Traumdeutung Buchstabe F

Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets
Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets

F
Allgemein:
„F“ taucht als Buchstabe geschrieben oder plastisch in den Träumen auf oder wird ausgesprochen. Die alten Traumbücher verstehen es als die Verbindung von Außen- und Innenwelt durch die Augen. Weiter heißt es, daß es die Aufhellung einer Situation, mehr Verständnis und neue Hoffnungen verkörpern kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – oder auch ff, soviel wie forte oder fortissimo, aus dem ff spielen: bedeutet, daß man mit Begonnenem nicht nachlassen und nichts gleich über die Knie brechen soll, worin erst der erwünschte Erfolg liegen wird.

Fabel
Allgemein:
Fabel (Märchen) kann gute Erfolge versprechen, aber auch vor einer Kränkung warnen, die man vielleicht bald erleben wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erzählen hören: man wird dich zu belügen versuchen;
– selbst erzählen: du wirst dich selbst betrügen.
(europ.) : – ein glückliches Omen für ein Ende aller Sorgen und Heimsuchungen;
– lesen: bedeutet, daß man deren Sinn auf sich beziehen darf und danach handeln soll; auch: steht für angenehme Aufgaben
und ein neues Interesse an Literatur; bei jungen Leuten bedeutet dies romantische Gefühle;
– erzählen: sprich stets die Wahrheit.
– hören: deine Pläne werden von Erfolg gekrönt sein;
– Gleichnisse hören oder erzählen: Zeichen für große Frömmigkeit.
(ind. ) : – hören: dein Handeln und Tun wird von Erfolg begleitet sein.
Fabelwesen / Fabeltiere
Assoziation: – Verleugnetes Selbst; Bedrohung.
Fragestellung: – Was fürchte ich in mir selbst?
Artemidoros:
Hier noch ein Hinweis: Man beachte, daß alles, was ins Gebiet der Wunderzeichen fällt, was ganz unmöglich existieren und vernünftigerweise am
Tag nicht vorkommen kann, wie z.B. ein Hippokentauros, (ein Pferd mit menschlichen Oberkörper und Fischschwanz), eine Skylla (Meerungeheuer,
vorgestellt als Fischweib) und ähnliche Ungeheuer, Hoffnungen lügen straft und zunichte macht.
Allgemein:
Monstren und Fabeltiere existieren als einheitliche Gebilde in der tatsächlichen Wirklichkeit nicht; die Natur hat sie nie und nirgends hervorgebracht.
Die Seele aber, im Versuche, ihr oft gewaltiges Wesen, das mehreren Bezirken angehört, adäquat abzubilden, hat auch auf diese sonderbaren und
stets ergreifenden Gestaltungen ihrer Kräfte nicht verzichten können. Jedermann kennt solche Darstellungen aus den Mythologien – die Sphinxe, die
Götter mit Sperber- und Schakalköpfen, den Stier- und Löwenmenschen, das wilde Geschlecht der Kentauren; fast volkstümlich sind die
verführerischen Syrenen, diese Jungfrauen mit schimmerndem Fischleibe, aber auch Pan, der ziegenfüßige, und die scheußlichen Vogelleiber der
Harpyen. Um so erschreckter sind Menschen, wenn das Ungeheuerliche in Großträumen vor ihrer kleinen Existenz auftaucht. Es taucht wirklich auf,
aus den tiefsten Schichten der Seele. Deren Gestaltungskraft hat in diesen Wesen geeint, was üblicherweise getrennt ist: den Menschen und das Tier.
Das Auftauchen, das Auftreten des Monstrums verkündet seelische Großinhalte, die freilich sehr bewußtseinsfern sind. In diesen Fabeltieren strömen
tiefe und oft wilde Seelenkräfte zusammen zu einem höchst energiegeladenen Bilde, sie sind unfaßbares und unbegreifliches Leben. Und sie gehören
so wenig als der Waldriese, die Menschenschlange oder der indische Elefantengott in unsere bewußte Welt. Die Deutung dieser unmenschlich-
menschlichen Gestalten ist schwierig. Ihre Bedeutung kann nur intuitiv und über den Weg der Mythologien, in denen sie ihre echteste Heimat haben,
erfaßt werden. Man kann freilich ahnen, was ein Mannlöwe ist, wenn man das Sinnbild des Löwen begriffen hat und vom Wesen eines starken
Mannes weiß. Dabei darf man aber nicht rational einfach an eine Summierung des genannten Tieres und des Menschen denken! Den beide
Erscheinungsweisen sind einander durchwirkend, einheitliche Gestalt geworden. Der Träumer kann nur feststellen, da Bedeutendes in ihm wach ist in
einer Form, die noch nicht in das Menschenreich und nicht ins Reich der Tiere gehört. Im Verlauf analytischer Betrachtung verwandeln sich diese
Monstren nach und nach in vorkommende bekannte Tiere und in wirkliche Menschen. Damit wird die Kraft, die jenes faszinierende, beängstigende
Gebilde zusammenhielt, frei und strömt dem Bewußtsein zu. Das Ergebnis ist eine bedeutende Stärkung der Persönlichkeit. Der Mensch kann mit
einem Meerweibe nicht viel anfangen; viel eher fängt es mit ihm etwas an und lockt ihn als Undine – „halb zog sie ihn, halb sank er hin“ – in das
Reich der unbewußten Seelenflut. Wenn sie aber zu einem wirklichen Weibe geworden ist und anderseits das Fischwesen wirklich im Wasser
schwimmt, dann merkt der Träumer, daß es um eine „fischblütige“, verzaubernde weibliche Seelenfigur, um eine „Anima“ in ihm selbst ging. Damit
ist er frei vom unfreiwilligen Verzaubert- werden. Außen lebt, was nach außen gehört, innen wohnt, was als eigenartiges Gebilde im abgründigen
Reich der Seele sein großes, wenn auch unbegreifliches Wohnrecht besitzt.
Psychologisch:
Der Geist kann phantastische, aber auch groteske Figuren erfinden, wenn seiner Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Tiere können in Träumen mit
unter als Wesen gezeigt werden, die Merkmale anderer Geschöpfe aufweisen, um die Aufmerksamkeit des Träumenden auf bestimmte Eigenschaften
zu lenken. Beispiele hierfür sind Greif, Einhorn, Minotaurus oder Phönix. Der Träumende macht in seinem Traum die Erfahrung, daß es keine
allgemeingültigen Prinzipien gibt. Allein schon der schöpferische Akt, den derartige Träume beinhalten, ist positiv zu bewerten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stehen Fabelwesen im Traum für furchtsame und grausame Mächte der Natur. Der Träumende wird auf seine eigenen
„animalischen“ Kräfte aufmerksam gemacht, und er sollte klären, ob er sie kontrollieren kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: ein Meeresungeheuer im Wasser ist nicht gut; außerhalb des Wassers bedeutet es Glück;
– von einem verfolgt werden: in unmittelbarer Zukunft von Sorgen und Unglück geplagt werden;
– eins besiegen: man wird gegen seine Feinde erfolgreich vorgehen und zu herausragender Stellung aufsteigen.
(Siehe auch „Archetypen“, „Drache“, „Monster“)

442
Fabrik
Allgemein:
Fabrik symbolisiert Tatendrang, Aktivität, Fleiß, Unternehmungsgeist und viele Pläne. Man kann dann meist auf gute berufliche und finanzielle
Entwicklungen hoffen. Besitzt man die Fabrik selbst, warnt das jedoch vor zu großen, unüberlegten Geldausgaben. Zuweilen kommt in der Fabrik
auch eine in Routine und Gewohnheiten erstarrte, monotone Lebensweise zum Ausdruck, die man neu beleben sollte.
Psychologisch:
Sie gilt als positives Traumsymbol für Aktivität im Team, kollektiven Erfolg und – aus psychologischer Sicht – für die Zusammenarbeit
verschiedenster Persönlichkeitsanteile. Ein Ehrgeiztraum, der über die zielgerichtete Anpassungsfähigkeit des Träumers Auskunft gibt. In der
Negativvariante steht die Fabrik für gesellschaftlichen Abstieg, Verarmung, Ausbeutung und entfremdete Arbeit. Solche Träume plagen einen
Menschen, der sich ausgenützt und unter Leistungszwang sieht – und von Existenzängsten so heftig geplagt ist, daß er es nicht wagt, sich zu wehren.
Fabrik ist auch das Haus, in dem das Unbewußte für uns die Schmutzarbeit macht, umschreibt unsere seelische Belastbarkeit und die daraus
resultierende Widerstandskraft gegen äußere Einflüsse. Man sollte versuchen, sich zu erinnern, was im Traum in der Fabrik hergestellt wurde. Daraus
ergeben sich die Ansatzpunkte, von denen man auf die psychischen Schwierigkeiten schließen könnte, die das Unbewußte aus dem Weg geräumt
haben will. Das Bild der in der Fabrik arbeitenden Menschen steht für Gemeinschaftssinn und Teamgeist, aber auch für ein Fehlen von Individualität.
Wird dieses Bild im Traum von angenehmen oder neutralen Gefühlen begleitet, bedeutet es, daß der Träumende sich gut in seine Umwelt einfügen
kann. Wird es hingegen als unangenehm oder beängstigend empfunden, sollte der Träumende versuchen, seine Ich-Bezogenheit zugunsten der
Gemeinschaft ein wenig zurückzustellen. Fühlt sich der Träumende übermäßig stark in die Fabrik gezogen, sucht er möglicherweise Schutz in der
Masse, weil seine eigene Persönlichkeit unterentwickelt ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein guter Erwerb steht in Aussicht; gute Geschäfte;
– vor einer stehen: Verhandlungen werden leicht zum Ziel führen;
– besitzen: Sorgen; in Zukunft an einer wichtigen Verhandlung teilnehmen, bei der man äußerstes Geschick beweisen muß;
– darin beschäftigt sein: Arbeit wird dich belästigen; Demütigung durch Vorgesetzte.
(europ.) : – verheißt eine lohnende Anstellung oder auch ein flottgehendes Geschäft, reichen Verdienst, Glücksumstände treten ein; Unruhe und neue
Pläne; auch: Zeichen für eine unerwartete Begebenheit; je größer die Aktivitäten in ihr, desto wichtiger die kommende Veränderung;
– sehen: bedeutet gute Geschäfte; etwas erhalten ohne eigenes Zutun;
– eine stillgelegte: die Veränderungen bringen Sorgen und Verluste;
– besitzen: man wird viel Geld ausgeben, ohne einen Nutzen davon zu haben;
– in einer arbeiten: alles ist etwas hektisch, aber es herrscht Zufriedenheit im Beruf;
– Fabrikschlot: starkes sexuelles Bedürfnis.
(ind. ) : – sehen: guter Geschäftsgang, du kannst ohne Sorgen sein.
(Siehe auch „Esse“, „Haus“, „Telefon“)
Fabrikschornstein / Fabriktürme
Allgemein:
Wird meist als Phallussymbol verstanden, das sexuelle Bedürfnisse anzeigt; das gilt besonders bei rauchendem Schlot.
Psychologisch:
Sie sollen sexuelle Bedürfnisse zum Ausdruck bringen. Aber sie können uns auch das Ziel widerspiegeln, mit der eigenen Arbeit zu expandieren, bis
in den Himmel hinein.
Volkstümlich:
(europ.) : – Fabrikschlot: starkes sexuelles Bedürfnis.
(Siehe auch „Esse“, „Fabrik“, „Rauch“, „Dampf“, „Schlot“)
Facelifting
Assoziation: – Wiederherstellung des Selbstbildnisses; Erneuerung; Eitelkeit.
Fragestellung: – Welcher Teil meiner Identität ist zu einer Generalüberholung bereit?
Fächer
Allgemein:
Ein Fächer im Traum stellt eine Verbindung mit der weiblichen Seite und den intuitiven Kräften des Wesens her. Besonders im Traum einer Frau
kann ein Fächer Sinnlichkeit und Sexualität darstellen. Fächer kann für Koketterie und Ziererei stehen, mit der man die Aufmerksamkeit auf sich
lenken will; in diesem Sinn taucht er oft bei Frauen auf, die tatsächlich zu diesem Verhalten neigen und das Bedürfnis haben, immer im Mittelpunkt
zu stehen. Vielleicht kommt darin auch der Wunsch zum Ausdruck, seine wahren Eigenschaften und Absichten zu verbergen, um andere zu täuschen.
Psychologisch:
Ein Fächer kann als Symbol der Offenheit für neue Erfahrungen und für Kreativität betrachtet werden. Fächelt sich der Träumende in seinem Traum
mit einem Fächer Luft zu, dann bedeutet dies, daß er mit ihm böse Kräfte vertreibt. Fächer, mit ihm will man etwas Wind machen, damit andere auf
einen aufmerksam werden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Fächer im Traum das Zunehmen und Abnehmen des Mondes.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Eifersüchteleien werden dich quälen;
– besitzen: bedeutet unerhörte Liebe;
– sich damit Kühlung zuwedeln: sich selbst trösten.
(europ.) : – Zeichen der Eitelkeit, weiblicher Schwäche, kündigt mehr oder weniger Eifersucht und Betrug an; wahre Absichten werden verdeckt
oder verkleidet; Koketterie mit wirklichen Wünschen und Plänen;
– sehen: gute Neuigkeiten und Überraschungen in nächster Zukunft;
– Fächelt sich eine junge Frau Luft zu oder wird ihr zugefächelt, ist das ein Versprechen für eine neue, angenehme Bekanntschaft;
verliert sie einen alten Fächer, findet sie heraus, daß sich ein guter Freund für andere Frauen interessiert.

443
Fackel
Artemidoros:
Günstig ist es, besonders für junge Leute, zu träumen, nachts brennende Fackeln zu tragen; es bedeutet für gewöhnlich angenehme Liebesabenteuer
und erfolgreiche Unternehmungen, weil man das, was einem vor die Füßen ist, sehen kann. Dagegen ist es für Leute, die im Dunkel bleiben wollen,
von Übel, einen anderen mit einer Fackel zu sehen. Es träumte jemand, sein Sklave, den er mehr als alle anderen schätzte, sei zu einer Fackel
geworden. Der Mann erblindete und mußte sich von eben jenem Sklaven führen lassen, und auf diese Weise schaute er gewissermaßen durch jenes
das Licht. Es träumte einer, es gelinge ihm nicht, Fackeln an seinem häuslichen Herd anzuzünden und zünde sie deswegen am himmlischen Feuer an.
Er wurde ans Kreuz geschlagen und erglühte auf diese Weise im himmlischen Feuer.
Allgemein:
Die Fackel im Traum stellt das Selbstvertrauen des Träumenden dar. Darüber hinaus steht sie auch für sein Bedürfnis, voranzukommen, wobei er
ganz auf sich vertraut. Fackel zeigt den Versuch an, Situationen, Zusammenhänge oder Menschen besser zu verstehen, gleichsam das Dunkel zu
erhellen, in dem sie bisher verborgen sind. Damit sind oft Veränderungen des weiteren Lebens, der eigenen Pläne und Ziele verbunden, die auf der
besseren Einsicht beruhen. Folgende Begleitumstände im Traum können die Genaue Deutung wesentlich erleichtern:
– Fackel sehen deutet auf eine Aufklärung, Erkenntnis oder Einsicht hin, die desto wichtiger ist, je heller die Fackel leuchtet.
– Fackel tragen weist darauf hin, daß man von einer Person geliebt wird, die man bisher noch nicht bemerkt hat.
– Erloschene Fackel zeigt oft an, daß man Pläne und Hoffnungen aufgeben muß, weil sie sich nicht erfüllen lassen.
– Fackeln, die vom Himmel fallen, kündigen Kummer und Not in der nächsten Zeit an.
– Fackelzug soll nach alten Traumsymbolen mehr Ehre und Ansehen verheißen.
Psychologisch:
Die Fackel des Selbstvertrauens ist nicht nur für den Träumenden selbst, sondern auch für andere Menschen wirksam. Von der Selbsterkenntnis des
Träumenden und von seiner Sehnsucht nach Entwicklung können auch Personen in seinem Umkreis profitieren, indem sie ihn beispielsweise als
Führer auf ihrem Weg annehmen. Archetypisches Zeichen für die Ehe; denn zu Urzeiten entzündete man nach der Hochzeit den ehelichen Herd mit
einer Fackel. Im Traum läßt sie das Feuer der Liebe und des Erfolges brennen oder verlöschen, sie kann mit anderen Worten unser Leben erhellen
oder ins Dunkel hinabgleiten lassen. Die Fackel ist also im positiven wie im negativen Sinn Teil der psychischen Energie.
Spirituell:
Die Symbolik der Fackel weist auf Sieg und Freude, Freiheit und Erlösung hin. Auf dieser Ebene kann die Fackel im Traum auch ein Hinweis darauf
sein, daß der Träumende spirituelle Anleitung und Führung braucht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: stille Liebe hegen;
– ruhig und hell brennen: die Liebe wird lange währen;
– hell und dauerhaft brennend: langes Leben;
– erlöschen sehen: Todesfall im Bekanntenkreis;
auch: die Liebe wird baldiges ein Ende nehmen;
– selbst auslöschen: deine heimliche Liebe wird verraten werden;
– weithin leuchtend: du wirst eine Aufklärung erhalten;
– tragen: geliebt werden;
– ein Fackelzug sehen: man wird bald Ehre und Anerkennung auf höchster gesellschaftlicher Ebene finden.
(europ.) : – Änderung im Wesen ist wahrscheinlich; man wird das Licht der Vernunft gegenüber den Schwierigkeiten hochhalten und
seinen Weg herausfinden;
– sehen: ein Zeichen der Liebe; man wird ein Geheimnis erfahren; auch: verspricht angenehme Erlebnisse und gute Geschäfte;
– leuchten sehen: man wird Klarheit in eine dunkle Sache bringen;
– tragen: nahe Verlobung; für Verlobte nahe Vermählung; man wird geliebt; auch: Erfolg bei komplizierten Geschäften;
– auslöschen: bringt die Zerstörung eines angenehmen Verhältnisses;
– verlöschende Fackeln können als Enttäuschung, Trennung oder gar Trauer gedeutet werden; Mißerfolg und Leid;
– erloschene sehen: unerreichbare Hoffnungen und unerfüllte Wünsche; Hinweis auf ein Todesfall in der Umgebung;
– Indianertanz mit Fackeln sehen: man wird im Ausland viel Glück haben;
– brennende am hellen Tage sehen: man wird etwas erreichen, auf das man bereits verzichtet hatte;
– vom Himmel fallen sehen: man wird schlechte Nachrichten bekommen.
(ind. ) : – tragen: du wirst geliebt und weißt es nicht;
– sehen: in einer für dich wichtigen Sache wirst du eine Aufklärung erhalten;
– vom Himmel fallen sehen: Leid und Schmerz.
(Siehe auch „Fackelzug“, „Feuer“)
Fackeltanz
Volkstümlich:
(europ.) : – ausgelassene Freuden, die leicht in das Gegenteil umschlagen können.
Fackelzug
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird bald Ehre und Anerkennung auf höchster gesellschaftlicher Ebene finden.
(europ.) : – gilt für eine zu erwartende Beförderung, Auszeichnung oder Ehrung;
– sehen oder teilnehmen: man sollte sich nicht in ein schnelles Liebesabenteuer verwickeln lassen;
bringt Freude, die Verdienste werden sich dadurch schmälern.
(ind. ) : – große Ehre wird dir zuteil.
(Siehe auch „Fackel“)
Faden
Assoziation: – Schwäche; Zerbrechlichkeit.
Fragestellung: – Was bin ich zu stärken bereit?
Allgemein:
Ein Faden im Traum stellt eine bestimmte Gedankenlinie oder Fragekette des Träumenden dar. In Bezug auf sein tägliches Leben muß er diese Linie
oder Kette möglicherweise bis zum Ende verfolgen. Faden kann als Leitmotiv (roter Faden) des eigenen Lebens stehen, der von Idealen, Hoffnungen,
Einstellungen, Pläne und Zielen bestimmt wird; dann ist die Deutung nur individuell möglich. Oft kommen darin auch nervöse Schwäche- und
Erschöpfungszustände zum Vorschein, die zu Gereiztheit, Unruhe, Ungeduld (Geduldsfaden) und Konzentrationsmangel (Faden verlieren) führen;
dann muß man auf mehr Entspannung und Erholung achten, um Krankheiten zu vermeiden. Das Einfädeln einer Nadel steht offensichtlich in einem
sexuellen Zusammenhang. Es kann aber auch auf Schwierigkeiten allgemeiner Art hindeuten.

444
Psychologisch:
Wem das Einfädeln nicht so recht gelingen will, der schafft es im Wachleben augenblicklich kaum, seine Nerven unter Kontrolle zu halten, wodurch
ein möglicher Erfolg ins Gegenteil verkehrt werden kann. An einem Faden hängen oft die zwischenmenschlichen Beziehungen, wenn sie auf eine
Zerreißprobe gestellt werden. In diesem Zusammenhang ist die Farbe des Fadens besonders wichtig.
– Der Faden im Traum versinnbildlicht sozusagen den roten Faden des Lebens.
– Ist er verheddert, so ist dies ein Hinweis auf ein Problem, welches einer Lösung bedarf.
– Eine Garnspule verkörpert ein geordnetes Leben; auch hier kann die Farbe des Fadens entscheidend sein.
– Ein Korb voller Garnspulen symbolisiert die verschiedenen Seiten der weiblichen Persönlichkeit der Frau.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Faden für den Weg zur Ganzheitlichkeit oder Erleuchtung stehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – aufwickeln: deine Angelegenheiten werden nicht rasch zu erledigen sein, du brauchst Geduld;
auch: ein freudiges Ereignis steht bevor;
– abwickeln: wahre dein Geheimnis; auch: ein Geheimnis wird gelüftet werden;
– einen verwirrten sehen: man sollte in geschäftlichen Belangen vorsichtig sein;
– selbst verwirren: sei vorsichtig in deinem Auftreten, du bleibst sonst leicht hängen;
– zerreißen: du zerstörst deine Verbindungen selbst;
– schwarzer: baldiges nahendes Unheil;
– roter: Glück in der Liebe.
(europ.) : – oft Zeichen für Nervenreizungen, wenn der Faden sehr lang ist;
– sehen: etwas, von dem man hoffte, es würde schnell vorübergehen, wird sich sehr in die Länge ziehen;
– aufwickeln: Mahnung, seine Geheimnisse wohl zu hüten; man wird noch viel Geduld brauchen, bis man seine Ziele verwirklichen kann;
– zu einem Knäuel aufrollen: zeigt ein Mißlingen an;
– abwickeln: Erfolg; man wird ein Geheimnis aufdecken;
– durch ein Nadelöhr ziehen: Streit;
– ein schwarzer Faden: es stehen einem Unannehmlichkeiten und Ärger bevor;
– ein weißer Faden: man wird mit einigen Personen bald in näheren Kontakt treten;
– ein roter Faden: etwas im Leben wiederholt sich ständig, man sollte diesen Wiederholungszwang aufdecken;
– einen langen Faden sehen: die Hoffnung trügt; alles zieht sich in die Länge;
– mit einem schwarzen ein weißes Kleid nähen: bedeutet Unheil;
– mit rotem seidenen nähen: bedeutet Verlobung oder allgemein Glück in der Liebe.
(Siehe auch einzelne „Farben“, „Nadel“, „Nähen“)
Fagott
Volkstümlich:
(arab. ) : – Langeweile.
(europ.) : – selbst blasen: fröhliche Zeiten.
Fahne
Assoziation: – Patriotismus; Identifikation.
Fragestellung: – Wem gilt meine Loyalität?
Allgemein:
Die Fahne symbolisiert an erster Stelle die Notwendigkeit, Gedanken und Handlungen in Übereinstimmung miteinander zu bringen. Ist sie im Traum
jedoch kommerzieller Art, so steht sie für das ins Blickfeld gerückte Bedürfnis nach Besitz oder nach Besitzerwerb. Sie kann auch Sinnbild eines
Ortes sein, an dem sich Menschen mit demselben Zielen und Glaubensvorstellungen versammeln, oder für altmodische Prinzipien und
Glaubensvorstellungen stehen. Fahne symbolisiert eigene Ansichten, Hoffnungen, Pläne und Ideale. Je nach den Begleitumständen kann man zu
folgenden Deutungen gelangen:
– Das hissen oder einholen einer Fahne hat nationale und territoriale Obertöne.
– Die eigene Fahne hissen kann eine Aufforderung sein, das eigene Licht nicht unter den Scheffel zu stellen
und bezüglich der eigenen Fähigkeiten und Handlungen mehr Selbstvertrauen zu entwickeln.
– Fahne vorantragen. Sie haben den Wunsch, einem höheren Ideal zu folgen. Überlegen Sie aber,
ob es wirklich Ihr Ideal ist, oder ob Sie den Machtgelüsten anderer zu Diensten sind.
– Fahne selbst tragen kündigt Ehrungen und hohes Ansehen an, wenn man sich selbst treu bleibt.
– Fahne schwingen kann ein freudiges Ereignis verheißen.
– Fahne flattern sehen soll auf Sorgen und Probleme in naher Zukunft hinweisen.
– Fahne senken symbolisiert oft Schuldgefühle, Scham und Reue wegen eines Fehlers, den man begangen hat.
– Schwarze Fahne kann Unglück, Kummer, Streitigkeiten oder Todesfälle anzeigen.
– Rote Fahne steht für Energie und Lebenskraft oder Übel und Unheil.
Psychologisch:
Die Fahne im Traum ist allgemein ein Zeichen für Begeisterungsfähigkeit, Kollektivdenken und Idealismus, das Signal, um sich für eine Sache oder
einen Menschen voll und ganz einzusetzen. Sie mag auch für Patriotismus und Streitbarkeit stehen. Wird das Traumbild von positiven Empfindungen
begleitet, so ist dies ein Zeichen für leidenschaftliches Fühlen, Denken und Handeln. Ist die Fahne allerdings auf Halbmast oder beschädigt, so ist
dies ein Signal für verlorene Ideale, verletzte oder mißbrauchte Gefühle und erlittene Enttäuschungen. Die Fahnenstange symbolisiert eine
stabilisierende Kraft oder einen Versammlungsort. Archetypisches Symbol weltlicher Freude, folglich oft ein Bild der Sinnlichkeit, die aber kaum
vom Gefühl, eher vom Trieb her zu deuten ist. Von Psychoanalytiker manchmal als Stock mit einem flatternden Stück Tuch gesehen: übersetzt: der
phallische Stock mit dem mütterlichen-weiblichen Stoff, wobei das Flattern als Vereinigung der beiden Elemente gesehen wird. Auch hier ist die
Farbe des Tuches wichtig.
Spirituell:
Die Fahne ist Sinnbild des Sieges. Menschen, die sich unter dem Banner der spirituellen Kreuzfahrt versammeln, benötigen Vorgaben für richtiges
Verhalten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine vom Wind gepeitschte, sehen: gefährliche Zufällen ausgesetzt werden;
man wird im letzten Moment eine große Gefahr abwenden können oder eine schlechte Nachricht bekommen;
– selbst tragen: du wirst wegen deines Ruhmes Neid und Bosheit ernten; man kann sich Chancen
auf eine politische Karriere und einen hohen Posten in Politik oder Wirtschaft ausrechnen;
– schwarze: ein Feind wird Ärger bereiten.

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(europ.) : – Symbol für Lebenspläne, Schöpfungen und Polaritäten;
– fliegende sehen: bringt Ungemach und Leid;
– im Wind: Fest;
– tragen: bedeutet großes Ansehen;
– senken: bedeutet Reue über eine Handlung;
– in einem Festzug: Herzleid;
– schwarze: Betrübnis, Trauer; kündet Feindschaft an;
– schwingen: gute Zeiten werden kommen;
– die Nationalfahne tragen: man wird seinem Lande einen Dienst erweisen;
– viele Fahnen an den Häusern sehen: die Regierung des Landes wird mit einer starken Faust regieren;
politische Machtspiele in der Heimat;
– Wer in Frauenträume eine Fahnenstange sieht oder trägt, zeigt damit sexuelle Wünsche und Begierden an.
(ind. ) : – tragen: du wirst zu hohen Ehren und Ansehen gelangen;
– flattern sehen: eine Gefahr ist abgewendet.
(Siehe auch „Begräbnis“, „Platz“, „Schiff“)
Fahnenstange
Allgemein:
Fahnenstange wird als Phallussymbol verstanden, das auf verdrängte, unterdrückte sexuelle Bedürfnisse hinweist.
Volkstümlich:
(europ.) : – sexuelle Wünsche und Begierden werden angezeigt.
(Siehe auch „Fahne“)
Fähnrich
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich als solchen sehen: du bist eitel.
Fahrbahn
Volkstümlich:
(arab. ) : – ordne deine Angelegenheiten.
(ind. ) : – Sorge für deine Angelegenheiten, ehe es zu spät ist.
Fähre
Allgemein:
Befindet sich der Träumende in seinem Traum auf einer Fähre, so ist er offensichtlich in einen Veränderungsprozeß eingebunden. Weil eine Fähre
eine große Zahl von Menschen zu transportieren vermag, kann sie auch eine Gruppe symbolisieren, welche der Träumende angehört – eine Gruppe,
die sich im Umbruch befindet. Fähre verbindet zwei Ufer miteinander und kann deshalb ähnlich wie die Brücke verstanden werden; dabei kommt es
aber vor allem auf die eigenen Anstrengungen an. Oft zeigt die Fähre auch an, daß man Gefühle, Einstellungen, Ideale, Hoffnungen, Absichten, Ziele
und Verhaltensweisen hinter sich läßt, sich weiterentwickelt, seelisch-geistig zu neuen Ufern strebt; das bereichert zwar das Leben, verunsichert aber
auch.
Psychologisch:
Wer sich oder einen anderen auf der Fähre sieht, die wie das Schiff sein Lebensschiff darstellt, will in kurzer Zeit eine Änderung in seinem Dasein
bewirken, ein neues Ziel ansteuern und alles über Bord werfen, was vordem wünschenswert schien. In der griechischen Mythologie ist die Fähre ein
Symbol für den Tod. In der alten Sage bringt die Fähre den Träumenden über den Fluß Styx, der die Grenze zwischen Leben und Tod darstellt, und
ist damit ein Bild für tiefgreifende, ja sogar für existentielle Veränderungen.
Spirituell:
Die Fähre im Traum steht für den „spirituellen Tod“ oder für Veränderungen jeder Art. Sie verbindet ähnlich einer Brücke beide Ufer.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Bedeutet den Übergang vom Leben zum Tod.
(europ.) : – man ist von Gefahr umgeben; man sollte nichts unternehmen, was andere nicht wissen sollen
und man sollte nicht unnötigerweise an Flüssen spazieren gehen;
– darin fahren: kündigt eine Reise mit kleinen Hindernissen und unerwünschtem Aufenthalt an.
(Siehe auch „Meer“, „Schiff“)
Fahren
Assoziation: – Arbeit an Energie und Kraft.
Fragestellung: – Wie weit kann ich kommen? Welches ist mein Wunschziel?
Allgemein:
Fahren hängt in seiner Bedeutung davon ab, welches Fahrzeug man benutzt, immer ist damit eine Veränderung im Leben verbunden.
Psychologisch:
Deutet immer das Weiterkommen wollen auf der Lebensfahrt an, das Streben nach echten Werten. Rückwärts fahren: Diese Situation verdeutlicht
entweder, daß wir uns zurückwenden sollten, um uns klar zu machen, woher wir kommen, oder daß wir uns auf dem Weg in die Regression
(Zurückfallen in kindliches Verhalten) befinden. Besonders wichtig: Der Rücken ist der klassische Ort des Schattens. Rückwärts schauen, heißt nicht
nur, in die Vergangenheit blicken, sondern auch, die Kehrseite, die andere Seite der Medaille, eben die sonst nicht beachtete oder unsichtbare
Schattenseite zu betrachten. Beim Rückwärtsfahren beachtet man diese Seite bewußt. Oder man sollte dies tun.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in einem Wagen auf der Landstraße: es wird dir wohlergehen;
– und dabei umgeworfen werden: ein bevorstehender Unglücksfall;
– auf einer Fahrt über den Fluß (dieselbe sehen oder suchen): deine eigene Klugheit wird dich schützen.
(europ.) : – zeigt einen Besuch an; weist auf angenehme Stunde hin;
– auf einer Fahrt verunglücken: bevorstehendes Leid;
– im Wagen: Mißhelligkeiten;
– in einem eleganten Wagen: Ehre, Macht, Umgang mit feinen Leuten;
– einen Wagen selbst fahren: ungerechte Kritik an der scheinbaren Arroganz;
man wird gezwungen, Dinge gegen seinen Willen zu tun;

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– fährt man ein Taxi: steht für niedere Arbeiten ohne Aussicht auf berufliche Verbesserungen; ist es ein Kombifahrzeug, wird man für
kurz mittellos bleiben;
– von anderen gefahren werden: durch größeres Wissen anderen voraus sein und immer einen Ausweg finden; einem Mann kündigt
dieser Traum an, daß er in der Liebe schnell ans Ziel seiner Wünsche gelangt; bei einer Frau bedeutet er, daß sie einen Geliebten nicht
mehr so wichtig nimmt, nachdem sie ihn für sich gewonnen hat.
(ind. ) : – in einem Wagen: du wirst einen Verlust erleiden, aber du bist selbst schuld daran;
– in der Post-Kutsche(-Bus): unfreiwilliger Reiseaufenthalt;
– mit mehreren Pferden: Reichtum;
– wenn Menschen den Wagen ziehen: Ruhm und Macht;
– umgeworfen werden: Unzufriedenheit;
– jemanden überholen: du wirst länger Leben als der andere.
(Siehe auch „Reisen“, „Auto“, „Eisenbahn“, usw.)
Fahrgast
Allgemein:
Fahrgast sein, zeigt an, daß man von anderen abhängig ist, nicht frei bestimmen kann; nimmt man jemanden mit, steht dahinter oft der Wunsch, auf
andere Menschen Einfluß zu nehmen.
Fahrkarte / Fahrschein
Allgemein:
Wir haben unsern Fahrschein zu lösen, psychologisch ausgedrückt: wir haben mit Energien, das ist in der Tageswelt mit Geld, zu bezahlen, denn
keiner lebt gratis, kommt ohne Opfer vorwärts; nur Kindsköpfe möchten alles geschenkt kriegen, wollen jeder Eigenleistung enthoben sein. Es wären
eine Menge Träume zu erzählen, deren Problematik sich um den Fahrschein, um das Billett, dreht. Aus der Fülle nur dies: Fast in allen Ländern
führen die Bahnen mindestens zwei Fahrklassen, nach der Bequemlichkeit der Sitze, meist als Zweiter oder Erster Klasse bezeichnet. Der Fahrpreis
richtet sich nach der Höhe des Komforts. Wer das Geld hat, fährt auch im Traum besser. Geld ist aber zu übersetzen mit verfügbarer Energie,
Leistung, Persönlichkeitswert. Zudem weiß aber der Traum auch, daß dem einen vom Schicksal mehr gegeben ist als dem andern, und es fährt
mancher sonst wohlhabende und verwöhnte Mann im Traum in einem häßlichen und verlotterten Wagen. So sieht seine Fahrt von innen gesehen aus!
Mehrfach wird erzählt, daß man mit der Fahrkarte für die zweite Klasse sich, man weiß selbst nicht warum, in die erste Klasse eingeschmuggelt hat –
bekanntlich ein Vergnügen, das sich Leute in überfüllten Sonntagszügen gerne leisten. Hier aber ist der Klassenwechsel nicht so harmlos; deshalb
auch die Angst, der Sachverhalt werde entdeckt, man hole sich vor den Mitreisenden eine beschämende Niederlage. Denn man sitzt ja im
Lebenszuge, im Zuge des Lebens nicht da, wo man seinem Wesen und seiner Leistung nach hingehört. Man hat sich selbst erhöht, lebt über seinem
Niveau. (Wie schon gesagt, handelt es sich nie um die äußere, materielle Position. Auch sehr besitzende Leute, die für jede ausgedehnte Fahrt ihr
schönes Auto oder dann die beste Wagenklasse der Bahn benützen, haben diesen beschämenden Traum.) Umgekehrt kommt es in der Welt des
Traumes auch vor, daß man in der niederen Wagenklasse sitzt und dabei die bessere Karte bei sich trägt. Meist holt uns der Schaffner, dieser
Vertreter der inneren Kontrolle, an den richtigen Ort. Die moderne Symbolik der Eisenbahnfahrt ist außerordentlich reich in der Betonung von
Einzelheiten. So streckt ein Träumer seine sehr verdreckten Schuhe auf den Sitz gegenüber, auf dem eine Fremde Platz nehmen möchte; oder es wird
erzählt, daß man wider gewohnte Übung „rückwärts“ sitzt mit dem Blicke nach der enteilenden Landschaft. Da geht eben der Blick der Seele nach
dem Enteilenden, Vergehenden. Der Traum kennt sich aus in den verschiedenen Bahntypen. Er läßt uns im großen Überlandexpreß nach weiten
Lebenszielen fahren. Es kann aber auch geschehen, daß ein Mann, der sich auf besonders bedeutender Lebensfahrt glaubt, im Gleichnis des Traumes
erfahren muß, daß er in einem geschwätzigen Lokalbähnchen sitzt. Ein Mann vor fünfzig war offenbar in eine für diese Jahre bezeichnende
Depression gefallen. Im Traume nun gedachte er, nach seiner kleinen Heimatstadt zu fahren, seine Mutter aufzusuchen und längere Zeit bei ihr zu
bleiben. Am Bahnhof aber ist die Karte nach dieser Station vergriffen, das gibt es offenbar für ihn nicht mehr! dafür händigt man ihm eine Fahrkarte
nach der Hauptstadt aus. Die Hauptstadt aber ist unser Selbst, ist konzentrierte Persönlichkeit. Zu seinem Erstaunen erkennt er als Fahrtgenossen
Flüchtlinge, Emigranten und Kriegsverwundete und sieht sich selbst als jungen Mann, damals, vor einer bedeutenden Leistung. In dieser Situation
steht er; was er in sich bis jetzt wenig gut behandelt hat, muß gepflegt, muß gleichberechtigt werden. Dann kann eine neue Epoche, nämlich seine
Persönlichkeit erreicht werden.
Psychologisch:
Fahrkarte symbolisiert Reiselust, neue Pläne und räumliche Veränderung, die Kraft und Energie, mit der man sich auf den weiteren Lebensweg
macht und die Hindernisse überwindet. Man wird dadurch auch aufgefordert, die früheren Erfahrungen mehr zu nutzen. Wer die Fahrkarte vor Antritt
einer Reise im Traum nicht bezahlen kann, dem fehlen zur Durchsetzung seiner persönlichen Pläne ganz einfach die Mittel; er sollte also von einer
Veränderung seiner augenblicklichen Lage Abstand nehmen. Hat man dagegen das Geld, um den Fahrschein zu bezahlen, wird man fortkommen und
zielbewußt die nächste Lebensstation ansteuern können. Schwarzfahrer gibt es im Traumgeschehen auch – sie wollen eben den Versuch machen,
möglichst billig über die Runden zu kommen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – kaufen: Ein Signal der Zustimmung, mit einem begonnenem Projekt weiterzumachen;
– verloren haben: du hast die Richtung verloren;
– abstempeln der Fahrkarte einer Frau: sexuelle Begierde.
(europ.) : – der Lebensweg soll auf neuer Basis fortgesetzt werden; die lang erwartete Wendung zum Guten ist endlich da;
– lösen: man wird sich in Geduld fassen müssen; man hat die Kraft und Möglichkeit, alte Probleme zu lösen
oder Hindernisse zu überwinden.
(Siehe auch „Fahren“, „Reise“ und einzelne Verkehrsmittel)
Fahrpreis
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum Fahrgeld bezahlt, dann erkennt er damit den Preis für seinen Erfolg, welcher Art auch immer, an. Der
Taxifahrpreis symbolisiert einen intimeren Prozeß als zum Beispiel die Bußfahrkarte.
Psychologisch:
Möglicherweise wird der Träumende mit Anforderungen konfrontiert, bei denen er entscheiden muß, ob sie angemessen sind oder nicht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene spielen Träume, in denen vom Träumenden Fahrgeld verlangt wird, dann eine Rolle, wenn er spürt, daß er für bestimmte
Handlungen in der Vergangenheit noch nicht „bezahlt“ und den Wunsch hat, mit ihnen endlich ins reine zu kommen.

447
Fahrrad
Assoziation: – Fortkommen aus eigenem Antrieb; Freizeit.
Fragestellung: – Habe ich genug Kraft, um es zu schaffen? Wird es Spaß machen?
Allgemein:
Fahrrad steht als Fortbewegungsmittel für das Weiterkommen im Leben; das kann sich auf konkrete Absichten, Pläne und Ziele oder auf die
Weiterentwicklung der Persönlichkeit beziehen. Vom bescheidenen Fahrrad Von träumen oft junge Menschen, die durch eigene Kraftanstrengung
etwas erreichen wollen – eine bessere Schulnote vielleicht oder den exzellenten Abschluß der Lehrlingsarbeit. Obwohl ein Massenartikel, hat es in
den Träumen doch etwas Individuelles und dient auch dem Träumer zu Fahrten nach allen Richtungen und auf den schmalsten Pfaden. Man kann mit
ihm wirklich auf „Seitenpfaden“ ziemlich unverantwortlich in allerlei kleine Erlebnisse kommen. Betont wird hier die eigene Kraftanstrengung, und
ferner, der fast lautlose Gang. Radträume sind häufig bei jungen Leuten, die versuchten, um die ihnen auferlegte Arbeit in Lehrzeit und Studium
nicht sehr bekümmert, heiter ins Leben hinauszufahren. Das Element des Heiteren, Glücklichen ist oft in diesen Träumen. Gelegentlich fährt man mit
seinem Lebenspartner aus, und der eine hat dann eine Panne. Diese deutet manchmal eine sexuelle Schwierigkeit an. Jedenfalls kommt immer zum
Ausdruck, daß man nur eine gemächliche Fortentwicklung erwarten darf und sich dabei erheblich anstrengen muß, nur auf die eigene Kraft und
Fähigkeit vertrauen darf.
– Ein beschädigtes oder umgeworfenes Fahrrad kündigt Probleme und Hindernisse in der nächsten Zeit an.
– Der Kauf eines Fahrrades im Traum kann zuweilen konkret dazu auffordern, sich mehr zu bewegen (nicht nur durch Radfahren).
– Manchmal fährt man auch mit seinem Partner Rad, was als unbekümmerte, heitere Fahrt ins Leben gesehen werden könnte.
– Hat aber einer von beiden eine Panne, ist in sexueller oder partnerschaftlicher Hinsicht einiges nicht in Ordnung.
Psychologisch:
Beim Fahrrad bewegen wir uns aus eigener Kraft und auf eigenen Wegen fort. Betonung der Eigenwilligkeit. Streben nach Unabhängigkeit,
möglicherweise Schwierigkeiten mit der Nutzung kollektiver Einrichtungen und Errungenschaften. Manchmal wird mit diesem Traumsymbol auch
die Anstrengung des Fahrradfahrens angesprochen. – Warnzeichen, wenn es um den „gemeinen“ Radfahrer geht: „Nach unten treten, nach oben
buckeln“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst deinen Mitbewerber überflügeln; in seinem Vorhaben rasch ans Ziel kommen.
(europ.) : – sehen oder fahren: man ist durch einen kleinen Straßenunfall gefährdet; auch: man steht vor einer wichtigen Entscheidung
und sollte gut darüber nachdenken, bevor man sich nach gutem Gewissen entscheidet;
– kaufen: man wird oder sollte sich mehr sportlich betätigen;
– ein beschädigtes sehen: mahnt zur Vorsicht;
– besteigen und damit fahren: man sollte seinen Ehrgeiz etwas zügeln, denn jede Eile wäre falsch;
mit gedrosseltem Tempo gelangt man unversehrt ans Ziel;
– das Gefühl, mit dem Fahrrad über den Erdboden zu schweben: unbewußtes Streben nach sozialem Vorwärtskommen,
nach Verbesserung des Einkommens;
– bergauf fahren: gute Aussichten haben;
– bergab zu fahren: signalisiert einer Frau, daß sie auf ihren Ruf und ihre Gesundheit achten muß, da ein Unglück naht.
(ind. ) : – gute und überraschende Nachrichten werden dich erfreuen;
– umwerfen: Unzufriedenheit ist in dir.
(Siehe auch „Reise“)
Fahrschein (Siehe „Fahrkarte“)
Fahrt
Allgemein:
Fahrt bedeutet wie „Fahren“ eine Veränderung des Lebens, die man nur anhand der weiteren Begleitumstände im Traum und vor allem der
persönlichen Lebensumstände richtig verstehen und interpretieren kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – antreten: das Fahren ist der weitere Weg in das Leben, wobei die Weggenossen wichtig für die Fahrt sind.
(Siehe auch „Fahren“)
Fahrstuhl
Psychologisch:
– In der Regel symbolisiert ein Fahrstuhl den Umgang des Träumenden mit Informationen.
– Ein abwärtsfahrender Fahrstuhl beispielsweise deutet darauf hin, daß der Träumende in das Unbewußte hinuntersteigt.
– Ein aufwärtsfahrender Fahrstuhl wiederum trägt den Träumenden hinauf zur Spiritualität. Manche Menschen glauben,
daß man im Schlaf seinen Körper verläßt; eine Vorstellung, die sich ebenfalls im Fahrstuhl als Traumsymbol niederschlagen kann.
– Mit dem Fahrstuhl steckenbleiben versinnbildlicht, daß der Träumende in seiner spirituellen Entwicklung nicht weiterkommt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – frühe Altersschwäche, Zeichen für starkes Ruhebedürfnis.
(europ.) : – in einem hochfahren: rasch Ansehen und Wohlstand erlangen;
– in einem hinab fahren: das Unglück wird einem niederschlagen;
– einen hinunter fahren sehen und denken, man bleibt zurück: man wird mit knapper Not einer Enttäuschung entgehen;
– ein stehender: verheißt drohende Gefahr;
– in einem festsitzen: in Kürze ein frustrierendes Erlebnis haben.
(Siehe auch „Haus“, „Gebäude“)
Fährte
Allgemein:
Wer den Fußspuren eines Menschen folgt, hat im Wachleben möglicherweise dunkle Absichten; oft wird hier ein Verliebter geschildert, der vor
lauter Eifersucht Spuren sucht, die seinen Verdacht bestätigen können. Auf die Fährte eines Tieres setzt sich ein Träumer, der sich aus seinem
bisherigen Leben davonschleichen möchte, um in der freien Natur sein verkrampftes Ich zu lösen.
Psychologisch:
Ein Symbol für Suchen und Finden: Man ist jemandem (oder auch sich selbst) „auf die Spur gekommen“.
Volkstümlich:
(europ.) : – eines Tieres verfolgen: kündigt erfolgreiche Bekämpfung eines Feindes an;
– oder Fußspuren eines Menschen verfolgen: angenehme Begegnung und Bekanntschaft.

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Fahrzeug
Assoziation: – Macht; Kraft; Bewegung; Mittel, um ans Ziel zu gelangen.
Fragestellung: – Wieviel Kraft habe ich? Wie ist meine Einstellung zum Thema Macht?
Allgemein:
Fahrzeug (gleich welcher Art) steht für Lebensveränderungen; befindet es sich in gutem Zustand, kann man mit einer günstigen Entwicklung, bei
Defekten aber mit Problemen und Hindernissen rechnen. Die genaue Bedeutung ergibt sich aus der Art des Fahrzeuges. Ein Verkehrsmittel, mit dem
man hofft, auf dem Lebensweg schneller voranzukommen. Die alten Ägypter sagten von dem, der ein Fahrzeug sah oder in ihm fuhr, er wolle einen
sicheren Vorsprung vor seinen Konkurrenten erlangen, die ja zu Fuß schlechter vorwärts kämmen.
Psychologisch:
Wenn wir uns aus eigener Kraft fortbewegen können oder sollten, teilt uns das der Traum dadurch mit, daß wir zu Fuß gehen oder mit einem Fahrrad
fahren.
Landfahrzeuge:
Anders ist es bei öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Auto. Das Auto kommt im Traum zunächst als LKW und als PKW vor. Als Lastwagen
verweist es auf die Last, die wir mit uns herumtragen, und es ist wichtig zu wissen, was dieser LKW geladen hat, da es uns über unsere Lasten und
Sorgen aufklärt. Träumt man vom PKW, ist damit die individuelle Lebensbewältigung und die Lebensgestaltung angesprochen, bei der man von
anderen Menschen abgetrennt ist, wenn man alleine fährt. Beim Personenwagen ist die Automarke oder die Art des Gefährts besonders wichtig, denn
mit ihr hängt der Symbolwert zusammen. Der Zug ist dagegen ein kollektives Fortbewegungsmittel. Zug fahren heißt, sich in Ruhe von einem Ort
zum anderen zu begeben und/oder dabei zu arbeiten und/oder die Gedanken fliegen zu lassen mit der vorbeiziehenden Landschaft. Wichtig beim Zug
und der Straßenbahn ist der festgelegte Weg, von dem es keine individuellen Abweichungen gibt. Damit besitzen alle öffentlichen Verkehrsmittel
einen Hinweis auf eine kollektive Bewegungsrichtung. Der Autobus ist als ein nicht an Schienen gebundenes Fahrzeug, individueller als Straßenbahn
und Zug. Der Bus drückt in der Regel unseren Gemeinschaftssinn aus. Relativ häufig sind Träume, in denen der Träumer den Zug nicht erreicht. Das
verweist nicht selten auf ein Lebensgefühl, daß das eigene Leben ungenutzt vorübergeht oder man eine Chance versäumt hat.
Wasserfahrzeuge:
Die Fortbewegung auf oder in dem Wasser deutet auf unsere Beziehung zu unseren Gefühlen hin. Wenn wir schwimmen, dann sind wir im direkten
Kontakt mit dem das Gefühl symbolisierende Wasser. Fahren wir in einem Boot, ist unser Kontakt zu unserem Gefühl distanzierter. Dabei ist zu
beachten, ob das Boot ein Segelboot oder Motorboot ist, das wir selbst steuern oder ob es sich um eine Fähre oder ein Linienschiff handelt, das eine
festgelegte Route fährt. Steuern wir das Boot selbst, gehen wir nach eigenem Willen und mit eigenen Vorstellungen mit unseren Gefühlen um. Beim
Segelschiff wird auf die treibende Kraft des den Intellekt symbolisierenden Wind verwiesen. Befinden wir uns auf einem Linienschiff, gehen wir
meist unbewußter mit unseren Gefühlen um, es sei denn, wir sehen uns als Kapitän dieses Schiffes.
Luftfahrzeuge:
Die Fortbewegung in der Luft weist auf unsere Beziehung zu Geist und Intellekt hin. Wer sich in die Luft und in die Höhe begibt, der bekommt einen
guten Überblick. Auf der anderen Seite deutet das Fliegen auch stets auf das Abheben hin; das heißt, wir sollten uns mehr um unsere Erdung, also um
unser Alltagsleben kümmern. Fliegen kann im Traum in verschiedener Weise gestaltet werden: Wir können im Traum selbst fliegen, indem wir uns
einfach in die Luft erheben. Wir können aber auch im Flugzeug, im Zeppelin oder in einem Ballon fliegen. Bei dem Ballon sind wir am meisten
Spielball unseres Intellekts. Der Zeppelin verweist, mit seiner unübersehbaren phallischen Form, auf die Sexualität und das „Abheben“ im Orgasmus.
Auch das Flugzeug mag ähnliche Assoziationen auslösen.
Volkstümlich:
(europ.) : – gutes Fortkommen ist zu erwarten; auch: drohende Verluste oder Krankheit;
– aus einem geschleudert werden: Omen für unangenehme Neuigkeiten;
– ein kaputtes sehen: sagt ein Mißlingen bei wichtigen Plänen voraus;
– eines kaufen: in die frühere Position zurückkehren;
– verkaufen: die Dinge laufen weniger gut für einem.
(Siehe auch „Auto“, „Eisenbahn“, „Fahren“, „Reise“ und einzelne Verkehrsmittel)
Fakir
Allgemein:
Fakir steht als Symbol für das Fremdartige, das gleichermaßen fasziniert und erschreckt. Das kann sich auf Teile der eigenen Persönlichkeit beziehen,
aber auch auf andere Menschen, von denen man in Bann gezogen wird. Genau läßt sich das nur unter Berücksichtigung der individuellen
Lebenssituation verstehen.
Psychologisch:
Der Fakir ist der Träumer selbst, der im Wachzustand vielleicht hart gebettet oder auch hart im Nehmen ist, der auf dem Weg zum Ziel selbst magere
Zeiten in Kauf nimmt.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird unter den Bann eines Menschen getragen;
– bei einem Kunststück sehen: man wird sich in eine ältere Person verlieben;
– selbst sein: kündet den Wunsch zur Teilnahme an einer unerlaubten Sache an.
Falbe
(gelblichbraunes Pferd)
Volkstümlich:
(europ.) : – Pferd: zeigt die Ankunft eines Freundes an.
Falbel
(Faltensaum – Stoff)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Rüsche: du wirst etwas Absonderliches erleben.
Falke
Medizinrad:
Wolfsclanlehre: Sehen; das Clantier des Monats April; der »kleine Adler«.
Artemidoros:
Der Falke bedeutet eine königliche und reiche Frau, die auf ihre Schönheit stolz ist, Klugheit und feine Umgangsformen besitzt. Der Falke kann aber
auch einen Menschen mit gleichen Verhaltensweisen und Zügen des Tieres repräsentieren.
Allgemein:
Der Traum von einem Falken oder einem anderen dressierten Tier stellt möglicherweise eine Energie dar, die für ein bestimmtes Vorhaben gebündelt
wird, ohne daß hierzu die Beachtung irgendwelcher Verhaltensvorschriften verlangt ist. Die Kraft, welche dem Träumenden zur Verfügung steht,
damit er seinen Weg erfolgreich meistern kann, muß maßvoll genutzt werden. Ein solcher Traum konfrontiert den Träumenden mit seinen Zielen,
Hoffnungen und Wünschen. Der Falke, der im Sturzflug auf die Beute herunterstößt, umschreibt die Aufforderung des Unbewußten, in einer noch

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ungeklärten Angelegenheit endlich zuzupacken. Zieht der Vogel ungestört am Himmel seine Kreise, ist von den hohen Idealen die Rede, die man im
Leben verwirklichen sollte.
Psychologisch:
Der gefährliche Vogel ist ein Symbol für Weitblick und Freiheit durch Macht – aber auch für einen aggressiven und leidenschaftlichen Gegner, der es
auf den Träumer abgesehen haben könnte. Hat der Falke Ihres Traumes „menschliche Züge“? Wem sieht er ähnlich? Vorsicht! Der Falke im Traum
könnte auch eine Anspielung auf die eigene Beobachtungsgabe sein, aber auch auf den Wunsch, Probleme oder das Leben überhaupt besser zu
überblicken.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Falke für die Erhöhung und den unbedingten Freiheitsdrang.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: für Jäger gute Aussichten auf der Jagd; für andere gefährliche Freunde;
– auf einem Baum sitzen sehen: Bekanntschaft mit einer reichen und klugen Frau machen;
– selbst auf dem Arm tragen: Ehrung in naher Zukunft;
– fliegen sehen: du wirst betrogen.
(europ.) : – du bist von Feinden umgeben, die neidisch gesinnt sind;
– sehen: man wird Jagdglück halten;
– Einer jungen Frau droht die Verleumdung durch eine Rivalin.
(Siehe auch „Adler“, „Tiere“, „Rotschwanzbussard“, „Vögel“)
Falkner
(Jäger, der Falken abrichtet und mit ihnen jagt)
Volkstümlich:
(europ.) : – ein neuer Einfluß kommt in Ihr Leben; man sollte gegenüber seinen Bekannten reserviert sein.
Falle
Allgemein:
Trat man im Traum in eine Falle, sind die herzustellenden Bezüge grundsätzlich verschiedener Art. Zwar hat jemand die Falle angelegt, um einem zu
fangen, aber zum Teil ist es die eigene Schuld, wenn man hineintrat. Der Traum ist als Kritik an das Verhalten in letzter Zeit zu verstehen. Falle weist
auch darauf hin, daß man sich vom äußeren Schein blenden läßt, von falschen Hoffnungen, Idealen und Erwartungen geleitet wird, dadurch aber
Schaden nimmt. Fängt man andere in einer Falle, möchte man mit List ein Ziel erreichen; gerät man selbst hinein, könnte man im Wachleben in eine
ausweglos erscheinende Situation kommen.
Psychologisch:
Naheliegendes Symbol für Gefahr, Unfreiheit und diverse Abhängigkeiten.
– Gerät der Träumende in seinem Traum in Gefangenschaft, so bringt dies zum Ausdruck, daß es dem Träumenden nicht gelingt, aus alten
Verhaltens- und Denkmustern auszubrechen. Er benötigt Hilfe von außen.
– Im Traum in eine Falle zu geraten, macht deutlich, daß sich der Träumende in die Enge getrieben fühlt.
– Wenn der Träumende in der Fall sitzt, bedeutet dies, daß er durch eigenes Verschulden in eine schwierige Situation geraten ist, aus der so leicht
kein Ausweg zu finden ist. Er war zu unvorsichtig oder gutgläubig. Oft kommt es dann zu Schuldgefühlen, wenn er erkennt, daß er in einer
bestimmten Situation falsch gehandelt hat.
– Einen anderen Menschen oder ein Tier bewußt gefangenzuhalten, drückt den Versuch des Träumenden aus, etwas festzuhalten und zu bewahren.
– Ein gefangener Schmetterling repräsentiert die Einkerkerung des eigenen Ich.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht die Falle für spirituelle Zurückhaltung. Möglicherweise fühlt sich der Träumende in seinem Körper gefangen wie in einer
Falle.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Sicherheit in deinem Auftreten;
– über eine stolpern ohne hineinzugeraten: man sollte den eingeschlagenen Weg noch einmal überdenken,
da ein Unfall drohen kann, dem man nur durch größte Vorsicht entgehen kann;
– stellen: etwas Gesuchtes erlangen;
– sich in einer sehen: man ist Opfer seiner eigenen Gutgläubigkeit, Unbeherrschtheit oder Leichtsinns geworden;
auch: man hat den richtigen Beruf oder den richtigen Lebenspartner gewählt;
– etwas Gefangenes in einer finden: man darf sich auf die Erfüllung eines Herzenswunsches freuen.
(europ.) : – fast immer Warntraum, der zu beachten ist;
– sehen: Zeichen dafür, daß man in Sicherheit ist, aber Vorsicht, ein negativer Mensch stellt einem eine Falle,
die man noch rechtzeitig bemerken wird und die Intrige vereiteln kann;
– eine stellen: zur Durchsetzung seiner Pläne Intrigen einsetzen;
– stellen sehen: warnt vor Nachstellungen, denen man ausgesetzt ist; Schaden;
– in eine geraten: man wird sich in einem Menschen verlieben, der es nicht verdient; auch: man wird überlistet;
– jemanden darin fangen: etwas, das man schon lange erwartet hat, wird sich bald erfüllen;
– Wild darin fangen: im Beruf erfolgreich sein;
– eine leere Wildfalle sehen: es wird bald ein Unglück geschehen;
– eine alte oder kaputte Falle: prophezeit Fehlschläge im geschäftlichen Bereich.
(ind. ) : – sehen: du wirst einen Schaden erleiden;
– stellen: sei froh, daß du mit dem Schock davongekommen bist.
(Siehe auch „Fessel“, „Gefängnis“, „Tier“)
Fällen
Volkstümlich:
(europ.) : – eines Baumes oder eines Mastes: bedeutet Mißerfolge und bittere Erfahrungen.

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Fallen
Assoziation: – Versagensangst; Machtverlust; Kontrollverlust.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben habe ich das Gefühl, die Kontrolle verloren zu haben? Wo möchte ich landen?
Allgemein:
Fällt der Träumende in seinem Traum, so besagt dies, daß er auf dem Boden der Tatsachen bleiben und in einer ihm bekannten Situation vorsichtig
sein muß. Er könnte sich verletzen, weil er zu umständlich ist. Fall (Fallen) entsteht manchmal körperbedingt, wenn zum Beispiel der Blutdruck im
Schlaf stärker absinkt und das Gehirn mangeldurchblutet wird; dadurch kann man sogar erwachen. Kommt das häufiger vor, kann sich eine
gründliche Herz Kreislauf-Untersuchung empfehlen. Oft symbolisieren Fallträume Gefahren auf dem weiteren Lebensweg; sie erklären sich zum Teil
daraus, daß man das Vertrauen in sich selbst verloren hat oder feste Pläne, Meinungen und Überzeugungen aufgeben muß. Je nach den
Begleitumständen im Traum sind oft folgende Deutungen möglich:
– Stolpern, aber nicht fallen verspricht, daß man an einem Hindernis zwar strauchelt, es aber doch glücklich überwindet.
– In einen Graben fallen warnt vor Verlust des Ansehens, den man selbst verschuldet.
– Über einen Stein oder anderen Gegenstand fallen kündigt an, daß man auf eine für das weitere Leben wichtige Einsicht stoßen wird.
– Beim Fallen selbst verletzt werden warnt vor bösen Absichten, die entlarvt werden und einem nur schaden können.
– Aus großer Höhe fallen steht oft für ein plötzliches Unglück, bei dem man Verluste hinnehmen muß; man kann aber auch „aus allen Wolken
fallen“, also überrascht oder enttäuscht werden.
– Andere fallen sehen kann auf Feinde und Neider hinweisen, mit denen man aber fertig wird.
Psychologisch:
Wenn der Träumende vergißt, wer er ist und woher er kommt, wenn er also, in anderen Worten, den Bezug auf sich selbst verliert, dann drückt sich
dies in solchen typischen Träumen vom Fallen aus. Stolpern, Ausrutschen oder Hinfallen haben im Traum eine andere Bedeutung als das Fallen. Sie
bedeuten, daß der Träumende vorübergehende Probleme hat. Wer in bodenlose Tiefe fällt, hat in seinen Milieu Anpassungsängste, im Traum aber
kann er sich gehenlassen und braucht nicht aus lauter Rücksicht auf die anderen an sich zu halten. Er sollte sich dann ernsthaft mit seiner Person
auseinandersetzen, vielleicht auch zuversichtlicher und verantwortungsbewußter sein. Das Traumbild des Fallens signalisiert im allgemeinen
Lebensangst, Selbstzweifel und Unsicherheit, kann aber auch einen Verlust an Ansehen und Macht darstellen. Das Fallen im Traum kann auch als
Warnung vor Leichtsinn und Oberflächlichkeit verstanden werden. Manchmal ist auch der Hochmut gemeint, der vor dem Fall kommt. Geht während
des Falls ein Fallschirm auf, nimmt es der Situation des Fallens die lebensbedrohende Bedeutung und weist auf den Wunsch hin, die Angst vor dem
Fallen zu überwinden. Nicht selten wird auch eine Kombination von Fallen und Fliegen geträumt. Fallträume haben nach Freud meist sexuelle
Bedeutung (er dachte wohl an die „gefallenen“ Mädchen). Sie weisen auf innere Hemmungen hin, auf Kontaktschwierigkeiten in den
zwischenmenschlichen Beziehungen.
Spirituell:
In einem solchen Traum wird spirituelle Angst dargestellt. Der grauenhafte Sturz in die Tiefe ist aber sehr oft gleichzeitig mit einem undefinierbaren
Gefühl der Erleichterung verbunden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – von einem Baum: deine Ehre wird gekränkt werden;
– von einer Höhe: spanne deine Erwartungen nicht zu hoch;
– in eine schwarze Tiefe; man will dich ins Verderben stürzen;
– über einen Gegenstand und sich dabei verletzen: Anfechtungen gefährlicher Art;
– auf ebener Erde: du kommst durch Unachtsamkeit zu Nachteil;
– von einer Stiege: Verlust an Vermögen;
– ins Wasser: meist Krankheit, die um so lebensgefährlicher wird, wenn man darin fortgerissen wird und untergeht;
– in einen sumpfigen Graben: du wirst beschimpft werden;
– in einen Graben: du kommst in bösen Ruf;
– jemanden anderen sehen: so beziehen sich die Bedeutungen auf denjenigen der fällt;
– andere fallen sehen: du ziehst Vorteil aus dem Nachteil anderer;
– in einen endlosen Abgrund fallen: nach Bewältigung etlicher Schwierigkeiten sein Ziel erreichen.
(europ.) : – aus großer Höhe: bedeutet Verlust an Ehre und Vermögen;
– selbst: bedeutet Gefahr; man stolpert in eine unangenehme Geschichte hinein;
– fallen und dabei sehr erschrecken: heftige Kämpfe durchstehen und schließlich zu Ehre und Reichtum gelangen;
– fallen und sich dabei verletzen: es stehen Not und Verlust von Freunden bevor;
– in die Tiefe: bedeutet, daß man mit Energie etwas erreichen kann;
– ins Wasser: zeigt eine Gefahr an;
– in einen Graben: man wird in schlechten Ruf kommen;
– über einen Gegenstand: man wird über etwas Aufschluß erhalten;
– stolpern, ohne hinzufallen: man wird vor einem Unglück bewahrt werden;
– auf bloßer Erde: verkündet Unannehmlichkeiten;
– andere sehen: man wird Feinde entlarven können.
(ind. ) : – jemanden sehen: nimm dir ein Beispiel an deinen Mitmenschen;
– auf ebener Erde: deine Wünsche werden sich erfüllen;
– in einen Graben: man wird über dich Böses sprechen;
– und sich anklammern können: gute Zeiten;
– und Schaden erleiden: du hast böse Gedanken in dir;
– von einer Höhe herab: du wirst Unglück im Spiel haben.
(Sieh auch „Absturz“, „Fliegen“, „Flugzeug“)
Fallgrube
Volkstümlich:
(europ.) : – in eine tiefe schauen: sich im Geschäftsleben auf Risiken einlassen und bei der Partnersuche auf Probleme stoßen;
– in eine fallen: verheißt Katastrophen und großen Kummer;
– während des Sturzes aufwachen: man kann Unglück abwenden;
– in eine Grube hinabsteigen: wissentlich Gesundheit und Vermögen für einen größeren Erfolg riskieren.
(Siehe auch „Fallen“, „Falltür“, „Grube“)

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Fallschirm
Assoziation: – Rettung; Ausgeliefertsein.
Fragestellung: – Wovor bin ich auf der Flucht? Wo möchte ich landen?
Allgemein:
Der Traum vom Fallschirm kann ein Hinweis sein, daß sich der Träumende in allen Lebenslagen beschützt fühlt. Er kann auch darauf hinweisen, daß
er sich seinen Ängsten stellt und trotzdem, oder gerade deshalb erfolgreich ist. Fallschirm bremst den Fall, man wird also nicht zu Schaden kommen,
auch wenn es im Leben einmal abwärts geht. Außerdem kann er anzeigen, daß man Ängste überwinden wird, die bisher die persönliche
Weiterentwicklung behinderten. Vielleicht ermahnt das Symbol aber auch, sich nicht unnötig einer Gefahr auszusetzen. Wenn sich der Fallschirm
öffnet; übersetzt: Man wird von Guten Gefühlen getragen und kann sich des Lebens freuen. Bleibt der Fallschirm geschlossen, wenn man damit
abgesprungen ist, sollte man in nächster Zeit nichts Neues beginnen, weil der Erfolg kaum gesichert ist.
Psychologisch:
Der Traum vom Fallschirm symbolisiert kontrolliertes Fallen „sanft sich fallen zu lassen“ – mit einem Sprung ins Ungewisse nicht gleich „Kopf und
Kragen zu riskieren“ was eventuell auch für ein Gefühl, eine Beziehung gültig sein könnte. Zugleich hat der Träumende die Gelegenheit, sich einen
umfassenden Überblick über seine Lebenslage zu machen und die notwendigen Schlüsse daraus zu ziehen. Darüber hinaus kann der Traum für
Freiheit und Abenteuerlust stehen. Aus einem Flugzeug abzuspringen mit einem Fallschirm, der sich aber nicht öffnen läßt sinnbolisiert einen
Alptraum der anzeigt, daß man in einer speziellen Problematik am Ende seiner Möglichkeiten ist und sich nur mehr (vergeblich?) auf „Hilfe von
außen“ verlassen möchte.
Spirituell:
Dieses Traumbild steht für geistige Freiheit und Ungebundenheit. Der Träumende hat die Fähigkeit, sich über das Oberflächliche hinauszuerheben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – phantastische Pläne lassen sich verwirklichen, da der freie Fall in die Tiefe seinen Sch recken verliert.
(europ.) : – sehen: man wird sich ohne Grund einer Gefahr aussetzen; meiden Sie alles Extreme;
– benutzen: ein geplagtes Unternehmen wird nur gelingen, wenn es in der nächsten Glücksepoche ausgeführt wird;
– mit einem abspringen: weist auf eine große private Veränderung hin; man wird bald eine ungewollte Beziehung beenden;
– wenn er sich nicht öffnet: bedeutet großen seelischen Schmerz und tiefe Trauer;
– viele Fallschirmspringer sehen: kündet große Massenbewegungen im Lande an;
– ein zu Boden schwebender: verkörpert den Wunsch, sich aus einer privaten oder beruflichen Situation zu befreien.
(ind. ) : – achte auf deine Gesundheit.
(Siehe auch „Absturz“, „Fallen“, „Fliegen“)
Fallschirmjäger
Assoziation: – Invasion; der Nervenkitzel physischer Gefahr.
Fragestellung: – Welches Territorium will ich erobern?
Fallstricke
Allgemein:
Ein Plan, der ins Auge gefaßt wurde, ist schon in seinem Ansatz falsch. Fallstricke stehen auch für Hindernisse und Risiken, über die man zu Fall
kommen kann, vielleicht auch für üble Nachrede. Die individuelle Bedeutung ergibt sich aus den Begleitumständen und der realen Lebenssituation.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: hüte dich vor Nachstellungen und Verrat.
(ind. ) : – sehen: hüte dich vor bösen Zungen.
(Siehe auch „Fallen“, „Falle“)
Fallsucht
Allgemein:
Fallsucht wird wie Epilepsie gedeutet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: Gewinn in der Lotterie.
(ind. ) : – du kannst mit einem Gewinn in der Lotterie rechnen.
(Siehe auch „Epilepsie“)
Falltür
Allgemein:
Falltür warnt vor einer Hinterlist; das kann sich auf eigene Absichten oder auf üble Machenschaften anderer Menschen beziehen, vor denen man sich
hüten muß.
Psychologisch:
Sie gilt als Symbol für einen „schmerzlichen Absturz“ – auch sozial und gesellschaftlich, nachdem man „auf jemanden hereingefallen“ ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst einer großen Gefahr entgehen.
(europ.) : – man muß mit einer Hinterlist rechnen, um einer Gefahr zu entrinnen; auch: ein überraschender und unangenehmer Brief zusammen
mit dem Verlust eines wichtigen Schlüssels wird Ihnen Sorgen bereiten. Suchen Sie Letzteres in einem hölzernen Versteck.
(Siehe auch „Fallgrube“)
Falschgeld
Allgemein:
Falschgeld kann auf einen Betrug oder eine Enttäuschung hinweisen; entweder wird man selbst das Opfer, oder man will selbst anderen etwas Übles
zufügen.
Psychologisch:
Dieses Sinnbild für Falschheit und Verstellung kann ein Hinweis darauf sein, daß man sich aus Berechnung völlig anders gibt, als man eigentlich ist.
Man ist der sprichwörtliche „falsche Fünfziger“. Falschgeldträume mahnen zur Kurskorrektur in Sachen Verhalten & Lebensstil.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man hat eine Sachlage im voraus völlig richtig beurteilt und kann nun daraus seinen nutzen ziehen.
– erhalten: du wirst arg enttäuscht;
– ausgeben: du trägst dich mit bösen Gedanken, und solltest dazu auch deine Pläne noch einmal überdenken.
(europ.) : – sehen: Falschgeld, -gold, – ware: man wird enttäuscht werden; auch: mit einer ruppigen und unwürdigen Person Streit haben;
– damit umgehen: von jemanden um Hilfe ersucht werden, der sich dann als guter Freund erweisen wird.

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Falschheit
(Lüge)
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: bedeutet Schande; kommende Schwierigkeiten sind auf die eigenen Handlungsweisen zurückzuführen.
Falschmünzer
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeiten sehen: Betrüger werden sich dir nähern.
(europ.) : – sehen oder deren Arbeit zusehen: hinter Geheimnisse kommen;
– selbst Falschmünzerei betreiben: Schande, Streit, Elend.
Fälschung
Allgemein:
Fälschung (zum Beispiel Bilder) beinhaltet ebenfalls die Warnung vor eigenen Lügen und Betrugsabsichten, die entlarvt werden und Schande
bringen, oder vor bösen, unlauteren Absichten anderer.
Psychologisch:
Ein Traum von Fälschung und Vorspieglung falscher Tatsachen sagt einem, daß man sich selbst belügt und zu sein vorgibt, was man gar nicht ist.
Betrifft die Traum-Fälschung eine Antiquität, dann ist wahrscheinlich etwas gemeint, was die Vergangenheit betrifft. Ist die Traum-Fälschung
aufgeflogen, dann ahnt man analog die Gefahr, auch in der Realität demnächst entdeckt zu werden. Gibt es etwas, das man zu gestehen hat? Sieht
man sich im Traum zu einer Fälschung oder Vorspiegelung gezwungen, hat man vermutlich im wirklichen Leben das Gefühl, einer Sache nicht
gewachsen zu sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – für schuldig befunden werden: schlechtes Omen;
– wenn ein anderer die Unterschrift fälscht: gutes Zeichen.
Falte / falten
Psychologisch:
Es ist nicht alles so schön glatt, wie Sie es gerne hätten! Die Frage stellt sich: Was haben Sie denn „auszubügeln“?
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein gutes Zeichen für Liebesaffären, wenn man beim Falten von Kleidung oder Wäsche Vorsicht walten läßt.
Familie
Assoziation: – Verwandte; Gruppe.
Fragestellung: – Womit bin ich bereit, in Beziehung zu treten? Wo fühle ich mich zugehörig?
Allgemein:
Mit der Familie hän gt die erste Vorstellung von grundlegender Sicherheit zusammen, die ein Kind entwickelt. Oft wird dieses Bild verzerrt durch
Umstände, auf die das Kind keinen Einfluß hat. Durch Träume versucht der Mensch, dieses Bild wieder zu entzerren oder auch die Verzerrung zu
bestätigen. Vielleicht handelt ein Traum von einem Streit mit einem Familienmitglied. Doch die Deutung dieses Traumes hängt sowohl von der
Traumsituation als auch von der tatsächlichen Beziehung des Träumenden zu dieser Person ab. Alle zukünftigen Beziehungen werden von jenen
beeinflußt, die der Mensch zuerst zu den Mitgliedern seiner Familie aufgebaut hat. Familie steht für häusliches Glück, eine erfüllte, friedliche Ehe
oder Partnerbeziehung; entweder wünscht man sich das und sollte sich dann mehr darum bemühen, oder man erkennt darin, daß man mit seinen
familiären Verhältnissen zufrieden und glücklich sein kann. Träume von der eigenen Familie können meist günstig ausgelegt werden, es sei denn,
man hat sich im Traum mit ihr überworfen. Angehörige stehen im Traum oft auch für gut- oder schlechtgesinnte Menschen im Privatleben.
Psychologisch:
Der Kampf um die Individualität eines Menschen sollte im geschützten Bereich der Familie stattfinden. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. In
Träumen „manipuliert man das Bild der mitspielenden Familienmitglieder, um die eigenen Schwierigkeiten durcharbeiten zu können, ohne dabei
jemanden zu schaden. (Es ist übrigens bemerkenswert, daß es tiefgreifende Auswirkungen auf die Interaktionen und unbewußten Übereinkünfte
zwischen anderen Familienmitgliedern haben kann, wenn ein Mitglied dieser Familie sich um die Deutung seiner Träume bemüht.) Nahezu sämtliche
Probleme, mit denen ein Mensch im Laufe seines Lebens konfrontiert werden kann, spiegeln sich in irgendeiner Form auch in der
Familienkonstellation wider. In Zeiten großer Belastungen kommen daher oft Träume von früheren Problemen und Schwierigkeiten innerhalb der
Familie vor.
Da familiäre Beziehungen so wichtig sind, können Träume, in denen Familienmitglieder vorkommen, eine besondere Bedeutung haben.
Typische Traumthemen können die folgenden sein:
Die Mutter eines Mannes verwandelt sich im Traum in eine andere Frau: Die erste enge Beziehung zu einer Frau im Leben eines Mannes ist die zu
seiner Mutter. Abhängig von den Traumumständen, kann eine solche Verwandlung positiv oder negativ sein. Für den Träumenden ist es ein Zeichen
seines Wachstums, wenn es ihm im Traum gelingt, seine Mutter loszulassen. In diesem Fall legt die Verwandlung nahe, daß sich seine
Wahrnehmung von Frauen verändert (siehe „Anima“ unter „Archetypen“).
Der Vater, Bruder oder Geliebter einer Frau verwandelt sich in eine andere Person: Die erste Beziehung einer Frau zu einem Mann ist normalerweise
die Beziehung zu ihrem Vater. Wenn sie sich entwickeln und erfüllte Liebesbeziehungen zu Männern aufbauen will, muß sie lernen, aus der
Beziehung zu ihrem Vater herauszutreten und mit ihrem Animus umzugehen (siehe „Animus“ unter „Archetypen“).
Der Bruder eines Mannes oder die Schwester einer Frau: Sie stellen im Traum häufig den Schatten dar. Häufig ist es leichter, die eigenen negativen
Seiten zu akzeptieren, wenn man sie auf die Mitglieder der Familie projiziert. Wenn man sich nicht um die Auflösung dieser Projektionen kümmert,
kann dies später zu Schwierigkeiten in der Partnerschaft und in der eigenen Familie führen. Oft zeigt sich ein Weg zur Auflösung solcher
Projektionen in Träumen. Das Aggressionsmuster zwischen Familienmitgliedern ist in allen Familien recht ähnlich, dennoch ist es leichter, es im
Traum durchzuarbeiten als im wirklichen Leben.
Träume über die Familie sind deshalb so häufig, weil die meisten Konflikte zuerst im familiären Umfeld erlebt werden. Auf diese Weise entsteht eine
Art Beziehungsschablone, die immer so bleiben wird, wenn man sich nicht bewußt um Veränderung bemüht. Im Traum kann es unter anderem zu
den folgenden Traumsituationen oder -konstellationen kommen:
Eine Traumfigur setzt sich aus mehreren Familienmitglieder zusammen (etwa der Kopf der Mutter auf dem Körper des Vaters): Dies kann ein
Hinweis darauf sein, daß der Träumende sich nicht entscheiden kann, welcher Elternteil für ihn der bestimmende ist.
Verletztes Familienmitglied: Ist im Traum ein Familienmitglied verletzt oder erscheint es in irgendeiner Weise verzerrt, dann kann dies ein Hinweis
darauf sein, daß der Träumende sich vor ihm fürchtet oder Angst um dieses hat.
Wiederkehrendes Familienmitglied (oder es bleibt jedesmal aus, wenn man es erwartet): Der Träumende muß sich um größeres Verständnis für diese
Person oder aber für den eigenen Persönlichkeitsanteil, den sie repräsentieren kann, bemühen.
Inzestuöse Beziehung: Ein solcher Traum kann ein Hinweis darauf sein, daß sich der Träumende nach einer Verschmelzung mit dem betreffenden
Familienmitglied sehnt. Das für diese innige Beziehung typische Machtgefälle macht die noch unreife Sexualität des Träumenden deutlich.

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Unterdrückung durch die Eltern: Eine solche Situation löst beim Träumenden Auflehnung aus. Dies verweist darauf, daß er sich von dem in der
Kindheit erlernten Verhalten lösen muß, um sich als eigenständige Persönlichkeit zu entwickeln. Der Tod der Eltern oder eines Elternteils im Traum
kann eine ähnliche Bedeutung haben.
Unangemessenes Verhalten der Eltern oder eines Elternteils: Dies ist möglicherweise ein Hinweis für den Träumenden, daß er die kindliche
Sichtweise, nach der die Eltern vollkommen sind, korrigieren und durch eine realistische ersetzen muß, die ihnen Fehler und Mängel zubilligt.
Rivalität mit einem Elternteil: In der ersten Zeit nach der Geburt durchläuft ein Kind eine Phase der äußersten Selbstbezogenheit, die dann von einer
einzigartigen Beziehung, normalerweise mit der Mutter, abgelöst wird. Erst später entwickelt das Kind Verlangen nach einer anderen Beziehung zu
einer dritten Person. Durch diese neue Beziehung wird das Kind dazu veranlaßt, über seinen Wert als Person nachzudenken. Vermag es dies nicht
erfolgreich zu Ende zu bringen, dann kann es im Traum als Konflikt mit einem Elternteil überdauern.
Konflikt zwischen einem geliebten Menschen und einem Familienmitglied: Der Träumende hat noch keine völlige Klarheit über seine
Unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse bezüglich jeder dieser beiden Personen gewonnen. Einen Menschen zu lieben, mit dem man nicht über
die Familie verbunden ist, ist ein Zeichen der Reife.
Ein Familienmitglied mischt sich im Traum ein: Dies kann darauf hinweisen, daß Familienloyalität in Widerspruch zum Alltagsleben des
Träumenden geraten kann.
Rivalität zwischen Geschwistern: Dies verweist auf Unsicherheitsgefühle und Zweifel; möglicherweise fühlt sich der Träumende von seiner Familie
nicht genügend geliebt.
Die Archetypen (siehe „Archetypen“) schlüpfen mitunter in die Rolle einzelner Familienmitglieder und ihre Position innerhalb der Familie. Der Vater
symbolisiert also beispielsweise das männliche Prinzip der Autorität, während die Mutter für nährende und schützende Weiblichkeit steht. Die
folgenden Traumfiguren können eine Rolle spielen:
Bruder: Ein Bruder kann geistige Verwandtschaft und Rivalität zugleich darstellen. Ein älterer Bruder symbolisiert im Traum eines Mannes
möglicherweise Erfahrung und Autorität, ein jüngerer hingegen Verletzbarkeit und möglicherweise fehlende Reife. Im Traum einer Frau kann ein
jüngerer Bruder Rivalitätsgefühle zum Ausdruck bringen , aber auch Verletzbarkeit. Ein älterer Bruder repräsentiert ihr extrovertiertes Selbst.
Ehefrau/Lebenspartnerin: Die Qualität einer solchen Partnerschaft hängt stark davon ab, wie sich der Mann selbst wahrnimmt. Hatte er als Kind eine
gute, ja sogar erfolgreiche Beziehung zu seiner Mutter, so wird er sich im Traum auch als guter Ehemann darstellen. Er erlebt den möglichen Verlust
oder Tod seiner Partnerin auf dieselbe Weise wie den „Verlust“ der Mutter.
Ehemann/Lebenspartner: In der Beziehung zwischen Beziehungspartnern ist es von entscheidender Wichtigkeit, wie die Frau ihre Sexualität und die
Intimität ihres Körpers empfindet und wie sie sich seelich-geistig fühlt. Ihre Selbstwahrnehmung ist geprägt durch die Verbindung mit ihrem Vater,
und jede spätere Partnerschaft wird dadurch gefärbt sein. Bringt sie ihre Selbstzweifel und Ängste nicht auf gesunde Weise zum Ausdruck, dann
kommen diese in Träumen als Verlust oder Tod ihres Partners an die Oberfläche, sie können aber auch auf die Männer anderer Frauen projiziert
werden.
Entfernte Familienmitglieder: (wie Cousin, Tanten, Onkel): Entferntere Familienmitglieder tauchen für gewöhnlich in Träumen entweder als sie
selbst auf oder als Repräsentanten einzelner Persönlichkeitsmerkmale, welche der Träumende nicht zur Kenntnis nehmen will.
Großeltern: Träume von ihnen können sich direkt auf sie beziehen, aber auch auf die Traditionen und Glaubenshaltungen, die sie an den Träumenden
weitergegeben haben. Großeltern erfahren erst dann, ob sie ihre Söhne oder Töchter richtig großgezogen haben, wenn diese selbst eigene Kinder
haben.
Mutter: Die Beziehung eines Kindes zu seiner Mutter ist von zentraler Bedeutung für seine Entwicklung. Dies ist die erste Beziehung, die ein Kind
entwickelt, und es sollte sie daher als nährend und führsorglich empfinden. Trifft dies nicht zu, können Ängste und Zweifel entstehen. Im Leben
eines Mannes kann dies zur Folge haben, daß er immer wieder Abhängigkeitsbeziehungen mit älteren Frauen eingeht oder sein Bedürfnis nach einer
Beziehung leugnet. Im Leben einer Frau färbt ihr Verhältnis zur Mutter ebenfalls alle übrigen Beziehungen. Sie fühlt sich vielleicht in die Rolle
gedrängt, sich um den bedürftigen Mann zu kümmern, oder aber geht Beziehungen mit Männern und Frauen ein, in denen sie nicht auf ihre Kosten
kommt. Es gibt viele Möglichkeiten, in Träumen die Beziehung mit der Mutter aufzuarbeiten, und derjenige, der sich mit der Deutung solcher
Träume befaßt, kann hierdurch große Schritte in seiner Entwicklung machen.
Schwester: Eine Schwester stellt im Traum gewöhnlich die emotionale Seite des Träumenden dar. Er ist dazu in der Lage, mit diesem Bestandteil
seines Selbst Verbindung aufzunehmen, vorausgesetzt, er bringt Verständnis für die Persönlichkeit der Schwester auf. Eine ältere Schwester im
Traum eines Mannes kann schikanierendes Verhalten, aber auch Fürsorge zum Ausdruck bringen. Handelt es sich um eine jüngere Schwester, dann
verkörpert sie seine verletzbare Seite. Eine jüngere Schwester im Traum einer Frau steht für Rivalität und eine ältere für Fähigkeit.
Sohn: Ein Sohn kann im Traum den Wunsch des Träumenden nach Selbstausdruck und Extraversion darstellen. Oder aber er symbolisiert elterliche
Verantwortung. Im Traum einer Mutter kann ein Sohn deren Ehrgeiz, Hoffnung und Potential repräsentieren. Im Traum eines Vaters kann er
unerfüllte Hoffnungen zum Ausdruck bringen.
Tochter: Im Traum einer Frau verweist die Beziehung zur Tochter normalerweise auf eine gegenseitige Unterstützung, obwohl möglicherweise auch
Rivalität und Eifersucht eine Rolle spielen. Im Traum eines Mannes kann die Tochter Ängste und Zweifel symbolisieren, die beim Umgang mit der
eigenen Verletzbarkeit auftauchen können.
Vater: Ist die Beziehung zum Vater gesund, dann drückt sich dies durch ein positives Vaterbild auch im Traum aus. Der Vater repräsentiert Autorität
und die konventionellen Formen von Recht und Ordnung. Im Leben eines Mannes übernimmt der Vater die gleichgeschlechtliche Vorbildrolle (oder
auch nicht). Im Leben einer Frau stellt der Vater die Schablone dar, anhand derer sie alle zukünftigen Beziehungspartner bewertet. Reifere
Beziehungen sind jedoch nur möglich, wenn sie sich beispielsweise mit Unterstützung der Traumarbeit, von ihrem Vater löst.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht die Familie für das spirituelle Dreieck oder aber allgemein für eine spirituelle Gruppe, in der sich der Träumende geborgen
fühlt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – bekommen: neue Unternehmungen und Pläne;
– die eigene sehen: ein wichtiges Familienereignis;
– mit ihnen geschäftliche Vereinbarungen treffen: Vorsicht, man könnte Opfer seiner Gutgläubigkeit werden;
– die heilige Familie: Seelenruhe, Zufriedenheit.
(europ.) : – von seiner Familie umgeben sein: kündigt Glück und Zufriedenheit an;
unter besonderen Umständen kann man auch auf einen Unglücksfall schließen;
– glücklich sehen: bedeutet Glück;
– Krankheit und Streit sehen: verheißt Unglück und Enttäuschung;
– Familienzuwachs bekommen: einige Pläne scheitern, während andere gelingen;
– Verlust eines Kindes: Pläne werden vereitelt werden; man bleibt frustriert zurück;
– Verlust von Angehörigen oder Freunden: gut vorbereitete Pläne werden scheitern;
man hat schlechte Zukunftsaussichten.
(ind. ) : – der Friede kehrt in dein Haus ein.
(Siehe auch „Familie“)
Familienmitglieder (Siehe „Familie“)

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Familienrat
Volkstümlich:
(arab. ) : – Todesfall.
(ind. ) : – Todesfall in der Verwandtschaft.
Familientreffen
Psychologisch:
Ein Traum von einem Familientreffen hat wohl nostalgische Bezüge, d.h., man ist kürzlich mit der Vergangenheit konfrontiert worden oder mit ihr
beschäftigt gewesen, oder vielleicht erkennt man einen Nutzen für den Augenblick aus vergangenen Erfahrungen. Womöglich aber auch ist man zu
sehr auf die Vergangenheit fixiert, statt den Blick auf Gegenwart und Zukunft zu richten.
(Siehe auch „Familie“)
Fandango
Volkstümlich:
(europ.) : – tanzen: bringt große Freude bei sonst guten Chancen; bei schlechten Chancen kann die Freude sich leicht in Traurigkeit verwandeln.
Fanfare
Allgemein:
Fanfare kündigt meist ein bevorstehendes wichtiges Ereignis, eine grundlegende Veränderung des Lebens oder eine Einsicht an; ob es sich dabei um
eine gute oder schlechte Botschaft handelt, muß individuell aus den weiteren Begleitumständen gedeutet werden, aus denen man auch erkennt,
worauf sich die Ankündigung konkret bezieht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – blasen hören: Krieg und Teuerung; man wird bald hilfreiche Unterstützung in einer Angelegenheit,
die schon lange Sorgen bereitet, erfahren;
– selbst blasen: man sehnt sich nach herzlichen Umgang mit Freunden.
(europ.) : – hören: man neigt leicht zur Prahlerei.
(ind. ) : – hören: Teuerung und Krieg.
Fangball
Volkstümlich:
(arab. ) : – spielen: du machst eine Erbschaft.
(arab. ) : – spielen: deine Tändeleien werden dich nicht vorwärts bringen.
(ind. ) : – spielen: eine Erbschaft kommt unerwartet ins Haus.
Fangeisen
Volkstümlich:
(arab. ) : – man will dich überlisten.
Fangen
Psychologisch:
Was man fängt, hat man in der Hand; zusätzliche Symbole sagen etwas darüber aus, wen oder was man im Wachleben fest in der Hand hat. Läßt man
sich fangen, kann das ebenso die Hörigkeit in einem Liebesverhältnis umschreiben wie das Gefangensein in einer Idee oder einem Gefühl, das auf
unsere Begeisterungsfähigkeit hinweist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Gewinn.
(europ.) : – bedeutet im allgemeinen etwas Gutes;
– Fische: verheißt reichen Verdienst;
– sonstige Tiere: zerschlägt alle Anschläge.
(Siehe auch „Dieb“, „Gefängnis“ und einzelne Tierarten)
Farben
Allgemein:
Bedenken Sie bitte bei den folgenden Hinweisen, daß die allgemeine Farbsymbolik von den persönlichen Vorlieben und Abneigungen gegenüber
bestimmten Farben überlagert wird. Was ebenfalls nicht allgemeingültig berücksichtigt werden kann, sind die vielen Farbabstufungen,
Sättigungsgrade und Helligkeitswerte. Grundsätzlich ist dazu zu sagen, daß hellere Farben im Sinne von Fröhlichkeit, Unbeschwertheit und teilweise
auch Bewußtheit gedeutet werden, auch wenn das sicherlich ein Klischee ist. Heute ist jedes Symbol – und so auch jede Farbe – Träger ambivalenter,
doppeldeutiger Botschaften. Bei gesättigten Farben ist die Symbolik deutlicher und betonter ausgedrückt als bei ungesättigten Farben. Durch
Schwarz oder Weiß gebrochene Farben drücken eine Störung oder eine Verfeinerung aus, die sich auf die Symbolik der entsprechenden Farbe
bezieht. Mischfarben setzen sich in ihrer Bedeutung fast immer aus
den Bedeutungsanteilen der entsprechenden Einzelfarben zusammen. So setzt sich also die Farbsymbolik Violett aus der Bedeutung von Rot, nämlich
Blut und „Herz“, und Blau, nämlich Seele, zusammen und ergibt so unter anderem die Bedeutung der seelischen Leidenschaft. Im folgenden finden
Sie die symbolische Bedeutung der wichtigsten im Traum auftretenden Farben. Da erfahrungsgemäß die Farben keine Archetypen darstellen, kann
diese symbolische Bedeutung nur in bezug auf Träumer aus unserer westlichen Kultur angewandt werden. Im asiatischen und teilweise auch im
afrikanischen Kulturen erlebt man die verschiedenen Farben anders als in unserem Kulturbereich. Die Primärfarben zeigen ungebrochene,
ursprüngliche Energien an, die Sekundärfarben verweisen auf differenzierte oder vermischte Energien. Die Farbe eines Traumsymbols kann eine
wichtige Rolle spielen. Im Spektrum des Regenbogens sind Gelb, Orange und Rot die warmen, aktiven Farben und Blau, Indigo und Violett die
kalten, passiven. Grün ist eine Synthese aus warm und kalt. Weißes Licht enthält alle Farben. Farben können im Traum für sich allein Bedeutung
haben; oft werden sie aber erst aus dem Zusammenhang mit anderen Symbolen verständlich. Dadurch, daß die Farben in vielen Nuancen, Helligkeits-
und Sättigungsstufen auftreten, sind sie das ideale Medium, die Gefühle, die seelischen Temperamente und Temperaturen auszudrücken. Bei einem
farbig geträumten Symbol wird die Gefühlsstimmung dieses Symbols mit der Farbe ausgedrückt. Ob Sie von Ihrer Freundin im roten, im weißen
oder im schwarzen Kleid träumen, macht einen wichtigen Unterschied. Ein Teil der Farben wird gesondert unter dem entsprechenden Stichwort
besprochen. Aussagefähig sind vor allem die folgenden:
– Weiß kann für Frau, Unschuld, Unreife oder Verarmung des Gefühlslebens stehen. Weiß symbolisiert, Macht und den Widerschein des Absoluten.
Weiß tritt sowohl als aggressive „Farbe“ auf, wie auch als Farbe der Unschuld. Als Traumfarbe sollte man immer bedenken, daß Weiß sich leicht
beschmutzt. Vielleicht geht es in dem betreffenden Traumbild darum, etwas zu bereinigen – oder umgekehrt „durch den Kakao zu ziehen“!

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– Schwarz symbolisiert oft den Mann, aber auch die dunklen, unbewußten Seiten der Persönlichkeit, vor denen man oft Angst hat. Schwarz ist die
„Farbe“ der Finsternis. Es ist die Farbe der Kreativität, da aus dem Dunkel alles geboren wird.
– Schwarz – Weiß verweist den Träumer auf die Integrierung seiner inneren Gegensätze.
– Grau verweist wie Grün auf die Mischung von Licht und Finsternis, allerdings ist Grün dem Leben, Grau eher dem Toten verbunden. Grau wird
oftmals als langweilige Farbe angesehen. Grau ist die typische „Farbe“ des Schattens in seiner Bedeutung als das Unbewußte.
– Bage ist ein unauffälliger und mitunter langweiliger Farbton. Er symbolisiert im Traum häufig die Konvention, jedoch auch den Alltag…
– Rot ist die Farbe des kämpferischen Mars, der Feuer und Lebendigkeit personifiziert. Es symbolisiert ferner die königliche oder kaiserliche Macht,
den Mut und die Leidenschaft, aber auch Kindlichkeit, Zorn, Haß und Grausamkeit. Mit der Farbe Rot wird im Traum der körperliche Aspekt
betont, Aktivität und Freude, Leidenschaft und Liebe. Helles Rot wird mit Gefühlswärme und aufrichtiger Zuneigung gleichgesetzt. Dunkles Rot
versinnbildlicht Energie und Antriebskräfte, Leidenschaften und Begierden, die einen Menschen beherrschen.
– Kirschrot: Dieses auffallende Rot ist im Traum die Farbe der Erotik und Sexualität. Kirschrot sind Idealerweise die küssenden Lippen.
– Rosa verweist im Traum auf regressive Sehnsüchte, auf raffinierte (verfeinerte oder überfeinerte) Bedürfnisse, auf den Wunsch nach oder den
Widerstand gegen Leichtigkeit in Liebe und Leidenschaft.
– Orange zeigt einen noch unreifen Idealismus und viel Begeisterungsfähigkeit an. Orange stellt den Wärmepol des Spektrums dar und symbolisiert
damit auch das Mitgefühl. Aus diesem Grund tragen buddhistische Mönche oft orangefarbene Roben. Orange symbolisiert im Traum Lebensfreude
und emotionale Wärme.
– Dunkles Orangerot kann auf Zynismus eines enttäuschten, verbitterten Menschen hinweisen.
– Gelb ist nicht allein Zeichen von Neid und Mißgunst, sondern auch von Lebenskraft, Harmoniebedürfnis und Gerechtigkeitssinn. Gelb ist die Farbe
des römischen Gottes Apollon. Es ist die Sonnenfarbe und die der Kommunikation (in manchen Ländern heutzutage Farbe der Post). Durch sein
Strahlen symbolisiert Gelb die Großherzigkeit, die Klugheit und den Intellekt – die Weisheit, aber auch den Verrat. Sprichwörtlich wird mit Gelb
mit Neid verbunden. Ein gelbes Traumsymbol betont stets den geistigen Aspekt, verweist auf Freiheit und Ausweitung. Ein schmutziges Gelb stellt
möglicherweise die negativen Aspekte dieser Farbe besonders heraus; andererseits drückt sich in der gebrochenen Farbe häufig aus, daß eine
bestimmte Gefahr im Zusammenhang mit dem Thema, das durch die Farbe symbolisiert wird, erkannt ist!
– Grün verkörpert große Naturverbundenheit und seelisch-geistiges Wachstum. Dunkles Grün kann für Abneigungen bis hin zum Ekel und
Lebensüberdruß stehen. Grün ist bei den Römern die Farbe der Venus. Es symbolisiert das Schöpferische und die Wiedererneuerung (als Farbe der
Natur). Besonders beliebt ist Grün im islamischen Kulturbereich. Es ist die Farbe der Sufis. Der Prophet Mohammed trägt einen grünen Mantel. In
der heutigen Traumsymbolik wird bei Grün meistens Goethes Beobachtung betont, daß sich nämlich in dieser Farbe Licht und Finsternis zu
gleichen Anteilen mischen. Blau als der farbige Stellvertreter der Finsternis mischt sich mit gelb, dem farbigen Vertreter des Lichts. Damit wird die
Balance zwischen den dunklen und hellen Seiten des Träumers angesprochen. – Nicht zu vergessen ist jedoch auch die Bedeutung der Farbe Grün
als des Unreifen und Unfertigen.
– Blau hat mit Religiosität, geistigen Zielen und Reife der Persönlichkeit zu tun. Blau ist die Farbe des Jupitersund Junos (römische Göttin, die das
Leben der Frau und die Geburt schützt) und wird in christlicher Zeit zur Farbe des Himmelsmantels der Maria. Damit symbolisiert es Schutz,
unsere weibliche Seite (Anima), die Seele, außerdem Wahrheit und Treue, Frieden und Ruhe. Im Traum wird mit der Farbe Blau immer der
seelisch-emotionale Aspekt betont. Es wird hier auf den Rückzug und die Innenschau verwiesen. Blau deutet den Träumer auf eine introvertierte
und kalte Verhaltensweise hin. Der negative Aspekt dieser Farbe zeigt sich im getrübten Blau, das Trauer, Ängste und Verwirrung ausdrücken
kann.
– Braun ist die Symbolfarbe der Erde.
– Violett ist eine „unentschlossene“ Farbe, die oft bei jungen Menschen das Bedürfnis nach geistiger Führung, innerer Harmonie und mehr
Selbsterkenntnis verdeutlicht.
Je nachdem, wie man mit den Farben im Traum umgeht, wie sie eingesetzt werden, sind auch noch die folgenden Bedeutungen möglich:
– Farben anrühren oder mischen kündigt geschäftliche Erfolge an; handelt es sich aber um Wasserfarben, muß man noch einige Risiken sorgfältig
erwägen.
– Farben kaufen deutet oft auf ein monotones Leben und das Bedürfnis nach mehr Abwechslung hin, dem man nachgehen sollte.
– Mit Farben arbeiten (streichen) warnt oft vor falschen Erwartungen und Hoffnungen, es ist aber auch möglich, daß man vor Unehrlichkeit gegen
andere gewarnt wird, die sich letztlich gegen einen selbst richten wird.
– Sich selbst anstreichen zeigt, daß man sich der Lächerlichkeit preisgibt, getäuscht und belogen wird; streicht man einen anderen an, sollte man
einen Menschen nicht verspotten oder täuschen.
– Ein Auto oder Haus (siehe unter diesen Stichwörtern) anstreichen kann nur anhand der Bedeutung dieser Symbole und der gewählten Farben
gedeutet werden; man erhält dann Auskunft über die augenblickliche Lebenssituation und die weitere Entwicklung.
– Farben in einer Schachtel sollen nach alten Deutungen finanzielle Gewinne und Wohlstand verheißen.
Psychologisch:
Farben erklären physische Erlebnisse, die wesentliche Aussagen über den seelischen Zustand des Träumers machen können. Nach Meinung einiger
Traumforscher verfügen Menschen, die farbig träumen, über mehr Temperament als andere, die alles nur schwarzweiß sehen. Wer mit Farben
hantiert, will irgend etwas übertünchen, das ihm nicht gefällt. Fast alle Träume laufen in Farbe ab, der Träumende kann sich nur nicht immer bewußt
daran erinnern. Farben werden im Traum wie in der Realität oft als Signalzeichen eingesetzt; kommt also im Traum eine Farbe besonders stark zur
Geltung, bedeutet dies, daß das Unterbewußtsein eine bestimmte Botschaft übermitteln will. Farben haben eine heilende Wirkung. Wenn sie im
Traum auftauchen, können sie wichtige Hinweise über Krankheit und Heilung geben. Sie bedeuten im einzelnen:
– Blau: Dies ist die Farbe des klaren, blauen Himmels. Sie ist die primäre Heilfarbe und verweist auf Entspannung, Schlaf und Friedfertigkeit.
– Braun: Die Farbe der Erde, des Todes und des Engagements.
– Gelb: Es kommt dem Tageslicht am nächsten. Die Farbe ist verbunden mit dem emotionalen Selbst; ihre Eigenschaften sind Denken, Distanz
und Urteilskraft.
– Grau: Über die tatsächlichen Eigenschaften dieser Farbe läßt sich streiten; im allgemeinen werden Demut und Fürsorge mit ihr assoziiert.
– Grün: Dies ist die Farbe des Gleichgewichts und der Harmonie. Sie steht für Natur und das Leben der Pflanzen.
– Magenta: Diese Farbe verbindet das Materielle und das Spirituelle miteinander. Sie symbolisiert Verzicht, Selbstlosigkeit, Perfektion und
meditative Praxis.
– Orange: Sie ist eine essentiell heitere, erbauliche Farbe; mit ihr werden Heiterkeit und Unabhängigkeit assoziiert.
– Rot: Ausdruckskraft, Stärke, Energie, Leben, Sexualität und Macht werden dieser Farbe zugeordnet.
– Ist die Farbe im Traum nicht in ihrem reinen Zustand, bedeutet dies, daß die Eigenschaften ebenfalls nicht in ihrer stärksten Ausprägung
vorkommen.
– Schwarz: Diese Farbe enthält potentiell alle Farben. Sie deutet auf Ausdruck, Negativität und Urteilskraft hin.
– Türkis: Das klare, grünliche Blau symbolisiert in manchen Religionen die befreite Seele. Sie steht für Gelassenheit und Ehrlichkeit.
– Violett: Manchen Menschen ist diese Farbe zu kräftig; sie bedeutet Würde, Respekt und Hoffnung. Ihr Ziel ist Erbauung.
– Weiß: Die Farbe, die alle Farben in sich birgt. Sie verweist auf Unschuld, spirituelle Reinheit und Weisheit.

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Spirituell:
Farbe bestätigt die Existenz des Lichts; auf der spirituellen Ebene bedeutet dies: Rot ist die Farbe des Selbstbildnis und der Sexualität, Orange steht
für Beziehung – zu sich selbst und anderen Menschen. Gelb ist das emotionale Selbst, Grün steht für Selbstbewußtheit, Blau symbolisiert
Selbstausdruck und Weisheit, Indigo ist die Farbe der Kreativität und Violett stellt die kosmische Verantwortung dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in sehr grellem Licht sehen: Freude erleben;
– damit anstreichen: nützliche Dinge werden dich beschäftigen;
– damit arbeiten: trügerische Hoffnungen;
– auftragen oder einen Färber sehen: man wird versuchen dich anzuschwärzen;
– schöne: langes Leben;
– schwarz, weiß, violett: sind Farben des Todes;
– Farben in einer Schachtel: Gewinn und Reichtum;
– reiben: guter Geschäftsgang.
(europ.) : – Farbsymbolik ist fast immer mit sexuellen Leidenschaften verbunden, wobei Schwarz und Weiß (als männlich und weiblich)
als Extreme gelten; dazwischen liegen verschiedene Nuancen; bedeutet Willkür, der man leicht zum Opfer fallen kann;
– weiß: ist das Zeichen der Reinheit und der Unschuld; kalt, unfertig, Jungfrau; auch: günstig, besonders in Angelegenheiten,
die andere Menschen betreffen, wie Öffentlichkeitsarbeit;
– schwarz: Trauer, Kummer; Nacht, beunruhigend; auch: signalisiert größere Anstrengungen, bevor sich der Erfolg einstellt;
– rot: Zorn und Streit; Laster, Wut, Teufel, sexuell;
– Scharlach: ist eine Warnung vor Streit;
– purpur: bedeutet angenehme Neuigkeiten von unerwarteter Seite;
– grün: gilt für gute Hoffnungen; erwachend, unentschieden; auch: verheißt eine Reise oder Geschäfte mit Menschen in weiter
entfernten Gegenden;
– blau: läßt auf Treue schließen; Angleichung, Anpassung, Milde; Wohlstand durch andere Menschen;
– gelb: kündet Neider an; Intuition;
– orange: man sollte eine zeitlang keine wichtigen Veränderungen in seine Angelegenheiten erwarten;
– braun: Leid;
– grau: erzeugt Verzweiflung;
– einen Pinsel in die Hand nehmen: steht für Zufriedenheit mit dem derzeitigen Leben;
– sich damit anstreichen: man wird belogen werden;
– sich das Gesicht damit anstreichen: man wird sich lächerlich machen;
– einem anderen das Gesicht färben: man soll über einen anderen nicht spotten;
– einen Gegenstand damit anstreichen: man ist einem Freund gegenüber nicht ganz ehrlich;
– einen Wagen färben: es steht eine Überraschung bevor; siehe betreffende Farbe;
– reiben: bedeutet guten Geschäftsgang;
– kaufen: man sehnt sich nach Abwechslung;
– in einem Behälter haben: verheißt eine gefüllte Kasse;
– Wasserfarbe zum Malen vorbereiten: man wird sich in eine unsichere Sache einlassen;
– Ölfarben verwenden: man wird seine Lage sicherer gestalten;
– Flaggen oder Dekorationen in vielen hellen Farben sehen: Erfolg in allen Unternehmen;
– frisch gestrichene Häuser: mit einem Plan Erfolg haben;
– auf der Kleidung haben: gedankenlose Kritik anderer wird einen unglücklich machen.
(ind. ) : – rot: wenn du liebst, dann auch mit ganzem Herzen;
– weiß: die Ehre deiner Braut soll dir heilig sein;
– gelb: glaube nicht, daß du mit deiner Eifersucht zum Ziel gelangst;
– blau: deine Treue wird Belohnung finden;
– grün: du kannst hoffen;
– schwarz: eine Trennung steht dir bevor;
– damit arbeiten: gib dich keinen trügerischen Hoffnungen hin;
– in einer Schachtel: du wirst durch Gewinn zu Reichtum gelangen.
(Siehe auch unter einzelnen Farben, „Geometrische Formen“, „Muster“)
Färben
Volkstümlich:
(arab. ) : – Stoffe: du belügst dich selbst;
– sich selbst: für Männer Schande, für Frauen Gutes.
(europ.) : – Kleider: bedeutet ein geringes Vermögen;
– zusehen: bedeutet, daß dein Vertrauen mißbraucht werden wird.
Farbstoff
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen, wie Kleider gefärbt werden: kündigt je nach Farbe Glück oder Pech an; Blau- Rot- sowie Goldtöne verheißen Wohlstand;
Schwarz und Weiß symbolisieren Kummer.
(Siehe auch unter einzelnen Farben, „Farben“, „Färben“)
Farm
(Bauernhof)
Allgemein:
Farm kann die Sehnsucht nach dem naturverbundenen, einfachen Leben symbolisieren, wobei man sich aber vor Illusionen hüten muß. Oft wird man
aber auch dazu aufgefordert, die eigene Persönlichkeit besser zu erforschen und zu entwickeln, insbesondere Aggressionen, Begierden und Triebe zu
erkennen, zu akzeptieren und bei Bedarf zu verändern.
Volkstümlich:
(europ.) : – mit Landarbeit beschäftigt sein: glückliches Omen; beinhaltet materiellen Erfolg nach einigen Anstrengungen.
(Siehe auch „Bauernhof“)

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Farn / Farnkraut
Allgemein:
Farnkraut hat nach alten Traumbüchern eine sexuelle Bedeutung; man wird dadurch ermahnt, sich nicht zügellos sexuellen Begierden und
Leidenschaften hinzugeben. In der traditionellen Deutung: Üppiges Farn ist Symbol für „die Hilfe der Natur“ – was mit Wohlstand im Sinne von
guter Ernte und reichen Viehbestand zu tun hatte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Unkeuschheit, Laster.
(europ.) : – sehen: böse Vorzeichen werden durch glückliche Stunden vertrieben werden;
– welke: viele und unterschiedliche Krankheiten im Familienkreis, werden einen stark beunruhigen; auch: Ärger;
– in Töpfen: der Erfolg wird sich nach Schwierigkeiten und Anstrengungen einstellen.
(ind. ) : – du bist unkeusch und ein Sklave deiner Leidenschaft.
Fasan
Allgemein:
Fasan verkörpert Glück, Gesundheit, Lebensfreude und Erfolg, wenn man ihn im Traum sieht, jagt oder verspeist.
Psychologisch:
Der Hühnervogel galt bei den Chinesen als Glückssymbol, wenn er im Traum auftauchte. Bei uns umschreibt er oft eine seelische Hochstimmung
oder hochfliegende Gedanken, die sich leicht in nichts auflösen. Man achte auch auf die Farbe des Fasans im Traum.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: Aussicht auf ein Amt oder eine Anstellung haben.
(europ.) : – ein Glückssymbol, „Das Glück ist ganz nah, doch man erkennt es noch nicht“;
du wirst durch Vermächtnis oder Erbschaft viel gewinnen; du bist prunkliebend;
– sehen: bedeutet Freude; herzlicher Zusammenhalt unter Freunden;
– beim Balzen sehen: viel Glück in der Liebe ist zu erwarten;
– fangen oder schießen: gutes Fortkommen im Beruf; auch: das eigene Vergnügen über die Bedürfnisse anderer stellen;
– essen: man wird dich gut bewirten; Gesundheit; auch: die Eifersucht Ihrer Frau könnte Sie davon abhalten,
sich mit Ihren Freunden zu treffen.
(ind. ) : – essen: ein Besuch kommt in dein Haus, freue dich darüber;
– sehen: du mußt deine Schulden endlich bezahlen.
(Siehe auch „Rebhuhn“, „Vögel“)
Fasanerie
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: große Ehrung.
Fasching
Allgemein:
Fasching (Karneval) weist auf das Bedürfnis nach mehr Abwechslung in einem monotonen, in Routine erstarrten, unbefriedigten Leben hin, kann im
Einzelfall aber auch den Wunsch nach einem flüchtigen erotischen Abenteuer ohne Reue zum Ausdruck bringen. Vielleicht will man auch aus seiner
alten Haut fahren, sein Verhalten und seine Gewohnheiten auf Dauer verändern.
Psychologisch:
Sieht man sich oder einen anderen („das andere Ich“) als Narr verkleidet, besagt das, daß man sich einmal anders als in der Zwangsjacke des
Konventionellen zeigen, daß man etwas von dem nach außen gekehrten Ich ablegen will.
Volkstümlich:
(arab. ) : – daran teilnehmen: man wird bald ein Abenteuer erleben, daß vom Glück begünstigt ist;
auch: warnt vor zu großer Unbekümmertheit und Leichtsinn.
(europ.) : – sehen: bringt neue Bekanntschaften;
– mitmachen: Sucht nach Vergnügen;
– verkleidet mitmachen: kündet ein Abenteuer an;
– andere dabei verkleidet sehen: man wird einen lustigen Abend verbringen.
(Siehe auch „Narr“)
Faß
Assoziation: – Eingeschlossensein; Fassungsvermögen.
Fragestellung: – Was habe ich auf Lager? Wieviel kann ich fassen?
Allgemein:
Ein Faß ist, wie die meisten Behälter, ein Symbol für das weibliche Prinzip. Da die meisten Fässer handgemacht sind, verweist ein Traum von einem
Faß auf die Sorgfalt, mit der sich der Träumende mit seinem eigenen emotionalen Ausgleich befaßt. Faß hat oft ähnliche Bedeutung wie der Eimer
als Gefäß des Lebens. Oft kommen darin auch sexuelle Bedürfnisse, manchmal versteckte Krankheiten zum Ausdruck. Weitere spezielle Deutungen
ergeben sich vor allem aus folgenden Begleitumständen:
– Volles Faß sehen verspricht, daß man mit seinen Bemühungen Erfolg haben wird.
– Leeres Faß kann Not und materielle Armut ankündigen.
– Faß ohne Boden bedeutet meist, daß alle Anstrengungen vergebens sind, weil man sein Ziel nicht erreichen kann.
– Leckendes Faß, aus dem Flüssigkeit ausläuft, warnt vor großen finanziellen Verlusten.
– Faß anzapfen kündigt das Ende einer Pechsträhne an; handelt es sich dabei um ein Bierfaß, kann es auch die Genesung
von einer Krankheit anzeigen.
– Faß rollen tragen macht darauf aufmerksam, daß man nur dann einen Erfolg erzielen wird, wenn man dafür hart arbeitet.
– Fässer im Keller symbolisieren eine gesicherte materielle Lebensgrundlage.
– Faß im Haus zeigt die vernachlässigte Entwicklung eines Persönlichkeitsanteiles an.
– Faß im Freien zeigt fehlende äußere Sicherheiten an.
– Weinfässer können auf das Bedürfnis nach mehr Geselligkeit und Abwechslung hinweisen.
Psychologisch:
Es ist wahrscheinlich, daß der Träumende sich in dem Inhalt des Fasses wiedererkennt als in dem Faß selbst. Ein Faß im Traum verweist jedoch auf
die Begabung, kreativ mit Rohmaterial umgehen zu können. Wenn wir im Traum ein Faß ohne Boden sehen, ist irgend etwas in unserer
Geisteshaltung nicht ganz in Ordnung. Einige Psychoanalytiker deuten übrigens das Faß nur sexuell.

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Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht ein Faß ohne Boden für nutzlose Anstrengungen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – leeres, sehen: deine Bescheidenheit bringt dir nur Schaden;
– volles: dein Großtun nützt dir nichts;
– ohne Boden: vergebliches Ringen;
– tragen: befasse dich nicht mit Dingen, die dich nichts angehen;
– mehrere Fässer sehen: Reichtum oder reiche Ernte.
(europ.) : – wenn nicht gesundheitliche Störungen Traumursache sind, ist es sexuell zu verstehen;
– sehen: belohnte Mühe;
– eins voll Wein kaufen: man wird nette Gäste bekommen;
– voll: bedeutet durch Fleiß und Sparsamkeit zu Vermögen kommen; Wohlhabenheit; fette Jahre und viele Feste;
– mit Fisch gefüllt: Wohlstand;
– gefülltes und geschlossenes: warnt vor Unmäßigkeit;
– ein schweres tragen: verspricht Erholung nach einer ermüdenden Arbeit;
– leer: verkündet Verdrießlichkeiten; bedeutet Mangel; ein Leben arm an Freuden oder Trost in schwierigen Zeiten;
– darum herum tanzen: verheißt schwierige Arbeit;
– zerbrochenes sehen: kündigt Mißgeschick an;
– leck: Verluste;
– bodenlos: vergebliche Mühe;
– selbst eines anzapfen: man gewinnt einen einflußreichen Menschen als Freund;
– anzapfen sehen: alles Leid hat nun ein Ende; man wird sich dem Trunk ergeben;
– vor sich hinrollen: du wirst gute Arbeit bekommen; auch: harte Zeiten werden kommen;
– mehrere in seinen Keller rollen: verheißt eine reiche und sichere Zukunft;
– viele Fässer sehen: Reichtum; Vermehrung des Vermögens;
– Fäßchen sehen: sich aus Schwierigkeiten herausarbeiten müssen;
– zerbrochene Fäßchen: stehen für eine Trennung von Familie oder Freunden.
(ind. ) : – anzapfen: deine Leiden werden bald ein Ende finden;
– leck: du wirst geschäftliche Verluste erleiden;
– leere: sei gewarnt vor Betrug;
– gefüllt: eine Erbschaft in absehbarer Zeit.
(Siehe auch „Eimer“)
Faßreifen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Vorspiegelungen, die Schaden bringen.
Fassade
Allgemein:
Fassade versinnbildlicht das, was wir nach außen hin durch unser Verhalten von uns preisgeben. Im Traum kann sie davor warnen, sich zu sehr den
Normen und Erwartungen anderer anzupassen, zu viel Wert auf den äußeren Schein zu legen, weil man dann nicht mehr aufrichtig sein kann und sich
in seiner Individualität aufgeben muß. Gelegentlich kommt darin die Warnung vor einer seelischen Krankheit (Schizophrenie) zum Ausdruck, denn
im Vorstadium legen die Betroffenen oft sehr großen Wert darauf, nach außen eine intakte Fassade vorzutäuschen. Auch familiäre Konflikte, die
nicht offen ausgetragen werden, machen sich manchmal durch solche Träume bemerkbar, die vor der künstlichen Familienharmonie warnen.
– Bei einer bröckelnden oder rissigen Fassade sollten wir mehr Wert auf unser Äußeres legen; denn „wie du kommst gegangen,
so wirst du auch empfangen.“
– Stürzt die Fassade ein, kommt darin die Angst zum Vorschein, den äußeren Anschein nicht mehr waren zu können, was für manche
Menschen eine Katastrophe bedeutet.
– Ist das Äußere eines im Innern reparaturbedürftigen Hauses schön, halten wir den äußeren Schein in einer brüchigen Verbindung aufrecht.
– Eine frisch gestrichene oder in anderer Weise renovierte Fassade weist meist darauf hin, wie man sein Verhalten nach außen sinnvoll im
Einklang mit sich selbst verändern sollte.
Psychologisch:
Wie sieht sie denn aus? Gepflegt und makellos – oder „bröckelt der Putz“? Hier geht es um Ihre persönliche Fassade, die Auskunft gibt über Ihre
Selbstdarstellung und den gesellschaftlichen Status, den Sie anstreben oder bereits erreicht haben. Erinnern Sie sich? Vielleicht wäre ein neuer
„Anstrich“ fällig – das heißt, daß Sie Ihr Image auffrischen oder verändern sollten.
(Siehe auch „Haus“)
Fasten
Medizinrad:
Schlüsselworte: Sich der Nahrung und /oder des Wassers enthalten; Reinigen; Ritualvorbereitung.
Beschreibung: Fasten heißt, für eine festgesetzte Zeit auf Essen und/oder Wasser zu verzichten, im allgemeinen als Vorbereitung auf eine Zeremonie,
vor allem auf Schwellenzeremonien, wie die Visionssuche sie darstellt. Manche erdverbundenen Stämme würden das, was wir heute Visionssuche
nennen, als Fasten oder Träumen beziehungsweise Fastensuche bezeichnen. Der Verzicht auf Nahrung und/oder Wasser sollte einen näher an die
Geistwesen führen, die weder auf Nahrung noch auf Flüssigkeit angewiesen sind. Das rituelle Opfern dieser Freuden gestattet dir eine tiefere
Verbindung mit den Göttern oder Geistwesen. Eine Fastenzeit kann auch ein freiwilliges Verzichten zum Zeichen der Trauer oder der Buße sein.
Allgemeine Bedeutung: Enthaltung; Gefühle des Verlusts; Gefühle des Opferns; Fortgeben in der Erwartung einer spirituellen Erfahrung.
Assoziation: Gewichtsreduzierung, Fastenzeit.
Transzendente Bedeutung: Ein Traum der Vorbereitung auf ein wichtiges spirituelles Ereignis in deinem Leben.
Allgemein:
Fasten im Traum kann bedeuten, daß der Träumende ein emotionales Trauma zu klären sucht oder daß seine Aufmerksamkeit auf ein
Reinigungsbedürfnis gerichtet ist.
– Fasten kann man freiwillig, um sich von „Schlacken“ zu befreien; dann steht es im Traum symbolisch für einen Neubeginn im Leben,
bei dem man die früheren Belastungen hinter sich läßt, befreit von ihnen in ein glücklicheres Leben geht.
– Muß man fasten, soll das nach alten Traumbüchern Erfolg und Ansehen verheißen.
– Zuweilen kann Fasten auch auf eine Erkrankung hinweisen, die noch keine Symptome verursacht; in unklaren Fällen ist eine Untersuchung ratsam.

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Psychologisch:
Fasten kommt einem Rückzug aus dem Alltag gleich, eine Reaktion, die durch Kummer hervorgerufen werden kann. Wer fastet, der hat im
Wachleben nicht genügend Energie, um sich tatkräftig durchzusetzen. Manchmal weist das auch auf psychische Mangelzustände hin, die beseitigt
werden müßten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist Fasten ein Symbol für eine Bewußtseinsveränderung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schwere Zeiten; du wirst in Geldnot kommen.
(europ.) : – mit Bewußtsein fasten oder hungern: bedeutet, daß die erhoffte oder ersehnte Sache sich erfüllen wird; frohe Zeiten stehen bevor;
auch: weist auf eine langandauernde Krankheit hin.
(ind. ) : – müssen: du wirst dir durch dein Auftreten und Benehmen Ehre und Ansehen erwerben.
(Siehe auch „Essen“, „Hunger“)
Fata Morgana
Allgemein:
Fata Morgana (Trugbild) deutet oft an, daß man falschen Zielen folgt, die mehr versprechen, als sie halten können; man wird also trotz aller
Anstrengungen nicht belohnt. Worum es dabei konkret geht, muß individuell aus den Lebensumständen gedeutet werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: weist auf unerreichbare Dinge hin;
– in der Wüste sehen: bedeutet den Verlust eines Freundes, den man vertraut hat.
Faulheit
Allgemein:
Faulheit ermahnt im Traum nur selten, sich mehr anzustrengen; oft steht gerade das Gegenteil dahinter, also die Aufforderung, sich mehr Erholung zu
gönnen, damit man nicht erschöpft und schließlich krank wird. Faulheit weist manchmal auch Übermüdung im Wachleben hin.
Psychologisch:
Faulenzen drückt wie das Traumsymbol Entspannung aus, daß es jetzt anliegt, weniger zu tun und auch einmal nicht zu arbeiten. Wie das Faulenzen
sich gestaltet, hängt von dem Träumenden ab. Oftmals muß bei diesem Traumsymbol gelernt werden, daß es keine Sünde ist zu faulenzen und man
auch nicht deswegen gleich in der „Gosse“ landet. „Wer faul ist, ist auch schlau.“
Volkstümlich:
(arab. ) : – Faulenzen: du wirst verarmen.
(europ.) : – meist Nervenreaktion auf Übermüdung; als gesundheitliche Warnung zu beachten;
– allgemein: nahestehende Menschen sind in Schwierigkeiten, die einem indirekt mitbetreffen; auch: eine Verbindung führt zur Heirat;
– sein: bei der Durchführung eines Vorhaben wird einem ein Fehler unterlaufen und man wird eine schwere Enttäuschung erleben;
– Wenn eine junge Frau vermutet, ihr Liebster sei faul, wird sie beim Versuch, seine Gunst zu erringen, erfolglos bleiben. Ihr Verhalten
wird Männer mit ehrlichen Absichten abstoßen.
Fäulnis
Allgemein:
Fäulnis kann Auflösung bedeuten. In einer realen Lebenssituation ist vielleicht etwas schiefgegangen und keine Energie mehr vorhanden, um es
fortzuführen. Während der Träumende dies auf der bewußten Ebene vielleicht nicht zu erkennen vermag, macht der Traum den Sachverhalt deutlich.
Psychologisch:
In einem Alptraum ein häufiges Symbol für Verfall. Was verfault, ist nicht mehr zu regenerieren – man muß es verloren geben, und hier liegt auch die
eigentliche Symbolik: Fäulnisträume weisen auf Eigenschaften hin, die man endgültig ablegen sollte, weil sie niemehr nützlich sein werden. Eine
Aufforderung zu mehr Selbstkritik – und zum Mut, Veränderungen zu akzeptieren. Die Auflösung – beispielsweise in einer Partnerschaft – kann sich
im Traum als Fäulnis zeigen. Geschieht etwas, das in letzter Konsequenz zum totalen Zusammenbruch führt, ist im Traum oft ein übler Geruch
wahrnehmbar: Etwas stirbt.
Spirituell:
In spiritueller Hinsicht steht vor einem Neubeginn häufig Zerstörung und Auflösung. Die Angst vor diesem Prozeß drückt sich im Traum
möglicherweise als Fäulnis aus. Darüber hinaus kann Fäulnis auch den Tod bedeuten.
Faun
Allgemein:
Faun (Naturgeist) symbolisiert die männliche Sinnlichkeit in ihrer ursprünglichen, nicht durch Normen und Moral eingeschränkten Form; oft weist
das den Mann darauf hin, daß er mehr „aus dem Bauch“ leben sollte, um innere Harmonie und Zufriedenheit zu finden.
Faust
Allgemein:
Faust steht für zupackende, praktische Energie und Tatkraft, die aktiv schafft, dabei oft etwas plump vorgeht. Anderseits können darin aber auch
innere Spannungen, Aggressivität und Zorn zum Ausdruck kommen, das ergibt sich erst aus der realen Lebenssituation. Hebt man selbst die Faust
gegen einen anderen, will man sich oft in den Vordergrund drängen, mehr Beachtung erzwingen.
Psychologisch:
Kämpferisches Zeichen. Nur: Wer sich mit der Faust durchsetzen will, dem fehlen meist die Argumente.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Sinnbild der Überheblichkeit, Energie und Aggression;
– selbst ballen: man sollte versuchen seine Unbeherrschtheit zu kontrollieren, da diese sonst Schaden droht;
– geballte sehen: du wirst in Streit geraten;
– von einer bedroht oder geschlagen werden: man sollte seinen Feinden gegenüber Vorsicht und Nachgiebigkeit zeigen.
(europ.) : – drohende sehen: kündigt eine Gefahr an;
– selbst ballen: Mut und Entschlossenheit lassen Gefahren überwinden; bedeutet Streit;
– mit einer ein Hindernis beseitigen können: die eigene Tatkraft wird vieles möglich machen;
– gegen jemanden erheben: man möchte im Vordergrund stehen;
– eine geballte vor seinem Gesicht sehen: ein Feind bereitet eine unangenehme Attacke vor.
(ind. ) : – ballen: du wirst durch deine eigene Schuld in Streit geraten.
(Siehe auch „Hand“)

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Faustkampf
Artemidoros:
Der Faustkampf ist für jedermann verlustreich; er bedeutet Schande und Verluste; denn es wird dabei das Gesicht verunstaltet und Blut vergossen,
welches allgemein als Symbol des Geldes gilt. Glück bringt diese Kampfesart nur denen, welche mit Blut ihren Lebensunterhalt verdienen, nämlich
Ärzten, Opferpriestern und Köchen.
(Siehe auch „Boxen“)
Faustschlag
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: böse Vorbedeutung;
– austeilen: Feinde erwerben.
Fax / Faxgerät
Assoziation: – zusammenschrumpfen von Raum und Zeit.
Fragestellung: – Was bin ich sofort mitzuteilen bereit?
Allgemein:
Der Erhalt eines Faksimile, eines Telegramms oder eines Fax im Traum bedeutet: Dringend! und zwar mit der Tendenz, daß man etwas bewegt, das
unbedingt rascher Erledigung oder Abhilfe bedarf. Der Inhalt der Korrespondenz mag ganz ohne Zusammenhang zum tatsächlichen Problem sein
und in seiner einfachsten Form einfach nur eine Aufforderung darstellen, daß man endlich etwas tun oder sich entscheiden muß. Es ist ein
Unterschied zwischen einem „altmodischen“ Telegramm und einer moderner Fax-Nachricht. Was von beiden im Traum auftaucht, hängt vielleicht
auch mit dem eigenen Alter und Generation zusammen. Ist man schon älter und hat unangenehme Erinnerungen an Telegramme, die man bekam,
dann sollte man einem Traum-Telegramm nicht übermäßig viel Bedeutung beimessen.
Psychologisch:
Der Fernkopierer (Fax) ist ein Traumsymbol für die problemlose Kommunikation. Allerdings ist dabei zu bedenken, daß diese Kommunikation nicht
auf einem persönlichen Zusammentreffen beruht. Es ist eine indirekte Kommunikation. Diese Botschaften von einer verborgenen Quelle oder von
einem verborgenen Teil des eigenen Selbst werden dem Träumenden oft durch logische Mittel und funktionale Geräte zugeführt. Auch wenn die
Botschaft selbst vielleicht unverständlich ist – die Art ihrer Übermittlung ist es nicht. Möglicherweise ist dem Träumenden bewußt, daß jemand
Kontakt zu ihm aufnehmen möchte. Es kommt häufig im Traum vor, daß das Fax nicht durchläuft. Damit wird auf eine Kommunikationshemmung
verwiesen und häufig auch auf die Sehnsucht nach direkter Kommunikation.
Spirituell:
Im Traum kann ein Faxgerät eine spirituelle Färbung haben; es kann ein Mittel sein, um Botschaften aus dem „Jenseits“ zu übermitteln.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Fax erhalten: ungünstige Neuigkeiten, die den Beruf betreffen, sind nicht fern;
– ein Fax senden: ein Geschäftspartner wird einen enttäuschen.
(Siehe auch „Telegramm“)
Februar
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet anhaltend schlechte Gesundheit und ganz allgemein Trübsinn;
– einen strahlenden Sonnentag im Februar sehen: unerwartetes Glück steht einem bevor.
(Siehe auch „Jahreszeiten“)
Fechtboden
Volkstümlich:
(arab. ) : – darauf stehen: Kampf um nichts.
Fechtdegen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder in der Hand halten: du wirst mit manchen Hindernissen zu kämpfen haben.
Fechten
Allgemein:
Fechten (Fechter) kann ankündigen, daß man mit einem nahestehenden Menschen in Streit geraten wird. Zuweilen kommt darin auch eine Gesinnung
zum Ausdruck, die auf Rache und Vergeltung für erlittenes tatsächliches oder vermeintliches Unrecht sinnt. Mit Taktik, Finessen und Finten versucht
man ans Ziel zu kommen. Anstehende Unternehmungen können aber nur durch sorgfältiges Planen erfolgreich sein. Dabei sollte auf die Art und
Weise der Auseinandersetzung geachtet werden. Sie sollte dem Anlaß entsprechend stilvoll sein.
Psychologisch:
Wer sich selbst oder einen anderen im Traum fechten sieht, der müßte, um sich im Wachleben durchzusetzen, „fechten“ (betteln) gehen, ein
Umstand, gegen den sich unsere Seele sträubt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit einem Gegner auf Leben und Tod: Todesgefahr;
– selbst: deine Wünsche werden vereitelt; Angst um Verlust von Ehre und Ansehen;
– sehen: du wirst dich mit Freunden entzweien.
(europ.) : – negatives Traumzeichen; kündet Streit an;
– mit der Waffe: man wird sich mit Freunden entzweien; auch: zeigt ein Abenteuer an, bei dem der Verstand die einzige Waffe sein wird;
– dabei verwundet werden: zeigt ein Unglück an;
– dabei einen anderen verletzen: Unannehmlichkeiten;
– im Sinne von Betteln: man wird Vergeltung üben.
Federkiel
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast veralterte Anschauungen.
(europ.) : – sehen: signalisieren an Literatur interessierten Menschen eine Phase des Erfolgs;
– als Zierstücke sehen: bedeuten gute Geschäfte;
– Eine junge Frau, die im Traum eine Feder an ihren Hut steckt, wird viele Eroberungen wagen. Ihr Erfolg hängt von ihrem Charme ab.

461
Federkleid
Allgemein:
Wenn die Aufmerksamkeit des Träumenden in seinem Traum auf ein Federkleid gelenkt wird, verweist dies häufig auf die Zurschaustellung von
Macht und Stärke. Es kann auch ein Zeichen von Trotz sein; der Träumende muß sich seiner Sache sicher sein und Farbe bekennen.
Psychologisch:
Für den Vogel bedeutet sein Federkleid Schutz, aber auch Macht und Stärke. In diesem Sinn macht ein Federkleid den Träumenden darauf
aufmerksam, daß er seine Stärke und seine Fähigkeit zu selbstbestimmten Handeln nutzen soll.
Spirituell:
Die Zurschaustellung eines Federkleides bringt einen Triumph zum Ausdruck.
Federmesser
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: einen wankelmütigen Charakter zeigen.
(europ.) : – du wirst in einen Prozeß verwickelt werden;
– damit schneiden: eheliche Untreue.
Feldmeßkunst (Siehe „Handwerker“)
Feder
Assoziation: – Mühelosigkeit; Zartheit.
Fragestellung: – Was fällt mir leicht? Was kitzelt meine Neugierde?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Klasse der Vögel; Licht; Heilung; zeremoniell; Botschaft; Gabe.
Beschreibung: Federn spielten und spielen noch immer eine wichtige Rolle im zeremoniellen Leben erdverbundener Stämme. Sie respektieren
Federn als Geschenk der Vögel. Eine Feder birgt in sich einen Teil der Kraft jenes Vogels, dem sie gehörte. Folglich hat eine Feder, die von einem
Vogel mit Heilkräften stammt, ebenfalls heilende Fähigkeiten, während die Feder eines Vogels, der ein Bote ist, folglich eine Nachricht übermittelt.
Allgemeine Bedeutung: Eine Nachricht; eine Botschaft aus der Vogelwelt; eine Mitteilung der Geistwesen; eine Heilung einer Zeremonie. Es ist
wichtig, sich bei der Feder aus dem Traum so viele Eigenschaften wie möglich zu merken.
Assoziation: Ein sehr leichter Gegenstand oder eine sehr leichte Person, der oder die von Licht umgeben ist; ein Schreibwerkzeug.
Transzendente Bedeutung: Gabe von einem Verbündeten oder einem Geistwesen, der oder das gekommen ist, um mit dir zu arbeiten.
Allgemein:
Federn können im Traum ein Symbol für Sanftheit und Leichtigkeit sein – vielleicht für eine sanftere Annäherung an eine Situation. Es mag für den
Träumenden an der Zeit sein, zu erkennen, daß Gewalt ihn nicht weiterführt und daß er sich zu einer ruhigeren Art entschließen muß. Feder kann
hohe Ideale, Unschuld, aber auch Eitelkeit zum Ausdruck bringen, das hängt von den Begleitumständen im Traum ab:
– Weiße Feder steht für Idealismus, Reinheit und Unschuld, vielleicht aber auch für eine gewisse Naivität und Unreife der Persönlichkeit.
– Schwarze Feder soll nach alten Traumbüchern auf ein bevorstehendes Unglück hinweisen.
– Feder, mit der man sich schmückt, kann hohes Ansehen und Ehre verheißen, aber auch auf Eitelkeit und Geltungssucht hindeuten.
– Feder, die in der Luft schwebt, warnt vor Hoffnungen und Erwartungen, die sich nicht erfüllen werden.
– Federn, die beim Schütteln eines Federbetts umherfliegen, sollen bevorstehenden Streit ankündigen.
Psychologisch:
Federn stellen häufig den Flug zu den anderen, noch weniger vertrauten Seiten des Selbst dar. Da sie mit dem Wind und der Luft verbunden sind,
können sie den spirituellen Lebensbereichen des Träumenden darstellen. Federn in einem Traum bedeuten jedoch möglicherweise auch, daß der
Träumende ein Projekt erst zu Ende führen muß, bevor er sich Ruhe gönnen darf. Sie fliegen im Wind bald hierhin und bald dorthin – es ist das
Wetterwendische in unserem Wesen, das uns der Traum vor Augen führen möchte, eine Warnung aus dem Unbewußten, damit wir nicht eines Tages
Federn lassen müssen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisieren Federn den Himmel oder die Seele.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (von einem Vogel) sehen oder haben: dein Glück ist nicht von langer Dauer;
– fliegen sehen: vergebliches Hoffen; eine lange Pechsträhne haben mit Verlusten;
– damit schreiben: gute Nachricht in Aussicht;
– schwarze: großes Unglück;
– weiße: du wirst von einem Verdacht gereinigt werden;
– damit geschmückt sein: große Reisen;
– schleißen (Federn vom Kiel abtrennen): Gewinn;
– auf dem Hut sehen oder haben: dein Hochmut ist fehl am Platz.
(europ.) : – Eitelkeit und Hochmut schmücken sich auch im Traum; nur reine, weiße Federn sind Sinnbild von Unschuld und reinem Wollen;
– weiße sehen: man wird von einem falschen Verdacht gereinigt werden;
– weiße: dein Ansehen und dein Kredit werden unerschütterlich sein; kündigen Freuden an;
– weiche Feder: unerwarteter Gewinn und öffentliche Ehren;
– schwarze: deutet auf langanhaltenden Kummer hin; mit Enttäuschungen und unerwiderte Liebe rechnen müssen;
– fliegen sehen: man sollte seine hohen Ausgaben besser kontrollieren, denn man hofft vergeblich auf ein Glück; Enttäuschungen;
– um sich herum fallen sehen: es im Leben relativ leicht haben;
– sich selbst damit schmücken: ein Hinweis auf zuviel Eitelkeit und Egozentrik;
– damit geschmückt sein: bedeutet eine große Reise;
– mit einem Federbesen hantieren: verheißt ein glückliches Familienleben;
– Schreibfeder sehen: gilt als eine erhoffte Nachricht;
– mit einer Schreibfeder schreiben: baldige gute Nachricht;
– am Hut tragen: Begierden werden befriedigt;
– von Geflügel besitzen: die Erfüllung eines Wunsches wird bald eintreten;
– Adlerfedern: man wird seine Ziele erreichen;
– Hühnerfedern: stellen kleinere Ärgernisse in Aussicht;
– Gänse- oder Entenfedern verkaufen oder kaufen: Sparsamkeit und Wohlstand stehen bevor;
– Einer Frau verheißen Straußen- oder andere Zierfedern den Aufstieg in eine höhere Gesellschaftsschicht.
– Metallfeder: kein gutes Zeichen; wenn sie brechen ist Unglück angezeigt;
– Bettfedern: bedeutet Verdrießlichkeiten;

462
– Bettfedern kaufen: gute Wirtschaft.
(ind. ) : – weiße: das Glück steht an deiner Seite;
– schwarze: Gefahr im Anzug;
– haben: du wirst Untreue erfahren;
– fliegen sehen: deine Wünsche werden sich bald erfüllen.
Federvieh
Allgemein:
– Federvieh (Geflügel) wird in der altindischen Traumkunde als Verheißung von Wohlstand interpretiert, wenn man es füttert;
– Federvieh warnt, wenn es laut gackert, vor Neidern und vor mißgünstigen Menschen, die vielleicht auch über uns Gerüchte verbreiten.
– Schlachten wir im Traum Federvieh, möchten wir uns also vor übler Nachrede schützen, man sollte sich auch von aufdringlichen,
lästigen Menschen trennen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – füttern: zunehmender Wohlstand;
– schlachten: befreie dich von zudringlichen Personen.
(europ.) : – warnt vor Neid und Bosheit.
(ind. ) : – füttern: dein Wohlstand wird sich vermehren;
– schlachten: du mußt dich von zudringlichen Personen befreien.
(Siehe auch „Gans“, „Hühner“)
Federweiß
Volkstümlich:
(ind. ) : – deine Bequemlichkeit wird dir Schaden bringen.
Feen
Assoziation: – Elementar; Naturgeist.
Fragestellung: – In welche Bereiche jenseits des Normalen möchte ich vordringen?
Allgemein:
Weil Feen elementare Energien darstellen, verweist ihr Erscheinen im Traum auf die Verbindung des Träumenden mit solchen Kräften in sich selbst.
Vielleicht wird die hellere Seite seines Wesens ihm dadurch ins Bewußtsein gehoben. Fee (Naturgeist) hat ähnliche Bedeutung wie der Faun, nur
übertragen auf die Frau. Man kann sie als Bedürfnis nach einer romantischen Liebesbeziehung deuten. Sie ist ein gängiges Mythen- und
Märchensymbol für Rat und Hilfe aus einer „besseren Welt“. Die sprichwörtlich gute Fee stellt uns drei Wünsche frei – und in beengten oder
aussichtslos scheinenden Situationen träumt man gelegentlich von ihr – wenn sonst „nichts mehr hilft“!
Psychologisch:
Es heißt, Feen seien kapriziös, und daher können sie für den Persönlichkeitsanteil im Menschen stehen, der keine Kontrolle zuläßt und sich wünscht,
frei und spontan zu reagieren. Die gütige Schöne tritt manchmal in entscheidenden Augenblicken ins Traumbild, wenn es gilt, ganz private Wünsche
zu erfüllen. Bei Frauen kann sie das eigene Ich repräsentieren, das seelisch aufpoliert werden möchte, bei Männern die eigene Frau oder die
Freundin, die man gern williger sähe, oder die Anima, das Weibliche im Mann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene können Feen im Traum einen Zugang zur Welt der übersinnlichen Wahrnehmung symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: glückliches Leben; Rat und Hilfe erhalten;
– sprechen: baldige Verlobung.
(europ.) : – ein sehr guter Traum, der Glück, langes Leben und Erfolg anzeigt;
– Ursymbol der Liebe zum anderen Geschlecht;
– sehen: glückliche Zukunft; persönliches Glück; Erfüllung langgehegter Wünsche;
– mit einer reden: baldige Verlobung oder Heirat.
(Siehe auch „Elfe“, „Faun“, „Hexe“)
Fegefeuer
Allgemein:
Fegefeuer symbolisiert das Bedürfnis nach Läuterung, bei der man von Schuld freigesprochen wird und unbelastet ein neues Leben beginnen kann.
Man erkennt darin oft unbewußte Ängste, die verarbeitet werden sollten, oder eine geistig-seelische Reifung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich darin sehen: Konflikt mit den Gesetzen.
(europ.) : – bringt Unglück; auch: ein Hinweis auf Krankheiten oder Reisen, jedoch nicht unbedingt für einen selbst.
(ind. ) : – sich darin sehen: du wirst mit den Gesetzen in Konflikt kommen.
Fegen
Allgemein:
Im Traum zu fegen bedeutet, daß der Träumende dazu in der Lage ist, veraltete Einstellungen und Gefühle wegzufegen.
– Kehrt der Träumende etwas zusammen, so verweist dies darauf, daß er seine Angelegenheiten in Ordnung bringt.
– Fegen (mit dem Besen) weist darauf hin, daß man sich von belastenden Dingen befreien soll; worum es dabei geht,
kann nur individuell aus den Lebensumständen abgeleitet werden.
– Fegen des Kamins soll nach alter Traumdeutung Glück und Erfolg verheißen.
Psychologisch:
Fegen ist ein altes Symbol, daß auf einen guten Umgang mit der Umwelt verweist. Der Träumende nimmt Details aufmerksam wahr und legt Wert
auf Korrektheit und Sauberkeit. Darüber hinaus könnte das Fegen im Traum unter Umständen auch auf die Suche nach Krankheitserregern
hindeuten. Wer im Traum die Stube fegt, dem signalisiert das Unbewußte, daß etwas in seinem Seelenhaushalt nicht stimmt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist es an der Zeit, nützliches von unnützem Wissen zu trennen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit dem Besen: du wirst alle falschen Freunde entlarven.

463
(europ.) : – den Keller: Unglück im Geschäft;
– das Zimmer oder die Wohnung: eine Hoffnung; auch: glückliches häusliches Leben;
– den Kamin: glücklicher Erfolg;
– Im Traum zu fegen heißt, daß eine Frau den Gefallen ihres Mannes findet und die Kinder sich zu Hause wohl fühlen.
– Wenn man denkt, den Boden fegen zu müssen und es aus irgend einem Grund nicht tut, werden bald bittere Enttäuschungen eintreten.
– für Bedienstete: Zeichen für Streitereien und Argwohn ob der Absichten anderer.
(Siehe auch „Kamin“, „Kaminfeger“)
Fehler
Allgemein:
Fehler, den man im Traum an sich selbst erkennt, ermahnt oft, sich nicht ausschließlich mit sich selbst, mit seinem Verhalten und äußeren
Erscheinungsbild zu beschäftigen, weil man sonst das Leben „versäumt“. Manchmal kommen darin auch tatsächlich Schuldgefühle zum Ausdruck.
Psychologisch:
Fast immer hat man gerade einen begangen, wenn man davon träumt. Also kein Symbol – sonders ein „Mahntraum“!
Volkstümlich:
(europ.) : – machen: man wird beleidigt werden; auch: Traum des Gegenteils – bedeutet Erfolg;
– eigene sehen: man befaßt sich zuviel mit sich selbst;
– von Freunden deswegen getadelt werden: Traum des Gegenteils – bedeutet Erfolg.
Fehlgeburt
Allgemein:
Der Traum von einer Fehlgeburt, welche der Träumende selbst oder eine andere Person in seinem Traum erfährt, zeigt, daß er sich der Tatsache
bewußt ist, daß etwas nicht stimmt. Fehlgeburt weist oft auf eine Fehlentwicklung im Leben oder auf das Scheitern von Plänen hin. Im Traum einer
Frau hängt die Deutung davon ab, ob sie früher bereits eine Fehlgeburt hatte; trifft dies zu, dann kann der Traum ein Hinweis darauf sein, daß sie sich
damals nicht genug Zeit zum Trauern genommen hat. Auch Frauen, die eine Abtreibung hinter sich haben, träumen gelegentlich von Fehlgeburten,
wenn sie den Verlust des Kindes seelisch noch nicht verkraftet haben. Bei schwangeren Frauen kann zuweilen die Angst vor Komplikationen
während der Schwangerschaft dahinter stehen.
Psychologisch:
Wenn man von einer Fehlgeburt träumt, kann dies auch auf den Verlust des Arbeitsplatzes, auf das Scheitern eines bereits begonnenen Projekts oder
auf die Auflösung eines Persönlichkeitsbestandteils hinweisen. Der Träumende braucht Zeit, um die Ereignisse zu verarbeiten. Fehlgeburt bringt
Unsicherheiten und Veränderungen im Wachleben zum Ausdruck. In Männerträumen drückt sich in diesem Bild das eigene Fehlverhalten aus. In
Frauenträumen schildert sie die Angst, nicht zu bekommen, was man sich sehnlich wünscht. Wenn jemand tatsächlich schwanger ist, kann es sich um
einen Angsttraum handeln, der auf übermäßiger Sorge und Unsicherheit basiert.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht eine Fehlgeburt für einen schweren Verlust und für Depressionen.
Volkstümlich:
(europ.) : – wenn das Symbol keine direkte Warnung darstellt, ist es ein Anzeichen für Unsicherheit bei Plänen und Annahme eines Fehlschlages;
auch: eine Warnung, die Gesundheit oder das Glücklichsein Ihres Ehepartners betreffend; überprüfen Sie beides;
– eines Kindes: neues Unternehmen, neue Tat, da der alte Weg nicht mehr gewinnbringend ist.
Fehlschlag
Volkstümlich:
(europ.) : – bei Verliebte: Umkehrung der Bedeutung; meint der Mann, sein Vorhaben schlage fehl, bedeute dies, daß er sich lediglich energischer
verhalten muß, da er bereits die Liebe und Wertschätzung seiner Angebeteten besitzt. (Als widersprüchliche Träume gelten jene, in
denen man Angst fühlt, aber nicht verletzt wird.)
– Wenn eine junge Frau glaubt, ihr Leben sei ein Fehlschlag, so zieht sie keinen Nutzen aus den sich bietenden Möglichkeiten.
– Erleidet ein Geschäftsmann ein en Fehlschlag, so kündigt dies Verluste und schlechtes Management an. Dies muß bereinigt werden,
wenn ein größerer Fehlschlag vermieden werden soll.
Feier
Volkstümlich:
(europ.) : – geehrt werden: Traum des Gegenteils; Mißgeschick;
– an der Ehrung eines anderen teilnehmen: Glück und Ehre.
(Siehe auch „Ehre“, „Fest“)
Feierabend
Volkstümlich:
(arab. ) : – Zufriedenheit.
Feiertag
Volkstümlich:
(arab. ) : – Vergnügen.
(europ.) : – man wird Sorgen haben.
Feigen
Artemidoros:
Feigen zur Zeit ihrer Reife bringen Glück, zu jedem anderen Zeitpunkt kündigen sie Denunziationen und Bedrohungen an; denn für bedrohen
gebrauchten die Alten das Wort sykazein (grich. syka = Feigen; Sykophanten hießen ursprünglich Leute, die gewerbsmäßig Bürger anzeigten, die
verbotswidrig Feigen aus Attika ausführten, sodann alle, die in beliebiger Sache – womöglich unter Erpressung – andere fälschlich denunzierten).
Einzig Leuten, die unter freiem Himmel arbeiten, bedeuten helle Feigen schönes, heiteres Wetter, dunkle aber Sturm und Regen, während sie den
übrigen Menschen nichts über den kommenden Wetterstand vorhersagen. Es träumte einem, der eine reiche, aber kranke Schwester hatte, daß vor
deren Haus ein Feigenbaum gewachsen sei, von dem er dunkle Feigen, sieben an der Zahl, abpflücke und verzehre. Die Schwester starb, nachdem sie
noch sieben Tage gelebt und den Träumenden als Erben eingesetzt hatte. Die Gründe liegen auf der Hand.

464
Allgemein:
Wegen ihrer Form wird die Feige mit Sexualität, Fruchtbarkeit und Wohlstand in Verbindung gebracht. Feige steht oft für sexuelle Bedürfnisse, vor
allem bei jüngeren Menschen; allgemein deutet man sie auch als Ursprung der körperlichen und seelisch-geistigen Fruchtbarkeit. Daraus können sich
je nach den Begleitumständen im Traum die folgenden Bedeutungen ergeben:
– Feigen sehen oder von ihnen essen weist auf das Bedürfnis nach einem erotischen Abenteuer hin.
– Feigen pflücken kündigt an, daß ein Plan Früchte tragen wird.
– Feige von jemanden erhalten symbolisiert oft Glück in der Liebe.
– Getrocknete Feigen kann vor Enttäuschungen in einer Liebesbeziehung warnen.
Psychologisch:
Ein Feigenbaum im Traum deutet in der Regel darauf hin, daß der Träumende mit einer tieferen spirituellen Bewußtheit in Berührung ist, von der er
zuvor keine Kenntnis hatte. Meist hat sie jedoch erotische Bedeutung, ihre Süße läßt glückhafte Zweisamkeit erhoffen. Das Essen einer Feige könnte
den Wunsch nach sexueller Vereinigung symbolisieren (die Phallusnachbildung, die griechische Frauen bei Dionysosfesten in einem Korb bei sich
trugen, war aus Feigenholz geschnitzt), meist aber wird nur die schöpferische männliche Kraft angedeutet, die das Ewigweibliche belebt. In südlichen
Ländern hat die Feige dieselbe Bedeutung wie in unseren Breiten die Pflaume (siehe dort). In der älteren jüdischen Mythologie ist nicht der Apfel,
sondern die Feige die Verbotene Frucht. In südlichen Ländern hingegen steht der Feigenbaum als Lebens- oder Paradiesbaum.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Feige für übersinnliche Fähigkeiten und eine direkte Verbindung zu den Anfängen des materiellen Lebens.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sehnsüchtige Liebe;
– essen: Glück in der Liebe.
– unreife: warnen vor Denunziation und Bedrohung.
(europ.) : – als rein sexuelles Symbol zu verstehen, das bei jungen Leuten oft im Zusammenhang
mit neuen Abenteuern gesehen wird; auch: unerwartetes und glückliches Ereignis;
– wachsen sehen: Gesundheit ist einem sicher;
– eine oder mehrere sehen: man sehnt sich nach Liebe;
– frische sehen und essen: man wird in bessere Verhältnisse kommen; die Liebeserwartungen und Hoffnungen werden sich bald erfüllen;
Glück im Eheleben;
– getrocknete sehen: Verminderung des Vermögens;
– pflücken: Erfolg in einem Vorhaben;
– geschenkt erhalten: bringt freundschaftlichen Verkehr;
– Träumt eine junge Frau davon, daß sie Feigen wachsen sieht, wird sie in allernächster Zukunft eine gute Partie machen.
(ind. ) : – erhalten: du hast jetzt Glück in der Liebe;
– sehen oder essen: Freude und Gewinn.
(Siehe auch „Baum“, „Pflaume“)
Feigenbaum
Allgemein:
Feigenbaum hat ähnliche Bedeutung wie der Baum mit Früchten. Er kann auch die der Welt zugewandten Seiten der Persönlichkeit verkörpern und
dann vielleicht vor Oberflächlichkeit und Zerfahrenheit warnen.
Spirituell:
Der Feigenbaum ist immer ein Symbol der Fruchtbarkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – frischer, grüner: schwer beleidigt werden;
– blühender: verdächtigt werden;
– verwelkter: alles Glück wird dir fern bleiben.
(europ.) : – man bezähme seine Gelüste.
(Siehe auch „Baum“)
Feigenblatt
Allgemein:
Feigenblatt kann für Unschuld und Keuschheit stehen oder anzeigen, daß man etwas verbirgt, wofür man sich schämt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du stellst jemanden vergebens nach.
(europ.) : – Feigenblatt: bedeutet Keuschheit;
– ein Feigenblatt mit der Hand machen: man wird verspottet werden.
Feigheit
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein Prozeß wird niedergeschlagen.
Feile
Allgemein:
Feile kann manchmal auf die vielen kleinen Enttäuschungen des Alltags verweisen, die immer mehr Ideale, Hoffnungen und Erwartungen
unmerklich abtragen. In dem Symbol kann aber auch die schöpferische Kraft zum Ausdruck kommen, mit der man sein Leben gestaltet.
Psychologisch:
Wenn wir uns oder einen anderen im Traum an etwas feilen sehen, schickt uns das Unbewußte eine Mahnung für das Wachleben; das heißt, wir
sollten uns nicht gehenlassen, sondern ständig an unserem Charakter arbeiten, damit sich unsere innere Haltung stärkt und sich von außen
kommenden Einflüssen wirksam entgegenstemmen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Kleinigkeiten werden dich beunruhigen; du mußt besser arbeiten;
– feilen: du wirst viel Mühe haben.
(europ.) : – sehen: zeigt Arbeit und Erfolg an; Warnung, sich besser zu halten;
– an etwas feilen: Verdienst und Wohlergehen; auch: eine neue Arbeit ist angezeigt;
– an einem Stück Eisen feilen: man kann den Lebenserfolg durch harte, schwere Arbeit schaffen;
– Fingernägel: man langweilt sich;
– Holz: bedeutet ein ungewisses Unternehmen.

465
Feilhalten
Allgemein:
Feilhalten (zum Kauf anbieten) deutet manchmal auf geschäftliche und finanzielle Erfolge hin. Oft bietet man sich damit aber selbst dar, was zum
Ausdruck bringt, daß man mehr Geselligkeit, Anerkennung und Verständnis ersehnt.
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas: bedeutet Glück im Handel.
Feinde
Artemidoros:
Alle Männer und Frauen im Traum, die man erblickt oder begegnet und die einem schaden oder geschadet haben, bedeuten Unglück; man muß
nämlich die geschauten Personen als Abbilder seiner persönlichen Verhältnisse auffassen, und zwar die Freunde als guten, die Feinde als der
schlechten. Träumt man, persönliche Feinde anzusprechen und zu küssen, so wird die Feindschaft ein Ende haben. Freunde, die mit den Feinden des
Träumenden Umgang pflegen und sich mit ihnen verbinden, verfeinden sich mit den Träumenden. Philinos träumte, einer von seinen Genossen wolle
zusammen mit seinen Feinden auf Reisen gehen. Er entzweite sich mit seinem Genossen aus Gründen, die nichts mit seinen Feinden zu tun hatten.
Allgemein:
– Feind warnt auch im Traum vor Streit, Problemen und Hinterlist.
– Sieht man sich selbst als Feind, sollte man oft versuchen, innere Widersprüche zu versöhnen, mit sich selbst Frieden und Harmonie zu finden,
sich anzunehmen und selbst zu lieben.
Psychologisch:
Oft stellen sie die zwei Seelen in des Menschen Brust dar, die einander bekämpfen, um Fehler zu beseitigen, die unseren Charakter verfälschen. Wie
alle im Traum auftretenden Personen weisen auch Feinde auf bestimmte Eigenschaften des Träumenden hin. Sie stehen als Sinnbild für die Seiten,
die der Träumende an sich selbst nicht mag und zu bekämpfen versucht, so z. B. negative Verhaltensweisen, Anschauungen, Neigungen oder
Gefühle. Wichtig für die Deutung ist wieder die gesamte Traumhandlung und die Gefühle, die der Träumende den Traumfeinden entgegenbringt oder
die diese bei ihm hervorrufen, ebenso das Verhalten dieser Personen. Erkennt man im Traum einen Widersacher aus dem Wachleben und tötet ihn,
will uns das Unbewußte sagen, daß diese Feindschaft uns nur schaden kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Unannehmlichkeiten haben;
– sprechen: Zank und Streit;
– mit ihm zusammentreffen: Achtung auf Hinterhältigkeiten;
– sich mit ihnen aussöhnen: seine Nebenbuhler besiegen;
– besiegen: Glück in schweren Tagen; einen Nebenbuhler unschädlich machen
und in eine schwierige Situation eine Lösung finden;
– küssen: aus einer flüchtigen Bekanntschaft wird eine lange und treue Freundschaft entstehen;
– sich mit ihnen herumzanken: hüte dich vor schweren Verlusten.
(europ.) : – Warntraum, der bestimmte Instinkte vor Menschen der näheren Umgebung wachrufen soll;
– sich zuziehen: bedeutet Gewinn;
– mit Feinden zusammentreffen: Achtung auf Hinterhältigkeiten;
– mit ihnen spielen und sprechen: ist ein Zeichen von Unglück und Verlust;
– im Felde bzw. Krieg: bedeuten Zank und Ärger;
– von Feinden verleumdet werden: mit Fehlschlägen bei der Arbeit rechnen müssen; die Vorhaben sollten mit
größter Vorsicht durchgeführt werden;
– besiegen: man kann alle Schwierigkeiten im Geschäftsleben umgehen und sich größten Wohlstandes erfreuen;
– in jeder Hinsicht besiegen: prophezeit Gewinn;
– besiegt werden: es folgen widrige Umstände; dieser Traum kann wörtlich genommen werden;
– sich mit einem aussöhnen: warnt vor falschen Freunden.
(ind. ) : – besiegen: Trübsal wird dich heimsuchen.
(Siehe auch „Krieg“, „Freunde“, „Verwandte“)
Feindseligkeit
Allgemein:
Verspürt der Träumende während seines Traumes in sich selbst Feindseligkeit, dann handelt es sich wahrscheinlich um den direkten Ausdruck dieses
Gefühls. Der Traum bietet dieser gefährlichen Regung ein sicheres und ungefährliches Ventil, wie dies der Alltag nicht könnte. Erlebt der Träumende
in seinem Traum eine andere Person als feindselig, so kann dies ein Hinweis darauf sein, daß er sich falsche Verhaltensweisen gegenüber seinen
Mitmenschen bewußt machen muß.
Psychologisch:
Feindseligkeit ist eine der Emotionen, die man idealerweise im Traum bearbeitet. Wenn der Träumende ihre Ursachen im Traum ergründet, dann
erhält er einen neuen Zugang zu dem realen Gefühl im Wachzustand und kann es gefahrlos bearbeiten.
Spirituell:
Menschen, welche die persönliche Ausprägung von Spiritualität beim Träumenden ablehnen, können in ihm Feindseligkeiten auslösen. Er muß
jedoch zu akzeptieren lernen, daß in spiritueller Hinsicht nicht jeder seine Meinung teilen muß.
Feinschmecker
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Krankheit;
– mit einem zusammensitzen: eine Auszeichnung erhalten, aber von egozentrischen Menschen umgeben sein;
– selbst einer sein: mit Geist und Körper in höchsten Höhen schweben;
– Versucht eine Frau, einen Feinschmecker zufriedenzustellen, wird sie zwar einen berühmten Ehemann erhalten,
doch wird dieser sich ihr gegenüber als Tyrann gebärden.
Feist
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: Armut (symbolischer Gegensatz).

466
Feld
Assoziation: – Weite; Betätigungsfeld.
Fragestellung: – Was bin ich mir zu kultivieren bereit?
Achmet:
Einer von den Würdenträgern Mamuns hatte einen Traum und wandte sich deshalb an den Traumdeuter Sirin: „Mir träumte, ich stünde auf einem
weiten, ebenen Feld, das zuerst dicht bewachsen und voller Gras war, dann aber dürr und kahl wurde.“ Der Traumdeuter Sirin antwortete:
„Derjenige, der dieses träumte, hat ein unbeständiges und zwiespältiges Wesen.“ Und wie Sirin geurteilt hatte, so bestätigte sich sein Urteil an dem
Träumenden.
Allgemein:
Feld umschreibt einen bestimmten Teil der Persönlichkeit (z.B.: Interessen) oder einen Lebensbereich (z.B.: den Beruf). Je nach den
Begleitumständen sind folgende genaue Deutungen möglich:
– Befindet sich der Träumende in seinem Traum auf einem Feld, so ist er vielleicht auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld.
– Feld pflügen verspricht Erfolg in einem neuen Lebensbereich, für den man sich aber erheblich anstrengen muß.
– Feld mit Steinen deutet Hindernisse auf dem weiteren Lebensweg an.
– Brachliegendes Feld symbolisiert Eigenschaften und Fähigkeiten, die man nicht nutzt.
– Feld bebauen kündigt Sorgen und Not an, die man aber durch harte Arbeit überwinden kann.
– Grünes Feld steht für Erfolg und Wohlstand durch intensive Anstrengung.
Psychologisch:
Der Träumende muß sich der weiten Räume bewußt sein, in denen er sein Leben gestalten kann, und er muß erkennen, was seiner Natur entspricht,
und vielleicht zum Grundlegenden zurückkehren.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht das Feld für Mutter Erde, für die große Ernährerin und möglicherweise für das „Feld der Träume“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – unbebautes, sehen (brachliegend): Hoffnungslosigkeit;
– unfruchtbares, mit Unkraut bewachsenes: Trägheit und Nachlässigkeit;
– angebautes, grünend oder blühend: du darfst mit großer Hoffnung in die Zukunft blicken;
Reichtum und Wohlbefinden;
– umackern: durch dein unruhiges Wesen wirst du jede Hoffnung zerstören;
– bebauen, säen und bepflanzen sehen: lohnende Arbeit;
– selbst bebauen: man wird bald Elend und Krieg erleben.
(europ.) : – Hindeutung auf künftige Tätigkeit;
– ein schön grünes sehen: gute Zeiten; du hast guten Erwerb in Aussicht;
– grüne oder mit reichlich Weizen darauf: Gesundheit; auch: großer Reichtum und Glück;
– umackern: deine Tätigkeit wird Erfolg haben; bringt viel Arbeit;
– frisch gepflügt: Erfolg in den Unternehmungen; Vermögenszuwachs und baldige Ehrung;
– bepflanzen: Krieg und Elend;
– Kornfeld sehen: man wird den Gipfel des Glücks erreichen;
– in grünen Feldern spazierengehen: Erfolg, Liebe;
– totes Getreide oder stoppelige Felder: prophezeien düstere Zukunftsaussichten;
– verwüstet sehen: Hungersnot;
– brachliegendes: Nahrungssorgen; kündet den Stillstand eines Unternehmens an;
– verwüstetes: deutet auf eine traurige Zukunft hin;
– mit abgefallenen Blättern bedeckt: Kummer.
(ind. ) : – bebauen: Krieg und Elend ziehen durchs Land;
– grünes: Reichtum durch Fleiß;
– verwüstet: Not und Elend kommen übers Land.
(Siehe auch „Acker“)
Feldaltar
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deine Frömmigkeit wird dich nicht vor Unannehmlichkeiten schützen.
Feldarbeit
Volkstümlich:
(europ.) : – reiche Abwechslung.
Felddieb
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: von falschen Schmeichlern umgeben sein.
Feldgeschrei
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: auffälliges Erlebnis.
(europ.) : – hören: Glück, Erfüllung eines Wunsches.
Feldherr
Allgemein:
Feldherr kann auf einen Sieg (Erfolg) hinweisen, warnt aber zugleich davor, nun übermütig zu werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: man hüte sich, übermütig zu werden.
Feldküche
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst deinen Wohnort verändern.

467
Feldkürbis
(Pumpkin)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Ernte; Halloween; Nachspeisen.
Beschreibung: Der Feldkürbis (Cucurbita pepo) gehört zu den eßbaren Kürbisgewächsen oder Kukurbitazeen mit unter der festen Rinde orangem
oder weißem Fleisch, das in Brot oder in Nachspeisen verarbeitet oder in anderer Form gegessen werden kann. In den Vereinigten Staaten wird der
orange Feldkürbis vor allem mit Halloween, dem Abend vor Allerheiligen, in Zusammenhang gebracht, einem modernen Fest des Übergangs.
Allgemeine Bedeutung: Dankesfest; Überfluß; Verbindung mit Erdreligionen; Verbindung mit der Erde; süß und angenehm.
Trickbedeutung: –
Transzendente Bedeutung: Ein tiefes Verstehen der Philosophien der Erdreligionen.
(Siehe auch „Gartenkürbis“, „Flaschenkürbis“, „Kürbis“)
Feldlazarett
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Krankheit;
– sich darin aufhalten: Genesung von Krankheit.
Feldmohn
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder abreißen: gute Ideen zur Ausführung bringen.
Feldquartier
Volkstümlich:
(europ.) : – Traum des Gegenteils; Frieden in häuslichen Angelegenheiten;
– Soldaten in einem sehen: glückhaft für Liebesangelegenheiten.
Feldstecher
Allgemein:
Feldstecher wird wie Fernglas gedeutet.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder benutzen: verheißt eine reiche und zufriedene Zukunft;
– einen beschädigten sehen oder benutzen: bringt materielle Unsicherheit.
(Siehe auch „Fernglas“)
Feldwache
Volkstümlich:
(arab. ) : – sei vorsichtig!
Feldwebel
Volkstümlich:
(arab. ) : – strenge Anordnungen vornehmen.
Feldweg (Siehe „Weg“)
Feldzug
Volkstümlich:
(arab. ) : – mitmachen: große Beschwerden erdulden müssen.
Fell
Allgemein:
Fell verkörpert oft unsere primitiven Instinkte, Begierden und Triebe, ermahnt vielleicht dazu, sie mehr zu zügeln. Es ist die Schale, die man nach
außen trägt, stellt also oft die rauhe Hülle eines weichen Kerns dar. Folgende Deutungen sind je nach den Begleitumständen möglich:
– Fell sehen kündigt Ärger, Streit und Mißerfolge an, die man dem eigenen Verhalten zuzuschreiben hat.
– Fell von einem Tier abziehen soll finanzielle Erfolge anzeigen.
– Fell einer Trommel verkündet meist günstige Nachrichten und Neuigkeiten.
– Fellkleidung bringt oft zum Ausdruck, daß man sich Konventionen, sozialen Zwängen, nicht anpassen will.
Psychologisch:
Es ist ein gängiges Symbol für die Sehnsucht nach wohltuender Berührung, Zärtlichkeit und körperlicher Nähe, sowie weiblich- mütterliche Gefühle
im allgemeinen. Ihr Kuschelbedürfnis macht sich bemerkbar. Eventuell könnte der Traum auch meinen: Haustier gefällig? Ist es glänzend und weich,
wird auch das Gefühls- und Liebesleben des Träumenden als angenehm empfunden; ist es aber unsauber oder struppig zeigt dies unbefriedigte
Bedürfnisse an. Pelzkleidungsstücke veranschaulichen dagegen Geltungsdrang und Eitelkeit bzw. lassen auf ein mangelndes Selbstbewußtsein
schließen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: hüte dich vor Ärger;
– gerben und zubereiten: böse Nachrichten abwehren müssen;
– schönes bewundern: Erfolge mit Verdruß.
(europ.) : – bedeutet ein Geschenk; Zeichen für Ärger und Mißerfolg;
– sehen: bringt Unheil;
– wegschwimmen sehen: ein unangenehmes Ereignis bringt Ärger;
– sich in Felle kleiden: bringt Abneigungen gegen das Gesellschaftsleben;
– von einem Tier abziehen: bringt Wohlstand;
– einer Trommel: läßt gute Nachrichten erwarten.
(ind. ) : – gerben: du wirst einen Verlust erleiden;
– sehen: Widerwärtigkeiten.

468
Fellatio
Artemidoros:
Am allerschlimmsten ist es nach meiner Beobachtung, wenn man von Fellatio durch die Mutter träumt; es bedeutet dem Träumenden des Tod der
Kinder, Verlust seines Hab und Gutes und schwere Krankheit. Ich kenne jemand, der nach diesem Traumgesicht sein Geschlechtsglied verlor; ganz
folgerichtig wurde er an dem Körperteil gestraft, mit dem er gefrevelt hatte. Träumt jemand von Fellatio durch seine Frau oder seine Geliebte, so
wird Feindschaft die Folge sein, oder Ehe und Liebschaft werden in die Brüche gehen; denn solch eine Person kann weder am essen noch am Küssen
teilhaben, es sei denn, die Frau gehe schwanger; in diesem Fall wird sie die Leibesfrucht verlieren, weil sie den Samen auf widernatürliche Weise
empfing. Ferner wird die Frau, die vermögender als ihr Mann ist, viele Schulden für ihn bezahlen und eine, die mit einem Sklaven zusammenlebt,
große Summen von sich aufbringen und ihn damit freikaufen, und auf diese Weise wird die Not des Mannes (denn so wird das Geschlechtsglied
genannt), das heißt seine Zwangslage, bereinigt werden. Träumt man von Fellatio durch einen Freund, einen engen Verwandten oder ein Kind, das
aus dem Gröbsten heraus ist, so wird man sich mit dem Fellator verfeinden; widerfährt einem solches durch ein kleines Kind, wird man dieses
begraben; denn unmöglich kann man dieses noch küssen. Fellatio durch einen Unbekannten bedeutet, man werde mit irgendeiner Strafe belegt
werden, wegen der nutzlosen Ausscheidung des Samens. Träumt jemand, er praktiziere selbst solche jeder Beschreibung spottenden Dinge an einem
Bekannten, Mann oder Frau, so wird er sich mit dem Betreffenden überwerfen, weil er keines anderen Mund mehr berühren kann. Fellatio an einem
Unbekannten bringt jedermann Schaden, ausgenommen denen, die mit dem Mund ihren Lebensunterhalt verdienen, ich meine Flötenspieler,
Trompeter, Rhetoren, Sophisten und ähnliche Leute. Träumt man Fellatio mit sich selbst, so bringt das einem Armen, einem Sklaven und einem
Schuldner Nutzen; sie werden sich ihre Bedrängnis vom Hals schaffen; übel dagegen ist es für einen, der Kinder oder Kinder zeugen will. Der erstere
wird seine Kinder durch den Tod verlieren, der letztere kinderlos bleiben; denn das Geschlechtsglied gleicht den Kindern, der Mund aber einem
Grab; denn was der Mund aufnimmt, das verschlingt er und bewahrt es nicht. Ferner hat man nach diesem Traumgesicht den Verlust der Gattin zu
beklagen; denn wer sich selbst die Liebesfreuden verschaffen kann, bedarf nicht einer Frau. Allen anderen prophezeit es drückende Not oder
Krankheit; entweder werden sie aus der Nahrungssorgen an das Notwendigste (das Notwendigste (to anankaion) bedeutet auch das männliche Glied)
herangehen, daß heißt, das verkaufen, was sie gar nicht hergeben wollen, oder infolge der Krankheit körperlich so schrumpfen, daß sie den Mund an
das Glied heranführen können, weil sie so mager geworden sind.
(Siehe auch „Geschlechtsverkehr“, „Mutter“)
Felleisen
Volkstümlich:
(europ.) : – (Handwerksburschränzel): du wirst eine längere Reise machen müssen.
Felsen
Assoziation: – Unveränderlichkeit; Sicherheit.
Fragestellung: – Was will ich mir permanent erhalten?
Allgemein:
Träume von Fels weisen auf Stabilität in der realen Welt hin. Häufig steht er für Idealismus, innere Festigkeit, Ausdauer, Standhaftigkeit und
unerschütterliches Selbstvertrauen. Allgemein kann darin eine starke Persönlichkeit zum Vorschein kommen, deren Leben auf einer sicheren
Grundlage steht, von festen Überzeugungen getragen wird, die dadurch vielleicht aber auch etwas unbeweglich und intolerant wirkt. Wenn der
Mensch auf festem Grund steht, kann er überleben. Vielleicht ist dem Träumenden auch bewußt, daß er unverrückbar wie ein Fels sein muß in der
Verfolgung seiner Ziele. Je nach den Begleitumständen sind zum Beispiel noch die folgenden ganz speziellen Deutungen möglich:
– Felsen sehen zeigt an, daß man bei seinen hochgesteckten Plänen mit Hindernissen rechnen muß, die man aber überwinden wird.
– Küstenfelsen erinnern den Träumenden an glücklichere, sorgenfreiere Lebensabschnitte.
– Felsen kann als Phallussymbol sexuelle Bedürfnisse anzeigen, die man zu stark unterdrückt.
– Befindet sich der Träumende in seinem Traum zwischen Felsen eingeschlossen, so steht dieses Bild für eine schwierige Situation.
– Wer auf einen Felsen klettert, das sagten schon die alten Ägypter, dem stellen sich im Wachleben viele Hindernisse entgegen. Moderne
Psychologen haben dieses Bild übernommen, fügen aber hinzu: Wer auf einen Felsen klettert, dem ist ein Streben nach Höherem nicht
abzuerkennen, er wird sein Ziel nur unter Aufbietung aller Kraft, Mut und Geschicklichkeit erreichen.
– Wer aber auf Felsen baut, findet ein gutes Fundament für seine hochfliegenden Pläne.
– Vom Felsen herabsteigen kann anzeigen, daß man vor den Schwierigkeiten kapitulieren muß, sein Ziel trotz aller Bemühungen nicht erreichen wird.
– Sturz vom Felsen warnt vor einem Mißerfolg oder Unglück, weil man vielleicht seine Ziele zu hoch gesteckt oder Hindernisse nicht beachtet hat.
Psychologisch:
Auf der Verstandesebene haben die Bilder Gültigkeit, die wie Zuverlässigkeit, Kälte, Starrheit und so fort mit dem Fels verknüpft werden können.
Der Träumende muß diese Eigenschaften in sich erkennen und lernen, richtig mit ihnen umzugehen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stehen Felsen in Form einer Barriere für einen Durchgang zu einem neuen Lebensabschnitt. Er zeigt das Bild der
Unbeweglichkeit und Festigkeit. Sie warnen auch davor, Ziele nicht zu hoch zu stecken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Beschwerlichkeit jeglicher Art erleben;
– einen steilen ersteigen: Arbeit und Mühe haben;
– darauf stehen und sich einer schönen Aussicht erfreuen: reiche Hoffnungen hegen;
– von einem herabsteigen: leichte Mühe haben;
– von einem herabstürzen, oder von einem fallenden erdrückt werden: Unglück und Todesgefahr in Aussicht haben.
(europ.) : – Ursprung der Standfestigkeit und der Basis aller Handlungen; auch: Rückschläge sowie Zwietracht und generell Unglück;
– sehr hohe sehen: bedeutet ein großartiges Vorhaben; große Pläne;
– sehen: bedeutet Arbeit, Mühe und Kampf, läßt aber auf ein Gelingen deiner Pläne hoffen;
– besteigen: eine Angelegenheit wird sich verzögern; auch: sofortiger Ärger und ein enttäuschendes Umfeld;
– erklimmen: man wird sein Ziel erreichen; Erfüllung von Wünsche;
– erklettern wollen und nicht können: bringt einen Rückschlag;
– von einem mühsam herabklettern: bedeutet den Verlust von Freunden oder Verwandten; auch: ein hohes Ziel wird scheitern;
– von einem Felsen abstürzen: kündet ein plötzlich eintretendes Unglück an.
Felsenkluft
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder betreten: drohender Ruin des Geschäfts in Aussicht.

469
Felsentaube
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schnellfliegend; gurrend; gewöhnlich.
Beschreibung: Dieser Taubenvogel ist im allgemeinen von grauer Farbe und mit einem etwas schwerfälligen Körper, einem kleinen Kopf sowie der
Fähigkeit, schnell zu fliegen, ausgestattet.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil von dir, der immer hungrig ist; ein Aspekt, der bereit ist zu gurren, um das zu erreichen, was er will.
Assoziation: Opferbereitschaft.
Transzendente Bedeutung: Natürliche Schätze im Alltag finden.
(Siehe auch „Tauben“, „Turteltauben“)
Fenchel
Volkstümlich:
(arab. ) : – (eine Gewürzpflanze): du mußt genügsam sein.
Fenster
Assoziation: – Aussicht; Sehen und gesehen werden.
Fragestellung: – Was bin ich zu sehen bereit? Was möchte ich aufdecken oder verbergen?
Allgemein:
Fenster bringt unsere Einstellungen zum Leben und zu anderen Menschen sowie unsere Erwartungen an andere zum Ausdruck. Unter anderem sind
aus den Begleitumständen die folgenden Deutungen möglich:
– Geschlossene Fenster kündigen Widerstände an, die man aber mutig bewältigen wird.
– Offene Fenster zeigen Zufriedenheit und Glück in der nächsten Zeit an, können auch vor Verlockungen warnen,
denen man nicht nachgeben darf.
– Aus dem Fenster schauen bedeutet eine kommende Enttäuschung.
– Aus dem Fenster fallen soll ein Unglück ankündigen, bei dem man auf keine Hilfe von außen hoffen darf.
Durch Fenster steigen warnt vor Streitigkeiten und Verlusten.
– Zerbrochene Fensterscheiben sollen auf Verleumdungen durch andere aufmerksam machen, denen man rechtzeitig
energisch entgegentreten muß.
Die genaue Deutung kann im Einzelfall erfordern, daß man auch noch den Symbolgehalt von Haus und Glas mit berücksichtigt.
Psychologisch:
Der Träumende nimmt nicht direkt am Geschehen des Lebens teil, er befindet sich eher in der Rolle des Beobachters. Wichtig ist, ob sie aus dem
Fenster heraussehen oder durch das Fenster in etwas hinein. Ist der Blick klar oder verschwommen? Ein offenes Fenster bedeutet Glück. Steht in
Verbindung mit dem Haus (siehe dort), mit unserem offenen oder zugeknöpften Wesen. Fenster können auch auf die Öffnungen unseres Körpers
hinweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – geschlossenes: man wird mit Ausdauer sein Ziel doch noch erreichen;
– daraus hinausschauen ohne Schwindelgefühle: bald Neuigkeiten erfahren;
auch: du erwartest vergeblich einen Besuch;
– durch ein geschlossenes hinausschauen: man wird sein Willen nicht durchsetzen können;
– durch eines hinaussteigen: Verlust in geschäftlicher Beziehung;
– durch eines einsteigen: Zank und Streit mit deiner nächsten Umgebung;
– aus einem herausfallen: schweres Unglück erleiden; Gefahr in naher Zukunft.
(europ.) : – das Traumbild ist im Zusammenhang mit Haus zu prüfen und unter Umständen wie Türe zu werten, d.h. als Sexualorgan;
– allgemein: die größten Wünsche und Erwartungen werden bitter enttäuscht; keine Bemühung wird vom Erfolg gekrönt sein;
– offenstehendes: zeigt Besuche an; bringt Glück und Zufriedenheit;
– verschlossen: gute Aussichten bei Unternehmungen; man wird hart verfolgt werden; auch: verweist auf Einsamkeit;
– vor einem verschlossenen stehen: man sollte auf das kühle und ablehnende Verhalten der Umwelt mit mehr Liebenswürdigkeit reagieren;
es besteht kein Grund, sich noch mehr abzukapseln;
– im vorbeigehen durch eines schauen, hinter dem sich seltsame Dinge abspielen: bedeutet, daß man in seinem gewählten Beruf
versagen und den Respekt anderer Leute verlieren wird, obwohl man seine ganze Gesundheit aufs Spiel gesetzt hat;
– daraus hinaussehen: Neugierde, Torheit, Lächerlichkeit;
– durch eines hinausschauen: getäuschte Erwartungen;
– durch eins hinaussteigen: bedeutet Vermögensverlust; auch: man verstrickt sich immer mehr in eine schwierige Situation;
– hinausstürzen: Schreck; man wird vergeblich auf Hilfe warten;
– durch eines einsteigen: Skrupellosigkeit; man wird dabei ertappt, wie man mit unlauteren Mitteln versucht, zum Ziel zu kommen;
bringt Streit und Widerwärtigkeiten;
– an einem sitzen oder stehen: bringt Sorgen im Beruf;
– auf dem Fenstersims sitzen: Opfer der eigenen Torheit werden;
– ein Fensterglas zerbrechen: durch eigenes Verhalten hat man ein Mißgeschick verursacht;
– eines mit zerbrochene Scheiben sehen: man wird beschimpft werden; auch: die Liebenden werden argwöhnen,
daß Sie Ihr Vertrauen mißbraucht haben.
(ind. ) : – falsche Freunde versuchen dich zu hintergehen;
– offenes: du wirst Unglück in deinen Unternehmungen haben;
– aus einem offenen steigen: verfehlte Unternehmungen;
– geschlossenes: dein Mut wird dir weiterhelfen; du wirst durch Mut ans Ziel kommen;
– herausstürzen: Gefahr;
– heraussehen: du wirst Neuigkeiten erfahren;
– hineinsteigen: Streit und Ärger;
– einschlagen sehen: häuslicher Unfriede.
(Siehe auch „Gebäude“, „Glas“, „Haus“, „Tür“)
Fensterkissen
Volkstümlich:
(ind. ) : – man wird dir etwas verheimlichen.

470
Fensterpolster
Volkstümlich:
(arab. ) : – man verheimlicht dir etwas.
Fensterrahmen
Volkstümlich:
(arab. ) : – anstreichen: ärgerliche Dinge werden dich belästigen.
Fensterreihe
Volkstümlich:
(arab. ) : – große sehen und bewundern: seinen Stolz bewahren.
Fensterscheibe
Volkstümlich:
(arab. ) : – klar und hell: du wirst freundlich aufgenommen;
– trübe oder grün: man redet dir Übles nach.
(europ.) : – ein Fensterglas zerbrechen: durch eigenes Verhalten hat man ein Mißgeschick verursacht;
– eines mit zerbrochene Scheiben sehen: man wird beschimpft werden; auch: die Liebenden werden argwöhnen, daß Sie Ihr Vertrauen
mißbraucht haben.
(ind. ) : – du wirst bei einem Besuch freundlich aufgenommen werden.
(Siehe auch „Fenster“)
Ferkel
Allgemein:
Ferkel gelten auch in der Traumdeutung als Symbol für Glück und Erfolg.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: staunenderregendes Glück;
– füttern: hüte dich vor Gauklern und Diebstahl.
(europ.) : – sehen oder füttern: bedeutet Glück und Erfolg.
(ind. ) : – sehen: du wirst unerwartetes Glück haben.
(Siehe auch „Schwein“)
Fern
Volkstümlich:
(europ.) : – weit in sie schauen: bedeutet glückliches Werden.
(Siehe auch „Positionen“)
Fernbedienung
Volkstümlich:
(europ.) : – benutzen: man ist bald in eine durch Manipulation herbeigeführten Beziehung involviert.
Fernblick
Psychologisch:
Ein Symbol für das Zukünftige – wovon man meint, daß es „noch in weiter Ferne ist“. Es stellt sich die Frage: Was hat man „in Aussicht“, und wie
weit ist es schon zu überblicken? Welche Person oder Orte werden dann wichtig?
Fernglas / Fernrohr
Allgemein:
Ein Fernrohr, Fernglas (Feldstecher) im Traum bedeutet, daß der Träumende punktuell dazu in der Lage ist, weit in die Zukunft vorauszuschauen
oder es sich wünscht, daß er jedoch Schwierigkeiten hat, sich den großen Überblick zu bewahren. Dahinter können Ängste und übertriebenes
Bedürfnis nach Sicherheit stehen. Vielleicht warnt das Symbol aber auch davor, bestimmten Dingen zu viel Bedeutung beizumessen, sie unnötig
aufzubauschen.
Psychologisch:
Es gilt als Symbol für mangelnde Geduld – man möchte alles so rasch wie möglich aus nächster Nähe betrachten können. Und man will nicht
abwarten, bis sich jemand oder etwas im eigenen Tempo annährt – man „holt es sich her“: Zoom! Ein Fernrohr kann darauf hinweisen, daß der
Träumende über die Dinge sowohl mit einer kurzfristigen als auch mit einer langfristigen Perspektive nachdenken muß. Zieht der Träumende keine
langfristige Perspektiven in Betracht, dann kann er kurzfristig vielleicht nicht erfolgreich sein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann ein Fernrohr die Kunst des Hellsehens symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hindurchblicken: deine Wünsche werden nicht erfüllt werden.
(europ.) : – du blickst in eine schöne Zukunft;
– sehen oder benutzen: verheißt eine reiche und zufriedene Zukunft; auch: unangenehme Freundschaften werden einem belasten;
– zum spionieren benutzen: bei zukünftigen Unternehmungen skrupellos vorgehen;
– ein beschädigtes sehen: bringt Unsicherheit in materieller Hinsicht.
(ind . ) : – du wirst die Geheimnisse der Angehörigen erfahren.
Fernsehen
Assoziation: – Bild oder Geschichte von der Realität; Mittel zur Verfolgung von Ereignissen.
Fragestellung: – Welche Geschichte denke ich mir aus? Was will ich beobachten?
Allgemein:
Das Fernsehen symbolisiert die Angst vor dem Alleinsein, die durch die scheinbare Verbindung zur Außenwelt überspielt werden soll. Hat man
Bedenken, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen? In Verbindung mit anderen Menschen kann Fernsehen auch als Kontaktfreudigkeit gewertet
werden. Manche Träume beziehen sich erkennbar auf Szenen, die man kurz vor dem Schlafengehen im Fernsehen oder in einem Film gesehen hat.

471
Wenn dies bei einem eintritt, frage man sich, warum das Unbewußte aus all den Bildern, die man am Abend vorher im Fernsehen sah, ausgerechnet
diese ausgesucht hat.
Psychologisch:
Falls man sich im Traum beim Fernsehen sah, ist es in erster Linie wichtig, was man sich ansah und mit welcher Einstellung bzw. was man daneben
tat. Saß man lässig in einem Sessel? Oder kochte man gerade, war mit Hausarbeit beschäftigt oder auf den Sprung auszugehen und sah nur aus den
Augenwinkeln zum Fernseher hinüber? Der Traum könnte einem warnen wollen: entweder daß man zu bequem ist, sich wirklich mit dem Leben
auseinanderzusetzen; oder daß einem manches entgeht, weil man viel zu beschäftigt ist. Wenn man jedoch träumt, daß man die Sendung mit Interesse
verfolgt, ist das Leben wahrscheinlich im Gleichgewicht.
Volkstümlich:
(europ.) : – sieht man fern und gefällt es einem: man pflegt zu viele illusionäre Wünsche;
– sieht man fern und gefällt es einem nicht, was man sieht, ist man durch andere leicht zu beeinflussen;
– selbst im Fernsehen auftreten: zu sehr mit seinem Äußeren beschäftigt sein; die eigene Oberflächlichkeit wird einem Kummer bereiten.
Fernsehquiz
Volkstümlich:
(europ.) : – sich selbst als Kandidaten in einem Fernsehquiz sehen: bald sehr unbequeme und dubiose Fragen zu beantworten haben;
– verlieren: der gute Ruf wird besudelt werden;
– gewinnen: die Ehre wird wieder hergestellt.
Fernsprecher
Allgemein:
Fernsprecher wird meist wie das Telefon gedeutet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst eine unerwartete Nachricht erhalten.
(europ.) : – sehen: man wird die Bekanntschaft eines Menschen machen, der sich nicht zu erkennen gibt; man wird Neuigkeiten erfahren;
– benutzen: man wird Vorstehendes bei einem anderen Menschen tun;
– angerufen werden: man wird eine Absage zu einer Verabredung erhalten;
– falsche Verbindung: kündet auch in der Wirklichkeit eine falsche Verbindung an;
– der Teilnehmer meldet sich nicht: man wird bei einem Rendezvous versetzt werden;
– während eines Gespräches getrennt werden: bringt ein freudiges wiedersehen.
(ind. ) : – sehen: unerwarteter Besuch kommt in dein Haus.
(Siehe auch „Telefon“)
Ferse
Allgemein:
Ferse symbolisiert eine verwundbare, schwache Stelle (Achillesferse): das kann sich auf die Persönlichkeit oder auf Pläne mit „Schwachstellen“
beziehen. Eine Wunde an der Ferse deutet an, daß eine persönliche Schwäche von anderen ausgenutzt wird, ohne daß man sich das bewußt gemacht
hat.
Psychologisch:
Wenn die Ferse verletzt ist, verschiebt sich unser Standpunkt im Alltagsleben, unser Fortkommen ist gehemmt, oder wir müssen vielleicht
„Fersengeld“ geben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich daran verletzen oder verwunden: du wirst beleidigt werden;
– daran Schmerzen empfinden: du wirst Schaden erleiden;
– eines anderen verletzen oder ihm darauf treten: sich durch sein Benehmen einen Feind erwerben.
(europ.) : – Symbol einer bekannten Schwäche, vor deren Entdeckung durch andere man sich fürchtet;
– eine sehen: bringt Unheil; Kummer;
– seine eigene sehen: man hat Angst, daß andere die eigenen Schwachstellen entdecken;
– Verwundung oder Schmerzen an der eigenen haben: man hat eine Schwäche, die von anderen ausgenutzt wird.
(ind. ) : – du wirst einen Schaden erleiden.
(Siehe auch „Bein“, „Fuß“, „Körper“)
Fertigstellung
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Arbeit oder Aufgabe erfüllen: in jungen Jahren Reichtum erlangen; man kann seine Zeit verbringen, wie und wo es einem gefällt;
– von einer Reise zurück kommen: man wird Mittel haben, jederzeit Reisen unternehmen zu können.
(Siehe auch „Arbeit“, „Reise“ und entsprechende Objekte)
Fesseln
Assoziation: – Begrenzung; gewaltsame Einschränkung.
Fragestellung: – Was fürchte ich zu tun?
Artemidoros:
Fußfesseln zeigen, weil sie umklammern, Haft, Behinderung und Krankheit an. Sklaven sagen sie große Vertrauensstellungen voraus, die ihnen nicht
streitig gemacht werden können; Unverheirateten die Ehe und Kinderlosen Kinde. Nach dem Material der Fesseln kann man auf den Aufwand für die
Hochzeitsfeier schließen.
Allgemein:
Fessel taucht im Traum manchmal körperbedingt auf, wenn man sich zum Beispiel im Bettzeug verheddert hat, dann kommt dem Traum natürlich
keine Bedeutung zu. Auch hohe nervöse Anspannungen und Streß können zum Fesseltraum führen, der dann oft von Angst und Alpdrücken begleitet
wird; das warnt vor weiterer Überforderung. Oft ist die Fessel aber darauf zurückzuführen, daß man sich durch innere (zum Beispiel Hemmungen,
Ängste) oder äußere Umstände und Menschen in seiner Selbstentfaltung und Weiterentwicklung der Persönlichkeit eingeschränkt (gefesselt) fühlt;
das muß individuell analysiert und abgestellt werden. Im Einzelfall kommt Fesselträumen sexuelle Bedeutung zu, beispielsweise der Wunsch nach
völliger Hingabe oder die Befriedigung perverser Neigungen, die im Wachzustand nicht bewußt sein müssen.

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Psychologisch:
Wer eine Fessel trägt, der wird im Wachleben von irgend etwas gefesselt, vor dem das Unbewußte warnen möchte. Im positiven Sinne kommt die
Fessel im Traum als Symbol für Ehe oder generell eine Beziehung des Träumenden im privaten und auch beruflichen Bereich vor. Sie kann im
negativen Sinne aber auch für eine Art Gefangenschaft stehen. Wichtig ist, weshalb der Träumende gefesselt ist und woran. Kommt im Traum eine
Fußfessel vor und sei es nur in der Form eines Fußkettchens, so kann dies ein Hinweis auf eine masochistische Veranlagung des Träumenden sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – gefesselt sein: man wird einen Menschen wiedertreffen, von dem man früher nicht beachtet wurde
aber einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen;
– an den Händen tragen: es wird dir ein ehrenvolles Amt angeboten werden;
– an Beinen und Füßen: es droht eine Behinderung oder Krankheit;
– jemanden anlegen: du wirst zur Herrschaft kommen.
(europ.) : – Nervenreaktion auf Spannungen; oft zusammen mit Alpdruck;
– allgemein: kommende Hindernisse;
– sich gefesselt sehen, tragen: Vorzeichen für ehrenvolle Ämter oder Kredit; das Wiedersehen mit
einer früheren Liebe macht erneut einen starken Eindruck auf einen;
– nicht befreit werden von den Ketten: geschäftliche Schwierigkeiten ernster Natur erwarten;
– andere fesseln: mit Gewalt kann man keine Liebe erzwingen;
(Siehe auch „Gefängnis“, „Kette“, „Kreis“)
Fest
Artemidoros:
Nachtfeiern, nächtliche Festlichkeiten und Freudenfeste, bei denen man die ganze Nacht wach bleibt, sind im Hinblick auf Hochzeiten und
Gemeinschaften von guter Vorbedeutung und verheißen Armen Wohlstand und Zuwachs an Vermögen. Ebenso befreien sie erfahrungsgemäß
Betrübte und Verängstigte von Angst und Kummer. Den man feiert gewöhnlich nur dann die ganze Nacht hindurch, wenn man in heiterer Stimmung
ist. Ehebrecher und Ehebrecherinnen haben Entdeckung, doch keine Strafe zu gewärtigen, weil das lose Treiben bei diesen Festen zwar den
Teilnehmern bekannt ist, doch gewissermaßen, selbst wenn es überschäumt, stillschweigend geduldet wird. Leuten, die in Wohlstand und glänzenden
Verhältnissen leben, beschwören die Aufregungen und üble Nachreden herauf, die aber zu guter Letzt ohne schlimme Folgen sein werden.
Allgemein:
Von allgemeiner Festlichkeit zu träumen, ist sicherlich ein positives Symbol, kann aber auch bedeuten, daß man positivere Erwartungen hegen sollte.
Es deutet meistens auf eine ausgeglichene, heitere Stimmungslage hin. Manchmal kommt darin auch der Wunsch nach mehr Geselligkeit zum
Vorschein. Wer es im Traum feiert, möchte des Alltags Mühen und Plagen einmal für eine Weile vergessen, nicht nach rechts und nach links
schauen, sondern ganz einfach einmal ausspannen vom eigenen Ich.
Psychologisch:
Das Wort „Fest“ stammt von dem lateinischen Wort „festivus“ ab, was soviel wie freudig und auch lustig bedeutet. Auch als Traumsymbol haben
Feste und Veranstaltungen die Bedeutung von freudigen und sozialen Zusammenkünften mit anderen Menschen. Eine Ausnahme ist jedoch die
Totenfeier. Träumen Sie also von Festen und Veranstaltungen, dann weist der Traum Sie häufig darauf hin, daß Sie sich anderen Menschen öffnen
sollten. Die meisten Feste gehen entweder auf Initiationen, also Riten des Übergangs, zurück oder auf den Jahreslauf. Auch im Traum ist bei solchen
Festen und Veranstaltungen eine Situation des Überganges oder/und der Hoch-Zeit des Lebens angesprochen. Der Träumende wird in der Nacht
darauf hingewiesen, um sich mit vergangenen Änderungen erneut auseinanderzusetzen oder um sich auf kommende Ereignisse vorzubereiten.
Möglicherweise sind diese ihm noch gar nicht bewußt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – teilnehmen: eine kurze Freude erleben; auch: Ärger in privater Hinsicht ist zu erwarten.
(europ.) : – Ausdruck der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit; Gleichgültigkeit gegenüber der Realität;
eine ausschweifende Liebe beschleunigt den Alterungsprozeß; ungewollt wird man von anderen abhängig;
– feiern: bedeutet Fröhlichkeit;
– teilnehmen: Kummer, Sorgen, Traurigkeit;
– dazu eingeladen werden: Verführung, der man ausweichen kann.
(ind. ) : – teilnehmen: du wirst in Kummer und Sorge geraten.
(Siehe auch „Ball“, einzelne Festbezeichnungen)
Festbankett / Festessen / Festmahl
Medizinrad:
Schlüsselworte: Feier; reiches Mahl; Sonderbehandlung; Vergnügen.
Beschreibung: Ein Festmahl bildete bei erdverbundenen Stämmen den Abschluß der wichtigsten Zeremonien und war, auf seine eigene Weise,
wiederum eine Zeremonie für sich. Nach einem Schwitzhüttenritual, einer Hochzeit, einer Namensgebung, dem Wechsel der Jahreszeiten oder einer
Bestattung fand normalerweise ein Festmahl statt. Dazu wurden die besten Speisen gereicht, die den Personen, welche die Zeremonie ausrichteten,
zur Verfügung standen. Ein Festmahl ist ein Symbol für Gedeihen, Fülle, Freude und Dankbarkeit.
Allgemeine Bedeutung: Fülle; wachsender Wohlstand; Feier; Freude; Freude am Teilen; Unterhaltung.
Assoziation: »Das große Fressen«.
Transzendente Bedeutung: Gabe des Vergnügens, der Unterhaltung und Freude in einem Traum; Feiern eines bedeutenden spirituellen Ereignisses;
tiefes Verstehen dessen, was Erfüllung für dich bedeutet.
Allgemein:
Träume von Festlichkeiten spiegeln höchstwahrscheinlich ein Gefühl der Genugtuung, etwas vollbracht/vollendet zu haben, wider. Wie wir uns dabei
fühlen und verhalten und was überhaupt vorgeht, bringt die tiefere Bedeutung des Traums zum Vorschein. Hat der Träumende in seinem Traum die
Aufgabe, bei einem Festbankett zu bedienen, so muß er darauf achten, daß ihm nicht die guten Dinge im Leben vorenthalten werden, weil er zu
selbstlos ist. Ist er selbst Gast des Banketts, dann will der Traum ihn auf sein Bedürfnis nach Nahrung (nicht nur für den Körper) aufmerksam
machen.
Psychologisch:
Der Träumende erhält durch das Traumsymbol den Hinweis, daß er seine geistigen Fähigkeiten nicht so zum Einsatz bringt, wie er es könnte. Er gibt
sich auf der Qualitätsebene mit geistiger Nahrung zweiter Wahl zufrieden.
Spirituell:
Das Festbankett ist ein Symbol für das menschliche Bedürfnis nach spiritueller Nahrung.

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Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt freudige Überraschung;
– dabei Aufruhr und schlechtes Benehmen sehen: ist ein Vorzeichen für Streit und Unglück,
hervorgerufen durch Nachlässigkeit oder Krankheit;
– zu spät kommen: ärgerliche Probleme werden Aufmerksamkeit beanspruchen.
Festbekleidung (Siehe „Abendkleidung“)
Festbinden
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Unangenehmes hören.
Festgesang
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: frohen Erlebnissen entgegengehen.
Festnahme (Siehe „Verhaftung“)
Festplatz
Allgemein:
Handelt ein Traum davon, daß sich der Träumende auf einem Festplatz befindet, dann kann dies bedeuten, daß er wieder Verbindung mit seiner
leichtherzigen, kindlichen Seite aufnimmt. Wenn der Träumende sich an einer Karnevalfeier beteiligt, hat er die Gelegenheit, jegliche
Beschränkungen außer acht zu lassen, die ihm normalerweise auferlegt sind.
Psychologisch:
Ein Festplatz ist eine Art abgeschlossene Welt für sich, in der andere Regeln gelten. Wenn man davon Träumt, verweist dies darauf, daß man sich der
hedonistischen Seite seines Wesens bewußt wird. Der Träumende wertet Spaß und Vergnügen höher als alles andere.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Festplatz für das „Karussell des Lebens“ und sein spirituelles „Auf und Ab“ stehen.
Festung
Assoziation: – durch Verteidigungsanlagen geschütztes Selbst.
Fragestellung: – Welche Schutzmechanismen bin ich zu überprüfen bereit?
Allgemein:
Festung kann zum Teil ähnlich wie Burg gedeutet werden. Häufig steht sie für Ängste und Unsicherheit, mit denen das Bedürfnis nach mehr
Sicherheit, Schutz und Geborgenheit verbunden ist. Folgende Einzeldeutungen sind je nach den Begleitumständen möglich:
– Festung sehen zeigt Angst vor Angriffen, Feindschaft und Streitigkeiten an, denen man sich nicht gewachsen fühlt.
– Festung aufbauen weist auf innere Widerstände gegen eine wichtige Einsicht in die eigene Persönlichkeit hin, die man noch nicht verkraften kann.
– Zerstörte Festung kann auf eine enttäuschte Hoffnung hinweisen oder vor dem Verlust des Selbstvertrauens warnen; gelegentlich kommt darin auch
zum Ausdruck, daß man lange vertretene Ansichten, Meinungen, Überzeugungen und ganz eigene Lebensweisen aufgegeben hat.
Psychologisch:
In der Realität ist die Festung die Verkörperung von Sicherheit und Unbezwingbarkeit. Als Traumbild symbolisiert sie dagegen
Minderwertigkeitsgefühle, Ängste, Unsicherheit und Hemmungen des Träumenden oder ist Hinweis darauf, daß sein Verhältnis zu seiner Umwelt
gestört ist. Es können Rückschlüsse auf Einsamkeit und Isolation gezogen werden. Wird eine Festung im Traum aufgegeben oder verlassen, spiegelt
sich darin der Wunsch des Träumenden nach mehr Selbstvertrauen und ein besseres Verhältnis zu anderen, er arbeitet bereits daran. Als starke
Differenzen zwischen dem Träumenden und seiner Umwelt kann allerdings das Traumbild der heftig umkämpften Festung gedeutet werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Feinde werden dich belästigen; man wird bei einem Vorgesetzten in Ungnade fallen;
– erstürmen sehen: du wirst dich zu wehren wissen;
– beschießen sehen: man wird versuchen, dich zu hintergehen;
– darin verweilen: man wird deine Freiheit einschränken.
(europ.) : – Angst vor Angriffen und Hindernissen, je nachdem, ob die Handlung in oder außerhalb der Festung spielt.
Wichtig, wenn junge Frauen davon träumen.
– sehen: bedeutet Feindschaft und Elend;
– im Bau sehen: kündet eine politische Krise im Land oder Landeskreis an;
– besuchen: Nachstellung, üble Nachrede;
– in einer eingeschlossen sein: durch Feinde in eine unangenehme Situation gebracht werden;
– andere darin einschließen: in der Liebe oder bei Frauen das Geschehen bestimmen;
– erstürmen: man soll keine großen Pläne schmieden;
– eine zerstörte: bringt eine traurige Erinnerung.
(ind. ) : – man kann nicht alles mit Gewalt tun;
– sehen: du wirst bei Vorgesetzten in Ungnade fallen;
– brennen sehen: Krankheit;
– beschießen sehen: sei mitleidig gegen deine Mitmenschen.
(Siehe auch „Höhle“, „Schloß“, „Burg“)
Festzug
Allgemein:
Festzug soll nach alten Traumbüchern bevorstehende Freude und Glück verheißen; gleichzeitig wird man darauf hingewiesen, daß man dies mit
anderen teilen soll.
Volkstümlich:
(arab. ) : – viel Glück.
(europ.) : – sehen: großes Glück steht bevor; auch: urteilen Sie nicht nach den äußeren Erscheinungen
und widmen Sie nicht äußeren Dingen zu viel Aufmerksamkeit.
(ind. ) : – Freude und Frohsinn wirst du mit Deinen teilen können.

474
Fetisch
Medizinrad:
Schlüsselworte: Medizinwerkzeug; Macht; Heilung; übernatürlich; geheimnisvoll; Zauber.
Beschreibung: Ein Fetisch ist ein realer Gegenstand, der mit Gefühlen der Ehrfurcht betrachtet wird. Von solchen Objekten heißt es, daß ihnen
übernatürliche Kräfte innewohnen, da sie einen machtvollen Teil des großen Mysteriums repräsentieren. Manche Kulturen gehen davon aus, daß der
Geist des Wesens, das durch den Fetisch dargestellt wird, diesen tatsächlich beseelt. Monotheistische Kulturen betrachten die Fetische animistischer
Kulturen mit Verachtung und übersehen dabei, daß ihre eigenen Artefakte ja ebenfalls Fetische sind.
Allgemeine Bedeutung: Von dem durch den Fetisch ersetzten Wesen träumen; Vorbereitung darauf, mit dem durch den Fetisch Dargestellten zu
arbeiten; Angst vor und Verlangen nach dem, was der Fetisch verkörpert; etwas, das für dich geheimnisvoll ist, inspirierend oder voller Ehrfurcht.
Assoziation: Fetischismus; etwas, dem du ungewöhnlich stark oder übermäßig ergeben bist; etwas oder jemand, dem du deine Liebe vorbehaltlos
gibst; ein gängiges nichtsexuelles Objekt, das im Betrachter sexuelle Gefühle hervorruft; ein Zauber, der von einer »unkultivierten« Gesellschaft
benutzt wird.
Transzendente Bedeutung: eine Gabe der Macht, übermittelt durch das Objekt, das der Fetisch repräsentiert, oder von dem Schöpfungsreich, aus dem
der Fetisch kommt.
Fetischismus (Siehe „Sexualität“)
Fett
Assoziation: – Schutz; Sensibilität; Sicherheit.
Fragestellung: – Welche Ängste bin ich aufzugeben bereit?
Allgemein:
Fett im Traum kann dem Träumenden bewußt machen, daß er vielleicht in einer Situation nicht so vorsichtig war, wie er es hätte sein wollen. Er hat
Bedingungen geschaffen, die ihm nicht zum Vorteil gereichen und sich als „schlüpfrig“ oder unbequem erweisen könnten. Fett symbolisiert nach
alten Traumbüchern oft behäbigen Wohlstand und Sinnesfreuden. Wenn es häufiger auftaucht, kann das als Hinweis darauf verstanden werden, daß
man materiellen Werten und Genüssen zu viel Bedeutung beimißt, zu oberflächlich und vielleicht zu ungesund lebt.
Psychologisch:
Meist ein Ekeltraum. Oder man fühlt sich von den Sorgen um einen großen Besitz („fettes Grundstück“) und dessen Erhaltung überfordert. Der
Träumende sollte eine Situation besser beurteilen, bevor er sich einem Risiko aussetzt. Fett kann auch symbolisieren, daß der Träumende sich das
Leben zu leicht macht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Fett sowohl Einfachheit als auch Verschmutzung symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: wenig erfreuliche Zukunft.
(europ.) : – zeigt einen gewissen Überfluß an, der einmal die Sorgen auslöscht, aber auch Ursache von Krankheiten sein kann; Vorsicht!
– genießen, essen: Erkrankung droht;
– sehen: Wohlstand;
– zubereiten: bedeutet einen Verlust;
– Fettflecken an den Kleidern haben: bedeutet reiche Heirat;
– sein: deutet auf einen sanften, natürlichen Tod; auch: Minderwertigkeitsgefühle, man glaubt auf andere Menschen abstoßend zu wirken.
(ind. ) : – sehen: du kommst zu Wohlstand;
– essen: Krankheit.
Fettleibigkeit
Allgemein:
Fettleibigkeit kann ähnlich wie Fett gedeutet werden. Im Einzelfall kommen darin auch Minderwertigkeitsgefühle zum Ausdruck, weil man sich
selbst als abstoßend empfindet; das kann tatsächlich mit Übergewicht in Beziehung stehen, deutet aber oft auch auf ein gestörtes Körperbewußtsein
hin.
Volkstümlich:
(europ.) : – wenn man sich im Traum recht korpulent sieht, ist dies ein sicheres Anzeichen von Reichtum;
– dicke Kinder sehen: viele glückliche Jahre liegen vor dir.
Feuchtigkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – bei plötzlicher Feuchtigkeit werden Sie Ihre Feinde zwar verbissen bekämpfen, ihnen jedoch schließlich haushoch unterliegen.
Feuer
Assoziation: – Geist; Energie; Rein und reinigend.
Fragestellung: – In welchen Bereichen meines Lebens suche ich nach Inspiration oder Erneuerung?
Medizinrad:
Huichol-Lehre: Weisheit
Artemidoros:
Hierbei ist es zweckmäßig zweierlei zu unterscheiden, erstens das himmlische und göttliche, zweitens das irdische und dasjenige, welches man im
täglichen Leben gebraucht. Bei der Auslegung des himmlischen Feuers hat man folgendermaßen zu verfahren: Ein strahlendes, reines und kleines
Feuer am Himmel zu schauen bedeutet eine Drohung von seitens Mächtiger, ein großes, unermeßliches aber prophezeit das Herannahen von Feinden,
Unfruchtbarkeit und Hungersnot (nach parallelen zur babylonischen Astrologie). Wo sich das Feuer zeigt oder aus welcher Richtung es kommt, ob
von Norden oder Süden, von Westen oder Osten, von dorther werden die Feinde heranrücken oder in jenen Gebieten wird Unfruchtbarkeit herrschen.
Am allerschlimmsten ist es, wenn man Feuer auf die Erde niederstürzen sieht. Dasselbe bedeuten brennende Fackeln am Himmel. Alle diese
Erscheinungen beschwören über das Haupt des Träumenden Gefahr herauf. Denn wie der Himmel (überirdische) das Weltall überragt, so der Kopf
den ganzen Körper. Schaut man das im Alltag verwendete Feuer mit kleiner und reiner Flamme brennen, so ist es, wie Phemonoe (sie soll die älteste
Prophetin des delphischen Orakel gewesen sein) sagt, von Segen, lodert es aber gewaltig und ungezügelt, zeigt es Unheil an. Am besten ist es, das
Herdfeuer leuchten und rein zusehen. Es bedeutet großen Wohlstand; denn wo keine Mahlzeiten zubereitet werden, kann man kein Feuer auf dem
Herd sehen. Erlischt es, droht bittere Armut, und ist jemand im Haus krank, kündigt es dem Betreffenden den Tod an. Günstig ist es, besonders für
junge Leute, zu träumen, nachts brennende Fackel zu tragen; es bedeutet für gewöhnlich angenehme Liebesabenteuer und erfolgreiche
Unternehmungen, weil man das, was einem vor den Füßen ist, sehen kann. Dagegen ist es für Leute, die im Dunkel bleiben wollen, von Übel, einen
anderen mit einer Fackel zu sehen. Das ätherische Feuer bringt allen Glück, besonders Kranken; es ist ihnen ein Zeichen der Rettung, weil
Verstorbene sich seiner nicht erfreuen.

475
Allgemein:
Es ist bedeutsam, ob man vom „Feuer“ träumt oder von einem „Brand“. Das Feuer wird als ein großes Element der Natur erlebt, das sich der Mensch
nicht ohne Ehrfurcht und Schuldgefühl, wie alle Mythen vom Feuerraub erzählen, in seinen Dienst gezwungen hat. Das Feuer steht am Anfsng aller
menschlichen Kultur. Dieser Wert strahlt aus seiner Glut im Feuertraum. Ein solcher Traum führt immer in die Nähe großer seelischer Gewalten.
Denn eine der Qualitäten der Seele ist ihr Feuer. Deshalb ist die Feuererscheinung im Außen für alle Menschen so anziehend, heranziehend. Das
Feuer ruft herbei – der Brand erzeugt Panik, läßt fliehen. Wo mit Feuer hantiert wird, bleiben die Leute stehen, wo die Glut eines technischen Ofens
oder einer Schmiede – häufige Traumsymbole – sich offenbart, ist man von einem Ort, da Wandlung der Materie und Formung des Harten geschieht,
ergriffen. Allgemeine Freude lodert in Freiheits- und Frühlingsfeuer empor, allgemeines Zerstörend, wirft die Fackel des Brandes in die Häuser, läßt
Brände schauerlich von drohenden Flugzeugen fallen. Feuer als ein Gleichnis ewigen Lebens brennt vor dem Altar, verzehrt auf den Altären der
Götter die menschliche Opfergabe: in ihr begegnet der Opfernde im Feuer selbst dem Gotte. Das Feuer spricht, wo immer es aufleuchtet, zum
Menschen, also auch im Traume. Zu seinem Wesen gehört der helle Schein – man bedenke, was dies in einer nicht elektrifizierten Zeit gegenüber der
Nacht mit ihrer vom ursprünglichen Menschen so intensiv erlebten Gefahr bedeutete. Seine Wärme machte das Feuer ursprünglich zur Mitte der
Familie, zum häuslichen Herde, seine Hitze wandelt die Speisen, die Metalle, und in übertragener Bedeutung schmilzt in der Glut seelischen und
geistigen Feuers das Härteste: das menschliche Herz. Das Feuer reinigt vom Zufälligen, von allen billigen Unwerten, die sich an uns hängen. Wo
man im Traumgesicht einem großen Feuer nähert, wer Feuerschein am Himmel heraufziehen sieht, der ist in der Nähe göttlicher Gewalten. Viele
Religionen sprechen nicht ohne Scheu vom Feuer, in dem Gott Auserwählten begegnet. – Hie und da versperrt auch dem Träumer ein gewaltiges
Feuer den Weg. Er hat auszuhalten. Einige wagen, hindurchzugehen – sie unternehmen höchstes Lebenswagnes. Ein helles Feuer brennt im Traum,
wo jemand von einer Idee, von etwas Neuen ergriffen ist. Auch das erotische Ergriffensein äußert sich etwa – wie in volkstümlichen Reden vom
Feuer der geheimen Liebe, der Glut erotischen und sexuellen Begehrens – ähnlich auch im Traum. Wo Feuer ist, da geschieht etwas, da ist Leben.
Darum umgekehrt die Trostlosigkeit der Träume, in denen nur Nacht und Finsternis herrscht! Das Feuer der Leidenschaft wie der Ideen-Ergriffenheit
ist aber auch Flamme, in der man verbrennen kann. Das Feuertier ist der Löwe; herrisch und wild fällt er sein Opfer an. Der Feuerstrahl kann aus
heiterem und verdunkeltem Himmel mächtig treffen. Feuerträume sind nie kleine Träume; wo sie aufflammen, ist gesteigertes, großes, aber auch
gefährdendes Leben. Der Geist ist Feuer, nie ist er schwelender Brand.
Psychologisch:
Feuer tritt als vieldeutiges Symbol in verschiedenen Zusammenhängen in den wichtigsten Träumen auf. Es ist ein archetypisches Bild des Geistes
und der Liebe. Es gehört zu den wichtigsten Traumbildern überhaupt, weil es für die Menschen und Zivilisation von grundlegender Bedeutung war.
Allgemein kann man es als Ausdruck starker Gefühle, verzehrender Leidenschaften, hoher Ideale und elementarer Kraft und Energie verstehen, die
nicht immer ungefährlich sind. Es kann im Traum auf Leidenschaft und Begehren im positiven Sinn und auf Frustration, Zorn, Verdruß und
Destruktivität im negativen Sinn hinweisen. Positiv können sie auch als Zeichen für die seelische Reinigung oder für Wandlung und Wiedergeburt
aufgefaßt werden. Ganz allgemein stehen diese Traumbilder für die psychische Energie. Manchmal ist Feuer auch ein Hinweis darauf, daß der
Träumende seine sexuelle Macht transformieren muß.
– Die genaue Deutung hängt beispielsweise davon ab, ob das Feuer unter Kontrolle ist
– Sieht der Träumende vor allem die Flamme des Feuers, so ist er sich der Energie, die erzeugt wird, bewußt.
– Steht die Hitze des Feuers mehr im Vordergrund, so nimmt der Träumende starke Gefühle eines Menschen wahr.
Die genaue Bedeutung ergibt sich im Einzelfall aus den Begleitumständen des Traums, wobei unter anderem die folgenden individuellen Vorgänge
zu beachten sind:
– Wird der Träumende bei lebendigem Leibe verbrannt, kann dies Angst vor einer neuen Beziehung oder einer neuen Lebensphase
ausdrücken.
– Vielleicht spürt der Träumende auch, daß er für seinen Glauben leiden muß.
– Feuer erscheint in Träumen häufig als Symbol der Reinigung. Der Mensch kann sich die lebensspendende und erzeugende Kraft
des Feuers zunutze machen, um sein Leben zu verändern. Nach Jung ein Element der Läuterung, das Altes und Abgestandenes
verbrennt.
– Wo das Feuer helleuchtend drinnen oder draußen brennt, wird Neues entstehen, können Ideen verwirklicht werden.
– Wo es uns zur Freude gen Himmel lodert, lassen sich brennende Probleme lösen.
– Feuer im Freien kann für starke Gefühle stehen, die man selbst empfindet oder einen von anderen entgegengebracht werden.
– Um ein Feuer tanzen kündigt oft freudige Ereignisse vor allem in Gefühlsbeziehungen an.
– Sieht man andere Menschen am oder im Feuer, kann das davor warnen, sie für seine eigenen Zwecke zu mißbrauchen.
– Loderndes Feuer ist einem Körperlichen Höhepunkt gleichzusetzen („in Liebe entflammt sein“).
– Angst vor dem Feuer bedeutet Angst vor der absoluten Hingabe.
– Freude am Feuer- den Wunsch nach der absoluten Hingabe.
– Ist das Feuer im Traum allerdings nicht einzudämmen, breitet sich aus und ist vor allem zerstörerisch, so liegt darin immer eine
Gefahr. Dieser Traum könnte der Hinweis auf eine sexuelle Abhängigkeit, eine ungesunde und verzehrende Leidenschaft oder allzu
fanatische Ideen sein. Im Traum kann Feuer nicht nur sexuelle Bedeutung haben, ist aber dennoch auf erotische Auslöserreize
zurückzuführen.
– Feuer in einem Haus deutet oft auf grundlegende Veränderungen im Leben hin, die bei hellen Flammen günstig, bei dunklem Rauch
ungünstig ausfallen werden.
– Am Herd läßt es uns Wärme und Geborgenheit verspüren. Das brennende Herdfeuer zeigt oft an, daß man sich nach stillen
Familienglück sehnt, kann aber auch Wohlstand und Erfolg ankündigen.
– Erloschenes Herdfeuer wird in alten Traumbüchern als Warnung vor familiären Problemen oder Krankheiten verstanden.
– Erlischt das Traumfeuer, so könnte das auf die Vereitelung, das Auslöschen mancher unserer Pläne hinweisen.
Gelegentlich kann das Feuer auch zum gefährlichen Brand werden.
– Ein erloschenes Feuer kann sich auf die Gesundheit beziehen, die vielleicht durch eine drohende Krankheit gefährdet ist;
auch erloschene Gefühle und Hoffnungen oder die Tilgung einer Schuld können darin zum Ausdruck kommen.
– Ein Bergfeuer steht wie ein Leuchtfeuer für eine öffentliche Kundgebung. Es ist ziemlich sicher ein Symbol für Kommunikation.
Welche Botschaft muß man mitteilen? Könnte andererseits jemand versuchen einem gewaltsam mit einer Botschaft die man ablehnt
zu beeindrucken?
– Wenn im Traum Feuer und Wasser miteinander in Verbindung stehen ist der Bezug fast immer ein emotionaler: z.B. könnte das
Löschen von Feuer mit Wasser bedeuten, daß physische Energie durch kühles Denken gebändigt wird.
– Männer träumen manchmal davon, daß sie Feuer mit dem Urinstrahl löschen und dies läßt häufig auf Ablehnung einer Botschaft,
oder der Ansichten bzw. Moralbegriffe einer anderen Person schließen. Diese Methode, die Verbreitung einer Nachricht zu verhindern,
wirkt im Traum gewalttätig und taktlos.
Außerdem muß im Einzelfall noch die Symbolik der Asche berücksichtigt werden, die zusammen mit dem Feuer anzeigen kann, daß man geläutert
und zufrieden aus einem Erfahrungs- und Reifungsprozeß hervorgeht.
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisiert eine Feuertaufe ein neues Bewußtsein spiritueller Macht und Transformation.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – Dem Feuer kommt eine ganz besondere Bedeutung zu; es ist nämlich Symbol der Götter.
– Träumt jemand, sein Haus sei niedergebrannt, wird er vom Kaiser oder Landesfürsten gestraft werden.
– Haben seine Kleider Feuer gefangen, werden die Genannten sein Ansehen und seine Würde ruinieren.
– Sieht einer die Polster seines Bettes brennen, wird er seine Ehefrau oder seine Konkubinen verlieren.
– Ist eines seiner Glieder verbrannt, wird er in größte Not und Bedrängnis kommen, je nach der Bedeutung eines jeden Gliedes.
– Ißt jemand glühende Kohlen, wird er vom Kaiser oder einem Großen des Landes reiche Geschenke erhalten;
zündet er Kohlen in einem Gefäß an, wird er entsprechend der Feuersglut großen Herren dienen;
löscht er die Kohlen mit Wasser, wird er jenen übel mitspielen;
verehrt einer das Feuer fußfällig, wird er an hohe Herren eine Bitte richten und erhört werden;
sammelt er die Asche, wird er von ihnen ein kleines, bescheidenes Vermögen erhalten.
– Träumt der Kaiser, er zünde eine Fackel an und trage sie, prophezeit es ihm Ruhm, Siege und Untergang seiner Feinde,
ein gemeiner Mann wird nach der Größe der Fackel Amt und Würde erlangen.
– Reicht der Kaiser anderen brennende Fackeln und kennt er die Betreffenden, wird er ihnen Ämter und Machtbefugnisse verleihen,
sind sie ihm unbekannt, seinen Feinden Gnade gewähren. Läßt er viele Lichter und Fackeln im Tempel oder in seinem Palast
anzünden, wird er nach der Zahl der Lichter die vornehmsten Herren zusammenrufen, um ihnen eine frohe geh eime Botschaft zu
verkünden, und sie alle beglücken; erlöschen die Lichter gegen seinen Willen, wird er entsprechend der Finsternis von seinen
Feinden hart bedrängt werden.
– Träumt einer, die Lampe des Hauses sei erloschen, wird der Hausherr sterben, auf den alle zu blicken pflegen;
zündet er die Lampe wieder an, wird ein anderer das Regiment im Haus übernehmen;
wird das Licht der Lampe so schwach, daß es fast erlischt, wird der Hausherr erkranken und verarmen.
– Füllt sich das Haus mit Rauch, wird der Hausherr je nach der Dichte und Schärfe des Rauches von der Obrigkeit gestraft werden;
ist der Rauch aber wohlriechend, wird er anderen mit sanften Worten seine Gewalt leihen, sich selbst aber einen guten Namen
machen entsprechend dem Wohlgeruch und der Milde des Rauches.
– Träumt der Kaiser, er trage eine Fackel und sie erlösche, wird er in Bedrängnis kommen und nicht lange leben,
ein gemeiner Mann wird seine Stellung verlieren und das Ziel seines Strebens nicht erreichen.
– Dünkt es einen, er trage Feuer in seinem Gewand, ohne daß es verbrenne, wird er Vertrauter des Kaisers werden und dessen
Geheimnisse erfahren.
– Träumt jemand, wie das brennende Licht den Behälter in Brand steckt, wird der Hausherr Rang und Ansehen gewinnen,
danach aber umkommen.
– Sieht der Kaiser die Säulen des Tempels oder seines Palastes brennen, prophezeit das die Herrschaft eines andern und den Tod
der Würdenträger, die er eingesetzt hat; steckt er selbst die Säulen in Brand, wird er selbst seine Würdenträger aus dem Weg
räumen; läßt er andere Säulen errichten, wird er andere Amtspersonen einsetzen.
– Wärmt sich jemand an einem Feuer, wird er sich einem Fürsten verpflichten und entsprechend der Erwärmung zu Wohlstand
kommen; Kälte bedeutet nämlich Armut.
– Träumt einem, seine Haare auf dem Kopf hätten Feuer gefangen, wird er sein Vermögen durch die Obrigkeit verlieren entsprechend
dem Schaden, den das Feuer verursachte; der Kaiser wird sein Volk in einem Krieg gegen Feinde verlieren entsprechend dem
Verlust an Haaren.
– Träumt der Kaiser, sein Gefährt oder Kriegswagen sei in Brand geraten, wird er in seiner Würde gedemütigt werden;
ist der Sessel mitsamt seinem Wagen ein Raub der Flammen geworden, wird er ums Leben kommen;
ist nur der Sessel niedergebrannt, wird seine Gemahlin sterben.
Träumt ihm, er fahre mit dem Wagen und die Räder fingen infolge der Reibung Feuer, wird er entsprechend der Stärke des Brandes
erkranken; plant er einen Feldzug, wird er ihn aufgeben.
– Alle Lichter, die ein Haus erleuchten, bedeuten für jedermann Glück, Ansehen und Gewalt; erlöschen sie, bezeichnen sie das
Gegenteil.
– oder Brandstätte sehen oder betreten: in Mißhelligkeiten geraten;
– anzünden: du wirst nach langem Werben Liebe erringen;
– hellbrennendes selbst anzünden: ohne es zu ahnen, von einer Person still geliebt werden;
– hellbrennendes sehen: ungetrübte Freude;
– mit sehr viel Rauch: ein unglückliches Mißverständnis;
– mit Rauch: Liebe mit Verdruß;
– auslöschen: durch die Verhältnisse gezwungen werden, sein Vorhaben aufzugeben;
– hineinblasen: Uneinigkeit hervorrufen;
– hineinfallen: ein schlimmer Unglücksfall;
– durch Feuer Schaden leiden: Mißmut;
– in deinem Herd oder Ofen sehen: Kindersegen;
– erlöschendes Herdfeuer: es steht Armut und Not bevor;
– stark loderndes Herdfeuer mit viel Rauch: Unheil oder ein Mißverständnis wird viel Ärger
und gesellschaftliche Probleme mit sich bringen;
– einen Feuerball am Himmel sehen: eine Feindschaft bringt schwere Sorgen;
– vom Himmel fallen sehen: du mußt Unrecht erdulden;
– über dasselbe weglaufen: Befreiung von einer drückenden Last.
(europ.) : – eines der wichtigsten Symbole; es ist je nach Situation zerstörend, anregend, wärmend; insofern gut oder beunruhigend; Hausbrände
sind immer zu beachten, weil ein Haus als Person zu betrachten ist; oft Warntraum oder Liquidierung vergangener Dinge;
– das Symbol der Häuslichkeit und des friedlichen Familienlebens; auch: günstig, wenn man darin nicht verbrennt;
– freudige Gefühle beim Anblick von Feuer: zeugen den Wunsch nach grenzenloser Hingabe;
– Angst vor dem Feuer haben: bedeutet Angst vor der absoluten Hingabe;
– für Seefahrer und Reisende: bringt anhaltenden Wohlstand;
– große Feuersbrunst: bedeutet für Matrosen eine günstige und sichere Reise, für Literaten Erfolg und Auszeichnungen sowie unbegrenzten
Erfolg für Geschäftsleute;
– Feuererscheinungen: weisen hin auf Enthüllungen eines Verbrechens und auf Heilung eines Kranken;
– im freien Felde machen oder sehen: man wird eine schöne Freundschaft schließen;
– eines entzünden: viele angenehme Überraschungen erwarten Sie; entfernte Freunde werden Sie besuchen; verheißt treue Liebe;
– hellbrennendes: bedeutet Freude und Liebe in der Familie;
– ein großes Feuer ohne Rauch sehen: man sollte seine Leidenschaften etwas zügeln;
– mit Rauch: kündigt Ärger und Unheil an;
– kleines, das keinen Schaden anrichtet: unwichtige Neuigkeiten erwarten;

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– erlöschendes: bringt Trauer;
– eines selbst auslöschen: eine Hoffnung wird zerstört;
– um eines tanzen oder andere tanzen sehen: kündet einen fröhlichen Ausflug an;
– in eines geraten: bringt großen Schaden;
– in einem Verbrennungen erleiden: Verschlechterungen der Umstände;
– im Ofen oder Herd sehen: Aussicht auf Kinder oder viel Freude durch solche;
– im Ofen oder Herd auslöschen: bedeutet eine ernste Erkrankung;
– aus der Luft fallen sehen: bedeutet Unannehmlichkeiten;
– brennt das Zuhause: verheißt einen liebenden Partner, gehorsame Kinder und umsichtige Angestellte;
– träumt ein Geschäftsmann, daß sein Geschäft brennt und er zusieht: im Geschäftsleben einen großen Durchbruch und einträgliche
Gewinne haben; bekämpft er das Feuer, ohne sich zu verbrennen: ist er über die Führung seines Geschäftes sehr besorgt; sieht er
die Ruinen seines Laden nach einem Feuer: bedeutet Unglück; er will bereits seine Bemühungen, ein großes Vermögen und
ausgezeichnete Geschäftsergebnisse zu erzielen, aufgeben, als unvorhergesehenes Glück eintritt.
(ind. ) : – Auch das Feuer bezeichnet mancherlei Personen.
– Träumt jemand, ein Ort, Feld oder Haus brenne infolge einer Feuersbrunst vollständig nieder, werden der Herr des Hauses
und die Ortsbewohner durch Krieg oder schwere Krankheit ums Leben kommen;
brennt das Feuer ohne Flamme und vernichtet es nicht alles, sondern nur Teile, wird das Unglück geringer sein.
– Träumt dies der Kaiser oder ein Gebieter, wird das Unheil Staat und Volk treffen.
– Verbrennen die eigenen Kleider, droht denjenigen Personen Verderben, die durch das jeweilige Kleidungsstück, wie dargelegt,
bezeichnet werden;
träumt jemand, eines seiner Glieder verbrenne, so wird das Unglück diejenigen Personen treffen, die durch das betreffende Glied,
bedeutet werden.
– Verzehrt einer glühende Kohlen ohne Rauch und Flamme, wird er so viel Gold von Waisen erlangen, wie er Kohlen verzehrte.
– Findet, hat oder hütet einer glühende Kohlen ohne Flamme und Rauch, wird er entsprechend viel Gold bekommen.
– Wird jemand von Flammen ergriffen, aber nicht vernichtet, wird er nach dem Maß der züngelnden Flammen von einem Schurken
verklagt werden; ist er aber ein Raub der Flammen geworden, wird er vom Landesfürsten gestraft werden oder im Krieg gegen
Feinde umkommen oder von der schweren Bubonenkrankheit oder sonst einem Leiden heimgesucht werden;
hat ihn aber ein Feuer ohne Flammen verbrannt, wird er mit einer Geldstrafe belegt werden.
– Nimmt einer Asche oder Aschenlauge auf, wird er falsches Zeugnis geben oder andere verleumden.
– Fängt einer an einem Ofen oder Backofen Feuer, wird er von einem großen Herrn, der ein Wohltäter des Volkes ist, gestraft werden.
– Träumt einer, er mache Feuer unter einem Topf, wird er mit dem Hausvater, in dessen Haus er dieses Gesicht schaute,
handgreiflich in Streit geraten; dieser Traum wird deshalb so gedeutet, weil die Augen aller Hausgenossen auf den Topf gerichtet sind.
Feuert er mit Holz an, wird er einen Wortstreit mit dem Hausherrn austragen.
Wärmt einer zum Essen Brot oder Speisen auf dem Feuer, wird er unter der Gewalt eines anderen sein Brot verzehren
oder mit Furcht und Zittern sich nähren.
– Hält jemand eine brennende Fackel in Händen, wird er Gewalt bekommen entsprechend der lodernden Fackel;
entzünden auch andere Feuer an der Fackel, wird er ihnen Anteil an der Macht gewähren.
– Jedes Feuer, das ohne Rauch und Flamme ist, bedeutet unrechtmäßig erworbenes Gold, solches mit Flamme und Rauch Gewalt,
Krieg und Krankheit, wie oben gesagt ist.
– Tappt einer im Dunkeln umher und zündet eine Fackel an, um sich zurechtzufinden, wird er, falls er wieder sehen kann,
sich mit aller Kraft bemühen, Freude und Gewalt zu erlangen und solches auch zuwege bringen, sofern er die Fackel entzündete;
ist dies nicht der Fall, wird das Gegenteil eintreten.
Träumt dies der Kaiser, wird er alles daransetzen, größeren Ruhm zu erlangen, und [sein Ziel auch erreichen;
ein Mönch wird nach diesem Traum] in seinem Glauben erstarken.
– Spendet jemand einem anderen Licht, wird er ihn ehren und rühmen.
– Zündet einer ein Feuer an, um sich zu wärmen, und wärmt er sich daran, wird er an den Landesfürsten ein Bittgesuch richten
und so viel Unterstützung finden, wie er sich gewärmt hat; denn Kälte bedeutet allgemein Armut;
macht er aber ein Feuer, um Fleisch zu braten, und brät er es, wird er es darauf anlegen, Leute zu verklagen und hinter Gitter
zu bringen entsprechend seinem Hantieren beim Braten; ißt er das Gebratene, wird er vor aller Augen Sünde und Schande auf
sich laden, aber auch sich bereichern entsprechend der Menge, die er verzehrte, und geplagt werden.
– Keinesfalls kann man einen Feuerbrand günstig auslegen, ausgenommen, es handele sich um einen Kaufmann; träumt er nämlich,
sein Geschäft oder der Ort, wo es sich befindet, sei niedergebrannt, prophezeit es seinem Unternehmen glänzende Zeiten und
rasches Wachstum, freilich verbunden mit Furcht und Spott.
– im Ofen: deine Kinder sind nicht unter bester Aufsicht;
– auslöschen: du wirst dir selbst Schaden zufügen;
– dabei Schaden erleiden: du bist mißmutig;
– hell brennen sehen: du wirst geliebt;
– im Herd: deine Kinder müssen besser erzogen werden.
(Siehe auch „Asche“, „Blitz“, „Brand“, „Donnervogel“, „Flammen“, „Freudenfeuer“, „Glut“, „Haus“, „Hausbrand“, „Kerze“, „Licht“, „Schüren“)
Feuerbestattung
Volkstümlich:
(europ.) : – zuschauen, wie Leichen verbrannt werden: Feinde werden Ihren Einfluß in Geschäftskreisen unterminieren;
– glauben, selbst verbrannt zu werden: deutet auf gravierende geschäftliche Fehlentscheidungen hin, wenn man
nur auf sein eigenes Urteil sich verläßt.
Feuereimer
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen, finden oder tragen: zeigt Feuergefahr an.
Feuergewehr
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit schießen: getäuschte Hoffnungen;
– damit beschossen werden: Wunden oder Tod.
(europ.) : – sicheres Anzeichen für kommende Streitigkeiten.

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Feuerglocke
Volkstümlich:
(europ.) : – Unglücksfall, Unruhe und Sorgen.
Feuerhacken
Allgemein:
Ein Feuerhacken hat offenkundige Verbindungen zu Männlichkeit, aber auch zu Starrheit. In Träumen kann ein Feuerhacken daher auf Aggressivität
hinweisen, aber auch auf starres Verhalten und eine unwandelbare Einstellung.
Psychologisch:
Der Feuerhacken im Traum steht für Mittel und Wege, um überwältigende Gefühle unter Kontrolle zu halten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verweist ein Feuerhacken auf starre und unbeugsame Disziplin, die an einem bestimmten Punkt in der spirituellen
Entwicklung nötig sein kann.
Feuerlärm
Volkstümlich:
(arab. ) : – Schrecken, Gewalt.
Feuerlilie
Allgemein:
Die Feuerlilie stellt das Recht auf Macht dar.
Psychologisch:
Als Sinnbild von Feuer und Licht verweist die Feuerlilie darauf, daß der Träumende möglicherweise nach größerer Klarheit suchen muß.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Feuerlilie das Recht auf Herrschaft.
Feuerlöscher
Allgemein:
Als Symbol verweist ein Feuerlöscher auf eine Situation, die der Träumende nicht mehr unter Kontrolle hat. Nut durch ein „Dämpfen“ der Gefühle
ist ein weiteren Vorankommen möglich. Jemand hat zu viel des Guten getan und braucht Hilfe.
Psychologisch:
Wie jedes Gefäß kann auch der Feuerlöscher das weibliche Prinzip darstellen. Im Traumzusammenhang ist es wichtig, ob der Feuerlöscher gefüllt ist
oder leer.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene repräsentiert der Feuerlöscher leidenschaftliche Gefühle.
Feuerlöschübung
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Verdruß in einer Geldangelegenheit.
Feueropal
Medizinrad:
Schlüsselworte: Hoffnung; Magie; Feuer; Sonne; Mond der knospenden Bäume.
Beschreibung: Der Feueropal ist im Medizinrad das Mineraltotem der im Mond der knospenden Bäume (21. März bis 19. April) Geborenen. Er wird
für ein Symbol der Hoffnung gehalten und als Stein mit vielen magischen Eigenschaften angegeben, der seinen Träger unter anderem hier und da
unsichtbar machen kann. Das Feuer in ihm wird oft mit der Sonne oder dem Mond assoziiert oder mit der Macht von Feuer und Wasser.
Allgemeine Bedeutung: Deine Fähigkeit, zu hoffen und zu glauben; zeigt eine magische Zeit in deinem Leben an; verlangt von dir, am Gleichgewicht
zwischen deiner männlichen und deiner weiblichen Seite zu arbeiten; Sonnenverbindung; Mondverbindung; Bereitschaft, an deinen Gefühlen zu
arbeiten.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe der Hoffnung und des Lichts in einer Zeit, die dunkel erscheinen mag.
Feuersbrunst
Allgemein:
Feuersbrunst (ausgedehntes Feuer) warnt häufig noch mehr als das Feuer vor eigenen Leidenschaften und Begierden. Nach ägyptischen Glauben ließ
die Feuersbrunst erkennen, daß man zu hohen Ehren, Wohlstand und Ansehen kommen werde.
Psychologisch:
Das unbewußte Triebleben, das man ins Wachleben übersetzen möchte. Oft aber ist die Feuersbrunst auch eine Steigerung des Symbols „Brand“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst zu Ehren kommen.
(europ.) : – sehen, bei der niemand stirbt: bedeutet Ehre und Wohlstand; günstige Veränderungen.
(ind. ) : – sehen: du wirst zu Ehren kommen.
(Siehe auch „Brand“, „Feuer“)
Feuerspritze
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: großen Ereignissen entgegengehen;
– Feuer damit löschen sehen: du wirst deiner Liebe schwerlich Herr werden;
– in Tätigkeit sehen: du wirst einen gewaltigen Beschützer bekommen;
– auf sich zufahren sehen oder von ihr begossen werden: man will dich wider deinen Willen zu etwas zwingen.
(europ.) : – bedeutet Vorsicht; du wirst/könntest um einen Vorteil kommen.
– durch eine besprengt werden: verheißt Eifersucht;
– eine betätigen: du wirst genötigt sein, Hilfe zu leisten.
(ind. ) : – die Tage des Glücks sind nicht mehr fern.

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Feuerwehr
Allgemein:
Feuerwehr kann andeuten, daß man in Schwierigkeiten geraten wird, die man aber mit Hilfe anderer erfolgreich bewältigt. Allgemein kommt darin
die Selbstbeherrschung und Disziplin zum Ausdruck, mit der man seine Leidenschaften besser zügeln kann.
Psychologisch:
Sie löscht im Traum die Brände, übersetzt: die in uns aufkeimenden wilden Leidenschaften, die uns zu vernichten drohen; ihr scharfer Wasserstrahl
tötet Krankheitskeime ab, die unseren Körper oder unsere Seele schwächen wollen. Waren Sie selbst aktiv am Einsatz beteiligt? Dann neigen Sie
vermutlich auch in Ihrem Gefühlsbereich dazu, das Feuer lieber zu früh als zu spät unter Kontrolle zu halten. Eher das Gegenteil trifft zu, wenn man
sich im Traum als faszinierter Beobachter eines Brandes erlebt, der dem Feuerwehreinsatz wie einem spannenden Film zusieht. Vielleicht äußert sich
in der Symbolik ein uneingestandener Hang zur Pyromanie, der sich nur ungern mit den kontrolliert züngelnden Flammen eines Kaminfeuers
zufriedengibt. Sich häufig wiederholende Feuerwehrträume sind durchaus als Hinweis zu verstehen, daß man real – oder emotional – ein bißchen
mehr als andere Leute zum „Zündeln“ neigt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schnell fahren sehen: versuche dein Ziel rasch zu erreichen.
(europ.) : – Entlarvung eines Betrügers, auch daß man auf der Hut vor falschen Freunden, Betrügern und Gaunern aller Art sein soll;
– sehen: man wird in große Not geraten; auch: kündigt Sorgen an, die letztendlich Glück bringen;
– mit einer Spritze fahren sehen: kündigt eine Gefahr an;
– eine Panne haben: verheißt einen Unfall oder schweren Verlust;
– Fährt eine junge Frau damit, dann wird sie in eine unziemliche und anrüchige Affäre verwickelt sein.
(ind. ) : – deine Zukunft wird sich schön gestalten.
Feuerwehrmann
Assoziation: – beschützender, männlicher Aspekt des Selbst.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir bedarf der Rettung? Was möchte ich retten?
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet Treue Ihrer Freunde;
– Sieht eine junge Frau einen verkrüppelten Feuerwehrmann, droht einem engen Freund eine große Gefahr.
Feuerwerk
Allgemein:
Ein Feuerwerk unterstreicht in der Regel einen freudigen Anlaß, aber es kann auch Angst erzeugen. Wenn ein Traum von einem Feuerwerk handelt,
hofft der Träumende, sein Glück oder das eines anderen Menschen feiern zu können.
– Feuerwerk symbolisiert häufig, daß man sich leicht von Äußerlichkeiten blenden läßt und enttäuscht wird oder selbst versucht, andere durch den
äußeren Schein zu täuschen.
– Zündet er es selbst, möchte er sich seiner Umwelt im strahlenden Licht des Erfolges präsentieren und versucht, im Leben neue Glanzpunkte zu
setzen, was ihm meist auch gelingt. Mehr Realitätssinn und Ehrlichkeit sind die Konsequenzen, die man daraus ziehen sollte.
Psychologisch:
Ein Lusttraum! Ein Feuerwerk gilt als Symbol für sprühende Begeisterungsfähigkeit – und für ein intensives Orgasmuserlebnis. Oder für die
Sehnsucht danach. Ein Feuerwerk kann auch die gleiche Bedeutung haben wie eine Explosion. Das Freisetzen von Energie oder einer Emotion hat
mitunter eine recht spektakuläre Wirkung auf den Träumenden oder auf die Menschen in seiner Umgebung.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist das Feuerwerk ein Hinweis dafür, daß ein Übermaß an spirituellen Emotionen vorherrscht, das richtig kanalisiert werden muß,
damit es nicht unkontrolliert in alle Richtungen schießt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ansehen: glückliche Verhältnisse, doch von kurzer Dauer.
(europ.) : – mahnt zur Vorsicht bei gefährlichen Unternehmungen; warnt ferner vor Täuschungen, Vorspiegelungen etc. vermeiden
Sie Transaktionen und Spekulationen;
– selbst eines abbrennen: man wird großes Aufsehen erregen, was aber schnell vorübergeht;
– Einer jungen Frau mit diesem Traum stehen interessante Reisen an entfernte Orte, sowie gute Unterhaltung bevor.
(Siehe auch „Explosion“, „Rakete“)
Feuerzange
Allgemein:
Feuerzange zeigt einmal, daß man eine schwierige, unangenehme Aufgabe gestellt bekommt, verspricht aber gleichzeitig, daß man dabei auf Hilfe
rechnen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst eine Ehe stiften.
(europ.) : – man wird schwere Arbeit zu bewältigen haben.
(ind. ) : – jemand wird dir Hilfe und Beistand bringen.
Feuerzeichen
Allgemein:
Feuerzeichen (zum Beispiel am Himmel) sind ähnlich wie das Feuerwerk als Täuschung zu verstehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – am Himmel sehen: deutet auf Teuerung, Krieg, Seuchen und böse Zeiten.
(ind. ) : – am Himmel: du bist in deiner Hoffnung sehr getäuscht worden.
(Siehe auch „Feuerwerk“)
Feuerzeug
Psychologisch:
Wer es in Brand setzt, will im Wachleben gewissermaßen zündeln. Ob das in der Liebe oder im Beruf und positiv oder negativ zu deuten sein wird,
drückt sich in weiteren Symbolen des Träumers aus.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen und damit Feuer anmachen: deine heiße Liebe wird Erwiderung finden.
(europ.) : – verkündet unvorsichtiges Handeln, wodurch man sich leicht unbeliebt, ja sogar verhaßt machen könnte; man wird bequem werden.

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Feuilleton
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Zeitungsaufsatz) lesen oder schreiben: Geldverlust.
(ind. ) : – lesen: du wirst durch deine Unachtsamkeit einen Geldverlust erleiden.
Fibel
Volkstümlich:
(arab. ) : – du kommst zu hohen Würden.
(europ.) : – Traum des Gegenteils, er verspricht angenehme Ferien.
(ind. ) : – lesen: du wirst zu hohen Ehren gelangen.
(Siehe auch „Buch“)
Fichte
Artemidoros:
Fichte und Pinie müssen von Reedern und allen, die zur See fahren, zum Schiff in Beziehung gesetzt werden, weil diese Bäume das Holz für den
Schiffsbau liefern, ferner das Pech und das Harz. Allen anderen Menschen bedeuten sie Unannehmlichkeiten und Verbannung, weil sie den Wind
lieben. (In den Geoponica (11,10), einem um 950 n.Chr. redigierten Sammelwerk zur Landwirtschaft, wird von Boreas, dem Nordwind, erzählt, daß
er ein Mädchen von einem Felsen gestoßen habe, weil dieses seine Liebe verschmäht und dem Gott Pan den Vorrang gegeben habe. Das Mädchen
wurde dann von der Erde in eine Fichte verwandelt, die klagt, so oft Boreas über sie hinstreicht.) Alles, was lang ist, wie z.B. die Fichte,
hochgewachsene Männer und ähnliches besagt, man soll in allem ausdauernd sein und keinen blinden Eifer zeigen. Es träumte jemand, er habe sich
verwandelt und sei zu einem riesigen doppelstämmigen Baum geworden, und zwar sei die eine Hälfte eine Weißpappel, die andere eine Fichte; dann
hätten sich auf die Weißpappel alle möglichen Vögel niedergelassen, auf die Fichte aber Möwen, Taucher und sonstige Meeresvögel. Es wurden ihm
zwei Söhne geboren, von denen der eine wegen der Weißpappel Athlet wurde, in der Welt viel herumkam und daher unter Menschen fremder Art
leben mußte, der andere hingegen brachte es, obwohl Sohn eines Bauern, bis zum Schiffsherrn, und zwar zu einem von denen, die sich in der
Seefahrt einen Namen gemacht haben. Der Träumende selbst erreichte ein hohes Alter und lebte bis an sein Ende in glänzenden Verhältnissen.
Allgemein:
Fichte kann als Phallussymbol für sexuelle Bedürfnisse stehen; der gesunde Baum zeigt starke Sexualität an, der verdorrte kann auf unterdrückte,
verkümmerte Sexualität hinweisen. Allgemein warnt die Fichte oft davor, die Sexualität zu hoch zu bewerten, das kann nur aus den
Begleitumständen und der persönlichen Situation verstanden werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man muß mehr Ausdauer aufbringen, wenn man seine Pläne verwirklichen will;
auch: kündigt Unannehmlichkeiten für sich selbst oder einen nahestehenden Menschen an;
auch: man wird dich hintergehen;
– fällen: du wirst deinen Widersachern entgegenzutreten wissen.
(europ.) : – grüne: gibt Zuversicht auf Erfüllung schönster Hoffnungen, verspricht auch Frohsinn und heiteren Mut;
bedeutet auch starke physische Liebe.
(ind. ) : – sehen: deine Freunde und Angehörigen sind dir treu.
Fidibus
Psychologisch:
Ähnlich wie „Feuerzeug“. Allerdings könnte der Fidibus auch darauf hinweisen, daß man sehr am Althergebrachten hängt und lieber auf kleiner
Flamme kocht, sich also nicht allzu feurig dem Leben stellt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – anbrennen: du wirst dich zu Schaden bringen.
(europ.) : – zeigt einen Freundschaftsdienst an und mahnt zu Gefälligkeiten.
(Siehe auch „Feuerzeug“)
Fieber
Allgemein:
Fieber steht zum Teil für die verzehrenden Begierden und Leidenschaften, die man nicht genügend unter Kontrolle hält und die deshalb Schaden
anrichten. Manchmal deutet es auch auf eine Krankheit oder chronische Erschöpfung („innerlich ausgebrannt“) hin, eine Untersuchung kann bei
Verdacht angezeigt sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: Unbeständigkeit in der Liebe;
– unerträgliches haben: man sollte sich aus einer unvorteilhaften Beziehung befreien;
– bei anderen wahrnehmen: deine Neigung findet keine Beachtung.
(europ.) : – Warntraum; oft einfache Störungen des Kreislaufs;
– haben: weist auf ehrgeizige Wünsche und Absonderlichkeiten hin, evtl. auf Unbeständigkeit in Liebe und Freundschaft;
auch: sich wegen Bagatellen sorgen, während das Leben an einem vorbeirauscht;
– leidet ein Familienmitglied an Fieber: vorübergehende Krankheiten Angehöriger sind zu erwarten;
– einen Fieberkranken sehen: man wird von einem Freund verlassen werden.
(ind. ) : – haben: du wirst auch ohne großen Reichtum zufrieden sein.
(Siehe auch „Thermometer“)
Fieberthermometer
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Kranke pflegen müssen.
(europ.) : – sehen: bedeutet ein schlechtes Geschäft und Streit in der Familie;
– zerbrochenes: weist auf eine Krankheit hin;
– wenn das Quecksilber fällt: die persönlichen Angelegenheiten werden sich negativ entwickeln;
– steigt das Quecksilber an: es wird einem gelingen, sich aus einer schlechten geschäftlichen Lage zu befreien.

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Fiedel
Allgemein:
Fiedel kann bei trivialer Bedeutung den Wunsch nach mehr Gesellschaft zum Ausdruck bringen. Vielleicht weist sie aber darauf hin, daß man die
„erste Geige“ spielen möchte, oder es kommt darin eine etwas leichtfertige Einstellung zum Leben zum Vorschein. Gelegentlich weist die Fiedel auf
sexuelle Bedürfnisse hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Hochzeit und Vergnügen.
(europ.) : – signalisiert häuslichen Frieden und viele günstige Gelegenheiten.
(ind. ) : – sehen: du wirst zu einer Hochzeit geladen.
(Siehe auch „Geige“)
Fiedelbogen
Allgemein:
Fiedel-(Geigen-)bogen wird nach alten Traumbüchern als tröstliches Symbol verstanden, das Beistand und Hilfe in augenblicklichen Schwierigkeiten
verspricht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du setzt dich leichten Mutes über Unangenehmes hinweg.
(europ.) : – sehen: bringt Trost und Hilfe.
(ind. ) : – sehen: du wirst deine augenblicklichen Unannehmlichkeiten leicht ertragen.
Fiesta
Psychologisch:
Wer von einem rauschend bunten Straßenfest träumt, in dem öffentlich – und ohne besondere Hemmungen – sinnliche Genüsse wie Essen, Trinken
und Tanzen ausgelebt werden, hat ähnliches im Sinn: Er möchte „in aller Öffentlichkeit“ und ohne Rücksicht auf Vorbehalte anderer einer
Empfindung nachgeben – vielleicht ist es eine heimliche Liebesbeziehung zu einem anderwärtig gebundenen Partner, vielleicht geht es aber auch um
eine Leidenschaft bzw. um ein „Laster“ (in den Augen anderer), zu dem sich der Träumer „vor aller Augen“ bekehren will.
Filigranarbeit
Volkstümlich:
(arab. ) : – (eine besonders feine Häkelarbeit): du bist ein schwankender Charakter.
Film
Assoziation: – Ausagieren eines Drehbuches oder einer Geschichte. Ein Mittel, um sich vom Geschehen zu distanzieren.
Fragestellung: – Was ist meine Geschichte? Was will ich beobachten?
Allgemein:
Handelt ein Traum davon, daß der Träumende, beispielsweise im Kino, sich einen Film anschaut, dann ist dies ein Hinweis darauf, daß er einen
Aspekt seiner Vergangenheit oder seines Charakters sieht, dem er mehr Beachtung als bisher schenken muß. Der Träumende macht den Versuch,
sich selbst objektiv zu sehen. Darüber hinaus kann das Traumsymbol jedoch auch ein Hinweis sein, daß der Träumende vor der Realität flieht. Film
kann auch den Wunsch nach mehr Abwechslung und sozialen Kontakten in einem langweiligen, ereignislosen Leben symbolisieren.
Psychologisch:
Wenn man träumt, im Kino oder vor dem Fernseher zu sitzen, geht es meist weniger um den Inhalt des gesehenen Filmes. Die Symbolik liegt darin,
daß man ein Geschehen „von außen betrachtet“ – oder „aus sicherem Abstand“. Man ist zwar daran interessiert, aber doch nicht so sehr, daß man auch
selbst „mitspielen“ möchte. Ein Grund zum Nachdenken, wenn in der Hauptrolle der eigene Partner/ die Partnerin zu sehen war: Man hat die
eigentliche Beziehung zu diesem Menschen verloren und erlebt ihn nur mehr als distanzierter Beobachter. Betrachtet der Träumende einen Film, so
heißt dies, daß er sich eine andere Realität erschafft, um seine eigene damit zu ersetzen. Dreht der Träumende selbst einen Film und handelt es sich
dabei nicht um die Ausübung seines Berufes, ist dies vielleicht ein Hinweis auf die Notwendigkeit, die selbst gestalteten Realitäten näher zu
untersuchen und nicht zu viele zu erschaffen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Film ein Symbol für die Akasha- Chronik oder für die Vergangenheit sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bringt Langeweile; auch: viele Diskussionen, hüten Sie Ihre Zunge;
– andere darin mitspielen sehen: man sollte sich vor Betrug und Lügen in acht nehmen;
– in einem solchen selbst mitspielen: man wird eine vornehme Bekanntschaft machen, der man in Zukunft viel zu verdanken haben wird;
– einen erzeugen: man wird gut vorwärtskommen;
– Fotofilme: zeigt eine mögliche Reise ins Ausland in naher Zukunft.
(Siehe auch „Filmschauspieler“, „Kino“)
Filmatelier
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in einem aufhalten: kündet unruhige Tage an;
– in einem arbeiten: berufliche Veränderung.
Filmen
Allgemein:
Einen Film zu drehen oder einen zu sehen zeigt den Wunsch nach Veränderung des gegenwärtigen sozialen Umfeldes an. Je nach Inhalt des Filmes
können dadurch Sehnsüchte oder der Wunsch nach einer Flucht aus der als bedrückend empfundenen Realität zum Ausdruck kommen. Eventuell
steht eine Reise an.
Psychologisch:
Wir wollen uns produzieren, in einer Rolle sehen, die anders ist als jene, die wir im Wachleben zur Zeit spielen müssen. Sich selbst filmen sehen,
aber den Apparat nicht bedienen können oder keinen sicheren Platz für das Stativ finden: Uns fehlt der richtige Standpunkt, wir müßten ihn suchen,
um im Leben Standfestigkeit beweisen zu können.

482
Filmschauspieler
Assoziation: – Glanz und Glorie; Anerkennung; Ruhm.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist bereit, im Rampenlicht zu stehen?
Allgemein:
Filmschauspieler taucht im Traum oft auf, wenn man sich in der Realität in Kreisen bewegt, zu denen man nicht recht paßt, in denen man sich
unwohl fühlt. Viele Menschen erschaffen sich eine ideale Persönlichkeit, auf die sie ihre Phantasien und Wünsche projizieren. In Träumen stellt ein
Filmstar, ein Popstar oder eine schillernde Figur des öffentlichen Lebens den Animus oder die Anima des Träumenden dar.
Psychologisch:
Berühmte Menschen, Popstars und Filmstars sind im Traum Projektionsfläche für all jene guten Eigenschaften, die der Träumende selbst gerne hätte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene setzt das Streben nach Vollkommenheit voraus, daß der Träumende die Aspekte seiner Persönlichkeit durcharbeitet, zu
denen er bisher noch keinen tieferen Zugang erhalten hat.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: hoffnungslose Sehnsucht nach etwas Unerreichbarem läßt einen das Glück in der Nähe nicht bemerken;
– selbst Filmschauspieler sein: man fühlt sich in seinem Bekanntenkreis nicht mehr wohl.
(Siehe auch „Film“)
Filz (-schuhe)
Allgemein:
Filzpantoffel sind nach alter Deutung als Wunsch nach häuslicher Gemütlichkeit oder als Warnung vor Gesundheitsrisiken zu verstehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder bearbeiten: du wirst in verworrene Zustände geraten;
– darauf gehen (oder Filzschuhe tragen): deine Feinde werden von dir überlistet werden.
(europ.) : – Filzschuhe sehen: man wird sich durch eigene Nachlässigkeit leicht eine Erkältung und Unpäßlichkeiten zuziehen;
– Filzschuhe tragen: du erreichst ein hohes Alter.
– Filz: du bist geizig.
(ind. ) : – schone deine Gesundheit.
Finanzamt
Psychologisch:
Das Finanzamt ist immer ein beängstigendes Traumsymbol. Es deutet an, daß man befürchtet, daß einem Energien entzogen werden. Symbol des
Zensors und der Zensur in der oder dem Träumenden selber!
Finanzbeamter
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird eine hohe offizielle Position bekleiden;
– Träumt eine Frau vom Finanzbeamten, wird ein Familienmitglied diese Position einnehmen.
Findelkind
Assoziation: – Verlassener Aspekt des Selbst.
Fragestellung: – Welchem Teil meines Selbst will ich mich annehmen?
Volkstümlich:
(arab. ) : – (ein Findelkind entdecken): Treulosigkeit des Gatten oder der Gattin.
(ind. ) : – Treulosigkeit in der Ehe wird dich sehr kränken.
Finden
Assoziation: – Entdeckung; Erkenntnis.
Fragestellung: – Was bin ich in Besitz zu nehmen bereit?
Allgemein:
Im Traum etwas Wertvolles zu finden heißt, daß dem Träumenden ein Teil seiner Selbst bewußt geworden ist, der ihm noch nützlich sein wird.
Finden (zum Beispiel einen Gegenstand) kann manchmal wirklich einen unverhofften Erfolg oder Gewinn ankündigen. Oft muß man allerdings auch
mit dem Gegenteil, einer enttäuschten Erwartung oder einem Verlust rechnen.
Psychologisch:
Der Geist des Menschen besitzt ein unglaubliches Geschick, um die Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was getan werden muß, damit ein Ziel in
erreichbare Nähe rückt. Er benutzt Verstecken, Suchen und Finden als Metaphern für die Anstrengung, die man im Wachzustand aufbringen muß,
um seine Vorstellungen zu verwirklichen. Wenn der Träumende in seinem Traum etwas ohne Anstrengung findet, ist dies ein Hinweis darauf, daß
ihm zum rechten Augenblick auch das notwendige Wissen ohne Mühe zufliegen wird.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann das Traumbild dafür stehen, daß der Träumende im Begriff ist, den entscheidenden nächsten Schritt zu tun.
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas: Schaden erleiden.
(europ.) : – man richtet sich in seinen Erwartungen anders ein; zeigt Überraschungen an;
– etwas: bedeutet falsche Hoffnungen;
– Sachen: bedeutet viel Geld;
– Münzen: häufig Geschenke, aber auch Streit, Ärger und Vorwürfe.
(ind. ) : – etwas: du kannst mit Bestimmtheit mit einem Gewinn rechnen.
Findling
(Felsbrocken aus der Eiszeit)
Assoziation: – Hindernis; Baustein.
Fragestellung: – Was steht mir im Weg? Wie kann ich das Material, das mir den Weg versperrt, sinnvoll nutzen?
(Siehe auch „Fels“)

483
Finger
Assoziation: – Sensibilität; Achtsamkeit.
Fragestellung: – Was berühre ich?
Artemidoros:
Verliert man Finger von den Händen, alle oder nur einzelne, zeigt das Verluste und Tod von Gehilfen an, Malern und Literaten Arbeitslosigkeit und
Untätigkeit, Schuldnern die Auszahlung einer größeren Summe, als sie schuldig sind, und Gläubigern geringere Einnahmen. Ich kenne jemand, der
sich Geld leihen wollte und dem es träumte, er habe keine Finger. Diesem Mann gewährte der Geldgeber auch ohne Schuldverschreibung einen
Kredit. Mehr Finger als Normal zu haben bedeutet das Gegenteil von dem, was das Traumgesicht von den zu wenigen Fingern anzeigt. Denn alle
Finger, die zu den natürlich gewachsenen hinzukommen, sind selbst untauglich und machen auch die anderen, aus denen sie hervorgewachsen sind,
untauglich. Einige Deuter legten das irrtümlich als ein günstiges Zeichen aus. Alles, was ständig mit einem bestimmten Körperteil in enger
Berührung ist, hat dieselbe Bedeutung wie die natürlich gewachsener Teile selbst. So träumte z.B. jemand, aus seinen Fingern sei Holz gewachsen.
Er wurde Steuermann, denn er hatte das Holz des Steuerruder in den Händen. Ein Magenkranker, der Asklepios um eine Heilanweisung bat, träumte,
er betrete das Heiligtum des Gottes und dieser strecke ihm die Finger seiner rechten Hand entgegen, damit er sie esse. Der Mann verzehrte fünf
Datteln und wurde dadurch geheilt; denn die feinsten Datteln werden Finger genannt.
Allgemein:
Finger ist ein vieldeutiges Symbol, abhängig davon, in welchem Zusammenhang er im Traum auftaucht. Weitere Bedeutungen sind aus folgenden
Begleitumständen erkennbar:
– Erhobener Finger kann als Hinweis oder Warnung vor Fehlern verstanden werden; dabei kommt es darauf an, was vorher und nachher im Traum
geschieht.
– Ausgestreckter Finger kann ebenfalls als Hinweis, aber auch als Anklage wegen persönlicher Schuld interpretiert werden.
– Fingerabdruck steht für Individualität, die persönliche Note; man muß dann beachten, wo sich der Abdruck genau befindet.
– Schöner Finger kann für Ansehen, Ehre oder sexuelle Attraktivität stehen, die man sich wünscht oder bereits hat.
– Schmutzige Finger warnen oft vor Intrigen, die man selbst spinnt oder vor denen man sich hüten muß.
– Wer sich die Finger schmutzig macht, hat entweder Mühe und Not, eine schwere Arbeit hinter sich zu bringen, oder ist von Menschen umgeben,
die Unmögliches von ihm verlangen.
– In den Finger schneiden zeigt oft an, daß sich Pläne gegen einen selbst wenden können; manchmal warnt dieses Symbol auch vor übler Nachrede.
– Abgeschnittener Finger kann einen Erfolg ankündigen, für den man jedoch persönliche Opfer bringen muß.
– Wer einen Finger verliert, der könnte im Wachleben danebengreifen.
– Sieht man seine Finger übergroß, möchte man wohl etwas ergreifen, was nur schwer zu erlangen ist, eventuell eine finanzielle Besserstellung.
– Lange Finger übersetzen kaum den Langfinger, den Dieb, sondern vielmehr das Ergreifen einer günstigen Gelegenheit. Aber man kann sich
natürlich auch daran die Finger verbrennen.
– Schneidet man die Fingernägel, muß man nach Ansicht indischer Traumforscher bald Schweres durchmachen.
In der traditionellen Deutung war er das Symbol für Geschicklichkeit und für das Gelingen einer Arbeit. („Sie hat den grünen Finger“).
Psychologisch:
Die Finger bedeuten im Traum Geschicklichkeit oder stehen ganz einfach für Gemütsregungen. Ein Verlust der Finger ist deshalb immer als
Gefahrensignal zu verstehen. Manchmal kann er als Phallussymbol sexuelle Bedürfnisse anzeigen, die man mehr ausleben sollte. Finger ist der Sitzt
des Tastsinns und Teil der Hand, der den Wunsch nach größerer Handlungsfreiheit signalisieren kann. Mit den Fingern kann man im Traum spielen,
weshalb es wichtig ist, den Gegenstand zu kennen, mit dem sie spielen. In den Fingern kann schließlich auch die Intuition zum Ausdruck kommen,
mit der man andere Menschen und Sachverhalte spontan beurteilt und versteht.
Spirituell:
Der Finger auf dem Mund steht für das Schweigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – verwundet haben: krank werden;
– sich in den Finger schneiden: ein hochtrabender Plan wird sich als falsch erweisen;
– verlieren: schwere Leiden und Verluste;
– schmutzig: Ärger und Verdächtigung;
– Dünkt es einen, daß seine Finger kleiner geworden sind, wird sein Knecht ihn betrügen und hassen.
(europ.) : – einen großen sehen: unbewußte Sehnsucht nach Liebe und Sexualität haben (vor allem in Frauenträumen);
– schmutzige oder mißgestaltete: drohen mit Gefahr und Streit; man wird in eine üble Angelegenheit verwickelt werden;
– zerkratzte und fließt Blut dabei: es begegnet einem viel Ärger und Leid; man wird die Hoffnung aufgeben, daß Leben zu meistern;
– schöne, wohlgestaltete haben: du wirst geehrt; man wird begehrt werden;
– reine, wohlgepflegte: deuten auf treue Freunde;
– schöne Hände mit weißen Fingern: die Liebe wird erwidert werden und man wird für seine Wohltätigkeit bekannt werden;
– mit vielen Ringen: sagen eine Verlobung oder einen Heiratsantrag vorher;
– verlieren: Schaden;
– sich in einen schneiden: bringt so manches Mißgeschick und üble Nachrede;
– blutig schneiden: du wirst geachtet und geliebt;
– verletzen: kündigt Verluste an; auch: Streit mit Freunden oder jemanden aus dem Familienkreis;
– glatt abgetrennte Finger: Vermögen und Erbe durch Feinde verlieren;
– wenn ein Finger fehlt: es fehlt eine entsprechende Charaktereigenschaft;
Daumen: steht für Mut, Selbstvertrauen und kämpferischen Geist;
Zeigefinger: steht für Ziele, Geduld, Ehrgeiz, Stolz und Geist des Besitzers;
Mittelfinger: steht für Erfolg, Beruf, Geschäft, langfristige Pläne, Arbeitsmoral, Vorsicht;
Ringfinger: steht für Kunst, Schönheit, Musik, Gemeinschaftssinn, Emotionen und Sympathien des Besitzers;
Kleine Finger: steht für Verstand, Sprache, Intellekt, materielle Werte, Literarisches.
(ind. ) : – schöne: Ehre und Ruhm werden dir zuteil;
– abschneiden und Blut sehen: du hast große Pläne, und sie werden dir auch gelingen, wenn du klug handelst.
(Siehe auch „Arm“, „Amputation“, „Daumen“, „Hand“, „Körper“, „Fingernägel“, „Phallus“, „Zeigefinger“)
Fingerhut (Blume)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wunderschön; glockengleich; Herz; heilend.
Beschreibung: Der Fingerhut (Digitalis purpurea) ist eine Pflanze, die aus Europa stammt, sich aber mit der Zeit auch in den Vereinigten Staaten
ausgebreitet hat. Sie ist eine wunderschöne zweijährige Pflanze, die einen halben bis anderthalb Meter hoch wird, mit glockenähnlichen, meist
violetten, manchmal aber auch weiße Blüten. Aus den Blütenblätter wird das giftige Digitalis gewonnen, das sich jedoch bei richtiger Dosierung als
Heilmittel gegen Herzprobleme bewährt hat.
Allgemeine Bedeutung: Heiler des Herzens; Vorsicht bei allem, was das Herz betrifft; Vorsicht bei zu hoher Dosierung einer guten Sache.

484
Assoziation: Fingerhut; Finger, seid auf der Hut!
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe zur Heilung alter Verletzungen; eine Gabe der Liebe.
Volkstümlich:
(europ.) : – diese hübschen Blumen werden als glückverheißendes Omen angesehen.
(Siehe auch „Blumen“)
Fingerhut (Nähzeug)
Allgemein:
Fingerhut steht für eine mühsame Arbeit, bei der man nur langsam vorankommt und Hilfe benötigt.
Psychologisch:
Ein Symbol für den Schutz vor Verletzung. Wer ihn im Traum (vergeblich?) sucht, könnte ihn vermutlich gebrauchen: Man befürchtet eine
emotionale Verletzung, oder man möchte wenigstens eine weitere verhindern, solange man noch darauf Einfluß hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du mußt dich vor Unannehmlichkeiten schützen; Verdruß und viel Mühe;
– tragen: du wirst Beistand finden;
– verschwinden sehen: Rettung aus Gefahr.
(europ.) : – zeigt an, daß die unternommene Arbeit wenig Verdienst einbringen wird;
– Es ist sehr glückverheißend, wenn eine Frau davon träumt, ihren Fingerhut verloren zu haben.
(ind. ) : – tragen: Unannehmlichkeiten mit Familienmitgliedern.
Fingernägel
Assoziation: – sichere Handhabung; auffällig oder funktional.
Fragestellung: – Womit bin ich umzugehen bereit, oder was will ich zu tun vermeiden?
Allgemein:
Fingernägel kann je nach Begleitumständen wie Finger verstanden werden. Oft steht er aber auch für „Waffen“, mit denen man sich gegen die
Ansprüche der Umwelt wehrt. Nagel an Fingern und Zehen versinnbildlicht auch die Gier nach materiellen Besitz oder den Wunsch, einen anderen
gewaltsam festzuhalten.
– Sehr lange Nägel warnen vor riskanten Spekulationen.
– Finger- oder Fußnägel, die man im Traum beschneidet, kann man mit Verlusten übersetzen, die im Wachleben drohen. Man wird wahrscheinlich
eigene Ansprüche zurückschrauben müssen.
– Feilen des Nagels verweist auf ein ereignisarmes Leben hin.
– Bricht er ab, muß man mit Mißerfolgen und Verlusten rechnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Fingernägel weisen auf den besten, zuverlässigsten Knecht, der über Hab und Gut seines Herrn wacht.
– Träumt der Kaiser, seine Fingernägel seien schön und ordentlich gewachsen, wird er seinem besten
und treuesten Knecht immer mehr gewogen sein;
ein einfacher Mann wird mit seinem Knecht und seinem Freund auf gutem Fuß stehen.
– Dünkt es einen, seine Fingernägel seien gebrochen oder ausgerissen worden, wird sein getreuer Knecht
in Lebensgefahr geraten und arbeitsunfähig werden.
– Beschneidet einer seine Nägel, wird er jenen züchtigen und zurechtweisen.
– Sind die Nägel sauber geschnitten, wird sein Knecht immer seinem Posten gewachsen sein.
– lange: ein hohes Alter erreichen;
– kurze: ein trauriges Leben führen müssen;
– auffallend lange an den Fingern und an den Zehen haben: ein großes Glück erleben.
(europ.) : – stehen oft im Zusammenhang mit Prozessen und heftigen Diskussionen;
– lange (auch Zehennägel): verheißen Reichtum und gutes Fortkommen;
– die eigenen schneiden oder gar abreißen: bringt Verluste und Widerwärtigkeiten;
– anderen schneiden: man möchte jemandem zurechtstutzen und in seine Grenzen verweisen;
– abbrechen: man erwartet den Mißerfolg einer Sache;
– solche, die brechen, so daß der Gegenstand entgleitet, den man halten will: man fürchtet im Inneren kommenden Verlust;
– verschmutzte: der Ruf Ihrer Familie wird durch die Jugend beschmutzt;
– gepflegte Nägel: weisen auf wissenschaftliche Neigungen, literarische Talente und auf Sparsamkeit hin;
– feilen: man langweilt sich.
(ind. ) : – Die Fingernägel bedeuten jede auf Amt und Würde beruhende Macht, ferner Reichtum.
– Träumt einer, man habe seine Fingernägel so weit beschnitten, daß sie nicht über die Fingerspitzen hinausgehen,
wird er Reichtum sowie Amt und Würde einbüßen.
Hat der Kaiser diesen Traum, werden seine Goldschätze und die Stärke seines Heeres abnehmen,
und seine Feinde werden ihm hart zusetzen.
Eine Frau wird ihre Schönheit verlieren und in Armut aus dem Leben scheiden.
– Sind einem die Nägel mit der Wurzel ausgerissen worden, wird das Unheil noch härter und schlimmer,
die Lebenszeit des Träumenden nur von kurzer Dauer sein.
– Träumt jemand, daß seine Nägel zu lang geworden sind und sich an den Enden gekrümmt haben,
so daß sie fast abbrechen, wird er in seinem Gewerbe viel Geld verdienen, freilich nicht ohne Risiko,
auch wird er an Rang und Macht gewinnen.
Schaut dies der Kaiser, werden seine Schatzkammern sich füllen, sein Kriegsvolk an Zahl und Schlagkraft gewinnen
und Länder feindlicher Völker unter seine Herrschaft zwingen.
– Findet einer seine Nägel in ordentlichem und gepflegtem Zustand, wird er in allen seinen Unternehmungen froh
und sorgenfrei und in seiner Glaubenstreue vorbildlich sein.
– lange: du wirst Hilfe in der Not erhalten;
– ganz kurze haben: Traurigkeit;
– ausreißen: Elend;
– beschneiden: Streit und Verdruß.

485
Fingerring
Artemidoros:
(Der Ring kann dank seiner hegenden und bindenden Kraft schädliche Kräfte abwehren und nimmt daher die Stelle eines Amuletts ein. Daneben aber
spielt auch das Material der Ringe eine Rolle, vor allem das Eisen, das von jeher als ein Abwehrmittel gegen Dämonen und ihre Einwirkungen
angesehen wurde.) Fingerringe aus Eisen bringen Glück, doch ein mühsam errungenes; denn der Dichter nennt das Eisen das „mühsam bearbeitete“.
Günstig sind auch die goldenen, mit kostbaren Steinen besetzten Ringe, während die ohne Edelsteine Unternehmungen bedeuten, die keinen Gewinn
abwerfen, weil sie keine Steine haben; denn mit dem Wort „Stein“ bezeichnen wir sowohl den Edelstein im Ring als auch eine bestimmte
Geldsumme. Die massiven Ringe sind immer die besten; denn die hohlen, innen mit Schwefel gefüllten bedeuten Betrügereien und
Hinterhältigkeiten, weil sie etwas Verstecktes enthalten, oder getäuschte Erwartungen, weil die Füllmasse nicht dem Gewicht entspricht. Ringe aus
Bernstein, Elfenbein oder aus sonst einem Material bringen nur Frauen nutzen. Geht der Fingerschmuck einem Manne verloren, zerreißt oder
zerbricht er, zeigt es ihm nicht nur den Verlust der Vertrauensperson im Haus an, z.B. den der Gattin oder des Hausverwalters, sondern auch
wirtschaftlichen Ruin, und Personen, denen bis dahin Vertrauen geschenkt wurde, bedeutet es dessen Entzug; denn solche benötigen keine Ringe
mehr. Vielen kündigte dieses Traumerlebnis den Verlust des Augenlichtes an; denn irgendwie besteht wegen des Glanzes der Edelsteine eine
geheimnisvolle Beziehung zwischen den Ringen und den Augen. Es träumte jemand, er habe seinen Ring, mit dem er alles zu siegeln pflegte,
verloren; dank eifriger Suche habe er dann den eingefaßten Stein, in fünfundzwanzig Teilchen zersplittert, wieder aufgefunden, so daß er nunmehr
unbrauchbar war. Innerhalb von fünfundzwanzig Tagen machte er völlig bankrott.
Allgemein:
Fingerring kann den Wunsch nach einer guten Ehe und nach Kindern symbolisieren. Verliert man ihn, soll das nach alten Traumbüchern vor einer
Beleidigung warnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Im allgemeinen bezeichnet der Fingerring diejenigen, die zum Herrschen oder Regieren Fähigkeit oder Eignung besitzen,
denen, die sie nicht haben, bedeutet er Freude, Frau und Kinder.
– Der Fingerring bedeutet die Autorität der kaiserlichen Majestät; häufig werden nämlich die Kaiser durch den Ring
und nicht durch die Krone symbolisiert.
– Träumt der Kaiser, er händige seinen Ring einem andern aus, wird er ihn unter seinen Hofleuten mit großer Vollmacht ausstatten;
gibt oder steckt er der Augusta einen Ring an, wird sie einen Kaiser gebären, falls sie schwanger geht, wenn nicht,
schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen.
– Steckt der Kaiser zwei Ringe an, den alten und einen neuen, wird er nach dem ersten Sohn noch einen zweiten zeugen.
– Dieselbe Deutung gilt für die Augustas hat sie keinen Sohn, wird sie zwei Söhne bekommen und doppelte Freude erleben.
– Träumt der Kaiser, er gebe anderen das Siegel aus seinem Ring, wird er sie erhöhen und ihnen seine Geheimnisse anvertrauen.
– Zerbricht er seinen Fingerring, wird der Kaiserin ein Unglück widerfahren.
– Kauft und trägt jemand einen Ring, um Verträge zu schließen, wird er entsprechend der Schönheit des Ringes Vollmacht
und eine Frau gewinnen.
– Zieht einer einen Ring von seiner Hand und schiebt ihn auf den Finger eines Bekannten, wird er ihn zum Erben und Nachfolger
seiner Macht einsetzen.
– sehen oder tragen: du wirst abgeschlossene Dinge nicht ändern können;
– verlieren: einen Freund begraben sehen;
– geschenkt bekommen: Ehre wird dir geboten werden.
– Verliert eine Frau ihre Fingerringe, wird sie um ihr Vermögen kommen und in Armut sterben,
sind es die Armringe, aus Not ins Glück wechseln.
(ind. ) : – Der Fingerring bezeichnet den regierenden Kaiser oder die Gattin und den Sohn.
– Träumt einer, er finde einen Fingerring und trage ihn, wird er große Macht erringen, falls er zu jenen gehört,
die Herrscherfähigkeit besitzen, wenn nicht, wird er eine Frau nehmen, reich werden und einen Sohn zeugen.
– Ist der Fingerring zerbrochen, wird er seine Macht verlieren, vielleicht auch seine Ehefrau oder seinen Sohn.
– Siegelt einer in Wachs oder Teig mit seinem Ring und gibt er das Gesiegelte einem andern, wird der Empfänger
von dem Geber Verfügungsgewalt bekommen, falls er ein Amtsträger ist, ferner Freude und Glück haben.
– Dünkt es ihn, als sei der Stein aus seinem Ring genommen, prophezeit es ihm Krankheit und Zank und Streit
mit Frau und Kindern; ist der Stein völlig zerbrochen, wird sein Sohn sterben, und er selbst wird in seinem Amt
große Schwierigkeiten haben.
– Träumt einem, sein Fingerring sei in zwei Teile zerbrochen und zu Boden gefallen, wird seine Frau erkranken,
seine Kinder werden sterben und seine Gewalt wird geschmälert werden.
– Bekommt jemand einen Ring mit einem rötlichen Stein, kündigt es ihm entsprechend dessen Glanz noch größere
Macht und Freude an;
ist der Stein grün, wird er entsprechend dessen Reinheit ein hohes Amt und rechten Glauben gewinnen;
ein goldfarbener Ring prophezeit eine kränkliche, schwierige Frau, aber auch Rang und Würde;
ist der Stein blau und mit Perlen besetzt, werden Rang und Reichtum bescheidener sein.
– golden: du wirst mit Kindern gesegnet sein;
– verlieren: du wirst beleidigt werden;
– erhalten: Ehre;
– verschenken: Siechtum.
(Siehe auch „Finger“)
Fink
Volkstümlich:
(europ.) : – singen hören: zeigt große Freude an; gute Botschaft.
Finsternis
Allgemein:
Wenn in einem Traum Finsternis herrscht, dann kann das auf die Schwierigkeiten verweisen, daß der Träumende sich selbst nicht aus der Ferne und
damit objektiver betrachten kann. Möglicherweise muß er sich zunächst mit seiner Negativität auseinandersetzen, um sie aufzulösen und Helligkeit
und Klarheit zu schaffen. In alten Traumbüchern versteht man die Finsternis auch als Vorahnung persönlicher Schwierigkeiten, was im Einzelfall
zutreffen kann. Die Ankündigung schwerer Zeiten und Kriegswirren dagegen ist eine vage Deutung, der man kaum Beachtung schenken muß.

486
Psychologisch:
Finsternis wird wie Dunkelheit vor allem als Zeichen für eine undurchsichtige Situation gedeutet, die man erhellen muß; das kann sich auf äußere
Umstände beziehen, aber auch mangelnde Selbsterkenntnis anzeigen. Unter Umständen weist das bei seelischen Störungen in der Realität darauf hin,
daß man eine Psychotherapie benötigt. Sieht der Träumende sich in seinem Traum von Finsternis umschlossen, während andere Menschen im Licht
stehen, dann kann dies ein Hinweis auf eine bevorstehende depressive Phase sein. Im umgekehrten Fall besitzt möglicherweise der Träumende
Erkenntnisse, die den Menschen seines Umfeldes dabei helfen, ihr Leben besser zu gestalten.
Spirituell:
Finsternis im Traum verweist in der Regel auf die Gegenwart des Bösen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in völliger darin herumlaufen: Not und Verzweiflung; unruhige Zeiten werden kommen;
– ohne Scheu durchwandern: die Erfolgsaussichten in Beruf und Privatleben sind ausgezeichnet;
– einen kleinen Lichtstrahl darin erkennen: man wird einen hilfreichen Menschen kennenlernen, der einem helfen wird,
etliche Schwierigkeiten zu überwinden.
(europ.) : – seelische Lage, die nur durch Dritte verändert werden kann; man fühlt sich schutzlos und sollte Hilfe herbeiziehen;
– hineingeraten: Not, Elend und Sorgen;
– sich darin befinden und dann Licht oder die Sonne sehen: bedeutet Glück nach einem Unglück; man wird in einer Notlage Hilfe erhalten;
– sich in solcher befinden: man wird den Rat anderer benötigen;
– in einem unterirdischen Gewölbe in solcher sein: man hat einen Angriff auf seine Person zu erwarten;
– mit vielen Leuten zusammen darin sein: kündet eine Verschwörung gegen den Staat an.
(ind. ) : – Krieg und böse Zeiten machen sich bemerkbar;
– hineingeraten: du wirst in Streitigkeiten verwickelt werden;
– daraus ans Licht gelangen: du wirst aus einer Gefahr gerettet werden.
(Siehe auch „Dunkelheit“)
Firmament
Allgemein:
Firmament (Himmelszelt) soll nach altindischer Traumdeutung eine Erbschaft verheißen, insbesondere wenn sich viele funkelnde Sterne am
Firmament befinden; diese spezielle Deutung steht wahrscheinlich mit Erwartungen in Beziehung, die im Einzelfall aus der konkreten
Lebenssituation berechtigt sein können. Allgemein steht das Firmament für die Zukunft und kann zeigen, daß diese auf absehbare Zeit gesichert ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mir Sternen übersät: du wirst eine große Erbschaft machen.
(europ.) : – die Zukunft ist gesichert; auch: voller Sterne: bedeutet Leiden und übermenschliche Anstrengungen, bevor man sein Ziel erreicht;
man sollte sich vor feindlichen Fallen bei der Arbeit hüten;
– einem selbst bekannte Menschen am Firmament sehen: diese werden durch einem selbst etwas Unkluges tun, wobei andere unschuldig
leiden müssen; auf diesen Traum folgen meist Katastrophen.
(ind. ) : – mit Sternen: du wirst die langersehnte Erbschaft machen.
Firmung
Psychologisch:
Bei dem Traumsymbol Firmung handelt es sich wie bei der Kommunion um ein religiöses Fest. Alle Traumsymbole, die religiöse Feste betreffen,
weisen den Träumenden darauf hin, daß eine Rückbindung an etwas anliegt, das höher ist als ihr eigenes Ich und weltliche Werte. Wurde allerdings
die religiöse Erziehung als Zwang oder Leere empfunden, dann erinnert dieses Symbol an Falschheit, Heuchelei und sinnlose Rituale.
(Siehe auch „Erstkommunion“)
Fischadler
Medizinrad:
Schlüsselworte: Fischer; Taucher; Verbindung mit Wasser und Luft; weit sehend.
Beschreibung: Der Fischadler hat mit seinem großen Bruder, dem Weißkopf-Seeadler eine Gemeinsamkeit: die Vorliebe für Fisch. Doch während
der Weißkopf-Seeadler auch andere Beute nicht verschmäht, hat sich der Fischadler zu einem sehr guten Fischer und Taucher entwickelt, der vor
dem nassen Element keinesfalls zurückscheut. Als einziger Greifvogel ist er in der Lage, auch kurzfristig unter Wasser zu jagen. Fischadler sind
relativ groß mit einer Flügelspannweite, die zwei Meter erreichen kann.
Allgemeine Bedeutung: Der männliche Teil deines Selbst, der auch mit Gefühlen umgehen kann; der Aspekt deines Seins, der bereit ist, die
Gewässer im Innern und im Äußeren zu erforschen; Der Teil von dir, der in jedem sich ihm bietenden Medium jagt.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Klares Verstehen deiner Gefühle; eine Gabe von den Wasser- oder Himmelswesen.
Fischangel
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast Aussicht auf Gewinn.
Fischbein
(Horn aus den Barten der Bartenwale)
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast leicht lenkbare Hausgenossen.
(europ.) : – sehen oder damit arbeiten: eine erfolgreiche Allianz knüpfen.
Fischbrühe
Volkstümlich:
(arab. ) : – trinken: bedeutet Schwindsucht bekommen.
(ind. ) : – trinken: sei auf deine Gesundheit bedacht.

487
Fische
Assoziation: – Emotion; Bewegungsfreiheit im Element der Gefühle; inneres Selbst.
Fragestellung: – Was fühle ich?
Artemidoros:
Fische zu essen ist günstig, besonders gebratene, aber genauso alle anderen, die sonstwie zubereitet sind, die kleinen ausgenommen; diese haben
mehr Gräten als Fleisch und bedeuten deswegen in keinem Fall materiellen Gewinn, sondern Feindschaft mit den engsten Verwandten und leere
Hoffnungen. Sodann bedeuten Fische nach ihrem äußeren Erscheinungsbild etwas Verschiedenes; im einzelnen verhält es sich damit
folgendermaßen: Fische von gefleckter Färbung bedeuten Kranken Vergiftungen, Gesunden Betrügereien und Anschläge, z.B. der Lippfisch, die
Phykis, der Seebarsch, der Iulfisch, der Strometeus und ähnliche. Die rötlichen prophezeien Sklaven und Verbrechern Folterungen, Kranken heftiges
Fieber und Entzündungen, Leuten, die unentdeckt bleiben wollen, Entdeckungen, wie z.B. die Zahnbrasse, die rote Meerbarbe, der Knurrhahn und
die Meeräsche. Letztere bringt kinderlosen Frauen Glück; denn sie laicht dreimal. Deswegen trage sie auch zu Recht ihren Namen (tris = drei), wie
Aristoteles in seiner Tiergeschichte und Aristophanes von Byzanz (257-180 v.Chr. Grammatiker und Leiter der alexandrinischen Bibliothek) im
Kommentar zu Aristoteles erklärt. Fische die sich häuten, sind Kranken, Eingekerkerten, Armen und allen, die sich in einer Drangsal befinden, von
guter Vorbedeutung; diese werden sich die Übel, von denen sie geplagt sind, vom Hals schaffen, z.B. die Garnele, die Languste, die Krabbe, der
Hummer, der Taschenkrebs, die sogenannte Vettel und andere dieser Art. Diese prophezeien häufig auch Schläge, weil sie sich selbst schlagen, und
Reisen, weil sie Amphibien sind. Alle Fischarten, die uns eine Darmstörung verursachen und Durchfall hervorrufen, bedeuten dasselbe wie die
Pflanzenkost und gewähren den Menschen denselben Nutzen. Von den Knorpelfischen bedeuten die großen samt und sonders vergebliche
Anstrengungen und Hoffnungen, die sich nicht erfüllen, weil sie den Händen entschlüpfen und keine Schuppen haben, die den Körper der Fische
umgeben, so wie Hab und Gut die Menschen. Hierher gehören die Muräne, der Fluß- und Meeraal. Die flachen Knorpelfische beschwören wegen
ihrer Wildheit Gefahren und Anschläge herauf, z.B. der Stechrochen, der Zitterrochen, der Seeochs, der sogenannte Adler, der Hai, der Meerengel
und ähnliche Fische dieser Art. Schuppenlose Fische, die beschuppten ähneln, bedeuten, daß die Hoffnungen des Träumenden zu Wasser werden;
dazu gehören z.B. der Thunfisch und seine Unterarten, der kleine Thunfisch, der einjährige Thunfisch, der Simos, der Hammerhai, die Makrele und
ähnliche. Hecht, Melanuren, Alante und Meergrundeln bedeuten, man werde Schurken und üblen Subjekten in die Hände fallen, Schattenfische und
Schleimaale, man werde es mit Bösewichtern und Taugenichtsen zu tun haben. Süßwasserfische bringen Glück, doch in geringerem Maß; sie stehen
nicht so hoch im Kurs wie Meeresfische und sind auch nicht so nahrhaft. Tote Fische auf dem Meer zu finden ist nicht gut; sie zeigen eitle
Hoffnungen an und lassen Erwartungen nicht in Erfüllung gehen. Besser ist es, lebende Fische zu fangen. Sodann ist es für einen Seefahrer und
einem Kranken unheilvoll zu träumen, er erblicke in seinem Bett einen Fisch. Dem einen bedeutet es Schiffbruch, dem anderen Gefahr, die aus
Säften oder durch Säfte entsteht. Wenn eine schwangere Frau träumt, sie gebär einen Fisch, so wird nach der Deutung der Alten das Kind, das sie zur
Welt bringt, stumm sein, nach meiner Erfahrung aber nur kurze Zeit leben. Viele gebaren auch tote Kinder; denn jeder Fisch verendet, wenn er das
ihn bergende Element verläßt.
Allgemein:
Ein Traum über Fische stellt die Verbindung zur emotionalen Seite des Träumenden her. Er verdeutlicht, daß die Begabung des Träumenden nicht im
strategischen Denken liegt. Oft jedoch ist eine instinktive Reaktion angebrachter als das Analysieren einer Situation. Fisch symbolisiert allgemein das
Unbewußte und seine Inhalte, die uns unmerklich beeinflussen. Oft kommen darin auch sexuelle Bedürfnisse zum Ausdruck, die zu stark unterdrückt
oder abgelehnt werden, oder es steht der Wunsch nach Kindern dahinter. Je nach den Begleitumständen ergeben sich unterschiedliche individuelle
Deutungen, unter anderem:
– Schwimmt der Fisch im Wasser und ist gesund und munter, so ist das Gefühlsleben des Träumenden ausgeglichen und harmonisch.
– Fische fangen kann eine Aufforderung darstellen, sich mehr um Selbsterkenntnis zu bemühen, sich genauer zu erforschen, um zur inneren
Harmonie zu finden; außerdem können damit große Erfolge und finanzielle Gewinne angekündigt werden.
– Befindet sich der Fisch auf dem Trockenen, so fürchtet sich der Träumende vor unerfüllbaren Ideen und Wünschen.
– Ein Schwarm von kleinen Fische verweist auf den Zustand nervlicher Erregung oder Überforderung hin.
– Bekommt man Fische geschenkt, kann das oft vor übler Nachrede durch scheinbar freundliche Menschen warnen.
– Fische kaufen wird von alten Traumbüchern oft als Warnung vor der Hinterlist anderer verstanden, denen man trotz ihrer Freundlichkeit nicht
blind vertrauen darf.
– Fische, die einem aus der Hand gleiten, warnen vielleicht ebenfalls vor Schmeicheleien.
– Fische, die man als glitschig und kalt empfindet, deuten häufig auf eine gewisse Gefühlskälte hin, die man durch leere Freundlichkeit vertuscht;
dieses unrechte Verhalten sollte man ändern.
– Der Fisch, von dem man verschlungen wird, kündigt häufig an, daß man sich durch Inhalte des Unbewußten bedroht fühlt, weil sie nicht mehr
genügend unter Kontrolle zu halten sind; manchmal kommt darin eine ernstere seelische Krankheit zum Ausdruck.
– Angel, Fischhändler oder Fischmarkt sind jeweils positive Symbole, die Erfolge und finanzielle Gewinne verheißen.
– Ißt man einen Fisch, braucht man sich vor entscheidenden Ereignissen nicht zu fürchten. Verschluckt man aber die Gräte, sollte man
sich vor Betrügern hüten.
Psychologisch:
Die Vorstellung, daß alles Leben aus dem Wasser kam, ist sehr weit verbreitet, sie entspricht auch der heutigen Evolutionstheorie. Mit dem Traum
wird dem Träumenden signalisiert, daß er Zugang zum kollektiven Unbewußten hat. C. G. Jung sieht den Fisch als Sinnbild für das Selbst. Jung
meint damit die Gesamtheit von Bewußt- und Unterbewußtsein. Sie sind positiv als Speise und damit als Ausdruck seelischer Energie zu werten, aber
auch Gefahr androhend als große Lebewesen, die wir nicht bezwingen können, weil sie aus den unergründlichen Tiefen (des Bewußtseins!) plötzlich
auf uns zustoßen. Der Fisch wird von Psychoanalytikern oft als Gleichnis der männlichen Sexualität angesehen; schon in Babylonien galten Fische
als phallisches Symbol. Diese weist dann auf die gefühlskalte Seite der Sexualität hin. Den Fisch allerdings generell sexuell zu deuten, wäre zu
einseitig. Da er im Wasser lebt und das Wasser ein Symbol für das Unbewußte ist, deutet der Fisch auch auf die vom Unterbewußtsein gesteuerten
Triebkräfte des Träumenden hin. Die alten Ägypter sahen im Fisch das Symbol der Seele. Im Buddhismus gilt der Fisch als Zeichen für die geistige
Macht. Nach unserer Ansicht umreißen sie die Tiefe der menschlichen Seele.
– Wenn man selbst ein Fisch ist, kann man sich nach C.G. Jung im Bad der Lebensquelle erneuern und verjüngen.
– Liegende Fische deuten auf eine Abschwächung der Vitalität hin,
im klaren Wasser schwimmende auf den heiter-beschwingten Seelenzustand des Träumers.
– Tote Fische geben nach Artemidoros Hinweise auf eine verlorene Hoffnung oder das Scheitern ernsthafter Bemühungen;
wer dagegen lebende Fische fange, habe Aussicht auf Erfolg.
Spirituell:
Fische symbolisieren zeitweilig verfügbare spirituelle Macht. Sie sind das Sinnbild des Wassers, des Lebens und der Fruchtbarkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – gewöhnliche sehen: sich vergebliche Mühe machen;
– große sehen: hohen Besuch bekommen;
– essen: Wohlstand erlangen;
– kaufen: Spöttereien ausgesetzt werden;
– fangen: Bosheit von Neidern erleben;
– kochen: für die Zukunft sorgen;
– abschuppen: sich vergebliche Mühe machen.

488
(europ.) : – ein altes Symbol für Hoffnung und Aufschwung;
– sehen im klaren Wasser: die Gunst der Reichen und Mächtigen gewinnen; schwimmen sehen: Zeichen kommenden Glücks;
– kleine: Verluste, Krankheit, Kummer; bringt Unzufriedenheit;
– große: das Überstehen schlechter Zeiten; bedeutet guten Verdienst;
– goldene sehen: Erfüllung einer Hoffnung;
– fliegenden sehen: hinterhältige Mitarbeiter und späte Stunden enthalten spezielle Gefahren; vermeiden Sie beides;
– viele fangen: stellt reichen Gewinn durch eigenen Fleiß in Aussicht; eine begonnene Unternehmung wird erfolgreich verlaufen;
– einen großen Fangen: verheißt gute Geschäfte;
– kleinen fangen: Traurigkeit;
– einen Katzenfisch fangen: von Feinden in Verlegenheit gebracht werden; man kann jedoch mit Geist und Glück schlimmeres verhüten;
– kalt oder glitschig: man wird von Schmeichlern buchstäblich „eingeseift“ und für deren Zwecke benutzt;
– essen: Gesundheit; bedeutet für Frauen leichte Geburt, für Männer, daß sie bei Frauen Glück haben werden; dauerhafte Freundschaften;
– als Auslage in einem Fischgeschäft sehen: Schwierigkeiten erwarten;
– kaufen: warnt vor Betrug;
– tote Fische: signalisieren den Verlust von Macht und Reichtum durch eine schlimme Katastrophe;
– von einem Fisch verschlungen werden: man leidet unter tiefen seelischen Konflikten und Gefühlen der absoluten Hilflosigkeit;
– Männer im Traum Fische essen sehen: man wird Glück bei Frauen haben;
– Einer jungen Frau verheißt ein Fischtraum einen gutaussehenden und talentierten Mann.
– Wenn Schwangere davon Träumen, Fische zu essen, kündigt sich eine leichte Geburt an.
(ind. ) : – sehen: deine Freunde sind nicht ehrlich mit dir;
– lebendige: deine Liebe findet kein Gehör;
– tote: du wirst von Klatschereien verfolgt;
– fangen: nicht immer meinen es die Menschen mit ihrer Freundlichkeit gut mit dir; du machst dir Feinde;
– kaufen: du wirst mit falschen Ehrenbezeugungen überhäuft werden;
– geschenkt bekommen: man wird dir Übles nachreden;
– essen: du hast Glück in der Lotterie;
– große: ein wichtiges Vorhaben;
– kleine: Streitigkeiten mit dem Ehepartner; Verdruß.
(Siehe auch „Angeln“, „Netz“, „Quelle“, „Schuppen“, „Tierk reis“, „Wasser“)
Fischen
Artemidoros:
Viele und große Fische bringt jedermann Glück und materiellen Gewinn, ausgenommen Leuten, die eine sitzende Tätigkeit haben, und Sophisten;
den einen bedeutet das Traumgesicht Untätigkeit; weil sie nicht gleichzeitig ihrer gewohnten Arbeit nachgehen und fischen können, den anderen, daß
sie keine geeigneten Zuhörer finden werden; denn der Fisch ist stumm („Stumm wie ein Fisch!“). Der Fang von kleinen Fischen zeigt Ärger und
keinesfalls Gewinn an; dazu zähle ich die Sardinen, Anchovis, Sardellen, Sprotten und die Aphye.
Allgemein:
Fischen (Angeln) kann auf einen guten „Fischzug“, also auf Erfolge und Gewinne hinweisen.
Psychologisch:
Erinnern Sie sich, ob Ihre Beute nur „kleine Fische“ oder eben „große Fische“ waren – hier liegt das eigentliche Symbol, und es geht meistens um die
Bewältigung eines Problems, um das erfolgreiche „Fangen“ (Bekämpfen) eines Gegners. Oder haben Sie „im trüben gefischt“? Diesen Traum sollten
Sie wörtlich nehmen und eine unklare Situation bereinigen. Tiefenpsychologisch gedeutet fordert Fischen zu mehr Selbsterkenntnis auf, um die man
sich bemühen muß. Sieht man andere fischen, kommt darin vielleicht das Bedürfnis nach einer guten Freundschaft zum Vorschein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst betrogen und getäuscht.
(europ.) : – man geht zwar Gefahren und einer Ungewißheit entgegen, findet aber das Gleichgewicht wieder;
– sich dabei sehen: man findet sein seelisches Gleichgewicht wieder;
– andere dabei sehen: Gelegenheit zu einer guten Kameradschaft;
– große Fische aus klarem Wasser: Glück und Erfolg.
(Siehe auch „Angeln“)
Fischer
Allgemein:
Wie mancher sitzt als Fischer im Traume am Wasser. Er „fischt“ nach Inhalten seiner Seele, die er aus dem Wasser, einem Symbol des noch
unbewußt gebliebenen Geistes, heraufholt, und die ihm als Fische nähren sollen. Der Fisch ist ein Seelentier. Er ist zur heiligen Speise geworden;
denn wenige Fische wurden durch das Speisewunder Jesu zur Nahrung für viele Tausen de. Der Papst trägt als Nachfolger Petrus den Fischerring.
Parzival trifft den Gralskönig als einen einsamen Fischer. Aus dem unbewußten, dunklen und kühlen Grunde werden die seltsamsten Fische
heraufgebracht; jeder besagt etwas über die Seele. Es kann ein großer, mächtiger Fisch sein, ein vielfarbiges Wesen, auch ein Goldfisch, der so gar
nichts zu tun hat mit jenem unglücklichen Wesen in kleinen Glasbehältern. Ein Maler überwand seine Neurose, konnte erst wieder zu malen
beginnen, nachdem er im Traum einen herrlichen großen Fisch gefangen hatte.
Psychologisch:
Wenn eine der Traumgestalten eine bestimmte Tätigkeit ausübt, muß geklärt werden, was diese Tätigkeit zu bedeuten hat. Ein Fischer symbolisiert
den Ernährer einer Familie, ein Tiefseefischer kann für Tapferkeit stehen, ein Flußfischer verweist möglicherweise auf ein Bedürfnis nach Ruhe und
Erholung. Er fischt nach den Inhalten unserer Psyche. Wer zum Beispiel im Traum als Fischer zu bequem ist, seinen Fang von der Angel oder aus
dem Netz zu nehmen, bringt sich im Wachleben wohl um die Früchte seiner Arbeit. Schuppt er den Fisch, bevor er ihn zubereitet, fällt es dem
Träumer im bewußten Leben wie Schuppen von den Augen, wie er eine Sache anpacken muß, um Nutzen davon zu haben. Der Fischer im Traum
symbolisiert auch den Wunsch des Träumenden, sich beispielsweise einen neuen Partner sofort „einzufangen“.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Fischer im Traum das Symbol für einen Priester sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: betrogen werden.
(europ.) : – falsche Freunde suchen dich zu verführen.

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Fischerei
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: unerreichbare Wünsche werden dich peinigen.
Fischereigeräte
Artemidoros:
Angelschnüre, Angeln, Angelruten und die sogenannten Fischfallen bezeichnen Anschläge und Hinterhältigkeiten (Wortspiel: dolones = Fischfallen
und dolous = Anschläge). Immer ist es besser zu träumen, man besitze selbst derlei Geräte, als sie in fremder Hand zu sehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vergebliche Arbeiten unternehmen.
(europ.) : – kündigt mehr oder weniger üble Nachredereien und Klatschereien an;
– Fischangel: Gewinn und Hoffnung;
– Fischbehälter, voll: guter Geschäftsgang.
(Siehe auch „Angeln“)
Fischerkahn
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf Wünsche ohne bewußtes Ziel.
Fischernetz
Artemidoros:
Das Schleppnetz, das gewöhnliche Fischernetz, das Wurfnetz und alle anderen aus Flachs verfertigten Geräte, die zum Fischfang dienen, bedeuten
Unglück; Glück aber nur Leuten, die hinter flüchtigen Sklaven her sind oder etwas Verlorenes suchen; es sagt ein rasches Auffinden voraus. Allen
anderen besagt es wegen der Schlingen geschäftliche Verwicklungen, Gefahren und Anschläge; alle diese Geräte werden ja zum Schaden der Tiere
hergestellt. Immer aber ist es besser, im Traum selbst derlei zu besitzen, als bei einem anderen zu erblicken, ebenso wie es günstiger ist, einem
anderen Böses zuzufügen als selbst solches von jemand zu erleiden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst eine gute Stellung erhalten.
(europ.) : – Fischernetz weist noch stärker als Fischen auf gute Erfolge und große Gewinne hin.
(ind. ) : – großer Gewinn kommt dir ins Haus.
Fischgräte
Volkstümlich:
(arab. ) : – schlucken: Zeichen von Mißgeschick;
– Fischgräten, sich mit ihnen abärgern: widrige Vorkommnisse.
Fischkelle
(Fischlöffel)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder handhaben: verdrießliche Zufälle.
Fischmarkt
Volkstümlich:
(arab. ) : – unlautere Freuden.
(europ.) : – bedeutet Erfolg.
Fischotter
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder erlegen: verheißt Glück.
(europ.) : – sehen, fangen oder töten: gilt als Gewinn in allem.
Fischpartie
Volkstümlich:
(europ.) : – Ausflug mit einem Fischerboot in See: Gefahr, Unruhe, Mißgeschick.
– Man soll bei einem Unternehmen Vorsicht walten lassen und nicht leichtsinnig darauf losgehen.
Fischschuppen
Allgemein:
Fischschuppen haben bei oberflächlicher Deutung mit Geld zu tun, versprechen also einen Gewinn. Man kann sie im Einzelfall auch als Symbole
unbewußter Gefühle, Einstellungen und ähnlicher Inhalte verstehen, wobei sich eine genaue Deutung aus den weiteren Vorgängen ableiten läßt.
(Siehe auch „Fisch“)
Fischteich
Volkstümlich:
(arab. ) : – erblicken: Nahrungskummer;
– hineinfallen: von Sorgen verzehrt werden.
(europ.) : – bringt Sorgen;
– mit trüben Wasser: aufgrund des ausschweifenden Lebens mit Krankheit rechnen müssen;
– ein fischreicher Teich: läßt auf profitable Unternehmen hoffen;
– ein leerer Teich: kann Todfeinde ankündigen;
– fällt eine junge Frau im Traum in einen klaren Fischteich, darf sie Glück und große Liebe erwarten,
ein trüber Teich verheißt das Gegenteil.

490
Fisolen
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Gartenbohnen) essen: Krankheit.
Fitness / Fitnesscenter / Fitnessgeräte
Allgemein:
Wenn man davon träumt, daß man Fitneß-Training betreibt, kann das Verschiedenes bedeuten, je nach dem, wie man trainiert: Laufen oder schnelles
Gehen läßt vermuten, daß man im Wachleben hinter irgend etwas herläuft. Wenn man auf einem Heimtrainer lief: Tritt man vielleicht auf der Stelle?
Welches Ziel versucht man im Wachleben zu erreichen? Wenn man schwere Gewichte hob; legt einem jemand schwere Lasten auf? Oder lud man
sich selbst Bürden auf und nahm es sich dann übel? Fitneß kann auch bedeuten, daß man jetzt Wege zur Gesundheit beschreitet. Es ist eine Mahnung
zum Aktivieren des Körpers und des Geistes. Ein positiver Erdtraum.
Psychologisch:
Wenn man im Traum mit irgendeiner Art von Körpertraining an Fitneß arbeitet, kann dies ein Hinweis auf Unter- oder Übergewicht sein. Schreit ein
perfekter Körper in einem danach, herausgelassen zu werden? Falls dies zutrifft, ermutigt der Traum einem dazu, etwas dafür zu tun? Natürlich sollte
man sich auch die übrigen Bestandteile des Traums ansehen. Versuchte man, Gewichte zu heben, die zu schwer waren, oder konnte man ganz leicht
damit umgehen? Ein solcher Traum sagt vielleicht etwas über die Fähigkeit, eine Aufgabe oder ein Projekt psychisch oder gefühlsmäßig zu
„verkraften“, aus; er kann aber auch auf das „Gewicht“ des Projekts anspielen.
(Siehe auch „Sport“)
Fixsterne
Volkstümlich:
(europ.) : – betrachten und der Anblick des weiten Sternenhimmels: bedeutet eine glänzende Zukunft.
(Siehe auch „Sterne“)
Flachs (-feld)
Artemidoros:
Der Flachs ist bezüglich einer Eheschließung und einer Gemeinschaft von guter Vorbedeutung, weil er geflochten wird, ferner im Hinblick auf
Hoffnungen und Erwartungen, weil das Jagdgerät, die Wolkennetze und ähnliche Instrumente, mit denen die Menschen den Tieren weit und breit
nachstellen, aus ihm verfertigt werden. Im übrigen bedeutet er dasselbe wie das Spartgras, nur mit geringerer Wirkung. Man bedenke jedoch, daß
dies nicht Großhändlern und Verkäufern derselben und Leuten, die unmittelbar oder mittelbar durch ihn ihren Lebensunterhalt erwerben, etwas
Unheilvolles ankündigt.
Psychologisch:
Wer im Traum ein blühendes Flachsfeld sieht, dem wird es an Erfolg und Fröhlichkeit nicht mangeln.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Flachs brechen: Erbschaft;
– schönen Flachs sehen: schöne Häuslichkeit;
– spinnen: deine Sparsamkeit bringt dich vorwärts; Ersparnisse machen;
– Flachsfeld sehen: Aussicht auf glückliche Zukunft.
– Träumt einer, er finde Flachs, der schon gehechelt ist, wird er mit harter Arbeit seinen Unterhalt verdienen,
weil die Verarbeitung von Flachs viel Mühe kostet; ist letzterer ungehechelt, wird er mit weniger Anstrengung zu Geld kommen.
– Ist der Flachs noch in seinen Hülsen, wird er einer entsprechenden Marter und Verurteilung entgegensehen.
(europ.) : – zeigt einen geschäftlichen Gewinn an;
– spinnen: man wird sich die Tugenden Fleiß und Sparsamkeit aneignen;
– kaufen: bedeutet Hochzeit;
– spinnen: glückliches Familienleben;
– Flachshändler: gute Zukunft.
(Siehe auch „Acker“, „Gelb“, „Spartgras“)
Flachland
(Ebene)
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Reise über das Flachland: signalisiert materielle Gewinne; aber den Verlust der Zuneigung eines Menschen,
an dem Ihnen etwas liegt.
(Siehe auch „Ebene“)
Flacon
Volkstümlich:
(europ.) : – daraus Wein trinken: in den Genuß eines Vermögens kommen;
– befindet sich Wasser im Wein: man wird glücklich aber nicht reich sein;
– ein zerbrechen: mit Verlusten rechnen müssen.
(Siehe auch „Gefäße“)
Flagge
Psychologisch:
Nicht nur ein Symbol für (nationale) Zugehörigkeit, auch für „kriegerische“ Vorhaben, für Idealismus, Leidenschaft und für das Verfechten von
Ideen. Wem dies zu schwierig ist, der „dreht seine Fahne nach dem Wind“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Frohsinn;
– zeigen: fasse Mut;
– aufziehen: wichtige Ereignisse;
– einziehen: eine Niederlage erleiden.
(europ.) : – des eigenen Landes sehen: steht in Friedenszeiten für Wohlstand und in Kriegszeiten für Sieg;
– Bei einer Frau verheißt die Flagge eine Liebesbeziehung mit einem Soldaten.
– Flaggensignale: man sollte auf seinen Namen und seine Gesundheit achten, denn beides ist in Gefahr.
(Siehe auch „Fahne“, „Farben“)

491
Flamme
Assoziation: – Inspiration; intensive Emotionen.
Fragestellung: – Welche Gefühle drängen danach, zum Ausdruck gebracht zu werden?
Allgemein:
Sie sind immer mit der kosmischen Lebenskraft verbunden, die zerstört, um Raum für neue Entwicklungen zu schaffen: In ihrer reinigenden Kraft
vergeht ein alter Lebensabschnitt. Eine neue, glückliche Phase steht Ihnen bevor. Vor den Veränderungen brauchen Sie keine Furcht zu haben. Aber
vielleicht haben Sie ja auch selbst positive Kraft des Feuers im Traum verspürt.
Psychologisch:
Sofern sie als männliches Geschlechtssymbol verstanden wird, muß ihr Verlöschen auf die Angst hindeuten, die Liebeskraft zu verlieren.
– Näher liegt es, eine hellbrennende Flamme als Zeichen der inneren Läuterung zu sehen.
– Flackernde Flammen weisen auf verzehrende Leidenschaften hin.
– Als Warnzeichen gelten sie, wenn sie ein Haus (übersetzt: dein eigenen Körper) umlodern; sie deuten dann auf psychischen und physischen
Schaden hin.
– Die Ägypter glaubten, wer Flammen im Traum sehe, dürfe mit immensem Geldzuwachs rechnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – helle sehen: Freude erleben;
– flackernde: ein unbestimmtes Glück.
(europ.) : – bedeutet, daß man eine große Summe Geld oder ein größeres Geschenk erhalten wird;
– bekämpfen: größte Anstrengungen und Energien aufwenden müssen, um ein Vermögen anzuhäufen;
– unter Kontrolle bringen: es wird alles gut ausgehen, obgleich Schwierigkeiten zu bewältigen sind.
(Siehe auch „Brand“, „Feuer“, „Haus“, „Hausbrand“)
Flasche
Allgemein:
Flasche symbolisiert nicht selten eine Persönlichkeit mit all ihren Eigenschaften, die sich nicht genügend entfalten kann, gleichsam eingeschlossen
bleibt; in diesem Fall fordert der Traum meist auf, mehr aus sich herauszugehen, die Fülle der eigenen Möglichkeiten besser zu nutzen. Manchmal
kann die Flasche auch auf sexuelle Bedürfnisse hinweisen. Die Bedeutung ist abhängig von der Art und dem Inhalt der Flasche, die im Traum eine
Rolle spielt.
– Wer aus einer heilen Flasche trinkt, kann demnach das Glück in vollen Zügen genießen, wobei freilich das,
was getrunken wird, zur Deutung mit herangezogen werden sollte.
– Handelt es sich um ein Babyfläschchen, könnte dies bedeuten, daß der Träumende gut „ernährt“ und förderlich
in seinem Wachstum unterstützt werden will.
– Ein Flasche mit Alkohol könnte den Wunsch nach einer Feier oder nach exzessivem Verhalten darstellen.
– Ein Medizinfläschchen symbolisiert die Notwendigkeit, sich um die eigene Gesundheit intensiver zu kümmern.
– Eine leere oder zerbrochene Flasche ist Sinnbild der Aggression oder des Scheiterns und kann auf Enttäuschungen
und Verluste vorbereiten; übersetzt sehr realistisch das Sprichwort „Glück und Glas, wie leicht bricht das“.
In der traditionellen Traumdeutung ist sie eine Warnung davor, sich „einem Rausch hinzugeben“ oder „sich vergiften zu lassen“.
Psychologisch:
– Wird im Traum eine Flasche geöffnet, bedeutet dies eventuell, daß dem Träumenden Ressourcen zugänglich
gemacht werden, die er zwar schon lange besitzt, aber bisher unterdrückt oder verschüttet hat.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann die Flasche ein Symbol für den Schoß sein, für das Prinzip des Fassungsvermögens und der Abgeschlossenheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – volle sehen: lasse dich vor Unmäßigkeit warnen; Ankündigung einer fröhlichen Zusammenkunft mit Freunden;
– eine leere oder zerbrochene: ein Fall kann leicht Verluste bringen; bedeutet Ärger und Unannehmlichkeiten,
die man sich zu Herzen nehmen sollte.
(europ.) : – geschlechtlich und oft wie Gefängnis zu verstehen;
– sehen: kündet frohe Stunden an;
– eine oder mehrere volle Flaschen sehen: eine Freude oder Einladung bald bekommen;
– mit klarer Flüssigkeit gefüllt: stehen für etwas Positives; in der Liebe wird man Schwierigkeiten meisten
und sich dann mit Erfolg an jemanden binden;
– mit Wein gefüllt: deutet eine fröhliche Gesellschaft an; bedeutet Reichtum;
– mit Wasser: gute Zukunft;
– leere: heimliche Feinde und Nachteile; weist auf Mangel hin; auch: sich in eine schlimme Situation begeben,
aus der man sich wieder befreien muß;
– umkippen: mit häuslichen Sorgen rechnen müssen;
– selbst zerbrechen oder zerbrochene sehen: verkündet ein betrübendes Ereignis oder eine traurige Nachricht;
– aus einer Weinflasche trinken: Krankheit ist angezeigt, die man durch Vorsichtsmaßnahmen vermeiden kann.
(ind. ) : – sehen: Ärger mit den Nachbarn;
– zerbrechen: Trauer wird in dein Haus einziehen;
– füllen: du wirst viel Arbeit haben.
Flaschenkürbis
(Gourds)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Holzschalig; nützlich, anpassungsfähig; zeremoniell nutzbar; musikalisch.
Beschreibung: Der Flaschenkürbis (Laganaria vulgaris) ist ein nicht eßbares Kürbisgewächs der tropischen oder wärmeren Länder. Ausgehöhlt wurde
er von vielen erdverbundenen Völkern als Gefäß beziehungsweise als Kalabasse oder aber mit Kieseln, Muscheln und Bohnen gefüllt als Rassel
benutzt.
Allgemeine Bedeutung: Deine Fähigkeit, die Gaben der Natur richtig einzusetzen: wie du deine Nützlichkeit einschätzt; deine musikalische
Begabung; von einer Heilung träumen, insbesondere von deiner Fähigkeit, sie mitzuteilen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Ein zeremoniell genutztes Gerät; die Fähigkeit, Musik zu machen.
(Siehe auch „Feldkürbis“, „Gartenkürbis“, „Kürbis“)

492
Flaschenzug
Assoziation: – Bewegung mit minimalen Kraftaufwand.
Fragestellung: – Was kann ich mühelos bewegen?
Allgemein:
Flaschenzug deutet meist auf Gesinnungen und Ideale hin, die das Leben prägen. Darin kann der Wunsch zum Ausdruck kommen, den
„Niederungen“ des Alltags zu entfliehen, auf einer höheren geistig-seelischen Ebene zu leben, wobei man sich aber vor Realitätsverlust hüten muß.
Unter Umständen deutet der Flaschenzug auch auf eine schwere Arbeit hin, die man sich durch sorgfältige Überlegung und Anspannung aller
Geisteskräfte sehr erleichtern kann.
Flattern
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas sehen: du bist leichtsinnig.
Flechte
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Krankheit) sehen: Reichtum.
(europ.) : – (Krankheit): Glück und Reichtum.
Flechten / Flechtwerk
Artemidoros:
Alles Geflochtene, nicht nur Seile, Fischer- und Wolkennetze, sondern auch Opferkörbe, Eßkörbe, Packkörbe am Sattelsaum, Woll- und
Arbeitskörbe, Kopfnetze, goldene Halsketten, alle Arten von Schmuckketten, Kränze und ähnliche Gebilde sind wegen der Verflechtung im Hinblick
auf Eheschließungen, Freundschaften und Gemeinschaften von guter Vorbedeutung, dagegen in bezug auf eine Reise, ein Entlaufen und eine Flucht
wegen der Verschlingungen hinderlich; ferner sind sie für Unternehmungen untauglich, ausgenommen für Leute, die mit Arglist etwas ausführen,
und wegen ihrer Eigenschaft festzuhalten, jagen sie Menschen, die in Angst leben, Schrecken ein.
Allgemein:
Alles geflochtene, gleich ob Körbe, Kränze, Seile, Zöpfe und Ähnliches, zeichnet sich dadurch aus, daß es auf festen Verbindungen beruht. Solche
Gegenstände sind vorteilhaft für alle Verbindungen, für Ehen, Freundschaften oder Geschäftsbeziehungen. Für eine Reise oder Flucht sind sie aber
aus dem gleichen Grund ein schlechtes Vorzeichen, denn man wird aufgehalten werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Haar): Untreue.
(europ.) : – (Haar): Eitelkeit, auch Liebhaber.
(Siehe auch „Zopf“)
Flecken
Allgemein:
Fleck, vor allem auf der Kleidung, sind dunkle Punkte auf der Seele, die uns unsicher werden lassen. Es kann darin aber auch eine lässig-
unkonventionelle Lebenseinstellung zum Vorschein kommen, mit der man andere möglicherweise vor den Kopf stößt. Ein Schmutzfleck auf einem
unbeschriebenen Blatt Papier warnt häufig davor, in der nächsten Zeit etwas zu tun, das einfach nicht ganz korrekt ist.
Psychologisch:
In der Psychologie gelten Flecken meist als „die dunklen Stellen“ im Gefühlsbereich, und sehr ähnlich sind sie auch im Traum zu deuten: Es geht
meist um Schuldgefühle, uneingestandene Fehler und belastende Geheimnisse – oder um eine recht peinliche Situation, in der man real oder im
übertragenen Sinn „befleckt dasteht“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – am Körper: Traurigkeit und Mißmut;
– an Kleidern: kommende Sorgen;
– erst im Traum sich welche machen: man wird mit schwierigen Ärger zu rechnen haben,
bei dem man sich vor Unbeherrschtheiten hüten sollte;
– an Sonne oder Mond: Schrecken.
(europ.) : – an den Händen oder Kleidung haben: sich um unbedeutende Dinge Sorgen machen;
– auf Kleidung oder Haut anderer sehen: weist auf Betrug hin; auch: fleckige Kleidung: Skandal für den Träger;
– von Fett an den Kleidern haben: bedeutet reiche Heirat;
– sonstige Flecken: Angebot einer höheren Position, die man annehmen sollte;
– aus Schmutz auf Kleidern und sonstigen Gegenständen: Unannehmlichkeiten, Trauer etc.;
– machen: man wird einen Fehltritt tun;
– von Blattern: man wird eine gute Bekanntschaft schließen.
(Siehe auch „Kleid“, „Kleidung“)
Fledermäuse
Assoziation: – nachtaktiv; gespenstisch; hochsensibel.
Fragestellung: – Welche Finsternis bin ich zu durchdringen oder zu erforschen bereit?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Anpassungsfähig; allesfressend; schnell; Schatten; Nacht.
Beschreibung: Die Fledermaus, ein warmblütiges Säugetier, ähnelt einer Maus mit Flügeln. Sie hängt sich an ihrem langen, schmalen Schwanz zum
Schlafen auf und fliegt im allgemeinen nur nachts. Nach den Nagetieren erreichen Fledermäuse unter den Säugetieren die größte Zahl und sind auch
die einzigen Säugetiere, die wirklich fliegen können. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Phantasie des Menschen, und lösen bei den einen Angst
und bei den anderen Staunen aus.
Allgemeine Bedeutung: Bote, Führer; Schattenseite des Selbst; Furcht; Staunen.
Assoziation: Vampir, Blutsauger.
Transzendente Bedeutung: Ein Bote entweder von schwarzer oder weißer Magie; Verwandlungskünstler; Gabe des Staunens, des Verständnisses für
die Angst.
Artemidoros:
Die Fledermaus bringt Schwangeren Frauen Glück; denn sie legt nicht wie die anderen Vögel Eier, sondern bringt lebendige Junge zur Welt, hat in
den Brüsten Milch und zieht ihre Jungen groß. Schaut jemand, der zu Wasser oder zu Lande reist, einen von diesen Vögeln, wird er in einen heftigen
Sturm geraten oder unter die Räuber fallen. Nisten sich diese Vögel im Haus ein, wird dieses völlig veröden.

493
Allgemein:
Weil Fledermäuse im Volksglauben als angsterregende Tiere gelten, deutet eine Fledermaus im Traum darauf hin, daß der Träumende durch
unbewußte Ängste gequält wird. Fledermaus steht für alle körperlichen und seelisch-geistigen Vorgänge, die ohne Kontrolle des Bewußtseins
ablaufen; damit kann Angst vor den unbewußten Inhalten verbunden sein. Man sollte nach mehr Selbsterkenntnis und Harmonie streben. Sie könnte
aber auch für Blindheit (wovor?) oder instinktiven Orientierungssinn stehen.
Psychologisch:
Sie schießt unverhofft aus der Nacht auf uns zu und bringt Unruhe und Grauen mit sich; übersetzt: Unser seelisches Gleichgewicht ist gestört, wir
fühlen uns verfolgt und sollten Angstzustände ernsthaft nachgehen. Fledermäuse sind Nachttiere; der Aspekt der Dunkelheit oder Finsternis kann
daher für einen solchen Traum von Bedeutung sein. Die Fledermaus hat im Traum eine ähnliche Bedeutung wie die Eule. Es fehlt ihr allerdings der
geistige, weise und weitsichtige Aspekt. Als Traumbild verkörpert sie eher die triebhaften Gefühlsregungen des Träumenden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann eine Fledermaus im Traum sowohl Verunsicherung als auch spirituelle Unklarheit zum Ausdruck bringen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – fliegen sehen: deine Unternehmungen haben keinen glücklichen Ausgang;
– fangen: erschwerter Geschäftsabschluß.
(europ.) : – verkünden Sorgen und Entb ehrungen; sagen ein schlimmes Los voraus, Trauer und Katastrophen stehen bevor; der Tod der Eltern
oder guter Freunde kann daraufhin ebenso folgen, wie der Verlust des Augenlichtes oder von Gliedmaßen;
– sehen: flatterhafter Sinn; unsicheres Unternehmen; Wankelmütigkeit; man solle andere Menschen nicht ausnutzen;
– viele sehen: guter Geschäftsgang trotz Angst vor Schulden;
– eine weiße sehen: gilt als sicheres Todessymbol; häufig stirbt bald darauf ein Kind;
– von ihnen angegriffen werden: schlechte Gedanken durch üble Nachrede von anderen;
– fangen: baldige Besserung der Lage; für Kranke baldige Genesung;
(Siehe auch „Dunkelheit“, „Finsternis“, „Nacht“, „Vampir“)
Flehen
(bitten)
Volkstümlich:
(europ.) : – man sollte seinen eigenen Kräften vertrauen, dann wird man auch bald deren Wirksamkeit beweisen.
Fleisch
Assoziation: – essentielles Nahrungsmittel; manchmal überlebenswichtig.
Fragestellung: – Was muß ich tun, um überleben zu können? Wo bin ich bereit zu vertrauen?
Artemidoros:
Die Erfahrung lehrt, daß das Verzehren und Zubereiten von Fleisch, abgesehen von ein paar Einschränkungen, von guter Vorbedeutung ist.
Schaffleisch freilich ist für alle ein unheilvolles Zeichen und kündigt Trauer in der eigenen Familie an (denn Schafe bedeuten nichts anderes als
Menschen), ebenso Rindfleisch wegen seiner Zähigkeit; dieses bedeutet außerdem wegen seines niedrigen Kaufpreises geringe Geschäftseinnahmen;
Sklaven drohen wegen der Riemen und des Ochsenziemers Folterqualen. Ziegenfleisch zeigt allgemein Leuten, die sich auf See in einem Sturm
befinden, Rettung an, allen übrigen schlechte Geschäfte; den ersteren wendet es die Gefahren ab, weil man der Sturmflut gleichnamige Tiere opfert
(Wortspiel: chimaira = Ziege und cheimon (gesprochen chimon) = Sturm), den letzteren bringt es wegen des knochigen Fleisches nur schmale
Einkünfte. Am günstigen für jedermann ist Schweinefleisch, und ganz zu Recht. Denn von einem lebenden Schwein hat niemand Nutzen, ist es aber
geschlachtet, ist sein Fleisch schmackhafter als das der übrigen Tiere; letztere dagegen haben lebend größeren Wert, als wenn sie geschlachtet sind.
Gebratenes Schweinefleisch zu essen ist in jedem Fall ein gutes Vorzeichen; wegen des Feuers werden die materiellen Gewinne sich rascher
einstellen. Einfach gekocht, zeigt es dieselben Gewinne an, doch mit Verzögerung, während das von Köchen entsprechend zubereitete einen Profit
bringt, der mit Ärger oder vorausgehenden Aufwendungen verbunden ist. Das Verzehren rohen Fleisches kündigt in keinem Fall etwas Gutes an; es
bedeutet den Verlust eines Teils von unserem Hab und Gut, weil unserer Natur rohes Fleisch nicht verträgt. Das größte und höchste Glück bringt
nach meiner Beobachtung der Genuß von Menschenfleisch im Traum, wenn es nur nicht das eines Bekannten oder Familienangehörigen ist; denn
wer vom Fleisch eines Angehörigen gegessen hat, wird diesen begraben, und er selbst (wird nur mit geringen Bissen sein Leben fristen). Denn es ist
ganz natürlich, daß man nur unter Zwang großer Entbehrung, wie es in Kriegszeiten und Hungersnöten der Fall ist, zu solcher Nahrung greift (nach
Gottes Gesetz strengsten verboten!). Am allerschlimmsten aber wäre es, das Fleisch seines eigenen Sohnes zu verzehren; es prophezeit jähen Tod,
ausgenommen, man träumt, von denjenigen Körperteilen des Sohnes zu essen, durch welche dieser sich seinen Lebensunterhalt verdient; z.B. wenn
er ein Läufer ist, von den Füßen, wenn er ein Handwerker ist, von den Händen, oder wenn er ein Ringkämpfer ist, von den Schultern. In diesem Fall
beschert das Traumerlebnis dem Sohn Reichtum, dem Vater Nutzen von seinem Sohn. Vorteilhaft ist es, das Fleisch aller anderen Menschen zu
essen; denn irgendwie leben die einen von der Substanz der anderen, wenn sie sich wechselseitig nützen. Immer ist es besser, das Fleisch von
Männern als das von Frauen zu essen, desgleichen das von Kindern als von alten Leuten. Geflügel oder Gänsefleisch ist jedermann zuträglich;
Geflügel bringt nutzen von Frauen oder von Rechtshändeln, Gänsefleisch von Prahlern. Etwas Gutes bedeutet es auch, Wildbret jeder Art zu essen;
es verspricht großen materiellen Gewinn auf Kosten des Vermögens seiner Feinde. Was für Feinde damit gemeint sind, wird die Beschaffenheit und
die Gestalt des Wildes aussagen. Auch Fische zu essen ist günstig, besonders gebratene, aber genauso alle anderen, die sonstwie zubereitet sind, die
kleinen ausgenommen; diese haben mehr Gräten als Fleisch und bedeuten deswegen in keinem Fall materiellen Gewinn, sondern Feindschaft mit den
engsten Verwandten und leere Hoffnungen. Gepökeltes und eingesalzenes Fleisch aller Art bedeutet Verzögerungen und Aufschub geplanter
Unternehmungen; denn durch das Salz werden diese Nahrungsmittel auf lange Zeit hinaus frisch erhalten. In anderen Fällen prophezeien sie
Abzehrung und Trauer. Häufig kündigen sie auch Krankheit an, weil sie durch das Salz mürbe geworden sind.
Allgemein:
Fleisch kann als körperbedingter Trauminhalt auftreten, der das reale Bedürfnis nach Fleisch anzeigt; das kommt zum Beispiel bei Durchführung
einer Diät und Vegetariern vor. Häufig verkörpert Fleisch aber auch die materiellen, körperlichen und teilweise sexuellen Bedürfnisse; Abneigungen
gegen Fleisch kann im Traum dann für die Ablehnung dieser Bedürfnisse bis hin zum Ekel vor sich selbst stehen, während der starke Wunsch nach
Fleisch anzeigt, daß man solche Bedürfnisse mehr beachten muß. Je nach den Begleitumständen im Traum können nach alten Quellen auch folgende
Bedeutungen dahinter stehen:
– Fleisch sehen oder essen soll freudige Ereignisse, Glück und finanzielle Vorteile ankündigen.
– Rohes Fleisch verspricht Hilfe durch andere, die einen wohlgesonnen sind.
– Gebratenes oder verdorbenes Fleisch soll vor bevorstehenden Mißerfolg en und Enttäuschungen warnen.
– Fleisch einem Hund vorwerfen wird als Warnung vor der Verachtung durch andere verstanden.
Psychologisch:
Das Fleisch ist im Traum fast immer ein Symbol für körperliche, meist sexuelle Bedürfnisse und Energien. Oft deutet das Fleisch einen
Mangelzustand an, der möglichst bald beseitigt werden sollte. Es kommt bei der Deutung eines Traumes sehr darauf an, ob das Fleisch im Traum im
rohen oder gekochten beziehungsweise gebratenen Zustand gesehen wird. Fleischgerichte stehen auch oft für eine gute Ernährung oder gar für ein
Festmahl. Allerdings mag sich die Deutung dieser Traumsymbolik allmählich unter dem Einfluß der Fleischskandale ändern. Erstaunlicherweise
träumen aber auch einige Vegetarier im positiven Sinn vom Fleisch, was anzeigt, das die Sprache unseres Unbewußten wesentlich langsamer
reagiert, als unsere bewußten Bewertungen.

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– Der Ekel vor Fleisch deutet auf Entbehrung, Enthaltsamkeit oder auf Übersättigung und Abneigung hin.
– Handelt es sich um rohes Fleisch, drückt dies Leidenschaft, Kraft und Potenz aus oder zumindest den Wunsch danach.
– Ist das Fleisch hingegen appetitlich zubereitet, ist dies ein Zeichen für die verfeinerte Genußfähigkeit des Träumenden.
– Verspürt er großen Hunger oder Appetit auf Fleisch, hat er ein starkes Triebverlangen.
– Wer es ißt, dem fehlt es an seelischer Nahrung, irgend etwas kommt bei ihm zu kurz.
– Das eigene Fleisch oder das eines anderen Menschen essen, übersetzte die indische Traumschrift „Jagaddeva“
mit Herrschaftsgelüsten, die erfüllt werden, oder mit dem Hinweis auf zahlreiche Nachkommenschaft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – rohes sehen: Freude und Unterstützung von Freunden;
– rohes essen: Krankheit; man ist noch lange nicht am Ziel und sollte seine Pläne noch einmal genauer ausarbeiten;
– gekochtes essen: Reichtum;
– gebratenes essen: Wohlergehen;
– Hammelfleisch essen: deine Feinschmeckerei wird dich teuer zu stehen kommen;
– kaufen: Ärgernis.
(europ.) : – wenn nicht als direkter Nottraum, dann rein fleischlich-sexuell zu verstehen;
– sehen: kündet eine Freude an; Symbol für sinnliche Begierden und materielle Genußsucht;
– kaufen: viele Freunde bekommen;
– braten: Ehre und Glück;
– essen: für Kranke: Genesung; für Gesunde: Krankheit;
– sein eigenes essen: bringt Verbesserung der Verhältnisse;
– von Menschen essen: man wird in der Gesellschaft in Verachtung geraten;
– verdorbenes Fleisch: Unwohlsein; Pech in einer Unternehmung haben;
– den Hunden vorwerfen: man wird eine verächtliche Behandlung erfahren;
– Träumt eine Frau von rohen Fleisch, muß sie mit Rückschlägen bei der Verwirklichung ihrer Ziele rechnen.
Sieht Sie gekochtes Fleisch, werden andere den Sieg in einer Sache davontragen, um die sie gekämpft hat.
(ind. ) : – gebraten oder geräuchertes: dein Vieh wird Schaden erleiden;
– selbst kaufen: du wirst die Unterstützung von Freunden finden;
– kaufen sehen: du wirst einen Streit bekommen;
– rohes sehen: du hast Gönner, und sie werden dich unterstützen;
– rohes essen: du hast Verdruß mit deinen Dienstboten;
– gebratenes essen: Krankheit;
– kochen: große Geldausgaben;
– zurichten sehen: Erbschaft;
– dem Hund geben: man wird dich verachten;
– übelriechendes: du bist zu nervös und wirst daher keine Gegenliebe finden; einen Korb bekommen.
(Siehe auch „Braten“, „Nahrungsmittel“)
Fleischbrühe
Volkstümlich:
(europ.) : – steht für die Aufrichtigkeit und Unterstützung von Freunden; benötigt man finanzielle Hilfe, so wird sie einem gewährt;
für Liebende verheißt sie eine starke und langanhaltende Bindung;
– eine zubereiten: sein eigenes Glück und das anderer in die Hand nehmen.
(Siehe auch „Brühe“)
Fleischer
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Kränkung und Beleidigung erfahren;
– mit Blut befleckt: Krankheit oder böse Anfeindung.
(europ.) : – man wird jemanden wiedertreffen, den man lange nicht gesehen hat; dies ist kein Glückstraum, deshalb ist Vorsicht geboten.
(Siehe auch „Metzger“, „Schlachter“)
Fleischerhund
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, oder von ihm angegriffen (gebissen) werden: hüte dich vor gefährlichen Feinden.
Fleischextrakt
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: hüte dich vor Schmeichlern.
Fleißig
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: in Armut geraten.
Flicken (Arbeit)
Volkstümlich:
(arab. ) : – alte Kleider: ärgerliche Dinge erleben.
(europ.) : – du wirst mit Kleinigkeiten Mühe haben;
– etwas: bedeutet Armut;
– auf der Kleidung sehen: bedeutet eine reiche Erbschaft;
– von zerrissenen Kleidern: in einem ungünstigen Augenblick Fehler ausbügeln wollen;
ist das Kleidungsstück jedoch sauber: man wird sein Reichtum vergrößern;
– Träumt eine junge Frau vom Flicken, wird sie ihrem Ehemann eine große Hilfe sein.
(Siehe auch „Nähen“)

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Flicken (Stoffrest)
Volkstümlich:
(europ.) : – einen auf der eigenen Kleidung genäht sehen: beim bezahlen von Schulden sollte man keinen falschen Stolz an den Tag legen;
– andere mit Flicken sehen: Armut und Not sind nahe;
– Entdeckt eine junge Frau Flicken auf ihren neuen Kleidern, stehen ihr ausgerechnet dann Schwierigkeiten ins Haus, wenn sie
das Glück gemacht zu haben glaubt. Versucht sie die Flicken zu verstecken, möchte sie einen schlechten Charakterzug vor
ihrem Liebhaber verbergen. Näht sie selbst die Flicken, übernimmt sie Pflichten, die ihr eigentlich zuwider sind. Näht eine Frau
Flicken für die Familie, steht das für liebevolle Familienbindungen, es kündigen sich aber auch Geldprobleme an.
Flickwerk
Volkstümlich:
(europ.) : – ein vortrefflicher Traum; Geld wird ihnen auf unerwarteten Wege zuströmen.
Flieder
Allgemein:
Flieder symbolisiert die Liebe, nach der man sich sehnt oder die man in sich aufkeimen spürt; dabei handelt es sich oft um eine romantische Liebe,
die etwas weltfremd sein kann. Welker Flieder kündigt eine Liebesenttäuschung an, der Fliederbusch oft ein leichtfertiges Liebesabenteuer.
Psychologisch:
Flieder umschreibt Gefühle, die Sehnsucht nach Liebe und Zärtlichkeit, wobei die Farbe wichtig ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: die Liebe naht;
– riechen: Liebesfreuden.
(europ.) : – Symbol der angebotenen Liebe, auch der Sehnsucht nach einem Angebot;
– sehen: man hat Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung;
– welken sehen: bringt eine Ernüchterung nach einem Liebesabenteuer;
– pflücken: man wird einen Verehrer oder eine Verehrerin mit romantischer Veranlagung bekommen;
– duftender: verheißt eine Überraschung; zeigt eine erwachende Liebe und romantische Gefühle an;
– unter einem Fliederbusch stehen: bedeutet ein leichtsinniges Liebeserlebnis;
– einen Fliederstrauß geschenkt erhalten: kündet eine Liebeserklärung an.
(Siehe auch „Farben“, „Violett“, „Weiß“)
Fliederbaum
Volkstümlich:
(arab. ) : – sorgenvolle Zeit, auch Krankheiten.
(europ.) : – Fliederstrauch: angenehme Stunden.
Fliegen (Zustand)
Assoziation: – der weitverbreitete, ekstatischste Traum; die optimale Mischung von Kontrolle und Freiheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben spüre ich dieses Glücksgefühl?
Medizinrad:
Schlüsselwo rte: Schnell; zielgerichtet; transzendent; spirituell; ätherisch; Formlosigkeit.
Beschreibung: Zu fliegen heißt, in relativ kurzer Zeit von einem Ort zum anderen zu gelangen. Im Traum kann dies in deinem eigenen Körper
geschehen oder aber als sich schnell bewegende Energie. Bei Träumen, in denen du dich selbst als Vogel erlebst oder einen Vogel im Flug begleitest,
ist es wichtig, sich seine äußerlichen Merkmale bewußtzumachen und dann die entsprechende Vogelart in Nachschlagewerken herauszufinden oder
aber, zum besseren Verständnis des Traums, die Eigenschaften des Tiers zu erarbeiten.
Allgemeine Bedeutung: Tatsächlich eine Erfahrung außerhalb des Körpers machen.
Assoziation: siehe Fliegen (Tiere); Vögel.
Transzendente Bedeutung: In deinem ätherischen oder spirituellen Körper auf die Reise gehen; ein angenehmer Traum, in dem du dich frei und
grenzenlos fühlst.
Huichol-Lehre: An Geistorte reisen.
Artemidoros:
Mit Flügeln zu fliegen, ist für alle ohne Ausnahme günstig. Sklaven werden nach diesem Traumerlebnis die Freiheit erlangen, weil alle fliegenden
Vögel herrenlos sind und keinen Gebieter über sich haben. Arme werden viel Geld erwerben; denn wie das Geld die Menschen emporträgt, so auch
die Flügel die Vögel. Reichen und einflußreichen Männern verschafft es Staatsämter; wie die Vögel über das am Boden kriechende Getier erhaben
sind, so die Regierenden über die Bürger. Ohne Flügel und in großer Entfernung vom Erdboden zu fliegen bedeutet dem Träumenden Gefahr und
Schrecken. (Nach Sueton (Caesar, Kap. 81,7) träumte dieser in der Nacht von seiner Ermordung, daß er bisweilen über den Wolken schwebe.) Das
Herumfliegen um Ziegeldächer, Häuser und Kreuzwege prophezeit Verwirrungen und Beunruhigungen der Seele. Im Traum himmelwärts zu fliegen,
zeigt Sklaven in jedem Fall an, daß sie in reichere Häuser überwechseln, häufig auch, daß sie an den kaiserlichen Hof kommen werden. Dagegen
machte ich bei Freien häufig die Erfahrung, daß sie selbst gegen ihren Willen nach Italien reisen mußten; denn wie der Himmel der Sitz der Götter
ist, so ist Italien der Sitz der Kaiser. Menschen aber, die verborgen bleiben wollen und sich verstecken, entdeckt es; denn alle Dinge am Himmel sind
sichtbar und für jeden gut wahrzunehmen. Mit Vögeln zu fliegen bedeutet, man werde sich unter Menschen fremder Zunge (Sprache) unter
Ausländern bewegen. Für Übeltäter ist es ein schlimmes Zeichen; denn solche haben mit Strafe, häufig mit Kreuzigung zu rechnen. Fliegt man weder
allzu entfernt vom Erdboden nach allzu nahe, sondern so, daß man gut wahrnehmen kann, was auf der Erde vor sich geht, kündigt es eine Reise und
Ortsveränderungen an. Es kann nun der Träumende aus den Dingen, die er auf der Erde schaut, erschließen, was ihm alles auf der Reise widerfahren
wird. So verheißen z.B. Ebenen, Kornfelder, Städte, Dörfer, Gehöfte und alles von Menschenhand Geschaffene, ferner schöne Flüsse, Seen, ein
stilles Meer, Häfen, bei günstigem Wind dahinsegelnde Schiffe, all das im Traum geschaut, eine glückliche Reise. Dagegen kündigen Schluchten,
Bergklüfte, Täler, Felsen, wilde Tiere, reißende Ströme, Berge und schroffe Abhänge lauter Widerwärtigkeiten auf der Reise an. Immer ist es ein
gutes Zeichen, wenn man nach einem Flug wieder zur Erde gelangt und so erwacht, am allerbesten aber ist es, wenn man nach Belieben fliegt und
nach Belieben damit aufhört; es sagt große Leichtigkeit und glatte Abwicklung in den Geschäften voraus. Wird man beim Fliegen von einem wilden
Tier, einem Menschen oder einem Dämon verfolgt, so ist das ein übles Zeichen; es beschwört große Schrecken und Gefahren herauf; denn im Traum
war die Furcht so mächtig, daß man glaubte, die Erde biete nicht genügend Schutz für ein Entkommen, und man deswegen den Himmel zu erreichen
suchte. Glück bringt es Sklaven, wenn er im Haus seines Herrn umherfliegt; er wird viele im Haus überflügeln. Fliegt er außerhalb des Hauses, so
wird er nach Tagen des Glücks als Toter das Haus verlassen, falls er durch den Hof ausflog; falls durch den Toreingang, als Verkaufter, wenn durch
ein Fenster, als Ausreißer. Rücklings fliegen ist für einen, der zur See fährt oder eine Seereise antreten will, kein übles Vorzeichen; für gewöhnlich
liegen ja die Leute an Bord auf dem Rücken, wenn sie nicht von einem Unwetter heimgesucht werden. Allen anderen zeigt es Untätigkeit an; man
sagt bekanntlich von untätigen Menschen, sie lägen auf dem Rücken. Kranke rafft es hinweg. Am allerschlimmsten und übelsten ist es; fliegen zu

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wollen und es nicht können, oder wenn man schon fliegt, den Kopf gegen die Erde, die Füße gen Himmel gekehrt zu haben; es prophezeit dem
Träumenden viele böse Schicksalsschläge. Ein Kranker wird, in welcher Lage er auch fliegt, sterben; denn man sagt, daß die Seelen, vom Körper
getrennt, mit einer außergewöhnlichen Schnelligkeit und sozusagen wie Vögel in den Himmel emporsteigen. Dagegen werden Leute, die ein
sitzendes Handwerk betreiben, ihre Beschäftigung aufgeben, so daß sie wegen des Fliegens leicht beweglich werden und nicht mehr auf ihren
Stühlen bleiben. Gefesselte werden von Fesseln befreit; denn ein Fliegender ist an Füßen und Händen frei. Viele erblindeten auch; Blinde gleichen
nämlich Fliegenden, weil sie immer fürchten zu fallen. Sitzt man beim Fliegen auf einem Schemel, auf einer Bank, auf einem Ruhebett oder auf
einem ähnlichen Möbelstück, so wird man ein langes Siechtum durchmachen oder gelähmt werden, weil man nicht imstande ist, sich auf der Erde
fortzubewegen. Hingegen ist das Traumerlebnis für einen, der auf Reisen gehen will, keineswegs ungünstig; er wird mit seiner ganzen Familie und
seinem Vermögen die Reise antreten oder auch zu Wagen fahren. Es träumte z.B. einer, er schwinge sich in die Lüfte und fliege aus freiem Entschluß
zu einem vorgesteckten Punkt, den er unbedingt erreichen wollte. Dort angekommen, kam es ihm vor, als ob ihm Flügel gewachsen wären und er mit
den Vögeln auf und davon fliege, und danach sei er wieder nach Hause zurückgekehrt. Es traf sich, daß er wegen des Fluges die Heimat verließ, und
weil er das Ziel nicht mehr verfehlt hatte, seine Unternehmungen, die er mit großer Energie betrieben, erfolgreich abschloß. Nach Erwerb eines
stattlichen Vermögens. Man nennt ja die Reichen die Beflügelten – und nach einem Aufenthalt in der Fremde – denn die Vögel sind von anderem
Schlag als wir Menschen – ließ er sich wieder in der Heimat nieder. Es träumte jemand, der sich in Rom aufhielt, er fliege dicht an den Dächern
vorbei um die Stadt herum, sei ganz stolz auf die Leichtigkeit des Fliegens und werde von allen, die ihn zuschauten, bewundert; vor Anstrengung
aber und infolge Herzbeschwerden höre er auf zu fliegen und versteckte sich vor Scham. Bewundert und im Ruf eines hervorragenden Weissagers
lebte er als angesehene Persönlichkeit in der Stadt und erwarb nicht nur Anerkennung, sondern auch ein stattliches Vermögen. Doch hatte er weder
an der Weissagekunst noch an seinen Einkünften rechte Freude; denn seine Gattin ließ ihn schmählich in Stich, so daß er aus gekränktem Ehrgefühl
die Stadt verließ. Es träumte einer, er wolle losfliegen, werde aber von einem Freund – dieser hieß Julius – daran gehindert, weil jenes ihn am rechten
Fuß festhielt; der Mann wollte von Rom wegziehen. Er hatte schon alle Reisevorbereitungen getroffen – es war gerade zu Beginn des Monats Juli ,
als ein unvorhergesehener Umstand ihn zwang, zu bleiben. Doch war es kein Aufenthalt auf Dauer, weil der, welcher ihn festhielt, sein Freund war.
Allgemein:
In der traditionellen Traumdeutung werden Träume vom Fliegen mit Sexualität in Verbindung gebracht. In einer umfassenderen Sichtweise stehen
sie für Ungehemmtheit und die Befreiung von möglicherweise selbstgeschaffenen Begrenzungen. Flugträume treten bei Männern häufiger auf als bei
Frauen. Sie symbolisieren den Freiheitsdrang, der ja bei Männern stärker ausgebildet ist, als bei Frauen. Fliegen kann anzeigen, daß man sich über
die gegenwärtigen Verhältnisse erheben, vielleicht auch vor ihnen die Flucht ergreifen möchte, ohne sich dafür anstrengen zu müssen. Gleichzeitig
kann damit die Mahnung verbunden sein, nicht den Boden der Tatsachen zu verlassen, nicht schwärmerisch oder überheblich zu werden, damit man
nicht unvermittelt aus allen Wolken fällt. Stürzt man beim Fliegen ab, wird man mit einem Plan scheitern, weil die Ziele zu hochgesteckt sind.
Psychologisch:
Freud deutete derartige Traumbilder als erotische Wunschvorstellungen. Tatsächlich versetzt das Fliegen im Traum viele Menschen in eine Art
Rauschzustand, der schon im Altertum als Liebesrausch interpretiert wurde und in fast allen mythologischen Vorstellungen zu finden ist. Diese
Auslegung eines Flugtraums ist jedoch nebensächlich, da in der heutigen Zeit das Fliegen zu einer ganz alltäglichen Sache geworden ist; dadurch hat
sich auch die Traumaussage geändert. Fliegt der Träumende in seinem Traum nach oben, bedeutet dies, daß er sein Leben stärker nach spirituellen
Gesichtspunkten ausrichten will; fliegt er nach unten, zeigt dies, daß er sich seinem Unterbewußten zuwendet und sich um tieferes Verstehen bemüht.
Flugträume sind sehr häufig. Sie setzen im allgemeinen Warnzeichen, besonders wenn der Träumer selbst wie ein Vogel, also ohne Hilfsmittel, fliegt.
Die moderne Traumforschung wertet das Fliegen als eine gefährliche Übersteigerung des Selbstbewußtseins. Im übrigen kann der Schluß gezogen
werden, daß das Fliegen in großer Höhe schon das spätere Fallen einschließt; übersetzt: Nur zu leicht kann jemand bei einem Höhenflug abstürzen
und ins bodenlose Nichts fallen. Auf der anderen Seite kann die Seele des Flugträumers Flügel bekommen und von aller Erdenschwere losgelöst sein.
Wer ohne Fluggerät fliegt und über der Traumlandschaft dahinschwebt, scheint im Wachleben mit seinem Gedanken weit weg zu sein und sich den
Realitäten des Lebens gegenüber zu verschließen. Die Ägypter glaubten, daß jemand, der im Traum fortfliege, den Ausweg aus einer verzwickten
Lage finden werde.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht fliegen für spirituelle Freiheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Zu träumen, man fliege wie ein Vogel ohne Flügel in den Lüften hin und her, verheißt hohes Ansehen und Rang und Würde;
hat der Kaiser dieses Gesicht, wird er alle seine Ziele, die er sich im Krieg oder sonst gesteckt hat, erreichen.
Träumt ihm, er fliege gen Himmel, wo die Sterne stehen, wird er die anderen Herrscher an Hoheit und Namen übertreffen;
hört er dort oben die Gestirne reden oder liest er dort Schriftzeichen und erinnert er sich an die Worte, halte er alles,
was er vernommen oder gelesen hat, unumstößlich fest, auch wird er lange leben entsprechend der Höhe, die er erreichte;
spricht er von der Erde mit den Sternen oder liest er am Himmel Schriftzeichen, wird der Traum denselben Ausgang für ihn
nehmen.
– Träumt der Kaiser, er steige gen Himmel und setze sich dort nieder, wird er ein größeres Land gewinnen, als er besitzt;
scheint es ihm, als habe er dort oben einen Palast, wird er das größere, fremde Land unterwerfen und in Besitz nehmen und
dort seinen Wohnsitz nehmen; strauchelt er beim Aufstieg und stürzt er hinunter, wird er seine Herrschaft verlieren und ums
Leben kommen; springt er von Ort zu Ort furchtlos und mit Vergnügen, wird er von Ort zu Ort mit Vergnügen reisen;
springt er voller Furcht, wird er einen gefahrvollen Feld- und Kriegszug unternehmen.
Träumt dies ein einfacher Mann oder ein Armer, ist weniger bedrohlich und ungünstig als beschrieben.
– durch die Luft: Glück und hoffnungsvolle Zukunft;
– mit Flügel: Glück in allen Lebenslagen; man wird einem fernen Ziel bedeutend näher kommen,
muß dazu jedoch seine ganzen Kräfte einsetzen;
– im Flug die Flügel verlieren: Gefahr ist im Anzug; Angst vor einer Blamage;
– eine weite Strecke: du wirst angenehme Tage erleben;
– gegen den Himmel (empor): bedeutet eine Reise, für Dienstboten Glück; für Kranke den Tod;
– dabei niederfallen: Unannehmlichkeiten erleben;
– abstürzen: ein unglücklicher Zufall wird bei allen Schwierigkeiten weiterhelfen;
– wollen und nicht können: es drohen böse Schicksalsschläge.
(europ.) : – im Flugzeug: ein hochfahrender Plan wird nicht gelingen und obendrein Schaden bringen;
– selbst hoch und weit hinaus ohne Flügel: bedeutet Glück, Erfolg und Unternehmungsgeist;
– sich selbst hoch über andere Menschen hinwegfliegen sehen: man hat hochfliegende Pläne, die jedoch nicht immer durchführbar sind;
– junger Mann mit weißen Flügeln über grünem Laub fliegend: im Beruf aufsteigen; auch in der Liebe Erfolg haben; erscheint es ihm oft:
Zeichen für steigenden Wohlstand und die Erfüllung von Wünschen; wenn die Bäume kahl oder tot sind: beim Erreichen seiner Ziele mit
Hindernissen rechnen müssen, die Anstrengungen werden nur kleine Erfolge bringen;
– und selbst schwarze Flügel haben: bringt Kummer; man wird bitter enttäuscht;
– durch das Weltall fliegen: verheißt Unglück in der Ehe;
– am Himmel zwischen seltsamen Gesichtern und Tieren schweben: durch Eifersucht werden einem große Schmerzen und Leid
widerfahren; die eigene Liebe und Treue wird auf der Strecke bleiben;

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– niedrig und fast über den Boden fliegen: weist auf Krankheiten und Unruhezuständen hin, von denen man sich aber erholt;
man verspürt den Wunsch, das Leben und die Zukunft abzustecken;
– über Länder und Meere hinwegfliegen: Symbol der Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit;
bei Ehepaaren bedeutet es den Wunsch nach Auflösung der Beziehung;
– über schmutzige Gewässer fliegen: Warntraum; Privatangelegenheiten sollte man für sich behalten, da Feinde einem umgarnen wollen;
– über eine zerstörte Gegend zu fliegen: bedeutet Unglück; wenn man während des Fluges grüne Bäume und Pflanzenwuchs bemerkt,
wird man in Verlegenheit kommen; man wird aber großen Reichtum erlangen; dabei die Sonne sehen: man macht sich unnötige Sorgen;
– am Firmament, am Mond und anderen Planeten vorbei fliegen: signalisiert Hunger, Krieg und Schwierigkeiten aller Art;
– plötzlicher Fall beim Fliegen: läßt uns Enttäuschungen erleben; verkündet Ruin; dabei aufwachen: alles wird sich zum Guten wenden;
– dabei herabstürzen: man wird in eine böse Angelegenheit hineingezogen werden;
– jemanden sehen: bringt Eifersucht;
– mit dem Luftballon: Wünsche werden sich erfüllen;
– Wenn eine Frau glaubt, sie fliege von einer Stadt zu anderen und ließe sich auf Kirchtürmen nieder, so wird sie sich gegen viele falsche
Anschuldigungen und Liebeserklärungen behaupten müssen. Es drohen ihr Krankheiten und der Tod einer nahestehenden Person.
Wird eine Frau während des Fluges beschossen, heißt dies, daß ihre Feinde ihren Aufstieg in höhere Sphären des Nutzens und des
Wohlstandes zu verhindern suchen.
– einen beglückenden Flug erleben: man hat sich erfolgreich über etwas hinweggesetzt;
– einen beklemmenden Flug erleben als Verfolgungstraum: zeigt ein organisches Leiden an (Herz und Kreislauf);
(ind. ) : – Träumt einer, er fliege in die Weite von Ort zu Ort, wird er auf Reisen gehen, aufsteigen und so viel Geld verdienen,
wie er im Flug an Höhe erreichte; auch wird die Reise gut oder übel verlaufen, je nachdem das Fliegen wohl oder übel
vonstatten ging. Springt einer von Ort zu Ort, halte er sich an dieselbe Deutung, nur ist diese weniger günstig.
– Steil in die Höhe zu fliegen prophezeit Schaden und ein schnelles Ende;
träumt einer, er werde geradewegs in den Himmel empor getragen und mühe sich, ihn mit den Händen zu ergreifen,
wird sein Verderben härter und schneller sein;
scheint es ihm, als komme er durch den Himmel hindurch, wird auch er bald sterben und vor seinem Tod noch der Sinne
beraubt werden.
– Wird einer von Ort zu Ort in die Höhe getragen, wird er schnell seinen Beruf aufgeben und einen anderen ergreifen,
einen schlechteren oder besseren, je nach der Beschaffenheit und Lage der Orte, und zwar ohne Hindernisse.
– und dabei fallen: du hast Glück in deinen Unternehmungen, sei aber nicht zu stolz.
(Siehe auch „Flugzeug“, „Himmel“, „Reise“, „Springen“)
Fliegen (Tiere)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Gewöhnlich; hartnäckig; lästig; zäh.
Beschreibung: Fliegen sind eine große Gruppe von Insekten mit nur einem Paar durchsichtiger Flügel. Wie Moskitos haben sie eine sehr nachteilige
Beziehung zum Menschen und scheinen manchmal für ihn als eine der fortwährenden ägyptischen Plagen gedacht. Fliegen können einen aus der
Ruhe bringen, krank machen und furchtbar lästig sein. Manche von ihnen beißen, versuchen menschliches Fleisch zu essen, wie sie auch über alles
andere, was sie finden können, herfallen. Fliegen haben große Augen, die es ihnen ermöglichen, alles rings um sie her wahrzunehmen. Wie Moskitos
gelingt es Fliegen sehr gut, deine Aufmerksamkeit zu erlangen und so auf die Natur zu richten.
Allgemeine Bedeutung: Ein Blick auf den hartnäckigen, zähen Teil von dir; Verstehen eines lästigen Aspekts deiner Natur.
Assoziation: Sich durch die Lüfte bewegen; schnell; stürmisch; von etwas fortlaufen; die Fliege, die man um den Hals trägt; Forellenköder beim
Angeln.
Transzendente Bedeutung: Ein Versuch eines Teils von dir, dich als Ganzes wieder mit der Natur, der Erde und mit dem, was natürlich ist, zu
verbinden.
Allgemein:
Fliegen werden in der Regel als häßlich und lästig abgewertet; daß sie ebenso wie die Ameisen eine wichtige Rolle im Verwesungsprozeß spielen,
wird gerne übersehen. Fliegen in einem Traum verlangen vom Träumenden, daß er sich mit bestimmten Aspekten in seinem Leben auseinandersetzen
muß, die er für ausschließlich negativ hält, die aber jedoch auch eine positive Seite haben. Da sich nur einzelne Insekten ziellos bewegen, ein
Insektenschwarm jedoch nicht, deutet ein Fliegenschwarm im Traum an, daß der Träumende effektiver und wirkungsvoller sein wird, wenn er sich in
bestimmten Situationen einer Gruppe anschließt. Fliege taucht oft bei gereizten, nervösen und launischen Menschen auf, die sich dann bemühen
sollten, ihre Nerven zu stabilisieren. Weitere Deutungen sind vor allem aus den folgenden Begleitumständen im Traum möglich:
– Fliegen fangen kann darauf hinweisen, daß man sich auf ein nutzloses Unterfangen eigelassen hat und dadurch Schaden nehmen wird.
– Fliegenfänger verspricht entweder, daß man ohne eigene Anstrengungen einen Erfolg erzielen wird, oder warnt vor zu viel Leichtgläubigkeit,
mit der man anderen auf den Leim zu gehen droht.
– Viele Fliegen in einem Zimmer können auf familiäre Probleme und Streitigkeiten hinweisen.
– Fliege in einem Getränk deutet man traditionell als Warnung vor Streit und Ärger.
Psychologisch:
Insekten aller Art lenken die Aufmerksamkeit des Träumenden in der Regel auf primäres instinktives Verhalten, welches überlebenswichtig ist. Was
den Träumenden bedroht, bedroht ihn auf einer grundlegenden Ebene. Wer im Traum von ihr belästigt wird, sollte seine Nerven beruhigen. Fliegen
umschreiben aber auch lästige Menschen oder Dinge, die wir lieber vergessen möchten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisieren Fliegen im Traum Verschmutzung und warnen vor Krankheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Fliegen und Mücken bedeuten eine Nachricht von Feinden und Krankheit.
– Träumt der Kaiser, es schwirrten dort, wo er sich aufhält, Schwärme von Fliegen und Mücken heran,
wird ihm eine böse Nachricht, die über sein Kriegsvolk eintrifft, Kummer, Sorgen und Bitterkeit bereiten;
dieselbe Deutung trifft für die Feldherren zu.
– Träumt dies ein Armer oder gemeiner Mann, werden ihm Trübsal, Krankheit und ein bitteres Ende bevorstehen.
Dünkt es einen, als drängen Fliegen oder Mücken haufenweise in seinen Mund oder in seine Nasenlöcher ein,
wird er mit Pein und Schmerzen den Untergang von Feinden erleben.
– Dringen Fliegen oder Mücken in großer Menge in eine Gegend ein, hat man dort den Einfall von Feinden und
die Peinigung der Einwohner zu gewärtigen.
– sehen: gehe deinen Feinden aus dem Weg;
– fangen: bleibe auf dem rechten Pfad, damit du nicht zu Schaden kommst;
– davon gestochen werden: sei vor Betrügern auf der Hut;
– totschlagen: du weißt deinen Feinden zu begegnen.

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(europ.) : – meist auf Nervenreizungen zurückzuführen; kann auch Ausdruck unangenehmer Launen sein;
auch: von einer ansteckenden Krankheit bedroht oder von Feinden umzingelt sein;
– sehen: man wird betrübt und beleidigt werden;
– viele umherfliegen sehen: bedeutet, daß du heftige Feinde hast, die versu chen dich zu verleumden und zu betrügen;
– fangen und töten: zeigt an, daß man über Feindschaft und Widerwärtigkeiten Sieger bleiben wird; man wird einen
Widersacher beseitigen;
– in den Mund bekommen: man wird mit einem frechen Menschen zu tun bekommen;
– auf einem Fliegenfänger kleben sehen: verspricht viel Erfolg ohne große Mühe;
– Einer jungen Frau sagt dieses Symbol Unglück voraus. Kann sie die Fliegen töten oder vertreiben, wird sie die Liebe
ihres Auserwählten zurückgewinnen.
(ind. ) : – fangen wollen: du wirst durch eigene Schuld in Not geraten;
– im Zimmer: Untergebenen wird das Glück zur Seite stehen;
– in einer Speise oder einem Getränk sehen: Gefahr und Schrecken;
– von ihnen belästigt werden: Feindschaft;
– töten: du wirst Unannehmlichkeiten aus dem Wege gehen;
– viele Fliegen sehen: Mißstimmung; du hast Feinde.
(Siehe auch „Insekten“)
Fliegender Fisch
Assoziation: – Freiheit der Gefühle.
Fragestellung: – Welche Erfahrungen oder Emotionen lassen mich Freudensprünge machen?
(Siehe auch „Fische“)
Fliegenfalle
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: eine heimliche Verschwörung ist gegen einem im Gange;
– volle sehen: kleinere Verlegenheiten können größeres Unheil abwenden.
Fliegenfänger
Volkstümlich:
(europ.) : – aus Papier: sagen eine Erkrankung oder Streit mit Freunden voraus.
Fliegenklatsche
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: du wirst deine Feinde zu treffen wissen.
Fliegeralarm
Allgemein:
Fliegeralarm kann noch deutlicher als Fliegen vor Schwärmerei und Selbstüberheblichkeit warnen, weil man sonst mit Schwierigkeiten, Sorgen und
Mißerfolgen rechnen muß.
Psychologisch:
Wenn nicht die Erinnerung an Kriegserlebnisse mitspielt, spiegelt er meist einen inneren Erregungszustand wieder, den man ergründen sollte.
Volkstümlich:
(europ.) : – Sorgen, Kummer und Elend.
Fliehen
Psychologisch:
Wovor das Traum-Ich flieht, dem sollte sich der Träumende annähern. Mit der Flucht begibt man sich in die Opferhaltung, wenn man sich jedoch
dem zuwendet, wovor man flieht, kann man selbst die Situation bestimmen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Schicksal wird sich ungünstig gestalten.
(europ.) : – oder flüchtig werden: Verlust der Stellung oder Untreue.
(Siehe auch „Flucht“)
Fliesen
(Kacheln)
Volkstümlich:
(europ.) : – Vorsicht vor Unfällen mit Werkzeugen, besonders dann, wenn die Fliesen abfallen und zerbrechen.
Fließband
Psychologisch:
Mehr noch als das Traumsymbol Fabrik verweist das Traumsymbol Fließband auf entfremdete Arbeit und ungünstige Arbeitsbedingungen hin. In
selteneren Fällen kann es auch als Hinweis gedeutet werden, daß man zügig und im Fluß arbeiten sollte.
Fließen
(Wasser)
Psychologisch:
Wenn es ein angenehmer Traum war, in dem man fließendes Wasser (bzw. auch andere Flüssigkeiten, z.B. in typischen Farben wie Rot/Blut, Gelb/Öl
usw.) beobachtet hat, sollte man sich etwas mehr „treiben lassen“ – sich und andere weniger kontrollieren und „dem Leben seinen Lauf lassen“.
(Siehe auch „Bach“, „Fluß“)
Flimmern
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor den Augen haben: Unsicherheit und Unbestimmtheit.

499
Flinte
Allgemein:
Flinte (Gewehr) wird in alten Traumbüchern als Symbol für geschäftliche Schwierigkeiten gedeutet, die man sich oft selbst zuzuschreiben hat, weil
man nicht ehrlich mit den anderen war.
Psychologisch:
Das Schießgerät des kleinen Mannes, das Liebesglück verheißen soll, wenn man im Traum damit schießt; ein phallisches Symbol, das manchmal
auch Ladehemmungen hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ohne Vorsicht kommst du leicht ins Verderben.
(europ.) : – tragen: man hat unlautere Absichten gegen einen anderen;
– sehen: Verdruß, Ärger, kündigt aber bei guten Nebenumständen eine Einladung zur Jagd an, oder zu einer Ausfahrt ins Grüne;
– mit einer schießen: man wird in Zorn geraten;
– einen anderen mit einer sehen: jemand wird versuchen, einen zu beeinflussen, um einen nachher auszunutzen.
(ind. ) : – sehen: du hast kein Glück in deinen Geschäften; du hoffst vergebens auf Gewinn.
(Siehe auch „Gewehr“)
Flintenkugel
Volkstümlich:
(europ.) : – davon getroffen werden: zeigt an, daß man einen Arzt nötig haben wird.
Flitter
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: trügerische Vorspiegelungen;
– sich annähen: bekämpfe deine Flatterhaftigkeit.
(europ.) : – deutet auf üble Nachreden und Enttäuschungen hin.
Flitterwochen
Volkstümlich:
(europ.) : – Veränderungen, Reisen und Enttäuschungen.
Flirt
Assoziation: – zur Schau gestellte Liebe.
Fragestellung: – Mit wem oder was möchte ich auf Tuchfühlung gehen?
Volkstümlich:
(europ.) : – Leichtsinn und Liebe macht das Leben kurz und trübe; auch: gedeihliches Omen, wenn man keine Tränen dabei verursacht.
Flocken
(Schneeflocken)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Verdruß, auch Ängstlichkeit.
Flöhe
Assoziation: – unausweichliche, kleinere Unannehmlichkeiten.
Fragestellung: – Mit welchen alten Problemen bin ich bereit es aufzunehmen?
Allgemein:
Flöhe sind ein Ärgernis, und genau diese Rolle übernehmen sie auch im Traum. Der Träumende befindet sich offenbar in einer Auseinandersetzung
mit Menschen, die ihn ausnutzen wollen oder parasitäres Verhalten an den Tag legen. Es ist für den Träumenden an der Zeit, dies zu erkennen und
sich von solchen Blutsaugern zu befreien. Floh kann als körperbedingtes Traumsymbol auf eine Überreizung und Schwächung des Nervensystems
hinweisen. Allgemein steht er für Ärger, Verdruß, Streit und andere Unannehmlichkeiten, die man als lästig empfindet. Ein hüpfender Floh soll nach
alter Traumdeutung darauf hinweisen, daß man durch wohlüberlegtes Handeln eine verfahrene Situation doch noch retten kann.
Psychologisch:
Der Träumende muß sich für die schmerzhafte Erkenntnis öffnen, daß Menschen, die er für Freunde hielt, ihn in Wahrheit nur benutzen und für ihre
Zwecke ausbeuten. Das unangenehme Ungeziefer weist auf ebensolche Gedanken oder auf gereizte Nerven im Wachleben hin.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisieren Flöhe im Traum Überlebenswille, Anpassungsfähigkeit und Beweglichkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder fangen: unerwartetes Glück;
– nicht fangen können: Plagen werden dich treffen;
– von ihnen gestochen werden: hämische Verdächtigungen und Belästigungen werden dich aufregen.
(europ.) : – zeigen Kummer durch falsche Freunde an, warnen vor Wucher und Betrug; auch: man ist leicht provozierbar;
– fangen: kündigt Befreiung von bösen Feinden an;
– Wird eine Frau im Traum von Flöhen gebissen, werden falsche Freunde sie verleumden. Flöhe auf Ihrem Liebsten
zu entdecken gilt als Zeichen von Wankelmut.
(ind. ) : – oft im Sinne von unangenehmen Gedanken, die reizen, aber dennoch abgelehnt werden; häufig direkte Nervenreizungen;
– einen sehen: man möchte sich am liebsten an einem gewissen Menschen rächen;
– viele sehen: du mußt Unangenehmes beseitigen; bringt großen Ärger;
– hüpfen sehen: durch Klugheit kannst du noch vieles retten;
– haben: du wirst unangenehme Dinge hören; bedeutet Streit;
– fangen oder töten: du wirst Ordnung in deine Angelegenheiten bringen; man wird unverhofft zu Geld kommen;
– von ihnen gebissen werden: baldiger Geldgewinn; auch: ein bösartiger Mensch macht einem zu schaffen.
(Siehe auch „Parasiten“, „Ungeziefer“)
Flor
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet stets eine Trauerbotschaft.

500
Florett (Siehe „Fechten“)
Floß
Allgemein:
Ein Floß bedeutet Sicherheit mitten in einer stürmischen Situation. Auch wenn es nicht den Komfort eines Schiffes bietet, vermag es den
Träumenden doch durch ein stürmisches Meer der Gefühle zu tragen. Floß stellt ein einfaches, aber robustes Fortbewegungsmittel dar; man kann
dieses Symbol oft als die Art und Weise deuten, wie man durch das Leben geht, sich mit einfachen Mitteln behauptet und durchsetzt. Je nachdem,
was mit dem Floß im Traum geschieht, erkennt man, ob man mit Erfolgen oder Mißerfolgen rechnen kann. Allgemein kann das Floß für eine unreife
Persönlichkeit stehen, die sich etwas unbeholfen verhält.
Psychologisch:
Es ist das älteste und einfachste Transportmittel auf dem Wasser. Allerdings – ein Floß ist nicht so leicht zu steuern und deshalb von Strudeln und
plötzlich auftauchenden Hindernissen gefährdet. Hier liegt auch die Symbolik: Es ist vielleicht der einfachste, aber nicht immer der ungefährlichste
Weg, „sich treiben zu lassen“. Wer ohne Steuerung und Orientierung dahinlebt, könnt eine notwendige Kurskorrektur am Ende nicht mehr schaffen.
Ein Warntraum, der auffordert, nicht immer den Weg des geringsten Widerstandes zu wählen – und nicht alles seiner Eigendynamik zu überlassen.
Nur wenn der Flößertraum besonders schön und positiv war, gilt eher die gegenteilige Aussage: Laß den Dingen ihren Lauf, du bist auf dem richtigen
Weg – du kannst dem „Fluß des Lebens“ vertrauen. Im Traum kann das Floß auch ein Symbol des Übergangs sein. Mitunter ist es bedeutsam, woraus
das Floß besteht, da das Material dem Träumenden Hinweise für mögliches Verhalten geben kann. Ein Wasserfahrzeug, das mit Menschenkraft
gesteuert wird und von der Strömung abhängig ist. Das Unbewußte übersetzt das mit der Aussage, man müsse schon Vertrauen in die eigene Kraft
und in die guter Freunde und Gönner haben, um sicher das Ziel seiner Wünsche zu erreichen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist das Floß ein Symbol des spirituellen Übergangs von einer Lebensphase in eine neue.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein Geschäft geht gut aus.
(europ.) : – schwimmen sehen: zeigt an, daß man sich über Wasser halten wird, kräftigt die Hoffnungen;
– mit einem auf dem Wasser treiben: ungewisse Reisen; ein Ziel zu erreichen bedeutet Glück;
– auseinanderbrechend: einen Unfall haben oder Krankheiten mit bleibenden Schäden durchleiden müssen.
(ind. ) : – schwimmen sehen: dein begonnenes Glück wird gut gehen.
(Siehe auch „Boot“, „Schiff“)
Flöte
Artemidoros:
Auf Klageflöten blasen bedeutet Trauer oder ein Leid, das der Trauer gleichkommt, und rafft Kranke hinweg. Auf einer Rohrflöte blasen, bringt
jedermann Glück, desgleichen, wenn man beim Trankopfer flötet.
Allgemein:
In Mythen und Märchen konnte ihr Klang Mensch und Götter verzaubern („Die Zauberflöte“) – sie gilt als Symbol für Harmonie und Lebensfreude.
Viele Musikinstrumente – insbesondere Blasinstrumente – verweisen auf extreme Gefühle, auf Verlockungen und Schmeicheleien. Wegen ihrer Form
gilt die Flöte als Symbol männlicher Potenz, aber sie kann auch den Schmerz verkörpern. Manchmal kommt in der Flöte auch ein sehr
ausgeglichenes Wesen zum Ausdruck.
– Flöte warnt oft vor einer Täuschung oder zu starken Beeinflussung durch andere.
– Wer von fern eine Flöte spielen hört, hat Sehnsucht nach einem lieben Menschen.
– Bläst man sie selbst, soll das auf Probleme in einer Liebesbeziehung hinweisen.
– Gelegentlich zeigt sie als Phallussymbol sexuelle Bedürfnisse an.
Psychologisch:
Die Flöte ist ein Symbol der Freude und des Glücks, da sie den Klang der Seele und daher Harmonie ausdrücken kann. Wie alle Blasinstrumente
männlich-sexuell zu deuten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Flöte im Traum für Himmelsmusik.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: mit Schmeichlern zu tun bekommen;
– blasen hören: hüte dich vor Prozessen;
– selbst blasen: einen Prozeß verlieren.
(europ.) : – spielen sehen oder hören: Schwierigkeiten; soll einen Unglücksfall andeuten; bringt Enttäuschungen;
auch: Flötentöne hören: es kommt zu einem angenehmen Treffen mit entfernt lebenden Freunden und profitablen Unternehmungen;
– selbst spielen: sehr günstiges Omen;
– Spielt eine junge Frau Flöte, wird sie sich sehr verlieben, weil ihr Geliebter sich bestens benimmt.
(ind. ) : – hören: du wirst in deinen Erwartungen getäuscht;
– blasen: du hast Liebeskummer.
(Siehe auch „Blasinstrumente“, „Musikinstrumente“)
Flotte
Volkstümlich:
(europ.) : – im Traum auf See sehen: verkündet Nachricht aus weiter Ferne; auch: eine große Flotte sehen: weist auf schnellen Wechsel
im Beruf hin; wo Niedergeschlagenheit herrscht, werden geschäftliche Dinge schnell vorangehen.
(Siehe auch „Schiff“)
Fluch / fluchen
Allgemein:
Fluch bringt oft den Einfluß zum Ausdruck, den vorangegangene Taten auf die Gegenwart und Zukunft nehmen; damit können Schuld- und
Schamgefühle verbunden sein. Zusätzlich warnt ein Fluch aber auch vor einer einseitige materialistischen Lebensgrundeinstellung, bei der man sich
nicht ganzheitlich verwirklichen kann.
Psychologisch:
Wer träumt, verflucht zu werden, hat vermutlich ein schlechtes Gewissen – und das nicht ohne Grund. Wer selbst jemanden im Traum verflucht,
unterdrückt Aggressionen gegen diese Person und läßt ihnen auf diesem Weg freien Lauf. Der Traumtrip: Eine Aussprache, eine Klärung der
angespannten Situation wäre fällig.

501
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst: Unglück verursachen;
– hören: ein grober Mensch wird dich ärgern.
(europ.) : – selbst: unangenehme berufliche Hindernisse; ein verlobter Mann wird Gründe haben, die Treue seiner Verlobten anzuzweifeln;
– hören: sagt den Besuch einer Zeremonie oder Feierlichkeit voraus;
– in Anwesenheit von Familienmitgliedern fluchen: es droht ernster Streit, der durch illoyales Verhalten bedingt ist.
Flucht
Allgemein:
Handelt ein Traum von Flucht, dann versucht der Träumende schwierigen Gefühlen auszuweichen. Möglicherweise will er sich einer Verantwortung
oder Verpflichtung entziehen. Flucht verspricht im einfachsten Fall, daß man eine Gefahr rechtzeitig wahrnehmen wird und ihr noch entgehen kann.
Diese Gefahr kann auch aus dem eigenen Selbst kommen, zum Beispiel ein ins Unbewußte verdrängter psychischer Inhalt, vor dem man Angst hat
und dem man sich deshalb nicht mehr stellen will. Hilft man im Traum einem anderen bei der Flucht, weist das vielleicht darauf hin, daß man sich
aus Gutmütigkeit oft ausnutzen läßt.
Psychologisch:
Wie in der Realität steht die Flucht im Traum dafür, daß der Träumende versucht, einer unangenehmen Sache zu entfliehen. Dies kann z. B. die
Auseinandersetzung mit unangenehmen Empfindungen oder Erlebnissen sein, die möglichst schnell vergessen werden sollen. Schuldgefühle und
Gewissenskonflikte können hierbei eine Rolle spielen. Wichtig für die Deutung ist, vor was, wem oder welcher Situation der Träumende flieht. Diese
bestimmte Situation löst starke Gefühle der Angst und Panik im Träumenden aus, daß er sich nicht anders als durch Flucht zu helfen weiß. Solches
Verhalten ist auf Dauer keine Lösung, und die ursprüngliche Situation wird sich so lange wiederholen, bis der Träumende eine andere
Bewältigungsstrategie gefunden hat. Oft ist es die Furcht vor sich selbst, vor der eigenen Unentschlossenheit, die Unsicherheit, ob man sich im
Lebenskampf durchsetzen kann. Gelingt die Flucht im Traum, haben wir guten Grund, endlich im Vertrauen auf das eigene Können zu uns selbst
zurückzufinden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Flucht im Traum für eine außerordentlich große Sehnsucht nach Freiheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst flüchten: du wirst einer Lebensgefahr entrinnen;
– jemanden dazu behilflich sein: durch deine Gutmütigkeit erntest du nur Undank;
– andere flüchten sehen: es droht eine ernsthafte Auseinandersetzung.
(europ.) : – Ausweg, um Gefahren auch in Gedanken aus dem Weg zu gehen. Vorsicht! auch: bedeutet Schande und
unangenehme Nachrichten von Abwesenden;
– vor etwas fliehen: bedeutet vor einer bösen Tat auf der Hut sein; man wird einer Gefahr entrinnen;
– vor wilden Tieren fliehen und entkommen: auf Heimtücke in der näheren Umgebung sollte man achten;
nicht entkommen: sehr schlechtes Zeichen;
– wenn etwas vor einem selbst flieht: aus einer Auseinandersetzung erfolgreich hervorgehen;
– jemanden dazu verhelfen: man wird infolge seiner Gutmütigkeit Unannehmlichkeiten bekommen;
– erfolglose: bedeutet Kummer;
– erfolgreiche: die Erfüllung deiner Wünsche;
– Träumt eine junge Frau von der Flucht, so war ihr Verhalten fragwürdig, und ihr Liebster wird sie im Stich lassen.
(ind. ) : – du wirst eine drohende Gefahr erblicken und ihr ausweichen können.
(Siehe auch „Hindernis“)
Flüchtling
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine Gefahr, die dich aber nicht weiter belästigt.
(europ.) : – viele sehen: große politische Umwälzungen und Kriegsgefahr.
Flügel
Assoziation: – fliegen; Freiheit; Transzendenz.
Fragestellung: – Worüber bin ich mich zu erheben bereit?
Allgemein:
Flügel und Fliegen sind eng miteinander verbunden. Folglich könnten Vogelschwingen auf das Bedürfnis des Träumenden nach Freiheit hinweisen.
Ein gebrochener Flügel zeigt an, daß ein Trauma den Träumenden daran hindert, „abzuheben“. Flügel kann meist wie Fliegen gedeutet werden; man
muß berücksichtigen, wie man mit den Flügeln umgeht und wie sie beschaffen sind.
Psychologisch:
Flügel können auch schützen und nehmen in Träumen häufig diese Bedeutung an. Er ist Symbol für den spielerisch-leichten Umgang mit (neuen)
Ideen und Plänen. Vielleicht sollten Sie „Ihren Gedanken Flügel wachsen lassen“ und Veränderungen wagen, die anderen „zu abgehoben“ sind. Die
Flügel eines Engels versinnbildlichen, ebenso wie die Schwingen eines Raubvogels, die Fähigkeit des Träumenden, Schwierigkeiten zu überwinden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stehen Flügel im Traum für die schützende, alles durchdringende Macht Gottes.
Volkstümlich:
(europ.) : – besitzen: Ängste um einen liebenden Menschen stehen einem bevor, der sich auf eine weite Reise begeben hat;
– haben und damit fliegen: bringt Kummer;
– Vogelflügel sehen: die Not wird bald ein Ende haben; man wird zu Geld und Ehren kommen.
(Siehe auch „Fliegen“)
Flug
Volkstümlich:
(arab. ) : – von Vögeln sehen: gute Vorbedeutung.

502
Flughafen
Allgemein:
Der Flughafen im Traum symbolisiert einen Raum des Übergangs, in dem Entscheidungen für das Betreten eines neuen Lebensbereichs getroffen
werden. Er kann auch ein Hinweis darauf sein, daß der Träumende seine Identität neu beurteilt oder beurteilen soll.
Psychologisch:
Der Träumende befindet sich an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt. Vertrauen ist notwendig angesichts der Tatsache, daß er sein Ziel
noch nicht kennt. Flughäfen zeigen Veränderungen an, wobei das Flugzeug ein/en in den Himmel bringt und damit die geistige Dimension dieser
Veränderung betont. Auch: Flucht aus dem Alltag, Gefahr, sich in Ideen und Vorstellungen zu verlieren. – Ebenso: Symbol der Freiheit. Startplatz der
„Himmelfahrt“ und der Ekstase!
Spirituell:
Auf dieser Ebene zeigt der Flughafen den Aufenthalt in einer Art spirituellen Transit an.
(Siehe auch „Flugplatz“)
Flugkarte
Volkstümlich:
(europ.) : – die lang erwartete Wendung zum Guten ist endlich da.
Flugplatz
Psychologisch:
Ein 1:1-Symbol – Ausgangspunkt für Reisen (Veränderungen, den Wechsel eines Standpunktes usw.) und ein Ort, der rasch wechselnde Eindrücke
und Freiheit (vom Alltag) verheißt. In nächster Zeit könnte es turbulent werden, Flexibilität ist gefragt!
(Siehe auch „Flughafen“)
Flugzeug
Assoziation: – schnelle Überwindung von großen Strecken.
Fragestellung: – Habe ich es mit der Realisierung von Veränderungen eilig?
Allgemein:
Flugzeug symbolisiert ebenfalls den Wunsch, sich über den Alltag zu erheben, hohe Ideale und Ziele zu verwirklichen. Träume, in denen Flugzeuge
eine Rolle spielen, können plötzliche oder dramatische Veränderungen im Leben repräsentieren.
– Ein startendes Flugzeug steht für einen Sprung ins Ungewisse und das Eingehen von Risiken.
– Befindet sich das Flugzeug in Schwierigkeiten oder Turbulenzen oder hat der Träumende Flugangst, sollte er seine eigenen
Fähigkeiten nicht überschätzen.
– Ein landendes Flugzeug deutet auf den Erfolg einer neuen Unternehmung oder den Ertrag eines kalkulierten Risikos hin.
– Stürzt das Flugzeug ab oder brennt es mit dunklem Rauch, wird man dabei scheitern, während helle Flammen meist einen
großen Erfolg versprechen.
Psychologisch:
Das Flugzeug steht im Traum als Symbol für weitreichende Gedanken oder auch für den Drang nach Freiheit. Es symbolisiert die Suche nach dem
unabhängigen Sein. Positiv kann man eine solche Reise als Vermittlung weitreichender Gedanken auslegen, die uns nur so zufliegen, aber sie kann
auch als ein Loslösen von unangenehmen Belastungen verstanden werden.
– Flugzeuge jagen durch unseren Kopf, schießen über uns hin, verwirren uns.
– Fliegt der Träumende ohne fremde Hilfe, kann dies bedeuten, daß er mit seinen Gedanken abhebt, was zu sehr kreativen Ideen führen kann
und somit positiv zu deuten ist, wenn er dabei nicht den Kontakt zur Realität verliert.
– Rote Flugapparate haben häufig mit Sexuell-Triebhaften zu tun, das krankhafte Züge aufweist.
– Im allgemeinen sind Flugzeuge jedweder Farbe ein Alarmzeichen der Seele, der Träumer sollte seinen allzu fröhlichen Lebenswandel aufs
Maßvolle zurückschrauben.
– Wer in einem Flugzeug reist, will Belastendes zurücklassen.
– Aber obwohl das Flugzeug nach dem Raumfahrzeug das schnellste Verkehrsmittel der Welt ist, kann der Träumer, der in ihm reist, kaum hoffen,
daß seine Sorgen oder Schwierigkeiten auch superschnell überwunden werden können; denn die Seele hält die Reise mit dem Flugzeug für
gefährlicher, als sie tatsächlich ist.
Spirituell:
Wie der geflügelte Wagen, so repräsentiert auch das Flugzeug eine spirituelle Reise.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du hast stolze Pläne;
– in ihm fliegen: du wirst Macht erlangen.
(europ.) : – Loslösung von störenden Belastungen; mitunter Entspannungen im Organismus;
– fliegen sehen: bald eine Reise unternehmen;
– mit ihm fliegen: ein hochfahrender Plan wird nicht gelingen und obendrein Schaden bringen;
auch: gute Ergebnisse bei zukünftigen Unternehmungen erzielen; die Methoden könnten
nicht ganz unbedenklich sein; man sollte seine Pläne gründlich überprüfen;
– in den Wolken verschwinden sehen: aus einer unglücklichen oder einengenden Lage entkommen;
– Flugzeugabsturz: schwierige und komplizierte Pläne werden sich nicht auszahlen;
– es brennend mit schwarzer Rauchwolke abstürzen sehen: bedeutet Unheil;
– es nur in Flammen abstürzen sehen: ein gutes Zeichen.
(Siehe auch „Abstürzen“, „Fallen“, „Fliegen“, „Flugzeugabsturz“, „Reise“, „Vögel“)
Flugzeugabsturz
Psychologisch:
Keine Angst vorm Fliegen – es war bestimmt kein böser Wahrtraum! Alles, was „herunterkommen“ und zerschellen könnte, sind unhaltbare
Illusionen und übersteigerte Erwartungen – es ist höchste Zeit, sie als solche zu erkennen. Andernfalls wäre ein emotionaler Absturz und eine
unsanfte Landung auf dem harten Boden der Realität durchaus möglich. Eine Aufforderung, wieder „mit beiden Beinen auf den Boden zu kommen“!
(Siehe auch „Flugzeug“)

503
Flur
Psychologisch:
Ein Grund zur Freude, wenn der Flur hell, freundlich und übersichtlich war – Sie haben ein anstehendes Problem positiv zu lösen begonnen, einen
Ausweg gefunden und sind nun „auf dem richtigen Weg“. Leider ist das Gegenteil der Fall, wenn es eher ein Alptraum war: Sie liefern durch einen
finsteren, schmutzigen Flur und haben verzweifelt und vergeblich nach einem Ausgang gesucht? Dann wird es eng! Sie brauchen jetzt eine rasche
Problemlösung, bei der jeder weitere Schritt überlegt sein will – selbst wenn es sich um „unbequeme Schritte“ handelt und so mancher mühsame
Rückweg in Kauf genommen werden muß. Ein Warntraum, der zu einer konsequenten Korrektur der bisher eingeschlagenen Wegrichtung mahnt – in
welcher Angelegenheit auch immer. Der lange Flur umschreibt den Weg aus einer Enge (siehe dort) zu einem noch unbekannten Ziel; übersetzt: Der
Träumer sollte sich bemühen, von einer allzu engen Betrachtungsweise loszukommen, psychische Not zu überwinden, auch wenn er noch nicht weiß,
wohin sein Lebensschifflein treibt. Gehen wir durch einen dunklen Flur, wollen wir die kleinen Schatten auf unserer Seele beseitigen, oder wir haben
Angst, daß uns jemand mit der Absicht überfallen könnte, uns zu seinem Gefolgsmann zu machen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Hausflur oder Diele: verkündet große Freude und angenehme Veränderungen.
(Siehe auch „Dunkelheit“, „Enge“)
Fluß
Assoziation: – fließend und aktiv; kann gefährliche Stromschnellen aufweisen; kann glatt und ruhig sein.
Fragestellung: – Welche Gefühle sind in mir in Bewegung?
Artemidoros:
Flüsse, die reines, klares durchsichtiges Wasser haben und ruhig dahinströmen, bringen Sklaven, Prozessierenden und Leuten, die auf Reisen gehen
wollen, Glück; es gleichen nämlich die Flüsse Herren und Richtern, weil sie ihren Willen ohne Rechenschaft schuldig zu sein und nach freiem
Ermessen durchsetzen, ferner Reisen und Bewegungen, weil ihr Wasser nicht still steht, sondern weiterfließt. Ist das Wasser aber schlammgetrübt
und strömt es reißend dahin, bedeutet sie eine Drohung von Seiten der Herrn und Richter und verhindert jede Reise. Schwemmen sie irgendein Hab
und Gut des Träumenden fort und entführen sie es, fügen sie ihm ganz empfindlichen Schaden zu. Noch größeren Schaden und obendrei Gefahr
bedeuten sie, wenn sie den Träumenden selbst fortschwemmen und besonders, wenn sie ihn ins Meer auswerfen. Ein böses Zeichen ist es auch, in
einem Fluß zu stehen, von seinen Wassern umspült zu werden und nicht hinaussteigen zu können; denn niemand, und habe er eine noch so starke
seelische Widerstandskraft, kann wohl die Widerwärtigkeiten ertragen, die nach diesem Traumerlebnis sich einstellen. Wild strömende Flüsse
bedeuten rücksichtslose Richter, unangenehme Herrn und die Volksmenge, weil sie ungestüm und mächtig tosen. Gut ist es, sie zu überqueren,
besonders zu Fuß; wenn nicht watend, so doch schwimmend. Träumt jemand, er schaffe es ganz und gar nicht, über den Fluß zu kommen, und kehre
deswegen um, so tut er besser daran, wenn er von seinem Vorhaben abläßt, nicht mehr prozessiert, im Augenblick seinen Herrn nicht aufsucht und
sich nicht um die Gunst der großen Menge bemüht. Meint man, in einem Fluß oder See zu schwimmen, so wird man in äußerste Gefahr geraten.
Denn was dem Fisch auf dem Trockenen widerfährt, dasselbe widerfährt auch dem Menschen im nassen Element. Immer ist es besser, schwimmend
das Ufer zu erreichen, als mitten im Schwimmen aus dem Schlaf zu erwachen. Ein ins Haus strömender klarer Fluß prophezeit den Besuch eines
reichen Mannes im Haus zu Nutz und Frommen der Bewohner; dagegen deutet ein schlammgetrübter, besonders wenn er etwas vom Hab und Gut
des Hauses mit fortreißt, den Gewaltakt eines Feindes an, der Haus und Hausbewohnern großen Schaden zufügen wird. Ein aus dem Haus
strömender Fluß ist einem reichen und einflußreichen Mann von Nutzen. Er wird über das Gemeinwesen herrschen und, auf Ehre bedacht, große
Aufwendungen für das öffentliche Wohl machen, und viele Leute werden mit Bitten oder Wünschen in sein Haus kommen; denn allen ist der Fluß
ein Element des Lebens. Einem armen Mann dagegen bringt es die Ehefrau oder den Sohn oder irgendein Familienmitglied in den Ruf des Ehebruchs
und der Liederlichkeit. Fließt ein anderes Wasser trüb ins Haus, so wird man dasselbe in Flammen aufgehen sehen, klares Wasser dagegen zeigt
Zuwachs an Besitz und Geld in Hülle und Fülle an. Flüsse, Seen und Wassernymphen sind im Hinblick auf die Zeugung von Kindern von guter
Vorbedeutung. Acheloos (Gott des gleichnamigen Flusses, Sohn des Okeanos; er wurde als König der Flüsse und Sinnbild des fließenden Wassers in
ganz Griechenland verehrt.) bedeutet das selbe wie die Flüsse und jedes Trinkwasser und gibt den Traumerfüllungen ein viel stärkeres Gewicht.
Wenn man nichts zu trinken vorfindet oder zu einem Fluß, einer Quelle oder Zisterne kommt, ohne Wasser schöpfen zu können, so wird man nichts
von dem zustande bringen, wonach man trachtet. Dürsten ist ja nichts anderes als ein Verlangen, und Trinken stillt das Verlangen. Jemand träumte, er
sei zum Fluß Xanthos (Beiname für Skamandros, vgl. Homer (Ilias 21,31ff.) Zehn Jahre spie der Mann Blut, weil nach Homer der Xanthos so lange
vom Blut der Gefallenen getränkt war.) in der Landschaft Troja geworden. Zehn Jahre lang spie der Mann Blut aus, doch starb er nicht, wie zu
erwarten war, weil der Fluß unsterblich ist.
Achmet:
Einer, der die Rolle seines Herrn übernommen hatte, wollte den Traumdeuter Sirin auf die Probe stellen und fragte ihn: „Mir träumte, ich tränke den
ganzen Tigris aus.“ Sirin antwortete: „Das hast du nicht geschaut; es ist unmöglich.“ Jener mußte es eingestehen und sagte: „So ist es; nicht ich habe
den Traum gehabt, sondern mein Herr, der mich gesandt hat.“ Und Sirin sagte: „Wenn du zurückkommst, wirst du ihn tot finden.“ Und wie er gesagt
hatte, traf es ein.
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Fluß, deutet dies darauf hin, daß sich der Träumende des Flusses seiner Gefühle bewußt ist. Befindet sich der
Träumende in einem Fluß, läßt dies vermuten, daß er seine Sinnlichkeit spürt. Fluß gehört zu den Ursymbolen mit vielfältiger Bedeutung.
Tiefenpsychologisch wird er meist als seelisch-geistige Kraft und Energie verstanden, die uns antreibt und befruchtet, unsere Anlagen zur Entfaltung
bringt und das Leben ständig verändert, dabei aber auch stören oder gar zerstören kann. Je nach den Begleitumständen im Traum kann man vor allem
zu folgenden Deutungen gelangen:
– Ruhig fließender, klarer Fluß zeigt einen klaren Lebensweg an, auf dem man sicher und ohne Umwege dahinschreitet und sich immer weiter
vervollkommnet und reift.
– Unruhiger, schäumender Fluß mit trüben Wasser hat die gegenteilige Bedeutung, man wird also viele Schwierigkeiten im Leben zu überwinden
haben, vielleicht auch unlautere Absichten verfolgen oder Intrigen anderer zum Opfer fallen.
– Rauschender, gefährlicher Fluß warnt oft vor übler Nachrede durch mißgünstige Menschen, die viel Schaden anrichten können.
– Im Fluß baden kann Glück, Erfolg und Wohlstand verheißen; manchmal steigt man geläutert als „neuer Mensch“ aus dem Fluß, steht also am
Beginn einer Entwicklung der Persönlichkeit.
– Durch den Fluß schwimmen verspricht, daß man Hindernisse und Gegner aus eigener Kraft überwinden wird und danach ein besseres Leben
beginnen kann.
– Steht man im Fluß oder schwimmt gegen seine Strömung, kann das auf eine eigenwillige Persönlichkeit hinweisen, die sich immer wieder den
Erwartungen anderer widersetzt; vielleicht kommt darin aber auch zum Ausdruck, daß man sich auf die Suche nach den Wurzeln der eigenen
Persönlichkeit begeben soll, um sich besser zu verstehen und zu entfalten.
– Überqueren des Flusses mit einem Boot oder auf einer Brücke zeigt, daß man eine Änderung des bisherigen Lebens durchführen sollte,
um den eigenen Horizont zu erweitern.
– Überschwemmung und Wasserfall werden in alten Traumbüchern oft als Vorzeichen von Problemen, Mißerfolgen und Verlusten gedeutet;
tritt das Wasser ins Haus, kann man aber vermutlich mit einem Gewinn rechnen.

504
Psychologisch:
Im Bild des Wortes „Lebensfluß“ liegt auch die eigentliche Bedeutung, die dem Fluß oder Strom im Traum zukommt. Bewegt sich der Träumende in
einem Boot oder Schiff auf den Gewässern, so steht dies als Symbol für die Lebensreise. Das Wasser ist aber im Traum auch ein Bild für das
Unbewußte: Sind die Flüsse reißend oder stellen sie ein Hindernis für den Träumenden dar, so ist dies ein Hinweis auf eine Schwierigkeit, deren sich
der Träumende noch nicht bewußt ist. Wer von „stillen Wassern“ träumt, wird sich selten von heftigen Wogen der Leidenschaften mitreißen lassen.
Wer sich unwiderstehlich vom Sog eines Strudels angezogen fühlt, dürfte auch in der Realität zu tiefen Gefühlen fähig sein – und eine Schwäche für
„verhängnisvolle Affären“ haben. Wer im Traum eine halsbrecherische Wildwasserfahrt riskiert, hat auch im Alltag kein Problem damit, sich den
Herausforderungen der heftigeren Art zu stellen. Und wer im Traum in einem tiefen Fluß zu ertrinken droht, hat die Untiefen eines Gefühls
unterschätzt und wollte sich nicht ans „rettende Ufer“ begeben, „bis ihm das Wasser bis zum Hals stand“. Wichtig im Zusammenhang mit einem Fluß
in der Traumlandschaft sind auch seine Ufer. Sie können unzugänglich sein, was dann auf seelische Konflikte oder Komplexe hinweist. Handelt es
sich um Stein- oder Betonwände, kann das bedeuten, daß sich der Träumende durch die moderne Zivilisation eingeengt fühlt oder nicht mit dieser
zurecht kommt. Erscheint aber über dem Fluß eine Brücke, so können dieses Konflikte gelöst werden, allerdings nur, wenn die Brücke zugänglich
bzw. erreichbar ist. Er spült auch manchen Unrat zutage – vor allem, wenn er graues und schlammiges Wasser führt, steht also für den Kummer, den
das Unbewußte wegspülen möchte. Überschwemmungen lassen die Sorgen begründet erscheinen, die wir uns im Alltag machen. Nur das klare
Wasser eines ruhig dahinfließenden Flusses steht für ein sorgenfreies Leben. Jeder Mensch möchte auf der emotionalen Ebene geliebt und anerkannt
sein, denn sonst ist ihm ein aktives Leben versagt. Sich im Fluß mit den Dingen zu befinden bedeutet, Teil einer sozialen Gruppe zu sein, die es dem
Träumenden ermöglicht, mit anderen Menschen zu interagieren.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht der Fluß im Traum für in Bahnen gelenkte spirituelle Energie. „Alles fließt.“ Der Fluß ist ein Symbol für die universalen
Möglichkeiten der Fruchtbarkeit, des Todes und der Erneuerung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Flüsse, die das Land bewässern, bedeuten das Leben der Menschen.
– Träumt jemand, der Fluß, der gewöhnlich das Land bewässere, sei ausgetrocknet, werden Hungersnot, Sorgen und Elend
das Land heimsuchen; ist der Fluß aber über die Ufer getreten, werden die Bewohner jubeln und reiche Ernte einfahren,
und der Pharao wird mit seinen Würdenträgern überglücklich sein.
– Schaut einer, der Fluß habe das Land unter Wasser gesetzt und es seien Fische angeschwemmt worden, werden die Einwohner
Segen, aber auch Krankheiten zu erwarten haben;
bleiben Schlangen, Frösche und Kriechtiere zurück, werden sie mit Feinden zu kämpfen haben, sie aber niederwerfen,
falls sie Herr über das Getier wurden, andernfalls unterliegen.
– Ebenso bedeuten Flüsse, die das Land nicht bewässern, Personen, mächtige oder niedrige, je nachdem, ob die Flüsse groß
oder klein sind; alles, was sich an den Flüssen ereignet, Gutes oder Böses, wird sich für die Betreffenden erfüllen.
– Träumt dem Kaiser, er werfe Netze in den Fluß, um Fische zu fangen, und mache einen reichen Fang, werden die Sorgen,
die ihn wegen eines Krieges oder sonstwie drücken, sich in Glück wandeln; fängt er nichts, wird das Gegenteil eintreten.
Ein einfacher Mann wird nach diesem Traum entsprechend dem Fischzug zu Wohlstand kommen, fängt er nichts, leer ausgehen.
– hell und klar: vorteilhafte Aussicht;
– in einem Kahn darüber fahren: du gehst einem gefahrvollen Unternehmen entgegen;
– darin baden: Verdruß und Verfolgung;
– darüber schwimmen: du wirst mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben;
– stark und wild brausend: Lästerungen werden dich beunruhigen;
– hineinfallen: ein unglücklicher Zufall wird dich treffen;
– austreten sehen: dein Vorhaben gelingt nicht;
– als Wasserfall über einen Felsen stürzen sehen: Verlust und Bankrott.
(europ.) : – wird unter Umständen als Hindernis empfunden; Zaudern an einem wichtigen Punkt auf dem Lebensweg;
– mit ruhigem, klaren Wasser: läßt auf Erfolg eines Unternehmens schließen; deutet auf reine Absichten hin; angenehme Freuden;
– einen großen mit klarem Wasser: ein sehr gutes Zeichen für einen fließenden Lebensweg mit wenig Störungen;
– mit trüben Wasser: man wird von anderen Menschen angefeindet und muß dagegen ankämpfen;
– mir trüben und reißendem Wasser: verheißt es Unheil und droht mit Gefahren; man hat schlechte Absichten gegen jemanden;
unangenehme Eifersuchtsszenen;
– stark rauschen hören: man wird geschmäht werden;
– über seine Ufer treten sehen: bringt Hemmungen in einem Vorhaben; negativer Klatsch ist über einem in Umlauf;
die Aktionen fallen „ins Wasser“;
– über die Ufer getretener Fluß und eingeschlossen sein: im Berufsleben zeitweilige Schwierigkeiten haben; auch: man wird sich
durch eine öffentlich gewordene private Eskapade unwohl fühlen;
– in einen fallen: ein Unglück kommt selten allein;
– in einen springen: bedeutet Unglück und Schwierigkeiten in häuslichen Angelegenheiten;
– ausgetrockneter Fluß: verkündet Verluste; verheißt Krankheit und außergewöhnliches Unglück;
– darin baden: weist auf Gefahren hin, in die man sich mutwillig stürzen wird;
– durch einen schwimmen: man wird einen gefährlichen Gegner überwinden;
– gegen die Strömung schwimmen: Symbol für innere Widersprüche, die vereint werden sollten;
– einen überqueren: man läßt Altes zurück, und eine positive Wandlung beginnt;
– einen Wasserfall sehen: Ruin eines Familienmitgliedes;
– auf einem klaren Fluß segeln und Leichen auf dem Grund sehen: auf Freuden und Glück werden schnell Ärger und Trübsal folgen;
– mit einem Pferd durch einen klaren Fluß schwimmen: verheißt höchste Seligkeit; Geschäftsleute dürfen mit einem gewaltigen
Gewinn rechnen;
– mit einem Pferd durch eine Furt reiten: es winkt Glück;
– durch einen Fluß bei starker Strömung und trüben Wasser reiten: eine Enttäuschung steht ins Haus;
– Überschwemmung in das Zimmer fließen sehen: bedeutet bei klarem Wasser einen vornehmen Besuch oder besonderen Gewinn,
bei trüben Wasser Unglück und Streit.
(ind. ) : – Flüsse bedeuten, ihrer Größe entsprechend, Personen niedrigen oder hohen Standes.
– Kommt einer zu dem . . . größten Fluß, um ihn zu überqueren oder Wasser zu schöpfen, und überquert er ihn ohne Schiff,
wird er an den Statthalter des Kaisers ein Bittgesuch richten und erhört werden;
schöpft er Wasser aus dem Fluß, wird er entsprechend der geschöpften Menge von dem Überfluß des mächtigen Herrn
reich werden.
– Trinkt er aus dem Fluß und ist das Wasser rein und süß, wird er herrlich und in Freuden in dem Haus des Mächtigen leben,
ist es aber schmutzig und widerlich, von ihm arg geplagt werden und erkranken.
– Schöpft einer aus einem anderen fließenden Wasser, wird er von einem Mann des Volkes so viel Geldmittel bekommen,
wie der Fluß groß und wasserreich ist.

505
– Schwimmt einer in dem Fluß, um an das andere Ufer zu kommen oder um zu baden, wird er überlegen in einem Prozeß,
den er mit einem anderen führt, die Oberhand behalten, vorausgesetzt, er erreiche das andere Ufer, ist das nicht der Fall,
unterliegen;
schwimmt er, um sauber zu werden, wird er seine Schwierigkeiten mit Hilfe eines einflußreichen Mannes, dessen Macht
der Größe des Flusses entspricht, sich vom Halse schaffen.
– Träumt der Kaiser, er erteile den Befehl, einen Fluß abzuleiten, und solches geschehe, wird er einen Fürsten, dessen Macht
der Größe des Flusses gleicht, sich dienstbar machen und ihn versetzen, wohin er will; strömt der Fluß wieder in sein altes
Bett zurück, wird der Fürst dem Kaiser Frieden und Freundschaft kündigen.
– Läßt der Kaiser einen Fluß überbrücken, wird er mit einer mächtigen Persönlichkeit aus freien Stücken, nicht gezwungen,
dem Brückenschlag gleich, Frieden und Freundschaft schließen.
– Läßt der Kaiser fließendes Wasser in Becken leiten; wird er entsprechend der Wassermenge den Reichtum eines Mächtigen
in seine Schatzkammern fließen lassen.
– Baut jemand ein Auffangbecken wie einen Wasserspeicher und leitet Flußwasser hinein, wird er von andern Geld nehmen
und scheffeln.
– Ruhig fließendes Wasser, das ein einzelner Mensch aufzuhalten und zu sperren vermag, weist nicht auf einen Mächtigen,
sondern auf das Leben der Menschen. Sammelt einer dieses Wasser und nimmt es in Besitz, wird er ein Leben führen,
das so glücklich oder armselig sein wird, wie das Wasser klar oder trüb ist.
Trinken auch die Nachbarn daraus und ist es sauber und süß, wird er ihnen von seinem Überfluß Gutes tun;
ist es aber schmutzig und widrig, werden er und alle, die davon trinken, ein elendes Leben führen.
Bewässert einer seinen Grund und Boden, wird er fürstliche Gewalt bekommen und Gutes unter den Leuten wirken.
– Trinkt einer unterwegs an einem unbekannten Ort Wasser, und zwar einen vollen Becher, wird er bald sterben;
ist im Becher noch ein Rest geblieben, wird er dementsprechend kurz oder lange leben.
– Reißend dahinströmendes Wasser gibt der Deutung ein größeres Gewicht als das ruhig dahinfließende.
– Träumt einer, er komme an ein Flußufer oder setze sich dort nieder, wird er sich mit einem Mann anfreunden,
der dem Fluß gleicht, und sein Nachbar werden.
– Hat ihn der Fluß beschmutzt oder erschreckt, wird er entsprechend von dem Mann schikaniert werden;
hat er aber mit dem Wasser seinen Schmutz abgespült, werden seine Sorgen und Nöte von dem Mann verscheucht werden.
– Geht ihm das Wasser des Flusses bis zum Hals oder gar über den Kopf, stehen ihm von der erwähnten Person Unterdrückung
und Elend bevor.
– Gelangt er schwimmend bis zur Flußmitte, wird der Mann ihn festsetzen und unterdrücken; nähert er sich dem Land,
wird er entsprechend der Entfernung zum Land von den Übeln befreit werden.
– Dünkt es einen, er ertrinke im Fluß, wird er von der Hand eines Menschen, der dem Fluß gleicht, umgebracht werden.
– ausgetreten: einer deiner Verwandten wird Unglück im Geschäft haben;
– stark rauschen hören: du wirst Lästerungen erfahren;
– rauschend: böse Menschen werden über dich sprechen;
– klar und rein: viel Glück;
– hell: deine Geschäfte gehen gut, du brauchst keine Sorge zu haben;
– darin baden: das Glück und der Wohlstand sind in deinem Haus; Reichtum;
– hineinfallen: Zank und Streitigkeiten mit Bruder oder Schwester;
– hineinfallen und von der Strömung fortgerissen werden: Unglück;
– durchschwimmen: deine Hoffnungen gehen in Erfüllung;
– über die Ufer treten sehen (in eine Flut, eine Überschwemmung geraten): dein Vorhaben wird gehemmt.
(Siehe auch „Boot“, „Brücke“, „Schiff“, „Strom“, „Wasser“)
Flußgestein
Medizinrad:
Schlüsselworte: Überbrücker von Erde und Wasser; heilend; reinigend; stabilisierend; Wandlung; Fluß; Froschclan.
Beschreibung: Flußgestein ist im inneren Kreis des Medizinrads das Mineraltotem des mit dem Wasser verbundenen Froschclans. Dabei handelt es
sich um jede Form von Steinen oder Felsen, die sich in einem Fluß oder Bach finden. Alle Farben und Formen und Größen sind anzutreffen.
Flußgestein hilft, das, Wasser in seinem Bett zu halten, und wird dadurch abgeschliffen. Folglich enthält es sowohl die Energie der Erde als auch des
Wassers.
Allgemeine Bedeutung: Deine Beziehung zu Wasser; deine emotionale Natur; etwas, was deine Gefühle blockiert.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Offenbarung dessen, was dein Träumen blockiert, oder deine spirituellen Kräfte.
Flüssigkeit
Allgemein:
Flüssigkeit deutet man meist als Symbol für eine innere Wandlung, bei der sich geistig-seelische „Verhärtungen“, die bisher das Leben und die
Entwicklung blockieren, allmählich auflösen. Flüssigkeiten im Traum stehen auch in der Regel in Verbindung mit „Fließen“ und dem Fluß der
Gefühle. Die Farbe der Flüssigkeit ist meist von Bedeutung, weil sie einen Hinweis darauf gibt, mit welchen Gefühlen der Träumende es zu tun hat.
Psychologisch:
Ist im Traum etwas unerwartet flüssig, dann muß sich der Träumende darüber Klarheit verschaffen, welchen Bereichen in seinem Alltagsleben es an
Stabilität mangelt. Möglicherweise ist es für den Träumenden besser, sich dem Strom der Ereignisse zu überlassen, um das Potential in dieser
Situation zu maximieren. Darüber hinaus steht die Flüssigkeit im Traum für die Wandelbarkeit, für ein Verwirklichungspotential auf materieller oder
emotionaler Ebene.
Spirituell:
Eine goldene Flüssigkeit ist ein starkes Symbol für die spirituelle Entwicklung; sie kann Macht und Energie darstellen.
(Siehe auch „Farben“ und einzelne Flüssigkeitsarten)
Flußpferd
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein unerwartetes Ereignis.
(Siehe auch „Nilpferd“)

506
Flußspat
Medizinrad:
Schlüsselworte: Kristall; Glasglanz; glänzend; vielfarbig; Fluß, beständiger Wechsel; sich mischend; schmelzen; verändern; stärken; Wachstum;
südlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Flußspat, im Medizinrad das Mineraltotem, wird mit Wachstum und der äußeren Position des südlichen Seelenpfads in Verbindung
gebracht. Flußspat oder Fluorit ist ein wie Glas glänzender Kristall, der kubisch und oktaedrisch vorkommt. In der Färbung variiert Flußspat von
farblos über Gelb-, Grün-, Blau-, Violettönen bis hin zu schwarzen Formen. Floßspat schmilzt leicht und wird daher häufig bei der Verhüttung
eingesetzt. Fluor ist ein Hauptbestandteil dieses Minerals und soll die Knochen wie auch die Zähne des Menschen stärken.
Allgemeine Bedeutung: Deine Fähigkeit zu fließen, schmelzen, dich zu mischen; eine Synthese; eine Gelegenheit, sich eine breitere und vielseitigere
Lebensphilosophie zuzulegen.
Assoziation: richtiger Fluß; Floßrichtung; spät fließen.
Transzendente Bedeutung: Das Vermögen, im Traumzustand flüssig zu sein; die Fähigkeit, die Quelle der Ereignisse in deinen Träumen zu erkennen.
Flußtal
Psychologisch:
Ist ein Einschnitt in unserem Leben: Je nach Strömung werden wir mitgerissen oder können beschaulich dem bunten Treiben um uns herum zusehen.
Flüstern
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum ein Flüstern vernimmt, dann sagt ihm dies, daß er auf jemanden oder etwas sehr aufmerksam hören muß. Das
Flüstern könnte auch bedeuten, daß er über eine reale Situation in seinem Leben nicht alles weiß.
Psychologisch:
Das Flüstern im Traum, welches, da es leise ist, leicht als weniger wichtig eingestuft werden kann, ist tatsächlich ein Schrei nach Aufmerksamkeit.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Flüstern verborgene Informationen oder okkultes Wissen symbolisieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – durch üble Nachrede in Mitleidenschaft gezogen werden; auch: ein Gerücht wird bestätigt; finanzielle Gewinne sind zur Hand;
– als Rat oder Warnung hören: man braucht Hilfe und Beistand.
(Siehe auch „Klatsch“)
Flut
Assoziation: – überwältigende Emotionen.
Fragestellung: – Welche Gefühle sind bedrohlich für mich?
Allgemein:
Flut (Sintflut) bringt Ängste vor unbewußten psychischen Inhalten zum Ausdruck, die plötzlich emporsteigen und das Bewußtsein überfluten können;
man sollte dann versuchen, sie nur allmählich zuzulassen, ohne sie erneut zu verdrängen. Wenn die Flut kommt und die Deiche halten, weist das auf
unsere Widerstandskraft hin, die allen Gewalten trotzen kann. Gegen die Flut ankämpfen und dabei weiterkommen könnte ein Hinweis sein, daß man
im Kampf gegen eine repressive Beziehung die Oberhand gewinnt.
Psychologisch:
Symbol einer überwältigenden Kraft – und von ihr zu träumen bedeutet häufig, Angst vor dem Versinken (und „Ertrinken“) in den eigenen
Gefühlswellen zu haben. Wer sich im Traum begeistert in die Brandung stürzt und „die Wellen reitet“, ist mit großer Wahrscheinlichkeit frisch
verliebt und will die emotionale und erotische Herausforderung in jeder Variante annehmen. Ebbe und Flut gelten darüber hinaus als Symbol für den
Rhythmus des Lebens – für Entspannung und Spannung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder hineingeraten: Unfrieden mit nahen Verwandten oder Bekannten; oder du wirst von Gläubigern hart bedrängt.
(europ.) : – ist ein Zeichen für Fortschritte in den Angelegenheiten;
– mit vielen Wellen sehen: man sollte eine längst fällige Entscheidung nicht länger hinauszögern, sonst wird eine negative
Entwicklung Sie überfluten;
– zerstört sie große Landstriche: das Negative im Leben, gegen das man sich anstemmen muß; verheißt Krankheiten,
Verluste im Geschäftsleben und eine äußerst unglückliche Situation in der Ehe;
– und Ebbe sehen: wechselndes Glück;
– verkündet dem Seemann eine glückliche Reise, oder sonst ein Ereignis, das den Träumenden nahe berühren wird.
(Siehe auch „Ebbe“)
Fohlen
Assoziation: – vorhandenes Potential; Unbeholfenheit; Charme.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fange ich an, mein eigenes Potential zu erkennen?
Psychologisch:
Ein Symbol für die ungezügelte Kraft und Lebensfreude der Jugend.
Volkstümlich:
(arab. ) : – herumspringen sehen: heitere Stunden.
(europ.) : – man wird von der Geburt eines Kindes hören; auch: deutet auf neue, erfolgversprechende Unternehmungen hin.
(ind. ) : – laufen sehen: du wirst eine frohe Botschaft erhalten.
Folgen
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum das Bedürfnis hat, einem anderen Menschen zu folgen und sich seiner Führung zu unterwerfen, dann erkennt
er an, daß er sich auf dem zweiten Platz wohler fühlt als in der Führungsposition.
Psychologisch:
Wenn dem Träumenden in seinem Traum etwas folgt, muß er herausfinden, ob sich dies für ihn negativ oder positiv anfühlt. Ist Ersteres der Fall,
dann hat sich der Träumende mit seinen Ängsten, Zweifeln oder Erinnerungen zu befassen; trifft der zweite Fall zu, so ist es am besten, wenn der
Träumende die Initiative ergreift und herausfindet, was ihn antreibt.
Spirituell:
Der Träumende erkennt seine Berufung darin, daß er einem spirituellen Lehrer oder Meister nachfolgt.

507
Folter
Assoziation: – Teil des Selbst, der vom Rest gequält wird.
Fragestellung: – Inwieweit bin ich hart zu mir selbst?
Allgemein:
Erscheinen im Traum Bilder von Folter, versucht der Träumende mit ihrer Hilfe einen großen Schmerz zu verarbeiten. Es muß sich dabei keineswegs
nur um körperliche Schmerzen handeln. In der Regel spielen verletzte oder schmerzliche Gefühle eine entscheidende Rolle. Folter wird häufig als
Symbol für Schuldgefühle gedeutet, die begründet oder unbegründet sind; sie können bewußt bestehen, oft wurden sie aber verdrängt, weil man
damit nicht dauernd leben kann. Man muß versuchen, die Hintergründe zu erkennen und bewußt zu verarbeiten. Sieht man einen anderen, der
gefoltert wird kommt darin oft Hilflosigkeit zum Ausdruck, weil man einem nahestehenden Menschen in einer Notlage nicht helfen kann.
Psychologisch:
Bilder der Folter im Traum treten oft dann auf, wenn der Träumende sich unbewußt nach Hingabe sehnt, bewußt jedoch sich nicht hingeben will oder
kann. Ist das Traum-Ich derjenige, der foltert, dann weist das auf tief verdrängte Aggressionen hin. Zur genaueren Deutung ist zu betrachten, welche
Art der Folter gewählt wird. Ein Traum, in dem der Träumende Folter über sich ergehen lassen muß, kann jedoch auch bedeuten, daß er sich im
Alltag meist mit der Opferrolle zufrieden gibt. Eine Andeutung, daß Sie sich selber foltern. Ein warnender Traum!
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann die Folter im Traum den Konflikt zwischen Gut und Böse darstellen. Ebenso kann es sich um eine anstehende
Entscheidung für das eine oder andere handeln.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erleiden: Beunruhigung und Bedrängnis werden dich quälen aus die man sich selbst ohne fremde Hilfe nicht befreien kann;
auch: mit Spannung eine Nachricht erwarten;
– sehen (eine Person): du wirst deine nächste Umgebung mit deinen Ansichten quälen;
– selbst foltern: sei gerecht gegenüber der Umwelt aber auch unnachgiebig.
(europ.) : – das Symbol steht für das Gewissen, das einen treibt, Stellung zum Geschehen zu nehmen;
– einer beiwohnen: man hat Mitleid mit Freunden, die in einer mißlichen Lage sind, kann aber nicht helfen;
– eine erleiden: bringt große Bedrängnis; durch die üblen Machenschaften falscher Freunde Enttäuschungen und Kummer erleben;
auch: an einer unglücklichen Liebe leiden;
– eine an jemanden vollziehen: man wird jemanden unrecht tun; auch: in der Durchführung gut durchdachter Pläne versagen;
– versuchen, die Folter anderer zu lindern: in Geschäft und Liebe erfolgreich sein.
(Siehe auch „Folterkammer“)
Folterbank
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Ungewißheit über den Ausgang eines Unternehmens.
Folterkammer
Allgemein:
Folterkammer, in der man sich selbst befindet, zeigt ähnlich wie Folter an, daß man unter Angst und Schuldgefühle wegen einer Tat leidet, die man
vor sich selbst nicht verantworten kann; es muß sich nicht unbedingt um eine objektiv schlechte Tat handeln, nicht selten steht dahinter auch ein zu
strenges Gewissen, das Schuld und Versagen auch da sieht, wo kein Anlaß dafür besteht.
Volkstümlich:
(europ.) : – Folterkammer sehen: man hat Angst vor den Folgen einer Handlung.
(Siehe auch „Folter“)
Forderungen
Allgemein:
Forderungen, die man an andere stellt oder eintreibt, können nach alten Traumbüchern auf finanzielle Erfolge in nächster Zeit hinweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einklagen: Ärger und Verdruß.
(europ.) : – von einem selbst Barmherzigkeit: in bedrängnisvolle Situationen kommen;
– eine unberechtigte: im Beruf eine Führungsposition einnehmen;
– Gebietet eine geliebte Person genau das Gegenteil, symbolisiert dies Nachsichtigkeit.
(ind. ) : – einklagen: du hast Gewinn im Spiel.
Forellen
Medizinrad:
Schlüsselworte: Im Wasser zu Hause; kraftvoller Schwimmer.
Beschreibung: Forelle ist der Name, der einer Reihe von lachsartigen Fischen gegeben wurde, die sich in Färbung, Größe, Lebensweise stark
voneinander unterscheiden können, im allgemeinen als Speisefisch beliebt. Am bekanntesten ist die Regenbogenforelle, die weltweit gezüchtet wird,
aber auch freilebend in Bächen, Flüssen und Seen vorkommt.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil deines Selbst, der sich im Wasser wohl fühlt; ein Teil von dir, der sich mit deinen Gefühlen im Einklang befindet;
ein Aspekt deines Seins, der vom Wasser genährt wird.
Assoziation: Forelle »blau«; Forelle »Müllerin Art«.
Transzendente Bedeutung: Botschaften über die Flüsse und Seen der Welt; eine Segnung durch die Wasserwesen.
Allgemein:
Forelle in einem Gewässer soll ein Glückssymbol sein. Wenn man sie verzehrt, muß man allerdings oft mit einer schlechten Nachricht rechnen.
Psychologisch:
Der muntere Fisch im klaren Wasser eines Baches umschreibt die Lebensfreude des Träumers, seine springlebendige Art, mit der er seine Umwelt
entzückt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in einem klaren Bach oder Teich sehen: glückliche Zustände; berufliche Vorteile genießen können;
– eine fangen: es erwartet einem ein amouröses Abenteuer;
– in großer Menge fangen: Glück in der Lotterie haben;
– essen: man darf auf seinen Fähigkeiten bauen und wird Erfolg haben; es wird ein Geheimnis gelüftet werden.

508
(europ.) : – hohes Alter, Gesundheit und Frohsinn; das Glück ist unterwegs; das Vermögen wird sich mehren;
– in klarem Wasser: es wird eine große Freude eintreffen; sehr stabile Gesundheit;
– im trüben Wasser: ist Ausdruck einer unglücklichen Liebe;
– gekochte Forellen: Festlichkeit in Aussicht;
– eine essen: man wird in guten Verhältnissen leben;
– mit der Hand oder dem Netz fangen: unerwarteter Geldsegen; verheißt Wohlstand;
– angeln: Freunde und Einkünfte sind einem sicher;
– springt sie zurück ins Wasser: das Vermögen ist nur von kurzer Dauer.
(ind. ) : – essen: du wirst eine traurige Nachricht erhalten.
(Siehe auch „Bach“, „Fische“, „Lachs“)
Form
Volkstümlich:
(europ.) : – ein verformter Gegenstand: sagt Enttäuschungen voraus;
– eine schöne Form: steht für gute Gesundheit und günstige Geschäfte.
Formel
(Wissenschaft)
Psychologisch:
Besagt, daß in der Lebensentwicklung etwas nicht verstanden wird. Das Unbewußte muß hier etwas entschlüsseln.
(Siehe auch „Code“)
Forschungsreise
Allgemein:
Forschungsreise weist oft darauf hin, daß man sich selbst und die augenblickliche konkrete Lebenssituation genauer ergründen soll, damit man im
Einklang mit sich selbst gelassener und zufriedener wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: Freude.
(ind. ) : – antreten: Freude und Zufriedenheit.
Forst
Volkstümlich:
(europ.) : – frisch und grün: gute Aussichten für die Zukunft;
– durchwandern (Waldspaziergang): Erbschaft.
Förster
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: gute Laune haben und zu Lügen aufgelegt sein;
(europ.) : – sehen oder mit ihm sprechen: bedeutet Belehrung in manchen Dingen erhalten, ohne daß man gerade durch Schaden klug werde;
– für Kranke: Genesung.
Forsthaus
Volkstümlich:
(arab. ) : – gute Aufnahme bei unbekannten Menschen finden.
(europ.) : – ein erfreuliches Zeichen; verheißt Wohlergehen.
Forsythie (Siehe „Blumen“)
Fort
Volkstümlich:
(europ.) : – Ärger und Verluste zeigen sich an.
Fossilien
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird von der Krankheit eines Menschen hören, den man längere Zeit nicht gesehen hat.
Foto
Allgemein:
Wenn man sich ein Foto ansah, wollte der Traum vielleicht auf den Orientierungssinn im Wachleben hinweisen . War das Bild klar oder
verschwommen? Es sagt etwas darüber aus, ob man in seinen Handlungen oder Einstellungen sicher oder unsicher ist. Vielleicht fotografierte man im
Traum: ein Symbol dafür, daß man das Steuer in der Hand hat. Wie kam man mit der Perspektive zurecht? Die Antwort könnte darüber Auskunft
geben, ob man die Dinge im Leben unter dem richtigen Blickwinkel sieht.
Psychologisch:
Was war darauf zu sehen? Vermutlich Bilder aus der eigenen Vergangenheit und Erinnerungen an Erlebnisse, die man „festhalten und aufbewahren
möchte“ – am liebsten für immer. Fotos im Traum sind Symbole für idealisierte Erinnerungen, aber auch für den Wunsch, sich von erlebten
Situationen „sein eigenes Bild zu machen“ und nur das schönste davon zukünftig zu betrachten. Ein Hinweistraum, daß man manches nicht so sehen
möchte, wie es wirklich ist. Schärfer hinsehen wäre gefragt!
(Siehe auch „Photographien“)
Fotocollage
Psychologisch:
Sicher kein häufiger Traum – wer sich trotzdem an einen solchen erinnern kann, beschäftigt sich gerne mit ganz speziellen „Ausschnitten“ aus seinem
Lebensfilm und setzt sie – wie ein Puzzle – in der Erinnerung zu einem möglichst harmonischen Bild zusammen. Das Ergebnis ist der Erkenntnis
gleichzusetzen: „Zu schön, um wahr zu sein.“ Vielleicht wird auch eine sorgfältig kreierte Lebenslüge über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten,
immer weiter kultiviert und der (weniger attraktiven) Realität „überklebt“ – wie die einzelnen Teilchen einer Collage.

509
Fotograf
Assoziation: – Arbeit am Weltbild.
Fragestellung: – Welches Weltbild möchte ich mir bewahren?
Fotografie
Assoziation: – Bild; Vision; Erinnerung.
Fragestellung: – Woran erinnere ich mich? Wie sehe ich die Welt?
Volkstümlich:
(europ.) : – seine eigene sehen: Mahnung, sich selbst zu erkennen und seine Fehler abzulegen;
– die eines Bekannten sehen: bedeutet eine dauerhafte und glückliche Verbindung mit ihm;
– ein Foto des Geliebten erhalten: vor Treue gewarnt werden, auch wenn er versucht, damit zu beeindrucken;
– glauben Verheiratete, Fotos von anderen zu besitzen: deutet auf unwillkommene Enthüllungen über das Verhalten hin;
– die eines Fremden sehen: kündet eine wichtige neue Bekanntschaft an;
– von jemanden machen: Gefahr der Trennung von der fotografierten Person; kennt man diese nicht, so handelt es sich
um eine neue Bekanntschaft von kurzer Dauer;
– eine von sich selbst machen lassen: verheißt ein langes Leben; auch: durch Unachtsamkeit sich selbst und andere
Schwierigkeiten bereiten;
– allgemein fremde sehen: ist ein Vorzeichen für Täuschung;
– ein Album sehen: Erfolg und wahre Freunde haben;
– Schaut sich eine junge Frau Fotografien in einem Album an, wird sie bald einen sympathischen Geliebten finden.
(Siehe auch „Bild“)
Fotografieren
Allgemein:
Fotografieren eines anderen Menschen kann das Bedürfnis nach Geselligkeit, vertrauter Freundschaft oder einer Liebesbeziehung symbolisieren.
Fotografiert man ein Objekt oder eine Landschaft, soll man sich über eine bestimmte Situation oder über die weitere Zukunft mehr Klarheit
verschaffen, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können.
Psychologisch:
Man nimmt etwas auf, um sich ein klares Bild von seinen Mitmenschen oder von einer bestimmten Lage zu machen, was aus anderen Traumteilen
erhellt werden kann. Wenn wir von uns selbst ein Bild machen, das uns gar nicht gefällt, sollte wir unsere innere Grundhaltung überprüfen; denn
irgend etwas stimmt da nicht.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Liebe und Heirat.
(Siehe auch „Fotografie“)
Fötus
Assoziation: – vorhandenes Potential; empfangen, aber noch nicht geboren.
Fragestellung: – Was will ich hervorbringen?
Fracht
Volkstümlich:
(arab. ) : – größere sehen: erdrückende Geschäfte in Aussicht.
Frachter
(Schiff)
Volkstümlich:
(europ.) : – einlaufen sehen: eine schöne Abwechslung wartet auf einem;
– auslaufen sehen: ist ein Zeichen für Verluste oder Enttäuschungen.
(Siehe auch „Schiff“)
Frachtwagen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Not und Bedrängnis;
– umfallen sehen: trete die beabsichtigte Reise nicht an.
(europ.) : – sehen: man wird Güter erwerben;
– beladener: zeigt geschäftlichen Vorteil an;
– leerer: bedeutet Verluste.
(ind. ) : – beladener: du wirst Güter erwerben.
Frack
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich im eigenen Frack (Kleidungsstück) sehen oder ihn tragen: ein gesellschaftlicher Aufstieg steht bevor;
– einen fremden Frack tragen: man wird bei Freunden und Bekannten Anerkennung genießen.
(europ.) : – gilt als Verkünder einer Taufe, Hochzeit oder Begräbnis, und zwar je nach der Deutung anderer Traumbilder
oder im Leben zu erwartender Ereignisse.
(Siehe auch „Abendkleidung“)
Fragebogen oder Quiz
Allgemein:
Füllt der Träumende in seinem Traum einen Fragebogen aus oder nimmt er an einem Quiz teil, deutet dies den Versuch an, seine Situation zu ändern,
ohne daß er sich jedoch sicher ist, was er tatsächlich tun soll, um die Veränderung herbeizuführen.
Psychologisch:
Ein Fragebogen steht für den konzentrierten, entschlossenen Einsatz der geistigen Fähigkeiten.
Spirituell:
Das Unvermeidliche in Frage zu stellen, ist ein Weg, um spirituell weiterzukommen.

510
Fragen
Allgemein:
Stellt der Träumende in seinem Traum Fragen, dann weist dies auf ein gewisses Maß an Selbstzweifeln hin. Stellt eine andere Person dem
Träumenden Fragen, zeigt dies, daß sich der Träumende im klaren darüber ist, daß er über wertvolles Wissen verfügt und es weitergeben soll. Kann
eine Frage nicht beantwortet werden, muß der Träumende die Antwort vielleicht im Wachzustand suchen.
Psychologisch:
Fragen, die der Träumende sich im Wachzustand nicht beantworten kann werden mitunter im Traum beantwortet. Hierzu muß sich der Träumende
seine Frage vor dem Einschlafen vergegenwärtigen.
Spirituell:
Spirituelles Fragen und Forschen führt nicht zuletzt zu größerem Wissen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (sich viel fragen hören): sei nicht neugierig.
(europ.) : – die Verdienste einer Sache in Frage stellen: eine geliebte Person der Untreue verdächtigen; sich um die eigenen Spekulationen sorgen;
– eine stellen: ernsthaft nach der Wahrheit suchen und dabei erfolgreich sein;
– befragt werden: man wird ungerecht behandelt; Hindernisomen;
– befragt werden und zufriedenstellend antworten können: alles wird in Ordnung sein.
Frankreich
Allgemein:
Frankreich steht im Traum oft für eine etwas leichtfertige, vorwiegend auf Vergnügungen ausgerichtete Lebenseinstellung. Dann kann die Mahnung
dahinter stehen, nicht zu leichtsinnig und oberflächlich zu leben, aber auch die Aufforderung, das Leben nicht zu ernst zu nehmen und darüber die
schönen Seiten zu vergessen.
Französisch
Volkstümlich:
(arab. ) : – sprechen hören: hüte dich vor Aufregungen;
– selbst sprechen: hänge deinen Rachegedanken nicht nach.
(europ.) : – sprechen oder hören: glückverheißendes Omen, besonders in Liebesaffären.
Frau
Assoziation: – weiblicher Aspekt.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich zu mehr Empfänglichkeit bereit?
Allgemein:
Frau gehört zu den vieldeutigsten und wichtigsten Traumsymbolen. Allgemein kann sie als Verkörperung der Gefühlsschicht einer Persönlichkeit
verstanden werden, woraus sich je nach den Begleitumständen zahlreiche Deutungen ableiten lassen. Oft ergibt sich das erst aus dem Zusammenhang
mit anderen Symbolen, die im Traum gemeinsam mit der Frau auftauchen. Die folgenden Bedeutungen kommen recht häufig vor:
– Frau sehen deutet oft auf noch nicht voll bewußte, teils sexuelle Bedürfnisse und Erwartungen hin.
– Schöne Frau kündigt Erfolge an, vor allem in Gefühlsbeziehungen, insbesondere wenn sie lange Haare trägt.
– Alte Frau kann die eigene Mutter oder überpersonal eine weise Ratgeberin verkörpern; dieses Symbol taucht oft bei unreifen Menschen auf,
die sich übermäßig nach Schutz und Geborgenheit sehnen und keine Eigenverantwortung übernehmen wollen.
– Schwangere oder gebärende Frau wird als Glückssymbol gedeutet, das Wohlstand und Erfolg verheißt; manchmal kann dahinter auch ein
unterdrückter Wunsch nach Ehe und Familie mit Kindern stehen.
– Nackte Frau hat meist nichts mit Sexualität zu tun, sondern warnt vor vergeblicher, erfolgloser Mühe.
– Frau umarmen soll vor Streitigkeiten warnen; küßt man sie dabei, verspricht das aber Erfolge.
– Betende, vor allem ältere Frau verkündigt oft, daß Pläne und Hoffnungen sich erfüllen werden, weil man Hilfe dabei erhält.
– Geschminkte Frau warnt vor der Schmeichelei anderer, der man keinen Glauben schenken darf.
– Rot- oder schwarzhaarige Frau soll oft auf bevorstehende Schwierigkeiten, braunhaarige manchmal auf eine noch unerkannte Krankheit hinweisen.
– Mit einer Frau spazieren gehen kann ebenfalls auf Ärger und andere Probleme des Alltags hinweisen.
– Mehrere Frauen beisammen können vor Klatsch und übler Nachrede warnen.
Das ist aber nur ein Teil der möglichen Deutungen des Symbols der Frau; oft erschließt sich der individuelle Sinn nur mit Hilfe freier Assoziationen
und unter Berücksichtigung der persönlichen Lebensumstände.
Psychologisch:
In Männerträumen weisen sie nach Freud meist auf sexuelle Wünsche hin, die wegen moralischer Bedenken im bewußten Leben nur im Traum
erfüllt werden können. Träumt ein Mann von einer unbekannten, vielleicht sogar „gesichtslosen“ Frau, handelt es sich nach C.G. Jung um die
femininen Anteile seiner eigenen Persönlichkeit, die Anima, die unbewußte weibliche Seite der Psyche eines Träumers, die über seine Gefühle, seine
Stimmungen, aber auch über seine Liebesfähigkeit etwas aussagt. Handlungen solcher Frauen weisen auf unbewußte Eigenschaften hin.
In Frauenträume sind sie beliebige weibliche Personen und können fast nur aus dem Zusammenhang heraus gedeutet werden. Träumt eine Frau von
einer Unbekannten (und beschäftigt sie sich mit deren Eigenschaften), bedeutet dies die Auseinandersetzung mit dem Selbstbild, der eigenen
Weiblichkeit. Der Traum kann auch als Aufforderung zu verstehen sein, sich mehr um die eigenen Anlagen, Talente und Bedürfnisse zu kümmern
und sie bewußter auszuleben. Seit alters her gilt die schöne Frau als Glücksbotin, und ihre Küsse sollen sogar Geldzuwachs versprechen. Man sollte
besonders auf die Haarfarbe solcher Frauen achten und darauf, was sie tun, wie sie sich bewegen und in welcher Umgebung sie sind. Dann erst kann
man sich an die Interpretation wagen. Von den Ägyptern wurde das Traumbild der schönen Frau sinnigerweise als Warnung vor zu großen Ausgaben
aufgefaßt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er lasse sich mit einer alten Frau ein, wird er von einem Mächtigen, der schon bei Jahren ist, Macht erlangen;
hat er sie aber nur um den Beischlaf gebeten oder ihr solches zu verstehen gegeben, sein Begehren aber nicht befriedigt,
wird er sich in einer unmöglichen Sache abmühen, aber nichts ausrichten.
– Träumt der Kaiser oder ein Fürst, er bekomme viele junge Mädchen für seinen Palast, wird er fremden Reichtum gewinnen
und so viele Jahre in Freude leben, wie die Zahl der Mädchen beträgt; sind es deren gar viele, bedeutet es Monate.
Schaut dies ein gemeiner Mann was ungewöhnlich ist, wird er viel Geld, aber auch Sorgen haben.
– Sieht der Kaiser oder ein Fürst eine elegant gekleidete Frau in seinem Palast, seine eigene oder eine fremde,
und dünkt es ihn, er scherze und verkehre mit ihr, wird er ein Jahr erleben, das in allem nach seinem Wunsch verläuft.
Greift er nach ihren Brüsten und preßt Milch heraus, wird er sich in jenem Jahr eine große Freude verschaffen,
aber auch die Frau wird die Gesellschaft des Geliebten genießen;
ein gemeiner Mann wird in seinem Gewerbe ein gutes Jahreseinkommen erwirtschaften,
ein Sklave bald die Freiheit erlangen, ein Armer zu Vermögen kommen.

511
– Kauft jemand ein junges Mädchen und erwählt es zu seiner Lebensgefährtin, weil er Gefallen an ihr gefunden
und es liebgewonnen hat, wird er zu früher erworbenen Rechten noch andere gewinnen.
– schöne sehen: sich verlieben; auch Glück und Gesundheit;
– schöne, aber unbekleidete sehen: man sollte sich vor blinder Liebe in acht nehmen;
– mit blonden Haaren: eine schwierige Situation wird sich lösen;
– mit roten Haaren sehen: hüte dich vor Verfolgung; eine Auseinandersetzung wird sich zuspitzen;
– mit braunen oder schwarzen Haar: eine üble Vorbedeutung; Krankheit eines Familienmitgliedes;
– mit schönem langen Haar: Gesundheit; Glück;
– mit kurzen Haar: man muß mit Ärger rechnen;
– unbekannte sehen oder sprechen: man wird Bekanntschaften machen;
– alte sehen: sich zanken und streiten; Kummer und Sorgen durch Ehestreitigkeiten;
– viele beieinander sehen: man sollte sich vor Klatsch hüten;
– beten sehen: gute Zeiten;
– schwangere: Freude;
– mit einem Kinde: Familienglück;
– küssen: du wirst viel Geld gewinnen; viel Glück in naher Zukunft erfahren;
– den Hof machen: du wirst von Schmeichlern betrogen;
– lachende: große Geldausgaben;
– eine schwarz oder weiß verhüllte Frau sehen: bedeutet den Tod;
– Fräulein begegnen: du wirst einen guten Tag haben;
– im Arm halten: man ist von seinen Zielen und Wünschen noch weit entfernt;
– ohnmächtig in die Arme einer anderen fallen sehen: die große Liebe wird bald in Erfüllung gehen,
verbunden mit allem erhofften Glück.
(europ.) : – ist als Traumsymbol meist Ausdruck von Wünschen und Erwartungen; auch: verheißen Intrigen;
– eine lachende sehen: Kummer und Verzweifelung in der Liebe zehren an den Kräften;
– mit einer streiten: überlistet und hintergangen werden;
– die Stimme einer Frau hören: Veränderungen in der Position;
– Jungfrau: unverhoffte Freuden;
– eine mit eleganten Schuhen: Vergnügungssucht;
– mit Schlafhaube: bedeutet Faulheit;
– stattlich und schön: Botin des Glücks; man ist verliebt;
– häßlich und unansehnlich: Unannehmlichkeiten;
– alte sehen: bringt Zank und Streit ins Haus; oft Rückerinnerungen und idealisierte Muttererinnerungen;
– einer alten begegnen: Unglück auf den Weg;
– mit langen Haaren: verheißt Glück und Ehre; eine Beziehung wird sich vertiefen;
– blonde Frauen: alle Verpflichtungen werden angenehm sein und den eigenen Neigungen entsprechen;
– eine mit rotem Haar: man wird verfolgt; jemand stellt einem eine Falle;
– mit schwarzen oder braunen Haar: bedeutet Krankheit; unbewußte Eifersucht;
– dunkelhaarige Frau mit blauen Augen und Stupsnase: man wird ein Wettrennen, bei dem der Sieg schon
sicher war, letztendlich verlieren;
– dunkelhaarige Frau mit braune Augen und eine Adlernase: in eine gefährliche Spekulation verwickelt werden;
– mit Bubikopf: verspricht ein schönes Vergnügen;
– eine junge küssen: bringt Gewinn;
– eine alte küssen: bedeutet Streit in der Ehe;
– eine nackt sehen: Verführung; Zeichen unbewußter Leidenschaften durch die man sich lächerlich machen könnte;
– eine junge nackt sehen: vergebliches Verlangen;
– eine schwangere sehen: bringt erfreuliche Neuigkeiten; unerwartete Freude;
– eine niederkommen sehen: verheißt Wohlfahrt und Glück;
– eine mit einem Kind sehen: bald viele Sorgen haben;
– eine den Hof machen: man wird von Schmeichlern betrogen werden; man sollte mit seinen Ausgaben etwas vorsichtig sein;
– bei einer in Gunst stehen: man wird in Streit geraten;
– von Frauen umworben werden: man ist viel zu leichtsinnig und die Finanzen erleben nun einen Engpaß, Sparsamkeit ist angesagt;
– eine in seine Arme nehmen: bedeutet Zank;
– eine in den Armen halten: man sollte einer oberflächlichen Liebschaft besser aus dem Wege gehen;
– die Scham von ihr sehen: bedeutet ungestilltes Verlangen;
– mit ihr in intime Berührung kommen: Kosten, Geldausgaben;
– eine unbekannte treffen: man lernt jemand Neues kennen;
– mit einer fremden sprechen: du wirst eine neue Bekanntschaft schließen;
– in der Gesellschaft sehen: bedeutet Unfrieden und Klatschsucht;
– mehrere fremde zusammen sehen: es wird über einem getratscht werden;
– viele zusammen sehen: Änderung der Verhältnisse; man wird eine Gesellschaft geben;
– eine beten sehen: deutet auf gute Zeiten;
– eine geschminkte sehen: bedeutet Heuchelei;
– Verwandlung einer solchen in einen Mann oder umgekehrt: bedeutet Verehelichung oder feste Bindung;
– träumt eine Frau von weiblichen Schönheitsidealen: zeigt Unsicherheit in bezug auf Partner und Weiblichkeit an;
– träumt eine Frau von mütterlichen Personen: starker Wunsch nach mehr seelsicher Geborgenheit;
– träumt eine Frau von einer bekannten Frau: Vorbote guter Nachrichten;
– träumt eine Frau von einer völlig fremden: es kann Zank, Neid und Ärger ausgelöst werden.
(ind. ) : – Erblickt jemand im Traum eine schöne, unbekannte alte Frau, bedeutet diese das Schicksal des Menschen;
gibt er sich ihr hin, wird er so viel Glück haben, wie er Liebe von ihr erfuhr;
wechselt er mit ihr nur vertrauliche Worte, wird er in dem Maße in allem seine Wünsche befriedigen,
wie er der Frau angenehm war.
– Schaut er ein bekanntes altes Weib von häßlichem Aussehen, wird ihm so viel Unheil widerfahren,
wie er sich zu ihr hingezogen fühlte, ist das Weib schön, wird das Unheil geringfügiger sein.
– Ein junges Mädchen prophezeit großes Glück und Freude, je nachdem wie schön sie ist.

512
– Schaut jemand ein verschleiertes junges Mädchen, das mit ihm vertraute Worte wechselt oder spricht,
wird er heimlich eine Freude und ein Glück erleben, das der großen Menge verborgen bleibt.
Ebenso wird es ihm im Hinblick auf die übrigen Frauenspersonen ergehen;
dabei weist die Verschleierung auf die heimliche Lust. Um es einfach zu sagen: Geht es um Liebesfreuden, ist die Deutung
günstiger, wenn man von Jungfrauen träumt; dabei bringt eine unbekannte mehr Glück als eine bekannte.
– Auch verheißt eine, die auf Grund ihrer Schönheitspflege ein schönes Äußeres zeigt, mehr Glück und Freude als eine ungepflegte.
– Auch eine unbekannte Hetäre ist glückbringender als eine bekannte.
– Je häufiger einer im Traum mit Hetären verkehrt, um so reicher wird er werden, wenn er ein Kind dieser Welt ist.
Frommen und Einsiedlern… bedeutet es Trübsal.
Läßt sich jemand mit einer Dirne ein, wird er zwar seinen Reichtum vermehren, aber um den Preis schreienden Unrechts.
– Träumt einer, daß ein Bekannter seiner Frau beiwohnt, werden er, seine Frau und Angehörigen von dem Beischläfer reiche
Geldmittel und jede nötige Hilfe bekommen.
Hat letzterer seine Frau nur geküßt oder vertrauliche Worte mit ihr gewechselt, nicht aber mit ihr geschlafen,
werden die Genannten nur schöne Worte als Hilfe von ihm zu hören bekommen.
– Schläft jemand bei einer schönen Frau, wird er im selben Jahr Freude und Reichtum erlangen.
Ist die Frau unbekannt, wird ihm das Glück noch mehr gewähren.
– Träumt einem, er schlafe mit einer Frau und entdecke an ihr männliche Geschlechtsteile, wird er im selben Jahr
Freude und Glück haben und einen Sohn zeugen, der sein ganzes Geschlecht adeln wird.
– Dünkt es einen, seine oder eine andere Frau oder eine Konkubine, die mit ihm verkehre, trage schmutzige Kleider,
wird er erniedrigt und von seinen Feinden unterjocht werden.
– Träumt jemand, seine Frau, die guter Hoffnung ist, schenke einem Sohn das Leben, wird sie ein Mädchen gebären,
der Träumende aber wird darüber sehr bedrückt sein;
ist die Frau aber nicht schwanger und dünkt es ihn, sie gebäre einen Sohn, wird große Trübsal und Trauer über ihn kommen.
– Träumt er, seine Frau, die schwanger ist, gebäre eine Tochter, wird sie einem Sohn das Leben schenken, und der Träumende
wird sich glücklich schätzen;
ist die Frau aber nicht schwanger und träumt ihm, sie gebäre eine Tochter, wird er einen Schatz, Vermögen und Freude erlosen.
– Schaut einer, seine Frau oder er selbst sei schwanger, wird er neuen Reichtum gewinnen und in Freude schwelgen.
– Träumt jemand, er kaufe einen Sklaven von kleiner Statur, werden Sorge und Not ihn bedrücken;
erwirbt er eine Sklavin auf dem Markt, werden ihm Freuden bevorstehen.
– Träumt einer, ein anderer oder er selber säuge einen Knaben, wird er gefesselt und in den Kerker geworfen werden.
Man muß aber wissen, daß Träume von Frauen, seien sie klein oder groß, Freude bedeuten, große oder kleine
entsprechend ihrer Schönheit.
– Alles, was ein kleines Kind träumt, geht für die Mutter in Erfüllung. Träumt ein Kind, es sei gestorben,
wird die Mutter des Kindes Vollmacht bekommen, aber ihren Glauben verlieren.
Träumt dasselbe, seine Mutter esse gebratenes Fleisch, wird diese dem lockeren Gewerbe nachgehen und,
wegen des Gebratenen, mächtig ins Gerede kommen; auf Grund des Umstandes aber, daß sie das Fleisch gegessen hat,
wird sich die Sache bewahrheiten.
Schaut das Kind, seine Mutter esse rohes Fleisch, wird diese ohne allen Zweifel öffentlich Unzucht treiben.
– schöne sehen: lasse dich nicht in verbotene Dinge ein; auch große Veränderung ist dir gewiß; Ehre,
– beten sehen: du hast eine wirklich gute Zeit zu erwarten;
– schwanger sein: Freude und Glück mit den Kindern;
– küssen: du wirst viel Geld gewinnen, verliere nur nicht die Geduld;
– mit ihr spazieren gehen: hüte dich, denn drohendes Unheil erwartet dich;
– mit rotem Haar: unbeständige Liebe;
– mit schwarzen Haaren: durch eine Unvorsichtigkeit wirst du in eine böse Klatscherei kommen;
– lachend und schön: du mußt dein Geld zusammenhalten.
(Siehe auch „Menschen“)
Frauenbrüste (Siehe unter „Brust“)
Frauenhaare (Siehe „Frau“)
Frauenkleider
Volkstümlich:
(arab. ) : – als Mann tragen: du stürzt dich selbst ins Verderben.
(europ.) : – schöne sehen: verkünden Freude mancherlei Art;
– alte sehen: Klatscherein;
– (als Mann tragen): trübe Stunden stehen dir bevor.
(ind. ) : – du wirst trübe Stunden erleben.
Frauenversammlung
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ärger.
Freiheit
Assoziation: – Unabhängigkeit; Loslassen.
Fragestellung: – Welchen Teil meines Selbst bin ich zu befreien bereit?
Psychologisch:
Die Freiheit im Traum kann immer als Hinweis auf die innere Freiheit gedeutet werden.
Freiherr
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit einem sprechen: hohen Besuch erhalten.
Freiheitsglocke (Siehe „Glocke“)

513
Freimaurer
Psychologisch:
Wer von Geheimbünden und ihren Symbolen träumt, sucht entscheidende (und karriereförderliche) Kontakte zu einflußreichen Personen, möchte in
jeder Hinsicht „dazugehören“ und in der Lage sein, Macht auszuüben. Fast wie im wirklichen Leben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst einen Wohltäter finden.
(europ.) : – einer sein: bedeutet neue Freunde und weite Reisen;
– Gruppe des Ordens in voller Aufmachung sehen: sich selbst und andere vor dem Bösen im Leben beschützen müssen.
Freispruch
Volkstümlich:
(europ.) : – von einem Verbrechen freigesprochen werden: bald wertvollen Besitz erhalten; doch besteht die Gefahr,
vorher einen Prozeß führen zu müssen; auch: einen Fehlschlag für die Feinde;
– sehen, wie andere freigesprochen werden: Freunde gestalten einem die Arbeit vergnüglicher.
(Siehe auch „Begnadigung“, „Gericht“, „Richter“)
Freitag
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein Gewinn wird dir entgehen.
Freiwilliger
Assoziation: – Arbeit an der Bereitwilligkeit.
Fragestellung: – Was habe ich anzubieten? Wofür mache ich mich stark?
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: Soldat werden und sein Leben in der Schlacht verlieren.
Fremde
Assoziation: – nicht anerkannter Aspekt des Selbst.
Fragestellung: – Welchen Teil meines Wesens bin ich bereit kennen zu lernen?
Artemidoros:
Von den im Traum geschauten Personen verursachen diejenigen, die einem die angenehmsten oder liebsten sind oder die den Träumenden gerne
haben, selbst wenn sie ihm unbekannt sind, Glück an den kommenden Tagen, Unglück dagegen jene, die einem Erzfeind oder verhaßt sind. Wähnt
man, eine unbekannte Frauensperson zu beschlafen, und ist diese wohlgewachsen, anmutig, kostbar und fein gekleidet, mit goldenen Halsketten
behängt und bietet sie sich selbst an, so ist das für den Träumenden ein gutes Zeichen und kündigt ihm einen großen Erfolg in seinen
Unternehmungen an; ist es aber ein altes, häßliches, mißgestaltetes und in Lumpen gehülltes Weibsbild, das sich übel aufführt und sich nicht
hergeben will, so bedeutet es das Gegenteil von dem, was die vorige bedeutet. Unbekannte Frauenspersonen haben nämlich als Abbilder von
Unternehmungen zu gelten, die für den Träumenden einen Ausgang nehmen werden. Je nachdem das Frauenzimmer geartet ist und sich gibt,
dementsprechend wird die Unternehmung des Träumenden sich abwickeln.
Allgemein:
Fremde(r) repräsentiert jene Bereiche der eigenen Persönlichkeit, die man als fremdartig, nicht zum Selbstbild passend ansieht, oft strikt ablehnt,
unterdrückt und verdrängt. Das Symbol weist dann im Traum darauf hin, daß man sie bewußt annehmen muß, ehe man sie vielleicht verändert, oder
freier ausleben soll. Allgemeiner kann der Fremde für alles stehen, was man nicht versteht, was bedrohlich wirkt, vielleicht eine andere Person oder
eine bestimmte Situation.
Psychologisch:
Traumpersonen verkörpern immer bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen des Träumenden selbst. Handelt es sich im Traum um fremde
Personen, so symbolisieren sie Charakterzüge des Träumenden, deren er sich noch nicht bewußt ist oder die er verdrängt hat. Wichtig für die
Deutung ist das Gefühl, das der Träumende den Fremden entgegenbringt. Findet er sie sympathisch oder verbindet ihn eine Freundschaft mit ihnen,
heißt das, daß er die Entwicklung, die neuerdings in ihm vorgeht, für positiv hält und akzeptiert. Lehnt er die fremde Person allerdings ab, mißtraut
ihr oder fühlt er gar Feindschaft ihr gegenüber, paßt der im Traum durch den Fremden dargestellte Charakterzug nicht zu dem Bild, das der
Träumende sich von sich selbst gemacht hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Menschen: du wirst eine neue Bekanntschaft machen.
(europ.) : – mahnen zur Vorsicht, besonders beim Erweisen von Wohltaten;
– viele sehen: über liebe Freunde verfügen die einem im Leben helfen werden;
– fremder Ort: Zeichen für Geldhinterlassenschaft, die einem bald zuteil wird;
– fremdes Land: das Glück liegt daheim.
(ind. ) : – sehen: ist eine ungünstige Zeit, um Geschäfte zu machen.
(Siehe auch „Ausland“, „Feinde“, „Freunde“, „Menschen“, „Orte“)
Fremdenführer
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Hilfe finden.
Fremdsprache
Allgemein:
Man „kann etwas nicht verstehen“ oder will etwas Wichtiges einfach nicht verstehen, weil man sich dann Mühe geben müßte, auch Unbekanntes zu
akzeptieren und den eigenen Horizont zu erweitern, um daraus zu lernen. Ein Traum, der auffordert, geistig flexibler zu sein – sich auf Neues und
Fremdes ohne Vorurteile einzulassen.
Psychologisch:
Handelt der Traum in einer Sprache, die der Träumende selbst nicht sprechen oder verstehen kann, so steht das Symbol der Fremdsprache für die
Sprache der Gefühle. Der Träumende hat in der Wirklichkeit nicht gelernt, seine Gefühle auszudrücken, müßte dies aber gerade in seiner
momentanen Situation tun.
(Siehe auch „Lehrer“)

514
Frettchen
Allgemein:
Frettchen kann sexuelle Bedürfnisse darstellen und davor warnen, sie zu egoistisch auszuleben; auch falsche Hemmungen und Ängste vor der
Sexualität verbergen sich nicht selten hinter dem kleinen Raubtier. Oft symbolisiert es aber Neugierde und ermahnt, andere dadurch nicht zu
verletzen oder zu schnell Einsichten in die eigene Persönlichkeit zu erzwingen, denen man einfach noch nicht gewachsen ist.
Freude
Assoziation: – Glücklichsein; Wohlbefinden.
Fragestellung: – Was habe ich bedingungslos angenommen?
Allgemein:
Freude taucht als Gefühlszustand in verschiedenen Formen in Träumen auf; sie wird meist als Zeichen für ein ausgeglichenes und gelassen-heiteres
Wesen mit guten Beziehungen zur Mitwelt verstanden. Je nach den persönlichen Lebensumständen fordert das Symbol manchmal aber auch dazu
auf, sich um mehr innere Ausgeglichenheit und Selbsterkenntnis zu bemühen.
Psychologisch:
Freudenszenen im Traum signalisieren häufig, daß man selbst mehr davon gebrauchen könnte. Man empfindet das eigene Leben zu nüchtern und
eintönig – zu freudlos eben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfinden: eine Kränkung bleibt dir nicht erspart.
(europ.) : – Ausdruck innerer Ausgeglichenheit; man sollte aber prüfen, ob sie echt oder künstlich ist;
auch: gute Gesundheit, manchmal Leid am Tag;
– Freude wegen eines Ereignisses: harmonische Freundschaften.
(ind. ) : – empfinden: deine Leistungen werden Anerkennung finden.
Freudenfeste (Siehe unter „Fest“)
Freudenfeuer
Medizinrad:
Schlüsselworte: Element Feuer; Magie; Transformation; Strahlen; Hitze; Licht; reinigend; Reinigung.
Beschreibung: Ein Freudenfeuer ist im allgemeinen ein Feuer, das mit dem Ziel, Wärme und Hitze zu erzeugen, angezündet wird. Es spielt in den
Religionen einiger erdverbundener Völker eine wichtige Rolle in Zeremonie und Magie.
Allgemeine Bedeutung: Transformation; Befreiung; Strahlen.
Assoziation: Osterfeuer.
Transzendente Bedeutung: Eine Zeremonie; Magie; eine Initiation; die elementare Kraft des Feuers.
(Siehe auch „Feuer“, „Donnervogel“)
Freudenmädchen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Schande, schlechte Gesellschaft, Spott.
(europ.) : – man wird in schlechte Gesellschaft geraten.
(Siehe auch „Bordell“, „Dirne“)
Freudentanz
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst tanzen: ein neuer Liebhaber wird vorausgesagt; man sollte aber auf der Hut sein, damit man keine Eifersucht erregt.
Freunde
Assoziation: – Aspekt des Selbst, der bereit ist, integriert zu werden.
Fragestellung: – Welchen Teil von mir integriere ich im Augenblick?
Artemidoros:
Alle Männer und Frauen, denen man begegnet und die man erblickt, und zwar Freunde, Wohltäter und überhaupt Personen, die einem nicht schaden
oder geschadet haben, verheißen sowohl lebend als tot Glück an den kommenden Tagen, diejenigen dagegen, die schaden oder geschadet haben,
Unglück; man muß nämlich die geschauten Personen als Abbilder seiner persönlichen Verhältnisse auffassen, und zwar die Freunde als der guten, die
Feinde als der schlechten. Vertraute Freunde freundlich begrüßen, ansprechen und küssen, ist gut; man wird freundliche Worte sagen und zu hören
bekommen; weniger gut ist es, wenn man Personen anspricht, die einem nicht nahestehen, aber sonstwie bekannt sind. Hier noch folgender Hinweis:
Freunde, die mit den Feinden des Träumenden Umgang pflegen und sich mit ihnen verbinden, verfeinden sich mit dem Träumenden. Philinos
träumte, einer von seinen Genossen wolle zusammen mit seinen Feinden auf Reisen gehen. Er entzweite sich mit seinem Genossen aus Gründen, die
nichts mit seinen Feinden zu tun hatten. Damit dies aber nicht widersprüchlich erscheint, so wisse, daß, wenn du einen deiner Freunde erblickst und
dann einen schlechten Tag verlebst, er dich haßt und Freundschaft nur vortäuscht. Und wenn du einen von deinen Feinden schaust und einen guten
Tag verlebst, so wisse, daß du ihn zu Unrecht hassest.
Allgemein:
Wenn Freunde eine Rolle im Traum spielen, dann muß sich der Träumende folgende Fragen stellen: Erstens, welche Beziehungen hat er im Alltag zu
dem Freund im Traum, und zweitens, was symbolisiert dieser Freund für ihn (beispielsweise: Sicherheit, Unterstützung und Liebe)? Freund
(Freundschaft) kann auf eine tatsächliche Gefühlsbeziehung hinweisen; die Begleitumstände spiegeln dann wider, wie es darum im Alltag wirklich
bestellt ist. Gibt es dafür keine Anhaltspunkte, kann der Freund im Traum häufig die eigene Persönlichkeit verkörpern; auch dabei sind die
Begleitumstände zu beachten, die auf innere Harmonie oder Ablehnung von Teilen des Selbst hinweisen können. Alte Traumbücher deuten das
Symbol oft noch in folgender Weise:
– Freund sehen/treffen soll freudige Ereignisse in bevorstehender Zeit ankündigen.
– Mit einem Freund streiten kann auf Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen hinweisen.
– Einen Freund helfen verspricht, daß man selbst Beistand von außen erhalten wird.
– Der tote Freund verheißt baldige gute Nachricht, von denen man angenehm überrascht wird;
zuweilen kommen darin auch verdrängte Teile der Persönlichkeit zum Ausdruck.
– Mehrere Freunde können das Bedürfnis nach mehr Geselligkeit mit vertrauten Menschen signalisieren.

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Psychologisch:
Häufig heben Freunde des Träumenden in seinem Traum einen bestimmten Teil seiner Persönlichkeit hervor, den er sich genau anschauen, verstehen
und mit dem er auf die eine oder andere Weise ins reine kommen muß. Freunde stehen dabei für die vertrauten und positiven Seiten des Träumenden.
Als Selbstzweifel kann der Traum vom Freund, der sich ablehnend verhält, gedeutet werden. Der Freund oder die Freundin sind meist Schatten
unseres Ichs, ständige Begleiter (siehe dort) auf unserem Lebensweg, die gern im falschen Augenblick eingreifen und uns in schlechtes Licht rücken.
Sie tragen oft nur deren Züge, entpuppen sich dann jedoch möglicherweise als unsere Intimfeinde, die uns eins auswischen möchten. Wenn man im
Traum mit einem besonders guten Freund Streit hat, dann ist jener andere gemeint,
der uns übers Ohr hauen will, der große Unbekannte oder der Doppelgänger in uns selbst, vor dem uns das Unbewußte warnen möchte. Wird in der
Traumhandlung ein neuer Freund gewonnen, so weist dieses Bild auf zunehmendes Selbstbewußtsein hin oder drückt den Wunsch danach aus.
Träumen Frauen von einem Freund, kann damit manchmal der Partner gemeint sein. Im Altertum glaubt man, wer Freunde sehe, die längst
verstorben sind, erhalte eine wichtige und für ihn sehr nützliche Nachricht.
Spirituell:
Freunde im Traum erleichtern die spirituelle Suche.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen verstorbenen sehen: eine unerwartete Neuigkeit erfahren; Glück in allen Lebenslagen;
– einen lebenden begegnen: man sollte sich vor unüberlegten Handeln hüten;
– lang vermißte wiedersehen: Trübsal;
– Freund, mit ihm sprechen: Für eine Deutung, achten Sie darauf, was er sagt und tut;
auch: sich bald von ihm trennen müssen;
– begrüßen: gute Nachricht erhalten;
– Freundschaft schließen: du bist unvorsichtig;
– finden: Glück;
– mit ihnen lachen: baldige Trennung;
– sich von ihnen verabschieden: deine Probleme werden behoben;
– beleidigen: Krankheit;
– sterben: bald eine wichtige Nachricht erhalten.
(europ.) : – Freunde bedeuten die eigene Person; oft im Sinne von Bruder, Doppelgänger usw.;
– einen haben: man wird Geheimnisse preisgeben;
– einen sehen und mit ihm sprechen: warnt vor falschen Freunden;
– mit einem lachen: bedeutet baldige Trennung von ihm;
– einen verstorbenen sehen: bedeutet unerwartete Neuigkeit;
– einem helfen: man wird selbst Hilfe erhalten;
– einem begegnen: eine Warnung vor unüberlegten Handlungen;
– einen besuchen: bedeutet Heiterkeit;
– sehen oder von ihnen besucht werden: bedeutet, daß Ehre und Anerkennung dich erwarten;
– erfolgreiche und glückliche Freunde: angenehme Nachrichten oder Treffen mit diesen oder Angehörigen;
– von fernen Freunden träumen: ist ein Zeichen, daß du bald von ihnen gute Nachricht bekommen wirst;
– sorgenvoll sehen: die Angehörigen haben unter Krankheit und Not zu leiden;
– als Dunkelhäutige sehen: selbst oder Freunde werden eine schlimme Krankheit oder große Sorgen bekommen;
– mit mehreren Freunden zusammensein: kündet den Besuch von Menschen an, die man gerne sieht;
– dunkel gekleidete Freunde in flammenrotem Licht: Unerfreuliches wird ans Tageslicht kommen, was einem Kummer beschert;
auch Freunde sind daran beteiligt;
– einen Freund mit einem weißen Tuch über dem Gesicht sehen: von jemanden verletzt werden, der sich weiterhin um
freundschaftliche Beziehungen mit einem bemüht;
– mit einem streiten: bedeutet Treulosigkeit eines Freundes;
– sich in Tiere verwandeln: Feinde werden dafür sorgen, daß man sich mit Bekannten überwirft;
– einen verstorbenen Freund sehen: man wird bald überraschende Neuigkeiten erfahren;
– eine neue Freundschaft schließen: man besitzt wirklich treue Freunde.
(Siehe auch „Fremde“, „Mann“, „Menschen“)
Freundin (Siehe „Freunde“, „Menschen“)
Freundschaft
Volkstümlich:
(europ.) : – schließen: bedeutet treue Freundschaft.
Frieden
Allgemein:
Frieden kann oft ähnlich wie Freude die innere Ausgeglichenheit eines Menschen symbolisieren. Oft weist das in unterschiedlicher Form
auftauchende Symbol aber auch darauf hin, daß man im eigenen Interesse einen fruchtlosen Streit endlich beilegen sollte.
Psychologisch:
Tiefenpsychologisch betrachtet fordert der Frieden auf, verdrängte Seiten der eigenen Persönlichkeit anzunehmen, also mit sich selbst Frieden zu
schließen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit jemanden schließen: Täuschung wird dich ärgern.
(europ.) : – mit Feinden schließen: bedeutet Vorteil und Nutzen.
Friedenstaube
Volkstümlich:
(europ.) : – bei der Paarung und beim Nestbau beobachten: friedliche Zeiten und häusliche Freuden;
– weiße sehen: gelten als Omen für eine gute Ernte und denkbar treue Freunde;
– ein Schwarm weißer Tauben: verheißt ruhige, unschuldige Vergnügungen und eine glückliche Zukunft;
– den klagenden Ruf einer vernehmen: Kummer und Enttäuschung durch den Tod eines Menschen,
an den man sich um Hilfe gewandt hatte; häufig kündigt dieser Traum den Tod eines Vaters an;
– eine tote sehen: weist auf die Trennung von Ehepaaren durch Tod oder Untreue hin;

516
– einen Brief bringend: eine erfreuliche Botschaft von Freunden erhalten; möglicherweise steht die Versöhnung
zweier zerstrittener Liebender an;
wirkt die Taube erschöpft: die frohe Kunde wird von leiser Trauer überschattet;
geht es ums Geschäft: ein kurzer Rückschlag könnte bevorstehen;
mit ungünstiger Nachricht: signalisiert drohende Krankheit oder finanziellen Ruin.
(Siehe auch „Tauben“)
Friedhof
Assoziation: – Tod; Transformation.
Fragestellung: – Was ist für mich vorüber?
Allgemein:
Jeder von uns hat auf nahen oder fernem Friedhofe ein Grab, das einen dahingegangenen geliebten Menschen birgt. Wir haben aber auch einen
Friedhof in uns drin und in ihm manches Grab verlorener Hoffnungen, des Abschieds, des nicht Wiedersehens. Der Sinn der Friedhofsträume ist klar:
sei reden von der Stätte der Toten. Wer im Traume an ein Grab nach dem Friedhof geht, der sucht eine Welt auf, die für ihn noch geheimes Leben
enthält. Der Traumgang nach dem Friedhof wird meist dann getan, wenn der Mensch in echten Lebenskonflikten nicht ein noch aus weiß; dann sucht
er, dem das Leben nicht genügend Antwort gibt, diese Antwort am Grabe derer, die viel Leben mit in die dunkle Erdentiefe nahmen. Der Sinn der
Friedhofträume ist nicht eindeutig. Manche Menschen haben ein bestimmtes Grab aufzusuchen, weil ein Problem, das mit dem Toten
zusammenhängt, noch nicht gelöst ist. Andere wieder tragen oft wider eigenes Erwarten Blumen und Kränze hin. Offenbar hat eine
Gefühlsregression, ein Rückfluten der Gefühlskräfte, denen Wirkung in der Gegenwart versagt blieb, stattgefunden. Besonders bei alternden
Menschen sind diese Träume häufig. Manche stehen da jahrelang an allzufrühen Gräbern. Das Leben erlaubt eben kein Stehenbleiben, erlaubt nicht
das Verweilen beim geliebtesten Toten; und geschieht es dennoch, so schickt es seine gefährlichsten Leichen- und Friedhofträume. Wer einen
geliebten Menschen verloren hat und alle jenen Dinge erfüllte, welche Todesanzeigen, Bestattungen und Trauer heißen, in dem ist der Tote oft
monatelang noch nicht gestorben. Nach Monaten erscheint jener bei vielen Menschen auftauchende Traum: Der Hinterbliebene findet am Rande etwa
seines Gartens, am Waldrand oder in einem nicht benutzten Zimmer den dahingegangenen Menschen, atmend und noch lebend, auf einem schlichten
Lager. Er spricht ihn beglückt und erstaunt an, und es kann vorkommen, daß der Tote sagt, er sei genährt worden von Kindern, vom Gesinde oder
von mitleidigen Bauersfrauen, nämlich von Kräften, die nicht zum Bewußtsein gehören. Beglückt eilt dann der Träumer, dieses Wunder den anderen
zu verkünden. In dem Augenblicke aber erfährt er, daß der Wiederbelebte wirklich tot sei. Er hat also feststellen müssen, daß er in ihm drin noch
nicht gestorben war, daß aber in dieser Stunde die Seele den Tod des geliebten Menschen für sich als vollzogen aufgenommen hat. Die vielen
Träume vom Tode beweisen, wie tief das Erlebnis des Sterbens, des Abschiednehmens, des Verlustes in uns drin wohnt. Es ist der Tod ein
urtümliches, ein archetypisches Geschehen, dem gegenüber man sich richtig zu verhalten hat. Wo im Traume Todesluft weht, die Klage und der
blasse Schein von Gräbern herüberdringt, da sollte man sich noch einmal ernstlich mit den vom Traume geäußerten Ansichten zu diesen
schmerzlichen Vorgängen beschäftigen, um in sich selbst Frieden zu gewinnen. Denn alles muß an seinem Orte sein, das Leben und der Tod, der ja
auch eine Zustandsform des Lebens, in all seiner Dunkelheit, vielleicht ein Tor zum größeren Leben ist.
Psychologisch:
Ein Friedhof und seine Verbindung mit dem Tod kann im Traum die Persönlichkeitsmerkmale des Träumenden repräsentieren, die er „vernichtet“
hat, oder nicht mehr benutzt. Andererseits symbolisiert er vielleicht die Gedanken und Gefühle, welche der Träumende zum Tod hat, oder aber
gängige Einstellungen und Traditionen in bezug auf das Sterben. In seinen Träumen kann der Mensch gefahrlos zulassen, daß seine Ängste auf
akzeptable Weise an die Oberfläche kommen, und ein Friedhof kann Symbol eines angemessenen Umgangs mit diesen Ängsten sein. Der Totenacker
erscheint in einer Zeit echter Lebenskonflikte im Traum. Dann suchen wir gewissermaßen Rat bei denen, die man dort besucht – von den
verstorbenen Eltern (oder einem Elternteil) verspricht man sich Trost, der schon die Überwindung der anstehenden Probleme bedeutet. Man sucht
also im Grab den Ausweg aus der Situation, die sich dunkel und unheildrohend vor einem auftut. Seltsamerweise träumen Frauen häufig von einem
Friedhof. Die Angst, irgend jemand oder man selbst werde sterben, ist aber unbegründet. Vielmehr scheint es die Sehnsucht einer durch Beruf,
Haushalt und Kinder überlasteten Frau nach Ruhe auszudrücken. Es ist kaum irgendwo ruhiger. Friedhof kann zuweilen einen Todesfall ankündigen,
wenn es darauf Hinweise im realen Leben gibt. Andere traditionelle Bedeutungen ergeben sich aus folgenden Begleitumständen:
– Auf dem Friedhof stehen, sitzen oder gehen kann versprechen, daß man ein geruhsames, glückliches Alter zu erwarten hat.
– Einen Friedhof sehen deutet vielleicht auf die Trennung (nicht Tod) von einem sehr nahestehenden Menschen hin.
– Auf dem Friedhof beobachten, wie jemand zu Grabe getragen wird, fordert dazu auf, in einer bestimmten Situation die bisherigen
Erwartungen und Einstellungen aufzugeben, damit man vorwärts kommt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist ein Friedhof der Ort der Toten und der spirituellen Wiedererneuerung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: es wird einem ein hohes Alter beschieden sein;
– sich darauf befinden: Krankheit oder Tod eines nahen Verwandten oder Bekannten.
(europ.) : – Unruhe wegen neuer Probleme, besonders wenn man vor eine Entscheidung gestellt wird; man wird alle Dinge bezwingen;
– sehen: bedeutet ein erfreuliches Ereignis sowie Genesung bei Kranken; viele Hoffnungen werden sich erfüllen;
– Soldatenfriedhof sehen: kündet politische Wirren und Kriegsgefahr an;
– einen betreten: man erinnert sich an frühere Ereignisse und wird von diesen in Beschlag genommen, das man nun begraben will;
– auf einen schön angelegten sein: unerwartet Nachricht erhalten, daß ein Todgeweihter wieder genesen ist;
– auf einem verweilen: man hängt noch zu sehr an der Vergangenheit;
– einen alten, von Brombeersträuchern überwucherten Friedhof sehen: alle geliebte Menschen überlassen einem der Obhut von Fremden;
– Blumen auf einen bringen: kündet einen Todesfall in der Verwandtschaft an;
– bringt eine Mutter frische Blumen auf einen Friedhof: sie kann mit dauerhaft guter Gesundheit der Familienangehörigen rechnen;
– besucht eine junge Witwe den Friedhof: sie wird bald ihre Trauerkleidung mit einem Brautkleid tauschen; fühlt sie sich dabei traurig
und niedergedrückt: ihr stehen abermals Kummer und Sorgen bevor;
– offenes Grab: deutet einen Todesfall an;
– schlendern junge Menschen durch totenstille Gräberfelder: die liebevolle Zuneigung von Freunden wird einem zuteil; aber auch Sorgen
kommen, die selbst Freunde nicht abzuwenden vermögen;
– Bräute, die auf dem Weg zur Hochzeit an einem Friedhof vorbeikommen: werden ihre Ehemänner bei Reiseunfällen verlieren;
– sehen alte Menschen einen Friedhof: sie werden bald auf die letzte Reise gehen und ihre endgültige Ruhe finden;
– zwischen den Gräbern kleine Kinder Blumen pflücken und Schmetterlinge nachjagen sehen: es wird eine glückliche Wende im Leben
vorausgesagt; man muß keinen Freund zu Grabe tragen; man erfreut sich allerbester Gesundheit.
(ind. ) : – besuchen: deine Pläne werden mißlingen;
– sehen: ruhiges und angenehmes Alter.
(Siehe auch „Begräbnis“, „Grab“, „Sarg“)

517
Frieren
Allgemein:
Frieren kann bei chronisch gereizten, nervösen und überforderten Menschen als Warnzeichen einer Überreizung des Nervensystems auftauchen und
dann vor möglichen Krankheiten als Folge warnen. Andere Bedeutungen ergeben sich aus folgenden Begleitumständen:
– Selbst frieren weist oft darauf hin, daß man Gefühle nicht übermäßig unterdrücken und kontrollieren darf, weil man sonst „seelisch erfriert“.
– Einen anderen frieren sehen kann anzeigen, daß man eine Gefühlsbeziehung abbrechen wird, die allmählich „erkaltet“ ist.
– Wiederbelebung eines erfrorenen Menschen fordert vielleicht dazu auf, eine abgebrochene Beziehung zu einem anderen wied er aufzunehmen.
Psychologisch:
Die Angst vor Erkältungen, die sich aus dem Frieren ergeben, wird als Frucht vor Unannehmlichkeiten übersetzt. Mit dem Frieren kann aber auch das
Einfrieren einer langjährigen Freundschaft gemeint sein. Ist das Kälteempfinden nur auf eine äußerer körperliche Reizwirkung zurückzuführen, kann
es meistens nicht in die Deutung einbezogen werden, es sei denn, andere Symbole würden das verlangen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Nervenreizung zeigt sich mit Unbehaglichkeit an. Vorsicht vor dem Wetter!
– selbst: kündet eine Erkältung an;
– jemanden sehen, während man es selbst warm hat: man wird einen Kranken pflegen;
– einen erfrorenen Menschen retten: man wird einen Freund, der einen verlassen hat, wiedergewinnen.
(Siehe auch „Einfrieren“)
Fries
(Gesimsstreifen, Verzierung; auch: flauschiger Wollstoff)
Volkstümlich:
(europ.) : – bewegte Zeiten werden kommen, bewahren Sie einen kühlen Kopf.
Friseur
Assoziation: – Arbeit am Selbstbild und dem Selbstwertgefühl.
Fragestellung: – In welcher Hinsicht darf es mir von nun an bessergehen?
Allgemein:
Für viele Frauen ist ihr Friseur ein Mensch, mit dem sie frei über ihre Angelegenheiten sprechen können. Im Traum kann ein Friseur daher als der
Persönlichkeitsanteil des Träumenden in Erscheinung treten, der sich mit dem Selbstbild beschäftigt und damit, was der Träumende von sich selbst
denkt. Vielleicht sollte der Träumende sich überlegen, auf welche Weise er sein Selbstbild verändern könnte. Frisieren (Friseur) deutet oft auf
Oberflächlichkeit und Eitelkeit hin, die dem äußeren Schein zu große Bedeutung beimißt; das kann auch mit dem Wunsch nach mehr sexueller
Anziehungskraft in Beziehung stehen. Alte Traumbücher sehen im Friseur, von dem man selbst frisiert wird, die Ankündigung finanzieller Erfolge
oder einer Hochzeit; es kann aber auch bedeuten, daß man besser nicht zu einer Einladung gehen sollte, bei der man sich vielleicht blamiert.
Psychologisch:
Der Friseur im Traum kann den Heiler im Träumenden darstellen. Eine intime, aber trotzdem objektive Beziehung ist für den Träumenden jetzt
möglicherweise von großer Wichtigkeit. Der Friseur im Traum symbolisiert diese Beziehung. Er ist ein häufiger Traum von Menschen in
„Vernunftehen“ oder ähnlichen sinnvollen, aber lustlosen Beziehungen: Der Austausch von Zärtlichkeit und hautnahen Sinnesfreuden kommt einfach
zu kurz. Wildwucherndes wird bei ihm in Ordnung gebracht – ein Hinweis, uns nach außen hin zivilisierter zu geben. Das Frisieren selbst ist auch oft
eine Aussage über unser körperliches Wohlbefinden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Verbindung zwischen Selbstbild und Schönheit offensichtlich. Der Mensch kann nicht spirituell wachsen, wenn er
sich selbst nicht mag.
Volkstümlich:
(arab. ) : – besuchen: es drohen finanzielle Verluste, die durch Selbstüberschätzung und Risikobereitschaft hervorgerufen werden können;
– mit ihm verkehren: hüte dich vor Schmeichlern.
(europ.) : – Veränderungen; geschäftliche Schwierigkeiten; man soll sich von niemandem beeinflussen lassen, da man sonst Schaden nimmt;
– aufsuchen: im Zusammenhang mit einem, von einer gutaussehenden Frau inszenierten Skandal, genannt werden;
sieht solches eine Frau: bedeutet dies Familienstreit und verdiente Vorwürfe;
– als junger Mensch frisiert werden: es kündigt sich eine Verlobung oder Hochzeit an;
– läßt sich eine Frau die Haare färben: sie kann sich kaum dem gesellschaftlichen Spott entziehen, nachdem Feinde
erst einmal ihren Ruf beschädigt haben;
– läßt sie sich frisieren: sie gibt sich frivolen Neigungen hin und setzt alles daran, sich andere Menschen gefügig zu machen;
– läßt sie sich die Haare kurz abschneiden: sie versuchen, all ihre Gefühle „im Zaum zu halten“.
(ind. ) : – bedeutet vielleicht eine Festlichkeit.
(Siehe auch „Frisieren“, „Haare“)
Friseursalon
Allgemein:
Handelt ein Traum davon, daß der Träumende zum Friseur geht, so bedeutet dies, daß er in Erwägung zieht, seine Einstellung, sein Denken oder
seine Meinung in bezug auf die eigene Person zu revidieren.
Psychologisch:
Im Leben des Träumenden wird ein Einfluß deutlich, der ein Bedürfnis nach Veränderung anzeigt. Der Veränderung muß die Selbstwahrnehmung
des Träumenden als Grundlage dienen.
Spirituell:
Die alte Fassung, da%9

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