Traumdeutung Buchstabe L

L
Allgemein:
„L“ als gesprochener, geschriebener oder plastischer Buchstabe symbolisiert Besitzstreben; es kann sich auf materielle Dinge oder auf den seelisch-geistigen Besitz beziehen.

Laben
(sich an etwas erquicken)
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Freude;
– andere laben: Geselligkeit.
Labor
Psychologisch:
Ein Raum, der Vorgänge symbolisiert, die „noch im Versuchsstadium“ sind (meist abgeschirmt gegen den Zutritt Fremder, die keinen Einblick
erhalten sollen) – hier wird etwas ganz Spezielles „ausprobiert“, bis man zu einem erfolgversprechenden Ergebnis gelangt. Für den Träumenden stellt
sich die Frage: Mit welchen Empfindungen und Ideen experimentieren Sie derzeit? Und was soll daraus werden, wenn es „fertig“ ist?
(Siehe auch „Laboratorium“)
Laboratorium
Assoziation: – Erforschung; distanzierte Untersuchung.
Fragestellung: – Wonach suche ich?
Allgemein:
Labor (Laborant) verkörpert eine problematische Situation, in die man sich gebracht hat; man wird sie nur lösen, wenn man alle Kräfte vereint, um
Gegensätze in einer Synthese zu verbinden. Wenn der Träumende in seinem Traum in einem Laboratorium arbeitet, verweist dies darauf, daß er sein
Leben systematischer in Angriff nehmen muß. Offenbar hat der Träumende bestimmte Fähigkeiten und eine bemerkenswerte Denkkapazität, die
jedoch erst noch der Entwicklung bedürfen. Der Träumer fühlt sich Mächten, die er nicht beeinflussen kann, schutzlos ausgeliefert. Es erfordert
große Anstrengungen und Eigeninitiative die Situation in den Griff zu bekommen. Sieht man sich selbst als Wissenschaftler im Labor, sollte man in
wichtigen Angelegenheiten mehr Gefühl zeigen.
Psychologisch:
Ein Laboratorium kann auf eine sehr geordnete Existenz hinweisen. Eine zwanghafte Lebenseinstellung ist daher nicht fern und blockiert den
Träumenden in seinem kreativen Ausdruck. Der Raum in dem unser Unbewußtes experimentiert. Ob die Experimente gelingen und seelisch gut
verarbeitet werden, darüber geben die anderen Symbole des Traumes Aufschluß.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene weist ein Laboratorium im Traum darauf hin, daß sich der Träumende in eine künstliche Spiritualität verstricken läßt, der
das Herz fehlt.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet in Unannehmlichkeiten verwickelt werden, aus denen man sich nur schwer herauswinden kann;
– sehen: man wird vor eine komplizierte Angelegenheit oder Aufgabe gestellt, deren Ausgang ungewiß ist;
– sich in einem aufhalten: man wird viel Energie für unfruchtbare Unternehmungen verschwenden; während
man in praktischen Geschäften mehr Erfolg haben könnte;
– in einem arbeiten: man manövriert sich selbst in eine komplizierte Angelegenheit hinein;
– Laborant: ein guter Fortgang der Geschäfte ist zu erwarten.
(ind. ) : – Krankheit; Gefahr.
(Siehe auch „Alchimist“)
Labung
Volkstümlich:
(europ.) : – Kranken und Verwundeten geben: man wird gute Herzen finden.
Labyrinth
Assoziation: – Geduldspiel; Irrgarten.
Fragestellung: – Welche komplexen Probleme bin ich zu lösen bereit?
Allgemein:
Labyrinth (Irrgarten) bringt die Irrungen und Verwirrungen des Lebens zum Ausdruck, die dem Glück im Weg stehen; man muß dann intensiv
versuchen, durch Selbsterkenntnis zur klaren Orientierung zu gelangen, einen geradlinigeren Lebensweg zu beschreiten. Auf einer rein praktischen
Ebene fordert das Labyrinth oder der Irrgarten im Traum den Träumenden dazu auf, die verborgene Seite seiner Persönlichkeit zu erforschen. Ein
Labyrinth ist mit seinen Sackgassen und Windungen ein ausdrucksstarkes Symbol für das menschliche Wesen. Darüber hinaus verkörpert der
Irrgarten verwirrte Gefühle und Vorstellungen oder widerstreitende Bedürfnisse und Meinungen. Auf dem Weg durch diesen Dschungel entdeckt der
Träumende seinen Mut und seine Begabung, Probleme zu lösen.
Psychologisch:
Das Labyrinth wie auch das Spinnennetz sind im Traum Gefahrensignale: Der Träumende hat sich in einem Irrgarten verlaufen oder in einem Netz
verheddert, aus denen er keinen Ausweg zu finden scheint. Auch das Verirren in einer fremden Stadt oder in Straßen und Kellerräumen ist häufig im
Traum zu finden und wird vom Träumenden als sehr unangenehm empfunden. Das Bild des Labyrinths ist ein sehr altes archetypisches Symbol. Es
ist ein Bild für die Triebhaftigkeit, zu der der Träumende keinen bewußten Weg findet. Ein seelisches „in die Irre Gehen“ wird hier angezeigt, ein
„nicht mehr ein noch aus wissen“. Wer glücklich aus dem Irrgarten herausfindet, hat eine schlimme Zeit hinter sich gebracht. Vom Labyrinth wird
gar nicht so selten geträumt, wie man vielleicht annehmen mag. Es kann übrigens manchmal auf eine geistig-seelische Verirrung hinweisen, auf eine
heimliche Liebe zu einer Person, die sie nach Meinung unserer Mitmenschen nicht verdient hat. Jeder Mensch wird auf seiner Reise durch das Leben
mit labyrinthischen Erfahrungen konfrontiert. Im Labyrinth des Unbewußten muß er sich mit Ängsten und Zweifeln auseinandersetzen, bevor er
seinem Schatten gegenübertreten kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bezeichnet das Labyrinth oder der Irrgarten im Traum allgemein den Lebensweg des Menschen oder den Weg zum
Göttlichen. Es zeigt das menschliche Leben mit all seinen Prüfungen, Verzögerungen und Komplikationen.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – hineingeraten: man hat unter den Eindruck vergangener Erlebnisse zu leiden und wird in
naher Zukunft einige Probleme zu lösen haben;
– sich darin verirren und nicht wieder herauskommen: ein langwieriger Prozeß steht dir bevor;
– nach langem Umherirren wieder herausfinden: du wirst schwierige Dinge zu lösen haben.
(europ.) : – sehen: kündet die Aufdeckung eines Geheimnisses an; auch: man wird in schwierige und verwirrende geschäftliche Angelegenheiten
verwickelt; Ihre Frau wird das häusliche Umfeld unerträglich machen; Kinder und Liebste stellen sich als unausstehlich heraus;
– sich in einem befinden: verkündet Angst und Sorgen, auch wird man Geheimnisse enthüllen;
– im Labyrinth der Dunkelheit sich befinden: man wird vorübergehend schmerzhafte Krankheit und Kummer erleben;
– aus grünen Reben und Hölzern: scheinbarer Verlust und Verzweiflung wird sich als Glück herausstellen;
– aus Schienen: verspricht lange Reisen; man trifft auf interessante Menschen, aber man wird keine finanziellen Gewinne erzielen;
– sich in einem verirren: eigene Geheimnisse oder Verirrungen werden zu bedenklichen Situationen führen; auch: es besteht die Gefahr,
von einem aufrichtigen Freund dominiert zu werden;
– aus einem herausfinden: aus den Schwierigkeiten glücklich herausfinden;
(ind. ) : – sich verirrt haben: du wirst von deiner Not nicht so schnell befreit werden;
– den Ausgang finden: du wirst alle Hindernisse beseitigen.
(Siehe auch „Keller“, „Straßen“)
Lächeln
Assoziation: – Arbeit an Freude oder Leid.
Fragestellung: – Was macht mich glücklich? Wonach sehne ich mich?
Lachen
Assoziation: – Ausdruck der Freude; Heiterkeitsausbruch; Versöhnung.
Fragestellung: – Auf welche Weise bin ich bereit, mehr Heiterkeit zuzulassen? Welchen Druck will ich entweichen lassen?
Allgemein:
Lachen (Gelächter) kann auf Sorgen und Probleme hinweisen; die damit verbundenen Spannungen lösen sich dann oft vorübergehend und er erlebt
dies als Spannungsauflösung. Manchmal weist es darauf hin, daß man das Leben zu ernst nimmt. Wenn der Träumende in seinem Traum ausgelacht
wird, zeigt dies, daß er fürchtet, lächerlich zu sein, oder daß er etwas Unpassendes getan hat und sich nun dafür schämt. Eine solche Zurückweisung
ist eine schmerzhafte Erfahrung.
Psychologisch:
In der Regel gibt der Gegenstand der Belustigung Aufschluß über die Bedeutung des Traums für das Alltagsleben. Lacht der Träumende gemeinsam
in einer Gruppe, verstärkt das gemeinsame Vergnügen das Gruppengefühl. Es ist gewissermaßen der befreiende Seufzer der Seele, daß man aus einer
(verfahrenen?) Situation herausgefunden hat. Im Altertum verkehrte man Lachen in Weinen und Weinen in Lachen, was wir aus eigener Erfahrung
nicht bestätigen können. Der Träumende wacht meistens während des Lachens auf; er lacht dann noch mit offenen Augen, weiß aber oft kaum mehr,
warum.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist Lachen, vor allem über sich selbst, eine wichtige Errungenschaft des Träumenden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf Traurigkeit;
– andere lachen sehen: man wird von diesen getäuscht und hintergangen werden;
– jemand hören ohne sein Gesicht zu sehen: man soll sich vor großer Gefahr hüten.
(europ.) : – falsches Lachen: gilt für Tränen; die Sorgen sind größer, als es scheint;
– vergnüglich ausgelassenes Lachen: eines der besten Omen;
– andere lachen sehen: man hat eine Demütigung zu erwarten;
– andere lachen hören: man wird den Spott oder die Schadenfreude anderer zu spüren bekommen;
– hört man das Hohngelächter anderer: es erwartet einem Krankheit und enttäuschende Ereignisse;
– selbst: bedeutet Erfolg bei allen Vorhaben und die Gesellschaft fröhlicher Menschen;
– selbst übertrieben lachen über einen seltsamen Gegenstand: verheißt Enttäuschung und fehlende Harmonie in der Umgebung;
– über das Pech anderer zu lachen: man wird zur Erfüllung der eigenen egoistischen Wünsche vorsätzlich die Freunde verletzen;
– fröhliches Kindergelächter: gleichbedeutend mit Freude und Gesundheit;
– lacht ein früherer Bekannter: ein vergangenes peinliches Ereignis taucht wieder auf, weil man es noch nicht ganz überwunden hat.
(ind. ) : – hören: Unannehmlichkeiten;
– selbst lachen: du wirst Grund zur Heiterkeit haben.
Lächerlich
Volkstümlich:
(europ.) : – sich lächerlich machen: besagt, daß man Anlaß zum Spott geben wird.
Lachs
Medizinrad:
Schlüsselworte: Kraftvoll; entschlossen; mutig; stark; traditionsbewußt; einer Vision folgend; Vertrauen; südlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Der Lachs wird im Medizinrad mit der mittleren, Position des südlichen Seelenpfads und mit dem Vertrauen in Verbindung gebracht.
Er ist ein kraftvoller Schwimmer, der mit dem notwendigen Wissen geboren zu sein scheint, das der Art das Überleben garantiert. Lachse kehren
jedes Jahr an denselben Ort zurück, wo schon andere ihrer Art vor ihnen waren, um zu laichen und auch, um dort zu sterben. Dieser Fisch nimmt
große Mühen auf sich, um seinen Laichgrund aufzusuchen. Mitunter werfen Lachse sich über Wasserfälle oder springen kurze Zeit ganz aus dem
Wasser. Sie kommen unter anderem in Nordamerika und Nordeuropa vor und sind für die dort lebenden Menschen ein wichtiges Nahrungsmittel.
Allgemeine Bedeutung: Deine Entschlossenheit; Suchen nach deiner wahren Natur; Lexikon über deine Kraft, Wissen um deinen Instinkt.
Assoziation: Laxheit – eine schlaffe und nachlässige Einstellung; eine Farbe.
Transzendente Bedeutung: Der Mut und die Kraft, deinen eigenen Weg, deiner Vision zu folgen, ganz egal welche Hindernisse überwunden werden
müssen.
Allgemein:
Der Lachs steht für Fülle und Männlichkeit und ist ein Phallussymbol. Sein Paarungsdrang läßt ihn flußaufwärts schwimmen, was ihn auch zum
Symbol für Sperma macht. Im Traum einer Frau kann der Lachs ein Hinweis auf eine erwünschte Schwangerschaft sein.

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Psychologisch:
Wie die meisten Fische steht auch der Lachs im Traum für die Grundtriebe des Menschen, vor allem für den Überlebenstrieb. Da der Träumende
bereit ist, Anstrengungen auf sich zu nehmen, werden seine Bemühungen belohnt.
Spirituell:
In der Mythologie ist der Lachs ein Symbol für das Wissen aus anderen Welten (aus den Ländern unter dem Meer). In der Traumdeutung bezieht er
sich hauptsächlich auf das Unbewußte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: erfreuliche Erlebnisse.
(europ.) : – gelten als gutes Omen; Glück und angenehme Pflichten stehen einem bevor;
– fangen: bedeutet, daß man einen Fund machen wird, durch den man Gewinn und Vorteil erlangt;
– essen: besagt, daß man Vorteilhaftes finden und hören wird;
– verdorbener: Familienzwist;
– Verspeist eine junge Frau einen Lachs, wird sie einen fröhlichen Mann heiraten, der über die Mittel verfügt, sie zufriedenzustellen.
(ind. ) : – fangen: deine Mühe wird reich belohnt werden;
– essen: du wirst einen wertvollen Fund machen.
(Siehe auch „Fisch“, „Forelle“)
Lachtaube
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: du wirst einen guten Freund kennenlernen.
(europ.) : – Zeichen für Verträglichkeit und Geselligkeit.
Lack
Allgemein:
Lack dient als äußere Schutzhülle und zugleich zur Verschönerung von Gegenständen. Als Traumsymbol kann er beide Bedeutungen annehmen.
Vielleicht deckt der Träumende etwas zu, um Unvollkommenheit zu kaschieren, oder er schützt sich selbst oder versucht, sich nach außen besser
darzustellen, als er sich selbst empfindet. Lack deutet man meist wie Fassade als Versuch, etwas zu beschönigen oder zu übertünchen. Glänzender
Lack kann auch Eitelkeit und Selbstüberschätzung anzeigen. Wenn der Träumende etwas in seinem Traum lackiert, ist er mit dem, was er erschaffen
hat, nicht zufrieden. Vielleicht muß er weiter daran arbeiten, um das bisher Erschaffene zu erhalten oder um es so zu verbessern, bis auch andere
Menschen es verstehen.
Psychologisch:
Wenn man von Gegenständen träumt, an denen „der Lack ab ist“, oder wenn der sprichwörtliche „Kratzer im Lack“ darauf hinweist, daß etwas nicht
mehr intakt (oder makellos) ist, gilt dies als Hinweis auf eine „angekratzte Gemütslage“ (oder verletzte Gefühle). Besonders dann, wenn man in einer
Partnerschaft gern nach außen hin „den Schein wahrt“ und mit einer Vorzeigebeziehung „glänzen“ will. Der Traum ist als Aufforderung zu verstehen,
mit etwaigen „Lackschäden“ ehrlicher umzugehen. Träumt man von Schäden am Autolack, bezieht sich das auf die eigene Verfassung (Auto = die
motorische Energie der Person) – man braucht wieder einmal die Möglichkeit, sich „aufzutanken“ – und psychisch wie physisch ein „Generalservice“.
Spirituell:
Auf dieser Ebene könnte Lack im Traum symbolisieren, daß der Träumende ein bestimmtes spirituelles Ziel erreicht hat und nun sein Geheimnis
ehrfürchtig bewahren möchte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit streichen: du wirst es fertigbringen, deine Feinde anzuschwärzen;
– sehen: es ist nicht alles Gold was glänzt.
(europ.) : – sehen: man will etwas beschönigen;
– etwas glänzend lackieren: man wird Undank haben.
(ind. ) : – sei im täglichen Leben vorsichtig mit fremden Menschen;
– etwas lackieren: man versucht mit betrügerischen Mitteln Auszeichnungen zu erlangen; damit streichen: du bist noch nicht
über deine Erregung hinweg;
– andere lackieren sehen: die Bemühungen von Freunden, ihre Besitztümer zu vergrößern, werden einem in Gefahr bringen;
– trocken: es muß durch deine Klugheit möglich sein, daß du zu deinem Ziel gelangst;
– Lackschuhe: die Güte ist selten im Leben, auch du mußt warten;
– Lackstiefel: du wirst, wenn du standhaft bist, die Geliebte bald versöhnt haben.
(Siehe auch „Fassade“)
Lackschuhe
Volkstümlich:
(arab. ) : – Trauer.
Laden
Allgemein:
Laden kann auf die Fülle der Lebensmöglichkeiten hinweisen, die man zu wenig nutzt; dabei läßt man manche Chance und gute Gelegenheit aus. Ein
leerer oder zugesperrter Laden steht nach alten Traumbüchern für Mißerfolg. Sie betreten ein Geschäft: Vom Leben fühlen Sie sich im Moment
benachteiligt. Achten Sie darauf, was im Traum im Vordergrund stand. War es die Ware, so fehlen materielle Dinge (was für ein Geschäft war es?).
Oder war es das Gespräch mit dem Verkäufer, dann verunsichert Sie das Leben im Moment. Sie verstehen nicht, was vorgeht und suchen Rat. Lag
der Schwerpunkt auf dem Bezahlen, so legen Sie wahrscheinlich zu großes Gewicht auf das Geld. Auch wenn die Welt oft anders aussieht, die
wichtigsten Dinge sind nicht käuflich. Sie führen ein Geschäft: Sie gehen mit Ihren Vorzügen hausieren und bieten sich offen an. Auf diese Art
gewinnt man aber kaum wirkliche Freunde oder gar Liebe. Sie sollten sich um mehr Selbstbewußtsein bemühen.
Psychologisch:
Wer einen Laden betritt, erwartet, daß man ihn bedient, aber man muß schon wissen, was man will- übersetzt: Wer nicht weiß, was er kaufen soll, ist
im Wachleben ein Mensch mit mangelnder Entschlußkraft, wer es weiß, faßt Entschlüsse, die ihn weiterhelfen werden. Wenn das Geschäft leer ist,
hat man sich im Wachleben irgendwie verkalkuliert. Ist man der Verkäufer, bietet man sich selbst feil, macht sich vielleicht sogar zum Gespött seiner
Mitmenschen. Nur in wenigen Fällen kann man sich als Besitzer eines Traumladens auf finanzielle Vorteile freuen. Geht der Träumende an einem
Geschäft vorbei, verpaßt er im bewußten Leben vielleicht eine günstige Gelegenheit.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – mit verschiedenen Waren: gute Geschäfte machen;
– vollen sehen: man wird seine Aufgaben mühelos erfüllen, wenn man sich mit voller Kraft dafür einsetzt;
– Ladenbesitzer sein: man wird bald ein ertragreiches Geschäft machen;
– betreten: man wird einen wichtigen Entschluß fassen und entsprechend handeln;
– an einem vorübergehen: man wird gerade noch von Schaden bei der Abwicklung seiner Geschäfte verschont bleiben.
(europ.) : – seelische Exhibition; allzu freiwillige Anbietung;
– einen leeren sehen: prophezeit fehlschlagende Bemühungen und Streitigkeiten;
– an einem leeren vorbeigehen: man wird an einem Verlust oder einer Unannehmlichkeit glücklich vorbeikommen;
– in einen leeren eintreten: bringt eine Enttäuschung;
– aus einem leeren herauskommen: Mahnung oder Hinweis, eine aussichtslose Sache aufzugeben;
– einen leeren besitzen: bedeutet Kummer und Sorgen;
– mit vielen Kunden sehen: gutes Geschäft; Wohlstand;
– voller Waren sehen: Vorteil und Gewinn; Reichtum und Vorankommen;
– an einem mit Ware gefüllten vorbeigehen: du wirst einer Versuchung widerstehen; man wird eine günstige Gelegenheit verpassen;
– mit Ware gefüllten hineingehen: du wirst große Geldausgaben haben; Beginn eines erfolgreichen Unternehmens;
– aus einem mit Ware gefüllten herauskommen: man wird einen materiellen Verlust erleiden;
– einen mit Ware gefüllten besitzen: bringt materielle Vorteile;
– verschlossen: schlechter Geschäftsgang;
– glauben; ihr Laden würde brennen: Zeichen für erneute Aktivität in Geschäft und privaten Vergnügen;
– sich in einem Warenhaus befinden: viel Vergnügen aus unterschiedlichen Quellen genießen;
– Waren in einem Kaufhaus sehen: das eigene Vorankommen wird durch eigene Energie und die Bemühungen der Freunde beschleunigt;
– als Mann einer Frau ein Paar graue, verschlissene Baumwollhandschuhe verkaufen: die Meinung über Frauen wird einem in eine
gefährliche Stellung drängen; Hat eine Frau diesen Traum, wird ihre Zuneigung für eine bestimmte Person von dieser nicht sonderlich
begrüßt.
(ind. ) : – mit Kunden: dein Beruf wird dich emporbringen;
– dort kaufen: sei vorsichtig, ein Verlust steht bevor;
– gesperrt: du wirst große Schwierigkeiten überwinden müssen;
– sehen: lasse dich nicht zu bösen Dingen verführen.
(Siehe auch „Kaufen“, „Kaufmann“)
Ladendiebstahl
Psychologisch:
Ein Traum von einem Ladendiebstahl mag das Nagen des eigenen Gewissens wegen eines kleineren Vergehens im wirklichen Leben sein; von einem
richtiggehenden Diebstahl, daß Ihr Unterbewußtsein sich völlig darüber im klaren ist, etwas, was man im Wachleben getan hat, könnte durchaus
schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen, falls es entdeckt wird. Es kann sich um echten Diebstahl handeln, aber auch um moralische
Verfehlungen. Wenn man seinen Partner betrügt, „stiehlt“ man ihm auch etwas, auf das er ein Anrecht hat: Zuneigung und Treue.
(Siehe auch „Diebstahl“)
Ladengewölbe
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet guten Geschäftsgang.
Ladentheke
Volkstümlich:
(europ.) : – die eigene Aktivität wird verhindert werden, so daß das Leben durch Müßiggang und schädliche Wünsche vergiftet wird;
– verschmutzte und leere Ladentische sehen: sagt unglückliche Unternehmen voraus; man befürchtet, daß die eigenen
Interessen unterwandert werden.
Ladestock
(Werkzeug)
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt unglückliche Unternehmungen; man wird Grund zur Sorge haben;
– Sieht eine Frau einen verbogenen oder zerbrochenen Ladestock, wird ein Freund oder ihr Geliebter sie enttäuschen.
Lady
Volkstümlich:
(europ.) : – mit einer sprechen: beinhaltet gesellschaftlichen Erfolg; jedoch nicht unbedingt einen finanziellen Gewinn.
(Siehe auch „König“)
Lager
(Campinglager)
Psychologisch:
Lebt man als Gefangener oder Flüchtling, ohne es zu sein, in einem Lager, hat man im Wachleben mit Probleme zu kämpfen, ist man in Vorurteilen
befangen. Nur die Freizeitlager lassen positive Schlüsse zu: Man will sich im Kreis fröhlicher Menschen bewegen, sehnt sich aus der Einsamkeit
heraus, nach Harmonie und Geselligkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich darin befinden: viel Lärm um nichts machen;
– ein gutes haben: in erfreuliche Verhältnisse kommen;
– ein schlechtes haben: das Gegenteil davon.
(europ.) : – (Feldlager mit Soldaten) sehen: schlimme Zeiten;
– einen Campingplatz sehen: es werden viele Freunde umziehen; die eigenen Aussichten sind düster;
– unter freiem Himmel lagern: es kündigt sich eine Veränderung an; man bereitet sich auf eine lange
und beschwerliche Reise vor; bedeutet Sorglosigkeit, die keinen Schaden bringen wird;
– Befindet sich eine junge Frau in einem Lager, wird ihr Geliebter Schwierigkeiten haben, sie auf einen
Hochzeitstermin festzulegen. Er wird sich als guter Ehemann erweisen. Ist sie in einem Militärlager,
wird sie bei der erstbesten Gelegenheit heiraten.

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– Träumt eine verheiratete Frau, sie sei in einem Soldatenlager, droht eine Scheidung oder die Gefahr,
daß sie den Namen ihres Ehemannes beschmutzt.
(ind. ) : – du sollst nicht klagen, dein Los wird dadurch nicht besser;
– im Freien: du wirst frohe Stunden genießen.
Lagerfeuer
Assoziation: – Kameradschaft; geteilte Energie.
Fragestellung: – Wessen Gesellschaft suche ich?
Psychologisch:
Mutet an eine fast vergessene Jugendromantik. Sind die Ideale erloschen?
(Siehe auch „Feuer“)
Lagerhaus
Assoziation: – Aufbewahrung von Ressourcen.
Fragestellung: – Was bin ich bereit, wegzupacken oder hervorzuholen?
Artemidoros:
Vorratskammern und Lagerräume bedeuten das Hab und Gut, die Wirtschafter oder Hausverwalter.
Allgemein:
Wenn im Traum ein Lagerhaus vorkam, könnte das eine Anspielung sein, daß alle Erfahrung des Lebens im Gedächtnis gespeichert ist.
Psychologisch:
Es ist eine Inspektion der inneren Vorräte. Die Seele soll vielleicht alte Lagerbestände hervorholen.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt ein erfolgreiches Unternehmen;
– ein leeres sehen: man wird in einem gutdurchdachten Plan betrogen und hintergangen.
(Siehe auch „Gebäude“, „Haus“, „Hausbrand“)
Lagune
Psychologisch:
Symbol für romantische Erotik und sinnliche Befriedigung – aber „in überschaubaren Grenzen“ – in allzu „tiefen Gefühlen baden“ möchte man derzeit
lieber doch nicht. Ein typischer Traum in einer Phase spielerischer Verliebtheit, die aber zu keiner festen Beziehung führen soll.
Volkstümlich:
(europ.) : – durch falschen Einsatz der Intelligenz in einem Strudel von Verzweiflung und Verwirrung gezogen werden.
Lahm / Lähmung
Assoziation: – Widerstand; keine Veränderung und kein Wachstum.
Fragestellung: – Auf welchen Schritt bereite ich mich vor?
Allgemein:
Eine der beängstigendsten Formen von Alpträumen ist mit Lähmung verbunden. Sie kommen während des REM- Schlafes, der uns
(sicherheitshalber) immobilisiert. Jemand, der sich im Bett unruhig hin und her wälzt, befindet sich nie in den Klauen eines Alptraumes. Die
naheliegendste Deutung der Bewegungsunfähigkeit im Traum ist eine „Lähmung“ der Gefühle (emotionale Paralyse) oder ein Gefühl der
Hilflosigkeit in bestimmten Situationen des privaten oder beruflichen Lebens. Vielleicht fühlt man sich zwischen zwei Mühlsteinen einander
entgegenstehender Einflüsse, beispielsweise einem Loyalitätskonflikt zwischen einem unmittelbaren Vorgesetzten und einem Kollegen, oder
zwischen dem Ehepartner und dem oder der Geliebten, oder auch nur zwischen Möglichkeiten des Handelns.
Psychologisch:
Sehr häufig tritt in Angstträumen das Phänomen der Lähmung auf. Man möchte vor der Gefahr weglaufen, was einem jedoch nicht gelingt, da man
sich einfach nicht von der Stelle wegbewegen kann. Das wird dadurch ausgelöst, weil man sich im Traum und speziell im Angsttraum nahe der
Aufwachgrenze befindet. Im Traum ist jedoch aus Gründen des Schutzes die Motorik, bis auf die Augenmotorik, abgeschaltet. Gelangt man plötzlich
in die Nähe der Aufwachgrenze, wird man sich bewußt, daß man sich nicht bewegen kann, weil die Motorik erst einen Bruchteil später wieder
aktiviert wird. Dieses Phänomen wird sogleich traumhaft verarbeitet. Das Traumbild Lähmung ist als Unbeweglichkeit im geistigen und/oder
emotionalen Sinn zu deuten. Es ist ein Hinweis auf mehr Beweglichkeit. Ist eine Person im Traum gelähmt, ist dies ein Bild, das wörtlich zu
verstehen ist. Es deutet auf eine Lähmung bzw. Behinderung im psychischen oder geistigen Bereich. Der Träumende hat das Vertrauen in seine Kraft
verloren. Lähmung symbolisiert häufig Ängste, Hemmungen und Minderwertigkeitsgefühle, die das Leben behindern; man kann sie nur aus eigener
Kraft überwinden. Weiteren Aufschluß gibt die Traumhandlung. Auch die Art der Behinderung ist für die Deutung des Traumes von Bedeutung. Das
Unbewußte mahnt den Träumer manchmal auch, er solle mal etwas kürzertreten, nicht soviel wagen. Wenn der Träumende in seinem Traum einen
gelähmten Menschen sieht, den er kennt, dann muß er sich dessen Verletzbarkeit und Unsicherheit bewußt machen. Kennt er ihn nicht, dann handelt
es sich bei der Traumfigur sehr wahrscheinlich um einen verborgenen Persönlichkeitsanteil, mit dem er nun konfrontiert wird.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann Lähmung im Traum für eine spirituelle Unfähigkeit stehen, die jegliche Bewegung sofort in Trägheit erstickt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: in eine verzweifelte Lage geraten; unruhige Zeiten entgegensehen;
– Lahme sehen: eine schlechte Nachricht erhalten.
(europ.) : – oft Warntraum; augenblickliche Schwierigkeiten können nicht überwunden werden; es ist besser,
vorsichtig abzuwarten; deutet auf finanzielle Rückschläge und enttäuschende wissenschaftliche Erfolge hin;
– einen Lahmen sehen: bringt Not und Unannehmlichkeiten; Schwierigkeiten werden die Ziele und Vorhaben verzögern;
– lahm sein: eine Beleidigung ist zu befürchten; man wird in seinen Aktionen gehemmt;
– bei Liebenden prophezeit dies das Ende der Zuneigung;
– Sieht eine junge Frau jemanden lahmen, werden ihre Glückserwartungen sich leider nicht erfüllen.
(ind . ) : – sein: du hast viel erlebt und wirst noch mehr erleben; dir steht Ungemach bevor;
– Lahme sehen: eine unangenehme Nachricht wird dich in Trauer versetzen.
(Siehe auch „Alptraum“, „Amputation“, „Arm“, „Behinderung“, „Bein“, „Unbeweglichkeit“ und andere Gliedmaßen)
Laich
Volkstümlich:
(europ.) : – sammeln: bedeutet Habsucht und Gier nach fremden Gut.

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Lakai
(Diener)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein Schmeichler wird dich verdächtigen; du wirst dich über eine Dreistigkeit ärgern.
(europ.) : – Omen für unerwartete Schwierigkeiten für jene, die es nicht gewohnt sind, sich solche
Dienerschaft zu halten. Andernfalls ohne Bedeutung.
(ind. ) : – du sollst nicht so gut mit deinen Mitmenschen sein, sie nützen diese Gutmütigkeit nur aus.
(Siehe auch „Diener“)
Lama
Psychologisch:
Das „spuckende Tier“ gilt als Symbolgestalt für Unberechenbarkeit und unkonventionelles Verhalten. Man träumt davon, wenn man sich zu sehr
unter Kontrolle hat und auch dann noch nicht mit geschliffenen Manieren glänzt, wenn man am liebsten „um sich hauen“ würde. Vielleicht sollten
Sie sich einmal ganz emotional verhalten und notfalls „danebenbenehmen“ – Sie müssen ja nicht gleich wild um sich spucken – wie das Lama.
Volkstümlich:
(europ.) : – (Stoff aus Streichwolle) gute Geschäfte und Vorteile.
(Schafkamel)
(europ.) : – Reichtum wird man im Ausland erlangen.
(ind. ) : – weidend: Zufriedenheit, glückliche Häuslichkeit;
– verirrtes, finden: du wirst eine glückliche Gattenwahl treffen;
– schlachten: hüte dich vor Hoffart;
– umherhüpfen sehen: du wirst an Kindern Freude haben.
(buddhistischer Priester)
(europ.) : – bedeutet, daß wir unsichtbare Helfer zur Seite haben und bringt
Interesse für höhere Gottweisheit und übernatürliche Kräfte.
Lamento
(Wehklage)
Volkstümlich:
(europ.) : – hören oder selbst klagen: Traum des Gegenteils; man wird gute Nachrichten hören oder einen günstigen Geschäftsabschluß tätigen.
(Siehe auch „Klagen“)
Lametta
Psychologisch:
Kein Traum von Weihnachten und vom lamettabehangenen Baum, sondern ein Tip, daß Sie gerade dabei sind, hinter einem „billigen Glanzeffekt“
nach Werten zu suchen, die nicht vorhanden sind: Alles bloß Lametta!
Lamm
(junges Schaf)
Allgemein:
Lamm steht für eine sanftmütige, vielleicht auch naive Persönlichkeit, die oft ausgenutzt wird. Zum Teil kommt darin auch zum Vorschein, daß man
sich aus dem Unbewußten bedroht fühlt. Ein Lamm im Traum symbolisiert auch Reinheit und Sanftmut; es ist ein altes religiöses (vor allem
christliches) Symbol für Opfer.
Psychologisch:
Das sprichwörtlich geduldige, sanftmütige Tier symbolisiert ein angepaßtes, schicksalsergebenes Verhalten und kann als Hinweis verstanden werden,
daß sich der Träumende ausnützen (und im Interesse anderer manipulieren) läßt. Seien Sie kein Unschuldslamm, das unbesehen alles „frißt“, was ihm
andere vorsetzen – sonst werden Sie demnächst die Roll des Opferlammes zu spielen haben. Wer sich „lammfromm“ verhält, könnte von
„Lämmergeiern“ zerfleischt werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder führen: du wirst es mit einem gutmütigen Menschen zu tun bekommen;
– schlachten sehen oder selbst schlachten: schände dein Tun nicht durch Unbarmherzigkeit;
– hüpfen sehen: Kinder werden dich erfreuen.
– Findet jemand ein Lamm, wird er eine Frau nach seinem Herzen heiraten.
– Gibt er das Lamm weg, wird er von seiner Frau getrennt werden, entweder durch den Tod
oder aus irgendeinem anderen Grund;
verkauft er das Lamm um ein Gewicht Gold, wird er wegen eines Zerwürfnisses von seiner
Frau gerichtlich geschieden werden, weil das Gold auf der Waage gewogen wird.
– Findet oder nimmt jemand ein Lamm an sich, wird er einen sehnlichst gewünschten Sohn bekommen;
ißt er Lammfleisch, wird er erträumten Reichtum erlangen und sich blühender Gesundheit erfreuen.
– Findet einer eine ganze Herde Lämmer, wird er überglücklich sein entsprechend deren Zahl.
(europ.) : – oder Lämmer sehen: besagt, daß man zu unverhofften Reichtum gelangen kann, wenn man bescheiden
und zufrieden seiner Arbeit nachgeht; auch: man ist viel zu gutmütig;
– auf einer grünen Weide herumspringen sehen: symbolisiert reine Freundschaft und Freude;
Bauern erwartet eine reiche Ernte, alle anderen eine satte Gewinnmitnahme;
– beim säugen sehen: es winkt Freude durch nette und intelligente Hausgenossen und liebenswerte Kinder;
– schlafen sehen: Furcht und Angst;
– ein verirrtes: gilt als Zeichen für einen eigensinnigen Schutzbefohlenen; sei vorsichtig in allem was man tut;
– im Schneesturm oder Regen sehen: weist auf Enttäuschungen hin, wo eigentlich Freude und Besserung zu erwarten waren;
– eins blöken hören: es spekuliert jemand auf Ihre Großzügigkeit;
– scheren: kann Kälte und Berechnung ausdrücken; man ist ehrlich aber geradezu unmenschlich;
– Lammfelle: stehen für Bequemlichkeit und Vergnügen auf Kosten anderer;
– Blut auf dem weißen Fell sehen: Unschuldige müssen durch Verrat und Missetaten anderer leiden;
– Hunde oder Wölfe ein Lamm reißen sehen: Unschuldige müssen die Anzüglichkeiten böswilliger Zeitgenossen ertragen;
– töten: Erkrankung;
– schlachten um seines Fleisches wegen: man wird Wohlstand gegen Zufriedenheit eintauschen;
– ein totes sehen: – es drohen Trauer und Einsamkeit;
– Besitzer von Lämmer sein: auf fröhliche und profitable Zeiten hoffen dürfen;
– auf dem Arm tragen: mit der Sorge um andere belastet werden, die sich jedoch dafür überschwenglich bedanken;

869
– Lammkoteletts essen: Anzeichen für eine Krankheit und die Angst um das Wohl von Kindern sein;
– Träumt eine Frau, daß Sie einem Lamm das Fell abzieht und dabei entdeckt, daß sie ihr eigenes Kind häutet,
so ist zu befürchtet, daß sie anderen Leid zufügt und sich damit selbst Schmerzen bereitet.
(ind. ) : – auf der Wiese: du wirst trotz deines Leidens Trost finden;
– verirrt sehen: du hast gefunden, was du gesucht hast;
– weißes: deine Unschuld wird bewiesen werden;
– schwarzes: du wirst mit Widersachern zu tun haben;
– hinkend: du kannst sicher sein, daß du den richtigen Weg finden wirst.
(Siehe auch „Herde“, „Schaf“, „Tiere“)
Lämmergeier
Artemidoros:
Der Lämmergeier bedeutet dasselbe wie der Adler.
(Siehe „Adler“)
Lampe
Artemidoros:
Der Leuchter bedeutet die Gattin, die Lampe den Hausherrn und den Lebensatem des Träumenden, entweder weil sie die Vorgänge im Haus
überwachen oder weil sie leicht erlischt; ferner, wegen des Aufflammens, Liebesleidenschaft. Eine im Haus hell brennende Öllampe bringt Glück; es
verheißt jedermann Zuwachs an Sachvermögen und Wohlstand, Unverheirateten die Ehe und Kranken die Gesundheit; eine dunkle und trübe
bezeichnet Niedergeschlagenheit und rafft Kranke in Kürze hinweg. Eine erloschene Lampe aber zeigt Rettung an; man wird sie nämlich wieder
anzünden. Eine Lampe aus Erz prophezeit, das Glück werde beständiger, das Unglück härter sein, eine aus Ton schon weniger; beide aber bringen
Verborgenes zutage. Eine Lampe an Bord eines Schiffes geschaut, zeigt eine verhängnisvolle Windstille (Elmsfeuer?) an. Es träumte einer, er zünde
eine Lampe am Mond an. Er erblindete. Denn er versuchte, von dort Licht zu nehmen, wo er unmöglich welches anzünden konnte. Außerdem sagt
man, daß der Mond kein eigenes Licht habe.
Allgemein:
Im Traum symbolisiert eine Lampe das Leben. Wenn der Träumende sich in der Nähe einer Lampe befindet, verweist dies auf eine klare
Wahrnehmung. In ihrer praktischen Eigenschaft symbolisiert eine Lampe im Traum den Intellekt und Wohltätigkeit. Lampe zeigt den Wunsch nach
Aufklärung in einer Angelegenheit an, die man besser verstehen will, oder kann andeuten, daß man auf eine „Erleuchtung“ wartet. Wird sie
angezündet, erhält man Hilfe in einer schwierigen Lage oder wird anderen helfen.
Psychologisch:
Eine Lampe steht im Traum für Führung und Weisheit. Sie kann auch alte Glaubensvorstellungen darstellen, die auf den neuesten Stand gebracht
werden müssen. Die Lampe ist in Mythen und Märchen ein Symbol für das Bewußtseinslicht. Im Traum erscheint eine Lampe, Fackel, ein Licht,
wenn dem Träumenden im übertragenen Sinn ein Licht aufgeht oder aufgehen soll oder wenn er sich eines bisher unbewußten Lichts allmählich
bewußt zu werden beginnt. Es kommt darauf an, ob die Lampe hell leuchtet oder ob es sich um eine trübe Funzel handelt. Die hell Erstrahlende
verspricht fröhliche Ausgeglichenheit, die Funzel seelische Verkrampfungen. Verlischt unsere Lampe im Traum, weiß die Seele sich keinen Rat in
einer für uns vielleicht prekären Lage. Zerbricht die Lampe, mahnt das zur Vorsicht, da in unserem Inneren irgend etwas zerbrechlich oder bereits
zerbrochen sein könnte. Zünden wir im Traum die Lampe an, kommen wir dagegen aus einer etwas verworrenen Lage glücklich heraus.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann eine Lampe im Traum auf die Vorstellung eines persönlichen Lichts in der Dunkelheit verweisen oder das Licht des
Göttlichen und Unsterblichen symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hell brennen sehen: sagt Liebe und Leidenschaft voraus;
– sich in der Nähe einer brennenden aufhalten: man wird Aufschluß über eine wichtige Sache bekommen;
– anzünden: du wirst bald klar sehen; man wird einem nahestehenden Menschen Freude bereiten;
– tragen: sich im öffentlichen Verkehr unbeholfen benehmen;
– auslöschen: Erkaltung der Liebe;
– von selbst ausgehen: man wird aus einer gefährlichen Situation rechtzeitig gerettet werden.
– brennende umwerfen: großes Unglück erfahren.
(europ.) : – innere Unklarheiten quälen und drängen nach Erkenntnis;
– viele Lampen: der Weg wird leicht sein;
– putzen: verkündet gute Zeiten;
– anzünden: man bereitet jemandem bewußt oder unbewußt eine Freude oder hilft ihm; auch: man wird sein Leben bald zum Guten ändern;
– sehen, die von anderen angezündet wird: man wird durch andere etwas Gutes erfahren;
– eine hell und klar brennende sehen: Vorteil; verheißt ein schönes Erlebnis, Freude und Glück; häuslicher Segen;
– trübe oder flackernde sehen: gehegte Hoffnungen wollen sich nicht recht erfüllen; etwas Schönes kann
sich nicht recht entfalten oder wird gestört; es erwartet einem Neid und Mißgunst gepaart mit Argwohn;
– rußende sehen: ein ernstes Mißgeschick ist zu erwarten;
– eine brennende tragen: unabhängig sein und zur eigenen Meinung stehen;
– verlischt das Licht einer tragenden Lampe: man muß mit schlimmen Folgen rechnen, eventuell sogar mit dem Tod von Freunden
oder Verwandten, rechnen;
– eine leuchtende fallen lassen: verkündet das abrupte Ende der Pläne;
– in Panik eine Lampe aus dem Fenster werfen: Feinde werden einem mit Freundschaftsbeteuerungen und Anerkennung einlullen;
– die Kleidung mit einer Lampe anzünden: von Leuten, von denen man Sympathie und Ermutigung erwarter, erniedrigt werden; die
Geschäfte werden nicht gut gehen;
– explodieren: ehemalige Freunde werden sich mit Feinden verbünden, um einem zu schaden;
– selbst eine auslöschen: man wird bewußt oder unbewußt jemandem eine Freude oder ein Glück stören, trüben oder zerstören;
– sehen, die von anderen ausgelöscht wird: man wird einen Verlust erleiden;
– zerbrechen: man wird durch eine Unachtsamkeit schwer zu Schaden kommen oder in Gefahr geraten;
– zusehen, wie jemand eine zerbricht: Warnung vor einem Unternehmen, das gefahrvoll oder verlustreich sein wird;
– zerbrochene sehen: deuten auf den Tod von Freunden oder Verwandten hin;
– verlöschen sehen: ein Todesfall;
– mit Öl gefüllte Lampen: stehen für rege Geschäftstätigkeit, die die erwünschten Ergebnisse bringen;
– leere Lampen: verheißen Depressionen und Verzagtheit.

870
(ind. ) : – hell brennend: schöne glückliche Zeit steht dir bevor;
– auslöschen sehen: Leid;
– tragen: du bist auf rechtem Wege;
– anzünden: Glück.
(Siehe auch „Feuer“, „Laterne“, „Licht“)
Lampions
Psychologisch:
Die typische romantische Sommerfestbeleuchtung symbolisiert den Wunsch nach unbeschwertem Vergnügen und flüchtiger Euphorie: Die Lust am
Glück des Augenblicks, das gerade bis zum nächsten Morgen hält, wenn die letzten Lampions verlöschen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Verdruß.
Land
Assoziation: – natürliche Welt; Raum; elementare Bedürfnisse und Wünsche.
Fragestellung: – Bin ich überzivilisiert? Fühle ich mich von Erwartungen eingeengt?
Allgemein:
Land deutet nach altindischer Traumforschung oft die Erfüllung von Hoffnungen und das Ende von Schwierigkeiten an. Blickt man von oben darauf,
soll das vor Überheblichkeit und Spekulationen warnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt der Kaiser, er habe ein Land bekommen, das dicht bewachsen, waldreich, schattig und bewässert ist, wird er über Länder,
Menschen, Sippen und deren Reichtum gebieten: über Menschen wegen der Bäume, über Sippen wegen des dichten
Pflanzenwuchses, über den Reichtum wegen des Wassers;
ein gewöhnlicher Mann oder ein Armer wird vom Landesfürsten bedeutende Mittel erlangen.
– Dünkt es den Kaiser, er habe dürres, ebenes und flaches Land erworben, wird er in dem Ödland Städte gründen;
jagt er daselbst und macht er Beute, wird er an den neugegründeten Städten seine Freude haben entsprechend
dem Jagdglück, das er hatte; einer aus dem gemeinen Volk wird in jedem Fall in seinem Gewerbe vorwärtskommen.
– Träumt dem Kaiser, er habe ein schluchtenreiches, steiles und abschüssiges Gebiet bekommen, wird er eine wankelmütige
Völkerschaft, die in großer Ferne wohnt, unterwerfen;
jagt er mit Falken dort und macht er Beute, wird er die Einheimischen durch einen energischen Bevollmächtigten unter seine
Herrschaft zwingen, weil der Falke scharf zupackt; hat er keinen Jagderfolg, wird sein Unternehmen erfolglos sein.
Ein einfacher Mann wird in jedem Fall Schwierigkeiten in seinem Beruf haben und nicht viel verdienen.
– Dünkt es den Kaiser, die Erde spreche mit ihm, wird er unverhofft eine freudige Botschaft erhalten, weil das Sprechen der Erde
etwas Unverhofftes ist; ein gemeiner Mann wird in seinem Fach in jedem Fall vorwärtskommen.
– schön gepflügtes oder bebautes sehen: gute Aussicht auf Erwerbung von Vermögen;
– ödes, kahles und unfruchtbares: böse Zukunft, Verdruß und mißliche Zufälle;
– Landarbeit verrichten: es wird dir nicht alles nach Wunsch gehen.
(europ.) : – in ein fremdes Land versetzt sein: verkündet Trennungsschmerz;
– fruchtbares Land: verheißt Gutes;
– unfruchtbar und felsiges Land: es erwartet einem Fehlschläge und Mutlosigkeit;
– vom Meer aus Land sehen: bedeutet Glück und Wohlstand;
– vom Meer oder einem See an Land kommen: all die Vorhaben sind nun auf festem Fundament gebaut und werden erfolgreich sein;
– sich auf dem Land befinden: bedeutet Ausruhen von Mühen und Arbeiten;
– vom Landbesitzer weggeschickt werden: eine bittere Enttäuschung erwarten;
– über Land gehen: der Zustand des Landes zeigt den weiteren Erfolg im Leben an;
– Ländereien besitzen: bedeutet Wohlstand und Unabhängigkeit;
– das Land verlassen: deutet auf eine berufliche Veränderung hin, die nicht unbedingt zum Guten ist.
(ind. ) : – Träumt jemand, er besitze ein ebenes, weites Land, in dessen Mitte sich ein Berg erhebt, so bedeutet dieser,
seiner Höhe entsprechend, einen hochgestellten Herrn und alles um den Berg herumliegende Land dessen reichen Besitz;
der Träumer wird also entweder den Hochgestellten samt seinen Gütern in seine Gewalt bringen oder ihm Gefolgschaft leisten,
mit ihm zusammenleben und viel Gutes von ihm erfahren, wobei er in allem ihm untertan ist.
Hat er sich nur seitlich von dem Berg angesiedelt, ohne ihn zu besitzen, wird er sich dem erwähnten hohen Herrn anschließen
und unter dessen Schutz stellen, aber nur so viel Schutz genießen, wie er dem Berg nahegekommen ist.
– Träumt der Kaiser, sein Land sei um die Hälfte kleiner geworden, wird ihm sein halbes Reich von Feinden entrissen werden,
und er selbst wird bald sterben; einem gemeinen Mann droht Bettelarmut und ein baldiger Tod.
– Dünkt es einen, sein Grund und Boden sei um ein Stück kleiner geworden, drohen ihm, sei er, wer er wolle, Beklemmung,
Not und Elend. Widerfährt solches dem Besitz eines anderen bekannten Grundherrn, wird dieser der Leidtragende sein,
ist er aber nicht bekannt, der Träumer selbst.
– Träumt der Kaiser, sein Land habe sich gespalten und sei größer geworden, wird er lange leben und das Land seiner Feinde
in Besitz nehmen, ein gewöhnlicher Mann wird sein Vermögen und seine Einnahmen verdoppeln;
ist nur ein Stück des Grundes und Bodens doppelt so groß geworden, wird auch des Träumers Gewinn entsprechend sein.
– Träumt einer, er sei Herr über ein bekanntes, fest umgrenztes Stück Land, wird er entsprechend der
guten Erdscholle eine schöne Frau finden;
ist das Land aber nicht fest umgrenzt, sondern unermeßlich weit, werden ihm unermeßlicher Reichtum
und Freude winken.
– Erblickt er in dem fest umgrenzten Land auch Wiesen und grüne Felder, wird die Frau von einzigartiger
Schönheit und Glaubensstärke sein.
– Wenn er in diesem Land Äcker schaut, die mit leuchtendheller, reifer Gerste besät sind, zeigt es Vermögen und Gesundheit an;
ist es einzig mit Weizen bestellt, bedeutet es mit Sorgen und harter Arbeit verdientes Geld, weil das Korn erst durch Mahlen,
durch das Backen und anderes mehr bereitet werden muß, ehe es zu Brot wird;
trägt das Feld Hülsenfrüchte, zeigt es Mühsal und Strafe an, wenn Sesam und Kolbenhirse, sagenhaften Reichtum,
der leicht zu gewinnen und mit großer Freude gepaart ist.
– Träumt einer, er komme in ein unbekanntes, ebenes, weites und großes Land, wird er in die Fremde ziehen,
aber wohlbehalten zurückkommen, weil das Land eben ist.
– Gräbt er das Land um und ißt er von dem ausgehobenen Erdreich, wird er von der Reise so viel Geld heimbringen,
wie er Erde gegessen hat.

871
– Dünkt es einen, es befinde sich in diesem Land eine Grube, er stürze hinein und werde verschüttet, wird er unter die Räuber
fallen und umkommen; herrscht aber in der Grube nicht völlige Finsternis, sondern dringt noch ein Lichtschein hinein,
wird er zwar unter die Räuber fallen , aber nicht des Todes sein, sondern die Heimat wiedersehen.
Ist die Grube nicht allzu groß, zeigt der Sturz in dieselbe das Anrücken von Räubern und eine Drangsal an,
die der Größe und Tiefe der Grube entspricht.
– vom Meere aus sehen: deine Hoffnungen wird sich bald erfüllen;
– vom Flugzeug aus sehen: sei vorsichtig und begib dich nicht in Spekulationen;
– ödes: deine Zukunft ist noch etwas ungewiß, taktiere deshalb in der nächsten Zukunft etwas vorsichtiger;
– fremdes: du wirst eine Reise machen.
Länder / Ausland
Assoziation: – andere Realitäten oder Verhaltensweisen.
Fragestellung: – Welche der Eigenschaften dieses Ortes suche oder finde ich in mir?
(Sieh e auch „Ausland“)
Landesteg
Assoziation: – wohlbehaltende Ankunft.
Fragestellung: – Welche Gefühle habe ich unbeschadet durchlebt?
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird in Kürze in ein anderes Land reisen.
Landfrau
Volkstümlich:
(arab. ) : – du mußt Ersparnisse machen.
Landgut
Allgemein:
Ein Symbol für wachsenden Gewinn und gründlich abgesicherten Besitz.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst wahrhafte Freunde bekommen.
(europ.) : – die eigenen Besitztümer sehen: man erfreut sich eines treusorgenden Ehepartners.
(ind. ) : – besitzen: sei nicht so prahlerisch;
– sehen: deine Leidenschaften müssen gezügelt werden.
Landhaus
Assoziation: – gemütliche, vertraute Heimstatt des Selbst.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir sehnt sich nach Geborgenheit?
Allgemein:
Sinnbild für rustikale Lebensfreude und „deftig“ genossenen Wohlstand.
Volkstümlich:
(ind. ) : – du trägst eine verbotene Liebe im Herzen.
(Siehe auch „Hof“)
Landkarte
Assoziation: – Führung; Anweisungen.
Fragestellung: – Welche Informationen brauche ich für meine Reise?
Allgemein:
Eine Landkarte im Traum zeigt an, daß dem Träumenden seine Richtung im Leben klar wird. Vielleicht hat er sich „verirrt“ und braucht etwas, was
ihm den Weg nach vorn weist – besonders wenn seine Bestrebungen und seine Motivation betroffen sind. Eine Landkarte, die schon von anderen
Menschen benutzt wurde, verweist daher darauf, daß der Träumende dazu in der Lage ist, die richtige Richtung einzuschlagen und von anderen
Menschen zu lernen. Landkarte kann man zuweilen als Reisewünsche verstehen.
Psychologisch:
Um die lebenslange Reise erfolgreich meistern zu können, die jeder Mensch vor sich hat, kann eine Landkarte eine nützliche Hilfe sein. Eine solche
Landkarte im Traum setzt sich im alltäglichen Leben zusammen aus Ratschlägen, die bereits erfahrene Menschen dem Träumenden geben, aus
wichtigen persönlichen Erfahrungen und aus einer gehörigen Portion Instinkt für den richtigen Weg. Landkarte verrät die Richtung, die man im
persönlichen Bereich einschlagen muß, um ein gestecktes Ziel zu erreichen. Sie weist auf Pläne hin, die man durchführen kann, wenn man im Traum
die Kartenzeichnung genau erkennt. Ist sie verwischt oder findet man sich auf der Karte nicht zurecht, blockiert irgend etwas Gravierendes den
Lebensweg.
Spirituell:
Die Landkarte, die wie eine Straßenkarte den kürzesten Weg zum Ziel, in diesem Fall ein spirituelles und meistens jenes der Ganzheitlichkeit, weist,
gibt es nicht. Sie setzt sich zusammen aus den Erfahrungen des Träumenden, verbunden mit den Realitäten, auf die er stößt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ansehen oder zeichnen: deutet auf eine Wohnungsveränderung oder den Antritt einer Reise;
– betrachten: stellt eine größere Reise in Aussicht.
(europ.) : – sehen oder studieren: deutet auf eine weite Reise oder auf außerordentliche Pläne hin; auch: bedeutet
einen Wohnungswechsel und möglicherweise auch einen beruflichen Wechsel;
– eine farbige Karte: das Omen ist glückverheißend;
– betrachten: bedeutet das Gelingen eines Unternehmens;
– mit deutlich erkennbaren Einzelheiten: verheißt die erfolgreiche Durchführung einer Reise oder Pläne;
– mit undeutlichen Einzelheiten: Reise oder Pläne werden auf Hindernisse und Schwierigkeiten stoßen.
(ind. ) : – die Ferne lockt dich.

872
Landleute
Volkstümlich:
(europ.) : – auf dem Feld sehen: bedeutet, daß bei Fleiß und Ausdauer noch immer Gewinne zu erzielen sind;
– mit ihnen handeln: weist auf Geschäfte hin, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Ländliche Gegend
Allgemein:
In einem Traum von einer ländlichen Gegend setzt sich der Träumende mit seinen natürlichen, spontanen Gefühlen in Verbindung. Vielleicht hat er
Erinnerungen an eine ländliche Gegend, die in ihm eine bestimmte Stimmung oder eine bestimmte Art, zu sein, weckt. Dieses Traumbild führt den
Träumenden zu einem sehr entspannten Zustand zurück, ohne daß er sich dafür schuldig fühlen muß.
Psychologisch:
Die meisten Menschen erinnern sich, wenn sie an ländliche Gegenden denken, an eine bestimmte Art von Freiheit und Offenheit, die es in Städten
nicht gibt. Damit verleihen sie dem Bedürfnis Ausdruck, sich Klarheit über ihre Lebensweise zu verschaffen.
Spirituell:
Ländliche Szenen vermögen die Kräfte der Natur im Träumenden zu wecken.
Landmädchen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst gesunde Kinder haben.
(ind. ) : – Harmonie und Glück.
Landmann
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst ein sorgenfreies Leben führen.
Landschaft
Allgemein:
Ein Großteil der Träume bettet sich in eine am Morgen erinnerte Traumlandschaft. Diese Umwelt des Traumgeschehens hat auch, wenn sie nicht
direkt zur Handlung gehört, ihre besondere Bedeutung. Die Traumlandschaft kann einer vertrauten Welt entsprechen: etwa jenem Bergdorf, in dem
wir die Ferien erlebten oder länger verweilten. Vielleicht ist es die Umgebung der Stadt, in der wir einst studierten. Sehr oft schieben sich zwei
Landschaften wie zusammenkopierte Filme übereinander. Offenbar hat dann der Traum zu tun mit etwas, das mit beiden Landschaften
zusammenhängt. Die zweite Landschaft ergibt die Nuancierung des Traumerlebens. Zur bekannten Landschaft oder zu ihrem Teilstück hat man aus
der Erinnerung oder aus dem gegenwärtigen Erleben zusammenzuholen, was sich auf sie bezieht. Sieht man im Traume die Silhouette einer
bekannten Stadt, in dieser aber ein Gebäude, etwa eine Kirche, die sonst nicht vorhanden sind, dann hat sich in das Erlebnis ein neues Motiv
hineingebaut. Der Baumeister der Träume hat es für nötig gefunden, eine religiöse Erlebnismöglichkeit in unsere Stadtlandschaft zu setzen. Vielleicht
legt er auch eine Brücke da über einen Fluß, wo in Wirklichkeit kein Übergang vorhanden ist. Offenbar handelt es sich darum, gerade hier auf die
andere Seite zu kommen. Dieses „hier“ ist zu untersuchen. Dabei vergesse man nie: Der Ort der Brücke ist, wie die Furt oder der Paßübergang, ein
besonderer Gefahrenort. Der Träumer gibt oft sehr klar an, auf welcher Straße er sich befindet, welches sein Ziel war, Dann ist er eben auf der innern
Straße nach der Bedeutung und dem symbolischen Gehalte jenes erwähnten Ortes. Ebenso oft wie in bekannter oder teilweise bekannter Gegend
findet man sich mit seinem Traumunternehmen in einer fremden, in einer allgemein unbekannten Landschaft. So geht es durch dunkle Wälder, über
große Ebenen, oder man ist auf einer Wanderung durch das Gebirge. Hier ist die Landschaft immer symbolisch. So träumt sich ein Mann nach einer
großen geistigen Leistung, verbunden mit einer mehrjährigen Schaffenseinsamkeit, auf dem Abstieg aus kühler Gletscherwelt hinab ins Tal. Er
begegnet wieder Menschen und erfährt von ihnen, daß er sehr lange in der Höhe, in Einsamkeit und Kälte gelebt hat. Vielleicht ist diese Landschaft
dennoch nicht so furchtbar wie die Wüste in der Wirklichkeit und in unsern Träumen. Da geht das Lebenswasser aus, da droht das Versengende, da
wimmelt es in manchen Träumen von Schlangen. Es ist Wüstenzeit in diesem Träumer, und sie holt die gefährlichen Einsamkeits- Phänomene
herauf, das Stimmen- Hören, die Halluzinationen und Visionen, kurz, den Verlust der lebendigen Wirklichkeitsbeziehung. Dem Träumer können
auch sehr liebwerte Landschaften geschenkt werden. Dazu spiegelt sich in der Landschaft die Jahreszeit, nämlich die Lebenszeit, in der der Träumer
steht wieder. Ein Hinweis auf die Gefahren der Winterlandschaft bedarf es kaum der besonderen Erwähnung, daß eine Frühlingslandschaft mit
frischgrünen Wiesen, jungen Kornfeldern und blühenden Bäumen positiv zu deuten ist auch nicht. Mancher Träumer fragt sich freilich, wieso es in
ihm grünen und blühen mag, da er bewußt so schwer durch die Dunkelheit, durch den „Winter seines Mißvergnügens“ (Goethe) zu gehen habe. Dann
ist eben der Aufbruch des Neuen, des Frühlings, sozusagen erst in einem unbewußten Geschehen angelangt. Ernte- und Früchtelandschaft ist
selbstverständlich eine gute Landschaft. Schwer fällt es manchen älteren Träumer, bewußt anzunehmen, daß er im Herbste seines Lebens steht. Dann
müssen die Träume ihm sagen, daß sein Sommer dahin ist. In solch einem Traume bewegt sich etwa ein Zug struppiger Bergpferde mit Blachewagen
durch die Landschaft, deren Hänge gelb und rot sind vom Herbstlaub der Wälder. Auch der Träumer fern der Meeresküste kann sich in eine
Landschaft am Meer träumen. Wo nicht persönliche Erinnerungen vorwiegen, da handelt es sich um unseren Anteil am Urmeer des kollektiven
Unbewußten. Jung sagt in seinem Werk: „Das Meer ist das Symbol des kollektiven Unterbewußtsein, weil es unter spiegelnder Oberfläche ungeahnte
Tiefen verbirgt.“ Und: „Das Meer ist ein beliebter Entstehungsort für Visionen, d.h. Einbrüche unbewußter Inhalte.“
Psychologisch:
Die Landschaft, in der ein Traum spielt, kann ein wichtiger Teil der Deutung sein. In der Regel spiegelt sie die Gefühle und Vorstellungen des
Träumenden und daher seine Persönlichkeit wider. Eine häufig wiederkehrende Landschaft kann auf eine Gegend verweisen, in der sich der
Träumende als Kind sicher gefühlt hat; sie kann auch ein Gefühl oder ein Problem symbolisieren, mit dem er bisher nicht ins Reine kommen konnte.
Landschaften stellen eher gefestigte Gefühle dar als momentane Stimmungen. Sie steht allgemein für unerfüllte Sehnsüchte, die aber noch
Wirklichkeit werden, wenn sie von der Sonne beschienen wird. Eine sonnige Landschaft steht auch für die Erfüllung unserer Wünsche nach einem
sorglosen, naturverbundenen Leben; liegt sie im Nebel oder ist sie wolkenverhangen, hegen wir im Wachleben trübe Gedanken, die uns nicht
weiterbringen. Eine Felsenlandschaft verweist auf Probleme, eine düstere hingegen auf Pessimismus und Selbstzweifel. Traumlandschaften können
bizarre Eigenschaften haben, um eine bestimmte Botschaft hervorzuheben. Es können beispielsweise Bäume aus Eis oder Felsen aus Zucker
erscheinen. Für die richtige Deutung dieser Symbole ist die Handlung von Bedeutung. Sie kann auch darauf verweisen, wie sich der Träumende auf
andere Menschen bezieht. Wenn er ich in einer Wüste befindet, kann dies Einsamkeit darstellen, hält er sich hingegen in einem Urwald auf, läßt dies
eine sehr furchtbare Vorstellung zu. Verändert sich die Landschaft zwischen Traumbeginn und -ende, so ist es vielleicht erforderlich, etwas im
alltäglichen Leben zu erneuern.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann eine Landschaft im Traum auf Verbesserungen hinweisen, die der Träumende bewirken kann, indem er sich mit
seinen Stimmungen und Einstellungen befaßt.

873
Volkstümlich:
(arab. ) : – schöne sehen: eine angenehme Reise steht bevor;
– öde und verwilderte sehen: du wirst in naher Zukunft eine unangenehme Reise antreten.
(europ.) : – man hat eine Sehnsucht, die nicht befriedigt wird;
– schöne, sonnige sehen: du hast Aussicht auf frohe genußreiche Stunden; bedeutet Glück, Freude und Liebe;
– sich in einer schönen und fruchtbaren Landschaft mit reichen Getreidefeldern und sauberen Flüssen
befinden: es stehen einem außerordentlich gute Zeiten bevor; man wird Reichtümer anhäufen;
– öde, düstere sehen: Unglück, Verdruß; deutet auf Bedrückung, Kummer und Sorgen hin;
auch: verheißt unruhige Zeiten; das Land wird von Hungersnöten und Krankheiten heimgesucht.
(ind. ) : – du wirst eingeladen, sieh dich vor, man will dich dort ausfragen.
(Siehe auch unter den Bezeichnungen von Naturerscheinungen und Landschaftsformen)
Landsmann
Volkstümlich:
(arab. ) : – begegnen: Freude, angenehme Nachricht.
Landstraße
Allgemein:
Landstraße symbolisiert einen beschwerlichen weiteren Lebensweg mit harter Arbeit, Kummer und Sorgen.
Volkstümlich:
(europ.) : – kündet schlechte Zeiten und mühselige Reisen an; auch: man wird auf eine Nachricht noch lange warten müssen;
– darauf wandern: man wird im Leben nur dann weiterkommen, wenn man Ausdauer und Geduld beweist,
schließlich aber schöne Erfolge erzielen.
(europ.) : – deine Verhältnisse werden sich ändern;
– eine endlose Landstraße sehen oder darauf gehen: kündigt viele Schwierigkeiten im Beruf an, die überwunden werden müssen;
– eine unbekannte, schlechte Landstraße benutzen: spricht für den Beginn neuer Unternehmungen, die nur Ärger und Zeitverlust bringen;
– eine von Bäumen und Blumen gesäumte: steht für Vergnügen und unerwartetes Glück;
– von Freunden bei einer Fahrt begleitet werden: ein ideales Familienleben in einem schönen Heim führen;
– von einer abkommen: man wird eine geschäftliche Fehlentscheidung mit finanziellen Verlusten treffen.
(ind. ) : – darauf wandern: du wirst durch deine eigene Schuld deinen Arbeitsplatz verlassen müssen.
(Siehe auch „Straße“)
Landstreicher
Allgemein:
Diese oder andere beklagenswerte Gestalten zu sehen, bedeutet selten etwas Gutes. Das Leben des Träumenden droht aus den Fugen zu geraten, er
hat sich auf schlechte Gesellschaft eingelassen oder ist zu nachlässig in seiner Lebensführung. Im Traum einem Landstreicher Geld zu geben deutet
auf große Gefahren, man investiert in eine hoffnungslose Sache.
Psychologisch:
Symbolgestalt für ein Höchstmaß an persönlicher Freiheit – und für das Brechen von Tabus und konventionellen Wertvorstellungen. Wer davon
träumt, steht unter enormen Leistungsdruck und hat ihn so satt, daß er manchmal lieber „unter der Brücke schlafen“ möchte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder selbst sein: du wirst in ärmliche Verhältnisse geraten.
(europ.) : – man soll sich nicht in die Angelegenheiten eines Freundes einmischen; man richtet mehr Schaden als Gutes an;
– selbst sein: verheißt Armut;
– einem etwas geben: die eigene Großzügigkeit wird gutgeheißen.
– sehen: ansteckende Krankheiten werden die Gemeinde heimsuchen;
(Siehe auch „Bettler“, „Vagabund“)
Landtag
Volkstümlich:
(arab. ) : – (an ihm teilnehmen): du wirst an unerquicklichen Verhandlungen teilnehmen.
Landung / anlegen
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Schiff anlegen sehen: bedeutet ein Unglück für einen Menschen, der mit der See verbunden ist.
Landwirtschaft
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Mühe wird belohnt.
(europ.) : – betreiben: man ist in einer Sache auf dem richtigen Weg;
– andere betreiben sehen: das Schicksal bietet eine Chance, die man nutzen sollte.
(ind. ) : – du wirst für dein Brot schwer arbeiten müssen.
Lang
(Länge)
Allgemein:
Lang (Länge) kann andeuten, daß man von einer Angelegenheit oder Person nachhaltig beeindruckt wurde und sich noch lange mit ihr beschäftigt.
Langeweile
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: du wirst viel Geduld in langwierigen Angelegenheiten aufbringen müssen.
(europ.) : – haben: zeigt Arbeit an, die man nichts ausführen kann.

874
Langusten
Volkstümlich:
(europ.) : – Junge Leute müssen sich vor Täuschung und Betrug in acht nehmen.
Lanze
Artemidoros:
Jemand träumte, es verwunde ihn eine vom Himmel herabgefallene Lanze an einem Fuß. Der Man wurde an eben jenem Fuß von einer sogenannten
Lanzenschlange gebissen, er bekam den Knochenfraß und starb.
Allgemein:
Lanze steht als Phallussymbol für erotische Bedürfnisse.
Psychologisch:
In der Griechischen Sage gehörte die Lanze zu Apollo, dem Sonnengott. In der mittelalterlichen Sage war die Lanze des Gralsritters ein Symbol für
ein christliches Licht und hatte die Bedeutung eines Heilssymbols. S. Freud sah in der Lanze – wie auch in jedem anderen länglichen Gegenstand –
ein Phallussymbol, das sich mit dem intimen zusammenleben von Mann und Frau beschäftigt. Diese Deutung ist jedoch heute zu eng: Die Lanze
deutet in Träumen meist auf eine körperlich sexuelle Spannung und deren Überwindung hin. Bei älteren Menschen erscheint sie oft als die, mit der
ein römischer Soldat Christus die Seite geöffnet hat, also als Bild des Leidens, das auf Unpäßlichkeiten oder Krankheiten hinweisen kann, aber auch
auf deren Überwindung. Eine gebrochene Lanze kann bedeuten, daß man für jemanden eine Lanze brechen sollte.
Spirituell:
Eine der ältesten Trutzwaffen und phallisches Lebenssymbol, Zeichen des Sonnenstrahls und Werkzeug göttlich Gerechtigkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: sieh dich in nächster Zeit vor, du könntest in Streit und Zank
verwickelt werden;
– brechen: du wirst dich mit Feinden aussöhnen;
– schwingen sehen: man wird dich herausfordern;
– damit verwundet werden: es besteht reelle Verletzungsgefahr; auch: eine herbe Enttäuschung erleben.
(europ.) : – fast in allen Fällen als rein erotisches Symbol zu werten; auch: bedrohliche Feinde werden auf einem
zukommen; Haß, Feindschaft, Uneinigkeit;
– sehen: man wird in einen Streit verwickelt werden, der von anderen angezettelt wird;
– tragen oder damit hantieren: man ist selbst Ursache eines Streites oder gibt die Veranlassung dazu;
– von einer verwundet werden: ein falsches Urteil wird einem Verdruß bereiten;
– eine brechen: scheinbar Unmögliches wird erreicht und Wünsche werden sich erfüllen.
(Siehe auch „Krieg“)
Lanzenreiter
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sein: du wirst dir durch deine Streitsucht Feinde zuziehen.
Lapisazuli
Medizinrad:
Schlüsselworte: Nachdenklichkeit; Meditation; übersinnliche Kräfte; spirituelles Wachstum; Innenschau; westlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Lapislazuli, ein blaugefärbtes Mineral, wird im Medizinrad mit der mittleren Position des westlichen Seelenpfads und mit der
Innenschau assoziiert. Lapislazuli ist von erdverbundenen Völkern überall auf der Welt benutzt worden, um seinen Träger oder Besitzer für die
Stimmen und Kräfte der Geistwesen zugänglicher zu machen. Seine magischen Eigen schaften und Anwendungsmöglichkeiten waren durch die
Geschichte hindurch in vielen Ländern bekannt und fanden dementsprechende Würdigung. Lapislazuli wurde bei besonders schwierigen Aufgaben
eingesetzt und zu Schmuck verarbeitet.
Allgemeine Bedeutung: Eine gründliche Untersuchung deines Lebens, insbesondere in Bezug auf deine Spiritualität und deine Verbindung mit dem
Schöpfer.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Wachsende Aufnahmebereitschaft für die Stimmen der Geistwesen; Unterstützung darin, tiefere Ebenen der Traumarbeit
zu erreichen; zunehmende Macht im übersinnlichen Bereich.
(Siehe auch „Edelsteine“)
Lappen
Psychologisch:
Wer im Traum mit einem Putzlappen hantiert, will „etwas bereinigen“ (eine Angelegenheit in Ordnung bringen, die jemand „verpatzt“ hat) oder ein
anstehendes Problem „vom Tisch wischen“ – es soll „aufgeräumt werden“, und man möchte gern „einen sauberen Eindruck hinterlassen“.
Lärchenbaum
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder fällen: gute Ausführungen eines Unternehmens.
(Siehe auch „Baum“, „Holz“)
Lärm
Allgemein:
Lärm kann durch äußere Reize entstehen und erfordert dann keine Deutung. Oft bringt er Nervosität und Unruhe zum Ausdruck, deren Ursachen man
aus den konkreten Lebensumständen erkennen muß. Manchmal schlägt auch das Unbewußte Lärm, um uns mit Nachdruck auf eine
Gefahrensituation aufmerksam zu machen.
Psychologisch:
Wenn er nicht auf äußere Einflüsse beruht, durch die wir wach werden, kündigt er Unruhe und Aufregung in unserem privaten Bereich an. Sie wollen
jemandem „einen Krach machen“ oder „Lärm schlagen“, weil Sie (berechtigten) Ärger haben. Dazu wollen Sie sich nicht mehr „ruhig verhalten“ –
nun möchten Sie sich „Gehör verschaffen“, selbst wenn Sie richtig „Laut werden“ müßten. Darum geht es in Träumen, die Lärm zum Inhalt haben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: du wirst in gewissen Kreisen viel Aufsehen hervorrufen.
– unangenehmen hören: man muß sich auf Schwierigkeiten im privaten oder beruflichen Bereich gefaßt machen;
auch: man sollte sich hüten, einen guten Freund schlecht zu behandeln.

875
(europ.) : – hören: Zank und Streit; bringt Unruhe ins Haus;
– selbst verursachen: Ärger durch eigene Unachtsamkeit oder Verlust der Stellung durch Nachlässigkeit.
(ind. ) : – hören: falsche Freunde wollen dir einen Schabernack antun.
Larve
Allgemein:
Larve (Raupe) kündigt meist bevorstehende große Lebensveränderungen an. Als Maske wird sie im Sinne von Fassade interpretiert.
Psychologisch:
Die Larve ist in der Natur nur ein Übergangsstadium bestimmter Tierarten zu ihrer endgültigen Form. Ebenso wird sie im Traum als Symbol für die
Entwicklung und der Wandlung des Träumenden gesehen. Manchmal kommt die Larve allerdings auch im Sinne von einer Maske im Traum vor.
Wer von Tierlarven träumt, steht im Wachleben vielleicht am Anfang einer neuen Entwicklung; nur selten umschreiben sie die Hilflosigkeit, in der
man augenblicklich befangen ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: im Moment steckt ein Unternehmen noch fest, da es in der Entwicklung ist.
(ind. ) : – jemanden damit sehen: Heuchler werden dich betrügen;
– selbst tragen: du wirst Theater spielen oder tanzen.
(Siehe auch „Fassade“, „Maske“)
Laserstrahlen
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird seine Kraft oberflächlichen Problemen widmen; man sollte sich wichtigen Fragen zuwenden, da Katastrophen drohen.
Lasso
Allgemein:
Wem hetzen Sie denn nach? Sie sind wild hinter jemandem her, der sich nicht so leicht „einfangen“ läßt, was den Reiz natürlich erhöht – und das
verfolgt Sie bis in die REM- Phase. Vielleicht versuchen Sie es einmal mit weniger Eroberungsstreß und „Zähmungswillen“ – dann läßt „das Objekt
der Begierde“ vielleicht ganz freiwillig eine Annäherung zu?
Psychologisch:
Das Lasso oder andere Schlingen können im Traum auf eine Behinderung bei der Persönlichkeitsentwicklung des Träumenden hinweisen. Es kann
aber auch ein Bild für den Wunsch nach dem aggressiven Abreagieren angesammelter und aufgestauter Bedürfnisse sein. Für die genaue Deutung
muß beachtet werden, wofür das Lasso gebraucht wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – damit hantieren: man wird sich im Berufsleben mühelos durchsetzen und finanzielle Vorteile sich verschaffen können.
(Siehe auch „Fessel“, „Gefängnis“, „Gewalt“)
Last
Assoziation: – Erschwernis; Bürde.
Fragestellung: – Welche Last bin ich abzulegen bereit? Wo in meinem Leben will ich es mir leichter machen?
Allgemein:
Last versteht man ähnlich wie Klotz; vielleicht deutet sie aber auch eine Schuld oder einen Verdacht an.
Psychologisch:
Sie übersetzt das, was man so alles im Alltagsleben mit sich herumschleppen muß, die Bürde, an der man oft schwer zu tragen hat. Wem sie
aufgelastet wird, muß wahrscheinlich im Wachleben Verantwortung übernehmen; wer sie andere schleppen läßt, scheut sich vielleicht, eine
verantwortungsvolle Position zu übernehmen. Wer unter einer Last stöhnt, sollte sich auf eine äußerst schwierige Aufgabe gefaßt machen, die ihm
gestellt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit beladen sein: rasche Erledigung deiner An gelegenheiten;
– jemanden damit beladen: seine Geschäfte durch andere ausführen lassen.
(europ.) : – sich tragen sehen: erfolgreiche Erledigung einer Angelegenheit;
– selbst schwer beladen sein: bedeutet, daß dein Geschäft herunterkommen wird; schwierige Angelegenheiten;
– eine schwere Last tragen: sicheres Omen einer Katastrophe, möglicherweise aufgrund übertriebenen Selbstvertrauen
und Mangel an sorgfältiger Planung; in eine schwierige Situation geraten;
– nicht zusammenbrechen unter der Last: man wird durchkommen;
– tragen lassen: verkündet baldigen, gewinnbringenden Auftrag;
– andere tragen sehen: man wird schwierige Aufgaben oder Arbeiten zu erledigen haben;
– von sich werfen: du wirst dich aus mißlichen Verhältnissen befreien.
(ind. ) : – tragen: man wird dich verdächtigen;
– abwerfen: es wird dir gelingen, dich aus deiner Not zu befreien.
(Siehe auch „Gepäck“, „Kamel“, „Karawane“, „Klotz“, „Koffer“)
Laster
(Verhaltensweise)
Allgemein:
Dem Träumenden wird die Seite seines Selbst zu Bewußtsein gebracht, die rebelliert und nicht mit der Gesellschaft in Einklang ist. Er muß sein
Verhalten ändern.
Psychologisch:
Oft geben Träume dem Menschen die Gelegenheit, Verhaltensweisen auszuprobieren, die er im normalen Leben nicht zur Anwendung bringen
könnte. Wenn dem Träumenden in seinem Traum Laster wie Trägheit, Neid oder Apathie bewußt werden, dann kann er in Zukunft mit dieser
Neigung in sich vielleicht besser umgehen.
Spirituell:
Inakzeptables Verhalten kann sich in Form eines Lasters äußern. Der Träumende sollte für sich herausfinden, nach wessen Maßstäben beurteilt wird,
und entsprechend damit umgehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – einem zugeneigt sein: man ist in Gefahr, seinen Ruf zu gefährden, weil man sich von schlechten Einflüssen leiten läßt;
– andere einem Laster frönen sehen: einem Verwandten wird ein Unglück geschehen.

876
Lästerung
Volkstümlich:
(arab. ) : – ausstoßen: hüte deine Zunge;
– anhören: du wirst eine Freude erleben.
(Siehe auch „Gotteslästerung“)
Lastkraftwagen
Assoziation: – Fähigkeit, Lasten zu tragen.
Fragestellung: – Kann ich die Verantwortung übernehmen?
Allgemein:
Das eigene Ich, dem besondere Lasten auferlegt werden. Lastwagen symbolisiert Energie, Tatkraft und Ehrgeiz bei der Bewältigung schwieriger
Aufgaben. Ist er mit Möbeln beladen, deutet das auf eine Lebensveränderung hin.
Psychologisch:
Symbol für die Art, mit einer großen Belastung zurechtzukommen. Ist Ihr LKW schwer überladen – oder steuern Sie ihn trotzdem sicher zum Ziel?
Welche „Güter“ müssen transportiert werden, welche Werte wollen Sie vermitteln? Was empfinden Sie als „zu schwer“ für einen Transport auf Ihrer
Lebensroute? Ein Nachdenktraum, der Sie auffordert, geistige, psychische und physische Dauerbelastung nicht selbstverständlich zu ertragen,
sondern den Ballast abzuladen, der Sie am Weiterkommen hindert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine Angelegenheit schlägt zum Vorteil aus; in der nächsten Zeit schöne Erfolge, da sich bisher unlösbar
erscheinende Schwierigkeiten leicht überwinden lassen.
(europ.) : – sehen: man hat sehr viel Ehrgeiz und Kraft und wird so manche Last und schwierige Aufgabe bewältigen;
– ein Möbeltransporter oder Umzug: zeigt einen persönlichen Wandel oder eine Meinungsänderung an;
– achte auf Deine Reden, oder man wird Verluste erleiden; eine Zufallsbegegnung bringt vorteilhafte Resultate.
(ind. ) : – dein Vorhaben sollst du ausführen;
– von ihm überfahren werden: das Glück steht dir zur Seite.
(Siehe auch „Auto“, „Fahrzeuge“, „Reise“)
Lastträger
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: andere mit seinen Angelegenheiten belästigen.
(europ.) : – du wirst durch einen wahren Freund Hilfe erhalten.
(ind. ) : – sehen: sei selbstlos;
– mit ihm sprechen: du suchst nach einem Ausweg aus deinem Dasein;
– rufen hören: höre nicht auf die bösen Zungen;
– von ihm bedient werden: man ruft dich zu einer Besprechung, folge ihr, es ist zu deinem Nutzen.
Lastwagen (Siehe „Lastkraftwagen“)
Latein
Volkstümlich:
(europ.) : – lernen: steht für Erfolg und Souveränität bei den Versuchen, die eigene Meinung in wichtigen Dingen
des öffentlichen Lebens durchzusetzen.
Lateinamerikaner(in)
Assoziation: – Spontaneität; Entspannung; Flüchtigkeit.
Fragestellung: – Was möchte ich verändern? Welcher Teil von mir ist impulsiv?
Laterne
Allgemein:
Laterne steht ähnlich wie Lampe für Einsichten und Erkenntnisse, die eine Situation erhellen. Sie zeigt uns in der Dunkelheit den Weg. Sie haben
verstanden, was zu tun ist. Ihnen ist das sprichwörtliche Licht aufgegangen. Hegen Sie jetzt keine unnützen Zweifel, tun Sie, was Sie sich
vorgenommen haben. Es scheint das Richtige sein, und da Sie sich mit den tiefsten Schichten Ihrer Persönlichkeit in Einklang befinden, wird es
Ihnen auch leicht von der Hand gehen.
Psychologisch:
Wenn die Straßenlaterne im Traum aufleuchtet, wird einem im Wachleben ein Licht aufgehen, das heißt, man wird erkennen, daß man in eine
ungewisse Zukunft steuert, wenn man so weitermacht wie bisher. Oder wir werden über eine Lage oder über die Absichten eines bestimmten
Menschen aufgeklärt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – nicht brennend sehen: es mit verschwiegenen Dingen zu tun bekommen;
– eine brennende: bedeutet Aufklärung verworrener Angelegenheiten;
– eine helleuchtende: verheißt Glück und Freude in allen Lebensbereichen, vor allem in der Liebe;
– mit trüben Licht: man wird in Liebesdingen eine Enttäuschung erleben;
– tragen: man darf sich vom äußeren Schein nicht in die Irre führen lassen.
(europ.) : – man macht sich unnötig Gedanken; im Gegensatz zur Lampe kann die Laterne beruhigen;
– ohne Licht sehen: bringt Verluste;
– mit Licht sehen: verheißt Anerkennung und Lohn;
– sehr hell leuchtend: man wird eine große Einsicht bekommen oder ein Geheimnis lüften;
– kaufen: ist ein Zeichen für Glück bei Geschäften;
– geschenkt bekommen oder finden: man wird ein Geheimnis entdecken;
– tragen: wenn das Licht hell und klar ist, wird man einem Geheimnis auf die Spur kommen;
auch: mit seiner Gutmütigkeit viele Freunde gewinnen;
– wenn trübe oder flackernd, so irrt man sich in einer Sache;
– verlöschend: man wird nicht so im Vordergru nd stehen, wie man es möchte;
– stolpern und dabei zerbrechen: man will anderen helfen, aber dabei den eigenen Halt verlieren oder enttäuscht werden;
– putzen: es stehen einem alle Türen offen;

877
– verlieren: steht für Pech im Beruf und familiären Ärger;
– sehen, die leuchtend sich in der Dunkelheit bewegt: bedeutet unerwarteter Wohlstand;
– plötzlich aus den Augen verlieren: der Erfolg wird nicht mehr lange andauern;
– Träumt eine junge Frau, daß sie die Laterne des Geliebten anzündet, wird sie einen ehrenwerten Mann und ein gemütliches
Zuhause haben. Bläst sie die Laterne aus Unvorsicht aus, wird sie eine gute Partie verpassen.
(ind. ) : – Laterna magica (Zauberlaterne): man täuscht dich;
– anzünden: du wirst eine Intrige (Verschwörung) zunichte machen;
– auslöschen: kümmere dich nicht um fremde Angelegenheiten;
– brennende, tragen: sichere Verhältnisse.
(Siehe auch „Dunkelheit“, „Lampe“, „Leuchtturm“, „Licht“)
Laternenpfahl
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: in der größten Not wird sich ein Fremder sich als treuester Freund erweisen;
– gegen einen stoßen: man darf sich nicht täuschen lassen, denn sonst werden Feinde einem bedrängen;
– einen auf dem Weg liegen sehen: man wird viele Hindernisse im Leben zu meistern haben.
Latrine
(Reinigungsort, Abtritt, Senkgrube, Toilette)
Allgemein:
Latrine: Traumsymbolismus kann sehr direkt sein. Sitzen Sie vielleicht irgendwie „in der Scheiße“?
Volkstümlich:
(arab. ) : – schlechte Erfahrungen werden dir nützen.
Latschenkiefer
Psychologisch:
Die zähe Legeföhre, die selbst den extremsten hochalpinen Wetterlaunen trotzt, symbolisiert ungebrochenes Durchhaltevermögen und große
Widerstandskraft. Sie verliert selbst in den heftigsten „Stürmen des Lebens“ nicht ihren Halt.
(Siehe auch „Kiefer“)
Latte
Allgemein:
Latte stellt ein kleineres Hindernis dar, das man leicht bewältigt.
Psychologisch:
Sie wird nicht nur für Hochspringer aufgelegt, sondern bedeutet für manche Träumer, daß sie endlich über ihren Schatten springen und ihre
Hemmungen ablegen sollten. Oft ist die Latte auch ein Wink mit dem Zaunpfahl, nichts unüberlegt zu tun.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Mühe ist umsonst.
(europ.) : – sehen: man wird ein Hindernis überwinden;
– abbrechen oder zerbrechen: man wird eine Dummheit machen.
(ind. ) : – du hast viel Mühe und wirst nur langsam vorwärtskommen.
(Siehe auch „Zaun“)
Lattich
(Kopfsalat)
Artemidoros:
Dasjenige Gemüse, das geschält oder roh gegessen wird, zeigt wegen des Abfalls an Schalen Schaden an, wie z.B. der Lattich und anderes dieser Art.
Volkstümlich:
(arab. ) : – säen: du gibst dich mit unnötigen Dingen ab;
– essen: gute Aussichten.
Latzhose
(für Kinder)
Volkstümlich:
(europ.) : – viel Freude durch ein kleines Geschenk; man soll umsichtig in seinen Handlungen sein,
sonst wird man in einer schwierigen Position sein.
Laub
Allgemein:
Laub bedeutet allgemein Vergänglichkeit, fordert oft auf, mehr im Augenblick zu leben. Grünes Laub verheißt Erfüllung von Hoffnungen, buntes
oder welkes kündigt Mißerfolge an.
Psychologie:
Bei Träumen, in denen Blätter vorkommen, ist vor allem deren Beschaffenheit von Bedeutung. Blätter symbolisieren in Träumen im allgemeinen die
Gedanken und Gefühle des Träumenden.
– Junge Blätter stehen daher für neue Gedanken und erwachende Gefühle oder Hoffnungen, gesundes, grünes Laub für
die Ausgeglichenheit und Lebenslust des Träumenden.
– Im Herbstlaub spiegeln sich die Erfahrung und das geordnete Handeln und Denken wider.
– Welkes, abfallendes Laub hingegen symbolisiert Enttäuschung, Resignation und absterbende Gedanken und Gefühle
des Träumenden, vor allem wenn im Traum gleichzeitig eine Winterlandschaft erscheint.
– Grünes Laub soll nach Meinung antiker Traumdeuter Freude bringen, welkes Melancholie.
Volkstümlich:
(arab. ) : – grünes sehen: angenehme Erlebnisse in Aussicht haben; lang anhaltendes Glück;
– welkes: verfehlte Spekulationen; man wird einige Ideen und Wünsche aufgeben müssen; Resignation droht;
– fallen sehen: dein Geschäft geht zurück;
– sammeln: in beruflicher Hinsicht mit Erfolgen rechnen dürfen; auch: Erbschaft erwarten können.

878
(europ.) : – Symbol für die natürliche Vergänglichkeit; es erinnert, das Glück zu fassen und zu genießen;
– schönes grünes sehen: bringt frohe Hoffnungen in trüben Tagen; bringt die Erfüllung eines Wunsches;
die Angelegenheiten werden gedeihen;
– grünes Laub: man befindet sich im seelischen Gleichgewicht;
– grünes Laub mit Blüten: sehr gutes Omen für Liebende;
– grünes Laub mit Früchten: Zeichen einer glücklichen Heirat;
– abfallendes: bedeutet Unheil; geschäftliche Verluste; Enttäuschungen in der Liebe und in häuslichen
Angelegenheiten, sowie Streit mit Freunden;
– trockenes: verheißt Geldgewinn;
– buntes oder welkes: unangenehme Erfahrungen; bringt Enttäuschungen und Sorgen;
– Laub sammeln: ein schönes Zeichen für Geldzuwachs oder Erbschaft.
(ind. ) : – grünes: die Zeiten werden sich plötzlich ändern;
– dürres: durch einen Schaden wirst du dein Leben umstellen;
– abfallen sehen: dein Glück ist in Gefahr.
(Siehe auch „Blatt“, „Baum“, „Eis“, „Grün“, „Herbst“, „Schnee“)
Laubdach
Volkstümlich:
(arab. ) : – über sich haben: der Kummer, der dich plagt, wird von dir genommen werden.
Laube
Allgemein:
Das Innere selbst sucht hier Schutz und Geborgenheit.
Psychologisch:
Das kleine Haus im Garten, das auf Heimlichkeiten in unserem Inneren schließen läßt. Das könnte zum Beispiel eine heimliche Liebe oder das
Wissen um das Geheimnis anderer sein; genauere Hinweise sind aus weiteren Symbolen herauszulesen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet eine Zusammenarbeit oder Zusammenkunft mit dem Liebhaber oder der Geliebten;
verheißt Glück in der Liebe; man wird Geheimnisse mitgeteilt bekommen;
– von Rosen: innige Liebe;
– in einer sitzen: die eigenen Geheimnisse werden enthüllt werden.
(ind. ) : – im Garten: durch Zufall findest du eine verloren geglaubte Person wieder.
(Siehe auch „Garten“, „Haus“)
Laubfrosch
Volkstümlich:
(arab. ) : – hüpfen sehen: sich einer Belästigung erwehren;
– im Wetterglas sitzen sehen: Aufschluß über die Zukunft erhalten.
(europ.) : – verheißt Regenwetter und bringt wenig Freude.
(ind. ) : – man will dir einen Schrecken einjagen.
Laubheuschrecke
Volkstümlich:
(europ.) : – das Zirpen von großen grünen hören: kann auf Mißerfolg und eine ungewöhnliche Abhängigkeit von anderen hinweisen;
– von einem Kranken nach Laubheuschrecken gefragt werden: unerwarteten Ereignisse;
– Erblickt eine Frau im Traum Laubheuschrecken, zeichnet sich ein Streit mit ihrem Mann ab.
Laubsägearbeit
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Mühe findet keinen Lohn.
Lauch
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder pflanzen: zu sehr hinter seinen Geschäften her sein;
– essen: deine Unmäßigkeit wird Magenbeschwerden zur Folge haben.
(europ.) : – Durchstehvermögen wird erforderlich sein, wenn man sein Vorhaben zum Erfolg führen will.
Laufen
Allgemein:
Laufen im Traum weist auf Geschwindigkeit und Fluß hin. Vorwärtslaufen steht für Zuversicht und Leistungsfähigkeit. Weglaufen ist ein Hinweis
auf Angst und die Unfähigkeit, in Aktion zu treten.
Psychologisch:
Wer mit Ausdauer läuft, strebt einem Ziel entgegen, das er auch mit Energie erreichen wird. Manchmal verbirgt sich hinter dem Symbol eine gewisse
Kopflosigkeit, die Hemmungen aufzeigt. Zeit und Ort haben in solchen Träumen eine wichtige Bedeutung. Dort, wo der Träumende hinläuft, stößt er
vielleicht auf den Grund, warum Tempo notwendig ist. Einer der möglichen Gründe, um zu laufen, kann sein, daß der Träumende verfolgt wird.
Etwas am Laufen zu halten heißt, Verantwortung zu übernehmen. Altägyptische Traumforscher deuteten das Laufen, bei dem man aber doch nicht
von der Stelle kommt, als das lange, manchmal vergebliche Warten auf eigene Erfolge.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet Laufen im Traum, etwas in Bewegung zu halten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, Mensch oder Tier: man wird in nächster Zukunft eine Botschaft erhalten;
– eine Menschengruppe auf einen zukommend: man wird mit einer größeren Zuwendung rechnen können;
– eine Menschengruppe durch Wasser entgegenlaufend: die große Liebe kommt auf einem zu;
– selbst (nach einem Ziel): man wird das erreichen oder dem nahekommen, was man ins Auge gefaßt hat;
– sich selbst laufen sehen und dabei gut vorwärtskommend: man wird drohender Gefahr leicht entgehen können;

879
– Mensch oder Tier mit einem Wagen: allerlei Hindernisse werden dich in deinen Geschäften aufhalten;
– wollen, aber nicht von der Stelle können: deine Bemühungen werden vergeblich sein;
– und sein Ziel rasch erreichen: deine Wünsche werden sich in Kürze erfüllen;
– und dabei wanken oder an ein Hindernis stoßen: verkündet unglückliche Zufälle;
– und dabei fallen, ohne Schaden zu nehmen: dein Vorhaben wird eine Unterbrechung finden;
– und dabei fallen und sich verletzen: nur durch große Vorsicht kannst du einer Gefahr entgehen.
(europ.) : – oder rennen und gut vorankommen: alle Aktionen sind jetzt von Erfolg gekrönt;
– andere laufen sehen: bringt die Erfüllung eines Wunsches;
– laufen wollen und nicht können: prophezeit die Erfolglosigkeit einer Arbeit.
(ind. ) : – oder laufen sehen: du wirst zu Geld kommen;
– und nicht von der Stelle kommen: der Erfolg für deine Mühe wird lange auf sich warten lassen;
– und das Ziel erreichen: glückliche Unternehmungen;
– jemanden im Lauf überholen: du wirst den Betreffenden überleben.
(Siehe auch „Joggen“, „Rennen“)
Laufpaß
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Traum des Gegenteils; glückverheißende Ereignisse bei der Werbung und Glück im Eheleben.
Lauge
Psychologisch:
In ihr wird schmutzige Wäsche gewaschen; übersetzt: Ein nicht gerade schöner Abschnitt unseres Lebens geht zu Ende, wir können uns frei fühlen
und von neuem beginnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich damit verletzen: ein schwerer Unfall wird dich treffen.
(europ.) : – trinken oder mit ihr hantieren: bedeutet Widerwärtigkeiten in der Familie;
– herstellen: Klatschereien.
(Siehe auch „Kleid“, „Waschküche“)
Laune
Volkstümlich:
(arab. ) : – gute haben: dich wird etwas verstimmen;
– schlechte haben: Mißerfolge erdulden.
Lauschen
Volkstümlich:
(europ.) : – oder hören: ist das Anzeichen einer Offenbarung des Unrechtes, das man begangen hat.
(europ.) : – ein Gespräch belauschen: unerwartet Gutes kommt einem zu;
– an der Tür lauschen: man sollte seine Neugierde bezwingen, weil man sich sonst selbst schadet.
(ind. ) : – an der Tür: man verfolgt dich.
Laus
Artemidoros:
Läuse in geringer Zahl zu haben, sie am Körper oder in den Kleidern zu finden und zu töten bringt Glück. Man wird nach diesem Traumgesicht von
jedem Kummer und jeder übermächtigen Sorge frei werden. Sind es aber viele und unzählige, so ist das ein böses Vorzeichen und prophezeit
langwierige Krankheit, Kerkerqualen oder große Not; denn unter solchen Verhältnissen vermehren sich bekanntlich Läuse. Wird man sie alle los und
säubert man sich von ihnen, ist Befreiung von den genannten Übeln zu erhoffen. Wenn einer, der träumt, Läuse zu haben, aus dem Schlaf aufwacht,
dürfte er verloren sein.
Allgemein:
Laus kann Glück und Erfolg anzeigen, ist aber zugleich ein Symbol für selbstquälerische Gefühle und negative Gedanken, die Selbstwertgefühl und
Tatkraft des Träumenden beeinträchtigen. Sie können auch einen Hinweis darstellen, daß man von lästigen Parasiten umgeben ist, die man aber erst
als solche erkennt, nachdem sie sich schon „bedient“ und „gesättigt“ haben.
Psychologisch:
Die Laus kann im Traum auf tatsächliche Krankheiten oder Nervenstörungen hinweisen. Wenn Läuse kribbeln und krabbeln und geben keine Ruhe;
weisen sie auf die Nerven des Träumers im Wachzustand hin, auf seine innere Unruhe, die Ziellosigkeit und den Unverstand, mit denen er nichts
erreichen wird. Sieht man Läuse im Traum und vernichtet sie, streicht man nach Artemidoros ein nervenbelastendes Ereignis aus seinem Gedächtnis;
wird man die Schmarotzer nicht los, kommt man von irgend etwas nicht los, das einem das Leben schwermacht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: unangenehme Dinge ertragen müssen;
– in Massen sehen: ein großer Gewinn steht ins Haus;
– davon gepeinigt werden: man wird dich durch allerlei Plagen zu belästigen versuchen;
– töten: du weißt Nachstellungen aus dem Wege zu gehen;
– bunte, besonders rote: Geldgewinn oder Freude.
(europ.) : – Symbol für innere Unruhe, sehr oft im Zusammenhang mit Nervenreizungen und geistigen Störungen oder seelischer Ungewißheit;
– eine sehen: die Gesundheit ist bedroht und ein Gegner setzt einem beträchtlich zu;
– viele Läuse sehen: man wird in der Lotterie Gewinnen oder unerwartet oder auf außergewöhnliche Art Geld erhalten; auch: Sorgen
und Scherereien mit häufig folgenden Gebrechen;
– an Pflanzen: sagen Hungersnöte und Verluste voraus;
– selbst haben: unschöne Meinungsverschiedenheiten mit Bekannten sind zu befürchten;
– fangen: man ist anfällig für Krankheiten und düstere Gedanken;
– viele töten: sehr gutes Omen.
(ind. ) : – selbst haben: unangenehme Schicksalsfügung, der aber bald Angenehmes folgt; das Glück ist dir treu;
– bei anderen sehen: Aufschwung; ein unerwartetes Glück kommt dir ins Haus;
– sehr große sehen: Reichtum; ein unglaublicher Erfolg wird sich einstellen.
(Siehe auch „Insekten“, „Parasiten“, „Ungeziefer“)

880
Laute
(Saiteninstrument)
Psychologisch:
Die Laute kann wie alle Instrumente als Bild für die Weiblichkeit gesehen werden. Im Traum steht sie allerdings häufiger für die Geselligkeit,
Aufgeschlossenheit, Kontaktfreudigkeit, aber auch für die Gefühlsbetontheit und romantische Schwärmerei des Träumenden. Die gesamte
Traumhandlung, die gespielte Musik und ihre Wirkung auf im Traum mitwirkende Personen oder den Träumenden selbst geben mehr Aufschluß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schlagen hören: in angenehmer Gesellschaft wirst du erheitert werden.
(europ.) : – verkündet eine frohe Gesellschaft und verheißt Erfolg und Glück;
– eine spielen: es stehen einem freudige Neuigkeiten von entfernten Freunden ins Haus;
– Klänge einer hören: angenehme Beschäftigungen folgen.
(ind. ) : – Frohsinn und Glück;
– spielen: du sollst dir deine Mitmenschen erst ansehen.
(Siehe auch „Fiedel“, „Geige“, „Gitarre“)
Läuten
Allgemein:
Läuten kann wie Glocke oder Lärm verstanden werden.
Psychologisch:
Wer im Traum die Glocke läutet, der hängt im Wachleben manches an die große Glocke, das es eigentlich nicht wert ist. Vielleicht hört er es aber
auch läuten, das heißt, daß er im Wachleben etwas erfährt, was ihm Antrieb für eine gute Tat oder bei einer neuen Arbeit gibt.
Volkstümlich:
(europ.) : – akustische Störung, die Überreizung des Kopfes oder eine mögliche Krankheit anzeigt;
– selbst eine Glocke läuten: es droht eine ernste Gefahr;
– Festgeläut hören: es ist ein empfindlicher Verlust zu befürchten;
– Trauergeläut hören: gute Neuigkeiten oder eine angenehme Überraschung.
(Siehe auch „Glocke“, „Klingel“, „Lärm“)
Lautsprecher
Allgemein:
Lautsprecher kündigt wichtige Erkenntnisse und Nachrichten an oder warnt vor Großspurigkeit.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: kündet wichtige Nachrichten an;
– mit Stimme hören: man wird ein Geheimnis erfahren;
– mit schöner und wohlklingender Musik hören: bed eutet Genuß einer heimlichen Freude;
– mit mißtönender Musik hören: man ist von einer heimlichen Gefahr umlauert.
(ind. ) : – du hast zu harte Worte angewandt.
Lava
Psychologisch:
Lava, die glüht, zeigt unterdrückte psychische Inhalte (oft Gefühle), die sich explosiv zu entladen drohen. Erstarrte Lava zeigt meist erkaltete Gefühle
an.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: weist auf Gefahren die drohen, wenn man bestimmte Schwierigkeiten nicht rechtzeitig löst.
(Siehe auch „Krater“, „Vulkan“)
Lavagestein
Medizinrad:
Schlüsselworte: Geschmolzen; fließend; Tiefe; Intensität; Verbindung mit der Erde; Transformation; Feuer; Donnervogelclan.
Beschreibung: Lavagestein ist im inneren Kreis des Medizinrads das Mineraltotem des mit dem Feuer verbundenen Donnervogelclans. Lava fließt in
geschmolzener Form aus einem ausbrechenden Vulkan und bahnt sich so lange einen Weg über die Erdoberfläche, bis sie abkühlt und erstarrt. Lava-
oder Eruptivgestein kommt in sehr unterschiedlichen Farben und Dichten vor, von den kleinen »Apachentränen« bis hin zu den Felsen, die das
Fundament des Hawaii-Archipels bilden.
Allgemeine Bedeutung: Das Feuer im Inneren; Intensität; die Tiefe deiner Verbindung zur Erde; Befreiung von emotionalem und spirituellem Schutt.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe des Elements Feuer oder aus der Tiefe der Erde; dem Vulkan im Inneren freien Lauf lassen oder ihn
unterdrücken.
Lavendel
Allgemein:
Lavendel soll nach alten Traumbüchern eine glückliche, erfolgreiche Zeit ankündigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Blüten sehen oder riechen: man wird viel Glück in der Liebe haben;
auch: man wird bittere Ereignisse aus der Vergangenheit vergessen können.
(europ.) : – sehen oder riechen: die Zeit ist günstig, Erfolge zu erringen; ein Omen so angenehm wie der Geruch.
(ind. ) : – habe keine Furcht, dein Glück wird dich nicht so schnell verlassen.
Lawine
Assoziation: – plötzliche Freisetzung von unterdrückten Emotionen mit katastrophaler Folge.
Fragestellung: – Welche alten Emotionen sind im Begriff, sich mit Macht Ausdruck zu verschaffen?
Allgemein:
Träume, in denen Gefahren von Naturkatastrophen drohen, sind kaum je prophetisch. Wenn es auch solche Träume gibt, sind sie doch selten und
auch auf gewisse Menschen beschränkt. Außerdem sind sie häufig zu allgemein und vage, um praktisch zu nützen. Ein Traum mit einer Lawine
bezieht sich auf eine erdrückende Macht im Leben, die einen zu überrollen droht – eine Lawine an Arbeit, beispielsweise. Reißt die Lawine einem
mit, dann hat man sein Leben wohl derzeit nicht mehr im Griff und muß sich umschauen, wo man wieder Halt finden kann.

881
Psychologisch:
Die Lawine, die im Traum den Berg hinunter donnert, ist im Wachleben die Gefahr, die man erkennt, vor der man aber nicht wegrennen kann. Hier
alarmiert das Unbewußte unseren wachen Verstand, uns mutig auf eine Gefahr einzustellen und standhaft zu bleiben, wenn es auch schwerfällt. Der
Träumende muß in diesem Fall die Kontrolle über die äußeren Umstände zurückgewinnen. Durch dieses Bild werden seelische und körperliche
Konflikte und Spannungen im Traum oft unkontrolliert abreagiert. Die zu Tal gehenden Schneemassen sind ein Bild für erkaltete Gefühle,
Enttäuschung, Resignation, Verbitterung, Einsamkeit, aber auch für die schwindende Lebenskraft und unter Umständen auch den Tod des
Träumenden. Sieht man die Lawine im sicheren Abstand, warnt sie vor Gefahren, denen man durch Umsicht aber noch entgehen kann. Wenn man
sich inmitten einer Lawine befindet, wird man von den Umständen überwältigt. Sie im Traum zu erleben bedeutet, eine destruktive Kraft
wahrzunehmen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene droht die Macht eingefrorener Gefühle den Träumenden zu überwältigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – stürzen sehen: deine Hoffnungen werden nicht erfüllt; in private oder geschäftliche Mißhelligkeiten hineingezogen
werden, die die Zukunft nachhaltig negativ beeinflussen werden; große Gefahr;
– von ihr verschüttet werden: Unglück; von den Lebensumständen überwältigt werden.
(europ.) : – eine herunterrollen sehen: besagt, daß man einer großen Gefahr entgehen wird; Warntraum, sich rechtzeitig aus
einer bedenklichen Situation zu retten; man hat selbst etwas Negatives ausgelöst und kann es kaum noch stoppen;
– von einer verschüttet werden: man wird von einem unglücklichen Ereignis mehr oder weniger betroffen werden.
(ind. ) : – sehen: du wirst Verdruß mit Arbeitskollegen haben.
(Siehe auch „Berg“, „Eis“, „Gewalt“)
Lawn
Volkstümlich:
(ind. ) : – (Rasen)-Tennis spielen: hohe Personen werden dir Gutes erweisen.
Lazarett
Psychologisch:
Hie und da wird im Traumlazarett ein unbekannter Kranker, also ein Teil von uns selbst, von den Ärzten aufgegeben. In einem Falle war man daran,
einen Kranken ins Sterbezimmer zu rollen. Wie schön war, zu sehen, daß zum Haupte des Kranken ein kleiner grüner Baum sich aus den Kissen
erhob – sichere Heilung versprechend.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darin sein: du wirst eine Zeit ans Bett gefesselt sein.
(ind. ) : – du sollst deine Leidenschaften meistern.
(Siehe auch „Krankenhaus“)
Lazarus
Volkstümlich:
(europ.) : – als Schutzpatron der Kranken: verspricht Besserung und Wohlergehen.
Leben
Allgemein:
Lebendig sein zeigt Vertrauen in die Zukunft, Tatkraft und Energie an. Verbrennt man lebendig, werden Hoffnungen durch zu große Probleme
zunichte. Wird man lebendig begraben, kommen Ängste zum Vorschein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – bedroht sehen: beunruhigenden Erlebnissen entgegengehen.
– begraben werden: unternimm in der nächsten Zeit nichts, was dir Gefahr bringen könnte;
– von einem Felsen gestürzt werden: man wird versuchen, dich zu Fall zu bringen.
(europ.) : – werden: bedeutet Güte und Vertrauen;
– begraben werden: man ist von großer Angst befallen;
– verbrennen: Hindernisse müssen beseitigt werden.
(ind. ) : – begraben werden: deine Ehre ist in Gefahr;
– verbrannt werden: Hindernisse im Fortkommen;
– ins Wasser gestürzt werden: Kummer und Sorgen.
Lebensalter
Artemidoros:
Ein Lebensalter umfaßt nach einigen sieben Jahren; daher sagen die Ärzte, man dürfe einem Menschen von zwei Lebensaltern nicht zur Ader lassen,
sie meinen damit einen vierzehnjährigen, der noch der Blutvermehrung bedarf und keineswegs Überfluß an Blut hat. Andere sind der Auffassung, es
umfasse dreißig Jahre; deswegen geben einige das Lebensalter des Nestor mit neunzig Jahren an. (In der Ilias (1,250ff) heißt es von Nestor, daß er
schon zwei Generationen von Menschen hinsterben sah und daß er in Pylos jetzt die dritte als König beherrsche.) Nach meiner Ansicht umfaßt es
hundert Jahre; denn die meisten erreichen entweder knapp dieses Alter oder überschreiten es um ein klein wenig; außerdem lehrt die Erfahrung, daß
die Aussage der Traumerfüllungen mit dieser Zahl übereinstimmt. Aus diesem Grunde werde ich bei dem Ansatz eines Lebensalters von hundert
Jahren ausgehen. Diejenigen Zahlen, die in Buchstabenschrift (Als Zahlen wurden die Buchstaben des griechischen Alphabets verwendet, und zwar
für die Zahlen 1 – 999 mit einem Strich rechts oben vom Buchstaben, von 1000 an mit einem Strich links unten vom Buchstaben. Dabei haben es sich
von früher Zeit her einige Zeichen erhalten, die im griechischen Alphabet sonst verschwunden sind: für 6 = stigma, für 90 = koppa, für 900 = sampi.
Des besseren Verständnisses wegen folgt hier das alphabetische System:
a
´ = alpha´ = 1;
ß
´ = beta´ = 2;
´ = gamma´ = 3;
d
´ = delta´ = 4;
e
´ =
epsilon´ = 5; stigma´ = 6;
´ = zeta´ = 7;
´ = eta´ = 8;
´ = theta´ = 9;
´ = jota´ = 10; jota alpha´ = 11; jota beta´ = 12; jota gamma´ = 13; jota delta´
= 14; jota epsilon´ = 15; jota stigma´ = 16; jota zeta´ = 17; jota eta´ = 18; jota theta´ = 19;
´ = kappa´ = 20;
´ = lamda´ = 30;
µ
´ = my´ = 40;
´ = ny´
= 50;
´ = xi´ = 60;
´ = omikron´ = 70;
p
´ = pi´ = 80; koppa´ = 90;
´ = rho´ = 100;
s
´ = sigma´ = 200;
t
´ = tau´ = 300;
´ = ypsilon´ = 400;
´ =
phi´ = 500; ?´ = chi´ = 600; ? ´ = psi´ = 700; ? ´ = omega´ = 800; sampi = 900; ,a= ,alpha = 1000 – (Strich unten links); ,ß= ,beta = 2000;…. In dem
vielerlei abergläubischer Vorstellungen spielt die Zahlenmystik eine besondere Rolle; sie ist aus der Angst vor Krankheit und Tod und aus dem
Verlangen, die ungewisse Zukunft durch Orakel aufzuklären, entstanden. Das Studium der Zahlen, dem sich bereits die Pythagoreer mit großem
Ernst widmeten, brachte auch Vorstellungen über magische Eigenschaften und Wirkungen der Zahlen mit sich.) eine Summe unter hundert ergeben,
muß man aufschreiben, zusammenrechnen und dahin auslegen, daß sie so viele Jahre bedeuten wie die Summe angibt. Es sind das aber folgende:

882
(epsilon ny = 5 + 50 = 55 = (ein)); (my jota alpha = mja = 40 + 10 + 1 = 51 = (eine)); (epsilon xi = ex = 5 + 60 = 65 = (6)); (delta epsilon kappa alpha
= deka = 4 + 5+ 20 + 1 = 30 = (10)); (epsilon ny delta epsilon kappa alpha = endeka = 5 + 50 + 4 + 5 + 20 +1 = 85 = (11)); (delta epsilon kappa alpha
kappa jota delta epsilon kappa alpha = dekakideka = 4 + 5 + 20 + 1 + 20 + 10 + 4 + 5 + 20 + 1 = 90 = (100)). Nun ist epsilon ny = 55; denn es wird
durch epsilon (5) plus ny (50) ausgedrückt, desgleichen hat man die anderen nach dem selben Verfahren niederzuschreiben und zusammenzuzählen.
Dieses Verfahren gilt für die aufgeführten Zahlen. Diejenigen aber, die, in Buchstaben niedergeschrieben und addiert, das Menschenalter übersteigen,
wie z.B. (delta ypsilon omikron = 4 + 400 + 70 = 474), eine Zahl, die weder nach der Erfahrung noch nach der Wahrscheinlichkeit von einem
Menschenleben erreicht wird -, diese behandele ich nach der Aufeinanderfolge der Buchstaben folgendermaßen: Zu dem die Zahl bezeichnenden
Buchstaben rechne ich die Zahl jedes vorangehenden hinzu. So wird z.B. (delta ypsilon omikron = dyo (di = 2) durch (beta = 2 ) wiedergegeben;
setzen wir noch (epsilon ny = 1) hinzu, ergibt sich 3; 3 mit 1 und 2 addiert, macht 6. Ebenso ist (tau epsilon sigma sigma alpha rho alpha = tessara =
4) mit der Summe der vorangehenden Buchstaben = 10, (pi epsilon ny tau epsilon = pente = 5) entsprechend 15. (Epsilon xi = ex (hex = 6) bedeutet
wie ich oben gezeigt habe, 65, (epsilon pi tau alpha = epta = 7) hingegen mit der Summe der vorangehenden Buchstaben zusammengenommen –
(epsilon xi = 6) nicht mitgezählt, weil es für sich allein 65 bedeutet und nicht durch einen Buchstaben, sondern durch ein eigenes Zahlenzeichen
ausgedrückt wird -22; ebenso ergibt (omoikron kappa tau omega = okta = (8) = 30, und nach dem selben Verfahren (epsilon ny ny epsilon alpha =
ennea = (9) = 39. (delta epsilon kappa alpha = deka = (10)) läßt eine zweifache Lösung zu; denn schreibt man es in Buchstaben nieder und addiert
man diese einzeln, bedeutet es 30, hinwiederum ist es nach der aufsteigenden Buchstabenfolge 49, weil es nicht wie ex = 6 durch ein besonderes
Zahlenzeichen, sondern durch einen Buchstaben ausgedrückt wird. Damit aber jeder Zweifel ausgeschlossen sei: Falls man jemanden deka (10)
sagen hört, bedeutet es 30, weil die Summe seiner Buchstaben, niedergeschrieben und addiert, so viel ergibt; schaut aber jemand irgendwo ein jota
(10) geschrieben, bedeutet es nach dem oben erwähnten Verfahren 49, wobei der Zahlenwert der vorausgehenden Buchstaben, (epsilon xi)
ausgenommen, mit 10 zusammengerechnet wird. Ebenso ist (epsilon jota kappa omikron sigma jota = eikosi (20)) = 69; (tau rho iota kappa omikron
ny tau alpha = trikonta (30)) = 99. (tau epsilon sigma sigma alpha rho alpha kappa omikton ny tau alpha = tessarakonta (40)) jedoch darf man nicht
auf dieselbe Weise auflösen; denn niemand wird wohl 139 Jahr eleben. Dieselbe Überlegung gilt für (pi epsilon ny tau eta kappa omikron ny tau
alpha = pentekonta = 50) und für die noch größeren Zahlen. Diese darf man nicht nach dem aufsteigenden Zahlenwert der Buchstaben, sondern nach
ihrer Stellung im Alphabet erklären. So ist z.B. (tau epsilon sigma sigma alpha rho alpha kappa omikron ny tau alpha = tessarakonta = my = 40), es
kann aber auch 12 ausdrücken; denn my, das 40 bedeutet, ist der zwölfte Buchstabe. In welchem Fall dies zutrifft, in welchem nicht, wird die
folgende Untersuchung aufzeigen. Ebenso kann ny entweder 50 oder 13 sein, xi entweder60 oder 14, und entsprechend die übrigen Zahlen. Sodann
gibt es einige zusammengesetzte Größen, die man teilen muß, wie z.B. beiden ersten folgendermaßen: 2×10 = 20, 3×10 = 30,…, 9×19 = 90.
Andererseits ergibt 2×20 = 40,…, 5×20 =100. Ebenso macht 2×30 = 60,.., 2×40 = 80 und 2×50 = 100. Handelt es sich aber um eine höhere Zahl von
Jahren – man hört z.B. jemand sagen: „Du wirst 26 Jahre leben“ -, so muß man die Zahl zerlegen und die 20 mit 20 und (epsilon xi = 6) aber nach der
oben genannten Methode mit 65 ansetzen. Das alles zusammen ergibt 85 Jahre. Ist von 27 Jahren die Rede, zählt der Zwanziger für sich allein 20, der
Siebener nach der oben dargelegten Methode 22, zusammen also 42. Ebenso ist 28 gleich 50, und entsprechend muß jede weitere Zahl, die größer als
25 ist, einzeln für sich berechnet werden. Entsprechende gilt für die Zahlen, die größer als 33, 42 oder 52 sind. dafür ein Beispiel: Angenommen, es
höre jemand sagen: „Du wirst 57 Jahre leben“, so wäre es einfältig zu erwarten, daß ein Mensch 7×50, d.h. 350 Jahre alt werden wird, vielmehr ist
klar, daß 7 nach der oben dargelegten Methode für sich mit 50 addiert, 72 ergibt. Befindet sich nun jemand innerhalb der angegebenen Zahl, so ist
offenkundig, daß ihm alles dies einschließlich der schon vergangenen Lebensjahre zubestimmt ist. Träumt z.B. ein dreißigjähriger, es sage ihm
jemand: „Du wirst 50 Jahre leben“, so wird er noch weitere 20 Jahre leben, so daß die 20 kommenden Jahre zusammen mit den 30 verflossenen
gerade 50 ergeben. Träumt aber ein Siebzigjähriger, es sage ihm einer: „Du wirst 50 Jahre leben“, so liegt es auf der Hand, daß weder die
verflossenen Jahre gemeint sein können, weil diese ja schon die Zahl 50 überschritten haben, noch weitere 50 Jahre zu den 70, was ein unmögliches
Lebensalter ergäbe. Folglich wird er nur weitere 13 Jahre leben, weil ny, das 50 bezeichnet, der dreizehnte Buchstabe im Alphabet ist. Eine
entsprechende Berechnung hat man bei den anderen ähnlichen Fällen anzustellen, wenn die genannte Zahl zwar kleiner als die verflossene Lebenszeit
ist, doch mit ihr zusammengenommen eine unmögliche ergibt. Hier noch folgender Hinweis: Nach meiner Beobachtung haben Tage, Monate und
Jahre in den meisten Fällen durchaus nicht dieselbe Bedeutung; denn durch Jahre werden Monate und Tage, durch Monate Jahre und Tage und durch
Tage Monate und Jahre bezeichnet. Damit dies nicht zu Unklarheiten führe, merke man sich: Spricht jemand von Jahre, so deute man sie als Jahre,
falls sie angemessen und möglich sind, ist es eine Vielzahl von Jahren, als Monate, wenn eine Unzahl, als Tage. Bei den Tagen ist das Verhältnis
umgekehrt. Sind es viele, haben sie als Tage zu gelten, ist ihre Zahl angemessen, als Monate, sind sie nur wenige, als Jahre. Ebenso sind die Monate
in Hinblick auf das Mögliche zu deuten. Was möglich ist oder nicht, wird bei der Frage nach der Lebensdauer das Alter des Träumenden, bei anderen
Zeitangaben die vermutliche Dauer der Dinge entscheiden. Man muß sich ferner vor Augen halten, daß die Götter häufig Offenbarungen geben, die
anscheinend die Lebenszeit betreffen, keineswegs aber immer letztere meinen, sondern zuweilen einen Umschwung der Geschäfte, Freilassung von
Sklaven und viele andere Dinge, wie sie über den Tod enthalten sind.
(Siehe auch „Zahlen“)
Lebensbaum (Siehe „Baum“)
Lebenselixier
Volkstümlich:
(europ.) : – neue Lebensfreude und Möglichkeiten werden das Dasein bereichern.
Lebensmittel / Lebensmittelvorräte
Assoziation: – Ernährung; Notwendigkeit.
Fragestellung: – Was brauche ich, um mich gut versorgt zu fühlen?
Volkstümlich:
(europ.) : – hungrig sein und sich keine Lebensmittel verschaffen können: geschäftliche Schwierigkeiten und Geldverluste sind angezeigt;
– viele Lebensmittel auf dem Tisch oder Vorräte im Regal sehen: glückverheißendes Omen.
(Siehe auch „Nahrung“, „Vorräte“)
Lebensmittelladen
Assoziation: – Versorgungsquelle.
Fragestellung: – Was bin ich mir selbst zu geben bereit?
(Siehe auch „Bäcker“, „Fleischer“, „Nahrung“, usw.)
Lebenspartner
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet kleinere Sorgen und vielleicht eine Erkrankung;
– Bekannte sehen: man wird seine Zeit mit oberflächlichen Dingen verbringen, was einem von seinen Pflichten fernhält;
– von der Zärtlichkeit des Partners träumen: deutet auf großes häusliches Glück und hübsche Kinder hin.
(Siehe auch „Ehefrau“, „Ehemann“)

883
Leber
Assoziation: – schlechte Gefühle; Schlappheit.
Fragestellung: – Wo suche ich Frieden? Auf welche Weise bin ich bereit, Mitgefühl zu zeigen?
Artemidoros:
Die Leber bedeutet das Kind, die Lebenskraft und die Sorgen. (Der Auslegung liegt die Vorstellung zu Grunde, daß die Leber Sitz der Seele und der
Lebenskraft ist. So wünscht sich in der Ilias (24,212) Hekabe, als Rache für ihren erschlagenen Sohn, die Leber des Achilleus zu essen. Die Leber
galt vielfach auch deshalb als Ursprung und Sitz des Lebens, weil man glaubte, daß die Ernährung des Embryos durch sie erfolgte.)
Allgemein:
Leber taucht oft bei Verstimmungen oder Gereiztheit auf, die man nicht abreagieren kann.
Psychologisch:
Kommt meist nur in Reizträumen vor, wobei ein deutlicher Schmerz in der Lebergegend gespürt wird, der aber nach dem Erwachen oft nicht mehr
geortet werden kann. Trotzdem sollte man diesem Traumreiz nachgehen und, wenn er wiederholt verspürt wird, eventuell einen Arzt aufsuchen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: schwere Sorgen stehen bevor, die Geduld wird über die Maßen strapaziert werden;
– essen: deutet auf langes Leben und Gesundheit.
(europ.) : – meist Reiztraum, der bei Wiederholungen zu gesundheitlicher Vorsicht mahnt;
– ungesunde Leber haben: man wählt sich eine nörgeln de Person zum Partner;
– kaufen: bedeutet, daß man Frauengunst erlangen wird, die aber unbeständig ist; auch: die Gesundheit wird stabiler;
– essen: gute Gesundheit; auch: ein Betrüger wird sich der Zuneigung des Partners erschleichen;
– verdorbene Leber essen oder Leber wegwerfen: bedeutet Gesundheitsschwächung, Unpäßlichkeit oder Erkrankung.
(ind. ) : – essen: schwere Krankheit.
(Siehe auch „Leibschmerzen“, „Körper“)
Leberflecken
Volkstümlich:
(europ.) : – auf dem Körper sehen: deutet auf Krankheit und Streit hin.
Leberklöße
Volkstümlich:
(arab. ) : – unruhige Zeiten.
Lebkuchen
Volkstümlich:
(europ.) : – harmlose Freuden.
Lebewohl
Volkstümlich:
(europ.) : – sagen: ist nicht sehr glückverheißend; unangenehme Nachrichten von Freunden erhalten;
– Sagt eine junge Frau ihrem Liebsten Lebewohl, so ist er ihr gegenüber gleichgültig.
Verspürt sie über diesen Abschied keine Trauer, wird sie bald andere finden, die ihr Trost spenden.
Leck
Allgemein:
Ein Leck kann auf Unvorsichtigkeit im Umgang mit dem eigenen Selbst verweisen. Vielleicht kümmert sich der Träumende nicht rasch genug um
notwendige „Reparaturen“ im körperlichen, emotionalen oder mentalen Bereich. Das Leck verdeutlicht, daß der Träumende auf irgendeine Weise
Energie verschwendet oder verliert. Läuft die Flüssigkeit langsam aus, dann bemerkt er das Versickern seiner Energie vielleicht gar nicht. Schießt die
Flüssigkeit heraus, sollte der Träumende darüber nachdenken, wie er das Loch „stopfen“ kann. Größeres Verantwortungsbewußtsein könnte der
richtige Weg sein.
Psychologisch:
In einer „emotionalen Abschottung“ ist ein Leck – eine Schutzschicht wurde durchbrochen, ein blockiertes (zurückgehaltenes) Gefühl kann nun frei
fließen. Wer davon träumt, hatte Angst, in einer übermächtigen „Emotionswoge“ zu ertrinken, sich einer Empfindung zu sehr zu auszuliefern –
weswegen „dicht gemacht wurde“. Ein häufiger Versöhnungstraum nach längerer, konsequent durchgehaltener Trennungszeit.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert ein Leck im Traum immer einen Verlust an Lebensenergie.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet für gewöhnlich einen baldigen Verlust und Ärgernisse, sowie verschwendete Zeit.
(Siehe auch „Wasser“)
Lecken
Volkstümlich:
(arab. ) : – man schmeichelt dir.
(europ.) : – von einem Tier beleckt werden: ein Freund sucht bei einem Rat.
Leckereien
Volkstümlich:
(arab. ) : – genießen: du bist von Schmeichlern umgeben.
(europ.) : – genießen: man wird von Schmeichlern umgarnt.

884
Leder
Allgemein:
Leder versteht man meist als Symbol der Beharrlichkeit, Ausdauer und des Durchhaltevermögens, die man in schwierigen Situationen benötigt, oder
allgemeiner als Lebenskraft, die zum Teil aus den Trieben stammt. Leder kann sich von seiner Grundbedeutung her und abhängig von den übrigen
Traumumständen auf das Selbstbild des Träumenden beziehen. Häufig steht Leder im Zusammenhang mit Uniform und daher mit Schutz. Ein
Motorradfahrer beispielsweise ist durch seine Lederkleidung besser geschützt.
Psychologisch:
Mit der Lederkleidung, glauben manche Traumforscher, würden sadomasochistische Neigungen verdeutlicht, wobei man „vom Leder zieht“. Wir
glauben aber, daß es sich hier um den festen Stoff handelt, der uns vor mancherlei Gefahren schützen kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Leder im Traum ein Hinweis auf Selbstkasteiung sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: du wirst dich durch Ausdauer und Beharrlichkeit hervortun;
– sich in Leder kleiden: Hoffnungen werden sich nicht erfüllen;
auch: mit größerer Stabilität in vielen Lebensbereichen rechnen dürfen.
(europ.) : – steht für erfolgreiche Geschäfte und günstige Verabredungen mit Frauen;
– besitzen: verheißt ein hohes Alter und viel Freude an den Nachkommen;
– oder Gegenstände daraus sehen: man muß in einer Angelegenheit zäh aushalten, um Erfolg zu haben;
– damit hantieren: verleiht zähe Lebenskraft und befestigt die äußere Position;
– daraus etwas fertigen: verheißt die baldige Erfüllung eines geheimen Wunsches, den man zäh erfolgt hat;
– Lederstapel: verheißt Reichtum und Glück;
– in Leder gekleidet sein: verheißt eine glückliche Hand bei Spekulationen;
– Lederschmuck: besagt Treue in der Liebe und zum Heim;
– damit handeln: man wird die Abfolge der Unternehmungen nicht ändern müssen, um das Vermögen zu vergrößern;
– kaufen oder verkaufen: man besitzt viel Realitätssinn und einen klaren Verstand.
(ind. ) : – Ledersohlen: dein Weg wird beschwerlich sein;
– kaufen: Zerrüttung der Gesundheit;
– schneiden: man will dich in einen Streit verwickeln.
(Siehe auch „Kleid“)
Ledig
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: bedeutet für Unverheiratete Geselligkeit,
– für Verheiratete Unverträglichkeit.
(europ.) : – sein: bedeutet Täuschungen und die Vernichtung einer Freude;
– für Verheiratete: bedeutet Gefahr von Eifersucht und Klatsch; seien sie treu und vertrauen sie einander.
(ind. ) : – sein: frohe Tage.
Leere
Assoziation: – ohne Inhalt; Entladung.
Fragestellung: – Was ist weg? Was möchte ich loswerden?
Allgemein:
Im Traum Leere zu erfahren, verweist auf fehlende Freude und Begeisterung. Es kann sein, daß der Träumende unter Gefühlen der Isolation leidet.
Vielleicht fehlt ihm auch etwas, woran er sich halten kann. Auch unerfüllbare Erwartungen mögen eine Rolle spielen.
Psychologisch:
Die in der Meditation erlebbare große Leere ist in den östlichen Kulturen ein Symbol besonders starker Energie. Die im Traum auftretende Leere hat
meist eine ähnliche Bedeutung, kann aber auch sinnbildlich für einen Verlust stehen. Der Träumende sucht nach einer Möglichkeit, wieder zu sich zu
kommen und sein Leben wieder stärker in Besitz zu nehmen. Wenn sich der Träumende in einem leeren Haus oder Gebäude befindet, bedeutet dies,
daß er alte Einstellungen und Gewohnheiten überwunden hat.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann die Leere im Traum die innere Leere des Träumenden symbolisieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – versuchen, aus einer leeren Kann zu gießen: es ist unerwarteter Gewinn angezeigt;
– ein leeres Faß bedeutet Armut.
(Siehe auch „Abgrund“, „Wind“)
Leewärts
(Seefahrt)
Volkstümlich:
(europ.) : – segeln auf der Leeseite: verheißt einem Segler eine fröhliche, gute Fahrt und anderen eine angenehme Reise.
Lefzen
Volkstümlich:
(europ.) : – (die Lippen von Hunden) sehen: du empfindest häßliche Leidenschaften.
Legislative
Volkstümlich:
(europ.) : – Mitglied der des Landes sein: man ist besitzorientiert und behandelt die Familie schlecht;
man wird es nicht schaffen, weiter vorwärts zu kommen.

885
Lehm
Artemidoros:
Der Lehm bedeutet Krankheit und Beleidigung; Krankheit, weil er weder aus reinem Wasser noch aus reiner Erde besteht, sondern aus beiden
gemischt und weder das eine noch das andere ist. Er weist also ganz natürlich auf eine schlechte Zusammensetzung des Körpers hin, d.h. auf eine
Krankheit; eine Beleidigung aber, weil er beschmutzt; ferner bezeichnet er wegen seiner Feuchtigkeit und Schwammigkeit einen Menschen, der sich
widernatürlichen Trieben hingibt. Glück bringt er nur Leuten, die mit Lehm ihr täglich Brot verdienen. Träumt man, zu Lehm oder Ton geworden zu
sein, so droht jedermann der Tod, ausgenommen Leute, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen.
Allgemein:
Lehm gilt als Hinweis auf eine unsichere Lebensbasis, die Mißerfolge und andere Schwierigkeiten begünstigt. Wer sich mit Lehm ein Haus baut, will
im Wachleben schädliche Einflüsse von sich fernhalten und als unnahbare Persönlichkeit auf seine Umwelt wirken. Für den, der im Lehm
steckenbleibt, hat das Unbewußte den Hinweis parat, er soll ruhig einmal ichbezogen reagieren und versuchen, aus eigener Kraft weiterzukommen.
Da Lehm in der Medizin auch für Wickel und Verbände verwandt wird, kann daraus vielleicht gedeutet werden, daß uns jemand einwickeln möchte,
der möglicherweise keine ehrlichen Absichten hat. An Füßen oder Schuhen deutet er an, daß man nur langsam vorankommt. Formt man den Lehm,
kommen darin die eigenen Ideale zum Vorschein.
Psychologisch:
Wer im Traum mit Lehm zu tun hat, erfährt (psychische) „Heilung durch Erdung“ – was gar nicht so abstrakt gemeint ist, wie es auf den ersten Blick
wirkt: Schließlich gibt es auch „im realen Leben“ Kurbehandlungen mit Schlammpackungen, Fangobädern und Heilerde. Wer davon träumt, sehnt
sich nach einer ursprünglichen, „erdverbundenen“ Art, Probleme zu lösen, an denen sein Lebensgefühl bereits „krankt“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein langsames, mühevolles Fortgehen deiner Geschäfte;
auch: finanzieller Gewinn;
– an den Füßen haben: du kannst einen Plan nicht ausführen;
– darin stecken bleiben: man wird in Liebesdingen Kontaktschwierigkeiten haben,
aber auch die Kraft besitzen diese zu überwinden, was den Erfolg noch schöner macht;
– etwas daraus formen: Gewinn.
(europ.) : – gilt für Treue im Haus und ein glückliches Familienleben; man kommt in seinem Bemühen nicht weiter;
auch: steht für Einzelgängertum und drohende Zahlungsunfähigkeit;
– sehen: eine schwere, aber erfolgreiche Aufgabe steht einem bevor;
– in einem Lehmhügel graben: man wird sich den ungewöhnlichen Forderungen der Feinde unterwerfen;
– in einem Aschehügel auf Lehm stoßen: böse Überraschungen werden laufende oder neue Unternehmungen
behindern; Bemühungen werden umsonst sein;
– darin stecken bleiben: verkündet ein Hindernis, dessen Überwindung dauerhaften Erfolg verspricht;
– damit hantieren: Befestigung der äußeren beruflichen Position;
– damit ein Haus bauen: Gründung oder Vergrößerung des eigenen Haushalts steht in Aussicht;
– Frauen bringt dieser Traum Rückschläge in Sachen Liebe, Gesellschaft und Geschäft. Falsche
Darstellungen werden sie überwältigen.
(ind. ) : – sehen: man will dich nicht befördern;
– nasser: du wirst erkennen, daß deine Vorgesetzten dich nicht lieben, weil du zu jähzornig bist;
– an den Füßen: dein Vorhaben wird auf Widerstand stoßen;
– formen: du hast schöne Ideale.
(Siehe auch „Haus“)
Lehmgrube
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder hineinfallen: du wirst dich aus deinen Verlegenheiten kaum befreien können.
(europ.) : – in ihr sein: du begibst dich mutwillig in Gefahr.
(ind. ) : – du solltest wegen deines Leichtsinns getadelt werden.
Lehnstuhl
Allgemein:
Lehnstuhl zeigt Behaglichkeit, Harmonie und Frieden an, (oft in der Familie). Sitzt man darin, warnt das aber vor Bequemlichkeit und zu großer
Selbstzufriedenheit.
Psychologisch:
Sitzt man in Urgroßvaters Lieblingssessel, baut man im Wachzustand wohl auf die Förderung anderer, um ein bequemes Leben zu haben; man will
seine Ruhe haben, bemerkt aber nicht, daß einem die Felle wegschwimmen, weil man selbst nicht allzuviel leistet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darin sitzen: dir steht ein bequemes Leben bevor, das dir aber nicht zuträglich ist.
(europ.) : – baldige Erledigung einer Sache und Hilfe durch einen Freund;
– falls die Jugend voller Kämpfe war: das Alter wird Glück und Frieden bringen;
– in einem sitzen: Ansporn zur Arbeit, um Erfolge zu erringen.
(ind. ) : – man wird dich vor bösen Angriffen der Menschen schützen.
(Siehe auch „Sessel“)
Lehre
Assoziation: – Arbeit an Wissen oder Kommunikation.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, meine Weisheit anzuerkennen oder mit anderen zu teilen?
Psychologisch:
Ist der Lehrende freundlich und hilfsbereit, so will Ihnen Ihr Unbewußtes etwas sagen, das Ihre Lebenssituation allgemein oder ein bestimmtes
Problem betreffen kann. Der Lehrende kann aber auch ein guter Bekannter sein, der Ihnen rät. Nehmen Sie freundliche Kritik an Ihrer Person ruhig
an. Ein offenes Wort von einem Freund kann viele neue schöpferische Ideen bewirken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erteilen: du bist gutmütig;
– empfangen: du wirst gerechte Menschen kennen lernen.
(Siehe auch „Lehrer“)

886
Lehrer
Assoziation: – Lernen; Disziplin.
Fragestellung: – Was will ich wissen?
Allgemein:
Für die meisten Menschen ist der Lehrer die erste Autoritätsperson, der sie außerhalb der Familie begegnen. Lehrer haben tiefgreifenden Einfluß auf
die Kinder, und viele Menschen träumen auch nach Abschluß ihrer Schulzeit noch von ihren Lehrern. Ein Lehrer kann Konflikte heraufbeschwören,
wenn seine Ansichten völlig anders sind als jene, die das Kind von zu Hause mitbekommt. Solche Konflikte müssen vielleicht in späteren Jahren mit
Hilfe von Träumen gelöst werden. Lehrer kann auffordern, sich selbst besser zu erkennen oder in einer Angelegenheit mehr Informationen zu
sammeln. Gelegentlich kündigt er Probleme an oder warnt vor Besserwisserei. Im Traum treten oft dem Träumenden noch aus seiner Jugend
bekannte oder unbekannte Lehrer auf. Sie weisen darauf hin, daß die Schule des Lebens ein Leben lang andauert und geben dem Träumenden auch
jetzt noch Lehren, die dieser ernst nehmen und befolgen sollte, denn der Lehrer hat im Traum meist eine hilfreiche seelische Aufgabe. Die Lehren der
im Traum auftretenden Lehrer beziehen sich häufig auf Verhaltensweisen, die der Träumende im Wachzustand vernachlässigt. Oft kann durch
Beachten dieser Lehren ein tatsächliches Problem gelöst werden.
Psychologisch:
Als solcher ist er eine archetypische Figur der Autorität, er ist mal ein Weiser, dessen Wegweisung wir oft nicht folgen, weil uns einfach die Kraft
fehlt, dann wieder der eigene Vater, der Polizist, der Chef oder der alte Mann, dessen Meinung wir uns zu eigen machen sollten. Oft auch schlicht das
Unbewußte, das uns eines Besseren belehren will. Wenn der Träumende nach Führung sucht, kann sich Animus oder Anima im Traum als Lehrer
zeigen. Oft übernehmen diese gegengeschlechtlichen Figuren die Rolle des Schuldirektors (jemand, der es „besser weiß“). Wenn nicht eine
Beziehung aus der Schulzeit vorliegt, so sind die Lehrer die in Männerträumen auftauchen, meist männlichen Geschlechts. Kommt im Traum eine
Lehrerin vor, liegen die Dinge anders: Lehrerinnen können auf verschüttete sadistische oder masochistische Züge hinweisen. Vielleicht wäre es dem
Träumer gar nicht so unangenehm, würde er streng genommen werden. Oder er hat vielleicht selber das Bedürfnis, jemanden zu züchtigen. Der
Lehrer warnt jedoch meistens vor einer verfahrenen Lage, will uns einen gangbaren Weg zeigen. Ist der Lehrer im Traum besonders streng, ist die
Situation im Wachen sehr ernst. Oft läßt man sich im Traum auch von einem bekannten oder unbekannten Lehrer ins Heft schauen, dann wird im
Wachleben wohl offengelegt, was man gern verbergen möchte. Schon die alten Ägypter meinten, wer einen Lehrer im Traum sehe, werde vor
Leichtsinn gewarnt. In Prüfungsträumen ist er übrigens meist nur eine Randfigur, um dem Traumbild einen Rahmen zu geben.
Spirituell:
Ein spiritueller Lehrer erscheint im Traum oder im Leben eines Menschen, wenn dieser bereit dafür ist. Es gibt die Redensart, „Wenn der Schüler
bereit ist, kommt der Lehrer“. Häufig nimmt der spirituelle Lehrer nicht die Rolle des alten Weisen oder der weisen alten Frau an, die dem
Verständnis des Träumenden angemessen ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: dich erwarten Tadel, Rügen und Vorwürfe;
Warnung vor Leichtsinn der große Verluste mit sich bringen würde.
(europ.) : – man geht einer Prüfung entgegen und zweifelt, ob man alles richtig machen wird;
– sehen: Warnung vor unüberlegten und leichtsinnigen Handlungen;
– mit ihm verkehren: man wird Freude und Nutzen am Studium eines Problems haben;
– mit einem sprechen: es ist höchste Zeit, alte, unerledigte Probleme zu klären;
– belehrt werden: Verärgerung über Kleinigkeiten;
– etwas lehren: Einladung zu einer Feierlichkeit;
– selbst sein: man will alles besser wissen als andere; auch: man wird den gewünschten Erfolg mit
literarischen oder anderen Arbeiten erzielen.
(ind. ) : – sehen: du benimmst dich mitunter wie ein Tor; sei nicht leichtsinnig;
– sprechen: du hattest vor, dich von einer geliebten Person zu trennen.
(Siehe auch „Alter“, „Chef“, „Direktor“, „Mann“, „Unbekannter“, „Prüfung“, „Schule“, „Vater“)
Lehrerin
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: du möchtest klüger erscheinen, als du bist.
Lehrling
Psychologisch:
Er erinnert uns an die eigene Jugend, deckt manche Schwächen auf, die uns erst jetzt bewußt werden (man lernt ja nie aus!). Träumt ein Chef von
seiner Lehrzeit, weist ihn das Unbewußte wohl darauf hin, daß er die jungen Leute von heute besser verstehen lernen sollte. Der Lehrling im Traum
ist eben oft eigentlich der Meister, der uns lehren will, wie wir im Wachleben unsere Angelegenheiten meistern können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Lehrjunge: du wirst noch einmal von vorn anfangen müssen.
(europ.) : – sehen oder ihm begegnen: man wird gute geschäftliche Nachrichten erhalten;
– selbst sein: man wird Erfolg haben; auch: Schwierigkeiten haben, einen Platz zwischen den Freunden zu finden.
(Siehe auch „Schule“, „Schüler“)
Leib
Allgemein:
Leib ist meist im Sinne von Kö rper zu verstehen; auch sexuelle Bedürfnisse können dahinter stehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Körper) dein eigenen sehen: glückliche Ehe;
– verletzt sehen: du wirst einer Gefahr glücklich entgehen;
– waschen: du hast ein Unrecht gutzumachen.
(europ.) : – rein sexueller Traum; meist Vorspiegelung von Wünschen, die nicht oder noch nicht erfüllt wurden;
– einen großen schönen haben: bedeutet materielles und gesundheitliches Wohlergehen;
– einen wachsenden oder sich ausdehnenden haben: verheißt bei Männern Verbesserung der Lage, bei jungen Mädchen heimliche
Liebesgeschichte; bei jungen Frauen Schwangerschaft; bei alten Frauen: man wird materielle Zuwendungen erhalten;
– ein abnehmender oder zusammenschrumpfender: bedeutet sinkender Wohlstand, Schwächung des Gesundheitszustandes oder
Erkrankung;
– sich auflösender: deutet auf einen schweren Verlust oder auf lebensgefährliche Erkrankung hin;
– an ihm Verletzungen haben oder erhalten: man wird etwas entbehren müssen;
– bleischwer und in der Bewegung behindert: es sind große Hindernisse oder ein ernstes Mißgeschick in einer Sache zu erwarten;
– ohne irdische Schwere, schwebend: verkündet widrige Situationen oder Verhältnisse, aus denen man sich nicht befreien kann;

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– ihn entblößen: man wird in Schande geraten;
– wenn er von anderen entblößt wird: Warnung, sich nicht umgarnen zu lassen;
– eines anderen entblößt sehen: bei erotischer Tendenz wird eine Liebessehnsucht erfüllt werden; bei fehlender Erotik wird man
eine überraschende Entdeckung machen;
– eines anderen entblößen: bei erotischer Tendenz Zeichen für heimliche oder verbotene Liebesgeschichten; mangels solcher Tendenz
wird die Schande eines anderen ans Licht kommen oder ein falscher Freund entlarvt werden.
(Siehe auch „Körper“)
Leibbinde
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine sehen oder tragen: Leibschmerzen und Durchfall bekommen.
Leibchen
Volkstümlich:
(europ.) : – Einer jungen Frau, die von einem hübschen Leibchen (im Stil eines Kleides) träumt, wird wegen ihrer Findigkeit und ihrer guten
Manieren Bewunderung zuteil werden. Erkennt sie, daß das Leibchen zerrissen ist, muß sie wegen illegaler Verwicklungen Tadel
einstecken. Probiert sie ein Leibchen an, wird sie in der Liebe auf Rivalinnen stoßen; wenn es gut zu ihr paßt, wird sie erfolgreich
Rivalinnen aus der Bahn schlagen.
Leibschmerzen
Allgemein:
Leibschmerzen deutet die altindische Traumlehre als Warnung vor Leichtsinn und Übermut.
Psychologisch:
Sind sie im Wachzustand nicht mehr zu spüren, deuten sie auf innere Zweifel hin, die man beseitigen sollte, manchmal auch auf körperliche
Schwächezustände, die in die Krankheit münden könnten, gegen die man rechtzeitig Vorsorge treffen sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: du wirst eine Dummheit begehen.
(ind. ) : – was du verdienst, sollst du nicht leichtsinnig mit anderen vergeuden, die es nur auf dein Geld abgesehen haben.
(Siehe auch „Magen“)
Leibwache
Allgemein:
Leibwache symbolisiert das Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit; das kann sich auch auf Gefühle, Leidenschaften und Begierden beziehen, vor
denen man sich selbst schützen soll.
(Siehe auch „Wache“)
Leichdorne
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Hühneraugen) haben. Todesfall.
Leiche
Allgemein:
Schlimmer als Todesträume sind Leichenträume. Die Leiche ist mehr als tot. Sie hat nicht das geheimste Leben mehr. Auf solch eine Leiche stößt
etwa der Träumer. Sie liegt am wenig beachteten Orte. Man hat vielleicht einen Schrank geöffnet und entsetzt einen längst Toten darin gefunden. Im
Keller oder unterm Dach kann die Leiche liegen. In manchen Träumen teilt sie das Lager des Träumers. Nicht nur in den düsteren Meldungen der
Gerichte, nicht nur in dem auf gruselige Spannung ausgehenden Kriminalroman, nein, auch im Traume kann ein Mensch entdecken, daß er im Koffer
eine Leiche mit sich führt. Das ist etwas völlig Totes, Abgestorbenes, das der Träumer aber immer noch in seinem Lebensgepäck mitschleppt. Längst
hätte er es begraben sollen. Meist merkt es der Träumende nicht, daß er einen Herd seelischer Infektion stets bei sich trägt. Eher als er merkt es aber
seine Umwelt, die nicht begreift, daß er an längst vergangenen Geschehnissen, ein Unglück vor vielen Jahren, das scheinbar längst gut gemacht ist,
noch immer leidet und das Vergangene einfach nicht begraben will. Es kann sein, daß die Leiche auch eine weltanschauliche Haltung darstellt, die
man nur noch äußerlich pflegt, in der man aber selbst nicht mehr lebt. Dennoch wird dieser noch immer geopfert, als einer toten Konvention, die man
nährt auf Kosten des gegenwärtigen Notwendigen, des werdenden Lebens.
Psychologisch:
Während Träume von Begräbnissen und Tod meist keine schrecklichen Bedeutungen haben, sondern eher als Wandlungssymbol gesehen werden, ist
die Leiche ein echtes Gefahrensymbol. Leiche kann für Fehler, Schuld und Versagen in der Vergangenheit stehen, die man zu verbergen sucht,
obwohl sie längst erledigt sind. Längst abgestorbene Seiten, Beziehungen, Erledigtes und ein Absterben bestimmter Gefühle des Träumenden, von
denen er sich schon längst hätte trennen sollen und die ihn innerlich vergiften, kommen so zum Ausdruck. Manchmal kommt der unbewußte Wunsch
nach dem Tod eines anderen zum Ausdruck, mit dem man Probleme hat. Leichen tauchen häufig in Träumen von Menschen auf, die in oder mit
ihrem Beruf unzufrieden sind: Man will etwas ändern, aber es gelingt einfach nicht. In einigen Träumen sind sie auch ein Sinnbild für überwundene
Schwierigkeiten. Der Träumende muß sich von diesen in ihm verkapselten Komplexen trennen, dies kann nur geschehen, wenn er sie sich ins
Bewußtsein rufen kann. Treten Träume von Leichen verstärkt auf, ist psychotherapeutische Beratung angeraten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: gute Gesundheit erlangen; eine freudige Botschaft erhalten, die das Leben positiv beeinflußt;
– einbalsamierte (eine Mumie) sehen: auf seine anscheinend feste Gesundheit nicht allzusehr vertrauen;
– in ein Grab senken sehen: bevorstehende Trennung von geliebten Personen;
– sich selbst als eine sehen: man wird alle Sorgen und Widerstände, auf die man trifft überwinden;
– einen Bekannten als solche sehen: diesem wird ein langes Leben beschieden sein;
– eine sich wieder bewegend oder sprechend: eine unerwartete gute Nachricht erhalten.
(europ.) : – Symbol für erledigte Vorfälle, bei denen persönliche Fragen noch nicht restlos geklärt sind; ist ein Hinweis auf schlechte Aussichten
für das Lebensglück und verheißt schlimme Nachrichten von Abwesenden und düstere Geschäftsaussichten;
jungen Leuten begegnen Enttäuschungen, und sie verlieren ihre Lebenslust;
– sich selbst als eine sehen: stellt die Befreiung von einer großen Sorge in Aussicht;
– unbekannte sehen: kündet Geburt im Familien- oder Freundeskreis an; du wirst zu einem Familienfeste geladen;
– im Hause sehen: kündigt eine bevorstehende Hochzeit an;
– im Sarg sehen: kündigt unmittelbar bevorstehende Sorgen an;

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– eine im Koffer mit sich herumschleppen: im Lebensgepäck längst Abgestorbenes mit sich schleppen, oder kein ruhiges Gewissen haben;
– eine Schwarzgekleidete: deutet auf den gewaltsamen Tod eines Freundes im Zusammenhang mit einer gewagten geschäftlichen
Verstrickung hin;
– ein von Toten übersätes Schlachtfeld sehen: ist ein Vorbote von Krieg und Streitigkeiten zwischen Ländern und politischen Parteien;
– eines nahen Familienmitgliedes: dieses oder ein anderes Familienmitglied wird sterben; es kommt zu häuslichen Zerwürfnissen, oder
es ist eine geschäftliche Flaute möglich; für Liebende ist dies ein Zeichen, daß man das Versprechen der ewigen Treue nicht halten kann;
– Geld auf die Augen einer Leiche legen: ohnmächtig erleben, wie skrupellose Feinde einem ausrauben;
– auf nur einen Auge Geld legen: es gelingt einem, nach einem fast hoffnungslos erscheinenden Kampf verlorenes Vermögen
zurückzugewinnen;
– einbalsamieren: du mußt auf unangenehme Überraschungen gefaßt sein;
– mit schlechtem Geruch: Sorgen;
– ins Grab senken: du wirst eine reiche Frau (reichen Mann) bekommen;
– ein Tierkadaver: verweist auf geschäftliche und private Probleme;
– Ist eine Leiche im Geschäft, werden alle Betroffenen mit Einbußen und unerfreulichen Dingen konfrontiert.
Die Aussichten auf eine harmonische Arbeitsatmosphäre sind äußerst ungünstig.
– Bei einer jungen Frau prophezeit dieser Traum Kummer und Verderben, denn sie hat sich auf hinterhältige Menschen eingelassen.
– Träumt eine junge Frau, der Eigentümer des Geschäfts, in dem sie arbeitet, sei eine Leiche, und wird ihr
bewußt, daß sein Gesicht glattrasiert ist, dann wird sie der Idealvorstellung des Geliebten nicht gerecht.
– Sieht eine Frau den Kopf von einer Leiche abfallen, muß sie sich vor unsichtbaren Feinden hüten, die nicht
nur ihr selbst, sondern auch den Interessen ihres Arbeitgebers schaden.
(ind. ) : – im Haus: du wirst einem frohen Fest beiwohnen;
– sehen: du wirst einsehen, daß man nichts übers Knie brechen kann;
– Leichen: man wünscht dich als Ratgeber zu hören.
(Siehe auch „Grab“, „Mörder“, „Sarg“ und andere Stichwörter, die mit dem Begriff Leiche zusammenhängen)
Leichenbegräbnis
Volkstümlich:
(europ.) : – Vergrößerung der Familie oder Zunahme der irdischen Güter oder sonstige äußere Vorteile künden sich an.
Leichenbestatter
Psychologisch:
Ein Leichenbestatter im Traum könnte eine Autoritätsperson im Wachleben darstellen – jemand, der für andere die Erledigung einer notwendigen
und schmerzlichen Aufgabe übernimmt, die diese selbst besorgen können. Man selbst könnte der Leichenbestatter sein und eine schwere
Verantwortung tragen. Übernimmt das Wach-Ich zuviel Verantwortung? Wenn der Leichenbestatter einem und die Trauergemeinde zum Grabe
führte, könnte der Traum bedeuten, daß dem Wach-Ich eine Zeit des Wandels bevorsteht.
(Siehe auch „Leiche“)
Leichenhaus
Allgemein:
Die Leichenhalle ist ein beängstigender Ort, weil sie mit dem Tod in Verbindung steht. Wenn eine Leichenhalle im Traum erscheint, muß der
Träumende in der Regel seine Ängste und Gefühle im Hinblick auf den Tod nachdenken. Leichenhaus kann für Gefühle und Hoffnungen stehen, die
sich nicht erfüllt haben; das kann mit Abschied und Trennung verbunden sein.
Psychologisch:
Sieht der Träumende in seinem Traum eine Leiche in einer Leichenhalle, ist es für ihn an der Zeit, über einen Teil seines Selbst, der gestorben ist,
nachzudenken oder aber auch über eine Beziehung, der dieses Schicksal beschieden ist. Ist der Träumende selbst die Leiche, hat er vielleicht einen
Zustand von Trägheit herbeigeführt, der nicht zuläßt, daß er das Leben richtig genießen kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann die Leichenhalle im Traum unter Umständen Neuanfang signalisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder betreten: die Nachricht von dem Tod oder der schweren Erkrankung eines Bekannten.
(europ.) : – sehen: weist auf einen Todesfall oder einen Vermögensverlust hin.
(ind. ) : – jemand wird sich von dir verabschieden;
– für Liebende nahe Trennung.
Leichenmahl
Artemidoros:
Nichts Gutes bedeutet es, die bei den Totenopfern und Leichenmahlen aufgetragenen Speisen zu sehen oder von ihnen zu essen noch ein
Leichenmahl aufgetischt zu bekommen; denn es prophezeit Kranken den Tod, Gesunden aber den Verlust eines Familienangehörigen. Syros träumte,
er setze seinem Herrn ein Leichenmahl vor. Bald darauf bestattete er seinen Herrn, ebenso wie jener, der im Traum von seinem Patron freigelassen,
diesen durch den Tod verlor.
(Siehe auch „Totenfeier“)
Leichenschänder
Assoziation: – Tod bei lebendigem Leibe.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist lebensbedrohlich für mich?
Leichenschauhaus
Volkstümlich:
(europ.) : – eines betreten um jemand zu besuchen: bald von der Todesnachricht eines Verwandten oder Freundes überrascht werden;
– dort viele Leichen sehen: man wird mit vielen Sorgen und Problemen konfrontiert werden.

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Leichentuch
Allgemein:
Ein Leichentuch in einem Traum kann ein furchterregender Anblick sein, da es einen Toten verhüllt, dessen Identität damit verborgen ist.
Psychologisch:
Ein Leichentuch im Traum kann bedeuten, daß der Träumende etwas zudeckt. Bei diesen „Leichen im Keller“ kann es sich um vergangene
Missetaten, abgetötete Persönlichkeitsanteile oder um Beziehungen handeln, die der Träumende auf dem Gewissen hat. Es ist an der Zeit, daß sich
der Träumende mit diesen Dingen konfrontiert und das Leichentuch fortnimmt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist ein Leichentuch im Traum ein Zeichen von Hochachtung.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Krankheit und die damit verbundenen Sorgen und Ängste; zusätzlich noch Intrigen bösartiger
und falscher Freunde; es kommt zu geschäftlichen Rückschlägen;
– mit einem bedeckte Leichen: sind ein Vorzeichen für eine Vielzahl von Unglücksfällen;
– von einem Toten entfernt werden: es kommt wegen Streitigkeiten zur Entfremdung.
Leichenverbrennung
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst von entfernten Freunden Nachricht erhalten.
Leichenwagen
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum einen Leichenwagen sieht, sollte er möglicherweise erkennen, daß es für sein Leben oder für ein Vorhaben,
mit dem sich der Träumende trägt, eine zeitliche Begrenzung gibt, oder, daß man Gefühle und Erwartungen endgültig begraben sollte.
Psychologisch:
Vielleicht wird der Träumende durch den Traum in seinem Wissen bestärkt, daß ein Teil seines Selbst nicht mehr lebendig ist und daß es vielleicht
besser ist, diesen Teil loszulassen, statt ihn wiederzubeleben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Leichenwagen im Traum immer den Tod oder das Ende einer Sache.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einem begegnen: baldiger Verlust wird sich einstellen.
(europ.) : – Vorzeichen einer Todesnachricht; man wird in Kürze eine wichtige Veränderung vollziehen;
es wird einem nicht gelingen, die Geschäfte zufriedenstellend zu regeln;
– vorüberfahren sehen: man sollte sich von einer Person, einer alten Gewohnheit oder einer längst überholten Einstellung verabschieden;
– einen den eigenen Weg kreuzen sehen: man wird sich mit einem Todesfeind auseinandersetzen müssen.
Leichenzug
Psychologisch:
Mit ihm wird etwas zu Grabe getragen, manchmal nur die Angst, man könnte versagen. Oder ein Kapitel unseres Lebens wird abgeschlossen, und wir
stehen vor einem neuen Anfang, schauen aber vielleicht wehmütig auf Vergangenes zurück.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sich daran beteiligen: eine unerwartete Erbschaft bekommen.
(europ.) : – allgemein: unerwartete Geldgewinne oder eine Erbschaft;
– für einen Ehegatten bedeutet es: Familienzuwachs;
– für den Ledigen: baldige Heirat;
– für Angestellte: Beförderung.
(ind. ) : – du hast im Leben viel Glück;
– großen sehen: Reichtum und Glück;
– selbst im Leichenzug gehen: Erbschaft.
Leichtigkeit
Psychologisch:
Sie wollen sich federleicht fühlen, abheben und fliegen können, jede Art von Ballast abwerfen und in Ihrem eigenen Leben herausfinden, ob die
„unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ nicht doch „sehr erträglich sein“ könnte! Ein Sehnsuchtstraum von Menschen, denen das reale Alltagsleben „zu
schwer“ geworden ist und die ihrem Wesen nach nur „in Freiheit und Leichtigkeit“ Entfaltung und Erfüllung finden können.
Leid
Volkstümlich:
(arab. ) : – ertragen müssen: du wirst etwas Ungeahntes erleben.
(europ.) : – Not leiden: man wird ernsthaften Schwierigkeiten begegnen;
– die Not besiegen: man wird die derzeitigen Schwierigkeiten bewältigen.
(Siehe auch „Not“)
Leiden
(Erkrankung)
Volkstümlich:
(europ.) : – eines haben: deutet auf eine leichtere Krankheit oder auf Probleme mit einem Verwandten hin;
– Glaubt sich eine junge Frau unheilbar krank, wird sie ihr Leben wahrscheinlich glücklich und unverheiratet verbringen.
(Siehe auch „Krankheit“)
Leidenschaft
(Temperament)
Volkstümlich:
(europ.) : – die Beherrschung verlieren: Zeichen von häuslichem Ärger.

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Leier
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du bist unbeständig;
– spielen: du darfst fröhlichen Mutes sein.
(ind. ) : – du bist heute so, morgen anders.
Leierkasten
Psychologisch:
Er spielt immer die alte Leier; wer ihn also im Traum hört oder sieht, möchte sich von einer bestimmten Bindung lossagen, die – außer Langeweile –
nichts mehr bringt.
Volkstümlich:
(europ.) : – spielen oder spielen hören: verkündet Neuigkeiten und interessante Bekanntschaften.
(ind. ) : – sehen: man fordert von dir mehr, als du geben kannst;
– hören: zudringliche Leute bedrängen dich;
– spielen: du wirst eine angenehme Bekanntschaft machen.
Leihbibliothek
Volkstümlich:
(arab. ) : – besuchen: deutet auf ein langweiliges Leben.
– (sie benutzen): du mußt deine Zeit besser ausnützen.
Leihen
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum einem anderen Menschen einen Gegenstand leiht, wird er sich dessen bewußt, daß die Eigenschaften, welche
durch diesen Gegenstand symbolisiert werden, nicht fortgegeben werden können, weil sie fest mit dem Träumenden verbunden sind, daß er sie
jedoch mit anderen teilen kann. Verleiht eine andere Traumfigur einen Gegenstand an den Träumenden, dann handelt der Träumende vielleicht nicht
verantwortlich genug, um das, wofür dieser Gegenstand steht, selbst zu besitzen.
Psychologisch:
Wenn der Träumende Geld verleiht, schafft er in seinem Leben ein Band der Verpflichtung. Wird ihm Geld geliehen, dann ist er aufgefordert,
darüber nachzudenken, wie er mit seinen Ressourcen umgeht und wer ihm bei dieser Besinnungsarbeit welcher Art von Unterstützung gewähren
kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist das Leihen im Traum mit Heilung und Unterstützung verbunden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden etwas: Undank erfahren.
(europ.) : – bedeutet Sorgen und Verluste; eine durchgemachte Versuchung findet ihren Ausweg;
– leiht ein Bankier Geld von einer anderen Bank: ein Alleingang wird ihn niederschlagen, es sei denn, er beherzigt diese Warnung;
– eine Person von einem Geld leiht: in Zeiten der Not, wird einem Hilfe gewährt oder angeboten; wahre Freunde werden einem
unterstützen;
– Gibt eine junge Frau geliehenes Geld aus, wird man herausfinden, auf welche Art sie betrügt. Auf diese Weise wird sie einen
wertvollen Freund verlieren.
(ind. ) : – von anderen: hüte dich vor Leichtsinn;
– jemanden etwas: man verehrt dich.
(Siehe auch „Verleihen“)
Leihhaus
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Leihhaus, dann kann dies ein Hinweis darauf sein, daß der Träumende nicht sorgsam genug mit seinen materiellen
oder emotionalen Ressourcen umgeht. Vielleicht geht er unnötige Risiken ein, über die er sorgfältiger nachdenken sollte. Leihhaus stellt auch
Versuchungen dar, denen man nicht folgen darf, weil man sonst auf Abwege gerät und mit Problemen rechnen muß.
Psychologisch:
Wer sich oder einen anderen im Traum in einem Leihhaus sieht, muß im Wachleben wohl etwas hergeben, an dem er einmal sehr gehangen hat. Das
Leihhaus umschreibt auch unsichere Gefühle, manchmal sogar psychische Störungen, die in der Angst begründet sind, nach außen nicht so zu
wirken, wie man sich gern sehen möchte. Der Träumende ist sich dessen vielleicht bewußt, daß bestimmte Eigenschaften und Kennzeichen, die er
von anderen Menschen übernommen hat, für ihn keinen Wert haben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt ein Leihhaus im Traum den verschwenderischen Umgang mit den eigenen Energiequellen dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dort etwas verpfänden oder besuchen: du wirst in große Abhängigkeit geraten; Verschuldung, Verlust und Notlage;
– sehen: unangenehmes Ereignis.
(europ.) : – sehen oder betreten: zeigt eine Verirrung an; man wird einer Versuchung ausgesetzt; materielle Rückschläge kündigen sich an;
– benutzen: man befindet sich auf einem falschen Weg oder sucht nach einem Ausweg aus einer Verlegenheit;
– besitzen oder darin tätig sein: man wird die Schwierigkeiten anderer hineingezogen.
(ind. ) : – sei vorsichtig, es hat den Anschein, als sei deine Freiheit bedroht.
(Siehe auch „Pfand“)
Leim
Allgemein:
Leim kann allgemein starke Anteilnahme an Vorgängen und Personen anzeigen, zum Teil auch auf zähe Gewohnheiten oder heftige Leidenschaften
hinweisen, an denen man klebt. Zum Teil warnt er davor, sexuelle Bedürfnisse ungezügelt auszuleben.
Psychologisch:
Wer damit im Traum arbeitet, der hält entweder an einmal gefaßten Plänen fest oder wird – im schlechten Sinn – geleimt. Vielleicht kommt er auch
von irgend etwas (einer intimen Beziehung?) nicht los, obwohl er darunter leidet.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder bereiten: ekelhaften Vorgängen ausgesetzt werden;
– etwas zusammenfügen: festes Zusammenhalten mit deinen Angehörigen wird dich vor Gefahr schützen;
– sich damit beschmutzen: deine Unreinlichkeit wird dich in Mißfallen bringen.
(europ.) : – wenn nicht rein erotisch-sexuell zu verstehen, dann als Warnung, daß man von Liebesaffären oder erotischen Bindungen
nicht mehr loskommt;
– sehen: bürgt für treue Freundschaft und warnt vor Betrügereien; man soll an etwas festhalten, das man aufgeben möchte;
– damit hantieren: bringt Lockerung oder Verlust einer Beziehung oder Verbindung;
– leimen: du wirst alte Bekanntschaften auffrischen;
– mit ihm in unangenehme Berührung kommen: Liebeskummer;
– daran festkleben: man wird auf jemanden hereinfallen.
(ind. ) : – sage nicht zu allem Ja und Amen.
(Siehe auch „Kleben“)
Leimrute
Volkstümlich:
(arab. ) : – legen: man wird zur Vorspiegelung falscher Tatsachen verleitet werden.
(ind. ) : – man soll nicht alles glauben; du wirst hinterlistige Menschen kennen lernen.
Leine
Assoziation: – Kontrolle; Zurückhaltung.
Fragestellung: – Was führt mich? Woran bin ich gebunden?
Psychologisch:
Man führt auch im Traum einen Hund daran spazieren. Möglicherweise aber sind wir selbst dieser Hund, den im Wachleben andere am Gängelband
halten. Es kommt also darauf an, wen man da im Traum an der Leine hat; auf jeden Fall will man im Wachleben jemanden für sich einnehmen, wenn
nicht gar nach eigenem Belieben lenken. Wer an einer Leine zieht, der möchte im Wachzustand „Leine ziehen“, sich auf und davon machen, weil ihm
irgend etwas an einer Person oder einer Sache nicht paßt.
Volkstümlich:
(europ.) : – (Schnur), daran etwas führen: durch deine Verfolgungssucht wirst du dich nicht beliebt machen.
Leinen
Allgemein:
In Träumen kann Leinen auf einer praktischen Ebene auf die Wertschätzung von schönen Gegenständen verweisen. Tischwäsche aus Leinen
beispielsweise deutet möglicherweise auf eine Feier hin, bei der der Träumende nur das Beste verwenden will. Bettücher aus Leinen können darüber
hinaus Sinnlichkeit symbolisieren. Leinen deuten alte Traumbücher als Hinweis, daß man mit Umsicht und Fleiß viel erreichen kann. Ein sehr großes
Leinentuch soll Krankheiten ankündigen.
Psychologisch:
In der heutigen Zeit, in der alles so schnell und so einfach wie möglich erledigt wird, kann Leinen im Traum auf eine langsame Gangart und einen
behutsamen Umgang verweisen und darauf, daß der Träumende dank einer solchen Einstellung von seinem Leben mehr hat.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Leinen im Traum Reinheit und Rechtschaffenheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen allgemein: Vorzeichen für eine beständige Partnerschaft oder Ehe;
– feines: Wohlstand;
– grobes: bescheidenes Auskommen;
– Bettücher: ein Krankheitsfall steht in der Familie bevor.
(europ.) : – steht für Reichtum und Vergnügen;
– oder Leinwand besitzen: bedeutet, daß in nächster Zeit frohe Ereignisse eintreten werden;
– jemanden darin gekleidet sehen: bald eine freudige Botschaft in der Art einer Erbschaft empfangen;
– in sauberes, feines Leinen gehüllt sein: Reichtum und vollstes Vergnügen sind einem sicher;
– in schmutziges Leinen gehüllt sein: gelegentlich Pech und Kummer erleiden; geschäftliche Verluste.
(ind. ) : – feines: wenn du Vorsicht übst, kann alles gut werden;
– grobes: du wendest zwar viel Fleiß an, aber es will dir trotzdem nichts gelingen.
(Siehe auch „Leinwand“)
Leinenweber
Volkstümlich:
(arab. ) : – (arbeiten) sehen oder sprechen: Hunger und Kummer zu erleiden haben.
Leinöl
Volkstümlich:
(europ.) : – Gewinn; Freunde werden einem den Weg ebnen.
Leinsamen
Artemidoros:
Leinsamen und Senf sind nur Ärzten nützlich, allen übrigen Menschen verursachen sie heftige Schmerzen und bringen Verborgenes zutage.
Volkstümlich:
(arab. ) : – viel Mühe.
(ind. ) : – deine Arbeit ist die Mühe wert.
Leintuch
Volkstümlich:
(arab. ) : – Krankheit.
(europ.) : – großes sehen: bedeutet eigene schwere Erkrankung oder die eines nahestehenden Menschen.
(ind. ) : – lasse dich nicht von den Menschen bedauern, sie meinen es nicht ehrlich mit dir.

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Leinwand
Allgemein:
Leinwand ist ein allgemeines Glückssymbol, wenn sie nicht schmutzig oder beschädigt ist.
Psychologisch:
Symbol für eine Projektion – und Bildfläche – als Traumsymbol gilt eine Leinwand demnach als „Darstellungsraum“ eines seelisch – geistigen
Zustandes. Es wäre wichtig, sich daran zu erinnern, was auf der geträumten Leinwand zu sehen war.
Volkstümlich:
(arab. ) : – kaufen: dein Wohlstand wird sich heben.
(europ.) : – feine: bedeutet Wohlstand;
– grobe: man wird seine Aussteuer erhalten;
– eine saubere weiße sehen: verheißt den Beginn einer günstigen Periode;
– schmutzige oder zerrissene sehen: Mißerfolg bei einer Arbeit oder bei einem Unternehmen;
– herstellen: verspricht Erfolg bei der Arbeit oder bei einem Unternehmen;
– besitzen: verheißt Geld und Gut.
Leisten
Artemidoros:
Die Leisten befinden sich bei den Schamgliedern und bedeuten dasselbe wie Letztere.
Psychologisch:
Wer seine Schuhe im Traum über einen Leisten spannt, der steht vor einer schwierigen Phase auf seinem Lebensweg, weil er alles über einen Leisten
schlägt, also alles nach ein und derselben Art behandelt.
Volkstümlich:
(europ.) : – zum Schuh: man nützt dich aus.
(Siehe auch „Schuster“)
Leistung
Psychologisch:
Nicht immer tadeln die Träume uns nur. Manchmal gratulieren sie uns auch und erkennen eine Leistung an, die unser Wach-Ich aus irgendwelchen
Gründen nicht erkennt. Wenn dies geschieht, sollte uns das stärken. Sie träumen vielleicht, Ehrungen zu empfangen: Man verleiht einem ein Titel
oder ein Diplom, oder man bekommt ein Abschluß-Zeugnis von einer höheren oder Hochschule oder einen Ordnen, oder man schießt ein
entscheidendes Tor für die liebste Mannschaft. In der Realität scheinen solche persönlichen Leistungen häufig anderen wichtiger zu sein als einem
selbst, und deshalb gestatten wir uns im Traum zuweilen zuviel der Ehre. In einem solchen Fall ist man sich vielleicht der Bedeutung einer der
Leistungen gar nicht voll bewußt. Nehmen im Traum Eltern oder der eigene Partner an der Ehrung teil, darf man gewiß sein, daß sie durch das von
einem Vollbrachte auch tatsächlich in deren Ansehen und Achtung gestiegen sind. Wenn man im Traum ein Rennen oder einen Preis gewonnen hat,
so symbolisiert dies eine Leistung eher psychischer als mentaler Art: Vielleicht hat man mit einer Diät über das Gewicht „gesiegt“ oder das Rauchen
„erfolgreich“ aufgegeben. Ein Traum von Ruhm kann reine Wunscherfüllung sein, aber auch Sinnbild für einen öffentlichen Auftritt oder die
Tatsache sein, daß das (gute oder schlechte!) Verhalten von mehr Leuten registriert wird, als man vielleicht vermutet. Ein Ernte- Traum enthält die
Mitteilung, daß alles seine Folgen hat: Wie man sät, so erntet man. Verlief die Traumernte problemlos, oder verregnete oder verhagelte sie? Wenn
man von einem Heiligenschein träumt, hat man eine ausgesprochene gute Meinung von sich selbst. Aber ist sie auch gerechtfertigt? Hat man jemand
anderes mit einem Heiligenschein gesehen, so mag dies eine Zusammenfassung der Gefühle für diese Person bedeuten.
(Siehe auch unter den einzelnen Bezeichnungen)
Leiter
Assoziation: – nach oben streben.
Fragestellung: – Wie hoch bin ich zu klettern bereit?
Allgemein:
Leiter deutet auf günstige Gelegenheiten zum langsamen, jedoch stetigen Aufstieg und verweist darauf, wie sicher sich der Träumende fühlt, wenn er
sich von einer Situation zur nächsten bewegt. Vielleicht muß er sich erheblich anstrengen, um sein Ziel zu erreichen oder um eine Chance
wahrzunehmen. Dieses Traumsymbol tritt häufig bei Änderungen in der Berufslaufbahn in Erscheinung und hat daher eine offensichtliche Bedeutung
(„Karriereleiter“). Sind die Leitersprossen zerbrochen, muß der Träumende mit Schwierigkeiten rechnen. Wird die Leiter von einer Traumfigur
getragen, könnte dies darauf hinweisen, daß eine andere Person, vielleicht ein Vorgesetzter oder ein Kollege, beim Aufstieg des Träumenden eine
wichtige Rolle spielt. Weitere Bedeutungen ergeben sich aus folgenden Begleitumständen:
– Leiter emporklettern verheißt Ansehen, Erfolg und Ehre.
– Leiter hinabsteigen warnt vor Verlusten, Gefahren und schwindendem Ansehen.
– Leiter herabstürzen ermahnt zu mehr Überlegung, ehe man etwas beginnt.
– Leiter tragen deutet an, daß man sich nur selbst helfen kann.
– Wackelnde oder beschädigte Leiter bedeutet, daß man sich auf eine sehr unsichere Angelegenheit oder Situation eingelassen hat.
Psychologisch:
Eine Leiter stellt die Fähigkeit des Träumenden dar, zu einer neuen Ebene von Bewußtheit vorzudringen. Er bewegt sich vom Materiellen zum
Spirituellen und verschafft sich zugleich Zugang zu seinem Unbewußten. Diese tragbaren Treppen bedeuten übersetzt unsicheres Fortkommen,
Unbeständigkeit. Das „Sprosse um Sprosse“ Höhersteigen auf einer Leiter deutet für das Wachleben einen beschwerlichen Weg nach oben an, der
Sturz von ihr ist ein Fall ins Bodenlose. Die Ansicht von Freud, das beständige Auf- und Absteigen auf einer Leiter umschreibe den Geschlechtsakt,
erscheint uns allzuweit hergeholt.
Spirituell:
Im Traum hat eine Leiter häufig sieben oder zwölf Sprossen. Dies sind die Stadien des Wachstums zur Spiritualität. Sie symbolisiert den Weg zum
Himmel. Man steigt auf durch Demut und sinkt ab durch Stolz.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: hüte dich vor diebischen Menschen;
– angelehnt sehen und nicht besteigen: man wird eine gute Chance verpassen, zu beträchtlichen Erfolg zu gelangen;
auch: du wirst bestohlen werden;
– herabsteigen: du mußt dich nicht selbst erniedrigen; finanzielle Verluste erleiden; ein Krankheitsfall steht bevor;
– hinaufsteigen: zu hohem Ansehen gelangen; im Leben viel Glück durch Fleiß haben;
– hinunterfallen: man hat seine Ziele zu hoch gesteckt und sollte auf dem Boden der Realität bleiben;
– tragen: du wirst jemandem behilflich sein;
– mit zerbrochenen Leitersprossen: es ist mit Schwierigkeiten zu rechnen.

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(europ.) : – Unsicherheit über Erfolg oder Mißerfolg;
– hinaufsteigen und es dennoch nicht tun: man verpaßt eine gute Chance;
– hinaufsteigen: dein Ehrgeiz wird befriedigt werden; man wird Erfolg haben; man wird sich in Stellung
und Verdienst verbessern; Wohlstand und Glück;
– beim hochklettern vom Schwindel gepackt werden: man wird Ehren nicht mit Gelassenheit tragen;
wahrscheinlich wird man in seiner neuen Stellung überheblich und herrisch sein;
– ganz erstiegen haben: hohe Ehren sind in Aussicht, Reichtum und evtl. eine glückliche Heirat;
– herabsteigen: man lohnt dir mit Undank; es wird einen Mißerfolg geben;
– mit Hilfe einer Leiter aus der Gefangenschaft fliehen: man wird trotz vieler Gefahren erfolgreich sein;
– liegen oder abgestellt sehen: eine sich bietende Chance soll man nicht ungenutzt vorübergehen lassen;
– an einem Fenster gelehnt sehen: hüte dich vor Diebstahl oder Betrug;
– eine aufstellen: Durchhaltevermögen und Nervenstärke werden einem zu guten Geschäften verhelfen;
– selbst an ein Fenster lehnen: ein zärtliches Stelldichein; man hat heimliche Absichten;
– eine an ein Fenster gelehnte umstürzen sehen: man wird von einem großen Schaden bewahrt bleiben;
– herunterstürzen: dein Ehrgeiz macht dich unvorsichtig; es droht ein schwerer Zusammenbruch;
bedeutet für Kaufleute erfolglose Geschäftsabschlüsse und eine mißlungene Ernte für Landwirte;
– andere herunterfallen sehen: man wird von einem Menschen in Stich gelassen, von dem man es am wenigsten erwartet hätte;
– tragen: du wirst anderen zu Hilfe kommen oder zu einem Erfolg verhelfen;
– von anderen getragen sehen: es besteht die Gefahr, daß andere einem eine Chance verderben werden;
– eine zerbrochene oder wackelige sehen: eine vorgesehene Sache sollte man liegenlassen, Versagen;
da man durch Schaden und Nachteile nicht zum Ziel kommen wird;
– eine zerbrochene oder wacklige zu gebrauchen versuchen: deutet auf ein unglückliches Unternehmen oder Beginnen hin;
– Steigen junge Menschen auf einer Leiter zum Himmel hinauf, werden sie von einem niederen Stand zu
außergewöhnlichen Ehren erhoben, finden aber weder Zufriedenheit noch viele Freunde.
– Leiterwagen, befrachtet und hochbeladen: bedeutet Wohlstand.
(ind. ) : – hinaufsteigen: du wirst Lorbeeren ernten;
– hinabsteigen: man will dich übervorteilen;
– angelehnt: du sehnst dich nach Liebe;
– von ihr herabstürzen: zuerst denken, bevor man etwas beginnt.
(Siehe auch „Sprosse“, „Treppe“)
Leiterwagen
Allgemein:
Leiterwagen fordert zu mehr Mut und Tatkraft auf, damit man bald zu Ansehen und Wohlstand gelangt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (beladenen) fahren oder fahren sehen: du wirst durch Fleiß Wohlstand erlangen.
(europ.) : – sehen: Fleiß und Arbeit führen zum Wohlstand;
– auf ihm fahren: Reichtum.
(ind. ) : – verliere den Mut nicht;
– einen hochbeladenen sehen: man wird zu Wohlstand kommen;
– auf einem fahren: man möchte ohne großes Zutun rasch vorwärts kommen, wodurch man zwangsläufig enttäuscht wird;
– sich auf einem fahren sehen: du wirst in kurzer Zeit ein Lob erhalten.
Leitung
Psychologisch:
„Stehen Sie auf der Leitung?“ Jemand will Verbindung zu Ihnen aufnehmen, und Sie bemerken es nicht. Die Leitung (wie auch der Draht, das Kabel
usw.) symbolisiert Verbindung durch Kommunikation und „Energieaustausch“.
(Siehe auch „Elektrizität“, „Kabel“, „Telefon“)
Lenden
Volkstümlich:
(arab. ) : – große und starke: gesunde Kinder.
Lektionen
Psychologisch:
Was habe ich versäumt zu lernen? Muß ich jetzt dafür nachsitzen?
Volkstümlich:
(europ.) : – ein gutes Zeichen in jeglicher Hinsicht.
Lenkrad
(Fahrzeug)
Allgemein:
Ein Autoritätstraum!
Psychologisch:
Das Lenkrad im Traum steht für den Führungswunsch und damit Verantwortung zu tragen. Es kann aber auch für das Überfordert sein stehen, wenn
man im Traum das Fahrzeug nicht richtig steuern kann.
(Siehe auch „Auto“)
Leopard
Allgemein:
Leopard steht für die Warnung vor ungezügelter Sexualität.
Psychologisch:
Diese Tier hat sowohl im positiven wie auch negativem Sinne die Bedeutung von männlicher Triebkraft und Aggression, steht als Bild für
Leidenschaft, Lebenskraft und Gefühle. Ist der Leopard im Traum gefährlich, will dieses Bild den Träumenden vor einer eventuellen
Fehleinschätzung seiner Kräfte oder Person, vor Rücksichtslosigkeit und Überheblichkeit warnen. Ist er krank, alt oder gezähmt und träge, so ist dies
ein Symbol für den Wunsch des Träumenden nach Selbstbeherrschung.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Leopard bedeutet einen edlen, mächtigen Feind und den Kaiser, weil das Tier sich die anderen Artgenossen
untertan gemacht hat.
– Träumt der Kaiser oder ein Fürst, er ringe oder kämpfe mit einem Leoparden, wird er mit einem anderen edlen
Herrscher Krieg führen, und derjenige, welcher im Traum siegt, wird auch in der Wirklichkeit siegen.
Hat ein Armer oder einfacher Mann dieses Gesicht, wird er Schrecken und Pein vom kaiserlichen Statthalter
zu erwarten haben.
– allgemein: hüte dich vor Überheblichkeit und Rücksichtslosigkeit deinen Mitmenschen gegenüber;
auch: auftretende Verluste, die durch bedächtigeres Handeln vermieden werden hätten können.
(europ.) : – Gefahren und Streitigkeiten stehen bevor; eine Geschäftsreise ins Ausland ist wahrscheinlich;
– der ein anspringt: fälschlich gesetztes Vertrauen wird einen bereits in greifbare Nähe gerückten Erfolg gefährden;
– in freier Wildbahn vor einem flüchten: es erwartet einem geschäftliche oder private Blamagen, die sich jedoch mit
etwas Mühe aus der Welt schaffen lassen;
– im Käfig: man hat zwar Feinde, aber diese können einem nicht gefährlich werden;
– einen töten: man darf auf bevorstehende Siege hoffen;
– Leopardenfell: die Vorhaben werden durch einen unredlichen Menschen, der die Achtung von einem genießt, gefährdet werden.
(Siehe auch „Raubtier“, „Tiere“)
Lepidolith
Medizinrad:
Schlüsselworte: Ekstase; Depression; verformbar; Astralreise; Ruhe; Vertrauen; südlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Der Lepidolith oder Lithiumglimmer wird im Medizinrad mit der mittleren Position des südlichen Seelenpfads und mit Vertrauen in
Verbindung gebracht. Farblich variiert er von Rosa bis hin zu allen Violettönen. Ein Derivat des Lepidolith, das chemische Lithium, wird manisch
depressiven Menschen als Medikament gereicht. Das Mineral kommt auf medizinischer und spiritueller Ebene zum Einsatz und wird darüber hinaus
auch zu Schmuck verarbeitet. Lepidolith, ein weiches, Silberweißes Alkalisalz, hat viele dem Bergkristall ähnliche Eigenschaften, ist jedoch anders
als dieser angeblich nur für das Allgemeinwohl einsetzbar.
Allgemeine Bedeutung: Deine Fähigkeit, die allgemeinen Energien des Universums zu empfangen und weiterzugeben.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung der kraftvollen, positiven Aspekte deines Seins; ein Stein, der dich bei Astralreisen auch im
Traumzustand unterstützen kann; eine stark die Erde bindende Kraft, die sich bei Astralreisen sehen läßt.
Lepra
Allgemein:
Wenn ein Traum von Lepra handelt, verweist dies darauf, daß dem Träumenden ein Teil seiner selbst bewußt ist, den er für unrein hält. Vielleicht
leidet er unter dem Eindruck, von der Gesellschaft scheinbar grundlos zurückgewiesen zu werden.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in seinem Traum einen Leprakranken pflegt, ist dies ein Hinweis darauf, daß er sich mit jenen Anteilen seiner selbst befassen
muß, die er als unrein empfindet. Er darf nicht versuchen, sie abzuspalten. Wenn der Leprakranke dem Träumenden etwas anbietet, ist es für diesen
an der Zeit, etwas über Demut zu lernen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann ein Leprakranker im Traum darauf hinweisen, daß der Träumende mit einem moralischen Dilemma fertig werden
muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er sei von der Lepra befallen, wird er ein ehrenvolles Amt bekommen,
dadurch reich werden, aber vielen Schaden zufügen;
schaut der Kaiser dieses Gesicht, wird er von seinen Untertanen gehaßt werden,
seine Erlasse werden beim Volk auf Ablehnung stoßen, und er wird nicht lange leben;
eine Frau wird sich einem großen Herrn hingeben und durch ihn zu Wohlstand kommen.
(europ.) : – es liegt in der eigenen Macht, die Sorgen zu überwinden.
(ind. ) : – Die Lepra bedeutet in jedem Fall Reichtum, der freilich mit übler Nachrede verbunden ist.
– Träumt jemand, er sei von der Lepra befallen, wird er entsprechend deren Ausmaß reich werden,
aber mit Schmach bedeckt sein und sich vor den Menschen verbergen.
– Dünkt es einen, die Krankheit habe lediglich den Körper ohne das Gesicht befallen,
wird er zu Vermögen kommen, ohne von den Leuten verabscheut zu werden.
Lerche
(Vogel)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Musikalisch; Frühling; Lied.
Beschreibung: Die Lerche, ein kleiner unscheinbarer Singvogel ist insbesondere für seinen sehr schönen und leicht erkennbare Gesang bekannt.
Lerchen sind in vielen unterschiedlichen Arten über die ganze Welt verbreitet; am bekanntesten ist in den Vereinigten Staaten wie auch in
Mitteleuropa die Feldlerche.
Allgemeine Bedeutung: Frühjahrsmüdigkeit; eine Zeit, um zu spielen; Musik, die dich erfreut; zunehmende Fähigkeit, zu singen oder Musik zu
machen:
Assoziation: Lerche – Lärche, der Baum; Morgengesang. Transzendente Bedeutung: Gabe eines Lieds.
Allgemein:
Sie schwingt sich auch in manchen Träumen fröhlich tirilierend in die Lüfte, was im Wachleben wohl ein schnelles Emporkommen verspricht oder
auf eine augenblickliche Hochstimmung hinweist.
Psychologisch:
Der Singvogel ist Symbol für Fröhlichkeit und „guten Überblick“ über Belastungen, die man hinter sich gelassen hat. Man kann diese Angelegenheit
distanziert und locker „von oben betrachten“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Glück in der Liebe;
– singen hören: du wirst rasch zu Würden und Ehren emporsteigen.

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(europ.) : – sehen: kündet ein Liebesverhältnis an und verheißt eine frohe und freudige Zukunft, Gesundheit sowie Erfolge;
man wird rasch emporsteigen;
– singen hören: gute Aussichten für die Zukunft;
– beim Fressen beobachten: gilt als Omen für eine reiche Ernte;
– fröhlich um einem herum fliegen: Fortuna ist einem hold;
– im Flug sehen: Ausdruck für hehre, weitgesteckte Ziele, nach deren Erlangung man jedoch die
Selbstsucht ablegen und sich gänzlich der Barmherzigkeit verschreiben wird;
– im Flug singen hören: in einer neuen Wohnung viel Glück finden und die Geschäfte werden florieren;
– singend zur Erde stürzen: mitten im Verwirrspiel der Lüste, wird einem das Unglück ereilen;
– eine verletzte oder tote: kündet von Trauer und Tod;
– in einer Falle fangen: deutet auf leicht erringbare Ehre und Liebe; auch: Fehlschlagen von Plänen aufgrund der eigenen Gier;
– eine töten: bedeutet Unschuldigen mutwillig Leid zufügen.
(ind. ) : – sehen: schnelles Emporkommen;
– singen hören: Glück in der Liebe;
– essen: du bringst dich selbst ins Unglück.
(Siehe auch „Vögel“)
Lernen
Allgemein:
Lernen weist auf Erfahrungen hin, die man im weiteren Leben mehr nutzen sollte. Auch Probleme kommen darin zum Vorschein, die man aus
Erfahrungen und durch Wissen lösen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst etwas Neues erleben.
(europ.) : – viele Probleme stehen zur Lösung an, wodurch man sich aber nicht verwirren lassen soll.
(Siehe auch „Lehrer“)
Lesen
Assoziation: – Erkundung alternativer Wirklichkeiten oder Flucht aus der Gegenwart.
Fragestellung: – Welche Welten liegen in mir? Was belastet mich?
Artemidoros:
Das Lesen- und Schreibenlernen bedeutet einem, der beides noch nicht kann, etwas Gutes, das jedoch mit Plackerei und Angst verbunden sein wird;
denn Schulanfänger sind ängstlich und müssen sich placken, lernen aber zu ihrem Nutzen. Fängt jemand, der schon lesen und schreiben kann, zum
zweiten Mal damit an, so muß man das als ein ganz schlimmes Vorzeichen deuten; denn solcher Unterricht ist nur für das Kindesalter gedacht.
Deswegen bedeutet es Stillstand der Geschäfte und obendrein Ängste und Qualen. Glück bringt es nur einem, der sich einen Sohn wünscht; nicht er
selbst, sondern sein eigen Fleisch und Blut wird das Lesen und Schreiben erlernen.
Allgemein:
Das Lesen eines Buches im Traum ist ein Hinweis darauf, daß der Träumende nach Wissen strebt. Einen Brief lesen heißt, Neuigkeiten zu erhalten.
Eine Liste, etwa eine Einkaufsliste, symbolisiert das Bedürfnis, dem Leben Ordnung zu geben. Die Lektüre der Bibel oder einer anderen religiösen
Schrift legt nahe, daß der Träumende sich bemüht, Zugang zu einem Glaubenssystem zu erhalten.
Psychologisch:
Bis in jüngste Zeit bestand das einzige Mittel, um Ereignisse festzuhalten, darin, sie aufzuschreiben. Lesen ermöglicht es dem Menschen, sich
Geschehnisse ins Gedächtnis zurückzurufen, private Erinnerungen und solche, die mit anderen Menschen geteilt werden.
– Liest der Träumende in seinem Traum einen Roman, so befaßt er sich mit seinem Bedürfnis nach Phantasie und beginnt, es zu verstehen. Hier ist
außerdem der Entspannungswert betont, wobei der Bildungsaspekt mitschwingt. Liest man einen Kriminalroman steht der Unterhaltungswert im
Vordergrund. Bei Sachbüchern wird dagegen der Bildungs- und Sachwert betont.
– Magazin: Liest man ein Magazin oder eine Illustrierte, liegt die Betonung auf dem Erholungswert.
– Zeitung: Bei der Zeitung liegt der Symbolgehalt auf der Information. – Welche Einfälle haben Sie zur Art Ihrer Urlaubslektüre im Traum? Thema,
Inhalt, Reiz, Zweck?
Spirituell:
Lesen oder der Aufenthalt in einer Bibliothek repräsentiert im Traum oft eine Form der spirituellen Erkenntnis.
Volkstümlich:
(arab. ) : – gedruckte Bücher: angenehme Unterhaltung finden;
– geschriebenes: Zufriedenheit erlangen;
– erlernen: wichtige Geschäfte werden zum Stillstand kommen; von Ängsten im persönlichen Bereich gequält werden;
– lesen: friedliche und erholsame Tage stehen bevor in denen man zu sich selbst finden kann.
(europ.) : – geschriebenes: Wohlfahrt; auch: sagt großen Erfolg bei einem gefährliches Vorhaben oder schwierig erscheinenden Aufgabe voraus;
– Zeitung: du wirst im Leben gut vorwärts kommen;
– Bücher: du mußt noch viel lernen;
– versuchen, eine seltsame Schrift zu lesen: man wird Feinden nur entkommen, wenn man sich nicht auf neues Glatteis begibt;
– Zusammenhangloses lesen irgendwelcher Texte: steht für Sorgen und Enttäuschungen;
– andere beim Lesen beobachten: man wird wohlhabende und gebildete Freunde haben;
– eine Lesung halten oder über Literatur diskutieren: man wird sein literarisches Talent pflegen;
(Siehe auch „Bibliothek“, „Buchstaben“, „Buch“, „Magazin“, „Zeitung“)
Letzte Ölung
Volkstümlich:
(europ.) : – empfangen: deutet auf eine schwere Krankheit hin.
Leuchten
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Glück.

896
Leuchter
Artemidoros:
Der Leuchter bedeutet die Gattin, die Lampe den Hausherrn und den Lebensatem des Träumenden, entweder weil sie die Vorgänge im Haus
überwachen oder weil sie leicht erlischt; ferner, wegen des Aufflammens, Liebesleidenschaft.
Psychologisch:
Sinnbild der (geistigen) Erhellung und Bewußtseinserweiterung.
Spirituell:
Der Leuchter symbolisiert das geistige Licht, das Leben und Heil.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit brennender Kerze: eine freudvolle Nachricht;
– ohne Licht: Sorgen;
– tragen: du hast gute Freunde.
(europ.) : – ohne Licht: häusliche Sorgen;
– mit brennender Kerze: Aufbesserung der Verhältnisse.
(Siehe auch „Lampe“)
Leuchtfeuer
Allgemein:
Ein Leuchtfeuer, welches der Träumende in seinem Traum anzündet oder auf das er achtgibt, veranschaulicht das Bedürfnis, einige Aspekte in
seinem Leben zu bereinigen. Ein Leuchtfeuer kann auch Leidenschaften darstellen, die nicht durch Strenge und Sitten beschränkt werden.
Psychologisch:
Wenn im Traum deutlich wird, daß der Träumende ein Leuchtfeuer schürt, braucht die leidenschaftliche Seite seines emotionalen Selbst die
Erlaubnis, sich frei auszudrücken. Alte, überkommene Vorstellungen und Überzeugungen läßt der Träumende hinter sich, um etwas Neues zu
schaffen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert das Leuchtfeuer im Traum die Reflexion der Sonnenkraft, die Ermutigung der guten Mächte und
Sonnenfeiern.
Volkstümlich:
(europ.) : – vermeide Mißverständnisse; ist ein Streit jedoch unvermeidlich, dann mache den ersten Schritt zur Versöhnung oder
man wird es bedauern;
– sieht ein Seemann eines: kündigt dies eine erfolgreiche Reise bei ruhiger See an;
– bei jemandem, der an etwas leidet: steht für eine neue, warmherzige Beziehung;
– für einen Kranken: schnelle Genesung, gute Gesundheit und Erfolg im Beruf;
– im Sturm ausgehen sehen: das Schicksal wird sich gegen einem wenden, obwohl man im Moment beste Aussichten hat.
(Siehe auch „Feuer“, „Leuchtturm“)
Leuchtkugeln
Volkstümlich:
(europ.) : – Zeichen dafür, daß man bald die gewünschten Annehmlichkeiten und Positionen erreichen wird;
– eine haben, die leer ist: über den Besitz eines Objektes enttäuscht sein, das man schon lange haben wollte.
Leuchtturm
Assoziation: – Selbst-Beleuchtung; Warnung; Führung.
Fragestellung: – Was muß ich sehen, um einer Gefahr aus dem Weg gehen zu können?
Allgemein:
Leuchtturm warnt vor Risiken und Gefahren, an denen man durch Unvorsichtigkeit scheitern kann. Ein Leuchtturm ist Bestandteil eines
Warnsystems; im Traum kann er vor emotionalen Schwierigkeiten warnen. Die Traumdeutung ist davon abhängig, ob sich der Träumende an Land
oder auf See befindet. Ist Ersteres der Fall, wird er vor kommenden Schwierigkeiten gewarnt, die möglicherweise von seinen eigenen Gefühlen
herrühren. Trifft Zweites zu, muß der Träumende darauf achten, keine Mißverständnisse zu schaffen, indem er Probleme ignoriert.
Psychologisch:
Das große Licht, das uns aufgeht, der Wegweiser auf dem Lebensweg, dessen nächste Station schon erhellt ist. Der Leuchtturm läßt immer Positives
Aufleuchten. Der Leuchtturm hat im Traum eine ähnliche Bedeutung wie die Lampe oder die Laterne. Er kann dem Träumenden eine Hilfe sein, um
sich in einer schwierigen Lebenssituation zu orientieren. Oft erscheint der Leuchtturm, wenn eine bisher unbewußte Problematik im Begriff ist, ins
Bewußtsein des Träumenden vorzudringen. Ein Leuchtturm vermag den Träumenden in ruhigere Gewässer zu führen. Diese Bedeutung hat das
Traumsymbol häufig, vor allem auf der emotionalen oder der spirituellen Ebene. Ein Leuchtturm kann jedoch auch auf die Symbolik des Turms
verweisen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene hebt der Leuchtturm im Traum den richtigen Verlauf der Unternehmungen des Träumenden hervor und hilft ihm, seine
spirituellen Ziele zu erreichen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder ersteigen: deine Lage ist beneidenswert;
– dabei auf See sein: man muß darauf achten, daß keine Probleme ignoriert werden,
damit man nicht in ernsthafte Schwierigkeiten gerät;
– dabei auf dem Land sein: man wird vor kommenden Gefahren gewarnt werden.
(europ.) : – die Hoffnung trügt nicht;
– bei Tage sehen: die Aussichten für die Zukunft verbessern sich; man gewinnt Durchblick; Zeichen einer glücklichen Heimkehr;
– nachts mit helleuchtendem Schein: verkündet eine weite und glückliche Reise;
– bei ruhiger See: steht für Freuden der gemächlichen Art und geistreiche Freunde;
– in einem Sturm den Leuchtturm sehen: bedeutet Schwierigkeiten und Kummer, die aber schnell Glück und Wohlstand weichen;
– blinken sehen: man sollte auf den Ratschlag eines guten Freundes achten, um sich Unannehmlichkeiten zu ersparen.
(ind. ) : – gute Aussichten für die Zukunft.
(Siehe auch „Lampe“, „Laterne“, „Leuchtfeuer“, „Licht“, „Turm“)

897
Leukoplast
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Schnittwunde mit Leukoplast verbinden: bedeutet Genesung von einer langen Krankheit.
Leute
Allgemein:
Leute können allgemein die Beziehungen zu anderen Menschen verkörpern; das muß individuell je nach den Lebensumständen gedeutet werden.
Manchmal wird man auch auf üble Nachrede hingewiesen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – viele sehen: sich viel Zerstreuung machen;
– auf sich zukommen sehen: üble Nachrede;
– schwarz gekleidete sehen oder sprechen: in Todesgefahr geraten, oder eine Trauerbotschaft erhalten.
(europ.) : – viele sehen: bedeutet ein Unglück;
– auf sich zukommen sehen: bedeutet üble Nachrede;
– schwarz gekleidete sehen: Todesfall; man wird einen Unfall erleben.
(ind. ) : – man wird dich verleumden;
– viele sehen: auf Reisen sollst du vorsichtig sein.
Leutnant
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: du wirst geehrt werden oder deine Ehre zu wahren wissen.
(europ.) : – ist eine Warnung vor schlechtem Umgang;
– mit ihm sprechen: bedeutet, daß man dem Wort des Freundes trauen darf.
(ind. ) : – du bist sehr sorglos und leichtsinnig.
Libelle
Assoziation: – Freiheit und Schönheit des Geistes.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich zum freien Flug bereit?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schillernd; täuschend; inspiriert die Vorstellungskraft; sanft; begabter Flieger.
Beschreibung: Die Libelle ist ein langes, schmales Insekt mit zwei schillernden Flügelpaaren. Wie der Kolibri inspiriert die Libelle die menschliche
Vorstellungskraft. Ihre sanfte, unbedrohliche Gegenwart reißt den Menschen häufig aus seinen Gedanken und erinnert ihn auf natürliche Weise an
seine Umgebung. Libellen leben nach dem Schlüpfen an kleinen, stehenden Gewässern und ernähren sich von anderen Insekten. Sie sind wie der
Kolibri erstaunliche Luftakrobaten, die vorwärts und rückwärts, hinauf- und hinunterfliegen und in der Luft stehenbleiben können. Sie nutzen die
Fähigkeit, um Insekten zu fangen, die nicht ganz so beweglich sind wie sie.
Allgemeine Bedeutung: Inspiration; Verbindung mit der Erde; Illusion als solche erkennen; sich des Lichts bewußt werden.
Assoziation: -Transzendente Bedeutung: Ein Bote von Mutter Erde.
Allgemein:
Das Symbol der Libelle steht für übersteigerte Ichbezogenheit und Überheblichkeit. Sie zeigt dem Träumenden an, daß er sich zu leicht von
Äußerlichkeiten täuschen läßt und sich selbst in den Mittelpunkt seines Denkens stellt.
Psychologisch:
Wenn ein Traum von einer Libelle handelt, erkennt der Träumende sein Bedürfnis nach Freiheit, aber auch, daß Freiheit immer von kurzer Dauer
sein kann. Möglicherweise versucht der Träumende einen Lebenstraum zu verwirklichen, hat jedoch keinen rechten Überblick darüber, was er vom
Leben will. Sein Handeln und Reagieren ist eher instinktiver als logisch durchdacht.
Spirituell:
Obgleich das Leben der Libelle kurz ist, symbolisiert sie Unsterblichkeit und geistige Erneuerung.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man geht über vieles zu leicht hinweg und läßt sich gerne blenden.
Licht
Assoziation: – Erleuchtung; Vision.
Fragestellung: – Was bin ich zu sehen bereit?
Allgemein:
Licht symbolisiert Bewußtsein, Wahrnehmung, Erkenntnis, Verstehen, Vertrauen und Zuversicht; worauf sich das bezieht, ergibt sich aus der
konkreten Lebenssituation. Das Ursymbol spendet Hoffnung, zeigt einen Neuanfang auf („das Licht der Welt erblicken“); wir brauchen uns keine
Sorgen zu machen, weder über unsere Gesundheit noch über unser Wohlergehen. Geht das Licht im Traum gerade an, können wir im Wachleben
tiefe Erkenntnisse schöpfen; brennt es in der Ferne, werden neue, aber erfüllbare Wünsche wach. Verlischt es jedoch plötzlich und läßt uns in der
Dunkelheit zurück, könnten wir psychisch geschockt sein oder haben zumindest mit schlechten Neuigkeiten zu rechnen. Auch zuviel Licht, das den
Träumer blendet, ist negativ zu bewerten, was weitere Symbole bestätigen sollten. Das „Licht am Ende des Tunnels“ verweist beispielsweise darauf,
daß der Träumende ein schwieriges Vorhaben bald erfolgreich abschließen kann. Das Licht ist die geistige Energie, die freigelegt wird – man sieht
alles licht und klar. „Ihm ging ein Licht auf“ symbolisiert plötzliche Einfälle, die zur Problemlösung führen.
Psychologisch:
Das Licht ist ein Symbol für Lebensfreude und -kraft, Hoffnung, Ausgeglichenheit, Erkenntnis, Bewußtsein, klare Denkweise und Verstand. Es
bringt Helligkeit in verschiedene Situationen und beseitigt Unwissenheit und Zweifel. In der Helligkeit ist der Mensch weniger furchtsam. Als
Traumsymbol hat das Licht diese eben genannten Bedeutungen, wie auch die Bedeutung von schöpferischem Geist. Wenn im Traum Licht eine Rolle
spielt, befindet sich der Träumende in einem Prozeß, in dem er versucht, sich selbst zu verbessern. Ein sehr helles Licht symbolisiert häufig die
Entwicklung von Intuition und Einsicht. Auch sexuell-erotische Erfüllung kann dieses Traumbild mit einschließen. Nachlassende Sicherheit und
Zielstrebigkeit werden im Traum durch dämmeriges oder dunkles Licht verbildlicht, innere und äußere Schwierigkeiten auch die Angst vor dem
Alter oder Tod können durch abnehmendes Licht im Traum ausgedrückt werden. Es gibt verschiedene Methoden, bei denen man im Wachzustand
die Flamme einer Kerze oder ein andere Lichtquelle benutzt, um diese Fähigkeiten zu verbessern.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert ein helles Licht im Traum die Manifestation des Göttlichen und der Wahrheit beziehungsweise des „direkten
Wissens“. Häufig hat dieses Wissen keine Gestalt und erscheint daher als Energie, die der Geist im Traum als Licht darstellt.

898
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein hellbrennendes sehen: gute Zeiten in Aussicht haben; Freude;
– ein flackerndes und matt brennendes: krank werden;
– anzünden: freudige Ereignisse werden eintreten;
– ein entferntes sehen: eine angenehme Reise vor sich haben;
– in großer Entfernung: du darfst schöne Hoffnungen hegen;
– am Ende eines Tunnels: man wird ein schwieriges Vorhaben bald mit Erfolg abschließen;
– auslöschen: dein Vorhaben ist böse;
– von einem anderen auslöschen sehen: schlechte Nachricht;
– tragen, das durch Zugluft ausgelöscht wird: durch ein Todesfall tief betrübt werden;
– von Licht umgeben sein: es wird einem ein Licht aufgehen; neue Ideen zur Lösung eines langwierigen Problems
werden herangezogen werden; auch: eine Liebeserklärung eines Menschen erwarten dürfen, den man schon lange verehrt.
(europ.) : – Ursymbol; zu beachten in Verbindung mit anderen Zeichen; bei Schwerkranken negativ zu bewerten;
– sehen: Zeichen für Gesundheit und Wohlstand; bedeutet Freude und Erfolg; man befindet sich auf dem richtigen Weg;
– aus weiter Ferne sehen: kommende Freude; verheißt Glück auf einer Reise;
– anzünden: verkündet Freude;
– ein matt und unruhig brennendes: eine bevorstehende Krankheit; auch: Teilerfolg;
– schummrig oder ausgehend: unangenehm enttäuscht werden, weil ein Unternehmen in der Sackgasse endet;
– ein Licht, das verdeckt ist: spricht für Verkennung der Verdienste;
– Lichtspiele: man ist begünstigt.
(Siehe auch „Dunkelheit“, „Glühen“, „Kerze“, „Lampe“ und unter den Bezeichnungen einzelner Lichtquellen)
Lichter
Volkstümlich:
(arab. ) : – viele brennen sehen: ein Anzeichen hoffnungsreicher Zukunft, glückliche Zeiten;
– machen sehen: dein Fleiß findet Anerkennung;
– von weißem Wachs: du mußt die Unschuld beschützen.
(europ.) : – seltsame und unheimliche sehen: man wird überall Enttäuschungen und Fehlschläge erleben;
– leuchtende Gesichter: weisen auf unerledigte Dinge im privaten wie geschäftlichen Bereich hin;
– leuchtender Himmel und Mond sowie unnatürliche Sterne und eine rote oder goldene Sonne:
prophezeien schlimme Leiden; Tod; Familientragödien und nationale Aufstände;
– Kinder am erleuchteten Himmel sehen: man wird darauf hingewiesen, die Gefühle unter Kontrolle zu
halten, da in der Aufregung über eine scheinbare Nachlässigkeit irreparable Fehler gemacht werden;
– leuchtende menschliche Figuren oder Tiere am Himmel: bedeuten Fehlschlag und Kummer;
diese zur Erde fallen und Männer mit Gewehren auf sie schießen sehen: viele Hindernisse werden
durch den eigenen Einsatz und der Entschlossenheit beseitigt werden;
– leuchtende Schlangen: Feinde umgeben einem und werden zu bösen Mitteln greifen, um einem zu besiegen.
Lichtschein
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: wichtige Neuigkeiten.; Pläne werden erfolgreich sein.
Lichtschere
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Hilfe finden.
Liebe
Medizinrad:
Schlüsselworte: Vergnügen; Zuneigung; sexuelle Energie; Orgasmus; Sinnlichkeit; Vereinigung; Elternschaft; Paarung; schätzen; Hingabe;
Zärtlichkeit; Mitgefühl; Entzücken; Freude; Ekstase; Leidenschaft; Transzendenz; Verschmelzen; südlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Liebe ist ein Wort mit so vielen Bedeutungen, wie es Menschen gibt, die es aussprechen. Im Medizinrad ist sie die Qualität, die mit
der inneren Position des südlichen Seelenpfads assoziiert wird. Mit der Liebe verbinden sich auf diesem Pfad das Mineral Rosenquarz, die Pflanze
Weißdorn, das Tier Wolf und die Farbe Rosa.
Allgemeine Bedeutung: Vergnügen; Vorbereitung darauf, dich für eine der vielen Formen der Liebe zu öffnen, für die individuelle, die romantische,
die sinnliche, die sexuelle oder für die bedingungslose Liebe deiner Gemeinschaft, deines Schöpfers, deiner Ideale, Philosophien oder Vorstellungen;
ein positives Zeichen; Liebe, die du erhältst, kann auch bedeuten, daß du dich selbst nicht mehr lieben kannst; Liebe, die fortgenommen wird, kann
auch bedeuten, daß du lernen mußt, dich selbst mehr zu lieben.
Assoziation: So viele, wie es Menschen gibt, die von der Liebe träumen.
Transzendente Bedeutung: Eine direkte Gabe des Schöpfers.
Allgemein:
Träume als Wegweiser unseres Liebeslebens kleiden sich in vielen Formen. Das macht sie schwierig zu entziffern als offensichtlich sexuelle Träume,
aber sie ermöglichen uns, unsere Liebespartner – und unser Gefühl für sie – zu sehen, wie sie wirklich sind. In weniger aufgeklärten Zeiten bedienten
sich junge Frauen aller möglichen „Zaubermittel“, die ihnen ihren künftigen Ehemann zeigen sollten. Da wurde z.B. eine geschälte Zwiebel in ein
Taschentuch gewickelt und unter das Kopfkissen gelegt sowie ein bestimmte Vers darüber gesprochen. Im nächsten Traum sollten sie dann angeblich
das Gesicht ihres Zukünftigen sehen. Und ohne Zweifel geschah das ja auch tatsächlich oft, weil ihnen ihr Unterbewußtsein das Gesicht des offen
oder heimlich Geliebten projizierte. Unsere Träume reagieren nämlich sehr flink, wenn wir uns zu Menschen, denen wir begegnet sind, hingezogen
fühlen (auch wenn dies gegen die Vernunft ist). Nur bedeutet es nicht zwangsläufig, daß man von genau dieser konkreten Person träumt. Oft wird
diese vielmehr in Maskierung/Verkleidung erscheinen. So träumte ein Mädchen, das einen Mann sexuell sehr attraktiv fand, nicht von ihm selbst,
sondern vom Turm einer berühmten Kathedrale. Er hatte ihr nämlich erzählt, aus der Stadt mit dieser Kathedrale zu stammen. Da braucht man nichts
weiter zu erklären. Es lohnt sich immer, in dieser Art Träume nach einem Sexualsymbol zu suchen – sei es nur darum, weil nun einmal unser erstes
Interesse an anderen meist sexueller Natur ist. Deshalb braucht man andere Symbole nicht zu übersehen, wie sie sich etwa mit Namen oder Beruf
neuer Bekanntschaften verbinden. Selten enthalten diese Träume starke Verheißungen. Ein erotischer Traum ist eher ein Wunscherfüllungstraum als
eine Prophezeiung.

899
Psychologisch:
Sie haben von Liebe geträumt? In welcher Form? Welche Empfindungen, Eigenschaften, Erlebnisse verbinden Sie mit dem Begriff Liebe? Was
genau stellen Sie sich darunter vor? Hatten Sie den Wunsch, „richtig lieben zu können“, oder träumen Sie von einer unerfüllten Liebe und
„vergeblichen Liebesmüh“ in bezug auf einen realen Partner? Auf jeden Fall geht es in Träumen, die das Thema Liebe zum Inhalt haben, um eine
Aufforderung zur Reflexion: Sie sollten für sich herausfinden, was Sie eigentlich unter Liebe verstehen und was Sie in einer Liebesbeziehung suchen
– und selbst zu geben bereit sind. Vielleicht ist der Traum auch als Hinweis zu sehen, daß in einer bestehenden Partnerschaft der Begriff Liebe neu
definiert werden soll, daß diese Liebe einer Veränderung der Gefühle standhalten mußte – und sie nun eine neue Qualität gewonnen hat, oder eben
„keine Liebe mehr“ ist. Selten, aber doch haben Liebesträume einen anderen Symbolwert – falls Sie gerade allein und „auf der Suche sind: Wenn es
ein besonders schöner, harmonischer Traum mit geradezu körperlich spürbaren Glücksempfindungen war, kann es ein Hinweis sein, daß Ihnen eine
entsprechende Begegnung unmittelbar bevorsteht. Also schauen Sie genauer hin, wenn Sie jemandem über den Weg laufen, bei dem es ebenfalls
„funkt“, wenn Blicke und Worte gewechselt werden. Auch wenn es keine „Liebe auf den ersten Blick“ ist. Liebe zeigt eben das Bedürfnis nach
Zuwendung, Zärtlichkeit und Gefühlswärme an, vor allem oft bei vereinsamten Menschen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Wohlstand, Glück, Erfolg in der Liebe; mahnt aber auch zur Vorsicht in der Wirklichkeit, damit das Herz nicht mit dem
Verstand durchgeht; man ist einsam, und Seele und Körper leiden darunter, keinen Partner zu hab en; man sehnt sich nach Liebe;
– jedes Lebewesen lieben: man ist mit den gegenwärtigen Lebensumständen zufrieden;
– wegen der Liebe Glücksgefühle haben: eine glückliche Hand in den Angelegenheiten wird einem ein zufriedenes Dasein bescheren;
– glauben, die Liebe sei verfehlt oder werde nicht erwidert: man wird verzweifelt über das Problem nachdenken, ob es besser sei, die
Lebensweise zu ändern oder zu heiraten und sich bei dem sozialen Aufstieg dem Glück anzuvertrauen;
– Paarung von Tieren: deutet auf Zufriedenheit mit dem gegenwärtigen Leben hin, auch wenn man vielleicht anders darüber denkt;
zeitweise wird Fortuna einem hold sein;
– die Liebe der Eltern: man ist aufrichtig; das Vermögen mehrt sich; man kommt in der Karriere voran;
– verliebt sein: ist als Warnung zu verstehen, sich nicht eigennützigen Begierden hinzugeben, denn man läuft Gefahr, in einem Skandal
verstrickt zu werden;
– andere verliebt sehen: man läßt sich verführen, die Pflichten zu vernachlässigen;
– turtelnde Tiere sehen: man wird sich entwürdigenden Sinnesfreuden hingeben;
– Ist eine jungen Frau verliebt, deutet dies auf lockere Beziehungen hin, es sei denn, sie wählt lebenserfahrene und verantwortungsbewußte
Partner.
– Für eine verheiratete Frau ist das ein Zeichen für Unzufriedenheit und den Wunsch nach außerehelichen Abenteuern.
Liebenswürdig
Volkstümlich:
(arab. ) : – erscheinen (sich liebenswürdig benehmen): getadelt werden.
Liebesaffäre
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Traum könnte Sie ermutigen, Ihr Liebes- und Sexleben zu verbessern!
Liebesbrief
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: unangenehme Erklärungen müssen gemacht werden; ein großer Teil hängt von der eigenen
Entscheidung ab; man solle bedenken, daß Offenheit eine bewundernswerte Eigenschaft ist;
– erhalten: kündet schlechte Nachrichten an;
– schreiben: man ist verliebt;
– verschicken: man verpaßt Chancen, sich zu bereichern;
– Erhält eine junge Frau einen solchen, wird sie gegen den Rat ihrer Eltern einen unfähigen, aber glühenden Liebhaber heiraten.
Liebesgetändel
Volkstümlich:
(arab. ) : – beobachten: frohe Stunden stehen dir bevor;
– selbst beteiligt sein: Glück.
(europ.) : – beobachten: bedeutet Überwindung einer großen Sorge;
– selbst dabei mitwirken: weist auf Glück hin.
Liebespartner / Liebhaber
Assoziation: – das idealisierte innere Selbst; Anima; Animus.
Fragestellung: – Welcher Teil meines höheren Selbst ist bereit, integriert zu werden?
Volkstümlich:
(europ.) : – ein gutausseh ender und angenehmer: ist ein gutes Omen;
– wankelmütig: Vorsicht ist geboten.
Liebespfand
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Liebschaft, an der man sehr interessiert sein wird; einige andere wissen mehr davon, als man glaubt; sei also umsichtig.
Liebhaberei
Volkstümlich:
(europ.) : – zur Gärtnerei, zum Malen, Fotografieren, usw.: du hast Talente, jedoch sollst du deine Arbeit darum nicht vernachlässigen.
Liebschaft
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: durch Schmeichler betrogen werden.

900
Lied
Allgemein:
Lied bringt häufig vergangene Gefühle zum Ausdruck, an die man sich meist gern erinnert. Auch ein gutes Gewissen oder die Warnung vor Übermut
kann dahinter stehen.
Psychologisch:
Hier ist vor allem der Liedtext wichtig; aus ihm läßt sich der Traum deuten. Lieder im Traum lassen den Schläfer im allgemeinen fröhlich erwachen,
werden aber wohl nur von musikalischen Menschen geträumt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – singen oder singen hören: deine Liebe wird keine Erwiderung finden.
(europ.) : – alte Geschehnisse werden stimmungsgemäß in Erinnerung gebracht;
– hören: bedeutet, wenn es ein fröhliches ist, Angenehmes; wenn es traurig ist, Ermahnung, nicht übermütig zu werden;
auch: eine fröhliche Seele und glückliche Kameraden; aus der Ferne erwartet man vielversprechende Neuigkeiten;
– selbst ein fröhliches singen: man hat ein ruhiges Gewissen; auch: für eine bestimmte Zeit erwartet einem
viel Vergnügen, doch Schwierigkeiten werden einem bald überwältigen;
– komische Lieder: man wird eine Gelegenheit mißachten, die Geschäfte voranzutreiben und Annehmlichkeiten zu genießen;
– selbst ein trauriges singen: man gibt sich unnötigen Grübeleien hin; auch: man ist über den Verlauf der Dinge unangenehm überrascht;
– selbst ein häßliches singen: man hat in einer Angelegenheit ein schlechtes Gewissen; auch: sagen grauenhafte, extravagante
Verschwendung vorher;
– singen, wobei in der Umgebung alles bestens läuft: Eifersucht wird einem die Freude verderben.
(ind. ) : – singen: körperliche Leiden;
– singen hören: Frohsinn, Glück.
(Siehe auch „Chor“, „Musik“, „Singen“)
Liederlich
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: du mußt dich fremder Herrschaft beugen.
(europ.) : – sein: man soll Warnungen befolgen.
Lieferwagen
Assoziation: – praktische Kraft; Nützlichkeit.
Fragestellung: – Wie verteile ich meine Kraft? Wieviel kann ich tragen?
Psychologisch:
Er ist ein Entrümplungssymbol. Viel altes Zeug wird abgefahren, und neues gebracht.
(Siehe auch „Fahrzeuge“, „Lastkraftwagen“)
Liegen
Volkstümlich:
(arab. ) : – auf der bloßen Erde: in ärmliche Verhältnisse kommen;
– in einem Bett: ein bequemes Leben führen;
– auf einem Sofa: du mußt dich mit einer unerfreulichen Lage abfinden.
(europ.) : – im Freien: bedeutet Gutes;
– bei der oder dem Liebsten: beständige Freude deutet sich an.
(ind. ) : – Trauer.
Liegestuhl
Psychologisch:
Versucht man vergeblich einen Liegestuhl aufzustellen – welches einfache, aber unlösbare Problem im Leben kann damit gemeint sein?
Lift
Allgemein:
Lift (Aufzug) weist darauf hin, daß man rasch und bequem nach oben kommen oder Probleme lösen will; das wird aber nur gelingen, wenn man sich
mehr anstrengt. Bringt uns der Traumlift in eine höhere Etage, werden wir wohl mit fremder Hilfe aufsteigen können; wer aber mit ihm rasch nach
unten fährt, kann im Augenblick höheren Ansprüchen nicht genügen. Kommt dagegen der Lift im Keller an, wird für den Wachzustand signalisiert,
man möge einmal seine Gefühle überprüfen, es könnte da Schockierendes ans Tageslicht kommen.
Psychologisch:
Ähnlich wie die Traumsymbole der Leiter und der Treppe ist der Lift ein Zeichen für Wandlungsvorgänge. Allerdings geschieht diese Wandlung
nicht aus eigener Kraft. Im Fahrstuhl bewegt sich der Träumende schnell und schwerelos, es kommt dem Fliegen gleich. Dies kann ein Hinweis auf
Selbstüberschätzung und auf Vorstellungen sein, die nicht der Realität entsprechen. Geht die Liftfahrt nach oben, drückt sich darin der Wunsch des
Träumenden nach Erfolg und Selbstbestätigung aus. Wenn der Lift im Traum steckenbleibt, ist dies ein Zeichen für eine Störung in der
Persönlichkeitsentwicklung des Träumenden oder für Minderwertigkeitsgefühle. Fährt der Lift nach unten und wird dies vom Träumenden als
unangenehm empfunden, können damit Zukunftsängste ausgedrückt sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Fahrstuhlaufzug): du mußt vorsichtiger sein;
– nach oben fahren: mit Erfolg rechnen dürfen;
– stecken bleiben: man wird von Minderwertigkeitsproblemen im Fortkommen auf seinem Lebensweg bedroht;
– hinunterfahren: beruflicher Einbruch und Zukunftsängste;
– abstürzen: ein bevorstehender Reinfall bzw. Unglücksfall.
(europ.) : – heimlich wird eine Vereinfachung des Lebensweges durch fremde Hilfe erhofft;
– sehen: man möchte leicht und schnell emporkommen, was aber nicht gelingen wird;
– aufwärts fahren: Erfolg ist wahrscheinlich;
– abwärts fahren: der Erfolg ist zweifelhaft;
– sich in einem fahren sehen: man wird getröstet werden;
– einen führen: man wird armen Menschen Hilfe bringen.
(ind. ) : – durch fremde Menschen wirst du einen Aufstieg erleben.
(Siehe auch „Fallen“, „Fliegen“, „Leiter“, „Keller“, „Treppe“)

901
Likör
Psychologisch:
Sie halten es mit der „frommen Helene“ von Wilhelm Busch: „Wer Sorgen hat, hat auch Likör.“ Das süße Zeug mit den versteckten Promillen gilt als
Symbol für die „Flucht“ vor Streß und Sorgen in eine künstlich erzwungene Entspannung – zum Beispiel durch Alkohol oder andere „berauschende“
Spannungsregler. Die Süße des Likörs gilt noch als zusätzlicher Hinweis, daß Ihnen das Leben „zu herb“ geworden ist und Sie sehr gern an der „Süße
der Liebe“ naschen möchten. Es könnte auch eine Warnung vor (selbstzerstörerischen) „Ersatzbefriedigungen“ und einer Neigung zum
Suchtverhalten in diesem Traum mitschwingen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder trinken: schenke den Schmeichlern, die dich betören möchten, keinen Glauben.
(europ.) : – man hüte sich vor Schmeicheleien;
– kaufen: man bedient sich unrechtmäßig eines Vermögens, auf das man kein Anspruch hat;
– verkaufen: man muß Kritik wegen des Geizes einstecken;
– sehen: verheißt ein Schäferstündchen;
– servieren oder anbieten: man hat anderen gegenüber geheime Absichten;
– trinken: man wird in eine liebenswürdige oder zärtliche Umarmung geraten.
(ind. ) : – deine Freude wird von kurzer Dauer sein.
(Siehe auch „Alkohol“)
Lila
Psychologisch:
Die Farbe Lila (an der äußeren Grenze des sichtbaren Farbspektrums) symbolisiert den Wunsch nach höherer Erkenntnis im spirituellen Sinn. Und
Lila war (und ist) tatsächlich die bevorzugte (und demonstrativ getragene) Kleidungsfarbe von Menschen, die damit ihr „Anderssein“ und ihre
besondere Position im Leben anschaulich machen wollten: Meßgewänder der katholischen Kirche zu „Bußezeiten“ sind lila, die konservative hohe
Geistlichkeit des Mittelalters (adelige Kardinäle) trug Lila. Und eine Gruppe, wie sie konträrer nicht sein könnte, hat ebenfalls die Farbe Lila zur
„ihren“ gemacht: Jede mehr oder weniger radikale Feministin trug zumindest zur „Demo“ lila Latzhosen oder lila- violetten Alternativ-Look. Also
haben „lila Träume“ symbolisch mit dem einen oder anderen „Extrem an der Grenze des Spektrums“ zu tun.
(Siehe auch „Farben“)
Lilien
Allgemein:
Lilie steht für die Wurzeln des Bewußtseins im Unbewußten, die man sich wieder mehr bewußt machen sollte. Alte Traumbücher deuten sie als
Symbol der Liebe, Verehrung, Bescheidenheit und Uneigennützigkeit. Da Lilien häufig in Beerdigungskränze eingebunden werden, symbolisieren
sie für manche Menschen den Tod. Sie können jedoch auch für Vornehmheit und Anmut stehen. Wenn der Träumende Lilien pflanzt, hofft er auf
eine friedliche Veränderung in seinem Leben. Wenn er Lilien pflückt, entwickelt er eine friedvolle Daseinsweise – dies trifft besonders dann zu, wenn
eine Frau diesen Traum hat.
Psychologisch:
Lilien als Traumsymbol haben meist eine positive Bedeutung was den emotionalen Bereich anbelangt. Insbesondere Wasserlilien sind ein Zeichen
dafür, daß etwas besonders Schönes aus dem Unterbewußtsein ins Bewußtsein wächst. Sie ist ein Symbol der Macht, aber nicht wie andere
Blumensymbole erotisch zu deuten. Hält der Träumer zum Beispiel Lilien in den Händen, kommt er im Wachleben besonders gut zurecht und wird
eine Position erreichen, in der er zu bestimmen hat. Sind sie verblüht oder wirft er sie weg, gehört er zu jenen Menschen, die zum Machtmißbrauch
neigen. Lilien, die man im Traum verschenkt, deuten auf reine Gefühle im Wachleben hin. Eine Bedeutung von Lilien ist die Reinheit, besonders im
Traum von Jugendlichen stellen sie oft Jungfräulichkeit oder Unberührtheit dar. Lilien weisen auf verschiedene Aspekte von Weiblichkeit hin.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Lilie im Traum ein Symbol der Auferstehung und des ewigen Lebens. In religiösen Zeremonien werden sie häufig
verwendet, um dies darzustellen. Sie ist Symbol für strahlende Reinheit, Unschuld und Jungfräulichkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Symbol der Harmonie und geistigen Klarheit;
– sehen oder brechen: Macht und Reichtum erlangen;
– weiße: sich reiner Liebe erfreuen;
– gelbe: Neid und Bosheit erfahren;
– pflücken: man wird den Verführungskünsten eines verehrten Menschen unterliegen und darf sich auf glückliche Stunden freuen;
– einen Lilienkranz anfertigen: wichtige Geschäftsabschlüsse werden sich verzögern.
(europ.) : – Symbol der Innerlichkeit, der Eröffnung innerer Regungen; auch: prophezeien eine harte Strafe durch Krankheit und Tod;
– bedeuten Macht und Reichtum;
– wachsende mit reichem Blattwerk: deuten für junge Leute auf frühe Heirat und eine darauffolgende Trennung durch den Tod;
– blühen sehen: man soll beherzt auf sein Ziel losgehen, das man erreichen wird;
– selbst pflücken: sinnliche Liebe; bei seinem Tun sollte man nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere denken;
– sehen, wie Lilien gepflückt werden: Vorsicht, jemand versucht einem gegenüber seine Macht zu mißbrauchen;
– weiße sehen: du wirst treu geliebt;
– farbige: traue nicht dem Schein;
– in der Hand halten: bedeutet geliebt zu werden, ohne es zu wissen;
– fortwerfen oder vernichten: bedeutet Mißbrauch der Macht, dem die Strafe auf dem Fuße folgen wird;
– verwelkte: bedeutet Niedergang durch eigene unbedachten Handlungen;
– Lilienblätter oder -stengel ohne Blüten: bedeuten eine schädliche Selbsttäuschung;
– viele Lilien sehen: Bescheidenheit in der Liebe;
– Kinder inmitten der Blumen: verkünden Krankheit und eine schwache Konstitution;
– Träumt eine junge Frau davon , daß sie Lilien bewundert oder pflückt, dann wird ihr eine mit Freude verbundene große Traurigkeit
vorhergesagt, da der von ihr geliebte Mann schwer erkrankt, vielleicht sogar frühzeitig stirbt. Sind sie verwelkt, ist der Kummer noch
näher als erwartet. Atmet sie den Duft von Lilien ein, wird er Kummer ihre geistigen Fähigkeiten läutern und steigern.
(ind. ) : – pflücken: deine guten Gedanken werden von deiner unverbesserlichen Leidenschaft verwischt;
– weiße: du wirst stets auf gute Freunde hoffen können;
– farbige: lasse dich von den Menschen nicht täuschen.
(Siehe auch „Blumen“, „Blüten“, „Kranz“, „Rose“)

902
Limonade
Allgemein:
Limonade kann vor Oberflächlichkeit warnen; das versteht man nur aus den persönlichen Lebensumständen.
Psychologisch:
Limonade stellt ein typisches Kindergetränk dar. Sie verweist als Traumsymbol entweder auf die Zeit unserer Kindheit oder auf regressive Wünsche,
sich wieder wie ein Kind verhalten zu dürfen. Die Farbe der Limonade kann unter Umständen eine Deutung konkretisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – trinken: du findest eine gute Aufnahme bei deinen Freunden.
(europ.) : – weist darauf hin, daß man nicht durch äußere Einflüsse erschlaffen oder sich einschläfern lassen soll; auch wird man von einem
Freund hören, der in Bedrängnis ist;
– trinken: deutet auf wenig seriösen Umgang hin; es besteht die Gefahr, durch eigene oder fremde Oberflächlichkeit in seichtes
Fahrwasser zu geraten; auch: andere Menschen werden sich mit dem mühsam aufgebauten Vermögen amüsieren.
Limone
Volkstümlich:
(europ.) : – essen: sagt einem Krankheit und schwierige Situationen voraus.
(Siehe auch „Zitrone“)
Limousine
(Auto)
Assoziation: – Macht im Überfluß; Extravaganz.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, meine Macht in ihrer ganzen Fülle zu zeigen?
Volkstümlich:
(europ.) : – fahren: man wird plötzlich viel Glück haben.
(Siehe auch „Auto“)
Lindenbaum
Allgemein:
Die Linde ist seit Walter von der Vogelweide der Baum, unter dem man sich trifft, um Freude und Spaß zu haben. In der traditionellen Deutung:
Symbol der romantischen, heimlichen Liebe – „unter den Linden“ war ein bevorzugter Treffpunkt für Verliebte. Außerdem gilt die Linde als
Symbolbaum für Heilkraft und positive, belebende Energie – wer gegen Erkältungskrankheiten reichlich Lindenblütentee trinkt, lernt die realistische
Seite dieser Symbolik wohltuend kennen. Übrigens: In depressiver Stimmung den Duft blühender Linden einzuatmen, wirkt „wahre Wunder“, die
dunklen Gemütswolken verfliegen rasch, und man empfindet eine leichte Euphorie. Leider nur zur Blütezeit der Linden und wenn das heilsame
Aroma tief und zumindest einen Spaziergang lang eingeatmet wird. Die rauschende Linde kündigt eine erfreuliche Nachricht an.
Psychologisch:
Als Traumsymbol kann die Linde im Sinne von Freude, Geselligkeit, Natursehnsucht und Heilung durch die Natur gedeutet werden. Linde (Baum,
Blüte) steht allgemein für Harmonie und Frieden, die zu einer glücklichen Zukunft führen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: im geselligen Leben auf Gefälligkeiten rechnen können; sorgenfreie Zukunft;
– blühen sehen: du wirst großes Glück haben; sich von einem Gesundheitsproblem bald erholen;
Glückliche Stunden mit einem lieben Menschen verbringen;
– rauschen hören: man wird Dinge zu hören bekommen, die nicht für einem bestimmt gewesen sind;
– den Duft der Blüten wahrnehmen: gewisse Dinge werden vor einem geheimgehalten;
– ersteigen: deine Wünsche werden erfüllt.
(europ.) : – sehen: Erholung, Freude und Geselligkeit werden bald zu ihrem Recht kommen;
– Lindenallee sehen: ist ein Omen für eine baldige glückliche Romanze.
– rauschen hören: bringt uns Nachrichten von großer Wichtigkeit;
– eine blühende sehen: man wird sich bald an einem ruhigen Ort erholen können;
– Lindenblüte sehen: man ist von einem Geheimn is umgeben;
– den Duft von Ihnen riechen: ein Geheimnis wird sich offenbaren;
– unter einem sitzen: man verlangt nach mehr Ruhe und Geborgenheit.
(ind. ) : – deine Zukunft wird dich erfreuen;
– blühend: ein plötzlicher Gewinn.
(Siehe auch „Baum“)
Lindwurm
(drachenähnliches, schlangenhaftes Ungeheuer)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: einer großen Gefahr entgegengehen;
– mit einem kämpfen: einem bösen Zufall zum Opfer fallen.
Lineal
Psychologisch:
Eine mit einem Lineal gerade gezogene Linie soll die innere Welt einteilen und begrenzen, um klare Verhältnisse zu schaffen. Wenn man im Traum
mit einem Lineal oder mit einem anderen Instrument etwas maß, spiegelt das den Wunsch wider, eine bestimmte Situation (oder die Gefühle) ins
rechte Licht zu rücken. Das könnte schwierig werden, doch der Wunsch ist vorhanden und sollte nicht verleugnet werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder halten: lasse deinen geraden Sinn nicht durch hinterlistige Schmeichler beeinflussen;
– damit geschlagen werden: der Willkür eines Feindes ausgesetzt werden;
– jemanden damit schlagen: seinem Feind überlegen sein.
(europ.) : – mahnt zur Sorgfältigkeit und Fleiß bei einer Arbeit, um sie nach Wunsch zu vollenden.
(Siehe auch „Linie“)

903
Linie
(Gerade)
Allgemein:
Eine Linie im Traum kennzeichnet häufig eine Grenze, oder sie symbolisiert ein Maßsystem. Sie kann auch eine Verbindung zwischen zwei
Gegenständen anzeigen, um einen Zusammenhang darzustellen, der nicht sofort augenfällig ist. Eine Menschenreihe oder -schlange verweist auf eine
für einen bestimmten Zweck errichtete Ordnung. Wenn der Träumende in einer Reihe wartet, bestimmt der Grund wegen dem die Menschen
anstehen, die Deutung des Traums.
Psychologisch:
Der Mensch braucht Grenzen oder Demarkationslinien; diese können im Traum auf eine Weise zum Ausdruck kommen, die im Alltagsleben nicht
unbedingt nachvollziehbar ist. Überspringt der Träumende beispielsweise eine Linie, dann verweist dies darauf, daß er den Mut hat, um Risiken
einzugehen. Eine Reihe von Gegenständen kann die Chancen symbolisieren, die sich vor dem Träumenden auftun.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene können Lilien im Traum eine große Bedeutung haben. Eine gerade Linie symbolisiert die Zeit und die Fähigkeit, nach
vorn oder zurück zu gehen. Handelt es sich um eine gerade Linie, dann stellt sie die Welt auf Erden auf den passiven Standpunkt dar; handelt es sich
um eine vertikale Linie, dann symbolisiert sie die spirituelle Welt und die kosmische Achse.
(Siehe auch „Lineal“)
Linienblatt
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder gebrauchen: Kleinigkeiten werden dich beschäftigen.
(europ.) : – Selbsttäuschung, wodurch man Schaden erleiden wird.
Linienschiff
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sich darauf befinden: du mußt in Kürze eine größere Reise antreten.
Links
Artemidoros:
Die linke Seite repräsentiert die weiblichen Verwandten und Bekannten.
Allgemein:
Links kann immer nur im Zusammenhang mit den weiteren Symbolen individuell verstanden werden. Allgemein symbolisiert es das Unbewußte,
Weibliche, Irrationale und Destruktive, die Mutter und Natur. Lähmungen der linken Körperhälfte warnen vor Überbetonung von Verstand und
Logik.
Psychologisch:
Orientierungsbegriff; links sitzt das Herz, übersetzt: das Gefühl, die psychische Energie, allgemein auch Sitz des Unbewußten. In früheren Zeiten saß
die Frau bei der Trauung links vom Mann. Links ist die Seite des Herzens, mit der
rechten Hand wird meist geschrieben, d. h., die rechte Seite ist die Seite des Denkens und Handelns. Links kann im Traum ein Hinweis auf die
weibliche Seite des Träumenden sein, auf sein Gefühlsleben und auf sein Unterbewußtes. Links ist im Traum nicht politisch zu verstehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – im geschlechtlichen Prinzip das Passive, Erhaltende, Weibliche, wobei es gegen Rechts das Schlechtere ist;
– Linkshänder: verheißt allen Triumph, die von Natur aus dazu neigen.
(Siehe auch „Positionen“, „Rechts“)
Linsen
Artemidoros:
Linsen zeigen Trauer an. (Die Linse war Speise der Totenmahlzeiten. Nach Plutarch (Crassus, Kap. 19,6) sahen es die Soldaten des Triumvirn als ein
böses Vorzeichen an, als sie in einer bedrängten Lage während des parthischen Feldzuges beim Empfang ihrer Ration zuerst Linsen und Gerstenbrot
erhielten, weil beides beim Trauermahl vorgesetzt werde.)
Allgemein:
Wie im Alltagsleben, so erleichtert auch im Traum eine optische Linse die Konzentrierung der Aufmerksamkeit. Möglicherweise gibt es etwas, wie
eine Angelegenheit oder Person, die der Träumende sehr deutlich wahrnehmen oder der man mehr Aufmerksamkeit widmen muß. Linse
(Nahrungsmittel) kann Streit und Probleme ankündigen; kocht man sie, werden die Schwierigkeiten bald überwunden. Das Auslesen von Linsen
kündigt jedoch vergebliche Mühe an, man hat keine Chance.
Psychologisch:
Wer sie im Traum kocht, dem bringen sie Verdruß (denn für ein Linsengericht verkaufte Esau seine Erstgeburt); wer sie ißt, will sich bereichern.
Wenn im Traum eine optische Linse erscheint, ist es wichtig, zu unterscheiden, ob sie den betrachteten Gegenstand vergrößert oder schärfer sichtbar
macht. Die richtige Deutung ist nur im Licht der übrigen Umstände möglich.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Linse im Traum für vision äre Klarheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deuten auf Geld, kann auch auf Zank und Streit hinweisen;
– essen: Angst und Sorge; Streit und Zwietracht;
– kochen: du wirst einem Unglück entgehen; man wird von einem nahestehenden Menschen getäuscht werden;
– auslesen: mühselige Arbeit.
(europ.) : – verkündet Streit, Verdruß, Übervorteilung und Entzweiung;
– essen: Überwindung aller Gefahren; man muß mit einer unangenehmen Sache fertig werden;
– Einer jungen Frau prophezeit dieser Traum Unzufriedenheit mit ihrem Geliebten; doch auf
elterlichen Rat hin fügt sie sich in das Unvermeidliche;
– eine optische Linse: zeigt an, daß man all seine Konzentration nur auf einen bestimmten Lebensvorgang oder Menschen richten wird.
(ind. ) : – essen: wenn du keine Gegenliebe erfährst, sollst du deinen Gefühlen nicht nachtrauern;
– säen: du kannst damit rechnen, daß du bald eine gute Nachricht erhältst;
– kochen: der Kummer wird von dir weichen;
– auslesen: deine Mühe ist vergebens.
(Siehe auch „Bohnen“, „Brille“, „Hülsenfrüchte“, „Optiker“)

904
Lippen
Artemidoros:
Die Lippen hat man als diejenigen Personen zu deuten, die jede Zeit auf uns zukommen und uns mit einem Kuß begrüßen. Erleiden sie Schaden, so
wird damit angezeigt, daß es um das Befinden der Personen, die uns am nächsten stehen, nicht gut bestellt ist.
Allgemein:
Lippe symbolisiert erotische Bedürfnisse, die Sehnsucht nach Glück in der Liebe. Rote Lippen deuten meist auf die Erfüllung heimlicher sexueller
Wünsche hin. Nur wenn sie verkniffen sind, versprechen sie in der Liebe Leid. Schmale Lippen sollen vor Neid und Mißgunst warnen.
Psychologisch:
Manchmal ein Kommunikationssymbol – immer eines für erotische Wünsche und ihre (geträumte) Erfüllung, denn sie sind häufig ein Symbol der
weiblichen Genitalien. Solche Träume können schlicht Lustvoll sein und keinen verborgenen Sinn haben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – bleiche: Zorn;
– blutende: du wirst getäuscht;
– glühende: Wohlergehen.
(europ.) : – wenn nicht als Reiztraum, dann als Symbol für erotische Wünsche zu verstehen; Farbe und Herzform sind ebenfalls als
Symbole zu werten;
– dicke, unansehnliche: bedeuten unangenehme Begegnungen, übereilte Entscheidungen und schlechte Stimmung in der Ehe;
– blühende, rote oder lachende sehen: bedeuten herzliche Freundschaft oder Liebesglück; Harmonie;
– blasse, welke sehen: eine Freundschaft oder Liebesneigung wird erkalten;
– dünne: signalisieren die Bewältigung auch der kompliziertesten Probleme;
– zusammengekniffene oder verbissene sehen: man wird unter Neid, Feindschaft oder Haß anderer leiden;
– trocken und gesprungen: schlechte Gesundheit der Freunde;
– entzündete, geschwollene: kündigen Entbehrungen und abträgliche Begehrlichkeiten an;
– verbissene: der Neid oder Haß anderer tut einem weh;
– Lippenstift: bedeutet Streit oder Zerwürfnis mit einer Frau.
(ind. ) : – schöne: sonniges Glück;
– dicke: hüte dich vor bösen Zungen;
– rote: beherrsche dich;
– mit Blut: du wirst verleumdet werden.
(Siehe auch „Geschwür“, „Körper“, „Kuß“, „Rot“)
Lippenstift
Allgemein:
Lippenstift zeigt nach alten Traumbüchern an, daß man in der Liebesbeziehung mit Streit rechnen muß.
Lispeln
Volkstümlich:
(europ.) : – jemanden hören: ist eine Warnung vor einem unaufrichtigen Freund.
Literatur (Siehe „Buch“, „Lyrik“, „Schriftsteller“)
Livree
(uniformartige Bekleidung für Bedienstete)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: läßt Hinterlist vermuten.
(europ.) : – sich in Livree sehen: du wirst in Abhängigkeit geraten; bedeutet, wenn man abhängig ist, besondere
Auszeichnung oder Zuwendung seitens des Vorgesetzten; wenn man sein eigener Herr ist: unziemliche
Vertraulichkeiten zu Untergebenen oder Dienstpersonal;
– sehen: bedeutet, wenn man abhängig ist, Erfolg und Vorwärtskommen; wenn man sein eigener Herr ist:
ärgerliche oder lästige Angelegenheiten oder unnütze Geldausgaben.
(ind. ) : – du kommst in ein schönes Haus.
Lizenz
Psychologisch:
Es ist ein Ausdruck des Vertrauens, wenn eine Lizenz vergeben, aber eine unbewußte Gefahr, wenn sie entzogen wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: es kündigen sich Streit und Verluste an; verheiratete Frauen werden den Frohsinn niederdrücken;
auch: ein Berufswechsel wird zu besseren Dingen führen.
Lob / lobpreisen
Psychologisch:
Nach Freud handelt es sich bei diesem Traumsymbol um einen Hinweis auf einen Wunsch, gelobt zu werden. Traumsituationen, in denen man gelobt
wird, haben nicht selten die Funktion, den Träumenden aufzubauen und deren Selbstbewußtsein in schwierigen Zeiten zu unterstützen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ernten: etwas Angenehmes erleben.
(europ.) : – ernten: bedeutet eine Verleumdung; Skandale und Tratsch um einem herum;
– aussprechen: erweist eine gute Freundschaft.
(ind. ) : – hören: du wirst verleumdet und Betrogen;
– spenden: deine Ehrlichkeit macht dir Freude.

905
Lobelie
Medizinrad:
Schlüsselworte: Brechmittel; zweifach; stimulierend; entspannend.
Beschreibung: Lobelie ist die Pflanzengattung der Glockenblumengewächse, die weltweit mehr als 200 winterharte oder einjährige Arten enthält. In
verarbeiteter Form wird sie als Brechmittel, als Stimulans oder Entspannungsmittel eingenommen. Der Pflanze eigen ist eine zweifache Natur: Eine
kleine Menge stimuliert, eine große Menge entspannt. Eine kleinere Art der Lobelie ist heute vielfach als Zierpflanze mit hübschen blauen Blüten in
Gärten anzutreffen.
Allgemeine Bedeutung: Etwas in deinem Leben, was du loswerden willst; den Teil deiner Umgebung verstehen, der dich gleichzeitig anregt und
aufregt.
Assoziation: Lob, Loblied.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe der Entspannung, die aus dem loslassen von unnötigen Vorstellungen, Situationen oder Menschen resultiert.
Lobrede
Volkstümlich:
(arab. ) : – halten oder hören: Selbstvergötterung wird dich lächerlich und verächtlich machen.
Loch
Allgemein:
Hat man es in der Kleidung, deutet das Täuschung und vergebliche Anstrengungen an. Ein Loch im Traum symbolisiert in der Regel eine schwierige
oder knifflige Situation. Es kann sich dabei auch um einen Ort handeln, an dem sich der Träumende verstecken und geschützt fühlen kann. Loch
stellt oft eine Falle dar, in die man leicht hinein fällt. Manchmal kommen darin auch sexuelle Bedürfnisse zum Ausdruck. Wenn er in seinem Traum
in ein Loch fällt, ist dies ein Hinweis darauf, daß er sehr plötzlich mit seinen unbewußten Gefühlen, Bedürfnissen und Ängsten in Kontakt kommt.
Geht der Träumende um ein Loch herum, ist naheliegend, daß er eine knifflige Situation „umgehen“ soll.
Psychologisch:
Ein Loch kann das Weibliche oder die Leere symbolisieren, die man empfindet, wenn man anfängt, das Selbst zu begreifen. Das Loch kann im
Traum als Zeichen für Unsicherheit, Hilflosigkeit und mangelndes Selbstvertrauen gesehen werden, wenn es im Sinne von Abgrund steht. Ein Loch
im Dach eines heiligen Gebäudes und jedes Loch, durch das Dampf oder Rauch entweicht, ist eine Öffnung nach oben zur himmlischen Welt; es ist
das Tor zu anderen Dimensionen. Seit der Mensch in Wohnungen mit Zentralheizung lebt, fühlt er sich mehr und mehr eingeschlossen. Der Blick für
die spirituelle Bewußtheit geht verloren. Hat das Loch aber die Form einer Spalte oder einer Höhle, ist dies ein Symbol für die weibliche Sexualität.
Empfindet der Träumende beim Anblick des Loches Unbehagen oder Angst, ist dies ein Hinweis auf sexuelle Hemmungen und Unsicherheit
gegenüber Frauen, die mütterlich dominieren. Fühlt sich der Träumende allerdings geborgen, ist dies ein Zeichen seiner Hilfsbedürftigkeit, seines
Wunsches nach Schutz und möglicherweise auch ein Zeichen für eine zu starke Mutterbindung. Aber das Loch, das sich vor einem Träumenden
auftut, hat auch etwas Bedrohliches: Fällt man hinein, wird man vielleicht im Wachleben auf schlechte Freunde oder auf Konkurrenten hereinfallen,
eventuell auch mit einem sexuellen Problem nicht fertig werden. Nur ein kleines Loch hat positive Bedeutung – da kann man ja nicht hineinfallen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hineinfallen: man wird lieben Menschen ein Leid zufügen oder hat Angst vor dem was die Zukunft bringt;
– hineinkriechen: man begibt sich durch Leichtsinn in eine große Gefahr;
– in die Wand bohren: man möchte etwas über seine Zukunft erfahren, um sich in seinen Entscheidungen
danach richten zu können;
– eines stopfen: man wird einen unangenehmen Streit schlichten;
– Löcher in der Kleidung haben: unordentliche Verhältnisse werden dich beunruhigen;
auch: man sollte Überlegen, ob gewisse Vorwürfe nicht berechtigt waren.
(europ.) : – reiner Warntraum; Zeichen für eine Falle, die einem bald gestellt werden wird;
– sehen: Warnung vor einer Unachtsamkeit; Warnung vor einer Falle;
– hineinfallen: zeigt ernstliche Beunruhigung oder Störung durch andere Menschen an;
– hineinkriechen: man wird in eine Falle oder schlechte Gesellschaft geraten;
– eines im Kleid haben: läßt Lug und Trug erwarten; man sollte dringend seinen Schuldenberg reduzieren;
– flicken: man wird einen recht unangenehmen Streit schlichten oder ein altes Problem lösen können.
(ind. ) : – in den Kleidern: du sollst an deine Gläubiger denken; du wirst Schulden machen;
– bohren: du mühst dich vergebens ab;
– hineinfallen: du wirst in schlechte Gesellschaft geraten.
(Siehe auch „Abgrund“, „Grotte“, „Höhle“)
Locken
Allgemein:
Locke steht allgemein für Hoffnungen, was sich auf Gefühlsbindungen bezieht.
Psychologisch:
Das krause Haar im Traum läßt auf krause Gedanken schließen. Schneiden wir einer Traumfigur eine Locke ab, kann das auf das Ende einer bisher
guten Beziehung hindeuten, die man aber in guter Erinnerung behalten wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: treu geliebt und verehrt werden; kündigt eine neue Liebesbeziehung an,
bei der man vorsichtig vorgehen sollte;
– sich selbst mit welchen sehen: man darf auf die Erfüllung seiner geheimsten Wünsche hoffen;
– weggeben: du wirst eine Liebeserklärung machen;
– geschenkt erhalten: deine Werbung findet Gehör;
– abschneiden sehen: Versprechungen eines Freundes, werden nicht eingehalten werden;
– abschneiden: treue Liebe;
– verlieren: Bruch des Liebesverhältnisses.
(europ.) : – eine vollkommene Veränderung in den Angelegenheiten; eine neue Umgebung und bessere Zeiten in Sicht;
– Locken sehen: man ist von seinem Partner sehr abhängig;
– sehr dunkle sehen: es liegt eine unbewußte Antipathie vor;
– sehr schöne Farbe: diese Person ist für einem sehr sympathisch;
– eine von sich abschneiden: vergebliche Liebesmühe;
– von einem anderen abschneiden: man wird sich einen Korb holen;

906
– sehen, wie andere von sich selbst oder von anderen eine abschneiden: die heimliche Liebesgeschichte eines
anderen wird einem anvertraut;
– abgeschnitten bekommen: Aufmunterung, in einer Liebesgeschichte nicht so zaghaft zu sein;
– verschenken: eine Liebesneigung wird nicht erwidert;
– verlieren: Auflösung einer Freundschaft oder eines Liebesverhältnisses;
– erhalten: man wird geliebt;
– viele Locken auf einem Kopf sehen: deutet auf eine krause und verworrene Liebesaffäre.
(ind. ) : – haben: du kannst Hoffnungen haben;
– abschneiden: du wirst ein unvergeßliches Erlebnis haben.
(Siehe auch „Haar“)
Löffel
Allgemein:
Löffel weist oft darauf hin, daß man die Konsequenzen für sein Verhalten tragen muß. Ißt man damit, kann das auch ankündigen, daß die Sorgen und
Probleme bald nachlassen.
Psychologisch:
Es ist ein Werkzeug der Nahrungsaufnahme. Die Seele ist hungrig und möchte neue Eindrücke aufnehmen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – viele sehen: ungebetene Gäste werden deine Schwelle überschreiten;
– einen sehen: man erhält eine Einladung;
– mit einem essen: man hat es selbst in der Hand, sein Glück zu erzwingen;
– silberne in großer Zahl sehen: man neigt zu Mißgunst gegenüber einem Verwandten oder Bekannten,
der mehr Glück hat als man selbst.
(europ.) : – sehen: stellt ein Essen in Aussicht, zu dem man als Gast eingeladen werden wird;
– einen silbernen sehen: man wird von anderen beneidet, denen es materiell besser geht als einem selbst;
– benutzen: deutet auf positive Anzeichen hin; private Dinge werden sich zufriedenstellend entwickeln;
– Suppe löffeln: man wird die Suppe auslöffeln müssen, die man sich selbst eingebrockt hat;
– mit einem essen: man muß eine Suppe auslöffeln, die man sich selbst eingebrockt hat;
– mit einem gefüttert werden: jemand in der Umgebung will einem bevormunden;
– gebrochene oder schmutzige: steht für Verluste und Sorgen;
– großen (Koch-)Löffel sehen: man hat zu Hause nichts zu sagen;
– einen verlieren: man ist wahrscheinlich allgemein unsicher;
– einen stehlen: man wird wegen seiner verachtenswerten Gemeinheit gegenüber der Familie bestraft werden;
(ind. ) : – deine Sorgen werden verschwinden; du wirst stets reichlich Nahrung haben;
– damit essen: durch deinen Fleiß kommst du vorwärts;
– silberner: du wirst zu einem Gastmahl geladen werden;
– rostiger: meide die Gesellschaft.
(Siehe auch „Besteck“, „Suppenkelle“)
Loge
Allgemein:
Loge (zum Beispiel im Theater) deutet Neid und andere soziale Probleme an, weil man sich überheblich und oberflächlich benimmt.
Volkstümlich:
(europ.) : – in einer sitzen: man wird den Neid anderer erregen.
(ind. ) : – du wirst Ärger und Verdruß gesellschaftlicher Natur haben.
Lohn
Allgemein:
Wie man sein Gehalt oder Lohn im Traum ausgibt, läßt Schlüsse darauf zu, wie man seine Fähigkeiten im Wachleben einsetzt und seine Talente
fördert bzw. weiterentwickeln könnte. Das Einkommen kann die Arbeit selbst oder aber die Leistung, die man zu vollbringen trachtet, darstellen.
Wenn der Träumende eine Aufgabe widerstrebend und ohne Freude erfüllt, besteht sein einziger Lohn oft in dem Geld, welches er dafür erhält. Von
Lohn zu träumen kann also heißen, daß der Träumende in einer alltäglichen Situation nicht mehr als Zugesagte erwarten sollte.
Psychologisch:
Üblicherweise wird für eine Arbeit Lohn bezahlt. Im Traum Lohn zu erhalten bedeutet demnach, daß der Träumende gute Arbeit geleistet hat. Eine
Lohnzahlung an jemanden durch den Träumenden legt nahe, daß er dieser Person etwas schuldet. Handelt ein Traum von einer Lohntüte, ist dies ein
Hinweis, daß der Wert des Träumenden mit anderen Aspekten wie Loyalität und Pflichtbewußtsein verknüpft ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Lohn im Traum eine Prämie und eine verdiente Belohnung darstellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: Verlust.
(europ.) : – erhalten: man wird Undank ernten; auch: Gefahr kleiner Diebstähle;
für Leute die sich an neuen Unternehmungen beteiligen: unerwartetes Glück;
– auszahlen: durch Unzufriedenheit niedergeschlagen sein;
– jemand belohnen: durch andere wird man Schwierigkeiten bekommen;
– wird der Lohn gekürzt: warnt vor bösartigen Plänen;
– Lohnerhöhung: prophezeit Gewinn in allen Unternehmungen.
(Siehe auch „Gehalt“)

907
Lokomotive
Allgemein:
Die motorische Kraft, die uns im Leben vorwärts schiebt. Ein günstiges Zeichen, das uns einer glücklichen Zukunft entgegensehen läßt, wenn nicht
Signale im Traum in die falsche Richtung leiten. Aufschluß über die zur Verfügung stehenden Kräfte ergibt sich aus dem Typus der Lokomotiven.
Ein Traum sei hier erwähnt: Am Bahnhof erwartet eine größere Menge die doppelt gekuppelte, gewaltige Lokomotive der Gotthardbahn. Der
Träumer steht auch da; es ist ein Mann, von dem man nach langem Zögern nun bedeutendes erwartet. Die Lokomotive erscheint nicht, dagegen ein
kleines Lokomotivchen mit Holzfeuerung: das ist die Energie, welche diesem Manne augenblicklich zur Verfügung steht. Weder er noch die anderen
durften ihn also überfordern. Handelt es sich um eine Dampflok und ist deren Dampf weiß, bringt unsere weitere Lebensreise Erfolg und gute
Ergebnisse, stößt die Lok dunklen Rauch aus, liegt unsere Zukunft ebenso im dunklen. Wegen ihres Kolbengestänges wird die Lokomotive auch zum
Symbol der Potenz und der Lebensfreude. Eine Spielzeuglokomotive stellt Sehnsucht nach unbeschwerten Kindheitstagen dar. Das wirkliche Leben
scheint man im Moment nicht zu bewältigen, so daß man in kindliches Spiel flüchtet.
Psychologisch:
Die Lokomotive ist im positiven wie auch im negativen Sinn ein Symbol für die gemeinschaftliche Energie. Sie ist im übertragenen Sinn die
kollektive Kraft, die den Träumenden auf seiner Lebensreise tragen. In diesem Traumbild kann sich das positive Eingebundensein in die Familie oder
Gesellschaft ausdrücken. Die Lokomotive kann aber auch ein Gefahrensignal sein, nämlich dann, wenn der Träumende zu stark an die Meinung der
Gemeinschaft gebunden ist und deshalb seine Persönlichkeitsentwicklung eingeengt wird. Sie ziehen tüchtig an. Mit Macht und Kraft treiben Sie eine
Sache voran. Hat die Lok Dampf abgelassen? Vielleicht sollten Sie das auch einmal tun!
Volkstümlich:
(arab. ) : – erblicken oder damit zu tun haben: du wirst dich mit großen Plänen abmühen;
– als Fahrgast mit einer fahren: aus einer Freundschaft wird langsam aber sicher eine beständige Liebesbeziehung,
die unter Umständen ein ganzes Leben halten wird.
(europ.) : – eine sehen: man treibt mit viel Kraft und Macht die Pläne voran;
– eine dampfende sehen: man macht zu große Pläne;
– mit weißen Dampf: die vorgesehene Reise bringt Gutes;
– mit schwarzen oder dunklem Dampf: es ist nichts Gutes zu erwarten;
– Dampf ablassende sehen: man sollte dies auch tun;
– eine sich entfernende hören: man wird eine Reise machen, oder die Reise eines anderen wird von Bedeutung für einen selbst sein;
– eine sich nähernde hören: bedeutet Neuigkeiten aus dem Ausland; es werden berufliche Veränderungen mit Verbesserungen eintreten;
– eine schnelle: steht für außerordentliches Glück und Auslandsreisen;
– eine defekte: Geschäfte werden sich verzögern und geplante Reisen wegen fehlenden Geldes nicht begonnen werden können;
– eine völlig demolierte Lok: ist ein Omen für großes Leid und Besitzverlust;
– eine pfeifende: man wird sich über die Rückkehr eines lang abwesenden Freundes oder ein unverhofftes Angebot freuen können.
(ind. ) : – verlasse den Ort, an dem du wohnst, du kannst dort nicht glücklich werden;
– schnaubend: dir droht eine Gefahr.
(Siehe auch „Bahnhof“, „Dampf“, „Dunkelheit“, „Eisenbahn“, „Reise“, „Zug“)
Lorbeer
Artemidoros:
Der Lorbeer bedeutet wegen seines immergrünen Wuchses eine reiche und wegen seiner Anmut eine schöne Frau, ferner eine Reise, eine Flucht und
enttäuschte Erwartungen wegen der Geschichte, die voon dem Baum erzählt wird. (Daphne, die Tochter des Flußgottes Peneus, verschmähte die
Liebe Apollons, weil sie jungfräulich zu bleiben wünschte, und floh vor dem Gott. Apollon verfolgte sie; in dem Augenblick aber, wo er sich ihrer
bemächtigen will, wird sie von ihrem Vater in einen Lorbeerbaum verwandelt.) Ärzte und Weissager müssen sie wegen Apollons zu ihrer Kunst in
Beziehung setzen.
Allgemein:
Der Lorbeerbaum ist ein eher seltenes Traumsymbol, es sei denn, der Träumende ist Gärtner, oder er ist mit der Symbolik des Lorbeers besonders gut
vertraut. Früher war Lorbeer ein Symbol für den Erfolg. Im deutschen Klima ist es schwer, Lorbeer zu ziehen, daher symbolisiert er das
Triumphieren über Schwierigkeiten. Lorbeer sehen verheißt baldige Ehrungen und Auszeichnungen. Wenn man ihn selbst trägt (zum Beispiel als
Kranz), warnt das jedoch vor Eitelkeit und Geltungssucht, mit denen man sich lächerlich macht. Allgemein können Lorbeerblätter, die man erntet,
eine günstige Wende im Leben ankündigen.
Psychologisch:
Der immergrüne Lorbeerbaum ist ein archetypisches Symbol. Ein aus seinen Zweigen geflochtener Kranz verhieß schon den antiken Helden Ruhm
und Ehre. Ein Lorbeerkranz wird verliehen, um einen Sieg oder Triumph zu kennzeichnen, daher symbolisiert er die Anerkennung von Erfolg. Er
stellt auch Unsterblichkeit dar. Der Träumende, der sich damit schmückt, hat vom Leben noch viel zu erwarten. Die immergrünen Blätter
versprechen Wohlstand.
Spirituell:
Ein Lorbeerbaum symbolisiert Reinheit und Ewigkeit. Er ist ein Götterbaum und Sinnbild der Unverweslichkeit und Jugend.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Lorbeerblätter: zu Reichtum gelangen; eine vorteilhafte Heirat.
(europ.) : – sehen: Wohlstand und Freude; Geld von Angehörigen oder unerwartete Geschenke eines Freundes; Ehrungen;
– pflücken: man wird sich lächerlich machen;
– Lorbeerblätter sehen: vernichten die schönsten Hoffnungen.
(ind. ) : – Lorbeerblätter: es wird sich in Kürze eine günstige Wendung für dein ganzes Leben ereignen.
(Siehe auch „Baum“, „Blatt“, „Grün“, „Kranz“)
Lorbeerbaum / Lorbeerstrauch
Artemidoros:
Der Lorbeerbaum bringt den Kranken Rettung, denn das ist ganz begreiflich, denn Verstorbenen gibt man mit Zweigen vom Ölbaum das letzte
Geleit, keineswegs mit solchen vom Lorbeer.
Allgemein:
Die alten Mythen schrieben dem Lorbeerbaum Kräfte zu, die vor Hexerei schützen, und heute noch bringt man mit ihm die Abwehr von
Unerfreulichen in Verbindung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – man wird dich zu einer Hochzeit einladen; auch: in Zukunft mit Sorgen und Schwierigkeiten zu rechnen haben.

908
(europ.) : – Baum: verheißt Glanz, Ehren und Reichtum; eine unbeschwerte freie Zeit mit vielen angenehmen Zerstreuungen;
in Zeiten der Erholung werden viele Kenntnisse wiederholt;
– Sträucher: bringen Erfolg und Ruhm; man wird neue Eroberungen in der Liebe machen; Unternehmen werden
viele Erfolge verzeichnen;
– Schmückt eine Frau den Kopf ihres Liebhabers mit Lorbeer, dann wird sie sowohl einen treuen als auch einen
berühmten Mann haben.
(ind. ) : – du hast Neider, weiche ihnen aus.
(Siehe auch „Lorbeer“)
Lorbeerkranz
Volkstümlich:
(arab. ) : – hohe Ehren und Ruhm erlangen.
(europ.) : – deine Tugend wird belohnt werden;
– Lorbeerzweig oder -kranz vor sich oder bei anderen sehen: verheißt eine Auszeichnung oder eine besondere Ehrung;
– Lorbeerzweig oder -kranz selbst tragen oder damit geschmückt werden: bedeutet eine Blamage oder Verlust an Ansehen;
zeigt zuviel Ehrgeiz und Geltungssucht an, die man bekämpfen sollte;
(ind. ) : – man wird dich bewundern und sich vor deinem Geist beugen.
(Siehe auch „Kranz“)
Lord (Siehe „Lady“)
Los
Allgemein:
Das Lotterielos im Traum umschreibt unser Los im Wachleben, wobei Gewinn und Niete gewissermaßen die Vorzeichen bilden. Es hat also kaum
etwas mit finanziellem Glück oder Unglück zu tun. Und trotzdem kann man mit den Losen des Traumes gewinnen oder verlieren. Erkennen wir zum
Beispiel die Zahlen darauf und können wir sie uns merken, geben sie als Symbole weitere Deutungshinweise; sind die Zahlen nicht zu sehen, sollten
wir uns lieber auf unserer Hände Arbeit verlassen, als einem trügerischen Glück hinterher zu jagen.
Psychologisch:
Haben Sie im Traum das große Los gezogen? Dann hoffen Sie auch in der Realität auf „geschenktes Glück“ und wollen so manches Spielchen
spielen, um auf die „Gewinnerseite“ des Lebens zu kommen – und einen „Volltreffer“ zu landen. Ein Hinweistraum, daß man vieles leichter nimmt,
als es eigentlich ist – und daß man im positiven wie auch im negativen Sinn zu den typischen „Spielernaturen“ gehört.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Lotterie etc.) kaufen: dir steht ein empfindlicher Verlust bevor;
– finden: Lotteriegewinn.
(europ.) : – sehen oder ziehen: bedeutet ganz allgemein Glück, meist auch Gewinn in der Lotterie oder im Spiel;
auch: das Schicksal macht nun eine etwas unangenehme Wende;
– kaufen oder in Besitz haben: die Chancen in der Lotterie oder im Glücksspiel stehen schlecht;
– mit Zahlen sehen: man sollte ein Los kaufen, das die gesehenen Zahlen enthält;
(Siehe auch „Gewinn“, „Zahlen“)
Löschfahrzeug
Volkstümlich:
(europ.) : – kündigt Sorgen an, die jedoch letztendlich Glück bringen;
– eine Panne habend: verheißt einen Unfall oder schweren Verlust;
– Fährt eine junge Frau damit, dann wird sie in eine unziemliche und anrüchige Affäre verwickelt sein.
Löschen
Psychologisch:
Wer im Traum einen Brand löscht, kann sich im Wachleben gerade noch aus einer unglücklichen Lage befreien. Schon in der Antike glaubte man,
daß man einem Mitmenschen schweren Schaden zufüge, wenn man ihm im Traum das Licht seiner Lampe oder Laterne löscht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Feuer: durch deine Umsicht wird ein Unglück verhütet.
(europ.) : – etwas auslöschen: zeigt Verluste, Krankheiten oder sonstige Übel an;
– einen Brand: man kommt um Haaresbreite an einem Unglück vorbei.
(ind. ) : – eines Feuers: Glück;
– des Durstes: langes Leben.
(Siehe auch „Brand“, „Feuerwehr“, „Lampe“, „Laterne“, „Licht“)
Lösegeld
Psychologisch:
Wer es im Traum bezahlen muß, will sich auch unter größtem (emotionalen) Aufwand aus einer Situation befreien, die er als Abhängigkeit
empfindet. Er würde für das, was er unter Freiheit versteht, jeden Preis bezahlen. Ein häufiger Männertraum in der Trennungsphase einer
Partnerschaft, die „teuer wird“.
Volkstümlich:
(europ.) : – wird für Sie eins verlangt: man wird spüren, daß man von allen Seiten betrogen wird;
– Einer jungen Frau verheißt dies Schlechtes, es sei denn, jemand zahlt das Lösegeld und befreit sie.
(Siehe auch „Forderung“)
Lot
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: die Geschäfte entwickeln sich rückläufig.

909
Lötkolben
Allgemein:
Lötkolben (Löten) symbolisiert menschliche Bindungen, die fest sind oder gefestigt werden sollen. Vielleicht wird man auch darauf hingewiesen, daß
man ein Zerwürfnis beseitigen soll, indem man auf die anderen zugeht und den ersten Schritt wagt.
Lotse
Allgemein:
Die positive Traumgestalt, die uns über Schwierigkeiten hinweghilft und uns wieder auf den richtigen Weg führt.
Psychologisch:
Ein Hinwies, daß man (derzeit) ohne Hilfe anderer auf seinem Lebensweg „verloren“ ist – oder es zumindest so empfindet: Man vertraut anderen
mehr als sich selbst. Sah man sich selbst in der Rolle des Lotsen, ist man bereit (und auch in der Lage), eine Führungsposition zu übernehmen – oder
anderen auf ihrem Weg „zielführend“ beh ilflich zu sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – angenehme Schicksalswendung steht bevor.
(Siehe auch „Boot“, „Schiff“)
Lotterie
Assoziation: – Chance; Glück; Risiko.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben möchte ich mit kleinem Einsatz großen Gewinn machen?
Allgemein:
Wenn man geträumt hat, daß man ein Lotterielos- oder Tombola-Los kaufte oder ein Lotto-Schein ausfüllte, dann ist im Wachleben etwas außer
Kontrolle geraten – oder der Traum macht einem klar, daß sich die Folgen des eigenen Handelns nicht immer genau vorhersehen lassen. Es kann
auch Wunscherfüllung mit im Spiel sein. Meistens kündigt Lotterie Verluste und Enttäuschungen an. Gelegentlich berichten Menschen, daß sie dabei
Zahlen sahen, die tatsächlich gewonnen haben; das ist zwar nicht erklärbar, aber ein Versuch schadet nicht. Für Liebende ist dieser Traum ein sehr
schlechtes Vorzeichen.
Psychologisch:
Eine Warnung vor einem riskanten Vorgang, dessen Endergebnis nicht abzusehen ist. Oder: Man hat unrealistische Wünsche.
Volkstümlich:
(arab. ) : – spielen: einen gemütlichen Abend erleben; du bist in Gesellschaft beliebt.
(europ.) : – Einsatz mit der Wahrscheinlichkeit eines Fehlschlages oder Verlustes bei einem sinnlosen Unternehmen;
auch: unvorteilhafte Geschäftspartner treffen;
– ein Los erwerben: schlechtes Omen für Liebhaber; eine unglückliche Verbindung eingehen mit einem Menschen,
der die Liebe nicht wert ist;
– beiwohnen: gilt für Enttäuschungen bzw. Verluste;
– bestimmte Zahlen dabei sehen: man sollte ein Los kaufen, das die gesehenen Zahlen enthält;
– die richtigen Zahlen getippt haben: man liegt in einer Vermutung richtig; dies bestürzt und besorgt einem;
– andere in einer Lotterie gewinnen sehen: dies verheißt Geselligkeit, wodurch viele Freunde zusammengebracht werden;
– in einer Lotterie verlieren: man wird Opfer hinterhältiger Menschen, die den Angelegenheiten schaden;
– Erscheint einer jungen Frau eine Lotterie, wird sie durch ihre Nachlässigkeit Enttäuschungen erleben.
Sie wird einen Ehemann haben, der nicht besonders verläßlich ist.
(Siehe auch „Gewinn“, „Los“)
Löwen
Assoziation: – Vornehmheit; Stärke; Stolz.
Fragestellung: – Wo in mir liegt mein Mut?
Artemidoros:
Der Löwe steht für einen Menschen mit stolzen, in Freiheit lebenden, draufgängerischen und Furcht erweckenden Eigenschaften. Erblickt man einen
zahmen mit dem Schweif wedelnden und ohne böse Absicht sich nähernden Löwen, so ist das ein gutes Zeichen und bringt Vorteile, und zwar einem
Soldaten vom Kaiser (Der Kaiser ist der Löwe), einem Athleten von seiner guten Körperkondition, einem Mann aus dem Volk von der Obrigkeit und
einem Sklaven von seinem Herrn; denn wegen seiner Kraft und Stärke gleicht das Tier solchen Personen. Ein drohender oder wütender Löwe jagt
Furcht ein und prophezeit Krankheit (auch die Krankheit gleicht einem wilden Tier) und Bedrohung von Männern, deren Symbol der Löwe ist, oder
Feuersgefahren. (Grundlage der Deutung ist die aus dem Mithraskult bekannte Identifikation von Löwe und Feuer.) Der Anblick von jungen Löwen
ist für alle ausnahmslos von guter Vorbedeutung, gewöhnlich verkündet er die Geburt eines Knaben. Die Löwin bedeutet dasselbe wie der Löwe, nur
in geringerem Maß, und zwar prophezeit sie wedelnd Nutzen, drohend und beißend Schaden, doch nicht von Männern, sondern von Frauen. Oft habe
ich die Beobachtung gemacht, daß sie reiche Männer bezeichnet, die wegen widernatürlicher Sinnlichkeit verschrien sind.
Allgemein:
Ein Löwe im Traum symbolisiert sowohl Grausamkeit als auch Stärke. Löwe wird allgemein als Ausdruck hoher Energie, Tatkraft und Aggressivität
gedeutet, die aus der Triebwelt stammen. Je nach den Begleitumständen sind vor allem folgende Bedeutungen möglich:
– Löwe jagen warnt vor Risiken eines Vorhabens; erlegt man das Tier, wird man erfolgreich sein,
fällt man ihm zum Opfer, geht eine Angelegenheit ungünstig aus.
– Löwe fangen kann ankündigen, daß man sich einen Gegner zum Freund machen wird.
– Löwe zähmen mahnt, anderen nicht zu sehr zu vertrauen.
– Löwe brüllen hören fordert auf, sich gegen zudringliche Menschen zu wehren.
– Löwe mit Jungen warnt allgemein vor Unheil.
Psychologisch:
Der Löwe ist ein Traumbild mit mehreren verschiedenen Bedeutungen. In Märchen oder als Wappenzeichen symbolisiert er den König der Tiere und
somit Herrschaft, Würde, Kraft, Stolz, Mut und körperliche Kraft. Als Symbol in antiken Traumdeutungen der Urgewalt der Sonne (siehe dort)
gleichgesetzt. Er ist das Zeichen ungebändigter Seelenenergie, ein Sinnbild für Leidenschaft und Kraft, das uns im Traum manchmal erschreckt;
übersetzt: Wir werden im Wachleben von unseren Leidenschaften übermannt und müssen möglicherweise darunter leiden. Der Löwe kann im Traum
aber auch Kreativität und geistige Kraft ausdrücken. Dies sind Eigenschaften, die der Träumende entwickeln muß, wenn er auf seinem Weg weiter
vorankommen will. Menschen, die vom Löwen als dem erhabenen mythologischen Wüstenkönig träumen, kann man so leicht nichts vormachen; sie
schreiten, ohne nach links oder rechts zu blicken, geradeaus durchs Leben. Ihnen gelingt viel, aber sie sind oft große Menschenverächter, also
schwierig im Zusammenleben. Es sind Persönlichkeiten, die das Triebhafte beherrschen. Er steht allerdings in gewissen Fällen auch als Bild für
Unbeherrschtheit und Aggression. Wo der Löwe auf den Träumer selbst zum Sprung ansetzt, ist dieser von solch einer selbstsicheren Persönlichkeit
bedroht.

910
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Löwe im Traum das Feuer der Lebensenergie, das gebändigt werden muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Löwe bedeutet die Person des Kaisers.
– Träumt dieser oder ein großmächtiger Herr, er streite oder kämpfe mit einem Löwen, wird er mit einem Fürsten,
der sein Feind ist, oder einem anderen Herrscher Krieg führen, und dem, der im Traum siegt, wird auch in der
Wirklichkeit der Sieg zufallen;
schaut dies ein gemeiner Mann, gilt folgendes: entweder wird er dem Kaiser nach dem Leben trachten oder mit Charon ringen.
– Reitet einer auf einem Löwen, der ihm willig folgt, wird er Kaiser werden, falls er das Zeug dazu hat, wenn nicht,
große Macht erringen und in deren Besitz einen einflußreichen Widersacher demütigen.
– Der Kaiser wird nach diesem Gesicht einen anderen Herrscher unterwerfen.
– Erblickt jemand einen Löwen, kämpft aber nicht mit ihm, sondern ist nur in Angst und Schrecken versetzt, wird er vor
dem Landesfürsten beben und zittern; ist der Träumende ein Beamter des Kaisers, droht ihm Gefahr von dessen Seite,
doch wird die Sache glücklich enden, weil der Löwe ihn nicht verletzte.
– Träumt der Kaiser, daß vor seinem Angesicht ein Löwe schleunigst die Flucht ergreife, wird ein anderer Herrscher einzig
auf seinen Namen hin vor ihm zurückweichen und sich unterwerfen;
ein einfacher Mann wird von großer Furcht und Gefahr erlöst und wieder Freude an der Welt gewinnen.
– Löwenfleisch essen bedeutet, man werde vom Kaiser Reichtum und Macht bekommen und seinen Feind niederwerfen.
– Trinkt einer Löwenmilch, wird er vom Kaiser große Geldmittel erlangen, die Furcht einflößen, und Freude haben.
– Dünkt es den Kaiser, er esse ein Glied von einem Löwen, wird er von einem fremden Reich einen Teil dazugewinnen,
ein gewöhnlicher Mann wird Geld und reiche Geschenke von kaiserlicher Seite bekommen und über seine Feinde Herr werden.
– Findet jemand Kot von einem Löwen und hebt ihn auf, wird er zu Reichtümern kommen, die freilich geringer als die
erwähnten sind.
– Findet der Kaiser oder ein Großer Leber oder Hirn eines Löwen, wird er Schätze anderer Herrscher gewinnen;
ein einfacher Mann wird wohlhabend werden und Zutritt zum Kaiser haben.
– Findet der Kaiser oder ein gewaltiger Herr ein Löwenfell, wird er den gesamten Besitz und das Gold eines feindlichen
Herrschers an sich bringen;
hat ein gemeiner Mann diesen Traum, den sonst nur Mächtige träumen, wird er einflußreich und alsbald reich werden.
– Bringt man dem Kaiser einen gefangenen Löwen, wird er einen übermächtigen Feind, wenn eine Löwin, die Gemahlin
eines mächtigen Feindes gefangennehmen.
– Dünkt es ihn, er bekomme eine zahme Löwin mitsamt ihren Jungen, weist das auf die Augusta und ihre Kinder;
werden die jungen Löwen in seinem Palast großgezogen, beziehe er es auf seine Söhne, die sein Stolz und seine
Nachfolger sein werden.
– Erlegt der Kaiser auf der Jagd einen starken Löwen, wird er im Krieg einen Fürsten, der sein Feind ist, mit Hilfe seiner
Untergebenen vernichten.
– Redet er in herzlicher Liebe mit einem Löwen, wird er auf wunderbare Weise mit einem anderen Herrscher Frieden schließen,
gleich wie es ein großes Wunder ist, wenn einer mit einem Löwen redet.
– sehen: du wirst durch einen mächtigen Feind bedroht werden;
– in Gefangen schaft sehen: du wirst über deine Feinde triumphieren;
– töten: einer deiner gefährlichsten Feinde wird sterben;
– zähmen: lerne deine Leidenschaften bezähmen;
– zahm: du wirst Freundschaft finden;
– mit ihm kämpfen: du wirst deinen Feinden erliegen;
– von ihm verfolgt werden: du wirst in der Welt ganz verlassen stehen;
– brüllen hören: du wirst in Gefahr kommen;
– mit einem gerissenen Tier: bald wird man lästige Gegner loswerden können.
(europ.) : – Symbol für große und heiße Kampfkraft; von innen her bricht das Triebleben zu stark durch;
von einer starken Kraft getrieben werden;
– sehen: bedeutet Macht und Einfluß erlangen, mittels deren man seine Feinde
überwinden kann; Gegnerschaft eines Menschen in vorteilhafter Stellung;
– einen in Freiheit sehen: man wird einen mächtigen Gegner haben;
– einsperren: Kummer und Not;
– einen gefangenen sehen: man wird Schutz vor einem mächtigen Gegner finden;
– im Käfig: du wirst deine Feinde besiegen; der Erfolg wird stark davon abhängen, wie man mit seinen Gegnern umgeht;
– einen zähmen: Erfolge in jeder Hinsicht;
– einen Löwenbändiger sehen: es winkt geschäftlicher Erfolg und das geistige Potential erhöht sich; Frauen werden einem umschwärmen;
– die Kinder mit einem Taschenmesser gegen einen Löwen verteidigen: Widersacher liegen auf der Lauer
und werden auch erfolgreich zuschlagen, wenn man sich durch raffinierte Ablenkungsmanöver von seinen Pflichten abbringen läßt;
– hört ein Mann einen brüllen: es erwartet einem eine plötzliche Beförderung und die Gunst der Frauen;
– von einem bedrohlich angefaucht werden und dabei die Zähne fletscht: der Aufstieg zur Macht ist bedroht;
– von einem verfolgt werden: jemand, der dir teuer ist, wird dich verlassen; Verlust an Vermögen;
– von einem angefallen werden: Warnung vor einer drohenden Gefahr;
– sich vor einem fürchten: eine Gefahr, die du aber überwinden wirst;
– auf eine Löwenjagd gehen: man wird sich auf ein gewagtes Unternehmen einlassen;
– einen besiegen: vollkommener Erfolg in allem; einen Feind unschädlich machen oder überwinden;
– erlegen: Macht und Ansehen;
– von einem überwältigt werden: man könnte leicht das Ziel von Angriffen werden;
– einen toten sehen: die Feindschaft eines Gegners verliert an Einfluß;
– ein Löwenfell: verheißt Reichtum und Glück;
– sein Fell finden: Wohlstand und Reichtum;
– einen jungen zum Begleiter haben: zu großem Einfluß gelangen und von anderen gefürchtet werden;
– auf einem reiten: beweist Mut und Durchhaltevermögen und wird alle Schwierigkeiten spielend meistern;
– Löwin sehen: Glück im häuslichen Kreis;
– Löwin mit Jungen sehen: günstige Zeit, sich mit einem Gegner auszusöhnen;
– Löwenbabys: stehen für neue Unternehmungen, die bei entsprechender Zuwendung erfolgreich verlaufen;
– Träumt eine junge Frau von jungen Löwen, stehen ihr neue, faszinierende Liebhaber ins Haus.

911
– Sieht eine Frau im Traum Daniel in der Löwengrube, wird sie durch Charme und Intelligenz Reichtum
erlangen und den Mann ihrer Träume erobern.
(ind. ) : – zahmer: dir wird es so ergehen, wie all jenen, die nicht hören wollen;
– brüllend: du sollst die zudringlichen Menschen abweisen;
– von ihm gejagt werden: achte auf dein Ansehen;
– töten: dein Benehmen den anderen gegenüber wird sehr gelobt werden;
– mit Jungen: achte darauf, daß dir kein Unheil geschieht;
– schießen: zerstöre nicht dein Glück;
– von ihm angefallen werden: der Edelmut deines Gegners wird zur Versöhnung beitragen;
– ein anderes Tier verfolgend: du möchtest gerne helfen, aber du kannst nicht;
– mit Weibchen: du kannst dich nicht beklagen;
– wütend: du hast trotz allem noch immer Glück;
– beißend: im letzten Moment naht Hilfe;
– in der Wüste: du wirst auf deine Anfrage aus weiter Ferne eine günstige Antwort bekommen;
– lahm: sieh dich vor, man soll auf das Alter achten.
(Siehe auch „Adler“, „Kopf“, „Ohren“, „Tiere“, „Tierkreis“, „Wüste“)
Löwenzahn
Medizinrad:
Schlüsselworte: Gewöhnlich; verwurzelt; zäh; heilend; Mond der knospenden Bäume.
Beschreibung: Der Löwenzahn, im Medizinrad das Pflanzentotem der im Mond der knospenden Bäume (21. März bis 19. April) Geborenen, ist eines
der verbreitetsten wilden Gewächse, eine Pflanze mit sehr langen Wurzeln und der Fähigkeit, sich rasch zu vermehren. Er hat gelbe Blüten, die,
bevor sie sich aussäen, sich zu einer weißen Kugel wandeln, aus der sich die federleichten Samen lösen und vom Wind davongetragen wer den. Der
Löwenzahn wirkt tonisierend, seine Blätter sind eßbar. Es heißt, daß er den Körper erneuern und neu beleben kann.
Allgemeine Bedeutung: Die Quelle deiner eigenen Stärke finden; Kraft des Windes assoziiert. Assoziation: Schmackhafter Salat.
Transzendente Bedeutung: Die Fähigkeit, sanft von einer Phase des Lebens in die nächste zu wechseln.
Volkstümlich:
(europ.) : – glückhaft für Liebesaffären oder das Eheleben;
– blühenden sehen: verheißt erfreuliche Begegnungen und eine glückliche Umgebung.
Luchs
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wild; territorial; unabhängig; still; geduldig; seidig.
Beschreibung: Der Luchs ist im Vergleich zu den übrigen Wildkatzen eher kleinwüchsig, doch gegenüber der Hauskatze ein »Riese«. Im
Temperament ähnelt er seinem größeren Bruder, dem Puma. Luchse achten sehr stark darauf, daß ihre Territoriumsgrenzen eingehalten werden und
sind einzelgängerisch. Sie bevorzugen ein Leben im Verborgenen. Luchse fressen alle Kleintiere, derer sie habhaft werden können. Ihr Fell ist von
rötlich-gelber Färbung mit schwarzen Einsprenkelungen; auch der kurze Schwanz hat einen schwarzen Streifen. Am Tage sucht sich der Luchs wie
die meisten Wildkatzen ein ruhiges Plätzchen, wozu er nicht selten auf Bäume klettert. Luchse sind leise und schnell und eine der Katzenarten, die
schwimmen können.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil von dir, der leise, verstohlen und fähig ist, geduldig auf das zu warten, was du jagst; ein territorial denkender Aspekt
deines Wesens; ein Teil von dir, der sich schützt; persönliche Besitztümer oder Menschen, von denen du meinst, daß sie zu deinem Territorium
gehören; ein Maß von Unabhängigkeit.
Assoziation: Aus einem Versteck hervorluchsen.
Transzendente Bedeutung: Verstehen deiner Einstellung zu Unabhängigkeit und Abhängigkeit; Wächter, die wild kämpfen werden, um Menschen
aus einem Bereich herauszuhalten, in dem sie nichts zu suchen haben; kann dir etwas über deine männliche Energie sagen und wie du zwischen ihr
und der weiblichen größere Harmonie herstellst.
Allgemein:
Luchs symbolisiert Schläue und Hinterlist, vor der man auf der Hut sein muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder ihm begegnen: mache dich auf Falschheit, Verschlagenheit und List gefaßt; du wirst einer List zum Opfer fallen.
(europ.) : – bedeutet, daß man bald mit Erstaunen die geheime Feindschaft einer sonst bislang sympathischen Person
entdecken wird; Feinde werden die Geschäfte unterminieren und familiären Unfrieden stiften; sei Wachsam!
– sehen: man wird überlistet werden;
– Einer Frau, die von einem Luchs träumt, droht eine Rivalin den Geliebten auszuspannen. Kann sie den Luchs töten, wird sie die
Konkurrentin aus dem Feld schlagen.
(ind. ) : – man wird dich anonym verleumden.
(Siehe auch „Tiere“, „Rotluchs“)
Lücke
Volkstümlich:
(europ.) : – man besitzt die Fähigkeit, weit voraus zu blicken, was bei der Verwirklichung der Wünsche helfen wird.
Luft
Assoziation: – Atem; Intelligenz; Verstandeskraft.
Fragestellung: – Welcher Bereich meines Lebens bedarf der Stimulation ?
Allgemein:
Wenn man jemandem keinesfalls verlieren will, braucht man ihn „wie die Luft zum Atmen“ – sie ist das unverzichtbarste Element – ohne Luft kann
man nicht leben – was nicht mehr atmet, wird zur toten Materie. Luft gilt als Symbol des Geistes, der Idee, Vorstellungskraft und des kreativen
Denkens. Auch im Traum hat die Empfindung, daß man „keine Luft bekommt“ (oder verbrauchte, rauchige Luft), immer eine negative Bedeutung,
die auf eine beengende Situation, auf einen Mangel an Lebensqualität hinweist.
Psychologie:
Die Luft wird in der Traumdeutung als Symbol für kreatives Denken und die Kraft der Phantasie eingeordnet. Es kann aber auch sein, daß der
Träumende durch dieses Bild vor Traumtänzereien gewarnt wird. Wichtig für die Deutung sind die Traumhandlung und die Gefühle des
Träumenden. Ist die Luft im Traum rein und klar und fühlt sich der Träumende leicht und beschwingt, weist dies auf eine positive
Persönlichkeitsentfaltung des Träumenden hin. Stickige Luft und Beklommenheitsgefühle sind ein Bild für unbewältigte Probleme oder die
Schwierigkeit, sie zu bewältigen.

912
Spirituell:
Luft umfaßt das geistig-seelische Leben, vor allem hohe Ideale und Ziele.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt einen heruntergekommenen Zustand und nichts Gutes;
– klare Luft und blauer Himmel: beinhaltet Erfolg;
– neblig oder stark bewölkt: es sind Schwierigkeiten angezeigt; man sollte beabsichtigte Veränderungen erneut überdenken;
– in der Luft schweben oder fliegen: verkündet eine freie Stellung;
– heiße Luft einatmen: man begeht aufgrund einer Bedrängung eine Übeltat;
– kalte Luft verspüren: verheißt Diskrepanzen im Berufsleben und Widersprüche in den Beziehungen zu Hause;
– macht einem die Luftfeuchtigkeit zu schaffen: es wird ein Fluch auf einem lasten, der den Optimismus bald erschöpfen wird.
(Siehe auch „Atem“, „Fliegen“, „Flugzeug“, „Himmel“, „Schmetterlinge“, „Wolken“)
Luftangriff
Allgemein:
Luftangriff steht für neue Ideen und Pläne, die spontan über einen kommen; ehe man sie verwirklicht, muß man prüfen, ob sie realistisch sind.
Luftballon
Allgemein:
Im Traum kann die Farbe des Luftballons eine wichtige Rolle spielen. In der Regel verweist der Luftballon auf ausgelassene Stimmung oder das
Verlangen nach Sexualität.
Psychologisch:
Handelt ein Traum von Luftballons, dann haben sie den Zweck, den Träumenden daran zu erinnern, in seiner Begeisterung nicht ganz und gar
„abzuheben“, sondern mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben.
Spirituell:
Der Luftballon im Traum ist ein Symbol der Freude oder des sich in die Lüfte erhebenden Geistes.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine schmerzliche Trennung erdulden müssen;
– hoch oben in den Lüften sehen: die Wünsche werden sich nie ganz erfüllen lassen;
– davonfliegen lassen: aus Leichtsinn wird man einen traurigen Verlust erleiden;
– darin aufsteigen: dein Übermut wird sich selbst bestrafen;
– kaufen: sich bald über den Beginn einer langjährigen Freundschaft erfreuen dürfen.
(europ.) : – Spekulationswünsche in bezug auf den Lebensweg werden akut; es kündigen sich vereitelte Hoffnungen und Not an; jede Art von
Geschäft erleidet einen deutlichen Rückgang;
– fliegen sehen: man soll die Hoffnung nicht verlieren, um ein begonnenes Werk zu Ende zu führen; man gibt sich in einer Sache einer
Täuschung hin;
– niederstürzen sehen: ein schwebendes Unternehmen wird keinen günstigen Verlauf nehmen; man wird das Opfer einer Täuschung.
(ind. ) : – fliegen sehen: neue Pflichten werden an dich herantreten;
– damit aufsteigen: erfolgreiche Arbeit.
(Siehe auch „Ballon“, „Farben“, „Luftschiff“)
Luftfahrt
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: kurze Freude.
Luftgewehr
Volkstümlich:
(europ.) : – überreicht werden: man hat einen Feind;
– abgefeuert: man sollte Entscheidungen ein oder zwei Tage aufschieben.
Luftschiff
Allgemein:
Luftschiff (Zeppelin) kann Leidenschaften und Begierden (oft sexuell) verkörpern, die leicht das innere Gleichgewicht gefährden. Stürzt man mit
einem Luftschiff ab, täuscht man sich selbst und wird dadurch ernsten Schaden nehmen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: ein inniger Wunsch wird Erfüllung finden; einströmendes Geld, man sollte jedoch mit Spekulationen vorsichtig sein;
– in einen Ballon steigen: bedeutet eine unglückliche Reise;
– in ihm fahren: kühne Pläne werden der Verwirklichung entgegengehen;
– durch die Wolken fliegen: man wird eine Fehlhandlung begehen; man sollte Ziele in den Wolken zügeln;
– mit einem abstürzen: Lebensgefahr! Man wird durch eine Fehlhandlung oder einen Irrtum schwer zu Schaden kommen.
(Siehe auch „Zeppelin“)
Luftsprung
Volkstümlich:
(ind. ) : – machen: du wirst deine Stelle verlieren.
Lüge
Artemidoros:
Lügen bringt niemandem etwas ein, ausgenommen Bühnenkünstlern, Gauklern und Leuten, bei denen Lügen zum Metier gehört. Weniger schlimm
ist es, Fremde zu belügen als seine Angehörigen; denn diesen droht großes Unglück, auch wenn man glaubt, in einer unbedeutenden Sache zu lügen.
(Die Auslegung entspricht durchaus dem in der griech. Volksmoral geltenden Satz, die Gerechtigkeit bestehe darin, den Freunden zu nützen, den
Fremden bzw. Feinden zu schaden.)
Allgemein:
Lüge ermahnt, offen zu seinen Handlungen zu stehen, auch wenn das ernste Konsequenzen hat. Für Schauspieler, Artisten und alle anderen, die von
der Täuschung leben, ist es ein gutes Vorzeichen. Allen anderen bringen selbst unbedeutende Lügen Unglück, und zwar bringt es größeres Unglück,
wenn man einen Bekannten, kleineres, wenn man einen Fremden belügt.

913
Psychologisch:
Zeugen von einer Unehrlichkeit gegen uns selbst, das „nicht wahrhaben wollen“ eines seelischen oder körperlichen Zustandes, der uns Sorgen
machen müßte. Erzählen andere uns im Traum Lügen, wollen Leute in unserer Umgebung irgend etwas vor uns verbergen oder geben sich uns
gegenüber nicht so, wie sie in Wirklichkeit sind.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst lügen: Glück im Spiel und das Vertrauen eines lieben Menschen verlieren; du bist dir selbst im Weg;
– belogen werden: mit viel Glück und Wohlbefinden rechnen dürfen, wenn man an die Lösung bestehender Schwierigkeiten herangeht;
– von einer hochgestellten Persönlichkeit belogen werden: man erlangt bald besonderes Ansehen.
(europ.) : – man sagt oder tut etwas, das unangenehme Folgen hat, zu dem man sich aber bekennen soll;
– lügen, um einer Strafe zu entkommen: man wird sich einem unschuldigen Menschen gegenüber unehrenhaft verhalten;
– lügen, um einen Freund vor verdienter Strafe zu bewahren: man wird wegen des eigenen Verhaltens viel ungerechter Kritik
ausgesetzt sein, sich aber darüber hinwegsetzen und sehr beliebt werden;
– andere lügen hören: diese möchten einen in die Irre führen;
– glauben, Menschen seien Lügner: man verliert den Glauben an einigen Dingen, für die man sich eingesetzt hatte;
– jemanden als solchen bezeichnen: betrügerische Menschen werden einem Kummer bereiten;
– Träumt eine Frau, ihr Liebster sein ein Lügner, so wird sie davor gewarnt, daß sie den geschätzten Freund verlieren wird.
(ind. ) : – Glück in der Lotterie.
Lump
Volkstümlich:
(arab. ) : – hüte dich vor schlechter Gesellschaft.
(europ.) : – sehen oder mit einem bekannt sein: als Mädchen wird man einen braven Mann bekommen.
Lumpen
Allgemein:
Abgetragene Kleider im Traum sind die etwas schäbige Verpackung, die wir uns augenblicklich im Wachleben geben. Die Lumpen zeigen auf, daß
irgend etwas in uns einen psychischen Knacks hat. Der Träumende, der Lumpen kauft oder verkauft, will etwas vor anderen verbergen, das ihn nicht
unbedingt in strahlendem Licht erscheinen läßt.
Psychologisch:
Im Traum in Lumpen gekleidet zu sein, ist ein Signal für Existenzangst und die fixe Idee, man könnte völlig verarmen, wenn man sich nicht
mehrfach (materiell, sozial, gesellschaftlich) absichert. Ganz anders, wenn man es im Traum lustig findet, nur so zum Spaß „in Lumpen“ (oder in
sehr schlampiger, billig aussehender Aufmachung) unterwegs zu sein: Man hat Aussteigerträume und Lust am Provozieren – und alles
Konventionelle empfindet man (zumindest in diesem Zeitraum) als lästige, unzeitgemäße Einschränkung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: in Armut und Verzweiflung geraten; in einem Konkurrenzkampf den kürzeren ziehen;
– eine Person in Lumpen sehen: man wird eine Gefahr zu spät erkennen;
– sammeln: eine mühevolle Arbeit vor Augen haben; durch viel mühsame Arbeit wirst du zu Wohlstand kommen;
– verlieren oder wegwerfen: durch Verachtung des Geringen in Not geraten; du bist unbedachtsam;
– verkaufen: du wirst Ordnung im Hause machen;
– kaufen: du spekulierst falsch;
– waschen: du legst alles nützlich an;
– verbrennen: eine große Niederlage erleiden müssen.
(europ.) : – was andere zusammengetragen haben, will man wieder ausgeben; Mahnung zur Besinnung;
– sehen , damit handeln: man wird unerwartet oder auf außergewöhnliche Weise zu Geld kommen;
– sammeln: kummervolle und traurige Tage stehen bevor; eine schmerzliche Erfahrung sammeln;
– damit bekleidet sein: gilt als Armut und Mangel; deutet auf geschäftliche Unbeliebtheit oder eine peinliche Affäre
im Verkehr mit anderen;
– jemand in solche gehüllt sehen: ein Erblasser wird bald von sich hören lassen;
– dazwischen Wertsachen finden: Ausdauer und Fleiß werden reich belohnt.
(ind. ) : – mache dir nichts daraus, es wird alles wieder gut.
(Siehe auch „Abfall“, „Kleid“)
Lunge
Assoziation: – Atmung; Freiheit.
Fragestellung: – Auf welche Weise bin ich in meinem Leben zur Expansion bereit?
Artemidoros:
Die Lunge bedeutet das selbe wie das Herz und repräsentiert den Mittelpunkt unseres Lebens und ferner den Lebensatem.
Allgemein:
Lunge kann auf eine Erkrankung der Atemwege hinweisen, die durch Untersuchung geklärt werden muß. Oft kündigt sie auch schwere, langwierige
Arbeit an, die man durchstehen muß, um zum Erfolg zu gelangen.
Psychologisch:
Wenn wir im Traum kräftig durchatmen, ist das ein gutes Zeichen für unsere seelische Verfassung – ein Beweis, daß wir im Wachleben geistig und
körperlich fit sind. Wer aber im Traum keine Luft bekommt, ist im Wachleben vielleicht von Streß geplagt.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine kräftige, gesunde haben: bedeutet eine bevorstehende Anstrengung;
– eine kranke und schwache haben: verbürgt einen Schaden durch Unvorsichtigkeit;
einer bevorstehenden Aufgabe oder Anstrengung wird man nicht gewachsen sein;
– essen: bedeutet eine Gesundheitsschädigung.
(ind. ) : – eine kranke haben: sei vorsichtig im Umgang mit Menschen;
– essen: deine Gesundheit ist in Gefahr; Unwohlsein;
– verwunden: es droht Gefahr;
(Siehe auch „Körper“)

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Lupe
Allgemein:
Lupe warnt entweder davor, eine Angelegenheit zu leicht zu nehmen, oder zeigt an, daß man Kleinigkeiten nicht überbewerten darf.
Psychologisch:
Der Träumer, der alles durch eine Lupe sieht, will im Wachleben mehr scheinen, als er in Wirklichkeit ist, oder er ist ein Kleinlichkeitskrämer.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: eine kleine Ursache wird eine große Wirkung haben;
– durch eine solche etwas vergrößert sehen: man neigt zu unnötiger oder unberechtigter Aufbauschung von Dingen oder dazu,
solche zu sehen, obwohl sie gar nicht vorhanden sind; auch: man wird eine Arbeit nicht zufriedenstellend abschließen;
– Wenn eine Frau glaubt, eine Lupe zu besitzen, wird sie die Aufmerksamkeit von bestimmten Menschen auf sich ziehen,
die sie später aber ignorieren werden.
(ind. ) : – du hast eine langwierige Krankheit, aber du wirst von ihr befreit werden.
(Siehe auch „Mikroskop“)
Lust
Assoziation: – leidenschaftliches Besitzen wollen.
Fragestellung: – Was befriedigt mich? Wo in meinem Leben bin ich unerfüllt?
Lustbarkeiten
Volkstümlich:
(arab. ) : – genießen: durch Verschwendungssucht Einbußen erleiden.
– veranstalten: du wirst zu vielen Gesellschaften geladen werden.
Lusthaus
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Warnung vor Fehltritten.
Lustigkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – gilt für Traurigkeit im Wachzustand.
Lustig sein
Volkstümlich:
(europ.) : – Kündigt Sorgen, Kummer und Leid an.
(ind. ) : – auf Freude wird Leid folgen.
Lustwandeln
Volkstümlich:
(europ.) : – in einem Garten oder einem Wald: bedeutet Gesundheit an Leib und Seele, auch soll ein solcher
Traum dazu anspornen, daß man der eigenen Familie Gesundheit und Wohlergehen fördern soll.
Lutschen
(Saugen)
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum lutscht oder saugt, dann steht dies für einen Rückfall in infantiles Verhalten und emotionale Abhängigkeit.
Hat der Träumende einen Lutscher im Mund, macht ihn dies auf seine Bedürfnisse nach oraler Befriedigung aufmerksam. Dies wie auch das
Fingerlutschen kann den Versuch darstellen, sich selbst zu trösten.
Psychologisch:
Alle Menschen haben emotionale Bedürfnisse, die der Kindheit entstammen. Dabei kann es sich um unerfüllte Wünsche oder um die Sehnsucht nach
Ganzheitlichkeit handeln.
Spirituell:
Die Schlange, die an ihrem eigenen Schwanz saugt, ist ein eindrückliches Bild für spirituelle Vollkommenheit.
Lutschpastillen
Volkstümlich:
(europ.) : – sagen einen kleinen, aber feinen Erfolg voraus;
– Ißt eine Frau Bonbons oder wirft sie weg, muß sie mit Neidern in ihrem Umfeld rechnen.
Luxus
Volkstümlich:
(europ.) : – treiben: Armut, Krankheit und Enttäuschungen; mit Verminderung des Erworbenen ist zu rechnen;
– Träumt eine mittellose Frau, sie genieße großen Luxus, kündigt sich eine baldige Veränderung ihrer Lebensverhältnisse an.
(ind. ) : – treiben: Verminderung deines Besitzes.
Lynchen
Psychologisch:
Wenn im Traum eine aufgebrachte Menge einem lynchen wollte, dann hat man sich mit ziemlicher Sicherheit gegen die Gesellschaft insgesamt
vergangen.
Volkstümlich:
(europ.) : – oder einer Lynchjustiz beiwohnen: verkündet Unheil als Folge unrühmlicher Taten.

915
Lyra
Volkstümlich:
(europ.) : – der Musik lauschen: verheißt eine bescheidene Annehmlichkeit; angenehme Beziehungen und reibungslose Geschäfte;
– Träumt eine junge Frau, daß sie auf einer Lyra spielt, wird sie die ungeteilte Aufmerksamkeit eines würdigen Mannes genießen.
(Siehe auch „Gitarre“, „Harfe“)
Lyrik
Psychologisch:
Schreiben Sie im Traum Gedichte? Oder liest Ihnen jemand Lyrik vor? Es geht Ihnen um eine idealisierte, überhöhte Form der Kommunikation, Sie
träumen von der romantischen Verliebtheit, wie sie in Gedichten, Songs und Filmen sehr häufig vorkommt – und sehr selten im „wirklichen Leben“.
Häufig ein Hinweistraum, daß man seine Liebe zur Poesie und seine Vorliebe für „lyrische Momente“ etwas überzieht und seine realen
Möglichkeiten, glücklicher und intensiver zu leben, dadurch übersieht – und versäumt.
(Siehe auch „Buch“, „Schriftsteller“)

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