Traumdeutung Buchstabe K

Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets
Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets

K
Allgemein:
„K“ tritt geschrieben, plastisch oder gesprochen als Symbol für Tatkraft und Vitalität des Träumers auf.

Kaaba
(Islamisches Heiligtum in Mekka, der „Würfel“)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Seligkeit und große Reisen.
Kabale
(= Intrige)
Volkstümlich:
(arab. ) : – (d.h. gegen dich geschmiedete Ränke) erleben: du machst dich verächtlich.
(ind. ) : – ziehe dich von den Menschen zurück, die sind es nicht wert, daß du ihnen gute Worte schenkst.
Kabarett
Psychologisch:
Man sieht das Leben von der heiteren Art. Die Seele möchte andere bloßstellen, oder fühlt sich selbst durchschaut?
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich selbst auf einer Bühne sehen: man kann leicht in Gefahr kommen, sich im Kreise seiner Bekannten
zum Narren zu machen;
– bloß Zuschauer sein: man wird recht bald Ärger und Mißgunst durch falsche Freunde zu erwarten haben.
(europ.) : – sehen: man wird einen langweiligen Abend verleben, obwohl man sich amüsieren wollte;
– selbst in einem auftreten: bringt Hohn und Spott.
– Kabarettkünstlerin sehen: man wird Geld verlieren.
(ind. ) : – laß dich in keine Abenteuer ein, du würdest es bereuen.
(Siehe auch „Fasching“)
Kabbala
(mystische jüdische Geheimlehre)
Volkstümlich:
(europ.) : – die Zukunft ist bestimmt.
Kabel
Allgemein:
Kabel kann manchmal eine unverhoffte günstige Nachricht ankündigen. Meist symbolisiert es aber die Verbundenheit mit anderen, die man
ersehnt oder mehr pflegen sollte. Wer sich im Traum mit dem Kabel einer elektrischen Leitung befaßt, sucht oder findet im Wachleben
Anschluß. Ist das Kabel zerstört, läßt das auf einen Träumer schließen, der im wachen Zustand keinen rechten Kontakt bekommt.
Psychologisch:
Wenn es glatt aufgerollt ist, symbolisiert es eine „geordnete Beziehung“, und man hat einen „guten Draht“ zu (einem nahestehenden)
Menschen. Dementsprechend gilt auch ein abgeschnittenes Kabel als Trennungssymbol – „die Leitung wurde durchtrennt“. Ein wirres
Durcheinander von Kabeln beschreibt unschlüssig-verworrene Gefühle (zu einem Partner) oder auch, daß ein Gefühlschaos entstanden ist,
weil es noch weitere Beziehungen zu/mit anderen Personen gibt: Man hat also einen emotionalen „Kabelsalat“ zu entwirren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst gute Nachrichten aus weiter Ferne erhalten;
– ein endloses sehen: man wird seine Ziele niemals erreichen.
(europ.) : – verheißt eine weite Seereise, manchmal auch freudige Ereignisse und gute Nachrichten;
auch: eine äußerst gefährliche Arbeit aufnehmen;
bei erfolgreicher Durchführung wird man reich belohnt und geehrt werden;
– eine Nachricht per Kabel erhalten: bald wichtige Neuigkeiten erfahren, die man aber negativ kommentieren wird.
(ind. ) : – sehen: gute Nachrichten.
(Siehe auch „Elektrizitätswerk“)
Kabine
(Schiffskabine)
Psychologisch:
Der relativ kleine Raum (egal, ob man von einer Schiffs- oder Umkleidekabine träumt) ist ein Sinnbild für einengenden Schutz (oder
beschützende Enge) – für einen Ort (oder einen Zustand), in den man sich zurückziehen kann, um sich dort für kurze Zeit geborgen zu fühlen.
Man weiß aber von Anfang an, daß es einem dort „auf Dauer zu eng“ wird. Ein typischer Traum für die Flucht in eine Beziehung, die zwar
emotionale Wärme, aber keine besondere (erotische oder geistige) Herausforderung bietet. Wenn man wieder „seine alte Form“ hat und es
lieber turbulenter möchte, wird es darin „zu eng“, und man fängt an, von Kabinen und anderen allzuleicht überschaubaren Räumen zu
träumen.
(Siehe auch „Kajüte“)
Kabinett
Volkstümlich:
(europ.) : – für die Liebe ist gesorgt; auch: man könnte von Menschen, denen man vertraute, hintergangen werden.
Kabrio
Psychologisch:
Ein naheliegendes Symbol für Unabhängigkeit und „grenzenlose Freiheit“ – unter komfortablen Bedingungen.
Kacheln
(Fliesen)
Volkstümlich:
(europ.) : – glasierte Tonplatten: verkünden Angenehmes und Erfreuliches;
– abfallen oder zerbrechen: Vorsicht vor Unfällen mit Werkzeugen.

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Kachelofen
Allgemein:
Kachelofen steht für Behaglichkeit (oft im Familienleben), kann dann aber auch ermahnen, sich nicht auf der faulen Haut auszuruhen und
selbstzufrieden zu werden. Allgemeiner kann er als Bedürfnis nach Gefühlswärme und Geborgenheit gedeutet werden.
Psychologisch:
Sinnbild für emotionale Sicherheit und Wärme, die man bei vertrauten Personen sucht.
Volkstümlich:
(europ.) : – behagliches Leben;
– an einem warmen sitzen: man hat wenig Lust zur Arbeit.
(ind. ) : – baldige Verlobung.
Kadett
(Schüler einer für den Offiziersdienst vorbereitenden Anstalt)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder mit ihm verkehren: man wird gewisse Anforderungen an dich stellen.
(europ.) : – sehen: Sehnsucht nach der Heimat, Veränderlichkeit.
Käfer
Medizinrad:
Schlüsselworte: Harte Schale; gewöhnlich; hungrig.
Beschreibung: Käfer gehören biologisch gesehen zu der Ordnung Coleoptera, die aus mehr als 3000 Arten besteht. Sie haben einen
scherenartigen Freßapparat und aus Chitin bestehende Flügeldecken, welche die eigentlichen Flügel im Ruhezustand schützend bedecken,
gemeinsam. Viele Käfer leben von den Feldfrüchten, von denen sich auch Menschen ernähren und sie deshalb als Schädlinge und Plage
bewerten.
Allgemeine Bedeutung: Ein hartschaliger oder zäher Teil von dir, den du selbst für gewöhnlich und lästig hältst; Beharrlichkeit;
Bedürftigkeit.
Assoziation: Kosename für bis Anfang der achtziger Jahre gebautes Auto.
Transzendente Bedeutung: Das Wissen um deine Abwehrmechanismen und um deinen Schutz.
Allgemein:
Für die meisten Menschen sind Käfer keine angenehmen, sonder schmutzige Tiere. Im Traum haben sie daher eine Symbolkraft, die der aller
Insekten ähnelt: Sie stehen für etwas, was unsauber ist und leicht übersehen werden kann. Käfer kann das ewige Auf und Ab im Leben
versinnbildlichen; in einer mißlichen Situation tröstet er, weil es irgendwann wieder aufwärts geht, bei günstigen Lebensumständen warnt er
dagegen vor Selbstzufriedenheit. Zum Teil deuten alte Traumbücher ihn auch als Zeichen für ein bescheidenes Wesen, mit dem man sich bei
anderen beliebt macht.
Psychologisch:
Sie werden selbst schon von einem „süßen“ Käfer gesprochen haben; im Traum sind zumindest Reste davon vorhanden. Je nach dem wie der
Betreffende im Traum die oder den Käfer erlebte, so steht er im Augenblick – positiv oder negativ – zu einer persönlichen Beziehung. Wo sie
kribbeln und krabbeln, nagen an unserer Seele Zweifel, sind die Nerven oft bis zum Zerreißen gespannt; das kann von einer Liebesbeziehung
herrühren, mit der man nicht so richtig fertig wird, aber auch von Alltagsstreß. Hier und da weisen kleine Tiere auf Freunde hin, die einen
allmählich mit ihrer Aufdringlichkeit auf die Nerven gehen. Der Fleiß des Käfers im Traum steht für harte Arbeit, die erledigt werden muß.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene dient der Käfer im Traum wie der Skarabäus dem Schutz vor dem Bösen und ist Sinnbild für die Auferstehung.
Der Träumende sollte darauf achten, was oder wen er glaubt, schützen zu müssen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in der Natur sehen: kündigt ein Erlebnis an, das mit viel Freude verbunden sein wird;
– allgemein sehen: Umgang mit harmlosen Menschen haben;
– fangen: man sollte seine Ansprüche nicht zu hoch schrauben und ein weinig Bescheidenheit zeigen;
– töten: es ist mit einem Todesfall zu rechnen.
(europ.) : – bringen Freunde, die bald lästig werden; Streit mit Freunden oder Schwierigkeiten mit den
Angelegenheiten aufgrund von Bosheit;
– einen sehen: man sollte mehr bescheiden sein, wenn man bei seinen Mitmenschen beliebt sein möchte;
– auf sich herumkriechen sehen: es sind Armut und Unpäßlichkeiten angezeigt;
– einen finden: gutes Omen, man wird eine Angelegenheit schnell richtig stellen; Gewinn und Erfolg;
– töten: ein Mißerfolg muß verkraftet werden.
(ind. ) : – sehen: du machst dich durch deine Bescheidenheit bei deinen Mitmenschen beliebt.
(Siehe auch „Insekten“)
Kaffee
Assoziation: – Anregung; manchmal Übererregung; Kommunikation.
Fragestellung: – Was macht mich aktiv? Wo in meinem Leben muß ich es langsamer angehen lassen?
Allgemein:
Kaffee wird als Wunsch nach Anregung, Abwechslung und Energie verstanden, was sich auch auf gesellige Kontakte beziehen kann.
Folgende Begleitumstände sind für die genaue Deutung wichtig:
– Kaffee mahlen weist auf ein gutes Familienleben hin.
– Kaffee aufbrühen (zubereiten) kann Wohlstand ankündigen.
– Warmen Kaffee trinken kündigt Abwechslung und Aufregungen an, kalter Kaffee dagegen einen
Mißerfolg; unabhängig davon zeigt Kaffee trinken meist an, daß man bei anderen beliebt ist.
Psychologisch:
Der Kaffee bekommt seine Traumbedeutung hauptsächlich durch seine schwarze Farbe und verweist so auf das Weibliche. Er macht einen
wach, kann Entspannung, aber auch mit Arbeit verbunden werden. Durch die vielen Möglichkeiten, in denen der Kaffee im alltäglichen
Leben auftreten kann, sind äußerst viele unterschiedliche Deutungen möglich. Um herauszufinden, welche dieser Deutungen im aktuellen
Traum zutreffen, sollte man zu diesem Traumsymbol frei assoziieren. Die Form der Bohne ist erotisch zu deuten. Wer den Kaffee allein
trinkt, will möglicherweise ein Liebeserlebnis zu zweit haben; wer ihn in Gesellschaft genießt, setzt sich in der Liebe vielleicht zwischen
zwei Stühle. Auf jeden Fall wird mit dem Traumkaffee etwas überaus Anregendes genossen.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man verleumdet dich; man hüte sich vor Klatsch;
– brennen (rösten): du wirst Besuch erhalten;
– mahlen: Verdrießlichkeiten erleben;
– kochen: Zufriedenheit erlangen;
– trinken: eine Einladung erhalten.
(europ.) : – die Kaffeebohnen sind ein gleiches Symbol wie Früchte; großes häusliches Glück;
als Getränk ist Kaffee Symbol der Anregung, des Heißen;
– sehen: Freunde werden die eigenen Heiratspläne mißbilligen; ist man bereits verheiratet,
kommt es zu heftigen Meinungsverschiedenheiten;
– mit Kaffee handeln oder verkaufen: deutet auf geschäftliche Verluste hin;
– kaufen: mit Leichtigkeit seinen guten Ruf behalten;
– grüner Kaffee: steht für dreiste Feinde, die einem nicht die richtige Richtung zeigen und den Sturz von einem betreiben;
– getrocknete Kaffeebohnen: warnen vor bösen Absichten Fremder;
– brennen: man wird ein Vergnügen haben;
– zubereiten: bringt angenehme Gäste;
– mahlen: verheißt ein ruhiges Familienleben;
– gemahlenen Kaffee sehen: Mißgeschicke erfolgreich überstehen;
– kochen: gemütliche Häuslichkeit; bald angenehme Gäste begrüßen können;
– andere Menschen beim Kaffeetrinken sehen: viel Klatsch und Tratsch ist über einem im Umlauf;
– selbst guten trinken: ein schönes Freizeitvergnügen oder eine sehr angenehme Unterhaltung wird sich ergeben;
– einen kalten mit Milch trinken: bringt einen Mißerfolg;
– schwarzen trinken: bedeutet eine Aufregung;
– mit Milch: man wird eine Einladung erhalten;
– Kaffeekanne waschen: bringt Zufriedenheit nach einer schweren Arbeit;
– Kaffeemühle sehen: häusliche Zufriedenheit; Vorsicht, man sollte jegliches Geschwätz durch korrektes Verhalten vorbeugen;
– Kaffeesatz sehen: kündet Krankheit und materielle Sorgen an;
– Sieht oder serviert eine junge Frau Kaffee, wird sie schnell zum Gespött, wenn sie nicht diskret ist.
– Röstet eine junge Frau Kaffee, entgeht sie schlimmen Dingen durch eine glückliche Heirat mit einem Fremden.
(ind. ) : – bereiten: Wohlstand im Haus;
– trinken: du bist bei den Menschen sehr beliebt.
Kaffeegesellschaft
Volkstümlich:
(arab. ) : – besuchen: bezähme deine Klatschsucht;
– du opferst deine Zeit für unnütze Dinge.
(europ.) : – verspricht ein angenehmes Rendezvous, bringt aber auch Klatscherei.
(ind. ) : – ein naher Verwandter wird ein Unglück erleiden.
Kaffeehaus
Allgemein:
Kaffeehaus bringt noch mehr als Kaffee das Bedürfnis nach Geselligkeit zum Ausdruck.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du neigst zu Müßiggang und Verschwendung.
(europ.) : – sehen oder darin sein: bedeutet Unangenehmes für die eigenen Freunde;
– als Gast in einem sein: ein Freund wird Unannehmlichkeiten verkraften müssen oder er braucht ihre Hilfe;
– Wirt eines solchen sein: man wird ohne große Mühen viel Geld verdienen;
– in einem servieren: man ist auf schlechte Menschen angewiesen und sollte sich einen neuen Bekanntenkreis suchen.
Kaffeekanne
Allgemein:
Kaffeekanne steht oft für eine schwierige Arbeit, die man erfolgreich beenden wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – waschen: bringt Zufriedenheit nach schwerer Arbeit.
Kaffeemühle
Allgemein:
Die Kaffeemühle ermahnt zur Vorsicht: der Träumende sollte zuerst Klarheit in sein Leben bringen, bevor er wichtige Entscheidungen trifft
und sich darauf besinnen, daß sein Leben nicht besser verlaufen könnte als es gegenwärtig ist. Kaffeemühle kann auf ein gutes Familienleben
hindeuten, aber auch schlechte Nachrichten ankündigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst ein trautes Heim finden.
(europ.) : – sehen: häusliche Zufriedenheit; auch: deutet auf eine kritische Gefahr in naher Zukunft hin;
man muß seine ganze Energie darauf verwenden, um das Desaster abzuwenden;
– mahlen hören: ein Übel, daß sich gegen die eigenen Interessen gestellt hat, wird man kaum überwinden können.
(ind. ) : – sehen: du wirst schlechte Nachrichten erhalten.
Kaffeeschrank
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst eine Unglücksnachricht über einen Bekannten oder Verwandten erhalten.
Kaffeeservice
Volkstümlich:
(arab. ) : – zerbrechen: Streit in allen Ecken finden.

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Kaffeetasse
Volkstümlich:
(arab. ) : – zerbrechen: häuslicher Zank.
Käfig
Assoziation: – gefährliche Elemente hinter Schloß und Riegel bringen.
Fragestellung: – Welchen Teil von mir muß ich kontrollieren oder beschränken? Inwieweit bin ich gefährlich?
Allgemein:
Käfig besteht oft aus den Regeln, Normen und moralischen Maßstäben unserer Gesellschaft; meist zeigt er dann an, daß man sie zu genau
befolgt und deshalb die Selbstentfaltung behindert. Man sollte ab und zu aus diesen Zwängen ausbrechen. Ein Käfig ist mit einer Falle oder
einem Gefängnis vergleichbar. Der Traum von einem wilden Tier, das in einem Käfig gesperrt ist, macht den Träumenden auf die
Notwendigkeit aufmerksam, seine wilderen Instinkte zu bändigen. Befindet sich der Träumende selbst in einem Käfig, deutet dies darauf hin,
daß er frustriert ist und vielleicht von der Vergangenheit gefangengehalten wird.
Psychologisch:
Der Traum vom Käfig ist eine Warnung an den Träumenden, daß er seine verborgenen Fähigkeiten zu sehr einschränkt. Andererseits kann es
sein, daß er anderen Menschen zu sehr gestattet, ihm Beschränkungen aufzuerlegen. Er schildert das gefühlsmäßige Beengtsein. Wenn ein
Tier im Käfig eingesperrt ist, wird man der negativen Aussage des entsprechenden Tiersymbols Herr, sitzt man selbst oder ein anderer
Mensch in einem Käfig, deutet das auf Minderwertigkeitskomplexe hin, auf ein Gefangensein der Seele, die das Gute will, aber zur Zeit noch
nichts gegen alltäglichen Schlendrian bewirken kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Käfig im Traum ein negatives Symbol für Religion oder Glauben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – leeren sehen: du wirst in Gefangenschaft oder in eine andere Gefahr geraten;
auch: man wird eine Chance ungenutzt, andererseits werden sich auch bestimmte Sorgen in Luft auflösen;
– mit Tieren sehen: man soll seine Ängstlichkeit in bezug auf eine bestimmte Angelegenheit überwinden,
seinen Plänen treu bleiben und seine Ziele weiter verfolgen;
– mit Vögel: gute Bekannte werden sich als Betrüger erweisen;
auch: mit bunten Singvogel darin: durch ein Geschenk oder besonderes Glück erfreut werden;
– einen Singvogel daraus entschlüpfen lassen: durch deine eigene Schuld wirst du einen Verlust erleiden;
– sich selbst in einem sehen: man wird bald eine Reise unternehmen, die reich an Gefahren ist.
(europ.) : – man will aus den gesellschaftlichen Banden ausbrechen;
– sehen: bedeutet für Unvermählte Liebeskummer; sonst Gram, Verlust sowie häuslichen Verdruß;
man wird seiner Freiheit beraubt werden;
– einen voll besetzten Vogelkäfig: verheißt Glück nach vorherigem Unglück; auch: Reichtümer anhäufen
und viele hübsche und liebenswerte Kinder haben;
– mit nur einem Vogel: deutet auf eine reiche Heirat hin;
– leeren sehen: Enttäuschungen in Liebesaffären und wahrscheinlich eine Auflösung einer Verlobung;
man wird sein Leben unabhängig gestalten; auch: Durchbrennen oder Tod eines Familienmitgliedes;
– sich selbst in einem sehen: man fühlt sich eingesperrt und möchte am liebsten ausbrechen;
– mit wilden Tieren sehen: steht für einen Triumph über einen Feind oder ein Mißgeschick;
– zusammen mit wilden Tieren eingesperrt sein: man sollte sich vor Unfällen auf einer Reise hüten.
(ind. ) : – sehen: deine Geschäfte gehen nicht besonders;
– leer: Befreiung von Sorgen;
– mit Vögeln: du wirst gleichgesinnte Freunde finden;
– Vögel daraus fliegen sehen: du wirst ein Darlehen verlieren;
– mit wilden Tieren: dein Feind wird dir nicht mehr schaden;
– wilde Tiere daraus ausbrechen sehen: Gefahr.
(Siehe auch „Gefängnis“)
Kaftan
(aus dem Orient stammendes Obergewand)
Psychologisch:
Ein Traditionssymbol – wer ihn im Traum anzieht, legt großen Wert auf ein besonders konservatives (oder einer bestimmten Gruppe
angepaßtes) Image.
Kahlkopf
Artemidoros:
Träumt man, daß einem die ganze Partie um die Stirn herum kahl ist, so sagt es für die Gegenwart Verspottung und zugleich Stillstand der
Geschäfte voraus; träumt einer, sein Hinterkopf sei kahl, so wird er im Alter Armut und bitterste Not leiden. Denn der ganze Hinterkopf ist
das Symbol der Zukunft, Kahlheit unterscheidet sich aber in nichts von Mangel, entweder weil sie infolge eines Verlustes an Wärme entsteht
oder weil sie keine Möglichkeit bietet, etwas in die Hand zu bekommen. Ist die rechte Kopfseite kahl, wird der Betreffende alle männlichen
Blutsverwandten verlieren; hat er keine, wird ihm selbst Schaden erwachsen. Ist es die linke Seite, wird er die weiblichen Blutsverwandten
verlieren; hat er keine, wird er ebenfalls selbst zu Schaden kommen. Der Kopf ist nämlich das Symbol der nächsten Verwandten, und zwar
die rechte Seite der männlichen, die linke der weiblichen. Schaut jemand, der kein reines Gewissen hat, daß eine Hälfte seines Kopfes kahl
ist, wird er zu Zwangsarbeit verurteilt werden; denn das ist dort Erkennungszeichen der Verurteilten. Am ganzen Kopf kahl zu sein, ist für
einen Angeklagten und einen Menschen, der befürchtet, von anderen gewaltsam festgehalten zu werden, von guter Vorbedeutung; es wird für
ihn kinderleicht sein, zu entkommen, da man ihn nicht packen kann. Den übrigen Menschen bedeutet es den Verlust all dessen, was das
Leben verschönt. Sich den Kopf ganz kahl zu scheren, bringt Priestern ägyptischer Gottheiten (die ägyptischen Priester rasierten sich aus
Gründen der kultischen Reinheit den Kopf), Possenreißer und Leuten, die es gewohnheitsmäßig tun, Glück, allen anderen aber Unglück.
Denn es bedeutet dasselbe wie Kahlköpfigkeit, nur ist das Unheil, welches das Traumgesicht heraufführt, gewaltsamer und bricht plötzlich
herein. Seefahrern prophezeit es bestimmt einen Schiffbruch und Kranken Lebensgefahr, doch nicht den Tod. Denn Schiffbrüchige und
Leute, die von schwerer Krankheit genesen sind, pflegen sich den Kopf scheren zu lassen, eine Sitte, die bei Verstorbenen nicht geübt wird.
Allgemein:
Kahlkopf kann ankündigen, daß die Sorgen bald zu Ende gehen. Manchmal steht auch die Angst vor einer Bloßstellung dahinter.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – auf dem Kopf sein: ein hohes Alter erreichen.
(europ.) : – man befürchtet die Bloßstellung des eigenen Inneren;
– haben: zeigt an, daß man ein sehr hohes Alter erreichen wird;
– sich selbst als Kahlkopf sehen: es fehlt einem etwas, worum man andere Mitmenschen beneidet;
– einen Mann mit Glatze sehen: du wirst lächerlich gemacht werden; man verspottet dich;
auch: Gauner sind am Werk um die Interessen zu schaden; man sollte daher auf der Hut bleiben;
– erscheint einem Mann eine Frau mit einer Glatze: er kann mit einer keifenden Ehefrau rechnen;
– Träumt eine junge Frau von einem glatzköpfigen Mann, sollte sie intelligent genug sein, an das
nächste Heiratsversprechen nicht zu glauben.
– Babys ohne Haare verheißen eine glückliche Familie, einen liebenden Partner und gehorsame Kinder.
(ind. ) : – sehen: alles hat ein Ende, auch deine Sorgen;
– sein: bedeutet, daß man einen lieben Freund oder Verwandten verlieren wird.
(Siehe auch „Scheren“)
Kahn
Allgemein:
Kahn wird ähnlich wie Boot gedeutet, bringt in diesem Zusammenhang aber zum Ausdruck, daß man sich umständlich verhält und dadurch
das Leben unnötig kompliziert. Grundsätzlich kann er immer eine günstige Veränderung anzeigen, mit der es jedoch nur langsam vorangeht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deine Pläne lassen sich ausführen;
– auf trüben Wasser sehen: bald einen Verlust an seinem Vermögen erleiden;
– sinken sehen: das Ende herzlicher Beziehungen; Verlust der Liebe;
– andere in einen steigen sehen: wichtige Pläne werden sich verwirklichen lassen,
wenn man auf den Rat anderer vertraut;
– daraus ins Wasser fallen: Geldverlust;
– darin fahren: seinem Schicksal, das je nach der Strömung und der
Rudergeschicklichkeit zu deuten ist, entgegengehen.
(europ.) : – man ist bereit, ein Risiko einzugehen, um vorwärtszukommen;
auch: man ist im Begriff eine Reise zu unternehmen; sei vorsichtig;
– in einem fahren: Veränderung zum Guten ist zu erwarten;
– alter: verkündet einen Unfall;
– schöner: ein stolzer Wunsch wird sich dir erfüllen;
– mit einem einen reißenden Fluß überqueren: man steckt zur Zeit in große Schwierigkeiten,
doch wird diese glücklich bewältigen können.
(ind. ) : – fahren: du willst eine Reise machen und getraust dich nicht allein zu fahren.
(Siehe auch „Boot“)
Kai
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum am Kai steht, bedeutet dies, daß er sich auf eine neue Lebensphase zu bewegt und eine alte hinter
sich läßt. Falls der Träumende mit einem Gefühl der Erwartungen nach vorn blickt, ist es die neue Lebensphase, der er verstärkt seine
Aufmerksamkeit schenken muß. Schaut der am Kai stehende Träumende zurück, gibt es vielleicht etwas in der Vergangenheit, daß er klären
muß, bevor er weitergehen kann.
Psychologisch:
Da alles, was mit Wasser zu tun hat, mit Gefühlen verbunden ist, kann das Stehen an einem Kai ein Hinweis darauf sein, wie der Träumende
mit den Gefühlen anderer Menschen umgehen sollte, wenn er in eine neue Lebensphase eintritt.
Spirituell:
Möglicherweise deutet der Kai im Traum auf spirituellen Fortschritt hin, da er ein Ort des Aufbruchs ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – im Hafen sehen: ein Wunsch, dessen Erfüllung man noch in weiter Ferne glaubt, nähert sich
seiner baldigen Verwirklichung; auch: man denkt über eine längere Reise nach;
– darauf spazieren gehen: du wirst vor allen Gefahren beschützt werden;
– Schiffe im Kai vor Anker liegen sehen: sagt die Erfüllung von Wünschen und Plänen voraus.
(ind. ) : – sehen: du stehst unter gutem Schutz.
(Siehe auch „Hafen“)
Kaiman
(Alligator)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: gefährliche Gegner und Feinde werden sich uns entgegenstellen,
wir werden alle Kräfte aufbringen müssen, uns ihrer zu erwehren.
(Siehe auch „Krokodil“)
Kaiser
Artemidoros:
Der Kaiser, ein Tempel, ein Soldat, ein kaiserliches Schreiben, ein Silberstück und ähnliches mehr sind Zeichen, die wechselweise
füreinander stehen. Stratonikos träumte, er trete den Kaiser mit Füßen. Beim Verlassen des Hauses fand er ein Goldstück, auf das er zufällig
getreten war; es machte keinen Unterschied, ob er den Kaiser oder dessen Bild mit Füßen bearbeitete oder trat. Zenon träumte, er wäre
Centurio (hekatontarches = Centurio, Führer einer Hundertschaft (lat. centum = 100, griech. hekaton) geworden. Beim Verlassen seines
Hauses erhielt er hundert kaiserliche Schreiben. Unser Landsmann Kratinos nahm im Traum Geld in Empfang; er wurde Verwalter der
Einkünfte des kaiserlichen Tempels. Zoilos träumte, Oberaufseher öffentlicher Arbeiten zu sein; er wurde Schatzmeister des kaiserlichen
Fiskus. Alles, was der Kaiser aus dem Mund gibt, wird dem Empfänger in Form von kaiserlichen Entscheidungen Nutzen bringen.
Chrysippos aus Korinth, der im Traum zwei Zähne aus dem Mund des Kaisers bekam, ging an einem einzigen Tage in Prozessen vor dem
Kaiser durch zwei kaiserliche Entscheidungen als Sieger hervor.

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Allgemein:
Sehen Sie im Traum einen Kaiser oder König, ist dies ein Symbol für den Vater. Wenn Kaiser und Kaiserin zusammen erscheinen, stehen sie
für Ihre Eltern. Hier ist die Handlung des Traumes wichtig, um Zusatzaussagen zu erhalten.
Psychologisch:
Er ist nicht der Herrscher, sondern symbolisiert den Kaiser unserer Seele, dessen Eingebungen wir bedingungslos befolgen sollten. Wenn er
sich im Traum als historische Persönlichkeit zu erkennen gibt, sollten wir ausloten, was dieser Herrscher an Besonderheiten zu bieten hat, die
wir auf uns selbst ummünzen könnten. Kaiser kann auf Ansehen, Lob und Ehren hinweisen; zuweilen warnt er vor Selbstüberschätzung und
überhöhten Hoffnungen, die sehr oft enttäuscht werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Kaiserin sehen oder sprechen: durch Auszeichnung, hohe Ehrung und Belohnung erfreut werden.
– Der Mantel des Kaisers bedeutet seine Gattin, aber auch seine Zierde und seine Freude. Schaut er, wie Schmuck, Perlen
und Edelsteine seines Mantels reicher geworden sind, wird er an der Augusta sein Wohlgefallen haben und glanzvoller vor
dem Volk erscheinen; ist der Schmuck aber unscheinbarer geworden, wird Unheil über die Augusta und ihren Schmuck
kommen.
– Ebenso bezeichnet der Chiton die Person des Kaisers. Träumt er, daß sein Chiton prächtiger geziert sei und mehr Perlen
und Edelsteine als zuvor habe, wird auch sein Kaisertum glanzvoller und großartiger sein; wenn aber dessen Schmuck geringer
und Perlen und Edelsteine gedunkelt und unscheinbar geworden sind, wird sein Kaisertum geschwächt und geschmälert werden.
– Dünkt es ihn, daß einer seiner Würdenträger Teile seines Schmuckes trage, wird dieser sich in dessen Glanz sonnen, aber ein
schlimmes Ende nehmen.
– Träumt der Kaiser, er finde eine überaus kostbare Perle, wird er, an deren Schönheit gemessen, eine stattliche Frau nehmen.
– Bringt man ihm Edelsteine und Perlen, wird er entsprechend deren Zahl sich glücklich schätzen.
– Schaut ein anderer, daß er eine Menge Perlen und Edelsteine bekomme, wird er entsprechend deren Zahl Reichtum,
ferner Ansehen und Namen vom Kaiser erhalten; denn diese Kostbark eiten kommen einzig und allein dem Kaiser zu.
– Träumt eine Frau, sie bekomme oder trage solchen Schmuck, werden ihr und ihrem Mann Ehre und Freude winken.
– allgemein sehen: zu hohen Ehren gelangen und sich im Berufsleben über einen beträchtlichen Aufstieg freuen können;
– mit ihm sprechen: man wird sich im Leben stets durchsetzen und Konkurrenten mühelos aus dem Feld schlagen;
– sich selbst als solcher sehen: bestimmte Pläne sind zu hochtrabend und werden sich selbst mit größter Mühe nicht
verwirklichen lassen.
(europ.) : – oder Kaiserin sehen: man wird eine geachtete Stellung einnehmen; bedeutet Glück und Ehre;
– sprechen: Reichtum; man wird sehr geachtet;
– zusammen: verheißen nicht unbedingt etwas Schlechtes, jedoch auch nicht Gutes;
– selbst einer sein: man soll sich keine zu großen Hoffnungen machen, denn man könnte enttäuscht werden;
– am Hofe eines Kaisers Bedienter sein: man wird von einer hochstehenden Person unterstützt werden;
– ins Ausland gehen und den dortigen Kaiser des Landes treffen: man wird eine lange Reise unternehmen
die weder Freude noch Wissen einbringt.
(ind. ) : – Träumt es einem, der Kaiser oder die Kaiserin komme unerwartet in sein Haus, werden bald Freude
und Wohlstand dort einziehen, weil der Kaiser überall willkommen ist;
erblickt jemand den Kaiser in seinem Ornat an einem ungewohnten Ort und ist der Kaiser ihm unbekannt,
halte er ihn für einen Engel des Herrn, und alles bittere Leid am Ort wird sich in Freude und Heil wandeln;
herrscht Krieg, wird der Kaiser siegen.
– Spricht einer mit einem bekannten Kaiser, halte er seine Worte, wenn er sich an sie erinnert,
für unerschütterlich wahr, weil der Kaiser Christus gleicht und niemals eine Lüge über seinen Mund kommt.
Empfängt jemand vom Kaiser Geschenke, wird er reich werden und seine Seele retten.
– Erhält der Träumende gemünztes Gold von ihm, wird er durch den Kaiser oder durch seine Glaubenshaltung
in Verstrickung geraten.
– Schaut der Kaiser einen seiner älteren Vorgänger oder den Herrscher eines fremden Landes, weist dieser
auf Christus, und deshalb halte er alles fest, was dieser ihm sagt. Alle seine Worte verheißen Gutes;
denn von Christus kommt nichts Böses.
– sehen: du wirst Lob bekommen;
– Kaiserin sehen: du genießt viel Ansehen.
(Siehe auch „König“, „Präsident“)
Kajüte
(Wohnraum auf Schiffen)
Allgemein:
Kajüte zeigt oft an, daß man sich zu sehr isoliert und deshalb seine Absichten nicht verwirklichen kann. Der kleine Raum und die
Bewegungen des Schiffes lassen vermuten, daß Sie sich in Ihrer jetzigen Lage beengt fühlen und dringend eine Veränderung anstreben.
Außerdem glauben Sie, keine Kontrolle über Ihr Lebensschiff zu haben. Sie sind unter Deck und sehen nicht, in welche Richtung Sie steuern.
Sie sollten die Initiative ergreifen und das Ruder fest in die eigenen Hände nehmen.
Psychologisch:
Man will aus der meist halbdunklen Enge ans Licht. Kajüten kündigen manchmal eine Ortsveränderung oder einen beruflichen Wechsel an,
wodurch man endlich aus der bisherigen Beschränktheit der Verhältnisse ausbrechen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich in einer befinden: dir wird manches Unangenehme nicht erspart bleiben.
(europ.) : – sehen: bedeutet eine Seereise; auch: häuslicher Ärger, Unglück; angeklagt werden und den Prozeß
wegen eines schwachen Zeugen verlieren;
– sich in einer befinden: bedeutet, daß man durch Unentschlossenheit nichts Rechtes erlangen wird.
(ind. ) : – du wirst durch deine Mutlosigkeit nicht vorwärtskommen.
(Siehe auch „Reise“, „Schiff“)
Kakadu
Psychologisch:
Der Kakadu verrät dem Träumenden, daß er dazu neigt, Gewohnheiten und Eigenarten von anderen Menschen anzunehmen und seine Ideen
und Prinzipien zu vernachlässigen. Um im Leben erfolgreich zu sein, sollte er eine eigene Note entwickeln und lernen, eigenständig zu
handeln.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du verkehrst mit eitlen Menschen.

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Kakao
Allgemein:
Kakao kündigt an, daß eine bittere Enttäuschung bevorsteht. Der Kakaobaum dagegen kann auf eine interessante neue Bekanntschaft
hinweisen.
Psychologisch:
Der Kakao ist als Genußmittel im Traum stets mit positiven Empfindungen verbunden. Der Träumende darf sich über dauerhaftes
Wohlbefinden freuen. Ist der getrunkene Kakao außergewöhnlich heiß, wird er bei der Lösung eines Problems, wenn er zu lange zögert,
vergeblich auf die Hilfe anderer warten müssen. Wer ihn im Traum jemand trinken sieht, will im Wachleben vielleicht jemanden durch den
Kakao ziehen, der es eigentlich nicht verdient.
Volkstümlich:
(europ.) : – genießen oder kochen: sagt ein leichtes Unwohlsein vorher;
– ungesüßten trinken: kündet ein bitteres Erlebnis an;
– Kakaobaum sehen: bringt Bekanntschaft mit Ausländern;
– sehen: bedeutet, daß man verdrießliche Freunde zu seinem Vergnügen und zum Vorteil einsetzen wird.
Kakerlaken
Allgemein:
Diese unausrottbaren kleinen Wesen sind ähnlich wie „Insekten“ zu deuten. Sie symbolisieren aber mehr die Schwierigkeiten, die unverhofft
aus dem Dunkel auftauchen.
Psychologisch:
Symbol für „lichtscheues Gesindel“ und Schmarotzer.
(Siehe auch „Insekten“)
Kakteenpflanzung
Volkstümlich:
(europ.) : – deutet auf gute Aussichten im Ausland.
Kaktus
Medizinrad:
Schlüsselworte: Stachelig; trocken; Angst vor Verletzlichkeiten; Gefühllosigkeit; Wüste; zäh.
Beschreibung: Kakteen, Wüstenpflanzen, die mit sehr wenig Wasser auskommen, haben im allgemeinen sehr spitze bis harmlose Stacheln.
Manche bringen Früchte hervor, die eßbar oder zu Heilzwecken verwertbar sind. Sie stellen eine Wasserquelle in der Wüste dar, wenn man
weiß, wie man sie anzapft.
Allgemeine Bedeutung: Verborgene Gefühle; Schutz wegen allzu großer Verletzlichkeit; Angst vor Verletzung; der stachlige Teil deiner
Natur; gefühlsmäßige Unterdrückung; Verbindung mit dem Wasser der Erde.
Assoziation: Spröde wie ein Kaktus.
Transzendente Bedeutung: In deinem Inneren verborgene Vorräte kraftvoller Lebensenergie.
Allgemein:
Kaktus taucht manchmal als Symbol für ein „kratzbürstiges“ Wesen auf, das zu zwischenmenschlichen Problemen führt. Es kann aber auch
die Angst dahinter stehen, durch andere verletzt und enttäuscht zu werden. Ein kleiner Kaktus symbolisiert manchmal eine kleinliche,
intolerante Persönlichkeit. Im Wachleben sollte man ruhig einmal jemanden ausstechen, der mit rücksichtslosen Mitteln arbeitet.
Psychologisch:
Die charakteristischen Stacheln dieser Pflanze sind ein Sinnbild für Abwehrbereitschaft, aber auch für entschlossenes Handeln. Kaktus ist
symbolisch gemeint, wie er aussieht: ein harmloser Zeitgenosse mit Nehmerqualitäten, aber wenn man ihm zu nahe kommt, wird er
„stachelig“: Symbol für einen einfachen (oder bescheidenen) Menschen, auf den man sich verlassen kann, solange man ihn nicht zu sehr
vereinnahmt – oder ihm sonstwie „zu nahe tritt“ und zuviel Belastung zumutet. Wenn man davon träumt, hat man sich meistens schon den
ersten Stachel eingezogen – gleich tut es weh!
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine schlechte Maßnahme bringt Schaden;
– ein blühender: Glück in der Liebe zu einem verschlossenen Menschen.
(europ.) : – allgemein sehen: man hat sich zu sehr von der Umwelt abgekapselt und ist „stachelig“ geworden;
– gießen: bedeutet Liebenswürdigkeit gegenüber falschen Freunden;
– sich an einem stechen: man könnte durch unüberlegte Handlungen bald einen Schaden erleiden;
– einen kleinen am Fenster haben: man ist kleinlich gegenüber sich selbst und anderen;
– einen großen im Garten haben: es wird viel Schlechtes über einen geredet.
Kalb
Assoziation: – Unreife; Unerfahrenheit.
Fragestellung: – Welche Eigenschaften möchte ich entwickeln?
Allgemein:
Oft stellt das Kalb im Traum uns selbst dar. Es verkörpert den unbekümmerten Umgang mit sinnlichen Bedürfnissen, Oberflächlichkeit und
etwas Frivolität, was oft auf Unreife hinweist. Sieht man das Tier, kann das auch Leichtsinn anzeigen, zugleich aber trotzdem begründete
Hoffnungen machen. Das Kalb neben der Kuh deutet auf Unselbständigkeit hin. Im goldenen Kalb kommt häufig übersteigertes materielles
Streben und Gewinnsucht zum Vorschein.
Psychologisch:
Es ist das Symboltier eines jungen Menschen, dessen gute Eigenschaften man nicht überschätzen (oder ausnützen) sollte. Ein typischer (und
selten richtig verstandener) Elterntraum, wenn sie ihre Kinder mit Leistungsdruck überfordern und ihnen zu viele „Erwachsenenpflichten“
aufladen – und sie „nicht Kind sein“ lassen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder schlachten: unkluge Dinge unternehmen;
– eine Kälberherde sehen: Warnung vor einem Streich seiner nächsten Freunde;
– Kalbsbraten essen: deine Ausgaben werden deine Einnahmen übersteigen.

749
(europ.) : – man hat Angst vor einem selbständigen Leben und läßt sich lieber am Gängelband führen;
– eins sehen: ein gutes Omen für Liebende und Eheleute;
– mit einem spielen: man vertreibt sich mit törichten Dingen die Zeit;
– ein Kalb füttern: man ist falschen Personen gegenüber zu gutmütig;
– einem solchen Gras geben: man erweist undankbaren Leuten eine Gefälligkeit;
– eines neben der Kuh sehen: man hat Angst vor selbständigem Handeln, dies behindert einem im Leben;
– viele Kälber sehen: man macht einen unklugen Streich;
– viele auf einer grünen Wiese: es stehen fröhliche Feste ins Haus; wer sein Vermögen
mehren will, hat jetzt eine Glückssträhne;
– sehen, wie eines geschlachtet wird: man wird von einer Krankheit genesen;
– das Schlachten von Kälbern sehen: ein bestimmtes Vorhaben wird einen sehr unguten Verlauf nehmen;
– Kalbsbraten essen: bringt ungeladene Gäste;
– um ein „goldenes Kalb“ tanzen: man legt zu viel Wert auf Materielles und Luxuriöses im Leben, mehr Tiefgang wäre besser.
(ind. ) : – schlachten sehen: ein Vorhaben, das nicht gut ist;
– sehen: du sollst den Mut und die Hoffnungen nicht aufgeben;
– Kalbfleisch essen: du wirst von deiner Krankheit bald genesen sein.
(Siehe auch „Jugend“, „Kuh“, „Rind“, „Stier“)
Kalbfleisch (Siehe „Kalb“)
Kaldaunen
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Eingeweide): du hast frohe Stunden in Aussicht.
Kaleidoskop
Allgemein:
Ein Kaleidoskop stellt eine Verbindung zum Selbst der Kindheit her: Die Form- und Farbkomposition, die ein solches Spielzeug erzeugen
kann, erinnern an Mandalas und Grundmuster, von denen jedes Kind fasziniert ist. Als Traumbild kann das Kaleidoskop die blockierte
Kreativität im Träumenden wieder freisetzen.
Psychologisch:
Das Kaleidoskop gestattet dem Träumenden, sich wieder im Rahmen des größeren Ganzen zu sehen und das Wunder seiner Existenz zu
spüren.
Spirituell:
Auf dieser Ebene können die Farben- und Formenspiele im Kaleidoskop die Mutter symbolisieren, nach denen der Träumende in Zeiten
spiritueller Selbstzweifel sein Leben ausrichtet.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Frivolität; man soll die Dinge nicht auf die leichte Schulter nehmen, man könnte es bereuen;
– sich drehende: verspricht schnelle Veränderungen, die nur wenig Günstiges bringen.
(Siehe auch „Mandala“)
Kalender
Allgemein:
Ein Kalender im Traum lenkt die Aufmerksamkeit des Träumenden auf die Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft oder auf etwas
Bedeutsames in seinem Leben. Weil die Zeit eine selbst eingesetzte Begrenzung darstellt, erinnert der Kalender im Traum den Träumenden
an das Vorhandensein von Begrenzungen. Ein neuer Lebensabschnitt mit neuen Vorhaben scheint bevorzustehen. Da alles durchdacht und
gut geplant erscheint, dürfte die nächste Zeit recht erfolgreich für Sie sein. Aber überstürzen Sie nichts, bleiben Sie bei Ihrem Plan und gehen
Sie alles der Reihe nach an. Man ist vielleicht auch nur mit der Einteilung der Arbeit unzufrieden, will sie zum eigenen Vorteil verändern,
um so zu etwas zu kommen, oder der Kalender im Traum aber ist eine Mahnung daran, daß kostbare Zeit für ein wichtiges Vorhaben
verrinnt. Kauft man ihn, soll das eine gute Zukunft verheißen, auch wenn man jetzt noch Sorgen hat. Kommt ein ganz bestimmtes Datum im
Traum vor, hat dies vermutlich eine Bedeutung, auch wenn man es nicht sofort einordnen kann.
Psychologisch:
Ein Symbol für Vergänglichkeit, manchmal vor dem Altern und Sterben – und für das Bedauern, daß man „die Uhr nicht zurückdrehen
kann“. Wenn man Kalenderträume hat, würde man häufig ein (im Wortsinn) „unwiederbringliches“ Erlebnis noch einmal „genauso wie
damals“ – nur eben bewußter und intensiver – wiederholen. Auch: man bereut etwas, das man nicht mehr rückgängig machen kann, und
würde zu gern in seinem Lebenskalender zurückblättern – wenn daran etwas positiv zu verändern wäre. Wenn es ein angenehmer
Kalendertraum war: Man hat noch „viel Zeit“ vor sich und weiß sie intensiv zu nützen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Kalender im Traum ein Zeitplan für Feste und Feierlichkeiten sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darin lesen: sich unnötige Sorgen machen; man wird in Kürze mit der Lösung seiner Probleme rechnen können,
wenn man geduldig bleibt und sich nicht vom Weg abbringen läßt;
– kaufen: man wird bald eine angenehme Überraschung erleben;
auch: Warnung davor, seine kostbare Zeit nicht mit unnötigen Dingen zu vergeuden;
– geschenkt bekommen: es steht einem eine größere Zuwendung oder berufliches Emporkommen bevor.
(europ.) : – sehen: man wird eine unangenehme Überraschung erleben; Pläne gehen nicht auf;
– einen neuen kaufen: verspricht viel Freude für die Zukunft; ein glückliches neues Jahr;
– einen alten wegwerfen: Verbesserung der Situation nach vielen Sorgen;
– in einem Haushaltskalender lesen: man wird Dinge erfahren, die man schon lange wissen wollte;
– führen: man wird über das ganze Jahr sehr ordentlich und systematisch sein;
– sich Sorgen um ein bestimmtes Datum machen: Zeichen einer glückliche Eheschließung, sofern man das Gesuchte nicht verfehlt.
(ind. ) : – du strebst mit Mühe und Sorgen vorwärts.
Kalesche (Siehe „Wagen“)

750
Kalk
Allgemein:
Kalk wird manchmal als Ankündigung eines hohen Alters verstanden. In der traditionellen Deutung: Erbschaft. Außerdem symbolisiert der
Kalk Starrsinn und eine typische „Schrecksekunde“, in der man „kalkweiß“ (blaß) wird. Ißt man ihn, warnt das vor häuslichen Streitigkeiten.
Psychologisch:
Das Symbol des Kalks versinnbildlicht Stabilität, Festigkeit und Dauerhaftigkeit, gleichzeitig aber auch Starrsinn und fehlendes
Anpassungsvermögen. Wer im Traum Kalk anrührt, sollte sich nicht um fremde, sondern lieber um seine eigenen Angelegenheiten
kümmern, da diese seine ganze Aufmerksamkeit erfordern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Kalkgrube sehen oder hineinfallen: Widerwärtigkeiten aller Art erleben.
(europ.) : – sehen oder damit hantieren: verhängnisvolle Zeiten mit großen Opfern stehen bevor,
das Vermögen wird aber danach noch umfangreicher als vorher;
– brennen: man soll sich eines besseren Lebenswandel befleißigen;
– Kalkofen: man wird ein hohes Alter erreichen; auch: Spekulationen in der Liebe oder
im Berufsleben werden in unmittelbarer Zukunft nicht günstig sein.
(ind. ) : – essen: Zank und Streit im Haus;
– eine Wanderung; für Bauende – Unkosten.
Kalkspat
Medizinrad:
Schlüsselworte: Gewöhnlich; mannigfaltig; fluoreszierend; durchschneidend; kristallin; heilend; Glückseligkeit; Erleuchtung; östlicher
Seelenpfad.
Beschreibung: Kalkspat, das Mineraltotem, das mit Erleuchtung und der mittleren Position des östlichen Seelenpfads verbunden wird, ist ein
kristallines Kalziumkarbonat und ein Hauptbestandteil der Schalen von Muscheln und Meerestieren. Aus diesen Muscheln wird mit der Zeit
Kalkstein und dann Marmor. Kalkspat oder Calcit ist eines der häufigsten Mineralien und überall auf der Welt anzutreffen. Es kann
fluoreszierend oder durchscheinend weiß oder farblos sein. In seiner kristallinen Form werden dem Kalkspat Fähigkeiten zur Heilung und
zur Energievergrößerung zugesprochen.
Allgemeine Bedeutung: Allgemeingültige Wahrheiten; Einfachheit; das Licht im Inneren; Heilungspotential.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Licht, das durch die Dunkelheit der Unwissenheit scheint.
Kalkulation
Psychologisch:
Wer im Traum eine Kalkulation erstellt, hat mehr Probleme, als er (auch vor sich selbst) zugibt. Er kann nicht abschalten und nimmt seine
Existenzangst mit in den Schlaf. Oder – wenn es ein Traum mit positiver Stimmung war: Man ist gewissenhaft und will immer alles
verantworten können, was man tut. Das muß durchaus nicht nur berufliche oder geschäftliche Entscheidungen betreffen – es kann auch um
den eigenen „Gefühlshaushalt“ gehen: Alle Entwicklungen einer Beziehung sollten für den Träumenden vorstellbar und auch „kalkulierbar“
sein, sonst „riskiert er lieber nicht zuviel“. Wer solche Träume hat, sollte sich ein emotionales Sicherheitsbedürfnis eingestehen und um
Partner mit konträrer Gefühlswelt (und einem größeren Bedürfnis nach persönlichem Freiraum) einen großen Bogen machen!
Kalmar
(Tier)
Assoziation: – Scheue; Strangulierend.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mich zu zeigen oder mich zu Wort zu melden?
Kalmus
(Schilf)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Beruhigend; stärkt die Stimme; verbessert die Verdauung.
Beschreibung: Kalmus (Acorus Galamus) ist ein winterfestes, an Ufern anzutreffendes Aronstabgewächs mit sumpfgrasähnlichen Blättern
und einem Zapfen grüner Blütchen, der seitlich aus dem blattähnlichen Schaft ragt. Das dem Wurzelstock entnommene Kalmusöl wird
weltweit zu medizinischen Zwecken gebraucht, insbesondere als Mittel gegen Sodbrennen. Die Ureinwohner Nordamerikas sollen Kalmus
gelutscht haben, um Heiserkeit oder Halsschmerzen zu bekämpfen. Auch Sänger benutzten Kalmus, um ihrer Stimme über längere Zeit
Festigkeit zu verleihen.
Allgemeine Bedeutung: Es deiner wahren Stimme gestatten, sich bemerkbar zu machen; der Widerwille, irgend etwas zurückzuhalten, von
dem du weißt, daß es die Wahrheit ist; ein Bedürfnis nach Entspannung, um deine Verdauung zu verbessern.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine starke Gabe eines Lieds.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dir steht ein Fest bevor;
– sehen oder pflücken: lauter Segen und Glück in allen Dingen.
(europ.) : – bringt Glück und Segen bei allen Unternehmungen.
(ind. ) : – pflücken: in allen Unternehmungen hast du Glück und Segen.
Kalomel
(früher als harn- und galletreibendes u. Abführmittel verwendetes Quecksilber-I-Chlorid)
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß jemand durch unbeabsichtigte Begünstigung von Freunden einem täuschen und schaden will;
– Nimmt eine junge Frau Kalomel, wird sie das Opfer intriganter Machenschaften von vertrauten
Personen. Wendet sie es äußerlich an, verschließt sie die Augen absichtlich vor falschen Spiel.
Kalorientabelle
Psychologisch:
Wenn sie sogar im Traum präsent ist, wurde der Kampf um die Wunschfigur zum alles bestimmenden Thema Nr.1 im Leben. Oder der
Traum ist als Warnung vor einer Gefährdung durch Magersucht oder Bulimie zu verstehen. Wenn man davon oft träumt: Bitte checken Sie
einen Arzttermin!

751
Kälte
Assoziation: – emotionale Kühle; mangelnde Zirkulation.
Fragestellung: – Wo fehlt es mir an Wärme?
Allgemein:
Im Traum werden oft Gefühle in körperliche Empfindungen übersetzt. Nimmt der Träumende in seinem Traum Kälte wahr, dann ist dies ein
Hinweis darauf, daß er sich vernachlässigt oder ausgeschlossen fühlt. Es ist immer ein Zeichen, daß in einem etwas friert. Das kann die
Mahnung sein, rechtzeitig gegen eine mögliche Krankheit anzugehen oder auch ganz einfach gegen Gefühllosigkeit, Herzenskälte und andere
nachlassende oder unterdrückte Gefühle. Die genaue Bedeutung ergibt sich erst aus den individuellen Lebensumständen.
Psychologisch:
Wenn man emotionale Kälte zeigt, verhält man sich distanziert – die Beziehung ist „abgekühlt“. So sind auch Träume von Eis, Schnee,
kaltem Wind und kaltem Wasser zu verstehen. Außerdem: ein Symbol für die Neigung, sich überall „herauszuhalten“ und eben „kalt“ auf die
Probleme anderer zu reagieren. Wenn man jemandem seine Gleichgültigkeit demonstrieren will, „zeigt man ihm die kalte Schulter“.
Spirituell:
Spiritueller Verlust kann sich im Traum als extreme Kälte ausdrücken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfinden: achte auf deine Gesundheit. (Warntraum!)
(europ.) : – in allen Dingen sollte man vorsichtig sein;
– spüren: man ist vereinsamt und hat sich von seiner Familie und seinen Freunden entfremdet;
– in eine kalte Gegend kommen: man wird von seine Umwelt enttäuscht und kaltherzig behandelt.
(Siehe auch „Frieren“)
Kaltwasserkur
Volkstümlich:
(ind. ) : – du glaubst oft selbst nicht, was du sagst; Selbsttäuschung.
Kalvarienberg
(Nachbildung des bibl. Golgatha)
Volkstümlich:
(europ.) : – Verzeihung wird erbeten.
Kameebrosche
(Kamee = Gemme mit erhaben geschnittenem Bild)
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt ein trauriges Ereignis, das bald die Aufmerksamkeit erfordert.
Kamel
Assoziation: – Wüstenschiff; Ausdauer.
Fragestellung: – Welche emotionalen Ressourcen trage ich in mir?
Allgemein:
Ein Kamel im Traum stellt in der Regel das Ungewöhnliche oder Bizarre dar. Es repräsentiert auch zugängliche Ressourcen und Gehorsam
gegenüber einem Grundprinzip. Kamel ermahnt zu Geduld, Ausdauer und Durchstehvermögen, weil man damit die Probleme des Alltags am
besten bewältigt und Erfolge erzielt. Sieht man sich auf einem Kamel sitzen, kann man Hilfe erwarten und einen Teil seiner Aufgaben
anderen übertragen.
Psychologisch:
Auch im Unbewußten ist es ein Lastenträger. Es kommt nur darauf an, wer sie trägt: Das Kamel (übersetzt: einer unserer Mitmenschen) oder
wir selbst, wobei die Lasten psychischer oder physischer Natur sein können. Reitet man auf einem Kamel, kann man damit rechnen, daß man
auf seiner Lebensreise kräftig durchgeschüttelt wird und nur gemächlich ans Ziel gelangt. Das Kamel im Traum steht für
Durchhaltevermögen, Bescheidenheit und Selbstgenügsamkeit, Eigenschaften, die der Träumende entweder bereits besitzt oder noch
erlangen muß. Da es lange Zeit unbeschadet Entbehrungen auf sich nehmen kann, steht es im Traum als Symbol für die Bedürfnislosigkeit
und Geduld des Träumenden. Der Träumende bemüht sich wahrscheinlich, seine Durststrecken mit Demut und Geduld zu meistern. Das
Kamel kann in diesem Zusammenhang auch als Warnung verstanden werden, sich nicht allzu demütig in sein Schicksal zu ergeben, sondern
mehr Initiative zu entwickeln.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist das Kamel im Traum ein Symbol für Würde, Träger des Majestätischen, der Nüchternheit und Mäßigung.
Volkstümlich:
(arab. ) : * Über Reitkamele:
– Die schnellen arabischen Kamelstuten bedeuten Elend, Tod und Trübsal.
– Träumt einer, er reite auf einem Kamel und dieses trage ihn in schnellem Lauf dahin, wird Charon ihn holen, weil kein Tier dem
Kamel im Lauf gleichkommt.
– Dünkt es einen, er besteige ein Kamel, reite eine kurze Strecke und sitze dann wieder ab, wird er in eine böse Krankheit fallen,
aber wieder gesunden.
– Träumt einer, er finde ein Kamel, bringe es in seine Gewalt und zähme es, wird er vom Kaiser Macht bekommen wegen der
Gefangennahme eines mächtigen Sarazenen.
– Wird einer von einem Kamel an einem Körperteil gebissen, wird er von der Obrigkeit gestraft werden;
was der einzelne Körperteil bedeutet.
– Träumt jemand, ein Kamel trete ihn, wird er zwar vor der Obrigkeit bangen, aber keinen Schaden leiden, weil das Kamel keinen
Huf wie das Pferd hat.
– Erwirbt einer aus dieser Gattung Kamelstuten und melkt sie, wird er Macht und Herrschaft über das Volk der Sarazenen erringen;
der Kaiser wird nach diesem Traum eine fremde Völkerschaft unterwerfen, sofern die Kamele sich abrichten ließen.
– Ißt einer Kamelfleisch, wird er eine langwierige Krankheit durchmachen, aber wieder genesen.
– Dünkt es einen, als laufe er wie ein Kamel, wird er trügerischen Ruhm erlangen, indem er große Töne redet,
aber sich mit Schande bedecken.
– Träumt einer, er rede mit einem ihm gehörigen Kamel, wird er so viel Macht und Reichtum bekommen,
wie er Worte gewechselt hat;
spricht er mit einem fremden Kamel, wird er eine hohe Stellung bekleiden und aus fernen Ländern merkwürdige
und unerwartete Menschen empfangen.

752
– Träumt jemand, ein unbekanntes Kamel komme in sein Haus, wird ein einflußreicher Fürst zu ihm kommen;
ist das Kamel mit einem Teil von seinem Hab und Gut beladen worden und wieder davon getrabt, wird einer von seinen
Hausgenossen sterben;
trägt das Kamel einige seiner Kleidungsstücke fort, trifft das Unheil die Person, die zu dem Kleidungsstück in Beziehung steht.
* Über Lastkamele:
– Träumt jemand, er stoße auf ein wütendes Kamel, bringe es in seine Gewalt und binde es, wird er einen fremdländischen
mächtigen Feind gefangennehmen, falls der Träumende ein Fürst oder der Kaiser ist;
ein Mann aus dem gemeinen Volk wird von einer tödlichen Krankheit genesen.
– Dünkt es einen, das Kamel beiße ihn, wird er erkranken und Gewalt vom Machthaber erleiden.
– Träumt der Kaiser, Kamele drängen in sein Herrschaftsgebiet ein, hat er den Einfall feindlicher Völkerschaften in sein Land zu
befürchten; dem Schaden, den die Tiere anrichten, wird derjenige entsprechen, den die Eindringlinge verursachen.
– Schaut der Kaiser, daß die Kamele mit Gütern befrachtet aus seinem Land abziehen, wird der Feind so viel Hab und Gut daraus
wegschleppen, wie die Tiere mit Gütern beladen wurden.
– Erwirbt einer Lastkamele, wird er Sklaven und Macht von Freunden übernehmen;
erwirbt er Kamele und bekommt er junge Tiere, wird er entsprechend deren Zahl zu Ansehen, Macht und Besitz kommen.
– Träumt einer, er besitze eine Kamelstute und verkaufe oder werde sie sonstwie los, wird er von einem üblen Weib entweder
durch den Tod oder durch Scheidung erlöst werden;
wirft die Kamelstute ein männliches Junges, wird er von einem bösartigen Frauenzimmer einen nichtsnutzigen Sohn bekommen,
wenn ein weibliches Junges, eine Tochter, die ebenso geartet ist wie die Mutter.
– Trinkt einer Kamelmilch, wird er vom Landesfürsten große Mittel erlangen, jedoch mit Schrecken und Krankheit.
– Schlachtet jemand ein Kamel in seinem Haus und behält er das Fleisch, wird er vom Landesfürsten gestraft werden,
ferner in Schrecken, Krankheit und Elend fallen.
– Findet einer eine Kamelhaut und trägt sie fort, wird er das Vermögen eines Fürsten oder großen Herrn gewinnen;
träumt ein Mächtiger, er trage den Kopf eines Kamels fort, wird er den Besitz eines Feindes an sich reißen,
ein gewöhnlicher Mann wird von einem hohen Herrn einen Gewinn von zehn, hundert oder tausend Goldmünzen einstreichen,
weil das Haupt eine Hauptsumme bedeutet und die genannten Zahlen vollkommene Zahlen sind.
– allgemein sehen: du wirst etwas Auffälliges erleben, vielleicht auch Reichtum erlangen;
– beladen sehen: man wird seine Schwierigkeiten meistern und im Leben noch viel Erfolg haben;
– darauf reiten: eine unliebsame Reise machen müssen.
(europ.) : – Symbol der Geduld und Ruhe, durch die man mehr erreicht als durch Wut und unüberlegtes Handeln; deutet an, daß man selbst in
Zeiten bitterster Not und unter größten Schwierigkeiten die nötige Geduld und Kraft aufbringt; man läßt sich nicht entmutigen;
– verheißt eine mühevolle Reise, die aber mit großen Erfolgen verbunden ist;
– sehen: man wird viele Schwierigkeiten zu überwinden haben in Angelegenheiten, die man glaubte erledigt zu haben;
– kaufen: man wird Reichtum und Lebenskraft durch außergewöhnliche Umstände gewinnen;
– eins besitzen: man darf auf ertragreiche Unternehmen hoffen;
– auf einem sitzen: man bürdet seine eigenen Pflichten einem anderen auf;
– mit Lasten beladene Kamele sehen: nach einer großen Anstrengung wird man belohnt werden;
– eine Kamelkarawane durch die Wüste ziehen sehen: man wird Unterstützung erfahren, wenn alles
aussichtslos wirkt, oder wider Erwarten von einer Krankheit genesen;
– Kamelhaare: die Geschäfte geraten ins Stocken.
(ind. ) : – sehen: du wirst eine Einladung zu einer Festlichkeit erhalten.
(Siehe auch „Karawane“, „Wüste“)
Kamelaukion
(Das Wort kamelaukion erscheint in den byzantinischen Quellen in verschiedener Bedeutung. Bei Achmet bezeichnet es eine Kappe oder
einen Hut. Das kaiserliche kamelaukion war eine halbkreisförmige, enganliegende Kappe, die mit Juwelen verschwenderisch besetzt war;
einige von ihnen waren in die Krone eingelassen, andere hingen bis auf den Nacken herunter. Das kamelaukion ist persischen Ursprungs.)
Volkstümlich:
(arab./perser/ind.) : – Trägt einer ein Kamelaukion, wie es gewöhnlich alle tragen, bedeutet dieses sein Haupt oder seinen Vorgesetzten.
– Sitzt die Kappe bequem auf seinem Kopf, wird sein Haupt oder Vorgesetzter ihm wohl, wenn nicht, übelwollen;
denn in diesem Fall wird der Träumer seinem Haupt mißfallen.
– Dünkt es einen, sein Kamelaukion sei schmutzig, wird sein Vorgesetzter entsprechend dem Schmutz in Nöten sein.
– Ist die Kappe eingerissen oder alt geworden, weist das Unheil auf eben diese Person.
– Fällt sie vom Kopf, wird der Träumer seinem Oberhaupt, dem er unterworfen ist, den Rücken kehren;
wird sie ihm von einem Unbekannten zerrissen, wird der Vorgesetzte sterben;
ist der Übeltäter ein Bekannter, wird der Träumer durch diesen oder einen seinesgleichen von dem Vorgesetzten getrennt werden.
– Ein Kamelaukion zu tragen, das mit dem Fell von Katze, Fuchs oder einem ähnlichen Tier überzogen ist, bedeutet,
man werde ein Oberhaupt bekommen, das gegen Gott und die Welt übel gesinnt ist, weil die genannten Tiere auf
List und Tücke ausgehen.
– Setzt sich einer gegen seine Gewohnheit ein Kamelaukion auf, wird er zu hoher Würde aufsteigen, gemessen an der Schönheit
der Kappe. Ist diese weiß, wird er von den Leuten geehrt und geachtet werden, ist sie grün, hoch steigen und in seinem Glauben
einen großen Namen erlangen, wenn purpurn, voller Freude sein. Entsprechendes gilt von den übrigen Farben.
– Setzt sich einer ein Kamelaukion von kaiserlichem Purpur auf, wird er vom Kaiser Würde und Hoheit erlangen;
ist das Kamelaukion sehr groß, wird ihm das Glück noch günstiger sein.
– Das Kamelaukion auf dem Haupt des Kaisers bedeutet die Kaiserin und seinen Sohn.
– Träumt es dem Kaiser, er setze sich ein neues Kamelaukion auf, wird er sich vermählen, wenn er ledig ist, hat er eine Gemahlin,
einen Sohn zeugen. Ist das Kamelaukion vielfarbig, wird der Sohn nicht seinen Wünschen entsprechen, ist es das übliche,
kaiserliche, wird er ihm Freude machen und sein Thronfolger werden.
– Trägt der Kaiser sein gewohntes Kamelaukion, wird er an dem Neugeborenen und an der Kaiserin seine Freude haben.
Setzt er sich das Kamelaukion auf, um sich vor Regen oder Sonne zu schützen, wird er über seine Feinde triumphieren,
und sein Sieg wird so groß sein wie der Schutz, den ihm seine Kappe gewährte.
– Dünkt es ihn, das Kamelaukion sei aus Fellen gearbeitet, wird er den Reichtum seiner Feinde an sich bringen,
weil Tierfelle auf Beute weisen, die man Feinden abgenommen hat.
(Siehe auch „Hut“, „Kappe“)

753
Kamera
Assoziation: – Bild der Erfahrung; Aufzeichnung; gelegentlich ein Mittel zur Distanzierung.
Fragestellung: – Wie sieht das Ganze für mich aus? Möchte ich aktiv teilhaben?
Allgemein:
Kamera steht für das Gedächtnis; sie fordert auf, die darin gespeicherten Erfahrungen mehr zu nutzen. Eine Kamera ist ein Instrument,
welches der Dokumentation dient. Wenn der Träumende sie in seinem Traum benutzt, bedeutet dies, daß er Ereignisse oder Situationen
aufzeichnet, an die er sich erinnern oder die er sich bewußt machen soll. Im Traum fotografiert zu werden, verweist darauf, daß der
Träumende seine Handlungen und Reaktionen in bestimmten Situationen sorgfältiger beobachten muß.
Psychologisch:
Der Träumende wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, im Geiste Bilder von solchen Ereignissen zu speichern, die er noch bearbeiten
muß, und sie nicht ins Unbewußte abzuschieben. Es ist ein Hinweis darauf, daß man etwas objektiver (distanzierter) betrachten sollte – vor
allem, wenn die Thematik für den Träumenden von großer Bedeutung ist und eine Entscheidung erfordert. Und eine Aufforderung, zu
überlegen (und es „von allen Seiten zu betrachten“), ob man etwas (oder jemanden) „festhalten“ will.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene weist die Kamera im Traum auf notwendige Wachsamkeit hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst fotografiert werden: da man glaubt, von anderen beobachtet und überwacht zu werden,
sollte man seinen Freundeskreis überprüfen.
(europ.) : – fotografische: du bist sehr eitel;
– sehen: man wird durch Veränderungen in ein unverdientes Umfeld kommen;
– in eine schauen: man wird von jemandem getäuscht;
– Macht eine junge Frau mit einer Kamera Fotos, wird ihr die nahe Zukunft viel Unangenehmes bringen.
Jemand aus dem Freundeskreis wird sie sehr enttäuschen.
(Siehe auch „Foto“)
Kamerad
Allgemein:
Kamerad (Kameradschaft) symbolisiert die Einheitlichkeit der Persönlichkeit, die alle seelisch-geistigen Widersprüche miteinander versöhnt
hat; dazu fordert das Symbol auf. Konkret kann dahinter auch Vereinsamung mit dem Bedürfnis nach guten Freunden zum Vorschein
kommen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – treffen oder mit ihnen verkehren: vertraue deinen Freunden nicht zu viel.
(europ.) : – man ist einsam und unglücklich in der Ehe und sehnt sich nach einer guten Freundschaft;
– haben: bedeutet in guter Eintracht leben;
– mit einem einen Ausflug machen: bringt eine angenehme Überraschung;
– sich von einem verabschieden: man wird oder will seinen Wohnsitz ändern.
(ind. ) : – treffen: unerwartetes Ereignis;
– verstorben sehen: große Neuigkeit;
– mit ihm essen oder trinken: du wirst Ungelegenheiten haben.
(Siehe auch „Freund“)
Kameramann
Psychologisch:
Man steht unter steter Beobachtung des eigenen Gewissens der Seele. Oder aber, alles wird von einem selbst festgehalten.
(Siehe auch „Kamera“)
Kamille
Medizinrad:
Schlüsselworte: Süß; angenehm; mild; beruhigend; entspannend; tröstend; weiblich; erfrischend; Innenschau; westlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Kamille, die Pflanze, die im Medizinrad mit der Innenschau, der mittleren Position des westlichen Seelenpfads, in Verbindung
gebracht wird, versorgt den Menschen mit einem der schmackhaftesten Tees, den die Natur zu bieten hat. Darüber hinaus soll sie auch
heilende Aspekte haben. Kamille beruhigt, entspannt und tröstet. Sie ist hilfreich bei Magenproblemen und wird bei Kinderkrankheiten und
typisch weibliche Beschwerden eingesetzt. Als Salbenzusatz erhält sie die Haut gesund.
Allgemeine Bedeutung: Der Blick nach innen; entspannen; bewerten; Kindheit.
Assoziation: Eines der bekanntesten Heilmittel der Volksmedizin.
Transzendente Bedeutung: Entspannung, die es dir ermöglicht, mit tieferen Schichten Erfahrungen zu sammeln; loslassen; Verstehen der
Kindheit.
Allgemein:
Kamille, aus der man einen Tee herstellt, soll nach alter Traumdeutung auf baldige Genesung hinweisen. Wenn man sie kauft oder sammelt,
kann das eine beginnende Krankheit ankündigen, die jedoch noch keine Symptome verursacht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder gekochte trinken: deutet auf leichte Erkrankung, auch auf ein beschwerliches, aber dabei hohes Alter hin.
(europ.) : – verspricht ein warmes Herz und verheißt Kranken baldige Genesung;
– sehen oder kaufen (für Gesunden): bedeutet eine Erkältungskrankheit;
– pflücken oder Kamillentee trinken: du wirst ein hohes Alter erreichen; deutet auf gute Gesundheit oder Genesung hin;
– davon einen Umschlag machen: bringt Linderung eines Schmerzes.
(ind. ) : – pflücken: Beschwerden mit den Atmungsorganen. (Warntraum!)
Kamin
Assoziation: – Energiequelle; Hitze; spiritueller Mittelpunkt des Selbst.
Fragestellung: – Was ist für mich von zentraler Bedeutung? Was wärmt mich?
Allgemein:
Kamin bringt oft vernachlässigte sexuelle Bedürfnisse zum Vorschein. Raucht er, soll das häusliche Probleme ankündigen. Wenn man vor
einem Kamin mit Feuer sitzt, darf man eine sorglosere Zukunft erwarten.

754
Psychologisch:
Nach Freud ein weibliches Sexualsymbol. Brennt das Feuer im Traumkamin lodernd und hell, haben wir weder im Intimleben noch im Beruf
etwas zu befürchten, weil wir stets mit Leidenschaft und Ausdauer bei der Sache sind. Qualmt der Kamin und zieht der Rauch schlecht oder
gar nicht ab, ist im Privatleben „Qualm in der Küche“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen mit hellen Feuer: gute Aussichten haben; sich auf gute Zeiten freuen dürfen;
die finanziellen Verhältnisse werden sich bessern; Harmonie in der Familie;
– darin (helles) Feuer anmachen: Freude und Vergnügen erleben;
– sich selbst vor einem mit hellen Feuer sitzen sehen: Glück in der Liebe haben.
(europ.) : – Vorsicht vor Feuer; auch: gutes Omen für das Häusliche als auch für Geschäfte; ein gedeihliches Jahr liegt vor einem;
– mit einem wärmendem Feuer: verspricht viel Glück im eigenen Heim; deutet auf Sorglosigkeit hin;
– ohne Feuer: es muß noch mancherlei getan werden, um das Heim behaglich zu gestalten; bringt Sorgen und Verlust,
entweder eines guten Postens oder eines guten Menschen;
– einen rauchen sehen: deutet auf Sorgen im Haushalt hin;
– an einem sitzen und ein Buch lesen: man hat Sehnsucht nach einem in der Ferne weilenden Menschen.
(ind. ) : – mit Feuer: du wirst eine gute Stellung erhalten;
– Feuer darin erloschen: du wirst deine Stellung verlieren.
(Siehe auch „Esse“, „Schornstein“)
Kaminbock
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen mit brennenden Scheiten obenauf: die Freunde sind einem wohlgesonnen;
– ohne Holz: steht für Besitzverlust und Tod.
Kaminfeger
Allgemein:
Kaminfeger wird auch im Traum oft als allgemeines Glückssymbol verstanden; das bezieht sich vor allem auf Gefühlsbeziehungen.
Psychologisch:
Der volkstümliche Glücksbringer befreit uns im Traum vor allem von seelischen Lasten, bringt insofern auch Glück und das Gefühl, irgend
etwas überwunden zu haben, was uns besonders bedrückte. Das können auch Minderwertigkeitskomplexe oder Charakterfehler sein, die uns
das Zusammenleben mit unseren Mitmenschen erschwerten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: man sucht dich schändlich anzuschwärzen.
(europ.) : – dein Leben wird sich freundlich gestalten; Symbol für Glück;
– einem begegnen: Glück, besonders in der Liebe;
– mit einem zusammenstoßen und sich mit Ruß beschmutzen: ein heimliches Liebesabenteuer wird herauskommen.
Kamm / kämmen
Artemidoros:
Sich zu kämmen bringt Mann und Frau Nutzen; denn der Kamm ist gleichbedeutend mit der alle Widerwärtigkeiten überwindenden und
heilenden Zeit.
Allgemein:
Kamm (Kämmen) wird zum Teil sexuell gedeutet; damit ist dann die Aufforderung verbunden, die Sexualität mehr zu beherrschen. Im
Traum eines Mannes kann ein Kamm Versuchung und Sinnlichkeit symbolisieren. Ein Kamm ist ein Gerät mit vielen Zähnen, welches der
Pflege dient. Taucht er im Traum eines Menschen auf, betont er das Bedürfnis, etwas im Leben zu pflegen und zu nutzen. Das Traumsymbol
ist ein Hinweis darauf, daß der Träumende seine Gedanken ordnen soll. Kauft man einen Kamm, ermahnt das, sein Leben in Ordnung zu
bringen. Altindische Traumbücher deuten den Kamm auch als Warnung vor Streit mit den Geschwistern. Beim Kämmen glättet man das
Haar, macht Unordentliches wieder ordentlich. Der Träumende ist dabei, sein Leben neu zu richten und Versäumtes aufzuholen, bevorzugt in
seinem Gefühls- und Sexualleben. Da die Neubesinnung tief in der Seele verankert ist, wird er sicher Erfolg haben.
Psychologisch:
Traditionell: Eitelkeit. In der psychologischen Deutung ist der Kamm ein Symbol für einen Vorgang den man genauer beobachten und nicht
vorschnell beurteilen sollte – eben: „Nicht alles über einen Kamm scheren.“ Der Träumende kann aber auch aufgefordert werden, an seinem
Selbstbild zu arbeiten. Mit dem Kamm wird das Haar in Ordnung gebracht; übertragen: Man schafft Ordnung in seinem Triebleben und
gewinnt dadurch das Herz des Partners. Wer durch Kämmen sein Haar noch mehr in Unordnung bringt, pflegt entweder im Wachleben ein
sogenanntes schlampiges Verhältnis oder hat in der Liebe Komplexe, die er durch besonders forsches Auftreten verschleiern will.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Kamm im Traum für Fruchtbarkeit, die Strahlen der Sonne, Verwobenheit und Musik.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: mit seinen Hausleuten in Streit geraten;
– zerbrochener: die Differenzen mit seinen Bekannten werden sich noch verschärfen;
– sich damit kämmen: man wird sich stark überwinden müssen, wenn man seine Sachen in Ordnung bringen will
und sich von seinen Fehlern befreien möchte; man soll erkennen, daß man sich im Leben stets behaupten
und daher entsprechend reagieren muß;
– sich lange und ausgiebig kämmen: die Probleme werden letztendlich überwunden werden.
(europ.) : – bedeutet: deine Arbeit wird schwer und nutzlos sein, besonders wenn es dir Schwierigkeiten macht, dein Haar zu kämmen;
geht das Kämmen leicht und ist das Haar lang und schön: Gewinn, eine neue Freundschaft;
– sich das Haar kämmen allgemein: eine Aufforderung, mehr Ordnung bei sich selbst zu halten;
– einen sehen: in der Familie gibt es Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen;
– einen unsauberen sehen: deutet auf nutzlose Bemühungen hin;
– kaufen: man wird seine Angelegenheiten in Ordnung bringen;
– verlieren: bedeutet Streit im Freundeskreis;
– benutzen: kündet einen Lebenskampf an;
– zerbrochener: heftige Streitereien zehren am Nervenkostüm;
– einem Kind die Haare kämen: man erfreut sich eines guten Urteils bei anderen Menschen;
– lange Haare kämmen: kündet eine neue Freundschaft an;
– sich selbst die Haare kämmen: Anzeichen für Verluste durch einen Menschen, dem man vertraute.

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(ind. ) : – sehen: Zank und Unannehmlichkeiten mit den Geschwistern;
– Kämmen, glattes Haar: Vorteile, treue Freunde;
– verworrenes Haar: schlechte Nachrichten;
– sich selbst kämmen: du siehst nun ein, daß du Fehler hattest.
(Siehe auch „Haare“)
Kammer
Allgemein:
Wenn man in seinem Traum in eine unterirdische Kammer fährt, ist das was man dort vorfindet, äußerst wichtig. (Jeder Träumer findet etwas
ganz Eigenes.) Der Traum spielt vielleicht auf die Tiefen des Unbewußten an, und der Symbolgehalt wird sich äußerst wichtig erweisen,
doch aus dem selben Grund auch als schwierig zu deuten.
Psychologisch:
Wenn sie klein und eng ist, deutet sie auf körperliches Unbehagen hin.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet Freude und Vergnügen;
– in eine hineinschauen: bedeutet, daß man leicht getäuscht werden wird;
– sich in einer befinden: zeigt Liebenden Verrat an; Ärger und Verdruß;
man möchte sich etwas zurückziehen um in der Stille zu sich zu finden.
(ind. ) : – darin sein: die Braut oder der Bräutigam werden die Pläne ändern.
(Siehe auch „Haus“, „Zimmer“)
Kammerdiener
Psychologisch:
Selbst ein Bettler könnte von dem stets Hilfsbereiten träumen, der für Ordnung sorgt, wobei er als Hilfskraft des Unbewußten sich mehr um
unsere seelische Verfassung kümmert. Wer sich selbst im Traumbild als Kammerdiener sieht, sollte sich prüfen, ob er seine Hilfe nicht zu
aufdringlich anbietet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: hüte dich vor falschen Menschen.
(europ.) : – verspricht ein gutes Einkommen, sonst aber viel Unruhe und Aufregung;
– Kammerdiener sehen: man wird einen Freund wiedersehen;
auch: man könnte ein gehobenes Einkommen erzielen, wenn man fleißig darauf hinarbeitet.
(ind. ) : – gutes Auskommen, aber viel schwere Arbeit.
Kammerfrau
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder mit ihr verkehren: Veranlassung zu unüberlegten Streichen geben.
(ind. ) : – sehen: sei nicht zu allen zu offenherzig.
Kammerjungfer
Volkstümlich:
(europ.) : – Kammerjungfer sehen: kündet ein Hindernis an ;
– selbst eine Kammerjungfer sein: ein anderer Mensch wird für die Zukunft sorgen.
(ind. ) : – sei nicht so offenherzig.
Kammgarn
Volkstümlich:
(europ.) : – es aufwickeln: bedeutet ein bequemes Einkommen;
– damit strick en: man wird mehr erben, als man verdient.
Kampagne
Volkstümlich:
(europ.) : – eine politische starten: steht für unorthodoxes Verhalten; man macht seine Pläne ohne Rücksicht auf Feinde oder Hindernisse;
die Mächtigen und Reichen werden verlieren;
– führt ein religiöses Volk eine moralische Kampagne: man wird gebeten, soziale Organisationen finanziell zu unterstützen;
– Träumt eine junge Frau von einer Kampagne zugunsten mittelloser Frauen, wird sie Hindernisse überwinden und Notzeiten
tapfer überstehen.
Kampf
Assoziation: – gewalttätige Lösung; Freisetzung von Energie; Konflikt; Auseinandersetzung.
Fragestellung: – Welcher Konflikt baut sich in mir auf? Welcher Konflikt löst sich? Welche Teile von mir befinden sich im Kriegszustand?
Allgemein:
Kampf kann für Streit in der eigenen Persönlichkeit stehen, die durch gegensätzliche Eigenschaften und Bedürfnisse entzweit wird; man muß
dann versuchen, diese Gegensätze auszugleichen. Wenn der Träumende in seinem Traum in einem Kampf verwickelt wird, verweist dies in
der Regel darauf, daß er mit seinem Bedürfnis nach Unabhängigkeit konfrontiert ist. Vielleicht muß er auch seine Wut, Frustration und den
unbewußten Wunsch, einen Teil von sich selbst zu verletzen, zum Ausdruck bringen. Vielleicht bringt das Traumsymbol auch die
unterdrückte Wut zum Ausdruck, welche der Träumende einem anderen Menschen gegenüber empfindet. Weitere Bedeutungen lassen sich
aus folgenden Begleitumständen ableiten:
– Kampf zuschauen fordert auf, sich gegen feindselige Menschen oder widrige Umstände im Leben einfach mehr zu Wehr zu setzen.
– Auf dem Schlachtfeld (in der Arena) einen Kampf beobachten weist auf eigene Schadenfreude und Gehässigkeit hin.
– Selbst kämpfen kann auf Probleme hindeuten, die man wahrscheinlich bewältigt, wenn man sich mehr anstrengt; manchmal wird
auch eine Krankheit angekündigt.
Psychologisch:
Zurückzuschlagen ist ein natürlicher Verteidigungsmechanismus; fühlt sich der Träumende in seinem Alltagsleben bedroht, kann es leicht
sein, daß er seine Gefühle auf der Ebene des Traums ausagiert. Wer sich im Traum auf einen Kampf einläßt, will wohl einen
augenblicklichen Konflikt lösen, hatte aber bisher nicht den rechten Mut dazu. Wenn man besonders aktiv in ein Kampfgetümmel eingreift,

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kann man sich im Wachleben gegen eine aussichtslos erscheinende Lage anstemmen und sie meistern. Schaut man den Kampf nur zu, will
man sich aus Schwierigkeiten mit Hilfe anderer herausschaukeln.
Spirituell:
Das Traumsymbol Kampf ist der Hinweis auf einen spirituellen Konflikt. Der Träumende sollte versuchen, herauszuarbeiten, wo und warum
es einen Konflikt gibt, und damit feinfühliger umgehen, statt „aus allen Rohren zu feuern“. Das Gesetz der sündigen Welt ist das Gesetz des
Kampfes.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einem zwischen Menschen beiwohnen: Vorsicht wird für dich sehr vorteilhaft sein;
– zwischen Tieren: du entgehst einer dir drohenden Gefahr;
– darin verwickelt werden: es werden dir Unannehmlichkeiten bereitet werden.
(europ.) : – man wehrt sich zu wenig gegen Anfeindungen;
– mit ansehen oder erleben: neidische Menschen feinden dich an; aktuelle Spannungen mit anderen Menschen lassen sich durch
Versöhnung bald entschärfen; auch: man vergeudet Zeit und Geld; Frauen werden vor übler Nachrede und Tratsch gewarnt;
– darin verwickelt sein: Gefahr, ein Amt zu verlieren; auch: Auseinandersetzungen mit geschäftlichen Rivalen;
Gerichtsverfahren drohen;
– im Kampf unterliegen: man verliert Besitzansprüche;
– den Angreifer auspeitschen: man wird durch Mut und Ausdauer zu Ehre und Reichtum kommen;
– zwei Männer mit Pistolen kämpfen: es stehen einem Sorgen und Verunsicherungen bevor;
tritt kein echter Verlust auf: signalisiert ein Gewinn, sowie einige Unannehmlichkeiten;
– auf einem Schlachtfeld kämpfen: man wird sich aus einer allgemeinen Katastrophe retten;
– einen Kampfplatz sehen: deutet auf Vorbereitungen für eine anstrengende Arbeit hin;
– einem Kampfspiel zuschauen: deutet auf Schadenfreude hin;
– Sieht eine junge Frau ihren Liebsten kämpfen, ist er ihrer nicht würdig.
(ind. ) : – sehen: Nahrungssorgen, Gram über ungeratene Kinder.
(Siehe auch „Gefecht“, „Krieg“)
Kämpfen / Kampfhandlungen
Allgemein:
Der Kampf symbolisiert wie in den Märchen und Sagen den inneren Kampf. Die verschiedenen Ichs kämpfen um die Vorherrschaft, was sich
in Entscheidungsschwierigkeiten, Launen und Unklarheit des Träumenden bemerkbar macht. Wichtig ist mit Hilfe der Tagtraumtechnik
diese Kämpfe freundlich zu beenden. Vielleicht möchte Ihnen diese Traumsituation aber auch zeigen, daß Sie mehr kämpfen müssen oder
viel zu viel kämpfen.
Psychologisch:
Zu den Kampfsportarten gehören unter anderem Karate, Judo und ähnliche meditative Kampfformen. In diesem Traumsymbol wird in
spezieller Weise die Aggression mit der Spiritualität verbunden und an dieser Spannung hat auch die Deutung anzusetzen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Warntraum, der eine beginnende Erkrankung anzeigt; man sollte seine Widerstandskraft stärken;
– auf einem Schlachtfeld: man wird sich aus einer allgemeinen Katastrophe retten;
– an Kampfhandlungen teilnehmen: man versucht bei einer Person durch Schmeichelei Gefühle zu erwecken,
obwohl man weiß, daß dies vergebens ist; die Gefahr ist groß, daß man seinen guten Ruf in
Geschäftsdingen verliert; man muß große Anstrengungen unternehmen, um ehrlich zu bleiben;
– mit einem Neger: bringt unnötigen Ärger;
– mit wilden Tieren: man wird aus einer großen Gefahr befreit werden;
– Meint eine junge Frau, Kämpfer zu sehen, so wird sie bald die Wahl zwischen zwei Verehrern haben.
Kampfer
(Mottenbekämpfungs-, Arznei- und Einreibemittel)
Volkstümlich:
(europ.) : – man ist von übler Nachrede umgeben; man soll sich nicht ärgern lassen.
Kampfsport
Assoziation: – disziplinierte Stärke oder Kraft.
Fragestellung: – Auf welche Weise verfeinere ich meine Kraft?
Kanada
Allgemein:
Kanada zeigt das Bedürfnis nach mehr Abwechslung, Herausforderung und Abenteuer an; davon träumen oft Menschen, die ein angepaßtes,
ereignisloses Leben führen, mit dem sie unzufrieden und unglücklich sind.
Kanal
Allgemein:
Weil ein Kanal eine künstliche Struktur ist, verweist ein Kanal im Traum auf die Neigung, Strenge bei der Kontrolle über die Gefühle walten
zu lassen. Vielleicht gibt der Träumende seinem Leben auf Kosten seiner Kreativität zuviel Struktur. Kanal kann allgemein die geistige
Lenkung der Gefühle, Triebe und Leidenschaften verkörpern; das fordert oft zu mehr Selbstdisziplin auf. Ferner kann er Hindernisse
ankündigen oder auf gute geschäftliche Verbindungen hinweisen, aus denen man Vorteile zieht.
Psychologisch:
Der Kanal ist ein ähnliches Traumsymbol wie der Fluß. Zu beachten ist nur, daß es sich beim Kanal um ein künstlich fließendes Wasser
handelt. Wird ein Kanal angelegt, also gebaut, bedeutet dies, daß der Träumende sein Wissen über sich selbst strukturieren muß, um ein
funktionsfähiges System zu erschaffen. Je stärker der Wasserlauf eingedämmt und reguliert ist, desto mehr hat der Träumende in Realität
seine psychischen Energien kontrolliert und diszipliniert. Dasselbe gilt, wenn die Ufer des Kanals betoniert oder perfekt angelegt sind. Die
genaue Bedeutung ergibt sich aus der gesamten Traumhandlung, vor allem aus dem Zustand des Wassers und den Gefühlen des Träumenden
im Traum. Wer in einen Abwasserkanal schaut, der schlammig-trübes Wasser führt, wird wohl in einer bestimmten Angelegenheit kaum
vorwärtskommen, vielleicht sogar in die Röhre schauen. Führt ein großer Kanal reines Wasser, trägt er unsere Hoffnungen, daß wir
Problematisches schon bald in Ordnung bringen werden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Kanal im Traum für Struktur, Definition und strengen Glauben.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst neue Verbindungen anknüpfen.
(europ.) : – ein Hindernis wartet darauf, überwunden zu werden;
– sehen: deutet auf nicht ganz einwandfreie Geschäfte;
– am Bau eines solchen teilnehmen: man wird sich an einem Unternehmen beteiligen, das eine große Zukunft hat;
– Schiffe auf einem sehen: man wird eine Auslandsverbindung anknüpfen;
– in einem stehendes schmutziges Wasser sehen: verheißt Krankheit, sowie dunkle Machenschaften von Feinden;
Zeichen kommenden Ärgers;
– mit klarem Wasser: es steht angenehmes im Leben bevor;
– Gleitet eine junge Frau in einem Kanu über den Kanal, wird sie ein keusches Leben führen und einen liebenden Ehemann haben.
– Überquert eine junge Frau den Kanal auf einer Brücke über klarem Wasser und sammelt am Ufer Farne und andere Pflanzen,
wird sie ein Leben voll endloser Vergnügen führen und eine hohe gesellschaftliche Position einnehmen. Ist das Wasser jedoch
trübe, wird sie sich häufig in ein Netz von Schwierigkeiten verfangen.
(ind. ) : – sehen: du wirst eine Verbindung eingehen.
(Siehe auch „Fluß“, „Wasser“)
Kanapee
Volkstümlich:
(ind. ) : – sei nicht so herrschsüchtig.
Kanarienvogel
Allgemein:
Das Lieblingstier vieler einsamer Menschen ist als Luftwesen wie jeder Vogel geistig- seelisch zu deuten, umschreibt daher die psychische
Einsamkeit und die innere Unfreiheit des Träumenden. Er steht für das Bedürfnis nach Freundschaft und Liebe. Kanarienvogel soll nach
alten Traumbüchern vor Schmeichlern warnen, die einen betören wollen.
Psychologisch:
Ein naheliegendes Symbol für die (vergebliche) Sehnsucht nach (mehr) Freiheit. Man hat das Gefühl, im Käfig zu leben – selbst wenn es ein
„goldener“ sein sollte, hat man Angst vor „gebrochenen Flügeln“ – und vor dem Kontrollverhalten anderer.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder singen hören: eine gute Nachricht erhalten; auch: man wird vor Heuchlern, die einem umgeben
noch rechtzeitig gewarnt werden, wenn man auf den Rat eines nahestehenden Menschen hört;
– im Käfig sitzend: eine Liebe wird sich bloß als Strohfeuer erweisen;
– aus dem Käfig entkommender: es steht eine schmerzliche Trennung bevor;
– einen wegfliegen lassen: du verstehst dein Glück nicht zu halten.
(europ.) : – sehen: man wird eine Freundin finden; Zeichen für ein fröhlich behagliches Zuhause;
– singen hören: bedeutet für Ledige Verlobung, für ältere Menschen ruhiges Alter;
– singende in einer luxuriösen Wohnung: stellen ein Leben in Reichtum und zahlreiche gute Freunde in Aussicht;
– zwitschern hören: sich auf unerwartete Vergnügen freuen dürfen;
– einen besitzen für junge Menschen: verheißt den Aufstieg in gebildete Kreise;
möglicherweise auch das glückliche Ende eines Liebestraums;
– einen geschenkt bekommen: es zeichnet sich eine Erbschaft ab;
– einen verschenken: man bekommt seinen sehnlichsten Wunsch nicht erfüllt;
– unnatürlich grell gefärbt: man gibt sich trügerischen Hoffnungen hin; blindes Vertrauen ist der schlimmste Feind;
Eine junge Frau sollte sich nach diesem Traum vor Schmeichlern hüten, weil sie sonst unweigerlich enttäuscht wird.
– aus dem Käfig lassen: kündet einen Landausflug an;
– sterben: man sollte sich vor untreuen Freunden in acht nehmen;
– einen verzehren: Gesundheit; du wirst ein hohes Alter erreichen.
(ind. ) : – sehen: du wirst eine Freundin finden;
– fliegen sehen: frohe Nachricht;
– singen hören: laß dich nicht umgarnen; hüte dich vor Schmeichlern.
(Siehe auch „Vögel“, „Vogelkäfig“)
Kandel
(Kandiszucker)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: eine angenehme Bekanntschaft machen.
Kandelaber
(Armleuchter, mehrarmiger Kerzenständer.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – vertraue nur deiner eigenen Kraft.
Kandidat
Allgemein:
Kandidat sein (zum Beispiel in einer Prüfung) verspricht, daß sich die Erwartungen erfüllen werden.
Volkstümlich:
(ind. ) : – deine Hoffnungen werden sich erfüllen.
Känguruh
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein ein günstiges Vorzeichen;
– sehen: man wird die Möglichkeit haben, einen Erfolg zu erzielen, der finanziellen Vorteile bringt;
dieser Vorteil ist um so größer, wenn im Beutel noch ein Jungtier sitzt.
(europ.) : – sehen: man wird einen hinterlistigen Mitbewerber ausschalten, der einem ins schlechte Licht rücken will;
– von diesem angegriffen werden: der Ruf ist in Gefahr;
– eins töten: man wird Erfolg haben;
– Känguruhfell: man ist auf dem Weg zum Erfolg.
(Siehe auch „Tiere“)

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Kaninchen
Assoziation: – Fruchtbarkeit; Glück; Unsicherheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, produktiv zu sein?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Fruchtbar; schlau; klein; unschuldig; erhaltend; Vergnügen; Wachstum; südlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Das Kaninchen, das im Medizinrad mit der äußeren Position des südlichen Seelenpfads und mit dem Wachstum assoziiert
wird, ist ein Nagetier mit langen Ohren, einem weichen Fell und einem kurzen Stummelschwanz, das unterirdische, Baue gräbt. Es ist
bekannt für sein scharfes Gehör, seine Schnelligkeit und Fruchtbarkeit. Es gibt über siebzig verschiedene Kaninchenarten auf der ganzen
Welt. Sie haben lange dazu beigetragen, den Menschen zu erhalten. Manche Leute behaupten daß Kaninchen sich so schnell vermehren, weil
sie zum Opfer beinahe jeder anderen Kreatur werden können. Deshalb bringt man Kaninchen auch mit der Furcht in Verbindung. In diese
Fall zeigen uns Kaninchen, daß man seine Furcht durch Wachstum überwinden kann.
Allgemeine Bedeutung: Eine Phase schnellen Wachstums; den unschuldigen Teil deiner Natur untersuchend; Erforschung jeder Bereitschaft,
sich zum Opfer machen zu lassen.
Assoziation: Sich vermehren wie die Karnickel – abfällige Bemerkung für Kinderreichtum.
Transzendente Bedeutung: Ein Verbündeter, der deine Traumreise beschleunigen und dir schnelles Wachstum auf deine spirituellen Weg
bringen kann.
Allgemein:
Kaninchen kann auf sexuelle Bedürfnisse, Sanftmut, Gefühlsreichtum und Idealismus hindeuten; zum Teil erklären sich diese Eigenschaften
allerdings aus Angst, Unsicherheit und Minderwertigkeitsgefühlen, man will von anderen nicht angegriffen werden. Weiße Kaninchen gelten
allgemein als Glückssymbol, schwarze können Mißerfolge und Trauer ankündigen. Tötet man ein Kaninchen, weist das darauf hin, daß man
Gefühle und ähnliche psychische Inhalte unterdrückt und deshalb unglücklich ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – lebendige: einen feigen und furchtsamen Charakter haben;
– weißes: warnt vor falschen Freunden;
– mehrere weiße sehen: kündigen Nachwuchs an;
– abgezogene oder gebratene haben: zu einigem Verdienst oder Gewinn gelangen.
(europ.) : – sehen: falsche Freunde wollen dir Schaden zufügen; auch: die Dinge werden schwierig sein;
aber eine wohnliche oder berufliche Änderung wird einem helfen, die Dinge richtig zu stellen;
– züchten: man wird ein hohes Alter erreichen;
– herumhoppeln: es steht eine Wandlung zum Besseren bevor;
man wird seinen Vorteil klarer erkennen;
– ausgelassene beim Spiel: man wird viel Freude an Kindern haben;
– fangen: bringt eine Bekanntschaft mit einer viel jüngeren Person;
– essen: Wohlergehen;
– töten: Verlust durch Betrug;
– wird es getötet: man opfert der Umwelt zuliebe eigene Ideale und positive Eigenschaften,
doch wird man auf Dauer unglücklich;
– weiße: Freude; treue Liebe, ganz gleich ob verheiratet oder ledig;
baldige angenehme Ereignisse erleben;
– schwarze: Trauer.
(ind. ) : – sehen: schwache Gesundheit;
– töten: gute Gesundheit und hohes Alter.
(Siehe auch „Hase“, „Tiere“)
Kanister
Psychologisch:
Wie bei allen Gefäßen liegt der Symbolwert mehr im Inhalt als in der Form.
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas darin einschließen: man wird bald ein Geheimnis zu wahren haben;
– einen öffnen: man wird das Geheimnis eines Freundes entdecken.
Kanne
Allgemein:
Wer daraus trinkt, schöpft neue Kraft in vollen Zügen; wer aus einer leeren Kanne trinken will, mit dem ist gesundheitlich irgend etwas nicht
in Ordnung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: mit einer guten Botschaft rechnen können;
– gefüllte: verheißt eine langjährige treue Freundschaft;
– daraus trinken: freudige Erlebnisse erhoffen dürfen;
man wird etliche Gefahren überstehen und seine Gesundheit lange erhalten;
– vollschenken: lasse dich im Glück nicht vom Übermut hinreißen;
– leere: kündigen einen lästigen Besuch an, der Probleme mit sich bringen wird.
(europ.) : – sehen: verheißt gute Nachrichten; bedeutet gute Freundschaft;
– eine mit klarem Inhalt sehen: man ist nicht nur selbst an seinem Wohlergehen interessiert,
viele echte Freunde werden einem Gutes tun;
– leere sehen: das eigene Verhalten wird einem von Freunden und von zu Hause entfremden;
– daraus trinken: große bevorstehende Freude; gute Nachricht;
– aus einer Wein trinken: weist auf gute Gesundheit und optimistische Lebensauffassung in allen Bereichen hin;
– aus einer Milch trinken: verheißt gute Gesundheit;
– ein bitteres Getränk daraus zu sich nehmen: steht für Enttäuschungen, obwohl man guter Hoffnungen war;
– zerbrochene sehen: signalisiert Krankheit und Versagen im Beruf.
(ind. ) : – daraus trinken: gute Botschaft.
(Siehe auch „Gefäß“)

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Kannibale
Assoziation: – Teil des Selbst, der dem Rest geopfert wird; Angst vor Integration.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir verzehrt sich?
Allgemein:
Der Traum von Kannibalismus illustriert normalerweise unüberlegtes oder unangemessenes Verhalten. Das Symbol des Kannibalismus ist
bereits in frühen babylonischen und assyrischen Traumbüchern definiert. Er bedeutet, zu großem Reichtum zu kommen, indem man die
Gaben und Fähigkeiten des anderen mit ihm verspeist. S. Freud sah im Kannibalismus als Traumsymbol Neigungen zum Sadismus, was
manchmal zutreffen kann, aber nicht muß. Allgemein hat dieses Traumbild die Bedeutung, daß man eine Beziehung zu einer oder mehreren
Personen aufnehmen möchte. Es kann sich dabei um eine Liebesbeziehung handeln, aber auch um das Aufnehmen von Wissen und Geist
dieser Person(en). Wenn sich der Träumende in seinem Traum dessen bewußt ist, daß er Menschenfleisch ißt, kann dies ein Hinweis auf
seine Ablehnung von unpassendem Essen oder von unangemessenen Handlungen sein. Der Träumende hat bestimmte Persönlichkeitsanteile
nicht „internalisiert“ und muß dies noch nachholen. Im Traum Menschenfleisch zu essen, kann auch bedeuten, daß der Träumende falsche
oder unbrauchbare Informationen aufnimmt, vielleicht einen Konkurrenten ausschalten möchte oder jemanden zum Fressen gern hat. Weitere
Traumsymbole können Ergänzendes dazu aussagen. Kannibale kann ähnlich wie Eingeborener verstanden werden.
Psychologisch:
Symbolgestalt für eine sehr „besitzergreifende Person“, die alles „auffrißt“ und sich „einverleibt“, was ihr in den Weg kommt. Nicht selten
versteckt sich in einem Kannibalentraum die (uneingestandene) Problematik einer Mutter-Sohn-Beziehung, in der die Mutter sehr dominant
ist und ihren Sohn als ihre Hauptbeziehung und ihren emotionalen „Besitz“ empfindet – und jede mögliche Schwiegertochter als natürliche
Feindin, die sich den jungen Mann ja „einverleibt“ – während die Mutter sich damit bescheiden muß, ihn „zum Fressen gern“ zu haben (und
auch das noch mit der neuen Frau in seinem Leben teilen zu müssen). Wer selbst den Alptraum hat, von einem Kannibale aufgefressen zu
werden, kann es wörtlich nehmen: Er ist von einer solchen emotional „verfressenen“ Person umgeben, die im wahrsten Sinn des Wortes
„nicht genug bekommen kann“ – von ihm.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht das Traumsymbol Menschenfleisch für die Aufnahme von Kräften oder Eigenschaften die einem anderen
Menschen gehören.
Volkstümlich:
(europ.) : – beunruhigende Informationen werden einem stören und behindern, aber man hat kaum etwas zu fürchten.
(Siehe auch „Eingeborene“, „Nahrungsmittel“)
Kanone
Allgemein:
Kanone bringt Rücksichtslosigkeit, Aggressivität und ungezügelte Sexualität zum Ausdruck und warnt davor, das ungehemmt auszuleben;
manchmal kommt darin sogar eine masochistische Neigung zum Vorschein. Allgemein steht die Kanone für Gefahren und Ängste; worauf
sich das konkret bezieht, muß aus den persönlichen Lebensumständen abgeleitet werden.
Psychologisch:
Symbol für eine „gewaltige“ Energieentladung – ein „Power-Traum“, der auf ein besonders starkes Durchsetzungsvermögen, aber auch auf
eine enorme „Kraft der Triebe“ (Sexualität und Sinnlichkeit, intensiv ausgelebt) schließen läßt. Die nähere Mitteilung ergibt sich aus der
Traumhandlung, wenn man selbst eine Kanone abfeuert, gelten die genannten Eigenschaften für den Träumer – wenn man jemanden mit der
Kanone hantieren sieht, ist diese Person der „energiegeladene“ Hauptakteur des Traumes – und hat es möglicherweise auf den Träumenden
abgesehen. Sie taucht auch manchmal in Erinnerungsträumen auf, die uns an eine augenblicklich prekäre Lage gemahnen. Sie versetzt uns
als Abwehrmittel unserer Seele in Angst und Schrecken, damit wir uns im Wachleben besser durchsetzen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: dein Eigentum wird Schaden erleiden;
eine Zeit der Not und Armut steht bevor, wenn man sich nicht vor aggressiven, rechthaberischen Menschen hütet;
– abfeuern oder abfeuern sehen: es wird dir von verschiedener Seite Kummer und Sorge bereitet werden.
(europ.) : – verkündet Widerwärtigkeiten aber du wirst deinen Weg bahnen; auch: Heim und Land sind in Gefahr,
vom Ausland überfallen zu werden, und daß die Jugend unter den Gefahren des Krieges leidet;
– sehen in Friedenszeiten: bringt Angst und Unglück; auch: Warnung vor Reibereien und möglichen Niederlagen;
leitet man ein Unternehmen, so kann sich nach vielen Sorgen und Fehlschlägen der Erfolg doch noch einstellen;
bringen schlechte Nachrichten über einen großen Ärger oder einen Betrug der einem das Leben schwer machen wird;
– wird mit den Kanonen geschossen: man wird in eine höchst unangenehme Situation gelangen und sollte vorsichtiger sein
um ein Unglück zu vermeiden;
– als Salut abfeuern sehen: du wirst Macht erlangen;
– mit einer schießen: zeigt Ehre und die Geburt eines hervorragenden Menschen an;
– Kanonendonner hören: man wird eine gute Nachricht erhalten;
– Kanonenkugel sehen: man wird von allen Gefahren befreit werden;
– Wenn eine junge Frau Kanonen hört oder sieht, dann wird sie einen Soldaten heiraten und ihm Glück
wünschen, während er zu ihrer Verteidigung und Ehre in den Krieg zieht.
(ind. ) : – abfeuern sehen: durch einen Freund erfährst du Dinge, die dich nicht erfreuen werden;
– sehen: schlimme Zeiten kommen über dich.
(Siehe auch „Flinte“, „Gewehr“)
Kanonenboot
Volkstümlich:
(arab. ) : – glückliche Unternehmungen und Vermögenszuwachs.
Kanonendonner
Allgemein:
Ist meist als Nachricht zu verstehen, die uns Sorgen bereitet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – aus der Nähe hören: es droht eine Gefahr;
– Kanonendonner aus der Ferne hören: man darf auf eine gute Botschaft hoffen.
(europ.) : – frohe Nachricht.
(Siehe auch „Donner“, „Kanone“, „Lärm“)

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Kanonenkugel
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: viel Herzleid erleben.
(europ.) : – sehen: man wird von allen Gefahren befreit werden; auch: geheime Feinde machen gemeinsame Sache gegen einem;
– sieht eine Dienerin eine: sie bekommt einen Soldaten zum Freund;
– erblickt ein Jugendlicher eine: ist ein Aufruf seinem Land zu dienen, aber im Einklang mit den „Zehn Geboten“.
(ind. ) : – du wirst von einer großen Gefahr befreit.
Kanonier
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Feinde, mit denen man sich aussöhnen muß.
(ind. ) : – eine vorübergehende Liebschaft.
Kante
Psychologisch:
Sie symbolisiert einen Menschen „mit Ecken und Kanten“, der nicht so leicht „glattzuhobeln“ ist: eine ausgeprägte und eigensinnige – und
manchmal egozentrische – Persönlichkeit, an der man sich „blaue Flecken“ holt, wenn man nicht auf „den nötigen „Abstand“ achtet. Wenn
man träumt, eine Kante mit Feile oder Hobel „anzurunden“, dann ist fast immer der Versuch gemeint, einen Menschen mit den genannten
„kantigen“ Eigenschaften besser in den Griff zu bekommen – oder eben seinen „Spitzen die Schärfe“ zu nehmen – meistens vergebliche
Liebesmüh!
Kantine
Psychologisch:
Eine Kantinen-Szene im Traum weist unmittelbar auf Essen hin, wohl auch auf das Gefühlsleben.
(Siehe auch „Gaststätte“, „Gebäude“)
Kanu
Medizinrad:
Schlüsselworte: Reisen; eine Art, durch das Leben zu gehen; Boot; Gleichgewicht; Potential, sich durch die Gefühle oder den Geist zu
bewegen.
Beschreibung: Ein Kanu ist ein sehr leichtes, schmales Boot, das durch Paddelschlag vorwärtsgetrieben wird. Erdverbundene Völker stellten
Kanus aus Baumstämmen oder aus Rinde her; seit einiger Zeit werden sie auch aus Leichtmetall oder Glasfaser angefertigt.
Allgemeine Bedeutung: Ein Verlangen, in deine Gefühle, deine Sinnlichkeit einzutauchen, aber dennoch eine schützende Barriere zwischen
dir und deiner Gefühlswelt aufrechtzuerhalten; ein Weg, sich durch den Geist zu bewegen; Ausgeglichenheit.
Assoziation: Indianerromantik
Transzendente Bedeutung: Ein angenehmer Traum, in dem du dich deiner Sinnlichkeit, deiner Vision, deines Weges, deiner Art, das Leben
zu bewältigen, erfreust. Wenn man im Traum das Kanu mit dem eigenen Körper lenkt, so steht dies für einen Traum, in dem dich dein
eigenes Sein und deine Gefühle beglücken.
Allgemein:
Es könnte darauf hindeuten, daß der Träumende seine Emotionen zu isoliert behandelt, wenn er von einem Kanu träumt. Möglicherweise
versucht er, den Fluß seiner Gefühle zu kontrollieren. Er ist sich dessen bewußt, daß er sich verändern kann, aber nur mittels seiner eigenen
Anstrengungen.
Psychologisch:
Vielleicht fühlt sich der Träumende durch seine Emotionen beschützt, zugleich aber auch großen Risiken ausgesetzt. Ein gewisses Maß an
Können ist nötig, damit er in seiner Entwicklung weiter vorankommt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann das Kanu im Traum für die lunare Barke, den Halbmond, stehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – da es nur für einen Platz bietet, ist es ein Omen für Mangel an Freunde;
– auf einem ruhigen Fluß paddeln: steht für absolutes Selbstvertrauen in die eigenen beruflichen Fähigkeiten;
– mit der Geliebten paddeln: sagt eine frühe Heirat und Treue voraus;
– in unruhigen Gewässern fahren: man wird vor dem Eheglück erst einen widerspenstigen Ehepartner zähmen müssen;
– in schlammigen Gewässern: Geschäfte werden enttäuschend verlaufen;
– in seichten und ruhigen Gewässern: man wird jemandem übereilt den Hof machen, was nur ungute Folgen
haben wird; auch: angenehme Erfahrungen von kurzer Dauer.
(Siehe auch „Boot“, „Kahn“, „Reisen“)
Kanüle (Siehe „Impfung“, „Injektion“)
Kanzel
Allgemein.
In Vertretung des „Herrn“ predigt jemand dem Träumenden seine Vergehen auf. Es ist die Aufforderung der Seele zur inneren Einkehr.
Selbst auf der Kanzel zu stehen weist auch darauf hin, daß man Einfluß und Macht über andere anstrebt, vielleicht auch zur Rechthaberei und
Uneinsichtigkeit neigt. Ferner kann darin ein starkes Mitteilungsbedürfnis zum Ausdruck kommen.
Psychologisch:
Der Traum, von der Kanzel oder vom Altar eine Predigt zu hören, bedeutet, daß deren Inhalt von einer höchsten Autorität stammt, die aber
auch die oberste Instanz unserer inneren Kräfte repräsentieren könnte. Bedeutsam für die Erklärung ist, wie die Predigt gehalten wurde:
harsch oder sanft, streng oder milde.
Spirituell:
Die Kanzel ist ein abgesonderter, erhöhter Standpunkt des Predigers.

761
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Anerkennung finden; mit einer freudigen Nachricht ist zu rechnen;
– besteigen: hohe Ehre erlangen;
– sich selbst auf einer sehen: man möchte bestimmten Menschen in seiner Umgebung eine wichtige Nachricht vermitteln;
man soll seine Rechte gegenüber anderen behaupten;
– einem Kanzelredner zuhören: man befindet sich im Widerspruch zur eigenen Persönlichkeit.
(europ.) : – eine sehen: man wird andere beeinflussen; signalisiert Sorgen und Ärgernisse;
auch: in absehbarer Zeit öffentlich auftreten müssen und eine Rede halten oder man wird sich vor Angriffen verteidigen müssen;
– eine besteigen oder darauf stehen: öffentliche Ehren; auch: es stehen Krankheiten
und unzufriedenstellende Geschäfts- oder Handelsergebnisse jeder Art ins Haus;
– sich darauf stehen sehen: du willst andere beeinflussen;
– von einer eine Rede halten: man will immer recht haben.
(ind. ) : – sehen: Freuden und Vergnügen;
– besteigen: du bist sehr eingebildet, siehe zu, daß du nicht zu Fall kommst.
Kanzler
Volkstümlich:
(europ.) : – Macht und Ehre erwarten einen;
– dessen Seele sehen: hier zeigt sich, ob die Wahl richtig war und welche Mitverantwortung man vor Gott zu tragen hat.
Kanzlist
Volkstümlich:
(europ.) : – trübe Aussichten für die nächste Zeit.
Kanzone
(Kleines lyrisches Gedicht.)
Volkstümlich:
(europ.) : – Kanzonette lesen, singen, hören: Freude und Freundschaft.
Kapaun
(Gemästeter, kastrierter Hahn.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Kummer.
(europ.) : – bekundet, daß man durch Unvorsicht in Ungelegenheiten geraten wird;
– bedeutet weiter Verdruß und Langeweile.
Kapelle
Allgemein:
Kapelle steht für Religiosität, allgemeiner für den Rückzug in sich selbst; vielleicht enthält das die Aufforderung, mehr aus sich
herauszugehen, um die Isolierung zu durchbrechen.
Psychologisch:
Sie mahnt zur besinnlichen Einkehr; wir sollen unser Handeln überdenken und prüfen, ob wir auch alles richtig gemacht haben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder betreten: sich zur Frömmigkeit und Einkehr in sich selbst neigen;
Unterstützung durch treue Freunde erfahren;
– sich darin befinden: man wird demnächst eine Entdeckung machen, die sich nachteilig auf die Zukunft auswirkt:
(europ.) : – Zufriedenheit; Zeichen für innere Einkehr und göttliche Führung;
auch: Meinungsverschiedenheiten im gesellschaftlichen Umfeld und beunruhigende Geschäfte;
– sich in einer befinden: Zeichen inneren Friedens und Einkehr;
– Träumen junge Menschen, sie betreten eine Kapelle, symbolisiert dies falsche Zuneigung und Feinde.
Sie könnten in unglückselige Verbindungen verstrickt werden.
(ind. ) : – darin beten: du wirst in deinem Leid einen Tröster finden;
– du wirst treue Freunde finden.
(Siehe auch „Kirche“. Über die Musikkapelle siehe „Orchester“)
Kapellmeister
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder selbst sein: sich vielen Mühen unterziehen müssen, aber keine oder geringe Anerkennung ernten.
(Siehe auch „Dirigent“)
Kapitän
Allgemein:
Er ist jene innere Gestalt, die unser Lebensschiff lenkt und um das Ziel der Fahrt weiß. Auf sein Geheiß fährt das Schiff, dem jede Richtung
frei steht, dorthin, wo unser innerstes Schicksal und haben will. Der Kapitän steht als Gestalt der Träume dem innersten Führer, dem
„Selbst“, schon sehr nahe. Kapitän verkündet für die Zukunft mehr Ansehen, Autorität, Einfluß und Ehre.
Psychologisch:
In den meisten Träumen erscheint der Kapitän als eine Art Leitfigur, Vater oder Vorbild. Ist der Träumende sehr selbstbewußt oder möchte
es gerne sein, kann auch er selbst der Kapitän sein. Manchmal ist der Kapitän im Traum ein Symbol für Gott oder das Schicksal. Dieses
Traumbild läßt sogar eine sexuelle Deutung zu, wenn das Schiff im Traum die Weiblichkeit verkörpert. Die jeweilige Bedeutung läßt sich
nur aus der gesamten Traumhandlung ersehen. Wichtig sind auch das Verhalten des Kapitäns und das Gefühl des Träumenden. Er steuert
unser Lebensschiff durch alle Unbilden und Wechselfälle. Wenn auch das Ziel seiner Fahrt stets im Nebelhaften bleibt, können wir doch
darauf vertrauen, daß uns ein treuer Begleiter und vertrauenswürdiger Freund zur Seite steht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dir stehen ernste Pflichten bevor.
(europ.) : – verspricht glückliche Reisen und viel Schönes; Beförderung; Wohlstand und erfüllte Hoffnungen;
– sich selbst als einen sehen oder sein: bedeutet Ehre.
(Siehe auch „Meer“, „Schiff“, „Wasser“)

762
Kapitulation
Assoziation: – Arbeit am Nachgeben.
Fragestellung: – Welche alten Muster oder Glaubenssätze bin ich aufzugeben bereit?
Kaplan
Allgemein:
Kaplan wird ebenfalls als Anzeichen für Ansehen und Ehre verstanden.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen und mit ihm sprechen: ist glückverheißend;
– für Unvermählte: Heirat in Aussicht.
(ind. ) : – sehen: man wird dich ehren.
Kappe
(Mütze)
Assoziation: – informell; liberale Meinungen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben möchte ich toleranter sein?
Allgemein:
Kappe deutet man im gleichen Sinn wie Hut.
Psychologisch:
Haben Sie „verkappte Ansichten“? Dann sitzen ein paar allzu fixe Ideen in Ihrem Kopf fest und verhindern, daß Sie „freier denken“ können
und flexibler agieren. Die in den Märchen vielzitierte Tarnkappe (eine magische Kopfbedeckung, die den Träger unsichtbar macht) ist oft ein
Symbol für Vordringen von Personen in Bereiche, die Ihnen sonst unzugänglich bleiben. Menschen mit verkappten Ideen tun das häufig auch
– sie mischen auch ganz gern dort mit, wo sie eigentlich nichts verloren haben. In der traditionellen Deutung war die Kappe ein
Liebeskummersymbol – aus naheliegendem Grund: Der Treulose hat „den Hut genommen“ – und weg war er.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: unterlasse alle Torheiten; Gefahren im Straßenverkehr;
– verlieren: in den nächsten Tagen Ärger und Verdruß erleben.
(europ.) : – sehen oder aufhaben: man wird guten Schutz finden; auch: Schwierigkeiten in Liebesangelegenheiten;
– eine Gefangenenkappe erblicken: der Mut wird einem in Gefahrensituationen verlassen;
– eine Bergarbeiterkappe: man erbt eine wichtige Fähigkeit;
– überreicht bekommen: man wird eine glückliche Ehe eingehen;
– Sieht eine Frau eine Kappe, werden ihr demnächst einige Einladungen zu Festen ins Haus flattern.
– Einer jungen Frau, deren Schatz eine Kappe trägt, wird vorhergesagt, daß sie in seiner Gegenwart schüchtern ist.
(ind. ) : – auf dem Kopf: es ist genug der Dummheiten, die du schon begangen hast.
(Siehe auch „Hut“)
Kapuze
Allgemein:
Eine Traumfigur, die eine Kapuze trägt, ist immer ein Sinnbild der Bedrohung. Das bedeutet nicht, das sie unbedingt böse ist, doch der
Träumende fühlt sich durch sie bedroht. Die Kapuze kann auch den Träumenden in einer Lebensphase des Rückzugs darstellen, von der er
sich nun abwenden möchte. Oder ein Aspekt seiner Persönlichkeit ist für ihn unsichtbar und muß enthüllt werden, damit er auf einer
ganzheitlicheren Basis funktionieren kann. Kapuze kann aber auch zum Teil der Fassade ähneln, soll also etwas von der eigenen
Persönlichkeit verbergen. Sie kann aber auch das Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit anzeigen.
Psychologisch:
Eine Kapuze kann Heimlichkeiten bedeuten. Trägt eine Frau im Traum eine Kapuze, ist dies ein Hinweis, daß sie betrügt. Wird die Kapuze
von einem Mann getragen, zeigt dies, daß er sich aus einer Situation zurückzieht. Die Figur eines Mönchs mit Kapuze kann im Traum die
nachdenkliche Seite des Träumenden darstellen, die allmählich in seinem Alltagsleben deutlicher zutage tritt.
Spirituell:
In früheren Deutungen symbolisierte die Kapuze im Traum Tod und Unsichtbarkeit. Heute könnte sie darauf verweisen, daß ein bestimmtes
Wissen im Verborgenen zurückgehalten wird, bis die richtige Zeit für dessen Enthüllung gekommen ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden eine tragen sehen: immer ein Symbol für Bedrohung, denn man verheimlicht etwas vor dir.
(europ.) : – tragen: eine Liebeswerbung steht bevor.
(Siehe auch „Fassade“)
Kapuziner
Volkstümlich:
(arab. ) : – Hinterlist von Freunden.
(europ.) : – warnt vor Trägheit und Gotteslästerung.
(ind. ) : – sehen: wenn du dich bemühst, wirst du glücklich sein und deine Vorstellungen verwirklichen.
Karabiner
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder gebrauchen: wenn du deinem Kopf folgst, so wirst du großem Mißgeschick ausgesetzt sein.
Karaoke
Psychologisch:
Karaoke ist heute überall beliebt und gibt jedem die Möglichkeit, mit einem Anstrich von Professionalität, aber ohne professionelle
Ausbildung oder Technik – und häufig auch ohne jedes Talent – aufzutreten. Wen man davon träumt, an einem Karaoke – Wettbewerb
teilzunehmen oder einfach vor einem bewundernden Publikum in Karaoke zu schwelgen, bedeutet das eventuell, daß man sich in einem
Bereich des Wachlebens der eigenen Leistungen oder des Erfolges allzu sicher ist. Wenn das Publikum einem im Traum auspfeift, liegt diese
Vermutung noch näher. Möglich ist, daß man die Situation einfach genießt; auch darin könnte ein Hinweis stecken, daß man eines seiner
Talente im Wachleben verschwendet oder endlich zum Tragen bringen sollte.

763
Karate
Psychologisch:
Härtere Art der Selbstverteidigung, als wie bei Judo. Es ist aber auch der verdeckte Wunsch, andere zu Boden zu strecken.
(Siehe auch „Judo“)
Karawane
Allgemein:
Die Karawane verkörpert Ruhelosigkeit, Unbeständigkeit und Oberflächlichkeit. Der Träumende fühlt sich in seiner gegenwärtigen
Lebenssituation nicht wohl und strebt nach Veränderungen. Karawane fordert zur Beharrlichkeit auf dem Lebensweg auf, den man unbeirrt
von Zweifeln und Problemen weitergehen soll; dann wird sich der Erfolg einstellen.
Psychologisch:
Ähnlich wie das unter „Kamel“ Gesagte, nur daß hier die Lasten verteilt, also Helfer am Werk sind, die uns langsam, aber sicher ans Ziel
bringen, wenn auch erst nach einer abenteuerlichen Reise.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man beneidet das Vorwärtskommen der anderen, wobei man selbst nur auf der Stelle tritt;
– mit ihr reisen: merkwürdige Dinge zu erleben haben; man wird in nächster Zeit mit Erfolgen rechnen dürfen.
(europ.) : – verkündet eine zweifelhafte Zukunft; ein Symbol des ruhigen Fortschreiten im Leben;
– zurückkehren sehen: Bewältigung aller Hindernisse, Vorteil und Gewinn.
(ind. ) : – sehen: du wirst alle Hindernisse glücklich überwinden.
(Siehe auch „Kamel“)
Kardinal
Allgemein:
Der Kardinal steht für Ehrfurcht und Würde, die der Träumende einer gewissen Person gegenüber empfindet. Er verhält sich demütig und
stellt seine eigenen Wünsche hinter die der anderen Leute. Ist man bereits verliebt, symbolisiert das Bild des Kardinals, daß man bald ein
Eheversprechen geben wird.
Psychologisch:
Die personifizierte (geistliche/geistige) Macht und Würde und Symbol für „erstrangige“, wesentliche Entscheidungen.
Volkstümlich:
(europ.) : – in seinem Gewand sehen: ist ein unheilvolles Zeichen; sagt großes Unglück voraus, welches einem zwingt in fremde
Länder zu ziehen, um sich eine neue Existenz aufzubauen;
– Sieht eine Frau einen Kardinal in seinem Gewand, dann wird sie durch falsche Versprechungen in den Ruin gestürzt.
(Siehe auch „Bischof“, „Kirche“)
Kardinalvogel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Rot; liebliches Lied; Reichtum; Herz, Blut; Lebenskraft; hervorragen.
Beschreibung: Der Kardinalvogel, ein weitverbreiteter roter Singvogel, pfeift ein wunderschönes Lied und ist für viele Ureinwohner
Nordamerikas ein bedeutsames Tier. Das Männchen trägt ein helles Federkleid, während beim Weibchen nur einige rote Federn unter die
ansonsten grauen gestreut sind. Die Federn dieses Vogels waren von hohem Wert.
Allgemeine Bedeutung: Kommunikation; Lied; Einstellung zum Reichtum; Herzverbindung; Blut; Lebenskraft.
Assoziation: Der Kardinal als eines der ranghöchsten Mitglieder des römisch-katholischen Klerus; bedeutet auch der Erste, der Wichtigste.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Lebenskraft; ein Hinweis auf etwas, das dir sehr wichtig ist.
Karfunkelstein (Siehe „Edelsteine“)
Karikatur
Psychologisch:
Frage an das Innere: Wie sieht man dich, wie gibst du dich?
(Siehe auch „Fasching“, „Kabarett“, „Karneval“)
Karneol
Medizinrad:
Schlüsselworte: Blut; Notfall; Heiler; Herz; Liebe; Mond der kraftvollen Sonne.
Beschreibung: Karneol, das Mineraltotem der im Mond der kraftvollen Sonne (21. Juni bis 22. Juli) Geborenen, ist ein klarer Chalcedon, der
farblich von Rosa über Rot bis hin zu Gelb variiert. Der Karneol wird mit dem Blut assoziiert; er gilt als Notfallstein, der bei Unfällen und
zur Blutstillung nützlich sein kann. Darüber hinaus steht er auch in Beziehung zum Herzen und zur Liebe.
Allgemeine Bedeutung: Gefühle; Herzenergie; Mitteilung von Gefühlen; Heilung der Gefühle; Liebe.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Tiefes Verständnis dessen, was Liebe für dich bedeutet; Wissen darum, wie Liebe ausgedrückt werden kann.
(Siehe „Edelsteine“, „Quarz“)
Karneval
Assoziation: – hemmungsloses Vergnügen; Freiheit von Beschränkungen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben möchte ich aus dem Rahmen fallen?
Allgemein:
Früher beging man den Karneval als ein kultisch- „religiöses“ Fest, bei dem es zu sexuellen Ausschweifungen, den Orgien kam. Es wurde
der Rausch der Sexualität erlebt. Die kultische Orgie hatte aber im Gegensatz zum heutigen Gruppensex wohl eher biologische Gründe. Das
Traumsymbol des Karnevals hat allerdings meist nichts mehr mit den ehemaligen Bedeutungen zu tun. Für die Deutung kommt es vielmehr
auf den Gesamtzusammenhang des Traumes an und die Einstellung des Träumenden zum Karneval. Karneval bringt den Wunsch nach mehr
Abwechslung zum Ausdruck; wenn man sich verkleidet, sucht man oft ein flüchtiges, meist erotisches Abenteuer.

764
Psychologisch:
Die Zeit, in der „alles erlaubt“ ist, symbolisiert unbeschwerte Hemmungslosigkeit, aber auch Falschheit (Maske) ohne Reue. Wer öfter (und
gar nicht besonders vergnügt) von Karnevalsszenen träumt, kann es als Hinweis verstehen, daß er seine Empfindungen „hinter einer Maske
versteckt“ – er sollte mehr „aus sich herausgehen“. Ging man im Traum zum Karneval: Wie war man kostümiert? Zog der Karnevalsumzug
einfach an nur vorüber? Das würde bedeuten, daß einem entgeht, was das Wachleben zu bieten hat. Wenn man aus dem – geträumten –
Karnevalsgetümmel erschrocken oder angewidert davonläuft, bedeutet es Angst vor dem eigenen Übermut – oder daß man sich keine allzu
spontanen, „wilden“ Gefühle zutraut (oder sie nicht ausleben will). In jedem Fall präsentiert man sich anders, als man ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt geschäftliche Sorgen an;
– sehen: bringt neue Bekanntschaften;
– daran in Verkleidung teilnehmen: kündet ein Abenteuer an; auch: verheißt den Genuß eines bestimmten
ungewöhnlichen Vergnügens oder einer Entspannung;
– andere verkleidet sehen: man wird einen lustigen Abend verbringen;
– unpassende Kostüme sehen: signalisiert Zwietracht zu Hause, schlechte Geschäfte und nicht erwiderte Liebe.
(Siehe auch „Dirne“, „Esel“, „Fasching“, „Fliegen“, „Maske“)
Karotten
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißen Reichtum und Gesundheit; auch: beinhaltet Gewinn durch Erbschaft;
– Ißt eine junge Frau Karotten, wird sie früh heiraten und Mutter zahlreicher gesunder Kinder werden.
(Siehe auch „Gemüse“)
Karpfen
Allgemein:
Karpfen kann nach alten Traumbüchern vor finanziellen Schwierigkeiten und familiären Problemen warnen.
Psychologisch:
Der Fisch mit vielen Schuppen, die nach volkstümlicher Meinung zufolge Glück bedeuten. Der Traumkarpfen kann manchmal wie ein
Mensch sprechen, übersetzt ist es die Sprache der Seele, die uns an irgend etwas erinnern will.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sich guter Gesundheit erfreuen;
– fangen: mit positiven Veränderungen seiner finanziellen Verhältnisse rechnen dürfen;
– von der Angel springend: man hat sein Glück leichtfertig verspielt;
– Schuppen sehen: Erfolg im Privat- und Berufsleben;
– essen: tue des Guten nie zu viel.
(europ.) : – versprechen großen Gewinn an Geld und an Geist.
(ind. ) : – sehen: trotz deines Leichtsinns hast du Glück;
– essen: du wirst in der nächsten Zeit in Geldschwierigkeiten geraten;
– fangen: kümmere dich mehr um deine Verwandten.
(Siehe auch „Fisch“, „Schuppen“)
Karren
Allgemein:
Karren steht meist für die Pflichten und anderen Belastungen, die den Lebensweg behindern; das gilt vor allem dann, wenn man einen Karren
mit Steinen zieht oder schiebt.
Psychologisch:
Es ist fast immer der Karren, den wir aus dem Dreck ziehen müssen. Ist er übervoll beladen, schleppen wir möglicherweise etwas mit uns
herum, das uns Kummer macht, eventuell eine Krankheit, die unsere psychische Belastbarkeit mindert. In diesem Fall sollten wir einen Arzt
konsultieren. Die alten Ägypter glaubten, wenn ein Fremder den Karren zieht, sei irgendein Familienmitglied bedroht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder fahren: verliere den Mut nicht, wenn deine Geschäfte auch nicht glänzend sind;
– einen vollbeladenen schieben: Sorgen in familiären Dingen stehen ins Haus, die beträchtliche Energien
und Mühen kosten werden;
– andere einen schieben sehen: man sollte sich hüten, daß einem nicht eine unangenehme Last aufgebürdet wird;
von der man sich nur schwer befreien kann.
(europ.) : – die Sorgen um den Beruf, den Lebensweg, wird als Bürde wie ein Karren voller Steine empfunden;
– sehen: verkündet, daß geplante Geschäfte keineswegs glatt ablaufen werden; schwere Arbeit;
kündet eine Erkrankung an; auch: schlechte Nachrichten von Freunden oder Verwandten;
– ein schwer beladenen sehen: man sollte sich von seelischen Ballast befreien;
– schieben: Niedergang, Untergang, drohendes Ende; man bürdet sich eine große Last auf,
die man auf die Dauer nicht tragen können wird;
– ziehen: mühsamer, aber sicherer Verdienst;
– einen mit Steinen beladenen ziehen: bedeutet eine nutzlose Bemühung;
– Spielt z.Zt. eines solchen Traumes eine Liebschaft eine Rolle, so bedeutet dies den Verlust
der eigenen Willensfreiheit sowie Dummheiten aller Art;
– Wenn Liebende zusammen darin fahren, werden sie trotz der Intrigen anderer treu sein;
– auf einem sitzen: Pech und viel Arbeit wird die Zeit, die man zur Ernährung der Familie einsetzt füllen;
– selbst fahren: man wird in geschäftlichen und anderen Dingen Erfolg haben;
– im Dreck steckend: es ist höchste Zeit alle Lasten, Sorgen und Pflichten zu überprüfen.
(ind. ) : – ziehen: in Zukunft wird sich vieles bei dir ändern.
Karriere
Psychologisch:
Wieder ein 1:1 Traum – man träumt in des Wortes Bedeutung davon, und am häufigsten dann, wenn es gerade eine besondere Überlegung
oder den Totaleinsatz der eigenen Möglichkeiten bräuchte, um die nächste Sprosse der Karriereleiter zu schaffen. Außerdem: In manchen
Karriereträumen geht es auch um einen wesentlichen und notwendigen „größeren Schritt“ auf dem eigenen Lebensweg.

765
Karten
Assoziation: – Geschicklichkeit; Glück.
Fragestellung: – Welches Spiel spiele ich?
Allgemein:
Karte hat unterschiedliche Bedeutungen, je nachdem, um welche Art Karte es sich handelt; danach unterscheidet man:
– Straßen-/Landkarte symbolisiert den Lebensweg, das vergangene und zukünftige Schicksal; die genaue Deutung
ergibt sich aus den persönlichen Lebensumständen.
– Fahrkarte zeigt Veränderungen im Leben an und warnt vor Ungeduld, wenn Erwartungen nicht gleich erfüllt werden.
– Postkarte kündigt eine wichtige Neuigkeit an, die unerwartet eintrifft.
– Kartenspiel warnt vor Täuschung und Hinterlist, wenn man damit spielt; legt man sich selbst die Karten, kann man
auf sein weiteres glückliches Schicksal vertrauen.
Psychologisch:
Wenn Sie „gute Karten haben“, steht Ihnen eine erfolgreiche Zeit bevor – aber ein solcher Traum kann auch als Warnung verstanden werden,
daß man nicht allzuleicht Werte (auch geistig und emotional) „aufs Spiel setzen“ sollte. Wichtig für den Symbolgehalt ist, ob es gute oder
schlechte Karten waren. Falls Sie eine spezielle Karte gezogen haben (oder eine aus der Hand gefallen ist) und Sie sich daran erinnern
können, was diese Karte zeigte: Bitte dieses Symbol unbedingt beachten, Sie werden in kürzester Zeit mit dem entsprechenden Thema
konfrontiert. Manchmal bedeutet das Kartenspiel auch eine Arbeit, die mit Zeitverschwendung verbunden ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Spielkarte) sehen oder haben: lasse dich von deinen Leidenschaften nicht beherrschen;
laß dich in keine riskante Unternehmungen ein und sei zufrieden mit dem was du hast;
– damit spielen: dir steht ein Verlust bevor; ein ernsthafter Streit ist in Aussicht;
– (Visitenkarte) empfangen: in Kürze einen Besuch erhalten;
– jemandem geben: in Kürze einen Besuch machen.
(europ.) : – sehen: ein Zeichen leichtsinnigen Optimismus;
– Karten spielen oder sich spielen sehen: bringt immer Verlust und Ärger;
man wird um einen Streit nicht herumkommen, da ein hinterlistiger Mensch einem Schaden will;
– andere Karten spielen sehen: Zeichen kommender Streitigkeiten;
man wird sich aus einer unangenehmen Lage bald befreien können;
– sich die (Tarot-) Karten legen oder legen lassen: bedeutet unglückliche Liebe;
– Kartenkunststücke: bringen Spott und Hohn;
– Eintrittskarten lösen am Schalter: man wird sich in Geduld fassen müssen;
– Postkarten erhalten: man wird eine interessante Bekanntschaft machen;
– für Theater, Kino usw.: man sucht ein Erlebnis oder hat nach jemandem Sehnsucht;
– mit einer Karte eine Einladung erhalten: eine neue Bekanntschaft steht bevor;
– eine Fahrkarte: deutet auf eine bevorstehende Veränderung im Leben hin;
– eine Landkarte sehen oder lesen: im Berufsleben wird eine Veränderung in Betracht gezogen;
trotz einiger Enttäuschungen wird einem die Änderung viele Vorteile einbringen;
– eine Landkarte suchen: eine plötzliche Unzufriedenheit mit dem Umfeld wird einem neue Energie
verleihen, wodurch sich die Verhältnisse verbessern werden;
– Eine junge Frau wird durch puren Ehrgeiz in höhere Kreise gelangen.
(ind. ) : – Spielkarten: Verdruß;
– sich die Karten legen lassen: du wirst Neuigkeiten hören;
– sich selbst legen: vertraue auf dein Schicksal;
– spielen: du hast in Geschäften keine glückliche Hand;
– spielen sehen: durch Hinterlist kannst du dein Vermögen verlieren;
– damit Kunststücke (Kartentricks) machen: du wirst jemandem eine große Freude bereiten können.
(Siehe auch „Grußkarte“, „Landkarte“, „Spielkarten“)
Kartenbrief
Volkstümlich:
(ind. ) : – erhalten oder schreiben: deine Faulheit wird dir nur Schaden bringen.
Kartenleser / Kartenleger
Psychologisch:
Es ist die Hoffnung auf Wunder durch andere.
(Siehe auch „Handleser“)
Kartoffeln
Allgemein:
Kartoffeln kann Bescheidenheit und Reifung der Persönlichkeit symbolisieren, um die man sich bemühen sollte. Ernte der Kartoffeln
ermahnt, sich mehr um die Familie zu kümmern. In der traditionellen Deutung: Ein Armutsomen, weil sie früher „das Essen der Armen“ (und
auf „reich gedeckten Tischen“ nicht erwünscht) war. In manchen südeuropäischen Regionen galt sie gar als unheimlicher Auswuchs giftiger
Stauden.
Psychologisch:
In der psychologischen Auslegung macht die Kartoffel die seelisch-emotionale Verwurzelung der träumenden Personen anschaulich. Die
eßbaren Knollen, die unter der Erde wachsen, umschreiben, daß irgend etwas im Unbewußten wächst und gedeiht, das uns als Nahrung für
unsere Seele vorgesetzt wird und damit auch unseren Charakter stärkt. Eine Deutung der Kartoffel als Sexualsymbol ist sicher zu weit
hergeholt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – viele sehen: von Nahrungssorgen befreit werden;
– große sehen: gutes Einkommen;
– kleine sehen: Mangel;
– kranke und faule ernten oder sehen: krank werden;
– graben: eine undankbare Arbeit verrichten;
– schälen: du wirst dich von einem Zwang befreien;
– kochen: du wirst lästigen Besuch erhalten;

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– essen: zum Essen eingeladen werden.
(europ.) : – männliches sexuelles Zeichen; Ausdruck des Reifens, des Strebens, der Vergänglichkeit;
bringen Kindersegen; stehen überwiegend für vorteilhafte Ereignisse; auch: versuchen Sie
nicht für andere Schicksal zu spielen, Sie könnten mehr Schaden anrichten als Gutes tun;
– einpflanzen: verspricht die Erfüllung von Wünschen;
– Kartoffelfeld sehen: rät, daß man seine heimliche Liebe bewahren soll;
– sich auf einem Feld sehen an einem sonnigen Tag: harmonisches Eheleben;
an einem Regentag kündet dies Ärgernisse im Hause an;
– ausgraben: verspricht einen Erfolg, der aber erst nach langen Mühen und harter Arbeit sich einstellen wird;
– Kartoffelernte: verheißt Wohlstand;
– ernten: man wird sehr für seine Familie sorgen;
– schälen: man wird einen bescheidenen Haushalt führen;
– kochen: bedeutet einen angenehmen Beruf;
– essen: man sollte sich finanziell rechtzeitig einschränken, denn das Budget wird kleiner;
– sie verfaulen sehen: prophezeit vergängliche Freuden und düstere Zukunftsaussichten.
(ind. ) : – essen: du wirst in deiner neuen Umgebung sehr beliebt werden;
– suchen: deine Hoffnung wird sich nur halb erfüllen.
(Siehe auch „Erde“)
Karton
Psychologisch:
Erinnern Sie sich an seinen Inhalt? Nur darauf kommt es an.
Karussell
Assoziation: – unschuldiges Vergnügen; sinnlose Wiederholung.
Fragestellung: – Welche einfachen Freuden befriedigen mich? Fühle ich mich von den Umständen gefangen?
Allgemein:
Karussell kann körperbedingt als Hinweis auf eine Innenohrerkrankung mit Gleichgewichtsstörungen auftauchen. Oft deutet es aber ähnlich
wie Jahrmarkt auf Leichtsinn hin.
Psychologisch:
Das Karussell ist ein Symbol, das den Träumenden an Kindertage erinnert. Deshalb wird es auch als Wunsch nach Ausgelassenheit,
Unbeschwertheit und Lebensfreude gedeutet. Der Träumende hat wahrscheinlich Probleme, sich den Anforderungen des Alltags zu stellen,
fühlt sich ihnen nicht gewachsen. Dieses Traumbild richtet sich mit der Warnung, selbstbewußter zu sein und Minderwertigkeitsgefühle zu
überwinden, an den Träumenden. Das Karussell, das sich im Traum für uns dreht, zeigt wahrscheinlich an, daß es im Wachleben dermaßen
turbulent abgeht, daß Sie kaum noch „über die Runden kommen“. Ihre Gedanken und Gefühle „laufen im Kreis“ – und in Ihrem Kopf „dreht
sich schon alles“: Ein Streßtraum, der anzeigt, daß Sie zwar vital und „gut drauf sind“, aber ein „schwindelerregendes Tempo“ halten und
demnächst „die Übersicht verlieren“ könnten. Vielleicht bremsen Sie Ihr Lebenskarussell ein bißchen ein?
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darauf fahren: dein Benehmen grenzt an Narrheit.
(europ.) : – Reiztraum durch äußere Erschütterung des Schlaflagers; oft Anzeichen für Ohrenstörungen;
– sehen: bedeutet Kämpfe und Mühen; man wird einen dummen Streich machen;
– fahren: man muß sich im Leben mit Stagnation abfinden;
– andere fahren sehen: zeigt unerfüllte Hoffnungen und Wünsche an;
– steht das Karussell abgelegen und fernab von allem Trubel: es drohen Verhängnis und Unglück.
(ind. ) : – fahren: du wirst leichtsinnige Streiche machen.
(Siehe auch „Jahrmarkt“, „Jugend“, „Spiele“)
Karzinom
(Krebserkrankung)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verheißt Krankheit eines Nahestehenden und Streit mit Ihren Lieben;
ein Manager wird vielleicht von Depressionen geplagt werden;
es drohen schlimme Sorgen; Liebe wird sich in kalte Förmlichkeit verwandeln;
geschäftliche Transaktionen bleiben erfolglos;
– eins besiegen: bedeutet eine plötzliche Veränderung der Lebensverhältnisse,
aus bitterer Armut gelangt man zu Reichtum.
(Siehe auch „Krebskrankheit“)
Käse
Artemidoros:
Käse deutet auf Anschläge und Überfälle hin.
Allgemein:
Käse wird manchmal als Sexualsymbol beurteilt, das entsprechende Bedürfnisse zum Vorschein bringt. Verzehrt man ihn, soll das auf gute
Gesundheit oder finanzielle Gewinne hinweisen, während alter, harter Käse vor Krankheiten warnt.
Psychologisch:
Käse wird als Traumsymbol meistens weiblich angesehen, da sein Grundbestandteil die Milch ist. Er kann häufig als das nährende Weibliche
gedeutet werden. Allerdings besitzt in der Umgangssprache der Käse auch eine negative oder zumindest abwertende Bedeutung. So sagt
man, wenn etwas erfolglos verläuft: Es ist alles Käse.
Volkstümlich:
(arab. ) : – frischer: Glück und Gesundheit erlangen;
– unter einer Käseglocke: man sollte sich vor Anschlägen und Überfällen in acht nehmen;
– fauler und übelriechender: Ärger und Streit im privaten Bereich steht bevor;
– schneiden: du hast eine Operation zu bestehen; Krankheit steht bevor.

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(perser) : – Ißt einer frischen Käse, wird er entsprechend der verzehrten Menge Glück haben,
wenn trockenen, Unglück.
– Käse mit geschälten Nüssen essen bedeutet, man werde nur geringe Mittel und obendrein Ärger bekommen.
– Frischer oder trockener Schafskäse prophezeit Segen oder Unsegen von einer Frau;
ist es frischer oder trockener Kuhkäse, wird der Segen oder Unsegen ein Jahr dauern;
denn die Kuh bedeutet ein Jahr.
(europ.) : – wenn nicht erotisch, dann wie Wasser bewerten;
– Schweizer Käse: verspricht Wohlstand, Gesundheit und Annehmlichkeiten im Leben;
– überbackene Käseschnitten zubereiten oder essen: man muß auf größere Komplikationen gefaßt sein,
diese werden sich aber bald wieder in Spaß und gute Laune auflösen;
– in einer Alphütte herstellen: gesicherte Zukunft und hohes Alter;
– in einer Käserei arbeiten: bringt eine Verbesserung der Lage;
– schneiden sehen: man wird operiert werden;
– festen essen: Glück, Gesundheit und Gewinn;
– weichen essen: bringt Unruhe; es steht eine Enttäuschung und Trauer ohne Lichtblicke bevor;
– verdorbenen, alten essen: bedeutet Krankheit;
– faulen sehen: viele Mißhelligkeiten sind zu erwarten.
(ind. ) : – essen: Gewinn im Spiel;
– faulen sehen: Krankheit.
Kaserne
Allgemein:
Die Kaserne symbolisiert Disziplin und Unfreiheit, Verschlossenheit und Unnachgiebigkeit, aber auch Durchhaltevermögen und
Lebenswillen. Sieht man die Kaserne von weitem, wird man bald neue Freunde finden. Träumt ein Mann davon, in einer Kaserne zu
wohnen, wird er bald Differenzen mit seinem Vorgesetzten bzw. Geschäftspartnern haben. Ist man in der Kaserne eingesperrt, ist das Leben
zu beengt und von Autorität beherrscht. Ist die Kaserne zerstört oder verlassen, stehen schlimme Zeiten bevor, in denen etliche Opfer
gebracht werden müssen. Manchmal kündigt dieses Traumbild auch Umbrüche oder Katastrophen an.
Psychologisch:
Das Haus, in dem wir einem gewissen Zwang unterliegen, steht für unseren Körper, dem wir zuviel zumuten, für die mangelnde Kondition,
die uns vorzeitig schlapp werden läßt, im Beruf wie in der Liebe. Kaserne bringt oft Angst vor Einschränkung der persönlichen Freiheit zum
Ausdruck, die durch äußere Umstände oder unbewußte Einflüsse drohen kann. Verläßt man die Kaserne, wird man sich von solchen
Behinderungen befreien und das Leben ändern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder betreten: gewöhne dich an bessere Ordnung, es wird dir sehr dienlich sein.
(europ.) : – verkündet Vorsicht in allen Dingen, besonders in Geldangelegenheiten;
– sehen: für eine Frau bedeutet das Kummer um den Geliebten, für einen Mann bedeutet es Differenzen mit Vorgesetzten
durch die man in eine schwierige Lage – viele berufliche Sorgen belasten das Leben;
– in einer wohnen: man wird seine Freiheit verlieren oder in dieser eingeschränkt;
– verlassen: eine neue und bessere Zeit wird beginnen;
– eine leere oder zerstörte sehen: unruhige Zeiten im Lande können zu einer Katastrophe führen;
– Kasernenhof: Zweifel tauchen in der Liebe auf.
(ind. ) : – sehen: man will Geld von dir borgen;
– sich in ihr befinden: guter Fortgang in einer Heiratssache.
(Siehe auch „Haus“, „Gebäude“)
Kaskade
Volkstümlich:
(europ.) : – Glück und Erfolg mittelmäßiger Qualität, nichts brillantes, aber immerhin Freiheit von Mangel.
Kasper
Volkstümlich:
(europ.) : – oder Kasperbude: bedeutet, daß man noch viel Lehrgeld wird bezahlen müssen.
Kasse
Allgemein:
Vorrangig bedeutet die Kasse im Traum eine sichere Aufbewahrungsstätte für Geld. Daher wird sie am ehestens mit geschäftlichen
Transaktionen in Verbindung gebracht. Sie kann jedoch auch für das Kultivieren von Möglichkeiten stehen, wenn man darunter versteht, daß
eine Sache angereichert wird.
– Kasse kann allgemein vor Schulden oder vor dem Verborgen von Geld warnen.
– Sieht man eine leere Kasse, verspricht das einen unerwarteten Gewinn, denn
arme Leute hatten keine Kasse – höchstens einen (leeren) Beutel.
Psychologisch:
Der Traum zeigt die Befürchtung an, daß man „zur Kasse gebeten“ wird. Man will immer mehr und kann nicht „loslassen“. Hier wird
Maßlosigkeit und Gier angesprochen – und auch der Umstand, daß man seine Beziehung fast nur auf „nützliches“ und „gewinnträchtige“
beschränkt. Die leere Kasse deutet auf die augenblickliche Leere in unseren Umweltbeziehungen hin, kann aber auch auf möglichen
Geldzufluß hinweisen (denn leerer kann sie ja nicht werden). Wer das Geld in der Kasse zählt, will wissen, wo es in nächster Zeit lang gehen
kann, oder er will sein Geld zusammenhalten, zögert zumindest, zuviel auszugeben. Legt man Geld in eine Kasse, so tut man dies, um es dort
sicher aufzubewahren. Außerdem hat diese Handlung das Ziel, Geld anzusammeln und zu vermehren. Mithin stimmt hier die praktische und
die psychologische Bedeutung des Traumsymbols Kasse weitgehend überein. Der Träumende muß sparen und das, was er besitzt, erhalten,
um den größten Nutzen daraus zu ziehen.
Spirituell:
Die Kasse ist ein Symbol für das, was der Träumende an spirituellen Potential angesammelt und für den Einsatz zu gegebener Zeit
aufbewahrt hat.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: schlechte Menschen umgeben dich;
– öffnen und viel Geld sehen: Reichtum;
– öffnen und leer sehen: Mangel.
(europ.) : – sehen: man wird in Schulden geraten;
– eine leere haben: eine Schuld, von der man nichts mehr erwartet hatte, wird bezahlt;
– eine mit Münzen angefüllte Ladenkasse: bedeutet einen reichen Händler als Ehemann
oder eine gutbetuchte Frau als Gattin;
– eine leere Ladenkasse: Warnung vor unehrlichen Bediensteten;
– zählen: man wird seine Ausgaben beschränken müssen;
– in der Zeitung von einem Kassendiebstahl lesen: mahnt zur Vorsicht;
– in ein unterirdisches Kassengewölbe eintreten: man wird ein wichtiges Geheimnis erfahren.
(Siehe auch „Geld“)
Kassettenrekorder
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas aus diesem hören: Aussprüche aus der Vergangenheit werden einem einholen; diese Worte werden gegen einem verwandet
und zwar in einer Art, die tief in das Leben eingreift, falls bestimmte Leute davon Wind bekommen.
Kassierer
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man ist von keiner guten Meinung umgeben; auch: andere werden Anspruch auf den Besitz erheben;
– selbst sein: ist ein schlechtes Omen; es erwarten einem finanzielle Sorgen oder sogar finanzielle Verluste;
– einem Geld schulden: man wird in seinen Plänen eine wohlhabende Person betrügen.
Kastanien
Psychologisch:
Das vordergründige Symbol für die Fruchtbarkeit des Herbstes hat einen doppelten Boden: Man soll jemandem „die Kastanien aus dem
Feuer holen“ – etwas Unangenehmes für andere erledigen – oder ein Risiko im Interesse anderer auf sich nehmen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit der grünen und stachligen Schale: du mußt alles mit Mühe und Schmerzen erringen;
– ohne stachlige Schale: kündigen meist Glück in der Liebe an;
– geschälte: andere werden für dich sorgen;
– essen: man braucht sich um seine Zukunft nicht zu Sorgen.
(europ.) : – gelten als vorübergehendes Leid, das sich aber bald in Glück und Freude verwandelt;
Symbol dafür, sich dem Geliebten unentbehrlich zu machen; reiner Sexual-Sehnsuchtstraum;
– sehen: bedeutet Gewinn oder ein gutes Geschäft; auch: man setzt ein Geschäft in den Sand,
darf aber auf einen lebenslangen treuen Weggefährten hoffen;
– wilde sehen: man setzt sich für eine nutzlose Sache ein;
– aufheben: man ist einfallsreich genug, sich dem oder der Geliebten unentbehrlich zu machen;
– geröstete kaufen oder verkaufen: bringt Glück;
– essen: Glück; man wird Gelegenheit zu einem großen Erfolg haben;
– Junge Frauen, die Kastanien essen oder sie als Talisman mit sich tragen,
stehen ein netter Liebhaber und relativer Wohlstand ins Haus.
Kastanienbaum
Volkstümlich:
(arab. ) : – grün und frisch: es wird dir wohl ergehen;
– blühender: Glück im Spiel und mit Wohlergehen nach etlichen Fehlschlägen rechnen können, Unglück in der Liebe;
– umgehauener oder umgefallener: deine Hoffnungen werden sich nicht erfüllen;
– verwelkter und dürrer: du wirst überall auf Hindernisse stoßen.
(europ.) : – Kastanienbaum sehen: bedeutet Eile;
– unter einem Kastanienbaumes stehen oder sitzen: bringt Freude und Zufriedenheit nach mancherlei Enttäuschungen.
(ind. ) : – beeile dich dein Vorhaben auszuführen.
Kastell
Volkstümlich:
(arab. ) : – (eine kleine Burg): du bekommst gute Nachrichten.
Kasten
Allgemein:
Kasten steht für Heimlichkeiten, die man vor anderen nicht aufdecken sollte.
Psychologisch:
Der Kasten symbolisiert im allgemeinen Sicherheit und Beständigkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen Kasten mit offenen Türen betrachten: man sollte sich vor Diebstahl in acht nehmen;
– Wäsche oder andere Dinge hineinlegen: in der nächsten Zeit mit einem freudigen Ereignis rechnen dürfen;
– schließen: unerwartete Kosten werden Schwierigkeiten bringen.
(europ.) : – sehen oder kaufen: zeigt ein Geheimnis an, daß man erfahren wird;
– nur den Kasten ohne Schloß sehen: man wird bald ein Geschenk erhalten
oder ein erfreuliches Ereignis kommt auf einen zu;
– einen verschlossenen sehen: ein anderer Mensch hütet ein Geheimnis;
– steckt ein Schlüssel im Schloß: es besteht die Aussicht, daß das Geheimnis offenbart wird;
man versucht das Geheimnis zu ergründen;
– ein Geldkästchen sehen: verheißt das Ausscheiden aus dem Berufsleben und einen angenehmen Ruhestand;
– einen öffnen: steht für unvorhergesehenen Wohlstand und schöne Reisen in ferne Länder;

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– ein offener: bringt dir eine Enttäuschung; warnt vor Dieben;
– ein leerer: es sind Enttäuschungen aller Art nicht fern; Vorsicht! man verliert etwas oder wird bestohlen;
– einen kleinen von jemanden geschenkt erhalten: bringt eine angenehme Überraschung.
(ind. ) : – sehen: du stehst vor einem Geheimnis;
– in dem ein Schlüssel steckt: ein Geheimnis wird sich dir erklären;
– offen: deine Geheimnisse sind verraten.
Kastration
Assoziation: – Verleugnung der Sexualität; Einschränkung der schöpferischen Kraft.
Fragestellung: – Was empfinde ich in bezug auf meine Kreativität oder Sexualität als bedrohlich?
Allgemein:
Au f jeden Mann, der von Kastration träumt, wirkt dieser Traum äußerst besorgniserregend, und jede Frau, die im Traum einen Mann
kastriert, bringt damit starke Emotionen zum Ausdruck. Derartige Träume können so beunruhigend sein, daß man sie als Alpträume
bezeichnen kann. Es gibt viele Symbole für den Phallus: Der eine träumt, es schnitte ihm jemand die Krawatte ab, ein anderer vom
Niederreißen einer Turmspitze, ein dritter vom Verlieren beim Armdrücken. Es ist wichtig, diese Träume in ihrem Kontext zu sehen: Wer
griff an, und wie? Auch die Gefühle als Träumer sind sehr bedeutsam: War man besorgt, verängstigt, zuversichtlich oder furchtlos? Dann
sollte man überlegen, um welches Problem des Wach-Ichs es gehen könnte. Manchmal bezieht sich der Traum auf Impotenz oder die Angst
davor, manchmal darauf, daß ein Mann Angst hat, eine bestimmte Frau nicht befriedigen zu können, oder daß ihn jemand seiner Manneskraft
berauben will – was nicht unbedingt sexuell zu verstehen ist. Ein Angriff auf die eigene Männlichkeit, auf den Erfolg im Beruf bzw. im Sport
könnte damit gemeint sein. Der Traum spiegelt eventuell auch die Befürchtung wider, ein Kollege oder Rivale könnte besser „seinen Mann
stehen“.
Psychologisch:
Durch dieses Traumsymbol können Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle ausgedrückt werden, die Angst des Träumenden zu alt, zu
unattraktiv, zu wenig potent zu sein. Es signalisiert generell unterdrückte Triebbedürfnisse und weist manchmal auch auf die Ablehnung des
Partners oder der Sexualität im allgemeinen hin. Das Traumsymbol kann Schwierigkeiten und Konflikte bei der Integration männlicher und
weiblicher Persönlichkeitsanteile signalisieren. Ein Kastrationstraum spiegelt unter Umständen die schlimmsten Ängste eines Mannes wider
und könnte nicht nur auf seine Männlichkeit, sondern seine Macht und Kraft insgesamt anspielen und verweist auf die Beschädigung, die
sich der Träumende zufügt, wenn er solche Ängste verleugnet. Zum Teil kommt darin auch zum Ausdruck, daß man sich von Wünschen
trennen muß, weil sie nicht zu erfüllen sind. Eine Frau, die davon Träumt, einen Mann zu kastrieren, hat den klaren Wunsch, ihn
rücksichtslos zu unterwerfen.
Spirituell:
Der Träumende ist bereit, der Spiritualität seine Sexualität zu opfern. Oder aber das Traumsymbol drückt die Furcht eines Mannes aus, seine
Männlichkeit und Sexualkraft zu verlieren.
(Siehe auch „Amputation“, „Entmannung“, „Phallus“)
Katakombe
(auch Krypta)
Allgemein:
Viele Träume beinhalten Bilder, die mit unterirdischen Räumen zu tun haben. Wenn also ein Traum von einer Krypta oder Katakombe
handelt, dann kann dies ein Hinweis darauf sein, daß sich der Träumende mit unbewußten religiösen Glaubensinhalten oder religiösen
Praktiken beschäftigt. Die unbewußten Ängste und Gefühle des Träumenden im Hinblick auf den Tod können im Traum auch als Katakombe
oder Krypta zum Ausdruck kommen.
Psychologisch:
Symbol für eine „gedankliche Flucht“ aus einem akuten Problem – und dafür, daß man es verdrängt und „ganz tief begräbt“: im
Unterbewußtsein.
Spirituell:
Da sowohl Katakombe als auch Krypta Orte verborgener Kräfte und okkulter Mächte sind, symbolisieren sie im Traum das Unbewußte.
Katalog
Assoziation: – Gelegenheit; Auswahl; Bequemlichkeit.
Fragestellung: – Was kann ich mühelos erreichen?
Psychologisch:
Wer in einem blättert, sucht nicht nach Hausrat oder neuer Garderobe – er möchte in aller Ruhe und ganz diskret auswählen: unter mehreren
möglichen Partnern, von denen er sich gerade „ein genaueres Bild machen“ will. Wer in einer Bindung lebt und trotzdem per Traum in
Katalogen schmökert, möchte fremdgehen (aber bitte „ganz diskret“) und die Beziehung trotzdem nicht aufs Spiel setzen. Er ist der typische
Abenteuerkonsument, Kontaktanzeigenleser und „selbstverständlich gut verheiratet“.
Katarakt
(Stromschnelle, Wasserfall)
Volkstümlich:
(europ.) : – ist das Wasser klar und leicht fließend, kann man häusliches Glück erwarten.
(Siehe auch „Bach“, „Fluß“, „Wasser“)
Katarrh
(Entzündliche Reizung der Schleimhäute mit vermehrter Flüssigkeitsabsonderung.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen haben: in Verlegenheit kommen.
Katastrophen
Psychologisch:
Träume von Katastrophen sind oft überaus anschaulich. Man kann aus ihnen verstört erwachen und sich deswegen übertriebene Sorgen
machen. Trotzdem enthalten diese Träume manchmal bedeutsame Warnungen zu Bereichen des Wachlebens und sollten deshalb nicht
ignoriert werden. Jeder Traum von einer Katastrophe ist erst einmal beunruhigend, aber man muß sich vor Augen halten, daß dies selten
konkrete Vorhersagen sind. Betrifft die Traum- Katastrophe etwa der unmittelbaren eigenen Umgebung wie das eigene Heim, dann kann der
Traum einfach eine direkte Warnung sein. Unbewußt hat man vielleicht eine schadhafte Stromleitung oder einen Riß in der Wand (oder sonst
einen häuslichen Schaden) festgestellt und nicht daran gedacht, daß eine rechtzeitige, kleine Reparatur veranlaßt werden müßte, um größeren
Schaden zu verhindern. Der Traum erinnert daran. Ein Traum, in dem das eigene Heim von einer Katastrophe betroffen wird, sagt etwas über
die eigene Persönlichkeit und Lebenseinstellung aus. Vielleicht hat man sich zu bedeutsamen Änderungen im Leben entschlossen, die aber
die Zerstörung des über lange Zeit Geschaffenen nach sich ziehen würde. Der Traum kann einem vor den katastrophalen Folgen des

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Handelns auf lange Sicht warnen. Wenn man aber sein Haus mit einer gewissen Befriedigung einstürzen sah („Gott sei Dank, daß das vorbei
ist“), ist trotzdem die Frage, ob einem das Hinterlassen von Ruinen wirklich so kühl läßt. Falls ja, dann ist man zweifellos bereit, ein neues
Leben anzufangen und das Alte abzuschreiben. Katastrophenträume können von brennenden Häusern handeln oder von in einer Lawine oder
einem Erdbeben Verschütteten. Bei einem solchen Traum ist zuerst zu klären, wie man reagiert hat und ob man, falls überhaupt, in
persönlicher Beziehung zu der Katastrophe stand. War man lediglich unbeteiligter Zuschauer, wenn auch gelähmt vor Entsetzen, stellt sich
die Frage, ob man Existenzängste hat oder zumindest weniger selbstsicher ist, als man sein sollte. Haben Kollegen oder Familienangehörige
mit Schwierigkeiten zu kämpfen, und man weiß davon, dann kann der Traum einem mahnen, sich aktiver darum zu kümmern. Beim
Lawinentraum ist zu klären (weil Schnee weiß ist: die Farbe der Unschuld!), ob man etwas, das am Gewissen nagt, zu verbergen sucht. Hat
man vielleicht unmoralisch gehandelt, aber Unschuld geheuchelt? Der Erdbebentraum drückt eine Lebensunsicherheit aus (den Boden unter
den Füßen zu verlieren!) und zwar vermutlich eine ganz konkrete: Verlust von Heim oder Arbeitsstelle. Wenn man geträumt hat, daß man
sich in einem Gebäude befand, das einstürzte, sollte man überlegen, ob nicht auch im Leben rundherum „alles“ zusammenfällt. Der
Überlebenskampf im Traum ist aber ein positives Zeichen: Man stellt sich dem Lebenskampf. Bei Männern kann es auch ein Potenzproblem
betreffen. Die Elemente spielen in Katastrophenträumen häufig eine wichtige Rolle. In einem Feuer zu verbrennen, kann die Überzeugung
dafür sein, daß in der Realität ein Feuer der Leidenschaft einem verzehrt: eine klare Warnung, speziell, wenn man erfolglos versucht hat, die
Flammen zu löschen. Sehr positiv dagegen wäre, wenn ein Haus oder Zimmer Feuer gefangen hätte und es einem gelungen wäre, dieses zu
ersticken, denn dies ist ein Symbol für beherrschte Leidenschaft – also dafür, daß man sein Leben im Griff hat. Wasser nimmt in den
Träumen ständig verschiedene Formen an, hat aber auch seinen Platz in Katastrophenträumen. Mit gutem Grund wird angenommen, daß es
mit unseren Emotionen zu tun hat, wann immer es auftaucht. Hat man geträumt, sich in einem Schiffswrack zu befinden, in dem das Wasser
immer höher steigt, steht einem auch emotional in einer bedeutsamen Sache „das Wasser bis zum Hals“. Man muß seine starken Gefühle
verstandesmäßig hinterfragen und logisch in den Griff bekommen. Hat man in dem Schiffsfrack versucht, andere zu retten, ist bedeutsam,
wer es war. Ein Kind beispielsweise kann ein Element des Wachlebens bedeuten, das man entwickeln möchte und das wirken könnte als
Gegengewicht gegen die starken emotionalen Verhaltensweisen. Träume von Flugzeugabstürzen fassen die Einstellung zu bestimmten
wichtigen Vorhaben im Wachleben zusammen. War das Engagement in einem Projekt voreilig, und macht man sich jetzt deswegen Sorgen?
Oder fürchtet man einen finanziellen „Absturz“ bzw. ein intellektuelles Versagen (speziell, wenn man vor wichtigen Prüfungen oder irgend
einer anderen Art von Test oder Überprüfung steht), oder hat man Angst, daß Pläne oder Projekte keinen Erfolg haben? Spürte man, daß der
„Höhenflug“ auf Luftschlössern aufbaut? Ein Traum von einem Autounfall warnt vielleicht, daß man im Wachleben „zu schnell fährt“ – weil
man vielleicht Rivalen zuvorkommen will. Fahrende Autos haben in der Regel sexuelle Bedeutung, speziell für Männer; vielleicht also ist
man zu sorglos, sich und seine Sexualpartner zu schützen. Träumt man von Katastrophen wie Hungersnot oder Dürre, dann macht man
wahrscheinlich auch im Wachleben gerade eine emotionale „Dürre“ durch, vielleicht weil der Partner(in) einem „aushungert“ oder man sich
sonst davon erschöpft fühlt. Eine andere mögliche Bedeutung sind humanitäre Themen mit der Ermahnung, in dieser Beziehung mehr zu tun.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine mit öffentlichen Verkehrsmitteln erleben: man läuft Gefahr, Eigentum zu verlieren
oder von einer heimtückischen Krankheit heimgesucht zu werden;
– eine auf See: bedeutet für Seeleute Unglück und den Verlust ihrer Heuer; für andere zeigt dies Verlust durch Tod an;
– aus einer gerettet werden: man kommt in Versuchung, aber entgeht ihr unversehrt;
– in ein Eisenbahnunglück verwickelt sein: das Augenmerk richtet sich auf einen Unfall weil ein Bekannter oder Freund
verletzt wurde, oder es stehen Ihnen geschäftliche Sorgen bevor;
– Glaubt eine junge Frau, in eine Katastrophe verwickelt zu sein, dann wird sie den Verlust ihres Geliebten durch Tod
oder Fortgang bedauern.
Katechismus
(kurzes Lehrbuch für den Religionsunterricht und in Glaubensfragen)
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst mit Frömmlern bekannt.
(europ.) : – sagt einem voraus, daß man einen einträglichen Posten angetragen bekommt und die Bedingungen so gestaltet sind,
daß man sich dessen Übernahme ernsthaft überlegt; auch: Ihre Arbeit wird sich bald zwischen Zahlen und Berechnungen
abspielen. Seien Sie akkurat in Kleinlichkeiten und Gutes wird folgen.
(ind. ) : – lesen: du wirst mit Scheinheiligen Bekanntschaften machen.
Kater
Artemidoros:
Der Kater bedeutet einen Ehebrecher; denn er stellt immer den Vögeln nach; die Vögel aber gleichen den Frauen.
Allgemein:
Kater wird oft als wenig gezügelte sexuelle Leidenschaft gedeutet, nach der man sich sehnt, die man aber auch fürchtet. Mehr
Selbstbeherrschung ist dann oft notwendig.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: ein gefährlicher Feind ist dir nah;
– schwarzer: es drohen familiäre Auseinandersetzungen wegen Ehebruchs;
– mit einer gefangenen Maus: man ist von Betrügern umgeben, durch die
beträchtlicher finanzieller Schaden entstehen kann.
(europ.) : – glühende Liebe;
– schwarzer: Eifersucht.
(ind. ) : – sehen: man wird versuchen dich zu schädigen.
(Siehe auch „Katzen“)
Kathedrale
Volkstümlich:
(europ.) : – eine riesige mit einer Kuppel, die in den Himmel ragt, erblicken: verheißt, daß man von Neid
und unglückseligem Verlangen nach Unerreichbarem geplagt wird;
– diese betreten: man wird im Leben zu Höherem aufsteigen und gebildete und weise Menschen
zu seinen Freunden zählen; auch: Vorsicht vor Schwierigkeiten zu Hause.
(Siehe auch „Kirche“)

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Kätzchen
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß der oder die Liebste ärgerlich ist, besonders wenn das Kätzchen beißt oder kratzt;
– schmutzig oder gefleckt und mager: man könnte unverschämten Indiskretionen zum Opfer fallen;
– wenn Schlangen junge Kätzchen töten: man hat Feinde, die sich bei dem Versuch, einem etwas anzutun, selbst schaden;
– Träumt eine Frau von einem wunderschönen wohlgenährten weißen Kätzchen, sollte sie sich vor hinterlistigen Betrügern
in acht nehmen. Jemand versucht sie zu umgarnen, doch kann sie dank ihres gesunden Urteilsvermögen Schlimmeres verhüten.
(Siehe auch „Katzen“)
Katzen
Assoziation: – ein weiblicher Aspekt; anschmiegsam und weich; auch unabhängig und selbstständig.
Fragestellung: – Wie integriere ich die nachgiebigen und unabhängigen Teile meiner Persönlichkeit?
Was empfinde ich in Bezug auf die Kombination dieser beiden Eigenschaften?
Allgemein:
Die Katze ist ein sehr selbständiges, unabhängiges Tier, das zwar die Freundschaft des Menschen sucht, sich ihm aber nicht unterwirft. Im
Traum kann sie daher auf Individualität aber auch Egozentrik hinweisen. Sie ist aber auch ein sehr sensibles Tier und steht deshalb auch für
die Gefühlsseite des Träumenden. Ihre Verspieltheit kann sich auf die Sexualität des Träumenden beziehen, die aber weniger leidenschaftlich
zu verstehen ist, mehr den Wunsch nach Zärtlichkeit versinnbildlicht und symbolisiert, daß er sich sexuell noch auf der animalischen,
spielerischen Stufe befindet. Allgemein kann das Tier auch vor Hinterlist und Falschheit warnen oder auffordern, mehr der Intuition zu
vertrauen.
Psychologisch:
Jeder Mann weiß, was er unter „einer Katze“ zu verstehen hat. Die Psychoanalyse liefert dazu folgenden Hinweis: Die Katze symbolisiert
einerseits das weibliche Geschlechtsorgan und anderseits den Inbegriff von Falschheit. Sagt Ihnen diese Kombination in Bezug auf ihr
Liebesleben etwas? Sie umreißt das katzenhaft Ungebundene, das zwar mit Samtpfötchen das Ziel – meist sexueller – Wünsche zu erreichen
sucht, aber dann mit scharfen Krallen zupackt und nicht mehr losläßt. Übersetzt auch die „wilde“ Katze im Wesen einer Frau, das Triebhafte,
das im Wachbewußtsein oft scheu überdeckt und nur im Traum in Gestalt dieses Tieres offenbart wird. In Frauenträumen steht dieses
Traumbild auch für charakterliche Eigenschaften wie ausgeprägte Individualität, Egozentrik und ein unstetes Wesen. In Träumen von
neurotischen Frauen steht das Traumbild des Katers für eine allzu starke Vaterbindung. In Männerträumen ist die Katze manchmal Ersatzbild
der Frau, die man sexuell besitzen möchte.
Spirituell:
Die Ägypter verehrten in der Katze symbolisch die Göttin Bastet, doch eine Beziehung zum Dämonischen wird ihr nachgesagt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Im allgemeinen bedeutet die Katze in allen Träumen einen Dieb.
– Träumt jemand, er kämpfe mit einer Katze oder töte sie, wird er einen Dieb fangen und unschädlich machen;
ist ihm die Katze bekannt, wird ihm auch der Dieb bekannt, wenn unbekannt, fremd sein.
– Nimmt einer Katzenfleisch oder findet er es, wird er jenem so viel Diebesgut abnehmen, wie er Katzenfleisch gefunden hat.
– Findet jemand ein Katzenfell oder nimmt es mit, wird er den Dieb um sein ganzes Hab und Gut erleichtern.
– Wird einer im Streit mit einer Katze durch ihre Klauen verletzt, wird er in eine sehr heftige Krankheit und in Trübsal fallen.
– Hat ihn die Katze gebissen, wird er lange ans Krankenbett gefesselt sein und völlig von Kräften kommen.
– sehen oder hören: Betrug und Hinterlist werden dir Verdrießlichkeiten bereiten;
– schlagen oder töten: du wirst dich gegen alle Nachstellungen zu verteidigen wissen;
– schlafen sehen: schenke listigen Menschen dein Vertrauen nicht;
– schwarze: Bosheit und Verschlagenheit eines Feindes werden dich ärgern;
– weiße: lasse dich nicht von Schmeichlern betören;
– von einer gebissen oder gekratzt werden: hüte dich, in die Hände böser Menschen zu geraten;
– hören: in Zank und Streit mit tückischen Menschen geraten;
– sich gegen die Angriffe einer Katze verteidigen: laß dich nicht von listigen Gaunern umgarnen;
– füttern: du wirst nur Undank ernten.
– sehen oder hören: Betrug und Hinterlist werden dir Verdrießlichkeiten bereiten;
– schlagen oder töten: du wirst dich gegen alle Nachstellungen zu verteidigen wissen;
– schlafen sehen: schenke listigen Menschen dein Vertrauen nicht;
– schwarze: Bosheit und Verschlagenheit eines Feindes werden dich ärgern;
das Unglück wird sich an die Ferse heften und einem noch lange begleiten;
– weiße: lasse dich nicht von Schmeichlern betören;
– von einer gebissen oder gekratzt werden: hüte dich, in die Hände böser Menschen zu geraten;
– hören: in Zank und Streit mit tückischen Menschen geraten;
– sich gegen die Angriffe einer Katze verteidigen: laß dich nicht von listigen Gaunern umgarnen;
– füttern: du wirst nur Undank ernten;
– streicheln: man darf seine Geheimnisse nicht leichtfertig kund tun.
(europ.) : – altes weibliches Ersatzsymbol in Männerträumen;
verkünden Kummer in der Liebe; Bediente und Hausgenossen werden sich als betrügerisch erweisen; du wirst hintergangen;
– sehen und nicht vertreiben oder umbringen können: in jedem Zusammenhang ein schlechtes Zeichen;
in erster Linie Falschheit von Freunden und Bekannten oder Enttäuschungen in der Liebe;
– wilde Katzen sehen: kündigen Streitigkeiten mit den Nachbarn an;
– von einer angegriffen werden: man wird es mit Gegner zu tun bekommen, die vor nichts zurückschrecken,
um Ihren Namen durch den Schmutz zu ziehen und Sie Ihres Vermögens zu berauben;
– von einer gebissen oder gekratzt werden: bedeutet, daß du durch falsche Freunde oder andere Leute Schaden nehmen wirst;
für einen Ledigen bedeutet dies einen unbeständigen Liebhaber; man hat gefährliche Feinde;
– verjagen können: man meistert selbst schwierigste Probleme und gewinnt Ansehen und Reichtum;
– eine abgemagerte, hinterhältig dreinschauende Katze begegnen: man muß mit schlechten Neuigkeiten rechnen;
ein Freund könnte im Sterben liegen; schafft man es, das Tier in die Flucht zu jagen, mag er jedoch wieder genesen;
– streicheln: man ist gut zu einem Menschen, der es verdient;
– wenn sich eine an einen schmiegt: man wird durch Schmeicheleien betört, um ausgenutzt zu werden;
– mit ihren Jungen: ist ein Zeichen für unerwünschte Nachkommenschaft;
man wird viel Ärger durch schlecht erzogene Kinder haben;
– eine saubere weiße Katze: symbolisiert Verwicklungen, die zwar auf den ersten Blick harmlos scheinen,
dann aber zu Geldverlust führen und Anlaß zu Trauer geben;

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– eine weiße Katze sehen: eine zarte Liebe zu einem anderen Menschen keimt auf;
– schwarze: Unglück; bedeutet Ungemach; warnt vor Gefahren;
– eine gefleckte: man empfindet sehr leidenschaftliche Gefühle;
– füttern oder schmeichelnd: du wirst mit Undank gelohnt;
– essen: Ehebruch;
– viele um sich haben: du wirst von treulosen Dienstboten oder Freunden umgeben;
man wird von einer geliebten Person betrogen;
– miauen oder schreien hören: unangenehme Vorkommnisse; Klatsch;
auch: ein Freund wird hinter dem Rücken gegen einem intrigieren;
– schlagen: ein Gauner wird unschädlich gemacht werden;
– eine Katze und eine Schlange in friedlicher Eintracht: zeigen kommenden Ärger an; möglicherweise plant man einen Freund
einzuladen, um ihn auszuhorchen, weil man einem angeblich sich betreffenden Geheimnis auf die Spur kommen will;
– töten: bedeutet, daß du über deine Feinde Herr wirst;
– Wenn ein Geschäftsmann von einer Katze träumt, sollte er all seine Energie auf sein Unternehmen richten, da die Konkurrenz
nicht schläft und ihn dazu zwingen könnte, unter Preis zu verkaufen und, falls ihn das noch nicht in den Ruin treibt, zu noch
schlimmeren Mittel greift.
– Träumt eine junge Frau, sie halte eine Katze oder Kätzchen im Arm, besteht Gefahr, daß sie sich zu ungehörigem Verhalten
verleiten läßt.
(ind. ) : – hüte dich vor böser Gesellschaft;
– gekratzt werden: Diebstahl in deinem Haus wird dich sehr verärgern.
(Siehe auch „Haustier“, „Tiere“ und andere Katzentiere)
Katzenauge (Siehe „Edelsteine“)
Katzenfell
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: boshaften Anfechtungen ausgesetzt werden.
(ind. ) : – du wirst verlorene Güter wiederbekommen.
Katzenfisch
Volkstümlich:
(europ.) : – fangen: man wird von Feinden in Verlegenheit gebracht, kann mit Glück und Geistesgegenwart jedoch Schlimmeres verhüten.
(Siehe auch „Fisch“)
Katzenjammer
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: die nachteiligen Folgen deines Lebenswandel werden nicht ausbleiben.
Kauen
Psychologisch:
Tätigkeit, die an das Mahlen der Mühlen erinnert. Das Sprichwort „Gut gekaut ist halb verdaut“ ist hier anzubringen: Man sollte keine Mühe
scheuen und viel Geduld aufwenden bei der Lösung von Problemen, die augenblicklich anstehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas kauen: man muß über die Fehler anderer hinwegsehen, bevor man Seelenfrieden und Glück finden kann.
(Siehe auch „Essen“)
Kaufen
Allgemein:
Kauf (Kaufen) kann vor leichtsinnigen Geldausgaben warnen oder für unerfüllte Bedürfnisse stehen.
Psychologisch:
Kaufen deutet auf den Willen hin, sich etwas zuzulegen, was man noch nicht hat. Das kann auch mehr Standfestigkeit umschreiben, an der es
uns bisher gemangelt hat. Manches, was uns unbewußt fehlt, kann man auch aus anderen Symbolen herauslesen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Gegenstände: hüte dich vor Verschwendung;
– Meterwaren: du wirst Streit bekommen;
– Eßwaren: du wirst Gäste bekommen.
(europ.) : – oder in einem Kaufhaus sein oder mit einem Kaufmann handeln: verspricht Nutzen und Gewinn;
– machen: man neigt zur Verschwendung;
– eine Menge Artikel kaufen: Warnung vor kommenden Schwierigkeiten;
man solle in Geldangelegenheiten Vorsicht walten lassen;
– sich beim Kauf jede Geldausgabe gründlich überlegen: ist ein glückhaftes Zeichen;
– im eigenen Geschäft stellen sich Leute zum Kauf ein: bedeutet Vermehrung des Besitzes.
(ind. ) : – schöne Gegenstände: du bist mit deinem Schicksal nicht zufrieden.
(Siehe auch „Einkaufen“, „Laden“)
Kauffahrtsschiff
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine Nachricht aus der Ferne erhalten.
Kaufhaus
Psychologisch:
Das Kaufhaus steht einmal für all das, was sich der Träumende in seinem Leben an materiellen und psychischen Werten angeeignet hat, und
die er bereit ist, mit seinen Mitmenschen zu teilen. Andererseits steht es aber auch für die unbefriedigten Wünsche des Träumenden, sowie
für die Neigung zur Verschwendungssucht.
(Siehe „Gebäude“)

773
Kaufmann
Allgemein:
Kaufmann verkörpert materielle oder geistige Werte und Gewinne, zuweilen auch Habgier und Egoismus. Die individuelle Bedeutung hängt
von den Lebensumständen ab.
Psychologisch:
Er symbolisiert den Austausch von Werten zwischen Menschen – welcherart auch immer. Der Besitz des Kaufmannes kann einen Hinweis
auf die „geistigen Reserven“ des Träumenden ergeben (seine Talente, deren Entwicklung erfolgversprechend wäre). Er ist auch der
Vermittler, der unsere seelische „Kaufkraft“ auf die richtige Ware lenken soll, der seelische Mangelzustände behebt, indem er handelt. Oft
sind wir selbst der Kaufmann, weil wir aus eigenem Antrieb etwas für uns tun wollen. Macht der Kaufmann im Traumgeschehen einen
hohen Umsatz, kann es als Sinnbild des eigenen Energieumsatzes verstanden werden. Weitere Deutungshinweise ergeben sich aus der im
Traum sichtbaren Handelswaren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Vergrößerung des Eigentums.
(europ.) : – sehen: bringt Gewinn beim Handel;
– sein: man wird oder will sich selbständig machen;
– von einem einen Brief bekommen: man wird gezwungen werden, seine Schulden zu bezahlen;
– mit vielen Kaufleuten zusammenkommen: kündigt eine wichtige Konferenz an.
(ind. ) : – sehen: großer Gewinn steht dir zu.
(Siehe auch „Laden“ und einzelne Handelswaren)
Kaulquappe
Allgemein:
Wenn im Traum eines Träumenden Kaulquappen vorkommen, dann verweist dies darauf, daß ihm die Einfachheit des Lebens bewußt ist. Er
erkennt, daß es Wachstum gibt, aber entweder hat er selbst oder ein anderer Mensch noch nicht die vollkommene Reife erlangt.
Psychologisch:
Im Traum einer Frau können Kaulquappen ihren Wunsch oder ihre Fähigkeit repräsentieren, schwanger zu werden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Kaulquappe im Traum den Keim des Lebens.
Volkstümlich:
(europ.) : – stehen für unsichere Spekulationen;
– Sieht eine junge Frau Kaulquappen im klaren Wasser, wird sie eine Bindung mit einem reichen,
aber unmoralischen Mann eingehen.
Kaution
Volkstümlich:
(europ.) : – versuchen, eine zu erhalten: es werden Schwierigkeiten auftauchen; unvorteilhafte Verbindungen könnten geschlossen werden;
– für jemanden stellen: es werden in etwa die gleichen Umstände bleiben, auch wenn nicht ganz so schlimm.
Kauz
Psychologisch:
Tauchen diese oder andere Nachtvögel auf, wird etwas geschehen, was den Träumenden in seiner Arbeit aufhalten kann. Grund zur
Besorgnis besteht aber nicht, es wird kein Schaden entstehen. Anders ist es, wenn so ein Tier ins eigene Haus einzieht, denn mit ihm
verbindet sich ein unheimliches Gefühl von Einsamkeit. Der Träumende befürchtet, Freunde, Bekannte oder Angehörige zu verlieren. Der
Traum prophezeit dies nicht unbedingt, er zeigt nur die Furcht davor an.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder schreien hören: du wirst eine ärgerliche oder traurige Nachricht erhalten.
(europ.) : – sehen oder schreien hören: bedeutet Krankheit, Trauer oder Leid, sehr selten aber einen Todesfall.
(ind. ) : – unglückliche Ereignisse.
(Siehe auch „Eulen“, „Uhu“)
Kavalier
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Ehre ist in Gefahr.
(ind. ) : – du wirst Verluste erleiden.
Kavallerist
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet eine Verführung, Lärm und Unruhe; bei Frauen ein Abenteuer;
– sein (in Männerträumen): man fühlt sich sicher; auch: man wird persönliche Förderung erfahren;
die erhöhte Stellung wird von einer kleinen Sensation begleitet sein.
Kaviar
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: Krankheit.
(europ.) : – Verschwendung, Reue.
(ind. ) : – essen: du sollst dich vor Erkältung hüten.
Kegel
Allgemein:
Kegel (Kegeln) symbolisiert Zufälle und Risiken des Lebens; oft wird man vor zu hohen Risiken gewarnt oder soll sich nicht nur auf den
glücklichen Zufall verlassen. Fallen alle Kegel, kündigt das an, daß man eine riskante Angelegenheit erfolgreich beenden wird.
Psychologisch:
Wer im Traum kegelt, möchte im Wachleben vielleicht mal eine ruhige Kugel schieben. Ziel aber im Kegelspiel ist das Umwerfen möglichst
vieler Kegel. Bei ein Traum von einem Kegelspiel kann es sich deshalb auch um Ehrgeiz drehen.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Liebesglück in Aussicht haben;
– andere beim Kegelspiel beobachten: man sollte sich auf keine riskante Geschäfte einlassen;
– selbst schieben: wenn man Warnungen gegenüber taub ist, muß man mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen;
– alle neun Kegel auf einmal treffen: Glück bei Spekulationen und in finanziellen Angelegenheiten im allgemeinen haben;
– verlieren: Verlust erleiden;
– gewinnen: freudige Erlebnisse entgegensehen.
(europ.) : – sehen oder schieben: gilt für unglückliche Geschäftsunternehmungen;
keine großen Wagnisse unternehmen, da sie nicht gut auslaufen;
auch: man vergeudet Energie und verpaßt Gelegenheiten;
man sollte bei der Auswahl seiner Freunde vorsichtig sein;
– alle neun fallen sehen: gewagtes Unternehmen, das aber erst im letzten Augenblick gelingen wird;
– dem Spiel anderer zusehen: man wird ein Ärgernis vermeiden.
(ind. ) : – schieben: du wagst zu viel;
– fallen sehen: du stößt dein Glück von dir;
– aufstellen: versuche dein Glück von neuem.
Kehle
Artemidoros:
Sich selbst die Kehle durchzuschneiden oder diesen Tod von der Hand eines anderen zu erleiden bedeutet dasselbe wie die anderen
Todesarten, nur läßt es die Erfüllung rascher eintreten. Am Altar einer Gottheit oder öffentlich in der Volksmenge oder auf dem Marktplatz
geopfert und abgeschlachtet werden, ist für jedermann, besonders für Sklaven, von guter Vorbedeutung. Diese werden ruhmvoll und in aller
Öffentlichkeit freigelassen werden.
(Siehe auch „Körper“, „Tod“)
Kehrbesen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder handhaben: Zank und Streit im Hause.
(ind. ) : – Zwistigkeit im Hause.
Kehren
Allgemein:
Kehren deutet man wie Fegen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (ein Zimmer): deine Hausgenossen werden mit deinem Benehmen zufrieden sein.
(europ.) : – oder ausfegen: bedeutet, daß sich alle Wünsche durch eigenen Fleiß erfüllen werden;
– jemanden ein Zimmer kehren sehen: verkündet eine fröhliche sorgenlose Zeit;
– den Keller: Unglück im Geschäft;
– das Zimmer oder die Wohnung: eine Hoffnung;
– den Kamin: glücklicher Erfolg.
(ind. ) : – lästige Freunde.
(Siehe auch „Fegen“)
Kehricht
Allgemein:
Kehricht hat die Bedeutung von Abfall.
Psychologisch:
Wenn der Träumer sich selbst oder jemanden anderen mit einer Kehrschaufel Schmutz zusammenfegen sieht, läßt das Unbewußte keinen
anderen Schluß zu, als wir Seelisches bewältigen sollten, das schon Patina angesetzt hat. Wer im Kehricht etwas sucht, will vielleicht den
Splitter im Auge des Nachbarn finden und übersieht den Balken im eigenen. Das Unbewußte benutzt hier das Bild, man solle besser erst mal
vor seiner eigenen Tür kehren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Kehrichthaufen sehen: Unannehmlichkeiten im Haus.
(europ.) : – im Leben ist noch vieles zu säubern, wenn alles glatt gehen soll;
– sehen: bedeutet einen Gewinn;
– etwas darin suchen, ohne es zu finden: man wird seine Situation durch ein unvorsichtiges Unternehmen gefährden;
– Geld darin finden: mahnt zur guten Verwahrung der Brieftasche vor Dieben;
– in solchen hineintreten: kündet Widerwärtigkeiten an;
– einen anderen hineintreten sehen: man wird ungewollt einem anderen Ärger bereiten.
(ind. ) : – Kehrichthaufen sehen: Zunahme des Wohlstandes;
– hineintreten: Unannehmlichkeiten im Hauswesen.
(Siehe auch „Abfall“)
Keil
Allgemein:
Der Keil als Traumsymbol zeigt dem Träumenden an, daß er sich die Situationen in seinem Umfeld erst noch erschließen muß. Er soll etwas
an den richtigen Platz rücken, so daß er allzeit offen und ehrlich sein kann. Da der Keil mitunter auch ein stützendes Element ist, ist es
möglich, daß der Träumende in einer aktuellen Situation mehr Beistand benötigt. Zugleich muß er sich jedoch davor hüten, von dieser
Unterstützung zu abhängig zu werden.
Psychologisch:
Das Traumsymbol Keil steht für eine Person oder eine Sache, die den Träumenden aus einer Beziehung lösen oder von einem dringlich
verfolgten Ziel abbringen will.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Keil im Traum das Verstreichen der Zeit und die Voraussetzung dafür, daß im Leben des
Träumenden etwas geschieht und daß seine Träume Wirklichkeit werden.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – Zwietracht.
(europ.) : – man wird bei geschäftlichen Plänen Probleme haben, was schließlich zu familiären Trennungen
oder Entfremdungen von Geliebten oder Freunden führt.
Keiler
Psychologisch:
Die wilde Triebhaftigkeit, die in vernünftige Bahnen gelenkt werden sollte, umschreibt das Glück, das man beim anderen Geschlecht
möglicherweise haben wird. Der Keiler ist also positiver als der Stier zu deuten.
(Siehe auch „Eber“, „Stier“)
Keim
Allgemein.
Keim verkörpert Anlagen, Fähigkeiten, Chancen und Möglichkeiten des Lebens, die man mehr nutzen sollte; ein kräftiger Keim verspricht
dann meist Erfolge.
Keks
Psychologisch:
Wenn man sich eines auf der Zunge zergehen läßt, ist eigentlich Lustbefriedigung gemeint. Wer hat mit Ihnen aus einer Dose genascht?
Hatten Sie hart „daran zu kauen“ – oder war es ein Genuß ohne Reue?
Volkstümlich:
(europ.) : – backen oder essen: unsinnige Diskussionen beeinträchtigen den Familienfrieden.
(Siehe auch „Kuchen“)
Kelch
Assoziation: – innere Ganzheitlichkeit; spirituelles Selbst.
Fragestellung: – Welchen spirituellen Durst bin ich zu stillen bereit?
Allgemein:
Wegen seiner religiösen Bedeutung repräsentiert er in der Regel etwas unerreichbares, etwas, das man nur erlangen kann, wenn man große
Mühen auf sich nimmt. Der Kelch steht als Symbol in engem Zusammenhang mit dem Herzen, welches wie er das Blut des Lebens enthält.
Im Kelch ist Blut durch Wein dargestellt – Wein und Blut haben dieselbe Bedeutung. Es wird aus dem Kelch der Leiden getrunken;
übersetzt: Wir müssen Bitteres hinunterschlucken und schmerzliche Erfahrungen durchstehen, wenn wir einen neuen Anfang wagen wollen.
Ein Kelch kann auch für ein wichtiges Ereignis oder eine Zeremonie stehen und als Summe der psychischen Inhalte gedeutet werden. Auch
der Mutterschoß, das Weibliche, kann dadurch versinnbildlicht werden, was im Einzelfall als Neigung zur Flucht vor der Realität zu
verstehen ist.
Psychologisch:
Er enthält die Flüssigkeit, die menschlichen Gefühle und Bedürfnisse symbolisiert – denen er durch seine Beschaffenheit „die äußere Form
gibt“. Das Traumthema ist also: Kultivierung – eventuell auch Einengung – von Empfindungen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Kelch im Traum für die Quelle unerschöpflicher Nahrung, für den Überfluß oder den Heiligen Gral.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen und daraus Gutes trinken: gute Vorsätze fassen und ein frommes Leben füh ren;
– einen sehen: es droht ein schwerer Vertrauensbruch, in dem eine nahestehende Person verwickelt sein kann;
– daraus bitteres trinken: man wird durch bösartige Verdächtigungen noch viel Ärger haben.
(europ.) : – weist auf Zeugenschaft, hat also eine gewisse Verbindung mit Gerichtssachen;
auch: steht für Vorteile zu Lasten anderer erlangen;
– sehen: man wird bitteres Leid erfahren;
– aus einem trinken: bedeutet Frieden und Freude;
– fallen lassen und zerbrechen: man wird eine schlechte Nachricht erhalten;
– zerbrechen: man schafft es nicht Einfluß auf einen Freund zu nehmen.
(ind. ) : – für Gesunde: eine glückliche Zukunft;
– für Kranke: baldige Genesung.
(Siehe auch „Becher“, „Gefäß“, „Gral“)
Kelle (Siehe „Suppenkelle“)
Keller
Assoziation: – das Untere; das Unbewußte.
Fragestellung: – Welcher Teil meines Unbewußten ist bereit, ans Licht zu kommen?
Allgemein:
Der Traum scheint eine Vorliebe für ambivalent, zweideutig erlebbare Räume zu haben. dazu gehört der Keller. Dieser ist im
psychologischen Vergleich ein Raum des persönlichen Unbewußten (es wird auch manches, das wir nicht mehr benötigen, dort verstaut).
Gleichzeitig ist er schon in der Nähe dunklerer kollektiver Tiefe, ist er doch in die Erde eingebaut. Im Keller sind Vorräte aufgestapelt, dort
liegt der Wein, und der Keller nimmt uns selbst auf, wenn wir bedroht sind. Ursprünglich war er dunkel, man trug das Licht von oben in ihn
herab, und nicht nur das Kind fürchtete, Gefährlichem zu begegnen. Wie hie und da im Leben versteckt sich im Traum der Dieb oder der
Verbrecher in den dämmerigen Kellerräumen, um uns zu überfallen, wenn wir im Schlafe, also unbewußt sind. Im Keller – man darf dabei
allerdings nicht an die hygienischen durch einen Handgriff überbeleuchteten Keller der modernen Häuser denken – lebt Unerlaubtes. Mäuse
nagen an unseren Vorräten; in alten feuchten Kellern gab es einst Kröten und Molche und allerlei häßliches Kleintier. Der Traumkeller ist
wie der wirkliche Keller erfüllt von geheimer Lebensdichte und umwittert von Gefahren. In ihm sind die Vorräte der Seele, die
Möglichkeiten des Unbewußten, auch das, was noch nicht ausgepackt wurde und uns damit noch nicht zur Verfügung steht. Wer träumt von
einem Gang in den Keller, der geht hinab in diese Tiefe, um Speise zu holen, um den Wein heraufzutragen, oder er muß die Begegnung tun
mit dunklen Wesenzügen seiner Seele. Darum ist der Keller ein Ort des Reichtums, aber auch ein Ort der Angst. Er umschließt alles, was
„unten“ ist, damit auch den dunklen Teil unseres Leibes. Viele Menschen begehren freilich nicht zu wissen, was im dunklen Kellergeschoß
vorhanden ist („was für Leichen im Keller liegen“), was in diesem geschieht.

776
Psychologisch:
Keller wurde bereits als Teil des Hauses erklärt; andere Bedeutungen können sich aus Grotte und Gruft ergeben. Im Haus Ihrer
Persönlichkeit steht der Keller für die Tiefen Ihres Unbewußten. Wer in ihn hinabsteigt, der hofft, etwas aus der Dunkelheit ans Licht
bringen zu können. Tappt man in einem dunklen Keller umher und fürchtet sich, will jemand dem Träumer am Zeug flicken. Suchen wir im
Keller nach einem Einbrecher, fürchten wir im Wachleben einen Menschen, der ungefragt in unser Leben einbrechen will. Da der
menschliche Körper in der Sprache des Unbewußten das Haus ist, umschreibt der Keller auch die unteren Extremitäten; stürzt er ein, sind
also unsere Beine und Füße bedroht, was damit übersetzt werden könnte, daß wir aus einer augenblicklichen Lage der seelischen
Belastungen, denen sich unser Bewußtsein nicht gewachsen fühlt, kaum einen gangbaren Ausweg finden. Sie sollten solche Träume sehr
ernst nehmen und genau auf die Einzelheiten achten. Sie könnten Lösungen aufzeigen oder helfen, etwas klarer zu sehen. Wie fühlen Sie sich
im Traum im Keller? War es dunkel oder hell?
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sich darin befinden: plötzlich erkranken;
– in einen dunklen hinabsteigen: man wird bald einen Menschen entlarven, der Böses im Schilde führt;
– kleiner und niedriger: du wirst dich in deinen Verhältnissen nicht wohlfühlen;
– großer und hochgewölbter: deine Ansprüche widersprechen deinen Verhältnissen und Einnahmen;
– Weinkeller: fröhliche Stunden mit lieben Menschen erleben.
(europ.) : – verkündet Unannehmlichkeiten infolge Hochmut und Dünkel;
– in einen gehen: man wird in den nächsten Wochen sehr viel Geduld und Ausdauer benötigen;
– mit reichlich Kohle darin: gute Geschäfte mit einem entfernten Partner, möglicherweise im Ausland;
– sich in einem kalten, feuchten befinden: man wird von Zweifeln geplagt; man verliert die Zuversicht und hegt düstere Gedanken,
die einen nicht mehr loslassen, wenn man seinen Willen nicht durchsetzt; auch: deutet auf Besitzverlust hin;
– einen Weinkeller sehen: es wird einem ein Gewinnanteil aus zweifelhaften Geschäften angeboten;
– in einem wohnen: man sollte einen bescheidenen Lebensstil führen und die Ausgaben drastisch einschränken,
da eine Notlage droht;
– einen einstürzen sehen: Vorsicht, ein Unglück bricht herein;
– Träumt eine junge Frau von einem Weinkeller, bekommt sie ein Heiratsangebot von einem Spieler oder Schwindler.
(ind. ) : – sehen: du mußt Ausdauer haben;
– hineingehen: Glück;
– darin sein und nicht herausfinden: Krankheit;
– einen anderen hineingehen sehen: du bist sicher vor deinen Feinden.
(Siehe auch „Grotte“, „Gruft“)
Kellergewölbe
Volkstümlich:
(europ.) : – Fundament des Hauses; Symbol für Beine und untere Körperregionen;
– sehen: man wird Ersparnisse machen;
– in einem dunklen sitzen: bedeutet Trauer, große Unannehmlichkeiten und Mißerfolge;
– Kohlen aus einem holen: Friede im Haus.
Kellermeister
Volkstümlich:
(europ.) : – Vermehrung des Besitzes.
Kellertreppe
Volkstümlich:
(arab. ) : – hinabfallen: Siechtum, selbstverschuldetes Elend.
(ind. ) : – hinabfallen: widrige Umstände treten ein.
(Siehe auch „Treppe“)
Kellertür
Volkstümlich:
(arab. ) : – verschlossene finden: du mußt dich auf dich selbst verlassen, denn Hilfe von anderen wirst du nicht finden.
(Siehe auch „Tür“)
Kellner(in)
Assoziation: – Arbeit am Dienen; Dienstbarkeit.
Fragestellung: – Welchen Dienst bin ich zu leisten bereit? Wo habe ich das Bedienen satt?
Allgemein:
Die Bedeutung dieses Traumbildes richtet sich danach, ob der Träumende bedient oder aber bedient wird. Ist ersteres der Fall, dann drückt
sich in dem Bild die Fähigkeit des Träumenden aus, sich um andere Menschen zu kümmern und ihnen Dienste zu erweisen, was man aber
nicht bis zur Selbstaufgabe übertreiben darf. Trifft Zweitens zu, hat der Träumende vielleicht das Bedürfnis nach Rat und Hilfe, als auch
verwöhnt und mit Wertschätzung behandelt zu werden. Nach alten Traumbüchern soll die Kellnerin eine frohe Zukunft verheißen.
Psychologisch:
Es symbolisiert die Eigenschaften, die er haben sollte: Freundlichkeit und Geschicklichkeit – Während einer Dienstleistung (oder
Hilfestellung). Da man bei einem Kellner sein Essen bestellt, kann das Traumbild auch die Geduld symbolisieren, die der Träumende
aufbringen muß, wenn er ein bestimmtes Ziel erreichen will.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verlangt der Kellner im Traum vom Träumenden zweierlei: Bereitschaft, zu dienen, und Geduld.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird in Zukunft nicht allein auf sich selbst gestellt sein, sondern von bestimmten Personen Unterstützung
in der Erledigung unangenehmer Arbeiten finden;
– von einem besonders zuvorkommend bedient werden: eine Warnung, daß sich nicht zu sehr in den Einflußbereich
anderer Menschen zu begeben, sondern eigenständig zu bleiben.

777
(europ.) : – verweist auf Unentschlossenheit und Untertänigkeit, mahnt also zu Selbstbewußtsein;
– sehen: man macht in einem Restaurant eine neue Bekanntschaft; man gibt sich mit zweifelhaften Personen ab;
auch: Zeichen von Bequemlichkeit, da man sich gerne bedienen läßt; für Männer gilt dies auch für sexuelle Dienste;
– von einem bedient werden: man wird in Kürze einen Kranken zu betreuen haben;
– sein: jemand beeinflußt einen so stark, daß man seine Selbständigkeit zu verlieren droht.
(ind. ) : – sich selbst sehen: du wirst deine Selbständigkeit verlieren;
– Kellnerin sehen: du wirst eine heitere Zukunft genießen.
Kennwort
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird bald von einflußreicher Seite bei der Beseitigung eines Hindernisses Hilfe bekommen.
Kentern
Allgemein:
Kentern (eines Schiffes) fordert zu kühler Überlegung und Tatkraft in einer schwierigen Angelegenheit auf, damit man nicht scheitert.
(Siehe auch „Boot“, „Schiff“)
Kerker
Allgemein:
Kerker wird wie Gefängnis gedeutet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: gesundheitswidrige Einflüsse werden dich belästigen;
– sich selbst darin befinden: mit schwierigen Geschäftsverwicklungen und Terminaufschüben rechnen müssen;
– andere sich darin befinden: du wirst schneller befördert werden, als du glaubst.
(europ.) : – sehen: ein guter Traum, der Ehren verspricht und im Leben emporzukommen verheißt;
– sich darin befinden: bedeutet, daß dem Träumenden in jeder Lage Gerechtigkeit widerfahren wird;
– daraus nicht entfliehen können: man muß mit geschäftlichen Verlusten rechnen;
– gelingt die Flucht daraus: es wird alles gut werden, wenn auch nach einigen Schwierigkeiten.
(ind. ) : – schlechte Geschäfte; dir stehen Prüfungen bevor.
(Siehe auch „Gefängnis“)
Kerkerhaft
Volkstümlich:
(europ.) : – Freude und Glück.
Kerkermeister
Volkstümlich:
(europ.) : – man hat einen guten Freund oder wird einen bekommen.
Kerne
Allgemein:
Kern kann bessere Gesundheit versprechen, wenn man ihn verzehrt. Oft symbolisiert er aber den Kern der Persönlichkeit und die Werte, an
denen man das Leben orientiert.
Psychologisch:
Haben Sie sich daran „die Zähne ausgebissen“? Dann werden Sie bald mit einem vergleichbaren Thema konfrontiert – und einen Widerstand
zu überwinden haben oder einer Sache „auf den Kern gehen“ müssen. Manchmal gilt so ein kerniger Traum auch als Hinweis darauf, daß
jemand „einen guten Kern“ unter seiner rauhen Schale hat – dem man es eigentlich gar nicht zutraut und deshalb zu wenig Beachtung
geschenkt hat.
Volkstümlich:
(europ.) : – symbolisiert den wahren Kern des eigenen Wesens.
(ind. ) : – essen: gute Gesundheit.
Kernkraft
Psychologisch:
Die von Menschen entdeckte Kraft, die leicht Gewalt über uns selbst hätte, wenn wir sie nicht bändigen können. Das moderne Bild der
Kernkraft erscheint oft in Situationen, die Angst erzeugen.
Kerze
Assoziation: – Erleuchtung; Visionssuche.
Fragestellung: – Was möchte ich sehen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Langsam brennend; Feuer im Inneren; gehaltvoll; behutsam.
Beschreibung: Kerzen in unterschiedlichsten Formen sind von Menschen durch die Jahrhunderte benutzt worden, um Licht in die Dunkelheit
zu bringen. Kerzen fassen das Element Feuer; es ist in ihnen enthalten. Sie werden normalerweise aus Ölen und Wachsen mit einem Docht
gefertigt.
Allgemeine Bedeutung: Feuer fassend; langsam und gleichmäßig; die Arbeit mit dem Element Feuer; ein flüchtiger Eindruck von den
strahlenden Bestandteilen deines Selbst.
Assoziation: Kerzengerade; ewiges Licht; Zündkerze im Auto.
Transzendente Bedeutung: Ein Licht inmitten der Leere; eine Zeremonie; zeremonieller Schutz; beachte die Farbe und Handhabung der
Kerze in einem transzendenten Traum.
Allgemein:
Als die Elektrizität noch nicht erfunden war, wurde die Kerze und ihr Licht als Auflösung der Dunkelheit oder als verehrenswürdige Macht
gedeutet. Der Traum von einer brennenden Kerze verweist heute, da Kerzen als Beleuchtungskörper nicht mehr relevant sind, auf das
Bedürfnis nach Einsicht, Erkenntnis, Erleuchtung oder Gefühlswärme, also den Versuch, etwas zu klären, was der Träumende noch nicht
versteht. Ist sie erloschen, muß man Hoffnungen aufgeben.

778
– Kerzen auf einem Geburtstagskuchen symbolisieren einen Übergang vom Alten zum Neuen.
– Das Anzünden einer Kerze steht für Mut und Kraft oder für die Forderung nach etwas, was der Träumende braucht.
Zündet man sie selber an und brennt sie hell, darf man sich bald über eine wichtige Erkenntnis sowie einmalige Chancen freuen.
– Unruhig flackernde und qualmende Kerzen deuten darauf hin, daß sich ein nahestehender Mensch in Schwierigkeiten, die im
gesundheitlichen Bereich bewegen, befindet.
– Kerze kann als Phallussymbol sexuelle Bedürfnisse anzeigen. Wenn die Kerze hell leuchtend brennt,
wird die Liebe erwidert, wenn sie erlischt, kommt man nicht ans Ziel seiner Wünsche.
– Alte Traumbücher setzen die Kerze auch mit „Lebenslicht“ gleich; dann kann sie langes Leben,
aber auch Krankheiten und Todesfälle ankündigen, vor allem wenn sie erlöschen.
Psychologisch:
Die Kerze ist ein Symbol des Lebens. Die Osterkerze hat immer noch die Bedeutung eines Wiedergeburts- oder
Wiederauferstehungssymbols. Da sich die Kerze selbst verbrennt, kann sie im Traum aber auch die Bedeutung von Sterblichkeit des
Menschen haben, nicht nur die eines Lebenslichts. Die Aussage dieses Bildes kann daher nur aus dem Gesamtzusammenhang des Traumes
herausgelesen werden. Kerzen können auch die Macht des Träumenden über seine persönliche Magie darstellen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stehen Kerzen für Erleuchtung, Weisheit und Schönheit. Sie stellt die Beziehung zwischen Geist und Materie her.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor sich haben: ein zufriedenes Leben vor Augen haben;
– brennen sehen: dein Besuch ist willkommen;
– hellbrennendes sehen: mache dich darauf gefaßt, Zutritt zu einem Fest zu erlangen; du wirst zu einer Belustigung geladen;
– auslöschen: nimm Abstand von deinem Vorhaben; deine Hoffnungen werden sich nicht erfüllen;
– brennende tragen: du wirst durch eine Todesnachricht erschreckt werden;
– flackernde: Trauerfall;
– anzünden: du wirst gute Freunde finden.
(europ.) : – männliches Sexualsymbol;
– Frieden, Glück, und zwar um so mehr, je weniger das Licht flackert;
– einkaufen: Glück; glückliches Ereignis;
– anzünden: verheißt ein langes Leben;
– Eine Kerze anzünden bedeutet bei einem Mädchen, daß sie ihren Geliebten wegen ihrer Eltern heimlich treffen muß.
– brennende in einer Kirche sehen: man bereut eine Tat, die einem anderen Schaden gebracht hat;
– ziehen oder gießen sehen: man wird einer Festlichkeit beiwohnen;
– oder Licht brennen sehen: verheißt Gesundheit und ein langes Leben;
– mit einer klaren, ruhigen Flamme: steht für Stabilität und wohlbegründeten Reichtum;
auch: Zeichen für Frieden, Andacht und Einkehr und eine Aufforderung für den Weg nach innen;
– mit heller Flamme: die kommende Zeit wird wunschgemäß verlaufen;
– mit flackernde, qualmende Flamme: Ihre Gesundheit ist großen Schwankungen unterworfen;
– Träumt ein junges Mädchen davon, Kerzen zu formen, wird sie ein unerwartetes Heiratsangebot
bekommen und einen angenehmen Besuch bei fernen Verwandten machen.
– eine brennende Kerze tragen: das ist die einzigste Last, die man je im Leben tragen muß, denn
Weisheit wird einem beschützen und das Glück wird einem lächeln;
– verlöschendes Licht oder heruntergebrannte Kerze: Unfall oder Nachricht von einem Todesfall;
auch: eine enge Freundschaft geht in die Brüche;
– verlischt die Kerze durch Zugluft: dann verbreiten Ihre Feinde schädliche Dinge über Sie;
– selbst auslöschen: bringt schlechte Nachrichten; Freunde werden sterben oder sind in Schwierigkeiten.
(ind. ) : – brennen sehen: du wirst hören, daß ein Bekannter im Sterben liegt;
– verlöschen: deine Hoffnung wird vereitelt;
– lange: deine Lebensdauer ist recht lang.
(Siehe auch „Fackel“, „Feuer“, „Donnervogel“, „Freudenfeuer“)
Kerzenleuchter
Volkstümlich:
(europ.) : – mit einer neuen Kerze sehen: steht für eine erfreuliche Zukunft, Glück und Gesundheit; ohne Kerze bedeutet es das Gegenteil.
Kessel
Allgemein:
Wie andere Gefäße sind Kessel nicht unbedingt günstig zu deuten. So soll ein voller Kessel viel Arbeit mit ungebetenen Gästen ankündigen,
ein leerer Streitigkeiten. Der Kessel steht oft für Aufregungen und Streitigkeiten, vor allem wenn sein Inhalt kocht. Kocht der Kessel über,
werden wir wohl von einer Aufregung in die andere gestürzt.
Psychologisch:
Was im Kessel kocht und brodelt, wird dadurch einer Veränderung unterzogen – das Rohe wird gar, das Harte weich. Der symbolische Sinn:
kreative Umwandlung, Neugestaltung, Veredelung. Auch: Emotionale und seelische Kraft verschmilzt zur Gesamtpersönlichkeit.
– Ein voller Kessel zeigt an, daß man zufrieden ist und hat was man braucht, ein leerer zeigt an, daß einem irgend etwas fehlt.
Vermutlich handelt es sich dabei um materielle Dinge.
– Steht der Kessel dampfend auf dem Herd, braucht man sich nicht zu sorgen, sein Leben einsam verbringen zu müssen: man
wird stets von guten Freunden umgeben sein.
– Kocht er über, kann man demnächst mit einigen Aufregungen im familiären Bereich rechnen.
– Ein magischer Kessel deutet auf Fruchtbarkeit und die weibliche Macht der Veränderung hin.
– Ein großer Kessel verbindet den Träumenden mit seinen Grundprinzipien. Spielt ein großer Kessel im Traum eine Roll,
muß sich der Träumende auf seine intuitiven Fähigkeiten besinnen, um mit einfachen Zutaten Neues zu erschaffen.
– Ein Teekessel steht für Transformation und Veränderung und verweist auf die praktische Seite. Er verlangt vom Träumenden,
seinen Lern- und Wachstumsprozeß zu beschleunigen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert ein großer Kessel Erneuerung und Wiedergeburt, Magie und magische Kräfte, die im Dienst des
größeren Ganzen stehen.

779
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darin kochen: ärgerliche Dinge erfahren.
(europ.) : – einen sauberen sehen: glückliches Omen; sagt eine arbeitsreiche Zeit voraus;
– Kochkessel sehen: man wird Gäste bekommen;
– Waschkessel sehen: Reinlichkeit tut not;
– neuer: Zwiespalt mit einem Freund;
– Bei einer jungen Frau bedeutet ein dunkler Kessel Enttäuschung in der Liebe. Ein heller Kessel steht
dagegen für ein sorgenfreies Leben. Sie bekommt einen hübschen Mann, der zu ihr paßt.
– mit kochendem Wasser sehen: nicht mehr lange auf das Ende einer schwierigen Phase warten müssen;
– einen überkochenden auf dem Ofen sehen: bringt eine große Aufregung; Verluste und Ärger;
– flicken: man wird bei anderen gut aufgenommen werden;
– alter und geflickter: verspricht, daß man sich zu helfen weiß;
– Kesselschmied: man wird Braut bzw. Bräutigam werden;
– zerbrochener Kessel: steht für Mißerfolg, der trotz großer Anstrengungen auf einem zukommt.
(ind. ) : – sehen: im Haus ist Uneinigkeit.
Kesselflicker
Psychologisch:
Wer sich von ihm einen Kessel flicken läßt, muß wohl im Wachleben Kompromisse schließen; denn der Kesselflicker, ein vor langer Zeit
fahrender Handwerker, kann ja nur Altes ausbessern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in Tätigkeit sehen oder sprechen: mit seinen Bekannten in Streit geraten.
(europ.) : – bedeutet Mißhelligkeiten mit der Nachbarschaft, Streitigkeiten mit Verwandten.
(ind. ) : – du wirst in Verlegenheit kommen.
Kesselpauke
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Ärger und Schwierigkeiten.
Kette
Assoziation: – Fesseln; vereinte Kraft.
Fragestellung: – Was behindert oder stärkt mich?
Artemidoros:
Eine Kette bedeutet wegen des Namens und wegen der Eigenschaft, zu umschließen, die Ehefrau (Wortspiel: halysis = Kette und alytos =
unlösbar; die Ehefrau ist die Partnerin, von der man sich nicht lösen kann.); ferner Geschäftsverwicklungen, die weder ermutigend noch
angenehm sind. Die Kette ist nämlich aus vielen Gliedern geschlungen und läßt die Gefesselten mutlos werden. Auch zeigt sie Verzögerung
und Behinderung in den Unternehmungen an.
Allgemein:
Kette kann im Sinne von Schmuck verstanden werden. Wenn sie als Fessel auftaucht, kommen darin Gefühle, Werte Normen und Ideale
oder Menschen zum Vorschein, an die man sich gebunden fühlt; das fordert meist auf, sich dieser Ketten zu entledigen, die das Leben
behindern. Ebenso wie Stärke notwendig ist, um die Ketten zu sprengen, so ist sie auch erforderlich, um sie zu erhalten. Wenn der
Träumende sich ins Bewußtsein ruft, was ihn zurückhält, durchschaut er, wie er sich von den Ketten befreien kann. Die Kette kann aber auch
den Wunsch nach Sicherheit und Ruhe symbolisieren.
Psychologisch:
Schon bei Artemidoros das Symbol des Sich- gebunden- Fühlens, sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne. Die Traumhandlung
gibt meist Aufschluß über die Art dieser Bindung.
– Bei der Halskette kommt es auf das Material an, aus dem sie besteht; etwa aus Gold, Diamanten oder Perlen.
– Die Bindeglieder in einer Kette stehen oft für die Kommunikationselemente, welche der Träumende benötigt, um sich selbst zu befreien.
– Zerreißt eine Kette von selbst, steht eine Trennung bevor.
– Zerreißen wie sie, stehen wir vor einem Neubeginn, der Erfolg verspricht.
– Wer sich mit einer Kette gefesselt fühlt, erreicht im Leben nicht allzuviel, weil er sich nicht (von Vorurteilen?) frei machen kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Kette im Traum für Hörigkeit und Sklaverei, für Würde und Einheit. Die Kette ist ein sehr ambivalentes
(doppelwertiges) Symbol. Sie ist ein altes Symbol der Verbindung zwischen Himmel und Erde, zwischen zwei Extremen oder zwei
Lebewesen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder halten: man sollte versuchen, beunruhigende Gedanken abzuschütteln;
– eine eiserne tragen: schlimme Zeiten entgegengehen;
– silberne: deine Verhältnisse werden sich erträglich gestalten;
– goldene sehen: dir winkt Reichtum;
– goldene geschenkt erhalten oder um den Hals tragen: man darf darauf hoffen ,
noch lange in Glück und Gesundheit zu leben;
– jemanden daran führen: über seinen Feind triumphieren.
– damit gefesselt werden: man kann nicht alles erreichen, was man sich vorgenommen hat,
aber sollte deshalb nicht resignieren;
– Kettengeklirre hören: man muß mit schrecklichen Nachrichten rechnen;
– zerrissen: es stehen leidvolle Stunden bevor.
(europ.) : – man wird von einer Last bedrückt, die man nicht mitteilen will;
– eine eiserne: verkündet Widerwärtigkeiten, denen man aber entschlossen entgegentreten soll;
– einen Menschen mit einer sehen: man ist stark an diesen Menschen gebunden und sucht nach Freiheit;
– damit gefesselt sein: man wird harten Prüfungen ausgesetzt sein; deutet auf eine trübe Zukunft hin;
auf dem Weg der Ablösung auf Schwierigkeiten stoßen; manchmal Aufforderung, die Vergangenheit endlich loszulassen;
– klirren hören: schlechte Nachricht, die sich für die Zukunft ungünstig auswirken wird, ist zu erwarten;
– eine zerreißen: man wird die Kraft haben, sich endlich aus einengenden Verhältnissen zu lösen;
– eine goldene sehen: verheißt Wohlstand;

780
– eine goldene zum Geschenk erhalten: man erfährt von einem Menschen treue Zuneigung;
für junge Menschen bedeutet das Verlobung;
– Eine goldenen Kette um den Hals einer Frau, zeigt kommendes Glück durch einen Freund oder Liebhaber.
(ind. ) : – sehen: Kummer und Sorgen;
– von Eisen: einsames Alter;
– von Gold: baldige Hochzeit in der Familie;
– damit gefesselt werden: wegen einer Verwirrung in deinen Angelegenheit wird es nicht vorwärts gehen;
– zerbrechen: deine Energie wird dich vorwärts bringen.
(Siehe auch „Diamanten“, „Fessel“, „Gold“, „Kreis“, „Perlen“, „Schmuck“)
Kettenbrücke
Volkstümlich:
(europ.) : – weist auf ein Unternehmen hin, das man nur bei festem Willen und Energie bewältigen wird.
Kettenhund
Psychologisch:
Das arme Tier ist traurige Symbolgestalt für menschliche Unterwerfungsgelüste (der Natur) im Sinne der „durch Zwang erreichten
Nützlichkeit“ und für die Ausbeutung animalischer Kraft. Wer häufiger vom Kettenhund träumt, fühlt sich „in einem unwürdigen Zustand
gefangen“ und der Willkür anderer preisgegeben. Ein typischer Beziehung- Ende- Traum in einer Phase, die nur mehr als „angekettet sein“
empfunden wird.
(Siehe auch „Hund“)
Kettensäge
Assoziation: – gewaltsame Abtrennung.
Fragestellung: – Was muß ich niederreißen oder abtrennen?
Keuchen
Volkstümlich:
(europ.) : – vergebliches Mühen, Enttäuschungen.
Keule
Allgemein:
Keule deutet häufig auf innere Stärke und Entschlossenheit hin, mit der man sich im Leben erfolgreich durchsetzen sollte. Schwingt man sie
oder schlägt jemanden damit, muß man mit Schwierigkeiten und Gegner rechnen, die man aber ohne große Probleme überwinden wird.
Psychologisch:
Die primitive Waffe unserer Vorfahren ist Sinnbild für unbeherrschte, aggressive Triebenergie. Wer davon träumt, hat Angst, von einem
unberechenbaren Ereignis überwältigt zu werden und sich danach „wie erschlagen zu fühlen“. Als Frauentraum kann es auch Angst vor
einem „überwältigenden“, aber gefühlsarmen Sexualerlebnis mit einem (eher ungeliebten) Partner bedeuten, dem man – aus welchen
Gründen auch immer – nicht „entkommen kann“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Kampfkeule) sehen oder in der Hand haben: spiele nicht mit Schußwaffen, es könnte dich leicht ein Unglück treffen;
– (Schenkelstück von Tieren) sehen, tragen oder davon essen: laß von der Völlerei ab, wenn du dich nicht ruinieren willst.
(europ.) : – zeigt an, daß man seine Feinde zum Schweigen bringen wird;
– in der Hand halten: man wird zu einem festen Entschluß kommen;
– jemanden damit schlagen: Feinde wird man zu bekämpfen versuchen;
– mit einer geschlagen werden: ein Feind sinnt nichts Gutes; ein Freund wirft einem „Knüppel zwischen die Beine“.
(ind. ) : – schwingen: bedeutet, daß du alle deine Neider und Feinde überwinden und zum Schweigen bringen wirst.
Kichern
Allgemein:
Kichern warnt meist davor, daß man sich durch sein Verhalten lächerlich macht.
Volkstümlich:
(europ.) : – hören: bedeutet Spott, dem man sich durch kindisches Benehmen aussetzen wird.
(ind. ) : – hören: du wirst dir durch dein ungeschicktes Benehmen Spott zuziehen.
Kiebitz
(Mittelgroßer, schwarzweißer Watvogel mit aufrichtbaren Federschopf am Hinterkopf. Bekannt für seine Warn und Lockrufe.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Unglück, Feuersbrunst.
(europ.) : – sagt eine Feuersbrunst voraus und zeigt Verluste durch eigene Lässigkeit an.
(ind. ) : – sehen: Feuersbrunst in der Nähe.
Kiefer
(Nadelbaum)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Frieden; beruhigend; Verbindungen schaffend.
Beschreibung: Kiefern sind hochgewachsene Nadelbäume mit einem sich zu Ästen verzweigten Stamm, mit rötlicher Rinde und Nadeln, die
entweder in Paaren oder zu fünfen hervortreten. Diese Baumart bildet eierförmige Zapfen. Viele Teile der Kiefer sind, wenn sie richtig
zubereitet werden, eßbar; die Nadeln besitzen einen besonders hohen Vitamin-C-Gehalt. Kiefernsamen sind eine Delikatesse. Andere Gaben
der Kiefer sind Pech, Bernstein und Kiefernöl. Ein Verweilen in der Nähe von Kiefern wirkt tief beruhigend und hilft, Schuldgefühle
aufzulösen.
Allgemeine Bedeutung: Deine Verbindungen mit der Erde und dem Himmel wahrnehmend; eine beruhigende, friedlichere Umgebung
erfahrend.
Assoziation: Kiefer, Unter- und Oberkiefer; Melancholie; wegen jemandem oder wegen etwas leiden.
Transzendente Bedeutung: Das ewige Jetzt verstehen oder erfahren.

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Allgemein:
Eine schöngewachsene, alte Kiefer verhieß nach Traumbüchern des Altertums ein gesundes, zufriedenes Alter nach einem sorgen- und
arbeitsreichen Leben. Sie mahnt dazu, an Gewohnheiten, die sich als vorteilhaft erwiesen haben, festzuhalten und sich nicht von
Äußerlichkeiten blenden zu lassen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – wenn du mäßig bist, wirst du ein hohes Alter erreichen.
(europ.) : – bedeutet ein gesundes und zufriedenes Alter, das man nur durch Genügsamkeit zu erreichen vermag;
auch: Erfolg in sämtlichen Unternehmungen; gute Nachricht für ältere jedoch Gefahr für jüngere Menschen;
– eine abgestorbene: prophezeit einer Frau Trauer und Sorgen.
(Siehe auch „Baum“)
Kiefer
(Knochen)
Assoziation: – Wille; unablässige Wut.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben muß ich die dominante Rolle spielen? An welcher Stelle bin ich zum Nachgeben bereit?
Allgemein:
Kinnkiefer symbolisiert Entschlossenheit, Ausdauer, Tatkraft und innere Stärke; nach diesen Eigenschaften sollte man streben.
Volkstümlich:
(europ.) : – Kiefersperre haben: man muß mit Problemen rechnen, da jemand das Vertrauen mißbraucht;
– an anderen sehen: man wird eventuell einen Freund verlieren;
– Sieht eine Frau andere mit Kiefersperre, werden Freunde unbeabsichtigt ihr Glück schmälern,
weil sie ihr Unangenehmes zumuten.
(ind. ) : – Kiefer sehen: du wirst deine Bekannten verlieren.
(Siehe auch „Körper“, „Zähne“)
Kiel
Allgemein:
Kiel eines Schiffs steht für den Kurs, den man im weiteren Leben steuern sollte; die genaue Bedeutung ergibt sich aus den individuellen
Lebensumständen. Allgemeiner kann man ihn auch im Sinne von Fundamenten als Basis des Lebens verstehen. Wenn Sie den Kiel sehen, so
kann Ihr Lebensschiff gestrandet sein. Wichtige Pläne konnten Sie nicht verwirklichen, vielleicht haben Sie sogar Verluste hinnehmen
müssen. Es kann aber auch nur bedeuten, daß Sie Ihr Leben neu überdenken sollten. Die genaue Erklärung liegt in Ihren Lebensumständen
verborgen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Sieht eine Frau einen Schiffskiel, wird sie eine Nachricht von einem Liebhaber auf See erhalten.
(Siehe auch „Fundament“, „Haus“, „Schiff“)
Kies
Assoziation: – praktisch; gewöhnlich.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, meine praktische Seite stärker zu entfalten?
Allgemein:
Häufig wird die Aufmerksamkeit des Träumenden auf die Größe eines Gegenstandes, der im Traum vorkommt, gelenkt. Kies ist in diesem
Zusammenhang als Hinweis auf die Kleinen Details zu verstehen. Kies wird manchmal als Geld gedeutet, zu dem man bald kommen wird.
Häufiger kommen darin aber Risiken zum Ausdruck, die das weitere Leben beschwerlicher machen.
Psychologisch:
Wenn der Träumende auf Kies ausrutscht, bedeutet dies, daß er im täglichen Leben unnötige Risiken eingeht und sie besser vermeiden sollte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht Kies im Traum für den Mikrokosmos.
Volkstümlich:
(arab. ) : – durch die Finger gleiten sehen: man wird seine Chancen nicht nutzen und damit finanzielle Verluste erleiden;
(europ.) : – unverhofftes Glück, reiche Ernte oder gute Belohnung für eine uneigennützige Tat;
auch: steht für erfolglose Pläne und Unternehmungen;
– zusammen mit Dreck: verkündet unglückliche Spekulationen und den Verlust von Vermögen;
– damit einen Weg bestreuen: durch Vorsicht wird man einen Unfall vermeiden.
(ind. ) : – viel Glück, großer Gewinn, reiche Ernte, große Erbschaft.
Kieselsteine
Assoziation: – Schlichtheit; Kompaktheit.
Fragestellung: – Was fügt sich für mich zu einem Bild zusammen? Welche Kanten wurden glatt geschliffen?
Allgemein:
Sieht man im Traum Kieselsteine, sollte man sich nicht nur mit großen Dingen beschäftigen, sondern in seinen Überlegungen und
Entscheidungen auch Details beachten. Weiteres erinnert dieses Symbol den Träumenden auch daran, daß er mit Entschlossenheit Unheil
vermeiden und auf Reichtum und Erfolge hoffen kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – Träumt eine junge Frau von einem Kieselsteinweg, wird sie viele Rivalinnen haben und feststellen,
daß auch andere Charme haben. Sie ist selbstsüchtig und sollte hinsichtlich der Fehler anderer nachsichtig sein.
Kilometerstein
Allgemein:
Entscheidender Ausgangs- oder Ankunftspunkt. Wird der Stein überschritten – egal in welcher Richtung, ist eine wichtige Entscheidung
gefallen.
Psychologisch:
Als Grenzstein steht er an einem Wendepunkt des Lebens. Der normale Kilometerstein ist eher ein Anhaltspunkt, welche Strecke wir auf
unserer Lebensreise zurückgelegt haben oder bis zum nächsten Lebensabschnitt noch zurücklegen müssen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erblicken, über ihn fallen: mache dein Testament.
(europ.) : – sehen: man wird eine Einladung zu einem Autoausflug erhalten.
(Siehe auch „Grenze“, „Reise“ und einzelne Fahrzeugbezeichnung)

782
Kind (-er)
Assoziation: – Unschuld; das neue Selbst, das sich entfalten will.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben entwickle ich mich? Welcher Teil meines Wesens ist kindlich?
Artemidoros:
Träumt man, ganz kleine Kinder zu haben oder zu schauen, so ist das, wenn es die eigenen sind, für Mann und Frau von übler Vorbedeutung;
es zeigt Sorgen, Bitternisse und Kummer wegen mancher unvermeidlicher Plackereien an, weil man ohne diese die Kleinen nun einmal nicht
groß bekommt. Es gibt auch ein altes Wort, das dasselbe besagt. Es lautet: „Angst oder Sorge bereitet dem Vater allzeit das Kind.“ Dabei
nimmt das Traumgesicht von Knaben noch einen guten Ausgang, während das von Mädchen ein Ende anzeigt, das schlechter als der Anfang
ist, und einen materiellen Verlust prophezeit. Denn Knaben nehmen von den Eltern nichts, wenn sie groß geworden sind, Mädchen aber
benötigen eine Mitgift. Ich kenne jemand, dem es träumte, ihm wäre ein Töchterchen geboren; er mußte ein Darlehn aufnehmen. Ein anderer
wiederum träumte, er begrabe seine verstorbene Tochter. Es geschah, daß er ein Darlehen zurückzahlte. Ein gutes Vorzeichen ist dagegen der
Anblick fremder Kinder, wenn sie wohlgewachsen, anmutig und von kindlicher Unbefangenheit sind. Es deutet das Zusammentreffen
glücklicher Umstände an, unter denen größere Hoffnung besteht, ein Vorhaben zu vollenden und zu gutem Ende zu führen. Denn wenn auch
den Kindern die Arbeit zunächst nicht von der Hand geht, so werden sie doch, wenn sie älter geworden, etwas Tüchtiges leisten können.
Träumt jemand, er liege wie ein Kind in Windeln und nehme von einer bekannten oder unbekannten Frau die Brust, so wird er eine
langwierige Krankheit durchzustehen haben, das heißt, falls seine Frau nicht guter Hoffnung ist. Trifft dies zu, wird sie ihm einen Sohn
schenken, der ganz nach dem Vater kommt und auf diese Weise großgezogen werden wird. Einer Frau kündigt es die Geburt eines
Töchterchens an. Einem Eingekerkerten wird das Schicksal nach diesem Traumgesicht noch andere Leiden aufbürden, außerdem wird er
nicht begnadigt werden. Ganz einleuchtend ist es auch die Beziehung auf die Krankheit; denn Kinder, die gestillt werden, sind schwächlich,
und auch Erwachsene leben von Milch, wenn sie im Krankenbett keine feste Nahrung zu sich nehmen können. Alles, was einem Kindesalter
nicht zukommt, und zwar bei Knaben ein Bart und graue Haare, bei Mädchen Heiraten, Gebären und andere Verfrühungen, ist samt und
sonders unheilvoll, ausgenommen das Sprechen. Ganz folgerichtig bedeuten alle anderen vor der Reife auftretenden Merkmale den Tod, weil
sie dem Greisenalter nahe stehen, auf das in jedem Fall der Tod folgt. Das Sprechen dagegen ist von guter Vorbedeutung, weil der Mensch
ein von Natur mit vernünftiger Rede begabtes Wesen ist. Ein Schullehrer träumte, daß sein fünf Monate altes Söhnchen deutlich und
artikuliert spreche. Einige erwarteten, daß das Kind sterben werde; es blieb aber am Leben, und ebenso leben nach diesem Traumgesicht
noch viele andere Kinder. Familienangehörigen, besonders Kinder, bedeuten die ganze Familie, denn abgesehen von dem, was sie sonst noch
bedeuten, weisen sie zugleich auf die Verwandtschaft hin. So träumte z.B. jemand, er schaue seine Tochter buckelig. Ganz folgerichtig und
der Beziehung gemäß starb die Schwester des Träumenden; seine Sippe war nämlich nicht gesund. Es träumte jemand, er ziehe seinem
eigenen Kind die Haut ab und fertige daraus einen Schlauch. Am folgenden Tag fiel das Kind in einen Fluß und ertrank; denn der Schlauch
wird aus Leichnamen gewonnen und nimmt Flüssigkeit auf.
Allgemein:
Im allgemeinen kommt dem Kind als Traumsymbol eine positive Bedeutung zu, es sei denn es handelt sich um ein schwaches, gebrechliches
und krankes Kind. Das Kind im Traum ist ein Hinweis auf neue Möglichkeiten und Chancen zur weiteren Entwicklung. Häufig kommen
darin aber auch Konflikte zum Vorschein, die meist auf eine unreife Persönlichkeit zurückzuführen sind. Vielleicht bezieht sich der Traum
bei Frauen tatsächlich auf den Wunsch, ein Kind zu haben und großzuziehen, oder die Träumerin ist mit neuen Lebensplänen (Berufswechsel
etc.) befaßt. Wenn das Kind im Traum gedieh, dann gelingt auch das Zukunftsprojekt. Die weitere Bedeutung kann sich aus den Symbolen
Junge und Mädchen ergeben. Ein Traum von einem – vielleicht fremden – Kind, könnte durchaus ein Traum von einem selbst sein. Man
versuche, sich an das Verhalten des Traumkindes zu erinnern – war es freundlich oder unfreundlich, lachte es, oder hatte es einen Wutanfall?
-, und man überlege, ob der Traum eine Aussage über das eigene derzeitige Leben und Verhalten beinhaltet. Ein Kind, das sich selbstsüchtig
und respektlos benimmt, ist vielleicht ein Abbild der eigenen Fehler. Hat man sich kürzlich „kindisch“ verhalten?
Psychologisch:
Als Symbol nicht immer günstig, weil oft abschätzig gemeint: „Nur Kinder können so handeln!“ Das Traumkind umreißt vielfach eine
„unmündige“ Meinung, wobei man sich kleiner macht, als man eigentlich ist. Aber es ist auch das Symbol neuer Möglichkeiten, die eine
ganz andere Bewußtseinslage ergeben können. In Schwangerschaftsträumen wird es vom Träumer ausgetragen und geboren; in diesem Fall
zeigt es ebenfalls eine neue Entwicklung an, um die wir uns im Wachleben bemühen sollten, oder das widerspricht dem vorher Gesagten
nicht – das Ende eines Lebensabschnittes. Es macht Eltern auf Schwierigkeiten ihres eigenen Kindes aufmerksam, auch wenn das Traumbild
Günstiges vorgaukelt. Aber es weist auch auf einen verborgenen Weg hin, den man beschreiten, oder auf eine Kostbarkeit, die man gewinnen
könnte. Im negativen Sinn zeigt das Kind einen allgemeinen Notzustand auf, oder es steht für ein Tier, das unserer Hilfe bedarf. Mehrere
Kinder im Traum weisen darauf hin, daß irgend etwas in unserer Seele in Aufruhr ist, daß man der Umwelt ratlos gegenübersteht. Wer ein
Kind auf dem Arm trägt, sollte aus einer Konfliktsituation herausfinden; wer es fallen sieht, dem droht ein Mißgeschick.
Spirituell:
Das Kind symbolisiert die Haltung des unbefangenen Empfangens.
Volkstümlich:
(arab .) : – Alles, was noch nicht erwachsene Kinder im Traum sehen, wird auf die Eltern gedeutet, und zwar die Gesichte
von Knaben auf die Mutter, von Mädchen auf den Vater.
– sehen: unschuldige Freude erleben;
– gesunde mit fröhlichen Gesichtern: sind immer ein gutes Vorzeichen und deuten auf Glück und Gesundheit hin;
– kranke, elend aussehende: verheißen Sorgen und Schwierigkeiten; Kummer und Bitternisse in der Familie stehen bevor;
– taufen lassen: ein Ereignis besonderer Art;
– begraben sehen oder begraben lassen: schweres Unglück;
– bestrafen: sich ärgern;
– spielen sehen: es wird dir eine besondere Freude mit nahestehenden Menschen zuteil werden;
auch: man darf sich über eine gut funktionierende Partnerschaft freuen.
(europ.) : – in einer Konfliktsituation sucht man irgendwie einen Ausweg zu finden;
man will auf einem neuen Weg mit neuen Gedanken von vorne anfangen;
– gesunde sehen: Freude, Gesundheit, Glück und innerer Friede, Erfolg in der Liebe und allen Unternehmungen;
– ein mageres oder eins hinfallen sehen: deutet auf eine schlechte Zeit hin;
– ein dickes sehen: weist auf einen unverhofften Erfolg hin;
– am erleuchteten Himmel sehen: man sollte seine Gefühle unter Kontrolle halten, da in
der Aufregung über eine scheinbare Nachlässigkeit irreparable Fehler gemacht werden;
– den Kopf eines Kindes sehen: es wartet viel Freude und finanzieller Erfolg;
– gebären sehen: neue Existenzmöglichkeiten ergeben sich;
– in der Geburt sehen: bringt dem Mann Trennung von seiner Frau; ist für Arme ein gutes, für Geschäftsleute
und Reiche ein böses Zeichen; bringt Reisenden Rückkehr in die Heimat;
– als Säugling sehen: bedeutet Glück für die Mutter;
– mit Amme: glückliche Zeiten;
– auf dem Arme eines Mannes: Geburt eines Knaben;

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– auf dem Arme einer Frau: Geburt eines Mädchens;
– zur Taufe tragen: deutet auf einen christlichen Lebenswandel hin;
– taufen sehen: du willst Freude erleben;
– schönes: du wirst eine liebe Bekanntschaft machen;
– selbst haben: Glück und Segen;
– viele Kinder sehen : Sorgen und Mühe;
– sich küssen sehen: es stehen ein glückliches Wiedersehen der Familie und beruflicher Erfolg bevor;
– wenn Kinder Blasen aufblasen: die Erwartungen werden nicht erfüllt;
– auf Eseln reiten: signalisiert Gesundheit und Gehorsam der Kleinen;
– in klarem Wasser waten sehen: ist ein Vorzeichen von Glück und die Vorhaben sind erfolgversprechend;
– tanzen sehen: für Verheiratete bedeutet es reizende und kluge Kinder, sowie ein fröhliches und
bequemes Zuhause; für Ledige, einfache Aufgaben und viel Vergnügen;
– auf Jagdhörnern spielen sehen: sich über die Übereinstimmung zu Hause freuen;
– Hört eine Mutter die Stimme ihres Kindes, kommen Kummer und schmerzhafte Zweifel auf sie zu.
– Kindergelächter hören: bedeutet Freude und Gesundheit;
– spielen sehen: Zufriedenheit und Frohsinn; bringt Freude;
– mit Spielzeug spielen sehen: es steht einem eine glückliche Heirat bevor;
– mit vielen Kindern spielen: Glück in der Liebe und Erfolg in allen Unternehmungen;
auch: alle Perspektiven und Liebesabenteuer werden erfolgreich sein;
– mit Schlangen spielen sehen: man muß Freunde von Feinde trennen;
– Träumt eine Frau, ein Kind lege ihr eine Schlange auf den Hinterkopf und sie höre das Tier
zischen, wird sie sich überreden lassen, ein Gut aufzugeben, das sie besser behalten hätte.
– enttäuschte Kinder: deuten auf Schwierigkeiten mit Widersachern hin und stellen beängstigende
Hinweise auf heimliche Intrigen von scheinbaren Freunden dar;
– von solchen beschimpft werden: es wird gut über einen gesprochen;
– sich wegen das Verhalten der Kinder schämen müssen: Erwartungen werden nicht erfüllt;
– eins verbannen: geschäftliche Verbündete werden einen Meineid leisten; kann auch einen Todesfall prophezeien;
– Kinder verlassen: man wird Geld durch fehlendes Urteilsvermögen verlieren;
– eins schlagen: man nutzt jemanden aus; vielleicht neigt man dazu ein Kind schlecht zu behandeln;
– das eigene in der Dunkelheit verlieren: es gibt häufig Anlaß zu Zorn; man sollte sich beherrschen;
– die eigenen mit einem Taschenmesser gegen einen Löwen verteidigen: Widersacher liegen auf der Lauer und werden auch
erfolgreich zuschlagen, wenn man sich durch ein raffiniertes Ablenkungsmanöver von seinen Pflichten abbringen läßt;
– schlafen sehen: verheißt eine gute Zukunft;
– neben einem kleinen Kind schlafen: weist auf häusliche Freuden und Zuneigung hin;
– beim Bücherlesen beobachten: steht für Harmonie und guterzogene Kinder;
– arbeitende oder lernende Kinder: es kündigen sich harmonische Zeiten und Wohlergehen an;
– kleine Kinder inmitten von Lilien: verkünden Krankheit und eine schwache Konstitution;
– Träumt eine Mutter, daß ihr Kind das Bett näßt, ist das ein Zeichen für ungewöhnliche Ängste.
– ein krankes oder fallendes sehen oder zanken oder schreien hören:
Rückgang der Geschäfte; Störung deiner Angelegenheiten;
– vom kranken Unterleib eines Kindes träumen: man wird von einer ansteckenden Krankheit heimgesucht;
– Sieht eine Mutter ihr Kind leicht erkrankt, erfreut es sich einer robusten Gesundheit,
doch werden sie andere kleine Probleme beschäftigen.
– schwer erkrankt oder tot sehen: man hat viel zu befürchten, denn das Wohl des Kindes ist in Gefahr;
– das eigene mit Hautausschlag sehen: es wird sich guter Gesundheit erfreuen und lieb sein;
– fremde Kinder mit Hautausschlag sehen: man ängstigt sich umsonst um einen geliebten Menschen;
– geisteskranke Kinder sehen: bedeutet Niedergeschlagenheit und unglückliche Wechselfälle;
– die Eingeweide des eigenen Kindes sehen: ist ein Hinweis auf den bevorstehenden Tod Ihres Kindes oder des eigenen;
– ermorden: man wird sich selbst einen großen Schaden zufügen;
– das eigene verstorbene Kind sehen: verheißt Sorgen und Enttäuschungen in naher Zukunft;
– Beerdigung des eigenen Kindes: zeigt Gesundheit für die Familie an, aber schlimme Enttäuschungen aus freundlicher
Quelle können folgen.
(ind. ) : – sehen: viel Herzleid wirst du erdulden müssen.
(Siehe auch „Geburt“, „Jugend“, „Junge“, „Mädchen“, „Menschen“, „Sohn“, „Tochter“)
Kinderbett
Volkstümlich:
(europ.) : – eins sehen: steht für Kummer, Erkrankung oder Unfall;
– eine ganze Reihe von Kinderbetten sehen: man wird in der Not nicht alleine sein, da auch Freunde mitbetroffen sind.
Kindergarten
Volkstümlich:
(europ.) : – es ist kein gutes Omen , sich in einem zu befinden.
Kinderfrau
(Ältere Angestellte zur Pflege der Kinder in der Familie.)
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt häusliche Klatscherei an.
(ind. ) : – Ruhe und Frieden sind um dich.
Kinderhort
Psychologisch:
Sie leben zu sehr in der Vergangenheit. Sie sollten sich der Gegenwart und Zukunft bewußter sein.
Volkstümlich:
(ind. ) : – dein Geiz wird dein Verderb sein.

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Kinderkleider
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Neckereien zu erdulden haben.
Kinderlitzchen
Volkstümlich:
(europ.) : – sind sichere Anzeichen für häuslichen Ärger und Verdruß.
Kinderspiele
Volkstümlich:
(arab. ) : – üben: reine Freuden und Genüsse.
Kinderwagen
Volkstümlich:
(europ.) : – Verantwortlichkeiten werden einem zu schaffen machen.
Kindheit
Medizinrad:
Schlüsselworte: Kindlich; kindisch; leicht; Anfänge; spielerisch; lernend.
Beschreibung: Die Kindheit ist für den Menschen eine Zeit sehr schnellen Wachstums. Während dieser Phase richtet sich das Gehirn so aus,
daß es sich seinem kulturellen Umfeld anpassen kann. Es ist die Zeit, in der wir so zu sprechen, gehen, denken und handeln lernen, wie es
unsere Gesellschaft erwartet. Heutzutage kann die Kindheit ein Zeitabschnitt sein, indem wir ein Gutteil des Wissens verlieren, mit dem wir
geboren wurden. In erdverbundenen Kulturen wurden die Menschen darin unterstützt, sich das zu bewahren, was sie als Kinder wußten.
Allgemeine Bedeutung: Ein tatsächlicher Traum über deine Kindheit; ein Traum über deine Kinder; eine Gelegenheit, etwas Altbekanntes
neu zu lernen; neue Wege, um sich auf die Erde zu beziehen; neue Anfänge.
Assoziation: Unbeschwert und offen auf die Welt zugehen.
Transzendente Bedeutung: Verstehen deiner Kindheit oder der Kindheit im allgemeinen; Gabe neuer Anfänge.
Allgemein:
Kindheitsträume erscheinen uns zwar manchmal als reine Nostalgieprodukte, doch stehen sie oft in enger Beziehung zu unserer aktuellen
Lebenssituation. In Träumen von der Vergangenheit manifestiert sich häufig der unbewußte Wunsch, den Problemen und Verpflichtungen
unseres Wachlebens zu entrinnen. Kindheitsträume korrigieren manchmal Selbstgefälligkeit, denn sie erinnern uns daran, daß unsere
Grundbedürfnisse und Sehnsüchte – auch wenn wir noch so alt sind – dieselben sind wie die eines Kindes. All unsere Lebenserfahrung
macht uns nicht unfehlbar, immunisiert uns nicht gegen Dummheit, Grausamkeit und üble Laune. Der Traum will vielleicht sagen, daß unser
Wach-Ich sich vielleicht vieler Dinge – besonders seiner Intelligenz – nicht allzu sicher sein sollte.
Psychologisch:
Wie das Traumbild der Jugend spiegelt sich auch in diesem Bild die Sehnsucht des Träumenden nach Unbeschwertheit, Geborgenheit, aber
auch die Angst vor oder die Probleme mit dem Älterwerden wider. Die Kindheit enthält im Einzelfall Erinnerungen an die eigene Kinderzeit,
die man bewußt annehmen und verarbeiten muß. Oft kommt es aber auch vor, daß sich in diesem Symbol die Probleme mit den eigenen
Kindern oder der Wunsch nach Ehe, Familie und Kindern ausdrückt. Trifft das nicht zu, symbolisiert sie Unreife, kindisches Verhalten oder
Flucht aus der Verantwortung für das eigene Leben.
(Siehe auch „Adoleszenz“, „Frühe Kindheit“)
Kindstaufe
Volkstümlich:
(europ.) : – Besuch und Fröhlichkeit.
(ind. ) : – du wirst einen angenehmen Besuch erhalten.
(Siehe auch „Kind“)
Kinn
Artemidoros:
Die Kinnladen bezeichnen die Lagerräume. Erleidet dieses Körperteil Schaden, so wird dadurch angezeigt, daß es um die gelagerten Güter,
nicht gut bestellt ist. (Kleine Münzen pflegte man beim Einkauf auf dem Markt häufig in den Kinnbacken mit sich zu führen.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein vorspringendes haben: rede nicht mehr über Dinge, die du nicht verantworten kannst;
– fettes: Wohlergehen;
– mageres: Entbehrungen.
(Siehe auch „Körper“)
Kino
Allgemein:
Der Sinngehalt von Kino-Träumen ist ähnlich wie bei Fernsehträumen. Das Kino ist jedoch ein öffentlich zugänglicher Ort, und wir müssen
für einen Kinobesuch mehr tun als nur das Fernsehgerät einschalten; ein Kinotraum wirkt daher stärker auf einem ein. Das gilt besonders
dann, wenn man einen Film auf Breitleinwand sah und von seinen Großaufnahmen, großartigen Landschaften oder den dargestellten
Charakteren tief beeindruckt war. Kino deutet deshalb meist an, daß man in einer Angelegenheit noch nicht klar genug sieht, vielleicht auch
getäuscht wird; das muß aus der konkreten Lebenssituation verstanden werden.
Psychologisch:
Im Traum wird uns oft der Teil eines Filmes vorgespielt, den wir vielleicht gerade erst vor ein paar Tagen gesehen haben. Aber er ist sichtbar
verändert: Hier wird ein Abschnitt unseres eigenen Lebensfilms vorgeführt! Das Unbewußte schildert uns gewissermaßen in einem Gleichnis
die Situation, in der wir uns gerade befinden. Aus dem Halbdunkel des Seelenkinos wird sich so manches erhellen. Sah man z.B. ein
Liebesfilm, so sollte man über sein Privatleben nachdenken. Enthält er weder Romantik noch Farbe, und langweilt er oder macht er unruhig?
(Einen Farbfilm in Schwarzweiß sehen, bedeutet genau dies!) Dann sollte man alles in seiner Macht Stehende tun, diese Situation zu ändern,
oder die Träume um Anregung dafür bitten.

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Volkstümlich:
(europ.) : – frivole Einladungen; vertraue hübschen Frauen nicht;
– vor einem stehen: ein Geheimnis läßt einem keine Ruhe;
– in einem sitzen: man ist in einer sehr wichtigen Sache unentschlossen, weil man im dunkeln tappt;
– vor Beendigung der Vorstellung verlassen: man wird irregeführt werden;
– sehen: man wird eine Erfindung machen.
(Siehe auch „Filmen“, „Fotografieren“)
Kirche
Assoziation: – spirituelle Glaubenshaltung; organisierte Religion.
Fragestellung: – Welche Struktur liegt meinem Glauben zugrunde?
Allgemein:
Eine Kirche im Traum illustriert die Einstellung des Träumenden in bezug auf etablierte Religionen. Sie kann ein Ort der Zuflucht sein,
besonders in dem Sinne, daß der Träumende seinen Glauben mit vielen anderen Menschen teilt. Dies steht möglicherweise in enger
Verbindung zu einem Moral- oder Verhaltenskodex, den er ebenfalls mit anderen Menschen gemeinsam hat. Kirche kann für seelische
Reifung, geistige Entwicklung manchmal auch für Religiosität stehen, wonach man streben sollte. Manchmal drückt dieses Symbol die
menschliche Verbundenheit mit anderen aus. Der Altar zeigt den geistigen Willen an; das Tabernakel und die Hostie eine höhere geistige
Dimension, die in das Leben einfließen soll. Betet man darin, wird sich eine Hoffnung erfüllen. Die brennende Kirche warnt vor Unglück,
die einstürzende vor Gefahren, die man oft nicht bewältigen kann.
Psychologisch:
Man kann eine Kirche für schön halten oder auch nicht, aber ihr Anblick stellt eine Verbindung her zur Wertschätzung des Menschen für
schöne Dinge, die sein Gefühl von Verehrung hervorhebt und verstärkt. Der Träumende tritt mit Lebenskräften in Verbindung, die ihn
befähigen, sein Leben intensiver zu erfahren. Befindet sich der Träumende in einer Kirche, ist dies ein Fingerzeig an ihn, sich mehr mit dem
Sinn des Lebens auseinanderzusetzen. Oft kommen Kirchen bei Menschen ohne religiöse Erziehung vor oder bei Menschen, die sich der
Religion verschlossen haben. Die Seele des Träumenden versucht durch ein derartiges Bild ein Defizit zu kompensieren. Es kann aber auch
sein, daß Kindheitserlebnisse mit dem Traumbild der Kirche verbunden sind, diesen sollte bei der Deutung des Traums nachgegangen
werden. Auch bei unreligiösen Menschen oder Atheisten ist die Kirche eine Stätte der Besinnung.
– Wenn der Weg in eine Kirche versperrt ist, hat man im Wachleben alltägliche Konflikte zu lösen.
– Wer in der Kirche sitzt, sucht Ruhe und innere Ausgeglichenheit.
– Der halbdunkle Raum dort kann auf das Ungewisse im Leben hinweisen, auf das Nicht- mehr- ein- noch- aus- Wissen.
– Wenn in einer Kirche Obszönes geschieht, deutet das auf Unbeherrschtheit oder eine ernstzunehmende Störung im Intimleben hin.
– Altägyptische Traumforscher glaubten, daß man Trost erhalte, wenn man sich in einem Gottesdienst befindet.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann eine Kirche im Traum zum „Zentrum der Welt“ werden, da sie alles symbolisiert, was dem Träumenden
heilig und grundlegend wichtig ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du kannst mit kräftigem Schutz rechnen;
man sollte von bestimmten Plänen absehen, die nicht mit dem Gewissen zu vereinbaren sind;
– hineingehen oder sich darin befinden: du wirst in schlimmer Zeit Trost finden;
auch: man wird die Kraft finden, böse und neidvolle Gedanken gegenüber einer gewissen Person abzulegen
und dankbar für sein eigenes Leben zu sein;
– darin beten: du wirst dich im Leid mit frommen Gedanken beruhigen;
– darin singen und die Orgel spielen hören: Gottvertrauen wird dich beseelen;
– Kirchengesang hören: entsprechend wie er empfunden wird kann dies ein freudiges oder trauriges Ereignis
im Familienkreis sein.
(europ.) : – Symbol des Opfers, wobei eine Erfüllung oder auch die Opferung des eigenen Glücks bevorstehen kann;
– von weitem sehen: werden langerwartete Sehnsüchte enttäuscht;
– sehen: warnt vor Hoch- und Übermut; man wird von einem ungerechten Vorhaben abgehalten;
– eine in Dunkelheit getauchte: kündigt eine Beerdigung an; die Aussicht auf bessere Zeiten sind düster;
– in eine hineingehen: man hat Gottesfurcht; auch: man hat etwas gutzumachen;
– sich darin befinden: verheißt baldiges Ende bestehender Trübsal; Trost im Leid;
– in einer beten: man wird das Gewünschte durch „Hilfe von oben“ erreichen;
– darin singen hören: deine Wünsche werden in Erfüllung gehen;
– brennen sehen: schweres Unglück, Kriegsgefahr; man hat schlechte Grundsätze;
– einstürzen sehen: ein Unglück steht bevor; man hat den Glauben an Gott verloren;
– vernichtet sehen: du wirst in Not kommen;
– daran vorbeigehen: du wirst dir üble Nachrede zuziehen.
(ind. ) : – brennen sehen: Kriegsgefahr, schweres Unglück;
– hineingehen: Fortschritt in allen Dingen.
(Siehe auch „Gebäude“, „Geistlicher“, „Gottesdienst“, „Religiöse Bilder“, „Tempel“)
Kirchenglocken
Volkstümlich:
(arab. ) : – läuten hören: du wirst dich an frohen Festlichkeiten beteiligen;
– schwingen sehen: du wirst an einem Begräbnis teilnehmen oder selbst sterben.
(europ.) : – zeigen ein Fest an und bringen Erfüllung aller Wünsche.
(ind. ) : – hören: deine Wünsche werden bald erfüllt sein.
Kirchenmusik (Siehe „Religiöse Bilder“)
Kirchgesang
Volkstümlich:
(ind. ) : – Hochzeit für Unverheiratete.
– für Verheiratete: Kindtaufe.
(Siehe auch „Kirche“)

786
Kirchhof
Allgemein:
Kirchhof kann als allgemeines Glückssymbol auftauchen. Häufig kündigt er aber an, daß man Hoffnungen endgültig begraben muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Siechtum.
(europ.) : – sehen: kündet Glück an;
– Blumen auf einen bringen: ein Freund wird zurückkehren;
– im Winter über einen gehen: man kämpft ohne Unterlaß gegen bittere Armut; man lebt fern der Heimat und Freunden;
sieht man die ersten Frühlingsboten: es geht wieder aufwärts und man erfreut sich der Gesellschaft von Freunden;
– auf einem verweilen: bedeutet baldigen Tod eines Familienmitgliedes oder Freundes;
– halten sich Liebende auf einem Kirchhof auf: sie werden nie ein Paar werden, weil jemand anderes den Platz besetzt;
– in einem eingeschlossen sein: Genesung eines kranken Freundes.
Kirchliche Symbole
Volkstümlich:
(europ.) : – weisen auf eine außerplanmäßige Reise hin, die man wegen eines unglücklichen Vorkommnisses unternehmen muß;
darüber hinaus muß man bei seinen Verpflichtungen umsichtig vorgehen, wenn Streitigkeiten vermieden werden sollen.
Kirchturm
Psychologisch:
Es ist der Zeigefinger Gottes und Symbol für die geistige Zielbestimmung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hohen sehen oder besteigen: Aussicht auf eine freudige Zukunft.
(europ.) : – steht für Krankheit und Rückschläge;
– von weitem sehen: man befindet sich auf dem richtigen Lebensweg;
– ein zerstörter Turm: deutet auf Tod im Freundeskreis hin;
– einen hinaufklettern: man wird in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, die man jedoch überwindet.
Kirchweih
Volkstümlich:
(europ.) : – besuchen: man wird fröhliche Tage verleben.
Kirmes
(Jahrmarkt)
Assoziation: – unbeschwerte Entspannung; feiern; Wiedererkennen.
Fragestellung: – Was feiere ich? Was erkenne ich wieder?
Psychologisch:
Die Kirmes erinnert den Träumenden an seine Kindheit. Dieses Traumbild bezeichnet die Abenteuer und Freuden der Kindheit. Hier ißt man
Zuckerwatte, fährt auf dem Karussell und zieht Lose und genießt den Geruch von gebrannten Mandeln. Es ist Märchen- und Anderswelt, auf
die hier verwiesen wird und zugleich ist der prickelnde Geschmack des „Anrüchigen“ angesprochen. Viele meiner Klientinnen wurden durch
dieses Traumsymbol an erste heiße Küsse und fragwürdige Faszinationen erinnert.
Volkstümlich:
(europ.) : – (Kirchtag): großer Jubel.
Kirschbaum
Volkstümlich:
(arab. ) : – blühenden sehen: unerwartete Freuden stehen dir bevor;
man sehnt sich nach unbeschwerten, sorglosen Zeiten.
(europ.) : – sehen: Verlobung; kündet schöne Witterung an;
– Kirschbaumallee: Liebeleien und Fehltritte;
– blühender: Glück und Segen;
– mit Früchten: glückliches Heim;
– auf einen klettern: zeigt eine nicht lange andauernde Liebelei an;
– von einem herunterfallen: bringt eine Ernüchterung nach einem fröhlichen Abenteuer.
(ind. ) : – bald wirst du im Ehehafen landen;
– blühend: Sehnsucht nach der Ferne.
Kirschblüten
Volkstümlich:
(europ.) : – das Glück ist nahe.
Kirschen
Artemidoros:
Kirschen bezeichnen zur Reifezeit flüchtige Genüsse und Täuschungen, außerhalb der Reifezeit aber vergebliche Anstrengungen.
Allgemein:
Kirsche weist oft auf erotische Bedürfnisse hin, die vielleicht zu einem flüchtigen Abenteuer führen. Wenn man sie verzehrt, wird man
Gewinne erzielen.
Psychologisch:
Wie die Kirsche im Volksmund als Symbol für die vollen Lippen einer Frau und für den Kuß stehen, sind sie im Traum ein Sinnbild für
Gefühle und Liebe. Pflückt man Kirschen, gewinnt man neue Freunde oder festigt eine bestehende Verbindung. Süße Kirschen sind wie
Küsse, saure können auch Enttäuschungen signalisieren, schwarze manchmal eine Leidenschaft, die Leiden schafft. Die Kirschblüte deutet
auf die ewig junge Liebe und auch viel Herzlichkeit hin, die zu einem Neubeginn ermutigen. Interessant ist, daß in einigen mediterranen
Ländern der Kirschbaum als Baum der Erkenntnis und die Kirsche als Paradiesfrucht gilt.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – Symbol der Liebe und Zuneigung;
– reife pflücken oder essen: man darf sich über lange bestehende Freundschaften freuen oder mit einem dauerhaften
Liebesverhältnis rechnen;
– saure essen: unliebsamen Zwischenfällen ausgesetzt sein; man wird von einem Freund enttäuscht.
(europ.) : – die Überwindung einer Schwierigkeit wird auf dem Umweg über eine Auseinandersetzung versucht; Kirschen
sind außerdem ein erotisches Symbol; auch: wegen seiner Liebenswürdigkeit und Selbstlosigkeit überall beliebt sein;
– vom Baum pflücken: man wird sich gute Freunde erwerben;
– grüne Kirschen: deuten auf eine gute Zukunft hin;
– reifende Kirschen sehen: die sexuellen Bedürfnisse werden immer stärker;
– sich essen sehen: bringt Freude und Gewinn;
– essen: zeigt Erfüllung von Besitzwünschen an;
– pflücken und essen: die Liebesbedürfnisse werden in Erfüllung gehen, wenn auch auf etwas leichtfertige Art;
– süße essen: bedeuten Küsse oder etwas Angenehmes;
– saure essen: verkünden Liebesenttäuschungen;
– faule: bedeuten eine Verleumdung.
(ind. ) : – essen: dein Glück wird nicht von Dauer sein;
– pflücken: Freude und Angenehmes;
– saure: verlange nichts, was unerreichbar ist.
(Siehe auch „Apfel“, „Frucht“)
Kissen
Assoziation: – Bequemlichkeit; Intimität.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir sehnt sich nach Unterstützung?
Allgemein:
Im gewöhnlichen Alltagsleben ist ein Kissen eine Stütze und sorgt für Wohlbehagen. Im Traum kann es das Bedürfnis des Träumenden nach
Unterstützung und Bequemlichkeit symbolisieren. Manchmal ist es wichtig, woraus das Kissen besteht. Handelt es sich um ein mit Federn
gefülltes Kissen, so steht Bequemlichkeit im Vordergrund, besteht die Füllung aus einem härteren oder rauheren Material, so liegt die
Betonung auf den stützenden Eigenschaften des Kissens. Kissen deutet auf die weiche Seite der Persönlichkeit, auf das Bedürfnis nach Ruhe,
Entspannung und gefühlsmäßige Geborgenheit hin. Taucht dieser gemütliche Einrichtungsgegenstand in Ihrem Traum auf, sind Sie sicher
zufrieden in Ihrem Heim. Wenn es aber zerrissen ist, deutet das auf Eheprobleme. Neue Federn im Kissen – Sie stehen kurz vor einer Heirat
in Ihrem Familienkreis. Wird es schließlich neu bezogen, dann erwarten Sie Besuch. Entsprechendes gilt auch für das Zudeck oder Plumeau.
Psychologisch:
Wenn der Träumende sich gerade in einem Zustand der Selbstverleugnung befindet, dann ist das Kissen ein Hinweis, sich mehr Komfort zu
gönnen. Hier gilt das Sprichwort: „Wie man sich bettet, so liegt man.“ Wer ein Kissen aufschüttelt, ist besorgt ums eigene Heim; wer es
frisch überzieht, sorgt für Glück und Freude und ist sehr gastfreundlich. Eine Kissenschlacht im Traum verweist auf einen Scheinkonflikt
oder auf das Bedürfnis, Dampf abzulassen. Ein daunenweiches Kissen kündigt nach mittelalterlicher Meinung nahe Hochzeit oder eine
sichere neue Stellung an.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert das Kissen im Traum Wohlbehagen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – auf einem sitzen oder liegen: Mahnung zu mehr Fleiß.
(europ.) : – Hilfe und Unterstützung;
– sehen: man wird im Beruf und in der Liebe Erfolg haben;
– kaufen: man fühlt sich ermüdet und möchte faulenzen;
– auf solchen liegen: verheißt Hilfe in einer schwierigen Lage;
je bequemer man sich fühlt, desto größer die kommenden Schwierigkeiten;
– sich auf seidenen Kissen ausruhen: der Komfort wird zu Lasten anderer geht;
– Träumt eine junge Frau davon, Seidenkissen zu nähen,
wird sie innerhalb weniger Monate einen Bräutigam gefunden haben.
(ind. ) : – sehen: du wirst aus großer Armut gerettet.
(Siehe auch „Farben“)
Kiste
Allgemein:
Einerseits erinnert eine Kiste an den Sarg, an Tod und Vergehen. Wenn Sie die Kiste tragen, dann drücken Sie Sorgen, daß Sie etwas
Wichtiges verlieren könnten. Andererseits verbirgt eine Kiste ihren Inhalt vor den Augen Fremder. Ist sie geschlossen, so wird also ein
Geheimnis bewahrt. Geöffnet ist ein Geheimnis keines mehr, und vernageln Sie eine, so sind Sie eifrig bedacht, etwas auf jeden Fall für sich
zu behalten.
Psychologisch:
Überraschendes verspricht die Kiste im Traum. Ist sie verschlossen, birgt sie ein Geheimnis, das wir lieber für uns behalten sollten. Ist sie
geöffnet, können wir unsere Neugier stillen und im Glück – andere Symbole müssen es bestätigen – schwelgen. Manchmal deutet sie („Fertig
ist die Kiste!“) einen guten Abschluß an. Steht sie allerdings für Probleme mit einer „Beziehungskiste“, wäre es nützlich, wenn man sich an
den Inhalt der Traumkiste erinnern könnte. Was sich darin verbirgt, könnte einen aufschlußreichen Zusammenhang ergeben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – leere erblicken oder besitzen: in ärmliche Verhältnisse geraten;
– volle: mit Habseligkeiten bedacht werden;
– einen Schatz darin entdecken: im Leben keine finanzielle Sorgen mehr haben;
– verschlossene: vor einem Geheimnis stehen.
(europ.) : – alte, morsche und zerbrochene sehen: deutet auf Ärger und Hindernisse; Schwierigkeiten in allen Angelegenheiten;
– neue und offene: Sorgen oder Verluste;
– tragen: unangenehme Zeiten;
– volle: dir wird alles im Leben in Fülle zukommen; verheißt Reichtum;
– gefüllte öffnen: ein Geheimnis wird dir anvertraut;
– leere sehen oder öffnen: Sorgen, Mühen und Verdruß; Armut.

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(ind. ) : – leere: Unannehmlichkeiten mit Menschen; Verdruß, Sorgen;
– volle: du wirst ein Geschenk erhalten.
(Siehe auch „Brett“, „Kasten“, „Holz“, „Truhe“)
Kitt / kitten
Psychologisch:
Ein Symbol für den Zusammenhalt in harten Zeiten – gegen die (bedrohliche) Umgebung.
Volkstümlich:
(europ.) : – Kitt: Omen für harte Arbeit und harte Zeiten, besonders, wenn man ihn selbst verwendet;
– etwas verkitten: sagt, daß man einer Widerwärtigkeit schlecht entgehen wird; auch: das Eingehen von Risiken wird Erfolg zeigen;
– eine Fensterscheibe einsetzen und verkitten: man wird vergeblich nach dem Glück suchen.
(ind. ) : – du hast treue Freunde.
Kitz
(junges Reh)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verheißt viele ehrliche und aufrichtige Freunde; Junge Leute dürfen auf einen treuen Partner hoffen.
(Siehe auch „Reh“)
Kitzeln
Allgemein:
Eines der schwierigsten Dinge sowohl im Leben als auch im Traum ist das Durchbrechen der Barrieren, die jeder Mensch, ursprünglich zu
seinem Schutz, aufgebaut hat. Daher braucht man im Traum manchmal die verrücktesten Bilder, um die eigentliche Botschaft erkennen und
deuten zu können. Bei einem sensiblen Träumenden bedeutet das Kitzeln meist, daß er ein tiefes, doch verleugnetes Bedürfnis nach Humor
hat. Ist dies nicht der Fall, so sollte zumindest jede intime Annäherung mit Humor geschehen.
Psychologisch:
Kitzeln im psychologischen Sinne bedeutet, alles auf die leichte Schulter zu nehmen. Das kann sich sowohl auf eine Person als auch auf eine
Situation beziehen. Etwas aus einem Menschen herauskitzeln oder ihn aus der Reserve locken heißt im Traum, ihm zu einem größeren Maß
an Nähe bewegen zu wollen. Wenn wir jemandem im Traum kitzeln, wollen wir ihm im Wachleben vielleicht eine Kränkung zufügen;
werden wir selbst gekitzelt, sollten wir nicht den Gekränkten spielen.
Spirituell:
Im Traum gekitzelt zu werden, kann auf der spirituellen Ebene heißen, daß sich der Träumende mit einer gesunden Portion Humor
ausgestattet der Spiritualität nähert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfinden: du bist übermütig.
(europ.) : – kitzeln empfinden: ein Mißverständnis wird aufgeklärt;
– in der Nase oder im Hals, so daß man niesen muß: man wird um ein Darlehen gebeten;
– andere kitzeln: bedeutet jemanden kränken; auch: man wird sich durch Schwäche und Dummheit um viele Freunde bringen;
– gekitzelt werden: eine Kränkung erfahren; auch: weist auf Sorgen und Krankheit hin.
(Siehe auch „Lachen“)
Klafter
(Altes Längenmaß, Spannweite der seitwärts gestreckten Arme; altes Raummaß für Holz, etwa 3 m^3.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Holz): Glück und Gewinn.
(europ.) : – Holz: verheißt Vorteil oder Gewinn.
Klagen
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum hört, wie ein anderer Mensch seine Trauer laut und anhaltend äußert, wird er sich der Gefühle dieser
Person bewußt. Ist es der Träumende selbst, der klagt, gesteht er sich vielleicht einen Gefühlsausbruch zu, der im realen Leben als
ungebührlich angesehen würde.
Psychologisch:
Klagen gilt als Möglichkeit, die Geister anzurufen. Im Traum kann es daher das Bemühen des Träumenden ausdrücken, mit einer Macht in
Verbindung zu treten, die größer ist als er selbst. Ständiges Klagen – das wissen wir – erzeugt nicht Mitleid, sondern eher Schadenfreude.
Daher übersetzen manche Traumforscher das Jammern und Klagen im Traum oft mit der Freude, die uns Mitmenschen (oder wir diesen)
machen. Wer vor Gericht klagt, will seine eigene Meinung ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen.
Spirituell:
Mit Jammergeschrei und Klagelauten werden böse Geister gebannt. Der Träumende sollte sich fragen, was aus seinem Leben „verbannt“
werden muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Klage führen: du wirst Freude erleben;
– eine rechtliche sich anhören: man braucht deine Hilfe.
(europ.) : – eine rechtliche hören: es nahen Mitteilungen über Katastrophen und Leid;
– Hört eine junge Frau Klagen, wird sie Kummer und Sorgen ertragen müssen und vielleicht in Schande allein gelassen werden.
– andere bitterlich über den Verlust von Freunden klagen hören: signalisiert Schwierigkeiten und viel Leid, woraus aber viel Freude
und persönliche Reife erwächst;
– über den Verlust von Verwandten klagen: durch Krankheit den Kameraden näherkommen, woraus glänzende Chancen entstehen.
(ind. ) : – hören: Freude und Gewinn.
(Siehe auch „Gericht“)
Klammern
Volkstümlich:
(europ.) : – zum Wäsche befestigen: Sorgfalt und Beständigkeit.

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Klapper
Volkstümlich:
(arab. ) : – Streitigkeiten.
(europ.) : – hören: warnt vor Verlockungen aller Art.
Klarheit
Medizinrad:
Schlüsselworte: Zweischneidig; Freiheit; Gefängnis; vereinfachen; Unterscheidung; Bewußtsein; östlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Klarheit ist im Medizinrad mit der äußeren Position des östlichen Seelenpfads verbunden. Das zugehörige Mineral ist
Glimmer, die Pflanze Rosmarin, das Tier der Kolibri und die »Farbe« kristallklar.
Allgemeine Bedeutung: Die Gesamtheit betrachten; sich selbst durch die eigenen Gedankenprozesse einschränken; dein Leben vereinfachen,
Energieblockaden auslösen; Spontaneität; Richtung oder Geradheit.
Assoziation: Verlust des Geheimnisvollen, von Illusionen.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Vision oder des Verstehens.
Klarinette
Psychologisch:
Eine erotische Musik lockt – vor allem die Männer, aber auch die Frau hat Sehnsucht nach dem männlichen Sexualsymbol.
Volkstümlich:
(europ.) : – warnt vor Frivolität, die unter der eigenen Würde sind;
– zerbrochene: man zieht sich den Unwillen eines engen Freundes zu.
(ind. ) : – hören oder selbst spielen: du kommst in eine langweilige Gesellschaft.
(Siehe auch „Blasinstrumente“)
Klassenzimmer
Assoziation: – Arbeit an der Aus- oder Fortbildung.
Fragestellung: – Was bin ich bereit zu lernen ?
(Siehe auch „Schule“)
Klatschen
(in die Hände)
Assoziation: schlagartige Aufmerksamkeit.
Fragestellung: – Worauf möchte ich aufmerksam machen, oder worauf habe ich Angst, aufmerksam zu machen?
Klatscherei
(Tratsch)
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum klatscht oder tratscht, dann verbreitet er zwar Informationen, tut dies aber auf eine unangemessene
Weise. Befindet sich der Träumende in einer Gruppe und hört dem Gerede anderer zu, sucht er Informationen an die er jedoch nicht wirklich
herankommt. Der Träumende benutzt andere Menschen, um sein Bedürfnis nach Informationen zu befriedigen.
Psychologisch:
Klatsch im Traum ist ein Hinweis, daß sich der Träumende stark mit oberflächlichen Informationen beschäftigt und sich damit den Weg zu
tieferen Verstehen und zu weitreichenden Einsichten verbaut.
Spirituell:
Auf dieser Ebene bedeutet Klatsch im Traum spirituelle Unbeweglichkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst deinen Aufenthaltsort wechseln.
(europ.) : – zeigt Ärger und gerichtliche Konflikte an.
(ind. ) : – man wird dich zu einer Hochzeit einladen.
Klaue
(von Tieren)
Assoziation: – bedrohliche animalische Instinkte.
Fragestellung: – Auf die Konfrontation mit welchen Ängsten bereite ich mich vor?
Psychologisch:
Die Klaue (wie auch die Kralle) versinnbildlicht unsere Angst vor dem „Tierischen“ als Wesenzug eines Menschen. Als Traumsymbol weist
sie darauf hin, daß man dazu neigt, auf tierisch wilde, unbeherrschte Art nach dem zu greifen, wonach man (lebens-) gierig verlangt. Wenn
ein schüchterner, durchsetzungsschwacher Mensch von Klauen und Krallen träumt, ist es aber als Ermutigung zu verstehen, daß er es einmal
versuchen sollte, sich „mit Klauen und Zähnen“ zu verteidigen – bzw. sich durchzusetzen.
(Siehe auch „Kralle“)
Klavier
Allgemein:
Das Klavier ist eines der Instrumente die am schwierigsten zu spielen sind, und ein guter Pianist erntet mit Recht Bewunderung und Applaus.
Ein Traum in dem man als Pianist auftrat und viel Beifall bekam, wirkt in der Regel äußerst beruhigend. Wenn man jedoch nur Tonleitern
spielte oder erfolglos ein schwieriges Stück übte, verweist das vielleicht auf eine mühevolle Aufgabe im Wachleben hin, der man mehr
Aufmerksamkeit oder Zeit widmen sollte. Oder hat man sich für sein jetziges Können zu viel vorgenommen? Klavierspielen ist eine
Beschäftigung, die alle ästhetischen Bedürfnisse befriedigt. Ein Klavier im Traum ist ein Symbol der Kreativität. Wer Klavier spielen will,
muß täglich lernen und üben. Gleiches gilt, wenn der Träumende seine Kreativität nutzen möchte. Klavier kann vor leichtfertigen
Geldausgaben warnen oder darauf hinweisen, daß man seine Zeit vergeudet; weitere Deutungen können sich aus dem Symbol Musik
ergeben.
Psychologisch:
Das Klavier ist wie die meisten anderen Instrumente auch ein Sinnbild für die Weiblichkeit. Das Klavierspielen im Traum ist das Zeichen für
die Lebendigkeit, das Mitteilungsbedürfnis, das starke Gefühlsleben des Träumenden und als Symbol für Verinnerlichung zu verstehen. Das
Tasteninstrument deutet die Gefühlsskala an. Dabei können die mit der linken Hand zu spielenden Tasten, die dunkle Töne erzeugen, die
zum inneren, seelischen Bereich gezählt werden, die mit der rechten Hand zu spielenden zum äußeren, bewußten Bereich. Tasten die
klemmen, weisen auf eine menschliche Verklemmung hin. Wie bei allen anderen Instrumenten kann das Klavierspiel ebenfalls erotische
Auslegungen erfahren. Die Hände, die die Tasten des Klaviers streicheln, verbildlichen dann die Zärtlichkeit. Für die Traumdeutung sind

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ebenso die Art der Musik und die Empfindungen des Träumenden zu beachten. Wer Klavier spielt, geht mit der Arbeit eines anderen
Menschen kreativ um. Nur wenige Menschen sind Komponisten. Vielleicht sollte der Träumende über seine berufliche Situation nachdenken
und etwas unternehmen, um sein Potential besser zu nutzen.
Spirituell:
Kreative Klänge sind ein lebendiges Element bei der spirituellen Entwicklung, und die Wertschätzung des Träumenden für Musik kann einen
Hinweis auf seine spirituellen Fortschritte geben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – harmonisch spielen oder spielen hören: gutes Einvernehmen im ehelichen Leben.
(europ.) : – sehen: prophezeit einen freudigen Anlaß;
– ein altmodisches sehen: man hat Ratschläge und Gelegenheiten ignoriert;
gleichzeitig ist es eine Mahnung, alte Fehler zukünftig zu vermeiden;
– liebliche und sinnliche Klavierharmonien: signalisieren Erfolg und Gesundheit;
– unharmonische Musik hören: sich bald mit vielen ärgerlichen Angelegenheiten beschäftigen müssen;
– Trauermusik hören: sagt ebensolche Zeiten voraus;
– spielen: bedeutet, daß man mit unnötigen Angelegenheiten viel Zeit verlieren und wenig Gewinn ernten wird;
– kaufen: man wird mehr Geld ausgeben, als man dürfte;
– zerbrochenes oder verstimmtes: man wird mit seinen Fähigkeiten unzufrieden sein; auch: darüber enttäuscht sein,
daß die eigenen Kinder keine Auszeichnungen erhalten;
– Trägt eine junge Frau schwere, aber hinreißende Musik vor, bekommt sie einen mittelmäßigen Freund,
der sich aber als sehr fürsorglicher, treuer Liebhaber entpuppt.
(ind. ) : – spielen: du wirst Unangenehmes hören;
– spielen hören: du wirst in einer wichtigen Angelegenheit gestört werden durch eine unangenehme Überraschung.
(Siehe auch „Geige“, „Musik“, „Saiteninstrumente“)
Klebstoff / kleben
Assoziation: – verbinden; reparieren.
Fragestellung: – Was fügt sich für mich zu einem Bild zusammen?
Allgemein:
Etwas soll zusammengehalten werden, was nicht mehr zusammen gehört. Eine Bindung ist zerbrochen. Es ist oft ein trauriges Bild der Seele.
Psychologisch:
Der Klebstoff, der im Traum benutzt wird, steht für das Konservative im Träumer, sein Kleben an Althergebrachten, an einem Amt, einer
Stellung, die ihn nicht weiterbringt. Bei entsprechenden anderen Symbolen kann es auch auf einen Konkurrenten hinweisen, dem man gern
eine „kleben“ möchte.
Volkstümlich:
(europ.) : – beinhaltet treue Freundschaftsbeweise von jemandem, dem man vertraut.
(Siehe auch „Kleister“, „Klette“, „Leim“)
Klecks
Psychologisch:
Unschöne Kleckse auf Papier umschreiben dunkle Punkte in unserem Leben, die unsere Neider ausnutzen, um uns zu schaden. Tintenkleckse
dagegen sind positiv auszulegen.
Volkstümlich:
(europ.) : – machen: man wird einen Fehltritt tun.
(Siehe auch „Fleck“, „Tinte“)
Klee
Artemidoros:
Klee bringt nur Gärtnern und Bauern Glück, während er allen anderen Plackereien und Reisen ankündigt; ausgenommen für Ärzte; diesen ist
er von Nutzen.
Allgemein:
Schon immer wurde das Kleeblatt als Glücksbringer empfunden. Allerdings ist es nicht immer der Glücksklee, sondern auch das Unkraut,
die seelische Unebenheit, die man beseitigen muß. Aufgabe des Träumenden ist es dann, Körper, Geist und Seele wieder in Einklang
miteinander zu bringen.
Psychologisch:
Eines der bekanntesten Glückssymbole, wenn er vierblättrig wächst. Dagegen will der dreiblättrige Klee auf den gewöhnlichen Ablauf des
Geschehens, die Normalität, verweisen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist das Kleeblatt ein Symbol der heiligen Dreifaltigkeit. Es war außerdem eine alte Zauberpflanze der Druiden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (vierfaches) Kleeblatt sehen oder finden: ein bedeutendes Glück in Aussicht haben;
– blühen sehen: freundliche Zukunft;
– Kleeblatt: in allen Dingen Glück.
(europ.) : – eine glänzende, hoffnungsvolle Zukunft; Reichtum;
– für junge, verliebte Leute: zeigt es eine glückliche Heirat an;
– anbauen oder ein Kleefeld sehen: bringt Glück im Haushalt;
– ein dunkles Kleeblatt sehen: bedeutet spätes Glück;
– ein helles Kleeblatt sehen: baldiges Glück;
– vierblättriges Kleeblatt: verheißt Glück in der Liebe und Trost.
(ind. ) : – anbauen: Glück im Haushalt;
– essen: eine kranke Person im Haus wird wieder gesund;
– Kleeblatt haben: Wohlstand im Haus und Friede im Heim.
(Siehe auch „Blumen“)

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Kleefeld
Volkstümlich:
(arab. ) : – (blühendes) sehen: glückliche häusliche Verhältnisse;
– abmähen oder getrockneten Klee zusammenrechnen: Reichtum gewinnen und gutes Auskommen.
(europ.) : – sich in einem Kleefeld sehen: bedeutet eine hoffnungsvolle Zukunft;
– sich in einem abgeblühten Kleefeld befinden: deutet auf eine ungünstige Zukunft hin;
– durch duftende wandern: alle Wünsche werden in Reichweite gelangen;
den Bauern werden gute Ernten und jungen Leuten Wohlstand vorhergesagt;
– verbrannte Kleefelder: verkünden herzzerreißende und kummervolle Seufzer;
– Träumt eine Frau von einer durch blühenden Klee kriechende Schlange, dann wird die
Liebe sie früh enttäuschen, und sie empfindet ihre Umgebung als düster und entmutigend.
(ind. ) : – schönen sehen: glückliche Erfolge auf Geschäftsreisen.
Kleid
Assoziation: – Selbstbild; weibliches Selbst.
Fragestellung: – Wer bin ich? Wie weiblich bin ich?
Artemidoros:
Die Frau des Walkers träumte, sie trage schwarze Kleider, lasse sich aber umstimmen und lege statt derer weiße an. Sie verlor ihren Sohn,
fand ihn aber nach drei Tagen wieder. Auf diese Weise waren die weißen Gewänder glückbringender als die schwarzen.
Allgemein:
Nicht ohne Verwunderung, ja mit Beschämung, stellt mancher fest, er habe im Traume ein ganz ungewöhnliches, unpassendes Kleid
getragen. Oder er sei, was besonders peinlich, sehr notdürftig bekleidet, im Hemd durch die belebtesten Straßen gegangen. Erstaunlich war
dabei nur, daß die Umwelt der Passanten, daß die vielen Leute auf dem großen Hauptplatz daran keinen Anstoß genommen, sich um den
Halbnackten überhaupt nicht gekümmert haben. Es ist eben nur der Träumer vor sich selbst gemeint. In irgend einer Beziehung ist er
unrichtig angezogen, also nicht in Ordnung, oder er hat sich eine große Blöße gegeben. Der oder jene Träumer trägt im Traum eine veralterte
Tracht; er ist festlich angezogen oder sieht sich in einem sonderbar zusammengefügten, oft männliche und weibliche Kleider vermischten
Anzuge am unpassenden Ort. Sehr oft ist auch das Kleid beschmutzt. Die Bedeutung der Kleiderträume wird sofort klar, wenn man die
Funktion des Kleides bedenkt. Abgesehen davon, daß es uns primär schützt, die Körperwärme zusammenhält, ist das Kleid sekundär ein
besonders sinnfälliger Ausdruck der sozialen, der gesellschaftlichen Stellung. Noch vor wenigen Jahrzehnten hatte jede soziale Schicht, hatte
auch die einzelne Berufsgruppe ihr besonderes Kleid, ihre Tracht. Der Kleidertraum hat wirklich mit dem zu tun, was wir in der Psychologie
„Persona“ nennen, nämlich mit dem, was wir selbst nach außen oder nach innen darstellen und vorstellen. Der gut angezogene ist, wie der
Mann im entsprechenden Berufskleide – etwa als Mechaniker, als Verkäuferin, als Arzt oder als Geistlicher – gesellschaftlich an seinem Ort.
Wenn nun die Anpassung, von der Seele aus gesehen, ungenügend ist, wenn wir uns Blößen gegeben haben, dann sind wir eben ungenügend
oder schlecht bekleidet und bestreben uns im Traume oft sehr ängstlich, unsern Mangel zu verdecken. Ähnliche Träume können uns
geschehen, wenn wir nach außen überangepaßt sind, d.h. uns zu wichtig vorkommen, identisch geworden sind mit unserer Rolle in der Welt.
Dann zeigt uns die klarer blickende Seele, wie dürftig im Grunde unser Lebenskleid geblieben ist. Sie kann auch das gegensätzliche Bild
verwenden. Unsere Übertreibung, unsere Eitelkeit läßt uns dann in einem geschmacklosen, grellfarbigen Aufzug einher wandeln. Häufig
sucht der Mensch im Traum ein Bekleidungshaus auf, und da werden ihm nun Gewänder und Gewandteile angeboten, über die er sich oft
sehr verwundert. So muß er, wenn es ihm im Leben an Tradition fehlt, ein altertümliches Kleid kaufen. Anderseits spielt die Farbe als
Bezeichnung der psychischen Funktion eine gewaltige Rolle. Der Denktypus bedürfte eines Kleides oder Mantels, der auch das Rot der
Gefühle enthält; der Intuitive darf nicht ohne das Grün einer natürlichen Realitätseinstellung bleiben, indessen der übersteigerte
Gefühlstypus, zu dem erfahrungsgemäß mehr Frauen gehören, nicht ohne ein wenig Blau des Denkens sein sollte. Gelegentlich muß ein
Mensch, dem es an einer gewissen Feinheit des Empfinden für das Häßliche und Unfaire fehlt, durch den Traum belehrt werden. Er kommt
von einem Geschäft mit beschmutzten Kleidern heim oder hat unbegreiflicherweise unsaubere Hände. Eine andere Variante der
Bewußtmachung liegt im Traume jenes Studenten, der vergeblich seine Bücher sucht. In seinem Büchergestell findet er nur Wäsche von
jungen Mädchen. Eine ältere Dame, die sich gerne viel jünger gab, trug im Traume kompensatorisch das graue, vornehme Kleid ihrer
Großmutter, die es verstanden hatte, in Würde alt zu sein. Sie aber trug jenes Kleid unordentlich und hatte es mit farbigen Bändern lächerlich
ausgeschmückt.
Psychologisch:
Das Kleid steht für das Lebenskleid, die „Verpackung“, die wir unserem Inneren und Äußeren geben. Es bringt Bedürfnisse, Erwartungen
und Eigenschaften zum Vorschein. Dies kann bedeuten, daß man sie deutlicher nach außen zeigen oder vor anderen verbergen soll. Je nach
Begleitumständen sind noch folgende individuelle Bedeutungen möglich:
– Schönes, kostbares oder prunkvolles Kleid kann Glück und Erfolg verheißen, zuweilen aber auch vor Eitelkeit warnen.
– Schmutziges Kleid steht für Mißerfolge, zerrissenes für Aggressivität.
– Brennendes Kleid warnt vor übler Nachrede und Verleumdung; das gilt auch, wenn man das Kleid wäscht.
– Nach der Farbe deutet man das Kleid wie folgt: rot für Stolz und Hochmut; gelb als Hinterlist; grün als Erfüllung eines Wunsches;
schwarz als Anzeichen für Liebesprobleme.
– Ziehen wir ein unordentliches Kleid an, ist in unserer Seele nicht alles in Ordnung; wir müssen uns im Wachleben im
übertragenen Sinn ein anderes anziehen, damit wir wieder zu uns selbst zurückfinden können.
– Ein Kleid aus Omas Kleiderschrank, das meist ältere Träumer anziehen, übersetzt den Wunsch, in Würde alt zu werden
und nicht der Spötter zu achten, die uns manches mißgönnen.
– Ein Kleid aus der Jugendzeit tragen, obwohl man schon erwachsen ist, bedeutet, daß immer noch kindliches in sich trägt
oder in einem bestimmten Kleid an eine bestimmte Lebenssituation erinnert wird.
– Kleid ausziehen kann einen Verlust ankündigen, vor allem in einer Liebesbeziehung.
– Wer ein Kleid vor anderen im Traum auszieht, möchte entweder seine Überlegenheit über althergebrachte Moral
und Tradition beweisen oder gibt sich eine Blöße.
Man beachte auch die Farbe der Kleider, die durch unsere Träume gehen, und andere Symbole, um ein möglichst umfangreiches Bild unserer
Persönlichkeit zu erlangen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – kaufen: Aussöhnung mit Feinden; die Lebensverhältnisse werden sich positiv verändern;
– nähen: dein Fleiß wird belohnt werden;
– zu kurz: schlechte Geschäfte;
– aus gutem Stoff besitzen: segensreiche Zukunft;
– befleckt: deine Ehre wird Schaden leiden;
– schmutziges und zerrissenes: deine Verzagtheit führt im Leben zu nichts Gutem;
– zerreißen: Zornausbrüche und Streit mit Familienmitglieder;
– ablegen: man sollte sein Leben besser in den Griff bekommen, da sonst Nachteile drohen;

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– waschen: lasse dich zur Sparsamkeit ermahnen; man wird sich Ärger vom Hals schaffen können;
– anziehen: von Kummer und Reue gepeinigt werden;
– schönes tragen: du wirst in behagliche Verhältnisse kommen;
– seidenes sehen oder tragen: deine Lage wird sich sehr verbessern;
– seidenes zerreißen: du wirst dir selbst schaden;
– verbrennen sehen: Beleidigung, Verleumdungen;
– schwarzes: eine Trauerbotschaft wird dich betrüben;
– schwefelgelbes: Falschheit und Eifersucht werden dich in Aufregung versetzen;
– blaues oder grünes: deine Wünsche werden in Erfüllung gehen;
– weißes: du wirst bald heiraten;
– rotes: du wirst hochmütig werden;
– buntes: du wirst eine Reise machen;
– graues: schwere Arbeit;
– mit Gold gestickt: Glück und Ehre.
(europ.) : – je nach der Güte des Kleides ist die Sehnsucht nach besseren Verhältnissen zu erkennen; man versteckt auch manches;
– keine Kleider besitzen: bedeutet eine Fülle von den Gütern dieser Welt;
– ein schönes haben: man lebt in gute Verhältnissen; Glück und Gesellschaftliches Ansehen;
– viele besitzen: einem jungen Menschen verheißt dies unerfüllte Hoffnungen und Enttäuschungen;
– ein kostbares anziehen: man wird Glück haben;
– ein weißes anziehen oder tragen: man wird angenehm empfangen werden;
– ein blaues: bringt Freude;
– ein rotes: zeigt ein hochmütigen Charakter;
– ein gelbes: deutet auf Falschheit und Intrigen hin;
– ein grünes: es wird sich eine Hoffnung erfüllen;
– ein schwarzes: man wird in Trauer versetzt werden;
– aufgehängte: bedeuten Krankheit;
– ein goldenes tragen: man wird ein schönes, aber nicht ernst gemeintes Versprechen erhalten;
– ein mit Gold besticktes sehen: verheißt Glück und Ehre;
– ein solches Goldbesticktes besitzen: bringt Gewinn und gute Geschäfte;
– ein solches Goldbesticktes tragen: deutet auf trübe Tage und schwere Arbeit hin;
– seidene: du wirst die erwünschte Stellung im Leben einnehmen;
– ein zu kurzes: etwas fehlt einem, oder Minderwertigkeitsgefühle verunsichern das Auftreten in der Umwelt;
– ein unsauberes, schmutziges tragen: bedeutet schlechten Fortgang der Geschäfte; das Verhalten gegenüber
anderen läßt zu wünschen übrig;
– armselige Kleider: raten zu mehr Sparsamkeit und Bescheidenheit;
– eins ausziehen: man sollte nicht so vertrauensselig sein und manche Dinge lieber für sich behalten;
– eines waschen oder zur Reinigung bringen: man sollte sein Leben ab so fort etwas sparsamer gestalten;
– färben sehen: je nach Farbe kündigt dies Pech oder Glück an;
– zerreißen: man neigt zum Jähzorn;
– verbrennen: man wird beleidigt oder verleumdet werden.
(ind. ) : – ausziehen: du wirst eine Freundin verlieren;
– blaues: eine treue Liebe wird dir zuteil;
– brennen sehen: du wirst verleumdet;
– gelbes tragen: Falschheit und Eifersucht;
– grünes: deine Hoffnungen werden erfüllt;
– bügeln: du wirst verwandtschaftlichen Besuch erhalten;
– schönes: du wirst in gute Hoffnungen kommen;
– schwarzes: du wirst deinen Geliebten verlieren;
– waschen: man wird dich verleumden;
– weißes tragen: Glück in der jungen Liebe;
– zerrissenes: du wirst von einer zudringlichen Person belästigt werden;
– seidenes: Wohlstand und Ehre.
(Siehe auch „Nacktheit“ und unter einzelnen Farben)
Kleiderschrank
Assoziation: – Aufbewahrung.
Fragestellung: – Was möchte ich sicher aufbewahren?
Volkstümlich:
(arab. ) : – Glück.
(europ.) : – sehen od er kaufen: man wird ein Geheimnis erfahren; auch: man wird sein Glück durch zu große Gier gefährden;
– mit nur wenigen Kleidungsstücken besitzen: man sucht nach gefährlichen Herausforderungen;
– einen offenen sehen: warnt vor Dieben.
(Siehe auch „Möbel“)
Kleidung
Assoziation: – Identität; Selbstbild; ausprobieren neuer Rollen oder Ablegen der alten Rollen.
Fragestellung: – Welchen Teil von mir zeige ich?
Artemidoros:
Bei der Behandlung der Bekleidung und jeglicher Ausstattung halte ich es für angezeigt, zuerst über die Männerkleidung, die landesübliche
wie die fremdländische, zu sprechen. Die gewohnte und der Jahreszeit entsprechende Kleidung bringt jedermann Glück; näher hin ist es
vorteilhaft und ein Zeichen von Gesundheit, im Sommer abgetragene Kleider aus Leinwand, im Winter neue aus Wolle anzuhaben. Einzig
einem Prozessierenden und einem Sklaven, der seine Freilassung herbeisehnt, bringen neue Kleider, auch wenn sie im Winter geschaut
werden, Unglück, weil sie dauerhaft und sehr strapazierfähig sind. Weiße Kleider sind nur Leuten, die sie auch sonst zu tragen pflegen, und
griechischen Sklaven nützlich, allen anderen Menschen bedeuten sie Aufregungen, weil diejenigen, welche sich um die Gunst der großen
Menge bemühen, in weißen Kleidern auftreten (Kleidung war in Griechenland Privatsache, der Römer dagegen unterlag beim öffentlichen
Auftreten in Kleiderdingen nicht nur einer strengen Konvention, sondern sogar gesetzlichem Reglement. So mußte der, der sich beim Volk
um ein Amt bewarb, in weißer Toga auftreten, in der toga candida (daher candidatus).), Handwerkern aber Untätigkeit und Arbeitslosigkeit,

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und zwar eine um so größere, je kostbarer die Gewänder sind; denn wenn die Leute werken und namentlich wenn sie gröbere Arbeiten
verrichten, ziehen sie keine weißen Kleider an. Ferner bringt sie nur jene römischen Sklaven Glück, welche ihre Sache gut machen, den
übrigen aber Unglück; sie decken geradezu auf, daß jene es schlimm treiben. Weil sie nämlich für gewöhnlich die gleiche Kleidung wie ihre
Herren tragen, werden sie nach diesem Traumerlebnis nicht die Freiheit erlangen wie die griechischen Sklaven. Einem Kranken kündigen
weiße Kleider den Tod an, weil Verstorbene in weißen Kleidern bestattet werden, während ein schwarzes Rettung anzeigt; denn nicht die
Toten, sondern die Trauernden sind schwarz gekleidet. Ich kenne viele Arme, Sklaven und Gefangene, die, von Krankheit geplagt, träumten,
schwarze Kleider zu tragen, und doch starben; es war ganz begreiflich; daß sie wegen ihrer Bettelarmut nicht in weißen Kleidern bestattet
werden konnten. Auch sonst zeigt ein schwarzes Gewand allen Unheil an, ausgenommen Leuten, welche dunkle Geschäfte machen. Ein
buntes oder mit Purpur gefärbtes Kleid bringt nur Priestern, Solisten, Bühnenkünstlern und Theaterleuten Nutzen, allen anderen Menschen
dagegen Aufregungen und Gefahren, Kranken Beschwerden durch bittere Säfte und viel Galle. Ein Purpurgewand ist für Sklaven und Reiche
von guter Vorbedeutung; den einen verheißt es die Freiheit, weil sie solche Gewänder nicht tragen dürfen, den anderen ein Ehrenamt und
großes Ansehen, weil der Purpur ihnen zukommt und ihren gesellschaftlichen Rang entspricht. Dagegen rafft es einen Kranken hinweg,
schadet einem Armen und hat schon vielen eine Gefängnisstrafe prophezeit; denn ein Purpurträger muß in jedem Fall mit Stirnbinde oder
Kranz geschmückt sein und viele Trabanten und Leibwächter um sich haben. Theaterleuten bedeutet es dasselbe wie das mit Purpur gefärbte
Gewand. Ein scharlachrotes und jedes purpurfarbene Kleid verursacht den einen Wunden, den anderen Fieber. Ein Frauengewand ist nur
Junggesellen und Bühnenkünstlern von Nutzen (Wörtlich: denen, die die thymele betreten. Letztere bezeichnete ursprünglich den Opferaltar
des Dionysos in der Mitte der Orchestra (eigentlich = Tanzplatz), verblaßte aber allmählich zur Bedeutung Podium, Bühne.); die erstere
werden Frauen heiraten, die so nach ihrem Wunsch sind, daß sie sich genauso ausstatten wie jene, die letzteren wegen der Rollen, die sie
spielen, günstig Engagements bekommen. Die übrigen haben den Verlust ihrer Gattin oder schwere Krankheit zu gewärtigen, weil
diejenigen, welche solche Kleider tragen, verweichlicht und kraftlos sind. An Feiern und Festversammlungen dagegen bringt weder ein
buntes Kleid noch ein Frauengewand jemandem Schaden. Ein fremdländisches Gewand anhaben und wie ein Fremdling gekleidet sein
bedeutet demjenigen, der dorthin reisen will, wo man sich so kleidet, er werde dort gute Zeiten erleben, häufig prophezeit es auch, er werde
sein Leben dort abschließen. Allen anderen zeigt es Krankheit oder Stockung der Geschäfte an. Dasselbe bedeutet das römische Gewand, das
man Tebennos (Ursprünglich ein griech. Kleidungsstück, später Bezeichnung für die römische Toga) nach dem Arkader Temenos nennt;
dieser war der erste, der, nach diesem Geschmack gekleidet, den ionischen Meerbusen entlang fuhr und von den dortigen Bewohnern
freundlich empfangen wurde. Diese übernahmen von ihm die modische Neuheit und nannten das Kleidungsstück nach dem Erfinder
Temenos Temeneion. Mit der Zeit wurde der Name entstellt, und es wurde Tebennos genannt. Das Tragen von weichen und kostbaren
Kleidern bringt Reichen wie Armen Glück; die einen werden weiter in Saus und Braus leben, die anderen bessere Tage sehen. Sklaven
hingegen und Leuten, die in bitterster Not leben, zeigt es Krankheit an. Zu kurze und unschickliche Kleider bedeuten Geldbußen und
Stillstand der Geschäfte. Die Chlamys (Sie war dem Mann vorbehalten. Das Tuch wurde einmal vertikal gefaltet, umgelegt und auf der
rechten Schulter mit einer Spange (Fibel) zusammengehalten. Der linke Arm wurde dabei von der geschlossenen Seite des Tuches verdeckt,
der rechte Arm blieb ganz frei.), die von einigen Mandye, von anderen Ephestris, wieder von anderen Birrhos (Ein von Galliern
übernommener Umhang aus schwerem Stoff, der bei den Römern weite Verbreitung fand.) genannt wird, prophezeit, weil sie den Körper
ganz umhüllt, Drangsale und Beklemmungen, Prozessierenden aber Verurteilung. Dasselbe bedeutet der sogenannte Phainoles und sonstige
ähnliche Kleidungsstücke. Deswegen ist es besser, Stücke dieser Art zu verlieren als zu tragen. Der Verlust von sonstigen Kleidungsstücken
bringt nichts Gutes, außer Armen, Gefangenen, Schuldnern und allen, die sich in einer ausweglosen Lage befinden; denn gehen diese Stücke
verloren, bedeutet es Befreiung von allen die Betreffenden bedrängenden Widerwärtigkeiten. Für alle anderen ist es weder gut, sich nackt
auszuziehen noch die Kleider zu verlieren; es sagt den Verlust alles dessen voraus, was das Leben verschönt. Ein buntes und geblümtes Kleid
bringt einer Frau, besonders einer Hetäre und einer Reichen, Nutzen; denn die eine trägt es wegen ihres Gewerbes, die andere wegen der
Eleganz. Naturfarbene Kleider sind allgemein von guter Vorbedeutung, besonders für Leute, die sich fürchten, vor Gericht überführt zu
werden; denn ihre Farbe wird niemals ausgehen. Immer ist es besser, helle, saubere und gut gewaschene Kleider zu tragen als schmutzige
und ungewaschene, ausgenommen für Leute, die ein schmutziges Handwerk ausüben. Träumt man, seine eigenen Kleidungsstücke oder die
anderer zu waschen, so wird man sich manche Widrigkeit im Leben vom Hals schaffen, weil auch die Kleider ihren Schmutz verlieren.
Ferner deckt es Verborgenes auf und bringt es an die Öffentlichkeit. Die Alten pflegten nämlich das Wort „waschen“ in übertragener
Bedeutung für „etwas aufdecken“ zu gebrauchen. So sagt Menandros an einer Stelle: „Wenn du so schlecht redest von meinem Weibe, werde
ich deinen Vater waschen, und dich und die Deinen“, statt: ich werde euer Treiben aufdecken. Daher bedeutet es Leuten, die gerichtlich
überführt zu werden fürchten, Unheil, wenn sie gewaschene Kleider schauen. Sein Gewand linkshin umgelegt oder sonst auf eine Art zu
tragen, die lächerlich und plump wirkt, ist für jeden von übler Vorbedeutung und prophezeit außer Stillstand der Geschäfte Verhöhnung und
Verspottung. Nur Possenreißer bringt es Glück, weil derlei in ihrem Beruf gang und gäbe ist. Es träumte z.B. jemand, er habe sich mit einem
Gewand aus Holz bekleidet. Er befand sich auf einer Seereise und kam mit dem Schiff nur langsam vorwärts; denn das Gewand aus Holz
war gleichbedeutend mit dem Schiff. Nichts starres bringt Nutzen, wenn es den Körper umschließt. Ein Mann in Magnesia träumte, er trage
Kleider aus Erz; ganz folgerichtig starb er. Denn die Masse, die ihn umgab, war starr und von der Art, wie sie Götterbilder umgibt. Letztere
aber sind ohne Leben. Es träumte jemand, eine Frau, die er seit längerer Zeit kannte, verfolge ihn in der absicht, ihm Pänulen (Über der
Tunica trug man die Pänula – im Text steht das Fremdwort in gräzisierter Form: phainoles -, ein trichterförmiges Gewand ohne Ärmel mit
einem meist V-förmigen Loch zum Durchstecken des Kopfes; in der frühen und mittleren Kaiserzeit in halber, später in ganzer Länge vorne
zugenäht.) – so heißen sie in der lateinischen Sprache -, deren Naht in der Mitte aufgetrennt war, umzuwerfen, und schließlich lasse er es
widerwillig mit sich geschehen. Die Frau verliebte sich in den Mann und heiratete ihn gegen seinen Willen, aber schon nach einigen Jahren
ließ sie sich von ihm scheiden, weil die Pänulen aufgetrennt waren.
Allgemein:
Kleidung wird als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit im Sinne von Selbstdarstellung verstanden. Kleidung, welche der Träumende in
seinem Traum trägt, stellt oft die äußere Fassade dar, die er für andere Menschen erschafft. Jeder Mensch ist fähig, bestimmte Rollen zu
spielen und in sie hineinzuschlüpfen, wenn es eine Begegnung erforderlich zu machen scheint. Im Einzelfall kann das mit
Täuschungsabsichten verbunden sein, denn die Kleidung kann auch beschönigen und verbergen. Kleidung, die andere Menschen in unserem
Traum tragen, kann die Szene für das Ausagieren von Konfrontationen gestalten. Neben dieser allgemeinen Bedeutung kommen in den
einzelnen Kleidungsstücken oft folgende Aussagen zum Vorschein:
– Die Symbolik des Anzuges richtet sich danach, wie elegant der Anzug ist und welche Farbe er hat. Er charakterisiert eine starre,
lebensfeindliche und konservative Tendenz über die Männer in den grauen Anzügen. Das Traumsymbol Anzug verweist auf eine
konventionelle Einstellung, meistens auf Starrheit und fehlende Beweglichkeit. Das innere Kind ist abgestorben oder tief verdrängt,
wenn man sich als Träumer oder Träumerin selbst im Anzug sieht. Daneben geht es um ein Machtsymbol mit den möglichen Attributen
von Arroganz, Perfektionsanspruch oder Faszination des Unpersönlichen.
– Die Arbeitskleidung weist auf anstehende Arbeit und eventuell auf zu erwartende Mühen hin. Für welche Arbeit sind Sie oder die
entsprechende Person im Traum gekleidet? Wichtig ist der Aspekt, daß man sich mit der Arbeitskleidung dreckig machen darf.
Wenn man etwas tut, dann beschmutzt man sich auch meistens. Aber man kann sich vor diesem Schmutz schützen.
– Beim Badeanzug und der Badehose ist besonders auf deren Schnitt zu achten. Er drückt aus, mit welcher erotischen Selbstdarstellung
ihre Trägerin oder ihr Träger charakterisiert ist. Achten Sie genau darauf, was der Badeanzug und die Badehose verhüllt und was sie
nicht verhüllen. Ferner sollte man auch immer dieses Traumsymbol als Sehnsucht nach direkten Gefühlskontakt deuten.

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– Der Bademantel symbolisiert bekanntlich die Reinigung. Wie beim Badeanzug und der Badehose schwingt bei ihm auch das Erotische
mit. Auch beim Bademantel ist zu beachten, was er verhüllt und was er enthüllt.
– Unterhemd und Unterrock bringen das innere Wesen und unbewußte Gefühle zum Ausdruck.
– Unterhose, Slip und Schlüpfer zeigen sexuelle Bedürfnisse. Die Unterwäsche hängt mit der Einstellung zu Sexualität, Intimität und
Körperlichkeit zusammen. Erotische Unterwäsche, die häufig als Traumsymbol auftritt, zeigt an, daß man seinen sexuellen Ausdruck
kultivieren sollte. Schlampige oder schmutzige Unterwäsche deutet auf Ablehnung der Sexualität des Träumers oder Träumerin hin.
Besonders in bezug auf die Unterwäsche ist die Farbsymbolik äußerst wichtig. So verweist weiße Unterwäsche auf Reinheit und
Jungfräulichkeit, wohingegen rote und schwarze Unterwäsche die Verführung symbolisiert – auch wenn dies mehr ein Klischee ist…
– Rock und Hose stehen ebenfalls meist für erotische Wünsche. Die Hose stellt die Verhüllung des Geschlechts dar und verweist auf unsere
Einstellung zu unserem Körper und unserer Sexualität. Enge Hosen symbolisieren eine Einengung im körperlichen Bereich, können aber
auch im Gegenteil dazu Symbol für Sexualbejahung und Freude am eigenen Körper angesehen werden. Die Hose spielt eine große Rolle
in der weiblichen Emanzipation. Anklänge daran und ebenso an Beziehungs- oder Ehe-Rivalitäten („die Hosen anhaben“) sind in der
Deutung zu berücksichtigen.
– Hemd und Bluse symbolisieren allgemein Begierden, Leidenschaften und Bestrebungen, die sich nicht auf den sexuellen Bereich
beschränken. Die symbolische Bedeutung hängt weitgehend von dessen Farbe, dessen Muster und dessen Zustand ab. Das letzte Hemd
ist sprichwörtlich und deutet an, daß das Hemd für etwas Naheliegendes und eigentlich Unverzichtbares stehen kann.
– Jacke verhüllt und schützt ähnlich wie Mantel. Allerdings ist die Verhüllung und der Schutz nicht so vollständig, da man mit ihr nur den
Oberkörper bedeckt. Symbolisch bedeutet das, daß man sein Herz und somit seine Gefühle schützt und versteckt. Dieses Traumsymbol
tritt oftmals dann auf, wenn man Angst vor emotionalen Verletzungen hat.
– Das Kleid ist das Symbol der Fraulichkeit und der Weiblichkeit. Die Art und der Zustand des Kleides verbildlicht nicht nur im Traum
die Stellung und den Zustand der entsprechenden Traumperson.
– Mantel kann wie Fassade oder als Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit verstanden werden.
– Manschetten(-knöpfe) und Krawatten weisen meist auf Höflichkeit hin; das kann aber auch leere Förmlichkeit und Überbewertung des
äußeren Scheins bedeuten.
– Handschuhe stehen allgemein für Schutzbedürfnis oder den Versuch, etwas zu verbergen. Sie verdecken die Hände. Man will etwas
nicht direkt in die Hand nehmen, das heißt, nicht direkt oder selbst begreifen, anfassen oder bewegen. Die behandschuhte Hand deutet
ein indirektes Zufassen an. Dieses Traumbild regt einen entweder an, vorsichtiger zu sein und nicht alles direkt zu berühren, oder es
bedeutet umgekehrt, daß man zu vorsichtig ist und in den direkten Kontakt gehen sollte. Der Handschuh kann auch auf Streit hindeuten
(Fehdehandschuh). Andererseits steht er auch für Faulheit: Man will sich „nicht die Finger schmutzig machen“.
– Der Pullover wärmt und drückt damit ein Bedürfnis nach emotionaler Wärme aus.
– Der Rock hängt wie die Hose mit dem Geschlecht zusammen. Bei der Traumdeutung ist auf die Rocklänge zu achten, wobei man
allgemein sagen kann: Je kürzer der Rock, desto deutlicher der „Saum“. Haben Sie Angst, etwas zu versäumen? Wo und wie fürchten Sie,
zu kurz zu kommen?
– Der Schal kann erwürgen und auch wärmen. In beiden Bedeutungen tritt er als Traumbild auf.
– Schuhe verdeutlichen die Grundlagen des Verhaltens; oft zeigen sie an, daß man mit beiden Beinen fest im Leben und auf dem Boden der
Tatsachen steht. Sie sind ein Symbol für unsere Erdung. Versuchen Sie sich zu erinnern, um welche Art von Schuhen es sich handelt.
Das mag ihnen Hinweise geben, wie Sie sich am besten erden können. Es ist symbolisch bedeutsam, ob die Schuhe dreckig oder sauber
sind – Traditionell stellen die Schuhe ein Machtsymbol („unter dem Pantoffel stehen“) und weibliches Sexualsymbol dar. Außerdem sind
sie ein Zeichen der Entfremdung von Natur oder der Befreiung aus rohen und rauhen Naturgrundlagen.
– Socken deuten auf die Erdung des Träumers oder der Träumerin. Sind die Socken sauber oder dreckig, weisen sie Löcher auf? Socken
mit Löcher zeigen eine Unsicherheit in der Erdung an, die sich unter anderem in einem unorganisierten Alltagsleben zeigt. Sie können
auch auf Armut verweisen. – Wie bei den Stichwörtern „hüpfen“ oder „springen“ stellt sich hier die Frage: Sind Sie „von den Socken“?
Beachten Sie auch: Achillesferse, Sprungkraft, Standesfestigkeit…
– Strümpfe verweisen zum einen auf die Füße und Themen wie Erdung, Grundwerte, Verankerung usw., zum anderen schwingt bei diesem
Traumsymbol eine erotische Bedeutung mit, wenn vor allem das Bein betont wird.
– Einengende Kleidung verbildlicht einengende (gesellschaftliche) Aufgaben. Durch seine Rolle im Öffentlichen und sozialen Leben fühlt
man sich eingeengt.
– Die erotische Kleidung signalisiert die Lust an der Inszenierung in der Erotik, die Sehnsucht oder die Abwehr im Zusammenhang mit
direkten Berührungen. Sollten Sie sich trauen, Ihre Erotik deutlicher zu zeigen und zu pflegen, oder ist Ihr Leben zu erotisiert?
– Die Hauskleidung verweist auf Feierabend und Bequemlichkeit. Sollten Sie früher Feierabend machen, oder sind Sie zu bequem?
Psychologisch:
In diesem Zusammenhang sei erst der von C. G. Jung geprägte Begriff der „Persona“ erklärt. Jung meint damit die Persönlichkeit eines
Menschen, die dieser, meist unbewußt, seinen Mitmenschen gegenüber hervorkehrt. Diese Persönlichkeit entspricht nicht unbedingt seiner
wirklichen. Die Kleider, ihre Farben und ihr Zustand lassen im Traum eine Vielzahl von Bedeutungen zu, die aber, wenn der Träumende sie
mit seiner realen Situation vergleicht, relativ einfach zu verstehen sind. Kleidung ist in gewisser Hinsicht ein Schutz vor Berührungen.
Kleidung kann verhüllen und enthüllen. Neben der Nacktheit bedeckt sie häufig auch die Schwächen eines Menschen und tarnt seine
Sexualität. Wenn der Träumende bestimmte Teile seiner Träume enthüllt, sieht er, wo er verletzbar ist. Jedes Kleidungsstück hat für sich eine
bestimmte Bedeutung:
– Handschuhe: Sie symbolisieren, daß der Träumende sich die Finger nicht schmutzig machen will oder daß er „seine Karten aufdeckt“
und den Status quo aufs Spiel setzt.
– Hut: Er steht für Weisheit und Verstand, aber auch für Schutz. Abhängig von den Umständen im Traum kann er darüber hinaus auf
Spiritualität oder auf Sexualität verweisen.
– Krawatte: In manchen Träumen ist sie Symbol der Korrektheit und des guten Benehmens, in anderen kann sie als Phallussymbol
interpretiert werden.
– Mantel/Schal/Umhang: Ein Mantel kann auf Liebe und Wärme hinweisen, aber auch auf Schutz. Dieser Schutz kann körperlich oder
emotional gemeint sein. Vor allem, wenn es sich um einen Umhang handelt, kann dieser den spirituellen Schutz des Glaubens
symbolisieren. Ein Mantel aus Schafsfell unterstreicht diese Bedeutung noch (siehe auch „Schaf“ unter „Tiere“). Fürchtet man im Traum,
seinen Mantel zu verlieren, ist dies möglicherweise ein Hinweis auf die Angst, den Glauben zu verlieren. Ein Mantel, der zu kurz oder
nicht warm genug ist, verleiht der Befürchtung des Träumenden Ausdruck, daß Liebe und Schutz seinen Bedürfnissen nicht entsprechen.
– Regenmantel: Er steht für den Schutz gegen emotionale Angriffe durch andere Menschen. In seltenen Fällen verweist er vielleicht auf einen
Wunsch, in einen embryonalen Zustand zurückzukehren.
– Schlafanzug/Nachthemd: Nachtwäsche verweist auf Entspannung und Offenheit.
– Schleier oder schleierähnliche Kleidungsstücke: Wenn der Träumende selbst oder andere Menschen in seinem Traum einen Schleier tragen,
versucht er entweder, etwas vor anderen zu verbergen, oder er akzeptiert sein Wissen über sich oder seine Beziehungen mit anderen
Menschen nur zum Teil.

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– Schuhe: Sie stehen für Erdung und für die Tuchfühlung mit dem Alltagsleben. Wenn dem Träumenden in seinem Traum auffällt, daß
seine Schuhe oder die anderer Traumfiguren merkwürdig aussehen, macht ihn dies darauf aufmerksam, daß er an seiner Einstellung zum
Leben etwas verändern muß. Bindet sich der Träumende in seinem Traum die Schuhe zu oder stehen Schuhe auf dem Tisch, so stellt dies
ein Symbol des Todes dar.
– Unterwäsche: Ein Traum von der eigenen oder von fremder Unterwäsche zeigt, daß der Träumende verborgene Einstellungen zu seinem
Selbstbild oder zu Sexualität überdenkt.
– Wenn sich der Träumende auszieht, will er alte Glaubensvorstellungen und Hemmungen abwerfen.
– Im Traum die Kleider zu verlieren oder nackt zu sein, hebt die Verletzbarkeit und die Ängste des Träumenden hervor. Oft sind auch die
Farben (siehe auch „Farben“) der Kleidungsstücke wichtig.
– Wenn der Träumende in seinem Traum beispielsweise für einen bestimmten Anlaß falsch gekleidet ist (etwa formelle Kleidung bei einem
ungezwungenen Beisammensein trägt und umgekehrt), fällt es ihm offensichtlich schwer, richtig einzuschätzen, ob er zu diesen anderen
Leuten „paßt“ oder nicht. Gleichgültig, ob ihn die Situation überrascht oder erschreckt, seine begleitenden Gefühle geben ihm wichtige
Hinweise für die richtige Deutung des Traums. Vielleicht unterwirft sich der Träumende bewußt nicht der Meinung, die andere Menschen
von ihm haben, oder aber er verhält sich zu konform, indem er die ihm zugedachte Rolle tatsächlich übernimmt.
– Kleidungsstücke, die von einem Menschen getragen werden, dem sie nicht gehören, deuten darauf hin, daß der Träumende nicht genau
weiß, welche Rollen und Charaktere zusammenpassen.
– Ein Mann in Frauenkleidern wiederum macht deutlich, daß der Träumende sich seiner weiblichen Anteile stärker bewußt werden muß.
– Durch eine Frau in Uniform hebt der Träumende hervor, daß er sich der disziplinierten, männlichen Seite seiner Persönlichkeit stärker
zuwenden muß.
– Mit dem Wechseln der Kleidung versucht der Träumende sein Image zu verändern.
– Zu klein oder zu kurz gewordene Kleidungsstücke signalisieren, daß der Träumende früheren Vergnügungen entwachsen ist und sich
nach neuen Unterhaltungsmöglichkeiten umsehen muß.
– Schöne Kleider zeigen, daß es in seinem Leben vieles gibt, das er zu schätzen weiß.
– Kleidungsstücke, die einem bestimmten Menschen gehören, erinnern an diesen Menschen, auch wenn dem Träumenden klar ist, daß
er nicht bei ihm sein kann.
– Schlampige, unkorrekte Kleidung mag zum einen auf Lässigkeit und Unkonventionalität hindeuten, zum anderen aber auch auf fehlende
Achtsamkeit. Schlampige Kleidung des Traum-Ich will dem Träumer sagen, daß er mehr Sorgfalt auf sein Ansehen und Aussehen legen
sollte. Das ist besonders der Fall, wenn einem diese Kleidung peinlich ist.
– Die schmutzige Kleidung kann in ähnlicher Bedeutung wie die schlampige Kleidung auftreten, indem sie den Träumer zu mehr Sorgfalt
bei seiner Erscheinung anhält. Schmutzige ist wie die schlampige Kleidung einem häufig peinlich. Auf der anderen Seite mag dieses
Traumsymbol auch darauf hinzielen, daß man mehr arbeiten oder sich im Leben mehr bemühen sollte. Schmutzige und schlampige
Kleidung im Traum verweisen häufig auf fehlende oder übertriebene Disziplin.
– Sport und Freizeitkleidung mag ein Hinweis darauf sein, daß Sie sich mehr Zeit für sich nehmen und sportlich betätigen sollten. Auch:
Wunsch nach und Angst vor gesellschaftlicher Anerkennung und sinnvollen Normen.
Im psychologischen Sinn drücken vor allem die Farben der Kleidung aus, welche „Botschaft“ an die Umgebung signalisiert werden soll.
Dementsprechend sind Träume von (farbiger) Kleidung ein deutlicher Hinweis auf die Eigenschaften oder Absichten des Trägers.
– Rot: Wenn eine Frau intensive Rottöne trägt, will sie auf keinen Fall übersehen, sondern auffallen und begehrt werden. Sie signalisiert
den Wunsch nach „Erfolgserlebnissen als Frau“: Erotisch möchte sie wirken, geliebt und begehrt sein.
– Gedeckte und dunkle Rottöne (Rostrot) symbolisieren verhaltene (oder uneingestandene) Leidenschaftlichkeit und den Wunsch, auf
„seriösere“ Art im Mittelpunkt des Interesses zu stehen.
– Grün symbolisiert Seriosität und Sicherheitsbedürfnis, je mehr Brauntöne sich mit dem Grün mischen (Oliv oder das typische Grün
der Heeresuniform), desto „erdverbundener“ und konservativer will man wirken.
– Giftgrün dagegen soll als Blickfang wirken und „spielerische Gefährlichkeit“ signalisieren.
– Dunkelblau steht für „seriöses Ansehen“ und Disziplin (z.B. Schul- und Matrosenuniformen), strahlendes Royalblau ist dagegen schon
wieder als (edler) Eyecatcher gemeint: Seht her, ich bin etwas Besonderes!
– Intensive Türkisblau- Mischtöne sind die Farben der Kreativen und unkonventionellen Leute, die wenig Lust auf Anpassung und viel
Interesse an großem persönlichen Freiraum haben.
– Was auch für die Träger klarer Orange- und Gelbtöne gilt, die sich gerne in jeder Hinsicht flexibel und ungebunden geben – Leute,
die ihr Leben lang „unterwegs sind“.
– Das gegenteilige Extrem symbolisiert Braun, die „erdigste“ Kleidungsfarbe – von Menschen bevorzugt, die vor allem Geborgenheit,
Unauffälligkeit und Sicherheit suchen und jedes Extrem ablehnen – es kann ihnen gar nicht ruhig und konservativ genug zugehen.
– Was aber nicht für helleres Schokobraun bis Kupfer gilt: Hier „flirtet“ seriöse Eleganz mit den Venusfarben Rose und Kupfer, was
auf „edle Bedürfnisse“ – also einen anspruchsvollen Lebensstil und Lust auf Luxus – verweist.
– Grau ist nicht nur die Farbe der depressiven Zurückgezogenheit, je mehr sie sich mit silbrig-bläulichen Tönen mischt, desto exklusiver
möchte der Träger dieser Kleidung wirken: Im edlen Grau fühlt sich manche „graue Eminenz“ ganz besonders wohl. Dagegen ist
braunstichiges, „schlammiges“ Grau die sprichwörtliche Farbe der (gerne) unscheinbaren, demonstrativ bescheidenen „grauen Mäuse“.
– Weiß trägt, wer „farblos“ auffallen und – schon allein durch die Schutzempfindlichkeit weißer Kleidung – extravagant wirken (und sich
von den anderen abheben) will (früher: die weißen Uniformen höherer Offiziere, die typische Ballkleidfarbe der Töchter aus gutem
Hause usw.).
– Schwarz und Gold trägt, wer faszinierend wirken (typisch Künstlerkleidung), „anders sein“ oder auf seinen besonderen Stellenwert
hinweisen möchte (Abendkleidung für beide Geschlechter, die typischste Farbe offizieller und festlicher Anlässe usw.).
– Pastellfarben symbolisieren „kindliche“ Eigenschaften, spielerisch-verträumte Wesenzüge, Sensibilität und ein besonders stark
ausgeprägtes Harmoniebedürfnis. Wer in allen Lebenslagen Pastelltöne trägt, fühlt sich von allen kräftigen und grellen Farben
überfordert, er braucht den „optischen Weichspüler“ von Lindgrün, Himmelblau, Zartgelb, Rosa und Blaßlila, um die Härte des
Lebens erträglich zu finden.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht Kleidung für spirituellen Schutz.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Kleider bedeuten [jedermann] Ehre und Ansehen, ausgenommen die bunten Stücke und der kaiserliche Purpur.
– Trägt einer verschiedene Kleidungsstücke von unterschiedlicher Farbe, hat er vom Kaiser oder Gouverneur Schrecken und Strafe
zu erwarten; trägt er gegen seine Gewohnheit nur ein buntes Kleid, gilt dieselbe Deutung, aber in geringerem Maß, auch wird er
Streit mit seinen Freunden haben.
– Alle derben, neuen und ungewalkten Kleider bedeuten gemeinen Leuten etwas Gutes; dem Kaiser und den großen Herren sind
dünne und luftige Gewänder angemessen. Träumt der Kaiser, er ziehe derbe, grobe Kleider an, wie das Volk sie trägt, werden
Not und Sorgen ihn bedrängen.

796
– Schenkt der Kaiser einem seiner Großen eines seiner Gewänder oder bekleidet ihn damit, und zwar mit einem Purpurkleid,
wird er ihm größere Ehre und Macht verleihen und ihm sein Geheimnis anvertrauen; ist es ein anderes Gewand, wird der
Gunsterweis entsprechend geringer und niedriger sein.
– Schenkt der Kaiser jemandem sonst ein Kleid, jedoch keines aus seiner eigenen Garderobe, wird er ihn reich beschenken und
vor allem Volk auszeichnen;
empfängt eine Frau ein Kleid aus seiner Hand, wird er an ihr oder an einer Frau ihres Geschlechts Gefallen finden;
hat ein gewöhnlicher Mann diesen Traum, wird dieser sich in der gleichen Weise an ihm erfüllen.
– Läßt der Kaiser neue Purpurkleider färben, wird er darauf bedacht sein, mit diplomatischer Klugheit Erfolge über seine Feinde
zu erringen; gerät die Farbe gut, werden seine Bemühungen von Erfolg gekrönt, wenn nicht, erfolglos sein.
– Träumt dem Kaiser, er und der gesamte Senat trügen auf sein Geheiß rote Gewänder, wird er allen Gunst und Wohlwollen
erweisen. Dünkt es ihn, seine Untertanen trügen gelbe oder schwarze Kleider, wird er elend und krank werden und endlich
gar sterben; sind die Leute blau gekleidet, prophezeit das ihm Reichtum, der jedoch mit unlauteren Mitteln und Ärgernis
erworben wurde.
– Träumt einer, seine Kleider seien schmutzig geworden, wird er so viel Zeit in der Fremde und auf Reisen verbringen,
wie die Kleider verschmutzt sind; ist er fortgezogen, um gegen fremde Völker zu kämpfen, wird es ihm übel ergehen,
ebenso, wenn er Geschäfte machen will.
– Der Verlust eines Kleidungsstückes bedeutet einen Schaden, der dem Wert des Kleides entspricht.
– Ebenso bringt es dem Träumer Schimpf und Bettelarmut, wenn das Kleid zerfällt, aufreißt oder mürbe wird.
– Trägt einer einen neuen Pelz, wird er von einem hohen Herrn so viele Geldmittel bekommen, wie der Pelz Haare hat;
ist es Sommer und wird es ihm im Pelz gar zu heiß und drückend, wird er ebenfalls zu Geld kommen, aber mit Schweiß
und Ärger.
– Zieht der Kaiser einen Fuchspelz oder sonst einen Pelz an, wird er seine Feinde besiegen und ihnen große Beute abjagen,
ist es ein Schafspelz, werden seine Einkünfte, gemessen an der Wolle, zunehmen; legt er einen alten, zerrissenen Pelz an,
hat er mit Verlust und Schwund seiner finanziellen Mittel zu rechnen.
– Zieht ein gemeiner Mann einen Fuchspelz an, wird er mit List und Verschlagenheit reich werden.
– Träumt eine Frau, sie trage Männerkleidung, jedoch keine Schuhe, wird sie einen Knaben gebären, falls sie schwanger geht;
ist das nicht der Fall, wird sie einen Mann nehmen; denn die Schuhe bedeuten bei allen ihren Handlungen Drangsal
und Beklemmung. Ist sie verheiratet, wird sie wegen eines Knechtes mit dem Mann in Streit geraten.
– Träumt jemand, er trage, wie gewohnt, schwarze Kleider, wird er entsprechend seiner Gewohnheit Freude haben,
ist es nicht seine Gewohnheit, Kummer erleiden, der Weitfaltigkeit des Gewandes gleich.
– Trägt er ein schwarzes Hemd, wird seine Bedrängnis noch ärger sein.
Entsprechendes gilt für alle anderen Kleidungsstücke, die jeweils eine bestimmte Person bezeichnen.
– Zieht einer, der für gewöhnlich schwarze Kleider trägt, weiße an und erachtet er dies als Vermessenheit,
wird er in seinem Gewerbe und Beruf einen Rückschlag erleben.
– Weiße Kleider bedeuten nämlich sonst einen Schmuck, doch gibt in diesem Fall die Gewohnheit den Ausschlag;
schwarze Kleider weisen auf Trübsal, diese Deutung gründet in dem Ungewöhnlichen.
– Trägt einer verschiedene, jedoch einfarbig gefärbte Kleidungsstücke, hat er von seitens des Kaisers
oder des Statthalters Bedrückung und Zwang zu erwarten.
– Findet jemand einen Haufen, der aus verschieden en Materialien zur Kleidungsherstellung zusammengeworfen ist,
wird er entsprechend dessen Größe Wege und Mittel finden, zu Reichtum zu kommen.
– Träumt jemand, er habe sich gründlich gewaschen, wird er lästige Verpflichtungen abschütteln. Zieht einer gegen
seine Gepflogenheit neue Kleider an, wird er Ehre und Ansehen im Volk erlangen, auch reichen Besitz entsprechend
der Haltbarkeit und Eleganz der Kleider.
– Legt er ein Chasdion an, wird er Reichtum und Macht üblen und mächtigen Feinden abtrotzen, weil die Tiere,
aus deren Wolle das Kleid gemacht ist, bösartig sind.
– Zieht jemand ein Gewand aus Seide an, wird der Reichtum, den er erwirbt, beständiger, aber geringer sein;
sind die Kleider weiß und rein, wird er entsprechend deren Reinheit und Eleganz von jeglicher Betrübnis erlöst werden;
Kleider aus Wolle, Leinen oder Baumwolle bedeuten gute Einkünfte, d och nicht Macht.
Sind alle die aufgeführten Stücke zerrissen, wird der Träumende aus einem Jammer in den anderen fallen;
flickt oder bessert er sie aus, wird er die Mißstände entsprechend beseitigen.
– Sind die Kleider über die Maßen kurz nach Art derjenigen, die eng und knapp am Körper sitzen, wird der Träumer
eine große Freude erhoffen, aber entsprechend deren Schnitt nur eine kleine erlangen.
– Träumt der Kaiser, er wasche den Schmutz, der ihm anhaftet, ab, wird er die Sorgen, die ihn quälen, abwerfen.
– Legt er ein neues Purpurgewand an, werden seine Unternehmungen herrlicher und glänzender ablaufen.
– Sind es alte Gewänder, die er gegen seine Gewohnheit anzieht, wird er zwar wegen der Reinigung seine Sorgen
abwerfen, seine Unternehmungen werden aber wegen des Alters der Gewänder nicht vorangehen.
Legt er zerrissene Stücke an, wird er ein neues, ungewohntes Übel erdulden, weil der Kaiser zerrissene Kleider
nicht anzuziehen pflegt; zieht er sie aus, wird er auch dieses Übel loswerden.
– alte anziehen: Armut;
– neue sehen: gute Geschäfte;
– zerrissene anhaben: Verdruß;
– beschmutzte anhaben: Zank und Streit.
(europ.) : – sich um Kleidung Gedanken machen: man wird mit Plänen erfolgreich sein;
– saubere: bürgt für Redlichkeit; deutet auf Wohlstand hin;
– blutgetränkte: man hat Feinde, die einem die Karriere zerstören wollen;
– schmutzige: bringt Trübsal;
– schmutzig und zerrissene sehen: man fällt auf eine Täuschung herein; Vorsicht vor Gefälligkeitsgeschäften mit Fremden!
– prunkvolle: deutet auf Täuschung;
– modisch und elegant: je modisch und eleganter, desto größer die Schwierigkeiten, die den eigenen Weg kreuzen;
– sich selbst in Lumpen sehen: sehr glückverheißendes Zeichen;
– vernachlässigte mit Löchern: drohender Kummer;
– viel Kleidung besitzen: Warnung vor kommenden Schwierigkeiten;
– sich oder andere ohne Kleidung sehen: Zeichen eines unerwarteten Glücksfall;
– nur teilbekleidet sein: man kann mit Wohlstand rechnen;
– sich ankleiden: glückhaftes Zeichen; jedoch dabei einen Fehler machen: man sollte ihn nicht korrigieren oder man verdirbt alles;
– Träumt eine Frau, daß ihre Kleidung schmutzig oder zerrissen ist, wird ihre Tugend in den Schmutz gezogen, wenn sie nicht vor
bestimmten Bekannten auf der Hut ist.

797
(ind. ) : – Die Deutung der Kleidungsstücke läßt eine vielfache Bestimmung zu entsprechend ihrer Verschiedenheit und Farben.
– Alle Kleidungsstücke, die dünner und enger geworden sind, prophezeien Schwachheit und Armut; denn in der Auslegung der
Träume bedeutet dasjenige, was fest, ungewalkt und neu ist, stets etwas Gutes.
– Alle Kleider, die Symbol des Glaubens sind, bedeuten, wenn sie schmutzig geworden sind, Befleckung des Glaubens;
diejenigen, die Symbol weltlicher Dinge sind, prophezeien, wenn sie schmutzig geworden sind, Trübsal in der Welt, die dem
Schmutz der Kleider gleicht; ebenso bedeutet jegliche Unsauberkeit an Körper und Haaren entsprechende Not und Drangsal.
– Träumt einer, er trage weiße Kleider, wird er Freude und Glorie in seinem Glauben in dieser Welt gewinnen, und so werden
aller Augen auf ihm ruhen.
– Rote Gewänder verheißen größere Freude, meistens den Frauen.
– Trägt einer gegen Stand und Brauch ein rotes geistliches Gewand, eine Unterhose oder ein Nachthemd, wird er weltliche
Freuden kosten, aber auch Schimpf und bösen Zwist mit seinen Freunden haben wegen der roten Farbe der Stücke.
– Die gelbe Farbe bedeutet bei jedem Kleidungsstück Krankheit entsprechend der Färbung, und jedes Gewand wird, wie gesagt,
nach seiner Art gedeutet. Grün bezeichnet bei jedermann den wahren Glauben und bei Toten [wie] Lebenden deren ewiges Heil.
– Trägt jemand ein seidenes Skaramangion, auch Kabadi genannt, wird er Macht und Würde erringen nach der Schönheit
und kunstvollen Arbeit des Gewandes; ist dieses ein Chasdion, wird er von Schurken viel Geld bekommen, weil das Kleid
aus der Wolle des Bibers gemacht ist.
– Trägt einer einen Überwurf oder ein Sabanon, wird er eine Frau heiraten, deren Vorzüge der Schönheit und Festigkeit des
Gewebes gleichen.
– Zieht einer eine neue Diplois an, wird er eine neue Frau finden; ist der Mantel rötlich, wird die Frau nach seinem Herzen,
wenn weiß, wunderschön sein, wenn gelb, stets kränkeln und dem Mann bittere Stunden bereiten; ist der Mantel von grüner
Farbe, wird sie Gottes Gebote halten, wenn blau, reich, aber häßlich sein, wenn schwarz, infolge ihrer Bösartigkeit zur Plage
werden.
– Träumt einer, es entreiße ihm jemand mit Gewalt eines dieser Kleidungsstücke oder es verbrenne, wird er seine Frau verlieren;
ist ihm aber ein Stück gestohlen worden oder abhanden gekommen, wird er lediglich Kummer mit seiner Frau haben, weil
derlei gestohlene oder verlorengegangene Sachen sich häufig wiederfinden.
– Das Hemd bedeutet den gesamten Zustand des Hauswesens, der Lendenschurz oder die Unterhose die Konkubine oder die
Ehefrau.
– Zieht einer gegen seine Gewohnheit ein dünneres Hemd an, wird sein Vermögen schrumpfen; denn je fester das Gewebe,
um so größer die Einnahmen.
– Träumt jemand, seine Unterhose sei weiter geworden, wird er mit Lust und Liebe bei seiner Frau sein.
– Hat jemand ein geistliches Kleid angelegt, weist dieses auf seinen Glauben; ist das Kleid weiß, wird sein Glaube makellos,
wenn schmutzig, voller Makel sein.
– Entsprechend bezeichnet nach der Bedeutung der erwähnten Farben die kaiserliche Chlamys die Majestät und die Gemahlin
des Kaisers. Träumt dieser, seine Chlamys sei eingerissen oder schmutzig geworden, wird er in seiner Herrschaft in Bedrängnis
geraten und die Augusta erkranken; ist die Chlamys aber schöner und prächtiger geworden, wird er sich in seinem Glanz und
in der Liebe seiner Gemahlin sonnen; bekommt er eine zweite, neue Chlamys, wird er, wenn er ledig ist, sich vermählen und
einen Sohn zeugen, ist er vermählt, ebenfalls einen Sohn zeugen und seine Freude an ihm haben.
– Träumt einer, seine Kleider seien naß geworden, wird er entsprechend der Nässe Trübsal und Sorgen wegen derjenigen
Personen haben, die, wie aufgezeigt, durch das jeweilige Kleidungsstück bezeichnet werden;
rüstet sich der Träumende zu einer Reise oder einem geschäftlichen Unternehmen, wird er daran gehindert werden.
– Ist er bis auf die Haut naß geworden, wird er noch schlimmere Bedrängnis und Krankheit zu ertragen haben.
– Sind die Schuhe feucht geworden, wird er Sorgen und Plagen mit seinen niederen Knechten haben, nicht aber mit den
Angehörigen.
– Trocknet er die feuchten Kleider an einem Kohlenfeuer, wird er mit Hilfe des Landesfürsten seine Plage loswerden
und in geordnete Verhältnisse kommen;
trocknet er sie an der Sonne, wird er in allen seinen Nöten Hilfe vom Kaiser oder dessen Vertrauensmann bekommen;
hat ein Armer dieses Gesicht, wird er lediglich vom Kaiser oder von einem großen Herrn einen Gunsterweis bekommen.
– Träumt einer, er habe sich gewaschen und ziehe neue, saubere Kleider an, wird er von aller Niedergeschlagenheit, von Sorgen
und Krankheit befreit und entsprechend der körperlichen Frische und der Pracht der Kleider frohen Muts sein und von den
Leuten geehrt werden.
– Sind die Kleider, die er gewechselt, neu, aber zerrissen und nicht mehr auszubessern, wird der Träumende nie wieder Kinder
zeugen; gibt es aber noch eine Möglichkeit, die Stücke auszubessern, wird er seine Zuflucht zu Zaubermitteln nehmen,
um sein Ziel zu erreichen. Schaut er, wie ein Weber oder er selbst die Stücke von neuem webt, wird er viel Ärger und Streit
mit seiner Frau haben, weil die Arbeit von neuem begonnen werden muß.
– Flickt er die Stücke selbst, deute er es als persönliches Glück, auch wird er nicht mehr genötigt sein, nach Zaubermitteln
zu greifen. Flickt er das Kleid seiner Frau, bedeutet es ihm Schande, Trübsal und Sorgen; webt er das Kleid neu, wird er
seiner Frau gegenüber leere Ausflüchte machen und beim Huren ertappt werden.
– Träumt ein Mann, er trage gegen seine Gewohnheit Frauenkleidung, wird er unter dem Zwang wirtschaftlicher Sorgen leben,
vor der Obrigkeit bangen und Schimpf und Schande erleiden.
– Trägt einer wie eine Frau einen Umhang, wird er eine heimliche Krankheit bekommen, die ihn an den Rand des Todes bringt.
– Trägt jemand die Kleidung seiner Frau, wird er Erniedrigung und Schimpf von ihr zu erdulden haben; ist es die Kleidung
einer fremden Frau, wird er öffentliches Ärgernis erregen.
– Träumt eine Frau, sie trage Männerkleidung, wird es ihr Ansehen steigern und Glück bringen.
Trägt sie eine Toga nach Art eines Skaramangion oder einen Mannesturban, wird sie Freude und Lust an ihrem Mann haben;
trägt sie sonst ein Mannskleid und ist sie schwanger, wird sie einen Knaben gebären.
Hat sie Hosen an, bedeutet auch dies die Geburt eines Knaben und die Erbschaft des Hauses ihres Mannes.
Trägt sie Strümpfe und Schuhe eines Mannes, weisen erstere auf einen Knaben, letztere auf die Knechte.
Führt eine Frau nach Männerart Waffen, wird sie Macht über ihren Mann bekommen und keinen Feind fürchten,
oder über ihren Sohn oder Hausverwalter. Sind die Waffen aus Eisen, wird ihr Mann in gesicherten Verhältnissen
und lange leben; sind die Kleider aus Baum- oder Schafswolle, wird er entsprechenden Reichtum gewinnen.
– Dünkt es eine Frau, sie habe sich Mannskleider angezogen ohne den zweiteiligen Chiton, deutet dies alles auf die Geburt
eines Knaben, falls sie schwanger geht; trägt sie aber den zweiteiligen Chiton, wird sie eine Tochter gebären.
(Siehe auch „Farben“, „Fassade“, „Kopfbedeckung“, „Nacktheit“, „Sexualität“ und unter einzelnen Bezeichnungen)

798
Kleie
Volkstümlich:
(europ.) : – Selbständigkeit, verheißt die Gründung eines eigenen Hausstandes.
(ind. ) : – du wirst bald einen eigenen Hausstand gründen.
Klein
Assoziation: – nicht so groß wie die anderen; reduziert; unbedeutend.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fühle ich mich klein gemacht? Was bin ich zu reduzieren bereit?
Allgemein:
Klein weist darauf hin, daß Angelegenheiten oder Personen keine besondere Beachtung erfordern. Sieht man sich selbst klein, kommen darin
meist Minderwertigkeitsgefühle zum Vorschein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: du hast hohes Streben.
(europ.) : – sich empfinden: man wird im Leben hochsteigen;
– sich selbst klein sehen: zeigt die eigenen Minderwertigkeitskomplexe an;
– andere Menschen oder Dinge klein sehen: diese Menschen oder Dinge haben keinen großen Eindruck auf einem gemacht;
– kleines Boot, Nußschale: schlechte Nachrichten von weit her.
Kleinhandel
Volkstümlich:
(arab. ) : – treiben: Überfluß.
Kleinodien
(Kostbares Schmuckstück, Kostbarkeit, Juwel.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Glück haben.
(europ.) : – besitzen: man wird Glück haben.
Kleister
Allgemein:
Kleister steht für vorübergehende Mißerfolge und Enttäuschungen, die durch negative Erwartungen vorprogrammiert werden. Klebt er an
den Händen, warnt das vor der Verstrickung in unlautere Machenschaften.
Psychologisch:
Damit will man etwas zusammenfügen, das zerbrochen ist und eigentlich zusammengehört. Ein häufiger Traum im entsprechenden Stadium
einer Beziehungskrise: Man träumt, eine Kleistermischung anzurühren oder mit einem Kleber ein zerbrochenes Geschirr zu „kitten“. Solche
Träume wollen aber auch bewußtmachen, daß dieser Vorgang wohl beide Teile wieder „aneinander bindet“ und auf den ersten Blick zu einer
neuen „Gesamtheit“ und Einheit führt, aber daß der Sprung dadurch nicht ungeschehen gemacht werden kann – bei größerer Belastung
könnte er wieder „zum Bruch führen“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sei stets ehrlich.
(europ.) : – ist das Anzeichen, daß man Mittel besitzt, um Erwünschtes festzuhalten und an sich zu fesseln;
– sehen: man kann sich selbst sein Glück schmieden, wenn man negative Gedanken ablegt;
– an den Händen haben: man wird etwas Verbotenes unternehmen.
(ind. ) : – sehen: Not und Trübsal sind nur von kurzer Dauer.
(Siehe auch „Klebstoff“, „Leim“)
Klempner
Assoziation: – Arbeit an der Freisetzung von Emotionen.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir muß durchgängig gemacht oder ersetzt werden?
Allgemein:
Klempner müssen sich oft mit unappetitlichen Dingen beschäftigen wie mit stark verschmutzten Wasser. Ganz allgemein ist im Traum die
Beziehung zwischen Wasser und unseren Emotionen stets von Bedeutung. Hat man sich in letzter Zeit in negative Emotionen verbissen,
beispielsweise Eifersucht oder Neid? Wenn der Klempner einen verstopften Abfluß gesäubert hat, könnte sich das auf blockierte Emotionen
beziehen, die man vielleicht doch „abfließen“ lassen sollte. Er könnte auch ein Hinweis sein, die „Tiefen“ der Persönlichkeit zu ergründen.
Psychologisch:
Klempner deutet die erwartete Hilfe in einer problematischen Situation an. Vermutlich, weil er auch das eine oder andere „Rohr verlegt“,
symbolisiert er (auch) sexuelle Aktivität. Aber eigentlich gilt der Klempner und seine Arbeit als Sinnbild der „Kanalisierung von Gefühlen“ –
Wasser ist immer das Symbol für den emotionalen Bereich. Der Mann, der mit der Zange hantiert und Reparaturbedürftiges in Ordnung
bringt, kann auch umschreiben, daß wir einen nicht sehr erfolgreichen Lebensabschnitt beenden und etwas Neues beginnen wollen, wobei die
Zange im übertragenen Sinn die Geburtszange ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeiten sehen oder sein: in eine große Verlegenheit geraten.
(europ.) : – bedeutet im allgemeinen, daß man auf sein Fortkommen bedacht sein soll;
– sein: man wird sich selbst aus einer schwierigen Lage befreien müssen.
(Siehe auch „Zange“)
Kleopatra
Volkstümlich:
(europ.) : – Verführung, eventuell auch Ehebruch.

799
Kleptomanie
Psychologisch:
Wer im Traum zwischen Supermarktregalen auf Raubzug geht und „nicht anders kann“, als einige Kleinigkeiten (auch des Nervenkitzels
wegen) zu stehlen, hat sich in eine verheiratete Person verliebt. Das klammheimliche, lustvolle Klauen symbolisiert die Wunschsituation:
Man will sich jemanden (möglichst unentdeckt) „nehmen“, der eigentlich schon (zu) einem anderen „gehört“. Wer oft davon träumt, ist an
„legalen“ Beziehungen und einer wirklichen Bindung gar nicht interessiert – ihm geht es um die „spannende Situation“ des Seitensprunges
manchmal mehr, als um den begehrten Menschen selbst.
Klette
Allgemein:
Klette weist darauf hin, daß man sich von lästigen, aufdringlichen Menschen trennen sollte.
Psychologisch:
Oft weist sie auf den Schutt, was man positiv mit dem Festhalten am Althergebrachten übersetzen könnte. Aber die Kletten halten auch
zusammen, womit das Zusammengehörigkeitsgefühl im bewußten Leben gemeint sein könnte. Und ihre kugeligen Blütenköpfchen kleben an
allem fest, das in ihre Nähe kommt, was jemanden umschreibt, den man im Wachleben nicht mehr los wird, weil er wie eine Klette ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Warnung vor aufdringlichen, lästigen Menschen.
(europ.) : – sehen: man wird von zudringlichen Leuten überlaufen werden; auch: man wird sich abmühen,
um eine unangenehme Last loszuwerden und um eine Änderung der Umgebung;
– von diesen belästigt werden: man soll sich nicht von anderen als Mittel zum Zweck benutzen lassen;
– auf jemanden werfen: man möchte etwas Ungewöhnliches erleben.
(Siehe auch „Kleben“)
Klettern
Assoziation: – streben nach Höherem; Mühevolles Wachstum; Errungenschaft.
Fragestellung: – Was versuche ich zu erreichen?
Allgemein:
Wenn ein Traum vom Klettern handelt, dann geht es für den Träumenden darum, von etwas loszukommen. Das Traumsymbol kann
andeuten, daß der Träumende vielleicht Schwierigkeiten vermeidet. Klettern fordert zum Aufstieg durch neue Erkenntnisse und Einsichten
auf, der aber mit einigen Mühen verbunden ist; das kann sich auch auf den beruflichen Bereich beziehen.
Psychologisch:
Der Träumende versucht im Leben neue Höhen zu erreichen. Wahrscheinlich sind, um erfolgreich zu sein, hierzu größere Anstrengungen
notwendig. Es hat Abenteuerliches an sich; man will unter Mühen ans lockende Ziel kommen, und das geht oft nicht ohne Kratzer ab. Beim
Klettern kann man sich nie ganz sicher fühlen – da fehlt es wohl an der nötigen Selbstsicherheit im Wachleben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet Klettern im Traum Erhöhung; der Träumende klettert, um die Erleuchtung zu erlangen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – auf einen Felsen: überschätze deine Kräfte nicht;
– auf einen Baum etc.: versteige dich nicht zu hoch, du könntest leicht vom Schwindel erfaßt werden und einen bösen Fall tun.
(europ.) : – warnt vor Unüberlegtheit und Gegnerschaft; auch: Zeichen geschäftlichen Wohlstands;
– auf einen Baum etc.: verkündet Ehren; deine Lebensstellung wird sich verbessern;
– auf einen Felsen: viel Hindernisse stellen sich dir entgegen;
– auf einen Hügel oder Berg hinaufklettern: man wird bedrohliche Hindernisse überwinden können, die einer erfolgreichen Zukunft
im Wege stehen; nicht auf den Gipfel kommen: es werden jene Pläne fehlschlagen, die einem am meisten bedeuten;
– eine Leiter oder die letzte Sprosse hinaufklettern: man wird im Beruf Erfolg haben;
zerbricht die Leiter dabei: man gerät unerwartet in Not, und Unfälle können geschehen;
– an der Wand eines Hauses hinaufklettern und öffnet sich plötzlich ein Fenster, um einen hineinzulassen: man wird mit
außerordentlicher Kraft gegen den Rat der Freunde vorgehen; und obwohl man damit Erfolg haben wird, überwältigt
einem zeitweise der Schmerz darüber.
(ind. ) : – auf einen Baum: du wirst lange freien müssen.
(Siehe auch „Abstürzen“, „Berg“)
Kletterpflanze
Allgemein:
Wenn man sich in einer Situation befindet, in der man sich von Umständen oder Menschen behindert oder unterdrückt fühlt, träumt man oft,
man sei in irgendeiner Weise gefesselt. Eine Kletterpflanze symbolisiert diesen Zustand.
Psychologisch:
Die Kletterpflanze kann Unsicherheit und Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung darstellen. Vielleicht ist die Auswahl zu groß.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Kletterpflanze im Traum für Demut und Ergebenheit.
Klimpern
Psychologisch:
Ob man davon träumt, mit Münzen zu klimpern oder ähnliches auf Klaviertasten zu versuchen – es ist immer eine Symbolhandlung für
etwas, das man tut, um Aufmerksamkeit zu erregen (oder sich selbst abzulenken) obwohl „die geeigneten Mittel gering“ sind. (Typische
Äußerung über einen Versuch, Werbung für etwas oder jemanden zu machen: „Klimpern gehört zum Handwerk!“) Wenn eine Frau „mit den
Wimpern klimpert“, ist es ebenfalls eine Signalgeste, die überspielen soll, wie wenig (echtes Gefühl) dahintersteckt.
Klinge
Psychologisch:
Lassen Sie jemanden „über die Klinge springen“, obwohl Sie damit rechnen müssen, daß es ihn „verletzt“? Wer davon träumt, setzt seine
eigenen Interessen nach „messerscharfen Überlegungen“ konsequent und aggressiv durch. Er tut es „ohne Rücksicht auf Verluste“ und kennt
Mitgefühl nur vom Hörensagen – hier spielt sich mancher Vorgang „auf des Messers Schneide“ ab.
(Siehe auch „Messer“)

800
Klingel
Allgemein:
Klingel versteht man als Signal, das Aufmerksamkeit verlangt; oft deutet sie auf Veränderungen des Lebens hin, sagt aber nichts über deren
Ergebnis aus.
Psychologisch:
Wer an einer Klingel läutet, möchte im bewußten Leben vielleicht jemanden auf sich aufmerksam machen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, ziehen oder hören: durch ein Ereignis überrascht werden.
(europ.) : – läuten hören: verkündet erfreuliche Nachrichten; kündet ein Ereignis an;
wichtige Informationen für eine wichtige Entscheidungen erhalten;
– sehen, ohne sie läuten zu hören: man wird etwas wagen was nicht gelingt;
– selbst eine läuten: man wird jemandem unbewußt eine Freude machen.
(ind. ) : – hören: du wirst neue Nachrichten hören;
– klingeln: du wirst über eine Nachricht erschrecken.
Klinik
Assoziation: – distanziertes Verhältnis gegenüber der Gesundheit und dem Wohlbefinden.
Fragestellung: – Welche Verbindungen hindern mich daran, gesund zu sein?
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Warnung, die Lebensweise zu ändern, andernfalls könnte man von einer Krankheit
oder ernsthaftem Mißgeschick befallen werden.
(Siehe auch „Krankenhaus“)
Klinke
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird eine Bekanntschaft machen.
Klippe
Assoziation: – Herausforderung; schwindelnde Höhe.
Fragestellung: – Wonach strebe ich?
Allgemein:
Klippe steht meist für Hindernisse auf dem Lebensweg, die man nur mühsam überwinden wird. Im Traum am Rand einer Klippe zu stehen,
bedeutet, daß der Träumende mit Gefahr rechnen muß. Es wird gezeigt, daß es notwendig ist, eine Entscheidung zu treffen, wie er mit der
Situation umgehen will, und daß er vielleicht ein Risiko eingehen muß.
Psychologisch:
Vielleicht muß der Träumende einen Schritt tun, der ihn nervös macht oder psychisch an den Abgrund führt, damit er seine Ängste
überwinden und seine selbstauferlegten Begrenzungen durchbrechen kann. Die Klippe, die nur knapp über die Wasseroberfläche hinausragt,
deutet immer auf das mögliche Stranden hin; übersetzt: Man hat Schwierigkeiten, einen guten Plan oder eine Arbeit erfolgreich
durchzuführen. Sieht man an der Klippe ein Schiff stranden, muß das Lebensschiff einen Umweg machen, um wieder flott zu werden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bezeichnet der Rand einer Klippe im Traum einen Schritt hinaus ins Unbekannte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – am Meer sehen: vermeide es, auf der See zu reisen, wenn du nicht verunglücken willst;
– sich darauf befinden und nicht herunter können: das Unglück umringt dich, du wirst ihm schwerlich entrinnen;
– davon abrutschen und ins Meer fallen: in große Gefahr geraten, durch die man leicht seinen Untergang findet.
(europ.) : – mahnt zur Vorsicht, auch sollen wir Fremden unsere Hilfe nicht versagen; man wird erst nach vieler Arbeit zu Erfolg kommen;
– Klippen am Meer sehen: es lauern jetzt viele versteckte Gefahren auf einem.
(ind. ) : – sehen: Hindernisse werden sich dir in den Weg stellen, aber nach schweren Mühen wirst du zu Erfolg kommen.
(Siehe auch „Meer“, „Schiff“, „Wasser“)
Klistier
Allgemein:
Klistier (Einlauf) deutet man als Drang zur seelisch-geistigen Reinigung; dahinter können Gewohnheiten, Zwänge oder Schuldgefühle
stehen, von denen man sich befreien soll, indem man sie bewußt verarbeitet.
Volkstümlich:
(europ.) : – verabreichen: man wird sich über ein Geschenk ungemein aufregen und ärgern müssen;
– bekommen oder sehen: deine Sorgen werden bald verschwinden; Befreiung von allen Leid.
klitschnaß
Psychologisch:
In diesem Zustand läuft man durch die tosende Brandung und durch strömenden Regen, ist von der Nässe genauso „durchdrungen“ wie von
einem intensiven Glücksgefühl: Hier geht es weniger um tiefgründige Symbolik – vielmehr um vordergründige Euphorie, weil der
Träumende gerade „der Liebe seines Lebens“ begegnet ist und nun „in des Meeres und der Liebe Wellen“ badet. Man taucht ganz tief ein und
möchte „im Glück ertrinken“… bis man aufwacht.
Kloake
Psychologisch:
Das Traumsymbol Kloake weist meistens daraufhin, daß man Innerliches – und damit sind meistens seine Gefühle und speziell der Schatten
gemeint – ablehnt und damit verdrängt. Man muß sich im Sinne der Individuation (Selbstwerdung) auch mit seinen negativen Produkten
auseinandersetzen.
(Siehe auch „Kot“)

801
Klöße
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: in Nahrungssorgen geraten;
– essen: gib dich deinen Begierden nicht allzusehr hin.
(europ.) : – versprechen gute Nahrung und reiches Einkommen.
(ind. ) : – machen: zeige was du kannst, und man wird dir das verdiente Vertrauen schenken;
– essen: du wirst in eine Klatscherei verwickelt werden.
Klopfen
Allgemein:
Wenn der Träumende es im Traum klopfen hört, ist er sich darüber im klaren, daß er seine Aufmerksamkeit neu fokussieren muß. Vielleicht
schenkt er einem Teil seiner Persönlichkeit zuviel Aufmerksamkeit. Möglicherweise gibt er sich zu introvertiert, obwohl er äußeren
Angelegenheiten mehr Beachtung schenken sollte.
Psychologisch:
Klopft der Träumende in seinem Traum an eine Tür, möchte er vielleicht im Leben eines anderen Menschen eine Rolle spielen. Bevor er den
Lebensbereich dieser Person betritt, wartet er auf die Erlaubnis.
Spirituell:
Das spirituelle Selbst des Träumenden gibt ihm die Erlaubnis, mit der spirituellen Reise fortzufahren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: durch eine Neuigkeit überrascht werden;
– selbst mit einem Hammer etc.: du wirst von dir reden machen.
(europ.) : – hören: Angst, Besorgnis und unangenehme Nachrichten;
– davon erwachen: die Nachrichten werden ernste Konsequenzen für einen haben;
– auch: hüte deine Zunge und man ist sicher auf dem Weg zum Glück.
(ind. ) : – selbst: eine beunruhigende Nachricht;
– hören: angenehme Neuigkeiten.
Klopfkäfer
Volkstümlich:
(europ.) : – dieses Insekt sehen: es steht eine schnelle Heirat ins Haus.
(Siehe auch „Käfer“)
Klöppel
(Keulenartiges Gerät zum Anschlagen.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – durch Fleiß kommst du vorwärts.
Klöppelspitzen
(Von Spulen -Klöppeln- ablaufendes Garn um festgesteckte Nadeln nach einem Muster zu Spitzen, Bänder, Litzen usw. verflechtet.)
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst bald heiraten.
Klosett
Allgemein:
Klosett (WC) wird wie Abort verstanden.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich auf einem sehen: Klatscherei umgibt dich;
– sehen: man wird mit Unannehmlichkeiten zu rechnen haben;
– mit menschlichen Exkrementen sehen: hat eine gute Bedeutung;
– als einfache Latrine: man muß sich vor bösen Freunden hüten.
(ind. ) : – du wirst dumme Klatscherei hören müssen.
(Siehe auch „Abort“, „Toilette“)
Kloster
Assoziation: – spirituelle Gemeinschaft; Rückzug von weltlichen Belangen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben sehne ich mich danach, mich mit meinen spirituellen Gleichgesinnten zusammenzutun?
Allgemein:
Sieht man sich in ein Kloster versetzt, möchte man seelische Einkehr halten, wahrscheinlich auch mehr Ruhe in sein Leben bringen.
Andererseits kann Kloster zugleich davor warnen, sich zu sehr in sich zurückzuziehen und auf der Suche nach dem Lebenssinn den Kontakt
zur Realität zu verlieren.
Psychologisch:
Ein Ort der Stille und Selbstbesinnung – aber auch eine hervorragende Möglichkeit, um sich der Realität und den Anforderungen des Lebens
zu entziehen. Genauso ist die symbolische Bedeutung dieser „Insel des Friedens und der Abgeschiedenheit“ zu verstehen: Man hat Angst vor
dem „wirklichen Leben“ und neigt zur Realitätsflucht, und wenn sich für dieses Problem eine akzeptable Lösung anbietet, nimmt man dort
Zuflucht – auch wenn man sich „strengen Regeln unterwerfen“ (und auf Individualität verzichten) muß. Manchmal auch: ein
Selbstbestrafungstraum, in dem man „für etwas büßen möchte“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: fromme Gedanken werden dich in deinem Unglück trösten;
– sich darin aufhalten: böse Menschen werden dir fern bleiben.
(europ.) : – verkündet ein behagliches Leben, für Ledige auch baldige Verlobung oder Verheiratung;
– auftauchend: man ist mit dem derzeitigen Umfeld unzufrieden und sieht sich nach einem neuen um;
– sehen: Ruhe und Frieden;
– hineingehen: innige Freude im Alter;
– in einem Zuflucht suchen: die Zukunft wird nur dann frei von Sorgen und Feinden sein, wenn man beim Betreten
des Gebäudes keinen Priester begegnet; geschieht das, so wird man vergeblich versuchen, weltliche Sorgen und
seelischen Kummer zu entfliehen;

802
– in eins eintreten: bringt Segen;
– Erblickt ein junges Mädchen ein Kloster, wird ihre Tugend auf die Probe gestellt.
– Bei einer jungen Frau verheißt dies, daß sie ein selbstloses Leben führt , indem sie anderen in deren Kummer hilft.
(ind. ) : – hineingehen: du wirst ein kirchliches Amt übernehmen;
– sehen: du hast mit Widerwärtigkeiten zu kämpfen.
(Siehe auch „Einsiedler“, „Kirche“, „Mönch“, „Nonne“)
Klosterfrau
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Warnung vor Scheinheiligkeit anderer;
– selbst eine sein oder werden: verspricht glückliche Ehe oder Häuslichkeit;
– mit einer verkehren: bedeutet Veränderung der derzeitigen Verhältnisse oder Berufswechsel.
Klotz
Allgemein:
Klotz symbolisiert meist lästige Pflichten, die kaum Gewinn bringen. Spaltet man ihn, fordert das auf, sich gegen Beleidigungen zu wehren.
Psychologisch:
Der grobe, auf den ein grober Keil gehört. Stoßen wir uns an einem Klotz, stellt uns jemand im Wachleben eine Falle. Spalten wir Holz auf
einem Hackklotz, haben wir Vorteilhaftes von Leuten zu erwarten, die uns früher gleichgültig gegenüberstanden, die wir vor einiger Zeit
aber mit überzeugenden Ideen auf unsere Seite bekommen konnten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast mit groben Menschen zu tun.
(europ.) : – Vorzeichen für Verleumdungen, denen man ausgesetzt sein wird;
– einen schweren auf dem Rücken tragen: man wird sich eine Last aufladen, die keinen Gewinn bringt;
– auf einem Holz spalten: man wird einen Grobian zur Vernunft bringen;
– sich an einem stoßen: man wird von einem Flegel beleidigt werden.
(ind. ) : – sehen: hüte dich vor bösen Nachreden.
(Siehe auch „Holz“)
Klub
Psychologisch:
Der Klub, in dem man Geselligkeit pflegt, ist manchmal ein Zeichen für die Sehnsucht des Träumers nach mehr Offenheit im Freundeskreis.
Volkstümlich:
(europ.) : – eintreten: Geldausgaben.
(ind. ) : – du wirst wegen einer Sache vor Gericht geladen.
Kluft
Allgemein:
Handelt ein Traum von einer Kluft oder einem großen Loch, werden dem Träumenden meist Situationen bewußt, die unbekannte Elemente
enthalten oder in irgendeiner Hinsicht riskant sind. Er wird eine Entscheidung treffen müssen.
Psychologisch:
Der Träumende wird mit unbekannten oder vielleicht nicht erkannten negativen Elementen seines Selbst konfrontiert; er hat bisher keine
Erfahrungen gemacht, welche die Beurteilung seiner momentanen Situation erleichtern und zu den richtigen Handlungen oder Reaktionen
führen könnten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene blickt der Träumende in das Antlitz des Unbewußten, ins Nichts.
Klug
Volkstümlich:
(europ.) : – sein (d.h. im Traum sich in der Rolle eines Neunmalklugen sehen): du bist sehr eingebildet.
Knabbern
Volkstümlich:
(europ.) : – man soll beim Schreiben oder Unterzeichnen von Dokumenten Vorsicht walten lassen;
man wird finden, daß die Guten Zeiten noch vor einem liegen.
Knaben
Allgemein:
Knabe versteht man im gleichen Sinn wie Junge.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ärgerliche Dinge werden dich heimsuchen;
– sich balgen sehen: in Zank und Streit geraten;
– sich baden sehen: Verdruß bekommen.
(europ.) : – sehen: verheißt Glück bzw. Familienzuwachs;
– einen mit Bart sehen: Krankheit.
(ind. ) : – Familienzuwachs;
– raufen sehen: durch Freunde wirst du in eine häßliche Angelegenheit verwickelt werden;
– spielen sehen: du kannst über deine Unternehmungen glücklich sein;
– unterrichten: Glück in deinem Vorhaben.
(Siehe auch „Götter“, „Junge“, „Kinder“)
Knacken
Volkstümlich:
(europ.) : – Nüsse: verkündet frohe Tage nach mühseliger Arbeit;
– das Eis knacken hören: man ist von drohender Gefahr umgeben.

803
Knall
Allgemein:
Knall deutet ein bevorstehendes Ereignis an, über das man heftig erschrecken wird.
Psychologisch:
Ein Knall aus heiterem Himmel, ohne daß eine Explosion erfolgte, umreißt unser vergebliches Bemühen im Wachleben, bei bestimmten
Menschen eine durchschlagende Wirkung zu erzielen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: unverhoffte Freude erleben; mit einer baldigen wichtigen Mitteilung rechnen müssen,
die einen in Angst und Schrecken versetzen wird, aber nur ein Schreckgespenst ist.
(europ.) : – hören: Schreck infolge einer unangenehmen Nachricht oder Ereignisses.
(ind. ) : – hören: ein erstaunliches Ereignis oder aufregende Nachricht unangenehmer Art.
(Siehe auch „Explosion“)
Knappheit
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Kummer im Haushalt und fehlschlagende Angelegenheiten.
Knäuel
Psychologisch:
Das Woll- oder Garnknäuel im Traum ist ineinander Verschlungenes, im übertragenen Sinn etwas, das man kaum entwirren kann. Wer Garn,
Wolle oder andere Textilfäden aufwickelt, braucht viel Zeit, um im Wachleben zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen. Sind die Fäden
ein einziges wüstes Durcheinander, weist das auf sprunghafte Gedanken und Ideen hin, die man nicht umsetzen kann. Das geträumte
Menschenknäuel umschreibt vielfach die Angst, daß man bei einer Bewerbung nicht zum Zuge kommen, daß zu viele Menschen in
bestimmten Dingen mitreden könnten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Mühe, aber wenig Gewinn; unangenehme Angelegenheiten oder geschäftliche Verwicklungen;
auch: im Werben um eine bestimmte Person wird man mit beträchtlichen Schwierigkeiten rechnen müssen.
(europ.) : – bedeutet viel Arbeit bei wenig Verdienst.
(ind. ) : – sehen: mühselige und endlose Arbeit steht dir bevor.
(Siehe auch „Knoten“, „Labyrinth“)
Knauf
Assoziation: – etwas, das hervorsteht.
Fragestellung: – Was steht hervor? Was bin ich bereit wahrzunehmen?
Allgemein:
Wenn in einem Traum ein Knauf, etwa ein Türknauf, vorkommt, kann dies auf einen Wendepunkt im Leben des Träumenden hindeuten. Ein
auffälliger Unterschied zwischen der Tür und dem Knauf verhilft dem Träumenden möglicherweise zu bestimmten Erkenntnissen. Ein sehr
einfacher Knauf an einer verzierten Tür legt nahe, daß in einer bestimmten Situation eine Bewegung nach vorn sehr leicht ist. Träume über
andere Knaufarten stehen häufig im Zusammenhang mit dem Einfluß einer Situation.
Psychologisch:
Viele Menschen verwenden bei der Benennung ihrer Intimen Körperteile gerne Umschreibungen. Der Knauf im Traum kann eine solche für
den Penis sein und, wenn der Träumende ein Mann ist, seine Männlichkeit symbolisieren.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann ein Knauf im Traum auf Veränderungen verweisen, die stattfinden, wenn der Träumende sein unbewußtes
Selbst erreicht.
Knauser
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: ist ein Anzeichen für Freiheitsverlust auf kurze Zeit;
– Knauserei sehen: ermahnt zur Mildtätigkeit.
(ind. ) : – sehen: Krankheit.
Knebel
Allgemein:
Werden wir im Traum geknebelt, fehlen uns im Wachleben die richtigen Worte, um das, was wir fühlen, auch sagen zu können.
Psychologisch:
Naheliegendes Symbol für Unfreiheit und eine Zwangslage. Aber auch für die Verpflichtung, über etwas zu schweigen, was – ausgesprochen
und weitererzählt – negative Folgen hätte: Man fühlt sich „geknebelt“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Knebel: Krankheit.
(europ.) : – im Mund haben: ein Hindernisomen; kann man sich nicht befreien, werden ernsthafte Schwierigkeiten auf einem zukommen.
Knebel- o. Kinnbart
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: überrascht werden;
– daran gefaßt oder gezaust werden: man wird dich in deinen Rechten angreifen;
– abnehmen (mit Messer oder Schere): seiner Mannhaftigkeit Schmach antun;
– einseifen: etwas tun, was man unterlassen soll;
– bürsten oder kämmen: sich auf etwas vorbereiten.

804
Knecht
Allgemein:
Knecht versteht man als Symbol der Hinterlist und Untreue.
Psychologisch:
Wer als Knecht im Traum schwere Arbeit verrichten muß, ist vielleicht im bewußten Leben der Herr, ein Vorbild für andere, die nicht so
einsatzbereit sind. Nur hier und da übersetzt der Knecht die Unterwürfigkeit, das Nachgiebige.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen sehen oder sprechen: es mit einem boshaften und verbitterten Menschen zu tun bekommen;
– selbst einer sein: schweren Qualen unterworfen werden.
(europ.) : – sehen: deutet auf Betrug hin;
– mehrere Knechte bei der Arbeit sehen: kündigt unerwartete Besuche von Freunden oder Verwandten an;
– arbeiten sehen: bringt angenehme Stellung;
– zanken sehen: bringt Ärger;
– sein: man wird von herzlosen Menschen abhängig werden;
– mit einem streiten: man soll durch eine Hinterlist zu Schaden kommen;
– viele Knechte haben: man hat untreue Personen in seiner Umgebung.
(ind. ) : – arbeiten sehen: du wirst einen hohen Besuch bekommen;
– zanken sehen: Ärger in deinem Anwesen.
Kneifen
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt einen reichen Wohnsitz an, in dem man sich wohl fühlen wird.
Kneipe
Assoziation: – Geselligkeit; Entspannung; sich gehenlassen.
Fragestellung: – Nach welcher Gesellschaft dürste ich?
Allgemein:
Kneipe kann vor Begierden warnen, die leicht mit einem Unglück end en, wenn man sie nicht mehr beherrscht.
Volkstümlich:
(ind. ) : – hüte dich vor Leidenschaften, die dich ins Verderben bringen.
(Siehe auch „Wirtshaus“)
Knie
Assoziation: – Flexibilität; Demut.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben muß ich mich beugen?
Artemidoros:
Die Knie muß man zu Körperkraft und Mannestum, zu Bewegungen und Unternehmungen in Beziehung setzen. Sind sie stark und gesund,
lassen sie es ratsam erscheinen, eine Reise oder sonst eine andere Veränderung durchzuführen, und prophezeien dem Träumenden
Unternehmungen und Gesundheit; das Gegenteil, wenn sie ein Leiden befällt. Träumt man, daß aus dem Knie ein Gewächs hervorgesprossen
sei, so werden einem die Knie ihren Dienst versagen; ein Kranker wird nach diesem Traumerlebnis sterben. Denn aus der Erde sprossen die
Gewächse, und in der Erde lösen sich die Bestandteile des Körpers auf. Ich kennen jemand, dem es träumte, aus seinem rechten Knie sei ein
Schilfrohr herausgewachsen; es geschah, daß sich eine Fistel im Knie des Betreffenden bildet; denn das Schildrohr hat Knoten, und man
verfertigt aus ihm „Fisteln“ (Panflöten). Vielfach weisen die Knie auf die Brüder und Gefährten, weil auch sie untereinander verbrüdert und
Weggefährten sind. Ferner bezeichnen sie Freigelassene; denn sie leisten genauso ihre Dienste wie die Füße, nur befinden sie sich oberhalb
derselben und bedeuten folglich nicht Sklaven, sondern Freigelassene.
Allgemein:
Knie steht häufig für erotische Bedürfnisse, aber auch andere Begierden können darin zum Vorschein kommen, die man mehr zügeln muß.
Psychologisch:
Das Gelenk im Bein versinnbildlicht eine Schaltstation im Leben; hier wird dafür gesorgt, daß alles wie geschmiert läuft. Wo das Knie
schmerzt, kommt man nicht recht voran, muß also mit schleppendem Geschäftsgang rechnen. Steife Knie lassen auf die unbeugsame Haltung
der Umwelt gegenüber dem Träumenden schließen. Wer die Knie beugt, hat die rechte Demut; wer aber auf den Knien rutscht, wird wohl im
Wachleben durch eigene Schuld von anderen gedemütigt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Das Knie bedeutet jede menschliche Tätigkeit.
– Hat sich jemand am Knie gestoßen oder einen Schlag dagegen bekommen, wird er eine Zeitlang in seinem Beruf
in arge Bedrängnis geraten.
– Sind die Knie verbrannt oder erfroren, so daß er nicht mehr ungehindert gehen kann, wird er an den Bettelstab kommen
und in engen Verhältnissen leben.
– Kuriert er seine Knie mit Erfolg, wird er seine Armut gegen Wohlstand eintauschen.
– Sind die Knie ganz verkrümmt und völlig unbeweglich geworden, wird jedermann nach langer Krankheit aus dem
Leben scheiden.
– Dünkt es einen, seine Knie seien erstarkt, so daß er schnell laufen kann, wird alles, was er unternimmt,
unter seinen Händen gelingen; eine Frau wird flinke Füße bekommen und auf Männerfang ausgehen.
– verletztes haben oder sehen: durch geschäftliche Hindernisse Schaden erleiden;
– schön und gesund: glückliche Geschäfte;
– darauf rutschen oder sich niederlassen: Demütigungen verschiedener Art werden dir nicht erspart bleiben.
(europ.) : – Symbolverkleidung für einfache Leidenschaften in Spiel oder Liebe; gilt als schlechtes Zeichen;
– sehen: Unruhe bei der Arbeit;
– ein gesundes haben: bedeutet Glück in allen Geschäften;
– glauben, die eigenen wären zu groß: plötzliches Unglück wird auf einem zukommen;
– krankes haben: kündet Krankheit oder schlechte Geschäfte an;
– verwundetes: bedeutet Ruhelosigkeit;
– blutende Wunde daran haben: Verschlechterung der materiellen Lage;
– geschwollenes: Kummer; man wird einem Ereignis ratlos gegenüberstehen;
– steif und schmerzend: von plötzlichem bedrohlichen Elend heimgesucht werden;
– Müdigkeit oder Schwäche darin fühlen: bedeutet Krankheit;

805
– schmutzige: heißt Krankheit infolge ausschweifender Lebensweise;
– unförmige: unglückliche Wechselfälle werden die sehnlichsten Hoffnungen zerstören;
– beugen: man braucht jetzt Demut, um eine bestimmte Angelegenheit wieder ins reine zu bringen;
– einen Menschen knien sehen: man hat jemandem Unrecht getan und fühlt sich jetzt schuldig;
– Sind die Knie einer Frau wohlgeformt und weich, werden ihr viele Verehrer prophezeit,
jedoch ist kein Heiratskandidat darunter.
(ind. ) : – geschwollenes: Armut; Verschlechterung der Verhältnisse;
– wundes: Elend;
– darauf rutschen: du wirst Demütigungen erdulden müssen.
– sonst wie (arab.)
(Siehe auch „Bein“, „Körper“, „Knien“)
Kniefall
Allgemein:
Knien (Kniefall) zeigt oft Demut, Unterwürfigkeit und Schicksalsergebenheit an, die sich zum Teil aus Schuld- und
Minderwertigkeitsgefühlen erklären; aber auch aufrichtige Bescheidenheit kann darin sehr stark zum Vorschein kommen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – tun: sich erniedrigen.
(ind. ) : – du wirst gedemütigt werden.
Knien
Volkstümlich:
(europ.) : – andere sehen: verkündet eine Demütigung, der man ausgesetzt sein wird, außerdem Ängstlichkeit im Geschäftlichen;
– einen Menschen knien sehen: man hat jemandem Unrecht getan und fühlt sich jetzt schuldig;
– vor jemandem: bedeutet eine Ehrenbezeugung;
– vor einer Frau: man wird sich lächerlich machen;
– sich sehen: man fühlt sich einem Menschen gegenüber, dem man unrecht getan hat, schuldig;
– auf den Knien beten: ist ein Omen kommenden Glücks.
(ind. ) : – vor anderen: du wirst dich durch deine eigene Schuld demütigen müssen.
(Siehe auch „Knie“, „Kniefall“)
Knirschen
Volkstümlich:
(europ.) : – mit den Zähnen: sagt, daß man sich nur mit Geduld aus einer schlimmen Lage befreien kann.
Knoblauch
Artemidoros:
Knoblauch essen bringt Unglück, der Besitz aber Glück.
Allgemein:
Knoblauch hat eine vielschichtige Bedeutung. Wegen seiner Form und seiner Zerlegbarkeit in einzelne Zehen gilt er als Symbol der
Fruchtbarkeit, und wegen seines Geruchs schreibt man ihm schützende Eigenschaften zu. Ein Traum, in dem Knoblauch vorkommt, kann mit
diesen beiden Bedeutungen in Beziehung stehen. Knoblauch wird allgemein als Symbol guter Gesundheit verstanden. Riecht man ihn
unangenehm stark, soll das nach alten Traumbüchern vor Streit und anderen Unannehmlichkeiten warnen.
Psychologisch:
Jahrhunderte lang galt Knobloch als wirksamer Schutz gegen Hexerei: Was gibt es im Wachleben, wogegen man sich schützen muß? Die
Knoblauchwurzel ist auch ein wirksames Heilmittel. Vielleicht sollte man auf seine Gesundheit achten. Er schützt auf der körperlichen
Ebene das Herz und hilft daher gegen Angst.
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisiert Knoblauch im Traum Magie.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder riechen: Widerwärtigkeiten und unliebsame Erlebnisse erwarten dich;
– kaufen: sei in deinen Handelsgeschäften vorsichtig;
– essen: Krankheit.
(europ.) : – riechen: Verluste und Mißgeschick bei Unternehmungen;
ferner Vorbedeutung, daß man das Opfer einer Klatscherei wird;
– sehen: man wird von Krankheit befreit werden;
– ein Knoblauchfeld durchstreifen: die Not wird sich in Ansehen und Reichtum wandeln;
– essen: man lebt bewußt und jagt nicht irgendwelchen Idealen nach;
– Bei einer jungen Frau bedeutet dies, daß sie allein aus finanziellen Erwägungen heiraten wird, Liebe ist dabei nicht im Spiel.
(ind. ) : – sehen: Streit, böse Gerüchte;
– riechen: Widerwärtigkeiten;
– essen: Zank; du hast schlechte Angewohnheiten;
– pflücken oder kaufen: du trittst mit Juden in Geschäftsverkehr.
Knöchel
Volkstümlich:
(europ.) : – mit dem Fingerknöchel klopfen: bedeutet unerwiderte Zuneigung;
– eine Fuß- oder Knöchelverletzung: ist ein glückverheißendes Omen; jedoch erst nach einigen Schwierigkeiten.

806
Knochen
Assoziation: – Struktur; Klarheit; Stütze.
Fragestellung: – Was stützt mich? Wo suche ich nach Unterstützung?
Allgemein:
Wenn im Traum Knochen eine Rolle spielen, verlangt dies in der Regel vom Träumenden, sich darüber Klarheit zu verschaffen, was er als
seine Grundsubstanz betrachtet. Er muß „zum Elementaren zurückkehren“.
– Wirft man ihn einem Hund vor, kündigt das den Undank anderer Menschen an.
– Handelt der Traum von einem Hund, der einen Knochen frißt, heißt dies, daß der Träumende mehr auf seine Grundinstinkte hören soll.
– Findet der Träumende in seinem Traum einen Knochen, deutet dies auf etwas Wesentliches hin, das er in einer bestimmten Situation nicht
betrachtet hat.
– Knochen weist manchmal auf ein Geheimnis hin, d as man lüften sollte.
– Nagt man daran, soll das auf mühsame Arbeit hindeuten, die kaum Erfolg bringt.
Psychologisch:
Die Knochen bilden das Gerüst des Körpers und sind Zeichen für die Erfahrungen, Anschauungen, Einstellungen und Verhaltensweisen des
Träumenden. Sind die Knochen im Traum noch biegsam und jung, läßt dies auf die Anpassungs- und Entwicklungsfähigkeit des
Träumenden wie auch seine geistige Beweglichkeit schließen. Sind die Knochen dagegen steif und morsch, ist dies eine Warnung, nicht
starrsinnig und verknöchert zu werden, die Lebendigkeit nicht zu verlieren. Von einem Skelett zu träumen, deutet darauf hin, daß der
Träumende die Struktur seines Lebens überdenken sollte. Da sie zum Skelett des Menschen gehören, können sie im übertragenen Sinn auf
das Rückgrat schließen lassen. Wer an Armen und Beinen nur die Knochen sieht, legt etwas bloß, das ihm früher wichtig war, oder er hat
„keinen Mumm in den Knochen“, kann sich also nicht durchsetzen. Und wer welche abnagt, dem steht eine teure Zeit ins Haus,
möglicherweise deutet das Traumbild aber auch auf allzu große Sparsamkeit hin.
Spirituell:
Knochen sind ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Körpers. Häufig sind sie der Schlüssel zu den Belangen von Tod und
Wiederauferstehung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: schwere Arbeit bekommen;
– daran nagen: Sorge um das tägliche Brot;
– von Skeletten sehen: du wirst von Not und Verzweiflung heimgesucht werden;
– sammeln: durch Sparsamkeit wirst du zu Wohlstand gelangen;
– brechen: Verlust von Freunden, Geliebten;
– verbrennen: Traurigkeit steht dir bevor.
(europ.) : – sehen: kündet hohes und gesundes Alter an, auch viel „knochenharte“ Arbeit mit Verdienst;
– menschliche sehen: große Not wird auf einem zukommen;
– aus der Haut ragen sehen: Intrigen werden gegen einem gesponnen;
– daran nagen: deutet auf Nahrungssorgen auf Grund materieller Sorgen hin;
– den Hunden vorwerfen: man wird einem Menschen Gutes tun, aber Undank ernten;
– von Leichen sehen: kündet große Not an;
– einen Knochenhaufen sehen: man ist von Hunger und schädlichen Einflüssen bedroht;
– zerhacken: Gefahr, Hunger zu leiden;
– gekreuzte Knochen: der schlechte Einfluß anderer wird einem Ärger bereiten, und die
Aussicht auf Wohlstand ist nicht sehr vielversprechend;
– gekreuzte Knochen als Mon ogramm auf einer anonym zugeschickten Einladung zur Beerdigung: bedeutet, daß man
unnötige Ängste wegen einer Person aussteht; es werden grausame Ereignisse eintreten, die einem jedoch Gutes bringen.
(ind. ) : – daran nagen: in deiner Arbeit erfolgt ein plötzlicher Stillstand;
– sehen: ein Geheimnis wird dir enthüllt;
– verbrennen: du sorgst dich um deine Lieben.
(Siehe auch „Körper“, „Skelett“)
Knochenbruch
Psychologisch:
Ein Knochenbruch verweist im Traum immer auf einen Bruch im Sinne von Abbruch und Beendigung. In seltensten Fällen ist mit dem
Traumsymbol der Hinweis verbunden, daß man etwas überbelastet ist und deswegen zu Schaden kommen kann. Es ist bei diesem
Traumsymbol sehr wichtig zu betrachten, welcher Knochen bricht. Das ist symbolisch zu deuten. In den seltensten Fällen weist dieses
Traumsymbol auf reale Verletzungsgefahr hin.
– Armbruch: Der Armbruch schränkt die Handlungsfähigkeit des Träumenden enorm ein. Man kann nicht mehr greifen, das heißt
im übertragenen Sinn, daß man nicht mehr begreifen und etwas erfassen kann. So kann man auch nicht mehr sinnvoll handeln.
– Beinbruch: Der Beinbruch schränkt die Fortbewegung des Träumenden empfindlich ein. Damit schränkt man sich in seiner
Beweglichkeit und Freiheit ein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Knochenbruch erleidend: Ehre und Würde.
(europ.) : – sich ein Gliedmaße brechen: Fehlschlag von Unternehmungen.
Knochenmark
Allgemein:
Weil das Knochenmark die Lebenskraft und Stärke eines Menschen symbolisiert, verkörpert ein Traum, in dem Knochenmark vorkommt,
die Lebensqualität, die sich der Träumende wünscht.
Psychologisch:
Vielleicht ist dem Träumenden bewußt, daß er sich nicht im Gleichgewicht befindet und möglicherweise in Schwierigkeiten ist. Ein Traum
von Knochenmark kann auf ein Ungleichgewicht hinweisen.
Spirituell:
Ähnlich wie das Knochenmark im Körper etwas mit der Lebenskraft zu tun hat, kann es im Traum auf spirituelle Kraft verweisen.
(Siehe auch „Knochen“)

807
Knödel
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: du wirst viel Mühe haben;
– machen: bedeutet Klatsch und Tratsch um einen herum;
– essen: weist auf Behaglichkeit hin.
(Siehe auch „Klöße“)
Knollengewächse
Artemidoros:
Knollengewächse, Mohrrüben und andere nahrhafte Pflanzenkost bringen materielle Vorteile; einzig Leuten, die um Grund und Boden
prozessieren, sind sie ungünstig; denn diese Gewächse werden mitsamt den Wurzeln ausgerissen.
(Siehe auch „Gemüse“, „Nahrungsmittel“)
Knopf
Allgemein:
Der Knopf hält etwas zusammen, und so ist dieses Symbol auch meistens zu verstehen.
– Knopf kann eine gesicherte Lebenslage verkörpern.
– Verliert man ihn, kann das vor Treulosigkeit warnen.
– Wird er abgerissen, muß man mit Ärger rechnen.
– Ist er abgerissen, kann er auf eine abgerissene Verbindung hinweisen.
– Bekommt man einen Knopf angenäht, erhält man im Wachleben Protektion.
– Näht man ihn sich selbst an, bleibt man im Beruf fest im Sattel.
– Knöpfe stehen ab und zu auch für Geldstücke, die man einnehmen, aber für Nutzloses schnell wieder ausgeben wird.
Psychologisch:
Sind Sie „zugeknöpft“? Dann verschließen Sie sich vor Empfindungen, die Offenheit verlangen würden. Es geht nicht um Kleidung, wenn
man von Knöpfen und Knopflöchern träumt, sondern um „einengende Vorstellungen“ – oder um eine „aufgeschlossene Denkweise“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: man darf Gewinn und gute Zukunft erhoffen;
– verlieren: ein empfindlicher Geldverlust;
– annähen: halte deine Sachen besser zusammen.
(europ.) : – verheißen einen üblen Umgang, den man unbedingt meiden soll; man kann der Festigkeit seines Charakters nicht trauen;
– sehen für eine Frau: bringt Geld; Vorteile;
– sehen für einen Mann: Verzögerungen oder Schwierigkeiten in Liebesangelegenheiten;
– abreißen: kündigt Ärger an;
– einen verlieren: entweder verliert man wirklich einen Gegenstand, oder aber man wird bestohlen; bedeutet Untreue in der Liebe;
– viele verlieren und wenn die Hose droht zu rutschen, stehen Verluste im Geschäft ins Haus;
– annähen: man wird seine berufliche Position festigen oder verbessern können;
– glänzende an eine Uniform annähen: verheißt einer jungen Frau zärtliche Gefühle eines gutaussehenden und reichen Ehemanns;
einem Jugendlichen sagt dies militärische Ehren und eine glänzende Karriere voraus.
– stumpfe oder leinene: stehen für Enttäuschungen, Verluste und schlechte Gesundheit.
(ind. ) : – abreißen: du wirst dich mit deinen Kindern ärgern müssen;
– sehen: du sollst vor deinem Untergang gewarnt sein.
(Siehe auch „Nadel“, „Nähen“)
Knospe
Assoziation: – hervorbringen.
Fragestellung: – Was tritt aus meinem Inneren hervor?
Allgemein:
Von einer Knospe zu träumen bedeutet, daß der Träumende eine neue Art zu leben entfaltet, neue Erfahrungen macht oder neue Gefühle
kennenlernt. Stirbt die Knospe ab oder verwelkt sie, deutet dies auf das Scheitern eines Vorhabens hin. Knospe steht ähnlich wie Keim für
Entwicklungen, die bereits angelegt sind, sich aber noch nicht entfaltet haben; häufig bezieht sich das auf eine Gefühlsbindung.
Psychologisch:
Neue Ideen und Denkweisen bergen ein großes Potential, welches der Träumende bisher nicht angezapft hat. Die Knospe offenbart vielleicht
aufkeimende Liebe, bei der man sich aber noch bedeckt hält. Wenn eine Knospe abgeschlagen wird, kann sich möglicherweise ein bisher
herzliches Verhältnis trüben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Knospe im Traum die sich vor dem Träumenden entfaltende Welt in ihrer ganzen
Beeinflußbarkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: der Eintritt einer segensreichen Zukunft; eine neuer Lebensweg beginnt, der letztens Ende
sich als richtig und nutzbringend herausstellen wird und viele Erfahrungen mit sich bringen wird;
– abbrechen: ein wichtiges Vorhaben wird scheitern.
(europ.) : – eine neue Liebe und Verlobung, Erfreuliches und Glück.
(ind. ) : – sehen: Liebe, Verlobung, Erfüllung deiner Herzenswünsche.
(Siehe auch „Blumen“, „Keim“)
Knoten
Assoziation: – Bande; Verstrickung; Komplikation; Einschränkung; Zusammenhalt.
Fragestellung: – Was ist in mir verbunden? Was will ich verbinden? Was fürchte ich zu verbinden?
Was fürchte ich zu verbinden? Wo sind mir die Hände gebunden?
Allgemein:
Ein Knoten in seiner negativen Bedeutung kann Verwicklungen und Verwirrungen anzeigen, die zu Problemen führen, wenn man sie nicht
löst. Die Lösung kann Schritt für Schritt „ausgetüftelt“ werden. Knotet man etwas auf, wird man allmählich zu besseren Einsichten gelangen.
Schneidet man den Knoten durch, verspricht das eine rasche Klärung. In seiner positiven Bedeutung kann ein Knoten die Bande
symbolisieren, die den Träumenden mit seiner Familie, seinen Freunden oder der Arbeit verbinden.

808
Psychologisch:
Erscheint dem Träumenden ein verknotetes Seil, eine Kordel oder Schnur, die dick verknotet ist, belastet ihn ein Problem, das ihm unlösbar
erscheint. Alexander der Große hieb der Sage nach den gordischen Knoten einfach mit dem Schwert entzwei und löste so die, scheinbar
unlösbare Aufgabe. Wer es dem Welteroberer im Traum gleichtut, dem werden zündende Ideen und durchführungsreife Pläne zum Erfolg
verhelfen. Das Traumbild des Knotens kann dem Träumenden zeigen, daß es für sein Problem eine ganz simple Lösung gibt. Sieht der
Träumende in seinem Traum einen einfachen Knoten, könnte dies sein Bedürfnis darstellen, bei einem Vorhaben eine andere Richtung
einzuschlagen. Ein komplizierter Knoten verweist möglicherweise darauf, daß er in einer Situation durch ein Gefühl von Verpflichtung oder
Schuld blockiert ist. Wahrscheinlich braucht der Träumende in einem solchen Fall seine Einbindung in die Beziehung zu einem anderen
Menschen oder in eine Arbeitssituation lediglich zu lockern.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht der Knoten im Traum für spirituelle Kontinuität oder Verbindung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: gleichbedeutend mit verschiedenen Verlegenheiten oder Verwicklungen, in die man gerät;
– machen: du wirst deine nächste Umgebung in Verlegenheit bringen;
– auflösen: du hast in nächster Zukunft verwickelte Verhältnisse zu entwirren.
(europ.) : – zeigt an, daß man nicht ohne Kampf durch das Leben kommen dürfte, ferner auf eine Verwicklung oder Verlegenheit;
auch: sagen große Sorgen über belanglose Dinge voraus;
– eine verknotete Schnur sehen: man hat selbst eine verworren e Situation verursacht;
– einen binden: steht für Unabhängigkeit; man wird nicht zulassen, von einem übelgelaunten Freund kritisiert zu werden;
– auflösen: bedeutet, daß man Verwicklungen entgehen oder endlich auflösen kann; bringt die Erfüllung eines Wunsches;
– einen durchschneiden: man wird mit einer radikalen Lösung ein Problem beseitigen;
– ein loser Knoten: man sollte die Verbindungen zu einem betreffenden Menschen besser pflegen;
– Für eine Frau sagt dies, wenn ihr Geliebter einen anderen Mann bemerkt, wird Sie ihn sofort zurechtweisen können.
(ind. ) : – lösen: deine Wünsche erfüllen sich; Ausdauer wird dir Vorwärtskommen ermöglichen;
– knüpfen: Verwirrung einer wichtigen Angelegenheit;
– sehen: Last und Armut umgeben dich.
(Siehe auch „Held“, „Knäuel“)
Knüppel
Allgemein:
Handelt ein Traum davon, daß der Träumende einen anderen Menschen mit einem Knüppel schlägt, deutet dies auf innere Gewalttätigkeit
hin, die nicht zum Ausdruck gekommen ist. Es kann sich auch um gefährliche Autoaggressionen handeln.
Psychologisch:
Der Träumende verfügt über ein großes Maß an Kraft, für das er ein Ventil finden muß, um nicht die Kontrolle darüber zu verlieren.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Knüppel das Männliche, auch wenn etwas Grausames damit zum Ausdruck kommt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man versucht dir zu schaden;
– sich damit wehren: deine Selbstverteidigung ist notwendig.
(Siehe auch „Schlagen“)
Kobolde
Assoziation: – Erscheinungsform der Angst.
Fragestellung: – Welche Ängste bin ich mir anzusehen oder mich damit zu konfrontieren bereit?
Allgemein:
Wenn ein Kobold im Traum auftaucht, sagt er dem Träumenden meist Unordnung und Schwierigkeiten voraus. Ein Kobold hat häufig eine
ähnliche Bedeutung wie der Teufel, der den Träumenden quält, ihm Schwierigkeiten bereitet und Schaden zufügt.
Psychologisch:
Waldgeister wie Kobolde und Nixen können die unkontrollierten, negativen Persönlichkeitsanteile des Träumenden zum Ausdruck bringen
und decken dabei die Schattenseiten unseres Charakters auf. Der Kobold schafft dann instinktiv Chaos und hat daran große Freude. Der
Traum kann ein Hinweis auf Kontrollverlust sein. Im positiven Sinne können Kobolde und Nixen die uns im Traum begegnen, uns seelisch
auf die Sprünge helfen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Teufel in seiner Eigenschaft als Verführer im Traum als Kobold oder als Manifestation einer besonderen
störenden Figur auftauchen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Kummer und Enttäuschung; es werden einem Schwierigkeiten aus einem scheinbar belanglosen Vergnügen erwachsen;
– meinen, man sei einer: Dummheit und Laster werden einem verarmen lassen.
(Siehe auch „Geister“, „Nixen“, „Nymphe“, „Teufel“)
Kobra
Psychologisch:
Die Schlange, die den Pharaonen Schutz anbot, wenn sie nur verehrt wurde. Sie ist Sinnbild des Instinktes, aber sie besitzt auch Gift.
(Siehe auch „Schlangen“)
Koch
Artemidoros:
Ein Koch im Haus bringt Heiratslustigen Glück; denn bei Hochzeiten benötigt man ihn. Ebenso Armen; denn Herrschaften, die an reich
besetzter Tafel speisen, beschäftigen einen Koch. Kranken zeigt er Verschlimmerungen, Entzündungen und eine wechselhafte Mischung der
Säfte an, wodurch sich nach Ansicht der Fachleute bitterer Gallenfluß bildet; schließlich bedeutet er Tränen wegen des Rauches, der bei
seiner Arbeit entsteht. Verborgenes bringt er zutage und geheime Machenschaften deckt er auf, weil die Künste eines Kochs aufgetischt und
den Gästen vorgesetzt werden und ihre Qualität auf diese Weise offenbar wird.

809
Allgemein:
Koch (Köchin) bringt zum Ausdruck, daß man Erfahrungen und Ergebnisse bewußt verarbeiten muß, damit sie nicht länger belasten; das
wird meist als Hinweis auf eine günstige Wendung im Leben verstanden. Er ist der Seelenkoch, der uns entweder ein trübes Süppchen
vorsetzt, an dem wir im Wachleben ganz schön zu würgen haben, oder er stillt unser Verlangen nach der Speise, die Lebensenergie vermittelt
(„Hunger ist der beste Koch“). Es gilt zu bedenken, daß viele Köche den Brei verderben können. Für arme Menschen ist es ein günstiger
Traum, einen eigenen Koch zu haben. Er zeigt Strebsamkeit an, die von Erfolg gekrönt sein wird. Ist man selbst der Koch, so bezieht sich der
Traum auf die ganze Lebensführung und weist auf Veränderung der Persönlichkeit im Sinne von Weiterentwicklung hin. Beachten Sie,
welche Speisen Sie kochen, ob das Essen gelingt, das Mahl hinterher zusagt.
Psychologisch:
Wenn im Traum ein Koch vorkommt: Was hat dieser „besorgt“? Ist man vielleicht ganz übermäßig um den Schutz von jemandem, der einem
nahesteht, besorgt? Köche sind sprichwörtlich launenhaft und aufbrausend: Trifft dies etwa auch auf den eigenen gegenwärtigen
Gemütszustand zu? Ist man selbst im Traum der Koch, kann dies bedeuten, daß man Liebe und Zuwendung braucht – oder aber, daß man
beides großzügiger austeilen sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: du mußt dich vor Verschwendung und Naschhaftigkeit hüten;
auch: kündigt eine geheime Machenschaft an; die letztlich aufgedeckt wird.
– Köchin: gute Aussichten.
(europ.) : – Koch sehen: verheißt gute Zeiten; bringt Freude;
– Köchin: du wirst eine Landpartie mitmachen;
– Köchin kochen sehen: geordnete Verhältnisse;
– entlassen: man wird seine Ausgaben beschränken müssen;
– selbst sein: bringt eine angenehme Überraschung.
(ind. ) : – sehen: ungünstige Nachrichten.
(Siehe auch „Hunger“, „Rezept“)
Kochen
Assoziation: – Zubereitung von Nahrung.
Fragestellung: – Was nähre ich in mir selbst oder in anderen?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum selbst etwas kocht, bedeutet dies, daß er Nahrung zubereiten oder Hunger stillen will. Weder
Nahrung noch Hunger müssen sich auf die körperliche Ebene beschränken, sondern können etwas Subtileres darstellen, wie etwa den
Wunsch, eine offene Chance richtig zu nutzen. Sieht man sich selbst kochen, könnte ein Familienfest in Sicht sein; wenn andere kochen,
steht vielleicht eine Einladung ins Haus. Meist aber umschreiben diese beiden Bilder, daß man eventuell vor Wut kocht oder sein Süppchen
am Feuer anderer zubereiten will, die gleichfalls nur mit Wasser kochen.
Psychologisch:
Damit der Träumende in seinem Leben erfolgreich vorankommt, muß er vielleicht bestimmte Teile seiner Existenz auf eine neue Weise
zusammensetzen. Wenn sich der Träumende in seinem Traum mit Knochen beschäftigt, wird dieser Sachverhalt unterstrichen. Begabungen
müssen genährt und gepflegt werden, wenn sie nicht verkümmern sollen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Kochen im Traum ein hohes Maß an Kreativität symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine frohe Festlichkeit in Aussicht haben;
– selbst: befasse dich nicht mit Dingen, die du nicht verstehst, du könntest dir sonst selbst schaden.
(europ.) : – sehen oder selbst kochen: verspricht eine Hochzeit oder eine gute Partie; auch: eine angenehme Aufgabe;
man wird Besuch erhalten von vielen Freunden;
– mit Mißmut kochen: es können ärgerliche oder enttäuschende Dinge passieren.
(ind. ) : – sehen: man wird dich zu einer Taufe einladen;
– selbst: du wirst anderen Freude machen.
(Siehe auch „Koch“, „Küche“)
Köcher
Volkstümlich:
(europ.) : – mit Pfeilen: du wirst dich verlieben.
Kochherd
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: große Unannehmlichkeiten werden durch zeitiges Handeln abgemildert werden;
– Träumt eine junge Frau davon, am Herd zu stehen, wird sie jemandem zu schnell ihre
Sympathie zeigen und dadurch eine gute Freundschaft aufs Spiel setzen.
Kochlöffel
Volkstümlich:
(europ.) : – Fröhlichkeit.
Köder
Allgemein:
Köder symbolisiert Täuschungen und Hinterlist, mit der man zu bestimmten Dingen veranlaßt werden soll; die Warnung kann nur aus den
konkreten Lebensumständen verstanden werden. Wird im Traum einer Frau ein Köder ausgelegt, kann dies ihre Zweifel darüber ausdrücken,
ob sie für einen erwünschten Partner attraktiv genug ist. Vielleicht glaubt die Träumende, den Kandidaten für eine Partnerschaft in eine Falle
locken und umgarnen zu müssen.
Psychologisch:
Der Köder im Traum kann sich auch auf einen Persönlichkeitsanteil des Träumenden beziehen, der eigens auf raffinierte Weise
hervorgelockt werden muß, damit er in der Gesamtpersönlichkeit integriert werden kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene signalisiert der Köder im Traum ein gefährliches Spiel mit dem Bösen, welches der Träumende auf irgendeine Art
„reizen“ muß, damit es ihm in die Falle geht und schließlich kontrolliert werden kann.

810
Volkstümlich:
(arab. ) : – auslegen: man wird seinen Partner oder seine Freunde auf Treue prüfen.
(europ.) : – vertraue nicht blindlings denen, die sich um jeden Preis des Wohlwollen versichern wollen.
Koffer
Allgemein:
Früher wurde der Traum von einem Koffer als bevorstehende Reise, möglicherweise über längere Zeit, gedeutet. Koffer (Reisetasche) steht
manchmal wirklich mit einer geplanten Reise in Beziehung und muß dann meist nicht weiter gedeutet werden. Heute, da Reisen zu etwas
Alltäglichem geworden ist, liegt es näher, das Traumsymbol Koffer als Aufbewahrungsort für alte Dinge zu sehen und daher auf alte, längst
überholte Ideen und Vorstellungen zu schließen. Allgemein symbolisiert er dann das Gedächtnis. Verliert man den Koffer im Traum, heißt
das, daß man zuwenig über seine Probleme nachdenkt, sie verdrängt. Oft kommen darin aber auch sexuelle Bedürfnisse zum Vorschein oder
man wird auf Geheimnisse hingewiesen.
Psychologisch:
Der Koffer im Traum deutet auf Probleme und Belastungen hin, die der Träumende auf seiner Lebensreise zu tragen hat oder auf sich
nehmen soll. Darin sind Sorgen und Probleme verpackt, aber auch noch unausgereifte Ideen und Gedanken, die eines Tages zum eigenen
Nutzen ausgepackt werden können. Das Bild weist vielmehr darauf hin, daß er sich mehr mit seinen Problemen auseinandersetzen soll.
Manche Menschen verhalten sich wie Hamster und bewahren allen möglichen Kram, sei er materieller oder geistiger Natur, lange Zeit auf.
Wenn im Traum ein Koffer vorkommt, bedeutet dies, daß es an der Zeit ist, den „Deckel zu öffnen“ und den Mut aufzubringen, um die
ausgedienten Dinge auszusortieren. Meist tritt der Traum von einem Koffer wiederholt auf, da der Mensch zwar grundsätzlich bereit ist,
Nutzloses auszurangieren, mit der tatsächlichen Durchführung aber weniger gut zurechtkommt.
– Findet der Träumende einen Wertgegenstand, wie zum Beispiel einen Edelstein, im Koffer, bedeutet
das, daß er auf viel Gutes stoßen kann, wenn er sich zu einem persönlichen „Frühjahrsputz“ durchringt.
– Verliert er den Koffer im Traum, heißt dies nicht etwa, daß er die Schwierigkeiten losgeworden ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet ein Koffer im Traum, daß der Träumende die verborgenen Tiefen seines Selbst erforschen muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – leeren sehen, packen oder besitzen: eine baldige Reise antreten;
– gefüllten sehen oder besitzen: Geschenke erhalten; in geordnete Verhältnisse kommen;
– andere packen sehen: man sollte das Verhältnis zu seinen Freunden überdenken und versuchen
sich von ihnen nicht zu sehr abhängig zu machen, da man im Ernstfall auf sich selbst gestellt ist.
(europ.) : – sehen: böse Nachricht; auch: stehen für Reisen mit unglücklichem Verlauf;
– sehen und/oder kaufen: man wird ein Geheimnis erfahren;
– offenen sehen: warnt vor Dieben;
– einen geschenkt erhalten: bringt eine angenehme Überraschung;
– packen: eine bevorstehende schöne Reise;
– ein schlecht gepackter Koffer: verheißen Streitereien und eine hektische Reise, die nur Unzufriedenheit hervorruft;
– leerer Koffer: sagt Enttäuschungen in der Liebe und Ehe voraus;
– überprüft ein Vertreter den Inhalt eines Koffers gründlich: zeigt Vorteilhaftes an;
ein für die Ware zu kleiner Koffer: er wird bald befördert werden und seine Wünsche bald erfüllt;
– Eine junge Frau, die im Traum ihren Koffer nicht öffnen kann, wird sich um einen wohlhabenden Mann bemühen, ihn
aber nicht bekommen. Wenn sie ihren Koffer nicht verschließen kann, wird sie eine schöne Reise nicht antreten können.
(ind. ) : – sehen: deine Reise muß noch wenig aufgeschoben werden.
(Siehe auch „Gepäck“, „Reise“, „Reisegepäck“)
Kognak
Volkstümlich:
(arab. ) : – trinken: sei nicht unmäßig.
Kohl
Artemidoros:
Das sogenannte weiße Gemüse bedeutet eitle Hoffnungen, weil sie samt und sonders den Magen beschweren und keinen Nährwert haben.
Kranken und Reisenden prophezeien sie chirurgische Eingriffe und Wunden, hervorgerufen durch Eisen, weil man diese Gemüsearten
zerhackt.
Allgemein:
Traditionell: Ein runder, fester Kohlkopf galt als Zeichen für gute Gesundheit und ein langes Leben.
Psychologisch:
Symbol für einfache, ursprüngliche Nahrung – auch geistig.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Trauer, Mißmut und Verzweiflung;
– Kohl anbauen: behagliches Leben;
– essen: beschwerliches Fortkommen;
– Kohlgarten sehen oder betreten: Ärger im Übermaß bekommen; Verdrießlichkeit.
(europ.) : – oder Kohlköpfe sehen: deutet auf Reichtum und Glück; Gesundheit und langes Leben;
auch: bringen Schlechtes; Ereignisse können sich nur so überschlagen;
– grünen sehen: deutet dies auf Untreue und Ehebruch hin;
– Kohlköpfe abschneiden: Eifersucht;
– pflanzen: verspricht ein gutes Leben;
– zerkleinern: man sinkt wegen Verschwendungssucht immer tiefer ins Verderben;
– essen: unerwarteter Kummer, Verlust und Krankheit.
(ind. ) : – pflanzen: durch deine eigene Schuld bist du in Not geraten;
– anbauen: behagliches Leben;
– essen: beschwerliches Fortkommen;
– sehen: Verdrießlichkeit.
(Siehe auch „Gemüse“)

811
Kohlen
Assoziation: – Materie im Rohzustand; Wärmequelle; potentielle Diamanten.
Fragestellung: – Welche Potentiale trage ich in mir?
Allgemein:
Kohle wird teilweise im Sinn von materiellem Besitz verstanden, nach dem man strebt. Ein großer Haufen Kohlen läßt demnach finanziellen
Gewinn erwarten. Aber sie sind auch im Traum Energieträger; wenn sie zum Beispiel hell brennen, läßt das auf ein freudvolles Ereignis
schließen. Schwelen sie aber nur unter großer Rauchentwicklung, ist unsere Zukunftsplanung gefährdet oder Trauer steht ins Haus. Glühende
Kohlen sollen nach alten Traumdeutung für Glück und Zufriedenheit stehen, erloschene auf Kummer in einer Liebesbeziehung hinweisen.
Heizt man mit Kohlen, warnt das oft vor Verschwendung.
Psychologisch:
Oft steht sie für seelisch-geistige Werte wie Weisheit, die man aus früheren Erfahrungen gewonnen hat und aus denen man Energie schöpft.
Da auch der Diamant aus Kohlenstoff besteht, kann Kohle auch manchmal wie er gedeutet werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder schaufeln: ein reichliches Auskommen;
– gestapelter Kohlehaufen: man muß sich um seine Zukunft keine Gedanken machen;
– bereits im Feuer liegend: eine ereignisreiche Zeit steht bevor;
– glühende: befasse dich nicht mit Dingen, die dir leicht schaden können;
auch: eine Liebe wird sich als Strohfeuer erweisen;
– verbrannte: man wird durch Verleumdung in Schwierigkeiten geraten.
(europ.) : – sehen: verspricht reichliche Erfolge, viel Nahrung; Reichtum und Glück;
– glanzlose Kohle: bedeutet Ärger und Enttäuschungen;
– damit umgehen: verheißt ungetrübte Freude;
– damit handeln: ein gutes Symbol für Wohlstand;
– auf Kohlen sitzen: man wartet ungeduldig auf etwas;
– rot glühende: bei positiven Traumgeschehen verkünden sie ein unverhofftes Glück; du wirst innig geliebt;
bei negativen Traumbildern: man wird sich für eine Handlung schämen müssen;
auch: verkünden Vergnügen und viele angenehme Veränderungen im Leben;
– damit heizen: kündet ein Unglück an;
– sich in einer Kohlegrube befinden: bedeutet Gefahr fürs Geschäft und Enttäuschung in der Liebe.
(ind. ) : – erloschene: Liebeskummer plagt dich;
– glühende: du bist zufrieden mit deinem Gewinn.
(Siehe auch „Diamant“, „Geld“)
Kohlenbrenner
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen sehen oder sprechen: in schwierige Verhältnisse geraten.
(ind. ) : – du wirst auf Umwegen ans Ziel kommen.
Kohlenbergwerk / Kohlenmine / Zeche
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen, sich darin aufhalten: du wirst eine reiche Witwe (Witwer) heiraten;
– sich darin befinden und Minenarbeiter sehen: ein böser Wille wird seine Macht ausüben, um einen zu ruinieren;
– Anteile besitzen: verheißt eine sichere Investition in ein Geschäft;
– Baut eine junge Frau Kohle ab, wird sie die Ehefrau eines Immobilienhändlers oder eines Zahnarztes.
(Siehe auch „Bergbau“)
Kohlgarten (Siehe „Kohl“)
Kohlrabe
Volkstümlich:
(arab. ) : – (auf sich zufliegen) sehen: ein Todesfall in weitläufigen verwandtschaftlichen Kreisen.
Kohlrüben (Siehe „Kohl“)
Koitus
Psychologisch:
Läßt nur bedingt eine sexuelle Deutung zu. Als Symbol meint er oft die geistige Befruchtung, die Neugeburt der Seele.
(Siehe auch „Beischlaf“)
Kojote
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wild; schlau; heilig; profan; Sänger; Überleben; Ausdauer; Anpassungsfähigkeit; schnell; jaulend; Shawnodese, südlicher
Hüter des Geistes.
Beschreibung: Der Kojote, im Medizinrad mit dem Süden und mit Shawnodese, dem südlichen Hüter des Geistes, verbunden, war für viele
erdverbundene Völker eine Figur mit starker Symbolkraft. Meistens wurde er als Trickkünstler, manchmal auch als Clown betrachtet, der
sowohl heilig als auch profan dar gestellt wurde. Der Kojote ist ein Verwandter des Wolfs und kommt im westlichen Nordamerika vor. Er
singt ein wildes, schauerliches und unvergeßliches Lied und ist Fähig, fast jede
Situation zu überleben. Der Kojote ist ein Allesfresser und ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems, da Nagetiere einen großen Anteil
seiner Nahrung ausmachen. Weil er sich in den letzten Jahren vermehrt ausbreiten konnte, versuchen in einigen Teilen des Landes
Menschen, die Kojoten für das fürchten, was sie sind und darstellen, wieder Gesetze zu erlassen, die sie zum Abschuß freigeben. Wenn das
geschieht, dann könnte es gut sein, daß der Kojote wie der Büffel zu einem vom Aussterben bedrohten Tier wird.
Allgemeine Bedeutung: Ausgetrickst werden müssen, um zu wachsen; ausgetrickst werden, um dir beim Wachsen zu helfen; der Aspekt des
Trickkünstlers in deiner eigenen Natur; die natürliche Welt, die dem Menschen überlegen ist; ein Blick auf das, was in dir natürlich ist;
Überlebenskünstler.
Assoziation: Verkörperung der Feigheit.

812
Transzendente Bedeutung: Der Kojote kann ein Trickkünstler, ein Symbol der Zwiespältigkeit sein. Begegne diesem Symbol mit Vorsicht.
Wie beim Clown mag auch beim Kojoten das, wozu er dich ermutigt, genau das sein, was du tun solltest, oder das genaue Gegenteil.
Medicine Eagles Lehre: Trickkünstler; Anpassungsfähigkeit; verleitet uns zu sehen.
Kokain
Volkstümlich:
(europ.) : – schnupfen: bedeutet Verderben;
– damit handeln: man wird ein Verbrechen begehen.
Kokarde
Volkstümlich:
(europ.) : – (Abzeichen, Schleife) tragen oder sehen: Krieg;
– fremde: Verrat.
Kokon
Assoziation: – Entwicklung in geschütztem Umfeld; Sicherheit.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir muß geschützt werden, um wachsen zu können?
Allgemein:
Ein Kokon im Traum bedeutet erstens ein Handlungspotential, welches der Träumende bisher noch nicht erkannt hat, und zweitens Schutz
für ein Vorhaben, das ruhen muß, bis die Zeit reif ist, um es voranzutreiben.
Psychologisch:
Es geschehen innere Veränderungen mit dem Träumenden, jedoch auf einer sehr subtilen Ebene, die von ihm nicht unmittelbar erkennbar ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Kokon im Traum eine Metamorphose und magische Kraft.
Kokosnuß
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: kündigen Enttäuschungen und Schicksalsschläge an; möglicherweise wird man von falschen Freunden getäuscht;
– finden: bedeutet, daß zum Glück auch Verstand gehört;
– abgestorbene Kokosnußbäume: prophezeien Trauer oder den Tod eines nahestehenden Menschen.
Kolben
Allgemein:
Ein Kolben im Traum kann sexuelle Aktivität oder den Sexualtrieb darstellen. Als Traumsymbol weist er eher auf einen mechanischen Akt
hin, als auf einen Liebesakt. Dies zeigt dem Träumenden vielleicht seine Einstellung zu seiner Sexualität. Im Traum einer Frau kann ein
Kolben ihre Angst enthüllen, sexuell verletzt zu werden. Vielleicht fühlt sie sich benutzt und vermißt Zärtlichkeit. Im Traum eines Mannes
kann ein solches Traumbild auf sein Identitätsgefühl und auf seine Männlichkeit hinweisen. Wenn der Kolben nicht steif ist, verbirgt sich
dahinter möglicherweise seine Angst vor Impotenz. Im Traum einer Frau könnte dieses Bild auf einen Mangel an Vertrauen in ihren Partner
schließen lassen.
Psychologisch:
Ein Kolben kann auch das Streben nach Erfolg symbolisieren. Vielleicht muß der Träumende seine Bemühungen verstärken, wenn er sein
Ziel tatsächlich erreichen will. Möglicherweise wird er erkennen, daß eine konzentrierte Anstrengung, die recht mechanisch sein kann, in
diesem Stadium eine kreativere Note erhält. Ein Kolben, der ja nur ein Teil einer Maschine ist, braucht die restlichen Bestandteile des
Motors, wenn er Leistung erbringen soll. Nicht zuletzt ist Kraftstoff vonnöten, wenn der Träumende in einem bestimmten
Entwicklungsstadium mechanisch handeln muß.
Spirituell:
Der spirituelle Trieb, daß heißt das Verlangen nach Ganzheitlichen, bedarf eines vollständigen Einsatzes, und die Chancen auf Erfolg für den
Träumenden stehen besser, wenn er seine Ressourcen richtig nutzt.
Volkstümlich:
(europ.) : – als Waffe: Glück und Auszeichnung.
(Siehe auch „Motor“)
Kolibri
Medizinrad:
Schlüsselworte: Flink; wunderschön; lebhaft; musikalisch; heilig; Geheimnis; Heilung; Freude; Ausdauer; Klarheit; östlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Der Kolibri wird im Medizinrad mit der äußeren Position des östlichen Seelenpfads und mit der Klarheit assoziiert. Kolibris
sind winzige, wunderschöne Vögel, die sich sowohl von Insekten als auch von Nektar ernähren, den sie mit ihrem langen Schnabel vom
Grund der Blüte aufnehmen. Damit unterstützen sie die Pflanze bei der Fortpflanzung. Wenn sie in der Luft über der Blüte stehenbleiben,
dann schlagen ihre Flügel bis zu neunzigmal in der Sekunde und verursachen ein summendes Geräusch. Zusätzlich können sie wie
Hubschrauber vorwärts, rückwärts, nach oben und nach unten fliegen. Die Flügel der kleinen Vögel schillern im Sonnenlicht oft in allen
Regenbogenfarben. Kolibris sind nicht nur sehr schnell, sondern auch ausgesprochen geduldig. Menschen und Kolibris in den Vereinigten
Staaten erfreuen sich aneinander: Menschen verwöhnen die Vögel mit Zuckerwasser, und die Vögel inspirieren sie im Gegenzug mit ihrer
Schönheit.
Allgemeine Bedeutung: Deine Fähigkeit, mit deiner Energie ins Zentrum einer Sache vorzustoßen; Negativität aus einer Situation
herauslösen, die Dinge klarer und reiner machen, als sie zuvor waren; zum Herz der Sache vorstoßen.
Assoziation: Fliegender Diamant.
Transzendente Bedeutung: Eine Heilung, insbesondere einer alten Wunde oder eines Abszesses; eine Gabe, welche die widersprüchlichen
Elemente in einem Menschen oder zwischen mehreren Personen in Übereinstimmung bringt; ein Bote, der dich andere Schöpfungsreiche
einführen kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – Geschenk, Freude; auch: Reise in ein fremdes Land und erfolgreiche Geschäfte dort.

813
Kolik
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: leicht erkranken.
(europ.) : – ist ein Zeichen für ein schlauen Gedanken, den man fassen wird, um einen Vorteil zu genießen.
Kollege
Assoziation: – Zusammenarbeit; Arbeit an Beziehungen.
Fragestellung: – Inwiefern bin ich bereit, mich kooperativer zu zeigen? Was läuft gut oder schlecht für mich?
Kollekte
Volkstümlich:
(europ.) : – Gewinn.
Kolliers
Psychologisch:
Das Tragen eines schönen Kolliers im Traum ist meist Wunscherfüllung; falls es eine Kette oder sehr schwer war, fühlt man sich vielleicht
im Wachleben eingeengt. Wird man in eine Richtung gedrängt, die man nicht will? Drückt einem eine schwere Verpflichtung?
(Siehe auch „Schmuck“)
Kollision
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Zeichen mentalen Unfriedens; man muß alle Selbstbeherrschung aufbieten müssen, um die Wirkung schlechter Einflüsse
zu überwinden.
Kolonialwarenladen
Volkstümlich:
(europ.) : – ein einladender und sauberer Laden: bedeutet Ruhe und Behaglichkeit.
Koloß
Volkstümlich:
(arab. ) : – drohendes Verderben.
Kolosseum
Volkstümlich:
(europ.) : – stellt Vergnügungen in Aussicht.
Komet
Assoziation: – Bote; Erwachen oder Entfesselung von Energie.
Fragestellung: – Nach welcher Vision suche ich?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum einen Kometen sieht, erkennt er, daß möglicherweise sehr schnell Umstände entstehen können, über
die er keine Kontrolle hat. Das Ergebnis ist vielleicht unvermeidbar. Komet wird traditionell als Zeichen des Unglücks gedeutet. Allgemein
kann er auch eine Lebensveränderung ankündigen, aus der man grundlegend gewandelt hervorgeht. Vielleicht aber auch kommt die Antwort
auf ein Problem mit Lichtgeschwindigkeit auf den Träumenden zu.
Psychologisch:
Von den antiken bis zum aktuellsten Schweifstern unserer Zeit – Kometen galten immer als „Himmelszeichen“, die besondere Ereignisse
ankündigen sollten. So sind sie auch als Traumsymbol zu verstehen – sie haben Hinweischarakter und meistens Themen wie Erfolgs- und
Leistungsanstieg zum Inhalt. Wenn Sie ihren persönlichen Kometentraum (durch Ihr geschärftes Erinnerungsvermögen) entschlüsseln
können, „ist Ihnen ein Stern aufgegangen“. (Das war die traditionelle Deutung, die lautete, daß man „so lange zum Himmel schauen soll, bis
einem ein Stern den Gedanken weist.“) Dann stünde Ihrem „kometenhaften Aufstieg nichts mehr im Wege. Auf jeden Fall wäre er dann ein
Glückssymbol – zumindest, bis ein Kometeneinschlag auf unserem Planeten das Gegenteil beweist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Komet im Traum auf nahende Schwierigkeiten, Krieg, Feuer oder eine andere Gefahr hinweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Streit, Krieg und schwere Zeiten in Aussicht haben;
eine unerwartete Nachricht erhalten, die wiederum unruhige Zeiten zur Folge haben wird;
– Sternschnuppe: ein langersehnter Wunsch wird in Erfüllung gehen.
(europ.) : – einen sehen: bedeutet Krieg, Tod und Krankheit; deine Hoffnungen werden sich nicht erfüllen; eine schlechte Ernte, unverhoffte
Nachrichten; man vermeide Wechsel und Reisen; man wird Prüfungen unterworfen, die man besteht und zu Ruhm gelangt;
– von der Entdeckung eines solchen in der Zeitung lesen: bringt eine Umwälzung im Lande:
– Für einen jungen Menschen bedeutet dieser Traum Kummer.
(ind. ) : – sehen: sehr schlimme Zeiten, Unglücksfälle in Aussicht; ein schweres Jahr mit vielen Plagen.
Komfort
Volkstümlich:
(europ.) : – in Komfort und Luxus leben: ist ein Omen des Gegenteils.
Komiker
Allgemein:
Komiker (Komödie) warnt manchmal davor, daß man sich lächerlich machen wird. Außerdem kann dadurch angezeigt werden, daß man eine
Angelegenheit nicht zu ernst nehmen sollte. Altindische Traumbücher sehen darin Grund zur Freude über gute Geschäfte.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder sein: verkündet, daß man Anlaß zum Spott geben, daß man sich leicht lächerlich machen wird.
(Siehe auch „Komödiant“)

814
Komisches Lied
Volkstümlich:
(europ.) : – hören: man wird eine Gelegenheit mißachten, Geschäfte voranzutreiben und Annehmlichkeiten zu genießen;
– ein lustiges Lied singen: für eine bestimmte Zeit erwartet einem Vergnügen;
Schwierigkeiten werden einem bald darauf überwältigen.
Kommando
Volkstümlich:
(europ.) : – jemanden kommandieren: beinhaltet Schwierigkeiten;
– einen anderen kommandieren sehen: beinhaltet Zorn und Autorität.
Kommers
(Feierliches Trinkgelage einer Studentenverbindung.)
Volkstümlich:
(europ.) : – mitmachen: Geldverlust.
Kommis
(Handlungsgehilfe eines kaufmännischen Angestellten.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – fade Schmeichler umgeben dich.
(Siehe auch „Handelsmann“, „Kaufmann“)
Kommißbrot
(Rechteckiges Vollkornbrot der Soldaten. „Atombrot“)
Volkstümlich:
(europ.) : – Feinde wollen dich verderben.
(Siehe auch „Brot“)
Kommune
Assoziation: – kollektive Energie; einheitlicher Glaube.
Fragestellung: – Was möchte ich zusammenfügen? Wer sind meine Gleichgesinnten?
Psychologisch:
Ähnlich wie bei einem Club ist eine Kommune oder eine Gemeinschaft in der Regel ein Zusammenschluß Gleichgesinnter. Aber in einer
Kommune leben und arbeiten, verlangt normalerweise auch Opfer nach dem Motto: „Wir bekommen nur wenig Geld für harte Arbeit.“ War
man in seiner Traum- Kommune oder – Gemeinschaft ein williger Arbeiter oder fühlte man sich doch eher ausgebeutet? Mit anderen Worten:
Fühlt sich das Wach-Ich in irgendeiner Weise übervorteilt? Wenn man aber fleißig gearbeitet hat, weil man wußte, alle zogen am gleichen
Strang der gemeinsamen Sache, dann hat man vermutlich das Gefühl, im Wachleben deutlich mehr für die Gemeinschaft und das
Allgemeinwohl tun zu müssen.
Kommunikation
Allgemein:
Kommunikation ist die Basis allen Träumens, weil Träume ja nichts anderes sind als Botschaften von uns selbst an uns selbst. Wenn dies in
deutlich erkennbarer Form geschieht, zeigt dies, daß unser Unterbewußtsein sich bemüht, seine Botschaft auf eine Art mitzuteilen, die es uns
leichtmacht, sie zu verstehen.
(Siehe auch „Brief“, „Post“)
Kommunion
Volkstümlich:
(europ.) : – an einer teilnehmen: man wird davor gewarnt, seine unabhängige Meinung zugunsten eines leichtsinnigen Verlangens
aufgeben zu müssen;
– wenn es beim Abendmahl weder Brot noch Wein gibt: man leidet darunter, daß man seine Ideen umsonst verändert hat;
– wird sie einem verweigert und man fühlt sich würdig: man darf darauf hoffen, eine bedeutende Position zu erreichen;
dies war bislang sehr zweifelhaft, da die Gegner angesehen und sehr mächtig sind;
– sich unwürdig fühlen: es werden einem viele Unannehmlichkeiten widerfahren;
– sich im Körper eines Baptisten zu befinden, der die Kommunion empfängt: werden die Freunde zusehends streitlustiger
werden und man bei Fremden Harmonie suchen müssen.
(Siehe auch „Erstkommunion“)
Kommunist
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder sein: weist auf einen Raubzug hin.
Kommunizieren
Volkstümlich:
(europ.) : – am Abendmahl teilnehmen: du hast gute Freunde.
(ind. ) : – du kannst nicht klagen.
Komödiant
Volkstümlich:
(europ.) : – mit einem verkehren oder sprechen: bedeutet, daß man eine dominierende Stellung erringen wird,
die aber durch Leichtsinn leicht wieder verloren gehen kann; man wird lächerlich gemacht.
(Siehe auch „Akrobat“, „Fasching“, „Gaukler“)

815
Komödie
Artemidoros:
Das Auftreten in einer Komödie, das Anhören von Komödianten oder der Besitz von komischen Dichtungen oder Büchern, wenn es sich um
Stücke der alten Komödie handelt, zeigt Verspottungen und Zwistigkeiten an; sind es Stücke der zeitgenössischen Komödie, bedeutet es in
allen übrigen dasselbe wie die Tragödie, nur daß sie ein gutes und glückliches Ende verheißen; denn darauf läuft für gewöhnlich die
Handlung der Komödien hinaus.
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst mit auftreten: deutet auf Streit im Elternhaus; außerdem, andere nicht gut von einem denken;
– sehen: ist ein Zeichen für lockere Vergnügungen und angenehme Aufgaben;
– Zuschauer bei einem amüsanten Stück sein: deutet auf närrische, kurzlebige Vergnügungen hin;
– Du wirst mit Schwierigkeiten und Angriffen auf deine Ehre zu kämpfen haben.
(ind. ) : – sehen: guter Ausgang deiner Geschäfte.
(Siehe auch „Komödiant“, „Theater“, „Tragödie“)
Kompaß
Allgemein:
Sieht sich der Träumende in seinem Traum mit einem Kompaß hantieren, dann ist dies Ausdruck seines Versuchs, die richtige Richtung oder
eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg zu finden. Es ist wichtig, daß der Träumende alle Richtungen, die ihm angeboten werden,
sieht, in Erwägung zieht und schließlich eine von ihnen, die für ihn die richtige ist, konsequent verfolgt. Kann der Träumende sich allerdings
nicht mit Hilfe des Kompasses orientieren, ist dies ein Hinweis darauf, daß er sich nicht sicher ist, ob er in der Realität den richtigen Weg
eingeschlagen hat.
Psychologisch:
Erscheint im Traum ein Kompaß oder benötigt der Träumende ihn während der Traumhandlung, ist dies im allgemeinen ein Bild für sein
Streben nach Selbstverwirklichung oder zielgerichtetem Handeln und Denken. Ein Kompaß im Traum ist von ähnlicher Bedeutung wie ein
Kreis. Er stellt die Quelle des Lebens dar und symbolisiert manchmal auch Gerechtigkeit. Mit ihm ortet der Träumer einen Weg, der ihn aus
einer verfahrenen Situation heraus führen kann. In Verbindung mit anderen Symbolen im Traum, könnte es ein Hinweis auf zukünftige
Vorhaben sein.
Spirituell:
Wenn der Träumende versucht, eine Richtung oder manchmal auch seine eigenen Grenzen zu finden, braucht er auf der spirituellen Ebene
einen Kompaß, sprich: Unterstützung. Er ist auch Symbol der Tugend und Hoffnung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst in die Welt gehen; einen guten Rat bekommen; ein neues Unternehmen beginnen,
das mit finanziellen Gewinn verbunden ist.
(europ.) : – Hilfe in der Not; auch: Ihren Anstrengungen werden enge Grenzen gesetzt, weshalb man eine Beförderung
zwar auf mühseligere, jedoch ehrenhaften Weise erhalten wird;
– sehen: man sucht den richtigen Weg in einer Angelegenheit von besonderer Bedeutung und wird ihn finden;
auch: verheißt glückliche Umstände und anständige Menschen, die einem Ihre Gunst erweisen;
– hat er eine krumme Nadel: es drohen Verlust und Enttäuschungen;
– verlieren: man wird in Verlegenheit geraten; man hat die Lebensrichtung völlig aus den Augen verloren;
– ablesen: eine Reise steht bevor.
(ind. ) : – sehen: du wirst eine Reise machen müssen.
(Siehe auch „Straße“, „Weg“)
Komplize
Allgemein:
War man im Traum Komplize bei einer Straftat, wurde das Wach-Ich vermutlich überredet, jemandem bei etwas zu helfen, von dem man
weis, daß es falsch oder nicht korrekt ist.
Psychologisch:
Er steht für eine Verschwörung oder eine unrechte Absicht. Meist ist der Komplize das eigene schlechte Gewissen.
Komplott
Volkstümlich:
(europ.) : – wichtige Korrespondenz wird die Aufmerksamkeit erfordern; Veränderungen, Überraschungen und eine mögliche Verlobung
werden erfolgen.
Komponist / Komponieren
Psychologisch:
Wer im Traum mit Notenschlüssel und Noten beschäftigt ist, sucht im Wachleben die Harmonie, den Schlüssel zum Zusammenklang der
Gefühle.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst einer sein: man ist mit seinem Leben zufrieden;
– dabei Schwierigkeiten haben: eine verworrene Situation wird vorübergehend für Unruhe sorgen.
(europ.) : – komponieren: deutet auf falsche Freunde hin;
– einen kennenlernen: deutet auf treue und dauerhafte Liebe hin.
(Siehe auch „Musik“)
Komposthaufen
Assoziation: – fruchtbarer Abfall.
Fragestellung: – Welche Reichtümer liegen in meiner Vergangenheit begraben?
Allgemein:
Komposthaufen verdeutlicht ähnlich wie Dung die individuellen Eigenschaften, aus denen man Energie und Tatkraft für seine Pläne gewinnt.
(Siehe auch „Dung“)

816
Konditor(ei)
Allgemein:
Ein Mann, der süße Sachen zu bieten hat, läßt Hoffnungen wach werden, daß man in eine sorglosere Lebensphase eintreten kann.
Konditor(ei) deutet oft Langeweile an, weil man durch eigenes Verschulden von anderen isoliert ist. Sonst aber ist er wie der Bäcker zu
deuten.
Psychologisch:
Fast nie ein Symbol – fast immer die „psychische Rache“ für eine physische „Entzugserscheinung“ – auch Diät genannt! Man träumt vom
Naschen – ob damit erotische Genüsse (und die „Süße der Liebe“) gemeint sind oder doch die Sahnetorte die Erfüllung des begehrlichen
Traumes wäre, hängt davon ab, wonach man sich „verzehrt“. Auf jeden Fall geht es um eine „süße Sünde“ – und den Hinweis, daß man sich
schon zu lange kasteit hat. Und jetzt geht es ans Eingemachte: „Aber bitte mit Sahne!“
Volkstümlich:
(europ.) : – oder Konditorei: warnt vor Verschwendung; man wird Langeweile haben;
– in einer sitzen: man sucht Beziehungen zum anderen Geschlecht;
– in einer vielen viel Torte essen: bringt auch in der Realität eine Magenerkrankung;
– in einer servieren: man wird seine Selbständigkeit verlieren;
– eine schmutzige: eine Person, die sich als Freund ausgibt, redet schlecht über einem.
(ind. ) : – du wirst Langeweile haben, denn durch dein grobes Benehmen sind deine Bekannten und Verwandten dir nicht mehr gut gesinnt.
(Siehe auch „Bäcker“, „Backen“, „Kuchen“)
Kondom
Assoziation: – sexueller Schutz; Albernheit.
Fragestellung: – löst Sex in mir ein sicheres oder albernes Gefühl aus?
Konfekt
Psychologisch:
Man möchte sich etwas „auf der Zunge zergehen lassen“.
Volkstümlich:
(europ.) : – wir sollen uns vor leeren Schmeicheleien hüten;
– selbst herstellen: man hat Aussicht auf Vergnügen und Gewinn.
(ind. ) : – essen: Liebesgenuß;
– sehen: Ohrenbläserei.
(Siehe auch „Süßigkeit“)
Konferenz
Allgemein:
Es ist die große Beratung in der Verwirrendes auf uns eindringt.
Psychologisch:
Schicken unsere Träume uns in Konferenzen oder zu Kongressen, dann sagen sie uns damit, wir sollten mehr auf andere Meinungen und
Erfahrungen hören und flexibler werden. Haben wir auf einer solchen Veranstaltung selbst gesprochen, dann hängt die Deutung wesentlich
davon ab, ob unser Publikum uns mit großem Interesse zuhörte, ob wir schreien mußten, um uns Gehör zu verschaffen, oder ob wir gar mit
Buhrufen vom Podium vertrieben wurden. Dies alles sind Traumsymbole mit Aussagen zu unserer gegenwärtigen Lebenseinstellung und
Warnungen vor den Reaktionen der Umwelt. Das vielleicht negativste Symbol wäre, wenn wir im Traum gesehen hätten, daß das halbe
Publikum während unseres Vortrages friedlich schlief.
(Siehe auch „Kongreß“, „Versammlung“, „Vortrag“)
Konfetti
Allgemein:
Ein Freudensymbol.
Volkstümlich:
(europ.) : – gesellschaftliche Enttäuschungen trivialer Natur;
– wird der Blick in eine ausgelassene Menschenmenge von Konfetti getrübt, muß man mit Nachteilen rechnen,
da das Vergnügen an erster Stelle steht und die Verpflichtungen als Nebensache betrachtet werden.
Konfirmation
Psychologisch:
Die Konfirmation stellt eine religiöse Feier dar, bei der der Konfirmand oder die Konfirmandin in die Gemeinde der Gläubigen
aufgenommen wird. So deutet dieses Traumsymbol darauf hin, daß man sich nach einer Verbindung mit Menschen sehnt, die ebenso glauben
und fühlen wie man selbst.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet die Erfüllung eines Herzenswunsches, weist aber auch auf Frömmigkeit
und Charakterfestigkeit hin, die beglückt und belohnt.
(Siehe auch „Erstkommunion“)
Konfitüre
Volkstümlich:
(europ.) : – eine gute essen: man darf sich auf unverhofftes Glück und Reisen freuen;
– Stellt eine Frau selbst Konfitüre her, kann nichts ihr häusliches Glück trüben.
Kongreß
Allgemein:
Kongreß kann für neue Einsichten stehen, die man nutzen sollte, oder Lob und Anerkennung verheißen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – daran teilnehmen: Auszeichnungen erwarten dich.
(ind. ) : – teilnehmen: Belobigungen erwarten dich.
(Siehe auch „Konferenz“)

817
König(in)
Assoziation: – edler Aspekt der Männlichkeit (Weiblichkeit).
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, meine männlichen (weiblichen) Kräfte zu leben?
Artemidoros:
Der Traum, ein König zu sein, prophezeit einem Kranken den Tod; denn einzig ein König ist, wie ein Verstorbener, niemandem untertan;
einem Gesunden kündigt es den Verlust aller Verwandten und Trennung von den Genossen an; denn Königsgewalt ist unteilbar. Einem
Verbrecher bedeutet es Kerkerhaft und bringt Verborgenes ans Licht; denn ein König ragt unter allen heraus und wird von vielen
Leibwächtern begleitet. Dasselbe bedeutet der königliche Ornat, das heißt Stirnbinde, Zepter und Purpurmantel. Träumt ein Armer, König zu
sein, wird er vieles vollbringen, was ihm Ruf und Namen, aber keinen materiellen Gewinn verschafft. Einem Sklaven verheißt es die
Freiheit, weil ein König ganz und gar frei sein muß. Im höchsten Maß glückverheißend ist das Traumgesicht für einen Philosophen und einen
Weissager; denn es gibt wohl nichts Freieres und Königlicheres als klare Erkenntnis.
Allgemein:
König(in) symbolisiert häufig das Verhältnis zu den Eltern; die genaue Bedeutung ergibt sich aus den tatsächlichen Lebensumständen.
Außerdem kann darin Machtstreben, materielles Denken, der Wunsch nach mehr Achtung und Beachtung zum Vorschein kommen. Sieht
man sich als Untertan, kann das auf Minderwertigkeitsgefühle oder Abhängigkeit von anderen hinweisen.
Psychologisch:
Das Traumsymbol des Königs kann ein archetypisches Vatersymbol sein. Ist der König im Traum bedrohlich oder dämonisch, kann dies ein
Hinweis darauf sein, daß der Träumende sich noch nicht vom Vater gelöst hat, sich aber zumindest schon der Problematik bewußt zu werden
beginnt. Der König verkörpert eine Art Über-Gewissen, das dem Träumenden oft wertvolle Hinweise geben kann. Er ist die oberste
psychische Instanz. Archetyp des Vaters, der in schwierigen Situationen Beistand vermitteln kann. Mit diesem Bild wird häufig die Vater-
Kind-Beziehung beleuchtet und das Abhängigkeitsverhältnis von der Vaterfigur aufgezeigt. Die Königin ist nach Jung ein Ursymbol
(Archetyp) für die Mutter. In einem solchen Fall möchte man eher die Gefühle anderer Menschen dominieren. Ist man selbst in der Rolle des
Königs(in) symbolisiert dies das Bewußtsein (auch: Selbstbewußtsein) – die Fähigkeit zur Selbstbestimmung und Selbstkontrolle – man
„regiert sich selbst“, ist Be-Herrscher seiner Anlagen, Ideen und Empfindungen (und deren Umsetzung in den realen Lebensbereichen). Auch
die Überwindung eines Minderwertigkeitsgefühls und die Entwicklung wichtiger Ideale können damit ausgedrückt werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Königin sehen oder sprechen: deutet auf Ehre, gute Geschäfte und Reichtum.
(europ.) : – Ausrichtung der eigenen Person auf eine Führungsrolle, oder auch Korrektur eines Minderwertigkeitsgefühls;
man wird mit aller Macht kämpfen und von Ehrgeiz getrieben werden;
– sehen oder mit ihm/ihr sprechen: bedeutet, daß du zu Ehren und Reichtum aufsteigen wirst; dein Geschäft hebt sich;
– von ihm getadelt werden: es erwartet einem Kritik wegen einer vernachlässigten Pflicht;
– selbst zum König gekrönt werden: man wird seine Freunde und Kollegen übertrumpfen;
auch: man wird ein großes Ziel in kurzer Zeit erreichen;
– selbst sein: man hält zuviel von seinen Fähigkeiten;
auch: man sucht nach Führung oder möchte seine Minderwertigkeitsgefühle kaschieren;
– in einem Schloß wohnen: bringt eine allgemeine Verbesserung der Lage;
– Könige miteinander streiten sehen: es werden große politische Veränderungen kommen;
– Ermordung eines solchen sehen: läßt plötzliche ungünstige Veränderungen der materiellen Verhältnisse erwarten;
– dem Begräbnis eines solchen beiwohnen: deutet auf eine Erbschaft hin;
– Krönung sehen: bringt Glück;
– Königin: verheißt erfolgreiche Spekulationen; Zeichen wertvoller Freundschaften;
– eine alte oder verhärmte Königin: Freuden werden durch Enttäuschungen überschattet;
– Befindet sich eine junge Frau in der Gegenwart eines Königs, heiratet sie einen Mann, den sie fürchtet.
– Erhält eine Frau vom König Begünstigungen, wird sie eine hohe Stellung einnehmen und einen sympathischen Mann heiraten.
(ind. ) : – König: hohe Ehren warten auf dich;
– Königin: deine Wünsche gehen in Erfüllung.
(Siehe auch „Kaiser“, „Menschen“, „Vater“)
Königskerze
Medizinrad:
Schlüsselworte: Hilfreich; vielseitig; seidig; Wollstruktur; hautreizend; beruhigend; besänftigend; Mond der fliegenden Enten.
Beschreibung: Die Königskerze, im Medizinrad das Pflanzentotem der im Mond der fliegenden Enten (23. September bis 23. Oktober)
Geborenen, ist eine hilfreiche und vielseitige Pflanze, die eine Höhe von etwa anderthalb Metern erreichen kann und an ihrem oberen Ende
von einer lanzenähnlichen Blütendolde abgeschlossen wird, deren Blüten normalerweise gelb sind, manchmal aber auch rot, violett oder
rotbraun sein können. Die Königskerze ist eine nicht nur in Nordamerika weitverbreitete Pflanze. Aus den Blättern kann ein Tee zubereitet
werden, der die Schleimhäute beruhigt und darüber hinaus auch gegen Nieren-, Blasen- und Leberstörungen sowie gegen Nervosität helfen
soll. Auch bei Lungen- und Herzstörungen wurde der Königskerze eine positive Wirkung nachgesagt. Nordamerikanische Indianer rauchen
die Blätter der Königskerze oder verbrennen sie als Räucherung, um so Blutstau in den Lungen zu bekämpfen. Das aus der Königskerze
gewonnene Öl kann als Ohrentropfen dienen und verringert bei äußerem Auftragen den Schmerz von Prellungen, Verstauchungen und
Schürfwunden.
Allgemeine Bedeutung: Erforschung des weichen, besänftigenden, samtigen Aspekts deiner Persönlichkeit; auch die Erforschung deines
hautreizenden, lästigen, wollenen Teils; Extreme; zwischen Reizbarkeit und Freude schwanken.
Assoziation: König; Kerze.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe der Besänftigung, Beruhigung und des Verständnisses.
Königskrönung
Volkstümlich:
(europ.) : – augenblickliches Glück.
– selbst gekrönt werden: man wird ein großes Ziel in kurzer Zeit erreichen.

818
Konkubine
Volkstümlich:
(europ.) : – sieht sich ein Mann mit einer: es droht ihm öffentliche Schande, da er versucht, seinen wahren Charakter
und seine geschäftliche Situation zu verheimlichen;
– Träumt ein Mann, seine Geliebte sei untreu, werden ihm alte Widersacher begegnen,
und die befürchteten Rückschläge stellen sich ein.
– Hält sich eine Frau für eine Konkubine, wird sie selbst durch ihr unsittliches Verhalten für ihren schlechten Ruf sorgen.
Konkurs
Psychologisch:
Davor wird gewarnt, falls man nicht ökonomischer mit der eigenen Lebensenergie umgeht. Fast immer gilt diese „rote Karte“ aus dem
Unterbewußtsein nicht dem geschäftlichen „Überleben“ des Träumenden, sondern seiner körperlichen Verfassung, die bei wiederholten
Konkursträumen kurz vor dem Offenbarungseid steht.
Volkstümlich:
(ind. ) : – Reichtum und Lotteriegewinn.
(europ.) : – sein, nach einem Geldverlust: sollte als eine Warnung verstanden werden; irgendein Plan ist nicht ganz Vorteilhaft und sollte
sofort fallen gelassen werden; in seinen Transaktionen sollte man vorsichtig sein und den Rat guter älterer Freunde einholen.
Konservatorium
(Hochschulartige Musikschule)
Volkstümlich:
(europ.) : – Hochmut kommt vor dem Fall.
Konserve
Assoziation: – Konservierung; Bewahrung.
Fragestellung: – Was möchte ich (auf-)bewahren?
Allgemein:
Konserve stellt überholte Gedanken, Gefühle, Gewohnheiten und Pläne dar, die das Leben unnötig behindern und deshalb überwunden
werden müssen.
Volkstümlich:
(europ.) : – essen oder damit zu tun haben: Not und Elend; man begnügt sich mit einer langweiligen Gesellschaft
oder einem alten Liebesverhältnis, weil man nichts Besseres findet.
Konsole
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Pfeilertischchen oder -schränkchen): du bist eitel.
Konsonanten (Siehe „Buchstaben“)
Konto
Psychologisch:
Sieht man sein Konto bzw. sein Kontostand im Traum, dann wird damit stets die Balance von Geben und Nehmen angesprochen.
– Haben: Haben hängt mit Nehmen und Anziehung, aber auch eventuell mit Blockade von Energien zusammen.
– Soll: Hängt mit Geben zusammen und eventuell auch mit dem Loch, daß durch das Geben entstehen kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – unerfreuliche Nachrichten, Prozesse etc;
– mit dem addieren von Konten, Rechnungen oder geschäftliche Kostenaufstellungen beschäftigt sein:
ist eine Warnung zur Vorsicht, sonst wird man durch zu freizügige Kreditgewährung Geldverluste erleiden.
Kontrabaß
Psychologisch:
Wie alle Saiteninstrumente von stark erotischer Bedeutung. Der „Brummbaß“ umschreibt die derben Liebespraktiken, die man ins
Wachleben umsetzen möchte, wobei man aber nicht weiß, wie der Partner darauf reagieren wird. Der Kontrabaßtraum ist in solchem Fall
Ausdruck der eigenen Lustbegierde.
(Siehe auch „Saiteninstrumente“)
Kontrakt
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Vertrag) machen: laß dich nicht in gewagte Unternehmungen ein.
(europ.) : – machen: man läßt sich in ein gewagtes Unternehmen ein.
(Siehe auch „Vertrag“)
Kontrolluhr
Volkstümlich:
(ind. ) : – du bist von Spionen umgeben.
Konvent
Assoziation: – spirituelle Gemeinschaft; Rückzug von familiären und weltlichen Belangen.
Fragestellung: – Welche inneren Bedürfnisse bin ich zu nähren und zu fördern bereit?
Konzentrationslager
Assoziation: – Furcht und Haß gegenüber Andersartigem.
Fragestellung: – Was ist einzigartig an mir? Was habe ich mit allen anderen gemeinsam?

819
Konzert
Assoziation: – Arbeit an der Harmonie; Zusammenarbeit.
Fragestellung: – Auf welche Weise möchte ich mich mit anderen zusammentun?
Allgemein:
Ein Solistenkonzert könnte darauf anspielen, daß man in irgend einer Hinsicht auf sich allein gestellt ist oder daß man sich vielleicht nur auf
ein oder zwei andere Menschen verläßt – je nachdem, ob man von einem Pianisten, einer kleinen Gruppe von Musikern oder von einem
großen Orchester begleitet wurde. Falls letzteres zutrifft: Ist einem bewußt, daß man die Unterstützung einer großen Kollegenschar hat? Wer
in einem großen Kreis Musik hört, möchte in harmonischer Umwelt leben, sozusagen in guter Gesellschaft. Auch: Es steht eine schöne Zeit
bevor, und man macht neue Erfahrungen.
Psychologisch:
Viele Instrumente ergeben einen „Gleichklang“, vereinen sich zu einem harmonischen Ganzen. Dieses Traumsymbol läßt anklingen, daß
man sich nach Harmonie sehnt und nach einem sinnesfreudigeren, intensiveren Leben, das man nicht als „Solo“ empfindet. Ein typischer
Single-Traum, wenn der Frustpegel ziemlich hoch steht und wenn man nicht nur mit sich selbst „im Einklang“ leben möchte – sondern nach
dem Motto: „Geige sucht Kontrabaß zwecks gemeinsamen Wohlklangs.“
Volkstümlich:
(arab. ) : – einem beiwohnen: man wird bald die Möglichkeit haben, seine intellektuellen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen;
– sich selbst im Ensemble befinden: die Einmischung in fremde Angelegenheiten wird mit viel Ärger verbunden sein.
(europ.) : – eine Einladung dazu erhalten: man wird in einer Gesellschaft mit besonderer Ehre und Herzlichkeit empfangen werden;
– besuchen: Zeichen unerwarteter Neuigkeiten;
– beiwohnen: Freude, Gönnerschaft, angenehme Überraschung;
– im Konzertsaal hören: man wird die Bekanntschaft eines berühmten Künstlers machen;
– ein virtuoses Konzert erleben: entzückende Vergnügen; Schriftsteller(in) werden von der Muse geküßt;
– für Geschäftsleute: sagt Erfolg in Handelsbeziehungen voraus, jungen Menschen reines Glück und treue Liebe;
– gemischte Konzerte mit Ballett und Sängern: deuten auf fehlende Übereinstimmung mit Kameraden und
auf undankbare Freunde hin; die Geschäfte trifft ein Rückschlag;
– einen Konzertsaal sehen: gutes Omen für das spätere Leben; die Lebensumstände werden sich verbessern.
(ind. ) : – du wirst viel Freude erleben.
(Siehe auch „Dirigent“, „Orchester“)
Kopf
Assoziation: – Intellekt; Verstehen; etwas Übergeordnetes.
Fragestellung: – Was bin ich zu verstehen bereit?
Artemidoros:
Der Kopf verweist auf den Vater. Er gleicht den Eltern, weil er die Ursache des Lebens ist; den Kindern wegen der Ähnlichkeit des
Gesichtsausdruckes. Er bezeichnet auch das Haus; denn er ist das Haus der Sinne. Träumt man, einen großen Kopf zu haben, so bringt das
einem Reichen, der noch kein politisches Amt bekleidet hat, ferner einem Armen, einem Athleten, einem Gläubigen, einem Bankier und
einem Eranarchen (Ursprünglich Vorsteher von Mahlzeiten oder Symposien, die auf gemeinsame Kosten veranstaltet wurden, dann
Vorsitzender von Zusammenschlüssen mit zinsloser Teilhaberschaft zu verschiedenen Zwecken, z.B. zur gegenseitigen Unterstützung, zum
Loskauf aus Gefangenschaft usw.) Glück. Dem ersten prophezeit es ein hohes Amt, das ihn verpflichtet einen Ehrenkranz, eine Priester- oder
Stirnbinde zu tragen, dem zweiten Wohlstand und Zuwachs an Hab und Gut, und daß beide in dieser Hinsicht mächtigere Häupter sein
werden. Einem Athleten verheißt es selbstverständlich den Sieg; denn dann dürfte sein Kopf größer werden (Er wird bekränzt werden.).
Einem Gläubiger, einem Bankier und einem Eranarchen verspricht es höhere Geldeinnahmen. Denn das Geld wird Kapital genannt
(Wortspiel: kephalaia = Summe, Kapital (vgl. lat. caput) und kephale = Kopf. Beim Addieren schrieben die Alten die Zahlen zwar wie wir
untereinander, das Ergebnis aber darüber; deshalb summa = oberste Linie, Summe, griech. kephalaion = Kopf.). Einem Reichen dagegen, der
schon zu Amt und Würden gekommen ist, einem Redner und Demagogen kündigt es Schikanen und Beschimpfungen von seitens der große
Menge an, einem Kranken Kopfschmerzen, einem Soldaten Strapazen, einem Sklaven, daß er nicht so bald freigelassen werden wird, und
einem, der sich ein geruhsames Leben erwählt hat, prophezeit es Aufregungen und Kränkungen. Ein Kopf, der kleiner ist und nicht die
normale Größe hat, bedeutet im Hinblick auf die einzelnen Traumausgänge das Gegenteil von dem besprochenen. Zwei oder drei Köpfe zu
haben ist für einen Athleten von guter Vorbedeutung; er wird in ebenso vielen Wettkämpfen als Sieger bekränzt werden. Segen bringt es
auch einem Armen. Er wird nicht nur ein großes Kapital ansammeln und ein stattliches Vermögen erwerben, sondern obendrein brave Kinder
und eine Frau nach Herzenswunsch bekommen. Einem Reichen zeigt es Auflehnung von Seiten einiger Verwandten an; wenn nun der
ursprüngliche Kopf die anderen Überragt, so werden seine Widersacher ihn nicht unterkriegen; wird jener aber von den anderen Überragt,
kündigt es den Träumenden Gefahr und Tod an. Sieht man seinen Kopf derart nach rückwärts gedreht, daß man die Dinge im Rücken
wahrnehmen kann, so ist das ein Hindernis für jeden, der seine Heimat verlassen will. (Der Deutung liegt die im Volksglauben verwurzelnde
Anschauung zugrunde, daß es für den Menschen gefährlich ist, bei bestimmten Handlungen und Unternehmungen sich umzudrehen. Als
Eurydike, die junge Gattin des Orpheus, an einem Schlangenbiß starb, holte er sie mit Erlaubnis des Gottes Hades, den er durch seine
Klagelieder gerührt hatte, aus der Unterwelt zurück; da er sich aber gegen das Verbot nach ihr umsah, wurde ihm Eurydike wieder
genommen. Und Genesis 19,23 wird berichtet, daß Lots Frau zu einer Salzsäule wurde, weil sie gegen Jahwes Verbot nach Sodom und
Gomorra zurückschaute, über die jener Schwefel und Feuer regnen ließ. Wenn bei Artemidor dieser Traum speziell eine Reise vereitelt, so
vergleiche man damit das bei dem Neuplatoniker Jamblich überlieferte pythagoreische Gebot, das einem von Haus Abreisenden verbot, sich
umzusehen. Hier ist auch der Grund des Verbotes deutlich ausgesprochen: „Die Unterweltgeister folgen dem Abreisenden; kehrt er sich um,
so würde er sie erblicken.“); indem es eine diesbezügliche Sinnesänderung voraussagt; außerdem vereitelt es andere Vorhaben; das
Traumerlebnis besagt, man solle nicht auf die augenblicklichen Wünsche und Anliegen sein Augenmerk richten, sondern auf das Zukünftige.
Leuten, die in der Ferne weilen, verheißt es eine späte und unerwartete Rückkehr in die Heimat. Es bedeutet, daß man seine Heimat auch
wider eigenes Vermögen sehen wird. Seinen eigenen Kopf in den Händen zu halten ist für einen Kinderlosen, einen Junggesellen und für
den, der jemand von der Reise zurückerwartet, von guter Vorbedeutung. Pflegt einer seinen Kopf, so wird er einige Mißstände in seinem
Haus abschaffen und manche Widerwärtigkeit im Leben los werden. Dasselbe bedeutet es, wenn einer seinen eigenen Kopf in den Händen
hält und zugleich einen anderen als den natürlich gewachsenen auf dem Hals zu haben glaubt. Es träumte einer, aus seinem Kopf sei ein
Ölbaum herausgewachsen. Er nahm mit großem Eifer das Studium der Philosophie auf und richtete sein Leben im Denken und Handeln nach
ihr aus; denn der Ölbaum ist immergrün, fest gewurzelt und der Athena geweiht. Die Göttin wird aber mit dem reinen Denken gleichgesetzt.
Ein Mann, der zwei unverheiratete Töchter hatte, träumte, die eine hätte auf dem Kopf eine goldene Aphrodite aufgebunden, der anderen
wäre ebendort ein Rebstock hervorgesprossen. Von diesen heiratete die erstere, während die letztere starb; denn Aphrodite war das Symbol
der Ehe und der Kinderzeugung nach dem Worte Homers: „Du aber gehe nur nach liebreizenden Werken der Ehe“ (Ilias 5,429). Das Gebinde
aber bezeichnete das Unauflösliche der Ehe; der Weinstock dagegen versinnbildlichte, weil er aus der Erde hervorsprießt, den Tod, der die
andere dahinraffen sollte – in Erde lösen sich auch die Körper auf -, und weil der Weinstock zur Zeit seiner vollsten Reife der Frucht beraubt
wird.

820
Allgemein:
Kopf kann körperbedingt bei Kopfschmerzen, Fieber und anderen Krankheiten als Warnzeichen auftreten. Trifft das nicht zu, weist er oft auf
Sorgen und Konflikte hin, über die man sich den Kopf „Zerbricht“, oder warnt davor, den Kopf zu „verlieren“. Allgemein symbolisiert Kopf
das Bewußtsein und das von ihm gesteuerte Verhalten. Folgende Begleitumstände können noch wichtig sein:
– Großer Kopf soll auf Glück und Erfolg hinweisen, wenn man dazu seinen Verstand gebraucht.
– Wunde am Kopf kündigt Sorgen und Unglück an.
– Kopf verkehrt sitzen haben warnt vor unbesonnenem Verhalten.
– Sich einen Kopf aufsetzen kann auf übertriebene Einbildung hinweisen.
– Kopf eines Vogels haben soll auf ein flatterhaftes, oberflächliches Wesen hindeuten.
– Kopfschmerzen, die nicht körperbedingt sind, kündigen Alltagssorgen an. Man sollte
sich nicht über jede Kleinigkeit „den Kopf zerbrechen“.
Psychologisch:
Der Kopf versinnbildlicht im Traum den Geist und die Ratio und ist ein Hinweis auf Selbstdisziplin. Von ihm aus werden alle unsere Sinne
und der gesamte Verstandsapparat gesteuert; wessen Haupt im Traum Schaden erleidet, der sollte ärztlichen Rat suchen. Die Enthauptung
umschreibt den bewußten Tatbestand, daß man in irgendeiner Weise seinen Kopf verlieren könnte. Handelt der Träumende kopflos, so
bedeutet dies, daß er seine Selbstkontrolle verloren hat. Bei den Chinesen ist der Kopf Sitz des Himmelslichts, für Artemidoros ist er der
Vater oder auch ein männlicher Verwandter, bei Freud Symbol der Männlichkeit (Das Frauen „auch“ denken können, war vor einem
Jahrhundert wohl noch eines der bestgehüteten Geheimnisse?), bei C. G. Jung archetypisches Symbol des Selbst, dessen oberem Teil auch
phallische Bedeutung zukäme (unter Hinweis auf die griechische Mythologie: die Geburt der Athene aus dem Haupt des Zeus). In der
indischen Traumschrift „Jagaddeva“ erhebt man Herrschaftsansprüche, wenn im Traum seinen eigenen Kopf spaltet; nach einer anderen
Auslegung wird man mit reicher Nachkommenschaft gesegnet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen schönen sehen: Annehmlichkeiten aller Art;
– einen häßlichen: Verdrießlichkeiten erleben;
– abschlagen sehen: bedeutet Unglück;
– ohne Rumpf sehen : glücklichen Umständen entgegengehen;
– sich mit dem Kopf eines anderen sehen: man soll sich hüten, von anderen zu Torheiten verleiten zu lassen;
– einen waschen sehen oder sich den eigenen waschen: Mißgeschick in seinen Unternehmungen haben;
auch: man soll sich vor finanzieller Verlust oder körperliches Leiden in acht nehmen;
– Kopfschmerzen haben: man wird in nächster Zeit besonders wichtige Entschlüsse zu fassen haben.
– (oder Köpfe) gezeichnet oder gemalt sehen: fleißig arbeiten müssen.
– Träumt einer, es seien ihm wie einem Widder Hörner auf dem Kopf gewachsen,
wird er ein hohes Amt bekommen und entsprechend der Art der Hörner mit seinen Feinden Kämpfe austragen;
brechen die Hörner ab, wird er in seiner Würde Ehrverlust und Kränkung vor den Leuten hinnehmen müssen.
(europ.) : – meist mit Kopfschmerzen oder Fieber verbunden; Vorsicht vor weiteren Krankheiten;
– ohne Rumpf sehen: verkündet eine gute Tat; bringt Glück und Befreiung von aller Not;
Warnung zu mehr Wachsamkeit und Geistesgegenwart;
– ein blutüberströmter, vom Rumpf abgetrennter Kopf: schreckliche Enttäuschungen stehen ins Haus
und man muß von den sehnlichsten Hoffnungen und Wünschen Abschied nehmen;
– einen Rumpf ohne Kopf sehen: man ist kopflos in einer Sache geraten und sollte diesen Zustand schnellsten ändern;
– einen fremden aufhaben: ob man will oder nicht, jetzt entscheiden andere, was zu tun ist;
– verkehrt sitzen haben: durch unbesonnene Handlungen und falsche Entscheidungen ergeben sich eine Menge Probleme;
– einen wohlgeformten Kopf eines Menschen sehen: man begegnet Menschen mit Macht und Einfluß,
die einem bei bedeutenden Unternehmungen unterstützen;
– der Kopf eines Kindes: es erwartet einem viel Freude und finanzieller Erfolg;
– einen unnatürlich großen haben: bedeutet Glück;
– ein geschwollener: es wird einem im Leben mehr Gutes als Böses beschieden sein;
– zwei oder mehrere besitzen: eine ungewöhnlich rasche, jedoch eventuell nicht dauerhafte Karriere wird einem prophezeit;
– Kopfschmerzen haben: man wird von Sorgen niedergedrückt; Geldverluste und Verlust guter Kundschaft;
– ein Tierkopf sehen: die Wünsche bewegen sich nur auf niederem Niveau; man ist nur an Materiellem interessiert;
– eines Hundes oder Esels haben: bedeutet Dienstbarkeit;
– eines Vogels haben: bringt Sehnsucht, in die weite Welt hinaus zu wandern;
– eines wilden Tieres haben: man wird seine Feinde überwinden;
– einen sich aufsetzen: man ist von einer Einbildung beschwert;
– einen verwunden, einschlagen, abschlagen oder selbst geköpft werden: bringt Unglück;
derzeit plagen einem eine Menge Probleme;
– sich den Kopf waschen: ist das Vorzeichen eines drohenden Unglücks und danach hohe Würden;
auch: prominente Menschen vertrauen auf Ihr Urteil und auf Ihren guten Rat;
– einen kahlen sehen: bringt schlechte Nachrichten;
– Kopfnicken: überschätze nicht die eigene Kraft; eine Warnung vor Krankheit;
– sich am Kopf kratzen: Fremde werden einem durch ihre Schmeicheleien auf die Nerven gehen,
denn diese sollen einem – der eigenen Meinung nach – nur gewogen machen.
(ind. ) : – eines Vogels haben: du hast einen flatterhaften Sinn;
– eines Tieres haben: hüte dich vor unvernünftigen Handlungen;
– Kopfschmerzen haben: du wirst in Prozesse verwickelt;
– an ihm verletzt sein: mühseliges arbeiten;
– einem anderen abschlagen: du wirst Vorteile erlangen;
– abgeschlagen sehen: du wirst Täuschungen erleben;
– enthauptet werden: dir steht Böses bevor;
– waschen: du wirst einem Unglück entgehen;
– verkehrt stehen haben: Unbesonnenheit;
– schön frisiert: du mühst dich vergebens, durch Liebenswürdigkeit Freunde zu erwerben;
– groß und dick: Glück;
– gemalt oder gezeichnet: guter Fortgang deiner Geschäfte.
(Siehe auch „Enthauptung“, „Körper“, „Stirn“)

821
Kopfbedeckung
Psychologisch:
Die Kopfbedeckung ist nach C. G. Jung im Traum, ähnlich wie die Kleider, ein Symbol für die „Persona“ des Träumenden, d. h. dafür wie er
sich im Beruf und gegenüber seiner Umwelt darstellt. Dementsprechend vieldeutig kann ihre Bedeutung auch sein. Je nach Situation kann es
sich um passende oder unpassende Standeszeichen handeln (Barett des Richters, rote Mütze des Bahnbeamten, Zylinder des Schornsteinfeger
usw.). S. Freud sah in der Kopfbedeckung bzw. dem Hut als Traumbild ein männliches Sexualsymbol. Diese Bedeutung kann der Hut im
Traum zwar auch haben, Kopfbedeckung aber allgemein so zu deuten wäre zu einseitig.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine wertvolle sehen: es winken Ruhm und Erfolg;
– eine alte oder zerlumpte sehen: man muß seinen Besitz an andere abgeben.
(Siehe auch „Kleidung“, „Helm“, „Hut“ usw.)
Köpfen
Volkstümlich:
(europ.) : – geköpft werden: es wird bald eine Niederlage folgen;
– sehen, wie andere geköpft werden: es kündigen sich Tod und Verbannung an, wenn viel Blut fließt.
(Siehe auch „Enthauptung“, „Kopf“)
Kopfkissen
Psychologisch:
Symbol für kultivierte Häuslichkeit und geistreiche Entspannung. Wer Kopfkissen aufschüttelt oder neu bezieht, träumt den Wunsch, die
häusliche Atmosphäre kreativer zu gestalten, man soll sich hier nicht nur entspannen, sondern auch (gesellschaftlich) effektvoll präsentieren
können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Alle Kopfkissen bedeuten Sklaven.
– Träumt einer, daß sein Kopfkissen schöner geworden ist, als es vordem war, wird er an seinem Leibsklaven Gefallen finden,
häufig weist der Traum auch auf Konkubinen;
dünkt es ihn, das Kissen sei ihm gestohlen oder zerrissen worden, wird das Unheil die erwähnten Personen treffen.
– Das Kopfkissen weist auch auf einen niederen Sklaven; alles, was man von dem Kissen träumt, Gutes oder Böses,
wird an dem Sklaven in Erfüllung gehen.
– darauf ausruhen: deine Bequemlichkeit wird dir in manchen Dingen hinderlich sein.
(europ.) : – sauberes sehen: steht für Luxus und Komfort;
– unsauberes: steht für selbstverursachte Schwierigkeiten;
– Wenn eine junge Frau das Kopfkissen schüttelt, hat sie gute Aussichten für die Zukunft.
(Siehe auch „Kissen“)
Kopflosigkeit
Psychologisch:
Kein Alptraum von einer Enthauptung (wie es vielleicht im Traumgeschehen passiert ist), sondern die Aufforderung, auch einmal ohne
„kopflastige Überlegungen“ auszukommen und spontaner, lockerer – eben manchmal ein wenig „kopflos“ – zu sein.
(Siehe auch „Köpfen“)
Kopfsalat
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: es sind Schwierigkeiten in Sicht, die jedoch durch sorgfältiges entschlossenes Handeln von der eigenen Seite aus,
überwunden werden können.
Kopfschmerzen (Siehe „Kopf“)
Kopfstand
Psychologisch:
Sie brauchen dringend eine neue Perspektive und sollten Ihre bisherigen Wertigkeiten (und die Schwerpunkte Ihres Lebens) nicht nur
überdenken und relativieren – es wäre Zeit, sie „auf den Kopf zu stellen“. Daß dabei manches aus dem Gleichgewicht gerät und neu
ausbalanciert werden müßte, ist ein weiterer Hinweis eines solchen Traumes.
Kopftuch
Allgemein:
Das Kopftuch ist im allgemeinen ein Sinnbild für Unterwürfigkeit und Demut. Trägt der Träumende es im Traum selbst, sollte er danach
trachten, sich im Leben besser zu behaupten; sieht man jemand anderen mit einem Kopftuch, ist man von Verrat und Trug umgeben.
(Siehe auch „Kopfbedeckung“)
Kopfüber
Assoziation: – Umkehrung; Verwirrung.
Fragestellung: – Was möchte ich wieder ins Lot bringen?
Kopfverband
Psychologisch:
Ein besonders drastisches Zeichen dafür, daß man sich viel häufiger „den Kopf zerbricht“ und mit ihm „gegen Wände rennt“, als man
(psychisch) heil verkraften kann.

822
Kopieren / Kopierer
Assoziation: – Wiederholung; mühelose Reproduktion.
Fragestellung: – Welche Botschaft will ich in Umlauf bringen?
Psychologisch:
Das Traumsymbol Kopiergerät zeigt oftmals an, daß man etwas nachmacht und somit nicht den eigenen Impulsen folgt. In seltenen Fällen
mag es auch darauf verweisen, daß man etwas – meistens ein bestimmtes Verhalten oder eine spezifische Einstellung – nachahmen sollte.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich damit beschäftigen: durchdachte Pläne werden nicht den gewünschten Erfolg bringen;
– Kopiert eine Frau einen Brief, wird sie für ihre Vorliebe für eine bestimmte Klasse von Menschen zu Unrecht verurteilt.
– ein Kopiergerät sehen: jemand will einem etwas stehlen; ist eine Warnung, daß man sein Eigentum und seine Ideen
sorgfältiger hüten sollte;
– mit einem Kopiergerät etwas kopieren: man ist sich nicht sicher, wie man eine Situation gemeistert hat.
(ind. ) : – du wirst eine große Veränderung erleben.
Kopiermesser
Volkstümlich:
(ind. ) : – Hungersnot und Elend werden das Land heimsuchen.
Kopierpresse
Volkstümlich:
(ind. ) : – Hungersnot und Elend.
Kopilot
Psychologisch:
Ganz wie im Flugzeug: Sie haben (oder brauchen) einen gleichwertigen Partner, auf den Sie sich in jeder Lebenslage verlassen können – und
wenn sie noch so „abgehoben“ sein sollten und der „Boden unter den Füßen“ weit, weit entfernt ist. Als Team wären Sie mit diesem (oder
einem solchen) Partner niemals „absturzgefährdet“, könnten zu zweit so manchen „Höhenflug“ riskieren und würden trotzdem immer wieder
(gemeinsam) sanft landen. Ein besonders beachtenswerter Glückstraum, den man nur hat, wenn der Kopilot schon eingestiegen ist – oder
zumindest auf dem Weg zum Flieger. Wenn Sie ihn noch nicht getroffen haben, sehen Sie bei jeder neuen Begegnung in nächster Zeit
genauer hin: Er könnte darunter sein. (Es ist immer ein Signaltraum, das Unterbewußtsein will Sie zu erhöhter Aufmerksamkeit und
Kontaktbereitschaft animieren.)
(Siehe auch „Flugzeug“, „Pilot“)
Koppel
Psychologisch:
Das Pferd sind Sie – zwar sind sie gut versorgt und haben Ihren „Lebensraum zugewiesen“ bekommen, aber Ihr individueller Freiraum ist
etwa so „weiträumig“ wie eine mittlere Koppel. Der Traum symbolisiert eine (mögliche) Entscheidung, vor der Sie bald stehen könnten:
Entweder man riskiert „den Sprung ins Ungewisse“ und „rennt dafür Zäune nieder“ – oder Sie „reißen sich am Riemen“, „zügeln“ Ihre
Wünsche und Ambitionen und arrangieren sich mit dem knappen Spielraum unter wohlvertrauten „Weideflächen“. Wer auffallend häufig
ähnliche Träume hat, steht unmittelbar vor einer Ent-Scheidungs-Situation.
Volkstümlich:
(europ.) : – spekuliere nicht, oder man wird verlieren; die Nachricht über eine Verlobung wird einem überraschen.
Korallen
Medizinrad:
Schlüsselworte: Meer; Leben; Haus; Blockade; Ablagerung Schutz.
Beschreibung: Korallen bilden sich aus Ablagerungen der harten Skeletteile kleiner Meerestiere; weitgehend bestehen sie aus
Kalziumkarbonat, das mit der Zeit hart wird. Im allgemeinen sind Korallen rot oder weiß, obwohl sie manchmal auch schwarz sein können.
Früher glaubte man, daß Korallen vor Krankheiten, auch vor Geisteskrankheiten, schützten. Allgemeine Bedeutung: Ein Teil deines
Emotionalkörpers, der verkümmert sein kann; Blockaden; Ablagerungen; Wissen darüber, was dich davon abhalten könnte, dein höchstes
Potential auszuschöpfen.
Assoziation: Korallenriffe.
Transzendente Bedeutung: Gabe von Schutz; Wissen darüber, wie du dich davon abhältst, deine spirituellen Ziele zu erreichen. Die Koralle
kann ein Schutzstein für die Traumzeit sein.
Allgemein:
Symbol für „schöne Erlebnisse“ im Gefühlsbereich. Wasser ist immer Symbol für Emotionales – die Koralle hat dort ihren Lebensraum. In
der traditionellen Deutung: Ein gegenwärtig ferner Geliebter kommt wieder zurück und „ankert in nahen Gewässern“.
Psychologisch:
Korallen sind das Symbol für Herzlichkeit und Gefühlswärme. Der Träumende sehnt sich nach einem ruhigen, harmonischen Leben ohne
Streit und Differenzen. Vielleicht hat er sogar den Wunsch, der Realität zu entfliehen. Eine weitere Deutungsmöglichkeit besteht darin, daß
man sich von einem zurückliegenden Liebesverhältnis noch nicht vollständig gelöst hat und noch immer die alte Verbundenheit spürt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: suche das Wasser nicht absichtlich auf, es bringt dir Gefahr.
(europ.) : – tief dunkelrote oder schwarze: bedeuten Blut und sagen einen Unfall oder Krankheit voraus, evtl. auch Blutschande;
Leid; Untreue;
– rote: stehen für Liebesgefühle;
– weiße oder rasa Korallen: zeigen positive Einfälle an, viel Inspiration und Intuition,
angenehme Erfahrungen im zwischenmenschlichen Bereich, all diese Anlagen sollte man weiterhin pflegen;
– farbige Korallen: Zeichen für anhaltende Freundschaften, die Ihnen bei Ärger stets Zuflucht bieten;
– Für eine Frau sagt das Tragen einer Korallenkette im Traum die Rückkehr eines alten Freundes voraus;
oder das Wiedersehen eines früheren Liebhaber.
(ind. ) : – tragen: deine Geschäfte werden rasch beendet;
– sehen: du wirst Leid erfahren.

823
Korb
Assoziation: – Biegsamkeit; handwerkliche Geschicklichkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben muß ich flexibler sein, um vorwärts kommen zu können?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Ernte; Gebrauch; Werkzeug; Weiblichkeit; Freigebigkeit.
Beschreibung: Ursprünglich das Behältnis von Nahrungsmitteln, ist der Korb zum Symbol des Erntegeschenks geworden. Da Körbe meist
von Frauen geflochten und benutzt wurden, repräsentieren sie auch das Weibliche.
Allgemeine Bedeutung: Die Ernte von einem Projekt einfahren; der weibliche Aspekt einer Person oder eines Projekts.
Assoziation: Einen Korb bekommen – abgewiesen werden.
Transzendente Bedeutung: Eine erhaltende Gabe; ein erreichte Ziel; das Begreifen des eigenen weiblichen Aspekts.
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Korb, heißt dies, daß der Träumende von völliger Erfüllung und absolutem Überfluß träumt. Dies gilt vor
allem dann, wenn der Korb gefüllt ist. Korb bringt oft auch die Angst vor der Ablehnung eigener Gefühle durch andere zum Ausdruck und
kann für Verluste stehen, wenn er leer ist. Ein Blumenkorb soll mehr Glück für die nächste Zeit verheißen.
Psychologisch:
Nach Meinung von Psychoanalytikern umschreibt er als weibliches Geschlechtssymbol in Männerträumen die mangelnde Befriedigung, weil
zuviel Luft an das kommt, was man hineinsteckt. Oft stellt der Korb ein Hindernis dar. Und wer im Traum einen Korb bekommt, der erreicht
kaum das Ziel seiner Sehnsüchte. Wenn sich der Träumende in seinem Traum bemüht, einen Korb zu füllen, kann dies bedeuten, daß er sich
das Ziel gesetzt hat, seine Talente und Fähigkeiten zum Ausdruck zu bringen und, wenn möglich, noch zu steigern.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet ein mit Brot gefüllter Korb im Traum die Bereitschaft des Träumenden, sein Leben sowie seinen
gesamten geistigen oder materiellen Besitz mit anderen Menschen zu teilen. Ein altes Symbol für den Mutterleib.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: du bekommst durch eine abschlägige Antwort Ärger;
– von jemanden als Geschenk erhalten: bewerbe dich nicht um Liebe, es wird vergeblich sein;
– mit Blumen: Glück in der Liebe;
– vollen: Glück; Freude und Wohlbefinden;
– leer: deine Liebe wird nicht erwidert; in nächster Zeit nicht viel Glück haben;
– verschlossen: du wirst ein Geheimnis erfahren;
– flechten: du hast lange Leiden zu erdulden.
(europ.) : – Gefahr oder Befürchtung, eine „Abfuhr“ zu erleben; auch: zeigt die „Ernte des Lebens“ an;
– mit Blumen gefüllt: bedeutet er Glück und Erfolg in der Liebe; bringt treue Liebe ins Haus;
– einen vollen tragen: man wird zufällig Erfolg haben;
– leeren sehen: Verlust in Aussicht; bringt Mühe und Plage;
– einen leeren halten: eine Liebesenttäuschung bahnt sich an;
– einen leeren tragen: steht für Unzufriedenheit und Leid;
– geschlossener: man wird dir irgendein Geheimnis anvertrauen, achte darauf, das in dich gesetzte
Vertrauen nicht zu enttäuschen;
– Wäschekorb: bedeutet Klatschereien; man wird von hinterhältigen Menschen ausgenutzt werden;
– einer anderen Person einen überreichen: jemandem eine Bitte abschlagen oder eine ablehnende Entscheidung fällen.
(ind. ) : – bekommen: deine Geliebte wird dich verleumden;
– flechten: du hast lange Leiden erdulden müssen;
– leerer: gute Zukunft für dich;
– voll: du wirst eine gute Arbeitsstelle erhalten.
Korbball
Volkstümlich:
(europ.) : – lasse dich nicht von enttäuschender Korrespondenz ärgern; Der Erfolg ist letztendlich sichergestellt.
Korinthen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bist beständig in deinen Gesinnungen.
(europ.) : – glückhaftes Omen.
Korken
Psychologisch:
Nach S. Freud (aber nicht nur): Der Korkenzieher symbolisiert den Penis, der in den Korken/ die Flasche eindringt (Sex), wonach entkorkt
(ejakuliert) wird. Kann sein – muß nicht sein. Haben Sie Durst?
Volkstümlich:
(arab. ) : – viele sehen oder haben: deine Zerstreutheit wird dir üble Streiche spielen.
(europ.) : – einen Korken ziehen: bedeutet den Besuch eines Freundes; auch: gute Nachricht von einem Freund;
– bei einem Bankett die Korken ziehen: man wird bald von Wohlstand umgeben sein
und sich an einem vollkommenen Glück erfreuen;
– Arzneikorken: deuten auf Krankheit und verschwendete Energie hin;
– ein Korkschwimmer (Angelpose) in ruhigem Gewässer beobachten: bedeutet Erfolg; ist das Wasser unruhig: man muß sich über
gewissenlose Menschen ärgern;
– Flaschen verkorken: ist ein Omen für gut organisierte Geschäfte im Leben; auch: mit unerwartetem Besuch rechnen müssen;
– Träumt eine junge Frau, daß sie Champagnerkorken zieht, darf sie sich auf einen liebevollen und hübschen Liebhaber freuen,
der sie mit Geld und Aufmerksamkeit überschüttet. Sie sollte auf ihren guten Ruf achten und sich wohlgemeinten Ratschläge
ihrer Eltern zu Herzen nehmen.

824
Korkenzieher
Psychologisch:
Es überrascht nicht, daß in unseren Träumen immer wieder vertraute Gebrauchsgegenstände vorkommen. Man sollte dann aber nach
indirekter Assoziation Ausschau halten: Ein Korkenzieher z.B. ist sehr nützlich, doch wenn er krumm oder verbogen ist, funktioniert er nicht
richtig. Macht das Wach -Ich „krumme Touren“, obwohl es ganz leicht ohne ginge?
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: deutet auf einen unzufriedenen Geist hin; es ist eine Warnung, seine Sehnsüchte zu zügeln, da diese wahrscheinlich auf
gefährlichen Boden stehen.
Korn
(Getreide)
Artemidoros:
Das Bestellen des Ackers ist für Heiratslustige und für Kinderlose von guter Vorbedeutung; das Ackerland bedeutet ja nichts anderes als die
Frau, die Samen und die Pflanzen die Kinder und zwar Weizen die Söhne und Gerste die Töchter, Hülsenfrüchte aber Fehlgeburten; allen
übrigen Menschen zeigt es Anstrengung und Drangsal an. Schaut man, daß die Kornernte zur Unzeit vorgenommen wird, so verschieben sich
alle unsere Handlungen und Unternehmungen auf denselben Zeitpunkt und dieselbe Jahreszeit.
Allgemein:
Korn steht für die Erfahrungen und Reifung der Persönlichkeit als Lohn für Enttäuschungen und anderes Leid. Zum Teil deutet es auch
materiellen Gewinn durch harte Arbeit an.
Psychologisch:
Fruchtbarkeitssymbol, das wachsen und reifen läßt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Reichtum und Überfluß erlangen;
– stehen sehen: Segen und Gedeihen;
– säen: du darfst auf eine gute Zukunft hoffen;
– schneiden sehen: freudigen Ereignissen entgegengehen; du hast Aussicht auf Erfolg;
– selbst schneiden und binden: bezähme deine Habsucht, sie schädigt dein Ansehen;
– einfahren: Segen und Gesundheit;
– einfahren sehen: Glück in der Familie erleben;
– dreschen sehen oder selbst dreschen: du wirst ein schweres Werk glücklich vollenden;
– geschenkt bekommen: Wohlstand in Hülle und Fülle erlangen;
– fassen: Krankheit;
– durch Regen, Hagel, Schnee zerstört werden: der Erfolg in beruflichen Dingen wird noch einige Zeit auf sich warten lassen;
– verdorbenes: schwere Arbeit;
– essen: weitgehend sorgenfreies Leben.
(europ.) : – säen: ein positives Zeichen für beruflichen Erfolg;
– sehen: bedeutet Überfluß, wenn man es in großen Mengen sieht, Armut und Mangel bei kleinen Mengen;
– eine reiche Ernte am Feld: bedeutet Reichtum;
– schneiden, mähen, binden und einbringen: Freude und Glück; die Sorgen nehmen ein Ende;
eventuell ein finanzieller Gewinn;
– in einer Scheune aufgespeichert sehen: Wohlstand;
– mit einem Kornhändler zu tun haben: bedeutet günstige Erledigung von geschäftlichen Angelegenheiten.
(ind. ) : – säen: für Reiche bedeutet es Gutes, für Arme bedeutet es Böses;
– schneiden: Überfluß und Reichtum werden dich sehr eingebildet machen;
– sehen: schwere Arbeit steht dir bevor.
(Siehe auch „Acker“, „Bauer“, „Ernte“, „Getreide“, „Kornfeld“, „Staat“)
Kornähren
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder abreißen: dein treuer Fleiß wird belohnt werden.
(ind. ) : – pflücken: du wirst einen Gewinn machen.
(Siehe auch „Korn“, „Getreide“)
Kornblumen
Volkstümlich:
(arab. ) : – treue Liebe.
Kornbranntwein
Volkstümlich:
(europ.) : – trinken: du wirst Kraft erlangen (Kontrasttraum!).
Kornett
(Blasinstrument)
Volkstümlich:
(europ.) : – spielen hören: es steht ein Familienstreit ins Haus.
Kornfeld
Allgemein:
Ein Sinnbild für eine Lebensaufgabe, einen langfristigen Vorgang, dessen einzelne Bereiche immer wieder „neu bestellt“ werden müssen.
Psychologisch:
Da das Korn ein Zeichen von Wachstum und Reife ist, verspricht ein ganzes Feld davon eine überaus glückliche Entwicklung Ihres Lebens.
Sie scheinen sich ja auch darüber im Klaren zu sein, daß nicht Glück, sondern Ihre harte Arbeit den Erfolg bringen wird. Ihr Traum kann sich
aber auch auf das „Bett im Kornfeld“ beziehen, dann hat er Sie mit einer Erinnerung an ein romantisches Liebesabenteuer beglückt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Glück in der Liebe haben.
(europ.) : – sehen: Erfolg in der Liebe, Glück und Gewinn im Geschäft; Nutzen und Erfolg;
– wogende Kornfelder: stehen für eine abgesicherte Zukunft.

825
(ind. ) : – Bringt man dem Kaiser abgehauene Ähren vom Kornfeld, und zwar von seinen eigenen, werden seine Untertanen
hingeopfert und entsprechend der Menge der Ähren als Gefangene in die Fremde weggeführt werden, sind die
Ähren von fremden Feldern, wird er entsprechend deren Menge Gefangene aus fremden Völkerschaften bekommen.
– Träumt ein gläubiger und frommer Mensch, er besitze ein Weizenfeld, das nicht trage, deute er es als persönlichen
Mangel an guten Werken; ein einfacher Mann wird bald seine Hoffnungen, die er hegt, zu Grabe tragen.
– Ein Gerstenfeld oder das Ausdreschen von Gerste prophezeit Reichtum und Körperstärke.
– Erntet einer viel Weizen, wird er durch langwierige Arbeit zu Vermögen kommen, weil das Bereiten von Brot viel Mühe kostet.
– Weizenmehl verspricht Reichtum, der ansehnlicher ist als der, den Weizen, Gerste und Brot verheißen;
denn das Brot ist in der Deutung weniger günstig, weil es erst im Feuer gebacken werden muß.
(Siehe auch „Acker“, „Ernte“, „Gerste“, „Korn“, „Saat“, „Weizen“)
Kornfrüchte
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: gute Nachrede.
Kornkammer
Volkstümlich:
(europ.) : – nicht gut abgedeckt, mit feuchten Korn: man hat zwar Vermögen angehäuft, aber die Rechte nicht gesichert,
weshalb sich die Gewinne durch die Machenschaften der Feinde verringert wird.
Kornkreis
Psychologisch:
Eines der neusten Traumsymbole (Kornkreise werden ja erst in letzterer Zeit entdeckt), und es gilt als Hinweis auf eine – als aussichtslos
empfundene – Situation, die nur durch Hilfe von außen (und das plötzliche Eingreifen einer „höheren Macht“) zu bewältigen ist.
Körper
Assoziation: – äußere Form der inneren Natur.
Fragestellung: – Welcher Teil ist wichtig?
Allgemein:
Der Körper als Traumsymbol ist das Abbild des Menschen mit all seinen Eigenschaften, versinnbildlicht also die Persönlichkeit und die Art,
wie sie sich nach außen repräsentiert und das Leben bewältigt. Im Traum symbolisiert der Körper oft das Ich. Die individuelle Bedeutung
leitet man aus den Lebensumständen ab. Da sich der Mensch als Säugling zuallererst als „körperlich“ erlebt, ist der Körper seine erste
Informationsquelle. Es kann vorkommen, daß man sich oder andere, die aber unser eigenes Gleichnis sind, bestimmter Körperteile verlustig
dahergehen sieht. Sie haben vielleicht ein Bein verloren. Es kann selbst vorkommen, daß sie kein Gesicht haben, d.h. ihrer offiziellen
Persönlichkeit verlustig gingen. Eine unverheiratete Frau erkennt, daß ihr unterer Leib wie ein Schatten ist, daß also ihre weibliche Existenz
sich noch nicht verwirklicht hat. Sie muß hier noch Körper werden, dieses ihr leibliches, weibliches Wesen annehmen. Kopflose Menschen
erscheinen hie und da im Traume. Wenn es sich nicht um ein Symbol der Umgeburt, in welcher der „Kopf“ mit seinen Meinungen auf einige
Zeit zu verschwinden hat, handelt, kann es die Wiederkehr einer Märtyrerlegende sein. Der Traum von einem verletzten oder schmerzenden
Körperbereich sollte immer genau abgeklärt werden, denn er enthält möglicherweise die Selbstdiagnose einer Krankheit, noch bevor der Arzt
Symptome erkennen kann. Seit langem ist bekannt, daß unsere Träume Hinweise auf Krankheiten geben können, bevor wir bewußt
erkennen, daß irgend etwas nicht stimmt, und mit Sicherheit bevor Krankheitszeichen für einen Arzt ersichtlich sind. Man fürchte aber nicht,
daß jeder Alptraum eine ernsthafte Erkrankung ankündigt! Doch wenn man davon träumt, daß einem medizinisch etwas fehlt (vor allem,
wenn der Traum sich wiederholt), ist es Zeit, zum Arzt zu gehen.
Psychologisch:
Der Körper und seine Funktionen übersetzen meist seelische Belange. Mit einem körperlichen Mangel zeigt also das Unbewußte seelische
und geistige Schwachstellen auf. Wer mit seinem Körper im Traum zufrieden ist, der kann im Wachleben auf seine geistige Kraft bauen.
Löst sich der Körper in nichts auf, scheint die Psyche gesundheitlich nicht in Ordnung zu sein. Die meisten psychischen und emotionalen
Erfahrungen des Menschen überträgt er in Körpergefühle. Daher sind sie für Träume eine reiche Symbolquelle. Wenn sich der Träumende
seinen Gefühlen auf der Bewußtseinsebene nicht stellen will, kommen sie oft als verzerrte Traumsymbole zum Ausdruck. Die verschiedenen
Körperteile und -bereiche können unterschiedliche Bedeutungen haben. Beispielsweise symbolisiert der Oberkörper die Verbindung mit dem
Geist und den spirituellen Anteilen des Charakters, während der Unterleib für Triebe, Instinkte und emotionale Anteile des Charakters steht.
– Ein Konflikt zwischen Oberkörper und Unterleib weist auf eine gestörte Harmonie zwischen den mentalen Funktionen und dem
instinktiven Verhalten des Träumenden hin.
– Der Kopf eines Erwachsenen auf einem kindlichen Körper oder der Kopf eines Kindes auf dem Körper eines Erwachsenen deutet darauf
hin, daß der Träumende den Unterschied zwischen reifem Denken und Emotionen erkennen muß.
– Wenn die rechte Körperseite oder die rechte Hand im Traum eine besondere Rolle spielt, bedeutet dies, daß der Träumende die logische
Seite seiner Persönlichkeit zur Kenntnis nehmen sollte.
– Die linke Körperseite und die linke Hand hingegen machen deutlich, daß er sich seiner intuitiven, kreativen Anteile bewußt werden muß.
Im einzelnen können Körperteile im Traum folgendermaßen gedeutet werden:
– Anus: Die erste Erfahrung seiner Macht hat das Kind, wenn es die Kontrolle über seine Ausscheidungsorgane erlangt. Im Traum kehrt
der Geist des Träumenden zu dieser Erfahrung zurück, entweder um Selbstvertrauen zu tanken und Selbstverwirklichung ins Auge zu
fassen oder um in Sachen Unterdrückung und Abwehr aufzurüsten. Ein solches Traumsymbol verweist daher auf kindisches Verhalten
oder Egoismus (siehe auch „Exkremente“).
– Arme: Die Arme können im Traum in vielerlei Hinsicht zum Einsatz kommen. Vielleicht verteidigt sich der Träumende, oder er kämpft
oder wird festgehalten. Möglicherweise dienen sie auch dem Ausdruck leidenschaftlichen Engagements.
– Auge: Träume, in denen die Augen eine Rolle spielen, haben etwas mit Beobachtung und kritischem Urteilsvermögen zu tun. Sie werden
in Verbindung gebracht mit Erleuchtung und Weisheit, mit Schutz und Stabilität. In alten Deutungen des Traumsymbols Auge wurden sie
mit der Kraft des Lichts und den Sonnengöttern assoziiert. Als ägyptisches Symbol ist das Auge auch ein Talisman. Der Verlust des
Augenlichts stellt die verlorengegangene Klarheit dar, und je nachdem, welches Auge erblindet ist, kann es sowohl den Verlust der Logik
(rechtes Auge) als auch der Intuition (linkes Auge) symbolisieren. Wenn man im Traum sein Augenlicht zurückerlangt, kann dies auf die
Rückkehr zur Unschuld und Klarsichtigkeit eines Kindes hindeuten. Die Augen sind die Fenster der Seele, so sagt man. Durch die Augen
werden auch ehrliche Gefühle vermittelt. Träumt man von Augen, kann das auch zum einen bedeuten, daß man genauer seine
Mitmenschen betrachten sollte, zum anderen, daß man ehrlicher seine Gefühle zeigen sollte.
– Bein: Füße und Beine verweisen immer auf die Erdung, aber auch auf die Fortbewegung aus eigener Kraft. Werden an einer Traumperson
die Füße oder Beine besonders hervorgehoben, dann sollte der Träumer seine Erdung betrachten und sich fragen, ob er auf eigenen Füßen
steht und geht, welches seine Grundlagen und Grundwerte sind.

826
– Blut: Von Blut zu träumen, symbolisiert entweder die Annahme des Träumenden, daß auf einer bestimmten Ebene ein Opfer dargebracht
wurde. Dies stellt eine Verbindung zu der alten Vorstellung her, Blut enthalte auf irgendeine Weise das Leben des Geistes, und daher sei
vergossenes Blut heilig. Oder aber es symbolisiert wegen seiner Verbindung mit der Menstruation die Erneuerung des Lebens. Viele
Menschen fürchten sich vor Blut, und daher kann ein Traum, in dem Blut eine Rolle spielt, das Bedürfnis signalisieren, mit diesen Ängsten
ins reine zu kommen. Auf der spirituellen Ebene kann das Blut im Traum jenes des Christus repräsentieren (siehe auch „Menstruation“).
– Brüste: Hier kommt es grundsätzlich darauf an, ob es sich um eine weibliche oder männliche Brust handelt. Die weibliche Brust hängt
oftmals mit den regressiven Wünschen nach Verschmelzung zusammen. Auf der Oberfläche mag sich dieser Wunsch besonders im
Männertraum sexuell geben. Im allgemeinen deuten Frauen-Brüste im Traum auch auf die Nähe des Träumenden zu seiner Mutter und
auf seinen Wunsch hin, ernährt zu werden. Ein Traum mit diesem Traumsymbol kann auch die Sehnsucht des Träumenden spürbar
machen, wieder ein von Verantwortungen freies Kind zu sein. Frauen die öfters von Brüsten träumen, hegen oft einen unbewußten
Wunsch nach einem Kind. Die männliche Brust hängt mit Stärke zusammen. Wir sprechen von der „Heldenbrust“. Träumen Frauen
von der männlichen Brust, verweist das ebenfalls auf regressive Wünsche, die sich oberflächlich sexuell geben. Frauen träumen von
der Männerbrust bei einem großen Anlehnungsbedürfnis. Männer träumen von der Brust, wenn sie mehr Stärke zeigen sollten.
– Daumen: Der Daumen im Traum deutet an, daß dem Träumenden bewußt ist, wieviel Kraft er hat. Ein nach oben gerichteter Daumen
stellt günstige Energien dar, ein nach unten weisender Daumen negative.
– Ferse: Die Ferse ist der Teil des Körpers, der zugleich sehr stark, aber äußerst verletzbar ist.
– Finger: Mit den Fingern und der Hand greifen wir zu, packen wir etwas an und so deutet dieses Traumsymbol auf anliegende Aktivitäten
hin. Natürlich muß die Gestik der Finger berücksichtigt werden, ob der Finger beispielsweise auf etwas hindeutet oder die Finger zur
Faust geschlossen sind.
– Fuß: Der Fuß besitzt weitgehend die gleiche Bedeutung wie das Bein. Allerdings scheint mir hier der Aspekt der Erdung noch betonter
als beim Traumsymbol „Bein“.
– Geschlechtsorgane: Die Geschlechtsorgane verweisen nur oberflächlich auf die Sexualität. Dahinter verbirgt sich der Wunsch nach
Vereinigung mit seiner gegengeschlechtlichen Seite oder überhaupt mit dem eigenen Geschlecht und der eigenen Geschlechtlichkeit.
Auch Geschlechtsverkehr im Traum verdeutlicht meistens entsprechende Sehnsüchte oder Ängste. Fassen Sie Mut, sich diese
einzugestehen! Sieht man die eigenen Geschlechtsorgane im Traum – was viel seltener vorkommt -, dann sollte man bewußter seine
Sexualität pflegen.
– Gesicht: Es ist der Ausdruck des Traum-Gesichts wichtig. Kennen Sie dieses Gesicht? Aus welchem Zusammenhang und aus welcher Zeit?
In Ihnen unbekannten Gesichtern sehen Sie Ihre verdrängten oder noch unbekannten Eigenschaften.
– Gliedmaßen: Mit unseren Gliedern bewegen wir uns in die Welt hinaus und können etwas behandeln, begegnen usw. So symbolisieren
sie auch im Traum unsere Fähigkeit, etwas in der Außenwelt zu bewirken. Ob es nun etwas mit dem Zellgedächtnis zu tun hat oder mit
dem Wachstumsprozeß, jedenfalls können alle Gliedmaßen im Traum ein Symbol für Sexualität und für die mit ihr verbundenen Ängste
sein. Abgerissene oder abgeschnittene Gliedmaßen zeigen, daß der Träumende von einem Menschen oder einem Ereignis sozusagen
auseinandergerissen worden ist. Dies kann von ihm verlangen, sein Leben neu zu ordnen und von vorn zu beginnen. Manchmal kann
dieses Traumbild auch darauf hindeuten, daß er in irgendeiner Weise im innersten Kern seiner Existenz bedroht ist.
– Haare: Sie repräsentieren Stärke und Potenz. Die Haare sind ein bekanntes Sexualsymbol. Kämmt sich der Träumende in seinem Traum
die Haare, versucht er eine bestimmt persönliche Einstellung aufzulösen. Werden ihm die Haare geschnitten, heißt dies, daß er versucht,
Ordnung in sein Leben zu bringen. Mit dem Abschneiden der Haare verlieren Mann oder Frau wie im Mythos ihre sexuelle Kraft.
Schneidet der Träumende einem anderen Menschen die Haare, kann dies anzeigen, daß der Träumende in seinen Aktivitäten zurücksteckt.
Dies bezieht sich unter Umständen auf eine sexuelle Beziehung, die mit Ängsten oder Zweifeln belastet ist. Das Haar kann binden. So
warnen islamische Geschichten immer wieder vor dem Frauenhaar, das stärker bindet als tausend Verträge. Damit ist die Faszination
und die Verführung angesprochen. In bezug auf die Haarfarbe arbeitet der Traum mit starken Kontrasten: Die blonden Menschen sind gut,
die Schwarzhaarigen gefährlich. Locken können den Träumer zu einer Torheit verlocken und auf das Narrenhafte verweisen. Wenn der
Träumende in seinem Traum kahlköpfig ist, weiß er um seine eigene Intelligenz.
– Hals: Der Hals stellt die Verbindung zwischen dem Rumpf und dem Kopf dar. Gefühl und Intellekt sollen verbunden werden. Durch seine
wichtige Funktion, die er bei der Atmung und beim Sprechen besitzt, deutet er auf das Freiheitsbedürfnis des Träumers oder der Träumerin
sowie auf die Fähigkeit, sich auszudrücken und zu erklären.
– Hand: Die Hände sind einer der Ausdruck stärksten Teile des menschlichen Körpers; sie symbolisieren Kraft und Kreativität. Vergleicht
der Träumende seine beiden Hände miteinander, oder hält er in jeder einen anderen Gegenstand, zeigt dies möglicherweise einen Konflikt
zwischen seinen Überzeugungen und seinen Gefühlen. Eine Hand auf der Brust symbolisiert Unterwerfung. Ein Händedruck deutet auf
Vereinigung und Freundschaft hin, zu Fäusten geballte Hände hingegen signalisieren Bedrohung. Gefaltete Hände drücken tiefe
Gelassenheit aus oder einen Zustand der Ruhe. Eine die Augen verdeckende Hand stellt im allgemeinen Scham oder entsetzliche Angst
dar, während an den Handgelenken gekreuzte Hände ausdrücken, daß der Träumende gefesselt ist. Eine geöffnete Hand stellt Gerechtigkeit
dar, und Handauflegen symbolisiert Heilung und Segnung – besonders wenn die Hand auf dem Nacken aufgelegt wird. Zusammengelegte
Hände sind ein Hinweis auf Wehrlosigkeit. Liegt die Hand in der Hand eines anderen Menschen, ist dies ein Hinweis auf das Versprechen
von Diensten. Erhobene Hände bedeuten Anbetung, Gebet oder Unterwerfung. Wenn die Handflächen nach Außen gewendet sind, segnen
sie, und wenn sie zum Kopf erhoben sind, sollte der Träumende sich aufmerksam mit seiner Situation befassen und über sie nachdenken.
Hände waschen signalisiert Unschuld oder das Zurückweisen von Schuld, während Händeringen tiefen Kummer symbolisiert. Eine riesige
Hand, besonders wenn sie vom Himmel kommt, ist ein Hinweis darauf, daß der Träumende „besonders“ auserwählt ist. Die rechte Hand ist
die Hand der Macht, die linke Hand hingegen die passive und empfangende. Manchmal kann sie im Traum Betrug symbolisieren. Die
ausgestreckten Hände zeigen das Verlangen des Träumenden nach etwas, was er nicht hat. Dies kann emotionaler wie auch materieller
Natur sein, jedenfalls versucht er andere Menschen durch seine Bedürftigkeit zu kontrollieren. Oder aber der Träumende bemüht sich, ein
Konzept zu erfassen beziehungsweise eine Möglichkeit zu ergreifen, die außerhalb seiner Reichweite oder seines Verständnisses zu liegen
scheint.
– Haut: Im Traum symbolisiert sie die Fassade, welche der Träumende für andere Menschen aufbaut. Harte, rauhe oder zähe Haut signalisiert
das „dicke Fell“, welches der Träumende sich zugelegt hat und mit dem er versucht, sich zu schützen.
– Herz: Es ist das Zentrum des Seins und repräsentiert „emotionale“ Weisheit statt intellektueller Klugheit.
– Kehle: Sie zeigt, daß der Träumende sich seiner Verletzbarkeit bewußt ist oder sein Bedürfnis nach Selbstausdruck spürt.
– Kinn: Es symbolisiert den Selbstausdruck des Träumenden.
– Knie: Sie sind ein Symbol des Gebets, der Anerkennung und des emotionalen Engagements.
– Kopf: Der Kopf wird als Hauptteil des Körpers betrachtet. Er stellt Macht und Weisheit dar, weil er der Sitz der Lebenskraft ist. Wenn ein
Traum von einem Kopf handelt, dann verlangt dies vom Träumenden, sehr sorgfältig darauf zu achten, wie er sowohl mit Intelligenz als
auch mit Torheit umgeht. Wenn er von einem gesenkten Kopf träumt, deutet dies demütiges Bitten an. Ein verhüllter Kopf könnte die
Intelligenz des Träumenden verhüllen oder ein Signal dafür sein, daß er die Überlegenheit eines anderen Menschen anerkennt. Ein Schlag
auf den Kopf verlangt vom Träumenden, daß er seine Handlungen in einer bestimmten Situation überdenken muß.
– Leber: Die Leber verkörpert Gereiztheit und unterdrückten Zorn.
– Lunge: In der chinesischen Medizin symbolisiert sie Trauer und Kummer. Sie spielt außerdem eine wichtige Rolle beim Treffen von
Entscheidungen. Auf der spirituellen Ebene ist die Lunge der Sitz der Selbstgerechtigkeit und der Ursprung der Gedanken über das Selbst.

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– Mund: Er repräsentiert der verschlingenden beziehungsweise den empfangenden Teil der Persönlichkeit. Die Umstände im Traum geben
vielleicht Aufschluß über die richtige Deutung. Der Mund kann manchmal auch für die weibliche Seite des Träumenden stehen. Der
Mund symbolisiert auch die menschliche Kommunikation, nach Freud stellt er auch einen Hinweis auf die Schamlippen der Frau dar.
Meiner Erfahrung nach sollten Sie bewußter kommunizieren, wenn Ihnen im Traum ein Mund auffällt. Außerdem kann der Mund die
Erotik symbolisieren.
– Nabel: Zentrierung: Egozentrik oder Weg in die Mitte?! Mutterbindung, Abnablungsprozesse jeder Art.
– Nase: Im Traum symbolisiert sie Neugier, aber auch Intuition.
– Niere: Sie ist ein Organ der Ausscheidung; wenn es im Traum eine Rolle spielt, dann deutet dies auf die Notwendigkeit für den
Träumenden hin, sich einer Reinigung zu unterziehen.
– Ohren: Die Ohren verweisen auf das Hören. Können Sie gut zuhören und sich auf andere einstellen? Es geht auch um Gehorsam und das
Gehörige, um Verständnis und Selbstverständnis.
– Penis: In der Regel illustriert er die Einstellung des Träumenden zu penetrierender Sexualität. Dabei kann es sich um den eigenen Penis
oder um den einer anderen Person handeln.
– Po: Der „Allerwerteste“, liefert beliebte Schimpfwörter und stellt vor allem einen wichtigen Tabu-Bereich dar. Annahme des Analen und
Auseinandersetzung mit diesen anderen und unbekannten Seiten sind angezeigt.
– Rippen: Die Rippen und speziell eine Rippe läßt uns an den christlichen Mythos von der Erschaffung der Frau denken. Im übertragenen
Sinn ist damit ausgedrückt, daß der Mann etwas opfern muß, um sich der Weiblichkeit verbinden zu können. Dieses freiwillige Opfer ist
bewußtseinsbildend. – Auch Symbol der Atmung und ihres Schutzes. – Ein „Gerippe“ betont die reine, leblose oder abstrakte Struktur.
– Rücken: Wenn dem Träumenden in seinem Traum ein anderer Mensch den Rücken zuwendet, sollte er die intimeren Elemente seines
Charakters kennenlernen. Er muß sich mit dem Gedanken konfrontieren, daß ihn andere Menschen – zum gegenwärtigen Zeitpunkt – nicht
an ihren Gedanken teilhaben lassen wollen. Es drückt eben Heimlichkeiten, Opposition oder Distanz aus. Möglicherweise zeigt die Haltung
auch eine stärkere Verletzbarkeit des Träumenden durch das Unerwartete. Wenn er selbst in seinem Traum einem Menschen oder
Gegenstand den Rücken zukehrt, wehrt er damit das spezielle Gefühl ab, welches er im Traum gerade erlebt. Den eigenen Rücken sehen
Sie nur selten. Er verweist auf Ihre Schattenseiten. Wenn Sie diesen im Traum begegnen, ist dies ein großes Glück, weil der Schatten nun
nicht mehr hinterrücks wirkt.
– Rückgrat: Wenn das Rückgrat im Traum besonders wichtig ist, sollte der Träumende überlegen, welche Strukturen ihn im Leben
hauptsächlich unterstützen. Auf der intellektuellen Ebene sollte er darüber nachdenken, wie stabil sein Charakter ist.
– Rumpf: Wird der Rumpf im Traum betont, so achten Sie darauf, ob er dick oder dünn dargestellt wird. Welches Verhältnis besitzen Sie
zu Ihrem Körper? Wie empfinden Sie Ihren Körper bzw. den oder die Körper der anderen im Traum?
– Schoß: Der Schoß repräsentiert die Rückkehr zum Ursprung. Der Träumende hat ein Bedürfnis nach grundlegender Sicherheit und nach
Schutz, oder aber er weist Verantwortung zurück. Auf der spirituellen Ebene stellt der Schoß die Verbindung des Träumenden mit der
großen Mutter oder mit Mutter Erde dar. Wenn er träumt, er würde in den Schoß zurückkehren, ist dies ein Hinweis auf sein Bedürfnis,
sich wieder mit der passiven und nachgiebigen Seite seines Wesens zu verbinden. Vielleicht braucht der Träumende Zeit für seine
Selbstheilung und Genesung.
– Schultern: Kraft, Stärke, Vorfahren und Nachfahren (auf den Schultern von jemandem stehen), etwas schultern, sich bereit machen und
einspannen.
– Unterleib/Magen/Bauch: Wenn sich der Traum um diese Körperteile zu drehen scheint, muß sich der Träumende auf Emotionen und
unterdrückte Gefühle konzentrieren. Der Bauch ist die Mitte des Leibes, „hält Kopf und Füße zusammen“. Magen, Gaumen, Verdauung,
Sammlung des Heruntergeschluckten. Lust, Trieb, Abschirmung des Genitalen.
– Urin: Sein Erscheinen im Traum kann oft auf die Haltung des Träumenden hinsichtlich emotionaler Kontrolle hindeuten. Entweder er staut
seine Gefühle auf, oder er gibt ihnen nach. Der Umgang mit seinem Urin gewährt dem Träumenden auch einen guten Einblick in den
Umgang mit seiner Sexualität.
– Vagina: Meist haben Träume von der Vagina etwas mit dem Selbstbild des Träumenden zu tun. Im Traum einer Frau betont sie ihre
Empfänglichkeit. Im Traum eines Mannes deutet sie auf sein Bedürfnis hin, sowohl körperlich als auch geistig zu durchdringen.
– Zähne: In der traditionellen Traumdeutung ging man davon aus, daß Zähne im Traum eine aggressive Sexualität darstellen. Korrekter ist es,
sie mit dem Wachstumsprozeß zur sexuellen Reife in Verbindung zu bringen. Ausfallende oder lockere Zähne deuten an, daß dem
Träumenden bewußt ist, daß er eine Form des Übergangs durchlebt, der vergleichbar ist im Schritt vom Kind zum Erwachsenen oder vom
Erwachsenen zu Alter und Hilflosigkeit. Wenn jemand im Traum fürchtet, ihm könnten die Zähne ausfallen, geht es um die Angst, alt und
nicht mehr begehrenswert zu sein, der um die Angst vor dem Erwachsenwerden. Träumt eine Frau davon, Zähne verschluckt zu haben,
kann dies auf eine Schwangerschaft schließen lassen. Zähne sind auch ein Hinweis auf den „Biß“ und die Bissigkeit. Zähne symbolisieren
Vitalität, Geliebte, Kinder oder Geschlechtsorgane. Auch das Raubtierhafte und Reißerische sind zu beachten.
– Zunge: Im Traum symbolisiert sie die Fähigkeit des Träumenden, genau zu wissen, wann er sprechen und wann er besser schweigen soll.
Sie kann auch etwas damit zu tun haben, wie der Träumende die Information versteht, die er an andere weitergeben will. Vielleicht hat er
tiefe Überzeugungen, die er mitteilen möchte. Eine andere, grundlegendere Erklärung verbindet die Zunge im Traum mit der Schlange
und dem Phallus und daher letztlich mit der Sexualität. Außerdem ist die Zunge eine Droh- oder Abwehrgebärde, wenn Sie demonstrativ
herausgestreckt wird. Nicht zuletzt ist sie ein Symbol des Geschmacksinns und der Auswahl der persönlichen Vorlieben.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist der Körper im Traum der physische Ausdruck innerer Spiritualität.
Volkstümlich:
(arab. ) : – verletzen: Not und Verzweiflung in Aussicht haben;
– einen dicken sehen oder haben: Nahrungssorgen werden dir fern bleiben.
(europ.) : – sehen: von unsichtbaren Feinden bedroht werden;
– verletzen: zeigt Mangel an;
– Verletzungen am Körper sehen: man wird etwas entbehren oder auf etwas verzichten müssen;
– einen fremden nackt sehen: in erotischen Träumen bedeutet es Liebessehnsucht;
in neutralen Träumen bedeutet es, daß man eine Entdeckung machen wird;
– seinen eigenen Körper gesund sehen: man ist in sehr guter Verfassung;
– seinen eigenen zu dick oder krank sehen: reale körperliche Ursachen,
oder seelische Belastungen von denen man sich befreien sollte;
– seinen eigenen entblößen: man wird sich einer Handlung schämen müssen;
– einen wachsenden sehen: für Männer Verbesserung der sozialen Position;
für junge Frauen bedeutet dies Schwangerschaft;
bei älteren Frauen stehen materielle Einnahmen bevor;
bei jungen Mädchen wird eine heimliche Liebe auftauchen.

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(ind. ) : – eigenen: du kannst dich glücklich fühlen;
– mageren: du kannst von Glück sprechen, es hätte auch schief gehen können;
– waschen: du sollst bereuen, was du getan hast.
(Siehe auch unter den Bezeichnungen einzelner Körperteile)
Körperbemalung
Psychologisch:
Hat man im Traum mit Schminkfarben den ganzen Körper bemalt oder sich einer Körperbemalung unterzogen? Dies ist ein bedeutend
intimerer Akt als nur ein Kleiderwechsel und kann sich also auf die intimsten Gefühle beziehen, wobei die gewählte Farbe bedeutsam ist.
(Siehe auch „Kosmetik“)
Körperhaltung
Allgemein:
Die Körpersprache ist ein wichtiger Aspekt in Träumen. Vielleicht bewegen sich die Traumfiguren übertrieben, oder sie posieren auf
sonderbarer Weise, dann wird eine bestimmte Information hervorgehoben, die der Träumende entschlüsseln muß.
Psychologisch:
Wie im Wachzustand, spiegelt sich auch im Traum die Geisteshaltung, Stimmung oder Gefühlslage des Menschen in seinem Körper wider.
Jede Geste, Haltung und Bewegung hat auf einer tieferen Ebene ein Gegenstück, welches Minderwertigkeitsgefühle, Selbstvertrauen,
Aggression, Unterwerfung und vieles mehr zum Ausdruck bringen kann.
Spirituell:
Es gibt viele Systeme, die sich bestimmter Körperhaltungen bedienen, um die spirituelle Entwicklung voranzutreiben. Yoga, Tai Chi und
Aikido sind nur einige von ihnen.
Korpsstudent
Volkstümlich:
(ind. ) : – (mit ihm zu tun haben, sich als solcher sehen): du wirst Geldverluste erleiden.
Korpulenz
Volkstümlich:
(arab. ) : – Reichtum.
(europ.) : – sein: gewaltige Zunahme des Vermögens und angenehme Wohnorte; ungünstiges Zeichen für eine Frau.
(ind. ) : – Krankheit.
Korridor
Assoziation: – das Vorüberziehen des Lebens; ein enger oder geheimer Pfad.
Fragestellung: – Welche Entscheidungen bin ich bereit, öffentlich zu treffen?
Allgemein:
Korridor symbolisiert den Lebensweg, der hell und glücklich oder dunkel und beschwerlich sein kann. Zuweilen deutet er auch sexuelle
Bedürfnisse an. Wenn ein Traum davon handelt, daß sich der Träumende in einem Korridor aufhält, dann befindet er sich in der Regel in
einem Durchgangsstadium. Möglicherweise bewegt sich der Träumende von einem Zustand in den nächsten.
Psychologisch:
Vielleicht ist der Träumende in einer unbefriedigten Situation, aber dennoch nicht fähig, eine andere Entscheidung zu treffen, als das
Unvermeidbare zu akzeptieren. Der Korridor symbolisiert auch das weibliche Geschlechtsorgan und damit ein starkes erotisches Bedürfnis
bei männlichen Träumern.
In Frauenträumen zeigt er die Richtung an, in die das Leben verlaufen soll. Ist er dunkel, lang und ohne Türen, wird diese Suche wohl noch
etwas andauern.
Spirituell:
Der Träumende befindet sich in einem spirituellen Zwischenzustand.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen solchen entlang gehen: man wird Streit bekommen; für Männer auch Sehnsucht nach sexuellen Erlebnissen;
– einem solchen entlang gehen und eine offene Tür finden; für Männer: der Wunsch nach sexuellen Erlebnissen wird
sich bald erfüllen;
– sich in einem langen dunklen befinden: man hat unangenehme Überraschungen zu gewärtigen.
(ind. ) : – lang und dunkel: mühevolle Arbeit.
(Siehe auch „Flur“, „Gang“)
Korsage
Assoziation: – Ehrenrobe; Anerkennung.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir verdient oder wünscht sich Anerkennung?
Korsett
Allgemein:
Korsett zeigt meist, daß man sich eingeengt fühlt, zum Beispiel durch alte Gewohnheiten, die man ändern sollte. Manchmal kommt darin das
Bedürfnis nach inneren Halt zum Vorschein.
Psychologisch:
Hier ist von dem Korsett die Rede, das man Seele und Geist anlegt. Wenn es eng geschnürt wird, zeigt es seelische Verkrampftheit im
Wachleben an oder die Tatsache, daß wir mit unserem Denken und Fühlen augenblicklich auf der Stelle treten.
Volkstümlich:
(europ.) : – für eine Frau die eins sieht: verkündet dies angenehme Enthüllungen; auch hinter ein süßes Geheimnis
kommen; auch: sie wird verwirrt sein über die Aufmerksamkeit, die Ihr zuteil wird;
– tragen: deutet auf eine vergebliche Anstrengung hin;
– ablegen: bedeutet Befreiung von einem Leiden;
– Ist eine junge Frau verärgert, während sie ihr Korsett öffnet oder schließt, neigt sie stark dazu, sich mit
ihren Freunden wegen nichtiger Anlässe zu streiten.

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Korund (Siehe „Edelsteine“)
Kosen
Volkstümlich:
(europ.) : – und schäkern mit einer fremden oder bekannten Persönlichkeit: ermahnt zur Selbstbeherrschung.
(ind. ) : – gute Aussichten auf einen Erfolg.
Kosmetik(erin)
Artemidoros:
Kosmetik zu betreiben ist für alle Frauen, Ehebrecherinnen ausgenommen, vorteilhaft, während es Männern, mit Ausnahme jener, die es
gewohnheitsmäßig tun, Schande bringen wird.
Allgemein:
Kosmetik wird aus vielerlei Gründen verwendet, zur Verbesserung des Aussehens, zum Verbergen von Mängeln und um anderen zu
gefallen. Bedient der Traum sich dieser Symbole, dann als Hinweis darauf, daß Mängel oder Hemmungen vorhanden sind, denen man sich
aber nicht gerne stellt. Wendet man im Traum Kosmetika an, dann sucht man im Wachleben vermutlich etwas zu verbergen/verdecken –
womöglich sogar vor sich selbst. Vielleicht waren im Traum die Kosmetikbemühungen auf einen bestimmten Bereich konzentriert, z.B. die
Augen. Versucht man also im Wachleben etwas nicht zu sehen oder zu verstehen? Welcher Lebensbereich oder welche Einstellungen oder
Charaktereigenschaften müßten einmal näher untersucht werden? Vielleicht weicht man den Realitäten aus?
Psychologisch:
Kosmetik wird oft im Sinne von Fassade verstanden. Der Träumende meint, sein Aussehen oder Image würde nicht den Anforderungen
genügen. Man wird vielleicht aber auch darauf hingewiesen, daß man die Tatsachen ohne Selbsttäuschung und Beschönigung akzeptieren
muß. Wenn der Träumende in seinem Traum Kosmetik benutzt, möchte er seine natürliche Schönheit unterstreichen und seine Probleme auf-
oder zudecken. Träumt man davon, von einer Kosmetikerin behandelt zu werden, benötigt man mehr Entspannung (oder Zuneigung) oder
muß das Image verbessern. Es kann aber auch sein, daß man seine eigene Erscheinung unterschätzt. Ist man selbst die Kosmetikerin, dann ist
es denkbar, daß man versucht, jemandem zu helfen, seine Erscheinung zu verbessern oder sein Selbstbewußtsein wiederherzustellen, oder
aber er muß diesen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes „zurechtmachen“, das heißt, er versucht ihn grundlegend zu ändern.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet Kosmetik im Traum, daß sich die Persönlichkeit des Träumenden in vielerlei Gestalten zeigen kann.
Volkstümlich:
(ind. ) : – Kosmetik: Ein Warntraum! Verbessern Sie Ihr Image.
(Siehe auch „Fassade“, „Schminken“)
Kosmische Ereignisse
Psychologisch:
Wenn man von Kometen, Ufos, Feuerregen vom Himmel, unerklärlichen Erscheinungen und der Landung von Aliens träumt, dürfte man
sich überdurchschnittlich häufig und intensiv mit solchen Themen befassen. Nach C. G. Jung wird ein Mensch durch solche Träume auf eine
„kollektive Rolle“ (in seiner Existenz) vorbereitet. Wem diese Auslegung zu weit hergeholt ist: Vielleicht sind Sie nur ein „Akte X“ -Fan und
können „einfach nicht abschalten“ – nicht einmal im Traum.
(Siehe auch „Komet“, „Ufo“)
Kosten
Volkstümlich:
(europ.) : – (Geld) tragen: rät zur Sparsamkeit;
– (Speise) oder etwas schmecken: verkündet Ärger im eigenen Haus.
Kostüm / kostümieren
Allgemein:
Die meisten Menschen kostümieren und maskieren sich gerne, ziehen also Kostüme an und gehen heiter auf Bälle oder Partys mit Masken
oder Larven. Solche Episoden im Traum können weit wichtigere Aussagen enthalten, als wir annehmen. Wie bei den Kosmetika verändern
wir mit alledem unser Aussehen, was Tarnung und Verstecken eines bestimmten Teils unserer Persönlichkeit bedeutet.
Psychologisch:
Wenn man im Traum ganz anders als gewo hnt angezogen war, könnte das heißen, daß man mit einem Bereich im Wachleben –
höchstwahrscheinlich mit dem Image – unzufrieden ist. Man sollte sich anhören, was der Traum einem sagen will: Ist es an der Zeit, ruhiger
zu werden und alle Extravaganzen abzustreifen? Ist es Zeit, sich altersgemäß zu verhalten oder die Dinge lockerer zu sehen und etwas Neues
auszuprobieren? Farbe und Beschaffenheit der Traumkleider verweisen vielleicht auf den Bereich des Lebens, der umgestaltet werden sollte.
Ein historisches Kostüm, das man im Traum statt Alltagskleidung trug, könnte bedeuten, daß Einstellung oder Image altmodisch sind und auf
den neusten Stand gebracht werden müßten; wenn man es auf einem Kostümfest oder auf der Bühne trug, ist es als Hinweis zu deuten, daß
man sein wahres Ich verbergen bzw. eine Rolle spielt. Falls man sich aber in seiner Kostümierung wohler fühlte als in der Alltagskleidung,
hat man offenbar ein Identitätsproblem zu lösen.
(Siehe auch „Karneval“, „Kleidung“, „Kosmetika“)
Kot
Allgemein:
Für den Volksglauben haben die Exkremente eine Verbindung zum Geld, vermutlich weil sie früher der einzigste Dünger für die Felder
waren. Wie der Traum mit dem Bild umgeht, zeigt also an, welches Verhältnis Sie zum Geld haben. Noch einen anderen Zusammenhang
zwischen Kot und Geld gibt es, der für die Traumdeutung wichtig sein kann: Wer als Kleinkind unter einer übertriebenen
Reinlichkeitserziehung zu leiden hatte, entwickelt als Erwachsener oft einen besonderen Drang zu Geld und Besitz. Denn für Kinder ist die
Darmentleerung mit einem Verlusterlebnis verbunden. Dementsprechend versucht der Erwachsene, der als Kind zu früh damit konfrontiert
wurde, alles zu behalten, was er hat.
Psychologisch:
Kotabgabe hat wie alles in Analträumen Vorkommende nichts mit der übelriechenden Masse zu tun, die unser Körper ausscheidet. Kot ist
vor allem deshalb positiv zu deuten, weil er als landwirtschaftlicher Dünger wachstumsfördernd ist. In vielen Fällen wird daher der Traum
vom Kot als Übersetzung von Geld oder als Charakterdeutung gewertet. Das Ausscheiden von Exkrementen könnte demnach mit
Freigebigkeit oder Ordnungssinn umschrieben werden, die Verstopfung analog als Geiz, Pedanterie, Herrschsucht, aber auch als die Angst
vor einem Verlust (von Geld?). Manche Psychoanalytiker sahen die Abgabe von Kot als Kastrationssymbol. Freud glaubte, Kinder, die

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davon träumen, erleben einem Verlust; daran sei vor allem die übertriebene Erziehung des Kleinkindes zur Reinlichkeit schuld, diese sei eine
der Wurzeln späterer Neurosen und sexueller Verklemmungen. Moderne Psychotherapeuten sind ähnlicher Auffassung, sehen jedoch mehr
einen Verlust an Liebe als gegeben an, der durch überstrenge Erziehung bewirkt wurde.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er hebe Menschenkot auf, wird er Geld verdienen, aber dadurch seinen guten Namen verlieren,
weil der Kot, den er im Traum gefunden, übel riecht.
– Hat jemand seine Kleider mit Menschenkot beschmutzt und sich damit vor den Leuten gezeigt,
wird er sich am Eigentum anderer vergreifen, aber ertappt werden.
– Ißt einer Menschenkot, wird er sich das Geld seines Feindes mit Betrug und Streit verschaffen;
ist es Viehkot, wird der Gewinn noch größer, das Unrecht aber geringer sein.
– Erleichtert sich einer, sei er, wer er wolle, auf seiner Latrine, wird er für sein Haus Ausgaben machen.
Denn die Latrine ist der Ort, wo man sich ausgibt.
– Sind die Exkremente trocken, werden die Ausgaben gering, wenn feucht, größer sein.
– Entleert sich jemand auf einer fremden Latrine, wird er sich für eine fremde Person in Unkosten stürzen;
macht er einfach auf fremde Erde, wird er Geld für Frauen und für eine Reise in die Fremde ausgeben.
– Träumt der Kaiser, er entleere sich oftmals unter Zwängen und Schmerzen, wird er seinen Kronschatz
notgedrungen für die Besoldung seiner Truppen erschöpfen;
ein einfacher Mann wird sich gezwungen sehen, seine Geldreserven anzugreifen, ein Armer Hunger und Not leiden;
denn aller Kot, den Menschen oder Tiere ausscheiden, bedeutet Hab und Gut des Menschen.
– Gibt einer Blut oder Wasser von sich, wird der Schaden noch schlimmer sein.
– Sehen die Exkremente wie Hülsenfrüchte aus, wird der Träumende von Drangsal frei werden.
– Scheidet jemand, der krank oder bedrückt ist, Steine aus, wird er die Übel sich vom Halse schaffen,
ist er gesund, unnützes Gesinde davonjagen.
– Scheidet jemand eine Schlange aus, wird er einen Feind, der unter demselben Dach wohnt, hinauswerfen,
wenn Bandwürmer, Hausgesinde, und zwar so viel, wie er Würmer ausgeschieden hat;
ein Armer wird wohlhabend werden, weil er die Schädlinge losgeworden ist.
– Dünkt es jemanden, er gebe nichts als Blut von sich, wird er sich von Reichtum und Sünden lossagen.
Wälzt er sich im Blut oder besudelt er damit seine Kleider, wird er wieder sündigen und Reichtümer sammeln.
– Träumt einer, er stoße auf eine Grube voll Mist und stolpere darüber, wird er von Dieben und Betrügern hereingelegt werden.
Fällt er kopfüber in die Grube, wird er durch deren Intrigen ruiniert werden.
– Gewahrt er nur die Grube und verspürt deren üblen Geruch, werden die Schurken nichts ausrichten,
und er wird nur kurze Zeit seine Not haben.
– darin gehen und sich die Kleider beschmutzen: bedeutet traurige Zufälle, trübselige Erlebnisse, Not und Elend,
manchmal aber auch Todesfall eines Freundes;
– hineinfallen: ein Unheil steht bevor;
– an den Händen haben: du wirst kleine Vorteile erlangen;
– sehen: nimm dich vor übler Nachrede in acht.
(europ.) : – gilt als ein Vorzeichen eines Gewinnes; bedeutet Glück;
– hineintreten: kündet Reichtum oder überwundenes Elend an;
– hineinfallen: verkündet unverhofften Vorteil.
(ind. ) : – hineinfallen: Erbschaft kommt dir ins Haus;
– sammeln: Armut und Elend werden dein Gast sein.
(Siehe auch „Darmentleeru ng“, „Exkremente“, „Toilette“)
Krabben
Assoziation: – unbedeutender Kleinkram; Geringwertigkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mir selbst Wert beizumessen?
Allgemein:
Krabben gehen seitwärts; man überlege also, ob man ein Ausweichmanöver im Sinn hat. Ihre Scheren scharren Sand zusammen – ein
Symbol für Raffsucht und Besitzstreben aber auch für Festklammern und Horten oder auch Groll.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird in Komplikationen verwickelt, zu deren Lösung ein sicheres Urteilsvermögen nötig ist;
Liebenden bedeutet dieser Traum ein langes und schwieriges Werben.
Krach
Allgemein:
Krach (Krachen) versteht man wie Knall. Oft sind damit Unannehmlichkeiten verbunden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: das Eintreffen einer Nachricht aus weiter Ferne;
– Krachen hören: Ungemach.
(ind. ) : – mit Bekannten: du wirst einen Straßenunfall erleiden;
– Krachen hören: unangenehme Zeiten werden kommen.
(Siehe auch „Knall“)
Krachmandeln
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst dich verloben oder verlieben.
Krächzen (Siehe „Krähe“)
Kraft
Psychologisch:
Träume von Vorgängen, die einen kräftigen Körper und eine gute Kondition erfordern, machen häufig auf das Gegenteil aufmerksam: Man
ist (oder fühlt sich) für etwas zu schwach. Es bezieht sich aber selten auf einen Mangel an körperlicher Kraft – meistens geht es um
Durchhaltevermögen und um geistige Herausforderungen, wofür nun die nötige Kraft aufzubringen wäre.

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Kraftwagen
Volkstümlich:
(europ.) : – lenken: bedeutet Erfolg;
– in einem sitzen: man wird seinem Glück entgegeneilen;
(Siehe auch „Auto“)
Kragen
Allgemein:
Sinnbild für „gepflegter Ordnung“. Kragen kann auf widrige Umstände hinweisen, die zu Mißerfolgen führen; das gilt besonders dann, wenn
man ihn bügelt oder sich vergeblich bemüht, ihn um den Hals zu legen.
Psychologisch:
Gehört bei manchen Psychoanalytikern in die Kategorie „alles, was rund ist“, müßte also wirklich sexuell gedeutet werden. Der saubere
Kragen, den sich der Träumer umlegt, kann aber getrost als Vorbereitung auf eine wichtige (nicht sexuelle) Angelegenheit im Wachleben
übersetzt werden. Zerreißt er im Traum, könnte dem Träumer auch im bewußten Leben bald der Kragen platzen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Wäsche): eine Einladung.
(europ.) : – eines Mannes sehen: man wird eine Herrenbekanntschaft machen;
– bügeln: deutet auf Ärger und Verdruß mit einer männlichen Person;
– für einen Liebhaber, der sich einen sauberen anlegt, ist dies ein gutes Zeichen; einen verschmutzten anlegen bedeutet
dagegen Wankelmütigkeit;
– umbinden: man wird an einer offiziellen Feier oder Zusammenkunft teilnehmen oder zu einer solchen eingeladen werden;
– umbinden wollen und nicht damit zurechtkommen: eine dringende Angelegenheit sollte schnellstens erledigt werden;
– tragen: man wird mit Ehren überhäuft, deren man sich kaum erwehren kann;
– Erscheint einer Frau ein Kragen, hat sie viele Bewunderer, aber keinen aufrichtigen Verehrer. Sie wird vermutlich noch
eine ganze Weile Single bleiben.
(ind. ) : – tragen: du wirst durch widrige Verhältnisse zurückgehalten werden.
Krähen
(Vogel)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Magisch; sprechend; Bote; Verwandlungskünstler; Lehrer; verbindend; Wächter; Verbündeter; schlau; verschlagen;
schadenfroh.
Beschreibung: Die Krähe ist ebenso wie der Rabe ein Vogel, des mit der Zwiespältigkeit assoziiert wird. Die Krähe gilt darüber hinaus als
Überbringer alles Magischen. Die etwas kleinere Schwester des Raben lebt an Orten, die dieser verschmähen würde: in Feldern, Vorstädten
und sogar in Innenstädten Krähen sind große Vögel mit glänzenden schwarzen Federn und einem lauten Krächzen; man kann ihnen das
Sprechen beibringen Folglich werden sie für Boten gehalten, welche die Geheimnisse des Universums in Worte fassen können. In vielen
Traditionen wurde die Krähe als Wächterin und wichtige Verbündete der Menschen empfunden, die dem Weg der Erde folgten. In manchen
Traditionen wurde sie sogar als Verwandlungskünstlerin gesehen. Wieder andere behaupteten, daß viele Verwandlungskünstler oft die
Gestalt der Krähe annahmen. Auch mit Hexen und mit Zauberei wurde der Vogel häufig in Verbindung gebracht. Für andere erdverbundene
Stämme repräsentierte die Krähe die Weisheit der alten Erdreligionen. Ein Sioux-Stamm, der heute im oberen Becken zwischen dem
Yellowstone River und dem Big Horn River lebt, führt den Namen der Krähe als Stammesbezeichnung (crow).
Allgemeine Bedeutung: Eine Botschaft über deine Gaben und Talente; Aspekte deines Selbst, die du lieber im Dunkel verborgen hältst; eine
Lehre, die du vielleicht nicht beachtet hast; alte Weisheit.
Assoziation: Heiseres Krächzen; fröhliches Krähen eines Babys.
Transzendente Bedeutung: Ein Aspekt deiner eigenen Magie könnte etwas mit deiner Fähigkeit zu tun haben, deine Gestalt zu verändern
oder mit deiner Art, mit der Welt in Beziehung zu treten; ein weiteres Traumsymbol für die Zwiespältigkeit, mit dem du vorsichtig sein
solltest; Gabe der Magie.
Artemidoros:
Die Krähe bedeutet wegen ihres hohen Alters eine lange Zeitspanne, eine Verzögerung in den Geschäften und eine Greisin, ferner kündigt
sie einen Sturm an, weil sie eine Botin des Sturms ist. Alles was langsam wächst und reift, führt sowohl das Glück, als auch das Unglück
langsamer herbei und umgekehrt.
Allgemein:
Krähe symbolisiert als Unglücksbote meist Unfrieden, Mißerfolg oder Todesfälle. Schreiende Krähen gelten als Vorzeichen für einen Verlust
oder für gravierende Veränderungen in den intimen Beziehungen, die sich für den Träumer negativ auswirken können. Mehrere Krähen
dagegen können eine glückliche Entwicklung ankündigen. Sie stehen häufig für die Redensart, daß eine Krähe der anderen kein Auge
aushackt.
Psychologisch:
Symbol für eine (als aggressiv empfundene) Frau, vor deren „spitzen Schnabel“ man sich fürchtet. Ein Traum, in dem sich das Unbehagen
vor einem Gespräch mit einer solchen Frau niederschlägt – und fast immer ein Männertraum.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Findet jemand im Traum einen Raben, wird er auf einen armen, fremden und gefräßigen alten Mann treffen.
– Hält er einen zahmen Raben, wird er einem solchen Alten Obdach gewähren und ihn beköstigen;
ist es eine Krähe, wird er es mit einem lügnerischen, geldgierigen Kerl zu tun haben.
– Träumt der Kaiser oder ein Großer, eine Krähe krächze in seinem Palast oder Haus, wird er eine gute oder
schlechte Botschaft erhalten, falls ihm die Krähe etwas Gutes oder Böses anzukündigen schien.
– Vielfach erweist sich bei Träumen von Krähen die Vermutung, sie zeigten Glück oder Unheil an, als trügerisch.
– sehen oder krächzen hören: eine traurige Nachricht erhalten; auch häuslicher Unfrieden;
– fangen: ein erschreckender Todesfall in deinem Verwandten- oder Bekanntenkreis wird dich erschrecken.
(europ.) : – bringen üble Nachrichten, auch deutet das Träumen von einer Krähe auf irgendeine Feindschaft; Unglück und Kummer;
– eine fliegen sehen: ein naher Todesfall;
– fangen: bedeutet Trauer und Unfrieden;
– mehrere Krähen sehen: bedeutet Gewinn;
– auf Bäumen mehrere sehen: Zusammenkunft der Verwandten;
– schreien hören: du wirst böse Nachrichten empfangen;
– krächzen hören: man soll zu einem ungünstigen Handel überredet werden;
– eine Tote sehen: man wird einer Verleumdung auf die Spur kommen;
– Einem jungen Mann warnt dieses Traumsymbol vor dem Charme raffinierter Frauen.

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(ind. ) : – Feinde werden dich verfolgen;
– schreien hören: du wirst eine Todesnachricht vernehmen.
(Siehe auch „Elster“, „Rabe“, „Vögel“)
Krähen
(Hahnenschrei)
Volkstümlich:
(europ.) : – einen Hahnenschrei am Morgen hören: es kündigt sich Gutes an; ist man alleinstehend, kann man auf eine baldige Hochzeit
und ein komfortables Heim hoffen;
– ertönt das Krähen in der Nacht und klingt verzweifelt: man wird bald Grund zum Weinen haben;
– zwei Streithähne beobachten: es steht eine Trennung ins Haus; dieser Traum geht meist einem unfreundlichen Ereignis voraus;
– auch wie bei Petrus als Warnung zu verstehen.
(Siehe auch „Hahn“)
Krake
Psychologisch:
Ein Abnabelungstraum! Das Ursymbol der nicht so guten Seiten einer Mutter, die alles festhält. Es ist der Wunsch nach persönlicher
Unabhängigkeit.
Krallen
Psychologisch:
Sie packen im Traum zu, und man kann sich aus ihnen nur schwer befreien; übertragen auf das Wachleben heißt das, daß sich der Träumer
von seinen Verklemmungen freimachen oder sich aus einem Verhältnis lösen muß, das ihn zu erdrücken scheint.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird in einem Unternehmen sehr gehemmt werden;
– von einem Geschöpf damit gekratzt werden: ein Feind wird über einem triumphieren; läuft oder fliegt dieses Geschöpf weg:
haben die Feinde keine Macht einem zu Schaden.
Krämer
Allgemein:
Krämer deutet man im Sinne von Kaufmann.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: durch Fleiß wirst du emporkommen.
(Siehe auch „Händler“, „Kaufmann“)
Kramladen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besuchen: du wirst bald ein kümmerliches Leben führen müssen.
Krampf
Allgemein:
Träumt man davon, an einem Körperteil einen Krampf zu haben, sollte man in nächster Zeit auf seine Gesundheit achten und sich in
körperlicher Hinsicht nicht überschätzen. Es kann aber auch bedeuten, daß man sich in seinem Tun eingeschränkt fühlt und nicht die Kraft
hat, sich von Zwängen und Belastungen zu befreien.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: eine schwere Krankheit haben.
(ind. ) : – haben: Unwohlsein wird dich befallen.
Krampfadern
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: Unglücksfall.
(Siehe auch „Adern“)
Kran
Allgemein:
Wenn ein Traum von einem Kran auf einer Baustelle handelt, will dies dem Träumenden meist sagen, daß er ein höheres Maß an Bewußtheit
entwickeln sollte. Er muß sich stärker darum bemühen, die allgegenwärtigen oder universellen Auswirkungen seiner Handlungen zu
verstehen. Kran weist auf schwere Arbeit hin, die man nicht ohne Hilfe bewältigen kann. Der Träumende ist dazu in der Lage, in Situationen,
in denen dies erforderlich ist, Kontrolle oder Prestige zu erlangen, um auf diesem Wege seinen Vorteil auszubauen.
Psychologisch:
Wenn man träumt, daß ein Kran eine Last aufnimmt, um sie woanders abzuladen, kann man es auf sich beziehen und wörtlich nehmen: Man
möchte eine aktuelle Belastung (oder auch eine emotionale „Altlast“) loswerden und sich gerne dabei helfen (entlasten) lassen. Man
empfindet diese Angelegenheit als „zu schwer“ und traut sich nicht zu, sie mit eigener Kraft aus der Welt zu schaffen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Kran im Traum für eine göttliche Botschaft, für Zwiesprache mit den Göttern und die Fähigkeit, eine
höhere Bewußtseinsstufe zu erlangen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird bei einer schweren Arbeit tatkräftige Hilfe finden; auch: man hält etwas für verloren,
daß sich ganz in der Nähe befindet;
– mit Hilfe eines Kranes oder einer Winde etwas aufwinden sehen: verheißt Glück bei Unternehmungen;
– reißt die Kette oder das Tau dabei: so soll man mit Geduld bessere Zeiten abwarten.

833
Kranich
Medizinrad:
Schlüsselworte: Geduld; Wasser; Gefühle; Verbindung zu Erde, Himmel und Wasser; Führungskraft; Anmut; Nachsinnen.
Beschreibung: Kraniche sind langbeinige Zugvögel, die im und am Wasser leben. Sie können sehr hoch fliegen und stoßen einen
trompetenden Schrei aus, der zu hören ist, noch bevor man sie sieht. Wie ihre kleineren Verwandten, die Reiher, mit denen sie oft
verwechselt werden, scheinen diese Vögel einen unendlichen Vorrat an Geduld zu haben, der es ihnen ermöglicht, im Wasser auf Fische,
Frösche, Samen oder was immer sonst sie essen wollen, zu warten. Bei manchen erdverbundenen Stämmen symbolisiert der Kranich
Führungskraft, die Ruhe und Sanftmut, die jedem Anführer zu eigen sein sollte.
Allgemeine Bedeutung: Deine Fähigkeit zur Geduld; deine Bereitschaft, in deine eigene Gefühle einzutauchen; ein Bedürfnis, was dich
wirklich nährt (körperlich und geistig); reife Teile deines Seins; Wohlbehagen mit der Macht; Zufriedenheit mit den Gefühlen; Erdung.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine neu aufgenommene Verbindung mit der Erde, dem Himmel und dem Wasser; eine neuentdeckte Fähigkeit,
den Horizont und das Verständnis zu erweitern.
Artemidoros:
Kraniche und Störche zeigen Menschen an, die Gemeinschaft und Zusammenleben schätzen, weshalb sie im Hinblick auf eine Gemeinschaft
von guter Vorbedeutung sind. Der Anblick von Kranichen und Störchen in Scharen und Schwärmen bedeutet das Anrücken von Räubern und
Feinden, ferner kündigen sie, wenn sie sich im Winter zeigen, Sturm, im Sommer Dürre an. Einzeln und gesondert sind Kraniche und
Störche im Hinblick auf eine Reise und die Rückkehr Verreister von guter Vorbedeutung, weil sie um die Jahreswende ihre Reise antreten
und fortziehen.
Allgemein:
Kranich symbolisiert Weisheit, die man nutzen soll, um seine Ziele zu verwirklichen. Altindische Traumdeutung versteht ihn als Warnung
vor untreuen Dienstboten und Angestellten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Im allgemeinen bedeutet der Kranich einen armen Kerl.
– Findet einer im Traum einen oder mehrere Kraniche, wird er auf arme Leute stoßen, von denen er nichts gewinnen kann.
– Zieht jemand Kraniche in seinem Haus groß, wird er Armen zu essen geben und sich dadurch einen Namen machen;
tötet er Kraniche, wird er Armen Unrecht tun.
– Dünkt es einen, die Kraniche verließen ihn und flögen auf und davon, wird er die Last, die ihm das arme Volk aufbürdet,
abschütteln.
– sehen: auf dauernde Gesundheit rechnen können;
– schreien hören: du wirst eine gute Nachrichten erhalten.
(europ.) : – deuten auf die Offenbarung eines Geheimnisses; sind auch ein Zeichen eines Unfalles;
– ein Schwarm nordwärts ziehen sehen: Zeichen für wenig erfreuliche Geschäftsentwicklung;
Frauen kündet dieser Traum fast immer eine Enttäuschung an.
– ein Schwarm nach Süden ziehen sehen: es steht ein Wiedersehen mit lieben Freunden ins Haus;
– zur Landung ansetzen: es zeichnen sich Geschäfte von ungewöhnlicher Wichtigkeit ab.
(ind. ) : – sehen: treulose Freunde;
– fliegen sehen: gute Nachricht;
– schreien hören: du wirst Freude erleben;
– einfangen: guter Erfolg nach langer Mühe.
Kranke (Siehe „Ambulanz“, „Krankheit“)
Krankenbahre
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einer liegen: man wird es mit einer unerfreulichen Tätigkeit zu tun bekommen; Verheißt auch immer schlechte Nachricht.
Krankenhaus
Assoziation: – Heilung; Eingeschlossensein.
Fragestellung: – Was darf in mir heil werden?
Allgemein:
Die genaue Deutung dieses Traumsymbols hängt von der Einstellung des Träumenden zu Krankenhäusern ab. Wenn ein Krankenhaus im
Traum auftaucht, kann es entweder einen Ort der Sicherheit darstellen oder aber einen Ort, an dem das Dasein bedroht und verletzbar ist.
Faßt man es als Ort des Heilens auf, dann stellt es den Teil des eigenen Selbst dar, das weiß, wann eine Ruhepause von Verpflichtungen und
Schwierigkeiten nötig ist und wann der Träumende es zulassen kann, daß sich andere um ihn kümmern. Wenn Krankenhäuser auf den
Träumenden bedrohlich wirken, kann dies seinen Grund darin haben, daß er sich bewußt ist, daß er „loslassen“, sich anderen Menschen
ausliefern und den Dingen ihren Lauf lassen muß, damit sich seine Situation verbessern kann. Krankenhaus verheißt Trost und Hilfe in
schwierigen Situationen, die sich bald bessern werden. Besucht man einen Patienten darin, soll das auf Glück in der nächsten Zeit hinweisen.
Verläßt man ein Krankenhaus, deutet das auf eine persönliche Reifung hin, durch die man nach einer Phase der seelischen Not selbständiger
und unabhängiger geworden ist.
Psychologisch:
Muß der Träumende oder eine andere Person im Traum im Krankenhaus behandelt werden, ist dies immer ein Zeichen für die
Hilfsbedürftigkeit dieser Personen. Die im Traum auftretenden Krankheiten stehen stets für die seelischen Krankheiten, dementsprechend ist
ihre Symbolik:
– Eine Herzkrankheit ist ein Bild für Probleme im Gefühlsbereich, ein Magenleiden weist auf ein nicht „verdautes“ Problem hin, Augenleiden
sind ein Symbol dafür, daß der Träumende ein Problem oder die Beziehung zu einem Mitmenschen nicht richtig sehen kann.
– Der im Traum behandelnde Arzt kann dem Träumenden wichtige Hinweise für die Lösung seiner Probleme geben.
– Wer in einem Krankenhaus liegt, den bedrücken Sorgen, deren er ohne fremde Hilfe nicht Herr wird; sie haben meist nichts mit
Krankenhaus zu tun, sondern sind eher psychisch bedingt. So kann es sein, daß er auf der geistigen Ebene einen Übergang erlebt.
Hatten in der ursprünglichen Situation die Dinge keinen guten Verlauf genommen, so findet der Träumende jetzt zu einer besseren
Einstellung, bei der sich alles zum Guten entwickelt.
– Wer in einer Klinik auf ein Operationsergebnis wartet, dem steht im Wachleben ein einschneidendes Erlebnis bevor. In diesem
Zusammenhang sollte man auch auf die Diagnose des Arztes achten, die Hinweise darauf geben könnte, was in unserem Seelenhaushalt
in Unordnung geraten ist.
– Auch das jeweilige Stockwerk, in dem das Krankenhaus liegt, kann auf psychische Mängel in bestimmten Körperbereichen aufmerksam
machen.

834
– Wenn der Träumende einen anderen Menschen im Krankenhaus besucht, verweist dies darauf, daß ihm bewußt ist, daß sich ein Teil seiner
selbst vielleicht nicht wohlfühlt, krank ist und Aufmerksamkeit braucht, damit die Klarheit zurückkehren kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert das Krankenhaus im Traum eine heilende Umwelt, in der die Dinge in einen Balancezustand
gebracht werden können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor sich haben oder betreten: krank werden;
– verlassen: von einer Krankheit genesen;
– sich in einem befinden oder jemanden besuchen: deine Wünsche werden in unmittelbarer Zukunft nicht in Erfüllung gehen.
(europ.) : – Trostreaktion vom Niederen zum Höchsten;
gilt als eine Befreiung von Sorgen und Kummer, Genesung von Krankheit und Wiedergewinnung eines Verlustes;
– für Gesunde: Anzeichen einer leichten Erkrankung;
– für Kranke: Erholung und Genesung; es wird sich jemand um einen kümmern;
– sehen: es kommen gute Nachrichten ins Haus, aber man wird einen Krankenbesuch machen;
– in einem als Krankenschwester arbeiten: man wird ein seelisches Leiden geduldig ertragen;
– für Gesunde als Patient in einem sein: es gibt eine ansteckende Krankheit in der eigenen Umgebung und man entgeht
nur mit knapper Not der Ansteckung;
– in einem liegen: ein guter Mensch wird einem helfen, sich aus einer bedrückenden Lage zu befreien;
– als Patient sehr krank sein: man sollte sein Vorhaben noch einmal in Ruhe überlegen, den der jetzige Plan wird nicht
durchführbar sein;
– verlassen: man wird sich selbständig machen; man besitzt innere Unabhängigkeit.
(ind. ) : – sehen: du wirst von deiner erdrückenden Lage bald befreit sein;
– betreten: Armut und Krankheit.
(Siehe auch „Arzt“, „Kranker“, „Operation“)
Krankenlager
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst erkranken.
(ind. ) : – sehen: achte mehr auf deine Gesundheit.
Krankenpfleger
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, sprechen oder selbst sein: Liebe und Aufopferung beweisen.
(europ.) : – verkünden Klatschereien, sie lassen auch ferner Neuigkeiten und Überraschungen erwarten,
mit denen wir irgendwie zu tun haben;
– selbst sein: ungünstiges Omen, besonders, wenn sich der Patient erholt;
– Krankenwärter sehen: gilt als vergebliches Hoffen und Sorgen.
(ind. ) : – Krankenwärter: du wirst Liebe und Dank ernten.
Krankenschwester
Assoziation: – heilende Fürsorge; Mitgefühl.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir will umsorgt sein oder muß für andere sorgen?
Allgemein:
Krankenschwester kann manchmal erscheinen, wenn man sich zu viele Sorgen um die Gesundheit macht. Oft bringt eine Krankenschwester
aber auch das Bedürfnis nach Zuwendung und Fürsorge zum Ausdruck.
Psychologisch:
Sie ist nicht immer die Person, die uns pflegt und zu unserer Heilung beiträgt. In Frauenträumen steht sie oft für die Nebenbuhlerin; im
positiven Sinn ist sie aber auch als die Seelenschwester zu sehen. Als gefühlsvolles Wesen (die „Anima“) tritt sie – positiv wie negativ – in
Männerträumen auf. Möglicherweise sucht der Träumer im Wachleben nach jemandem, der ihn versorgen und trösten kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird bald die Lösung für ein schwerwiegendes Problem und außerdem Verständnis für seine Ideen
und Besorgnisse finden;
– sich selbst als eine sehen: es gibt einen nahestehenden Menschen, dem man gerne helfen möchte.
(europ.) : – sehen: ist ein gutes Zeichen; geschäftliche Belange werden gedeihen.
– als solche in einem Krankenhaus arbeiten: man wird ein seelisches Leiden geduldig ertragen;
– eine beschäftigen: es kündigt sich eine schlimme Krankheit oder eine unglückliche Begegnung zwischen Freunden an;
– verläßt sie ihr Haus: ist ein Zeichen für gute Gesundheit in der Familie;
– Träumt eine junge Frau, eine Krankenschwester zu sein, wird sie sich wegen ihrer Selbstlosigkeit Achtung verdienen.
Wenn sie sich von einem Patienten verabschiedet, wird sie einer Täuschung erliegen.
(Siehe auch „Mutter“, „Schwester“, „Pflegende Berufe“ unter „Menschen“)
Krankenwagen
Assoziation: – Rettung; schnelle Reaktion.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir möchte retten oder gerettet werden?
Krankenzimmer
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Zeichen kommenden Mißgeschicks;
– es verlassen: Überwindung aller Schwierigkeiten.

835
Krankheit
Assoziation: – Arbeit an der Heilung oder Wohlbefinden.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist im Begriff, heil zu werden?
Artemidoros:
Krank sein ist nur für Leute von guter Vorbedeutung, die in Fesseln schmachten oder in einer großen Zwangslage sind, weil Krankheit den
Körper schlaff macht. Den übrigen Menschen kündigt es große Untätigkeit an: Kranke sind ja zur Untätigkeit verurteilt; ferner Mangel an
den lebensnotwendigen Dingen; denn Kranke entbehren, was dem Körper am meisten Not tut. Reisen verhindert es; Kranke können sich
nämlich nur schwer bewegen. Wünsche läßt es nicht in Erfüllung gehen; denn auch die Ärzte gewähren einem Kranken nicht die Erfüllung
seiner Wünsche, wegen des Risikos, das damit verbunden ist. Besucht jemand einen Kranken, und zwar einen Bekannten, so bedeutet es, daß
eben diese Dinge für den Kranken in Erfüllung gehen; ist es ein Unbekannter, erfüllen sie sich für den Träumenden selbst; denn es macht
keinen Unterschied, ob man selbst krank ist oder einen Unbekannten bettlägerig sieht. Man sagt nämlich, daß die Mitmenschen, wenn man
sie nicht kennt, für die Träumenden so viel wie Abbilder ihrer zukünftigen Verhältnisse bedeuten. Ich habe noch folgende Erfahrung
gemacht: Alles Gute oder Schlechte, von dem die Seele uns künden will, daß es in der unmittelbaren Gegenwart und mit vollem Nachdruck
eintreten wird, stellt sie in Beziehung auf den Träumenden selbst vor Augen; was aber erst nach geraumer Zeit oder weniger nachhaltig
eintreffen wird, das zeigt sie dem Träumenden durch eine fremde Person an. Träumt man, dieselben Leiden wie ein Bekannter auszustehen,
z.B. an dem selben Fuß, an der selben Hand oder an einem anderen Körperteil, oder überhaupt dieselbe Krankheit oder dieselben Schmerzen
zu haben, so wird man sich dieselben Verfehlungen zuschulden kommen lassen wie jener. Es gleichen nämlich die körperlichen Krankheiten
und einzelnen Gebrechen den Zügellosigkeiten und unvernünftigen Leidenschaften der Seele, und wer dieselben Leiden hat, begeht ganz
natürlich dieselben Verfehlungen. Ich kenne jemand, der auf dem rechten Fuß lahmte und dem es träumte, sein Haussklave sei an demselben
Fuß gelähmt und hinke genauso wie er. Er ertappte ihn bei seiner Geliebten, für die er selbst Feuer und Flamme war. Und das war es, was
ihm das Traumgesicht prophezeite, daß sein Sklave dieselbe Schwäche wie er selbst habe.
Allgemein:
Krankheit kann körperbedingt auftauchen, wenn man tatsächlich erkrankt ist, oder manchmal auch eine wirkliche Krankheit vorhersagen. Oft
kommen darin jedoch innere Widersprüche zum Vorschein, unter denen man leidet. Im Traum können schmerzliche Erinnerungen, Zorn,
Schwierigkeiten und Gefühle als Krankheit an die Oberfläche kommen. Krankheit bedeutet, daß der Träumende nicht dazu in der Lage ist,
Kontakt zu einer Kraft aufzunehmen, die ihm dabei hilft, diese Schwierigkeiten zu überwinden. Der Traum bietet häufig auch eine Methode
an, mit der solche Schwierigkeiten bewältigt werden können. Medikamente oder eine Operation geben entsprechende Hinweise. Krankheiten
können im Traum auf das Schutz- und Hilfsbedürfnis hinweisen – oder auf die Angst vor dem Tod. Meist ist das Traumbild der Krankheit
allerdings ein Symbol für mangelndes Selbstvertrauens oder Schuldgefühle. Sie weist immer auf einen Mangel im Seelenleben hin. Wer es
am Herzen hat, leidet vielleicht im Gefühlsbereich; wer über Augenschmerzen klagt, sollte im Wachleben vielleicht eine bestimmte Person
einmal mit anderen Augen sehen. Magen- oder Darmbeschwerden weisen auf etwas hin, das erst einmal verdaut werden muß, bevor man es
ins reine bringen kann.
Psychologisch:
Ein Traum, in dem es um psychische und emotionale Verwundungen genauso gehen kann wie z.B. auch um eine neurotische Neigung zur
Selbstverletzung oder um das Bedürfnis nach erhöhtem Selbstschutz. Ein Krankheitstraum kann über die seelische Verfassung des
Träumenden und seine wesentlichen Bedürfnisse (um sich „heil“ und lebenstüchtig zu fühlen) gute und nützliche Hinweise geben. Dafür
wäre es aber wichtig, sich genauer an die Krankheit und auch an die angewendeten Heilungsmaßnahmen (oder Operationen) zu erinnern.
Vielleicht ergibt sich auch aus dem Äußeren eines Arztes oder einer Krankenschwester der Hinweis auf jene Person, die in einer solchen
Lebensphase als „rettend“ (oder zumindest als hilfreich) empfunden wird. Es ist auf jeden Fall ein Traum, dessen Inhalt reflektiert werden
sollte. Der Kranke im Traum ist immer der Träumer selbst, der vielleicht sein seelisches Gleichgewicht verloren oder im Gefühlsbereich mit
Problemen zu kämpfen hat. Wer im Traum Kranke besucht, bemüht sich im Wachleben um Kontakte, die ihm aus einem psychischen Tief
heraushelfen können. Wer Kranke pflegt, der ist aus diesem Tief schon fast befreit.
Spirituell:
Im Traum kann fehlende spirituelle Klarheit als Krankheit erlebt werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine Krankheit haben: gute Erfolge in geschäftlicher Beziehung;
– sein oder sich elend fühlen: Sorgen und Unglück werden dich treffen;
– Kranke besuchen und trösten: eine Bitte wird dir erfüllt;
– pflegen: Glück und Freude;
– Eltern: Kummer, Betrübnis;
– Kinder: häuslicher Verdruß.
(europ.) : – Krankheiten kündigen sich immer symbolisch an; sehen wir im Traum wiederholt Häuser im schlechten Zustand,
so werden wir im entsprechenden Bereich unseres Körpers krank (siehe „Haus“);
– Warnung vor einer großen Versuchung, die sich für einen nicht günstig auswirken wird, so vielversprechend
sie auch zunächst aussehen mag;
– sein und Schmerzen haben: zeigt Not oder ein Unglück an;
– sein ohne Schmerzen: guter Trost wird einem zuteil werden;
– Kranke besuchen: bedeutet Freude und Glück;
– Sieht eine Frau im Traum ihre Krankheit, wird ein unvorhergesehenes Ereignis sie in heftig
Verzweiflung stürzen, denn sie muß einen geplanten Besuch absagen oder auf ein Vergnügen verzichten.
(ind. ) : – sein: vergiß die nicht, die gefangen sind.
(Siehe auch „Alter“, „Arzt“, „Götter“, „Krätze“, „Übelkeit“)
Kränkung
Volkstümlich:
(europ.) : – gekränkt werden: man entdeckt bei einem einen Fehler im Benehmen; dies versetzt einen innerlich in Wut,
und man wird sich verteidigen; man hat allen Grund über seine Situation zu klagen;
– andere kränken: man wird sein Ziel nur mit Mühe erreichen; kein Glück haben;
– Wenn eine junge Frau kränkt oder gekränkt wird, so bereut sie voreilige Schlüsse und Ungehorsam gegenüber
Eltern oder Vormund.
(Siehe auch „Beleidigung“)

836
Kranz
Artemidoros:
Alles Geflochtene ist wegen der Verflechtungen im Hinblick auf Eheschließungen, Freundschaften und Gemeinschaften von guter
Vorbedeutung, dagegen in bezug auf eine Reise, ein Entlaufen und Flucht wegen der Verschlingungen hinderlich; ferner sind sie für
Unternehmungen untauglich, ausgenommen für Leute, die mit Arglist etwas ausführen, und wegen ihrer Eigenschaft festzuhalten, jagen sie
Menschen, die in Angst leben, Schrecken ein. Mit einem Kranz geschmückt zu sein, der aus Blumen geflochten ist, die im großen und
ganzen der Jahreszeit, in der man sich befindet, entsprechen, bringt Segen; unheilvoll dagegen ist es, wenn sie einer anderen Jahreszeit
angehören. Da es der Klarheit wegen notwendig ist, über jeden einzelnen Kranz zu sprechen, will ich gleich damit beginnen. Kränze aus
Narzissen kündigen, auch wenn man sie in ihrer Jahreszeit schaut, jedermann Unglück an (Narzissen wurden das ganze Altertum hindurch
zum Schmuck der Gräber verwendet. Die unheilvolle Verbindung mit dem Wasser geht auf die bekannte Sage von dem schönen Jüngling
Narkissos zurück. Dieser hatte die Liebe der Bergnymphe Echo verschmäht und mußte sich deshalb an einer Quelle in sein eigenes Bild
verlieben.), besonders, die unmittelbar oder mittelbar ihren Lebensunterhalt durch das Wasser gewinnen, ferner jenen, die eine Seereise
planen. Kränze aus Veilchen, zur Zeit ihrer Blüte, sind von guter, zu jeder anderen Zeit von schlechter Vorbedeutung; näher hin bedeuten
Kränze aus weißen Veilchen offenbare und arge Widrigkeiten, die aus safranfarbigen (gelb) weniger arge, während die purpurnen sogar
Vorboten des Todes sind; denn irgendwie besteht eine geheimnisvolle Beziehung zwischen Purpurfarbe und dem Tod. (Für die
unglückbringende Bedeutung der purpurnen Veilchenkränze war die Verwendung dieser Blume im Totenkult maßgebend; nach ihnen war
das römische Totenfest der Violaria benannt. Auch bei Homers Ilias begegnet sie uns dreimal.) Kränze aus Rosen, zur Zeit ihrer Blüte
verheißen jedermann Segen, ausgenommen Kranken und Leuten, die unentdeckt bleiben wollen; denn die einen raffen sie dahin, weil sie
schnell verwelken, die anderen verraten sie durch ihren Geruch. Überall dort, wo man auch im Winter Rosen bekommt, deute man sie in
jedem Fall als ein gutes Vorzeichen. Kränze aus Amarant (Eine Art Immortelle; wegen seiner Haltbarkeit benutzte man ihn zum Schmuck
und zur Bekränzung von Götterbildern und Gräbern.) sind für jedermann glückbringend, besonders für Leute, die einen Prozeß führen, weil
Amarant, wie schon der Name besagt, das ganze Jahr über seine frische Farbe behält. Kranken bedeutet sie Unheil, man weiht diese Blumen
Toten oder Göttern, aber nur selten Menschen. Lilienkränze verschieben die Geschäfte auf bessere Zeiten. Unglück bringt es jedem, sich mit
einem Kranz aus Minze, phrygischen Amaracus, Ampfer, Alante, Anemone und Majoran zu schmücken (Diese Vorstellung geht sicher auf
die Verwendung dieser Pflanzen in der Heilkunde zurück. So waren Kränze in der Volksmedizin ein übliches Mittel z.B. gegen
Kopfschmerzen. Siehe auch das Werk des Dioskurides (1.Jh. n.Chr.) der unter Nero in Rom lebte.); meist kündigt es Krankheit an. Die Blüte
der Malven und des Oleanders (Die Malve ist eine Pflanze des Totenkultes, und auf chtonischen Charakter ist es zurückzuführen, daß die
Pythagoreer sie als Speise verschmähten. Den Oleander hielt man für einen schädlichen Strauch, dessen Blüten und Blätter nach Mord
riechen.) bringt nur Gärtnern und Bauern Glück, während sie allen anderen Plackereien und Reisen ankündigt. Dieselbe Bedeutung haben der
Thymian, sein Schmarotzer und der Klee, ausgenommen für Ärzte; diesen sind sie von Nutzen. Ein Kranz auch Eppich (Auch der Eppich ist
mit dem Tod und Begräbnis verbunden; sprichwörtlich sagt man von einem hoffnungslosen Kranken, er bedürfe des Eppichs. Mit Kränzen
aus Eppich wurden auch die Sieger in den Wettkämpfen bei den isthmischen und nemeischen Spielen geschmückt. Beide Agone waren nach
dem Glauben der Alten ursprünglich Leichenspiele. Den Eppichkranz löste, wahrscheinlich erst in der Kaiserzeit, der Fichtenkranz als Preis
für den Sieger in den Isthmien ab.) rafft Kranke, besonders solche, die an der Wassersucht leiden, hinweg, weil die Pflanze kalt und feucht ist
und weil dieser Kranz bei den Totenspielen als Siegespreis verleihen wird. Athleten bringt er Glück, allen anderen dagegen großes Unglück.
Kränze aus Dattelpalme und vom Ölbaum begünstigen wegen der Verflechtungen eheliche Verbindungen (Wie Plutarch (Amatorius
10,755A) erzählt, schmückte man mit Kränzen von der Palme und vom Ölbaum bei einer Hochzeit die Türen.) mit freigeborenen Frauen und
prophezeien wegen des Immergrüns Kinder, denen ein langes Leben beschieden ist; näher hin verheißt die Dattelpalme einen Sohn, der
Ölbaum eine Tochter. Athleten und Armen sind sie günstig; die letzteren machen sie reich; die ersteren berühmt. Sklaven bringen sie die
Freiheit; denn das Tragen solcher Kränze ist ein Vorecht der Freien. Das Verborgene aber decken sie auf, weil das Erringen solcher Kränze
für Aufsehen sorgt. Dasselbe bedeuten Kränze aus Eichenlaub und Lorbeer. Ein Myrtenkranz bezeichnet dasselbe wie ein Kranz vom
Ölbaum, doch bringt es wegen der Demeter Bauern und wegen der Aphrodite Frauen größeren Segen; die Pflanze ist ja beiden Göttinnen
geweiht. Kränze aus Wachs kündigen allen Tod und Verderben an, besonders Kranken, weil die Dichter den Tod auch „Ker“ nennen.
(Wortspiel: kerinos = wächsern und Ker = Todesgöttin). Kränze aus Wolle deuten wegen ihrer Buntfarbigkeit (Verschiedenfarbige
Wollfäden, meist solche von roter, schwarzer und weißer Farbe fanden im Schaden- und Bindezauber als magische Fessel Verwendung.) auf
Zauberei und magische Bindungen hin; Kränze aus Salz oder Schwefel zeigen dem Träumenden Belastungen von seitens Mächtiger an; denn
diese Kränze sind von Natur aus von lastender Schwere und haben nichts erfreuliches an sich. Einen goldenen Kranz zu tragen ist für einen
Sklaven von schlimmer Vorbedeutung, es sei denn, er habe auch die anderen Dinge, die dazugehören, nämlich das Purpurkleid und das
Gefolge. Unglück bringt es auch einem Armen, weil ihm diese Auszeichnung nicht zukommt. Deshalb wird der eine auf die Folter kommen,
der andere bei schweren Vergehen ertappt und selbstverständlich auch gefoltert werden. Einem Kranken prophezeit es jähen Tod (Die
Deutung erklärt sich aus der Sitte, die Toten zu bekränzen, und zwar häufig mit goldenen Kränzen.); denn das Gold ist fahlgelb (Offb. 6,8
des Johannes wird das Roß, auf dem der Tod saß und in dessen Gefolge der Hades war, als fahlgelb beschrieben.), schwer und kalt und
gleicht deswegen dem Tod. Verborgenes bringt er zutage; ein Goldbekränzter lenkt ja immer alle Blicke auf sich. Reichen, Demagogen und
Leuten, die danach trachten, Macht auszuüben, bringt ein goldener Kranz erfahrungsgemäß Glück. Kränze aus Weinlaub und Efeu sind
einzig Theaterleuten günstig; allen anderen prophezeien sie wegen der Ranken und Verschlingungen des Efeus Fesselung oder aus
demselben Grunde Krankheit. (Weinlaub und Efeu waren dem Dionysos, dem Schutz- und Schirmherren der Schauspieler, geweiht; daher
die gute Vorbedeutung für diese. Für die Deutung auf Krankheit ist speziell auf die ausgedehnte Verwendung des Efeus und des Weins in der
Medizin hinzuweisen.) Verbrechern droht Enthauptung, weil man diese Pflanzen mit dem Eisen beschneidet. Träumt jemand, mit Zwiebeln
bekränzt zu sein, so bringt es ihm selbst Nutzen, seiner Umgebung aber Schaden. Ein Mann aus dem Ritterstand (Der Adel in Rom teilte sich
in zwei Gruppen: 1. den Beamtenadel; 2. den Geldadel, in Rom equites = Ritter genannt. Je größer der Einfluß der Wirtschaft auf die Politik
wurde, um so mehr wuchs die Macht der Ritter. Die Mitglieder beider Adelsgruppen waren schon von weitem an der Kleidung kenntlich; die
Senatoren trugen einen breiten (latus sclavus), die Ritter einen schmalen Purpurstreifen (angustus sclavus) an der Tunica.), der sich beim
Kaiser um die Prätur (Hoher Rang in der röm. Ämterlaufbahn. Der Prätor hatte als höchster Gerichtsbeamter das bestehende Recht
auszuführen, konnte aber auch (bis 120 n.Chr.) als Gerichtsherr nach freiem richterlichen Ermessen selbstständig Recht schaffen.) bewarb,
träumte, er trete auf jemandes Aufforderung aus dem Hause, in dem er sich aufhielt, steige zwei Stufen hinab und empfange von dem
betreffenden einen Olivenkranz, wie ihn römische Ritter bei den Festzügen zu tragen pflegen. Darüber war er sehr frohgelaunt, und auch
seine Leute waren des Traumgesichts zuversichtlich. Er hatte aber mit seiner Bewerbung kein Glück. Denn er hatte den Kranz
entgegengenommen, als er die Stufen nicht hinauf-, sondern hinabgestiegen war; wir bezeichnen aber das Vorwärtskommen im Leben als
Aufsteigen, das Gegenteil als Absteigen. Der Kranz aber bewirkte, wegen der Bindung und weil der Ölbaum der jungfräulichen Göttin
(Athena) heilig ist, daß er eine Jungfrau heiratete. Alle Kränze, die etwas Gutes bedeuten, bringen, wenn sie nicht auf dem Kopf sitzen,
sondern auf einem anderen Körperteil, Unheil. Zoilos, der seine Söhne zu den Olympischen Spielen begleitet hatte, damit der eine zum
Ringkampf, der andere zum Allkampf antrete, träumte, ihre Fußknöchel seien mit Kränzen vom edlen und vom wilden Ölbaum umwunden.
Er war guten Mutes, weil Kränze heilig und Siegespreise sind und bei den Olympischen Spielen verliehen werden; es starben ihm aber beide
Söhne noch vor dem Wettkampf; denn um die Fußknöchel waren sie nicht weit von der Erde entfern.

837
Allgemein:
Ein Kranz kann ein Sinnbild für Ehre sein. Als Kreis symbolisiert er Dauer und Vollkommenheit sowie ewiges Leben.
– Kranz kann den Wunsch nach Ehe und Familie symbolisieren.
– Der Kranz im Traum kann auch an die Möglichkeit des eigenen Todes erinnern.
– Der Osterkranz deutet auf Optimismus und Aufbruchstimmung, ein Adventskranz auf Erwartung und schöne Stunden im Familienkreis,
Brautkränze symbolisieren den Wunsch nach erotischer Verbindung.
– Erhält der Träumende in seinem Traum einen Kranz, bedeutet dies, daß er ausgewählt und vielleicht ausgezeichnet wird.
– Trägt man ihn auf dem Kopf, darf man mit Ehre und Anerkennung rechnen, sofern er nicht verwelkt ist und dann Enttäuschungen
ankündigt, an der er schwer zu tragen hat.
– Gibt der Träumende einem anderen Menschen einen Kranz, drückt dies die Bedeutung seiner Beziehung zu dieser Person aus.
– Auf dem Grab zeigt er an, daß man sich mit jemandem endlich aussöhnen sollte.
– Wer selbst einen Kranz aus Blumen bindet, kann auf eine glückverheißende Zukunft hoffen.
– Der Kranz kann als Traumbild die gleiche Bedeutung haben wie andere bindende Gegenstände, beispielsweise wie Halfter und Geschirr.
Er stellt eine Verbindung her, die nicht durchtrennt werden kann, oder ein Opfer, das akzeptiert werden muß.
Traditionell galt der „Jungfrauenkranz“ als Sexualsymbol. Wenn Mädchen davon geträumt hatte, wurde das immer als Zeichen für eine
baldige Hochzeit gedeutet. Tatsächlich war es aber viel eher die Umsetzung ihrer „jungfräulichen“ Angst vor der Hochzeitsnacht, in der ihr
„Kränzchen zerrissen“ werden sollte.
Psychologisch:
Die genaue Traumhandlung wird aufschlüsseln, ob Sie von einem Siegeskranz oder von einer Beerdigung (samt dem üblichen
Kranzschmuck) geträumt haben. Übrigens können auch Totenkränze Symbol für die Vollendung einer Aufgabe und die Ehrung (den Erfolg,
die Achtung) nach erbrachter Leistung sein.
Spirituell:
Auf spiritueller Ebene hat der Kranz im Traum drei Bedeutungen: Hingabe, Opfer oder Tod (Wandel). Welche zutrifft, hängt vom
Traumzusammenhang ab.
Volkstümlich:
(arab. ) : – aus Blättern: große Ehre wird dir widerfahren;
– aus Blumen: eine rasch vorübergehende Freude;
– aus Myrten: in Kürze Hochzeit feiern;
– tragen: unverhoffte Ehrenbezeichnungen erlangen;
– bei einer Festlichkeit überreichen: in gesellschaftlichen Verkehr treten;
– binden: deine Liebe zum anderen Geschlecht wird so leicht nicht schwinden;
– bei einem Begräbnis tragen oder sehen: einen schmerzlichen Trauerfall erleben.
– Träumt eine Frau, sie habe ihren Kranz verloren oder zerbrochen, wird sie bald zur Witwe;
bekommt sie einen anderen Kranz, wird sie einen anderen Mann heiraten.
(europ.) : – Sehnsucht der Frau nach der Ehe; sexuelles Zweitsymbol;
– Freude und Trauer, je nach den begleitenden Nebenbildern im Traum;
– einen tragen: bevorstehende Ehrung;
– ein Brautkranz: verkündet das glückliche Ende unsicherer Verlobungen;
– aus frischen Blumen: es werden sich einem bald großartige Gelegenheiten bieten, reich zu werden;
– einen Myrtenkranz tragen oder sehen: bevorstehende Hochzeit;
– einen verwelkten auf dem Kopf tragen: man wird eine Enttäuschung erleben;
– ein verwelkter allgemein: steht für Krankheit und enttäuschte Liebe;
– binden: schwere Arbeit bei gutem Mut; verheißt eine schöne Zukunft;
– einen goldenen sehen: bedeutet Kranken den Tod, Reichen Erfolg, Armen Mißgeschick;
– auf ein Grab legen: bedeutet eine Versöhnung; auch: man sollte eine Hoffnung endlich begraben;
– Schmückt eine junge Frau den Kopf ihres Liebhabers mit Lorbeer, dann wird sie sowohl einen
treuen als auch einen berühmten Mann haben.
(ind. ) : – auf dem Kopf tragen: du mußt gefaßt sein, denn du wirst einen Verlust erleiden;
– tragen: Ehre und Glück;
– grüner: Erfüllung deiner Wünsche;
– von Myrte: Liebesglück und Hochzeit;
– verdorrter: Hochzeit und Kindersegen;
– verschlungene Kränze: Zwillinge;
– von Blumen: Liebeskummer;
– aus Rosen: vergiß deine Eltern nicht;
– von Palmen: für Ledige Verheiratung, für Verheiratete wohlgeratene Kinder;
– Kranz und Laub: Ehre und Ruhm;
– goldener: ein schöner Lebensweg;
– winden: du wirst zur Vereinigung Liebender beitragen;
– auf einem Grabe: Erbschaft.
(Siehe auch „Blumen“, „Ring“)
Kranzschleife
Volkstümlich:
(ind. ) : – sei nicht so eitel;
– mit Inschrift: Trauerbotschaft;
– verschiedenfarbig: der Tod einer dir bekannten hohen Persönlichkeit tritt ein.
Krapfen
Volkstümlich:
(europ.) : – (Gebäckart) sehen oder essen: man wird sich gut unterhalten; lustige Karnevalsfreuden.

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Krater
Allgemein:
Krater (eines Vulkans) mit glühender Lava verkörpert Gefühle, Begierden und Leidenschaften, die ständig brodeln und plötzlich zum
Ausbruch kommen können, wenn man sie zu stark unterdrückt. Im erkalteten Krater erkennt man schmerzliche Erfahrungen, die man
verarbeitet hat.
(Siehe auch „Vulkan“)
Krätze
Artemidoros:
Die Krätze, der Aussatz und die Elefantenkrankheit verschaffen Armen durch Reichtum höheres Ansehen und größere Bedeutung; denn
dieses Leiden rücken die mit ihnen Behafteten ins Blickfeld aller. Aus demselben Grund enthüllen sie Verborgenes, Reichen und Mächtigen
aber Verschaffen sie Staatsämter. Immer ist es gut, wenn man sich selbst mit Krätze, dem Aussatz, der Elefantenkrankheit oder einem
ähnlichen Leiden, wie z.B. Lepra oder mit Flechten, behaftet sieht; erblickt man derlei an einem anderen, bedeutet es Kummer und Sorgen.
Alles nämlich, was ekelhaft und häßlich anzusehen ist, läßt die Seele des Beschauers erschaudern und erstarren. Noch unheilvoller ist es,
wenn man ein Familienmitglied mit einer solchen Krankheit behaftet sieht. Ist es ein Haussklave des Träumenden, wird er zu
Dienstleistungen für ihn nicht mehr zu brauchen sein; wenn es der Sohn ist, so wird er nicht den Lebenswandel führen, der den Grundsätzen
des Vaters entspricht; ist es die Gattin, wird der Ehemann wegen ihres leichtfertigen Treibens großen Ärger haben. Leuten, die von der
großen Menge leben, bringt es Nutzen; bei anderen Personen muß man die Deutung nach dem Grundsatz der Ähnlichkeit treffen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: du machst dir unnötige Sorge.
(europ.) : – selbst haben: man kann Geschäfte machen, die reichen Gewinn bringen;
– selbst und andere haben: man wird schlecht behandelt; man verteidigt sich, indem man andere belastet;
– bei anderen sehen: die allgemeinen Verhältnisse bessern sich;
– andere damit sehen und versuchen, den Kontakt zu vermeiden: man wird weiter mit der Angst
vor schlechten Ergebnissen leben, auch wenn die Bemühungen bereits Erfolge gezeitigt haben;
– Hat eine junge Frau diesen Traum, wird sie liederliche Kontakte pflegen. Juckt es ihr, deute dies auf
unangenehme berufliche Angelegenheiten hin.
Kratzen
Allgemein:
Kratzen kann auf Eigenschaften der Persönlichkeit hinweisen, die nicht miteinander zu vereinbaren sind und deshalb zur Disharmonie
führen.
Volkstümlich:
(europ.) : – gekratzt werden: es sind Verletzungen angezeigt.
(Siehe auch „Krallen“)
Krautacker
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen sehen: Dummköpfe versuchen dich zu ärgern.
Kraut
Volkstümlich:
(arab. ) : – Wohlstand;
– essen: Langeweile.
(europ.) : – saures essen: man kann Gutes hoffen;
– süßes essen: die Liebe zum Beruf ist ausgeprägt.
Kräuter
Assoziation: – Geschmack; Subtilität.
Fragestellung: – Auf welche Weise versuche ich, mehr Würze in mein Leben zu bringen?
Allgemein:
Wer sie sucht oder ißt, will etwas für seine Gesundheit tun, um so im Leben mehr Erfolg haben zu können.
Psychologisch:
Nach C.G. Jung symbolisieren Kräuter den Heilungsvorgang. In der traditionellen Deutung war es ein Unglückszeichen, von Kräutern zu
träumen – und als Warnung zu verstehen, daß man in nächster Zeit niemandem vertrauen sollte, weil die „Kräuterhexe“ auch als
„Giftmischerin“ verrufen war. Wer also ein heilsames Kräutlein brauchte, war undurchschaubaren Vorgängen ausgeliefert, die mit allerlei
abergläubischen Befürchtungen in Zusammenhang gebracht wurden. Im Zweifelsfall ließ man die Kräuter lieber weg, denn „gegen den
Teufel ist kein Kraut gewachsen“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: ein hohes Alter erreichen;
– suchen: Gewinn;
– selbst sammeln: man wird sich bald um einen kranken Verwandten kümmern müssen;
– pressen: du wirst Heilmittel brauchen;
– wohlriechende: Eitelkeit;
– verkaufen: man wird sich demnächst für das Wohl der Allgemeinheit einsetzen;
– pflanzen: sich über eine lang andauernde Gesundheit freuen dürfen.
(europ.) : – oder Gemüse essen: verheißt Gesundheit und langes Leben; bedeutet Erfolg und Gewinn im Geschäft;
– suchen: man wird seine oder anderer Menschen Gesundheit pflegen;
– verschiedene sortieren: man wird etwas entdecken, was für die Allgemeinheit nützlich ist;
– pressen: man wird Arzneien benötigen;
– in einer Drogerie kaufen: man wird zu einem Kranken gerufen werden, um ihn zu pflegen;
– Melisse und andere Heilkräuter: zeigen berufliche Zufriedenheit und herzliche Freundschaften an;
– Giftkräuter: sind eine Warnung vor Feinden;
(ind. ) : – essen: Vorteile in allen Dingen;
– suchen: Krankheit und Kummer.

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Krawatte
Allgemein:
Krawatte wurde bei der Kleidung gedeutet.
Psychologisch:
Ein Symbol betont seriöser Männlichkeit, das durch den Knoten an der Kehle auf „wenig Freiraum, um tief Luft zu holen“, also auf Disziplin
und Selbstbeherrschung hinweist. Davon möchte ein Mann gern etwas weniger aufbringen müssen, wenn ihn das Bedürfnis, „den Knoten zu
lockern“, bis in den Traum verfolgt. Im Frauentraum symbolisiert eine korrekt getragene Krawatte häufig eine Vorliebe für den
entsprechenden Männertyp. – Oder das Gegenteil: daß es ihr „den Hals zuschnürt“, wenn sie mit dem typischen Krawattenmann zu tun hat –
sicher bevorzugt sie die Jeans- und T-Shirt-Typen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine tragen: man wird eine Einladung erhalten, die man gerne eingehalten hätte, leider aufgrund unvorhergesehener Ereignisse
ausschlagen müssen;
– beschmutzen: kleine Wünsche werden nicht in Erfüllung gehen.
– jemandem eine umbinden: man möchte mehr Einfluß auf diese Person ausüben.
(europ.) : – du wirst Schulden machen;
– geschenkt bekommen: man wird einen treuen Freund finden;
– eine neue tragen: man möchte durch sein Äußeres Eindruck auf jemanden machen, der aber nur Interesse für das Innere hat;
– eine alte zerrissene tragen: man wird sich mit höheren Problemen befassen, die das äußere Leben vergessen lassen.
(Siehe auch „Kleidung“)
Kreativität
Psychologisch:
Träume, in denen man kreativ ist, sind weniger bedeutsam, wenn man von Natur aus ein kreativer Mensch ist. Wenn man hingegen noch nie
die Hände gebraucht hat, könnte ein Traum, in dem man töpfert oder einen Roman schreibt, bedeuten, daß man sich überlegen sollte, dies zu
tun – oder zumindest seinem Einfallsreichtum mehr Spielraum zu geben. Wenn man noch nie ein kreatives Hobby gehabt hat, weist dieser
Traum einem vielleicht darauf hin, daß es Zeit wird. Ein Traum von einem Samenkorn oder Kern könnte auf eine aufkeimende Idee, aus der
Großes entstehen wird, hinweisen. Die Verteilung von Dünger im Traum bedeutet ähnliches – ein Vorhaben will genährt und gehegt werden.
Wenn man ein kreativer Mensch ist und sich im Traum beim Malen, Zeichnen oder Töpfern sah, ist darin vielleicht ein Hinweis auf einen
anderen Aspekt des eigenen Wachlebens zu sehen., der einem genauso wichtig ist wie kreative Arbeit. Man versuche sich an jedes Detail des
Tuns im Traum zu erinnern, und bringe es mit einer Erfahrung des Wachlebens in Verbindung, denn es könnte sein, daß der Traum einem
eine Lösung für ein Problem am Arbeitsplatz anbietet.
(Siehe auch „Dünger“, „Malen“, „Samen“, „Zeichnen“)
Krebs (Tier)
Assoziation: – harte Schale, weicher Kern.
Fragestellung: – Bin ich übersensibel?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Zwicken; Scheren; Meer; festklammern; Krebs.
Beschreibung: Ein Krebs ist ein Krustentier mit einem runden Körper, einem kurzen Schwanz und einem Paar Scheren, die recht scharf und
durchaus fähig sind, sich festzuklammern. Viele Krebsarten sind eßbar und werden als Delikatesse betrachtet.
Allgemeine Bedeutung: Bereiche, in denen du dich festklammerst; Dinge, die du benötigst, um loszulassen; Dinge, die dir nicht mehr länger
von Nutzen sind; Zähigkeit, Durchhaltevermögen, selbst bei großen Schwierigkeiten.
Assoziation: Sternzeichen; Problemen (seitwärts) aus dem Weg gehen; alte Weisheit; todbringende Krankheit.
Transzendente Bedeutung: Gabe des Durchhaltevermögens innerhalb des Traums oder im Leben.
Allgemein:
Ein Krebs im Traum kann ein Hinweis auf Bemutterung, insbesondere auf eine „alles erdrückende“ Liebe sein, aber auch auf
Unzuverlässigkeit und Selbstsüchtigkeit. Wegen seiner ungewöhnlichen Fortbewegungsweise wird der Krebs im Traum oft auch als
Hinterhältigkeit gedeutet. Krebs kündigt meist Erfolge durch anstrengende Arbeit an, wenn man ihn fängt oder verzehrt. Sieht man einen,
warnt das oft vor falschen Freunden.
Psychologisch:
Der Krebs lebt im Meer und ist deshalb im Traum meist ein Hinweis auf die Lebensenergie. Er lebt zurückgezogen und geht im Gegensatz
zu anderen Tieren oft rückwärts. Im Traum kann er deshalb als ein Symbol für starke unbewußte psychische Vorgänge und negative Seiten
des Gefühlslebens stehen. Manchmal erscheint der Krebs als Todesbote oder Zeichen für Unglück im Traum. Die lebensgefährliche
Krankheit ist meistens damit nicht gemeint, auch wenn man sich im Traum krebskrank sieht, sondern das Tier, das bei Gefahr meist den
Rückwärtsgang einlegt; das Bild umschreibt gewissermaßen die mögliche Zurückführung auf einen Weg, den man schon einmal gegangen
ist und der für uns im Augenblick wohl der Gangbarste wäre. Nur manchmal kann das Tier Krebs im Traum auf die Krankheit Krebs
hinweisen oder auf etwas, was den Träumenden im übertragenen Sinn aufzufressen droht.
Spirituell:
Der Krebs ist eines der zwölf astrologischen Zeichen und symbolisiert außerdem die Große Mutter. Er ist ein Symbol der Auferstehung, da er
den Panzer wechselt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Krebs bedeutet einen arglistigen und unverbesserlichen Kerl, weil das Tier einen krummen Gang hat.
– Findet jemand einen See- oder Flußkrebs, wird er es mit einem arglistigen, jedoch armen Schlucker zu tun haben,
der am Hofe des Kaisers oder an den Türen der Großen nächtigt, weil das Meer auf den Hof des Kaisers,
der Fluß auf die Großen des Landes weist.
– Dünkt es einen, er esse einen Krebs oder ein Schalentier, wird er von solch einer Person einen bescheidenen
Nutzen haben und Gesundheit erlangen; denn Schalentiere liefern dem Menschen mitunter vielerlei Arzneien.
– Träumt jemand, er esse Miesmuscheln, Austern oder ähnliche Schalentiere, wird er erkranken.
– sehen: Uneinigkeit, auch Rückgang deiner Geschäfte.
(europ.) : – bedeutet, daß man in seinen Entschlüssen vorsichtig sein soll;
– sehen (Krebs): Zeichen kommender Schwierigkeiten in den Geschäften (ein Schritt vor, drei Schritte zurück);
– sehen (Hummer): man wird in gute Vermögensverhältnisse kommen;
– sehen (Krabben): Rückgang der Geschäfte;
– fangen: eine anstrengende Arbeit wird guten Lohn finden;
– einen bestellen: man wird einflußreiche Posten bekleiden und viele Untergeben haben;
– zu Salat verarbeitet: der Erfolg korrumpiert zwar nicht den Großmuß, doch kostet man die Vergnügen voll aus;

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– essen: man wird sich infizieren, weil man sich zu unbedacht mit leichtlebigen Menschen einläßt;
auch: die Vermögenslage wird sich deutlich verbessern.
(ind. ) : – fangen: du bist heiratslustig; Glück in einer Heiratssache;
– sehen: falsche Freunde werden zu Gast kommen;
– essen: Glück in allem.
(Siehe auch „Krebskrankheit“, „Tierkreis“, „Wasser“)
Krebskrankheit
Assoziation: – destruktives Wachstum.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist außer Kontrolle geraten?
Allgemein:
Krebskrankheit kann auf einen gefährlichen Gegner aufmerksam machen, den man rechtzeitig abwehren muß. Unklar ist, ob dahinter
zuweilen auch der Hinweis auf eine tatsächliche Erkrankung stehen kann, die noch keine Symptome verursacht; eine Untersuchung kann
jedenfalls angezeigt sein. Die Angst vor Krebs gehört zu den grundlegenden Ängsten, mit denen sich der Mensch auseinandersetzen muß.
Wenn also ein Traum von dieser Krankheit handelt, verweist dies darauf, daß der Träumende mit seinem Körper nicht mehr im Einklang ist.
Es deutet auf die Angst von Krankheiten im allgemeinen hin und kann gleichzeitig symbolisieren, daß der Träumende von etwas
„aufgefressen“ wird – in der Regel eine negative Idee oder Vorstellung.
Psychologisch:
Möglicherweise hat der Träumende seine Ängste bereits auf einer rationalen Ebene durchgearbeitet, aber es bleiben noch immer ungeklärte
Einstellungen und Glaubenshaltungen zurück, die sich belastend auswirken. Sie sind es, die im Traum die Form der Krankheit Krebs
annehmen können.
Spirituell:
Oft ermöglichen schwere Krisen und Krankheiten spirituelle Durchbrüche, die auf anderem Wege niemals erreicht werden könnten.
Volkstümlich:
(europ.) : – überall Krebsgeschwüre sehen: ist ein böses Omen; bei der Jugend deutet dies auf Tod
und hinterhältige Kameraden, bei alten Menschen auf Kummer und Vereinsamung hin;
– Metastasen im Körper verheißen eine herausragende Stellung als Staatsoberhaupt oder auf der Bühne;
– Krebskrank sein: ein gefährlicher Feind sucht einem die Existenz zu vernichten.
(Siehe auch „Krebs“)
Kreditkarte
Assoziation: – jetzt kaufen, später zahlen; leichter Zugang zu Ressourcen; Schutz.
Fragestellung: – Was bin ich wert?
Volkstümlich:
(europ.) : – eine erhalten: das Vermögen wird eine grundlegende Veränderung erfahren; neue Einkommungsquellen werden sich eröffnen,
oder eine Erbschaft könnte die finanzielle Lage erheblich verbessern.
(Siehe auch „Geld“)
Kreide
Allgemein:
Kreide soll vor Schulden, finanziellen Risiken und Betrug warnen.
Psychologisch:
Mit ihr wird „etwas angekreidet“, das uns oder eine andere Person im Wachleben stört, wobei die Farbe der Kreide oder das, was man damit
schreibt weitere Hinweise geben kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder damit schreiben: inhaltslose Gespräche werden dich nicht ärgern.
(europ.) : – verkündet Schulden und warnt vor Leichtsinn und Leichtgläubigkeit;
– Kreidefelsen sehen: bedeutet eine Enttäuschung langgehegter Hoffnungen;
– mit Schulkreide schreiben: es wird einem öffentliche Ehre zuteil;
– die Hände voller Kreide haben: es stehen Enttäuschungen ins Haus;
– Trägt eine Frau weiße Kreide auf ihr Gesicht auf, spinnt sie Intrigen, um Bewunderer anzulocken.
(ind. ) : – damit schreiben: du wirst einen Betrug entdecken.
(Siehe auch unter der einzelnen Farbe)
Kreise
Assoziation: – Ganzheit; Wiederholung; Unendlichkeit.
Fragestellung: – Was ist vollendet?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Netz des Lebens; geheiligt; natürliche Form; Fluß; untereinander verbinden; Beziehung; Grundform des Medizinrads.
Beschreibung: Der Kreis ist eine der natürlichen Formen des Lebens und ein zentrales Symbol für die meisten erdverbundenen Völker. Er
steht für das Leben ohne Ende und ohne Anfang, für das ununterbrochene Dasein. Der Kreis umschließt alles im Universum, von der
unfaßlichen Ausdehnung des Universums selbst bis hin zur kleinsten Mikrobe. Erdverbundene Völker respektierten den Kreis so, wie sie das
Leben achteten. Wenn sie sich versammelten, dann saßen sie im Kreis. Bei vielen der Gebäude, die sie errichteten, erinnerten sie sich des
Kreises und des ununterbrochenen Lebensflusses. Heute hat die Physik erkannt, daß ein großer Teil der Energie kreis- oder spiralförmig ist.
Allgemeine Bedeutung: Neu in den Lebensfluß eintauchen; deinen Platz im Kreis des Lebens annehmen; wachsende Harmonie; Verstehen
aller Aspekte des Lebens und der Natur.
Assoziation: Kreisen, gebären; Kreisende; Kreissaal.
Transzendente Bedeutung: Gabe größerer Harmonie zwischen dir und allem übrigen Leben; verstärkte Einheit.
Allgemein:
Kreis stellt oft eine harmonisch abgerundete Persönlichkeit dar, kann aber auch das Bedürfnis nach Geborgenheit anzeigen. Bewegt man sich
im Kreis, warnt das vor der Neigung zu fruchtlosem Grübeln, das immer um das gleiche Thema kreist und letztendlich doch nichts bringt.
Psychologisch:
Die Bedeutung des Kreises als magischer Kreis, der als Schutz- und Abwehrsymbol gilt, ist in fast allen Märchen und Mythen zu finden. Er
gilt wie der Ring als ein Symbol für die Ganzheit und ist im Traum ein Zeichen für die geballte psychische Kraft. Ist im Traum etwas in
einem Kreis zu sehen, ist dies stets von hoher Bedeutung. Die unendliche Linie wird entweder von der geometrischen Figur selbst oder von
einer im Kreis herumstehenden Menschengruppe, einen kreisrunden Platz oder ähnlichem ins Bild gesetzt; es besagt: Die seelische Energie

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soll zusammengehalten werden. Rund wie der Kreis ist auch die Zirkusmanege, in der wilde Tiere (sprich: die ungezügelten Triebkräfte)
gebändigt werden. Wer in einen Kreis eindringt, steuert ein bestimmtes Ziel an.
Spirituell:
Der Kreis ist ein Bild des Vollkommenen und in sich Gleichen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – als Zeichen sehen: man darf auf die Verwirklichung seiner Wünsche und Vorhaben, sowie auf dauernde Freundschaften hoffen;
– sich selbst in der Mitte eines sehen: Schmeicheleien bestimmter Menschen sind nicht ernst gemeint;
– einen zeichnen: eine bereits verfahrene Situation wird erfolgreich zu Ende geführt werden;
– drehen: deine Albernheiten werden dich nicht zu Ehren bringen;
– tanzen sehen: traurige Erfahrungen machen.
(europ.) : – Symbol für das Leben, dessen Ablauf eine Geschlossenheit vorweist; man irrt herum und findet keinen Ausweg,
da man sich im Kreis bewegt; verheißt die Überbewertung geschäftlicher Gewinnaussichten;
– zeichnen: man wird eine Sache so verwickeln, daß man keinen Ausweg mehr findet;
– sich in einem befinden: man soll irregeführt werden;
– in einem stehen: die seelische Energie ist harmonisch und man kann eine höhere Bewußtseinsstufe erreichen;
– Eine junge Frau, die einen Kreis sieht, sollte sich nicht indiskret verhalten, wenn sie heiraten will.
(ind. ) : – Kreis: deine Angelegenheit wird zu gutem Ende kommen.
(Siehe auch „Arena“, „Ball“, „Geometrische Figuren“, „Kugel“, „Zirkus“)
Kreisel
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: man wird in unbedeutende Schwierigkeiten geraten; verheißt,
daß leichtfertige Freundschaften einen in Schwierigkeiten bringen werden;
– einen wirbelnden sehen: die Mittel für kindische Vergnügen verschwenden;
(Siehe auch „Spielzeug“)
Kreislauferkrankungen
Psychologisch:
Bei Kreislauferkrankungen, die seltener im Traum thematisiert werden, ist der Lebensfluß gestört. Das Blut fließt nicht mehr frei, Blockaden
treten auf. Mit diesen Blockaden sind fast immer emotionale Blockaden gemeint.
Kreislinie
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum in einer Kreislinie festgehalten wird, dann soll er durch Traumbilder auf die Begrenzungen
hingewiesen werden, die er sich selbst gesetzt hat. Befindet sich der Träumende außerhalb der Kreislinie, dann fühlt er sich vom Wissen
ausgeschlossen und zweifelt folglich an seinem Wert.
Spirituell:
Das Ziehen einer Kreislinie bedeutet spirituelle Begrenzung, die sich zeigende Welt oder Einfriedung.
Krematorium
Allgemein:
Dieses unheimliche Gebäude hat im Traum meist eine gute Bedeutung. Ein Problem können Sie endgültig zu den Akten legen, eine
unangenehme Erinnerung braucht Sie wirklich nicht mehr zu belasten. Vertrauen Sie der Stimme Ihres Traumes und lenken Sie Ihre
Aufmerksamkeit endlich auf etwas Neues.
Kreuz
Assoziation: – Opfer; Leid; Erlösung.
Fragestellung: – Was will ich transformieren?
Allgemein:
Kreuz (Kreuzigung) gehört zu den Ursymbolen und muß sorgfältig individuell gedeutet werden. Allgemein versinnbildlicht es Konflikte und
Probleme des Lebens, an denen man zu einer geläuterten Persönlichkeit reift, wenn man sie annimmt und verarbeitet. Zur genauen Deutung
sind unter anderem folgende Begleitumstände wichtig:
– Kreuz am Weg oder auf einer Kirche, kündigt positive Ereignisse an, wenn man vorher anstehende Probleme löst.
– Kreuz tragen zeigt traurige Ereignisse an, die man hinnehmen muß.
– Umgestürztes Kreuz verspricht, daß man aus einer schwierigen Situation einen Ausweg finden wird.
– Sich selbst am Kreuz sehen ermahnt zur Geduld, mit der man Kummer und Sorgen ertragen muß.
– Vor einem Kreuz knien kann anzeigen, daß man vor anderen „zu Kreuze kriechen“ muß.
– Kreuz mit Blumen soll auf Familienglück hinweisen.
Psychologisch:
Das Kreuz unterteilt die Welt oder den Himmel in die vier Himmelsrichtungen. Es ist im Traum sowohl als Ordnungs-, wie auch als ältestes
Ganzheitssymbol zu verstehen. Im Sinne der christlichen Religion ist es auch ein Bild für Opfer und wird oft als Lebensstation gedeutet, die
entscheidend für unseren weiteren Weg ist; es wird uns Mut gemacht, mit der augenblicklichen Situation fertig zu werden. Das Hakenkreuz,
man nennt es auch Swastika, ist von Alters her ein Symbol für das Sonnenrad, es war bereits in der Steinzeit bekannt. In unserem
Jahrhundert wurde es aufgrund seiner gebrochenen und rückläufigen Haken ein Zeichen des Bewußtseinsrückschritts. Erscheint das
Hakenkreuz im Traum als Zeichen des Nationalsozialismus, so hat dies meist eine destruktive Bedeutung.
Spirituell:
Das Kreuz ist Sinnbild der Einheit von Extremen, der Synthese und des Maß – in ihm sind Zeit und Raum verknüpft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein sehen; man darf auf Hilfe in belastenden Lebenssituationen hoffen;
– mit Blumen geschmückt sehen: in glückliche häusliche Verhältnisse geraten;
– auf einem Friedhof sehen: Unannehmlichkeiten erleben;
– schwarz mit Flor umhangen: ein schmerzlicher Todesfall wird dich betreffen;
– umgefallen oder schief stehend: ein glücklicher Zufall steht dir bevor;
– selbst eines tragen oder tragen sehen: man wird bald schweres zu erdulden haben.

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(europ.) : – das Zeichen von Hilfe und Trost; Kummer im Gefühlsleben;
– als Orden: gilt für Belohnung einer guten Tat;
– mit Blumen bedeckt/umwunden: Glück und Wohlergehen im eigenen Heim;
– am Wege: eine freudige Botschaft; kündigt auch eine schwierige Epoche an, die bestanden werden muß;
– auf einem Turm sehen: man wird erhabene Gedanken haben;
– umgestürzt: du wirst dich aus schwieriger Lage befreien; bedeutet die Vereitelung hochfahrender Pläne;
– zerstören: man hat schlechte Gedanken einem Freund gegenüber;
– verhüllt: Todesfall in der Familie;
– auf seinem Kopf haben: kündet üble Nachrede an;
– tragen: üble Nachrede; bringt Kummer;
– tragen sehen: bringt Trauer und Ungemach;
– von einen Menschen tragen sehen: man wird zum Spenden für Wohltätigkeitszwecke aufgefordert werden;
– davor knien: Taufe;
– vor einem beten: man wird in einer hoffnungslosen Lage unverhofft Hilfe bekommen;
– mit dem Heiland sehen: das Glück öffnet einem bald das Herz;
– sich selbst daran sehen: man wird ein schweres Leid mit viel Geduld ertragen;
– aus Gold oder Metall: bedeutet einen frommen Wunsch;
– Kreuz, die Farbe im Kartenspiel: deutet auf Bestimmtheit und Handeln hin, wird mit Macht in Verbindung gebracht.
(ind. ) : – Träumt einer, er trage ein Kreuz in eine Kirche oder in sein Haus, wird er von einem hochgestellten und mächtigen Herrn,
vielleicht sogar vom Kaiser, große Freude erlangen und über seine Feinde siegen.
– Dünkt es einen, man habe ihm das Kreuz fortgenommen, wird er in arge Bedrängnis kommen
und von seinem Feind unterjocht werden.
– Hat er das Kreuz wiederbekommen, wird er seinen Kummer von sich werfen.
– Träumt einer, er finde das kostbare Holz des Kreuzes Christi oder bekomme es, d. h. das ganze Kreuz,
wird er Kaiser und der allerchristlichste Herrscher werden.
– Verehrt einer das Kreuz an einem ihm bekannten Ort, wird er vom Kaiser Freude und Reichtum erlangen
und gerecht genannt werden.
– Begibt sich einer an den Ort, wo das Kreuz steht, wird er an den Kaiser eine Bitte richten;
ist er wohlbehalten dorthin gekommen und hat er sein Begehren vorgetragen, wird auch seine Bitte erhört werden.
– Träumt der Kaiser, er erwerbe ein neues, kostbares Kreuz, wird er einen Sohn zeugen, der einmal den Kaiserthron
innehaben wird.
– Schenkt er seiner Gemahlin ein Brustkreuz, wird er ihr ein aufrichtiges Wort sagen, bald auch Nachkommen mit ihr zeugen;
dieser Traum des Kaisers kann sich aber einzig und allein an der Augusta erfüllen.
– Ist an einem Ort, wo kein Kreuz stand, eines errichtet worden, wird bald danach ein neues Oberhaupt dorthin kommen;
wohnen Christen am Ort, wird ein christlicher Römer über sie herrschen, wenn nicht, ein Andersstämmiger.
– sehen: Krankheit, Kümmernis;
– umgestürzt: du wirst dich selbst aus deiner schlimmen Lage emporarbeiten;
– verhüllt sehen: Todesfall in der Familie.
(Siehe auch „Christus“, „Geometrische Figuren“, „Wegweiser“)
Kreuzigung
Artemidoro s:
Die Kreuzigung ist für alle Seefahrer von guter Vorbedeutung; denn das Kreuz besteht ebenso wie das Schiff aus Holz und Nägeln, und der
Mastbaum des Schiffes gleicht dem Kreuz. Auch einem Armen bringt sie Glück; denn der Gekreuzigte ist erhöht und nährt viele Vögel.
Verborgenes bringt sie an den Tag, weil der Gekreuzigte weithin sichtbar ist. Reichen droht Schaden; denn die zum Kreuztod verurteilten
werden nackt ans Holz geschlagen (Vgl. Matthäus 27,35) und büßen ihr Fleisch ein. Einem Unverheirateten prophezeit sie wegen der
Bindung die Ehe, freilich keine ersprießliche. Dieselbe Auslegung gilt hinsichtlich einer Freundschaft und einer Vereinigung. Sklaven macht
sie frei; denn die Gekreuzigten sind keinem Herrn untertan. Alle aber, die ihr Leben in der Heimat verbringen wollen, die ihre eigene Scholle
bearbeiten, und Leute, die befürchten, von irgendwo vertrieben zu werden, verjagt sie und läßt sie nicht länger an ihrem derzeitigen
Aufenthaltsort verbleiben; denn das Kreuz hindert daran, den Fuß auf den Erdboden zu setzen. Träumt man, in einer Stadt am Kreuz zu
hängen, so bedeutet das ein öffentliches Amt, das dem Ort entspricht, wo das Kreuz aufgerichtet ist. Der Philosoph Alexander träumte, er sei
zum Tode verurteilt und komme nur durch flehentliches Bitten an der Kreuzigung vorbei; da er ein Leben der Entbehrung führte, stand ihm
der Sinn weder nach Heirat noch nach einer Gemeinschaft, weder nach Reichtum noch nach den anderen Dingen, die durch das Kreuz
versinnbildlicht werden. Am folgenden Tag geriet er mit einem Kyniker (Anhänger einer von dem Sokratesschüler Antisthenes begründeten
philosophischen Richtung, sie waren die Proletarier unter den antiken Philosophen. Eine große Anzahl von Anekdoten war über sie im
Umlauf, besonders über Diogenes, den bekanntesten Kyniker.) in Streit und bekam von ihm einen Schlag mit einem Knüppel über den Kopf,
und das war es, was ihm die Seele prophezeite, er werde fast am Holz enden. Menandros in Griechenland träumte, er sei vor einem Tempel
des Zeus Polieus gekreuzigt worden; er wurde zum Priester dieses Gottes gewählt und erwarb Ansehen und Reichtum.
Psychologisch:
Ein relativ einfacher Traum, in dem ein Kreuz oder Kruzifix (oder das Symbol einer anderen Religion) das beherrschende Symbol ist,
bedeutet eine klare Bestätigung oder Verdammung, speziell, wenn man gläubig und fromm ist. Ein Agnostiker wird kaum von solchen
Symbolen träumen und wenn, dann als Anzeichen dafür, daß er dennoch im Wachleben nach irgendeiner Art von Glauben sucht. Wird man
im Traum selbst Opfer einer Kreuzigung, dann ist das sicher eine Metapher für einen Vorgang im Wachleben, in dem man wegen einer
Sache oder eines Problems „ans Kreuz geschlagen“ wird, oder bei dem man unangemessene Zugeständnisse machte, d.h. „Opfer brachte“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt ein Armer, er sei gekreuzigt worden, wird er reich werden, ein Reicher mit Zwang und Strafe
noch größeren Reichtum durch Erbschaft erlangen.
– Dünkt es einen, er sei mit Ochsenziemern ausgepeitscht und dann gekreuzigt worden, wird
er nach der Zahl der Hiebe große oder geringe Machtbefugnis erhalten und das Volk regieren.
– Ist einer ans Kreuz geschlagen worden und dann wieder herabgestiegen, wird er seine hohe Stellung verlieren
und sein Vermögen einbüßen.
– Träumt jemand, er sei gekreuzigt und dann verbrannt worden, wird er erhöht werden und über das Volk herrschen,
danach aber wegen der Gewalt des Feuers im Krieg den Tod finden.
(europ.) : – beiwohnen: die Aussichten verschlechtern sich; die Pläne werden kurz vor dem Ziel zunichte gemacht,
und man wird wegen zerschlagener Hoffnungen klagen.
(Siehe auch „Religiöse Bilder“)

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Kreuzotter
Allgemein:
Kreuzotter verstehen alte Traumbücher als Symbol der Niederlage.
Psychologisch:
Bei uns haben Schlangen im Allgemeinen leider keinen besonders guten Ruf. Sie gelten als falsch und gefährlich. Möglicherweise will Sie
Ihr Traum vor jemanden in Ihrer Umgebung warnen, von dem Ihnen Gefahr droht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: es mit bösen Menschen zu tun bekommen;
– von einer gebissen werden: du wirst einem Feind zum Opfer fallen.
(europ.) : – eine beobachten, und ein toter Freund, der scheinbar noch atmet, setzt sich beim Biß der Schlange auf,
woraufhin beide im Gebüsch verschwinden: man wird sich um gute Freunde Sorgen machen; man kann
aber auch selbst von einem Verlust getroffen werden;
– Träumt eine junge Frau von einer Kreuzotter, steht ihr Ärger durch eine hinterhältige Person bevor.
Kriecht die Schlange vor ihr davon, setzt sie sich erfolgreich gegen alle Angriffe zur Wehr.
(ind. ) : – deine Feinde werden siegen.
(Siehe auch „Schlange“)
Kreuzspinne
Allgemein:
Kreuzspinne wird als Glückssymbol gedeutet.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Glück.
(ind. ) : – Glück und Gewinn.
Kreuzweg / Kreuzung
Assoziation: – Wahl einer Richtung.
Fragestellung: – Wohin will ich gehen?
Allgemein:
Kreuzweg steht oft für innere Widersprüche, zwischen denen man sich entscheiden muß. Außerdem kann er Unentschlossenheit und
Entscheidungsschwäche anzeigen. Eine Kreuzung verweist im Traum auf eine Wahl, die der Träumende zwischen zwei Wegen treffen soll.
Möglicherweise ist das Traumsymbol auch ein Hinweis darauf, daß zwei Gegensätze im Alltagsleben des Träumenden aufeinander treffen,
der Träumende in der Folge etwas Entscheidendes verändern muß und dann seinen Weg konzentrierter fortsetzen kann. In der Regel stehen
solche Prozesse, bei denen dem Träumenden bewußt sein muß, woher er kommt, in Verbindung mit der Karriere oder mit anderen
entscheidenden Lebensveränderungen.
Psychologisch:
Der Kreuzweg signalisiert dem Träumenden einen Wendepunkt in seinem Leben. Er muß wichtige Entscheidungen bezüglich seines
weiteren Lebens oder der Entwicklung seines Charakters treffen, er zweifelt oder zögert allerdings noch oder kann diese Entscheidungen nur
schwer fällen. Er weiß nicht, wie er seinen Lebensweg erfolgreich fortsetzen kann; das Unbewußte zeigt damit oft die Lebensangst des
Träumers auf, die in Wirklichkeit eine psychische Krankheit oder mangelnde Entschlußkraft sein kann. Manchmal aber wird im Traum der
Weg vorgegeben, wobei man darauf achten sollte, in welche Richtung man geht. Ein Kreuz, welches vielleicht in ein Muster eingewebt sein
kann, bietet dem Träumenden Wahlmöglichkeiten an, die es ihm gestatten, entscheidende Weichen in seinem Leben zu stellen. Es ist überaus
wichtig, in einer solchen Situation verantwortliche Entscheidungen zu treffen, denn wie oft blickt man zurück und sagt sich: „Ach, hätte ich
doch damals anders entschieden.“ Aber einen Weg zurück gibt es nicht.
Spirituell:
In der Mythologie aller Völker zeigt sich, daß die Wahl, welche der Mensch vermeintlich an einer Wegkreuzung treffen darf, nur scheinbar
ist, denn immer entscheidet er sich für dem vom Schicksal bereits vorgezeichneten Weg.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor einem stehen: deine Unentschlossenheit wird dich in Verwicklungen stürzen.
(europ.) : – sehen: für den Unverheirateten eine baldige Verlobung, die aber auch im Freundeskreis stattfinden kann;
auch: man wird bald eine wichtige Entscheidung im Beruf oder in der Liebe treffen müssen;
– sich auf einem Kreuzweg befinden und nicht wissen wohin: bedeutet, daß man durch Unentschlossenheit
Verluste erleiden wird; man neigt dazu, sich von unwichtigen Dingen irritieren zu lassen; auch: eine frühere
gute Gelegenheit nicht mehr für die Ziele nutzen können;
– sich für eine Richtung entscheiden können: ein günstigeres Schicksal.
(Siehe auch „Christus“, „Himmelsrichtungen“, „Reise“)
Kreuzworträtsel
Volkstümlich:
(europ.) : – dabei raten: deutet auf ein billiges Vergnügen hin;
– lösen: man wird sich aus einer schwierigen Situation selbst befreien;
– dabei keine Lösung finden: bedeutet ein Geheimnis, welches das Gewissen belastet.
Kreuzzug
Psychologisch:
Gegen wen oder was richtet sich der Traum- Kreuzzug? Die Identifizierung des Feindes ist wichtig, ebenso, warum man gegen ihn kämpfte.
Ein solcher Traum besagt, daß man im Wachleben einen Gegenspieler hat, gegen (oder auch für) den man sich durchsetzen muß. Alle
einzelnen Traumelemente müssen bedacht werden, um zu verstehen, in welche Richtung diese einem führen wollen.

844
Kriechen
Assoziation: – Regressive Bewegung.
Fragestellung: – In welchen Bereichen meines Lebens möchte ich mir Zeit lassen?
Volkstümlich:
(europ.) : – auf der Erde kriechen und sich die Hand verletzen: es werden einem unangenehme Aufgaben übertragen;
– selbst über unebenes Gelände kriechen: man hat seine Möglichkeiten nicht angemessen genutzt;
– mit andere durch Schlamm kriechen: bedeutet Flaute im Geschäft; Freunde haben Grund einem zu tadeln;
– Wenn eine junge Frau nach diesem Traum nicht auf ihr Benehmen achtet, wird sie die Achtung ihres Geliebten verlieren.
Krieg
Assoziation: – Gewalt; Konflikt.
Fragestellung: – Welche Teile von mir liegen im Widerstreit?
Artemidoros:
Krieg und Kriegshandlungen bedeuten allen Aufregungen und Mißstimmungen, ausgenommen Soldaten und Leuten, die unmittelbar oder
mittelbar mit Waffen ihr Geschäft machen; diesen kündigen sie Reichtum an. Von den Waffen prophezeien Schutzwaffen große Sicherheit,
z.B. der Schild, der Helm, der Brustpanzer und die Beinschienen. Wurfgeschosse dagegen verursachen häufig unfreiwillige Verfehlungen,
Aufruhr und Streit, wie z.B. der Speer, die Lanze, der Wurfspeer und die Schleuder. Das kurze und das lange Schwert bedeuten den Mut des
Träumenden, die Kraft seiner Hände und den Wagemut des Entschlusses. Insbesondere bedeuten der Schild und der Helm eine Frau, und
zwar ein kostbarer eine reiche und schöne, ein einfacher dagegen eine arme und häßliche. Zum Heeresdienst eingezogen zu werden oder ins
Feld zu ziehen bedeutet allen, die irgendwie krank sind, den Tod; denn der Mann, der ins Feld zieht, gibt sein Privatleben auf und übt statt
der bisherigen Tätigkeit eine neue aus. Häufig prophezeit es alten Leuten den Tod, allen anderen sagt es Schikanen, Unannehmlichkeiten,
Bewegungen und Reisen voraus. Müßiggängern und Hungerleidern bedeutet es Arbeit und Verdienst; denn der Soldat faulenzt nicht, noch
fehlt es ihm an dem Notwendigen. Sklaven werden zwar Ehren, doch keineswegs die Freiheit erringen. Viele wurden zwar freigelassen,
mußten aber weiter Sklavenarbeit leisten und blieben untergeordnet; denn ein Soldat muß dienen, auch wenn er persönlich frei ist.
Allgemein:
Hat man solche Träume zu deuten, dann wird der Kontext für die Deutung auf der Objektstufe die wichtigsten Angaben machen. Aber es
kann der Kriegstraum selbst bei Menschen, die in den blutigen Strudel des Weltunglückes gerissen wurden, doch das Gleichnis für eine sehr
schwierige Innensituation sein. In uns ist Krieg, und wer hätte diesen ermüdenden Zustand des Kampfes zweier Lebensrichtungen in sich
nicht schon erlebt. „Ich mußte lange mit mir kämpfen. Ich mit mir.“ Oft erfahren wir erst durch den Traum, daß es im Raum der Seele zum
offenen Kriege gekommen ist. Der Träumer ist oft erstaunt über die Kampfberichte des Traumes. So schlimm sei es ja nicht mit seinem
Lebenskonflikt – die Seele aber weiß es besser, daß Lebensentscheidungen in ihrer Tiefe ausgekämpft werden. Kriegsträume können sich
auch auf Schwierigkeiten mit anderen Menschen beziehen. Es wird der Fall sein, wenn das Bewußtsein sich der Bedeutung einer
Auseinandersetzung mit dem Geschäftspartner, dem Ehegatten nicht bewußt werden will. Im Traumgleichnis weiß man oft nur, daß es Krieg
ist. Man wartet voll Angst, man glaubt den roten Schein der Feuerbrände zu sehen. Truppen ziehen vorüber. Hinter jenem Hügel oder im
Walde lauert der Feind. Sehr häufig ist es Nacht, damit man erkenne, daß die Gefahr im Unbewußten droht. Heutzutage sind Bombenträume
häufig. Falls es sich nicht um Schockerlebnisse handelt, sind sie auf innerer Stufe zu deuten. Es sind zerstörerische Gedanken, Ideen, die aus
der Luft, d.h. aus unkontrollierten Räumen unseres Geistes auf uns niederstürzen; es können Zwangsgedanken oder lähmende Einfälle,
aufblitzend störende Vorstellungen sein. Sie bedrohen unserer Existenz. Man hat deshalb bei Bombenträumen sehr zu überlegen, was uns
denn Schlimmes eingefallen ist, was irgendwoher „wie eine Bombe“ bei uns einschlägt. Kriegerische Flugzeuge sind ähnlich zu verstehen.
Sie jagen durch unseren Kopf, brausen über uns hin, können uns mit ihren Geschossen treffen. Die Unterscheidung von feindlichen und
freundlichen Flugzeugen wird oft gemacht. Gelegentlich wird die Farbe betont. Die roten Flugzeuge haben meist mit Sexuellem oder
unbewußten Gefühlshaften, getragen von gefährlichen Gedanken, zu tun. Die im Streite liegenden seelischen Kräfte bedienen sich oft
uniformierter Krieger; typisch ist meist der Helm. Oft liegt man im Kampfe mit Wilden. Es sind dunkle Völker aus dem eigenen kulturlosen
Lande, die uns anfallen aus den Triebwäldern, und die erst in Übermacht sind. Man ist im Kriegstraum selbst Kämpfer, oder man schaut nur
zu. Der erstere Fall scheint wertvoller zu sein. Das Ich ist dabei Zuschauer als auch selbst im verantwortlichen Kampfe drin. Das ermöglicht
ihm viel eher, durch seinen Konflikt, der oft zu einer Neurose wird, sich hindurchzukämpfen. Unterstützt er bewußt den Kampf, dann sind
Heilung und Freude auch in schlimmen Zeiten nicht völlig fern. Der Krieg ist eine Urerfahrung des Lebens. Deshalb ist sein schreckliches
Wesen Gleichnis für alle starken, alle unerbittlichen Auseinandersetzungen. Aber der Krieg wird in keinem Traum als solcher gepriesen. Er
ist immer eine ernste schwere Angelegenheit. Er ist der bittere Durchgangsort, um eine höhere Einheit der noch im Zwiespalt oder gar in der
Vielheit ihrer Primitivität sich befindenden Seele zu erlangen. Es wird nicht nur von Kriegen, sondern auch von einzelnen Soldaten und von
Waffen geträumt. Der unbekannte Soldat, der in unsere Traumszene tritt, ist ein Gleichnis für eine kollektive, eine uniforme Pflichthaltung.
Er untersteht einem Gesetz, das er sich nicht selbst geschaffen, eine Verpflichtung, die nicht primär in seinem Gewissen geboren wurde. Er
ordnet sich ein. Dies ist der Sinn des einzelnen Soldaten oder der marschierenden Soldatengruppe. Manchmal muß eben ein Individualist
auch auf diesen Aspekt hingewiesen werden. An derseits kann dieser Traum auch die Gefahr des Uniformen andeuten. Die Waffen sind
Mittel, den Krieg auszutragen. Wo wir Einzelwaffen im Traume sehen oder selbst besitzen und benutzen, handelt es sich meist um eine
psychische Entscheidung. Dafür ist das Schwert oder eine schwertähnliche Waffe trotz ihrer Altertümlichkeit das häufigste Traumsymbol.
Wird im Traum geschossen, kann es um sehr plötzliche Entscheidungen gehen, die manchmal mehr passieren als gewollt sind. Dann ist eben
„der Schuß losgegangen“. Die Psychoanalyse sieht die meisten Waffen als Sexualsymbol. Diese Bedeutung haben sie aber erst in zweiter
Linie. Am verständlichsten ist die Deutung als männliches Organ bei Revolver und Pistole. In Träumen tauchen sie oft als Zeichen
psychologisch sexueller Spannung auf. Gelegentlich kommt die altertümliche Lanze in diesem Sinne vor. Von den soldatischen
Ausrüstungen wird der Helm am meisten genannt. Der Träumer geht unter kämpferischen Gedanken. Er wird aber auch von diesen
geschützt. Der Soldat trägt, wie der Mensch, die Bürde dessen, was er zum Lebenskampfe notwendig braucht.
Psychologisch:
Als Traumbild verweist Krieg stets auf einen Konflikt. Er hat weiterreichendere Auswirkungen als ein Zweikampf und verlangt vom
Träumenden, daß er sich die Folgen seines Handelns für andere Menschen stärker bewußt machen muß. Zugleich soll der Träumende
erkennen, daß er an einem Konflikt beteiligt ist, der sich nicht spontan entwickelt hat, sondern bewußt herbeigeführt wurde. Er ist
letztendlich eine gewaltsame Art, um mit Elend und Unruhen fertig zu werden. Er sollte die Ordnung wiederherstellen, jedoch nicht auf
friedlichem und zeitraubendem Weg, sondern rasch und gewaltsam. Als Traumsymbol steht der Krieg für diesen gewaltsamen
Ordnungsprozeß, der sich momentan im Träumenden vollzieht. Er zeigt innere Konflikte an, die aus gegensätzlichen Eigenschaften
resultieren; man muß sie miteinander versöhnen, damit man wieder ausgeglichener wird. So schildert der Krieg die Angst, in etwas
hineingezogen zu werden, das dem eigenen Wollen zuwiderläuft. Wird der Träumende im Traum verletzt, ist dies ein Hinweis darauf, daß
seelische Wunden nur oberflächlich verheilt sind und die Verarbeitung dieser Geschehnisse vonnöten ist. Der Krieg im Traum kann mit
tatsächlichen, noch nicht verarbeiteten Kriegserlebnissen zu tun haben, wahrscheinlicher ist es aber, daß ein Kriegsgeschehen dem
Träumenden auf generell unbewältigte Ereignisse aus seiner Vergangenheit hinweist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist Krieg im Traum ein Symbol für den spirituellen Verfall. Der Träumende muß danach erkennen, was gerade in
seinem Leben zerbröckelt.

845
Volkstümlich:
(arab. ) : – erleben: Zwietracht mit verschiedenen Persönlichkeiten bekommen;
– in einem mitziehen: du wirst mit der Obrigkeit in Konflikt geraten.
(europ.) : – weist auf Zwietracht und Streit mit anderen Menschen hin; Mühe und Lasten; Schwierigkeiten und Gefahr;
– sehen: man wird eine große Aufregung erleben;
– Kriegsrüstungen sehen: es kommen äußerst konfliktgeladene Zeiten auf einem zu;
– zerstörte Rüstungen sehen: das jetzige persönliche Dilemma wird bald entschärft werden;
– sich mitten darin befinden: zeigt behördliche Auseinandersetzungen an, die zu bewältigen sind,
doch nur Ausdauer führt zum guten Ende;
– darin in Gefangenschaft geraten: man wird einem starken Gegner begegnen, der einem schaden wird;
– aus dem Krieg kommen: du wirst mit deinem Vorgesetzten zusammentreffen;
– glauben, daß eigene Land habe den Krieg verloren: Zeichen für politische und geschäftliche Umwälzungen;
persönliche Interessen werden einen Rückschlag erleiden;
– das eigene Land siegt: geschäftliche Aktivitäten werden lebhaft und das häusliche Leben harmonisch sein;
– Sieht eine junge Frau ihren Liebsten in den Krieg ziehen, dann wird sie Nachteiliges über ihn hören.
(ind. ) : – sehen: Traurigkeit und Gefängnis.
(Siehe auch „Amputation“, „Kampf“, „Kriegsrüstung“, „Verfolgung“, „Waffen“)
Krieger
Assoziation: – Arbeit an Herausforderungen.
Fragestellung: – Was bin ich zu wagen oder zu konfrontieren bereit?
Volkstümlich:
(arab. ) : – an sich vorüberziehen sehen: kriegerische Aussichten oder Gefahren werden dich beunruhigen.
Kriegsbeil
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Gefahr zieht herauf; Ärger und Verdruß.
Kriegsrüstung
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen sehen: gefährlichen Zuständen entgegengehen;
– sehen: schwere Sorgen.
(europ.) : – sehen: ist ein schlechter Traum, der viel Kummer und Unheil anzeigt;
– über solche Rüstungen in der Zeitung lesen: man wird schlechte Nachrichten bekommen;
– zerstörte Rüstungen sehen: bringt eine Beruhigung nach einer Katastrophe.
(ind. ) : – sehen: du wirst große Reichtümer erwerben.
Kriminalbeamter
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst auf Schritt und Tritt beobachtet.
Krippe
Allgemein:
Krippe kann als Futterkrippe für die Tiere oder mit dem Jesuskind auftauchen; sie wird als Symbol für Glück und Wohlstand gedeutet, die
leere steht aber für Sorgen und Armut.
Volkstümlich:
(arab. ) : – volle: Gewinn; leere: man wird dir Geld schuldig bleiben.
(europ.) : – leere: Erfolglosigkeit in den Unternehmungen; es naht eine Zeit der Not;
– mit Jesuskind: reiches Glück ist zu erwarten;
aus religiöser Sicht zeigt die Krippe ein Geheimnis an, daß man bei sich behalten sollte;
– volle: verspricht für die nähere Zukunft gewinnbringende Geschäfte und angenehme Zeiten.
(ind. ) : – leere: Armut und Not;
– volle: gute Zukunft, guter und dauerhafter Wohlstand.
Kristall
Assoziation: – Essentielles Selbst; Klarheit; Zentriertheit.
Fragestellung: – Was ist für mich wesentlich?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Verstärker; Empfänger; Sender; Macht; Mond der Erderneuerung; Quarz; Mond der Ernte, Amethyst; Schmetterlingsclan,
Azurit; Reinheit, Herkimer-Diamant; Wachstum, Flußspat; Vater Sonne; Drusen, die Quarz oder Amethyst enthalten.
Beschreibung: Kristalle sind Mineralien mit identischen, inneren, periodisch wiederkehrenden atomaren Anordnungen, häufig mit äußerlich
sichtbaren planen Flächen. Die Leute benutzen den Begriff »Kristall«, um damit alles zu bezeichnen, das eine kristalline Erscheinungsform
hat, insbesondere Steine aus der Quarzfamilie. Bergkristall ist eine besonders mächtige Kristallart, die Lebensenergie empfängt, aussendet
und verstärkt. Einige andere kristalline Mineralien sind ebenfalls Energieverstärker. Ihnen allen mögen besondere Energien innewohnen, mit
denen sie helfen können.
Allgemeine Bedeutung: Eine Zeit der Kraft; Verstehen des Lebensflusses; bessere Kommunikationsfähigkeiten; Starrheit; Härte; kann eine
Aufforderung sein, deine Einstellungen neu zu überdenken und neue Informationen anzunehmen.
Assoziation: Etwas verhärten; ein schützender Schild; klar; Kristallkugel.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Kraft; eine Offenbarung dessen, wie du die Welt siehst; die Fähigkeit, die Dinge aus einer anderen
Richtung zu betrachten.
Allgemein:
Kristall bringt die Grundzüge der Persönlichkeit zum Ausdruck, die unveränderlich sind. Ein schöner Kristall steht für innere Harmonie, die
eine glückliche Zukunft verheißt. Manchmal kündigt er auch die Bekanntschaft mit einem wertvollen Menschen an.

846
Psychologisch:
Das Kristall ist im Traum ein Bild für die Empfindlichkeit, das Mißtrauen, die Verletzlichkeit und die Distanz des Träumenden zu bzw.
gegenüber seiner Umwelt. Es versinnbildlicht aber auch Berechnung und Nüchternheit, sowie sachliches Denken. Werden im Traum
Kristalle gebildet, ist dies ein Hinweis auf die Harmonie, Unbestechlichkeit, Härte und Ausgewogenheit des Träumenden. Das
feingeschliffene Kristall läßt erkennen, daß uns nur gute Manieren zu einem Erfolg im zwischenmenschlichen Bereich verhelfen können.
Bricht es das Licht, stehen wir möglicherweise vor der Außenwelt im Zwielicht da.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: in unmittelbarer Nähe ist ein Mensch, der Freundschaft sucht;
– zerbrechen: bedeutet das Ende einer bestehenden Freundschaft.
(europ.) : – die Bekanntschaft einer reinen und unbescholtenen, charaktervollen Person machen; auch: eine Wende in allem,
was einem Sorge bereitet hat, ist angezeigt; (kann auch negativ sein)
– eine Kristallkugel sehen: eine Warnung, mehr Realitätssinn zu entwickeln und nicht den eigenen Wünschen
und Illusionen zu verfallen;
– zerschlagen: eine gute Freundschaft wird durch Leichtsinn zerstört;
– Sieht eine Frau ein mit Kristall eingerichtetes Eßzimmer, einschließlich der Stühle, dann hat sie Grund zu
der Annahme, daß von ihr sehr geschätzte Personen dieses Ansehen nicht mehr verdienen; sie wird jedoch
feststellen, daß sich andere in diesem Raum befanden, die auch von diesen düsteren Traum betroffen sind.
(ind. ) : – sehen: die Bekanntschaft einer aufrechten Dame steht dir bevor.
(Siehe auch „Edelsteine“, „Glas“ „Amethyst“, „Azurit“, „Diamant“, „Druse“, „Flußspat“, „Granat“, „Herkimer-Diamant“,
„Jaspis“, „Kalkspat“, „Quarz“, „Rosenquarz“)
Kristallklar
Medizinrad:
Schlüsselworte: Unbehindert; unverschleiert; unschuldig; frei; nicht verwirrt; sicher; Klarheit; östlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Kristallklar ist die »Farbe«, die im Medizinrad mit der äußeren Position des östlichen Seelenpfads in Zusammenhang gebracht
wird. Kristallklar ist das Synonym für unbefleckt, unverdunkelt, unversperrt, strahlend, leuchtend.
Allgemeine Bedeutung: Die Dunkelheit entfernen; aus der Verwirrung und dem Stumpfsinn heraustreten; Schuldgefühle loslassen; einen
klaren Ton haben; die Dinge mit etwas mehr Distanz betrachten.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe wachsenden Verständnisses oder Empfindungsvermögens.
Krokodil
Artemidoros:
Das Krokodil bezeichnet einen Seeräuber, einen Mörder oder einen nicht minder abgefeimten Kerl (Aelian (um 200 n.Chr) beschreibt (De
natura animalium 5,23) die Taktik der Krokodile; sie lauern im Schilf denen auf, die Wasser aus dem Nil schöpfen, und packen ihr Opfer im
geeigneten Augenblick). So wie das Krokodil den Träumenden zurichtet, dementsprechend wird der durch das Krokodil Bezeichnete
denselben zurichten.
Allgemein:
Ein Traum von einem Krokodil oder einem anderen Reptil zeigt, daß sich der Träumende mit den angsterregenden niedrigeren Aspekten (vor
allem Gefühle, Triebe) seiner Natur beschäftigt. Vielleicht glaubt er, keine Kontrolle über sie zu haben, und fürchtet, von ihnen verschlungen
zu werden. Wird man von einem Krokodil gebissen, weist das auf eine Gefahr hin; tötet man eins, wird man einen Gegner besiegen.
Psychologisch:
Negatives Symbol unserer inneren Energie, das bei Träumern auftaucht, die nicht die rechte Einstellung zum Leben gefunden haben. Es
symbolisiert auch die Unbarmherzigkeit, die es auf der Welt gibt, oder böse Nachbarn, die uns das Leben schwermachen können. Der
Träumende läßt sich vielleicht von seiner Angst vor dem Tod oder vor dem Sterben auffressen. Wird das Krokodil im Traum verjagt,
erfolgreich bekämpf oder vernichtet, wir der Träumende die Kraft haben, sich zu überwinden und Disziplin zu üben, behält das Tier jedoch
die Oberhand, so hat er sich nicht genügend unter Kontrolle und sollte danach trachten sich nicht bloß von seinen Trieben leiten zu lassen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert ein Krokodil im Traum die Befreiung von den Begrenzungen der Welt. Es ist außerdem Symbol für
Gefräßigkeit und Heuchelei, eines der Ungeheuer des anfänglichen Chaos.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: von einer Gefahr aus dem Hinterhalt bedroht werden.
(europ.) : – große Gefahr von übermächtigen Feinden, denen man nur durch Klugheit entgehen kann;
auch: eine Warnung vor kommenden Schwierigkeiten weist auf einen Feind hin;
man sollte mit neuen Geschäftsverbindungen vorsichtig sein;
von den engsten Freunden betrogen werden;
– sehen: ein anderer hat das dringende Bedürfnis, einen kennenzulernen;
auch: man sollte in der Umgebung auf der Hut sein,
einige böse Zeitgenossen führen nichts Gutes im Schilde;
– viele sehen: es wird eine Überraschung geben;
– von einem gebissen werd en: eine gefährliche Situation kommt auf einen zu;
– auf den Rücken eines treten: man könnte Ärger bekommen, den abzuwenden einen großen
Kraftaufwand erfordert; man sollte niemandem vertrauen;
– töten: man wird einen starken Feind bekämpfen müssen.
(ind. ) : – sehen: du mußt dich vor bösen Menschen hüten, die alles daransetzen werden, dir zu schaden.
(Siehe auch „Drache“)
Krokus
Psychologisch:
Das farbenprächtige, giftige Frühlingsgewächs gilt als Symbol für Zuversicht und glückliche Erwartung – aus einem naheliegenden Grund:
Krokusse sind in vielen Regionen Europas die allerersten Lebenszeichen der Natur, die blühen, während rund um sie noch der letzte Schnee
liegt. Als Traumsymbol sind sie Grund zur Freude: Selbst die härtesten Widerstände in der Durchstartsituation sind zu überwinden, ein
Neubeginn steht unter glücklichen Vorzeichen.
(Siehe auch „Blumen“)

847
Krone
Assoziation: – Majestät; Außerwähltsein;
Fragestellung: – Welcher Teil von mir sucht nach Anerkennung?
Allgemein:
Wenn ein Traum von einer Krone handelt, soll der Träumende seinen Erfolg erkennen und bemerken, daß er Möglichkeiten besitzt, sein
Wissen und sein Bewußtsein zu erweitern. Vielleicht wird ihm für seine Verdienste demnächst eine Auszeichnung oder ein Preis verliehen.
Krone deutet oft übersteigertes Geltungsbedürfnis, Eitelkeit und Oberflächlichkeit an. Besteht sie aus minderwertigen Material, macht man
sich durch Eitelkeit lächerlich, während die beschädigte Krone anzeigt, daß man Ansehen verliert. Die Dornenkrone wird allgemein als
Symbol für seelisches Leid und Sorgen verstanden, aber auch Demut und übersteigerte Religiosität kann dahinter stehen.
Psychologisch:
Symbol der Macht, daß ihren Mißbrauch einschließt. So deutet die goldene Krone darauf hin, daß man sich einen Mitmenschen gegenüber
erhaben fühlt und Gefahr laufen könnte, über Gut und Geld sein eigenes Herz zu vergessen. Die Dornenkrone zeigt Leid an, die Myrtenkrone
eine Hochzeit (das braucht nicht die eigene zu sein) oder den Beginn einer neuen, glücklicheren Zeit. Eine Krone kann Sieg und Hingabe,
besonders an Verpflichtungen, darstellen. Möglicherweise hat der Träumende sein Streben und seine Kraft auf ein bestimmtes Ziel gerichtet,
und sein größter Sieg war der über seine eigene Trägheit.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Krone im Traum den Sieg über den Tod und Erfüllung. Sie ist Schmuckstück des königlichen
Würdezeichens.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er trage die Kaiserkrone, die, wie bekannt, mit Edelsteinen und Perlen geziert und geschmückt ist, wird er,
sei er, wer er wolle, Kaiser werden und entsprechend der Schönheit der Krone Ruhm erlangen.
– Hängen die Steine und Perlen wie Ohrgehänge an der Krone herab, wird seine Herrschaft der Länge und Schönheit der
Edelsteine gleichen.
– Träumt der Kaiser, daß das Gehänge oder die Bänder seiner Krone abgeschnitten sind, wird sein kaiserlicher Hof wenig
glanzvoll und nur von kurzer Dauer sein.
– Gibt er seine Krone einem andern oder einer Frau, mit der Weisung, sie zu tragen, wird derjenige, der sie empfangen hat,
mit seiner Zustimmung Anteil an der Macht erhalten; hat er aber die Krone übergeben, damit sie an ihren Platz gestellt werde,
wird derjenige, der sie entgegennahm, ein enges persönliches Verhältnis zum Kaiser haben;
gibt dieser die Krone einer bekannten Frau und ist sie die Augusta, wird sie einen Kaiser zur Welt bringen,
ist sie eine andere Person, seine Kurtisane werden.
– Händigt er die Krone einer unbekannten Frauensperson aus, wird der Kaiser ein glückliches Jahr verleben entsprechend der
Schönheit der Frau, ist sie aber häßlich, ein schlimmes und unglückliches.
– Träumt ihm, seine Krone sei zu Boden gefallen und zerbrochen und Schmuck und Edelsteine seien zerstreut worden,
wird er Widerwärtigkeiten, Anschlägen und Bedrängnissen ausgesetzt werden, aber aller Übel Herr werden, weil es möglich ist,
die Schmuckstücke aufzulesen und die Krone wiederherzustellen.
– Träumt der Kaiser, ein anderer entreiße ihm die Krone mit Gewalt, sie werde gestohlen oder gehe verloren, so daß sie nirgends
zu finden sei, wird er seine Herrschaft einbüßen und sterben; denn keinesfalls kann ein Kaiser, der seine Herrschaft verloren hat,
am Leben bleiben.
– sehen oder tragen: zu hohen Ehren und Reichtum gelangen;
– aus Gold: man kann sich seiner Erfolge bewußt sein aber sollte nicht Überheblich werden;
– aus Silber: man kann bald mit der Gefälligkeit einer anderen Person rechnen, die man nicht gerade zu seinen Freunden zählt.
(europ.) : – bedeutet eine Änderung der Lebensgewohnheiten; man wird von zu Hause weggehen und neue Beziehungen aufbauen;
kann auch eine tödliche Krankheit vorhersagen; man wird von höhergestellten Persönlichkeiten begünstigt werden;
– zusammen mit einen Kreuz sehen: man wird durch einen Todesfall begünstigt;
– eine tragen: bedeutet Verlust des persönlichen Eigentums;
– goldene: gilt als Überheblichkeit und Eitelkeit;
– silberne oder solche aus minderwertigem Metall: man wird ein Geschenk erhalten;
– von Myrten: man wird an einer Hochzeit teilnehmen oder selbst Hochzeit halten;
– von Blumen haben: bringt ungetrübte Freude;
– von Totengebein: bedeutet eine tödliche Krankheit;
– jemanden krönen: zeigt den eigenen Wert an.
(ind. ) : – damit geschmückt sein: du wirst einst hohe Stellen bekleiden;
– tragen: Reichtum;
– sehen: es stehen dir Anfechtungen bevor;
– von Blumen: ungetrübte Freuden;
– von Gold oder Silber: ein Geschenk.
(Siehe auch „König“)
Kronleuchter
Assoziation: – prachtvolle Beleuchtung.
Fragestellung: – Welche ist meine Vision von Größe?
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine Festlichkeit steht bevor.
(europ.) : – sehen: durch unerwartete Erfolge das Leben nach Lust und Laune genießen können;
– beschädigter oder ungepflegter: das beträchtliche Vermögen wird durch eine unglückliche Hand bei Spekulationen gemindert;
– verlischt das Licht: Krankheit und Leid werden die guten Aussichten trüben.
Krönung
Psychologisch:
Von allen Ritualen ist die Krönung sicher die eindrucksvollste. Wird man selbst im Traum gekrönt, hat man wahrscheinlich viel Grund zum
Stolz sein auf eigene Leistungen. Eine Krone zu tragen, bedeutet jedoch auch ein hohes Maß an Verantwortung und Pflichten, die erfüllt
werden müssen. Desh alb ist so ein Traum auch eine Warnung: Ist man nach dem Augenblick des Ruhmes auch imstande, alles zu schaffen,
was vor einem liegt?
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: durch ein plötzliches Glück erfreut werden.

848
(europ.) : – beiwohnen: zu Ehren kommen; bringt Glück; Bekanntschaften und Freundschaften mit berühmten Personen eingehen;
– selbst gekrönt werden: man wird ein großes Ziel erreichen;
– sich selbst gekrönt sehen: Leid und Trauer;
– Nimmt eine junge Frau an einer Krönung teil, dann werden herausragende Persönlichkeiten ihr überraschend ihre Gunst erweisen.
Ist die Krönung jedoch unrechtmäßig, steht ihr Unzufriedenheit anstelle erwarteter Vergnügen bevor.
(Siehe auch „König“, „Krone“)
Kropf
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben oder an andere wahrnehmen: deine Kränklichkeit wird dir Beschwerden aller Art verursachen.
(europ.) : – bei anderen Menschen sehen: kündet eine Unpäßlichkeit an; Täuschung;
– selbst einen haben: bedeutet einen Glücksgriff.
(ind. ) : – an einem anderen sehen: du wirst getäuscht werden;
– selbst haben: du wirst durch einen guten Gedanken etwas erreichen.
(Siehe auch „Hals“)
Kröten
Assoziation: – ansteckende Häßlichkeit.
Fragestellung: – Inwieweit oder warum habe ich meine wahre Schönheit versteckt?
Allgemein:
Kröte deutet auf finanziellen Gewinn, Anerkennung und Besserung der Lebensumstände hin. Tötet man sie, wird man aus eigener Schuld
Verluste, Mißerfolge und Krankheiten erleiden.
Psychologisch:
Trotz ihres manchmal ekelerregenden Aussehen kann man sie positiv deuten als das erdhaft Gebundene. Die Kröte ist ein Erdtier und hatte
deshalb in der Vorstellung primitiver Völker die Bedeutung von Erdmutter. In der Darstellung der Azteken Mexikos erscheint die Erde als
krötenartiges Ungeheuer, das Symbol einer furchtbaren, alles verschlingenden Mutter-Gottheit, die zugleich Todesmutter ist. In
Männerträumen ist die Kröte deshalb oft als Warnsignal zu verstehen und weist auf das weiblich Mütterliche hin, das Schutz vor mancherlei
Gefahren bietet (die Kröte duckt sich an die Erde, wenn Gefahr im Verzuge ist, und fällt wegen ihrer erdhaften Farbe kaum auf), oder aber
auf sie hinweist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: bedeutet Verlust oder Zwietracht mit Bekannten; deine Liebe wird betrogen;
– über den Weg laufen sehen: man muß sich vor Betrügereien in einer Liebesangelegenheit hüten;
– im Hause haben: vergängliches Glück;
– töten: Triumph über deine Feinde; eine Hoffnung wird sich bald von selbst zerstören.
(europ.) : – sehr viele neue Möglichkeiten, Verbesserung der eigenen Stellung durch Zufall oder Zähigkeit;
– auch: man wird einen Freund verlieren; Feinde werden dir zusetzen und dich betrügen;
– sehen: verheißt viel Geld;
– quacken hören: man wird gelobt werden;
– forthüpfend: eine Situation kann durch harte Arbeit gerettet werden;
– anfassen: man kann sich am Ruin eines Freundes mitschuldig machen;
– in der Hand halten: bedeutet Gewinn;
– töten: man wird sich selbst einen Schaden zufügen; ihr Urteil wird in Frage gestellt;
– essen: kündet Krankheit an;
– Einer Frau können sie ankündigen, daß jemand versucht, sie durch den Schmutz zu ziehen.
(ind. ) : – sehen: Angst und Widerwärtigkeit.
(Siehe auch „Frosch“, „Tiere“)
Krücken
Assoziation: – unerträgliche Schwäche.
Fragestellung: – In welchem Bereich wünsche ich mir mehr Bewegungsfreiheit?
Allgemein:
Krücke symbolisiert Unsicherheit und Bedürfnis nach Hilfe, manchmal auch sexuelle Wünsche. Geht man an Krücken, kommt man nur
langsam voran. Wirft man sie weg, oder zertrümmert man sie, kann man mit der Beseitigung von Hindernissen und Problemen rechnen.
Krücken im Traum symbolisieren das Bedürfnis des Träumenden nach Unterstützung oder, daß der Träumende selbst einen anderen
Menschen unterstützen muß.
Psychologisch:
Wer sich im Traum auf sie stützen muß, braucht sie im Wachleben vielleicht, um Liebeskummer oder geschäftlichen Ärger zu überwinden.
Wer jemanden an Krücken gehen sieht, hat sich wahrscheinlich zu sehr um andere gekümmert und sein eigenes Fortkommen nicht beachtet.
Möglicherweise begegnet der Träumende anderen Menschen mit eingeschränkten Möglichkeiten mit Geringschätzung und muß daher sein
Denken neu einstellen.
Spirituell:
Indem der Mensch seine Spiritualität entwickelt, nimmt sein Bewußtsein in bezug auf die vielen Krücken, derer er sich bedient, zu. Diese
Abhängigkeiten heißen Alkohol, Nikotin, Drogen, Medikamente, zwanghaftes Verhalten, oder es handelt sich um bestimmte Personen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder damit gehen: Siechtum oder Unglück in der Liebe.
(europ.) : – fast immer symbolisch für innere Unsicherheit oder die Annahme einer Hilfsbedürftigkeit bei anderen;
bei älteren Frauen oft spät-sexuelle Reaktion;
– sehen: Kummer in der Liebe sowie Verluste im Geschäft; Krankheit oder Unfallgefahr;
auch: in einem persönlichen Unglück Hilfe erhalten;
– damit gehen: bedeutet, daß man einer zweifelhaften Zukunft entgegengeht; kündet schlechte Geschäfte
oder Verlust der oder des Geliebten an; auch: man verläßt sich beim Fortkommen weitgehend auf andere;
– wieder genesen und ohne laufen können: es wird alles wieder gut;
– wegwerfen: man ist jetzt stark genug, um ohne Unterstützung eine Notlage zu bewältigen;
– zerschlagen: bringt Gesundheit;
– andere Leute damit sehen: besagt, daß man auf sein eigenes Fortkommen bedacht sein soll;
auch: die eigenen Bemühungen werden nicht von Erfolg gekrönt sein.

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(ind. ) : – damit gehen: du wirst schwere Dienste verrichten müssen und du wirst fremde Hilfe in Anspruch nehmen müssen;
– darauf gehen: schlechte Geschäfte;
– zertrümmern: Gesundheit, guter Geschäftsgang.
Krug
Allgemein:
Ein Krug stellt wie alle Gefäße zunächst das weibliche Prinzip dar. Darüber hinaus symbolisiert er auch Elemente von Mütterlichkeit oder
des Schutzes, die der Träumende in seinem Leben erkennt. Der zerbrochene Krug soll vor allem auf familiäre Streitigkeiten hinweisen, die
man offen austragen muß.
Psychologisch:
Der Krug kann im Traum ein Wandlungssymbol sein. In ihnen kann Lebenswasser enthalten sein. Der Milch- oder Honigtopf, der in vielen
Märchen vorkommt, hat eindeutig einen erotischen Aspekt. Der Krug ist im Traum immer im Zusammenhang mit der persönlichen Situation
des Träumenden zu sehen, deshalb ist es wichtig darauf zu achten, was im Traum mit ihm geschieht. Der Krug im Traum ist auch ein Symbol
für das seelische Fassungsvermögen. Der Träumende muß überprüfen, in welchem Maß sein innerer Krug mit Freude, Trauer, Tränen,
Erfüllung und ähnlichem gefüllt ist. Im Traum ist es entscheidend, was davon der Krug enthält. Er deutet auf persönliche Probleme des
Träumers hin:
– ein gesprungener Krug war Jahrhunderte lang ein Symbol für verlorene Jungfräulichkeit;
– der zerbrochene Krug auf Streit in der Familie;
– der überlaufende auf Tränen (das „Tränenkrüglein“);
– ein leerer auf den „leeren“ Kopf oder die Gedankenarmut;
– ein voller eventuell auf ein übervolles Herz, das man ohne jede Gegenleistung verschenkt;
– Flüssigkeit aus einem verschütten steht für verschwendete Gefühle oder aber für Gefühle, die einem überwältigen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene verkörpert der Krug im Traum das spirituelle Potential des Träumenden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: bald mit Kummer und Sorgen in familiären Angelegenheiten rechnen müssen;
möglicherweise ein Treubruch des Partners;
– aus einem trinken: eine heimliche Liebschaft wird Ärger bringen;
– zerbrechen: bestehende Liebe wird sich in Haß verwandeln.
(europ.) : – sehen: bringt Tränen; auch: man ist ein großzügiger und geistreicher Mensch;
– vollen sehen: ist immer ein Zeichen für Freude, Glück und Übermut;
– leeren sehen: dasselbe, aber mit nachfolgendem Leid;
– einen leeren tragen: man wird von einem Freund verlassen werden;
– einen vollen tragen: man wird viel Freude erleben;
– zerbrechen: bedeutet Streit in der Ehe; man wird einen Freund verlieren;
– aus einem trinken: sehr vorteilhaft.
(ind. ) : – sehen: Verlobung oder Heirat;
– zerbrechen: du vernachlässigst deine Geschäfte.
(Siehe auch „Brunnen“, „Gefäß“, „Quelle“, „Vase“)
Krumme Linie
Allgemein:
Wenn im Traum eine gekrümmte Linie auftaucht, verlangt sie vom Träumenden, ihre Absonderlichkeit als etwas zur Kenntnis zu nehmen,
das aus dem Gleichgewicht geraten oder reparaturbedürftig ist. Vielleicht herrscht bei dem Träumenden Unaufrichtigkeit im Umgang mit
anderen Menschen vor. Die Linie kann sich auf einem Stück Papier befinden, sie kann aber auch als Menschen- oder Autoschlange auftreten.
Psychologisch:
Der Träumende muß einsehen, daß er trotz seines gegenteiligen Bemühens von Wahrheit und Ehrlichkeit abgelenkt werden kann.
Spirituell:
Abweichung von der Norm im spirituellen Sinn kann ein Abweichen von den selbstgesetzten Regeln sein.
Krümel / Krumen
Volkstümlich:
(europ.) : – von Vögel aufpicken sehen: Geschenke und gute Ereignisse sind einem sicher.
Krupp
(Krankheit)
Volkstümlich:
(europ.) : – das eigene Kind damit sehen: Hinweis auf eine leichte Krankheit, doch kein Anlaß zur Besorgnis;
allgemein ein gutes Omen für Gesundheit und häuslichen Frieden.
Krüppel
Assoziation: – behindert; Eingeschränktheit.
Fragestellung: – Was darf in mir heil werden?
Allgemein:
Sehen wir im Traum einen Krüppel oder sind wir selbst einer, umschreibt das unsere Hilflosigkeit in psychischer Hinsicht. Er ist der Hinweis
darauf, daß irgend etwas in unserer Seele krankt.
Psychologisch:
In diesem Traum geht es um seelische oder geistige „Behinderung“ – jedenfalls um reduzierte Beweglichkeit. Man träumt von
Verkrüppelungen, wenn man sich für eine Schwäche schämt – oder wenn man gern in (gespielte) Hilflosigkeiten flüchtet, damit man mehr
Zuwendung bekommt. Umgekehrt kann es auch sein, daß man durch das Traumbild eines verkrüppelten Körpers daran gemahnt wird, daß
Unversehrtheit und Vitalität keine Selbstverständlichkeit ist – ein Appell an den Träumenden, weniger überheblich und „mitleidlos“ zu sein.
Welche persönliche Thematik hier bewußtgemacht werden soll, ergibt sich aus der genaueren Traumhandlung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: unverhoffte Hilfe;
– einen begegnen: Unannehmlichkeiten erleiden müssen;
– einer sein: viel Unglück und Schwierigkeiten haben.

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(europ.) : – sehen: mahnt Trost und Hilfe zu leisten, solange man sich selbst nicht dadurch schädigt; es wird einem geholfen werden;
auch: Warnung, zu den Menschen in der Umgebung freundlich zu sein; prophezeit auch eine temporäre Geschäftsflaute;
– selbst einer sein: unerwartete Hilfe und Erfolg; man wird abhängig von anderen werden;
– pflegen: man wird mit einem unglücklichen Menschen Mitleid haben.
(ind. ) : – sehen: eine schlechte Vorbedeutung.
(Siehe auch „Invalide“)
Kruste
(vom Brot)
Volkstümlich:
(europ.) : – auf den Verzehr von Krusten angewiesen sein: die geschäftlichen Angelegenheiten werden gedeihen;
warnt aber zur Vorsicht und Wachsamkeit im Geschäft, sonst kann Armut folgen.
Kruzifix
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: suche im Gebet Trost gegen die Leiden, die dich betreffen werden;
– tragen: schwere Sorgen werden dich zu Boden drücken.
(europ.) : – bedeutet Trauer sowie Aufopferung zum Besten anderer; auch: Warnung vor bevorstehenden Kummer,
in den auch andere verwickelt werden;
– eins küssen: prophezeit einem, daß man Sorgen resigniert annehmen wird;
– Besitzt eine junge Frau eines, dann wird sie eine bescheidene und liebenswürdige Haltung bewahren,
die Zuneigung anderer gewinnen und dadurch ihr Schicksal zum Guten wenden.
(ind. ) : – sehen: vereitelte Hoffnung, schlechte Ernte.
(Siehe auch „Kommunion“, „Christus“)
Kübel
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird etwas Neues erfahren;
– ein leerer: harte Zeiten;
– gefüllt: bessere Tage in Sicht.
Kubus
(Würfel, dritte Potenz)
Volkstümlich:
(europ.) : – Rechengenie und Überlegenheit über andere.
Küche
Assoziation: – Ernährung; Produktivität.
Fragestellung: – Welche Suppe ist am dampfen?
Allgemein:
Zum Keller- wie zum Küchentraum zieht man vorteilhaft Jugenderinnerungen heran. Diese beiden Räume werden vom Kind bekanntlich
sehr eindrücklich erlebt. Doch wird man bald erkennen, daß sie auch allgemein gültigen Symbol- Charakter haben. Nur darf man nicht
ausgehen von Küche und Keller, wie sie sich, durchtechnisiert, der befriedigten Hausfrau darbieten. Eine echte Küche ist der Ort des
häuslichen Herdes, ein Ort des Feuers. Hier wird die Speise unter allerlei Manipulation genießbar gemacht (ähnlich wie im mittleren
Verdauungstrakt des Darmes). Darum wird der Bauch oft die Küche des Leibes genannt und haben Küchenträume u.a. mit unserer seelischen
Verdauung zu tun. Die Küche ist der Ort weiblicher Herrschaft. Weibliches hantiert da oft laut und eigenwillig aus überlieferten Instinkten
heraus. Deshalb meint die Mutter, eine Köchin oder irgend eine kräftig in der Traumküche hantierende Frau einfach das ernährende
mütterliche Leben in uns selbst. Wie mancher Mann projiziert sein undifferenziertes Wünschen, das teilhaben möchte an primitiver
Lebensspeise und das er ins Nur- Sexuelle mißversteht, auf das „Küchenpersonal“. In alten Küchen ist Dämmerung, flackert gespenstiger
Feuerschein, in ihr hat weiblich geisterhaftes Handeln seine Wohnung, dem Manne unbegreiflich. Und doch muß er als ein Dr. Faust von
Zeit zu Zeit hinab an den Lebensherd zu den heißen Grundmächten des Lebens – die Küche ist besetzt von den eigenartigsten Phantasien:
von den höchsten Intuitionen eines alchemistischen Wandlungsprozesses, den die Seele durchzumachen hat, bis zu den handgreiflichsten
Vorstellungen sexueller Art (Pfanne, Feuerloch, Mörser und Stößel…)
Psychologisch:
Für die meisten Menschen ist die Küche das „Herz“ des Hauses. Sie ist der Ort, von dem aus der Mensch in die Welt hinaustritt und zu dem
er zurückkehrt. Im Traum kann die Küche die Mutter oder die Funktion der Mutter symbolisieren. Sie ist normalerweise der am stärksten
belebte Raum im Inneren eines Hauses, und daher ist sie auch der Ort, an dem viele Beziehungen gefestigt werden und an dem viel
Austausch stattfindet. Die Dinge, die im Traum in der Küche geschehen, weisen auf Ehe-, Partnerschafts- oder Familienprobleme hin. Die
Küche im Traum ist nicht nur ein Ort der kreativen Kommunikation sondern auch in der Regel Ort der Wärme und des Wohlbefindens. Sie
stellt den häuslichen Anteil einer Frau dar. Viele Gegenstände in der Traumküche deuten nach Freud auf sexuelle Wünsche hin (Pfanne,
Feuerloch, Kartoffelstampfer und so weiter), nach deren Erfüllung man sich sehnt. Wer in der Küche arbeitet, der scheut keinen Weg, um auf
einen grünen Zweig zu kommen. Die Küche ist im Traum und in der Wirklichkeit der Ort im Haus, an dem die Nahrung für die Familie
zubereitet wird. Im übertragenen Sinne wird die Nahrungsumwandlung als Umwandlung der seelischen Energie gesehen. Küchenträume
haben somit viel mit unserer seelischen Verdauung zu tun. Küche versteht man meist ähnlich wie Koch. Zuweilen verheißt sie eine
gesicherte materielle Existenz oder bringt den Wunsch nach Abwechslung zum Vorschein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Küche im Traum Transformation und Veränderung von der Art dar, die der Träumende selbst wünscht
und die ihm nicht aufgezwungen wird. Die Rituale, in deren Zentrum der Herd und das Herdfeuer stehen, sind ein bedeutsamer Teil der
spirituellen Entwicklung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sich darin aufhalten: hüte dich vor Verleumdungen; Klatschereien;
– darin kochen: guter Hausstand.
(europ.) : – zeigt baldige Verlobung oder Verheiratung an, verkündet eine glückliche Häuslichkeit; auch: Nachricht aus der Entfernung;
generell ein gutes Omen, es sei denn, die Küche ist spärlich möbliert oder unaufgeräumt;
– sehen: ein lieb und wert gehaltener Gegenstand wird von einem anderen zerbrochen werden;
– Bei einer Frau bedeutet eine einladende und ordentliche Küche, daß sie zahlreiche interessante Dinge erleben wird.
(ind. ) : – sehen: guter Hausstand.
(Siehe auch „Haus“, „Herd“, „Kochen“)

851
Kuchen
Assoziation: – Feier; mal Belohnung, manchmal Schwäche.
Fragestellung: – Habe ich eine Belohnung verdient? Kann ich mich gehenlassen?
Artemidoros:
Feine Kuchen, ohne Käse gebacken, zeigen Gutes an, mit Käse, Anschläge und Überfälle; denn auf diese deutet der Käse hin. Sesam- und
Honigkuchen bringen allen Glück, besonders denen, die einen Prozeß führen; denn Honigkuchen wurde bei den Alte als Siegespreis
vergeben. (Bei Symposien erhielt derjenige als Preis einen Honigkuchen, der bis zum frühen Morgen durchgezecht hatte ohne
einzuschlafen.) Was das übrige Backwerk anbetrifft, das bei Festen und Opferfeiern verwendet wird, so treffe man die Auslegung im
Hinblick auf die Art und Weise der Feste und Feiern. Kuchen von Kapern, Oliven, alle Arten von Gemüsepasteten, Gewürzkuchen und was
es sonst ähnliches gibt, hab eich absichtlich beiseite gelassen, weil sie offensichtlich nichts Gutes bedeuten.
Allgemein:
Ein Traum von einem Festtagskuchen (beispielsweise Hochzeits- oder Geburtstagskuchen) führt den Träumenden vor Augen, daß es in
seinem Leben einen Grund für Feierlichkeiten gibt. Das kann mit einem aktuellen Anlaß in Verbindung stehen oder aber als Hinweis auf die
verstreichende Zeit dienen. Kuchen hat ähnliche Bedeutung wie Brot, manchmal warnt er vor großer Verschwendung. Der Volksaberglaube
meint dazu folgendes: Einen Kuchen zu backen bedeutet, daß man bald eine freudige Botschaft erhält; einen Kuchen anzuschneiden wird
Streit bringen und ihn essen heißt, daß jemand hinter Ihrem Rücken böse über Sie spricht. Am besten fragen Sie sich, welche persönlichen
Erinnerungen und Gefühle sich bei Ihnen damit verbinden und benutzen dies als Grundlage für Ihre Deutung.
Psychologisch:
Der Kuchen übersetzt meist das Süße, das uns das Leben verspricht. Wer ein Stück davon abbekommt, dem ist das Glück der Liebe hold.
Backen und Essen eines Kuchens weisen meist auf Freude in den zwischenmenschlichen Beziehungen hin. Wenn der Träumende in seinem
Traum einen Kuchen bäckt, symbolisiert das seinen Wunsch, für andere Menschen zu sorgen oder ein inneres Bedürfnis zu pflegen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Kuchen im Traum für Hingabe- und Genußfähigkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: Glück und Wohlstand erlangen;
– backen sehen: in nächster Zeit viel Freude zu erwarten haben;
– selbst essen allgemein: finanzieller Gewinn steht in Aussicht;
– große Mengen sehen: man sollte sich vor unnützen Geldausgaben hüten;
– Ißt einer Kuchen, wird er etwas Gutes bekommen, was er sich gewünscht, wenn die sarazenische Süßspeise,
die man Paloudakis nennt, erkranken, wegen deren Farben und weil sie auf Feuer gekocht wird, und daran gemessen,
ob man viel oder wenig davon gegessen.
(europ.) : – sehen allgemein: gute Gesundheit, vorausgesetzt, er ist genießbarer Art;
– backen: bedeutet Glück und Reichtum, ferner Zufriedenheit; Verschwendung;
– süßen sehen: man wird sich bald beruflich verbessern; auch Liebesangelegenheiten florieren bestens;
– träumt ein Lediger von einem Doppelkuchen: zeigt es ihm seine eigene Heirat an;
– essen: verheißt Glück und gutes Auskommen; bedeutet für Männer einen Damenbesuch, für Frauen einen Herrenbesuch;
– Eierkuchen: prophezeien einem seelische Zufriedenheit und das Erbe eines Hauses oder einer Wohnung;
– Pfundkuchen: verheißen private und berufliche Annehmlichkeiten;
– Junge Frauen, die einen Hochzeitskuchen erblicken, müssen auf alles gefaßt sein. Den Kuchen zu sehen
oder zu essen ist noch besser, als ihn selbst zu backen.
(ind. ) : – backen: Besuch erwarten;
– schneiden: zerstöre nicht selbst dein Glück;
– essen: Streit und Unannehmlichkeiten.
(Siehe auch „Brot“, „Gebäck“, „Konditor“, „Süßigkeit“)
Küchengeräte
Volkstümlich:
(europ.) : – Glück in der Ehe und stetige Wohlhabenheit.
(Siehe auch „Küche“)
Küchenschrank
Assoziation: – Stauraum; verborgen.
Fragestellung: – Was möchte ich sicher aufbewahren? Was bin ich zu zeigen bereit?
Volkstümlich:
(europ.) : – einen leeren sehen: schlechtes Zeichen für geschäftliches Gedeihen;
– etwas hineinstellen: baldiger Ausgleich der Verluste.
Kuckuck
Allgemein:
Ein Kuckuck im Traum steht vielleicht für einen Fremden, der sich in die Familie hineindrängeln will, oder ein fremdes und
unwillkommenes Element im Gefühlsleben. Kuckuck bringt Egoismus einer unreifen Persönlichkeit zum Ausdruck, was sich vor allem auf
den erotischen Bereich bezieht. Alte Traumbücher verstehen ihn auch als Verheißung eines langen Lebens.
Psychologisch:
Der Kuckuck ist im Traum ein Bild für die Leichtsinnigkeit und Oberflächlichkeit, die Egozentrik und sexuelle Verantwortungslosigkeit des
Träumenden. Diese Bedeutung läßt sich daraus ableiten, daß der Kuckuck in natura ein Vogel ist, der seine Eier in fremde Nester legt und
sich nicht um seine Brut kümmert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder rufen hören: gesegnete Zeiten und langes Leben; man soll sich auch vor leichtsinnigen Handlungen hüten;
– fangen: bestehende Differenzen zu Mitmenschen lassen sich nicht leicht bereinigen.
(europ.) : – rufen hören: es drohen Krankheit, Tod oder Unfall eines Familienmitgliedes;
– sehen: warnt vor Selbstüberschätzung und besonders vor Einmischung in fremde Angelegenheiten;
man wird es mit egoistischen Menschen zu tun bekommen; auch: damit rechnen müssen,
daß der Ruin eines Freundes dem sorglosen Dasein ein abruptes Ende bereitet;
– fangen: man wird einem törichten Gerede ein Ende machen;
– töten: man wird durch Einmischung in fremde Angelegenheiten Unannehmlichkeiten haben.

852
(ind. ) : – rufen hören: langes Leben;
– sehen: Gesundheit und Glück.
(Siehe auch „Vögel“)
Kugel
Allgemein:
Kugel wird als Warnung vor den Launen des Schicksals verstanden, ermahnt insbesondere, nicht zu leichtsinnig und übermütig zu werden.
Wenn der Träumende in seinem Traum eine Kugel betrachtet – besonders wenn es sich um einen Globus handelt -, verweist dies darauf, daß
er einen größeren Horizont erkennt. Die Engstirnigkeit wird nach und nach durch einen globaleren Erfahrungsradius ersetzt und die
Wahrnehmung verfeinert. Betrachtet der Träumende eine Glaskugel, sieht er vielleicht einen Lebensstil, der zwar vollkommen, aber doch
von der Außenwelt abgeschlossen ist. In der gläsernen Kugel erkennt man Unentschlossenheit und Entscheidungsschwäche. Die Kugel ist
ein Symbol für die Ganzheitlichkeit des Lebens.
Psychologisch:
Die Kugel ist seit jeher ein Symbol für Vollständigkeit und Ganzheit und von daher ein stets positiv zu deutendes Traumbild. Durch die
Kugel und alle kugelförmigen Gebilde wird im Traum stets eine psychische Antriebskraft verbildlicht. Der Traum von einer Kugel oder
ähnlichen Formen wie Ball und Kreis drückt den Wunsch nach seelischem Gleichgewicht und Überwindung von Gegensätzen des
Träumenden aus. Sie wird wie der Kreis, doch noch dynamischer, gewertet. Oft umschreibt sie den guten Kern des Träumers und seine
Beziehung zur Umwelt, die sich erfreulich gestalten könnte. Der Traum von einer Kugel hat Macht und Würde zum Thema. Der Träumende
spürt in sich die Kraft, eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Um diese Aufgabe zu bewältigen, muß der Träumende Verständnis aufbringen
und sich eine globale Sichtweise aneignen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Kugel im Traum den Wunsch des Träumenden nach Ganzheitlichkeit. Sie ist Sinnbild des idealen
Universums und der himmlischen Vollkommenheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: einer wandelbaren meist dunklen Zukunft entgegengehen;
– in der Hand halten: die Zukunft ist gesichert;
– eine eiserne: man wird sich im Leben noch oft energisch durchsetzen;
– aus Glas: man soll sein Glück nicht leichtfertig herausfordern;
– vor sich herlaufen sehen: schlechte Erfolge;
– gießen: ein gewagtes Unternehmen wird dich ins Verderben stürzen; laß dich nicht in gefährliche Sachen ein;
– davon getroffen werden: mache dich auf das Schlimmste gefaßt; Krankheit;
– ins Haus fliegen sehen: du wirst in Gefahr kommen;
– damit spielen: Verdruß.
(europ.) : – Symbol des wandelbaren Glücks;
– sehen: bedeutet wandelbares Glück;
– eine in der Hand halten: sehr gute berufliche Chancen warten auf einem;
– aus Glas: bedeutet Unbeständigkeit und Unentschlossenheit;
– eine eiserne sehen: man wird allen Gefahren mit Tapferkeit begegnen;
– zum Schießen: Überlegenheit beim Sprechen und Handeln ist angebracht;
– Billard- und Kegelkugeln: warnen vor Überheblichkeit;
– fallende: man wird ein bisher aussichtsreiches Vorhaben bald aufgeben müssen;
(ind. ) : – damit spielen: Warnung vor Unvorsichtigkeit;
– davon getroffen werden: Unglücksfall;
– sehen: große Gefahr.
(Siehe auch „Kreis“, „Geometrische Figuren“, „Welt“)
Kugelschreiber
Volkstümlich:
(europ.) : – benutzen: man wird bald einen Brief an einen guten alten Freund schreiben, den man lange nicht gesehen hat.
(Siehe auch „Füller“, „Schreiben“)
Kuh
Assoziation: – gefügig und produktiv; nährender wenngleich passiver Aspekt des Selbst.
Fragestellung: – Bin ich passiv? Was nähre ich?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Häuslich; Milch; Fleisch; passiv; Herdentier.
Beschreibung: Kühe sind schon seit langer Zeit Haustiere und versorgen den Menschen sowohl mit Fleisch als auch mit Milch. Sie sind
normalerweise passive Tiere, die dem gehorchen, der sie mit Futter versorgt. Sie leben gerne in Herden und haben meist ein sanftes Naturell.
Allgemeine Bedeutung: Der Teil von dir, der mit der Masse geht; deine passiven Anteile; ein Mangel des Hinterfragens.
Assoziation: Kuhäugig – sanfter, offener Blick.
Transzendente Bedeutung: Verstehen des Teils in dir, der sich leicht dem kollektiven Unbewußten unterordnen kann.
Allgemein:
Kuh kann allgemein das Bedürfnis nach gefühlsmäßiger Geborgenheit anzeigen. Bei Frauen steht sie manchmal auch für einen sehr
intensiven Wunsch nach einem Kind. Falls man eine von vielen Kühen in einer Herde war, hüte man sich davor, zu viel auf die Meinung
anderer zu geben.
Psychologisch:
Die Kuh war in vorchristlichen Religionen ein Symbol für die Mutter-Gottheit und ist es in der indischen Religion immer noch. Im Traum ist
sie ein Bild für das Mütterliche und Nährende und des „Sich- her- Schenkens“. Bei alleinstehenden Frauen gibt eine Kuh oft Hinweise
darauf, daß es der Träumerin an Wärme, Geduld und Güte fehlt, daß sie recht anspruchslos dem Leben gegenübersteht und ihre mütterliche
Seite mehr entwickeln sollte. Wer sieht, daß eine Kuh gemolken wird, kann sicher sein, daß man ihn im Wachleben ausnutzen will. Wer
selbst eine Kuh melkt, möchte demnach eine Lage so ausnutzen, daß er finanziellen Gewinn daraus ziehen kann. Seltsamerweise verläuft
sich die Kuh nur selten in Männerträume; wenn es einmal der Fall ist, zeigt das meistens das Muttersöhnchen an.
Spirituell:
Im Mittelmeerraum ist die Kuh Attribut der Göttinnen der Liebe und der Fruchtbarkeit.

853
Volkstümlich:
(arab. ) : – Fette Kühe prophezeien fruchtbare, magere und dünnleibige unfruchtbare Jahre; entsprechend weisen feiste Ochsen auf gütige,
magere aber auf unbarmherzige und ungerechte Fürsten.
– Findet jemand eine oder viele fette Kühe, wird er ein oder etliche gute und fruchtbare Jahre haben und in seinem Beruf nach
oben kommen.
– Wenn einem träumt, wie er eine Kuh oder eine Herde Kühe findet, die mager sind, und sie in Besitz nimmt, wird er ein oder
etliche harte Jahre ausstehen müssen, gemessen an der Zahl der Kühe, ferner Hungersnot, Schaden und Armut entsprechend
deren Magerkeit.
– Träumt der Kaiser, man bringe ihm fette Kühe, wird er gesegnete, in Kriegszeiten glückliche Jahre haben, ferner Reichtum
und Fruchtbarkeit des Landes entsprechend der Fettheit und Zahl der Kühe; denn hat der Kaiser diesen Traum, deutet dieser
auf alle, die unter seiner Herrschaft leben.
– Bringt man ihm magere und dünnleibige Kühe, wird er sorgenvolle Jahre in Kriegszeiten und Not im Land erleben entsprechend
der Zahl und Magerkeit der Kühe, desgleichen auch alle seine Untertanen.
– Ißt jemand Rindfleisch, wird er von einem Mächtigen Vermögen erwerben, er wird auch einen Sohn zeugen.
– Butter von einer Kuh zu essen verspricht willkommenen, aber spät sich einstellenden Gewinn;
trinkt einer Kuhmilch, wird er Reichtümer aufhäufen.
– Melkt jemand eine Kuh und trinkt von der Milch, wird er die Freiheit erlangen, wenn er ein Sklave ist, vielleicht auch das Haus
seines Herrn erben oder sich an dessen Stelle setzen; ein gemeiner Mann wird noch größere Freude und Wonne haben;
dem Kaiser wird dieses Gesicht überreiche Freude schenken. Schafs- und Büffelmilch haben dieselbe Bedeutung.
– Scharrt einer Kuhmist zusammen, wird er entsprechend dessen Menge von großen Herren reiche Mittel erlangen.
– Findet jemand eine Rinderhaut und trägt sie fort, wird er den Besitz eines mächtigen Würdenträgers erben, ist es ein Rindskopf,
den reichen Schatz eines Fürsten bekommen, weil der Kopf das Hirn birgt.
– Schlachtet jemand ein Rind in seinem Haus, wird er entsprechend der Menge Fleisch das Vermögen eines Mächtigen gewinnen,
jedoch mit Furcht vor der Obrigkeit.
– Nimmt einer Leber und Lunge eines Rindes an sich, wird er . . . finden; träumt ein Mächtiger davon, wird er einen Schatz
lauteren Goldes von einem anderen Fürsten erwerben.
– Findet jemand einen Rindermagen, wird ihm aus dem Hause eines Großen eine Wohltat zuteil werden; der Magen ist nämlich
das Haus eines Großen. Nimmt er von dem Blut des Tieres, wird er das Geld des Mächtigen bekommen.
– Kühe allgemein sehen: bessere Zeiten erhoffen können; du wirst viel Glück haben;
– weiden sehen: behagliches Leben;
– fette: reiche Ernte;
– magere: Not;
– melken sehen: Wohlstand;
– selbst melken: Erbschaft.
(europ.) : – verheißt eine Vergrößerung des Hausstandes und mahnt zur Dankbarkeit; Suche nach ruhiger, beständiger Geborgenheit;
– sehen: bringt viel Glück (außer bei mageren Kühen, die schlechte Zeiten anzeigen);
– die darauf wartet, gemolken zu werden: verspricht die Erfüllung von Wünschen;
– melken: bedeutet Überfluß in allem; man wird ohne große Mühe viel Geld verdienen;
– sehen, wie eine gemolken wird: man hat das Gefühl, von einem Menschen schamlos ausgenutzt zu werden;
– von einer verfolgt werden: bedeutet, daß man sich vor einem Feind in acht nehmen soll, der sonst in seiner Dummheit leicht
gefährlich werden könnte;
– eine töten sehen: man wird großen Schaden im Geschäft haben;
– Kuhstall sehen: verheißt Heilung von einem Leiden.
(ind. ) : – magere: die Kranken werden wieder gesund;
– melken: du wirst deinen Vater beerben;
– schöne: Vorteile durch deinen Arbeitgeber.
(Siehe auch „Haustier“, „Kalb“, „Mutter“, „Rind“)
Kühl
Allgemein:
Kühl wird im Sinne von kalt auf Gefühle bezogen.
(Siehe auch „Kalt“)
Kühlschrank
Assoziation: – Kühlung zur Konservierung.
Fragestellung: – Was möchte ich (auf-)bewahren?
Allgemein:
Der Kühlschrank ist ein Symbol für Konservierung. Im Traum wird dies zur Selbsterhaltung und weist darauf hin, daß der Träumende
emotional oder sexuell erkaltet. Handelt ein Traum davon, daß der Träumende Speisereste in den Kühlschrank stellt, zeigt dies, daß er Groll
aufstaut. Dies wiederum läßt eine Reaktion auf Liebe und Zuneigung „abkühlen“. Finden sich im Kühlschrank verdorbene Lebensmittel,
kann dies darauf hindeuten, daß sich der Träumende nicht richtig genährt fühlt.
Psychologisch:
Sind Sie hungrig zu Bett gegangen? Wenn nicht: Sie geben sich so „cool“ wie nur möglich und legen jedes Gefühl (jede Thematik) „auf Eis“,
wenn Sie befürchten, daß die Sache „zu heiß“ werden könnte. Mit distanziertem Verhalten sorgen Sie für „Abkühlung“, wenn Ihnen jemand
gern „die Hölle heiß machen“ möchte. Etwas weniger Gefühlskälte wäre noch immer nicht „uncool“!
Spirituell:
Religiöse Askese kann sich bildlich als Kühlung darstellen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird ein Geheimnis erfahren; auch: der eigene Egoismus wird jemandem schaden,
der danach strebt, sich seinen Lebensunterhalt ehrlich zu verdienen;
– Eis hineinlegen: man wird in Ungnade fallen.
(Siehe auch „Speisekammer“)

854
Kuhmilch
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Gesundheit ist Schwankungen unterworfen.
(ind. ) : – trinken: Heiterkeit.
Kuhstall
Allgemein:
Kuhstall verheißt oft baldige Genesung von Krankheit, manchmal auch mehr Wohlstand.
Volkstümlich:
(europ.) : – ihn sehen, sich in ihm aufhalten: du wirst von Krankheit befreit werden.
(ind. ) : – sehen: dein Wohlstand wächst.
Küken
Allgemein:
Im Altertum wurde auf Kindersegen geschlossen, wenn Küken aus dem Ei schlüpfen. Auf jeden Fall sind sie Glücksbringer besonderer Art.
Sitzen sie aber in einem Behälter und piepsen sie dort fröhlich herum, kann man gewiß sein, daß man ein Problem schnell lösen wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet Freude; wachsender Reichtum;
– in einem Ei eines finden: man wird eine gute Nachricht erhalten; für junge Leute steht Heirat in Aussicht;
– füttern: verheißt ein glückliches Familienleben;
– töten: völlig zu Unrecht beschuldigen Sie einen unschuldigen Menschen;
– essen: bringt melancholische Gedanken;
– Sieht eine junge Frau im Traum Federvieh mit Küken, kommen diverse lästige Pflichten auf sie zu.
Sie muß sich um viele Kinder kümmern.
(Siehe auch „Huhn“)
Ku-Klux-Klan
Assoziation: – Geheimterror; Vorurteil.
Fragestellung: – Mit welchen verborgenen Ängsten oder Werturteilen will ich mich konfrontieren?
Kulisse
Psychologisch:
Sie weist meist auf eine recht trügerische Lage oder darauf hin, daß sich der Träumer im Wachleben irgend etwas vorstellt, das kaum
eintreffen wird. Manchmal will man auch einen Menschen, den man zu seinen Freunden zählt, anders sehen, als er in Wirklichkeit ist. Man
achte auf die Bemalung einer Theaterkulisse, um sich aus den Farben und dem, was dargestellt ist, ein genaueres Bild zu machen. Wer die
Kulissen ständig hin- und herschiebt, führt ein unstetes Leben.
(Siehe auch „Farben“, „Theater“)
Kult
Assoziation: – kritikloser Glaube; manchmal zwanghafte Überzeugungen?
Fragestellung: – Wo bin ich bereit, meine Glaubensgrundsätze nicht mehr so eng zu sehen?
Welche meiner Glaubensgrundsätze schränken mich ein?
Kummer
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: Ruhe und Zufriedenheit.
(europ.) : – haben oder empfinden: verheißt Trost im Unglück und Rettung aus Gefahr.
(Siehe auch „Bekümmernis“)
Kumyß
Volkstümlich:
(arab. ) : – (gegorene Pferdemilch; Getränk bei Wandervölkern) trinken: Verschwendung.
Kündigung
Allgemein:
Eine Kündigung im Traum heißt, aufzugeben und sich bedeutender Veränderungen im Leben bewußt zu sein. Vielleicht muß der Träumende
sein Leben überdenken und sich an den Gedanken gewöhnen, daß es Bereiche und Dinge gibt, die er aufgeben sollte. Kündigen im Sinne von
einer Aufgabe zurücktreten ist ein Hinweis darauf, daß der Träumende den gegenwärtigen Zustand seines Lebens akzeptiert hat. Kündigung
erhalten verspricht mehr materielle Sicherheit. Auch kommen darin Partnerprobleme zum Vorschein, die zur Trennung führen können.
Psychologisch:
Kündigung umschreibt die Angst, daß wir etwas nicht richtig gemacht haben könnten. Meist löst sich diese Befürchtung im bewußten Leben
in Wohlgefallen auf; wir zeigen uns im Beruf bemüht, alles gut zu machen, und werden sogar ge- oder befördert. Kündigen wir im Traum
selbst jemandem, weist das wohl auf einen Vertrauensverlust hin. Wenn man sich mit etwas abfindet, entsteht Resignation. Es scheint so, als
habe der Träumende bei einer erhaltenen Kündigung einen Punkt in seinem Leben erreicht, an dem er zu keinen weiteren Anstrengungen
mehr fähig ist. Er hat dem Leben gekündigt. Manchmal kann es aber auch von Vorteil sein, wenn man sich fügt.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht die Kündigung für die Einsicht, daß man sich dem Unvermeidlichen unterwerfen muß. Der Träumende ist fähig,
loszulassen und den Kampf aufzugeben.
Volkstümlich:
(europ.) : – erhalten: bedeutet eine gesicherte Zukunft;
– erteilen: man hat kein Vertrauen zu seinem Lebenskameraden.

855
Kundschaft
Volkstümlich:
(arab. ) : – du mußt sehr fleißig sein.
Kunst
Assoziation: – ein Bild der Realität; Wert; Kreativität.
Fragestellung: – Wie drücke ich mich aus? Was ist mir etwas wert?
Allgemein:
Kunst (Künstler) ist der Künstler im Träumenden selbst und zeigt meist an, daß man nach mehr Selbstverwirklichung streben und dabei auch
irrationale psychische Inhalte nicht unterdrücken soll. Manchmal weist das auf zu wenig beachtete kreative und künstlerische Fähigkeiten
hin.
Psychologisch:
Der Träumende wird aufgefordert, seiner Sehnsucht nach Kreativität Ausdruck zu verleihen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Künstler im Traum oft den Schöpfer oder das Leitprinzip.
Volkstümlich:
(europ.) : – Künstler: dein hohes Streben wird belohnt;
– man sehnt sich nach einer größeren Erfüllung seines Lebens;
– sich als Modell für das eigene Portrait sehen: Warnung vor Verrat seitens eines Bekannten;
– selbst jemanden zu portraitieren: man sollte seine Pläne sorgfältig revidieren, weil man einen
Fehlschlag riskiert, wenn man sich einen unfairen Vorteil zu Nutze machen will.
Kunstflieger
Psychologisch:
Wenn man im Traum als Kunstflieger mit anderen Kollegen waghalsige Kunststücke vorführte, arbeitet man im Wachleben entsprechend
dem Gelingen mit Teamkollegen zusammen.
(Siehe auch „Fliegen“)
Kunstgalerie
Assoziation: – Zurschaustellung von Kreativität.
Fragestellung: – Was gehört mir allein? Was bin ich der Welt zu zeigen bereit?
Künstler
Assoziation: – Arbeit an Kreativität und Originalität.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist bereit, zum Ausdruck gebracht zu werden? Was ist einzigartig an mir?
Artemidoros:
Das Bildhauern, Malen, Ziselieren und Verfertigen von Statuen ist für Ehebrecher, Rhetoren, Fälscher und alle Sorten von Betrügern von
guter Vorbedeutung, weil diese Künste das nicht Existierende als existierend darstellen; den übrigen Menschen bedeutet es üble Nachreden
und das Zusammenlaufen der großen Menge, weil Kunstwerk für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind.
Psychologisch:
Kein alltägliches Traumsymbol – sollte aber doch eine typische „Künstlergestalt“ in Ihren Träumen auftauchen, gilt dies als Hinweis auf eine
kreative Begabung, die es zu entdecken und fördern lohnen würde. Oder Sie streben eine Veränderung Ihrer Lebensform an, die dem
Klischee vom freien, unkonventionellen Künstlerleben entspricht.
(Siehe auch „Kunst“)
Künstlerische Formen
Allgemein:
Rechts: – Die rechte Seite drückt männliche Energie der Tat und der Analyse aus.
Links: – Die linke Seite drückt die weibliche Energie der Intuition und der Synthese aus.
Oben: – Oben ist der Ort des Kopfes und somit des Bewußtseins, des Intellekts und des Überblicks.
Es ist der Himmel, in dem die patriarchalische Gesellschaft Gott ansiedelt.
Unten: – Unten ist der Ort der Erdung, des Triebs und des Unbewußten. Unten finden wir die Erde,
die für die matriarchalische Gesellschaft göttlich ist.
Eckig: – Die eckigen Formen wirken männlich statisch und drücken eine zielgerichtete Lebensenergie aus,
die allerdings nicht unbedingt harmonisch verläuft. In Tanz und Pantomime sind das plötzliche
und unverhoffte Bewegungsänderungen, dem Stakkato in der Musik entsprechend.
Rund: – Die runden Formen wirken weiblich harmonisch und drücken das Bedürfnis nach Verbindung und
Synthese aus. In der Musik und den Körperbewegungen entspricht das Runde dem Fließenden.
Spitz: – Die spitzen Formen wirken aggressiv und entsprechen dem Schrillen in der Musik und den aggressiven
Bewegungen.
Isoliert: – Das Isolierte, Alleinstehende drückt Einsamkeit und auch oft fehlenden Kontakt zu sich selbst aus.
Auf der Ebene der Bewegungen sind das die abgehackten Bewegungen und es sind die unverbundenen
Töne in der Musik. Hierin drückt sich der männliche Archetyp des einsamen Helden aus.
Verbunden: – Das Verbundene drückt den weiblichen Archetyp aus, der der Synthese verbunden ist. In der Musik ist oft
die Melodie und auch das Lied Träger der Idee des Verbundenen, im Bereich der Körperbewegung ist es der Tanz.
Rhythmisch: – Rhythmisch gesetzte Formen, Bewegungen und Töne sind ebenfalls Ausdruck der weiblichen Seite in uns.
Plastisch: – Das Plastische drückt in der Zeichnung und anderen künstlerischen Ausdrucksformen das Komplexe
und Differenzierte aus.
Flächig: – Das Flächige hängt oftmals mit Eindimensionalität zusammen.
Vieldimensional: – Das Vieldimensionale drückt wie das Plastische das Komplexe aus. In bezug auf die Psyche wird
mit dieser Gestaltung auf deren verschiedenen Ebene verwiesen.
(Siehe auch „Geometrische Figuren“, „Positionen“)

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Kunstseide
Allgemein:
Kunstseide warnt davor, das Lebensglück in falschen Bereichen zu suchen, weil man daraus nur für kurze Zeit eine Scheinbefriedigung
gewinnt.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen : bedeutet ein Scheinglück.
Kunststoff
Assoziation: – Künstlichkeit; billiger Ersatz; Widerstandsfähigkeit.
Fragestellung: – Was ist das echte Wahre?
Kupfer
Medizinrad:
Schlüsselworte: Hilfsmittel; Schmuck; Werkzeug; Reinigung; Leiter; Wärmeleiter; mystische Kräfte; Mond des ersten Frosts.
Beschreibung: Kupfer, im Medizinrad zusammen mit Malachit das Mineraltotem der im Mond des ersten Frostes (24. Oktober bis 21.
November) Geborenen, wird weltweit abgebaut und wurde schon früh zur Herstellung von Werkzeugen und von Schmuck benutzt. Von
Kupfer heißt es, daß diesem Metall besondere Eigenschaften innewohnen, die Geist und Blut zu reinigen vermögen. Kupfer leitet Elektrizität
und verbreitet Wärme gleichmäßig. Es kommt häufig zusammen mit Kristallen zur Anwendung, da es angeblich Energien, die uns heute
noch mehr oder weniger unbekannt sind, zu bündeln und zu konzentrieren vermag.
Allgemeine Bedeutung: Neue Werkzeuge finden; Transformation des physischen Aussehens oder der Sicht auf die Welt.
Assoziation: »Rote« Haare.
Transzendente Bedeutung: Verstehen deiner mystischen Kräfte, deines Umgangs mit ihnen und wie sie dich verändern oder aufladen können.
Allgemein:
Kupfer kann beständiges Glück vor allem in einer Liebesbeziehung symbolisieren, poliert warnt es vor Hochmut. Kupfergeld wird als
schlechter Lohn für harte Arbeit gedeutet.
Psychologisch:
Das „Metall der Venus“ symbolisiert entsprechende Eigenschaften: Schönheitssinn und Kreativität, spielerisch-leichter Erfolg bei allen
gestalterischen und künstlerischen Tätigkeiten, Sensibilität, Freude am Genießen, kultivierter Lebensstiel, Freude an Luxus und auch das
Bedürfnis danach – Gefühlsintensität und Liebesfähigkeit. Wer im Traum Gegenstände oder Schmuck aus Kupfer (oder Rotgold, dem der
Kupferanteil anzusehen ist) verschenkt, lebt die genannten Eigenschaften und Bedürfnisse aus und „beschenkt“ auch andere in diesem Sinne.
Wer träumt, etwas aus Kupfer zu bekommen, hat Sehnsucht danach und ist von den typischen Venuseigenschaften leicht in Versuchung zu
bringen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein heißer Wunsch wird dir nicht in Erfüllung gehen;
– Kupfergeld: deine Arbeit findet geringen Lohn.
(europ.) : – unverarbeitet sehen: bringt Erfüllung von Wünschen; auch: Unterdrückung durch Vorgesetzte;
– Kupfergegenstände sehen: verheißt ein schnelles Emporkommen;
– Kupfergeld sehen: bedeutet plötzliche Ausgaben; Verzweiflung und körperliche Belastungen;
– verlieren: kündet Mißgeschick an;
– finden: man wird vor einem empfindlichen Schaden bewahrt werden;
– besitzen: läßt auf Hochmut schließen;
– einem Bettler geben: verspricht großen Gewinn;
– weggeben allgemein: glückhaftes Omen;
– erhalten: Verluste.
(ind. ) : – sehen: dein Lohn ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel.
Kupfergeld (Siehe „Kupfer“)
Kupferschmied
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet geringe Arbeitslöhne, aber Zufriedenheit.
Kupferstich
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: warnen vor Uneinigkeit und Zwietracht in der Familie.
Kupons
Volkstümlich:
(europ.) : – abschneiden: ein Freund will dir wohl.
Kuppel
(eines Gebäudes)
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in einer befinden und in eine fremdartige Landschaft blicken: es stehen vorteilhafte Veränderungen an;
man wird zwischen Fremden ehrenhafte Stellungen innehaben;
– aus der Ferne sehen: man wird niemals den Höhepunkt seiner Ambitionen erreichen;
bei Verliebten wird die begehrte Person die Aufmerksamkeit verschmähen.
Kuppler(in)
Allgemein:
Kupplerin deutet an, daß man von anderen betrogen wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird nicht ehrlich behandelt.
(ind. ) : – Kuppler(in): man meint es mit dir nicht ehrlich.

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Kur
Psychologisch:
Ebenso wie das Traumsymbol Faulenzen und Entspannen weist auch das Traumsymbol Kur darauf hin, daß man etwas für sich und
besonders für seine Gesundheit tun muß. Beim Traumsymbol Kur liegt die Betonung auf der körperlichen Seite der Entspannung. Es ist ein
Zeichen dafür, daß man etwas für seine Gesundheit unternehmen sollte.
– Kurkonzert: Das Kurkonzert erinnert uns im Traum an die Entspannung, die im ästhetischen Genuß liegt. Es ist hierbei darauf zu achten,
welche Musik gespielt wird.
– Kurschatten: Der berühmte Kurschatten verweist darauf, daß erotisch-sexuelle Abenteuer heilend wirken können. Häufig treten Symbole
dieser Art auf, wenn man vor lauter Arbeit sein Beziehungsleben vernachlässigt.
– Kurpark: Der Kurpark ist der Ort, an dem man sich ziellos bewegt, um sich zu erholen. Es ist nicht unbedingt notwendig, daß man sich
immer zielgerichtet bewegt. Außerdem erinnert er den Träumenden daran, daß man in der Natur und speziell im Garten Erholung findet.
So sagt der Volksmund: Der Gang in den Garten erspart den Gang zum Arzt. Mit dem Kurgarten ist häufig der eigene Garten gemeint.
Küraß
(Harnisch, Brustpanzer)
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst eine Ehrenstellung bekommen.
Kürassier
(Reiter mit Küraß)
Volkstümlich:
(europ.) : – du erregst Neid.
Kurat
(Vikar, Geistlicher)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Schwierigkeiten in Liebesangelegenheiten; vermeide Streit.
(Siehe auch „Geistliche“)
Kurbel
Volkstümlich:
(ind. ) : – drehen: du wirst schlechte Nachrichten erhalten.
Kürbis
Artemidoros:
Kürbis bedeutet eitle Hoffnungen, weil er den Magen beschwert und keinen Nährwert hat. Kranken und Reisenden prophezeit er chirurgische
Eingriffe und Wunden, hervorgerufen durch Eisen, weil man dieses sogenannte weißes Gemüse zerhackt.
Allgemein:
Der Kürbis ist ein Symbol der Fruchtbarkeit. Träumt man von einem reifen, großen Kürbis, sollte man mehr auf sich selbst und seine
Fähigkeiten vertrauen und sich nicht ausschließlich auf die Hilfe seiner Mitmenschen verlassen. Ißt man von einem Kürbis, werden eitle
Hoffnungen bald zunichte gemacht.
Spirituell:
Der Kürbis symbolisiert das schnelle Wachstum und das schnelle Verderben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: durch eine Krankheit heimgesucht werden;
– einen hängen sehen: aufrichtige Gönner gewinnen.
(perser) : – Träumt einer, er finde ein Kürbisgewächs, wird er auf einen Mann treffen, der nicht lange regieren wird.
– Hält er sich unter seinem Schatten auf, wird er bei dem Besagten Ruhe finden.
– Entdeckt er einen Kürbiskopf, wird er Vermögen, trügerischen Glanz und Namen erwerben.
– Ißt er Kürbis, wird er gesunden, falls er krank ist, wenn nicht, gesund bleiben.
– Rohen Kürbis zu essen bedeutet, man werde die Leute mit Lügen über seine Besitzverhältnisse hinters Licht führen;
Kürbis hat nämlich keinen Nährwert.
– Trocknet einer Kürbis, wird er seine Worte nach der Wahrheit ausrichten.
(europ.) : – verheißt viele Gönner, von denen aber wenig Unterstützung zu erhoffen ist;
zeigt meist sexuelle Bedürfnisse und Wünsche an;
– sehen: die Hoffnungen führen zu Enttäuschungen;
– einen geschenkt erhalten: ein Gönner wird einem demnächst unterstützen;
– essen: zeigt Unwohlsein an.
(ind. ) : – sehen: Trennung von der Geliebten;
– hängen sehen: du hast gute Freunde;
– essen: Krankheit.
Kurier
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst eines Tages durch Zufall schnell reich werden.
Kurort
Volkstümlich:
(ind. ) : – man will dich hintergehen.
Kursaal
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Reise zu einen neuen Heim in Übersee; Briefe oder Nachrichten von entfernten Verwandten.
Kürschner
(Handwerker der Pelzbekleidung herstellt.)
Volkstümlich:
(europ.) : – eine arbeitsreiche Zeit kommt auf einem zu.

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Kurve
Psychologisch:
Die Kurve – besonders als scharfe Kurve – verweist auf eine Änderung in Ihrem Lebensweg. Entweder ist diese Änderung fällig, oder sie
wurde gerade vollzogen. Es ist für den Träumer wichtig darauf zu achten, wie scharf die Kurve ist, denn das sagt ihm, ob er sich völlig oder
nur ein wenig ändern muß…
(Siehe auch „Straße“)
Kurzsichtigkeit
Psychologisch:
Sie träumen, etwas beim Lesen ganz nah an die Augen zu halten? Es fehlt Ihnen an „Weitblick“, und Sie wollen vieles nicht sehen – es sei
denn, man „trägt es an Sie heran“.
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: beunruhigende Fehlschläge und unerwartete Besuche von unwillkommenen Personen;
– Bei einer jungen Frau signalisiert dieser Traum das Auftauchen einer unverhofften Rivalin.
– Träumen Sie, Ihr Schatz sei kurzsichtig, wird er Sie enttäuschen.
Kurzstreckenlauf
Artemidoros:
Der Kurzstreckenlauf ist für alle, Kranke ausgenommen, glückbringend, wenn sie zu siegen wähnen; die ersteren werden ans Ziel gelangen
(aus diesem Grund werden auch Sklaven nach diesem Traumgesicht freigelassen werden), die letzteren durch den Tod an das Ziel ihres
Lebens. Der Doppellauf (griech. Diaulos, entspricht ungefähr dem heutigen 400m – Lauf), der dasselbe wie der Kurzstreckenlauf bedeutet,
pflegt alles nach einem Aufschub, so wie der Langlauf nach vielen Aufschüben, zu vollenden. Insbesondere prophezeit der Langlauf Frauen
Hurerei und die Lebensweise einer Hetäre.
(Siehe auch „Allkampf“, „Fünfkampf“, Olympiade“)
Küssen / Kuß
Assoziation: – Intimität; Zuneigung; Begrüßung.
Fragestellung: – Wem oder was möchte ich nahe sein?
Artemidoros:
Vertraute Freunde freundlich begrüßen, ansprechen und küssen, ist gut; man wird freundliche Worte sagen und zu hören bekommen; weniger
gut ist es, wenn man Personen anspricht, die einem nicht nahestehen, aber sonstwie bekannt sind. Träumt man, persönliche Feinde
anzusprechen und zu küssen, so wird die Feindschaft ein Ende haben, während das Küssen eines Toten für einen Kranken verhängnisvoll ist;
es prophezeit ihm den Tod; einem Gesunden zeigt der Traum an, er werde in der unmittelbaren Gegenwart keine wichtigen Verhandlungen
führen, weil seine Lippen einen Toten berührten. Küßt man Tote, die einem zu ihren Lebzeiten besonders lieb und angenehm waren, ist das
weder für das Reden noch für sonst ein Vorhaben von Nachteil.
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum einen Menschen küßt, kann dies ein Hinweis darauf sein, daß er diese Person für eine Beziehung in
Betracht zieht. Der Kuß kann aber auch bedeuten, daß der Träumende unbewußt eine Eigenschaft dieses Menschen in sich selbst sucht. Kuß
(Küssen) kann Sehnsucht nach zärtlicher Liebe verkörpern, allgemein auch für Sympathien stehen. Weitere Bedeutungen ergeben sich bei
folgenden Begleitumständen:
– Kuß erhalten zeigt an, daß man geachtet und geschätzt wird.
– Kuß geben deutet Erfolg beim jeweils anderen Geschlecht an.
– Hand küssen warnt vor Schmeichelei und Täuschung.
– Alte Menschen küssen weist auf eine Enttäuschung hin.
– Boden küssen kündigt eine Demütigung an, die man erleidet.
– Andere beim Küssen sehen steht oft für depressive Stimmung infolge unerfüllter Sehnsüchte.
Psychologisch:
Der Kuß ist ein Bild für die Vereinigung. Einige Staatsmänner geben sich noch heute zum Zeichen der friedlichen Auseinandersetzung einen
Bruderschaftskuß, vor allem in Rußland und Frankreich. Der Kuß auf den Mund und somit auf das Sprachorgan einer anderen Person deutet
im Traum die Notwendigkeit an, sich mit dieser Person auseinanderzusetzen, zu versöhnen oder eine engere geistig-seelische Beziehung
aufzunehmen. Oft ist mit dem Kuß auch die geistige Kommunikation gemeint. Der Träumende besiegelt mit dem Kuß einen Pakt, weil er
bereit zu einer Übereinkunft zu kommen, ist. Diese kann auch sexueller Natur sein, es kann sich jedoch auch um eine Freundschaft handeln.
Selbst der sehr intime Zungenkuß ist im Traum eher ein Signal für die Notwendigkeit der Annäherung an eine andere Person. Wenn er in
erotischen Träumen gegeben wird, ist eine Beziehung meist in Ordnung, auch wenn es im Traum nicht der Partner ist, den man küßt. Wenn
der Träumende geküßt wird, zeigt dies, daß er um seiner selbst willen geschätzt und geliebt wird. oder es ist Vorsicht geboten – es könnte ein
Judaskuß sein. Der Kuß versinnbildlicht höchstes Glück und verspricht Kranken Genesung.
Spirituell:
Ein einziger Kuß hat häufig eine spirituelle und religiöse Färbung und symbolisiert eine spirituelle Segnung. Er ist Zeichen der Liebe,
Ehrerbietung, Freundschaft, Vereinigung und Versöhnung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt jemand, er küsse einen Bekannten, der ihm feind ist, um sich mit ihm zu versöhnen, wird er ihm noch mehr feind sein;
ist er nicht dessen Feind, wird er ihn in sein Geheimnis einweihen.
– Küßt jemand einen Toten, wird er, sei er, wer er wolle, Kaiser oder gemeiner Mann, so krank werden,
wie er beim Küssen des Toten Liebe empfand.
– Liebkost jemand ein Tier, wird er Gewinn und Glück in seinem Leben haben, wenn einen Affen oder „Nachäffer“,
einen verschlagenen, aber machtlosen Feind kennenlernen, der Liebe nur vortäuscht.
– Küßt jemand einen nahen Verwandten, wird er ihm entsprechend der Zuneigung, die im Kuß ihren Ausdruck fand, wohlwollen.
– eine schöne, unverheiratete Person: du wirst enttäuscht werden;
– eine verheiratete Person: Unannehmlichkeiten werden dir nicht erspart bleiben.
(europ.) : – unerlaubt geküßt werden: gilt als Zeichen von Falschheit;
– unerlaubt eine Person küssen: Fehlhandlungen und persönlicher Niedergang;
– erhalten: man wird geachtet;
– viele Küsse austauschen: man wird gute Aussichten haben;
– geben: eine Bitte wird einem abgeschlagen werden;
– einen einer fremden Frau geben: man ist beim anderen Geschlecht sehr beliebt; verrät lockere Moralvorstellungen;
– die Geliebte im Dunkeln küssen: es kommen Gefahren und unbedachte Beziehungen auf einem zu;

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– die Geliebte bei Tageslicht küssen: man läßt sich immer wieder von den besten Absichten leiten, was Frauen betrifft;
– Ihren Rivalen Ihre Geliebte küssen sehen: man gerät in Gefahr, die Achtung zu verlieren;
– einem Mann geben: man wird einen Abschied erhalten;
– der Mutter geben: deutet auf Sehnsucht nach Zärtlichkeit hin;
geschäftlich erfolgreich sein und von Freunden geschätzt und geliebt werden;
– eine Schwester oder einen Bruder küssen: bedeutet viel Freude in Ihrer Beziehung;
– einer alten Person geben: kündet eine Liebesenttäuschung an;
– einen Feind küssen: man ist auf den Weg, sich mit einem verärgerten Freund auszusöhnen;
– jemanden auf den Nacken küssen: bedeutet Emotionalität und sich gehenlassen;
– auf die Hände geben: kündet Glück in der Liebe und Freundschaft an;
– ins Gesicht: bringt Erfolg;
– küssen wollen und nicht dürfen: bringt Schwermut;
– jemanden Verwerflicherweise küssen: deutet auf zweifelhafte Vergnügungen hin; sich verwerflichen
Gelüsten hingeben, kann Schande über die Familie bringen;
– einen Verstorbenen küssen: verkündet reiche Nachkommenschaft;
– eine ledige Person küssen: verspricht gute und aufrichtige Freunde;
– eine verheiratete Person küssen: Unheil und Streit;
– eine Braut küssen: bedeutet eine glückliche Versöhnung von Freunden;
– von der Braut geküßt werden: man wird sich guter Gesundheit erfreuen,
und Ihr Schatz wird unerwarteter Weise ein Vermögen erben;
– eine Braut küssen und zu empfinden, daß sie sorgenvoll und krank aussehen: bedeutet,
daß man mit der Handlungsweise der Freunde zufrieden ist;
– küßt eine Braut andere: man wird viele Freunde und viel Lebensfreude haben;
– küssende Ehepaare sehen: man schätzt ein harmonisches Familienleben;
– andere sich küssen sehen: bringt Traurigkeit;
– die Erde küssen: bedeutet Kummer und Demütigung;
– ein Kruzifix küssen: man wird Sorgen resigniert annehmen;
– küssen sich Kinder: es stehen das Wiedersehen der Familie und beruflicher Erfolg bevor;
– Wenn eine junge Frau die Stirn ihres Liebhabers küßt, ist er mit ihr wegen ihres schamlosen Verhaltens unzufrieden.
– Träumt eine junge Frau, beobachtet zu werden, wie sie ihren Geliebten küßt, deutet dies auf Neid hin, den ein falscher Freund
gegen sie hegt. Sieht sie ihren Geliebten eine andere küssen, zerschlagen sich ihre Hoffnungen auf Heirat.
(ind. ) : – Träumt einer, er küsse jemanden aus Liebe und Zuneigung, wird er demselben aus Liebe Gefälligkeiten erweisen;
tut er es aber, um intim mit ihm zu verkehren, wird der, der geküßt hat, von dem anderen Gutes erfahren.
– Küßt jemand einen anderen auf den Hals, wird der Liebkosende dem anderen gefällig sein,
wenn auf die Schulter, seinen Frauen, wenn auf den Arm, seinem Bruder oder getreuen Knecht.
Entsprechendes gilt, wie schon gesagt, von den übrigen Körperteilen.
– Küßt jemand einen bekannten Verstorbenen, wird er dessen Seele oder dessen Erben Gutes tun,
wenn einen unbekannten Verstorbenen, einem Fürst Dank abstatten, ihm aber auch dienen.
– Kuß auf die eigene Hand bekommen: falsche Freunde; Falschheit;
– küssen, jemanden die Hand: du hast gute Aussichten;
– Kuß, erhalten: Abschied einer geliebten Person;
– geben: deine Liebe wird erwidert;
– rauben: du wirst heiß geliebt;
– schöne Mädchen: du wirst bald Hochzeit feiern;
– einen Mann: Untreue;
– wollen und nicht dürfen: Schwermut;
– die Erde: Kummer und Demütigung;
– verheiratete Personen: Zank und Streit;
– Kinder: viel Freude im Leben.
(Siehe auch „Kannibalismus“, „Lippen“, „Mund“, „Sexualität“, „Zunge“)
Küste
Psychologisch:
Sie haben eine schwierige Phase Ihres Lebens überstanden, eine emotionale Überforderung gemeistert, ohne dabei „unterzugehen“. Nun ist
bereits „Land in Sicht“, und Sie werden demnächst wieder „festen Boden unter den Füßen haben“. Ein Traum, der überstandene und fast
schon bewältigte Strapazen im Gefühlsbereich beschreibt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine weite Reise unternehmen.
Küster
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Wohlstand.
Kutsche
Allgemein:
Der fahrbare Untersatz, der einen nur gemächlich seinem Ziel entgegenbringt, übersetzt die ungewisse Zukunft, vor der man ein wenig Angst
hat. Steigt man aus oder springt man während der Fahrt ab, will man sein Leben selbst bestimmen. Sie kann auch für die Sehnsucht nach
etwas Romantik und Erholung stehen. Gönnen Sie sich einen kleinen Ausflug aus dem Alltag, im Moment scheinen Sie es wirklich
besonders nötig zu haben.
Psychologisch:
Ein Symbol für die Persönlichkeit des Träumenden – manchmal auch als Statussymbol zu verstehen. In welchem Zustand war die Kutsche?

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: hänge deinen hochmütigen Gedanken nicht weiter nach;
– vorüberfahren oder sich aussteigen sehen: man muß mit unangenehmen Verlust rechnen;
– darin fahren: du wirst von einer geliebten Person Abschied nehmen müssen;
auch: ein bereits langgehegtes Wunschziel wird bald erreicht werden;
– im letzten Moment aufspringen: man wird in nächster Zukunft mehr Glück haben als einem guttut.
(europ.) : – eine Prunkkutsche sehen: eitle vergebliche Hoffnungen hegen;
– eine Reisekutsche sehen: belohnt werden und Besuche bei anderen tun;
– eine Kutsche sehen: unverhoffte Einnahmen überraschen einem;
– besitzen: glückliche Reisen machen;
– eine suchen: man muß hart und ausdauernd für den angestrebten Erfolg arbeiten müssen;
– darin sich fahren sehen: Erfolge und sorgloses Dasein; du wirst das Ziel deiner Wünsche erreichen;
verheißt Ehre und Reichtum;
– darin unterwegs sein: es drohen fortgesetzte Verluste und schlechte Geschäfte;
– in eine Kutsche ein oder aussteigen: man wird einen Verlust nur umgehen, wenn man in nächster Zeit sehr vorsichtig taktiert;
– aussteigen: Verlust des Vermögens oder der Ehre;
– eine Kutsche fahren: man wird ohne Schwierigkeiten das Ziel seiner Wünsche erreichen;
– einen Einspänner steuern: wegen ungebetenen Besuchs oder einer Krankheit eine Reise auslassen müssen.
(ind. ) : – heraussteigen: harte Unterdrückung erfahren.
(Siehe auch „Automobil“, „Droschke“, „Gespann“)
Kutscher
Allgemein:
Kutscher kann einen Ratgeber verkörpern, manchmal aber auch davor warnen, daß man von anderen getäuscht wird und einen falschen
Lebensweg einschlägt.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: ist ein Zeichen, auf der Suche nach Glück und Erfolg ungewöhnliche Wege zu beschreiten;
– sein: man führt jemanden an der Nase herum; auch: Entlassung oder Geschäftswechsel;
– mit einem streiten: man wird es mit Menschen geringer Einsicht zu tun bekommen.
Kutte
Allgemein:
Kutte bedeutet nach alten Traumbüchern Glück und Wohlstand.
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen: sei nicht leichtgläubig.
(europ.) : – bedeutet baldige Hochzeit.
(ind. ) : – anhaben: Segen und Wohlergehen.
Kutteln
(Eßbares vom Eingeweide des Schlachttieres)
Volkstümlich:
(europ.) : – ein geschäftlicher Konkurrent versucht einem die Position zu stehlen; sei vorsichtig
und nehme die eigenen Interessen wahr; auch: verheißen Krankheit und Gefahr;
– essen: weist auf die Enttäuschung in einer sehr wichtigen Angelegenheit hin.
Kuvert
Allgemein:
In der traditionellen Deutung: Ein Symbol für eine geheime Mitteilung, wenn das Kuvert verschlossen war. (Oder die Aufforderung, ein
Geheimnis zu bewahren, eine Information „unter Verschluß zu halten“.) Ein geöffnetes Kuvert bedeutet Neugier und Indiskretion.
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst zu einer lustigen Gesellschaft geladen.
(europ.) : – warnt vor nutzlosen Unternehmungen und freundschaftlichen Versprechungen.
Kwaß
Volkstümlich:
(europ.) : – (ein in Rußland beliebtes Getränk) trinken: Krankheit.

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