Traumdeutung Buchstabe H

Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets
Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets

H
Allgemein:
„H“ taucht als Buchstabe geschrieben, plastisch oder geschrieben auf und symbolisiert innere Harmonie. Es fordert dazu auf, sich um mehr Ausgeglichenheit und innere Ruhe zu bemühen, mehr an sich selbst zu arbeiten.

Haarbeutel
Volkstümlich:
(arab. ) : – bedeutet für Reiche Gutes, für Arme Schlechtes.
(ind. ) : – die Menschen um dich sind etwas zu eingebildet, versuche sie zu meiden.
Haarbürste
Volkstümlich:
(europ.) : – eine benutzen: es geht einem nicht gut, da man schlecht gewirtschaftet hat;
– alte: bedeuten Krankheiten und angegriffene Gesundheit.
Haare
Assoziation: – Schutz; Attraktivität; Sinnlichkeit.
Fragestellung: – Was verberge ich? Was trage ich zur Schau?
Artemidoros:
Langes, schönes Haar tragen und damit glänzen ist besonders für eine Frau glückbringend. Denn Frauen pflegen der Schönheit wegen
bisweilen auch falsches Haar zu tragen. Von guter Vorbedeutung ist es ferner für einen Philosophen, einen Priester, einen Weissager, einen
Herrscher, einen hohen Beamten und für Theaterleute. Denn die einen tragen nach Sitte und Brauch wallendes Haar, bei den anderen bringt
es ihr Beruf mit sich. Glück bringt es auch anderen Menschen, nur in geringerem Maß. Denn an und für sich bedeutet es Reichtum, aber
keinen angenehmen, sondern einen beschwerlichen, weil die Pflege langen Haars viel Mühe kostet. Langes, aber ungepflegtes Haar, das
nicht den Eindruck einer sauberen Frisur, sondern eines struppigen Haarschopfes macht, kündigt allen Trauer und Leid an. Denn „das Haar
pflegen“ heißt komein, jenes aber, das man in Trauerfällen wirr wachsen läßt, nennt sich thrix (Haarschopf). Träumt man, Schweineborsten
zu haben, so führt das ernste Gefahren herauf, und zwar solche, die dem Tier selbst, ich meine dem Schwein, drohen. Pferdehaare zu haben
bedeutet Freigeborenen Sklaverei und ein kümmerliches Leben; Sklaven legt es in Fesseln; denn meisten wird die Pferdemähne
zusammengebunden (im griech. liegt hier ein Gleichklang von: desma = Fesseln und desmeuetai = wird zusammengebunden, vor). Wolle
statt Haare auf dem Kopf zu haben kündigt langwierige Krankheiten und Schwindsucht an, weil es demjenigen, der häufig etwas Wollenes
auf dem Kopf trägt, schließlich so vorkommt, als sei dasselbe ihm angewachsen. Verwandeln sich die Haare in einen anderen Stoff, hat man
bei der Auslegung nach dem Grundsatz der Ähnlichkeit zu verfahren. An den Handwurzeln gewachsene Haare zeigen Fesselung an, an den
inneren Handflächen bedeuten sie jedermann, besonders Bauern und Handwerkern, Arbeitslosigkeit und Untätigkeit; denn arbeiten sich die
Hände beim Werken nicht weiter ab und verhärten sich nicht ihre Oberfläche, bildet sich ganz natürlich ein Haarwuchs. Das Haarflechten ist
nur Frauen und jenen Männern von Nutzen, die es auch sonst zu tun pflegen, allen anderen Menschen zeigt Verwicklungen in ihren
finanziellen Verpflichtungen, hohe Darlehnsschulden, bisweilen auch Gefängnis an.
Achmet:
Ein Mann suchte mich, Achmet, Sirins Sohn und Traumdeuter des Kalifen Mamun, (93) auf und stellte folgende Frage: „Mir träumte, die
Haare meiner Schenkel wären dichter und länger geworden und ich schnitte sie mit der Schere ab.“ Ich antwortete ihm: „Du bist an Geld und
Gut reicher geworden; in dem Maße aber, wie du deine Haare abgeschnitten hast, wirst du beides herunterwirtschaften.“ Und tatsächlich ging
die Sache so aus. Einer von den Höflingen des Kalifen Mamun träumte, er salbe sich von oben bis unten ein und dabei fielen ihm alle
Körperhaare aus, nur seine Schamhaare wüchsen noch üppiger. Er entsandte einen von seinen Leuten, der den Traum als seinen eigenen
ausgeben und dem Traumdeuter vortragen sollte. Dieser sagte zu ihm: „Dieses Gesicht hat ein Mächtiger geschaut, aber nicht du. Jener wird
in eine gefährliche Lage kommen, und von seinen Schätzen wird ihm nichts übrigbleiben als seine Frauen.“ Und nach wenigen Tagen kam es
so, wie der Traumdeuter gesagt hatte.
Allgemein:
Träume, in denen Haare eine große Rolle spielen, sind Kommentare zu unserem physischen und psychischen Befinden und symbolisieren
Männlichkeit und Lebenskraft. Darüber hinaus sind je nach Begleitumständen noch viele spezielle Deutungen möglich, vor allem:
– Farbe der Haare hat unterschiedliche Bedeutung, zum Beispiel rot für Temperament und Beliebtheit,
schwarz für Gesundheit, grau für Sorgen und Kummer, weiß für Weisheit, Güte und Glück.
– Kurze Haare können auf verdrängte sexuelle Bedürfnisse hinweisen.
– Langes Haar kann Sinnlichkeit, aber auch für Überbetonung des Intellekts stehen.
– Sorgfältig gekämmtes und frisiertes Haar deutet auf Eitelkeit oder zu starke sexuelle Selbstdisziplin hin.
– Haare schneiden bringt bei Männern manchmal Kastrationsangst zum Ausdruck; allgemein deutet es auf Kummer, Sorgen und Verlust hin.
– Abgeschnittenes Haar deutete die indische Traumschrift „Jagaddeva“ als Not und Elend, in die der Träumer stürzen werde.
– Haare färben warnt vor Täuschungen und falschen Erwartungen.
– Ausfallendes Haar kann Potenzprobleme oder den Tod eines nahestehenden Menschen ankündigen.
– Frau mit männlicher Behaarung weist oft auf eine maskulin geprägte Gefühlswelt hin, weil vielleicht
die Geschlechtsrolle nicht akzeptiert wird.
– Mann mit Frauenhaaren warnt vor Untreue in einer Liebesbeziehung.
– Haar auf Brust und Bauch kann sexuell oder als allgemeines Glück gedeutet werden.
– Haar in der Suppe soll vor Streit und Zwist oder Kleinlichkeit warnen.
Weitere Deutungen können sich zum Beispiel noch aus den Symbolen Frisur oder Glatze ergeben.
Psychologisch:
Wer von Haaren träumt, sollte nicht nur seine Triebseite, sondern auch seine geistige Einstellung zu den Dingen in Ordnung bringen, denn
oft schildern die Haare unseren Seelenzustand; man achte daher darauf, ob es sich im Traum um volles oder dünnes, gepflegtes oder wirres
Haar handelt. Auch die Haarfarbe kann in diesem Zusammenhang einiges aussagen. Besonders in jüngster Zeit träumen Männer häufig von
Haaren. Liegt einem solchen Traum nicht die akute Angst vor Kahlköpfigkeit zugrunde, hat der Traum von Haaren immer tiefere Bedeutung.
– Langes Haar verkörpert bei Frauen Weiblichkeit, bei Männern Freiheit, Kraft und Unabhängigkeit.
– Je stärker eine im Traum vorkommende Person behaart ist, desto stärker wird die Tierhaftigkeit und der Trieb dieser Person hervorgehoben.
– Weißes Haar wird oft als Zeichen für Weisheit angesehen, so kann es auch im Traum gedeutet werden.
– Blondes Haar wird als Zeichen für Unbeständigkeit gesehen,
– schwarzes als Zeichen für Leidenschaft,
– rotes Haar wirkt wegen seiner Assoziation zur Hexe gefährlich.
– Hat man im Traum das eigene dichte, glänzende Haar gebürstet, dann bestätigt einem das Unterbewußtsein damit,
daß man im Leben Erfolg hat und gut aussieht.

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– Verliert der Träumende seine Haare oder handelt der Traum von einer Haaroperation, hat dies häufig
eine negative Bedeutung und gilt als Warnung vor einem Verlust im Wachleben oder als die Angst davor.
– Hat er davon geträumt, daß ihm das Haar geschnitten wurde, hat er Angst vor Unterjochung.
– Träumt er vom totalen Verlust seiner Haare, hat er Angst vor dem Verlust seiner Potenz.
– Hat man im Traum eine Perücke anprobiert, dann scheint man im Wachleben eine etwas prätentiöse Art zu haben,
ebenso wenn man im Traum Haare transplantieren ließ. Andererseits könnte beides bedeuten, daß man seine Jugendlichkeit
zurückgewinnen möchte.
– Wer unbedingt recht behalten möchte, betreibt auch in seinem Traum „Haarspalterei“.
– Wer fürchtet, einem Problem nicht gewachsen zu sein, sieht und spricht auch im Traum von „einer haarigen Sache“.
– Streitsüchtige Leute haben „Haare auf den Zähnen“.
Die Haare haben schon immer bei allen Völkern eine große Bedeutung gehabt. Da das Haar auch nach dem Tod noch wächst, sah man es als
Symbol für Lebenskraft und auch sexuelle Potenz. Haare stehen für die ursprünglichen Kräfte. Sie haben nach Freud als sekundäres
Geschlechtsmerkmal phallische Bedeutung. Artemidoros deutet das Kahlwerden des Kopfes als Verlust von Verwandten oder Besitztümern;
reichen, wallenden Kopfschmuck als Besitzerhaltung oder sogar – Vermehrung; ungekämmtes Haar kündigt seiner Meinung nach Kummer
an. Nach Phaldor sin d die Haare geistige, intellektuelle und materielle Güter, ihr Verlust bedeutet Mißerfolg und Demütigung.
Spirituell:
Das Haar ist der natürliche Schmuck des Mannes und der Schleier der Frau.
Volkstümlich:
(arab. ) : – wohlgekämmte sehen: Freundschaft;
– andere auskämmen: du fügst anderen ohne Willen Kränkungen zu;
– sich kämmen: in geschäftlicher Beziehung guten Erfolg erzielen;
– sich leidenschaftlich kämmen: man wird Widerwärtigkeiten leicht überwinden;
– wohlgekämmte sehen: man kann guten Freunden durchaus vertrauen;
– unordentliche sehen: man wird mit Streit rechnen müssen, der unangenehme Folgen haben kann;
– verwirrte haben: Streit bekommen; Familienzwist;
– selbst abschneiden: du wirst von deinem Kummer befreit werden;
– schneiden lassen: Todesfall in der Familie; schmerzlicher Verlust oder ähnlicher Schaden;
– ausfallen sehen: Vermögensverlust;
– verlieren: böse Zeiten vor sich haben;
– lange haben: man wird dir hohe Achtung zollen;
– lange sehen: du wirst geachtet und geliebt;
– weiße: Seelenruhe; Weisheit und Güte; man kann von einem Menschen mit diesen Eigenschaften Hilfe erwarten;
– blonde: Sanftmut und Güte; Vitalität und Jugendlichkeit;
– graue: du wirst viel Sorgen und Kummer haben;
– schöne schwarze sehen: du wirst geliebt;
– schöne schwarze haben: gesund sein;
– rote haben: tückische Menschen werden dich verfolgen; bevorstehende Ärgernisse;
– rote sehen: Falschheit;
– braune haben: dein rechtschaffender Charakter wird dir vielen Nutzen bringen;
– flechten: du gehst großen Veränderungen in nächster Zukunft entgegen;
– falsche auf dem Kopf haben: für Männer bedeutet es Auszeichnung; für Frauen Kummer und Sorge;
– färben: deine Eitelkeit wird dich lächerlich machen;
– sich färben lassen: man wird einen Freund verlieren;
– wachsen sehen: Glück im Geschäft;
– verkaufen: Unglück;
– an der Brust: Gesundheit;
– flechten: du wirst eine Verbindung herbeiführen;
– auf der Hand sehen: denke an deine Zukunft;
– verbrennen: du wirst einer unangenehmen Sache entgehen;
– aufgelöst: Kummer und Gram;
– waschen. Unruhe;
– Träumt einer von den Fürsten des Pharao, er habe schöne lange Haare, wird er hohes Ansehen und Achtung gewinnen;
ein einfacher Mann wird einem mächtigen Fürsten dienen.
– Schaut dies der Pharao selbst, wird er mit starkem Arm seine Feinde überwinden.
– Dünkt es ihn, er habe vollere Haarlocken, wird er noch mehr Völker unter seine Füße zwingen.
– Sind seine Locken grau geworden, werden seine Schatzkammern sich mehr und mehr leeren,
wenn aber dunkler und kräftiger, sich bis obenhin füllen.
– Träumt dem Pharao, sein Haar habe sich beim Kämmen gelichtet, wird sein Volk erschlaffen
und er selbst in Bedrängnis geraten.
Schneidet er sich selber das Haar, wird sein Heer entsprechend dem Haarabschneiden spürbar herunterkommen.
Schaut ein gemeiner Mann das Gesagte, wird er an den Bettelstab kommen;
träumt es eine Frau, wird ihr Mann einer schweren Krankheit erliegen oder im Krieg umkommen.
– Sind einem auf Nase, Wangen oder Stirn Haare gesprossen, wird der Träumer von seinem Vorgesetzten gestraft werden.
Zieht er die Haare mühsam heraus, wird er alles tun, um die Drangsal loszuwerden.
– Bestreicht er die Haare mit Salbe und fallen sie aus, wird er aus seiner Drangsal befreit werden,
jedoch mit empfindlichem Verlust.
– Schaut ein Herrscher, daß seine Oberlippenhaare mächtig sprießen, wird die Zahl seiner Dienst und Hofleute
sich entsprechend vermehren;
ein niedriger Mann wird zu reichem Besitz kommen.
– Träumt jemand, seine Achselhaare seien bis zu den Lenden gewachsen, wird er von Oheim oder Tante,
von Bruder oder Schwester Reichtum erlangen und ihn seiner Frau schenken.
– Dünkt es einen, er schwitze unter den Achseln, wird er sich selbst zur Last fallen.
– Träumt jemand, seine Schamhaare seien dichter und strotzender geworden, wird die Zahl seiner Feinde
und Widersacher, der Menge der Schamhaare vergleichbar, zunehmen;
fallen diese aber gänzlich aus, wird der Träumer über den Fall seiner Feinde frohlocken.
– Die Körperhaare sind für jedermann eine Schutzwehr, auch für die unvernünftigen Tiere.
– Träumt jemand, seine Körperhaare seien allzu spärlich geworden oder ausgefallen,

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wird er in Beruf und Tätigkeit einen Rückschlag erfahren;
sind die Haare aber dichter und kräftiger geworden, wird er entsprechend viel Geld verdienen
und eine rastlose Geschäftigkeit entfalten.
– Träumt eine Frau, man schneide ihr die Kopfhaare ab, wird ihr Mann sterben oder sich ganz und gar von ihr abwenden;
dünkt es sie, sie werde nur zum Teil geschoren, wird es zwischen beiden Streit um die Ehescheidung geben.
– Packt ein Bekannter sie hinten bei den Haaren und schneidet sie ab, wird dieser ihrem Mann heimlich raten,
wie er von ihr geschieden werden könne.
– Packt er sie aber vorn bei den Haaren und schneidet sie ab, wird er die Scheidung ganz offensichtlich betreiben,
weil die Haare von vorn geschnitten wurden.
– Schert einer eigenhändig seine Ehefrau, wird er sie verkuppeln, vorsätzlich zum Ehebruch reizen
und von ihr geschieden werden.
Schert er ein fremdes Frauenzimmer, wird er lüstern nach ihr sein und ihre Ehescheidung betreiben.
– Ist eine Frau schwer krank und träumt sie, sie werde geschoren, wird sie sterben;
ist ihr Mann krank und schaut sie das Gesicht, wird ihr Mann sterben;
denn das Haar- Abschneiden bedeutet Trennung.
(perser) : – Träumt ein Herrscher, er sei grau geworden, wird sein Volk erschlaffen;
ein Untertan wird seinen Reichtum schwinden sehen.
Ist er völlig ergraut, wird er aus Trübsal und Sorgen nicht herauskommen.
– Schaut der Kaiser, daß das Haar seines Hauptes prächtig und lang ist, wird sein Volk in Freude und Glanz
und ohne Furcht vor einem Krieg leben.
– Träumt der Kaiser, der Barbier ordne und schneide sein Haar, wird dieser, falls er ihn kennt, sich ungeniert an seinem
Reichtum vergreifen; ist er ein Unbekannter, werden des Kaisers Feinde seine Schätze plündern.
– ansonsten wie arabische Deutung!
(europ.) : – Symbol der Verbundenheit mit dem animalischen Leben; starkes erotisches Symbol, im übertragenen Sinne;
– verlieren: kündigt trübe Zeiten an; man wird sich im Alter noch jung fühlen;
– ausfallen: bedeutet ein Begräbnis;
– Verlust der Haare für eine Frau: Angst vor Aktivitätsverlust, Sie fühlen sich überfordert;
– Verlust der gesamten Haare für einen Mann: Angst vor Verlust seiner Potenz;
– weich und üppig fallen: es steht Glück bevor;
– kämmen: verheißt Glück und Reichtum und guten Erwerb; kündet eine nächtliche Reise an;
– färben: man strengt sich für eine Sache an, die bereits verloren ist;
– waschen: bringt eine Beunruhigung;
– erbleichen sehen: bedeutet den völligen Verlust des Vermögens;
– die eigenen ergrauen sehen: deutet auf Tod und ansteckende Krankheit in der Familie eines Verwandten oder Freundes;
– graue: bringen Sorgen;
– weiße: bedeuten Ehrenerweisungen und Zufriedenheit; Glück; angenehmen und glücklichen Lebensweg;
– das eigene weiß wird und bleibt das Gesicht hübsch und jugendlich: es steht plötzliches Unglück bevor;
für eine junge Frau bedeutet dies: sie verliert ihren Liebhaber durch eine unvorhergesehene Krankheit
oder einen Unfall; sie wird wegen einer von ihr begangenen Indiskretion in Schwierigkeiten geraten;
sie sollte außerdem Vorsicht bei der Auswahl der Bekannten walten lassen;
– schöne schwarze haben: bedeutet gute Gesundheit;
– schwarzes, kurzes und gekräuseltes haben: man geht schlechten Zeiten entgegen;
– erscheint einer Frau ihr Haar schwarz und lockig: sie wird verführt;
– braunes: es fehlt die glückliche Hand zu einer Karriere;
– rote: deuten auf Verdruß und Feinde; auch: deutet auf Veränderungen;
auch: für Mann, auffallend schöne rote oder dunkle Haare bei einer Frau sehen: Wunsch nach einer sexuell starken Partnerin;
– die Geliebte mit roten Haaren sehen: diese wird einem der Untreue bezichtigen;
– blondes oder gelbliches: Freude und Lebensglück;
– eine Frau mit goldenem Haar sehen: man erweist sich als tadelloser Liebhaber und als wahrer Frauenfreund;
– fremde Haare tragen: bedeutet Krankheit;
– lange haben: zeigt Leid und Achtung an;
auch: für Mann, langes Haar haben: man strebt nach mehr Unabhängigkeit und Freiheit, moralisch wie sexuell;
– geschnitten bekommen: bedeutet Kummer; schwere Enttäuschungen; Angst vor Rufschädigung;
– kurz schneiden: gegenüber einem Freund großzügig bis zur Verschwendung sein; daraus resultiert Sparsamkeit;
auch für Mann: Angst vor Unterjochung und Unterdrückung;
– selbst sich abschneiden: Befreiung von Kummer;
– bei anderen abschneiden: man wird auf Kosten eines anderen einen Gewinn erzielen;
– flechten: man wird eine zerrissene Verbindung wiederherstellen;
– gut frisiertes: verheißt eine schöne Freundschaft; auch: man ist beruflich auf dem aufsteigenden Ast;
– unfrisiertes: kündet einen Familienstreit an; Gleichgültigkeit gegenüber der Sexualität;
– wirres und ungekämmtes Haar: zeigt an, daß das Leben einem zur großen Last wird; die Geschäfte
laufen nicht, und das Ehejoch ist nur unter Qualen zu ertragen;
– auf den Händen wachsen sehen: ein schlechtes Zeichen;
– als Mann von Haaren bedeckt sein: man gibt sich in einem Maße dem Laster hin, daß man von der
vornehmen Gesellschaft ausgeschlossen wird;
– als Frau von Haaren bedeckt sein: sie taucht in eine eigene Welt ein und beansprucht das Recht,
unabhängig von Moral ausschließlich für ihr Vergnügen zu leben;
– auf der Brust: Glück;
– am Bauch: Gesundheit;
– im Munde haben: kündet ein schreckliches Erlebnis an;
– einen Mann ohne sehen: bringt Ansehen und Reichtum;
– eine Frau ohne sehen: bringt Verachtung;
– Haarlocken sehen: Erfolg in der Liebe;
– Mann mit Frauenhaaren: Betrug in der Liebe;
– als Mann schwarzes lockiges Haar haben: man wird Menschen durch sein gewinnendes Auftreten
hinters Licht führen; man wird Frauen, die einem vertrauen, enttäuschen;
– in der Suppe finden: bedeutet Zank;

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– verbrennen: in allen Dingen ist Vorsicht zu üben;
– von einem Toten: bedeutet Ehrerbietung;
– Haarband oder -kamm: Freude zur Arbeit bringt Glück;
– Haarpomade: man wird großes Ansehen erreichen;
– Blumen im Haar: kündigen Probleme an, die von nahem jedoch weniger bedrohlich sind, als aus der Ferne;
– Sieht eine Frau ihr Haar sich in weiße Blumen verwandeln, kommen Sorgen auf sie zu. Sie sollte sich mit
Geduld wappnen und ihre Schicksalsschläge mit Stärke ertragen.
– Träumt eine Frau, sie kämme ihre schönen Haare, wird sie in persönlichen Angelegenheit unachtsam sein
und sich nicht weiterentwickeln, da sie sich geistig nicht betätigt.
– dünnt ein Mann seine Haare aus, wird er wegen seiner Freigebigkeit arm und aus Gram krank werden;
– Streichelt ein Mann das Haar einer Frau, wird er sich der Liebe und Zuneigung einer ehrenwerten Frau
erfreuen, die ihm, obwohl er sonst abgelehnt wird, vertraut.
– Wenn eine Frau ein weißes und ein schwarzes ausgerissenes Haar vergleicht, hat sie die Qual der Wahl
zwischen zwei glückverheißenden Chancen; und läßt sie nicht größte Vorsicht walten, entscheidet sie sich
für die ihr Verlust und Schmerzen bereitende und nicht für die glückliche Zukunft.
– Gelingt es einer Frau nicht, ihr Haar zu kämmen, wird sie durch einen unnötigen Wutausbruch und
herablassendes Betragen die Achtung eines ehrenwerten Mannes verlieren.
– Träumt eine junge Frau von grauhaarigen Frauen, werden diese als Rivalinnen um die Gunst eines
männlichen Verwandten auftreten oder ihrem Verlobten den Kopf verdrehen.
– Glaubt eine Frau, die Haare fielen Ihr aus und kahle Stellen seien sichtbar, muß sie sich ihren eigenen
Lebensunterhalt verdienen.
– Sieht eine Frau eine grau werdende und ausfallende Locke ihres Haar, verheißt dies Sorgen und
Enttäuschungen. Krankheiten werden ihre hoffnungsvollen Erwartungen überschatten.
(ind. ) : – an der Brust sehen: Gesundheit;
– sehen: geachtet und geehrt werden;
– abschneiden: Streitigkeiten in der Familie;
– gegen den Willen auf dem Kopf anderer auskämmen: man will dich kränken;
– auf der Hand sehen: denke an deine Zukunft;
– ausfallen: Todesfall in der Familie;
– fremde graue: du machst eine traurige Erfahrung;
– rote: du wirst über etwas in Zorn geraten;
– schwarze: hüte dich vor Falschheit, die dich umgibt.
– gekämmtes: du kannst dich über deine Freundschaft nicht beklagen;
– Dünkt es einen, er bekomme, obwohl jung an Jahren, graue Haare, wird er zu Ehren kommen.
– Ist einer schon grauköpfig und wird er noch grauer, werden ihm noch höhere Ehren winken.
– Ist sein Kopf schlohweiß geworden, so wisse er, daß sein Herr, der ihn herumführt,
in arge Schwierigkeiten geraten wird.
– Träumt der Kaiser, die Haare seines Hauptes seien länger und dichter geworden, wird er mehr Reichtum,
mehr Untertanen und Kriegsgerät erwerben und seinem Volk ein Bild von Würde geben;
ein Mann aus dem Volk wird reichen Besitz erlangen, ein Armer Mühsal und Kummer haben.
Träumt dies eine Frau, wird ihr Mann wohlhabend und mächtig werden.
– Dünkt es den Kaiser, es beschneide ihm jemand das Haar seines Hauptes, wird er Reichtum,
Untertanen und Kriegsgerät einbüßen; ein gemeiner Mann wird ebenso Schaden leiden,
ein Armer seine Sorgen von sich werfen, eine Frau ihren Mann verlieren.
– Die Oberlippenhaare sind eine Zierde des Mundes. Der Mund aber bedeutet das Haus des Menschen,
in dem seine Hausgenossen leben; diese werden nämlich durch die Zähne bezeichnet.
– Pflegt einer die Oberlippenhaare mittels Schneiden, Salben oder Bürsten, wird er die Fassade seines
Hauses verschönern, um in den Augen der Leute wohlhabender und angesehener zu erscheinen.
– Fallen die Oberlippenhaare aus, drohen ihm Armut und Ehrverlust.
– Träumt einer, seine Achselhaare seien dichter und länger geworden, werden seine Töchter eine gute Partie machen;
hat er keine, die jungen Mädchen aus seiner nächsten Verwandtschaft.
– Sind die Achselhaare spärlich geworden oder ausgefallen, wird es den Töchtern oder weiblichen Anverwandten übel ergehen.
– Dünkt es einen, seine Schamhaare seien länger und dichter geworden, wird er vom kaiserlichen Gouverneur empfindlich
und erbarmungslos gestraft werden und so viele Plagen ertragen müssen, wie die Schamhaare länger wurden.
– Fallen letztere aus, wird er nicht mehr vor dem Gouverneur bangen.
– Schaut der Kaiser im Traum, daß seine Schamhaare dichter geworden sind, drohen ihm Krieg und Bedrängnis
von einem feindlichen Volk; fallen die Schamhaare aus, darf er Sieg über seine Feinde und Freude erhoffen.
– Träumt eine Frau, daß ihre Schamhaare gewachsen sind, wird ihr Mann geplagt und gestraft werden;
fallen sie aus, wird sie in glücklicher Ehe leben. Eine Unverheiratete wird nicht mehr Jungfer bleiben.
– Die übrigen Körperhaare bedeuten jedermann Geld und Gut. Träumt jemand, seine Haare seien so üppig gewachsen,
daß er von unten bis oben davon bedeckt ist, wird er reich werden und im Leben vorwärtskommen.
– Dünkt es den Kaiser, seine Körperhaare seien ausgefallen und er sei völlig kahl, wird sein Gold in der Schatzkammer versiegen.
Ein Bedrängter, Eingekerkerter, Kranker oder Schuldner wird die Übel abschütteln und auf die Sonnenseite des Lebens kommen,
ein gemeiner Mann bettelarm werden.
– Träumt ein Reicher, er salbe sich von Kopf bis zu den Füßen ein und die Haare fielen ihm gänzlich aus,
wird er nichts mehr besitzen;
ein Armer wird zu Wohlstand kommen, eine Frau ihren Mann mit Toilettenkünsten bezaubern.
– Dünkt es einen Reichen, er salbe sich ein, die Haare fielen ihm aber nicht aus, wird er Aufregungen und Gefahren
zu bestehen haben, bald aber wieder sorgenfrei werden.
– Ein Kranker wird nach diesem Traum dahinsiechen, ein Bedrängter, Eingekerkerter oder Schuldner die Stunde der Erlösung
gewissermaßen schon schauen, aber doch nicht erlöst werden.
(Siehe auch „Bart“, „Friseur“, „Glatze“, „Kopf“, „Perücke“)
Haarcreme
Allgemein:
Pomade verheißt nach alten Traumbüchern Ehre und hohes Ansehen.

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Haarfärben
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt ein Herrscher, er färbe seine Haare, um sein Äußeres zu verändern, wird er es darauf anlegen,
seinem Volk mit Lügen etwas vorzumachen.
Einer aus dem gemeinen Volk wird sich mit Lug und Trug die Taschen füllen.
– Dünkt es einen, seine Haare hätten durch das Färben Schaden gelitten, wird er in äußerste Armut
und große Bedrängnis geraten.
– Versucht einer, sein Haar durch Färben zu bleichen, so war Ehrgeiz die Triebfeder seines Handelns,
aber er wird nichts ausrichten, und sein Reichtum wird mehr und mehr schwinden.
– Rasiert sich einer des guten Aussehens wegen das Gesicht, wird er bei den Leuten den Eindruck
eines Biedermanns erwecken, im Innern aber Böses sinnen.
(ind. ) : – Träumt jemand, er färbe sich Kopf- und Barthaare, um seine grauen Strähnen zu verbergen,
seine Bemühungen blieben aber ohne Erfolg, wird er mit allen Mitteln versuchen, seine Gebrechen
und seine Schande zu verbergen, es aber nicht erreichen, weil das Färben wirkungslos blieb.
Wirkte es aber, wird ihm die Täuschung gelingen.
– Hat der siegreiche Kaiser diesen Traum, wird er, um ein Geheimnis zu hüten, einen Plan ersinnen;
will das Färben nicht gelingen, werden seine Machenschaften dem Volk nicht verborgen bleiben,
gelingt es aber, wird er mit Gottes Hilfe und zu seinem Nutzen seine Absicht ganz und gar erreichen.
– Eine Frau wird nach diesem Traum ihren Mann mit einem Liebhaber betrügen, und der Betrug wird,
je nachdem das Färben gelingt oder nicht, mehr oder weniger glücken.
(Siehe auch „Haare“)
Haarkräusler
Volkstümlich:
(arab. ) : – Trauer.
Haarlocken
Allgemein:
Haarlocke soll traditionell für Glück in der Liebe stehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deuten auf hochmütigen Sinn.
(ind. ) : – du wirst eine frohe Botschaft erhalten.
Haarnadeln
Psychologisch:
Ein subtiles Aggressionssymbol – das kleine spitze Ding kann Kratzspuren hinterlassen und soll „mit Gewalt eine künstliche Form wahren“.
Frauen, die häufiger davon träumen, sich straff gestylte Knotenfrisuren zu stecken, leiden an Kontrollzwang und haben nicht selten ein
gestörtes Verhältnis zur (eigenen) Sexualität.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Besuch in einem Amüsierbetrieb neuerer Art oder der Anblick für sie völlig Neuem ist angezeigt.
Haarshampoo
Allgemein:
Haarshampoo kann zum Ausdruck bringen, daß man sich von sexuellen Bedürfnissen „reinigen“ will, sie zu vergeistigen (sublimieren)
versucht.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Haarwäsche beobachten: sich in unrühmlichen Geschäften engagieren, um anderen zu gefallen;
– die eigene sehen: es erwartet einem eine lustvolle Reise, wenn es einem gelingt, die wahre Bedeutung
vor Familie und Freunden geheimzuhalten.
Habergeiß
Psychologisch:
Die Spukgestalt aus den magischen „Rauhnächten“ geistert nur dort durch die Träume, wo sie in traditionellen Bräuchen und Sagen präsent
ist. So heißt es auch in einem Traumbuch aus dem süddeutschen bzw. österreichischen Raum: „Wenn dir die Habergeiß in die Schlafstube
kommt, wird dich bald auch der Teufel holen.“ Bestimmt nicht wörtlich zu nehmen!
(Siehe auch „Geister“, „Gespenster“)
Habicht
Artemidoros:
Der Habicht bedeutet Räuber und Strauchdiebe die sichtbar und offen angreifen.
Allgemein:
Habicht interpretiert man meist ähnlich wie Adler als Warnung vor Untreue. Das Tier gehört zu den Raubvögeln, die plötzlich und
unerwartet zustoßen. Ein Bekannter scheint Feindschaft gegen den Träumenden zu entwickeln.
Psychologisch:
Dem Träumenden drohen Gefahren. Der Raubvogel gilt als Symbol für einen plötzlichen Verlust oder für einen überfallartigen Diebstahl.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Habicht und der Falke bedeuten die ranghöchste Person nach dem Kaiser.
– Träumt jemand, er halte einen Habicht oder Falken, werden ihm Macht, Reichtum und Freude zuteil werden;
ist eine Frau schwanger und besitzt sie einen der Vögel, wird sie einen Sohn gebären, der Ruhm erlangt.
– Dünkt es den Kaiser, er lasse die Vögel zur Jagd frei, wird er angesehene Beamte zu einem Dienst entsenden;
ein gemeiner Mann wird die zweite Stelle nach dem Kaiser einnehmen, Vollmacht bekommen und Beamte mit
einem Dienstauftrag abordern.
– Erlegt der Kaiser einen dieser Vögel, wird er einen Diener töten, der dem Habicht gleicht.

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– Verliert er einen von ihnen, wird er einen entsprechenden Mann verlieren;
hat einer aus dem einfachen Volk dieses Gesicht, der unfrei ist, wird er seinen Dienstherrn verlieren,
in Bedrängnis geraten und verarmen.
– Träumt jemand, sein Habicht werfe die Fesseln ab und gehe verloren, wird es ihm ähnlich ergehen.
– Ißt einer Habichtsfleisch oder findet er Habichtsfedern, wird er von einem Mächtigen und hohen Herrn reiche Mittel
gewinnen entsprechend dem Verzehr und den Federn, die Macht bedeuten.
– allgemein sehen: Eifersüchteleien werden dich beunruhigen;
– töten: du vermagst eine Gefahr von dir abzuwenden.
(europ.) : – sehen: bedeutet Untreue oder kein Glück in der Lotterie; auch: intrigante Leute wollen einem hinters Licht führen;
– vertreiben können: es winkt beruflicher Erfolg;
– fliegen sehen: sagt Verluste durch einen Diebstahl voraus;
– fangen: verheißt Glück;
– gefangen halten: verkündet, daß man auf dich eifersüchtig sein wird;
– erlegen: nach langen Auseinandersetzungen den Sieg davontragen;
– erschießen: ein Wettstreit steht bevor, aus dem man als Sieger hervorgehen wird;
– ein toter: verheißt den Untergang der Feinde;
– Kann eine junge Frau im Traum einen Habicht von ihrem Hühnerhof verjagen, wird sie dank ständiger Aufmerksamkeit
ihr Ziel erreichen, und sei es noch so ausgefallen.
– Der Traum bedeutet aber auch, daß sich Feinde in Ihrer Nähe befinden und nur auf einen Fehler von Ihnen warten.
(ind. ) : – Untreue, du hast kein Glück in der Lotterie.
(Siehe auch „Adler“)
Habsüchtig
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: deine Sparsamkeit wird dir nichts helfen.
Hackbeil
Allgemein:
Hackbeil kann als Phallussymbol für sexuelle Bedürfnisse stehen; oft wird es auch wie die Axt verstanden.
(Siehe auch „Axt“)
Hacke
Allgemein:
Hacke (ein Gartengerät) weist auf harte Arbeit hin, die von Erfolg gekrönt sein wird; dabei kommt es oft auch darauf an, in welchem Zustand
sich der Garten befindet.
Psychologisch:
Aggressiv ausgelebte Sexualität ist gemeint – etwas wird „ohne Rücksicht auf Verluste“ zerstört, wenn eine Hacke zuschlägt und eindringt.
Als Männertraum: Warnung vor der eigenen rücksichtslosen Art, mit Frauen umzugehen, speziell im sexuellen Bereich. Als Frauentraum:
Angst vor einem gefühllosen Partner. Von niederkrachenden Hacken träumen Frauen, die sich nicht geliebt und begehrt, sondern nur mehr
sexuell „benutzt“ fühlen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Glück.
(europ.) : – sehen: zeigt eine Gefahr an; bedeutet Unglück; auch: in Zukunft keine Zeit für Muße haben, weil die Existenz
anderer von der eigenen Arbeit abhängt; ein Streit wird einem auffordern, noch tiefer zu graben;
– mit ihr arbeiten: gutes Fortkommen; man wird nie arm sein, weil man seine Energie in sichere Bahnen lenkt;
– sich damit verletzen: es sind zahlreiche Schwierigkeiten angesagt;
– schlägt ein Feind mit einer Hacke nach einem: die eigenen Interessen werden von Feinden bedroht, doch mit
Vorsicht geht man einer wirklichen Gefahr aus dem Weg;
– Träumt eine Frau vom Hacken, wird sie von anderen unabhängig sein, da sie sich selbst versorgt.
– Für Liebhaber ist dieser Traum ein Zeichen für Treue.
(Siehe auch „Garten“)
Hackklotz
(Hackholz, Hackstock)
Allgemein:
Hackklotz kann für Beharrlichkeit stehen, mit der man auch schwere Schicksalsschläge erträgt.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird vieles erdulden müssen.
Häcksel
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: deutet auf Zerstreutheit.
(europ.) : – Wohlstand, Zufriedenh eit.
Häckselmaschine
Psychologisch:
Man wirft reife Halme hinein und bekommt zerkleinertes Schnittstroh heraus. Ein naheliegendes Symbol für einen „notwendigen
Zerstörungsvorgang“ – man muß etwas auf ein Minimum reduzieren (oder auflösen), damit daraus eine neue Wertigkeit entstehen kann.
Solche Träume haben fast immer die Bedeutung einer Aufforderung, eine Fixierung (emotional) zu erkennen und loszulassen, um einen
konstruktiven Neubeginn (oder eine andere Beziehung) zu ermöglichen.

634
Hades
Artemidoros:
Im Traum in den Hades hinabzusteigen und alles zu schauen, was dort nach allgemeiner Vorstellung existiert, bedeutet Menschen, die in
guten Verhältnissen leben und denen es ganz nach Wunsch ergeht, Stillstand der Geschäfte und Schaden; denn die Hadesbewohner sind
handlungsunfähig, gefühl- und bewegungslos. Dagegen zeigt es Furchtsamen, Besorgten oder Betrübten Sorgen- und Kummerlosigkeit an;
denn die Hadesbewohner sind frei von Kummer und jeder Sorge ledig. Den übrigen Menschen kündigt es Reisen an oder vertreibt sie
gänzlich aus ihrem derzeitigen Aufenthaltsort; die Alten pflegten nämlich von Leuten, die eine weite Reise angetreten haben, zu sagen, sie
wären auf dem Weg in den Hades; zum anderen zeigt diese Redewendung selbst an, daß die Hadesbewohner nicht mehr in derselben Umwelt
leben wie ehedem. Träumt einer, er steige aus dem Hades wieder zur Oberwelt empor, so wird er aus der Fremde in die Heimat
zurückkehren, wenn nicht, sein Leben dort beenden. Häufig führt auch das Hinabsteigen in den Hades Leute, die im Ausland leben, in die
Heimat zurück. Träumt man, in den Hades hinabgestiegen zu sein und am Aufstieg gehindert zu werden, so wird man von gewissen Leuten
gewaltsam festgehalten oder ins Gefängnis geworfen werden, vielen prophezeit das Gesicht langwierige Krankheit und demzufolge den Tod.
Steigt man auf einem Fluchtweg wieder zur Oberwelt empor, rettet es den Kranken aus äußerster Lebensgefahr; wir pflegen auch in der
Umgangssprache von einem Kranken, der wider Erwarten genesen ist, zu sagen, er sei aus dem Hades wieder aufgestiegen. Trägt man einen
von den unterirdischen Dämonen, Pluton selbst, den Kerberos oder sonst einen Hadesbewohner, so steht einem Verbrecher nach diesem
Traumerlebnis das Tragen des Kreuzes bevor; es gleicht nämlich das Kreuz dem Tod, und derjenige, der gekreuzigt werden soll, trägt es
zuvor (Johannes 19,17, als sich Jesus selbst das Kreuz auflud).
Allgemein:
Hades (Unterwelt) symbolisiert das Unbewußte mit seinen zum Teil widersprüchlichen Inhalten; man muß sich dann bemühen, die
Gegensätze miteinander zu versöhnen, um ein glücklicheres Leben zu führen.
(Siehe auch „Hölle“)
Hadern
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit Leuten seiner Umgebung: in Gesellschaften nicht gern gesehen werden;
– (Aufwisch-Hadern, Lumpen): Verrat und Verdruß.
Hadernsammler
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast mit Naseweisen Leuten zu tun.
Hafen
Assoziation: – Schutz; Sicherheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben finde ich emotionalen Frieden?
Artemidoros:
Häfen und alle Ankerplätze bedeuten stets Freunde und Wohltäter, Vorgebirge und Buchten dagegen Menschen, die wir notgedrungen, aber
nicht aus freien Stücken schätzen und die auch ihrerseits uns nicht aus Wohlwollen Gutes erweisen.
Allgemein:
Der Hafen ist ein Sinnbild für das Bedürfnis nach Sicherheit, aber auch für Hemmungen und Minderwertigkeitsgefühle. Der Träumende tut
gut daran, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und flexibler zu handeln. Dies gilt vor allem dann, wenn er im Traum selbst mit ein Schiff im
Hafen vor Anker geht. Sieht er sich in einen Hafen auf einem fremden Schiff einfahren, wird sich sein Leben von Grund auf ändern, er
dadurch aber keinen Nachteil erfahren. Hafen kann auch eine Phase der Ruhe und Besinnung im Leben ankündigen, nachdem man ein Ziel
erreicht hat. Oft deutet er auch auf das Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit hin. Älteren Menschen kann er einen beschaulichen
Lebensabend versprechen.
Psychologisch:
Wer in einem Hafen einläuft, ist am Ziel seiner Reise; übersetzt: an einem neuen Lebensabschnitt angelangt. Der Hafen umschreibt
manchmal die Erfüllung einer Hoffnung. Im Sprachgebrauch wird das Wort „Hafen“ oft mit dem Adjektiv „sicher“ verknüpft. Steuert der
Träumende den Hafen an, um dort zu ankern und sich länger aufzuhalten, weist dies darauf hin, daß sein Schutzbedürfnis sehr groß ist. Das
kann auf einen Mangel an Selbstbewußtsein, auf Unsicherheit oder Hemmungen und Lebensangst zurückzuführen sein. Will der Träumende
den Hafen jedoch nur kurz anlaufen, ist dies ein Bild für seinen Elan, seine Lebenslust und Zuversicht, also ein positives Zeichen. Wenn man
häufiger davon träumt, wünscht man sich eine Partnerschaft, die zugleich eine soziale und materielle Absicherung bedeutet – der „Hafen der
Ehe“. Wichtig sind im Traumzusammenhang der Zustand des Schiffes, des Wassers und auch wie der Träumende zum Kapitän steht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst eine weite Reise machen;
– in einem einfahren: du wirst Ruhe und Glück finden.
(europ.) : – sehen: kündet ein sorgloses Alter an; auch: eine glückliche Zeit mit einem Menschen, der einem viel bedeutet, liegt vor einem;
Falschheiten werden aufgedeckt;
– mit Meer sehen: man wird sich ein sicheres Fundament im Leben aufbauen können und ein sorgloses Alter erleben;
– mit vielen Schiffen sehen: sichert baldige Erfüllung gehegter Hoffnungen und bringt Geschäftsleuten reichen Verdienst
durch nützliche Umsetzung von Neuigkeiten;
– mit einen einlaufen: Erfüllung einer Hoffnung; schöne finanzielle Möglichkeiten;
– in einem Einkaufen: bedeutet Glück nach vielen Mühen.
(Siehe auch „Anker“, „Meer“, „Schiff“)
Hafer
Allgemein:
Hafer steht oft für Ungestüm, Übermut und ungezügelte Sinnlichkeit bei einer unreifen Persönlichkeit. Aber auch leichte Erfolge und
finanzielle Gewinne können damit angekündigt werden.
Psychologisch:
Wen der Hafer sticht, der ist ausgelassen wie ein mit Hafer gefüttertes Pferd. Und wer Hafergrütze ißt, sagt der Volksmund, dem sind
Vernunft und Geduld (im Wachleben) besonders nütze.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: vergnügte Tage erleben; großes Glück wird einem beschieden sein,
daß man durch Übermut nicht herausfordern darf;
– ernten: großartige Zukunftsaussichten.

635
(europ.) : – schöner: bedeutet Erfolg und Glück in allem; das Glück und Harmonie in der Familie ist dem Bauern hold;
– verdorbener: es wird Trauer an die Stelle glänzender Aussichten treten;
– grüner und unreifer: einige Monate lang sollte man Vorsicht walten lassen,
da man sonst einen ernsthaften Schnitzer begehen könnte;
– auf dem Felde sehen: bringt Segen und Gewinn, wenn man Leichtsinn vermeidet;
– dreschen: gutes Geschäft; gute berufliche Fortschritte;
– bei sich tragen: durch unüberlegte Entscheidungen bringt man sich selbst in Schwierigkeiten.
(ind. ) : – binden: du hast gute Aussicht für deine Zukunft.
(Siehe auch „Getreide“)
Haferschleim
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: das Glück ist einem gewogen, man hat es sich verdient;
– essen: man sollte sich nicht in die Gewalt eines Menschen begeben, der starken, alkoholischen Getränken zuneigt;
man würde es bedauern;
– Serviert eine junge Frau Haferschleim, redet sie bei einer künftigen Aufgabenverteilung ein entscheidendes Wörtchen mit.
Haft (Siehe unter „Gefängnis“)
Häftling
Volkstümlich:
(europ.) : – viele sehen: verheißen Katastrophen und traurige Nachrichten;
– selbst einer sein: wegen einer Angelegenheit sich sorgen, doch wird man alle Fehler aufdecken;
– Sieht eine junge Frau ihren Geliebten in einem Sträflingsanzug, wird sie Grund haben,
die Aufrichtigkeit seiner Liebe grundlegend in Frage zu stellen.
(Siehe auch „Gefängnis“)
Haftung
Psychologisch:
Sie haben im Traum für etwas die Haftung übernommen oder jemandem eine Bürgschaft geleistet? Vorsicht, es könnte ein Warntraum sein:
Sie könnten demnächst für einen Vorgang zur Rechenschaft gezogen werden, der eigentlich gar nicht „Ihre Sache“ ist.
(Siehe auch „Bürgschaft“)
Hagebutte
Psychologisch:
Die rote Scheinfrucht der Rose könnte auf den Hagestolz hinweisen, den freiwillig Ehelosen, der eingefleischten Junggesellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder pflücken: in ärmliche Verhältnisse geraten;
– essen: Unverheiratete werden ledig bleiben, Verheiratete Mißhelligkeiten erleben.
(europ.) : – oder Hagedorn essen: gilt als Zeichen von Armut und Geldverluste;
– sehen: du wirst Hagestolz oder alte Jungfer.
Hagel
Artemidoros:
Hagel prophezeit Aufregungen und Niedergeschlagenheit und bringt wegen seiner Farbe Verborgenes zutage.
Allgemein:
Wie im Leben, wenn ein Hagelschlag zur Erntezeit buchstäblich im letzten Moment alles zunichte macht – ein Symbol für plötzlichen
Schaden, vergebliche Mühe und Enttäuschung.
Psychologisch:
Hagel spielt im Zyklus der Natur eine bestimmte Rolle. Hagel ist das gefrorene Wasser und symbolisiert zu Eis erstarrte Gefühle. Erfrorene
Gefühle stellen eine Gefahr dar und können Verletzungen bewirken. Hagel weist auf innere Unruhe und Unzufriedenheit hin, was vor allem
im zwischenmenschlichen Bereich zu erheblichen Problemen führen kann. Der Träumende sollte bedenken, daß es in bestimmten
Augenblicken eine angemessene Reaktion sein kann, die eigenen Gefühle zu betrüben. Um einen Dauerzustand darf es sich dabei jedoch
nicht handeln. Der eisige Niederschlag im Traum läßt möglicherweise darauf schließen, daß es im Wachleben Vorwürfe hageln wird, die uns
sehr mitnehmen können, oder es läßt Streit erahnen, bei dem die Worte nur so hin- und herfliegen.
Spirituell:
Gefühle der Spiritualität müssen unter Kontrolle gehalten werden. Im Traum kann diese Notwendigkeit durch Hagel dargestellt werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Hagelgewitter sehen: etwas Verborgenes wird zu Tage treten.
– Hagelt es an einem Ort, droht ein plötzlicher Einfall von Feinden.
– Zerschlägt der Hagel die Weizen- oder Gerstenhalme, werden daselbst zahlreiche Menschen,
den geknickten Halmen gleich, dem Krieg zum Opfer fallen;
wenn der Hagel die Blätter der Bäume schädigt, wird der Feind dort einbrechen, aber nichts ausrichten.
– Läßt der Hagel schnell nach, werden die Bewohner schnell von den Leiden befreit werden;
hält er länger an, wird die Not entsprechend länger dauern.
– Richtet der Hagel keinen Schaden an, wird der Kaiser Kriegsvolk in den Ort schicken,
dieses sich aber keine Übergriffe zuschulden kommen lassen.
– widrige Erlebnisse, deine Pläne werden vernichtet;
– (Hagelkörner) fallen sehen: besondere, aber ungefährliche Erlebnisse in Aussicht haben;
– davon die Fenster einschlagen sehen: durch böse Menschen Schaden erleiden.
(europ.) : – bedeutet Zwistigkeiten, die Wünsche werden sich nicht erfüllen und jedes Vorhaben wird vereitelt;
man steht vor einem materiellen oder geistigen Verlust;
– sehen: bringt großen Schaden;
– von einem geschützten Ort aus sehen: bringt Unzufriedenheit und üble Laune;
bald materielle Verluste verkraften müssen;
– in ein Hagelwetter geraten: kündet ein zerrüttetes Familienleben an;

636
– sich in einem Hagelsturm befinden: in jeder Unternehmung nur wenig Erfolg haben;
– Hagelkörner, die bei Sonnenschein und Regen fallen: verheißen eine sorgenvolle Zeit,
doch das Glück ist einem bald wieder hold;
– auf das Haus schlagender Hagel: verkündet betrübliche Situationen;
– Für eine junge Frau ist dies ein Zeichen für Liebe nach vielen Kränkungen.
(ind. ) : – sehen: Unruhe ist in dir und du weißt nicht warum.
(Siehe auch „Eis“)
Hagestolz
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst viel Langeweile haben.
Hahn
Assoziation: – aggressive Männlichkeit; Eitelkeit.
Fragestellung: – Was möchte ich in die Welt hinauskrähen?
Artemidoros:
Der Hahn bedeutet im Haus eines Armen den Hausherrn, in dem eines Reichen den Hausverwalter, weil er das Gesinde aufweckt und zur
Arbeit antreibt.
Allgemein:
Der Hahn ist Symbol für den neuen heranbrechenden Tag, aber auch für Aufmerksamkeit und Wachsamkeit. Wenn ein Hahn im Traum eine
Rolle spielt, sagt er einen Neubeginn voraus oder ermahnt den Träumenden, bei seinem täglichen Beschäftigungen aufmerksam bei der
Sache zu sein. Hahn symbolisiert oft Männlichkeit und sexuelle Potenz, die aber mit Aggressivität verbunden sein können.
– Kräht der Hahn, kommt darin zum Teil männliche Eitelkeit und Selbstüberschätzung zum Ausdruck.
– Wenn ein Hahn Eier legt, darf man finanzielle Gewinne erwarten.
– Kämpfen Hähne miteinander, kündigt das meist Streitigkeiten an.
Psychologisch:
Der morgendliche Hahnenschrei könnte ein Symbol sein, für das Bedürfnis, etwas auf unmißverständliche Weise mitzuteilen. Auf dem
Kirchturm mahnt der Hahn, daß es Zeit wird, irgend etwas Bestimmtes zu tun. Das Tier aus Fleisch und Blut dagegen gilt als männliches
Sexualsymbol vor allem in Frauenträumen; für eindeutige Absichten steht er in Männerträumen. Kräht er, ist Untreue im Spiel. Der rote
Hahn hat weniger mit einer Feuersbrunst als mit dem besonders leidenschaftlichen Feuer der Liebe zu tun. Der Hahn im Traum kann auch
eine Aufforderungen an den Kampfgeist des Träumenden sein. Vielleicht sollte er bei dem, was er tut, offener und mutiger sein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Hahn im Traum für das männliche Prinzip und die Morgendämmerung. Der Hahn gilt als Wächter der
Zeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Einen prächtigen Hahn zu besitzen bedeutet, man werde einen tüchtigen Aufseher für seine Sklaven finden;
kämpft einer mit einem Hahn, wird er Ärger und Streit mit jenem haben.
– Schlachtet er den Hahn, wird er seinen Aufseher verlieren; ist der Hahn verendet, wird dasselbe eintreffen.
– sehen: Eroberungen in der Liebe machen; auch: man wird bald zu unrecht verdächtigt werden;
– unter Hühnern sehen: eine bestehende Freundschaft wird sich bald zu einer tiefen Liebe entwickeln;
– krähen hören: sei wachsam, es wird dir keinen Nachteil bringen;
auch: du wirst auf Reisen gehen; Erfolg beim anderen Geschlecht haben;
– fangen: Streitigkeiten werden dich belästigen;
– mit einem anderen kämpfen sehen: unerwünschte Zwischenfälle in der Ehe erleben;
Krieg, schwere Zeiten; Unangenehmes am darauffolgenden Tag.
(europ.) : – Symbol für Mann und männliche Absichten; auch: man wird erfolgreich und bekannt,
darüber aber auch entsprechend eingebildet;
– sehen: kündet einen Brand an;
– krähen hören: verkündet neue wichtige Nachrichten;
für Frauen: Vorsicht im Umgang mit Männern;
– einen Hahn und eine Frau sehen: äußerst erfolgreich in der Liebe sein;
– unter Hühner sehen: aus einer Freundschaft wird sich eine starke Liebe entwickeln;
– einen inmitten der Hühner stolzieren sehen: verheißt Frauengunst;
– kämpfende Hähne: bedeuten Eifersucht und Entzweiung mit einem Freund; Zwietracht;
– Eier legen sehen: bringt plötzlichen und unerwarteten Geldzufluß.
(ind. ) : – krähen hören: du kannst dein Glück machen, wenn du nicht dumm bist;
du bist beim anderen Geschlecht beliebt;
– sehen: du wirst in einen Verdacht kommen; sei wachsam, man will dich betrügen;
– Eier legen sehen: unerwartete Erbschaft, Lotteriegewinn;
– fangen: du wirst in Streit geraten;
– Hähne streiten sehen: bedeutet Krieg.
(Siehe auch „Federvieh“, „Hühner“, „Vögel“)
Hahnenkampf (Siehe „Hahn“)
Hai
Assoziation: – in den Emotionen lauernde Gefahren.
Fragestellung: – Welches übermächtige Gefühl ist bedrohlich für mich?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Uralt; Überlebenskünstler; angriffslustig; hungrig.
Beschreibung: Als uralte Bewohner des Meeres sind Haie hervorragend für ihr eigenes Überleben ausgerüstet. Sie haben im allgemeinen
schlanke, stromlinienförmige Körper, dicke, fleischige Schwänze und ein riesiges Maul mit mehreren Reihen scharfer, wirkungsvoller
Zähne. Die meisten Haie ernähren sich von Fischen; größere, insbesondere wenn sie ausgehungert sind, greifen, wenn die Gelegenheit sich
bietet, auch Menschen an. Obwohl Haie in den meisten Menschen leicht Panik auslösen, werden sie nur dann aggressiv, wenn sie sehr
hungrig oder in Gruppen sind.
Allgemeine Bedeutung: Das, was du fürchtest; deine Macht, dich selbst zu schützen; ein bösartiger Aspekt deiner Natur.

637
Assoziation: Finanzhai; jemand, der für seinen persönlichen Vorteil über Leichen geht.
Transzendente Bedeutung: Eine Traumaussage darüber, was du essen solltest oder dessen, was dich auffrißt.
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Hai, dann kann dies ein Hinweis darauf sein, daß der Träumende unfair angegriffen wird und daß jemand
versucht, sich etwas zu nehmen, was rechtmäßig dem Träumenden gehört. Befindet sich der Träumende in einem Meer mit Haien, sieht er
sich in einer Situation, in der er keinen traut. Wird er von einem Hai verfolgt, kann dies darauf hinweisen, daß der Träumende sich in Gefahr
gebracht und die Situation dadurch geschaffen hat, daß er in den Hoheitsbereich eines anderen eingedrungen ist.
Psychologisch:
Da ein Hai ein Meereslebewesen ist, steht er für Probleme im emotionalen Bereich. Offenbar kann die emotionalen Belastbarkeit des
Menschen durch skrupelloses Verhalten verschlissen werden. Der Hai ist das Traumsymbol für die Potenz, männliche Schaffenskraft und
auch für die Aggressivität und Rücksichtslosigkeit, die man besser beherrschen muß. Zuweilen warnt der Fisch auch vor Täuschung durch
andere. Für die Deutung des Traums ist es von Bedeutung, wie sich der Hai verhält und wie sich der Träumende beim Zusammentreffen mit
dem Hai fühlt. Generell kann dieses Bilde auf zwei Arten verstanden werden: Entweder es symbolisiert die starke Triebkraft des
Träumenden, aber auch seine Selbstbeherrschung, oder es weist auf die Angst des Träumenden vor Hemmungslosigkeit hin.
Spirituell:
Der Hai wird mit dem kollektiven Unbewußten in Verbindung gebracht und ist ein Symbol für die Angst vor dem Tod. Der Träumende ist
nicht dazu in der Lage, sich diesen Ängsten ohne Hilfe zu stellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst in Gefahr kommen; Feinde befinden sich in der Nähe, vor denen man auf der Hut sein muß.
(europ.) : – sehen: sagen ernstzunehmende Feinde voraus; auch: man kann einer ernsthaften Schwierigkeit oder Krankheit
gerade noch entkommen; Warnung, andere Menschen nicht zu verletzen;
– von einem verfolgt oder angegriffen werden: aufgrund unvermeidlicher Rückschläge in Mutlosigkeit versinken;
– von einem gebissen oder gefressen werden: man wird von anderen Menschen verletzt werden und läßt das sogar zu;
– im klaren Wasser: der Erfolg bei Frauen und im Beruf wird nicht ewig anhalten, da Neider an der Position sägen;
– ein toter: stellt Versöhnung und neue Gewinne in Aussicht.
(Siehe auch „Fisch“, „Tier“)
Häkelarbeit
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst häkeln: man wird wegen der eigenen übertriebenen Neugierde für die Angelegenheiten anderer Leute in eine dumme Sache
verwickelt werden; man sollte nicht so offenherzig mit Frauen sprechen, die übermäßige Selbstsicherheit ausstrahlen;
– sehen: eine Veränderung in der Umgebung, die zu besseren Zeiten führen wird.
Haken
Assoziation: – in die Falle locken; fangen.
Fragestellung: – Was möchte ich fangen?
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Haken, so bedeutet dies, daß der Träumende dazu in der Lage ist, sowohl gute als auch schlechte Dinge
anzuziehen. Darüber hinaus kann der Hacken die Abhängigkeit von einem anderen Menschen symbolisieren.
Psychologisch:
In Träumen von Kindern kann ein Hacken auf die Macht verweisen, die ein Elternteil oder eine Autoritätsperson über sie hat. Diese
Symbolik kann sich bis in das Erwachsenenalter hinein fortsetzen und dann darstellen, auf welche Art andere Menschen Gewalt über das
Leben des Träumenden ausüben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Haken im Traum eine Warnung, nicht in Abhängigkeit von religiösen Glaubensvorstellungen und
Praktiken zu geraten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Hindernisse finden.
(europ.) : – sehen: man wird unerfreuliche Verpflichtungen eingehen müssen;
– in der Hand halten: in Kürze wird man ein Geschenk überreicht bekommen, dem man großem Wert beimessen wird.
Hakenkreuz (Siehe „Geometrische Figuren“)
Halbmond
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wachsendes Verstehen des Weiblichen, des Schattens; langsam die Gelegenheit des Wandels und Flusses ergreifen.
Beschreibung: Halbmond ist dann, wenn der Mond, genau zwischen Voll- und Neumond, als halbe Scheibe am Nachthimmel erscheint.
Allgemeine Bedeutung: Erste Schritte machen, um Teile deines Seins zu begreifen, die zu untersuchen du dich zuvor gefürchtet hast;
wachsendes Verstehen des Weiblichen; wachsendes Verstehens des Schattens; die eigene Intensität in sich aufnehmen.
Assoziation: Wahrzeichen des Islams.
Transzendente Bedeutung: Gabe von Mondenergie; Gabe des Weiblichen.
Allgemein:
Zunehmender Halbmond verheißt nach altindischen Traumquellen, daß eine junge Liebe zunehmen wird. Es ist aber auch möglich, daß die
Gefühle allmählich nachlassen bei abnehmenden Halbmond. Manchmal weist er darauf hin, daß man mehr der Intuition folgen sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – abnehmend: deine Liebe wird erkalten;
– zunehmend: deine Liebe wächst.
(ind. ) : – die Liebe nimmt zu.
(Siehe auch „Geometrische Figuren“, „Mond“, „Mondsichel“, „Neumond“, „Vollmond“, „Menstruation“)

638
Hälfte
Allgemein:
Es kann vorkommen, daß man in Träumen ein Bild nur zur Hälfte sieht oder daß eine Handlung nur zur Hälfte abläuft. Damit erhalten die
Träume eine sonderbare Qualität. Normalerweise verweist dies auf eine Unvollständigkeit im Träumenden, auf eine Art Zwischenstadium.
Solche „halben“ Träume fordern ihn dazu auf, Entscheidungen über das weitere Voranschreiten zu treffen.
Psychologisch:
Wenn man von „halben Sachen“ träumt – egal, ob es ein halbvolles Glas, der Halbmond oder eine Apfelhälfte ist -, hat man Sehnsucht nach
der „besseren Hälfte“, fühlt sich ohne Liebesbeziehung/Partnerschaft nur „wie ein halber Mensch“ und hat das Single-Leben gründlich satt.
Man empfindet sich nicht mehr als eigenständige Persönlichkeit, sondern als unvollständige Hälfte eines Ganzen, die sich „halbiert“ und
abgetrennt fühlt – ein häufiger Traum nach unfreiwilliger Trennung. Wenn der Träumende in seinem Traum nur halb soviel hat, wie er seiner
Ansicht nach haben sollte, dann ist dies als Hinweis zu deuten, daß er sich selbst abwertet. Er gestattet sich selbst nicht, das zu besitzen, was
er braucht. Ein zur Hälfte bestiegener Berg und ein halb zurückgelegter Weg lassen Entschlußlosigkeit und mangelnde Motivation vermuten.
Spirituell:
Träume, in denen eine Sache nur zur Hälfte vorhanden ist, bieten auf spiritueller Ebene einen wichtigen Lerninhalt: Etwas kann zur Hälfte
voll oder zur Hälfte leer sein, es kommt nur darauf an, wie man es sieht.
Halfter
Allgemein:
Halfter (meist an einem Pferd) steht für Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung, mit der man Gefühle, Triebe und andere seelische
Bedürfnisse zügelt; vielleicht sollte man dann lernen, wieder spontaner zu sein. Manchmal kann das Symbol aber auch vor dem Verlust von
Ansehen warnen. Mit einem Halfter werden normalerweise die Bewegungen des Kopfes reguliert, daher legt das Traumbild nahe, daß der
Träumende die Beherrschung durch den Verstand höher bewertet als den freien Fluß kreativer Energie. Er gesteht sich nicht die Freiheit zu,
das Beste aus seinen Fähigkeiten zu machen. Das Halfter im Traum symbolisiert also dem Träumenden auferlegte Beschränkungen, die
manchmal auch durchaus akzeptable Einschränkungen sein können.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in neue Bereiche des Wachstums vordringt, ist es mitunter erforderlich, daß ihm der richtige Weg gezeigt wird. Das
Halfter ist in diesem Zusammenhang das Symbol für die Hinführung zu neuer Kreativität. Der Träumende wird beim Kopf gepackt, und ihm
wird gezeigt, was zu sehen für ihn erforderlich ist.
Spirituell:
Auf dieser Ebene muß der Träumende sich Klarheit darüber verschaffen, ob ihm in spiritueller Hinsicht ein Halfter angelegt und er vor
einem fremden Wagen gespannt wurde.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst auf eine Reise mitgenommen werden.
(europ.) : – sehen: man wird eine Reise machen;
– einem jungen Pferd ein Halfter anlegen: läßt darauf hoffen, daß in Geschäfts- und Liebesangelegenheiten
alles nach Wunsch verläuft;
– andere Dinge gehalftert sehen: man wird auf sein Glück noch eine Weile warten müssen;
– nimmt ein anderer Mensch einem das Halfter weg: man wird von diesem „abgehalftert“ werden.
Halle
Allgemein:
Halle wird tiefenpsychologisch als die Gesamtheit unbewußter seelischer Inhalte verstanden; die genaue Bedeutung läßt sich nur aus den
individuellen Lebensumständen erkennen. Auch das Bedürfnis nach mehr Geselligkeit kommt zuweilen in dem Symbol zum Vorschein.
Psychologisch:
Ein Ort der Öffentlichkeit, für Kommunikation und den Austausch von Interessen, Werten – und als Traumsymbol auch so zu verstehen.
Wichtig wäre, sich an die anderen Menschen dort zu erinnern, und auch daran, was dort „ausgetauscht“ oder angeboten wurde – daraus ergibt
sich der eigentliche Sinn eines solchen Traumes. Er könnte ein nützlicher Hinweis sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine große an einem fremden Ort sehen: wichtige Entscheidungen müssen in Kürze getroffen werden.
(Siehe auch „Gebäude“)
Hallig
Psychologisch:
Wer im Traum durchnäßt und vom Küstenwind zerzaust den Halligen entlang durch das Watt stiefelt, ist selbst so eine winzige Insel in den
„Stürmen des Lebens“, die regelmäßig (wie der Gezeitenwechsel) von heftigen Gefühlen „überflutet“ wird und solchen emotionalen
„Elementarereignissen“ ziemlich hilflos gegenübersteht – wie die nordfriesischen Halligen eben.
Halluzination
Allgemein:
Traumszenen können so schnell wie ein Wimpernschlag wechseln. Gesichter verändern sich scheinbar grundlos und ohne Vorwarnung.
Während man im Traum noch einen Gegenstand betrachtet, muß man im nächsten Augenblick feststellen, daß er plötzlich durch einen
anderen ersetzt wurde. In der Traumwirklichkeit ist all dies akzeptabel und normal. Erst im Wachzustand und im Rückblick auf den Traum
erscheint er unwirklich und seltsam. Im Traum können Gegenstände Eigenschaften annehmen, die zu anderen Gegenständen gehören. In
Träumen geschieht das Unerwartete, was im normalen Leben völlig undenkbar und unlogisch ist. Im Traum vollzieht der Träumende
Handlungen, die ihm im Wachzustand niemals in den Sinn kämen. Befreit von der Logik, die das normale Alltagsleben leitet, bildet der
Träumende eine völlig andere Bewußtheit bezüglich seiner Fähigkeiten, Möglichkeiten und Denkmuster, ja sogar bezüglich seiner
Vergangenheit heraus.
Psychologisch:
Halluzinationen im Traum befreien den Geist, damit er nach eigenem Ermessen „herumstreunen“ kann und verborgene Erinnerungen, Bilder
und Gedanken auf eine Weise an die Oberfläche bringt, die es dem Träumenden gestatten, mit ihnen auf eine Weise zu arbeiten, die im
Alltag nicht möglich ist. Anders als der Alltag, der schöpferische Handlungen in eine bereits vorhandene Realität stellt, erschafft ein solcher
Traum eine Realität eigens für eine Handlung, und sei sie auch noch so irreal. In diesem Sinne würde demnach beispielsweise ein
mißbrauchtes Kind den eigentlichen Mißbrauch im Traum unverändert stehen lassen, aber die Realität, also beteiligte Personen, bestimmte
Örtlichkeiten sowie die emotionale Bewertung der Ereignisse, durch eine andere ersetzen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist eine im Traum erlebte Halluzination eine direkte Botschaft aus dem Unbewußten.

639
Halme
Allgemein:
Halm wird meist im Zusammenhang mit Getreide oder Gras gedeutet. Alte Traumbücher sehen darin ein allgemeines Glückssymbol.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sammeln: du wirst Verlorenes wiederfinden.
(europ.) : – in die Hand nehmen: man wird gegen jemanden aggressiv werden.
(ind. ) : – sammeln: du machst dein Glück auf einer Reise.
(Siehe auch „Getreide“, „Gras“)
Hals
Assoziation: – Kommunikation; Vertrauen; Kreativität.
Fragestellung: – Was bin ich zu hören und zu sagen bereit?
Allgemein:
Auf ihm sitzt der Kopf, er verbindet mit anderen Worten Geist und Körper. Hals warnt oft vor der Überbewertung des Verstandes oder vor
Waghalsigkeit, die einem schaden kann.
– Wenn man den Hals in klarem Wasser wäscht, verspricht das psychische und physische Gesundheit.
– Ist er geschwollen, gilt das nicht als Krankheitszeichen, sondern weist eher auf Glück und Erfolge und eine prall
gefüllte Geldbörse ankündigen.
– Wunden oder Geschwüre am Hals lassen auf eine krankhafte Veränderung im seelisch-körperlichen Bereich schließen.
– Ein steifer Hals steht oft für Uneinsichtigkeit, Sturheit und Halsstarrigkeit.
– Fühlt man Enge im Hals, kann das auf zu viele Verpflichtungen hinweisen, die einem schier die Luft abstellen.
Psychologisch:
Sie haben einen „engen Hals bekommen“? Vielleicht haben Sie ja nur unbequem gelegen, und ein Bettzeugwulst hat Ihnen während des
Traumes „den Hals zugedrückt“ – solche beängstigende Träume haben häufig diese ganz banalen Ursachen. Sollte es aber doch ein
Traumsymbol gewesen sein, ist zu überlegen: Was ist mir denn im Hals steckengeblieben“ – was habe ich nicht zu sagen gewagt? Oder gibt
es sonst eine beklemmende Situation in Ihrem Leben, die Sie dermaßen fürchten, daß es Ihnen „die Kehle zuschnürt“?
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Hals bedeutet die Stärke des ganzen Körpers, wie man auch an den Tieren, an Ochsen, Löwen, Pferden
und den anderen Vierfüßlern beobachten kann.
– Träumt der Kaiser, daß sein Hals fülliger und kräftiger als zuvor geworden ist, wird er voller Kampf- und Kriegseifer
und seinen Feinden ein Schrecken sein;
einer aus dem gemeinen Volk, der als Soldat dient, wird es bis zum Feldherrn bringen,
dient er nicht, halsstarrig und widerspenstig sein.
– Schaut der Kaiser, daß sein Hals dünn und kraftlos geworden ist, wird das Gegenteil von dem Gesagten eintreten;
für einen einfachen Mann wird das Gesicht ebenso unglücklich ausgehen.
– Eine Wunde, ein Geschwür, eine Blutung oder kropfartige Schwellung am Hals, all das sind sichtbare Zeichen von Überfluß,
der mit Übeln gepaart ist.
Eine Frau wird mit ihrem Mann wegen Geld zetern und ihm hart zusetzen.
– Träumt einer, er bekomme von jemandem einen Schlag mit dem Schwert gegen den Hals oder versetze selbst einen Schlag,
so wird derjenige, welcher geschlagen hat, dem Geschlagenen dienen und Gutes von ihm erfahren, entsprechend dessen
sozialer Stellung und Vermögen; derjenige aber, der den Schlag bekam, wird bei dem andern Wohlwollen finden.
Dieses wird um so größer sein, je mehr Blut er eingebüßt hat; ist kein Blut geflossen, wird das Wohlwollen geringer sein.
– entzündeter: bald erkranken.
(europ.) : – falls in Warnträumen sichtbar oder im Mittelpunkt, ist der Hals von besonderer Empfindlichkeit
in gesundheitlicher Hinsicht; auch: man sollte „nicht seinen Hals riskieren“;
– ein schöner, kräftiger: bedeutet Macht, Kraft, Reichtum und Ansehen; gutes Zeichen;
verheißt einen Aufstieg auf der Karriereleiter;
– einen großen, dicken haben: bedeutet Erfolg;
– einen geschwollenen haben: bedeutet Glück; Gewinn- und Erfolgschancen;
– entzündeter: sich in der Wertschätzung eines Freundes getäuscht haben; dies wird einem weh tun;
– einen kleinen, dünnen haben: bringt Mißerfolg;
– einen langen, dünnen haben: so mancher Verdruß wird einem die gute Laune verderben;
– daran verwundet werden: bringt Nachteile;
– abschneiden: deutet auf Schande und Verlust der Ehre;
– verletzt oder abgeschnitten sehen: ein Warntraum! man ist bald einer großen Gefahr ausgesetzt;
– ihn von einem Menschen, den man kennt, zugeschnürt oder zusammengedrückt bekommen:
dieser Mensch wird einen guten Einfluß auf einen bekommen;
– Halsschmerzen haben: bringt einen Witterungsumschlag;
– ein Halstuch tragen: man soll sich vor Erkältung schützen.
(ind. ) : – Der Hals bedeutet Stärke, Reichtum, Ruhm und jegliche Erbschaft.
– Träumt der Kaiser, sein Hals sei fülliger und stärker als zuvor geworden, ohne an Ebenmaß zu verlieren,
wird er über seinen Reichtum, Ruhm, Glauben, über sein Kriegsvolk und seine Stärke, kurz, über alles beglückt sein;
schaut dies ein gemeiner Mann oder ein Armer, wird ersterem alles, was er unternimmt, unter seinen Händen gelingen,
letzterer sein reiches Auskommen finden.
– Träumt einer, es werde ihm mit seiner Zustimmung eine Schlinge um den Hals gelegt oder er werde von jemandem
mit den Händen festgehalten, werden er und sein gesamter Erbbesitz in dessen Hände übergehen.
Ist derjenige, der ihn festhält oder bindet, ein Unbekannter und jung, bedeutet er seinen Feind, dem er ausgeliefert werden wird,
ist es ein alter Mann, bezeichnet er sein Schicksal und einen glücklichen Ausgang.
– Schaut der Kaiser, sein Hals sei dünn und kraftlos geworden, wird er zuerst in seinem Glauben sich irren,
dann in Bedrängnis geraten und mitsamt seinem Kriegsvolk ein unrühmliches Ende finden;
ein gewöhnlicher Mann wird Armut und Mühsal zu ertragen haben,
eine Frau huren und ein schlimmes Ende nehmen.
– Rasiert und pflegt einer seinen Hals, wird er, sei er, wer er wolle, für seinen Glauben und seine ganze Lebensführung das
Geld in großzügiger Weise ausgeben; denn weil er beim Rasieren Haare verliert, kann es ohne Ausgaben nicht abgehen.
Ein Armer wird seine Mühsal sich vom Halse schaffen.
– allgemein: deine Nerven sind nicht in bester Ordnung;
– einen langen, mageren sehen: Unwohlsein;

640
– einen schönen: baldige Verlobung;
– waschen: Gesundheit;
– abschneiden oder zuschnüren: man will deine Existenz untergraben;
– geschwollen: Glück, Erfolg.
(Siehe auch „Geschwür“, „Kopf“)
Halsband
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: Glück durch fesselnde Verbindungen erlangen.
(europ.) : – verkleidete innere Bindung persönlicher, bei Frauen meist erotischer Art;
das Zerreißen hat eine entsprechende Bedeutung;
– sehen oder tragen: kündet Ehre, Freiheit und Glück in der Liebe an;
– mit Edelsteinen: kündet eine Erbschaft von entfernten Verwandten an.
(ind. ) : – (sich mit einem Halsband sehen): Glück und Wohlergehen;
– goldenes tragen: du bist eifersüchtig, der andere ist es ebenfalls.
(Siehe auch „Leine“)
Halsbinde
Volkstümlich:
(arab. ) : – umlegen: kränklich werden;
– ablegen: wieder genesen.
(ind. ) : – anlegen: du wirst Halsweh bekommen;
– ablegen: Genesung.
Halseisen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder ragen: für Arme ein böses Zeichen;
– für Wohlhabende Verlust oder Gefängnis.
Halsgeschmeide (Siehe „Halskette“, „Halsschmuck“)
Halskette
Assoziation: – Zurschaustellung; Vornehmheit.
Fragestellung: – Worauf bin ich stolz? Was schätze ich an mir selbst?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Gabe; Herz; Hals; Bote; Kommunikation; Liebe; Beziehung.
Beschreibung: Eine Halskette ist ein Schmuckstück, das um den Hals getragen wird. Es kann entweder dicht am Hals anliegen; oder aber bis
hinab zum Herzen hängen.
Allgemeine Bedeutung: Arbeit an der Energie des Halses, der Kommunikation, des Herzens oder der Liebe. Kommt dieses Symbol in einem
Traum vor, dann ist es sinnvoll, auf das Aussehen und die Bestandteile der Halskette zu achten, da sich daraus Aussagen ergeben, welche
Körperbereiche oder welcher; Teil deines Lebens Aufmerksamkeit benötigen, oder welche Gaben dir zu deiner Unterstützung zuteil werden.
So bedeutet zum Beispiel ein Türkis, der an einer Schur bis über dein Herz hängt, daß dein Herz entweder direkt Heilenergie erhält oder aber
daß du bereit dazu bist, anderen aus der Kraft deines Herzens Heilenergie zukommen zu lassen. Schlage die einzelnen Mineralien in diesem
Abschnitt des Buches nach, um dir mehr Klarheit über ihre Bedeutung zu verschaffen.
Assoziation: An der Kette liegen; jemand, der dich mit diesem Geschenk unbewußt an sich fesseln, seinen Besitzanspruch geltend machen
möchte.
Transzendente Bedeutung: Zunehmendes Verstehen von Liebe oder der Bedeutung von Kommunikation.
Allgemein:
Die Halskette ist ein Symbol der Zugehörigkeit entweder zu der Person, die sie dem Träumenden geschenkt hat, oder zu einer Institution.
Darüber hinaus verweist sie auf einen besonderen Gefühlsreichtum. Halskette (-band) deutet manchmal auf Belastungen hin, die einem
schwer am Hals hängen; dabei kann es um Verantwortung, Pflichten oder Gefühlsverbindungen gehen. Oft symbolisiert es aber auch
erotische Bedürfnisse, die unbefriedigt bleiben; dann können zum Beispiel folgende Begleitumstände bei der Deutung helfen:
– Halskette sehen weist auf eine glückliche Liebesbeziehung hin, für die gute Aussichten bestehen.
– Halskette geschenkt bekommen verheißt, daß man von einem anderen Menschen geliebt wird,
was vielleicht noch nicht bewußt bemerkt wurde.
– Halskette verschenken stellt die eigenen Gefühle dar, die man einem anderen entgegenbringt.
– Zerrissene Halskette deutet Probleme in einer Liebesbeziehung an, die zur Trennung führen können.
– Goldene Halskette kann auf Eifersucht hinweisen, die zum Teil unbegründet ist und eine Beziehung unnötig belastet.
– Auffällige Halskette tragen bringt oft Eitelkeit und Geltungssucht zum Ausdruck.
Psychologisch:
Halsketten deuten wie Amtsketten auf die dem Träumenden verliehene Würde und auch auf seine Ehre hin.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann die Halskette ein Symbol der Macht, aber auch der Unterwerfung unter ein bestimmtes Glaubenssystem sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – besitzen oder anlegen: du wirst beim anderen Geschlecht Wohlgefallen erregen.
(europ.) : – tragen: glückverheißender Traum; mehr in Liebesangelegenheiten, als in geschäftlichen Vorhaben;
– eine sehr teure mit wertvollen Edelsteinen tragen: ein Erbe von entfernten Verwandten erwarten können; Geldzuwachs;
– zerrissen oder zu Boden fallend: sagen Streitigkeiten und Enttäuschungen im Eheleben voraus;
– Erhält eine Frau eine Halskette, ist das ein Zeichen für einen reizenden Ehemann und ein schönes Zuhause.
– Verliert eine Frau ihre Halskette, wird sie Schmerz und Trauer erleiden;
– eine rosa oder rote Halskette (Rubine, Korallen,..) sehen: man wird bald sehr viel Glück in der Liebe haben
oder sich gar neu verlieben;
– eine Perlenkette oder eine Kette mit dunklen Steinen: zeigt Tränen und Trauer an, die eine seelische Reinigung
mit sich bringen werden;
(ind. ) : – Ehre und Liebesglück.
(Siehe auch „Halsband“, „Schmuck“)

641
Halskrause
Volkstümlich:
(europ.) : – tragen: warnt vor Eitelkeit;
– eine solche tragen sehen: verkündet Kummer einer lieben Person.
Halsschmuck
Artemidoros:
Halsketten, Schmuckketten, Ohrringe, Edelsteine und jeglicher weiblicher Halsschmuck sind für Frauen von guter Vorbedeutung;
unverheirateten prophezeien sie die Ehe, kinderlosen Kinder und jenen, die Mann und Kinder haben, Zuwachs an Vermögen und großen
Überfluß; denn ebenso wie Schmuckstücke die Frauen zieren, zieren sie Ehemann, Kinder und Reichtum (denn Frauen haben schon von
Natur eine Vorliebe für Reichtum und Schmuck); ferner schlingt sich das Geschmeide um den Hals wie Mann und Kinder. Einem Mann
dagegen bedeutet es Betrügereien, Hinterhältigkeiten und große Verwicklungen in seinen Geschäften, jedoch nicht wegen des Stoffes, wie
einige erklärten, Unglück, sondern ganz im Gegenteil Glück, wie ich häufig beobachtet habe, doch nur dann, wenn dessen Maß und Menge
ausgewogen ist und keinen Anstoß erregt infolge seiner Form, z.B. als Halsketten bei Männern, noch die Schranken des gesellschaftlichen
Ranges überschreitet, wie z.B. in Form von Kränzen, prächtigen Gefäßen und vielen Geldstücken bei armen Leuten. Schaut jemand also
derartiges im Traum, ist das Gold nicht wegen des Stoffes, sondern wegen der Art der Verarbeitung von Übel. Wenn einer Frau der
Halsschmuck verlorengeht, zerbricht oder zerreißt, droht ihr der Verlust dessen, wovon oben die Rede war.
Volkstümlich:
(arab. ) : – angenehme Erlebnisse.
(Siehe auch „Halskette“, „Schmuck“)
Halsstarre
(steifer oder krummer Hals)
Volkstümlich:
(arab. ) : – schwer erkranken.
(Siehe auch „Hals“)
Halstuch
Psychologisch:
Tragen wir im Traum ein Halstuch, so könnte das heißen, wir sollten den Mund nicht zu voll nehmen, sondern lieber einmal schweigen (wir
sprechen ja aus der Kehle, also aus dem Hals).
Volkstümlich:
(ind. ) : – du mußt dich vor Erkältung hüten.
Haltestelle
Psychologisch:
Sie ist ein Haltepunkt für unser Ich, an dem man das bisherige Leben einmal überdenken sollte, vor allem wenn man im Traum allein und
verlassen an dieser Haltestelle verweilen mußte.
Volkstümlich:
(ind. ) : – wenn du bis jetzt noch nicht über ein bedeutendes Vermögen verfügst,
so kannst du mit Bestimmtheit damit rechnen, daß du einmal reich sein wirst.
(Siehe auch „Hafen“)
Haltung des Körpers
Allgemein:
Haltung des Körpers symbolisiert im Traum innere Einstellungen zum Leben und allgemein oder bezogen auf eine bestimmte Angelegenheit
oder einen Menschen. Gute Haltung wird positiv, schlechte negativ verstanden.
Hämatit
Medizinrad:
Schlüsselworte: Politur; Farbe; Speicher; solide Erdung; stärkend; ausgleichend; Erfahrung; westlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Hämatit, das Mineraltotem, das im Medizinrad mit der äußeren Position des westlichen Seelenpfads und mit Erfahrung
assoziiert wird, ist als Eisenoxid, Bestandteil des Eisenerzes. Im Griechischen bedeutet Hämatit »blutähnlich«. Er kommt in den Farben
Grau, Rot, Schwarz und in ihren Zwischentönen vor. Wie beim Herkimer-Diamant nimmt man auch vom Hämatit an, daß er ein Gedächtnis
für vergangene Zeiten hat und seine Erinnerung an die Menschen weiterzugeben vermag. Darüber hinaus wird ihm nachgesagt, daß er
Energien solide in der Erdoberfläche binden kann.
Allgemeine Bedeutung: Wachsende Stärke; zunehmende Gelassenheit; bessere Verbindung zur Mutter Erde.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung aus dem kollektiven Unbewußten; Gabe der Erdung; ein guter Stein, der dich auf, der Erde
hält, während du träumst.
Hammel
Allgemein:
Hammel soll nach altindischen Traumquellen ankündigen, daß man eine einflußreiche Stellung mit hohem Ansehen erhalten wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – großes Vermögen.
(europ.) : – kaufen: zeigt unverhofften Reichtum an, je eher, solange man bescheiden und genügsam seine Arbeiten verrichtet.
(ind. ) : – du wirst ein hohes Amt einnehmen.
Hammelfleisch (Siehe „Rindfleisch“)

642
Hammer
Assoziation: – bauen; zuschlagen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben errichte ich etwas oder reiße ich etwas nieder?
Allgemein:
Der Traum von einem Hammer oder von anderen stumpfen Werkzeugen verdeutlicht die aggressive, männliche Seite des Wesens. Ein
Symbol der Kraft, das uns darauf hinweist, daß mit roher Gewalt allein letztlich nichts erreicht werden kann. Allgemein steht der Hammer
für eine Persönlichkeit, die sich rücksichtslos durchzusetzen versucht und dadurch zwar viele Erfolge erzielt, sich aber auch viele Feinde
schafft. Möglicherweise hat aber der Träumende auch das Gefühl, daß ein Teil seiner Persönlichkeit zerstört oder herausgebrochen werden
muß, damit er richtig funktionieren kann. Hammer kann als Sexual- (Phallus-) Symbol Ausdruck sexueller Bedürfnisse sein, die auf den
Partner zu wenig Rücksicht nehmen; dann ist er als Warnung zu verstehen, weil eine Beziehung dadurch ge- und zerstört wird. Das arbeiten
mit einem Hammer zeigt an, daß man sich gegen alle Widerstände durchsetzen wird. Der Hammer im Traum kann auch die Endgültigkeit
darstellen, mit der eine Entscheidung getroffen oder ein Richterspruch gefällt wurde.
Psychologisch:
Es kommt ganz darauf an, wer vom Hämmern träumt. Beim ambitionierten Heimwerker dürfte es eher ein „Tagesrest“ sein. Für eine Frau in
einer (sozial oder emotional) bedrohlich empfundenen Situation symbolisiert der geträumte Hammer, daß sie sich „in Sicherheit bringen“
oder entsprechend wehren sollte. Und ganz allgemein gilt das durchschlagskräftige Werkzeug als ein Symbol für ebendieses: entschlossenes,
praktisches „Zupacken“, Tatkraft und Durchsetzungsvermögen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Hammer im Traum ein doppeldeutiges Symbol: Er stellt sowohl Gerechtigkeit als auch Rache dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: in roher Weise behandelt werden;
auch: man ist in einer Streitfrage im Recht und sollte nicht nachgeben;
– damit arbeiten: mit einem erfolgreichen Geschäftsabschluß rechnen können;
– damit pochen: du mußt eine schwere Arbeit verrichten;
– damit etwas zerstören: man wird sich im Leben durchsetzen und die nötige Widerstandskraft aufbringen,
um seine Ziele zu erreichen;
– einer anderen Person reichen: eine Feindschaft wird Schwierigkeiten bringen.
(europ.) : – das Symbol der Gewalttätigkeit; man versucht etwas zu erreichen, was man mit Klugheit längst
haben könnte; auch: es wird einem eine uneinträgliche Aufgabe auferlegt;
– sehen: man wird eine Lebensversicherung abschließen;
– von jemandem gezeigt bekommen: man hat in einer Sache völlig Recht, doch muß man sich tatkräftig verteidigen;
– damit bedroht werden: besagt, daß man einer großen Gefahr entgegengeht;
– sich selbst einen Hammer schwingen sehen: man ist verärgert und wird die Lage mit Umsicht überwinden können;
– damit nach jemanden schlagen: verkündet Trübsal und Ärger;
– damit arbeiten: bringt uns viel Arbeit mit gutem Verdienst; man wird trotz vieler Hindernisse
ein Ziel erreichen; auch: gegenüber seinen Freunden Beflissenheit zeigen;
– das Geräusch eines schlagenden Hammers hören: immer ein sehr vorteilhaftes Zeichen in
geschäftlichen Belangen und Liebesaffären.
(ind. ) : – damit arbeiten: du wirst dich durch eigene Kraft emporarbeiten;
– sehen: man behandelt dich gewalttätig.
Hampelmann
Allgemein:
Hampelmann weist manchmal auf eine oberflächliche, leichtfertige Lebenshaltung hin, fordert dann also zu mehr Ernsthaftigkeit auf.
Außerdem kann er davor warnen, sich zu stark von außen beeinflussen zu lassen oder sich durch sein Verhalten lächerlich zu machen. Oft
spielen dabei auch Minderwertigkeitsgefühle eine Rolle.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird von seiner Umwelt in Wirklichkeit nicht ernst genommen;
– (mit einem Hampelmann im Traum spielen): du hast zu wenig Ernst;
– als einer verkleidet sein: man wird sich gegenüber einem Konkurrenten leicht durchsetzen können.
(europ.) : – man wird wenig ernsthaft sein; leichtlebiger Zeitvertreib wird statt handfester Pläne die Gedanken in Anspruch nehmen.
Hamster
(Nagetier)
Assoziation: – Abhängigkeit; Drolligkeit.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir will versorgt werden?
Allgemein:
Hamster kann ähnlich wie Geiz auf eine materialistische Grundhaltung hinweisen, die übertrieben nach Besitz strebt und andere Bedürfnisse
darüber vernachlässigt. Vielleicht kommt darin aber auch zum Ausdruck, daß man in einer Gefühlsbeziehung immer nur nimmt, aber dem
anderen zu wenig gibt. Manchmal verspricht das Tier im Traum eine gesicherte materielle Existenz, die nicht durch Verschwendung
gefährdet werden soll.
Psychologisch:
Das Nagetier, das in seinen Backentaschen bis zu 50 Gramm Getreide speichern kann, ist auch in der Traumdeutung Sinnbild für Hamstern
und Gefräßigkeit. Das putzige Tierchen gilt als Symbol für das ängstliche und übertrieben gründliche Anlegen von Vorräten aller Art. Wer
vom Hamster träumt, mag keine Überraschungen, schmiedet langfristige Zukunftspläne und ist nicht selten von Existenzangst geplagt – er/sie
hat ein überhöhtes (und etwas zwanghaftes) Sicherheitsbedürfnis. Es sagt uns, daß wir uns im Wachleben nicht übernehmen sollten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder von ihm angegriffen werden: hüte dich vor zanksüchtigen Menschen;
– im Käfig sehen: man wird bald in Wohlstand leben.
(europ.) : – du wirst zu Wohlstand kommen.
(ind. ) : – du gehst mit falschen Leuten um und weißt es nicht.
(Siehe auch „Geiz“)
Hamstern
(anhäufen)
Volkstümlich:
(europ.) : – sei auf der Hut vor Mißgeschick durch betrügerische Partner; die Angelegenheiten werden sich bald verbessern.

643
Hand
Assoziation: – Fähigkeit; Kompetenz; Hilfe.
Fragestellung: – Womit bin ich umzugehen bereit?
Artemidoros:
Die rechte Hand weist auf den Vater, den Sohn, den Freund, den Bruder und denjenigen, von dem wir in der Umgangssprache im
übertragenen Sinn zu sagen pflegen: „Er ist meine rechte Hand“; die linke auf die Gattin, die Mutter, die Freundin die Tochter und die
Schwester, hin. Träumt nun jemand, er habe eine Hand eingebüßt, so wird er eine der Personen, die durch sie bezeichnet werden, verlieren.
Allgemein bedeuten beide Hände zusammen die Handwerke, Handschriften und Reden; die Handwerke, weil diese mittels der Hände
ausgeübt werden, Handschriften, weil diese schlechthin „die Hände“ heißen, Reden, weil man während des Redens gestikuliert. Daß es für
Seeleute, Pantomimen und Taschenspieler nichts Gutes voraussagt, wenn sie keine Hände haben, weil sie ohne diese ihren Beruf nicht
ausüben können, ist wohl jedem klar. Träumt man das Fleisch von der Hand des Sohnes zu essen und er als Handwerker mit seinen Händen
den Lebensunterhalt verdient, beschert es dem Sohn Reichtum und dem Vater Nutzen von seinem Sohn. Eine Wunde an der rechten Hand,
und zwar an der inneren Handfläche, deutet ein Darlehen und Niedergeschlagenheit über einen Schuldbrief an. Eine Narbe bezeichnet das
Ende jeder Sorge. Ein Kranker betete zu Sarapis, er möge ihm, falls es ihm bestimmt sei, gerettet zu werden, im Traum die rechte Hand
schütteln, wenn nicht, die linke. Und wirklich träumte er, er betrete den Sarapistempel und Kerberos (Der dreiköpfige, mit Schlangenmähne
und -schweif versehene Höllenhund, der die Toten an der Rückkehr aus der Unterwelt hindert.) schüttelte ihm die rechte Hand. Am nächsten
Tag darauf starb der Mann, wie zu erwarten war. Denn Kerberos, der nach allgemeinem Glauben den Tod bedeutet, zeigte sich durch das
Ergreifen der rechten Hand bereit, ihn aufzunehmen (Wortspiel: he dexia = die Rechte und paradexasthai = aufnehmen).
Allgemein:
Hand steht allgemein für die Gestaltung des Lebens durch Energie und Tatkraft. Je nach den Begleitumständen ergeben sich zum Beispiel die
folgenden Bedeutungen:
– Große Hand fordert auf, mehr Energie zu entwickeln, damit man seine Ziele erreicht.
– Kleine Hand deutet mangelnde Eigeninitiative und Tatkraft an, was zu Mißerfolgen und Enttäuschungen führt.
– Schlaffe, schwache Hand kann ebenfalls Energiemangel signalisieren; zum Teil symbolisiert sie auch Distanziertheit
oder Überempfindlichkeit.
– Händedruck steht für großes Vertrauen und Treue, was sich meist auf zwischenmenschliche Kontakte bezieht.
– Händewaschen zeigt oft an, daß man sich unschuldig fühlt oder sich von einem Verdacht reinwaschen will;
auch mehr Ansehen kann darin angekündigt werden.
– Beschmutzte Hand deutet an, daß man mit Menschen Umgang pflegt, vor denen man sich hüten sollte;
vielleicht erkennt man darin auch die Verstrickung in eine „unsaubere“ Angelegenheit.
– Jemanden an der Hand halten bedeutet, daß man auf einen anderen Einfluß ausübt, den man nicht mißbrauchen darf.
– Selbst an der Hand gehalten werden kann darauf hinweisen, daß man Rat und Hilfe benötigt oder von anderen beeinflußt wird.
– Stark behaarte Hände gelten allgemein als Vorzeichen von Sorgen und Verlusten.
– Hand verbrennen oder verletzen kann vor Risiken warnen, die man noch nicht genau abschätzen kann.
– Hände vor die Augen halten warnt oft vor unrealistischen Erwartungen und Hoffnungen,
weil man die Augen vor den Tatsachen verschließt.
– Hand eines anderen küssen weist darauf hin, daß man sich einzuschmeicheln versucht; wird die eigene Hand geküßt,
warnt das vor der Täuschung durch andere.
– Hände ringen tritt oft bei Rat- und Hilflosigkeit auf, wenn man keinen Ausweg mehr sieht.
Psychologisch:
Die Hand steht in der Realität wie auch im Traum als Bild für die Handlungsfähigkeit des Menschen. Insofern ist eine Verletzung oder der
Verlust der Hand immer ein Zeichen für die Einschränkung des Handlungsspielraums oder der Fähigkeit des Träumenden zu agieren. Sie
greift, arbeitet, hält fest oder läßt locker, ist also das körperliche Instrument des Handelns. Mit diesem Bild nimmt das Unbewußte Anleihe
im Bewußten: Wer von der Hand und ihrer Tätigkeit träumt, kann diese Handreichung ins Wachleben übertragen. So wird auch das Hand-in-
Hand-Gehen als Anknüpfung freundschaftlicher Beziehungen gedeutet. Wer an der Hand verletzt oder von einem Hund in die Hand gebissen
wird, scheint auch im Wachleben augenblicklich handlungsunfähig zu sein. Die schmutzige Hand ist oftmals als ein Zeichen für das
ehrenrührige Verhalten des Träumers im Wachleben zu werten. Nach Ansicht vieler Analytiker ist übrigens die linke Hand ein weibliches
Symbol, die rechte ein männliches.
Spirituell:
Die Hand symbolisiert Aktivität, Macht und Herrschaft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Hand bedeutet den besten und treuesten Knecht.
– Träumt der Kaiser, seine Hand sei abgeschlagen, erfroren oder verbrannt, wird er seinen besten und treuesten Knecht verlieren;
büßt er seine Hand durch Verbrennungen ein, wird sein getreuer Diener im Krieg und auf dem Schlachtfeld ums Leben kommen.
Ein gemeiner Mann wird seinen fähigsten und tüchtigsten Knecht verlieren, hat er keinen, wegen Krankheit arbeitsunfähig
werden und in Armut geraten. Eine verheiratete Frau wird ihren Mann, eine unverheiratete den Ernährer und Vormund verlieren.
– Träumt der Kaiser, daß seine Hand größer und kräftiger geworden ist, wird er von seinem Großknecht Freude und Nutzen haben;
ein einfacher Mann wird mit seinem Knecht und all dessen Tun sehr zufrieden sein.
Schaut jemand eine Verletzung oder eine Geschwulst an der Hand, wird sein Knecht Reichtum schaffen, der Gefahr und Angst
heraufbeschwört.
– jemanden reichen: Freundschaft finden;
– besehen: kümmerliche Aussichten haben;
– schöne und starke: Abschließung eines guten Geschäftes;
– linke: Verrat;
– rechte: du hast gute Menschen um dich und treue Freunde;
– sehr kleine: traue deinen Freunden oder Dienstboten nicht zu viel;
– geschwollene haben: unerträgliche Vorkommnisse erdulden müssen;
– geschwollene sehen: du bist unverträglich;
– waschen: Ehrenbezeugungen; du wirst zu Ehren kommen;
– schmutzige: du wirst in Nachteil geraten;
aufgrund unüberlegten Verhaltens mit Verachtung zu rechnen haben;
– behaarte: es stehet eine schlimme Überraschung bevor;
– sich brechen: berufliche Unstimmigkeiten sind zu erwarten;
– verwundete: dein Benehmen wird dir Nachteile bringen;
– verlieren: ein Todesfall in der Familie;
– verbrennen: Neid und Bosheit ist um dich;
– abgeschnittene oder abgehauene: unglückliche Zufälle.

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(europ.) : – Kraft- und Geschicklichkeitssymbol; man soll bei der Wahrheit bleiben;
– linke Hand weiblich; rechte Hand männlich;
– viele Hände sehen: verspricht Ehre und Vermögen;
– besehen: bringt Kummer und Leid;
– eine schöne und kräftige haben: man wird ein gutes Geschäft abschließen;
– schöne weiße Hände haben: ein Zeichen für den Gewinn guter Freunde;
– schöne Hände sehen: verheißt große Anerkennung und raschen beruflichen Aufstieg;
– häßliche und mißgestaltete Hände: deuten auf Enttäuschungen und Armut hin;
– schmutzige sehen: Warnung vor falschen Menschen und Freunden in der Umgebung;
– beschmutzte haben: Vertraulichkeiten mit einem schlechten Menschen; auch: man wird neidisch und ungerecht sein;
– sich die Hände waschen: verheißt eine angenehme Stellung; Ansehen; auch: an einem Fest teilnehmen;
– sich die Hände abtrocknen: bringt uns in böses Gerede;
– dicke, fette Hände: bedeuten Zank und Zwist;
– magere Hände: daß wir das Opfer eines Diebes werden;
– eine geschwollene haben: bringt Unverträglichkeiten;
– die eigenen vergrößert sehen: deutet auf einen schnellen geschäftlichen Aufstieg hin;
– große Hände sehen: bringen Glück;
– die eigenen verkleinert sehen: Schwierigkeiten im Beruf und Karriere;
– kleine: Untreue von Freunden oder Dienstboten;
– behaarte haben (wie die eines Tieres): bringt Unglück; auch: man wird gegen unschuldige Menschen
intrigieren und erleben müssen, wie aufmerksame Feinde die Pläne durchkreuzen werden;
– behaarte haben: man wird keine starke und einflußreiche Stellung in den eigenen gesellschaftlichen Kreisen bekleiden;
– eine verwundete sehen: man wird einen Nachteil haben;
– eine verletzte haben: jemand anderes wird in einer Ihnen am Herzen liegenden Angelegenheit erfolgreich sein;
– sich in die Hände schneiden: sagt uns geschäftlichen Verlust vorher;
– blutbefleckte Hände: es droht eine Entfremdung von Familienmitgliedern;
– eine abgeschnittene oder verdorrte sehen oder haben: Treulosigkeit der besten Freunde; auch:
kündigt ein Leben in Einsamkeit an; das heißt, andere verstehen Ihre Ansichten und Gefühle nicht;
– sich die Hände verbrennen: ist ein Zeichen für Nachteile, die man erleiden wird; man hat Neider;
auch: man wird jenseits aller Vernunft nach Reichtum und Einfluß streben und auf der Verliererseite stehen;
– ohne Finger sehen: großer Verlust und starke feindliche Einflüsse;
– Verlust einer oder beider Hände: kündigt schweres Unglück an; die soziale Lage wird sich bald verschlechtern;
– die rechte verlieren: Tod des Vaters;
– die linke verlieren: Tod der Mutter;
– küssen: man wird schöntun;
– gebundene Hände: es kommen Schwierigkeiten auf einem zu; löst man die Hände, zwingt man andere zur Unterwerfung;
– mit den Händen beten oder bitten: gilt für Erfüllung des Gebetes oder der Bitte;
– jemandem reichen (wie zur Verabschiedung): ist Verlust desselben durch den Tod;
– eines anderen drücken: man wird eine treue Freundschaft schließen;
– die Hände vor die Augen halten: man wird jemanden etwas nachsehen aber sollte nachsichtiger sein;
– sich im Traum die Hände ringen: man leidet unter den Ansprüchen der Umwelt, unter Sorgen und Konflikten;
– Bewundert eine Frau ihre eigenen Hände, wird sie die aufrechte Verehrung des von ihr am meisten geschätzten
Mannes gewinnen.
– Bewundert eine Frau die Hände anderer, muß sie sich mit den Launen eines eifersüchtigen Mannes auseinandersetzen.
– Werden die Hände einer Frau von einem Mann gehalten, läßt sie sich auf ehebrecherische Beziehungen ein.
– Wenn eine Frau andere ihre Hände küssen läßt, sorgt sie für Tratsch.
– Geht eine Frau mit Feuer um, ohne sich die Hände zu verbrennen, verheißt dies eine bedeutende Position.
(ind. ) : – Die Hände und Finger bedeuten die Werke des Glaubens der Menschen.
– Träumt einer, er habe mehr Finger an der Hand als normal, wird er fleißiger beten und stark im Glauben sein.
– Hat er einen seiner Finger verloren, wird er seltener und weniger beten.
– Der erste Finger, der Daumen, bedeutet das Morgengebet, der zweite oder Zeigefinger das Gebet zur dritten Stunde,
der dritte oder Mittelfinger das zur sechsten, der folgende oder vierte das zur neunten Stunde, der fünfte oder kleine Finger
das Abendgebet. Alles, was einem dieser Finger widerfährt, erfüllt sich an den aufgeführten Gebeten.
– Träumt einer, es sei ihm ein Finger erfroren, abgeschnitten oder abgerissen worden, wird er eine himmelschreiende Sünde
begehen; ist der Finger aber wieder völlig geheilt, wird er Buße tun und sich bekehren.
– linke: vor Verrat seiest du gewarnt;
– rechte: du hast gute Menschen um dich und treue Freunde;
– saubere: weiche bösen Menschen aus;
– große: deine Ehe ist gesegnet und dein Wohlstand auch;
– sich verletzen: du wirst einen Verlust erleiden;
– verlieren: du wirst in Armut geraten.
– jemanden reichen: du wirst freundschaftliche Beziehungen anknüpfen;
– Hände waschen: du wirst zu Ehren kommen;
– verwundete oder schmutzige: du wirst in Nachteil geraten;
– geschwollene: du bist unverträglich;
– verbrennen: du hast Neider;
– schöne und starke: Abschließung eines guten Geschäftes;
– kleine: Untreue der Freunde oder Dienstboten.
(Siehe auch „Amputation“, „Arm“, „Daumen“, „Finger“, „Körper“, „Links“, „Rechts“)
Handarbeit
Psychologisch:
Ein Traum von Weben, Stricken, Häkeln, oder Nähen kann eine sehr eindringliche Botschaft enthalten und einem zum Nachdenken
veranlassen, ob man sich in sehr eintönigen Beschäftigungen gefangen fühlt und vielleicht seinen Horizont erweitern sollte. Denn obwohl
alle diese Handarbeiten sehr befriedigend sein können und auch Kreativität erfordern, verlangen sie andererseits ständige Aufmerksamkeit
bis in die Details, und ein Großteil der Arbeit ist Wiederholung der gleichen Handgriffe. Bezieht sich dies auf die tatsächliche Tätigkeit,
speziell wenn man zu Hause und für die Familie arbeitet? Hat man genäht und Stoffteile zusammengefügt, kann sich das auch darauf

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beziehen, daß man dabei ist, verschiedene Teilaspekte des Lebens zusammenzufügen. Drehte sich der Traum um das Weben, war damit
etwas gemeint, das man gerade plant. Stricken oder Häkeln kann (wie auch bei den anderen Tätigkeiten) symbolisch ähnliches
widerspiegeln. Hat man vielleicht (im Traum) eine Masche fallen lassen, war man also (in der Realität) taktlos gegen jemanden? Ist einem
(im Traum) der Faden gerissen, hatte man also (in der Realität) Streit? Ob man den Faden wieder zusammenknüpfte oder nicht, mag einem
Rat geben, ob man seine realen Differenzen beilegen sollte.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird von jemandem, dem man vertraut, hintergangen.
(Siehe auch unter den einzelnen Tätigkeitsbezeichnungen)
Handball
Artemidoros:
Fang- und Wurfball bedeuten endlosen Zank und Streit, oft auch Liebe zu einer Hetäre; Fang- und Handball gleichen einer Hetäre, weil sie
nirgendwo bleiben, sondern von Hand zu Hand wandern. Ein Sklave träumte, er spiele mit Zeus Ball. Er geriet mit seinem Herrn in Streit,
und weil er eine Lippe riskierte, zog er sich dessen Haß zu; denn Zeus bedeutet den Herrn, das Ballspiel den Wortwechsel und den Streit;
denn Ballspieler machen einander Konkurrenz, und sooft einer den Ball zugeworfen bekommt, schlägt er ihn wieder zurück. Überhaupt
haben Herren, Eltern, Lehrer und Götter dieselbe Bedeutung.
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst spielen: man wird die Glücksbälle, die einem das Leben immer wieder zuspielt, rechtzeitig auffangen können,
insofern man sie fängt.
(Siehe auch „Ball“)
Handel
Allgemein:
Handeln kann auf eine günstige Gelegenheit hinweisen, die man wahrnehmen sollte; zum Teil kündigt das aber auch große Sorgen und
Krankheit an.
Volkstümlich:
(arab. ) : – treiben: vergebliches Ringen.
(europ.) : – eine Warnung standhaft zu bleiben und den eigenen Ansichten zu vertrauen;
– treiben: unverhoffter Erwerb; man wird seine Möglichkeiten weise und vorteilhaft nutzen;
– im Geschäft versagen und finstere Aussichten haben: im tatsächlichen Geschäftsleben stehen
Probleme und Bedrohung durch Fehlschläge bevor;
– steigende Gewinne: man wird bestehende Schwierigkeiten schnell überwinden.
(ind. ) : – treiben: du wirst Kummer und Krankheit erleben müssen.
Händel
Volkstümlich:
(arab. ) : – bekommen: du wirst dir Freunde erwerben.
Handelsbücher
Volkstümlich:
(arab. ) : – (mit solchen zu tun haben): du wirst böse Schuldner bekommen.
(europ.) : – sehen oder daran arbeiten: viele Sorgen kommen auf einen zu.
(ind. ) : – durchtriebene Menschen werden sich deine Schwäche zunutze machen.
Handelsmann
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: dein Wohlstand wird sich vermehren;
– sehen oder sprechen: Prozeß.
Handelsschule
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst gute Geschäfte durch deine Leichtsinnigkeit versäumen.
Händeschütteln
Volkstümlich:
(europ.) : – Hände von Untergebenen schütteln: man wird wegen seiner Freundlichkeit gemocht;
– schmutzige Hände dabei sehen: man begegnet Feinden unter angeblichen Freunden;
– im Traum jemandem die Hände schütteln, der einem Unrecht getan hat, und verabschiedet sich dieser traurig von einem:
bedeutet Differenzen mit einem engen Freund; es folgt ein nicht geringer Verlust;
– Träumt eine junge Frau vom Händeschütteln mit einem Herrscher, wird sie im Kreis von Fremden Anerkennung erfahren.
Wenn sie die Gelegenheit nutzt, wird sie bei Freunden in hoher Gunst stehen.
– Wenn eine Frau glaubt hinauflangen zu müssen, um die Hände zu schütteln, werden ihr Neid und Ablehnung begegnen.
Hat sie Handschuhe an, wird sie diese Probleme meistern.
– Schüttelt eine junge Frau die Hände eines gebrechlichen alten Mannes, kommen Unannehmlichkeiten auf sie zu.
Handgeld
Volkstümlich:
(arab. ) : – bekommen: dein Unternehmen wird gelingen.
Handgelenk
Volkstümlich:
(europ.) : – gebrochen haben: sehr gutes Zeichen; besagt, daß man den gegenwärtigen Liebespartner heiraten und mit ihm glücklich wird.

646
Handkorb
Volkstümlich:
(arab. ) : – Sorge für die Zukunft.
(europ.) : – Sorgen in der Zukunft.
Handkuß
Volkstümlich:
(arab. ) : – Demütigung und Unterwerfung.
Handlaterne
Volkstümlich:
(arab. ) : – (besonders brennende): eine kurze, aber angenehme Überraschung.
Handleser / Handlesen
Allgemein:
Handlesen weist auf das eigene Unbewußte und die daraus stammende Intuition hin, der man mehr vertrauen sollte.
Psychologisch:
Es ist der Wunsch über die eigenen inneren Geheimnisse etwas zu erfahren. Entscheidend ist, ob man Freude oder Angst beim Erwachen
empfand.
Volkstümlich:
(europ.) : – Für eine junge Frau ist das Handlesen ein Zeichen dafür, daß ein Verdacht auf sie fallen wird.
– Liest man ihr aus der Hand, so hat sie viele Freunde des anderen Geschlechts, ihr eigenes wird sie aber ablehnen.
– Liest sie anderen aus der Hand, wird sie aus klugem Verhalten Gewinn ziehen, jedoch trotz ihrer Vornehmheit
die Hilfe eines Freundes in Anspruch nehmen müssen;
– eine kräftige Hand mit starken Linien sehen: man besitzt zu viel Ehrgeiz und sollte mehr Sensibilität entwickeln;
– eine zierlich- elegante mit dünnen Linien: man ist zu sensibel, künstlerisch und sensitiv;
man sollte mehr Tatkraft im Leben entwickeln.
Handlung
Allgemein:
Die Handlung eines Traums informiert den Träumenden über die verborgene Hintergründe und Motive.
Psychologisch:
Der Träumende sollte sich dessen bewußt sein, daß die Traumhandlung in das wirkliche Leben übersetzt werden muß, damit er mit seiner
Entwicklung vorankommt.
Spirituell:
Eine Handlung im Traum kann auf die spirituellen Fähigkeiten des Träumers hinweisen.
Handsäge (Siehe „Säge“)
Handschellen
Allgemein:
Handschelle steht oft für das Gefühl, in der Selbstentfaltung behindert zu sein; worauf sich das konkret bezieht, kann nur aus den
individuellen Lebensumständen erkannt werden. Wenn sich der Träumende in seinem Traum in Handschellen erlebt, weist dies auf eine
körperliche oder geistige Einschränkung hin, die vielleicht mit einer Autoritätsperson in Verbindung steht. Manchmal tritt das Symbol auch
ohne tiefere Bedeutung körperbedingt auf, wenn man sich zum Beispiel mit den Händen im Bettzeug verfangen hat. Auch hohe innere
Anspannung kann darin zum Vorschein kommen.
Psychologisch:
Legt der Träumende selbst in seinem Traum einem anderen Menschen Handschellen an, versucht er diesen gewaltsam an sich zu binden.
Seine besitzergreifende Art wird ihm auf Dauer schaden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verweisen Handschellen im Traum darauf, daß der Träumende durch seine eigenen Zweifel und Ängste in seiner
Bewegungsfreiheit behindert ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: in eine verzweifelte Lage geraten.
(europ.) : – Nervenreaktion auf Spannungen; tritt oft zusammen mit Alpdrücken auf;
– tragen: das Wiedersehen mit einer früheren Liebe macht erneut einen starken Eindruck auf einen.
(Siehe auch „Fesseln“)
Handschlag
Allgemein:
Ein Traum von einem Handschlag kann ähnliches aussagen, wie eine Begrüßung. Dabei ist aber die Stärke des Händedrucks mit
ausschlaggebend. War er schlaff und schwach, ist man vielleicht seiner eigenen Meinung nach ohne rechte Begeisterung oder überhaupt nur
halbherzig bei der Sache, um die es geht. War der Händedruck aber fest und herzlich, dann ist die Haltung ausgeglichen; war er so kräftig,
daß er fast weh tat, könnte man sich unter starkem, schwer erträglichem Druck fühlen.
Psychologisch:
Frieden mit einem inneren Feind schließen. Respektieren innerer gegenteiliger Meinungen und Auffassungen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – geben: sein Wort zu halten wissen.
(Siehe auch „Begrüßung“)
Handschrift
Volkstümlich:
(arab. ) : – fremde lesen: du wirst Neuigkeiten erfahren;
– schöne haben: Vorwärtskommen;
– schlechte haben: du bist nachlässig.

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(europ.) : – die eigene sehen und erkennen: bösartige Feinde werden die eigenen Äußerungen bei dem Versuch,
eine von allen begehrten Position zu erlangen, gegen einen verwenden;
– handgeschriebene Dokumente sehen: sei auf der Hut bei neuen oder unerprobten Vorhaben.
Handschuhe
Allgemein:
Handschuh kann für den Wunsch nach mehr Sicherheit und Geborgenheit stehen, gleichzeitig aber auch darauf hinweisen, daß man damit
immer wieder scheitert, weil man sich zu stark von der Mitwelt abkapselt. Früher spielten Handschuhe in der Gesellschaft eine größere Rolle
als heute. Sie waren ein wichtiger Bestandteil der Etikette und symbolisierten Ehre, Reinlichkeit und die Verbindlichkeit von Treue und
Glauben. Heute stellen Handschuhe im Traum die Mittel dar, mit denen der Träumende seine Begabungen vor anderen Menschen versteckt.
Weitere Bedeutungen leiten sich oft aus folgenden Begleitumständen ab:
– Handschuh fallen lassen zeigt manchmal an, daß man zur Koketterie neigt, aus der sich die Isolierung erklären kann.
– Großer Handschuh wird oft als Selbstüberschätzung gedeutet, die zum Scheitern großer Pläne führt.
– Zu enger Handschuh weist darauf hin, daß man mit den Lebensumständen unzufrieden ist, sich zu stark eingeschränkt fühlt.
– Handschuh auf einen andern oder ein Objekt werfen kann darauf hinweisen, daß man sich mehr zur Wehr setzen muß.
– Handschuh vom Boden aufnehmen deutet an, daß man einer Auseinandersetzung nicht aus dem Weg gehen darf.
– Handschuh tragen soll nach alten Traumbüchern mehr Ansehen verheißen.
– Handschuh verlieren kann auf bevorstehenden Streit hinweisen.
– Werden die Handschuhe ausgezogen, zeigt dies Respekt und ist ein Akt der Aufrichtigkeit.
– Boxhandschuhe im Traum deuten an, daß der Träumende in einer aggressiven Situation um jeden Preis die Oberhand behalten will.
Psychologisch:
Wann immer Handschuhe im Traum erscheinen, sind sie ein Zeichen dafür, daß der Träumende Berührungsängste hat. Er möchte auf
Distanz bleiben, ist zurückhaltend. Sein Wunsch nach Sicherheit ist sehr stark, was leicht zu Kontaktarmut und Einsamkeit führen kann. Legt
der Träumende allerdings die Handschuhe ab, versucht er bereits, diese Probleme zu überwinden und den Kontakt zu anderen Menschen
herzustellen. Um einen Handschuhtraum genauer deuten zu können, muß man darauf achten, wie der Träumende zu den Handschuhen steht
und wie die gesamte Traumhandlung verläuft. Handschuhe repräsentieren die Fähigkeit des Träumenden, anderen Menschen in ihrem
Glaubenssystem herauszufordern, indem er vor ihnen seine eigene Bewußtheit und seinen Entwicklungsstand verbirgt.
Sie werden übergestreift und machen die Hand unsichtbar, was wohl umschreibt, daß man andere über sein Handeln im unklaren lassen,
vielleicht sogar etwas vertuschen möchte. Ein Handschuh, den man im Traum fallen läßt, ist der Fehdehandschuh, den man im bewußten
Leben gern einem Nebenbuhler oder einem Konkurrenten hinwürfe.
Spirituell:
Da die Hände auf der spirituellen Ebene ein Symbol für die Kreativität sind, können Handschuhe den Wunsch zeigen, sie zu schützen.
Vielleicht stellen sie aber auch eine Situation, einen Gegenstand oder eine Person dar, die den vollständigen Ausdruck der Kreativität
behindert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder anhaben: man wird dir große Anerkennung zollen;
– anziehen: in große Streitigkeiten geraten.
(europ.) : – anziehen: Einladung zu einem Fest; bringt Freude; eine Liebe wird sich vielleicht erfüllen;
– anhaben: durch Höflichkeit wirst du zum Ziele kommen; bedeutet Glück und Ansehen;
– sich selbst mit Handschuhen sehen: man wird eine Auszeichnung empfangen;
– neue tragen: man sollte bei Geschäften mit anderen Menschen vorsichtig und ökonomisch, aber nicht geldgierig handeln;
es steht einem ein Gerichtsprozeß und geschäftlicher Ärger bevor; beides geht zur eigenen Zufriedenheit aus;
– alte oder kaputte Handschuhe: man wird hintergangen und Verluste drohen;
– zerrissene: man wird vernachlässigt werden;
– der Handschuh paßt nicht: man ist mit seinem jetzigen Leben sehr unzufrieden;
– ein zu großer: man hat sich zuviel zugemutet, zugetraut oder übernommen in einer Sache;
– ausziehen: Enttäuschung; man hat wenig Erfolg in Geschäfts- und Liebesangelegenheiten;
– verschenken: gilt für Ärger;
– geschenkt erhalten: jemand wird unberechtigte Ansprüche an einen stellen; man sollte mehr Höfflichkeit walten lassen;
– verlieren: deutet auf Zank und Streit hin; man läßt einen in Stich; man verdient sich einen armseligen Lebensunterhalt;
– den eigenen fallen lassen: man kokettiert mit einem bestimmten Menschen;
– ein Paar finden: es winkt Heirat oder eine neue Liebe;
– schwarze: deuten auf Trauer;
– einem anderen entgegenwerfen: man möchte seine Kräfte mit einem Menschen oder einem Problem messen;
– Zieht ein Mann Damenhandschuhe an, deutet das auf eine Frau an seiner Seite hin, die ihm droht, öffentlich bloßzustellen.
(ind. ) : – du warst in einem schweren Verdacht.
(Siehe auch „Hand“, „Kleidung“, „Schuhe“)
Handtasche
Assoziation: – weibliches Selbst; gelegentlich auch sexuelle Identität; Sicherheit.
Fragestellung: – Woran halte ich fest? Welchen Teil von mir weiß ich zu schätzen?
Psychologisch:
Ein typischer Frauentraum und ein Symbol für „weiblichen Besitz“ – die Art, „etwas für sich zu behalten“ und nicht jedem zu präsentieren.
Viele psychologische Auslegungen sehen in der Handtasche ein weibliches Sexualsymbol. Sie beinhaltet oft den Vorrat an weiblichen Eros,
da der Inhalt meist sehr individuell ist und etwas Intimes darstellt. Man beachte auch, wieviel Geld man darin vorfindet, ob man zahlen muß
oder ob sie verschlossen ist.
(Siehe auch „Tasche“)
Handtuch
Allgemein:
Wer sich damit abtrocknet, also die meistens als unangenehm empfundene Feuchtigkeit von der Haut aufsaugen will, möchte im Wachleben
Betrübliches vergessen.
Psychologisch:
„Ich wasche meine Hände in Unschuld“ – und trockne sie anschließend im Handtuch ab – es ist ein Symbol dafür, „etwas abzuwischen“,
ungeschehen zu machen. Und wenn man „das Handtuch wirft“, gibt man etwas auf und distanziert sich davon.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – Handtücher bedeuten Sklaven insgesamt entsprechend dem Unterschied eines jeden Tuchs;
dasjenige, mit dem man sich das Gesicht trocknet, bedeutet den Vertrauenssklaven, der dem Herrn den Unmut vertreibt.
Alles, was mit den Handtüchern geschieht, sei es, daß sie gestohlen werden, verbrennen oder mürbe werden,
wird sich an den genannten Sklaven erfüllen;
sind die Handtücher schöner geworden, wird jenen entsprechend Gutes widerfahren.
– Träumt der Kaiser, er bekomme ein neues Kopfkissen, wird er einen neuen, geschätzten Sklaven in seiner Stellung erhöhen;
dünkt es ihn, das Kissen sei verschwunden oder habe Schaden gelitten, droht dem betreffenden Sklaven Gefahr.
– heutzutage: sich daran die Hände abtrocknen: du wirst jeden Verdacht von dir abzuwälzen wissen und wenn du vorsichtig bist,
wirst du viel Ärger vermeiden.
– heutzutage: sich daran die Hände abtrocknen: du wirst jeden Verdacht von dir abzuwälzen wissen
und wenn du vorsichtig bist, wirst du viel Ärger vermeiden.
(europ.) : – sauberes sehen: bringt die Eröffnung von etwas Unangenehmen; man sollte eine Sache „sauber“ zu Ende bringen;
– ein sauberes weißes sehen: eine kurze Krankheit durchmachen müssen, von der man sich schnell erholt;
– schmutziges sehen: Sorgen im Haushalt;
– aufhängen: deutet auf Erlösung von etwas Unangenehmem;
– sich die Hände abtrocknen: man möchte sich von einer unangenehmen Sache oder Angelegenheit befreien;
– sich an einem abtrocknen: weist auf ein garstiges Gerede hin, in das man kommen wird.
(ind. ) : – Freude im Geschäft und in der Ehe.
Handwerker
Artemidoros:
Alles was die Handwerke bedeuten, wenn man sie auszuüben träumt, bedeuten auch die Handwerker, ihre Werkstätten und Werkzeuge,
wobei nur hinsichtlich der Werkzeuge eine geringfügige Unterscheidung zu beachten ist; denn alle Werkzeuge, die schneiden und zerteilen,
bedeuten Zwistigkeiten, Aufruhr und Verluste, während diejenigen, welche zusammenfügen und verbinden, materielle Vorteile, Ehen und
Gemeinschaften prophezeien, eine Reise aber vereiteln. Werkzeuge, die glätten, schlichten Feindschaften; solche, welche strecken oder die
Gerade anzeigen, bringen Verborgenes zutage. Deswegen sind nach meiner Auffassung die Feldmeßkunst und auch die Feldmesser, wenn
man sie im Traum schaut, in dieser Hinsicht von guter Vorbedeutung.
Allgemein:
Handwerker verkündet oft eine zufriedene Zukunft mit bescheidenem Glück, wenn man hart arbeitet und keine zu hohen Ansprüche stellt.
Psychologisch:
Eine Symbolgestalt für die praktische Umsetzung von Ideen und für Tatkraft im Alltagsbereich.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Fleiß wird dich vorwärts bringen.
(europ.) : – beieinander stehen sehen: kündigt eine Versammlung an, deren Resultat nur Zank und Streit sein wird;
– damit verkehren und sprechen: verheißt gute Arbeit und sicheren Verdienst.
Handwerksbursche
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt für uns eine mühselige und beschwerliche Reise an, deren Resultat aber Vorteile bringen wird.
Handwerkszeug
Allgemein:
Handwerkszeug wird ähnlich wie Handwerker gedeutet, betont aber noch viel mehr den Fleiß und die Ausdauer bei der Arbeit.
Psychologisch:
Wer es fein säuberlich bei sich trägt, möchte mehr Ordnung in sein Leben bringen. Sucht er es, so macht ihn das Unbewußte auf etwas
Fehlerhaftes aufmerksam, das er beseitigen sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – viel lohnende Arbeit.
(europ.) : – gilt für Glück im Geschäft, gute und dankbare Arbeit im Handwerk und auch für ein allmähliches Emporkommen.
(ind. ) : – in Zufriedenheit leben können.
(Siehe auch unter einzelnen Werkzeugbezeichnungen)
Handy
Psychologisch:
Sicher ein sehr aktueller „Neuzugang“ unter den Traumsymbolen. Wer häufig vom Handy träumt (es mit sich tragen, viel unterwegs zu
telefonieren usw.), ist auch in der Realität der typische Handybenutzer – er schätzt Unabhängigkeit in allen Lebenslagen, mag es zu
improvisieren und läßt sich von seiner Umgebung nicht kontrollieren – er haßt es, jemandem Rechenschaft abzulegen, z.B. auch darüber,
warum und wann er mit jemandem Kontakt haben möchte. Ein sehr „heutiges“ Symbol für individuelles Freiheitsbedürfnis.
(Siehe auch „Telefon“)
Handzettel
Volkstümlich:
(europ.) : – unter Leute verteilen: Zeichen für Anschuldigungen und mögliche Gerichtsprozesse;
– drucken: man wird ungünstige Neuigkeiten erfahren.
Hanf
Artemidoros:
Der Hanf bedeutet unerträgliche Folterqualen und starke Fesselung; zerschnitten aber zeigt er Befreiung von allen Plagen an. Man bedenke,
das dies nicht für Leute gilt, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen, wie Großhändler und Verkäufer.
Volkstümlich:
(arab. ) : – blühen sehen: unbestimmte Aussichten haben;
– gebunden sehen: Verbindlichkeiten werden dich beunruhigen;
– spinnen: Betriebsamkeit in häuslichen Angelegenheiten.

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(europ.) : – steht für Erfolg in allen Unternehmungen;
– Träumt eine junge Frau, daß sie durch den Anbau von Hanf einen Unfall erleidet,
dann erwartet sie ein heftiger Streit und die Trennung von ihrem Freund.
(ind. ) : – sehen: du wirst eine ungesetzliche Handlung begehen;
– brechen: Erbschaft;
– spinnen: baldige Vermählung.
Hänfling
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder singen hören: erfreuliche Umstände erleben.
(europ.) : – du wirst eine angenehme Nachricht erhalten.
(Siehe auch „Vögel“, „Tiere“)
Hanfsamen
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet eine baldige tiefe und anhaltende Freundschaft;
dem Geschäftsmann ergeben sich auch günstige Gelegenheiten d es Gelderwerbs.
Hang (Siehe „Abhang“)
Hängebacken
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: vorteilhaften Aussichten entgegengehen.
(Siehe auch „Backe“, „Wangen“)
Hängematte
Psychologisch:
Sie ist häufig die Sehnsucht der Seele nach Schutz wie in der Kindheit, da man so schön hin und her gewiegt wurde.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darin liegen: sich faul und träge verhalten.
(europ.) : – für Frau: Zeichen für einen Verlust und anschließenden Gewinn; wahrscheinlich in Verbindung mit einem Liebhaber.
Hängen
Assoziation: – zurückhalten von Mitteilungen.
Fragestellung: – Was bin ich zu sagen oder hören bereit?
Psychologisch:
Wichtig in solchen Träumen ist, ob der Gegenstand sicher hängt oder ob Gefahr besteht, daß er bald herunterfallen wird. Im allgemeinen
drückt dieses Traumbild Unsicherheit, Abhängigkeit und Hilfsbedürftigkeit aus. Wird der Träumende erhängt oder eine andere Person, so ist
dieses Symbol als Warnung vor Unbedachtheit, Leichtsinnigkeit und Unbeherrschtheit zu verstehen. Die Gefühle des Träumenden während
des Traums sind bei der Deutung zu berücksichtigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, jemand Fremden: Nachricht von einem Mord erhalten;
– sich selbst sehen: traue nur dir selbst;
– andere: durch eine niedrige Dienstleistung herabgewürdigt werden.
(europ.) : – sich selbst oder einen anderen gehängt sehen: verkündet große Ehren durch eine kühne Tat;
– andere hängen sehen: falsche Freunde.
(ind. ) : – Träumt einer, er sei durch Urteil der Obrigkeit mit Gewalt und Zwang gehängt worden,
wird er entsprechend der Höhe, in der er hängt, mit Amt und Würde geehrt werden;
derjenige, den Krankheit oder Not plagen, wird sich die Übel gewaltsam vom Halse
schaffen und schließlich heilfroh werden.
– Träumt der Kaiser oder ein Fürst, er lasse jemanden hängen, wird er zuerst über den Verurteilten in Wut
und Zorn geraten, dann aber ihm Ehren erweisen; der Geehrte aber wird sich gegen Gott versündigen.
– Ißt einer Fleisch eines Gehängten, wird er sich auf sündhafte Weise an dem Vermögen
eines Hochgestellten bereichern entsprechend der Menge Fleisch, die er verzehrte.
(Siehe auch „Hinrichtung“)
Hänselei
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum von einer anderen Traumfigur gehänselt wird, ist die Ursache hierfür vielleicht sein unangemessenes
Verhalten, Ist er derjenige, der eine andere Person hänselt, dann hebt dies vielleicht seine eigene Widersprüchlichkeit hervor.
Psychologisch:
Hänseln kann eine Form der Schikane sein. Der Träumende muß sich mit seinem Bedürfnis auseinandersetzen, Macht über andere Menschen
zu erlangen. Hänseleien entstehen häufig aus einer Unsicherheit heraus und haben ihre Ursache meist in den Ängsten und Zweifeln des
Träumenden. Sie sind eine einfache Methode, um eigene Schwierigkeiten auf andere Menschen zu projizieren.
Spirituell:
Auf dieser Ebene bedeutet Hänselei im Traum, daß dem Träumenden im Rahmen seiner spirituellen Entwicklung die Charakterfehler andere
bewußt werden. Wenn der Träumende in seinem Traum andere hänselt oder selbst gehänselt wird, macht ihn dies auf einen Zustand seines
Ichs aufmerksam, der seiner weiteren Entwicklung im Wege steht.
Hanswurst
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst durch Narrenpossen vorübergehend erheitert werden;
– selbst einen darstellen: man wird dich zum Narren halten.
(europ.) : – bedeutet, daß man von einem wenig beachteten Menschen leicht beschämt werden könnte,
würde man sich mit allem und jedem abgeben und einlassen.

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(ind. ) : – (den Hanswurst machen): man verachtet dich.
Hanteln
Volkstümlich:
(europ.) : – ermahnen zur Tätigkeit und Wachsamkeit;
– damit Übungen verrichten: man wird zwar gewappnet sein, aber man könnte leichtsinnig sein Können zu hoch einschätzen.
Harem
Allgemein:
Wenn ein Mann träumt, daß er sich in einem Harem befindet, dann zeigt dies, daß er damit kämpft, die Vielschichtigkeit der weiblichen
Natur zu begegnen. Träumt eine Frau von einem Harem, dann signalisiert dies, daß sie über ihre Extravaganz und Sinnlichkeit Bescheid
weiß. Auf einer anderen Ebene drückt der Traum ihr Bedürfnis aus, zu einer Frauengruppe zu gehören.
Psychologisch:
Jede Gruppe von Frauen symbolisiert im Traum Weiblichkeit. In diesem Fall handelt es sich um eine sehr sinnliche und körperbezogene
Variante des weiblichen Prinzips. Ein typischer Männertraum – besonders in Phasen der sexuellen „Unterforderung“. Was in der Realität
nicht möglich ist, wird im Traum kompensiert, wenn die Haremsdamen alle erdenklichen erotischen Extrawünsche erfüllen. Wer häufiger
davon träumt, leidet unter mangelndem (männlichen) Selbstbewußtsein und träumt im wahrsten Sinne des Wortes davon, sexuell attraktiv
und ein begehrter Mann zu sein. Möglicherweise steht der Träumende aber auch in Beziehung zu einer bestimmten Frau in dem Harem.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Harem im Traum die spielerische Natur der Großen Mutter.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: die Wahrheit kommt zum Vorschein; Dinge, die man vor anderen verborgen
hielt, sind Gegenstand von Klatsch und Tratsch; am Ende wird man triumphieren;
– einen besitzen: eigene Energien an seichte sinnliche Freuden verschwenden;
das Leben hält Angenehmes bereit, wenn man die sexuellen Wünsche richtig steuert;
– Träumt eine Frau, Mitglied eines Harem zu sein, unterhält sie verwerfliche Liebschaften,
denn ihre Wünsche richten sich normalerweise auf verheiratete Männer.
– Ist eine Frau die Lieblingsfrau in einem Harem, fährt sie besser als andere in materiellen
Annehmlichkeiten, doch diese Bevorzugung ist von kurzer Dauer.
Harfe
Artemidoros:
Auf einer Harfe oder einer Kithara (Die Kithara ist ein mächtiger flacher Schallkörper, der sich in breiten Armen fortsetzt und mit sieben,
neun oder elf Saiten bespannt ist; sie wurden mit einem Plektron (Schlaginstrument) geschlagen.) spielen ist wegen der Harmonie der Töne
in bezug auf eine Heirat und eine Gemeinschaft von guter, für alle anderen Unternehmungen dagegen von übler Vorbedeutung und führt
wegen des Spannens der Saiten zu Streitigkeiten, hat aber auch schon vielen Gicht angekündigt, weil Saiten aus Sehnen (Neura bedeutet im
griech. 1. Darmsaiten, 2. Sehnen und 3. auch Nerven, lat. nervi, weil die frühe Medizin noch nicht den Unterschied zwischen Sehnen und
Nerven kannte.) hergestellt werden. Das Singen unter Kitharabegleitung hat man genauso auszulegen.
Allgemein:
Eine Harfe verweist auf die richtige Schwingung, welche der Träumende braucht, um in seinem Leben Harmonie zu schaffen. Harfe kann
das Bedürfnis nach einem erotischen Abenteuer versinnbildlichen. Altindische Traumbücher deuten sie als Symbol einer glücklichen Familie
mit wohlgeratenen Kindern. Zum Teil kommt darin chronische Überspannung des vegetativen Nervensystems zum Ausdruck, die man
abbauen muß.
Psychologisch:
Ein religiös inspiriertes Symbol für besondere Harmonie, feierliche Besinnlichkeit – aber auch für Todessehnsucht. Depressive Menschen
träumen häufiger von diesem exklusiven Instrument, wenn sie mit ihren Problemen nicht mehr fertig werden und am liebsten „allem
entfliehen“ möchten. Sie träumen von einer „besseren Welt“ voll Harmonie und Sorglosigkeit – und „dem Engel mit der Harfe“. Allerdings:
Wer im Traum selbst die Harfe spielt, hat nur ein erhöhtes Bedürfnis nach Schönheit und innerem Gleichklang mit einem geliebten (und
möglicherweise idealisierten) Menschen. Harfenklänge können sehr betörend sein. Hört der Träumende in seinem Traum eine sich
fortwährend wiederholende Melodie, dann könnte es sein, daß er zu etwas überredet werden soll, was eigentlich nicht seinem Willen
entspricht. Das bekanntermaßen schwer zu spielende Musikinstrument deutet wohl darauf hin, daß sich der Träumer, der sich oder einen
anderen darauf spielen sah, nicht allzu hoch gespannte Erwartungen in einer bestimmten Angelegenheit hegen sollte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Harfe im Traum das Symbol der Leiter, welche in die kommende Welt führt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schön spielen hören für Ledige: sich verlieben;
– den Klang einer hören: Kummer mit Familienangehörige haben;
– selbst spielen: du wirst mit deinem Liebeleien nichts erreichen; Enttäuschungen erleben.
(europ.) : – meist Warntraum aus dem vegetativen Nervensystem; man muß etwas tun, um ruhiger zu werden;
– sehen oder selbst spielen: man wird enttäuscht werden; man ist zu vertrauensselig;
– spielen hören: verkündet Liebeskummer; auch: sagt den ungünstigen Ausgang einer Sache an, der Gewinn versprochen hatte;
– spielen sehen: man wird sich Hals über Kopf verlieben;
– mit zerrissenen Saiten sehen oder besitzen oder darauf spielen wollen: Verdruß durch übelwollende Menschen ist zu erwarten;
– zerbrochene sehen: bedeutet Krankheit und Treuebruch zwischen Verliebten.
(ind. ) : – spielen: Trost und Freude durch die Kinder und im Unglück finden.
(Siehe auch „Musik“, „Musikinstrumente“)
Harke
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet, daß durch reichliche und mühselige Arbeit großer Gewinn und Segen erzielt wird;
– benutzen: Arbeit, die man anderen übertragen hat, wird erst unter eigener Aufsicht beendet;
– Heu harken: es steht eine Heirat bevor;
– Laub harken: ein glückliches Heim;
– eine zerbrochene: Krankheit oder Unfall wird die Pläne durchkreuzen;
– andere harken sehen: man wird am Glück anderer teilhaben können.

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Harlekin
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein Omen für Schwierigkeiten;
– eines seiner Schnippchen zum Opfer fallen: man wird Mühe haben, bestimmte Ansprüche, die einem Gewinn versprechen,
zu erkennen;
– selbst sein: steht für leidenschaftlichen Irrtum, Kraftvergeudung und sinnlose Attacken auf den Geldbeutel;
auch: berechnende Frauen
drohen, einem vom Pfad der Tugend abzubringen.
(Siehe auch „Clown“)
Harmonie
Psychologisch:
Harmonische Träume treten besonders dann auf, wenn man eine bestimmte Geistesklarheit erreicht hat. Solche Träume zeigen Ihnen, zu
welcher inneren Harmonie Sie fähig sind.
Harmonika
Psychologisch:
Dieses eher für Volksmusik typische Instrument gilt als Symbol spontaner Lebensfreude, für die Lust daran, „grundlos“ und improvisiert zu
feiern und ein unbeschwerter „Kontaktmensch“ zu sein, der überall gut zurechtkommt.
Harmonium
Volkstümlich:
(europ.) : – hören oder selbst spielen: es steht ein glückliches, feierliches Ereignis bevor; wahrscheinlich einer Hochzeit,
zu der man eingeladen wird.
Harn
Allgemein:
Harn wird im Sinne von Exkrementen verstanden. Trinkt man ihn, kann das bessere Gesundheit versprechen; das erklärt sich aus einer früher
üblichen Therapie mit Eigenharn.
Achmet:
Der Kalif Mamun hatte folgenden Traum: Es dünkte ihn, als befinde er sich in dem großen Heiligtum zu Mekka oder in dem Zelt Abrahams;
dort gehe er in den vorderen Teil, wo der Thron steht, und uriniere in die beiden Ecken, dann gehe er hinaus und verrichte sein Geschäft in
den beiden Ecken des hinteren Teils. Voller Bestürzung, als hätte er eine sehr große Sünde begangen, schickte er heimlich zum Traumdeuter
Sirin einen Mann seines Vertrauens, der den Traum als seinen eigenen ausgeben und um dessen Auslegung bitten sollte. Sirin überführte ihn
mit den Worten: „Dieses Gesicht hast du nicht geschaut; du bist nämlich nicht aus dem Blut des Kalifen. Deswegen werde ich den Traum
nicht deuten.“ Darauf ließ ihn der Kalif persönlich kommen und bat ihn unter Schwüren, er solle ihm die Deutung des Traumes doch nicht
versagen. Da sprach der Traumdeuter: „Die vier Ecken des Tempels, in die du uriniert hast, bedeuten vier Söhne. Die zwei Ecken des
vorderen Teils, wo der Thron steht, bedeuten zwei Söhne, die dir auf den Thron und in der Herrschaft folgen werden; die zwei anderen
Ecken von der Rückseite des Tempels weisen ebenfalls auf zwei Söhne, die du zeugen wirst, sie werden aber nicht auf den Thron noch zur
Herrschaft gelangen.“
Volkstümlich:
(arab. ) : – Alles, was in der Bauchhöhle eingeschlossen liegt, bedeutet Hab und Gut, alles, was aus ihr ausgeschieden wird,
materiellen Verlust. Träumt einer, er uriniere, wird er sich für seine Leidenschaften in Unkosten stürzen.
– Benutzt einer zum Wasserlassen die gewohnte Latrine, wird er Geld in sein Haus stecken.
– Näßt jemand seine Kleider und wird dabei von anderen beobachtet, wird er beim Huren ertappt werden.
– Uriniert einer in ein Gefäß, das ihm gehört, wird er seiner eigenen Frau beiwohnen,
gehört es einem anderen, einer fremden .
– Läßt er Wasser unter Zwang und Beklemmung, wird man die Gelder, die er unrechtmäßig besitzt, von ihm zurückfordern
und ihn mächtig unter Druck setzen.
– Scheidet jemand Blut auf die Erde aus, wird er viel Geld für den Verkehr mit Frauen ausgeben und sich damit Liebesfreuden
verschaffen; denn die Erde bedeutet eine Frau.
– Trinkt einer fremden Harn, wird er fremdes Gut und Geld mit Gewalt und Tücke an sich bringen;
ist es sein eigener, wird er für persönliche Belange Geld aufwenden und seine Ausgaben auf
unverschämte Weise wieder hereinholen.
(europ.) : – lassen: ist ein Anzeichen, daß du dich vor schlechten Umgang hüten sollst, wodurch leicht
deine Ehre und Person Schaden erleiden könnte; die Lage wird sich verbessern;
– trinken: man wird Gesundheit erlangen;
– ins Bett harnen: bedeutet Enthaltsamkeit üben.
(ind. ) : – lassen: Leid und Trübsal verfolgen dich.
(Siehe auch „Exkremente)
Harnisch
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen: du schadest dir durch Zorn.
(europ.) : – verheißt große Erfolge durch leichte Mühen; auch: ein angenehmer Abend und eine neue Bekanntschaft,
die zu einer Freundschaft führt;
– ein gut erhaltener als Ausschmückung im Haus anbringen: Glück und Friede;
– ein alter, zerbrochener und verrosteter: bedeutet das Gegenteil.
(ind. ) : – tragen: große Ehre;
– zerbrochener: man will dich unterjochen.
Harpune
Volkstümlich:
(europ.) : – kündigt magere Zeiten an;
– benutzen: verheißt Gewinne durch kühne Taten.

652
Härte
Allgemein:
Härte (zum Beispiel eines Objekts) kann Hartherzigkeit, Sturheit, Prinzipienreiterei und Gefühlsarmut symbolisieren und dann auffordern,
sich flexibler zu verhalten, mehr am Leben anderer gefühlsmäßig teilzunehmen.
Psychologisch:
Wer sich im Traum an harten Gegenständen stößt (oder auf harten Boden fällt) und sich dabei verletzt, hat es mit einer Spiegelung seiner
gegenwärtigen Situation zu tun: Das Leben ist ihm „zu hart“ geworden, überall trifft er auf Widerstände („Kanten und Ecken“), und er hat
von der „harten Realität“ einfach genug. Er empfindet sich als psychisch verletzt, allgemein überfordert und braucht dringend eine Phase der
Regeneration und Geborgenheit. Ein Erschöpfungstraum, der als „rote Karte“ zu verstehen ist: Höchste Zeit, mehr an sich und seine
individuellen Bedürfnisse zu denken!
Harz
Psychologisch:
Sind Sie an jemandem „klebengeblieben“? Genau das ist gemeint, wenn Sie vom intensiv duftenden, klebrigen „Blut der Bäume“ träumen.
Sie haben ein starkes (sinnlich geprägtes) Bedürfnis nach der Nähe eines ganz bestimmten Menschen – und Sie wünschen sich nicht nur, daß
er an Ihnen „klebenbleibt“, sondern auch den erotischen „Austausch von Körpersäften“. Im harmlosesten Fall möchten Sie sich an seiner
Schulter gründlich ausweinen können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Baumharz, daran kleben bleiben, sich mit ihm besudeln): du wirst mühsam vorwärts kommen.
(europ.) : – sehen und damit spielen: man soll kein Neuigkeitskrämer sein und bei jedem kleinen Klatsch kleben bleiben;
– sammeln: wenig Freude.
Hasardspiel
Volkstümlich:
(arab. ) : – dabei gewinnen: Verlust eines Freundes;
– verlieren: du wirst von etwas Unangenehmen befreit.
Häscher
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst durch deine Schuld Unangenehmes erleiden.
Haschisch
Allgemein:
Aussteiger- und Illusionstraum. Man hat die Realität vergessen und träumt nur noch.
Psychologisch:
Entweder Sie würden damit gern Ihre Erfahrungen machen – oder Sie haben sie bereits hinter sich und haben „Lust auf Kontrollverlust“.
Könnte es sein, daß Sie suchtgefährdet sind? Wer öfter davon träumt, befindet sich auf jeden Fall in einer labilen Gemütsverfassung und
neigt zur Flucht ins „Rauschhafte“ – wobei Haschisch durchaus nur als Symbol gelten kann, es kann auch jedes andere „Genußgift“ eine
Rolle spielen.
(Siehe auch „Drogen“)
Haselhuhn
Medizinrad:
Schlüsselworte: Veränderung; zeigt die vier Welten an; Trommeln.
Beschreibung: Die Gattung Haselhühner und die hier vor allem gemeinte Art Kragenhuhn gehört zu den Rauhfußhühnern und lebt in
Waldgebieten auf der Nordhalbkugel. Der Kragenhahn besitzt Federbüschel auf jeder Halsseite, die er in der Balz zu einem »Kragen«
abspreizt. Seinen Schwanz kann er wie ein Pfau oder Truthahn zu einem Rad auffächern. Bei der Balz läßt der Kragenhahn zudem noch ein
weithin hallendes Flügelschwirren hören, das wie fernes Trommeln klingt. Den erdverbundenen Stämmen Nordamerikas erschien die
Zeichnung des aufgefächerten Schwanzes des Kragenhahns wie ein Symbol für die vier Welten, in welche die Erde nach dem Glauben der
Indianer seit der Schöpfung aufgeteilt ist.
Allgemeine Bedeutung: Eine Veränderung in deiner Welt; zunehmende Kommunikation; Verstehen deiner männlichen Natur.
Assoziation: Männliches Balzritual.
Transzendente Bedeutung: Eine Prophezeiungsgabe über Veränderungen auf der Erde.
Volkstümlich:
(arab. ) : – man wird dich zur Tafel laden.
Haselnüsse
Allgemein:
Haselnuß setzen alte Traumbücher oft in Beziehung zu den Zähnen, die vielleicht schadhaft sind oder zu wenig gepflegt werden. Zum Teil
verkünden sie auch Erfolge durch mehr Ausdauer und Fleiß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: vertraue deinen Hausleuten nicht.
(europ.) : – verkündet, daß man nur mit energischen Willen, Erfolg und Genuß erreichen kann;
auch: häuslichen Frieden, Harmonie und beruflichen Erfolg, wenn man sich nicht auf Streitereien einläßt;
– öffnen: bringt Erfolg nach mühevoller Arbeit;
– essen: man wird Zähne verlieren; auch: mit Zufriedenheit und vielen guten Freunden durchs Leben gehen.
(ind. ) : – sehen: achte auf deine Zähne;
– pflücken: kleine Alltagssorgen hören auf;
– suchen: du wirst mit Nachbarn in Streit geraten;
– essen: du wirst Zähne verlieren.

653
Haselstock
Volkstümlich:
(arab. ) : – hüte dich, daß du nicht bestraft wirst.
(europ.) : – schneiden: Neuigkeiten.
(ind. ) : – eine Neuigkeit aus weiter Ferne.
Hasen
Allgemein:
Hase wird allgemein als Symbol der Fruchtbarkeit gedeutet; das kann sich auf die sexuelle Potenz und erotische Abenteuer beziehen, aber
auch auf die geistige Tätigkeit oder das Seelenleben hinweisen. Als Glückssymbol gilt es, wenn man einen Hasen schießt oder Hasenbraten
verzehrt.
Psychologisch:
Nach der Mythologie die fruchtbringende Kraft des Mondes (siehe dort), die über Pflanzen und Gewässer herrscht und auch die Zeiten der
Frau angibt. In der modernen Traumdeutung das Symbol der animalischen Fruchtbarkeit; wer also im Traum einen Hasen sieht, dem wird es
in seinem intimen Wachleben mehr um die Quantität, den um die Qualität gehen. Dieses Tier ist in seiner Freßlust harmloser zu deuten als
Ratte und Maus, als innere Feigheit etwa, die man überwinden sollte. Er ist wegen seines Haken schlagenden Laufstils und seiner
Schnelligkeit schwer zu fangen, man müßte schon blitzartig zupacken; und dieses zupacken müssen ist oft die Lehre, die viele Träume vom
Hasen erteilen wollen. Wenn man einen Hasen schießt, umschreibt dies in Männerträumen wohl den Wunsch, bei einem Sexhäschen endlich
zum Ziel zu gelangen. Im Frauentraum symbolisiert das weiche Hasenfall ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Zärtlichkeit.
Spirituell:
Ein Mondtier der Fruchtbarkeit und Erneuerung des Lebens.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Hasen bedeuten Hetären und Weiber, die sich aufdonnern, schminken und färben.
– Stößt jemand auf einen Hasen, wird er solch einem Frauenzimmer begegnen.
– Zieht er einem Hasen den Balg ab, wird er den Reichtum des Weibes sich zunutze machen.
– Ißt jemand Hasenbraten, wird er von dem Frauenzimmer große Mittel erlangen, aber auch krank werden.
– Jagt einer im Traum einem Hasen nach, wird er sich in eine Hetäre verlieben und ihr nachlaufen;
wirft er im Nachjagen einen Stock oder irgend etwas anderes nach dem Hasen und trifft und erwischt er ihn,
wird er sein leidenschaftliches Verlangen befriedigen,
trifft er ihn nicht, wird das Frauenzimmer ihm grollen und das Leben verbittern.
– sehen, aber nicht erreichen können: das Glück wird an dir vorübergehen;
– schießen: Glück in der Lotterie haben; Ärger durch die Bekanntschaft mit einem leichtsinnigen Menschen bekommen;
– essen: ein zufriedenes Leben führen.
– Findet jemand ein Hasenfell, wird er eine entsprechende Summe Geld
von einer Hetäre bekommen, weil Hasen Zwitter sind.
(europ.) : – das Symbol der Wollust und Fruchtbarkeit; man geht wildern und zwar auf verbotenen Wegen und auf verbotene Beute;
– Stallhasen: stellen einen ordentlichen, aber nicht sonderlich intelligenten Geschäftspartner in Aussicht;
– sehen: man wird sich vor etwas fürchten;
– sitzen sehen: ein guter Ratschluß;
– spielende sehen: man sollte den Klatsch anderer nicht weitergeben;
– weglaufen sehen: plötzlicher Schreck;
– läuft er vor einem weg: etwas Wertvolles wird auf mysteriösem Wege verschwinden;
– für Mann hinter einem herlaufen: deutet auf Umgang mit unsittlichen Frauen; Suche nach einem Liebesabenteuer;
– einem nachlaufen: man wird ein Abenteuer suchen;
– von Hunden gehetzt: Streitigkeiten zwischen Freunden sind nicht zu vermeiden;
– fangen: Sieg in einem Wettkampf davontragen;
– schießen: Ärger in der Familie; man wird eine guten Freundin oder einen Freund verlieren;
auch: man wird gezwungen sein, das rechtmäßige Eigentum mit gewaltsamen Mitteln zu verteidigen;
– toter: kann das Ableben eines Freundes ankündigen;
– essen: bedeutet Heimlichkeiten; Zufriedenheit;
– für Mann: Wunsch nach einem „weiblichen Hasen“;
– Wenn Frauen träumen einen Hasen zu streicheln, wünschen sie sich Kinder.
(ind. ) : – sehen: greife schnell nach deinem Glück;
– schießen: kleiner Unfall auf einer Reise;
– essen: Entzweiung mit Freunden;
– männlichen machen sehen: Zufriedenheit.
(Siehe auch „Mond“, „Nagetiere“, „Tiere“)
Haspel
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Garnwinde): du mußt Unebenheiten ausgleichen.
Haß
Artemidoros:
Hassen oder gehaßt werden, bringt niemandem Vorteil. Es macht dabei keinen Unterschied, ob man jemand haßt, von dem man gehaßt wird,
weil Haß Feinde erzeugt. Von Feinden kann man weder Hilfe noch Unterstützung erwarten, während die Menschen nun einmal auf fremde
Hilfe und Unterstützung angewiesen sind, da sie davon Nutzen haben.
Psychologisch:
Wer Haß und Wut im Traum auslebt, hat einen Aggressionsstau – ein sehr häufiger Traum von Menschen, die sich immer beherrscht und
kontrolliert geben, sich selten emotional zeigen und noch seltener „nein“ sagen können. Hier ist aber nicht der „Opferlamm-Typ“ gemeint,
sondern Leute, die nichts so sehr fürchten wie offene Auseinandersetzungen – u.a. deshalb, weil sie ihr tatsächliches Aggressionspotential
kennen: Sie haben Angst davor, in einer entsprechenden Situation „durchzuknallen“ und gegen ihren Willen eine Gewalttat zu begehen. Wer
öfter Haßerfüllte Träumer hat, sollte unbedingt therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.

654
Volkstümlich:
(arab. ) : – gegen jemanden hegen: zügle deine Leidenschaften.
(europ.) : – jemanden hassen: man sollte aufpassen, jemanden nicht unbeabsichtigt zu verletzen; auch: Traum des Gegenteils;
Zeichen für Erfolg mit Freunden oder in häuslichen Belangen;
– wegen Ungerechtigkeit gehaßt werden: man wird aufrichtige Kameraden finden; der Umgang mit Bekannten
wird sehr erfreulich sein;
– wegen Gerechtigkeit gehaßt werden: weist auf Unannehmlichkeiten hin.
Häßlich
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: Unglück in der Liebe.
(europ.) : – häßlich sein: man bekommt Schwierigkeiten mit dem Partner; auf die Lebensperspektive fällt ein dunkler Schatten;
– Hält eine junge Frau sich für häßlich, wird sie sich ihrem Liebhaber gegenüber rücksichtslos verhalten, so daß es
möglicherweise zu einem Bruch kommt.
Hast
Psychologisch:
Durch das Traumgeschehen zu hasten, einer Person oder einem Geschehen eiligst hinterher zu rennen – und trotzdem zu spät zu kommen,
wer kennt solche Träume nicht? Sie gelten als ganz besonders häufige Signale aus dem Unterbewußtsein, die mitteilen, daß man überlastet
ist und sich (freiwillig) viel zuviel vornimmt. Ein ganz typischer Workaholic-Traum!
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben, mit irgend etwas: du wirst deine Übereilungen bald bereuen.
Haube
Assoziation: – wohlgehütete oder altmodische Auffassungen.
Fragestellungen: – Wo ist meine Sicht beschränkt?
Psychologisch:
Nach der traditionellen Deutung träumen Mädchen davon, wenn sie heiraten – „unter die Haube kommen“ wollen. Die Trachtenhaube als
Privileg einer verheirateten Frau hat aber in unserer Zeit sicher ihre Symbolbedeutung verloren. Eher ist sie – wie viele andere
Kopfbedeckungen auch – ein Sinnbild für Geborgenheit oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: deutet bei einem ledigen weiblichen Wesen auf baldige Verheiratung,
bei einem ledigen Mann auf Schaden durch weiblichen Umgang oder Einfluß.
(europ.) : – zeigt jungen Leuten eine baldige Verlobung bzw. Hochzeit an, älteren Leuten ein ruhiges zufriedenes Dasein;
auch: Zeichen für Klatsch und Verleumdungen, vor denen sie sich als Frau besonders in acht nehmen sollten;
– Ein Mann der eine Frau beobachtet, wie sie ihre Haube bindet, steht unverhofftes Glück bevor; seine Freunde
sind zuverlässig und treu;
– Eine junge Frau unternimmt wahrscheinlich nette, arglose Flirts, wenn ihre Haube im Traum neu ist und alle
Farben außer schwarz hat.
– Eine schwarze Haube warnt vor falschen Freunden des anderen Geschlechts.
(ind. ) : – aufhaben: du wirst Mutter werden;
– abnehmen: hoffnungslose Liebe;
– waschen: Glück und Zufriedenheit in der Häuslichkeit;
– machen: du wirst dich bald verheiraten.
(Siehe auch „Hut“, „Kappe“)
Haupt
Volkstümlich:
(arab. ) : – geschorenes, sehen oder haben: Erniedrigung wird dir zuteil werden;
– kahles besitzen: Spott und Hohn werden dich kränken und ärgern;
– abgeschlagenes sehen: der Todesfall eines Freundes wird dich betrüben.
(europ.) : – sehen: warnt uns vor Zwistigkeiten und Lästerungen;
– ein Haupt ohne Rumpf mahnt uns auszuharren, im Kampf des Lebens.
(ind. ) : – großes haben: du wirst große Furcht erleiden müssen;
– waschen sehen: deine Arbeit und Dienstbarkeit findet Lob;
– kahl: hüte dich vor dummen Streichen;
– abschlagen sehen: Wohlergehen und zufriedenes Leben (Kontrasttraum);
– mit schönem Haar: du wirst geliebt;
– geschoren: Unglück und Betrug.
(Siehe auch „Kopf“, „Körper“)
Hauptbuch
Volkstümlich:
(europ.) : – eins führen: es stehen Überraschungen und Enttäuschungen ins Haus;
– falsche Eintragungen machen: es stehen kleinere Auseinandersetzungen und geringfügige Verluste bevor;
– in ein Tresor legen: man wird seine Rechte trotz widriger Umstände durchsetzen;
– verlegen: eigene Pläne werden durch die Vernachlässigung der Pflichten mißlingen;
– verbrennt das Hauptbuch: man wird unter der Gleichgültigkeit der Freunde leiden;
– eine Frau führt das eigene Hauptbuch: man wird durch den Versuch, Vergnügen und Geschäft miteinander
zu verbinden, Geld verlieren;
– weist es negative Bilanzen auf: bedeutet schlechte Führung und Verluste;
– weist es positive Bilanzen auf: die Geschäfte werden sich verbessern;
– Erscheint einer jungen Frau ein Hauptbuch, wird ihr ein angesehener Geschäftsmann einen Heiratsantrag machen.

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Häuptling
Medizinrad:
Schlüsselworte: Führungskraft; Macht; Reife; Dienst; menschheitsliebend; selbstliebend; Westen.
Beschreibung: Der Häuptling ist eines der zusätzlichen Symbole, wenn das Medizinrad als Stein- oder Kartenset zum Einsatz kommt; es
befindet sich im westlichen Viertel des Medizinrads; das Reife, Führungskraft, Lehre und Heilung repräsentiert. Den Häuptling stellt man
sich im allgemeinen als männliche Figur vor, obwohl Führungsqualitäten sowohl dem männlichen als auch dem weiblichen Teil deiner
Persönlichkeit innewohnen.
Allgemeine Bedeutung: Dienst; Führungskraft; Machthunger; mächtig; Reife.
Assoziation: Führer einer Gruppe; der oder die Erste; der große Boß.
Transzendente Bedeutung: Er kann der Vorsitzende deines inneren Traumrats sein; Gabe der Führungskraft.
Psychologisch:
Zu viele Winnetou-Filme gesehen? Wenn exotische Stammeshäuptlinge im Traum erscheinen, sehnt man sich nach mehr Ursprünglichkeit,
nach der „Macht der Natur“ und fühlt sich „zivilisationsgeschädigt“.
(Siehe auch „Indianer“)
Hauptmann
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen sehen oder einer sein: Anerkennung für deine Tätigkeit finden.
(europ.) : – man wird dich streng behandeln;
– Hauptmann einer Kompanie sehen: die edelsten Ziele werden sich verwirklichen lassen;
– Glaubt eine Frau, ihr Liebster sei ein Hauptmann, dann wird sie stark von Eifersucht geplagt werden.
(Siehe auch „Offizier“)
Hauptstadt
Allgemein:
Wenn man von der Hauptstadt eines Landes träumt, bedeutet dies, daß man sich mit seiner Einstellung zu den Problemen dieses Landes oder
mit seiner Beziehung zu dieser Stadt beschäftigen muß. Der Träumende sollte sich außerdem darüber Klarheit verschaffen, wie er mit
größeren Gruppen umgeht, besonders mit solchen, deren Sitten und Bräuche ihm nicht vertraut sind. In der traditionellen Bedeutung ist sie
ein Symbol für einen „Bittgang zu hohen Herren“ – auf heutige Umstände übertragen könnte es heißen: Man hat Behördengänge und
Erledigungen zu absolvieren, die auf dem Land eben nicht möglich sind.
Psychologisch:
Da die Hauptstadt eines Landes ihre wichtigste Stadt ist, könnte der Traum vom Träumenden verlangen, sich den wichtigsten
Angelegenheiten in seinem Leben stärker zuzuwenden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Hauptstadt die positiven Ergebnisse vergangener Unternehmungen dar.
(Siehe auch „Orte“, „Stadt“)
Hauptwache
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst zum Militär kommen.
Haus
Assoziation: – das Sein; das Haus des Selbst.
Fragestellung: – Was glaube oder fürchte ich in bezug auf mich selbst?
Artemidoros:
Alles, was uns persönlich umgibt, hat dieselbe Bedeutung, z.B. ein Gewand, ein Haus, eine Wand, ein Schiff und ähnliches mehr. Es träumte
z.B. jemand, er habe sich mit einem Gewand aus Holz bekleidet. Er befand sich auf einer Seereise und kam mit dem Schiff nur langsam
vorwärts; denn das Gewand aus Holz war gleichbedeutend mit dem Schiff. Einem anderen träumte, sein Gewand sei in der Mitte
durchgerissen. Sein Haus stürzte ein; denn das, was ihm umgab, bot keine Festigkeit. Ein dritter träumte, er hätte den Verlust seines
Ziegeldaches zu beklagen. Er verlor seine Kleider; denn er hatte nicht mehr, was ihn schirmen konnte. Wieder ein anderer träumte, die
Hauswand wäre geborsten. Es war das ein Reeder, und die Kielbalken seines Schiffes brachen bei der Landung auseinander. Alle diese
Dinge beziehen sich auf den Körper
Allgemein:
Fast immer verweist ein Haus im Traum auf die Seele, auf die Art und Weise, wie der Träumende sein Leben „baut“, und auf seine innere
Befindlichkeit. Die verschiedenen Räume und Bereiche innerhalb eines Hauses stehen dabei für die Persönlichkeitsanteile und für die
Erfahrungen des Träumenden. Haus kann insgesamt oder mit den im Traum auftauchenden einzelnen Teilen gedeutet werden. Das ganze
Haus symbolisiert meist die Lebenssituation, in der sich der Träumer befindet, wobei folgende Begleitumstände wichtig sind:
– Haus bauen oder besitzen zeigt eine günstige weitere Situation mit Erfolgen und finanziellen Gewinnen an.
– Haus abreißen deutet auf eine bevorstehende Veränderung des Lebens, die auch darin bestehen kann,
daß man ein Problem aus dem Weg räumt.
– Haus brennen kann auf zukünftiges Glück hinweisen.
– Dach steht für den geistigen Bereich, für Intellekt und Verstand, die vielleicht überbetont werden.
– Dachboden bringt das Bedürfnis nach Geborgenheit zum Vorschein.
– Küche kann die materiellen Grundbedürfnisse verkörpern oder den Wunsch nach mehr Abwechslung zeigen.
– Schlafzimmer symbolisiert oft die Haltung zur Sexualität, teilweise aber auch mangelndes Interesse an bestimmten Dingen,
um die man sich mehr kümmern müßte.
– Wohnzimmer deutet auf das Bedürfnis nach mehr Erholung und Entspannung oder nach Geselligkeit hin.
– Badezimmer kann bedeuten, daß man sich moralisch reinwaschen möchte; dahinter stehen oft Schuldgefühle.
– Toilette zeigt an, daß man sich von Belastungen der Vergangenheit und den damit verbundenen inneren Spannungen befreien sollte.
– Keller symbolisiert das Unbewußte mit den Trieben und die materiellen Bedürfnisse.
– Fundamente stehen für die Grundlagen des Lebens; das kann sich sowohl auf materielle Sicherheit als auch auf Einstellungen,
Erwartungen und Ziele beziehen.

656
Psychologisch:
Das Haus versinnbildlicht meist die eigene, höchstpersönliche „Wohnung“ des Träumers, bzw. sein Ego, seine Persönlichkeit. Die einzelnen
Räume stehen für die verschiedenen Funktionen. Es gibt Aufschluß über unsere innere und äußere Verfassung. Schon bei Artemidoros stellt
es im übertragenen Sinn den menschlichen Körper dar. Aufschlußreich ist dabei die Art des Hauses. Ist es eine Luxusvilla oder eine Hütte,
ein Schloß oder ein Bauernhaus? Je nachdem signalisiert es dem Mann ein Bedürfnis nach beruflichem Aufstieg oder Sicherheit, bzw.
Geborgenheit, denn das Haus ist ein weibliches Symbol. Als Frau sollte man beim Haus als Traumbild zunächst an sich selbst denken. Was
für ein Haus ist es, ein schönes Bauwerk oder eine Ruine? Sind vielleicht Sie selbst das eine oder andere? Welche Möbel sind darin und wer
bewohnt es? Die Antworten verwenden Sie zur Deutung des Traumes.
Räume:
– Arbeitszimmer: Wie sieht es mit Ihrer Arbeitsdisziplin aus? Berufliche und andere praktische Arbeit im Traum bedeutet auch:
Beziehungsarbeit, seelische Verarbeitung von (eigenen oder fremden) seelischen Einstellungen u.a.m.
– Das Badezimmer im Haus spiegelt die Einstellung des Träumenden zu persönlicher Sauberkeit und seine intimsten Gedanken
und Beschäftigungen. Wer häufig von Badezimmern träumt, bei dem steht eine innerliche Reinigung an. Das bedeutet, daß diese
Person sich um eine klare Lebensweise bemühen sollte. Im Badezimmer spielt das Wasser eine hervorragende Rolle und damit ist
auch der Gefühlsbereich des Träumers oder der Träumerin angesprochen. Gefühle bedeuten auch: Seelische Bedürfnisse, Wünsche
und Ängste, inneres Verlangen und persönliche Lebensträume und Glaubensentscheidungen!
– Die Bibliothek symbolisiert den Geist und die Art, wie der Träumende Informationen aufnimmt und speichert. Räume mit vielen
Büchern zeigen auch an, daß Sie etwas für Sie Wichtiges lernen müssen. Versuchen Sie festzustellen, welche Bücher dort in den
Regalen stehen. Das verweist auf das Gebiet, in dem Sie etwas zu lernen haben. Außerdem ist eine umfangreichere Bibliothek ein
Symbol für eine Gesamtsicht, für eine persönliche Bildung, der es gelingt oder die danach sucht, sich ein eigenes Bild von der Welt
im ganzen zu machen. Ihre Weltanschauung und Ihr Weltbild sind hier Traumthema.
– Das Büro wie jeder Arbeitsraum im Haus verweist auf den Beruf beziehungsweise die Erwerbstätigkeit des Träumers. Es ist wichtig
zu beachten, wie die Stimmung in dem Büro ist und wer anwesend ist. Schauen Sie auch, was sich in diesem Büro abspielt und ob
es voll oder eher leer ist.
– Der Dachboden steht für Erfahrungen der Vergangenheit und für alte Erinnerungen. Auf ihm werden oft vergessene oder verdrängte
Schwierigkeiten, Erlebnisse oder Gefühle verstaut. Er kann auch familiäre Verhaltensmuster und Einstellungen illustrieren, die den
Träumenden weitergegeben wurden. Fragen Sie sich z.B., was Sie an überholten Konzepten mit sich herumschleppen.
– Das Eßzimmer ist teilweise wie das Wohnzimmer als Ort der entspannten Kommunikation zu sehen, allerdings steht hier die Nahrung
im Vordergrund, und damit sind auch der Genuß und der Prozeß der Verinnerlichung angesprochen. Wovon ernähren Sie sich?
Was schlucken Sie? Was verleiben Sie sich ein? Und in welcher Stimmung, unter welchen Umständen geschieht dies?
– So wird auch heute noch die Fassade eines Hauses auf der psychischen Ebene als die der Gesellschaft zugewandten Seite des Menschen
bezeichnet, sie ist der äußere Schein, die Persönlichkeit.
– Die Diele oder der Flur des Hauses versinnbildlichen, wie der Träumende anderen Menschen begegnet und wie er sich auf sie bezieht.
Der Flur verbindet unterschiedliche Räume und verbildlicht die Verbindung verschiedener Eigenschaften des Träumers. Er markiert oft
einen Übergang von einem (Bewußtseins-) Zustand zu einem anderen.
– Die Garage ist der Ort des Wagens und der Werkzeuge. Hier bringt man etwas in Ordnung und hier ruht die Bewegung. Was tun Sie
dort im Traum?
– Der Keller in seiner Dunkelheit, beziehungsweise das Souterrain eines Hauses stellt in der Regel das Unterbewußte dar und all jene
Erfahrungen, die der Träumende, weil er nicht angemessen mit ihnen umgehen konnte, verdrängt hat. Außerdem werden diese
Räumlichkeiten mit der Lebensenergie des Träumenden in Verbindung gebracht und mit der Sexualität. Er verbildlicht die seelische
Tiefe und symbolisiert auch oft die seelischen Grundüberzeugungen oder Grundgegebenheiten. Auch: Kellerkind – verborgene
Qualitäten und ungeliebte Talente, die ans Licht wollen.
– Die Küche als Ort der Nahrungszu- und -verarbeitung ist als das Mütterlich-Weibliche und der Ort der Verarbeitung von Informationen
zu sehen. Die Küche ist der Ort der Umwandlung. Das Rohe wird zum Gekochten und Genießbaren, es entsteht Kultur. Wenn man sich
verändert und differenzierter wird, tritt häufig die Küche als Traumsymbol auf, speziell bei Klienten in einer Psychotherapie.
Bei Personen mit Eßproblemen verweist die Küche auf diese Probleme. Schauen Sie, wie Sie die Küche charakterisieren würden und
welche Nahrungsmittel dort zu finden sind. Zur Informationsverarbeitung der Seele von Erlebnissen dienen auch Wohn- und Arbeitsräume.
– Das Schlafzimmer wird als Bild des Sexuallebens betrachtet. Es repräsentiert den Ort der Sicherheit, an dem sich der Träumende
entspannen und so sinnlich sein darf, wie er will. Es verbildlicht nicht nur die Sexualität, sondern auch den Tod und die Geburt des
Träumers. Es ist der intimste Innenraum. Manchmal verweist das Schlafzimmer auf eine unbewußte Lebensführung, speziell dann,
wenn man im Traum als einzigen Raum das Schlafzimmer sieht oder wenn der Träumer dort einen Schlafenden bemerkt.
– Die Toilette ist ein Ort, an dem Entleerung oder Beseitigung stattfindet. Von der Toilette wird oft geträumt, wenn der Träumer sich
von alten Erinnerungen und Schuldgefühlen befreit. Träume von der Toilette hängen auch oft mit der Verdauung (in jeder Hinsicht)
zusammen.
– Turmzimmer: Im Turm ist man der Welt entrückt, deswegen sprechen wir auch vom Elfenbeinturm der Intellektuellen. Geistige Probleme,
Wachstumsaufgaben.
– Veranda kann sehr Unterschiedliches bedeuten. Auf der einen Seite steht es für Entspannung, auf der anderen Seite deutet es ein Gefühl
ausgeschlossen zu sein an. Man bleibt „außen vor“ und der Kontakt zum Inneren bricht ab. Auf der anderen Seite kann man von der
Veranda aus die Welt betrachten und somit ist in diesem Traumsymbol auch der Überblick oder der persönliche Abstand zu manchen
Vorgängen angedeutet.
– Das Wohnzimmer steht für Entspannung, allerdings im Gegensatz zum Schlafzimmer für eine gesellschaftliche, sozusagen öffentliche
Entspannung. Es geht hier um Kommunikation im Freundeskreis oder um das Treffen der Familie. Geht man von einem Zimmer in ein
anderes, dann deutet das einen Wandel an. Hierbei ist zu beachten, von welchem Zimmer man ausgeht und wohin man sich begibt.
Hauseinrichtung:
– Badewanne: Die Badewanne verweist auf eine anstehende Reinigung und Entspannung. Bei dieser Reinigung müssen Sie sich in Ihr
Gefühl begeben.
– Bilder/Tapeten: Das Motiv, die Formen und Farben usw. sind wichtig und sollten symbolisch gedeutet werden.
– Buch: Es muß etwas Wichtiges gelernt werden. Wie lautet der Titel des Buches, wer ist der Autor? Das Leben hält eine wichtige Mitteilung
oder Erkenntnis für Sie bereit.
– Das Dach der Dachstuhl übersetzen den Kopf des Träumers in seinen verstandesmäßigen Funktionen, ebenso die oberen Etagen (das
„Oberstübchen“). Dies ist damit zu erklären, daß man von diesen Räumen aus den weitesten Blick und die meiste Ruhe hat. Mit diesem
Symbol wird auch bisweilen auf höhere Bewußtseinsstufen verwiesen.
– Die Fassade bedeutet die „Persona“, die soziale Rolle oder gesellschaftliche Maske, die wir der Außenwelt gegenüber repräsentieren.
Was steckt hinter der Fassade?
– Fenster verweisen primär auf unsere Körperöffnungen und speziell auf unsere Augen und damit auf die seelische Verbindung von
Eigenem und Fremdem. Das Fenster verweist ferner auf das Licht unseres Bewußtseins und auf unsere Wahrnehmung. Kann man
aus dem Fenster hinaussehen oder ist es durch Vorhänge oder Gardinen verhängt (Bewußtseinsschleier)?

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– Mit dem Fußboden sind immer unsere Grundlage und Prinzipien angesprochen. Es geht hier um die Erdung, das heißt, um die
Organisation des Alltagslebens und die tatsächliche Verwirklichung von Ideen und Absichten.
– Kamin: Der offene Kamin: Mit dem Feuer des Kamins sind Gemütlichkeit und Wärme angesprochen. Ein kalter Kamin weist auf
Gefühlskälte und Entfremdung hin.
– Öffnungen werden meistens dem sexuellen Bereich zugesprochen.
– Als Medium für den Übergang zu einem Zustand in einen anderen oder als Kanal der Hitze zeigt der Schornstein im Traum,
wie der Träumende mit seinen Gefühlen und mit seiner inneren Wärme umgeht. Der Schornstein verweist auf der einen Seite
auch auf die Verschmutzung der Luft, und damit auf eine Trübung des intellektuellen Überblicks und des geistigen Horizonts.
Auf der anderen Seite leitet er aber auch giftige Gase aus dem Haus ab und trägt wesentlich zu einem gedeihlichen und kontinuierlichen
Erhalt des Feuers bei. Welche dieser gegensätzlichen Bedeutung im konkreten Fall angesprochen ist, ist dem Träumer oder der
Träumerin meist spontan klar. In seltenen Fällen ist hier auch die Verbindung zum Schornsteinfeger zu beachten, der als bekanntes
Glückssymbol gilt.
– Die Stockwerke sind dementsprechend einzelne Körperregionen oder seelische Bereiche, auf die das Unbewußte hinweisen möchte.
Die verschiedene Stockwerke kann man auch als die unterschiedlichen Bewußtseinsschichten sehen: Man kann die Stockwerke auch
auf den physischen Körper des Träumers beziehen.
– Die Treppen im Haus verweisen auf die Verbindung zwischen den verschiedenen Stockwerken und Fluren. Der Auf- und Abstieg ist
meistens auf das Bewußtsein des Träumers oder der Träumerin zu beziehen. Nach Freud deuten sie jedoch wegen des Rhythmus beim
Treppensteigen auf die an- und absteigende Erregungskurve des Orgasmus hin.
– Türen verweisen wie die Fenster auf unsere Körperöffnungen, bieten aber auch oft Ausblicke auf neue Möglichkeiten und Perspektiven.
Geschlossene oder verschlossene Türen stellen häufig eine Warnung dar, in manchen Fällen mögen sie auch auf Neugierde verweisen.
Hauszustände:
Der Traum schildert den Zustand der einzelnen Regionen und was an ihnen renoviert werden müßte.
– Ein altes, baufälliges Haus will uns daran erinnern, daß wir notwendige Aufbauarbeiten oder Korrekturen an uns selbst vornehmen sollten.
Es deutet auf Vernachlässigungen der Persönlichkeit des Träumers. Kümmern Sie sich um sich selbst. Was muß erneuert und/oder verstärkt
werden? Gelegentlich drückt Sich in diesem Traumbild eine Sehnsucht und/oder Abwehr gegenüber dem „einfachen Leben“ aus.
– Das Haus, in dem wir arbeiten, gibt Hinweise auf unser Berufsleben und was darum geändert werden müßte.
– Die Luxusvilla umschreibt oft, daß wir nach außen mehr scheinen möchten, als wir in Wirklichkeit sind.
– Brennendes Haus: Ein Hausbrand zeigt eine Verwandlung an, aber auch Aggressionen, die nicht ausgelebt werden (können). Es kann sich
auch um einen Verweis auf sehr zerstörerische Eigenschaften handeln. Ein Neuanfang ist nötig. Enorme Energien wollen gelebt und
beantwortet werden.
– Ein großes Haus mit vielen Räumen weist auf das Wachstum des Bewußtseins hin und auf eine Differenzierung der Persönlichkeit.
Oftmals tritt solch ein Haus im Traum auf, wenn der Träumer oder die Träumerin automatisch nur eine Seite ihrer Persönlichkeit
entwickeln oder leben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist das Haus im Traum ein Symbol für Sicherheit und versinnbildlicht daher Schutz und die Große Mutter. Wie
die Stadt und der Tempel symbolisiert das Haus den Mittelpunkt der Welt und das Abbild des Universums.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt der Kaiser, er lasse Häuser in seinem Land bauen, wird er es mit Menschen besiedeln, an denen er seine Freude
haben wird entsprechend der Schönheit der Häuser; ein gemeiner Mann wird erleben, wie seine Sippe und sein Besitz
wachsen und gedeihen.
– Baut einer ein Haus aus Ziegelsteinen mit Zement, wird der Traum sich ebenso an ihm erfüllen, nur daß es dabei nicht ohne
Gewalt und Zwang vonstatten geht, weil die Ziegel im Feuer gebrannt werden müssen;
ist das Bauwerk teils aus Luftziegeln, teils aus Holz, werden der Reichtum ansehnlicher, die Menschen angesehener sein
wegen des Holzes, das dabei ist.
– allgemein: ein Haus symbolisiert ein Vorhaben, daß sich nur mit geduld realisieren läßt;
– bauen: glückliche Geschäfte in Aussicht haben; man besitzt genug Energie um etwas besonderes zu leisten;
man hat sein Schicksal selbst in der Hand;
– kaufen: in gute Verhältnisse gelangen;
– hell abbrennen sehen ohne Rauch: Glück in der Liebe haben;
– abbrennen mit Rauch: Liebe und Verdruß zugleich erleiden;
– einstürzen sehen: Eintritt trauriger Verhältnisse, die sich aber nicht ändern lassen;
die Hoffnungen werden in sich zusammenfallen und Pläne werden sich in Luft auflösen;
– sehr altes, baufälliges sehen: man wird versuchen dich zu demütigen;
– einreißen sehen: deine Unternehmungen werden von vielfachen Hindernissen durchkreuzt werden;
– sein eigenes verlassen und zurückschauen: man wird in Zukunft in beruflicher
oder privater Hinsicht neue Wege einschlagen.
(europ.) : – Symbol für den Körper des Menschen und seinen inneren oder äußeren Zustand;
Dach = Kopf; Türen = Geschlechtsteile; Fenster = Nebenorgane geschlechtlicher Art; Fassade = die äußere Erscheinung;
das obere Stockwerk = die Stirn und das Gehirn; die mittlere Etage den Brustkorbbereich; bei Frauen der Balkon = Brust
und Brüste; die Hochparterre = Eingeweide; zu ebener Erde und in den Kellerräumen = Beine und Füße;
Fundament = geistige und materielle Grundlage des Lebens;
– für Männer, eins (Luxusvilla, Bauernhaus) sehen: Bedürfnis nach Ehrgeiz, beruflichen Aufstieg; Sicherheit;
– für Frauen, Zustand des Hauses: zeigt die Träumerin in der jetzigen Situation;
– öfters alte Häuser sehen: man hat Angst vor dem Altern;
– bauen: Erfolg im Erwerbs- und Liebesleben, treue Mitarbeiter; günstige Verhältnisse;
– mit anderen zusammen eins bauen: gute Freunde werden einem in mancher Lebenslage hilfreich unter die Arme greifen;
– mit vielen Stockwerken: bedeutet einen sehr großen Gewinn;
– ein leeres sehen: man hat einige Gelegenheiten im Leben versäumt;
– besitzen: bringt sorglose Tage;
– ein stilvolles besitzen: bald ein schöneres Zuhause beziehen;
– decken: es stehen Verluste bevor;
– abputzen sehen: verwickelte Verhältnisse werden sich klären;
– kaufen: Wohlstand;
– ausbessern: du wirst Besuch erhalten;
– ein brennendes: zeigt großen Gewinn an; unerwartetes Glück;
– sehr baufälliges sehen: hüte dich, dein Leichtsinn stürzt dich ins Unglück;
– in einem baufälligen wohnen: man sollte jetzt sehr auf seine Gesundheit achten;

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– aus einem ausziehen: Gewinn und Glück;
– sein eigenes verlassen: eröffnet neue Wege für die Zukunft;
– ein fremdes verlassen: Gewinn, Vorteil;
– brennende Häuser: Anzeichen eines verbesserten Geschicks;
– einreißen: Streit mit Nachbarn; man ist stark genug, um aufkommende Hindernisse zu überwinden;
– abbrechen sehen: ein Hindernis wird beiseite geräumt werden;
– einstürzen sehen: man wird von einem unerwarteten Todesfall benachrichtigt werden; für den Ledigen: Verlust des Liebhabers;
auch: Ziele und Hoffnungen lassen sich nicht erfolgreich verwirklichen; Verluste drohen.
(ind. ) : – Baut einer auf dem Grund und Boden Häuser, verheißt es Zuwachs an Hab und Gut und eine gute Haushaltung;
einem, der kein Land besitzt, oder einem Einsiedler prophezeit es ein hohes Maß an seelischen Kräften.
Entsprechend bedeuten Neubauten Zuwachs an Hab und Gut, baut einer nur für sich allein, wird er sein eigenes Hab und Gut
vermehren, tut er es auch zu Nutzen anderer, wird er viele andere mit seinen reichen Mitteln fördern.
– Träumt einer, sein Haus sei größer, fester und lichter geworden, zeigt es Freude und irdischen Reichtum an;
einem Einsiedler prophezeit es die Fülle beschaulichen Lebens.
Entsprechend bedeuten Schäden am Haus für jeden von ihnen Unheil.
– Träumt jemand, es öffneten sich plötzlich in seinem Haus unbekannte Türen und Tore, wird er aus der Welt scheiden
und seine Seele aus dem Leibe fahren, auf natürliche oder unnatürliche Weise.
– Offnen sich die Türen und Tore nach dem Innern des Hauses, bedeutet es den Untergang seines Geschlechts;
wenn nach außen, den eigenen Tod oder den der nicht blutsverwandten Hausgenossen.
– abbrechen: du wirst dich verändern müssen;
– bauen: du wirst treue Dienstboten haben;
– einstürzen sehen: Krankheit;
– brennen sehen: ein unerwarteter Todesfall im Kreise deiner Bekannten; Unglück in Geschäften.
– Hat man Wasser in seinem Haus vergossen, wird er entsprechend dessen Menge Kummer haben, jedoch nicht in Zorn geraten.
– Träumt einer, er sprenge Wasser in seinem Haus, wird er so viel Sorgen und Not haben, wie er Wasser sprengte.
Hat er aber das Haus nur besprengt, um den Staub zu löschen, wird er dem Übelstand ein wenig abhelfen.
– Träumt ein Mächtiger, er reinige mit Besen sein Haus, das voller Schmutz ist, und werfe den Kehricht auf eine bekannte Stelle,
wird er sein Vermögen in Ordnung bringen und anderswo deponieren,
ein einfacher Mann wird Not und Sorgen, die ihn bedrücken, loswerden.
– Reinigt jemand sein Haus von Spinnweben, wird er von seinen Fehlern und Mängeln gereinigt werden;
träumt er aber, es wären Spinnweben an seinen Kleidern oder an seinem Gesicht hängengeblieben,
wird er in arge Bedrängnis kommen entsprechend dem Netzwerk, das die Spinnen webten.
– Tüncht einer sein Haus und ist die Tünche weiß und feucht, wird er Freude und Mühsal zugleich haben,
ersteres wegen der weißen Farbe, letzteres wegen der Feuchtigkeit;
ist der Anstrich schwarz, wird er in arge Bedrängnis und Kümmernis kommen.
(Siehe auch „Gasthaus“, „Gebäude“, „Heim“, „Stadt“ und Bezeichnungen der einzelne Teile des Hauses)
Hausdemolierung
Psychologisch:
Sie sollten Ihr Aggressionspotential nicht unterschätzen, wenn Sie von durchbrochenen (bzw. niedergerissenen) Wänden träumen. Dies gilt
als Zeichen für enormen psychischen Druck und für einen Hang zur Selbstzerstörung. Wer davon träumt, eigenhändig seine Wohnung bzw.
sein Haus zu demolieren, flüchtet bei psychischer Überlastung in Arbeitswut und Hyperaktivität.
Hausecke
Psychologisch:
Sie gilt als Symbol für eine „fertige Persönlichkeit“ oder eine „Person mit Ecken und Kanten“. Mit einem Wort: eine Herausforderungen für
die lieben Mitmenschen.
(Siehe auch „Haus“)
Hausflur
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß dem Träumenden der kommende Tag Angst und Unentschlossenheit bringen wird.
(Siehe auch „Haus“)
Hausgerät
Allgemein:
Hausgeräte sollten nach alten Traumbüchern auf eine günstige Veränderung der Lebensverhältnisse hinweisen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – in deiner Nähe wird sich eine Hochzeit ereignen.
(europ.) : – reinigen: Verbesserung der Wirtschaft.
Haushalt
Psychologisch:
Wie sieht er denn aus? Er spiegelt nämlich den Zustand der eigenen Psyche, den „Seelenhaushalt“ wider. Eine stabile, harmonische
Verfassung zeigt sich in „aufgeräumten“ Bildern – Chaos im Haushalt läßt auf ein solches in der eigenen Gemütsverfassung und Gefühlslage
schließen.
(Siehe auch „Hausrat“)
Haushälterin
Volkstümlich:
(europ.) : – eine sein: man ist sehr mit seiner Arbeit beschäftigt und erfreut sich gerne an angenehmen Dingen;
– eine beschäftigen: deutet auf ein gewisses Maß Luxus im Leben hin.
(Siehe auch „Diener“)

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Hausherr
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Hausfrau (mit ihnen zu tun haben): du wirst hintergangen.
(ind. ) : – sehen: du mußt vorsichtiger werden, man versucht dich zu hintergehen.
Hausieren
Volkstümlich:
(europ.) : – oder Hausierer: deutet auf eine Übervorteilung und kündet einen Diebstahl an;
auch: betrügerische Gefährten.
Hausmädchen
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: gilt für Ärger und Zank;
– sich selbst als Hausmädchen sehen: kündet eine gut bezahlte, angenehme Stellung an.
Hausmeister
Allgemein:
Der Hausmeister ermahnt zu mehr Fleiß und ernsthafter Arbeit. Er kennt das seelische Gebäude genau und sorgt meist für Ordnung.
Außerdem besitzt er die Schlüssel, vor allem zu dem „inneren Keller“.
Psychologisch:
Er gilt als Symbolgestalt für das eigene Gewissen. Sieht man ihn im Traum an der Arbeit, ist es ein Hinweis, daß man sich um die eigene
Befindlichkeit – um seine psychische und physische Verfassung – kümmern sollte. Das Haus (die Persönlichkeit, das Ich) soll gepflegt und
„von Altlasten befreit“ werden, damit es sich wieder gut darin leben läßt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Gewinn und Vorteil.
(europ.) : – steht für schlechte Führung und ungehorsame Kinder; würdelose Bedienstete werden einen verärgern;
– einen suchen und nicht finden: belanglose Ärgernisse werden das friedvolle Leben stören;
– einen finden: es entwickeln sich angenehme Verbindungen mit Fremden; es werden sich keine Hindernisse in den Weg stellen.
(ind. ) : – du wirst durch deinen Fleiß einen Vorteil erreichen.
Hausrat
Volkstümlich:
(arab. ) : – großen und mannigfaltigen sehen: glückliche Familienverhältnisse werden dir zuteil werden;
– in Unordnung: ärgerliche Dinge, Zank und Streit mit der Nachbarschaft.
(europ.) : – sehen: Glück in der Ehe und dauernde Wohlhabenheit;
– diversen sehen: man wünscht sich ein eigenes Heim; eventuell baldige Hochzeit;
– durcheinandergeworfen: halte Ordnung in deinen Sachen;
– reinigen oder ordnen: baldige Heirat; Verbesserung der wirtschaftlichen Lage.
(Siehe auch „Haushalt“)
Hausschuh
Allgemein:
Hausschuh deutet auf den Wunsch nach harmonischen, behaglichem Familienleben hin.
Volkstümlich:
(europ.) : – stehen als Warnung, daß man gerade dabei ist, eine unglückselige Verbindung oder Intrige zu beginnen; wahrscheinlich findet
man sein Glück mit einer verheirateten Person; dies wird jedoch in Schwierigkeiten oder einen Skandal umschlagen;
– bewundert man Ihre Hausschuhe sehr: sagt eine Affäre voraus, die Schande bringen wird.
(Siehe auch „Schuhe“)
Haussuchung
Volkstümlich:
(arab. ) : – in den eigenen Wohnräumen: man wird dich verdächtigen.
Haustiere
Assoziation: – das von den Werten der Zivilisation gezähmte natürliche Selbst.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist bereit, sich zähmen zu lassen, oder wünscht sich, nicht so zahm zu sein?
Allgemein:
Im Wachzustand bemerkt man mitunter nicht, daß einem Liebe und Zuneigung fehlt. Ein Haustier im Traum kann das natürliche Bedürfnis
Liebe zu geben und zu empfangen, bildlich darstellen.
Psychologisch:
Das Haustier war ehemals ein Nutztier, daher symbolisieren sie im Traum nach wie vor die hilfreiche Funktion der Seele. In der heutigen
Zeit halten sich viele Menschen allerdings ein Haustier, um Vereinsamung und Liebesentzug zu kompensieren, dies muß bei der
Traumdeutung berücksichtigt werden. Häufig identifiziert sich der Träumende allerdings auch mit dem im Traum vorkommenden Haustier,
er projiziert dann unbewußt seine verdrängten sexuellen Gefühle und mangelnde Zärtlichkeit im Wachleben auf das jeweilige Tier, so daß
diese im Traum einen erotischen Charakter bekommen. Nimmt der Träumer selbst die Gestalt des Tieres an, will das Unbewußte ihn darauf
aufmerksam machen, daß er sich vor Gefühlsarmut und Einsamkeit besser schützen sollte. Ein Haustier, das man im Traum streichelt, kann
auch der Partner sein, dem man eventuell in letzter Zeit nur wenig Zärtlichkeit entgegengebracht oder mit dem man sich vielleicht zuviel
gestritten hat. Näheren Aufschluß geben die jeweiligen Tiersymbole. Unterschwellig ist dem Träumenden vielleicht bewußt, daß ein anderer
Mensch Macht über sein Leben ausübt. Der Träumende kann nur das tun, was von ihm erwartet wird. Besitzt er im Traum ein Haustier, dann
muß er möglicherweise herausfinden, wie und ob er sich trotzdem um jemanden kümmern kann, der noch verletzbarer ist, als er selbst.
Spirituell:
Haustiere vermögen bedingungslose Liebe zu schenken. Sie sind sensibel und spüren daher sofort den emotionalen Zustand oder den
Schmerz ihres Herrn.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – kleinere um sich herum haben: es erwarten dich verschiedene Freunde.
(ind. ) : – du wirst ein eigenes Heim haben.
(Siehe auch „Tiere“ und unter einzelnen Haustierbezeichnungen)
Haustür
Volkstümlich:
(arab. ) : – verschlossene finden: ein unerfreulicher Besuch ist dir zugedacht;
– geöffnet sehen: man wird dir einen freundlichen Empfang bereiten.
(europ.) : – offen: du wirst freundliche Aufnahme finden;
– verschlossen: du wirst mit unangenehmen Menschen in Berührung kommen.
(Siehe auch „Haus“)
Hauswirt
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: von seinen Bekannten launisch behandelt werden.
(europ.) : – du wirst Vorteile einbüßen; häuslicher Ärger steht bevor.
Hauswurz
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird die Apotheke in Anspruch nehmen.
Haut
Assoziation: – Oberfläche des Selbst; Sensibilität; Verbundenheit zwischen Innerem und Äußerem.
Fragestellung: – Was zeigt sich an der Oberfläche?
Allgemein:
Haut verkörpert die Art und Weise, wie man sich nach außen gibt; zum Teil kommen darin auch die vergangenen Erfahrungen zum
Vorschein, die einen Menschen prägten. Folgende Begleitumstände können eine Rolle spielen:
– Zarte Haut weist auf Sensibilität des Träumers hin, der vielleicht zu überempfindlich ist.
– Gepflegte, glatte und weiche Haut deuten an, daß sich der Träumende nach einem sorgenfreien Leben
und einer optimistischen Lebenseinstellung sehnt.
– Ist die Haut ungepflegt, unrein, trocken oder rissig, sollte sich der Träumende vor Oberflächlichkeit,
Streß und Pessimismus hüten.
– Berührt man eine solche Haut, die nicht seine eigene ist, wird man um etwas, das man leicht zu erobern glaubte,
noch lange kämpfen müssen.
– Träumt man von roter Haut, wird man bald mit einer Person des anderen Geschlechts schönen Stunden verleben;
ist sie dunkel oder schwarz, wird man ebenfalls mit seinem Liebeswerben Erfolg haben.
– Gelbe Haut deutet oft auf Ängstlichkeit hin, die das Leben unnötig behindert. Gelbe Haut bedeutet auch,
daß man seinen schlechten Einfluß schleunigst überwinden und über sich nachdenken sollte.
– Dunkle Haut warnt vor Täuschung und Betrug durch andere.
– Abgestreifte Haut (zum Beispiel einer Schlange) kann auffordern, unbelastet von der unerfreulichen Vergangenheit
einen neuen Anfang zu wagen.
Psychologisch:
Die Haut ist im Traum ein Symbol für den Nerven- und Seelenzustand des Träumenden. Sie ist der „Anzug“ des Menschen; sie spürt zuerst
den Schmerz, der von außen kommt, hält aber auch manches Schädliche ab.
– Ist die Haut glatt und rein, befindet sich die Seele im Zustand der Ausgeglichenheit.
– Sehr gepflegte Haut kann aber auch eine Warnung vor zuviel Oberflächlichkeit und Eitelkeit an den Träumenden sein.
– Ist die Haut im Traum aber runzelig, rissig, unrein oder zu trocken, deutet dieses Bild darauf hin, daß der Träumende unbefriedigt
und innerlich zerrissen ist.
– Ein geträumter Hautausschlag ist als Zeichen seelischer Spannung und unterdrückte Gefühle zu verstehen. Die Harmonie
zwischen inneren Vorgängen und dem äußeren Erscheinungsbild ist gestört, und man möchte nur ja nicht „grob angefaßt“ werden.
– Im Traum verbrannte Haut gilt als Beweis, daß uns jemand schaden möchte, um uns nach außen, unserer Umwelt gegenüber,
in ein schlechtes Licht zu setzen.
– Wenn Hände zärtlich die Haut streicheln, will irgendwer (in einer Liebesbeziehung?) etwas erreichen, das er mit Gewalt nicht
durchsetzen konnte.
– Wer die Haut eines Tieres oder eines anderen Menschen abzieht, wird im Wachleben vielleicht ohne Schutz vor böswilligen Leuten
dastehen.
– Wer die Haut eines Tieres oder eines anderen Menschen abzieht, wird im Wachleben vielleicht ohne Schutz vor böswilligen Leuten
dastehen.
Weitere Bedeutungen können aus dem Traumzusammenhang abgeleitet werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, seine Haut von weißer Farbe sei schwarz geworden wie die eines Äthiopiers,
wird er sich zu einem Lügner, Narren und Ungläubigen wandeln;
eine Frau wird sich als Hure entpuppen und von ihrem Mann den Scheidungsbrief erhalten.
– Dünkt es einen, seine weiße Haut sei gelblich geworden, wird er an einer langwierigen Fieberkrankheit daniederliegen.
– Träumt jemand, seine Haut sei von einem Ausschlag befallen, wird er so viele geprägte Goldstücke bekommen,
wie er Blutflecken zählt.
– gerben sehen: in Kränklichkeit verfallen.
(europ.) : – sehen und befühlen: bedeutet, daß man vor unehrlichen, schmeichlerischen Freunden auf der Hut sein soll;
– eine zarte berühren: jemand wird einem energisch widerstehen;
– gerben: verkündet eine heftige Erkältung und Unwohlsein;
– schöne klare und gesunde: du wirst geliebt; Glück;
– runzlige: du wirst ein hohes Alter erreichen;
– erscheint sie entstellt: Freundlichkeit von einer Seite, von der man es am wenigsten erwartet hätte;
– weiße: bedeutet Freude; Erfolg im Leben;

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– schwarze oder braune sehen oder haben: du wirst verraten; bringt die Enthüllung sch lechter Absichten;
bei Frauen Hinweis auf Ehebruch;
– gelbe: man ist in einer Sache zu ängstlich.
(ind. ) : – schwarze: sei vorsichtig, man wird dich verraten.
(Siehe auch „Geschwür“, „Körper“)
Hautausschlag
Assoziation: – Ärgernisse; augenblickliche Wut.
Fragestellung: – Inwieweit hält mich meine Vorsicht zurück? Bin ich zu impulsiv?
Psychologisch:
Die Haut grenzt uns von der Außenwelt ab und so symbolisieren Hauterkrankungen aller Art im Traum ein Problem mit der Abgrenzung von
anderen Personen. Ob man sich zu sehr oder zu wenig abgrenzt, muß die genauere Analyse des betreffenden Traumes zeigen.
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt Geld und Gut an, das durch Unredlichkeit erworben wird;
– hat Ihr Kind Hautausschlag: es wird sich guter Gesundheit erfreuen und lieb sein;
– fremde Kinder mit Hautausschlag sehen: man ängstigt sich umsonst um einen geliebten Menschen.
(Siehe auch „Haut“)
Häute (Siehe „Fell“)
Hautfarbe
Psychologisch:
Ein Symbol für Zugehörigkeit (die eigene Hautfarbe) oder für das Interesse an Neuem, Unbekannten (die typische Hautfarbe einer anderen
Menschenrasse). Manchmal auch: die Angst vor Fremdem.
(Siehe auch „Haut“)
Häutung
Psychologisch:
Wenn sich im Traum die Haut schält, fühlt man sich „in seiner alten Haut“ nicht mehr wohl. Man sucht und benötigt eine – eventuell radikale
– Veränderung der Lebensverhältnisse, einen Wohnortwechsel, neue Kontakte, Herausforderungen. Ein Zeichen dafür, daß man etwas
Vertrautes, zur Selbstverständlichkeit Gewordenes „abstoßen“ möchte.
(Siehe auch „Haut“)
Havelock
(Herrenmantel mit Pelerine, nach dem engl. General Sir Henry Havelock 1795-1857)
Volkstümlich:
(europ.) : – tragen: Krankheit.
Hazardspiel
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich daran beteiligen und gewinnen: einen großen Erfolg in der Liebe haben;
– verlieren: einen Verdruß durch seine nächste Umgebung erleiden.
Hazienda
Psychologisch:
Ein typischer Aussteigertraum eines Menschen, der zwar „einfach weg“ will, aber mit bescheidenen Startbedingungen und dem einfachen
Leben in Gottes freier Natur nichts im Sinn hat. Er will wohl seinen Alltagsstreß und Verpflichtungen zurücklassen und möglichst ganz von
vorne beginnen – aber unter exklusiven Voraussetzungen.
Hebamme
Artemidoros:
Eine Hebamme bringt verborgene Dinge ans Licht, weil sie das Geheime und Verborgene aufspürt, und bedeutet Verluste und Kranken den
Tod; sie holt ja stets das Umschlossene aus dem umschließenden Schoß und übergibt es der Erde. (Das Neugeborene wurde auf die Erde
gelegt, um es mit der lebensspendenden Kraft der Mutter Erde zu erfüllen.) Leute, die von jemand gewaltsam festgehalten werden, befreit
sie; denn sie befreit den umschlossenen Leib von seiner umschließenden Hülle und erleichtert ihn so. Häufig prophezeit eine Hebamme einer
Frau, die nicht schwanger ist, Krankheit, einer aber, die in anderen Umständen ist, nichts Besonderes, weil sie in Erwartung der Niederkunft
ist.
Allgemein:
Hebamme verkörpert manchmal tatsächlich den Wunsch nach einem Kind. Oft steht sie aber auch für eine neue Entwicklung im Leben, für
die man Hilfe benötigt. Zuweilen kommt darin zum Ausdruck, daß man zu einer wichtigen Einsicht gelangen und eventuell sogar ein
Geheimnis aufdecken wird.
Psychologisch:
Wie beim Symbol der Geburt kann auch die Hebamme, die vor einer unmittelbar einsetzenden Geburt im Traum erscheint, ein Zeichen für
eine baldige Veränderung sein. Sie steht für den Wunsch nach einem Neubeginn oder die Verwirklichung einer Idee, wobei man auf die
Mitarbeit oder Hilfe anderer angewiesen ist. Dies kann sich sowohl auf den privaten wie auch auf den beruflichen Bereich des Träumenden
beziehen. Ganz allgemein kann sich in diesem Traumbild der Wunsch nach einem Kind, aber auch die Angst, ungewollt schwanger oder
Vater zu werden, ausdrücken. In manchen Fällen deutet die Hebamme im Traum aber auch auf sexuelle Hemmungen hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: bewahre deine Geheimnisse geschwätzigen Zungen gegenüber;
auch: Geheimnisse werden ans Licht kommen und finanzielle Verluste drohen.
(europ.) : – sehen: verkündet die Entdeckung eines Geheimnisses, das lange Zeit verborgen geblieben ist;
– mit einer sprechen: kündet eine Geburt oder Taufe an;
– von einer untersucht werden: man hat kein reines Gewissen;
– selbst sein: man wird es mit einer Sache sehr eilig haben;
– Sieht eine junge Frau eine solche Person, stehen ihr Kummer und Verderben bevor.

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(ind. ) : – für Ledige: baldige Verheiratung;
– für Verheiratete: Kindersegen.
(Siehe auch „Geburt“)
Hebel
Assoziation: – Zugreifen; das Ruder übernehmen.
Fragestellung: – Was möchte ich steuern?
Allgemein:
Hebel steht für Kraft und Energie, mit der man Probleme des Lebens überwinden wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird Schwierigkeiten überwinden.
Hecht
Psychologisch:
„Wie ein Hecht im Karpfenteich“ – ein Raubtier inmitten leichter Beute, Sie kennen sicher diese Redensart. Sind Sie der Hecht? Dann sollten
Sie Ihr Verhältnis zu Ihren Mitmenschen überprüfen. Oder beobachten Sie einen oder werden gar von ihm gejagt? Dann sollten Sie sich in
Acht nehmen, jemand in Ihrer Nähe scheint Ihnen etwas zu neiden, es könnte Ihnen ein Verlust drohen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst überlistet.
(europ.) : – sehen oder kaufen: verheißt ein gutes Geschäft; man wird Besuch empfangen;
auch: es stehen gespannte Beziehungen mit Freunden an, ohne daß man den Grund kennt;
– von einem gebissen werd en: bedeutet soviel wie Fehlschlag, den man sich durch eigene Unvorsichtigkeit zuzuschreiben hat;
– einen fangen: man wird viele Schwierigkeiten überwinden;
– essen: man hat alle Probleme gemeistert.
(Siehe auch „Fisch“, „Hai“, „Tiere“)
Hecke
Allgemein:
Hecke (Zaun) kann auf das Bedürfnis nach Geborgenheit hinweisen oder vor Selbstisolierung warnen. Zuweilen deutet sie auf Hindernisse
im Leben hin, die man aber überwinden kann.
Psychologisch:
Wie auch der Zaun ein typisches Abgrenzungssymbol. Wer vom Heckenschneiden träumt, möchte eine solche (meist emotionale)
Abgrenzung zwar „pflegen“, aber auch reduzieren – oder eine Trennung zwar nicht ganz, aber „ein bißchen“ rückgängig machen. Ein
häufiger Traum, wenn ein geschiedenes Paar (z.B. der Kinder wegen) regelmäßigen Kontakt hat oder wenn aus einer Partnerschaft nach einer
Krise Freundschaft wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – reicher Kindersegen.
(europ.) : – immergrüne: verkünden Freude und Gewinn;
– kahle: verheißen Kummer und unkluge Handlungen;
– in einer dornigen Hecke feststecken: man wird im Geschäftsleben behindert;
für Liebende bedeutet es Streit und Eifersucht;
– als Hindernis auftauchend: man muß mit Schwierigkeiten rechnen;
– Träumt eine junge Frau davon, mit ihrem Liebhaber an einer grünen Hecke
entlang zu wandern, dann wird sie bald verheiratet sein.
Heckenrose
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wild; Dornen; Duft; Vergnügen; Transformation; Schönheit; Glückseligkeit; Mond der kraftvollen Sonne.
Beschreibung: Die Heckenrose ist im Medizinrad das Pflanzentotem der im Mond der kraftvollen Sonne (21. Juni bis 22. Juli) Geborenen.
Diese wilde Rosenart ist sehr fruchtbar und in Nordamerika und Europa weit verbreitet. Der Busch, die Blüten und die Blütenblätter ähneln
gezüchteten Varianten, sie sind nur um einiges kleiner. Eine Blüte besteht aus fünf Blütenblättern, die um einen großen gelben Mittelpunkt
gruppiert sind, und kann farblich zwischen Hell- und Dunkelrosa variieren. Nachdem die Blüte verwelkt ist, erscheinen die Hagebutten, die
einen hohen Vitamingehalt besitzen und deshalb bei der Erkältung, Halsschmerzen und Grippe nützlich sind. Hagebuttentee ist leicht
adstringieren d und wurde auch angewendet, um weniger schmackhafte Kräuter geschmacklich zu überdecken. Es ist bekannt, daß die Essenz
der Hagebutte Menschen, die unter Heufieber leiden, Erleichterung bringt, wenn sie direkt in die Augen getropft wird.
Gezüchtete Rosen haben im allgemeinen mehr Blütenblätter und einen kleineren Mittelpunkt als ihre wilden Verwandten. Es gibt sie in
vielen unterschiedlichen Farben, und sie sind als Zierde des Gartens bei den Menschen sehr beliebt.
Allgemeine Bedeutung: Deine wilde Natur; der intensive Anteil deines emotionalen Wesens; was dich verschlossen hält; was es dir gestattet,
dich zu öffnen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe der Liebe auf die eine oder andere Weise; deine Einstellung zur Liebe verändernd.
Heckenschere
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird in Geschäften geizig und unangenehm sein;
– kaputte: man wird Freunde verlieren und zum exzentrischen Benehmen stehen.
Heckenschütze
Psychologisch:
Wie so oft stellt sich die Frage, ob eine Traumfigur das Motiv verkörpert oder der Träumende selbst. In beiden Fällen handelt es sich um
heimliche Feindschaft, die sein Leben vergiften könnte. Eine offene Aussprache wirkt da manchmal Wunder.

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Heer
Volkstümlich:
(europ.) : – von Soldaten, die dahinziehen: Angst, Not und Trübsal, evtl. auch Verluste an Familienmitgliedern und Vermögen.
Hefe
Allgemein:
Hefe ist eine Substanz, die Speisen „zum Gehen“ bringt und ihnen eine besondere Geschmacksnote verleiht. Als Traumsymbol steht Hefe für
Ideen oder Einflüsse, zum Beispiel Ideen, Pläne, Ziele und Interessen, die das Leben des Träumenden oder eine bestimmte Situation
unwiderruflich und oft zum Besseren verändern können.
Psychologisch:
Hefe bewirkt Gärung, daher ist sie ein Symbol für Wachstum und bedingungslose Liebe.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene versinnbildlicht Hefe im Traum stetes Wachstum, welches den Träumenden dahin führt, Liebe in all ihrer
Schönheit zu erleben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor sich haben: dein aufgeblasenes Wesen wird dir überall im Weg stehen.
(europ.) : – Geld, das durch Sparsamkeit angehäuft wurde, wird einem zu seltsamen Bedingungen hinterlassen.
(ind. ) : – deine Arbeit wird reichen Erfolg tragen.
Heft
Allgemein:
Erfahrung, Notizen und Beobachtungen werden notiert. Es ist die Aufforderung sich an Dinge zu erinnern oder sie sich zu merken.
Psychologisch:
Als Schul- oder Notizheft erinnert es den Träumer an Wichtiges, das er besser aufschreiben sollte, da es sonst seinem Gedächtnis
verlorengehen könnte. Mitunter auch im Sinne von „das Heft in die Hand nehmen“, also mit Entschlossenheit eine Angelegenheit in den
Griff bekommen.
Heide
Allgemein:
Heide, die blüht oder grünt, verspricht meist, daß sich Hoffnungen erfüllen, vor allem in Gefühlsbeziehungen; die ausgetrocknete, dürre oder
braune Heide bedeutet das Gegenteil. In der traditionellen Traumdeutung: Ein kleines, bescheidenes Glück gedeiht.
Psychologisch:
Dieses idyllische Landschaftsbild gilt als Bescheidenheitssymbol, eventuell auch als Aufforderung zur Zurückhaltung. Der Anblick der
Heide im Traum ist, besonders wenn sie blüht, mit positiven Dingen im wirklichen Leben verbunden. Wünsche und Hoffnungen, die man
schon lange gehegt hat, werden sich erfüllen. Im allgemeinen zeigt das Bild der Heide auch an, daß sich der Träumende in einer
Konfliktsituation zwischen äußerer Selbstbeherrschung und innerer Leidenschaftlichkeit befindet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine grüne vor sich sehen: beschenkt werden;
– eine dürre: hoffnungslose Zukunft.
(europ.) : – verschiebt unser Glück in weite Ferne;
– frisch blühende: letzter Hoffnungsstrahl in einer Angelegenheit.
(ind. ) : – grüne: du hast noch einen letzten Hoffnungsstrahl;
– blühend: deine Hoffnung wird sich erfüllen;
– dürr: deine Not wird noch eine Weile andauern, verliere aber nicht den Mut, denn die Hilfe kommt zur rechten Zeit.
Heidelbeeren
Volkstümlich:
(arab. ) : – pflücken oder essen: man darf sich auf ein familiäres Ereignis freuen;
– saure essen: in kümmerliche Verhältnisse geraten; Unannehmlichkeiten haben.
(europ.) : – bedeuten, daß man mit seinem Geld sparsam sein soll, es könnte Mangel eintreten;
– sehen: man kann Hoffnung schöpfen;
– kochen: der Träumende wird von einem Unwohlsein befallen werden;
– essen: schnell vorübergehende Freude.
(ind. ) : – kärgliche Zukunft.
Heidekraut
(Erika)
Allgemein:
Heidekraut wird oft als Symbol für beständige Gefühle verstanden. Manchmal kann es auch ein langes, sorgenfreies Leben verheißen.
Psychologisch:
Die Pflanze des Herbstes verspricht älteren Menschen eine geruhsame Zeit, jüngeren eher das baldige Ende einer an sich günstigen
Entwicklung. Oft aber umschreibt es auch die Ausdauer, mit der man Gegner hinhalten kann, bis sie von selbst aufgeben. Ist das Heidekraut
verwelkt, muß unter eine enge Beziehung vielleicht ein Schlußstrich gezogen werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: die Lage wird sich verändern;
– sammeln: man sucht Mittel, um lange jung zu bleiben.
(Siehe auch „Blumen“)
Heidemoor
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Spaziergang über eine Moorlandschaft in der Heide machen: signalisiert Wohlstand, ganz besonders dann,
wenn der Weg bergab führt.

664
Heiland
Volkstümlich:
(europ.) : – immer sehr wichtig: Ausgleich von inneren Spannungen und Depressionen;
– anbeten: bedeutet Festigkeit im Glauben;
– sehen und reden hören: bringt Freude und Segen;
– ihn loben und preisen: Glück und Segen allezeit.
(Siehe auch „Christus“)
Heilanstalt
Volkstümlich:
(arab. ) : – in eine Heilanstalt kommen: du wirst Unangenehmes erfahren.
Heilanweisung (Siehe „Heilung“)
Heilbrunnen
Volkstümlich:
(europ.) : – an einem stehen: signalisiert Freude und Gewinn nach vielem Ärger;
– andere zu Heilwasser oder anderen wohlschmeckenden gekühlten Getränken einladen: die Bemühungen werden belohnt werden,
obwohl die Atmosphäre unharmonisch erscheint; trotzdem kommt es zu den gewünschten Ergebnissen.
Heilbutt
(Fisch)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet ein öffentliches Festessen, daß einem zu Ehren gegeben wird.
Heilen
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilmittel; Genesung.
Beschreibung: Die Heilung ist ein Prozeß, in dem ein Lebewesen von einer Krankheit oder einer Verletzung genest, egal ob körperlich,
geistig, emotional oder spirituell.
Allgemeine Bedeutung: Die tatsächliche Gabe der Heilung; etwas beenden; eine neue Chance.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine tatsächliche Gabe der Heilung.
Heilige(r)
Allgemein:
Heilige(r) kann ähnlich wie Guru verstanden werden; oft verspricht das Symbol eine gute Zukunft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst großes Gut erlangen;
– anbeten: du wirst frommen Handlungen beiwohnen.
(europ.) : – sehen und anbeten: bedeutet Gutes.
(Siehe auch „Guru“, „Prophet“)
Heilige Kommunion (Siehe „Religiöse Bilder“)
Heiligenbild
Psychologisch:
Ein (religiöses) Symbol für unerreichbare Vollkommenheit. Wenn dieses Bild die eigenen Gesichtszüge trägt, hält sich der Träumende für
weitaus perfekter und hervorragender, als er ist – er meint „über allem zu stehen“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Schaut der Kaiser das Bild eines Apostels, Propheten oder Heiligen, wird er die Nachricht von einem glänzenden Sieg erhalten,
jedoch wird der Sieg nicht so groß sein, weil er jene nicht selbst geschaut hat, sondern nur deren Bild; deswegen wird auch der
Sieg geringer sein. Ein einfacher Mann wird in seinem Gewerbe Befriedigung und Erfolg finden.
– Träumt jemand, die Bilder sprächen mit ihm, und er erinnere sich an die Worte, werden die Verheißungen in der Regel sich
erfüllen; dem Kaiser werden nach diesem Traum Freuden und ein wunderbarer Sieg über die Feinde bevorstehen, so wie es
ans Wunderbare grenzt, daß Bilder mit Menschen reden; einer aus dem gemeinen Volk wird auf wunderbare Weise wohlhabend
werden.
– Schaut jemand im Traum vergoldete oder nichtvergoldete Bilder, ist nur bei den letzteren die Deutung günstig;
die vergoldeten prophezeien nämlich häufig wegen des Goldes Trübsal.
Läßt der Kaiser Heiligenbilder malen, wird er Vorbereitungen und Rüstungen zum Kampf gegen die Feinde treffen;
ist die Wiedergabe der Bilder gelungen, werden auch seine Pläne gelingen, wenn nicht, fehlschlagen. Entsprechend wird es
jedem gemeinen Mann in seinem Beruf ergehen, je nachdem, ob die Wiedergabe geglückt ist oder nicht.
– sehen: werde etwas frommer.
(europ.) : – sagen uns Gutes voraus, wenn wir auf dem Pfad der Tugend wandeln;
– anbeten: bedeutet, daß man ein großes Unrecht tun wird.
(ind. ) : – sehen: du kannst mit deinem Fleiß viel erreichen.
(Siehe auch „Religiöse Bilder“)
Heiligenschein
Volkstümlich:
(arab. ) : – um das Haupt sehen: fromme Gefühle werden dich beseelen;
– bei anderen sehen: es wird dir etwas vorgespiegelt werden.
(europ.) : – gegenwärtiger Schmerz wird zu späterem Glück führen; sei tapfer.

665
Heiligsprechung
Volkstümlich:
(europ.) : – Friede.
Heilquelle
Volkstümlich:
(arab. ) : – große: günstige Veränderungen.
(ind. ) : – du wirst eine Reise machen und in einer fremden Stadt eine gute Bekanntschaft machen;
– für Ledige: aussichtsreiche Partie;
– für Verheiratete: guter Geschäftsgang.
(Siehe auch „Quelle“, „Wasser“)
Heilung
Assoziation: – Wiederherstellung; Genesung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich zur Heilwerdung bereit?
Artemidoros:
Über Heilanweisungen im Traum eine kritische Untersuchung anzustellen, nämlich darüber, daß die Götter Menschen Behandlungen von
Krankheiten verordnen, ist sinnlos; denn groß ist die Zahl derer, die in Pergamon, in Alexandreia und an anderen Orten durch
Traumanweisungen geheilt worden sind; ja es gibt sogar Leute, die erklären, die ärztliche Kunst verdanke solchen Anweisungen ihren
Ursprung. Daß aber die Heilträume, die gewisse Leute aufzeichnen, höchst lächerlich sind, ist wohl jedem klar, der nur ein wenig gesunden
Menschenverstand besitzt; denn sie zeichnen nicht das auf, was man tatsächlich schaut, sondern nur ihre eigene Einbildungen. Wenn nämlich
einer sagt, es sei Leuten im Winter Nereidenbrühe (Eine Suppe aus Muscheln (pelorides) = bedeutet sowohl Muscheln wie, mit einem
Wortspiel, Meerwunder, d.h. Nereiden und Seenymphen. Da aber die Anweisung im Winter gegeben wurde, müsse es eine Suppe aus
Venusmuscheln (cheimai = chemai) sein.) als Rezept verschrieben worden, so glaubt er offenbar auf Grund einer willkürlichen Wahl, die
Cheimai seien besser als die Pelorides… Und sie nennen „der Weckstimme Hirn“ das Hirn des Hahnes, „beißender Inder“ den Pfeffer,
„Jungfrauenmilch“ die Träne und „Sternenblut“ den Tau, „kretisches Schaf“ die Quitte und ähnliche Hirngespinste, um nicht mehr Worte
darüber zu verlieren; denn man soll nicht vom Thema abschweifen, indem man das leere Gerede anderer anprangert; es genügt, mit knappen
Worten in der Form des Beispiels derartige Phantastereien zu widerlegen. Wenn sie nun solchen Unsinn aufzeichnen, offenbaren sie damit,
wessen Geistes Kind sie sind, d.h. sie verstehen sich besser darauf, Traumgesichte zu erfinden, als die Menschenfreundlichkeit der Götter zu
begreifen; es ist nämlich nicht ein einziges Beispiel eines wirklich so geschauten Gesichtes auf uns gekommen. Ich bin überzeugt, daß die
Götter, denen sie solch dummes Zeug andichten, diesen Phantasten mit Recht zürnen, weil sie ihnen fälschlich Geschmacksverirrung, Arglist
und Dummheit nachsagen. Was aber die Traumanweisung der Götter anbetrifft so wirst du feststellen, daß sie einfach und keine Rätsel
aufgeben; denn die Götter verordnen unter den allgemein üblichen Bezeichnungen Salben oder Einreibungen, Speisen oder Getränke,
sprechen sie aber wirklich einmal in Rätseln, so löst sich ihre Rätselsprache sehr leicht. So träumte z.B. eine Frau, die an einer
Brustentzündung litt, sie werde von einem Schaf gesäugt. Sie legte sich Schafszunge auf und wurde geheilt. Mit was für einer Heilkur du
auch immer zu tun hast, sei es, daß du durch eigene Auslegung sie herausfindest oder dieselbe aufgrund der Auslegung eines anderen als
bestätigt betrachtest, du wirst bei näherer Prüfung feststellen, daß sie medizinisch die einzig richtige ist und mit den Erkenntnissen der
wissenschaftlichen Heilkunde nicht im Widerspruch steht. So träumte Fronto (M. Cornelius Fronto (100-166 n.Chr.) war der bedeutenste
Redner seiner Zeit. Er unterrichtete die Kaiser M. Aurelius Antonius und L. Verus in lateinischer Beredsamkeit.), der Gichtbrüchige, der die
Götter um eine Heilkur gebeten hatte, er gehe in der Vorstadt spazieren. Nun ließ er sich mit Bienenwachs einreiben und wurde auf dieser
Weise völlig geheilt (Wortspiel: propolis bedeutet sowohl Vorstadt als auch Bienenwachs). Deswegen sei nach Maßgabe deiner Möglichkeit
bemüht, wie ich dir schon mehrfach riet, die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Heilkunde zu nutzen. Beachte noch folgendes: Erhalten
Leute, die nicht krank sind, noch überhaupt Schmerzen haben, irgend eine Heilanweisung im Traum oder nehmen sie sich ein Stück vom
Schlacht- oder Brandopfer als Schutzmittel mit, so werden sie erkranken oder sich ein Leiden an irgendeinem Körperteil zuziehen; denn
Heilmittel benötigen nicht Gesunde, sondern Kranke. Hier noch folgender Hinweis: Halte dich an meine Deutungen und an meinen Entwurf
und nimm dir keine geschmacklosen Auslegungen zum Vorbild, auch wenn du dafür bei jemand Anerkennung finden solltest. Ferner
klammere dich nicht an eine einzige Silbe, damit du keine Fehler begehst und dadurch in schlechten Ruf kommst. So träumte z.B. jemand,
der krank daniederlag, er schaue einen gewissen Peison. Das deutete ihm einer als große Sicherheit und Heilung, außerdem prophezeite er
ihm, ausgehend von der ersten Silbe des Wortes Peison (Pei, die erste Silbe des Namens im griech. ergibt 95 = Pi + Epsilon + Jota = 80 + 5 +
10), er werde fünfundneunzig Jahre leben. Nichtsdestoweniger starb der Mann, der das Traumgesicht gehabt hatte, an eben dieser Krankheit.
Denn er hatte geträumt, daß dieser Peison ihm Salben bringe, diese bedeuten aber einem Kranken Unheil, weil man bei einem Begräbnis
Verstorbenen Salben mitgibt. Glaube jedoch nicht, daß das Traumerlebnis des Reeders ein vergleichbarer Fall zu diesem sei. Auf dessen
Frage, ob er nach Rom kommen werde, antwortete ihm jemand: „Nein“ (griech. (ou) besteht aus Omikron + Ypsilon = 70 + 400 = 470).
Gleichwohl kam er nach vierhundertsiebzig Tagen dort an; es macht nämlich keinen Unterschied, ob man die Zahl selbst sagt oder nur das
Wort, welches diese Zahl ergibt.
Allgemein:
Es werden immer wieder Träume berichtet, in denen ein Arzt oder Heiler auftritt, der einem persönliche Gesundheitstips mitteilt. Das mag
die alltägliche Lebensweise des Träumenden betreffen oder eine Heilmethode sein, die ihm mitgeteilt wird. Eine berühmte Legende von
einem Heiltraum der Antike erzählt von dem makedonischen Herrscher Alexander der Große (356 – 323 v. Chr.), dessen Freund Ptolemäus
(nicht mit dem griechischen Astronom zu verwechseln, der etwa 200 Jahre früher lebte) von einem vergifteten Pfeil verwundet wurde und im
Sterben lag. An seinem Lager bekam Alexander einen Traum, in dem seine Mutter einen Fisch mit einer ihm unbekannten Wurzel fütterte.
Darauf zeigte dieser Fisch Alexander, wo jene Wurzel zu finden sei und sagte ihm, daß diese Wurzel das Leben seines Freundes retten
würde. Nach diesem Traum suchte Alexander die Wurzel und verabreichte sie Ptolemäus, der darauf wieder gesund wurde. Beachten Sie
dabei: Heilung im Traum beginnt nicht unbedingt mit weisen Männern oder Frauen, die Ihnen Rezepte oder Heilkräuter im Traum
überreichen. Häufig sind es extrem ruhige Traum-Szenen oder, umgekehrt, besonders kämpferische Traumsequenzen, die von einer
beginnenden Heilung künden: Da wird eine Mauer übersprungen oder etwas defektes repariert; vielleicht wird ein Fluß durchschwommen,
ein Widerstand bezwungen oder umgangen, eine Tür geöffnet, eine Unordnung aufgeräumt. Etwas taucht aus dem Wasser oder aus der
Versenkung empor. Licht am Ende des Tunnels. Eine Blume blüht auf. Ein Kran hebt etwas in die Höhe. Etwas Neues und Ungewohntes
findet sich in einer altvertrauten Umgebung. Da taut etwas auf, man ist einem Abgrund entkommen… und viele andere Varianten mehr!
Psychologisch:
Ein geträumter Heilungsprozeß ist meistens auch ein ganz realer: Ein verletztes Gefühl ist wieder heil, eine „seelische Verwundung“ gut
vernarbt – eine Trauer bewältigt. Träumt man davon, daß nach längerer Krankheit eine Heilung eintritt, ist dies ein Symbol für eine positive
psychische Entwicklung. Jedoch muß man auch hier vorsichtig mit den neu entstehenden Kräften umgehen und darf sich nicht überfordern.
(Siehe auch „Arzt“, „Krankenhaus“, „Krankheiten“, „Operation“)

666
Heilwässerchen
Volkstümlich:
(europ.) : – für den Erhalt der Gesundheit Zuflucht zu Heilwässerchen suchen: man greift zu äußersten Mitteln,
um den Wohlstand zu mehren und wird den Neidern zum Trotz Erfolg haben;
– mixen: von einer unbedeutenden Stellung in Positionen aufsteigen, die bei weitem die Erwartung übertrifft.
Heim
Artemidoros:
Die Gründung einer Heimstätte in der Fremde prophezeit einem, der nicht heiraten oder dort Wohnung nehmen will, den Tod. So starb der
junge Mann aus Bithynien, dem es träumte, er gründe sich in Rom eine Heimstätte.
Psychologisch:
Das eigene Heim spielt auch im Traum eine Rolle.
– Fühlt sich der Träumer darin wohl, braucht er sich um seinen Seelenfrieden keine Sorgen zu machen.
– Ist es unaufgeräumt oder sieht man es ohne die gewohnten Möbel, ist seine Psyche etwas angeknackst.
– Wer es anstreicht, der braucht mal einen Tapetenwechsel.
Volkstümlich:
(europ.) : – besitzen: Gesundheit, Glück und Wohlergehen;
– zeigt an, daß man zu hohen Ehren gelangen wird sowie Glück und Gunst;
– sein altes Heim besuchen: deutet auf gute Neuigkeiten hin;
– sein altes in verfallenem Zustand sehen: Warnung vor Krankheit oder Tod eines Verwandten; Für eine junge Frau
bedeutet dieser Traum vom alten Heim, daß sie einen guten Freund oder Freundin verlieren wird.
– nach Hause gehen und alles gemütlich und die Familie frohgemut vorzufinden: kündigt sowohl Harmonie im Privatleben,
als auch Erfolg im Beruf an.
(Siehe auch „Haus“, „Wohnung“)
Heimat
Allgemein:
Ein Sicherheits- und Zugehörigkeitssymbol, und wer von seiner eigenen Heimatstadt bzw. von seinem damaligen Zuhause träumt, weiß, „wo
er steht“ – er ist selbstsicher und in seiner Existenz „gut verwurzelt“. Er weiß, wo er hingehört, und ist dort angekommen.
Psychologisch:
Ohne in der Fremde zu sein, können wir von der Heimat träumen. Das Unbewußte kann mit dem Bild von der Heimat auch darauf
hinweisen, daß wir uns besser in die derzeitige Umwelt einfügen sollten, um uns nicht fremd zu fühlen. Oder aber der Traum verrät, daß man
mit der Gegenwart unzufrieden ist und sich nach alten, besseren Verhältnissen sehnt, weil man mit einer neuen Situation unzufrieden ist.
Deutet ferner auf Reueempfindungen über sexuelle Handlungen, insofern sich in diesen Traum die Sehnsucht nach der verlorenen Unschuld
ausdrückt. Verläßt man die Heimat, kann das auf familiäre Probleme hinweisen.
Volkstümlich:
(europ.) : – man sehnt sich nach einer Erfüllung, schaut aber zuviel in die Vergangenheit;
– die alte oder die Schule sehen: bedeutet fortgesetzten Wohlstand, besonders für einen Liebenden; glückliche Stunden erleben;
– sie verlassen: man wird große Sorgen um die Zuku nft seiner Familie haben;
– im Ausland sein und von der Heimat träumen: deutet auf eine baldige gute Nachricht von deiner Familie;
– wiedersehen: viel Freude; glückliche Stunden.
Heimweh
Allgemein:
Heimweh kann wie die Heimat gedeutet werden; oft bezieht sich das auf eine Gefühlsbindung, in der sich die Erwartungen nicht erfüllten.
Psychologisch:
Spiegelt meist den Schmerz über irgend etwas unwiederbringlich Verlorenes, das sich zurücksehnen nach der Geborgenheit (zum Beispiel
des Elternhauses).
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: in Traurigkeit und Verzweiflung gestürzt werden.
(europ.) : – haben: man hat eine neue Liebschaft und fühlt erst jetzt, was man an der alten verloren hat;
auch: man wird gute Gelegenheiten zu interessanten Reisen und angenehmen Besuchen bei Freunden verpassen.
Heirat
Assoziation: – Vereinigung; Verpflichtung.
Fragestellung: – Womit bin ich mich zu verbinden oder wozu mich zu verpflichten bereit?
Allgemein:
Ein Traum von Heirat kann ganz einfach Wunscherfüllung sein. Er kann sich aber auch auf andere Formen von „Vereinigung“ beziehen,
beispielsweise das Zusammenführen von Ideen, Aktivitäten oder Meinungen. Die Folklore kennt viele Mittel, um im Traum den zukünftigen
Geliebten oder Verlobten zu sehen; z.B. wenn man einen bestimmten Gegenstand unter das Kopfkissen legt. Daß dies in aller Regel auch
„funktioniert“, ist gar nicht so verwunderlich, wenn man sich vor Augen hält, daß das intensive daran denken kurz vor dem Einschlafen auch
wirklich zu dem gewünschten Resultat führt. Der Traum vom zukünftigen Ehemann / der zukünftigen Ehefrau muß jedoch keineswegs
buchstäblich zu verstehen sein, sondern kann auch eine ganz andere Zukunftshoffnung ausdrücken. In gleicher Weise kann der Traum, zum
Hahnrei gemacht werden, selbst wenn er auch Ausdruck von Eifersucht ist, einfach nur die Furcht bedeutet, einer Idee beraubt zu werden.
Von Flitterwochen träumen, kann den positiven Blick nach vorn ebenso meinen wie die Erinnerung an eine glückliche Zeit. Der Traum von
Untreue hingegen symbolisiert Selbstvorwürfe, einem Ideal oder Prinzip des Lebens untreu geworden zu sein – aber natürlich auch direkt
dem Ehepartner.
Psychologisch:
Heirat steht für die Versöhnung von Gegensätzen in einer fruchtbaren Symbiose vor allem bei einer Heirat von einem Paar „ohne Gesicht“.
Das kann sich auf äußere Umstände (zum Beispiel Streit, Konflikte) beziehen, oft ist damit aber der Ausgleich innerer Widersprüche
gemeint. Es kann aber auch bedeuten, wen man davon träumt, zu heiraten oder zumindest eine feste Bindung einzugehen. Wer von einer
chaotischen Hochzeitsszene träumt – oder von einer verschobenen oder versäumten Heirat -, sollte es sich noch einmal gut überlegen: Er/Sie
„ist noch nicht soweit“ oder hat den „falschen Partner“, und das Unterbewußtsein schlägt Alarm. Dieses Signal fällt noch eindeutiger aus,
wenn man sich selbst im Traum heiraten und dabei weinen, „nein“ sagen oder davonlaufen sieht – letzteres wäre dann dringend zu
empfehlen.

667
Volkstümlich:
(arab. ) : – achte darauf, daß du dich nicht ohne Überlegung in unglückliche Verhältnisse bringst.
(europ.) : – verheiratet sein: bedeutet Glück und Gewinn;
– eine Hochzeit mit farbenfroh gekleideten und glücklichen Gästen zu erleben: bedeutet sehr große Freude;
– eine Hochzeit mit schwarz oder in anderen dunklen Farben gekleideten Gästen: man muß sich auf Trauer
und Sorgen gefaßt machen;
– eine Ehe schließen: verkündet unerfreuliche Nachrichten von Abwesenden;
– an einer teilnehmen: die Rücksichtnahme von lieben Menschen beschert einem sehr viel Freude;
die geschäftlichen Angelegenheiten entwickeln sich vielversprechend;
– ein negatives Ereignis in Zusammenhang mit einer Hochzeit: prophezeit Kummer, Krankheit oder Tod in der eigenen Familie;
– Hält eine junge Frau sich für eine unglückliche und nicht verliebte Braut, werden ihr Enttäuschungen in der Liebe
und möglicherweise auch die eigene Krankheit vorhergesagt. Sie sollte vorsichtig agieren, denn Widersacher lauern.
– Träumt eine Frau, einen altersschwachen Mann mit faltigem Gesicht und grauen Haaren zu heiraten, wird sie mit vielen Sorgen
und Krankheiten zu kämpfen haben.
– Träumt eine Frau, daß ihr Geliebter während der Trauung stirbt, schwarz trägt und sie vorwurfsvoll ansieht, wird sie durch
die Kälte und fehlenden Zuneigung eines Freundes in Verzweiflung getrieben.
(ind. ) : – du willst deine Wohnung wegen andauerndem Streit mit den unverträglichen Nachbarn aufgeben;
aber es will dir nicht so gelingen, wie du es gerne haben möchtest;
– heiraten: Armut.
– Träumt jemand, man habe ihm den Brautschmuck angelegt, wird er bald sterben oder einem Anschlag zum Opfer fallen
und getötet werden.
– Dünkt es einen, er sei eine Ehe eingegangen, wird er eine neue Freude und neue Gewalt erlangen, sofern die Frau schön ist,
oder Sorgen, wenn sie häßlich ist. Ist einer von seiner Frau geschieden worden, wird er seine Gewalt verlieren und in Not geraten;
ein Armer wird bitterarm werden und darben.
– Die Ehefrau ist des Mannes Stärke und Macht. Je nachdem einer seine Frau gepflegt oder ungepflegt schaut,
dementsprechend wird es ihm ergehen, ihre Ungepflegtheit wird ihm Leid, ihre Gepflegtheit Freude bringen.
(Siehe auch „Ehe“, „Hochzeit“)
Heiratsurkunde
Volkstümlich:
(europ.) : – Sieht eine Frau eine Heiratsurkunde, geht sie bald eine unglückliche Verbindung ein, die ihren Stolz verletzt.
Heiserkeit
Allgemein:
Wenn man nicht am Morgen mit Bronchitis aufwacht und alles nur geträumt war, dann hat man etwas erlebt (und verdrängt), was einem „die
Sprache verschlägt“ und „im Hals steckenbleibt“. Nicht wieder „hinunterwürgen“ – besser „ausspucken“! Heiserkeit deutet meist auch auf
Kontaktschwäche und Vereinsamung hin, die man überwinden muß. Nach alten Traumquellen soll sie aber auch Erfolge und Gewinne
versprechen.
Psychologisch:
Haben wir oder ein anderer im Traum eine heisere Stimme, bringen wir im Wachleben möglicherweise keinen Ton heraus, um uns gegen
üble Anschuldigungen oder böse Machenschaften zur Wehr zu setzen. Vielleicht reden wir aber auch gern um den heißen Brei herum, so daß
uns das Unbewußte mit der Heiserkeit warnen möchte, nur dann etwas wichtiges zu sagen, wenn wir uns unserer selbst auch ganz sicher
sind.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß man infolge einer gut durchdachten Rede einen Vorteil erzielen dürfte; auch: eine Möglichkeit befördert zu werden,
jedoch in eine unsichere Position; man sollte gut nachdenken, bevor man sich entschließt.
(Siehe auch „Stottern“)
Heiterkeit
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst zu guten Dingen aufgelegt sein.
(europ.) : – verkündet Ärger und Verdruß;
– artet sie in ausgelassene Fröhlichkeit aus, werden Tränen folgen.
Heizdecke
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird bald Trost und Unterstützung benötigen.
Heizen
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt an, daß man nur durch eigene Tätigkeit zu einem behaglichen Dasein kommen kann.
Heizkessel
Volkstümlich:
(europ.) : – einen defekten sehen: es sind Nachteile aufgrund von Enttäuschungen oder Fehlern zu erwarten;
– Träumt eine Frau, daß sie in den Keller geht und sich um den Heizkessel kümmert, sind Krankheit und Verlust nicht fern.
Heizungsmaterial
Volkstümlich:
(europ.) : – deutet Sicherheit gegen Sorgen an.
Hekate (Siehe „Götter“)

668
Hektograph
Volkstümlich:
(ind. ) : – (Vervielfältigungsapparat): du wirst in Klatschereien kommen.
Held
Allgemein:
War der Held oder die Heldin des Traumes jemand, den man auch selbst bewundert? Dann macht einem der Traum wahrscheinlich hinterher
auch noch Freude. Dies trifft besonders zu, wenn man sich zu dieser Person persönlich hingezogen fühlt und mit ihr im Traum Sex hatte.
Freilich ist diese Art Traum nicht wirklich als Vorhersage oder Prophezeiung anzusehen. Hat der Held oder die Heldin Ratschläge gegeben
oder Warnungen ausgesprochen? Auch welche Eigenschaften man an ihm/ihr schätzte, ist von Bedeutung, und ob man diese selbst aufweist.
War man selbst der Traumheld / die Traumheldin, so ist man wahrscheinlich erfolgreicher, als einem selbst bewußt ist. Träume dieser Art
stärken das Selbstvertrauen und geben wertvolle Anregungen.
Psychologisch:
Der Held deutet im Traum auf männliche Unreife, übersteigerten Geltungsdrang und auch auf Abenteuerlust hin. Dieses Traumbild will den
Träumenden darauf hinweisen, daß er mehr Elan, Selbstvertrauen, Wagemut, Durchsetzungsvermögen und Unternehmungsgeist im Alltag
entwickeln sollte. Tiefenpsychologisch gedeutet ermahnt er oft dazu, auch unangenehme Selbsterkenntnisse nicht zu scheuen, sondern sich
ihnen mutig zu stellen, damit man reifen kann. Wer selbst im Traum der Held war, wäre es gern – er sucht Anerkennung, möchte im
Mittelpunkt stehen. Ein häufiger Traum in Phasen der allgemeinen psychisch-physischen Verunsicherung, wenn man sich alles andere als
heldenhaft fühlt: während der Pubertät, in der Midlife- crises- Stimmung oder wenn man plötzlich ein typisches Anzeichen des Alterns an
sich entdeckt.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Sinneswandel von jemanden, der einem gegenüber bislang kühl gewesen ist, ganz besonders dann,
wenn man von großen Helden der Geschichte träumt.
(Siehe auch „Archetypen“, „Drache“, „Menschen“, „Riese“, „Ungeheuer“)
Heldentat
Volkstümlich:
(europ.) : – begehen: sagt viel Schläge und Demütigungen voraus.
Helfen
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden in irgendeiner Angelegenheit: dein Auftreten wird allgemeinen Beifall hervorrufen.
Helios (Siehe „Götter“, „Sonne“)
Hellebarde
(mittelalterlicher Kriegsspieß)
Volkstümlich:
(ind. ) : – du sprichst viel vom Krieg.
Helligkeit
Allgemein:
Die Helligkeit, die der Träumende in seinem Traum sieht, bedeutet, daß ein Teil seines Lebens der Erleuchtung bedarf, oft durch eine äußere
Quelle.
Psychologisch:
Der Träumende besitzt eine ausgezeichnete Auffassungsgabe und versteht diese zu seinem Vorteil einzusetzen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisiert Helligkeit die Hinwendung des Träumenden zu spiritueller Erleuchtung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – auffällige um sich herum sehen: dich erwartet eine große Freude.
Hellrosa
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schönheit; bedingungslose Liebe; Heilung; Verbindung mit dem Schöpfer; unentwickelte Weiblichkeit; Schlauheit; Mond
der kraftvollen Sonne.
Beschreibung: Hellrosa ist die Farbe, die im Medizinrad mit dem Mond der kraftvollen Sonne (21. Juni bis 22. Juli) in Verbindung gebracht
wird. Dem Hellrosa wohnt eine zwiespältige Bedeutung inne. Einerseits ist Rosa die Farbe der ganz kleinen Mädchen, der Reinheit, der
unentwickelten Weiblichkeit; der Schlauheit. Andererseits versinnbildlicht sie auch die bedingungslose Liebe, eine Form der Liebe, die
große Reife voraussetzt.
Allgemeine Bedeutung: Deine unentwickelte weibliche Natur oder deine Befähigung kompromißloser Liebe.
Assoziation: Rosa als Symbol für Gesundheit; Rosa als Farbe der Homosexuellen.
Transzendente Bedeutung: Eine Heilung des Weiblichen; eine starke Verbindung zum Schöpfer.
(Siehe auch „Rosa“)
Hellseher
Psychologisch:
Im Traum einen Wahrsager um Rat zu fragen, ist ein Zeichen dafür, daß man ernste Sorgen hat, die man nicht alleine zu lösen vermag. Man
sollte die Vorhersage des Hellsehers ernst nehmen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich selbst in der Zukunft erblicken: Wechsel seines derzeitigen Berufes, sowie eine Reihe unglücklicher Konflikte;
– einen Hellseher besuchen: prophezeit Nachteile.
(Siehe auch „Astrologe“, „Wahrsager“)

669
Helm
Assoziation: – wohlgehütete Meinungen und Einstellungen.
Fragestellungen: – Welche Gedanken oder Meinungen bin ich zu ändern bereit?
Allgemein:
Wird der Helm im Traum von einem anderen Menschen getragen, kann dies dieselbe Bedeutung haben wie eine Maske. Die Traumfigur
schützt sich durch den Helm vor den Blicken der anderen. Trägt der Träumende selbst den Helm, dann ist er ein Symbol des Schutzes und
der Erhaltung.
Psychologisch:
In alten Zeiten war der Helm ein Attribut des Kriegers oder des Helden. Aber auch heute noch ist er als Motorrad- oder Bauarbeiterhelm ein
Symbol des Männlichen. Wer ihn trägt, will seinen Kopf schützen; dieses Bild kann bedeuten, man solle all seinen Verstand
zusammennehmen und erst handeln, wenn nicht mehr die Gefahr besteht, etwas falsch zu machen. Hat man das Visier des Helmes
heruntergeklappt, kann auch von einer Sache die Rede sein, die man blindwütig angehen will.
Spirituell:
Auf dieser Ebene bedeutet der Helm im Traum den Schutz durch das spirituelle Selbst.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst einen mächtigen Gönner finden.
(europ.) : – steht für drohende Armut und Verluste, die jedoch durch kluges Handeln abgewendet werden können;
auch: angenehmer Besuch; vermeide Extravaganzen.
(Siehe auch „Hut“, „Kopf“, „Maske“)
Helmkraut
Medizinrad:
Schlüsselworte: Ruhig; Frieden; Schlaf.
Beschreibung: Die Gattung Helmkraut oder Scutellaria ist vor allem in den Tropen und in den gemäßigten Zonen verbreitet. Es sind Kräuter
oder Halbsträucher mit blauen, violetten, roten oder gelben Blüten. Die Pflanze als Ganzes war ein beliebtes Heilkraut gegen nervöse
Zustände. Es hieß, daß sie Ruhe und Schlaf, fördert, während sie gleichzeitig das ganze Körpersystem stärkt.
Allgemeine Bedeutung: Dein Bedürfnis nach Ruhe und Frieden; eine Bereitschaft, leicht exaltierte oder Ärgerlichkeit fördernde Aspekte
deiner Natur aufzugeben.
Assoziation: Helm als Teil einer Rüstung.
Transzendente Bedeutung: Friedlicher Schlaf, der es dir gestatten wird, tief und erfüllt zu träumen.
Hemd
Assoziation: – höheres Selbst im Gegensatz zum niederen Selbst; Emotionen.
Fragestellungen: – Welche Gefühle halte ich für angemessen?
Allgemein:
Hemd verkörpert oft sexuelle Bedürfnisse, die zu stark sind, als daß man sie länger unterdrücken dürfte; damit kann Angst vor einer
Bloßstellung verbunden sein. Allgemein kommt darin häufig die Angst zum Vorschein, sich eine Blöße zu geben, eine Schwäche zu zeigen.
Folgende Begleitumstände lassen weitere Deutungen zu:
– Hemd anziehen verspricht Hilfe in einer wichtigen Angelegenheit.
– Hemd ausziehen warnt vor Enttäuschungen und Mißerfolgen.
– Hemd waschen ermahnt, sich nicht mit Menschen einzulassen, die einem schaden.
– Hemd bügeln zeigt an, daß man beliebt und angesehen ist.
– Hemd wechseln kann den Wunsch nach einem erotischen Abenteuer anzeigen.
– Schmutziges oder zerrissenes Hemd deutet eine leichtfertige, oberflächliche Lebensweise an, die man ändern sollte.
– Mehrere Hemden sehen signalisiert das Bedürfnis nach mehr Geselligkeit und Freunden.
– Hemden die auf der Leine oder im Schrank hängen, sagen neue Freundschaften voraus.
Psychologisch:
Symbol für die Rolle, die man spielt, für das Image (das Traumhemd sieht so aus, wie man selbst gern gesehen werden möchte) – und im
negativen Traum die Angst vor dem Imageverlust. Wer sich um solche Dinge keine Sorgen macht, „gibt sein letztes Hemd“ für andere. Nur
im Hemd dastehen bezeichnet die Angst, bloßgestellt zu werden. Hier und da gilt es auch als Bloßstellen im erotischen Sinn. Wer sein Hemd
wäscht, der will glänzen (in der Liebe?). Und wer sich in einem schmutzigen oder zerrissenen sieht, dem ist eigentlich alles egal. Wer es
wechselt, will im Wachleben vielleicht die Gesinnung ändern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: Geheimnisse erfahren;
– anziehen: Unangenehmes wird dir fernbleiben;
– ausziehen: du wirst Vorteile preisgeben;
– schmutziges: lasse dich von unanständigen Personen nicht verleiten; hüte deine Ehre;
– zerrissenes: vereitelte Hoffnung;
– nähen: Glück in der Liebe;
– waschen oder bügeln sehen oder dies selbst verrichten: du wirst dich durch dein Benehmen sehr beliebt machen;
häusliches Glück.
(europ.) : – erotisch unruhiger und offensiver Traum; auch Angst oder Wunsch, bloßgestellt zu werden;
– viele schöne Hemden sehen: kündet baldige Heirat oder neue Freundschaften an;
– ein seidenes tragen: man wird in mißliche finanzielle Verhältnisse geraten;
– ein schmutziges sehen: warnt vor ansteckenden Krankheiten;
– ein schmutziges tragen: deutet auf Liederlichkeit hin; auch: es wird einem eine Schande oder Untat angelastet,
von der man sich nicht so schnell befreien kann;
– ein zerrissenes sehen: steht für Unglück und ein elendes Umfeld; man ist viel zu leichtfertig;
– ein zerrissenes tragen: Schutz gegen Anfeindungen;
– waschen: ferner warnt dies vor unvorsichtigem Sprechen und Handeln; man gerät in schlechte Gesellschaft;
– bügeln: man wird sich beliebt machen;
– ein nagelneues anziehen: bald Glück in der Liebe haben;
– eins anziehen: bedeutet Befreiung von Sorgen; man ist in seiner Umgebung beliebt;
– sein eigenes anziehen: man hat sich durch Untreue von seinem Schatz innerlich entfremdet;
– ausziehen: verkündet Ärgernis, bittere Enttäuschung, auch Krankheit;
– wechseln: man wird seinen Liebhaber oder die Liebhaberin wechseln;

670
– in einem herumlaufen: man wird Glück in der Liebe haben;
– verlieren: bedeutet Schmach im Geschäft und in der Liebe;
– Träumt eine Frau von einem Hemdchen, bedeutet das, daß sie sich unschönen negativen Klatsch über sich anhören muß.
(ind. ) : – anziehen: Trost und Hilfe stehen dir sehr nahe;
– ausziehen: du hast einen Kranken in deinem Haus;
– zerrissen: deine Hoffnungen werden sich leider nicht erfüllen;
– nähen: du hast eine glückliche Liebe;
– waschen: in deinem Haushalt wohnt Glück und Frieden.
(Siehe auch „Kleid“, „Manschetten“)
Hemmschuh
Volkstümlich:
(arab. ) : – allerhand Hindernisse.
Hengst
Allgemein:
Hengst steht für männliche Potenz, die schwer zu zügeln ist, aber auch antreibt und beflügelt. Oft kommt darin bei Frauen das Bedürfnis
nach einem starken, betont männlichen Partner zum Ausdruck. Allgemein kann der Hengst aber auch auf viel Energie und Tatkraft
hinweisen.
Psychologisch:
War es ein wilder, ungezähmter? Dann haben Sie enorme Lebensenergie und sind „nicht zu zügeln“. Aber wenn der Hengst geritten oder
dressiert worden ist: Was immer Sie „im Zaun halten“, möchten Sie viel lieber ausleben – es ist nur eine Frage der Zeit, bis Ihnen doch „die
Pferde durchgehen“. Nach S. Freud gilt der Hengst als Symbol sexueller Triebunterdrückung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder reiten: harre mutig aus und es wird dir gelingen.
(europ.) : – für Frauen ein reines Sexualsymbol; Suche nach kraftvollem Leben;
– Männer auf Hengsten hoffen auf Erfüllung ihrer Wünsche;
– sehen: man darf auf blühende Zeiten und eine Stellung hoffen, die Ruhm und Ehre bringt;
– einen reiten: man wird auf ungewöhnlichen Wege zu Macht und Reichtum aufsteigen;
allerdings wird der Erfolg die Moralvorstellungen und den Gerechtigkeitssinn untergraben;
– Tollwut haben: der Reichtum der einen umgibt verleitet zu Arroganz, führt zur Entfremdung
von Freunden und verleitet zu zweifelhaften Vergnügen.
(ind. ) : – du wirst Mut und Kraft erlangen.
(Siehe auch „Pferd“, „Stute“)
Henkelkorb
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen: du wirst dich ärgern müssen.
Henkelkreuz
Allgemein:
Die Symbolik ist der des Kreuzes ähnlich; sie stellt den Glauben des Träumenden und seine Vorstellung vom Universum dar.
Psychologisch:
Das Henkelkreuz oder der Lebensschlüssel, wie es auch manchmal genannt wird, steht für allumfassende Macht und den Schutz, den ein
Mensch trotz aller Widrigkeiten und Kümmernisse des materiellen Lebens erfahren kann. Es ist die Verbindung des Menschlichen mit dem
Göttlichen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisiert das Henkelkreuz im Traum den Schlüssel zur Erkenntnis.
Henker
Allgemein:
Henker (Scharfrichter) kündigt eine schwierige Situation an, die man aber wahrscheinlich meistern wird, ohne viel Schaden zu nehmen.
Psychologisch:
Er besorgt unsere Hinrichtung; mit diesem Bild will uns das Unbewußte auf eine seelische Unebenheit hinweisen, die wir ausmerzen sollen.
Der Henker ist also die Traumfigur, die etwas Bestimmtes bei uns richten soll.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: bevorstehendes Unglück.
(europ.) : – verheißt Geldgewinn sowie, daß etwas Unangenehmes sich zum Guten wenden wird.
(ind. ) : – sehen: der Kummer und die Not sind d eine Begleiter.
(Siehe auch „Aufhängen“, „Galgen“, „Hinrichtung“, „Scharfrichter“)
Henne
Allgemein:
Henne wird als Glückssymbol verstanden, das familiäre Harmonie und finanzielle Erfolge verspricht; vor allem die brütende oder Eier
legende Henne ist in diesem Sinn zu deuten. Schlachtet man die Henne, warnt das vor Mißerfolgen und Enttäuschungen durch eigene
Unvorsichtigkeit.
Psychologisch:
Das nützliche Federvieh symbolisiert biedere Häuslichkeit und mütterliche Eigenschaften im sehr konservativen Sinn – die „Glucke“, die ihre
Küken unter dem Flügelflaum warm hält. Schützt sie ihre Eier; übersetzt: Sie sorgt dafür, daß uns seelisch so leicht nichts bedrückt. Wer sie
also im Traum schlachtet, schadet sich durch eine Unachtsamkeit im Wachleben selbst. Im Altertum glaubte man, wer eine Henne mit viel
Küken im Traum sähe, dem werde Kinderglück zuteil.

671
Volkstümlich:
(arab. ) : – Einen prächtigen Hahn zu besitzen bedeutet, man werde einen tüchtigen Aufseher für seine Sklaven finden;
kämpft einer mit einem Hahn, wird er Ärger und Streit mit jenem haben.
– Schlachtet er den Hahn, wird er seinen Aufseher verlieren; ist der Hahn verendet, wird dasselbe eintreffen.
– eine große und schöne sehen: Glück in der Liebe haben;
– vom Hahn verfolgt sehen: traue nicht deinen Freunden;
– Eier legen sehen: Glück im Geschäft, Beruf und in der Lotterie;
– brüten sehen: du wirst lange auf die Erfüllung deines Wunsches warten müssen;
– mit Küken sehen: einen großen glücklichen Familienkreis in der Ehe erhalten.
(europ.) : – sehen: Glück in der Liebe; es steht ein Familientreffen an;
– auf einem Nest: verkündet Wohlstand;
– Eier legen sehen: Zuwachs in der Familie oder materieller Gewinn;
– mit Küken: verheißt einen Lotteriegewinn; bedeutet viele Kinder,
Enkel oder einen großen Familienkreis;
– schlachten: man wird sich durch Unvorsichtigkeit schaden;
– essen: kündet Wohlstand an;
– vom Hahn bestiegen sehen: glückliches Familienleben;
– brühten sehen: bedeutet frohe Hoffnung.
(ind. ) : – gackern hören: eine Reise steht dir bevor, schiebe sie nicht auf, du erlebst interessante Dinge;
– mit Küken: Harmonie in der Familie;
– vom Hahn verfolgt sehen: traue deinen Freunden nicht.
(Siehe auch „Ei“, „Federvieh“, „Hühner“)
Hera (Siehe „Götter“)
Herabreißen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Obst von Bäumen, etc.: ein vollständiger Bruch mit Bekannten.
Herabstürzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast Neider.
Herabrutschen
Volkstümlich:
(arab. ) : – von einer glatten Fläche: gehe nicht auf verbotenen Wegen.
Herakles (Siehe „Götter“)
Heranwachsende
Assoziation: – lustvolles Entwicklungsstadium; schnelles Wachstum; Unreife.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist schon fast an seinem Ziel angelangt? Wo in meinem Leben wachse ich am intensivsten?
(Siehe auch „Menschen“)
Herausforderung
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: du wirst dich mit einem gefährlichen Feind aussöhnen;
– veranlassen: sei in deinem gesellschaftlichen Verkehr vorsichtig, sonst bekommst du leicht neue Feinde.
(europ.) : – zu einem Kampf herausgefordert werden: es kommen gesellschaftliche Schwierigkeiten auf einen zu;
und wenn man keine Freunde verlieren will, wird man sich entschuldigen müssen;
– eine annehmen: man wird vielen Schwierigkeiten begegnen.
Herberge
Allgemein:
Herberge zeigt das Bedürfnis nach Ruhe und Geborgenheit an, oft die Sehnsucht nach einer guten, treuen zwischenmenschlichen Beziehung.
Verläßt man die Herberge, steht wahrscheinlich eine Trennung und Vereinsamung bevor.
Psychologisch:
Das Haus, indem wir uns als Fremde fühlen, aber viele treffen, mit denen wir reden können, umschreibt eine psychische Einsamkeit, die wir
durch größere Aufgeschlossenheit beseitigen sollten. Sind wir allein in der Herberge, empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt, da
möglicherweise ein körperlicher Schaden psychisch bedingt ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darin einkehren: deutet auf Mühseligkeiten und einen kümmerlichen Lebensgang.
(europ.) : – finden: bringt Ruhe und Zufriedenheit;
– sehen: Verbesserung bestehender Verhältnisse;
– darin einkehren: du wirst eine abenteuerliche Reise machen;
– in einer sein: kündet das Zusammentreffen mit einem treuen Freund an;
– eine verlassene sehen: man wird von Freunden verlassen werden und einsam bleiben;
– Herbergsmutter oder -vater sein: man steht in gutem Ruf.
(ind. ) : – sehen: du wirst durch dein eigenes Schicksal verarmen.
(Siehe auch „Gasthaus“, „Haus“, „Hotel“)

672
Herbstzeitlose
(von August bis Oktober blühende, zu den Liliengewächsen gehörende Pflanze mit hell lilafarbenen Blüten)
Volkstümlich:
(europ.) : – das Ende einer Liebschaft.
(ind. ) : – deine große Liebe wurde mit Undank belohnt, sie wird sich auflösen.
Herbst
As soziation: – Transformationszyklus; Ernte.
Fragestellung: – In welchen Bereichen meines Lebens bin ich bereit, die Früchte meiner bisherigen Arbeit zu ernten?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Ernte; Dienst; Heilung; Lehre.
Beschreibung: Der Herbst ist die Zeit der Ernte, ist der Moment, wenn alle Erdenkinder den Nutzen aus ihrem intensiven inneren und
äußeren Wachstum ziehen, dem sie sich im vorangegangenen Jahresabschnitt unterzogen haben. Es ist die Zeit der Reife und des Dienstes.
Allgemeine Bedeutung: Ernten; ein Ziel erreichen; Reife erreichen.
Assoziation: Altweibersommer, Indianersommer; goldener Oktober, trister November.
Transzendente Bedeutung: Ein Hinweis auf die Gaben, die dich erwarten, wenn du die Reife erreicht hast, oder auf das endgültige Ziel eines
Projekts.
Allgemein:
Herbst symbolisiert die Ernte, den Ertrag, den man für seine Arbeit erhält und in Ruhe und Beschaulichkeit genießen soll. Der Herbst im
Traum macht dem Träumenden bewußt, daß etwas zu Ende geht. Er erkennt, daß er viel Gutes in einer Situation eingebracht hat und dies
weiter tun kann, daß jedoch das Ende trotz allen Einsatzes nicht mehr aufzuhalten ist.
Psychologisch:
Das Traumsymbol Herbst fordert den Träumenden dazu auf, über die in seinem Leben auftretenden Zyklen nachzudenken und die Dinge
loszulassen, die er nicht mehr zu Ende führen kann. Auch die Reifung der Persönlichkeit kann darin zum Ausdruck kommen. Zuweilen weist
die Jahreszeit auf sich abkühlende Gefühle hin oder bringt bei Männern (oft im mittleren Lebensalter) Angst und/oder die Furcht vor
Potenzverlust zum Vorschein.
– Die Zeit, in der geerntet wird, in der jedoch auch etwas zur Neige geht.
– Wenn ältere Menschen vom Herbst träumen, sind sie oft auf der Höhe ihrer Schaffenskraft, denken aber schon daran,
sich zur Ruhe zu setzen, um das noch auszukosten, was sie in langen Jahren erwirtschaftet haben.
– Bei jüngeren Menschen kann der Herbst das Ende eines Lebensabschnitts bedeuten, der oft sehr erfolgreich war.
– Vielfach umschreibt er auch die Ahnung vom Zu-Ende-Gehen einer intimen Beziehung, die im Augenblick noch,
trotz mancher Zweifel, aufrechterhalten wird. Der Herbst symbolisiert dann ein Erkalten von Gefühlen.
Spirituell:
Wenn der Herbst im Traum erscheint, dann ist auf der spirituellen Ebene der Lebensabend gemeint.
Volkstümlich:
(europ.) : – reiner, meist negativer Potenztraum des Mannes;
– sehen oder empfinden: nachlassen der Liebe; man ist von feindseligen Einflüssen umgeben;
– Träumt eine Frau vom Herbst, dann erhält sie durch die Streitigkeiten anderer Eigentum.
– Heiratet eine Frau im Herbst, wird sie eine gute Partie machen und ein glückliches Zuhause haben.
(Siehe auch „Ernte“, „Jahreszeiten“, „Himmelsrichtung – Westen“ und „Mudjekeewis“, westlicher Hüter des Geistes)
Herd
Artemidoros:
Der Herd bezeichnet das Leben, die Lebensverhältnisse insgesamt, die Gattin des Träumenden. Nimmt der Herd Schaden, so muß man
folgern, daß durch sie Bezeichnete Schaden nehmen. Träumt man, auf dem Herd oder im Backofen Feuer anzuzünden, das schnell
aufflammt, so ist es von Segen und bedeutet die Geburt von Kindern; denn der Herd und der Backofen gleichen einer Frau, weil sie das zum
Leben Notwendige aufnehmen; das Feuer in ihnen prophezeit, die Ehefrau werde schwanger gehen; denn dann wird auch die Frau hitziger.
Trifft man aber Feuer in ihnen und läßt es dann ausgehen, wird man sich selbst schweren Schaden verursachen. Es träumte einer, der in der
Fremde lebte, er baue sich daselbst Haus und Herd. Wie zu erwarten war, starb der Mann; denn Haus und Herd versinnbildlichten seine
ganze Lage und sein Lebensziel, und da er sie in der Fremde baute, sollte der das Ziel seines Lebens erreichen.
Allgemein:
Im Traum von einem Herd oder einer Feuerstelle erkennt der Träumende sein Bedürfnis nach Sicherheit. Hierbei kann es sich entweder um
die Gewißheit handeln, daß sein Zuhause, der Ort seines Daseins, sicher ist, oder aber um ein Erkennen einer inneren Sicherheit, die vor
allem dem weiblichen Selbst Ausdruck verleiht, die Wärme und Stabilität spendet. Herd kann ähnlich wie Herbst für Gefühle stehen, die hell
lodern, still und treu glühen oder erkaltet sind; das ergibt sich aus den Begleitumständen, wobei vor allem das Feuer im Herd zu beachten ist.
Psychologisch:
Der Herd war seit dem Altertum das Symbol der Familie, die uns Wärme und Geborgenheit schenkt und das Zentrum des
Familiengeschehens. Auf ihm wird die Nahrung vom rohen in den eßbaren Zustand verwandelt. Das erklärt seine Bedeutung als ein
Wandlungssymbol. In Träumen vom Herd wird viel über die Lebensbedingungen ausgesagt. Erlischt das Feuer im Herd, so muß dies als
Gefahrensignal gesehen werden, daß irgend etwas in unserem Innern nicht stimmt, bzw. Vorahnungen vom Tod eines Familienangehörigen
könnten die Ursache für einen derartigen Traum sein. Ansonsten steht der Herd im Traum als ein Symbol für Weiblichkeit und
Mütterlichkeit. Da der Herd eng mit dem Feuer verbunden ist, kann der Herd im Traum auch auf eine kontrollierte Leidenschaftlichkeit
verweisen, die in den Dienst des Alltags gestellt ist. Von einigen Psychoanalytikern wird der Herd in Männerträumen als Darstellung der
eigenen Gattin gedeutet, weil er das Feuer gebiert, das für warme Kost sorgt (gemeint ist damit die Schonkost der Seele), oder als
Sexualsymbol, weil man in ihm das Feuer schüren und immer wieder neuen Brennstoff nachlegen muß, um es zu erhalten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Herd im Traum die Anima symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eigene Häuslichkeit bekommen;
– selbst darin Feuer anzünden: man ist heimlich von Lieb zu einer bestimmten Person erfüllt;
– darauf viele kochende Töpfe sehen: mit reichen Kindersegen rechnen dürfen;
– darauf kochen: Selbständigkeit erlangen;
– das Feuer darin löschen: du weißt dich heimlich geliebt;
– Feuer darin brennen sehen: du hast Besuch zu erwarten; glückliches Leben innerhalb der Familie;
– großer: sei nicht verschwenderisch;
– kleiner: in ärmliche Verhältnisse geraten.

673
(europ.) : – Herd mit rauchlosem Feuer: bedeutet große Wohlfahrt; gute Familienverhältnisse;
– Herdfeuer sehen: gilt für Überwindung von Hindernissen;
– das Herdfeuer erlischen sehen: eine Liebesbeziehung wird demnächst zu Ende gehen;
– Herd ohne Feuer: bedeutet Unglück in der Liebe; man wird verlassen werden;
– darauf kochen: bedeutet, daß du dir dein eigenes Glück schmieden wirst.
(ind. ) : – man liebt dich heimlich, und es ist dir nicht unbekannt;
– mit Feuer: du wirst einen Besuch erhalten;
– darauf kochen: du kannst über dein Eheglück nicht klagen.
(Siehe auch „Feuer“, „Flamme“, „Haus“, „Küche“, „Ofen“)
Herde
Allgemein:
Wen ein Traum von einer Herde, etwa von einer Schaf- oder Rinderherde, handelt, dann drückt der Träumende hierdurch sein Bedürfnis
nach Gruppenzugehörigkeit aus. Er möchte Ziele und Lebensweisen mit anderen Menschen gemeinsam haben. Herde (aus Tieren) kann
außerdem vor dem „Herdentrieb“, also vor kritikloser Anpassung an die vorherrschende Meinung warnen, weil man sich dadurch nicht
individuell verwirklichen kann. Allgemeiner symbolisiert sie die Teile der Persönlichkeit, die vom Verstand beherrscht werden. Eine große
Herde soll nach alten Traumbüchern zuweilen Wohlstand versprechen.
Psychologisch:
Fühlt sich der Träumende in seinem Traum einer Gruppe zugehörig, so bedeutet dies, daß sein individuelles Verhalten sich von anderen
unterscheidet. Wer „mit der Herde blökt“, gilt als „Herdenmensch“ und hat mit seiner individuellen Entwicklung (und herausragenden
Leistungen) nicht viel im Sinn. Dafür kann er sich gut in eine Gemeinschaft einfügen, mag den Zusammenhalt eines „Herdenlebens“ und hat
keine Probleme damit, sich einem „Leithammel“ unterzuordnen. Das geträumte Schäfchenzählen symbolisiert also auch nichts anderes als
die genannten Eigenschaften (vor denen Ihnen graut, falls es keine Schäferidylle war). Davon wird häufig geträumt, wenn Jugendliche wegen
der Berufsausbildung in ein Internat oder zum Wehrdienst einrücken müssen. (Kein Witz – sondern das Ergebnis der Fragebogenauswertung
einer amerikanischen Studie für die Traumforschung.)Treibt man sie vor sich her, könnte dies bedeuten, daß man im Wachleben ständig die
Verantwortung vor sich herschiebt.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann eine Herde im Traum für die spirituellen Glaubensvorstellungen des Träumenden stehen. Das Vertrauen auf die
eigene Orientierung ist der richtige Weg.
Volkstümlich:
(arab. ) : – auf der Weide sehen: vortreffliche Aussicht haben;
– hüten: hüte dich vor unnötigen Ausgaben.
(europ.) : – von Rindern sehen: bedeutet Annehmlichkeiten und Glück in deinem Aufenthalt;
– Vieh auf der Weide sehen: ein Leben voll Glück und Wonne;
– von Tieren: bedeutet Vermehrung des Vermögens;
– magere: Krankheit;
– hüten: sei sparsam;
– in eine Herde hineingeraten: hüte dich vor unüberlegtem Handeln.
(ind. ) : – mageres Vieh: du wirst in eine unschöne Angelegenheit geraten;
– fettes Vieh: dein Geschäft geht gut und der Gewinn ist dir sicher.
(Siehe auch „Tiere“)
Hering
Allgemein:
Hering deutet man meist wie Fisch. Nach der altindischen Traumlehre soll das Einsalzen von Hering vor Kosten warnen, die man selbst
verschuldet.
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt Nahrungssorgen an und warnt junge Leute vor nutzlosen Ausgaben und Zechgelagen; steht für momentane Sparsamkeit.
(ind. ) : – einsalzen: du wirst durch eigene Schuld Unkosten haben;
– essen: Not und Krankheit im Kreise deiner Freunde;
– fangen: du liebst heimlich; eventuell Hochzeit.
(Siehe auch „Fisch“)
Herkimer-Diamant
Medizinrad:
Schlüsselworte: Freigabe der Negativität; Heilung; Speicher; Erinnerungen an die Vergangenheit; Prophezeiungen; Reinheit; nördlicher
Seelenpfad.
Beschreibung: Herkimer-Diamanten, die im Medizinrad mit der Reinheit und der inneren Position des nördlichen Seelenpfads assoziiert
werden, sind ungewöhnlich klare Bergkristalle, die nur im Herkimer County im US-Bundesstaat New York vorkommen. Sie sind von klarer,
strahlender Schönheit und müssen kaum poliert werden. Herkimer-Diamanten dienten den erdverbundenen Stämmen als Mittel der
Kommunikation, um sehr starke Energien zu übermitteln und zu empfangen. Es heißt auch, daß in ihnen die Ereignisse der Vergangenheit
gespeichert sind und man sie für einen Blick in die Zukunft einsetzen kann.
Allgemeine Bedeutung: Deine Vergangenheit verstehen; Negativität loslassen; über die Zukunft nachdenken oder sie planen; Heilung von
Erinnerungen aus der Vergangenheit.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Verstehen vergangener Leben; Unterstützung bei übersinnlichen und/oder prophetischen Fähigkeiten; deine
eigenen vergangenen Leben sehen.
(Siehe auch „Quarz“)
Herkules
Volkstümlich:
(arab. ) : – (sowohl ihn sehen, als selbst – im Traum – die Rolle des Herkules spielen): Sieg über böse Leidenschaften.
(europ.) : – verspricht Erfolge durch Nachahmungen und festen Willen.
(ind. ) : – sehen: deine Leidenschaften wirst du bald besiegt haben.

674
Hermaphrodit
Allgemein:
Wenn sich der Träumende in seinem Traum als Hermaphrodit (Zwitter, Sohn des griechischen Gottes Hermes und der Göttin Aphrodite)
sieht, ist er vielleicht seines eigenen Geschlechts nicht ganz sicher, oder aber er fühlt sich unwohl mit der Rolle, die seinem Geschlecht
zugeschrieben wird. Ein Mensch, der mehr über sich selbst zu erfahren sucht, bemüht sich, ein Gleichgewicht zwischen der logischen und
der sensiblen Seite seines Wesens herzustellen. Dies kann im Traum durch das Traumbild Hermaphrodit zum Ausdruck gebracht werden.
Psychologisch:
Wen ein Kind heranwächst, versteht es allmählich, daß manches Verhalten angemessen und akzeptabel ist und anderes nicht. Dies kann dazu
führen, daß andere natürliche Reaktionen unterdrückt werden und erst im Verlauf des späteren Lebens an die Oberfläche zurückkehren. Dies
kann den Träumenden verwirren und durch den Traum als Hermaphrodit bildlich dargestellt werden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Hermaphrodit im Traum für das vollkommene Gleichgewicht.
(Siehe auch „Sexualität“)
Hermelin
(großes Wiesel-Tier, besonders dessen Pelz ist als H. bekannt)
Psychologisch:
Vermutlich, weil in vielen Märchen die Krönungsmäntel der Kaiser und Könige „besetzt mit Hermelin“ sind, hat das arme Tierchen nur als
Fellieferant Symbolwert erhalten: für Herrscherwürde, Macht und Reichtum.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Hoffnungen werden sich erfüllen; auch: einen Brief von einer hochgestellten Persönlichkeit erhalten
oder anderweitig mit dieser in Kontakt stehen; für den Kranken langsame Genesung;
– tragen: bringt Glück und Reichtum; auch: steht für Begeisterung, einen gehobenen Charakter und Wohlstand;
– andere damit gekleidet sehen: man lernt wohlhabende und gebildete Menschen kennen;
– sieht ein Liebhaber seinen Schatz in einem Hermelin, ist das ein Omen für Treue; ist der Hermelin schmutzig,
bedeutet dies das Gegenteil.
(ind. ) : – tragen: das Glück wird dich nicht verlassen, du mußt nur offen zu deinen Eltern sein.
Hermes (Siehe „Götter“)
Herold
(Wappenkundiger, Ausrufer, Fürstenbote)
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst wichtige Nachrichten empfangen.
(europ.) : – offenbart uns eine angenehme Neuigkeit, gilt auch für Verleihung von Ämtern und Ehrenstellen.
Herpes genitalis
Assoziation: – falsch eingesetzte sexuelle Energie; unvernünftiger sexueller Ausdruck.
Fragestellung: – Was macht mir in bezug auf das Thema Sex angst?
Herr
Allgemein:
Herr (vornehmer Mann) wird traditionell als Warnung vor einer Beleidigung verstanden. Manchmal kommt darin auch Unterwürfigkeit im
Umgang mit anderen Menschen infolge von Unsicherheit, Hemmungen und Minderwertigkeitsgefühlen zum Vorschein. Sieht man sich
selbst als Herr, deutet das oft auf Selbstüberschätzung und Überheblichkeit hin.
Volkstümlich:
(ind. ) : – vornehmer: man wird dich beleidigen.
(europ.) : – ein vornehmer sein: man wird Beleidigungen ertragen müssen;
– als Arbeitgeber: deutet auf gutes Einkommen hin.
Herrenabend
Psychologisch:
Männer träumen gar nicht so selten von diesem angeblich frauenlosen Vergnügen. Symbolwert ist darin allerdings kaum zu suchen, es ist,
was es ist (auch als Traum): der Spaß daran, unter sich zu sein und dadurch „außer Kontrolle geraten“ zu können.
Herrenkleider
Volkstümlich:
(ind. ) : – (sich mit solchen beschäftigen): sei vorsichtig, du wirst einen Geldverlust erleiden.
Herrisch
Volkstümlich:
(europ.) : – auftreten: verkündet eine böse Zeit sowie Verlust einer guten Stellung.
Herrlichkeiten
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: treue Liebe steht dir zur Seite.
Herrschen
Allgemein:
Herrscher (Herrschen) verheißt, daß man nach langer Anstrengung doch noch zu einem Erfolg gelangt und Gewinne einstreichen kann, die
den Wohlstand sichern.
Psychologisch:
Herrscher/in ist ein Naheliegendes Symbol für Einfluß, Selbstbestimmung, Macht – und Selbstherrlichkeit.

675
Volkstümlich:
(arab. ) : – Herrschaft ausüben: Macht und Reichtum.
(ind. ) : – du wirst nach langem Kampf zu Wohlstand kommen.
Herrschaftshaus
Assoziation: – weitläufige Wohnstatt des Selbst.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir braucht mehr Raum?
(Siehe auch „Haus“)
Herumgehen
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum um ein bestimmtes Gebäude oder um einen bestimmten Punkt herumgeht, so erschafft er sich ein
eigenes „Universum“. Durch dieses Traumsymbol wird ein Ort „markiert“, und zugleich wird ihm eine bestimmte Bedeutung zuerkannt.
Psychologisch:
Jeder Mensch braucht einen Platz, der nur ihm allein gehört, und wenn der Träumende in seinem Traum diesen Platz umkreist, dann bedeutet
dies, daß er Verantwortung für sich und sein Handeln übernimmt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet das Herumgehen um etwas, daß der Träumende seinen Mittelpunkt gefunden hat und aus ihm heraus
handelt.
Herumstöbern
Volkstümlich:
(europ.) : – man sei auf der Hut vor mißgünstigen Klatsch.
Herumtreiber
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Herumtreiber, von einem heruntergekommenen, alten Landstreicher, dann führt dies den Träumenden zurück
in einem Teil seines Selbst, der im Alltag nicht voll in Erscheinung tritt. Es handelt sich um den „Aussteiger“ oder Zigeuner im Träumenden.
Sein Auftreten im Traum macht dem Träumenden bewußt, daß er gerne verantwortungsloser handeln würde.
Psychologisch:
Ein Herumtreiber personifiziert den Vagabunden, den Freiheitsliebenden. Im Traum erscheint er hauptsächlich in Phasen, in denen sich der
Träumende nach mehr Freiheit sehnt. Der Herumtreiber kann die Gestalt des Narren oder des Trottels annehmen. In jedem Menschen steckt
ein wenig Anarchie. Der Herumtreiber verkörpert diese Seite des Menschen.
Spirituell:
Obwohl dieses Bild ursprünglich das Negative beinhaltet, kann es ebensoviel Positives bewirken, wenn der Träumende auf den richtigen
Umgang damit vorbereitet ist. Der Herumtreiber ist stets aus dem richtigem Grund zur rechten Zeit am rechten Ort.
(Siehe auch „Archetypen“)
Herz
Assoziation: – Liebe; Sicherheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, Liebe zu geben und zu empfinden?
Artemidoros:
Das Herz bedeutet die Ehefrau des Träumenden beziehungsweise den Ehemann, wenn eine Frau träumt, weil es der Mittelpunkt unseres
Lebens ist; ferner den Mut und den Lebensatem des Träumenden; beide schließt es nämlich ein.
Allgemein:
Im Traum hat das Herz je nach Traumhandlung eine positive Bedeutung oder will den Träumenden vor etwas warnen. Herz kann zuweilen
körperbedingt bei nervösen Herzbeschwerden im Traum auftreten und wird dann oft von Angst begleitet; eine Untersuchung ist dann
sinnvoll. Es weist auf Herzneurosen hin, die bekanntlich die Folge von Konflikten im zwischenmenschlichen Bereich sein können. In einigen
Kulturen gilt das Herz als Sitz der Seele. Wem es also im Traum weh tut, der hat seelische Probleme, vielleicht Liebeskummer, der ja mit
einem gebrochenen Herzen in Zusammenhang steht. Der Begriff des Solar Plexus weist auf die ursprüngliche Symbolik des Herzens hin, es
wurde früher als Sitz der Sonne im Menschen gesehen und ist heute noch das Symbol für Liebe, Lebenskraft und Gefühle. Oft symbolisiert
das Herz traditionell aber Gefühle und Weisheit, die weit über Verstand und Vernunft hinausgehen. Die individuelle Bedeutung kann sich
aus folgenden Begleitumständen ergeben:
– Herz sehen deutet eine innige Liebesbeziehung an.
– Sieht man einen herzförmigen Gegenstand, wird man in Zukunft zugunsten anderer Menschen auf einiges verzichten müssen.
– Fühlt man das Herz klopfen, macht man sich um einen nahestehenden Menschen Sorgen.
– Herz zerschneiden kündigt Kummer und Trennung von einem geliebten Menschen an.
– Blutendes Herz warnt vor einer Beleidigung oder ähnlichen seelischen Verletzung durch einen nahestehenden Menschen.
– Herz essen symbolisiert oft das Bedürfnis, mit einem geliebten Menschen in eine ganz innige Beziehung zu treten, kann
aber auch vor der Vereinnahmung durch andere in einer solchen Beziehung warnen.
Psychologisch:
Das klassische Symbol für Liebe, Mut und Lebensenergie. Wenn man im Traum Herzbeschwerden hat, „krankt“ es im eigenen Leben an
einem dieser Begriffe. In unserem Sprachgebrauch ist das „Herz“ wohl das symbolträchtigste Wort in den unterschiedlichsten Varianten:
Wenn jemand „ein gebrochenes Herz“ hat, ist ein „kaltherziger“ oder „herzloser“ Mensch daran schuld. Wenn man liebt, hat man jemanden
„ins Herz geschlossen“ und „Herzchen in den Augen“ – und wer nichts und niemanden fürchtet, hat „ein Herz wie ein Löwe“ und ist
„großherzig“. Wenn sich jemand zu Tode erschreckt, steht ihm das Herz still, aber wenn das nur im übertragenen Sinn geschah, dann kann
durch „herzliche Zuneigung“ und „Herzenswärme“ alles wieder gut werden. Durch Liebeskummer hat schon so manches „Herz einen
Sprung“ bekommen, weil eine Enttäuschung zu sehr „zu Herzen gegangen“ ist – die Beispiele für „herzberührende“ Symbolik ließen sich
beliebig fortsetzen. Fast alle Empfindungen, die auch nur im weitesten Sinn der Liebe zugeordnet werden können, stehen im (meistens
sprichwörtlichen) Zusammenhang mit dem Herzen – und auch wer Stärke und Mut beweist, „faßt sich ans Herz“ oder „gibt seinem Herzen
einen Stoß“. Fast selbstverständlich ist der Symbolwert des Herzens für Lebensenergie: Wenn das Herz nicht mehr schlägt, ist es erloschen.
Also – tun Sie etwas „aus ganzem Herzen“, wenn es Ihnen im Traum mit diesem Symbol „ans Herz gelegt wird“!
Spirituell:
Das Herz ist der Sitz des Lebensprinzips und der Gemütsaffekte – es ist ein Symbol für Zuneigung, Verlangen, Liebe und Haß.

676
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du mußt dem Glück anderer ein Opfer bringen;
– zerschneiden: Trennung eines Liebespaares;
– essen: Erwiderung der Liebe finden;
– bluten sehen: einer tiefkränkenden Beleidigung ausgesetzt werden;
– wild, aufgeregt schlagen hören: Unruhe erleiden.
(europ.) : – sein Zustand zeigt das Befinden und den Zustand im Innersten;
– sehen: kündigt eine neue Liebschaft an; man wird herzlich geliebt;
– sein eigenes sehen: es drohen Krankheit und Energieverfall;
– das eines Tieres sehen: die Feinde aus dem Feld schlagen und sich Respekt verdienen;
– schlagen fühlen: warnt vor einem Fehltritt;
– zerschneiden: Trennung von einem nahestehenden Menschen;
– bluten sehen: du wirst Kränkungen erleiden; bedeutet eine Beleidigung;
– essen: man kann der gegenseitigen Liebe versichert sein;
– das eines Huhns essen: ungewöhnliche Wünsche verleiten dazu, sehr schwierige Projekte
für das eigene Weiterkommen in Angriff zu nehmen;
– ein krankes oder verwundetes haben: bringt Sorgen in der Verwandtschaft;
– ein schmerzendes haben: es gibt berufliche Probleme; man begeht einen Fehler, der Verluste bringt,
wenn man ihn nicht korrigiert;
– keines haben oder es verlieren: Vorteil für die Feinde;
– Herzklopfen haben: man empfindet Zuneigung;
– Herzleiden: bedeutet innere Qualen und Unruhen;
– Herzlos sein: Kummer und Not.
(ind. ) : – sehen: eine gute und reiche Heirat.
(Siehe auch „Körper“)
Herzanfall
Assoziation: – Verlust von Liebe und Sicherheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben muß ich mehr Liebe geben und bekommen?
(Siehe auch „Herzkrankheit“)
Herzensangst
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: du wirst dich von deiner Geliebten trennen müssen.
Herzklopfen
Allgemein:
Herzklopfen weist manchmal auf Gefühle hin, die man noch nicht voll bewußt wahrgenommen hat; zuweilen kündigt es auch erhebliche
Probleme in der nächsten Zeit an.
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: du kommst in eine sehr bedrückende Lage.
Herzkrankheit
Allgemein:
Herzkrankheit symbolisiert innere Unruhe, die oft durch die Suche nach Liebe und Zuneigung verursacht wird. Einen hübschen Scherz
leistete sich das Unbewußte, als es einer Träumerin, die im Mikroskop nach Krankheitserregern suchte, ein schönes rotes Herz-As vorführte.
Erst jetzt wurde ihr bewußt, was sie all die Zeit hindurch so unruhig und krank gemacht hat.
Psychologisch:
Immer wenn das Herz im Traum angesprochen wird, wird auf die Gefühle und häufig speziell auf das Mitgefühl des Träumenden
hingewiesen. Es geht um Liebe und Beziehungsfähigkeit, um das Problem mit dem sich Einlassen mit anderen Personen und um Hingabe.
(Siehe auch „Beschwerden“, „Herz“)
Herzstechen
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: du darfst auf keine Hilfe rechnen.
Herzog
Allgemein:
Herzog wird ähnlich wie Fürst oder Graf gedeutet; zuweilen steht er eindeutig für mehr Ansehen und Ehrungen im weiteren Leben.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder sein: man wird ein Ehrenamt erhalten;
– (mit solchem zu tun haben): du bekommst einen falschen Freund ins Haus.
(Siehe auch „Fürst“, „Graf“)
Hetäre
Artemidoros:
Der Verkehr mit Hetären in Bordellen bedeutet einerseits einen kleinen Skandal und geringfügige Ausgaben; denn Männer, die sich mit
diesen Personen einlassen, schämen sich und zahlen obendrein. Andererseits sind Hetären im Hinblick auf jedes Vorhaben von guter
Vorbedeutung; sie werden ja von einigen die „Geschäftstüchtigen“ genannt, und sie geben sich ohne Widerstreben preis. Ein Freudenhaus
wird ebenso wie ein Friedhof ein gemeiner Ort genannt, und viel menschlicher Samen geht da zugrunde. Die Frauenzimmer jedoch haben
mit dem Ort nichts gemein; sie selbst bedeuten Glück; nur der Ort nicht. Deshalb ist es günstiger, im Traum herumstreichende Hetären zu
sehen. Glückbringend sind auch die, welche vor dem Bordell ihre Reize zur Schau stellen, die etwas verkaufen und den Liebeslohn
kassieren, gleichgültig, ob man sie nur sieht oder mit ihnen verkehrt.
(Siehe auch „Bordell“, „Dirne“, „Geschlechtsverkehr“)

677
Hetze
Volkstümlich:
(europ.) : – andere über einen hetzen: man wird die Unwissenheit der anderen ausnutzen;
– selbst über jemanden hetzen: wegen des eigenen Egoismus Freunde verlieren.
Heu
Allgemein:
In früheren Zeiten wurde Heu mit Sommer, gemeinschaftlichen Arbeiten, der Ernte und mit Vergnügen assoziiert. Heute steht der
Heuschnupfen in der Assoziationskette an erster Stelle. Wenn ein Traum von Heu handelt, sollte der Träumende sich mit dem praktischen
Teil seiner Persönlichkeit beschäftigen. Vielleicht hat er die Fähigkeit, anderen Menschen Schutz und Fürsorge zu geben. Heu symbolisiert
fruchtlose Gedanken und Gefühle, von denen man sich nicht weiter beeinflussen lassen sollte, weil sie nur von wichtigeren Dingen ablenken.
Oft kommt darin auch zum Ausdruck, daß man sich vergeblich bemüht und für alle Anstrengungen nur geringen Lohn und Erfolg erhalten
wird. Weitere Bedeutungen sind je nach Begleitumständen möglich:
– Heu aufladen zeigt harte Arbeit für nur sehr geringen Lohn an.
– Heu mähen kann für bescheidene Erfolge stehen , die man aber nicht verachten sollte.
– Im Heu liegen deutet auf bescheidene Ansprüche hin, die leicht zu erfüllen sind.
– Heu riechen soll nach alten Traumbüchern Gesundheit versprechen.
– Heu sehen kann auffordern, realistischer zu denken und zu handeln.
Psychologisch:
Glückliche Erinnerungen und gute Gefühle werden in Träumen häufig durch stereotype romantische Szenarios dargestellt, in denen solche
Emotionen wiederholt werden. Wer sich ins Heu legt, der muß sich im Wachleben an bescheidenere Verhältnisse gewöhnen. Wer es aber
einbringt, bei dem wird wahrscheinlich bald die Kasse klingeln, wenn man der Redensart „Geld wie Heu“ trauen darf.
Spirituell:
Auf dieser Ebene wird Heu, wie auch Sommer und die mit ihm verbundenen Gefühle von Wärme und Glück, mit spirituellem Fortschritt
verbunden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Das Gras oder das Heu bedeutet im allgemeinen für jedermann Reichtum und Geld, mehr jedoch das Heu als das grüne Gras.
– Sammelt, findet oder setzt einer Heu in Haufen, wird er entsprechend dessen Menge und Güte Geldschätze anhäufen.
– Ist das Heu naß geworden, wird er entsprechend der Nässe in finanzielle Schwierigkeiten geraten, ist es verbrannt,
wird sein Vermögen von der Obrigkeit unter Strafe konfisziert werden.
– Bekommt jemand von einem Bekannten Heu, wird er entsprechend dem Geschenk Segen und Reichtum von ihm haben.
– Verkauft einer sein Heu um Gold oder Silber, wird er mit Ärger und Streit sein Vermögen verlieren.
– sehen: verworrene Dinge erleben;
– frisches und wohlriechendes: deutet auf Annehmlichkeiten von kurzer Dauer;
auch: in beruflichen Dingen ist Vorsicht geboten;
– einfahren sehen oder selbst einfahren: man wird versuchen dich zu täuschen;
– selbst im Heu liegen: man soll seine Ansprüche im allgemeinen nicht zu hoch schrauben.
(europ.) : – animalisches (tierisches) Prinzip, das anzeigt, daß alle Arbeit auf dieser Art nur wenig Verdienst bringt;
– sehen: du wirst eine gute Nachricht erhalten; kündet ernsten Vorfall an;
– darin liegen: Zufriedenheit bei bescheidenen Ansprüchen;
– frisches riechen: Gesundheit;
– verfaultes sehen: schlechter Fortgang aller Unternehmen;
– abmähen: Vermehrung des Wohlstandes; auch: im Leben viel Gutes haben; als Bauer wird man reiche Ernteerträge haben;
– Felder mit frisch geschnittenem Heu: Zeichen für außergewöhnlichen Reichtum;
– schönes haben: warnt vor Dieben;
– Heuhaufen: strebe weiter, da das Fundament für eine reiche Zukunft gelegt ist;
– Heuschober oder -wagen: bringt Nutzen;
– auf einen Wagen laden: bringt viel Arbeit bei schlechtem Verdienst;
– aufladen und in die Scheune bringen: das Glück ist einem sicher und man wird großen Gewinn aus einem Geschäft ziehen;
– Heufuhren auf der Straße: verheißen Treffen mit einflußreichen Fremden, die viel zu Ihrer Freude beitragen;
– an Vieh verfüttern: man wird jemanden Hilfe anbieten, der einem diesen Gefallen mit Liebe und einer Beförderung danken wird.
(ind. ) : – sammeln: eine geschäftliche Störung durch die Behörde.
– sonst wie (arab.)
Heucheln
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas: deine Verstellungskunst wird dir nicht viel helfen.
(europ.) : – jemand einem gegenüber heuchelt: man wird von falschen Freunden verraten;
– selbst heucheln: es wird sich herausstellen, daß man ein Betrüger ist und gegenüber seinen Freunden unehrlich ist.
Heuernte
Allgemein:
Man „bringt reiche Ernte ein“, indem man Geld scheffelt.
Volkstümlich:
(europ.) : – Fest mit Liebesabenteuer in Aussicht.
Heugabel
Allgemein:
Heugabel bedeutet, daß man zu mäßigem Wohlstand gelangen wird, wenn man harte Arbeit nicht scheut.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Glück und Reichtum.
(europ.) : – bedeutet Vermehrung der Güter.
(ind. ) : – du wirst Reichtum und Glück haben, aber du darfst dich nicht auf das hohe Roß setzen.

678
Heuhaufen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst zu einer Festlichkeit geladen.
(europ.) : – strebe weiter, da das Fundament für eine reiche Zukunft gelegt ist.
(ind. ) : – man wird dich einladen wollen, und du versuchst auszuweichen.
(Siehe auch „Heu“)
Heulen
Allgemein:
Der heulende Hund oder der Wolf, signalisiert uns, daß irgend etwas in unserer Umgebung nicht in Ordnung ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – von Hunden hören: Krankheits-, ja selbst Todes- und andere Unglücksfälle.
(europ.) : – und Zähneklappern: verkündet große Trübsal;
– Tiere heulen oder brüllen hören: verheißt Sieg über Feinde.
(ind. ) : – von Hunden hören: sei vorsichtig, eine große Feuersbrunst wird dein Anwesen heimsuchen.
(Siehe auch „Hund“, „Weinen“, „Wolf“)
Heuschrecken
Medizinrad:
Schlüsselworte: Fressen; singen; sich paaren und vermehren.
Beschreibung: Heuschrecken sind eine sehr alte und weitverbreitete Insektenordnung mit mehr als 20000 Arten. Zusammen mit ihren
Verwandten, den Grillen, scheinen sie nur zu leben, um zu fressen und zu singen. Mit ihrem Zirpen versuchen die männlichen Tiere,
mögliche Geschlechtspartnerinnen anzulocken. Heuschrecken und Grillen fressen mit Vorliebe alles Grüne. Im Garten können sie eine Plage
sein, wenn sie in Scharen auftreten. Mangelt es ihnen an Nahrung, meist infolge zu starker Vermehrung, dann verdunkelt sich ihre Farbe, und
sie sind somit in der Lage, mehr Sonnenlicht aufzunehmen. Dann schwärmen sie aus und fressen alles kahl, was für sie erreichbar ist.
Allgemeine Bedeutung: Der männliche Anteil deines Selbst, der es liebt, sich durch Singen auszudrücken und so bei Frauen Eindruck zu
machen, und der begierig ist, Frauen oder weibliche Energie anzuziehen; als Heuschreckenplage ein Gefühl des Verlusts, des Hungers, des
Verlassenseins oder der Veränderung der Erde zum Negativen.
Assoziation: Heuschrecke, im Heu erschrecken; massenhaftes Auftreten; Grillen im Kopf; zirpende Männer können eine Plage für Frauen
sein.
Transzendente Bedeutung: Ein Lied oder Nahrung als Gabe für deine Seele; ein prophetischer Traum über eine bevorstehende Hungersnot;
die Bedeutung des Lebens, verdichtet in den Handlungen der Heuschrecken.
Artemidoros:
Die Feld- und Laubheuschrecken und die sogenannten Strichheuschrecken künden Bauern Unfruchtbarkeit oder Vernichtung des Getreides
an; denn sie fallen über die Saat her oder verwüsten sie. Den übrigen Menschen bedeuten sie bösartige Manns- oder Weibsbilder.
Allgemein:
Eine Heuschrecke im Traum ist in der Regel ein Symbol für Freiheit und Launenhaftigkeit. Andererseits ist die Vorstellung von einer
Heuschreckenplage so stark im wesentlichen Denken verankert, daß sie im Traum die Vergeltung für irgendein Vergehen darstellen kann.
Heuschrecken kann auf vorübergehende Erfolge hinweisen, an denen man sich aber nicht lang freuen wird. Manchmal kommt darin auch die
Neigung zu Schwermut und Pessimismus zum Ausdruck, die sich aus der Persönlichkeitsstruktur, nicht aus äußeren Einflüssen, erklärt.
Psychologisch:
Die Heuschrecke wird mit einer flatterhaften Geisteshaltung, Zerstreutheit und mit wenig durchdachten Äußerungen in Verbindung gebracht
(Grillen im Kopf) und symbolisiert daher die Unfähigkeit, sich für irgend etwas zu entscheiden. Sie bezeichnen Flecken auf unserer Seele,
Schwärme von Heuschrecken können auf ernsten seelischen Schaden aufmerksam machen. Manchmal deuten Heuschrecken, zu deren
Familie ja auch die Grashüpfer gehören, auf ein sprunghaftes Wesen hin.
Spirituell:
In der chinesischen Philosophie wird die Heuschrecke mit der Erleuchtung in Verbindung gebracht. Daher verkörpert sie im Traum eine
Form spiritueller Freiheit. Sie kann jedoch auch für Göttliche Vergeltung und den Mißbrauch von Ressourcen stehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Allgemein bedeuten Heuschrecken ohne jeden Zweifel Scharen von Feinden; es steht nämlich geschrieben,
daß sie auf göttlichen Befehl ausziehen, um ein Land zu verwüsten.
– Träumt der Kaiser oder ein Fürst, daß Heuschrecken über ein Land herfallen, hat er dort eine Überzahl mächtiger Feinde
zu erwarten, und diese werden so großen Schaden anrichten, wie die Heuschrecken Land verwüsteten.
– Richten letztere keinen Schaden an, sondern ziehen sie lediglich durch das Land oder bleiben in ihm,
wird dort viel Kriegsvolk einrücken, aber keinen Schaden verursachen; der Kaiser wird nach diesem Gesicht Bedrängnis
und Krieg mit zahlreichen Feinden zu bestehen haben entsprechend der Menge Heuschrecken.
– sehen: fürchterliche Dinge erleben;
– einen ganzen Heuschreckenschwarm sehen, der zur Plage wird: man sollte sich vor Vergeltungsschlägen hüten;
– springen sehen: eine sorgenvolle Zeit steht bevor;
– töten: vergebliches Ringen.
(europ.) : – verkünden, daß das erhoffte und eintretende Glück nur von kurzer Dauer sein dürfte;
auch: Verlust der Ernte; können auf berufliche Diskrepanzen deuten, die einem große Sorgen bereiten;
– lebendig fangen: Rache an einem machtlosen und wehrlosen Menschen;
– töten: man wird einem anderen Nachteile bringen;
– Einer Frau sagt dieser Traum. daß sie ihre Zuneigung für Unwürdige verschwendet.
(ind. ) : – sehen: du bist seit einiger Zeit zu melancholisch.
(Siehe auch „Grillen“)
Heuwagen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: dein Fleiß wird belohnt werden; man kann ruhig in die Zukunft schauen.
(europ.) : – sehen: man wird nur durch eigene Klugheit Vorteile erringen; auch: durch Fleiß wird man in einem Vorhaben erfolgreich sein.
(ind. ) : – sehen: du brauchst wahrscheinlich nicht zu klagen, denn das Glück steht an deiner Seite.
(Siehe auch „Heu“)
Hexagramm (Siehe „Geometrische Figuren“)

679
Hexe
Assoziation: – negative Weiblichkeit; schwarze Magie; wenn positiv: Intuition und natürliche Weisheit.
Fragestellung: – Welche weiblichen Kräfte habe oder fürchte ich?
Allgemein:
Hexe wird manchmal als Symbol der überbetonten körperlichen Liebe gedeutet, die auf Dauer unbefriedigend bleibt. Tiefenpsychologisch
versteht man sie als Ausdruck von Ängsten vor den verdrängten irrationalen Inhalten des Unbewußten, die durch Selbsterkenntnis bewältigt
werden müssen. Eine freundliche Hexe kann gelegentlich auch einmal Naturverbundenheit und Weisheit verkörpern.
Psychologisch:
Ursprünglich waren diese Frauen Dienerinnen der Natur, Schamaninnen oder Medizinfrauen und hatten eine positive Symbolbedeutung.
Dies änderte sich im Mittelalter, der Epoche der Hexenverfolgung. Auch im Traum kommt die Hexe eher als bedrohliche Märchengestalt
vor, stellt ein negatives Muttersymbol dar und somit das Zerstörende des Weiblichen. Meist eine alte, oft auch häßliche Frau, die vor
charakterlosen Menschen warnt. Die böse Fee, die Unordnung in unser Seelenleben bringt. Auch das negative Muttersymbol, das
Einmischung in die persönlichsten Dinge bedeuten kann. Ein Mann, der im Traum mit einer Hexe schläft, spürt im Wachleben eine
zerstörerische Leidenschaft, möglicherweise ist er einer Frau hörig.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: gewisse Dinge werden sich zum Guten entwickeln;
– auf dem Besen reitend: du wirst in unglückliche Verhältnisse geraten;
Feindschaften werden einem das Leben schwer machen.
(europ.) : – weibliches Ursymbol der Liebe zum anderen Geschlecht; auch: man ist auf der Suche nach Abenteuer,
die einem übermütige Freuden bereiten, sich aber für einen als beschämend herausstellen werden;
– sehen: droht mit allen möglichen Unannehmlichkeiten; auch: Klatsch und Skandal über Freundinnen;
– mit einer sprechen oder verkehren: man muß sich an diesem Tag in jeder Weise vorsehen;
– über einem kommend: der Beruf wird leiden und häusliche Angelegenheiten können enttäuschend sein.
(ind. ) : – mit ihr zu tun haben: Streit, Feindschaft, Verdruß und Zank mit Hausgenossen.
(Siehe auch „Archetypen“, „Fee“, „Zauberer“)
Hexenmeister
Assoziation: Arbeit an den eigenen Fähigkeiten oder Hexerei.
Fragestellung: – Welche Mächte will ich mir untertan machen?
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird durch Ehrgeiz Enttäuschungen und Veränderungen erleben.
Hibiskus
Psychologisch:
Wer vom blühenden Eibisch träumt, ist „reif für die Insel“ und braucht „Heilung durch Sonnenenergie“. Ein typischer Winter- und
Frauentraum und vielleicht weniger ein Symbol als ein im Schlaf fortgesetztes Schmökern in den Fernreisekatalogen, aus deren bunten
Seiten über südliche Sonneninseln die Hibiskusblüten locken und zur gebuchten „Flucht“ aus Nebel und Schneematsch animieren.
Hiebe
Psychologisch:
Wer sie im Traum einstecken muß, will sie in Wirklichkeit austeilen – meistens an eine Person, die den Träumenden gern „verbal
niederprügelt“ und mit „hieb- und stichfesten“ Argumenten vor Dritten ins Unrecht setzt. Die Traumbotschaft lautet: Nicht zuschlagen – aber
endlich darüber reden!
Volkstümlich:
(arab. ) : – austeilen: sich ohne Erfolg anstrengen und abmühen;
– erhalten: Unglück oder Trennung erleiden.
Hierarchie
Psychologisch:
Man ist ziemlich ehrgeizig und leidet nicht an mangelndem Selbstbewußtsein, wenn man von den Vor- oder Nachteilen einer
gesellschaftlichen (oder auch beruflichen relevanten) Rangordnung träumt. Es geschieht auch meist in Phasen, die eine gute Chance bieten,
in dieser Hierarchie eine Stufe höher zu kommen. Beachten Sie die handelnden Personen und die Szenerie dieses Traumes, es könnte
durchaus ein (verschlüsselter?) karriereförderlicher Hinweis zu entdecken sein. Das gilt besonders für wiederholte „Rangordnungsträume“
und für solche in Fortsetzungen: Ihr Unterbewußtsein läßt hilfreich grüßen!
Hieroglyphen
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird durch wankelmütige Entscheidungen in einer wichtigen Sache
eventuell großen Kummer oder finanzielle Verluste erleiden;
– lesen können: bedeutet sicheren Erfolg bei der Bekämpfung eines Übels.
High-Society
Psychologisch:
Kein Symbol, ein echter Wunschtraum – wer ihn hat, will um jeden Preis „nach oben“ kommen und läßt auch in der Realität nichts aus, was
ihn der „Welt der Reichen und Schönen“ auch nur ein Schrittchen näherbringen könnte.
Hilfe
Psychologisch:
Wer träumt, bei einem Unfall aktiv Hilfe zu leisten, könnte demnächst (im übertragenen Sinn) in eine ähnliche Situation kommen: Häufig ist
es ein „Tip“ aus dem Unterbewußtsein, daß ein nahestehender Mensch emotional „verunfallt ist“, in einer Beziehungskrise steckt oder sich in
einer Situation befindet, die er als seelischen Notstand bzw. als äußerst schmerzlich erlebt. Wer könnte es sein, der nun dringend Zuwendung
(und ein „Pflaster auf seine Wunden“) braucht?

680
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemandem leisten: Mühe und Arbeit haben.
(europ.) : – um Hilfe rufen: bedeutet Befreiung aus einer Gefahr;
– jemandem Hilfe leisten: verheißt eine Belohnung oder Dank.
Hilflosigkeit
Psychologisch:
Wenn man kaum bereit ist, anderen zu helfen (oder die tatsächliche Hilflosigkeit eines Menschen zum eigenen Vorteil ausnützt), bekommt
man nicht selten im Traum „die andere Seite“ präsentiert: Man erlebt sich selbst in einer ausweglosen Situation, der man nur mehr mit Hilfe
anderer entkommen kann. Kein Alptraum, sondern ein Hinweis, den eigenen Standpunkt zu diesem Thema zu überdenken.
Hilfsbereitschaft
Psychologisch:
Sie helfen und helfen – und immer noch war es zu wenig, kaum sind Sie bei Frau X eingesprungen, werden Sie dringendst von Herrn Y
gebraucht. Sie sind zwar schon völlig geschafft, aber es macht Sie glücklich, daß sich alle an Sie wenden – niemand versteht es besser als Sie,
bei anderen „rettend einzuspringen“. Kommt Ihnen diese Geschichte bekannt vor, weil Sie ähnliches in diversen Varianten schon geträumt
haben? Vorsicht, Sie haben ein „Helfersyndrom“ – ein schon etwas zwanghaftes Hilfsbedürfnis -, Sie fühlen sich nur beliebt und akzeptiert,
wenn Sie „gebraucht werden“ – deswegen bieten Sie unter dem Motto „Hilfe gegen Liebe“ ständig Ihre (oft gar nicht erwünschten)
Dienstleistungen“ an. Wer häufig solche Träume hat, benötigt selbst Hilfe: therapeutische.
Hilfsbedürftig
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: verspricht gute Zeiten und reiches Brot; auch Glück im Geschäft.
Himbeeren
Medizinrad:
Schlüsselworte: Süße; Schönheit; Dornen; reinigend; adstringierend; heilend; der Uterus; Schwangerschaft; Menstruation; Ausgeglichenheit;
Mond der reifenden Beeren.
Beschreibung: Himbeeren sind im Medizinrad das Pflanzentotem der im Mond der reifenden Beeren (23. Juli bis 22. August) Geborenen.
Die Pflanze ist winterhart, erreicht eine Höhe etwa bis zu 1,20 Meter, bildet Dornen, weiße Blüten und rote, schmackhafte Beeren. Beeren,
Blätter und Wurzeln sind sämtlich medizinisch verwendbar. Die Beeren wirken reinigend und stimulieren Blase und Harnwege. Die Wurzeln
sind adstringierend und besitzen wegen ihres Gehalts an Gerb- und Gallussäure antibiotische und andere Heileigenschaften. Die Blätter
lassen sich vielseitig verwenden, helfen angeblich insbesondere gegen Durchfall, bekämpfen Krebs in den Schleimhäuten und wirken
wohltuend auf die Gebärmutter. Ein Tee, bestehend aus den Ästen der Himbeere, diente als Mittel gegen Erkältungen, Grippen und
Atembeschwerden.
Allgemeine Bedeutung: Die Süße in deinem Leben entdecken; Süße in das Leben anderer hineintragen; Vorbereitung, um dich von alten
Vorstellungen und Gewohnheiten zu reinigen; Bewußtsein des dornigen Aspekts deiner Persönlichkeit; zunehmende Fruchtbarkeit oder
Wissen um die weiblichen Kräfte.
Assoziation: Himbeermund.
Transzendente Bedeutung: Süße im Traumzustand.
Allgemein:
Himbeere essen kündigt freudige Ereignisse an, die man genießen wird.
Psychologisch:
Die süßen, roten Früchte, die Liebe versprechen. Wer sie im Traum pflückt, ist vielleicht heimlich verliebt; wer sie ißt, kann sich auf intime
Stunden freuen. Wenn Sie sich mit dem geliebten Menschen beim Himbeerpflücken wiederfinden, dann ist es wohl Zeit, daß Sie offen zu
Ihren Gefühlen stehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, pflücken oder reife essen: vergnügte Tage voller Glück und Sorglosigkeit erleben;
– unreife: das Glück wird noch etwas auf sich warten müssen.
(europ.) : – bedeutet Freude, Genuß und Wohlstand; auch: mit Komplikationen konfrontiert werden, die man ohne weiteres nicht lösen kann;
– essen: besagt, daß man die Liebste heute noch erfreuen wird;
– Einer Frau, die Himbeeren verzehrt, steht Ärger aus nebensächlichen Angelegenheiten bevor. Es wird auch über sie getratscht.
(ind. ) : – essen: Vergnügen;
– pflücken: du darfst nicht verzweifeln, wenn man dir nicht sogleich Gehör schenkt.
(Siehe auch „Farben“, „Früchte“, „Rot“)
Himmel
Assoziation: – Glückseligkeit; Transzendenz; grenzenlose Freiheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fühle ich mich gesegnet? Wo in meinem Leben komme ich ohne Grenzen aus?
Artemidoros:
Ein reiner, heller Himmel ist allgemein ein Zeichen von guter Vorbedeutung, besonders für Leute, die auf der Suche nach etwas Verlorenem
sind, und für solche, die auf Reisen gehen wollen; denn bei reinem Himmel ist alles deutlich zu erkennen. Ein dunkler, trüber oder bewölkter
Himmel zeigt Stillstand der Geschäfte und Kummer an. Verwandelt er sich in irgend einen Stoff, bringt er nur denen, die mit demselben in
ihrem Beruf umgehen, Glück, allen anderen dagegen nach Ausweis der Erfahrung Unglück. Ein niedrig hängender Himmel begünstigt nur
Weissager und Astronomen, die übrigen Menschen versetzt er in niedrige Lebensverhältnisse. Sodann kündigen alle Dinge, die nirgendwo
und auf keinen Fall verloren gehen können, wenn sie im Traum verloren gehen, dem Träumenden den Tod oder Verlust der Augen an. So
träumte z.B. einer, der Himmel sei ihm entschwunden. Er starb; denn wie man Verlorenes nicht mehr gebrauchen kann, so ist auch alles, was
man nicht mehr gebraucht, für einen selbst so gut wie verloren.
Allgemein:
Im Traum kann der Himmel den Geist repräsentieren, aber auch ein Symbol für menschliches Potential sein. Er steht für die unbewußten
geistigen Einflüsse, für Streben nach höheren Zielen, manchmal auch für eine gehobene Stimmungslage.
– Nach Traumdeutungen des Altertums versprach ein klarer, sternenübersäter Himmel Geld und Gewinn.
– Der bedeckte Himmel dagegen weist auf Kummer und Ärger hin.
– Auffahren zum Himmel kann mehr Ansehen verheißen, manchmal aber auch vor Frömmelei mit Intoleranz
und Selbstüberschätzung oder vor der Neigung zu Mystizismus, Aberglauben und Weltfremdheit warnen.

681
– Am Himmel zu schweben oder zu fliegen, stellt den Versuch dar, dem Weltlichen auszuweichen, oder den
Wunsch, andere Dimensionen zu erkunden.
– Ist der Himmel dunkel, spiegelt er vielleicht die bedrückte Stimmung des Träumenden wider.
– Ist er hell, repräsentiert er seine Freude.
Psychologisch:
Der mythologische Wohnsitz der Götter umschreibt hochfliegende Gedanken und schöpferische Einfälle. Er ist ein Symbol für die Gefühls-
und Stimmungslage des Träumenden, ein himmlisches Sich- wohl- fühlen im Wachleben. Er symbolisiert das Unerreichbare. Wie sehr der
Träumende sich auch bemüht, wirklich zu fassen wird der Himmel für ihn nie sein. Der Himmel steht im Traum als Ort, an dem Ideen
geboren werden, dort sind Geist und Gedanken zuhause.
– Insbesondere der blaue mit Sternen übersäte Himmel hat eine positive Bedeutung.
– Ein heiterer, blauer Himmel weist auf eine heitere Stimmung, dem Träumenden lacht das Glück.
– Durch den blauen Himmel fliegen zeigt an, daß man sich frei und unbezwungen fühlen und auf die eigenen Kräfte vertrauen darf.
Verliert man dabei den Sichtkontakt zur Erde, dann läuft man Gefahr, sich in Wunschträumen zu verlieren.
– Ein bewölkter und düsterer Himmel dagegen weist auf Depressionen im bewußten Leben hin, die auf mangelnden Erfolg zurückzuführen
sein könnten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Himmel im Traum ein Symbol für Unendlichkeit und Ordnung. Er ist der Sitz himmlischer, den Menschen
überlegener Wesenheiten, Manifestationen der Transzendenz und Symbol der geheiligten Ordnung des Universums.
Volkstümlich:
(arab. ) : – heiteren, klaren, blauen sehen: glückliche Unternehmungen und große Freude stehen dir bevor;
– mit Sternen: dich erwarten ehrende Auszeichnungen; ein bereits lang ersehnter Wunsch wird in Erfüllung gehen;
– bewölkter: dir droht eine trübe Zukunft; man muß einstweilen Geduld haben,
weil sich im Augenblick belastende Probleme erst nach einiger Zeit lösen werden;
– finsterer: Verdruß durch Vorgesetzte und Zwist mit deinen Angehörigen; Unheil;
– rotgefärbter: eine Todesnachricht wird dich aufregen;
– gelber: du mußt dich ärgern.
(europ.) : – Trostausgleich für Unsicherheit im Leben;
– klar und blau sehen: verkündet großes Glück; kündet Freude an; gelingen eines Unternehmens;
auch: verheißt bemerkenswerte Auszeichnungen und interessante Reisen mit kultivierten Begleitern;
– roten sehen: bringt allerlei Zwistigkeiten; auch: es sind öffentliche Unruhen und Aufstände zu erwarten;
– bewölkten sehen: bringt Unbeständigkeit; Sorgen und Hindernisse;
– trüber: bedeutet Sorgen und Verdrießlichkeiten;
– mit Sternen: deutet auf Verdienst und Gewinn; Erfüllung eines Wunsches.
(ind. ) : – Träumt einer, er sitze im Himmel, wisse aber nicht, wie er hinaufgekommen, wird er Gnade in seinem Glauben finden;
gehört er zu denen, die die nötigen Fähigkeiten besitzen, wird er Kaiser werden und Namen und Macht erringen.
– Dünkt es einen, er besitze schöne, ganz ungewöhnliche Häuser in der Luft, wird er bald sterben; ist das Haus aber wie
andere Häuser gebaut, werden Besitz und Geschäft des Träumers, sei er, wer er wolle, an den Rand des Ruins kommen,
weil das Haus nicht auf festen Grund gebaut ist.
– hinaufsteigen: du wirst zu hohen Ehren kommen;
– klar: ein Unternehmen gelingt;
– bewölkt: du hast Hindernisse zu überwinden;
– in Flammen: eine große Freude steht dir bevor;
– mit Sternen übersät: eine große Erbschaft wird dir zufallen;
– finster: drohende Gefahren;
– rot: Verdruß mit Vorgesetzten;
– blau: viele Freuden erleben;
– trüb: du wirst an einem Vorhaben gehindert.
(Siehe auch „Grau“, „Wolke“, „Religiöse Bilder“)
Himmelfahrt
Allgemein:
Die Himmelfahrt ist ein Durchbruch zu einer neuen spirituellen Stufe, die den Status des Menschlichen transzendiert (= die Grenzen von
Bewußtsein und Erfahrung überschreitend; jenseitig, übernatürlich). Sie stellt eine Bewußtheit auf einer neuen Konzentrationsebene dar, die
einen anderen Blick auf das Menschliche freigibt.
Psychologisch:
Die Himmelfahrt im Traum steht für einen veränderten Bewußtseinszustand, der als Folge von Meditation und spirituellen Praktiken eintritt.
Im Traum wird er wertneutral als real betrachtet und häufig von symbolhaften Bildern des Paradieses begleitet.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Himmelfahrt im Traum eine Warnung vor einem bald schon folgenden Abstieg in die Unterwelt.
Himmelreich
Volkstümlich:
(europ.) : – zum Himmel auffahren: man wird die angestrebte Position nicht erreichen und Freude wird in Trauer verwandelt;
– als junger Menschen auf einer Leiter zum Himmel hinauf steigen: man wird von einem niederen Stand zu außergewöhnlichen
Ehren erhoben, findet aber weder Zufriedenheit noch viele Freuden;
– sich im Himmelreich befinden und Christus oder Freunde treffen: man wird Verluste erleiden aber durch das wahre Verständnis
der menschlichen Natur entschädigt werden;
– die himmlische Stadt sehen: signalisiert Zufriedenheit und eine fromme Einstellung; Kummer kann einem nicht anhaben;
– das Firmament erleuchtet sehen und darin den Herrn des Himmels: bedeutet großes spirituelles Streben und einen erquickenden
und tröstlichen Rückzug zum Wesentlichen; oft wird man auch vom Schicksal enttäuscht.
Himmelskarten
Psychologisch:
Fertigt man Himmelskarten an, besagt dies, daß man in der Realität ehrgeizige Ziele verfolgt.
(Siehe auch „Stern“)

682
Himmelskörper
Allgemein:
Wenn ein Traum von Himmelskörpern handelt, bedeutet dies, daß der Träumende mit sehr subtilen Energien in Berührung kommt, die ihn
umgeben und auf sein Leben einwirken – auch dann, wenn dem Träumenden dies nicht bewußt ist.
Psychologisch:
Folgende Deutungen der wichtigsten Himmelskörper wären möglich:
– Jupiter: Mit ihm werden Wachstum und Ausdehnung sowie Freiheit von Begrenzungen in Verbindung gebracht.
– Mars: Dieser Planet verweist auf Aktivität und Krieg, aber auch auf konstruktiven Tatendrang.
– Merkur: Dieser Planet steht für Kommunikation, Intuition und mentale Kraft.
– Mond: Es stellt die Gefühle des Träumenden und die Verbindungen zu seiner Mutter dar.
– Neptun: Er arbeitet mit Intuition, aber auch mit Inspiration.
– Pluto: Er reguliert das Unbewußte und die Transformation.
– Saturn: Er besitzt hemmenden Einfluß auf den Träumenden und regiert die Vergangenheit.
– Sonne: Die Sonne symbolisiert das Selbst und die Energie des Träumenden.
– Uranus: Dieser Planet steuert plötzliche Veränderung.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene weisen Himmelskörper und besonders Planeten im Traum darauf hin, daß der Träumende sich diese planetarische
Energie zunutze machen kann, wenn er lernt, mit ihr umzugehen.
(Siehe auch „Planet“)
Himmelsleiter
Volkstümlich:
(europ.) : – alles geht nach Wunsch.
(Siehe auch „Himmelreich“)
Himmelsrichtungen
Psychologisch:
Die Bedeutung der Himmelsrichtungen wird meist aus der gesamten Traumhandlung ersichtlich. Sie weisen als Traumbilder auf die
Aufbruchsstimmung des Träumenden hin. Wird eine einzelne Himmelsrichtung ganz besonders in der Traumhandlung hervorgehoben, so
verdient sie auch eingehende Betrachtung.
– Führt der Weg nach Süden, so bedeutet dies die Breiten des Gefühls, die Herzenswärme und Willenskraft.
– Der Weg Richtung Norden führt dagegen eher in die kühleren Gefilde der Intuition und unbewußten Ahnungen,
aber auch in den Bereich des kühlen Verstandes.
– Der Osten; der Sonne, dem Licht entgegen, das unseren Lebensweg erhellt, steht als Sinnbild für das introvertierte
auf sich selbstgerichtete Denken.
– Der Westen; wo die Sonne untergeht, in die Nacht hinein, in der Gefahren lauern, verbildlicht die reife, selbstbewußte und milde
Betrachtungsweise des Träumenden. Der Westen ist eine Gegend extrovertierter (nach außen gelebter) Aktivität und Ordnung.
Der Träumende sollte also versuchen sich zu erinnern, aus welcher Richtung der Wind wehte.
(Siehe auch „Himmel“, „Nacht“, „Sonne“, „Wind“)
Himmelsrichtung – Norden
Medizinrad:
Schlüsselworte: Erneuerung; Reinheit; Schlafzustand; paradoxe Kraft; neues Leben; Tod; Ruhe; Gold; inneres Wachstum; Weißer Büffel; die
Reiche des Mystischen; Heiler; übersinnliche Fähigkeiten; Bedarf der Erdung; verjüngend; Waboose, der nördliche Hüter des Geistes.
Beschreibung: Der Norden repräsentiert den Winter, die Zeit des Alters und der Jugend, die Mitternacht, die Zeit von Tod und Wiedergeburt,
die Zeit, wenn aus dir ein Ältester, ein Mensch der Weisheit geworden ist. In diesem Lebensabschnitt sind deine körperlichen Fähigkeiten
vielleicht nicht mehr so ausgeprägt wie in deiner Jugend, doch dafür ist deine spirituelle Begabung weit größer als jemals zuvor.
Der Norden hat die Kraft der Erneuerung und Reinheit. Die Macht des Nordens ist widersprüchlich; er ist neues Leben, noch in den Mantel
des Todes gehüllt, schnelles Wachstum, hinter Ruhe verborgen. Mit dem Norden wird der Weiße Büffel verbunden. Dieser schenkte sich
selbst den Menschen, damit sie leben konnten. White Buffalo Woman, so sagt man, hat den Menschen die heilige Pfeife gebracht. Die
Hauptbotschaft des Nordens ist die Gabe.
Allgemeine Bedeutung: Körperliche Gesundheit; Beziehung zur Welt; Arbeit; Wohnung.
Assoziation: Kälte, Dunkelheit.
Transzendente Bedeutung: Verstehen der Gabe.
Fosters Lehre: Erwachsenenalter; Winter; Hineinnahme.
(Siehe auch „Waboose“, nördlicher Hüter des Geistes, „Weißer Büffel“, „Winter“)
Himmelsrichtung – Osten
Medizinrad:
Schlüsselworte: Adler; Weisheit; Frühling; neues Leben; Morgendämmerung; Jugend; Geburt; Redlichkeit; Aufklärung; Erwachen;
Erleuchtung; Klarheit; Bote; Lebenskraft; Wabun, östlicher Hüter des Geistes.
Beschreibung: Der Osten ist die Zeit des Frühlings; die Zeit der Morgendämmerung, der Jugend, des Neuen, Hohen, Frischen und der
intensiven Energie. In dieser Jahreszeit scheint die Erde von allen Seiten zugleich zu neuem Leben zu erwachen. Es ist die Tageszeit, zu der
die Dunkelheit verschwindet und wir neue Anfänge sehen und wie das Mysterium des Lebens selbst sich fortsetzt.
Die Kraft des Ostens ist geradeheraus. Sie kann dir helfen, die Erleuchtung zu finden, die allen Kindern der Erde offensteht. Das dem Osten
zugeordnete Tier ist der Adler. Die Farben sind das Rot und Gold der aufgehenden Sonne.
Allgemeine Bedeutung: Bessere Kommunikation; neue Anfänge; unverbrauchte Philosophien; intensive Energie; Botschaften aus und über
die unterschiedlichen Schöpfungsreiche; Erwachen; Wissen über die Kindheit; Morgendämmerung; geistiges Leben; Nachdenken.
Assoziation: Naher, Mittlerer, Ferner Osten.
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung dessen, was für dich am meisten stimmt.
Fosters Lehre: Der Erleuchtete; Frühling.
(Siehe auch „Adler“, „Frühling“, „Wabun“, östlicher Hüter des Geistes)

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Himmelsrichtung – Süden
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wachstum; Vertrauen; Liebe; Sommer; Mittag; Handlung; Ausprobieren; Suchen; Paarung; Lieben; Sexualität;
Beziehungen; Kojote; Trickkünstler; Heilung; freundlich; gesellig; innig; Shawnodese, südlicher Hüter des Geistes.
Beschreibung: Der Süden ist die Zeit des Sommers, des Mittags. Im menschlichen Leben sehen sich hier Jugendliche und junge Erwachsene
mit einer Phase schnellen Wachstums konfrontiert, mit der Übermacht der Instinkte gegenüber den Gedanken, mit der Notwendigkeit, sich
auf ihre Intuition zu verlassen, weil die Veränderungen zu schnell auf sie einstürmen, um noch mit dem Verstand bewältigt zu werden. Das
Tier, das mit dem Süden assoziiert wird, ist der Kojote, der Trickreiche, der uns hilft, selbst in Phasen zu wachsen, in denen wir es eigentlich
nicht wollen.
Die Farben des Südens sind das Grün des Wachstums und das Gelb natürlicher Weisheit.
Allgemeine Bedeutung: Schnelles Wachstum; Beziehung; Liebe; das Herz; Fruchtbarkeit; Hitze (äußerlich und innerlich); Leidenschaft.
Assoziation: Sonne, Strand und Meer; Urlaub; Entwicklungsländer.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Liebe; bessere Beziehungen.
Fosters Lehre: Kindheit; Sommer; Trennung.
(Siehe auch „Kojote“, „Shawnodese“, südlicher Hüter des Geistes und Sommer)
Himmelsrichtung – Westen
Medizinrad:
Schlüsselworte: Erfahrung; Innenschau; Stärke; Herbst; Zwielicht; Reife; Führungsqualitäten; Lehren; Verantwortlichkeit; sich selbst
kennen; Idealismus; Selbstlosigkeit; Sonnenuntergang; Mondaufgang; Grizzlybär; Selbstheilung; die Bringer der Einheit; Mudjekeewis,
westlicher Hüter des Geistes.
Beschreibung: Der Westen ist die Zeit des Herbstes; die Zeit des Zwielichts; die Zeit, wenn Menschen ihre Reife erreicht haben und dazu
bereit sind, als Lehrer, Heiler und Anführer anderer Verantwortung zu übernehmen. Es ist eine Zeit der Kraft und der Macht, in der alle
Lebewesen genug Lebenserfahrung gesammelt haben, um ihre Richtung zu kennen, um zu wissen, was für sie funktioniert und was nicht.
Der Westen als Ziel repräsentiert die Verantwortung sowohl für die Kinder als auch für die Alten. Als Tier wird mit dem Westen der
Grizzlybär verbunden, das Wesen, das sein eigenes Herz kennt. Die Farben des Westens sind Blautöne, die in das Schwarz der Nacht
übergehen. Der Westen ist die Heimat des Westwindes, des Vaters aller Winde.
Allgemeine Bedeutung: Macht; Richtung; Führerschaft; Verantwortlichkeiten; Lehren.
Assoziation: Westliche Wertvorstellungen.
Transzendente Bedeutung: Tiefes Wissen über alles, was heilig ist, und deine Beziehung zu deinem Schöpfer.
Fosters Lehre: Adoleszenz; Herbst; Initiationsträume.
(Siehe auch „Grizzlybär“, „Herbst“, „Mudjekeewis“, westlicher Hüter des Geistes)
Hindernisse
Allgemein:
Hindernisse im Traum können viele Gestalten annehmen: Wall, Wand, Hügel, Berg, dunkler Wald und so fort. Meist ist dem Träumenden
klar, daß er diese Hindernisse überwinden muß. Die Art, wie er die Situation im Traum bewältigt, kann ihm bei der Lösung von
Alltagsproblemen dienlich sein.
Psychologisch:
Das Hindernis, das sich dem Träumenden im Traum in den Weg stellt, ist in seiner Bedeutung wörtlich zu nehmen und kann immer direkt
auf das Wachleben übertragen werden. Für die Deutung ist es wichtig, um was für ein Hindernis es sich dabei handelt und in welcher
Situation es auftritt. Unentschiedenheit und Selbstzweifel, die größten Hindernisse jeder Entwicklung, können im Traum mitunter in
materialisierter Form zum Ausdruck kommen. Manchmal fällt es dem Menschen schwer, seinen Hemmungen und Ängsten zu begegnen,
wenn sie nicht „greifbar“ sind. Träumt eine Person beispielsweise davon, daß sie eine Straße in die falsche Richtung gewählt hat oder in den
falschen Zug eingestiegen ist, so deutet dies darauf hin, daß sie in einer Lebenssituation den falschen Weg gewählt hat.
Spirituell:
Auf dieser Ebene verlangen Hindernisse im Traum vom Träumenden, sie ernst zu nehmen und an ihnen seine Entschlossenheit für den
spirituellen Weg zu überprüfen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in irgendeiner Unternehmung bemerken: langwierige Mühseligkeiten werden deine Geduld erschöpfen.
(ind. ) : – haben: du wirst eine Enttäuschung in der Liebe erleiden müssen.
(Siehe auch „Abgrund“, „Auto“, „Berg“, „Hügel“, „Hinken“, „Reise“, „Wand“ usw.)
Hindeuten
Allgemein:
Wenn im Traum eine Traumfigur mit dem Finger auf etwas zeigt, bedeutet dies, daß der Träumende seine Aufmerksamkeit auf einen
bestimmten Gegenstand, ein Gefühl oder auch auf einen bestimmten Ort gelenkt hat. Es gilt darauf zu achten, wer mit dem Finger zeigt und
worauf hingedeutet wird. Hinter dieser Handlung kann sich Aggression oder eine Schuldzuweisung verbergen. Der Träumende fühlt sich
vielleicht eines falschen Verhaltens beschuldigt. Ist dies der Fall, so muß er darüber nachdenken, ob dies berechtigt ist oder nicht.
Psychologisch:
Eine mit dem Finger weisende Person im Traum kann dem Träumenden entweder eine für ihn wichtige Richtung angeben oder aber ihn von
einer aktuellen Handlung ablenken, die er nicht zu Ende führen soll.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Fingerzeig eine Unterstützung für den Träumenden, der seinen Weg verloren hat.
(Siehe auch „Menschen“)
Hingabe
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt ein Bauer seine Hingabe an Gott, wird er eine gute Ernte und friedfertige Nachbarn haben;
– Geschäftsleute werden davor gewarnt, daß sich mit Betrug kein Gewinn erzielen läßt;
– Bei einer jungen Frau läßt dies auf Keuschheit und einen sie verehrenden Gatten schließen.

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Hinken
Assoziation: – Arbeit an der Bewegungsfreiheit; Einseitigkeit.
Fragestellung: – Welches Gleichgewicht versuche ich herzustellen? Welche Seite entwickle ich?
Allgemein:
Hinken (Lahme) deutet meist auf Probleme des Alltags hin, die man selbst verursacht; oft kommt darin zum Vorschein, daß man sich das
Leben selbst unnötig schwer macht. In fast allen Märchen hat der Teufel einen Klumpfuß. Allerdings wird der Mephisto in Goethes „Faust“
aber auch als ein Wesen mit überdurchschnittlicher Intelligenz dargestellt. Die Seele versucht in der Realität wie im Traum physische
Mängel mit psychischer Stärke auszugleichen.
Psychologisch:
Wenn Sie nicht gerade ein Gipsbein oder ähnlich reale Behinderung haben (was sich durchaus auch im Traum bemerkbar machen kann), ist
es ein Hinweis auf eine seelische Verletzung: eine schmerzhafte Ursache für eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Sie wollen „lieber
stillhalten, solange es noch so weh tut“. Es ist wörtlich zu nehmen und ein Grund, sich selbst Gutes zu tun und zu schonen – was immer Sie
darunter verstehen. Als Traumbild kann das Hinken also sowohl auf besondere geistige Fähigkeiten wie auch auf den „Geist, der stets
verneint“ hinweisen. Wer hinkt, der kommt auf seinem Lebensweg nicht allzu schnell vorwärts und jammert vielleicht darüber, statt sich
zusammenzunehmen und mit Energie gegen das schlechte Ich, die eigene Feigheit, anzukämpfen. Hinkende Menschen im Traum lassen oft
die eigene Überheblichkeit erkennen, mit der man Behinderten gegenüber auftritt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst: rasche Erledigung einer Angelegenheit;
– sehen, Mensch oder Tier: Schwierigkeiten bei deinen Vorhaben.
(europ.) : – gilt als ein vereiteltes Unternehmen; es wäre besser, Zeit und guten Wind abzuwarten, und sich obendrein vor Blamage zu hüten;
– selbst hinken: Rückgang der Geschäfte; auch: plötzlich mit einem kleinen Ärger konfrontiert sein, der einem viel Freude nimmt;
– andere hinken sehen: das Verhalten eines Freundes macht einem zu schaffen; kleine Niederlagen sind Begleiterscheinungen
dieses Traumes.
(ind. ) : – sich sehen: Unehre, du wirst dich um deinen guten Ruf bringen;
– andere hinken sehen: du wirst in Verlegenheit geraten.
(Siehe auch „Bein“, „Fuß“, „Gehen“, „Stehen“)
Hinkefuß
Volkstümlich:
(europ.) : – es stehet einem außergewöhnlich großes Unglück bevor;
vermeide Freundschaften mit Fremden.
(Siehe auch „Hinken“)
Hinrichtung
Assoziation: – Bestrafung; Verurteilung.
Fragestellung: – In welchen Bereichen meines Lebens bin ich bereit, mir selbst zu vergeben?
Allgemein:
Hinrichtung steht für Lebensveränderungen, die durch neue Einsichten oder geänderte Einstellungen entstehen; sie können günstig oder
ungünstig ausgehen. Eine Hinrichtung ist ein gewalttätiger Akt gegen einen Menschen. Das Symbol mahnt zur Vorsicht.
– Wohnt der Träumende in seinem Traum also einer Hinrichtung bei, so hat er Teil an dem Gewaltakt und muß vielleicht seine
Handlungsweise überdenken.
– Ist der Träumende selbst der Hingerichtete, ist dies als Warnung vor einer bevorstehenden Katastrophe zu bewerten.
– Die Hinrichtung dagegen, die man selbst durchführt, steht meist für Erfolge und Überwindung von Hindernissen
Psychologisch:
Wenn man selbst oder ein anderer Mensch zum Tode verurteilt wird, so ist dies die höchstmögliche Strafe. Hinter einer solch starken
Ablehnung des eigenen Selbst oder einer anderen Person stecken gewichtige Gründe, denen sich der Träumende zuwenden muß. Wie bei der
Enthauptung empfindet der Träumende seine Hinrichtung oft gar nicht als besonders schrecklich. Dieses Traumbild will auch nicht auf eine
besondere Gefahr hinweisen, sondern zeigt nur an, daß bestimmte Einstellungen oder Beziehungen nicht richtig gesehen wurden und neu
überdacht werden sollen. Wir sollten uns etwas Neues einfallen lassen, unser Leben verändern, um wieder neu motiviert ins Erfolgsrennen zu
starten. Hinrichtungsträume treten oft bei einem Wechsel von einer Entwicklungsphase in die nächste, oder beim Eintritt in die zweite
Lebenshälfte, auf.
Spirituell:
Auf dieser Ebene könnte Erhängen für spirituelle Unterdrückung stehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einer beiwohnen: Glück in der Liebe haben;
auch: deine Neugierde wird dich ins Verderben stürzen.
– die eigene: man wird in Not geraten, wenn man eine Warnung nicht ernst nimmt.
(europ.) : – Revision der bisherigen Lebenseinstellung zu bestimmten Vorgängen;
– beiwohnen: zeigt an, daß auf Erfolge bei Unternehmungen nicht zu rechnen sein wird;
Überwindung eines Feindes oder Schaffung eines neuen Feindes;
– eines Freundes oder einer nahestehenden Person: bringt Trennung von einem lieben Menschen;
– selbst Henker sein: verheißt, daß man des Mitleids bedürftig werden wird;
– selbst durchführen: wenn Blut dabei ist, wird man einen Prozeß oder eine Auseinandersetzung gewinnen; wenn ohne Blut
oder wenn der Hingerichtete wieder lebendig wird, kann man einen Feind trotz aller Bemühungen nicht außer Gefecht setzen;
– einem bevorstehend: durch die Nachlässigkeit anderer Unglück erfahren;
– wie durch ein Wunder verhindert werden: man wird seine Feinde überwinden und zu Wohlstand gelangen;
– selbst hingerichtet werden: verkündet Sieg über seine Feinde; wenn Schmerzen dabei sind, kündet dies eine Erkrankung an;
andernfalls wird man unter Schande und Erniedrigung leiden.
(ind. ) : – sehen: du wirst große Not haben.
(Siehe auch „Amputation“, „Enthauptung“, „Henker“, „Operation“)
Hinten
Assoziation: – Demut; Dummheit; Macht.
Fragestellung: – Bin ich ein Arsch? Was muß ich tun, um mir selbst zu verzeihen?
Allgemein:

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Hinten taucht mit anderen Symbolen (Personen, Objekte, Vorgänge) auf und kann nur im Zusammenhang mit diesen verstanden werden.
Grundsätzlich steht es für alles, was sich unbemerkt (hinter unserem Rücken) zuträgt, vor allem im Unbewußten; teils kann hinten auch auf
Hinterlist anderer hinweisen oder darauf aufmerksam machen, daß alles seine zwei Seiten hat.
(Siehe auch „Positionen“)
Hinterhalt
Allgemein:
Hinterhalt kündigt nach alten Traumbüchern unerwartete Erfolge an, warnt manchmal aber tatsächlich vor einem noch nicht erkannten
Risiko.
Psychologisch:
Ein Traum von einem Hinterhalt, den man jemandem legt, kann ähnliches bedeuten, daß man sich z.B. eine der guten Eigenschaften dieser
Person wünscht. Es ist deshalb wichtig, daß man sein Motiv für seinen Hinterhalt erkennt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hineingeraten: Freunde verlieren; von Feinden verfolgt werden;
– einen legen: Vorsicht ist der beste Wächter.
(europ.) : – (Versteck): warnt vor Leichtsinn, auch soll der Träumende sein Geschäft besser im Auge haben;
– andere aus dem Hinterhalt angreifen um sich an diesen zu rächen: man wird unehrlich handeln und seine Freunde betrügen;
– aus dem Hinterhalt angegriffen werden: in der Nähe lauert eine Gefahr, die bald über einem hereinbrechen wird, sofern man
die Warnzeichen unbeachtet läßt.
(ind. ) : – hineingeraten: du wirst Vorteile und einen großen Gewinn erzielen;
– einen legen: sei auf der Hut, sonst geht es dir schlecht.
Hinterhof
Psychologisch:
Ein Symbol für Geheimnisse, die auch besser welche bleiben sollten – ihr Inhalt gehört nicht dorthin, „wo sich das Leben abspielt“, sondern
eben an ein verschwiegenes, uneinsehbares Plätzchen, wie es ein Hinterhof ist. In der traditionellen Deutung bedeutet er Armut.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Nachrichten von einer Verlobung im Bekanntenkreis; Für eine Frau bedeutet es außerdem,
daß die Hochzeit ihr einen neuen Verehrer bescheren wird.
Hinterteil
(Hintern)
Artemidoros:
Es träumte jemand, er wische sich den Hintern mit Weihrauch aus. Er wurde wegen Religionsfrevel verurteilt, weil er das, womit man die
Götter ehrt, schändlich mißbraucht hatte. Der Geruch aber zeigte an, er werde entdeckt werden. Es träumte jemand, er habe im Hintern einen
Mund, darin große schöne Zähne, spreche durch ihn, essen durch ihn und bediene sich seiner für alle Betätigungen, die sonst dem Mund
zukommen. Der Mann mußte wegen frecher Reden die Heimat verlassen und in die Verbannung gehen. Ich erspare mir die Gründe
anzuführen; denn was ihm widerfuhr, ist natürlich und hat seinen guten Grund.
Volkstümlich:
(europ.) : – Analerotik mit rein sexuell-erotischen Ausschlägen und infantilen Rückerinnerungen;
– den eigenen sehen: bedeutet Schmach;
– eines Mannes sehen: bringt Ungemach;
– einer Frau sehen: man wird Neuigkeiten erfahren;
– eines Kindes sehen: man wird von Übeln aller Art befreit werden.
(Analerotik = Interesse am eigenen analen Körperbereich im frühkindlichen Entwicklungsstadium;
Fixierung der sexuellen Wünsche auf den After und dessen Bereich)
(Siehe auch „Gesäß“)
Hintertreppe
Allgemein:
Sie bedeutet den Umzug vom Vorderhaus zum Hinterhaus, also eine persönliche Herabsetzung und damit einen sozialen Abstieg. Auch List
und krumme Wege der Seele kommen darin zum Vorschein.
Psychologisch:
Wer im Traum über eine Hintertreppe entwischen will, versucht sich im Wachleben vor einer Verantwortung zu drücken oder über einen
Umweg zum Ziel zu gelangen. Diese versteckte Treppe kommt auch in erotischen Träumen vor und kann da ein zweifelhaftes Verhältnis
umschreiben.
(Siehe auch „Treppe“)
Hintertür
Allgemein:
Wer sich gern „ein Hintertürchen offenhält“, weiß auch dann noch einen Ausweg (oder einen Zugang), wenn andere schon „vor
verschlossenen Türen stehen“. Man kann es wörtlich nehmen.
Psychologisch:
Es kommt darauf an, ob man aus ihr entweicht oder zu ihr hineingeht – immer aber steht sie wohl für heimliche Gedanken und/oder Taten.
Das kann natürlich auch sexuell verstanden werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – anstelle des Vordereinganges benutzen: ist eine Warnung vor Veränderung des Geschicks;
je nach der Sachlage, kann es eine Änderung zum Guten oder Schlechten bedeuten.
(Siehe auch „Haus“, „Tür“)
Hinuntersehen
Volkstümlich:
(europ.) : – von einem Turm, hohen Dach usw.: warnt vor Schwindeleien und mahnt zur Ehrlichkeit.

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Hippie
Assoziation: – Freiheit; Ausschweifung; Ablehnung konventioneller Werte.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir möchte anders sein oder hat Angst davor, anders zu sein?
Hippodrom
(Reitbahn)
Volkstümlich:
(europ.) : – es wird etwas Erfreuliches für dich eintreten.
Hirn
Volkstümlich:
(europ.) : – vom Kalb: bedeutet Zufriedenheit;
– vom Schwein: bringt Glück.
Hirsch
Assoziation: – sanfte Schönheit; Schüchternheit.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir sucht Schutz?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Einfühlend; anmutig; sich schnell bewegend; intuitiv; schlau; erfindungsreich; krativ; kommunikativ; Mond der
Maisaussaat.
Beschreibung: Der Hirsch oder genauer: der Trughirsch, im Medizinrad das Tiertotem für die im Mond der Maisaussaat (21. Mai bis 20.
Juni) Geborenen, ist ein Lebewesen, das recht gut in der zivilisierten Welt zurechtkommt, da er sich der vom Menschen geschaffenen oder
veränderten Umgebung gut anpassen kann. Hirsche sind einfühlend, anmutig, schnell in der Bewegung und wachsam. Darüber hinaus sind
sie auch schlau, erfindungsreich und kreativ. Außer in der Paarungszeit leben sie in gemischtgeschlechtlichen Rudeln. Männliche Tiere
haben ein Geweih, das sie jedes Jahr abstoßen und neu bilden.
Allgemeine Bedeutung: Deine Kreativität erforschen; mit deiner Anpassungsfähigkeit in Berührung kommen; wachsende Empfindlichkeit
für die Veränderung; entscheidende Wandlungen in deinem Leben; Lektionen über deine Intuition.
Assoziation: Röhren wie ein Hirsch – unmotiviertes Losbrüllen.
Transzendente Bedeutung: Ein Anwachsen von Heilbefähigung oder intuitivem Wissen.
Wolfsclanlehre: Hören; Clantier des Monats Mai.
Huichol-Lehre: Herr der Träume; Kulturheld; Vermittler zwischen den Menschen und den Göttern; das höhere Selbst des Träumenden.
Wenn du im Traum einen Hirsch siehst, dann versuchst du etwas zu lernen, oder ein Geistwesen möchte dir etwas beibringen.
Artemidoros:
Der Hirsch bedeutet auf einem Schiff die Steuerruder (Gesteuert wurde durch ein oder zwei seitlich am Heck angebrachte breite Ruder, die
zur leichteren Bedienung einen waagerechten Griff besaßen.) und seine Geschwindigkeit, auf dem festen Land dem, der unterwegs und auf
Reise ist, einerseits ein glattes, andererseits ein schwieriges Vorwärtskommen. Das Zutreffende ergibt sich aus dem jeweiligen Zustand des
Hirsches. Ferner zeigt er an, daß Ausreißer und Personen, die gerichtlich angeklagt sind, und andere, die eine eheliche Gemeinschaft
aufgeben wollen, einerseits klug, andererseits feig und kleinmütig sein werden. Beachte: Alles was langsam wächst und langsam reift, führt
sowohl das Glück als auch das Unglück langsamer herbei.
Allgemein:
Hirsch kann sexuelle Bedürfnisse darstellen, vor allem wenn er ein großes Geweih trägt. Oft weist er auch darauf hin, daß man sich mit
bescheidenem Wohlstand und stillem Familienglück begnügen soll.
Psychologisch:
In den nordischen Kulturen ist der Hirsch ein Himmelstier, sein Geweih stellt die Himmelsleiter dar. Das erklärt, daß der Hirsch in der
christlichen Religion oft für Christus steht und eine Erlösersymbolik hat. Der Hirsch und das Einhorn sind in der Mythologie
gleichbedeutend. Sie stehen als Bild für die Einheit von Seele und Geist. Der Hirsch hat wohl wegen seiner Brunftkämpfe um die Hirschkuh
auch eine erotische Bedeutung im Volksglauben. Tiefenpsychologisch betrachtet kann er verdrängte weibliche Wesenszüge beim Mann oder
männliche bei der Frau symbolisieren und auffordern, sie anzunehmen. Manchmal verspricht der Hirsch Frauen Liebesglück, wobei sie
möglicherweise jemanden Hörner aufsetzen müssen; Männern kündigt er Erfolg und zündende Ideen an, die sich nicht allein aufs Erotische
beschränken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt jemand, es weideten Hirsche oder anderes gehörntes Wild daselbst an einem Ort, wird ein mächtiger Feind eindringen.
Dünkt es den Kaiser, man bringe ihm Hirsche, wird er namhafte und mächtige Feinde als Gefangene übernehmen.
Zieht er aus, um Hirsche oder anderes gehörntes Wild zu jagen, wird er einen Feldzug gegen feindliche Fürsten unternehmen;
erlegt er das gesuchte Wild, wird er auch den Feind tödlich treffen und frohlocken, wenn nicht, erfolglos sein.
– Fängt der Kaiser auf der Jagd junge Hirsche, wird er Söhne mächtiger Fürsten in Fesseln legen.
– Zieht er ein Rehkitz in seinem Palast auf, ein männliches oder weibliches, deute er es als einen Sprößling seines Geblüts.
– Hirschfleisch zu essen prophezeit Wohlwollen und Reichtum von einem großen Herrn des Landes.
– auf einer Wiese oder im Wald sehen: man hat einen ehrgeizigen Feind, der einem jedoch nichts anhaben kann;
– jagen: man sollte erkennen, daß man einer aussichtslosen Sache hinterherläuft;
– töten (schießen): große Erfolge haben; Aussicht auf Erbschaft;
– in Rudeln erblicken: viele Freunde gewinnen;
– laufen sehen: dein Glück wird dich rasch verlassen.
(europ.) : – mit Geweih ein etwas zweifelhaftes Sexualsymbol für den Mann; bei Frauen oft Wunschtraum, vor allem bei Geweih
mit vielen Sprossen;
– sehen: bedeutet die Möglichkeit, Gewinn, Freude und Freiheit zu erreichen; man hat einen hochmütigen Feind;
– in Rudeln sehen: bringt viele neue Freunde; wahre und ehrliche Freundschaft und manches Vergnügen wird einem bereitet;
– laufen sehen: guter Geschäftsgang; Pläne werden gelingen;
– einen schreien hören: man wird gute Nachrichten erhalten;
– kämpfen sehen: man wird zu Macht kommen;
– Hirschkuh sehen: Ehren werden einem zukommen.
– einem nachlaufen, ohne ihn zu fangen: bedeutet einen unerfüllbaren Wunsch; eine aussichtslose Sache;
– einen jagen: man wird sich an einem vorteilhaften Geschäft beteiligen;
– einen mißhandeln: man wird seine eigenen Pläne ruinieren;
– in Gefangenschaft halten: zeigt Streitigkeiten und Verluste an;
– sterben sehen: Wohlstand;
– schießen: Ehre bzw. Erbschaft;

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– neben einem getöteten stehen: man wird seine Feinde oder Rivalen besiegen können.
(ind. ) : – sehen: Wohlstand und Familienglück;
– in Rudeln: du wirst viel Freundschaft erleben;
– kämpfen sehen: du wirst zu Macht kommen;
– im Laufe: deine Angelegenheiten werden sich rasch und günstig abwickeln;
– schießen: du wirst zu Ehren gelangen;
– tot sehen: dein Wohlstand wird sich vermehren;
– in einem Haus: du hast ein stilles häusliches Glück, sei zufrieden und verlange nicht nach mehr;
– im Garten haben: Unglück.
(Siehe auch „Tiere“)
Hirschbraten
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: du wirst dich in deinen künftigen Verhältnissen recht behaglich fühlen.
(europ.) : – Hirschfleisch essen: verkündet eine Erlösung aus drückender Lage, auch wird man sich seiner Feinde erwehren können.
(ind. ) : – essen: hohe Gäste werden ihren Besuch bei dir ansagen.
Hirschfänger
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst auf die Jagd gehen.
Hirschgeweih
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Unglück in der Liebe erleben.
Hirschjagd
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich daran beteiligen: mache dich nicht lächerlich.
Hirschkuh
Volkstümlich:
(arab. ) : – Vergrößerung deines Reichtums.
Hirse
Artemidoros:
Kolbenhirse, Rispenhirse und Dinkel bedeuten Armut und Bedürftigkeit, Glück bringen sie nur Leuten, die von der großen Menge leben.
Allgemein:
Hirse wird allgemein wie Getreide verstanden. Es galt in der traditionellen Deutung als Symbol für größtes Glück.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen gute Verhältnisse bekommen.
(europ.) : – verheißt Geldeinnahmen; ein günstiger Zufall bringt Vorteile; bedeutet Friede; viel Glück;
– essen: du wirst eine bescheidene Häuslichkeit haben.
(ind. ) : – sehen: du wirst zu Wohlstand gelangen;
– essen: wenn du so weiter machst, wird man dich bald verachten.
(Siehe auch „Getreide“)
Hirten
Allgemein:
Hirte deutet noch stärker als die Herde auf die geistigen Kräfte hin, die innere Widersprüche miteinander aussöhnen sollen. Zum Teil steht er
auch mit Wohlstand in Zusammenhang, wobei folgende Begleitumstände zu beachten sind:
– Hirte mit einer Herde soll gute Gewinne und Ansehen verheißen.
– Hirten mit einer besonders großen Herde lassen auf ein großes Vermögen hoffen, das sich stattlich vermehren wird.
– Hirte allein kann dagegen Verluste ankündigen.
– Gänsehirt warnt oft vor Klatsch und übler Nachrede, vor allem wenn die Gänse schnattern.
– Schweinehirt deutet auf plötzliche Feindschaft, Schafhirt auf ein gesegnetes Alter und Kühe auf Reichtum und Glück in nächster Zukunft.
– Alten Menschen soll der Hirte einen geruhsamen Lebensabend versprechen, weil sie von einem guten Hirten beschützt werden.
Psychologisch:
Hirte und vor allem Hirtenknabe haben aber auch eine erotische Bedeutung. Man sehnt sich nach einem romantischen Abenteuer. Der „gute
Hirte“ kommt in religiösen Zusammenhang vor.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit Herde sehen: auf einen beträchtlichen Vermögenszuwachs sich freuen dürfen;
– Hirten alleine sehen: man wird sein Vermögen verlieren.
(europ.) : – bei der Sorge um die Familie bürdet man sich zuviel auf;
– sehen: ruhiges Alter;
– mit Herde sehen: Reichtum; kündet Vermögenszuwachs an;
– mit Herde von Rindern: bringt Glück;
– mit Schweinen: bedeutet Gewinn;
– mit Lämmern: verheißt unschuldige Vergnügungen;
– mit Pferden: man wird eine wilde Freude erleben;
– mit Gänsen und Enten: man wird viel unter Tratsch leiden;
– ohne Herde: Vermögensverlust;
– von einer kleinen Herde mit mageren Tieren: bringt materielle Sorgen;
– selbst einer von einer großen Herde schöner kräftiger Tiere sein: deutet auf gute Geschäfte hin.

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(ind. ) : – sehen: dein Vermögen wird zunehmen;
– mit schöner großer Herde: du wirst ein glückliches Familienleben führen;
– mit magerem Vieh: langsamer Familienzuwachs;
– mit Schweinen: du wirst deine Feinde überwinden.
(Siehe auch „Herde“, „Tiere“)
Historische Persönlichkeiten
Psychologisch:
Wer von einer solchen träumt (ob es nun die Jungfrau von Orleans, Napoleon, Marlene Dietrich oder Willy Brandt war oder wer auch
immer), braucht ein Lexikon oder eine Biographie: Nach C.G. Jung soll man nach Träumen von bedeutenden Persönlichkeiten unbedingt
nachschlagen und sich über deren Eigenschaften, Tätigkeit und Umfeld informieren – es wäre immer von Bedeutung.
Hitze
Assoziation: – intensive Emotionen; Streß.
Fragestellung: – Wo muß ich einen kühleren Kopf bewahren?
Allgemein:
Die Empfindung von Hitze im Traum wiederum ist vermutlich ein Verweis auf Leidenschaft oder ein Projekt oder Thema, das einem viel
bedeutet. Aufschlußreich ist, wie man die eigene Traumhitze unter Kontrolle bringt. Auch die Traum-Stimmung ist wichtig. War man
zornig? Vielleicht sollten Sie ein bißchen „cooler“ werden? „Heiße“ Träume symbolisieren glühende Leidenschaft und heißes Begehren.
(Oder waren Sie einfach zu warm zugedeckt?)
Psychologisch:
Angenehme Emotionen können im Traum in körperliche Gefühle übertragen werden. So erlebt der Träumende etwa Zorn, Eifersucht oder
ähnliche Emotionen als Hitze.
– Wenn der Träumende in seinem Traum schwitzt, symbolisiert dies heiße Begierden und Leidenschaften, die man mehr zügeln muß,
um keinen Schaden zu erleiden.
– Wenn man sich im Traum dessen bewußt ist, daß die Umgebung heiß ist, verweist dies darauf, daß man sich geliebt und umsorgt fühlt.
– Empfindet der Träumende etwas als heiß, was eigentlich kalt sein sollte (beispielsweise Eis), dann kann dies bedeuten, daß er
Schwierigkeiten damit hat, seine Gefühle zu ordnen.
– Hitzegefühl deutet oft auch auf Arbeit hin, bei der vor dem Erfolg der Schweiß gesetzt ist.
– Manchmal ist Hitzegefühl im Traum die Ankündigung einer Krankheit, die im Wachleben durchgestanden werden muß.
Spirituell:
Spirituelle Leidenschaft ist ein sehr tiefes Gefühl; es kann im Traum als Hitze erlebt werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erleiden: es wird dir viel Kummer bereitet werden; Ärger.
(europ.) : – man hat keinen Grund, sich über seine Umstände Sorgen zu machen, man vermeide aber zornige Gedanken oder Worte;
– macht sie einem zu schaffen: man kann die Pläne nicht ausführen; weil man von einem Freund betrogen wird.
Hitzig
Volkstümlich:
(europ.) : – werden: zeigt Zank und Streit an mit üblen Folgen.
Hobby
Volkstümlich:
(europ.) : – dem liebsten Hobby nachgehen: es sind Gewinne angezeigt, aufgrund eigener Anstrengungen.
Hobel
Allgemein:
Hobel (Hobeln) wird oft als Ermahnung verstanden, mehr Rücksicht und Feingefühl im Umgang mit anderen zu zeigen, weil man sonst
durch eigenes Verhalten unnötige Konflikte provoziert; das kann sich auch auf eine konkrete Lebenssituation beziehen, die man bald
bereinigen sollte. Manchmal taucht der Hobel als Warnung vor allzu pedantischer Genauigkeit auf, die von anderen Menschen sehr oft als
kleinlich und spießig interpretiert wird.
Psychologisch:
Beim Hobeln fallen auch im Traum Späne: Erziehungsversuche, die wir starten, um unsere Umwelt in unserem Sinne zu beeinflussen. Sehen
wir andere hobeln, haben wir Angst, daß sie uns am Zeuge flicken könnten. Vielfach gibt uns das Unbewußte mit dem Bild des Hobelns
einen Hinweis darauf, daß wir Ideen oder Gedanken erst auf den richtigen Nenner bringen, also zurechthobeln müßten, um daraus Nutzen
ziehen zu können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: traurige Erlebnisse in Aussicht;
– damit arbeiten: deine Lage wird dieselbe bleiben; man wird sich Mißerfolge selbst zuzuschreiben haben;
– Späne: du bist Unordentlich und Planlos.
(europ.) : – der Hobel: steht für Harmonie und sogar Erfolg; eine Liebe für die Realität und nicht die Lüge wird einem dadurch prophezeit;
– einen benutzen: die eigene Großzügigkeit und erfolgreichen Bemühungen werden gelobt;
– selbst hobeln: ein Trauerfall wird eintreten;
– Zimmerleute hobeln sehen: man wird langsam in seinen Angelegenheiten vorankommen;
– andere hobeln sehen: jemand strebt danach, Herr über einen zu werden;
– Hobelspäne sehen oder machen: man wird seine Arbeiten mit Genauigkeit ausführen;
– Hobel sehen: man wird eine Angelegenheit in Ordnung bringen.
(ind. ) : – hobeln sehen: deine Freunde verlangen Aufrichtigkeit von dir.
(Siehe auch „Holz“)
Hobelbank
Volkstümlich:
(europ.) : – Todesfall im Bekanntenkreis.

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Hoch
(Wetterlage)
Allgemein:
Wer davon träumt, hat auch eines zu erwarten. Sie sind in absoluter Hochform (seelisch, geistig, körperlich), von besten Bedingungen und
einem förderlichen Umfeld umgeben. Kein Wölkchen trübt jetzt Ihren Himmel, Sie können den Ballon Ihrer kühnsten Träume steigen lassen:
ein absoluter Glückstraum!
(Siehe auch „Himmel“, „Wolken“)
Hochamt
Allgemein:
Feierlicher Gottesdienst soll nach alten Traumbüchern ein bevorstehendes freudiges Ereignis ankündigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – unerwartete Freude.
(europ.) : – beiwohnen: Trost, Erhebung der Seele; verheißt baldige große Freude.
(ind. ) : – beiwohnen: eine unerwartete große Freude kommt ins Haus.
Hochebene
Assoziation: – Errungenschaft, umfassenderes Verständnis.
Fragestellung: – Was will ich erreichen? Wohin muß ich gehen, um es zu erreichen?
Allgemein:
In vielen Träumen spielt die Situation eine Rolle, in welcher der Träumende einen mühsamen Aufstieg hinter sich gebracht hat und
schließlich eine Ebene erreicht, die reizvoll und mühelos zu überqueren ist. Dieses Traumbild weist manchmal auf eine Zeit des Friedens und
der Ruhe hin, mitunter aber auch auf einen Stillstand, der durch Mangel an Energie verursacht wurde.
Psychologisch:
Ein Symbol für das Erreichen eines Etappenzieles, man hat nun „freien Überblick“ und kann sich neu orientieren, dem nächsten Ziel
zuwenden. Handelt es sich um eine karge und wenig attraktive Hochebene, benötigt der Träumende vielleicht noch weitere Anreize, um
seinen Weg fortzusetzen. Ist sie ein sicherer, behaglicher Platz, so möchte er vielleicht nicht weitergehen und braucht Zeit, um sich zu
erholen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bietet das Traumsymbol Hochebene eine Reihe von Wahlmöglichkeiten. Entweder der Träumende ruht sich in
Untätigkeit auf seinen Lorbeeren aus, oder er nimmt sich die Zeit, um sein Vorankommen zu begutachten und um die Hochebene als ruhigen
und friedvollen Ort zum Nachdenken zu nutzen.
Hochgebirge
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast schwere Hindernisse zu überwinden.
(ind. ) : – bist du krank, befolge den Rat des erfahrenen Arztes.
Hochhaus
Psychologisch:
Aus gesicherter, vertrauter Situation (Haus) ist „freie Sicht“ und ein großer Überblick möglich. Wenn es ein negativer, angstbesetzter Traum
war: Verlust der Individualität. Man ist einer unter vielen, kann keinen „Abstand wahren“.
(Siehe auch „Haus“)
Hochlandkostüm
(schottisch)
Volkstümlich:
(europ.) : – es ist ein günstiger Traum, wenn Sie jemanden, ganz egal ob Mann oder Frau, im Kilt sehen.
Hochmütig
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: hänge nicht deinen einseitigen Gedanken nach.
Hochofen
Psychologisch:
Herrschen im Traum freundliche Gefühle vor, so ist es wohl die moderne Erscheinungsform der Schmiede. Sie vertrauen Ihren Kräften und
arbeiten hart für den Erfolg. Sie wissen, jeder ist seines Glückes Schmied. Bestimmen aber unangenehme Gefühle den Traum, dann
durchleben Sie eine Zeit, in der das Schicksal hart mit Ihnen umgeht. Es könnte nötig werden, alte Anschauungen gründlich zu überdenken.
(Siehe auch „Hölle“, „Schmied“)
Hochplateau (Siehe unter „Hochebene“)
Hochschule
Allgemein:
Hochschule (Universität) steht häufig für die geistige Weiterentwicklung, die durch mehr Selbsterkenntnis gefördert wird. Bei manchen
Menschen warnt das Symbol vor zu viel „Kopflastigkeit“, die zur Isolierung führen kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet geistige Fortschritte;
– besuchen: Glück für die Zukunft;
– in eine gewählt werden: große Ehre, aber zugleich auch eintöniges, abgeschlossenes Leben.
Hochseil
Psychologisch:
Steht für die Kunst des Lavierens mit der Gefahr abzustürzen. Es ist der Wunsch bewundert zu werden wie ein Akrobat.
(Siehe auch „Akrobat“)

690
Hochsitz
Psychologisch:
Warnung vor Überheblichkeit und Machtmißbrauch, im Sinne von: selbst kein Risiko eingehen, aber jemand anderen (unerkannt und
unentdeckt) skrupellos „abschießen“.
Hochspannungsleitung
Psychologisch:
Wer davon träumt, steht selbst unter höchster Spannung, die Leitung ist also das Symbol für den eigenen Zustand – die Drähte der Leitungen
entsprechen den Nervensträngen.
(Siehe auch „Elektrizität“)
Hochstapler
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst mit dummen Menschen Ärger haben.
(europ.) : – mit einem verkehren: man wird viel Geld verschleudern;
– selbst sein: man wird Gut und Geld vermehren.
Hochwasser
Psychologisch:
Ein Sinnbild für bedrohlich „hochsteigende“ Gefühle, die jeden Moment überschwappen und eine (emotionale) Katastrophe anrichten
könnten. Man träumt davon, wenn man Angst vor der eigenen Gefühlsintensität hat, deren Folgen „Schaden anrichten könnten“.
(Siehe auch „Überschwemmung“)
Hochzeit
Assoziation: – rituelle Vereinigung.
Fragestellung: – Womit verbinde ich mich von ganzem Herzen?
Artemidoros:
Der Tod verkündet einem Unverheirateten Hochzeit an und raubt einem Sklaven die Vertrauensstellung, die er innehat; denn beide, Hochzeit
und Tod, gelten den Menschen als Ziel und Vollendung, und immer wird das eine durch das andere angezeigt. Deshalb prophezeit das
Heiraten Kranken den Tod; denn beiden, dem Hochzeiter wie dem Verstorbenen, wird dasselbe zuteil, z.B. das Geleit von Freunden,
Männern und Frauen, Kränze, wohlriechende Essenzen, Salben und eine schriftliche Aufzeichnung des Vermögens. Von guter Vorbedeutung
ist es für einen, der in ein neues Unternehmen einzusteigen beabsichtigt – es zeigt das Gelingen seines Vorhabens an – und für einen Mann,
der von irgendeiner Seite einen Profit erhofft; in jedem Fall übernimmt ja derjenige, der heiratet, ein Vermögen, das ihm die Braut in die Ehe
bringt. Allen anderen zeigt es Aufregungen und üble Nachreden an; denn ohne Wirrwarr geht es bei keiner Hochzeit aus. Heiratet einer ein
Frauenzimmer, das keine Jungfrau mehr ist, so wird er sich nicht auf neue sondern auf alte Unternehmungen verlegen, aber dabei nicht
schlecht fahren. Dünkt es einen, seine Frau heirate einen anderen, so zeigt es einen Wandel im Beruf oder die Scheidung an. Träumt eine
verheiratete Frau, sie eheliche einen anderen Mann, so wird sie, wie die Alten sagen, ihren Mann zu Grabe tragen oder sich sonstwie von ihm
trennen. Nach meiner Erfahrung trifft das nicht immer zu, sondern nur dann, wenn die Frau nicht schwanger oder kinderlos ist oder nichts zu
veräußern hat. Ist dies nicht der Fall und hat sie ein Töchterchen, so wird sie es einem Mann zur Frau geben; geht sie schwanger, wird sie
einem Mädchen das Leben schenken, dasselbe großziehen und an den Mann bringen. Auf diese Weise wird sie zwar nicht selbst heiraten,
wohl aber ein Stück von ihrem eigenen Fleisch und Blut. Eine Frau dagegen, die etwas zu veräußern hat, wird bezüglich eines Verkaufs mit
jemand einen Vertrag abschließen, wie er bei einer Eheschließung üblich ist. Viele Ausgänge erfüllen sich an Menschen, die uns ähnlich
sind, an Blutsverwandten und Namensvettern. So träumte z.B. eine verheiratete Frau, sie heirate einen anderen Mann. Nun war weder ihr
Mann krank, so daß sie nach dessen Ableben einen anderen hätte ehelichen können, noch besaß sie etwas zum veräußern, so daß sie wie bei
einer Eheschließung einen Vertrag machen konnte, noch hatte sie eine heiratsfähige Tochter, die sie einem Mann zur Frau hätte geben
können, um auf diese Weise nicht selbst, sondern die Tochter mit einem anderen verheiratet zu sehen; auch war sie selbst nicht krank, so daß
sie hätte sterben müssen, da ja Hochzeit und Tod dieselbe Bedeutung haben, weil die äußeren Umstände in beiden Fällen ähnlich sind; sie
hatte aber eine gleichnamige Schwester, die krank daniederlag und starb. So erfüllte sich das, was sich an ihr selbst erfüllt hätte, wenn sie
krank gewesen, an ihrer gleichnamigen Schwester.
Allgemein:
Eine Hochzeit im Traum verweist auf Vereinigung zweier Persönlichkeitsteile des Träumenden, die miteinander verbunden werden müssen,
damit ein besseres Ganzes entstehen kann. Eine „Hochzeit“ zwischen Geist und Gefühl oder zwischen der praktischen und der intuitiven
Seite könnten hierfür Beispiel sein. Im Traum an einer Hochzeitsfeier teilzunehmen, kann bedeuten, daß der Träumende von einer realen
Beziehung weiß, die sich auf diesem Entwicklungsstand befindet.
– Trägt der Träumende in seinem Traum das Hochzeitskleid, zeigt dies, daß er sich darum bemüht, seine Gefühle
und Hoffnungen im Hinblick auf Beziehungen zu ordnen.
– Trägt eine andere Traumfigur das Hochzeitskleid, dann läßt dies beim Träumenden auf Minderwertigkeitsgefühle
schließen („Immer nur Brautjungfer, nie die Braut“).
Psychologisch:
Ende und Anfang zu gleich: der Wechsel von einer Lebensphase in eine andere. Die Hochzeit gilt auch als Archetypus der Vereinigung.
Feiern wir unsere eigene Hochzeit im Traum, obgleich wir längst verheiratet sind, wird sich wohl unser bisheriger Lebensstil verändern, das
muß aber nicht unbedingt mit der Lösung einer augenblicklichen Verbindung zu tun haben. Ist man bei einer Hochzeit zu Gast, verspricht
das einen Wechsel im zwischenmenschlichen Bereich. Meist deutet die Hochzeit im Traum auf momentane Schwierigkeiten in Ehe oder
Partnerschaft hin. Ein Traum über eine Hochzeit kann dem Träumenden Hinweise geben, welche Art von Partner er sucht. Wenn er im
Traum beispielsweise einen Freund aus der Kindheit heiratet, so ist es naheliegend, daß er einen Menschen sucht, der dieselben
Eigenschaften hat, wie dieser Freund aus Kindertagen. Vielleicht wünscht sich der Träumende, einen berühmten Menschen zu heiraten; auch
hier geht es um die Eigenschaften dieses Menschen und nicht um die Person selbst. Wenn die Träumerin in ihrem Traum eine
„Traumhochzeit“ erlebt, handelt es sich um einen Wunschtraum. Es spielt dabei auch keine Rolle wer geheiratet hat oder ob die Träumerin
bereits verheiratet ist. Dem Traum liegt der Wunsch zugrunde, das prickelnde Gefühl einer Braut zu erleben. Muß sich der Träumende in der
Traumhandlung einem Opferritual unterziehen oder wird generell ein Opfer dargebracht, heißt dies, daß er in der Realität viel von seiner
Selbständigkeit und seinen Gewohnheiten aufgeben muß. Die Art des Opfers im Traum hat allerdings fast nie einen realen Bezug, es
verkörpert meist nur die Befürchtungen des Träumenden. In der indischen Traumschrift „Jagaddeva“ wird sie mit nahen Tod oder zumindest
großem Schmerz übersetzt.

691
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Hochzeit im Traum ein Hinweis auf die Notwendigkeit eines Integrationsprozesses. Zuerst müssen sich die
männliche und die weibliche Seite der Persönlichkeit vereinigen und dann die materielle und die spirituelle Seite miteinander in Einklang
kommen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er habe zahlreiche Gäste zu seiner Hochzeit geladen, werden ihm entsprechend deren Zahl viele Gefolgschaft
leisten und von ihm gefördert werden.
Hat er auch allerlei Kurzweil und Harfen dabei, wird er Botschaften zu hören bekommen, die ihn bedrücken.
Salbt er seine Gäste mit verschiedenen Ölen, wird er sich bei den Leuten entsprechend dem Wohlgeruch
einen guten Namen machen.
Beräuchert er seine Freunde mit Wohlgerüchen, wird er schlimme Anordnungen treffen und sie entsprechend
dem Wohlgeruch durchsetzen.
Träumt er, er mische viele süße, duftende Weine, wird er den Gästen seine Machtfülle zu kosten geben
und sie reich beschenken.
Beschläft er die Frau, mit der er Hochzeit feiert, wird er all sein Begehren befriedigen;
hat er sich aber nur an ihre Seite gelegt, ohne sie zu berühren, wird er in seiner Geschäftstätigkeit
mit Schwierigkeiten und Untätigkeit zu kämpfen haben.
– sehen: du wirst dich trotz deiner Bemühungen Eifersüchtelein hingeben;
– einer beiwohnen: trübe Erfahrungen machen;
– einen Hochzeitszug mit Musik sehen: man soll nicht länger mit seinem Leben unzufrieden sein, sondern positiv denken;
– selbst halten: Ärger und Verdruß in der Ehe erleben.
(europ.) : – Wunschtraum bei sexuellen Komplexen (bei Frauen und besonders bei jungen Menschen);
– beiwohnen: bedeutet große Freude; gute Nachrichten sind zu erwarten;
auch: Single werden sich binden; Eheleute sollten sich auf Nachwuchs einstellen;
– an einer teilnehmen: man macht bald die Erfahrung, daß ein Kummer bereitendes Ereignis auf einen zukommt,
so daß der Erfolg auf sich warten läßt;
– selbst halten: gilt für Auflösung einer Verbindung; man ist zu Lustbarkeiten geneigt;
– sehen: du wirst von einem Begräbnis hören; bringt Eifersucht;
– verheiratet werden: es grenzt an ein Wunder, wenn man dem Tod entkommt; ist die Hochzeit fröhlich und man sieht keine
bleichen, schwarzgekleideten Geistlichen, die einem feierlichen Versprechen abnötigen, kann auch das Gegenteil der Fall sein.
– Hochzeitskleider anziehen: Mißverständnisse in der Ehe;
– Hochzeitsreise machen: bringt eine große Überraschung;
– Hochzeitsgäste haben: man wird viel Geld verlieren;
– Glaubt eine junge Frau, ihre Hochzeit sei ein Geheimnis, ist ihr Ruf in Gefahr, denn dies prophezeit möglicherweise ihr
Verderben.
– Geht eine Frau eine Vernunftehe oder eine standesgemäße Ehe ein, steigt sie in der Achtung der Umwelt, gegebene Versprechen
und Annehmlichkeiten werden ihr nicht vorenthalten.
– Ist eine Frau der Meinung, ihre Eltern seien mit der Heirat nicht einverstanden, werden ihre Angehörigen ihre Heirat mißbilligen.
– Heiratet ihr Geliebter eine andere, ist das ein Zeichen für grundlose Sorge, denn er steht treu zu seinem Heiratsversprechen.
– Sieht eine Frau einen Gast auf ihrer Hochzeit in Trauerkleidung, wird sie nur Unglück in ihrer Ehe haben. Erblickt sie einen
solchen Gast auf einer anderen Hochzeit, wird sie sich wegen des Unglücks eines Angehörigen oder Freundes Sorgen machen.
Ihr werden möglicherweise Freudlosigkeit und Krankheit begegnen und nicht, wie erhofft, Glück und gute Gesundheit. Nach
diesem Traum werden ihre Vergnügungen oder die anderer durch unerfreuliche Vorkommnisse oder Überraschungen
beeinträchtigt.
(ind. ) : – Träumt einer, er rüste ein Hochzeitsmahl, wird er für die Geheimnisse seiner Macht die Hilfe von Freunden in Anspruch nehmen.
Schenkt er ihnen Wein ein, wird er Schaden von ihnen erleiden.
Bringt er Zymbeln, Harfen und Tänzer herbei, werden Trübsal und Jammer über ihn kommen.
Läßt er zum Hochzeitsmahl brennende Kerzen aufstellen, wird er Macht gewinnen und sie mit anderen teilen.
Ertönen bei Kerzenschein süße Lieder, wird er lange leben und entsprechend dem Wohlklang des Gesangs
über seine Macht frohlocken.
– mitmachen: Ledige werden sich bald verheiraten;
– Verheiratete erleben Freude an ihren Kindern;
– bei einer Hochzeit tanzen: hüte dich vor dem anderen Geschlecht;
– selbst feiern: Glück in der Ehe;
– mit einer fremden Frau oder einem fremden Mann halten: deine Angelegenheiten geraten in Verwirrung.
(Siehe auch „Braut“, „Ehe“, „Heirat“)
Hochzeitsgäste
Volkstümlich:
(arab. ) : – Familienfreuden.
(europ.) : – viele Hochzeitsgäste haben: man wird viel Geld verlieren.
(Siehe auch „Hochzeit“)
Hochzeitskleider
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: angenehme Aufgaben werden auf einen zukommen und man lernt neue Freunde kennen;
– schmutzige oder unordentliche: die enge Beziehung zu einer bewunderten Person geht einem verloren.
Hochzeitskonfetti
Volkstümlich:
(europ.) : – wird der Blick in eine ausgelassene Menschenmenge durch Konfetti getrübt, muß man mit Nachteilen
rechnen, da das Vergnügen an erster Stelle steht und man seine Pflichten als Nebensache betrachtet.

692
Hochzeitskuchen
Volkstümlich:
(europ.) : – Junge Frauen die einen Hochzeitskuchen erblicken , müssen auf alles gefaßt sein. Den Kuchen zu sehen
oder zu essen ist noch besser, als ihn selbst zu backen.
(Siehe auch „Kuchen“)
Hochzeitsmahl
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Freunde wiedersehen.
Hochzeitspaar
Psychologisch:
Nach C.G. Jung gilt es als Symbol der Fruchtbarkeit und des „Lichtes“ im spirituellen Sinn.
(Siehe auch unter „Hochzeit“)
Hochzeitstanz
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sich daran beteiligen: wenn du noch unverheiratet bist, wirst du nicht lange ledig bleiben.
Hochzeitszug
Allgemein:
Hochzeitszug kündigt an, daß man durch eigene Schuld in eine unangenehme Situation geraten wird, bei der man sich vielleicht lächerlich
macht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird dich in Liebeleien verwickeln.
(europ.) : – sehen oder an ihm teilnehmen: du wirst ein Herz gewinnen, ohne es erhofft zu haben.
(ind. ) : – sehen: du wirst in eine für dich mißliche Lage kommen.
Hocken
Volkstümlich:
(europ.) : – eine höhere Position ist für einem bereit, wenn man sich auf einen Ast oder Baumgipfel setzt;
man soll seine Freundschaften davon nicht beeinflussen.
Hocker
(Möbelstück)
Psychologisch:
Wenn man entspannt und in angenehmer Umgebung (Barhocker z.B.) auf ihm sitzt, ist der Hocker ein Symbol für gesteigertes Lebensgefühl.
Man fühlt sich „obenauf“ und genießt eine Position, die ein bißchen höher als üblich ist. Umgekehrt ist die Bedeutung, wenn der Hocker als
wackelig empfunden wird und man die Lehne seines Stuhles vermißt: Man fühlt sich den Blicken der anderen ausgesetzt, verunsichert und
möchte sich viel lieber „wo anlehnen können“.
Volkstümlich:
(europ.) : – darauf sitzen: es werden einem Ehrungen und Errungenschaften durch eigenen Verdienst zuteil.
Höcker
(Buckel)
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: du wirst zum Gespött werden.
(europ.) : – haben: bedeutet, daß ein Unternehmen glücken wird.
Hoden
Assoziation: – Yang-Kraft; Männlichkeit.
Fragestellung: – Welche Kraft bin ich zu zeigen bereit?
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, der Kinder hat, er sei entmannt worden, werden seine Kinder sterben,
ein Kinderloser wird keine Nachkommen zeugen, weil die Hoden Träger und Leiter des Samens sind.
– Dünkt es einen, seine Hoden seien zerdrückt worden, werden seine Kinder dahinsiechen.
– Sind jene aber kräftiger und größer geworden, wird der Träumende an seinen Kindern Freude erleben,
hat er keine, Söhne zeugen.
– Träumt ein Eunuch, er habe seine Hoden wiederbekommen, wird er sehr geachtet und nach seinem
Herzenswunsch reich werden, auch werden seine engsten Verwandten aus der Fremde wieder zu ihm kommen.
– Verliert einer im Traum die linke Hode, wird er keine Töchter zeugen, weil die linke Hode den Samen birgt,
aus dem Töchter gezeugt werden.
– Verliert er die rechte Hode, wird er außerstande sein, Söhne zu zeugen.
– Sind einem die Hoden mitsamt dem Glied abgenommen worden, wird er bald sterben und sein Erbe zugrunde gehen.
(ind. ) : – Träumt ein Soldat, er sei entmannt worden, wird er in Feindeshand geraten,
ein Herrscher wird den Untergang seines Volkes schauen und selber arm werden.
– Sind einem die Hoden zerdrückt worden, wird der Träumende von seinen Feinden überwunden werden.
– Dünkt es den Kaiser, seine Hoden seien größer und kräftiger geworden, wird er dem Feind kühn die Stirn bieten
und niemanden fürchten;
ein gemeiner Mann wird gleichermaßen ohne alle Furcht sein und sein Hab und Gut vermehren.
– Träumt einer, seine Haut sei aufgerissen und die Hoden herausgefallen, wird seine Frau ein Kind bekommen,
aber von einem andern, und des Ehebruchs überführt werden.
– Sind die Hoden zu groß und lastend geworden, wird er nach der Größe des Bruchs eine entsprechende
Geldsumme bekommen, aber vor seinen Feinden und der Obrigkeit in Furcht leben.
(Siehe auch „Glied“, „Körper“)

693
Hof
Assoziation: – umschlossenes Areal; persönlicher Raum.
Fragestellung: – Was umgibt mich?
Allgemein:
Hof kann auffordern, etwas mehr Distanz zu sich selbst zu gewinnen, sich objektiver zu betrachten, damit man neue Impulse zur
Lebensgestaltung gewinnt. Teils verkörpert der Hof auch Teile der Persönlichkeit, die weitgehend verdrängt und unterdrückt werden.
Praktische Konsequenzen ergeben sich immer nur unter Berücksichtigung der individuellen Lebensumstände.
Psychologisch:
Ist er von schönen Gebäuden gesäumt, will man sich mit netten Menschen umgeben. Ein finsterer Hinterhof läßt sich dementsprechend als
Hinweis auf unsere Kontaktarmut deuten. Der Hinterhof eines Hauses läßt auch vermuten, daß der Träumende Angst um seine Sicherheit
und sein Auskommen hat. Er scheint sich in seiner Haut, seinem Leben nicht wohl zu fühlen, denn er hat das Haus verlassen (das Symbol für
Leben als Ganzes).
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen großen, freien sehen: Erweiterung deiner geschäftlichen Beziehungen;
– oder Bauerngut haben: du wirst eine reiche Erbschaft machen;
– mit schönen Gebäuden: Reichtum;
– schmutzig: man verunglimpft dich;
– eines Fürsten: man stellt dir nach;
– am Monde: Schande und Schmach.
(europ.) : – eines Fürsten: zeigt Feindschaft und Neid an, auch Verdruß; man wird betrogen;
– eines Gutsherrn: bedeutet schnelles Emporkommen;
– Hofdiener: verheißt Sorgen.
(ind. ) : – mit schönem Gebäude: du sehnst dich nach einem sorglosen Leben.
(Siehe auch „Gebäude“, „Haus“)
Hofdame
Allgemein:
Hofdame kann vor Albernheit und Hochmut des Träumers warnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: einen angenehmen Besuch erhalten.
(europ.) : – man erleidet Verfolgungen aller Art.
(ind. ) : – sehen: sei nicht so hochmütig;
– im Traum eine Hofdame sein: Hochmut kommt vor dem Fall.
Hoffart
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet Verluste und ermahnt, demütig zu sein.
Hoffen
Volkstümlich:
(europ.) : – auf etwas: gilt als vergebliches Mühen und Ringen;
– Hoffnung haben: man wird Geld einbüßen.
Höflichkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – ist gut zu jeder Zeit und verheißt Ehren.
Hofmeister
Allgemein:
Hofmeister(-diener) soll Kummer und Sorgen ankündigen, manchmal aber auch auf ungenutzte Fähigkeiten und Anlagen hinweisen.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Kummer.
(ind. ) : – in altertümlicher Tracht: du hast künstlerische Fähigkeiten und verwendest sie nicht;
– mit ihm zu tun haben oder ihn selbst darstellen: Kinderzuwachs, Mühe.
Hofnarr
Allgemein:
Hofnarr warnt nicht selten vor einer Blamage, die man dem eigenen Verhalten zuzuschreiben hat, weil man sich zum Beispiel zum Narren
halten läßt oder macht.
Volkstümlich:
(europ.) : – läßt Vergnügungen erwarten.
Hofstaat
Allgemein:
Hofstaat kann vor Mißerfolgen und Verlust des Ansehens warnen; dahinter steht oft der Verkehr in Kreisen, zu denen man nicht paßt und
sich auch nicht wohlfühlt.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird eine glänzende Existenz bekommen.
(ind. ) : – (sich zwischen einem Hofstaat sehen): du verscherzt dir dein Glück durch dein Benehmen.

694
Höhe
Allgemein:
Höhe fordert dazu auf, durch Selbsterkenntnis neue geistige Höhen zu erklimmen, um ein erfolgreiches, glücklicheres Leben zu führen;
damit kann auch der Hinweis auf Hindernisse in der eigenen Persönlichkeit verbunden sein, die das bisher noch verhindern.
Psychologisch:
Wer sich im Traum auf schwindelerregende Höhe begibt, sehnt sich nach großen Herausforderungen (und Erfolgen), meidet gern alles
Durchschnittliche und gibt sich mit „den Niederungen des Lebens“ (und allem Minderwertigkeiten) nicht zufrieden. Wer häufiger einen
geträumten Höhenrausch erlebt, sollte es als Warnung vor Selbstüberschätzung verstehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – hängen und aus der Höhe herunterfallen: Gefahren lauern, die jedoch vermieden werden können, wenn der Gegenstand nicht fällt.
(Siehe auch „Positionen“)
Hohe Absätze
Assoziation: – Blickfang; Einschränkung; sexuelle Einladung.
Fragestellung: – Wie stehe ich zur konventionellen Weiblichkeit?
(Siehe auch „Kleidung“, „Schuhe“)
Höhensonne
Allgemein:
Solarium steht für den Wunsch, nach außen einen geschönten Eindruck von sich selbst zu hinterlassen, also andere über die eigene
Persönlichkeit zu täuschen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich davon bescheinen lassen: man möchte anders scheinen, als man ist.
Höheres
Assoziation: – höheres Selbst; umfassenderes Verständnis oder Wissen.
Fragestellung: – Wonach strebe ich? Was will ich wissen?
Hohl
Allgemein:
Wenn sich der Träumende in seinem Traum hohl fühlt, verbindet ihn das mit einem Gefühl der Leere, Ziellosigkeit und Unfähigkeit, im
Leben eine Richtung zu finden. Sieht sich der Träumende in seinem Traum als Höhle, so sehnt er sich nach Schutz vor den Ereignissen, die
im Alltag um ihn herum geschehen.
Psychologisch:
Vielleicht ist dem Träumenden im Traum bewußt, daß er innen hohl ist („Ich hatte das Gefühl, meine Beine seien hohl“). Dieser Zustand ist
mit dem der Leere vergleichbar. Der Träumende befindet sich in einer Situation, in der nichts geschieht, in der er sich nicht unter Kontrolle
hat und in der er den Raum, der ihm gegeben wurde, nicht richtig nutzen kann.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann Hohlheit im Traum auf mangelnde Motivation verweisen, insbesondere in bezug auf die spirituelle Reise.
(Siehe auch „Leere“)
Höhle
Assoziation: – Innere oder verborgene Thematik; weibliche Sexualität; die Vergangenheit.
Fragestellung: – Was liegt in mir, das ich gerne erkunden möchte?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Gebärmutter; Verbindung mit der Erde; Schutz.
Beschreibung: Eine Höhle ist eine natürliche Öffnung in der Mutter Erde. Für viele erdverbundene Völker kam die Höhle einer Gebärmutter
der Erde gleich und war ein sehr heiliger Ort. In den Zeiten frühester Menschheitsgeschichte boten Höhlen den Menschen ein Zuhause und
Wärme.
Allgemeine Bedeutung: Uralte Anfänge; die Leere; ans Licht kommen; deine tiefste Verbindung mit Mutter Erde.
Assoziation: Ausgewählt sein – Erschöpfungszustand.
Transzendente Bedeutung: Eine Öffnung, die in die Unterwell oder in andere Schöpfungsreiche führt.
Allgemein:
Wie die Katakomben, so weist auch die Höhle den Weg ins Unbewußte. Auch wenn sie zu Beginn furchterregend sein mag, ihre Erforschung
kann den Träumenden zu einem starken Kontakt mit seinem inneren Selbst verhelfen.
Psychologisch:
Die Höhle kann im Traum eine ähnliche Bedeutung wie die Grotte haben. Sie dient seit jeher als Zufluchtsort und ist so Symbol von
Geborgenheit. Vielfach wird sie als der dunkle Raum verstanden, aus dem das Leben stammt, das Mütterliche, das uns Neuanfang und
Erneuerung verheißt. Sie steht für die Weiblichkeit, da die Vagina auch eine kleine Höhle ist. Im Traumzusammenhang ist wichtig, ob die
Höhle behaglich auf den Träumenden wirkt oder gefährlich. Ist Letzteres der Fall, weist dies auf Probleme des Träumenden mit seiner
Umwelt oder seinem Partner hin.
– Durchschreitet man im Traum die Höhle, so bedeutet dies eine Zustandsveränderung und ein tieferes Verständnis seiner negativen Impulse.
– Tritt man also aus einer Höhle ins Freie, darf man gewiß sein, eine schwere Zeit glücklich überstanden zu haben.
– In einer Höhle zu übernachten übersetzt sich mit der Ratlosigkeit der Seele in einer ausweglosen Lage.
– Wohnt man dort und wagt sich nicht hinaus, umschreibt das die Einsamkeit und Kontaktarmut des Träumenden.
– Steigt man aus einer Höhle furchtvoll empor, wird man nach der indischen Traumschrift „Jagaddeva“ bald das Glück beim Schopfe fassen.
– Stürzt man in sie hinein, enthüllt das eine traurige Zukunft.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht die Höhle im Traum für spirituellen Schutz, Initiation und Wiedergeburt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darin sein: ein unheimliches Geschick wird dich heimsuchen;
auch: man hat sich die Feindschaft seiner Mitmenschen zugezogen und wird von vielen Leuten gemieden;
– in eine kriechen: Vorsicht vor den Fallen anderer.
– selbst eine graben: man wird bald eine Trauerbotschaft bekommen.

695
(europ.) : – bedeutet, daß man im Leben vielen Schwankungen ausgesetzt sein wird;
– in eine kriechen: man fühlt sich der jetzigen Situation nicht gewachsen;
– in eine fallen: bedeutet ein Zusammentreffen mit unangenehmer Gesellschaft;
– sehen oder hineingehen: du siehst die Falle deiner Feinde nicht; von falschen Freunden werden einem Fallen gestellt;
– tief und dunkel: man stellt dir nach;
– eine sich im unheimlichen Mondlicht erhebend: viele Überraschungen werden über einen
hereinbrechen; Gegner vereiteln das Vorankommen; Arbeit und Gesundheit sind bedroht;
– sich in einer aufhalten: kündet eine große Veränderung an; man wird mit seinen Liebsten brechen;
– darin wohnen: bringt Reisenden einen Glückswechsel; man hat sich unbeliebt gemacht;
– in einer umkommen: bringt Niedergeschlagenheit;
– aus einer dunklen ins Licht kommen: man wird nach langer Armut wieder in bessere Verhältnisse kommen;
– eine graben: Todesfall im Familien- oder Freundeskreis;
– Geht eine junge Frau mit einem Mann in die Höhle, wird sie sich in einen Schurken verlieben und wahre Freunde verlieren.
(ind. ) : – dunkle: du wirst von jemandem gedrängt; etwas stimmt bei dir nicht; sei offen zu deinen Freunden;
– hineingehen: du wirst plötzlich von großer Sorge befreit;
– sehen: dein Glück wird sich stark verändern.
(Siehe auch „Abgrund“, „Grotte“)
Höhlenbewohner
Assoziation: – urtümlicher Aspekt des Selbst.
Fragestellung: – Welche grundlegenden Wesenszüge sind mir zu eigen?
(Siehe auch „Eingeborene“, „Einsiedler“)
Hohlspatel
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet, daß in einem ungünstigen Geschäft eine Wende einkehrt und sie die Armut überwinden;
– ein rostiger oder kaputter Hohlspatel: das Unglück ist einem unabwendbar auf den Fersen.
Hohn
Psychologisch:
Wer träumt, verhöhnt zu werden, fürchtet solches ganz besonders.
Volkstümlich:
(europ.) : – von seinen Freunden verhöhnt werden: bedeutet Triumph über seine Feinde.
Hölle
Assoziation: – Marter; spirituelle Qualen.
Fragestellung: – Was bin ich mir oder anderen zu vergeben bereit?
Allgemein:
Bilder der Hölle tauchen in Träumen von heute sicherlich sehr viel seltener auf als in puritanischeren Zeiten. Es gibt sogar bekannte Träume,
in denen die Hölle als ganz angenehmer Ort erschien. Trotzdem, im allgemeinen gilt sie natürlich noch immer als schreckliche Verkörperung
von Bestrafung und Büßen schlechthin. Im Traum in die Hölle verdammt zu sein und dort die bekannten Höllenqualen zu erleiden, ist
zwangsläufig ein Verweis auf große bewußte oder unbewußte Schuldgefühle und all die Energie, mit der man sich selbst im Traum davor
warnt.
Psychologisch:
Sie ist das archetypische Symbol für die Sünde und für „Gewissensqualen“ schlechthin, das auch in unserem heutigen – von Höllenängsten
im Sinne der religiösen „Strafandrohung“ doch weitgehend befreiten – Verständnis auf unbewußter Ebene uneingeschränkt wirkt. Hölle
umfaßt meist die verdrängten psychischen Inhalte, unter denen ein Mensch leidet, bis er sie angenommen und bewußt verarbeitet hat; oft
handelt es sich dabei um Ängste und Schuldgefühle. Wer Alpträume von der Hölle hat, durchlebt gerade eine „höllische Situation“ (oder
fürchtet sich davor), wobei es am häufigsten um eine „Gefühlshölle“ geht, um Haß, Eifersucht, Unterdrückung und emotionale Erpressung in
der Partnerschafts- oder Familiensituation. Es sind immer unerträgliche Lebensbedingungen damit gemeint, wenn jemand sagt (und träumt):
„Das ist einfach die Hölle für mich!“ Wiederholen sich Alpträume, in denen die Hölle als Traumbild erscheint, ist dies ein Anzeichen für eine
ernsthafte Persönlichkeitsstörung des Träumenden. Das Feuer in der Hölle und die zu erleidenden Qualen verbildlichen unterdrückte sexuelle
Wünsche oder generell Triebwünsche. Zugleich kann die Hölle aber für Läuterung stehen, die man durchhalten muß, um hinterher das Leben
unbelastet von der Vergangenheit zu verändern. Das wird manchmal betont, wenn man im Traum schließlich aus der Hölle erlöst wird.
Spirituell:
Sie ist Symbol der Finsternis und der von Gott geduldete Herrschaftsbereich des Teufels.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder betreten: böse Erlebnisse werden dich aufregen, oder heimtückische Menschen ins Verderben stürzen.
– gewaltsam dort festgehalten werden: es droht Krankheit oder Tod;
– hell und stark loderndes Höllenfeuer: wichtige Geschäfte werden zum Stillstand kommen.
(europ.) : – sehen: kündigt Ängstigungen und Verzweifelungen an; bringt eine Veränderung der Verhältnisse;
– in dieselbe fahren: man wird dir den Besitz eines Gutes streitig machen;
– sich darin aufhalten: ungünstige Veränderung der Verhältnisse, die aber vorübergehend ist;
man wird von Feinden gequält werden; auch: in Versuchung geraten, die einen beinahe ruinieren wird;
– darin weinen: auch Freunde können einem nicht vor den Fallen der Feinde bewahren;
– aus ihr befreit werden: Rettung aus einer Gefahr, Aussicht auf Frieden und Hilfe im Leben;
– seine Freunde darin sehen: bedeutet Kummer und Sorgen; man wird vom Unglück eines Freundes hören;
– fremde darin sehen: es stehen große Veränderungen einem bevor;
(ind. ) : – Träumt jemand, er sei in das Feuer der Hölle verdammt, wird er ins ewige Verderben gestürzt werden;
schaut er doch als ein arger Missetäter sein Ende voraus. Doch kommt ihm diese Warnung von Gott,
damit er Buße tue und seine Seele rette.
– Schaut einer nur das höllische Feuer, ohne dazu verdammt zu werden, wird er in irdische Verstrickungen
fallen und sündigen. Je näher oder entfernter das Höllenfeuer ist, das einer erblickt, um so näher oder
entfernter wird die Verstrickung sein, die er zu bestehen hat.
– Wenn der Kaiser solches träumt, wird er ungerechte Urteile fällen, aber von Gott gestraft werden.
– Eine Frau wird nach diesem Gesicht ihren Mann hintergehen, Ehebruch treiben und ausschweifend leben.

696
– Träumt ein Kind diesen Traum, hat es ihn im Hinblick auf seine Eltern geschaut.
(Siehe auch „Gericht“, „Gewalt“, „Hades“, „Religiöse Bilder“, „Teufel“)
Hollywoodschaukel
Psychologisch:
Man gibt sich gern verspielt, bzw. man spielt mit den Gefühlen anderer Menschen, tut es aber nicht unbewußt oder „weil man eben so ist“,
sondern ganz gezielt. Man will damit einen bestimmten Effekt erzielen, tut es aus Berechnung – es ist sozusagen eine „Show“, die man
abzieht.
(Siehe auch „Schaukel“)
Hologramm
Assoziation: – Totalität; das Teil ist soviel wie das Ganze.
Fragestellung: – Auf welche Weise bin ich bereit, die Vollkommenheit meines Wesen zu erkennen?
Psychologisch:
Das „Speicherbild“ gibt visuelle Eindrücke in dreidimensionaler Struktur wieder – und es wird gar nicht so selten holographisch geträumt.
Hier ergibt das Dargestellte (der Bildinhalt) erst den eigentlichen Sinn, und auch die Formgebung (rund, eckig) ist für die symbolische
Aussage wichtig. Auf jeden Fall weist ein Hologramm/Hologrammtraum darauf hin, daß man auf vielschichtige, „gutstrukturierte“ Eindrücke
und Vorgänge wert legt und leicht etwas „zu flach“ (nichtssagend, langweilig) empfindet. Man hat eine Vorliebe für alles besonders
Ausgeprägte, Auffallende, Schillernde und liebt die (emotionale und geistige) Herausforderung.
(Siehe auch „Bild“)
Holunderbaum
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilend; nahrhaft; verschönernd; hilfreich.
Beschreibung: Der Holunder oder Holler ist ein Busch, der weltweit vorkommt. Er kann anderthalb bis vier Meter hoch werden und blüht im
Frühling mit Büscheln meist weißer, zierlicher Blüten. Im Herbst werden die Blüten durch dunkelrote bis schwarzrote Beeren ersetzt. Alle
Teile des Holunderbusches sind von erdverbundenen Völkern auf der ganzen Welt als Heil- und Nahrungsmittel genutzt worden. Man soll
mit ihm viele Krankheiten heilen können. Auch sehr schmackhafte Marmelade und Wein oder Saft lassen sich aus den Beeren herstellen.
Diese Beeren sind jedoch, bevor sie ihre dunkle Farbe annehmen, leicht giftig und verursachen Durchfall oder Erbrechen. Die frischen
Blüten können in einen Rührteig getunkt und gebacken werden.
Allgemeine Bedeutung: Altes Wissen; Heilung; Ernährung; Nahrung von der Natur.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe von Schönheit und Nahrung (körperlicher und geistiger).
Allgemein:
Holunderbusch kann die Heilung von einer Krankheit oder eine gute Liebesbeziehung ankündigen.
Psychologisch:
Ob Blüte, Beeren oder Strauch, der „Holunderbusch“ ist ein Symbol für heilsame Vorgänge, Erholung und innere Harmonie – oder für die
eigene Sehnsucht danach. Holunderblüten sind auch Sinnbild für eine intakte Liebesbeziehung mit „fruchtbaren Folgen“: Kinderwunsch.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Genesung nach langer Krankheit;
– blühender: Gesundheit und glückliche Liebe.
(europ.) : – sehen: der Kranke wird Gesund werden;
– blühen sehen: verspricht ein schönes Liebesleben.
(ind. ) : – blühen sehen: ein schönes Liebesleben.
(Siehe auch „Flieder“)
Holunderbeeren
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen (Holunderbeeren, roh oder als Suppe): Genesung von einem körperlichen Übel.
(europ.) : – generell ein gutes Omen;
– samt Strauch und Blätter: stehen für familiäres Glück und einen gemütlichen Landsitz
mit der Möglichkeit, zu reisen und anderen Vergnügungen nachzugehen.
Holundertee
Volkstümlich:
(arab. ) : – Befreiung aus großer Not.
Holz
Assoziation: – Wachstum.
Fragestellung: – Welches ist meine natürliche Form?
Allgemein:
Holz verkörpert oft Ideen, Überzeugungen und Verhaltensweisen eines Menschen, die zur Gewohnheit geworden sind; man sollte dann
selbstkritisch an sich arbeiten, damit das Leben nicht in Routine erstarrt, das gilt besonders, wenn Holz hart, spröde, dürr oder faulig ist. Je
nach den Begleitumständen sind zum Beispiel folgende andere Bedeutungen möglich und denkbar:
– Holz aufschichten steht für beschwerliche, aber sehr erfolgreiche Arbeit.
– Holz sammeln weist ebenfalls auf harte Arbeit hin, die den Wohlstand sichert.
– Holz hacken kann vor finanziellen Verlusten warnen.
– Holz sägen weist darauf hin, daß man durch andere in Gefahr geraten wird.
– Holz schnitzen symbolisiert allgemein die Gestaltung des Lebens; Hinweis auf eine nicht genutzte künstlerische Begabung.
– Holz verbrennen kann zu mehr Sparsamkeit ermahnen.
– Holz schwimmen sehen zeigt oft an, daß Unglück durch Neid und Mißgunst anderer bevorsteht.
– Holz kaufen deutet auf bevorstehende größere Kosten hin.
– Mit Holz handeln kann finanziellen Ertrag versprechen.
– Morsches Holz weist bei älteren Menschen darauf, daß sie nicht mehr aus dem Vollen schöpfen können,
ihre Kräfte nicht mehr überfordern dürfen, die Augen nicht länger vor dem Altern verschließen sollen.

697
Psychologisch:
Wenn das Verhalten des Träumenden starr oder hölzern wird, versucht ein solcher Traum, ihn darauf und auf die Notwendigkeit aufmerksam
zu machen, seine Gefühle zu harmonisieren.
– Holz bearbeiten deutet auf schöpferische Tätigkeiten hin.
– Als Bauholz steht es für die Fähigkeit des Träumenden, die Vergangenheit richtig einzuschätzen und
auf Vorherigem aufzubauen. Der Träumende ist dazu in der Lage, etwas von Dauer zu errichten.
– Das sägen von Holz schildert die Mühseligkeit, mit der wir manches im Wachleben verrichten.
– Schichten wir das Holz auf, beweist das unseren guten Willen, in unser Leben Ordnung zu bringen.
– Wer Holz hackt, wird belohnt, weil er zu teilen vermag.
– Sehen wir andere im Traum Holz hacken, steht uns möglicherweise eine Trennung ins Haus.
– Wer Holz ins Feuer wirft, schürt die Leidenschaft.
– Holzspielzeug wirft als Traumbild ein Licht auf seine Beziehungen zu seiner Natürlichkeit.
– Altes, morsches Holz symbolisiert eine Verhärtung der Gefühle.
– Treibt das Holz aus, so ist die Erstarrung überwunden und es geht aufwärts.
– Verdörrtes und abgestorbenes Holz kennzeichnet weit zurückliegende Gefühle.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene wird Holz im Traum als Manifestation des Geistes begriffen. Ist das Holz im Traum noch unbearbeitet, und steht
es mit der freien Natur in Verbindung, muß der Träumende eine gewisse Beherrschung seines Geistes üben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in großen Haufen sehen: Geld einnehmen;
– selbst hacken: Einbuße erleiden; Vermögensverlust;
auch: materieller Nutzen aus einem Erfolg ziehen; (?)
– andere hacken sehen: man wird von einem unerwarteten Todesfall hören;
– sägen: man wird noch viel Mühe haben, bis sich der Erfolg einstellt;
– tragen: in Armut geraten;
– schlagen oder fällen sehen: Tod eines Bekannten; Trauerfall;
– ins Feuer werfen: man sollte bei kleinen Dingen sparsamer sein;
– verbrennen: einen Schaden erleiden;
– faules, leuchten sehen: man wird dich betrügen;
– auf dem Wasser schwimmen sehen: das erträumte Glück wird dir fernbleiben.
(europ.) : – verkündet im allgemeinen: Gewinn und Verdienst durch schwere Arbeit;
– verarbeiten: du wirst den gewünschten Erfolg erzielen;
– selbst hacken: bringt einen Vermögensverlust;
– andere hacken sehen: bedeutet einen Sterbefall oder schlechte Nachrichten;
– selbst Holz sägen: man wird für wenig Lohn hart arbeiten müssen;
– jemandem Holz sägen sehen: man wird die Bekanntschaft eines elenden Wichtes machen;
– Schnittholz sägen: sagt unkluge Transaktionen im Geschäftsleben voraus;
– Schnittholz: bedeutet viele schwierige Aufgaben, jedoch nur geringe Belohnung oder Freude;
– feilen: bedeutet ein ungewisses Unternehmen;
– schnitzen: man wird auf künstlerischem Gebiet Erfolge haben;
– zimmern: man wird zu Ehren kommen; Zeichen positiver Veränderungen;
– ins Feuer werfen: bedeutet Verschwendung;
– verbrennen: kündet Streit an;
– suchen: Leid und trübe Stimmung sind in der nächsten Zeit zu erwarten;
– sammeln oder auflesen: bedeutet Ärger; Herzeleid;
– im Wasser schwimmen sehen: Scheitern der Hoffnungen;
– faules leuchten sehen: man läßt sich von einem Bekannten durch den Schein blenden;
– tragen: du wirst in Armut geraten;
– aufschichten sehen: man wird durch schwere Arbeit zu einer ruhigen Zukunft gelangen;
– kaufen: du wirst in Verlegenheit kommen; hat Geldausgaben zur Folge;
– handeln: bringt Zufluß von Geld;
– Nutzholz: ist ein Zeichen für glückliche Zeiten und eine friedliche Umgebung;
– scheinbar totes Nutzholz: verheißt große Enttäuschungen;
– brennende Holzstöße: sind ein Zeichen für Gewinn aus unerwarteter Quelle;
– Holzstoß: bedeutet Unzufriedenheit im Geschäft und Mißverständnisse in der Liebe.
(ind. ) : – schwimmen sehen: dein erhofftes Glück wird durch Neider zerstört;
– trockenes: du darfst nicht nachgeben, einmal wird auch das so heißersehnte Glück zu dir kommen;
– naß: oft kommt das Glück über Nacht ins Haus;
– morsches: das Alter macht sich bemerkbar und du willst es nicht wahrhaben;
– sammeln: du hast noch einen harten Weg zu gehen, bis dein Ziel erreicht ist;
– verbrennen: Trauer.
(Siehe auch „Baum“, „Brett“, „Hobeln“, „Sägen“, „Wald“)
Holzapfel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Sauer; süße Blüten; bittere Früchte; trügerisch.
Beschreibung: Holzäpfel sind kleine, sehr saure Äpfel, die entweder wild oder in kultivierter Form wachsen. Aus den Früchten werden
Gelees und natürliche Konservierungsmittel gewonnen.
Allgemeine Bedeutung: Etwas Bittersüßes; etwas Süßes, das bitter werden könnte.
Assoziation: In den sauren Apfel beißen.
Transzendente Bedeutung: Ein unerwarteter Nutzen aus einer bitteren Erfahrung.

698
Holzbein
Psychologisch:
Im makaberen Traum von der (nicht mehr aktuellen) Prothese macht sich die eigene Angst vor Hilflosigkeit anschaulich. Man fürchtet,
irgendwelchen Vorgängen ausgeliefert zu sein, auf die man keinen Einfluß hat, weil man dafür „zu unbeweglich“ ist. Manchmal auch:
Unfallangst, die man sich und anderen aber nicht eingesteht.
(Siehe auch „Bein“)
Holzfäller
Psychologisch:
Eine Symbolgestalt für eine aggressive Handlung gegen die eigene Natur oder Gesundheit – oder gegen etwas, das gute Wachstumschancen
(auch materiell oder emotional) hätte, würde man es nicht „fällen“ oder „zu Kleinholz machen“. In der traditionellen Deutung: Viel Mühe um
wenig Gewinn.
Volkstümlich:
(europ.) : – Ihre Anstrengungen werden Ihnen nicht viel Gewinn bringen.
Holzgefäß
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: in Armut geraten.
(ind. ) : – Sparsamkeit verscheucht Nahrungssorgen.
Holzhammer
Allgemein:
Ein Holzhammer ist ein Symbol der Autorität und der männlichen Kraft. Wenn ein Holzhammer oder ein Hammer im Traum erscheint,
verweist dies darauf, daß der Träumende möglicherweise übertriebene Kraft oder Macht zum Einsatz bringt, um bestimmte Ergebnisse zu
erzielen.
Psychologisch:
Der Holzhammer im Traum kann auch den Willen des Träumenden zum Ausdruck bringen. Er kann ein Hinweis darauf sein, daß der
Träumende möglicherweise versucht, das Geschehen auf eine Weise zu beeinflussen, die für diese spezielle Situation nicht unbedingt
angemessen ist.
Spirituell:
Der Holzhammer im Traum verweist auf eine Form spiritueller Macht und Energie. Der Träumende muß sich jedoch wegen der
symbolischen Eigenschaften des Holzhammers bewußt sein, wie er die mit ihm verbundene Macht und Energie lenkt.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: prophezeit Gesundheitsprobleme und unhöfliche Freunde; für das Zuhause kündigt sich Unruhe an.
(Siehe auch „Hammer“)
Holzklotz
Allgemein:
Holzklotz kann noch mehr als Holz vor dem starren Festhalten an Gewohnheiten und Ideen warnen, die überholt sind; manchmal taucht er
auch bei Menschen mit krankhaften fixen Ideen auf, denen nur durch Psychotherapie zu helfen ist.
Holzkohle
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißen schwere Arbeit, aber großen Nutzen;
– nicht entzündete: kündigt armselige Verhältnisse und großes Unglück an;
– brennend mit glühenden Kohlen: es besteht Aussichten auf eine große Steigerung des Vermögens und ungetrübte Freuden.
(Siehe auch „Kohlen“)
Holzschnitzerei
Volkstümlich:
(europ.) : – als Hobby betreiben: zeigt Wohlstand an;
– für andere: jemand anderes wird den Gewinn aus den eigenen Handlungen ziehen.
Holzschuhe
Allgemein:
Holzschuhe symbolisiert familiäres Glück, Zufriedenheit und einen gewissen Wohlstand.
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen: durch dein schwerfälliges Wesen bereitest du dir manches Hindernis;
– stehen sehen: du wirst durch Sparsamkeit zu Wohlstand kommen.
(europ.) : – Holzschuhe tragen: man wird zu Wohlstand kommen; auch: in Kürze sich auf eine Heirat gefaßt machen;
– Holzschuhe sehen: bedeutet häusliches Glück;
– einen sehen: bedeutet einsame Wanderung und Armut; Liebende müssen unter der Untreue des Partners leiden.
(ind. ) : – tragen: deine Kinder haben dich nicht enttäuscht.
Holzspäne
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein elender Wicht macht dir Ärger.
Holzsplitter
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich damit verwunden: sich durch Dummheit einen Verlust zuziehen.

699
Holzwurm
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Furcht und Schrecken werden über dich kommen.
Homosexualität
Assoziation: – Vereinigung – oder Angst vor der Vereinigung – mit Aspekten des Selbst.
Fragestellung: – Mit welchem Teil meiner Weiblichkeit oder Männlichkeit will ich verschmelzen?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum eine sexuelle Beziehung mit einem gleichgeschlechtlichen Partner hat, kann dies als Hinweis auf
einen Konflikt oder auf die Besorgnis bezüglich des eigenen Geschlechts gedeutet werden. Vielleicht fühlt sich der Träumende auch deshalb
zu einem gleichgeschlechtlichen Menschen hingezogen, weil er sich noch immer nach elterlicher Liebe sehnt. Möglicherweise geht es eher
um Zärtlichkeit als um Sexualität.
Psychologisch:
Sehr oft hebt aktive Homosexualität im Traum den Versuch des Träumenden hervor, mit den entgegengesetzten geschlechtlichen Aspekten
ins reine zu kommen. Dies bedeutet, daß der Träumende sich um die Integration eines Teils seines Selbst bemüht. Aus der resultierenden
Ganzheitlichkeit gelingen Beziehungen oft besser.
Spirituell:
Das Ganzwerden auf einer tiefen inneren Ebene ist ein Zeichen spiritueller Reife.
(Siehe auch „Geschlechtsverkehr“, „Sexualität“)
Honig
Artemidoros:
Es träumte einer, er esse Brot in Honig getunkt. Der Mann vertiefte sich in philosophische Schriften, machte sich die in ihnen enthaltene
Lebensweisheit zu eigen und verdiente dabei viel Geld; der Honig bedeutete ganz natürlich die Überzeugungskraft der Weisheit, das Brot
aber den Erwerb. (Der Neuplatoniker Olympiodoros (6. Jh.) berichtet im 1. Kapitel seines „Leben Platons“: Als Platons Eltern, um ein Opfer
auf dem Hymettos darzubringen, das kleine Kind auf den Boden gelegt hatten, flogen Bienen herzu und füllten ihm den Mund mit
Honigwaben. Auch dem kleinen Pindar sollen Bienen Honig auf die Lippen geträufelt haben.)
Allgemein:
Angeblich fördert Honig weibliche Fruchtbarkeit und männliche Potenz. Wenn also ein Traum von Honig handelt, verweist dies darauf, daß
für den Träumenden vielleicht eine sexuelle aktivere oder fruchtbarere Zeit beginnt. In Indien das Symbol des Feuers, das in jedem brennt,
der Enthüllung des eigenen Ich. Bei vielen Naturvölkern gilt Honig als Sinnbild der Wiedergeburt, übersetzt: das süße Leben, nach dem sich
jeder sehnt. Handelt ein Traum von Honig – insbesondere wenn der Träumende ihn ißt -, steht dies für die Erkenntnis, daß er selbst für die
Freuden in seinem Leben sorgen muß. Darüber hinaus kann Honig im Traum ein Hinweis auf integrierte gute Erfahrungen sein. Honig wird
oft als Zeichen guter Gesundheit verstanden. Im weiteren Sinn kündigt er an, daß man für geistige oder berufliche Anstrengungen belohnt
wird und durch Selbsterkenntnis zur inneren Harmonie gelangt.
Psychologisch:
Wünschen Sie sich paradiesische Zustände und möchten Sie im Land leben, „wo Milch und Honig fließen“? Das süße Produkt der fleißigen
Bienen gilt als Symbol für Luxus, Vermögen – und für (genossenen) Sex und „die Süße der Liebe“ – nicht erst seit heute, sondern schon in
der Antike. Wer im Traum einem bestimmten Menschen Honig naschen sieht, dürfte ihn (oder sie) demnächst „Honey“ nennen – und das
Unterbewußtsein weiß es schon ein wenig früher.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Honig im Traum Unsterblichkeit und Wiedergeburt und hat als Heilmittel regenerative Kräfte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Symbol der Freude und des Glücks;
– Waben mit Honig sehen: es wird Ausdauer in beruflicher Hinsicht von Nöten sein, um Erfolge zu haben;
– essen: du verdirbst dir den Magen durch Völlerei oder Naschhaftigkeit;
auch: für die Annehmlichkeiten und Freuden im Leben muß man schon selbst sorgen.
(europ.) : – zeigt Widerwärtigkeiten an; auch: unerschütterliche Gesundheit;
– mit Waben sehen: Glück in geschäftlichen Angelegenheiten;
– fließenden Honig sehen: es geht einem alles leicht von der Hand; es gibt aber auch
eine Neigung im Leben, materielle Wünsche auf unlautere Art zu befriedigen;
– essen: Erfolg, Gesundheit, Glück; du bist überall im Vorteil; Liebende werden in nächster Zeit heiraten;
– Eine junge Frau, die Honig schleudert, muß mit unglücklichen häuslichen Verhältnissen rechnen.
(ind. ) : – essen: du kannst über deine Gesundheit nicht klagen.
(Siehe auch „Bienenhonig“)
Honorar
Psychologisch:
Schreiben Sie im Traum Honorarnoten aus? Dann sind Sie mit Ihrem Job unzufrieden, möchten „wichtiger“ sein und mehr verdienen – und
eigenständiger bzw. freiberuflich arbeiten.
Volkstümlich:
(europ.) : – empfangen oder zahlen: gilt für kümmerliches Durchkommen und wenig Glück.
Hopfen
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schlaf; entspannend; beruhigend; träumend.
Beschreibung: Der Hopfen, eine winterharte Pflanze, ist eine bedeutende Feldfrucht, die zur Bierherstellung benötigt wird. In vergangenen
Zeiten diente Hopfentee als Mittel gegen zahlreiche Beschwerden, insbesondere Schlaflosigkeit und Nervosität. Hopfen im oder unter dem
Kopfkissen soll den Schlaf herbeiholen, und er ist eines der Kräuter, die am meisten in Traumkissen angewendet werden. Folglich unterstützt
Hopfen wirkungsvoll dein Traumleben.
Allgemeine Bedeutung: Unterstützung des Schlafs und des Träumens; Hinweis darauf, ob du Schwierigkeiten mit dem Schlafen oder
Träumen hast; die Ruhe fördernd; Loslassen von Sorgen.
Assoziation: »Bei dem ist Hopfen und Malz verloren« – Umschreibung eines hoffnungslosen Falls.
Transzendente Bedeutung: Tatsächliche Hilfe mit dem Traumzustand.

700
Volkstümlich:
(arab. ) : – grünender oder blühender: durch vorteilhafte Geschäfte wirst du wohlhabend werden;
– für den Handel getrockneter: deine Geschäfte werden einen guten Fortgang nehmen;
– sich in einer Hopfenpflanzung sehen: deine Zerstreutheit läßt dich Vorteile übersehen.
(europ.) : – verheißt reichen Verdienst; auch: steht für Sparsamkeit, Energie und die Kraft, nahezu
jedes unterbreitete Geschäft in Angriff zu nehmen und zu meistern; ist stets ein günstiges Zeichen.
Hopsen
Volkstümlich:
(europ.) : – springen aus Freude oder Übermut: kündigt Ärger an.
(Siehe auch „Springen“)
Horchen
Allgemein:
Horchen (zum Beispiel an einer Tür oder Wand) bringt oft ein schlechtes Gewissen und Schuldgefühle zum Ausdruck; man fürchtet, daß
man von anderen durchschaut wird und Ansehen einbüßt.
Psychologisch:
„Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand.“ Sie scheinen sich in Sachen einzumischen, die Sie nichts angehen. Lassen Sie
anderen Ihr Privatleben, Sie könnten sonst Schwierigkeiten bekommen. Mißtrauen kann zu einem gefährlichen Gift werden. Es kann auch
die Angst bedeuten, von anderen entdeckt zu werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – was andere sprechen: Verdruß und Kränkung.
(europ.) : – Bekannte werden sich über die eigenen Fehler unterhalten;
– weist auf Schande und ein böses Gewissen.
Hören
Allgemein:
Im Traum wird der Träumende von allen realen Geräuschen noch erreicht. Deshalb kann das Hören im Traum durch die noch
wahrgenommenen Geräusche, aber auch durch Krankheit und Erschöpfung ausgelöst werden. Als Traumsymbol deuten viele Geräusche
darauf hin, daß der Träumende von anderen zu stark beeinflußbar ist. Lauscht er heimlich, kann dies ein Bild für seine Neugierde oder auch
für sein Mißtrauen sein. Sieht er im Traum lauschende Ohren ohne Geräusche zu hören, bedeutet das, daß er sich zuviel mit seiner eigenen
Person beschäftigt, also zuviel in sich hineinhorcht.
(Siehe auch „Taub“)
Hörgerät
Assoziation: – Arbeit an der Kommunikationsschwäche.
Fragestellung: – Was will ich künftig hören können?
Volkstümlich:
(europ.) : – eines benutzen: man hat etwas Bedeutungsvolles für das weitere Leben übersehen.
Horn (Musikinstrument)
Allgemein:
Ein Jagdhorn verweist auf eine Warnung oder sendet ein Signal der Aufforderung. In der traditionellen Deutung galt es als Symbol für
Neuigkeiten und Ortsveränderungen – aber damals gab es ja auch noch das Posthorn.
Psychologisch:
Als Blasinstrument deutlich sexuell zu verstehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst blasen: man neigt dazu seinen Mitmenschen zu große Vertrauensseligkeit entgegenzubringen
und täte besser daran, wichtige Dinge für sich zu behalten;
– blasen hören: du findest keine Gegenliebe; auch: man wird von seinen Mitmenschen beneidet.
(europ.) : – Angst des sich selbst unterbewertenden Ehemannes oder Liebhabers;
– blasen: ist ein Zeichen für wichtige Nachrichten;
– blasen hören: vergebliches Liebeshoffen; auch: prophezeit baldige Neuigkeiten mit freudigen Charakter;
– zerbrochenes: steht für den Tod oder ein Unfall vor der Tür;
– Kinder auf Hörnern spielen sehen: sich über die Übereinstimmung zu Hause freuen;
– Bläst eine Frau ein Horn, fürchtet sie sich mehr vor der Eheschließung, als ihr Liebhaber.
(Siehe auch „Blasinstrument“, „Geweih“)
Hörner (Tierhorn)
Artemidoros:
Sind einem Hörner eines Ochsen oder sonst eines gewaltigen Tiers angewachsen, führt das gewaltsame Todesfälle herbei; meistens bedeutet
es, daß der Träumende geköpft werden wird. So ergeht es ja auch den gehörnten Tieren.
Allgemein:
Hörner, die in einem Traum eine Rolle spielen, verweisen auf das Tier im Menschen. Sie verweisen im Traum auf verdiente oder verleihende
Überlegenheit. Lange Zeit glaubte man, daß die Kräfte von Tieren durch die Hörner auf den Menschen übertragen werden könnten. In vielen
Mythologien symbolisierte das Tragen von Hörnern daher einen hohen Rang. Pan, der sowohl Sexualität als auch Lebenskraft symbolisiert,
ist ein gehörnter mythologischer Gott. Ein einzelnes Horn kann auch für den Penis und für Männlichkeit stehen. Darüber hinaus haben
Hörner im Traum einen schützenden und zugleich einen aggressiven Aspekt. Horn deutet man auch wie Geweih; meist bezieht sich das auf
Eifersucht in einer Liebesbeziehung.
Psychologisch:
In der traditionellen Version: Man wird „vom Teufel geritten“ oder „man fürchtet weder Tod noch Teufel“, der als der Gehörnte dargestellt
wurde – auf jeden Fall hatte es immer etwas mit Übermut zu tun. Die aktuellere Version: Ein Symbol für Härte und Durchsetzungsvermögen
– man wagt es, jemanden „auf die Hörner zu nehmen“. Oder man möchte jemandem „Hörner aufsetzen“.

701
Spirituell:
Weil Hörner am Kopf festgewachsen sind, stellen sie sowohl geistige als auch übernatürliche Macht dar. Auf der spirituellen Ebene stehen
Hörner im Traum für Göttlichkeit und die Macht der Seele. (Anmerkung: Hörner beim Menschen verweisen wohl eher auf vor Gott
„Gefallende“ was begleitendes Gefühl dann auch bestätigt.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – an anderen sehen: du wirst eine Überraschung erleben;
– Hörner tragen: du wirst im öffentlichen Verkehr vielfach Anstoß erregen.
(europ.) : – Hörner sehen: bedeuten entweder Gefahr für dich selbst oder deinen Besitz oder dein Geschäft; unglückliche Ehe oder Liebe;
– Hörner haben: man überlistet dich; man wird von seiner Geliebten betrogen;
– andere mit Hörnern am Kopf sehen: man wird Konflikte mit einigen Leuten austragen müssen.
(Siehe auch „Kopf“)
Hornisse
Volkstümlich:
(arab. ) : – (oder Bremse) sehen: du könntest unangenehmen Belästigungen ausgesetzt werden;
– davon gestochen werden: es wird deinen Feinden gelingen, dich zu verleumden.
(europ.) : – Nachrichten, die Sorgen verursachen; auch: Verletzung durch ein boshaften Rivalen;
– sehen: kündigt das Ende einer lebenslangen Freundschaft und Geldeinbußen an;
– Sitzt eine junge Frau im Traum in einem Hornissennest, werden Neiderinnen erbittert versuchen, sie zu erniedrigen.
(ind. ) : – sehen: du kommst in große Unruhe;
– von ihnen gestochen werden: du gehst einem Unglück entgegen.
(Siehe auch „Wespe“)
Hornist
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder blasen hören: es stellen sich Feinde ein.
Hornvieh
Volkstümlich:
(arab. ) : – Glück und Wohlstand.
Horizont
Allgemein:
Horizont kann unsere Hoffnungen und Ziele, aber auch die geistigen Grenzen zum Vorschein bringen. Die genaue Bedeutung läßt sich nur
aus den Lebensumständen ableiten.
Horoskop
Allgemein:
Wenn Sie von Ihrem Horoskop, Ihrem Tierkreiszeichen oder planetarischen Einflüssen träumen, dann ist das ein Zeichen, daß Sie von einem
stärkeren Geist dominiert werden, sofern Sie ihm nicht mit aller Macht Widerstand entgegensetzen.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß man in Verlegenheit geraten wird; auch: zeigen wertvolle Informationen über einem selbst auf;
– sehen, wie für einen gedeutet wird: kündigt unerwarteten Wechsel in verschiedenen Dingen und
eine weite Reise an; wahrscheinlich wird man sich mit einem Fremden anfreunden;
– die Sterne gedeutet und das Schicksal einem vorhergesagt wird: sagt eine Enttäuschung voraus.
Horror
Psychologisch:
Es war der blanke Horror, und Sie sind schweißgebadet aufgewacht? Entweder es haben sich „Tagesreste“ verselbständigt, weil Sie zu viele
Horrorfilme sehen oder überhaupt eine Schwäche für Gewaltthemen haben, die Ihre Psyche langsam überfordert und nun über entsprechende
Träume auslebt. Oder Sie haben eine „Horrorvision“ – eine sehr negative, angsterfüllte Vorstellung von einem bestimmten Thema
(Menschen, Vorgang usw.) in Ihrem Leben. Der Traum will darauf hinweisen, daß Sie die gefürchtete Angelegenheit nicht immer
verdrängen – sondern endlich „näher anschauen“ und sich damit auseinandersetzen sollten: Dann wird sich möglicherweise herausstellen, daß
es gar keinen Grund für Ihre Ängste und einen entsprechenden Alptraum gibt.
Hörsaal
Volkstümlich:
(arab. ) : – (in einem Hörsaal sitzen, Vorträge lauschen oder selbst etwas vortragen): dich erwarten Auszeichnungen.
Hörspiel
Psychologisch:
Sie erinnern sich an eine spannende (vielleicht besonders schöne) Traumgeschichte, die aber „unsichtbar“ war, keine Bilder und Szenen
hatte, sondern (wie ein Hörspiel) nur als Erzählung oder Dialog stattfand? Dann haben Sie etwas Wichtiges überhört oder neigen dazu, etwas
„einfach zu überhören“, wenn Sie gerade keine Lust auf diese Thematik haben. Der Traum will Ihnen zeigen, daß es sehr lohnende oder
aufschlußreiche Informationen bzw. Gespräche für Sie geben könnte, wenn Sie nur „richtig hinhören“ würden und für manche Mitteilung
öfter „ein offenes Ohr“ hätten.
Hosen
Assoziation: – niederes Selbst; Leidenschaften.
Fragestellung: – Welche Signale sende ich aus?
Allgemein:
Hose deutet oft Angst vor Bloßstellungen und Verlust von Ansehen an; damit kann das Bedürfnis nach mehr Schutz und Geborgenheit
verbunden sein.
– Wer die Hose im Traum auszieht, gibt sich demnach eine Blöße, sein Ansehen wird Schaden erleiden. Manchmal
weist sie auch auf eine oberflächliche Lebenseinstellung hin, die viel auf Äußerlichkeiten Wert legt.

702
– Wenn man sich im Traum die Hosen anzieht, läßt das darauf schließen, daß man im Wachleben leicht beleidigt ist.
Manchmal deutet es auch auf übermäßiges Machtstreben hin (man hat ja schließlich die Hosen an!).
– Benutzt man einen Hosenträger, will man sich im Wachleben der Hilfe anderer versichern.
Psychologisch:
Im Männertraum: Ein positives Symbol dafür, daß er „seine Rolle als Mann“ richtig verstanden hat bzw. sie erfolgreich spielt und seine
maskulinen Wesenszüge entsprechend auslebt. Im Frauentraum: Sie will „die Hosen anhaben“ und gibt sich härter (oder maskuliner), als sie
ist. Ein Symbol für Durchsetzungsvermögen und die besonders konsequente Umsetzung ihrer männlichen Wesensanteile. Traditionell:
Symbol für Eitelkeit und für die (gespielte) Überbetonung der eigenen Moral und Keuschheit: Man „läßt nie die Hosen fallen“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Enttäuschungen erleiden;
– schwarze tragen: Trauerbotschaft erhalten; eine leidvolle Erfahrung machen müssen;
– weiße tragen: hüte dich vor Überlistung; man wird einen Irrtum einsehen;
– beschmutzte tragen: Verdruß und Ärger bekommen;
– anziehen: du wirst die Herrschaft im Hause bekommen;
– ausziehen: Krankheit;
– verlieren: man muß mit Hohn und übler Nachrede rechnen.
(perser) : – Träumt jemand, er trage neue Hosen, wird er ein neues Haus erwerben.
– Dünkt es einen, er habe in die Hosen gemacht, wird er für sein Haus entsprechend dem bösen Geschäft
unfreiwillige Ausgaben haben.
– Sind die Hosen gerissen, wird sein Haus Schaden leiden,
sind sie praller geworden, wird er aus freien Stücken Geld dafür aufwenden, Freude erleben
und ein gutes Leben daheim und mit seiner Frau führen.
– Verliert er die Hosen, wird er Trübsal und Zwang in seinem Haus leiden, bald auch von seiner Frau geschieden werden.
– Träumt eine Frau, die guter Hoffnung ist, sie trage gegen ihre Gewohnheit Hosen, wird sie einen Knaben gebären
und damit das Haus erben; ist sie nicht schwanger, wird sie von dem Mann ihres Herzens empfangen.
(europ.) : – man findet darin Schutz, den man nackt entbehren muß; man hängt sehr an Äußerlichkeiten;
auch: bedeutet für den Verheirateten ein Flirt und Streitigkeiten für den Ledigen;
– kaufen und besehen: Frauengunst;
– sehen: bedeutet Ruhe und Sicherheit;
– anziehen: glückliche Ehe; man möchte die Führung in der näheren Umgebung übernehmen oder sich gegen Führung wehren;
– ausziehen: Verluste; Mahnung zur Vorsicht; oberflächlicher Lebenswandel;
– schwarze tragen: Leid;
– weiße: du wirst einen Irrtum einsehen;
– zerrissene: du wirst Schande erleben;
– verlieren: du wirst unter den Pantoffel kommen; man wird verspottet werden;
– flicken: Geldverlegenheit.
(Siehe auch „Kleidung“)
Hosenträger
Psychologisch:
Man möchte sichergehen, daß man sich nicht blamiert – nicht „bloßstellt“. Manchmal auch: Man will sich „bedeckt halten“, also nur teilweise
etwas mitteilen – es nur andeuten, anstatt auszusprechen. Traditionell: Man hat etwas Peinliches zu verbergen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: man wird dir mehr zumuten, als du im Moment vertragen kannst;
– verlieren: hüte dich vor unangenehmen Zwischenfällen.
(europ.) : – sehen: Anspannungen durch eigene unbedachte Reden;
– kaufen: man kann sich leicht vergeben;
– anlegen: gilt für Verlust der Moral;
– zerrissener: jemand wird sich bei einem entschuldigen.
(ind. ) : – du wirst Hilfe und Beistand finden.
Hospital
Volkstümlich:
(arab. ) : – traurige Botschaft.
(Siehe auch „Krankenhaus“)
Hosteß
Psychologisch:
Ein Männertraum – und darin Symbol für den Wunsch, einen bisher nur gesellschaftlichen (oder beruflichen) Kontakt zu einer bestimmten
Frau etwas „hautnäher“ zu gestalten. Oder Symbol für sexuelle Wünsche in bezug auf eine Frau, die nichts davon wissen will.
Hostie
(Das beim Abendmahl in Form einer kleinen Oblate gereichte, ungesäuerte Brot.)
Allgemein:
Symbol für göttliche Weisheit und Energie (im religiösen Sinn), die dem Menschen zugänglich wird, wenn er sich darum bemüht.
Psychologisch:
Hostie erhalten zeigt meist, daß man inneren Frieden findet, die Widersprüche in der eigenen Persönlichkeit miteinander versöhnen wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst Frieden finden.
Hot dog
Psychologisch:
Sie haben Appetit, wenn Sie vom eilig konsumierten Würstchenstandgenuß träumen – aber nicht auf Hot dog, sondern auf den „flüchtigen
Genuß, von dem niemand etwas mitbekommt“, während zu Hause die „offizielle bessere Hälfte“ (vergeblich) mit dem Essen auf sie wartet.
Ein Traum vom Fremdgehen, und wer ihn öfter träumt, holt sich nicht nur auswärts den Appetit und ißt zu Hause. Er neigt eher dazu, sich
spontan „einzuverleiben“, was immer er – gerade – „lecker findet“.

703
Hotel
Assoziation: – vorübergehender Aspekt der Identität.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist in einer Übergangsphase?
Allgemein:
Auf der Stufe unserer Zivilisation dagegen steht das sehr häufig geträumte Hotel. Auch hier handelt es sich meist nicht um ein bestimmtes
Hotel. Sind wir in diesem unbekannten Hotel Gast, dann wohnen wir auf unserer Lebensreise zur Zeit in einem sehr allgemeinen,
unpersönlichen Raume. Wir erhalten dabei die übliche Speise vorgesetzt, welche „der Reisende“ eben verlangen kann. Die Verantwortung
für unser Wohlergehen hat der Hoteldirektor, ein zweitrangiger innerer Leiter des Unbewußten. Häufig ist das Hotel, entsprechend der
Beschaffenheit des Seelenraumes, in dem wir uns zur Zeit aufhalten, recht dubios; es steht oft in dunkler Gasse. Die Mitgäste können
bedenkliche Schatten unseres eigenen Wesens sein. Bei der Deutung ist es wichtig, an diese inneren Figuren heranzukommen, darüber sich
klar zu sein, was in uns auf unbewußter Reise ist. Sich in einem Hotel aufhalten kann auch bedeuten, daß man aus einer Situation in seinem
Leben für kurze Zeit flüchten muß. Andererseits ist es auch möglich, das Traumsymbol umgekehrt zu deuten: Eine Situation, in der sich der
Träumende befindet, ist nur von kurzer Dauer. Ein luxuriöses Hotel kann das Bedürfnis nach mehr Bequemlichkeit und Wohlergehen
verkörpern.
Psychologisch:
Da das Hotel normalerweise kein Ort ist, an dem man ständig wohnt, weist es im Traum auf Übergangssituationen und Veränderungen auf
dem Lebensweg des Träumenden hin. Hotel kann für jene Einstellungen und Haltungen stehen, die im Verlauf der persönlichen Entwicklung
vorübergehend auftreten, aber schon bald überholt sind. Das Hotelzimmer ist demnach ein etwas dubioser, unpersönlicher Raum, in dem wir
Einkehr halten. Die fremden Menschen, auf die der Träumende im Hotel trifft, verbildlichen seine eigenen unbewußten Seiten und
unbekannte psychische Einflüsse. Deshalb ist es interessant, die Entwicklung, die diese Begegnungen mit sich bringen, zu beachten. Irgend
etwas scheint in uns auf unbewußter Reise zu sein. Der Aufenthalt im Hotel ist möglicherweise ein Hinweis darauf, daß der Träumende
unbeständig ist und sich nur vorübergehend niederlassen kann. Wenn er gezwungen ist, im Hotel zu leben, steht dies für eine grundlegende
Rastlosigkeit in seinem Charakter. Der Träumende muß prüfen, ob er auf der Flucht vor sich selbst ist. Man achte auf den Namen des Hotels
(oft tragen sie Tiernamen), dann könnte man die Reise unseres Ich mit den entsprechenden Symbolen in Verbindung bringen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht Hotel im Traum für einen heiligen Ort, für eine begrenzte Zeit oder für die Suche nach einer geschützten
Umgebung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (sich in ihm befinden): du wirst eine Reise machen;
– sich in einem luxuriösen befinden: man lebt über seine Verhältnisse.
(europ.) : – man ist mit sich selbst irgendwie nicht einig und läuft vor sich selbst fort;
– sehen: man ist gezwungen, seine Liebe vor anderen zu verbergen;
– sich selbst in einem sehen: die gebuchte Reise wird teurer als kalkuliert;
– Hotelhalle, in der man sich sitzen sieht: man sucht eine reiche Bekanntschaft;
– in einem wohnen: prophezeit Sorglosigkeit und Gewinn;
– Frauen in einem besuchen: man wird ein ausschweifendes Leben führen;
– ein Luxushotel symbolisiert für den Reichen Wohlstand und Reisen; für den Armen Verlust und Kämpfe;
– Eigentümer eines Hotels sein: man wird unermeßlichen Reichtum ernten;
– in einem arbeiten: man könnte eine einträgliche Arbeit finden;
– eines suchen: man wird im Streben nach Wohlstand und Glück erfolglos bleiben;
– Sehen sich verheiratete Männer in einem Hotel, müssen sie eine heimliche Liebe auch weiterhin vor anderen verbergen.
(Siehe auch „Fremde“, „Gasthaus“, „Gästehaus“, „Gebäude“, „Herberge“, „Portier“, „Stadt“)
Hubschrauber
Assoziation: – Bewegungen in vielen Richtungen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben wünsche ich mir mehr Bewegungsfreiheit?
Psychologisch:
Mit dem Hubschrauber begeben Sie sich in die Luft, wo Sie äußerst beweglich sind. Oftmals verweist der Hubschrauber deswegen auf einen
beweglichen und freien Intellekt. Er warnt zugleich aber vor geistiger und gedanklicher Unberechenbarkeit.
Volkstümlich:
(europ.) : – über einem kreisend: kündigt baldigen Besuch an;
– ein scheinbar bedrohlicher oder gefährlicher: der Besucher stellt eine Gefahr dar;
– ein seltsames Geräusch der Rotorblätter hören: man wird auf eine kurze Reise gehen.
(Siehe auch „Fahrzeuge“, „Flugzeug“)
Huf
Volkstümlich:
(arab. ) : – sowohl an Händen und Füßen („Huf“ – das sind verhärtete Stellen), wie bei einem Tierhuf haben: du wirst Gutes erfahren.
Hufeisen
Allgemein:
Das Hufeisen ist ein altes Glückssymbol. Steht es aufrecht, stellt es den Mond und Schutz vor dem Bösen dar, im umgekehrten Fall bringt es
Unglück. Das Hufeisen als Glückssymbol wird auch mit Hochzeiten in Verbindung gebracht. Im Traum verweist es daher auf eine
bevorstehende Hochzeit in der Familie oder im Freundeskreis des Träumenden. Hufeisen, wenn man es findet, kann das einen unverhofften
Erfolg ankündigen. Beschlägt man ein Pferd damit, versteht man das nach alten Traumbüchern als Verheißung eines sorglosen Lebensabend,
den man bei bester Gesundheit glücklich und zufrieden, meist mit dem Partner ganz bewußt erlebt und genießt.
Psychologisch:
Das Hufeisen im Traum kann eine Reise ankündigen oder aber als Symbol für die Umrisse des weiblichen Geschlechts gedeutet werden. Wer
es auf sich gerichtet sieht, sollte sich im Wachleben vor mißgünstigen Menschen hüten, die uns auf eine falsche Fährte lenken möchten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist ein Hufeisen im Traum ein Talisman oder Amulett, welches den persönlichen Raum des Träumenden
beschützt.

704
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder finden: Mühe und Arbeit bekommen; Glück; alle Unternehmungen werden gelingen;
– einem Pferd anlegen oder selbst anlegen: eine baldige Reise antreten;
– Verliert ein Pferd ein Hufeisen, sollte man sein Schicksal nicht herausfordern und seine Unternehmungen immer gründlich
überdenken, bevor man sie ausführt.
(europ.) : – mit der Öffnung nach oben sehen: bedeutet zufallendes Glück in allen Lebenslagen; Erfüllung der Wünsche und Hoffnungen;
– mit der Öffnung nach unten sehen: man läßt das Glück nicht an sich heran, es kann nicht eingefangen werden;
– finden: glückliche Tage stehen bevor; man wird Widerwärtigkeiten entgehen; auch: eine Erbschaft kommt auf einem zu;
– einem Pferd aufnageln sehen: schwere Zeiten;
– selbst einem Pferd solche anschlagen: man wird ein gesichertes Alter haben;
– einem Pferd welche abnehmen: das Glück kann man nicht erzwingen;
– am Huf eines Pferdes sehen: baldige Reise; man wird unerwartet eine Reise machen müssen.
(ind. ) : – sehen: gute Zukunft steht dir bevor;
– finden: du wirst einen großen Treffer machen.
(Siehe auch „Magnet“)
Hüfte
Artemidoros:
Die Hüften, den Unterleib und die ganze Körperpartie bis zu den Leisten hat man als Symbol der Körperkraft und des Vermögens
aufzufassen. Befällt diese Körperteile irgendein Leiden, prophezeit es folglich einerseits dem Körper Krankheit, andererseits kümmerliche
Lebensverhältnisse.
Allgemein:
Die Körperzone zwischen Herz und Geschlecht übersetzt die Verbindung von Gefühl und Trieb. Wen es dort im Traum schmerzt, der hat
vielleicht im Wachleben mit einer schmerzlichen Erfahrung in der Liebe zu rechnen. Hüfte kann bei Frauen auf den Wunsch nach einem
Kind hinweisen; allgemein gibt sie oft Auskunft über die Gesundheit, die vor allem bei starker Hüfte gut sein soll.
Psychologisch:
Ein Körperteil mit erotisch- sexueller Bedeutung, aber auch ein Symbol für „die Verbindung des oberen mit dem unteren Bereich“ (geistig),
des Bewußtsein mit dem Unbewußten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, seine Hüften seien größer und kräftiger geworden, wird er an seinen Frauen,
ist er ledig, an seinen Erben Gefallen finden.
– Sind die Hüften eingefallen und kraftlos geworden, wird er seine Frauen verabscheuen.
– Träumt einem, ihm seien die Hüften mitten durchgeschnitten, wird er alle Hoffnung,
die er auf seine Frauen und Verwandten gesetzt hat, verlieren und in der Fremde sterben.
– schöne, starke haben: du wirst glückliche Nachkommen erhalten.
– schöne, starke haben: du wirst glückliche Nachkommen erhalten.
(europ.) : – vorwiegend Frauentraum, womit der Wunsch nach Kindersegen verbunden wird;
– sehen: man wird schöne Kinder bekommen;
– gutgeformte bewundern: man wird von einer Frau gescholten;
– stärker werdende: zeigt Gesundheit an;
– dicke Hüften bei Tieren sehen: prophezeit Sorglosigkeit und Freude;
– gebrochene: Betrübnis und Verlust von Kindern;
– Bewundert eine Frau ihre eigenen Hüften, ist das ein Zeichen für Enttäuschungen in der Liebe.
– Glaubt eine Frau, ihre Hüften seien zu schmal, kündigen sich Krankheit und Enttäuschungen an.
– Glaubt eine Frau, ihre Hüften seien zu dick, läuft sie Gefahr, ihren guten Ruf zu verlieren.
(ind. ) : – Die Hüften bedeuten die Person des Träumenden, weil alle Kraft in ihnen verankert ist.
Große, ausladende und kräftige Hüften verheißen Spannkraft, Freude, Gesundheit und Kinderreichtum.
– Dünkt es einen, diese Körperpartien seien gebrochen oder er könne infolge ihrer Schwäche sich nicht fortbewegen,
wird er in Trübsal und Krankheit geraten und kinderlos bleiben.
– Zu träumen, die Hüften seien durch Prügel oder Schwerthiebe zerschunden, bedeutet baldigen Tod.
Hüfthalter
Volkstümlich:
(europ.) : – einen zu engen tragen: man wird unter den Einfluß von berechnenden Menschen geraten;
– verlieren: bedeutet kommendes Mißgeschick;
– lockern und herunterrutschen: großes Mißgeschick;
– ein verlorener von jemand aufgehoben und einem zurückgegeben: ein loyaler Freund wird einem in Schwierigkeiten helfen;
– ein verlorener von jemand aufgehoben und nicht zurückgegeben: die Schwierigkeiten werden durch die Unaufrichtigkeit eines
nahestehenden Menschen noch zunehmen;
– andere mit Hüfthaltern aus Samt oder Juwelen sehen: man bewertet Wohlstand höher als Ehre;
Bekommt eine Frau einen solchen aus Samt, oder mit Juwelen besetzt, so werden ihr Ehren zuteil.
Hüftschmerzen
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: Ärger und Widerwärtigkeiten.
(Siehe auch „Hüften“)
Hügel
Assoziation: – müheloses erreichen eines Zieles; bequemes Vorwärtskommen.
Fragestellung: – Was fällt mir leicht?
Allgemein:
Wenn sich der Träumende in seinem Traum oben auf einem Hügel befindet, zeigt er damit, daß er sich seiner eigenen Weitsicht bewußt ist.
Er hat sich bemüht etwas zu erreichen, und kann die Ereignisse seines Strebens nun von oben überblicken, um ihre Auswirkungen auf seine
Umwelt und seine Mitmenschen einzuschätzen. Der Träumende hat etwas erreicht, was er anfangs vielleicht nicht für möglich hielt, und er

705
ist nun dazu in der Lage, seine nächste Arbeit im Licht des neu erworbenen Wissens zu bewältigen. Hügel steht wie der Berg für
Hindernisse, die man leicht überwindet.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in seinem Traum zusammen mit anderen Menschen einen Hügel hinaufgeht, verweist dies darauf, daß er zusammen
mit anderen ein gemeinsames Ziel verfolgt. Geht der Träumende in seinem Traum einen Hügel hinunter, deutet dies darauf hin, daß er meint,
die Umstände würden ihn in eine bestimmte Richtung drängen. Vielleicht bewegt er sich von dem Erreichten fort und bemerkt, daß er seine
eigenen Fähigkeiten doch noch nicht im Griff hat.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist Anstrengung notwendig, um die Klarheit zu erlangen, die der man braucht, um weitere spirituelle Fortschritte zu
machen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: große Erwartungen hegen;
– besteigen: man wird problemlos vorankommen oder auch ein angenehmes Abenteuer erleben;
– sich auf ihm befinden: jetzt kann man die Ergebnisse seines Handelns und seiner Bemühungen überblicken
(entsprechend dem Aussehen der Landschaft), die Früchte seiner Arbeit ernten und sich auf seinen Lorbeeren ausruhen.
(europ.) : – zeigt eine Unannehmlichkeit an, der man jedoch leicht aus dem Weg gehen kann;
– besteigen, ohne den Gipfel zu erreichen: bedeutet, daß das Leben voller Kämpfe und Schwierigkeiten
sein wird; rät ferner zu einer Auswanderung, Änderung im Beruf und Hebung der eigenen Energie;
– auf den Hügel steigen und die Spitze erreichen: gutes Zeichen;
– besteigen und herunterfallen: gegen viele Neider und Widrigkeiten kämpfen müssen;
– einen Freund wie eine Statue auf einem Hügel stehen sehen: man wird seine jetzigen Bestrebungen noch übertreffen
und den einstigen Gerechtigkeitssinn und das Wissen trotz aller Veränderungen erhalten; sich oberhalb dieser Person
befinden: man wird alte Freunde in ihrer Karriere ignorieren; sich auf einer Höhe befinden: es wird einem trotz
freundschaftlicher Ermahnungen nicht gelingen, eine Änderung herbeizuführen;
– Hügelige Landschaft: du wirst ohne viel Mühe Vorteile erlangen.
(Siehe auch „Anhöhe“, „Berg“)
Hühner
Assoziation: – verzettelte, unorganisierte Gedanken; kleinmütige Ängste.
Fragestellung: – Wo muß ich meine Aufmerksamkeit bündeln? Mache ich mir grundlos Sorgen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Nahrungsmittel; Federn; Schar; Haus; Hühnerkorb.
Beschreibung: Hühner sind Haustiere, deren Eier der Mensch gerne verzehrt; auch ihr Fleisch dient als Nahrungsmittel. Hühner gibt es in
allen möglichen Größen, Farben und mit unterschiedlichstem Gefieder. Sie leben gerne in Scharen beisammen. Hähne können sehr lautstark
sein und sind bekannt dafür, daß sie die Menschen morgens mit ihrem Ruf wecken.
Allgemeine Bedeutung: Angepaßtheit; Dienst; nährend (körperlich und geistig); aufweckend.
Assoziation: Aufgeschreckt sein oder werden wie die Hühner; »mit dem hab ich noch ein Hühnchen zu rupfen«.
Transzendente Bedeutung: Ein tiefes Verstehen dessen, was dir wirklich angst macht; ein Verstehen dessen, auf welche Weise du anderen
am besten dienen kannst.
Allgemein:
Huhn kann im Sinne von Geflügel gedeutet werden. Oft weisen sie auch darauf hin, daß man belanglosen Dingen nicht zu viel Beachtung
schenken, sondern sich auf das kon zentrieren soll, was wirklich wichtig ist. Gackern Hühner in unseren Träumen, können sie uns leicht in
Panik versetzen; übersetzt: die Gedanken, die wir nicht unter Kontrolle haben.
Psychologisch:
Der nützliche Hausvogel weiblichen Geschlechts, gilt als Symbol für ein naives Mädchen, das „sich leicht herumkriegen“ läßt – aktueller
ausgedrückt: Eine Girlie mit sexueller Neugier und entsprechender Aufmachung. (Popmusiker nennen Fans, die ihnen nachreisen und im
Hotel auflauern „Chicks“ – Hühnchen.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Huhn: (positiv) Symbol der Fruchtbarkeit und meist ein erfreuliches Vorzeichen; auch: (negativ) man will dich kränken;
– eine Hühnerschar sehen: man wird bald zu Wohlstand gelangen und seine Wünsche verwirklicht sehen;
– mit Eier sehen: ein besonderer Gewinn wird einem zuteil werden.
(europ.) : – Angelegenheiten des Alltags werden zu wichtig genommen und im Traum auf das richtige Ausmaße zurückgeführt;
– ein Huhn sehen: es kommen bald bessere Zeiten auf einem zu;
– erscheinend: es zeichnen sich Pflichten ab; die jedoch zum eigenen Vorteil sein können;
– viele sehen: man vergeudet zu viel Zeit mit Höflichkeiten und Plaudereien;
– schöne sehen: bedeutet Glück und Erfolg in der Liebe;
– gackern hören: Freude und gewinnbringende Geschäfte;
– eine Henne Eier legen sehen: bald mit Geldeinnahmen rechnen können; manchmal auch Familienzuwachs;
– brüten sehen: die Hoffnungen werden sich erfüllen;
– mit Küken oder Junghennen: sagen glückliche Unternehmungen voraus, die allerdings einigen Kraftaufwand erfordern;
– ein oder mehrer Küken sehen: ein Symbol für Kindersegen, viele Enkel oder eine große Familie;
– junge Hennen sehen: beinhalten Freundschaften;
– Hühner auf der Stange: Feinde wollen einem Böses antun;
– Gelege von Hühner sehen: weisen auf eine Vorliebe für häusliche Belange sowie fröhliche und gehorsame Kinder hin;
– fangen wollen und diesen hinterher laufen: man läuft ständig kurzen Liebesaffären hinterher die keine Befriedigung bringen;
– selbst eine schlachten: man wird sich durch seine Unvorsichtigkeit selbst schaden;
– selbst eines rupfen: die Arbeitsleistung wird nicht entsprechend honoriert, man möchte mit jemand „ein Hühnchen rupfen“;
– Hühnchen essen: gilt als Anzeichen dafür, daß Egoismus den guten Ruf schadet; berufliche Leistungen werden sich
finanziell lohnen.
(Siehe auch „Federvieh“, „Geflügel“, „Hahn“, „Henne“, „Nest“, „Vögel“)

706
Hühneraugen
Allgemein:
Hühnerauge kann darauf hinweisen, daß man ein belastendes Geheimnis mit sich herumträgt, über das man mit jemanden sprechen sollte.
Altindische Traumbücher verstehen es als Ankündigung eines Todesfall im Bekanntenkreis.
Psychologisch:
Ein Symbol für Verhärtung oder unerwünschte Härte. Aber vielleicht haben Sie nur eines an der Zehe, das sogar im Schlaf weh tut.
(Unangenehme körperliche Empfindungen sind seltenes ein Symbol als ein ganz realistisches, kleines Schmerzsignal.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Warze haben: es treten dir manche Hindernisse entgegen; eine Ablenkung wird den regelmäßigen Ablauf
einer wichtigen Arbeit stören; auch: eine Unpäßlichkeit wird die Gesundheit beeinträchtigen;
– anderen darauf treten: man muß sich auf unberechtigte Vorwürfe gefaßt machen müssen.
(europ.) : – sehen: erinnern an energische Taten, denn nur durch festen Willen kann man etwas erreichen;
– haben: man wird von einem Geheimnis gequält; auch: Zeichen für glücklichen Geschäftsabschluß;
– schmerzende Füße deshalb haben: Feinde arbeiten gegen einem und bereiten viel Kummer;
– entfernen: ein großes Vermögen von einem unbekannten erben;
– jemandem darauf treten: man wird unschuldigerweise beschimpft werden;
– Sieht eine junge Frau Hühneraugen an ihren Füßen, wird sie viel zu erleiden haben und von anderen Frauen schlecht behandelt.
(ind. ) : – sehen: du wirst dich von jemandem verabschieden müssen;
– haben: Todesfall im Kreis deiner Bekannten.
Hühnerstall
Volkstümlich:
(arab. ) : – gutes Auskommen.
Hühnerstiege
Volkstümlich:
(arab. ) : – Wohlstand.
(europ.) : – verkündet Wohlstand und Wohlergehen.
Huldigen
Volkstümlich:
(europ.) : – jemandem: bedeutet Erniedrigung und Täuschung.
Hülle
Allgemein:
Hülle (Hülse, Etui) kann ähnlich wie Fassade zum Ausdruck bringen, daß man sein wahres Wesen verbirgt (vielleicht auch vor sich selbst).
Manchmal weist das Symbol darauf hin, daß man in einer Angelegenheit noch nicht zum Kern vorgedrungen ist, sich erst noch mehr Klarheit
verschaffen muß, ehe man zum Beispiel eine Entscheidung trifft.
Psychologisch:
Woraus auch immer sie ist: ein Schutz- und Wärmesymbol. Falls sie aus transparentem Material (Folie) ist: Man möchte sich abgrenzen,
obwohl man dabei für Informationen offen ist und darauf achtet, nicht „den Durchblick zu verlieren“. Wer sich anderen (Blicken) aussetzt,
„läßt alle Hüllen fallen“.
(Siehe auch „Fassade“)
Hülsenfrüchte
Artemidoros:
Das Bestellen des Ackers ist für Heiratslustige und für Kinderlose von guter Vorbedeutung; das Ackerland bedeutet ja nichts anderes als die
Frau, die Samen und die Pflanzen die Kinder und zwar Weizen die Söhne und Gerste die Töchter, Hülsenfrüchte aber Fehlgeburten; allen
übrigen Menschen zeigt es Anstrengung und Drangsal an. Geschrotete Hülsenfrüchte sind Vorboten von Zwist und Streit, weil sie gespalten
sind; aber nicht nur deswegen, sondern weil sie von jeder kultischen Feier und jeder heiligen Stätte verbannt sind.
Psychologisch:
Wer sie im Traum ißt, wird vom Unbewußten möglicherweise auf die aufgeblähte Arroganz aufmerksam gemacht, mit der er seinen
Mitmenschen gegenübertritt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – viel Mühe und Drangsal in privaten Angelegenheiten.
(Siehe auch „Bohnen“, „Getreide“)
Hummel
Allgemein:
Hummel warnt vor übler Nachrede, vor allem wenn sie vernehmlich brummt. Vielleicht deutet sie aber auch auf Unbeholfenheit im Umgang
mit anderen hin.
Psychologisch:
Wenn sie uns im Traum umschwirren, weisen sie auf wirre Gedanken und nicht ausgereifte Ideen im Wachleben hin, die lieber noch einmal
gründlich überdacht werden sollten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: verkündet Ärgernis, dem man abhelfen oder ausweichen kann;
– fliegen sehen: man widmet unwichtigen Dingen zu viel Aufmerksamkeit;
– sich auf einem niederlassen und stechen wollen: mit Beharrlichkeit wird man seine Ziele erreichen.
(europ.) : – du wirst unter Verleumdung zu leiden haben; man verschwendet zuviel Zeit für völlig unwesentliche Dinge.
(ind. ) : – sehen: du wirst verleumdet werden.
(Siehe auch „Bienen“, „Wespen“)

707
Hummer
Allgemein:
Ein traditionelles Symbol für Wohlstand und Glück. Vermutlich, weil sich „nicht jeder“ Hummer (zu essen) leisten kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Vergnügen.
(europ.) : – glückverheißendes Omen für Liebesaffären oder häuslichen Glück.
(ind. ) : – sehen: ein Vergnügen wartet auf dich.
Humpeln
Allgemein:
Wer es im Traum tut, hat eine „schmerzliche Erfahrung“ gemacht und ist dadurch „aus dem Gleichgewicht geraten“. Ein häufiger Traum,
wenn man das „liebevolle Mitleid“ anderer genießt und sich gern verwöhnen läßt, falls es einem nicht so gut geht.
(Siehe auch „Hinken“)
Humpen
(Großes, meist zylinderförmiges Trinkgefäß. Aus der Leipziger Studentensprache des 16. Jh.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder daraus trinken: hüte dich vor Völlerei.
(europ.) : – sehen oder daraus trinken: lustige Gesellschaft;
– umstoßen: Streit;
– voll: fröhliche Gäste;
– leer: deine Gastfreiheit wird ausgenutzt;
– zerbrechen: deine Trunksucht wird dir schaden.
Hund
Assoziation: – in der Regel ein männlicher Aspekt; bedingungslose Liebe; Gehorsam; loyal, zuverlässig.
Fragestellung: – Bin ich zuverlässig? Was liebe ich bedingungslos?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Freund; loyal; beschützend; Ausgestoßener; Held; Verbündeter; liebevolle Natur.
Beschreibung: Dieser gezähmte Verwandte sowohl des Wolfs als auch des Kojoten ist seit langem ein großartiger Freund des Menschen.
Über viele Jahrhunderte hinweg hat der Hund seinem menschlichen Gefährten seinen Schutz, seine Liebe und Treue geschenkt. Manche
Legenden erzählen davon, daß der Hund wegen seiner Anhänglichkeit an den Menschen, der Tiere oft schlecht behandelt, aus der übrigen
Tierwelt ausgestoßen wurde. Dennoch ist die Geschichte von Mensch und Hund dicht miteinander verwoben, und in vielen Fällen haben
Menschen durch Hunde das einzige Mal die Erfahrung gemacht, ein Mitglied des Tierreichs zu lieben. Als solche könnten Hunde viel eher
die Helden statt die Ausgestoßenen des Tierreichs sein.
Allgemeine Bedeutung: Deine Verbindung zum Tierreich; deine Verbindung zum Tier in dir; Treue; Freundschaft; Schutz.
Assoziation: Ein Schimpfwort, mit dem ein Mensch herabgesetzt wird; hundemüde; armer Hund.
Transzendente Bedeutung: Ein wichtiger Verbündeter; ein Führer in der Traumwelt.
Artemidoros:
Was die Hunde betrifft, so unterscheidet man erstens Jagdhunde, und zwar einerseits Spür-, andererseits Hetzhunde; zweitens Wachhunde,
auch Hof- und Kettenhunde genannt; drittens die sogenannten Malteserhunde (Zierliche Tiere der Spitzhundrasse mit langem, weißen
Seidenhaar; sie waren in der Kaiserzeit bei den Damen sehr beliebt.), die man zum Vergnügen hält. Es bedeuten nun die Jagdhunde das
auswärts Erworbene; deshalb ist es gut, wenn man sie beim jagen und fangen sieht, wenn sie schon etwas erbeutet haben oder wenn sie
gerade auf die Jagd ziehen; denn sie sind ein Sinnbild von Unternehmungslust. Kehren sie aber in die Stadt zurück, bedeuten sie Stillstand
der Geschäfte; denn sie haben dann die Arbeit hinter sich. Hofhunde bezeichnen die Ehefrau, die Familienangehörigen und das erworbene
Hab und Gut. Sind sie gesund und wedeln sie ihren Herrn an, besagt das, daß Ehefrau und Familienangehörige ihre häuslichen Pflichten
gewissenhaft erfüllen und daß Hab und Gut wohl gesichert sind; sind sie aber krank, zeigen sie den Genannten Krankheit und dem Hab und
Gut Verluste an. Gebärden sie sich wütend, bellen oder beißen sie, kündigen sie Übeltaten von ihnen entsprechenden Personen an und große
Verluste. Fremde Hunde, die einen anwedeln, bedeuten Anschläge und Hinterhältigkeiten von nichtswürdigen Kerlen oder Weibern und,
wenn sie beißen oder bellen, Gewalt- und Übeltaten; des näheren prophezeien die weißen Hunde offene, die schwarzen heimliche, die
rötlichen nicht ganz offene, die gefleckten ziemlich schlimme Gewaltakte. Sie ähneln nämlich ganz und gar nicht adligen oder freien,
sondern gewalttätigen und unverschämten Menschen; denn so sind die Hunde geartet. Oft kündigen sie Fieber an, wegen des Sirius, der als
Urheber desselben von manchen „Hund“ genannt wird; denn der Hund ist ein gewalttätiges und rücksichtsloses Tier und der fiebrigen Glut
vergleichbar. (Vermutlich steckt in der ungünstigen Deutung der Hunde noch der allgemeine Glauben der Antike, wonach der Hund als ein
unreines und dämonisches Wesen angesehen wurde. Plutarch berichtet im Leben des Kimon (Kap. 18) von einem sonderbaren Traum, den
dieser kurz vor einem militärischen Unternehmen gegen Ägypten und Kypros hatte. Es schien ihm, als wenn ein böser Hund ihn anbellte und
sage, er solle mit ihm gehen, denn er würde ihm und seinen Jungen ein Freund sein. Astyphilos von Poseidonia, ein Freund Kimons, erklärte
ihm, der Traum bedeute seinen Tod, denn ein Hund sei für einen Menschen, den er anbelle, ein Feind, und von einem Feind könne man nicht
eher, als wenn er sterbe, ein Freund werden. Die Hundstage, an denen Sonne und Sirius gleichzeitig aufgehen, dauern vom 24. Juli bis zum
24. August und stellen für Europa die heißeste Jahreszeit dar.) Die Malteserhunde bedeuten das Liebste und Angenehmste, was man im
Leben besitzt. Deswegen zeigen sie Schmerz und Betrübnis an, wenn ihnen irgend etwas zustößt.
Allgemein:
Die Bedeutung eines Hundes im Traum hängt davon ab, ob der Träumende ihn kennt (vielleicht ein Haustier aus der Kindheit), dann kann er
für glückliche Erinnerungen stehen, oder nicht, dann symbolisiert er möglicherweise Loyalität und die bedingungslose Liebe, wie der
Mensch sie von Hunden kennt. Handelt es sich um eine Hunderasse mit spezifischen Eigenschaften, wie beispielsweise die Schnelligkeit
eines Windhundes und so fort, dann ist es eine besondere Begabung des Hundes, welche der Träumende entwickeln muß, um sich auch
weiterhin auf ein bestimmtes Ziel konzentrieren zu können. Hund umfaßt Triebe (vor allem sexuelle), Instinkte und Gefühle; dann bringt er
die eigenen Einstellungen zum Ausdruck, warnt vielleicht auch davor, diese psychischen Inhalte zu stark zu unterdrücken. Im weiteren Sinn
kann das Tier die männlich aggressive Sexualität verkörpern. Manchmal taucht er auch als Führer durch die Welt des Unbewußten auf, der
zur Selbsterkenntnis auffordert. Einzelne Bedeutungen können sich aus folgenden Begleitumständen ergeben:
– Zutraulicher Hund warnt oft vor Hinterlist und Betru g.
– Bellender Hund kann auf üble Nachrede und Verleumdung hinweisen.
– Heulender oder bissiger Hund gilt als allgemeine Warnung vor schwerwiegenden Gefahren.
– Jagender Hund soll eine oberflächliche, leichtfertige Lebenseinstellung mit Neigung zu (vor allem sexuellen) Abenteuern anzeigen.
– Mit dem Hund spielen bedeutet, daß man seine Gegner überwinden wird.
– Hund an die Kette legen kann ein finanzielles Risiko oder andere Schäden durch Leichtfertigkeit ankündigen.

708
– Schwarzer Hund wird oft als schmerzhafte Täuschung durch einen Freund gedeutet.
– Mehrere Hunde, die sich streiten, soll familiären Zwist anzeigen.
Psychologisch:
Der Hund muß im Traum stets im Zusammenhang betrachtet werden, denn er hat zwei verschiedene Bedeutungen. Einerseits ist er Freund
und Beschützer des Menschen und wacht über dessen Besitz, andererseits fällt er Feinde seines Herren an und bekommt somit eindeutige
Aggressionsbedeutung. Wenn ein Traum von einer Meute wilder Hunde handelt, dann stellt dieses Gefühle dar, vor denen der Träumende
Angst hat. Die sexuelle Bedeutung von Hunden im Traum erhellt wohl aus ihrer Eigenart, sexuelle Handlungen in aller Öffentlichkeit zu
vollziehen und gilt daher auch als Symbol der ungehemmten Betätigung des Menschen in Bezug auf das, was man sonst meist nur verborgen
zu tun wagt. Sie symbolisieren das Trieb- und Wunschleben, jedoch auf einer etwas primitiven Basis, immer verbunden mit einer gewissen
Angst vor Unordnung die entstehen könnte, wenn man so täte – wie der Hund. Bissige Hunde im Traum eines Mannes deuten auf Eifersucht.
Erlebt eine Frau den Traum, so ist die Träumerin ziemlich hemmungslos veranlagt. Das heißt nicht, daß sie auch so lebt, nur die Veranlagung
zur Hemmungslosigkeit ist vorhanden. Deshalb träumen Frauen oft auch davon, wie ein Hund an der Leine geführt wird. Das heißt, sie
zügeln ihre Triebe. Was immer im Traum mit dem Hund geschieht, er stellt die Triebhaftigkeit als solche dar. Als Angsttier im Traum ist der
Hund oft nur die Umschreibung des eigenen schlechten Gewissens. Wo er uns begleitet, hält der Instinkt uns wach; wo er angekettet ist oder
gequält wird, brodeln im Unbewußten Minderwertigkeitskomplexe, die im Wachleben hochkochen. Große Hunde verstärken das bisher
Gesagte, kleine schwächen es ab. Auch die Bedeutung „auf den Hund gekommen“ ist im Verbund mit anderen Symbolen manchmal
angebracht. Trägt man einen Hund auf den Arm, hat man das Triebhafte in seiner Gewalt. Ein toter Hund deutet darauf hin, daß in
irgendeinem Seelenwinkel etwas abgestorben ist, das wir zu neuem Leben erwecken sollten. Steckel meinte, daß der Biß eines Hundes in den
Fuß die Warnung vor tierischen Leidenschaften, die Angst vor Infektionen oder den dunklen Rest der Kastrationsangst beinhalte.
Artemidoros glaubte, daß man sich vor Betrügern hüten solle, wenn ein fremder Hund einen anwedele; Hunde, die bellen und beißen,
beweisen seiner Meinung nach, daß jemand dem Träumer Verluste beibringen wolle.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Hund im Traum der Führer in die Unterwelt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Hunde bedeuten Feinde.
– Träumt jemand, ein Hund belle ihn an, wird er mit einem ehrlosen Feind in einen Wortstreit geraten.
– Beißt ihn der Hund, wird er von solch einem Kerl hart bedrängt werden.
– Dünkt es einen, ein Hund zerreiße seine Kleider, wird ein ehrloser Feind seinem Besitz und seiner Ehre Schaden zufügen.
– Tötet er den Hund, wird er einen solchen Widersacher vernichten.
– Hundefleisch zu essen bedeutet, man werde das Vermögen eines ehrlosen Feindes an sich bringen.
– Im Traum Hundemilch zu trinken prophezeit Schrecken und Siechtum.
– Ist der Hund, den man schaut, ein Schäfer- oder ein wilder Hund, wird der Feind aus der Fremde stammen;
ist es ein Jagdhund, aus der Sippe der eigenen Angehörigen.
– Träumt der Kaiser, man bringe ihm verschiedene Hunde aus einem fremden oder dem eigenen Land, wird er fremde und
einheimische Soldaten gegen seine Feinde ins Feld führen. Im allgemeinen bedeutet jeder Hund im Traum des Kaisers
einen Soldaten.
– sehen: eine Treulosigkeit erleben;
– heulen hören oder sterbend: böse Vorbedeutung; Krankheit;
– schwarze sehen: bevorstehendes Unglück; ein falsche Freunde ist in der Nähe;
– weiße: treue Freundschaft;
– davon gebissen werden: Schmeichler werden dir schaden;
– einen tollen sehen: in große Gefahr geraten;
– spielen sehen: gute Freundschaft mit Bekannten;
– beißen und raufen sehen: vermeide einen Streit in der Familie;
– auf Menschen oder Tiere hetzen: bessere deinen Sinn, sonst bleibst du ein lästiges Wesen unter deinesgleichen.
(europ.) : – Instinktmahnung, normale Wunsch- oder Triebreaktion, die sich über den Hund auslebt;
– sehen: du wirst treue Menschen kennen lernen;
– vielköpfiger Hund: man droht sich zu verzetteln, Erfolge erfordern immer volle Konzentration;
– kleine Hunde: stehen für niedere Gedanken und Lust an frivolen Vergnügungen;
– struppige Hunde sehen: künden von mißlichen Geschäften oder kranken Kindern;
– ein Schoßhündchen sehen: Freunde werden einem in schweren Zeiten beistehen;
– abgemagertes und kränkliches Schoßhündchen: man muß sich auf Schwierigkeiten gefaßt machen;
– aufgeputzte Schoßhündchen: zeugen von Eitelkeit, Egoismus und Engstirnigkeit ihres Besitzers;
Einer jungen Frau sagt dieser Traum einen Gecken als Geliebten voraus.
– weißen sehen: eine gute, angenehme Bekanntschaft;
– ein freundlich weißer auf einen zukommt: Omen eines glücklichen Zusammentreffens; eine Frau kann bald darauf heiraten;
– schwarz: Verrat durch Freunde;
– einen roten sehen: man wird sich auf seine Freunde leider nicht verlassen können;
– einen schönen besitzen: man wird große Reichtümer sein eigen nennen;
– mit einem spielen: es stehen beträchtliche Gewinne und treue Freunde in Aussicht;
– spielende: Erfolg im Geschäft; ein treuer Liebhaber; Versöhnung mit einem entzweiten Freund;
– einen bösartigen sehen: kündigen unabwendbares Mißgeschick an; selbst größte Anstrengungen
werden nicht den gewünschten Erfolg bringen;
– einen bösartigen töten: man wird Gesinnungsgegner bezwingen und finanziellen Gewinn einfahren;
– von ihnen geängstigt werden: läßt bevorstehende Gefahr befürchten;
– sich beim Anblick einer großen Dogge fürchten: man wird Probleme haben, über das Mittelmaß
hinauszuwachsen; Einer Frau verheißt dieser Traum einen weisen Gatten.
– von einem Bluthund verfolgt werden: man könnte einer Versuchung erliegen, die den Untergang nach sich zieht;
– von ihm angefallen oder niedergerissen werden: du wirst in Gefahr kommen; Mahnung zur Vorsicht;
– einen auf jemanden hetzen: bringt Feindschaft;
– Hunde knurren hören: man ist möglicherweise intriganten Leuten ausgeliefert oder man wird zu Hause
mit unschönen Neuigkeiten konfrontiert;
– bissiger: bedeutet eine Verleumdung;
– gebissen werden: Zwist wegen Geld; Nachstellungen eines falschen Freundes; bedeutet Krankheit;
auch: es steht privat oder beruflich ein Streit ins Haus; man hat in einer bestimmten Angelegenheit ein schlechtes Gewissen;
– einen zutraulichen und schmeichelnden sehen: man soll in eine Falle gelockt werden;
– angebellt werden: Unannehmlichkeiten;

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– bellen hören: mahnt, wachsam zu sein, Streit mit Nachbarn oder Verleumdung kündigen sich an;
auch: kann unerfreulichen Neuigkeiten vorauseilen; höchstwahrscheinlich stehen Schwierigkeiten bevor;
– heulen hören: schwere Krankheit; bedeutet Gefahr;
– einsame Jaulen eines Hundes: kann den Tod oder die lange Trennung von Freunden mitteilen;
– jagen sehen: du wirst durch Fleiß etwas erreichen;
– auf der Jagd nach größeren Beutetieren: man wird alles mit ungewohnter Forschheit angehen;
– Jagdhunde auf der Jagd: deuten auf kommende Freuden und Veränderungen zum Guten hin;
– Träumt eine Frau von Jagdhunden, wird sie sich in einen Mann unter ihrem Stand verlieben. Folgen
ihr viele Jagdhunde, wird sie zahlreiche Verehrer haben, aber vergebens auf die wahre Liebe hoffen.
– toll (Tollwut): du wirst in Sorgen kommen;
– tollen sehen: bedeutet unbegründete Furcht vor etwas;
– knurrende und kämpfende Hunde: deuten Erniedrigung durch Feinde an;
– mehrere miteinander raufen oder sich beißen sehen: bringt Familienstreit wegen einer Erbschaft;
– zusammenhetzen: du wirst eine schwere Kränkung erfahren;
– aufzäumen: du wirst Feinde bekommen;
– anbinden: man will dich bestehlen;
– Hundehütte: man wird selbst auf den Hund kommen;
– alleine reisen und ein Hund folgt einem: man darf auf treue und ergebene Freunde zählen;
– eine Hundeausstellung besuchen: man darf auf vielerlei kleine Glücksfälle hoffen;
– Hunde und Katzen scheinbar friedlich nebeneinander liegen und dann plötzlich aufeinander losgehen
sehen: es steht ein Fiasko in Liebes- und Geschäftsangelegenheiten bevor – sofern Sie die beiden nicht trennen können;
– tötet ein Hund eine Katze: es winken erfolgsversprechende Geschäfte und ein unerhoffter Glücksfall;
– eine Schlange umbringend: gilt als gutes Omen;
– Hunde schwimmen sehen: man brauch nur die Hand nach dem Glück auszustrecken;
– Welpen sehen: man wird unschuldig vom Pech verfolgte Menschen helfen und dafür Dankbarkeit ernten;
sind die Welpen munter: starke Freundschaftsbande und wachsender Reichtum;
– mickrige Welpen: es drohen Einbußen;
– fremden Grund und Boden betreten und von einer Bulldogge angegriffen werden: es besteht die Gefahr,
daß man sie Gesetze des Landes oder die eigenen Grenzen überschreitet; kommt eine freundliche Dogge
einem entgegen: trotz aufwieglerischer Kritik der Gegner steht ein Aufstieg bevor;
– Träumt eine Frau von einer Dogge, ist das ein Zeichen, daß ihr Liebhaber treu ist.
– Windhunde: verheißen in der Regel Gutes;
– Folgt ein Windhund einem Mädchen, darf man auf eine völlig unerwartete Erbschaft hoffen.
– einen Windhund besitzen: es helfen einem Freunde, obwohl man Feinde erwartet hatte.
(ind. ) : – du kannst nicht über deine Freunde klagen;
– anbinden: du mußt dich vor Dieben in acht nehmen;
– bellen hören: man will dich verleumden;
– hetzen: du wirst in Gefahr kommen;
– mit ihm spielen: deine Feinde werden sich endlich von dir abwenden;
– raufen sehen: achte auf deine Familie.
(Siehe auch „Bellen“, „Haustier“, „Tiere“, „Welpen“)
Hundefänger
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast mit rohen Menschen zu tun.
(Siehe auch „Abdecker“)
Hundehütte / Hundezwinger
Allgemein:
Hundehütte symbolisiert jenen psychischen, meist unbewußten Bereich, aus dem Triebe, Instinkte und Gefühle stammen. Die genaue
Bedeutung ergibt sich daraus, wie die Hundehütte beschaffen ist und was dort im Traum geschieht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst deine Ansprüche einschränken müssen.
(europ.) : – man wird in das Haus eines guten Bekannten eingeladen; Gehe nicht alleine und vermeide Streit!
(Siehe auch „Hund“)
Hundekarren
Volkstümlich:
(europ.) : – falsche Hausfreunde.
Hüne
Psychologisch:
Man hat Angst vor einer „unbekannten Größe“ oder vor einer Situation, die man nur aus Gesprächen kennt – und won der man annimmt, daß
man sich überfordert fühlen wird.
(Siehe auch „Groß“, „Riese“)
Hunger
Allgemein:
Wird der Träumende in seinem Traum von einem Hungergefühl gequält, ist der Schluß naheliegend, daß seine körperlichen, emotionalen
oder geistigen Bedürfnisse nicht richtig befriedigt werden. Hunger wird traditionell als günstiges Anzeichen für die Sicherung der
materiellen Existenz und Vermehrung des Wohlstands verstanden; dabei kann zum Ausdruck kommen, daß man sich um diese Dinge
unnötige Sorgen macht. Vielleicht steht aber auch der „geistige Hunger“ nach mehr Wissen, Erkenntnis und Selbsteinsicht oder der
„seelische Hunger“ nach Gefühlen und Geborgenheit dahinter. Manchmal handelt es sich um einen belanglosen körperbedingten Traum,
wenn man tatsächlich Hunger hat; das ist oft bei Durchführung einer Diät der Fall.

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Psychologisch:
Vielfach in Angsträumen vorhanden, wobei die Seele uns vor psychischen Schäden warnen möchte. Wie der Hunger in Wirklichkeit ein
Anzeichen für einen Mangel an Nahrung ist, stellt er im Traum seelische und geistige Bedürfnisse dar, das Verlangen nach geistiger
Speisung, nach Lebensenergie. Ißt der Träumende übermäßig viel, so ist dies als Warnung vor Maßlosigkeit zu verstehen. Für die genaue
Deutung des Traums muß auf die Art der Speisen und die Einstellung des Träumenden zu ihnen geachtet werden. Jeder Mensch hat
Grundwünsche, die befriedigt werden müssen. Wenn der Träumende fehlende Befriedigung im Wachzustand vielleicht nicht bemerkt, kann
sie in der Traumsymbolik zu Hunger werden.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht Hunger für die Suche nach spiritueller Befriedigung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: durch deine Mäßigkeit wirst du zu Ersparnissen gelangen.
(europ.) : – bedeutet Glück; man lebt in Fülle und hat Angst vor Entbehrungen;
– verspüren: sagt im voraus, daß man Sehnsucht nach etwas haben wird; man wird seinen Besitz vergrößern;
auch: man findet keine Ruhe und Zufriedenheit in der Familie; für Liebende bedeutet dies eine unglückliche Ehe.
(ind. ) : – haben: du wirst über einen plötzlichen Gewinn sehr erfreut sein; Vergrößerung deines Besitzes.
(Siehe auch „Durst“, „Kauen“, „Koch“, „Mahlzeit“, „Nahrungsmittel“)
Hungersnot
Volkstümlich:
(arab. ) : – du machst dir unnötige Sorgen.
(europ.) : – Traum des Gegenteils; Erfolge, Gesundheit, Glück;
– die Feinde hungern sehen: man wird sich erfolgreich durchsetzen.
Hüpfen
Allgemein:
Hüpfen hängt mit Kindlichkeit, Unbeschwertheit und Spiel zusammen. Mit dieser Traumsituation meldet sich Ihr inneres Kind zu Wort.
Geben Sie ihm genug Lebensraum? – Auch: Suche nach Lösungen; gelegentlich ist hier „der Boden zu heiß unter den Füßen“.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Hindernis überspringen: die Pläne werden erfolgreich sein; für Liebende bedeutet es
Meinungsverschiedenheiten oder mögliche Rivalen, sofern das Hindernis ernsthafter Natur ist;
– Hüpft eine junge Frau über ein Hindernis, dann wird sie gegen Widerstände ihren Willen durchsetzen.
Hürden
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Ungerechtigkeiten und falsche Beschuldigungen erleiden; man muß sich von falschem Verdacht
befreien; auch: eine alte Bekanntschaft wird von sich hören lassen.
Hure
Volkstümlich:
(europ.) : – Traumüberwindung der Monogamie, mitunter auch sexueller Wunschtraum; verkündet eine Verlobung;
– mit einer Umgang pflegen: Unehre; ruchlose Sinnesfreuden und Probleme mit der Umwelt; Einbruch in den Geschäften;
Geldverlust;
– eine heiraten: das Leben ist durch einen Gegner in Gefahr.
(Siehe „Dirne“, „Hetäre“, „Prostituierte“)
Hurrikan
(Wirbelsturm)
Psychologisch:
Wer gegen seine Natur, seine Seele gelebt hat, der erfährt durch einen Wetterumsturz, wie schädlich sein Verhalten war.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein sehr ungünstiger Traum, sowohl geschäftlich, als auch für das häusliche Leben;
man sollte mit seinen Handlungen sehr vorsichtig sein.
(Siehe auch „Sturm“, „Wind“)
Husar
(Berittener ungarischer Soldat; seit dem 15 Jh.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst gern gesehen werden.
(europ.) : – verspricht lustige Tage; man wird viel Glück in der Liebe haben.
(ind. ) : – viel Glück in der Liebe.
Husky (Siehe „Hund“)
Husten
Allgemein:
Husten kann die Abwehr von äußeren Ansprüchen symbolisieren, gegen die man sich nicht offen zu protestieren traut, weil man zu unsicher
ist; das muß geändert werden: Zuweilen warnt der Husten auch davor, eigene Geheimnisse zu offenbaren.
Psychologisch:
Das Husten im Traum kann am besten mit der Redewendung „dem werde ich was husten“ übersetzt werden. Oft spielt hier auch tatsächliches
Husten, in den Traum, von dem man aber meist sofort geweckt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: du wirst ohne deine Veranlassung gereizt werden.
(europ.) : – Verlegenheiten, in die man leicht geraten wird; zeigt eine Unsicherheit und Sorge vor dem Ungewissen an;
sei auf der Hut vor Schmeichlern;
– haben: man wird eine ablehnende Antwort erhalten;

711
– unter ständigem Husten leiden: deutet auf eine schwache Gesundheit hin; man kann aber das Problem überwinden,
wenn man vernünftig lebt;
– andere husten hören: man gerät in unangenehme Kreise, aus denen man sich schließlich befreien kann.
(ind. ) : – haben: du sollst deine Geheimnisse nicht verraten.
Hut
Assoziation: – Meinungen; Gedanken.
Fragestellung: – Welche Gedanken oder Einstellungen bringe ich ans Licht?
Allgemein:
Den Hut hat die Psychoanalyse in üblicher Einsichtigkeit als Sexualsymbol deklariert; sie hat vor allem den Hut des Mannes bald in eine
annehmbare, bald in höchst gesuchte Beziehung zum männlichen Organ, zu Potenz und Impotenz und zu bestimmten Mitteln gebracht,
welche die Empfängnis verhindern sollen. Dennoch darf dem Huttraum nur dann diese sexuelle Bedeutung geben, wenn Kontext und
Amplifikation auf diesen Erlebnisbezirk hinweisen. Viel wichtiger aber ist die Tatsache, daß der Hut den Kopf schützt, ihn umfaßt, daß er
und mit ihm die Mütze sozial auszeichnend sein kann (Offiziersmütze, Helm, Doktorhut, Berufsmütze). Bei Mann und Frau verhält sich der
Kopf mit seinen Ideen im Traume, nach der Art des ihn umschließenden Hutes. Jener überernste Mann, der im Traum ein Clown- Hüttchen
tragen mußte – er wollte es auf die Karikatur in einem Witzblatt zurückführen -, ging nach diesen Traume an eine wirklich ernsthafte
Änderung einer nur von ihm bisher nicht gesehenen lächerlichen Haltung. Besonders häufig muß ein Mensch darauf aufmerksam gemacht
werden, daß er eigentlich ein Wanderer des Lebens ist, indem er etwa zu seinem Erstaunen einen Pilgerhut trägt. Wenn eine Dame von
betont kühler Art zu ihrem Ärger im Traume unter einer Riesenscheibe von Hut geht, auf der ein ganzer wilder Blumengarten in
leidenschaftlicher Farbe wuchert, dann weiß man, welch ein von Gefühlssehnsüchten und Triebphantasien erfülltes Wesen, dessen forcierte
Kühle nur Sicherung ist, dieses wilde Unding trägt. Ein Mann hatte auf Befehl eines mächtigen Unbekannten für ein Jahr seine
Offiziersmütze stets zu tragen. Offenbar hatte er eben die mit dem Offiziersein ideell verbundene Haltung besonders nötig. Nach seiner
Erzählung war der zeitweilige militärische Dienst für ihn moralisch immer die beste Zeit gewesen – was bekanntlich nicht für jeden
Angehörigen der Armee zutrifft. Nun sollte diese Haltung zur Dauereinstellung einspielen. Beigefügt sei, daß man nicht unter, aber in der
Hut eines anderen stehen kann, was sich ebenfalls durch das Hutgleichnis darstellt. Die Redewendung „unter die Haube kommen“ ist hie und
da durch ein fast humoristisches Bild ausgedrückt; denn es fehlt der Seele nicht an einem liebenswürdigen Humor.
Psychologisch:
Laut Freud ist der Hut immer ein sexuelles Symbol; doch heute eher ein Zeichen altmodischer Autorität, obwohl Mann, der im Traum seinen
Hut vor jemandem zieht, damit immer noch bewußt Ehrerbietung bezeugt. In Verbindung mit anderen Symbolen umschreiben Hüte die
gebündelten Ideen, die uns durch den Kopf schießen, oder die Redensart „man ist in guter Hut“. Hut kann auch eigene Absichten,
Erwartungen und Meinungen verkörpern, die man vor anderen verbirgt, weil man sich ihrer vielleicht schämt; dann sollte man lernen, sich
mutiger offen dazu zu bekennen. Wenn ein Hut vom Wind fortgeweht wird, muß man wohl damit rechnen, daß sich Hoffnungen und Pläne
zerschlagen. Ein besonders schöner, auffälliger, vielleicht noch mit Federn geschmückter Männerhut ermahnt, nicht zu eitel und
selbstgefällig zu sein. Die meisten Psychoanalytiker halten den Hut jedoch für ein reines Sexualsymbol, das zum männlichen Organ, zu
Potenz und Impotenz oder zu bestimmten Mitteln in Beziehung gebracht wird, die eine Empfängnis verhindern sollen, vor allem, wenn sie
eng sitzen. Ein besonders schicker und großer Damenhut weise auf Gefühlssehnsüchte und triebhafte Phantasien hin, die im Alltagsleben
unterdrückt würden. Männer können bekanntlich sehr an einem Hut hängen. Deshalb muß der Traum von einem Hut eine tiefgründige
Bedeutung haben, etwa wenn sein alter Hut weggeworfen wurde. War dies nicht der Fall, so hat der Hut im Traum eine sexuelle Bedeutung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen neuen und schönen sehen, kaufen oder tragen: vorteilhafte Verhältnisse in Aussicht haben;
auch: Geldausgaben stehen ins Haus;
– schlechter, beschmutzter: in ärmliche Lage und Umstände geraten;
– abnehmen: man darf auf ein Geldsegen hoffen;
– vom Wind weggeweht: man wird einen möglichen Gewinn verpassen;
– Strohhut: man wird wenig Glück in Liebesdingen haben.
(europ.) : – meist Tarnung dessen, was man wirklich im Kopf hat, vor allem, wenn man meint, die Einzelheiten gingen der Welt nichts an;
– anfertigen: es wird etwas Außergewöhnliches von einem verlangt werden;
– sich einen neuen kaufen: Glück und Erfolg;
– schönen, neuen sehen: Ehre, Ansehen, Glück und Vorteile; man wird gute Entschlüsse fassen;
– alter, schlechter: Unglück, Unannehmlichkeiten, Geldverluste, Entbehrungen;
– aufputzen: du wirst durch andere Schaden erleiden;
– aufsetzen: bevorstehende Reise; man wird gereizt werden;
– einen neuen tragen als Mann: man will jemanden gefallen; auch: kündigt eine Orts- und
Berufsveränderung an, die sich vorteilhaft auswirken wird;
– einen sehr auffälligen tragen: man hat sich durch sein Benehmen sehr lächerlich gemacht;
– Einer Frau, die einen schönen neuen Hut trägt, wird das Erreichen von Wohlstand prophezeit;
auch: wird sie das Objekt großer Bewunderung sein;
– Eine Frau, die im Traum eine Feder an ihren Hut steckt, wird viele Eroberungen wagen.
Ihr Erfolg hängt von ihrem Charme ab.
– verlieren: Verdruß außer Hause; schlechte Geschäfte und Fehler von Menschen, die wichtige
Angelegenheiten für einen verwalten; auch: Warnung vor falschen Freunden;
– vom Winde entführt: dir entgeht ein Gewinn; Nachteile in Geschäften;
– sehen wie eine Frau ihren verliert: man wird seine Freiheit verlieren;
– aufheben: Freude, Vergnügen;
– vertauschen: Unachtsamkeit;
– auf eines anderen Kopf: du wirst anmaßend;
– Hüte, viele: du wirst viel Verkehr haben;
– einen auf dem Wasser schwimmen sehen: man wird von dem Selbstmord eines Bekannten hören;
– einen Strohhut tragen: man wird in der Liebe betrogen;
– einen mit Federn tragen: bedeutet Ehre; auch: man ist zu eitel und geltungssüchtig;
– einen in der Hand halten: man kommt gut durchs Dasein.
(ind. ) : – aufsetzen: du wirst eine Reise antreten müssen;
– schönen tragen: sei nicht zu eitel;
– alten haben: du wirst mit hohen Personen verkehren und dadurch Gewinn haben;
– vom Wind fortgetragen werden: dein Vorhaben wird fehlschlagen.
(Siehe auch „Helm“, „Kopf“, „Sonnenhut“)

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Hutfeder
Volkstümlich:
(europ.) : – du bist launenhaft.
Hutmacher
Volkstümlich:
(europ.) : – du gibst dir vergebliche Mühe.
Hutnadel
Volkstümlich:
(europ.) : – Zank und Ärger.
Hutschachtel
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst Scherereien haben;
– eine öffnen: bedeutet fröhliche Begebenheiten, sofern sie nicht leer ist;
– eine leere öffnen: bedeutet Enttäuschung, wegen einer Festlichkeit, zu der man nicht eingeladen wurde.
Hütte
Assoziation: – Grund- oder Urbedürfnisse; Rückzug; Bescheidenheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mich zu bescheiden?
Allgemein:
Hütte (Kate) weist darauf hin, daß man nicht unbescheiden sein darf, sondern sich mit dem Erreichten zufrieden geben sollte. Auch die
Ermahnung zu mehr Geduld kann dahinter stehen. Wohnt man in einer armseligen Hütte, muß man vermutlich lange warten, bis sich die
Lebenssituation günstig verändert.
Psychologisch:
Im positiven Sinn: „Platz ist auch in der kleinsten Hütte“ – in diesem Sinne ein Symbol für Geborgenheit unter bescheidenen Umständen –
und für einen „sicheren Ort“ in einer bedrohlichen Situation, ein Sinnbild für Zuflucht auf (beschränkte) Zeit. Im negativen Sinn: Das kleine
Haus (übersetzt: unser Körper), in dessen Enge die Seele Schaden nehmen kann, wobei das Unbewußte den Hinweis geben mag, mehr aus
sich herauszugehen, nicht immer nur kleine Brötchen zu backen, sondern selbst etwas zu tun, damit man aus der augenblicklichen Enge
herauskommt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sich darin befinden: du mußt deine Leiden geduldig ertragen;
– darin Schutz suchen: auf Leid folgt Freude.
(europ.) : – Ausdruck dafür, sich mit dem zu bescheiden, was das Schicksal gab; Mahnung zur Zufriedenheit;
– sehen: bedeutet Geduld im Leid; mäßiger Erfolg;
– eine auf einer grünen Wiese sehen: bedeutet Wohlstand bei unbeständigem Glück;
– in eine einkehren: man wird Schutz suchen vor den harten Anforderungen des Lebens;
– sich in einer aufhalten: bedeutet schwere Arbeit;
– in einer elenden wohnen: man wird in eine schöne neue Wohnung einziehen;
– darin schlafen: kündigt schlechte Gesundheit und Unzufriedenheit an.
(ind. ) : – sehen: bescheidenes Leben, schwere Arbeit;
– brennen sehen: Unfall in der Familie;
– darin Schutz suchen: nach langen Hoffnungen kommt auch das Glück zu dir;
– darin wohnen müssen: lang wird der Weg zu deinem Glück noch sein.
(Siehe auch „Haus“)
Hyäne
Artemidoros:
Die Hyäne bedeutet ein Mannweib, eine Zauberin oder einen bösartigen Menschen, der sich widernatürlichen Trieben hingibt. (Die
Auslegung beruht auf die Zwitternatur dieses Tieres und das es nicht geschlechtlich gezeugt sei. Antiker Volksglaube schrieb der Hyäne
einen regelmäßig wiederkehrenden Geschlechtswechsel zu.) Sie steht für träge Subjekte und Nichtstuer, vielfach stellt sie auch Giftmischer
dar.
Allgemein:
Es kann vorkommen das die Hyäne im Traum auf Aggressivität und Triebhaftigkeit hinweist. Im allgemeinen hat sie aber die gleiche
Bedeutung wie der Geier. Das Traumbild der Hyäne symbolisiert also Rücksichtslosigkeit, Besitzgier, Skrupellosigkeit und Egoismus.
Psychologisch:
Das Raubtier ist Symbolgestalt für ungehemmte Gier, Skrupellosigkeit und überfallsartige Aggression. Auch: für „emotionale
Verfressenheit“. Man kann von Zuwendung, körperlicher Nähe und Sex nicht genug bekommen.
Spirituell:
Die Hyäne ist das Sinnbild des Geizes.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Hyäne bedeutet eine bösartige Hurenwirtin und Hexe, auch eine Zauberin.
– Träumt einer, er reite auf einer Hyäne, wird er sich mit solch einem Weib einlassen.
– Zielt er auf die Hyäne mit einem Pfeil oder Stein, wird es mit dem Weib Streit und Zank geben.
– Ringt jemand im Kampf mit einer Hyäne diese zu Boden, wird er sich ein solches Weib mit Gewalt gefügig machen.
– Ißt einer Hyänenfleisch, wird er von solch einem Frauenzimmer entsprechend dem Verzehr für eine gewisse Zeit
verzaubert werden.
– Hyänenmilch zu trinken bedeutet Verlust seines Geldes und bittere Armut.
(europ.) : – verkündet einen Streit mit einem alten Weib, den man selbst hervorgerufen hat;
– eine sehen: Warnung vor einem Raubüberfall; auch: bevorstehende Enttäuschungen und Mißerfolge, sowie mangelnde
Kooperationsbereitschaft Ihrer Mitarbeiter; für ein Liebespaar: häufige Streitereien sind abzusehen;
– viele Hyänen sehen: bedeutet eine Katastrophe im Lande;
– von einer bedroht werden: man wird in eine verzweifelte Lage geraten;
– von einer angegriffen werden: man kommt in Kontakt mit Wichtigtuern;
– eine töten: man wird sich aus einer Gefahr retten.

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(Siehe auch „Aas“, „Geier“, „Tiere“)
Hyazinthen
(Blumen)
Allgemein:
Hyazinthe bringt meist den Wunsch nach Ehe und Familie zum Ausdruck. Nach alten Traumbüchern kann die verwelkte Blume vor einer
Enttäuschung durch einen nahestehenden Menschen warnen, den man vertraute.
Psychologisch:
Die berauschend duftende Frühlingsblume gilt als Symbol für besondere Lebensfreude und anspruchsvollen Genuß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in voller Blüte sehen oder den Duft verspüren: deuten auf eine glückliche Zukunft;
es werden einem ehrliche und herzliche Gefühle entgegengebracht.
(europ.) : – Ausdruck des fortzeugenden Lebens; Erwartung eines reichen Liebes- und Ehelebens; versprechen Gutes,
Erfüllung längst gehegter Wünsche;
– sehen: läßt Geschenke erwarten; man ist bei den Mitmenschen allgemein beliebt;
– pflücken: es steht eine schmerzhafte Trennung von einem Freund bevor, was jedoch letztendlich gut für einem ist;
– geschenkt erhalten: zeigt innige Liebe an;
– welke sehen: die Erwartungen an einem Menschen werden enttäuscht.
(ind. ) : – Blumen haben: deine Zukunft wird heiter und sorglos sein;
– Edelstein: du wirst ein Geschenk erhalten.
(Siehe auch „Blumen“, „Edelsteine“)
Hydrant
Allgemein.
Hydrant macht auf eine Gefahr aufmerksam, verspricht aber zugleich, daß man sie gut überstehen wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – (Wasserleitung für die Feuerwehr): du wirst einer Gefahr entgehen.
(ind. ) : – du wirst aus einer Gefahr gerettet.
Hydrophobie
(Wasserscheu)
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: Diebstahl und Verluste; bewachen Sie Ihre Schätze.
Hygiene
Allgemein:
Die geistige Sauberkeit. Meist ist unsere innere Reinigung angesprochen. Manchmal mahnt die Seele auch, daß man zu penibel und
moralisch denkt.
Psychologisch:
Bemühte man sich im Traum um Hygiene und Sauberkeit von Kopf bis zum Zeh? Was bewirkte, daß man sich schmutzig fühlte? Der Traum
könnte etwas über die Einstellung zur Sexualität aussagen, oder über eine unangenehme Erfahrung, die man aus dem Gedächtnis löschen
möchte. Er könnte aber auch die eigene körperliche Verfassung beschreiben. Haben sich im Körper Giftstoffe angesammelt, oder leidet man
an Verstopfung? Fühlt man sich geistig irgendwie unrein? Möchte man im Leben großes Reinemachen veranstalten?
Hymne
Allgemein.
Hymne wird im Sinn von Gedicht verstanden.
Psychologisch:
Sie steht für Vaterlandsliebe und Patriotismus. Das Innere will sich mit dem Lobgesang erfreuen. Sie ist auch Ausdruck von Gläubigkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Lobgesänge) singen und hören: Schwierigkeiten in allen Unternehmungen.
(europ.) : – singen, mit schöner klarer Stimme: bedeutet Glück; Zufriedenheit zu Hause;
– will man singen und kann nicht: zeigt Kummer an.
(ind. ) : – singen hören: eine Sache wird dir mißlingen.
(Siehe auch „Gedicht“)
Hypnose
Allgemein.
Hypnose warnt meist vor der Beeinflussung durch andere, kann aber auch anzeigen, daß man selbst einen starken Einfluß ausübt; in beiden
Fällen muß man sich vor Mißbrauch hüten. Zum Teil kommt dem Symbol Unsicherheit und fehlendes Verantwortungsbewußtsein für das
eigene Leben zum Vorschein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hypnotisieren sehen: du wirst ein weiterfahrender Mensch werden;
– werden: du wirst durch fremdes Beispiel Lebensklugheit erlangen;
(europ.) : – man weiß nicht recht, was man tut oder tun will – oder man will es nicht wissen und flüchtet sich in die entlastende Hypnose;
– jemanden hypnotisieren: man wird einen großen Einfluß auf einen Menschen ausüben;
– andere verzaubern: bei der Beherrschung der Umgebung Willenskraft besitzen;
– selbst hypnotisiert werden: man wird durch einen fremden Menschen einen großen geschäftlichen Verlust erleiden;
man steht unter dem Einfluß eines anderen Menschen, deshalb ist Vorsicht angesagt;
– sich in Hypnose befinden: man weiß nicht, was man tut;
– hypnotisiert sein und unter fremden Einfluß stehen: deutet ein Desaster an; Feinde schlagen einem in ihren Bann;
– Sieht eine junge Frau, daß sie sich unter seltsamen Einflüssen befindet, bedeutet das eine plötzliche Gefahr.
– Hypnosevorstellungen sehen: es drohen Sorgen und Schwierigkeiten im geschäftlichen und häuslichen Umfeld sowie
ungesunde Bedingungen;
– erleben, wie ein Hypnotiseur andere hypnotisiert und sich dann einem zuwendet, jedoch scheitert: verheißt bevorstehenden Ärger,
den Ihre Freunde nicht abwehren können; man selbst ist aber im Stande, den eigenen Ärger erfolgreich abzuwenden.

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Hypothek
Volkstümlich:
(europ.) : – aufnehmen: bedeutet unsicheren Verdienst;
– Geld auf eine geben: ein Mißverständnis wird sich aufklären;
– gegen andere halten: man wird über genügend Mittel verfügen, um den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen;
– lesen oder überprüfen: prophezeit großartige Möglichkeiten in der Liebe oder einen Gewinn;
– einen Hypothekenbrief verlieren: es kündigen sich Verlust und Sorgen an.
Hysterisch
Allgemein:
Hysterie kann auf starke Gefühle oder Ängste hinweisen, die zu unvernünftigen Verhalten führen; man muß dann lernen, die Emotionen
wieder mehr unter Kontrolle zu bringen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: zeigt Einbildung und schlechte Angewohnheiten an; bleibe fest und lasse Dich nicht von anderen beherrschen,
wenn Du erfolgreich sein willst.

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