Gefahr.
(Siehe auch „Büffel“, „Stier“)
Bumerang
Allgemein:
Der Bumerang verbildlicht im Traum Bedauern und Gewissensbisse. Häufig tritt er im Traum in Erscheinung, wenn der Träumende einen
aggressiven Ausbruch hatte und diesen nun bereut. Die gesamte Traumhandlung gibt weitere Hinweise.
Psychologisch:
Der Bumerang weist auf Reue über schuldhaftes Verhalten und Gewissenskonflikte hin. Meistens bedauert der Träumende unüberlegte
Handlungen, die anderen Menschen geschadet haben. Manchmal kann er aber auch ein Zeichen dafür sein, daß dieser sich auf der Stelle
bewegt und nicht fähig ist, sich in privater und beruflicher Hinsicht weiterzuentwickeln.
(Siehe auch „Spielzeug“)
Bund
Volkstümlich:
(arab. ) : – Stroh: Mühseligkeiten und Beschwerden.
Bungalow
Psychologisch:
Wenn man im Traum in einem Bungalow wohnte, könnte dies ein Hinweis darauf sein, daß sich das Leben zu sehr auf einer Ebene abspielt.
Bungee-Jump
Psychologisch:
Man träumt vielleicht von einem Sprung, den man macht. Man sollte dies aber nicht mit einem Fall oder Sturz verwechseln! Es kann sein,
daß man dabei ist, auch im Leben einen Sprung nach vorne zu machen, den der Traum nachvollzieht. Wenn man bei einem Bungee-Jump
volles Vertrauen in das Seil hatte, sagt einem dies, daß im tatsächlichen Unternehmungen alles gutgeht. Oder hatte man Angst? War es dabei
dunkel? Wenn ja, stellt dies eine Warnung dar; dann sollte man seine gegenwärtige Lebenssituation noch einmal überdenken und
herausfinden, ob man im Traum nicht zu vertrauensvoll und zuversichtlich war. Hatte man sich wirklich gut umgesehen, bevor man
gesprungen ist?
(Siehe auch „Springen“, „Sprung“)
Burg
Assoziation: – Befestigtes; doch edelmütiges Selbst.
Fragestellung: – Welche Wände bin ich bereit einzureißen?
Allgemein:
Der Träumende wird mit dem weiblichen Prinzip der abgeschlossenen und verteidigten Privatsphäre verbunden, wenn er von einer Burg
träumt. Sie kann das Phantastische oder vielleicht die Schwierigkeit beim Erreichen seiner Zielsetzung repräsentieren. Burg ist zunächst ein
Hinweis auf Sicherheit und Geborgenheit, insbesondere auch in zwischenmenschlichen Beziehungen; sie kann also bei einer in sich
gefestigten Persönlichkeit auftauchen. Da auf eine Burg auch Angriffe stattfinden, steht zuweilen die Warnung vor unerwarteten Risiken und
Hindernissen hinter diesem Symbol, zum Beispiel bei einer Belagerung der Burg; das muß man aus den konkreten Lebensumständen im
Einzelfall deuten.
Psychologisch:
Bevor sich der Mensch ganz und gar für andere öffnen kann, muß er in der Regel seine Barrieren abbauen.
– In einer Burg gefangen gehalten zu werden, stellt möglicherweise die Schwierigkeit bei der Befreiung von alten Einstellungen dar.
– Versucht der Träumende, in eine Burg einzudringen, dann heißt dies, daß er die Hindernisse erkennt und überwinden wird.
– Diese Haus, das seiner wichtigsten Funktion nach ein Schutzbau ist, hat etwas Bedrohliches.
– Lebt der Träumende auf einer Burg und findet sich von Rittern, Knappen und Burgfrauen umgeben oder nimmt er an einem Turnier teil,
hat er Hemmungen, seine körperlichen Wünsche auszuleben oder er leidet unter Minderwertigkeitsgefühlen.
– Der Burghof entspricht dem Traumbild des Marktes, während das Burgverlies und die Folterstätten der Bedeutung von Haft und Gericht
entsprechen.

314
– Tiefe Kellergewölbe verweisen auf das Bedürfnis nach mütterlichen Schutz vor Gefahren.
Gemeint ist meist unsere seelische Unausgeglichenheit, in die wir Ordnung bringen müßten. Eine Burgruine ist demgemäß gleichzusetzen
mit seelischer Zerrüttung, mit einem Tohuwabohu gegensätzlicher Gefühle, das sehr leicht eine bestehende Verbindung in die Krise führen
kann. Aber die Burg kann auch als Haus (siehe dort) verstanden werden, das man mit den Funktionen des menschlichen Körpers vergleichen
kann.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht die Burg für spirituelle Prüfung und die Überwindung von Hindernissen, um tiefere Erkenntnis zu erlangen.
Ein biblisches Symbol für Sicherheit und Zuflucht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: man ist allzu waghalsig und sollte mögliche Wagnisse überdenken;
– eine von ferne sehen: große Dinge werden deiner warten;
– in eine hineingehen: unerwartete Hindernisse werden dich belästigen, doch sind sie zu überwinden.
(europ.) : – Symbol der aus ihr drohenden Gefahr;
– eine von weiten sehen: du wirst Schutz in Gefahr finden;
– eine sehen: die Abenteuerlust macht sich bemerkbar;
– sich darin aufhalten: bedeutet Gefahr;
– in einer wohnen: einerseits ist man zufrieden mit den eigenen Lebensumständen; andererseits hat man
auch ein gewisses Schutzbedürfnis, das Gefühl, sich vor der Welt verbarrikadieren zu müssen;
– verschlossen: du stößt auf Widerstand bei einem Vorhaben; etwas Unverhofftes erleben;
– hineingehen: verheißt ein Abenteuer erleben, wobei der Ausgang zweifelhaft sein wird; Treten
günstige Bilder hinzu, so ist mit Erfolg zu rechnen, während ungünstige den Mißerfolg anzeigen;
– eine brennende mit viel Rauch sehen: kündet schwere Ereignisse im Lande an;
– eine zerfallene sehen: man wird an bessere Zeiten erinnert werden.
(ind. ) : – du kannst dich auf deine Freunde verlassen.
(Siehe auch „Zugbrücke“, „Gebäude“)
Burgruine
Allgemein:
Burgruine kann anzeigen, daß man sich zur Zeit zwar in einer mißlichen Situation befindet, die aber nicht aussichtslos ist; vielmehr sollte
man mit Mut und Zuversicht darangehen, etwas Neues auf den Ruinen aufzubauen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Traurigkeit, Schwermut;
– darauf umherklettern: du wirst Mut zeigen müssen;
– in ihr verweilen: Standhaftigkeit in allen Lebenslagen;
– auf ihr verunglücken: Verlust und Schaden.
(ind. ) : – mehr Tatkraft.
(Siehe auch „Burg“)
Bürge
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: rät zu großer Vorsicht, sonst sind Verluste zu erwarten.
Bürger
Allgemein:
Bürger, denen man im Traum begegnet, bringen oft Vereinsamung und das Bedürfnis nach mehr menschlichen Kontakten zum Ausdruck.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: du wirst Ausgaben haben.
(europ.) : – man ist allein und sehnt sich nach anderen Menschen, mit denen man sprechen möchte;
– sein: Ehren erhalten.
Bürgermeister
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sein: du wirst viel Ehre erlangen.
(europ.) : – sehen oder sprechen: man wird eine vorteilhafte Bekanntschaft machen;
– mit einem streiten: Widerwärtigkeiten;
– selbst sein: Fortschritte im Beruf.
Bürgersteig
Assoziation: – Seitenpfad des Lebens.
Fragestellung: – An welchen Stellen weiche ich der Hauptrichtung meines Lebens aus? Wo in meinem Leben will ich mir Zeit lassen?
Allgemein:
Gab er Ihnen mehr oder weniger Sicherheit? Eine Andeutung, daß Sie mehr oder weniger Sicherheit brauchen.
Bürgschaft
Volkstümlich:
(arab. ) : – leisten: man braucht deine Hilfe.
Büro
Assoziation: – Arbeitsplatz; beruflicher Aspekt des Selbst.
Fragestellung: – Woran oder womit arbeite ich?
Allgemein:
Das Büro ist ein Symbol für berufliche Aktivität, Existenzsicherheit und Gemeinschaftsgefühl. Die Arbeitssituation des Menschen bildet
häufig das Ambiente seiner Träume. Das Büro ist normalerweise etwas formaler gestaltet als die Wohnung, und daher haben sie dort
spielenden Szenarios häufig die Beziehung zur Arbeit und zu Autoritäten zum Thema. Es verweist meistens im Traum auf die Organisation
des Alltagslebens. Wird eine gut organisierte Büroarbeit als positiv empfunden, hat man gute Aussichten auf eine gesicherte Zukunft. Ist es

315
stickig, unordentlich und wirkt es bedrückend oder herrscht Hektik, fürchtet sich der Träumende vor Konflikten und leidet unter
mangelndem Selbstbewußtsein.
Psychologisch:
Wenn man sich im Traum in einem Büro befindet – insbesondere wenn man es nicht kennt -, verweist es auf die Notwendigkeit von Ordnung
und auf ein gewisses Maß von Bürokratie im Leben. Tut der Träumende in seinem Traum im Büro Dienst, so symbolisiert dies die
Übernahme von Verantwortung. Je nach Attraktivität oder Häßlichkeit Ihres Traumbüros fällt die Symbolik aus: gut und gern verrichtete
Arbeit in Gemeinschaft – oder der Wunsch, sich davon zu distanzieren, um eiligst ganz allein die Karriereleiter zu erklimmen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verweist ein Büro darauf, daß der Träumende die Verantwortung dafür übernommen hat, wer er ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du erfährst eine unangenehme Neuigkeit.
(europ.) : – die Position verloren haben oder die Büroräume sind gekündigt: Warnung vor Schwierigkeiten in der Ehe
oder Liebesangelegenheiten.
(ind. ) : – beinahe wärst du in Bedrängnis geraten.
Büroartikel
Psychologisch:
Alle Büroartikel verweisen im Traum zunächst einmal auf die Arbeit und meisten besitzen sie auch die Bedeutung von Ordnung. Zu
genaueren Deutung ist zu betrachten, wofür dieser Gegenstand benutzt wird und wie er zu charakterisieren ist.
Bürokratie
Volkstümlich:
(arab. ) : – Sie werden von langwierigen Problemen erdrückt.
Bürste
Allgemein:
Der Volksglaube behauptet, daß es ein langes Leben bedeutet, wenn man davon träumt, sich die Haare zu bürsten. Striegeln Sie jedoch im
Traum ein Tier, werden Sie Schaden entdecken. Nun ja – achten Sie jedenfalls auf den Traumzusammenhang und Ihre Gefühle. Wie immer
bei der Traumdeutung sind die Einzelheiten wichtig.
Psychologisch:
Wer etwas ab- oder ausbürstet, möchte kein Stäubchen an sich sehen, mithin makellos dastehen. Ob ihm das gelingt, müssen andere Symbole
zeigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: zweifelhafte Unternehmungen, dir steht Verdruß bevor;
– die Kleider: Aufrechterhaltung der Ordnung.
(europ.) : – sehen: zeigt Unannehmlichkeiten an; man wird ins Gerede der Leute kommen;
– verschiedene sehen: unterschiedliche berufliche Tätigkeiten erwarten, die eher
angenehm sind und gut bezahlt werden;
– viele Bürsten sehen oder besitzen: man wird in Streit kommen;
– gebrauchen (allgemein): Unannehmlichkeiten bewältigen;
– kaufen: man wird unter der Eifersucht anderer zu leiden haben;
– sich selbst abbürsten (Haare, Kleider): in einem herrscht eine unbewußte Sehnsucht
nach der Zuneigung eines bestimmten Menschen;
auch: die Kleider: rauhe Behandlung;
auch: den Kopf: du wirst Gäste haben;
– Kleider ausbürsten und dabei viel Staub sehen: bringt Ärger;
– Schuhe bürsten: man wird eine schlechte Behandlung erfahren;
– Fußboden bürsten: man wird Schwierigkeiten in der Arbeit zu überwinden haben.
(Siehe auch „Bürsten“)
Bus
Assoziation: – gemeinsame Reise; Massenverkehr.
Fragestellung: – Welches Verhältnis besteht zwischen meiner persönlichen Macht und dem Massenbewußtsein?
Allgemein:
Der Aufenthalt in einem Bus zeigt, daß der Träumende sich mit Gruppenbeziehungen auseinandersetzt und sich überlegt, wie er in Zukunft
mit seinen Mitmenschen umgehen will. Möglicherweise verspürt der Träumende den Drang, für sich zu sein, obwohl er einer Gruppe
angehört und mit ihr für etwas engagiert kämpft.
Psychologisch:
Wie in der Realität: rasches Vorwärtskommen in Gemeinschaft. Manchmal ein Hilfestellungstraum für Menschen, die sich vergeblich
bemühen, allein ein Ziel zu erreichen. Außerdem: wie alle Fahrzeuge Symbol für Veränderung, Ortswechsel und Aufbruch. Wer häufig von
Busfahrten träumt, sollte sich an den Zustand des Busses und die Mitreisenden zu erinnern versuchen – hier wird der eigentliche Sinn des
Traumes zu entschlüsseln sein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Bus für das allumfassende Gute.
Volkstümlich:
(europ.) : – fahren: langsamer und mäßiger Fortschritt bei Plänen und Zielen;
– voller Leute und dabei stehen müssen: sich mit vielen anderen messen müssen, um Erfolg zu haben;
– im falschen Bus sein: im Leben den falschen Weg eingeschlagen haben.
(Siehe auch „Reise“)

316
Büsche
(Sträucher)
Allgemein:
Busch steht für Heimlichkeiten, weil man sich darin verstecken kann; übersetzt wird damit eine gewisse Abkapselung von der Umwelt. Man
kann das Symbol im Einzelfall aber auch so interpretieren, daß man Hemmungen überwinden sollte, durch die man behindert wird. Busch
kann ähnlich wie Baum (siehe unter diesem Stichwort) gedeutet werden.
– Allgemein verkündet ein grüner Busch ein bevorstehendes glückliches Ereignis, läßt Hoffnungen zu, so daß man bald wieder
zu blutvollen Leben (auch zur Liebe) zurückfinden wird.
– Ist der Busch verdorrt oder kahl, steht man im Widerstreit zu seinen Gefühlen, und kündigt Mißerfolge und Langeweile an.
Psychologisch:
Busch: Haben Sie sich dahinter versteckt? Weichen Sie vielleicht im Alltag einem Problem aus?
Volkstümlich:
(arab. ) : – Busch sehen: hüte dich vor Prozessen, sie bringen dir kein Glück;
– Büsche: du mußt Hindernisse überwinden;
– grünen und blühen sehen: deine Neigung wird erwidert; bald eine Neuigkeit erfahren;
– wegräumen und abhacken: du wirst aus Liebe dich zum Ziel durchkämpfen;
– vertrocknet: es steht eine ereignislose Zeit bevor.
(europ.) : – Zank und Streit; eine Veränderung ist angezeigt;
– hinter dem Busch liegen: Hinterlist;
– jemandem hinter einem Busch liegen sehen: Vorsicht vor einigen Menschen und vor Klatsch und Tratsch;
– einen voller grüner Blätter sehen: große Freude durch gute Nachricht;
– einen vertrockneten sehen: man wird sich in der nächsten Zeit viel langweilen;
– einen kahlen sehen: ein Plan ist zum Scheitern verurteilt und wird mißlingen;
– ihn durchdringen: die Veränderung zum Besten sein.
(ind. ) : – lege deine Hemmungen ab.
(Siehe auch „Baum“, „Gebüsch“)
Buschmänner
(Wilde)
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: kleinere Sorgen durch die Unehrlichkeit eines anderen;
– viele sehen: Rettung von selbstverursachten Schwierigkeiten durch einen Freund.
(Siehe auch „Eingeborene“)
Busen
Allgemein:
– Abgesehen vom rein erotischen Aspekt eines Busentraumes,
– symbolisiert ein großer Busen das Bedürfnis nach Verbundenheit, Zärtlichkeit, Ruhe;
– ein kleiner Busen läßt auf Respekt vor Autoritäten schließen.
Volkstümlich:
(europ.) : – ist er entzündet oder schmerzt er: Zeichen einer kommenden Krankheit;
– Träumt eine junge Frau, ihr Busen sei verwundet, so steht ihr Niedergeschlagenheit bevor.
Erscheint er ihr schmutzig oder geschrumpft, kommt eine große Enttäuschung in der Liebe,
und Nebenbuhlerinnen werden sie quälen. Betrachtet ihr Liebhaber ihren Busen heimlich
durch ihre hauchdünne Wäsche, wird sie dem Druck eines Freiers nicht mehr standhalten.
(Siehe auch „Brust“)
Bussard
Volkstümlich:
(europ.) : – allgemein: stehen für anzüglichen Klatsch oder ärgerliche Skandale;
– sprechen hören: ein längst vergessener Skandal kommt wieder ans Licht,
man wird mit illegalen Machenschaften in Verbindung gebracht;
– auf einem Zug sitzend: Unfall oder Verlust könnte Sie ereilen;
– fliegen sie auf: sobald sie näherkommen, wird es einem gelingen,
skandalträchtige Meinungsverschiedenheiten zwischen Freunden zu schlichten.
Buße tun
Allgemein:
– Buße tun warnt davor, daß man bald von anderen gekränkt wird; oft ist dabei auch noch die Asche
zu berücksichtigen, die man sich auf das Haupt streut.
Zu denken ist ferner, daß darin Schuldgefühle zum Vorschein kommen, die verarbeitet werden müssen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Kränkungen erleiden.
(europ.) : – seien Sie Fremden gegenüber reserviert; gefährliche Einflüsse begleiten Sie auf Reisen;
– tun: man wird eine Kränkung erleiden;
– einen Büßer sehen: schlechte Nachrichten.
(Siehe auch „Asche“, „Beichte“)
Bußgeld
Psychologisch:
Wer es zahlt, muß auch im Wachleben „blechen“. Die Seele erwartet eine Bestrafung für irgend etwas.
Büste
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Standbild): lege deine Fehler ab.

317
Butler
(Diener)
Psychologisch:
Er steht als Symbol für das Ansehen, daß man in der Gesellschaft genießt. Besitzt man selbst einen Butler, hat man einen hohen Status
erreicht. Ist man selbst der Butler, weißt das Unbewußte auf Dienste hin, die geleistet werden sollen.
(Siehe auch „Diener“)
Bütte
(hölzernes Wassergefäß)
Volkstümlich:
(arab. ) : – voll Wein: hohes Einkommen;
– voll Wasser: du kommst langsam, aber sicher vorwärts.
(europ.) : – sehen oder tragen: wenn sie gefüllt ist: gutes Einkommen; wenn sie leer ist: das Gegenteil.
Butter
Assoziation: – Reichhaltigkeit; Geschmack.
Fragestellung: – Nach welcher Belohnung hungere ich?
Allgemein:
– Butter kann in Beziehung zu dem Bedürfnis nach mehr Liebe, Zärtlichkeit und sexuellen Kontakten stehen, vor allem dann,
wenn man selbst buttert.
– Verzehrt man die Butter, soll das nach alten Traumbüchern gute Gesundheit versprechen.
– Vielleicht deutet das Symbol aber auch auf übersteigerten Eigennutz oder Schmeicheleien anderer hin,
vor denen man sich hüten sollte.
– Wird sie im Traum aufgetischt, verheißt sie meistens Gutes; denn sie gibt Kraft, Neues glücklich zu Ende zu bringen.
– Wer sein Brot mit Butter bestreicht, soll nach einer alten Volksweisheit durch eigene Energie erfolgreich sein.
– Wer beim Buttern zusieht, kann leicht von anderen untergebuttert werden.
Psychologisch:
Ein Symbol für das „kleine Glück“ – „alles in Butter“. Das eigene Leben hat seine beruhigende Ordnung, und niemand muß Mangel erleiden.
Ganz anders: Wenn Wertgegenstände mit Butter beschmiert sind oder man auf einem Stück Butter ausrutscht – dann ist es ebene dieses
kleine Glück, das man absolut nicht erstrebenswert findet. Man lehnt jede kleinbürgerliche Lebensweise ab – oder man will mehr erreichen
und verachtet alles Durchschnittliche.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: Zwist mit Freunden; Zerwürfnisse;
– schlagen oder machen: frohe Aussicht; ein behagliches Leben haben;
– kaufen: du neigst zur Verschwendung;
– alt: es stehen unvorhergesehene Geldausgaben bevor;
– ranzige sehen oder riechen: ein Argwohn erweist sich als berechtigt;
– ranzige essen: Streit mit Freunden ist zu erwarten.
(europ.) : – es können Nahrungssorgen damit ausgedrückt werden, aber auch sexuelle Neigungen;
– hat sonst gute Bedeutung;
– sehen: etwas, was man verheimlichen möchte, wird herauskommen;
– frische: bedeutet ein gutes Jahr;
– ranzige: bedeutet Verleumdung; auch: harte handwerkliche Arbeit;
– frische essen: bringt Gesundheit; mit Besitz und Wissen gesegnet sein;
– machen: Sehnsucht nach Zärtlichkeit; auch: mit einer Geldzuwendung rechnen können;
– Butter auf Brot streichen: Glück und Erfolg;
– für Ledige: baldige Verlobung oder Verheiratung;
– künstliche: Ärger, Neid oder Krankheit;
– verkaufen: mit wenig zufrieden sein müssen.
(ind. ) : – du vernachlässigst deine Freunde;
– kaufen: denke jetzt endlich ans Sparen.
Butterblume (Siehe „Blumen“)
Butterfaß
Volkstümlich:
(europ.) : – gute Nachricht, angenehmen Besuch.
Buttermilch
Volkstümlich:
(arab. ) : – ärgerliche Erfahrungen durch Freunde.
(europ.) : – trinken: verheißt Unverheirateten Enttäuschungen in der Liebe; für Verheiratete Kummer, Leid und Verlust;
– bringt dem Landmann Gutes, den anderen Schaden;
– wegschütten: ein noch schlechteres Zeichen, als sie zu trinken;
– Buttermilchsuppe essen: sich mit Widerwärtigkeiten und Krankheiten herumschlagen müssen;
es liegt Streit in der Luft, langjährige Freundschaften können jetzt zerbrechen;
– aufwachen, wenn man sie gerade trinkt: durch umsichtiges Einlenken einen Streit schlichten können.
Buttern
Volkstümlich:
(europ.) : – was man vorhat, wird gelingen;
– buttern: mit harten Aufgaben konfrontiert sein, die man mit Fleiß und Umsicht bewältigt;
Bauern dürfen auf eine gute Ernte hoffen; junge Frauen werden einen tatkräftigen, häuslichen Mann bekommen.

318
Butzenscheiben
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Fund oder kleine Entdeckungen machen.
Buxbaum
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, grün: langes Leben;
– verdorrt: du kommst nicht vorwärts.
Buxbaumhecke
Volkstümlich:
(arab. ) : – herrliche Zukunft.
Byzantinismus
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird in Versuchung geraten und bei scheinbaren Vorteil die innere Ehre Verlieren.

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