Traumdeutung Buchstabe I

Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets
Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets

I
Allgemein:
„I“ als Buchstabe kann gesprochen, geschrieben oder plastisch im Traum für das Bedürfnis nach mehr Geborgenheit auftauchen.

Ibis
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Reiervogel): du wirst Hilfe erhalten.
(Siehe auch „Vögel“)
Ideal
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Ideal sehen: du wirst eine Ehrenstelle erhalten.
(Siehe auch „Idol“)
Ichneumon
(Eine marderähnliche Schleichkatze, die in Ägypten beheimatet, aber Griechen und Römern gut bekannt war.)
Artemidoros:
Der Ichneumon und der Marder bedeuten, weil sie wild und schwer zu zähmen sind, abgefeimte und verschlagene Menschen, die dem
Träumenden nie wohlgesinnt sein können, und zwar bezeichnet der Ichneumon Männer, der Marder Frauen.
(Siehe auch „Marder“)
Idealfigur
Psychologisch:
Ein typischer Frauentraum unserer Zeit, aber kein harmloser: Man sieht sich selbst, vor dem Spiegel stehend, abnehmen und abnehmen… und
bis auf die ersehnten Mindestmaße des Models „schrumpfen“ – und je dünner man wird, desto glücklicher fühlt man sich dabei. Wer das
häufiger träumt, hat ein Problem und leidet psychisch ernsthaft unter der Zwangsvorstellung, wie eine der dürren Beauties aussehen zu
müssen, um Anerkennung und Liebe zu bekommen. Hier geht es um keine symbolische Bedeutung – es ist ein ernstzunehmendes Signal der
Psyche bei beginnender Magersucht und Bulimie oder ähnlichen „schlankheitsfördernden“ Suchtproblemen. Wer solche Träume kennt,
braucht therapeutische Hilfe.
(Siehe auch „Dickigkeit“, „Körper“)
Identitätsausweis
Psychologisch:
Wer ihn im Traum verloren hat und überall vergeblich danach sucht, hat Angst, seine Identität zu verlieren. Ein häufiger Frauentraum, wenn
vom Partner/Ehemann die totale Anpassung bis hin zur Selbstaufgabe verlangt wird – wenn sie nur mehr sagen, tun, anziehen und sehen darf,
was er ihr vorgibt, und das dann auch noch kontrolliert.
(Siehe auch „Paß“)
Idiot
Allgemein:
Idiot bedeutet oft, daß man unvernünftig handelt und deshalb Gefahr läuft, Mißerfolge und Verluste zu erleiden. Dann muß man aus den
Lebensumständen erkennen, worauf sich das konkret bezieht.
Psychologisch:
Ein Ausgrenzungssymbol, der „Idiot“ ist anders als die anderen, sie verstehen ihn nicht – er versteht sie nicht. Außerdem: Symbol für den
(verdrängten) Wunsch nach einem kindlich- sorglosen, einfachen Leben, in dem andere die Verantwortung tragen und man sich treiben
lassen kann. Ein Traumsignal, wenn jemand geistig/beruflich völlig überfordert ist und „einfach nicht mehr kann“.
Volkstümlich:
(europ.) : – unerwartete Glücksfälle erwarten einem.
Idol
Allgemein:
Idol symbolisiert überhöhte Erwartungen und materialistische Einstellungen, die zu falschen Lebenszielen führen; diese muß man
korrigieren. Mitunter kann auch das Bedürfnis nach einem Vorbild oder Ratgeber dahinter stehen.
Psychologisch:
Wer Träume von „seinem Star“ (Popstar, Sportler, Politiker usw.) in den Schlaf mitnimmt und in gesteigerter (meist erotischer) Variante
weiterspinnt, kann zwar „nur ein Fan“ sein, ist aber häufig auf diese Idolgestalt dermaßen fixiert, daß er zu keiner realen Beziehung fähig ist.
Jeder mögliche Partner im „wirklichen Leben“ hat nur über kurze Zeit eine Chance, wenn er dem Idol (zumindest äußerlich) so ähnlich wie
nur möglich ist – oder sich so darstellt. Wenn man als Erwachsener oft solche idolfixierten Träume hat und lebbare Beziehungen meidet,
deutet es auf einen neurotischen Realitätsverlust hin. Man braucht therapeutische Hilfe, wenn man nicht allein bleiben und Jahre seines
Lebens an einen irrealen Traum verlieren will.
Volkstümlich:
(europ.) : – trifft eine junge Frau ihr Idol, kommt eine Zeit der Zufriedenheit;
– begegnet ein Junggeselle seiner Idealfrau, gibt es eine positive Wende in seinen geschäftlichen Angelegenheiten.
(Siehe auch „Ideal“)
Idylle
Psychologisch:
Als Traumsymbol ein Hinweis, daß man zumindest urlaubsreif (wenn nicht total erschöpft) ist – man könnte „ein idyllisches Leben“ gut
gebrauchen, wenigstens einige Tage lang.

716
Igel
Allgemein:
Igel steht manchmal für ein zufriedenes, wenn auch recht bescheidenes Leben und kann gleichzeitig vor Neid und Mißgunst anderer warnen.
Vielleicht deutet es aber auch darauf hin, daß man sich zu stark zurückgezogen (eingeigelt) hat und mehr aus sich herausgehen und
Gesellschaft suchen sollte.
Psychologisch:
Der Igel ist im Traum kein Symbol für Aggressivität. Seine Stacheln verletzen nur den, der ihm zu nahe kommt. Der Igel ist daher als
Traumbild für die Empfindsamkeit des Träumenden zu deuten. Das Unbewußte setzt die Stacheln gleich mit der Abwehrbereitschaft, sprich:
der Träumer solle im Wachleben ruhig einmal seine Stacheln gegenüber Menschen zeigen, die ihm nicht wohlwollen. Wenn sich der
Traumigel einrollt, ist das sicher ein Zeichen, daß wir im bewußten Leben endlich unsere Ruhe haben wollen.
Spirituell:
Der Igel ist als Sinnbild für Geiz und Gaumenlust, ist aber durch seine Stacheln auch ein Symbol des Zorns.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: man ist von Neidern umgeben und sollte sich vor ihnen in acht nehmen;
– laufen oder aufgerollt sehen: dein unnahbares Wesen bringt dir manche Verfolgung ein;
– von einem gestochen werden: man wird sich auf recht unangenehme Überraschungen gefaßt machen.
(europ.) : – man ist so einfältig, daß man die Stacheln nicht sieht und zu Schaden kommen kann, wenn man nicht vorsichtig ist;
unsere Gutmütigkeit mißbraucht wird; du hast Grund zur Eifersucht; ferner schlaflose Nächte, die durch Kummer
und Sorgen hervorgerufen werden;
– sehen: man hat einen bösen Neider; Ihre Freundlichkeit wird ausgenutzt werden;
– einen töten: bedeutet Befreiung von allen Widerwärtigkeiten oder einem Feind;
– sich an einem stechen: man wird verleumdet werden;
– einen eine Maus fangen sehen: man wird von habsüchtigen Menschen mißbraucht werden.
(ind. ) : – sehen: du kannst zufrieden sein mit deinem Leben.
(Siehe auch „Dorn“, „Tiere“)
Iglu
Allgemein:
Ein Iglu kann eine kalte äußere Hülle darstellen, die ein sehr warmes Inneres enthält oder aber die Kälte der Konstruktion. Das Traumsymbol
veranschaulicht, daß der Träumende gleichgültig ist und daher sein Zuhause lieblos gestaltet, obgleich es Wärme in ihm gibt.
Psychologisch:
Ein Iglu symbolisiert das Weibliche und den Mutterschoß. Manchmal steht es für Frigidität (Gefühlskälte, Herzlosigkeit), aber in der Regel
stellt es die Fähigkeit einer Frau dar, sich zu entspannen und sie selbst zu sein, nachdem ihre Barrieren erst einmal überwunden sind.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene versinnbildlicht das Iglu im Traum das weibliche, beschützende und nährende Prinzip.
(Siehe auch „Gebäude“)
Ignoranz
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst ignorant sein: Traum des Gegenteils; Erfolg wird die Anstrengungen krönen.
Ikone
Allgemein:
Wenn ein Traum von einer Ikone handelt, verweist dies in der Regel auf die tiefe Verbundenheit des Träumenden mit alten Ideen und
Prinzipien. Eine Ikone symbolisiert den Mikrokosmos im Makrokosmos, daß heißt, die kleine Welt spiegelt die größere Welt. Sie befriedigt
das Bedürfnis des Menschen, etwas Unfaßliches in einer Form zu fassen.
Psychologisch:
Normalerweise ist die Ikone das Symbol eines Glaubenssystems. Im Traum ist sie zwar dem Anschein nach ein religiöses Gemälde, aber in
Wirklichkeit stellt sie die Familie des Träumenden dar. Sie verdeutlicht das Idealbild, welches sich der Träumende von seiner Familie macht.
Spirituell:
Eine Ikone ist ein kleines spirituelles Gemälde und symbolisiert das größere Ganze.
(Siehe auch „Religiöse Bilder“)
Illumination
(Außen-Festbeleuchtung, Ausmalung von Stichen und Drucken, auch Erleuchtung.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: glückliche Tage werden dich erfreuen.
(europ.) : – verheißt Fröhlichkeit, viel Freude und lustige Gesellschaft; großes Glück;
– selbst illuminieren: bedeutet, daß man ein frohes und gesundes Alter erreichen wird.
(ind. ) : – frohe Stunden warten deiner.
Illusion
Allgemein:
Illusion (oft als Sinnestäuschung) versinnbildlicht falsche, häufig überhöhte Erwartungen, Hoffnungen, Einstellungen und Vorstellungen, die
zu Enttäuschungen führen, wenn man sie nicht rechtzeitig korrigiert.
Illustrierte
Assoziation: – Anregung; Konsum.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bleiben meine Wünsche unerfüllt?
Iltis
Allgemein:
Iltis wird meist als Warnung vor Täuschungsabsichten anderer verstanden, kann aber auch auf eigene Habgier hinweisen. Die altindische
Traumdeutung sieht darin die Beschwichtigung, daß andere einem nichts anhaben können, weil man ein gutes Gewissen und sich nichts
vorzuwerfen hat.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – treffen: sei heimtückischen Menschen gegenüber vorsichtig; du bist von Hinterlist und Verrat umgeben.
(europ.) : – warnt vor Dieben, Betrug und Raub;
– davon gebissen werden: zeigt einen Unfall bzw. Krankheit an.
(ind. ) : – man kann dir nichts anhaben, denn dein Gewissen ist rein.
Image
Psychologisch:
Auch wenn wir nicht alle imagebewußt sind, gewisse Standards – die unserer eigenen Generation – respektieren wir. Wir mögen für
Rockmusik sein oder für Klassik, aber an Normvorstellungen halten wir uns. Sich von ihnen zu lösen, bedarf eines bewußten Willenaktes.
Träume können Image-Veränderungen anregen oder verhindern.
(Siehe auch „Haare“, „Kosmetik“, „Körperbemalung“, „Tätowierung“, „Zähne“)
Imbiß
Volkstümlich:
(arab. ) : – zu sich nehmen: kümmerliche Tage bleiben dir nicht erspart.
(europ.) : – zu sich nehmen: Belohnung.
Imker
Allgemein:
Der Imker verkörpert Gemeinschaftsgefühl, Bedachtsamkeit und Kameradschaft und steht so für ein harmonisches und spannungsfreies
Verhältnis des Träumenden zu seiner Umwelt. Möglicherweise ist er sich dessen bewußt (wenn der Traum im allgemeinen als angenehm
empfunden wird) oder strebt dieses an (wenn er sich selbst im Traum und ohne Ruhe empfindet).
Psychologisch:
Um an den Honig zu gelangen, ohne gestochen zu werden, muß der Imker größte Vorsicht walten lassen. Das gilt auch für Sie, da Sie sich
auf einen schmalen Grat zwischen Gewinn und Gefahr bewegen. Eine andere Deutung sieht den Imker als Verkörperung des Wunsches nach
größerer Nähe zur Natur.
(Siehe auch „Biene“, „Honig“)
Immergrün
(Pflanzen, deren Blätter nicht abfallen.)
Assoziation: – überdauern der Zeit; unveränderlich.
Fragestellung: – Was ist ewig in mir?
Allgemein:
Immergrün steht für Treue und Beständigkeit, was sich vor allem auf Gefühlsbindungen bezieht.
Psychologisch:
Immergrüne Gewächse gehören zu den harmonischsten Traumbildern, denn sie symbolisieren beständigen Erfolg in Beruf und Privatleben.
Insbesondere Ihre Partnerschaft strotzt vor Saft und Kraft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: treue Freunde gewinnen;
– pflücken oder winden: große Hilfe von treuen Bekannten oder Verwandten finden.
(europ.) : – sehen oder pflücken: bedeutet, daß du treue Freundschaft genießen wirst;
– pflücken und zum Kranz winden: verkündet treue Freundschaft;
– Ein vorteilhafter Traum, der Glück, Ehre, Erfolg und Reichtum in Aussicht stellt.
Immigration
Volkstümlich:
(europ.) : – ein in einem fremden Land lebender Freund wird Ihnen in Kürze schreiben und ein Geschenk senden.
Immortellen
(Strohblume)
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Pflanze): Beständigkeit in der Liebe.
(europ.) : – man wird großes Glück auf Erden und höchste Seligkeit erreichen.
Impfung
Assoziation: – vorbeugende Injektion.
Fragestellung: – Habe ich Angst, von irgend etwas angesteckt zu werden?
Allgemein:
In der üblichen Bedeutung ist die Impfung ein Vorgang, der zunächst weh tut, letztlich aber gut und nützlich ist. Wenn ein Traum davon
handelt, daß der Träumende geimpft wird, kann dies heißen, daß er wahrscheinlich von einem anderen Menschen verletzt wird,
möglicherweise auch emotional. Was dieser andere ihm antut, wird dem Träumenden jedoch schlußendlich helfen. Impfung deutet oft auf
einen empfindsamen, vielleicht auch überempfindlichen Menschen hin, der unter den Widerwärtigkeiten des Alltags leidet und sich wünscht,
immuner dagegen zu werden; allgemein kann darin das Bedürfnis nach Schutz und Hilfe zum Ausdruck kommen.
Psychologisch:
Wer von der vorbeugenden Spritze träumt, „sieht eine Krankheit kommen“ und will auf keinen Fall ins Bett: Ein kleiner Alptraum bei großer
(beruflicher) Belastung, wenn man keinen einzigen Tag ausfallen will – oder wenn man sich „unentbehrlich“ fühlt. Sie kann aber auch
andeuten, daß wir uns sehr leicht von anderen beeinflussen lassen. Die Impfung verweist darauf, daß die Gefühle und Vorstellungen anderer
Menschen auf den Träumenden abfärben können. Das Unbewußte sieht den Vorgang des Impfens als Schutzmaßnahme an.
– Wer im Traum Angst davor hat, wehrt sich im Wachleben gegen etwas, das eigentlich zu seinem Nutzen sein könnte.
– Impft man selbst jemanden, will man ihm im Alltag seinen Willen aufzwingen.
– Wird ein Kind geimpft, könnte das ein Hinweis darauf sein, daß man einen Wehrlosen gegen Umwelteinflüsse schützen möchte.
Spirituell:
Die Impfung im Traum steht für spirituelle Indoktrination (= ideologisch durchdringen, beeinflussen).

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Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst andere impfen: du teilst die Ansicht deiner Freunde;
– geimpft werden: du wirst Unannehmlichkeiten mit einer Behörde zu ertragen haben;
– wenn andere geimpft werden: auf eine angenehme Nachricht von einer Behörde hoffen dürfen.
(europ.) : – man gibt mehr Zärtlichkeit, als der Empfänger wert ist; gehorche Deinem Verstand;
– bei kleinen Kindern sehen: einen schwachen oder machtlosen Menschen gegen Übergriffe beschützen;
– geimpft werden: zeigt Unannehmlichkeiten an, die ihren Ursprung in böser Nachbarschaft haben;
auch: die Empfänglichkeit für weibliche Reize wird einem Kummer bescheren;
– bei anderen sehen: man erfährt keine Befriedigung, obwohl man sich stark danach sehnt, weshalb
man geschäftliche Verluste erleiden wird;
– Wird eine junge Frau ins Bein geimpft, wird sie hintergangen und stürzt ins Verderben.
(Siehe auch „Arznei“, „Injektion“, „Spritze“)
Impotenz
Psychologisch:
Die Impotenz ist im Traum nicht wörtlich zu verstehen. Sie symbolisiert meist die Enttäuschung des Träumenden in einer Partnerschaft, oft
im sexuellen Bereich. Impotenz weist im Einzelfall tatsächlich auf sexuelle Probleme hin, die man mit fachlicher Hilfe behandeln muß.
Häufig kommt darin aber das Gefühl zum Ausdruck, ein Schwächling und Versager zu sein; dahinter stehen meist behandlungsbedürftige
Minderwertigkeitsgefühle und die Angst vor dem Verlust bestimmter Fähigkeiten.
(Siehe auch „Beschneidung“, „Kastration“, „Phallus“)
Inauguration
(feierliche Amtseinsetzung)
Allgemein:
Der Mensch hat viele Möglichkeiten, neu zu beginnen, und eine Inauguration, die auf eine Veränderung seines Ranges hinweist, kann ein
Symbol für einen solchen Neuanfang sein. Dies kann sich auf das persönliche Wachstum des Träumenden oder aber auf seine berufliche
Situation beziehen. Wenn dem Träumenden in seinem Traum eine solche Ehre widerfährt, bedeutet dies, daß der öffentlich Beifall für etwas
erhält, was er geleistet hat.
Psychologisch:
Häufig ist eine Feier nötig, um die Tatsache hervorzuheben, daß ein Mensch in einer Sache erfolgreich war und nun weitermachen kann,
indem er sein Wissen von der äußeren Welt überprüfen läßt. Wenn ein Traum von einer solchen Feier handelt, verweist dies darauf, daß der
Träumende sich über sich selbst und das von ihm Erreichte freuen kann. Er hat buchstäblich eine neue Art des Seins „inauguriert“.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene hebt die Inaugurationsfeier einen Neubeginn hervor. Sie kennzeichnet das Annehmen einer neuen Spiritualität und
vielleicht von kosmischer Verantwortung.
Indianer
Assoziation: – Stoizismus; natürliche Weisheit; Schläue.
Fragestellung: – Was ist in mir ungezähmt? Wo in meinem Leben will ich mich der Kontrolle entziehen?
Allgemein:
Der Indianer ist im allgemeinen ein Symbol für Kampfes- und Abenteuerlust, Geltungsbedürfnis und Realitätsflucht. Erscheint ein reitender
Indianer im Traum, sehnt sich der Träumende nach Herausforderungen und Abwechslungen und empfindet sein Leben als eintönig und
langweilig. Sieht er sich selbst als Indianer verkleidet, werden sein Ehrgeiz und Lerneifer jedoch bald nachlassen. Indianer wird manchmal
als Warnung vor Hinterlist verstanden, vor der man sich hüten muß. Zuweilen kann er Reiselust anzeigen. Die Vorstellung des Europäers
vom Indianer als einem von Natur aus unverfälschten Menschen macht ihn zum Symbol für Weisheit oder Urinstinkt. Erscheint im Traum
ein Indianer, nimmt der Träumende mit einer anderen Art von Kraft und Energie Verbindung auf.
Psychologisch:
Tiefenpsychologisch betrachtet repräsentiert er den irrationalen Bereich des Seelenlebens mit Phantasie und Kreativität und fordert dazu auf,
diese positiven Eigenschaften mehr zu nutzen. Der Indianer, der im Traum des Träumenden eine Rolle spielt, verkörpert Heilung und
Selbsterkenntnis.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Indianer im Traum eine innere Kraft, derer sich der Träumende bewußt sein kann oder auch
nicht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Abenteuer erleben.
(europ.) : – bedeutet Vorteil, den man nur durch eine List erzielen kann;
– Indianerin sehen: Mühseligkeiten und Arbeiten;
– friedliche Indianer sehen: in einem erwacht die Abenteuerlust, vor allem in freier Natur;
– Indianer mit Kriegsbemalung sehen: man wird von hinterlistigen Menschen verfolgt.
(ind. ) : – deine Sehnsucht nach fernen Ländern ist sehr groß.
Indigo
(Ältester blauer, lichtechter Küpenfarbstoff in verschiedenen tropischen Pflanzen.)
Volkstümlich:
(ind. ) : – (Farbe): du darfst auf Gewinn hoffen.
(europ.) : – bedeutet, daß man liebenswürdige Mitmenschen betrügt, um diese um ihren Besitz zu bringen;
auch: eine Reise über Wasser, die so blau wie der Farbstoff sind, und eine lange Zeit dauern;
– indigofarbenes Wasser sehen: man wird in eine häßliche Liebesaffäre verwickelt.
(Siehe auch „Farben“)

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Indien
Allgemein:
Indien (Inder) verkörpert ebenfalls irrationale Bereiche der Psyche; dann wird man oft zu mehr Realitätssinn aufgefordert, damit man das
Leben besser bewältigen kann. Auch die Warnung vor Betrug durch andere oder vor Selbsttäuschung kann dahinter stehen. Zum Teil taucht
der Inder als Guru auf.
Psychologisch:
Der Träumende sehnt sich stark nach mystischen Erfahrungen und sucht Weisheit und einen Lehrer (Guru). Vielleicht würde ihm in „dieser“
Welt etwas mehr Realitätssinn ganz gut helfen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: seltsame Begebenheiten; auch: eine Nachricht von einer unfreundlichen Frau;
– nach dort reisen: man wird eine unverhoffte Erbschaft machen;
– indische Figuren sehen: man wird sich mit Okkultismus beschäftigen.
(Siehe auch „Guru“)
Indizienprozeß
Psychologisch:
Ein wahrer Alptraum: man steht vor Gericht, fühlt sich unschuldig, aber eine Reihe von Indizien (bzw. falsche Zeugenaussagen) führen zur
Verurteilung. Hauptsächlich Männer träumen davon, wenn sie in einer extremen Belastungssituation etwas (beruflich) Wichtiges vergessen,
verlegt oder verloren haben (und eventuell in „Beweisnot“ geraten, daß diese spezielle Leistung schon erbracht wurde), was für den
momentanen Erfolg aber wesentlich wäre. Da hilft nur eines: aufwachen.
(Siehe auch „Prozeß“)
Industrie
Allgemein:
Industrie symbolisiert die schöpferischen Kräfte, die das eigene Leben gestalten; man kann sie ähnlich wie Fabrik verstehen.
Psychologisch:
Sie steht für die Aktivität und Geschäftigkeit der heutigen Zeit. Die Technik triumphiert.
Volkstümlich:
(europ.) : – fleißig sein: ungewöhnlich aktiv in der Planung und Ausarbeitung der eigenen Ideen sein;
in seinen Unternehmungen erfolgreich sein;
– Für einen Verliebten, der fleißig arbeitet, bedeutet dies geschäftliche Erfolge, wobei seine Gefährtin ihm dabei
hilfreich zur Seite steht.
– andere fleißig arbeiten sehen: gutes Zeichen für einen selbst.
(Siehe auch „Fabrik“)
Infanterie
Allgemein:
Infanterie (Infanterist) bringt Leichtlebigkeit zum Ausdruck und ermahnt, das Leben nicht so oberflächlich zu nehmen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Teuerung;
– marschieren sehen: kriegerische Aussichten;
– im Feuer sehen: in verzweifelte Lage geraten.
(ind. ) : – sei nicht so leichtsinnig.
Infanterist
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Mut zeigen; Treue und Wachsamkeit.
(europ.) : – kleine Liebelei, evtl. auch eine Einladung zu einem Abendessen.
(ind. ) : – du stehst unter gutem Schutz.
Infektion
Psychologisch:
Infektion steht für schlechten Umgang mit Leuten, die einem nichts nutzen. Es ist die Anfälligkeit der Seele, daß man sich mit einem
schlechten Charakters „ansteckt“, wie von einer Krankheit.
Inferiorität
(Untergeordnetsein, Unterlegenheit)
Psychologisch:
Fühlt man sich im Traum anderen ausgesprochen unterlegen (Inferioritäts-Komplex) sollte man seine Träume um die Aufzeigung von
Wegen zur Steigerung des Selbstvertrauens bitten; vielleicht ist ein kompletter Imagewechsel die Lösung.
Inflation
Allgemein:
Hat im Traum wenig mit der schleichenden Geldentwertung zu tun, eher mit der Angst, daß man sich physisch oder psychisch verausgaben
könnte. Inflation tritt häufig bei Menschen auf, die sich in einer tiefen seelischen Krise befinden, in der alle früheren Werte fraglich
geworden sind, die sich leer und ausgebrannt fühlen. Zugleich verspricht das Symbol aber auch, daß man durch eine Veränderung des
Lebens wieder neue Werte und Ziele finden wird, wenn man die Krise annimmt und verarbeitet.
Psychologisch:
Träume von Pleiten und Wirtschaftkrisen sind nur selten auf materielle (und berechtigte) Ängste bezogen. Viel häufiger deuten sie an, daß
die Nerven „blank“ liegen und das Konto der eigenen Kraftreserven leer ist. Ihre Gesamtverfassung dürfte in die „rote Zahlen“ gesunken
sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – erleben: völliger Verlust des Vermögens und Bankrott;
– von einer kommenden hören: das Leben gerät in eine Krise; Wertvorstellungen müssen radikal verändert werden;
– davon während eines Prozesses träumen: man wird diesen Prozeß verlieren.

720
Infusion
Psychologisch:
Wenn Sie träumen, „am Tropf zu hängen“, fühlen Sie sich geistig erschöpft, und Ihr Gefühlsleben ist „am Verdursten“ – Sie können sich aber
nicht aufraffen, etwas positiv zu verändern. Es fehlt Ihnen an Energie, und Sie hoffen auf „rettende Impulse“ von außen – Sie möchten sich
emotional „aufpäppeln“ lassen.
(Siehe auch „Blut“, „Injektion“)
Ingenieur
Volkstümlich:
(arab. ) : – (mit ihm zu tun haben oder sich selbst in der Rolle eines Ingenieurs sehen): deine kluge Berechnung bringt dich vorwärts.
(europ.) : – sein: man wird sich seine Zukunft selbst aufbauen;
– mit einem sprechen: Aussicht auf Vergrößerung des Geschäftes.
Ingrimm
(Wut)
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: dein Benehmen erweckt nur Feindschaft und Widerwillen.
Initiation
(Einweihung in ein Geheimnis; Reifefeier bei den Naturvölkern)
Psychologisch:
Nimmt man im Traum an einer Initiation teil, so heißt das in der Regel, daß man neue Teile seiner Seele und seines Unbewußten
wahrnehmen wird. Dies kann dazu führen, daß sich das Leben des Träumenden ändern und er allmählich beginnen wird, mehr über den Sinn
des Lebens zu verstehen.
(Siehe „Religiöse Bilder“)
Injektion
Assoziation: – gewaltsame Einführung; Bedürfnis.
Fragestellung: – Was brauche ich unbedingt?
Allgemein:
Wenn ein Traum davon handelt, daß der Träumende eine Injektion erhält, bedeutet dies, daß in seinen privaten Raum eingedrungen wurde.
Vielleicht werden ihm die Meinungen, Bedürfnisse und Wünsche anderer Menschen aufgezwungen, und er hatte keine andere Wahl, als
mitzumachen. Verabreicht der Träumende in seinem Traum einem anderen Menschen eine Spritze, will er diesem etwas aufzwingen. In
diesem Fall kann eine Verbindung zur Sexualität hergestellt werden. Manchmal kommen darin auch verdrängte sexuelle Bedürfnisse zum
Ausdruck.
Psychologisch:
Eine Injektion kann ein Versuch der Heilung sein. Vielleicht spürt der Träumende, daß er Hilfe von Außen braucht, um erfolgreicher zu
funktionieren. Ob eine Injektion positiv aufgefaßt wird oder nicht, hängt von der Einstellung des Träumenden zur Schulmedizin ab und
davon, ob er diese als Unterstützung betrachtet oder einen Widerwillen gegen sie verspürt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verweist die Verabreichung einer Injektion im Traum darauf, daß der Träumende bereit ist, Bedingungen in sich
zu schaffen, die ihn in seiner Entwicklung unterstützen. Andererseits kann eine Injektion im Traum auch kurzfristiges Vergnügen statt
langfristigem Gewinn signalisieren.
(Siehe auch „Arznei“, „Impfung“, „Spritze“)
Inkarnation
Psychologisch:
Wenn Sie an Inkarnation (die Wiedergeburt der Seele in unterschiedlichen menschlichen Existenzen) glauben, suchen Sie vermutlich auch in
den Träumen nach Hinweisen auf ein „anderes“ oder „früheres“ Leben. Mag sein, daß sich Inhalte, Bilder und Empfindungen mit einer Ihrer
Inkarnationsvorstellungen decken. Aber wenn Sie sich mit dieser Thematik ernsthaft befassen, sollten Sie um so kritischer mit geträumten
„Informationen über ein früheres Leben“ umgehen: Nicht alles, was einem „irgendwie bekannt und vertraut vorkommt“, ist ein „Blick hinter
den Spiegel“ – manchmal ist es auch eine Projektion.
Inkognito
Psychologisch:
Wer träumt, unerkannt oder bis zur Unendlichkeit verkleidet (bzw. unter einem falschen Namen) unterwegs zu sein, möchte nur zu gern eine
spezielle (oft intime) Information über eine bestimmte Person in Erfahrung bringen – will aber unbedingt vermeiden, daß dieser Mensch
etwas von dieser „Geheimaktion“ bemerkt oder erfährt. Außerdem: Je wichtiger die Situation oder bestimmte Menschen für den Träumenden
sind, desto eher neigt er zur Verstellung. Er möchte dem erwarteten (oder erwünschten) Bild von seiner Person entsprechen und seine wahren
Absichten (und Eigenschaften) lieber verbergen.
Inkubus
Psychologisch:
Als Inkubus bzw. Sukkubus bezeichnete vor allem die Kirche einen meist nicht identifizierbaren männlichen bzw. weiblichen Geist, der
Frauen bzw. Männer besuchte, während sie schliefen, um sie zu lieben. Geistliche, die seit jeher jedes Interesse an Sex für sündig hielten,
identifizierten Inkubus und Sukkubus mit Teufeln und Hexen; sie galten als gefährlich und böse. Nun weiß man heute, daß die meisten
Menschen irgendwann im Leben sexuelle Träume haben. Besonders häufig sind sie bei Jugendlichen, denen man sagen sollte, daß dies völlig
normal ist.
Innenschau
Medizinrad:
Schlüsselworte: Der Blick nach innen; Rückzug; Einsamkeit; Nachdenklichkeit; künstlich herstellen; die Bestände überprüfen; Integration;
Neubewertung; Meditation; westlicher Seelen pfad.
Beschreibung: Die Innenschau oder Introspektion ist im Medizinrad in der mittleren Position des westlichen Seelenpfads symbolisiert.
Darüber hinaus sind mit dieser Qualität das Mineral Lapislazuli, die Pflanze Kamille, das Tier Maus und die Farbe Königsblau verbunden.

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Allgemeine Bedeutung: Bereitschaft, dich selbst zu untersuchen; eine Zeit des Nachdenkens und der Neubewertung; die Bereitschaft zur
Reife.
Assoziation: Sich von innen betrachten.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe meditativer oder nachdenklicher Zeit oder Fähigkeit.
Innung
(Freiwillige Vereinigung selbständiger Handwerker.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – man will dir wohl.
Inquisition
Volkstümlich:
(europ.) : – deine Unschuld wird gerettet.
Inschrift
Allgemein:
Eine Inschrift im Traum ist eine Information, um deren Verständnis der Träumende sich bemühen sollte. Liest er die Inschrift in seinem
Traum, dann ist dies ein Hinweis, daß er etwas wesentliches bereits verstanden hat. Kann er sie nicht lesen, hat er die notwendigen
Vorarbeiten noch nicht geleistet und muß seinen Einsatz vergrößern.
Psychologisch:
Erscheint beispielsweise eine Inschrift auf einem Felsen, dann verweist dies auf altes Wissen oder Weisheit. Sieht der Träumende eine
Inschrift im Sand, so ist dies ein Hinweis darauf, daß sein Wissen entweder unbeständig ist oder schnell gelernt werden muß.
Spirituell:
Das Bild einer Inschrift erscheint in Träumen häufig, wenn eine bestimmte Entwicklungsstufe erreicht ist. Auf der spirituellen Ebene
verweist dies für gewöhnlich auf eine Art von Wissen, die an andere Menschen weitergegeben werden kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen allgemein: eine Botschaft, die das Leben nachhaltig beeinflussen wird;
– auf Grabsteinen: stellt traurige Erlebnisse in Aussicht;
– laut vorlesen: man hat eine wichtige Information im Leben bereits richtig gedeutet und sollte nun entsprechend handeln;
– nicht lesen können: man soll seinen Einsatz in einer wichtigen Sache vergrößern.
(europ.) : – sehen, lesen oder verfassen: man wird irgendeine gute Tat vollführen;
auch: sehen: bedeutet in Kürze eine unangenehme Nachricht erhalten;
auch: verfassen: man wird einen geschätzten Freund verlieren;
– geheimnisvolle sehen und nicht entziffern können: man sucht nach einer unsichtbaren Führung im Leben
und sollte achtsam weiteren Zeichen im Leben lauschen;
– auf Gräbern: kündigt eine schwere Krankheit oder einen Todesfall an.
(ind. ) : – sehen oder lesen: Geldverlust durch deine Leichtgläubigkeit;
– auf einem Grabstein: Verlust, Trauer.
Insekten
Allgemein:
In Träumen können Insekten das Gefühl zum Ausdruck bringen, daß den Träumenden irgend etwas stört oder ihm auf die Nerven geht.
Andererseits verkörpern sie möglicherweise Gefühle von Bedeutungslosigkeit und Machtlosigkeit. Wie der Traum gedeutet wird, hängt
davon ab, um welche Insekten es sich dabei handelt. Eine Wespe kann auf Gefahr hinweisen, ein Käfer hingegen kann Schmutz, aber auch
Schutz symbolisieren. Insekt weist häufig auf verdrängte Erfahrungen, Ereignisse oder Schuldgefühle hin, die man bewußt verarbeiten muß.
Wird man von einem Insekt gestochen, kann das Krankheiten, Mißerfolge und Verluste ankündigen. Tötet man das Insekt aber, wird man mit
den Schwierigkeiten bald auf einfache Weise fertig.
Psychologisch:
Insekten wie Ameisen, Spinnen, Küchenschaben und ähnliches symbolisieren im Traum meist Inhalte des Unterbewußtseins. Wenn im
Traum sehr viele dieser Tiere auftreten, oder aus einem Schrank oder hinter dem Herd hervorkrabbeln und beim Träumenden Angstzustände
auslösen, ist dies stets als Gefahrensignal zu verstehen. Die Insekten signalisieren dann nervliche Störungen des Träumenden. Insekten im
Traum stellen Gefühle dar, denen der Träumende lieber nicht begegnen möchte. In der Regel handelt es sich um negative Gefühle wie
Schuld, Scham, Ablehnung oder Haß. Wenn sie durch unseren Traum surren, weisen sie meist auf die Stärke oder Schwäche unserer Nerven
hin, die von Hunderten von Eindrücken und Einflüssen umschwirrt werden. Da können einem leicht die Nerven
durchgehen, wenn man zusätzlich von diesen kleinen Wesen auch noch gestochen wird.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellen Insekten im Traum in der Regel eine Bedrohung dar. Eine positivere Bedeutung können Insekten im
Traum haben, wenn sie als mahnender Hinweis auf instinktives Verhalten in Erscheinung treten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – kriechen oder fliegen sehen: meide hinterlistige Schwätzer;
– davon gestochen werden: man sucht dir hinter deinem Rücken zu schaden;
auch: durch eine Krankheit wird man seine Kräfte verlieren;
– Insekten im Licht schwirren sehen: man soll bei geschäftlichen Unternehmungen äußerst vorsichtig sein.
(europ.) : – absichtlich zurückgedrängte Kleinigkeiten haben ihre Bedeutung; sie machen sich bemerkbar,
indem man von Gewissensbisse gestochen wird; ferner warnen vor Betrug, kündigen auch
Krankheiten und Verluste an;
– von Insekten umschwärmt werden: man wird im Alltagsleben von unangenehmen Personen
oder Angelegenheiten belästigt werden;
– sehen: man bekommt es mit einem lästigen Schwätzer zu tun;
– kleine unschädliche sehen: Erfolg und Gewinn;
– von großen gestochen werden: kündet einen Verlust oder Krankheit an;
– töten: man wird seine Schwierigkeiten überwinden.
(ind. ) : – fliegen sehen: du wirst kleine Verluste erleiden;
– von ihnen gestochen werden: du wirst betrogen;
– haben: du wirst guten Verdienst erlangen.
(Siehe auch unter einzelnen Insektenbezeichnungen)

722
Insel
Assoziation: – Einsamkeit; Getrenntheit; Flucht; mal wohltuend, mal einsam.
Fragestellung: – Wovon trenne ich mich?
Artemidoros:
Ein Reeder träumte, er befinde sich auf den Inseln der Seeligen (Ort der Verheißung, Paradies) und werde dort von den Heroen festgehalten,
dann komme Agamemnon (Der Führer der Griechen im trojanischen Krieg, König von Mykene.) hinzu und befreie ihn. Der Mann wurde zu
Zwangsleistungen für den Staat gepreßt und von den kaiserlichen Verwaltungsbeamten festgehalten, später aber, als er an den Kaiser gelangt
war, kam er von dem Frondienst frei. (Griechisch angareia, altpers. „Post- und Transportdienst“. Inschriften der Kaiserzeit zeigen, wie
schwer dieser Frondienst auf der Bevölkerung lastete.)
Allgemein:
Wenn ein Traum von einer Insel handelt, dann symbolisiert diese die Einsamkeit, die man empfindet, wenn man isoliert ist. Eine Insel kann
auch Sicherheit darstellen, weil der Träumende nicht zum Opfer äußeren Drucks werden kann, da er ja isoliert ist. Außerdem kann die Insel
anzeigen, daß man aus Angst und Unsicherheit dazu neigt, sich von der Mitwelt, von der Realität zurückzuziehen: Ferner sind nach alten
Traumbüchern noch folgende Begleitumstände wichtig für die Deutung:
– Allein auf einer Insel sein bringt das Bedürfnis nach Ruhe und Entlastung vom Alltagsstreß zum Ausdruck.
– Die Insel verlassen zeigt eine Wandlung im Leben an, die aber den weiteren Lebensweg unsicher macht.
– Verwüstete Insel kann vor finanziellem Ruin warnen.
Psychologisch:
Die Insel ist im Traum der Ort der Wünsche und Phantasien, denen meist der Bezug zur Realität fehlt. Eine andere Deutung läßt die Tatsache
zu, daß die Insel isoliert im Meer, dem Bereich des Unbewußten liegt. Träumt eine Person also von einer Insel, so kann dies auch ein Symbol
für ihre Isoliertheit und Kontaktarmut sein, oder das Traumbild steht für isolierte Komplexe. Sie ist Zeichen der Einsamkeit des Ich in einer
ruhelosen Zeit. Das Eiland im tobenden Meer der unterschiedlichsten Umwelteinflüsse ist zugleich auch Fluchtpunkt, auf den man sich
zurückziehen sollte, um für den Lebenskampf neue Kräfte zu sammeln, also seine Batterien wieder aufzuladen. Spielt also in einem Traum
eine Insel eine wichtige Rolle, kann sie den Träumenden daran erinnern oder ihn mahnen, sich um sich selbst zu kümmern. Ist die Insel
einsam oder eine Schatzinsel, verweist dies darauf, daß der Träumende bestimmte Ziele nur im Alleingang erreichen kann. Er muß sich daher
in der Einsamkeit und Zurückgezogenheit selbst erforschen um Selbsterkenntnis zu erlangen, also unbewußte psychische Inhalte bewußt
zumachen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisiert die Insel im Traum einen spirituellen Rückzug.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine öde, sehen oder sich darauf befinden: du wirst von allen Bekannten verlassen werden;
– grüne und fruchtbare: suche dein Glück in der Ferne.
(europ.) : – Angst vor der Umwelt; seelische Fluchtideen;
– sehen: verheißt große Schätze; deutet auf Einsamkeit und Trauer hin; auch: prophezeit
Wohlergehen und Sorglosigkeit, nachdem die Erfüllung von Verpflichtungen viele Mühen gekostet hat;
– Menschen auf einer Insel versprechen Kämpfe um eine höhere Position in bedeutenden Kreisen;
– auf einer sein: man wird eine Anstellung erhalten;
– sich auf einer schönen unbewohnten befinden: verkündet ein sorgenloses;
jedoch einsames Alter; man sucht Ruhe und Einsamkeit;
– sich auf einer Insel in einem klaren Strom befinden: verheißt angenehme Reisen und
glückliche Unternehmungen; Für eine Frau bedeutet dies eine glückliche Ehe.
– eine kahle Insel: sagt den Verlust von Glück und Geld durch Zügellosigkeit voraus;
– verlassen: man wird einen Freund verlieren; man wird einen unsicheren Weg gehen.
(ind. ) : – auf ihr landen: du wirst ein unvollkommenes Glück finden;
– allein darauf sein: deine Freunde werden dich verlassen;
– sich darauf befinden: deine Armut wird wieder vergehen;
– grüne sehen: dein Glück ist nahe;
– verwüstete: du wirst dein Vermögen verlieren.
Inserat
Allgemein:
Inserat deutet oft an, daß man auf der Suche nach neuen Lebensmöglichkeiten ist, weil man aus der Routine des Alltags ausbrechen will.
Manchmal symbolisiert es auch Endscheidungsschwäche und Zögerlichkeit.
Psychologisch:
Wer im Traum mit Genuß eine Anzeige liest, dem wird im Wachleben etwas geboten, bei dem er zugreifen sollte. Träumt eine Frau von
einem Inserat, muß sie sich in einer längst fälligen Angelegenheit entscheiden, und zwar nicht im eigenen, sondern im Interesse anderer
(Familie, Freunde, Kollegen). Wenn sie sich zu keinem Entschluß aufraffen kann, wird das Problem immer mehr Gegenstand des
öffentlichen Interesses.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Neuigkeit.
(ind. ) : – lesen: Gewinn durch Spekulation; man sollte endlich eine Entscheidung im Interesse anderer fassen;
– in der Zeitung lesen: man sollte baldmöglichst einen Entschluß fassen; man wird in nächster Zeit Neuigkeiten erfahren.
Insignien
Allgemein:
Insignien bedeuten in der Regel geistige Vorstellungen, die eine besondere Bedeutung für den Träumenden haben.
Insolvenz
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird sich empor raffen.

723
Installation
Allgemein:
Installation (meist Rohre, Leitungen) verkörpern Gefühle, Einstellungen, Erwartungen und ähnliche seelische Inhalte, die unserem Leben
seine individuelle Richtung geben. Intakte Installationen sind ein günstiges Zeichen für innere Ausgeglichenheit. Verstopfte Leitungen
weisen auf Hindernisse hin. Wenn eine Wasserleitung platzt, kann das vor dem Ausbruch von Gefühlen warnen, die man nicht mehr unter
Kontrolle halten kann.
(Siehe auch „Rohr“)
Instruktion
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst geben: Freunde werden Ihre Hilfe suchen;
– erhalten: man wird das Mitleid der Freunde benötigen, denn ein Rivale wird den Preis gewinnen, den man sich wünschte.
Instrument (Musikinstrumente)
Volkstümlich:
(arab. ) : – spielen oder spielen hören: Trübsinn oder Melancholie.
(europ.) : – sehen oder allein darauf spielen: bedeutet Freude; Familienglück;
– viele in einem Konzert gespielt: bedeuten Trost und Glück nach langer Arbeit und Sorge;
– spielen, dessen Saiten reißen oder das Mißtöne hergibt: kündet einen Unfall an.
(ind. ) : – spielen hören: ein Freund wird sterben;
– ärztliche: schwere Zeiten;
– musikalische: Unglücksfälle.
Instrumente (medizinische)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man sollte jetzt äußerst vorsichtig sein, denn es besteht Unfallgefahr, oder eine Krankheit zeigt sich ganz plötzlich.
Internat
Allgemein:
Je nach Lebenssituation kann dieses Traumbild für Nestwärme und Kameradschaft oder für das Fehlen derselben stehen. Im Extremfall wird
dadurch eine scheinbar ausweglose Situation oder Isolation angezeigt. Achten Sie darauf sich der Gemeinschaft nicht zu verweigern.
Volkstümlich:
(europ.) : – es ist kein gutes Omen, sich in einer Internatsschule zu sehen.
Interview
Psychologisch:
Ein Interview, das man im Traum führte oder gab, bedeutet, daß man nach Motiven, Handlungen oder anstehenden Entscheidungen fragt.
Hat man im Traum bereits das Resultat des Interview erfahren, dann kann man dies als Bestätigung dafür nehmen, wie erfolgreich man
Probleme lösen und Entscheidungen treffen kann. Steht einem ein wirkliches Interview bevor, dann war der Interview-Traum eine Stärkung
des Selbstbewußtseins dafür oder aber eine Warnung vor den möglichen Folgen.
Intrige
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine ränkevolle Anzettelung, in die du dich verwickelt siehst: man wird dich beiseite drängen.
Invaliden
Assoziation: – Gebrechlichkeit; Arbeit an einer lang anhaltenden Schwäche oder Krankheit.
Fragestellung: – Welche alten Begrenzungen dürfen nun heil werden?
Allgemein:
Invalide (Invalidität) steht allgemein für eine Behinderung im Leben, die zum Beispiel durch Gefühle oder Abhängigkeiten entsteht. Das
muß aus der individuellen Lebenssituation abgeleitet und möglichst geändert werden, damit man wieder ein selbständiges Leben führen
kann. Es kann auch die Warnung beinhalten, nicht an Menschen vorbeizugehen, die unsere Hilfe bedürfen. Sieht man sich selbst als
Invaliden, sollte man sich im Wachleben zusammenreißen und in einem bestimmten Fall nicht aufgeben, selbst wenn sich einem erhebliche
Widerstände entgegenstellen. Beobachten Sie Ihren Partner – es könnte sein, daß er in irgendeiner Sache aufgeben will, wenn ihm nicht bald
Unterstützung zuteil wird. Auf jeden Fall ist er nicht so stark, wie Sie ihn gerne haben möchten.
Psychologisch:
Symbolgestalt für eingeschränkte Bewegungsfreiheit – womit aber meist die geistige (also Entscheidungsfreiheit, Handlungsspielraum usw.)
gemeint ist. Ein häufiger Traum in Phasen der persönlichen Verunsicherung und Lebensangst – man fühlt sich angreifbar, verletzt und meint,
von der Gunst und Hilfestellung anderer abhängig zu sein, und traut sich nicht mehr zu, in nächster Zeit wieder „ganz auf die Beine zu
kommen“. Wenn sich solche Träume mehrmals wiederholen, sollte man positive Impulse zu setzen versuchen und aktiv werden, damit man
nicht in die Depression abrutscht, aus der man ohne fremde Hilfe nicht so leicht herausfindet. Ein Warntraum, die vermeintliche
„Behinderung“ abzulegen!
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: in eine verzweifelte Lage geraten; dir droht ein Unfall;
– auf Krücken sehen: man wird durch äußere Zwänge stark persönlich eingezwängt werden;
– im eigenen Haus begegnen: man läuft Gefahr, seine Selbstständigkeit in beruflichen und privaten Dingen zu verlieren,
wenn man unüberlegt und voreilige Entscheidungen trifft;
– sein: du wirst dich zur Ruhe setzen; man fühlt sich in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt.
(europ.) : – sehen und sprechen: Warnung vor einem Überfall; auch: zeigen an, daß Kollegen Ihren Interessen schaden;
– sein: man wird seine Selbständigkeit verlieren; es drohen unangenehme Lebensumstände;
– Träumt eine Frau von einem Invaliden, ist ihr Partner nicht so stark, wie Sie ihn gerne haben möchten,
oder er will in einer Sache aufgeben. Dann sollten Sie ihm helfen und handeln.
(ind. ) : – sehen: deine Pläne werden durch deine eigene Dummheit mißlingen.
(Siehe auch „Krüppel“)

724
Invasion
Assoziation: – gewaltsames Eindringen; Angriff.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist bereit, mehr Standfestigkeit zu zeigen?
Psychologisch:
Fremde dringen in unsere nähere Umgebung ein. Feindseligkeit. Es ist die unbewußt Angst vor Übertrumpfung.
Inventur
Allgemein:
Wenn man im Traum eine Inventur machte, tut vielleicht das Wach-Ich derzeit dasselbe. Wenn man Waren hinausträgt, sagt einem der
Traum, daß dem Wach-Ich Energiequellen abhanden kommen – vielleicht auf der Gefühlsebene.
Psychologisch:
Wenn Sie im Traum Ihren Hausstand durchgehen, so steht Ihnen wohl ein Wohnungswechsel bevor. Vielleicht verbirgt sich dahinter auch
eine seelische Bestandsaufnahme. Achten Sie auf jeden Fall auf die Einzelheiten der Inventarliste. Sie können von den Dingen und ihrem
Zustand schließen, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen, was Sie sich von Ihren Hoffnungen erfüllen konnten und wo noch etwas zu tun
bleibt. Alle Dinge des Hauses können bestimmte Seiten Ihrer Seele versinnbildlichen.
Volkstümlich:
(europ.) : – aufsetzen: verheißt eine Aufbesserung der eigenen Finanzlage.
(ind. ) : – Inventarium (Inventur, Aufstellung deines Besitzes) machen: du wirst durch einen Konkurs verlieren.
Investition
Psychologisch:
Eine Investition im Traum steht für einen Aufwand irgendeiner Art, der immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Dieses Symbol
sollte leicht zu deuten sein; vielleicht geht das Wach-Ich ein Risiko ein – wahrscheinlich auf der Gefühlsebene. Wenn man andererseits in die
eigene Zukunft investiert, neue Interessen entwickelt oder Unternehmungen in Gang setzt, könnte der Traum einem führen, warnen und die
derzeitige Haltung und Lage auf den Punkt bringen.
(Siehe auch „Bank“, „Geld“)
Inzest
Assoziation: – Angst vor der Liebe.
Fragestellung: – Bin ich bereit, sexuelle Reife zu zeigen?
Allgemein:
Der Inzest ist so sehr tabuisiert, daß er sich selten auf den körperlichen Akt bezieht, wenn er im Traum vorkommt. Normalerweise stellt er
das Bedürfnis und den Wunsch des Träumenden dar, entweder sich selbst oder die Beziehungen innerhalb der Familie in den Griff zu
bekommen.
Psychologisch:
Der Träumende bemüht sich, eine Verbindung mit dem Persönlichkeitsanteil herzustellen, der durch die anderen Personen (Opfer oder Täter)
dargestellt wird. Dies ist nur in der geschützten Atmosphäre des Traums möglich. Beischlafähnliche Szenen mit engen Verwandten oder gar
der eigenen Mutter oder dem Vater haben meist keine sexuelle Bedeutung. Im Gegenteil, hier wird eher klar, daß in den Beziehungen
zwischen Eltern und Kindern oder unter Geschwistern zum Beispiel die Herzlichkeit fehlt, nach der sich der Träumende unbewußt
zurücksehnt. Manchmal kann Inzest mit einem Verwandten auch heißen, daß dieser in Not ist und auf jeden Fall unsere Hilfe bedarf. Die
Seele signalisiert gewissermaßen, daß man sich mehr um ihn kümmern sollte. Manchmal umschreibt der Inzest auch das Heimweh nach der
Person, mit der man im Traum geschlafen hat.
Spirituell:
In Mythen und Legenden war der Inzest zwischen Göttern und Göttinnen ein Versuch, die Reinheit und Energie zu gewährleisten. Wenn also
ein Traum von Inzest handelt, versucht der Träumende, seine eigene Kraft zu reinigen oder sauber zu halten.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird an Ansehen verlieren und auch geschäftliche Verluste erleiden.
(Siehe auch „Geschlechtsverkehr“, „Mutterkomplex“, „Sexualität“)
Irland
Allgemein:
Irland verkörpert Naturverbundenheit und starke Gefühle, zum Teil auch irrationales Denken und Handeln. Man wird dadurch entweder
aufgefordert, den Verstand nicht über zu bewerten, oder vor Irrationalität und Gefühlsüberschwang gewarnt.
Irre / Irrsinn
Psychologisch:
Ganz gleich, ob Sie den Irren selbst darstellen oder sehen, Sie scheinen das Gefühl zu haben, unzuverlässig zu sein. Sie haben Ihre
Angelegenheiten nicht im Griff und könnten sich selbst schaden. Beachten Sie genau, was der Irre tut, damit sie ihrer Schwäche genau auf
die Spur kommen können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – reden: du wirst mit deiner Schwätzerei viel Unheil anrichten;
– gehen: dein planloses Handeln ist nicht von Vorteil für dich.
(europ.) : – davon träumen verheißt Probleme; es droht Krankheit, die am Vermögen zehrt;
– Irre sehen und mit ihnen verkehren: verheißt gute Geschäfte und viele Freunde; man ist wahrheitsliebend und
wird Freude erleben; auch: wechselnde Freundschaften und Erwartungen werden einem bitter enttäuschen;
– Träumt eine junge Frau von Irrsinn, sagt dies Enttäuschungen in der Ehe und finanziellen Dingen voraus.
(ind. ) : – du sollst klüger als deine Freunde sein;
– werden: du wirst durch eigene Schuld Nachteil haben;
– gehen: Schwierigkeiten;
– irrsinnig sein: staunenderregendes Glück (Kontrasttraum!);
– Irrsinnige sehen: Angst, Verfolgung, Not.

725
Irrenhaus
Allgemein:
Irrenhaus symbolisiert oft einen unsteten Lebenswandel. Man sollte versuchen, wieder den richtigen Weg für sich selbst zu finden. Es kann
auch darauf hindeuten, daß man sich in privater Hinsicht in einer Sackgasse befindet.
Psychologisch:
Völlig normale Menschen träumen manchmal davon, daß sie in ein Irrenhaus eingeliefert werden, aus dem sie nicht mehr herauskommen
werden. Übersetzt in die Wirklichkeit umschreibt diese Anstalt nichts anderes als ihren vielleicht ein wenig unstetigen Lebenswandel, der
wieder in die richtige Bahn gelenkt werden muß. Der Traum kann auch eine gewisse Ausweglosigkeit in einer bestimmten Alltagssituation
offenlegen. Das können Krankheiten sein, oder berufliche Kränkungen, über die wir im Innersten nicht hinwegkommen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sich darin befinden: tolle Streiche begehen.
(europ.) : – mahnt zur Vorsicht und warnt vor einem Unglücksfall; auch: verheißt Krankheiten und schlechte Geschäfte;
diese Rückschläge sind nur mit größten geistigen Anstrengungen zu überwinden;
– aus einem entlassen werden: es gelingt einem, sich von hinterlistigen Feinden zu befreien, die einem viel Kummer bereiten.
(ind. ) : – du wirst schwere Kränkungen erleiden.
Irrgarten
Allgemein:
Vielleicht hat der Träumende die Übersicht über seine verschiedenen Verpflichtungen verloren. Wichtig ist es auf jeden Fall, ruhig und
gelassen zu bleiben.
Psychologisch:
Ein Irrgarten oder Labyrinth ist oft Symbol für Schwierigkeiten oder Verwirrung in manchen Lebensbereichen. Fühlt man sich in einem
Traum-Irrgarten verloren und verwirrt, sind die Ursachen wohl die komplexen Möglichkeiten im Wachleben, die sorgfältige Überlegungen
vor allem Entscheidungen erforderlich machen. Man beachte alle möglichen zusätzlichen Hinweise des Traums, speziell, welche Symbole
darin vorkamen. Wenn man sich schließlich dazu durchrang, einen bestimmten Weg als Ausweg aus dem Irrgarten zu versuchen: Was führte
zu dieser Entscheidung?
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst vergebene Wege machen;
– sich in einem aufhalten: man wird bald in eine mißlichen Lage geraten;
auch wenn im Berufsleben Schwierigkeiten drohen, wird man mit Bedacht
und Geduld jedoch bald seine angestrebten Ziele erreichen.
(Siehe auch „Labyrinth“)
Irrlichter
Allgemein:
Irrlicht symbolisiert verlockende Ideen, Pläne und Ziele, die einer Realitätsprüfung aber nicht standhalten; man darf sich davon nicht
verführen lassen, auch wenn sie noch so faszinierend erscheinen.
Psychologisch:
Symbol für eine verführerische Situation mit „schmerzlichen Folgen“, ein Irrtum, der nachträglich „teuer zu stehen kommt“ – oder für eine
„verhängnisvolle Affäre“ mit einem (fast) unbekannten Menschen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sich verführen lassen.
(europ.) : – sehen: man lasse sich nicht verleiten; „der Schein trügt“, man sollte den falschen Weg wied er verlassen;
(ind. ) : – eine grobe Täuschung steht dir bevor.
Irrtum
Volkstümlich:
(europ.) : – man hat Angst vor der Lüge und täuscht sich dabei selbst.
Irrweg
Allgemein:
Irrweg wird im gleichen Sinn wie Irrlicht gedeutet.
Psychologisch:
Symbol für sinnlose Umwege – real, gedanklich oder emotional. Es fehlt eine konkrete Zielvorstellung – oder man läßt sich (zu) leicht
ablenken und „von seinem Weg abbringen“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – man will dich für unschöne Zwecke ausnutzen.
(europ.) : – einen sehen oder auf einen sein: man lasse sich nicht verleiten.
(Siehe auch „Irrlicht“)
Irrwisch
Volkstümlich:
(arab. ) : – laß dich nicht verführen.
Isolation
Psychologisch:
Ein Alptraum, in dem man sich „wie in einer Gummizelle gefangen“ fühlt. Häufig, wenn man sich tatsächlich ausgeschlossen und (von
wichtigen Menschen) übergangen sieht – oder aus Angst davor „freiwillig in Isolation flüchtet“: sich demonstrativ abkapselt – unter dem
Motto: „Ihr könnt mir nicht mehr weh tun, ich bin für euch unerreichbar.“
Isolierung
Volkstümlich:
(europ.) : – verspricht eine fröhliche Gesellschaft sowie ein Ehrenamt.

726
Italien
Allgemein:
Italien (Italiener) interpretiert man als Ausdruck sinnlicher Lebensfreude, Sensibilität, Sinn für Schönheit und naiver Gläubigkeit. Oft ist
damit die Ermahnung verbunden, im Leben nicht nur nach Vergnügungen zu streben, es etwas ernster zu nehmen und Gefühle nicht zu
überschwenglich zu äußern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: frohe Tage.
(europ.) : – dorthin reisen: man hat Sehnsucht nach dem Süden;
– italienisch sprechen: man hat Sehnsucht nach einem schwarzhaarigen Menschen;
– eine Italienerin sehen: man wird eine leidenschaftliche Liebelei erleben;
– mit einem Italiener sprechen: man soll sich vor Dieben hüten;
– italienische Kunst sehen: die eigene „künstlerische Ader“ will ausgelebt werden.

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