Traumdeutung Buchstabe J

Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets
Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets

J
Allgemein:
„J“ als geschriebener, plastischer oder gesprochener Buchstabe steht für Autorität und Einfluß. Man kann selbst darüber verfügen oder unterfremden Einfluß stehen.

Ja
Allgemein:
Gelegentlich hört sich der Träumende in seinem Traum „ja“ sagen. Dies ist als instinktive Annahme oder Anerkennung der Gültigkeit
dessen, was jeweils geschehen ist, zu werten.
Psychologisch:
Oft muß der Mensch, bevor er in seinem Alltag etwas verändert, sich selbst auf einer unbewußten Ebene die Erlaubnis dazu erteilen. Dies im
Traumzustand zu erkennen, ist ein wesentlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses.
Spirituell:
Der Träumende erhält die Erlaubnis zu spirituellen Wachsen und Gedeihen. Mit ihr kann der Träumende einen gezielten ausgerichteten
Lebensstil ins Auge fassen.
Jacht
Allgemein:
Jacht wird im Sinne von Boot oder Schiff verstanden, weist aber auf eine elegantere, gehobenere Form der Lebensgestaltung hin.
Psychologisch:
Schwärmen Sie von einer verwöhnten, kostspieligen Frau (Jachten haben Frauennamen)? Im übrigen deutet der Traum von einer Jacht
allgemein auf ein äußerst heftiges Bedürfnis nach Weiblichkeit, häufig nach stark ausgeprägten Brüsten. Es ist kein Zufall, daß die
Galionsfiguren der großen Jachten immer Frauen mit üppiger Oberweite sind.
Volkstümlich:
(europ.) : – wie Schiff, aber viel leichter und unabhängiger; maßgebend ist der Zustand des befahrenen Wassers und des Schiffes;
– verheißt Reichtum und Verstand; auch: Erholung von geschäftlichen und privaten Problemen;
– sehen oder damit fahren: kündet eine vorteilhafte Verbindung an;
– eine besitzen: eine vorteilhaft angesehene Verbindung wird sich als wertlos erweisen;
– eine gestrandete: steht für das Mißlingen von Freizeitunternehmungen.
(Siehe auch „Boot“, „Schiff“)
Jacke
Assoziation: – Bewegungsfreiheit; Abenteuer.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben hätte ich gern mehr Handlungsfreiheit?
Allgemein:
Jacke steht für Gefühle, die uns wärmen; aus ihr kann man also Rückschlüsse auf das eigene Gefühlsleben ziehen, das zum Beispiel
harmonisch oder unbefriedigend ist. Zur genauen Deutung müssen die individuellen Lebensumstände berücksichtigt werden.
Psychologisch:
Ein Symbol für das Image, das „man sich anzieht“: wie man sich präsentiert und auf andere wirken will.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: du wirst in der näheren Zukunft wenig zu essen bekommen.
(europ.) : – eine verkehrt anziehen: man ist momentan verwirrt oder falsch informiert;
– eine alte, verschlissene, löchrige: man ist in seinen Gefühlen verletzt und sollte sich von diesen trennen;
– eine alte wegwerfen: man trennt sich endlich von negativen alten Gefühlen.
(Siehe auch „Kleidung“, „Mantel“)
Jackett
Volkstümlich:
(europ.) : – harte Arbeit und wenig Ertrag; ermahnt zur Geduld; man sollte jedoch die erste Gelegenheit für eine Veränderung wahrnehmen.
Jackpot
Psychologisch:
Leider kein Traum, der einen Millionengewinn ankündigt, sondern nur Symbol für angestrengte Überlegungen über die Chancen, aus einem
riskanten (und vielleicht nicht ganz seriösen) Geschäft doch noch Gewinn zu ziehen. Oder: Sinnbild für den Plan, einen finanziell potenten
und überlegenen Geschäftspartner zum eigenen Vorteil auszutricksen und möglichst „über den Tisch zu ziehen“.
Jade
Assoziation: – Schutz; Glück.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fühle ich mich gesegnet oder würde ich gern gesegnet sein?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Verehrt; vergangenes Leben; Gebet; Interpretation; Gelassenheit; Ausdauer; Ernsthaftigkeit; Weisheit; östlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Jade, im Medizinrad das Mineraltotem der mittleren Position des östlichen Seelenpfads und der Weisheit, ist ein gläsern
aussehender Stein, der farblich zwischen Grün und Schwarz variiert. Jade wird von vielen Menschen überall auf der Erde als heiliger Stein
angesehen und insbesondere im Orient hoch verehrt. Artefakte aus Jade, sowohl Werkzeuge als auch Kunstgegenstände, werden aus
zahlreichen Begräbnisstätten zutage gefördert.
Allgemeine Bedeutung: Der weiseste Teil deines Selbst; das Wissen, welches du durch Erfahrung erlangt hast; wachsender Mut und
Klarheit.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe des tatsächlichen Findens deines spirituellen Weges; tatsächliche Hilfe bei der Meditation und/oder bei
Gebeten.
Psychologisch:
Traditionell gilt der zartgrüne Halbedelstein als Weisheits- und Glückssymbol – im Sinne von: Etwas ist viel mehr wert, als du glaubst, greif
zu, dann wird sich der wahre Wert herausstellen und dich „bereichern“.
Spirituell:
Es ist der Schmuck der Eingeweihten.

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Volkstümlich:
(europ.) : – Jadeschmuck sehen: glückverheißendes Omen für Erfolg, bei harter Arbeit.
(Siehe auch „Edelsteine“)
Jäger
Allgemein:
Jäger deutet man meist als Warnung vor Leichtsinn, das gilt nicht nur finanziell, sondern für die gesamte Lebensführung.
Spirituell:
In Männerträumen oft ein Symbol des „Schürzenjägers“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: seinen Lügen selbst glauben; man überschätzt seine eigenen Fähigkeiten und sollte mehr Bescheidenheit üben;
– selbst sein: Mut und Einsatzkraft werden bald belohnt werden.
(europ.) : – verheißt Glück und Lotteriegewinne;
– sehen oder sprechen: man wird leichtsinnig sein; man muß noch mehr gute Eigenschaften entwickeln.
(ind. ) : – sehen: der Leichtsinn hat dich in der Hand.
Jagd
Assoziation: – Verfolgung; Suche; Expedition.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben laufe ich vor meiner eigenen Kraft davon? Was bin ich zu fangen bereit?
Welchen Teil meines höheren Selbst bin ich in Besitz zu nehmen bereit?
Artemidoros:
Alles, was Menschenhand für die Zwecke der Jagd hergestellt hat, bringt Unglück; Glück aber nur Leuten, die hinter flüchtigen Sklaven her
sind oder etwas Verlorenes suchen; es sagt ein rasches Auffinden voraus. Allen anderen bedeutet es wegen der Schlingen geschäftliche
Verwicklungen, Gefahren und Anschläge; alle diese Geräte werden ja zum Schaden der Tiere hergestellt. Immer aber ist es besser, im Traum
selbst derlei zu besitzen, als bei einem anderen zu erblicken, eben wie es günstiger ist, einem anderen Böses zuzufügen, als selbst solches
von jemand zu erleiden.
Allgemein:
Jagd kann allgemein Hoffnungen, Begierden und Ehrgeiz anzeigen, die das Leben bestimmen. Unter Umständen steht dahinter die
Aufforderung, die Lebensziele neu zu überdenken. Sieht sich der Träumende in seinem Traum als Opfer einer Jagd, hat dies meist etwas mit
seiner Sexualität zu tun. Begegnet sich der Träumende in seinem Traum selbst als Jäger, macht ihn dies auf ein Teil seiner selbst
aufmerksam, der destruktiv und bösartig sein kann. Wer im Traum auf die Jagd geht, der sucht im Wachleben vielleicht den
verständnisvollen Partner oder den idealen Chef. Er jagd mit anderen Worten seinem Glück hinterher. Kommt er ohne Beute zurück, steht er
auch im Alltagsleben mit leeren Händen da und ist verzweifelt darüber, daß ihn niemand verstehen will. In diesem Zusammenhang sollte
man auch auf die Tiere achten, die man im Traum jagt. Eine ältere Deutung stellt einen Zusammenhang mit dem Tod her, besonders mit dem
rituellen oder dem Opfertod. Weitere Bedeutungen können sich aus folgenden Begleitumständen ergeben:
– Zur Jagd gehen zeigt an, neue Pläne in Angriff zu nehmen; alte Traumbücher verstehen das auch als Bedürfnis nach
erotischen Abenteuern.
– Mit einer Jagdbeute zurückkehren soll für Schadenfreude stehen, die man selbst empfindet oder von anderen erleidet.
– Ohne Beute bleiben oder vorbeizielen kündigt Enttäuschungen und Verluste an.
– Sich selbst gejagt sehen kann auf Streß und Zeitmangel, zuweilen auch auf krankhafte Verfolgungsideen hinweisen.
– Zur Jagd eingeladen werden soll nach alten Traumbüchern einen Gewinn bei einem Glücksspiel verheißen.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in der „Beute“ – Situation ist und selbst gehetzt und gejagt wird, gilt das weniger als Symbol für eine tiefere
Bedeutung, sondern als Streßverarbeitung in einem „gehetzten“ Zustand. Ein Signal, daß es an der Zeit ist, sich nicht von einem Termin zum
anderen „jagen“ zu lassen, weil sonst die psychisch-physische Gesamtverfassung „erlegt“ wird. Anders sind Träume zu deuten, in denen man
selbst der Jäger ist: Man verfolgt „ohne Rücksicht auf Verluste“ eigene Ziele und geht dabei mit anderen nicht sehr rücksichtsvoll um – ihre
„Schonzeit“ ist vorbei, und dem Träumer geht es nur mehr um wirklich erfolgreiche „Abschüsse und Trophäen „.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Tod und Zerstörung in einem rituellen Zusammenhang Bestandteil der spirituellen Reise sein. Der
Träumende muß die Teile seiner Persönlichkeit „vernichten“, die ihn am spirituellen Vorankommen hindern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sich daran beteiligen: durch Ausdauer wirst du deine Zukunft glücklich gestalten;
– dazu eingeladen werden: Glück in der Lotterie;
– Hochwild jagen: guter Erfolg in Geschäften;
– Kleinwild jagen: dein Vorhaben wird dir mißlingen.
(europ.) : – man glaubt zu jagen und wird selbst gejagt; Vorsicht vor Menschen, die sich einem nähern wollen!
– sehen: Gegner machen einem das Leben schwer;
– zu einer eingeladen werden: Glück in der Lotterie;
– auf eine gehen: man bekommt Lust zum Heiraten; auch: nach dem Unerreichbaren streben;
– mitmachen: Erfolg im Geschäft, glänzende Zukunft;
– Fuchsjagd: zeigt ein Risiko wegen der schlauen Konkurrenz;
– kleine Tiere wie Hasen jagen: Zeichen für Enttäuschungen;
– große Tiere wie Hirsch jagen: Zeichen für kommenden Wohlstand;
– Jagdhunde sehen: man läßt sich von schlauen Leuten hintergehen;
– sich auf einer Jagd verirren: bedeutet Verlegenheiten, auch soll man in keiner Lage das Vertrauen
zu sich selbst verlieren, es wird sich schon ein Weg finden, um das Erwünschte zu erreichen;
– auf einer vorbeischießen: man wird mit seinen Absichten durchfallen;
– von einer ohne Beute zurückkehren: man wird eine Enttäuschung erleben;
– mit einer Beute nach Hause kommen: man wird eine Schadenfreude haben;
– Wild stellen: man kann Hindernisse überwinden und Wünsche verwirklichen;
– beim Töten gegenwärtig sein: man wird die Schwierigkeiten überwinden;
– Jagdmesser haben: bedeutet viel Aufschneiderei;
– Jagdhorn blasen hören: bedeutet Vergnügen;
– Jagdtasche: man soll sein Vermögen beisammenhalten.
(ind. ) : – daran teilnehmen: du wirst eine schwierige Anklage hören;
– dazu eingeladen werden: sei nicht zaghaft, du wirst bestimmt in der Lotterie gewinnen.
(Siehe auch unter einzelnen Tierbezeichnungen)

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Jagdaufseher
Psychologisch:
Symbolgestalt für Schutz und Gerechtigkeit – jemand, der verhindert, daß „in fremden Revieren gewildert“ und ein „heimlicher Abschuß“
rißkiert wird.
Jagdflugzeuge
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird einen unerwarteten Schicksalsschlag bekommen;
– eine Jagdstaffel sehen: allgemeine Unruhe im Lande.
Jagdgewehr
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein Unternehmen schlägt fehl.
(ind. ) : – haben: dein Unternehmen wird fehlschlagen, wenn du nicht Vorsicht übst.
Jagdhorn
Allgemein:
Jagdhorn kündigt ein freudiges Ereignis an, das man nicht erwartet hat.
Psychologisch:
Der Klang eines Jagdhorns kündigt unerwartete Begegnungen und freudige Ereignisse an. Als Fruchtbarkeitssymbol steht das Horn
insbesondere für eine Schwangerschaft oder Geburt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Vergnügen.
(europ.) : – freudige Signale eines hören: verheißen ungewöhnliches Glück;
unsichtbare Kräfte kümmern sich persönlich um das Wohlergehen;
– selbst eines blasen: man wird glückliche Geschäfte machen.
(ind. ) : – blasen: Heiterkeit und angenehmes Leben.
(Siehe auch „Blasinstrumente“, „Horn“)
Jagdhunde
Allgemein:
Jagdhund kann andeuten, daß man übertrieben ehrgeizig oder materialistisch hinter Geld und Erfolg herjagt. Zuweilen kommen darin aber
Inhalte des Unbewußten zum Vorschein, die man aufspüren sollte. Nach alten Traumbüchern wird man vor Betrug und Hinterlist anderer
gewarnt.
Psychologisch:
Der Träumende möchte, daß sich möglichst viele Leute um ihn und seine Arbeit kümmern. Häufig weist er seine Umwelt auf seine
Leistungen hin, damit sie sie bemerken. Vorsicht vor übertriebenen Materialismus.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: etwas Angenehmes erhalten oder erleben;
– abrichten: sein Ziel erreichen;
– von ihnen verfolgt werden und gebissen werden: seinen Feinden preisgegeben sein.
(europ.) : – Jagdhunde auf der Jagd: deuten auf kommende Freuden und Veränderungen zum Guten hin;
– Träumt eine Frau von Jagdhunden, wird sie sich in einen Mann unter ihrem Stand verlieben. Folgen
ihr viele Jagdhunde, wird sie zahlreiche Verehrer haben, aber vergebens auf die wahre Liebe hoffen.
(ind. ) : – sehen: eine glückliche Zukunft.
(Siehe auch „Hund“, „Tiere“)
Jagdmesser
Allgemein:
Jagdmesser ermahnt, weniger aufzuschneiden und anzugeben, weil man dabei durchschaut wird und sich lächerlich macht.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet viel Aufschneiderei.
Jagdtasche
Allgemein:
Jagdtasche fordert meist zu mehr Sparsamkeit auf, damit man das Vermögen nicht unnötig vermindert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder umhängen: du hegst Hoffnungen, wirst aber in absehbarer Zeit nichts gewinnen.
(europ.) : – man soll sein Vermögen beisammenhalten.
(ind. ) : – dir wird ein guter Fang gelingen.
Jagdtrophäe
Allgemein:
Naheliegendes Symbol für Gewinn, den man nicht durch Arbeit, sondern durch förderliche Umstände und Cleverneß im Konkurrenzkampf
„abgeschossen“ hat. Oder: Sinnbild für ungerechtfertigte Eitelkeit und Überheblichkeit.
(Siehe auch „Jagd“)

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Jaguar
Medizinrad:
Schlüsselworte: Einsiedlerisch; schnell; tief weiblich.
Beschreibung: Der Jaguar, eine Katze, die lohfarben mit schwarzen Flecken oder fast schwarz mit schwarzen Flecken sein kann, lebt
hauptsächlich in Zentral- und Südamerika. Jaguare sind sehr kraftvoll und benötigen ein großes Territorium. Anders als viele anderen
Katzenarten mögen sie das Wasser. Sie sind eher einzelgängerische Tiere mit Ausnahme der Zeit, in der sie ihre Jungen großziehen. Sie
können beeindruckend laut brüllen. In Zentral- und Südamerika wurde der Jaguar für sehr heilig gehalten, Darstellungen dieses Tiers werden
bei vielen archäologischen Ausgrabungen gefunden und sind auch noch heute in Motiven auf Kleidungsstücken und Körben anzutreffen.
Der Jaguar wurde als Verbündeter mit einem sehr starken, beschützenden, emotionalen und sinnlichen Aspekt der weiblichen Natur
betrachtet.
Allgemeine Bedeutung: Mit dem eben beschriebenen tiefen Aspekt der weiblichen Natur in Kontakt kommen; dich selbst als Jäger sehen;
dich selbst als Beschützer sehen; der aggressiv- weibliche Teil deiner Natur.
Assoziation: Eine Automarke.
Transzendente Bedeutung: Ein verbündeter, der dir helfen kann, diesen tiefen weiblichen Aspekt deiner Natur, der dich mit Mutter Erde und
Großmutter Mond gleichermaßen verbindet, zu verstehen.
Medicine Eagles Lehre: Der schwarze Jaguar steht für das Weibliche; tiefes, unbewußtes Reich der Dunkelheit; der Reichtum der Nacht.
Allgemein:
Der Jaguar symbolisiert wie alle Raubtiere Lebenskraft, Emotionen und Aggressivität. er warnt den Träumenden vor Überheblichkeit, allzu
großer Rücksichtslosigkeit und Hemmungslosigkeit, kann aber auch dessen Wunsch nach mehr Durchsetzungsvermögen und Eigenwillen
zum Ausdruck bringen.
Psychologisch:
Die elegante Wildkatze symbolisiert genau das: wilde, exotische und unnahbare Schönheit – z.B. einer Frau.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein hoher Herr will dir wohl.
(ind. ) : – sehen: die Geschäfte gehen blendend.
(Siehe auch „Tiere“)
Jahr (Siehe „Zeit“)
Jahresringe
Allgemein:
Wenn man einen Baumstamm durchsägt, kann man aus der Zahl der Jahresringe sein Alter ersehnen. Im Traum stellen diese Ringe vielleicht
die eigenen Erfahrungen in der Vergangenheit und die im Verlauf des Lebens erworbene Weisheit dar.
(Siehe auch „Baum“)
Jahreszeiten
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum Jahreszeiten erlebt, so hat dies etwas mit seinen verschiedenen Lebensphasen zu tun: Frühling steht
für die Kindheit, Sommer für das frühe Erwachsenenalter, Herbst für die mittleren Jahre und Winter für das Alter.
Psychologisch:
Das Bedürfnis des Menschen, Lebenszeit in Abschnitte oder Phasen zu gliedern, entspringt ursprünglich der Notwendigkeit, sich aus
Gründen des Überlebens auf die Jahreszeiten einzustellen. Der Mensch braucht Fixpunkte und Grenzen, um die für ihn überlebenswichtige
Orientierung zu gewährleisten.
Spirituell:
Die Gliederung des Jahres in Frühling, Sommer, Herbst und Winter bietet Gelegenheit für Feste und Feierlichkeiten.
(Siehe auch „Frühling“, „Sommer“, „Herbst“, „Winter“)
Jahrmarkt
Allgemein:
Jahrmarkt enthält oft die Aufforderung, das Leben nicht zu ernst zu nehmen, sich nicht jede Freude, jeden Genuß zu versagen. Gleichzeitig
kann aber auch vor leichtfertigen Geldausgaben gewarnt werden, die das Budget übersteigen.
Psychologisch:
Es ist meistens der Jahrmarkt der Eitelkeiten, der uns von unserem Unbewußten vorgespielt wird. Das laute Treiben erinnert uns an
Gesellschaften, auf denen wir uns nicht wohl fühlen, die Geschäftigkeit, mit der hier gehandelt wird, an die vielen Unwägbarkeiten, mit
denen wir es im Leben zu tun haben. Schlendern wir allein über den Jahrmarkt, empfinden wir uns im Alltagsleben wohl als ein wenig
lieblos behandelt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besuchen: du wirst es demnach mit vielen Menschen zu tun bekommen.
(europ.) : – man fast das Leben falsch auf und sollte sich ändern;
– verheißt fröhliche Feste und Geldausgaben, ferner Verbindung mit vielen Leuten, die uns nützen könnten;
– auf einem sein: bringt seelisches Leid und Sorgen;
– auf einem einkaufen: man wird Geld ausgeben.
Jähzorn
Psychologisch:
Wer im Traum einen Zornesausbruch hat, zwingt sich im Wachzustand zur Disziplin und Selbstbeherrschung und ist kurz vor dem
„Durchknallen“ – aber es wagt es (aus Diplomatie, Vorsicht, Berechnung oder Rücksichtnahme?) einfach nicht. Ein Verdrängungstraum mit
Ventilfunktion.
(Siehe auch „Zorn“)
Jakobianisch
Volkstümlich:
(europ.) : – jakobianische Möbel sehen: es ist eine ruhige Zeit mit älteren Menschen angezeigt, deren Lebensart
nicht so modern ist, wie die eigene; aus der Erfahrung wird man jedoch Gewinn ziehen.

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Jakobsleiter
Volkstümlich:
(arab. ) : – Glück und Ehre.
Jammern
Allgemein:
Jammern hören kündigt manchmal eine erfreuliche Nachricht an, kann aber auch für mehr Glück und Erfolg in der nächsten Zeit stehen.
Psychologisch:
Es ist gar nicht so verkehrt zu klagen. So fressen Sie nichts in sich hinein. Außerdem kann man auch auf diese Weise seinen Willen bei
anderen durchsetzen. Zumindest weiß dann jeder, was einen stört. Sie sollten auch im Wachzustand Ihrer Umgebung deutlich mitteilen, was
Sie auf dem Herzen haben. Im Traum haben Sie es ja schon geübt.
Volkstümlich:
(europ.) : – verspricht neuen Mut und neue Hoffnungen; Errettung aus Gefahr.
(ind. ) : – hören: du wirst ein Geschenk erhalten.
Januar
(Monat)
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Kummer durch lieblose Freunde oder Kinder.
Japan
Allgemein:
Japan (Japaner) versinnbildlicht meist ein Verhalten, das von leerer Förmlichkeit und Höflichkeit ohne innere Anteilnahme bestimmt wird;
da es unecht wirkt, ergeben sich daraus oft zwischenmenschliche Probleme. Zuweilen kommen in dem Symbol auch Bescheidenheit und
Fleiß zum Ausdruck, zu denen man ermahnt wird, oder man wird vor der Durchtriebenheit anderer gewarnt.
Volkstümlich:
(europ.) : – nach dort reisen: Zeichen von Tapferkeit;
– einen Japaner sehen: man ist von schlauen Menschen umgeben, die einem nicht wohlgesinnt sind.
Järv
Medizinrad:
Schlüsselworte: Aggressiv; bösartig; gefürchtet; mutig; Einzelgänger; gemieden; Beschützer.
Beschreibung: Der Järv, Bärenmarder oder Vielfraß (Gulo gulo) sieht mit seinem dunkelbraunen Pelz und seinen breiten, gelblichen,
tatzenähnlichen Pfoten dem Bär ähnlich. Er ist allerdings nur etwa 60 bis 80 Zentimeter lang, doch trotz seines kleinen Wuchses ein überaus
erfolgreicher Jäger. Der Järv greift furchtlos Lebewesen an, die viel größer sind als er selbst. Järve sind wegen ihrer scharfen Zähne, ihrer
Klauen und ihrer Aggressivität gefürchtet. Es heißt, daß sie so zäh sind, daß sogar Bären und Pumas vor ihnen Reißaus nehmen. Zwar
fressen Järve gerne Aas, aber sie nehmen darüber hinaus alles, was sie erwischen können und verhalten sich damit so, wie ihr Name Vielfraß
es andeutet.
Allgemeine Bedeutung: Der aggressivste und bösartigste Teil deiner Natur; oft der Teil, der mit tiefem Zorn und großer Wut angefüllt ist; der
Aspekt deines Selbst, der kämpfen wird, um zu beschützen; eine tiefe Quelle des Mutes in dir; deine Bereitschaft, auch jemanden oder etwas
anzugreifen, was dich an Größe überragt.
Assoziation: Unersättliche Gier.
Transzendente Bedeutung: Ein tiefes Verstehen von Persönlichkeitsanteilen, die du eigentlich fürchtest; ein starkes Schutztier.
Jasmin
Allgemein:
Die wohlriechende Blume übersetzt die reinen Gefühle, die wir in einer Liebesbeziehung hegen möchten. Verblühter Jasmin könnte das
Ende dieser Beziehung umschreiben.
Psychologisch:
Der Strauch mit den intensiv duftenden Frühlingsblüten symbolisiert weibliche Erotik und Sinneslust.
Volkstümlich:
(arab. ) : – die oder der Geliebte kommt und man wird sich über ein paar harmonische Stunden freuen dürfen.
(europ.) : – zeigt ein süßes Liebesverhältnis an; auch: ein köstliches Vergnügen von kurzer Dauer;
– die Blüten sehen: großes Glück erwartet einem.
(ind. ) : – sehen: eine geliebte Person kommt ins Haus.
Jasminlaube
Volkstümlich:
(arab. ) : – Zusammentreffen mit deiner, deinem Geliebten.
Jaspis
Medizinrad:
Schlüsselworte: Hoch geschätzt; magisch; befähigt im spirituellen Reich; bringt Segen; zieht Erdenenergie an; Mond der fliegenden Enten.
Beschreibung: Jaspis, im Medizinrad das Mineraltotem der im Mond der fliegenden Enten (23. September bis 23. Oktober) Geborenen, ist
ein kryptokristalliner Quarz, der in vielen verschiedenen Farben vorkommt – Braun, Rotbraun, Schwarz, Blau, Gelb, Grün und in
unterschiedlichsten Farbzusammensetzungen. Am engsten ist der Blutjaspis oder Heliotrop, ein dunkelgrüner Stein mit roten Flecken, mit
den im Mond der fliegenden Enten Geborenen verbunden.
Dem Heliotrop im besonderen und dem Jaspis im allgemeinen werden viele magische Eigenschaften nachgesagt. Völker aller Zeiten und
Erdteile wußten den Heliotrop als Amulett zu schätzen, weil sie glaubten, daß er die Macht habe, die Hitze der Sonne weiterzuleiten und
Wasser zum Kochen zu bringen. Sie meinten, er könne Blutungen stillen, seinen Besitzer unsichtbar machen, ein langes Leben garantieren,
verlorenes Augenlicht ersetzen und das Gift aus Schlangenbissen ziehen. Bis vor noch gar nicht so langer Zeit wurde Blutjaspis eingesetzt,
um Blutstürze zu bekämpfen. Man glaubte auch daran, daß der Stein böse Geister vom Besitzer abhalten würde. Darüber hinaus segnen alle
Jaspisarten ihren Besitzer und speichern und ziehen Erdenergie an.
Allgemeine Bedeutung: Eine Segnung erhalten; wachsendes Verstehen der Erde; eine mögliche Haltung; Aufheizen einer Situation oder
Beziehung.

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Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Ein direkter Segen, möglicherweise von der Erde.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Edelstein): Treue, Beständigkeit.
(europ.) : – ist ein gutes Omen für Erfolg und Liebe;
– Verliert eine junge Frau einen Jaspis, ist dies ein Zeichen für Unstimmigkeiten mit Ihrem Liebhaber.
(Siehe auch „Edelsteine“, „Quarz“)
Jäten
Psychologisch:
Der Träumende möchte sich durch das Jäten im Traum von unangenehmen oder belastenden Einflüssen befreien. Diese können aus
Partnerschaft, Beruf oder privatem Bereich kommen. Der Träumende ist in Gedanken damit beschäftigt, sein Innenleben zu ordnen. Für die
genaue Deutung des Traumes ist der Zustand des Gartens oder der Wiese wichtig.
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst jäten: man wird mit einer Arbeit, die einem Ehre einbringt nur schwer vorankommen;
– andere jäten sehen: man befürchtet, daß Feinde die Pläne durchkreuzen.
(Siehe auch „Garten“, „Wiese“)
Jauche
Allgemein:
Jauche deutet man im Sinne von Dung.
Psychologisch:
Das Unbewußte führt uns die stinkende Brühe eher als Beispiel vor, wie aus Minderwertigem etwas gemacht werden kann, das wachsen und
gedeihen läßt, besonders im Zusammenhang mit dem Intimbereich und der Sexualität.
Volkstümlich:
(arab. ) : – auf den Acker laufen lassen: guten geschäftlichen Erfolg haben;
– eine Jauchegrube sehen oder Jauche reichen: man wird bald eine neue Bekanntschaft machen und dadurch viel Freude haben;
– in eine Jauchegrub e fallen: demnächst mit Spott zu rechnen haben, den man sich durch seine eigene Ungeschicklichkeit
selbst zuzuschreiben hat.
(europ.) : – riechen: man wird etwas tun, das uns und anderen Vorteil einbringen wird;
– sehen oder hineinfallen: Belobigung aus schönem Mund; verschiedene Unannehmlichkeiten sind zu erwarten.
(ind. ) : – Wohlstand und Glück.
(Siehe auch „Dünger“, „Kot“, „Misthaufen“)
Jauchzen
Allgemein:
Jauchzer (Jauchzen) hat im Traum nichts mit Freude zu tun, sondern kündigt Unglück und Sorgen an.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: du wirst in böse Gesellschaft kommen.
(europ.) : – besagt, daß man zur Erreichung eines Zieles unbeirrt auf dem eingeschlagenen Weg verbleiben muß.
(ind. ) : – hören: du wirst ein Unglück haben.
Jazzmusik
Allgemein:
Jazzmusik weist im Gegensatz zu anderer Musik nicht auf innere Harmonie hin, sondern auf Nervosität, Unruhe, Überreiztheit und
Unbeständigkeit; dagegen sollte der Träumende unbedingt etwas tun.
Volkstümlich:
(europ.) : – innere Unruhe, nervöses Nachschwingen; Zeichen seelischer Unbeständigkeit;
– sehen oder hören: man wird einen treuen Freund vernachlässigen und leichtsinnige Gesellschaft suchen;
– in einer Jazzband spielen: man macht sich lächerlich.
(Siehe auch „Musik“)
Jeans
Assoziation: – Gemeinsamkeit; Bequemlichkeit; Freiheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fühle ich mich zuhause? Wo würde ich gern mehr zuhause fühlen?
Psychologisch:
Sigmund Freud hätte ihnen mit Sicherheit sexuelle Symbolik in die Taschen geschoben – aber zu seiner Zeit gab es die meistgetragenste
Hose der Welt (in Europa) noch nicht. Die engen Blauen haben erst seit den siebziger Jahren – und einer Traumforschungsstudie in
Kalifornien – Symbolwert: für Individualismus, der „unter förderlichen Umständen und bei Bestätigung durch ein entsprechendes Umfeld zu
positivem Gruppenverhalten führt“. Alles klar? Übrigens: Mehr als 90% der Befragten dieser Studie sahen in Jeans ein
„Unabhängigkeitssymbol“, weil sie „sexy und pflegeleicht“ sind, praktisch „in jeder Situation tragbar“ – Jeans hätten die Welt von
konventionellen Kleidungszwängen befreit. So realistisch können Umfrageergebnisse für die Traumforschung sein.
(Siehe auch „Kleidung“)
Jesuit
Volkstümlich:
(arab. ) : – du sollst überlistet werden.
(europ.) : – sehen: Beistand oder Verleitung, zu deuten nach etwaigen Nebenbildern im Traum.

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Jesus
Assoziation: – menschlicher Aspekt des Göttlichen; Erlösung; Heilung.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist bereit, erlöst zu werden?
Allgemein:
Jesus versteht man wie Christus.
Psychologisch:
Ein archetypisches Glaubenssymbol des Leidens und Duldens. Missions- und Vorbildtraum.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Hilfe in der Not.
(europ.) : – bei ihm sein: bedeutet Hilfe und Ende aller Not;
– am Kreuz sehen: man wird von einem Leiden erlöst werden.
(Siehe auch „Christus“)
Jesusknabe
Volkstümlich:
(europ.) : – Befreiung von Not und Sorgen, ermahnt zur Nächstenliebe.
Jet-set
Psychologisch:
Wer davon träumt, träumt davon, möglichst „dazuzugehören“.
Job
Psychologisch:
Die Seele ahnt, daß etwas entscheidendes fehlt: Beruf ohne Berufung wird als Job definiert. Wie soll dann das Leben weitergehen, wenn man
keinen Sinn in der Arbeit findet?
Joch
Allgemein:
Joch verheißt eine sichere, erfolgreiche Zukunft; allerdings muß man dafür besonders hart und sehr ausdauernd arbeiten.
Psychologisch:
Sehen wir im Traum einen Ochsen sein Joch tragen, werden wir daran erinnert, daß auch wir manches zu tragen haben, was uns eigentlich
nicht paßt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mühsame, beschwerliche Arbeit.
(europ.) : – man wird in Zorn geraten; auch: sich widerwillig den Wünschen anderer beugen oder anderen Sitten anpassen müssen;
– Ochsen unter ein Joch spannen: unterstellte Personen werden die gegebenen Ratschläge annehmen;
– lassen sich die Ochsen nicht einspannen: man muß sich um einen verlorenen Freund sorgen.
(ind. ) : – sehen: es ist alles in Ordnung, habe keine Sorge für die Zukunft.
Jockey
Allgemein:
Jockey steht für die seelisch-geistigen Kräfte, die den Lebensweg bestimmen; je nach den Begleitumständen kann er Erfolge oder Probleme
ankündigen, oft fordert er auch zu mehr Selbstbeherrschung auf.
Psychologisch:
Ein Autoritätstraum. Auf hohem Roß zum Erfolg. Es ist auch das Machtgefühl der Seele, falls das Roß nicht stürzt, denn der Jockey läßt das
Pferd laufen
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen reitenden sehen: man wird bald seinen Wohnort wechseln müssen;
auch: ein gestecktes Ziel wird rasch erreicht werden.
(europ.) : – du wirst rasch an das ersehnte Ziel kommen; auch: ein Geschenk aus unerwarteter Quelle erhalten;
– einen auf seinem Pferd sehen: man ist ein waghalsiger Mensch, der jedes Lebensrennen gewinnen möchte
oder andere gerne von sich abhängig macht;
– stürzt ein Jockey vom Pferd, werden Fremde einem um Hilfe bitten;
– Sieht eine Frau einen Jockey bei einem Rennen in voller Geschwindigkeit reiten, dann bekommt sie einen
unerwarteten Heiratsantrag;
– Ist eine junge Frau mit einem Jockey befreundet oder die Geliebte eines Jockeys, wird sie einen Ehemann haben,
der einer anderen gesellschaftlichen Schicht angehört.
(ind. ) : – reiten sehen: du wirst deinen Wohnort wechseln.
(Siehe auch „Pferd“)
Jodeln
Allgemein:
Jodeln kann manchmal überschäumende Lebensfreude symbolisieren; häufiger wird man dadurch aber vor der Hinterlist anderer gewarnt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden hören: bald eine Reise machen; auch: man soll bestimmten Menschen in seiner Umgebung nicht blind vertrauen,
da sie hinter seinem Rücken schlecht über ihn reden könnten.
(europ.) : – Jodler hören: bald eine fröhliche Reise, vielleicht sogar in die Berge machen;
– selbst jodeln: man ist ein überschäumender, fröhlicher Zeitgenosse, der im Alltag seine Fröhlichkeit unterdrücken muß.
(ind. ) : – hören: du wirst überlistet werden.
Joga
Allgemein:
Joga verkörpert die Persönlichkeit als Ganzes und fordert zu mehr Selbsterkenntnis auf, damit man im Einklang mit sich selbst leben kann.

734
Joggen
Psychologisch:
Joggen steht für Aktivität, Bewegung und Energie. Die Traum-Aktivitäten Gehen, Laufen oder Joggen sind wahrscheinlich deshalb alle
zusammen Kommentare zu dem Tempo des eigenen Lebens-Lauf und wie man mit diversen Aufgaben dabei zurecht kommt. Geht man im
Traum nur, dann scheint man sich seiner Sache sicher zu sein; alles geht wie es soll, und die Streßbelastung ist gering. Als Traum-Jogger
verläuft das Leben zwar in einem gleichmäßigen Rhythmus, aber bestimmte Aspekte langweilen einem. Das richtiggehende Laufen im
Traum ist ebenfalls ein positives Symbol, vorausgesetzt, man hat mit den anderen Schritt gehalten. Womöglich steht man aber unter mehr
Streß, als einem guttut. Ist man hinter den anderen zurückgeblieben oder hat erfolglos versucht, einen Wettlauf zu gewinnen, dann muß man
einiges ändern, um den Druck zu verringern. Man sollte diesen Traum ausdrücklich als Warnung nehmen. Wo übrigens ging, lief oder joggte
man? Was/wo war das Ziel, und durch welche Landschaft führte die Strecke? Wie war das Wetter? All diese Punkte können einem etwas
über das vorherrschende „Klima“ im Wachleben sagen und Hinweise auf die Projekte und Erfolge beziehungsweise Mißerfolge geben.
(Siehe auch „Laufen“ und andere enthaltene Elemente des Traumes)
Joghurt
Volkstümlich:
(europ.) : – wenn nicht erotisch, dann wie Wasser zu bewerten.
(Siehe auch „Wasser“)
Jogi
Allgemein:
Jogi wird im Sinne eines Gurus gedeutet, der zur Selbsterkenntnis anleitet.
(Siehe auch „Guru“)
Johannisbeeren
Allgemein:
Johannisbeere deutet auf eine beständige gute Freundschaft oder Liebesbeziehung hin, die man bereits hat oder nach der man sucht. Der Saft
der Beeren kann aber auch Langeweile symbolisieren, weil eine Beziehung in Routine des Alltags erstarrt und erkaltet ist.
Psychologisch:
Ein süß-saures Symbol für ein glückliches Leben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: kündigen eine sorglose, harmonische Zeit an;
– unreife sehen oder essen: die momentane Zufriedenheit wird durch eine unangenehme Nachricht gestört werden,
die einem nahestehenden Menschen betrifft.
(europ.) : – am Busch sehen: man wird mit offenherzigen Menschen zu tun haben;
– Zweige davon abbrechen: man wird sich eine treue Freundschaft erwerben;
– in der Erntezeit haben: bedeutet Beständigkeit und Zufriedenheit;
– außerhalb der Jahreszeit haben: bedeutet Untreue;
– Saft davon trinken: man sucht Abwechslung;
– rote: Festigkeit und Beständigkeit des Charakters; Beständigkeit der jetzigen sozialen und familiären Situation;
– weiße: Friede und reichlicher Verdienst; Glück in einer Liebesangelegenheit; Genugtuung;
– schwarze: Treulosigkeit des Partners und Liebeskummer;
– einkochen: treue Liebe und viel Glück.
(ind. ) : – essen: glückliche Liebeswerbung;
– pflücken: auf Leid folgt Freud.
Johannisbeerzweig
Volkstümlich:
(europ.) : – Zeichen für ein großes Herz und warnt vor Mißbrauch des Liebesgefühls.
Johannisbrot
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: du hast nur schwache Hoffnung.
(europ.) : – sehen oder essen: glückliche Liebeswerbung.
(ind. ) : – essen: deine Hoffnungen werden noch auf die Probe gestellt.
Johannisfeuer
Volkstümlich:
(europ.) : – große Freude.
Johanniskäfer
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst eine Liebesbotschaft erhalten;
– sehen: Ängstlichkeit in der Liebe;
– in der Dunkelheit sehen: ein sorgfältig gehütetes Geheimnis wird verraten werden.
Johannestrieb
Volkstümlich:
(europ.) : – man spürt sein Alter fortschreiten.
Johanniswürmchen
Volkstümlich:
(europ.) : – verkünden, daß man anvertraute Sachen nicht verraten soll.
(ind. ) : – sehen: sei nicht zu offenherzig.

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Joint (Siehe unter „Haschisch“)
Joker
(Kartenspiel)
Allgemein:
Bis zu einem gewissen Grad symbolisiert der Joker im Traum etwas Ähnliches wie das Chamäleon. Der Joker hat die Fähigkeit sich gut
anzupassen und hat je nach Umgebung eine positive oder negative Auswirkung.
Jongleur / jonglieren
Allgemein:
Der Jongleur ist das Symbol der Geschicklichkeit und Konzentration, aber auch der Unbeständigkeit und Risikobereitschaft. Er verkündet
dem Träumeden, daß er ein hochgestecktes Ziel bald erreichen wird; gleichzeitig sollte er sich jedoch auch vor Betrügern hüten. Wer selbst
als Jongleur auftritt, möchte gern immer die Balance halten, ohne daß dabei etwas zu Bruch geht. Jongleur verweist nach altindischer
Traumlehre auf unverhoffte (meist finanzielle) Erfolge.
Psychologisch:
Wie viele Bälle können Sie halten, während Sie versuchen, sich „durchs Leben zu jonglieren“? Darum geht es in diesem Traum vom
zirkusreifen Geschicklichkeitsspiel: um die spielerische Beweglichkeit des Geistes, die bei aller Leichtigkeit und Sprunghaftigkeit doch
„zielstrebig agiert“, um mehrere (verschiedene) Ideen und Abläufe zu einem positiven Gesamtergebnis zu vereinen. Wen n man ihn und seine
Kunst bewundert, will man sich im Wachleben Vorteile verschaffen, indem man anderen bei der Arbeit lieber zuschaut, als selbst etwas zu
tun.
Volkstümlich:
(ind. ) : – unverhoffter Gewinn kommt dir ins Haus;
– jonglieren: der Traum hat Ihre Fähigkeiten kommentiert, Ihr Leben in der richtigen Reihenfolge zu jonglieren.
(europ.) : – eine Beförderung in der beruflichen Position ist in Reichweite; zögere nicht.
(Siehe auch „Zirkus“)
Journal
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst erkranken.
Journalist
Allgemein:
Journalist bringt oft zum Ausdruck, daß man sich mitteilen, verständlich machen, vielleicht auch Einfluß gewinnen möchte; zuweilen kann
dahinter Geltungssucht stehen, die man abbauen muß. Kommen Journalisten im Traum vor, so kann das eine Warnung sein. Jemand im
Freundes- oder Bekanntenkreis versucht, sich mittels Halbwahrheiten und Desinformationen Vorteile zu verschaffen oder sich in eine
Machtposition zu bringen.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen oder sprechen: man wird einen einflußreichen und wohlwollenden Protektor finden.
Jubeln
Allgemein:
Jubelt man selbst im Traum, sehnt man sich danach, seine eigene Persönlichkeit besser entfalten zu können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: du kannst keine gute Nachrichten erwarten.
(europ.) : – Jubelrufe sind ein unglückliches Omen; man achte auf seine Handlungen.
(ind. ) : – Jubel: Ihr Unterbewußtsein hat Ihnen bei einer Sache zugestimmt, egal ob Sie selbst gejubelt haben oder bejubelt wurden.
(Siehe auch „Beifall“, „Jauchzen“)
Jubiläum
Allgemein:
Ein Jubiläum verweist auf einen neuen Start. Der Traum von einem Jubiläum oder einer Jubiläumsfeier stellt einen Übergang dar, der früher
mit einem entsprechenden Ritual gewürdigt wurde. Ein alter Lebenszyklus ist abgeschlossen, und ein neuer beginnt.
Psychologisch:
Wenn ein Traum von einer Jubiläumsfeier handelt, kann dies eine natürliche Spontaneität darstellen, mit welcher der Träumende große
Veränderungen begrüßt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht Jubiläum im Traum für einen heiligen Beginn.
Volkstümlich:
(arab. ) : – feiern: du wirst viel Anerkennung finden.
(europ.) : – sehen: bald an angenehmen Unternehmungen teilhaben;
– selbst feiern: in finanziellen Wohlstand kommen;
– teilnehmen: unerwartete Erbschaft;
– ein religiöses Jubiläum deutet auf eine enggefaßte, aber bequeme Umwelt hin;
– Für eine junge Frau sagt dies eine Hochzeit und weltliches Glück voraus.
Jubilar
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verheißt schwere Arbeit, aber auch eine sorgenfreie Zukunft.
Juchtenleder
(Chrom- lohgar gegerbtes Fahlleder, daß mit Weiden- und Birkenrindengerbstoffen gegerbt wurde
und den charakteristischen Geruch von Birkenteeröl besaß.)
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst überaus große Gewinne erzielen.

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Juckreiz
Allgemein:
Der Reiz kann von außen kommen, etwa von einer kitzelnden Bettfeder, doch der Traum nimmt ihn oft auf und übersetzt ihn als seelische
Nöte, die gerade anstehen, als Angst vor einer Prüfung oder als Eifersucht gegenüber einem lästigen Nebenbuhler. Wenn kein Reiz von
außen gegeben ist, dann „juckt“ es den Träumer, irgend etwas Bestimmtes zu tun, vielleicht juckt ihn auch das Geld in seinen Fingern.
Psychologisch:
Ein geträumter Juckreiz ist kein besonders gutes Zeichen für Ihre psychische und nervliche Verfassung. Ein typischer Traum von scheinbar
„coolen“ Leuten, die gerne Sätze wie „So etwas kann mich nicht erreichen!“ oder „Das juckt mich nicht!“ sagen, aber die Anspannung der
entsprechenden Situation nur vor anderen „wegstecken“. Tatsächlich sind Sie viel sensibler, und solche Vorfälle gehen Ihnen so sehr „unter
die Haut“, daß sie zur nervlichen Überreizung führen, die dann als heftiger Ausschlag bzw. als akuter Juckreiz geträumt wird. Was so
realistisch empfunden werden kann, daß man sich blutig kratzt – und das nicht nur im Traum. (Bei häufigen Juckreizträumen wird ein
Arztbesuch fällig!“
Volkstümlich:
(arab. ) : – der Haut: du wirst eine Neuigkeit erfahren; ein Ärgernis in Zukunft wird bald Unruhe verbreiten.
– stark und sich nicht kratzen können: ein baldiger Wutausbruch wird die gespannte Atmosphäre reinigen.
(europ.) : – bedeutet, daß etwaige Angst grundlos sein wird.
(ind. ) : – empfinden: du wirst eine Geldsendung erhalten.
Judas
Allgemein:
Judas symbolisiert den Verrat an sich selbst durch Verdrängung von Emotionen, geistigen Werten und anderen psychischen Inhalten, die zur
Überbetonung von Verstand, Vernunft und materiellen Werten führt. Eine Änderung dieser einseitigen Haltung ist dann dringend
erforderlich, um sich selbst zu finden und glücklich leben zu können.
Juden
Allgemein:
Jude steht oft für die Aufforderung zur Selbstfindung und Selbstverwirklichung, die eine Abwehr vom kraß materialistischen Denken
voraussetzt; man sollte sich dann mehr auf geistige Werte besinnen, damit man zu innerer Harmonie findet. Manchmal bringt das Symbol
auch Gefühle wie Überlegenheit, Hochmut und Stolz zum Vorschein, die nicht selten zu erheblichen zwischenmenschlichen Problemen
führen und deshalb normalisiert werden müssen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: ärgerliche Dinge erleben.
(europ.) : – sehen oder mit ihnen verkehren: deutet auf Hilfe in der Not;
– Jüdin ist das Zeichen von Gastfreundschaft und Liebenswürdigkeit.
(ind. ) : – sehen: das Geschäft geht gut;
– mit ihnen handeln: Ärger;
– von ihnen einen Dienst erwiesen bekommen: unverhofftes Glück;
– Jüdin: schöne Häuslichkeit.
Judenkirschen
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: du wirst bitter enttäuscht werden.
Judenschule
Volkstümlich:
(ind. ) : – gutes Geschäft für den nächsten Tag.
Judo
Psychologisch:
Es ist das Vertrauen in die eigene Kraft ohne Anwendung von Waffen. Judo steht für Aktivität und Durchsetzungsvermögen.
Jugend
Allgemein:
An keinen Ort, in keine geographische oder seelische Landschaft kehrt der Träumende häufiger zurück als in das Land der Jugend. Wie viele
Träume beginnen: Ich war daheim, in unserem früheren Haus, auf dem Dorfe, in der Stadt, da ich aufgewachsen. Manchmal ist es, als ob die
Träumenden diesen Ort der Kindheit fast nicht mehr verlassen könnten. Da steckt offenbar ein Teil der Seele des erwachsenen Träumers in
einer innern Situation, welche entweder mit Geschehnissen der Jugend zusammenhängt oder sich in deren Bilde aussprechen kann. Die
innere Intensität der Jugendträume Erwachsener kommt unter anderem daher, daß das Kind die Welt in den ersten Jahren fast magisch, als
ein Zauberland, erlebt; es ist mit ihr unbewußt noch eins. Aber auch die werdende Bewußtheit empfängt sehr starke Eindrücke in einer
jungen und frischen Seele. Da geschieht die erste und deshalb „ergreifende“ Begegnung mit der Welt. Man ahnt deren Ordnung und
Unheimlichkeit, das Beängstigende, Verwirrende und all die Fülle und Schönheit. Jugendzeit ist persönliche Mythenzeit, symbolkräftiger
Morgen des Lebens. Leerer oder mißhandelter Jugend entwächst auf Jahrzehnte hinaus eine besonders bittere Lebensnot. Die Jugend ist,
üblicherweise ohne viel eigene Verantwortung, bei den meisten Kindern noch enthoben schwerer Lebenssorgen. Auch steht diese Zeit nicht
unter den Göttern und Dämonen des Triebglückes und der Triebanfechtungen; noch scheint der junge Mensch alle Möglichkeiten vor sich zu
haben, selbst eine Enge und Not sehen nie endgültig aus. Dies ist ein Grund der rückwärtsschreitenden Sehnsucht alternder Menschen, die
ihre schmalen Möglichkeiten längst ausgenutzt haben. Das Kind wohnt auch in einer Umwelt, die es liebt; es ist noch beschützt, eben
daheim. Dies alles ist bei der Deutung von Träumen, die in der Jugendlandschaft, im Einst des Kindheitsgeschehens sich abspielen, in
Erwägung zu ziehen. Träume, die sich im Jugendland abspielen, können einen positiven oder auch negativen Sinn haben. Im Laufe unserer
persönlichen Entwicklung wird von uns nicht alles benutzt, was uns das Leben an Fähigkeiten von Anbeginn mitgab. So bleibt ein Teil
davon latent in dem Bezirk unserer Seele, welcher die Bilder der Kindheit enthält. Man träumt häufig eine bestimmte Straße von damals, die
man längst vergessen hat. Wir haben uns nun zu fragen: Wer wohnte dort, was geschah dort, um wohin zu gelangen passierte man diese
Straße? Man hat diese Frage zu beantworten und wird mit Hilfe des Kontext und der Einfälle auf Zusammenhänge kommen, die etwas
wiederbeleben, was zurückgeblieben ist, zurückgeblieben in jener Straße und ihren Bewohnern. Dieser Inhalt soll sich nun unserem Wesen
assimilieren. Wir können auch anderswo, in einer Stube, auf einem Hofe, in vergessenen Gärten, am Kanal, etwas von unserem Wesen liegen
gelassen haben. Zur Zeit kommen wir innerlich nicht recht vorwärts, wir sind in Stagnation und haben nun aus dem Traum heraufzuholen,

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was an jenem Ort, in einem einstigen Kameraden, in einem Buche unserer Jugendlektüre investiert ist. Geräte, Tiere, Örtlichkeiten,
verwandte, längst dahingegangene Menschen der damaligen Umwelt tauchen auf und mit ihnen das, wofür sie ein Gleichnis sind. Dies wird
nun in die Nähe unseres Bewußtsein gerückt, wird greifbar und kann zu unserem neuen, vertieften Besitz werden. Wenn wir uns als
Erwachsene am Ort unserer Jugend vorfinden, dann sind wir bei unserem „Ursprünglichen“ angelangt, da wo etwas wachsen, erwachsen
kann. Wenn ein Mann einen Mitmenschen, eine neue, wichtige Beziehung im Traum in den Straßen seiner Heimat, in seinem elterlichen
Hause, begegnet, dann hat er das Neue in sein ursprüngliches Wesen aufgenommen oder ihm gegenübergestellt; was daheim geschieht,
geschieht bei mir! Solche Träume, da wir als Erwachsene mit Erwachsenen unserer Gegenwart treffen, sind wohl positiv zu deuten.
Ebenfalls positiv ist die Anknüpfung heutigen Geschehens an eine Erinnerung damaliger glücklicher Reisevorbereitung oder an einen Erfolg
des damaligen Knaben oder Mädchens in der Schule, an eine erste Liebe. Man ist wieder in den eigenen Persönlichkeitsanfängen drin, und
das Neue ist überglänzt vom Morgenlichte jener Jugend. Sind wir aber wieder Kinder in dieser vergangenen schönen oder sorgenbesetzten
Zeit, dann ist der Traum kaum günstig zu nennen, dann sind wir eben selbst wieder Kind. Es ist Infantiles, Unentwickeltes in uns oder etwas,
das die Flucht nach Hause nehmen möchte, ins Unverantwortliche, Unerwachsene, wir wollen umhegt werden von den anderen. Damit
entfernen wir uns noch mehr von der Wirklichkeit und den Aufgaben unseres erwachsenen Lebenstages. Es kann vorkommen, daß
Menschen, die übertrieben viel leisten, rastlose des Erfolges, solche Träume kompensatorisch haben müssen; denn ihre Einheitlichkeit, etwa
die Berufsüberbewertung, der Kampf um die Geltung, haben sie eine Seite ihres Wesens nicht entwickeln lassen. Damit ist eine nicht
ungefährliche Spannung entstanden zwischen dem unentwickelten Kinde, dem „Kindischen“, und dem gerissenen Manne mit seinen
Außenerfolgen. Bekanntlich äußert sich diese Kindische, diese nicht mitentwickelte Seite, besonders lächerlich oder betrüblich im Verkehr
mit der eigenen Familie, in Krankheiten oder in irgendeiner erzwungenen Stille. Es gibt auch Träumer, die völlig hängen bleiben in einem
unbewußten Zustande; sie haben sich heimlich zurückgezogen in eine freilich nur scheinbar weiterbestehenden Jugendzeit, um dem Leben
mit seinen großen und bemühenden Anforderungen auszuweichen. Die wegleitenden Träume stellen uns dann wirklich als Kinder dar,
verlangen aber im ganzen Traumablauf offensichtlich einen beschleunigten und endlichen Entschluß, erwachsen zu werden. Gestalten und
Ereignisse und vor allem die magische Landschaft unserer Jugendjahre tauchen besonders eindrücklich auf, um unsere Lebensmitte. Sie
bringen Material herauf, das wir entweder in den Jahren seither nicht genügend verarbeiteten – etwa frühe peinliche Erlebnisse, bestimmte
Elternbeziehungen, Erkenntnisse, die damals dem Kinde aufgegangen und die wir haben fallen lassen, oder etwa das Erlebnis des Todes von
Eltern, Geschwistern oder Kameraden. Zu ihnen haben wir eine neue Einstellung zu gewinnen, nachdem die bisherige Einstellung und
Beurteilung – etwa unserer Eltern – für die ersten zwei Jahrzehnte unseres bewußten Lebens durchaus genügend gewesen waren. Junge Leute,
die eben in das erwachsensein hineingewandert sind, sollen nicht vor ihrer Kindheit träumen, denn ihr Leben meint Kommendes und nicht
Differenzierung des Vergangenen. Es ist also ungünstig zu bewerten, wenn junge Leute im Traum immer wieder nach Hause zurückkehren.
Der Blick auch des Unbewußten darf derzeit nicht nach rückwärts gehen, sonst erstarrt man und vergißt fasziniert vom entweichenden das
zukünftige Ziel. Dagegen sind Jugendträume am Platze in der Wandlungszeit der Reife, da diese eben zu ihrem Neubau auch des Materials
der Vergangenheit bedarf. Jugendträume alter Leute sind ein Zeichen, daß der Lebensring sich schließt, der alte Mensch tut eine Heimkehr
zu seinen Anfängen, hinter denen der erste Frühschein einer viel zu großen, ewigen Jugend aufglänzt, oder dann ist es schon wieder der erste
Schritt in ein neues Leben.
Psychologisch:
Im Traum kehrt man oft in seine Kindheit und Jugend zurück – vor allem Menschen, die in der zweiten Lebenshälfte stehen. Jugend kann
darauf hinweisen, daß man sich auf das bevorstehende Altern vorbereiten sollte, und auch vor betonter Jugendlichkeit älterer Menschen
warnen, die sich dadurch leicht lächerlich machen. Der Träumende zieht gewissermaßen die Bilanz seines bisherigen Lebens, sitzt wieder auf
der Schulbank und schwitzt über seine Schularbeit, macht noch einmal sein (längst bestandenes) Examen und fällt oft genug durch. Hier
meldet sich meist das Über-Ich des Träumenden, also sein Gewissen. Häufig spiegeln solche Träume die Beschäftigung mit den Sorgen und
Nöten der eigenen Kinder oder Enkelkinder wieder, manchmal aber zeigen sie auch eigene unnötige Ängste auf. Oft erlebt man im Traum
Situationen, an die man sich längst nicht mehr bewußt erinnern kann. Dies kann dem Träumenden den Schlüssel für neurotische Komplexe
geben, da viele Verhaltensweisen aus Erlebnissen in der Jugendzeit entstehen. Vielleicht versinnbildlicht sie auch eine in Gang gekommene
Entwicklung der Persönlichkeit. Positive Bedeutung haben unbekannte Kinder oder die Geburt im Traum, sie sind Symbole für neue
Möglichkeiten. Erscheint der Träumende selbst als kleines Kind, oder treten Angehörige als Kinder oder viel jünger als in der Wirklichkeit
auf, so kann dies eine Todesbotschaft sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – von jungen Leuten träumen: Freude; prophezeien Schlichtung von Familienstreitigkeiten und eine günstige Zeit für die Planung
neuer Unternehmungen;
– wieder jung sein: gewaltige Anstrengungen unternehmen, verpaßte Gelegenheiten aufzuholen, jedoch ohne Erfolg;
– Kinder in der Schule sehen: man wird in den Genuß von Wohlstand und Wohlergehen kommen;
– Sieht eine Mutter ihren Sohn ins Säuglings- oder Kindesalter zurückversetzt, werden alte Wunden heilen, und sie wird zu ihren
jugendlichen Hoffnungen und zu ihrer Heiterkeit zurückfinden. Stirbt ihr Kind, warten böses Unglück und Elend auf sie.
(Siehe auch „Kind“, „Schule“, „Verwandlung“)
Jugendliche
Psychologisch:
Kindheitsträume sind häufig nostalgisch, Jugendträume hingegen oft Wunscherfüllungen. Dennoch können solche Träume uns auch
nahelegen, unsere Einstellungen zu Jugendlichen neu zu überdenken, unsere Jugendlichkeit auf einem Gebiet zurückzugewinnen oder
vielleicht das Leben nicht nur vom Seniorenstandpunkt aus zu sehen. Ein Jugendtraum könnte einen Hinweis sein, daß wir uns von
Verpflichtungen, die häufig zur Last werden, befreien und ein bißchen Bewegungsfreiheit zurückgewinnen sollten. Macht man sich vielleicht
übertriebene Sorgen um Dinge, die sich bei unvoreingenommener Betrachtung sich viel einfacher darstellen würden? Leidet man unter Streß,
den man sich selber macht? Handelt der oder die Jugendliche im Traum typisch für sein Alter? Falls dies zutrieft, könnte der Traum mahnend
auf das eigene derzeitige unreife Verhalten anspielen: Vielleicht hat man Vorurteile, handelt unüberlegt, ist boshaft oder eifersüchtig in einer
Weise, die man bei einem Teenager als dumm und unproduktiv bezeichnen würde.
(Siehe auch „Kinder“, „Schule“)
Julblock
Allgemein:
In heidnischer Zeit wurde ein Holzklotz geschmückt und verbrannt, um mit dem alten Jahr abzuschließen. Als Traumbild symbolisiert der
Julblock Licht und neues Leben.
Psychologisch:
Auch wenn heute das neue Jahr in der Regel anders eingeleitet wird, der Julblock ist noch immer ein wichtiges Traumsymbol für den
Neubeginn.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht der Julblock im Traum für eine spirituelle Opfergabe, vor allem in Zeiten eines spirituellen oder religiösen Festes, bei
dem die mythologischen Götter geehrt werden.
(Siehe auch „Feuer“)

738
Juli
(Monat)
Volkstümlich:
(europ.) : – düstere Aussichten werden einem deprimieren, doch plötzlich werden die Lebensgeister durch
unvorhergesehenes Vergnügen und Glück wieder geweckt.
Jung
(Jugend)
Assoziation: – Unreife; Vitalität.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir erblüht?
Psychologisch:
Von der eigenen Jugend zu träumen kann Flucht vor der Verantwortung des Erwachsenendaseins bedeuten. Vielleicht sind Sie sich ihrer
selbst sehr unsicher und laufen deshalb dem heutigen Jugendwahn nach, weil Sie glauben, so attraktiver zu sein. Es werden in der Jugend
aber auch wichtige Weichen für unser Leben gestellt oder die Ursachen für spätere Neurosen geschaffen. Sie sollten deshalb darauf achten,
unter welchen Umständen und mit welchen Gefühlen Sie von Jugend träumen. Sie könnten Wichtiges über Ihre innersten Träume und
Antriebe erfahren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: du wirst dich durch dein eitles Wesen nicht beliebt machen.
(europ.) : – sich jünger geben: verheißt Ärger;
– sein: Verhalten Sie sich unreif?
– sich jung werden sehen: man lacht über deine Eitelkeit;
– andere jung werden sehen: du wirst Freude an deinen Kindern erleben.
(ind. ) : – sein: mache dich nicht durch deine Eitelkeit vor anderen lächerlich;
– andere sehen: du wirst mit deinen Kindern viel Freude erleben.
(Siehe auch „Verwandlung“)
Jungbrunnen
Volkstümlich:
(europ.) : – für Frau: zeigt eine welkende Liebe an;
– für Mann: Wunsch nach mehr Jugendlichkeit, mehr Spaß und Aktivität in der Liebe.
Junge
Assoziation: – sich entfaltende Yang-Kraft.
Fragestellung: – Wo wächst ein Kraftpotential für mich heran?
Allgemein:
Junge symbolisiert oft die männlich-intellektuelle Seite der Persönlichkeit, vor allem Verstand und Willen; er fordert dann meist auf, das
Leben bewußter und aktiver selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten. Ist man im Traum ein Junge, so weist dies den Träumenden auch
darauf hin, daß er noch lange nicht erwachsen ist. Seine Fähigkeiten sind daher also noch nicht voll entwickelt und ihm fehlt jegliche Reife.
(Siehe auch „Menschen“)
Jungfrau
Allgemein:
Sieht sich der Träumende in seinem Traum als Jungfrau, verweist dies auf einen Zustand der Unschuld und Reinheit. Ist im Traum eine
andere Person eine Jungfrau, hebt sie die Ideale der Ganzheit und Ehrlichkeit hervor. Jungfrau steht für eine Entwicklung der Persönlichkeit,
die oberflächlich bleibt, den Kern des Wesens nicht verändert; man soll dann versuchen, sich trotz der notwendigen Anpassung an äußere
Zwänge und Lebensumstände stets treu zu bleiben. Nach traditioneller Traumdeutung kann das Symbol auch Entsagungen und Verzichte im
Leben verkündigen.
Psychologisch:
Der jungfräuliche Geist, dem Betrug und Arglist fremd sind, ist vielleicht wichtiger als die körperliche Jungfräulichkeit. Dieser Aspekt wird
durch einen solchen Traum hervorgehoben. Sie ist Symbol der Unberührtheit und Reinheit. Die Jungfrau vertritt im Traum wie die
unbekannte Frau die weibliche Seite des Träumenden. In Männerträumen die Verkörperung der Anima, oder der Hinweis, daß der
Träumende unter einem Mutterkomplex leidet und deshalb in der Realität die Frau in ihrer ganzen Weiblichkeit nicht annehmen will. Gerade
jungen Männern erscheint die Jungfrau als Wunschbild der Frau, die sie heiraten wollen. Es muß nicht unbedingt die Sehnsucht nach
weiblicher Unberührtheit sein, die einen Mann von einer Jungfrau träumen läßt. Eine Jungfrau ist im praktisch en Leben ein unbeschriebenes
Blatt. Im Traum kann es deshalb um noch nicht angegangene Unternehmen gehen, die begonnen werden sollten. Bei einer Frau legt ein
Traum von einer Jungfrau nahe, daß sie eine gute Verbindung zu ihrer eigenen Psyche hat. Sie ist ein Symbol für den Schatten der Frau. Die
Handlungen und Verhaltensweisen der Jungfrau spiegeln unbewußte Verhaltensweisen und Charakterzüge der Träumenden wider. Die
Jungfrau kann in Frauenträumen oft die Angst vor dem Partner oder dessen Ablehnung, wie auch starke Emanzipation und Aggressivität
gegenüber dem Mann, eine starke Vaterbindung oder Egozentrik in der Liebe und manchmal Frigidität darstellen. Das Traumbild der
Jungfrau ist also ein mit vielen Bedeutungen belegtes Symbol. Der Träumende sollte sich, um einen solchen Traum richtig deuten zu können,
bewußt mit sich selbst und seinen Einstellungen zu Mann bzw. Frau beschäftigen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene deutet die Jungfrau im Traum eine Art von Unschuld und Reinheit an, die oft in den Dienst anderer Menschen
gestellt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: eine glückliche Bekanntschaft machen; mit großer Verwunderung über etwas staunen,
das man ne für möglich gehalten hätte;
– küssen: die eigenen Lebensgewohnheiten werden sich demnächst entscheiden verändern.
(europ.) : – Anzeichen einer inneren Wandlung; die erste Stufe ist erreicht; auch: mit den Spekulationen Glück haben;
– bleiben: bringt Entsagung;
– (für Mann): symbolisiert einen neuen beruflichen Plan oder er möchte eine spezielle Frau näher kennen lernen;
– eine durch zügellose Bemerkungen beleidigen: man wird bestraft werden;
– eine zur Frau begehren: man wird willkommen sein;
– eine heiraten: kündet ein gutes Hauswesen an;
– das Bildnis der heiligen Jungfrau sehen: Warnung vor drohenden Schwierigkeiten; sei reserviert und wachsam bei allem;
– zur heiligen Jungfrau sprechen: bedeutet Trost und vollkommenes Glück;
– bekränzt sehen: du wirst zu hohen Ehren gelangen;
– beten hören: Verderben;

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– bei einer Krankheit darf man auf Genesung hoffen;
– Geht ein Mann eine verbotene Beziehung zu einer Jungfrau ein, wird er ein Unternehmen
nicht vollenden und durch die Beschwerden anderer großen Ärger bekommen.
– Sieht eine Frau im Traum eine Jungfrau, wünscht sie sich mehr Keuschheit und Enthaltsamkeit in ihrem Leben.
– Sieht sich eine verheiratete Frau als Jungfrau, dann wird sie wegen ihrer Vergangenheit Reue empfinden.
Ihre Zukunft ist nicht vielversprechend.
– Träumt eine junge Frau davon, nicht mehr Jungfrau zu sein, dann läuft sie Gefahr, ihren Ruf durch Taktlosigkeit zu ruinieren.
(ind. ) : – sehen: du wirst Glück haben;
– begegnen: du wirst in deinem Leid getröstet werden;
– mit Kranz: du wirst zu hohen Ehren gelangen;
– küssen: du wirst Freude erleben;
– zur Frau erhalten: du wirst einen guten Hausstand führen;
– beten hören: verliere nicht deinen Halt.
(Siehe auch „Entjungferung“, „Frau“, „Mädchen“, „Mutter“, „Tierkreis“)
Jungfräulichkeit
Psychologisch:
Der Verlust der Jungfräulichkeit im Traum kann hingegen etwas ganz anderes bedeuten als Entjungferung im sexuellen Sinn. Er kann den
Verlust der rein kindlichen Unschuld versinnbildlichen – weil vielleicht bisherige naive Vorstellungen zerstört wurden. Was hat man im
Wachleben in letzter Zeit erfahren, daß den eigenen Kinderglauben erschütterte, die Vorstellungen über den Haufen geworfen oder die
Illusionen zerstört haben könnte?
(Siehe auch „Entjungferung“, „Jungfrau“)
Junggeselle
Allgemein:
Der Junggeselle im Traum ist ein Hinweis, daß der Träumende sich für die freiheitsliebenden männlichen Anteile in sich öffnen muß, um
sein Schicksal zu vollenden. Ihm zu begegnen, deutet darauf hin, daß der Träumende in seinen Gefühlen oder in seinem Liebesleben Freiheit
sucht. Träumt dies ein Mann, wünscht er sich die Freiheit, etwas zu erreichen, was ihm im Rahmen einer Partnerschaft nicht so recht
gelingen will.
Psychologisch:
Wer davon träumt, es zu sein, wäre es gern – falls er in einer Bindung lebt. Zumindest für den Zeitpunkt des Traumes gilt, daß man sich in
einem Single-Leben wohler (und seinen gegenwärtigen Lebensvorstellungen „entsprechender“) fühlen würde. Was übrigens genauso für
weibliche Träume vom Single-Leben gilt. Sie tauchen bei beiden Geschlechtern immer wieder dann auf, wenn eine Bindung, in der man lebt,
„emotional tot“ ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet ein Junggeselle im Traum augenblicklich nicht zu einer emotionalen Bindung bereit zu sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – älteren sehen: du bist unbefriedigt; Einsamkeit; Verlust einer Freundschaft;
– jungen sehen: bedeutet Fröhlichkeit;
– selbst sein: man sollte sich von Frauen fernhalten;
– Sieht eine Frau einen Junggesellen, bedeutet dies Eigennützigkeit in der Liebe.
Ungerechtigkeit nimmt ihren Lauf, Politiker verhalten sich unehrenhaft.
Jüngling
Artemidoros:
Der Jüngling bedeutet die gegenwärtige Zeit. Ferner bedeutet er den Hermes.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: vertraue auf deine eigenen Kraft, dann blüht dir Wohlstand; deutet auf Arbeit und Mühe hin;
– (für ein junges Mädchen) einen sehen: es wird sich bald verlieben oder heiraten;
– (für Frauen) Zutraulichkeit eines solchen: man wird von einem Unbekannten geliebt;
– von einem gefreit werden: man wird eine angenehme Zeit verleben;
– küssen: du wirst deine Jugendfrische bis ins hohe Alter bewahren.
(Siehe auch „Verwandlung“)
Jüngstes Gericht
Volkstümlich:
(europ.) : – ein gutgeplantes Vorhaben kann beendet werden;
– Reue zeigen und hoffnungsvoll sein: man entgeht der Strafe; sonst erwartet man einen Fehlschlag;
– Erscheint eine junge Frau vor dem Richter und hört das Urteil „Schuldig“, zeigt dies, daß sie durch ihr selbstbezogenes
und unschickliches Benehmen ihren Freunden viel Leid verursachen wird.
– Sieht eine Frau die Toten wiederauferstehen und alle Welt angstvoll das Ende erwarten, dann wird um sie gekämpft,
und ihre Freunde werden ihr die Unterstützung versagen. Es ist auch ein Vorzeichen für unangenehmen Tratsch.
Jüngster Tag
Volkstümlich:
(europ.) : – weiterleben und sich auf den jüngsten Tag freuen: ist eine Warnung, wichtigen und materiellen Dingen sollte man seine ganze
Aufmerksamkeit schenken, oder gerissene Freunde, die man unterhält, werden durch Intrigen das bekommen, was sie von einem
wollen, nämlich das Vermögen;
– Einer jungen Frau verheißt dies, das Werben eines höhergestellten Mannes zu ignorieren und das eines anständigen und ehrlichen
Mannes anzunehmen.

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Jungtiere
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: ein freundlicher Hinweis wird einem gegeben, der, sofern beherzigt, einem vor Gefahr bewahren wird.
(Siehe auch unter einzelne Tierbezeichnungen)
Jungvogel (Siehe „Vögel“)
Juni
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet außergewöhnliche Gewinne in sämtlichen Unternehmungen;
– Hat eine Frau den Eindruck, daß die Pflanzenwelt vertrocknet und eine Dürre das Land verwüstet,
dann wird sie anhaltenden Kummer und Verlust erleiden.
Jupiter
Allgemein:
Träumt man von Jupiter, so verheißt dies Glück und Wohlstand. Der Träumende wird die gesellige Seite seines Wesens entdecken, und sie
nach außen bringen. Seine jovialen (lebensfrohen) Züge werden offenkundiger. Das Wort „jovial“ leitet sich von Jupiter ab.
Psychologisch:
Jupiter (Zeus) kann vor wenig gezügelter sexueller Begierde warnen, die man nicht ungehemmt ausleben darf. Oft steht er aber auch für
Tatkraft, Energie und Einfluß, mit denen man Ziele verfolgt und meist verwirklichen kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Glück und hohe Ämter; Wachstum, Wohlstand und geistige Expansion; Toleranz.
(Siehe auch „Himmelskörper“)
Juristen
Allgemein:
Jurist deutet auf bevorstehenden Streit hin, der vielleicht tatsächlich mit einem Prozeß vor Gericht endet; das ergibt sich stets aus den
persönlichen Lebensumständen. Sich selbst als Jurist vor Gericht zu sehen, deutet auf ein starkes Selbstbewußtsein hin.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder mit ihnen zu tun haben: bedeutet Verlust an Hab und Gut, sowie,
daß man sein Recht durch sie nie finden wird; Zwietracht.
(ind. ) : – sehen oder mit ihm zu tun haben: du wirst einen Prozeß führen müssen.
(Siehe auch „Gericht“)
Justiz
Psychologisch:
Selbst wer sich bewußt dafür entschieden hat, nur seiner Familie gegenüber Verpflichtungen zu haben und sich über Fairneß und Vorurteile
nicht den Kopf zu zerbrechen, wird gelegentlich in seinen Träumen daran erinnert – wie von seinem besseren Ich -, daß es ohne
Gerechtigkeit und Justiz einfach nicht geht. In einem Gerichtssaal- Traum sitzt man vielleicht selbst auf der Anklagebank. Man kann aber
auch der Richter sein oder der Staatsanwalt oder Geschworener. Selbst den Recht sprechenden Monarchen kann man verkörpern oder einen
Polizisten, der dafür sorgt, daß Recht und Ordnung gewahrt werden. Justizthemen im Traum sind fast mit Sicherheit Hinweise, daß das
eigene Thema im Wachleben großen moralischen Widerstreit verursacht. Steht man, statt ihm ausgeliefert zu sein, auf der Seite des Gesetzes,
so vertraut vermutlich jemand darauf, daß der eigene Sinn für Gerechtigkeit für eine faire Entscheidung sorgt. Das kann eine einfache
Familiensache betreffen, aber auch eine sehr viel weiterreichende. Welche Entscheidung zu treffen ist, müßte sich aus der Traumanalyse klar
ersehen lassen. Für die Beurteilung eines Justiz- Traums ist auch das Verhalten der Autoritätsperson wichtig. Hat man das Urteil akzeptiert?
Oder war Willkür und Ungerechtigkeit im Spiel? Falls man selbst der Richter war, muß man vielleicht in der Realität einige Vorurteile
ablegen oder relevante Beweise überzeugender vortragen. War man der Ankläger, aber zugleich auch der Angeklagte, und arbeitete das
Gewissen also rege? Träume, bei denen etwas auf die Waagschale gelegt wird, sind eine Mahnung, beide Seiten einer Sache zu betrachten;
vielleicht hat man einer Seite nicht ausreichend Gewicht beigemessen. Schuldgefühle aller Art und Bestrafungsrituale oder – Vorstellungen
sind nach Freud immer Projektionen, die sich aus dem Unterbewußten schon bei „Verletzungen der Normen“ heraufdrängen, selbst wenn die
eigentliche Schuld-Ebene noch gar nicht erreicht ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – vor Gericht geführt werden: bedeutet Glück;
– verurteilt werden: eine Liebesaffäre.
(Siehe auch „Gericht“ und unter den einzelnen Begriffen)
Juwelen
Allgemein:
Juwelen (Edelsteine) versteht man allgemein als Symbol des unveränderlichen Persönlichkeitskerns, den man nicht antasten lassen sollte.
Außerdem können sie auch vor Armut und Verlusten warnen oder zu Sparsamkeit ermahnen. Die einzelnen Edelsteinarten deutet man oft
wie folgt:
– Amethyst als Warnung, bei hohen Erwartungen, Zielen und Plänen den Boden der Realität zu verlassen, was unweigerlich zur
Enttäuschung führt.
– Diamant als Symbol des Bewußtseins, manchmal auch der Gefühlskälte, Habgier und des übertriebenen Strebens nach Einfluß und Macht.
– Lapislazuli als Verkörperung von Vitalität und Sensibilität.
– Opal steht meist für das Bedürfnis nach seelisch-geistiger Läuterung, nach Geborgenheit und Schutz.
– Perle symbolisiert innere Harmonie, zu der man aber erst durch Leiden gelangen wird; beispielsweise durch schmerzhafte Selbsteinsichten
und Veränderungen.
– Rubin bedeutet Gefühlswärme, ein differenziertes Gefühlsleben und viel Mitmenschlichkeit; oft taucht er in Träumen von Menschen auf,
die man umgangssprachlich als „herzensgut“ bezeichnet, er kann aber auch die Sehnsucht nach aufrichtigen Gefühlen in diesem Sinne
verkörpern.
– Saphir kann auffordern, überbetonte Sinnlichkeit, Genußsucht oder materialistische Einstellungen aufzugeben, damit man inneren Frieden
findet.
– Smaragd steht für die Erweiterung des eigenen Bewußtseins durch Selbsterkenntnis, aus der man mehr innere Harmonie gewinnt.

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Psychologisch:
In der traditionellen Deutung: Eitelkeit und Prahlsucht. Aktuellerer Sinn: Juwelen sind ein Symbol für „verborgene Schätze“, die man besitzt
– Begabungen und Ideen, die es zu entdecken und entwickeln gilt und die Erfolge versprechen. Manchmal träumt man von Schmuck und
Edelsteinen, wenn man sich ganz gern „vom schönen Schein“, oder von Menschen, die ein blendendes Auftreten haben und „schillernde
Persönlichkeiten“ sind, verführen läßt. Es ist auch der Wunsch nach einem besseren Auftreten, als Hoffnung darauf, daß man in der
Gesellschaft einmal selbst glänzen kann oder das man zu etwas kommt. Die Hoffnung trügt: Wer im Traum Juwelen trägt, ohne sie
tatsächlich zu besitzen, wird es meist nicht sehr weit bringen; er findet meist nicht die richtige Einstellung zum Leben, weil er zu sehr an
Äußerlichkeiten hängt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: ein Geschenk erhalten;
– geschenkt bekommen: Schmeichler umgarnen dich;
– tragen: du wirst zu gesellschaftlichen Ansehen kommen;
– kaufen: hüte dich vor einem großen Verlust oder Mißgeschick;
– verlieren: man wird sich durch krankhaftes Mißtrauen gute Chancen selbst zunichte machen.
(europ.) : – man hofft, innere wie äußere Armut durch glänzenden Tand überdecken zu können;
– sehen: bedeuten viel Vergnügen und Reichtum;
– andere damit sehen: man selbst oder ein bestimmter Freund, hat einen hohen Rang in der Gesellschaft inne;
– kaufen: man wird zur Sparsamkeit gezwungen werden; die momentanen Angelegenheiten werden sich als
erfolgreich erweisen, besonders in Herzensangelegenheiten;
– finden: bringt glänzende Vorteile in punkto Geschäft und Macht;
– tragen: führt zu gesellschaftlichen Ansehen und Befriedigung;
– erben: der eigene Wohlstand wird ungewöhnlich wachsen, wenn auch nicht zur Zufriedenheit;
– weggeben: ist eine Warnung, daß einem ein bestimmter Lebensstand bevorsteht;
– sich von Juwelen trennen: man wird unbewußt etwas zum eigenen Nachteil tun;
– verlieren: kündet ein unverhofftes Glück an;
– Juwelier sein: Verluste in Geschäften;
– juwelenbesetzte Kleidungsstücke: ziehen Glück nach sich; Erbschaft oder Spekulationsgewinne sorgen für einen Aufstieg;
– Träumt eine junge Frau, daß sie Schmuck bekommt, zeigt das große Annehmlichkeiten und eine ersehnte Heirat an.
– Verliert eine junge Frau Juwelen, trifft sie Menschen, die ihr nur schmeicheln und sie täuschen.
(ind. ) : – haben: man will dich bestehlen;
– sich damit schmücken: Geldverluste.
(Siehe auch „Edelsteine“, „Gold“, „Schmuck“)
Juwelier
Psychologisch:
Edelsteine, vor allem Diamanten, sind Symbole der Reinheit und der höheren Ideale. Sie stehen für das, was uns wirklich von Wert ist. Auch
hier ist wieder der Zusammenhang entscheidend für die Deutung. Schenken Sie Juwelen oder bekommen Sie welche? Die Farbe und Art des
Juwels ist ein Hinweis darauf, wo sie Ihre Werte suchen. Der Träumende sollte den Traum als Anlaß nehmen, wie er mit seinem Geld und
seinen inneren Werten umgeht. Sein Unbewußtes scheint ihm davor warnen zu wollen, sich falschen finanziellen Hoffnungen hinzugeben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – man wird dich in Versuchung bringen.
(europ.) : – verkündet ein hübsches Geschenk.
(Siehe auch „Edelsteine“, „Juwelen“)
Jux
Psychologisch:
Den will sich jemand im Traum machen, wenn er in Wirklichkeit nichts zu lachen hat. Träume von „Jux und Tollerei“ sind Signale
unterdrückter (und vom familiären / beruflichen Umfeld eingeschränkter) Lebenslust. Man weiß, daß man „sich zum Narren macht“, wenn
man dazu steht, im eigenen Leben mehr Spaß haben zu wollen. Also reißt man sich zusammen und setzt erwartungsgemäß sein seriösestes
Gesicht auf. „Alles Maske!“ spiegelt dann das Unterbewußtsein im Traum – und warnt vor weiterer Selbstverleugnung und Resignation.
Volkstümlich:
(arab. ) : – treiben: du machst dich verhaßt (Kontrasttraum!).
(ind. ) : – treiben: du machst dich durch deine Eitelkeit unbeliebt.

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