Traumdeutung Buchstabe D

Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets
Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets

D
Allgemein:
D als Buchstabe kommt gesprochen, geschrieben oder plastisch in Träumen vor. Man deutet es in alten Traumbüchern als Symbol für Nahrung und Wachstum. Wenn es häufiger auftaucht, macht man sich vielleicht zu viel Sorgen um die materielle Existenz oder fühlt sich in seiner Entwicklung eingeschränkt.
Volkstümlich:
(europ.) : – soviel wie das römische Zahlenzeichen oder als Wertzeichen: Gewinn in der Lotterie, Fund, Erbschaft, Geschenk.

Dach
Assoziation: – das Höhere; Schutz; Bedeckung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, meine Grenzen zu erweitern?
Achmet:
Aman, der zweite Feldherr des Kalifen, kam zu Sirin und fragte ihn: „Mir träumte, es flösse von allen Dächern der Stadt ohne einen Tropfen
Regen ein trübes Wasser und alle Bewohner fingen es auf außer mir und meinen Leuten.“ Sirin antwortete: „Zahlreich werden diejenigen
sein, die Leben und Besitz des Kalifen bedrohen, du aber wirst ihnen nicht in die Hände arbeiten.“ Nach zehn Tagen wurde der Kalif
umgebracht und sein Besitz geplündert. Aman selbst aber machte nicht gemeinsame Sache mit den Rebellen, wie Sirin es vorhergesagt hatte.
Allgemein:
Wenn sich im Traum die Aufmerksamkeit auf das Dach eines Hauses richtet, dann weiß der Träumende um den Schutz, den es bietet. Dach
kann den Intellekt verkörpern und enthält dann oft den Hinweis, daß man zu „kopflastig“ lebt, sich zu stark von Vernunft und Logik leiten
läßt, aber Gefühle und ähnliche „irrationale“ psychische Inhalte unterdrückt. Das muß geändert werden, damit man wieder zu mehr innerer
Harmonie findet. Darüber hinaus gibt es
je nach den Begleitumständen im Traum noch eine Reihe anderer, oft traditioneller Deutungen, vor allem:
– Dach besteigen kann bevorstehende Ehrungen und mehr Ansehen verheißen.
– Steht der Träumende auf dem Dach, fühlt er sich stark genug, um auf Schutz verzichten zu können.
– Vom Dach in die Umgebung schauen bedeutet, daß man sich einen besseren Überblick über die augenblickliche Lebenssituation
verschaffen sollte, um sie leichter zu bewältigen; blickt man vom Dach hinaus in eine weite, schöne Landschaft, wird die nächste
Zukunft erfolgreich und glücklich verlaufen.
– Schadhafte Ziegel auf dem Dach warnen vor bevorstehenden Gefahren, die man vielleicht noch nicht wahrgenommen hat.
– Ein undichtes Dach zeigt, daß der Träumende für emotionale Angriffe offen ist.
– Dach decken zeigt an, daß man dabei ist, seine Zukunft abzusichern.
– Sturz vom Dach weist ebenfalls auf Gefahren hin; steht man unverletzt auf, wird man dadurch nicht geschädigt, andernfalls muß mit
Mißerfolgen und Verlusten in einer konkreten Situation gerechnet werden; dahinter kann auch eine Warnung vor hochfliegenden Plänen
stehen, bei denen man sich selbst überschätzt.
– Brennendes Dach mit dunklem Rauch ist eine Unglücksbotschaft, helle Flammen dagegen zeigen Erfolg und Glück an; oft kommen im
Dachbrand auch unbewußte Wünsche und Phantasien zum Ausdruck.
Psychologisch:
Ein Dach ist notwendig, um das Grundbedürfnis des Menschen nach Sicherheit und Schutz zu erfüllen. Auf der anderen Seite erschwert das
Dach „den Griff nach den Sternen“. Dach meint den Kopf des Träumenden, das „Oberstübchen“. Wenn im Traum dort etwas nicht in
Ordnung ist, sollten wir im Wachzustand prüfen, ob da nicht etwas „spinnt“, ob wir unsere Gedanken nicht besser ordnen oder
zusammennehmen müssen. Dachbodenträume erinnern manchmal an frühe sexuelle Erlebnisse in der Jugend oder an längst vergessene
Ereignisse oder Situationen. Wenn Feuer unter dem Dach ist, sollte der Träumer den Rat eines Psychotherapeuten einholen. Übrigens wacht
man nach einen solchen Traum meistens mit Kopfschmerzen auf. Steigt man im Traum jemanden aufs Dach, will man ihn
im Wachleben mit seinem Wissen überflügeln.
Spirituell:
Mitunter wird der schützende Aspekt der Frau als Hüterin der Feuerstelle als Dach dargestellt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Schutz und Sicherheit; man wird bei seiner Arbeit gut vorankommen;
– hellrotes Ziegeldach sehen: Freude;
– darauf stehen: Auszeichnung erhalten;
– darauf sitzen: Zufriedenheit, Einfluß, Ansehen;
– herunterfallen: schlimme Nachrichten und Ereignisse; Schreck in Aussicht;
mit Rückschlägen in seinen Unternehmungen ist zu rechnen;
– decken sehen: für Liebende baldige Heirat, für Eheleute Kindersegen;
– abdecken sehen: Unglück im Hause;
– brennen sehen: Glück in Unternehmungen haben;
– mit Vögeln sehen: eine Reise machen.
(europ.) : – neues sehen: stellt hohe Ehren in Aussicht;
– altes sehen: verkündet Sorgen und Gefahren;
– ein Strohdach: verheißt eine angenehme Häuslichkeit;
– besteigen: man wird sich in Gefahr begeben;
– darauf stehen: bedeutet, daß man von Gefahren bedroht ist; auch: hohe Ehre; überwältigender Erfolg;
– auf einem stehen und Angst vor einem Sturz haben: Ihre Anstellung wird Ihnen nicht garantiert sein
auch wenn Sie vielleicht vorwärts kommen;
– decken: bringt ein fröhliches und zuversichtliches Leben und mehr Sicherheit mit sich;
– herunterfallen sehen: kündet ein unerwartetes Ereignis an;
– herunterfallen, ohne sich zu verletzen: man wird einer Gefahr entrinnen; zeigt Rückschläge und schlechte Nachrichten an;
– herunterfallen und sich dabei verletzen: kündet eine Erkrankung an;
– ein schadhaftes sehen: schlimme Nachrichten;
– ein einstürzendes Dach: warnt vor plötzlichen Schwierigkeiten;
– ein Dach reparieren oder bauen: das Vermögen bald vergrößern können;
– ein Ziegel fällt vom Dach: alle Anstrengungen sind jetzt sinnlos und rein e Zeitverschwendung;
– auf einem schlafen: Feinde und falsche Freunde nicht fürchten müssen; Ihre Gesundheit ist robust;
– aus einem Dachfenster schauen: ferne Hoffnungen;
– unter einer Dachrinne stehen: unglückliche Zeiten in der Liebe könnten folgen;

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(ind. ) : – mit Ziegeln: du kannst in Kürze auf frohe Botschaft aus dem Ausland hoffen;
– ohne Ziegel: sei gefaßt, denn ein Unheil nährt sich deinem Hause, und wie du weißt, kommt ein Unglück selten allein;
– mit roten Ziegeln: Zufriedenheit und Freude wird in dein Haus einkehren;
– brennendes: die Kraft deiner Seele wird dich nicht verlassen;
– mit Vögeln: du hast schon lange vor, deine Umgebung zu verlassen, aber etwas bindet dich, es hat den Anschein,
als seien es dir liebe Personen.
(Siehe auch „Brand“, „Dachziegel“, „Haus“, „Strohdach“)
Dachboden
Assoziation: – höheres Bewußtsein; Erinnerung; gespeicherte Vergangenheit.
Fragestellung: – Was gibt es „da oben“, das ich in Besitz nehmen möchte oder das zu erkunden ich mich fürchte?
Allgemein:
Auf dem Dachboden verwahrt man meist Dinge auf, die alt sind oder die man wenig beziehungsweise gar nicht braucht. Im Traum bezieht
sich der Dachboden auf Erinnerungen und alte (weit zurückliegende) Gefühle. Sie warten nur darauf aktiviert zu werden. Vielleicht sollte
sich der Träumende mit seiner Vergangenheit beschäftigen, es kann dort sehr viel Nützliches zu finden sein.
Psychologisch:
Er ist ganz oben über der ausgebauten Welt; er ist unser Ober- Stübchen, in dem das Gebälk unserer Gedankenstruktur sichtbar wird. Auf
dem Dachboden sollte Ordnung sein wie in unserem Kopf. Hier darf es nicht „spinnen“, darf sich nicht Gerümpel anhäufen. Träume vom
Dachboden sind stets etwas verdächtig. Sie haben viel mit Jugenderinnerungen zu tun, Erinnerungen der Neugier, des verbotenen
Durchstöberns und früher erotischer Erlebnisse. Der dämmerige oberste Raum ist für manches Kind, gleich dem untersten dunklen Raum, ein
Angstort. In diesen projiziert es die Ahnung finsterer Lebensgewalten. In den Träumen vom Dachboden stößt man oft auf komische,
altertümliche und auf unerlaubte Inhalte, auf Phantasien und mancherlei Querulieren. Außerordentlich gefährlich ist es, wenn „Feuer im
Dache“, unter dem Dache des Hauses ausbricht. Dann bricht ein Brand im Kopf aus, meist zu spät bemerkt. Solche Brandträume können
beginnende geistige Störungen ankünden.
Volkstümlich:
(europ.) : – für einen Ledigen: Verlobung;
– für einen Verheirateten: vermeiden Sie Flirts;
– für Mittellose: verheißt günstigere Umstände;
– auf einen klettern: man neigt dazu, Theorien nachzulaufen und den harten Alltag
anderen zu überlassen, die damit nicht so gut zurechtkommen.
Dachdecker
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ehre, Ruhm und Stellung.
(ind. ) : – wenn du es verstehst, kannst du vorteilhaft Verbindungen eingehen, vor allem schlage
die Bitte deines Verehrers nicht unbedacht ab.
Dachfenster
Volkstümlich:
(arab. ) : – Wohlleben.
(europ.) : – aus einem schauen: ferne Hoffnungen.
(ind. ) : – hüte dich vor starkem Liebesgenuß, du würdest ihn später bereuen.
Dachgiebel:
Psychologisch:
Symbol für einen Ort der Sicherheit, auf den man sich retten kann, wenn die Wellen des Lebens einmal zu bedrohlich hochschwappen.
Manchmal auch ein Tip des Unterbewußtseins, etwas „noch rechtzeitig in Sicherheit zu bringen“, bevor es verloren ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – Guter Rat wird Ihnen erteilt werden, der, sofern befolgt, Ihnen Glück bringen wird.
Dachkammer:
Volkstümlich:
(europ.) : – sich darin befinden: deutet auf Hoffnungen hin, die sich nicht erfüllen werden;
– Eine junge Frau, die träumt, in einer Dachkammer zu schlafen, wird mit ihrer derzeitigen Beschäftigung nicht glücklich werden.
(Siehe auch „Dachstube“)
Dachrinne
Allgemein:
Dachrinne weist darauf hin, daß man ungewöhnliche oder gar gefährliche Wege geht, um eine Absicht zu verwirklichen. Dabei sind folgende
Begleitumstände zu beachten:
– Klettert man langsam, aber stetig an der Dachrinne aufwärts, wird man zwar einige Mühe aufwenden müssen, aber schließlich doch
zum Ziel gelangen.
– Rutscht man die Dachrinne hinab, zeigt das an, daß man in einer schwierigen Situation zwar den Rückzug antreten muß, dank eigener
Phantasie und Kreativität aber glimpflich davonkommen wird.
– Absturz warnt davor, daß alle Mühe umsonst sein wird, man wird schnell und hart wieder auf den Boden der Realität landen.
– Trivial, manchmal aber auch zutreffend ist die Deutung als Wunsch nach einem erotischen Abenteuer (vergleichbar dem bayerischen
Fensterln).
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: guter Partner oder Teilhaber;
– darunter stehen: unerwartete Unannehmlichkeiten.
(europ.) : – sehen: Ärgerlichkeiten treten ein;
– Wasser ausgießende Rinne: Unangenehmes wird bald verschwinden;
– hinaufklettern: man wird auf einem verbotenen oder nicht gebräuchlichen Weg zu einem bestimmten Ziel gelangen;
– beim hinaufklettern abrutschen oder herunterfallen: ein verbotenes oder ungebräuchliches Unternehmen wird schiefgehen;
– an einer herunter rutschen: aus einer unangenehmen Affäre wird man sich auf ungewöhnliche Weise herauswinden können;
– unter einer stehen: es könnten unglückliche Zeiten in der Liebe folgen.

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Dachs
Medizinrad:
Schlüsselworte: Angriff; bösartig; Wut; gedrungen; stämmig; aggressiv; Beschützer der Wurzeln.
Beschreibung: Der Dachs, ein kleines, gedrungenes Säugetier, führt einen kraftvollen, aggressiven und bösartigen Angriff. Folglich gehen
größere Tiere Dachsen ebenso klug aus dem Weg wie Stinktieren. Beide sondern einen Geruch ab, der besonders ekelhaft ist. Dachse sehen
nicht sehr gut, haben jedoch einen besonders ausgeprägten Geruchssinn. Im allgemeinen greifen sie Menschen nicht an, es sei denn, um sich
zu verteidigen.
Allgemeine Bedeutung: Der aggressive, schützende Aspekt deines Wesens; der bösartige Anteil deiner Natur; Zorn; Wut.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Ein starker Beschützer und Verbündeter oder ein Gegner mit Neigung zur Bösartigkeit.
Allgemein:
Dachs lebt und gräbt mühsam blind unter der Erde; manche Traumbücher verstehen ihn deshalb als Hinweis auf eine Existenz, die reich an
Mühen und Plagen, aber arm an Erfolgen und Glück ist, weil man gebotene Chance nicht erkennt; je nach individuellen Lebensumständen
kann diese Deutung zutreffend sein und dazu auffordern, die Augen für die vielen Möglichkeiten des Lebens zu öffnen. Vielleicht
symbolisiert das Tier aber auch die mühsame Suche nach verdrängten Inhalten für die man noch blind ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder von ihm verfolgt werden: man hüte sich vor einem gefährlichen Menschen; überlistet werden;
– fangen: seine Wohnung verändern.
(europ.) : – Gesundheit, Wohlergehen und Glück; auch: das glückliche Ende langer Entbehrungen.
(ind. ) : – man soll nicht dem Gerede der Neider lauschen.
Dachstube
Allgemein:
Dachstube versinnbildlicht noch stärker als das Dach den Intellekt („Oberstübchen“) und die Ideale des Träumers, der dann oft zu
idealistisch-intellektuell, manchmal auch hochmütig und abweisend-stolz lebt; dann fordert der Traum dazu auf, auch die andere Seiten der
Persönlichkeit auszuleben. Sieht man in der Dachstube alte Gegenstände, stehen sie für Erinnerungen und ein gutes Gedächtnis; die
Gegenstände können zusätzlich gedeutet werden und das Traumverständnis erleichtern.
(Siehe auch „Dach“, „Dachkammer“)
Dachtraufe
Volkstümlich:
(arab. ) : – Unglück durch Unvorsichtigkeit.
Dachziegel
Allgemein:
Dachziegel sollen einen mühseligen Lebensweg anzeigen, den man aber mit viel Geduld ertragen wird;
– wenn die Ziegel beschädigt sind, wird das Unglück überwiegen.
– Fallen sie vom Dach herunter, umschreiben sie einen Widersacher, der uns mit geistigen Mitteln schlagen will.
Volkstümlich:
(arab. ) : – herabfallen sehen: Gewinn, Erbschaft;
– einen betrachten: der Erfolg geht nur schleppend voran und man läuft Gefahr,
viele Bemühungen und Anstrengungen umsonst getan zu haben.
(europ.) : – ein fallender: alle Anstrengungen sind jetzt sinnlos und reine Zeitverschwendung.
(ind. ) : – mühsam gehst du deinen Lebensweg, aber du erträgst alles mit Geduld;
– fallende: bald günstige Tage, du kommst zum Ziel.
(Siehe auch „Dach“, „Ziegel“)
Dackel
Allgemein:
Das Symbol des Dackel steht für Vitalität, Lebensfreude, Anhänglichkeit und Ausdauer, aber auch für Eigensinn. Er mahnt den Träumenden
dazu, nicht zu viel zu grübeln, sondern zu handeln.
Psychologisch:
Dackel soll darauf aufmerksam machen, daß man sich selbst überschätzt und vor Entscheidungen zu lange nachdenkt, bis andere eine
günstige Gelegenheit schon beim Schopf gepackt haben. Ein guter Kamerad geht an unserer Seite, aber er kann uns nicht helfen, weil er
selbst hilflos ist.
Volkstümlich:
(ind. ) : – du meinst schlau zu sein, weil du lange überlegst ehe du dich entschließt, es ist aber gerade das Gegenteil,
und andere kommen dir zuvor.
(Siehe auch „Hund“.)
Dahlie
Volkstümlich:
(europ.) : – Ihre finanziellen Belange werden sich in Kürze verbessern;
– verkünden Glück, wenn sie frisch und von leuchtender Farbe sind.
Dakar
Volkstümlich:
(ind. ) : – du willst weg von deinem jetzigen Aufenthaltsort, aber irgend etwas scheint dich zu binden.
Damaszenerpflaume
Volkstümlich:
(europ.) : – Diese Bäume mit ihren purpurroten Früchten und zierlichen Blättern zu sehen verheißt Glück,
der Wohlstand wird nicht lange auf sich warten lassen.
– essen: Vorbote von Kummer.

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Damaszenerrose
Volkstümlich:
(europ.) : – in voller Pracht und Blüte: deutet auf eine baldige Hochzeit in Ihrer Familie hin, und,
sich große Hoffnungen bald erfüllen werden;
– steckt ein Liebhaber einer Frau diese Rose ins Haar, so wird man sie betrügen;
– Erhält eine Frau einen Strauß im Frühling, wird sie einen neuen Liebhaber haben,
erhält sie ihn jedoch im Winter, werden ihre Hoffnungen zunichte gemacht.
Dame (Frau)
Allgemein:
Dame unterscheidet sich vom Symbol der Frau dadurch, daß sie vornehm wirkt. Darin kann eine gewisse Lebensfremdheit zum Ausdruck
kommen, man läßt sich vielleicht zu sehr vom äußeren Schein trügen.
– Vielleicht zeigt das Symbol aber auch an, daß Wünsche in Erfüllung gehen und Ziele erreicht werden.
– Sieht man mehrere Damen im Gespräch beieinander stehen, kann das vor Klatsch und Tratsch warnen.
– Eine Dame sehen und mit ihr gesellschaftlich oder sexuell verkehren wollen: Man sehnt sich nach
besserem Umgang oder nach einem sexuellen Abenteuer, das auch einen geistigen Reiz hat. Hinter der
Dame kann sich die eigene Mutter verbergen, die Autorität, die uns ermahnen will, anders zu leben als bisher.
Man achte bei der Deutung des Traumes darauf, ob es sich tatsächlich um eine richtige Dame gehandelt hat.
Psychologisch:
Ein häufiger Männertraum: Eine fremde, oft „gesichtslose“ Dame bewegt sich unnahbar, fast unheimlich durch eine Traumhandlung. Sie
wirkt faszinierend und bedrohlich zugleich. Was heißt: Man hat Angst vor weiblicher Überlegenheit oder allen typisch weiblichen
Eigenschaften, die er nicht durchschaut – und somit nicht in den Griff bekommen kann. Ein Unterlegenheitstraum. Das Bild mütterlicher
Frauen läßt auf den Wunsch nach Geborgenheit schließen – also wieder auf Unsicherheit, aber auf einem anderen Gebiet. Von Frauen
geträumt: eine übermächtige Mutter (oder Vorgesetzte usw.), die immer etwas emotional „Unerreichbares“ an sich hat und Wert darauf legt,
mehr gefürchtet als geliebt zu werden. Wie haben die Damen im Traum einer Frau ausgesehen? Waren es offensichtliche Sexbomben? Dann
ist die Träumerin in bezug auf ihren Partner und auch in bezug auf ihre Weiblichkeit unsicher.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine bekannte, vor allem wenn hübsch und anmutig: eine baldige gute Nachricht;
– eine fremde: Bekannte werden hinter dem Rücken nachteilig über einem sprechen;
– aufgeputzte: Zank und Ärger;
– eine sich aus der Gesellschaft entfernende: Ärger mit dem Partner.
(europ.) : – die Verbindung mit einer Dame läßt Wünsche und Erwartungen in Erfüllung gehen;
– jung und schön: zeigt eine gute Nachricht an;
– alt und häßlich: ärgerliche Klatschereien;
– mit einer sprechen: es wird etwas gut werden;
– mehrere Damen sehen oder sprechen: man wird das Opfer von Klatsch.
(ind. ) : – du scheinst das Leben trotz deines Alters noch nicht zu verstehen und glaubst, daß die Sonne immer scheint. Denke an den Abend
und trenne die Gefühle von den Gedanken. Dein Herz entflammt zu rasch und die Reue kommt zu spät.
(Siehe auch „Frau“, „Mutter“)
Dame (Spiel)
Volkstümlich:
(arab. ) : – spielen: bleibe Glücksspielen fern;
– Täuschung in gemachten Berechnungen.
(europ.) : – Spielbrett sehen: lustige Gesellschaft;
– spielen: schwankender Erfolg im Geschäft; ernste Schwierigkeiten,
Fremde werden in Ihr Leben treten und Ihnen Schaden zufügen;
– das Spiel gewinnen: in einem zweifelhaften Unternehmen Erfolg haben.
(Siehe auch „Spiele“, „Spielkarten“)
Damenbesuch
Volkstümlich:
(ind. ) : – glaube nicht, daß Treue immer echt ist, es wird im Leben sehr viel versprochen, was nie gehalten wird.
Damengesellschaft
Volkstümlich:
(arab. ) : – hüte dich vor Klatschereien, denn sie werden ärgerlich für dich ausfallen.
(ind. ) : – versprich nicht zu viel und bedenke lieber vorher, was du sagen willst.
Man wird dich beim Wort nehmen und du wirst unentschlossen sein.
Damenschuh
Volkstümlich:
(arab. ) : – Verdruß.
Damenslip
Assoziation: – intimes Selbst; sexuelle Identität.
Fragestellung: – Was fühle ich insgeheim? Was bin ich zu offenbaren bereit?
(Siehe auch „Kleidung“)
Damhirsch
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Neuigkeiten erleben;
– töten: Besiegung seiner Feinde.
(ind. ) : – du wirst bald über deine Gegner Sieger sein.
(Siehe auch „Hirsch“)

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Damm
Allgemein:
Ein Damm kann im Traum unterschiedliche Bedeutungen annehmen. Damm steht meist für innere Barrieren, Widerstände, Gefühle,
Erinnerungen und Triebe die sich „anstauen“; oder der Träumende versucht, einen Gefühlsausbruch bei einem anderen Menschen zu
verhindern. Man muß dann oft befürchten, daß sie sich irgendwann nicht mehr unter Kontrolle halten lassen, sondern der Damm plötzlich
bricht.
– Wenn der Träumende einen Damm errichtet, dann baut er einen Schutzwall zu seiner Verteidigung auf.
– Ein brechender Damm ist ein Hinweis darauf, daß der Träumende fürchtet, seine Gefühle nicht mehr
länger unter Kontrolle halten zu können.
Psychologisch:
Während der Mensch auf der bewußten Ebene seine Gefühle in der Regel kontrollieren muß, gestattet ihm das Traumerleben den natürlichen
Ausdruck seiner Schwierigkeiten oder Frustration. Überlaufendes Wasser oder ein Dammbruch ist dabei ein oft wiederkehrendes Bild.
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisiert der Damm der spirituellen Entwicklung künstlich auferlegte Begrenzungen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder betreten: Schutz vor Gefahren;
– daran arbeiten: gute Geschäfte;
– ein von Wasser durchbrochener: deine Pläne werden durchkreuzt.
(europ.) : – warnt den Träumenden vor Gefahren und vor schlechten Freunden, sowie Hindernisse,
die zu überwinden sind;
– ein vom Wasser zerrissener: in Liebeshändel kommen;
– daran arbeiten: glücklicher Fortgang deiner Unternehmungen;
– ihn überschreiten: baldiger Tod;
– ihn überqueren: Ihr Ärger wird sich vergrößern und dann abrupt aufhören, besonders dann,
wenn Ihre Tätigkeit künstlerischer Natur ist.
(Siehe auch „Wasser“)
Dammbruch
Psychologisch:
Er symbolisiert sehr anschaulich, daß sich eine übermächtige Kraft nicht länger zurückhalten läßt: Das Wasser (Gefühl) durchbricht die
Absperrung (Pflicht, Tradition, Zwänge), um endlich frei fließen zu können. Ein Symboltraum für eine sich ankündigende (und längst
fällige) aggressive Entladung. Manchmal auch dafür, ein Gefühl über den Verstand siegen zu lassen, eine Leidenschaft auszuleben.
(Siehe auch „Bahndamm“, „Damm“, „Staudamm“)
Dämmerung
Assoziation: – Anfang; Verstehen.
Fragestellung: – Was beginnt?
Allgemein:
Dämmerung schildert eine unklare Lage, in der wir uns befinden.
– Die Abenddämmerung führt uns nicht aus diesem Problem heraus,
– die Morgendämmerung hingegen läßt hoffen, daß wir unsere Probleme schließlich doch lösen werden.
Psychologisch:
Die Verschmelzung von Licht und Dunkelheit gilt als Symbol für Romantik und das (psychische) „Schweben zwischen zwei Welten“.
– Dämmerung am Morgen zeigt im Traum an, daß etwas Neues entsteht, das wahrscheinlich günstig ausgehen wird;
ein Hoffnungssymbol.
– Am Abend symbolisiert die Dämmerung den Übergang von Aktivität zu Ruhe und Erholung, man sollte dann lernen,
die Anspannung loszulassen und das Geschaffte zu genießen. Die Abenddämmerung steht auch für ein sanftes
Abschiednehmen, das zugleich die Chance eines Neubeginns (der nächste Sonnenaufgang) in sich trägt.
Volkstümlich:
(europ.) : – Abenddämmerung: stürmische, ungestüme Zeiten stehen dir bevor; düstere Aussichten für den Handel werden noch verstärkt;
– Morgendämmerung bedeutet Gutes; eine neue Welt wird vorbereitet.
(Siehe auch „Abend“, „Morgen“)
Dämon
Assoziation: – Bild des Selbstzweifels oder der Verleugnung.
Fragestellung: – Was steht zwischen mir und meinem höheren Bewu ßtsein?
Allgemein:
Dämon kann die innere Zerrissenheit eines Menschen anzeigen, der sich von seinen unterdrückten Bedürfnissen und Wünschen bedroht
fühlt. Oft sind damit auch massive Schuldgefühle, Ekel und Aggressionen verbunden, zum Teil auch Angstzustände. In solchen Fällen kann
psychotherapeutische Hilfe angezeigt sein, wenn man die Probleme selbst nicht in den Griff bekommt.
Psychologisch:
Unter diesem Begriff sammeln sich viele Wesen aus Märchen und Phantasie, wie zum Beispiel „Zwerge“, „Riesen“, „Feen“, „Hexen“ und
„Geister“. Kommen Dämonen im Traum vor, sind sie entweder hilfsbereit oder bösartig und haben meist etwas Unheimliches an sich. Oft
sind sie ein Bild für Gewissensängste oder schuldbelastete Phantasie des Träumenden. Wenn diese Traumbilder sehr oft erscheinen und
Angst bei dem Träumenden auslösen, kann dies auf eine Störung der Persönlichkeit hinweisen.
Volkstümlich:
(europ.) : – einem begegnen: weist auf rücksichtsloses Leben und Unmoral hin; einer Frau verspricht dies einen schlechten Ruf;
– einen sehen: Warnung vor den Angriffen falscher Freunde;
– ihn besiegen: die Pläne Ihrer Feinde durchkreuzen.
(Siehe auch „Ungeheuer“)

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Dampf
Assoziation: – Kraft; manchmal auch Wut.
Fragestellung: – Was brodelt in mir?
Allgemein:
Der Träumende hegt leidenschaftliche Gefühle einer Sache oder einem Menschen gegenüber, ohne genau zu wissen, worum oder wem es
sich handelt. Gefühle die sich nicht entladen können und deshalb einen hohen inneren Druck aufbauen; dann besteht die Gefahr, daß es
irgendwann einmal zu heftigen Gefühlsausbrüchen kommt, die viel Schaden anrichten können, insbesondere bei negativen Gefühlen wie
Zorn und Wut, die zu offener Aggression gegen Personen oder Objekte führen können. Der Dampf warnt im Traum dann vor solchen
Gefühlen und fordert dazu auf sie nicht anzustauen, sondern rechtzeitig abzureagieren. Nicht selten hat der Dampf aber auch mit Energie und
Tatkraft zu tun, die ebenfalls Druck erzeugt, der in zielgerichtete Handlungen umgesetzt wird, um Absichten zu verwirklichen; dabei können
folgende Begleitumstände das Verständnis der Traumbotschaft erleichtern:
– Dampf sehen zeigt an, daß man mit viel Elan an eine Aufgabe herangeht und sie auch lösen wird; meist ist damit aber auch die
Ankündigung verbunden, daß sich die Erwartungen trotzdem nicht erfüllen werden, sondern daß sich die Aussichten gleichsam
„in Luft“ auflösen.
– Der Wasserdampf behindert unseren Blick in die Ferne, übersetzt: in die Zukunft.
– Im Dampf stehen, von ihm eingehüllt werden, kann darauf hinweisen, daß zwar viel Energie und Tatkraft vorhanden ist, das Ziel aber noch
nicht klar genug definiert wurde; deshalb können die Aktivitäten ins Leere laufen und zu Enttäuschungen und Mißerfolgen führen.
– Dampflokomotiven und -maschinen stehen für innere Antriebe und hohe Ziele, die Bewegung und große Veränderungen ins Leben bringen;
grundsätzlich ist das günstig zu beurteilen, aber man muß darauf achten, daß man mit seinem Tatendrang nicht über das Ziel hinausschießt.
– Dampfschiff zeigt, daß man das Lebensschiff tatkräftig über das „Meer des Lebens“ steuert und genügend Energie besitzt, um alle
Probleme die auf einen zukommen können, zu meistern.
Psychologisch:
Ein Symbol für Hitze und Überdruck. Da sich hier die eine Substanz in eine andere verwandelt, bedeutet Dampf Transformation. Darüber
hinaus steht Dampf für eine vorübergehende Erfahrung, da er sich leicht verflüchtigen kann.
Spirituell:
Der Träumende begegnet der Macht des Geistes und ist sich dessen bewußt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf Mühen, Sorgen und Leiden; die Pläne bedürfen noch einer Klärung,
es ist nicht sicher, ob sie überhaupt einen Nutzen bringen;
– von ihm verbrüht oder überspritzt werden: verkündet einen bösen Zufall.
(europ.) : – sehen: eine mit ehrlichem Streben durchgeführte Arbeit erweist sich als unnütz; auch: Zweifel
und Differenzen zwischen Ihnen und einem geliebten Menschen, die nur Sie klären können;
– wallender: zeigt ungeklärte Ziele an und steht symbolisch für Unsicherheiten und Aggression;
– von einer Lokomotive sehen: man macht zu große Pläne;
– dampfendes Wasser auf einem Herd oder Ofen sehen: bringt Differenzen in der Familie;
– weißer: hat eine günstige Vorbedeutung ;
– dunkler: verkündet Gefahren und Sorgen;
– aus einem Schornstein: Überwindung aller Schwierigkeiten.
(Siehe auch „Nebel“, „Rauch“, „Wasser“)
Dampfbad
Volkstümlich:
(europ.) : – in einem sitzen; man wird sein Ziel nach vieler Mühe erreichen, aber es wird sich nicht lohnen;
– es sich in einem gutgehen lassen: mit verdrießlichen Menschen zu tun haben;
– aus einem steigen: Sie werden erkennen, daß Ihre Sorgen nur vorübergehender Natur sind.
Dampfkessel
Psychologisch:
Wer sich im Traum am dampfenden Wasserkessel die Finger verbrennt, kann es ruhig wörtlich nehmen – er hat Angst davor, daß ihm etwas
„zu heiß wird“ und daß er „sich die Finger verbrennt“, wenn er der Versuchung nachgibt, einem Gefühl freien Lauf zu lassen – es nicht mehr
mit einem „Ventil zu sichern“, was heißt, es unter Kontrolle zu haben. Oft ein Wunschtraum!
(Siehe auch „Dampf“)
Dampfmaschine
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeitende: große Zerstreuung;
– stillstehende: beschwerlicher Geschäftsgang.
(europ.) : – sehen: Verdienst und Reichtum in Aussicht; Behaglichkeit;
– bedienen: man wird zufriedenstellende Arbeit leisten;
– arbeitende: Vermehrung des eigenen Vermögens.
(ind. ) : – du sollst deinen Eifer immer beibehalten.
(Siehe auch „Dampf“)
Dampfschiff
Allgemein:
Dampfer, das Schiff, das Dampf abläßt, steht für die eigene Unruhe, daß die Lebensreise in unbekanntes Fahrwasser gehen könnte. Der
Rauch des Schornsteins verhüllt gewissermaßen die Zukunft; aber nur Mut, jede Reise geht einmal – hoffentlich glücklich – zu Ende.
Psychologisch:
Wenn man ihn fahren sieht, steht er für die seelischen Impulse, die überfahren werden. Schnell will der Verstand zum Ziel.
Volkstümlich:
(arab. ) : – fahren sehen: guter Abschluß geschäftlicher Verbindungen;
– auf einem fahren: hoffnungsvolle Zukunft;
– kentern sehen: ein böser Zwischenfall wird deinen Plänen hinderlich sein.

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(europ.) : – unter vollem Dampf: stehen für Arbeit und große Aktivität;
– einen sehen: man wird eine Reise machen;
– fahren sehen: Verwirklichung deiner Pläne;
– damit fahren: Reise ins Ungewisse, unsichere Unternehmungen; Verbesserung der augenblicklichen Lage.
(Siehe auch „Dampf“, „Reise“, „Schiff“)
Dampfwagen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: angenehmer Besuch in Aussicht;
– damit fahren: rasche Erledigung von Angelegenheiten jeglicher Art.
(europ.) : – große Reisen bevorstehend, die ausfallen, wie die Nebenbilder im Traum zeigen.
Dank / Dankbarkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – allgemein empfangen oder geben: verkündet Wohltaten;
– selbst einem anderen gegenüber dankbar sein: überraschende Ereignisse für Sie;
– einem selbst gegenüber Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht wird: diese glückhaften
Ereignisse werden einem Ihnen nahestehenden Menschen zuteil.
Darben
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst darben: mit einem geschäftlichen Einbruch konfrontiert werden, obwohl man mit einem Erfolg rechnete;
– andere darben sehen: es kommen Nöte auf andere und Sie selbst zu.
Darlehen
Artemidoros:
Ein Darlehen bedeutet dasselbe wie das Leben; denn wir schulden unser Leben ebensogut der Natur des Alls wie ein Darlehen dem
Gläubiger. Der Gläubiger hat dieselbe Bedeutung wie ein Darlehen. Deshalb bedeutet er Kranken Gefahr, wenn er an sie herantritt und sein
Geld zurückfordert, nimmt er aber etwas, den Tod. Ein sterbender Gläubiger befreit von Kummer und Sorgen. Ferner bedeuten ein Gläubiger
und eine Tochter dasselbe, weil eine Tochter zwangsläufig Forderungen stellt; denn hat man sie einmal unter vielen Sorgen großgezogen,
geht sie mit einer Mitgift aus dem Haus.
Allgemein:
Die alten Traumbücher in ihrer praktischen Lebensweisheit sagen, daß man Freunde verliert, wenn man einen Kredit aufnimmt. Gibt man
aber selbst einen an andere, dann ist man im Begriff, sich Feinde zu machen – finanzielle Verpflichtungen können schnell den Tod jeder
Freundschaft bedeuten.
(Siehe auch „Borgen“)
Darm
(Därme)
Assoziation: – Stärke; Durchhaltevermögen.
Fragestellung: – Aus welcher Quelle beziehe ich meine Stärke?
Allgemein:
Darm kann im Traum für die Verarbeitung und Verwertung von Erfahrungen stehen, die gleichsam „verdaut“ werden; das weist meist darauf
hin, daß man den eigenen Erfahrungen mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. Aber neben der Verdauung hat der Darm auch noch die
Aufgabe, das Unverdauliche auszuscheiden; deshalb kann er auch zum Ausdruck bringen, daß man sich von belastenden Erfahrungen
befreien sollte.
Psychologisch:
Darmentleerung: Übersetzt die Befreiung von Schuld-, auf jeden Fall von unguten Gefühlen, die Verdrängung böser Erinnerungen, vielleicht
auch eines Liebeskummers. Das Unbewußte will unsere Seele von unnützen Gedanken befreien. Vielfach wird diese menschliche
Handlungen auch als Freigebigkeit gedeutet, die man vom Träumer erwartet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – verkünden nichts Gutes;
– fauliger: Krankheit und Tod.
(europ.) : – läßt auf eine Erkrankung schließen;
– getrocknete Därme: erfolgreiche Unternehmungen;
– im Traum begegnen: in Kürze widerfährt Ihnen ein Unglück, durch das Sie einen Freund verlieren;
– die eigenen sehen: eine Krankheit wird Ihre täglichen Geschäfte mit anderen beeinträchtigen;
zeigt auch Verlust mit viel Verdruß an;
– die eigenen auf einen Gegenstand legen, der sich als Heizkörper entpuppt, und sie daraufhin heiß
werden und Sie sich sehr unwohl fühlen und Sie andere bitten, Ihnen zu helfen, was jedoch abgelehnt
wird: so verheißt dies Unglück und die Schwierigkeit sich aus einer gefährlichen Lage zu befreien.
(Siehe auch „Kot“, „Toilette“, „Körper“)
Das Ende der Welt
Volkstümlich:
(europ.) : – Man wird von sehr überraschenden Dingen hören, die zu guten Zeiten führen werden.
Dattelbaum
Artemidoros:
Kränze von der Dattelpalme begünstigen wegen der Verflechtungen eheliche Verbindungen mit freigeborenen Frauen und prophezeien
wegen des Immergrüns Kinder, denen ein langes Leben beschieden ist; weiteres verheißt die Dattelpalme einen Sohn. Athleten und Armen
sind sie (Kränze) günstig; die letzteren machen sie reich, die ersteren berühmt. Sklaven bringen sie die Freiheit; denn das Tragen solcher
Kränze ist ein Vorrecht der Freien. Das Verborgene aber decken sie auf, weil das erringen solcher Kränze für Aufsehen sorgt.

338
Volkstümlich:
(arab. ) : – Dattelpalmen bedeuten adlige Frauen und solche aus kaiserlichem Geblüt.
– Träumt einer, er gehe in einen Hain von Dattelpalmen und pflücke reife Palmfrüchte, wird er so viel Gold und Reichtum
von adligen und kaiserlichen Frauen erlangen, wie er Früchte pflückte;
sind diese noch unreif, wird der Träumende sich abmühen, Gunsterweise von jenen zu bekommen,
aber entsprechend den Früchten, die er pflückte, nur Übles erleiden, weil diese eine adstringierende Wirkung haben.
– Reißt einer Palmblätter ab, wird er von denselben Frauen große Macht erlangen, weil die Blätter spitzig sind,
aber nur geringen und mäßigen Reichtum.
– Träumt der Kaiser oder ein großer Herr, er nehme etliche Dattelkerne aus der Samenkapsel, wird er mit einer adligen Dame
ein Kind zeugen, ein gemeiner Mann wird sich über ein Kind von einer hohen Adligen freuen, sofern die Kerne Zweige getrieben.
– Löst einer vom Stamm der Palme die wollige Rinde, wird er von einer Frau nur geringe und mäßige Geldmittel bekommen;
reißt er von einer dürren Palme etwas ab, wird er von eines fremden Weibes Erbteil entsprechend reich werden.
– eine sehen: deine Liebe findet die stärkste Erwiderung.
– deine Liebe findet die stärkste Erwiderung.
Datteln
Allgemein:
Weil Datteln exotische Früchte sind, machen sie den Träumenden auf seine Wünsche nach etwas Besonderem und Ausgefallenem in seinem
Leben aufmerksam. Andererseits steht die Dattel im Traum vielleicht dafür, daß der Träumende Freundlichkeit und einen Menschen braucht,
der sich um ihn kümmert. Dattel hat meist sexuelle Bedeutung, weist auf die Bedürfnisse nach Sex, Liebe und Zärtlichkeit hin. Nach alten
indischen Traumbüchern kann damit aber auch die Warnung vor zu großer Leidenschaft verbunden sein, die man zügeln soll. Die süße
Beerenfrucht kann sexuell gedeutet werden, besonders wenn man sie im Traum verzehrt.
Psychologisch:
Die Dattel symbolisiert das Weibliche – in körperlicher wie seelsicher Hinsicht. Reife, süße Datteln verweisen auf befriedigende
Partnerbeziehungen und allgemeine Zufriedenheit bzw. überraschendes Glück in der Liebe. Er verspürt das Bedürfnis, daß sich ein anderer
Mensch in einem ungewöhnlichen Maß seiner annimmt. Bleiben sie für den Träumenden unerreichbar, hat er Sehnsucht nach seelischer und
körperlicher Ausgeglichenheit. Unreife Datteln bedeuten dagegen Minderwertigkeitsgefühle, Hemmungen bzw. die Ablehnung einer
bestehenden oder bevorstehenden Partnerschaft.
Spirituell:
Früchte, und besonders Datteln, werden oft mit Fruchtbarkeitsriten in Verbindung gesetzt. Im Alten Rom wurden Datteln wegen ihres
köstlichen Geschmacks und ihrer spirituellen Verbindung oft während der Hochzeitsvorbereitungen als Aphrodisiakum verwendet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben oder essen (allgemein): guter Erfolg in der Liebe;
– wenn ein Mann Datteln ißt: von einer Frau geliebt werden;
– wenn ein Mann Datteln verschenkt: sie wird dich bald küssen.
– Datteln zu essen verheißt Glück, Freude und Vermögen von einer hohen Frau.
– Träumt einer, er stoße auf Dattelpalmen, finde deren Früchte aufgehäuft am Stammende der Bäume und esse einen Teil,
den anderen trage er fort, wird er entsprechend deren Menge bedeutende Mittel von einer Frau durch Hurerei erwerben;
gibt er auch anderen von den Früchten ab, wird er auch anderen mit dem Reichtum dienen.
(europ.) : – ein weibliches Symbol, das erotisch auszulegen ist;
– abpflücken: Sehnsucht nach Liebe;
– verschenken: man wird Küsse erhalten;
– wenn eine Frau Datteln sieht oder ißt: man wird von einer Person des anderen Geschlechts bewundert und geliebt werden;
– wenn ein Mann Datteln sieht oder ißt: er sehnt sich nach Erlebnissen mit mehreren Frauen;
– nur eine einzige essen: man wird einer alten Liebe wiederbegegnen;
– verteilen oder an eine andere Persönlichkeit abgeben: Zuneigung;
– nicht mögen oder wegwerfen: Abneigung.
(ind. ) : – du kannst getrost den Tag genießen, deine Leidenschaften aber sollst du zügeln.
(Siehe auch „Früchte“)
Datum
Allgemein:
Wenn im Traum ein bestimmtes Datum hervorgehoben wird, soll der Träumende entweder an etwas besonders Bedeutsames – im positiven
oder im negativen Sinne – in seinem Leben erinnert werden oder aber über die Zahlen des Datums nachdenken.
Psychologisch:
Die Psyche des Menschen gibt ihm im Traum oft hellseherische Informationen. Möglicherweise bezeichnet das Datum ein in der Zukunft
liegendes Ereignis, auf das der Träumende aufmerksam gemacht werden soll.
Spirituell:
Ein bestimmtes Datum oder ein bestimmter Tag können auf eine bevorstehende – vielleicht auch auf eine vergangene – spirituelle Erfahrung
hinweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – lesen: Wichtiges steht bevor.
(Siehe auch „Zahlen“)
Dauerwellen
Allgemein:
Dauerwellen können zeigen, daß man selbst eifersüchtig ist oder anderen Anlaß zur Eifersucht gibt.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder gemacht bekommen: man findet einen beständigen Liebhaber oder eine Freundin, die einen nicht verlassen wird.
– einem anderen machen: man ist eifersüchtig.

339
Daumen
Allgemein:
Daumen symbolisiert oft elementare Schaffenskraft, Energie und Durchsetzungsvermögen; er kann deshalb ankündigen, daß man in nächster
Zeit ein sorg- und problemloses Leben führen wird. Von Freud als Symbol sexueller Triebhaftigkeit bezeichnet, umschreibt er wohl doch
eher das Kreative, die künstlerische Begabung des Menschen; denn der Daumen verleiht der Hand (siehe dort) ja erst ihre Geschicklichkeit
und Beweglichkeit. Ist der Traumdaumen zu kurz geraten, dann ist man künstlerisch nicht zu sehr auf der Höhe, oder man hat vielleicht auch
nur zuwenig Energie, um Dinge richtig anzupacken.
Psychologisch:
Man könnte annehmen, daß der Frauentraum von einem Daumen sexueller Natur ist. Doch ausnahmsweise stimmt das einmal nicht. Es ist
vielmehr so, daß die Träumerin ihre Produktivität entweder nicht genügend ausleben kann (verletzter Daumen) oder aber befriedigt über ihre
Produktivität ist (bewußtes Wahrnehmen des Daumens). Der Daumen gilt auch als Symbol für den Sieg oder Verlust, je nachdem, on er nach
oben oder nach unten zeigt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ruhiges, sorgenloses Dasein;
– sich daran schneiden: Krankheit oder Verlust Angehöriger;
(europ.) : – zeigt das Gelingen einer aufsehenerregenden guten Tat an, ferner Geschick und Kraft;
– ein einziger Daumen: auf Sie warten gerissene Leute und eine unsichere Zukunft;
– ein schmerzender: es drohen geschäftliche Einbrüche; Ihre Kollegen werden Ihnen unerträglich;
– wenn eine Daumenverletzung den Gebrauch Ihrer Hand verhindert: mit geschäftlichen Verlusten rechnen müssen;
– keinen Daumen haben: Not und Vereinsamung;
– ein unnatürlich kleinen haben: es ist einem eine Zeitlang Freude vergönnt;
– besonders groß: schnellen und rasanten Erfolg haben;
– einen verschmutzten haben: verkündet Befriedigung lasterhafter Begierden;
– mit langen Nagel: wegen Vorliebe für lockere Vergnügungen ins Verderben rennen.
(ind. ) : – die Sorgen sind weit von dir.
(Siehe auch „Finger“, „Hand“, „Körper“)
Daumenlutschen
Allgemein:
Symbolisiert einen Zustand der Angst, sich wegen seines Tuns schämen zu müssen. Für manche Psychoanalytiker umschreibt es Onanie und
Masturbation.
Psychologisch:
Weil es normalerweise nur Kleinkinder tun, gilt es als Symbol für die Flucht in Kindlichkeit – und als Sehnsucht nach der frühkindlichen
oralen Phase.
Daunen
Volkstümlich:
(arab. ) : – gute Einnahmen, großer Gewinn.
Debatte
Psychologisch:
Es ist die Auseinandersetzung der Seele mit mehreren eigenen innerlich vertretenden widerstrebenden Meinungen. Sie steht somit für
Zwiespalt und Aufregung.
Deck (Schiffsdeck)
Psychologisch:
Befinden Sie sich im Traum auf dem Ober- oder Unterdeck? Letzteres symbolisiert, daß Sie mehr „aus dem Bauch leben“ – oder dies endlich
einmal versuchen sollten. Das Oberdeck des Schiffes gilt als Hinweis auf eine sehr „kopfgesteuerte“ Phase, in der Gefühle auf der Strecke
bleiben und geistige Ziele konzentriert angepeilt werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – an Deck eines Schiffes sein und ein Sturm heraufziehen sehen: bedeutet große Katastrophen
und unglückliche Verbindungen, die man nicht mehr kontrollieren kann;
– eine ruhige See und klare Sicht: freie Fahrt zum Erfolg und bei Liebenden auf vollkommenes Glück.
(Siehe auch „Schiff“; „Meer“)
Deckbett (Siehe „Oberbett“)
Decke (Woll-)
Assoziation: – Annehmlichkeit; Geborgenheit; Wärme.
Fragestellung: – Vor welcher Annehmlichkeit oder Angst will ich mich schützen?
Allgemein:
Steppdecke, Federbett oder Wolldecke repräsentieren häufig das Bedürfnis des Träumenden nach Sicherheit, Wärme und Liebe. Sie im
Traum zu sehen bedeutet, daß er dieses Bedürfnis erkennt. Decke ist oft im Sinn von „etwas unter der Decke halten“ (also verbergen) zu
verstehen; man muß dann zu ergründen suchen, was man vor sich selbst und anderen versteckt, ob man sich dafür schämt und Schuldgefühle
empfindet.
– Die indische Traumkunde verbindet mit der Decke den Hinweis, daß man Verzicht üben muß, um zu einem Ziel zu gelangen.
– Eine spezielle Bettdecke kann eine spezielle Bedeutung haben.
– Eine Kinderbettdecke im Traum eines Erwachsenen etwa kann den Wunsch nach Trost deuten.
Psychologisch:
Sie wärmt, und man kann sich auch „unter ihr verbergen“ – deswegen ist es wichtig, daß man sich nach einem solchen Traum merkt, mit
wem man „unter einer Decke steckt“: Sie ist Symbol für Vertrautheit – und auch für gemeinsamen Rückzug – z.B. vor der Indiskretion
anderer. Möglicherweise hat die Farbe oder das Muster der Bettdecke größere Bedeutung als die Decke selbst.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann eine Bettdecke im Traum ein Symbol für spirituelle Fürsorge sein.

340
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Bettdecke): Wünsche bleiben unerfüllt.
(europ.) : – Tisch-, Sofa- oder Bettdecke: ein Besuch ist zu erwarten;
– schmutzige: bedeutet Verrat;
– neu und weiß: verheißt Erfolg; eine tödliche Krankheit wird durch unerwartete Umstände abgewendet;
– wohlhabend sein und träumen neue zu kaufen oder zu erhalten: Geldverlust;
– arm oder minderbemittelt sein: Verbesserung der Position;
– eine oder mehrere Decken sehen: man wird Besuch bekommen; manchmal auch Familienzuwachs;
– sich in eine wickeln: man fürchtet sich vor Feinden und warnt andere gleichzeitig, nicht so offenherzig zu sein;
(ind. ) : – du mußt auf so manche Dinge verzichten können, wenn du etwas erreichen willst.
(Siehe auch „Farben“, „Geometrische Figuren“)
Decke (Zimmer-)
Psychologisch:
Als die Obergrenze eines Raumes symbolisiert sie eingeschränkte Möglichkeiten „nach oben hin“. Wer davon träumt, hat sicher etwas
durchzustehen, wobei ihm manchmal „die Decke auf den Kopf fällt“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Zimmerdecke) sehen: Neider haben;
– einstürzen sehen: große Gefahren.
(europ.) : – eines Zimmers: warnt vor irgendeiner Gefahr.
(Siehe auch „Einstürzen“, „Farben“, „Geometrische Figuren“)
Deckreisig
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder auf Pflanzen decken: Widerstreit in allen Dingen.
Defäkation
Assoziation: – Ausscheidung; sich von etwas trennen, vor allem vom Müll der Vergangenheit.
Fragestellung: – Wovon bin ich mich zu trennen bereit?
(Siehe auch „Abort“, „Darmentleerung“)
Defizit
Volkstümlich:
(europ.) : – haben: man wird einen Prozeß verlieren, den man schon gewonnen glaubt.
Defloration (Siehe „Entjungferung“)
Deformierung
Volkstümlich:
(europ.) : – deformiert sein: Schande und Sorgen.
Degen
Allgemein:
Degen steht oft in Männerträumen für eine aggressive Form der Sexualität, die notfalls zu erzwingen versucht, was sie nicht aus freien
Stücken erhält; das kann als Mahnung verstanden werden. In Träumen von Männern weist er in der Regel auf eine übertriebene Betonung
des männlichen Trieblebens. Dahinter steht fast immer Unsicherheit. Ein rostiger Degen weist auf verletzte Männlichkeit hin. Zieht man im
Traum den Degen, so sollte man sich fragen, ob man nicht dazu neigt, übereilt zu handeln. Für Frauen bedeutet der Degen oft Angst vor
Sexualität, gleichzeitig aber auch Sehnsucht nach einem starken (jedoch nicht aggressiven), beschützenden Partner. Zuweilen verkörpert der
Degen das persönliche Ehrgefühl, kann auf eine Ehrverletzung oder mehr Ansehen hinweisen. Ein Kampf mit dem Degen zeigt manchmal
an, daß man um seine Ehre kämpfen muß, die durch andere in Frage gestellt und gekränkt wird.
Psychologisch:
Degen oder Dolch: Sigmund Freud sah im Degen oder Dolch ein männliches Phallussymbol. Heute spricht die Psychoanalyse dem
Vorkommen eines Degens oder Dolchs die psychische Bedeutung von Trennen zu. Es kann also auch eine herannahende (oder befürchtete)
Trennung ankündigen. Als Phallussymbol steht er wohl für übertrieben herausgestellte Männlichkeit. Wenn Frauen davon träumen, haben sie
vielleicht im Wachleben überspitzte sexuelle Wünsche. Der im Traum gezogene Degen kann auf einschneidende Erlebnisse hinweisen,
manchmal suggeriert dann aber das Unbewußte, man solle seine Gedanken besser in der Gewalt haben. Psychoanalytisch betrachtet müßte
ein rostiger oder gebrochener Degen auf mangelnde Potenz oder auf eine Krankheit des Unterleibes hinweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein nur sehen: man wird ehrenvoll behandelt;
– tragen: du weißt dein Recht zu wahren;
– in der Scheide: eine Demütigung;
– aus der Scheide ziehen: du wirst bald Streit bekommen;
– in Händen haben: Freude, Ehre;
– damit fechten: Freundschaft;
– zerbrechen sehen: Todesfall;
– zerbrochener: unglücklicher Zufall;
– mit großem vergoldeten Griff: Ehrung;
– verlieren: Armut;
– sich selbst damit verwunden: Wohlstand, hohe Gönner;
– damit angegriffen werden und selbst waffenlos sein: man hat mit einem einschneidenden Erlebnis zu rechnen;
– damit angegriffen werden und selbst einen besitzen: man wird gegen Verleumdung zu kämpfen haben.

341
(europ.) : – sieht ein Mann einen Degen: eine befürchtete Trennung steht bevor;
– in der Hand: verheißt Ruhm, Ehre, Freude;
– blanker oder gezogener Degen: Streit und Verlust;
– mit einem angegriffen werden: ein entscheidendes Erlebnis kommt bald auf einen zu;
– mit einem gestochen werden: Lebensgefahr;
– sich selbst mit einem kämpfen sehen: man wird sich gegen Angriffe und Klatsch gut zur Wehr setzen können;
– rostiger: Schändung der Ehre.
(ind. ) : – du hast in deinem Leben stets mit Abwechslung zu rechnen, sie schadet dir aber nicht, denn daraus kannst du nur lernen.
(Siehe auch „Messer“, „Schwert“)
Dehnen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich: Todesangst.
Deichsel
Allgemein:
Deichsel steht in Beziehung mit dem Weiterkommen im Leben.
– Wenn man sie sieht, wird man häufig bald mit Erfolgen rechnen können.
– Die zerbrochene Deichsel kündigt jedoch oft Mißerfolge an.
– Im tiefenpsychologischen Sinn mag die Deichsel im Einzelfall auch einmal anzeigen, daß der Lebensweg nicht mit dem inneren Antrieb in
Einklang steht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Deichselstange: Erreichung des Ziels.
(europ.) : – durch Armut in Abhängigkeit geraten;
– sehen: man wird eine Reise machen;
– zerbrochene sehen: ein Plan wird sich nicht realisieren;
– sich an einer Wagendeichsel stoßen: verkündet eine traurige Nachricht.
(ind. ) : – ehe einige Tage vorbei sind, wirst du dein langersehntes Ziel erreichen.
Dekorieren
Volkstümlich:
(europ.) : – das Zimmer oder das Heim verschönern: Gegenteilstraum; Verluste in geschäftlichen Angelegenheiten erwarten.
Delikat
Volkstümlich:
(europ.) : – von zarter Gesundheit träumen: immer ein gutes Zeichen; Sie werden robust sein und geschäftlich vorankommen.
Delikatessen
Allgemein:
Delikatesse ist ein ermutigendes Zeichen, das Zufriedenheit und stilles Glück verspricht, wenn man unbeirrt seinen Weg weiter verfolgt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sich unnötigen Hoffnungen hingeben;
– essen: Dankbarkeit in der Liebe.
(europ.) : – aller Art: Glück bei jungen Leuten;
– Auskommen bei alten Leuten.
(ind. ) : – bleibe auf dem Weg, auf dem du dich jetzt befindest, er führt dich zur Zufriedenheit.
Deliquent
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einen Verbrecher treffen: heftige Opposition gegenüber Ihren Absichten; bleiben Sie standhaft, da Sie im Recht sind.
(Siehe auch „Verbrecher“)
Delirium
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst im Delirium sein: Gefahr durch ein Geheimnis;
– einen anderen sehen: ein Freund versucht Ihnen heimlich zu helfen.
Delphine
Assoziation: – natürliche Intelligenz; transzendente Weisheit; Mitgefühl; spielerische Leichtigkeit.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist von göttlicher Weisheit oder spielerischer Leichtigkeit geprägt?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Uralt; intelligent; spielerisch; mitfühlend; fühlt sich in Wasser und Luft gleichermaßen wohl; gesellig; mitteilend; Spiel;
Harmonie; Reinheit; nördlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Der Delphin wird im Medizinrad mit der inneren Position des nördlichen Seelenpfads und mit der Reinheit assoziiert. Er ist
ein sehr altes Meeressäugetier, das eine Intelligenz besitzt, die uns Menschen noch vor manches Rätsel stellt. Delphine sind in der Lage, mit
ihresgleichen zu kommunizieren; in manchen Fällen auch mit Menschen oder anderen Kreaturen des Meeres. Sie leben in mäßig warmen bis
warmen Gewässern. Seit einigen Jahren verenden zu viele von ihnen in Thunfischnetzen. Es ist wichtig darauf zu achten, daß man nur
Thunfisch ißt, der mit für Delphine ungefährlichen Methoden gefangen wurde. Auf diese Weise können wir dazu beitragen, unsere älteren
Brüder und Schwestern, die schon oft Menschen geholfen haben, zu beschützen.
Wie der Wal ist der Delphin ein Meeressäugetier, das zum Atmen an die Wasseroberfläche kommen muß. Delphine sind sozial eingestellte
Tiere und leben gerne in Gruppen, in denen sie sich gegenseitig schützen und umsorgen. Manche Menschen halten Delphine für
Verbindungswesen zu den Göttern oder jenen, die in anderen Schöpfungsreichen leben.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil von dir, der spielerisch im Wasser des Lebens schwimmt; das Kind in dir; deine Fähigkeit zu spielen;
Mitgefühl; Liebe.
Assoziation: Spielerische Leichtigkeit, Intelligenz, Schwimmdisziplin.

342
Transzendente Bedeutung: Ein Bote; Gabe tatsächlicher Lektionen aus anderen Schöpfungsreichen.
Artemidoros:
Ein Delphin bringt Glück, wenn man ihm im Meer sieht und bedeutet, es werde aus der Richtung, in die er schwimmt, ein günstiger Wind
wehen (Der Delphin galt den Schiffern als Wetterprophet. Noch heute wissen diese im ägäischen Meer, daß der Delphin nach der Richtung
hin zu schwimmen pflegt, woher der nächste Wind oder der des folgenden Tages kommen werde). Ein gestrandeter Delphin prophezeit
Unheil; man wird den Tod einer heißgeliebten Person mit ansehen müssen.
Allgemein:
Delphine sind für Seeleute gleichzeitig Retter und Führer, weil sie ein besonderes Wissen und eine besondere Art von Bewußtheit haben.
Wie der Delphin, so taucht auch das Unbewußte aus den Tiefen auf – der Delphin repräsentiert demnach die verborgene Seite des Menschen,
die es zu ergründen gilt. Der freundliche und verspielte Delphin deutet seit alters her auf eine frohe und angenehme Zeit. Begleiten Sie den
Delphin in die Welt unter Wasser, so ist dies ein besonders glücklicher Traum, der Ihnen viel über Ihr Seelenleben verraten kann. Außerdem
steht ein Delphin im Traum auch für Klugheit und Notsituationen, aus denen man errettet wird. Merken Sie sich jede Einzelheit, die Sie
erleben.
Psychologisch:
Das kluge Tier aus dem Element Wasser ist Symbolgestalt der mit Intelligenz gepaarten Tiefe eines Gefühls. Auf der psychologischen Ebene
stellt ein Delphin die spielerische Seite der Persönlichkeit dar. Zugleich macht er den Träumenden jedoch auch auf den Trickster
aufmerksam. Schwimmt der Träumende in seinem Traum mit Delphinen, dann setzt er sich mit seiner ursprünglichen Natur in Verbindung.
Spirituell:
Ein Delphin symbolisiert spirituelle Sensibilität und Geborgenheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein ein lebender: Symbol des Glücks;
– toter: eines Gönners Tod; Verlust eines lieben Menschen.
(europ.) : – kann Ausdruck für eine neue Regierung sein; kein sehr gutes Traumsymbol.
(Siehe auch „Wal“)
Demonstration
Allgemein:
Demonstration steht oft für eine übertriebene Selbstdarstellung, die einem persönlich sehr viel Schaden kann. Praktisch bedeutet das, man
sollte sich etwas mehr in Zurückhaltung und Bescheidenheit üben.
Psychologisch:
Hierdurch kann eine innere Protesthaltung oder unbewußte Ablehnung von Personen oder Tätigkeiten zum Ausdruck kommen. Man sollte
sich vor allzu aggressiven Reaktionen und übertriebener Selbstdarstellung hüten. Wer demonstriert in Ihrem Traum wofür? Am wichtigsten:
Auf welcher Seite stehen Sie? Wollen Sie – aktiv beteiligt – etwas zum Positiven verändern – oder stehen Sie auf der Seite, welche die
geforderte Veränderung mit allen (meist von konservativer Einstellung bestimmten) Mitteln verhindern will? Allein Ihre Position im
Geschehen bestimmt die Traumaussage. Sie soll Ihnen klarmachen, was Sie mit höchstem Einsatz erreichen oder verhindern wollen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – verrate niemanden deine Stimmung, du könntest in unangenehme Dinge verwickelt werden.
Demütigungen
Volkstümlich:
(europ.) : – erfahren: Glück, Erfolg; ermutigt auch zu neuer Arbeit, zu neuem Hoffen und neuen Unternehmungen.
Denkmal
Assoziation: – Arbeit an der Würdigkeit oder Anerkennung.
Fragestellung: – Was schätze ich an mir selbst? Wie möchte ich in Erinnerung bleiben?
Allgemein:
Spielt in einem Traum ein Denkmal, etwa ein Kriegerdenkmal, eine Rolle, dann transportiert dies den Träumenden zurück in eine
vergangene Zeit, zu einer Erinnerung vielleicht, die zu einem „Abdruck in Stein“ geworden ist. Der Träumende muß diese Erinnerung
aufarbeiten, bevor er in seiner Entwicklung weiter voranschreiten kann. Denkmal steht oft für Ehre, Anerkennung und Erfolg, manchmal
aber auch für Übelkeit, Selbstüberschätzung, zu hohe Erwartungen und Hoffnungen. Nach den Begleitumständen im Traum unterscheidet
man vor allem die folgenden
Bedeutungen:
– Denkmal sehen verspricht bevorstehende Erfolge mit Anerkennung, warnt aber zugleich davor, deshalb leichtsinnig und hochnäsig zu
werden. Nur manchmal deutet das Denkmal darauf hin, daß man es im Leben zu etwas bringen wird.
– Denkmal bauen deutet auf den Beginn einer Arbeit hin, bei der man Ehre einlegen wird, wenn man sich aufrichtig bemüht.
– Eigenes Denkmal sehen warnt vor hochtrabenden Plänen, übersteigerten Hoffnungen und Selbstüberschätzung, die zu Schaden und
Spott führen.
– Denkmalsockel sehen kann ermuntern, um sich mehr anzustrengen, um hinauf zu gelangen; liegt das Standbild neben dem Sockel, ist
das als Warnung vor einem Scheitern, einem Absturz in Not und Elend zu verstehen, weil man sich vorher vielleicht selbst erhöht hat.
– Das Denkmal in Form eines Grabsteins soll langes Leben bedeuten.
Psychologisch:
Es kann aber auch als Machtsymbol verstanden werden und als versteinertes Bild einer Machtposition, die zwar zu beachten, aber nicht mehr
aktuell ist.
Spirituell:
Ein Denkmal ist eine gegenständliche Darstellung, die Ehrerbietung und Wertschätzung wiedergeben soll.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst durch eine Auszeichnung beglückt werden;
– eigenes sehen: ehrenreiches Leben;
– umgestürztes oder eingefallenes: hüte dich vor Todesgefahren.
(europ.) : – allgemein: Abschluß einer Arbeit, eines Planes; oft übersteigerte Hoffnungen auf Verwirklichung eigener Pläne;
– jedes gutaussehende Denkmal ist ein gutes Omen; Erfolg zeigt sich als Belohnung Ihrer Anstrengungen;
– sehen oder setzen: man freut sich über Fortschritte;
– mithelfen, eines zu errichten: die eigenen Leistungen werden bald verdiente Anerkennung ernten;
– sehen und bewundern: ehrenvolle Laufbahn;
– sehen und beneiden: warnt vor Ehrgeiz und Sucht nach Ruhm;
– auf einem Friedhof sehen: langes Leben und Anerkennung seitens der Mitmenschen;

343
– sein eigenes sehen: man neigt in einer bestimmten Sache zur Selbstüberschätzung; Überheblichkeit,
übersteigerte Hoffnungen können jetzt nur schaden; man wird sich dadurch lächerlich machen;
– viele seiner eigenes sehen: man wird sich durch Größenwahn lächerlich machen und zugrunde richten;
– das eines Bekannten oder Fremden sehen: man wird an dem Erfolg eines anderen teilnehmen;
– das einer großen Persönlichkeit sehen: man wird in der Arbeit dank eigenen Verdienstes vorwärtskommen.
(ind. ) : – Ehre kommt dir ins Haus, sei darüber nicht zu stolz.
(Siehe auch „Grab“)
Depesche
Volkstümlich:
(europ.) : – telegrafische: man erlebt Aufregungen.
Depression
Assoziation: – unterdrückte Emotionen; Mangel an Alternativen.
Fragestellung: – Vor welchen Gefühlen habe ich Angst?
Derby
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Glückstraum; man kann mit finanziellen Gewinnen rechnen.
Deserteur
Allgemein:
– Deserteur kann andeuten, daß man zur Flucht vor Pflichten und Verantwortung neigt, was auf Dauer nicht gut geht.
– Hilft man im Traum einen Deserteur, kann man vielleicht selbst auf Hilfe in einer schwierigen Situation hoffen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst vermutlich keine Nachricht erhalten;
– selbst einer sein: deine Falschheit wird erkannt werden.
(europ.) : – sehen oder desertieren: Schmach, Feigheit; man wird von Entfernten Nachricht erhalten;
– viele sehen: Unzufriedenheit im Lande, Streiks oder Manifestationen;
– einem zur Flucht verhelfen: es wird einem aus einer Schwierigkeit herausgeholfen werden.
Designer
Assoziation: – Organisation; Form.
Fragestellung: – Welche neuen Pläne bin ich zu machen bereit?
Desinfizieren
Allgemein:
Sie symbolisieren, daß sich der Träumende verseucht, krank oder schmutzig fühlt. Er hält Teile von sich oder bestimmte seiner Bedürfnisse
für verkommen und „unrein“, die dringend der Reinigung/Desinfektion bedürfen. Es kann aber auch bedeuten, daß er eine panische Angst
davor hat, sich seelisch bei seinen Mitmenschen zu infizieren, das heißt, er hat Angst, sich von den Gefühlen und Leidenschaften seiner
Mitmenschen anstecken zu lassen. Oft werden ja Gefühle aus dem Bereich des Sexuellen als schmutzig empfunden. Positiv betrachtet
verhindert ein Desinfektionsmittel die Verseuchung, so daß der Träumende gute Chancen hat, seine seelischen Verletzungen heil zu
überstehen. Gelegentlich träumen seelisch gestörte Menschen, die zu zwanghafter Sauberkeit neigen, häufig von Desinfektion.
Dessert
Volkstümlich:
(europ.) : – es ist ein glückhaftes Omen, im Traum eine reife Frucht zu essen;
– nicht ausgereifte Frucht oder zu lange aufbewahrte: mit geschäftlichen Verlusten rechnen müssen.
(Siehe auch unter einzelnen Früchten)
Dessous
Psychologisch:
Das Traumsymbol Dessous kann im Traum von Männern wie auch in dem von Frauen als eines der wichtigen eindeutigen Sexualsymbole
angesehen werden. Bei Dessous im Traum ist auf deren Symbolik deren Farbe zu achten.
– Rote Dessous: Rote Dessous drücken den Wunsch nach heißer Liebe aus.
– Schwarze Dessous: Schwarze Dessous betonen das Geheimnis, das gelüftet werden möchte.
– Weiße Dessous. Weiße Dessous deuten auf Unschuld und Verführung hin.
Detektiv
Allgemein:
Der Mann, der uns nachspürt und unsere geheimsten Gedanken errät; übersetzt bedeutet er auch die Angst, daß eigene schlechte Absichten
entlarvt werden und auf einen selbst zurückfallen; dahinter steht dann häufig ein schlechtes Gewissen mit Schuldgefühlen. Sieht man sich
selbst als Detektiv, kann das auch auf eine verantwortungsvolle, aber aufregende Aufgabe hinweisen, die man vielleicht bald übertragen
bekommt.
Psychologisch:
Ein Traumsymbol, was Ihnen auch die Gefahren (bzw. die nicht immer ganz geraden Wege) eines Vordringens in neue, unbegrenzte
Möglichkeiten anschaulich machen will. Wenn Sie sich selbst in der Rolle des Detektives erlebt haben, wollen Sie etwas „ohne Rücksicht auf
Verluste“ erfahren, um das Ergebnis anschließend für Ihre – vielleicht geheimen – Ansichten zu verwerten. Vielleicht will uns das Unbewußte
auch nur mahnen, endlich mit unseren Heimlichkeiten Schluß zu machen.

344
Volkstümlich:
(arab. ) : – (ihn sehen, mit ihm zu tun haben): bestohlen werden.
(europ.) : – sehen: man wird unruhigen Zeiten entgegengehen; Sie werden ein Geständnis hören, das Ihre Meinung über einen
anderen Menschen richtig stellen wird;
– sein: man wird eine verantwortungsvolle Aufgabe anvertraut bekommen;
– von einem verfolgt werden und schuldig sein: man hat kein reines Gewissen;
der Ruf wird auf dem Spiel stehen und Freunde werden Ihnen den Rücken zukehren;
– von einem verfolgt werden und völlig unschuldig sein: Reichtum und Ehre werden
von Tag zu Tag näher rücken;
(ind. ) : – es hat keinen Sinn, jemanden anzulügen, du schadest dir dabei nur selbst.
Detektivroman
Volkstümlich:
(europ.) : – lesen: man wird ein aufregendes Abenteuer erleben.
Deuten
Volkstümlich:
(europ.) : – Schuldbewußtsein, oft Verfolgungsmanie;
– mit dem Finger: man bekommt Ärger.
Deutsch
Volkstümlich:
(europ.) : – fühlen und handeln: Ehrgefühl besitzen.
Devisen
Allgemein:
Ausländisches Geld können auf einen beruflichen oder finanziellen Erfolg hinweisen. Manchmal deuten sie aber an, daß man nichts
verheimlichen oder vertuschen sollte, weil man sonst ertappt wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man will etwas verheimlichen, es wird einem aber nicht gelingen;
– mit ihnen handeln oder welche erhalten: Glück bei der Arbeit.
Dezember
Volkstümlich:
(europ.) : – prophezeit zwar die Anhäufung von Reichtum, jedoch den Verlust von Freundschaften;
Fremde werden bei Freunden Ihren Platz einnehmen.
(Siehe auch „Jahr“)
Diadem
Allgemein:
Diadem kann für übersteigertes Streben nach Anerkennung, Auszeichnung und Ehrung stehen, mit dem man sich aber nur lächerlich macht.
Manchmal taucht es als Symbol für Bewußtsein und Geist auf; die Bedeutung kann dann nur aus den individuellen Lebensumständen geklärt
werden. Das Diadem im Traum ist auch eine Anerkennung der Macht des Weiblichen und drückt die Fähigkeit aus, geistige oder
intellektuelle Fähigkeiten zu nutzen, um eine Vormachtstellung zu erhalten.
Psychologisch:
Mit einem Diadem wird immer ein magisches Gefühl oder etwas Wunderbares assoziiert, und es kann daher als Darstellung des Magischen
und Unbekannten aufgefaßt werden. Hat man im Traum das Diadem stolz getragen, bestätigt das ein starkes Selbstbewußtsein und das
Wissen um die eigene Wirkung auf andere Menschen. Wenn man jemanden um ein Diadem beneidet hat, wäre man selbst gern in dessen
„alles überstrahlenden“ guten Position.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist das Diadem ein Symbol für die Himmelskönigin und stellt durch seine Kreisform das größere Ganze dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen: du wirst für deine Überheblichkeit gedemütigt werden.
(europ.) : – sehen: Zeichen für eine bestimmte Ehre, die demnächst an Sie herangetragen werden wird;
– aufsetzen: man wird ausgezeichnet werden;
– einem anderen aufsetzen: man wird viel Freude haben und zufrieden sein;
– verlieren: man wird gekränkt werden;
– finden: man sehnt sich nach Ehre und Größe.
– Wenn ein junges Mädchen davon träumt, ein funkelndes Diadem zu tragen, ist das eine Warnung,
daß Ihre Ambitionen unerreichbar sind.
Diakon (Siehe „Patriarch“)
Diakonissin
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Mäßigkeit im Essen und Trinken wird angebracht sein;
– werden: Trübsal.
(Siehe auch „Patriarch“)

345
Diamant
Assoziation: – Reinheit; Klarheit; Schatz von bleibendem Wert.
Fragestellung: – Was ist mir wertvoll?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Verpflichtung; Gier; Härte.
Beschreibung: Diamanten, aus kristallinem, reinem Kohlenstoff bestehend, sind die härteste bekannte Substanz. In geschliffener Form, als
Brillanten, brechen sie das Licht in seine Bestandteile auf. Sie werden an unterschiedlichen Plätzen der Welt gewonnen. Früher, obwohl nicht
so begehrt wie heute, wurden sie mit dem Blitz assoziiert, und es hieß, daß sie einem Menschen gleichermaßen Kraft und Mut verleihen
konnten.
Allgemeine Bedeutung: Angst vor Veränderung; Härte; Gier; der Wunsch oder die Angst, eine Verpflichtung einzugehen.
Assoziation: Ein Gegenstand oder eine Person von großem Wert oder großer Härte; Bezeichnung »ungeschliffener Rohdiamant« für
jemanden, dessen überragende Fähigkeiten erst noch entwickelt werden müssen.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Kraft; Offenbarung über das Maß deines Mutes.
Allgemein:
Diamant hat ähnliche Bedeutung wie Brillant, Juwel und Schmuck. Der reinste und härteste Edelstein wirkt als Symbol der psychischen
Ganzheit. Oft umschreibt er klare Gedanken, die sich auf den Lebenserfolg konzentrieren, die feste Haltung gegenüber Menschen, die uns
weichmachen wollen. Der ungeschliffene Diamant weist auf die positiven Werte wie Selbstbewußtsein, Selbstbeherrschung und kontrollierte
Gefühle.
Psychologisch:
Der Diamant ist der wertvollste Edelstein. Erscheint er im Traum, so ist er auch dort ein Symbol für Kostbarkeit, denn er ist das Symbol für
die Einheit des Bewußtseins mit dem Unterbewußtsein. Der Traum kann also sehr positiv gedeutet werden. Gibt der Traum weiterhin
Auskunft darüber, wie der Diamant erlangt werden kann, ist dies äußerst günstig. Verliert der Träumende im Traum allerdings einen
Diamanten oder Brillanten, deutet dies auf den Verlust einer wichtigen Sache hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Krankheit und Not; falsches Glück;
– aufsetzen: ausgezeichnet werden;
– essen: Glück, Reichtum;
– sammeln: falsche Hoffnung;
– besitzen: Betrug.
(europ.) : – sehen: bedeutet Gemütsruhe und eine frohe, glänzende Zukunft;
– bringen Glück, außer wenn sie Toten geraubt werden; dann werden Freunde Ihre Unzuverlässigkeit aufdecken;
– tragen: verkündet das höchste Glück;
– geschenkt bekommen: zeigt Treue und edle Freundschaft an;
– mehrere besitzen: Wohlstand;
– Diamantenbesitz: sehr günstiger Traum; Anhäufung großer Ehren und hohe gesellschaftliche Anerkennung in Aussicht haben;
– Diamanten essen: Erfolg und Wohlergehen;
– Einer jungen Frau deren Liebhaber ihr Diamanten schenkt, gelingt eine großartige, ehrenhafte Partie, die ihre Verwandtschaft
sehr stolz macht; verliert sie jedoch die Diamanten und findet sie nicht wieder, ist das ein sehr ungünstiges Vorzeichen:
Schmach, Armut und Tod kündigen sich nämlich auf diese Weise an;
– Einer lebenslustigen Frau, die Diamanten sieht, steht eine lange glückliche Zeit mit wertvollen Geschenken bevor; ein Spekulant
kann glückliche Transaktionen landen.
(ind. ) : – blicke um dich, man belauert dein Tun und Handeln.
(Siehe auch „Brillanten“, „Edelsteine“, „Juwel“, „Schmuck“)
Diarrhöe (Siehe „Durchfall“)
Diät
Psychologisch:
Ein Traum in dem man Diät hielt, kann sich auf eine Einschränkung im Wachleben beziehen. Die Ernährung spielte vielleicht eine Rolle im
Traum. Man bemaß darin genau die Mengen, die man essen und trinken durfte, schielte wohl auch nach verbotenen Nahrungsmitteln. Teilt
man seine Zuneigung exakt bemessen aus? Läßt man seinen Emotionen nur einen genau definierten Spielraum? Wenn man hingegen im
Traum aus der Diät ausbrach (mit katastrophalen Folgen), ließ man sich von seinen Gefühlen im Wachleben mitreißen?
(Siehe auch „Fitneß“)
Diäten
Assoziation: – Selbstdisziplin oder Selbstbestrafung; selbstauferlegte Zurückhaltung.
Fragestellung: – Was muß ich aufgeben oder kontrollieren, um gesund zu sein?
Volkstümlich:
(europ.) : – ausbezahlt bekommen: sorgenfreie Existenz;
– für Politiker: das Gottesgericht wartet auf dich, denn Deine satanischen
und anmaßenden selbstgerechten Werke sind dir vorausgeeilt.
Dichten
Allgemein:
Dichter (Poet) symbolisiert eigene Phantasie, Kreativität und Gefühlsreichtum; man kann ihn oft so verstehen, daß man diese Eigenschaften
nicht vernachlässigen sollte, weil man sonst geistig-seelisch verarmt. Traditionell sieht man dahinter auch noch die Ermahnung, nicht so
überheblich und eingebildet zu sein, sich nicht über andere erheben zu wollen, weil man sonst leicht scheitert und sich Feinde schafft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (sich im Traum als Dichter produzieren): du bist überschwenglich.
(europ.) : – oder sich als gefeierten Dichter sehen: man soll sich vor maßlosem Ehrgeiz hüten;
– allgemein, ohne an Triumphe zu denken: Freude und günstige Zeiten.

346
Dichter
Psychologisch:
Ein Symbol für Inspiration und kreative Arbeit durch eigene Vorstellungskraft. Häufig als Aufforderung zu verstehen, einen individuellen
Weg nach eigenen Ideen – und ohne die herkömmlichen Sicherheitsvorstellungen (sozial, materiell usw.) zu wagen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – deine Einbildung macht dich nur krank.
Dickhornschaf
Medizinrad:
Schlüsselworte: Höhen; sozial; majestätisch; stark; sicheren Fußes; matriarchal; beharrlich.
Beschreibung: Dickhornschafe, deren Lebensraum sich auf die Rocky Mountains und die Gebirgsregionen Ostasiens beschränkt, sind sehr
muskulös und beweglich. Die Böcke haben ausladende, braune, gewundene Hörner. Die Tiere leben in einer Herde, die von einem alten
Mutterschaf angeführt wird.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil von dir, der höherwärts strebt, sozial oder gemeinschaftsorientiert ist; auf Weiblichkeit konzentriert;
matriarchal.
Assoziation: Dickschädelig.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe des Wissens aus matriarchaler Zeit; Verstehen von Beziehungen; ein Führer für die Höhen deines
eigenen Seins.
Dickicht
Volkstümlich:
(europ.) : – hineingeraten: man wird mit mannigfaltigen Hindernissen zu kämpfen haben.
Dickigkeit
Allgemein:
Sieht sich der Träumende in seinem Traum als dicken Menschen, so wird seine Aufmerksamkeit auf die Abwehr gelenkt, die er gegen seine
Unzulänglichkeit benutzt. Gleichzeitig wird sich der Träumende durch das Traumbild vielleicht seiner Sinnlichkeit und genußvollen Seite
bewußt, der er zuvor noch nicht begegnet sein mag. Trivial kann das Unbewußte damit auch einmal auffordern, etwas gegen
gesundheitsschädliches Übergewicht zu unternehmen. Vielleicht kommen auch Minderwertigkeitsgefühle wegen des eigenen Aussehens
(auch wenn man nicht zu dick ist) darin zum Ausdruck; das ist vor allem bei Frauen oft der Fall, die dem heutigen übertriebenen
Schlankheitsideal nachstreben, das in Frauenzeitschriften propagiert wird, es aber nie erreichen. Dick sein deuten alte Traumbücher als
Sinnbild von Glück, Erfolg und Wohlstand.
Psychologisch:
Die Meinung, die der Träumende im Wachzustand von seinem Körper hat, kann sich von der, die ihm in seinen Träumen präsentiert wird,
gravierend unterscheiden. Das gibt ihm die Gelegenheit, an seinem körperlichen Selbstbild zu arbeiten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht das Dicksein für die Wahl, vor die jeder Mensch immer wieder gestellt wird:
unterwerfen oder auflehnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dick sein: du wirst unter körperlichen Beschwerden zu leiden haben.
(europ.) : – sehen sich schmächtige oder normal gebaute Leute im Traum wohlbeleibt: eine Vergrößerung deines Besitzes;
– werden: Erfüllungen von Hoffnungen und Wünschen;
– sehen: Glück und Gewinn;
– dickes Kind sehen: es beginnt eine sehr günstige Epoche.
Dieb
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Dieb, so läßt dies darauf schließen, daß der Träumende Angst hat, Verluste hinnehmen zu müssen. Es muß
sich dabei nicht unbedingt um materielle Dinge handeln, es kann auch Liebe oder Leidenschaft gemeint sein. Dieb kann für heimliche
Wünsche stehen, die man nur verstohlen zuläßt, unter anderem auch für sexuelle Bedürfnisse. Weitere Bedeutungen ergeben sich aus den
folgenden Begleitumständen des Traums:
– Dieb beim Einbruch beobachtet oder dabei fangen, kündigt eine beginnende günstige Phase im Leben an.
– Vom Dieb bestohlen werden gilt als gutes Zeichen für geschäftliche Absichten, berufliche und finanzielle Pläne.
– Entwischt der Dieb, wird man voraussichtlich bald eine große Enttäuschung oder einen schweren Verlust erleben.
– Diebin kann im gleichen Sinn wie der Dieb auftauchen; unter Umständen steht sie aber auch als Warnung vor
Leichtsinn vor allem in Liebesdingen, weil man dann mit einer Enttäuschung rechnen muß. Man sollte sich dann
vor einem erotischen Abenteuer hüten, auch wenn es noch so verlockend erscheint.
Psychologisch:
Wenn im Traum ein Dieb erscheint, verkörpert er den Teil der Persönlichkeit, der den Träumenden Zeit und Energie für sinnlose
Beschäftigungen verschwenden läßt. Der Träumende wird durch einen Teil seiner selbst bestohlen. Ein Signal für Verluste, die man erleiden
könnte, wenn man sich nicht rechtzeitig absichert. Das „Diebesgut“ können eigene Besitztümer, vor allem aber moralisch-seelische Werte
sein. In Frauenträumen haben sie oft mit einem „sich- weg- stehlen- wollen“ aus einer Liebesbeziehung zu tun, mit Heimlichkeiten, die man
vor dem Partner hat. Faßt man den Dieb, kann Besitz gerettet oder ein seelischer Spannungszustand abgebaut werden. Man sollte auch
beachten, wo der Dieb auftaucht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Dieb im Traum der Teil des Selbst, der Glauben nicht respektiert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Hinterlist erleben;
– einbrechen sehen: Sicherheit;
– selbst sein: Gewinn haben.
(europ.) : – Annäherung erwünsch t (bei Frauen) oder geplant (bei Männern);
oft betrifft der Traum verbotene Genüsse bei diesen Annäherungen;
– ertappen: Enthüllung wichtiger Geheimnisse;
– sehen: du wirst Liebesabenteuer bestehen;
– einbrechen sehen: verheißt Glück und Ruhe;
– beobachten: in Zukunft könnte sich ein unerwarteter Gewinn einstellen;

347
– festnehmen: eine Gefahr steht bevor; Liebesabenteuer erleben; Feinde überwinden;
– entwischen lassen: bringt eine Enttäuschung;
– bestohlen werden: weist auf untreue Diener und schlechte Freunde hin;
man sollte sein Mißtrauen gegen bestimmte Mitarbeiter und Kollegen überprüfen;
– von einem bestohlen werden: günstige Transaktionen;
– Diebin: man wird leichtsinnig;
– selbst stehlen: Geistesarmut; man fühlt sich privat oder beruflich überfordert;
– selbst als Dieb erwischt werden: ein Wunsch oder eine Hoffnung endet in einer Enttäuschung;
– selbst sein und von der Polizei verfolgt werden: Rückschläge im Geschäft erleben;
die gesellschaftlichen Verbindungen werden unangenehm sein;
(ind. ) : – sehen: stürze dich in keine Abenteuer, du wirst sie nicht überstehen;
– festnehmen: deine Leidenschaft wird dir großen Schaden bringen.
(Siehe auch „Einbrecher“, „Einbruchswerkzeuge“, „Stehlen“)
Diebstahl
Assoziation: – Mangel; Notwendigkeit; Urteil.
Fragestellung: – Was fürchte ich, nicht haben zu können oder nicht verdient zu haben? Was habe ich Angst zu verlieren?
Psychologisch:
Ereignet sich im Traum ein Diebstahl oder kommen Einbrecher darin vor, sind dies Traumsymbole, die wörtlich zu nehmen sind. Der
Träumende hat Angst vor einem Verlust, der entweder bevorsteht oder bereits eingetreten ist. Dieser Verlust kann dem Träumenden durch
Nichtbeachtung drohen, es kann aber auch sein, daß es sich dabei um persönliche Beziehungen, Fähigkeiten, Eigenschaften oder
Gefühlsbereiche handelt. War man selbst der Dieb war, würde man sich gerne aus einer Verpflichtung oder Bindung „davonstehlen“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – entdecken: du wirst verloren gegangenes Gut wieder erlangen;
– begehen: du wirst viel Mißerfolg haben.
(europ.) : – Es werden Ihnen Juwelen zum Geschenk gemacht.
(Siehe auch „Abstürzen“)
Dielen
Assoziation: – Eingang; Privatsphäre.
Fragestellung: – Wie gut stehen die einzelnen Teile meiner selbst miteinander in Einklang?
Volkstümlich:
(arab. ) : – aufbrechen: Sterbefall.
Diener
Allgemein:
Diener (Butler) wird meist als Warnzeichen verstanden, wobei die folgenden Begleitumstände des Traums zu beachten sind:
– Diener sehen kann eine Warnung vor falschen Freunden sein, die sich zwar liebedienerisch um einen bemühen, dabei aber nur egoistischen
Interessen im Sinn haben.
– Selbst Diener sein zeigt oft an, daß man von anderen ausgenutzt wird, ohne das vielleicht richtig zu erkennen.
– Bedient werden kann auf einen chronischen Erschöpfungszustand durch Krankheit oder Überarbeitung hinweisen
und zur Erholung auffordern.
– Zuweilen bringt ein Diener im Traum auch noch aufrichtige Demut oder falsche Bescheidenheit, Hemmungen
und Minderwertigkeitsgefühle zum Ausdruck, die man dann überwinden sollte.
– Dienerin (Dienstmädchen) wird meist im gleichen Sinn wie der Diener verstanden.
Nach alten Traumbüchern kann sie aber auch ankündigen, daß man ein Lob (oft im Beruf) erhalten wird.
Psychologisch:
Wer sich selbst in der Rolle eines Dieners träumt, soll erkennen, daß er sich zu leicht untergeordnet und an mangelndem Selbstwertgefühl
leidet. Wer sich im Traum bedienen läßt, hält die Zuwendung und „Dienstleistungen“ anderer für viel zu selbstverständlich – ein Hinweis,
sich über die eigenen Vorstellungen zu Thema Geben und Nehmen ein paar kritische Gedanken zu machen!
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Falschheit erleben;
– sein: du wirst dich selbst betrügen.
(europ.) : – einstellen: unnütze Ausgabe für vermeintlich gute Dinge;
– wegjagen: Verbesserung des Einkommens;
– sehen: man wird in starke finanzielle Abhängigkeiten kommen; man ist anderen gegenüber
durch Minderwertigkeitsgefühle viel zu demütig und unterwürfig; warnt auch vor falschen Freunden;
– beschäftigt sehen: zeigt Besuche an;
– sein: man darf sich vor keiner Arbeit scheuen; Unglück erleben; ausgenutzt werden;
– Diener unter sich zanken sehen: Ärger;
– haben: man muß sich vorsehen;
– von einem bedient werden: man ist ermüdet;
– Für eine Frau, die davon träumt, Bedienstete zu sein, ist dies ein Hindernistraum.
Halten Sie durch und bleiben Sie bei Ihrer Arbeit.
– Für eine Frau, die davon träumt, Dienerschaft zu unterhalten, ist dies ein unglückliches Omen.
(ind. ) : – man kann nicht immer wie man will, auch andere wollen leben;
– Dienstmädchen: du wirst gelobt und man wird mit dir sehr zufrieden sein.
(Siehe auch „Butler“)
Dienst
Volkstümlich:
(arab. ) : – tun: (Dienst, der im Gegensatz zum tatsächlichen Leben steht): drohende Abhängigkeit.
Dienstag
Volkstümlich:
(arab. ) : – schöne Zukunft.

348
Dienstleistung
Allgemein:
Noch zu Beginn des 20. Jahrhundert war es nichts Abfälliges, ein „guter Diener“ zu sein. Heute bezieht sich „gute Dienste leisten“ vor allem
auf kommerzielle Dienstleistungen. Ein Traum von Dienstleistungen ist deshalb heute eher Ausdruck der eigenen Selbstdarstellung.
(Siehe auch „Butler“, „Chauffeur“, „Türsteher“)
Dienstmädchen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ärger wegen Klatsch.
Dienstmann
Allgemein:
Kommt im Traum ein Dienstmann vor, dann denke man einmal über all die Last des Lebens nach. Lud man seine Bürde auf einen Traum-
Dienstmann ab, so wälzt man wohl auch sonst die Pflichten auf andere ab. Gab man seinem Dienstmann ein gutes Trinkgeld?
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bekommst eine frohe Botschaft.
Dienstmarke
Volkstümlich:
(europ.) : – Sie stehen unter Beobachtung und werden demnächst befördert.
Dienstvermittler
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst unangenehme Neuigkeiten erfahren.
Dietrich
(Schlüsselersatz)
Allgemein:
Irgendwer möchte sich ins Haus einschleichen, vielleicht ein Herz aufschließen, damit es ihm ganz allein gehört.
Psychologisch:
Er ist Symbol für das heimliche öffnen von Türen und Wunsch des Unbewußten, etwas zu erfahren, hinter ein Geheimnis zu kommen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird dich übervorteilen;
– damit hantieren: deine Handlungsweise ist nicht rechtlich;
(europ.) : – (Einbrecherwerkzeug): du hast List und Schlauheit nötig;
– sehen: man wird bestohlen werden;
– finden: man wird einen Diebstahl verhindern.
(Siehe auch „Haus“)
Differenzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: du wirst eigene Wege einschlagen.
Diktator
Assoziation: – Kontrolle; Unterdrückung.
Fragestellung: – Auf welche Weise kann ich in meinen Entscheidungen flexibler sein?
Allgemein:
Oft das eigene Ich, das sich über alles hinwegsetzt und nur dem eigenen Gewissen folgt. Das Unbewußte will uns mit dieser Figur
klarmachen, daß es gewillt ist, uns mit aller Gewalt davon abzuhalten, daß wir selbst unserer Psyche Schaden zufügen.
Psychologisch:
Die klassische Symbolfigur für unnachgiebiges Machtstreben und Geltungssucht – und falls er in Ihrem Traum vielleicht sogar sympathisch
war und durchaus „menschliche Züge“ an sich hatte: Überdenken Sie doch einmal in Ruhe Ihre eigenen Ambitionen, den großen Diktator zu
spielen, wenn nicht gleich alles nach Ihrer Pfeife tanzt!
(Siehe auch „Chef“, „Kaiser“, „Menschen“)
Diktat / diktieren
Psychologisch:
Ein Autoritätstraum der negativen Art. Etwas anordnen zu können ist ein tiefer Wunsch des Träumenden. Es ist der übersteigerte Drang nach
Beachtung, der sich hier freie Bahn bricht.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: rät dazu, sich Kenntnisse zu sammeln;
– selbst diktieren: zeigt Prozesse oder geschäftliche Verhandlungen an, wobei es nicht an Ärger fehlen wird.
Dinner
Volkstümlich:
(europ.) : – alleine einnehmen: oft Anlaß haben, sich über den Lebensunterhalt Sorgen zu machen;
– Nimmt eine junge Frau ihr Dinner mit Ihrem Geliebten ein, bedeutet dies Streit oder Trennung
von Liebenden, es sei denn, es handelt sich um eine harmonische und genüßliche Angelegenheit.
– einer von vielen Dinnergästen sein: bald mit herzlicher Gastfreundschaft rechnen können.

349
Dinosaurier
Assoziation: – Phantasie; die Macht der Größe.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir möchte größer sein?
Allgemein:
Ungeheuer und vorgeschichtliche Lebewesen in Träumen lösen Angst und Erschrecken aus. Hier geht es um die Faszination des
Gigantischen und Monumentalen. Der Träumende muß sich Klarheit verschaffen, ob er in seiner Existenzangst stärker auf ihre körperliche
Größe oder auf ihre Macht reagiert.
Psychologisch:
Der Träumende hat die Verbindung zu einem archetypischen oder unzeitgemäßen Teil seiner selbst aufgenommen. In Anbetracht der
Tatsache, daß die Dinosaurier ausgestorben sind und dem Menschen heute vor allem in der Form von Fossilien begegnen, könnte es sich,
wenn ein solches Tier im Traum vorkommt, um einen versteinerten Persönlichkeitsanteil handeln.
Spirituell:
Jeder Mensch trägt eine chaotische Vergangenheit in sich, die einen riesigen Teil seines Lebens ausmacht. Soll die spirituelle Entwicklung
voranschreiten, muß der Träumende begreifen, daß er auch im Nachhinein noch auf die Vergangenheit einwirken kann.
(Siehe auch „Drache“)
Diogones
Volkstümlich:
(arab. ) : – durch bescheidenes Leben wirst du es zu Wohlstand bringen.
Dionysos (Siehe „Götter“)
Diplom
Psychologisch:
Es im Traum zu erhalten bestätigt die Hoffnung auf Anerkennung einer erbrachten Leistung. Während einer Diplomverleihung abseits zu
stehen symbolisiert das Gegenteil: Man fühlt sich unterschätzt und übergangen.
Volkstümlich:
(europ.) : – allgemein: Sie haben ein Talent vernachlässigt, das Sie bei entsprechender Ausbildung zum Erfolg geführt hätte.
– bekommen: bringt eine rasche Beförderung;
– ein Erwartetes nicht bekommen: bringt eine Enttäuschung; man wird etwas nicht so schnell erreichen, wie man hofft.
Diplomat
Psychologisch:
Sie waren in einer Diplomatenresidenz zu Gast und sonnten sich in dieser kultivierten Atmosphäre der weltgewandten, eleganten, sich
mehrsprachig unterhaltenden Gesellschaft? Alles nur geträumt – und genau hier liegt die Aussage des Traumes: Sie wollen „mehr“ und nicht
mehr nur Zaungast sein. Daß Sie selbst gefordert sind, aktiv zu werden und ehrgeizige Träume kaum ausreichen, um „nach oben“ zu
kommen – was immer das auch für Sie sein mag-, wollte Ihnen dieser Besuch in der „Zielgruppe“ anschaulich machen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird einen gefährlichen Gegner aus dem Feld schlagen;
– sein: man hat eine schwere Aufgabe vor sich;
– eine diplomatische Reise machen: bringt wichtige günstige Ereignisse.
Direktor
Allgemein:
– Direktor wird oft ähnlich wie der Chef gedeutet.
– Sieht man sich selbst als Direktor, steht wahrscheinlich ein beruflicher Erfolg ins Haus.
Psychologisch:
Jede Person, die im Traum eine höhergestellte Funktion einnimmt, wie zum Beispiel Direktoren, Staatsoberhäupter, Minister, Präsidenten
usw. symbolisieren die leitende Funktion der Psyche des Träumenden. Diese übergeordneten oder hochgestellten Persönlichkeiten vertreten
im Traum das Über-Ich des Träumenden. Das Über-Ich ist als Zentralinstanz für die Lenkung der psychischen Vorgänge im Menschen zu
sehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deine Wünsche erfüllen sich;
– sprechen: du wirst eine leitende Stellung übernehmen.
(europ.) : – werden: ein Wunsch wird sich erfüllen;
– sich mit einem unterhalten: man macht eine Bekanntschaft, die geschäftliche Unannehmlichkeiten mit sich bringt.
(Siehe auch: „Chef“, „Vater“)
Dirigent
Allgemein:
Der Mann, der über das Instrumentarium der Seele verfügt, dirigiert unsere Gefühlswelt, die er gewissermaßen harmonisieren möchte. Er
spürt auch Disharmonien in unserem Innenleben auf. Wenn man sich selbst im Traum als Dirigent sah, könnte das Verantwortung bedeuten.
Ist man im Wachleben verantwortlich für eine Abteilung oder eine Firma? Oder will man bloß den Ton angeben?
Psychologisch:
Er stellt eine Autorität dar, der es aber weniger um die Macht an sich geht, vielmehr um die Möglichkeit, eine Gruppe „in Harmonie“ zu
führen. Wer selbst im Traum am Dirigentenpult stand, der hat ein starkes Harmoniebedürfnis und will aktiv dafür sorgen, daß sein Umfeld
auf der gewünschten Wellenlänge schwingt. Wer im Traum von einem Dirigenten fasziniert ist, wünscht sich zwar auch Harmonie – aber
dafür sorgen (und mit Spannungen zurechtkommen) müssen andere. Selbst gibt sich der Dirigentenfan gern übersensibel und kompliziert, er
duldet keinen „schrägen Ton“ in seinem Umfeld und verhält sich extrem konfliktscheu. Für Disharmonie sind immer nur die anderen
verantwortlich.
(Siehe auch „Konzert“, „Musik“, „Orchester“)

350
Dirne
Allgemein:
Stellt oft das „Sich hinwegsetzen“ über bürgerliche Moralbegriffe, etwas Fröhliches, Unbeschwertes dar, daß aber auch in schlechter
Gesellschaft genossen werden kann. Mitunter handelt es sich bei dem Dirnentraum auch nur um einen sexuellen Wunsch nach mehr Freiheit
in der eigenen Beziehung, weshalb er oft von den „ewigen“ Junggesellen geträumt wird. Träumt ein Mann von einer Dirne, so kann die zum
einen auf sein negatives Frauenbild hinweisen, zum
anderen darauf, daß er sich nach Sex ohne Folgen, Bindungen und Konsequenzen sehnt. Oftmals hat er auch Schwierigkeiten; Liebe und
Sexualität in Einklang zu leben. Bei einer Frau ist die Bedeutung dieses Symbols meist darin zu suchen, daß sie sehr abhängig von
gesellschaftlichen Normen und extrem um ihren guten Ruf besorgt ist. Bei Männern und Frauen ist ein Traum, in dem eine Dirne vorkommt,
oft auch dahingehend zu deuten, daß sie Angst vor Gefühlen haben, die mit der Sexualität zusammenhängen. Darüber hinaus können sich so
Schuldgefühle zeigen, weil man jemanden „mißbraucht“ hat. Auch der Hang zu materiellem Besitz als Liebesersatz drückt sich in dem
Traumbild aus. Dirne soll nach alten indischen Traumbüchern vor einer Verleumdung warnen. Weitere Deutungen ergeben sich aus dem
Symbol der Prostituierten.
Psychologisch:
Das Traumbild der Dirne, der Prostituierten, des Callgirls oder sonstiger Liebesdienerinnen symbolisiert die Seiten der eigenen
Persönlichkeit und gibt, Aufschluß über die Einstellung des Träumenden zu Liebe und Sexualität. Oft ergibt sich aus der gesamten
Traumhandlung, daß der Träumende diese zwei Komponenten nicht in Einklang bringen kann. Die Dirne kann als Traumsymbol auch auf
Gefühlskälte und seelische Verarmung hinweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (mit einer zu tun haben): hüte dich vor Ausschweifungen.
(europ.) : – sehen: man befindet sich in schlechter Gesellschaft; Warnung vor Bekanntschaften mit unerfreulichen Folgen.
(ind. ) : – sei auf der Hut, man will dich verleumden.
(Siehe auch „Bordell“, „Prostituierte“)
Disketten
Assoziation: – speichern von Wissen; Gefäß.
Fragestellung: – Welche Informationen will ich sicher aufbewahren?
Diskothek
Allgemein:
Symbol für intensives Lebensgefühl und jugendliche Selbstdarstellung.
Psychologisch:
Die Diskothek verweist zum einen auf den körperlichen Aspekt der Entspannung, zum anderen auf deren erotischen Aspekt. Da die meisten
Menschen in unserer Kultur sich während ihrer Arbeit zu wenig bewegen, weist das Traumsymbol Diskothek darauf hin, daß mehr
Bewegung angesagt ist, um sich gesund zu halten. Zum anderen hängt das Tanzen in der Diskothek auch mit einer erotischen
Selbstdarstellung zusammen, die oftmals am Arbeitsplatz nicht anliegt. Bei diesem Traumsymbol sollte auch der Charakter der gespielten
Musik, die Mittänzer und der Raum, wie auch das Licht symbolisch gedeutet werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – in einer sein: bald durch eine neue Beziehung abgelenkt und verwirrt werden; Sie sind geradezu besessen.
Diskussion
Psychologisch:
Es ist kein eigentliches Traumsymbol – eher „Tagesreste“ eines unausgesprochenen Problems, das im Traum durchklingt und sich erneut zum
„Diskussionsthema“ macht.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine freundliche führen: ein gutes Omen;
– die Beherrschung verlieren: kein gutes Omen.
Disput
Volkstümlich:
(europ.) : – Traum des Gegenteils; er beinhaltet Erfolg, obgleich zunächst einige Hindernisse im Weg liegen werden.
Dissertation
(Abhandlung eines Gelehrten zum Zweck der Erlangung des Doktortitels)
Volkstümlich:
(arab. ) : – lesen oder schreiben: Sorge und Kummer.
Distel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Eßbar; heilend; reich; mineralreich; stärkt Nahrung (körperlich und geistig); stärkt; heilig; gesegnet; Mond der ersten Fröste.
Beschreibung: Die Distel ist im Medizinrad das Pflanzentotem der im Mond der ersten Fröste (24. Oktober bis 21. November) Geborenen.
Sie ist eine hochwüchsige, mit spitzen Stacheln bewehrte Pflanze, die sowohl in der Stadt als auch auf dem Land vorkommen kann. Sie
bildet rote, violette oder weiße Blüten in losem Verband. Alle Teile der Distel sind mit sehr spitzen, scharfen Haaren und mit einem
borstigen Flaum bedeckt, die es sehr schwer machen, sie zu pflücken oder sie zu übersehen. Die Distel findet Anwendung als Nahrungs- und
auch als Heilmittel, da alle Teile der Pflanze sehr mineralhaltig sind. Sie hilft bei Verdauungsproblemen, reduziert Fieber und steigert den
Milchfluß bei stillenden Frauen. Wegen ihrer vielen positiven Eigenschaften wurde sie als Allheilmittel betrachtet, das die meisten
Krankheiten heilen und den Körper stärken kann.
Allgemeine Bedeutung: Eine Heilung, zunehmende Fähigkeit, zu nähren und genährt zu werden.
Assoziation: Ein Mensch, der besonders unnahbar ist; kratzbürstig.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe der Heilung entweder für deine Traumarbeit oder allgemein für dein Leben.
Artemid oros:
Disteln und Dornen bedeuten wegen ihrer Spitzigkeit Schmerzen, wegen ihrer Undurchdringlichkeit Hindernisse, wegen ihrer Rauheit
Sorgen und Schmerzen, vielen auch Liebeskummer und Untaten von seitens schlimmer Menschen, weil aus den Wunden, die jene
verursachen, Blut fließt; näherhin prophezeien Disteln Untaten von Frauen, Dornen von Männern. Disteln, Dornen und Christdornen sind im
Hinblick auf Sicherheit ausnahmslos günstige Vorzeichen, weil sie Wälle und Einzäunungen von Grundstücken bilden, ungünstig dagegen,
wenn es gilt, Schwierigkeiten zu entwirren, weil sie undurchdringliche Hindernisse sind. Zöllnern, Schankwirten, Räubern, Leuten, die mit

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falschen Gewichten arbeiten und Betrügern bringen sie größere Vorteile als irgend etwas anderes, weil sie fremdes Eigentum mit Gewalt und
gegen den Willen der Besitzer an sich reißen.
Allgemein:
Disteln in einem Traum weisen auf etwas Unangenehmes im Leben des Träumenden hin.
Ein Distelfeld symbolisiert einen schwierigen Weg, den der Träumende vor sich hat.
– Eine einzige Distel deutet auf geringere Schwierigkeiten hin.
– Distel, ein oft lästiges Unkraut, soll nach alten Traumbüchern immer eine Enttäuschung, einen Mißerfolg oder ähnliche Probleme
ankündigen, in die man aus eigener Schuld gerät.
– Sticht sie uns im Traum, macht uns das Unbewußte wohl auf versteckte Neider, auf Mißgunst aufmerksam. Vielleicht sticht uns
im Wachleben ins Auge, daß wir irgendwen aus unserer Umwelt gekränkt haben, was wir wiedergutmachen sollten.
– Pflanzt oder gießt man Disteln, wird man vermutlich von Menschen enttäuscht, denen man vertraute, oder gar gefördert hat.
Psychologisch:
Die Distel kann für Trotz und Rachsucht stehen. Von ihr zu träumen, macht dem Träumenden diese Eigenschaften bei Mitmenschen und bei
sich selbst bewußt. Hierbei kann auch die Farbe der Distel von Bedeutung sein. Nach Artemidoros schildern Disteln aufkommende Sorgen
oder Schwierigkeiten mit einer Person männlichen Geschlechts.
Spirituell:
Die Distel kann die verstandesmäßige Ablehnung gegenüber einer körperlichen Not darstellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: deutet auf Widerwärtigkeiten;
– sich an einer stechen: Unglück; Liebeskummer;
– sehen: man feindet sich an; man ist von Neidern umgeben;
– ein ganzes Distelfeld: symbolisiert einen schwierigen Weg, den man vor sich hat und nicht gehen möchte;
– ausreißen: deine Sorgen werden beendet;
– pflanzen: du ziehst dir durch eigene Schuld Unannehmlichkeiten zu;
– begießen: deine Wohltaten ernten Undank.
– abschneiden: du wirst unüberlegte Unternehmungen bereuen;
(europ.) : – Zeichen des Unheils; hierbei ist betont, daß eigene Schuld vorliegen muß;
Streitigkeiten die vermieden werden können, wenn Sie taktvoll sind;
– sehen: bringt Widerwärtigkeiten; durch eigenes Verschulden Mißerfolg und Enttäuschungen erleben;
– pflanzen: man wird sich durch eigene Schuld Unannehmlichkeiten zuziehen;
– begießen: man wird Undank ernten;
– von solchen gestochen werden: man wird Ärger haben; man erzielt kein gutes Einvernehmen mit der Umwelt.
(ind. ) : – sehen: Unangenehmes und Mißgunst steht bevor;
– sammeln: Mißlingen unserer Arbeit und Mühe.
(Siehe auch „Dornen“, „Farben“)
Disziplin
Psychologisch:
Viele Menschen haben Schwierigkeiten mit der Disziplin in ihrem Leben. Dies beeinträchtigt das Ausschöpfen der vollen Möglichkeiten, die
man hätte, würde man bis in den Alltag hinein rationaler handeln. Taucht im Traum jemand auf, der nur mit seiner „harten Arbeit“ gewinnen
kann, so ist das ein Fingerzeig, sich im Wachleben bestimmten Aufgaben nicht zu entziehen. Akrobaten oder Ballettänzer ohne Disziplin
verlieren die Balance oder stürzen – eine Analogie zur emotionalen Balance im Wachleben. Soldaten-Drill im Traum (oder sonst eines
Teams) bedeutet Kritik an Nachlässigkeit. Verlief der Drill ohne Zwischenfälle? Falls nicht, ist zu überlegen, ob man sich vor einem
Lebensbereich drückt, der augenblicklich Sorgen macht. Eine Warteschlange ist ein klassisches Beispiel disziplinierten Verhaltens. Manche
Träume machen darauf aufmerksam, daß weniger ein ganzes Verhaltensmuster im Leben gestört ist oder nicht voll ausgelebt wird, sondern
daß Zurückhaltung und Selbstbeherrschung fehlen. Ein Aufgezäumtes Pferd kann dies symbolisieren (= die animalische Seite des eigenen
Wesens muß gezügelt werden). Jeder Vertrag – auch wenn er Geld einbringt – enthält Klauseln, etwas rechtzeitig und auftragsgemäß zu
liefern/zu erledigen. Ein Traum dieser Art könnte daran erinnern, daß jede Beziehung ihre zwei Seiten hat. Leim im Traum signalisiert
andererseits, daß man die Disziplin übertrieben hat, wobei aber auch wichtig ist, Umfeld und Zusammenhang sowie die dabei herrschende
Stimmung zu analysieren. Salutieren ist gewiß ein Ausdruck von Disziplin, nur: Geschah es im Traum aufrichtig oder ironisch? Erwies man
einer realen Idee, einem Projekt oder einer Situation Ehrenbezeugung? Oder gab man damit sich selbst die Zustimmung zur unbeirrbaren
Loyalität einer bestimmten Ansicht gegenüber? Verkehrsampeln sind zusammen mit Straßenschildern Anweisungen, die man respektieren
sollte, und zwar nicht nur zum eigenen Wohl, sondern auch zu dem der Allgemeinheit. Ein Traum, in dem man sie ignoriert, kann ein
mahnender Hinweis auf vernünftiges Verhalten im Wachleben sein.
Dividende
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: erfolgreiche Spekulationen werden wahrscheinlicher;
– erhoffte nicht erhalten: in Liebesangelegenheiten versagen.
Diwan
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst zu einem Amt gewählt.
(europ.) : – sich darauf genüßlich recken und dabei mit seinem Schatz plaudern: neidische Rivalen trachten danach,
Sie bei Ihrem Partner schlecht zu machen; was zu einer überstürzten Heirat führen kann.
Docht
Volkstümlich:
(arab. ) : – einziehen: du wirst eine schwere Krankenpflege glücklich beenden;
– verlöschen sehen: Trauerfall in der Familie.

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Docks
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einem entlang gehen: bald eine gefährliche Reise antreten, bei der Unfälle drohen;
– alleine bei Dunkelheit: gefährliche Feinde treffen;
– alleine bei Sonnenschein: man wird einer drohenden Gefahr entgehen;
– vom Schiff aus: kein glückverheißendes Omen.
(Siehe auch „Hafen“, „Kai“)
Dogge
Allgemein:
Dogge (Hund) kann ungestüme Kraft anzeigen, die man besser zügeln muß, oder für eine besonders gute, enge Freundschaft stehen.
– Wird man von dem Tier angefallen oder gebissen, erlebt man wahrscheinlich eine Enttäuschung durch einen guten Freund,
der uns in den Rücken fällt, den wir für besonders treu und ehrlich hielten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: du wirst gute Freunde erlangen;
– von ihr bedroht werden: man hüte sich vor einem jähzornigen Menschen;
– von ihr gebissen werden: falsche Freunde benachteiligen dich.
(europ.) : – sehen: man hat gute Freunde, die einen lieben und schützen; Vorsicht vor falschen Verdächtigungen;
– sehen und dabei Angst haben: man wird Probleme haben, über das Mittelmaß hinauszuwachsen;
– von einer gebissen werden: man wird von einem der besten Freunde betrogen werden;
– Einer Frau verheißt dieser Traum einen weisen und treuen Gatten.
(ind. ) : – sehen: du sollst auf dem rechten Weg bleiben;
– gebissen werden: sei in deiner Liebe nicht so verschwenderisch.
(Siehe auch „Hund“)
Dohle
Artemidoros:
Dohlen bedeuten die Volksmenge, arme Leute und ein heilloses Durcheinander. Da Dohlen zu den geselligen Tieren gehören zeigen sie
Menschen an, die Gemeinschaft und Zusammenleben schätzen, weshalb sie auch im Hinblick auf eine Gemeinschaft von guter
Vorbedeutung sind. Dohlen prophezeien außerdem Unwetter.
Volkstümlich:
(arab. ) : – betrübende oder ärgerliche Nachricht;
– krächzen hören: Verlust an Ansehen;
– fliegen sehen: dein Schicksal wendet sich ungünstig.
(europ.) : – fangen oder im Käfig sitzend: wir werden unsere Feinde und/oder Schwierigkeiten überwinden.
(Siehe auch „Star“, „Vögel“)
Doktor
Allgemein:
Doktor hat die gleiche Bedeutung wie Arzt; nur wenn man einen Doktortitel verliehen bekommt, weist das auf mehr Anerkennung und
Ansehen hin, die man sich aus eigener Kraft erworben hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Kranke werden gesund und Gesunde krank.
(europ.) : – mit ihm sprechen: sehr günstiges Omen.
(ind. ) : – schone deine Gesundheit, ehe es zu spät ist.
(Siehe auch „Arzt“)
Dokumente
Allgemein:
Dokumente können ähnlich wie Brief, Neuigkeiten und Nachrichten symbolisieren; bei entsprechenden Lebensumständen verheißen sie
vielleicht auch eine bevorstehende Erbschaft oder einen anderen finanziellen Gewinn. Zum Teil versinnbildlichen Dokumente auch wichtige
Gedanken und Erkenntnisse, denen man Beachtung schenken sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – finden: zufälliger Gewinn;
– verlieren: Verdruß.
(europ.) : – öffnen: Erbschaft.
(Siehe auch „Brief“)
Dolch
Allgemein:
Wenn im Traum ein Dolch eine Rolle spielt, kann seine Bedeutung entweder im Angriff oder in der Verteidigung liegen. Dolch kann wie der
Degen für männlich-aggressive Sexualität stehen, aber auch Aggressivität außerhalb der Sexualität anzeigen, die man beherrschen lernen
muß.
– Teilweise kann darin auch die Hoffnung auf Hilfe und Zuwendung zum Ausdruck kommen.
– Benutzt der Träumende den Dolch, um einen anderen Menschen anzugreifen, dann versucht er auf einer tieferen Ebene,
einen ungeliebten Teil seiner selbst herauszuschneiden und loszuwerden.
– Wird der Träumende im Traum durch einen Dolchstich verletzt, hebt das seine Verletzbarkeit hervor.
– In den alten Traumbüchern der Inder und anderer antiker Hochkulturen wird er auch als Befreiung von Sorgen und Sieg
über Feinde gedeutet.
– Wenn Frauen von einem Dolch getroffen werden, deutet das nach Meinung von Psychoanalytikern darauf hin, daß sie
sich willenlos ihrem Geliebten hingeben möchten.

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Psychologisch:
Dieses Symbol aggressiver Männlichkeit kann vor allem als Frauentraum bedeuten, daß es eher ersehnt als gefürchtet ist. Frauen, die sich
gern besonders verletzlich und schwach geben, um den Beschützerinstinkt der Männer zu provozieren, sind hier angesprochen. In der
Psychoanalyse steht der Dolch für einen absoluten (erotischen) Hingabewunsch von Frauen mit masochistischer Neigung. Dolche
symbolisieren aber auch Streit und Kampf, der bevorsteht und weisen darauf hin, daß sich dieser Kampf auf der geistigen Ebene abspielen
wird.
Spirituell:
Wird der Dolch gegen den Träumenden gerichtet, stellt er ein Opferinstrument aus alten Zeiten dar. Er symbolisiert das männliche
Geschlechtsorgan oder Aggressivität, ist aber auch Ausdruck eigener Schwäche und Hoffnungen auf Stärke.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: der Triumph über einen feindlich gesinnten Menschen steht unmittelbar bevor;
– sich damit verteidigen: Erfolg wird einem bald beschieden sein;
– damit verwundet und bedroht werden: man hat schlimme Feinde, denen man kaum gewachsen ist;
– wegwerfen: Streitigkeiten werden behoben.
(europ.) : – bedeutet immer Nachstellung und Verleumdung oder Schädigung des guten Rufes;
– sehen: du wirst deine Feinde besiegen;
– besitzen: man wird eine erwartete Nachricht erhalten;
– einen anderen damit verwunden: man wird über einen Widersacher triumphieren;
– damit verwundet werden: bringt Trauerbotschaft;
– damit kämpfen: du triumphierst über deine Widersacher;
– sich mit einem verteidigen: eine bestimmte Angelegenheit kann man plötzlich beenden;
– verzierter mit fein gearbeiteter Scheide: zeigt auch die Gefährlichkeit von gewagten Spekulationen an;
– einen im Boden stecken sehen: Warnung vor einer Gefahr;
– einen sehen, der mit Blut befleckt ist: man hat erbitterte Feinde;
– einem anderen den Dolch entreißen: man wird in der Lage sein, dem schlechten Einfluß Ihrer Feinde entgegenzuwirken.
(ind. ) : – sehen: du kannst lachen, den nun bist du von aller Not befreit;
– verletzt werden: unerwarteter Einladung sollst du Folge leisten, man will dich sehen und kennenlernen;
– sich damit wehren: lasse nicht nach, und du wirst zu deinem Recht kommen.
(Siehe auch „Degen“, „Messer“, „Schwert“)
Dollarnoten
Allgemein:
Deutet man häufig wie Devisen. Oft verkünden sie auch einen Mißerfolg, aus dem man letztlich aber doch noch einen Gewinn zieht.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet eine Erbschaft;
– kaufen oder erwerben: man macht sich an eine Sache heran, die über die eigenen Kräfte geht und deshalb mißlingt;
– verlieren: bringt Ärger durch ein Mißverständnis, aber es wird gut ausgehen;
– finden: man wird ein Geschenk erhalten.
(Siehe auch „Devisen“)
Dolmetscher
Allgemein:
Kann für das Bedürfnis stehen, Botschaften aus dem eigenen Unbewußten oder andere Menschen besser zu verstehen; die individuelle
Bedeutung ergibt sich aus den jeweiligen Lebensumständen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: man wird Besuch empfangen;
– andere: Ihre Unternehmungen werden mit Mißerfolgen enden.
Dom
Psychologisch:
Man fühlt sich hingezogen zu großen Gesten. Er steht für eine innere Erhebung und den unbewußten Wunsch nach Großartigkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: schöne Zukunft;
– darin sein: du wirst Trost und Hilfe im Unglück finden.
(europ.) : – gilt als Schutz vor allem;
– darin eintreten und beten: Glück, Friede und Erfolg in allen Dingen.
(ind. ) : – du kannst auf Glück hoffen, darfst jedoch den Weg nicht scheuen;
– Dom (Kirche) verspricht gute Erfolge, wenn man nicht vom rechten Weg abweicht.
(Siehe auch „Kirche“)
Domherr
Allgemein:
Domherr kann als weiser Ratgeber mit konkreten Empfehlungen für die Zukunft auftauchen. Alte Traumbücher verstehen ihn als Symbol für
ein sorgenfreies Alter, in dem man zur Weisheit gelangt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst einen ruhigen Lebensabend genießen.
(ind. ) : – du kannst auf einen sorglosen Lebensabend hoffen.
Domino
Allgemein:
Bei kleinen Angelegenheiten wird der Träumende Erfolg haben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Kleidungsstück) anh aben: du bist falsch;
– sehen: dich plagt ein Geheimnis;
– (bekanntes Spiel) spielen: du wirst geneckt.

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(europ.) : – spielen und verlieren: von einem Freund beleidigt werden; Ihre Sicherheit wird durch Ihr Umfeld
gefährdet, da Sie Ihre Angelegenheiten mit Frauen und anderen Dingen nicht diskret behandeln.
– spielen und gewinnen: von zügellosen Gestalten umworben und bewundert werden; Für Sie
selbstsüchtiges Vergnügen, doch Kummer für Ihre Verwandten.
(ind. ) : – sei nicht erregt, wenn die Menschen dich fragen.
Dompfaff
Volkstümlich:
(europ.) : – man äfft dir nach.
Don Juan
Allgemein:
Bedeutet oft Warnung vor Betrug, Lüge und Falschheit der anderen oder Untreue in einer Liebesbeziehung. Zuweilen zeigt er an, daß man
sich nach erotischen Abenteuern sehnt, um vielleicht aus einer in Routine erstarrten Beziehung auszubrechen; allerdings wird das oft mit
einer Enttäuschung enden.
Volkstümlich:
(europ.) : – im Traum eines Mannes: eine Frau, der man blindlings vertraut, wird einen hintergehen;
– im Traum einer Frau: ein gefährliches Liebesabenteuer, das schlecht ausgehen wird, steht bevor;
– Hält sich eine junge Frau für eine Abenteuerin, ist Sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt und
bemerkt nicht, daß man ihr schmeichelt, so daß ihre Gunstbeweise ein schlimmes Ende nehmen.
– sich mit einem unterhalten: man wird belogen;
– sein Opfer werden: leichte Beute für Schmeichler und Intriganten sein; Sie werden eine schlechte
Hand haben, Ihre Angelegenheiten konsequent zu regeln.
Donner
Artemidoros:
Ein Donner ohne Blitz bedeutet, weil er unerwartet kommt, Anschläge und Überfälle, ein Blitz ohne Donner eitle Furcht; denn nach dem
Blitz erwartet man einen Donnerschlag, der wegen des Getöses nichts anderes als eine Drohung ist. Wenn er nicht zu hören ist, ruft er Furcht
hervor, die unbegründet ist.
Allgemein:
Donner, der in einem Traum zu hören ist, kann eine Warnung vor einer bevorstehenden emotionalen Entladung sein. Der Träumende hat
Energie aufgestaut, die schließlich ein Ventil finden muß, weil sie viel Unheil anrichten kann; diese Gefahr muß man rechtzeitig erkennen
und möglichst entschärfen, ehe es zu Streit und Unzufriedenheit kommt.
– Geht der Donner mit Blitz einher, wird man vielleicht unverhofft einen Menschen begegnen, mit
dem man ein freudiges Wiedersehen feiert.
– Der Donner ohne Blitz kündigt ägyptischen Traumdeutern zufolge eine schlechte Nachricht an.
– Donner im Theater fordert auf, nicht viel Lärm um Nichts zu machen, weil sich das nicht auszahlt.
– Ist der Donner nur aus weiter Ferne zu hören, dann bleibt immer noch Zeit, um die Kontrolle über
eine äußerst schwierige Situation zu gewinnen.
Psychologisch:
Der Donner war von jeher das Symbol für Macht und Energie. In Verbindung mit dem Blitz wurde er als Werkzeug der Götter betrachtet. Er
konnte sowohl Trauer und Leid mit sich bringen und klärend wirken. Handelt ein Traum vom Donner, weist er auf Zorn hin, auch auf Wut
oder andere aggressive Emotionen. Der Träumende steht unter seelischer oder körperlicher Anspannung und möchte diese abbauen. Diese
Gefühle können sich aber auch bereits entladen haben.
Man muß die jeweiligen anderen Traumsymbole deuten, um zu wissen, warum es donnernd kracht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet Donnergrollen tiefe Wut oder in extremen Fällen sogar den Zorn Gottes.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: du wirst Streit und Unannehmlichkeiten oder Verlust haben;
du wirst erschreckende Nachricht hören;
– in weiter Ferne: es bleibt einem noch Zeit, um die Kontrolle über eine Schwierigkeit zu gewinnen;
– und Blitz, der zündet: schöne Hoffnungen werden fehlschlagen;
– und Blitz, der unschädlich ist: ein unerwartetes Wiedersehen.
(europ.) : – die grollende Natur zeigt dem Träumenden, daß positive wie negative Planausgänge von ihr beeinflußt werden;
– hören: bedeutet, daß dir jemand Angst und Kummer verursachen wird; man wird Streit und Sorgen bekommen;
Rückschläge im Berufsleben drohen; auch: „viel Lärm um nichts“ machen;
– Donner und Regen: es erwartet Sie Ärger und Kummer;
– beängstigende Donnerschläge hören, die die Erde erschüttern: Zeichen für große Verluste und Enttäuschungen;
– im Theater hören: bedeutet viel Lärm um nichts;
– und Blitz: ein freudiges Wiedersehen;
– wenn der Blitz einschlägt: kündet ein Verlust an;
– Gewitter an einem sehr finsteren Himmel: bringt Unruhen im Lande;
– wenn das Unwetter keinen Schaden anrichtet: du triffst einen Freund.
(Siehe auch „Blitz“)
Donnervogel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Strahlend; reinigend; brennend; sich verändernd; inneres Feuer; Glanz; schnelles Aufblitzen; direkt; hell; energetisch;
durchdringend; Blitz; Verwandlung; Feuervogel; Phönix; Feuerclan.
Beschreibung: Der Donnervogelclan ist in Sun Bears Vision mit dem Feuer verbunden. Menschen, die im Mond der knospenden Bäume (21.
März bis 19. April), im Mond der reifenden Beeren (23. Juli bis 22. August) und im Mond des langen Schnees (22. November bis 21.
Dezember) geboren wurden, sind alle Angehörige des Donnervogel- oder Feuerclans. Blitze treten aus den Augen des Donnervogels, und
seine Flügelschläge produzieren den Donner. Der Donnervogelclan besteht aus Menschen mit stark ausstrahlender Energie und der
Fähigkeit, sich selbst und die Dinge, die sie berühren, zu reinigen. Diese Menschen sind aktiv, sehen sich immerfort nach neuen Anregungen
um. Oft sind sie Anführer, die sich auf ihre starke intuitive Kraft verlassen. Angehörige des Feuerclans haben meistens viel Charme und

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Humor; deshalb schließen sie schnell Freundschaften. Manchmal reden sie drauflos, bevor sie nachgedacht haben, und mitunter neigen sie
zur Arroganz.
Allgemeine Bedeutung: Eine Zeit, in der du mit all den Eigenschaften, die mit dem Donnervogelclan assoziiert werden, stark verbunden bist;
der Moment, in dem du bereit bist, in die Mitte der Bühne zu treten.
Assoziation: Große Düsenflugzeuge.
Transzendente Bedeutung: Eine machtvolle Botschaft der Transformation.
(Siehe auch „Feuer“, „Freudenfeuer“, „Kerze“)
Donnerwesen
Medizinrad:
Schlüsselworte: Macht; Regen; Wasser; Boten.
Beschreibung: Die Donnerwesen sind die Geistkräfte hinter den Wolken, die Regen, Donner und Blitze auf die Erde bringen. Donnerwesen
helfen das Leben zu erhalten, indem sie lebensspendenden Regen bringen. Sie können durch in trockenes Land einschlagende Blitze und das
daraus resultierende Feuer Veränderungen herbeiführen. Die Donnerwesen sind sehr mächtige Elementarkräfte.
Allgemeine Bedeutung: Deine Verbindung zu diesen Elementarkräften; die Notwendigkeit, mehr Wasser in dein Leben zu bringen; ein
Bedürfnis, mit deinen Gefühlen zu arbeiten.
Assoziation: Götter; Stärke; ängstigend; laut.
Transzendente Bedeutung: Hinweis auf eine Gabe, um mit den Donnerwesen zu arbeiten. In manchen Stammestraditionen bedeuteten
Träume von Donnerwesen, daß du als Person galtest, die alles umgekehrt macht, als es normalerweise der Fall ist. Die Donnerwesen
übermitteln starke Botschaften des Großen Geistes.
Doppelgänger
Allgemein:
Der Traum vom Doppelgänger deutet auf eine starke Beschäftigung mit sich selbst hin. Wie steht es etwa mit Ihrer Selbstdarstellung bei
anderen? Geben Sie vor, mehr zu sein als Sie sind? Oft ist das noch gar nicht ins Bewußtsein vorgedrungen, der Traum gibt hier den Anstoß.
Andere Deutungen sehen im Doppelgänger (wie in vielen Erzählungen und Märchen) ein böses Vorzeichen. Er dient dazu, die eigene
Verantwortung an ihn abzugeben und sich von unangenehmen Aufgaben zu befreien.
Dorf
Allgemein:
Wie das Haus oder der Baum ist das Dorf ein Spiegelbild der Persönlichkeit des Träumenden. Ein Dorf in einem Traum verweist auf eine
enge Gemeinschaft. Es versinnbildlicht die Begabung des Träumenden, stärkende Beziehungen und Gemeinschaftsgeist zu entwickeln. Für
einen Stadtmenschen der Wunsch, zu einer naturgemäßen, einfachen Lebensweise zurückzukehren, aber auch die Umschreibung der Enge,
die uns vielleicht gefühlsmäßig belastet, dabei zugleich aber vor Illusionen warnt. So stellt z.B. die Dorfkirche seine geistige Verfassung und
Charakterbildung, der Dorfplatz seine Beziehung zur Umwelt oder der Dorffriedhof Einsamkeit, Verlust, Abschied oder Lebensunsicherheit
dar. „In einem Dorf wohnen“ übersetzten ägyptische Traumdeuter mit dem friedlichen Dasein, das man im Kreis guter Freunde oder in der
Familie in Zukunft zu führen gedenkt. Aus den Begleitumständen sind vor allem nach folgende Deutungen möglich:
– Schönes Dorf soll finanzielle Erfolge verheißen, ein ärmliches kündigt dagegen Verluste an.
– Im Dorf wohnen kann auf eine friedliche Zukunft hinweisen.
– Vom Dorf in die Stadt gehen weist auf Langeweile und das Bedürfnis nach Abwechslung hin.
Psychologisch:
In einem Dorf geht es jedoch nicht nur idyllisch zu. Zum Beispiel weiß jeder über alle anderen genau Bescheid, was durchaus problematisch
sein kann. Eventuell bringt dieses Symbol dem Träumenden die Einengung zum Ausdruck, die er in einer wichtigen Beziehung verspürt. Da
das Leben in einem Dorf langsamer verläuft als in der Großstadt, könnte es als Trauminhalt auch für Entspannung stehen.
Spirituell:
Oft standen Kirche und Wirtshaus, zwei ganz verschiedene Orte also, im Mittelpunkt des Dorflebens. Spirituell gesehen, muß sich der
Träumende immer wieder darum bemühen, zwei Aspekte seines Lebens miteinander in Einklang zu bringen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ansehen: ungünstige Zukunft;
– darin wohnen: friedliches Leben;
– brennen sehen: du kommst in gute Vermögensumstände;
– armes, sehen: dein Vermögen geht zurück;
– Wohlhabendes sehen: gute Vorbedeutung.
(europ.) : – Wunsch nach Rückkehr zur Natur;
– ein besonders schönes, sauberes sehen: bringt gutes Einkommen; glücklich sein und bald auf dem Land wohnen;
– ein ärmliches und schmutziges sehen: rückgängige Vermögensverhältnisse;
– heruntergekommen oder unklar im Traum sehen: es erwarten Sie Ärger und Kummer;
– eins ansehen: schlichte Zukunft;
– mehrere sehen: Ungunst;
– in ein fremdes fahren: es wird sich bald eine Abwechslung im Leben ergeben;
– sich in einem befinden: sich guter Gesundheit erfreuen und gut versorgt sein;
– in einem wohnen: bedeutet allerlei Gutes;
– von einem in die Stadt fahren: bringt eine Abwechslung im Leben;
– Dorfschenke besuchen: man wird Glück finden;
– eines durchwandern: man wird Freude erleben;
– das Heimatdorf besuchen: angenehme Überraschungen sowie erfreuliche Neuigkeiten,
die abwesende Freunde betreffen, stehen bevor.
(ind. ) : – du mußt mithelfen, allein kommt das Glück nicht in dein Haus;
– darin wohnen: durch einen Freund wird sich dein weiteres Leben besser gestalten;
– brennen sehen: du kannst mit Vermögenszuwachs rechnen;
– anzünden: dein Freund verlangt dich zu sprechen, gehe hin und höre ihn an.

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Dorfbäcker
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Nahrung haben;
– backen sehen: Ärger bekommen.
(Siehe auch „Bäcker“)
Dorfbewohner
Volkstümlich:
(arab. ) : – (mit ihnen zu tun haben): du wirst heitere Tage erleben.
(ind. ) : – wenn du in Gesellschaft kommst, sei nicht zu ausgelassen, es schadet deinem Ansehen.
Dorfmusikant
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine baldige Gevatterschaft.
(ind. ) : – Geburt in deiner Nähe.
Dorfprediger
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast gute Ratschläge nötig.
Dorfschänke
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst bescheidenes Glück finden.
(europ.) : – darin sitzen: Unannehmlichkeiten;
– besuchen: Glück finden.
(ind. ) : – dein Schicksal ist nicht zu beneiden.
Dorfschulze
Volkstümlich:
(arab. ) : – verwickelte Geldgeschäfte.
Dornen
Assoziation: – Stachel des Bewußtseins.
Fragestellung: – Auf welche Weise bin ich bereit, die physischen und spirituellen Aspekte meiner Persönlichkeit in Einklang zu bringen?
Artemidoros:
Disteln und Dornen bedeuten wegen ihrer Spitzigkeit Schmerzen, wegen ihrer Undurchdringlichkeit Hindernisse, wegen ihrer Rauheit
Sorgen und Schmerzen, vielen auch Liebeskummer und Untaten von seitens schlimmer Menschen, weil aus den Wunden, die jene
verursachen, Blut fließt; näherhin prophezeien Disteln Untaten von Frauen, Dornen von Männern. Disteln, Dornen und Christdornen sind im
Hinblick auf Sicherheit ausnahmslos günstige Vorzeichen, weil sie Wälle und Einzäunungen von Grundstücken bilden, ungünstig dagegen,
wenn es gilt, Schwierigkeiten zu entwirren, weil sie undurchdringliche Hindernisse sind. Zöllnern, Schankwirten, Räubern, Leuten, die mit
falschen Gewichten arbeiten und Betrügern bringen sie größere Vorteile als irgend etwas anderes, weil sie fremdes Eigentum mit Gewalt und
gegen den Willen der Besitzer an sich reißen.
Allgemein:
Im Traum von einem Dorn gestochen zu werden bedeutet, daß der Träumende kleinere Schwierigkeiten zu bewältigen hat. Außerdem kann
der Dorn allein unangenehme Lebenserfahrungen oder sogar eine ernste seelische Krankheit ankündigen. Zuweilen warnt er vor dem
Eigensinn anderer Menschen, gegen den man schwer ankommt. Symbol der Selbstbesinnung auf alte Tugenden, im christlichen Sinne auf
das Erleiden müssen, um anderen zu helfen.
– Bringen Dornen Blut zum Fließen, dann muß der Träumende in seinem Leben nach der Ursache für eine Verletzung suchen.
– Handelt es sich um den Traum einer Frau, dann kann die Verletzung durch den Dorn für den sexuellen Akt stehen oder für
ihre Angst vor dem Geschlechtsverkehr mit dem Mann, den sie heimlich liebt.
– Wenn Dornen stechen oder man an ihnen hängenbleibt, gerät die Liebe in eine Krise oder bleibt auf der Strecke.
– Dorn kann vor allem bei jungen Mädchen ohne Erfahrungen ein Sexualsymbol darstellen, das gleichermaßen sexuelle Bedürfnisse
und Angst vor der noch unbekannten Sexualität zum Ausdruck bringt; diese Bedeutu ng trifft vor allem zu, wenn sie sich in den
Finger stechen und Blut austritt (Symbol der Defloration).
Psychologisch:
Der Dorn im Traum symbolisiert körperliches Leid. In Verbindung mit der allgemeinen Gesundheit kann er auf eine mögliche Anfälligkeit
für Infektionen hinweisen. Erscheinen Traumbilder wie Stacheln, Dornen, Widerhaken oder Splitter, sind sie als Symbol für seelische Nöte
oder Enttäuschungen des Träumenden zu deuten. Ein Traum, der von blühenden Dornenbüschen, z. B. Rosensträucher oder Himbeer- oder
Brombeergestrüpp handelt, weist meist auf sexuelle Schwierigkeiten oder Beziehungsprobleme hin.
Spirituell:
Der Dorn, speziell in bezug auf Christus, kann bedeuten, daß der Träumende auf der Suche nach dem Spirituellen ist. Die Dornenkrone
versinnbildlicht das Leiden für den Glauben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ein Dorn bedeutet einen bösen, verschlagenen Kerl, je nachdem wie der Dorn beschaffen ist;
ausgenommen sind jedoch die dornigen Bäume, die Früchte tragen, von denen oben die Rede war;
denn diese bezeichnen die Kraft und Würde der Menschen; die kleinen dornigen Sträucher dagegen
weisen auf einen ohnmächtigen, bösen Kerl, der andere Leute nur plagt.
– Träumt einer, Dornen hätten ihn umklammert, wird er in dem Maß Ärger und Trübsal leiden,
wie die Dornen ihn umklammerten.
– Haben sich seine Kleider in Dornen verfangen, werden Sorgen und Nöte ihn drücken.
– Tritt einer mit bloßen Füßen unterwegs in die Dornen, wird er, wenn er ein hoher Herr oder ein Heerführer ist,
entsprechend dem Schmerz, den die Dornen verursachen, verwundet werden;
ein einfacher Mann wird Ärger und Mißerfolg in seinem Gewerbe haben.
– Dornenzweige bedeuten Irrwege des Glaubens.

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– Träumt jemand, er werde von Dornen der Dattelpalme verwundet, werden vornehme und einflußreiche Frauen
ihm Streit und Ärger verursachen, gemessen an dem Schmerz, den er erlitt.
Im allgemeinen weist jede Dorne auf Bedrängnis, dem Schmerz gleich, den sie verursacht.
– sich daran verletzen: von einem falschen Freund hintergangen werden;
– sehen: du findest Widerstand;
– von ihnen gestochen werden: du wirst ein Amt verlieren;
– hineinfallen: du wirst dich verlieben.
(europ.) : – Widerwärtigkeiten bei allen Unternehmungen, so daß man mit größter Vorsicht handeln muß;
weiblich sexuell zu verstehen; Angst vor Gefahren infolge Geschlechtsverkehrs;
– sehen: man wird liebeskrank werden oder Liebeskummer kann sich bald einstellen;
– sich mit einem ritzen: Liebesglück;
– von einem gestochen werden: Auflösung einer Bekanntschaft;
– sich stechen – für junges Mädchen: Angst vor dem ersten sexuellen Kontakt;
– in Frauenträumen: zeigen Angst vor Geschlechtskrankheiten an;
– in ein Dornengestrüpp fallen: man wird in eine sehr verworrene Lage geraten – die Befreiung fällt schwer;
– in Dornen geraten: man sollte sich in nächster Zeit auf Schwierigkeiten und Hindernisse einstellen;
– einen Kranz aus Dornen auf dem Kopf tragen: viel seelisches Leid.
(ind. ) : – beachte den Eigensinn deiner Mitmenschen nicht;
– gestochen werden: du wirst Sorgen in deinem Beruf haben.
(Siehe auch „Disteln“, „Dornengebüsch“, „Frucht“, „Gestrüpp“)
Dornengebüsch
Psychologisch:
Ob einzelner Dorn oder ganzer Dornenbusch – wer davon träumt, hat einen „dornigen Weg“ vor sich: Probleme und Hindernisse sind zu
überwinden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen und daran hängenbleiben: traue deiner Nachbarschaft nicht.
(europ.) : – jegliche Anstrengung um Erfolg wird vom Bösen unterwandert werden;
– unter grünem Blattwerk: Ihr Glück wird durch geheime Feinde beeinträchtigt;
– hindurchkommen ohne sich zu ritzen: die Schwierigkeiten werden überwunden; über Feinde triumphieren;
– Dornenhecken ausreißen: zeigt Beseitigung von Hindernissen an;
– Dornenkranz auf dem Kopf: kündet ein seelisches Leiden an;
– in ein Dornengestrüpp fallen: man wird in eine sehr verworrene Lage kommen;
– sich daran stechen: Schaden durch heimliche Feinde nehmen;
– sich blutige Schrammen holen: schwere Handelsverluste sind angezeigt.
(Siehe auch „Dornen“)
Dornraupe
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder in der Hand haben: hüte dich vor einem gefährlichen Feind.
Dorsch
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Fisch) sehen oder essen: du wirst dich erkälten.
Dose
Allgemein:
Eine verschlossene Dose deutet an, daß Sie irgend etwas wissen möchten, was vor Ihnen geheimgehalten wird. Eine geöffnete ist die
Aufforderung, eine günstige Gelegenheit zu ergreifen. Darüber hinaus symbolisiert die Dose weibliche Sexualität. Wichtige ist in jedem Fall
der Inhalt der Dose.
Psychologisch:
– Eine verschlossene Dose, die man nicht aufbekommt, hat mit Gefühlen zu tun, die man auf jeden Fall unter Verschluß halten möchte.
– Eine Dose öffnen besagt, das wir etwas verschenken, also jemand eine Zuwendung schenken wollen.
– Eine offene Dose dagegen zeigt den Überschwang der Gefühle an, die man zu verschenken bereit ist.
– Was war denn in der Dose?
Volkstümlich:
(arab. ) : – aus Holz oder Horn: kümmerlicher Gewinn;
– aus edlem Metall: gute Aussichten;
– schöne verziert oder bemalt: sich etwas vorgaukeln lassen;
– Dose verlieren: deine Vergeßlichkeit bringt dir Schaden;
– daraus Tabak schnupfen: auf gute Ideen kommen;
– daraus eine Prise angeboten bekommen, oder jemanden eine anbieten: neue Freundschaft schließen.
(europ.) : – als Behälter Sinnbild des behüteten Lebens, ohne das alles Verlust ist;
– benutzen; man wird Gutes hören;
– verlieren: bedeutet Uneinigkeit mit sich selbst;
– finden: du wirst etwas Angenehmes hören; man genießt Freude und Gunst;
– aus hartem Holz, Bein etc.: warnt vor Annahme häßlicher Angewohnheiten;
– aus Silber: zeigt ein Ehrengeschenk an; bringt Vorteile;
– goldene: Reichtum;
– (Schnupftabak) verlieren: Gewinn im Spiel;
– daraus schnupfen: du machst eine angenehme Bekanntschaft;
– schön bemalt: Vergnügen;
– zum Geschenk erhalten: du gelangst zu Ehre und Ansehen; man hat gute Freunde.

358
Dotter
Volkstümlich:
(arab. ) : – das Flüssige eines Eis sehen: großer Ärger;
– gekocht: gute Nahrung haben;
(europ.) : – Eigelb schlagen: gutes Zeichen für Geldgewinn durch Spekulation oder Lotterie.
(Siehe auch „Ei“)
Drache (das Fluggerät aus Papier)
Allgemein:
In chinesischen Überlieferungen symbolisiert der Drache den Wind; auch heute noch ist er ein Symbol für Freiheit.
– Läßt der Träumende in seinem Traum einen Drachen steigen, erinnert ihn dies vielleicht an unbeschwerte Kindheitstage,
die noch frei von Verantwortung waren.
– Oft sind die Farbe des Drachen und das Material, aus dem er hergestellt wurde, von symbolischer Bedeutung.
– Drache aus Papier kann hochfliegende Pläne und Hoffnungen ankündigen, denen aber kein Erfolg beschieden sein wird.
Früher nahm ihn die Traumdeutung wörtlich – das feuerspeiende Fabelwesen mußte als Symbol für ein böses Weib (bzw. die
Schwiegermutter) herhalten: für den Hausdrachen eben.
Psychologisch:
Wenn man einen Drachen steigen läßt, dann liefert man sich völlig den Wind aus. Übertragen auf die Traumebene bedeutet dies, daß der
Träumende in seinem Alltagsleben über die Sachkenntnis verfügt, die er benötigt.
Spirituell:
Ein Drache stellt das Bedürfnis des Träumenden nach größerer spiritueller Freiheit dar – frei sein von Einschränkungen und selbst die „Fäden
ziehen“.
Volkstümlich:
(Kinderspielzeug)
(arab. ) : – fliegen sehen: du wirst die Gunst hoher Personen erlangen, aber hierdurch wenig Erfreuliches erleben;
– (aus Papier) steigen sehen: Aufstieg, Wohlstand;
– fallen sehen: widrige Verhältnisse.
(europ.) : – warnt uns vor eitlen, hochfahrenden Plänen und davor, Luftschlösser zu bauen;
– fliegen sehen: bedeutet ein falsches Glück.
(Siehe auch „Farben“ und unter Materialien)
Drache (das Fabelwesen)
Assoziation: – Beherrschung der Elemente; Überfluß; Verbindung von Materie und Geist.
Fragestellung: – Auf welche Weise bin ich bereit, die physischen und spirituellen Aspekte meiner Persönlichkeit in Einklang zu bringen?
Artemidoros:
Der Drache bedeutet wegen seiner Kraft und Stärke einen König (Das grich. Wort drakon bedeutet Schlange, aber auch Drache, Lindwurm.
Auch bei Achmet (228,9) ist der Drache Symbol des Königs), ferner – wegen seiner Körperlänge – die Zeit und weil er die alte Haut abstreift
und sich wieder verjüngt; denn ebenso ergeht es der Zeit im Wechsel der Jahreszeiten; ferner bedeutet er Reichtum und Geld, weil er Schätze
hütet, und alle Götter, denen er heilig ist. Es sind dies: Zeus, Sabazios, Helios, Demeter und Kore, Hekate, Asklepios und die Heroen. Wenn
er sich nähert, etwas gibt oder spricht und seine Gutartigkeit durch die Zunge kund tut, verheißt er großen Segen von den Genannten oder
durch die Genannten; im entgegengesetzten Fall bringt er Unheil. Umschlingt oder fesselt er jemanden, prophezeit er (Verwicklungen) und
Fesseln, den Kranken Verderben und bringt sie fast unter die Erde; er selbst ist ja ein Kind der Erde und haust in der Erde. Drachen, die sich
in Männer verwandeln, bedeuten Heroen, solche, die sich in Frauen verwandeln, Heroinen. Eine Frau, die schwanger ging, träumte, sie habe
einen Drachen geboren. Der Sohn, den sie gebar, wurde ein hervorragender und namenhafter Redner; denn der Drache hat wie ein Redner
eine zweischneidige Zunge. Es war das eine reiche Frau, und der Reichtum ist der Zehrgroschen der Bildung. Eine andere hatte dasselbe
Traumgesicht, und ihr Sohn wurde ein Hierophant (Der oberste Kultusbeamte in Eleusis; im Mittelpunkt dieses bedeutenden Kultes standen
Demeter und Persephone.); denn heilig ist der Drache, heilig auch der Myste. In diesem Fall war die Träumende die Gattin eines Priesters.
Eine dritte träumte dasselbe Traumgesicht, und ihr Sohn wurde ein hervorragender Weissager; der Drache ist nämlich dem Apollon, dem Ur-
und Vorbild aller Weissager, geheiligt. Diese Frau war die Tochter eines Weissagers. Eine vierte hatte dasselbe Gesicht, und ihr Sohn wurde
ein zügelloser und frecher Bursche und verführte viele Frauen in der Stadt; denn der Drache geht krumme Wege. Es war aber schon die
Mutter ein Ausbund von Geilheit und Hurerei. Eine fünfte träumte dasselbe Traumgesicht, und ihr Sohn wurde als Straßenräuber ergriffen
und geköpft, denn der Drache wird, wenn er eingefangen wird, auf den Kopf geschlagen und endet so. Auch dieses Weib war ganz und gar
nicht ohne Fehl. Der Sohn einer sechsten, die dasselbe Traumerlebnis hatte, wurde ein flüchtiger Sklave; denn der Drache windet sich durch
die engsten Spalten und versucht, sich den Blicken der Verfolger zu entziehen. Die Mutter war selbst eine Sklavin. Einer siebten träumte
dasselbe, und ihr Sohn wurde gelähmt; denn der Drache bedient sich zum Vorwärtskommen seines ganzen Körpers, genauso wie die
Gelähmten. Als die Frau dieses Traumgesicht schaute, lag sie an einer Krankheit danieder. Es war zu erwarten, daß das während der
Krankheit empfangene und ausgetragene Kind sich nicht normal fortbewegen würde. Alle Dinge, die sich auf dieselbe Weise bewegen,
haben, im Traum geschaut, dieselbe Bedeutung. So träumte z.B. jemand, er sei von einem Drachen in den Fuß gebissen worden. Der
Betreffende erlitt durch ein Rad auf der Straße eine Verletzung, genau an dem Fuß, an welchem er im Traum gebissen worden war; denn
wenn ein Rad sich dreht, bewegt es sich mit seiner ganzen Masse gleich wie der Drache.
Allgemein:
– Ein Drache ist ein komplexes, universelles, archetypisches Symbol urtümlicher, kaltblütiger Vitalität.
– Er gilt als furchterregend und trotzdem handhabar.
– Unter bestimmten Bedingungen stellt er die ungezähmte Natur des Menschen dar. Sein Erscheinen im Traum verlangt,
daß der Träumende an seinen Leidenschaften und chaotischen Vorstellungen arbeitet.
– Drache (als Fabeltier) gilt in China zwar als Glückssymbol, bei uns wird er aber negativ gedeutet.
– Oft weist er im Traum auf eine materialistische Grundeinstellung hin, neben der seelisch- geistig Bedürfnisse verkümmern,
teilweise verbunden mit rücksichtslosem Egoismus. Solche Einstellungen muß man möglichst bald verändern.
– Nach Artemidoros steht der Drache in Verbindung mit Reichtum und Schätzen, mit einer hochgestellten Persönlichkeit,
von der man sich Förderung erwartet.
– Ein Drache, der Abscheu erzeugt, weist nach Ansicht des griechischen Traumdeuters auf ernste Gefahren hin,
ein sich abwendender Drache auf eine unglückliche Wendung im Leben.
– Der Drache (der weibliche natürlich!) ist oft die Rabenmutter, die ihr Kind ablehnt.

359
Psychologisch:
Jeder Mensch besitzt auch eine mutige Seite, mit der er gefährlichen Konflikten die Stirn bietet. Dies muß sein, damit der Träumende die
niedrigen Seiten seines Wesens überwinden und seine inneren Quellen erreichen kann. Der Drache im Traum stellt diesen Konflikt dar. Das
Positive des Drachentraums: Das Untier in uns wird meistens besiegt. Der Kampf mit dem Drachen umschreibt die Auflehnung des
Träumenden gegen sich selbst und seine Gefühle. Der Drache kann im Traum entweder in der Gestalt des bekannten Märchen- bzw.
Fabelwesens auftreten oder in der modernen Verkleidung von Baggern, Panzern und ähnlich monströsen Maschinen. Im Märchen wird die
Jungfrau häufig von einem Drachen bewacht. Wird im Traum mit einem Drachen gekämpft, so kann damit der Kampf des Träumenden mit
der animalischen Seite seiner Sexualität gemeint sein; allgemein handelt es sich dabei immer um einen Kampf, den der Träumende mit sich
selbst oder einer ihm unbekannten Eigenschaft seiner Psyche austrägt. Der Drache kann als Traumsymbol jedoch auch die gefühlskalte, ich-
bezogene, berechnende Seite des Träumenden darstellen. Der Traumdrache symbolisiert allerdings im allgemeinen auch die verschlingende
und bedrohliche Seite des Weiblichen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Drache für die durch das Patriarchat unterworfene weibliche Seite des Menschen. Ihr darf nicht mit
Kampf, sondern muß mit Liebe begegnet werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Drache bedeutet einen König, Schlangen weisen entsprechend ihrer Größe auf große oder kleine Feinde.
– Träumt jemand von einer Riesenschlange oder einem Drachen in seinem Haus, auf dem Feld, in Stadt oder Land,
wird ebendort ein feindlicher Herrscher in böser Absicht erscheinen.
– Setzt der Drache Bäume in Brand oder entwurzelt er sie, werden die Einwohner entsprechend dem Sengen,
Brennen und Entwurzeln schweres Unheil leiden.
– Schaut jemand einen Drachen, der von Blitzen und Donner verfolgt wird, deute er es als Krieg und Niederlage
eines anderen Herrschers, der dem Land Feind ist; der Kaiser wird nach diesem Traum über Fall und Untergang
eines anderen Königs frohlocken.
– Träumt der Kaiser, ihm sei ein Drache erschienen, wird er vor einem anderen König erzittern; spricht er furchtlos
mit dem Drachen, wird er auf wunderbare Weise mit einem anderen, hochgerüsteten Herrscher Frieden schließen.
– Findet oder ißt einer Drachenfleisch, wird er vom erhabenen Kaiser Reichtum erlangen, so viel, wie er Drachenfleisch
gegessen hat.
– Träumt ein Fürst oder der Kaiser, er töte einen Drachen, wird er einen mächtigen König im Krieg bezwingen;
ein gemeiner Mann wird Kaiser werden. Denn solches vollbringt nur ein Kaiser.
– (Lindwurm-Drachen): eine böse Schwiegermutter;
– von ihm verfolgt werden: du entgehst nur mit Mühe einer Gefahr.
– Der Träumer hat Angst, wahrscheinlich vor einer Frau.
– Wird der Drache im Traum besiegt, reagiert der Träumer sein Dominanzbedürfnis der Frau gegenüber ab.
(europ.) : – kaltblütige Vitalität: man setzt sich über alles hinweg, um zum Erfolg zu gelangen;
– Drache als sagenhaftes Tier bedeutet: daß man auf wunderbare Weise zu Reichtum und Ansehen gelangen wird;
– einen als Fabeltier sehen: man wird die Gunst hochgestellter Personen erlangen;
– einen bösen sehen: bringt Verlust;
– ein Mann steht einem gegenüber: er fürchtet sich, von einer Frau verschlungen zu werden;
– ein Mann besiegt einen: der Mann reagiert sein Dominanzbedürfnis gegen diese Frau ab;
man lernt die Kräfte des Unbewußten zu beherrschen;
– von einem verletzt werden: Bedrohung durch einen mächtigen Feind;
– einen töten: man wird sich aus einer schwierigen Situation befreien: man sollte sich auch von allen
materialistischen und „kaltblütigen“ Einstellungen befreien oder des Drachens im eigenen Haus.
(ind. ) : – hüte dich vor einer Gefahr, die dich umgibt.
(Siehe auch „Eidechse“, „Ungeheuer“)
Dragoner
Volkstümlich:
(arab. ) : – du mußt deinem Stolz ein Opfer bringen;
– ins Haus kommen sehen: durch Gäste überrascht werden.
(europ.) : – zu Pferde sitzend: zeigt Besuch, Gäste oder ein Fest an, wobei es uns Geld kosten wird;
– sehen: man kommt in die Fremde.
(ind. ) : – meistere deinen Zorn, du kommst weiter dadurch.
Draht
Allgemein:
Mit Draht kann man etwas eingrenzen, um es zu besitzen und an sich zu binden – übersetzt: das Fesseln wollen einer geliebten Person oder
das Aussperren eines nicht mehr genehmen Freundes aus unserem Gedankenkreis.
– Draht symbolisiert oft Hindernisse, mit denen man in nächster Zeit rechnen muß.
– Ein Drahtverhau deutet gar unüberwindliche Probleme anzeigen.
– Günstig gedeutet werden nur Drähte aus Silber und Gold, die darauf hinweisen sollen,
daß man Schwierigkeiten überwinden und Fallen, die andere stellen, rechtzeitig entlarvt.
– Stacheldraht kann verletzen, im Traum ist es die Seele, die verletzt wird, unser Ich, das sich im
Wachleben tausend kleinen Sticheleien ausgesetzt sieht, die auf schmerzliche Erfahrungen hinweisen.
Psychologisch:
Wer von ihm träumt, hat zu anderen Menschen „einen guten Draht“, und so ist er auch symbolisch zu betrachten: Verbindung,
Kommunikation, positive Wechselwirkung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder aufrollen: hüte dich vor Fallstricken und tückischen Menschen, die dich zu umgarnen suchen;
– silberner: gegen dich ersonnene Bubenstreiche werden von Freunden durchkreuzt werden;
– goldener: deine Wünsche werden erfüllt und alles zum Guten geführt werden;
– finden: du hast Verdrießlichkeiten niederzukämpfen;
– suchen: du wirst dich in Geldnot befinden;
– in ihm hängen bleiben: Gefahr für die Zukunft;
– ziehen: ein Prozeß wird sich in die Länge ziehen.

360
(europ.) : – der Traum von Draht ist der Ausdruck von unüberwindlichen Hindernissen, die sich einem entgegenstellen;
– oder Drahtgeflecht: verheißt ein Geheimnis, das wir zu eigenem Besten für uns behalten müssen;
– sehen: man bekommt eine Falle gestellt;
– Stacheldraht sehen: eine Mahnung, jetzt eine zeitlang geduldig zu bleiben, bis sich alle Schwierigkeiten von selbst auflösen;
– im Stacheldraht hängenbleiben: ein gerichtlicher Prozeß oder Streitigkeiten bringen jetzt viel Ärger;
– Leitungsdraht: häufig Kurzreisen unternehmen, wodurch man ins Gerede kommt;
– ein goldener: guter Fortgang der Geschäfte;
– ein silberner: Vereitelung böser Pläne anderer;
– alter und rostiger Draht: von schlechter Laune beherrscht werden; dies bereitet Ihren Verwandten Schwierigkeiten;
– Drahtzaun sehen: in einem Geschäft betrogen werden;
– über einen stolpern: Vorsicht, jemand hat einem eine Falle gestellt.
(ind. ) : – lasse die Feinde reden, so viel sie wollen, du allein weißt, wie es um dich steht.
(Siehe auch „Seil“)
Drahtlos
Volkstümlich:
(europ.) : – unerwartete, gute Nachricht über Geld.
Drahtseil
Allgemein:
Drahtseil weist nach alten Traumbüchern darauf hin, daß man zwar mühsam, aber sicher einen Aufstieg schaffen wird.
Drahtseilbahn
Allgemein:
Drahtseilbahn bedeutet, daß man den Aufstieg schafft, ohne sich besonders anstrengen zu müssen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Du wirst in Unternehmungen Glück haben.
(ind. ) : – spiele ruhig in der Lotterie, du wirst bestimmt dein Glück machen.
Drahtverhau
Volkstümlich:
(arab. ) : – deinem Unternehmen werden sich Hindernisse entgegenstellen.
(ind. ) : – es ist zwecklos, sich trüben Gedanken hinzugeben, wenn die Not im Haus zu Gast ist.
(Siehe auch „Draht“)
Draisine
Volkstümlich:
(arab. ) : – (altertümlicher Vorläufer des Fahrrades): du leitest dein Schicksal mit fester Hand.
Drama
Psychologisch:
Die Symbolik liegt einzig in der Rolle, die Sie (oder ein Ihnen nahestehender Mensch) darin zu spielen haben. Sind Sie nur Zuschauer,
bedeutet dies, daß Sie lieber neutraler Beobachter bleiben und sich gern heraushalten, wenn es sich wo „dramatisch abspielt“: Nur keine
wichtige (verantwortungsvolle) Rolle übernehmen!
Volkstümlich:
(europ.) : – erleben: Versöhnung mit entfernten Freunden;
– sich bei einem langweilen: bei einer Unterhaltung oder mit einem Geheimnis zur Gesellschaft
mit einem unerfreulichen Zeitgenossen gezwungen werden;
– eins schreiben: sich in Schuld und Elend stürzen, aus dem man wie durch ein Wunder wieder herauskommen wird.
(Siehe auch „Theater“)
Drechsler
Volkstümlich:
(arab. ) : – und dessen Werkstatt sehen: deutet auf geschäftlichen Wohlstand;
– drechseln sehen: deine Geschicklichkeit bringt dich vorwärts;
– selbst als solcher arbeiten: du wirst dich guter Gesundheit erfreuen.
(europ.) : – Drechslerbank sehen: zeigt eine ehrenvolle Zukunft an;
– bei der Arbeit sehen: bedeutet Gesundheit;
– selbst als einer arbeiten: gutes Ende einer Arbeit.
(ind. ) : – nichts ist menschenunmöglich, man darf nur nicht den Kopf verlieren;
– deinem Unternehmen werden sich Hindernisse entgegenstellen.
Dreck
Allgemein:
– Dreck wird traditionell immer als Sinnbild für Glück und Wohlstand gedeutet.
– Meist positiv gewertet. Man kann ja den Karren aus dem Dreck ziehen.
– Wer mit Dreck beworfen wird oder sich schmutzig macht, kann damit rechnen, daß er in finanziellen Dingen
eine glückliche Hand hat; denn das Geld ist ja durch viele Hände gewandert, also dreckig.
Psychologisch:
Die Seele fühlt sich beschmutzt oder will andere beschmutzen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder hineinfallen: du wirst wohlhabend.
(europ.) : – sehen, in solchen hineinfallen oder damit beworfen werden: bevorstehendes Glück; bringt Reichtum.
(ind. ) : – unerwartetes Glück wird bei dir einkehren.

361
Drehbank
Allgemein:
Drehbank ermahnt, nicht nur zu nehmen, sondern dafür auch etwas zu geben und zu leisten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst eine mühselige Arbeit beenden.
(ind. ) : – du mußt erst etwas leisten, dann kannst du auch vom Leben etwas verlangen.
Drehbühne
Volkstümlich:
(europ.) : – unerwartete Wendung im Leben.
Drehorgel
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören oder selbst spielen: Melancholie und Traurigkeit wird über dich kommen.
Drehstuhl
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ende verwickelter Verhältnisse.
Drei
Assoziation: – Dreifaltigkeit; Ausgewogen heit der Gegensätze; Geselligkeit.
Fragestellung: – Wie integriere ich die Gegensätze in mir?
Allgemein:
Die Drei gilt seit alters her als eine magische Zahl: In Märchen sind meist drei Rätsel zu lösen, Neptun trägt einen Dreizack. Aber auch in
den verschiedenen Religionen hat die Drei eine große Bedeutung. So spricht man beispielsweise von der Dreifaltigkeit Gottes, und in der
indischen Religion sind Brahma, Vishnu und Shiva eine göttliche Dreiheit. Im Traum hat die Drei die Symbolbedeutung von Geist und
schöpferischer Kraft, sie hat einen männlichen Aspekt.
Psychologisch:
Drei als Zahl kann anzeigen, daß Gegensätze und Widersprüche sich auf einer höheren Ebene vereinigen und etwas Neues hervorbringen,
das Glück, Zufriedenheit und großen Erfolg beschert. Die seit jeher heilige Zahl („Dreifaltigkeit“) drückt die Schöpferkraft aus. Sie ist das
Element unseres Willens, der Idee, das Ergebnis der Vereinigung von Mann und Frau, die Zukunft gebärend. Die Drei kann Gutes und
Schlechtes andeuten. In Träumen, die auf Negatives hinweisen, ist es oft kurz vor drei Uhr. (Wer abergläubisch ist, klopft ja auch dreimal auf
Holz.) Weiteres Symbol dafür, daß erst die Drei ein Ganzes ergibt: Die Urfamilie = Vater + Mutter + Kind. Die menschliche Persönlichkeit =
Körper + Seele + Geist. Die Zeit = Vergangenheit + Gegenwart + Zukunft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder diese Zahl schreiben: Glück und frohe Aussicht.
(europ.) : – bedeutet viel Glück;
– drei Vögel fliegen und drei Schiffe fahren sehen ist ein Zeichen für eine gefährliche Reise,
die unternommen werden muß, die jedoch ohne Gefahr überstanden wird.
(Siehe auch „Zahlen“)
Dreieck
Assoziation: – dynamische Kraft; Integration von Gegensätzen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben entwickele ich Kräfte durch die Integration von inneren Gegensätzen?
Allgemein:
Dreieck wird ähnlich wie die Zahl Drei gedeutet, wobei man nach alten indischen Traumbüchern darauf hoffen kann, daß man von anderen
unterstützt und gefördert wird. Teils steht das Dreieck aber auch als sexuelles Symbol, das entsprechende Bedürfnisse zum Ausdruck bringt,
die man nicht übermäßig unterdrücken darf. Obwohl die Drei, wie alle ungeraden Zahlen, männlich definiert wird, ist das Dreieck ein
weibliches Sexualsymbol, das mit anderen Traumsymbolen in Zusammenhang gebracht werden muß. Ein gleichseitiges Dreieck kann die
Klarheit der Gedanken, den schöpferischen Geist des Träumers andeuten. Nach der traditionellen Traumdeutung bahnt sich ein
Dreiecksverhältnis an.
Psychologisch:
Nicht nur nach S. Freud gilt es als Vaginasymbol, aber gerade weil es so einfach ist, kann es so vieldeutig sein. Für die Alchimisten hat es
das Wasser symbolisiert, in der Meteorologie bedeutet es Regenschauer. Ein Dreieck auf der Spitze stehend, wirkt dyn amisch (nicht statisch
wie ein Quadrat) – ein labiles Gleichgewicht, das jeden Moment kippen kann. Seine erotische Symbolik ist eindeutig.
Spirituell:
Das Dreieck mit der Spitze nach oben ist ein Zeichen der göttlichen Weisheit, zeigt es nach unten, symbolisiert es Weiblichkeit – es weist
somit immer auf die Harmonie zwischen geistig- seelischen Kräften und körperlichen Trieben hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – unglückliche Familienverhältnisse.
(europ.) : – du wirst Achtung und Liebe anderer Leute leicht erwerben; auch: sich zwischen zwei Liebhabern zu entscheiden haben.
(ind. ) : – Gönner stehen dir zur Seite.
(Siehe auch „Geometrische Figuren“, „Drei“)
Dreifuß
Artemidoros:
Der dreifüßige Tisch und der Herd bezeichnen das Leben, die Lebensverhältnisse insgesamt und die Gattin des Träumenden. Nehmen Tisch
oder Herd Schaden, so muß man folgern, daß das durch sie Bezeichnete Schaden erleidet. Der vierfüßige Tisch unterscheidet sich in keiner
Weise von dem dreifüßigen, ebensowenig wie irgendein anderes Stück der Einrichtung, auf dem man speist. Es träumte einer, er fahre auf
dem Aufsatz eines Dreifußes über das hohe Meer. Er wurde wegen politischer Vergehen angeklagt, verurteilt und auf eine Insel verbannt;
denn das Gerät, das ihn dahintrug, war rings von Wasser umspült und glich dem Äußeren nach einer Insel.
Allgemein:
– Die griechische Priesterin Pythia saß in Delphi auf einen Dreifuß und sagte wahr, auch um die Wahrheit über sich selbst zu finden.
– Der Schemel mit den drei Beinen hat von jeher eine günstige Auslegung gefunden: Förderung etwa im Beruf, aber auch Familienglück.

362
Spirituell:
Er steht für geistige Kraft und Erleuchtung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst eine geheimnisvolle Begegnung haben.
(europ.) : – Familienglück oder angenehmes Geschenk; bringt Arbeitsbefriedigung.
Dreigespann
Volkstümlich:
(europ.) : – Luxus und Verschwendung nimmt leicht überhand.
Dreirad
Assoziation: – unreife Kraft; spielerische Bewegung.
Fragestellung: – Bin ich reif genug, um mein Ziel zu erreichen? Macht mir das Unterwegssein Spaß?
Allgemein:
Dreirad bietet eine festere Standfläche und zeigt deshalb an, daß man die in Angriff genommenen Pläne sicherer zum Erfolg führen wird;
dadurch kommt Bewegung ins Leben, und es kann sich deutlich verändern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Familienzuwachs;
– darauf fahren: du gelangst sicher ans Ziel.
(europ.) : – fahren: man wird an sein Ziel kommen.
Dreispitz
Volkstümlich:
(europ.) : – als Hut: Ehre und Ansehen.
Dreiunddreißig (33)
Assoziation: – Erlösung und Versuchung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben war ich erfolgreich oder bin ich gescheitert?
(Siehe auch „Zahlen“)
Dreizack
Volkstümlich:
(europ.) : – Ein Mädchen, das von einem Dreizack träumt, wird mit Sicherheit von einem Seemann geliebt werden.
Dreizehn
Allgemein:
Die erste nach den Urzahlen 1 bis 12. Sie symbolisiert den Tod, aber damit auch die Wiedergeburt, keinesfalls das Unglück.
Psychologisch:
Sie ist die geheime Glückszahl der Wissenden und immer im Traumzusammenhang zu deuten.
(Siehe auch „Zahlen“)
Dreizehnter Mond
Medizinrad:
Schlüsselworte: Übergang; Wandlung; neue Wege; unentschieden; ruhelos; Chaos; großes Wachstumspotential; der Schatten; Angst vor
Veränderung; mit Kontrolle zu tun haben; mit der Angst vor dem Tod zu tun haben; Liebe; Beziehung; der Mond.
Beschreibung: In manchen Jahren gibt es dreizehn Monde, weil ein Mondmonat nur aus den 29 Tagen, zwölf Stunden, 44 Minuten und zwei
Siebtel Sekunden besteht, die notwendig sind, um von einem Neumond zum nächsten zu gelangen. Wir leben in einer Gesellschaft, die das
Jahr in zwölf Monate teilt, und das System würde nicht so gut funktionieren, wenn dann und wann Platz für einen dreizehnten Monat
geschaffen werden müßte. Es ist schwierig, den Menschen, die an den westlichen Sonnenkalender gewöhnt sind, das
Dreizehn-Monde-Konzept, welches ein wichtiger Bestandteil des Medizinrads ist, zu erklären. Folglich ist der dreizehnte Mond der
unsichtbare Mond, der den Wandel im Leben eines Menschen ankündigt.
Allgemeine Bedeutung: Eine Zeit bed eutender Veränderungen, in denen die Möglichkeit zu Wachstum und Fortschritt enthalten sind; eine
chaotische oder verwirrende Phase des Lebens durchstehen; unentschlossen sein.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Die Fähigkeit, mit allen Schattenseiten deiner Persönlichkeit zurechtzukommen, auch wenn sie sich bisher vor
dem hellen Licht von Vater Sonne und dem etwas schwächeren von Großmutter Mond verborgen haben.
(Siehe auch „Halbmond“, „Menstruation“, „Mond“, „Mondsichel“, „Neumond“, „Vollmond“)
Dreschen
Allgemein:
Der Träumende muß dringend lernen, die Spreu (das Unwesentliche) vom Weizen (dem Wesentlichen) zu trennen, sonst verzettelt er sich
und wird bald große Probleme haben. Auch unüberlegte Handlungen sollten möglichst vermieden werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – große Geschäftliche Erfolge;
– leeres Stroh: viel Mühe, wenig Erfolg;
– sehen: du wirst in eine Schlägerei geraten.
(europ.) : – sehen: man wird es mit einem unangenehmen Menschen zu tun bekommen;
– selbst dreschen: kündet eine anstrengende Arbeit an;
– sich Getreide dreschen sehen: großer Erfolg im Geschäftsleben und Glück in der Familie;
– leeres Stroh oder viel Stroh mit kleinen Körnern dreschen: bedeutet fruchtlose Bemühungen.

363
Dreschflegel
Allgemein:
Jedes Schlaginstrument, welches in Träumen eine Rolle spielt, ist ein Hinweis darauf, daß irgend etwas Macht über den Träumenden hat und
ihn beherrschen will, statt ihm die Kraft zu geben, um selbst in Aktion zu treten. Dreschflegel warnt vor unüberlegten Handlungen, die zu
Problemen und Sorgen führen können und deutet auch von Fall zu Fall das Schlagen und Geschlagen werden an.
Psychologisch:
Ein Dreschflegel kann die Vorstellungen des Träumenden über Autorität verdeutlichen. In alten Zeiten benutzte der Hofnarr eine
Schweineblase, um den König mit ihr zu schlagen und ihn damit an die notwendige Demut zu erinnern.
Spirituell:
Ein Dreschflegel kann auch spirituelle Höherwertigkeit und die höhere Macht symbolisieren, die dem Träumenden vielleicht zugänglich ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (ohne Drescher) sehen: Erfolg in allen Dingen;
– Heirat mit einer unliebenswürdigen Person.
(europ.) : – kündigt schwere ungewohnte Arbeit an, zeigt aber auch auf einen rohen und gemeinen
Menschen hin, mit dem wir zu tun bekommen werden; Kummer.
(ind. ) : – du mußt erst überlegen, bevor du zu einem Entschluß kommst.
Drillinge
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: ein solches Ereignis wird in Ihrem Leben oder in Ihrer Familie niemals stattfinden; Sie werden Anlaß haben,
Ihren Mangel an häuslichen Bindungen zu bedauern. auch: geschäftlicher Erfolg, wo man ihn nicht erwartete hätte;
– glaubt ein Mann, seine Frau habe Drillinge, schließt er eine lange umstrittene Angelegenheit erfolgreich ab;
– neugeborene Drillinge schreien hören: Differenzen werden baldigst zur Zufriedenheit beigelegt;
– Einer jungen Frau verheißen Drillinge Pech und Enttäuschung in der Liebe, aber materiellen Erfolg.
Dringlichkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – eine dringende Position unterstützen: in einer Affäre verwickelt sein, die eine beachtliche Finanzspritze
benötigt, um erfolgreich abgeschlossen werden zu können.
Drittes Auge (Siehe „Religiöse Bilder“)
Droge
Assoziation: – Heilend oder bewußtlos machend.
Fragestellung: – Was möchte ich dämpfen oder intensivieren?
Allgemein:
– Wenn im Traum Drogen eine Rolle spielen, deutet dies darauf hin, daß der Träumende vielleicht Hilfe von außen braucht,
damit er sein Bewußtsein verändern kann.
– Nimmt der Träumende in seinem Traum Drogen, dann glaubt er, die Kontrolle über sein Leben verloren zu haben und sich
auf äußere Reizmittel verlassen zu müssen.
– Ein unangenehmes Drogenerlebnis im Traum kann auf die Angst, den Verstand zu verlieren, zurückgeführt werden.
– Muß sich der Träumende gegen seinen Willen Drogen verabreichen lassen, so ist eine mögliche Deutung, daß der Träumende
gezwungen wird, eine unangenehme Wahrheit zu akzeptieren.
Psychologisch:
– Möglicherweise versucht der Träumende unter Zuhilfenahme von Drogen, die Realität zu leugnen.
– Sie können aber auch ein Heilfaktor bei der Wiederherstellung des inneren Gleichgewichts sein.
– Werden dem Träumenden von einem Fachkundigen Drogen im Sinne von Medikamenten verabreicht, so bedeutet dies,
daß er das größere Wissen eines anderen Menschen annimmt.
– Erwirbt der Träumende Drogen auf illegalem Weg, läßt dies auf eine überhöhte Risikobereitschaft schließen.
Spirituell:
Bestimmte Drogen dienen dem Ziel, einen euphorischen Zustand oder eine Bewußtseinsveränderung herbeizuführen. So gesehen sind sie
eine Methode der Erkenntnisförderung. Doch bleibt der Wert solcher Erkenntnis zweifelhaft, da sie eine Folge der Droge und nicht auf
natürliche Weise induziert ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine erfolgreiche Spekulation; man ist von viel Klatsch umgeben.
(Siehe auch „Opium“, „Rausch“)
Drogerie
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man möchte jemanden gefallen, was auch gelingt;
– in einer arbeiten: Aussicht auf eine gute Beschäftigung;
– in einer etwas kaufen: man wird eine gute Idee bekommen.
Drohung
Allgemein:
Drohung steht im Traum meist für Unsicherheit und Angst vor der Zukunft. Es kann aber auch sein, daß man Angst vor der Bedrohung durch
ins Unbewußte verdrängte Inhalte spürt, die man noch nicht bewältigen kann. Das Wortgebilde steht leer im Raum, nimmt keine Gestalt an,
so daß wir uns davor nicht zu fürchten brauchen. Eine Drohung ist also nichts Bedrohendes, sondern höchstens eine Warnung davor, etwas
Unüberlegtes zu tun. Droht man selbst jemanden, wird man bald Ärger und Streitigkeiten erleben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Zwistigkeiten;
– aussprechen: du begehst ein Unrecht.
(europ.) : – Ausdruck des Unvermögens und innerer Unsicherheit, weil man sich nicht durchsetzen kann;
– oder bedroht werden: verkündet Streit und gerichtliche Scherereien; Angst um die Zukunft;
– an jemanden richten: kündet eine Aufregung an.

364
Dromedar
Allgemein:
Dromedar steht einerseits für Sorgen und harte Arbeit, alte Traumbücher versprechen aber auch, daß man trotzdem glücklich wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine Reise ohne Vergnügen antreten; Zufriedenheit und Erfolg durch harte Arbeit erlangen.
(europ.) : – begegnen: unerwartete Wohltaten empfangen, seine neuen Ehren mit Würde zu tragen wissen und großzügig Almosen verteilen;
– Liebende weist dieses Traumsymbol auf gegenseitiges Einverständnis hin.
(ind. ) : – trotz Sorge und schwerer Arbeit wird dir das Leben einen Genuß bieten.
Droschke
Allgemein:
Das Symbol des Pferdewagens bringt uns in eine Oase der Ruhe. Übersetzt: das Bedürfnis der Seele nach Frieden und Entspannung.
Drossel
(Singvogel)
Allgemein:
Der Krammettsvogel, eine Art der Drosseln, geht auf den Strich, weshalb er nach mittelalterlichen Ansicht Frauen eine neue Bekanntschaft
vermitteln soll, Männern unerwartete Zuneigung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder hören: traurige Gemütsstimmung.
(europ.) : – singen hören: zeigt Freude und künstlerischen Genuß an.
(ind. ) : – glückliche Zukunft.
(Siehe auch „Amsel“, „Vogel“)
Druck
Volkstümlich:
(arab. ) : – fühlen: Krankheit. (Natürlicher Symbolismus!)
(europ.) : – oder Beklemmung im Traum fühlen: gilt als Vorahnung eines traurigen Ereignisses; Krankheit;
– am Hals: Furcht;
– jemanden die Hand drücken: man wird die Bekanntschaft eines guten Menschen machen.
Drucker
Allgemein:
Drucker (Beruf) soll im Traum vor falschen Menschen und übler Nachrede warnen; man muß dann in der realen Lebenssituation nach
Anhaltspunkten dafür suchen.
Psychologisch:
Der Computerdrucker, die im Traum wie im Leben zunehmend die Schreibmaschine verdrängt, weist schon von seinem Namen her auf
Druck hin, der am Arbeitsplatz empfunden wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du mußt mit der Zeit fortschreiten.
– drucken: wahre deine Geheimnisse!
(europ.) : – warnt vor Armut, sollten Sie Sparsamkeit und Fleiß vernachlässigen;
– Sieht eine Frau ihren Geliebten oder Partner als Drucker,
wird sie ihre Eltern mit der Auswahl des zukünftigen Mannes enttäuschen.
(ind. ) : – boshafte Menschen soll man meiden.
Druckerei
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Ärgerlichkeiten;
– sich in einer befinden: Schimpf und Schande drohen;
– darin zusehen: beinhaltet Erfolg, jedoch sollte man vor gefährlichen Partnern auf der Hut sein;
– darin beschäftigt sein: lohnende Tätigkeit in Aussicht;
– betreiben: sagt Pech voraus;
– Wenn der Geliebte einer jungen Frau in einer Druckerei tätig ist, wird sie einen wenig freigiebigen Partner bekommen,
der auch kaum Freizeit mit ihr verbringen kann. Sie ist nicht sensibel genug, um zu verstehen, warum er so geizig ist.
Druckfehler
Volkstümlich:
(arab. ) : – lesen: belogen werden.
Drucktype
Volkstümlich:
(europ.) : – stehen für unangenehme Übereinkünfte mit Freunden;
– reinigt eine Frau im Traum Drucktypen, kündigt das Liebe und Reichtum an.
Druse
Medizinrad:
Schlüsselworte: Rund; überraschendes Inneres; Wärme; Kreativität; Vater Sonne.
Beschreibung: Drusen oder Geoden, im inneren Kreis des Medizinrads das mit Vater Sonne verbundene Mineral, sind kugelförmige, hohle
Steine, an deren Innenseiten Minerale wachsen; meist stammen sie aus der Quarzfamilie, manchmal ist es Amethyst. Drusen sehen von
außen recht gewöhnlich aus, von innen dafür um so spektakulärer. Ihnen wird nachgesagt, daß sie beim Regenmachen und bei der und bei
der Heilung nützlich sind.
Allgemeine Bedeutung: Eine einfache Fassade, hinter der sich Farbenpracht verbirgt; Verbindung mit der Sonne; Beziehung zu männlichen
Energien.
Assoziation: Unscheinbares Äußeres, prächtiger Kern.
Transzendente Bedeutung: Verstehen deiner Verbindung zu Vater Sonne und den Sternen.

365
Drüsen
Allgemein:
Drüsen können die in uns schlummernden Möglichkeiten symbolisieren, die man erkennen und verwirklichen sollte. Vielleicht weisen sie
aber auch auf ein schwaches Nervensystem hin, das unter Umständen behandelt werden muß.
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigen Verluste an.
Dschungel
Psychologisch:
Wenn es ein Alptraum war: Sie werden Mühe haben, sich „einen Weg freizuschlagen“, um vorwärts zu kommen. Sie sind von Hindernissen
umgeben und sollten auf verwirrende Überraschungen gefaßt sein. Der Dschungel gilt allgemein als Symbol für eine undurchschaubare
Situation, in der man leicht „vom Weg abkommt“, was aber auch emotionale Probleme (und eine kaum einschätzbare Beziehung zu einem
Partner) ausdrücken kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – finanzielle Angelegenheiten werden Spannungen verursachen; planen Sie wirtschaftlicher, solange es Zeit ist.
Dudelsack
Psychologisch:
Er wird üblicherweise von einem Mann im Schottenrock gespielt, also gilt er als Symbol für Androgynie und eventuell als Hinweis auf eine
(uneingestandene) homosexuelle Neigung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – spielen hören: Vergnügungen ohne Maß und Ziel;
– von anderen gespielt: kündigt unverhofft gute Nachrichten an;
– selbst spielen: Sehnsucht nach Geselligkeit und Anerkennung.
(europ.) : – spielen sehen: man sehe sich vor, wenn man sich bei nächster Gelegenheit in Menschenmengen begibt;
auch: gutes Omen, außer der Klang ist schrill und der Spieler zerlumpt;
– selbst spielen: verheißt, daß man sich lächerlich machen wird.
– hören: unerwartete freudige Nachrichten.
Duell
Allgemein:
– Duell kündigt im allgemeinen Gefahr an. Schaut man ihm zu, hat man vielleicht Grund zur Eifersucht.
– Selbst an einem Duell beteiligt sein zeigt eine Gefahr an, die man nur mit Mühe beseitigen kann.
– Siegt man im Duell, wird man voraussichtlich ein Ziel erreichen, dadurch aber leider nicht glücklicher werden.
Psychologisch:
Ein häufiges Traumsymbol, wenn man „mit sich selbst auf Kriegsfuß steht“ und man unter widersprüchlichen Gefühlen oder Einstellungen
leidet: Wenn der Kopf will, was das Herz ablehnt – oder umgekehrt. Sind Sie selbst einer der Duellanten und der andere eine Ihnen bekannte
Person, dann verweist dies vermutlich auf Ihre Beziehung zu der oder demjenigen, vielleicht auch auf die sexuellen Aspekte dieser
Beziehung. Sind Sie eifersüchtig? Auch wenn Sie dieses Duell im Traum gewinnen, könnte es Ihnen Unglück bringen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: gefährliche Zufälle bekommen; es steht möglicherweise ein Prozeß mit einem ungünstigen Ausgang bevor;
– zu einem herausgefordert werden: man befindet sich möglicherweise in Gefahr, die von nahestehenden Personen
oder Dingen ausgeht;
– selbst mit ausführen: Todesgefahr; Sie befinden sich in einen Zustand des inneren Konflikts.
(europ.) : – zu einem herausgefordert werden: kündet große Gefahr an;
– in einem verwickelt werden: zeigt Streitigkeiten an, die unangenehme Folgen haben dürften;
– eines austragen: man sollte lernen, seine Zunge besser im Zaum zu halten;
– teilnehmen und als Sieger daraus hervorgehen: man wird ein Ziel nach großen Schwierigkeiten erreichen,
ohne Freude daran zu haben;
– andere eines austragen sehen: man lasse sich nicht in den Streit anderer hineinziehen, man würde nur den Prellbock abgeben;
– von weitem einem zuschauen: Eifersuchtsprobleme belasten einem.
(Siehe auch unter den einzelnen Waffenbezeichnungen)
Duett
Psychologisch:
Symbol für widersprüchliche Empfindungen, die man in Einklang bringen möchte.
Volkstümlich:
(europ.) : – für Liebende: friedliches und ruhiges Leben; Streit ist nicht in Sicht;
– für Geschäftsleute: verspüren eine leichte Konkurrenz;
– für Musikanten: Wettbewerb und Rangeleien;
– ein Gesangsduett hören: schlechte Nachrichten aus der Ferne; diese sind aber nicht das letzte
Wort – Freude ersetzt bald Unannehmlichkeiten;
– selbst in einem singen: gutes Zeichen für Liebende oder Verheiratete; viel häusliches Glück.
Duft
Allgemein:
Düfte stehen mit Gefühlen in Verbindung. Gerüche lösen viel schneller als Bilder Gefühle aus. Ein Duft im Traum drückt in den allermeisten
Fällen eine „Sehnsucht nach der verlorenen Zeit“ aus. Schöne Augenblicke wollen erhalten oder wiederbelebt werden. Wenn man im Traum
einen Duft wahrnimmt, ist dies in der Regel höchst bedeutsam, da es einzelne Bestandteile des Traumgeschehens noch stärker hervorhebt.
Handelt es sich um einen angenehmen Duft, so verweist dies auf eine gute Zeit; ist der Geruch unangenehm, dann ist er möglicherweise als
Warnung aufzufassen.
Psychologisch:
Der menschliche Geruchssinn ist sehr stark ausgeprägt. Aber wie alle anderen Sinneswahrnehmungen kann auch der Duft für etwas anderes
stehen oder ein Mittel sein, um den Träumenden auf einen Ort oder eine Situation in seiner Vergangenheit aufmerksam zu machen.

366
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisiert ein lieblicher Duft Heiligkeit und Spiritualität.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Blumenduft oder Parfüm: in naher Zukunft eine freudige Nachricht erhalten,
die man aber auf den Wahrheitsgehalt prüfen sollte.
(europ.) : – angenehme Neuigkeiten, kleinere Gewinne und Ehre.
(Siehe auch „Geruch“, „Parfüm“)
Dukaten
(Goldstücke)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Gewinn in Aussicht; du wirst geehrt;
– zählen: Verlust und Ärger;
– klingen hören: Reichtum;
– erhalten: schöne Hoffnungen;
– finden: du wirst glücklich;
– schmelzen sehen: du verlierst das Wohlwollen einer Person;
– damit bezahlen: du erreichst ein hohes Alter.
(europ.) : – sehen: verheißt reichen Geldgewinn, wobei das rastlose Streben nicht eingestellt werden darf;
– man wird zu Amt und Ehren kommen.
(ind. ) : – man soll seine Mitmenschen nicht verachten.
Dummheit
Volkstümlich:
(arab. ) : – begehen: du wirst zur Einsicht gelangen.
(europ.) : – bringt Ehre.
(ind. ) : – begehen: Krankheit im Hause.
Dummkopf
Volkstümlich:
(arab. ) : – dummer Mensch: du wirst geringen Schaden haben.
(ind. ) : – du ärgerst dich über Menschen, die es gar nicht wert sind.
– Blicke über sie hinweg und du wirst besser dabei vorwärts kommen.
Düne
Assoziation: – Zeitlosigkeit; Veränderlichkeit; im Fluß sein.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich in einem unablässigen Veränderungsprozeß begriffen?
Psychologisch:
Entweder sind Sie „reif für die Insel“ und brauchen dringend Erholung, oder die geträumte Strandidylle will Sie an die Vergänglichkeit
mahnen: Es „versandet“ Gefühl, oder eine Beziehung verändert sich, wie der Küstenwind die Dünen umformt.
Dünger
Artemidoros:
Kuhmist bringt nur Bauern Nutzen, ebenso Pferdemist und jeder andere, Menschenkot ausgenommen; allen anderen bedeutet er Verdruß und
Schaden und, wenn er beschmutzt, Krankheit. Nur Leuten, die ein schmutziges Handwerk betreiben, verschafft er Vorteil und nach Ausweis
der Erfahrung Gewinn.
Allgemein:
– Dung-(Kompost-) haufen zeigt gesicherten Wohlstand und Erfolg an, ermahnt aber zugleich, nicht geizig zu werden,
weil man sonst alles wieder verlieren kann.
– Dung (Dünger) verkündet Erfolge und finanzielle Gewinne, wenn man ihn auf einem Acker sieht oder riecht.
– Wird der Dünger abgefahren, stehen vielleicht unbezahlte Rechnungen an.
– Damit verbunden ist oft die Aufforderung, aus dem, was man auf dem Lebensweg zurückläßt,
die Grundlagen für eine bessere Zukunft zu schaffen und sich weiter zu entwickeln.
– Alte Traumbücher erklären, daß man mit einer Krankheit rechnen muß, wenn man auf dem Dünger steht.
Psychologisch:
Auch wenn er nicht gut riecht, er ist ein Glückssymbol – eine (geistige) Saat geht auf und bekommt Förderung (Dünger) – ihrem Gedeihen
steht nichts mehr im Wege. Ein Ermutigungstraum: Ideen werden erfolgreich umgesetzt, Wünsche gehen in Erfüllung, Pläne bekommen
starke Unterstützung.
Spirituell:
Er steht für die Aufladung der Kräfte und das Erwachen der Kreativität, neuen Lebensmut und neuen Chancen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein gutes Geschäft;
– riechen: Lotteriegewinn; man wird ein hohes Alter erreichen;
– auf das Feld fahren: dein Wohlstand wächst;
– streuen: deine Arbeit wird Erfolg haben.
– Düngerhaufen, klein: du mußt sparsam sein;
– groß allgemein: Reichtum;
– groß und ist man nicht verheiratet: Zeichen baldiger glücklicher Ehe;
– groß und verheiratet: besonders harmonisches Eheleben.
(europ.) : – man soll vorsichtig in seinen neuen Bekanntschaften sein, denn einige darunter werden dich verleumden;
auch: gutes Zeichen für alle in untergeordneten Positionen, nicht so glückverheißend für Wohlhabende;
– sehen: bringt Gewinn;
– auf solchen stehen: bedeutet Krankheit;
– etwas düngen: man wird bei einem Unternehmen sehr gute Resultate erzielen;
– auf dem Feld ausstreuen: verheißt Glück und Segen infolge unserer Tätigkeit;
– Düngergrube: bringt Wohlhabenheit.

367
– Düngerhaufen sehen: ist ein Anzeichen für höchst unangenehme Arbeiten, nach deren Überwindung
wir aber einen guten Gewinn erzielen werden;
– sich mit Dung beschmutzen zeigt unredliches Handeln und Tun an.
(ind. ) : – sehen: im Beruf wirst du große Vorteile haben; sei nicht geizig; es bringt dir keinen Gewinn;
– riechen: Erfolg in allen Dingen;
– fahren sehen: unerwartetes Glück wird dir zuteil.
Dunkelheit
Assoziation: – Geheimnis; das Unbekannte und Ungespaltete; ein Ort der Furcht oder der Möglichkeiten.
Fragestellung: – Wonach suche ich? Was versucht Gestalt anzunehmen?
Allgemein:
Dunkelheit im Traum wird als Zustand der Verwirrung oder als Betreten eines unbekannten und schwierigen Geländes gedeutet. Vielleicht
gerät der Träumende mit einem abgelehnten und daher verborgenen Persönlichkeitsanteil in Berührung, so daß man sich um mehr
Selbsterkenntnis bemühen muß. Dunkelheit verdeutlicht, daß man etwas nicht versteht und deshalb unsicher ist, wie man sich richtig
verhalten und entscheiden soll. Dann muß zunächst danach getrachtet werden, die Dunkelheit zu erhellen. Die kleinen Schatten auf unserer
Seele, das Ungeklärte. Im Wachleben sollten wir uns schleunigst um die Klärung einer schwebende Angelegenheit kümmern, wenn im
Traum etwas im Dunkeln liegt.
Psychologisch:
Dunkelheit im Traum macht dem Träumenden auf seine dunkle, depressive Seite aufmerksam. Auch der Schatten kann durch dieses
Traumbild verkörpert werden. Sie signalisiert Verständnislosigkeit, Unwissenheit, Angst, Alter und Tod, aber auch das Unbewußte. Der
Träumende setzt sich durch diesen Traum mit unklaren Gefühlen und Ahnungen, seinen Zweifeln und mit Ungewißheit auseinander. Löst
sich die Dunkelheit im Verlauf der Traumhandlung auf, so ist dies ein Hinweis, daß der Träumende seine Gedanken und Gefühle nun klarer
sieht und ein bestimmteres Handeln an der Tag legen kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Dunkelheit das Chaos und das magische Böse.
Volkstümlich:
(europ.) : – läßt auf Angst und Sorgen schließen und versagt die Erfüllung des sehnlichsten Wunsches;
– darin stürzen oder sich verletzen: mit einer Veränderung zum Schlechten rechnen müssen;
– den Weg ins Licht zurückfinden: die Schwierigkeit erfolgreich meistern;
– auf einer Reise einem überfallend: für jede in Angriff genommene Arbeit ein schlechtes Zeichen;
erscheint die Sonne jedoch noch vor Ende der Reise, werden Fehler wiedergutgemacht;
– in dieser einen Freund oder das Kind verlieren: es gibt häufig Anlaß zu Zorn; versuchen Sie sich
zu beherrschen, da Sie einer Prüfung unterzogen werden.
(Siehe auch „Abend“, „Archetypen“, „Licht“, „Nacht“)
Dunkelkammer
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird, ohne daß man es weiß, beobachtet;
– in einer arbeiten: trotz aller Vorsicht eines Gegners wird man dessen schlechte Absichten bemerken und vereiteln.
Dünn
Allgemein:
Ein Teil der Seele des Träumenden ist außerordentlich zerbrechlich und muß dringend gestärkt werden. Er muß seine innere Kraft auf diesen
Punkt konzentrieren, um ihm so neue Kraft zuzufügen. Die Traumsituation verrät, wo die Schwächen liegen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: Verluste.
(europ.) : – Wenn ein Mädchen davon träumt, dünn geworden zu sein, dann sind Tränen um eine verlorene Liebe angezeigt.
Dunst
Assoziation: – zartes Ausbreiten von Gefühlen; kühl und angenehm.
Fragestellung: – Welches emotionale Feld umgibt mich?
Allgemein:
– Dunst (Nebel) kann im Sinne von mangelndem „Durchblick“ und Verwirrung verstanden werden; dahinter können sich Unsicherheit
und Selbstzweifel verbergen.
– Der Dunst kann aber auch Wünsche und Bedürfnisse verbergen, so daß eine Täuschungsabsicht zum Ausdruck kommt, die man
aufgeben sollte.
– Verfliegt der Dunst im Traum, wird man zu Einsichten und Erkenntnissen gelangen, die das weitere Leben oft positiv beeinflussen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Eine Warnung vor Schwierigkeiten auf Ihrem Weg, aufgrund schlechter Handelsbedingungen.
Dunstkreis
Allgemein:
Dunstkreis kann darauf hinweisen, daß man stark von anderen Menschen beeinflußt wird; aus diesem einschränkenden Einfluß sollte man
sich bald wieder befreien.
Durchblick
Psychologisch:
Sie standen vor einer beschlagenden Fensterscheibe und machten sie sauber, bis Sie „klaren Duchblick“ hatten? Genauso war der Traum
gemeint: ein Hindernis überwinden, eine eingeschränkte Situation nicht passiv zur Kenntnis nehmen, sondern etwas dagegen tun – sich
„Klarheit verschaffen“!
(Siehe auch „Fenster“)

368
Durchbrennen
Volkstümlich:
(europ.) : – für Verheiratete: man ist nicht würdig einen bestimmten Rang einzunehmen;
ändert man sein Verhalten nicht, ist der gute Ruf in Gefahr;
– für Unverheiratete: Enttäuschungen in der Liebe und Untreue von Männern;
– ist Ihr(e) Geliebte(r) mit jemand anderem durchgebrannt, beweist dies seine oder ihre Untreue;
– brennt der(die) Freund(in) mit jemanden durch, den Sie nicht akzeptieren;
erhalten Sie bald die unliebsame Nachricht, daß die beiden heiraten wollen;
– eine Person (ob man sie kennt oder nicht) mit den Geldern des Arbeitgebers durchbrennt
oder sonst schweres Unrecht begeht: von Menschen in der unmittelbaren Umgebung hintergangen werden;
– selbst mit den Geldern durchbrennen: der Schaden wird nur unerheblich sein und man wird sich vom Verlust erholen.
Durchbruch
Psychologisch:
Ebenfalls ein Traum, der dazu ermutigen soll, eine beengte Situation nicht zu akzeptieren, sondern mit eigener Kraft „neuen Freiraum“ zu
schaffen.
Durcheinander
Volkstümlich:
(europ.) : – Achten Sie auf Ihre Füße, besonders in großen Höhen. Riskieren Sie keinen Sturz. Freude durch eine erneute Freundschaft.
(Siehe auch „Chaos“)
Durchfall
(Diarrhöe)
Assoziation: – Loslassen.
Fragestellung: – Was muß ich gehen lassen?
Allgemein:
– Durchfall wird meist ähnlich wie Cholera als Akt der Selbstreinigung verstanden.
– Auch Sorgen und Verluste kommen darin nicht selten zum Ausdruck.
– Indische Traumdeuter sahen darin den Hinweis, daß man das Glück vor der eigenen Tür nicht übersehen und geringschätzen sollte.
– Wer durch ein Examen fällt, das er längst bestanden hat, fürchtet sich im bewußten Leben vielleicht vor einem Termin oder einer
Verhandlung. Die Angst ist aber unbegründet, weil der Träumende ja das Rüstzeug mitbringt, um alles gut zu bewältigen.
Psychologisch:
Der Durchfall zeigt im Traum immer an, daß man etwas nicht verdauen kann und es unbedingt loswerden sollte. Meistens handelt es sich
dabei um Gefühle.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: ein unvorhergesehener Zufall;
– haben (für Kranken): du erlangst feste Gesundheit (denn der Durchfall ist ein Symbol für Reinigung des menschlichen Körpers).
(europ.) : – haben: zeigt Krankheit, Verluste und Kummer an; auch: es findet eine seelische Selbstreinigung in einem statt;
– während der Zeit des Examens bedeutet es: eine schwere Prüfung vor sich zu haben;
– andere: wegen der Nachlässigkeit anderer kommt es zum geschäftlichen Rückschlag; Differenzen bereiten Ihnen Ärger.
(ind. ) : – haben: dein Glück begegnet dir vor deinem Haus.
(Siehe auch „Cholera“)
Durchfallen
Volkstümlich:
(europ.) : – wenn man vor einem Examen steht: man wird es bestehen;
– bei sonstigen Gelegenheiten: bedeutet einen Erfolg.
Durchgang (Siehe „Tunnel“)
Durchmarsch
Volkstümlich:
(europ.) : – von Militär sehen: läßt auf große Ereignisse schließen, die mit großen Kosten verknüpft sein werden.
Durchnäßt
Volkstümlich:
(europ.) : – Unvorteilhafter Traum, der Gefahr oder Fieber voraussagt, entweder für Sie oder einen Ihnen naheliegenden Menschen.
Durchregnen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du bist nachlässig.
Durchschrift
(Kopie)
Psychologisch:
Ein Warntraum, daß man sich in einem wichtigen Anliegen unbedingt absichern sollte – man wird vielleicht etwas gegen falsche
Behauptungen „schwarz auf weiß“ beweisen müssen. Es kann sehr nützlich und hilfreich sein, wenn man solche Träume ernst nimmt, sie
sind oft die Bilder einer Vorahnung, die man aber im nüchternen Alltag nicht beachtet.
Durchsuchen
Volkstümlich:
(europ.) : – irgend etwas nach einem vermißten Gegenstand: Ist Vorbedeutung großer Unzufriedenheit;
– wird der Gegenstand gefunden: gilt für unverhoffte Freude oder plötzliche unerwartete Erfüllung eines lange gehegten Wunsches.

369
Durchwaten
Volkstümlich:
(europ.) : – durch klares Wasser: verheißt leichte Überwindung eines Hindernisses;
– durch schmutziges Wasser: kündigt Ungelegenheiten an;
– durch rauschendes, fließendes, strömendes Wasser: ist ein Zeichen, daß Hindernisse unüberwindlich sind.
Dürre
Allgemein:
Ein Hinweis auf einen geschäftlichen Verlust, auf „dürre, magere Zeiten“.
Volkstümlich:
(europ.) : – Ein böser Traum, der kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Ländern und großes Blutvergießen verkündet. Es wird zu
Schiffsunglücken und Katastrophen an Land kommen, und Familien werden sich streiten und trennen; Krankheit wird außerdem
Ihre Arbeit schaden. Geschäfte werden mißlingen.
Durst
Allgemein:
Im Traum Durst zu haben zeigt, daß der Träumende ein unbefriedigtes inneres Bedürfnis hat; das Dürsten nach Ausgeglichenheit etwa. Jede
Form von emotionaler Befriedigung wäre jetzt willkommen. Durst kann in körperbedingten Träumen auftreten, wenn man tatsächlich das
Bedürfnis hat, etwas zu trinken. Alte Quellen sehen darin ja nach den Begleitumständen im Traum noch folgende Bedeutungen:
– Durst haben soll auf den Wunsch nach guten Beziehungen zu lieben Menschen, sowie falsche Freunde zu meiden,
hinweisen. Der Träumende fühlt sich allein gelassen, ohne Hoffnung, daß sich seine Lage bessern könnte.
– Den Durst stillen heißt auf die schnelle Besserung einer verkorksten Lage hoffen und kann Erfolge und
Glück, nicht stillen Mißerfolge, Sorgen und Trauer ankündigen.
– Reichlich trinken verheißt vielleicht Wohlstand und Ansehen in nächster Zeit.
– Einem Durstigen zu trinken geben läßt auf Dankbarkeit hoffen.
– Durst vor einer leeren Flasche kann vor einer Enttäuschung in der Partnerbeziehung warnen.
– Meist wird ein Dursttraum nicht zu Ende geträumt, weil das Durstgefühl den Träumer schnell erwachen läßt.
Psychologisch:
– Stillt der Träumende seinen Durst selbst, so zeigt dies, daß er fähig ist, seinen Wünschen richtig zu begegnen.
– Bleibt der Durst des Träumenden ungelöscht, so ist die Auseinandersetzung damit verlangt, welche
existentiellen Notwendigkeiten dem Träumenden durch wen vorenthalten werden.
Spirituell:
Der Durst im Traum steht wörtlich für den Durst nach spirituellem Wissen und nach Erleuchtung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfinden: vergebliches Bemühen; deine Hoffnungen sind vergeblich;
– brennenden, haben, ohne ihn stillen zu können: Unruhe und Mühe ohne Erfolg;
man sollte bescheidener werden;
– im Übermaß stillen: dir blüht großes Glück und besondere Ehrung;
– stillen: schöner Lebenslauf;
– Durstige tränken: du wirst dir Dankbarkeit erwerben;
– ohne Durst trinken: Warnung vor Maßlosigkeit.
(europ.) : – meist liegt eine rein körperliche Reaktion vor; man sehnt sich nach dem Getränk als Lebenselixier;
– haben: bedeutet ein Verlangen nach Reichtümern; man strebt Ziele an, die momentan unter seinen Möglichkeiten liegen;
auch: falsche Freunde kennenlernen;
– durstig sein und nicht trinken können: verheißt Traurigkeit und Unruhe;
– Durstigen zu trinken geben: kündet gute Erfolge an; bringt Dankbarkeit;
– Durstigen Trunk verweigern : man wird von schlechten Gedanken verfolgt werden;
– nicht stillen: kündet ein vergebliches Bemühen an;
– empfinden, ohne ihn stillen können; bringt Trauer und Unruhe;
– haben und trotz trinken nicht löschen können: sich vergeblichen Hoffnungen hingeben, die sich nicht erfüllen;
– haben und genug zu trinken: Glück und Reichtum; Ansehen; Erfüllung der Wünsche;
– haben und eine leere Flasche finden: man wird eine Liebesenttäuschung erleben;
– andere ihren Durst löschen sehen: die Gunst einflußreicher Leute auf sich ziehen.
(Siehe auch „Hunger“)
Dusche
Assoziation: – Reinigung; Fortspülen.
Fragestellung: – Wovon will ich mich reinwaschen?
Allgemein:
Duschen hat im Traum eine ähnliche Bedeutung wie Waschen und Baden. Es symbolisiert die Reinigung des Gewissens und die
Regeneration des Körpers und der Seele. Duschen ist jedoch weniger gründlich als Baden im See des Emotionalen und weist so auf eine
oberflächliche Befreiung von eventuellen Schuldgefühlen hin; der Träumende sollte zu größerer Gewissenhaftigkeit und Ausdauer ermahnt
werden. Duscht man im Traum übermäßig lange, kann es auch bedeuten, daß ehrliche Bemühungen von den Mitmenschen nicht
entsprechend gewürdigt werden. Man solte sich durchaus an Wohlwollenden orientieren. Dusche (warm) kann bessere Gesundheit
verheißen, die kalte Dusche steht aber für Enttäuschungen oder Mißerfolge, man kommt vom Regen in die Traufe.
Psychologisch:
Haben Sie das Bedürfnis, etwas von sich abzuwaschen, endgültig damit abzuschließen? Oder erinnert Sie die Dusche an Regen, besonders
wenn Sie mit Kleidern unter der Dusche stehen? Dann laufen Sie Gefahr, mißverstanden zu werden und als sturer Dickkopf zu gelten.
Überlegen Sie einmal, wie Sie auf andere wirken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Duschbad: deine ehrlichen Bemühungen werden verkannt.
(europ.) : – Reaktion der eigenen Handlungen;
– eine kalte bekommen: man wird in seinen ehrlichen Absichten verkannt;
– in einem kalten Raum eine warme nehmen: bedeutet Gesundheit;
– in lustiger Gesellschaft eine nehmen: bringt viel Vergnügen.

370
Dutzend
Allgemein:
Dutzend wird wie die Zahl Zwölf interpretiert; oft soll sie auch ankündigen, daß man seine Pläne verwirklichen wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: dein Plan läßt sich verwirklichen.
(europ.) : – sehen: Verwirklichung der Pläne.
(Siehe auch „Zahlen“, „Zwölf“)
Duzen
Psychologisch:
Sie möchten eine Distanz überwinden, sich mit einem bestimmten Menschen gleichwertig (und von ihm akzeptiert) fühlen. Häufig geht es
ohnehin um die Person, mit der Sie sich im Traum geduzt haben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dich mit einem hohen Herrn: große Ehren, stolze Zukunft.
(europ.) : – einen Höhergestellten mit Du anreden: große Zukunft.
Dynamit
Assoziation: – explosive Kraft; plötzliche Veränderung.
Fragestellung: – Was ist kurz davor, in die Luft zu fliegen?
Allgemein:
– Dynamit kann ähnlich wie die Bombe davor warnen, sich rücksichtslos durchzusetzen.
– Möglich ist aber auch, daß man durch neue Pläne den bisherigen Lebensrahmen sprengen
wird oder man hat etwas in der Hand, das den Rahmen des Üblichen sprengen könnte.
– Da es zur Explosion kommen kann, sollten wir lieber die Finger davon lassen.
– Vielleicht kommt auch „Sprengstoff“ im Unbewußten darin zum Vorschein, etwa verdrängte
Gefühle, die sich plötzlich entladen und viel zerstören können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Explosion: du wirst hoch geachtet.
(europ.) : – neue Pläne, Lebensprojekte und plötzliche Hoffnungen sollen alle Hindernisse sprengen;
– nur sehen: neue Pläne und Ziele werden alte Hindernisse sprengen, wenn man jede Rücksichtslosigkeit vermeidet;
– auf Dynamit sitzen: Vorahnung einer Gefahr; man sollte jetzt besonders vorsichtig sein;
– besitzen: man hat falsche Freunde oder verschenkt zuviel Vertrauen, was leicht üble Folgen haben kann;
– sehen, wie es gelegt wird: man soll sich nicht in die Angelegenheiten anderer einmischen, sonst droht Unheil;
– explodieren sehen: man wird sehr geachtet werden;
– davor Angst haben: insgeheim arbeitet ein Feind gegen einen und wenn man nicht auf sein
Verhalten achtet, wird er sich zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu erkennen geben.
(Siehe auch „Bombe“, „Explosion“)
Dynamo
Volkstümlich:
(arab. ) : – Maschine: dein Reichtum wird sich rasch vergrößern.
(europ.) : – verheißt erfolgreiche Unternehmen, sofern Sie Details im Geschäft beachten;
– ein defekter: prophezeit, daß man auf Feinde zugehen wird, die einem in Schwierigkeiten bringen werden.
D-Zug
Volkstümlich:
(europ.) : – vorüberfahren sehen: Sehnsucht nach der Ferne;
– darin mitfahren: Erfüllung vorhandener Reisewünsche;
– verunglücken sehen: ein bevorstehendes Unternehmen soll man ganz unterlassen.
(Siehe auch „Eisenbahn“)

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