Traumdeutung Buchstabe E

Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets
Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets

E
Allgemein:
„E“ erscheint im Traum als Buchstabe geschrieben oder plastisch, manchmal auch gesprochen. Man deutet es traditionell als eine Art Bindeglied zwischen Körper und geistig-seelischen Bereich. Oft wird es heute mangelndes Körperbewußtsein mit Überbetonung von Verstand und Logik anzeigen, die man beseitigen sollte, um wieder zur inneren Harmonie zu finden; dabei können Körpertherapien wie die Bioenergetik gut helfen.
Eau de Cologne
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt Freude an und Lust zu guten Dingen.

Ebbe
Allgemein:
– Ebbe und Flut (Gezeiten) symbolisieren die Vergänglichkeit und ewige Wiederkehr des Gleichen im Lauf des Lebens. Bei entsprechenden
persönlichen Lebensumständen kann darin Unzufriedenheit, Langeweile oder Resignation zum Vorschein kommen; dann sollte man
versuchen, die Möglichkeiten des Lebens wieder mehr auszuschöpfen.
– Im Unglück können die Gezeiten trösten, weil es sich wieder zum Guten wenden wird, im Glück dagegen warnen die Gezeiten vor
zu viel Sicherheit, Selbstherrlichkeit und Überheblichkeit.
– Ebbe ist das Symbol für seelische Entspannung. Das Traumbild kann auch die berühmte Leere in der Kasse andeuten, ein Zustand,
der aber nie lange anhalten wird, weil nach jeder Ebbe die Flut wieder kommt. Es ist gewissermaßen Land in Sicht, wenn wir von
der Ebbe träumen.
Psychologisch:
Sie symbolisiert Entspannung und die Bemühung eines intensiven Gefühls. Eine Erregung „ebbt ab“.
Spirituell:
Ebbe und Flut stehen für den Rhythmus des Lebens, Auf und Ab, stirb und werde.
Volkstümlich:
(arab. ) : – unbeständiges Glück; dein Schicksal wird sich wechselvoll gestalten.
(europ.) : – verkündet ein baldiges Wiedersehen einer liebgewonnenen Gegend.
– am Meer sehen: Gewinn oder Erbschaft; das Schicksal wird sich genau so wechselvoll gestalten, wie die Gezeiten;
– im Meer sehen: das Leben stagniert, nichts Neues zeichnet sich ab, vertraue auf dich selbst, bald geht es wieder aufwärts;
– und Flut sehen: wechselhaftes Glück.
Ebenbild
Allgemein:
Eben-(spiegel-)bild zeigt häufig, daß man auf der Suche nach sich selbst ist, sich besser verstehen möchte. Mit anderen Worten, der
Träumende sucht eine neue Identifikation für sein eigenes Ich. Die regelmäßige Traumdeutung kann dann gut bei der vertieften
Selbsterkenntnis helfen.
Psychologisch:
Trifft man im Traum auf sein Ebenbild oder seinen Doppelgänger, bedeutet dies, daß man sich über die Maße mit seiner eigenen Person
beschäftigt. Diese Traumbilder deuten auf eine starke, mitunter übersteigerte Suche nach dem eigenen Ich hin. Kommen solche Träume sehr
oft vor und wirken beunruhigend oder handelt das Ebenbild im Traum auf beunruhigende Weise, kann dies eine ernsthafte
Persönlichkeitsstörung signalisieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – warnt vor Unmäßigkeit und zeigt unmoralische Handlungen und Absichten an; auch: verschieben Sie wichtige Entscheidungen;
– auf der Suche nach einem klaren Bild von sich oder von anderen.
(Siehe auch „Bild“, „Fotografieren“, „Spiegel“, „Wespe“)
Ebene
Allgemein:
– Eine ebene Oberfläche verweist in der Regel auf Leichtigkeit und läßt den Alltagserfolg erhoffen, warnt aber wohl vor allzu großer
Bequemlichkeit.
– Ebene verspricht nach alten Traumbüchern, daß man in nächster Zeit Freude und Glück erleben und gut im Leben vorankommen wird.
Vielleicht steht dahinter aber auch eine Warnung vor Hindernissen und Risiken, vor denen man bisher die Augen verschließt.
– Schaut man von einem höheren Standort weit über eine freundliche Ebene hinaus, überblickt man dabei den weiteren Lebensweg für einige
Zeit und darf damit rechnen, daß er beschaulich und erfolgreich verlaufen wird.
– In der Ebene kann man weit blicken, frühzeitig Hindernisse sehen und sie umgehen.
– Der Lebensweg ist geebnet, für ein nicht allzu beschwerliches Fortkommen scheint gesorgt zu sein.
Psychologisch:
Im Traumzustand gibt es viele Ebenen des Verständnisses. Die Ebene auf welcher der Träumende seine Träume interpretiert, hängt davon
ab, wie weit er schon fortgeschritten ist. Als Traum mit negativer Stimmung steht die Ebene für Langeweile; es sind weit und breit keine
Herausforderungen und Anregungen in Sicht. Als positiver Traum: ungehinderter Ausblick („Weitblick“), keine Hindernisse oder
überraschende Störungen sind zu befürchten.
Spirituell:
In der Tempelarchitektur stellt die Ebene Wissen außerhalb der Norm dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – endlose, sehen: eine trostlose Zukunft;
– grüne und blumenreiche: gesegnete Aussichten; ruhige Tage;
– (grüne und blumenreiche) darauf wohnen: beständiges Glück.
(europ.) : – Verleugnung von Hindernissen;
– weite grüne und fruchtbare sehen: auf der jetzigen Zeit der Unruhe Unruhe wird bald eine Zeit der Ausgeglichenheit
und Zufriedenheit mit dem eigenen Leben folgen;
– kahl und öde sehen: vergebliches Mühen und Ringen;
– sich auf einer befinden: gutes Fortkommen;
– eine Reise über das Flachland machen: signalisiert Gewinne aber den Verlust der Zuneigung eines Menschen,
an dem Ihnen etwas liegt;
– eine mitten im Wald sehen: beruhigendes und ausgewogenes Dasein;

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– von einem hohem Standpunkt aus weit über eine schauen: man wird im Leben aufsteigen,
auch wenn im Moment nichts darauf hindeutet;
– Durchquert eine junge Frau eine Ebene, dann lebt sie in glücklichen Verhältnissen, wenn das Gras grün und üppig ist;
ist die Ebene dürr oder das Gras vertrocknet, stehen ihr Unbehagen und Einsamkeit bevor.
(ind. ) : – es hat den Anschein, als habe dein Glück festen Fuß gefaßt.
Ebenholz
Artemidoros:
Götterstatuen, die aus Ebenholz gefertigt sind, kündigen etwas Gutes an, wenn man ihre Standbilder nicht zertrümmert noch zerbrochen
sieht.
Allgemein:
In der traditionellen Deutung ein Symbol für edle Schönheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein schwerer Unglücksfall steht bevor.
(europ.) : – unbearbeitet: bedeutet, daß man sich auf Verwandte und Bekannte verlassen kann; auch: eine Reise in ein fremdes Land;
– Möbel und andere Artikel aus Ebenholz sehen: kündigen häufig Zank und Streit im eigenen Heim an.
(ind. ) : – vernachlässige deinen Besitz nicht und behebe die kleinen Mängel, bevor es zu spät ist.
Eber
Artemidoros:
Der Eber zeigt Land- oder Seereisenenden einen gefährlichen Sturm an, Prozessierenden einen mächtigen, rücksichtslosen und gewalttätigen
Gegner, der vielfach eine brutale Sprache führt, Bauern Unfruchtbarkeit, weil das Tier die Pflanzungen verwüstet, und einem Heiratslustigen
gesellt es eine Frau zu, die weder Herzensgüte noch Anstand besitzt. Es ist aber gar nicht verwunderlich, daß der Eber auch eine Frau
bezeichnet. Mag die Bemerkung auch geschmacklos erscheinen, so will ich sie doch vorbringen, um damit meine häufig gemachte Erfahrung
unter Beweis zu stellen. Eber heißt das Tier und bedeutet ganz begreiflich ein Frauenzimmer; denn so werden geile Weibsbilder genannt, und
Menandros sagt: „Du geilst ja wie ein Eber, Unglücksweib!“
Allgemein:
Wortassoziationen sind ein Mittel vieler Träume, um den Träumenden auf den Trauminhalt aufmerksam zu machen. Weil nicht viele
Menschen mit Ebern Kontakt haben, bedeutet „Eber“ im Traum normalerweise „über“ – im Sinne von Überdruß.
– Eber kann etwas ungestüme sexuelle Bedürfnisse symbolisieren, die man aber nicht zu stark unterdrücken darf,
weil man sonst leicht die Kontrolle darüber verliert.
– Fängt oder schießt man einem Eber, soll das einerseits aber vor Neidern warnen.
Psychologisch:
Das Tier ist Symbol für die animalisch-männliche Kraft. In Verbindung mit Festen und Festtagen kann der Eber Sinneslust und Völlerei
darstellen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Eber im Traum für Überfluß und Vitalität. In Verbindung mit der Mythologie und mit Märchen kann der
Eber auch das Böse darstellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein ein Symbol für Schwierigkeiten im Beruf mit denen man rechnen
und viel Geduld aufbringen muß um seine Ziele zu erreichen;
– im Wald sehen: ein halsstarriger Mensch wird dich belästigen;
– im Wald begegnen: das Vertrauen zu einem lieben Mitmenschen wird erschüttert werden;
– von ihm bedroht werden: man wird von einem rücksichtlosen Gegner bedroht werden;
– zum Angriff auf sich zukommen sehen: hartnäckige Verfolgung von Feinden;
– laufen sehen: du bist einer Gefahr entronnen;
– erlegen: du hast ein gefährliches Abenteuer zu bestehen;
– fangen: Freude und Gunst.
(europ.) : – bedeutet (wie Stier) Sexualpläne und Sexualhoffnungen;
– sehen: man wird von Feinden und Gegnern erschreckt und bedroht,
übelwollende Nachbarn versuchen uns Schaden zuzufügen;
– einem begegnen: ein bestimmter Vorfall wird das Vertrauen zu einem Menschen untergraben und enttäuschen;
– einen wilden jagen: erfolglose Bemühungen;
– von einem gejagt werden: Trennung;
– fangen oder schießen: bedeutet Glück;
– von einem Eber angefallen werden: verkündet eine bevorstehende Gefahr;
– Eberzähne: stehen für Glück und Gewinn.
(ind. ) : – im Wald sehen: Vorsicht, man hat die Absicht, dich vor Gericht zu bringen;
– erlegen: du wirst in eine Gesellschaft kommen, die dir nicht gefällt;
– selbst fangen: Neider sind in deiner Nähe.
(Siehe auch „Bock“, „Keiler“, „Schwein“, „Stier“, „Tiere“) (Eber: Meist etwas ungünstiger zu interpretieren als diese.)
Echinacea
Medizinrad:
Schlüsselworte: Läuternd; heilend; stärkend; Reinigung; nördlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Echinacea wird im Medizinrad mit Reinigung und der äußeren Position des nördlichen Seelenpfads in Beziehung gesetzt.
Diese Pflanze, der viele Heilkräfte nachgesagt werden, wächst vielerorts wild in den Präriegebieten der Vereinigten Staaten. Insbesondere
wirkt Echinacea desinfizierend, stärkend und reinigend. Sie soll auch bei Schlangenbissen helfen und bei vielen Störungen, die aus
Problemen mit dem Blut oder dem Lymphsystem resultieren.
Allgemeine Bedeutung: Tiefe Reinigung; ein Aspekt deines Selbst, der gestärkt werden muß; eine Schwäche in deinem Immunsystem; ein
Nachlassen deiner Fähigkeit, äußere Einflüsse abzuwehren; Großreinemachen.
Assoziation: Vorbeugen gegen Erkältungen.
Transzendente Bedeutung: Gabe tiefer Reinigung; Gabe des Verstehens jener Dinge, die dich blockieren.

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Echo
Allgemein:
Echo taucht manchmal im Traum auf, wenn ein Geräusch aus der Umgebung, das man im Schlaf nicht bewußt wahrnimmt, in das
Traumgeschehen eingebaut wird; dann kommt ihm keine Bedeutung zu. Oft zeigt das Echo aber auch, wie man innerlich auf reale Vorgänge
reagiert, ohne daß das bewußt werden muß; dann kann das Symbol nur aus den individuellen Lebensumständen gedeutet werden.
– Ein Echo im Wald kann Vereinsamung und Wunsch nach sozialen Beziehungen anzeigen.
– Der Widerhall der eigenen oder einer anderen Stimme: Jemand will sich unsere Meinung
zu eigen machen oder die eigene bei uns durchsetzen.
Psychologisch:
Man hofft auf Reaktion, erwartet, daß eigene Aktivitäten „ihr Echo bekommen“. Manchmal ein Warntraum: Gehe vorsichtiger mit deinen
Äußerungen um, achte auf den Inhalt deiner Mitteilungen – sonst könntest du ein negatives Echo auslösen. Außerdem: Was hat das Echo
gesagt? Kann es eine wiederholte Warnung sein? War es ein Echo aus der Vergangenheit? Gab es Fehler die Sie nicht wiederholen sollten?
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: lieber unerwarteter Besuch wird sich einstellen.
(europ.) : – zeigt Absurditäten an, warnt vor üblen Nachreden und Zeitvergeudung; Warntraum;
– Echo verkündet auch unerwartete Dinge und Nachrichten, wodurch man leicht in das Gerede der Leute kommen kann;
auch: von guten Ereignissen hören die einem selbst nicht betreffen, wodurch man durch den Erfolg eines anderen leiden wird;
– hören: sorgenvolle Zeiten; Sie können wegen einer Krankheit Ihre Arbeitsstelle verlieren, oder Freunde werden Sie in der Not
verlassen;
– im Walde: bedeutet Einsamkeit.
Echsen
Assoziation: – kaltblütig; Reptil.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mehr Wärme zu zeigen?
Volkstümlich:
(europ.) : – künden von drohenden Angriffen durch Feinde;
– eine töten: verlorenes Gut zurückgewinnen;
– entwischen lassen: mit Ärgernissen in Liebe und Beruf rechnen müssen;
– Träumt eine Frau, daß ihr eine Echse über den Rock kriecht, stehen ihr Unglück und Kummer bevor.
Ihr Ehemann könnte einen schweren Unfall erleiden und sie mittellos zurücklassen, so daß sie sich
selbst mühen muß, um einen kargen Unterhalt zu verdienen.
(Siehe auch „Eidechse“)
Echte Katzenminze
Medizinrad:
Schlüsselworte: Verspieltheit; Sinnlichkeit; Ruhe; verdauende Leichtigkeit; für Katzen berauschend; Minze.
Beschreibung: Echte Katzenminze, ein winterhartes Kraut mit einem leichten Duft nach Minze und weißen Blüten, wurde benutzt, um leichte
gastrointestinale Störungen bei Menschen zu bekämpfen. Auch bei Babys ist es anwendbar und in diesem Zu sammenhang eines der besten
Mittel gegen Magenkrämpfe. Auf Katzen übt Echte Katzenminze eine leicht narkotische und manchmal auch aphrodisierende Wirkung aus.
Allgemeine Bedeutung: Was dich auffrißt; was dir Qualen verursacht; Mittel gegen seit langer Zeit bestehende Probleme; Hilfe bei
Fortdauerndem Unbehagen; der Katzenteil deiner Natur; deine Weiblichkeit; der verspielte Teil deines Selbst; ein sinnlicher Teil von dir.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine spielerische Lösung für ein altes Problem.
Ecke
Assoziation: – Ausweglos; Verborgen; Unvermeidlich.
Fragestellung: – Wohin führen mich meine Entscheidungen?
Allgemein:
Ecke bedeutet, daß sich etwas ändern wird, weil man eine andere Richtung einschlägt, aber keine radikale Wende um 180 Grad vollzieht; das
kann sich auf Pläne und Ziele, aber auch auf innere Einstellungen, Haltungen und Überzeugungen beziehen, die man revidieren sollte, um
nicht zu scheitern.
– Im Traum um eine Ecke zu biegen bedeutet, daß der Träumende es geschafft hat, sich in Bewegung
zu setzen und neue Erfahrungen zu machen, obwohl es zunächst so aussah, als gäbe es Hindernisse.
– Biegt der Träumende rechts um die Ecke, verweist dies auf eine logische Handlungsorientierung,
biegt er links ab, bedient er sich eines intuitiven Ansatzes.
– Wer sich im Traum an einer Ecke stößt, eckt wahrscheinlich im Alltagsleben irgendwo an und setzt sich damit der Kritik aus.
– Man kann sich auch in eine Ecke verkriechen, dann scheut man sich davor zu handeln.
Psychologisch:
Der Traum macht dem Träumenden einen verborgenen oder wenig zugelassenen Aspekt zugänglich. Der Träumende muß sich nicht mehr
wie in die Ecke gedrängt fühlen; er kann mit dem Unerwarteten und mit neuen Erfahrungen umgehen. Manchmal auch :Flucht vor der
Realität. Wer sich im Traum in eine Ecke kauert, will etwas (oder sich vor etwas oder jemandem) verstecken.
Spirituell:
Auf dieser Ebene bedeutet die Ecke, daß der Träumende eine neue Perspektive bezüglich seiner spirituellen Unentschiedenheit erlangen
muß.
Volkstümlich:
(europ.) : – Ecke/Eckhaus/Eckstein: man erlangt Vorteile; auch: unwesentliche Hindernisse,
sofern man die Ecke nicht verläßt;
– sich aus Angst in einer verkriechen: sehr ungünstiges Zeichen;
– andere Menschen beim Gespräch in einer Ecke: Feinde wollen Sie zerstören;
ein Freund wird sich möglicherweise als Verräter erweisen.

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Eckhaus
Allgemein:
Kündigt nach alten Traumbüchern an, daß man durch andere Menschen Vorteile erlangen wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – bewohnen: du wirst Vorteile erlangen.
(ind. ) : – darin wohnen: man wird dir gute Pläne unterbreiten.
(Siehe auch „Ecke“)
Eckstein
Allgemein:
Eckstein steht für Festigkeit und Sicherheit; das kann sich auf die Persönlichkeit oder auf Pläne und Ziele beziehen, die man zu einem guten
Abschluß bringen wird.
(Siehe auch „Ecke“)
Edelmann
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Edelfrau, mit ihnen verkehren: hohen Besuch bekommen.
(europ.) : – bedeutet Ehre.
(Siehe auch „Adel“)
Edelsteine
Assoziation: – Schatz; Essenz; Wertvoll.
Fragestellung: – Was ist wertvoll? Was halte ich in mir selbst für wertvoll?
Allgemein:
Edelstein hat die allgemeine Bedeutung von Schmuck. Das selten vorkommende Mineral ist oft der Blickfang eines schönen Schmuckstücks;
übersetzt: der Kern unseres Ichs, das nach außen strahlen möchte. Der Edelstein hat besondere herausragende Eigenschaften (wie Klarheit,
Glanz, und ein gewisses Feuer), die auf die hohen Anlagen des Träumers im Wachleben hinweisen können. Wer allerdings einen Edelstein
verliert, dem bricht wohl ein Zacken aus seiner Krone. Je größer und glitzernder der Stein, desto eitler der Mensch.
Je nach den Begleitumständen im Traum kann man darin noch die folgenden Bedeutungen erkennen:
– Wenn Edelsteine im Traum eine Rolle spielen, dann stehen sie fast immer für Dinge, die der Träumende zu schätzen weiß.
Dies können persönliche Eigenschaften sein, wie beispielsweise Integrität, Authentizität oder sogar der eigene Wesenskern.
Sobald der Mensch weiß, was er sucht, ist ihm der Wert der Dinge, seiner Umgebungen und der möglichen Erfahrungen bewußt.
– Versucht der Träumende also auf einem Berg oder in einer Höhle Edelsteine zu finden, so bemüht er sich um jene
Persönlichkeitsbestandteile, die ihm in seiner Zukunft nützlich sein könnten.
– Zählt er Edelsteine oder versucht er, ihren Wert zu schätzen, dann ist dies ein Hinweis, daß er noch Zeit zum Nachdenken braucht.
– Edelsteine sehen oder kaufen kann anzeigen, daß man einer Versuchung nachgibt und dadurch einen Schaden oder Verlust erleiden wird.
– Edelsteine verkaufen kündigt dagegen einen finanziellen Erfolg an.
– Besitz von Edelsteinen soll vor allem auf mehr Ansehen hinweisen, der Verlust warnt davor, daß man seinen Ruf schädigen kann.
– Trägt man Edelsteine (zum Beispiel in einem Ring), zeigt das oft übertriebenen Stolz an, der einem selbst schaden wird.
– Eine wichtige Rolle spielen hierbei Zustand und Farbe der Edelsteine.
– Leuchten sie stark, verstärkt sich dadurch die positive Bedeutung.
– Sind sie jedoch beschädigt, glanzlos oder stumpf und schwarz, ist dies eher ein negatives Zeichen.
In der Traumdeutung wird jeder Edelstein wie folgt interpretiert:
– Achat (schwarz): Symbolisiert Wohlstand, Mut, Zuversicht und Ausdruckskraft.
– Ein roter Achat stellt Frieden, spirituelle Liebe zu Gott, Gesundheit, Wohlstand und ein langes Leben dar.
– Amethyst: Er ist der Edelstein der Heilung und der Traumbeeinflussung. Außerdem wird er mit Demut,
Seelenfrieden, Vertrauen, Selbstbeschränkung und Resignation in Verbindung gebracht.
– Aquamarin: Er verkörpert Hoffnung, Jugend und Gesundheit.
– Bernstein: Repräsentiert kristalliertes Licht und Magnetismus.
– Beryll: Man sagt, Beryll stelle Glück, Hoffnung und ewige Jugendlichkeit dar.
– Blutjaspis: Er spiegelt Frieden und Verständnis wider und erhört alle Wünsche.
– Chrysolith: Repräsentiert Weisheit, Diskretion, Tatgefühl, Klugheit.
– Chrysopras: Symbolisiert Heiterkeit, bedingungslose Fröhlichkeit, das Symbol der Freude.
– Diamant: Symbolisiert menschliche Gier, die Härte der Natur und menschliche Werte im kosmischen
– Sinn. Darüber hinaus ist er Symbol der Dauerhaftigkeit und Unbestechlichkeit sowie der unerschütterlichen Treue,
Aufrichtigkeit und Unschuld.
– Gagat: Obwohl er normalerweise mit den dunklen Gefühlen, wie Kummer und Trauer, in Zusammenhang gebracht wird,
wacht er auf einer Reise über die Sicherheit.
– Granat: Versinnbildlicht Hingabe, Loyalität und Anmut. Ein Granat kann auf der Energieebene helfen.
– Grüner Granat: Beeinflußt Einfachheit, Bescheidenheit und Glück im Rahmen von Demut.
– Hyazinth: Teilweise Treue und die darin enthaltene Wahrhaftigkeit, aber auch das Geschenk des Zweiten Gesichts und Bescheidenheit.
– Jade: Steht sowohl für Außergewöhnliches und Hervorragendes, als auch für die himmlische Macht des Jang
und alle damit einhergehende Freuden.
– Jaspis: Bedeutet Freude und Glück.
– Karfunkelsteine: Wird mit Bestimmung, Erfolg und Selbstsicherheit in Verbindung gebracht.
– Karneol: Symbolisiert Freundschaft, Mut, Selbstvertrauen und Gesundheit.
– Katzenauge: Steht für Langlebigkeit, Überlebensfähigkeit und den bleichen Mond.
– Korund: Einflüsse und Hilfe schaffen geistige Stabilität.
– Kristall: Symbolisiert Reinheit, Einfachheit und verschiedene magische Elemente.
– Lapislazuli: Ruft göttliches Wohlwollen, Erfolg und die Fähigkeit zu Beharrlichkeit hervor.
– Magnetit: Spiegelt Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit wider; beeinflußt die männliche Potenz.
– Mondstein: Steht für den Mond und seine magischen Eigenschaften sowie für Zärtlichkeit und romantische Liebe.
– Olivin: Weist hin auf Einfachheit, Bescheidenheit und Glück in bescheidenem Rahmen.
– Onyx: Symbolisiert Scharfsinn, Aufrichtigkeit, spirituelle Kraft und Eheglück.
– Opal: Stellt nicht nur Treue dar, sondern auch religiöse Leidenschaft, Gebet und Beständigkeit des spirituellen Glaubens.

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– Peridot: Versinnbildlicht die gefestigte Freundschaft und auch den Blitz.
– Perle: Symbolisiert die weiblichen Prinzipien der Keuschheit und Reinheit, außerdem den Mond und das Wasser.
– Rubin: Wird in Beziehung gesetzt mit allem, was mit königlicher Größe zu tun hat: Würde, Hingabe, Macht, Liebe, Leidenschaft,
Schönheit, Langlebigkeit und Unverletzbarkeit.
– Saphir: Repräsentiert, weltliche Treue, Tugendhaftigkeit, Kontemplation und die weiblich e Seite der
– Keuschheit.
– Smaragd: Stellt Unsterblichkeit, Hoffnung, Jugend, Treue und auch die Schönheit des Frühlings dar.
– Topas: Steht in Beziehung zur Schönheit des Göttlichen in Form von Güte, Treue, Freundschaft, Liebe und Klugheit; sowie
symbolisiert auch die Sonne.
– Türkis: Er repräsentiert Mut, körperliche und spirituelle Erfüllung sowie Erfolg.
– Turmalin: Stellt Inspiration, Vorstellungskraft und Freundschaft dar.
– Zirkon: Symbolisiert Weltklugheit, aber auch Ehre und die Anmut des Großartigen.
Psychologisch:
Alle Arten von Edelsteinen sind im Traum Symbole für innere Werte wie: Selbstbewußtsein, Stolz, Zuverlässigkeit, Zuversicht,
Beständigkeit und Durchsetzungsvermögen, sie können aber auch den Wunsch nach diesen Eigenschaften ausdrücken. Steine mit dunklen
Einschlüssen oder Sprüngen haben einen negativen Symbolwert, sie deuten auf Täuschung durch andere hin – oder eine Beziehung hat
„einen Sprung bekommen“.
Spirituell:
Aus spiritueller Sicht können Edelsteine und ihre Deutung die persönliche Entwicklung vorantreiben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst in Versuchung geraten;
– viele besitzen: du gelangst zu Amt und Ehren;
– verlieren: hüte dich vor Dieben; du fällst einem Diebstahl zum Opfer;
– erhalten: du beurteilst eine Sache falsch.
(europ.) : – sehen: sagen ein glückliches Los in Liebe und Geschäften vorher; auch: eine materielle Versuchung lockt einem an;
– besitzen: man wird zu hohen Ehren und Ansehen gelangen;
– tragen: man ist zu hochmütig und selbstsüchtig;
– finden: man wird einem etwas Wertvollen widerfahren;
– viele finden: man wird in Armut geraten;
– einen blauen finden: bedeutet eine neue Idee, eine Inspiration oder ein neues Wissensgebiet;
– einen roten finden: verheißt erfreuliche Begegnungen in der Liebe;
– einen gelben: es ergeben sich neue Chancen durch vielfältige Kontakte;
– einen violetten: mehr religiöse Vertiefung würde einem guttun, denn daraus könnten sich wertvolle Einsichten
bzw. „Hilfe von Oben“ ergeben;
– verlieren: bedeutet Schmach;
– bei anderen sehen: es stellen sich Versuchungen ein, die man abweisen soll;
– geschenkt bekommen: zeigt Glück in allem an, namentlich in Bezug auf die Vergrößerung des Vermögens;
– kaufen: du wirst das Erhoffte bei einiger Mühe erreichen können; Verlust;
– verkaufen: Verbesserung der materiellen Lage.
(ind. ) : – dein Vertrauen zu den Menschen ist stark erschüttert.
(Siehe auch „Juwelen“, „Schmuck“ und unter einzelnen Edelsteinnamen)
Edelweis
Allgemein:
Das Edelweiß verkörpert Schlichtheit und Anmut zugleich. Wer es am Berg pflückt, hat eine zu hohe Meinung von sich selbst; er sollte
besser so widerstandsfähig sein wie die Alpenblume und sich guten Argumenten nicht verschließen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – suchen, finden, sich anstecken: du bist hochmütig, zu selbstbewußt und leichtsinnig;
man sollte sich mehr um das Wohlbefinden seiner Mitmenschen kümmern.
(ind. ) : – sei nicht zu übermütig, du könntest es sonst bereuen.
Eden
Allgemein:
Eden (Paradiesgarten) steht für Unschuld, schlichtes Glück und Zufriedenheit in innerer Harmonie; das sollte man nicht durch zu
hochfliegende Pläne gefährden, sondern sich damit bescheiden.
Efeu
Artemidoros:
Kränze aus Efeu sind einzig Theaterleuten günstig; allen anderen prophezeien sie wegen der Ranken und Verschlingungen des Efeus
Fesselung oder aus demselben Grunde Krankheit. Verbrechern droht Enthauptung, weil man diese Pflanzen mit dem Eisen beschneidet.
Allgemein:
– Von Efeu zu träumen, weist zurück auf die alte Vorstellung von Feierlichkeit und Vergnügen.
– Es kann die klammernde Abhängigkeit symbolisieren, die sich mitunter in Beziehungen entwickelt.
– Efeu, eine immergrüne Pflanze, symbolisiert oft das Bedürfnis nach einer dauerhaften, guten Freundschaft oder Liebesbeziehung,
in der man sich geborgen fühlt.
– An der Mauer empor rankender Efeu kündigt an, daß eine Beziehung bestand haben wird und man sich auf die Treue des anderen
verlassen kann, während der am Baum empor rankende Efeu vor falschen Freunden warnen kann.
– Wie der Efeu im Traum an einer Hausmauer hochklettert, so ranken sich im Wachleben die Gedanken um unser Fortkommen.
Psychologisch:
Weil Efeu ein Symbol für dauerhafte Zuneigung ist, erkennt der Träumende, daß er in dieser Hinsicht für die Befriedigung seiner
Bedürfnisse sorgen muß.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Efeu Unsterblichkeit und ewiges Leben.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: oft Warnung vor falschen Freunden, einer unangenehmen Begegnung
oder bevorstehenden Krankheit;
– schönen, an Bäumen sehen: wankelmütige Freunde;
– recht angenehm empfinden an Mauern: standhafte Liebe;
– pflanzen: ein Freund hilft dein Glück begründen;
– zu einem Kranz flechten: Todesfall.
(europ.) : – Brutstätte der Insekten, die einen aussaugen; andererseits ist die romantische Ranke ein Liebesnest;
– frischer und grüner: Glück in Liebe und Freundschaft; auch: gute Gesundheit, sofern das Efeu nicht
aus dem Boden gerissen wird;
– an Bäumen emporranken sehen: deutet auf falsche Freunde hin, die wie Kletten an einem hängen;
– an Mauern sehen: Befestigung eines bestehenden Verhältnisses;
– zu einem Kranz flechten: man hat einen sehr treuen Freund;
– einer jungen Frau kündigen sich viele Ehrungen an; Sieht sie im Mondschein an einer Wand rankendes Efeu,
dann wird sie heimlich
Treffen mit jungen Männern haben;
– verwelkter Efeu: steht für aufgelöste Verlobungen, Leid und Trübsal.
(ind. ) : – man verlangt von dir, daß du deine Angelegenheiten bald in Ordnung bringst;
– pflanzen: du wirst gute Menschen finden, die dir zur Seite stehen;
– sehen: du kannst dich über deine Freunde nicht beklagen.
Efeukranz
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: dauernde Liebe;
– flechten: erzwungene Liebe.
(Siehe auch „Kranz“)
Egge
Allgemein:
Egge kann anzeigen, daß man hart „ackern“ muß, um seine Ziele zu verwirklichen, aber schließlich doch zum Erfolg gelangt, wenn man sich
genügend anstrengt. Manchmal deutet die Egge auch auf Steine (Hindernisse) auf dem Lebensweg hin, die man durch harte Arbeit
überwinden wird, oder zeigt, daß man Schuld und Versagen im Leben vertuschen möchte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Vergeßlichkeit wird dir schaden;
– damit arbeiten: vergebliches Ringen.
(europ.) : – gilt als ein Symbol der Vergeßlichkeit; es soll auch die Andeutung eines Schicksalsschlages sein, dem man nicht entrinnen kann;
– sehen: du kommst in geordnete Verhältnisse; eine Schuld wird in Vergessenheit geraten;
– damit arbeiten: Hindernisse auf dem Lebensweg;
– andere damit arbeiten sehen: gefährliche Rivalen.
(ind. ) : – du hast es nicht leicht, aber dennoch kannst du nicht klagen, denn du hast Menschen um dich, die dir ihre ganze Liebe schenken.
(Siehe auch „Acker“)
Ehe
Allgemein:
Ehe ist ein vieldeutiges Symbol. Trivial kann es manchmal als Wunsch nach einer festen Partnerschaft verstanden werden. Oft stehen
dahinter aber ganz andere Bedeutungen, die mit der Ehe in der Realität nichts zu tun haben, vor allem:
– Die Eheschließung im Traum beweist, daß man sich einsam fühlt (das kann auch in einer real bestehenden Ehe der Fall sein),
daß man sexuell nicht ganz befriedigt ist.
– Mit einer fremden Person verheiratet sein bedeutet, daß man sich nach beständiger Zweisamkeit (jedoch nicht unbedingt der im
Traum erscheinenden Person) sehnt.
– Wird die Ehe im Traum rasch mit einem Fremden geschlossen, steht oftmals eine steile Karriere bevor.
– Wer im Traum zur Ehe gezwungen wird, hat demnach im Wachleben Zwangsvorstellungen, die ihm das Zusammenleben kaum
erleichtern und die seine Arbeit erschweren.
– Bestehende Ehe weist im Traum darauf hin, daß man mit sich selbst in Einklang lebt, innere Widersprüchlichkeiten der Persönlichkeit
miteinander ausgesöhnt hat und deshalb ein insgesamt glückliches, zufriedenes Leben führen kann. Eheschließung kann demnach dazu
auffordern, diese innere Harmonie anzustreben, sich selbst besser zu erkennen und zu entfalten.
– Ehebruch deutet an, daß man durch eigenes Handeln die Einheit der Persönlichkeit gefährdet und deshalb mit Problemen rechnen muß,
wenn man sich weiterhin von einseitigen Wünschen und Bedürfnissen leiten läßt, die der Persönlichkeit insgesamt nicht gerecht werden.
Manchmal kommen darin auch Schuldgefühle zum Ausdruck, die sich nicht auf die reale Ehe beziehen müssen.
– Ehescheidung warnt noch deutlicher als Ehebruch vor dem Verlust der inneren Harmonie; alte Traumbücher sehen darin aber auch den
Hinweis auf Verleumdungen, denen man entgegentreten muß.
– Verwitwung kann anzeigen, daß Teile der Persönlichkeit „abgestorben“ sind, also massiv verdrängt und unterdrückt werden, was leicht
zu Störungen der psychischen Gesundheit führt.
Psychologisch:
War es ein Wunschtraum? Wenn der Traummann mit dem tatsächlichen Partner identisch ist, steht keine besondere Symbolik dahinter, Sie
haben nur die Tagesreste Ihres Heiratsplanes weiterverarbeitet und der Realität ein bißchen vorgegriffen. – Wenn die Eheschließung mit
unbestimmten Ängsten verbunden war, sollten Sie Ihr Vorhaben noch einmal gründlich überdenken. Negative Eheträume, die einer
bevorstehenden Hochzeit vorangehen, sind oft ein energisches Warnsignal aus dem Unterbewußtsein, daß zumindest der Termin (wenn nicht
der Partner) oder die Voraussetzung für diese Ehe nicht „stimmt“. Die neutrale Ehe als Traumsymbol steht für die Überwindung von
Gegensätzen, auch für Versöhnung. Dies ist sowohl für das Gleichgewicht zwischen Körper und Seele, Bewußtem und Unterbewußtem,
Gefühl und Verstand als auch für die Verschmelzung von männlichen und weiblichen Kräften gültig. Oft träumt man konkret von Ehe,
Hochzeit oder auch von Geschlechtsverkehr, dies drückt dann den Wunsch nach einer festen, harmonischen Beziehung aus. Handelt der
Traum von Ehebruch oder Scheidung, deutet er darauf hin, daß das Gleichgewicht gestört ist. Der Traumzusammenhang gibt weiteren
Aufschluß.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – eingehen: glückliche Zukunft;
– mit einer häßlichen Person: Widerwärtigkeiten aller Art;
– lösen oder brechen: Schande und Spott;
– schließen: du wirst im Leben gut vorwärts kommen.
(europ.) : – sexuell zu verstehen: Wunschtraum; Auseinandersetzung mit zu schließender oder bestehender Ehe;
– eingehen: zeigt eine baldige Vermählung an; bedeutet Glück und Gewinn;
– mit einer Witwe oder Witwer: bringt Sorgen;
– Ehebruch: Feuergefahr;
– Ehescheidung: böse Nachrede;
– Ehefrau: Wohlstand;
– Ehemann: bedeutet versorgt sein;
– von einem Geistlichen gesegnet: verheißt ein glückliches Eheleben;
– sog. Zwangsehe: verkündet Ärger und Enttäuschungen.
(Siehe auch „Geschlechtsverkehr“, „Hochzeit“, „Scheidung“.)
Ehebett (Siehe „Brautbett“)
Ehebruch
Artemidoros:
Dinge, die die natürliche Folge von Vorgängen sind, die man im Traum schaute, erfüllen sich bei Tage. Vor allem führt ehebrecherischer
Umgang für den Träumenden zu Feindschaft mit dem Ehemann der Verführten; denn dem Ehebrecher folgt auf dem Fuß der Haß des
Mannes der Verführten. Dinge, die nicht die natürliche Folge von Vorgängen sind, die man im Traum schaute, erfüllen sich nicht. So träumte
z.B. jemand, sein Herr lege ihm seine eigene Frau zum Beischlaf an die Seite. Es entstand auch nicht das geringste Zerwürfnis mit seinem
Herrn, vielmehr übernahm er in dessen Auftrag die Verwaltung des gesamten Vermögens und wurde Aufseher über das ganze Haus. Es war
ganz begreiflich, daß keine Eifersucht gegen den aufkommen würde, der seine eigene Frau ihm zum Beischlaf überließ.
Allgemein:
Er ist ein Wunschtraum oder Alptraum. Jeder träumt einmal nicht treu zu sein. Wenn wir im Traum als Ehebrecher erscheinen, wünschen wir
in unserer Ehe oder in einem festen Verhältnis etwas zu ändern. Er kann aber auch Zorn und Angst der Seele verraten. Sehen wir andere die
Ehe brechen, ist das wohl der Hinweis darauf, daß wir uns nicht in fremde Angelegenheiten mischen, sondern den Dreck vor der eigenen
Haustür wegkehren sollten.
Psychologisch:
Ein Traum in dem man Ehebruch treibt oder in Bigamie lebt, kann ein Wunschtraum sein und kommt am ehesten bei Menschen vor, die eine
emotionale und sexuelle unbefriedigte Ehe führen. Auch die Atmosphäre des Traumes ist wichtig. Selbst wenn der Ehebruch nur im Geiste
begangen wurde, kann das Schuldbewußtsein bewirken. Der Traum ist oft eine ehrlichere Bestandsaufnahme der eigenen Gefühle, als das
Wach-Ich zustande brächte: Er zeigt einem, wie man sich fühlt und welche Folgen Ehebruch haben kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ihn selbst vollziehen: Feuersgefahr, Verlust von Hab und Gut.
(europ.) : – bringt Unehre und Beschämung ein; auch: der Wunsch nach einem Seitensprung oder das schlechte
Gewissen wegen eines begangenen Fehltrittes;
– Schuldgefühle in diesem Zusammenhang: bedeuten Fehlschläge;
– einer Versuchung zu bestehen: bedeutet ein tugendhaftes Leben und Erfolg für ihre Pläne;
– für Männer, die einen begehen: wegen einer illegalen Handlung vor Gericht gestellt werden;
– für Frauen, die einen begehen: es wird nicht gelingen, die Zuneigung des Mannes zu erhalten,
da Sie bei der kleinsten Provokation Ihrem Temperament und Ärger freien Lauf lassen;
– für Frauen, die ein Verhältnis mit dem Freund des Mannes haben: Ihr Mann wird sie zu Unrecht nicht
beachten und Ihre Rechte grausam mit Füßen treten;
– für Frau, die glaubt einen Jugendlichen zum Ehebruch zu verführen: Sie laufen Gefahr, wegen
Ihrer unverblümten Kabalen verlassen zu werden.
(Siehe auch „Ehe“, „Ehescheidung“)
Ehefrau
Assoziation: – Yin-Aspekt des Selbst; Partner.
Fragestellung: – Womit habe ich mich verbunden?
Artemidoros:
Prügelt man im Traum seine Ehefrau; so treibt diese Ehebruch. Dünkt es einem, seine Frau heirate einen anderen, so zeigt es einen Wechsel
im Beruf oder die Scheidung an. Träumt eine verheiratete Frau, sie eheliche einen anderen Mann, so wird sie, wie die Alten sagen, ihren
Mann zu Grabe tragen oder sich sonstwie von ihm trennen. Nach meiner Erfahrung trifft das nicht immer zu, sondern nur dann, wenn die
Frau nicht schwanger oder kinderlos ist oder nichts zu veräußern hat. Ist dies nicht der Fall und hat sie ein Töchterchen, so wird sie es einem
Mann zur Frau geben; geht sie schwanger, wird sie einem Mädchen das Leben schenken, dasselbe großziehen und an den Mann bringen. Auf
diese Weise wird sie zwar nicht selbst heiraten, wohl aber ein Stück von ihrem eigenen Fleisch und Blut. Eine Frau dagegen, die etwas zu
veräußern hat, wird bezüglich eines Verkaufes mit jemand einen Vertrag abschließen, wie er bei einer Eheschließung üblich ist. Eine Frau
träumte, jemand zitiere ihr: „Tot ist Patroklos, um den nackten Leichnam kämpfen die Mannen; aber die Waffen hat der
helmbuschschüttelnde Hektor.(Homer: Ilias 18, 20-21)“ Der Mann dieser Frau, der auf Reisen war, starb, und als sein Vermögen von der
Staatskasse eingezogen wurde, ließ die Frau es auf eine Entscheidung ankommen und ging vor Gericht; sie hatte aber keinen Erfolg, sondern
starb im Lauf des Prozesses. Du siehst, daß einige Fälle von sich aus ohne Rückgriff auf den Inhalt der Dichtungen den Ausgang offen legen,
andere sich entsprechend der zugrunde liegenden Fabel erfüllten. Es träumte einer, er führe seine Frau wie ein Opfertier vor und schlachte
sie, schneide ihr Fleisch in Stücke, verkaufe es und erziele damit einen ansehnlichen Gewinn. Es träumte ihm weiter, er empfinde Freude
darüber und versuche, das eingenommene Geld aus Furcht vor dem Neid der Umstehenden zu verstecken. Dieser Mann verkuppelte seine
eigene Frau und bestritt mit dem schmutzigen Geschäft seinen Lebensunterhalt. Dieses war für ihn zwar eine gute Einnahmequelle, durfte
aber unter keinen Umständen ans Licht der Öffentlichkeit kommen. Einer, der auf einer Gesandtschaftsreise im Ausland weilte, träumte, er
sei heimgekehrt, dann sei seine Frau auf ihn zugekommen und habe gesagt: „Die kleine Musa ist gestorben.“ Er erhielt von seiner Frau die
Nachricht, daß das jüngste seiner Kinder gestorben sei; war das ein reizendes Kind und hold wie die Musen.

378
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt jemand, seine Frau sei als Hure ertappt worden, wird diese erkranken und sich den Haß ihres Mannes zuziehen;
ist ihr Verführer dem Träumenden bekannt, wird dieser ihn um Gnade bitten und Gnade bei ihm finden, kennt er ihn nicht,
ist es sein Feind, der ihn versklaven wird.
– Stattet einer seine Frau mit einem Kleid aus, dessen Kosten seine finanziellen Verhältnisse übersteigen, wird er seiner Stellung
und seinem Beruf höheres Ansehen geben.
Schmückt er ihre Arme mit goldenen Ringen, wird sie schwer erkranken und in Bedrängnis kommen.
– Setzt einer seiner Frau einen Kranz von reinem Gold auf, drohen ihm Krankheit und Leid; denn das Haupt der Frau ist der Mann.
Ist der goldene Kranz mit Perlen und Edelsteinen geschmückt, wird seine Krankheit weniger schwer sein, und er wird wegen der
Edelsteine und Perlen wieder Freude an der Welt gewinnen.
– Steckt er seiner Frau Fingerringe an, so wird ihr beider Wunsch sich erfüllen.
– Kleidet jemand seine Frau in rote Gewänder, wird er Freude erleben und einen Sohn zeugen.
(europ.) : – von der eigenen zu träumen: ungeordnete Angelegenheiten und familiärer Streit;
– ist die Frau außergewöhnlich freundlich: einträgliche Geschäftsbeziehungen haben;
– wird eine Frau von ihrem Mann geschlagen: es kommt wegen unglücklicher
Konstellationen zu harter Kritik und allgemeinem Aufruhr.
(Siehe auch „Ehegatten“, „Ehemann“, „Familie“)
Ehegatten
Allgemein:
Ehepartner (-mann, -frau) kann die Sehnsucht nach einer intensiven zwischenmenschlichen Beziehung nicht nur in der Ehe andeuten und
taucht vor allem bei vereinsamten Menschen auf. Alte Traumbücher sehen in der Ehefrau das Symbol des gesicherten Wohlstands, während
der Ehemann eine gute materielle Versorgung verspricht. Zuweilen können beide Symbole auch dazu ermahnen, sich mehr um familiäre
Angelegenheiten zu kümmern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ehemann oder Ehefrau: du läufst Gefahr enttäuscht zu werden.
(europ.) : – wenn sie ledig sind (Witwer oder Witwe) und von einer Verheiratung träumen:
werden sie in irgendeiner Form dazu animiert werden oder einen Antrag erhalten;
– als verliebter Lediger: es steht Streit mit einem nahestehenden Menschen bevor;
– träumen Ehegatten voneinander: so werden sich ihre Wünsche erfüllen.
(ind. ) : – sei offen zu deinen Familienmitgliedern.
(Siehe auch „Ehe“)
Ehemann
Assoziation: – Yang-Aspekt des Selbst; Partner.
Fragestellung: – Wem bin ich verpflichtet?
Volkstümlich:
(europ.) : – verläßt Ihr Ehemann Sie aus einem unbekannten Grund: es gibt ein Zerwürfnis, das aber mit einer Versöhnung endet;
– mißhandelt oder schilt er Sie wegen Untreue: Sie genießen seine Achtung und sein Vertrauen, doch gibt es andere
Probleme zwischen Ihnen; Schenken Sie anderen Männern weniger Gunst;
– ihn tot sehen: mit Enttäuschung und Kummer bedacht werden;
– sorgenvoll: durch die Krankheit eines Familienmitgliedes in Anspruch genommen werden;
– gutgelaunt und stattlich: häuslicher Friede und günstige Zukunftsaussichten;
– krank: von ihm schlecht behandelt werden und er wird Ihnen untreu;
– eine andere Frau liebend: er wird seiner heimischen Umgebung überdrüssig und sucht woanders sein Glück;
– den Mann einer anderen Frau lieben: unglücklich verheiratet oder unglücklich ledig sein, doch die Aussichten auf Glück
sind zweifelhaft;
– eine unverheiratete Frau die im Traum einen Mann besitzt: Sie verfügen nicht über die Reize, die Männer anziehend finden;
– den eigenen Mann sich verabschieden und beim weggehen immer größer werden sehen: Ihr harmonisches Zusammensein
wird durch ein gestörtes Umfeld anfänglich verhindert; vermeiden Sie unangenehme Entscheidungen, wird Ihre Harmonie
wieder hergestellt;
– den eigenen Mann in einer kompromittierenden Lage bei einer unverfänglichen Gesellschaft erblicken: wegen der
Indiskretionen von Freunden stehen Sorgen bevor;
– von seinem Tod träumen während des Zusammenseins mit einer anderen Frau und einem daraus folgenden Skandal:
es drohen Scheidung und Vermögensverlust; häufig kommt es nicht ganz so schlimm wie befürchtet.
(Siehe auch „Ehe“, „Ehefrau“)
Ehering
Allgemein:
Ursprünglich war der Ehering ein Symbol völliger, alles umschließender Liebe. Seine Form ist vollkommen, sie hat keinen Anfang und kein
Ende. Als Traumbild schafft er eine Verbindung zur Ewigkeit. Der geträumte Verlust des Eheringes kann auf Eheprobleme verweisen. Findet
der Träumende einen Ehering, heißt dies möglicherweise, daß sich eine Beziehung anbahnt, die in einer Ehe münden könnte.
Psychologisch:
Im Menschen lebt das Bedürfnis, Gelübde abzulegen, Versprechen zu machen und diese symbolisch darzustellen. Der Ehering, getragen an
dem Finger, der mit dem Herzen assoziiert wird – dem vierten Finger der rechten Hand -, ist ein solches Symbol. Handelt der Traum von
einem Ehering, der an einem anderen Finger steckt, so kann dies ein Hinweis dafür sein, daß das Versprechen keine Geltung hat oder daß der
Träumende den Ehering als Einschränkung empfindet. Vom Verlust des Eheringes zu träumen bedeutet selten Gutes. Die Beziehung könnte
auf eine Trennung zusteuern.
Spirituell:
Ein Ehering symbolisiert die bindende Hingabe, die ewige Liebe bedeutet.
Volkstümlich:
(europ.) : – abnehmen: eine endgültige Trennung.
(Siehe auch „Ring“)

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Ehescheidung
Psychologisch:
Im Gegensatz zur Ehe veranschaulichen Ehebruch und Ehescheidung, daß die Harmonie und das Gleichgewicht der Kräfte aufgehoben ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst einer strafbaren Handlung beschuldigt;
es droht ein Verlust von Hab und Gut.
(europ.) : – Befreiung und Erlösung von langer Qual.
(Siehe auch „Ehe“, „Ehebruch“)
Ehre / Ehrenwort
Psychologisch:
Das Unbewußte sagt uns, daß man etwas unterlassen oder nicht gehalten hat.
Volkstümlich:
(europ.) : – entgegennehmen: freudiges Leben;
– einem anderen zuteil werden lassen: Traurigkeit;
– Ehrenerklärung abgeben müssen: gutes Gewissen;
– Ehrenkleid: freudige Zukunft.
Ehrenamt
Volkstümlich:
(arab. ) : – bekleiden: du wirst Gutes erfahren.
Ehrenbezeugungen
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: günstige Verhältnisse in nächster Zukunft; du wirst viel Glück finden;
– jemanden erweisen: deine Schmeicheleien werden dir nichts nützen;
– Ehrerbietung, anderen zeigen: Erniedrigung.
(europ.) : – erhalten: zeigt auf Heuchelei und Kriecherei hin.
Ehrenpforte
Volkstümlich:
(europ.) : – große Festlichkeiten;
– durch eine gehen: Ehrenauszeichnung erhalten.
Ehrenwache
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Festlichkeiten;
– präsentiert ihre Waffe vor uns: Ehrenauszeichnung bekommen.
Ehrgeiz
Allgemein:
Ehrgeiz taucht in Träumen meist in Form bestimmter Verhaltensweisen auf, in denen man ihn erkennt. Er wird als Symbol für Beflissenheit
und Strebertum, manchmal auch für eine gewisse egoistische Rücksichtslosigkeit gedeutet; dieses Verhalten sollte man wieder ablegen, weil
es nur zu Problemen führt.
Psychologisch:
Unsere Träume behandeln den Ehrgeiz oft als symbolische Reflexion unseres Strebens. Sie zeigen uns in den Begleitumständen die Art und
Weise, wie wir unsere Ziele erreichen. Unsere Träume können uns deshalb anstacheln, noch höher hinaus zu wollen oder uns von
unrealistischen Zielen abbringen.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird als Streber Enttäuschungen erleben.
Ei (Siehe „Eier“)
Eibe
Medizinrad:
Schlüsselworte: Tief heilend; immergrün; revitalisierend.
Beschreibung: Die Eibe ist ein immergrüner Baum mit roten Beeren und Zapfen. In alten Zeiten wurde ihr Holz insbesondere zur Herstellung
von Bögen für Bogenschützen verwendet. Heute hat die moderne Medizin herausgefunden, daß Eibe außergewöhnlich große Heilfähigkeit
besitzt. Sie soll manche fortgeschrittenen Krebsarten heilen. Es bedarf jedoch einer großen Anzahl Bäume, um das Medikament für nur eine
Person herzustellen.
Allgemeine Bedeutung: Eine bevorstehende Heilung; ein sich vertiefendes Verstehen deiner Lebenskraft.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe tiefer Heilung.
Allgemein:
Einst symbolisierte die Eibe Kummer und Traurigkeit. Zwar würden nur wenige eine Eibe erkennen, das Wissen aber ist im Unbewußten
jedes Menschen gespeichert. Ein solches Symbol kann in Träumen als instinktives Wissen zum Vorschein kommen.
Psychologisch:
Die Bedeutung der Eibe auf dieser Ebene ist äußerst ambivalent: Zum einen war ihr Holz früher hochgeschätzt, da es zu Bögen und
Armbrüsten verarbeitet werden konnte; andererseits aber zeichnet sich die Eibe durch eine Giftigkeit aus, die ihresgleichen sucht.
Spirituell:
Die äußerst langlebige Eibe kann spirituelle Unsterblichkeit symbolisieren.

380
Volkstümlich:
(europ.) : – Vorboten von Krankheit und Enttäuschung; zeigt den Tod eines alten Menschen an; ein Verwandter
oder Vorgesetzter, der Ihnen eine Erbschaft vermacht hat, die Sie des Mangels enthebt;
– unter einer sitzen: Ihr Leben wird nicht lange währen;
– den Baum lediglich anschauen: ein langes Leben haben;
– Sitzt eine junge Frau unter einer Eibe, wird sie viele zermürbende Ängste um die Treue ihres Liebhabers ausstehen.
Steht ihr Liebhaber bei einer Eibe, wird sie möglicherweise von seiner Krankheit erfahren. Bewundert sie eine Eibe,
wird sie sich von ihren Verwandten durch eine Mißheirat entfremden.
– eine tote Eibe ohne Nadeln: kündigt einen tragischen Tod in der Familie an;
Vermögen wird über Ihren Verlust nicht hinwegtrösten.
(Siehe auch „Baum“)
Eiche
Medizinrad:
Schlüsselworte: Stärke; Ausdauer.
Beschreibung: Die Eiche ist einer der stärksten und ausdauerndsten Bäume auf unserem Planeten. Von vielen Völkern durch alle
Jahrhunderte wurde er für heilig befunden. Die Frucht der Eiche, die Eichel, ist ein Symbol der Kraft und Hoffnung, die aus einem kleinen
Anfang entspringt.
Die Eiche zählt zu den Buchengewächsen. Ihre Früchte stellten für viele Stämme Nordamerikas eine wichtige Nahrungsquelle dar. Ihr Holz
ist von großem Wert, und auch ihre Rinde erfüllt einen wichtigen Zweck, indem sie als Färbemittel dient. Die Rinde der Weißeiche wird am
häufigsten zu Heilungszwecken verwendet; sie wirkt adstringierend und antiseptisch.
Allgemeine Bedeutung: Deine eigene Stärke und Ausdauer; Mitteilung über den Teil deines Lebens, der auf einem festen, von außen nicht zu
erschütternden Fundament steht.
Assoziation: Versinnbildlichung des Deutschtums aber auch germanisch-nationalsozialistisches Symbol; mit Eichenlaub dekoriert,
Auszeichnung.
Transzendente Bedeutung: Ausdauer in der Traumzeit; Kraft, um neue Höhen des Verstehens zu erreichen.
Artemidoros:
Die Eiche bezeichnet wegen ihres Nährwertes einen reichen, wegen ihres hohen Alters einen hochbetagten Mann oder aus demselben Grund
die Zeit. Alles, was langsamer wächst und langsamer reift, wie bei der Eiche, führt sowohl das Glück als auch das Unglück langsamer herbei.
Allgemein:
Nicht nur das Traumsymbol ist wichtig, sondern auch die Gefühle sind es, die wir mit ihm verbinden. So ist es auch bei bestimmten
Baumarten. In westlichen Ländern ist z.B. die Eiche ein Symbol für große Kraft und Dauerhaftigkeit. Eichen betrachtet man oft als heilige
Bäume, sich wurden mit natürlicher Weisheit, Philosophie, Optimismus und Prophezeiung assoziiert. Falls man die Eiche aber mit dem „zu
Hause“ assoziiert, also mit der eigenen Familie, könnte der Traum einem auffordern sich des Hintergrundes zu erinnern und sich auf ihn zu
stützen. Er rät einem vielleicht, auf die Liebe und Bestätigung, die man in der Jugend bekam, aufzubauen und dem Rat der Eltern mehr
Beachtung zu schenken.
Psychologisch:
Die Eiche ist seit germanischen Zeiten ein heiliger Baum. Unter der Eiche fand man sich zusammen, um zu richten, aber auch um sich
auszutauschen und gesellig zusammen zu sein. Der Eiche wohnt eine starke männliche Energie inne und sie symbolisiert Bodenständigkeit.
Symbolisch ist die Eiche auch Deutschland verbunden, wo es bezeichnenderweise viele Plätze mit dem Namen „deutsche Eiche“ gibt. Eiche
symbolisiert Erfolg, Kraft, Macht, Einfluß und stabile Gesundheit; man steht dann fest auf den Boden der Tatsachen, verwurzelt in den
Ursprüngen der eigenen Existenz. Zum Teil kommt darin aber auch das Bedürfnis nach Schutz und Hilfe zum Ausdruck. Symbol einer
übertonten Männlichkeit, aber auch der Willenskraft, die überwältigend wirkt. Manche Psychoanalytiker behaupten, Eichen im Traum von
Frauen könnten auf ein gewisses Unbefriedigt sein deuten. Die Eiche kann als Lebensbaum auf die Reife unserer Seele hinweisen, die im
Wachleben eine Festigkeit des eigenen Standpunktes bewirkt. Je nach den Begleitumständen kann man folgende spezielle Deutung darin
erkennen:
– Eiche mit mächtiger, grün belaubter Krone symbolisiert Gesundheit, langes Leben, Glück und Erfolg.
– Unter der Eiche im Schatten sitzen steht oft für das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit,
kündigt vielleicht auch an, daß man unter einem mächtigen Schutz steht und gefördert wird.
– Kahle Eiche warnt davor, daß Pläne scheitern werden und man sich damit nur Schwierigkeiten einhandelt.
– Dürre, abgestorbene Eiche kann ankündigen, daß man zwar in große Not geraten wird, aber
unbeschadet wieder herausfindet, wenn man den Mut nicht sinken läßt.
– Gefällte Eiche kann die Trennung von einer nahestehenden Person anzeigen, manchmal auch Krankheit oder Tod eines Verwandten.
Spirituell:
Die Eiche ist ein Symbol der Unsterblichkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schöne, grüne und starke: dauernde Gesundheit und Wohlergehen; langes Leben;
– sehen: aufrichtige Bewerbung;
– grüne mit Eicheln: Reichtum und ein langes Leben wird einem beschieden sein;
– dürre und entlaubte: Todesfälle werden dich heimsuchen und betrüben; traurige Verhältnisse;
sein Alter in Einsamkeit verbringen müssen;
– fällen, auch vom Sturm oder Blitz umstürzen sehen: großes Unglück wird dich treffen;
– selbst fällen: Mut und Tapferkeit;
– vom Blitz getroffen: Todesgefahr.
(europ.) : – Symbol der starken und gesunden Natur, die man ersehnt; bedeutet immer ein gutes Ereignis, kündigt Reichtum,
Erfolg und langes Leben an; ist ferner ein Symbol von Kraft, Ausdauer und Ehrenhaftigkeit;
– sehen: verheißt gute Gesundheit; je schöner der Baum, desto besser die unmittelbaren Aussichten;
– eine Eich e voller Eicheln: sagt Wachstum und Beförderung voraus;
– einen jungen, gesunden Baum sehen: für einige Jahre noch nicht davon profitieren können;
– Eichenkranz: bedeutet Erlangung wohlverdienter Auszeichnung und Ehre;
– verdorrte oder zersplitterte: bedeutet Unglück oder den Tod eines edlen Freundes oder Verwandten;
auch: verkündet plötzliche und schockierende Überraschungen;
– kahle mit abgefallenen Blättern: Warnung vor geschäftlichen Verlusten;
auch: Einsamkeit oder Trennung von einer Bekannten, Verwandten;
– eine besonders große und dichtbelaubte: bringt Glück und langes Leben;
– an einem heißen Tag im Schatten einer solchen sitzen: ein Mensch, der einem treu ergeben ist,
wird einen vor Schlechtem schützen;

381
– während eines Gewitters unter einer stehen: kündet eine Gefahr an, der man ausweichen soll;
– selbst fällen: heißt an dem Verderben eines ehrenhaften Menschen arbeiten;
– gefällten sehen oder im Wege stehen: sehr ernstes Omen;
– viele grüne Eichen sehen: berufliche und persönliche Vorhaben werden einen guten Verlauf nehmen;
– grünen Eichenwald sehen: verheißt großen Wohlstand in sämtlichen Lebenslagen;
– für Liebende: bald unter günstigen Umständen zu zweit durchs Leben gehen.
(ind. ) : – grün: du kannst dich wieder freier bewegen, denn die größte Sorge ist nun vorbei;
– abgestorben: verzage nicht, es wird sich noch alles zum Guten wenden;
– fällen: Geldschwierigkeiten machen dir großen Kummer;
– ohne Äste: deine Absicht wird unangenehme Folgen haben.
(Siehe auch „Baum“, „Eicheln“)
Eichelhäher
(diebischer Vogel)
Artemidoros:
Die nachäffenden Tiere, wie der Eichelhäher, bezeichnen Gaukler und Kerle, die alle Schliche kennen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Schwierigkeiten, deren Überwindung höchste Anstrengungen erfordern;
auch: netter Besuch von Freunden und interessanter Klatsch;
– einfangen: auf erfreuliche Aufgaben hoffen können;
– ein toter: deutet auf häuslichen Unfrieden und eine wechselvolle Zukunft hin.
Eicheln
Medizinrad:
Schlüsselworte: Hervorbrechende Kraft; Hoffnung.
Beschreibung: Eicheln als die Früchte der Eiche sind ausgesprochen nahrhaft, wenn man sie richtig zubereitet. Die Eicheln mancher
Eichenarten können roh gegessen, andere müssen für mehrere Stunden in fließendem Wasser eingeweicht oder längere Zeit gekocht werden.
Sun Bear gab den Rat, sie in einem Netz in den Wasserbehälter der Toilette zu hängen, damit das Spülen das Einweichen besorgt.
Allgemeine Bedeutung: Der Samen deiner eigenen Kraft; deine Ausdauer; ein neuer Anfang in deinem Leben.
Assoziation: Teil des männlichen Gliedes.
Transzendente Bedeutung: Ausdauer; das Geschenk der Kraft.
Allgemein:
Von Eicheln zu träumen, deutet darauf hin, daß aus kleinen Anfängen ein immenser Wachstumsprozeß entsteht. Da Eicheln nur im Herbst zu
finden sind, ist es vielleicht notwendig, die Ideen zu ernten oder aufzusammeln und sie dann gut zu lagern, damit sie sich in Ruhe entfalten
können. Eichel (Frucht der Eiche) kann im Keim alles beinhalten, wofür der ausgewachsene Eichenbaum steht; das Symbol fordert dann oft
dazu auf, sich um diese Eigenschaften mehr zu bemühen, kann aber auch anzeigen, daß man bereits dabei ist, sie zu verwirklichen. Der
Samen der Eiche steht für das keimende Leben, für einen Neuanfang mit geringen Mitteln. Manchmal kann die Eichel auch eine Erfahrung
kennzeichnen, die auf das weitere Leben erheblichen Einfluß nehmen wird. Alte Traumbücher deuten sie zum Teil auch noch in folgendem
Sinn:
– Eichel sehen kann Not und Armut ankündigen; das ist wohl mit daraus zu erklären, daß in armen Familien früher nur Eichelkaffe
getrunken wurde.
– Eicheln sammeln kündigt finanzielle Erfolge an, für die man sich aber erheblich anstrengen muß.
– Wer Eicheln vom Boden aufliest, beugt gern den Rücken, um Vorteile zu erlangen.
– Eicheln vom Baum fallen sehen kann darauf hinweisen, daß man im Begriff steht, sich eine günstige Gelegenheit entgehen zu lassen.
– Manchmal symbolisiert die Eichel auch die unerschütterliche Treue eines anderen Menschen, auf den man sich bei seinen eigenen
Absichten vollkommen verlassen kann.
Psychologisch:
Der Keim einer Idee ist vorhanden. Nun ist Geduld erforderlich, ob im Umgang mit sich selbst oder mit anderen.
Spirituell:
Eicheln symbolisieren Leben, Fruchtbarkeit und Unsterblichkeit. Darüber hinaus stehen sie für das Androgyne.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: geringe Vorteile;
– auflesen: Gewinn oder Verdienst mit Ärger.
(europ.) : – grüne, mit Zweig: bedeuten ernstliche Werbung für die Träumenden, alten Leuten verheißen sie Ehren;
angenehme Dinge und große Gewinne;
– suchen: man wird sich sehr anstrengen müssen, um aus einer schwierigen Situation herauszukommen;
– grüne Eicheln am Baum oder verstreut am Boden: verkünden eine Verbesserung der Angelegenheiten;
– grüne vom Baum pflücken: die eigenen Interessen durch Eile und Indiskretion verletzen;
– sammeln: bedeutet große unlauteren Gewinn, aber immer Kraft, Gesundheit, Glück usw; auch: Erbschaft oder ein Glücksfall,
der von außen kommt;
– vom Baum fallen sehen: man wird ein gutes Geschäft versäumen oder in anderer Hinsicht eine Ungeschicklichkeit begehen;
– faule oder vertrocknete: bringen Enttäuschungen und Ablehnung;
– den Schweinen als Futter geben: deutet auf ein glückliches Erlebnis hin;
– Wenn eine Frau sie ißt, dann wird sie von einer arbeitsintensiven Stelle auf einen ruhigen und angenehmen Posten befördert.
Werden sie vom Baum geschüttelt, dann erfüllen sich Ihre Wünsche im Geschäfts- oder Liebesleben schnell.
(ind. ) : – die Ehrlichkeit eines guten Menschen wird dir zum Erfolg verhelfen und du wirst unerwartet emporsteigen.
(Siehe auch „Eiche“)
Eichenlaub
Allgemein:
Eichenlaub wurde früher verwendet, um einen Sieger zu bekränzen; im Traum kann es vor allem eine bevorstehende Anerkennung
verheißen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Belohnung und Anerkennung; Zufriedenheit.
(ind. ) : – du kannst glücklich sein, denn große Ehren werden dir zuteil.

382
Eichenlaubkranz
Artemidoros:
Athleten und Armen sind Kränze günstig; die letzteren machen sie reich, die ersteren berühmt. Sklaven bringen sie die Freiheit; denn das
Tragen solcher Kränze ist ein Vorrecht der Freien. Das Verborgene aber decken sie auf, weil das erringen solcher Kränze für Aufsehen sorgt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Sieg, Gewinn.
Eichhörnchen
Assoziation: – Horten; im Laufrad rennen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mich sicherer zu fühlen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Geschäftig; vorbereitet; schwatzend; anpassungsfähig; akrobatisch.
Beschreibung: Die Gestalt des Eichhörnchens ist den meisten Menschen auf der Welt vertraut. Sie sind anpassungsfähige und akrobatische
Nagetiere, die ohne Schwierigkeiten den höchsten Baum erklettern, die Straße entlang und über Dächer jagen, Dachrinnenfallrohre hinunter
und Bäume wieder hinauf eilen. Eichhörnchen scheinen immer beschäftigt und sehr schwatzhaft zu sein. Sie wiegen wenig mehr als ein
Pfund, und ihr Schwanz, der fast zehn Zentimeter lang werden kann, soll im Falle eines Absturzes als »Segel« den Aufprall mildern. In guten
Zeiten treffen Eichhörnchen ihre Vorbereitungen auf die schlechten, die folgen könnten, und das ist etwas, was Menschen von ihnen lernen
können. Sie sind den ganzen Tag damit beschäftigt, Nahrung zu sammeln und einzugraben. Eichhörnchen erinnern sich nicht daran, wo sie
ihre Vorräte verborgen haben, sondern riechen sie auch unter einer dicken Schneeschicht.
Allgemeine Bedeutung: Der schwatzhafte Teil deines geistigen Prozesses; der Affe im Kopf, der schwer zur Ruhe zu bringen ist; die
geschäftige Seite deiner Natur; ein unter der Oberfläche liegender Aspekt deines Seins.
Assoziation: Etwas verstecken oder horten.
Transzendente Bedeutung: Ein klarer Blick auf die Stärke, Intensität und Geschäftigkeit deines Verstandes; kann auch eine Warnung sein,
damit du dich auf die schweren Zeiten, die vielleicht folgen mögen, vorbereitest.
Allgemein:
Eichhörnchen, ein munteres, fleißiges Tierchen, soll nach den alten Traumbüchern ankündigen, daß man sich um sein zukünftiges Glück und
materielles Wohlergehen keine Sorgen zu machen braucht, weil man Helfer finden wird. Es kann aber auch ermahnen, Vorsorge für die
Zukunft zu treffen, damit man keine Not erleiden muß; das gilt vor allem dann, wenn die Eichhörnchen im Traum emsig Futter sammeln.
Psychologisch:
Das possierliche Tierchen schmeichelt sich auch im Traum bei uns ein; das heißt, es warnt uns vor Schmeichlern, die uns übers Ohr hauen
möchten. Beißt es uns, ist das ein Zeichen dafür, daß uns jemand belügen und betrügen möchte. Wer im Traum ein Eichhörnchen tötet, ist
deshalb kein Tierquäler; dieses Traumbild suggeriert uns, im Alltagsleben Neider zu erkennen und falsche Freunde auszuschalten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: freudiges Ereignis; erfüllte Wünsche; finanzieller Reichtum; alles in unmittelbarer Zukunft;
– sehen: für eine ledige Frau baldige Verheiratung;
– für Verheiratete: Kindersegen.
(europ.) : – ist das Bild der List und der Schmeichelei, es warnt uns vor Leuten, die sich in unser Vertrauen drängen
und uns dann hinterlistig Schaden zufügen und mahnt zur größten Vorsicht bei der Wahl der Freunde;
auch: es steht bald lieber Besuch ins Haus; in geschäftlicher Hinsicht geht es voran; unerwartete Freude;
harte Arbeit ist Ihr Los;
– für Ledige: eine glückliche Heirat;
– für Verheiratete: Kummer mit den Kindern oder Kindersegen;
– fressen sehen: Familienglück; ruhiges Familienleben;
– streicheln: signalisiert familiäre Freuden;
– vom Hund gejagt werden: Unstimmigkeiten zwischen Freunden sind zu befürchten;
– fangen: du wirst in Gefahr kommen;
– von ihm gebissen werden: bedeutet Schaden und Ärger oder Streit in der Familie;
üblen Ehegatten oder mißratene Kinder;
– Nahrung horten sehen: man sollte rechtzeitig für schlechte Zeiten vorsorgen.
– töten oder tot sehen: Befreiung von falschen Freunden; Erkrankung eines Angehörigen;
auch: man macht sich unbeliebt.
(ind. ) : – sorge dich nicht, wenn es auch mitunter nicht so geht wie du willst,
– unverhofft bekommst du gute Nachrichten aus weiter Ferne.
– Man wird dir helfen und du mußt diese Hilfe annehmen, wenn du jene Person nicht
– kränken willst;
– fressen sehen: deine Familienmitglieder werden sich sehr über dich freuen;
– fangen: sei etwas vorsichtiger, man will dich auf die Probe stellen.
(Siehe auch „Streifenhörnchen“, „Tiere“)
Eid
Allgemein:
Eid zeigt oft an, daß man sich selbst in Schwierigkeiten gebracht hat, die nur durch völlige Ehrlichkeit und das Eingeständnis der eigenen
Schuld wieder bereinigt werden können. Der Meineid warnt im Traum vor illegalen Machenschaften, mit denen man sich aus der Affäre
ziehen will, denn sie werden wahrscheinlich entlarvt und schaden dann noch mehr.
Psychologisch:
Mit ihm liefern wir uns einer Aufgabe aus. Die Verantwortung für andere rückt in den Vordergrund. Wer ihn im Traum ablegt, möchte
außerdem zuverlässig und willensstark sein. Auch: Entschluß, ein Versprechen einzuhalten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schwören sehen: bevorstehende und verwickelte Prozesse werden dich beunruhigen;
– selbst schwören: gute neue Freunde auf lange Zeit gewinnen können; positiver Ausgang in einer Streitfrage.
(europ.) : – zeigt evtl. einen Prozeß an. Wird ein solcher Traum vielleicht dadurch hervorgerufen,
daß man eine Vorladung zum Gericht erhalten hat und dann infolge Erregung träumt,
einen Schwur leisten zu müssen, so dürfte man diesem Traum keine Bedeutung beilegen,
weil hierzu mehr oder weniger eine krasse Beeinflussung der Seele vorgelegen hat;
– einen Meineid ablegen: warnt vor großem Unglück; man wird in einen Prozeß verwickelt;
der Versuch, Schwierigkeiten mit nicht ganz ethischen Mitteln lösen zu wollen;

383
– auf etwas schwören: sich auf Zank und Streit einstellen müssen;
– zur Rettung der Unschuld ablegen: unerwartete Erbschaft;
– einen falschen leisten: man möchte eine unangenehme Sache auf illegalem Wege aus der Welt schaffen;
– eines anderen, um einen selbst vor einem ungünstigen Urteil zu retten: man hat gute Freunde,
die einem in einer schwierigen Lage behilflich sein werden;
– einer Eidgenossenschaft angehören oder eine solche sehen oder kennenlernen: politische Verwicklung,
durch die man viel Schaden haben wird.
Eidechse
Medizinrad:
Schlüsselworte: Reptil; langlebig; anpassungsfähig; schützend; regenerierend; Vater Sonne.
Beschreibung: Die Eidechse ist im inneren Kreis des Medizinrads das Tier, welches mit Vater Sonne in Verbindung gebracht wird. Sie
gehört zu den Reptilien und vermeidet, wie die Schlange, den Kontakt mit Menschen. Ungefähr 4000 Arten von Eidechsen bevölkern die
Erde: vom Chamäleon, das seine Farbe verändert, um sich seiner Umgebung anzupassen, bis hin zum Gecko, von dem allein bereits 800
Arten existieren. Eidechsen sind Landbewohner, fühlen sich jedoch manchmal auch im Wasser wohl. Sie verschmelzen farblich mit dem
Boden und lieben die Wärme der Sonne. Bei einem Biß von Feinden in ihren Schwanz können Eidechsen diesen abwerfen; er wächst jedoch
wieder nach und enthält wie der ursprüngliche Schwanz ebenfalls keine Wirbel.
Allgemeine Bedeutung: Ein anpassungsfähiger Teil deines Selbst; ein beschützender Aspekt deines Seins; ein Teil von dir, der über die alten
Wege der Erde Bescheid weiß; ein Teil von dir, der täuschen kann, um zu schützen; ein Teil von dir, der sich nicht fürchtet, Dinge
zurückzulassen, wenn die Notwendigkeit es verlangt.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Ein positives Omen; ein Bote; regenerative Kraft.
Allgemein:
Eidechse steht oft für mißgünstige Menschen, vor denen man auf der Hut sein muß. Auch Mißverständnisse, Enttäuschungen und
Zwistigkeiten können darin zum Ausdruck kommen, je nach den unterschiedlichen Begleitumständen und der individuellen Lebenssituation.
Sie ist der Drache im Kleinformat, übersetzt: Der Träumer möchte sich im Wachleben größer geben, als er in Wirklichkeit ist.
Psychologisch:
Als Traumsymbol gilt sie als harmlos. Sie verkörpert vielmehr das Unterbewußte und dessen Ahnungen. Aber die Bedrohlichkeit,
Rücksichtslosigkeit und das Triebhafte des Drachen fehlen der Eidechse. Es kann aber auch vorkommen, daß die Eidechse sich im Traum in
ein Ungeheuer verwandelt, das beim Träumenden Angst hervorruft. In diesem Traumbild liegt dann eine Warnung vor unkontrollierten
Triebkräften des Unterbewußtseins.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Beunruhigung durch böse Menschen; verborgene Feinde bereiten dir Unangenehmes;
Verdrießlichkeiten in nächster Zeit, die in unmittelbarer Umgebung ihren Ursprung haben.
(europ.) : – sehen: starker Umschwung in deinem Geschäft und sonstigen Angelegenheiten;
– auch soll man sich nicht durch Äußerlichkeiten abschrecken lassen, gute Freunde zu erwerben,
die uns dienlich sein können; oder auch Unheil durch heimliche Feinde; Verrat;
– eine grüne: Mißverständnisse, welche sich am Ende klären werden;
– eine graue: Streit und Ärger durch Personen, welche das ihnen entgegengebrachte Vertrauen mißbrauchen.
(ind. ) : – bleibe auf dem Boden der Wirklichkeit.
(Siehe auch „Drache“, „Tiere“)
Eier
Assoziation: – Potential; Geburt; Hoffnung; Ganzheit.
Fragestellung: – Was möchte ich zur Entfaltung bringen?
Artemidoros:
Eier bringen Ärzten, Malern und Leuten, die mit Eiern handeln, Vorteil; allen anderen Menschen bedeuten sie, in geringer Anzahl,
materiellen Gewinn, weil sie nahrhaft sind, in großer Zahl, Sorgen und Kummer, häufig auch Prozesse, weil die aus den Eiern schlüpfenden
Küken überall herumscharren und Verstecktes aufspüren. Ein Sklave träumte, er bekomme von seiner Herrin ein gekochtes Ei, werfe die
Schale weg, das Ei aber verzehre er. Seine Herrin war schwanger und schenkte bald einem Knäblein das Leben. Sie selbst starb, der
Träumende aber nahm auf Geheiß des Mannes der Herrin das Kind zu sich und zog es groß. Auf diese Weise war die äußere Schale zum
Wegwerfen und nichts wert, während das Umschlossene dem Träumenden die Mittel zum Lebensunterhalt gab.
Allgemein:
Das Ei ist ein Symbol für nicht verwirklichtes Potential oder für Chancen, welche die Zukunft noch bringen wird. Handelt ein Traum von
einem Ei, dann ist dies ein Fingerzeig dafür, daß dem Träumenden seine natürlichen Fähigkeiten noch nicht völlig bewußt geworden sind. Es
ist Symbol der Wiedergeburt, Keimzelle für Neues, sich Wandelndes. Seelisch Bedrückendes wird einer neuen Lebenseinstellung weichen.
Wie das Kind (siehe dort) im Traum kündigt es eine neue Entwicklung, das Bewältigen einer neuen Aufgabe oder auch den Beginn einer
neuen Lebensphase an. Allgemein versinnbildlicht es die Schöpfung, den Ursprung des Lebens oder die Auferstehung, was auch im
Symbolgehalt des Ostereis zum Ausdruck kommt. Ei gehört zu den uralten Symbolen der Menschheit, das auch in Mythen und Religionen
eine Rolle spielt. Daraus ergeben sich zahlreiche Bedeutungen, die von den Begleitumständen im Traum und von der individuellen
Lebenssituation abhängen. An folgenden Möglichkeiten ist dabei vor allem zu denken:
– Ei sehen, besitzen oder in der Hand halten steht allgemein für günstige weitere Lebensaussichten und große Erfolge.
– Ei kaufen deutet an, daß man durch aktives Handeln eine günstige Gelegenheit wahrnehmen soll.
– Buntes Ei warnt meist vor Kummer, Sorgen und Krankheiten, wobei man jeweils den Symbolgehalt der Farbe mit berücksichtigen muß.
– Bei farbigen Eiern, die nichts mit unseren Ostereiern zu tun haben, sollte man auch die Farbe ins Kalkül ziehen.
– Ei mit Küken darin verheißt häufig, daß man mit den Plänen, die man gerade „ausbrütet“, gute Erfolge erzielen wird.
– Ei fallen lassen bedeutet oft, daß man mit Zwist und übler Nachrede rechnen muß, was unter Umständen auf das eigene unhöfliche
Verhalten zurückzuführen sein kann.
– Faules Ei warnt vor einem schlechten Ruf, der sich häufig daraus erklärt, daß eigene üble Absichten durchschaut werden,
von denen man rechtzeitig lassen sollte.
– Faules Ei auf andere werfen weist darauf hin, daß man jemanden bitter Unrecht tut und dafür seine Strafe bekommen wird;
wird man selbst mit faulen Eiern bewo rfen, hat man mit Falschheit und Verleumdung durch andere Menschen zu rechnen.
– Eierschalen, die zerbrochen sind, kündigen an, daß man – meist durch eigene Ungeschicklichkeit – einen Schaden erleiden wird.
– Eierschaum (-schnee) kann davor warnen, Dinge unnötig aufzubauschen oder sich selbst zu sehr „aufzublähen“, weil man sonst
Schwierigkeiten bekommen wird.
– Eierspeisen, die gesotten oder gebraten sind, zeigen Freude und Erfolge an; verdorbene Eierspeisen dagegen warnen vor häuslichem Zwist.

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– Ein Erfolg scheint gesichert, der sich noch vergrößern wird, wenn gleich mehrere Eier im Traum sichtbar werden. Wer sie zerbricht oder
fallen läßt , dem drohen Verluste, vielleicht ein seelisches Debakel.
– Das essen des Eis zeigt den Wunsch des Träumenden, bestimmte Aspekte von Neuheit aufzunehmen, ohne die er eine ihm noch nicht
vertraute Art, zu leben, nicht vollkommen erforschen kann. Ei verzehren soll eine Verbesserung und Absicherung der materiellen
Lebensgrundlagen, zum Teil auch bessere Gesundheit ankündigen.
Psychologisch:
Das Ei im Traum stellt das Staunen des Träumenden dar, welches er angesichts des Wunders Leben empfindet. Mit ihm ist die Erkenntnis
verbunden, daß Zeiten der Aktivität auch Perioden der Ruhe und Nachdenklichkeit folgen müssen, um neue Eindrücke verarbeiten und
richtig einordnen zu können. Es erstaunt sicher nicht, daß das Ei ein Symbol für Leben und Fruchtbarkeit ist. Die Welt entsteht in den
meisten mythologischen Erzählungen aus einem Ei. Somit ist das Ei selbst zum Gleichnis für die Welt geworden. Das Ei ist aber auch ein
Symbol für die Wiedergeburt. Ostereier haben diesen Symbolcharakter, obwohl das den meisten Menschen nicht mehr bewußt ist. Als
Traumbild hat das Ei stets eine positive Bedeutung. Sehr häufig findet man im Traum ein ganzes Nest voll Eier, ein Körbchen oder eine
Schale. Solch ein Körbchen finden etwa Menschen, die aus seelsicher Bedrückung in die Bejahung der Daseinsmöglichkeiten zurückgekehrt
sind. Ihnen ist damit eine Art Ostern, Frühling und eine werdende Welt helleren Tages beschieden. Ein Mann fand im Traum unter den
Sträuchern auf dem Grabe seines Großvaters eine Schale, gehäuft voll schneeweißer Eier. In dieser Zeit begann sich wirklich eine
außerordentliche Begabung des längst Verstorbenen in dem noch jungen Manne mehr und mehr durchzusetzen; vermutlich wurde in den
Eiern symbolisch das Erbe des alten Mannes weitergegeben. Andere haben plötzlich ein Ei in der Hand, ein spontanes Geschenk des Lebens.
Wieder andere lesen Eier von der Straße auf wie in einem verschwundenen Frühlingsbrauche; das Neue kann ja auch aus der Kollektivität
der Straße kommen. Glücklicherweise selten ist der Traum vom schwarzen Satansei, aus dem Schlimmes, Finsteres entstehen wird.
Spirituell:
Es heißt, das Prinzip des Lebens und der Keim allen Seins seien im kosmischen Ei enthalten; daher stellt das Ei das Potential und die Kraft
des Menschen dar, vollkommen zu sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Zank, Streit und Ärger;
– aus dem Nest nehmen: du wirst einen Witwer (Witwe) mit Kindern heiraten;
– fallen lassen: Klatscherei;
– zerbrochen: Verdruß;
– Eier kaufen: dein Wohlstand erhöht sich;
– essen: Gewinn in Aussicht; glückliche Verlobung;
– faule: böse Dinge werden gegen dich beraten;
– nicht frisch: Widerwärtigkeiten;
– selbst legen: du wirst gute Kinder erziehen.
– farbig: harmloses Vergnügen;
– rote: Unglück durch Gefahr, auch der Tod eines Bekannten;
– gelbe: langwierige Krankheit; noch schlimmer sind grüne oder schwarze;
– blaue: Verletzungen.
(perser) : – Träumt jemand, er esse gekochte Eier, wird er durch Sklavenarbeit wohlhabend werden,
gemessen an der Zahl der verzehrten Eier; eine Henne bedeutet nämlich eine Sklavin.
– Schlürft er rohe Eier, wird ihm eine Sklavin Kummer und Arger bereiten.
– Rebhuhneier verheißen große Mittel von einer bildschönen Frau; denn auf ein solches Frauenzimmer weist das Rebhuhn;
sind es Gänseeier, wird er von einer schwerreichen und gutmütigen Frau Nutzen haben.
– Scheint es ihm, er verliere Eier dieser oder jener Art, wird er auf Grund der gegebenen Auslegung seinen Reichtum einbüßen.
– Vielfach bedeuten Eier auch junge Sklaven.
(europ.) : – sehen oder haben: Wohlstand; positive Erfolgsplanung; häusliche Verträglichkeit;
– finden: kündet feste Bindungen an einen anderen Menschen an; bei Ledigen Verlobung oder Heirat;
– ein Nest voller Eier finden: Geld steht ins Haus, Gewinn oder gar eine Erbschaft;
– sehr großes sehen oder in der Hand halten: kündet ein sehr vorteilhaftes Ereignis an;
– essen: Gesundheit und Gewinn; Beseitigung von Nahrungssorgen; auch: in nächster Zeit wird der Haussegen schief hängen;
– schönes aus Schokolade: man wird die Bekanntschaft eines Don Juan oder einer eleganten Dame machen;
– bunte Eier sehen: bedeutet eine zahlreiche Kinderschar; auch: Kummer;
– rote sehen: Tod oder Zorn eines Freundes oder Feuergefahr;
– gelbe sehen: verkündet eine Erkrankung;
– fallen lassen: bringt Uneinigkeit und Klatschereien; Verluste sind zu verkraften;
– frische zerbrochene sehen: von der Glücksgöttin reichlich beschenkt werden; Ihre positive Einstellung und Ihr Gerechtigkeitssinn
machen Sie sehr beliebt;
– ungenießbare zerbrochene sehen: Verlust oder auch Zank und Streit;
– kaufen: man erlangt Vorteile;
– sehen, wie ein Huhn eins legt: verspricht gute Nachrichten;
– eins aufmachen und darin Küken finden: kündet einen großen Gewinn an, besonders in der Lotterie;
– Küken ausschlüpfen sehen: deutet auf ein glückliches Ereignis in der Familie hin, das eine Verbesserung der Situation bringt;
– aus einem Nest nehmen: Kindersegen;
– faule: bedeuten Klatscherei; man wird in schlechten Ruf kommen; Verlust von Wohlstand;
– faule Eier auf jemanden werfen: ein Unrecht, das man beging, wird sich rächen;
– mit Eiern beworfen werden: bedeutet eine Anfechtung oder Verfolgung;
– mit Eiern beschmiert sein: man protzt zu sehr mit Gewinnen zweifelhafter Herkunft;
– ein Korb voller Eier: profitable Geschäfte abschließen;
– Eierspeise machen: Einladung von einem interessanten Menschen;
– Eierkuchen: Freude, Verdienst, Gewinn;
– verdorbene Eierspeisen: kündet Streit in der Familie an;
– gesotten: bedeutet Freude;
– Vogeleier sehen: von entfernten Verwandten etwas erben oder Gewinne mit Massenprodukte machen.
(ind. ) : – essen: man wird dich auf irgendeine Art ehren;
– fallen lassen: sei höflich gegen Frauen;
– faule: hüte dich, über Menschen zu sprechen, die dir nie etwas getan haben.
(Siehe auch: „Ball“, „Kugel“)

385
Eierkuchen
Volkstümlich:
(arab. ) : – rasche Erledigung deiner Angelegenheiten.
(europ.) : – prophezeien einem seelische Zufriedenheit und das Erbe eines Hauses oder einer Wohnung.
(Siehe auch „Kuchen“)
Eierschalen
Volkstümlich:
(arab. ) : – bedeuten Trauer.
(ind. ) : – in den nächsten Tagen wird dir eine unangenehme Sache durch eigene Schuld passieren.
(Siehe auch „Eier“)
Eierschaum
Volkstümlich:
(ind. ) : – versuche den Nachbarn auszuweichen, es kann sein, daß du durch sie und dein eitles Gerede in Schwierigkeiten gerätst.
Eierspeise
Volkstümlich:
(arab. ) : – Zufriedenheit.
Eieruhr
Psychologisch:
Sie ist die Mahnung an den Träumenden, da sie in der Küche steht, die Zeit nicht beim Genuß vergehen zu lassen.
(Siehe auch „Sanduhr“)
Eifersucht
Assoziation: – Arbeit an der Angst vor Nähe.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, meine Verletzlichkeit zu zeigen?
Allgemein:
Eifersucht mag manchmal wirklich darauf hinweisen, daß man Grund dazu hat oder Anlaß dafür gibt. Oft symbolisiert sie aber allgemein
sich ankündigenden Zank und Hader mit anderen Menschen, dem man kaum mehr aus dem Weg gehen kann. Eifersucht kann als Spiegelbild
dessen gelten, was der Träumer denkt, seine heimliche Angst, das verlieren zu müssen, was er liebt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – zeigen: du bist töricht.
(europ.) : – zeigt mehr oder weniger ein verbittertes Leben an; bedeutet auch Unglück in der Liebe; Streit;
– auf eine andere Person sein: selbstverschuldete Schwierigkeiten werden sich zeigen;
– andere auf einen sein: die Schwierigkeiten werden überwunden und alles sich zu Ihrem Gunsten wenden;
– für Mann mit eifersüchtigen Gattin: Feinde und engstirnige Menschen haben Einfluß über Sie;
– auf die Liebste eifersüchtig sein: Sie trachten danach, einen Rivalen auszuschalten;
– ist eine Frau eifersüchtig auf ihren Gatten: Sie wird viele Verunsicherungen erleben und ihr Glück
wird sich als Trugbild herausstellen;
– Ist eine junge Frau auf ihren Freund eifersüchtig, wird sich herausstellen, daß dieser eher von den Reizen
einer anderen Frau beeindruckt ist als von den ihren.
– Sind Mann und Frau aufeinander eifersüchtig, werden sie in alltäglichen Angelegenheiten viele
unangenehme Situationen erleben.
Eigenheim
Psychologisch:
Der Traum vom Eigenheim ist wohl einer der Verbreitesten in unserer Gesellschaft. Er symbolisiert wie kein anderer Unabhängigkeit und
Selbständigkeit als auch Abnabelung vom Elternhaus. Ferner drückt sich hierin Geborgenheit und oftmals auch der Wunsch nach einer
Familie aus. Achten Sie darauf, wie das Haus aussieht.
Eigensinnig
Volkstümlich:
(arab. ) : – Eigensinn: du mußt nachgeben.
(europ.) : – sein: zeigt unangenehme Dinge an, mit denen wir zu tun haben werden;
– eigensinnige Kinder oder störrische Tiere: einen höchst wichtigen Posten bekommen.
Eigentum
Volkstümlich:
(europ.) : – Eigentümer von großen Besitztümern werden: eines Tages eine Erbschaft machen, die keineswegs den Erwartungen entspricht.
– Einer jungen Frau sagt dieser Traum eine enttäuschende Erbschaft voraus. Sie wird sehr schlicht leben müssen, da ihre Erbschaft
aus einem armen Mann und vielen Kindern besteht.
Eile
Allgemein:
Wenn man im Traum in Eile ist, so weist dies darauf hin, daß man sich gegen Druck von außen behaupten muß. Ist der Träumende selbst in
Eile, dann bereitet er sich auch den Druck. Man wird gehetzt, aber komischerweise kommt der Eilende nie ans Ziel. Es ist, als ob das
Unbewußte uns mit dem Sprichwort bremsen möchte: Eile mit Weile. Langsam kommt man eben auch voran. Eile kann auf verschiedene
Weise in den Träumen auftauchen. Oft weist sie auf innere Unruhe, Unsicherheit und Nervosität hin. Unter Umständen enthält sie aber auch
die Ermahnung, mehr zu überlegen, ehe man handelt, damit man nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tut und dabei strauchelt. Weitere
Bedeutungen können aus den folgenden Begleitumständen des Traums abgeleitet werden:
– Eilig zum Zug laufen kann ankündigen, daß man sich sputen und anstrengen muß, um noch den erhofften Erfolg zu erringen;
fährt der Zug trotz der Eile vor der Nase ab, wird das aber nicht gelingen, weil man seine Chancen nicht rechtzeitig genutzt hat.

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– Eilig ins Theater oder zu einem Bankett gehen weist manchmal darauf hin, daß man für ein (oft erotisches) Abenteuer offen ist,
das man sich bei einer Verabredung erhofft.
– Eilig eine Mahlzeit verschlingen soll im Traum auf gute Gesundheit oder Heilung einer Erkrankung hinweisen.
Psychologisch:
Der Träumende sollte lernen, wie man mit Zeit umgeht. Daß er im Traum Hast und Eile verarbeitet, ist ein Hinweis darauf, daß er es noch
nicht kann. Es ist ein naheliegendes Symbol für die Angst, etwas zu versäumen. Kann auch als Tip des Unterbewußtsein gelten, Zeitabläufe
und Termine großzügiger zu planen, weil man andernfalls auf eine Erschöpfungsphase zusteuert.
Spirituell:
Sonderbarerweise ist in der spirituellen Arbeit Zeit ein Symbol für Raum. Ist der Träumende in Eile, sieht er das Schönste in seiner
Umgebung nicht. Wenn der Träumende jedoch den ihm zur Verfügung stehenden Raum gut nutzt, dann ist er auch fähig, mit Zeit richtig
umzugehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: Gäste.
(europ.) : – haben: Unruhe des Gemüts, du kannst dadurch leicht in Streitsachen verwickelt werden;
auch: Gefahr von Feuer oder Unfall; durch Vorsicht zu vermeiden;
– zum Zug eilen: deutet auf viele Neuigkeiten hin;
– trotz der Eile den Zug versäumen: man will etwas Unmögliches erreichen;
– sehr eilig essen: bringt Gesundheit;
– sich eilen, um ins Theater oder zu einer Festlichkeit zu kommen; man wird ein Abenteuer erleben.
Eilzug
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Wünsche werden schnell erfüllt;
– darin fahren: du neigst zur Verschwendung.
Eimer
Assoziation: – Gefäß.
Fragestellung: – Mit welchen Gefühlen kann ich problemlos umgehen?
Allgemein:
Eimer enthält die Vielfalt der Lebensmöglichkeiten und persönlichen Eigenschaften; zur individuellen Deutung muß man darauf achten, was
sich im Eimer befindet. Das Gefäß, mit dem man Wasser schöpft, in das man aber auch manchen Schmutz füllt, übersetzt: Man kann
hilfreiche Erkenntnisse aus dem Unbewußten schöpfen, wie unsere Psyche von lästigem Druck befreit werden kann.
– Grundsätzlich verspricht ein voller Eimer Glück, Erfolge und Selbstverwirklichung,
ein leerer kündigt dagegen Mißerfolge und Enttäuschungen an.
– Klares Wasser im Eimer gilt ebenfalls als Glückssymbol,
trübes und schmutziges hingegen warnt vor Kummer und Sorgen.
– Sieht man einen Eimer mit Löchern, kann darauf hingewiesen werden, daß man sich in zu vielen
Kleinigkeiten verzettelt und deshalb trotz aller Aktivitäten keine echte Befriedigung finden wird.
Psychologisch:
Gefüllte Gefäße deuten oft an, daß man „aus der Fülle schöpfen kann“ und viel zu geben hat.
Spirituell:
Einen Eimer zu tragen ist immer ein Sinnbild für belohnten Fleiß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – aus Holz und leer: finanzieller Schaden;
– aus Blech und leer: finanzieller Schaden, der aber rasch wieder verschwindet;
– gefüllter mit Flüssigkeit: Not und Armut, doch von kurzer Dauer;
– gefüllt mit schmutzigem Wasser: weist auf eine mögliche Krankheit hin;
– gefüllt mit klarem Wasser: Zufriedenheit.
(europ.) : – Gefäß des Lebens, nach dessen Inhalt sich die Deutung richtet;
– sehen: man wird getröstet werden;
– in einem klares Wasser laufen lassen: Glück bei einem Unternehmen;
– einem mit trüben Wasser: man wird viele Sorgen und Unannehmlichkeiten haben;
– leeren sehen: freudige Überraschung; Treffer in der Lotterie;
– einen leeren tragen: man wird bald eine Enttäuschung erleben; auch: Hunger oder schlechte Ernten;
– vollen sehen oder tragen: Wohlstand; guter Fortgang des Geschäfts; plötzlicher Geldgewinn;
– damit zum Brunnen gehen: dein Fleiß wird belohnt;
– voller Milch sehen: Zeichen für gute Aussichten und angenehme Gefühle;
– Wenn eine junge Frau im Traum einen Eimer trägt, verheißt das Arbeit im Haushalt.
Einatmung
Allgemein:
Einatmung symbolisiert, daß man etwas von außen aufnimmt und verinnerlicht, um Nutzen daraus zu ziehen. Dabei kann es sich um
Erfahrungen, fremde Gedanken und Ideen handeln, die einem weiterhelfen. Man muß aber auch prüfen, ob man nicht zu stark dadurch
beeinflußt wird.
Einäugig
Allgemein:
Einäugige (auf einem Auge blind) kann manchmal auf Fehler hinweisen, die man noch nicht bemerkt hat; danach muß man im realen Leben
suchen und sie beseitigen, damit man nicht scheitert. Oft erkennt man darin aber auch die Warnung, die Dinge und Personen nicht zu
einseitig zu betrachten, weil man sonst ein falsches Bild davon erhält. Alte Traumbücher sehen in diesem Symbol nach den Hinweis, daß
man Gefahr läuft, betrogen zu werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: du wirst von anderen betrogen.
(europ.) : – sein oder sehen: man wird betrogen werden.
(ind. ) : – wenn man rechtzeitig seine Fehler erkennt, kann alles noch gut werden.
(Siehe auch „Augen“)

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Einbahnstraße
Allgemein:
Die Straße, die man auch im Traum nur in einer einzigen Richtung befahren darf. Unser Unbewußtes rät uns in diesem Fall, einen geraden
Weg zu gehen, ohne auf Vergangenes Rücksicht zu nehmen. Wer in der Einbahnstraße ungehindert in der entgegengesetzten Richtung fährt,
dessen Gedanken hängen der Vergangenheit an und können sich nicht so leicht von ihr lösen. In diesem Bild verbindet sich auch der
Wunsch, anders zu handeln als man es gerade tut, mit der Einsicht, daß man den Weg, den man einmal eingeschlagen hat, nicht ohne Not
oder sehr gute Gründe wieder verlassen sollte. Ihre Gefühle während des Traums zeigen Ihnen an, wie sehr Sie mit Ihrem Lebensweg
innerlich einverstanden sind.
Psychologisch:
In einem positiven Traum bedeutet sie Zielstrebigkeit und rasches Vorwärtskommen ohne Ablenkung. Im negativen Sinn: Einseitigkeit und
Sturheit.
(Siehe auch „Straße“)
Einbalsamierung
Allgemein:
Einbalsamierung kann Angst vor dem Tod und Hoffnung auf ein Leben danach verkörpern. Vielleicht steht dahinter aber auch der Wunsch,
die Zeit anzuhalten, um den gegenwärtigen Zustand, in dem man sich wohlfühlt, für immer zu bewahren; dann kann dahinter die Warnung
stehen, daß man bei dieser Einstellung leicht in Gewohnheit und Routine erstarrt, unbeweglich wird und sich bald langweilt.
Volkstümlich:
(europ.) : – wird jemand einbalsamiert: Ihre geschäftliche Stellung wird sich ändern und es droht Armut;
– sich selbst sehen: unglückliche Freundschaften schließen, die einen in ungewohnte niedrige
Gesellschaftsschicht abrutschen lassen.
Einbrecher
Allgemein:
Einbruch steht oft für eine Gefahr, die man selbst nicht bemerkt hat, aber wahrscheinlich noch abwenden kann. Außerdem kann dahinter
auch das Bedürfnis nach sexuellen Abenteuern zum Ausdruck kommen, wenn man die Sexualität zu stark unterdrückt. Teilweise kommen im
Einbruch Schuldgefühle und Scham wegen vermeintlichen oder tatsächlichen Fehlverhaltens zum Vorschein, die man verdrängte; vor allem
dann, wenn man selbst bei einem Einbruch ertappt wird. Einbrecher drängen sich in unseren Seelenfrieden, wollen die Ordnung zerstören
und Besitz ergreifen von dem, was uns lieb und teuer ist. Wenn ein Einbrecher die Bühne des Traums betritt, dann erlebt der Träumende die
Verletzung seiner Privatsphäre. Manchmal ist der Einbruch in unser Haus auch nur der triebhafte Gedanke, der auf Abwege sinnt. Auslöser
dieses Zugriffs kann eine äußere Quelle sein oder aber überhandnehmende innere Ängste und schwierige Gefühle. Bei Frauen kann damit
aber auch Angst vor der Sexualität verbunden sein. Stellt man einen Einbrecher im Traum, wird man voraussichtlich in nächster Zeit gelobt
und belohnt werden.
Psychologisch:
Ein Teil der Psyche, bisher verleugnet, dringt nun hoch in das Bewußtsein und muß Beachtung finden. Einbrecher sein (eine weibliche
Träumerin): Die Träumerin sollte sich einmal offen und ehrlich fragen, was sie sich im Leben stehlen will? Ein bißchen Abenteuer oder ein
paar Stunden Erholung, Zerstreuung vielleicht? Sie drückt mit dem Traum das Bedürfnis aus, sich heimlich etwas anzueignen, was
anscheinend auf offene Art und Weise nicht möglich ist. Einbrecher steht auch für übertriebenes Mißtrauen, indem man in seinem Umfeld
Besitzgier und Täuschung sieht und dazu neigt, die Schuld an Konflikten stets zuerst bei den anderen zu suchen. Ein typischer Traum von
Menschen, die ständig – auch völlig grundlos – Angst vor materiellen Verlusten und negativen Überraschungen haben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene handelt es sich um ein gewaltsames Eindringen psychischer oder physischer Art.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst sein: deine Unternehmungen werden erfolgreich verlaufen;
– im eigenen Haus bemerken: man sollte sich vor einer drohenden Gefahr, die einem selbst
oder die Nächsten betrifft, in acht nehmen.
(europ.) : – sexuelles Triebleben bricht durch;
– durch Eis: verkündet eine erschütternde Nachricht;
– (Einbruch): kündet ein drohendes Unglück an, auch eine unangenehme Überraschung;
– ins Haus: Ihre gute Stellung in Geschäft und Gesellschaft wird angegriffen; doch mit Mut und Entschlossenheit
können Sie sich erfolgreich verteidigen; Mißgeschicke können nachlässigen Personen widerfahren;
– vom Einbrecher überfallen werden: mit gefährlichen Feinden zu kämpfen haben; diese werden Sie zerstören,
wenn Sie in Ihren Geschäften mit Fremden nicht vorsichtig sind;
– einen Einbrecher der Polizei übergeben: man wird ein Prozeß gewinnen oder für eine Tüchtigkeit belohnt werden.
– Einbruch sehen: eine unangenehme Überraschung steht einem bevor;
– selbst einen ausführen: man sehnt sich nach Reichtum;
– durch einen bestohlen werden: auf die Gesundheit achten;
– einen bei sich entdecken, aber feststellen, daß nichts gestohlen wurde: Warnung vor einer drohenden Gefahr;
– In Frauenträumen ist der Einbruch manchmal ein Hinweis auf ein Liebesabenteuer.
(Siehe auch „Abstürzen“, „Dieb“, „Diebstahl“, „Haus“, „Eindringling“)
Einbruchswerkzeuge
Psychologisch:
Mittel der Gewalttätigkeit, gegen die sich unser Unbewußtes wehrt, weil es unsere Psyche schützen will. Bei jungen Frauen oder Mädchen
können sie manchmal als Ausdruck heimlicher (meist sexueller) Wünsche oder Ängste übersetzt werden.
Eindringling
Allgemein:
Die meisten Menschen haben ein starkes Bedürfnis nach einer geschützten Intimsphäre. Der Traum von einem Eindringling kann daher nur
heißen, daß der Träumende sich bedroht fühlt. Häufig ist der Eindringling im Traum ein Mann. Damit sind Urängste im Spiel, die mit Macht
und Gewalt zu tun haben.
Psychologisch:
Der Traum von einem Eindringling steht in der Regel in offenkundiger Verbindung zur Sexualität und zu einer in diesem Bereich erlebten
Bedrohung.

388
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Träumende möglicherweise offen für eine Entweihung. Sein Selbst ist ein heiliger, unantastbarer Raum. So
lange er dies nicht in seiner ganzen Tiefe begriffen hat, ist der Träumende offen für Angriffe. Der Eindringling aus dem Traum ist der Teil
der eigenen Persönlichkeit, der nicht mit Ängsten und Zweifeln umgehen kann.
(Siehe auch „Einbrecher“, „Menschen“)
Einer
(Skiff)
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einen ruhigen Fluß sehen: ein guter Freund wird Sie aus Ihrer Sphäre erheben;
– in Schwierigkeiten oder gekentert: geschäftlicher Fehlschlag ist angezeigt;
– selbst in einem rudern: Gewinn ist angezeigt.
Einfädeln
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Nadel, wenn es gelingt: zeigt Glück an;
– gelingt es nicht: ein Fehlschlag.
Einfahrt
Psychologisch:
Das Symbol für „grünes Licht“ und Offenheit ist eventuell auch als sexuelle Aufforderung zu verstehen.
(Siehe auch „Bahnhof“)
Einfallen
(einstürzen)
Volkstümlich:
(europ.) : – weist auf ein Unglück hin.
(Siehe auch „Decke“)
Einfluß
Volkstümlich:
(europ.) : – einen Posten oder eine Beförderung durch andere erlangen: Wünsche werden sich nicht erfüllen;
aber bereits eine einflußreiche Position inne haben: glänzende Aussicht;
– Freunde auf wichtigen Posten zu wissen: geistreich sein und keinerlei Schikanen zu befürchten haben.
Einfrieren
Psychologisch:
Hier wird das Seelische eingefroren. Das Hören auf die eigene innere Tiefe ist zu mühsam, denn lieber stellt man sich starr.
Eingang
Allgemein:
Der Eingang im Traum hat dieselbe Bedeutung wie eine Tür; er stellt die Hinwendung zu einem neuen Erfahrungsbereich oder die neue
Erfahrung selbst dar. In solchen Träumen geht es fast immer um anstehende Veränderungen, um die Schaffung neuer Möglichkeiten.
Psychologisch:
Träume handeln von geheimen Eingängen, wenn der Träumende mit seiner verborgenen intuitiven Seite in Kontakt tritt.
Spirituell:
Weil der Eingang ein Symbol für Übertritt von einem äußeren in einen inneren Raum ist, stellt er das ewig Weibliche dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – nicht finden: dein Tun ist unbedacht.
(Siehe auch „Tür“)
Eingangshalle
Assoziation: – öffentlicher Bereich.
Fragestellung: – Was will ich bekannt machen?
Eingeborene
Assoziation: – intuitives Selbst; Harmonie mit der Natur; ursprüngliches Sein.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben will ich im Einklang mit der Natur sein?
Allgemein:
Verkörpern oftmals den ursprünglichen, unverbildeten, teilweise unbewußten Teil der Persönlichkeit, vor allem Instinkte, Triebe und
Gefühle, von denen man zwar fasziniert ist, die man in der Realität aus Rücksicht auf die Konventionen jedoch nicht auszuleben wagt.
Häufig versteht man diese Bedürfnisse, Neigungen und Wünsche als die „dunklen Seiten“ der Persönlichkeit, für die man sich vielleicht
sogar schämt; sie müssen aber auch ins Selbstbild integriert und akzeptiert werden, sonst liegt man ewig mit sich selbst in Widerspruch.
Gelegentlich symbolisieren die Eingeborenen sexuelle Bedürfnisse, die man der Moral geopfert hat, ohne sich von ihnen befreien zu können;
auch sie müssen angenommen werden, selbst wenn man sie nicht ausleben kann.
Eingemachtes
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: Gewinn.
(europ.) : – ist ein Zeichen von Unmäßigkeit und bedeutet Verarmung.
Eingeschlossen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: du wirst unerwarteten Ärger haben.
(europ.) : – sein: die Einsamkeit ist die kokette Spielmöglichkeit, um schnell in eine Gesellschaft zu kommen.

389
Eingesperrt
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: Verlust.
Eingeweide
Artemidoros:
Das Ausscheiden der eigenen Gedärme oder Eingeweide durch den Mund sagt Mann und Frau den Tod von Kindern voraus, Kinderlosen den
Verlust des Teuersten, was sie besitzen. Einem Kranken weissagt das Traumgesicht den Tod. Träumt man, sein Leib sei aufgeschnitten und
man erblicke seine Eingeweide, jedes natürlich gewachsen und in der richtigen Lage, so ist das für einen Kinderlosen und einen Armen ein
gutes Vorzeichen; der eine wird eigene Kinder, der andere eigenes Hab und Gut zu Gesicht bekommen. Denn die Kinder nennt man
Eingeweide wie sein Inneres, und wie das Haus Hab und Gut birgt, so sind die Eingeweide zwischen den Hüften geborgen. Einem Reichen
und jedem, der unentdeckt zu bleiben trachtet, zeigt es Schande und Überführung an. Unheil droht jedermann, falls die Eingeweide von
einem Fremden betrachtet werden; es deutet das Bevorstehen übler Rechtsstreitigkeiten und Prozesse an und bringt Verborgenes zutage.
Schaut man seinen Leib aufgeschnitten und im Innern leer und keines der Eingeweide an seinem Platz, so droht dem Haus des Träumenden
Verödung, dessen Kindern Verderben und einem Kranken der Tod. Heil bringt es nur einem, der von vielen Übeln geplagt und von Kummer
bedrückt ist; es weissagt das Ende der gegenwärtigen Übel; denn wer diejenigen Organe verliert, welche die Sorgen in sich bergen, ist
selbstverständlich von Kummer frei. Man beachte noch folgendes: Das Herz bedeutet die Ehefrau des Träumenden beziehungsweise den
Ehemann, wenn eine Frau träumt, weil es der Mittelpunkt unseres Lebens ist; ferner den Mut und den Lebensatem des Träumenden; beide
schließt es nämlich ein. Dasselbe bezeichnet die Lunge; die Leber aber das Kind, die Lebenskraft und die Sorgen; die Galle den Zorn, das
Geld und die Ehefrau; die Milz die Vergnügungen, das Lachen und den Hausrat. Der Bauch und die Eingeweide bedeuten zuerst die Kinder,
dann die Gläubiger, weil sie mit großem Ungestüm Nahrung verlangen; die Nieren die Brüder, nahe Verwandten, und (außerdem noch
Namensvettern und) die Kinder. Verharren diese Organe in ihrer normalen Lage, bleibt das durch sie Bezeichnete unverändert, verdoppeln
sie sich, alle insgesamt oder jedes einzelne für sich, wird das Angedeutete zweifach sich erfüllen. Es träumte jemand, ein Adler reiße ihm mit
den Fängen die Eingeweide heraus, trage sie durch die Stadt in das dichtbesetzte Theater und zeige sie den Zuschauern. Der Träumende war
kinderlos, und es wurde ihm nach diesem Traumgesicht ein Sohn geboren, der in der Stadt Namen und Ansehen erlangte; denn der Adler
bedeutete das Jahr, in welchem ihm der Sohn geboren werden sollte, die Eingeweide den Sohn – denn so pflegt man seine Kinder zu nennen-,
und das Ins- Theater- Tragen das Ansehen und den Namen desselben.
Allgemein:
Tatsächliche körperliche Beschwerden oder Unwohlsein werden oft mit in den Traum genommen und zeigen sich dort im Bild der
Eingeweide. Dieses Traumsymbol steht allerdings auch oft für seelische Vorgänge, es kann als Ermahnung zu mehr Selbstkritik oder
Selbstbesinnung aufgefaßt werden. Es kann aber auch sein, daß der Träumende in Wirklichkeit nicht sehr aufgeschlossen ist, sich zu stark
mit sich selbst beschäftigt oder vor der Realität in sein Inneres flüchtet, was zu Vereinsamung führen kann. Unter solchen Umständen
erscheint dieses Traumsymbol als Aufforderung an den Träumenden, mehr Aufgeschlossenheit zu entwickeln.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt ein Mächtiger und Reicher, seine Leber sei aus dem After herausgetreten, wird er seinen Hausverwalter und alles,
was ihm lieb und teuer ist, verlieren, weil die Leber allem Fleisch Nahrung gibt.
So entschieden auch ehemals unsere Gesetze, als jener junge Mann als Entführer der Tochter unseres Hohenpriesters
entdeckt wurde: seine Leber sollte den Vögeln zum Fraß vorgeworfen werden, weil dieses Organ alle Leidenschaften
und Begierden erregt und entzündet. Aber auch derjenige, der dieses Gesicht schaute, wird in Trübsal sterben.
– Träumt einer, seine Lunge sei durch Mund oder After abgegangen, wird er unter gefährlichen Umständen seinen besten Knecht,
auf dessen Zuspruch er hört, verlieren, weil die Lunge mit ihrer kühlenden Luft die Glut des Herzens mildert.
Ein Armer wird nach diesem Traum bald aus dem Leben scheiden.
– Träumt jemand, sei er Kaiser oder Bettelmann, ihn habe ein Herzleiden befallen, bedeutet auch dies seinen baldigen Tod,
weil das Herz Mitte des menschlichen Lebens ist und heißt.
– Dünkt es einen, seine Eingeweide seien herausgetreten oder abgeschnitten worden, wird er sein Hab und Gut verlieren
und im Elend enden.
Träumt dies eine Frau, wird der Tod ihre heißgeliebten Kinder dahinraffen.
– frische sehen: frohe Hoffnung, freudvolles Leben, Liebe;
– faule und stinkende: anhaltende Krankheit.
(europ.) : – menschliche sehen: schreckliches Leid und abgrundtiefe Verzweiflung ohne Hoffnung auf Glück;
– eines wilden Tieres sehen: der Sieg über einen Todfeind steht bevor;
– eines anderen zerreißen: kündigt eine Verfolgungsjagd zur Förderung Ihrer eigenen Interessen an;
– die eigenen sehen: von tiefer Mutlosigkeit befallen werden;
– fühlen: Liebesglück;
– des eigenen Kindes sehen: Hinweis auf den bevorstehenden Tod Ihres Kindes oder Ihren eigenen.
(ind. ) : – Träumt einer, seine Eingeweide seien durch den After herausgetreten, aber hängengeblieben,
wird einer seiner Familienangehörigen nach einem Streit mit Hab und Gut ausziehen,
aber wieder zurückkommen, weil die Eingeweide nicht gänzlich abgegangen sind;
freilich wird auch der Träumende in eine schwierige Lage kommen.
– Ißt jemand von seinen eigenen Eingeweiden, wird er sich auf Kosten seiner Angehörigen bereichern,
wenn von fremden, auf Kosten fremder Personen.
– Träumt der Kaiser, seine Leber sei aus dem After herausgetreten, werden seine Schätze ans Licht kommen,
er selbst aber wird sterben; die Leber ist nämlich Quelle des Blutes, Blut aber bedeutet Geld und Gut.
Ist es ein gemeiner Mann, wird er an den Pranger kommen, seine Habe wird von der Obrigkeit eingezogen werden,
und so wird es mit ihm zu Ende gehen.
– Findet jemand die Leber eines anderen Menschen und nimmt sie an sich, wird er einen Goldschatz entdecken,
der Größe der Leber gleich, auf die er stieß. Dasselbe gilt für alle anderen Eingeweide; findet einer Leber
und Lunge eines Widders, Bockes oder eines anderen gehörnten Tieres, wird ihm der gesamte Reichtum
eines hohen Würdenträgers zufallen; denn Hörner versinnbildlichen Ämter und Würden.
(Siehe auch „Darm“, „Herz“, „Magen“, „Nieren“)

390
Einhorn
Assoziation: – Reinheit; magisches Bewußtsein; Vereinigung von göttlicher und animalischer Natur.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, meine animalische Natur mit meiner spirituellen Essenz in Einklang zu bringen?
Allgemein:
Im traditionellen Volksglauben verlor ein Einhorn seine Wildheit, wenn es sein Haupt in den Schoß einer Jungfrau legte. Ein Einhorn, daß
im Traum erscheint, wird mit der Unschuld und Reinheit des Träumenden in Verbindung gebracht. Es ist das weibliche Prinzip des
Empfangenden und Instinktiven.
Psychologisch:
Das Einhorn ist ein legendäres Symboltier für Unschuld und die Aufhebung von Gegensätzen. (Im Bild des Einhorns verbindet sich der
„phallische Drang“ mit Unschuld. Was aus psychotherapeutischer Sicht heißt: Lassen sich die „animalischen Triebe“ auch ohne jedes
Schuldempfinden ausleben?) Nach C.G. Jung ist das Einhorn Symbol für das Selbst. Einer schönen Legende zufolge verpaßten die Einhörner
die Aufnahme in die Arche des Noah, weil sie mit Spielen beschäftigt waren. Um zu überleben, muß der Mensch im Auge behalten, was in
der wirklichen Welt geschieht.
Spirituell:
Das Einhorn steht für bedingungslose Liebe.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: üble Vorbedeutung; du wirst getäuscht;
– Angriffe auf sich sehen: Unglück.
(europ.) : – sehen: Anspannungen verursacht durch Falschheit;
– begegnen: es winken Glück und günstige Begebenheiten.
(Siehe auch „Fabelwesen“, „Tiere“)
Einkäufe
Assoziation: – Finden, was man will; Wahlmöglichkeiten.
Fragestellung: – Was bin ich bereit, mit nach Hause zu nehmen?
Artemidoros:
All das einzukaufen, was Menschen sich zum täglichen Leben auf dem Markt besorgen, ist gut; Kostbarkeiten aber sind ausgenommen. Denn
Nahrungsmittel sind für arme Leute nützlicher, den Reichen aber bedeutet es Geldausgaben.
Allgemein:
Die Übersetzung heimlicher Wünsche: Man will im zwischenmenschlichen Bereich etwas haben, das einem bisher verwehrt war.
Möglicherweise möchte man sich die Liebe einer nahestehenden Person erkaufen oder auch nur die Anerkennung des Partners erlangen, die
Gewißheit, daß man ihn richtig behandelt. Aber das Traumbild setzt Zweifel: Kann man Liebe und Anerkennung wirklich kaufen? Kauft
man neue Kleider, ist das ein Hinweis darauf, daß man im Alltagsleben gern in eine andere Haut schlüpfen würde, daß man mit sich und
seiner Umwelt nicht mehr ganz zufrieden ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: ein gutes Omen; bedeutet unverhofften Geldsegen;
– das Eingekaufte nicht auf einmal wegtragen können: man mutet sich
zuviel zu und sollte maßvoller sein;
– nicht bezahlen können: man heuchelt nach außen Bescheidenheit vor,
während man nach insgeheim ehrgeizige hochtrabende Wünsche hat.
– Kleider kaufen: man möchte Anerkennung finden und in beruflicher
Hinsicht schneller vorankommen.
(europ.) : – sehen: bringt Nutzen und Vorteil;
– für sich selbst: Erfüllung eines Wunsches;
– von Lebensmittel: Verbesserung der materiellen Verhältnisse;
– von Toilettensachen: man wird eine Einladung erhalten;
– man kauft viel ein, aber nimmt man die Ware nicht mit nach Hause: ein neues Geschäft kündigt sich an,
doch der dafür erforderliche Vertrag liegt einem noch nicht vor;
– für einen anderen: man wird durch eine Demütigung viel Ärger haben.
(Siehe auch „Geld“, „Kleider“, „Laden“, „Geschäft“)
Einkochen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du mußt für schlimme Zeiten vorsorgen.
Einkommen
Allgemein:
Das Einkommen ist ein zentraler Bestandteil unseres Lebensunterhaltes. Jeder Traum, der mit ihm in Zusammenhang steht, symbolisiert
daher die Einstellung des Träumenden zu seinen Wünschen und Bedürfnissen. Wenn der Traum von einem verbesserten Einkommen
handelt, dann spürt der Träumende, daß er ein Hindernis in sich selbst überwunden hat und sich nunmehr als wertvoll akzeptiert. Ein
sinkendes Einkommen symbolisiert hingegen Bedürftigkeit und vielleicht die Einstellung des Träumenden zur Armut.
Psychologisch:
Ein Mensch, der für sich sorgt, nimmt bewußt wahr, was er zu tun hat, damit seine Bemühungen belohnt werden, und welchen Beitrag
andere Menschen hierzu leisten können. Wenn der Träumende in seinem Traum ein privates Einkommen erhält, etwa Stiftungsgelder, dann
verweist dies darauf, daß er vielleicht über seine Beziehungen zu anderen Menschen nachdenken muß.
Spirituell:
Ein Mensch, der Almosen gibt, handelt nach dem Gebot, daß man sein Gut mit anderen teilen soll, und dies ist in einem Traum vom
Einkommen bedeutsam. Es ist unwichtig, ob das Teilen auf der materiellen Ebene oder auf der von Zeit und Leistung erfolgt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Prüfen Sie, ob Sie zu kleinlich oder zu besitzergreifend sind?
(europ.) : – das Einkommen erhalten: jemand könnte Sie betrügen und Ihre Familie und Freunde in Schwierigkeiten bringen;
– wird einem Familienmitglied ein Einkommen überschrieben: dies sagt Erfolg voraus;
– verliert eine Frau ihr Einkommen, kündigen sich Enttäuschungen in ihrem Leben an;
– glaubt man, es reiche nicht aus: Streit mit Freunden und Verwandten steht bevor;
– bleibt ein Teil des eigenen übrig: sehr erfolgreich sein; doch es ist möglich, daß man mehr erwartet als man bekommt.

391
Einkommensteuer
Volkstümlich:
(europ.) : – finanzielle Verluste, wahrscheinlich dadurch, daß Sie einem Freund zu Hilfe kamen.
Einladung
Allgemein:
Einladung zeigt meist Vereinsamung an, aus der man sich aus eigener Kraft nicht befreien kann; man hofft, daß andere den Kontakt
aufnehmen. Das Symbol warnt davor, sich länger zu isolieren, und fordert auf, selbst aus dem Gefängnis der Vereinsamung auszubrechen,
anstatt auf andere zu warten.
Psychologisch:
Wer davon träumt, wünscht sich mehr sozialen Kontakt und fühlt sich einsamer, als er sich eingesteht.
Spirituell:
Sie steht für die Hoffnung, daß sich das Innere jetzt geöffnet hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schriftlich erhalten: man strebt nach neuen Bekanntschaften;
– mündlich erhalten: man sollte die Aufrichtigkeit seiner Freunde überprüfen;
– ergehen lassen: du wirst einer Festlichkeit beiwohnen.
(europ.) : – zu einer Feier oder öffentlichen Ereignis erhalten: gilt für eine Festlichkeit;
eine günstige Entwicklung in den Angelegenheiten ergibt sich;
– zu einem Besuch erhalten: eine schlechte Nachricht bekommen;
– zu einer Einladung gehen, oder wohin, wozu man eingeladen wurde: Überraschung;
– jemanden zu sich einladen: weist auf ein nahendes unangenehmes Ereignis hin; dieses
wird Ihnen Sorgen und Aufregung in einem sonst ruhigen Leben bereiten;
– Einladung(en) schriftlich verschicken: man will seinen Bekanntenkreis erweitern;
– empfängt eine Frau eine Einladung zu einer Party: sie kann sich auf angenehme Dinge
freuen, allerdings tritt dann genau das Gegenteil ein.
Einlösen
Volkstümlich:
(europ.) : – von Pfändern, Wechseln und dergl.: zeigt Verluste an, die man vermeiden kann.
Einmaleins
Allgemein:
– Bei Kindern das Rechnen mit guten Noten, die sie dann meistens auch bekommen.
– Bei Erwachsenen das Wissen darum, daß man Erlerntes im Alltagsleben manchmal
zur unrechten Zeit anwendet, weshalb man als Besserwisser gelten könnte.
Psychologisch:
Oft ein Traum der Verwirrung, da man einfachste Zahlen nicht weiß. Das Unbewußte sucht nach der Lösung eines Problems.
Volkstümlich:
(europ.) : – hersagen, bei Kindern: eine gute Zensur bekommen;
– bei Erwachsenen: sich gerne mit Dingen abgeben, die eigentlich schon erledigt sind.
Einmauern
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst Betrübendes erfahren;
– selbst: du wirst bestohlen.
Einnehmen
Volkstümlich:
(europ.) : – von Geld: zeigt gute Geschäfte an;
– von Medizin, für Kranke: Genesung;
– für Gesunde: Fehlschläge.
Einöde
Allgemein:
Einöde steht oft ebenfalls für ein vereinsamtes, langweiliges Leben, weist aber darauf hin, daß man das oft der eigenen Unhöflichkeit
zuzuschreiben hat; wenn man freundlicher mit anderen Menschen umgeht, findet man auch wieder aus der Isolierung heraus.
Volkstümlich:
(arab. ) : – kummervolles Leben.
(europ.) : – weist auf Verlassenheit und Hilflosigkeit hin, auf treulose Freunde, Elend und trübe Zukunft. Trifft uns hier
aber ein hilfsbereiter Fremder; so zeigt dies an, daß wir aus all dem Elend wieder herauskommen werden.
(ind. ) : – durch dein Benehmen wird die Einsamkeit in dein Haus einkehren, sei freundlicher zu Deinen und deiner Umgebung.
(Siehe auch „Ebbe“)
Einpacken
Allgemein:
Im allgemeinen die Vorbereitung auf etwas Neues, auf eine Reise, auf einen Job. Man kann es aber auch mit dem burschikosen Wort
umschreiben: Jetzt kannst du einpacken! Dann könnte man eine Niederlage erleiden.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß all unser Tun am nächsten Tag zwecklos sein wird.
Einpökeln
Volkstümlich:
(europ.) : – bringt Gewinn, den wir zu wahren wissen werden.

392
Einquartierung
Volkstümlich:
(arab. ) : – sei vorsichtig in Bezug auf deine nächste Umgebung, dort sind falsche Personen.
(europ.) : – Unruhe und Unfrieden, man wird es mit falschen Leuten zu tun bekommen; sind gute Ereignisse dabei,
läßt es auch auf Freude oder ein freudiges Familienereignis schließen.
Einrahmen
Volkstümlich:
(arab. ) : – eines Bildes: du legst dein Vermögen gut an.
Einreiben
Volkstümlich:
(europ.) : – für Gesunde: eine leichte Erkältung;
– für Kranke: Genesung.
Einrichtungsgegenstände
Artemidoros:
Es verhält sich damit folgendermaßen: Trinkgefäße bedeuten, wie schon gesagt, das Leben, Teller und Schüsseln die eigentliche
Lebensführung. Man muß diese Gegenstände nach ihrem Wert beurteilen oder danach, ob sie aus kleiner Form größer oder aus großer Form
kleiner geworden sind, ob sie zerbrachen, wenn sie ganz waren, oder wieder ganz wurden, wenn sie zerbrochen waren, wobei die
Veränderung zum Besseren als ein gutes, die zum Schlechteren als ein böses Vorzeichen aufzufassen ist. Dieselbe Auslegung hat auch
bezüglich der anderen Gegenstände zu gelten. Der Leuchter bedeutet die Gattin, die Lampe den Hausherrn und den Lebensatem des
Träumenden, entweder weil sie die Vorgänge im Haus überwacht oder weil sie leicht erlischt; ferner, wegen des Aufflammens,
Liebesleidenschaft. Der dreifüßige Tisch und der Herd bezeichnen das Leben, die Lebensverhältnisse insgesamt und die Gattin des
Träumenden. Nehmen Tisch oder Herd Schaden, so muß man folgern, daß das dadurch sie Bezeichnete Schaden erleidet. Der vierfüßige
Tisch unterscheidet sich in keiner Weise von dem dreifüßigen, ebensowenig wie irgendein anderes Stück der Einrichtung, auf dem man
speist. Die Matratze, das Ruhebett und alles, was zur Schlafstätte gehört, bedeutet die Gattin des Träumenden und die Lebensverhältnisse
insgesamt. Ebenso die Pritsche. Von den aufgeführten Gegenständen bezeichnen die Füße Haussklaven, von den Bettstollen der äußere
speziell die Gattin, der innere den Ehemann, das Kopfende die Söhne, das Fußende die Töchter. Den Bettstollen entsprechend hat man die
Außenwände der Betten zu deuten. Sodann bezeichnen die Halblitermaße Sklaven, die Amphoren Gehilfen, die Kredenztische die
Hausverwalter, die Getreidebehälter die Wirtschafter, ebenso auch die Vorratskammer. Vasen und alle an den Wänden angebrachten
Gegenstände bedeuten den Schmuck des Lebens. Truhen aber, Schränke und Schatzkästchen die Gattin des Träumenden, weil man das
Wertvollste ihnen anvertraut, Bettsäcke und Decken die Nebenfrauen oder weibliche Freigelassene. Es wäre zu weitschweifig, wenn ich auf
die übrigen Einrichtungsgegenstände einginge; deshalb bitte ich meine verehrten Leser mit wachem Urteil zu lesen und von sich aus das
Fehlende zu ergänzen.
(Siehe auch unter den einzelnen Bezeichnungen)
Eins
(Zahl)
Assoziation: – Anfang; Einheit; Essenz; Wille des einzelnen.
Fragestellung: – Wer bin ich?
Allgemein:
Eins kann Erfolg und Glück verheißen: sieht man sich selbst im Zusammenhang mit der Zahl, wird man vielleicht in einer Angelegenheit als
Sieger hervorgehen, kann aber auch vor Selbstüberschätzung und Übermut gewarnt werden. Die urtümliche, ungeteilte Einheit, die den
Anfang (etwa der Liebe, einer Zuneigung, einer Freundschaft, aber auch einer Arbeit oder eines Unternehmens) darstellt. Sie kann aber
ebenso den Einzelgänger bedeuten, der sich in der Welt durchbeißen muß. Man steht wie eine Eins, wenn man Rückgrat beweist.
Psychologisch:
Die Eins ist die erste Zahl, aus ihr gehen alle anderen hervor. Sie bedeutet in der Zahlensymbolik den geheimen Namen Gottes, steht für den
Anfang der Schöpfung. In der Traumsprache bedeutet die Eins eine ursprüngliche und ungeteilte Einheit. Sie kann als die Ausgangssituation
verstanden werden. Manchmal verweist sie aber auch auf die ranghöchste Stellung, was sich aus oben beschriebener Zahlensymbolik erklärt.
Spirituell:
Steht für den Anfang und das Unteilbare.
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder elf (die Zahl) sehen: Glück; einmaliges erwarten können.
(europ.) : – sehen: bedeutet Glück;
– groß und mit roter Farbe gemalte Zahl oder selbst so gemalte: Lotteriegewinn, wenn man ein Los mit vielen Einern kauft.
(Siehe auch „Zahlen“)
Einsagen
Psychologisch:
Wer in der Schule etwas einsagt, kann leicht erwischt werden. Hier will das Unbewußte anmerken, daß es nichts nützt, sich bei anderen
anzubiedern, die uns möglicherweise gar nicht wohlwollen. Wer im Traum einsagt, gibt vielleicht gern fremden Einflüsterungen nach, von
denen er eigentlich wissen müßte, daß sie ihm schaden können.
Einsalzen (Siehe „Einpökeln“)
Einsamkeit
Allgemein:
Träume von Einsamkeit/Verlassenheit sind oft der Ausfluß eines einspännigen Lebens. Einsamkeits-Symbole können aber, außer auf ein
freudloses Leben, auch darauf hinweisen, daß wir uns in einer Angelegenheit von Freunden oder Kollegen absondern. Allein in einer Menge
zu sein, ist ein Gleichnis der eigenen Isoliertheit, in einer Landschaft aber bestätigt es, daß man seine Entscheidungen lieber allein trifft. War
man traurig, bestätigt der Traum, daß Alleinsein nicht immer gut ist. Astronaut auf einem Weltraumspaziergang zu sein, kann irritieren und
auf die eigenen tiefsten Empfindungen verweisen, daß man „letztlich doch ganz allein ist“. War man hingegen allein in einem Garten, dann
ist dies sehr viel annehmbarer – sofern der Kontext des Traums nicht anderes andeutet. Sieht man sich wieder als Kind, noch dazu allein und
im Dunkeln, bedeutet dies, daß man lernen muß, sich auch mal auf andere zu verlassen und Hilfe derer, die helfen können, auch zu suchen.
Jeder Traum von Einsamkeit und Alleinsein, ob nun wörtlich oder in einer Menge, drückt Existenzunsicherheiten aus.

393
Psychologisch:
Wer davon träumt, kultiviert sie vielleicht sogar. Typischer Traum von Menschen, die sehr ichbezogen leben, gern allein sind, dies aber nur
ungern zugeben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in ihr leben: man wird dich verlassen.
(europ.) : – sich fühlen: glückhaftes Omen; auf eigenen Füßen stehen können und nicht vom Einfluß anderer Menschen abhängig sein.
Einsatz
Volkstümlich:
(europ.) : – sich für eine Sache einsetzen: man bleibt seinen Zielen treu und versucht, ehrlich mit Leuten umzugehen und Versprechen
einzuhalten.
Einschenken
Volkstümlich:
(europ.) : – Verschwendung, läßt aber auch auf Verluste schließen;
– Kaffee oder Tee: eine Einladung zu einer Gesellschaft.
Einschiffen
Psychologisch:
Der Bruch mit dem Bisherigen; unser Lebensschiff soll auf neuen Kurs gehen. Es steckt auch ein wenig Ratlosigkeit in dem Vorgang des
Einschiffens: Man weiß bei diesem Traumbild nie, wohin die Fahrt gehen wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – d.h. mit einem Schiff eine Fahrt oder Reise beginnen: kündigt eine unerwartete Nachricht an;
bedeutet aber auch Vorsicht vor Gefahren.
(Siehe auch „Fahren“, „Reise“, „Schiff“)
Einschlafen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du brauchst Ruhe.
(europ.) : – kündigt an, daß durch Sorglosigkeit und Mangel an eifrigen, munterem Wesen bedeutende Verluste in Aussicht stehen.
Einschlagen (Siehe „Blitz“)
Einschließen
Volkstümlich:
(europ.) : – soll schwere Sorgen prophezeien, aus denen wir uns nur schwer werden befreien können;
– befindet man sich in einem Gefängnis eingesperrt: zeigt eine Krankheit an.
Einschmeicheln
Volkstümlich:
(arab. ) : – sei schlau und listig!
Einschreiben
Volkstümlich:
(europ.) : – seinen Namen in ein Buch schreiben: man wird etwas Unvergeßliches tun;
– einen Einschreibebrief erhalten: kündet notarielle Angelegenheiten an.
Einseifen
Allgemein:
Einseifen hat meist mit Falschheit und Betrug zu tun. Seift man jemanden ein, will man ihn aus Eigennutz schädigen, wird man selbst
eingeseift, muß man sich hüten, unehrlichen Menschen auf dem Leim zu gehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst andere übervorteilen;
– eingeseift werden: man übervorteilt dich.
(europ.) : – man wird andere leicht ausnutzen können;
– sich selbst einseifen: sich Gefahren aussetzen;
– selbst eingeseift werden: man hüte sich vor Hinterlist und Schabernack, um nicht betrogen zu werden.
Einsiedler(ei)
Allgemein:
Einsiedler (Eremit) kann tatsächlich für den Wunsch stehen, sich vom Leben und den Menschen zurückzuziehen. Vielleicht ist das auf
Enttäuschung und Verbitterung zurückzuführen, von der man sich aber nicht überwältigen lassen darf, sonst würde man es später bereuen.
Mancher will sich jedoch zurückziehen, um sich selbst zu finden: das kann ein guter Entschluß sein. Auch als Lehrer und Ratgeber taucht der
Einsiedler auf, dann oft mit einem langen weißen Bart (er erinnert dann an alte Darstellungen von Gottvater). Alte Traumbücher kennen noch
eine Reihe anderer Deutungen, die von den Begleitumständen im Traum abhängen, zum Beispiel:
– Einsiedler sehen kann vor Falschheit und Heuchelei anderer warnen, die einen schaden wollen; unter Umständen muß man dann
auch mit Mißerfolgen rechnen, obwohl man sich angestrengt hat.
– Einsiedler sein soll das Bedürfnis nach mehr Geselligkeit anzeigen.
– Einsiedler im Kreis anderer Menschen sein steht für das Gefühl, von ihnen nicht verstanden zu werden und deshalb isoliert zu sein.
Einsiedelei (Eremitage) deuten indische Traumbücher oft als Mahnung, seinen Nächsten mehr zu lieben, damit man auch selbst angenommen
wird. Wenn man sich zusammen mit dem Ehepartner in einer Einsiedelei sieht, weist das auf eine Beziehung hin, die zu wenig Raum für
äußere Impulse läßt und deshalb im Lauf der Zeit monoton geworden ist.

394
Psychologisch:
Mit ihm will unsere Seele zeigen, wie einsam wir uns in Wirklichkeit fühlen, obwohl wir uns vielleicht in fröhlicher Gesellschaft sehr
kontaktfreudig geben. Es ist die Einsamkeit, die von innen heraus kommt, möglicherweise das Suchen nach einem Menschen, der uns ganz
versteht und uns so nimmt, wie wir sind.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst schwere Zeiten zu überstehen haben;
– selbst einer sein: ein behagliches Leben in Aussicht haben.
(europ.) : – Einsiedelei: verliere nicht die Liebe zu den Menschen; auch: Umzug in eine übervölkerte Stadt;
– mit seinem Ehepartner in einer leben: der Ehegatte oder Liebste wird einen langweilen und zur Last fallen;
man benötigt dringend eine Neubelebung der Beziehung;
– Einsiedler sehen: du bist kein praktischer Mensch; man wird es mit Heuchlern zu tun bekommen;
– einen sehen: verkündet Trauer und Einsamkeit durch untreue Freunde; man benötigt einen weisen Rat;
– sein: ruhiges Glück; man wird in ein Verein eintreten; der Untersuchung komplizierter Themen nachgehen
und sich an Diskussionen rege beteiligen; man hat den Glauben an die Menschheit verloren und möchte sich zurückziehen;
– einem mit zerrissener oder abgerissener Kleidung begegnen: kündet eine schlechte Nachricht an;
– einer mit zerrissener oder abgerissener Kleidung sein: man wird eine fruchtlose Arbeit unternehmen;
– als solcher in seine eigene Wohnung kommen und nicht erkannt werden: bedeutet eine längere Trennung von der Familie;
– in der Wohnung eines Einsiedlers sein: anderen gegenüber selbstlos sein.
(ind. ) : – hüte dich vor gefährlicher Gesellschaft.
(Siehe auch „Einöde“, „Guru“)
Einspänner
Volkstümlich:
(europ.) : – einen steuern: wegen ungebetenen Besuchs oder einer Krankheit eine Reise auslassen müssen.
Einsperren (Siehe „Einschließen“)
Einspruch
Volkstümlich:
(europ.) : – erheben: man wird sich zu wehren wissen und soll sich nicht verblüffen lassen.
(ind. ) : – du wirst dich aus einer für dich unangenehmen Sache ziehen können.
Einstand
Psychologisch:
Dieses Traumsymbol handelt offensichtlich von einem Neuanfang. Freuen Sie sich darauf, oder befürchten Sie den Eintritt einer neuen
Lage? Wahrscheinlich liegt dieser Neuanfang im beruflichen Bereich, was aber nicht in jedem Fall sein muß. – Auch: Wunsch nach oder
Widerstand gegen Aufnahme und Anerkennung im Kollegenkreis.
Volkstümlich:
(europ.) : – bezahlen: das, was wir uns vornehmen, wird Erfolg haben, mag der Anfang auch etwas schwer sein.
Einsteigen
Allgemein:
Bezeichnet den Einstieg in fremdes Terrain, umschreibt also den Wunsch, sich auf einem eventuell nicht ganz legalen Umweg das zu
verschaffen, was man auf rechtmäßige Weise nicht erreichen kann. Sehen wir uns in ein Beförderungsmittel einsteigen, gilt, was unter
„Einschiffen“ gesagt wird.
Psychologisch:
Es ist der Wunsch nach einen optimistischen Neubeginn. Etwas Neues, wie neue Erkenntnisse und neues Wissen möchte man einholen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Gefahr.
(europ.) : – in einen Wagen: zeigt eine Reise an;
– durch ein Fenster in einem fremden Raum: man wird schlimme Erfahrungen machen.
(Siehe auch „Einschiffen“)
Einstürzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – verlasse dich nur auf dich selbst.
(europ.) : – mahnt zur Vorsicht, vor einem baldigen Unglück; die einzelnen Vorgänge im Traum sagen,
ob man dem Unglück entgehen kann oder nicht.
Eintauschen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bist wankelmütig.
Eintopfgericht
(Mahlzeit)
Volkstümlich:
(europ.) : – verschiedene Geschenke werden Ihnen gemacht werden, darunter ist auch eines von einem geliebten Menschen.
(Siehe auch „Essen“; „Speise“)
Eintrittsgeld
Psychologisch:
Ein Traum, in denen einem der Einlaß verwehrt wurde, weil man nicht genug Eintrittsgeld dabei hatte, kann Frustration im Wachleben
bedeuten. Vielleicht kommt man nicht voran, weil einem ein Umstand – oder das Dazwischentreten einer Person – den Weg versperrt.
Möchte man darüber nachdenken, ob man sich nicht selbst im Weg steht, ob eine tiefverwurzelte Hemmung das Vorwärtskommen blockiert?
Der Traum will einem sagen, daß man mehr Geld (hier als Symbol für Selbstvertrauen) braucht, um den Durchbruch zu schaffen.

395
Eintrittskarte
Assoziation: – gewährt Zutritt.
Fragestellung: – Welche neue Erfahrung oder welches neue Ziel strebe ich an?
Einweihen
Psychologisch:
Wenn etwas im Traum eingeweiht wird, dann werden dem Träumenden damit neue Möglichkeiten gezeigt, die er oder sie unbedingt nutzen
sollte. Besonders wenn die Einweihungsfeier harmonisch verläuft, sollte man das Neue, das eingeweiht wird, als Hinweis auf eine
Möglichkeit betrachten, die erfolgreich zu nutzen ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Einweihung: du wirst ein neues Unternehmen gründen.
(europ.) : – oder einer Einweihung beiwohnen: zeigt einen freudigen Ehrentag an.
Einweisung
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst einem Freunde zur Erreichung eines Amtes behilflich sein.
Einwickeln
Volkstümlich:
(arab. ) : – kleine Unannehmlichkeiten;
– eingewickelt werden: du wirst von anderen umgarnt.
Einwilligen
Volkstümlich:
(europ.) : – auf die Forderung eines anderen eingehen: bedeutet das Wiederauffinden verlorengegangener Wertgegenstände.
Einzäunen
Volkstümlich:
(europ.) : – eines Stück Landes: warnt vor Nachstellungen und Betrügereien.
Einzelhandel
Volkstümlich:
(ind. ) : – du hast von allem im Überfluß, gönne auch deinen Verwandten etwas.
Einzelrichter
Volkstümlich:
(europ.) : – eines Verbrechens oder Vergehens bezichtigt werden: hängt vom Ausgang
des Verfahrens ab; bei einer Verurteilung ist das Glück gegen einem.
(Siehe auch „Gericht“, „Richter“)
Einzug
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Freude, Fröhlichkeit.
(europ.) : – von Soldaten, Vereinen etc.: läßt auf ein freudiges Ereignis schließen;
– ist der Einzug ernsten Charakters: zeigt derselbe einen Trauerfall an,
namentlich bei Verwandten, die man im Traum bei dem Einzug sieht.
(ind. ) : – sehen: du wirst einem fröhlichen Fest beiwohnen.
Eis
Assoziation: – ein starrer Gefühlszustand; zu Eis geworden.
Fragestellung: – Welche Gefühle sind in mir eingeschlossen, oder wo bin ich aufzutauen bereit?
Allgemein:
Wenn Eis im Traum thematisiert wird, dann wendet sich der Träumende seinen Gefühlen zu. Er ist sich dessen bewußt, daß er mehr Kälte
zeigt, als es ihm gut tut, und das er jede Regung von Wärme und Mitleid in sich zum Schweigen bringt. Die Folge ist Isolation und
Einsamkeit. Je nach weiteren Begleitumständen weist es vielleicht auf allgemeine Gefühlsarmut oder auf das Erkalten von Gefühlen für
einen bestimmten Menschen hin. Außerdem wird Eis traditionell noch wie folgt gedeutet:
– Auf Eis gehen, schleudern oder stürzen warnt vor Spekulationen, die mit Mißerfolgen und Verlusten enden werden, weil sie zu riskant sind;
diesen Hinweis aus dem Unbewußten sollte man unbedingt beachten.
– Eis im Sommer sehen deutet oft an, daß ein Vorhaben unter keinem günstigen Stern steht und besser wieder aufgegeben werden sollte.
– Eis essen kann ein Abenteuer ankündigen, vor dem man „Bauchschmerzen“ hat und das gefährlich verlaufen wird.
Psychologisch:
Das Eis im Traum ist immer ein Gefahrensymbol. Es tritt in vielen verschiedenen Formen auf, beispielsweise als Eisdecke auf Flüssen und
Seen. Bricht der Träumende ins Eis ein oder treibt auf einer Eisscholle auf einem Fluß oder im Meer, zeigt die Psyche Rotlicht an. Es ist
auch eine Darstellung von Starrheit und Sprödigkeit, die daher rührt, daß der Träumende nicht versteht, was um ihn herum geschieht, und
daß er Bedingungen schafft, in denen andere Menschen mit ihm nicht in Kontakt treten können. Gefühlsmäßiges ist eingefroren, Einsamkeit
und mancherlei Nöte drohen. Die Angst vor dem Einfrieren enger Beziehungen ist, umgesetzt auf das Wachleben, die Lebensangst, der
Komplex nicht weiterzukommen, in finanzieller oder erotischer Hinsicht einzubrechen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Eis einen Teil des Selbst, der eingefroren ist und aufgetaut werden muß, bevor Fortschritte möglich
sind.

396
Volkstümlich:
(arab. ) : – Eis bedeutet eine noch schlimmere Prüfung als Schnee und Hagel.
– Die üble Bedeutung des Eises gilt für jedermann.
– Sind die Wasser am Ort zu Eis gefroren, werden über die Einwohner Not, Niedergeschlagenheit, Jammer und Mißernte
kommen entsprechend der Eiseskälte, die sie zu ertragen haben.
– Schaut dies einer im Winter, wird das Leid erträglicher, wenn im Sommer, ärger und schwerer sein.
– Erblickt jemand in seinem Haus Eis, bedeutet es für ihn Not, Jammer und Verlust seiner Habe.
– sehen oder darauf gehen: sei vorsichtig, damit dir nicht ein Unglück zustößt;
– darin einbrechen und versinken: deine Hoffnungen werden vereitelt werden.
(europ.) : – ausgesprochener Gefahrentraum; verheißt viel Kummer; boshafte Menschen wollen Ihnen bei Ihrer besten Arbeit ein Bein stellen;
– schwimmendes Eis in einem klarem Wasser: Ihr Glück wird durch mürrische und neidische Freunde zerstört;
– einen Eisberg sehen: man sollte sein Unterbewußtsein erforschen, den Rest des Berges,
der unter der Wasseroberfläche verborgen liegt;
– sehen oder Eislaufen: bedeutet Enttäuschungen in der Liebe;
– im Sommer sehen: dein Beginnen ist nutzlos;
– darauf schlittern: getäuschte Liebe und vereitelte Hoffnungen;
– darauf gehen: deine Unternehmungen sind sehr gewagt;
– darauf spazieren gehen: Sie setzen soliden Komfort und Ansehen für flüchtige Vergnügen aufs Spiel;
– und Schnee sehen: Hindernisse aller Art;
– darauf ausrutschen: ein schon sichtbarer Erfolg wird sich im letzten Moment in eine Pechsträhne verwandeln;
– darauf ausgleiten und hinfallen: kündet einen Unfall an;
– einbrechen: du hast viel Angst auszustehen; man hat feindlich gesinnte Menschen in seiner Umgebung;
– in Eiswasser baden: erwartete Annehmlichkeiten werden durch unvorhergesehene Ereignisse nicht eintreten;
– essen: du tust Überflüssiges; auch: verkündet Krankheit;
– Eiswasser trinken: die Gesundheit durch Ausschweifungen aufs Spiel setzen;
– an heißen Tagen essen: kündet ein ermüdendes Abenteuer an, daß eher die Triebe befriedigt als gefühlsmäßig glücklich macht;
– kaufen: zunehmende Liebe;
– Eis herstellen: durch Geltungsbedürfnis und Eigensucht im Leben versagen; Krankheit; deine Wünsche werden unerfüllt bleiben;
– Eisblumen an den Fenstern sehen: es droht Ärger in der Liebe, die Gefühle kühlen ab;
– Geht eine junge Frau auf Eis, ist dies eine Warnung, daß nur ein dünner Schleier sie vor Schande bewahrt.
(ind. ) : – im Sommer sehen: ein nicht sehr guter Anfang deiner Geschäfte;
– darauf gehen: die Spekulation und Unternehmungen sind gewagt;
– prickeln: du wandelst auf gefährlichen Wegen, sei vorsichtig, daß du keinen Schaden erleidest.
(Siehe auch „Einbrechen“, „Frieren“, „Gefrorenes“, „Rutschbahn“, „Schlittschuhe“, „Süßigkeiten“, „Wasser“)
Eisbahn
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Verhältnisse sind unsicher.
Eisbär
Allgemein:
Eisbär deuten alte Traumbücher als Warnung vor einer Enttäuschung durch einen geliebten Menschen.
Psychologisch:
Wie unter Bär, beinhaltet aber wohl noch mehr eine drohende Gefahr, weil der Eisbär das Kalte, Berechnende ins Bild bringt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst geliebt.
(europ.) : – sehen: man wird eine Liebesenttäuschung erleben.
(Siehe auch „Bär“)
Eisbein
Volkstümlich:
(europ.) : – mit Appetit essen: verheißt Wohlhabenheit und Zunahme am Körper; mit Ekel: Unglück.
Eisberg
Allgemein:
Eisberg kann man als Sinnbild der gesamten Persönlichkeit verstehen, von dem man nur einen kleinen Teil wahrnimmt, der über die
Schwelle des Bewußtseins hinausragt. Dahinter kann die Aufforderung stehen, sich mehr mit dem Unbewußten zu beschäftigen, um die unter
der Oberfläche erstarrten psychischen Inhalte wieder zu beleben.
Psychologisch:
Ein Symbol für die Angst vor Gefühlen, erhöhtes Kontroll- und Distanzbedürfnis und willentlich gesteuerten emotionalen Rückzug.
Volkstümlich:
(europ.) : – Ihre Stärke wird auf jeder Weise erprobt; unternehmen Sie eine große Anstrengung und Sie werden triumphieren.
(Siehe auch „Eis“)
Eisblumen
Volkstümlich:
(arab. ) : – getäuschte Hoffnungen.
(europ.) : – Eisblumen an den Fenstern sehen: es droht Ärger in der Liebe, die Gefühle kühlen ab.

397
Eiscreme
Allgemein:
Eiscreme im Traum steht im Zusammenhang mit Sinnlichkeit und Geschmack. Unter normalen Umständen ist dies eine erfreuliche
Erfahrung, die den Träumenden an seine Kindheit und an unbeschwertere Zeiten erinnern wird. Ißt der Träumende in seinem Traum
Eiscreme, dann ist er auch als Erwachsener dazu in der Lage, mit kleinen Dingen Freude in sein Leben zu holen.
Psychologisch:
Eiscreme kann auch eine Geisteshaltung darstellen, in welcher der Träumende zu dem Schluß gekommen ist, daß nichts im Leben von Dauer
ist – Freude, Glück, Zufriedenheit sind unbeständig wie Eis im Sommer. Sie ist sinnlicher Genuß und „Lust auf Lust“ und durchaus auch
sexuell zu verstehen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist Eiscreme ein Symbol, das Unbeständigkeit darstellen kann, besonders wenn der Traum im Zusammenhang mit Freude
steht.
Volkstümlich:
(europ.) : – essen: alles wird sich zum Positiven wenden;
– an heißen Tagen essen: kündet ein ermüdendes Abenteuer an;
– Kinder Eis schlecken sehen: Glück und Wohlstand sind einem hold;
– Junge Frauen, die ihr Eis in Gegenwart eines jungen Verehrers fallen lassen, werden nicht aus echter Zuneigung umworben.
Ist das Eis bitter, werden unerwartete Probleme ihre Glückssträhne stören. Schmilzt das Eis, sind Ihre Annehmlichkeiten gar
zu Ende, bevor sie überhaupt erst richtig begonnen haben.
(Siehe auch „Eis“)
Eisen
Assoziation: – Starrheit; Standhaftigkeit; Beständigkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben muß ich meinen Platz behaupten?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Hart; elastisch; kulturverändernd; Technologie; Überleben; Gesundheit; Zentralität; temperieren; Mond der reifenden
Beeren.
Beschreibung: Eisen, im Medizinrad zusammen mit Granat das Mineraltotem der im Mond der reifenden Beeren (23. Juli bis 22. August)
Geborenen, ist eines der härtesten Mineralien. Es hat ganze Kulturen verändert und sie in das Zeitalter der Technologie geführt. Eisen liefert
auch das zentrale Ion im Hämoglobinmolekül, von dem das Blut und damit der ganze Mensch abhängt. Das Zentrum der Erde besteht
ebenfalls aus Eisen.
Allgemeine Bedeutung: Untersuchung deiner Kraft, deiner Härte oder deiner Elastizität; neue Werkzeuge erproben; neue Wege, um dich auf
deine eigene Kultur und deine Traditionen zu beziehen; ein Hinweis, der dich warnt, auf den Eisengehalt deiner Ernährung zu achten.
Assoziation: Eiserner Wille; Unbeugsamkeit.
Transzendente Bedeutung: Zunehmende Flexibilität in deiner Befähigung zu Träumen; ein gründliches Verstehen dessen, wie du dein Leben
in gemäßigte Bahnen lenken solltest; wie das Leben dich mäßigen könnte.
Artemidoros:
Alles Feste wie Eisernes und Stählernes, ist ängstlichen Gemütern günstig, wenn man sich davon umhegt wähnt; denn wegen der Sicherheit,
die sie gewähren, befreien sie von Angst. Andernfalls prophezeien sie Rettung durch Flucht. Alles Schwere bezeichnet Behinderung und
Armut; denn schwere Dinge sinken rasch nach unten. Im Traum eine Stirn aus Erz oder Eisen zu haben nützt nur Zöllnern, Schankwirten und
Leuten, die sich mit Rücksichtslosigkeit durchs Leben schlagen, allen übrigen bringt es nur Haß ein. Fingerringe aus Eisen bringen Glück,
doch ein mühsam errungenes; denn der Dichter nennt das Eisen das „mühsam bearbeitete“. Die Verwandlung in Eisen dagegen prophezeit
unerträgliche Schicksalsschläge; der Träumende wird sie jedoch überstehen und ein hohes Alter erreichen. Denn Menschen aus Eisen nennen
wir diejenigen, welche viele Widrigkeiten ertragen haben. Es träumte jemand, er verkehre mit einem Stück Eisen, wie man mit einer Frau
verkehrt. Er wurde zur Sklavenarbeit verurteilt und mußte mit Eisen umgehen, das heißt in Ketten leben. Ein anderer hatte ebenfalls diese
Gesicht, aber diesem wurde das Geschlechtsglied abgenommen. Es träumte jemand, er habe ein eisernes Geschlechtsglied. Es wurde ihm ein
Sohn geboren, der ihn umbrachte; denn das Eisen wird durch den Rost zunichte, der aus ihm entsteht.
Allgemein:
Wenn das Metall Eisen im Traum auftaucht, stellt es in der Regel die Stärken und die Bestimmung des Träumenden dar. Es kann aber auch
die Starrheit von Gefühlen oder Vorstellungen symbolisieren. Eisen kann für Härte bis hin zur Brutalität und Rücksichtslosigkeit, eisernen
Willen, Durchsetzungsvermögen, vielleicht auch Gefühlskälte stehen. Man deutet das Symbol je nach den weiteren Begleitumständen vor
allem in folgender Weise:
– Eisen schmieden kann Pläne ankündigen, die aber leicht zu Streitigkeiten führen werden.
– Rostiges Eisen kündigt eine Enttäuschung durch eine nahestehende Person oder sogar eine Trennung von ihr an.
– Glühendes Eisen steht für heftige, beständige Gefühle für einen geliebten Menschen.
– Eisen schmelzen weist darauf hin, daß man durch Treue in einer Beziehung glücklich werden kann.
– Durch Eisen verletzt werden verkündet bevorstehende Sorgen und Enttäuschungen.
Psychologisch:
Seine Härte und Kälte stehen für Willensstärke und Widerstandskraft. Wird im Traum ein Bügeleisen benutzt, so ist dies ein Hinweis, daß
der Träumende mehr aus sich zu machen versucht. Eisen im Traum kann jedoch auch bedeuten, daß der Träumende sich bemüht, eine
verpatzte Sache wieder „geradezubiegen“.
Spirituell:
Eisen im Traum mag auf mangelnde oder erforderliche Disziplin anspielen. Der Träumende muß sich davor hüten, auf der spirituellen Ebene
„Rost anzusetzen“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf schwere Zeiten;
– darauf anderes schmieden: Zank und Hader;
– es schmieden: forme dein Schicksal energisch;
– glühendes sehen: von einer Person des anderen Geschlechts wiedergeliebt werden;
– sich an glühendem verbrennen: unglückliche Liebe.
– Stangen: deine Verdienste werden Anerkennung finden;
– damit verwundet werden: Trübsal;
– schmelzen sehen: ewige Treue.

398
(europ.) : – zeigt Mannesmut, Kraft, Stärke und Widerstandswillen an; unter Umständen auch Widerstand gegen eigene Pläne;
auch: grausames Omen für Leid;
– glühendes: heiße Liebesgefühle erwachen;
– schmieden: bedeutet Zank und Streit; Nachteil und Ungeschicklichkeit; wegen falschen Einsatz von Energien Mißerfolg haben;
– altes, verrostetes Eisen: warnt vor Liebe und Leidenschaft; man wird sich von einem Freund oder Freundin trennen;
auch: Armut und Enttäuschung;
– zerbrechen: Zwist und Hader in Aussicht;
– mit einem Stück geschlagen werden: bringt schweren Kummer;
– schmelzen: bedeutet Liebe;
– zieht eine Eisenlast Sie hinunter: steht für geistige Verwirrung und materiellen Verlust;
– damit schlagen: Selbstsucht und Grausamkeit gegenüber abhängigen Personen;
– herstellen: ungerechte Mittel zur Anhäufung von Reichtum anwenden;
– verkaufen: kündigt zweifelhaften Erfolg an; Ihre Freunde werden keinen anständigen Charakter haben;
– Preisrückgang von Eisen: man wird erkennen, daß Glück ein unsicherer Faktor im Leben ist;
– Preisanstieg von Eisen: Hoffnungsschimmer bei düsteren Perspektiven;
– Eisengitter: es wird Hindernisse und Schwierigkeiten geben;
– Eisenkette: trübe Zukunft;
– Eisenring: man wird eine goldene Hochzeit erleben oder daran teilnehmen.
(ind. ) : – damit verwundert werden: Trübsal;
– schmelzen sehen: nur die wirkliche Treue macht dir das Leben schön;
– verarbeiten: Zank und Hader steht dir bevor.
(Siehe auch „Eisenblech“, „Farben“)
Eisenbahn
Allgemein:
Träume von Bahnhöfen, von Gleisen und Zügen, von Abschied und Verspätung, vom Gepäck und von Mitreisenden sind besonders häufig.
Diese Häufigkeit begreift man aus der Erlebnisverdichtung um all das, was mit Reise zusammenhängt. Dahinter steht eine Reihe von
urtümlichen Handlungen, sie sich aber ausdrücken in den Erscheinungen des modernen Verkehrs. Selbst bei kleiner Reise geschieht eine
Veränderung des seelischen Ortes; es ist immer ein wenig Abschied, Spannung des Kommenden und Interesse für alles Technische, das man
benützt, mit dabei. Man begegnet fremden Leuten, hat mit seinem Gepäck zu tun, vertraut sich einem Fahrzeug an, das auf von uns
unabhängigen Lebensgeleisen an ein Ziel führt. Jeder Mensch hat große oder kleine Eisenbahnerlebnisse; ihrer bedient sich der Traum als
Material seiner Aussage. Dazu kommt die Jugenderinnerung des Kindes; wo die lange, dunkle Wagenreihe, gezogen vom kräftigen Ungetüm
der Lokomotive, in wachsender Geschwindigkeit aus der Halle des Bahnhofes gleitet oder mit stöhnenden Bremsen in diese hineindonnert,
da hat fast jedes Kind das Erlebnis der Großgewalt des bewegten Lebens selbst. Freilich scheint dies eher ein männliches Knabenerlebnis zu
sein; Mädchen und Frauen interessieren mehr das menschliche Drum und Dran, interessieren mehr die Gefühls- als die technischen Bezüge.
Bahnträume reden von all dem, was zwischen dem Weggang von zu Hause bis zur Ankunft am Ziel nach beendeter Fahrt geschehen kann.
Übersieht man Hunderte von Bahnträume, dann stellt man fest, daß jede mögliche Einzelheit im Traum auftauchen kann; und jede Einzelheit
hat ihre besondere Bedeutung. Bei der Bedeutung von Eisenbahnträumen ist nicht zu übersehen, daß es sich, anders als auf einer Wanderung
oder auf einer Radfahrt, um ein Fortgeführtwerden auf den allen zustehenden, üblichen Geleisen handelt, also mehr um die allgemeine als
um die individuelle Lebensfahrt. Als Bahnreisende liefern wir uns freiwillig dem Fahrplan und der Führung des Zuges aus; wir sind auf der
menschlichen Lebensreise, die ihre bestimmten Stationen, ihre bestimmten Verhaltensweise hat. Diese Lebensreise führt durch die
allgemeinen Alterstufen hindurch nach unserem einzelmenschlichen Ziele. Die Züge haben ihre bestimmten Abfahrtzeiten – wer nicht
rechtzeitig den Zug erreicht, kommt nicht mit. Welch ausgezeichnete Gleichnis ist damit geschaffen für das „Zuspätkommen“, für das
„Verpassen des Anschlusses“ im Leben überhaupt. Jedes Tun hat seinen günstigen Augenblick, seinen „Kairos“; dort, wo das für uns
Notwendige bereit ist, hat man selbst bereit zu sein. Allzu viele kommen im Leben zu spät, und der Gründe dafür sind auch nur allzu viele.
Man hat die Gemütlichkeit des Heimes ungern verlassen, man war noch mit tausend Dingen beschäftigt. Psychologisch ausgedrückt: der
Zustandswechsel, etwa der Übergang von Jugendzeit zum Erwachsensein, verzögert sich, oder man ist noch gebunden an mancherlei
Komplexe, sie lassen uns nicht los. Viele Menschen verspäten sich auch, weil sie erst zuviel Sicherheit haben wollen, sie möchten von der
höchsten Lebensinstanz eine Bescheinigung dafür erhalten, daß sie bequem, ohne eigene Leistungen, leicht und glatt, sehr angenehme Ziele
erreichen. Am Bahnhof kann man noch einmal sich verspäten, d.h. den Zug nicht mehr erreichen, weil zu viele Leute am „innern Schalter“
stehen: in uns will zuviel mitreisen, es ist zuviel des Lebensgedränges. Andere erscheinen mit ihrem ganzen seelischen Hausrat schwer
atmend am inneren Bahnhof; sie können nichts zurücklassen. Es war durchaus nicht nötig, daß beispielsweise jener Mann im Traume seine
Kindertrompete mitnahm. Man muß nach einiger Zeit auf sein jugendliches Gelärm verzichten können. Es war eine Verkennung der
Lebensmöglichkeiten von seitens jener Frau, die glaubt, ihre Puppenküche mit hinaus ins Leben retten zu können. Es wird immer Menschen
geben, die sich allzu viel kümmern, um das, was sie wenig angeht; vor allem scheint ihnen das Schicksal anderer wichtiger zu sein als das
Eigenschicksal. Sie erleben sich eben nur im anderen und erheben damit große Ansprüche an die anderen als Teile ihrer selbst. Darum
verzögern sie die eigene Lebensfahrt. Dies begriff jener Traumreisender, der beinahe nicht mehr auf seinen Zug gekommen wäre, weil er
sich zu sehr um die rechtzeitige Abfahrt eines Bekannten auf einem anderen Bahnsteig bemüht hatte; erst im letzten Augenblick konnte er
auf den eigenen, schon fahrenden Zug aufspringen, hilflos hängend am Griff der sich schon öffnenden Tür. So läßt uns das Schicksal eine
Zeitlang in übler, doch wohlverdienter Situation zappeln. In diesem Traum erschien dann als Retter ein Bekannter, den der Träumer wegen
seiner zuverlässigen Genauigkeit achtete, aber nicht leiden mochte. Jener Helfer war offensichtlich eine eigene, bisher unterbewertete
Funktion. Die Mitreisenden sind nach unserer Auffassung eigene Seelenanteile, sich verkörpernd in Bekannten und Unbekannten. Zu
Unrecht beklagt sich deshalb der Träumer darüber, daß soviel niederes Volk mitfährt. Der Traumregisseur greift heraus, was für die
derzeitige Lebenssituation besonders bezeichnend ist, eben das, was uns begleitet, und man hat auf dieser Traumreise sein Gegenüber einmal
fest ins Auge zu fassen, es ist ein Spiegel unserer selbst. Manchmal sitzt auch ein Mensch in unserem Wagen, von dem wir bisher noch nicht
wußten, daß er mit in unser Schicksal gehört. In Männerträumen kann es auch eine sehr fremdländisch aussehende Dame sein, der wir hier
zum ersten Male begegnen, obwohl sie als Anima tief in uns drinnen wohnt. Bei Frauen sind es je nach dem Niveau dieser inneren Gestalten,
derbe Männer, Ärzte, Schauspieler, Offiziere. Sind sie Unbekannte, dann gehören sie jener schwer ergründbaren Welt der Animi an. Zu wem
setzt man sich, wer sitzt neben uns, wer uns gegenüber? „Zuerst wollte ich mich zu Hartmann setzen.“ (Kontext: Hartmann ist robust,
gesund, phralerisch und schlau, ein Dickhäuter.) „Dann aber setzte ich mich zum Arzt Vuilleumier.“ (Kontext: Sehr fein, differenziert,
tüchtiger Arzt aus schlichten Verhältnissen.) Traum und Kontext ergeben die Deutung: Der Träumer stand zu dieser Zeit innerlich nicht
gesund am Scheideweg zwischen derben, robusten Lebensgenusse und einer Lebensführung differenzierter und noblerer Art. Dabei ist nicht
zu vergessen, daß in ihm beide Gestalten sind.

399
Psychologisch:
Die Eisenbahn ist ein wichtiges Traumsymbol, das vor allem für Lebenseinstellungen und -erfahrungen, Energie, Antriebskräfte, Werte und
Ziele steht. Daraus kann man wichtige Rückschlüsse auf die Persönlichkeit und ihre weitere Entwicklung ziehen, sich selbst also besser
erkennen. Sie symbolisiert ein Mittel zur kollektive Bewegung auf dem Lebensweg. Dabei verweist die Eisenbahn eher auf eine Starrheit, da
sie an den Schienenweg gebunden ist, als der Bus, der zur Not individuelle Wege fahren kann. Die Bahn, auch als Straßenbahn,
möglicherweise als Schwebe-, Bergbahn usw., steht darüber hinaus als Zeichen für die persönliche Befähigung oder die Lernaufgabe, sich in
gemeinschaftliche Lebenszusammenhängen zu integrieren und diese mit den eigenen Zielen zu verbinden. Es steht dem Träumenden frei,
einen Weg zu wählen, der nach vorn weist, und sachkundige Entscheidungen zu treffen. Mit ihr will man sich von seinem bisherigen Leben
losreißen, alles hinter sich lassen, etwas Neues beginnen. Die Bahn erreicht Ziele oder erbringt Leistungen, die nicht individuell zu erreichen
sind. Achtung vor Trittbrettfahrern! Darüber hinaus symbolisiert die Eisenbahn die Kraft, mit der alle Hindernisse, die ein Vorankommen
erschweren könnten, überwunden oder umgangen werden können. Je nach den Begleitumständen ergeben sich vor allem die folgenden
speziellen Deutungen:
– Ein einzelnes Paar Schienen zeigt, daß es nur eine Richtung gibt, während mehrere Gleise ein größeres Wahlspektrum signalisieren.
– Eisenbahn sehen deutet auf Absichten und Pläne hin, die man bald in Angriff nehmen wird; zuweilen kann das auch auf den
bevorstehenden Abschied von einem geliebten Menschen hinweisen.
– Ein vorrüberfahrender Zug verkörpert Pläne, die man nicht überstürzen, sondern in Ruhe durchführen sollte.
– Fährt der Zug ab, wird man bald Abschied von einem lieben Menschen nehmen müssen.
– Die Lokomotive verkörpert die allgemeine Lebensenergie; in den Waggons lagern die Erfahrungen und Erlebnisse; die Gleise
symbolisieren die Werte, an denen man sich ausrichtet und orientiert.
– Eisenbahn fahren verheißt, daß man mit seinen Absichten und Planungen rasch vorankommen wird. Sie verkörpert die Lebensreise.
– Die Eisenbahnreise selbst zeigt die zukünftige Lebensentwicklung an.
– Aussteigen aus der Eisenbahn im Bahnhof verspricht, daß man seine Ziele erreichen wird; steigt man auf freier Strecke aus,
wird man vermutlich nicht zum Ziel gelangen.
– Notbremse in der Eisenbahn ziehen kann auf übersehene Hindernisse und Risiken hinweisen, die man erst beseitigen muß,
ehe man das Ziel erreichen kann.
– In einen Tunnel fahren bedeutet oft Heimlichkeiten, mangelndes Verständnis und fehlende Einsicht, was dazu führt, daß die
Zukunft noch dunkel bleibt; verläßt man den Tunnel wieder, wird man zur Einsicht gelangen und Erfolge erzielen.
– Ein zu spät kommen bei der Abfahrt des Zuges deutet Komplexe an, aufgestauten Ärger, den man schleunigst abbauen sollte,
und Unsicherheiten in seinen Kontakten mit er Umwelt.
– Versäumt man die Eisenbahn (man hat vergessen, das man zum Zug wollte), hat man wahrscheinlich eine günstige Gelegenheit
verpaßt.
– Verpaßt man den Anschluß, muß man sich also wohl oder übel in die augenblickliche Lage fügen.
– Wird man von anderen gehindert, in die Eisenbahn zu steigen, kommen darin oft Ängste und Hemmungen zum Ausdruck,
die das Weiterkommen behindern.
– Ist die Eisenbahn in einen Unfall verwickelt, steht eine schlimme Nachricht bevor.
– Gerät man unter die Eisenbahn, kann das für die Angst vor den eigenen Antrieben und Wünschen stehen.
– Erreicht man mit der Bahn sein Ziel nicht, heißt das aufs bewußte Leben übertragen, daß man sich treiben läßt, daß man
sich schon aufgegeben hat und recht gedankenlos in den Tag hineinlebt.
– Kommt man an der Endstation an, kann man auch im Wachleben ein gestecktes Ziel erreichen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Eisenbahn für einen Menschen, der sich einmal für eine Richtung entschieden hat und sie dann
hartnäckig oder auch stur verfolgt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du kommst vorwärts;
– sehen: Nachricht bekommen;
– damit fahren: rascher Erfolg in geschäftlichen Dingen; du mußt dich beeilen.
– Eisenbahn: Die Frage ist, ob man die Eisenbahn versäumt oder ob man sie erreicht hat.
Je nachdem kann der Träumer seinen Traum auslegen. Meist deutet ein derartiger Traum darauf hin,
daß er Angst hat, etwas zu verpassen – oder daß es für irgend etwas „höchste Eisenbahn“ ist.
(europ.) : – neue, klare Planung ist im Gange; man soll sich intensiv um sein Geschäft kümmern, da Feinde einem zu Leibe rücken wollen;
– sehen: kündet einen Abschied an;
– die Abfahrt eines Zuges erleben: man wird sich schweren Herzens von einem Menschen trennen müssen;
– damit fahren: gutes und schnelles Vorwärtskommen im Leben;
– aus einer aussteigen: man wird sein Ziel erreichen;
– eine aus einem Tunnel kommen sehen: man wird ein Geheimnis über sich selbst erfahren;
– einer Eisenbahnkatastrophe beiwohnen: man bekommt von einem Freund, der in der Ferne weilt, schlechte Nachrichten;
– trotz der Eile sie versäumen: man wird eine Chance verpassen;
– werden Schienen durch Hindernisse blockiert: Sie spielen ein falsches Spiel;
– auf den Schwellen der Gleise gehen: schwierige Zeiten und harte Arbeit;
– auf den Eisenschienen gehen: dank der Begabung, Dinge im eigenen Sinne zu beeinflussen, sehr glücklich sein;
– ein vom Wasser überschwemmter Schienenweg: großes Vergnügen für eine kurze Weile;
allerdings steigt Pech wieder wie ein Phönix aus der Asche auf;
– Bei einer jungen Frau bedeutet die Eisenbahn, daß sie auf eine Reise gehen wird, um Freunde zu besuchen.
(Siehe auch „Abreise“, „Ankunft“, „Bahn“, „Bahnhof“, „Fahrschein“, „Fahrzeuge“, „Reise“, „Schlafwagen“, „Zug“)
Eisenbahnbeamter
Volkstümlich:
(europ.) : – Unannehmlichkeiten und unverdiente Beschuldigungen;
– Eisenbahner sein: man wird Streit mit seinem Chef bekommen, oder es gibt Unannehmlichkeiten ähnlicher Art.
Eisenblech
Allgemein:
Eisenblech wird als Sinnbild einer in sich gefestigten, aber nicht starren, unflexiblen Persönlichkeit gedeutet, die sich noch weiterentwickeln
kann.

400
Volkstümlich:
(europ.) : – Eisenblech: fester Charakter; auch: unglücklicherweise auf die Ermahnungen anderer hören;
– auf Eisenblech gehen: unangenehme Verbindungen;
(Siehe auch „Eisen“)
Eisengerät
Volkstümlich:
(arab. ) : – viel Lärm um nichts.
Eisengitter
Allgemein:
Eisengitter kündigt erhebliche Widerstände gegen die eigenen Absichten an, die man nur mit viel Mühe überwinden kann; die indische
Traumdeutung sieht darin auch Schwierigkeiten und Probleme mit Behörden voraus.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst schwere Hindernisse finden.
(europ.) : – sehen: es ergeben sich einige Hindernisse oder Schwierigkeiten.
(ind. ) : – sieh dich vor, daß du nicht mit der Behörde zu tun bekommst.
(Siehe auch „Eisen“)
Eisenring
Allgemein:
Eisenring kann andeuten, daß man sich eingeschränkt, durch die Lebensumstände in seiner Beweglichkeit behindert (angekettet) fühlt;
dagegen sollte man sich zur Wehr setzen. Traditionell steht er aber auch für eine lange gute Ehe.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst die goldene Hochzeit erleben.
Eisernes Kreuz
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst treu beschützt.
Eisfach
Volkstümlich:
(europ.) : – eine als schwierig empfundene Situation wird von Ihnen gelöst werden.
Eisgang
Volkstümlich:
(europ.) : – kündet ein trauriges Ereignis an, Unglück, Verlust aller Art.
Eishockey
Volkstümlich:
(europ.) : – spielen: man ist ein Freund von Dingen, die rasch vorübergehen;
– sehen: wie andere spielen: man sucht Zerstreuung.
Eislauf
Assoziation: -schnelles Fortkommen mit großer Leichtigkeit; Anmut.
Fragestellung: – Worüber bin ich mühelos hinwegzugleiten bereit?
Allgemein:
Träume in denen man tanzt oder eisläuft, sind normalerweise erfreuliche, und obwohl sie häufig reine Wunscherfüllungsträume sind, haben
sie auch spezielle Bedeutung. Die Symbole in den Träumen sind ähnlich und sagen uns, daß man sich ganz allgemein des Lebens freut. Lief
man Figuren oder machte man Tanzschritte, von denen man weiß, daß man sie in Wirklichkeit niemals schaffen würde, dann läßt sich dies
als die Bereitschaft interpretieren, in irgendeinem Lebensbereich „abzuheben“. Dann ist das Symbol eng mit dem Traum vom Fliegen
verbunden. Kam man beim Traum-Eislauf nicht zurecht, sollte man überlegen, ob das Wach-Ich vielleicht rücksichtslos oder allzu emotional
handelt. Drängt der Traum einem vielleicht, „die Schlittschuhe anzuziehen“ und das Lebenstempo zu erhöhen?
Psychologisch:
Das Eislaufen symbolisiert wie der Eistanz bzw. der einfache Schlittschuh Ausgeglichenheit, Geschick, Selbstbeherrschung und Sicherheit.
Läuft man im Traum selbst problemlos auf dem Eis und sind die Bewegungen harmonisch, wird man schwierige Aufgaben mit Bravour
lösen können. Stürzt man jedoch oder kommt es auf dem Eis zu einem Unfall, sollte man sich vor Selbstüberschätzung und leichtsinnigen
Handlungen hüten. Bricht man während des Laufes im Eis ein, sind Schwierigkeiten zu erwarten, vor allem in den zwischenmenschlichen
Beziehungen.
(Siehe auch „Einbrechen“, „Eis“, „Rutschbahn“)
Eispickel
Assoziation: – kalte Gefühle.
Fragestellung: – Welche Gefühle sind in mir zu Eis erstarrt?
Volkstümlich:
(europ.) : – du gehst gefährliche Wege.
Eisvogel
Volkstümlich:
(europ.) : – blaue Vögel über das Wasser ziehen sehen: signalisiert eine Veränderung des Geschicks;
war das Schicksal bislang gegen einem, ist es nunmehr glückverheißend.

401
Eiszapfen
Allgemein:
Eiszapfen kann für feste Gefühle stehen, die jedoch ins Wanken geraten können. Manchmal deutet man ihn auch als Symbol für den
nachlassenden oder unterdrückten Geschlechtstrieb (vor allem bei Männern). Eiszapfen kommen manchmal in Frauenträumen vor, wobei der
Grund dafür möglicherweise in einem Erkalten der erotischen Beziehungen zu suchen ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Erkaltung der Liebe;
– abschlagen: ärgerliche Liebe.
(europ.) : – sehen: kündet uns einen frostigen Empfang an, wenn wir demnächst einen Besuch zu machen haben;
– an Dächern sehen: eine Liebe wird sich vertiefen;
– an Dachrinnen sehen: verkünden Not und mangelnden Komfort; schlechte Gesundheit ist die Folge;
– am Zaun sehen: prophezeien Leiden für Körper und Geist;
– Eiszapfen an Immergrün: bedeuten eine strahlende Zukunft die durch zweifelhafte Auszeichnungen überschattet wird;
– von Bäume fallende: Unglück und Ärger werden bald wieder verschwinden.
(ind. ) : – sehen: die große Liebe ist in dir noch nicht erwacht.
(Siehe auch „Eis“)
Eitel
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: man verlacht dich.
Eiter
Allgemein:
Einer Infektion folgt in der Regel die Entstehung von Eiter. In einem Traum kann sich etwas, das „schlimm geworden“ ist und seine
Umgebung infiziert hat, als Eiter zeigen. Möglicherweise ist der Träumende mit Ängsten, Selbstzweifeln und sogar Neid „infiziert“. Dem
Träumenden wird gezeigt, daß eine negative Situation in seinem Leben Schmerzen und Schwierigkeiten verursachen kann, wenn sie nicht
richtig behandelt wird. Eiter kann wirklich einmal eine Krankheit ankündigen, die noch keine Symptome verursacht. Er kann aber auch als
bestimmte Eigenschaften der Persönlichkeit gedeutet werden, die man unterdrückt; zukünftig sollten diese dann mehr berücksichtigt werden,
weil sie sonst „zersetzend“ wirken.
Psychologisch:
Hat der Träumende in seinem Traum mit Eiter zu tun, so besteht seine Aufgabe möglicherweise darin, mit einer negativen Angelegenheit in
seinem Umfeld fertig zu werden. Leidet eine andere Person im Traum unter Eiterbildung, dann muß sich der Träumende mit seiner inneren
Negativität befassen und lernen, sich selbst zu heilen.
Spirituell:
Aus spiritueller Sicht ist Eiter das Resultat des Versuchs, etwas „Böses“ zu bekämpfen. Auch wenn dem Träumenden dies bereits gelungen
ist, nach dem Kampf ist er aufgefordert, die Folgen zu beseitigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Krankheit, Mühsal.
(europ.) : – befreit von schweren Sorgen;
– bei Wunden und Geschwüren: läßt auf Glück und Geldgewinn schließen.
(ind. ) : – Krankheit und Mühsal.
(Siehe auch „Entzündung“)
Ejakulation
Allgemein:
Die Einstellung des Träumenden zu seiner Sexualität zeigt sich oft in Beischlafträume. Eine Ejakulation im Traum kann ein Versuch sein,
negative Gefühle zu verstehen. Es könnte aber auch ein Hinweis darauf sein, daß der Träumende das Bedürfnis nach Entspannung und nach
Befriedigung seiner sexuellen Wünsche hat.
Psychologisch:
Die Ejakulation kann das Aufgeben alter Ängste und Selbstzweifel darstellen oder sexuelle Potenz symbolisieren.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Ejakulation für einen Kraftverlust oder den „kleinen Tod“.
(Siehe auch „Sexualität“)
Ekel
Allgemein:
Wer im Traum Ekel empfindet, dessen Seele wehrt sich gegen eine im Bewußten ausgesprochene Äußerung oder ein falsches Handeln und
gibt damit dem Träumer Gelegenheit, einmal über sich und sein Tun gründlich nachzudenken. Das Unbewußte setzt den Ekel ein, weil solch
ein Gefühl eher im Gedächtnis des Erwachten haften bleibt. Ekel tritt im Traum manchmal körperbedingt zum Beispiel bei einer
Magenverstimmung auf. Empfindet man den Ekel beim Essen im Traum, soll das vor einem mißgünstigen Menschen warnen.
Psychologisch:
Oft erklärt er sich aber als Reaktion auf unbewußte Gefühle, Neigungen und Wünsche, die man selbst ablehnt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfinden: Ärger, Verdruß, Unwohlsein, Unannehmlichkeiten erleben.
(europ.) : – eine rein körperliche Reaktion auf unbewußte Gedanken;
– empfinden: zeigt ein bevorstehendes Unglück an; bringt eine Magenverstimmung;
– beim Essen empfinden: ein Mensch wünscht einem Schlechtes;
– ein ekelhaftes Tier in der Hand halten: man wird viel Erfolg in der Liebe haben.
(Siehe auch „Erbrechen“)
Eklipse
Assoziation: – Verdunkelung des Lichts.
Fragestellung: – Welche Ängste bin ich anzusehen bereit?
Volkstümlich:
(europ.) : – prophezeit die Krankheit eines nahestehenden Menschen.

402
Ekstase
Allgemein:
Ekstase (Verzückung) bringt meist Begeisterung für Ideen, Gefühle oder Personen zum Ausdruck. Auch ein Zustand der Harmonie mit sich
selbst und mit der Umwelt steht manchmal dahinter.
Elastische Gegenstände
Allgemein:
Elastische Gegenstände (zum Beispiel Gummiband) weisen im Traum auf seelisch-geistige Flexibilität und Anpassungsfähigkeit hin. Wird
der Gegenstand zu stark gedehnt, kann das auf innere Anpassungen zurückzuführen sein, die vielleicht durch übermäßige Anpassung
entsteht. Reißt der elastische Gegenstand, zerbricht man vielleicht unter der Anspannung oder wird durch Anpassung überfordert.
Elch
Medizinrad:
Schlüsselworte: Hirsch; massig; kraftvoll; stark; bellend; weise; uralt.
Beschreibung: Der Elch ist das größte Mitglied der Hirschfamilie, ein massiges und schnelles Tier. Wie der Wapiti kann auch der Elch schon
aus großer Entfernung gehört werden. Sein Bellen warnt Artgenossen bei heraufziehender Gefahr. Elche ziehen in der warmen Jahreszeit
meist allein durch das Land. Wenn sie zu stark von Insekten gequält werden, tauchen sie in Wasser unter und wälzen sich danach im Staub,
damit die so entstehende Lehmschicht sie vor ihren Peinigern schützt.
Allgemeine Bedeutung: Deine eigene Kraft und Macht; deine Befähigung zu klarer Kommunikation.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe der Stärke; Kraft, um mit deiner Traumarbeit fortzufahren.
Allgemein:
Der Elch verweist meistens auf die männliche Triebhaftigkeit, vor allem, wenn es sich um ein Tier handelt, das sich in der Brunftzeit
befindet und aggressiv wirkt. Im allgemeinen ist der Elch jedoch ein gutes Vorzeichen, da er auf vorteilhafte geschäftliche oder aber private
und persönliche Verbindungen hindeutet.
Psychologisch:
Das mächtige Tier gilt als starkes Symbol für Freiheit und unbegrenzte Weite, aber auch für ein einfaches, unabhängiges Leben in der Natur.
Wer von ihm träumt, sehnt sich danach und sollte sich zumindest im Urlaub eine Auszeit gönnen. Ein typischer Aussteigertraum.
Volkstümlich:
(europ.) : – wilde Tiere in unnatürlicher Gefangenschaft: bedeutet Streit oder Disput.
Elefant
Assoziation: – Weisheit; Gedächtnis; die Macht der Beharrlichkeit.
Fragestellung: – Wo liegt meine eigene Weisheit?
Artemidoros:
Elefanten können, wenn sie stolze, in Freiheit lebende, draufgängerische und Furcht erregende Tiere sind, Menschen entsprechender Art
anzeigen. Schaut man sich im Traum mit dem Kopf eines Elefanten statt seines eigenen, so ist das ein gutes Vorzeichen; der Träumende wird
sich in Auseinandersetzungen einlassen, die seine Kräfte übersteigen, daraus als Sieger hervorgehen, aus seiner Überlegenheit großen
Gewinn ziehen und auf diese Weise seinen Feinden furchtsamen Respekt einflößen, bei seinen eigenen Leuten aber (in Gunst kommen).
Viele, die sich um hohe zivile oder militärische Ämter bewarben, gelangten nach diesem Traumgesicht (an das Ziel ihrer Wünsche). Ein
Elefant außerhalb Italiens und Indiens geschaut, zeigt wegen seiner Hautfarbe und Körpergröße Gefahr und Schrecken an, denn das Tier jagt
Schrecken ein, besonders denen, die an seinen Anblick nicht gewöhnt sind. In Italien bedeutet er den Herrn, den Kaiser und einen sehr hohen
Würdenträger. Deshalb prophezeit er Wohltaten von diesen Personen, wenn er friedlich und gehorsam seinen Reiter trägt, wenn er aber
widerspenstig ist, Schaden. Oft kündigt ein verfolgender oder drohender Elefant Krankheit an. Packt und tötet er den Träumenden,
prophezeit er ihm den Tod; greift er ihn nicht, wird jener in äußerste Lebensgefahr geraten, aber gerettet werden. Denn das Tier ist, wie man
sagt, dem Pluton heilig. Einer Frau bedeutet er ganz und gar nichts Gutes, weder wenn er sich nähert, noch wenn er sie trägt. Ich kenne eine
sehr reiche Frau in Italien – sie litt nicht an einer Krankheit -, der es träumte, sie reite auf einem Elefanten. Kurze Zeit danach starb sie. Da
der Elefant langsam wächst, führt er sowohl das Glück wie Unglück langsam herbei.
Allgemein:
Der Dickhäuter kann als mütterliches Wesen gedeutet werden, dessen mächtigen Schutz wir suchen. Übertragen auf das Wachleben: Wir
sollen darauf bauen, daß uns kein Übel etwas anhaben kann. Wer auf einem Elefanten reitet, plant einen Aufstieg in höhere Sphären. Elefant
kann starke sexuelle Bedürfnisse, bei Frauen die Sehnsucht nach einem starken, einfühlsamen Sexualpartner symbolisieren. Daneben sind
noch folgende Deutungen möglich:
– Elefant mit Treiber auf dem Nacken zeigt die Kraft und Energie an, mit der man Hindernisse auf dem Lebensweg überwindet,
wobei man von Verstand und Logik geleitet wird.
– Elefant im Zirkus kann vor übertriebener Eitelkeit und Geltungssucht warnen, mit der man sich leicht der Lächerlichkeit preisgibt.
– Elefantenkuh mit Jungen symbolisiert, daß man sich nach einem stillen, friedlichen und harmonischen Familienleben sehnt.
Psychologisch:
Nicht nur in der Wirklichkeit, sondern auch im Traum ist der Elefant ein Dickhäuter, der um seine zerstörerische Kraft kaum weiß. Als
Traumsymbol stellt er die Kraft des Unterbewußtseins dar, das, wird es nicht durch die Ratio kontrolliert, durchaus gefährlich sein kann.
Diese Kraft ist jedoch beherrschbar und läßt sich auch sinnvoll einsetzen. Die Stoßzähne und der Rüssel sind eindeutige Symbole für die
männliche Sexualität. Für die Deutung des Traums ist es wichtig, wie sich der Elefant verhält. Greift er an oder geht wild durch, ist dies eine
Warnung an den Träumenden vor unbeherrschter Triebhaftigkeit. Ist er jedoch krank, verletzt, müde oder stirbt, so deutet dies auf
beeinträchtigte Lebenskraft oder auf Störungen des Unterbewußtseins hin. Ein friedlicher, kräftiger und arbeitsamer Elefant bedeutet, daß die
Kraft des Unterbewußtseins durch die Ratio mit Erfolg kontrolliert wird – oder zumindest den Wunsch danach.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Elefant weist auf einen mächtigen fremden Fürsten, der großen Reichtum besitzt, weil das Tier nicht überall,
sondern nur in Indien gejagt wird.
– Träumt der Kaiser, man führe ihm gefangene Elefanten vor oder nur einen, wird er mächtige Fürsten, die schwerreich,
aber unkriegerisch sind, als Gefangene übernehmen;
sind die Elefanten ohne eiserne Fesseln oder Schlingen, werden die genannten Großen als Unterworfene zu ihm kommen.
– Läßt der Kaiser einen Elefanten wegen seines Gebeins erschlagen, wird er einen solchen Mann töten, seinen Reichtum
an sich bringen, aber dafür geplagt werden. Reitet er auf einem Elefanten, bedeutet auch dies Unterwerfung von Mächtigen.
– Träumt ein anderer, er reite auf einem Elefanten, wird er erhöht werden und Freude und Reichtum erlosen;
auch: Verheiratung in späterem Alter;
– Gibt jemand einem Elefanten zu essen und zu trinken, wird er einem hohen Herrn dienen und klingenden Lohn von ihm erhalten.

403
– Dünkt es einen, ein fremder Elefant komme unversehens in sein Haus, wird er Freude erleben und von jeder Not freiwerden.
– Findet er Gebein oder Mist von dem Tier, wird er über große Mittel verfügen.
– sehen: hohe Gönner erlangen;
– tot sehen oder töten: Vernichtung eines Planes.
(europ.) : – meist Frauentraum in bezug auf die männliche Stärke; auch: Hilfe von Freunden oder durch äußere Einflüsse;
– sehen (Frauen): es finden sich Verehrer, die man nicht so leicht wieder loswerden wird;
– sehen (Männer): bedeutet guten Geschäftsgang; du überragst deine Mitmenschen in jeder Beziehung;
– ein einzelner: signalisiert ein bescheidenes, aber sicheres Auskommen;
– viele sehen: verheißen immensen Reichtum;
– von einem getreten werden: Glück, Reichtum, Ehre;
– auf ihm reiten: Glück in allen Dingen; verheißt Glück in der Ehe oder, wenn man nicht verheiratet ist, Anschluß an
einen vertrauenswürdigen Menschen; auch: auf soliden Reichtum hoffen dürfen und Auszeichnungen empfangen;
– im Zirkus sehen: im übertriebenen Bestreben zu gefallen, wird man sich lächerlich machen;
– ihm Wasser reichen: bedeutet, daß man dich für einen erwiesenen Dienst belohnen wird;
– Elefantenmutter mit Jungen: bescheidenes und ruh iges Familienleben;
– einen Elefant füttern: man schätzt im Bekanntenkreis Ihre freundliches Wesen.
(ind. ) : – Der Elefant bedeutet einen großmächtigen, reichen Mann, jedoch nicht einen überlegenen, sondern verwundbaren Feind.
– Träumt der Kaiser, er fange oder bekomme einen Elefanten, wird er einen schwerreichen und begüterten Mann ergreifen.
Diesen Traum können aber nur Kaiser schauen, träumt ihn einer aus dem gemeinen Volk, wird er sich dem Rang der
kaiserlichen Hoheit nähern.
– Reitet einer auf einem Elefanten, wird er zum Fürsten werden und über Geld und Gut eines Großen verfügen.
– Scheint es ihm, daß sein Elefant verendet ist, wird er in eine ziemliche Bedrängnis geraten, keineswegs aber seinen
Reichtum einbüßen, denn des Elefanten ganzes „Vermögen“ beruht auf seinem Gebein.
– Findet einer Elefantenmist, wird er von einem Großen bedeutende Mittel erwerben und schwerreich werden,
wenn Elefantengebein, entsprechend deren Menge von einem Großen durch Geldzuwendungen ein Vermögen anhäufen.
(Siehe auch „Tiere“, „Phallus“, „Rüssel“)
Elefantenkrankheit
(Eine starke Verdickung der Haut und des Unterhautzellengewebes infolge chronischer Lymphgefäßstauung.)
Artemidoros:
Die Elefantenkrankheit verschafft Armen durch Reichtum höheres Ansehen und größere Bedeutung; denn diese Leiden rücken die mit ihnen
Behafteten ins Blickfeld aller. Aus demselben Grund enthüllen sie Verborgenes, Reichen und Mächtigen aber verschaffen sie Staatsämter.
Immer ist es gut, wenn man sich mit der Elefantenkrankheit oder einem ähnlichen Leiden, behaftet sieht.; erblickt man derlei an anderen,
bedeutet es Kummer und Sorgen. Alles nämlich, was ekelhaft und häßlich anzusehen ist, läßt die Seele des Beschauers erschaudern und
erstarren. Noch unheilvoller ist es, wenn man ein Familienmitglied mit einer solchen Krankheit behaftet sieht. Ist es ein Hausdiener des
Träumenden, wird er zu Dienstleistungen für ihn nicht mehr zu brauchen sein; wenn es der Sohn ist, so wird er nicht den Lebenswandel
führen, der den Grundsätzen des Vaters entspricht; ist es die Gattin, wird der Ehemann wegen ihres leichtfertigen Treibens großen Ärger
haben. Leuten, die von der großen Menge leben, bringt es Nutzen; bei anderen Personen muß man die Deutung nach dem Grundsatz der
Ähnlichkeit treffen.
Elektrizität
Assoziation: – Arbeit an der Energie oder Lebenskraft.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir muß neu aufgeladen werden?
Allgemein:
Elektrizität spielt im Traum häufig stellvertretend für Kraft eine Rolle, und es hängt von den Umständen ab, welcher Aspekt von Kraft hier
hervorgehoben wird. Träume von elektrischen Drähten symbolisieren die kommunikativen Begabungen des Träumenden; Träume von
Lichtschaltern oder Schaltern an elektrischen Geräten hingegen verweisen auf die Fähigkeit zur Selbstkontrolle. Im Elektrizitätswerk wird
Strom erzeugt, also Energie, die das Unbewußte dem Träumer zuspielt, damit er endlich energischer an die Alltagsprobleme herangeht. Nur
manchmal soll ihm auch die tödliche Gefahr des elektrischen Stroms bewußtgemacht werden, übersetzt: er soll mit seinen (psychischen)
Energien haushalten, da sonst ein Zusammenbruch die Folge sein könnte. Elektrizität kann für Sexualität oder geistige Energie stehen. Die
genaue Deutung ergibt sich zum Beispiel aus den folgenden Begleitumständen:
– Elektrisches Licht kann die Erhellung der eigenen Situation durch Selbsterkenntnis ankündigen; zuweilen wird dadurch auch vor
einer Gefahr gewarnt.
– Elektrische Funken sprühen sehen deutet an, daß man ein sexuelles Abenteuer erleben kann, von dem man aber enttäuscht wird.
– Elektrizitätswerk kann darauf hinweisen, daß man bald mehr Verantwortung zu tragen hat.
Psychologisch:
Erhält der Träumende in seinem Traum einen elektrischen Schlag, so schützt er sich nicht ausreichend vor Gefahren und muß mehr auf sich
achtgeben. Das Traumbild des Elektrizitätswerks wie auch einer Transformatorenstation oder eines Kraftwerks können positiv gedeutet
werden, wenn es sich aus dem Traumzusammenhang ergibt. Diese Bilder bedeuten dann einen Energiezufluß. Wirkt die Traumhandlung aber
beunruhigend oder kommt es gar zu einer Explosion, sind dies Anzeichen einer ernsthaften psychischen Störung des Träumenden.
Warnsignale sind in diesem Zusammenhang auch nicht kontrollierbare elektrische Leitungen, Starkstromkabel usw.
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisiert Elektrizität die höhere spirituelle Macht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Elektrisches Licht: du wirst eine wichtige Aufklärung erhalten;
– Elektrisiert werden: große Aufregung.
(europ.) : – elektrisiert werden: kündet unerwartete Ereignisse erotischer Art an;
– einen Elektroschock erleiden: sich auf eine große Gefahr einstellen müssen;
– elektrische Funken sehen: Ernüchterung nach einer leidenschaftlichen Liebe;
– elektrisches Licht: Warnung aus dem unbewußten Raum, da tödliche Gefahr besteht, wenn man unvorsichtig ist;
– ein Elektrizitätswerk besuchen oder sehen: man wird eine ernste Zusammenkunft haben;
– in einem Elektrizitätswerk arbeiten: man wird eine sehr verantwortungsreiche Arbeit übertragen bekommen.

404
Elemente
Medizinrad:
Schlüsselworte: Primär; erstes Schöpfungsreich; Erde, Luft, Feuer und Wasser.
Beschreibung: Die Elemente – Erde, Wasser, Feuer, Luft – können existieren ohne die Unterstützung von Pflanzen, Tieren Menschen. Sie
brauchen nichts außer sich selbst. Erdverbundene Stämme hielten die Elemente für das erste, das primäre Volk und respektierten sie
entsprechend. Es ist möglich, von de Elementen entweder als Naturkraft oder aber in ihren einzeln Komponenten zu träumen. Allgemeine
Bedeutung: Deine Beziehung zum Reich der Elemente entweder als Ganzes oder zu seinen einzelnen Bestandteilen; der elementare oder
primäre Teil deines Seins.
Assoziation: Elementar, urtümlich, primitiv sein.
Transzendente Bedeutung: Gabe von einem der vier Elemente oder vom Schöpfungsreich der Elemente.
Elend
Allgemein:
Elend, das man bei anderen sieht, weist darauf hin, daß man erkennen sollte, wie gut man es selbst hat, und sich damit zufrieden geben sollte.
Manchmal kommt darin auch der Neid anderer zum Ausdruck, den man noch nicht bemerkt hat.
Psychologisch:
In Ihrem Unbewußten scheinen die Alarmglocken zu läuten. Sind Sie gerade im Begriff, etwas zu tun, was Ihnen schaden kann. Oder
handeln Sie gegen Ihre Überzeugung?
Volkstümlich:
(arab. ) : – großes, sehen: unglückliche Verhältnisse;
– sehen: du wirst Reue empfinden;
– darein geraten: dein Kummer wird bald behoben sein;
– sich fühlen: trübe und sorgenvolle Aussichten.
(europ.) : – sich selbst im Elend erblicken: kündet eine reiche Erbschaft an;
– sich selbst im Elend befinden: eine traurige Nachricht erhalten und das Streben nach größtmöglichen Wohlstand wird erlahmen;
– andere im Elend sehen: bedeutet das Herannahen wirklichen Elends; oder man wird beneidet werden; auch: weist auf Streit und
unehrliche Geschäfte zwischen Freunden hin.
Elf
Assoziation: – Inspiration; Revolution; Entsprechung der Zahl Zwei auf einer höheren Ebene.
Fragestellung: – Was bin ich zu verändern bereit?
Allgemein:
Diese Zahl kann Arbeit und Mühsal bedeuten, einen schwierigen Neubeginn. Aber die beiden Einsen deuten manchmal auch den
Zusammenhalt zwischen zwei Menschen an, die in einem von ihrer Umwelt nicht verstandenen Verhältnis zueinander stehen. Nicht umsonst
wird allerdings von einigen Traumdeutern darauf hingewiesen, daß Elf – sie ist ja eine nicht auflösbare Primzahl – ebenso einen kaum
lösenden Konflikt symbolisieren kann.
(Siehe auch „Eins“, „Zahlen“)
Elfen
Allgemein:
Elfe (Fabelwesen) kann das Unbewußte als Urgrund von Antrieben, Gefühlen, Energie und Bewußtsein verkörpern. Daraus lassen sich
Rückschlüsse darauf ziehen, was einen Menschen bewegt und umtreibt. Nicht selten bringt Elfe auch das Bedürfnis nach romantischen
Liebesbeziehungen zum Ausdruck.
Psychologisch:
Wer von ihr träumt, möchte wie sie abheben und fliegen können, spielerisch und schwerelos: ein typischer Realitätsfluchttraum in einer
Phase der Überforderung. Die Sehnsucht nach der Leichtigkeit des Seins macht sich bemerkbar, und das Unterbewußtsein setzt Signale in
Elfengestalt: eine Aufforderung, etwas spielerischer mit Herausforderungen umzugehen und auch mal „nein“ zu sagen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – tanzen sehen: glückliche Tage stehen dir bevor;
– von ihnen umgaukelt sein: trügerische Hoffnungen.
(europ.) : – sehen: verbotene und schöne Liebesfreuden erleben;
– von ihnen umringt sein: Zweifel, welchen von zwei Menschen man mehr liebt oder wem man seine Liebe schenken soll;
– fliehen oder verschwinden sehen, wenn man nach ihnen greift: ein trauriges Liebeserlebnis;
– von einer geküßt werden: zeigt baldige Verlobung an.
Elfenbein
Artemidoros:
Götterstandbilder aus Elfenbein zeigen etwas Gutes an, vor allem wenn man die Standbilder nicht zertrümmert noch zerbrechen sieht.
Allgemein:
Da Elfenbein unter Naturschutz steht, symbolisiert es im Traum einen kostbaren, edlen Charakterzug, den es zu erhalten gilt, auch wenn er
etwas aus der Mode gekommen ist. Elfenbein symbolisiert die Seele, wobei schwarzes Elfenbein für das Unbewußte steht. Was mit diesem
Symbol ausgedrückt wird, kann man nur individuell aus der Lebenssituation und den Begleitumständen im Traum ableiten.
Psychologisch:
Ein Elfenbeinturm symbolisiert die Tatsache, daß eine Frau nicht leicht zugänglich ist, wenn sie nicht deutlich erkennbar dazu auffordert.
Der Elfenbeinturm im Traum ist ein Symbol für Selbstbezogenheit und Unnahbarkeit. Die Stoßzähne des Elefanten (siehe dort) werden im
allgemeinen sexuell gedeutet, wobei sie auf die männliche Aggressivität hinweisen. Das Hantieren mit Elfenbein kann als Hinweis darauf
gelten, daß der Träumer sich nach einer anderen Tätigkeit umsehen sollte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Elfenbein das weibliche Prinzip symbolisieren.

405
Volkstümlich:
(arab. ) : – Zahnschmerzen werden dich heimsuchen.
(europ.) : – wertvolles Produkt eines Tieres, das auf das Innere hindeutet; auch: günstiges Zeichen für Glück;
– deine Freunde und alle, die dich lieben, werden an dir hängen; gute Gesundheit und Glück; Wohlstand, Behaglichkeit;
– sehen: man wendet sich dem Journalismus zu und wird eine scharfe Feder führen;
– finden: gilt als ein Geschenk aus lieber Hand;
– zerbrechen: Verlust an Zähnen;
– einen daraus geschnitzten Gegenstand sehen: man wird in einer besseren Gesellschaft gut aufgenommen werden;
– große Stücke aus Elfenbein, die getragen werden: bedeuten finanziellen Erfolg und getrübte Freuden;
– einen solchen geschenkt bekommen: jemand denkt mit lieben und freundlichen Empfindungen an einen.
(Siehe auch „Stoßzähne“)
Elle
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder damit messen: wertlose Arbeit verrichten;
– du wirst betrogen.
(europ.) : – altes Maß: kündet ein Geschenk an.
Ellenbogen
Allgemein:
Ellbogen erlaubt die Beweglichkeit der Arme, mit denen man das Leben aktiv gestaltet, gibt zugleich aber auch festen Halt. Er wird deshalb
häufig als Zeichen für Pläne, Ideen und Hoffnungen auf einer realistischen Grundlage verstanden, die man aber nicht stur verfolgen, sondern
den jeweiligen Gegebenheiten anpassen sollte.
Psychologisch:
Hier wird mehr mutiger Einsatz gefordert, denn der Mut sich zu wehren kann nachgelassen haben.
Volkstümlich:
(europ.) : – positiv: Zeichen der Beweglichkeit; negativ: Warnung vor zuviel „Ellenbogenmentalität“;
– sehen: harte Aufgaben stehen bevor, die wenig einbringen werden;
– schmerzende: Warnung vor Schwierigkeiten;
– unerträgliche Schmerzen und ist der Gebrauch des Armes nicht mehr möglich: Vorsicht in geschäftlichen Angelegenheiten;
– Sieht eine junge Frau Ellenbogen, verheißt dies eine günstige Gelegenheit für eine gute Ehepartie. Sind die Ellenbogen
verschmutzt, vergibt sie eine Chance, unter die Haube zu kommen.
(Siehe auch „Arm“)
Elritze
Medizinrad:
Schlüsselworte: Köder; Nahrung.
Beschreibung: Elritzen gehören als kleine, unbedeutende Art den Karpfenfischen und bevorzugen sauerstoffreiche, nicht warme
Süßgewässer. Angler benutzen sie meist als Köder für größere Fische, denen sie auch sonst als Nahrung dienen.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil deines Selbst, der sich klein verletzlich fühlt; ein Teil von dir, der sich davor fürchtet, von anderen
»verschluckt« oder vereinnahmt zu werden; ein Aspekt deines Selbst, der den Rest von dir ernährt.
Assoziation: Kleine Fische, Belanglosigkeiten.
Transzendente Bedeutung: Ein Köder, der dir angeboten wird, um dein Träumen zu fördern oder um dich zum Eintritt in Bereiche zu
verleiten, auf die du nicht genügend vorbereitet bist.
Elster
(Vogel)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Kommunikation; aasfressend; gesellig.
Beschreibung: Die Elster ist ein verhältnismäßig großer Vogel mit auffälliger schwarzweißer Zeichnung, die in den dunklen Bereichen
irisierend grünlich schimmert, und einem langen Schwanz. Als Abfallverwerter fühlen sie sich in der Nähe des Menschen sehr wohl,
plündern aber auch gerne die Nester kleinerer Singvögel. Elstern sind laute Vögel mit einem streitsüchtigen Unterton. Manche von ihnen
können es lernen zu sprechen. Wie ihre größeren Verwandten, der Geier, der Rabe und die Krähe, hilft die Elster, das Gleichgewicht in der
Natur aufrechtzuerhalten. Elstern bilden als sehr gesellige Tiere mitunter große Kolonien.
Allgemeine Bedeutung: Der gesellige Teil deines Selbst; der Aspekt von dir, der sich mit dem zufriedengibt, was andere Menschen
zurücklassen; der Teil deines Wesens, der Lektionen in Kommunikation geben oder empfangen muß.
Assoziation: Diebisches Verhalten; Nonne.
Transzendente Bedeutung: Das Verstehen deiner Grenzen in deiner Beziehung zu anderen Menschen.
Allgemein:
Elster gilt als Symbol der Klugheit und List, kann also davor warnen, daß man ausgenutzt und getäuscht wird. Außerdem kommt dahinter
zuweilen übersteigertes Streben nach materiellen Besitz zum Ausdruck. Von dem schwarzweißen Vogel wird öfter geträumt, als man
gemeinhin annehmen möchte.
Psychologisch:
Wenn Elstern durch die Traumlandschaft fliegen , bedeutet das Verwirrung. Man müßte ihr nachgehen, um den seelischen Grund dafür zu
finden. Es könnte die Furcht vor einer anstehenden Prüfung sein oder die Angst, daß man uns übel mitspielen könnte. Die diebische Elster
weist möglicherweise auch darauf hin, daß wir mehr auf unser geistiges Eigentum achten sollten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Lästerungen vermeiden;
– du wirst bestohlen.
(europ.) : – ist das Symbol der Neugierde und der Schwätzereien; sie warnt vor Dieben und Betrügern;
– sehen: deutet auf einen Diebstahl hin; auch: deutet auf Unzufriedenheit und Auseinandersetzung hin; hüten Sie Ihre Zunge;
– viele sehen: man wird durch eine Frau verleumdet werden;
– fangen: man wird sich seiner Feinde geschickt erwehren;
– töten: ein Mißverständnis wird aufgeklärt werden.
(Siehe auch „Krähe“, „Rabe“, „Vögel“)

406
Eltern
Allgemein:
Eltern können im Traum für das Bedürfnis nach Rat, Hilfe, Sicherheit, Geborgenheit und aufrichtige Gefühle stehen. Je nachdem, wie das
Verhältnis zu den eigenen Eltern ist (war), sind aber auch individuell andere Deutungen möglich. Alte Traumbücher geben unter anderen
noch folgende Bedeutungen an:
– Mit den Eltern streiten warnt davor, daß man durch eigene Schuld in Schwierigkeiten geraten wird.
– Eltern sehen kann Glück und Erfolg in der nächsten Zeit verheißen.
– Eltern sterben sehen soll eigenes langes Leben ankündigen; vielleicht kommt darin auch zum Ausdruck,
daß man sich von ihrem starken Einfluß befreien sollte.
– Tote Eltern werden als Glückssymbol verstanden, manchmal im Sinne von Wohlstand.
Psychologisch:
Mutter und Vater (siehe dort), die für eine glückliche Jugend sorgten, treten im Traum oft dann auf, wenn sich ein Träumer nach jener
Geborgenheit zurücksehnt, die er im Elternhaus empfand. Das Unbewußte nimmt sie als Beispiel, wenn in der eigenen Familie des Träumers
Unstimmigkeiten aufkommen. Wahrscheinlich befindet sich der Träumer in einer Situation, in der er auf Hilfe hofft. In Pubertätsträumen
tauchen die Eltern als Gegner auf, ein Beweis dafür, daß man sich von ihnen lösen möchte. Waren die Eltern in der Jugend kein Vorbild,
dann kann solch eine Begegnung gegenteilig interpretiert werden, als das sich wehren gegen Menschen, die man für schlechte Ratgeber hält.
Wenn man den verstorbenen Eltern begegnet, wird das als ein Rat suchen gewertet, man braucht Hilfestellung in einer prekären Lage.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sprechen: du kannst getrost in die Zukunft sehen; Glück in Unternehmungen;
– sehen: du wirst gut beschützt;
– sich mit ihnen streiten: man wird eine schlimme Nachricht erhalten;
– die lebenden verlieren: Trost und Hilfe im Leid; den Eltern ist ein langes Leben beschieden;
– krank sehen: Unheil;
– die verstorbenen sehen oder sprechen: Frohsinn und Glück werden dich erfreuen;
eine positive Nachricht erhalten; in einem Notfall unerwartete Hilfe erhalten.
(europ.) : – von ihnen träumt man, wenn man ihren Halt ersehnt; (wenn sie noch leben):
– sehen oder sprechen: bedeutet Freude, Heiterkeit, Glück und Erfolg in Unternehmungen;
– fröhlich sehen: Zeichen für Harmonie und angenehme Mitarbeiter;
– mit ihnen streiten: üble Vorbedeutung;
– glücklich in ihrem Haus sehen: angenehme Veränderungen kommen auf Sie zu;
– bei guter Gesundheit und zufrieden sehen: in glücklichen Umständen leben;
Ihr Geschäft und Ihre Liebesbeziehung entwickeln sich gut;
– traurig sehen: das Glück verläßt einem;
– die noch Lebenden tot sehen: Ausdruck der eigenen Ängste; ein langes Leben für Mutter und Vater;
– Für eine junge Frau bedeutet dieser Traum Heirat und Reichtum. Sind die Eltern blaß und schwarz gekleidet, werden Sie von
Enttäuschungen heimgesucht.
– verstorbene sehen: kündet gute Familiennachrichten an; auch: unerwartete Hilfe bei Probleme die auf einem zukommen.
(ind. ) : – die verstorbenen sehen: gute Zeiten werden für dich kommen;
– mit ihnen streiten: du wirst deinen Ungehorsam bitter bereuen;
– sterben sehen: bedeutet für sie ein recht langes Leben.
(Siehe auch „Familie“, „Großeltern“, „Mutter“, „Vater“)
Elternhaus
Psychologisch:
Als klassisches Symbol für Sicherheit und Geborgenheit gilt es im Traum auch als Zeichen für eine (noch) nicht vollzogene Abnabelung.
Andernfalls stellt sich die Frage: Welche Erlebnisse und Empfindungen Ihrer Kindheit waren dermaßen prägend, daß Ihr gegenwärtiges
Leben noch immer davon bestimmt sein könnte?
E-Mail
Psychologisch:
Im Gegensatz zum Fax stellt E-Mail – die elektronische Post – eine noch indirektere Kommunikation dar. Das sieht man schon daran, daß
sich die meisten E-Mail Nachrichten (aus Kostengründen) erschreckend kurz und unpersönlich abgefaßt sind. Das Traumsymbol E-Mail
deutet auf eine hochentfremdete Kommunikation hin, der die Seele abhanden gekommen ist.
Embryo
Allgemein:
Symbolisiert Absichten, Pläne und Gefühle, die in uns heranreifen, aber noch nicht voll bewußt geworden sind. Manchmal kann dahinter
auch der Wunsch nach Geborgenheit (im Mutterleib) und eine unreife Persönlichkeit stehen, die Verantwortung für sich selbst scheut; dann
fordert das Symbol zur persönlichen Weiterentwicklung auf. Bei dem Traum von einem Embryo wird dem Träumenden ein äußerst
verletzbarer Teil seiner Persönlichkeit bewußt. Vielleicht macht sich der Träumende auch selbst auf eine neue Situation in seinem Leben
aufmerksam, die noch nicht mehr als die Ahnung einer Idee ist.
Psychologisch:
Der Träumende sieht sich veranlaßt, sich mit der Empfängnis zu befassen, also mit dem Punkt, an dem alles beginnt. Möglicherweise muß er
sich mit dem Prozeß der Bewußtwerdung an seinem Anfang befassen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist ein Embryo der Kern des Seins und daher das Zentrum der Schöpfung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – neue Pläne und Unternehmungen.
(europ.) : – zeigt ein neues Gefühl oder eine neue Idee an.
Emigration
Allgemein:
Emigration (Auswanderung) deutet auf bevorstehende Veränderungen hin; man flieht aus der augenblicklichen Lebenssituation, die
unerträglich geworden ist, und will ein völlig neues Leben beginnen. Das sollte man aber mit Vorsicht und Umsicht in die Wege leiten, um
dabei nicht zu scheitern.

407
Emotionen
Allgemein:
Bei jeder Traumdeutung muß man das emotionale Klima des Traums berücksichtigen. Wenn ein Traumsymbol ein ganzes Bündel
Emotionen auslöst, ist das ein Hinweis darauf, daß wir im realen Leben bestimmten Emotionen ihren Lauf lassen oder aber sie im Zaum
halten müssen.
Empfang
Psychologisch:
Gaben wir selbst im Traum einen Empfang und begrüßten Gäste, dann bestätigt dies, daß wir im Wachleben besonders aufgeschlossen sind.
Gab es jedoch Schwierigkeiten mit einigen Gästen, so stehen diese für reale Probleme in unserem Umfeld.
Volkstümlich:
(europ.) : – beiwohnen: angenehme Verabredungen erwarten können;
– ein Durcheinander bei einem Empfang: Beunruhigungen kommen auf Sie zu.
Empörung
Allgemein:
Empörung (zum Beispiel über andere) kann durch die Verarbeitung von Tagesereignissen im Traum entstehen und hat dann meist keine
tiefere Bedeutung. Vielleicht verbergen sich dahinter im Einzelfall aber auch verdrängte und unterdrückte psychische Inhalte, die man mehr
beachten sollte; dann taucht die Empörung oft im Sinn eines „Aufstandes“ gegen die Zensur des Bewußtseins auf. Manchmal kann auch ein
„widerborstiger“ Charakter darin zum Ausdruck kommen, der sich auch besserer Einsicht nicht beugen will und leicht aufbraust.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ärger, Zorn.
(europ.) : – beiwohnen oder sich solchen anschließen: zeigt Gefahren und Sorgen.
(ind. ) : – du wirst dir selbst Ärger und Verdruß bereiten.
Ende
Allgemein:
Von einem Ende zu träumen, symbolisiert das Erreichen eines Zieles oder eines Punktes, an dem die Dinge sich unvermeidlich ändern
müssen. Der Träumende wird aufgefordert, zu entscheiden, was er aufgeben kann und was er fortführen möchte.
Psychologisch:
Eine Situation, die für den Träumenden problematisch war, kommt zu einem erfolgreichen Abschluß.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann das Ende das Unterbewußte oder den Tod darstellen.
Endivien
Artemidoros:
Alles Gemüse, das einen übelriechenden Atem verursacht, wenn man es gegessen hat, bringt Verborgenes zutage und weckt Haß gegen die
Hausbewohner.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Salat): Schwierigkeiten auf allen Gebieten.
(europ.) : – bedeutet Schwierigkeiten.
Endstation
Psychologisch:
Eindeutiges Signal für geistige und körperliche Erschöpfung. Wenn es doch ein schöner Traum war: Momentan sind Sie zwar „am Ende“
(Ihrer Kraft), haben aber viel geleistet und ein Ziel erreicht.
(Siehe auch „Bahnhof“)
Energie
Allgemein:
Anspielungen auf das eigene Energiepotential können vielerlei Gestalt in den Träumen annehmen. Jedes Energiesymbol sollte festgehalten
werden. Wichtig ist dies vor allem, wenn im Traum ein Energieausfall vorkam.
Psychologisch:
Anspielungen auf das eigene Energiepotential können in vielerlei Gestalt im Traum auftauchen. Jedes Energiesymbol sollte festgehalten
werden. Wichtig ist dies vor allem, wenn im Traum ein Energieausfall vorkommt. Wenn im Traum der Strom oder das Gas ausfällt bzw. eine
Sicherung durchbrennt, ist das vielleicht ein Hinweis auf ein niedriges Energiepotential. Der Traum könnte einem nahelegen, die
Lebensgewohnheiten zu ändern – also sich gesünder zu ernähren, mehr Ruhe zu gönnen und Möglichkeiten sich zu suchen, die eigenen
Kräfte wieder aufzubauen. Andererseits bedeuten gleichmäßig brennende Gasflammen, Öfen und Herde, daß reichlich Energie vorhanden ist.
Man sollte auch daran denken, daß Feuer- und Hitze oft sexuelle Symbole sind. Ein Traum davon, daß das Benzin ausgeht, könnte z.B. auf
Angst vor Libidoverlust oder – bei Männern – sogar auf Impotenz hinweisen.
(Siehe auch „Feuer“, „Gas“, „Herd“, „Öfen“, „Strom“)
Engagement
Volkstümlich:
(europ.) : – bekommen: läßt auf Familienzuwachs bei dir selbst oder bei ganz Nahestehenden schließen;
auch: wird als schlechtes Zeichen angesehen.
Enge
Allgemein:
Die Enge im Traum steht für Einschränkung oder Begrenzung. Manchmal hat der Träumende selbst sie geschaffen, manchmal ein anderer
Mensch. Eine enge Straße im Traum ist eine Warnung, nicht vom eingeschlagenen Weg abzuweichen. Enge kann man im Traum in
verschiedenen Formen wahrnehmen und muß sie je nach Begleitumständen
und individueller Lebenssituation deuten. Häufig kommt darin zum Ausdruck, daß man sich in der Selbstentfaltung eingeschränkt fühlt, ein
beengtes Leben führt. Es ist aber auch möglich, daß das Symbol auf einen eingeengten Horizont hinweist und auffordert, geistig aktiver zu
werden, mehr Informationen und Erkenntnisse zu sammeln.

408
Psychologisch:
Der Träumende muß darauf achten, daß er im Umgang mit anderen Menschen nicht zu engstirnig und wertend wird. Möglicherweise ist der
Träumende zu intolerant. Eine enge Brücke könnte auf Kommunikationsschwierigkeiten hinweisen; vielleicht fällt es dem Träumenden
schwer, seine Vorstellungen klar zum Ausdruck zu bringen. Eine Enge, durch die wir uns zwängen müssen, kann als Erinnerungen an unsere
Geburt gewertet werden (man fühlt sich dann wie neugeboren). Meist will uns aber das Bild von der Enge anzeigen, daß wir im bewußten
Leben nach einem Ausweg aus einer schwierigen Lage suchen und uns durchbeißen sollten. Vor einem Wechsel im Beruf oder im
Privatleben deutet die Enge oft den Engpaß an, durch den wir hindurch müssen, um uns in der neuen Situation zurechtfinden zu können.
Spirituell:
Einseitigkeit ist keine spirituelle Tugend, aber die Selbstdisziplin kann vom Träumenden verlangen, auf dem eingeschlagenen Pfad zu
bleiben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eingeengt sein (in Straßen oder Gänge): eine Warnung vom eingeschlagenen Weg abzuweichen.
(europ.) : – sich über einen engen Pfad zwängen: große Anstrengungen unternehmen um Erfolg zu haben;
der Erfolg wird sich einstellen, wenn man schon fast verzweifelt ist.
(Siehe auch „Gang“, „Schlucht“, „Spalte“)
Engel
Assoziation: – transzendentes Wissen; Mitgefühl; höheres Bewußtsein; Offenbarung.
Fragestellung: – Welche Inspiration bin ich zu empfangen bereit?
Allgemein:
Der Engel im Traum deutet darauf hin, daß der Träumende eine Elternfigur sucht, die bedingungslose Liebe und Unterstützung gewährt, oder
daß der Träumende selbst diese Eigenschaften entwickeln muß. Möglicherweise finden religiöse Bilder Eingang in das Leben des
Träumenden. Engel verkörpert im allgemeinen Botschaften aus dem Unbewußten, die man beachten und in die Lebensgestaltung
einbeziehen sollte. Folgende Bedeutungen sind oft damit verbunden:
– Engel sehen kündigt an, daß man durch bessere Einsicht bald eine Lösung anstehender Probleme finden wird.
– Engel sprechen hören wird in alten Traumbüchern als Hinweis auf Krankheit und Tod einer nahestehenden Person gedeutet.
– Sieht man sich selbst als Engel, kann das Glück und Ansehen verheißen.
– Zwei Engel, von denen der eine „dunkel“, der andere aber strahlend schön erscheint, fordert meist dazu auf, sich zwischen
Gut und Böse zu entscheiden.
– Von mehreren Engeln umgeben sein deutet oft innere Harmonie und Einklang mit der Umwelt an.
Psychologisch:
Der Engel kommt in der christlichen, jüdischen und mohammedanischen Religion als Gottesbote vor. Er ist ein Symbol für den Schutzgeist,
für den Seelenführer. Die Beziehung zur Mutter oder Mutterfigur muß als separate Einheit betrachtet werden. Der Engel im Traum ist die
Personifizierung dieser Beziehung. Er will uns seelisch den richtigen Weg weisen, der manchmal auch ein Ausweg aus persönlichen
Schwierigkeiten sein kann. Der Engel deutet an, daß wir allein nicht mehr weiterkommen. Wer sich selbst als Engel sieht, sollte seine
Einstellung im Wachleben überdenken und prüfen, ob er sich wirklich „engelhaft“ benimmt. Vielleicht muß man sich auch von etwas
Liebgewordenen trennen oder wird weggeholt in einen anderen Umkreis. Der Wunsch nach Harmonie, eine starke Betonung des Seelischen
macht sich, vielleicht noch nicht im Alltag, aber auf jeden Fall unbewußt im Traum bemerkbar.
Spirituell:
Auf dieser Ebene signalisieren Engel im Traum die spirituelle Öffnung des Träumenden. Darüber hinaus stehen Engel für himmlische Kräfte
und Erleuchtung und Offenbarung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deutet auf Glück und Hoffnung;
– fliegend: Herzensruhe, glückliches Alter; Freude;
– singen hören: enge Freunde planen einen Verrat oder ein nahestehender Mensch wird nach langer Krankheit sterben;
– einen Engel sprechen: Erfüllung vieler Wünsche;
– werden: hohe Ehren; für Kranke bedeutet es oftmals den Tod; Vorsicht ist in allen Lebenslagen geboten.
(europ.) : – das Sinnbild eines guten Wesens, hat auch immer eine gute Bedeutung;
aus momentanen Schwierigkeiten wird ein Ausweg gesucht;
auch: für schlechte Menschen eine Mahnung, zu bereuen;
kann als Bote einem zu neuen Einsichten und Erkenntnissen verhelfen;
– sehen: steht für viel Glück, die Erfüllung aller frommen Wünsche,
sowie Charakterstärke und Hilfe von Oben oder einen Ausweg;
– selbst sein: bedeutet große Ehrung, gilt aber auch als eine Todesahnung;
– sich selbst als einen sehen: man wird Liebe und Freundschaft gewinnen;
– von solchen umgeben sein: man wird die große innere Ruhe und Zufriedenheit finden.
(ind. ) : – Schaut jemand einen von den Engeln Gottes, die in den heiligen Büchern genannt und aufgezeichnet sind,
wird er eine Freudenbotschaft empfangen.
– Herrscht Krieg im Land, wird es einen schnellen und überwältigenden Sieg über die Feinde geben, Leid wird sich in Freude,
Krankheit in Gesundheit wandeln, und Armut wird dem Reichtum weichen.
– Eine Frau, die guter Hoffnung ist, wird einem Knaben das Leben schenken.
– Hat der Kaiser dieses Gesicht und dünkt es ihn, er spreche mit dem Engel, wird alles, was er von ihm vernommen hat,
unveränderlich in Erfüllung gehen, Gutes oder Böses. Schaut er nur den Engel, ohne mit ihm zu sprechen, bedeutet es
Sieg über seine Feinde, Wachstum seines Volkes und Sättigung der Armen.
– Schaut einer, der um Gottes Namens willen leiden soll, einen Engel, so wisse er, daß er gerettet ist.
– Erblickt jemand einen von den Engeln, die namenlos und nicht in der Heiligen Schrift aufgezeichnet sind,
den wird Freude und Wonne erfüllen, doch in bescheidenerem Maß.
– Träumt einer von einem unbekannten, schönen und stattlichen Eunuchen, ist dieser einem Engel gleichzusetzen
wegen seiner Makellosigkeit, Engelgleichheit und Unberührtheit von fleischlicher Begierde, und deshalb wird er für
den Träumer die gleiche Bedeutung wie ein Engel haben. Auch wird alles, was dieser ihm verkündet, bald in Erfüllung
gehen. Auch ein bekannter, vornehmer Eunuch von Rang und Würde bedeutet dasselbe, was oben von den Engeln
gesagt ist.
– sprechen hören: eine dir bekannte Person wird sterben müssen;
– sein: große Ehre wird dir zuteil.
(Siehe auch „Religiöse Bilder“, „Vögel“)

409
England
Allgemein:
England kann eine nüchterne, sachliche und lebenstüchtige, dadurch aber auch langweilige und phantasielose Persönlichkeit symbolisieren,
die sich vorwiegend von praktischen Überlegungen leiten läßt. Hinzu kommt oft noch Gefühlsarmut und mangelnde Anteilnahme für andere.
Im Traum kann England darauf hinweisen, daß man weniger pragmatisch sein sollte, weil man dadurch viele Aspekte der Persönlichkeit
unterdrückt; aber auch das Gegenteil, die Aufforderung zu mehr Sachlichkeit, kann dahinter stehen, wenn sich das aus den Lebensumständen
ableiten läßt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Engländer, sehen: großer Reichtum;
– sprechen: viel Langeweile.
(europ.) : – auf der Landkarte sehen: man macht in einer Sache seine Ansprüche geltend, stößt aber auf Gleichgültigkeit;
– dorthin reisen: man wird viel Geld ausgeben.
Englisch
Allgemein:
Englisch als Sprache im Traum deutet man im Sinne von England als Ankündigung geschäftlicher Erfolge, für die man aber oft eine
glückliche Liebesbeziehung opfern muß. Liest man etwas in englischer Sprache, kommt darin oft Langeweile zum Vorschein.
Volkstümlich:
(europ.) : – sprechen: Glück in Geschäften, aber Pech in der Liebe;
– ein Buch in dieser Sprache lesen: man wird sich langweilen;
– als Ausländer einen Engländer treffen: unter den egoistischen Plänen anderer zu leiden haben.
Engpaß
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst aus einer Gefahr errettet.
Enkel
Psychologisch:
Er steht für den Generationssprung in der Entwicklung. Meist ist man seiner Zeit voraus.
Volkstümlich:
(arab. ) : – unerwartete Freuden.
(europ.) : – Alte Leute, daß sie ihre Enkel gesund und munter sehen, stehen denselben noch viele Freuden bevor,
hauptsächlich im Familienkreis.
– Träumt jemand von Enkelkindern und hat keine, so tritt hier offensichtlich der Wunsch nach solchen hervor,
auch ist es nicht ausgeschlossen, daß dieser Wunsch in Erfüllung gehen wird.
Entbehrungen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Entbehrungen dulden: dein Haushalt bessert sich.
(europ.) : – erdulden: läßt vielleicht Krankheit oder gar Armut eintreten.
(ind. ) : – in deinem Haushalt wird sich in Kürze vieles bessern.
Entbindung
Allgemein:
Wenn man als Frau von einer Entbindung träumt, sollte man sich zunächst fragen, ob man sich derzeit wünscht, schwanger zu werden. Wenn
dies der Fall ist, handelt es sich um einen klassischen Wunscherfüllungstraum. Wenn man mit seinem Partner gerade versucht, ein Baby zu
bekommen, könnte der Traum einem vorzeitig mitteilen, daß man schwanger ist – Träume kennen die Diagnose anscheinend manchmal
früher als jeder Arzt. Das Traumbaby steht aber eher für etwas im Wachleben: etwas, das man geschaffen hat, einen vor kurzem erworbenen
Besitz, an dem man sehr hängt, oder sogar ein sorgfältig ausgearbeitetes Zukunftsprojekt.
Psychologisch:
Sie hat immer etwas mit der Wiedergeburt, mit neuen Erkenntnissen zu tun. Bei Frauen weist sie auf die Entfaltung der eigenen
Persönlichkeit, auf ein glückliches neues Verhältnis oder auf die Absage an ein brüchiges altes hin. Bei Männern kann sie die Geburt einer
neuen Idee oder eine private Umstellung bedeuten, durch die man weiterkommen wird. Verläuft die Entbindung problemlos, können wir auf
das Anbrechen eines sehr positiven Zeitabschnittes hoffen, in dem uns beinahe alles gelingen wird. Eine schwere Entbindung dagegen
verheißt Verlust, das kann das Fehlschlagen eines Planes oder einer Unternehmung sein oder die Trennung von einem Menschen.
Entbindung hat meist die gleiche Bedeutung wie Geburt. Indische Traumbücher deuten sie allgemein als Warnung vor einer Rufschändung;
Entbindung eines Mädchens soll familiäres Glück, eines Knaben Sorgen und Enttäuschungen ankündigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Hoffnungen werden sich verwirklichen.
(europ.) : – gilt als eine Entlastung des Körpers und der Organe und ist daher als eine Art Säuberung aufzufassen;
– zeigt die Erfüllung eines Herzenswunsches an;
– einer glücklichen beiwohnen: bedeutet Glück und Freude;
– eines Knaben: Glück in Geschäften;
– eines Mädchens: schmerzliche Erfahrungen;
– einer unglücklichen beiwohnen: Schmerz und Trübsal;
– eigene: wenn man das geborene Kind sieht, so bedeutet das Gewinn und Entlastung von vielen Kümmernissen und Sorgen;
– eigene schmerzvolle oder unglückliche: bedeutet Erkrankung;
– mit Totgeburt: Trübsal.
(ind. ) : – beiwohnen: sei auf deine Ehre bedacht;
– entbunden werden von einem Knaben: du machst schlechte Erfahrungen;
– von einem Mädchen: glückliches Familienleben.
(Siehe auch „Geburt“)

410
Entblößen
Volkstümlich:
(arab. ) : – verletze nicht andere in ihren Gefühlen;
– den Körper: durch unanständiges Benehmen wird man Anstoß erregen;
– den Kopf: Demütigung erleben;
– die Füße: sich eine Erkältung zuziehen.
(europ.) : – man wird in eine Lage geraten, in der man etwas tun muß, was man selbst nicht will oder verabscheut;
– sich vor Damen: Gemeinheiten begehen und zu schlechtem Lebenswandel Neigung besitzen,
was Verluste zur Folge haben wird;
– umhergehen: man wird in Not geraten;
– durch den plötzlichen Anblick eines Nackten erschrecken: bedeutet auch im Leben einen bösen Schreck;
– einen schönen Menschen anderen Geschlechts nackt sehen: Befriedigung einer heimlichen heißen Sehnsucht;
– einen häßlichen Menschen anderen Geschlechts nackt sehen: man wird durch eine Liebesaffäre Schande
und Spott zu erwarten haben;
– kleine Kinder nackt sehen: verheißt schönstes und reinstes Glück.
Entdeckung
Allgemein:
Entdeckung steht meist für Nachrichten und Neuigkeiten, die man bald erfahren wird. Je nach Begleitumständen und persönlicher
Lebenssituation können sie günstig oder ungünstig sein, das läßt sich nur im Einzelfall erkennen.
Psychologisch:
Wer im Traum eine Entdeckung macht, findet Vergessenes wieder.
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: du wirst Geheimnisse erfahren.
(europ.) : – machen: bedeutet eine zu empfangende Wohltat; man wird viel Neues erfahren.
(ind. ) : – machen: Kummer wird in dein Haus einziehen.
Entehrt
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: du wirst eine Liebschaft beginnen.
Enten
Artemidoros:
Enten und alle Arten von Sumpf- oder Flußvögeln bedeuten dasselbe wie die Möwen und Taucher.
Allgemein:
Ente ist ein Glückssymbol, das vor allem Wohlstand und Ansehen verheißt. Sie kann auch die Intelligenz eines Menschen und die Weisheit
des Unbewußten verkörpern, die bei der Realisierung von Zielen helfen. Der Traumzusammenhang muß herangezogen werden, um
Aufschluß über die wirkliche Bedeutung des Symbols zu erhalten.
– Eine Spielzeugente stellt vielleicht die kindlichen Anteile des Träumenden dar.
– Füttert er im Traum Enten, dann liegt der Schluß nahe, daß eine therapeutische oder beruhigende Beschäftigung wichtig ist.
– Eine Ente zu essen, verweist auf ein bevorstehendes Fest oder eine Feierlichkeit.
– Schwimmende Enten lassen dagegen auf eine flotte Ausführung von Plänen hoffen, die kaum ins Wasser fallen werden.
– Schwimmt die Ente in dunklem, trübem Wasser, muß man mehr auf seinen guten Ruf und auf Anerkennung achten.
– Ihr watschelnder Gang deutet die Schwierigkeiten und die Langsamkeit an, die unser Fortkommen behindern.
Psychologisch:
Es ist gut, Kontrolle über das eigene Leben zu haben. Aber der Träumende sollte sich auch immer wieder vertrauensvoll dem Strom des
Lebens überlassen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene wird die Ente traditionell als Symbol der Künstlichkeit gewertet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: glückliche Vorbedeutung; du wirst dich mit einem Feind versöhnen;
– vorbeifliegen: Zeichen, daß man hintergangen wurde;
– essen: du bist deinem Glück im Wege; auch Vergnügen;
– schwimmen sehen: eine ehrende Einladung erhalten; man wird dich zu einer wichtigen Besprechung zuziehen;
auch; man hegt selbst trügerische Gedanken;
– fangen: etwas Bedeutendes wird dir gelingen;
– fangen wollen und nicht erreichen: mißlingende Unternehmungen;
– schreiende: es befindet sich eine zänkische Frau in unmittelbarer Umgebung, die Schwierigkeiten bringen wird;
– rupfen: Zank und Unfriede;
– gebratene auf dem Tisch: man wird bald bei guten Freunden bald zu Gast sein;
– selbst essen: in naher Zukunft an einem erfreulichen Fest teilnehmen.
(europ.) : – mit dem Symbol sind Hoffnungen verbunden;
– sehen: bedeutet Ehre;
– weiße Enten: bedeuten Sparsamkeit und gute Ernte;
– schwimmen sehen: man wird aller Betrübnis und Nachrede entgehen können; ungünstige Nachrichten;
– paddelnde Wildenten in klarem Wasser: Fernreisen stehen unter einem guten Stern;
– fliegen sehen: Reichtum oder Geldgewinn; glückliche Zukunft sowie Heirat und Kinder in einem neuen Heim;
– sehen, wie sie von Gänsen angegriffen werden: Ärger in geschäftlichen Belangen;
– auf Entenjagd gehen: sagt eine Verschiebung bei der Realisation von Plänen voraus;
– fangen: Erfolg bei Unternehmungen;
– fangen wollen und dies nicht können: bedeutet Verluste;
– füttern: man wird für eine gute Tat an einem seiner Freunde Undank ernten;
– erschossene sehen: Feinde könnten sich in Ihre Privatangelegenheiten einmischen;
– Entenbraten sehen: Verschlechterung des Einkommens;
– Entenbraten essen: gilt für Unmäßigkeit; fröhliches Fest im Familienkreis.
– Enten stehlen: Habsucht und Gier nach allem Fremden.

411
(ind. ) : – essen: du wirst zu Ehre und Wohlstand kommen;
– fangen: du mußt deine verworrenen Geschäfte endlich regeln;
– rupfen: sei vorsichtig, daß du wegen einer geringen Sache nicht in große Unannehmlichkeiten kommst;
– schwimmen sehen: man versucht deine Ehre zu beschmutzen.
(Siehe auch „Federvieh“, „Gans“, „Möwen“, „Vögel“)
Enterbt
Allgemein:
Enterbung soll nach alten Traumbüchern auf Tod oder Trennung von einer nahestehenden Person hinweisen, manchmal auch finanzielle
Verluste ankündigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: Todesfall in der Familie.
(europ.) : – werden: deutet Verluste an; man sollte auf das Geschäft und den gesellschaftlichen Stand achten;
– Glaubt ein junger Mann durch Ungehorsam enterbt zu werden, kann er sich von seinen Eltern Vorteile erhoffen,
indem er eine angemessene Ehe eingeht.
– Einer jungen Frau rät dies, sich bedachtsam zu verhalten, damit sie kein Unglück erleidet.
(ind. ) : – werden: ein Todesfall in der Familie.
Enterich
Volkstümlich:
(arab. ) : – Verlegenheiten.
Entfärbung
Volkstümlich:
(arab. ) : – leichte Krankheit.
Entfernungen
Volkstümlich:
(europ.) : – ausmessen: sich mehr Arbeit machen, als nötig ist;
– träumt man, daß man fern von seinen Lieben ist und Sehnsucht empfindet,
wird man infolge Streit und Zwistigkeit von guten Freunden verlassen bleiben;
– von Familie oder Freunden getrennt zu sein: schlechtes Zeichen;
– andere Menschen von einem getrennt sind: gute Nachrichten hören.
Entführung
Assoziation: – Arbeit an der Unabhängigkeit und Freiheit.
Fragestellung: – Welche Verantwortungen will ich übernehmen oder fürchte ich zu übernehmen?
Allgemein:
Im Traum entfüh rt zu werden, macht dem Träumenden deutlich, daß seine eigenen Ängste und Zweifel ihn zum Opfer machen können. Er
wird von seinen eigenen inneren „Dämonen“ verunsichert und überwältigt. Entführung kann dazu auffordern, sich bald zu einer Heirat zu
entschließen, wenn es dafür in der realen Lebenssituation Anhaltspunkte gibt. Sonst wird sie allgemein als Glückssymbol aufgefaßt.
Psychologisch:
Ein Entführungstraum kann als Hinweis gelten, daß man einmal ein traumatisches Gewalterlebnis hatte, es „erfolgreich“ verdrängte, aber
immer noch daraus Minderwertigkeitsgefühle bezieht – und eine permanente Angst, sich „jemandem auszuliefern“ – auch sexuell. Es kann
jedoch auch der Träumende sein, der einen anderen Menschen entführt. Dies würde auf der einfachsten Ebene bedeuten, daß er versucht,
diese Person zu beeinflussen. Oder aber der Träumende strebt an, sich die begehrten Eigenschaften seines „Opfers“ anzueignen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene entspricht der Entführer im Traum eine Art „Seelendieb“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Dünkt es einen, seine Tochter sei von einem bekannten Ehebrecher entführt worden, wird der Entführer den Vater des entführten
Mädchens arglistig bestehlen, ist der Entführer unbekannt, wird sein Feind ebenfalls sich an seinem Vermögen vergreifen.
– Entführung einer weiblichen Person: unerwartete Verheiratung lediger Personen;
– entführt werden: mit der Erfüllung eines Herzenswunsches rechnen können.
(europ.) : – Entführung verheißt eine herbe Enttäuschung; auch: ihre Umstände sind im Begriff sich
zu verbessern und viele Ihrer Sorgen sind grundlos;
– von anderen gewaltsam fortgetragen werden: Pläne gegen alle Widerstände durchführen;
– vornehmen: bedeutet ein Eheversprechen oder einen Freundschaftsbund;
– eines Kindes: bringt unverhofftes Glück;
– einer großen Persönlichkeit des öffentlichen Lebens: Ausdruck der Unzufriedenheit
im Volke mit einer politischen Richtung.
(ind. ) : – werden: hüte dich vor Erkältung;
– andere: du wirst dich bald zu einer Heirat entschließen müssen, denn die Zeit drängt.
Entgleisen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst ein unangenehmes Abenteuer haben.

412
Enthauptung
Artemidoros:
Träumt man, geköpft zu sein – in Folge eines richterlichen Urteils, durch Räuberhand, im Gladiatorenkampf oder sonstwie: das macht keinen
Unterschied – so droht dem, der Eltern, und dem, welcher Kinder hat, Unglück. Der Kopf gleicht den Eltern, weil er die Ursache des Lebens
ist; den Kindern wegen der Ähnlichkeit des Gesichtsausdrucks. Einige verloren nach diesem Traumerlebnis ihre Gattin, einen Freund und
einen guten Hausverwalter, und es fehlte ihnen von da ab eine zuverlässige Person, die auf ihr Hab und Gut ein wachsames Auge gehabt
hätte. Ein Hausbesitzer kam um sein Haus; denn der Kopf ist sozusagen das Haus der Sinne. Besitzt aber einer alles dies zusammen, so
erfüllt sich das Traumgesicht selbstverständlich nicht in jeder der erwähnten Beziehung, sondern nach meiner Erfahrung nur im Hinblick auf
die Person, welche der Träumende am meisten schätzt, die er liebt und die ihm besonders nahe steht. Von guter Vorbedeutung ist dieses
Traumerlebnis für den, der in einem Prozeß verwickelt ist, bei dem es um Kopf und Kragen geht; denn alle Geschehnisse, die sich nur einmal
ereignen, unmöglich aber ein zweites Mal, werden, wenn sie sich im Traum abgespielt haben, sich nicht mehr verwirklichen. Sie haben sich
ja bereits im Traumgesicht ereignet. Bankiers, Gläubigern, Eranarchen, Reedern, Großkaufleuten und allen, die Gelder eintreiben, droht,
wegen der Gleichnamigkeit, Verlust des Kapitals. Aus dem selben Grund ist es für Schuldner günstig. Wer in der Fremde lebt, wird in die
Heimat zurückkehren, und jemand, der einen Prozeß um Grund und Boden führt, denselben gewinnen. Ist nämlich der Kopf abgehauen, fällt
er zur Erde, bleibt dort liegen und bereitet dem übrigen Körper keine Pein mehr. Ein Sklave, der das Vertrauen seines Herrn genießt, wird
dieses verlieren; denn niemand wird vor der Verurteilung enthauptet, und kein „Kopfloser“ genießt Vertrauen; nennen wir doch einen, der
sein Bürgerrecht verloren hat, einen „Kopflosen“. Allen anderen übrigen Sklaven verheißt das Traumgesicht die Freiheit; denn der Kopf ist
Herr über den Körper; wird er abgeschlagen, wird der Sklave von seinem Herrn getrennt und somit frei sein. Viele wurden jedoch nur an
andere Herren verkauft. In Prozessen um das Bürgerrecht oder um Geldforderungen prophezeit das Traumgesicht Verurteilung; der Grund
dafür liegt auf der Hand. Hat jemand, der zur See fährt dieses Traumerlebnis, so bedeutet es den Verlust der Segelstange, ausgenommen, der
Träumende gehört zu den Schiffsleuten. In diesem Fall prophezeit es nach meiner Erfahrung den Tod ihrer Vorgesetzten. Es steht aber über
dem Ruderer der Aufseher über die Ruderer, über diesem der Untersteuermann, über diesem der Obersteuermann, über dem Obersteuermann
der Reeder. In bezug auf die Kaufleute und Passagiere hingegen kann man die Segelstange als Kopf bezeichnen (Das Schiff ist für Griechen
und Römer Sinnbild des Menschen, unwillkürlich vergleicht er die einzelnen Teile des Schiffs mit den Gliedern des Menschen.). Ich kenne
jemand, dem es träumte, er sei geköpft worden; er war Grieche, erlangte das römische Bürgerrecht und büßte auf diese Weise seinen früheren
Namen und seine frühere gesellschaftliche Stellung ein. So träumte jemand, er wäre geköpft worden. Hier trat der Fall ein, daß der Vater
starb, der , wie der Kopf für den gesamten Körper, der Urheber seines Lebens und Webens war.
Allgemein:
Enthauptung mahnt zuweilen ganz trivial, nicht so „kopflos“, also unehrenhaft zu handeln oder als Schwächling erkannt zu werden, sondern
vorher lange genug zu überlegen. Auch der Verlust von Ziel- und Wertvorstellungen, denen man bisher als Leitideen des Lebensplanes
folgte, kommt darin im Einzelfall zum Ausdruck. Sieht man bei der Enthauptung eines anderen zu, wird man vielleicht bald eine
schmerzliche Trennung von einem nahestehenden Menschen erleben. Die eigene Enthauptung kündigt allgemein Unannehmlichkeiten im
privaten Bereich oder im Berufsleben für die nächste Zeit an. Oft will uns das Unbewußte auch deutlich machen, daß wir mit einer anderen
Einstellung, mit neuen Gedanken unser bewußtes Dasein beleben sollten, um psychisch vor uns selbst bestehen zu können.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in der Traumhandlung enthauptet oder Zeuge einer Enthauptung wird, ist dies nicht so schrecklich, wie es auf den
ersten Blick scheint. Damit kann auch erklärt werden, weshalb der Träumende die Enthauptung weder als schmerzhaft, noch als besonders
grauenvoll empfindet: dieses Traumbild ist die bildliche Umsetzung der Redensart des „Kopfloswerdens“. Es bedeutet, daß der Träumende
sich gedanklich in eine bestimmte Situation verrannt hat und ermahnt ihn, wieder zur Besinnung zu kommen und den Überblick über das
Ganze nicht zu verlieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – enthauptet werden: Angst, Trübsal und unglückliche Zufälle;
– sehen: ein Feind wird unschädlich gemacht werden.
(europ.) : – Revision der bisherigen Lebenseinstellungen zu bestimmten Vorgängen;
– sehen: Überwindung eines Feindes oder Schaffung eines neuen Feindes;
– beiwohnen: bedeutet das Wiederfinden von etwas längst Verlorenem;
– eines Freundes oder nahestehenden Person: bringt Trennung von einem lieben Menschen;
– enthauptet werden: große Überraschung; wenn Schmerz dabei, kündet dies eine Erkrankung an;
ohne Schmerz: man wird unter Schande und Erniedrigung leiden;
– selbst durchführen: wenn Blut dabei, wird man einen Prozeß oder eine Auseinandersetzung gewinnen;
wenn ohne Blut oder wenn der Enthauptete wieder lebendig wird, kann man einen Feind trotz aller
Bemühungen nicht außer Gefecht setzen.
(ind. ) : – enthauptet werden: Angst und unangenehme Dinge werden in dein Haus einziehen.
(Siehe auch „Amputation“, „Kopf“, „Operation“)
Entkleiden
Allgemein:
Entkleidung (Entblößung) bringt selten sexuelle Bedürfnisse zum Ausdruck, die man nicht genügend auslebt; unter Umständen ist damit
Scham- und Schuldgefühl verbunden, weil man diese Bedürfnisse ablehnt. Weitere Bedeutungen ergeben sich aus folgenden
Begleitumständen:
– Selbst entkleidet sein kann den Wunsch symbolisieren, sich ohne Maske und Verstellung so geben zu können, wie man eben ist,
und falsche Hemmungen abzulegen; danach sollte man wirklich streben, um zur inneren Harmonie und Ausgeglichenheit zu finden.
– Öffentlich von anderen entkleidet zu werden steht oft für die Angst vor Bloßstellung und Entlarvung eigenen Fehlverhaltens oder
von Wünschen und Absichten, die man selbst nicht gutheißt.
– Einen anderen entkleiden oder zuschauen, wie er entblößt wird, kündigt wahrscheinlich an, daß man einen Menschen durchschaut
und von ihm enttäuscht wird.
Psychologisch:
Es symbolisiert den vielzitierten „Seelen-Striptease“: Man gibt sich preis, legt offen, was unter der „Verkleidung“ steckt, teilt bislang
geheime, intimste Empfindungen mit – auch mit der Absicht, geliebt zu werden. Wer davon träumt, hat die Neigung, „sich eine Blöße zu
geben“, um dafür Zuwendung zu bekommen. Oder er hat gerade davor große Angst.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich selbst sehen: unerwartetes Glück;
– sich selbst grundlos und überhastet: man sollte sich vor allzu großer Vertrauensseligkeit hüten;
– andere: man wird dich bestehlen.
(europ.) : – in der Öffentlichkeit sein: auf Worte und Handlungen genau achten müssen; ansonsten droht viel Verdruß durch Klatsch.

413
(ind. ) : – andere: verschließe deine Wertgegenstände, den die, die dir freundlich begegnen, wollen dich bestehlen;
– selbst: du kannst mit unerwartetem Glück rechnen.
(Siehe auch „Ausziehen“)
Entjungferung
Psychologisch:
Ein Sexualtraum! Es ist die Sehnsucht erwachsen zu werden, aber auch der Wunsch, den Mut zu einer neuen Lebenseinstellung zu finden.
Die Erkenntnis, daß man – aus männlicher Sicht – im Sexuellen nicht richtig handeln könnte oder daß man – in den zwischenmenschlichen
Beziehungen unsicher ist. Oft verliert man auch etwas, an dem man sehr gehangen hat.
(Siehe auch „Jungfrau“)
Entkommen
Volkstümlich:
(europ.) : – einem Unglück: meist ein ungünstiges Zeichen;
– aus einer Gefangenschaft: weist auf den Aufstieg von Armut zu Reichtum hin;
– einer Seuche: verheißt Gesundheit und Wohlstand; sich vor einer Seuche zu schützen suchen
und dennoch erkranken: durch die Pläne der Gegner zu leiden haben.
Entlassung (Arbeitsplatz)
Allgemein:
Entlassung kann darauf hinweisen, daß man tatsächlich den Verlust des Arbeitsplatzes befürchtet. Wenn sich das nicht aus den realen
Lebensumständen ableiten läßt, symbolisiert sie meist Trennung von einem nahestehenden Menschen, finanzielle Verluste und andere
Alltagssorgen.
Volkstümlich:
(europ.) : – erhalten: bedeutet Sorgen.
Entlassung (Befreiung)
Volkstümlich:
(europ.) : – aus dem Gefängnis: sehr schlechtes Omen;
– jemanden entlassen: ein Zeichen bald endender Schwierigkeiten.
(Siehe auch „Gefängnis“)
Entlaufen
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt eine unerwartete und frühe Heirat an.
Entlohnen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Befreiung von einer drückenden Sorge.
Entmannung
Allgemein:
Ein Angsttraum der Männer, der lange Perioden der Niedergeschlagenheit auslösen kann.
Psychologisch:
Casanova hätte davon träumen können, von dem Zuviel an sexuellen Einwirkungen und Gelüsten nämlich, das auf ein normales Maß
beschränkt werden müßte, damit letztendlich die Potenz erhalten bleibt. Positiv: Sinnliche Verlockungen können dem Träumer nicht mehr
schaden.
Volkstümlich:
(europ.) : – viel Freude und Entgegenkommen beim Weiblichen Geschlecht.
(Siehe auch „Entjungferung“)
Entmündigung
Volkstümlich:
(europ.) : – Anzeichen, daß man einen verantwortlichen Posten einnehmen soll.
Entrüstung
Volkstümlich:
(europ.) : – über eine empfangene Schmach empfinden: man wird einen Tadel verdient haben und es sind Vorwürfe zu erwarten.
Entschuldigung
Volkstümlich:
(europ.) : – vorbringen: bedeutet ein Unrecht begehen und zwar in Nachrede wider einen guten Freund oder eine sonst nahestehende Person;
auch: ein Wechsel der Gesellschaft; möglicherweise zu einer früheren Freundschaft.
Entsetzen
Assoziation: – lähmende Angst; Vertrauensverlust.
Fragestellung: – Was ist für mein Wohlbefinden von zentraler Bedeutung? Auf welchen Teil von mir vertraue ich?
Allgemein:
Entsetzen im Traum ist häufig die Folge unaufgelöster Ängste und Zweifel. Wahrscheinlich ist der Träumende nur dann bereit, sich mit den
Ängsten und Zweifeln zu konfrontieren, wenn er ein derart heftiges Gefühl erlebt. Ist es nicht der Träumende selbst, sondern eine andere
Person in seinem Traum, die Entsetzen erfährt, dann ist die Aufgabe des Träumenden, das Entsetzen zu lindern und sich eine entsprechende
Vorgehensweise zu überlegen.

414
Psychologisch:
Entsetzen im Traum kann ein Auslöser für ein tieferes Verständnis des eigenen Selbst sein. Ein Mensch der um seine Angst weiß, kann etwas
gegen sie unternehmen. Entsetzen ist schwer zu bewältigen, weil dem Träumenden im Traum der Hintergrund seines Entsetzens meist nicht
zugänglich ist. Wird man im Wachzustand von Entsetzen überfallen, so gibt es eine Technik, die dem Betroffenen dabei hilft, die Ursachen
seiner panischen Angst zu durchschauen. Man faßt sie in Worte, in dem man sagt: „Ich spüre Entsetzen, weil…“ und dann die
augenblicklichen Umstände und unmittelbaren Reaktionen einsetzt. Jede neue Aussage muß so lange durchgearbeitet werden, bis ein
natürliches Ende erreicht wird. Zum Beispiel:
„Ich habe furchtbare Angst, weil ich kein Geld habe.“
„Ich habe kein Geld, weil ich es im Supermark ausgegeben habe.“
„Ich habe es im Supermark ausgegeben, weil ich etwas zu essen brauche.“
„Ich muß etwas essen, weil ich Angst habe, zu sterben“ und so fort.
Die Ursachen des Entsetzens werden durch diese Methode stufenweise erschlossen.
Spirituell:
Spirituelles Entsetzen könnte auf Angst vor dem Bösen zurückgeführt werden.
Entspannung
Psychologisch:
Wenn Sie von Situationen träumen, in denen Sie sich entspannen, indem Sie am Strand liegen oder die Zeit in einem Cafe vertrödeln, dann
ist es höchste Zeit, daß Sie sich ausspannen. Machen Sie sich klar, daß Sie nicht immer arbeiten können, das hält keine/r aus. Es ist typisch,
daß in Träumen von Arbeitssüchtigen dieses Symbol immer wiederkehrt. Das Höhere Selbst sagt dem Träumenden, daß er sich jetzt
unbedingt entspannen muß. Tritt also dieses Traumsymbol öfters auf, sollten Sie unbedingt dieser Aufforderung zur Entspannung Folge
leisten. – Jedoch auch: Angst vor und Widerstand gegen eine sinnvolle oder notwendige Anspannung.
Entstellung
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst sein: unerwartetes Glück ist vorhergesagt.
(Siehe auch „Körper“ und einzelne Gliedmaßen)
Enttäuschung
Volkstümlich:
(europ.) : – erleben: zeigt vergebliches Hoffen und Harren an; auch: Erfolg genau in der Angelegenheit, von der man geträumt hat;
– andere enttäuschen und Freude empfinden: zeigt Mißbrauch irgendwelcher Rechte an.
Entthronung
Allgemein:
Entthronung kann dazu auffordern, sich von Hemmungen, Zwängen, Ängsten, Plänen und Idealen, die das Leben beherrschen, zu lösen,
damit man unbelastet von ihnen, neue Lebensmöglichkeiten verwirklichen kann. Dieser Hinweis sollte immer ernst genommen werden, denn
er zeigt an, daß man in der freien Selbstentfaltung und Lebensgestaltung doch erheblich eingeschränkt ist. Entthronung kann bedeuten, daß
der Träumende wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt werden soll. Zudem kann die Entmachtung auch die Angst ausdrücken, die
er vor dem Entzug der Liebe der Eltern hat.
Entwaffnung
Allgemein:
Entwaffnung eines anderen verspricht, daß man bald Feinde und Widersacher unschädlich machen und Hindernisse aus dem Weg räumen
wird, also seine Ziele erreicht. Wird man selbst entwaffnet, soll das nach alten Traumbüchern vor einem Verlust an Ansehen warnen, den
man selbst verschulden kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – lassen: Ehrlosigkeit.
Entweihung
Allgemein:
Entweihung ist meist ein Zeichen dafür, daß man sich selbst nicht uneingeschränkt annimmt, sondern Teile der Persönlichkeit (vor allem des
Unbewußten) ablehnt, sich dafür schämt. Dadurch entweiht man aber den „Tempel der Seele“ und kann nicht glücklich werden. Man muß
also versuchen, sich selbst zu akzeptieren und das, was einem nicht an sich gefällt, allmählich zu ändern.
Entwerfen
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas: überlege dein Vorhaben genau;
– Entwurf sehen: du wirst einen Plan fassen.
Entwirrung
Allgemein:
Entwirrung kündigt oft an, daß man sich aus einem Netz von Ängsten, Mißverständnissen, Intrigen und ähnlichen Einschränkungen befreien
kann, um wieder ein selbständiges Leben zu führen. Manchmal steht dahinter auch die Aufforderung, sich aus einer zwischenmenschlichen
Beziehung zu lösen, die zu Verwirklichungen im Leben führt.
Entwöhnen
Volkstümlich:
(europ.) : – oder sich etwas abgewöhnen: zeigt innere Kraft und festen Willen an;
– eines Kindes: zeigt das kräftige Heranwachsen des Kindes an;
– Jungfrauen sowie Frauen ohne Kinder würde dasselbe den Verlust eines geliebten Gegenstandes verkünden.

415
Entzücken
Volkstümlich:
(europ.) : – über ein Ereignis sein: die Angelegenheiten werden sich zum Guten wenden;
– beim Anblick einer Landschaft: verheißt sehr viel Erfolg und eine angenehme Zusammenarbeit;
– vom Verhalten der Liebsten: angenehme Nachrichten erfahren.
Entzündung
Allgemein:
Leidet der Träumende in seinem Traum an einer Entzündung, könnte es sein, daß er negative Einstellungen von anderen Menschen
verinnerlicht hat. Wie die Entzündung gedeutet werden kann, hängt davon ab, welcher Teil des Körpers betroffen ist. Beispielsweise kann
ein entzündetes Bein zu der Annahme führen, daß der Träumende sich durch äußere Einflüsse an seiner Weiterentwicklung gehindert fühlt.
Psychologisch:
Wenn sich der Träumende aufgrund äußerer Umstände im Wachzustand unwohl fühlt, kann dies im Traum als Entzündung zutage treten.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht die Entzündung für mögliche falsche Ideologien und Glaubensvorstellungen, durch die der Träumende so in seiner
spirituellen Entwicklung „infiziert“ wird. Er muß sich die Möglichkeit vor Augen halten, daß falsche Gedanken und Negativität, Macht über
ihn gewinnen können.
(Siehe auch „Eiter“, „Körper“)
Enzian
Allgemein:
Der Enzian symbolisiert Beständigkeit, Zuverlässigkeit und Gefühlswärme und zeigt dem Träumenden, daß er von Menschen umgeben ist,
die diese Charaktereigenschaften besitzen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du leidest unter rachsüchtigen Menschen.
(europ.) : – sehen oder pflücken: deutet auf Unannehmlichkeiten hin.
Enzyklopädie
Allgemein:
Lexikon kann auf gutes Gedächtnis und hohen Wissensstand hinweisen, wobei es aber nicht selten an Phantasie und Kreativität mangeln
mag. Allgemein verkörpert sie die Summe der bisherigen Lebenserfahrungen und fordert auf, diese mehr zu nutzen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder etwas nachschlagen: auf Reichtum verzichten und sich literarische Fähigkeiten aneignen.
(Siehe auch „Buch“)
Eos
(Göttin der Morgenröte)
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Jünglingen und Männern eine baldige Verheiratung;
– den Jungfrauen: Selbständigkeit;
– Frauen: Tod ihres Gemahls sowie ebenfalls eine Selbständigkeit.
Epauletten
(Schulterklappe der Offiziersuniform)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: durch große Auszeichnungen überrascht werden; du wirst Ehre und Ansehen erlangen.
(europ.) : – sehen oder tragen für Mann: man wird zu Ehre und Ansehen gelangen; geschäftliches Vorwärtskommen;
– goldene tragen: bringt Erfüllung einer Hoffnung;
– Wird eine Frau jemandem mit Epauletten vorgestellt, entwickelt sich eine unkluge Zuneigung, die höchstwahrscheinlich mit
einem Skandal enden wird.
– Träumt eine junge Frau von einem Mann mit Epauletten, verheißt das einen neuen Liebhaber aus dem militärischen Bereich.
(Siehe auch „Militär“; „Uniform“)
Epheben
(Für junge Athener begann mit 18 Jahren der militärische Ephebendienst. Ursprünglich zweijährig, wurde er später auf ein Jahr verkürzt, die
militärische Ausbildung trat zurück. Der Ephebe trug während der Dienstzeit kurzes Haar, uniformiert war er mit einem großen Hut (petasos)
und kurzem, schwarzen Mantel (chlamys). In der Kaiserzeit vermittelte die Ephebie neben der sportlichen Übung die sprachlich- literarische
Bildung. Sie wurde ein Priveleg für Söhne reicher Eltern.)
Artemidoros:
Träumt ein Sklave, er leiste den Ephebendienst ab, so wird er die Freiheit erlangen, weil dieser nach dem Gesetz nur Freien offensteht.
Jedem Handwerker und Rhetor bedeutet es für die Dauer eines Jahres Arbeitslosigkeit und Untätigkeit; denn der Ephebe muß ein ganzes Jahr
lang die rechte Hand unter der Chlamys halten und kann sie weder zum Arbeiten noch zum Gestikulieren während des Sprechen betätigen,
noch darf er sie zeigen. Ein Jahr, sagte ich, wegen der Dauer des Ephebendienstes. Beträgt er anderswo drei Jahre, ist die Auslegung im
Hinblick auf die örtliche Regelung zu treffen. Eine Reise vereitelt dieses Traumgesicht und führt den, der in der Fremde weilt, in die Heimat
zurück; denn der Ephebe muß im Land bleiben. Einem Unverheirateten prophezeit es die Ehe; denn nach dem Gesetz legt man die Chlamys
an, nach dem Gesetz geht man die Ehe ein. Ist der Clamys weiß, wird er Träumende eine Freigeborene heiraten, ist sie schwarz, eine
Freigelassene; ist sie purpurn, eine Frau, die von edlerer Abkunft ist als er selbst, in keinem Fall aber eine Sklavin. Schaut jemand dieses
Traumgesicht, der sich Kinder wünscht oder der schon einen Sohn hat, so wird nicht er selbst, sondern sein Sohn den Ephebendienst
ableisten. Einem alten und hochbejahrten Mann prophezeit dieses Traumgesicht den Tod und Gesetzesverächter überführt es; dagegen
verspricht es Leuten, die einen rechtschaffenen Handel und Wandel treiben Hilfe. Denn der Ephebendienst ist geradezu der Maßstab einer
ordentlichen und gesunden Lebensführung. Für einen Wettkämpfer ist es vor der Zulassung zum Wettkampf ein böses Zeichen, weil es ihm
wegen Überschreitung der Altersstufe den Ausschluß ankündigt; es dauert nämlich nicht lange, und der Ephebe wird zum Mann. Einem
Ringkämpfer, der Wettkämpfe bestreitet, bedeutet es, daß er nicht rechtzeitig zum Wettkampf antreten wird; und wenn er antritt, daß er am
Wettbewerb nicht teilnehmen wird; denn Epheben beteiligen sich nicht an Wettkämpfen außerhalb ihres Landes.
(Siehe auch „Militär“)

416
Epidemie
(Massenseuche)
Psychologisch:
Die mit häufig unangenehmen Gefühlen verbundene Epidemie versinnbildlicht die Selbstzweifel, moralische Bedenken und Unsicherheiten
des Träumenden, die sein Denken und Handeln beeinflussen. Sie ermahnen ihn, sich nicht in Grübeleien und Selbstbeschuldigungen zu
verlieren und nicht zu resignieren, sondern zuversichtlich sein Leben zu meistern.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet geistige Erschöpfung und Probleme mit widerwärtigen Aufgaben;
Träume dieser Art weisen auf Ansteckung von Verwandten und Freunden hin.
(Siehe auch „Krankheit“, „Seuche“)
Epilepsie
(Fallsucht)
Allgemein:
Kann im Traum auf hohe innere Spannungen hinweisen, die unter anderem durch Streß, Konflikte oder unterdrückte sexuelle Bedürfnisse
entstehen; sie werden im epileptischen Anfall während des Traums abreagiert, was tatsächlich mit Körperbewegungen verbunden sein kann.
Da aber nur eine Scheinentlastung stattfindet, muß man die individuellen Ursachen erkennen und versuchen, sie intensiv und so schnell wie
möglich zu beseitigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Epileptische sehen: große Umwälzung in deinen Verhältnissen.
Epitaph
(Grabinschrift, Grabmal mit Inschrift)
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet eine Heirat oder sofern Sie verheiratet sind, Familienzuwachs.
(Siehe auch „Grab“)
Eppich
(Auch der Eppich ist mit Tod und Begräbnis verbunden. Mit Kränzen aus Eppich wurden die Sieger in den Wettkämpfen bei den isthmischen
und nemeischen Spielen geschmückt. Beide Agone waren nach dem Glauben der Alten ursprünglich Leichenspiele.)
Artemidoros:
Ein Kranz aus Eppich rafft Kranke, besonders solche, die an der Wassersucht leiden, hinweg, weil die Pflanze kalt und feucht ist und weil
dieser Kranz bei den Totenspielen als Siegespreis verliehen wird. Athleten bringt er Glück, allen anderen dagegen großes Unglück.
(Siehe auch „Kranz“)
Equipage
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: kleine Sorgen;
– darin fahren: sorgenloses Leben.
Erbarmen
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: Zufriedenheit.
Erbleichen
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst: man wird bei einer Unwahrheit ertappt werden;
– bei anderen sehen: man wird eine unangenehme Nachricht erhalten.
Erblinden (Siehe „Blindheit“)
Erbrechen
Assoziation: – ausspeien von unverdaulichen Gedanken oder Gefühlen?
Fragestellung: – Was muß ich loswerden?
Artemidoros:
Viel Blut erbrechen, das von guter Farbe und unverdorben ist, bringt einem Armen Glück; es verheißt Zuwachs an Vermögen und Geld in
Hülle und Fülle, weil Geld und Blut dieselbe Bedeutung haben, eine Beobachtung, die bereits die alten Weisen gemacht haben. Gut ist es
ferner für einen Kinderlosen und jeden, der einen nahen Verwandten in der Fremde hat. Der erstere wird die Geburt eines Kindes, der letztere
die Rückkehr eines Verwandten – in beiden Fällen Blutsverwandte – erleben. Fließt das Blut in ein Geschirr, wird das Kind groß werden, und
der Verreiste wird noch lange Zeit nach seiner Heimkehr leben; fließt es aber auf die Erde, werden beide sterben, und der, welcher in der
Fremde weilte, wird in seine Heimat, das heißt in den Schoß der Mutter Erde zurückkehren, welche die allen Menschen gemeinsame Heimat
ist. Blut fließen zu sehen ist für einen, der unentdeckt bleiben will, unheilvoll; man wird ihn aufspüren und überführen. Verdorbenes Blut
kündigt allen Menschen ohne Unterschied Krankheit an. Ist es nur wenig, so daß es eher einem Blutspucken als Blutbrechen ähnelt, bedeutet
es nach meiner Erfahrung Streit mit den Verwandten. Auswurf von Galle oder Schleim verheißt jemandem, der sich im Unglück, in einer
Bedrängnis oder Krankheit befindet, Befreiung von seinen gegenwärtigen Übeln; denn alle Stoffe verursachen keine Beschwerden mehr,
wenn man sie ausgeschieden hat. Einem, dem es ganz nach Wunsch ergeht, bringt es zuerst etwas Schlimmes, dann befreit es ihn davon. Das
Erbrechen von Speisen bedeutet irgendeinen Schaden, weil der Körper keine Nahrung annimmt. Das Ausscheiden der eigenen Gedärme oder
Eingeweide durch den Mund sagt Mann und Frau den Tod von Kindern voraus, Kinderlosen den Verlust des Teuersten, was sie besitzen.
Einem Kranken weissagt das Traumgesicht den Tod.
Allgemein:
Wir bringen etwas hinter uns, das uns unangenehm, quasi „unverdaulich“ erscheint. Ein Traum vom Erbrechen bedeutet, daß unangenehme
Gefühle herausgelassen werden. Der Träumende befreit sich von etwas, das sein Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt. Erbricht sich eine
andere Person im Traum, so heißt dies, daß der Träumende diesen Menschen verletzt hat. Mitgefühl ist angebracht. Erbrechen kann wie
Durchfall auf das Bedürfnis nach Selbstreinigung hinweisen, die aber aggressiver zum Ausdruck kommt. Im Einzelfall erkennt man darin
auch Ekel und Überdruß vor sich selbst, anderen Menschen oder dem Leben schlechthin; dann müssen die individuellen Ursachen geklärt
und überwunden werden. Alte Traumbücher deuten Erbrechen auch noch als Symbol von bevorstehendem Glück, bei dem man durch andere
gefördert wird.

417
Psychologisch:
Bei zu starker Belastung durch Probleme und Schwierigkeiten muß der Träumende den Kummer, der ihm dadurch entsteht, „ausspucken“
und loswerden. Fühlt sich der Träumende nach dem Erbrechen erleichtert, heißt das, daß er etwas unbedingt verdrängen möchte. Übergibt er
sich qualvoll und unter Schmerzen, zeigt dieses Bild dem Träumenden, daß sein Problem nicht so einfach aus der Welt zu schaffen ist und er
es noch verarbeiten muß. Wacht der Träumende mit einem Gefühl der Übelkeit auf, bedeutet dies, daß er auf einer emotionalen Ebene diese
Befreiung, die im Traum stattgefunden hat, spürt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Erbrechen eine Befreiung von Bösen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er erbreche Speisen, wird es in seinem Haus Krach und Streit um Geld und Gut geben;
denn alles, was der Bauch einschließt, bedeutet des Hauses Geld und Gut.
– Spuckt einer Blut, wird er wider Willen so viel Gold einbüßen, wie er Blut von sich gegeben hat;
speit jemand nur Wasser, bedeutet auch dies Geldverlust; Auswurf von Galle verheißt Befreiung von Krankheit,
freilich um den Preis von Ausgaben; gibt einer Speis und Trank von sich, bedeutet auch dies Geldverluste.
– erbricht eine andere Person: Klatschsucht kann zu Ärger und großen gesellschaftlichen Schwierigkeiten führen;
– eine klar erkennbare Form des Erbrochenen: Fehlschlag in geschäftlichen Dingen.
(europ.) : – einer Tür, eines Schrankes: zeigt unangenehme Überraschungen an;
– sich übergeben: wird beim Erwachen rückwirkend ein Unwohlsein fühlen lassen;
auch: in einen Skandal verwickelt sein; Gewinn für den Armen, Verletzungen für den Reichen;
– andere sich erbrechen sehen: man versucht, Sie mit Falschaussagen zur Hilfe zu verpflichten;
– Blutspeien: bald unerwartet von Krankheit heimgesucht werden; düstere Zukunftsaussichten
führen zu Niedergeschlagenheit; Kinder und häusliche Angelegenheiten bereiten Ihnen Verdruß;
– Wenn eine Frau ein lebendes Huhn ausspuckt, verpaßt sie ein Vergnügen wegen der Krankheit eines Angehörigen.
Schlechte Geschäfte und Unzufriedenheit verbinden sich auch mit diesem Traum.
(ind. ) : – Träumt der Kaiser, er erbreche aus freiem Willen und ohne Beschwerden, wird er seine Entscheidungen und Verträge,
die er mit anderen Völkern traf, widerrufen;
einem gemeinen Mann wird in seinem Beruf alles verquer gehen.
– Träumt ein Frommer oder Einsiedler, er erbreche unfreiwillig und unter Schmerzen, wird er vom geraden Weg
zu Gott abweichen;
von einem einfachen Mann wird man hart zurückfordern, was er mit unlauteren Mitteln zusammengerafft hat.
– Erbricht einer nur die Speisen, die er gegessen, wird er sich von Bosheit und Bitterkeit nicht ohne Verlust oder
Schaden freimachen.
– Will jemand mit Hilfe eines Trunks sich gewaltsam erbrechen, vermag es aber nicht, wird der Landesfürst ihn mit
Geldforderungen unter Druck setzen, er wird aber kein Geld einbüßen noch zahlen, sondern Lohn von Gott bekommen.
(Siehe auch „Durchfall“, „Ekel“, „Krankheit“)
Erbschaft
Allgemein:
Erbschaft (Erben) steht allgemein für eine Veränderung im Leben; nimmt man sie an, gilt das als ungünstig, die Ablehnung dagegen soll eine
günstige Wende ankündigen. Ferner kann in der Erbschaft zum Ausdruck kommen, daß man von einem anderen Verantwortung, Ideen oder
andere seelisch-geistige Werte übernimmt, von denen man sich aber nicht erdrücken lassen darf.
Psychologisch:
Sie hat nichts mit finanziellem Erfolg zu tun, weist vielmehr auf seelische Fähigkeiten hin, mit deren Hilfe wir unser Privatleben leichter
gestalten könnten. Das im Traum übernommene Erbe ist etwas, das uns seelisch entlasten kann, im Wachleben aber müssen wir erst eine
gewisse Charakterumstellung vollziehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst machen: deine finanzielle Lage wird sich rapide verschlechtern;
– ein genauer Geldbetrag, deutlich sichtbares Erbe: man wird in Not geraten, wenn man sich in Zukunft
seinen Mitmenschen gegenüber geizig verhält.
(europ.) : – das Plötzliche der überkommenden Erbschaft zieht Streit und Ärger nach sich;
– als Erbe von Kostbarkeiten eingesetzt werden: man läuft Gefahr, seine Besitztümer zu verlieren;
man wird vor bevorstehender Verantwortung gewarnt; angenehme Überraschungen können folgen;
– antreten (Geld): gilt für kommende Verluste und dadurch Kummer und Elend;
– verweigern: günstige Änderung der Situation;
– alte Sachen erben: verheißt einen bedeutenden Glücksfall.
(ind. ) : – du wirst aus einer drückenden Lage befreit werden.
(Siehe auch „Enterbung“)
Erbsen
Artemidoros:
Hülsenfrüchte sind samt und sonders von schlimmer Vorbedeutung, ausgenommen Erbsen wegen ihres Namens (Wortspiel: pison = Erbse
und peitho (gesprochen piso) = Überredung); denn diese sind das Symbol der Überredung, besonders für Steuermänner und Anwälte. Den
einen wird das Steuerruder, den anderen werden die Richter gehorchen.
Allgemein:
Erbsen können auf eine kleinliche, pedantische Persönlichkeit (umgangssprachlich „Erbsenzähler“) hinweisen, die sich selbst und anderen
das Leben nicht unnötig schwermachen sollte. Sieht man blühende Erbsen oder sammelt die Früchte, verheißt das Wohlstand; steckt man
Erbsen neu ins Beet, wird ein Plan gut gedeihen, eine Hoffnung in Erfüllung gehen. Verzehr von gekochten Erbsen soll nach alten Quellen
aber Krankheit, Leid und Not, die Erbsensuppe familiären Streit ankündigen.
Psychologisch:
Schmetterlingsblütler, die im Hin- und Hergewoge der Umwelt nach oben streben und Nützliches erzeugen. Übersetzt: das vernünftige
Taktieren im Wachleben, um für sich etwas zu erreichen. Wer im Traum Erbsen zählt, steht vor einem schwierigen und langwierigen
Entwicklungsprozeß.

418
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Vermehrung des Vermögens in Aussicht;
– für Frauen allgemein können sie Schwangerschaft ankündigen;
– sammeln: Wohlstand erlangen, durch gute Einnahmen;
– essen: man beschuldigt dich ungerechterweise einer unschönen Handlung;
– blühen sehen: Glück in Unternehmungen;
– stecken: gute Häuslichkeit.
(europ.) : – gelten im allgemein als Gewinn durch Redlichkeit;
– stecken: gibt Hoffnung für ein Vorhaben;
– pflanzen: Hoffnungen hegen, die sich erfüllen werden;
– wachsen sehen: deutet auf gedeihliche Geschäfte hin;
– sehen: guter Fortgang eines begonnenen Unternehmens;
– sammeln: Pläne werden sich zum Guten wenden und man wird die Früchte seiner Mühen ernten;
– kochen: bedeutet Ärger;
– gekochte: die Früchte der Arbeit genießen können;
– Erbsensuppe: bringt Streit in die Familie;
– Erbsen in der Dose: Ihre größten Hoffnungen werden kurzfristig in einer Sackgasse enden,
doch schließlich fügt sich alles zum Guten;
– getrocknete Erbsen: die Gesundheit überstrapazieren; auch: Geld, das auf zweifelhafter Weise erworben wurde;
– getrocknete Erbsen essen: nach einem großen Erfolg kündigt sich ein kleiner Rückschlag in Ihrem Lebensglück
und Wohlstand an;
– frische essen: Zeichen für robuste Gesundheit und die Anhäufung von Reichtum; Bauern und Ihren Frauen
verheißt es viel Arbeit.
(ind. ) : – blühen sehen: du hast Glück in all deinen Unternehmungen;
– gekochte: durch rasche Abwicklung deiner Geschäfte kannst du zu Gewinn kommen;
– sammeln: Wohlstand wird in dein Haus einziehen.
Erbstück
Allgemein:
Sie vertreten Tendenzen und Neigungen, die man von seinen Vorfahren geerbt hat. Der Träumende sollte sich damit intensiv
auseinandersetzen. Was sind das für Erbstücke und in welchem Zustand sind sie? Aber lassen Sie diese Errungenschaften Ihr Leben nicht
erdrücken.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine aufgeschobene Antwort; lassen Sie sich nicht von einem Freund dominieren.
(Siehe auch „Erbschaft“)
Erdball
(Erdkugel, Globus)
Allgemein:
Kann oft wie der Ball als eine abgerundete, harmonische Persönlichkeit verstanden werden. Manchmal kommt darin auch die weitere
Lebensplanung und der Wunsch nach mehr Selbstentfaltung und Ausblick in die Zukunft zum Vorschein, gelegentlich das Bedürfnis nach
einer Reise.
(Siehe auch „Ball“, „Erdkugel“)
Erdbeben
Assoziation: – Erschütterung der Seele; Veränderung auf tieferen Ebenen.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir wird aufgerüttelt?
Artemidoros:
Gerät die Erde in Bewegung, werden auch die Geschäfte und die Lebensverhältnisse des Träumenden in Bewegung geraten; Erdspalten aber,
Erdbeben und Einstürze bringen allen Menschen Schaden und vernichten sie oder ihr Hab und Gut. Alle diese Erscheinungen sind
erfahrungsgemäß nur Leuten, die auf Reisen gehen wollen, und Schuldnern glückbringend und günstig; denn was sich auflöst und einstürzt,
vermag den Träumenden nicht mehr an den früheren Ort festzuhalten; daher befreit es von Schulden und Fesseln. So träumte einer, seine
Vaterstadt sinke durch ein Erdbeben in Trümmer; sein Vater wurde zum Tode verurteilt und ging so zugrunde, denn es bedeuten die
Vaterstädte auch die Eltern.
Allgemein:
Der Traum von einem Erdbeben macht auf eine innere Unsicherheit aufmerksam, mit der sich der Träumende befassen muß, bevor sie ihn
überwältigt. Es finden gravierende innere Veränderungen und entscheidende Wachstumsprozesse statt, die eine starke Erschütterung sein
können. Erdbeben gehören zu den erschütternden Urerfahrungen der Menschheit. Im Traum warnt es oft vor grundlegenden Veränderungen
des Lebens, die zutiefst verunsichern und nur durch Standhaftigkeit gut überstanden werden; wird man dabei im Traum verletzt, führt die
Entwicklung wahrscheinlich zu Kummer, Sorgen und Verlusten.
Psychologisch:
Durch das Erdbeben wird die Erde stark erschüttert. Im Traum bedeutet das Erdbeben, daß die Seele stark erschüttert wurde. Ebbt das Beben
im Verlauf des Traumes ab oder beruhigt sich ganz, so heißt das, daß der Träumende sich um Selbstbeherrschung bemüht. Kommt es im
Traum zu Toten oder Verletzten, sind dies Anzeichen für ernsthafte seelische Konflikte oder Schuldgefühle des Träumenden. Meist tritt das
Erdbeben im Traum als Warnung an den Träumenden vor der selbstzerstörerischen Wirkung von verdrängten Triebenergien auf. Alte Ideale,
Einstellungen und Beziehungen brechen zusammen und verlangen vom Träumenden entsprechende Aufmerksamkeit und Umstellung. Eine
Angst, die unser Unbewußtes in unser Bewußtsein hinein spielt. Hier wird vor plötzlichen Veränderungen gewarnt, die unseren
Lebensrhythmus durcheinanderwirbeln können. Nach einem Traumerdbeben sollte man sich auf die eigene Tüchtigkeit verlassen und
gewissermaßen Stein für Stein neu aufbauen, vielleicht sogar einen Neuanfang versuchen. Manchmal weist das Erdbeben nur auf eine uns
selbst nicht ganz verständliche Veränderung in unserem Charakterbild hin, das es zurechtzurücken gilt.
Spirituell:
Auf dieser Ebene stellt ein Erdbeben im Traum erhebliche spirituelle Unsicherheit dar.

419
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt jemand in seinem Heimatort von einem Erdbeben, deutet das auf einen neuen Erlaß des Kaisers,
der die Gemüter der Einwohner in Furcht und Schrecken versetzen wird;
ist das Beben überall zu verspüren, wird des Kaisers Erlaß für das ganze Land gelten,
wenn nur hier und dort, für diesen oder jenen Ort.
– Dünkt es einen, einzig sein Haus sei erschüttert worden, wird der Kaiser oder Gouverneur lediglich für sein
Haus eine Anordnung treffen.
– Fallen nach dem Beben die Türen ein, brechen die Balken oder stürzen Hauswände ein, ist die Anordnung
des Kaisers Ausdruck seines Zorns; dabei bedeutet das Einfallen der Türen den Tod der engsten
Familienangehörigen des Hausherrn, das Brechen der Balken den Untergang der Höhergestellten im Haus,
der Einsturz der Wände den Tod des Hausherrn.
– Träumt einer, daß einzig der Kaiserpalast erschüttert worden ist, prophezeit das den Tod des Kaisers
oder seines Sohnes, seiner Tochter, seiner Gemahlin oder eines Blutsverwandten, oder gefährliche
Erkrankungen derer, die dem Kaiser besonders nahestehen.
– Schaut der Kaiser selbst, daß seine Stadt, sein Land oder Palast erbebten, weist das nicht auf den Tod
der genannten Personen, sondern auf Krieg und Schrecken, der von Feinden droht, oder auf einen Anschlag
gegen den Kaiser und die Entlarvung seiner Widersacher.
Dünkt es ihn, durch das Erdbeben sei sein Palast oder Thron zusammengestürzt, wird ihn bald der Tod ereilen;
ist aber durch das Beben nichts eingestürzt, wird ihn, wie gesagt, die Kunde von feindlichem Schrecken ganz
bestürzt machen; hat das Erdbeben nur eines der geheimen Gemächer des Palastes zerstört, nicht aber den
Thronsaal oder die kaiserlichen Gemächer, wird einer von den Vertrauensleuten des Kaisers zu Fall kommen,
aus Entsetzen vor dem Feind.
– Träumt jemand, eine Gegend, die ganz eben oder aber bergig ist, sei durch ein Beben versunken, wird kleinen
Leuten vom Kaiser Gefahr drohen; denn ebenes Land bedeutet solche Leute, Bergland dagegen weist
entsprechend seiner Höhe auf große und reiche Herren.
– Ist eine Stadt infolge eines Erdbebens versunken und ist sie bekannt, wird sie durch eine Seuche,
die Bubonenpest oder durch des Kaisers Zorn zugrunde gehen; ist die Stadt unbekannt, wird das
Verderben über ein dem Kaiser feindlich gesinntes Volk kommen.
– große Ereignisse;
– sehen oder fühlen: bleibe auch in Prüfungen des Schicksals standfest.
(europ.) : – Naturtraum als Symbol der Menschheit; oft Warnung vor Kriegen zwischen den Staaten;
– sehen: ermahnt, standhaft zu bleiben; kündigt meist eine plötzliche an, die einem nicht aufhalten können;
– im Traum miterleben: rät dazu, den Ort eines Reiseaufenthaltes möglichst bald zu verlassen; auch zeigt
ein derartiger Traum Enttäuschungen an; deutet eine bevorstehende Änderung der Lebensverhältnisse an;
– bei einem zu Schaden kommen: Verluste durch die allgemeine Entwicklung im Lande.
(ind. ) : – erleben: sei vorsichtig beim Überqueren der Straße.
– sonst wie (arab.)
(Siehe auch „Chaos“)
Erdbeeren
Allgemein:
Erdbeere ist ein Symbol für gute Freundschaft, in der auch sexuelle Bedürfnisse eine Rolle spielen, die man nicht unterdrücken sollte. Ißt
man Erdbeeren, wird man vielleicht ein erotisches Abenteuer erleben, schüttet man die Beeren aus, endet diese Beziehung aber
wahrscheinlich mit einer Enttäuschung. Große, pralle, grellrote Erdbeeren können davor warnen, sich zu stark in den Vordergrund zu
drängen.
Psychologisch:
Positives Sexualsymbol, ähnlich der weiblichen Brustwarze (siehe Brust), das auf Ehe und Mutterschaft hinweisen soll. Erdbeeren können
also die Erfüllung süßer Erwartungen sein, die wir auf erotischem Gebiet hegen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: kündigt Ehe und Mutterschaft an;
– sehen: treue Freunde haben;
– für Verliebte: spät aber doch wird die Liebe erwidert;
– nur pflücken: es droht eine Erkrankung;
– selbst essen: bald gute Neuigkeiten erfahren; Gesundheit;
– pflücken und essen: Wohlstand und Gesundheit erlangen.
(europ.) : – süße Erwartungen mit sexueller Färbung;
– sehen: wachsende Freundschaft zu einem Menschen;
– pflücken: ist ein Zeichen bevorstehender Freude;
– essen, wenn sie schmecken: zeigen einen glücklichen Erfolg an und die Erfüllung einer Hoffnung;
man wird einen Kuß von einem Menschen bekommen, von dem man dies nicht erwartet;
– viele Walderdbeeren sehen oder sammeln: bedeutet ein Liebesabenteuer;
– diese verschütten: bringt eine Liebesenttäuschung;
– in einem Teller vor sich sehen: sind Küsse, die man erhält;
– damit handeln: man darf sich auf Glück und reiche Ernte freuen.
(ind. ) : – große: du bist zu stolz;
– verschenken: du wirst in gutem Andenken bleiben;
– essen: angenehme Neuigkeit;
– viele sehen: du wirst dich verlieben;
– pflücken: leichte Erkrankung.

420
Erde
Assoziation: – Materie; durch die Natur geerdet sein.
Fragestellung: – Wie bin ich mit der physischen Welt verbunden?
Allgemein:
Ein Traum vom Planeten Erde bedeutet, daß der Träumende das unterstützende Netzwerk, welches er im Leben hat, seine Geisteshaltung und
jene Beziehungen, die er für dauerhaft hält, einbezieht.
– Die Erde symbolisiert die Suche nach Zugehörigkeit und sozialer Ordnung.
– Nachgiebiger, weicher Erdboden stellt die Verbindung her zum Wusch des Träumenden, bemuttert zu werden,
oder zu seinem Bedürfnis nach Hautkontakt.
– Erde steht allgemein für das Werden und Vergehen, Naturverbundenheit und Beständigkeit. Je nach den weiteren
Begleitumständen können sich folgende spezielle Bedeutungen ergeben:
– In der Erde graben weist darauf hin, daß man sich selbst und die augenblickliche Lebenssituation nur aus den Erfahrungen
der Vergangenheit verstehen kann, die gleichsam die Wurzeln bilden; noch weiter geht die Deutung, wenn man darin den
Hinweis auf das kollektive Unbewußte sieht, in dem alle Menschen verwurzelt sind; das kann auffordern, das Unbewußte
besser zu erforschen und frühere Erfahrungen zu nutzen.
– Erde essen (bei vielen Naturvölkern ein ritueller Brauch) kündigt vielleicht an, daß eine Sehnsucht sich erfüllen wird;
oft kommt darin auch das Bedürfnis nach Kraft und Energie durch Naturverbundenheit zum Vorschein.
– Auf bloßer harter Erde sitzen oder liegen kann vor einer bevorstehenden Krankheit warnen, die man aber noch verhindern kann,
wenn man rechtzeitig vorbeugt.
– Dunkelbraune oder schwarze Erde kündigt oft Kummer und Sorgen an.
– Aus der Erde (zum Beispiel dem Grab) emporsteigen weist auf seelisch-geistig Weiterentwicklung hin, wenn man auf den
bisherigen Erfahrungen aufbaut.
Psychologisch:
Der Träumende erkennt in sich den Drang, mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen, sieht jedoch ein, daß er dabei Unterstützung benötigt.
Befindet sich der Träumende in seinem Traum unter der Erde, dann zeigt dies, daß er ein tieferes Bewußtsein über seine unbewußten Triebe
und Gewohnheiten erlangen sollte. Erde ist ein Archetypisches Symbol, erinnert an die griechische Göttin Gaia, die vollbrüstig dem Chaos
entstieg. Der mütterliche Schoß, der neues Leben verspricht. Die Erde ist ein Symbol für Fruchtbarkeit, Mütterlichkeit, Leben, Nähren und
Körperlichkeit. Das Eindringen in die Erde bedeutet Vergangenheit, Geschichte und Tod, das „aus der Erde Wachsen“ Leben. Für den
Träumenden kann dieses Bild entweder bedeuten, daß er zu sehr in seiner Vergangenheit lebt und daher die Realität aus den Augen verliert
oder daß er eine Art psychischer und physischer Wiedergeburt erlebt, neue Lebenskraft bekommt. Nur der gesamte Traum läßt eine genauere
Deutung zu, wichtig ist jedoch immer das Gefühl des Träumenden. Wer im Traum Erde umgräbt, will im Wachleben seinen Standpunkt
festigen, tiefer in die Dinge eindringen. Wer sie ißt, sollte sich mehr um Irdisches kümmern, statt in Wolkenkuckucksheim Irreales zu
suchen. Wer im Atlas den Planeten Erde betrachtet oder ihn als Globus sieht, möchte wohl dem eigenen Wirkungskreis entfliehen, hinaus in
die Welt ziehen und sich den Wind fremder Länder um die Ohren wehen lassen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Erde die große Mutter und Fruchtbarkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich öffnen sehen: schwere Zeiten; du wirst familiären Streit bekommen;
– sich öffnen und Feuer aus den Spalten treiben sehen: freudige Veränderungen in deinen geschäftlichen
Angelegenheiten und Verrichtungen;
– graben: bevorstehendes Begräbnis;
– umgraben: mahnt zu ausdauernden Fleiß, dann wird man sein Besitz vermehren;
warnt aber auch vor Eigensinn
– darauf liegen: kleine Unannehmlichkeiten;
– pechschwarz: bald eine Trauerbotschaft erhalten oder beruflich großes Mißgeschick erfahren.
(europ.) : – schwarze (verbrannte) sehen: bringt Kummer und Trauer;
– dunkle auf einem Acker: soll glückverheißend sein;
– gelbe oder von der Sonne beschienen sehen: kündet treue Freunde und Glück im allgemeinen an;
– aufgeworfene: verkündet ein Begräbnis;
– umgraben: durch Fleiß berufliche erfolgreich sein und ein sicheres Einkommen erzielen;
– darin arbeiten, graben: zeigt einen Gewinn an; man sucht nach den Wurzeln in der eigenen Vergangenheit;
– auf nackter Erde sitzen und Kälte empfinden: man soll auf seine Gesundheit achten;
– auf der Erde liegen und ein Sonnenbad nehmen: man wird sich auf einem Ausflug gut amüsieren;
– auf bloßer Erde liegen: gilt für Trauer;
– daraus emporsteigen: die Lebenskrise geht zu Ende, die Persönlichkeit wird sich weiterentwickeln und gleichzeitig erneuern.
(ind. ) : – Träumt einer, die Erde spreche und rede mit ihm, wird alle Welt in dem Maße, wie es ans Wunderbare grenzt,
daß die Erde reden kann, über die Glücksgüter und den Segen sich verwundern, der dem Träumer zufließt;
der Kaiser wird nach diesem Gesicht lange leben und auf wunderbare Weise ohne Krieg seine Feinde unterwerfen
und ihr Land in Besitz nehmen. Erinnert sich einer, daß die Worte der Erde weltliche Dinge betrafen, wird die Freude,
die sie bedeuten, gewiß für ihn in Erfüllung gehen, mahnten sie aber wegen Sünden und Vergehen, so sind ohne
Zweifel letztere gemeint; der Träumende soll deshalb Gott fürchten und von seinen bösen Taten ablassen.
Erinnert er sich nicht mehr an die Worte, wird die angedeutete Freude und Erwartung von Leib und Seele geringer sein.
– beleuchtet sehen: gute Freundschaft;
– braun: die Zeiten ändern sich schneller, als du denkst;
– essen: deine Sehnsucht wird sich bald erfüllen;
– bearbeiten: deine Familie wird Zuwachs bekommen.
(Siehe auch „Globus“, „Mutter Erde“)
Erde (Element)
Allgemein:
Erde – das Grundelement überhaupt – erinnert uns daran, daß wir sterblich sind. Feuer kann uns beleben, Wasser erquicken, Luft inspirieren,
doch zu guter Letzt kehren wir doch zur Erde zurück. Im Traum bedeutet Erde nicht nur die Uranfänge der Menschheit, sondern auch die
Tiefen unseres Unbewußten. Menschen die von Erde träumen, empfinden das meist als unangenehm. Träume, in denen man sich in Erde,
Schlamm oder Sand begraben sieht oder beim Graben bzw. Wühlen in der Erde, sind oft sehr beunruhigend. Es ist wichtig, sich den Kontext
des Traums näher anzusehen.
(Siehe auch „Erde“, „Graben“, „Meeresschildkröte“)

421
Erdkugel
Psychologisch:
Ein Sehnsuchtstraum der für Fernweh steht. Auch: Man möchte das Wissen der ganzen Welt aufnehmen. Expansionsgedanken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine schöne Reise.
(europ.) : – Symbol für weitgehende Planung;
– sehen: bringt baldige glückliche Heirat oder, wenn man bereits verheiratet ist, eine schöne Reise;
– im strahlend schönen Weltenraum schwebend: Mahnung zur Vorsicht in bezug auf Gehirn oder allgemeine Gesundheit;
– etwas auf ihr (als Globus) suchen und nicht finden: man wird einen anonymen Brief erhalten;
– auf ihr als Globus studieren: man wird einen großen Gelehrten kennenlernen.
(ind. ) : – sehen: du stehst vor einer großen Reise.
(Siehe „Globus“, „Erde“)
Erdrosseln
Assoziation: – Kommunikation zurückhalten.
Fragestellung: – Was bin ich zu sagen oder zu hören bereit?
Allgemein:
Hat man im Traum das Gefühl, erdrosselt zu werden, dann kommt damit zum Ausdruck, daß man von seinen Ängsten überwältigt wird. Es
kann auch ein Hinweis darauf sein, daß der Träumende sein Umfeld nicht unter Kontrolle hat. Ist er derjenige, der einen anderen Menschen
erwürgt, so fühlt sich diese Person möglicherweise im Alltag von ihm erdrückt.
Psychologisch:
Falls der Träumende die Beziehung zu einer bestimmten Person ablehnt, so könnte dies zu Erdrosselung- Träumen führen. Auch Ängste im
sexuellen Bereich finden in diesem Bild ein Ventil.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene können derartige Träume für negative Energien stehen, die dem Träumenden die Luft abschnüren.
Volkstümlich:
(europ.) : – von unsichtbaren Händen gewürgt werden: eine Ihnen nahestehende Person wird versuchen, Sie zu verletzen;
– erdrosselt werden: bald in eine erdrückende und anstrengende Beziehung verwickelt werden.
Erdrücken
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden: du wirst einen Nebenbuhler aus dem Felde schlagen;
– erdrückt werden: nimm dich vor falschen Freunden in acht.
Erdrutsch
Assoziation: – Arbeit an der emotionalen Stabilität; Angst vor Veränderung.
Fragestellung: – Welche alten Überlebenstaktiken bin ich abzulegen bereit?
Volkstümlich:
(europ.) : – ein kurzer und angenehmer Besuch von Orten, die Ihnen dereinst wohlbekannt waren.
(Siehe auch „Erdbeben“)
Erdulden
Volkstümlich:
(europ.) : – Schmerz oder ein Unrecht: gilt für Vorwürfe, Kummer und Leid.
Erektion
Assoziation: – schöpferische Kraft; Fruchtbarkeit.
Fragestellung: – Was will ich tun oder in Angriff nehmen?
Psychologisch:
Als Männertraum: Angst vor Impotenz – oder das Gegenteil, Freude an der eigenen Männlichkeit. Frauen, die davon träumen, hatte S. Freud
Penisneid unterstellt, was man aus heutiger Sicht bestimmt vergessen kann. Für beide Geschlechter ist ein Erektionstraum – naheliegend – als
Ausdruck des Bedürfnisses nach positiv erlebter Sexualität zu verstehen.
Eremit
Allgemein:
Es gibt eine Art von Einsamkeit, die den Menschen daran hindert, Beziehungen auf einer Basis von Gleichheit einzugehen. Dies kann sich in
Träumen in der Figur des Eremiten manifestieren.
Psychologisch:
Ein Eremit ist ein Mensch, der sich aus dem Leben zurückzieht, um ein ausschließlich spirituelles Dasein zu führen. Wenn der Träumende
dem Eremiten begegnet, dann entdeckt er in sich die Dimensionen der spirituellen Bewußtheit.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Eremit für den heiligen oder weisen alten Mann.
Volkstümlich:
(europ.) : – Kummer.
(Siehe auch „Asket“, „Guru“)
Erfahrung
Medizinrad:
Schlüsselworte: Konkrete Fertigkeiten; Körpergedächtnis; Erziehung; Sachkenntnis; handeln; lernen; erinnern; Stabilität; Kompetenz;
mäßigend; integrierend; konzentrierend; Weisheit; westlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Die Qualität Erfahrung wird im Medizinrad mit der äußeren Position des westlichen Seelenpfads gleichgesetzt. Das Mineral
Hämatit, die Pflanze Olive, das Tier Wal und die Farbe Stahlgrau werden mit ihr verbunden. Erfahrung ist das, was du tatsächlich durchlebt
und so zu einem Teil von dir gemacht hast, oder aber die Fertigkeiten und das Wissen, die aus einem gelebten Leben entstehen.
Allgemeine Bedeutung: Ein Rückblick auf dein Leben; das Wissen, daß du deine Lektion gelernt hast; Annehmen des angeborenen Wissens;
Reife; zunehmende Fähigkeiten.

422
Assoziation: Routine, Abgeklärtheit.
Transzendente Bedeutung: Gabe tiefen Verstehens deiner Lebenserfahrungen oder eines bestimmten Aspekts deines Lebens.
Erfindung
Allgemein:
Der Traum von einem Erfinder setzt den Träumenden in Verbindung mit seiner Kreativität. Doch ist der Erfinder eher Verstandesmensch als
praktisch Handelnder; er ist fähig, eine Idee aufzugreifen und sie auf ihre Machbarkeit hin zu durchdenken.
– Erfinder kann als weiser Lehrer und Ratgeber in Träumen auftauchen, wenn man in schwierigen Situationen Rat und Hilfe sucht; seinen
Empfehlungen kann man jedoch nur bedingt vertrauen, denn sie sind oftmals unrealistisch weltfremd. Allgemein kann der Erfinder für
einen rastlosen Geist stehen, der sich neugierig und wißbegierig ständig mit der Welt auseinandersetzt.
– Erfindung kündigt oft eine grundlegende Veränderung im Leben an, die zum Beispiel durch vertiefte Selbsterkenntnis in Gang kommt;
dahinter kann auch die Unzufriedenheit mit der augenblicklichen Lebenssituation stehen. Eine mißlungene, nicht funktionsfähige oder
kuriose Erfindung weist darauf hin, daß man zu idealistisch und weltfremd ist und deshalb keinen Erfolg haben wird, obwohl man sich
sehr viel Mühe gegeben hat.
Psychologisch:
Im Traum von einem Erfinder verbindet sich der Träumende auf der psychologischen Ebene mit der Seite seiner Persönlichkeit, die rational
und logisch denkend, zugleich aber auch introvertierter ist.
Spirituell:
Der Erfinder im Menschen ist der Teil, der Verantwortung für die Entwicklung übernimmt und neue Seinsweisen „erfindet“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: Geldverlust.
(europ.) : – meist Zeichen von Unzufriedenheit mit den gegebenen Umständen; man sollte auf jeden Fall realer denken lernen;
– einen Erfinder sehen: bald eine einzigartige Arbeit übernehmen, die den Ruf des Namens aufwertet;
– machen: Erfolge bei weiterem Fleiß; man bekommt eine wichtige Mitteilung, die einen veranlassen wird,
etwas in seinem bisherigen Leben zu ändern;
– sich für eine interessieren: nach Wohlstand streben und seine Pläne verwirklichen;
– keinen Erfolg mit einer haben: man hat zu idealistische Ideen, die sich nicht in die Praxis umsetzen lassen;
– in der Kriegstechnik von einer großen träumen: kündet beunruhigende Ereignisse in der Politik an.
Erfolg
Psychologisch:
Wer von ihm träumt, wünscht sich ein Erfolgserlebnis – im Zusammenhang des jeweiligen Traumes.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ein Erfolgserlebnis im Traum kann beinahe so befriedigend sein wie im wirklichen Leben. Vielleicht zeigt ihnen der Traum
wozu Sie fähig sind. Ein positives Signal, das Ihr Selbstvertrauen festigen kann.
(europ.) : – haben: Verwirklichung unsere Hoffnungen.
Erfrieren
Psychologisch:
Der Traum vom Erfrieren basiert oft auf äußeren Einflüssen; manchmal weist unser Unbewußtes damit aber auch darauf hin, daß in uns
irgend etwas einzufrieren droht, dem wir mehr Wärme geben müßten. Oft umschreibt das Erfrieren das Erkalten einer Beziehung, die
Gefühlskälte, einen charakterlichen Notstand.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst einen Mißerfolg haben.
(Siehe auch „Eis“, „Frieren“)
Erfrischen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Erfrischung nehmen: deine Kraft wird wachsen.
(europ.) : – sich in fröhlicher Gesellschaft erfrischen: verheißt gute Freundschaft;
Erfrischungen zu sich nehmen: Freude erleben durch gute Taten, Streit schlichten, trösten, etc.
Erfrischungsgetränk
Volkstümlich:
(europ.) : – Erfrischungen anbieten: eine glückliche Heirat;
– zu sich nehmen: kleinerer Ärger.
(ind. ) : – erhalten: du wirst dich aus eigener Kraft emporarbeiten;
– ablehnen: du hast einen starken Charakter;
– anderen geben: du sollst deine Gaben nicht so auffällig geben.
Erhängen
Artemidoros:
Gehängt werden und sich selbst erhängen zeigt Drangsale und Beklemmungen an, weil Erhängte solche Qualen erdulden, ferner das
Verlassen der Heimat oder des Ortes; wo man sich befand, als man das Traumgesicht hatte; denn der Erhängte hat keinen Boden mehr unter
den Füßen noch einen festen Sitz.
Allgemein:
Erhängen (Erhängter) zeigt meist an, daß man den Boden unter den Füßen verloren hat und im Augenblick nicht erkennt, wie der weitere
Lebensweg verläuft. Wird man selbst erhängt, wendet sich wahrscheinlich alles zum Guten, sieht man einen Erhängten, kann das auf eine
ungünstige Wendung hinweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich selbst: Unannehmlichkeiten; man wird die Heimat bald verlassen; Kummer wird darauf folgen;
– ein Fremder sich selbst: warnt vor zu großem Leichtsinn und Unbeherrschtheit;
– viele Fremde: Kummer, Not und Geldmangel;
– einen Erhängten sehen: es droht Geldmangel oder eine schlechte Nachricht.

423
(europ.) : – man ist in einem Entwicklungsübergang begriffen;
– sehen: bringt Unglück;
– erscheint Ihnen eine große Menschenmasse, die einer Hinrichtung durch den Strang beiwohnt,
werden viele Feinde sich zusammentun,
um Ihre Position zu zerstören;
– sich: verkündet Dummheiten, die man leicht begehen könnte, um dann Schaden zu erleben;
die Situation ändert sich zum Besseren;
man befindet sich in einem Entwicklungsübergang und „hängt in der Schwebe“;
– erhängt werden oder sein: Glück und Ehre;
– anderer der erhängt wird: gutes Omen für diesen Menschen; er wird zu Reichtum und Ehren kommen;
– einen Erhängten sehen: man darf nicht lange zögern, um irgendeine gewagte Tat zum guten Ausgang zu führen;
– einen Erhängten abschneiden: Glück, wenn der Erhängte zum Leben zurückkehrt, ist er jedoch tot,
so tritt irgend ein Unglück ein.
Erhitzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Unwohlsein.
Erhören
Volkstümlich:
(europ.) : – oder einer Bitte gehorchen: zeigt das Mißlingen eines Vorhabens an, worauf man große Hoffnungen gesetzt hat.
Erika
Volkstümlich:
(europ.) : – ein glückverheißender Traum, besonders wenn viel Wald dabei ist.
(Siehe auch „Heidekraut“)
Erinnerung
Volkstümlich:
(europ.) : – an verschiedene Dinge: ein ersehnter Wunsch wird in Erfüllung gehen.
Erkältung
Allgemein:
Die einleuchtendste Erklärung für eine Erkältung im Traum kann sein, daß man sich nachts abgedeckt und tatsächlich erkältet hat.
Psychologisch:
Wer sie hat, dessen Inneres ist irgendwie verschnupft über sein bewußtes Handeln. Man suche den Grund und kann von daher vielleicht zu
mehr inneren Frieden gelangen. Das Traumsymbol Erkältung deutet darauf hin, daß man entweder selbst zu unterkühlt und distanziert
reagiert und sich damit schadet, oder daß man in einer zu unterkühlten und distanzierten Umgebung lebt. Es tritt häufig bei akuten
Beziehungskrisen auf. Zuviel Kälte und/oder zuwenig Feuer!
– Husten: Der Husten weist im Traum auf verdrängte Aggressionen hin: Man will den anderen etwas husten,
wie die Umgangssprache es symbolisch ausdrückt.
– Schnupfen: Beim Schnupfen im Traum (und nicht nur dort) hat man die Nase voll. Das bedeutet, daß die Situation,
in der man sich befindet, einem zu viel ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst: man soll sich vor falschen Freunden in acht nehmen.
(europ.) : – kündet eine Erkrankung an. Mitunter fühlt man im Schlaf Kälte infolge Bloßliegens, und träumt von Frost, Eis und derartigen
unbehaglichen Dingen, was dann Besuche in Aussicht stellen soll, über die man nicht immer sehr erfreut sein wird.
(ind. ) : – Krankheit bedroht dein Haus.
(Siehe auch „Erkrankung“)
Erker
Volkstümlich:
(europ.) : – oder Balkon sehen: man wird mit erfolgloser Arbeit zu rechnen haben;
– voller Menschen: zeigt Besuche an.
Erkrankung
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Sorgen und tatsächliche Krankheiten in der Familie; auch: Konflikte belasten mit Sicherheit das Leben;
der Traum wird gewöhnlich von Krankheit begleitet;
– selbst sein: man sollte besonders vorsichtig mit sich selbst sein;
– ein Familienmitglied sehen: ein unvorhergesehenes Ereignis wird in das harmonische Familienleben einbrechen.
(Siehe auch „Erkältung“)
Erlaubnis
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: ein Wunsch wird sich dir erfüllen.
Erle
Volkstümlich:
(europ.) : – Baum am Flußufer: verkündet gute Zeiten.
Erledigt
Volkstümlich:
(europ.) : – (in die Pfanne gehauen) werden: Verlust eines Freundes, jedoch Erfolg für Ihre Pläne.

424
Erleuchtung
Medizinrad:
Schlüsselworte: Aufklärung; heilige Energie; Schöpfer; Wahrheit; tiefes Verstehen; intuitives Wissen; östlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Im Medizinrad ist die innere Position des östlichen Seelenpfads mit der Qualität Erleuchtung verbunden. Zu ihr gehören
darüber hinaus das Mineral Kalkspat, die Pflanze Wilder Amerikanischer Ginseng, das Tier Glühwürmchen und die Farbe fluoreszierendes
Blau. Erleuchten heißt Licht schaffen.
Allgemeine Bedeutung: Harmonie mit dem Leben herstellen; Verstehen der eigenen Kreativität und ihres Ausdrucks; die Fähigkeit zu
strahlen; die Fähigkeit, sich in anderen Wahrheiten mitzuteilen, als man gelernt hat.
Assoziation: Plötzliches Verständnis.
Transzendente Bedeutung: Gabe tiefen Verstehens; ein Schritt hin zur Aufklärung.
Psychologisch:
Beim Traum von der Erleuchtung muß man zwischen naiven und regressiven Wunderglauben und der Sehnsucht nach Klarheit, Freiheit und
Erlösung unterscheiden. Es ist bei diesem Traumsymbol zunächst zu fragen, ob sich das Ich hier nicht zu wichtig nimmt. Was tun Sie denn
für die Erleuchtung? Betrachtet man jedoch den Bewußtseinsaspekt der Erleuchtung und sieht als Bemühung um Klarheit, größere Freiheit
und Erlösung von hinderlichen Automatismen an, dann sollte man das Auftreten dieses Traumsymbols als Ansporn für eine
Bewußtseinserweiterung werten. Dabei ist jedoch die Demut nicht zu vergessen.
Erlösung
Psychologisch:
Symbol eines Befreiungsaktes, ausgelebter Freiheitsdrang.
Ermächtigung
Allgemein:
Eine Ermächtigung ist eine besondere Genehmigung des Handelns, vergeben von einer höheren weltlichen oder geistigen Macht. Von der
Art der Ermächtigung hängt es ab, in welcher Richtung der Träumende aktiv werden muß. So fordert ein Durchsuchungsbefehl dazu auf, die
eigenen Beweggründe zu durchleuchten, während ein Haftbefehl dem Träumenden nahelegt, bestimmte Handlungsweisen aufzugeben.
Psychologisch:
Gerade wenn es dem Menschen schwerfällt, Entscheidungen zu treffen, können Traumbilder manchmal weiterhelfen. Die Ermächtigung im
Traum eröffnet dem Träumenden Möglichkeiten, die er zuvor eventuell nicht gesehen hat.
Spirituell:
Möglicherweise sucht der Träumende eine spirituelle Ermächtigung.
Ermahnung / ermahnt
Volkstümlich:
(europ.) : – werden: bedeutet, daß man Unternehmungen, sein ganzes Tun und Lassen überhaupt, immer vorher reiflich überlegen soll.
Ermattung
Volkstümlich:
(europ.) : – fühlen und sich hinsetzen, hinlegen: Leid, Krankheit oder Kummer; man beachte hierbei an die Kommentare oder Nebenbilder
im Traum.
Ermordet
Allgemein:
Ermordung soll nach alten Traumbüchern langes Leben bei guter Gesundheit verheißen. Man kann darin aber auch den Hinweis sehen, daß
man Teile der eigenen Persönlichkeit durch massive Verdrängung gleichsam „ermordet“ und deshalb unglücklich ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Angst davor haben: verheißt ein langes und angenehmes Leben;
auch: man wird große Opfer bringen müssen, um ein hohes Alter zu erreichen;
– sehen, wie ein anderer ermordet wird: man wird eine schlechte Nachricht erhalten;
– werden: du bist von falschen und heimtückischen Menschen umgeben, die dir immer zu schaden suchen;
– selbst begehen: man läuft Gefahr, unbedacht zu handeln;
– sich an einem Mordkomplott beteiligen: man wird Nutzen aus einer Sache ziehen,
die einem anderen zum Verhängnis wird.
(europ.) : – werden: ist wohl immer das Zeichen eines herannahenden Unglücks und Schwierigkeiten;
– selbst jemandem ermorden: man sollte sich vor unbedachten Handlungen hüten.
(ind. ) : – ermorden: dämpfe deinen Zorn;
– ermordet werden: du mußt ein großes Opfer bringen.
Ermüdung / ermüdet
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: Langeweile wird dich plagen.
Ernährung oder Fürsorge
Allgemein:
In Träumen stehen alle Symbole aus dem Bereich Ernährung und Fürsorglichkeit mit den Grundbedürfnissen des Menschen nach Wärme,
Wohlbefinden, Schutz und Lebensunterhalt in Verbindung. Anfangs steht die Befriedigung all dieser Bedürfnisse mit der Mutter in
Verbindung, und ebenso verhält es sich mit Träumen, die dies thematisieren. Jeder Traum, in dem sich der Träumende seiner grundlegenden
Wünsche bewußt wird, hat etwas mit seiner Beziehung zur Mutter zu tun.
Psychologisch:
Alle Gefäße (Tasse, Kelch, Schüssel usw.) sind Symbole der Fürsorglichkeit und des Weiblichen. Masttiere und Milchvieh stehen ebenfalls
mit dem nährenden Aspekt der Mutter in Verbindung; daher sind sie ein Symbol für Mutter Erde.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeuten Ernährung und Fürsorge im Traum Nahrung für die Seele.
(Siehe auch „Essen“)

425
Erneuerung
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wieder auffüllen; wieder aufrichten; wieder beleben; wiederherstellen; nördlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Die Qualität Erneuerung wird im Medizinrad der mittleren Position des nördlichen Seelenpfads assoziiert. Das Mineral
Peridot, die Pflanze Rotklee, das Tier Regenwurm und die Farbe Dunkelgrün werden mit ihr verbunden.
Allgemeine Bedeutung: Hilfe dabei, die Welt aus einem neuen Blickwinkel zu sehen; eine neue Art zu denken oder neue Ideen;
Wiederherstellung deines Selbstvertrauens oder deiner Selbstliebe; Wiedererrichtung einer Sache; die das Leben zerstört hat; neu anfangen
oder neu machen.
Assoziation: »Alles neu macht der Mai«.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe der Erneuerung.
Ernte
Allgemein:
Wenn ein Traum von der Ernte handelt, ist dies ein Hinweis darauf, daß der Träumende die Erträge einbringt, die er vergangenen
Lernsituationen verdankt. Das Sprichwort: „Wie man sät, so erntet man“ bedeutet, wer Gutes tut, an dem wird Gutes getan. Erlebt der
Träumende die Ernte als Belohnung für eine positive Handlungsweise, so bejaht er damit sein eigenes Tun. Gute Ernte verheißt demnach
Erfolge und Erfüllung von Wünschen, schlechte kündigt Mißerfolge und Enttäuschungen an. Manchmal drückt die Ernte auch aus, daß man
sich nach mehr Anerkennung der anderen sehnt, sich von ihnen vielleicht verkannt fühlt; das muß genauer analysiert und möglichst geändert
werden.
Psychologisch:
Indem der Träumende sich in seinem Traum an der Ernte oder vielleicht an einem Erntefest beteiligt, feiert er seine eigene Lebensenergie. Es
ist die richtige Entscheidung, diese Kraft so einzusetzen, daß sie auch in der Zukunft gute Ernteerträge ermöglicht. Ernte ist ein günstiges
Vorzeichen für die eigenen charakterlichen Anlagen, der Wunsch, Begonnenes erfolgreich abzuschließen. Hier trägt die Arbeit Früchte. Oft
wird mit der Ernte im Herbst eine zur Neige gehende Zeit beschrieben, die für ältere Menschen einen sorglosen Lebensabend erhoffen läßt.
Ist die Ernte schlecht, müssen wir mit einer kargen Zeit rechnen; aber neue Saat läßt hoffen.
Spirituell:
Jede Art von Ernte stellt Fruchtbarkeit dar, insbesondere spirituelle Fruchtbarkeit. Andererseits kann mit dem Traumsymbol Ernte auch der
Tod verbunden sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine gute sehen: deine Wünsche werden sich bald erfüllen;
– einbringen: Teuerung und schwere Zeiten.
(europ.) : – Sehnsucht nach dem Lebenserfolg und der Anerkennung des Geleisteten; Erntezeit ist ein Vorbote von Wohlstand und Freude;
– halten sehen: Lohn des Fleißes;
– selbst ernten: verkündet erfreuliche Dinge;
– selbst einbringen: verheißt gute Erbschaft;
– eine reiche Ernte einbringen: all die Mühen werden bald belohnt werden;
– von Landarbeitern einbringen sehen: sehr glückverheißendes Omen, besonders für Verliebte;
– eine gute sehen: baldige Erfüllung von Wünschen;
– durch Unwetter gestörte: bedeutet Ärger in der Familie oder Verwandtschaft;
– als Fremder einer beiwohnen: zeigt Erfüllung der Wünsche an;
– schlechte: hat böse Vorbedeutung; Mißerfolg;
– Kartoffelernte: schwere Arbeit;
– Obsternte: leichter Verdienst und Gewinn;
– Roggen, Hafer oder Gerste ernten: verheißt gute Gesundheit bei reichlichem Auskommen;
– selbst Heu einfahren: man ist einem Menschen sehr zugetan, und diese Verbindung wird sich intensivieren.
(ind. ) : – gute, reiche: deine Wünsche werden Erfüllung finden;
– einfahren: eine Erbschaft steht dir zwar bevor, doch will man dich noch warten lassen;
– bei schlechtem Wetter: du kannst deinen Vorteil nicht ausnutzen.
(Siehe auch „Herbst“, „Saat“)
Erntefest
Volkstümlich:
(europ.) : – mitmachen: fröhliche Stunden sowie Genüsse für Leib und Seele.
Eroberung
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas: du wirst mit Energie Vorteile erringen;
– eines Landes: man sollte einen geschäftlichen Vorteil nutzen;
– einer feindlichen Stellung im Krieg: du bist deinen Widersachern gewachsen;
– einer Kanone: dein Erfolg ist großartig;
– für Mann, eine Frau: in naher Zukunft droht ein Verlust;
– für Frau, einen Mann: ihr wird ein baldiger Gewinn beschieden sein.
(europ.) : – mitmachen (in einem Krieg): Auszeichnung erhalten, Mut und Kraft besitzen, um anderen helfen zu können;
– etwas erobern: rät zum Maßhalten.
Eröffnung
Psychologisch:
Symbol für einen Neubeginn, einen erfolgreichen Start – meist im geschäftlichen oder gesellschaftlichen Bereich.
Eros
Allgemein:
Eros ist in der Wirklichkeit wie auch im Traum ein Symbol der Liebe, ein Symbol für die seelische Beziehung zwischen Mann und Frau. In
der griechischen Mythologie ist Eros der Gott der Liebe, seine Braut war Psyche, die Seele. Er tritt im Traum häufig in Gestalt eines
Jünglings oder eines Kindes auf, ausgerüstet mit den bekannten Attributen, nämlich Pfeil und Bogen oder dem Stab mit dem aufgespießten
Herzen. Er hat immer eine positive Bedeutung.
(Siehe auch „Sexualität“)

426
Erotische Träume
Psychologisch:
Erkennbar erotische Träume jagten vielen Männern und Frauen des 19. Jahrhunderts große Angst ein, denn sie glaubten, solche Träume
seien die Ursache von Krankheiten an Leib und Seele. Heute werden sie in der Regel als Wunscherfüllung oder als Ventil für sexuelle
Spannungen betrachtet. Es wäre eine unzulässige Vereinfachung, alle offenkundigen sexuellen Träume als Produkte der Wunscherfüllung
oder sexuelle Frustration zu sehen. Viele finden solche Träume beunruhigend, vor allem dann, wenn sie Wünsche oder Perversionen
aufzeigen, deren sich unser Wach-Ich nicht bewußt ist. Zum Beispiel sieht sich jemand, der eine Abneigung gegen Homosexualität hat, im
Traum manchmal von einem Angehörigen des eigenen Geschlechts erregt; Puritaner beiderlei Geschlechts können sich an Pornographie
erfreuen; oder jemand, dem Sadismus ein Greuel ist, sieht sich im Traum selbst sadistisch handeln. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, daß
nicht irgend jemand Fremder uns die Träume aufdrängt, es sind unsere eigenen Träume. Wenn wir im Traum Freude an einer Form sexueller
Betätigung haben, die unser Wach-Ich verabscheut, könnte dies darauf schließen lassen, daß es einen Teil unseres Wesens gibt, der an dieser
Betätigung nicht soviel Anstoß nimmt, wie wir glauben. Ein derartiger Traum könnte unser Wach-Ich zu mehr Verständnis und Gelassenheit
gegenüber anderen sexuellen Verhaltensweisen, als wir uns normalerweise zutrauen, ermahnen. Außer wenn erotische Träume als schwere
Belastung empfunden werden (in diesem Fall sollte ein Psychiater konsultiert werden), denn es gibt keinen Grund sie nicht ebenso zu
genießen, wie jede andere Phantasie im Schlaf auch.
(Siehe auch „Sexualität“)
Erpressung
Psychologisch:
Wenn man träumt, daß man eine Erpressung begeht, versucht man damit, sich Zuwendung von jemandem zu ertrotzen, der einen verlassen
will, oder man versucht, sich mit nicht einwandfreien Mitteln Respekt zu verschaffen. Vielleicht nutzt man aber auch jemanden aus?
Erregung
Assoziation: – Stimulation; Verfügbarkeit.
Fragestellung: – Worauf möchte ich reagieren?
(Siehe auch „Sexualität“)
Erröten
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst dich schämen müssen.
(europ.) : – infolge eines Vorwurfes oder Ermahnung: kündet Verlockungen an, denen wir am besten ganz aus dem Weg gehen;
– selbst: man ist verliebt, wagt es aber nicht einzugestehen;
– jemanden sehen: man wird eine Liebeserklärung erhalten;
– Wenn eine junge Frau errötet, stehen ihr Ärger und Demütigungen wegen falscher Anschuldigungen bevor.
Sieht sie andere erröten, läßt sie sich zu leichtfertigen Spott hinreißen, was ihre Freunde abstößt.
Erschauern
Volkstümlich:
(europ.) : – bald über eine neue Garderobe verfügen, die einem sehr gefallen wird.
Erscheinung
(Charakter)
Volkstümlich:
(europ.) : – Sie tragen außergewöhnliche Sorge für alle, die auf Sie angewiesen sind, eine Katastrophe erwartet Sie und die Ihren;
sowohl Leben als auch Besitz sind in Gefahr;
– für junge Menschen: in der Beziehung zum anderen Geschlecht sollte man ausgesprochen standhaft sein; Charakterstärke
wird wahrscheinlich wenig geschätzt werden.
Erscheinungen
(Sichtungen)
Psychologisch:
Verliert man im Traum Freunde, so deutet das auf den Verlust einer Eigenschaft hin, die man an diesem sehr bewundert. Die Art des
Abschieds (ernst, unangenehm etc.) demonstriert den Grad des Verlustes. Das jemand, den man verloren hat, im Traum erscheint, ist
tröstlich, nur selten beängstigend, und unterstreicht den Verlust.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst eine Überraschung erleben.
(europ.) : – verheißen Unangenehmes, wobei einzelne Vorgänge im Traum weiter andeuten, ob in guter (wenn man sich nicht fürchtet)
oder böser Richtung (finanzielle Schwierigkeiten).
Erschießung / erschießen
Allgemein:
Wird man im Traum erschossen, sollte man danach trachten, sich von seinen Hemmungen zu befreien, da man nur so beträchtliche
Schwierigkeiten überwinden kann. Die weitere Bedeutung ergibt sich aus der daraus entstehenden Gewalt, die Zerstörung und
Selbstzerstörung ausdrückt, sowie die Wahl der Waffen.
Psychologisch:
Ein Alptraum, der meist einen seelisch-geistigen „Mord“ aufzuarbeiten versucht: Man hat eine Empfindung, ein Talent, eine Beziehung
„umgebracht“ – häufig aus Gründen der Anpassung und Vernunft. Übrigens: Kein Grund zur Panik! Mit Sicherheit will Ihnen dieser Traum
nicht andeuten, daß Sie demnächst zum Mordopfer werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden, mit einer Flinte: eine böse Vorbedeutung;
– jemand: ein Feind verfolgt dich;
– sehen: trübe Zukunft;
– erschossen werden: du bist hoffnungslos verliebt.
(europ.) : – erschossen werden: verkündet eine verhängnisvolle Zukunft, Ehre.

427
Erschlagen
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen Menschen: Reue und Gewissensbisse.
Erschöpfung
Assoziation: – Vergeudete Energie; Depression; Schwäche.
Fragestellung: – Welchen Gefühlen will ich aus dem Weg gehen? Worüber denke ich lieber nicht nach?
Allgemein:
Handelt ein Traum davon, daß sich der Träumende erschöpft fühlt, dann kann dies ein Hinweis darauf sein, daß er sich um
Gesundheitsangelegenheiten kümmern sollte oder daß er seine Energien falsch einsetzt.
Psychologisch:
Zeigen sich andere Personen als der Träumende selbst in seinem Traum erschöpft, so muß er erkennen, daß er Menschen im allgemeinen
wahrscheinlich zu stark beansprucht.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann Erschöpfung für spirituelle Trägheit stehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein schlechtes Zeichen, sofern man sich nicht voll und ganz erholt.
Erschrecken
Allgemein:
Träume dieser Art werden oftmals von nervösen und fiebrigen Zuständen, wie etwa Malaria oder Aufregung, ausgelöst. Wenn dies der Fall
ist, sollte man sofort Maßnahmen zur Beseitigung vornehmen. Diese Träume oder Phantasien treten nur bei Schlafstörungen auf.
Volkstümlich:
(arab. ) : – über etwas: Gefahr und unglückliche Zufälle.
(europ.) : – selbst: zeigt irgendein Unfall oder eine Verletzung an;
– andere: bedrückende Ereignisse werden auf einem zukommen.
Ersparnisse
Allgemein:
Viele Traumbilder sind doppeldeutig. Ersparnisse im Traum können – materielle, spirituelle oder emotionale Ressourcen darstellen, welche
der Träumende für Zeiten der Not aufbewahrt. Das Symbol kann auffordern, sie nicht zu verschwenden, aber auch verlangen, daß man sie
mehr einsetzt. Teilweise kommt darin auch das Bedürfnis nach besserer materieller Absicherung und Unabhängigkeit zum Vorschein. –
Handelt ein Traum von Ersparnissen, von denen der Träumende nichts wußte, dann ist dies ein Hinweis darauf, daß er zusätzliche Energie-
und Zeitquellen besitzt, die er bisher noch nicht angezapft hat. Träumt er, daß er Ersparnisse anlegt, so ist dies ein Hinweis darauf, daß er
seine augenblickliche finanzielle Situation überdenken sollte, um Maßnahmen für die Zukunft ergreifen zu können.
Psychologisch:
Geht es in einem Traum um Ersparnisse, so ist sich der Träumende der Notwendigkeit bewußt, etwas zu bewahren. Dies kann im
persönlichen Bereich, aber auch auf einer umfassenden Ebene der Fall sein. Ist mit den Ersparnissen ein Gefühl der Selbstverleugnung
verbunden, so hat er in der Vergangenheit seine Mittel vielleicht nicht richtig gehandhabt und muß nun darunter leiden. Schenkt ein anderer
Mensch dem Träumenden seine Ersparnisse, dann steht dies für neu erworbenes Wissen und Sachkenntnis. Wenn umgekehrt der Träumende
seine Ersparnisse verschenkt, heißt dies, daß er das, wofür diese Ersparnisse stehen, nicht mehr benötigt.
Spirituell:
Im spirituellen Sinn sind Ersparnisse ein Hinweis auf jene Talente und Fähigkeiten, die der Träumende besitzt, aber noch nicht genutzt hat.
Volkstümlich:
(europ.) : – anhäufen: Armut wird vorhergesagt.
Erstaunen
Allgemein:
Eine positive Überraschung steht bevor.
Erstechen
Assoziation: – Angst vor Verrat.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mehr Vertrauen zu zeigen?
Allgemein:
Erstechen kann wie der Dolch Aggressivität und unreife Sexualität verkörpern. Unter Umständen kommt auch zum Ausdruck, daß man
Hindernisse und Gefahren auf dem Lebensweg durch radikale Lösungen rasch beseitigen will/kann. Vielleicht zeigt sich auch konkrete
Aggressivität gegen einen anderen Menschen, den man aus dem Weg räumen möchte.
Psychologisch:
Zusätzlich klingt eine deutliche sexuelle Symbolik an: Der Stich dringt in den Körper ein. Häufiger Angsttraum von Frauen, die ein gestörtes
Verhältnis zur Sexualität haben und sich als „Opfer“ des Mannes sehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden: Schutz gegen einen feindlichen Angriff;
– werden: du wirst eine unangenehme Erfahrung machen.
(europ.) : – Träumt einer, er sei erstochen worden, wird er von einem anderen Unrecht erleiden;
ersticht er selbst einen anderen und kennt er ihn, wird er ihm Unrecht antun,
kennt er ihn nicht, einem Fremden Schaden zufügen.
– selbst erstochen werden: zeigt Unfall und Unglück an; oder man ist verliebt;
– einen Menschen: man wird große Hindernisse überwinden;
– ein Tier: bedeutet Gewinn.
(Siehe auch „Dolch“, „Messer“)

428
Erste Frau
Medizinrad:
Schlüsselworte: Spider Woman; Changing Woman; White Buffalo Woman; Spirit Woman; die Große Mutter; der Schöpfer; Copper Woman;
Thought Woman; Morning Star Woman; Daybreak Star Woman; das Weibliche.
Beschreibung: Erste Frau wird von einigen erdverbundenen Stämmen als die Schöpferin von allem verehrt. Sie ist unter vielen Namen
geläufig, darunter Spirit Woman, Morning Star Woman, Daybreak Star Woman, Spider Woman, Changing Woman, Copper Woman,
Thought Woman. Bei einigen Indianerstämmen gilt sie als diejenige, die das Leben durch Nahrung und Zeremonien erhält.
Allgemeine Bedeutung: Deine Sicht der Mutter Erde; ein Blick auf den tiefsten Teil deiner weiblichen Mutter; Harmonie mit deiner
Weiblichkeit.
Assoziation: Matriarchat; die Frau kommt zuerst; die Frau ist primär; das primär Weibliche; originäre, primitive Frau.
Transzendente Bedeutung: Eine Führerin oder Verbündete, die dir helfen will, deine tiefste Verbindung mit der Erde und mit allen
weiblichen Aspekten des Seins zu entdecken.
Ersteigen
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine Treppe, Anhöhe und dergl.: Beschwerden und Mühseligkeiten.
Ersticken
Assoziation: – Beschränkung; Selbstzweifel.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir braucht mehr Raum, um leben zu können?
Allgemein:
Im Traum zu ersticken bedeutet, daß der Träumende mit seiner Unfähigkeit, sich angemessen zur Geltung zu bringen, in Konflikt geraten ist.
Es herrscht ein Konflikt vor zwischen dem inneren und dem äußeren Selbst des Träumenden. Möglicherweise handelt es sich aber auch um
den schwer zu fassenden Entschluß, ob ein bestimmter Sachverhalt angesprochen werden soll oder nicht. Ersticken (Erdrosseln) wird oft als
Symbol von Lebenserfahrungen verstanden, die einem „die Luft abstellen“, die Energie und Tatkraft hemmen; auch damit verbundene
Ängste kommen häufig in diesem Symbol zum Ausdruck. Nicht selten leidet man dann auch im Alltag an psychosomatischen Störungen, wie
Atemnot oder Kloßgefühl im Hals. Dann muß die verdrängte Erfahrung wieder bewußt gemacht und verarbeitet werden. Gelegentlich
erkennt man im Ersticken auch eine Gefühlsbeziehung (oft Mutter – Kind), die regelrecht den Atem raubt und die freie Entwicklung hemmt.
Psychologisch:
Der Träumende wird von anderen Menschen oder von Umständen unterdrückt und kann diese nicht unter Kontrolle bringen. Das Gefühl,
keine Luft mehr zu bekommen, löst auch im Traum natürliche Gegenwehr aus: Man wacht auf und empfindet eine Erleichterung, die den
ganzen Tag über anhalten kann. Von Kranken, die im Traum zu ersticken drohen, weiß man, daß sie im Wachleben plötzlich Willenskräfte
freisetzen, mit deren Hilfe sie schließlich die Krankheit zu überwinden vermochten.
Spirituell:
Ersticken im Traum kann auf einen Konflikt oder eine Einschränkung auf spiritueller Ebene hindeuten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst bald von deiner Krankheit befreit werden; man beneidet andere um ihre Erfolge.
(europ.) : – in einem engen Raum: kündet Gesundheit, Genesung an, sowie Geistesklarheit;
– selbst (allgemein): bedeutet Genesung; oder man wird Erfolg haben, der Eifersucht und den Neid anderer weckt;
– andere sehen: man wird seine Feinde besiegen;
– einen anderen: ein Gegner möchte einem etwas Böses antun.
(ind. ) : – andere sehen: sich aus einer augenblicklich schweren Situation wieder herausarbeiten;
– selbst: du strebst eine Veränderung an, aber du weißt noch nicht, wie du es anfangen sollst.
Erstickungsanfall
Assoziation: – eingeschränkte Kommunikation.
Fragestellung: – Was fürchte ich auszusprechen?
Erstkommunion
Psychologisch:
Die Erstkommunion im Traum stellt eine spirituelle Einweihung dar. Man wird damit in das geistige Leben eingeführt. Meiner Beobachtung
nach verweist dieses Traumsymbol häufig darauf, seiner inneren Wahrheit zu folgen. Zugleich geht es um eine Erinnerung an Jugendträume.
Wurde jedoch die religiöse Erziehung als Druck und Belastung von dem Träumenden empfunden, dann deutet das Traumsymbol
Erstkommunion auf Verlogenheit, gesellschaftlichen Zwang und tote Konventionen hin.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt: glückliche Liebe, Freude, Glückseligkeit;
– einer beiwohnen: verspricht die Erfüllung eines innigen Herzenswunsches.
(Siehe auch „Firmung“, „Konfirmation“)
Ertappen
Volkstümlich:
(europ.) : – oder ertappt werden: warnt vor unrechten Taten; Überraschungen.
Ertrinken
Assoziation: – emotional untergehen.
Fragestellung: – In welchen Bereichen meines Lebens bin ich bereit, mich emotional sicherer zu fühlen?
Allgemein:
Im Traum zu ertrinken, weist in der Regel darauf hin, daß der Träumende Gefahr läuft, von Gefühlen überwältigt zu werden, die er nicht
handhaben kann. Der Träumende hat Angst, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Ertrinken kann auch darauf hinweisen, daß der
Träumende sich seiner Unfähigkeit bewußt wird, eine ihn aktuell belastende Situation zu bewältigen. Ertrinken kann konkret darauf
hinweisen, daß man in zu vielen Pflichten oder turbulenten Ereignissen unterzugehen droht; diesen negativen Streß muß man rasch
beseitigen. Oft wird das Ertrinken aber als Warnung vor Risiken und Unglücken gedeutet; rettet man einen Ertrunkenen, wird man die
Gefahren aber mutig und entschlossen bewältigen.

429
Psychologisch:
Das Symbol des Ertrinkens weist auf schwerwiegende, häufig durch mangelnde Planung herbeigeführte Probleme, auf Hilflosigkeit und ein
zu geringes Selbstbewußtsein hin. Der Träumende hat sich in eine Situation hineinmanövriert, die er nicht mehr kontrollieren kann.
– Wer im Traum zu ertrinken droht oder Ertrinkende sieht, dem geht im Wachen irgend etwas verloren, daß ihm wertvoll zu sein schien.
Es ist auch ein Hinweis darauf, in Zukunft besser achtzugeben, damit bestimmte Fehler nicht mehr passieren.
– Wer vor dem Ertrinken gerettet wird, dem sagt das Unbewußte, daß noch nicht alles verloren ist.
– Kann sich der Träumende aus eigener Kraft retten, so bedeutet dies, daß er auch in Wirklichkeit genügend Widerstandskräfte besitzt,
um aus diese scheinbar ausweglosen Situation herauszukommen.
– Geht er allerdings unter, so muß er alle nur möglichen Kräfte mobilisieren, um einen Ausweg zu finden. Das Traumbild will den
Träumenden warnen, den Lebensmut nicht zu verlieren.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet Ertrinken im Traum das Eintauchen in das Meer des Lebens und daher Verlust des Ichs.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst: eine unerwartete Überraschung; rosige Zukunft;
– sich selbst sehen: du wirst dich schlecht verheiraten;
– andere sehen: eine geizige Person macht dir das Leben schwer;
– einen Ertrinkenden retten: man wird bald in einer Angelegenheit Erfolg haben, die mut und Überlegung erfordert.
(europ.) : – Mutprobe, die immer zu besonderer Vorsicht mahnt; verheißt Wohlstand und Glück;
auch: zeigt den Verlust von Eigentum und Leben an;
– davor gerettet werden: man wird einen sehr gutmütigen Menschen kennenlernen, der viel für einen opfern wird;
– einem Ertrinkenden zu Hilfe eilen: man wird eine sehr gefährliche Situation mit viel Mut und Kaltblütigkeit überwinden;
auch: einen einflußreichen Freund haben und wohlverdientes Glück genießen;
– einen Ertrinkenden retten: verheißt Belohnung oder Ehrenstelle;
– einen Ertrunkenen sehen: bedeutet Vergnügen;
– von einem anderen ertränkt werden: Vermögensverlust;
– bei einer Katastrophe viele Ertrunkene sehen: kündet große Opfer an;
– Sieht eine junge Frau ihren Liebsten ertrunken, prophezeit dies Verlust durch Tod.
– ein Tier ertränken: kündigt eine schwere Erkrankung an.
(ind. ) : – der Wohlstand deines Hauses wird sich vermehren;
– werden: sei vorsichtig, das Unglück ist hinter dir.
– andere sehen: unnatürlicher Tod.
(Siehe auch: „Fluß“, „Teich“, „Wasser“)
Erektion
Assoziation: – schöpferische Kraft; Fruchtbarkeit.
Fragestellung: – Was will ich tun oder in Angriff nehmen?
Eruption
Assoziation: – Explosion von unbewußten Material.
Fragestellung: – Was muß ich klären?
(Siehe auch „Ausbruch“, „Vulkan“)
Erwachen
Allgemein:
Das Erwachen im Traum ist ein sehr originelles Traumsymbol, das durchweg positiv zu verstehen ist. Jemanden erwachen zu sehen ist ein
günstiges Vorzeichen, das neue Freundschaften verheißt. Vom eigenen Erwachen zu träumen symbolisiert neue Einsichten und Erkenntnisse.
Berufliche oder persönliche Neuorientierungen nehmen einen guten Verlauf.
Psychologisch:
Ermahnt den Träumer, endlich wach zu werden, aufgeweckter und entschlossener durchs Leben zu gehen. Dem Erwachen im Traum folgt
meistens das Wachwerden des Schlafenden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – aus dem Schlaf: eine Neuigkeit erfahren.
(europ.) : – einen anderen aufwecken: gutes Omen, vor allem, wenn sich der Schläfer im Bett mit weißer Bettwäsche befindet.
(Siehe auch „Aufwecken“, „Schlafen“)
Erwachsene (Siehe „Menschen“, „Reife“)
Erwarten
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas oder jemanden: verkündet meist vergebliche Hoffnung.
Erwecken (Siehe „Aufwecken“, „Erwachen“)
Erweckung (Siehe „Auferstehung“)
Erweichen
Volkstümlich:
(europ.) : – oder einweichen von Dingen: man wird Umstände haben, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen;
– jemanden durch Bitten und Flehen erweichen wollen: läßt auf Scherereien vielfältiger Art schließen.
Erweitern
Volkstümlich:
(arab. ) : – seine geschäftliche Tätigkeit: du darfst deine Arbeitskraft nicht überschätzen.

430
Erwerb
Volkstümlich:
(arab. ) : – finden: bleibe wo du bist.
Erwischen (Siehe „Ertappen“)
Erwürgen
Allgemein:
Erwürgen kann ähnlich wie Erdrosseln verstanden werden; oft sind es dann negative Erfahrungen oder überwältigende Gefühle, die einem
den Hals zuschnüren. Im Einzelfall kommt darin auch der Wunsch zum Ausdruck, eigene Bedürfnisse, Eigenschaften, Erfahrungen und
ähnliche verdrängte psychische Inhalte „abzuwürgen“, um nie mehr mit ihnen konfrontiert zu werden.
– Handelt ein Traum davon, daß der Träumende jemanden erwürgt, ist dies ein Versuch, Gefühle zu ersticken.
– Wird der Träumende in seinem Traum selbst erwürgt, dann symbolisiert dies seine Schwierigkeiten, seine Gefühle offen auszusprechen.
Psychologisch:
Ein häufiger Alptraum in bedrängter Situation: Sie können nicht frei atmen, bis Ihr Problem bewältigt ist – etwas „schnürt Ihnen die Kehle
zu“. Hier wäre die eigentliche Antwort auf die Frage zu finden, wer oder was Ihnen „die Lu ft raubt“ – darin liegt der Symbolwert dieses
Traumes. Er ist ein Hinweis auf gewaltsame Unterdrückung. In bestimmten Situationen gestattet seine hitzige, aggressive Seite dem
Träumenden nicht, angemessen zu handeln.
Spirituell:
Aus spiritueller Sicht entsteht Weisheit, wenn der Träumende lernt, unangemessene Worte zurückzuhalten, aber nicht zu erwürgen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: viel Schweres steht bevor.
(europ.) : – jemanden im Kampf: zeigt Zank und Streit sowie gerichtliche Auseinandersetzung an,
wobei man aber die siegreiche Partei bleiben wird;
– selbst eine Person erwürgen (Mord): zeigt schlechten Charakter an;
– erwürgt werden: hartgesottene Feinde haben; es steht einem Schweres bevor.
(Siehe auch „Erdrosseln“)
Erz
Artemidoros:
Alles Schwere bezeichnet Behinderung und Armut; denn schwere Dinge sinken rasch nach unten. Im Traum eine Stirn aus Erz oder Eisen zu
haben nützt nur Zöllnern, Schankwirten und Leuten, die sich mit Rücksichtslosigkeit durchs Leben schlagen, allen übrigen bringt es nur Haß
ein. Jedem Kranken der glaubt zu Erz geworden zu sein, prophezeit das Traumgesicht den Tod; außer dem Athlet und der Sklave; der erstere
wird einen Sieg erringen und ein Standbild bekommen, der letztere freigelassen werden. Denn aus Erz sind die Standbilder der Freien, die als
Weihgeschenke gestiftet werden. Dasselbe bedeutet es, wenn jemand sein Bild oder die Statue aus Erz auf öffentlichem Markplatz aufgestellt
erblickt. Götterstandbilder aus Erz zu sehen bedeuten aufgrund ihres festen und unverweslichen Material Gutes, vor allem, wenn man sie
nicht zertrümmert noch zerbrochen sieht.
Allgemein:
Erz ist ein Rohmaterial, das verfeinert werden muß, um es brauchbar zu machen. In Träumen kann es die dem Menschen zur Verfügung
stehenden Ressourcen darstellen. Erz im Traum kann auch neue Ideen, Gedanken und Konzepte symbolisieren, die der Träumende noch
nicht ganz durchschaut hat. Erz kann anzeigen, daß man materielle in geistig-seelische Werte umwandeln, sich nicht zu stark von materiellen
Zielen leiten lassen sollte. Gräbt man nach Erz, wird man voraussichtlich zu wichtigen Erkenntnissen und Einsichten gelangen oder ein
Geheimnis lüften. Auch Sicherheit und beständiger Wohlstand kann im Erz zum Ausdruck kommen.
Psychologisch:
Wenn im Traum Bodenschätze wie Eisenerz eine Rolle spielen, dann signalisiert dies eine Aufforderung des Unbewußten, „nach
Informationen zu graben“. Anfangs zeigen sie sich vielleicht nicht als brauchbares Material. Sie müssen zunächst in einem
Bearbeitungsprozeß veredelt werden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht Erz für Grundwissen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – edle, sehen oder besitzen: befasse dich nicht mit unrechten Dingen;
– finden oder graben: ein Geheimnis wird offenbart werden;
– in großen Blöcken sehen: keine Hilfe in der Not.
(europ.) : – Lohn für schwere Arbeit; Gewinn in der Lotterie.
(ind. ) : – graben: ein Geheimnis wird dir offenbar;
– sehen: das Glück und die Zufriedenheit ist in deinem Haus.
Erzählen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst andere für dich interessieren.
Erzbischof
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Segen und Glück; ordne deine Angelegenheiten, denn es kann dich ein rascher Tod ereilen;
– mit ihm sprechen: schwere Krankheit.
(europ.) : – sehen oder sprechen: bedeutet Segen und Glück; auch: bei dem Versuch, ein Vermögen zu erwerben und zu öffentlichen
Ansehen zu gelangen, viele Hindernisse überwinden müssen;
– im Alltagsgewand eines normalen Bürgers sehen: Hilfe und Unterstützung von Personen in höheren Positionen bekommen;
Ihre Vorhaben werden von Erfolg gekrönt sein;
– Glaubt eine junge Frau, ein Erzbischof erteile ihr freundlich Anweisungen, dann wird sie mit ihren Freundschaften Glück haben.
(Siehe auch „Bischof“, „Kirche“, „Priester“)

431
Esche
Artemidorors:
Eschen und all ihre Unterarten sind nur für Männer, die ins Feld ziehen, und für Zimmerleute von Nutzen. Für die einen, weil aus ihrem Holz
Waffen gefertigt werden. Für die anderen, weil sie als Zimmerleute damit ihren Unterhalt verdienen. Allen anderen Menschen bedeuten sie
Armut und bittere Not, weil sie keine Früchte tragen.
Allgemein:
Die Esche versinnbildlicht Optimismus, Kreativität und Großzügigkeit, und davon zu träumen galt seit jeher als besonders glückbringend.
Volkstümlich:
(europ.) : – schöne und prächtige: verheißt Ruhe, Seelenfrieden und viel Freude.
Esel
Assoziation: – Einfachheit; Robustheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben kann ich meine Stärke direkter zum Ausdruck bringen?
Artemidoros:
Arbeits- und Lasttiere verkörpern Arbeiter und Untergebene. Esel, die eine Last tragen, ihrem Treiber gehorchen, gesund sind und flink
dahintraben, sind im Hinblick auf eine Heirat und Gemeinschaft von guter Vorbedeutung; denn abgesehen davon, daß Ehefrau und Partner
nicht anspruchsvoll sind, werden beide sich breitwillig unterordnen und es gut meinen. Auch sonstigen Vorhaben verheißen sie wegen des
Namens Erfolg (onos = Esel und onosthai = Gewinn); sie bedeuten Gewinn an den laufenden Unternehmungen und Freude darüber; denn sie
sind dem angenehmsten Dämon, dem Silen (Erzieher des Dionysos, glatzköpfig, meist so betrunken, daß er nicht laufen konnte, sondern auf
einem Esel ritt.), heilig. Im Hinblick auf Gefahren und Ängste brigen sie Rettung, wegen der Geschichte, die man von ihnen erzählt (Als die
Götter im Kampf mit den Giganten lagen, trat Dionysos mit seinem Gefolge von Silenen und Satyrn auf, die auf Eseln ritten. Letztere jagten
durch ihr Geschrei die Giganten in die Flucht. Lukian erzählt in den „Wahren Geschichten“ (1,17) von dem kriegerischen Zusammenstoß des
Phaethon und Endymion. Dieser erfolgte, nachdem man die Feldzeichen aufgesteckt und die Esel, derer man sich statt der Trompeten
bediente, auf beiden Seiten ihr Geschrei erhoben hätten.), und wegen der im Volksmund umgehenden Redewendung. Bezüglich Reisen
zeigen sie große Sicherheit an, verursachen jedoch wegen ihres trägen Schrittes Verzögerungen und Stockungen. Der Wildesel bedeutet
Feindschaft mit einem rücksichtslosen und ganz gemeinem Kerl; denn er ist mit dem Esel stammverwandt.
Allgemein:
Esel steht im Traum oft für „niedrige“ Instinkte und Triebe, aber auch für Geduld, Bescheidenheit und Demut oder Leichtsinn (Eselei); das
ergibt sich aus der jeweiligen konkreten Lebenssituation. Je nach den Begleitumständen im Traum kann man folgende Bedeutungen ableiten:
– Esel sehen kann auf geistige Trägheit hinweisen, die man überwinden sollte.
– Beladener Esel oder Ritt auf dem Tier zeigt oft an, daß man nur langsam und mühselig ein Ziel erreichen wird.
– Esel kaufen soll zu mehr Sparsamkeit, Genügsamkeit und Bescheidenheit ermahnen.
– Esel füttern kann ankündigen, daß man Undank für seine Anstrengungen ernten wird.
– Esel schlagen deutet nach alten Traumbüchern auf ein rücksichtslosen, gefühlsarmen Charakter hin.
– Eselsgeschrei bringt Hohn und Spott der anderen über die eigenen Anstrengungen zum Ausdruck, die fruchtlos bleiben werden.
Psychologisch:
Der Esel ist im Traum, anders als in Ausdrücken der Umgangssprache, nicht mit der Dummheit gleichzusetzen. Er steht vielmehr für die
Vitalität und die sexuell Kraft des Träumenden. Diese Bedeutung findet ihren Ursprung in der griechischen Mythologie, in der der Esel als
Begleiter des Gottes der unsterblichen Lebenskraft vorkommt.
– Im Traum auf einem Esel zu reiten bedeutet, daß der Träumende seine Triebhaftigkeit im Griff hat.
– Ein störrischer Esel besagt wohl, daß man noch eine Weile an einem Päckchen zu tragen hat, das man
unfreiwillig auf sich geladen hat. Es kann sowohl eine körperliche als auch eine seelische Last sein.
Oft fordert der Esel dazu auf, Geduld zu haben, auf bessere Tage zu hoffen.
Nach Atemidoros heißt einen lasttragenden Esel sehen, daß eine Last von uns genommen wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Auslegung des Esels läßt eine vielfache Bestimmung zu, meistens bedeutet er das Schicksal des Menschen.
– Träumt einer, er setze sich auf eine Eselin, wird er durch eine Frau glücklich werden, besteigt er einen Esel,
weist das Gesicht ebenso auf sein Geschick; auch ihm wird das Glück in dem Maße hold sein, wie er den Esel lenkt
und dieser sich lenken läßt; ist der Esel schwarz, wird ihm das Glück klingende Münze bescheren, wenn weiß, Glück
und Aufschwung von Frau und Kindern herrühren.
– Kauft oder bekommt jemand einen Esel geschenkt und führt er ihn ohne Widerstreben in sein Haus, wird er Gnade bei
Gott finden und Reichtum in seinem Haus häufen, so wie er auch den Esel mühelos ins Haus führte.
– Findet jemand einen Esel, der sich losgemacht hat und nimmt ihn mit, wird er eine unerwartete Freude haben.
– Milch von einer Eselin trinken prophezeit schwere Krankheit, aber nicht den Tod.
– Führt jemand einen mit Last beladenen Esel in sein Haus, wird er entsprechend dessen Last sein Glück machen,
ferner Reichtum und Freude haben; trägt das Tier keine Last, wird er Bitternis und Furcht von sich werfen.
– Träumt einer, sein Esel sei verendet, wird er selbst bald sterben.
– Fällt er vom Esel, wird er bettelarm werden.
– Milch von einer Wildeselin zu trinken verheißt Erhöhung, aber auch Krankheit.
– Dünkt es einen, er führe einen Esel an einem Strick und dieser folge ihm willig, wird ihm entsprechend dessen Folgsamkeit
auch das Glück folgen.
– Träumt einer, er habe eine Eselin und diese verende, wird seine Frau sterben, er selbst verarmen.
– Bricht sein Esel zusammen, wird er so arm werden, daß ihm nicht mehr zu helfen ist, sowenig wie dem Esel noch zu helfen ist.
– Eselsfleisch zu finden oder zu essen kündet Gewinn, aber auch Krankheit an, je nachdem, ob man viel oder wenig Fleisch
gegessen hat.
– Bringt einer Eselsmist in sein Haus, wird er entsprechend dessen Menge ohne Anstrengung zu Geld kommen.
– Findet einer die Haut eines fremden Esels und kennt er dessen Besitzer, wird er diesen beerben, kennt er ihn nicht,
unerwartet reich werden.
– Fleisch vom Wildesel zu essen prophezeit einen großen Namen und Vermögen.
– Scheint es einem, als werde seinem Esel der Schwanz abgeschnitten, wird er, sofern er in Amt und Würden ist,
beides verlieren, ist er reich, Verluste in seinen Einkünften erleiden.
– Schaut jemand, wie sein mit Lasten beladener Esel ausrutscht und in den Dreck stürzt, wird er Krankheit und Not
daheim haben; steht der Esel aber aus dem Dreck wieder auf und trabt er weiter, wird er Not und Krankheit von sich
werfen und neuen Lebensmut fassen.
– Träumt einer, er besitze eine Eselin und diese werfe Junge, wird sein Vermögen sich verdoppeln, er selbst Karriere machen;
ist er verheiratet, wird seine Frau einem Sohn das Leben schenken.

432
– Träumt der Kaiser, er bekomme von jemandem Esel geschenkt, wird ihm unerwartet eine Freude zuteil werden entsprechend
dem kräftigen Wuchs der Esel; bringt man ihm Wildesel, wird er in Kürze eine frohe Botschaft und reiche Geschenke von
fremden Völkern bekommen, weil der Wildesel ein schnelles Tier ist.
Dünkt es ihn, daß seine Esel verenden, deute er es als Bedrängnis und Tod seiner Gefolgsleute.
Esel bedeuten für jedermann das Schicksal des Menschen; alles, was sie dem Menschen bringen, Gutes oder Böses,
wird sich an ihm erfüllen.
– sehen: hüte dich vor öffentlichem Spott; Zwietracht;
– auf der Weide: bedeutet Streit und Zank;
– laufen sehen: Streit mit einfältigen Leuten;
– kaufen: deine Torheiten werden dich ruinieren; du wirst dich einschränken müssen;
– darauf reiten: durch dein öffentliches Auftreten wirst du bald Unannehmlichkeiten ernten;
man soll sich vor Überheblichkeiten in acht nehmen;
– durch Schläge quälen: du wirst dein Opfer barbarisch behandeln;
– schlagen: du bist hartherzig gegen die Deinen;
– wiehern hören: deine Mühe ist vergebens;
– füttern: du tust einem Unwürdigen Gutes;
– einen störrischen unter Kontrolle bringen: man hat es geschafft, sich selbst zu erkennen;
– mit Lasten beladen: man hat selbst in kürze viel Arbeit zu erwarten.
(europ.) : – Zeichen der Geduld, die man überspannen kann, da man entweder für dumm gehalten wird oder dumme Freunde hat;
– sehen: man kann mit Geduld viele Schwierigkeiten überwinden und rät zur Ausdauer; bedeutet auch Zwietracht; Neuigkeiten
oder Lieferungen verzögern sich;
– ein weißen sehen: symbolisiert sicheren und anhaltenden Wohlstand, der es einem ermöglicht, sich ganz mit den Liebhabereien
zu befassen; einer jungen Frau verheißt dies, den langerhofften Zugang zu einer bestimmten Gesellschaftsschicht;
– einen laufen sehen: kündet Ungemach an;
– einen am Halfter führen: jede Situation meistern und manches Frauenherz gewinnen;
einen führen: Vorsicht, die Gutmütigkeit wird schamlos ausgenutzt;
– auf einem reiten: zeigt ein unerwartetes Malheur an; man wird nur langsam zum Ziel gelangen; auch: Reisen in ferne Länder
und zu schwer zugänglichen Orten;
– weigern, auf einem zu reiten: möglicherweise stehen überflüssige Streitereien ins Haus;
– reiten andere auf ihn: magere Erbschaft und mühevolles Leben zeichnet sich ab;
– mehrere würdige alte Männer auf Eseln reiten sehen: das Christliche in einem bäumt sich gegen die schamlose Selbstsucht auf,
und man wird anfangen, über seine Rechte und Pflichten gegenüber den Mitmenschen nachzudenken;
– wenn Kinder auf Esel reiten: signalisiert Gesundheit und Gehorsam der Kleinen;
– von ihm fallen oder abgeworfen werden: Pech und Enttäuschung in weltlichen Dingen ist zu erwarten; Liebespaare werden sich
streiten und möglicherweise trennen;
– von einem verfolgt werden und Angst haben: Opfer eines Skandals werden können;
– schlägt ein Esel nach einem aus: an unrechtmäßigen Verbindungen festhalten, die einen nichts als Angst vor Verrat einbringen;
– von einem getreten werden: Schaden durch eigenes Verschulden;
– einen schlagen: bedeutet Hartherzigkeit gegen seine Angehörigen;
– schreien hören: üble Nachrede; vergebliche Mühe und Arbeit; auch: Verlust eines Freundes;
– klingt sein Ruf melancholisch in die Nacht hinein: der Tod eines nahestehenden Menschen entbindet einem von lästigen Pflichten
und bringt Reichtum;
– schreit er einem ins Gesicht: ein skrupelloser Zeitgenosse wird einem vor aller Öffentlichkeit bezichtigen;
– einen füttern: man tut einem Unwürdigen Gutes;
– ein schwer beladener Lastesel: Geduld wird belohnt werden;
– einen Eselskarren lenken: alle Kraft aufbringen müssen, um einen Verzweiflungsangriff der Gegner abzuwehren;
Verliebte sollten
sich vor hinterhältigen Menschen in acht nehmen;
– in einem mit Eseln bespannten Wagen fahren: man läßt sich zu sehr von leichtsinnigen Menschen beeinflussen; man umgibt sich
immer wieder mit den falschen Personen und lassen sich für deren Zwecke und Ziele einspannen;
– Eselsmilch trinken: wunderlichen Gelüsten nachgeben, auch wenn man dadurch wichtige Pflichten vernachlässigt;
– einen fremden Esel im eigenen Garten beobachten: weist auf eine bevorstehende Erbschaft hin;
– einen kaufen oder geschenkt bekommen: auf eine hohe Stellung im Beruf oder in der Gesellschaft sich freuen dürfen; auch:
Alleinstehende finden einen gleichgesinnten Partner;
– toter Esel: steht für das Verlangen von lasterhaften Ausschweifungen.
(ind. ) : – beladen sehen: du wirst sehr langsam zum Ziel gelangen;
– auf ihm reiten: du wirst langsam zum Ziel kommen;
– kaufen: du mußt sparen lernen, wenn für deine alten Tage gesorgt sein soll, denn du bist allein und kein Mensch wird sich um
dich kümmern.
(Siehe auch „Maultier“, „Tiere“)
Eselsohren
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: durch deine Dummheit wirst du in Abhängigkeit geraten; in Knechtschaft geraten;
– in ein Buch machen: du bist rücksichtslos.
Eskadron
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst viel Lärm erleben.
Eskapismus
Psychologisch:
Reisen in eine Form von Eskapismus (=Flucht vor der Wirklichkeit in eine Scheinwelt), aber es gibt noch viele andere. Manche Arten von
Realitätsflucht können die Gesundheit ruinieren, ja sogar das Leben kosten: Zigaretten beispielsweise. Harmlose Formen dagegen sind z.B.,
ins Kino zu gehen oder gefühlsselige Bücher zu lesen.
(Siehe auch „Drogen“, „Kino“, „Zigaretten“, „Zigarren“)

433
Eskimo
Allgemein:
Eskimo kann eine Seite der Persönlichkeit symbolisieren, die fremdartig wirkt und weder fasziniert noch ängstigt (im Gegensatz zu
Eingeborenen), sondern einfach „vergessen“ wird. Das muß oft nicht weiter gedeutet werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Geliebter oder deine Geliebte wird untreu.
(ind. ) : – du wirst über Untreue zu klagen haben.
(Siehe auch „Eingeborene“)
Espe
(ein pappelähnlicher Baum)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Angenehm; musikalisch; Harmonie; heilend; Mond der Rast und Reinigung.
Beschreibung: Die Espe, im Medizinrad das Pflanzentotem der im Mond der Rast und Reinigung (20. Januar bis 18. Februar) Geborenen,
wird auch Aspe oder Zitterpappel genannt. Sie ist ein angenehmer, »musikalischer« Baum. Der Wind in ihren Blättern erzeugt ein leise
klingelndes Geräusch. Espe wirkt tonisierend und entspannend. Sie soll auch gegen Blutandrang und Heufieber helfen. Der Begriff
Zitterpappel ist laut Volksglauben darauf zurückzuführen, daß Jesu Kreuz aus Espe gewesen sei oder Judas sich an einem solchen Baum
erhängt habe.
Allgemeine Bedeutung: Leise Botschaften empfangen lernen; fähig sein, subtilere Energien wahrzunehmen; die Fähigkeit, mit dem Wind der
Veränderung mitzuschwingen.
Assoziation: Wie Espenlaub zittern, Angst haben.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe von Musik; etwas, das dir helfen kann, dich noch tiefer dem Traumzustand zu überlassen.
Volkstümlich:
(europ.) : – warnt vor allzu hohem Hinauswollen, Fröhlichkeit könnte leicht zur Traurigkeit werden.
Esse
Psychologisch:
Der Fabrikschornstein hat immer mit übersteigerten sexuellen Bedürfnissen zu tun, deren wir nicht Herr werden. Bei einer starken
Rauchentwicklung der Esse möchten wir gern eine schwache Seite unseres Charakters überdecken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Wohlstand;
– an ihr hinaufklettern: Reichtum.
(europ.) : – bedeutet unberechtigtes Eingreifen in unsere Rechte;
– einer Fabrik: bedeutet Wohlstand.
(Siehe auch „Fabrik“, „Kamin“, „Schornstein“)
Essen
Assoziation: – Ernährung; Befriedigung; Genuß.
Fragestellung: – Welchen Teil von mir nähre ich?
Artemidoros:
Es ist niemanden zuträglich im Traum Sterne zu essen, ausgenommen Weissagern und Astronomen; diesen bedeutet es guten Verdienst und
Zuwachs an Vermögen; allen anderen prophezeit es den Tod. Von seinem eigenen Fleisch zu essen bringt Armen Glück; er wird durch
körperliche Arbeit und Anstrengung zu großem Vermögen kommen und auf diese Weise sich zwar nicht von seinem Fleisch, wohl aber von
dem Verdienst seines Fleisches ernähren. Von guter Vorbedeutung ist es ferner für einen Werkmeister, wenn er von denjenigen Körperteilen
ißt, durch die er sich vorzüglich seinen Lebensunterhalt verdient; und zwar arbeiten die einen mit beiden Händen, die anderen nur mit einer,
die dritten mit den Fingerspitzen, wieder andere mit dem ganzen Körper. Für Literaten ist es gut, wenn sie Mund und Zunge anderen zu
essen geben; sie werden durch Mund und Zunge viel Geld erwerben und so imstande sein, auch anderen Unterhalt zu gewähren. Verzehrt
einer seinen eigenen Mund oder seine eigene Zunge, so wird er seine Sprechfähigkeit verlieren. Privatpersonen bedeutet es Reue über freche
Reden. Eine Frau, die vom eigenen Fleisch ißt, wird huren und sich auf diese Weise durch den eigenen Körper ernähren. Jedem, der einen
Freund oder engen Verwandten oder geliebten Menschen auf dem Krankenlager hat, kündigt es Trauer an; denn Trauernde verzehren ihr
eigene Fleisch, indem sie im Schmerz sich selbst entstellen. Einem Reichen und jedem, der sein Leben ganz nach Wunsch führt, kündigt es
nichts Gutes an, wenn er vom eigenen Fleisch ißt; es bedeutet ebenso wie das Essen des eigenen Kots eine völlige Umwälzung der
Lebensweise und der Vermögensverhältnisse des Träumenden. Ein Mann, der drei Söhne hatte, träumte, zwei von ihnen schlachteten ihn ab
und verzehrten sein Fleisch, der jüngste aber komme hinzu, mache den anderen beiden ernste Vorwürfe, sei ganz niedergeschlagen und sage
volle Abscheu: „Ich rühre vom Vater nichts an.“ Es traf sich, daß sein jüngster Sohn starb; denn er allein sollte nicht etwa vom Fleisch,
sondern vom Vermögen des Vaters seinen Teil nicht bekommen, indem er vor diesem aus dem Leben schied und ihn nicht beerbte. Die
anderen aber, die gegessen hatten, erbten das väterliche Vermögen.
Allgemein:
Im Traum steht Essen allgemein für Bedürfnisbefriedigung. Essen kann im Traum als körperliches Signal auftreten, wenn man tatsächlich
Hunger hat; dann soll der Schlaf durch die Scheinbefriedigung im Traum gesichert werden. Oft treten Träume mit Mahlzeiten auch während
einer Schlankheits- oder Fastenkur sowie bei Menschen mit suchtartigen Eßstörungen (Magersucht, Eß-Brechsucht) auf und weisen in den
letzten Fällen auf die psychischen Hintergründe hin, die in der Regel aber nur vom Therapeuten analysiert werden können. Im übertragenen
Sinn kann Essen für die Einverleibung von Erfahrungen, Erkenntnissen und geistigen Werten stehen. Nach alten Traumbüchern kann das
Essen je nach den Begleitumständen noch folgende Bedeutung haben:
– Reichlich Essen allein rasch verschlingen zeigt oft Besitzgier und mangelndes Mitgefühl für andere an.
– Kärgliches Essen, das nicht schmeckt, kann darauf hinweisen, daß man einen geringen Erfolg erzielt,
an dem man sich nicht freuen kann; manchmal kommen darin auch Schuldgefühle zum Ausdruck.
– Einladung zum Essen soll auf bevorstehende unruhige Zeiten hinweisen.
Psychologisch:
Spielt Nahrungsaufnahme im Traum eine Rolle, so kann dies ein Hinweis darauf sein, daß dem Träumenden ein grundlegender Nährstoff
oder ein Feedback im Leben fehlt.
– Geht es im Traum darum, daß er nicht ißt oder die Nahrungsaufnahme verweigert, dann zeigt dies ein vermeiden von Wachstum und
Veränderung an, also gegen irgend etwas in unserem Leben, das es zu überwinden gilt. Vielleicht versucht der Träumende, sich von
anderen Menschen fernzuhalten oder sich zu isolieren. Oder aber der Träumende ist mit sich selbst uneinig, weil er mit seinem Körper
unzufrieden ist.
– Man versuche sich zu erinnern, was man im Traum gegessen hat, um daraus seine Schlüsse zu ziehen, denn die Traumspeise ist oft
gleichzusetzen mit der geistigen Nahrung, die uns abgehen könnte und nach der man sich heißhungrig drängt.

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– Wird der Träumende in seinem Traum verspeist, so symbolisiert dies seine Erkenntnis, daß er von seinen eigenen Gefühlen und Ängsten
oder von jenen anderer Menschen verzehrt wird.
– Von einem wilden Tier gefressen zu werden, läßt darauf schließen, daß der Träumende von seiner eigenen animalischen Natur
„aufgefressen“ wird.
Spirituell:
Es heißt: Der Mensch ist, was er ißt“, und daher sollte der Träumende auf der spirituellen Ebene die beste Nahrung zu sich nehmen, die er
bekommen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: verkündet betrügerische Absichten;
– zu sich nehmen: hüte dich vor Krankheit;
– sich selbst mit anderen bei ein üppigen Mahl sehen: man sollte seine Genußsucht mäßigen;
– sich selbst mit anderen bei einem dürftigen Mahl sehen: man wird unter Schmerzen zu leiden haben,
die einem von befreundeten oder gar geliebten Menschen zugefügt werden;
– dazu eingeladen werden: ehrende Beachtung;
– gute Speisen: du wirst keine Not haben;
– schlechte Speisen: Unzufriedenheit; Krankheit;
– im Freien essen: Unwohlsein;
– verbranntes sehen: es besteht reelle Brandgefahr;
– verweigern: man möchte jeder Veränderung der Lebensumstände aus dem Wege gehen;
– nur riechen: es steht eine schlechte Nachricht ins Haus.
(europ.) : – entweder Nottraum oder Ersatz für Abneigung gegen Essen im Wachen; man fühlt sich sexuell unbefriedigt und hungrig;
– alleine essen: deutet auf Verlust und melancholische Stimmung hin;
– an einer großen Tafel speisen: Wunsch nach mehr Geselligkeit;
– in Gesellschaft: mit angenehmen Geschäftsklima und erfolgreichen Unternehmungen rechnen dürfen;
– trägt die Tochter die Fleischplatte fort, bevor man mit essen fertig ist: Ärger oder Probleme mit den Untergebenen bekommen;
dasselbe gilt, wenn dies ein Kellner(in) tut;
– andere essen sehen: läßt Freude und Erfolg in Unternehmungen erwarten;
– verbranntes: bringt unangenehme Nachrichten;
– sehr eilig essen: bringt Gesundheit;
– ein reichliches alleine einnehmen: man macht sich durch eine Rücksichtslosigkeit oder einen Mangel an Mitgefühl unbeliebt;
– ein kärgliches einnehmen: man empfindet über etwas Reue;
– essen und nicht satt werden: besagt, daß man auf allen Reichtum verzichten muß;
– eines einnehmen wollen, aber nichts zu essen finden: bringt eine Veränderung im Leben;
– Obst essen: deutet auf Küsse, die man gerne in Empfang nimmt.
(ind. ) : – eingeladen werden: unruhige Zeiten machen sich bemerkbar;
– sehen: Einladung;
(Siehe auch „Ernährung/Fürsorge“, „Ekel“, „Hunger“, „Kauen“, „Mahlzeit“ und unter einzelnen Tier- Obst- und Gemüsearten)
Essenz
Allgemein:
Essenz kann anzeigen, daß man dem Kern einer Sache auf dem Grund gekommen ist; worum es sich dabei handelt, läßt sich nur individuell
verstehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – riechen oder einnehmen müssen: du bist von Treulosen umgeben;
– bei anderen: du bist treulos.
(ind. ) : – meide den Streit und die Uneinigkeit.
Eßgeschirr
Volkstümlich:
(europ.) : – wegräumen: bedeutet Glück;
– wenn es zerbricht: das Glück ist nur von kurzer Dauer.
(Siehe auch „Geschirr“ und unter einzelne Geschirrteile)
Essig
Artemidoros:
Essig zu trinken kündigt Zank und Streit mit den Verwandten an, weil Essig den Mund zusammenzieht.
Allgemein:
Als saure Substanz repräsentiert Essig jene Informationen, die schwer verdaulich sind, oder deren Aufnahme dem Menschen Schwierigkeiten
bereitet.
– Essig warnt manchmal vor Anfeindungen und Neid anderer; wird er verschüttet, muß man mit ihrem Hohn und Spott rechnen.
– Riecht man den Essig, deuten indische Traumbücher das als Verbesserung der Stimmungslage (zum Beispiel bei Depressionen).
– Essigumschläge sollen ankündigen, daß man mit dem Versuch, einen Fehler auszubügeln, alles nur noch schlimmer machen wird.
Psychologisch:
Essig ist ein Sinnbild des Lebens, und zwar sowohl, weil es konserviert, als auch, weil er durch Veränderung entsteht. In Träumen kann
diese Symbolik eindrucksvoll zutage treten. Wer im Traum Essig trinkt, dem stößt im Wachleben wahrscheinlich etwas sauer auf. Geistig-
seelisch wird da wohl manches zu Essig, das heißt: nicht verwirklicht.
Spirituell:
Das Erhalten eines spirituellen Lebens und all dessen, was dem Menschen teuer ist, kommt in dem Traumsymbol Essig als eine
konservierende Substanz zum Ausdruck.
Volkstümlich:
(arab. ) : – trinken: Zank und Streit im Haus werden dich beunruhigen; du wirst eine Enttäuschung erleben;
– verschütten: deine Ungeschicklichkeit wird dich zu Schaden bringen; man will dir nicht wohl;
– roter: Mißhandlung oder Verhöhnung;
– ansetzen: du sinnst über Böses nach.

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(europ.) : – etwas realisiert sich nicht so, wie man es geplant hat; Disharmonie und Pech;
– sehen: man wird durch Neider Ungelegenheiten haben;
– in der Küche gebrauchen: bringt Streitigkeiten in der Ehe;
– über Salat gießen: der private Ärger wird sich noch weiter ausweiten;
– Umschläge davon machen: beim Versuch, einen unterlaufenen Fehler wieder gutzumachen,
wird man die Sache noch verschlechtern;
– trinken: Übermut und Leichtsinn; vor Sorgen sich kaum noch retten können; alles was man tut,
steht unter einen schlechtem Stern;
– kaufen und schmecken: Mißmut;
– selbst ansetzen: Ausdruck unguter Gefühle;
– verdorbener: weist auf eine Krankheit hin;
– roter: üble Nachrede erleben;
– weißer: Beleidigung.
(ind. ) : – man wird dich anfeinden, doch höre nicht auf die Dummen;
– verschütten: man wird dich verhöhnen;
– riechen: dein trüber Zustand wird sich erhellen.
Eßlöffel
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder gebrauchen: richte deine Ausgaben nach deinen Einnahmen.
(Siehe auch „Besteck“)
Eßzimmer
Assoziation: – das Ritual des Essens; Formalität.
Fragestellung: – Welche Nahrung brauche ich?
Establishment
(Gesamtheit der Personen, die in einer modernen Gesellschaftsordnung einflußreiche Stellen innehaben und die Erhaltung der bestehenden
Ordnung anstreben)
Psychologisch:
Der Begriff „Establishment“ für die Institutionen und Kräfte, die Autorität, Legitimität, Tradition und den Status quo verkörpern, hat
inzwischen eine abfällig-negative Wertung bekommen. Träume vom Establishment oder von jemandem, der es verkörpert, haben manches
mit den Autoritätspersonen gemeinsam. Wo jedoch eine Autoritätsperson eher dazu anleitet, anarchistisch oder ungehorsam zu sein, wird die
Establishmentfigur eher vor den nachteiligen Folgen unangepaßten und unüblichen Verhaltens warnen. Träume in denen ein Anwalt, Offizier
oder Polizist vorkommt, sind eher Echo auf Establishment-Verhalten als Verkörperungen von Autorität. Ist man sich besonders eines
„ehrbaren“ ordentlichen Verhaltens oder Erscheinungsbildes von jemandem im Traum bewußt, der ausdrücklich oder durch sein Benehmen
einen Gegensatz zur eigenen Nachlässigkeit darstellt, dann muß man vermutlich stärker als bisher auf das Aussehen achten und auch mehr
Augenmerk auf das ganze Benehmen legen, das andere stört oder irritiert. Selbst wenn man glaubt, nun die wahren Gefühle oder
Erscheinungen zu vertreten, schwächt man sein Ansehen durchaus nicht, wenn man etablierte Ansichten nicht einfach abtut. Toleranzen
gegen andere Meinungen ist ja ganz allgemein eine bessere Basis für den Umgang mit Andersdenkenden als Unduldsamkeit.
(Siehe auch unter „Autoritätsperson“)
Estrade
Volkstümlich:
(europ.) : – betreten zeigt irgendeinen Erfolg an;
– von einer Estrade absteigen oder herunterfallen: man gibt freiwillig sichere Erfolge auf; Schaden.
Estrich
Allgemein:
Estrich zeigt die Lebensgrundlagen, auf denen Pläne und Ziele aufgebaut werden. Befindet er sich in gutem Zustand, kann man mit Erfolgen
auf einer sicheren Grundlage rechnen, andernfalls drohen Mißerfolge und Enttäuschungen.
Psychologisch:
Ein Basissymbol wie auch die Erde und der Boden.
Volkstümlich:
(europ.) : – die zukünftigen Pläne sind sorgfältig zu prüfen;
– ein brennender: mahnt, die Kopfnerven zu beobachten.
Etikett
Allgemein:
Der Traum von einem Etikett hat mit dem Drang des Menschen zu tun, den Dingen Namen zu geben und sie zu personifizieren. Sein eigenes
Identitätsgefühl ist ebenfalls mit dem Namen verbunden, den man ihm bei der Taufe gegeben hat. Etikett kann in knapper Zusammenfassung
Ansichten, Meinungen, Überzeugungen und Einstellungen zum Ausdruck bringen; darin können auch Vorurteile zum Vorschein kommen
(man heftet jemanden ein Etikett an), die man revidieren sollte. Die Beurteilung von Menschen anhand der Markenetikette beispielsweise
ihrer Kleidung ist ein weitverbreiteter Fehler.
– Wenn nichts auf dem Etikett steht, hat man sich wahrscheinlich noch keine Meinung gebildet.
– Wenn der Träumende sich in seinem Traum mit einem falschen Etikett versehen wahrnimmt, dann zeigt dies, daß ihm klar ist,
daß er sich nicht richtig sieht oder nur nach seinem Äußeren beurteilt.
– Etikettiert er etwas neu, so symbolisiert dies die Korrektur seiner falschen Wahrnehmung.
– Es kann sich in dem Traum jedoch auch um Etiketten, also um Umgangsformen, handeln, an die der Träumende sich nicht hält.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann das Etikett dem Träumenden ein Gefühl für seine Identität geben.

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Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt, daß man einem Feind Einblick in das Privatleben gewähren wird und
wegen dieser Nachlässigkeit Nachteile erdulden muß;
– auf einer Kiste oder auf einem Koffer sehen: eine Überraschung erwarten dürfen.
(Siehe auch „Namen“)
Etui
Volkstümlich:
(europ.) : – besitzen: man soll bei Streitigkeiten lieber den Mund halten und erst später mit seinen Ansichten hervortreten.
Etymologie
(Lehre von der Herkunft der Wörter)
Artemidoros:
Die eigentliche Bedeutung der Eigennamen darf man im Hinblick auf die Auslegung nicht für unwichtig halten. Denn wenn bei
glückverheißenden Voraussagen aufgrund der übrigen Umstände Namen von guter Vorbedeutung vorkommen, machen sie das Glück noch
vollkommener; bei unheilvollen Prophezeiungen verringern sie das Unglück und schwächen es ab. Namen von übler Vorbedeutung dagegen,
die unseren Wünschen entgegengesetzt sind, steigern einerseits das Unheil, andererseits mindern sie den Segen. Häufig kann man schon
aufgrund von den Eigennamen allein eine Voraussage treffen. So verhindern z.B. Menon, Mekrates und Kratinos (wörtlich: der Ausharrende,
der Standhafte, der Sieger) das Antreten einer Reise, Zenon, Zenophilos und Theodoros (wörtlich: der Zeussohn, der Zeusgeliebte, der
Gottgeschenkte) geben Kranken den Mut; Karpos, Elpidiphoros und Eutychos (wörtlich: der Erfolgreiche, der Hoffnungsbringer, der
Glückliche (= Felix)) verheißen gute Einkünfte. Thrason, Thrasylos und Trasymachos (wörtlich: der Kühne, der Beherzte, der kühne
Kämpfer) muntern zum Handeln auf und mahnen, nicht zu zaudern. Ebenso muß man bei den Frauennamen die Auslegung treffen. (Für
Griechen und Römer war der Name von besonderer Wichtigkeit. Man gab einem Kind einen möglichst glückverheißenden Namen, der ihm
für seine Zukunft alles Heil sichern sollte. Zahlreich sind die griech. Namen, die etwas Schönes, Starkes, Erfreuliches bezeichnen.) Daß viele
Auslegungen aus der eigentlichen Bedeutung der Wörter zu gewinnen sind, kannst du aus folgendem ersehen. Der Grammatiker Menekrates
erzählte folgendes Traumerlebnis: Einer, der sich Kinder wünschte, träumte, er begegne seinem Schuldner, bekomme das geliehene Darlehn
zurück und händige jenem eine Quittung darüber aus. Soweit das Traumgesicht. Er berichtete weiter, daß der Mann, weil ihm keiner von den
Traumdeutern in Alexandreia das Gesicht auslegen konnte, in seiner Ratlosigkeit, was denn das Traumgesicht bedeuten mag, zu Sarapis
betete, er möge ihm das Rätsel entschlüsseln. Und es schien ihm, der Gott sage im Traum: „Du wirst keine Kinder haben.“ Denn wer eine
Quittung ausstellt, erhält keinen Zins, Zins heißt aber auch das neugeborene Kind (Wortspiel: Tokos bedeutet sowohl Zins als auch Kind).
Denke daran, daß die eigentliche Bedeutung glückverheißender Wörter unzuverlässig ist, wenn nicht auch der Sachzusammenhang auf
dasselbe hinausläuft. So träumte z.B. der Rechtsgelehrte Paulus (Julius Paulus, der unter Septimus Severus oder Caracalla, aber auch unter
Alexander Severus (222-235 n.Chr. bedeutender Jurist war)), als er einen Prozeß vor dem Kaiser führte, es leiste ihm ein gewisser Nikon
(Nikon = Sieger) Rechtsbeistand. Dieser Nikon war jedoch vor Zeiten einmal in einem Prozeß vor dem Kaiser unterlegen. Paulus achtete
aber nur auf den Namen, während ihm das Traumgesicht ganz natürlich und folgerichtig seine Verurteilung andeutete, weil Nikon den
Prozeß verloren hatte.
Eucharistie
(Dankgebet vor dem Abendmahl)
Psychologisch:
Die Eucharistie-Feier ist die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Christi. Die religiöse Bedeutung der Wandlung von Brot und Wein
verweist darauf, daß ein Traum, in dem diese Symbole vorkommen, die Suche nach Bestätigung zu Basiselementen im Leben darstellt. Auch
hier ist das Verhalten im Traum entscheidend für die Deutung. Fühlte man sich erneuert und gesegnet, oder trat man nur zögernd oder sogar
mit der Furcht, zurückgewiesen zu werden, an den Kommunionstisch?
Eule
Assoziation: – Weisheit; Vision.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist von Natur aus weise?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Nachtfliegend; still; gut hörend; Bote; altes Wissen; Stärke; Weiblichkeit; Paradox; Magie; Geheimnis; Überbringer der
Träume; Weisheit; östlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Die Eule wird im Medizinrad mit der mittlere Position des östlichen Seelenpfads und mit der Weisheit assoziiert. Dieser
nachtaktive Greifvogel fliegt geräuschlos und hört so gut, daß ihm nicht selten nachgesagt wird, er jage nach dem Gehör. Die Menschen
halten die Eule schon seit langem für einen besonders symbolträchtigen Vogel, und wie der Rabe verkörpert auch die Eule die
Zwiespältigkeit. Manche sehen in der Eule einen positiven Boten; andere fürchten sie als Überbringer von Unglücksnachrichten.
Eulen und Raben wurden oft mit Hexen und Hexenkraft in Verbindung gebracht und manche erdverbundenen Stämme glaubten, daß Hexen
die Gestalt dieser Vögel annehmen konnten. Für andere alte Völker symbolisiert die Eule jene Weisheit, die ursprünglich in allen
Erdreligionen lebte.
Allgemeine Bedeutung: Deine tiefe Weisheit; deine weiblichen Attribute; deine Intuition, deine Verletzlichkeit und die Kraft, dis aus ihnen
resultieren kann; Magie, entweder schwarze oder weiße; das Geheimnis der Nacht und des Unbekannten; das Geheimnis der Stille; Paradox;
Zwiespältigkeit.
Assoziation: Nachteule – jemand, der gerne spät zu Bett geht.
Transzendente Bedeutung: Verstehen des Unbekannten; ein Bote der Magie oder der Weisheit.
Allgemein:
Die Eule ist ein Nachttier und sieht nachts im Gegensatz zu den Menschen ausgezeichnet. Im Traum ist sie ein Symbol, das auf Weisheit,
Erkenntnis und Ahnungsvermögen des Träumenden hinweist. Die Eule wird im Traum aber auch oft als beunruhigend empfunden, in diesem
Zusammenhang deutet sie auf die mystische Kraft der Liebe, des Todes und des Geistes. Eule symbolisiert Klugheit und Weisheit, mit der
man das Dunkel des Unbewußten oder eine unklare Situation durchschauen kann. Außerdem kann sie für Angst vor Sexualität oder vor dem
Unbewußten insgesamt stehen. Folgende Begleitumstände sind zum Verständnis oft wichtig:
– Eule sehen kann Einsichten und Durchblicke ankündigen, die aber nicht immer angenehm sind.
– Eule rufen hören deutet auf eine Belehrung hin, die einen nicht immer angenehm sein wird;
manchmal versteht man das auch als Todesbotschaft.
– Eule im Käfig halten soll auf Weiterentwicklung und Weisheit hinweisen.

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Psychologisch:
Eule hat nichts mit dem schreienden Käuzchen zu tun, das bevorstehenden Tod oder ein Unglück ankündigen soll. Es ist das Tier der Nacht,
aus deren Dunkelheit manches nur schemenhaft auftaucht. Das kann übersetzt das allzu Triebhafte in uns sein, das uns die Ruhe raubt,
möglicherweise auch die Ruhe selbst, die seelische Ausgeglichenheit, die wir in einer Welt voller dunkler Anfeindungen für unser Ich
suchen. Vom Blick einer Eule fühlt man sich scharf beobachtet und „durchschaut“. Deswegen gilt sie auch als Symbolgestalt für tiefe
Geheimnisse und übernatürliches Ahnungsvermögen.
Spirituell:
Die Eule steht für den Wunsch nach Weisheit, um das Dunkle zu durchschauen, sowie für das Streben der Seele nach geistiger
Konzentration. Die Eule erscheint ernst, nachdenklich und weise.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder rufen hören: Armut, Unzufriedenheit, Krankheit oder Todesfall.
(europ.) : – neben der sexuellen Symbolik ein Bild der Beruhigung; die Leidenschaft kämpft mit dem Geist des Menschen;
– allgemein: Zeichen für die richtige Beurteilung einer persönlichen Situation; sehr oft auch ein Hinweis,
daß wir eine undurchsichtige Sache bald durchschauen können;
– sehen: Krankheit einer nahestehenden Person; man wird eine Belehrung empfangen; auch: von Feinden bedroht werden;
– viele sehen: man sollte jetzt die gutgemeinten Ratschläge anderer nicht ablehnen; man wird eine wertvolle Belehrung erfahren;
– fliegen sehen: Streit, Familienzwist;
– schreien hören: ein schmerzlicher Todesfall oder der eigene Tod ist näher als man glaubt; bedeutet einen Schreck; häufig
folgt auf diesen Traum unerquickliche Kunde von Freunden oder Verwandten;
– fangen oder im Käfig sehen: weist auf unheimliche Gäste oder Gesellschaft hin;
– eine tote: man selbst oder jemand der einem nahesteht, wird nur knapp dem Tode entrinnen.
(ind. ) : – rufen hören: du wirst einem Begräbnis beiwohnen;
– sehen: ein Unglück bedroht dich, sei vorsichtig!
(Siehe auch „Dunkelheit“, „Natur“, „Schnee-Eule“, „Vögel“, „Wald“)
Eunuch
Assoziation: – abschneiden der Sexualität.
Fragestellung: – Wie kann ich sicher sein und dennoch meine Sexualität leben?
Artemidoros:
Verschnittene und Eunuchen zeigen auch wenn sie gar nichts reden trügerische Hoffnungen an, weil sie aufgrund ihrer Natur weder zu den
Männern noch zu den Frauen zählen.
Allgemein:
Eunuch steht bei Männern manchmal für eine unterschwellige Kastrationsangst. Oft kommt darin aber auch zum Ausdruck, daß man sexuelle
Bedürfnisse nicht länger massiv unterdrücken darf.
Psychologisch:
Sie Sexualität des Träumenden ist verkümmert oder zerstört worden. Er ist zu keinem wirklichen (sexuellen) Gefühlen mehr fähig. Ein
Eunuch kann aber auch die geistige „Unfruchtbarkeit“ bedeuten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Verkehrt einer mit einem bekannten Eunuchen oder mit einem jungen Mann, wird er ihnen sein Geheimnis anvertrauen
und ihnen wohlwollen. Ertappt man ihn bei den Genannten, wird sein Geheimnis in die Öffentlichkeit gezerrt werden.
– nur sehen: du wirst in Gefahr kommen.
(ind. ) : – du kommst in Gefahr.
Europa
Volkstümlich:
(europ.) : – Fahrten in Europa machen: bald eine lange Reise unternehmen, auf der die Bräuche fremder Menschen neue Erkenntnisse
bringen; zudem kann man seine Finanzlage verbessern;
– Ist eine junge Frau von den Sehenswürdigkeiten Europas enttäuscht, dann wird sie unfähig sein, Karrierechancen zu nutzen.
Sie wird Freunde oder ihren Liebhaber wahrscheinlich enttäuschen.
Euter
Allgemein:
Euter (der Kuh) kann als Glückssymbol ein Geschenk verheißen, das man unerwartet erhält. Andere alte Traumbücher sehen in ihm die
Warnung, daß man seinen Wohlstand bald mit anderen teilen muß.
Psychologisch:
Es ist das Organ, das Nahrung spendet und dem der Landwirt einen Teil seines Reichtums verdankt. So steht es für Glück, wachsenden
Wohlstand und Zufriedenheit. Der Zusammenhang, in dem das Bild im Traum auftaucht, kann Ihnen auch Hinweise geben, in welchem
Bereich Sie selbst im Moment besonders schöpferisch sein können. Deutet nur manchmal auf etwas Triebhaftes hin. Sollte eher übersetzt
werden als nützlicher Hinweis darauf, wie man besser an geistige Nahrung gelangen kann. Im negativen Fall macht man dabei vielleicht eine
Milchmädchenrechnung auf, bei der schließlich weniger herauskommt, als man sich erhofft hat. Nach Artemidoros verspricht ein
prallgefülltes Euter einen vollen Geldbeutel.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder melken: man wird im Beruf vorankommen und sich mit Vorgesetzten gut verständigen können;
auch: unerwarteten Besuch erhalten; Segen, Geschenk.
(europ.) : – sehen: Hoffnungen nicht aufgeben; man wird seinen Besitz teilen müssen;
– entleeren: Erfolge.
(ind. ) : – sehen: du wirst ein Geschenk erhalten.

438
Eva
Allgemein:
Eva, die Urmutter der Menschheit und Verführerin im Paradies, steht für die Seele und die Sinnlichkeit, bei Männern auch für den
„weiblichen“ Anteil der Psyche. Trivial kann man das Symbol als Warnung vor einer erotischen Verführung verstehen. Tiefer geht die
Deutung, wenn man darin die Aufforderung sieht, die psychische Bedürfnisse (vor allem Gefühle) mehr zuzulassen (das gilt oft besonders
für Männer). Auch Bewußtseinserweiterung, Selbsterkenntnis, Willenskraft und Entscheidungsfähigkeit wird in Eva manchmal deutlich.
Psychologisch:
Unsere Urahnin mit der verhängnisvollen Affäre in Sachen Apfel & Schlange ist ja allgemein als Symbol der Verführung bekannt. Aber für
Traumsymbole gelten andere Gesetzmäßigkeiten: Hier ist sie Urmutter und personifizierte Empfindungsfähigkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – man will dich zum Unrecht verführen.
(europ.) : – Adam mit Feigenblatt und Eva mit der Schlange um den Hüften und Unterleib sehen: Tücke und Fehlglaube beeinflussen
ihr Schicksal;
– Eva mit der Schlange reden hören oder sehen: gerissene Frauen werden Ihrem Wohlstand und Ruf Schaden zufügen;
– junge Frau meint, sie verkörpere Eva: Versuchung durch das Böse, in Form eines jungen attraktiven Mannes,
wobei sie den Preis bei Nichtbestehen dafür bezahlt.
(ind. ) : – Stammutter sehen: Sorge und Kummer werden dich belasten.
(Siehe auch „Adam“)
Evangelium
Allgemein:
Evangelium wird als guter Ratschlag gedeutet, den man bald erhalten wird und befolgen sollte. Bei frommen Menschen kann es das
Verhältnis zur Religion oder die Hoffnung auf eine göttliche Offenbarung zum Ausdruck bringen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – darin lesen: du wirst guten Rat erhalten;
– lesen hören: eine gute Botschaft.
(europ.) : – hören oder lesen: man wird einen guten Rat erhalten.
(ind. ) : – lesen: du bekommst einen guten Rat, befolge ihn.
Ewigkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – davon träumen: Ruhe und Zufriedenheit.
Examen
Allgemein:
Absolviert man im Traum eine Prüfung oder ein Examen, hat man Angst vor dem, was die Zukunft bringen könnte. Tut man sich dabei recht
schwer, wird man seine Ziele nur mit Beharrlichkeit und nach harten Kämpfen erreichen können. Fällt man beim Examen durch, hat das für
die Realität die genau die entgegengesetzte Auswirkung: man wird im Beruf gut vorankommen.
Psychologisch:
Träumt man von einer Abschluß-Zeremonie oder hat selbst ein Examen abgelegt, dann ist der Traum einfach Anerkennung und Belobigung
für die Mühe und Leistung, vielleicht auch Ermunterung für die Zukunft. Falls man noch unsicher ist, wie es weitergehen soll, sollte man die
Träume um weitere Hilfe bitten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einem unterworfen werden: ängstliche Erlebnisse.
– nach schwerem Kampf gelangst du ans Ziel.
(europ.) : – bei einem durchfallen: man wird dieses bestehen, wenn man im Leben vor einem solchen steht;
– machen: man wird ans Ziel kommen.
(Siehe auch „Lehrer“, „Prüfung“, „Reifeprüfung“)
Exekution
Volkstümlich:
(arab. ) : – schlechte Nachrede.
(europ.) : – man erfährt über sich schlechte Nachrede;
– beiwohnen: Verluste haben;
– selbst exekutieren: sich mit Gewalt Vorteile zu erringen suchen, evtl. Erfolg oder Mißerfolg hängt von den Nebenumständen ab.
Exekutor
Volkstümlich:
(europ.) : – unerfreuliche Nachrichten und Streit.
Exerzieren
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sei auf der Hut, man wird dich zu umgarnen versuchen;
– dazu kommandiert werden: du glaubst Unrecht erleiden zu müssen, es wird aber eine gute Lehre sein.
(europ.) : – müssen: Sorgen und Furcht; du wirst eine peinliche Überraschung erleben;
– exerzieren lassen: Macht und Vorteil;
– sehen: Zank und Unfriede.
Exhibitionismus
Assoziation: – Entblößung.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir selbst will gesehen oder verstanden werden?
(Siehe auch „Entblößen“, „Nackt“)

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Exil
Psychologisch:
Exil steht für die Vertreibung aus den eigenen vier Wänden. Man hat das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden. Selten ist dies ein Zeichen
für den bewußten Neuanfang.
Volkstümlich:
(europ.) : – in einem sein: man wird sein Los in fernen Ländern ziehen;
– Erkennt eine Frau, daß sie ins Exil geschickt wird, muß sie eine lange Reise machen,
die sich mit einem Unternehmen oder einem Vergnügen überschneidet.
Exkremente
Assoziation: – Ausscheidung; Unrat aus der Vergangenheit.
Fragestellung: – Was bin ich zu vergessen bereit?
Allgemein:
Exkremente (Kot, Urin) weisen nicht selten auf eine unreife Persönlichkeit hin, vielleicht auch auf entsprechende sexuelle Perversionen, die
sich aus der Unreife ergeben. Im Traum von Fäkalien kehrt der Träumende zu kindlichen Ausdrucksformen und Vergnügungen zurück.
Möglicherweise ist er auf einer unbewußten Ebene nicht über das Gefühl hinausgekommen, daß alles, was mit Körperfunktionen zu tun hat,
schmutzig und egozentrisch ist.
– Vielleicht spielt in seinem Alltag das Element der Auflehnung ein dominierende Rolle.
– Exkremente im Traum stehen für bestimmte Aspekte im Leben des Träumenden, die er „aufgebraucht“ hat und „aussortieren“ soll.
Oft kann man darin aber auch den Hinweis sehen, daß man aus den früheren Erfahrungen, die man hinter sich läßt, Nutzen ziehen soll,
indem man sie kreativ zu neuen Elementen zusammenfügt.
– Das spielen mit Exkrementen kann ein Symbol für Geld und Wertsachen sein und Geldsorgen oder Angst vor Verantwortung zum
Ausdruck bringen.
– Wenn sich Exkremente in lebendige Tiere verwandeln, vielleicht in Ratten, findet sich der Träumende mit der Tatsache ab,
daß er selbst dafür verantwortlich ist, wie er mit seinen Impulsen umgeht.
– Die Entleerung des Darms steht normalerweise für den Wunsch des Träumenden, ohne Verantwortung und Sorgen zu leben oder aber seine
Hemmungen abzubauen. Darüber hinaus kann die Darmentleerung den Sexualakt symbolisieren.
– Verstopfung, also das Zurückhalten von Exkrementen, symbolisiert eine Unfähigkeit, die Vergangenheit oder frühere Verhaltensweisen
loszulassen. Der Träumende wirkt in seinem Verhalten „verklemmt“.
– Sieht man sich selbst mit Exkrementen besudelt, kann das Selbstablehnung und Ekel zum Ausdruck bringen, weil man Teile der eigenen
Persönlichkeit nicht annehmen kann.
– Alte Traumbücher verstehen die Exkremente als Symbol für Wohlstand und Glück.
Spirituell:
Auf dieser Ebene können Exkremente im Traum spirituellen Ausdruck symbolisieren. Der Träumende sehnt sich danach, schlechte Gefühle
loszuwerden oder aber in etwas Wertvolles zu verwandeln.
Volkstümlich:
(europ.) : – ausscheiden: man wird bald eine deutliche Erleichterung in einer aktuellen Angelegenheit verspüren können;
– sich davon beschmutzt fühlen: man hat Angst, von anderen nicht angenommen zu werden;
– mit eigenem Kot beschäftigt sein: man will sich von seelischen Ballast oder lästigen Umständen befreien;
– sehen oder hineintreten: ein sehr gutes Zeichen für günstige Entwicklung persönlicher Verhältnisse und Zufriedenheit;
– damit spielen: man ist in eine unreife sexuell- anale Phase zurückgefallen oder man konnte aus alten Erfahrungen
Neues für die Zukunft gewinnen.
(Siehe auch „Kot“, „Urin“)
Exkursion
Volkstümlich:
(europ.) : – Gefahr für einen Angehörigen.
Ex–Partner
Assoziation: – weibliches oder männliches Ideal, das entweder integriert ist oder abgelehnt wird.
Fragestellung: – Was habe ich in mir akzeptiert, oder was kann ich nicht akzeptieren?
(Siehe auch „Ehegatten“)
Expedieren
Volkstümlich:
(arab. ) : – (abfertigen): du wirst eine Sorge los.
Expedition
Assoziation: – Abenteuer; Suche nach der Seele.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir trägt die Antwort in sich?
Psychologisch:
Wenn man von einer Expedition in unbekannter Landschaft träumt, kann dies ein Hinweis sein, daß man in einer ungewohnten oder
Schwierigen Situation Unterstützung braucht oder daß man ein Projekt oder eine Idee gründlicher abklären sollte, das man vorhatte. Ob man
als Entdecker im Traum Erfolg hatte, ist natürlich wichtig.
Volkstümlich:
(europ.) : – bis ans Ziel kommen oder das Unternehmen beenden: glückverheißend;
– nicht zu Ende bringen: Geldverluste oder Sorgen im Geschäftsleben erwarten.
(Siehe auch „Besorgungen“)
Experimentieren
Volkstümlich:
(arab. ) : – du findest nicht das Richtige.

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Explosion
Assoziation: – plötzliche, gewaltsame Veränderung.
Fragestellung: – Was ist bereit hervorzubrechen?
Allgemein:
Im Traum verweist die Explosion ähnlich wie Bombe und Dynamit in der Regel auf hohe innere Spannung, Gereiztheit, Unruhe und
Nervosität, sowie auf das plötzliche heftige Entweichen von Energie hin. Dabei handelt es sich in der Regel um einen reinigenden Prozeß
(der zu erheblichen Problemen mit der Umwelt führen kann), nach dem man sich wieder entspannter fühlen wird.
Psychologisch:
Sie ist häufig ein Gefahrenzeichen, deutet an, daß irgend etwas in unserem zentralen Nervensystem nicht stimmt. Als Traumbild weist die
Explosion auf einen psychischen Zusammenbruch oder auf einen heftigen Streit hin. Wird eine heftige Explosion des Zorns, der Angst oder
sexueller Entspannung eher wie ein Gewitter empfunden, hat dies die Bedeutung, daß die Auseinandersetzung bereinigend wirkt. Die
Explosion kann sich sowohl auf den privaten, als auch auf den beruflichen Bereich des Träumenden beziehen. Näheres kann aus der
gesamten Traumhandlung ersehen werden. Ein Traum kann ein geschützter Raum sein, in dem eine solche Katharsis gefahrlos erfolgt. Man
sollte darauf achten, was im Traum explodiert, um daraus eine eventuelle Bedrohung unseres psychischen und physischen Wohlergehens
ablesen zu können. Geräuschempfindungen von außen, die ein sofortiges erwachen bewirken, sind manchmal in das Traumbild selbst
integriert, können daher nur im Zusammenhang mit anderen Symbolen gedeutet werden.
Spirituell:
Eine Explosion im Traum verweist auf der spirituellen Ebene auf eine Art von Offenbarung.
Volkstümlich:
(europ.) : – allgemein: schlechte Taten nahestehender Personen werden einem vorübergehend Kummer und Verluste bereiten;
eine geschäftliche Entwicklung wird enttäuschend sein;
– von einer Granate: einen großen Schreck erleben;
– miterleben: eine unerwartete Überraschung droht, die mit einem Schrecken verbunden ist;
– miterleben und danach ruckartig aufwachen: es liegt eine körperliche Störung vor;
– etwas zur Explosion bringen: andere in Angst und Schrecken versetzen;
– sehen: nervöse Unruhe, die sich ganz plötzlich legen wird;
– Rauch und Schutt in der Luft sehen: Unzufriedenheit in geschäftlichen Kreisen und sehr viel Feindseligkeit;
– vom Feuer eingeschlossen sein oder von der Explosion hoch in die Luft geschleudert werden: Ihrer nicht
würdige Freunde werden Ihr Vertrauen mißbrauchen;
– mit Todesopfern: man wird aus einer kritisch gefährlichen Lage, ohne Schaden zu nehmen, herauskommen;
– einer großen Fabrik mit Feuersbrunst: kündet ein vorteilhaftes Ereignis an;
– das eigene Gesicht oder eines anderen geschwärzt oder entstellt glauben: ohne eigenes Zutun einer Taktlosigkeit
beschuldigt werden, wobei die Umstände aber gegen einem sprechen;
– Junge Frauen sollten sich nach einem solchen Traum vor Kontakten mit dem anderen Geschlecht hüten.
(Siehe auch „Atombombe“, „Blitz“, „“Donner“, „Dynamit“, „Gewitter“)
Expreßbrief
Allgemein:
Expreßbrief soll vor unangenehmen Nachrichten und Gefahren warnen, die plötzlich über einen hereinbrechen können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine Gefahr erwartet dich.
(ind. ) : – Gefahren erwarten dich.
Expreßzug
Allgemein:
Expreßzug weist darauf hin, daß man Veränderungen im Leben nicht zu stürmisch vorantreiben darf, weil man sonst Unannehmlichkeiten zu
befürchten hat.
Psychologisch:
Wohl nicht besonders aktuell, gilt er auch jetzt noch als das Traumsymbol für präzise Schnelligkeit, Wichtigkeit und Streß. Wer von ihm
träumt, hat es gern besonders eilig, hält die Bezeichnung Workaholic für einen Ehrentitel, nimmt sich gelegentlich zu wichtig und wird im
Tiefschlaf noch vom ICE gestreift – nach heutigem Verständnis.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine große Veränderung.
(europ.) : – in einem reisen: man sollte darauf achten, seine Vorgesetzten nicht zu verstimmen.
(ind. ) : – ungünstige Zeiten für dich.
(Siehe auch „Eisenbahn“, „Zug“)
Extrakt
Volkstümlich:
(arab. ) : – viel Kummer.
Extravaganz
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Omen für eine glückliche häusliche Umgebung.
Exzellenz
Allgemein:
Exzellenz (hochgestellte Persönlichkeit) verheißt nach den alten Deutungen, daß man durch einen einflußreichen Menschen gefördert wird
und schneller zum Erfolg gelangt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (d.h. einen sehr hohen Beamten) sprechen: du wirst Protektion (Schutz) erlangen.
(europ.) : – eine sprechen: man wird der Protektion teilhaftig werden.

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