Traumdeutung Buchstabe M

M
Allgemein:
„M“ als geschriebener, plastisch und gesprochener Buchstabe kann Fruchtbarkeit im Sinne von schöpferischer Potenz anzeigen, bei Frauen manchmal auch den Kinderwunsch symbolisieren.

Mäander
Allgemein:
Mäander sind sich schlangenförmig dahinziehende Flüsse oder Straßen. Wenn sich im Traum eine Straße oder ein Weg vor dem Träumenden in
vielen scheinbar sinnlosen Windungen und Kurven ausbreitet, also zu keinem bestimmten Ziel führt, verweist dies darauf, daß der Träumende sich
häufiger dem Fluß der Ereignisse überlassen müßte, ohne über die Richtung nachzudenken. Manchmal haben Mäander die Aufgabe, das
Vorankommen des Träumenden zu verhindern, damit er sich mehr mit der Situation, in der er sich befindet, und mit sich selbst, beschäftigt.
Psychologisch:
Wasser bewegt sich nach seinen eigenen Gesetzen, und wenn der Träumende in seinem Traum bemerkt, daß ein Fluß oder eine Straße ihn mit seinen
Mäandern umfängt, ist dies eine Aufforderung an ihn, sich seiner Gefühle stärker bewußt zu werden und sanfter mit ihnen umzugehen. Dies kann
auch im Zusammenhang mit den Beziehungen des Träumenden zu anderen Menschen stehen. Vielleicht muß er erkennen, daß andere Menschen
nicht so freimütig sein können wie er.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stehen Mäander im Traum für psychische Dynamik und Entwicklung.
Maasliebchen
Volkstümlich:
(europ.) : – deutet auf Vergnügen.
Maat
(Unteroffizier bei der Marine)
Volkstümlich:
(europ.) : – Erfolge durch Eintreten und Handeln in eigener Person.
Machenschaften
Psychologisch:
Hat man im Traum finstere Machenschaften ausgeheckt, ein Komplott oder Ränke geschmiedet, dann könnte das auf Vorhaben des Wach-Ichs
anspielen. Unterbewußt ist einem klar, daß man mehr im Sinn hat, als man anderen gegenüber zugibt, und der Traum warnt einem vor dem Ergebnis
der – vielleicht nicht hasenreinen – Pläne.
Macht
Allgemein:
Macht ausüben warnt oft vor eigener Herrschsucht, die zu erheblichen Problemen mit anderen führt. Machtgelüste sind unterdrückte Wünsche aus
dem Wachleben, in dem man sich zwar viel einbildet, aber wenig darstellt. Die sogenannten Waschlappen haben im Traum vielfach Machtgelüste.
Wenn niemand Ihre Macht anerkannt hat oder wenn Sie sich machtlos fühlten; zeigen Sie vielleicht zuwenig Durchsetzungsvermögen.
Psychologisch:
Hatten Sie im Traum Machtgelüste? Waren Sie davon fasziniert, über andere Menschen Macht zu haben? In solchen Träumen wird man mit den
eigenen Schwächen und Stärken konfrontiert, man bekommt einen Spiegel vorgehalten, in dem man erkennen kann, wie weit man selbst gehen
würde: Vielleicht hätte man sie nur genützt, um über seinen „Schatten zu springen“ und Hemmungen abzulegen, die aus einem Gefühl der
Machtlosigkeit, der Unterlegenheit entstanden sind. Oder man würde nicht vor Machtmißbrauch zurückschrecken und notfalls „über Leichen gehen“.
Aus dem Traumgeschehen und Ihrer Rolle darin können Sie schließen, ob Sie sich generell eher als Opfer der Mächtigen oder als machthungriger
„Täter“ sehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben und ausüben: du wirst falschen Verdächtigungen ausgesetzt werden.
(europ.) : – haben: man muß versuchen, Abstand zu gewinnen und seine Anlagen zu überprüfen; da man seine Fehler sieht; je höher die Position
und je größer die Macht und Autorität im Traum, desto größer die Schwierigkeiten auf dem Lebensweg.
(ind. ) : – besitzen: Eitelkeit, Selbstüberhebung.
Mädchen
Assoziation: – sich entfaltende empfängliche oder Yin – Qualität.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben lerne ich, empfänglich zu sein?
Artemidoros:
Das Traumgesicht eines Mädchen prophezeit uns, daß der Ausgang einer Sache schlechter als der Anfang sein wird; sowie materielle Verluste, denn
Mädchen benötigen eine Mitgift.
Allgemein:
Mädchen kann unreife Sexualität oder eine beginnende Liebe anzeigen . Taucht sie in Männerträumen auf, weist dies auf noch nicht Erwachsene oft
verwegene sexuelle Wünsche hin, die im Wachleben als nicht ganz moralisch gelten. Mit einem hübschen Mädchen tändeln hat weniger mit der
Wunscherfüllung in der Liebe als vielmehr mit unnötigen Geldausgaben zu tun, wobei die Tändelei zum Vertändeln wird. Der Kuß eines Mädchens
deutet an, daß man sich lächerlich macht, wenn man sexuelle Begierden nicht besser zügelt.
Psychologisch:
Im Männertraum gelten Mädchen häufig als Symbol für spielerische, „unverbrauchte“ Erotik – und für den Wunsch nach sexuellen Erlebnissen mit
einem möglichst unerfahrenen (jungen) Mädchen, das „noch keine Vergleichsmöglichkeiten hat“ – was als verlockender Vorteil empfunden wird,
wenn es um das eigene männliche Selbstbewußtsein nicht so gut bestellt ist. Im Frauentraum ist es ein Hinweis auf die eigene, mädchenhafte
Wesensseite oder auf den Wunsch nach kindlicher Unbeschwertheit. Sehen Frauen sich selbst als Mädchen, obwohl sie schon in den reifen Jahren
sind, kann das auch mit Torschlußpanik übersetzt werden oder mit der Angst, nicht mehr anziehend genug auf den geliebten Mann oder auf Männer
allgemein zu wirken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein junges sehen: du wirst von Anfechtungen bedroht; hüte dich vor leichtsinnigen Handlungen;
– von jungen umgeben sehen: bald schöne Stunden in angenehmer Gesellschaft erleben;
– von jung und schönen geküßt werden: man wird in aufrichtig geliebt;
– häßliches küssen oder geküßt werden: in Liebesdingen eine schwere Enttäuschung erleben; in Schwermut und Herzleid geraten;
– weinen sehen: Glück in der Liebe haben; auch: eine unerwünschte Schwangerschaft kann bevorstehen;

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– schlagen: sich mit einer geliebten Person entzweien;
– verfolgen: deine Leidenschaften führen zu keinem guten Ende.
(europ.) : – wenn nicht um einen einfachen sexuellen Wunschtraum, handelt es sich um Rückerinnerung oder Umstellung im Wunschleben
und in der Planung; auch: überraschende Nachricht; eine lange, verzögerte Antwort wird sie schließlich erreichen;
– ein hübsches, strahlendes sehen: verkündet angenehme Perspektiven und Freude zu Hause;
auch: man sollte sein Geld in den kommenden Tagen zusammenhalten;
– dünn und blaß: man wird in der Familie einen Kranken und viele Unannehmlichkeiten haben;
– mehrere junge sehen: bringt fröhliche Gesellschaft;
– für Männer, von diesen umschwärmt und umringt werden: man sollte sein Liebesverlangen etwas zügeln, sonst wird man verspottet;
– junge küssen: bedeutet, daß man sich leicht durch voreilige Handlungen lächerlich machen kann;
– ein Mädchen küssen: man sollte seine Kraft nicht überschätzen; die eigenen Wünsche könnten einem schaden;
– von jungen schönen geküßt werden: Ernüchterung nach vorübergehendem Rausch;
– mit jungen tanzen: mahnt zur Herrschaft über seine Begierden;
– junge im Hemd sehen: ist ein Zeichen für Glück und Freude;
– von lachenden umringt sein: man ist das Ziel von Neckereien oder Spötteleien;
– lachende: deuten auf Herzleid;
– weinende: verkünden große Verlegenheit; man wird ein Kind bekommen;
– kleines sehen: Glück; – weißgekleidete sehen: bedeutet eine beglückende Zuneigung;
– häusliche Arbeit verrichten sehen: bedeutet Hochzeit;
– Träumt ein Mann davon, ein Mädchen zu sein, wird er willensschwach sein oder Schauspieler werden und in Frauenrollen spielen.
– für Frauen, eines sein oder eines begleiten: Sie wollen der Verantwortung entfliehen und zu „unschuldigeren“ Zeiten des Lebens
zurückkehren.
(ind. ) : – schönes: große Geldausgaben;
– küssen: eine freudige Überraschung;
– weinen sehen: man wird dich verraten;
– tanzen sehen: Liebesglück.
(Siehe auch „Frau“, „Jungfrau“, „Kind“, „Kuß“, „Menschen“)
Made
Allgemein:
Die sprichwörtliche „Made im Speck“ ist Sinnbild für Gier und Faulheit – und die Absicht, es sich (auf Kosten anderer) so richtig gutgehen zu lassen.
Psychologisch:
Made symbolisiert meist fremde Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen aus dem Unbewußten, die man als „schlecht“ ablehnt. Maden können die
Unreinheit des Körpers darstellen oder das Gefühl, von etwas aufgefressen zu werden. Vielleicht hat der Träumende die Vorstellung, in seinem
Körper habe sich etwas ihm Fremdes eingenistet; – um ihre bewußte Annahme und Veränderung muß man sich mehr bemühen. Wenn im Traum
Maden im richtigen Zusammenhang erscheinen, kann dies die Einstellung des Träumenden zum Tod widerspiegeln. Handelt ein Traum von einem
Angler, der Maden verwendet, bezieht sich dies vielleicht auf Macht und Energie.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisieren Maden im Traum die Ängste des Träumenden vor Tod und
Krankheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Widerwärtigkeiten und ekelhafte Dinge im Haus erleben;
– essen: Zank und Streit in Aussicht haben.
(europ.) : – suchen, um sie zum Angeln zu verwenden: verkündet großen Gewinn;
– sehen: ein häuslicher Disput;
– auf Fleisch sehen: Vorsicht, gewisse Personen wollen schmarotzerisch am persönlichen Erfolg teilnehmen
und plündern das Wissen und Können von einem schamlos aus;
– in altem Käse oder altem Fleisch: verkündet eine Bekanntschaft mit einer jungen Dame.
(ind. ) : – sehen: häuslicher Zwist.
(Siehe auch „Wurm“)
Madonna
Allgemein:
Das Bild der Madonna veranschaulicht Selbstbesinnung und Reifung genauso wie das Bedürfnis nach Trost und Sicherheit. Der Träumende hofft auf
eine Befreiung von seinen Schuld- und Minderwertigkeitsgefühlen, traut sich aber nicht, sich dies einzugestehen. Er sollte sich den
Herausforderungen des Lebens selbstbewußter stellen und versuchen, seine Schwierigkeiten selbst zu bewältigen.
Psychologisch:
Abgesehen von der traditionellen religiösen Bedeutung geht es in Träumen von Madonnenfiguren (oder auch Madonnenaltären und Wallfahrtsorten)
um Themen wie Selbstverleugnung, erhöhte Opferbereitschaft – aber auch Selbstüberschätzung. Häufig weist die Madonnengestalt im Traum (im
Sinne der „unbefleckten Empfängnis“) des römisch- katholischen Glaubens auf eine Ablehnung der Sexualität hin. Angeblich träumen Frauen
besonders häufig von Madonnenbildern, die ihre sexuellen Empfindungen verdrängen und tabuisieren – oder mit „Sünde“ gleichsetzen. Damit rückt
das Unterbewußtsein ihr gestörtes Verhältnis zur eigenen Weiblichkeit zwar nicht „ins rechte Licht“ – aber immerhin in ein „verklärendes“, womit die
Angst vor der „Todsünde Unkeuschheit“ kompensiert wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst im Unglück Halt finden; Befreiung von Leiden oder Krankheit.
Magazin
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darin stehen: Nahrung in Hülle und Fülle bekommen.
(europ.) : – in einem lesen: man wird eine nette Bekanntschaft machen.
(ind. ) : – leeres: Neuigkeiten erfahren;
– volles: eine größere Reise steht dir bevor.

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Magd
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: ärgerliche Dinge erleben;
– mieten: man wird dich verdächtigen.
(europ.) : – anwerben: gilt als Anzeichen eines ehelosen Lebens;
– sich selbst als Magd sehen: bürgt für eine Verbesserung der Verhältnisse durch eine Heirat.
Magen
Assoziation: – verdauen von Informationen oder Situationen; Verstehen.
Fragestellung: – Welchen Wert hat meine Erfahrung für mich?
Allgemein:
Magen kann körperbedingt nach reichlichem oder verdorbenem Essen auftreten. Tiefenpsychologisch symbolisiert er alles, was man in sich
aufnimmt, was belastet und „verdaut“ (verarbeitet) werden muß.
Psychologisch:
Als Traumsymbol steht er für die geistige und psychische Fähigkeit Dinge aufzunehmen und zu verarbeiten. Er weist auch auf körperliche
Bedürfnisse hin, z. B. wenn der Träumende im Traum „Hunger“ verspürt. Trink und ißt er mit Genuß, ist dies ein Zeichen für seine Lebensfreude,
Vitalität und für seelisches Gleichgewicht. Ist der Magen im Traum allerdings überfüllt, heißt das, daß der Träumende Schwierigkeiten hat,
bestimmte Gefühle, Gedanken oder Erlebnisse zu verarbeiten. Fühlt man im Traum, daß einen der Magen schmerzt, ohne daß es im Wachleben der
Fall ist, so ist das ein ernstzunehmendes Warnsignal. Es deutet an, daß irgend etwas auf den Magen drückt: eine Sorge, von der man sich befreien
muß, eine Liebelei, die zu Ende geht, oder der Zorn über eine ungerechte Behandlung, die wir einfach noch nicht verwunden haben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – drohender Verlust.
(europ.) : – Warntraum, der oft nach reichlichem Essen eintritt; allgemeine Warnung vor Übertreibungen;
– sich den Magen verderben: man sollte in einer bestimmten Angelegenheit den Bogen nicht überspannen;
– Magenkrankheit: bedeutet Schwächung der eigenen Position oder Vermögensverluste.
(ind. ) : – sehen: Armut und Sorgen wollen nicht weichen.
(Siehe auch „Erbrechen“, „Leibschmerzen“)
Magenbeschwerden
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum Übelkeit verspürt, heißt dies, daß er ein schlechtes Gefühl hat, das er loswerden muß. Erbricht der
Träumende, befreit er sich von diesem schlechten Gefühl. Möglicherweise liegen dem Traum im Alltag Probleme mit einer Beziehung oder einer
bestimmten Situation zugrunde.
Psychologisch:
Der Träumende wird sehr stark von seinen Emotionen beherrscht. Der Magen des Menschen funktioniert wie ein Nervenzentrum, welches sehr stark
auf negative Reize reagiert. Im Traum äußern sich diese Zusammenhänge oft als Übelkeit oder Erbrechen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisieren Magenbeschwerden im Traum den sehr großen spirituellen Druck, dem der Träumende sich möglicherweise
aussetzt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – daran leiden: Eintritt von Beschwerden aller Art.
(europ.) : – haben: man sollte sich nicht zuviel zumuten, denn man hat ein altes Problem noch nicht verdaut;
man soll in einer bestimmten Angelegenheit nicht den Bogen überspannen;
– von einer Magenkrankheit geplagt werden: die eigene Position ist zur Zeit geschwächt und Verluste drohen.
(ind. ) : – Magenbeschwerden haben: deine unregelmäßige Lebensweise bringt dich zu Schaden.
(Siehe auch „Erbrechen“, „Krankheit“, „Magen“, „Übelkeit“)
Magenkrankheit (Siehe „Magenbeschwerden“)
Magenta (Siehe „Farben“)
Mager
Allgemein:
Mager wird allgemein als Verheißung von Glück und Wohlstand verstanden, was sich auch auf Gefühle beziehen kann. Manchmal zeigt das Symbol
auch, daß man alte Hoffnungen endgültig aufgeben sollte, weil sie sich kaum noch erfüllen werden; dafür spricht vor allem, wenn man abgemagerte
Menschen sieht.
Psychologisch:
Hier handelt es sich um geistige oder seelische Magerkeit, die uns das Unbewußte vorgaukelt, damit wir im Wachzustand mehr auf unsere
Mitmenschen zugehen und wohlgemeinte Lehren als geistig Nahrung zum eigenen Nutzen verarbeiten. Sehen wir uns dürr wie ein Strich durch die
Traumlandschaft gehen, obwohl wir im Wachleben wohl- oder gar überproportioniert sind, kann man wahrscheinlich damit rechnen, daß uns der
Erfolg im Leben einige Zeit versagt bleiben wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: kümmerlichen Zeiten entgegengehen; in eine aussichtslose Lage kommen, die man sich selbst zuzuschreiben hat.
(europ.) : – selbst sein: verheißt eine kräftige Gesundheit; man wird ein gewünschtes Ziel erreichen;
– sich selbst sehen: man hat sich durch eigenes Verschulden unbeliebt gemacht; schlechte Zeiten beginnen;
– übermäßig oder unnatürlich mager: man wird über ein Ziel hinausschießen und dadurch Verluste oder Schädigungen haben;
– magere Frauen sehen: Glück und Erfolg in der Liebe;
– magere Männer sehen: schlechte Aussichten auf die Erfüllung alter Wünsche.
(ind. ) : – werden: Kummer und Sorgen reiben dich auf.
(Siehe auch „Rippe“)

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Magie / Magier
Assoziation: – Arbeit an der Macht über innere und äußere Welten oder Kräfte; Transformation.
Fragestellung: – Über welche Kräfte bin ich Herr, oder welche Kräfte fürchte ich?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum Magie anwendet, nutzt er seine Energie, um etwas ohne Anstrengung oder Schwierigkeiten zu schaffen. Er ist
dazu in der Lage, die Situation, in der er sich befindet, unter Kontrolle zu halten, damit sich die Dinge zu seinem Gunsten entwickeln und er sie nach
seinen Bedürfnissen und Wünschen gestalten kann. Magie sollte nicht mit Hexerei und Spiritismus verwechselt werden. Deutet der Leser sein
Traum, so kann er das Gegenteil des Geträumten erwarten. Echte Magie ist das Studium der höheren Wahrheiten der Natur.
Psychologisch:
Wenn es im Traum um Magie geht, steht dies im Zusammenhang mit der Fähigkeit des Träumenden, sich mit seiner tiefsten Macht zu verbinden.
Hierbei kann es sich um sexuelle Macht handeln, aber auch um eine allgemeine Macht über sein Umfeld.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist Magie im Traum das Symbol für eine geheimnisvolle Kraft, die der Träumende nicht versteht und nachvollziehen kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – betreiben: ermahnt zur größten Vorsicht;
– ein Vorhaben mit Magie verwirklichen: es stehen einem angenehme Überraschungen bevor;
– wenn andere diese Kunst ausüben: bringt Veränderungen aus unerwarteter Quelle heraus;
– ein Magier sehen: verspricht Überraschungen und unerwartete Ereignisse; einer Person, die
mit höherer Bildung befaßt ist: interessante Reisen; Kaufleute werden gute Gewinne machen.
Magnet
Allgemein:
Magnet steht allgemein für die ordnende Kraft von Geist und Logik, denen man mehr folgen soll. Außerdem kann er Sympathie (Anziehung) oder
Abneigung gegen Menschen und Dinge verkörpern; worauf sich das bezieht, ist nur aus den konkreten Lebensumständen zu verstehen. Jeder Mensch
hat die Fähigkeit, andere Menschen anzuziehen. Wenn ein Magnet im Traum auftaucht, wird diese Fähigkeit hervorgehoben. Da ein Magnet allein
inaktiv ist, steht die Macht, die mit ihm ausgeübt werden kann, im Vordergrund. Häufig muß der Träumende erkennen, daß der Einfluß, den er auf
andere Menschen ausübt, nicht aus ihm selbst erwächst, sonder aus der Interaktion mit ihnen.
Psychologisch:
Ein Magnet hat die Fähigkeit, ein „Feld“ um sich herum zu schaffen, ein Feld magnetischer Energie. In der Regel macht ein Magnet im Traum den
Träumenden auf seine innere Kraft aufmerksam, die so lange inaktiv ist, bis sie durch die Situation selbst aktiviert wird. Er hat auch im Traumbild
etwas Anziehendes, deutet also auf Verbindungen hin, die wir im Wachleben gern knüpfen möchten, um unseren Lebensstandard heben zu können.
Nehmen wir selbst den Magneten zur Hand, werden wir diese Verbindungen zu unseren Gunsten nutzen können. Läßt ein anderer den Magneten
etwas anziehen, kann das auf Treulosigkeit im privaten Bereich hinweisen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verweist der Magnet im Traum auf das Charisma des Träumenden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: durch Liebeleien in Unannehmlichkeiten geraten;
auch: es besteht die Chance im beruflichen Bereich eine Verbindung einzugehen, die von großen Nutzen sein wird;
– sehen, wie Gegenstände angezogen werden: man hat einen skrupellosen Gegner, der vor nichts zurückschreckt,
möglicherweise will er sogar den Lebenspartner abspenstig machen.
(europ.) : – einen sehen: verkündet die Bekanntschaft einer einflußreichen Persönlichkeit; persönlicher Erfolg
und Sicherheit in geschäftlichen Belangen; sei nicht zu vertrauensselig;
– viele sehen: man wird von schlechten Einflüssen vom Pfad der Tugend abgebracht; eine Frau droht einem in den Ruin zu treiben;
– sehen wie Gegenstände davon angezogen werden: man wird etwas verlieren, was einem teuer ist;
– selbst von einem anderen angezogen werden: man wird sein Herz an jemanden verlieren;
– mit einem hantieren und andere Menschen oder Gegenstände damit anziehen: bedeutet Trennung oder Entfernung
von einem lieben Menschen oder etwas Teurem;
– Einer Frau verheißen Magneten, daß sie beschützt und wohlhabend sein wird.
(ind. ) : – sehen: Anschluß an einen guten Freund;
– du fesselst alle Menschen durch dein einnehmendes Wesen.
Magnetit (Siehe „Edelsteine“)
Mähen
Allgemein:
Mähen (Gras, Getreide) soll nach altindischer Traumdeutung raschen Erfolg und Aufstieg ankündigen.
Psychologisch:
Sind Sie selbst im Traum der Mähende, dann bringen Sie die Ernte ein, Sie werden also Erfolg haben. Sehen Sie hingegen jemand anderem dabei zu,
dann scheint Ihnen der Erfolg nicht sicher, ein Anderer könnte die Früchte Ihrer Arbeit ernten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen (Getreide): an die Zukunft erinnert werden;
– sich selbst dabei sehen: man soll den eingeschlagenen Weg mit Zielstrebigkeit weiterverfolgen,
da er ein erfolgreiches Leben verheißt; finanzielle Sorgen werden sich von selbst lösen.
(europ.) : – sehen: verheißt Glück und Segen im Beruf.
(ind . ) : – du wirst nie in Not kommen.
Mäher
Psychologisch:
Übersetzt oft das Sprichwort vom Hochmut, der vor dem Fall kommt. Betätigen wir aber selbst die Mähmaschine, versuchen wir im Wachleben,
Konkurrenten nicht zu hoch kommen zu lassen. Wer den Mäher nur hört, dem spielen im wachen Zustand vielleicht die Nerven manchen Streich
oder jagen ihm Gedanken durch den Kopf, die nur mühsam verarbeitet werden können.
Volkstümlich:
(europ.) : – untätig sehen: verkündet Krankheit oder Verlust;
– arbeiten sehen: bedeutet auch für den Träumenden eine gute Ernte.

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(ind. ) : – arbeiten sehen: du wirst ein schnelles Emporkommen haben.
(Siehe auch „Gras“, „Maschine“, „Rasen“, „Wiese“)
Mahlen
Allgemein:
Mahlen (Kaffee, Getreide) verheißt finanzielle Gewinne ohne große Anstrengung.
Psychologisch:
Hier wird geistige Nahrung verarbeitet, die im Wachleben zum eigenen Nutzen verwendet werden soll. Das Mahlen hat stets eine positive Tendenz.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Getreide: mit guten Einnahmen rechnen können;
– Kaffee: deine Völlerei führt dich ins Verderben.
(europ.) : – in einer Mühle: bedeutet immer Glück;
– Getreide: Vermögensvermehrung; Glück;
– Kaffee: du wirst Besuch erhalten;
– Pfeffer: traurige Nachrichten; Krankheit und Kummer.
(ind. ) : – Getreide: du wirst Gäste empfangen.
(Siehe auch „Mühle“)
Mahlstein
Volkstümlich:
(europ.) : – einen benutzen: Anstrengungen werden einem Glück bringen.
Mahlzeit
Allgemein:
Träume vom Essen symbolisieren die Aufnahme psychischer Energie, einen Kräftezuwachs. Mahlzeit kann tatsächlich auch auf Hunger (oft bei
Diäten) oder Eßstörungen (Magersucht, Bulimie) hinweisen.
Psychologisch:
Die Mahlzeit ist ein Traumsymbol für eine psychische Energiezufuhr.
– Wer im Traum eine Mahlzeit zu sich nimmt, wird seelisch gefestigt durchs Wachleben gehen.
– Wird sie mit anderen Personen eingenommen, ist dies ein Zeichen für die seelisch-geistige Kommunikation mit anderen,
und der Hinweis, man sollte mehr für die geistige und seelische Übereinstimmung mit engen Freunden sorgen.
– Die sehr kleine, ärmliche oder schlecht schmeckende Mahlzeit zeigt häufig Verbitterung oder Reue an.
– Zu reichliche Mahlzeit warnt vor Egoismus und Habgier.
– Läßt der Träumende aber andere zuschauen, während er ißt, sollte er einmal überlegen, ob er seinen Mitmenschen
gegenüber nicht zu egoistisch auftritt.
– Bewirtet er andere, findet er leicht Kontakt, weil er sich seiner Umgebung gegenüber großzügig zeigt.
– Menschen mit starkem Glauben sehen die Mahlzeit oft als eine Art Abendmahl.
– Wichtig für die Traumdeutung sind die beim Mahl gereichten Speisen, die auf die entsprechenden seelischen
Funktionen oder Probleme hinweisen, und wie viele Personen an der Mahlzeit teilnehmen.
– Auch die Form des Tisches kann aufschlußreich sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – halten: ärmliche Verhältnisse in Aussicht haben;
– gute wünschen: seines Lebens nicht froh werden.
(europ.) : – entweder ein Nottraum oder Ersatz für Abneigung gegen Essen im Wachen; auch: man wird nicht
verhindern können, wie Lappalien wichtige Angelegenheiten und geschäftliche Unternehmungen beeinträchtigen;
– eine gute Mahlzeit bereiten: bedeutet Armut;
– eine kärgliche zubereiten: bedeutet Wohlstand;
– eine reichliche alleine einnehmen: man macht sich durch eine Rücksichtslosigkeit oder einen Mangel an Mitgefühl unbeliebt;
– eine reichliche mit anderen zusammen einnehmen oder mit ihnen teilen: man macht sich durch Entgegenkommen beliebt;
enge Freundschaft;
– eine kärgliche einnehmen: man empfindet über etwas Reue;
– eine einnehmen wollen, aber nichts zu essen finden: bringt eine Veränderung im Leben; bedeutet Reichtum;
– eine einnehmen wollen, doch der Tisch ist leer: im Moment fehlen einem wichtige Lebensenergien,
oder diese werden einem von andere geraubt;
– beiwohnen: künftiger Wohlstand;
– halten: sorgenfreies Leben;
– eine gute bereiten: bedeutet Armut.
(ind. ) : – halten: sei kein Verschwender;
– sehen: du kommst zu Macht und Reichtum.
(Siehe auch „Bäcker“, „Backofen“, „Essen“, „Herd“, „Hunger“, „Küche“)
Mähne (Siehe „Pferd“)
Mahnung
Psychologisch:
Mit dem Traumsymbol Mahnung ist eine Ermahnung verbunden, bewußter und verantwortlicher mit seinen Energien umzugehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine erhalten: man sollte alles vermeiden, was zur Vernachlässigung des Geschäftes beiträgt;
– eine Zahlungsmahnung: finanzieller Erfolg ist in Sicht.
Mai
(Monat)
Volkstümlich:
(europ.) : – prophezeit glückliche Zeiten und Vergnügen für junge Leute; eine scheinbar launische Natur bedeutet
plötzlichen Kummer und Freuden, die von Enttäuschungen überschattet werden.

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Maibaum
Allgemein:
Allgemein steht er oft für die neu entdeckten schöpferischen Kräfte, die einfach mehr genutzt werden sollen. Ein Maibaum im Traum stellt das
männliche Prinzip dar und den „Tanz“, den der Träumende erlebt, wenn es ihm gelingt, mit seinem eigenen Universum ins reine zu kommen. Der
Maibaum symbolisiert den zentralen Pol der Welt, den der Träumende für sich selbst errichtet. Wenn ein Traum von einem Maibaum handelt, kann
dies sexuelle Bedeutung haben und bringt als Phallussymbol erwachende sexuelle Bedürfnisse zum Vorschein. Er kann auch darauf verweisen, wie
der Träumende mit seinem Leben umgeht.
Psychologisch:
Feierlichkeiten und Anlässe für Feiern sind wichtig für den Menschen, damit er sich mit sich selbst wohlfühlt. Häufig ist der Maibaum ein Symbol
für Festlichkeit und für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Er kann im Traum aber auch die verstreichende Zeit darstellen, vielleicht auch
Hinweise auf die Zeitplanung geben, die in manchen Situationen notwendig ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Maibaum im Traum ein Phallussymbol, das Abbild männlicher Spiritualität und lebensspendender Energie.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: du wirst bald ein großes Glück erleben; man wird von einem lieben Menschen ein Geschenk erhalten
oder einen Wunsch erfüllt bekommen; auch: Festlichkeiten;
– abreißen, fortwerfen oder verwelkte sehen: Trennung von einem geliebten Menschen oder Verlust eines teuren Andenkens.
Maiblumen
Allgemein:
Das Maiglöckchen, das den Mai einläutet, weist auf ein Liebeserlebnis hin, das bitter enden könnte (denn Maiglöckchen sind giftig!). Maiblume kann
auch die Erfüllung von Wünschen durch andere versprechen. Ist die Blume welk, muß man oft mit der Trennung von einem nahestehenden
Menschen rechnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man darf im Leben noch viel Freude erwarten; in unmittelbarer Zukunft wird man ein Geschenk
von einem Freund erhalten, mit dem man nicht gerechnet hat.
(europ.) : – Geschenk aus lieber Hand.
(ind. ) : – sehen: du wirst von guten Menschen ein Geschenk erhalten.
Maikäfer
Allgemein:
Maikäfer verkörpert Probleme für die nächste Zeit; fängt man ihn, kommt aber alles doch noch zu einem guten Ende.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Verluste erleiden; Ärger und Schwierigkeiten im Beruf sagen sich an;
auch: sagen den Spott von Freunden in bezug einer unglücklich verlaufenden Liebesaffäre voraus;
– fangen: widerwärtige Zufälle zu überwinden haben.
(europ.) : – sehen: bringen Widerwärtigkeiten, denen man nur mit Mühe entgehen kann; verkünden Ärger oder Schwierigkeiten;
kündigen einen unliebsamen Kompagnon an, obwohl man einen kooperativen erwartet hatte; Verluste drohen;
– fangen: eine verdrießliche oder schwierige Angelegenheit wird glücklich erledigt; man wird neue Freundschaften schließen können.
(ind. ) : – fangen: du wirst dir durch deine Güte treue Freunde erwerben;
– sehen: der Geiz ist keine schöne Tugend;
– fliegen sehen: du wirst Verluste erleiden.
Mais / Maisfelder
Medizinrad:
Schlüsselworte: Nährmittel; Gleichgewicht; Verbindung mit der Erde; Gesundheit; Teilen; weiblicher Segen; Ernte; die ewige Mutter; Beschützer;
mit der Erde assoziiert; Mutter Erde.
Beschreibung: Mais zählt zusammen mit der Bohne und dem Gartenkürbis im Medizinrad zu jenen Pflanzen, die im inneren Kreis des Medizinrads
mit der Position der Mutter Erde in Verbindung gebracht werden. Mais ist eine Feldfrucht, die Kolben bildet und ursprünglich aus Nord-, Mittel- und
Südamerika stammt. Mais ist ein Hauptnahrungsmittel der Menschen dieses Kontinents: Er wurde zusammen mit der Bohne und dem Gartenkürbis
als die »drei Schwestern« bezeichnet. Es gibt eine ganze Reihe von Legenden darüber, wie die drei Schwestern zu den Menschen kamen. Eine
berichtet vom Tod der Ersten Frau im Kindbett und von ihrer Beerdigung durch ihren guten Sohn, der als ausgewachsener Mensch zur Welt
gekommen war. Nach einiger Zeit kehrte der Sohn an das Grab seiner Mutter zurück, und aus ihrem Körper waren die drei Schwestern gewachsen,
während ihrer Stirn die heilige Tabakpflanze entsproß. Und so heißt es, daß Erste Frau ihren Körper der Mutter Erde gab, damit die Menschheit über
die Jahrtausende ernährt werden konnte. Eine andere Geschichte handelt davon, daß die drei Pflanzen Immer zusammen wachsen, um die Menschen
daran zu erinnern, daß Harmonie der Welt viel zuträglicher ist als Uneinigkeit. Es heißt, daß die drei Pflanzen, indem sie sich gegenseitig in ihrem
Wachstum unterstützen, die Menschen dazu inspirieren, gleiches zu tun. Mais, Bohne und Gartenkürbis ergänzen sich in ihrem Wachstum und sorgen
für eine ausgewogene Mahlzeit, wenn sie zusammen verspeist werden. Die drei Schwesterpflanzen galten auch als spirituelle Gaben. Insbesondere
Mais war, zu Mehl gemahlen, eine häufige zeremonielle Zutat. Alle drei gehörten zum Inhalt von Medizinbeuteln, dem Träger eine gute Verbindung
zur Erde zu garantieren.
Allgemeine Bedeutung: Was dir Nahrung bringt; was du nähren möchtest; ein Wunsch nach Harmonie; Führer zu mehr Harmonie.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung deiner Verbindung mit der Mutter Erde; eine erhaltene oder verschenkte Gabe.
Psychologisch:
Der Maiskolben ist ein Phallussymbol, das über die Lebens- und die Liebeskraft des Träumenden etwas aussagen soll.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, essen oder ernten: schlechte Aussichten im Beruf haben.
(europ.) : – das Enthülsen der Maiskolben verheißt vielfältigen Erfolg und Freude;
– andere bei der Maisernte sehen: man wird am Glück von Freunden oder Verwandten teilhaben;
– durch ein grünes und üppiges Maisfeld mit schwer herunterhängenden Kolben wandern: deutet
auf großen Wohlstand für den Bauern hin; es verheißt gutes Getreide und reiche Ernten, sowie
Harmonie zu Hause; jungen Leuten werden viel Freude und wahre Freunde vorausgesagt;
– verdorbene Kolben: es kündigen sich Enttäuschungen und Verluste an;
– wird junger Mais neu gepflügt: verheißt Gunst bei einflußreichen Personen und zukünftigen Erfolg;
– reifer Mais: verkündet Ruhm und Wohlstand;
– ernten sehen: die größten Wünsche werden in Erfüllung gehen;

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– geschälter Mais: deutet auf ertragreiche Verbindungen und uneingeschränkte Begünstigungen hin;
– grünen Mais essen: verheißt Harmonie unter Freunden und glückliche Verbindungen für junge Leute.
(Siehe auch „Bohnen“, „Gartenkürbis“)
Maisbrei
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: die Liebe wird einem in den Bann ziehen; man erholt sich von lästigen Aufgaben und plant für eine erfolgreiche Zukunft.
Maiskolben (Siehe „Mais“)
Maismehl
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: es steht die Erfüllung von Wünschen an;
– es als Brot essen: man wird sich selbst Hindernisse in den Weg legen.
Maitrank
Volkstümlich:
(arab. ) : – hüte dich vor Schmeichlern.
(europ.) : – zeigt Schmeichler und Versucher an, denen man am besten ganz aus dem Weg gehen soll.
(ind. ) : – trinken: halte dir die Schmeichler vom Hals.
Major
Volkstümlich:
(europ.) : – du hast strenge Behandlung nötig; man wird Streit bekommen.
Majoran (Siehe „Gewürz“, „Kranz“)
Makkaroni
Allgemein:
Makkaroni (oder ähnliche Teigware) hat mit zeitlicher Länge zu tun. Sie warnt entweder davor, etwas voreilig erledigen zu wollen, das sich nicht
beschleunigen läßt, oder fordert auf, endlich etwas zum Abschluß zu bringen; das versteht man aus den konkreten Lebensumständen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Mahnung, sich in einer Sache zu beeilen;
– in großen Mengen sehen: man sollte Geld für die nächste Rezession sparen;
– essen: eine Angelegenheit, die man bald beendet sehen möchte, zieht sich in die Länge; du wirst stets reichlich gute Nahrung haben;
– sich schmecken lassen: bedeutet Geldverlust;
– Junge Frauen, die Makkaroni sehen, machen die Bekanntschaft eines aufregenden Fremden.
Makrelen
Volkstümlich:
(europ.) : – im klaren Wasser sehen: verheißt Erfolge;
– geräucherte und nicht frisch: Enttäuschungen.
(Siehe auch „Fisch“)
Make up
Assoziation: – Bild; weibliche Projektion.
Fragestellung: – Wie zeige ich mich meiner Umwelt?
Psychologisch:
Es ist der Wunsch der Seele schöner zu sein, als sie ist. Mitunter kann auch der Versuch dahinter stecken, etwas häßliches damit kaschieren oder
verbergen zu wollen.
(Siehe auch „Fassade“, „Kosmetik“)
Malachit
Medizinrad:
Schlüsselworte: Geschmeidig; Verzierung; sinnlich; Kommunikation; subtile Energien; übersinnliche Kräfte; Mond der ersten Fröste.
Beschreibung: Malachit, im Medizinrad zusammen mit Kupfer das Mineraltotem der im Mond der ersten Fröste (24. Oktober bis 21. November)
Geborenen, ist ein Smaragd- bis schwarzgrünes Kupferkarbonat. Er wurde zu Schmuckstücken verarbeitet oder zu Vasen und kleinen Statuen. Dem
Malachit sollen insbesondere spirituelle Energien innewohnen, die dem Menschen helfen, feinfühliger hinsichtlich des geistigen Aspekts zu werden.
Angeblich steigert er die Aufnahmefähigkeit für subtile Energien und übersinnliche Kräfte.
Allgemeine Bedeutung: Eine Periode von gesteigerten übersinnlichen Fähigkeiten; der feinfühligere Aspekt deiner Natur; offen für den Großen
Geist.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe übersinnlicher Bewußtheit.
Malen
Assoziation: – Veränderung; Verschönerung.
Fragestellung: – Was möchte ich ändern oder verbessern?
Allgemein:
Im Wachzustand erkennt der Mensch seine kreativen Fähigkeiten oft nicht. Wenn ein Traum vom Malen handelt, dann macht dies den Träumenden
auch auf andere Talente aufmerksam, von denen er noch nichts ahnt. Wenn er in seinem Traum Gemälde betrachtet, zeigt dies, daß er sich Ideen und
Vorstellungen widmet, die ihm bisher nicht bewußt waren. Streicht der Träumende in seinem Traum etwas an, dann verweist dies auf erkennbare
Veränderungen in seinem Denken und Fühlen.

923
Psychologisch:
Malen kann im positiven Sinn anzeigen, wie man sich in nächster Zeit weiterentwickelt und das Leben gestaltet. Trifft das nicht zu, kann es auf
Täuschungen und Beschönigung oder die Neigung zu übertriebenen Optimismus oder Pessimismus hinweisen; dabei muß man vor allem noch den
Symbolgehalt der Farben berücksichtigen, die zum Malen verwendet werden und das, was man malt oder was gemalt wird. Weil Malen sehr viel mit
Selbstausdruck zu tun hat, kann es eine wichtige Rolle spielen, wie der Träumende in seinem Traum malt. Beschäftigt er sich beispielsweise mit
Miniaturen, dann muß er sich auf die Einzelheiten konzentrieren. Widmet er sich großen Bildern, muß er möglicherweise eine globalere Perspektive
entwickeln.
Spirituell:
Auf dieser Ebene bedeutet Malen, daß sich der Träumende spirituelle Szenarios erschafft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich malen lassen: Eitelkeit schafft Herzleid;
– heben sich bei einem Bild besonders die Farben
Blau, Grün und Weiß hervor, wird man noch viel Glück im Leben haben;
Während Rot und Schwarz auf Streitigkeiten und Not hindeuten;
Braune Farbtöne warnen vor einem möglichen Unfall.
(europ.) : – es selbst tun: verkündet allerlei Liebeleien;
– mit Farbverwendung von Weiß, Grün, Blau und allen zarten Schattierungen: bedeutet ungetrübtes Glück;
– mit Rot: zeitweise Glücksstörungen durch Zank und Streit;
– mit Gelb: zeitweise Glücksstörungen durch Neid;
– mit Grau: zeitweise Glücksstörungen durch melancholische Gedanken;
– mit Schwarz: zeitweise Glücksstörungen durch Kummer und Trauer;
– mit Braun: zeitweise Glücksstörungen durch äußeres Mißgeschick;
– sich malen lassen: man zügele seine Geltungssucht und verkneife sich „grandiose Auftritte“;
(ind. ) : – sich malen lassen: dein Liebesglück dauert an;
– ein Bild: du wirst durch eine Frau Förderung finden.
(Siehe auch „Bilder“, „Farben“, „Gemälde“, „Künstler“, „Renovieren“)
Maler
Allgemein:
Maler(in) kann im Sinne von Künstler (Kunst) verstanden werden. Als Handwerker deutet er an, daß man sich anstrengen muß, um Ansehen und
Erfolge zu erzielen. Er bringt auch erotische Bedürfnisse zum Ausdruck oder kündigt eine Überraschung an.
Psychologisch:
Tritt in unseren Träumen meist als beschwingter, aber etwas leichtsinniger Mann auf, der seinen Pinsel (nach Auffassung vieler Traumforscher ein
reines Sexualsymbol) schwingt und in bunten Farben das malt, was wir im geheimen vom Wachleben erwarten. Was er schwarz auf weiß zeichnet,
ist besonders zu beachten, es könnte eine etwas triste Situation in unserem Wachleben beschreiben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeiten sehen: dein verständnisloses Urteil bringt dich in eine unangenehme Lage;
– bei der Arbeit zusehen: unter guten Lebensbedingungen wird man ein hohes Alter erreichen;
– selbst sein: wage dich nicht an schwierige Dinge;
– sich als einen solchen sehen: man wird sich demnächst auf eine Liebesaffäre einlassen;
– von einem gemalt werden: eine alte Verbindung lebt möglicherweise wieder auf.
(europ.) : – Symbol für die Sehnsucht oder Hoffnung auf ein neues, anderes Leben, den Wunsch nach Umstellung,
die Planung von Veränderungen in erotischer Hinsicht; Glück in Sicht;
– einen sehen: man hat sehr viel Glück beim anderen Geschlecht und wünscht sich eine Veränderung im Leben;
– oder Malerin bei der Arbeit sehen: verheißt im allgemeinen Glück und verheißt ein hohes Alter.
(ind. ) : – sehen: du wirst ein überraschendes Bild sehen;
– sein: du liebst das Schöne.
(Siehe auch „Maler“, „Palette“, „Pinsel“)
Malven
Artemidoros:
Malven sind nur für Schuldner gut, weil sie den Magen reizen und den Stuhlgang fördern; es gleichen nämlich speziell der Magen und die
Eingeweide einem Gläubiger. Die Blüte der Malven bringt nur Gärtnern und Bauern Glück, während sie allen Plackereien und Reisen angekündigt.
(Pflanze des Totenkultes)
Malz / Malzextrakt
Volkstümlich:
(europ.) : – Malzextrakt: Zeichen für Heirat und häusliche Freuden;
– brauen: ist ein Zeichen für Heirat, Glück und Erfolg;
– eine Menge sehen: Wohlstand, langes Leben, Gesundheit.
Malzdrinks
Volkstümlich:
(europ.) : – deuten auf ein angenehmes Leben und Reichtümer hin;
– zu sich nehmen: man wird sich in gefährliche Angelegenheiten engagieren, aber letztlich einigen Profit daraus schlagen.
Mammut
(Tier)
Volkstümlich:
(europ.) : – scheinbar unüberwindliche Hindernisse konfrontieren einem, die durch eheliche Anstrengungen überwunden werden.

924
Manager
Assoziation: – Arbeit an der Organisation.
Fragestellung: – Inwieweit bin ich zu mehr Effizienz bereit?
Psychologisch:
Ein Autoritäts-Wunschtraum! Er symbolisiert die versteckt unsichtbare Macht.
Mandala
(Graphische Figur – Kreis oder Vieleck – mit ausgeprägtem Mittelpunkt, die in der indischen Religion als Meditationshilfe verwendet wird.)
Assoziation: – Die Gesamtheit des Selbst; Ganzheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, meinem Wesen ganzheitlichen Ausdruck zu verleihen?
Allgemein:
Das Mandala zählt zu den mächtigsten Symbolen, die häufig in Träumen auftauchen und – obwohl sie nicht erkannt werden – uns meist Wichtiges
mitzuteilen haben. Es besteht aus einem Kreis, der ein Viereck einschließt, und in dessen Mitte befindet sich in der Regel eine Figur (die häufig uns
selbst darstellt). Jung gab diesem Motiv den Hindu-Namen „Mandala“ oder „magischer Kreis“ und sah darin eine Darstellung der menschlichen
Seele. Dieses Symbol erscheint weltweit als Grundmuster: Romulus legte dem Bauplan Roms das Mandala zugrunde, und viele andere Städte der
Antike – einschließlich Jerusalem – haben ebenfalls diese Form. Der Hindutempel wird als Mandala gebaut. Es stellt die vier Ecken der Erde dar, die
um ihre Mitte kreisen, oder „das Ich, das in Zeit und Raum um sich selbst kreist“ – das heißt, eine vollständige Integration des äußeren und inneren
Selbst. In der hinduistischen und buddhistischen Kunst stellt das Mandala das Universum und die innere Welt der Menschenseele dar. Es lohnt sich,
darüber nachzudenken, daß jedes kreisförmige Symbol – Kreis, Scheibe, Erdkugel, Rad, ja sogar ein Hula-Hoop-Reifen – ein Mandala sein kann.
Obwohl das Symbol schwer zu erkennen ist, wird es sich wegen seiner Wichtigkeit häufig selbst zu erkennen geben. Es wird einem „sagen“, daß es
wichtig ist, indem es sich weigert, aus den Gedanken zu verschwinden. Beim Erwachen kann man sich vielleicht manchmal ein bestimmtes, einem
zunächst belanglos erscheinendes Bild nicht aus dem Kopf schlagen. Jedes derartige Bild ist wahrscheinlich wichtig, und wenn es kreisförmig ist,
könnte es ein Mandala sein. Ob es nun ein Mandala ist oder nicht, ist für den Träumer nicht besonders wichtig, solange es als wichtiges Symbol
erkannt wird. Vermutlich wird man es als solches erkennen, weil es einem nicht aus dem Kopf geht. Über die Bedeutung des Mandala könnte man
zwar noch seitenlang schreiben, doch dies würde dem durchschnittlichen Träumer nicht unbedingt weiterhelfen. Leider bleibt es, wenn es erkannt ist,
eines der Traumsymbole, die besonders schwierig zu verstehen sind – einfach, weil seine Bedeutung so mysteriös ist und anscheinend Assoziationen
mit den Tiefen der Träumerseele vorhanden sind. Es kann das Konzept des gesamten eigenen Lebens, von der Geburt bis zum Tod ausdrücken. Das
Mandala könnte in Ihrem Traum auch als Kaleidoskop oder in geometrischen Mustern, wie man sie mit dem Zirkel anfertigt, auftauchen. Jede Farbe
in Verbindung mit dem Mandalasymbol kann – wie Farben überhaupt – wichtig sein. Eine Zeichnung von Ihrem Traum anzufertigen ist dann ganz
besonders nützlich, wenn ein Mandala darin im Mittelpunkt steht. Einige Psychologen raten dazu, das Symbol, das Sie im Traum sahen, nicht einfach
minuziös nachzuzeichnen, sondern es als Ausgangspunkt zu verwenden und den eigenen Stift oder Pinsel improvisieren zu lassen. Wenn möglich,
sollte man für das eigene Traumbild Farben verwenden und auch Wörter einbauen, wenn diese einem im Traum begegneten. Vermutlich findet man
heraus, daß man einige Bildteile sehr genau zeichnen möchte, während andere sich fast von selbst zeichnen – fast so, als ob man sie träumt. Das
fertige Traumbild zeigt dann das Muster des eigenen derzeitigen Lebens mit seinen Bedrohungen oder Freuden, Wünschen oder Ängsten. Die
Bereiche des Bildes, die aus dem eigenen Unbewußten hervorgegangen sind, werden einem Hinweise auf die Richtung, die man einschlagen soll,
geben.
Psychologisch:
Ein Mandala ist eine heilige Form, die in Abwandlungen bei den meisten Religionen vorkommt. Typisch für ein Mandala ist ein Kreis, der ein
Quadrat mit einem Symbol im Zentrum umschließt; es stellt die Ganzheitlichkeit des Lebens dar. Meistens wird ein Mandala als Hilfsmittel bei
Meditationen verwendet. Auf dieser Basis kann es zu einem persönlichen Symbol für die Reise vom Chaos zur Ordnung werden. Das Mandala, von
C.G. Jung als archetypischer Ausdruck der Seele verstanden, kann oft im Traum auftauchen, ohne daß der Träumende weiß, was es darstellt. Erst
wenn er es danach malt, kann er es als Mandala erkennen. Dies zeigt, daß das Mandala ein echter Ausdruck der Individualität des Träumenden und
seiner Vorstellung von Ganzheitlichkeit ist.
Spirituell:
Sobald der Mensch sein Ich und die damit verbundene Individualität verstanden hat, strebt die Seele nach Darstellung. Der Gleichzeitige Ausdruck
von Ganzheitlichkeit und Getrenntsein in dieser Figur katapultiert den Träumenden in einen völlig neuen Raum. Das Mandala im Traum kann
Maßstäbe für spirituelle Fortschritte setzen.
Mandarin
Volkstümlich:
(arab. ) : – (vornehmer chinesischer Beamter): du sollst dein Wissen vermehren.
(ind. ) : – du solltest dein Wissen nicht vernachlässigen.
Mandel
Artemidoros:
Mandeln, Nüsse, die sogenannten Haselnüsse und alles, was aufgeknackt wird, bedeutet wegen des Geräusches Aufregungen und, weil sie von Natur
aus bitter sind, Kümmernisse. Ich kenne einen vornehmen Griechen, dem es träumte, er bekomme von jemand eine Nuß, und als er aus dem Schlaf
erwachte, hielt er sie tatsächlich in der Hand. Es ergab sich, daß viel Unheil über ihn hereinbrach und er schließlich seine bürgerlichen Rechte verlor.
Allgemein:
Mandel essen verheißt Erfolg und Anerkennung, bittere Mandel aber eine Enttäuschung.
Psychologisch:
Ein Symbol erotischer Weiblichkeit. In der traditionellen Deutung gilt die Bittermandel als Hinweis auf eine Enttäuschung, die süße Mandel als
Glückssymbol.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: überlasse dich nicht der Feinschmeckerei.
(europ.) : – bedeuten zukünftige Freunde, auch soll man die Neugierde bewältigen; gute Gesundheit,
die allerdings von Trauerphasen begleitet ist;
– süße essen: verheißt Anerkennung durch andere oder Gewinn dank seiner Freunde;
– bittere essen: bringen Verdruß und gelten für Enttäuschungen im Freundes- oder
Bekanntenkreis und Erkrankungen; ein Aufbruch zu neuen Ufern ist unvermeidlich.
(ind. ) : – essen: sorge dich nicht, es wird wieder alles gut.

925
Mandelbaum
Volkstümlich:
(arab. ) : – grüner: deine Zukunft gestaltet sich annehmbar;
– blühender: hoffe auf eine fröhliche Zeit;
– verwelkter oder umgestürzter: dein gegenwärtiges Glück wird bald verschwinden.
(europ.) : – blühen: deine Herzenswünsche erfüllen sich.
(ind. ) : – blühender: deine Wünsche werden Gehör finden.
Mandelholz
Volkstümlich:
(arab. ) : – Geldverlegenheit.
Mandorla
(Siehe „Aura“)
(Mandelförmiger Heiligenschein um die ganze Gestalt)
Manege (Siehe „Arena“, „Kreis“, „Zirkus“)
Mangel
Volkstümlich:
(arab. ) : – leiden: dein Bestreben, etwas Höheres zu erreichen, wird sich nicht erfüllen.
(ind. ) : – leiden: es werden bessere Tage kommen; auch: beinhaltet Hilfe von einem guten Freund, aber Trennung von Angehörigen;
– (Wäschemangel) drehen: geordnete Häuslichkeit.
Mangold
Artemidoros:
Mangold ist nur für Schuldner gut, weil sie den Magen reizen und den Stuhlgang fördern; es gleichen nämlich speziell der Magen und die
Eingeweide einem Gläubiger.
Manieren
(Verhaltensweise)
Volkstümlich:
(europ.) : – Menschen mit schlechten Manieren sehen: weist auf das Fehlschlagen von Vorhaben hin, die
durch das unleidliche Wesen einer in die Angelegenheiten verwickelte Person verursacht werden;
– auf Menschen mit guten Manieren treffen: man wird vom augenblicklichen Stand der Dinge
angenehm überrascht sein; alles wendet sich zum Vorteil.
Maniküre
Allgemein:
Maniküre steht für Oberflächlichkeit, die sich vom äußeren Schein blenden läßt oder nach Scheinerfolgen strebt. Pflegt man die Nägel eines anderen,
warnt das oft vor Täuschungsversuchen, die entlarvt werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – bei anderen sehen: man soll sich nicht düpieren (täuschen) lassen, denn der Schein trügt;
– bei sich selbst oder bei sich machen lassen: bedeutet im Fall eines Frauentraumes Erfolg durch
glänzendes Aussehen; im Fall eines Männertraumes: man wird einen Scheinerfolg erzielen oder
ist geneigt, einen nicht vorhandenen Erfolg vorzuspiegeln;
– selbst bei jemand anderem vornehmen: man legt jemanden hinein oder unternimmt ein Versuch dazu.
Mann
Assoziation: – Yang-Aspekt; aktiv.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich zu mehr Selbstbehauptung bereit?
Allgemein:
Mann (männlich) versinnbildlicht als Ursymbol meist Bewußtsein, Verstand, Geist, Tatkraft und Willen, oft gepaart mit Härte und Aggressivität. Bei
Frauen kann er sexuelle Bedürfnisse anzeigen. Weitere Bedeutungen ergeben sich aus folgenden Begleitumständen:
– Alter Mann taucht oft im Sinne von Führer oder Guru (siehe unter diesen Stichwörtern) auf.
– Junger Mann kann auf Rastlosigkeit, Unruhe, Tatendrang oder ungezügelte Sexualität hinweisen.
– Dicker Mann wird häufig im Sinne von Weichherzigkeit und Mitgefühl verstanden.
– Großer Mann warnt vor Aggressivität oder Überbetonung des Verstandes.
– Kleiner Mann kann Minderwertigkeitsgefühle (oft auch sexuelle) versinnbildlichen.
Psychologisch:
Nach C.G. Jung bedeutet der unbekannte Mann, der im Männertraum auftritt, die unbewußte Schattenseite des Träumers, die ihn im Wachleben zu
einer Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen eigenen Mängeln zwingen möchte. In Frauenträumen ist er der Animus, die unbewußte
männliche Seite der Frauenpsyche. Bei jungen Mädchen erscheint dieser Animus oft in Gestalt des Lehrers, des Vaters oder eines Idols. Träumen
Frauen von einem unbekannten Mann, so spiegeln sich in diesem Bild ihre Erwartungen an einen Partner und dessen von der Frau erwünschten
Eigenschaften wider. Diese Erwartungen werden bereits in der Kindheit und Jugend der Träumenden durch den Vater festgelegt bzw. geprägt.
Entspricht jedoch der wirkliche Partner der Träumenden diesen unbewußten Erwartungen nicht, sind Probleme und Enttäuschung die Folge. Spricht
eine Träumerin mit einem jungen Mann, darf sie mit viel Ablenkung im Alltagsleben rechnen, die sie manche Sorge vergessen läßt. Befolgt man im
Traum den Rat eines alten Mannes, kann man auf eine glückliche Wende im Wachleben hoffen. Einen dunklen Mann sehen, bedeutet nach
altägyptischer Traumweisheit, daß Gefahren auf den Träumer lauern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen großen und starken sehen: du wirst eine ärgerliche Begegnung haben;
– ein unbekannter junger: Sorgen; kann auch auf Leichtsinn hindeuten, der fatal enden könnte;
– mit Bart: in nächster Zeit droht Zorn und Zwietracht;
– kleinen sehen: Verhöhnung deiner Persönlichkeit;
– mit langen Haaren und großen Bart: sei nicht furchtsam, es kann dir nichts geschehen;
– alter: langes Leben; man wird gute Ratschläge bekommen, die einem zu Glück verhelfen;
– dicker: es stehen dir gemütliche Stunden bevor;

926
– für Frau – viele Männer sehen: du wirst mehrere Körbe austeilen.
(europ.) : – bei Frauen sexuell-erotisch zu verstehen, bei Männern als Auseinandersetzung mit sich selbst durch innere Beobachtung der eigenen
Mängel zu verstehen;
– sehen oder mit einem verkehren: handelt es sich um einen alten Mann, wird man einen guten
Rat erhalten; handelt es sich um einen jungen Mann, kommt es zu Unruhe oder Ruhelosigkeit;
– für Männer; einen ohne Kopf sehen: man handelt völlig unüberlegt und sollte seine „Kopflosigkeit“ überwinden;
– junges Mädchen hat einen bekommen: es wird noch lange warten müssen, bis es in Wirklichkeit soweit kommt;
– Frau wird von einem geschlagen: sie wird von ihm unaussprechlich geliebt;
– ein gutaussehender Mann, gut gebaut und sportlich: man wird das Leben in vollen Zügen genießen und große Besitztümer erlangen;
– mißgestaltet und mürrisch: es erwarten einem Enttäuschungen und Schwierigkeiten;
– als Frau einen dicken sehen: sieht einer Frau jeden Wunsch von den Augen ab;
– einen jungen sehen: die nächste Zeit wird sehr unruhig und eine Strapaze für die Nerven;
– Träumt eine Frau von einem gutaussehenden Mann, wird ihr eine Auszeichnung zuteil.
Ist er häßlich, wird sie Ärger durch einen angeblichen Freund bekommen.
(ind. ) : – Auch ein unbekannter alter Mann, der wohlgestaltet ist, bedeutet das Schicksal des Menschen,
ein bekannter meist das des Träumenden.
Ein unbekannter junger Mann dagegen bezeichnet stets einen Feind;
jedoch bedeutet ein bekannter junger Mann entweder diesen selbst oder eine ihm ähnliche Person
oder einen Namensvetter.
(Siehe auch „Alter“, „Lehrer“, „Mann“, „Menschen“, „Vater“ und andere männliche Symbole)
Manna
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet einen unverhofften Reichtum.
(Siehe auch „Religiöse Bilder“)
Mannequin
Allgemein:
Mannequin steht allgemein für die Überbewertung der äußeren Schönheit; manchmal weist es auf den Wunsch nach einem erotischen Abenteuer hin.
Psychologisch:
Ein Wunschtraum der Männer. Bei Frauen wie „Make up“ zu deuten.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: als Männertraum – man sucht ein galantes Abenteuer, das aber Vorsicht bedingt, weil es teuer zu
stehen kommen kann; als Frauentraum – sie bekommt ein schönes neues Kleid;
– selbst sein: man möchte etwas sein, was man nicht ist, oder etwas haben, was man nicht bekommen kann.
(Siehe auch „Kosmetik“, „Make up“, „Mode“, „Model“)
Männerkragen
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird eine Herrenbekanntschaft machen;
– bügeln: deutet auf Ärger und Verdruß mit einer männlichen Person hin;
– umbinden: man wird an einer offiziellen Feier oder Zusammenkunft teilnehmen oder zu einer solchen eingeladen werden;
– umbinden wollen und nicht damit zurechtkommen: eine dringende Angelegenheit sollte schnellstens erledigt werden.
Manöver
Volkstümlich:
(arab. ) : – fröhliche Abwechslung.
Mansarde
(Zimmer im Dachstuhl)
Psychologisch:
Symbol für einen Raum, der einen „weiten Überblick“ gestattet. Traditionell: ein Armutssymbol. Bevor es üblich wurde, Dachgeschosse zu
Luxuswohnungen und Ateliers auszubauen, hatten Dienstboten und mittellose, alleinstehende Leute bescheidene Dachkammern zur Wohnung. Die
Mansarde war häufig die billigste Möglichkeit, überhaupt „ein Dach über dem Kopf“ zu haben – natürlich ohne Heizung, Wärmedämmung und
Fernblick. Träume von Mansarden haben bei alten Menschen oft noch dieses Sinnbild einer „armseligen Behausung“ (und die Angst davor) an sich.
Deswegen hängt der Sinn solcher Träume auch vom Alter (und sozialem Umfeld) des Betreffenden ab. Für junge Leute kann die Mansarde ein
Symbol der ersten Unabhängigkeit (Singlewohnung) von zu Hause sein, von der im wahrsten Sinn des Wortes geträumt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – bewohnen: dein Hochmut macht dich lächerlich.
(europ.) : – eine berufliche Beförderung wird sehr schnell folgen.
Mannschaftsspiele
Psychologisch:
Träume von Mannschaftsspielen beziehen sich unweigerlich auf unser Verhalten zu den „Mannschaften“, denen wir im realen Leben angehören – am
Arbeitsplatz, in der Familie. Alles, was in einem Fußball-, Handball-. Basketball-, Volleyball- oder sonst einem Mannschaftsspiel passiert, ist ein
Hinweis auf die eigenen Teampartner im Leben. Eifersüchteleien, Neid, Enttäuschungen, aber auch Freundschaft und Freude des Traums haben ihre
Parallelen im Leben, nur wird der Traum einem nicht in dieser direkten Form vorführen, sondern eher die Ursachen dafür. Hat man im Traum ein Tor
geschossen oder sogar ein Eigentor? Hat man ein Foul begangen? Auch die anderen Beteiligten im Traum sollte man sich beim Fußball oder
Handball näher betrachten. Beim Fußball oder Handball mag der Torwart jemanden verkörpern, der einem an etwas bestimmten hindern will, und
auch der Schiedsrichter wird seine Rolle spielen.
(Siehe auch „Ball“, „Schiedsrichter“, „Spielen“)

927
Manschetten
Allgemein:
Spielen sie im Traum eine Rolle, hat man – wie es im Volksmund heißt – vor irgend etwas Manschetten. Freilich ist die Angst, die daraus spricht,
unbegründet, wenn der Abschluß der Hemdsärmel sauber ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – saubere: verheißen Erlangung einer guten, hohen Stellung; berufliche oder wirtschaftliche Vorteile;
– schmutzige: zeigen Hindernisse und Verlust der Stellung und Ansehen an; berufliche oder wirtschaftliche Schwierigkeiten;
– bügeln: bedeutet Ärger und Verdruß mit einem Mann.
(ind. ) : – tragen: sei nicht so hochmütig;
– schmutzige: Trennung;
– verlieren: eine Sorge wird von dir genommen;
– von Spitzen: du wirst zu Würden gelangen;
– zerrissene: Einbuße an Ansehen.
(Siehe auch „Hemd“, „Kleidung“)
Manschettenknöpfe
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird kämpfen müssen, um dem Stolz nachzukommen; normalerweise gelingt einem das;
– aus Diamanten und ist der mittlere länger als die anderen: man genießt Wohlstand oder eine schöne Zeit mit tollen Freunden.
(ind. ) : – eine Sorge wird sich verlieren.
Mantel
Assoziation: – Schutz; Bedeckung.
Fragestellung: – Was verberge ich?
Allgemein:
Der Mantel ist das, was uns einhüllt, warm hält und manchmal verhüllt. Man wird etwa feststellen, daß man ja den Mantel oder Überzieher eines
anderen trägt; mehr als einmal ging ein junger Mann im Mantel der Mutter. Da war offenbar die zweite Geburt aus der Mutterwärme in die kühlere
Welt seelisch noch nicht geschehen.
Psychologisch:
Je nach der Persönlichkeit des Träumenden ist der Mantel ein Traumsymbol für den Schutz, aber auch für die Verhüllung. Aber auch auf die
Schutzbedürftigkeit von dem Träumenden bekannten Personen kann durch dieses Bild hingewiesen werden. Etwas wird verhüllt – ein Geheimnis, das
man sich nicht entreißen lassen möchte, die Liebe, die man sich bewahren will. Zieht man sich einen neuen Mantel an, wird man nach außen hin
glänzen und viel Verständnis für sich finden können. Ein zu weiter oder zu kurzer Mantel deutet an, daß man zwar den guten Willen hat, ein
Geheimnis für sich zu behalten, daß es uns aber irgendwann einmal entfleuchen könnte. Wer sich selbst oder einen anderen mit einem Mantel
zudeckt, möchte im Wachleben über irgend etwas den Mantel des Schweigens breiten. Ein sorgfältig zugeknöpfter Mantel oder ein Kleidungsstück
mit Schnallen verweist auf Zurückhaltung.
Spirituell:
Der Mantel ist Sinnbild des Schutzes.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt ein Machthaber, er ziehe sich einen Mantel an, wird er einen großen Namen und guten Ruf bekommen,
weil der Mantel stets über den anderen Kleidungsstücken getragen wird und entsprechend ein guter Name alles
Tun und Lassen des Menschen umkleidet;
ist der Träumende kein Machthaber, sondern ein gemeiner Mann, wird er reiche Einkünfte, Schutz und Sicherheit
in seinem Gewerbe finden.
– Zieht er einen Mantel aus Chasdion an, wird sein Reichtum noch ansehnlicher sein, als seinem Namen und Stand gebührt;
ist der Mantel aus Leinen oder Baumwolle, wird er in seiner Arbeit Schutz und Hilfe von geringen Leuten erhalten,
ist er blau, zu größerem Vermögen kommen,
wenn rot, große Mittel in Form von gemünztem Gold erwerben entsprechend der Dichte und Festigkeit des Mantels;
einer von gelber Farbe prophezeit finanzielle Schwierigkeiten und Verlust der Macht,
ein grüner Reichtum und Machtzuwachs mit Hilfe einer Frau.
– Dünkt es einen, er habe seinen Mantel verloren, wird er seines Reichtums verlustig gehen, in Not geraten
und seine Macht verlieren.
– Verbrennt der Mantel, wird er vom Machthaber gestraft werden, ist er in Stücke gegangen oder mürbe geworden,
werden sein Vermögen und seine Stellung Schaden leiden.
– Träumt der Kaiser, er ziehe sich einen Mantel an, weil es regnet oder taut, wird er Schutz zur Linderung seiner
Bedrängnis finden; ist der Mantel aus Biberfell, wird er ein übelgesinntes, mächtiges Volk zur Hilfeleistung im
Kampf gegen Feinde verpflichten.
Wirft er wegen der Kälte einen Mantel über, wird er seine Schätze und seinen reichen Besitz sichern und schützen.
Dünkt es ihn, es zeige sich irgendein Schaden am Mantel, wird das Gesicht sich an den erwähnten Völkerschaften erfüllen.
– anziehen: man wird bald die Gelegenheit erhalten, an einem erfolgversprechenden Projekt mitzuarbeiten;
– tragen oder sehen: Würde und hohe Achtung erlangen;
– schöner: Ehre und Ansehen;
– einen neuen tragen oder anlegen: deine Verhältnisse werden sich bessern;
– zerrissener sehen: eine schmerzliche Trennung überstehen müssen;
– alten oder zerrissenen tragen: du erregst Mitleid; man sollte sich hüten, durch ein Mißgeschick ein Nachteil zu erfahren;
– beschmutzt sehen: du wirst von Unwohlsein und Krankheiten geplagt werden;
– zu groß: Betrübnis;
– verlieren: du wirst in familiäre Sorgen kommen;
– einer anderen Person umlegen: durch Zuvorkommendheit wirst du deine Widersacher beschämen;
– ein Freund sich in einen hüllen sehen: dieser wird sich unaufrichtig verhalten und Schaden verursachen;
– jemand abnehmen sehen: man wird dich beschämen;
– jemanden mit einem Mantel verhüllt sehen: Verstellung.

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(europ.) : – Trieb zur Verhüllung, oft Angst, durchschaut oder entlarvt zu werden;
– neu und eleganten sehen: bedeutet das Ende einer traurigen Zeit sowie Ansehen und Ehrungen;
man hat Chancen, die man wahrnehmen sollte; auch: man gelangt zu literarischen Ehren;
– einen neuen anziehen oder tragen: die Lage wird sich verbessern;
– einen neuen ausziehen: bedeutet Verschlechterung der Lage;
– verlieren: Betrübnis und Not; man muß sein Glück zurückerobern, nachdem man bei Spekulationen zu gutgläubig war;
– zerreißen: Trennung oder Existenzveränderung; man ist innerlich wütend;
– zerrissenen sehen: man wird einen engen Freund verlieren; die Geschäftsaussichten sind trostlos;
– alten sehen: magere Erbschaft; es droht Mißgeschick;
– einen alten anziehen oder tragen: bringt Not und Sorgen;
– einen alten ausziehen: bringt eine Erleichterung;
– ausbessern: eine verfahrene Sache macht Sorgen;
– jemanden fest darin eingehüllt sehen: es besteht die Gefahr, durch Unaufrichtigkeit
hintergangen oder geschädigt zu werden; auch Ankündigung eines Geheimnisses;
– mehrere Mäntel sehen: man wird in eine aussichtslose oder verworrene Lage geraten;
– den eines anderen tragen: man wird einen Freund um Schutz bitten;
(ind. ) : – haben: Ehre und Ansehen;
– zu großer: Betrübnis wird dich heimsuchen;
– schöner: du hast nach langer Zeit wieder Glück.
(Siehe auch „Kleidung“)
Manteltasche
Psychologisch:
Darin soll im Traum ein „kleines Geheimnis“ gut aufgehoben sein – und verborgen bleiben.
(Siehe auch „Mantel“)
Mantille
(Schulterumhang für Frauen; Spitzenschleier über Kopf und Schultern.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Eitelkeit bringt dir Schaden.
Mantra
Allgemein:
Ein Mantra ist die Hervorbringung eines Klangs, der sich auf einen Namen oder einen Aspekt Gottes und dessen kreative Schwingung bezieht.
Häufig ist ein Mantra dreisilbig. Es wird verwendet, um dem eigenen und dem Zentrum des Universums näherzukommen. In Träumen kann sich das
Mantra aus dem Klang des eigenen Namens entwickeln. Das Mantra wird als der persönlicher „Schlüssel“ zu universellem Wissen verstanden.
Psychologisch:
Wenn man Träume als ruhevolle Aufmerksamkeit betrachtet, kann die Verwendung eines Mantras eine tiefgreifende Auswirkung auf den
Traumzustand haben, weil es dem Träumenden hilft, sich im Traum besser zu konzentrieren. Au f diese Weise fällt es dann leichter, die Spontaneität
ihrer Bilder, die das Mantra hervorruft, während des Traums aufzunehmen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene führt ein ständig wiederholtes Klanggebilde wie das Mantra im Traum schließlich eine Bewußtseinsveränderung herbei.
Manufaktur
Volkstümlich:
(europ.) : – eine große Manufaktur drückt ungewöhnliche Aktivität in Geschäftskreisen aus.
(Siehe auch „Fabrik“)
Manuskript
Allgemein:
Manuskript kann vor Neugierde warnen oder das Bedürfnis nach Selbstdarstellung und Mitteilung verkörpern.
Psychologisch:
Der Traum will Sie an unerledigte Arbeiten erinnern. Haben Sie versucht, eine dringende Verpflichtung zu verdrängen? Aber auch vor Neugierde
und zuviel Selbstdarstellung wird gewarnt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Sorge und Kummer.
(europ.) : – eins sehen allgemein: man weiß nicht so recht wie man sich verhalten soll;
es wäre aber unklug, ein bestimmtes Vorhaben weiter auf die lange Bank zu schieben.
– ein unvollendetes: steht für Enttäuschungen;
– ein deutlich geschriebenes, vollendetes: große Hoffnungen werden sich erfüllen;
– an einem arbeiten: man wird um etwas sehr bangen;
– unscharfe Formulierungen vermeiden: man wird bei seinen Plänen Erfolg haben;
– vom Verleger abgelehnt: kündigt eine erfolglose Phase im Leben an; die Wünsche
werden aber später Wirklichkeit;
– verlieren: steht für kommende Enttäuschungen.
(ind. ) : – lesen: du interessierst dich zu viel für andere Menschen;
– schreiben: all deine Wünsche werden sich erfüllen;
– einsenden: gib deine Hoffnungen auf, dich werden in allernächster Zeit andere Dinge beschäftigen.
Mappe
Allgemein:
Mappe verstehen altindische Traumdeuter als Symbol für ein Geheimnis, das man bald lüften wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: es ist gut, wenn du verschwiegen bist.

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(europ.) : – eine Reisemappe: unerwartetes Abenteuer;
– sehen: es wird einem bald ein Geheimnis anvertraut;
– verlieren: verkündet, daß dem Träumenden etwas Wichtiges verborgen bleiben wird;
– finden: das Gegenteil.
(ind. ) : – öffnen: du wirst ein Geheimnis ergründen;
– tragen: lasse dich nicht in gefährliche Abenteuer verwickeln.
Märchen
Psychologisch:
Märchen kommen in unserer Zeit häufig in Träumen vor – vor allem bei Frauen. Psychologen haben festgestellt, daß die Geschichte „Die Schöne und
das Biest“ in verschiedenen Varianten in den Träumen von Frauen durchgespielt wird. Diese Frauen leiden darunter, daß die Beziehungen, zwischen
Mann und Frau so schwierig sind in einer Welt, in der die männlichen und die weiblichen Haltungen noch nicht ganz miteinander versöhnt sind.
Märchengestalten
Psychologisch:
Ihre Symbolische Bedeutung hängt vom Inhalt des jeweiligen Märchens ab, was aber sicher nicht immer „märchenhaft einfach“ zu entschlüsseln ist –
im Gegenteil. Daß es sich bei Aschenputtel um weibliche Machtkämpfe (um die Liebe eines Mannes) handelt, ist klar. Aber daß Schneewittchen in
einigen Deutungen als Nymphomanin mit Kastrationsgelüsten gilt, macht den Versuch, die Märchensymbolik nach aktuellem Verständnis zu
„übersetzen“, ziemlich kompliziert. Als Hinweis kann gelten: Die weibliche Hauptfigur einer Märchenhandlung stellt die eigene „Rolle“ im Leben
einer Frau dar – der männliche Märchenprotagonist entspricht dem Ich im Männertraum. Alles klar? Trotzdem: Bitte nicht alles Märchenhafte zu
wörtlich nehmen – und lieber keine Frösche küssen!
Marder
Artemidoros:
Der Ichneumon und der Marder bedeuten, weil sie wild und schwer zu zähmen sind, abgefeimte und verschlagene Menschen, die dem Träumenden
nie wohlgesinnt sein können, und zwar bezeichnet der Ichneumon Männer, der Marder Frauen.
Allgemein:
Marder warnt vor ungezügelter, oft sexueller Triebhaftigkeit, manchmal auch vor Klatsch und Tratsch.
Psychologisch:
Dieses Tier symbolisiert im Traum Aggressivität. Unbeherrschtheit und die männliche Triebkraft, wie auch Leidenschaft und Lebenskraft. Mit
diesem Traumbild wird der Träumende manchmal gewarnt, sich selbst nicht zu überschätzen, mehr Rücksicht zu üben oder seine Aggressionen mehr
zu kontrollieren. Es kommt im Traum immer auf den Zustand des Marders an: Ist er alt, krank, gezähmt oder schläft er, drückt sich darin der
Wunsche des Träumenden nach mehr Selbstbeherrschung aus.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: behüte deinen Besitz, damit du nicht bestohlen wirst;
auch: in unmittelbarer Nähe ist ein Mensch, der durch seine Hemmungslosigkeit in bezug auf seine eigenen
Vorteile vor nichts zurückschreckt und noch beträchtlichen Schaden anrichten kann;
– schlagen: Ärger durch böse Weiber; Widerwärtigkeiten bleiben dir nicht erspart;
– einen töten: man wird einen drohenden Verlust noch rechtzeitig abwenden und Probleme beseitigen können;
– schießen: du wirst durch fremde Personen zu Geld kommen.
(europ.) : – Symbol für zu starke sexuelle Triebhaftigkeit; man muß sich mehr zusammennehmen;
– sehen: verheißt einen Diebstahl oder Betrug dem man selbst zum Opfer fallen soll;
– töten: Befreiung von Widerwärtigkeiten und Überwindung aller Hindernisse.
(ind . ) : – du wirst mit Klatschbasen zu tun haben;
– sehen: sorge für die Zeit der Not.
(Siehe auch „Fuchs“, „Raubtier“)
Margarine
Allgemein:
Margarine soll nach alten Traumbüchern auf bevorstehende Not und Entbehrungen hinweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – man sucht dich zu täuschen.
(ind. ) : – auch die fetten Zeiten können sich ändern.
Margarite
Volkstümlich:
(arab. ) : – dich liebt ein reines Mädchen (Jüngling).
Maria
Allgemein:
Maria symbolisiert Mutter oder Natur, geistige Inspiration, die Materie belebt. Oft kommen darin auch Sanftmut und reiche Gefühlswelt zum
Ausdruck. Allgemein kann man daraus auf Reife und Vergeistigung einer Persönlichkeit schließen.
(Siehe auch „Madonna“, „Religiöse Bilder“)
Mariengras
Medizinrad:
Schlüsselworte: Respekt; Verbindung mit der Erde; Weisheit; winterhart; schilfartig; lang; süß; Gabe; Vorbereitung; Verstehen; Haare von Mutter
Erde; Waboose, nördlicher Hüter des Geistes.
Beschreibung: Das Mariengras wird als Pflanze mit dem Norden und Waboose, dem nördlichen Hüter des Geistes assoziiert. Mariengras, mit
botanischem Namen Hierochloe odorata, ist ein winterhartes, am Rande von Feuchtgebieten wachsendes schilfartiges Gras und war vor der
Besiedlung Nordamerikas durch die Europäer weit verbreitet. Nach seiner fast völligen Ausrottung kam es eine ganze Zeitlang aus Kanada in die
USA. Nun aber haben die Menschen angefangen, Mariengras in verschiedenen Landstrichen Nordamerikas wieder heimisch zu machen. Früher
wurde Mariengras, bevor man es schnitt, geflochten und erhielt deshalb auch die Bezeichnung »das Haar der Mutter«. Im allgemeinen diente es als

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Rächermittel und es hieß, daß der süße Duft der verbrennenden Pflanze positive Energien und gute Geister anziehen und eine gelungene Zeremonie
verheißen würde.
Allgemeine Bedeutung: Der Stand deiner Beziehung zu Mutter Erde; der Grad deines Respekt für die Erde.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Für den Traumzustand gute Energien und gute Geister herbeiholen.
Marine
Assoziation: – Beherrschung der Gefühle; hat gelegentlich einen homosexuellen Unterton.
Fragestellung: – Welche Emotionen bin ich zu beherrschen bereit?
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird lästige Hindernisse überwinden;
– verängstigt sein: man wird ungewöhnliche Hindernisse überwinden müssen, bevor man sein Glück macht;
– eine verwahrloste Marine: ist ein Hinweis auf unvorteilhafte Freundschaften in Beruf oder Liebe.
Marinesoldat
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: rechne mit kriegerische Zeiten.
(europ.) : – sein: man wird eine lange, interessante Reise in ferne Länder machen;
– das Schiff ohne einem abfährt: Rivalen werden einem schweren Schaden zufügen.
Marienkäfer
Volkstümlich:
(arab. ) : – kommt er auf einem zu geflogen: man wird in Zukunft viel Glück haben;
– davon fliegen: man darf sein Glück nicht zu erzwingen versuchen und sollte lieber auf sein Schicksal vertrauen.
(europ.) : – Glück in kleineren Vorhaben.
Marionette
Allgemein:
Marionette bringt meist zum Ausdruck, daß man sich abhängig fühlt; das kann sich auf andere Menschen, Leidenschaften oder konkret auf
Suchtmittel beziehen, die man mißbraucht. Wenn im Traum eine Marionette vorkommt, hat der Träumende vielleicht das Gefühl, Umstände oder
Menschen seiner Umgebung beeinflussen zu können. Die Marionette kann jedoch auch für die mechanischen Prozesse des Seins stehen, für jene
Dinge, die automatisch im Hintergrund geschehen.
Psychologisch:
Wenn eine andere Traumfigur die Marionette führt, hat der Träumende vielleicht das Gefühl, manipuliert zu werden. Es ist die Aufgabe des
Träumenden, zu ergründen, was er im täglichen Leben dazu beiträgt, daß er zum Opfer wird. Ist der Träumende von einer Marionette gelenkt, dann
hat er begriffen, daß ihm Bürokratie Schwierigkeiten bereitet. Was eigentlich zum Vorteil des Träumenden gereichen sollte, hat sich in eine Art
Manipulator verwandelt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet die Marionette im Traum, daß der Träumende sich als Marionette im Plan des Größeren Ganzen begreift.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet Treue von Seiten der Untergebenen;
– sein: man ist von irgend etwas oder irgend einem abhängig.
(Siehe auch „Puppe“)
Marken
(Briefmarken)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder aufkleben: du wirst von Abwesenden Nachricht erhalten;
(ind. ) : – auf einem Brief: eine Nachricht aus der Ferne.
Markensammlung
Volkstümlich:
(ind. ) : – deine Mühe ist zwecklos.
Marketender
(Händler, der die Truppe ins Manöver und ins Feld begleitet.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Marketenderin: man wird dich gut verpflegen.
(europ.) : – oder Marketenderin: verheißen Hilfe in allen Lebenslagen.
(ind. ) : – Marketenderin: Rettung aus dringender Not.
Markise
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder sich unter einer befinden: falsche Freunde werden einem überreden, sich durch üble
Machenschaften zu bereichern; beschütze diejenigen, die unter Deiner Obhut stehen.
Markklöse
Volkstümlich:
(arab. ) : – neue Freundschaft.
Markstein
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Schaden an deiner Gesundheit erleiden.
(ind. ) : – deine Gesundheit muß dir vorgehen.

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Markt
Artemidoros:
Der Marktplatz ist das Symbol von Verwirrung und Getöse, weil die große Menge sich dort einfindet. Leuten, die auf dem Markt zu Hause sind,
bringt es Glück, wenn sie ihn im Traum, von Menschen wimmelnd und lärmerfüllt, schauen. Ist er jedoch verlassen und still, prophezeit er ihnen
Stockung des Geschäfts, allen anderen aber große Sicherheit. Ein bepflanzter Marktplatz wird natürlich für jeden unbetretbar, gleichgültig, womit er
bepflanzt ist. Es behaupten einige, daß ein solcher Zustand dem Gemeinwesen, wenn es glückliche Zeiten durchlebt, Hungersnot, wenn es von einer
Hungersnot heimgesucht wird, glückliche Zeiten bedeute.
Allgemein:
Markt versinnbildlicht zwischenmenschliche, teils sexuelle Beziehungen, die man nach den Vorgängen auf dem Markt individuell deuten muß. Oft
kommt darin auch Geschäftstüchtigkeit oder übersteigertes Streben nach materiellen Besitz zum Vorschein. Wenn der Träumende sich in seinem
Traum auf einem Mark sieht, verweist dies auf seine Fähigkeit, mit dem Alltagsleben zurechtzukommen und Beziehungen zu anderen Menschen
einzugehen. Speziell ist er dazu in der Lage, sich auf eine Menschenmasse zu beziehen. Ein Markt ist auch ein Ort, an dem gekauft und verkauft
wird; daher gibt dieses Traumbild auch einen Hinweis darauf, wie der Träumende sein eigenes Kaufen und Verkaufen bewertet.
Psychologisch:
Ein Mark ist ein belebter Ort. Wenn er zum Thema eines Traums wird, kann dies eine Aufforderung an den Träumenden sein, sich besser um sich
selbst zu kümmern und nicht zu viel Zeit mit vielen Menschen zu verbringen. Der Traum könnte auch die Empfehlung an den Träumenden enthalten,
in seinem Beruf geschäftstüchtiger zu werden oder sich stärker von Kreativität beeinflussen und leiten zu lassen, statt eine Sache nur aus
kommerziellen Gründen zu betreiben. Ein Markt ist daher im Traum ein ambivalentes Symbol. Der Markt drückt im Traum meist die Beziehung des
Träumenden zu seinen Mitmenschen aus. Er ist ein Platz der Kommunikation, der Begegnung mit unseren Mitmenschen. In seiner Weitläufigkeit und
in der Vielfalt seiner Angebote kann man sich allerdings auch verlieren. Dabei ist es immer wichtig näher auf den Markt einzugehen: Können wir uns
im Traum für nichts, was wir dort sehen, entscheiden, sind wir auch im Wachleben vor eine heikle und schwierige Situation gestellt und werden wohl
nicht so bald erreichen, was wir gerne wollen. Handelt es sich im Traum um einen belebten Markt, auf dem interessante Dinge passieren, so ist dies
ein Hinweis auf die Kontaktfreudigkeit des Träumenden und seine Ausgeglichenheit. Hemmungen
und Kontaktschwierigkeiten spiegeln sich im Bild eines hektischen Marktes, auf dem nervöses Treiben herrscht, wider. Erscheint der Markt im
Traum menschenleer, läßt dies auf den Wunsch nach Ruhe des Träumenden schließen oder auch auf dessen Einsamkeit.
Spirituell:
Ein Markplatz kann im Traum als Ort spirituellen Austausches betrachtet werden. Der Träumende kann ein Gleichgewicht zwischen der
Alltagsrealität und der spirituellen inneren Welt herstellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – besuchen: du wirst ein bewegtes Leben führen;
– viele Menschen dort sehen: du wirst neue Freundschaften anknüpfen;
– einen leeren sehen: man lebt in Einsamkeit oder versucht sich selbst zu finden;
– dort etwas feilbieten: du wirst ein gutes Fortkommen finden;
– dort Bekannte treffen: unangenehmer Klatsch;
– markten (handeln): du wirst eine neue, wichtige Bekanntschaft machen;
– Marktplatz sehen oder sich auf einem befinden: du wirst dich in deinen künftigen Verhältnissen nicht glücklich fühlen.
(europ.) : – oft gleichbedeutend wie Bordell; Preisgabe aller Werte oder Selbsteinschätzung nur vom Geld her;
– auf einem sein oder darauf einkaufen: man wird in unbeständige oder unsichere Verhältnisse geraten;
auch: verheißt Sparsamkeit und Aktivität in allen Beschäftigungen;
– sich auf einem befinden und nicht wissen wohin: bedeutet Armut und Sorge;
– sich auf einem Jahrmarkt unterhalten: bringt neue Freunde, mit denen man ein sehr bewegtes Leben führen wird;
– einkaufen: die kommende Zeit wird unbeständig und unsichere Verhältnisse bringen;
– selbst auf einem Waren feilbieten: bedeutet unsichere Geschäfte oder Unternehmungen oder berufliche Veränderung;
– sich in einer Markthalle befinden: man wird vor eine Wahl oder Entscheidung gestellt werden;
– Marktschreier: es stehen einem Schwindeleien bevor;
– ein leerer: prophezeit Niedergeschlagenheit und Traurigkeit; Schwierigkeiten;
– verdorbenes Gemüse und Fleisch: deutet auf Verluste im Geschäft hin;
– Einer jungen Frau sagt der Markt angenehme Veränderungen voraus.
(ind. ) : – sehen: du machst bald bessere Geschäfte.
(Siehe auch „Geschäft“, „Platz“)
Marktaufseher
Artemidoros:
Als Marktaufseher tätig zu sein ist angehenden Ärzten nützlich, besonders denen, die für eine sachgemäße Ernährung eintreten, weil der
Marktaufseher die Verantwortung für die Lebensmittel hat; den übrigen Menschen bedeutet es Aufregungen und üble Nachreden. Denn selbst wenn
er seine Pflichten erfüllt und Ausgaben macht, die ihm nichts einbringen, wird ihm das in jedem Fall Kritik eintragen, denn mit dieser hat der
Marktaufseher nun einmal zu leben.
(Siehe auch „Markt“)
Marmelade
Allgemein:
Dem Träumenden erscheint sein Leben hart und bitter, und er glaubt, daß es jetzt an der Zeit sei, den Lohn seiner Arbeit zu genießen. Man kann
Marmelade aber auch als fruchtigen Brotaufstrich verstehen. Dann bedeutet sie neue Energie, oft auch in Form einer schönen Erinnerung, auch im
erotischen Bereich. Eingemachte Marmelade steht auch für angenehme Ereignisse in der Vergangenheit, von denen man immer noch zehren kann;
man sollte sie sich wieder häufiger in Erinnerung rufen.
Psychologisch:
Wie alles Süße gilt auch Marmelade als Symbol für den sinnlichen Genuß und erfüllt (erotische) Sehnsucht: Man nascht von der „Süße des Lebens“.
Wenn es den eigenen umgangssprachlichen Gewohnheiten entspricht, kann der geträumte Griff nach dem Marmeladenglas auch bedeuten, daß es
demnächst in einer speziellen Sache „ans Eingemachte geht“ – was immer der Träumende darunter auch verstehen mag.
Volkstümlich:
(europ.) : – alleine essen: Omen für Krankheit und Verdruß;
– mit anderen zusammen essen: bedeutet Gewinn; Glück;
– herstellen: Glück und Erfolg in Liebesaffären.

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Marmor
Artemidoros:
Glaubt man, zu Marmor geworden zu sein, zeigt das dem Träumenden Wunden und Verletzungen an; denn ohne eiserne Werkzeuge kann niemand in
Marmor gehauen werden.
Allgemein:
Weil Marmor eine harte Substanz ist, verweist er, wenn er im Traum eine Rolle spielt, oft auf Alter oder auf Dauerhaftigkeit. Jeder Mensch braucht
in irgendeiner Hinsicht Dauerhaftigkeit in seinem Leben, und Marmor kann diesem Bedürfnis Gestalt verleihen.
Psychologisch:
Marmor wird nach alten Traumbüchern als Hartherzigkeit und Gefühlskälte gedeutet. Er kann aber auch darauf hinweisen, daß man Hoffnungen und
Ziele nur unter großer Mühe oder überhaupt nicht erreichen wird. Wenn der Träumende in Schwierigkeiten ist, kann es ihm so vorkommen, als sei er
„zwischen Skylla und Charybdis“ eingeklemmt. Weil Marmor ein so schönes Material ist, kann es den Träumenden mit der Tatsache aussöhnen, daß
er den steinigen Weg der persönlichen Entwicklung gewählt hat.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann Marmor im Traum spirituelle Stabilität symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schöner und geschliffener: dein Reichtum wird dich gegen die Leiden anderer fühllos machen;
– Marmortisch: bleibe auch im Glück bescheiden;
– an einem Marmortisch sitzen: man leidet unter dem Egoismus seiner Mitmenschen;
– Marmorsäule: du wirst zu Reichtum kommen auch: weisen auf Wünsche, die leider unerfüllt bleiben.
(europ.) : – läßt Kämpfe aller Art befürchten und verheißt, daß man weder Hilfe von Freunden noch Verwandten erwarten darf.
– sehen: kündet die Aussichtslosigkeit von irgendwelchen Bemühungen an;
– Marmorbruch: im Leben zwar finanziell erfolgreich sein, jedoch um Umfeld keine Zuneigung erfahren;
– daran hantieren oder arbeiten: eine unerfüllbare Aufgabe wird einem zugemutet, oder man
wird es mit hartherzigen Menschen zu tun bekommen;
– polieren: verheißt eine erfreuliche Erbschaft;
– zerbrochen: man wird bei den Teilhabern in Ungnade fallen, da man sich über jede Moral hinwegsetzt;
– eine Marmorfigur sehen: der Besitz scheint gesichert und Freundschaften erweisen sich als stabil;
– Marmorsäule sehen: man hat einen schönen, aber unerfüllbaren Wunsch oder ein schönes, aber unerreichbares Ziel;
man ist in manchen Lebensbereichen viel zu stur und beharrt auf falschen Meinungen;
– Marmortisch sehen oder an einem sitzen: ein Wunsch, auf dessen leichte Erfüllung man hofft, oder ein Ziel,
das man leicht zu erreichen gedenkt, wird erst nach großen Anstrengungen erfüllt oder erreicht;
– mit anderen daran sitzen: der Verkehr mit hartherzigen Menschen wird einem sehr hinderlich sein.
(ind. ) : – sehen: Streitigkeiten mit Verwandten; hartherzige Menschen machen dir das Leben schwer;
– Marmorbüste: sehen: du wirst einen treuen Freund verlieren.
(Siehe auch „Götter“, „Statuen“)
Marokko
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird erhebliche Unterstützung aus unerwarteter Quelle bekommen; Liebe wird durch Treue belohnt.
Mars
Allgemein:
Mars verkörpert Härte, Männlichkeit, Entschlossenheit und Energie, die zerstören oder erschaffen kann; man wird ermahnt, sie verantwortungsvoller
einzusetzen.
Volkstümlich:
(europ.) : – als Kriegsgott sehen: Mut zu allen Schwierigkeiten, Erfolge;
– der Planet: verkündet ein unglückliches Leben durch das grausame Verhalten von Freunden; Feinde wollen einem ruinieren;
– sich zu diesen Planeten hingezogen fühlen: man wird seine Freunde in Hinblick auf Wissen und Reichtum durch scharfen
Verstand übertrumpfen;
– als ein bewohnter Planet: fördert in guter Verbindung die Berufe der Lehrer und Soldaten, und erfüllt energisch und tatkräftige
Männer mit großer Kühnheit und Mut. Seine Gegner und Verächter verführt er zu Streit, Gewalttätigkeiten und Zerstörungen.
(Siehe auch „Himmelskörper“)
Marschieren
Volkstümlich:
(arab. ) : – du kommst langsam, aber sicher an dein Ziel;
– einen größeren machen: wichtige Unternehmungen beginnen und zustande bringen.
(europ.) : – erschöpft davon sein: verheißt Mattigkeit und Mutlosigkeit nach vergeblichen Mühen;
– gut vorankommen: sagt Beförderung und geschäftliche Erfolge voraus.
(ind. ) : – müssen: deine Arbeit wird gering belohnt.
Marschland
Volkstümlich:
(europ.) : – durch Marschland gehen: verheißt Krankheit aufgrund von Überarbeitung und Sorgen;
das unkluge Verhalten eines nahen Verwandten bereitet einem viele Unannehmlichkeiten.
Marschmusik
Volkstümlich:
(europ.) : – danach marschieren: man will Soldat oder öffentlicher Würdenträger werden; man sollte sich aber alles gut überlegen, bevor
man eine solche Entscheidung trifft;
– Wenn Frauen im Traum Männer marschieren sehen, tendieren sie in ihrer Zuneigung zu Männern in öffentlichen Positionen.
Sie sollten besonders auf ihren Ruf achten; sie könnten von Männer leicht enttäuscht werden.

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Marstall
(In fürstlichen Hofhaltungen Gebäude für Pferde, Wagen usw.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sich darin befinden: eine Reise vor sich haben.
(europ.) : – Gewinn in der Lotterie.
(ind. ) : – Ehre und Gewinn kommen dir ins Haus.
Martern
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Errettung aus Lebensgefahr.
Märtyrer
Allgemein:
Märtyrer kann für die Neigung zur Selbstaufopferung oder für selbst verschuldete Schwierigkeiten stehen, manchmal auch Heuchelei anzeigen.
Manchmal kommen darin unterdrückte Eigenschaften zum Vorschein, die das innere Gleichgewicht stören. Wenn sich der Träumende in seinem
Traum als Märtyrer erlebt, dann illustriert dies seine Unfähigkeit, mit Nachdruck „nein“ zu sagen, und seinen Hang, aus Pflichtgefühl zu handeln.
Wenn eine andere Traumfigur sich als Märtyrer gibt, hat der Träumende zu große Erwartungen an diese Person.
Psychologisch:
Wenn ein Traum von einem religiösen Märtyrer handelt, verlangt dies vom Träumenden, über seine religiöse Erziehung und seinen Glauben
nachzudenken. Vielleicht läßt er sich von übertriebener Begeisterung leiten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Märtyrer im Traum möglicherweise das Bedürfnis des Träumenden darstellen, sich in der Opferrolle zu sehen
und seinem Leben auf diesem Wege mehr Sinn zu verleihen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Warnung vor unbedachtem Handeln, falschen Freunden und ein unglückliches Zuhause, sowie Verluste in
wichtigen Angelegenheiten;
– selbst sein: man hat selbstverschuldete Sorgen; man wird von Freunden getrennt sein und von Feinden verleumdet.
März
(Monat)
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet magere Geschäftserträge; einige Frauen werden an Ihrer Aufrichtigkeit zweifeln.
Marzipan
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bist von Schmeichlern umgeben.
(europ.) : – bedeutet von Schmeichlern umgeben sein und warnt vor ihnen.
(ind. ) : – essen: halte deine Kinder im Haus, denn Unglück droht ihnen.
Masche
Allgemein:
Masche stellt oft eine Falle oder Intrige dar, an der man aktiv oder als Opfer beteiligt ist. Man sollte sich dann ehrlicher und geradliniger verhalten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Netz): du wirst in große Versuchung kommen.
(europ.) : – sehen: Warnung vor einer Falle, die einem gestellt wird;
– in solche verstrickt sein: man gerät in eine Falle oder verstrickt sich in dem Netz eigener
oder fremder Intrigen; Feinde werden einem in Zeiten des Wohlstandes niederdrücken;
– Einer jungen Frau verheißt der Traum, daß ihr Umfeld sie in Selbstvergessenheit treibt.
Kann sie sich aus den Maschen befreien, wird sie mit knapper Not der Verleumdung entgehen.
(ind. ) : – man will dich zu einem Fest einladen.
Maschine
Assoziation: – Automatisierung; Vereinfachung; Wiederholung.
Fragestellung: – Von welcher lästigen Arbeit bin ich mich zu befreien bereit?
Allgemein:
Maschine bringt Gewohnheiten, Vorurteile und ähnliche eingeschliffene Denk- und Verhaltensweisen zum Ausdruck, die Spontaneität und
Selbstentfaltung behindern und deshalb wieder aufgebrochen werden sollten. Zuweilen symbolisiert sie auch den Wunsch nach ordentlichen,
geregelten Lebensverhältnissen. Wenn im Traum eine Maschine eine wichtige Rolle spielt, dann hat dies häufig etwas mit den unwillkürlichen
„mechanischen“ Funktionen des Körpers, wie Atmung und Herzschlag, zu tun. Wenn der Träumende in seinem Traum bemerkt, daß eine Maschine
nicht mehr funktioniert, macht ihn dies darauf aufmerksam, daß er vielleicht einen bestimmten Teil seines Wesens zu stark belastet.
Psychologisch:
Im Zeitalter der Technik sind Maschinen nichts besonderes, sie sind eher ein Mittel zur Arbeitserleichterung des Menschen. Im Traum verweisen die
Maschinen, so lange es sich nicht um vertraute Maschinen des Alltags handelt, auf psychische Konflikte hin. Die Maschine hat im Traum den Platz
der natürlichen Kräfte eingenommen, ihre Beschaffenheit und Funktion kann dem Träumenden somit auch Aufschluß über die Art seiner Probleme
geben. So sollten alle im Traum erscheinenden fremdartigen Maschinen als Warnsignal verstanden werden, wobei alltägliche Maschinen wie z. B.
die Waschmaschine oft noch die Fu nktion der entsprechenden Natursymbole beibehalten haben. Die Waschmaschine wäre also in diesem Fall ein
Symbol für Reinigung. Eine Maschine im Traum kann das Gehirn und den Denkprozeß symbolisieren. Eine überdimensionale Maschine im Traum
transportiert möglicherweise den Hinweis, daß der Träumende sich auf einseitig ungesunde Weise von seinem Intellekt leiten läßt. Wo sie dröhnt und
rollt, da ist das Leben – übersetzt: das glückhafte Erleben einer erfolgreichen Tätigkeit. Eine alte, verrottete Maschine umschreibt eine psychische
Störung, der man nachgehen sollte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt eine Maschine im Traum den Lebensprozeß dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deutet auf gewerblichen Fleiß;
– sich an einer arbeiten sehen: man fühlt sich gefordert und wird weiterhin unter guten finanziellen Bedingungen leben;
– außer Betrieb: Angst vor geistiger Abstumpfung und Schwierigkeiten im Leben voranzukommen.

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(europ.) : – neue sehen: man hat geordnete und geregelte Verhältnisse vor sich; verheißt Wohlstand;
– eine in Betrieb sehen: man wird ein Projekt durchführen und der weitere Lebensweg wird reibungslos verlaufen;
– sie als Maschinist beaufsichtigen und in Ordnung halten: Reichtum und Ehre;
– bedienen: man wird sich mit einer komplizierten Angelegenheit beschäftigen müssen;
– in einer hängen bleiben: prophezeit Geschäftsverluste und großes Unglück;
– alte Maschinen: Feinde werden einem beim Aufbau eines Vermögens überwältigen;
– eine kaputte oder nicht funktionierende sehen: Warnung vor einem unregelmäßigen oder ungeregelten
Leben; kündet Ereignisse an, die den geregelten Gang des eigenen Leben stören werden;
– eine beschädigte oder nicht funktionierende in Ordnung bringen: bedeutet die Beseitigung von
Hindernissen oder Schwierigkeiten, die den geregelten Gang des Lebens stören;
– eine beschädigte oder nicht funktionierende vergeblich in Ordnung bringen wollen: man wird durch
ungeregelte Verhältnisse einen Fehlschlag oder Verlust erleiden.
(ind. ) : – du wirst ein regelmäßiges Leben führen.
(Siehe auch „Elektrizitätswerk“, „Fabrik“, „Lokomotive“, „Maschinerie“)
Maschinenbau
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum mit der Konstruktion von Maschinen befaßt ist, dann verweist dies auf seine technischen und erfinderischen
Fähigkeiten. Er ist dazu in der Lage, eine Struktur zu schaffen, die ihn voranbringt und ihm das Leben erleichtert. Handelt ein Traum zum Beispiel
von Straßenbaumaschinen, dann erkennt der Träumende, daß er auf die Mittel, die ihn auf seinem Weg voranbringen, besser achtgeben muß.
Psychologisch:
Maschinenbau im Traum symbolisiert, daß der Träumende mit technischen und mechanischen Hilfsmitteln Kräfte anzapfen kann, die ihm
normalerweise nicht zur Verfügung stehen. Wenn er im Traum Maschinen konstruiert, ist dies ein Hinweis auf seine Befähigung, Kräfte außerhalb
seiner selbst zu kontrollieren. Er ist dazu in der Lage, diese Kräfte zu seinem eigenen Vorteil zu handhaben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Maschinenbau im Traum, daß der Träumende die Herrschaft über seine inneren Kräfte angenommen hat
und sie richtig zum Einsatz bringt.
Maschinenpistole / Maschinengewehr
Psychologisch:
Wie die Pistole Symbol sexueller Spannungen und Verspannungen. Hier spielt aber eine zusätzliche Aggressivität hinein, was sich auf das Triebleben
gefährlich auswirken kann. Mit anderen Worten: Von der Maschinenpistole träumen Menschen, die ihre Triebe kaum in der Gewalt halten können.
Sie ist also ein Hinweis auf eine Gefahr und deshalb so gefährlich, weil sie automatisch funktioniert.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder hören: im Freundes- oder Bekanntenkreis hat jemand einem gegenüber ein schlechtes Gewissen;
– selbst eines bedienen: man will sich von einem inneren Druck oder von Gewissensbissen befreien.
(Siehe auch „Gewehr“, „Pistole“)
Maschinerie
Volkstümlich:
(europ.) : – wenn man sich für Maschinen und Technik interessiert ist es ein gutes Zeichen, obgleich es harte Arbeit bedeutet;
– sich davor fürchten: man sollte Vorsicht walten lassen, da sonst die Vorhaben nicht gelingen.
(Siehe auch „Maschine“)
Masern
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: in Siechtum verfallen.
(europ.) : – bedeuten glückliche Stunden, Wohlstand und Gesundheit;
– haben: es drohen viele Sorgen; beunruhigende Probleme werden die Geschäfte b eeinflussen;
– bei anderen sehen: man wird sich um den Zustand anderer sorgen.
(ind. ) : – haben: die Freude wird sich bald vermehren.
Maske
Assoziation: – Verkleidung: Persona; Verhaltensweisen.
Fragestellung: – Was verberge ich? Was zeige ich?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Andere Sichtweise; sich verbergend; ermächtigend; Zwiespältigkeit der Existenz; das andere Selbst.
Beschreibung: Eine Maske verbirgt das ganze Gesicht und den Kopf oder einen Teil des Gesichts und des Kopfes. Sie wird entweder benutzt, um zu
verbergen und zu verkleiden oder dem Maskenträger jene Energie des Wesens zu verleihen, das die Maske darstellt. Hinter einer Maske zu arbeiten
heißt, eine andere Lebenskraft neben der eigenen zum Einsatz bringen.
Allgemeine Bedeutung: Eine Verkleidung; eine Verbergung; eine Ähnlichkeit mit dir; das falsche Gesicht, das du deiner Umwelt zeigen willst; die
Kraft eines anderen Wesen gemischt mit deiner eigenen.
Assoziation: Fastnacht, Karneval, Fasching.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe unterschiedlicher Sichtweisen und Kräfte. Wenn du von einer bestimmten Maske träumst, dann ist es gut für
dich, selbst eine Maske herzustelle oder zu erwerben, die der deines Traums gleicht, um herauszufinden, was geschieht, wenn du sie benutzt.
Allgemein:
Die meisten Menschen setzen vor ihren Mitmenschen eine Maske auf, insbesondere dann, wenn sie ihnen zum ersten Mal begegnen. Der Traum von
einer Maske macht den Träumenden auf die eigene Fassade oder auf die anderer Menschen aufmerksam. Ist der Träumende sich selbst gegenüber
nicht ehrlich, manifestiert sich dies in seinem Traum vielleicht in der Form einer „negativen“ oder angsterregenden Maske.
Psychologisch:
Wenn der Mensch sich schützen und verhindern will, daß andere Menschen wissen, was er denkt und fühlt, dann „maskiert“ er sich. Eine Maske im
Traum kann daher Verheimlichung darstellen. Andererseits ist man bei vielen Naturvölkern davon überzeugt, daß die Maske seinem Träger die Kraft
des mit ihr dargestellten Tieres verleiht. Die Maske hatte im griechischen Dionysos-Kult die Bedeutung, daß hinter der Maske eine göttliche Kraft
steckt. Der Karneval ist im Prinzip die Fortführung der Dionysosfeste, die Bedeutung der Maske als Verkleidung wurde beibehalten. Der
Maskenträger konnte so unerkannt seine erotischen Wünsche oder auch Phantasievorstellungen ausleben. Man möchte sich im Kreis fröhlicher

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Menschen einmal von der ganz anderen Seite zeigen. So sollte man eher der Realität ins Gesicht schauen, anstatt sich hinter einer Maske zu
verbergen. Oder möchten Sie jemand demaskieren?
In der heutigen Zeit ist die Maske außerhalb des Faschings nur noch bei Verbrechern im Gebrauch. Daraus ergibt sich auch ihre hauptsächlich
negative Bedeutung im Traum. Der Träumende identifiziert sich mit einer Person oder Kraft, die nicht zu seiner bewußten Persönlichkeit gehört,
meist handelt es sich dabei um Dinge oder Personen aus dem Kollektiven Unbewußten, die meist Gewalttätigkeit verkörpern. So ist das Tragen einer
Maske im Traum ein Anzeichen von Größenwahn, da sich der Träumende mit einer anonymen, übermenschlichen Gewalt identifiziert. Der
Größenwahn ist allerdings ein krankhafter Versuch, Minderwertigkeitskomplexe zu kompensieren. Die Ursache für Maskenträume kann auch eine
Potenzstörung sein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene wird die Maske im Traum mit der Totenmaske assoziiert, die an die Vergänglichkeit allen Lebens erinnern soll. Sie
symbolisieren die spöttische Einsicht in das „Theater des Lebens“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen: Verstellung üben;
– darunter schwitzen oder sich unwohl fühlen: man leidet unter den Verstellungen, anderen etwas vormachen zu müssen;
– bei anderen sehen: betrogen werden.
(europ.) : – Symbol für Angst vor der Wahrheit oder vor Enthüllungen; oft Unklarheit über die eigene Seele oder über eine andere Person;
– sehen: warnt vor Falschheit und Hinterlist und verkündet eine Täuschung; Warnung vor einem falschen
Freund oder einer Intrige oder Mahnung, sein Herz nicht zu sehr auf der Zunge zu tragen;
– selbst eine tragen: man ist ein guter Schauspieler im Leben, im Guten wie im Bösen; auch: signalisiert zeitweiligen Ärger; das
Verhalten gegenüber einem lieben Menschen wird fehlinterpretiert, ebenso die ganzen Hilfsbemühungen; jedoch wird man aus
der zeitweiligen Entfremdung Gewinn schöpfen;
– auf einem Maskenball sein: man spielt mit einem Menschen und dessen Gefühlen, oder man ist selbst Spielball oder Spielzeug
eines anderen;
– andere maskiert sehen: man muß Falschheit und Neid bekämpfen;
– Trägt eine junge Frau im Traum eine Maske, sagt das voraus, daß sie sich einer bestimmten freundlichen Person geradezu aufdrängt.
– Nimmt eine junge Frau eine Maske ab oder tun das andere, wird sie die ersehnte Bewunderung nicht erhalten. Sie sollte sich in
Bescheidenheit üben.
(ind. ) : – tragen: täusche deinen guten Freund nicht, er hat es nicht verdient;
– sehen: man will dich betrügen und enttäuschen.
(Siehe auch „Fassade“)
Maskenball
Psychologisch:
Das Faschingsfest läßt auf ein fröhliches, meist kurzes Abenteuer im Wachleben schließen. Der Maskenball außerhalb der Karnevalszeit aber könnte
durchaus auch bedeuten, daß man im Alltag zum Spielball seiner Launen wird, mit denen man seine Mitmenschen nervt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – daran teilnehmen: deine tollen Streiche werden dir schaden.
(europ.) : – Maskerade mitmachen: bringt Täuschungen, Verluste, und warnt vor Betrug.
(ind. ) : – sehen: du bist von Heuchlern umgeben;
– selbst teilnehmen: du bist nicht ehrlich gegen deine Freunde.
(Siehe auch „Fasching“)
Maskerade
Volkstümlich:
(arab. ) : – Versuchung.
Maskottchen
Psychologisch:
Symbol für einen Menschen oder einen Vorgang, von dem man sich eine glückliche Veränderung der eigenen Lebensumstände erhofft.
Volkstümlich:
(europ.) : – unerwartete Nachrichten werden die Zukunftsaussichten verändern; auf der Hut sein vor der Feindschaft einer Frau.
Masochismus (Siehe „Sexualität“)
Maß
Psychologisch:
Wer an irgend etwas im Traum Maß anlegt oder etwas ausmißt, sollte die Zahlen (siehe dort) beachten, die sich dabei ergeben. Das Maßanlegen kann
auch auf die eigene Unsicherheit hinweisen oder darauf, daß man sich im Wachleben zu sehr mit Kleinigkeiten abgibt. Legen andere Maß an, werden
wir im Berufsleben an unserer Leistung gemessen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen, gleichgültig welcher Art und Form: das eigene Verhalten oder Handeln wird von irgendeiner Seite
einer genauen Prüfung oder Beurteilung unterzogen;
– mit einem hantieren: eine erreichte Grenze wird man nicht ohne Nachteile überschreiten können.
(Siehe auch „Maßband“, „Messen“)
Maßlosigkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – sich Exzessen hingeben: sagt Ärger voraus.

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Massage
Allgemein:
In den meisten Fällen wohl sexuell zu deuten. Wer sich massieren läßt, will in der Liebe den bequemsten Weg gehen. Massiert man selbst einen
anderen, werden verschiedene Wünsche wach. Manchmal bedeutet die Traummassage aber auch das Bemühen, etwas aus uns herauszupressen, das
uns Schaden zufügen könnte. So beschreibt dies, daß man seelische Spannungen lösen und aus Zwängen und Gewohnheiten ausbrechen sollte.
Massage (Masseur) kann auch auf eine beginnende Krankheit hinweisen, die noch keine Symptome verursacht.
Psychologisch:
Auch in der geträumten Massage geht es um den Genuß einer entspannenden (und oft auch erotischen) Berührung. Aber wenn man davon sogar
träumt, drückt es die diesbezüglichen „Entzugserscheinungen“ (und das Fehlen von Zärtlichkeit und positivem Körperkontakt) aus. Hier sehnt sich
jemand schon viel zu lange vergeblich nach Umarmungen, Berührungen und liebevollen Haut- an- Haut- Erlebnissen. Unangenehme Massageträume
gibt es auch: Sie zeigen an, daß man jemand auf negative Art „zu nahe gekommen ist“ und daß man sich „seiner Haut wehren“ sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – massiert werden: du hast kleinliche Sorgen.
(europ.) : – man wird krank und muß versuchen, vorbeugende Maßnahmen zu treffen;
– an anderen sehen: Mahnung, wieder auf den Weg zurückzukehren, von dem man abgekommen ist;
– selbst an anderen vornehmen: man wird etwas korrigieren oder richtigstellen;
– an sich selbst vornehmen lassen: deutet auf Störungen durch irgendwelche Unregelmäßigkeiten hin.
Massaker
Psychologisch:
Ein Alptraum mit relativ harmloser Bedeutung: Man arbeitet darin ein Erlebnis auf, bei dem man Zeuge eines ungerechten Vorganges (oft beruflich
oder im sozialen Umfeld) war, in dem einige Hoffnungen oder Ideen von mehreren Leuten „niedergemacht“ wurden. Oder: Ein kreatives Vorhaben
einer Gruppe wurde von einem Neider (oder Konkurrenten) „gekillt“. Man hätte die Möglichkeit gehabt, etwas dagegen zu unternehmen, ließ es aber
aus Bequemlichkeit (oder Konfliktscheu) bleiben. Nun plagt einen doch das schlechte Gewissen und „bestraft“ das untätige Zusehen mit dem
Massakertraum.
Maßband
Allgemein:
Ein Maßband im Traum verweist auf das Bedürfnis, in gewisser Weise das eigene Leben zu „vermessen“. Vielleicht verspürt der Träumende auch die
Notwendigkeit, darüber nachzudenken, wie er mit den Erwartungen anderer Menschen umgeht oder welche Bedeutung er ihnen „beimißt“. Wird im
Traum etwas abgemessen, so symbolisiert dies den Wunsch des Träumenden, Ordnung in sein Leben zu bringen.
Psychologisch:
Ein Maßband kann auch als Gegenstand betrachtet werden, der eingeschränkt und Grenzen schafft, innerhalb derer es schwer ist, beweglich zu
bleiben. Im Traum treten oft die Begrenzungen, die man sich im Alltagsleben selbst schafft, klarer zutage.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht das Maßband für ein Mittel, um sich einen ganzheitlichen Überblick über den persönlichen Lebensprozeß zu verschaffen.
Massen
Psychologisch:
Von unübersehbaren Menschenmassen wird häufig bei Angst vor (für den eigenen Geschmack) „zu vielen“ Kontakten geträumt. Eventuell bezieht
sich der Traum auch auf eine latente Platzangst, mit der man zurechtzukommen versucht. Wer häufig von beängstigenden Massenansammlungen
träumt, hat sicher ein Problem mit sozialer Anpassung, zieht sich gern in einen gepflegten, harmonischen (und vor allem ungestörten) Bereich zurück
und schätzt es, “ in Ruhe gelassen zu werden“ – er benötigt einen großen Freiraum, um ein positives Lebensgefühl zu entwickeln. Nicht nur, aber
auch: ein typischer Exzentrikertraum.
Massenquartier
Volkstümlich:
(ind. ) : – deine Not wird bald eine Änderung erfahren.
Maßnehmen
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Warnung, die Sparsamkeit nicht bis zum Geiz zu treiben; man könnte das Ersparte verlieren.
(ind. ) : – lassen: ärgerliche Ereignisse;
– jemand: du wirst einen passenden Lebensgefährten finden.
Maßstab
Allgemein:
Der Maßstab oder die Meßlatte ist ein Sinnbild für Korrektheit und geradliniges, untrügliches Urteilsvermögen.
Psychologisch:
Im übertragenen Sinne ist der Maßstab die Norm, nach der sich das Verhalten des einzelnen in der Gesellschaft richtet. Übertriebene Anpassung an
die Norm kann jedoch zu einem ungesunden Konformismus führen, dem die Eigenheiten eines Menschen zum Opfer fallen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Maßstab im Traum die geistigen Ansprüche, die der Träumende an sich selbst stellt.
Volkstümlich:
(europ.) : – weist auf Kummer hin, auch wenn die Angelegenheiten sich außergewöhnlich lebhaft entwickeln.
Mast / Mastbaum
(eines Schiffes)
Allgemein:
Mastbaum kann als Phallussymbol auf unbefriedigte sexuelle Bedürfnisse hinweisen. Ferner verkörpert er oft eine seelische Haltung, die durch nichts
zu erschüttern und zu beugen ist. Traditionell gedeutet: Eine weite Reise über ein großes Wasser steht bevor.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst stolz und aufrecht durchs Leben gehen.

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(europ.) : – prophezeien lange, schöne Reisen, neue Freundschaften und finanziellen Gewinn;
– sehen: man wird stolz und gerade im Leben stehen;
– ohne Segel: man wird sich noch anstrengen müssen um die gesteckten Ziele zu erreichen;
– mit Segel: man wird rasch vorankommen in seinen Bemühungen;
– der Mast eines sinkenden Schiffes: steht für plötzliche Änderungen im Leben; man muß auf erhoffte schöne Dinge verzichten;
– Ein Seemann der von einem Mast träumt, wird bald zu einer ereignisreichen Reise aufbrechen.
(ind. ) : – sehen: dein Verdienst wird sich bald bessern.
(Siehe auch „Schiff“)
Mastschwein
Volkstümlich:
(europ.) : – gesunde sehen: es stehen rege Geschäfte bevor;
– schlanke: kündigen lästige Arbeiten und Ärger mit Personal an;
– eine Sau mit Ferkeln: verheißt den Bauern reiche Ernte und andere blühende Geschäfte;
– quieken hören: unerfreuliche Neuigkeiten von entfernten Freunden drohen; ein Todesfall
oder die Unfähigkeit, kommende wichtige Geschäfte richtig einzuschätzen;
– die eigenen füttern: der persönliche Besitz wird sich vermehren;
– damit handeln: man wird beträchtliche Reichtümer anhäufen, aber auch hart arbeiten müssen.
(Siehe auch „Schwein“)
Mästung
Psychologisch:
Wer davon träumt, hat sich in einer für ihn typischen Art „überfressen“ – es können zu reichliche (und zu deftige) sinnliche Genüsse gewesen sein,
aber man kann auch eine Übersättigung durch Eindrücke, Reize usw. empfinden. Man will selbst „nicht daran schuld sein“ und schiebt es anderen in
die Schuhe, daß man sich nun „übersättigt“ – und nicht besonders gut fühlt: gemästet eben.
Masturbation
Assoziation: – Selbstliebe.
Fragestellung: – Welchen Teil meines Selbst bin ich zu lieben und zu akzeptieren bereit?
(Siehe auch „Geschlechtsverkehr“, „Sexualität“)
Materialien
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder damit hantieren: man ist ein Sammlergeist.
Mathematik
Psychologisch:
Macht einem im Traum eine mathematische Gleichung oder eine unverständliche Sprache zu schaffen, so ist man vermutlich auch in der Realität
über ein bestimmtes Verhalten oder einen Gefühlsausbruch bestürzt.
Volkstümlich:
(europ.) : – mathematische Formeln sehen: man steht vor neuen kniffligen Aufgaben.
Matratze
Artemidoros:
Die Matratze, das Ruhebett und alles, was zur Schlafstätte gehört, bedeutet die Gattin des Träumenden und die Lebensverhältnisse insgesamt.
Allgemein:
Ein typisches Symbol für Sexualität, Geburt und Tod. In der traditionellen Deutung: Ein junger Mann „aus gutem Haus“ hat sich „unstandesgemäß“
mit einer „Matratzenmademoiselle“ amüsiert.
Psychologisch:
Sexuelle Zufriedenheit ist für die meisten Menschen wichtig. Wenn ein Traum von einer Matratze handelt, kann dies ein Hinweis darauf sein, wie der
Träumende mit seiner Sexualität umgeht, und verdeutlicht, ob er zufrieden ist oder nicht. Wer also nur auf ihr liegt, hat im Leben irgend etwas
verpaßt, muß sich mit dem begnügen, was er augenblicklich besitzt. Daß Glück läßt ihn noch warten. Matratze zeigt auch oft Unsicherheit,
mangelnde Tatkraft und Entscheidungsschwäche an; man sollte dann lernen, sich besser zu beherrschen und nicht einfach die Zügel schleifen zu
lassen. Ähnlich wie ein Traum, in dem ein Bett vorkommt, verweist sie auf die Gefühle des Träumenden bezüglich einer – bequemen oder
unbequemen – Situation, die er sich im Leben geschaffen hat. Der Träumende ist sich weiteres seiner Grundbedürfnisse bewußt, kann sich gut
entspannen und sich selbst voll zum Ausdruck bringen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene enthält das Traumbild Matratze die Warnung, die spirituelle Zufriedenheit nicht zugunsten der sexuellen zu
vernachlässigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor sich haben oder darauf liegen: durch fasch eingeschätzten Ehrgeiz in unliebsame Angelegenheiten und Verhältnisse geraten.
(europ.) : – darauf liegen: verkündet Schaden durch Mangel an Festigkeit;
– auf einer neuen schlafen: weist auf Zufriedenheit mit der derzeitigen Umgebung hin;
– sehen: Mahnung, sich mehr zusammenzunehmen und Eigeninitiative zu entwickeln;
auch: man wird in Kürze neue Aufgaben wahrnehmen;
– alte vermoderte: Trauer, Unruhe, Krankheit;
– eine Matratzenfabrik sehen: man wird clevere Geschäftspartner finden und finanziellen Erfolg haben.
(ind. ) : – du wirst ein eigenes Heim gründen.
(Siehe auch „Bett“, „Möbel“)

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Matrone
(Greisin)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: ein hohes Alter erreichen.
(europ.) : – bedeutet das Erreichen eines hohen Alters.
(ind. ) : – du mußt mit einem baldigen Tod rechnen.
Matrose
(Seemann)
Assoziation: – navigieren in emotionalen Gewässern.
Fragestellung: – Für welche Gefühle übernehme ich die Verantwortung?
Allgemein:
Matrose verkörpert den Wunsch nach einer Veränderung, die man mit Weitblick und Überlegung einleiten muß. Da der Matrose mit dem Element
Wasser (Gefühl) in Beziehung steht, ist er im Traum ein Zeichen für den Träumenden, daß er mit seinen Emotionen gut zurechtkommt.
Psychologie:
In diesem Traumbild spiegeln sich Kräfte, die Ordnung in die Gefühlswelt des Träumenden bringen, wider. Wahrscheinlich hat der Träumende das
Bedürfnis oder den Wunsch, seine Probleme ohne fremde Hilfe zu lösen. Es kann aber auch sein, daß er sich männliche Hilfe oder Schutz erhofft. Er
spielt auf unserer Lebensreise die Rolle eines Helfers, der dafür sorgt, daß nichts schiefläuft. Wer mit ihm streitet, könnte im Wachleben einen
hilfreichen Freund oder Kollegen verlieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: unternimm vorläufig keine größere Reise, damit du kein Unglück hast.
(europ.) : – sind ein Omen für lange, aufregende Reisen;
– mit ihnen freundschaftlich verkehren: bedeutet erfreuliche, unverhoffte Nachrichten; deutet auf außergewöhnliche Ereignisse hin;
– mit ihnen in Schlägerei geraten: Mißhelligkeiten und Unglück auf der Reise; kündet außergewöhnlich gefahrvolle Ereignisse an;
– Träumt eine junge Frau von Matrosen, wird sie sich von Ihrem Geliebten wegen einer heftigen Liebelei mit einem anderen trennen.
Ist sie mit an Bord, wird sie aus ihrem gewohnten Rhythmus ausbrechen und in Gefahr kommen, einen treuen Geliebten zu verlieren.
(ind. ) : – sehen: deine Reise wird gefahrvoll sein und interessant.
(Siehe auch „Kapitän“, „Schiff“, „Wasser“)
Matten
Volkstümlich:
(arab. ) : – aus Stroh flechten sehen: traurige Verhältnisse werden dich längere Zeit beunruhigen;
– grüne sehen: eine Erholungsreise antreten.
(europ.) : – grüne sehen: ein hoffnungsvolles Zeichen für die Verbesserung der Lebensverhältnisse;
– eine geflochtene: man hat sich eine solide Grundlage im Leben geschaffen und braucht sich keine Sorgen zu machen;
– auf einer Strohmatte liegen: man wird sich bald einschränken müssen, denn das Haushaltsbudget verringert sich;
– sich von Matten fernhalten: bedeutet nur Leid und Verwirrung;
– verlegen: steht für gute Aussichten und Nachrichten von Freunden, die weit entfernt sind;
– alt oder zerrissen: Ärger kommt auf einem zu; hüte dich vor Verschwendung, denn es droht dir Mangel.
(ind. ) : – man will dein Glück zerstören; verhängnisvolle Ereignisse;
– grüne: Glück;
– von Stroh oder Kokos: gemütliches Heim.
Mattigkeit
Allgemein:
Mattigkeit (Schwäche) zeigt an, daß man das Leben aktiver angehen und energischer gestalten sollte, um zufriedener zu werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – fühlen: nach einem Unwohlsein wirst du längere Zeit krank bleiben.
(europ.) : – sein oder große Mattigkeit verspüren: man wird sich in allen Lebenslagen behaupten; glückverheißendes Omen;
– eine Reise unterbrechen, um sich auszuruhen: Anzeichen vorteilhafter geschäftlicher Belange oder Spekulationen.
Maturitätsprüfung
(Reifeprüfung)
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Geschick bessert sich.
Mauer
Artemidoros:
Alles Feste, z.B. Mauern, Grundmauern, alte Bäume, Eisernes und Stählerndes, ist ängstlichen Gemütern günstig, wenn man sich davon umhegt
wähnt; denn wegen der Sicherheit, die sie gewähren, befreien sie von Angst. Andernfalls prophezeien sie Rettung durch Flucht.
Allgemein:
Im Traum zeigt die Mauer gewöhnlich die Grenzen auf, die sich der Träumende, vielleicht zu seinem Schutz, selbst errichtet hat. Eine Mauer, die
Schutz bietet, verstellt jedoch auch den Blick auf die Freiheit. Daher ist es notwendig, von Zeit zu Zeit zu überprüfen, ob sie wirklich noch notwendig
ist. Sie steht auch oft für ein Hindernis auf dem Lebensweg; steigt man darüber, wird man es überwinden. Springt man von ihr, weist das auf Risiken,
der Sturz auf Mißerfolge hin. Wenn man von einer Mauer umgeben ist, kann das vor Isolierung und Vereinsamung warnen oder das Bedürfnis nach
Geborgenheit anzeigen.
Psychologisch:
Eine Mauer symbolisiert eine Trennlinie zwischen dem Inneren und Äußeren, zwischen Intimsphäre und vertrauensvoller Offenheit.
– Ein Loch in einer Mauer weist auf eine Verletzung des Vertrauens oder der Intimsphäre hin.
– Ist der Träumende innerhalb der Mauer gefangen, so steht sie für seine Ängste, Zweifel und Schwierigkeiten.
Verschwindet und erscheint die Mauer wieder, hat der Träumende seine Probleme nur zum Teil bewältigt.
– Der Träumer, der hinter einer Mauer Schutz sucht, verbirgt im Wachleben manchen seelischen Kummer vor seiner Umwelt.
– Steht er davor und hat sie kein Tor, soll ihm irgend etwas verbaut werden, vor allem, wenn sie hoch ist.
– Das Tor in einer Mauer umschreibt nach Freud unsere erotischen Wünsche; wir möchten es zwar durchschreiten, haben jedoch
nicht den rechten Mut dazu.
– Stehen wir auf einer Mauer und springen wir von dort hinab, gleicht das dem Sprung in ein Abenteuer im Wachleben.
– Stürzen wir aber von einer Traummauer, sollten wir im Alltag lieber von Wagnissen die Finger lassen.

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– Mauern, die erdrücken, sich verengende Straßen oder Berge, die plötzlich zusammenrücken, werden übrigens mit
den Atmungsorganen in Zusammenhang gebracht, mit Schilddrüsenstörungen, Asthma und Angina pectoris.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert eine Mauer die Umgrenzungen eines heiligen Bezirks. Sie ist Sinnbild des Schutzes und der Bewahrung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder vor sich haben: auf Hindernisse stoßen;
– eine unüberwindliche ohne Tor oder Löcher vor sich haben: demnächst mit großen Schwierigkeiten zu rechnen haben;
auch: auf den Widerstand von Personen stoßen, die ihn in seinem persönlichen Fortkommen hindern ;
– aufbauen sehen: Fleiß und Arbeit;
– einstürzen sehen: bedrohliche Zufälle in Aussicht haben; auch: eine nahestehende Person benötigt Zuspruch;
– niederreißen sehen: sehr belästigt werden;
– auf einer stehen: Pläne werden realisiert werden können, die aber mit einem gewissen Risiko verbunden sind;
– herunterstürzen: man muß sich vor einem Unfall hüten.
(europ.) : – Symbol für Hindernis oder Schutz, je nach Lage des Träumenden;
– vor sich sehen: gilt für Ärger und Verdruß; Hindernisse legen sich einem in den Weg;
– den Weg versperren: man wird negativen Einflüssen erliegen und Niederlagen in wichtigen Angelegenheiten erleben;
– auf einer stehen: bedeutet Erfolg und Sieg, sowie Ausdauer sichert dir Erfolg; man wird sein Ziel erreichen;
– von einer herunterspringen: warnt vor allzu großer Kühnheit und Waghalsigkeit sowie gefährliche Unternehmungen;
– von einer stürzen: es wird einem etwas mißlingen;
– eine errichten: gilt für Bewältigung aller Hindernisse und Glück in den Unternehmungen; auch: man wird
Pläne bedacht angehen und Reichtum so absichern, daß Reinfälle oder Feinde ihm nichts anhaben können;
– eine unübersteigbare Mauer vor sich sehen: du hast keine Aussicht, das gesteckte Ziel zu erreichen;
– ersteigen: verborgene Liebe;
– übersteigen: nach schweren Mühen wirst du endlich eine sichere Existenz finden; bedeutet Überwindung von Hindernissen;
– über eine springen: man wird Hindernisse überwinden und Wünsche in die Tat umsetzen; man hat sich auf ein gewagtes
Unternehmen eingelassen;
– umstürzen sehen: Gefahr für dich und deine Familie;
– selbst einreißen: du wirst die Geliebte (den Geliebten) erobern; auch: Feinde überwältigen;
– ein Loch hineinschlagen: man wird durch Zielbewußtsein erfolgreich sein;
– Läuft eine junge Frau auf einer Mauer, wird ihr zukünftiges Glück bald gesichert sein.
– Versteckt sich eine junge Frau hinter einer Mauer, wird sie Verbindungen eingehen, derer sie sich schämt.
– Läuft eine junge Frau an einem Mauersockel entlang, wird sie sich um viele Sachen gleichzeitig kümmern müssen und wird in
unsicheren Zeiten alleine gelassen werden.
(ind. ) : – auf ihr stehen: du hast mit Nahrungssorgen zu kämpfen;
– umwerfen: Todesfall in deiner Familie;
– von ihr herabspringen: Gefahr in der Nähe;
– vor sich sehen: guter Erfolg in allen deinen Geschäften;
– aufbauen: du türmst durch eigene Schuld Hindernisse zwischen dich und dein Ziel.
(Siehe auch „Gebäude“)
Mauerbrecher
Volkstümlich:
(arab. ) : – (altes Belagerungswerkzeug): Beharrlichkeit führt zum Ziel.
Mauersteine (Siehe „Backsteine“)
Maulbeer
Artemidoros:
Maulbeeren, d.h. die Früchte, bedeuten dasselbe wie die Granatäpfel; deuten wegen ihrer Farbe auf Wunden, wegen ihrer Stacheln auf Folterungen
und wegen der Eleusinischen Sage auf Knechtschaft und Unterwerfung hin. (Kore ist Beiname der Persephone. Durch den Genuß eines Granatapfels
verlor die von Hades entführte Persephone, die Tochter der Demeter, das Recht, auf bleibende Rückkehr zur Oberwelt. Den eleusinischen Mysten
war daher die Frucht dieses Baumes verboten) Der Baum verweist auf das Geschlecht des Träumenden. Steht er in voller Blüte, kündigt er ein
bevorstehendes glückliches Ereignis an, wird er samt der Wurzel ausgerissen, bringt er dem Geschlecht des Träumenden Tod und Verderben.
Allgemein:
Maulbeeren verheißen Ansehen, Erfolg und Wohlstand.
Volkstümlich:
(arab. ) : – grüner Baum: mit reichlichen Einnahmen rechnen dürfen;
– Früchte: Überfluß und Reichtum.
(europ.) : – Baum sehen: verheißt Reichtum und ein hohes Alter, Ehre, Glück, Wohlstand, Segen und gute Aussichten;
– Früchte man wird Überfluß und Reichtum besitzen; eine glückliche Reise und reiche Heirat.
(ind. ) : – Baum sehen: deine Felder werden gute Früchte tragen.
Maulesel / Maultier
Assoziation: – Sturheit; Eigensinn; Durchhaltevermögen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich zum Durchhalten bereit?
Artemidoros:
Maulesel sind in jeder Hinsicht nützlich, besonders für die Landwirtschaft, weil sie ausdauernd bei der Arbeit sind. „Denn vorzüglicher sind sie als
Rinder, durch weiträumige Brachen zu ziehen die gediegene Pflugschar“, wie der Dichter sagt. (Homer Ilias 10, 352f.) Nur einer Heirat und der
Zeugung von Nachwuchs sind sie abträglich, weil die Tiere ohne Samen sind. Wütende Esel oder Maulesel prophezeien Anschläge von seitens
Untergebener, Maulesel auch Krankheit, wie ich häufig festgestellt habe.
Allgemein:
Maulesel (Maultier) wird oft im Sinne von Esel gedeutet; oft symbolisiert er Halsstarrigkeit und Uneinsichtigkeit, teilweise aber auch
Lebensgewandtheit.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er reite auf einem Maulesel, wird er aus freien Stücken auf Reisen gehen, aber nur Ärger und Ungemach
davon haben; denn alle Maulesel, ob männlich oder weiblich, bedeuten jedermann Mißlingen eines jeglichen Vorhabens,
weil sie keine Füllen haben können.
– Dünkt es einen, er reite auf einem Maulesel und komme in ein Haus, das voll von Akten ist, und nehme sie mit,
wird er eine Reise antreten, um Steuern einzutreiben, aber der Kaiser wird durch ihn geschädigt werden
und er selbst keinen Vorteil dabei haben, weil der Maulesel zeugungsunfähig ist.
– Reitet jemand eine mit Gepäck beladene Mauleselin, bezeichnet diese jedermann eine ehrlose, arme Frau;
schaut ein Großer dieses Gesicht, wird er auf eine ehrlose Frau hereinfallen und wegen der Mauleselin in Bedrängnis kommen.
– Verliert jemand einen Maulesel, wird Trübsal über ihn kommen, die sich in Freude verwandeln wird.
– Verkauft jemand einen Maulesel mit Gewinn, wird er von Kummer und Leid erlöst werden.
– Wird einer von einem Maulesel getreten, wird er in arge, zeitlich begrenzte, plötzliche Bedrängnis kommen.
– besteigen: eine überraschende Reise, die du unternehmen mußt;
– beladen sehen: man wird dich durch Geschenke erfreuen;
– sehen oder reiten: du ärgerst dich über das Betragen eines Bekannten.
(europ.) : – Maulesel sehen: Mahnung zu zähem Ausharren in einer Angelegenheit, die man bereits müde oder verdrossen aufgeben möchte;
– (Maultier), sehen: sei auf der Hut gegen boshafte Feinde; Warnung vor Halbheiten;
– (Maultier) führen oder auf ihm reiten: du wirst eine beschwerliche Reise machen;
man gibt sich mit Dingen ab, die nichts Halbes und nichts Ganzes sind;
– Maulesel führen oder darauf reiten: man hat sich auf höchst unsichere Geschäfte eingelassen;
erreicht man sein Ziel ohne weitere Zwischenfälle, winkt als Lohn für die Angst jedoch satter Gewinn;
– von einem getreten werden: es kriselt gerade in der Liebesbeziehung;
– ein totes: steht für gebrochene Heiratsversprechen und gesellschaftlichen Abstieg;
– Träumt eine junge Frau von einem weißen Maultier, wird sie einen reichen Ausländer heiraten – oder einen wohlhabenden Mann,
mit dem sie sich nicht versteht.
– Laufen die Maultiere vor ihr davon, werden sie zwar viele Verehrer und Schönlinge umgeben, aber sie wird keinen Heiratsantrag
erhalten.
– beladen sehen: du wirst bei einer Hochzeit viele Geschenke erhalten.
(ind. ) : – darauf reiten: deine Feinde wollen dich täuschen.
(Siehe auch „Esel“)
Maulkorb
Allgemein:
Maulkorb kann nach alten Traumbüchern ermahnen, sich vor vorlauten Bemerkungen zu hüten oder Klatsch zu vermeiden.
Psychologisch:
Selbst wenn ihn nur Hunde tragen, deutet das auf Minderwertigkeitskomplexe hin, die uns schweigen lassen, wenn wir reden sollen. Wer anderen
Menschen oder auch einem Hund einen Maulkorb verpaßt, möchte im Wachleben einem Schwätzer den Mund stopfen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder tragen: bedeutet, daß man seine Zunge hüten soll, denn ein unüberlegt gesprochenes Wort bringt oft größte Nachteile.
(ind. ) : – lasse dich nicht in ein Geschwätz ein, denn sie bringt dir Schaden.
(Siehe auch „Hund“)
Maulschelle
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Ohrfeige): eine schwere Beleidigung.
Maultier (Siehe „Esel“, „Maulesel“)
Maultrommel
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: die Angelegenheiten werden sich gut entwickeln; gute Nachrichten für eine Wiedervereinigung;
– selbst spielen: man verliebt sich in einen Fremden; auch: werden Nachrichten geschäftlicher Beziehungen
mit einer wichtigen Persönlichkeiten betreffen.
Maulwurf
Medizinrad:
Schlüsselworte: Blind; unterirdisch; schattenhaft; Verbindung mit der Erde; unter die Oberfläche blicken; Verwahrer und Träger des Unbewußten.
Beschreibung: Der Maulwurf ist ein Tier, das unter der Erde lebt und ein sehr schlechtes Sehvermögen hat. In den Vereinigte Staaten existieren
vielleicht ein Dutzend Arten einschließlich jener, die nicht nur ohne Sehvermögen, sondern auch ohne Fell ist. Obwohl der Gärtner sie als Plage
empfindet, so helfen sie ihm doch, indem sie die Insekten fressen, die sonst über die Pflanzen herfallen würden.
Allgemeine Bedeutung: Ein instinktiver Teil von dir, der sich in der Mutter Erde vergraben hat und deine Beziehung zu ihr begreift; ein Verstehen
der wahren Bedeutung von Ökologie und der natürlichen Wege, die dich ein ausgeglicheneres Leben führen lassen.
Assoziation: Doppelagent, im Untergrund leben; jemand, der sich zu tief in seinen seelischen Problemen vergräbt.
Transzendente Bedeutung: Kann dir helfen, das zu sehen, was sonst vor deinen Augen verborgen bleiben würde.
Artemidoros:
Der Maulwurf bedeutet wegen seines traurigen Loses einen blinden Menschen, ferner eine vergebliche Anstrengung, weil das Tier sich vergeblich
abmüht. Wer sich verbergen will, wird sich selbst verraten. Denn der Maulwurf wird eingefangen, weil er sich durch seine eigene Werke verrät.
Allgemein:
Maulwurf zeigt an, daß man sich unverstanden, mißachtet oder ungerecht behandelt fühlt. Wer von ihm oder von den von ihm aufgeworfenen Hügeln
träumt, ist ein wenig ratlos, weil die Zukunft recht dunkel vor ihm liegt. Manch einer der von dem blinden Tier träumt, wühlt ohne Ziel und Zweck
im Vergangenem herum und hegt Trauer um Personen oder verpaßte Gelegenheiten.
Psychologisch:
Ein Hinweistraum: Man sollte sich „tiefen Empfindungen“ gegenüber nicht sperren und sich auch mit verdrängten Triebbedürfnissen und
zurückgehaltenen Aggressionen auseinandersetzen („In der Tiefe schürfen“)

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Volkstümlich:
(arab. ) : – oder dessen Haufen sehen: deutet auf einen geheimen Feind, der dir schaden will;
man wird sich vergeblich anstrengen, in der Ferne liegende Ziele zu erreichen;
– töten: man kommt in Gefahr, Opfer eines verhängnisvollen Irrtums zu werden.
(europ.) : – rät zur Vorsicht, denn die Wohltaten, die man erweist, werden von den Leuten nicht anerkannt;
– sehen: man wird von anderen verkannt oder unterschätzt; Trauer wird einem befallen;
auch: man will in einer Sache aufgeben;
– einen graben sehen: Vorsicht im Beruf! andere untergraben die Stellung; unbekannte Feinde haben;
– fangen: man wird mit allem fertig und erlangt Ruhm und Ehre;
– töten: man wird einen Irrtum begehen oder einem solchen zum Opfer fallen.
(ind. ) : – sehen: du wirst ungerecht beurteilt und/oder schlechte Behandlung erfahren.
(Siehe auch „Tiere“)
Maurer
Allgemein:
Mauerer fordert zu Fleiß und Geduld auf; außerdem kann er als sichere Basis des Lebens verstanden werden.
Psychologisch:
Der Mann der Stein um Stein aufeinandersetzt, bis das Haus fertig ist, umschreibt den Freund (oder auch den Arzt), der dafür sorgt, daß wir seelisch
und körperlich in guter Verfassung sind. Wer sich im Traum als Maurer sieht, ohne es im Wachleben zu sein, möchte sich geduldig etwas aufbauen,
was ihm und seinen nächsten Angehörigen nützt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – stehen sehen: du wirst wenig Lust zur Arbeit zeigen;
– arbeiten sehen: man wird selbst im Leben vorwärtskommen, wenn man fleißig und strebsam ist;
– selbst einer sein: man wird sich eine gute und sorglose Zukunft schaffen, sollte sich aber davor hüten,
seine Fähigkeiten zu überschätzen.
(europ.) : – mahnen zur Ausdauer bei der Arbeit und warnen vor Nichtstun;
– sehen: man muß in einer Sache mehr Geduld haben;
– ein Haus von diesen bauen lassen: Zeichen für Verlust durch Krankheit;
– selbst als solcher Arbeiten verrichten: man baut sich ein dauerhaftes Glück auf.
(ind. ) : – sehen: du sollst deinen Fleiß nicht verringern;
– arbeiten sehen: du wirst für dein Vorhaben viel Geduld haben müssen.
(Siehe auch „Haus“, „Mauer“)
Maus
Assoziation: – sanftmütig; ruhig; kleinere Probleme; innere Gefühle; Schüchternheit.
Fragestellung: – Welche kleinen Sorgen nagen an mir?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Begrenzt; klein; Futter suchend; Unschuld; Vertrauen; Alltagswunder; innere Stärke; Forscherdrang; aufteilend; Innenschau;
westlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Die Maus, die im Medizinrad mit der mittleren Position des westlichen Seelenpfads und der Innenschau assoziiert wird, ist klein und
hält sich in einem relativ kleinen Territorium auf. Sie kann nicht besonders weit sehen, sondern nur das, was sich direkt vor ihren Augen befindet.
Mäuse, die zur großen Ordnung der Nagetiere gehören, kommen überall auf der Welt vor. Die meisten von ihnen werden vom Menschen als Schäd-
linge angesehen. Denn die Maus sucht überall nach Futter und frißt alles, was sie finden kann: Nahrungsmittel, Feldfrüchte, Kleidungsstücke,
Bücher. Aber sie leisten auch dem Netz des Lebens einen Dienst, indem sie Insekten und Unkrautsamen verzehren.
Allgemeine Bedeutung: Das sehen, was sich direkt vor deinen Augen befindet; die Wahrheit auf eine einfachere Weise erkennen; in dein Inneres
blicken.
Assoziation: Mäuse – Geld; graue Maus – schüchtern und äußerlich wenig vorteilhaft; Mausi – Kosename für eine Frau.
Transzendente Bedeutung: Die Maus ist ein Lehrer, der dir sowohl deine Stärken als auch deine Schwächen zeigen kann, und dich lehrt, das
Nahehegende zu erkennen, bevor du dich um das weiter Entfernte kümmerst.
Artemidoros:
Eine Maus bedeutet einen Haussklaven; sie wohnt ja mit uns unter dem selben Dach, nährt sich von dem selben Vorräten und ist furchtsam. Von
guter Vorbedeutung ist es, viele Mäuse daheim zu sehen, und zwar munter tanzend; sie zeigen große Lebensfreude und Zuwachs an Haussklaven an.
Nimmt man etwas Ungewöhnliches bei den Mäusen wahr, so halte man sich dabei vor Augen, daß das, was im Wachzustand geschieht, sich in keiner
Weise vom Traumgeschehen unterscheidet; denn beiden kommt dieselbe Voraussage zu, eine Tatsache, die mir durch die Erfahrung bestätigt wurde.
Allgemein:
Der kleine, graue Nager gilt als Symbolgestalt der „Macht des Unscheinbaren“ und der typischen Eigenschaften, die man den Mäusen allgemein
nachsagt: Neugier, List, Geschicklichkeit und große Fruchtbarkeit. Sie ist auch naschhaft und „durch Leckerbissen bestechlich“. Maus hat oft
sexuelle Bedeutung oder kann auf Ängste hinweisen, die aus dem Unbewußten stammen. Außerdem kann sie auf Vorgänge aufmerksam machen, die
man nicht unterbewerten darf. Die pfeifende Maus warnt vor Verlusten und finanziellen Risiken. Fängt man das Tier, kündigt das an, daß man Ärger
bald überwinden wird. In der traditionellen Deutung galten besonders schwarze Mäuse als Todesomen. (Weil man Ratten und Mäusen nachgesagt
hat, sie brächten „den Tod ins Haus“ – auch in bezug auf die Pestepidemien zu verstehen.)
Psychologisch:
Außer dem unter „Nagetier“ Gesagten kann das „Mäuschen“ in Träumen vor allem junger Männer als Sinnbild des weiblichen Geschlechtsorgan
gewertet werden. Rote Mäuse bezeichnen dabei abartige sexuelle Wünsche. Die Maus steht auch für die Schwäche eines Menschen, seine Nase
überall neugierig hineinzustecken. Eine ungünstige Bedeutung haben Mäuse, wenn sie in Massen im Traum auftreten; sie zeigen an, daß etwas an uns
nagt oder uns Sorgen macht. Angst und Ekel machen sich dann in der Traumstimmung breit.
Spirituell:
Sie ist Sinnbild der starken Vermehrung und der Gefräßigkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – von lästigen Feinden umgeben sein; Verdrießlichkeiten und Not;
– in einer Falle fangen: man soll sich vor Betrug von Anderen in acht nehmen;
– weglaufend: ein wichtiges Vorhaben wird nicht gelingen;
– töten: man wird aus dem Unglück anderer seine eigenen Vorteile ziehen;
– weiße: ein schlechtes Vorzeichen, da sie auf ein Problem schließen läßt, das einem noch lange beschäftigen wird.

942
(europ.) : – sexuell und erotisch zu verstehen; oft Warntraum vor übermäßigem Verzehr und Abbau der Lebenskräfte;
– in der Freiheit: Zank und Streit; Verdruß und Ärger; auch: sagen häusliche Schwierigkeiten und unehrliches
Verhalten von Freunden voraus; geschäftliche Vorhaben laufen nicht erwartungsgemäß;
– pfeifen hören: Warnung vor einer Gefahr;
– einem entwischen: es stehen zweifelhafte Auseinandersetzungen bevor;
– fangen: man wird Glück im Unglück haben;
– in der Falle: erfolgreiche Geschäfte; man wird eine ärgerliche Angelegenheit erledigen;
– weiße Mäuse sehen: man macht sich unnötige Gedanken über etwas;
– umbringen: man wird seine Feinde bezwingen;
– Träumt eine Frau von einer Maus, droht ihr ein raffinierter, verräterischer Feind.
– Erblickt eine Frau eine Maus in ihren Kleidern, könnte sie in einen bösen Skandal verwickelt werden.
(ind. ) : – weiße: dein Ehestand wird gut sein, und dein Wohlstand sich durch die Zusammenarbeit vermehren; gute Heirat;
– pfeifen hören: achte auf dein Eigentum, man will dich bestehlen;
– fangen: deine Pläne sind gut;
– in der Falle: Triumph über deine Feinde;
– viele sehen: Hungersnot, schwere Zeiten;
– sehen: Verlust und Streit in der Familie.
(Siehe auch „Nagetier“, „Ratte“, „Tiere“)
Mausefalle
Allgemein:
Mausefalle warnt vor einer Hinterlist anderer.
Psychologisch:
Sitzt eine Maus darin gefangen, so sind wir das selbst, was vielleicht beweist, daß wir von einer Bindung, die wir eigentlich schon längst beenden
wollten, einfach nicht loskommen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – geöffnet: sei vorsichtig, man lauert dir auf;
– geschlossene: man wird dich schwerlich fangen.
(europ.) : – verkündet Feindschaft und Verleumdung; man will dir eine Falle stellen;
– viele in der Falle sitzen sehen: man könnte in die Hand von Feinden geraten;
– selbst aufstellen: man kann seine Gegner mit einem raffinierten Plan ausschalten.
(ind. ) : – man will dich überlisten.
Mauserung
(von Tieren)
Volkstümlich:
(europ.) : – man ist gut beraten, zweifelhafte Verbindungen zu lösen, um neue einzugehen; eine kleine Einladung gibt einem Gelegenheit,
wertvolle Freundschaften zu schließen;
– Vögel in der Mauser sehen: weisen auf unmenschliche Behandlung von aus der Gesellschaft Ausgestoßenen hin.
Mausoleum
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Krankheit, Tod, oder Probleme eines Freundes;
– sich in einem befinden: es drohen einem schwere Krankheiten.
Maut
(Zoll)
Volkstümlich:
(europ.) : – einnehmen: es werden sich Hoffnungen erfüllen;
– eine Mautstelle sehen: man wird kleinen Mißgeschicken ausgesetzt sein.
Mechaniker
Assoziation: – Reparatur; Wiedergutmachung; Arbeit an dem, was Schaden gelitten hat.
Fragestellung: – Welchen Schaden bin ich Wiedergutzumachen bereit?
Allgemein:
Mechaniker hat ähnliche Bedeutung wie Maschine.
Volkstümlich:
(europ.) : – symbolisiert einen Wohnsitzwechsel und ein aktiveres Geschäft; gewöhnlich sind höhere Löhne
zu erwarten, nachdem man Mechaniker bei der Arbeit an Maschinen gesehen hat.
(Siehe auch „Maschine“)
Medaille
Psychologisch:
Ein Auszeichnungs- und Zugehörigkeitssymbol – wenn man davon träumt, wünscht man sich entsprechende Erlebnisse und Situationen, man fühlt
sich übergangen und unterschätzt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder erhalten: eine Auszeichnung wird dir zuteil werden.
(europ.) : – Sinnbild der Treue.
(ind. ) : – hohe Ehren.

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Medaillon
Allgemein:
Medaillon steht für eine treue zwischenmenschliche Beziehung; verliert man es, wird man einen lieben Menschen verlieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst treu geliebt.
(europ.) : – sehen oder erhalten: ein treuer Mensch wird um einen sein.
– hergeben oder verlieren: bedeutet den Verlust eines treuen Menschen;
– Träumt eine junge Frau, daß ihr Liebhaber ihr ein Medaillon um den Hals legt, stehen ihr
viele schöne Angebote offen; sie wird bald heiraten und reizende Kinder bekommen;
– Verliert eine Frau diesen Schmuck, wird sie mit einem Trauerfall konfrontiert.
– Zerbricht eine Frau ihr Medaillon, hat sie einen unbeständigen, labilen Ehemann, dem Konstanz
im Beruf und Beziehung ein Greuel ist.
– Weist sie den Schmuck zurück, warten Enttäuschungen auf einem. Die geliebte Frau macht
einem Kummer und benimmt sich einem gegenüber alles andere als nett.
Medikarion
(Pflanze)
Volkstümlich:
(perser) : – Das Medikarion bedeutet Überfluß und höheres Ansehen und weist auf verschiedene Personen;
denn einmal gesät, wird es sieben Jahre geerntet.
– Träumt einer, er bestelle sein Feld mit diesem Kraut, wird er von seiner Hände Arbeit zu Wohlstand kommen;
trägt sein Feld reiche Ernte davon, wird er großen Reichtum und rechten Glauben finden.
– Schließt er Samen der Pflanze in Speichern ein, wird der Reichtum weniger Arbeit kosten und ansehnlicher sein.
– Drischt er das Medikarion aus, um Samen zu bekommen, wird er entsprechend dessen Menge geprägtes Gold
und ein ansehnliches Vermögen erlangen.
– Hatte die Aussaat keinen Erfolg, werden seine Erwartungen zuschanden, und er wird in drückender Armut leben.
– Ißt er selbst von der Pflanze, wird er entsprechend der verzehrten Menge Not leiden.
(Siehe auch „Kräuter“)
Meditation
Allgemein:
Was die Meditation im Traum bedeutet, hängt davon ab, ob der Träumende auch im Wachzustand meditiert. Bei einem Menschen, der Meditation
praktiziert, kann die Meditation im Traum Anregung für Übungen liefern, die den Träumenden mit seiner Intuition und Spiritualität in Kontakt
bringen. Bei einem Menschen, der Meditation nicht praktiziert, kann die Meditation auf ein Bedürfnis verweisen, sich nach innen zu wenden.
Psychologisch:
Häufig erkennt der Mensch auf einer unbewußten Ebene, daß er sein Bewußtsein oder seine Einstellung verändern möchte. Wenn der Träumende in
seinem Traum meditiert, kann dieses Bedürfnis für ihn faßbar werden. Der Träumende erlangt auf diesem Wege Zugang zu seiner, kreativen,
spirituellen Seite.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist die Meditation im Traum ein Hinweis darauf, daß spirituelles Vorankommen nur mit einem gewissen Maß an Disziplin möglich
ist.
Medium
Assoziation: – Arbeit an der Intuition; erweitertes Bewußtsein.
Fragestellung: – Auf welche Weise strebe ich nach grenzenlosem Bewußtsein?
Allgemein:
Wenn im Traum ein Medium eine wichtige Rolle spielt, bedeutet dies häufig, daß der Träumende den Kontakt zu seinem Unbewußten oder mit dem
Tod sucht. Unter Umständen bemüht er sich auch, seine Intuition auf einer neuen Ebene zu aktivieren und sie anders zu nutzen als bisher.
Psychologisch:
Wenn sich der Träumende in seinem Traum als Medium sieht, erinnert ihn dies daran, daß er an eine größere Macht angeschlossen ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann ein Medium im Traum den Wunsch nach Kontakt mit den Toten darstellen. Dies müssen nicht unbedingt verstorbene
Personen sein. Es kann sich auch um Elemente aus dem Leben des Träumenden handeln, die „tot“ sind und die er wiederbeleben möchte.
Medizin / Medikament
Assoziation: – Heilung; Gegengift.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, gesund und ganz zu sein?
Allgemein:
Die Einnahme von Medikamenten im Traum zeigt, daß der Träumende um sein Bedürfnis nach Heilung weiß. Ein Medikament im Traum, egal, in
welcher Form, macht entweder auf ein Gesundheitsproblem aufmerksam oder auf eine Situation, die vom Negativen ins Positive gewendet werden
kann. Das Heilmittel kann auch für eine wichtige Erfahrung stehen welcher der Träumende sich aussetzen soll, weil sie auf seine persönliche
Entwicklung wie ein Katalysator wirkt.
Psychologisch:
Das Medikament im Traum kann eine Erfahrung symbolisieren, die im ersten Augenblick unangenehm ist, aber auf längere Sicht Früchte trägt. Die
bittere Medizin, die uns im Traum verabreicht wird, kann uns daran erinnern, daß man manches im Leben schlucken muß. Das läßt uns reifer werden
und schenkt Erfahrungen, die uns den Weg weisen, wie wir alles besser machen können. Wohlschmeckende Medizin geht zwar gut hinunter, gilt aber
im allgemeinen nicht als hilfreich; sie deutet deshalb meistens für das Wachleben an, daß man zu wenig wagt, um weiterzukommen. Darüber hinaus
kann es den Träumenden jedoch auch an seine ihm angeborene Selbstheilungskräfte erinnern.
Spirituell:
Auf dieser Ebene stellen Medikamente im Traum das spirituelle Bedürfnis nach heilendem Einfluß im Leben des Träumenden dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einnehmen: hüte dich vor Ausschweifungen; sie könnten für dich verderblich werden;
– für Kranke – einnehmen: man wird bald von seinen Leiden befreit sein.
– einem anderen geben: man wird einem Menschen, der einem vollkommen vertraut, mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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(europ.) : – eine wohlschmeckende einnehmen: man erhofft sich ein Gewinn, wird aber einen Verlust erleiden;
– bittere einnehmen: du wirst deine Feinde beherrschen und mit ihnen fertig werden;
man sollte sich wieder auf „ohne Fleiß kein Preis“ besinnen;
– jemandem eine wohlschmeckende geben: man wird jemandem erbetenen Rat oder Hilfe gewähren;
– jemandem eine bittere geben: man wird mit einem Widersacher nicht fertig werden.
(ind. ) : – einnehmen: Streitigkeiten in der Familie.
(Siehe auch „Arznei“, „Arzt“, „Krankenhaus“)
Medizinbeutel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Medizingaben; Macht; Verbindung; Integration.
Beschreibung: Ein Medizinbeutel war ein Behältnis, normalerweise aus Leder gefertigt, in dem eine Person ihre Objekte der Macht aufbewahrte.
Allgemeine Bedeutung: Ein Sammeln deiner Kräfte; die Fähigkeit, die Kräfte, die du hast, zur Anwendung zu bringen; eine Zeit der Verbindung und
Integration.
Assoziation: Medizin – wie bei einem allopathischen Rezept; Beutel – ein Gefäß.
Transzendente Bedeutung: Die Fähigkeit, die Kräfte zu nutze die das Leben dir geschenkt hat.
(Siehe auch „Beutel“)
Mediziner
Volkstümlich:
(europ.) : – Träumt eine junge Frau von einem Mediziner, ruiniert sie durch ausschweifenden Lebenswandel ihre Schönheit. Ist sie krank,
kommen Krankheit und Sorgen auf sie zu, die sie schnell überwindet, es sei denn, der Arzt scheint sehr besorgt zu sein; dann
wird ihr Leiden sich verschlimmern und in Qualen enden.
(Siehe auch „Arzt“)
Medizinrad
Schlüsselworte: Heiligkeit; Verbindung; Kreis; Rad; alle dein Verwandten; Lebensweg; Harmonie; Verstehen.
Beschreibung: Das Medizinrad ist ein dem normalen Sprachgebrauch angepaßter Begriff für heiliges Rad oder das Netz des Lebens. In anderen
erdverbundenen Kulturen heißt das, was wir Medizinrad nennen, Kreis der Kraft, Mandala, heiliger Kreis und Weisheitsrad. Im Inneren des heiligen
Kreises sind sämtliche Aspekte der Schöpfung enthalten. Alle Lebewesen sind innerhalb des Medizinrads in Bewegung, beginnen auf der Position
ihrer Geburt und enden auf der Position ihres Dahinscheidens. Damit ein Mensch sein Schicksal erfüllen kann, sollte er durch das Medizinrad reisen,
daß er alle unterschiedlichen Positionen so oft durchlaufen kann, wie es für seinen Lebensweg gemessen ist. Nicht jeder Aspekt deines Seins ist zur
gleich Zeit an derselben Position, was Rechenschaft darüber ablegt, daß du dich von vielen unterschiedlichen Tieren, Pflanzen oder Mineralien
gleichzeitig angezogen fühlen kannst.
Allgemeine Bedeutung: Das heilige Rad des Lebens, der heilige Kreis, das Netz des Lebens; deine Verbindung mit all deinen Verwandten aus allen
Schöpfungsreichen.
Assoziation: Medizin – im allopathischen Sinne; das Rad eines Wagens.
Transzendente Bedeutung: Information über den Platz, an dem du im Medizinrad im Verhältnis zu deinem spirituellen Weg stehst. Wenn du vom
Medizinrad träumst, dann versuche festzustellen, wo du dich in ihm befindest und was du dort tust. Achte auch auf mögliche andere Wesen, die bei
dir im Medizinrad sind. Diese Informationen werden es dir ermöglichen, deinen Platz im Medizinrad genauer zu lokalisieren.
Meer
Artemidoros:
Es träumte jemand, er stürze ins Meer, werde in die Tiefe gerissen und habe das Empfinden, lange Zeit so dahinzutreiben; schließlich erwachte er vor
Angst aus dem Schlaf. Er heiratete eine Hetäre, zog mit ihr fort und verbrachte die längste Zeit seines Lebens im Ausland. Es ist unnötig, die Gründe
dafür darzulegen.
Allgemein:
Meer symbolisiert das kollektive Unbewußte, die Gesamtheit von Gedanken, Gefühlen und Hoffnungen oder Weiblichkeit; außerdem steht es noch
für die Art und Weise, wie man seinen Lebensweg geht. Steht im Traum das Meer selbst im Vordergrund, dann sollte die Partnerin des Träumers die
Zügel etwas lockerer lassen. Die Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit, mag sie auch noch so wenig bewußt sein, wird sich bei dem Mann,
der vom Meer träumt, in nächster Zeit bemerkbar machen: entweder in Form eines Ausbruchs oder aber in Form von Unausgeglichenheit und
Streitsucht. Je nach Begleitumständen sind noch folgende einzelne Deutungen möglich:
– Ruhiges Meer kündigt eine angenehme, friedliche Zukunft an.
– Aufgewühltes, stürmisches Meer weist auf Auseinandersetzungen und Schwierigkeiten hin.
– Ins Meer fallen warnt vor einem schweren Schicksalsschlag.
– Im Meer untergehen fordert auf, sich auf sich selbst zu besinnen, damit man glücklicher wird.
– Aus dem Meer auftauchen zeigt Erweiterung des Bewußtseins und einen Neubeginn im Leben an.
Psychologisch:
Das Meer ist ein Bild für alles Unbekannte und Unergründliche, für den Ursprung nicht des einzelnen Individuums, sondern allen Lebens. In seinem
ewigen Auf und Ab ist es ein archetypisches Symbol des blutvollen Lebens mit all seinen Höhen und Tiefen, aber auch Sinnbild des kollektiven
Unbewußten, dementsprechend ist sein Ufer (siehe dort) der Grenzbereich zwischen jenem und dem persönlichen Unbewußten. Geschieht die
Traumhandlung nicht auf dem Meer, sondern an seinen Ufern, so ist dies ein Zeichen dafür, daß die Problematik des Träumenden zwischen seinem
persönlichen und dem Kollektiven Unbewußten liegt. Es verbindet Kontinente und Länder. Das Meer im Traum kann sowohl den Aufbruch in
seelisches Neuland wie auch Gefahren andeuten, die bei einer Meeresüberquerung auftreten können. Eine Reise auf dem Meer und seinen haushohen
Wellen ist der Aufbruch zu neuen Ufern, zum Finden eines neuen Lebensabschnittes, was auch die Wandlung der eigenen Persönlichkeit bedeuten
kann. Das Ziel der oft gefahrvollen Reise kann nur aus anderen Symbolen des Traumbildes gedeutet werden. Auf jeden Fall steht etwas Neues bevor,
von dem selbst unser Unbewußtes noch nicht so recht weiß, wie es endgültig ausgehen wird, doch signalisiert es uns schon, daß von nun an unsere
ganze Persönlichkeit verlangt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Das Meer mit seiner Tiefe bedeutet den Hauptkaiser.
– Wie alle Flüsse ins Meer münden, so fließt auch aller Reichtum der Welt dem Kaiser zu.
Träumt diesem, es flössen neue, unbekannte Flüsse ins Meer, wird er von fernen Völkern Reichtümer und Freude erlangen.
Schaut er, wie die bekannten Flüsse nicht mehr ihr Wasser ins Meer ergießen, werden seine Einkünfte zurückgehen,
er selbst aber nicht an Macht verlieren; denn auch das Meer erfährt keine Minderung.

945
– Trinkt einer Meerwasser, wird er vom Kaiser Reichtum erlangen, so viel oder so wenig, wie er Meerwasser getrunken.
– Träumt einer, er sei Herr über das Meer geworden, wird er dem Kaiser auf dem Thron folgen und herrschen.
– Schöpft jemand Wasser aus dem Meer und bringt es in Gefäßen in sein Haus, wird er vom Kaiser mit kaiserlichen Gütern
überhäuft werden, sofern er viele Gefäße mit Meerwasser füllte.
– Angelt einer mit Ködern Fische im Meer, wird er reiche Mittel vom Kaiser bekommen, sofern er viele Fische gefangen hat;
fängt er sie mit Netzen, wird er dem Kaiser aufrichtig ergeben sein und sichtbar reichen Unterhalt von ihm beziehen
entsprechend dem Fang, den er machte.
– Geht einer am Meeresufer spazieren, die Füße im Wasser, wird er sich dem Kaiser nahen und, der angenehmen Kühlung gleich,
Freude erleben; ist er am Meeresufer in den Schmutz gefallen, wird er beim Kaiser so tief in Ungnade fallen, wie er in den
Schmutz gesunken ist.
– Sieht einer das Meer in der Ferne in ruhiger Bewegung, wird die Freude, die er vom Kaiser erfährt, geringer sein.
– Geht einer ins Meer bis zur Hüfte und wäscht sich, wird er ein ergebener Gefolgsmann des Kaisers werden und entsprechend
dem Bad seine Gunst erfahren; schlägt aber das Wasser über ihm zusammen, drohen ihm große Sorgen, Bedrückung und
Zwang von seitens des Kaisers;
schwimmt er nur, wird er von ihm bedrängt und unterdrückt werden, und es wird ihm entsprechend der Nähe oder Ferne vom Land
ergehen: ist er nahe dem Land, werden die Plagen geringfügiger, ist er weit entfernt, heftiger sein.
– Träumt es einem, er ertrinke im Meer, wird er vom Kaiser am Leben gestraft werden.
– Schaut jemand das Meer aus der Nähe in ruhiger Bewegung, wird er jeden Kummer abwerfen und Freude empfinden.
– Träumt der Kaiser, wie das Meer von einem bekannten Wind mächtig hochgeht, wird er von dem Volk, das in der Windrichtung
wohnt, in Schrecken versetzt werden; wirft das Meer nach solchem Tosen Haifische und anderes Meeresgetier heraus,
werden Mächtige des Reiches dem Zorn des Kaisers zum Opfer fallen;
schaut er das Meer in ruhiger Bewegung, wird er sich seiner Macht und Würde erfreuen,
ist das Meer in Aufruhr, außer sich geraten.
– Auch wenn ein anderer dieses Gesicht schaut, wird es für den Kaiser in Erfüllung gehen.
– Im Traum auf den Wogen des Meeres zu wandeln, verheißt Mut, Macht und ein enges Verhältnis zum Kaiser;
dünkt es einen, er werde rücklings auf den Wogen dahingetragen, wohin er wolle, wird der Traum noch glücklicher ausgehen
als der vorige; freilich schauen nicht alle dieses Gesicht, sondern nur die führenden Männer und diejenigen, die dem Herrscher
besonders eng verbunden sein werden.
– Träumt der Kaiser, er fange Fische, ziehe sie aus der Tiefe herauf, gebe sie andern oder lege sie irgendwo nieder, wird er seine
Untertanen reich beschenken oder Schätze sammeln.
– davor stehen: eine größere Reise antreten;
– wild stürmendes: unruhige Zeiten stehen dir bevor; stürmisches Leben;
– ruhiges: es wird alles nach deinem Wunsch gehen; friedliches Leben;
– darauf fahren: du wagst gefährliche Dinge und unternimmst mehr, als du zu leisten imstande bist;
– hineinfallen: du wirst Schaden erleiden;
– darin untergehen: schwere Sorgen und bösen Zufällen unterworfen werden an denen du selbst Schuld hast.
(europ.) : – Anzeichen dafür, daß Neues im Anzug ist; ein Vorbote für unerfüllte Erwartungen; materielle Freuden
genießen können, jedoch ein inneres Verlangen nach Vergnügen haben, die das Fleisch nicht stillen kann;
– das einsame Seufzen des Meeres hören: das Schicksal hält für einem ein mühseliges und unfruchtbares Leben
ohne Liebe und Freundschaft bereit;
– ruhiges, stilles bei klarem Himmel: verkündet ein glückliches Heim; man geht einer schönen, sonnigen Zeit entgegen;
– stürmisches: deutet auf schweren Kampf mit Not und Sorgen; stellt eine gefahrvolle Zukunft in Aussicht;
– hineinfallen: bringt Unglück und unendlichen Schaden; ein schwerer Schicksalsschlag ist zu erwarten;
– darin untergehen und ertrinken: befreit von den drückenden Sorgen;
– daraus auftauchen: ein neuer Lebensanfang steht in Einklang mit den Tiefen der Seele;
– darin baden: verheißt Wohlergehen und langes Leben; man wird Gelegenheit haben, die Alltagssorgen für
kurze Zeit hinter sich zu lassen;
– Träumt eine junge Frau, mit Ihrem Liebhaber über das Meer zu gleiten, werden sich ihre mädchenhaften
Hoffnungen erfüllen, und das Glück hält an der Tür zur Erfüllung beständiger Hochzeitswünsche Wache.
(ind. ) : – mit Wellen: du hast Glück in deinen Geschäften;
– ruhiges: du wirst eine Verlobung eingehen;
– stürmisches: achte auf deine Umgebung;
– darauf fahren: begib dich nicht unnötig in Gefahr.
– sonst wie (arab.)
(Siehe auch „Fluß“, „Kapitän“, „Matrose“, „Ozean“, „Schiff“, „Wasser“ und ähnliches)
Meerbusen
Volkstümlich:
(ind. ) : – du kannst zufrieden sein, denn deine Wünsche werden erfüllt.
Meerenge
Volkstümlich:
(europ.) : – Gefahr in der Nähe.
Meeresschildkröte
Medizinrad:
Schlüsselworte: Erde; Unterhalt; Stabilität; Fundament; Beständigkeit; Härte; dickköpfig; langsam; der Erde nahe; Zähigkeit; Langlebigkeit; Erdclan.
Beschreibung: Die Meeresschildkröte ist im inneren Kreis des Medizinrads mit dem Element Erde verbunden. Im Medizinrad sind die im Mond der
Erderneuerung (22. Dezember bis 19. Januar), im Mond der wiederkehrenden Frösche (20. April bis 20. Mai) und im Mond der Ernte (23. August bis
22. September) Geborenen alle Zugehörige des Schildkrötenclans. Die Meeresschildkröte wird mit der Erde verbunden, weil es heißt, daß sie ihren
Rücken als Fundament für Nordamerika zur Verfügung gestellt hat, das die Ureinwohner übersetzt als »Turtle Island«, als Meeresschildkröteninsel,
bezeichneten. Menschen, die mit dem Schildkrötenclan assoziiert werden, sind stabil in ihren Ansichten, Idealen und Vorstellungen. Sie sind
zuverlässig und treu, neigen jedoch manchmal zu übertriebener Verbissenheit oder Dickköpfigkeit. Der Schildkrötenclan wird mit dem physischen
Aspekt des Seins in Verbindung gebracht.

946
Allgemeine Bedeutung: Das Fundament deines Lebens oder deiner Philosophien oder Vorstellungen sehend; wahrnehmend, in welcher Beziehung du
dich verwurzelt fühlst; deine Verbindung mit dem Planeten und dem Element Erde erfahrend; deine Verpflichtungen, Meinungen und Ideale
überprüfend; kann ein Hinweis darauf sein, daß du mehr Zeit mit der Erde verbringen solltest.
Assoziation: Uraltes, gepanzertes Lebewesen.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe von Erdenergie; tieferes Verstehen deiner Verbindung mit der Erde.
Wolfsclanlehre: Arbeit; Clantier des Monats Oktober.
(Siehe auch „Schildkröte“)
Meerestiere
Artemidoros:
Ein Meerestier in seinem Element zu sehen, ausgenommen einen Delphin, ist niemand günstig; letzterer jedoch bringt Glück, wenn man ihn im Meer
sieht, und bedeutet, es werde aus der Richtung, in die er schwimmt, ein günstiger Wind wehen. Außerhalb des Meeres und seines Elementes
geschaut, ist jedes Meerestier glückverheißend; denn es vermag keinen Schaden mehr anzurichten, wo es zappelnd und elend verendend sich selbst
nicht retten kann. Deswegen besagt es, daß die Macht der Feinde gebrochen ist und sie als Bösewichter übel zugrunde gehen werden. Ein
gestrandeter Delphin prophezeit Unheil; man wird den Tod einer heißgeliebten Person mit ansehen müssen.
(Siehe auch „Delphin“, „Fisch“, „Meer“)
Meerfische
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird von trüben Ahnungen geplagt.
Meerjungfrau / Nixe
Volkstümlich:
(europ.) : – ein unglücklicher Traum für alle diejenigen, in deren Leben das Meer eine wichtige Rolle spielt.
Meerkatze
Allgemein:
Meerkatze wird ähnlich wie Affe, manchmal auch als Warnung vor Betrug und List gedeutet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder von ihr bedroht werden: hinterlistigen Menschen preisgegeben sein.
(europ.) : – sehen: bedeutet Lug und Trug.
(ind. ) : – sehen: man wird sich über dich und dein Tun bei der Obrigkeit beschweren wollen.
(Siehe auch „Affe“)
Meerrettich
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf boshafte Sticheleien;
– essen: du bedarfst einer gründlichen Erholung, wenn du nicht krank werden willst.
(europ.) : – bedeutet angenehme Verbindungen mit intellektuellen und gleichgesinnten Menschen; Glück;
– essen: man wird auf angenehme Weise geneckt werden;
– Einer Frau verheißt er gesellschaftlichen Aufstieg.
Meerschaum
Volkstümlich:
(europ.) : – Träumt eine Frau von Meerschaum, dann wird sie durch wahl- und hemmungsloses Vergnügen vom Pfad der Tugend abkommen.
Trägt sie einen Brautschleier aus Meerschaum, wird sie sich in materielle Freuden stürzen, wobei ihr wahre Kultiviertheit und innere
Bescheidenheit fremd sind.
Meerschaumpfeife
(Meerschaum = für Tabakspfeifen und Zigarettenspitzen verwendetes in Kleinasien
vorkommendes, weißes oder graues Mineral, chemisch wasserhaltiges Magnesiumsilikat.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben oder daraus rauchen: sich mit betrügerischen Dingen abgeben.
(europ.) : – man soll windigen Leuten kein Gehör schenken.
(ind. ) : – du wirst ein Geschenk erhalten.
Meerschweinchen
Assoziation: – Fruchtbarkeit; Verantwortlichkeit.
Fragestellung: – Worum lerne ich, mich zu kümmern?
Allgemein:
Meerschweinchen kann nach alten Traumbüchern ein freudiges Ereignis ankündigen.
Psychologisch:
Wer davon träumt, möchte nicht „wie ein Kind behandelt“, verniedlicht, abgewertet und „nicht für voll genommen“ werden. Ein häufiges
Traumsymbol, wenn man in einer Familie (oder Gruppe) „die Kleinste“ oder der Jüngste ist und deshalb oft nicht ganz ernst genommen wird. Oder
wenn man es haßt, mit unerwünschten Streicheleinheiten belästigt zu werden – von älteren Verwandten oder Vorgesetzten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein fröhliches Leben führen.
(europ.) : – verheißen vergnügte Tage und glückliche Unternehmungen.
(ind. ) : – du wirst fröhliche Tage erleben.
Meervögel
Volkstümlich:
(arab. ) : – fliegen oder schwimmen sehen: für Seeleute von schlechter Vorbedeutung.
(ind. ) : – du wirst das Vertrauen deiner Umgebung verlieren.

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Meerwunder
Volkstümlich:
(arab. ) : – (etwa die sogenannte Seeschlange oder sonstige abenteuerlich oder riesenhaft
geformte Tiere des Meeres): du wirst an Liebe und Vertrauen einbüßen.
(europ.) : – ein schönes sehen: man wird ein Erlebnis von seltenem Reiz haben;
– ein grausiges sehen: man wird in schwere Bedrängnis geraten.
Meerzwiebel
Artemidoros:
Die Meerzwiebel kündigt Bauern Unfruchtbarkeit an, weil sie nichts Eßbares enthält. Schäfern dagegen bringt sie Segen, weil sie ihrer Natur nach
ein Wolfsgift ist. (Meerzwiebeln wurden außerdem zur Abwehr jeglichen Übels an der Tür aufgehängt oder unter der Türschwelle vergraben.) Heil
verheißt sie allen, die in Sorgen und Schmerzen leben; denn man schreibt ihr eine reinigende Kraft zu. Dagegen beschwört sie, wie die Erfahrung
lehrt, Leuten, die in guten Verhältnissen leben, Ängste und Sorgen herauf; denn Menschen, die vom Unheil unberührt sind, bedürfen keiner
Reinigung.
Mehl
Allgemein:
Mehl wird im Sinne von Brot, Getreide oder Korn verstanden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: mit finanziellen Vorteilen rechnen können;
– in Säcken sehen: Geselligkeit im Kreis guter Freunde erleben können;
– vor Augen haben: durch häusliche Sorgen niedergedrückt werden;
– durch ein Sieb schlagen: eine Arbeit mit großer Sorgfalt ausführen;
jede Entscheidung sollte sorgfältig geprüft werden; ist man sparsam und handelt wohlbedacht,
wird dies nur zum Vorteil sein;
– mit Wasser zu Teig machen: sich Nahrung durch seine Tätigkeit verschaffen.
(europ.) : – ein bescheidenes aber glückliches Leben steht einem bevor;
– oder Mehlsäcke: zeigen große Festlichkeiten an und versprechen die schönsten Leckerbissen;
verheißt genußreiche Stunden und frohe Feste;
– viel sehen: man wird finanziell eine erhebliche Aufbesserung erzielen;
– mahlen: man macht einem anderen bewußt oder unbewußt eine Freude;
– andere mahlen sehen: es wird eine freudige Überraschung geben;
– auf dem Kleid haben: man wird unter übler Nachrede oder einer Verleumdung durch andere leiden;
– weißes: die Ernährung wird gut sein;
– schwarzes: bedeutet Wohlbefinden;
– kaufen oder damit handeln: man läßt sich auf gefährliche Spekulationen ein;
– Mehlwürmer: man wird Ersparnisse machen;
– Junge Frauen, die von Mehl träumen, werden eine harmonische Ehe führen. Annehmlichkeiten versüßen ihnen das Leben.
(ind. ) : – sehen: Reichtum steht in Aussicht;
– vieles haben: Wohlstand;
– mahlen sehen: Glück und Reichtum;
– verschütten: du wirst übermütig;
– kneten: du bist ein guter Hausvater (gute Hausmutter);
– brennen: du wirst Besuch erhalten.
(Siehe auch „Brot“, „Getreide“, „Korn“)
Mehlkloß
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: du wirst Magenbeschwerden bekommen.
Meilenstein
Psychologisch:
Sinnbild für den Beginn eines Abschnitts auf unserem Lebensweg. Andere Symbole können Hinweise darauf geben, wie es weitergehen wird.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst das Ziel erreichen.
(europ.) : – sehen oder passieren: im Beruf oder in der Liebe von Zweifeln geplagt werden; borgen Sie nichts und hören sie nicht auf Gerüchte;
– ein umgekippter: die Angelegenheiten werden durcheinandergebracht.
(Siehe auch „Kilometerstein“, „Straße“)
Meierei
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet Reichtum.
Meineid
Allgemein:
Leistet man im Traum einen falschen Eid, muß man sich hüten, nicht selbst in einen Zwiespalt der Gefühle und Gedanken zu gelangen. Vielleicht
wird einem von einem anderen Menschen eine Meinung aufgedrängt, die den eigenen Wünschen nicht entspricht.
Psychologisch:
Der Träumer, der einen Meineid leistet, will wohl im Wachleben verhindern, daß ihm jemand in die Karten schaut. Wird der Meineid von einem
anderen geleistet, kann das nur bedeuten, daß man den Träumenden im bewußten Dasein hinters Licht führen will.
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst leisten: durch eigene Schuld wird großes Unglück geschehen;
– durch andere leisten sehen: man wird durch die Schuld anderer ins Unglück geraten.
(ind. ) : – leisten: du wirst in ein großes Unglück geraten.

948
Meißel
Allgemein:
Die Bedeutung eines Meißels im Traum hängt davon ab, ob der Träumende im alltäglichen Leben Handwerker ist. In diesem Fall stellt der Meißel im
Traum den Stolz des Träumenden auf seine Leistung und sein Fachwissen dar. Wenn der Träumende kein Handwerk ausübt, kann der Meißel im
Traum eine Aufforderung dazu sein, in einer bestimmten Situation nicht vorsichtig und zögerlich zu reagieren, sondern kraftvoll zur Tat zu schreiten.
Psychologisch:
Der Drang nach Veränderung mag den Träumenden zu der Einsicht führen, daß er in einem Vorhaben, welches ihm am Herzen liegt, alte Barrieren
durchbrechen muß.
Spirituell:
In der sakralen Architektur symbolisiert der Meißel das aktive männliche Prinzip.
Meister
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: Liebenden Vereinigung, anderen Ärger.
(europ.) : – einem unterstellt sein: ist ein Zeichen für Inkompetenz, andere zu befehligen;
man wird bessere Arbeit unter der Leitung einer willensstarken Person leisten;
– selbst sein und über andere befehlen: man wird sich im Urteil über die schönen
Dinge im Leben auszeichnen, hohe Ämter bekleiden und wohlhabend sein.
Melancholie
Volkstümlich:
(europ.) : – Traum des Gegenteils; alles wird gut werden.
Melasse
Volkstümlich:
(europ.) : – immer ein Zeichen für große Gastfreundschaft; außerdem erwartet einem einige angenehme Überraschungen der Glücksgöttin Fortuna;
– essen: mit enttäuschter Liebe rechnen müssen;
– ist die Kleidung mit Melasse beschmiert: man bekommt einen unakzeptablen Heiratsantrag; beruflicher Abstieg ist möglich.
Melde
(Pflanze)
Artemidoros:
Melde, ist nur für Schuldner gut, weil sie den Magen reizen und den Stuhlgang fördern; es gleichen nämlich speziell der Magen und die Eingeweide
einem Gläubiger.
Melden
Volkstümlich:
(ind. ) : – sich: du hast unnötige Geldauslagen.
Melken
Allgemein:
Melken (Melker) weist auf Chancen und Möglichkeiten hin, die man rasch beim Schopf packen sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Kühe oder Ziegen): Sparsamkeit wird dir nützen, doch darf sie nicht in Geiz und Habsucht ausarten.
(europ.) : – selbst melken: macht den Träumenden zum Glückskind; er mag etwas anfangen, was und wie er will, Fortuna wird ihm lächeln;
– sehen: man soll lernen, das Glück zu ergreifen, wo immer es ist;
– selbst eine Kuh melken und dabei merken, daß die Milch in wahren Strömen aus dem Euter schießt, wird bald merken, daß ihm
zwar gute Chancen durch die Lappen gehen, doch bleibt das glückliche Ende nicht aus;
– selbst melken wollen, aber keine Milch aus dem Euter bekommen können: für ein Vorhaben ist der Wille zu loben, wenn die
Kräfte hierfür auch nicht ausreichen mögen.
(ind. ) : – sehen: neue Freundschaft; du wirst eine reiche Bekanntschaft machen.
(Siehe auch „Kuh“)
Melodie
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine bekannte singen hören: freudige Erlebnisse in Aussicht haben.
(europ.) : – jede angenehme Musik ist ein glückverheißendes Omen; sei beharrlich und man wird Erfolg haben.
Melonen
Allgemein:
Die saftige Frucht gilt als Symbol für Erotik und Liebesglück.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: kein gutes Vorzeichen; kündigen meist Enttäuschungen an;
– pflücken oder kaufen: man wird auf unerwünschte Folgen eines Liebesabenteuer gefaßt sein müssen;
– sehen oder essen: du erfährst bald etwas Neues; man darf auf eine rasch vorübergehende Glücksphase hoffen.
(europ.) : – essen: warnt vor Voreiligkeiten; aus einer Liebschaft sind unerwartete oder unerwünschte Folgen zu erwarten;
– sehen: bedeutet für Ledige einen netten Liebhaber;
– für Verheiratete einen unzufriedenen Ehegatten;
– wachsen sehen: es steht einem eine rosige Zukunft ohne Ärger bevor.
(ind. ) : – große Vorspiegelungen und nicht viel dahinter;
– essen: deine Mühe ist vergeblich;
– viele im Graten sehen: mäßiger Wohlstand;
– kaufen: du schenkst einem Unwürdigen deine Freundschaft.

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Memoiren
Psychologisch:
Wenn Sie im Traum an Ihren Memoiren schreiben, vermissen Sie Erlebnisse (oder einen entsprechenden Lebensstil), die dafür ausreichend
Inhaltsstoff liefern würden. Sie würden gern „weniger normal“ und etwas sensationeller wirken, mehr im Mittelpunkt stehen, können sich aber nicht
aufraffen, in der Realität etwas Besonderes zu wagen und über Ihr bisheriges Leben hinauszuwachsen. Es bleibt alles, wie es war – auch wenn es
nichts Großartiges gibt, über das es sich zu erzählen lohnt. Ein häufiger Resignationstraum von Menschen, die meinen, sie hätten „etwas Besseres
verdient“, und die sich fragen: Und das soll schon alles gewesen sein?
Menagerie
(Tierschau)
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst unangenehme Menschen kennen lernen.
(europ.) : – sehen: gilt als eine drohende Gefahr, der man aber frei ins Gesicht sehen soll, um ihr zu entgehen.
(ind. ) : – sehen: eine Gefahr bedroht dich.
Menge
Assoziation: – viele verschiedene Alternativen; Wahlmöglichkeiten.
Fragestellung: – Wofür entscheide ich mich?
Menschen
Artemidoros:
Menschen formen bringt Turnlehrern und Erziehern Glück; denn irgendwie formen auch sie Menschen, die einen, weil sie zu körperlicher
Ertüchtigung, die anderen, weil sie zu sittlicher Bildung erziehen. Von guter Bedeutung ist es auch für Kinderlose, weil es die Geburt rechtmäßiger
Kinder verheißt. Ferner für Sklavenhändler und Arme; die ersteren werden aus ihrem Handel viele hohe Gewinne erzielen, die letzteren zahlreiche
Haussklaven erwerben. Übeltätern droht der Tod, denn wie man erzählt, hat Prometheus (Der „Vorbedacht“, Sohn des Titanen Iapetos, wurde zur
Strafe an einen Felsen im Kaukasus gefesselt; ein Adler fraß täglich an seiner Leber, die immer wieder nachwuchs.), weil er Menschen geformt und
das Feuer entwendet hat, ein böses Ende gefunden. Reichen und einflußreichen Leuten prophezeit es ein hohes politisches Amt.
Allgemein:
Mensch fordert auf, sich nicht zu isolieren, mehr Gesellschaft zu suchen. Ein fröhlicher Mensch kann aber auch Sorgen ankündigen. Die
Traumfiguren, die im Traum des Träumenden auftreten, übernehmen Rollen, die der Träumende ihnen zuweist, sind also in der Regel Teilaspekte
seiner Persönlichkeit oder Projektionen seines Innenlebens.
Psychologisch:
Um die verschiedenen „Botschaften“ entschlüsseln zu können, die jede Traumgestalt dem Träumenden vermittelt, muß er sich auf intensive Weise
mit ihnen auseinandersetzen. Nicht immer muß die Bedeutung eines Traums vollständig entschlüsselt werden. Manchmal reicht es aus, wenn der
Träumende sich die Auswirkungen vorstellt, die das Verhalten der Traumfiguren auf sein Alltagsleben haben könnte. Oft zeigt sich eine auffällige
Gegensätzlichkeit zwischen zwei Traumfiguren, oder aber das Verhalten des Träumenden gegenüber zweier Traumfiguren unterscheidet sich sehr
stark voneinander. Offenbar wird im Traum auf diese Weise die Polarität des Träumenden dargestellt.
Eine Traumfigur könnte ein Mensch aus der Vergangenheit des Träumenden sein und ihn mit einer bestimmten Lebensphase in Berührung bringen,
die schmerzhaft war und noch nicht vollständig verarbeitet ist.
– Zusammengesetzte Traumfiguren heben ähnlich wie zusammengesetzte Tiere die Merkmale oder Eigenschaften hervor, auf die der Träumende
seine Aufmerksamkeit richten soll. Jede Traumfigur spiegelt eine Facette der Persönlichkeit des Träumenden wider. Wenn er sich in die Lage
seiner Traumfiguren versetzt, vermag der Träumende oft seine eigenen „verschollenen “ Persönlichkeitsanteile besser zu verstehen. Im einzelnen
können folgende Traumfiguren im Traum eine Rolle spielen:
– Alte Menschen: Im Traum stellen alte Menschen möglicherweise die Vorfahren oder Großeltern des Träumenden dar
– also Wissen, das sich durch Erfahrung angesammelt hat. Wenn der alte Mensch ein Mann ist, symbolisiert er – abhängig von dem Geschlecht des
Träumenden – sein Selbst oder sein Animus. Ist der alte Mensch eine Frau, dann repräsentiert diese Figur die Große Mutter oder die Anima.
Vaterfiguren erscheinen häufig im Gewand eines alten Menschen, als ob damit ihre Unnahbarkeit hervorgehoben werden soll.
– Eine Gruppe alter Menschen im Traum stellt in der Regel Traditionen und Verhaltensregeln der Vergangenheit dar – jene Dinge, die für den
„Stamm“ oder die Familie heilig sind.
– Ältere Menschen im Traum sind in der Regel Elternfiguren, auch wenn ihre Gestalten scheinbar in keiner Beziehung zu ihnen stehen.
– Angehöriger pflegender Berufe: Dieser verweist auf die mitfühlende, fürsorgliche Seite des Selbst und oft auch auf eine Berufung. Bei einem Mann
ist dies in der Regel ein Hinweis auf eine nichtsexuelle Beziehung.
– Autoritätspersonen: Der Mensch entwickelt seine Vorstellung von Autorität in der Beziehung zu seiner Mutter und seinem Vater. Wie der
Träumende also mit Autoritätspersonen umgeht, hängt davon ab, wie er als Kind behandelt wurde; vom gütigen Helfer bis hin zum ausbeuterischen
Zuchtmeister sind alle Rollen denkbar. Autoritätspersonen im Traum zeigen dem Träumenden letzten Endes, was richtig für ihn ist, auch wenn er
dies auf den ersten Blick nicht immer gutheißt. Sie stehen für das Über-Ich des Träumenden, sind seine kontrollierende und urteilende innere
Instanz. Kommt im Traum Polizei vor, dann symbolisiert sie soziale Kontrolle und ein schützendes Element für den Träumenden als Mitglied der
Gesellschaft.
– Baby: Ist das Baby im Traum das Kind des Träumenden, verweist dies auf jene verletzbaren Gefühle, die er bisher nicht unter Kontrolle hat. Ist es
das Kind einer anderen Traumfigur, macht es den Träumenden auf die Verletzbarkeit und Unschuld dieses Menschen aufmerksam. Der Träumende
ist mit der unschuldigen, sonderbaren Seite seiner Selbst, die Verantwortung weder zu übernehmen braucht noch wünscht, in Berührung. Auf der
spirituellen Ebene bedeutet das Baby im Traum, daß der Träumende sich rein fühlen möchte.
– Beziehungspartner: Wenn ein Traum von einem gegenwärtigen oder früheren Beziehungspartner handelt, nimmt die Träumende Verbindung zu den
liebevollen und sexuellen Gefühlen auf, die mit diesem Freund in Zusammenhang stehen. Wenn sie von diesem Beziehungspartner als von einem
Mann träumt, den sie sich als solchen niemals hätte vorstellen können, dann muß sie sich mit ihrer Art, wie sie sich auf Männer bezieht, stärker
auseinandersetzen. Vielleicht muß sie mehr über die liebende, fürsorgliche Seite der Männlichkeit nachdenken. Sie ist noch immer auf der Suche
nach dem idealen Liebhaber.
– Beziehungspartnerin: Wenn im Traum eines Mannes eine Freundin oder Exfreundin auf den Plan tritt, sind möglicherweise sexuelle Ängste im
Spiel. Andererseits kann dies ein Hinweis auf unverarbeitete Beziehungsprobleme sein.
– Diktator: Wenn der Träumende einen herrischen Vater hatte, kann ein bekannter Diktator in seinen Träumen diese Rolle übernehmen.
– Eindringling: Im Traum einer Frau ist ein Eindringling häufig die Verkörperung des Animus. Im Traum eines Mannes stellt er seinen Schatten dar.
In beiden Fällen verlangt das Traumbild vom Träumenden, seine Einstellung zu verändern und damit eine gesunde Beziehung zu sich selbst zu
entwickeln.
– Eltern: Zum einen werden mit Vater und Mutter unsere männliche und weibliche Seite, wie auch unsere väterliche und mütterliche Seite
angesprochen. Zugleich spielen bei diesen Traumsymbolen die Elternbeziehungen des Träumers oder der Träumerin eine wichtige Rolle. Eltern
sind meist auch unter dem Aspekt „Autoritätspersonen“ zu sehen. Sie sind diejenigen, die unser Bild vom Leben prägten. Speziell symbolisieren
Sie auch Schutz, Geborgenheit und Sicherheit – als erlebte oder aber als verhinderte Erfahrungen. Um allerdings das Elternsymbol konkret und im

950
Detail deuten zu können, kommt es darauf an, die Eigenschaften der tatsächlichen Eltern und der „Traumeltern“ in Bezug zu setzen – und dann auf
sich selbst zu beziehen und als Ausdruck eigener Talente, Begabungen und Aufgaben zu verstehen.
– Frauen: Im Traum einer Frau kann eine Frau, wie etwa ein Familienmitglied oder eine Freundin, einen Aspekt der Persönlichkeit der Träumenden
darstellen. Oft handelt es sich dabei um einen Aspekt, den sie noch nicht vollständig verstanden hat. Im Traum eines Mannes repräsentiert diese
Traumfigur die Beziehung zu seinen Gefühlen und zu seiner Intuition. Sie kann auch zeigen, wie er sich auf seine Partnerin bezieht.
– Geschwister: Der Bruder symbolisiert für den Mann seine andere Seite, die ihm oftmals selbst unbekannt ist (alter ego, das zweite oder andere Ich).
Die Schwester symbolisiert das gleiche für die Frau. Geschwister symbolisieren ferner Eigenschaften, die wir stellvertretend von anderen Menschen
leben lassen. Zum Beispiel träumt die Karrierefrau von ihrer mütterlichen Schwester, der Aussteiger träumt von seinem Bruder, der große Erfolge
aufweisen kann. Geschwister verweisen auf ungelebte Seiten in uns, die uns aber gar nicht so fern stehen, wie wir oft denken.
– Eine Göttin oder heilige Frau symbolisiert das Potential des Träumenden in bezug auf das größere Ganze. Wenn orientalische Frauen im Traum
erscheinen, verweist dies in der Regel auf die geheimnisvolle Seite des Weiblichen. Im Traum eines Mannes enthüllt diese Figur im allgemeinen
seine Einstellung zur Sexualität; im Traum einer Frau hingegen wird mehr von ihrer intuitiven, transzendentalen Kraft gezeigt.
– Eine ältere Frau stellt entweder die Anima im Traum eines Mannes dar oder den Schatten im Traum einer Frau.
– Fremder: Im Traum stellt ein Fremder den Teil des Selbst dar, den der Träumende noch nicht kennt. Vielleicht wird er von einem Ehrfurchtgefühl
oder von einem Konflikt blockiert. Das Fremde macht uns Angst, aber es lockt auch. Also überwinden Sie Ihre Scheu vor dem Neuen und nehmen
Sie es als Möglichkeit an. In der Annahme des Fremden liegt eine große Chance. Nicht zuletzt berichten viele Mythen von Göttern, die als Fremde
die Menschen besuchen…
– Freunde und Freundinnen: Mit diesem Symbol werden Eigenschaften ausgedrückt, die Ihnen helfen und guttun. Wenn Sie schauen, wie Sie diese
Freunde charakterisieren würden, finden Sie heraus, welche konkreten Eigenschaften gemeint sind. Freund oder Freundin im Traum personifizieren
positive Persönlichkeitsanteile von uns, die wir mehr ausbilden und pflegen sollten. Sie zeigen unsere Fähigkeit oder Notwendigkeit, freundlich zu
uns zu sein. Es sind die Kräfte, die uns stärken und verwöhnen. Auf der anderen Seite können diese Traumfiguren auch reale Freunde oder
tatsächliche Freundinnen bezeichnen. Dann wird die Beziehung zu dieser Person oder zu diesen Personen abgebildet. Mitunter trifft beides zugleich
zu; die Deutungen auf der Subjektivstufe und auf der Objektivstufe schließen sich nicht gegenseitig aus.
– Häßliche Menschen: Alle Menschen, die vom Träumer oder der Träumerin als häßlich und ekelhaft empfunden werden, stellen unsere Schattenseite
dar. Versuchen sie konkret zu beschreiben, was Sie an dieser Person als häßlich empfinden. Deuten Sie das symbolisch. Eine besonders starke
Verdrängung des Schattens liegt vor, wenn Sie sich selbst als häßlich und ekelhaft im Traum empfinden. Möglicherweise gibt es wichtige
Einstellungen und Ereignisse, die Sie zu bereinigen, zu ändern oder Wiedergutzumachen haben.
– Held: Im Traum eines Mannes kann der Held all seine guten Eigenschaften darstellen oder aber Platzhalter für sein höheres Selbst sein. Im Traum
einer Frau verweist der Held im Traum auf den Animus. Wenn der Held auf der Suche ist, ringt der Träumende darum, einen Teil seiner selbst zu
finden, der im Unbewußten verborgen ist. Es ist wichtig, die dunklen Kräfte zu bezwingen. Doch dürfen sie nicht völlig abgetötet werden, da mit
ihnen auch der weise alte Mann im Träumenden verlorengehen kann. Die Ganzwerdung des Träumenden bedarf immer auch der Herausforderung
durch das Negative. Wenn der Held im Traum scheitert, verweist dies darauf, daß der Träumende die Einzelheiten in seinem Leben nicht beachtet
oder die unterentwickelten Teile seiner Persönlichkeit vernachlässigt. Der Tod des Helden ist möglicherweise eine Aufforderung an den
Träumenden, seine intuitiven Anteile zu entwickeln. Ein Konflikt zwischen dem Helden und einer anderen Traumfigur verweist auf grundlegendes
Ungleichgewicht zwischen zwei Facetten des Charakters. Der Held im Traum ist oft als Gegenpol zu einem vom Träumenden gehaßten Menschen
zu sehen.
– Heranwachsende/Heranwachsender: Sieht sich der Träumende in seinem Traum als Jugendlicher, richtet er damit seinen Blick auf eine
unentwickelte Seite seiner Persönlichkeit. Thematisiert der Traum einen gegengeschlechtlichen Jugendlichen, so bedeutet dies in der Regel, daß der
Träumende sich mit unterdrückten männlichen oder weiblichen Aspekten auseinandersetzt. Mit der Jugend verbundene Gefühle sind sehr
unverfälscht und klar, doch häufig nur im Traum zugänglich. Hinter dem Traum kann auch ein Konflikt stehen, bei dem es um Freiheit geht.
– Historische Persönlichkeiten: Diese personifizieren erträumte Eigenschaften des Träumers. Falls Sie nur wenig über diese Person wissen, schauen
Sie im Lexikon die Eigenschaften dieser Persönlichkeit nach. Versuchen Sie sich ein Bild von dieser Person zu machen, und charakterisieren Sie
diese dann mit zwei oder drei Worten. Wie trifft diese Charakteristik auf Sie zu? Was hat diese Person getan, daß Sie auch gerne tun würden – oder
vordem Sie sich fürchten?
– Hohepriester/Astrologe oder andere Personen mit esoterischem Wissen: Jede Figur im Traum, die magische Praktiken kennt oder ähnliches Wissen
besitzt, ist in der Regel eine erste Ankündigung des höheren Selbst. Es scheint, als ob der Mensch nur dann in dieses tiefere Wissen eingeweiht
werden kann, wenn er zuvor seinem Lehrer begegnet.
– Junge: Der Traum von einem Jungen steht für Wachstumspotential und neue Erfahrungen. Wenn der Träumende den Jungen kennt, spiegelt er
dessen Eigenschaften. Vielleicht ist sein Erscheinen im Traum eine Aufforderung an den Träumenden, mit dem Jungen in sich, seiner unschuldigen
Jugendlichkeit und der jugendlichen Begeisterung in Berührung zu bleiben. Das Traumbild signalisiert, daß der Träumende mit seinen natürlichen
Trieben und seiner spontanen Fähigkeit, Schwierigkeiten zu meistern, in Kontakt steht.
– Kind: Handelt ein Traum von den Kindern des Träumenden, dann haben diese meist die Funktion, ihm einen Zugang zu seinem eigenen inneren
Kind zu verschaffen. Jeder Mensch hat eine Seite, die kindlich und neugierig geblieben ist. Mit ihr in Berührung zu bleiben, vergrößert den Zugriff
auf das Potential der Ganzheitlichkeit. Kinder symbolisieren sehr häufig auch Möglichkeiten, die entwickelt werden möchten. Natürlich können sie
unsere Beziehung zu eigenen oder fremden Kindern symbolisieren. Es ist zu beachten, ob die Traum-Kinder alt oder jung sind, ob sie noch zu
Hause wohnen oder zu Besuch kommen. Junge Kinder drücken vor allem neue Möglichkeiten aus, ältere Kinder dagegen spezielle Themen wie
Pubertät, Liebe, Schule, Lehre und die zugehörigen Erfahrungen mit ihren Hoffnungen und Ängsten. Leben die Kinder noch zu Hause, sind die von
ihnen symbolisierten Möglichkeiten leichter umzusetzen, als wenn die Kinder nur zu Besuch kommen. Hier mag der Traum eine/n darauf
hinweisen, daß sich Möglichkeiten zeigen, für die man offen sein sollte.
– König: Fast immer stellt ein König im Traum den Vater oder die Vaterfigur dar. Ein Kaiser kann darauf hinweisen, daß manche Einstellungen des
Vaters dem Träumenden fremd sind, daß er sie aber vielleicht dennoch akzeptieren sollte. Wenn der König alt ist oder stirbt, ist der Träumende in
der Lage, veraltete oder altmodische Familienwerte abzulegen.
– Königin: Dieses Bild stellt die Beziehung des Träumenden zu seiner Mutter und daher zu Frauen in Autoritätspositionen allgemein dar.
– Mädchen: Ein Mädchen irgendeines Alters im Traum zeigt, daß der Träumende sich um Kontakt zu seiner empfindsamen, unschuldigen Seite
bemüht. Seine intuitiven und wahrnehmenden Fähigkeiten sind möglicherweise etwas unterentwickelt, aber er kann sie sich verfügbar machen.
Wenn der Träumende das Mädchen kennt, sind ihm diese Eigenschaften vielleicht bewußt, aber er muß sie aus dem Blickwinkel des Mädchens
erforschen. Kennt er sie nicht, dann gesteht er sich ein, daß ihm der Zugang zu diesen Fähigkeiten fehlt und daß er sie suchen muß.
– Mann: Ein Mann, der im Traum erscheint, zeigt eine Facette des Träumenden in erkennbarer Form. Jeder Mensch hat ein Repertoir an
Verhaltensweisen, von denen manche akzeptabel sind und andere nicht. In Träumen werden diese Verhaltensweisen und Merkmale, um sie besser
sichtbar zu machen, oft übertrieben oder als eigenständige Persönlichkeiten dargestellt. Die Auseinandersetzung mit ihnen setzt zusätzliche Energie
frei. Ein Mann im Traum kann auf den Schatten eines Mannes oder auf den Animus einer Frau verweisen. Ein älterer, vielleicht weißhaariger
Mann stellt die angeborene Weisheit dar, die jedem Menschen zur Verfügung steht. Sie kann auch den Vater symbolisieren. Ein großer Mann im
Traum versinnbildlicht in der Regel Kraft, Gewißheit und Schutz, die der Träumende durch seinen Glauben erfährt. Ein Mann im Traum einer Frau
stellt die logische Seite ihres Wesens dar. Sie verfügt über alle Aspekte des Männlichen, die ihr erfolgreiches Agieren in der äußeren Welt
ermöglichen. Kennt oder liebt sie diesen Mann, dann setzt sie sich im Traum mit ihrer Beziehung zu ihm auseinander. Ein unbekannter Mann stellt
jene Teile des Träumenden dar, die er nicht erkennt. Im Traum einer Frau symbolisiert ein unbekannter Mann ihre männliche Seite, im Traum eines
Mannes das Selbst (siehe „Archetypen“).

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– Menschenmasse: Sie zeigt, wie sich der Träumende auf andere Menschen vor allem in sozialer Hinsicht bezieht. Dieses Traumsymbol kann jedoch
auch ein Hinweis sein, daß sich der Träumende verstecken oder Aspekte seines Selbst verbergen will. Vielleicht geht es um die Vermeidung von
Verantwortung. Eine große Menschenmasse kann auch ein Hinweis auf Informationen sein, mit denen der Träumende nicht umgehen kann.
– Mitglieder einer ethnischen Minderheit: Jeder ungewöhnliche Aspekt des Selbst kann im Traum die Zugehörigkeit zu einer fremden Ethnie äußern.
– Nachbarn: Der Nachbar oder die Nachbarin drücken Nähe aus. Es stellt sich die Frage, ob man sich im Traum mit ihnen versteht oder nicht. Sie
stellen hilfreiche oder hinderliche Eigenschaften von uns dar. Außerdem personifizieren sie den oder die „Nächsten“ und das Naheliegende!
– Pirat: Er steht für einen Aspekt in der Persönlichkeit des Träumenden, der seine emotionale Verbindung mit der Seele zerstört.
– Prinz/Prinzessin: Sie repräsentieren jene Persönlichkeitsaspekte des Träumenden, die ihm bewußt geworden sind. So wie der Held die
Verantwortung für seine Reise übernommen hat, so tragen auch Prinz und Prinzessin bewußt die Entscheidungsgewalt für ihr Leben.
– Religiöser Würdenträger: Sie verdanken ihren Platz in der Traumhierarchie der Tatsache, daß sie ihre Autorität nicht nur sich selbst verdanken,
sondern auch den Absichten und Zielen Gottes oder einer höheren Macht.
– Unzulänglicher Mensch: Es ist leichter, sich im geschützten Raum des Traums mit der eigenen Unzulänglichkeit zu konfrontieren. Hier ergibt sich
meist erstmals die Gelegenheit, dem Schatten zu begegnen. Eine solche Traumfigur zu ignorieren, ist eine große Gefahr. Sie ist eine Spiegelung des
eigenen Selbst und unverzichtbar im Prozeß der Ganzwerdung.
– Die Verwandten einer Traumfigur sollen den Träumenden vielleicht auf die Mitglieder seiner eigenen Familie aufmerksam machen und auf
bestehende Eifersuchtsgefühle. Die Verwandten im Traum sind entweder Ihnen verwandte Eigenschaften oder/und Ihre Beziehungen zu tatsächlich
existierenden Verwandten. Es treten nahe und ferne Verwandte als Traumsymbole auf, wobei die nahen Verwandten auch nahestehende
Eigenschaften ansprechen, hingegen ferne Verwandte solche Energien, die Ihnen im Grunde schon fast abhanden gekommen sind. Um diese
Eigenschaften sollten Sie sich besonders bemühen, indem Sie sich – ganz nach ihrer Thematik – wieder zu integrieren oder aber endgültig abzulegen
versuchen. Wegen dieser besonderen Aufgabe macht der Traum auch auf sie aufmerksam.
– Vorfahren: Sie stehen für jene Menschen, die Bräuche und Verhaltensweisen, Moral und religiöse Gefühle über viele Generationen an den
Träumenden weitergegeben haben. Wenn sie im Traum auftauchen, dann konzentriert sich der Träumende auf seine Wurzeln. Vielleicht erkennt er
sich durch seine Beziehung zur Vergangenheit. Im Traum spiegeln sie auch unsere Ahnungen wieder.
– Zwillinge/Spiegelbilder von Traumfiguren: Sie sind ein Hinweis auf die Polarität der Persönlichkeit oder auf die Zusammengehörigkeit des inneren
Selbst und der äußeren Realität. Eineiige Zwillinge stehen für zweideutige Gefühle in bezug auf das Selbst. Zwillinge können auch die Projektion
der Persönlichkeit auf die Welt symbolisieren.
Spirituell:
Wenn ein Mensch beginnt, sich für seine Spiritualität zu öffnen, dann wird ihm mit einem Schlag ein gewaltiger Wissensspeicher zuteil.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du mußt künftig vorsichtiger im öffentlichen Leben auftreten, wenn du glücklich sein willst;
– viele: unruhige Zeiten;
– unbekannte, essen und trinken sehen: gute Einnahmen;
– glückliche: Reichtum;
– schlafen sehen: kleine Freuden;
– schöne: Gesundheit;
– traurige: fremdes Glück wird dir zu Herzen gehen;
– bärtige: du neigst zu Zorn und aufgeregtem Wesen.
(europ.) : – man beschäftigt sich zu sehr mit sich selbst und sollte Gesellschaft und Freunde suchen;
– einen schönen sehen oder mit ihm verkehren: ein Genuß besonderer Art steht einem bevor;
– einen häßlichen sehen: man wird etwas häßliches erleben;
– einen fröhlichen sehen: bringt Kummer und Sorgen;
– einen traurigen sehen: man wird in die Sorgen anderer hineingezogen oder davon berührt werden;
– in Menge beisammen sehen: gilt als Gefahr, der man sich nicht unnötig aussetzen soll.
(ind. ) : – bärtige: du hast gute Geschäftsfreunde;
– gefangen nehmen: du hast hohe Gönner;
– glücklich sehen: du wirst Gäste erhalten;
– unbekannte: großer Gewinn kommt dir ins Haus;
– kluge: vertraue nicht zu viel auf andere.
(Siehe auch „Frau“, „Mann“)
Menschenaffe
Allgemein:
Der Menschenaffe im Traum ist Symbol für die mutwillige Seite des Träumenden.
Psychologisch:
Jeder Mensch hat eine Begabung, sich mimisch oder nachahmend auszudrücken. Der Menschenaffe im Traum ermuntert den Träumenden, sich
dieser Begabung zu bedienen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Menschenaffe das Böse als Schwindler oder Schelm illustrieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – kündigt die Erkrankung eines lieben Menschen an; auch: steht für Betrug und Täuschung;
– turnt ein Kleiner in einem Baum: es ist Vorsicht geboten, ein falscher Freund sorgt für Unstimmigkeiten.
(Siehe auch „Affe“, „Tiere“)
Menschenansammlung (Siehe „Massen“, „Menschenmenge“)
Menschenfleisch
Artemidoros:
Das größte und höchste Glück bringt nach meiner Beobachtung der Genuß von Menschenfleisch im Traum, wenn es nur nicht das eines Bekannten
oder Familienangehörigen ist; denn wer vom Fleisch eines Angehörigen gegessen hat, wird diesen begraben, und er selbst (wird nur mit geringen
Bissen sein Leben fristen). Denn es ist ganz natürlich, daß man nur unter Zwang großer Entbehrung, wie es in Kriegszeiten und Hungersnöten der
Fall ist, zu solcher Nahrung greift (nach Gottes Gesetz strengsten verboten!). Am allerschlimmsten aber wäre es, das Fleisch seines eigenen Sohnes
zu verzehren; es prophezeit jähen Tod, ausgenommen, man träumt, von denjenigen Körperteilen des Sohnes zu essen, durch welche dieser sich
seinen Lebensunterhalt verdient; z.B. wenn er ein Läufer ist, von den Füßen, wenn er ein Handwerker ist, von den Händen, oder wenn er ein
Ringkämpfer ist, von den Schultern. In diesem Fall beschert das Traumerlebnis dem Sohn Reichtum, dem Vater Nutzen von seinem Sohn. Vorteilhaft
ist es, das Fleisch aller anderen Menschen zu essen; denn irgendwie leben die einen von der Substanz der anderen, wenn sie sich wechselseitig
nützen. Immer ist es besser, das Fleisch von Männern als das von Frauen zu essen, desgleichen das von Kindern als von alten Leuten. Von seinem

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eigenen Fleisch zu essen bringt einem Armen Glück; er wird durch körperliche Arbeit und Anstrengung zu großen Vermögen kommen und auf diese
Weise sich zwar nicht von seinem Fleisch, wohl aber von dem Verdienst seines Fleisches ernähren. Von guter Vorbedeutung ist es ferner einem
Werkmeister, wenn er von denjenigen Körperteilen ißt, durch die er sich vorzüglich seinen Lebensunterhalt verdient; und zwar arbeiten die einen mit
beiden Händen, die anderen nur mit einer, die dritten mit den Fingerspitzen, wieder andere mit dem ganzen Körper. Für Literaten ist es gut, wenn sie
Mund und Zunge anderen zu essen geben; sie werden durch Mund und Zunge viel Geld erwerben und so imstande sein, auch anderen Unterhalt zu
gewähren. Verzehrt einer seinen eigenen Mund oder seine eigene Zunge, so wird er seine Sprechfähigkeit verlieren. Privatpersonen bedeutet es Reue
über freche Reden. Eine Frau, die vom eigenen Fleisch ißt, wird huren und sich auf diese Weise durch den eigenen Körper ernähren. Jedem, der einen
Freund oder engen Verwandten oder geliebten Menschen auf dem Krankenlager hat, kündigt es Trauer an; denn Trauernde verzehren ihr eigenes
Fleisch, indem sie im Schmerz sich selbst entstellen. Einem Reichen und jedem, der ein Leben ganz nach Wunsch führt, kündigt es nichts Gutes an,
wenn er vom eigenen Fleisch ißt; es bedeutet ebenso wie das Essen des eigenen Kots eine völlige Umwälzung der Lebensweise und der
Vermögensverhältnisse des Träumenden. Ein Mann, der drei Söhne hatte, träumte, zwei von ihnen schlachteten ihn ab und verzehrten sein Fleisch,
der jüngste aber komme hinzu, mache den anderen beiden ernste Vorwürfe, sei ganz niedergeschlagen und sage voller Abscheu: „Ich rühre vom
Vater nichts an.“ Es traf sich, daß sein jüngster Sohn starb; denn er allein sollte nicht etwa vom Fleisch, sondern vom Vermögen des Vaters seinen
Teil nicht bekommen, indem er vor diesem aus dem Leben schied und ihn nicht beerbte. Die anderen aber, die gegessen hatten, erbten das väterliche
Vermögen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Das Fleisch läßt eine vielfache Bestimmung zu.
– Träumt einer, er sei dicker und fülliger geworden, wird er entsprechend seiner Körperfülle an Kleiderluxus Gefallen finden.
– Träumt ein Reicher, er habe abgenommen, wird er seinen Reichtum verbergen und aller Welt vortäuschen, arm zu sein;
ein Armer wird in Krankheit und Elend enden, eine Frau von ihrem Mann oder ihren Angehörigen verabscheut werden.
(ind. ) : – Alles Fleisch bedeutet des Menschen ganzen Reichtum und all sein Geld.
– Träumt jemand, er sei dicker geworden, wird er entsprechend der Gewichtszunahme zu Geld und Reichtum kommen.
– Ist er abgemagert, wird er verarmen und erkranken.
– Ißt einer Menschenfleisch, wird er sich durch Verleumdungen bereichern, je nachdem, ob er viel oder wenig Fleisch gegessen hat.
– Gebratenes Menschenfleisch zu essen bedeutet, man werde sich durch Wucher ungerecht die Taschen füllen.
Ein Armer wird von seinem Vorgesetzten gestraft werden,
eine Frau heimlich huren und schwächliche Kinder in die Welt setzen.
(Siehe auch „Fleisch“)
Menschenfresser
Volkstümlich:
(europ.) : – Schwierigkeiten und Hindernisse werden sich zwischen einem und dem Herzenswunsch auftürmen.
Menschengespann
Artemidoros:
Mit einem Menschengespann zu fahren, bringt nur denen Vorteil, die herrschen wollen, ferner Sophisten, Lehrern, Turnlehrern und Sklavenhändlern,
während es die übrigen Menschen in üble Nachreden und ins Verderben stürzt. Mit einem zwei- oder vierrädrigen Wagen zu fahren, vor den
Menschen gespannt sind, bedeutet nicht nur, man werde über viele herrschen, sondern verheißt dem Träumenden außerdem brave Kinder. Im
Hinblick auf Reisen ist es keineswegs von Nutzen; einerseits zeigt es Sicherheit an, andererseits prophezeit es große Langsamkeit. Wie ein Vierfüßler
vor einem Wagen gespannt zu sein, zeigt dem Träumenden, auch wenn er in glänzenden und üppigen Verhältnissen lebt, Knechtschaft, Plackerei und
Krankheit an. Es träumte einer, daß er, unters Joch getrieben, zusammen mit seinem längst verstorbenen Bruder eingeschirrt und von seiner Mutter,
die die Zügel führte, wie ein Zugtier angetrieben werde. Todkrank kam er bei seiner Mutter an, starb und wurde an der Seite seines Bruders begraben;
und das war das Zweigespann, das die Mutter mühevoll zusammengebracht hatte.
Menschenkot
Artemidoros:
Tiermist bringt Bauern Nutzen, Menschenkot ausgenommen; allen anderen bedeutet er Verdruß und Schaden und, wenn er beschmutzt, Krankheit.
Nur Leuten, die ein schmutziges Handwerk betreiben, verschafft er Vorteile und nach Ausweis der Erfahrung Gewinn. Schaut man Menschenkot in
großer Menge, so zeigt es viele unterschiedliche Übel an. Es verhält sich damit folgendermaßen: Sieht man ihn auf der Straße, auf dem Markt oder
auf einem öffentlichen Platz, macht er den Aufenthalt an den betreffenden Orten unmöglich, häufig hindert er, in der Öffentlichkeit zu erscheinen, ja
in einzelnen Fällen mußten Leute, die das Traumgesicht nicht beachteten, mit ihrem Kopf große Übel büßen. Ein ganz böses Vorzeichen ist es, wenn
man sich mit Menschenkot, der von irgendwo herabrinnt, beschmutzt. Ich kenne aber jemand, dem es träumte, daß ihm ein Freund und reicher
Bekannter, der mit ihm auf du und du stand, auf den Kopf mache. Dieser Mann erwarb das Vermögen seines Genossen und wurde sein Erbe. In
einem anderen Fall träumte einer, das gleiche widerfahre ihm von einem armen Bekannten; er wurde durch diesen empfindlich geschädigt und mit
großem Schimpf überschüttet. Es war ganz folgerichtig, daß im ersteren Fall der Begüterte seine Fülle dem Träumenden vermachte, im letzteren aber
der Arme, der nichts zu vererben hatte, den Träumenden verachtete und ihm Schimpf und Schande antat. Träumt jemand, er beschmutze sich selbst
die Schenkel herab, so wird er sich unsägliche Übel heraufbeschwören und obendrein krank werden. Ein böses Vorzeichen ist es auch, ins Bett zu
machen; es prophezeit langes Siechtum, denn nur Leute, die nicht mehr die Kraft haben, aufzustehen, und solche, die sterbenskrank sind, pflegen
unter sich zu machen. Oft bedeutet das Traumgesicht wegen der Beschmutzung des Lagers Tren nung von der Ehefrau und der Geliebten. Macht man
in dem Haus, indem man wohnt, auf den Boden, wird man nicht länger dort bleiben; denn an verunreinigten Orten verweilt man keinen Augenblick.
Am schlimmsten und gefährlichsten ist es wohl, im Tempel einer Gottheit, auf dem Marktplatz, auf der Straße oder in einem Bad seine Notdurft zu
verrichten; dies prophezeit den Zorn der Götter, eine große Taktlosigkeit und eine empfindliche Geldstrafe, ferner bringt es Verborgenes zutage und
erweckt häufig Haß gegen den Träumenden. Entleert man sich sitzend auf seinem Abort oder einem festen Nachtstuhl und scheidet man viele
Exkremente aus, so ist das für alle ein gutes Zeichen; es bedeutet Erleichterung von Sorgen und jeglichen Beschwerden; denn der Körper fühlt sich
nach dem Stuhlgang ganz und gar erleichtert. Von guter Vorbedeutung ist dieses Traumerlebnis, wegen des Namens, auch im Hinblick auf eine Reise
und die Rückkehr von Verreisten; den Stuhlgang nennt man bekanntlich Abtritt. (Das Wort aphodos bedeutet sowohl Abtritt, Abzug als auch Reise,
Rückkehr.) Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Entleerung am Strand, an Wegen, auf freiem Feld, an einem Fluß und an Seen günstig ist und
dasselbe bedeutet wie die auf einem Abort und daß ein solches Traumgesicht ganz folgerichtig in Erfüllung geht. Der Betreffende verursacht nämlich
an diesem Ort weiter keinen Schaden, und er selbst kann sich dort, ohne Anstoß zu erregen, erleichtern.
(Siehe auch „Abort“, „Toilette“)

953
Menschenmenge
Allgemein:
Ein Traum, in dem sich der Träumende mitten in einer Menschenmasse befindet, könnte darauf hindeuten, daß er dazugehören möchte oder
gegenwärtig nicht weiß, wohin er sich wenden soll. Dahinter kann jedoch auch der Versuch stehen, die eigenen Gefühle zu tarnen oder die eigene
Meinung zu verstecken. Teil einer fröhlichen, mitreißenden Menschenmenge zu sein, verkörpert Zufriedenheit und Geborgenheit im Beruf, im
gesellschaftlichen Umfeld oder in einer Liebesbeziehung. Empfindet man hingegen Platzangst oder fühlt sich von der Menge bedroht und überrollt,
bedeutet das Unsicherheit und Angst vor anstehenden Problemen, die mit anderen Menschen zu tun haben.
Psychologisch:
Der Träumende muß sich seine Anonymität bewahren, sich eine Fassade zulegen oder Mitglied einer Gruppe gleichgesinnter Menschen werden. Wer
sie im Traum sieht, dem versprachen altägyptische Traumforscher Reichtum und Wohlstand. Tatsächlich kennt das Traumbild kaum die Vielzahl von
Menschen, da meist nur wenige im Traum eine Rolle spielen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Menschenmasse im Traum den Volksglauben oder weitverbreitete religiöse Gefühle.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt gewöhnlich Gutes, wenn schwarze oder düstere Kleidung nicht vorherrscht;
– eine große, gutgekleidete bei einer Veranstaltung sehen: verheißt angenehme Umgebung mit Freunden,
doch alles was das Vergnügen der Gäste stört, bedeutet Kummer und den Verlust von Freundschaften,
wo Gewinn und günstige Verbindungen zu erwarten waren, herrscht Unglück; auch: eine zerstrittene
Regierung und familiäre Spannungen stehen ebenfalls bevor;
– eine in der Kirche: es erwartet einem ein Todesfall, oder es stellen sich Unstimmigkeiten ein;
– auf der Straße: bedeutet außergewöhnlich lebhafter Handel; man ist generell vom Glück begünstigt;
– versuchen, in der dieser gehört zu werden: man wird seine Interessen allen anderen gegenüber durchsetzen;
(Siehe auch „Menschen“)
Menstruation
Assoziation: – weibliche Kraft; Furcht vor der weiblichen Identität.
Fragestellung: – Wo bin ich bereit, mehr von meiner natürlichen Kraft zum Ausdruck zu bringen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Mondzeit; Blutung; fließen; heilig; emotional; klare Verbindung mit dem Großen Geist; das Weibliche; der Schatten; tiefes
Verstehen; dünner Schleier zwischen den Welten; Mondhütte.
Beschreibung: Die Menstruation ist die Phase im Zyklus einer Frau, in der sie das Blut, das sie im ersten Teil des Zyklus ihrer Gebärmutter bewahrte,
abstößt. Für viele erdbezogen Stämme zeigte die Zeit, in der eine Frau blutete, deren besonders starke Verbindung mit der Energie der Erde an. In
eine Reihe von Traditionen wurde diese Zeit als heilig für die Frauen empfunden, eine Phase, in der sie sehr für Träume und Visionen aller Art
empfänglich ist.
Allgemeine Bedeutung: Ein Annehmen der Vollkommenheit deiner Weiblichkeit; Anzeichen dafür, daß du bereit bist, deine weibliche Natur oder
deinen Schatten zu untersuchen; einen Traum, der bei Mädchen den tatsächlichen Beginn ihr Menarche anzeigt und bei Frauen den Beginn ihrer
Menstruation.
Transzendente Bedeutung: Das Heben des Schleiers zwischen den Welten; eine klare Verbindung mit dem Großen Geist; Gabe einer Vision.
Allgemein:
Menstruation im Traum bedeutet, daß der Träumende mit seiner kreativen Seite, die neue Ideen entwickeln und aus einfachem Material wunderbare
„Kinder“ schaffen kann, in Kontakt tritt. Das Geheimnis des Lebens und der Zeugungstrieb gelangen mit Hilfe dieses Bildes ins Bewußtsein des
Träumenden. Wenn eine Frau von Menstruation oder Wechseljahren träumt, kann dies auch die Angst vor dem Ende des aktiven Lebens bedeuten,
aber auch die Verheißung eines neuen Lebens ohne Bürden (z.B. ohne Kinder); es könnte sogar Angst vor dem Ende des Sexuallebens widerspiegeln.
Psychologisch:
Weil die Menstruation ein so zentraler Teil im Leben einer Frau ist, symbolisiert sie im Traum einer Frau die Akzeptanz ihrer sich entfaltenden
Sexualität. Im Traum eines Mannes jedoch kann die Menstruation ihn auf seine Angst vor tiefen Beziehungen und vor seiner weiblichen Seite
aufmerksam machen oder aber sein Bedürfnis nach der Entwicklung von Sensibilität hervorheben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Menstruation im Traum den Kreis des Lebens und alles, was bei Frauen rätselhaft ist.
(Siehe auch „Dreizehnter Mond“, „Halbmond“, „Mond“, „Mondsichel“, „Neumond“, „Vollmond“)
Mensur
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet Streit mit unangenehmen Folgen. Tritt somit am Tage etwas ein, was zum
Streit führen könnte, würde man gut tun, sich nicht einzumischen oder gar anzuregen.
Menu (Siehe „Gourmet“)
Menuett
(Tanz)
Volkstümlich:
(europ.) : – eins sehen: verheißt eine schöne Zeit mit angenehmen Kameraden;
– selbst tanzen: das Glück ist einem hold und häusliche Freuden stehen an.
Mephisto (Siehe „Teufel“)
Merkmale
Volkstümlich:
(europ.) : – ein fremdes Gesicht sehen, an dessen Züge man sich im Wachzustand erinnern kann: bedeutet eine wichtige Bekanntschaft;
blaue Augen: beinhalten eine neue Freundschaft; dunkle Augen: einen neuen Liebhaber; ein bärtiges Gesicht: die Rückkehr
eines Abwesenden; ein lächelndes Gesicht: ein Wunsch wird erfüllt werden.

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Merkur
Allgemein:
Merkur symbolisiert Handel und Wandel, manchmal auch Betrug. Allgemein kann man ihn als Aufforderung verstehen, vor allem in geschäftlichen
Dingen mehr der Intuition zu vertrauen.
(Siehe auch „Himmelskörper“)
Mesmerismus
(Heilverfahren durch biologischen Magnetismus nach dem Arzt J. A. Mesmer 1734-1815)
Volkstümlich:
(europ.) : – mesmerisiert worden sein: Zeichen von getäuschten Vertrauen; sei auf der Hut und man hat nichts zu befürchten.
Meßapparat
Volkstümlich:
(arab. ) : – du besitzt gute Freunde.
(ind . ) : – du erfüllst treu deine Pflicht.
Messe
(kirchlich)
Allgemein:
Messe (Gottesdienst) kann für aufrichtige Frömmigkeit oder geistige Führung stehen, nach der man sich sehnt. Messe (mit Waren) verspricht
günstige Geschäftsverbindungen.
Psychologisch:
Symbolsituation für religiöse und spirituelle Ritualhandlungen, aus denen die Anwesenden geistige Kraft und neue Erkenntnis beziehen wollen.
Auch eine Zufluchtssituation (und ein Ausnahmezustand), in die man „flüchtet“, um einem sorgenvollen Alltag für eine Weile zu entkommen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – lesen hören: einen geistlichen Besuch erhalten;
– feiern: in wichtigen Unternehmungen wird man Glück haben, wenn man auf das Wohl seiner Mitmenschen nicht vergißt;
– Meßwein trinken: man sollte sich vor Maßlosigkeit und Unbedachtheit hüten.
(europ.) : – eine kirchliche sehen oder beiwohnen: bedeutet, daß man sich im Leben nach den guten Werken seiner Vorfahren richten soll;
der Alltag verläuft reibungslos und das Fortkommen im Beruf ist gesichert; manchmal bedeutet sie auch eine Versuchung;
– lesen hören: Glück in Unternehmungen.
(ind. ) : – beiwohnen: dein Fortkommen ist ohne Hindernis.
Messe
(Waren, Produkte)
Psychologisch:
Auch im Traum ein Sinnbild für Kommunikation, Austausch von Interessen und Werten, neuen und erfolgversprechenden Kontakten. In der
traditionellen Deutung: Wohlstand.
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einer Warenmesse sein: verheißt Anknüpfung neuer Verbindungen nützlicher Art; gutes Zeichen für künftiges Wohlergehen.
Messen / Messungen
Allgemein:
Messen kann zu mehr Anstrengungen und Mut auffordern, um einen Gegner auszuschalten. Allgemein stehen dahinter Vorsicht, Mißtrauen und
Kritikfähigkeit, die man mehr einsetzen sollte.
Psychologisch:
Falls man von Messungen träumt, die die Berechnung von Längen, Temperatur oder Durchflußmenge erfordert, stehen diese in direkter Beziehung
zu Versuchen, die eigenen Gefühle zu beherrschen und einzuordnen. Einer der deutlichsten Hinweise dieser Art ist das Auftauchen eines Barometers
oder Thermometers im Traum, denn diese Instrumente messen Luftdruck- und Temperaturschwankungen. Stieg das Thermometer im Traum? Hatte
man sich für jemand oder etwas erwärmt? Oder kochten die Gefühle gar über? Hatte man Fieber? Stieg oder fiel das Barometer und zeigte dadurch
stürmisches Wetter oder Windstille an? Ein solcher Traum ist nicht unbedingt eine Vorhersage – d.h. er bedeutet nicht, daß man seinen „kühlen
Kopf“ verliert oder daß stürmische Zeiten bevorstehen. Er könnte vor einer Wendung der Dinge im Wachleben warnen, die eintreten würde, wenn
man sich nicht vorsieht. Mit etwas Übung sollte man solche Hinweise für eine Änderung des Verhaltens nutzen können, Ruhe zu bewahren und
damit den Sturm zu umschiffen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas abmessen: deine Bemühungen um Verbesserung deines Haushaltes werden nutzlos sein.
(europ.) : – etwas abmessen: hat die Vorbedeutung einer guten Nachricht und eines erfolgreichen Vorhabens; in einer Sache ist man
mit Recht vorsichtig oder mißtrauisch;
– an einem selbst: man wird von jemandem auf Herz und Nieren geprüft werden, ohne es unbedingt selbst zu bemerken;
– sich mit jemandem: man wird einen Rivalen oder Nebenbuhler haben.
(ind. ) : – etwas: du bist von bösen Menschen und/oder von Spionen umgeben.
(Siehe auch „Maß“)
Messer
Allgemein:
Assoziation: – Aggression; Abtrennen; Wut.
Fragestellung: – Was möchte ich herausschneiden?
Ein Instrument zum Schneiden symbolisiert im Traum Teilung und Spaltung. Wenn der Träumende ein Messer benutzt, so tut er dies zu seiner
Befreiung oder um sich von einer Beziehung abzutrennen. Wird er mit einem Messer angegriffen, steht dies für Personen, die sich dem Träumenden
gegenüber aggressiv verhalten. Im Traum einer Frau symbolisiert das Messer ihre Angst vor Gewalt und Penetration; im Traum eines Mannes
hingegen hebt es seine Aggression hervor. Messer bringt unreife Sexualität zum Ausdruck und warnt davor, sie ungezügelt durchbrechen zu lassen.
Auch Streit, Risiken, Mißerfolge oder Trennungen können dadurch angekündigt werden.
Psychologisch:
Werkzeug zum Zerschneiden und Zerteilen; übersetzt: des Analysierens und Differenzierens. Man kann ja jemanden schneiden, das heißt, ihn nicht
mehr beachten; man teilt die Verantwortung, hat mithin das Bedürfnis, nicht alles allein zu machen; man schneidet etwas an, um daraus zu lernen;
man teilt sich einem anderen mit, um ihn von sich zu überzeugen. Nach Freud hat das Messer wie alles, mit dem man schneiden oder sich stechen
kann, phallisch-sexuelle Bedeutung. Wer also im Traum ein solches Schneidewerkzeug nur sieht, will sich hemmungslos ins Triebleben stürzen; wer
es wetzt, wird in Versuchung kommen, den Partner zu betrügen. Diese Bedeutung kommt ihm aber nur in den seltensten Fällen zu. Als Waffe kann

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es Neigungen zur Aggression ausdrücken, die dem Träumenden meist gar nicht bewußt sind. Wird im Traum jemand mit einem Messer verfolgt, liegt
dem keine Tötungs- oder Vergewaltigungsmotivation zugrunde. Das Unterbewußtsein möchte dem Träumenden ein Problem aufzeigen. Schafft es
der Träumende im nächsten Traum seinem Verfolger das Messer aus der Hand zu nehmen, sich also seinem Problem zu stellen, kann sich der
Angreifer plötzlich in etwas Unerwartetes verwandeln und dem Träumenden so die Lösung geben, die das Traumbewußtsein dem Träumenden
eigentlich mitteilen will. Das Messer weist also im Traum eher darauf hin, daß der Träumende sich ein Problem bewußt machen soll. Die Art des
Messers im Traum kann von Bedeutung sein. Ein Besteckmesser beispielsweise muß anders gedeutet werden als ein Taschenmesser. Das
Besteckmesser steht im Zusammenhang mit einem Essen oder mit Nahrungsaufnahmen, während das Taschenmesser in allen möglichen Situationen
dienlich sein kann.
Spirituell:
Das Messer im Traum ist ein Symbol der Teilung und Trennung. Das wesentliche Opferinstrument, aber auch Mittel der Exekution wie Tod, Gericht
und Rache.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: in mißliche Verhältnisse geraten;
zeigt die Trennung von einem Menschen, mit dem man im guten Einvernehmen gestanden hat;
– damit schneiden: deine Arbeiten werden keinen großen Erfolg haben;
– sich damit verwunden: krank werden; Streit zu Hause;
– auf dem gedeckten Tisch liegen sehen: man kann auf die Treue seiner Freunde zählen;
– verlieren: Verlust im Geschäft.
(europ.) : – Ausdruck eines primitiven, gefährlichen Kraftdurchbruchs; meist sexuell auszulegen; üble, schädigende
Nachreden; Trennung, Streitigkeiten sowie Verluste; Warnt vor Verrat und Betrug;
– sich damit schneiden: eine Täuschung oder Enttäuschung wird eintreffen;
– sich mit einem stumpfen schneiden wollen und nicht können: bedeutet das Mißlingen eines Vorhabens;
– sehr groß sehen: man wird in unerfreuliche Vorfälle hineingezogen werden, zum Teil ist man selber daran schuld;
– großes Schlachtmesser sehen: Warnung vor einer Gefahr;
– Rasiermesser: bedeutet Ärger im Familienkreis;
– und Gabel oder Haushaltsgeräte sehen: man wird eingeladen werden und selbst Gäste bekommen;
– wetzen: bedeutet Zank und Streit;
– wenn mehrere Klingen gekreuzt sind: Zwistigkeiten;
– rostige: bedeuten Unzufriedenheit; Probleme in der Familie und Trennung von Liebespaaren;
– ein sehr scharfes sehen: man wird bald vor einer sehr schweren Entscheidung oder Trennung gestellt werden;
– scharfe, auf Hochglanz polierte: kündigen Sorgen an; man ist stets von Widersachern umgeben;
– kaputte: verheißen Niederlagen im Geschäft und in der Liebe;
– mit einem verletzt werden: bringt Schwierigkeiten zu Hause, vor allem mit ungehorsamen Kindern; Unverheirateten droht Schande;
– mit einem auf eine Person einstechen: prophezeit einen niederträchtigen Charakter; man sollte einen
größeren Gerechtigkeitssinn entwickeln.
(ind. ) : – kaufen: du wirst unverhofft und leicht zu einem Vermögen gelangen;
– sehen: Verleumdung folgt dir auf der Stelle;
– finden: wäge deine Worte;
– damit schneiden: du wirst deinen Vorteil wahrnehmen;
– damit schnitzen: du bist unbeständig;
– verrostet: Verlust;
– sich damit schneiden: du bist ungeschickt;
– wetzen (schleifen): du wirst Streit bekommen;
– geschenkt erhalten: man wird dich zu Tische laden.
(Siehe auch „Degen“, „Gewehr“, „Waffen“)
Messing
Allgemein.
Messing ermahnt, sich in einer konkreten Lebenssituation nicht von äußeren Schein täuschen zu lassen.
Psychologisch:
Wie die meisten Metalle gilt auch Messing (oder ein Gegenstand daraus) als Symbol für Erfolg und Wohlstand – oder dem Wunsch danach. In der
traditionellen Deutung: falsche Freunde (Messing für Gold).
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf Neid und Mißgunst.
(europ.) : – verheißt schnellen beruflichen Aufstieg, doch trotz einer scheinbar soliden Position befürchtet man insgeheim, vom Glück verlassen
zu werden; auch: ein Auge auf die Bekanntschaften halten, damit man nicht von einem falschen Freund unglücklich gemacht wird;
– Messingsachen: verheißen Zwistigkeiten – ja blanker, desto schärfer der Streit; der Schein trügt;
– schmelzen: bedeutet Gewinn.
(ind. ) : – sehen: du wirst mit deiner Frau in Streit geraten.
Messingdraht
Volkstümlich:
(arab. ) : – biegen: du wirst mit Künstlern Bekanntschaft machen.
Messinggeschirr
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst gute, treue Dienstboten haben.
Meßlatte
Psychologisch:
Ein eindeutig zweideutiger Männer-Traum.
Meßner
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Hochzeit.

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Met
Allgemein:
Met (Honigwein) fordert zur Versöhnung in einem Streit auf.
Volkstümlich:
(arab. ) : – trinken: du wirst Freundschaft schließen.
(ind. ) : – trinken: du wirst dich mit deinem Feind wieder versöhnen.
Metall
Assoziation: – Beständigkeit; Steifheit; Entschlossenheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben muß ich meinen Standpunkt wahren?
Allgemein:
Die meisten Metalle haben symbolische Bedeutungen. Gold stellt die Sonne dar, Silber den Mond, Quecksilber den Merkur, Kupfer die Venus, Eisen
den Mars, Zinn den Jupiter und Blei den Saturn. Metall versinnbildlicht manchmal Wohlstand, häufiger aber Beständigkeit, Härte und konsequentes
Handeln. Ein Metall im Traum stellt die Einschränkung in der realen Welt dar. Andererseits kann es auch auf die grundlegenden Fähigkeiten und
Einstellungen oder aber auf emotionale Steifheit und Gefühlshärte verweisen.
Psychologisch:
Allgemein (und traditionell) auch im Traum Symbol für Wertbeständigkeit, Reichtum, materiellen Erfolg (siehe Gold, Messing usw.) Außerdem
kommt in Träumen auch noch die sprachgebräuchliche Symbolik ins Spiel: Jemand zeigt „eisernen Willen“, andere sind „von bleierner Angst“
gelähmt. Man kann quicklebendig wie Quecksilber sein – oder „eiserne Prinzipien“ haben. Es ist nicht alles Gold, was glänzt – und im silbernen
Mondschein werden romantische Gefühle wach – usw. Die Traumdeutung liegt häufig in diesen allgemein bekannten Vergleichsbegriffen. Von einem
puren Stück Metall träumt man sicher nicht so oft- es sei denn von einem Goldbarren: Das ist der Traum vom Reichtum – in der REM- Phase wie im
wirklichen Leben.
Spirituell:
Auf dieser Ebene repräsentieren Metalle spirituelle Elemente.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: bedeutet je nach seinem größeren oder geringeren Wert mehr oder weniger namhaften Gewinn.
(europ.) : – bedeutet im allgemeinen Reichtum.
(Siehe auch einzelne Metalle wie „Gold“, „Silber“)
Metallegierung
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird sich aufgrund von Komplikationen über das Geschäft ärgern;
– Träumt eine junge Frau von Metallegierungen, werden Kummer und Ärger jede Freude überschatten.
Metamorphose
Psychologisch:
Sie scheint darauf hinzuweisen, daß man sich nach einer Verbesserung sehnt (dies gilt vor allem, aber nicht nur für Frauen).
(Siehe auch „Raupe“, „Schmetterling“, „Verwandlungen“)
Meteor
Allgemein:
Ein Sinnbild für die plötzliche, zündende Idee – für den Gedankenblitz, der „einschlägt“ wie ein Meteor. In der traditionellen Deutung galt der Meteor
als Himmelsbote, der den Träumer den Weg zur geistlichen Berufung, zur Erleuchtung weisen kann.
Psychologisch:
Wie Sternschnuppen symbolisieren Meteore das Aufblitzen der Gedanken, die uns frei machen. Sie weisen auf den Verstand hin, den wir
entschlossen einsetzen sollten, wenn sich uns etwas Gravierendes entgegenstellt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: unverhoffte Zufälle; meist Glück und Freude.
(europ.) : – sehen: appelliert an Schlagfertigkeit des Träumenden, er muß das sich ihm unverhofft bietende
Glück mit fester Hand halten, sonst muß man auf mögliches Unglück und Leid gefaßt sein.
(ind. ) : – sehen: unverhofftes, aber kurzes Glück.
(Siehe auch „Komet“)
Metermaß
Volkstümlich:
(europ.) : – verspricht ein Geschenk.
(ind. ) : – sehen: man wird gegen dich eine gerichtliche Untersuchung anstellen.
(Siehe auch „Maß“, „Maßband“)
Metro (Siehe „U-Bahn“)
Metzger
Artemidoros:
Schlachter auf dem Markt, die Fleisch zerhacken und zum Kauf anbieten, sind Vorboten von Gefahren. Kranke raffen sie schnell dahin, weil sie mit
Leichnamen zu schaffen haben und diese weder ganz noch heil lassen, sondern zerstückeln. Reichen prophezeien sie außer Gefahren noch Verluste,
weil ein solcher Fleischhacker das Fleisch unter die Leute bringt. Deshalb jagt er ängstlichen Gemütern einen noch größeren Schrecken ein, doch
befreit er wegen des Zerteilens und Zerhackens von Schulden und Fesseln.
Allgemein:
Metzger kann materialistische Einstellungen, Gefühlskälte oder Gefahren anzeigen, zuweilen auch Angst und Aggressivität.
Psychologisch:
Ein blutiges Gewerbe haben sie. Ihr Auftauchen im Traum ist ein Gefahrenzeichen. Irgend jemand oder etwas droht, Ihre Pläne gewaltsam zu
vereiteln. Es kann sich aber auch eine Erkrankung so bemerkbar machen. Metzger von Beruf müssen das Bild natürlich individuell auf Grund ihrer
persönlichen Erfahrungen deuten.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Warnung vor Gefahr, Verlust und schlechten Einflüssen; mißliche Verhältnisse erdulden;
– einen schlachten sehen: du wirst in einen falschen Verdacht geraten;
– selbst sein: man läuft Gefahr, gewisse Charaktereigenschaften anzunehmen, die man früher verachtet hat.
(europ.) : – Warntraum; es droht unbestimmte Gefahr, oft durch Krankheit;
– sehen oder mit ihm verkehren: Warnung vor eigener Hartherzigkeit oder Unnachgiebigkeit,
da man sich sonst selbst etwas zerstören wird; auch: jemanden wiedersehen, den man lange nicht gesehen hat;
– bei der Arbeit sehen: man wird es mit hartherzigen Menschen zu tun bekommen, durch die eine Trennung oder
Entfremdung eintreten wird;
– bei zerlegen von Fleisch sehen: man wird im Licht der Öffentlichkeit stehen; Vorsicht beim Verfassen von Schriftstücken;
– bei der Rinderschlachtung sehen: man sollte sich auf eine langwierige und schlimme Krankheit in der Familie einstellen.
(Siehe auch „Schlachter“)
Meuchelmörder
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird lange leben.
Meuterei
Psychologisch:
Ein Traumsymbol, das sehr ernst zu nehmen ist. Seelenkräfte meutern, sie lehnen sich auf. Die Seele hat gemerkt, daß das Leben in falsche Bahnen
gelenkt wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – die Unternehmungen werden einem zu merkwürdige Gesellschaft führen; halte Deine Versprechen und mache keine Unüberlegten.
Mickymaus
Allgemein:
Mickymaus steht für ein kindlich-fröhliches Gemüt, Naivität und vorhandene Unreife.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird sich einem kindlichen und fröhlichen Vergnügen hingeben.
Mieder
Psychologisch:
Etwas Einschnürendes, das die Luft wegnimmt. Das kann in Männerträumen das Mieder einer hübschen Frau sein, das dem Träumer die Luft
abschnürt; übersetzt: Er wird sich im Wachleben heftig verlieben. In Frauenträumen kann dieses Traumbild die Atemlosigkeit symbolisieren, mit der
sich die Träumende oder eine andere Person in (Liebes-) Abenteuer stürzt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: deine Eitelkeit wird dich lächerlich machen.
(europ.) : – sehen: bedeutet, daß man für seine Neugierde bestraft werden wird; man wird von lästig gewordenen „Fesseln“ erlöst werden;
– selbst tragen: deutet auf eine vergebliche Anstrengung hin;
– ablegen: bedeutet Befreiung von einem Leiden;
– trägt ein hübsches Mädchens ein Mieder: kündigt Enttäuschungen mit einem weiblichen Wesen an.
(Siehe auch „Korsett“)
Mieten
Allgemein:
Im Traum Miete zu bezahlen bedeutet, persönliche Verantwortung zu übernehmen. Der Träumende ist bereit, für sich selbst zu sorgen und
Verantwortung für den Menschen zu übernehmen, der er ist. Wenn der Träumende selbst eine Mietzahlung erhält, weist dies darauf hin, daß er ein
Geschäft begonnen hat, welches sich zu seinem Vorteil entwickelt. Macht man sich Sorgen, weil man die fällige Miete oder Hypothek nicht mehr
zahlen kann, dies aber in Wirklichkeit gar kein Problem ist, lenkt der Traum die Aufmerksamkeit auf eine schwere Last, die auf einem drückt.
Psychologisch:
Es kommt die Zeit, da der Träumende Raum für sich schaffen muß, um sein Potential ausschöpfen zu können. Das Zahlen von Miete erlaubt ihm
dies. Im Traum steht das Bezahlen von Miete für unabhängiges Handeln.
Spirituell:
Aus spiritueller Sicht muß der Mensch den richtigen Umgang mit Geld und Werten erst neu erlernen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine Wohnung: Verschlechterung deiner Verhältnisse;
– eine Dienstperson: guter Geschäftsgang.
(europ.) : – ein Haus mieten: verheißt gewinnbringende Geschäfte;
– nicht schaffen, Wohnraum zu vermieten: deutet auf geringe geschäftliche Aktivität hin;
– Miete zahlen: die finanziellen Interessen werden sich positiv entwickeln;
– Miete nicht zahlen können: man wird sinkende Einnahmen zu beklagen haben; Freizeitvergnügen wird sich nicht auszahlen.
Mieter
Allgemein:
Wenn der Träumende sich in seinem Traum als Mieter sieht, läßt dies darauf schließen, daß er auf einer bestimmten Ebene die Verantwortung für
seinen Lebensraum nicht übernehmen will. Hat der Träumende selbst einen Mieter, dann symbolisiert dies, daß er bereit ist, einen anderen Menschen
Zutritt zu seinem Lebensraum zu gewähren. Dies kann auf die Bereitschaft zu einer Beziehung hinweisen.
Psychologisch:
Da ein Mieter eine Person ist, mit der man eine geschäftliche Beziehung eingegangen ist, kann der Träumende erkennen, wie er solche Geschäfte
handhabt. Ist der Träumende ein Mann und der Mieter eine Frau, dann repräsentiert sie seine Anima. Im umgekehrten Fall verkörpert der Mieter
ihren Animus.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene können Mieter im Traum für die Einzelpersönlichkeiten des Träumenden stehen, die zu einer ganzheitlichen Einheit
zusammengefaßt werden müssen.

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Volkstümlich:
(europ.) : – sieht der Vermieter seinen Mieter: weist die auf Ärger und Spannungen hin;
– ist ein Vermieter selbst Mieter: sagt dies Verluste bei Geschäften voraus;
– zahlt ein Mieter Geld: man wird bei seinen Unternehmen Erfolg haben.
(Siehe auch „Untermieter“)
Mikrophon
Assoziation: – Kommunikation.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, die Stimme zu erheben und etwas auszusprechen?
Allgemein:
Mikrophon deutet man wie Lautsprecher vor allem als Mitteilungs- und Geltungsbedürfnis. Ein symbolischer Hinweis darauf, daß man etwas nicht
für sich behalten, sondern „öffentlich mitteilen“ sollte – auch wenn es nicht ganz einfach (und eventuell peinlich) wird.
Psychologisch:
Es weist darauf hin, daß man im Wachleben etwas aufnehmen soll, das einem nützt, oder man braucht Hilfe, um sich seinen Mitmenschen besser
verständlich zu machen. Wollen Sie Ihrer Umwelt etwas sagen? Oder war das Mikrophon defekt? Wer oder was hindert Sie daran es auszusprechen?
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: in einer bisher geheim oder für sich behaltenen Sache soll man ruhig mit der Sprache herausrücken;
– in eines hineinsprechen: man wird Gelegenheit haben, sich etwas vom Herzen zu reden.
(Siehe auch „Lautsprecher“)
Mikroskop
Allgemein:
Im Traum verweist das Mikroskop darauf, daß der Träumende die Einzelheiten einer Angelegenheit genau betrachten muß. Vielleicht sollte er sich
mehr Zeit für die Innenschau nehmen, wenn er ein persönliches Ziel erreichen will. Mikroskop macht nach alter Traumdeutung auf Betrug und
Täuschung aufmerksam. Allgemein kann es Sensibilität und Einfühlungsvermögen anzeigen.
Psychologisch:
Im Traum ist es möglich, Details viel genauer zu betrachten als im Wachzustand. Der Geist darf zwar durchaus kreativ sein, aber manchmal muß er
über ein Problem auch wissenschaftlich und logisch nachdenken. Das Mikroskop als Traumsymbol hebt dies ins Bewußtsein des Träumenden.
Umschreibt das Erkennen von Kleinigkeiten, die sehr wichtig werden könnten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht das Mikroskop im Traum für Innenschau.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hindurch sehen: Verborgenes wirst du nicht entdecken;
– sehen: Kleinigkeiten werden dich ärgern.
(europ.) : – besagt, daß man Mittel besitzt, andere zu beherrschen und für sich zu gewinnen oder Familienzuwachs;
auch: sagt das Mißlingen von geschäftlichen Aktivitäten oder kleinere Gewinne voraus.
(ind. ) : – man will dich betrügen.
(Siehe auch „Lupe“)
Mikrowellenherd
Assoziation: – beschleunigte Zubereitung.
Fragestellung: – Warum habe ich es so eilig?
Volkstümlich:
(europ.) : – in einem das Essen bereiten: man wird sehr bald unerwartete und ungewollte Gesellschaft bekommen.
Milben
Volkstümlich:
(ind. ) : – dein Glück wird durch Neider gestört.
Milch
Assoziation: – mütterliche Liebe; Ernährung; Güte.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir gibt und sucht nach Nahrung?
Artemidoros:
Sodann gehen manche Dinge, die Gefäße betreffen, auf unterschiedliche Weise in Erfüllung. So bringt z.B. Milch in einem Melkkübel Gewinn, in
einem Wasserbecken dagegen ist sie das Symbol von Schaden (Gedanke der Sympathie; So nimmt im Volksglauben eine Kuh Schaden, wenn eine
ungeeignete Person, z.B. eine menstruierende Frau, von deren Milch trinkt; denn Milch bleibt auch nach dem Abmelken noch in sympathetischer
Beziehung zum Tier; so muß man darauf achten, daß die Milch nur in bestimmte Gefäße kommt); denn niemand würde sich dann noch an ihr laben.
Das Gegenteil aber von Gebrauchen ist das Nichtgebrauchen, woraus Schaden entsteht.
Allgemein:
Milch kann für Mütterlichkeit, Selbstlosigkeit und Mitgefühl stehen; vielleicht muß man sich davor hüten, von anderen ausgenützt zu werden.
Allgemein verheißt sie Glück, Erfolg und Wohlstand.
Psychologisch:
Hat immer eine gute Bedeutung, ist das Symbol der Uneigennützigkeit, durch die einem die Herzen zufliegen und manchmal auch das Geld, das uns
wohlwollende Mitmenschen wegen unserer Charakterhaltung gern spenden werden. Milch ist geistige und seelische Nahrung, die uns im Traum mit
dem Hinweis des Unbewußten verabreicht wird, daß es gerade jetzt an der Zeit wäre, unser Wissen zu mehren. Wer im Traum Milch trinkt, macht
sich überall beliebt; wer sie aber verschüttet oder anbrennen läßt, der macht sich über ein Problemchen viel zu viel Gedanken.
Spirituell:
Sowohl ein körperliches als auch ein geistiges Nahrungsmittel.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf dauerhafte Gesundheit;
– einkaufen: die Zukunft wird sorgenfrei sein und vielleicht Nachwuchs bringen;
– abkochen und überlaufen lassen: durch Unachtsamkeit wirst du zu Schaden kommen;
– trinken: deine Krankheit wird nach und nach verschwinden;
– verschütten: hüte dich vor einem unglücklichen Zufall; übereiltes Handeln wird Nachteile bringen;

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– sauer gewordene: man hat mit plötzlich auftauchende Schwierigkeiten zu rechnen,
die jedoch leicht überwunden werden können.
(europ.) : – oft als Sexualsymbol, sonst wie Wasser zu bewerten: gut, wenn sie klar, gefährlich, wenn sie trüb ist;
– sehen: gilt als ein Sinnbild der Unschuld; unschuldiges Vergnügen oder eine reine Freude erleben;
– Milch im Überfluß sehen: bedeutet Reichtum und Gesundheit;
– trinken: bedeutet, daß man durch sein kindliches Denken überall Freunde finden wird; man wird sich
durch etwas sehr beliebt machen; auch: man darf auf Wohlstand und Harmonie hoffen; eine Reise wird
großen Spaß machen; vor allem für Frauen ein gutes Zeichen;
– vergeblich versuchen, sie zu trinken: man muß damit rechnen, einflußreiche Freunde zu verlieren oder
irgendeine andere schmerzhafte Einbuße zu erleiden;
– ein Topf voller Milch: kündigt lieben Besuch an;
– jemand anderem reichen: gutes Zeichen für Liebende;
– vergießen: deutet auf vorübergehendes Herzleid ohne wesentlichen Grund;
– verschütten: man muß auf einem mittelschweren Verlust oder auf Probleme von Freunden gefaßt sein;
– heiße Milch: man wird in einen Streit verwickelt, der gut für einem ausgeht;
– überkochen lassen: man macht sich unnötige Gedanken über etwas;
– saure: bringt Ärger und Verdruß;
– eine Kuh melken: Wohlstand; bei einem Beginnen wird man viel Glück und Erfolg haben;
– in den Brüsten haben: bedeutet bei jungen Frauen Schwangerschaft, bei alten materielle Gewinne;
– Milchspeisen zubereiten oder essen: verkündet vorteilhafte Veränderungen;
– selbst verkaufen: das Schicksal meint es besonders gut mit einem;
– weggeben: man ist zu mildtätig, denn man selbst ist auch wichtig;
– in Milch baden: man darf sich über Wohlstand und phantastische Freunde freuen.
(ind. ) : – kaufen: du wirst Freude erleben;
– trinken: sei sparsam;
– tragen: du wirst viel Geld erhalten;
– verschütten: Schaden durch Übereilung;
– überlaufen lassen: du hast Feinde;
– verschenken: gesegnete Häuslichkeit;
– selbst in der Brust haben: Reichtum.
(Siehe auch „Brust“, „Kuh“, „Melken“, „Nahrung“)
Milcheimer
Volkstümlich:
(europ.) : – gefüllte tragen: ist ein Zeichen für gute Nachrichten über eine Geburt.
Milchfrau
Volkstümlich:
(arab. ) : – Streitigkeiten.
Milchmann
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast Zärtlichkeiten zu dulden, die dir unangenehm sind.
Milchpudding
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas zu süß oder fad: mit dem erhofften Glück wird es nichts; Ärger und Probleme warten auf einem;
– Ißt eine verheiratete Frau Milchpudding oder kocht diesen, wird sie einem unerwarteten Gast Gesellschaft leisten müssen.
– Eine junge Frau könnte einem Fremden begegnen, der ihr zu einem guten Freund wird.
Milchspeise
Volkstümlich:
(arab. ) : – Veränderung in deinen Verhältnissen.
Milchtopf
Volkstümlich:
(europ.) : – deine Arbeit wird durch Fleiß Erfolg erringen;
– ein voller: kündigen Besuch an;
– aus dem Topf trinken: Freude.
(ind. ) : – sehen: unerwarteter Besuch kommt ins Haus.
Militär
Assoziation: – Arbeit an der Aggression.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben werde ich bedroht? Was stärkt mich?
Allgemein:
Militär (Soldaten) deuten altindische Traumbücher als Angst oder bevorstehende Aufregungen. Oft kommen darin auch sexuelle (teils
masochistische) Bedürfnisse zum Vorschein.
Psychologisch:
Das Traumbild von militärischen Anlagen oder Soldaten ist dem des Helden ähnlich. Es steht für den Drang des Träumenden nach Geltung,
Selbstbestätigung und Abenteuer. Ebenso kann sich darin Aggressivität und unreife Männlichkeit des Träumenden ausdrücken. Wird der Traum bzw.
die Traumhandlung als unangenehm empfunden, will der Träumende genannte Eigenschaften ändern und sich weiterentwickeln. Wer im Traum beim
Militär ist und dort strammstehen muß, hat im Wachleben vielleicht eine schlechte Haltung, sollte mehr Disziplin beweisen. Wer als ehemaliger
Soldat vom Militär träumt, steht oft vor irgendeiner Prüfung oder einem Ereignis, bei dem er sich als durchsetzungsfähig erweisen muß.
Längerdienende Soldaten träumen übrigens meist nicht vom Militär, weil es wohl zu ihrem Alltagsleben gehört und deshalb aus ihren Traumbildern

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verbannt ist. Die Meinung einiger Psychoanalytiker, daß bei Frauen, die vom Militär träumen, Vergewaltigungswünsche dargestellt würden, die sie
im bewußten Leben aus moralischen Gründen unterdrücken, halten wir denn doch für ziemlich weit hergeholt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ausrücken sehen: Beginn kriegerischer Ereignisse;
– einrücken sehen: baldiger Friedensschluß;
– ins Quartier bekommen: schwere Lasten ertragen müssen.
(europ.) : – bei Frauen oft sexueller Vergewaltigungswunsch; hier ist aber besonders auf die Eigendeutung zu achten;
– verkündet Angst, Not, Trübsal sowie Verlust von Familienmitgliedern oder Vermögen;
– militärische Aufmärsche sehen: in den folgenden Wochen drohen viele Aufregungen, vielleicht sogar Angst und Gefahren;
höchste Vorsicht ist geboten.
(ind. ) : – sehen: Aufregung, Angst und Not;
– fremdes marschieren sehen: es werden sich seltsame Dinge im Land ereignen.
(Siehe auch „Krieg“, „Mobilmachung“, „Soldat“, „Uniformen“, „Waffen“)
Millionär / Million
Allgemein:
Im Traum kann man Millionär sein, auch wenn man im Wachleben ein armer Schlucker ist. Hier will wohl das Unbewußte darauf verweisen, daß der
Reiche nicht mehr ist als der Arme – denn keiner kann sein Reichtum mit ins Grab nehmen. Der Millionärstraum schenkt also dem wenig Begüterten
die Hoffnung, daß es bei ihm eigentlich besser werden kann. Übrigens kommen Millionenverdienste oder -gewinne zwar in Wunschträumen vor, sind
aber kaum realitätsbezogene Vorahnungen.
Psychologisch:
Einer der ältesten Wunschträume, aber es ist nie reales Geld gemeint! Die Seele möchte aus dem Vollen schöpfen, aber dadurch auch beneideter
Mittelpunkt sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst sein: bald finanziellen Schaden erleiden;
– als einer seinen Mitmenschen gegenüber freundlich und großzügig verhalten: der Schaden wird sich in Grenzen halten;
– sich als einer anderen gegenüber geizig verhalten: man wird erhebliche Verluste einstecken müssen.
(europ.) : – sehen: bedeutet eine Täuschung oder Enttäuschung;
– selbst Millionär sein: bringt Armut oder Verschlechterung der Lage.
Millionengewinn
Psychologisch:
Leider kein Wahrtraum, sondern die Aufarbeitung realer Existenzsorgen, von denen man sich im Traum „erholen“ kann.
Milz
Artemidoros:
Die Milz bedeutet die Vergnügungen, das Lachen und den Hausrat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du erregst Anstoß durch dein Betragen.
(Siehe auch „Eingeweide“)
Mimose
Psychologisch:
Die sprichwörtlich zarte, empfindliche Blüte der Silberakazie gilt als typisches Symbol besonderer Sensibilität, aber auch für kapriziöse Launen,
Stimmungsschwankungen und Überempfindlichkeit – eben für „mimosenhaftes Verhalten“.
Mine / Minenfeld
Allgemein:
Wenn man von einem Minenfeld träumt, verweist das vermutlich auf ein Wachleben voller Schwierigkeiten und Gefahren hin. Der Traum reflektiert
entweder die Sorgen, oder er gibt einem Winke (und dies ist wahrscheinlicher), wie man damit umgehen soll – den Rat eines Fachmanns einholen
und vorsichtig auftreten. Welche Gefühle hatte man im Traum? War man besorgt und ängstlich, oder fühlte man sich zuversichtlich? Trat man gerade
auf eine Mine, als man erwachte?
Psychologisch:
Sinnbild einer „explosiven“ Situation, in der jeden Moment mit einem negativen Knalleffekt zu rechnen ist. Ein häufiger Traum in einer realen
Konfliktsituation, in der man so lange wie möglich versucht, den „Gegner“ nicht zu provozieren, weil man seine Überreaktion und die Konsequenzen
fürchtet.
(Siehe auch „Explosion“)
Minen
(Bergbau)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verheißt erfolgreiche Geschäfte;
– in einer sein: man wird in seinen Angelegenheiten versagen;
– Eigentümer einer sein: prophezeit Wohlstand.
(Siehe auch „Bergbau“, „Zeche“)
Mineralien
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Wissen ist gering.
(europ.) : – die derzeitige düstere Perspektive wird sich sofort aufhellen;
– über mineralhaltiges Land gehen: verkündet Kummer, dem man entflieht und sich im eigenem Umfeld davon erholt.
(ind. ) : – sammeln: dein Wissen ist für das, was du vorhast, zu gering.

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Mineralwasser
Allgemein:
Mineralwasser kann vor finanziellen Risiken und Verlusten warnen oder ein prickelndes, flüchtiges erotisches Abenteuer ankündigen.
Volkstümlich:
(europ.) : – stilles trinken: man wird eine harmlose und billige Freude erleben; auch: Anstrengungen werden vom
Glück begleitet; man bekommt reichlich Gelegenheit, seine Wünsche in die Tat umzusetzen;
– stark sprudelndes: eine Freude wird einer besonderen Pikanterie oder eines besonderen Reizes nicht entbehren.
(ind. ) : – achte auf dein Vermögen.
Minigolf
Psychologisch:
Gilt als Sinnbild für Ehrgeiz und Wettbewerbsdenken in kleinem Rahmen.
Minister
Assoziation: – Arbeit am Mitgefühl oder der Fürsorglichkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mehr Verständnis zu zeigen?
Psychologisch:
In diesem Traum spiegelt sich Ihre Einstellung zu Einfluß und Macht wider. Wenn Sie sich selbst in Ministerposition erlebten, legen Sie größten
Wert auf Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung. Sie tragen auch gern Verantwortung – allerdings neigen Sie gelegentlich auch zur
Selbstüberschätzung und „Selbstausbeutung“ – das heißt ein 16-Stunden- Arbeitstag ist für Sie keine Zumutung, sondern eine „liebe Gewohnheit“.
Ein typischer Workaholic-Traum. Wenn Sie träumen, in einer untergeordneten Rolle mit einem Minister zuarbeiten, steht es um Ihr Selbstbewußtsein
nicht besonders gut. Sie fürchten und bewundern Menschen, „die es geschafft haben“, so sehr, daß Sie sich ungefragt unterordnen und Ihren Ehrgeiz
immer nur in den Erfolg anderer investieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst von vielen beneidet.
(europ.) : – sehen oder mit ihm verkehren: bedeutet die Erfüllung eines Wunsches;
– sein: es wird einem eine Entscheidung abverlangt werden, für die man nicht gerne die Verantwortung übernimmt;
ein Wunsch wird nicht erfüllt werden.
(ind. ) : – sehen: du kannst mit unverhofften Ehren rechnen.
Ministrant / ministrieren
Psychologisch:
Symbolgestalt für den Wunsch, durch Anpassung und die Einhaltung gesellschaftlicher Spielregeln angenehm aufzufallen – und letztlich doch im
Mittelpunkt des Interesses anderer zu stehen, und sei es durch eine effektvoll gespielte „Nebenrolle“ im Leben. Ein typischer Traum, wenn man
beabsichtigt, „karriereförderlich“ zu heiraten, oder seine Freunde immer unter Leuten sucht, die „im richtigen Moment am richtigen Ort sind“. Unter
dem Motto: Hauptsache, es trägt Zinsen.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird wenig Freude haben.
Minnesänger
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: Schmeichler schaden dir.
Minotaurus
Assoziation: – Verbindung der animalischen und menschlichen Natur.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben ist blinde Impulsivität eine Bedrohung für mich?
Allgemein:
Wenn er im Traum auftaucht, kann dies etwas mit seiner Bedeutung in alter Zeit zu tun haben. Der Minotaurus galt als Sinnbild für den gefährlichen
Trieb, der in uns schlummert. Der Traum selbst spiegelt vielleicht das derzeitige Verhalten oder die Lebenseinstellung wider, ermutigt einem oder rät
einem davon ab.
(Siehe auch „Fabelwesen“)
Minze
Medizinrad:
Schlüsselworte: Beruhigend; angenehm; hilfreich; schmackhaft.
Beschreibung: Es gibt zahlreiche Arten von Minze. Die bekanntesten sind Grüne Minze und Pfefferminze, winterharte Pflanze mit kleinen violetten
Blüten. Minze liefert einen Kräutertee, der vielen Menschen schmeckt und für Kinder ungefährlich ist. Er trägt zur Entspannung bei und reinigt,
stärkt und stimuliert das gesamte Körpersystem.
Allgemeine Bedeutung: Ein angenehmer, freundlicher Teil der Natur; ein Aspekt deines Selbst, dem es Freude bereitet, anderen zu helfen; ein Teil
deines Seins, der entweder beruhigt werden oder andere beruhigen möchte.
Assoziation: Erfrischender Duft, Münze – das Geldstück oder der Ort, an dem Geldstücke geprägt werden.
Transzendente Bedeutung: Gabe eines unspektakulären Gegenstands, der jedoch Werte birgt, die du nicht auf Anhieb erkennst; Gabe von
Gesundheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – Reichtum und Glück.
(Siehe auch „Kranz“)
Mirabelle (Siehe „Pflaume“)
Mischen
Volkstümlich:
(europ.) : – Flüssigkeiten: bedeutet die Verbesserung der Vermögensverhältnisse;
– trockene Sachen untereinander mischen: deutet darauf hin, daß man in nächster Zeit ein Unrecht begehen wird.
(ind. ) : – sei vor einem Betrug gewarnt.

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Mispeln
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: du brauchst die bösen Zungen n icht zu fürchten, sie schaden dir nichts;
– einen Mispelzweig pflücken: man wird bald für seine Neugier de bestraft werden und eine bittere Enttäuschung erleben;
– in der Wohnung aufhängen: es steht eine Hochzeit bevor.
(europ.) : – essen oder sehen: bedeutet, daß du glücklich heiraten wirst.
(ind. ) : – sehen: du wirst in deinen Hoffnungen getäuscht werden; du wirst durch fremde Tücke Schaden leiden;
– (Baumfrucht essen): du wirst einen guten Gatten (Gattin) oder gute Kinder bekommen.
Mißachtung
Volkstümlich:
(europ.) : – jemand die Würde des Gerichts mißachtet: man hat einem Menschen gegenüber geschäftlich oder
gesellschaftlich eine Ungerechtigkeit begangen;
– von anderen entgegengebracht werden: man erringt deren höchste Wertschätzung; ist die Abscheu
jedoch gerechtfertigt, wird man aus geschäftlichen oder gesellschaftlichen Kreisen ausgeschlossen.
Mißbildung
Assoziation: – unerfüllte Erwartung; Enttäuschung.
Fragestellung: – Welchen Teil meines Selbst bin ich zu akzeptieren und zu lieben bereit? Wo in meinem Leben strebe ich nach Perfektion?
Allgemein:
Für einen sonst gesunden Menschen sind Träume, in denen er eine Mißbildung oder Verkrüpplung aufweist, sehr beunruhigend. Die naheliegendste
Deutung solcher Symbole ist die, daß man durch eine Verletzung der Gefühle zum seelischen Krüppel gemacht wurde und daran auch nichts ändern
kann. Hat jemand das Wach-Ich ernstlich verletzt? Auch über das Selbstwertgefühl sollte man nachdenken. Hat man eine schlechte Meinung von sich
selbst und der eigenen Handlungsweise? Fühlt man in seinem Seelenleben eine Mißbildung? Vielleicht sind die Absichten oder Erwartungen an das
Leben irgendwie verbogen. Man denke daran, daß auch eine andere verkrüppelte oder verunstaltete Person im eigenem Traum ein selbst darstellen
kann.
Psychologisch:
Sie träumen, plötzlich einen Buckel, einen verkürzten Arm oder riesige Narben zu haben? Hier teilt sich über die Wahrnehmung von körperlichen
Mißbildungen eine seelische „Verkrüppelung“ mit, die Sie nicht wahrhaben wollen. Sie leiden an neurotischen Ängsten und sind aus dem
Gleichgewicht geraten. Aber Sie tarnen und leugnen Ihr Problem, anstatt etwas dagegen zu tun – und sei es mit therapeutischer Hilfe.
(Siehe auch „Behinderung“, „Lähmung“)
Mißbrauch
Assoziation: – durch Angst ausgelöster Gewaltakt.
Fragestellung: – Welche Ängste verberge ich hinter meiner Wut?
Mißernte
Volkstümlich:
(europ.) : – mahnt zur Geduld und rät zu großer Vorsicht im geschäftlichen und alltäglichen Leben.
Mißgeburt
Psychologisch:
Wer sich selbst im Traum als Mißgeburt sieht, hängt im Wachleben wohl einem krummen Gedanken nach, der ihn in die Irre führen kann. Oft spricht
auch der Neid aus dem Bild der Mißgeburt, daß andere besser dastehen als wir selbst.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du kannst die Heimtücke eines Feindes nicht verhindern.
(europ.) : – neurotischer Traum, der aus Zwangsvorstellungen heraus eine ungesunde Lebensangst bezeugt;
Enttäuschungen aller Art, um so weniger, je solider man wird; um so mehr, je ausschweifender man lebt;
– sehen: verkündet die Enttäuschung einer großen Hoffnung, denn ein nahestehender Mensch enttäuscht einem schmerzlich,
vielleicht mißbraucht er auch das Vertrauen;
– zur Welt bringen: eine befürchtete Enttäuschung wird nicht eintreten.
(ind. ) : – sehen: vertraue dich deinem Schicksal an.
(Siehe auch „Krüppel“)
Mißgeschick
Volkstümlich:
(europ.) : – ein günstiges Zeichen das Wohlstand anzeigt;
– selbst erleiden oder ein nahestehender Mensch: glückhafte Ereignisse im Geschäftsleben
werden sich bei weitem erfolgreicher auswirken, als man erwartet hatte.
Mißhandlungen
Volkstümlich:
(arab. ) : – erleiden: Streit und Zank mit seinen besten Bekannten bekommen.
(ind. ) : – Streit mit Hausgenossen.
Missionar
Allgemein:
War der Traum-Missionar hilfreich und machte einem Mut, oder brachte es gar nichts? War man selbst der Missionar, so gibt man im wirklichen
Leben vermutlich wertvolle Ratschläge und spirituelle Führung. Man sollte aber die übrigen Symbole nicht vernachlässigen, denn sie weisen auf zu
viel oder zu wenig Eifer hin.
Psychologisch:
Es ist ein Traum der glücklich macht. Das Innere möchte sich über den Alltag erheben. Die Träumenden haben den Grundidealismus noch nicht über
Bord geworfen.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – mit ihm zu tun haben: du wirst ein Geschenk erhalten.
(europ.) : – eine Veränderung zu einem interessanten Arbeitsbereich mit treueren Freunden; man soll nicht
unglücklich sein, weil ein falscher Gefährte einem verlassen hat.
(ind. ) : – du sollst, wenn du vom Schicksal etwas verlangst, auch Wohltat üben an deinen Mitmenschen.
Mißtrauen
Volkstümlich:
(europ.) : – einer Person mißtrauen oder mißtraut werden: ist ein schlechtes Omen.
Mist
Artemidoros:
Mist zusammenholen bringt Leuten Vorteil, die von der großen Menge leben oder ein schmutziges Handwerk betreiben; der Mist kommt ja aus
vielen Überresten zusammen und wird von vielen abgeworfen. Von guter Vorbedeutung ist es ferner für Unternehmer öffentlicher Arbeiten oder für
Staatspächter. Glück bringt es einem Armen, wenn er auf einem Misthaufen schläft (Die gute Vorbedeutung dieses Traumes erklärt sich daher, daß
der Düngerhaufen ein wichtiger Träger der Ackerfruchtbarkeit ist und als solcher magische Kräfte besitzt.); er wird großen Besitz erwerben und
scheffelweise Geld einnehmen. Einem Reichen verschafft das Traumgesicht ein hohes Amt oder eine staatliche Auszeichnung, weil alle Bürger etwas
auf den Misthaufen bringen und draufwerfen, so wie sie den Behörden Steuern zahlen und Abgaben leisten. Von einem Bekannten mit Mist beworfen
zu werden ist nicht gut; es bedeutet Feindschaft, Zwietracht und willkürliches Unrecht von seitens dessen, der das tut. Bewirft man selbst einen
anderen mit Mist, zeigt es großen Schaden an.
Allgemein:
Manche Erfahrungen sind schmerzhaft oder schlicht ungesund. Wenn es dem Träumenden nicht gelingt, zu verstehen, was mit ihm geschehen ist,
und dies als Teil seines Wachstumsprozesses zu nutzen, dann werden solche Erfahrungen in seinem Unterbewußtsein abgespeichert und führen später
zu Schwierigkeiten. Diese schlechten Erfahrungen können als Mist oder Dung im Traum erscheinen. Mist deutet man wie Dung als Glückssymbol.
Psychologisch:
Mist stellt vielleicht etwas dar, was sich zerstörerisch auf das Leben des Träumenden auswirken kann. Wenn ihm in seinem Traum beispielsweise ein
Misthaufen an einem unpassenden Ort auffällt, verweist dies darauf, daß es etwas in seinem Leben gibt, was der Träumende zerstört oder dessen
Form er ändern muß, bevor er es richtig nutzen kann.
Spirituell:
Mist kann auch als Auftakt eines spirituellen Zusammenbruchs betrachtet werden. Dies muß nicht unbedingt negativ sein, denn ein Zusammenbruch
ist oft nötig, um einen Wiederaufbau und die Lösungen anstehender Probleme zu ermöglichen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Veränderung der Verhältnisse;
– tragen: Beschwerden zu erdulden haben.
(europ.) : – gilt für großes Glück; vermeidet man es, den Mist zu riechen, so steht der Glücksfall unmittelbar bevor;
– man wird in einer Sache viel Glück haben;
– auf und abladen oder transportieren: durch fleißige Arbeit wird man zu Geld und Erfolg kommen;
– in solchen hineinfallen: man ist ein ausgesprochener Glückspilz und sollte seine Chancen nutzen.
(ind. ) : – laden: deine Freunde wollen dir die Ehre rauben;
– sehen: Krankheit in der Familie;
– damit beschüttet werden: Unglück;
– von Kühen: Gesundheit.
(Siehe auch „Dünger“, „Jauche“, „Kot“, „Misthaufen“)
Mistel
Allgemein:
Gemäß konventioneller Traumdeutung steht der Mistelzweig für eine Zeit der Feiern, der Liebe und der Freundschaft. Besonders häufig scheint
dieses Traumsymbol in der Weihnachtszeit zu sein.
Psychologisch:
Der Mistelzweig symbolisiert „magische Heilkraft“ und „heilsame Liebe“. Als Parasit raubt die Mistel ihrem Wirt die Kraft, entwickelt jedoch selbst
nützliche Eigenschaften. Daher kann sie Beziehungen verbildlichen, in denen ein Partner vom anderen abhängig ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Mistel im Traum die Essenz im Leben dar. Sie ist eine göttliche Heilsubstanz.
Volkstümlich:
(europ.) : – verkünden Glück und große Freuden; für junge Leute ist es ein Omen für angenehmen Zeitvertreib;
im Zusammenhang mit weniger verheißungsvollen Zeichen, tritt an Stelle von Freude Enttäuschung.
(Siehe auch „Blumen“)
Mistgabel
Psychologisch:
Wer mit ihr im Traum hantiert, möchte vielleicht etwas ausräumen, das ihm auf dem Weg zu Reichtum und Wohlstand im Wege steht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du mußt unangenehme Dienste verrichten.
(europ.) : – bedeutet Nutzen; stehen für Kämpfe zur Aufbesserung des Vermögens und für schwere körperliche oder geistige Arbeit;
– von jemand mit dieser angegriffen werden: man hat persönliche Feinde, die einem ohne Skrupel, Schaden zufügen.
(ind. ) : – tragen: du wirst dich lange an einem Ort aufhalten.
(Siehe auch „Jauche“, „Kot“)
Misthaufen
Psychologisch:
Antike Traumdeuter sahen in einem Misthaufen Glück und großen Reichtum voraus, da der Mist wachsen und gedeihen läßt, was reiche Frucht trägt.
Nach heutiger Sicht eher ideell als materiell zu werten.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – viel sehen: großer: Reichtum; großes, langandauerndes Glück;
– sich selbst beim auf- bzw. Abladen sehen: mit Fleiß wird man zu Wohlstand kommen und Achtung erlangen;
– hineinfallen: ein unerwartetes Ereignis wird einem viel Freude bringen.
(europ.) : – es stehen einem Gewinne aus Quellen ins Haus, wo man es wenigsten erwartet hätte; für den Bauern ist dies ein glücklicher Traum,
da er gutes Wetter und Fülle von Pflanzen- und Vieherzeugnissen vorhersagt;
– Für eine junge Frau bedeutet dies, daß sie einen sehr reichen Mann heiraten wird.
(Siehe auch „Mist“)
Mistkäfer
Artemidoros:
Skarabäen, Mistkäfer und Glühwürmchen bringen nur Leuten Nutzen, die ein schmutziges und unehrliches Gewerbe ausüben, allen anderen zeigen
sie Schaden und Stockung der Geschäfte an, besonders Salben- und Gewürzhändlern.
(Siehe auch „Käfer“)
Mitgift
(Aussteuer)
Volkstümlich:
(europ.) : – nicht verdientes Geld zu erhalten, ist ein schlechtes Zeichen.
Mitleid
Volkstümlich:
(europ.) : – empfinden: bedeutet Freude;
– sich selbst bemitleiden: bedeutet eine sinnlose Tätigkeit die zu nichts führt;
– andere bemitleiden: kleinere Ärgernisse; jemand in der Nähe braucht dringend Hilfe;
– bemitleidet werden: bedeutet Demütigung.
Mitra
(Bischofsmütze)
Allgemein:
Mitra auf dem Kopf kündigt nach alter Traumdeutung hohes Ansehen und Ehrungen an.
Volkstümlich:
(ind. ) : – hohe Ehren erwarten dich.
Mittag
Allgemein:
Mittag steht für das gereifte Bewußtsein des Erwachsenen, der sein Leben im Einklang mit sich selbst gestaltet.
Psychologisch:
Ebenso wie die anderen Tageszeiten und Jahreszeiten ist das Traumsymbol des Mittags ein Orientierungshinweis an den Träumenden. Entweder hat
sich der Träumende in der Tagesmitte seinen im Unterbewußtsein verborgenen Problemen genähert oder der Mittag deutet auf die Lebensmitte hin.
Er ist also ein Hinweis auf die Situation, in der wir uns gerade befinden. Da die Sonne zu Mittag am höchsten steht, gibt uns die Tageszeit manchmal
auch den Stand an, auf dem wir uns befinden (nach Mittag geht es möglicherweise wieder bergab!); das bedeutet oft, daß wir nun auf der Höhe
unserer Leistungskraft angelangt sind.
Volkstümlich:
(europ.) : – Symbol für den Ablauf des Lebens: der Morgen entspricht Jugend, der Mittag der Reife,
der Nachmittag bedeutet: dem Abgrund entgegengehen, der Abend: sich dem Ende nähern.
(Siehe auch „Abend“, „Nacht“)
Mittagessen
Allgemein:
Mittagessen verspricht bald bessere Zeiten.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß gehegte Erwartungen sich erfüllen werden, und zwar je kärglicher das Mahl, desto größer die Aussicht auf Erfolg;
– Mittagessen: die Not wird ein Ende haben.
(ind. ) : – du wirst zu einer Festlichkeit eingeladen.
Mitte (Siehe „Positionen“)
Mittelmeer
Volkstümlich:
(europ.) : – mediterrane Gegenden besuchen: bedeutet zukünftigen Reichtum.
Mittelpunkt
Allgemein:
Mittelpunkt (Zentrum) symbolisiert den Wesenskern, den Mittelpunkt, um den sich das Leben dreht. Das kann nur individuell verstanden werden.
(Siehe auch „Geometrische Figuren“)
Mitternacht
Allgemein:
Die dunkelste Zeit des Tages kündigt oft eine schwierige Lage an und wird auch als unangenehme Überraschung gedeutet. Sie umschreibt auch die
Geisterstunde, wobei wir als Deutungsversuch Goethes „Zauberlehrling“ zitieren möchten: „Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.“
Psychologisch:
Das Ende des alten und zugleich der Anbruch eines neuen Tages symbolisiert, daß man sich erst von einer bisherigen Wertigkeit (oder von einem
Plan, einer Beziehung, einer Empfindung usw.) trennen muß, wenn Raum für einen Neubeginn sein soll. Jedes Ende bedingt einen Anfang. In der
traditionellen Deutung galt die Mitternacht als „Geisterstunde“ und als Symbol für unheimliche Vorgänge, die „nicht von dieser Welt“ gesteuert
waren.

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Mitverschulden
Psychologisch:
Wenn man träumt, an einem Unfall beteiligt zu sein, den man zwar nicht allein verursacht, aber eben „mitverschuldet“ hat, fürchtet man sich auch in
der Realität davor, eine riskante oder schwerwiegende Entscheidung allein zu treffen. Man fühlt sich nur stark und „entscheidungsfähig“, wenn man
zu zweit oder in einer Gruppe aktiv ist. Ein häufiger Traum von Menschen, die keine Erfahrung im „Alleingang“ haben, weil sie aus einer
Familiensituation (Eltern und Geschwister) gleich in die nächste (Ehe im Jugendlichenalter, frühe Familiengründung) gewechselt haben. Müssen sie
in einer kritischen Situation einmal „solo“ zurechtkommen, haben sie aus Verunsicherung rasch das Gefühl, alles faslch zu machen und an jeder
kleinen Panne „mit Schuld“ zu sein. Wenn solche Träume häufig kommen, ist das als Aufforderung zu verstehen, endlich etwas allein auf die Beine
zu stellen – aber ohne „Schuldgefühle“.
Mixer
Psychologisch:
Der Mixer stellt den „Zauberstab der Hausfrau“ dar, wie es die Werbung hervorhebt. Damit ist der sexuelle Anklang nicht zu übersehen. Aber er
verbindet auch das, was sich sonst nur schwer verbindet. Ferner verändert er auch die Konsistenz der Speise, womit angedeutet wird, daß eine
Qualitätsveränderung des Bewußtseins durch Bearbeitung anliegt.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen elektrischen sehen: man wird bald ein aktiveres Privatleben führen.
Mixpickles
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: in einer Sache erfolglos um Gerechtigkeit für sich selbst bemühen;
– schmutzige sehen: können Enttäuschungen und Liebeskummer bedeuten;
– Junge Frauen, die Mixpickles essen, haben schlechte Karrierechancen. Auch vorübergehender Liebeskummer mit
abschließendem Triumph ist möglich. Eine junge Frau die sich danach sehnt hat viele Rivalinnen in der Liebe.
Mixtur
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Arzneimischung): leichte Erkrankung (symbolischer Traum!).
(europ.) : – einnehmen: verursacht eine kleine Erkrankung.
Mizellen
(Aus zahlreichen Einzelmolekülen aufgebautes Kolloidteilchen, z.B. in Pflanzenfasern.)
Volkstümlich:
(europ.) : – deuten an, daß das Kleinste und Unscheinbarste der Grundstein zum Schönsten und Größten ist.
Mnemotechnik
(Gedächtniskunst)
Volkstümlich:
(europ.) : – treiben, üben, lesen: bedeutet, daß man etwas von Wert vergessen hat und es angebracht ist, sich desselben zu erinnern,
und dann zu handeln.
Mob
Assoziation: – Verlust von Organisation oder Kontrolle.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, Herr über meine widerstreitenden Wünsche zu werden?
Psychologisch:
Träume, in denen man von einer Menge oder einem Mob bedrängt wird, können äußerst Angsterregend sein, und davon kann nur befreien, wenn es
gelingt, sich herauszukämpfen. Fast immer verweist so etwas auf Probleme, die einem im Wachleben „umgeben“ – je dichtgedrängter die Menge,
desto schwerwiegender die Probleme. Positiv ist ein solcher Traum, wenn es gelingt, die Menge unter die eigene Kontrolle zu bringen. Hatte man
aber Angst, niedergetrampelt zu werden, ist dies ein Symbol dafür, daß man viel Hilfe benötigt, z.B. wenn man sehr hart arbeitet, um eine Stellung zu
behalten und die Familie zusammenzuhalten, oder persönliche Probleme Depressionen oder Verwirrung verursacht haben.
Volkstümlich:
(europ.) : – man braucht Voraussicht und Bedachtsamkeit, um kommende Schwierigkeiten zu vermeiden.
Möbel
Assoziation: – Identität; Haltungen; Glaubenssätze.
Fragestellung: – Wie richte ich es mir im Haus meines Selbst ein?
Allgemein:
Möbelstücke, die im Traum eine Rolle spielen, symbolisieren in der Regel, wie der Träumende seine Familie und sein Leben zu Hause empfindet.
Sie symbolisieren die Einstellungen und Gewohnheiten, die der Träumende entwickelt hat. Dunkle, schwere Möbel können ein Hinweis auf
Depressionen sein; helles, feingliedriges Mobiliar hingegen läßt auf Lebensfreude und Empfindungsfähigkeit schließen. Möbel versinnbildlichen
innere Haltungen, Ansichten, Einstellungen und Überzeugungen, die Art und Weise also, wie man sich im Leben eingerichtet hat. Ein Traum, in dem
man Möbel hin und her trug oder auf knappen Raum unterzubringen versuchte, sagt etwas darüber aus, wie das Wach-Ich mit der Vielzahl seiner
Probleme umgeht. Vielleicht versuchte man „alles unterzubringen“. Wenn man es im Traum zufriedenstellend schaffte, stehen die Chancen gut, daß
man den Alltag im Griff hat. Wenn man von seinem Lieblingsmöbelstück träumte, stellt dies vielleicht die Person oder was sie verkörpert da, die
dieses am häufigsten benutzt.
Psychologisch:
Das Haus steht im Traum als Sinnbild für die gesamte Persönlichkeit des Träumenden, die Möbel im Haus sind die Traumdarstellung bestimmter
Charakterzüge oder Wünsche. Neue Möbel im Traum übersetzen unsere Alltagswünsche, die durchaus erfüllt werden können, oder die Sehnsucht
nach einem vielleicht vorhandenen schönen Heim. Manchmal signalisieren die Möbel im Traum das Bedürfnis des Träumenden nach Sicherheit und
Stabilität – insbesondere wenn sie in direktem Zusammenhang zu einer entsprechenden Vergangenheit stehen. Bei einzelnen Möbelstücken kann die
folgende Deutung in Betracht gezogen werden:
– Der Zustand, in dem sich die Möbel im Traum befinden, ist von großer Bedeutung.
– Bett/Matratze: Sie symbolisieren die subtilen Bereiche in wichtigen Partnerbeziehungen und stehen in Zusammenhang mit Intimität und sexuellem
Vergnügen. Für manche Menschen ist das Bett ein Ort der Geborgenheit und der Ruhe, ein Ort, an dem sie vollkommen allein sein können.
– Küchenmöbel: Die Möbel, die sich in der Küche befinden, sind Zeichen für die psychischen und physischen Bedürfnisse des Träumenden.
– Küchentisch: Interessanterweise zieht gerade der Küchentisch erotisch-sexuelle Assoziationen an. Er ist aber auch der Treffpunkt der Familie.
– Bücherregale: Sie sind ein Hinweis auf Lebenserfahrung und geistige Interessen.

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– Stuhl/Sessel: Beide zeigen, daß der Träumende eine Phase der Ruhe und Erholung nötig hat. Möglicherweise sollte er sich einmal bewußt von allen
Verpflichtungen freimachen, um für neue Möglichkeiten offener zu sein.
– Schrank/Kleiderschrank: Sie stellen vielleicht Dinge dar, die der Träumende verbergen möchte. Gleichzeitig symbolisieren sie jedoch auch die
verschiedenen Rollen, mit denen der Träumende umgehen und die er in seinem Leben spielen muß.
– Schreibtisch: Er symbolisiert den Leistungswillen im beruflichen Bereich. Achten Sie besonders darauf, mit welchen Gefühlen Sie ihn im Traum
erleben, was an Arbeit auf ihm liegt und was Sie an oder mit ihm anfangen.
– Das Sofa deutet im noch stärkeren Maße als der Stuhl aufs Ausruhen hin. Gibt es Widerstände dagegen oder Bedürfnisse danach, daß Sie sich
beruhigen, zufrieden sind und es sich bequem machen? Gibt es Gründe, jetzt aufzustehen und härter zu arbeiten?
– Teppich: Der Teppich in einem Traum symbolisiert das Zusammenspiel von Emotionalität und finanzieller Situation. Die Farbe des Teppichs kann
eine Rolle spielen (siehe „Farben“).
– Tisch: Der Tisch in einem Traum kann mit einer öffentlichen Aktivität und mit sozialem Handeln in Verbindung stehen (siehe auch „Altar“ unter
„Religiöse Bilder“).
– Truhe: In der Truhe wird zum einem etwas vor den Augen der Besu cher versteckt wie im Schrank, zum anderen spielt hier besonders das Alter eine
wichtige Rolle. Achten Sie darauf, was Sie mit der Zeit verbinden, aus der die Truhe stammt. Symbol des „Eingemachten“, persönlicher Schätze
und Altlasten!
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene können Möbelstücke im Traum verehrte Gegenstände sein, weil sie in enger Beziehung zu bestimmten Erfahrungen des
Träumenden stehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißen in Kürze ein Häuschen oder eine Wohnung; eine sorgenfreie Zukunft und Wohlstand;
– alte und zerbrochene: Vorteile;
– schöne haben: gute Zukunft;
– in eine leere Wohnung tragen sehen: du wirst ein eigenes Heim gründen;
– ausräumen sehen: Veränderung oder Krankheit.
(Siehe auch unter einzelnen Möbelbezeichnungen)
Mobilmachung
Psychologisch:
Eigentlich nichts Kriegerisches, auch wenn es da im Traum recht martialisch zugehen kann: Mit diesem Bild will uns das Unbewußte aus einer
gewissen Lethargie (Schlafsucht) im Alltagsleben reißen, uns Mut machen für neue Taten.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet, auf das persönliche Leben bezogen, daß man sich über eine fremde Angelegenheit aufregt; in Verbindung
mit einem bestimmten Zeitpunkt: Beginn kriegerischer Ereignisse oder höchste Kriegsgefahr zum angedeuteten Zeitpunkt.
(Siehe auch „Militär“, „Soldat“)
Mobiltelefon
Assoziation: – Erreichbarkeit, expansive Kommunikation.
Fragestellung: – Welche Kommunikation ist von extremer Wichtigkeit für mich?
Volkstümlich:
(europ.) : – eins benutzen: ein Problem, daß zu einer Bürde geworden ist, wird bald gelöst sein;
man wird sein Leben bald besser in den Griff bekommen, besonders in beruflicher Hinsicht.
(Siehe auch „Telefon“)
Mode
Allgemein:
Träume mit Modethemen sind vielleicht Reaktionen auf die gesamte Einstellung zur Gegenwart. Wenn man sich schäbig angezogen fand, dann hat
man offenbar das Gefühl, selbst und mit den eigenen Ansichten „aus der Mode“ zu sein. Wenn man aber die Models auf dem Laufsteg bewundert hat,
was an ihnen fand man so attraktiv? Möchte man selbst Model/Mannequin werden, dann ist es wohl ein Wunscherfüllungstraum, und man träumt
auch wach davon. Sah man im Traum eine Kleiderpuppe im Schaufenster an oder selbst puppenhaft aus (hübsch, aber seelenlos)? Mit anderen
Worten, war man selbst dieses Traum-Mannequin?
Psychologisch:
Auch im Traum geht es um Selbstdarstellung – man zieht sich so an, wie man wirken und „ankommen“ möchte. Mode ist nicht nur ein
(symbolischer) Ausdruck des persönlichen Stils (und der entsprechenden materiellen Möglichkeiten), sondern auch ein Rollenverhalten: Kleider
machen Leute! Wenn man sich an seiner Traummode erinnert, kann das ein guter Hinweis darauf sein, mit welchen Mitteln man welchen Effekt
erzielen möchte.
Volkstümlich:
(europ.) : – mit der neuesten Mode beschäftigt sein: Zeichen einer kleinen Veränderung,
entweder zum Guten oder zum Schlechten.
Model
(Mannequin)
Psychologisch:
Sie tänzeln über den Catwalk und sonnen sich im Rampenlicht und Applaus? Hier geht es nicht um Ihren Traumjob, sondern um Ihren Alptraum,
nicht immer die Schönste, Beste und Wunderbarste zu sein. Ihr Selbstbewußtsein hat einige Kratzer abbekommen, und wenn Sie morgens
(ungeschminkt) Ihr Spiegelbild betrachten, finden Sie sich häßlich. Aus diesem Minderwertigkeitsgefühl resultiert der angestrengte (und
anstrengende) Versuch, ständig dem neusten Schönheitsideal zu entsprechen. Diesem Dauerstreß ist Ihre Psyche nicht gewachsen, sie sucht sich ein
Ventil und sorgt dafür, daß Sie sich schönträumen. (Wußten Sie, daß es durchschnittlich 2-3 Stunden Totaleinsatz von Visagisten und Hairstyling
braucht, bis ein Model wie ein Model aussieht?)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: die geschäftlichen Interessen gehen ins Geld; Streit und Reue folgen;
– Hält sich eine junge Frau für ein Model oder will sie eins sein, wird sie in eine Liebesaffäre verstrickt,
die ihr wegen eines egoistischen Freundes große Sorgen beschert.
(Siehe auch „Mannequin“)

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Modell
Psychologisch:
Wer sich im Traum als Foto- oder Malermodell sieht, möchte im Wachleben in einem anderen Licht gesehen werden oder sich mit Haut und Haaren
einem anderer anvertrauen. Sehen wir ein Modell und arbeiten als Künstler mit ihm, könnte das darauf hinwiesen, daß uns im Alltagsleben der Kopf
nach anderen Dingen steht als nach „Trautem Heim – Glück allein“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: vergreife dich nicht an Dingen, die du nicht verstehst.
(europ.) : – bedeutet einen Schaden und warnt vor Unachtsamkeit;
– sich selbst als solches für einen Künstler sehen: man ist verliebt.
Moder
(Fäulnis)
Volkstümlich:
(europ.) : – Familienunglück, Krankheit etc.
Modesalon
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst eine Liebeseroberung machen.
(europ.) : – sehen: im Frauentraum – sie wird Kleidersorgen haben; im Männertraum, er hat unnötige oder außerordentliche Geldausgaben
für Frauen zu erwarten;
– in einem arbeiten: man muß das Aschen brödel spielen.
(ind. ) : – deine Freundin wird Hochzeit halten und dich nicht einladen.
Modeschmuck
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein Zeichen für minderwertige Freunde.
Modezeitung
Volkstümlich:
(ind. ) : – dein Handeln wird kritisiert.
Mohammed
(Siehe „Christus“)
(islamischer Prophet)
Mohn / Mohnblumen
Allgemein:
Mohn erscheint im Traum entweder als Opfersymbol (als „Gedenkmohn“) oder als Bild für den Müßiggang und das Vergessen. Mohn (Blume) warnt
vor Illusionen, falschen Hoffnungen und steht traditionell für Versuchung.
Psychologisch:
Mohn im Traum ist möglicherweise eine Aufforderung an den Träumenden, bestimmte Erfahrungen und Ereignisse zu einem bestimmten Zeitpunkt
dem Vergessen zu überantworten. Was bearbeitet ist, soll vergessen werden, um Platz für größere Klarheit und neue Erfahrungen zu schaffen. Sie ist
auch ein Symbol für „rauschhafte Zustände“ und Selbstaufgabe – und eventuell eine Warnung vor allzuviel Selbsterfahrung mit (oder durch) Drogen
und andere „berauschende“ Erlebnisse.
Spirituell:
Mohn symbolisiert Vergeßlichkeit. Die Seele muß alles vergessen, was sie weiß, um wiedergeboren zu werden und ihre eigene Bewußtheit neu zu
entdecken. Die Große Mutter ist als Göttin für das Vergessen verantwortlich, daher ist der Mohn ihr zugeordnet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder genießen: deutet auf Krankheit und unglückliche Liebe;
– blühen sehen: man kann leicht in Gefahr kommen, ein Verhältnis mit einem verheirateten Menschen zu beginnen
und dadurch ein tragisches Geschick heraufzubeschwören;
– ein großes Mohnfeld: unruhige Zeiten werden bald überstanden sein;
– pflücken: man versucht unangenehme Ereignisse zu vergessen.
(europ.) : – Unwohlsein, Krankheit, Sorglosigkeit; Versuchung wird einem befallen, sei also auf der Hut;
– großes Mohnfeld sehen: man ist in der Liebe äußerst experimentierfreudig – auch das geht einmal „ins Auge“;
– blühenden sehen: in Klatsch verwickelt oder selbst Gegenstand des Klatsches anderer sein;
– roter Mohn: man verspürt leidenschaftliche Gefühle für einen bestimmten Menschen, doch das kann gefährlich werden,
denn diese Liebesaffäre bringt Unglück;
– Mohnsamen sehen: bedeutet eine schädliche Aufregung oder Erkrankung;
– Mohnsamen essen: man täuscht sich selbst in bezug auf seine Fähigkeiten.
– Mohnblumen stehen für eine Zeit verführerischer Freuden und günstiger Geschäfte, die jedoch kein festes Fundament haben;
– den Duft von Mohnblumen einatmen: man wird das Opfer listiger Überredungskünste und Schmeicheleien.
(ind. ) : – essen: gib dich nicht falschen Hoffnungen hin;
– blühen sehen: Klatschereien;
– pflücken: sinnliche Liebe;
– Mohnblumen sehen: im Haus wird bald eine kranke Person sein.
(Siehe auch „Blumen“)
Mohr
(Ein Neger der seine Schuldigkeit – Arbeit – getan hat.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Hoffnungen sind allzu kühn.
(europ.) : – sehen: Warnung vor Übertreibungen;
– sich selbst als einen sehen: Mahnung, in einer bestimmten Sache aufrichtig und offen zu sein;
– einem zum Freund haben: man wird sich mit einem Gegner aussöhnen;
– mit einem in Streit geraten: man wird schweren Anfeindungen ausgesetzt sein.

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Möhren
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: reichliche Nahrung bekommen;
– in Scheiben schneiden: Geld in Aussicht.
(ind. ) : – Träumt einer, er esse Möhren, wird er ein kleines Vermögen gewinnen, aber auch erkranken,
einesteils weil Möhren süß schmecken, andererseits wegen ihrer fahlen, gelben Farbe;
ißt einer gekochte Möhren, wird er eine Krankheit durchmachen, die jedoch nicht lange dauert,
weil Möhren schnell verdaut sind. Träumt einer, er trinke Möhrenwein und werde davon trunken,
wird er mit Anstrengung zu Macht kommen, aber auch entsprechend der Trunkenheit erkranken;
hat er sich aber nicht betrunken, wird er in Krankheit und Trübsal fallen.
Mohrenkopf
Volkstümlich:
(europ.) : – essen: man übertreibt gerne, weil die Phantasie oft mit einem durchgeht.
Mohrrübe
Artemidoros:
Knollengewächse, Mohrrüben und andere nahrhafte Pflanzenkost bringen materielle Vorteile; einzig Leuten, die um Grund und Boden prozessieren,
sind sie ungünstig; denn diese Gewächse werden mitsamt den Wurzeln ausgerissen.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt ein Stelldichein;
– essen: Nachrichten, die man seit längerer Zeit bereits erwartete.
Molch
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehr alt werden;
– mit einem zu tun haben: seine Hoffnungen auf den Beistand und Trost seiner nächsten Umgebung setzen.
Molke
Volkstümlich:
(europ.) : – trinken: leichtes Übelsein; vorübergehender Verdruß.
Molkerei
Volkstümlich:
(europ.) : – besuchen: Glück, vorteilhafte Heirat, Ansehen.
Molluske
(Weichtier; auch: kleine weiche Hautgeschwulst, oft durch Virus erzeugt)
Volkstümlich:
(europ.) : – mysteriöse Erscheinungen erfordern die Aufmerksamkeit; man soll nicht alles leichtfertig glauben.
Monarch
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird zunehmenden Wohlstand genießen und neue Freunde finden.
(Siehe auch „König“)
Mönch
Assoziation: – Rückzug; spirituelles Leben.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir braucht den Rückzug vor den Anforderungen des Lebens?
Allgemein:
Mönch warnt davor, sich zu weit von der Welt und der Realität zurückzuziehen, die weltlichen Dinge zu stark zu vernachlässigen. Der Bettelmönch
soll nach alter Traumdeutung vor Verarmung warnen. Es kann aber auch sein, daß er religiöse Belehrungen wünscht oder er möchte eine religiöse
Erfahrung machen.
Psychologisch:
Auch der Mönch erinnert an ein Leben des Verzichts und der Entsagung. Ist der Träumer selbst der Mönch, muß er vielleicht im Wachleben auf
irgend etwas verzichten, das ihm lieb und wert war. Treffen wir im Traumgeschehen einen Mönch, suchen wir vielleicht Rat und Hilfe bei einem
selbstlosen Menschen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: in Trübsal von einem Geistlichen aufgerichtet werden;
– begegnen oder begrüßen: man wird bald Rat und Hilfe von einem Menschen erfahren, von dem man es am wenigsten erwartet hätte;
– von einem in die Wüste oder zu einem Palmenhain begleitet werden: es steht einem Geborgenheit und Sicherheit
durch einen geliebten Partner bevor;
– sich selbst als einen sehen: man wird Schwierigkeiten zu meistern haben, die vollste Konzentration verlangen.
(europ.) : – für Männer, einen Mönche sehen und mit ihnen verkehren: bedeutet, daß man in angenehme Gesellschaft kommt;
auch: man hat in einer Sache ein schlechtes Gewissen;
– einen sehen: man könnte jemandem begegnen, durch dessen Hilfe das Lebensschicksal eine gute Wende nimmt;
– selbst sein: man erleidet persönliche Verluste und Krankheiten.
(ind. ) : – Träumt dem Kaiser, er sei wie ein Mönch geschoren und eingekleidet worden,
wird er Herrschaft und Kaisertum verlieren und bald in Trübsal sterben.
Ein Untertan, der solches träumt und erleidet, wird in drückender Armut sein Leben enden.
Eine verheiratete Frau wird ihren Mann verlieren, eine unverheiratete ledig sterben.
(Siehe auch „Geistlicher“)

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Mond
(Selene)
Assoziation: – Emotionen; Reflexion; inneres Selbst.
Fragestellung: – Welche Gefühle spiegle ich wider?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schattenseite; Träume; Visionen; Intuition; übersinnliche Begabungen; Sinnlichkeit; Sexualität; die weibliche Natur.
Beschreibung: Der Mond oder Großmutter Mond ist im inneren Kreis des Medizinrads die Position, die mit dem Element Wasser verbunden wird.
Bei vielen erdverbundenen Völkern symbolisiert der Mond einen Teil der weiblichen Natur des Lebens. Dieser Teil ist die intensive, emotionale
Schattenseite des Weiblichen. Vom Mond sagt man, er sei wie die Frauen, denn auch er hat einen Zyklus; oft wurde von ihm als von der Großmutter
Mond gesprochen und als der Führerin des weiblichen Lebens. Die Menstruation wurde von vielen Indianern die Mondzeit genannt. Der Einfluß der
Großmutter Mond kann besonders stark in einer Frau gespürt werden, die blutet. Es heißt, daß ein Mann die Energie des menstruellen Zyklus am
besten begreift, wenn er sich der Energie des Mondes aussetzt, vor allem, wenn er dabei auf Schlaf verzichtet. Mit Großmutter Mond werden das
Mineral Mondstein, die Pflanze Beifuß, das Tier Seetaucher und die Farben Silber und Weiß verbunden.
Allgemeine Bedeutung: Verstehen deiner übersinnlichen Fähigkeiten; Arbeit mit deiner Sexualität; Verstehen der weiblichen Seite deines Seins
und/oder deiner Schattenseite; Erforschung deiner Gefühle; Neuverbindung mit dem Mond und mit der Energie des Mondes.
Assoziation: Mondsüchtig; Mondfinsternis.
Transzendente Bedeutung: Eine Vision oder eine Traumzeitoffenbarung. Während der Menstruation haben Frauen oft Träume vom Mond, die sehr
machtvoll sein können.
Artemidoros:
Einer Frau träumte, sie schaue im Mond drei Bilder ihrer selbst. Sie gebar weibliche Drillinge, aber alle drei starben in dem selben Mond. (Griech.
men bedeutet sowohl Monat als auch Mond. Das Jahr war im Altertum zunächst ein Mondjahr von 355 Tagen, die antiken Monate also kürzer als die
heutigen. Die dadurch entstehende Differenz gegen den Sonnenlauf glichen die Griechen durch Schaltmonate aus.) Es versinnbildlichten nämlich die
Bilder die Kinder, ein Kreis aber hielt sie umschlossen. Denn mit einer Eihaut, wie die Ärzte sagen, waren die Embryos geschützt. Wegen des
Mondes aber blieben sie nicht länger leben. Es träumte jemand, er erblicke im Mond sein eigenes Antlitz. Der Mann unternahm eine Reise in ein
fernes Land und verbrachte die meiste Zeit seines Lebens auf Irrfahrten und im Ausland; denn die ewige Bewegung des Mondes sollte ihn in ihren
Bann ziehen. Es träumte jemand, er gehe mit der Sonne zugleich auf und halte mit dem Mond gleichen Schritt. Er wurde gehängt, und so sahen ihn
Sonne und auch Mond beim Aufgang hoch in der Luft baumeln.
Allgemein:
Der Mond hat schon immer das emotionale, weibliche Selbst dargestellt. Darüber hinaus umfaßt er die Intuition, das Psychische, Sehnsucht, Gemüt,
Gefühlsreichtum, die Liebe und das Romantische. Wenn ein Traum vom Mond handelt, ist der Träumende mit diesen dunklen und rätselhaften
Aspekten seines Selbst in Kontakt. Der Mond im Traum kann auch die Mutter des Träumenden und seine Beziehung zu ihr symbolisieren. Je nach
den Begleitumständen kann man ihn zum Beispiel wie folgt deuten:
– Mond sehen kündigt Veränderungen im Leben an, die günstig oder ungünstig ausfallen.
– Der Neumond schließlich ist Symbol für die Vorbereitung großer Vorhaben.
– Der zunehmende Mond ist ein Zeichen dafür, daß man im Wachleben an Ansehen und Geltung gewinnen wird; wenn er besonders hell erstrahlt,
deutet das nach einer schon in der Antike bekannt gewesenen Auslegung auf Glück, Reichtum und wachsenden Wohlstand hin.
– Voller, klarer Mond steht für Erfolge und Ansehen und verweist auf eine glückliche Phase des Träumers.
– Mond mit Hof kann Verluste ankündigen oder vor Menschen warnen, die einem nicht wohlwollend begegnen.
– Mond hinter Wolken kündigt Enttäuschung und Kummer an.
– Blutroter Mond wird als ernstes Warnzeichen verstanden.
– Abnehmender Mond steht für Mißerfolge, die aber leicht zu verschmerzen sind, oder für die Trennung von einem Menschen.
Man sollte dann rechtzeitig Vorsorge treffen, damit der erarbeitete Wohlstand auch noch fernerhin erhalten bleibt.
– Vom Himmel stürzender Mond warnt vor großen Schwierigkeiten und Unglück.
– Der Träumende, der eine Mondscheibe in der Hand hält, soll nach Meinung Phaldors Glück bei einer schönen Frau (Frau Luna) haben,
während der Mond eine Träumerin an ihre eigenen geschlechtlichen Vorzüge erinnert, die sie dem Mann gegenüber ins Spiel bringen könne.
– In der indischen Mythologie wird der Mond als Trinkschale bezeichnet, als mütterliches Symbol, das Kraft verspricht und in das man sich
zur Meditation versenken kann.
Psychologisch:
Er ist das Licht des Unbewußten. Das der Mond auf die Psyche des Menschen wirkt, ist eine alte Weisheit. Er hat in allen Religionen unseres
Kulturkreises die Symbolbedeutung für die Weiblichkeit, so auch im Traum. Seine Beziehung zum Zyklus der Frau und ihren Stimmungen ist
bekannt. In Urzeiten nahm man an, daß er die Gefühle der Männer und die Intuition der Frauen lenke. Wenn der Mond im Traum eines Mannes
erscheint, muß er entweder mit seiner intuitiven Seite oder mit seiner Angst vor Frauen ins reine kommen. Im Traum einer Frau verweist der Mond in
der Regel auf ihre Beziehung zu anderen Frauen. Die einzelnen Phasen des geträumten Mondes können als Zeichen des Wechsels in andere
Positionen, also durchaus positiv gewertet werden.
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisiert der Mond im Traum die Große Mutter und die dunkle, unbekannte Seite des Selbst. Er kann auch für das
Unerreichbare stehen. Er ist Symbol der Abhängigkeit, des weiblichen Prinzips, der Wandlung und des Wachstums, der biologischen Rhythmen und
der vergehenden Zeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – die volle Scheibe sehen: glückliche und treue Liebe finden; man soll sich nicht von Äußerlichkeiten nicht täuschen lassen,
wenn man an sein Ziel kommen will;
– von einem Hof umgeben: deine Umgebung ist nicht aufrichtig gegen dich; du bist von Falschheit umgeben;
– abnehmende Mondsichel: deine Hoffnung wird nicht erfüllt werden;
Schwierigkeiten in geplanten Unternehmungen bekommen, die sich möglicherweise nicht durchführen lassen;
– im letzten Viertel: Untreue;
– zunehmend: Tod eines hohen Herrn; begünstigt alle geschäftlichen Vorhaben und läßt Wünsche in Erfüllung gehen;
– bei der Sonne: du wirst ein hübsches Mädchen kennenlernen;
– klar scheinend: Glück;
– verfinstert: Eifersucht wird dich quälen; Liebesstreit;
– rot: Krieg;
– vom Himmel fallend: glückliche Ereignisse.
(europ.) : – bei Männern das weibliche Aktivum im Inneren; härtere, männliche Frauen träumen vom Mond als weiblichem Ausgleich;
– sehen: Anzeichen für einen Wechsel oder eine Veränderung;
– an einem klaren Himmel scheinend: verheißt Erfolge;
– von einem Hof umgeben sehen: warnt vor bösen Menschen;
– Vollmond, der von einem Hof umgeben ist: verkündet Verlust an Ansehen oder die Zerstörung einer Hoffnung;
– von Wolken verdeckt: bedeutet schlechte Gesundheit und andere Unterbrechungen des Wohlbefindens;

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– ein düsterer und unheimlicher Mond: bedeutet ungünstige Liebesbeziehungen, Unglück zu Hause und Enttäuschungen im Berufsleben;
– voll scheinend sehen: bedeutet, daß man Freude erleben und Geld gewinnen wird;
– Vollmond, rein scheinend: Erfolge, Anerkennung und öffentliche Ehren oder Erreichung eines hohen Zieles wird angekündigt;
– Neumond: Geschäftserfolge, alles Gute, was man zu dieser Zeit beginnt, wird erfolgreich sein; Wohlstand und harmonische Ehe;
– Halbmond: in der Liebe hat man nichts Gutes zu erwarten;
– ein abnehmender, der klar und rein ist: Mißlingen eines Unternehmens oder Beginnen an, ohne daß man dabei zu Schaden kommt;
– erstes Viertel, zunehmender: bringt Vorteil in Amt und Würden, auch sind Unternehmungen noch gut angebracht;
– letztes Viertel: Tod eines Bekannten;
– hinter Wolken verschwinden sehen: es werden trübe Stunden kommen;
– sehen, der sich schnell fort- oder hin und herbewegt oder herunterstürzt: Ankündigung einer großen Gefahr, in die man geraten wird;
– zunehmender, mit Hof: der Erfolg wird erst nach Überwindung größerer Hindernisse oder Schwierigkeiten eintreten;
– abnehmender, klar ohne Hof sehen: man sollte lieber noch abwarten, denn im Moment gelingen die Vorhaben einfach nicht;
– ein abnehmender, der mit einem Hof umgeben ist: das Mißlingen wird auch persönlichen Schaden oder Nachteil mit sich bringen;
– untergehender: stellt eine örtliche Veränderung in Aussicht;
– sich im Wasser spiegeln sehen: bedeutet Treuebruch an der Geliebten;
bei glatter und ruhiger Wasserfläche verheißt dies eine schöne oder erfolgreiche Reise oder Erfolg und Gewinn durch eine Reise anderer;
bei bewegter Wasserfläche droht Unglück und Mißgeschick auf Reisen oder Unglück im Zusammenhang mit der Reise eines anderen;
– im Mondschein spazierengehen: verkündet einen Liebesgruß;
– Wendet sich eine junge Frau an den Mond, um ihr Schicksal zu erfahren, dann wird sie bald Ihren Auserwählten heiraten. Sieht sie
zwei Monde, wird sie ihren Liebhaber durch ihre Gewinnsucht verlieren. Wird der Mond schwächer, dann wird sie ihr höchstes Glück
aus Mangel an weiblichem Feingefühl verlieren. Ein blutroter Mond kündigt Krieg an, und ihr Liebhaber wird fortziehen, um sein Land
zu verteidigen.
(ind. ) : – sehen: du wirst eine nette Bekanntschaft machen;
– mit Sonne sehen: versuche denen, die dir bisher gut waren, das Leben zu verbessern;
– blutig sehen: Kriegsgefahr;
– halb sehen: irgendeine hohe Persönlichkeit wird sterben;
– abnehmender: Trauer um eine Person;
– zunehmender: baldige Ehe;
– dunkel sehen: deine Liebe wird nicht erhört;
– vom Himmel fallen: du hast eine sehr gute Begegnung auf Reisen;
– von Wolken verdeckt: irgend etwas stimmt in deiner Familie nicht.
(Siehe auch „Götter“, „Himmelskörper“, „Dreizehnter Mond“, „Halbmond“, „Menstruation“, „Mondsichel“, „Neumond“, „Vollmond“)
Mondfinsternis
Allgemein:
Von einer Mondfinsternis zu träumen, symbolisiert die Ängste und Zweifel des Träumenden in bezug auf seinen Erfolg. Andere Menschen in seinem
Bekanntenkreis scheinen wichtiger und erfolgreicher zu sein als er, daher kann er mit seinen Leistungen nicht zufrieden sein. Mondfinsternis deutet
oft an, daß das Gefühlsleben durch die Überbewertung des Verstands unterdrückt wird; oft steht sie auch als ernste Warnung vor Verlusten und
anderen Problemen.
Psychologisch:
Wenn es dem Träumenden nicht gelingt, sich seine Fröhlichkeit und Gelassenheit zu bewahren, kann er in nächster Zeit in eine schwierige und
Problematische Phase eintreten. Wenn sich der Mond verfinstert, kann das manches auf den Kopf stellen, was unter Mond beschrieben wurde.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann die Mondfinsternis im Traum Vertrauensverlust darstellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Gefahren verschiedener Art; der Tod eines Bekannten.
(europ.) : – zeigt ernste Verluste oder Schwierigkeiten an; auch: verkündet ernste Schwierigkeiten oder Tod.
(ind. ) : – Treulosigkeit.
(Siehe auch „Mond“)
Mondschein
Volkstümlich:
(arab. ) : – darin wandeln: deine Schwärmerei taugt zu nichts.
(europ.) : – Glück in der Ehe; eine glückliche Familie.
Mondsichel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Abschluß oder Beginn der Erforschung des Weiblichen, des Schattens, der Traumzeit.
Beschreibung: Der Mond erscheint uns als Sichel, wenn er sich im ersten zunehmenden und im letzten abnehmenden Viertel befindet.
Allgemeine Bedeutung: Der Anfang oder das Ende der Forschungsreise in den weiblichen Aspekt des Seins hinein; Anfang oder Ende des
Verstehens deiner Träume; ein vorsichtiger erster Schritt.
Assoziation: Sichel, scharfes Schneidewerkzeug.
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung von Aspekten deines Selbst, die lange vor deinem Bewußtsein verborgen waren.
(Siehe auch „Dreizehnter Mond“, „Halbmond“, „Menstruation“, „Neumond“, „Vollmond“)
Mondstein
Medizinrad:
Schlüsselworte: Zeremoniell; Verbindung zum Mond; heilig; reflektierend; Perlmuttglanz; weibliche Energie; Wasser; Großmutter Mond.
Beschreibung: Mondstein ist im inneren Kreis des Medizinrads des Mineraltotem der mit dem Wasser verbundenen Großmutter Mond. Mondstein,
eine Art des Orthoklas-Feldspats, kann farblich von Weiß über Grau bis hin zu einem bläulichen Silber variieren. Überall in der Welt wird Mondstein
dazu benutzt, um die Verbindung zum Mond zu stärken.
Allgemeine Bedeutung: Deine Verbindung zum Mond auf emotionalem und zeremoniellem Weg erforschen; gewachsenes Bewußtsein des
Weiblichen.
Assoziation: Mondgestein, das die Astronauten zur Erde brachten.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Intuition.
(Siehe auch „Edelsteine“)

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Mondzeit (Siehe „Menstruation“)
Monogramm
Allgemein:
Monogramm symbolisiert die gesamte bewußte Persönlichkeit (Ich).
Volkstümlich:
(arab. ) : – das eigene sehen, sticken oder zeichnen: du bist mit Unrecht von dir eingenommen;
– ein fremdes: du wirst ein Liebesverhältnis oder eine neue Freundschaft eingehen.
(ind. ) : – Sorgen werden kommen wegen Kinder.
Monokel
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bist ein eitler Mensch.
(europ.) : – bei anderen sehen: man soll sich auf eine bestimmte Sache nicht einlassen, ohne sie vorher genau betrachtet zu haben;
– selbst eines tragen: man beurteilt einen Menschen oder eine Sache falsch, weil man nur die eine Seite sieht.
(Siehe auch „Brille“, „Lupe“, „Optiker“)
Monster
Assoziation: – Verleugnetes Selbst; Bedrohung.
Fragestellung: – Was fürchte ich in mir selbst?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Massig; beängstigend; abscheulich; bösartig; albern.
Beschreibung: Es gibt so viele Arten von Monstern, wie es Menschen gibt, die sie sich vorstellen oder sehen. Die verschiedensten Formen sind seit
den frühesten Zeiten überall auf der Welt beschrieben worden. Viele von ihnen kommen in Legenden über den Planeten Erde vor, andere sind dem
Kern nach Ausgeburten der zeitgenössischen Unterhaltungsindustrie.
Allgemeine Bedeutung: Das, wovor du Angst hast, egal ob es real existiert oder nur in deiner Vorstellung; oft Ängste des Verstandes.
Assoziation: Dinosaurier.
Transzendente Bedeutung: Monster bringen oft Gaben für den Träumer. Die beste Art, mit ihnen zu arbeiten, besteht darin, sich ihnen zu stellen und
sie zu fragen, was sie dir beibringen oder dir geben wollen. Sie werden dir dann entweder ihre Gabe überreichen oder verschwinden.
Allgemein:
Monster wie Frankenstein, Golem und ähnliche Symbole oder tierische Monster zeigen an, daß Ihr Schatten übermächtig geworden ist. Was macht
dieses Monster? Woran erinnert es Sie spontan? Vielleicht sind Sie auch zu gutgläubig?
Psychologisch:
Wer von Monstern träumt, hat möglicherweise zu viele einschlägige Filme gesehen – das wäre die banalste, aber auch eine naheliegende Erklärung.
Wenn nicht: Als Traumsymbole stellen Monster und Fabeltiere den animalischen Instinkt in uns, die „ungezügelte Triebhaftigkeit“ dar.
(Siehe auch „Bestie“, „Fabelwesen“, „Schattengestalten“, „Ungeheuer“)
Monstranz
(Gefäß aus kostbarem Material zum zeigen der Hostie (Oblate beim Abendmahl))
Allgemein:
Monstranz kündigt einen Schicksalsschlag an, den man jedoch gut überstehen wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – sei zu Armen und Hilflosen gütig, dann wirst du Glück finden;
– sehen: man wird einer (Schicksals-) Prüfung unterworfen;
– tragen oder küssen: man wird diese Prüfung bestehen.
Monstrosität
Assoziation: – Anormal; Unkonventionell.
Fragestellung: – Welche einzigartigen Eigenschaften bin ich auszudrücken bereit?
(Siehe auch „Monster“)
Montage
Psychologisch:
Das Traumsymbol Montage möchte fast immer darauf hinweisen, daß etwas Neues aufgebaut werden sollte. Es sagt, daß jetzt die Zeit dafür reif ist.
Häufig handelt es sich bei diesem Traumbild um die Nutzung bestehender konkreter Möglichkeiten und Fähigkeiten.
Montagekran
Volkstümlich:
(europ.) : – es werden Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg vorausgesagt.
Moor
Allgemein:
Ein Moor symbolisiert Gefühle, die Vertrauen und Wohlbefinden untergraben können. Wenn der Träumende in seinem Traum im Moor versinkt,
dann bedeutet dies, daß er von einem Gefühl überwältigt wird. Läßt er einen anderen Menschen im Moor versinken, ist dies als übergroße emotionale
Bedürftigkeit des Träumenden zu verstehen. Droht man bloß darin steckenzubleiben, hat man Angst, sein Leben nicht bewältigen zu können. Wäscht
man den Schlamm ab, ist er auf dem besten Weg, seine seelischen Konflikte zu lösen. Sieht er einen anderen Menschen darin versinken, sehnt er sich
nach wahrer Zuneigung und Freundschaft.
Psychologisch:
Ein Moor ist etwas uranfänglich Materielles – etwas, woraus alles andere ersteht. Im Stadium Der Uranfänglichkeit hat der Träumende keine
Vorstellung davon, welches Potential er besitzt. Das Moor ist ein Traumsymbol für grundlegende, unangenehme Gefühle, Empfindungen oder
Erlebnisse des Träumenden. Schlamm, Morast oder Sumpf können also für ein Bild unangenehmer Triebwünsche des Träumenden stehen. Mit dem
Moor, in das der Träumer oder eine andere Traumfigur hineingeht, zeichnet das Unbewußte das unsichere Schicksal, auf das man im Wachleben
zusteuert. Versinkt er im Moor oder besteht Gefahr, darin zu versinken, liegt das an starken Schuld- oder Angstgefühlen des Träumenden oder ihm
steht möglicherweise das Wasser bis zum Hals. Kann der Träumende die Gefahr überwinden, heißt das, daß er auch in Realität genug Kraft hat, um

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mit seinen Problemen fertig zu werden. Manchmal aber schwebt der Träumer auch über dem Moor dahin – ein gutes Zeichen: er wird im
Lebensalltag über den Dingen stehen!
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann das Moor im Traum großes spirituelles Wissen symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Daseinskämpfe; verheißt Belastungen, die durch keine Anstrengungen überwunden werden können;
Krankheiten und andere Sorgen bedrücken einem;
– durchwaten: eine finstere Zukunft; auch schwere Krankheit;
– durchwaten und wieder festen Boden unter den Füßen bekommen: man wird imstande sein, alles wieder zurechtzurücken;
– darin stecken bleiben, einsinken: sorgenvolle Zukunft.
(europ.) : – zeigt an, daß man sich nicht verführen lassen soll, sondern jeden Schritt, den man tut, mit Bedacht machen soll.
(ind. ) : – sehen: sorgenvolle Tage kommen.
(Siehe auch „Sumpf“, „Wasser“)
Moos
Assoziation: – Stille; langsames Wachstum.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mehr Geduld zu zeigen?
Allgemein:
Symbol für Ruhe, Besinnlichkeit und Ausgeglichenheit. Moos (Geld) wird auch als Überbewertung materieller Güter verstanden, die man
normalisieren muß, um nicht seelisch-geistig zu verarmen. Wer es in seinem Traumgarten sieht, dem könnten finanzielle Vorteile wie Unkraut
zuwachsen; wer aber auf Moos geht, trampelt möglicherweise manche schöne Hoffnung nieder.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: durch reichliche Einnahmen beglückt werden;
– kräftig grün: eine besonders romantische Zeit steht bevor; gute Gesundheit;
– welk, feucht, unangenehm: Enttäuschungen in Liebesangelegenheiten oder neuen Freundschaften;
– in der Hand halten: großer Gewinn;
– darauf liegen: Gesundheit;
– pflücken: reiche Ernte.
(europ.) : – zeigt ein ruhiges und hohes Alter an; es dreht sich alles um materiellen Gewinn oder Verlust; man sollte auf seine Korrespondenz
achten und überlegt schreiben, denn jemand hat Zuneigung zu einem gefaßt und wird ihr bald Ausdruck verleihen;
– sehen: verspricht geldliche oder materielle Vorteile oder Geldeinnahmen; auch: man wird untergeordnete Stellen besetzen;
– auf fruchtbaren Boden wachsend: es werden einem Auszeichnungen zu teil;
– in der Hand halten: bringt Gewinn;
– darauf liegen: gleiche Bedeutung in verstärkten Maße, auch gute Gesundheit.
(ind. ) : – darauf liegen: deine Gesundheit ist gar nicht gut;
– grünes: langes Leben und Gesundheit;
– pflücken: reiche Ernte von deinen Feldern;
– in der Hand haben: Reichtum wird dir zuteil.
(Siehe auch „Unkraut“)
Moosachat
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilstein; verbindet Menschen; Mineralien und das Pflanzenreich; Mond der Maisaussaat.
Beschreibung: Der Moosachat, im Medizinrad das Mineraltotem der im Mond der Maisaussaat (21. Mai bis 20. Juni) Geborenen, ist eine faserige
Form des Chalcedon oder eines kryptokristallinen Quarzes. Das »Moos« besteht aus Magnesiumoxiden, Eisen und anderen chemischen Elementen.
Meistens werden Moosachate als durchscheinende weiße Quarze mit grünem, blauem, oder schwarzem »Moos« in ihrem Inneren angetroffen. Er soll
ein Heilstein sein, der insbesondere den Augen gute Dienste leistet. Er kann dir helfen, dich sowohl mit den Mineralien als auch mit dem
Pflanzenreich zu verbinden. Früher war man davon überzeugt, der Moosachat könne helfen, den Regen zu holen.
Allgemeine Bedeutung: Deine Verbindung zum Mineralien- und/oder Pflanzenreich sehen; eine Heilung erhalten.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: die Gabe von klarer Sicht.
(Siehe auch „Quarz“)
Moosbank
Volkstümlich:
(ind. ) : – hüte deine Gesundheit.
Mops
Volkstümlich:
(europ.) : – gilt für einen harmlosen Schreck;
– bellen hören: deutet auf Besuch.
(ind. ) : – mancherlei Plackereien stehen dir bevor.
(Siehe auch „Hund“)
Morast
Allgemein:
Morast (Schlamm) deutet darauf hin, daß man durch Einstellungen, Bindungen oder Gefühle behindert wird. Auch Sorgen und harte Arbeit können
darin zum Ausdruck kommen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Viel Arbeit und wenig Erfolg;
– in ihm stecken: du gehst auf schlechten Wegen.
(europ.) : – Arbeit und wenig Verdienst;
– darin waten und steckenbleiben: sorgenvolle Zukunft; man kann seine Verpflichtungen nicht einhalten;
– andere darin sehen: die Fehler anderer werden sich auf einem auswirken; auch: Krankheit.

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(ind. ) : – nach langer Arbeit winkt endlich der Erfolg.
(Siehe auch „Schlamm“, „Sumpf“)
Morchel
Volkstümlich:
(europ.) : – lustige Tage, abwechselnd mit Ärger infolge Bosheit und Neid unerfreulicher Nachbarn.
Mord
Assoziation: – gewalttätiger Abschluß.
Fragestellung: – Was will ich tun, um irgendeine Sache zu Ende zu bringen?
Artemidoros:
Achte auch darauf, ob Wohltaten von gewissen Leuten erwiesen werden können oder nicht. So träumte jemand, er sei von seinem Herrn umgebracht
worden. Er wurde von dem Mörder freigelassen, weil der Tod dies bedeutete; der Urheber seines Todes war auch der Urheber seiner Freiheit; es lag
ja in seiner Macht. Dagegen wurde derjenige, welcher träumte, von seinem Mitsklaven umgebracht zu werden, nicht frei – denn der Mitsklave war
gar nicht in der Lage, ihn freizulassen -, sondern verfeindete sich mit ihm; denn Mörder sind Feinde ihrer Opfer.
Allgemein:
Mord steht oft für verdrängte Gefühle und versäumte Lebensmöglichkeiten, die man nicht annimmt; dann muß man versuchen, sie bewußt ins Leben
zu intrigieren. Dieses Traumsymbol zeigt, daß der Träumende möglicherweise einen Teil seines Wesens, dem er nicht traut oder das versucht, ihn zu
beherrschen, stark vernachlässigt. Vielleicht gibt es auch übermächtige Gefühle in bezug auf andere Menschen, die nur in der geschützten
Atmosphäre des Traums zum Ausdruck kommen dürfen. Wird der Träumende in seinem Traum ermordet, zeigt dies, daß ein Teil seines Lebens
völlig aus dem Gleichgewicht geraten ist, von äußeren Umständen zerstört wird und man in einer Notlage ausgenützt wird. Begeht man einen Mord,
kann das einen radikalen Wandel im Leben ankündigen.
Psychologisch:
Der Mord bedeutet im Traum zwar keine echte Lebensgefahr, ist aber als Warnsignal zu verstehen. Dabei ist es gleichgültig, ob der Träumende selbst
den Mord verübt oder ob er an ihm begangen wird, in diesem Bild zeigt sich, daß sich eine Seite seiner Persönlichkeit mit Gewalt abgetrennt hat.
Dies kann sich sowohl auf ungenützte Fähigkeiten wie auch auf Beziehungen zu Mitmenschen beziehen. Leidet der Träumende an Depressionen,
können Mordträume häufiger auftreten, denn Depressionen können in vielen Fällen als gegen sich selbst gerichtete Aggressionen verstanden werden.
Wenn der Träumende so zornig ist, daß er töten könnte, zeigt dies vielleicht auch, daß er bestimmte schmerzliche Erfahrungen aus seiner Kindheit
noch immer nicht bewältigt hat. Versucht der Träumende in seinem Traum, eine bestimmte Person zu töten, dann muß er zunächst verstehen, was
dieser Mensch für ihn symbolisiert, um seine Gefühle zu begreifen und Gewalt über sie zu erlangen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht das Traumbild Mord/Mörder für willentliche Zerstörung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – begehen an einem Unbekannten: hüte dich vor groben Vergehen, sie würden dir übel bekommen;
auch: deutet auf Habsucht und Gedankenlosigkeit im geschäftlichen Bereich hin;
– begehen an einem Bekannten: man sollte die wahre Beziehung zu diesem überdenken;
– sehen: unverhofftes Glück (starker Kontrasttraum!);
– werden: ein Teil des Lebens ist völlig aus dem Gleichgewicht geraten und nun droht man von äußeren
Umständen übermannt zu werden.
(europ.) : – gewaltsamer Abschluß eines Lebensabschnittes; oft Tötung der eigenen Person;
– Mord-Träume können auch Wahrträume sein, die zur Aufklärung von Mordfällen zu führen vermögen;
– auf persönliches Leben bezogen: das Unglück eines anderen Menschen bringt einem selbst Vorteile;
– selbst ermordet werden: bedeutet Vorsicht, Furcht und auch Kummer; eine eigene Not- oder Zwangslage
wird durch andere ausgenutzt; Feinde arbeiten im geheimen an Ihrem Niedergang;
– an der Ermordung eines Menschen aktiv oder passiv teilnehmen: deutet unverhofftes Glück an; das man
durch anderer Leute Unglück erlangen kann; der Name wird durch dieses schmutzige Geschäft
gebrandmarkt sein;
– sehen: die Missetaten anderer werden einem Sorgen bereiten; Angelegenheiten werden schwerfällig
verlaufen; man wird von gewaltsamen Todesfällen erfahren;
Augenzeuge sein: die Streitigkeiten in der Umgebung belasten einem nicht; Hinweis auf ein langes Leben.
(ind. ) : – sehen: unverhofftes Glück wird dir zuteil.
(Siehe auch „Begräbnis“, „Leiche“)
Mörder
Allgemein:
Das Symbol des Mörders verweist auf die mörderische Seite des verdrängten Schattens. Es mag auch auf Ihre Aggression hindeuten. In manchen
Situationen möchte man einfach andere Menschen umbringen. Im Traum kann das als positives Zeichen verstanden werden, wenn es einen schon
längst überfälligen Abschied dokumentiert; es kann jedoch als negativ gedeutet werden, wenn es die Unfähigkeit ausdrückt, sich mit anderen (und
letztlich mit sich) auseinanderzusetzen. Mörder soll nach alten Traumbüchern ein langes Leben verheißen.
Psychologisch:
Tiefenpsychologisch versteht man ihn oft als Sinnbild der unterdrückten psychischen Inhalte, die Ängste verursachen, wenn man sie nicht wieder
bewußt annimmt. Er taucht wie ein Schatten im Traum auf und tötet – die Liebe, die uns heilig war, die Gefühle, das Aufwärtsstreben. Analog dazu
ist der Mord im Traumbild der gewaltsame Abschluß eines Lebensabschnittes oder Anzeichen für eine schwierige Lage, in die wir, unsere
Familienmitglieder oder unsere Freunde hineinschlittern könnten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ergreifen sehen: du brauchst Mut und Entschlossenheit;
– man will dich verführen.
(europ.) : – warnt davor, sich nicht leichtsinnig in Gefahr zu begeben; sehen: verheißt ein langes Leben.
(ind. ) : – sehen: man wird dir nichts Gutes nachreden.
(Siehe auch „Leiche“, „Mord“)

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Morgen
Allgemein:
Morgen steht für Energie, Tatkraft, Vitalität und Elan, für neue Möglichkeiten des Lebens, die man nicht versäumen darf.
Psychologisch:
Der Morgen, wie auch die Morgendämmerung oder -röte oder der Sonnenaufgang haben im Traum eine positive Bedeutung. Sie sind ein Zeichen
dafür, daß etwas Unbewußtes ins Bewußtsein rückt oder etwas Neues entsteht. Gewissermaßen der Seufzer im Traum, der das Dunkel, die
Ungewißheit des Träumers löst und neue Bahnen freilegt. Der Morgen ist der Zeitpunkt, an dem die Sonne alles an den Tag bringt, an dem sich
entscheidet, ob wir uns zum Guten oder eher zum Schlechten hin entwickeln. Manchmal zeigt diese Tageszeit auch die eigene Jugend an.
Volkstümlich:
(europ.) : – Symbol für den Ablauf des Lebens: der Morgen entspricht der Jugend, der Mittag der Reife,
der Nachmittag bedeutet: dem Abgrund entgegengehen, der Abend: sich dem Ende nähern;
– eine klare Morgendämmerung: verkündet nahendes Glück;
– ein wolkiger Morgen: wichtige Angelegenheiten werden einem belasten.
(Siehe auch „Abend“, „Mittag“, „Sonne“, „Zeit“ und andere Tageszeiten)
Morgenrot / Morgendämmerung
Allgemein:
Morgendämmerung bringt Hoffnungen und allmähliche Erkenntnisse zum Ausdruck, woraus sich neue Lebensmöglichkeiten und Perspektiven für
den Träumenden entwickeln. Morgenrot wird ähnlich wie Morgendämmerung auch als Hoffnungszeichen interpretiert. Der Träumende ist auf der
Suche nach einer Art, mit alten Situationen umzugehen.
Psychologisch:
Der Träumende ist sich des Stroms der Zeit bewußt und sollte dies vielleicht in irgendeiner Weise kennzeichnen oder feiern.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Morgendämmerung im Traum für ein großes Gefühl der Hoffnung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst manchen Sturm erleben, demnächst mit völlig neuen Lebenssituationen konfrontiert werden,
die sich meistens positiv erweist.
(europ.) : – man soll seine Hoffnungen auf Erreichung eines Zieles nicht sinken lassen;
– sehen: alle persönlichen Angelegenheiten werden sich bald deutlich verbessern;
wer seit langem leidet, darf auf eine psychische Erlösung oder große Erleichterung hoffen;
– Abendrot: bedeutet immer die Ankündigung besonderer Ereignisse;
(ind. ) : – sehen: eine glückliche Schicksalswendung steht dir bevor.
(Siehe auch „Rot“, „Sonne“)
Morgenstern
Allgemein:
Morgenstern (auch Abendstern) verkündet Glück, das aber rasch verblaßt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – leuchten sehen: von guter Vorbedeutung, namentlich für Liebende;
– als Waffe: sieh dich vor, du bist von Gefahren bedroht.
(europ.) : – verheißt: ein Glück mit einer Jüdin.
(ind. ) : – sehen: dein Glück wird von kurzer Dauer sein.
(Siehe auch „Planet“, „Streitkolben“)
Morsch / Verfall
Volkstümlich:
(europ.) : – deutet auf den Verfall eines großen Familienvermögens hin, wovon man indirekt mitbetroffen ist, sofern es sich um verfaulte
Früchte oder morsches Holz handelt;
– morsche Klippen, die in dem Augenblick abbröckeln, wenn man sie erklimmt: man sollte sehr auf seine Gesundheit achten.
Morsen
Allgemein:
Steht für Kontakt und Kommunikation.
Mörser / Mörserkolben
Artemidoros:
Der Mörser bezeichnet eine Frau, der Mörserkolben einen Mann.
Psychologisch:
Wer in einem Mörser (oder einem dem gleichen Zweck dienenden Küchengerät) etwas zermahlt oder zerstößt, der könnte im Wachleben einen
Menschen verstoßen, der ihm einmal sehr nahe gestanden hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – darin etwas zerstoßen: du wirst deine Feinde zertrümmern.
(europ.) : – etwaige Vorhaben werden nur mit großer Mühe gelingen;
– sehen: unangenehme Nachrichten bringen Unruhe;
– in demselben etwas zerstoßen: Besuch;
– abschießen: man zerstört bewußt oder unbewußt Glück oder Frieden eines anderen Menschen.
Mosaik
Allgemein:
Mosaik symbolisiert die Vielfalt der Persönlichkeit, die aus verschiedenen Facetten besteht; das Mosaik kann dann einheitlich und schön, auffällig,
unharmonisch oder bruchstückhaft wirken, was auf entsprechende Eigenschaften und Probleme hinweist. Gelegentlich kündigt das Mosaik auch eine
günstige Entwicklung in mehreren Lebensbereichen zugleich an. Jedes komplizierte Muster, das im Traum eine Rolle spielt, symbolisiert das Muster,
welches das Leben webt. Vielleicht ist der Traum als Anregung für den Träumenden gemeint, einmal über das Leben als Ganzes nachzudenken, aber
auch seine vielen verschiedenen Teile zu verstehen und zu respektieren.

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Psychologisch:
Wer es im Traum sieht oder zusammensetzt, wird wahrscheinlich im Lebensalltag mit komplizierten Dingen konfrontiert, die man Steinchen für
Steinchen aufbauen muß, um etwas zu erreichen. Ein Mosaik, das aus vielen kleinen Teilen zusammengesetzt ist, stellt einen bewußten Akt der
Schöpfung dar. Wenn ein solches Symbol im Traum auftaucht, macht es den Träumenden auf seine Fähigkeiten als Schöpfer aufmerksam. Die
Farben und Formen des Mosaik könnten von Bedeutung sein.
Spirituell:
Das Mosaik des Lebens mit seinen vielen Facetten ist ein machtvolles spirituelles Symbol.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst allerhand Schönes erleben, wenn man Ordnung in seine Gedanken bringt.
(europ.) : – sehen: kündet die Beschäftigung mit einer komplizierten Angelegenheit an;
– herstellen: durch eigenes Verhalten werden Komplikationen entstehen.
(ind. ) : – verschiedene Dinge werden sich gut gestalten.
(Siehe auch „Farben“, „Geometrische Figuren“)
Mosaikboden
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darauf gehen: dein kleinliches Benehmen wird dich nicht beliebt machen.
(ind. ) : – auf ihm gehen: du wirst ein glücklicher Mensch werden.
Moschee
Volkstümlich:
(arab. ) : – an den Wahrh eiten der Religion zweifeln.
Moschus
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt ein Herrscher, er reibe sich mit Moschus oder einem anderen gemischten Duftstoff ein,
wird er einen großen Sieg erringen und sich damit über seine Untertanen erheben .
Ein Mann von niederem Stand wird sich über seine Nachbarn und Angehörigen erhaben fühlen.
(europ.) : – verheißt unvorhergesehene Glücksmomente; Liebende gehen harmonisch miteinander um und verzichten auf Untreue.
(ind. ) : – Träumt der Kaiser, er reibe sich mit Moschus oder Bisam ein, um gut zu riechen, wird er seine Untertanen
mit einer guten Botschaft erfreuen, und diese werden ihn ebenso lieben wie den Wohlgeruch;
ein einfacher Mann wird bei seinen Nachbarn jederzeit in gutem Geruch stehen.
– Verbreitet einer in der Nachbarschaft einen üblen Geruch, wird er von jedermann gehaßt werden,
und je durchdringender der Gestank ist, den er verbreitet, um so größer wird der Haß der Leute sein.
– Träumt der Kaiser, man überreiche ihm in einem Gefäß Moschus oder einen anderen gemischten Duftstoff,
wird er eine Botschaft empfangen, die ihn so sehr erfreut wie die Menge Parfüm, die er im Traum entgegennahm.
Ein gemeiner Mann wird entsprechend der erhaltenen Menge einen hohen Gewinn erzielen.
Moses (der Prophet)
Volkstümlich:
(europ.) : – man erlebt persönlichen Gewinn und geht eine Ehe ein, zu der man sich beglückwünschen kann.
(Siehe auch „Christus“, „Prophet“, „Religiöse Bilder“)
Moskito
Medizinrad:
Schlüsselworte: Erinnernd; ablenkend; natürlich; lästig; blutsaugend; wärmefindend.
Beschreibung: Moskitos beziehungsweise Mücken gibt es weltweit in mehr als 3000 bekannten Arten. Der weibliche Moskito trinkt Blut als ein Teil
seiner Ernährung, während sich das Männchen lediglich an anderen Säften labt. Das Weibchen find seine Nahrung, indem es nach der Wärme sucht.
Schon der Stich eines einzelnen Moskitos kann lästig sein, die Stiche mehrerer mitunter bereits unangenehm schmerzhaft. Moskitos sind
Krankheitsüberträger, beispielsweise von Malaria, Gelbfiber und Enzephalitis. Es gibt Geschichten bei den Indianern, in denen es heißt, daß die
Moskitos den Menschen freundlich gesinnt waren, bis diese die anderen Teile des Netzes des Lebens vergaßen. Seither haben Moskitos einen
Stachel, um die Mensche an ihr inneres und äußeres Ungleichgewicht zu erinnern.
Allgemeine Bedeutung: Des Lebens kleine Probleme; kleine Lästigkeiten; eine Ansammlung von Lästigkeiten, die sich schmerzhaft herausstellen
könnten.
Assoziation: Hell summende Plagegeister.
Transzendente Bedeutung: Aufmerksam sein; du könntest etwas sehen, das du zunächst als klein und konsequenzlos erachtetest, das du aber dennoch
wissen mußt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du mußt dich gegen zudringliche Leute schützen.
(europ.) : – sehen: man wird vergeblich versuchen, sich den Attacken heimtückischer Feinde zu widersetzen; das Vermögen wird darunter leiden;
– erschlagen können: man wird häusliches Glück genießen.
Most
Allgemein:
Most steht für „innere Gärung“ von Leidenschaften und Begierden, nach deren Befriedigung man doch eher ernüchtert ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – Ausdruck der inneren Triebe, meist im negativen Sinne; Mahnung, seine Leidenschaften zu bezähmen;
auch: Klatsch über Privatangelegenheiten; handle umsichtig;
– sehen: Warnung vor Zügellosigkeit und niedrigen Begierden bei sich oder anderen;
– herstellen: andere zu minderwertigen Genüssen verleiten, denen bald die Ernüchterung folgen wird;
– trinken: bedeutet minderwertige Genüsse, auf die Ernüchterung folgen wird.
(ind. ) : – gären sehen: deine Pläne sind noch nicht reif;
– trinken: du hast unlautere Begierden.

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Mostrich
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: deine Ansprüche werden befriedigt.
(Siehe auch „Senf“)
Motor
Allgemein:
In Träumen kann der motivierende Anstoß oder die Energie, die der Träumende in einer bestimmten Situation benötigt, als Motor dargestellt werden.
Wenn sich der Traum hauptsächlich um die Mechanik des Motors dreht, muß sich der Träumende vielleicht stärker mit der Dynamik und Pragmatik
seiner Umgangsweise mit den Dingen des Lebens beschäftigen. Wird im Traum ein Motor ausgebaut, deutet dies auf ein ernsthaftes
Gesundheitsproblem hin.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in seinem Traum einen Dieselmotor oder den Motor einer Lokomotive sieht, dann bringt ihn dies vielleicht in Kontakt mit
seiner inneren Kraft und seinen Prinzipien. Der Motor im Traum wird mitunter auch mit dem Sexualakt in Beziehung gebracht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Motor im Traum ein Symbol für Motive und Triebe.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Geschäft gelingt.
(europ.) : – sehen: es stehen große Schwierigkeiten und Reisen bevor; doch gute Freunde werden einem unterstützen;
– defekte: verweisen auf Unglück und Verlust von Verwandten.
(ind. ) : – deine Geschäfte werden sich an einem anderen Ort viel besser entwickeln.
(Siehe auch „Auto“, „Maschine“)
Motorboot
Psychologisch:
Veranschaulicht, daß man viel Energie (Motor) im Gefühlsbereich (Wasser) einsetzt, um etwas „in Bewegung zu bringen“, das man sich ersehnt.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: weist auf eine Vergnügungsreise hin;
– damit fahren: man wird eine nette Reisebekanntschaft machen.
(Siehe auch „Boot“)
Motorrad
Assoziation: – Männlichkeit; Kraft; sich zur Schau stellen.
Fragestellung: – Wie „heiß“ bin ich? Wo in meinem Leben bin ich bereit, herrschaftlicher aufzutreten?
Allgemein:
Ein Zeichen für Stärke und Energie. Sie verfolgen Ihre Ziele mit großer Durchsetzungskraft. Das Motorrad ist aber vielleicht schwer zu lenken und
unter Kontrolle zu halten. Sie müssen viel Disziplin zeigen, damit Sie nicht andere überfahren oder gar sich selbst in Gefahr bringen durch
unkontrolliertes, übereifriges Verhalten.
Psychologisch:
Das Motorrad ist wie das Pferd oder Auto ein Mittel zur Fortbewegung auf der Lebensreise und versinnbildlicht zwar wie das Automobil das eigene
Ich, das es zu bändigen gilt, warnt aber gleichzeitig davor, im Wachleben zuviel psychische Energie und Triebkraft zu verschwenden. Es verkörpert
noch stärker als das Traumsymbol des Autos die seelische Energie des Träumenden. In Träumen von Jugendlichen tritt dieses Bild oft als Symbol für
sexuelle Potenz auf. Fährt auf dem Sozius jemand mit, der sich an den Träumer klammert, kann das auf eine Person im Wachleben hindeuten, die
man gern an sich fesseln möchte.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verkündet einen schönen Ausflug, von dem nur die Erinnerung bleibt; man wird in Beziehungsfragen den Überblick behalten;
– selbst fahren: verkündet einen schönen Ausflug, der Folgen haben wird;
– jemand beim fahren beobachten: bedeutet Stagnation, wobei sich andere beruflich und persönlich weiterentwickeln.
(Siehe auch „Auto“, „Pferd“, „Reise“)
Motorwagen
Volkstümlich:
(arab. ) : – großer Gewinn.
Motten
Allgemein:
Der Träumer wird von unruhigen Gedanken geplagt und zweifelt an der Loyalität der ihm nahestehenden Personen. Zerfressen Motten unsere
Kleidung, weist das auf Kontaktschwierigkeiten und auf die eigene Unsicherheit hin, sowie auf Streit und Zerrüttung von Beziehungen.
Psychologisch:
Wie Motten umschwirren sie Ihr Lebenslicht, wenn Sie destruktive Gedanken und negative Gefühle nicht daran hindern, sich zu entpuppen. Darüber
sollten Sie sich Gedanken machen, falls Sie häufiger vom Mottenbefall träumen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allerhand Belästigungen finden; du hast Feinde;
– vergebens danach haschen: deine Feinde entgehen deinen Nachstellungen.
(europ.) : – verkünden ungemein schädliche Feinde; Vorsicht in Rede und Handeln! auch: Streitigkeiten mit dem
Liebes- oder Ehepartner; für Arbeitgeber ein Zeichen für mangelnde Loyalität seiner Mitarbeiter;
– für Männer, Motten fliegen sehen: man sollte in der Wahl seiner weiblichen Bekanntschaften etwas vorsichtiger sein;
– mottenzerfressene Kleidung tragen: die jetzige Lage ist von Unsicherheit geprägt die man nur durch innere Festigkeit ändern kann.
(ind. ) : – deine Feinde wollen Rechenschaft von dir.
(Siehe auch „Kleid“, „Ungeziefer“)

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Motto
Volkstümlich:
(arab. ) : – schreiben oder lesen: du mußt Verzicht leisten.
(ind. ) : – lesen: keine guten Aussichten im allgemeinen.
Möwe
Artemidoros:
Möwen, Sturmtaucher und alle anderen Arten von Meeresvögeln führen Seefahrer in äußerste Gefahr, doch nicht in den Tod (Auch die Möwen und
möwenähnliche Vögel waren für die Schiffer der Antike Wetterpropheten und Vorboten von Stürmen. Sie spielen auch deswegen im Aberglauben
der Schiffer eine Rolle, weil man im Altertum wie auch noch heute in den Möwen Verkörperungen menschlicher Seelen erblickte, und zwar handelt
es sich um Seelen von Menschen, die auf dem Meer verunglückt sind.); denn alle diese Vögel tauchen zwar unter, versinken aber nicht in der See.
Den übrigen Menschen bedeuten sie Hetären und zänkische Frauen oder räuberische und rücksichtslose Betrüger und Leute, die mittelbar oder
unmittelbar aus dem Meer ihren Lebensunterhalt verdienen. Verlorenes wird man nach diesem Traumgesicht nicht wiederfinden; denn was die Vögel
fangen, schlingen sie hinunter.
Volkstümlich:
(europ.) : – prophezeien friedvolle Verhandlungen mit unnachgiebigen Geschäftsleuten;
– tote Möwen: Freunden steht eine Entzweiung bevor.
(Siehe auch „Vögel“)
Mücken
(Schnaken)
Spirituell:
Mücken, Fliegen, Schnaken sind allesamt Symbole des Teufels.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Fliegen und Mücken bedeuten eine Nachricht von Feinden und Krankheit.
– Träumt der Kaiser, es schwirrten dort, wo er sich aufhält, Schwärme von Fliegen und Mücken heran,
wird ihm eine böse Nachricht, die über sein Kriegsvolk eintrifft, Kummer, Sorgen und Bitterkeit bereiten;
dieselbe Deutung trifft für die Feldherren zu.
– Träumt dies ein Armer oder gemeiner Mann, werden ihm Trübsal, Krankheit und ein bitteres Ende bevorstehen.
Dünkt es einen, als drängen Fliegen oder Mücken haufenweise in seinen Mund oder in seine Nasenlöcher ein,
wird er mit Pein und Schmerzen den Untergang von Feinden erleben.
– Dringen Fliegen oder Mücken in großer Menge in eine Gegend ein, hat man dort den Einfall von Feinden und
die Peinigung der Einwohner zu gewärtigen.
– sehen oder von ihnen gestochen werden: in böse Gesellschaft und Anfeindung geraten; hüte dich vor bösen Menschen;
– tanzen sehen: du neigst zu tollen Streichen.
(europ.) : – sehen: warnen vor Schmeichlern; Lästermäuler und lästigen Besuchern oder sonstigen Belästigungen;
– von diesen umschwärmt werden: man ist zu freigebig und läßt sich schamlos ausnutzen;
vielleicht kommt auch ein lästiger Besuch;
– gestochen werden: Nachteile durch Vertrauensseligkeit; eine gewährte Gastfreundschaft
wird mißbraucht oder es wird durch andere Personen Unfrieden ins Haus gebracht.
(ind. ) : – du kannst kein Geheimnis bewahren.
(Siehe auch „Fliegen“, „Insekten“, „Moskitos“, „Schnaken“)
Müdigkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – sich fühlen: es kommen schlechte Gesundheit oder geschäftlicher Druck auf einem zu;
– Sieht eine junge Frau andere müde, macht sie keine ermutigende gesundheitlichen Fortschritte.
Mudjekeewis, westlicher Hüter des Geistes
Medizinrad:
Schlüsselworte: Grizzlybär; Ernte; Erfahrung; Innenschau; Stärke; Mut; Fähigkeit; Reife; Vater der Winde.
Beschreibung: Mudjekeewis ist der Name, der Sun Bear in seiner Vision über das Medizinrad für den westlichen Hüter des Geistes mitgeteilt wurde.
Der Westen ist die Zeit des Herbstes, die Zeit des Zwielichts, die Zeit, zu der Menschen ihre Reife erreicht haben. Es ist eine Zeit der Macht und der
Verantwortung, eine Zeit in der sowohl für die Kinder als auch für die Alten gesorgt werden muß. Das Element, das mit Mudjekeewis Verbindung
gebracht wird, ist das Feuer, als Mineral steht ihm der Speckstein, als Pflanze die Zeder und als Tier der Grizzly zur Seite; seine Farben sind Blau
und Schwarz.
Allgemeine Bedeutung: Macht; deine Zeit der Reife; deine Stärke.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe des Westens.
(Siehe auch „Himmelsrichtungen – Westen“)
Muff
(Pelzhülle für die Hände)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder gebrauchen: Schutz gegen böse Einwirkungen finden; behagliche Verhältnisse.
(europ.) : – sehen: warnt vor der Untreue eines Menschen, dem man vertraut;
– tragen: man soll sich in der Hauptsache nur um die eigenen Angelegenheiten kümmern und fremde
abseits liegen lassen; gegen die Wechselfälle des Lebens gefeit sein;
– Sieht ein Liebhaber seinen Schatz mit einem Muff, wird ein würdigerer Mann seinen Platz einnehmen.
(ind. ) : – tragen: böse Zeiten werden für dich kommen.

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Mühle
Artemidoros:
Die Mühle verspricht schnelle Befreiung aus schwierigen und schlimmen Verhältnissen und einen treuen Sklaven.
Allgemein:
Eine Mühle macht aus Rohmaterial einen weiterverwertbaren Stoff. Diese Eigenschaft wird im Traum dargestellt. Der Träumende kann aus dem, was
er im Leben erfahren hat, das machen, was für ihn nützlich ist und was ihn in jeder Hinsicht nährt. Mühle kann Angst vor bevorstehenden Problemen
verkörpern, die zu einer tiefen Lebenskrise führen, weil man viele innere Einstellungen und Überzeugungen dabei aufgeben muß; darauf sollte man
sich rechtzeitig vorbereiten. Die klappernde Mühle deutet man als guten Lohn für harte Arbeit.
Psychologisch:
Wenn etwas gemahlen wird, kommt es zu einer Umwandlung, die durch den Traum von einer Mühle oder einem Mühlstein symbolisiert wird. Es
heißt, die beiden Mühlsteine würden den Willen und den Verstand symbolisieren. Damit sind sie die Werkzeuge, die der Träumende zu seiner
eigenen Umwandlung benötigt. Das ständig in Gang gehaltene Mühlrad deutet auf unseren Arbeitswillen, auf die eigene Durchsetzungskraft hin, das
stillstehende Mühlrad symbolisiert erlahmende Kräfte. Die Mühle, die im Traum unter vollem Wind steht, kündigt meist Gewinne an, die durch
persönlichen Einsatz erzielt werden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Mühle im Traum für die Energie, die etwas Rohes in etwas Nutzbares verwandelt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er besitze eine Mühle, die von einem kräftigen Esel getrieben wird, weist das auf das Schicksal des Menschen;
ist der Esel stark und kräftig, wird der Träumer entsprechend dessen Stärke Glück und Segen in seinem Leben haben,
ist es aber ein Maulesel, sich mühsam durchs Leben schlagen, denn erbärmlich ist der Maulesel von Natur.
– Träumt jemand, ein williger Ochse drehe seine Mühle, wird er sich einen Mann von Rang und Würde dienstbar machen
und von ihm seinen Lebensunterhalt beziehen; dieses Gesicht kann aber in der Regel nur ein Mächtiger oder einer,
der Macht erringen wird, schauen.
– Treibt ein Kamel oder Pferd die Mühle, wird der Träumende mit streitbaren Leuten um seinen Unterhalt kämpfen und siegen
entsprechend der Folgsamkeit der Tiere, aber auch erkranken.
– Betreibt jemand eine Wassermühle, die er gebaut, wird er sich einen Herrn gefügig machen, der so mächtig wie der Fluß
groß ist, und durch ihn reich werden.
– Läßt der Kaiser Wassermühlen bauen, wird er Heerführer in den Krieg entsenden, deren Stärke der der Wasserläufe gleicht;
arbeiten die Mühlen gut, werden jene erfolgreich sein und große Beute aus fremden Ländern heimbringen, wenn nicht,
erfolglos sein.
– Träumt der Kaiser, seine Mühlen seien von den Wasserläufen hinweggerissen worden, wird er Komplotten von Widersachern,
die jenen an Größe gleichen, auf die Spur kommen.
– Im großen und ganzen versinnbildlicht die Mühle den Lebensunterhalt, die Landwirtschaft und Reichtum;
alles, was der Mensch Gutes oder Böses von der Mühle träumt, betrifft sein Leben und seinen Unterhalt.
– in Tätigkeit sehen: Glück und Wohlhabenheit erlangen;
– die Flügel im Wind sich drehen sehen: Zeichen für ständige Betriebsamkeit und eventuellen Familienzuwachs;
– stillstehend: man sollte sich aktiver um sein Glück kümmern;
– klappern hören: die dich betreffenden Klatscherein werden dich nicht beirren;
– nur das Klappern hören: man wird eine Aufgabe gestellt bekommen, die man gut bewältigen kann.
(europ.) : – verheißt Glück und Reichtum; Streben nach Sicherheit, aber heimliche Befürchtung, nicht zum Ziel
zu gelangen; steht außerdem für Sparsamkeit und glückliche Unternehmungen;
– sehen: verheißt ein schönes oder vorteilhaftes Erlebnis; Verbesserung des Einkommens;
– klappern hören: kündigt lohnende Arbeit und reichen Verdienst an;
– eine strahlende: stellt eine Liebschaft in Aussicht;
– stillstehen sehen: verheißt: verheißt Liebesglück;
– verfallende: prophezeit Krankheit und Unglück.
(ind. ) : – Träumt jemand, er besitze eine Mühle, die mahlt, wird er mit seiner Arbeit Glück haben
und einen sicheren Unterhalt gewinnen entsprechend der Stärke und Güte der Mühlsteine
und der Größe des Ortes, in dem die Mühle steht.
– Dient einer in einer fremden Mühle, wird er ein gutes Auskommen bei dem Mühlenbesitzer finden,
sofern er ihn kennt, ist das nicht der Fall, wird sein Unterhalt unerwartet dürftig sein.
– Nimmt ihm einer mit Gewalt seine Mühle, wird er in Armut sterben.
– sehen: dein Vermögen wird Zuwachs erhalten.
(Siehe auch „Mahlen“, „Maschine“, „Wasser“, „Wind“)
Mühlknecht
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeiten sehen: hüte dich vor Betrug.
Mühlrad
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: rascher Gewinn steht bevor;
– hineingeraten: man betrügt dich;
– gehen sehen: Beständigkeit in der Liebe.
(europ.) : – in Bewegung sehen: weist auf eine lohnende Beschäftigung hin; schnelle Gewinne machen können;
– ein stillstehendes: bedeutet ein Schäferstündchen; eine Angelegenheit ist ins Stocken geraten;
– ein zerbrochenes: ein Schäferstündchen wird gestört werden; steht für Probleme, Krankheit oder Tod eines nahestehenden Menschen;
– von einem Mühlrad oder von Windmühlenflügeln erfaßt werden: kündet ein folgenschweres Liebesverhältnis an.
(ind. ) : – sehen: du wirst dein Vermögen vermehren können, habe jedoch acht auf deine neidischen Verwandten;
– hören: du wirst getäuscht werden, und zwar von Personen, die dich umschmeicheln.

979
Mühlstein
Allgemein:
Mühlstein deuten alte Traumbücher als Symbol einer Trennung oder eines Todesfalls.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Glück in der Ehe haben;
– einen zerbrochenen sehen: Unglück in der Familie haben.
(europ.) : – in Bewegung: verkündet Familienzuwachs irgendwelcher Art an;
– stehen bleiben oder kaputt: zeigt einen Todesfall oder unvermeidliche Trennung an;
– um den Hals tragen: man sollte sich schnellstens von bedrückenden Lebensbedingungen befreien.
(ind. ) : – zerbrochen: ein Todesfall wird sich in deinem Umkreis ereignen.
Mühlwehr
Volkstümlich:
(europ.) : – klares Wasser über eins plätschern sehen: signalisiert vergnügliche Unternehmen sowohl
geschäftlicher als auch gesellschaftlicher Natur;
– unreines Wasser drüber fließen sehen: man wird Verluste erleiden; wo Vergnügen vorausgesagt wurde,
wird es statt dessen zu Problemen kommen;
– ein trockenes Wehr: die Geschäfte werden zurückgehen.
Mulde
Volkstümlich:
(arab. ) : – gefüllt: du wirst Ersparnisse machen;
– leer: Geldverlust.
(ind. ) : – sehen: suche keinen Schutz bei Menschen, die dich nur ausnützen wollen.
Mull
(Verbandsmull)
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Wunde damit verbinden: ist eine Warnung vor Unversöhnlichkeit; man würde es bedauern.
Müll
Assoziation: – Saubermachen und Aufräumen.
Fragestellung: – Wovon bin ich mich zu trennen bereit?
Allgemein:
Müll ist etwas, was wir loswerden möchten – Dinge, die wir nicht mehr haben möchten oder die uns von jemand anderes untergeschoben wurden.
Träume, in denen wir Abfall beseitigen, fordern uns gewöhnlich dazu auf, unser Leben zu entrümpeln. Träume, in denen das Fortschaffen von
Abfällen und Plunder aller Art vorkommt, sind häufig ein Symbol für ein fälliges Ausmisten in unserem Wachleben – wobei der „Mist“ emotionaler
oder materieller Natur sein kann. Man versuche herauszufinden, was gemeint ist, und werde ihn los. Man denke daran, daß zwar ein Abflußrohr von
allein Abwasser und Überschwemmungen beseitigt (das heißt, daß man Gefühle los wird), daß aber für die Müllbeseitigung etwas getan werden muß.
Wenn im Traum jemand anderes den Müll zur Kippe fuhr, kann es sein, daß dem Wach-Ich jemand die Last abnimmt oder hilft, sie loszuwerden. Es
kann auch bedeuten, daß man Hilfe braucht, um sich von etwas –z.B. einer Einstellung – freizumachen.
Psychologisch:
Abfall gestaltet im Traum ein Szenario, das es dem Träumenden ermöglicht, mit all jenen Teilen seiner Erfahrungen oder seiner Gefühle fertig zu
werden, die sich wie Abfall anfühlen. Er muß sie sortieren und entscheiden, was er aufbewahren und was er wegwerfen will. Wenn der Träumende in
seinem Traum Müll sammelt, kann dies darauf hinweisen, daß er falsche Vermutungen hegt. Häufig handelt es sich bei Abfall um Reste, die
entstehen, wenn man Nahrungsmittel zubereitet. Daher kann der Traum ein indirekter Hinweis darauf sein, was der Träumende braucht, um gesund
zu bleiben. Aber auch: Was man im Traum in den Mülleimer wirft, verdrängt man und möchte man „entsorgen“. Können Sie sich erinnern, was
weggeworfen wurde?
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann Abfall im Traum den Träumenden darauf aufmerksam machen, daß jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um spirituellen
Müll zu entsorgen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Müllberge sehen: weist auf Gedanken über gesellschaftliche Skandale und ungünstige Geschäfte hin;
Frauen werden vom Liebsten verlassen.
(Siehe auch „Abfall“, „Kehricht“, „Müllhalde“)
Müller
Allgemein:
Müller fordert auf, sich mehr anzustrengen, um Wohlstand zu erlangen.
Psychologisch:
Der Mann der das Mühlrad in Gang hält, zeichnet für das Funktionieren der Arbeitsgänge im Alltagsleben verantwortlich. Wer im Traum sich oder
einen anderen als Müller sieht, wird im Wachleben jenes Rädchen sein, das ein Vorhaben in Gang bringt, von dem die Gemeinschaft profitiert. Nur
manchmal ist er auch der Wetterwendische, der seine Fahne oder, um im Bild zu bleiben, das Rad seiner Mühle nach dem Wind dreht, um sich
beliebt zu machen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: Verluste stehen dir bevor.
(europ.) : – sehen: Familienzuwachs; man wird einen reichen Freund finden; die Umstände werden hoffnungsvoller werden;
– sprechen: deine große Aufrichtigkeit bringt dir Schaden;
– sein: behagliches Leben; beim anderen Geschlecht wird man viel Erfolg haben;
– Träumt eine Frau, sie sehe einen Müller, der seine Mühle nicht in Betrieb setzen kann, wird der Wohlstand ihres
Geliebten sie enttäuschen.
(ind. ) : – sehen: denke nicht, daß dein Wohlstand von selbst wächst.
(Siehe auch „Wind“)

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Müllerin
Allgemein:
Müllerin soll nach alten Traumbüchern Liebesglück oder ein erotisches Abenteuer ankündigen.
Müllhalde / Müllkippe
Assoziation: – Abfälle des Lebens; Beseitigung.
Fragestellung: – Was brauche ich nicht mehr?
(Siehe auch „Müll“)
Mumie
Assoziation: – Ehrfurcht vor der Vergangenheit; alte Weisheit.
Fragestellung: – Was möchte ich bewahren oder in Erinnerung behalten? Was dauert in mir fort?
Allgemein:
Die sprachliche Verbindung zwischen Mumie und Mutter ist offensichtlich. In mancherlei Hinsicht muß die Mutter des Träumenden oder seine
Beziehung zu ihr „sterben“, damit er sich entwickeln und überleben kann. Eine Mumie im Traum kann auch ein Symbol für die Gefühle des
Träumenden zu einem Verstorbenen sein.
Psychologisch:
Leichen wurden oder werden oft einbalsamiert, um sie zu konservieren. Mumie steht tiefenpsychologisch betrachtet für eine konservative
Persönlichkeit, die sich der Entwicklung verschließt, aus Erfahrungen keine Konsequenzen zieht und deshalb Konflikte und Probleme
heraufbeschwört. Im Traumbild der Mumie drückt sich also der Wunsch des Träumenden aus, etwas für ihn Wichtiges festzuhalten, beispielsweise
ein Gefühl oder eine momentane Situation. Dies gelingt allerdings niemals, weil das Leben ständig vorangeht und immer wieder Veränderungen mit
sich bringt. Die genauere Bedeutung der Mumie ergibt sich aus dem Traumzusammenhang und den Empfindungen des Träumenden während der
Traumhandlung. Eine ägyptische Mumie symbolisiert den Tod, aber auch die Tatsache, daß der einbalsamierte Körper nach dem Tod erhalten bleibt
und nicht in Vergessenheit geraten kann. Damit steht die Mumie für das Leben nach dem Tod. Nach altägyptischer Auslegung bescheren Mumien
dem Träumer ein langes Leben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Mumie im Traum die unbeugsame Mutter und die Selbsterhaltung dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein alter Schmerz trübt noch immer dein Glück.
(europ.) : – von einer träumen: deutet auf ein langes Leben hin; Erfolg;
– sich davor ängstigen: Glück;
– sehen: eine längst vergessen geglaubte unbedeutende Geschichte aus früheren Zeiten wird wieder aufgerollt.
(Siehe auch „Leiche“)
Mummenschanz (Siehe „Karneval“, „Maske“)
Mund
Assoziation: – Ernährung; neue Verhaltensweisen.
Fragestellung: – Was bin ich in mich aufzunehmen bereit? Was bin ich auszudrücken bereit?
Allgemein:
Mund kann erotische Bedürfnisse verdeutlichen oder allgemein für Mitteilungs- und Kontaktbedürfnis stehen. Oft symbolisiert er auch die Art und
Weise, wie man äußere Eindrücke aufnimmt. Zuweilen warnt er konkret davor, den „Mund zu voll zu neh men“.
Psychologisch:
Der Mund dient zwar zur Nahrungsaufnahme, ist aber auch ein Mitteilungsinstrument von Gefühlen und Gedanken. Der Kuß ist eine intensive Form
einem anderen Menschen seine Gefühle mitzuteilen. So ist der Mund im Traum auch ein Symbol für die Beziehung zu anderen Menschen, das
Bedürfnis nach Kontakt oder nach Mitteilung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt der Kaiser oder ein Fürst, Wangen, Schläfen und Mund hätten sich schön geweitet,
wird er Ruhm und Ehre im Krieg erlangen;
ein gemeiner Mann oder eine Frau kann in Beruf und Arbeit mit einem besseren Verdienst rechnen.
Ein Leiden an diesen Gesichtspartien bedeutet das Gegenteil von dem Gesagten.
– Dünkt es den Kaiser, er habe ein Leiden am Mund, so daß er weder sprechen noch essen kann,
werden seine Schatzkammern sich leeren und die Steuereinnahmen erheblich zurückgehen;
einem einfachen Mann prophezeit es ein Leben in Armut.
– Hat einer die Maulsperre bekommen, so daß er gar nicht mehr essen kann, wird er bald sterben, sei er wer immer.
– großer: verheißt Anmaßung und Grobheit; man sollte sich seine Worte gut überlegen, bevor man sie über die Lippen bringt;
auch: man läuft Gefahr, zu große Versprechungen zu machen, die man nicht einhalten kann;
auch: sich vor Lügen und Übertreibungen jeglicher Art hüten;
– kleiner: verheißt Schüchternheit und Bescheidenheit;
– nicht öffnen können: dein Leben wird bedroht werden.
(europ.) : – wie die Zähne meist als rein sexuelles Zeichen der Potenz bei Mann und Frau zu verstehen;
– der eigene: man solle seine Zunge im Zaum halten;
– Schmerzen darin haben: bedeutet, daß man vorsichtig in seiner Rede sein soll;
allgemein bezieht sich ein Traum vom Mund auf Verschwiegenheit;
– schmalen sehen: signalisiert kommendes Geld;
– breiter: verkündet Ehre;
– großen haben: du genießt Achtung; man verspricht ein guter Redner zu werden;
– großen sehen: einen Gefährten bekommen, der mehr als Geld wert ist;
– an einer Person einen großen sehen: man soll den Mund nicht so voll nehmen;
– ihn aufmachen wollen und nicht können: Krankheit, Todesgefahr.
(ind. ) : – Der Mund ist das Haus des Menschen, welches alles in ihm Befindliche birgt.
– Träumt einer, sein Mund sei größer und kräftiger geworden, wird sein Hausstand mächtig erstarken.
– Eine Wunde oder Verletzung am Mund prophezeit demjenigen, dem er sein Haus anvertraut hat, Unheil.
Hat er keinen Hausverwalter, beziehe er es auf seine Ehefrau.

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– großer: Reichtümer werden sich anhäufen durch Erbschaften;
– nicht öffnen können: Todesgefahr.
(Siehe auch „Durst“, „Hintern“, „Hunger“, „Kuß“, „Lippen“, „Menschenfleisch“, „Zähne“)
Mundart
Psychologisch:
Wenn man im Traum in seiner Mundart spricht, gilt es als starkes Verwurzeltsein in der eigenen Herkunft – aber (manchmal) auch als Intoleranz
gegenüber Fremden und Neuem. Träumt man von einem fremden Dialekt, weist es auf (noch) unbekannte Seiten der eigenen Persönlichkeit hin.
Mundharmonika
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören oder selber spielen: harmlose Freuden.
Munition
Psychologisch:
Symbol für versteckte, zurückgehaltene Aggression.
Volkstümlich:
(europ.) : – kaufen, sehen oder haben: ermahnt zur Bedachtsamkeit, um irgendein Vorhaben zum gewünschten Schluß
zu bringen, das reichen Ertrag verspricht;
– glauben, die Munition sei ausgegangen: bedeutet vergebliche Mühen und Anstrengungen.
Münzen
Assoziation: – kleiner Wert; Geringfügigkeit.
Fragestellung: – Was ist in meinem Leben von beträchtlichem Wert? Wo in meinem Leben lasse ich mich von Geringfügigkeiten ablenken?
Artemidoros:
Es behaupten einige, daß Geld und Münzen insgesamt Unglück bedeuten; nach meiner Beobachtung verursachen kleine, kupferne Münzen
Mißstimmungen und kränkende Worte, Silbermünzen dagegen bezeichnen Absprachen bei Verträgen über wichtige Angelegenheiten, Goldmünzen
über noch wichtigere. Immer ist es besser, wenig Gut und Geld als zu viel zu besitzen, denn großer Reichtum bedeutet Sorgen und Kummer, weil er
ebenso wie ein Schatz schwer zu verwalten ist. Der Kaiser, ein Tempel, ein Soldat, ein kaiserliches Schreiben, ein Silberstück und ähnliches mehr
sind Zeichen, die wechselweise füreinander stehen. Stratonikos träumte, er trete den Kaiser mit Füßen. Beim Verlassen des Hauses fand er ein
Goldstück, auf das er zufällig getreten war; es machte keinen Unterschied, ob er den Kaiser oder dessen Bild mit Füßen bearbeitete oder trat.
Allgemein:
Traditionell: ein Glücksymbol, besonders dann, wenn die Münze aus Kupfer war. Dann hatte man Glück im Spiel und in der Liebe zu erwarten.
(Kupfer ist das „Metall der Venus“.)
Psychologisch:
Geld – auch im Traum. Münzen gelten als Besitzsymbol in jeder denkbaren Spielart.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er finde oder bekomme von jemandem Goldmünzen, werden ihm seine Untergebenen und Dienstleute
so viel Sorge und Kummer bereiten, wie Wert und Menge der Goldmünzen ausmachen.
– Schenkt jemand anderen Goldmünzen, wird er auch andere Anteil an seinem Mißgeschick nehmen lassen.
– Findet einer eine oder zwei Münzen, wird er geliebten Personen in die Augen schauen; sind es mehr als zwei,
lege er es als Sorgen und Plagen aus, wie schon gesagt wurde.
– Dünkt es einen, er präge Goldstücke, wird er Strafgewalt über andere bekommen, und sein Ende wird Gefahr und Tod sein.
– Findet oder bekommt einer von einem Bekannten Miliaresia (Grundsilbermünze 1000 Stück = 1 Pfund Gold), werden harte
Worte zwischen ihnen fallen.
– Findet jemand eine Menge dieser Münzen oder bekommt sie von jemandem in einem Topf oder trägt sie unberührt darin fort,
wird er entsprechend dem Gewicht Reichtum und Freude erlosen.
– Träumt der Kaiser, er schenke einem anderen gemünztes Gold, wird er ihn entsprechend dem Geschenk peinigen;
gibt er ihm ein Miliaresion, wird er ein hartes Urteil über ihn fällen.
Bekommt einer Miliaresia vom Kaiser, erwarte er diesen Ausgang für sich selbst.
Prägt einer solche Münzen, wird er Richter werden, falls er dazu fähig ist, hat er Geist und Verstand, Reden und Schriften
verfassen; ist er nicht mit Talenten ausgestattet, wird er andere verleumden und streitsüchtig sein.
– Verliert einer die Münzen, die er besitzt, wird er unterliegen, falls er einen Prozeß führt, wenn nicht, in Bedrängnis kommen,
aber bald von ihr befreit werden.
– Findet einer Pholleis (Standardkupfermünze), wird er Streitigkeiten, Prozesse und Prüfungen auf den Hals bekommen
entsprechend deren Zahl.
Entdeckt jemand eine Menge davon in einem Topf oder gibt er sie anderen, wird er erkranken und Zank und Streit mit
Freunden und Angehörigen haben entsprechend der Zahl der Münzen; denn Pholleis bedeuten allgemein Hader und Prozesse.
– sehen oder damit hantieren: man sollte sich gut überlegen, ob man eine mögliche Unternehmung nicht lieber auf einen anderen
Zeitpunkt verschieben möchte;
– goldene: deuten auf Glück und Reichtum;
– silberne: Zufriedenheit; mit Wohlstand rechnen dürfen, wenn man seine Pflichten gründlich und gewissenhaft erfüllt;
– kupferne. ärgerliche Verluste; hüte dich vor Fehleinschätzungen;
– prägen: du mühst dich erfolglos, reich zu werden;
– schöne alte besitzen: man sollte darauf achten, Besitz nicht leicht zu riskieren;
– klimpern hören: man wird eine schlimme Enttäuschung erfahren, die im beruflichen wie im privaten Bereich liegen kann.
(europ.) : – als sexuelles Zeichen zu verstehen, vor allem bei Frauen, die sich selbst verkaufen wollen; sonst wie Geld;
– Geldmünzen sehen: Warnung vor einer geplanten Ausgabe, einem geplanten Geschäft oder einem sonstigen
Unternehmen; auch: für den Kranken Genesung; für Gesunde bessere Stimmung;
– einnehmen: bedeutet Geld- oder Vermögensverluste;
– ausgeben: bringt den Dank anderer oder unerwarteten Vorteil in einer Sache;
– verteilen: man sollte mit seinen Geldausgaben nicht so leichtsinnig verfahren;
– ausländische oder fremde sehen: von einer nicht erwarteten Seite wird man Geld oder sonstige Werte
erhalten, oder fremde Gelder oder Vermögenswerte werden demnächst eine wichtige Rolle spielen;
– alte oder fremde aus Liebhaberei sammeln: deutet auf eine Beschäftigung mit außergewöhnlichen Dingen
oder auf ein außergewöhnliches Ereignis hin;

982
– aus Gold: Wohlstand und Vergnügen werden durch Besichtigungen und Kreuzfahrten vorausgesagt;
– aus Silber: negativ; Meinungsverschiedenheiten werden in den besten Familien auftreten;
– Wenn Silbermünzen das Lieblingsgeld sind und die Münzen glänzen oder einem gehören, ist das vielversprechend.
– Erhält ein Mädchen von ihrem Liebsten eine Silbermünze, wird sie von ihm verlassen.
– Kupfermünzen: symbolisieren Verzweiflung und körperliche Belastungen;
– Nickelmünzen: verheißen einem primitivste Arbeit.
(ind. ) : – machen: schlimme Zeiten kommen über dich;
– sehen: Widerwärtigkeiten.
– goldene oder silberne haben: Unglück;
– kupferne: großes Glück.
– sonst wie (arab.)
(Siehe auch „Bettler“, „Geld“)
Murmeln
Allgemein:
Da es ein Kinderspielzeug ist, steht hier die Erinnerung an die Kindheit im Vordergrund. Es ist aber auch ein Hinweis darauf, die akrobatische Kunst
des Jonglierens zu üben.
Psychologisch:
Man will etwas „spielerisch ins Rollen bringen“ – oder eine Reaktion zwar auslösen, später aber nicht für die Folgen verantwortlich sein.
(Siehe auch „Jonglieren“)
Murmeltier
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Faulheit bringt dich ins Verderben.
(europ.) : – sehen: schlaue Feinde werden einem in Gestalt von schönen Frauen verführen;
– Für eine junge Frau kann es Anzeichen dafür sein, daß ihre Zukunft von Versuchungen bestimmt ist.
Murren
Volkstümlich:
(europ.) : – oder mürrisch sein: verkündet einen Ärger, den man durch Nachlässigkeit selbst herbeigeführt hat.
Mus
Volkstümlich:
(europ.) : – Apfelmus, Pflaumenmus oder dgl. genießen: verkündet einen friedlichen und glücklichen Ehestand.
Muschel
Assoziation: – Schutz; mal einschränkend, mal behütend; Schönheit der Form.
Fragestellung: – Welche Gefühle muß ich schützen? Welche Strukturen weiß ich zu schätzen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Decke; Verbindung mit dem Meer.
Beschreibung: Eine Muschel hat einmal einem Weichtier, einer Meereskreatur, als Behausung gedient. Muscheln wurden von erdverbundenen
Völkern immer hoch geschätzt und als Geräte, Schmuck, in Zeremonien sowie als Zahlungsmittel benutzt.
Allgemeine Bedeutung: Deine Verbindung mit dem Meer; deine Werkzeuge oder nützlichen Geräte; was du schätzt.
Assoziation: Weibliche Sexualorgane; eine beliebige harte Schale.
Transzendente Bedeutung: Ein klares Verstehen deiner eigenen harten Schale.
Allgemein:
Die Muschel im Traum symbolisiert die Verteidigungsmittel, derer sich der Träumende bedient, um nicht verletzt zu werden. Als Reaktion auf
vorangegangene Verletzungen hat sich der Träumende vielleicht eine harte Schale zugelegt. Eine weiche Schale deutet auf Verletzlichkeit hin.
Muschel weist somit auf eine sensible, leicht verletzbare und überempfindliche Persönlichkeit hin, die sich hinter einer harten äußeren Schale
verbirgt. Zuweilen symbolisiert sie auch ein Geheimnis, das man hüten sollte. Muscheln dienten auch einmal als Zahlungsmittel und können im
Traum immer noch als solches gedeutet werden.
Psychologisch:
Die Muschel kann als magisches Symbol gesehen werden, das in sich die Kraft der Transformation birgt. Sie besitzt die Fähigkeit, zu schützen, und
ist eine Art Gefäß, wodurch sie in Beziehung mit der weiblichen emotionalen Seite der Natur steht. Sie ist ein weibliches Sexualsymbol, dessen Form
an die Vulva erinnert, die von harter Schale umzogene Kostbarkeit, die sich der Mann fürs Leben erobern will. Muscheln sind – auch für die Frau! –
stets positiv zu deuten. Eine geschlossene Muschel weist auf Jungfräulichkeit, Frigidität, manchmal aber auf mangelnde seelische Reife hin.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Muschel im Traum eine Miniatur für den Ablauf von Leben und Tod. Sie ist das Bild des Grabes, aus dem der
Mensch eines Tages auferstehen wird, ein Symbol der Fruchtbarkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: Geschenke, auch böse Nachrichten erhalten oder in Verlegenheit geraten.
(europ.) : – sehen: deutet auf die Aufklärung einer Sache hin, die schon lange zurückliegt; zeigen geringen Wohlstand,
aber Zufriedenheit und häusliche Freuden an; auch: es mit einer hartnäckigen, aber ehrlichen Person zu tun haben;
– beim spazierengehen aufsammeln: bedeutet Zügellosigkeit; Vergnügen werden nur Reue und bittere Erinnerungen hinterlassen;
– finden: bedeutet, daß der Träumende über ein längst begangenes Unrecht Aufklärung geben soll;
– finden und öffnen: ein eigenes, sorgfältig gehütetes Geheimnis wird offenbart oder verraten werden;
– einen lebenden Fisch enthaltend: bedeutet Wohlstand;
– eine leere: ist ein schlechtes Omen;
– essen: weist auf Freude über das Wohlergehen eines anderen hin;
– Ißt eine junge Frau mit ihrem Geliebten gebackene Muscheln, wird sie sich seines Reichtums, aber auch seines Vertrauens erfreuen.
(ind. ) : – haben: du wirst eine schwere Verantwortung übernehmen müssen;
– finden: Verlegenheiten aus denen du dich nur mit viel Mühe befreien kannst;
– leere: Verlust;
– volle: günstiger Erfolg.
(Siehe auch „Auster“, „Jungfrau“, „Schnecke“, „Schneckenhaus“)

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Musen
(Jede der neun griechischen Göttinnen der Künste und Wissenschaften.)
Volkstümlich:
(europ.) : – verkünden Ansehen und Glück, aber nur bei energischen Eingreifen in das eigene Geschick mit Überlegung, Witz und Verstand.
(ind. ) : – sehen: du beschäftigst dich gerne mit höherer Wissenschaft.
Museum
Allgemein:
Im Traum stellt ein Museum altmodische Gedanken, Vorstellungen und Ideen dar. Vielleicht sollte sich der Träumende einmal objektiv mit ihnen
auseinandersetzen. In einem Museum eingeschlossen zu werden zeigt an, daß man die Vergangenheit für die Probleme der Gegenwert verantwortlich
macht.
Psychologisch:
Ein Museum kann für einen Ort stehen, an dem der Träumende seine Erinnerungen speichert. Daher wird es als Symbol für das Unterbewußte
gedeutet, jenen Teil des Selbst, dem sich der Träumende nähert, wenn er sich bemüht, zu verstehen, wer er ist und woher er kommt. Das
Traummuseum hat viele Säle, in denen man Kontakte mit dem Schönen pflegt. Man merke sich die Bilder oder die Gegenstände, die gezeigt werden,
um diese als weitere Symbole deuten zu können.
Spirituell:
Die Vergangenheit ist ein interessantes Überbleibsel, mit dem man sich getrost eine gewisse Zeit lang beschäftigen kann. Dann aber muß man sich
wieder der Gegenwart und der Zukunft zuwenden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Kunstsammlung) sehen: du wirst große Erfolge erzielen;
– besuchen: du wirst dein Leben gut nutzen;
– nur von außen sehen: man wird eine dargebotene Chance nicht nutzen können.
(europ.) : – sehen: steht für die hindernisreiche Suche nach der für Sie scheinbar richtigen Position; man wird
nützliche Erfahrungen sammeln, was Vorteile gegenüber dem üblichen Weg des Lernens bringt;
– geschmackloses: es steht vielfacher Ärger ins Haus;
– sich in einem befinden: man wird Eingang in einen Menschenkreis oder ein Milieu finden,
was sich für einen selbst als sehr wertvoll oder vorteilhaft erweisen wird;
– in einem solchen eigene Sachen sehen: man wird sich einem bisher sehr wichtigen oder
vorteilhaften Kreis oder Milieu entfremden; deutet im übrigen ganz allgemein auf Verluste hin.
Musik
Assoziation: – Harmonie; Ausdruck.
Fragestellung: – Was integriere ich gerade?
Allgemein:
Musik und Rhythmus drücken das innerste Selbst des Träumenden und seine Verbindung zum Leben aus. Hört er im Traum Musik, dann ist dies ein
Hinweis, daß der Träumende das Potential hat, um diese Grundverbindung herzustellen. Musik kann auch eine sinnliche und lustbetonte Erfahrung
symbolisieren. Musik (hören oder Instrumente sehen) kann für innere Harmonie und Ausgeglichenheit einer einheitlichen, in sich ruhenden
Persönlichkeit stehen. In schwierigen Zeiten verheißt sie oft aber auch Trost und Zuwendung.
Psychologisch:
Die Musik hat im Traum wie auch in der Realität einen starken Zusammenhang mit dem emotionalen Bereich. Je nach Musikart kann das Thema des
Traums gedeutet werden. Für die Traumdeutung ist es wichtig, wie die Musik auf den Träumenden wirkt. d. h., wie sie sich auf seine Gefühle und
seine Stimmung auswirkt. In vielen Kulturen werden Musik und Rhythmus zur Herstellung eines anderen Bewußtseinszustandes eingesetzt. Dies
kann im Traum durch das Hören von Musik dargestellt werden. Schon nach altägyptischer Deutung läßt schöne Musik, die wir im Traum hören,
Herzensfreuden im Wachleben anklingen; schrille Musik dagegen weist auf mögliche Disharmonien im Privatleben hin. Hier und da läßt die
gespielte Melodie weitere Deutungen zu.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellen Musik oder Rhythmus im Traum die Verbindung zum Göttlichen her.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: steht für Nachrichten und Neuigkeiten, die von besonderen Wert sind;
– traurige hören: durch schmerzliche Erlebnisse in Melancholie versetzt werden;
– lustige und feurige: Aussicht auf angenehme Zustände, Fröhlichkeit, Tanzvergnügen und Liebesglück;
– schöne hören: Herzensfreuden; harmonische Zeit erleben;
– unangenehme, störende hören: kündigt Unannehmlichkeiten an;
– machen: du wirst dich beim Tanz verlieben; man möchte sich von anderen nicht beeinflussen lassen.
(europ.) : – von eine inneren Unruhe und seelischen Unausgeglichenheit strebt man nach einer bestimmten Harmonie;
– schöne hören: bedeutet, du wirst glückliche Nachrichten erhalten; verheißt angenehme Geselligkeit und Freude im allgemeinen;
– einem Ledigen: kündigt sie eine glückliche Liebe an;
– mißtönende: es droht Schlimmes; bringt unangenehme Bekanntschaften oder Mißstimmung im Bekannten- oder Freundeskreis;
auch: Probleme mit ungezogenen Kindern und Ärger im Haushalt;
– selbst schöne machen: bedeutet häusliches Glück;
– selbst häßliche machen: bringt Zank und Streit im häuslichen Bereich.
(ind. ) : – hören: du findest Trost in deinem Leid.
(Siehe auch „Konzert“, „Leid“, „Orchester“ und einzelne Musikinstrumente)
Musikband
Allgemein:
Eine Musikband, also eine Gruppe junger Musiker, deutet auf die Notwendigkeit von Teamarbeit hin.
Psychologisch:
Der Träumende entdeckt in sich eine hohe Wertschätzung für Harmonie, die er zum Leben erwecken sollte.
Spirituell:
Eine Musikband im Traum kann ein Hinweis auf ein harmonisches Selbst sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – gute Gesundheit.

984
Musiker
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Unkosten haben.
(europ.) : – sein, wenn man keiner ist: verheißt Freude und Gönnerschaft; auch: eine Veränderung im
Leben ist angezeigt; möglicherweise zieht man in eine andere Gegend;
– musizieren: verkündet eine angenehme Überraschung infolge früherer Bekanntschaften.
Musikinstrumente
Allgemein:
Musikinstrumente stehen im Traum häufig auf die kommunikativen Fähigkeiten des Menschen. Blasinstrumente verweisen auf den Intellekt,
Schlaginstrumente hingegen auf den Grundrhythmus des Lebens.
Psychologisch:
Haben vielfach sexuelle Bedeutung. Streichinstrumente sind weiblich (die Spieler mit dem Bogen natürlich männlich!), Blasinstrumente männlich zu
deuten. Die Erlebnisse im Traum können vom derben sexuellen Akt bis zum Geistig-Erotischen reichen. Manchmal können die Musikinstrumente
selbst im Traum auch auf Sexualorgane verweisen und
daher auf die Einstellung des Träumenden zu seiner Sexualität.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stehen Musikinstrumente im Traum für die Art des Träumenden, wie er sich selbst zum Ausdruck bringt.
Volkstümlich:
(europ.) : – weisen auf vorweggenommene Vergnügungen hin;
– zerbrochene: das Vergnügen wird durch unerfreuliche Gesellschaft getrübt;
– Jungen Frauen wird die Kraft prophezeit, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu leben.
(Siehe auch „Dirigent“, „Orchester“ und einzelne Instrumente)
Musikkapelle (Siehe „Orchester“)
Muskat
(Gewürz)
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein Zeichen für Wohlhabenheit und interessante Reisen.
Muskeln
Assoziation: – Kraft; Stärke.
Fragestellung: – In bezug auf welche Aspekte meines Lebens bin ich bereit, mehr Stärke zu zeigen?
Volkstümlich:
(europ.) : – gut entwickelte besitzen: es drohen unerfreuliche Konfrontationen mit Feinden; es gelingt einem jedoch,
sich gegen ihre Machenschaften zur Wehr zu setzen und das Glück zu machen;
– schwach entwickelte haben: bedeutet Versagen in den Angelegenheiten ist vorprogrammiert;
– Einer Frau prophezeit dieser Traum Mühe und Plagen.
Musketier
Volkstümlich:
(europ.) : – marschieren sehen: verheißt Ausgaben, Trübsal und wenig Rühmenswertes;
– schießen sehen oder sich mit ihnen schießen: Unglück;
– einen hübschen und schmucken spazierengehen sehen: verliebt sein.
Müsli
Psychologisch:
Wenn Sie davon auch noch träumen, treiben Sie es mit Ihrem Gesundheits- und Körperbewußtsein auf die Spitze. Also kein eigentliches Symbol –
nur ein Tip, daß man auch im positiven Bereich ein bißchen übertreiben kann.
Muße
(Untätigkeit)
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird hart arbeiten müssen, um Erfolg in geschäftlichen Angelegenheiten zu haben.
Mustang
Allgemein:
Mustang (wildes Pferd) steht für Unreife, Aggressivität und ungezügelte Sexualität; zuweilen zeigt er an, daß man aus Gewohnheiten und
Alltagsroutine ausbrechen will.
(Siehe auch „Pferd“)
Muster
Assoziation: – etablierte Ordnung.
Fragestellung: – Welche Glaubensgrundsätze nehme ich unter die Lupe?
Allgemein:
Viele Einfälle gehen den Träumenden durch den Kopf. Die Seele sollte sich unbedingt an einen davon erinnern!
Psychologisch:
– Gefleckte Muster erinnern an Tierfelle und bringen eine unruhige Stimmung zum Ausdruck.
– Die gepunktete Musterung kommt im Traum meistens bei Kleidern vor und rückt dort Lebenslust und Freude aus.
– Quergestreifte (horizontale) Muster weisen auf Ruhe, Harmonie und Ausgleich hin.
– Längsgestreifte (vertikale) Muster weisen auf die Spannung von Höhen und Tiefen hin.
– Karierte Muster drücken meist innere Unruhe und Entscheidungsschwierigkeit aus.

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Volkstümlich:
(europ.) : – ein Warenmuster entgegen nehmen: signalisiert Aufschwung in geschäftlichen Dingen;
– verliert ein Vertreter unterwegs seine Muster: er wird in Geschäftsangelegenheiten in Bedrängnis kommen
oder durch Liebesaffären in Schwierigkeiten geraten;
– Wenn eine Frau ihr zugesandte Muster betrachtet, wird sie Gelegenheit haben, sich auf unterschiedliche Arten zu vergnügen.
(Siehe auch „Farben“, „Geometrische Figuren“)
Musterung
Volkstümlich:
(arab. ) : – einer militärischen beiwohnen oder selbst gemustert werden: du wirst in eine beneidenswerte Lage geraten.
(ind. ) : – Trübsal.
Mut
Volkstümlich:
(arab. ) : – zeigen (mutig sein): deine Entschlossenheit wird dir zugute kommen.
Mutprobe
Psychologisch:
Wenn Sie davon träumen, andere Leute einer Mutprobe zu unterziehen, wollen Sie eigene Interessen auf Kosten anderer durchsetzen. Sie neigen
dazu, andere Menschen gelegentlich als „Versuchskaninchen“ zu mißbrauchen. Wer selbst im Traum eine Mutprobe besteht, möchte sich auch in der
Realität immer wieder beweisen, wie gut er doch eigentlich ist – und was er alles „unter größtem Streß“ zustande bringt.
Mutter
Assoziation: – Nährung; Lob oder Tadel.
Fragestellung: – Gegenüber welchem Teil von mir bin ich fürsorglich?
Artemidoros:
Was das Kapitel über die Mutter anbetrifft, ist dieses verwickelt und umfangreich und läßt viele Unterscheidungen zu. Die Tatsache der
Liebesvereinigung für sich allein reicht noch nicht aus, um die Sinndeutung aufzuzeigen, vielmehr sind es die verschiedenen Arten der Vereinigung
und Körperstellungen, die verschiedene Ausgänge bewirken. Zuerst sei von dem Verkehr die Rede, der Körper an Körper und mit der lebenden
Mutter geübt wird, weil die lebende nicht dasselbe wie die tote bedeutet. Wenn einer träumt, er beschlafe seine Mutter Körper an Körper oder, wie
andere es ausdrücken, auf natürliche Weise, und zwar seine lebende, so wird er sich mit dem Vater, falls dieser gesund ist, verfeinden, wegen der
Eifersucht, die etwas Allzumenschliches ist. Ist der Vater aber krank, wird er sterben; denn der Träumende wird als Gebieter und Schützer der Mutter
Sohn und Gatte zugleich sein. Von guter Vorbedeutung ist das Traumerlebnis für jeden Handwerker und Arbeiter; denn das Handwerk nennt man
gewöhnlich Mutter, und was könnte die Vereinigung mit ihr anderes bedeuten als rastlose Tätigkeit und gute Einnahmen aus dem Handwerk. Glück
beschert es ferner jedem Demagogen und Politiker; denn die Mutter bedeutet das Vaterland. Wie nun der Mann beim Verkehr nach Aphroditens
Gesetz ganz und gar Herr über den Körper der Beischläferin ist, wenn diese ihm zu Willen ist und sich gerne hingibt, so wird der Träumende alle
Machtbefugnisse im Staat erringen. Und der, welcher seiner Mutter feind war, wird wieder Liebe für sie empfinden, wegen der körperlichen
Vereinigung; denn diese wird Liebe genannt. Häufig führt dieses Traumgesicht die bisher Getrennten zu enger Lebensgemeinschaften zusammen.
Deswegen führt es auch den Sohn, der in der Fremde lebt, in die Heimat zurück, falls die Mutter sich dort befindet. Wenn nicht, wird der Träumende
dorthin reisen, wo die Mutter lebt. Und wenn jemand, der arm ist und bitterste Not leidet, eine reiche Mutter hat, wird er von ihr alle Wünsche erfüllt
bekommen oder sie bald nach ihrem Tod beerben, und auf diese Weise wird er an der Mutter seine Lust haben. Viele nahmen auch ihre Mütter zu
sich und sorgten für sie; so hatten diese Lust an ihren Söhnen. Ein Kranker wird nach diesem Traumgesicht genesen und wieder im Einklang mit der
Natur sein, denn die Natur ist die gemeinsame Mutter aller Dinge, und wir sagen, daß die Gesunden, nicht die Kranken nach der Regel der Natur
sind. Für die Kranken ist die Deutung nicht die gleiche, falls die Mutter tot ist; weil dann der Träumende sehr bald sterben wird; denn der Leib der
Verstorbenen löst sich in den Stoff auf, aus dem er aufgebaut und gebildet wurde, und weil er im wesentlichen aus Erde besteht, verwandelt er sich
wieder in die ihm gemäße Materie. Auch nennen wird die Erde an sich schon Mutter. Was anderes bedeutet also für einen Kranken die Vereinigung
mit der toten Mutter als das Einswerden mit Mutter Erde? Günstig dagegen ist dieses Traumerlebnis für einen, der einen Prozeß um Grund und
Boden führt, der Land kaufen oder Land bestellen will. Es behaupten jedoch einige, daß das Traumgesicht einzig einem Bauern Unheil anzeige; er
werde den Samen gewissermaßen auf tote Erde ausstreuen, d.h. diese wird keine Frucht bringen. Mir scheint diese Auffassung jedoch nicht der
Wahrheit zu entsprechen, es sei denn, man glaube, Reue oder Unlust über den Verkehr zu empfinden. Ferner wird einer, der in der Fremde ist, in die
Heimat zurückkehren, und wer auf Herausgabe des mütterlichen Erbes klagt, wird nach diesem Traumerlebnis den Prozeß gewinnen, wobei ihm
nicht der Verkehr mit der Mutter, sondern deren Vermögen Befriedigung gewährt. Hat jemand diesen Traum in seiner Heimat, wird er diese
verlassen; denn nach einem solchen Fehltritt kann man unmöglich noch am mütterlichen Herd bleiben. Empfindet er Unbehagen oder Reue über den
Verkehr, wird er aus dem Vaterland verbannt werden, wenn nicht, freiwillig auswandern. Unheilvoll ist es, wenn man die Mutter in der Abwendung
gebraucht; entweder wird sie selbst den Träumenden den Rücken kehren, oder seine Landsleute, oder der Betreffende wird sein Handwerk oder sonst
ein Unternehmen aufgeben. Ein übles Vorzeichen ist es, wenn man stehend mit der Mutter verkehrt; denn nur Leute, die weder Bett noch Matratze
besitzen, sind auf diese Stellung angewiesen. Deshalb bedeutet es Drangsal und Bedrängnisse. Unglück zeigt ferner jener Verkehr an, bei dem sich
die Mutter auf die Knie niedergelassen hat. Denn wegen der unbequemen Stellung, in der sie sich befindet, prophezeit es bittere Armut. Es behaupten
einige, es prophezeie dem Träumenden den Tod, wenn die Mutter bei dem Akt auf dem Betreffenden liege und herumreite; es gleicht nämlich die
Mutter der Erde, weil diese die Nährerin und Schöpferin aller Dinge ist. Die Erde aber deckt die Toten, nicht die Lebenden. Nach meiner
Beobachtung starben Kranke nach diesem Traumerlebnis in jedem Fall, Gesunde hingegen verbrachten ihr weiteres Leben ganz unbeschwert und
wunschgemäß; und diese Deutung ist ganz folgerichtig; denn bei den übrigen Körperstellungen pflegen sich meist Ermattung und Atemnot bei dem
männlichen Partner einzustellen, während für den weiblichen der Akt weniger anstrengend ist; in dieser Stellung dagegen empfindet der Mann ganz
im Gegenteil ein Lustgefühl ohne Anstrengung. Das Traumgesicht gibt auch die Möglichkeit, vor den Mitmenschen unentdeckt zu bleiben und nicht
ins Licht der Öffentlichkeit zu kommen, weil beim Verkehr (in dieser Form) die Atemnot weithin wegfällt. Keinen Nutzen bringt es, beim Verkehr
mit der Mutter mehrere Stellungen zu gebrauchen; denn mit der Mutter soll man kein frevelhaftes Spiel treiben. Daß die Menschen alle übrigen
Stellungen aus Übermut, Zügellosigkeit und Unbeherrschtheit ersonnen haben, die Natur sie aber nur eine einzige, nämlich Leib an Leib lehrte, kann
man an dem Beispiel der anderen Lebewesen erkennen; alle Arten begnügen sich mit der ihnen zukommenden und weichen nicht von ihr ab, weil sie
der natürlichen Ordnung entspricht. So gibt es Tiere, die das Weibchen von hinten bespringen, wie das Pferd, der Esel, die Ziege, das Rind, der
Hirsch und die übrigen Vierfüßler. Andere berühren zuerst den Mund, wie Nattern, Tauben und Wiesel; manche kommen nur für kurze Zeit
zusammen, wie die Sperlinge. Wieder andere lassen sich auf die Weibchen nieder und zwingen sie durch die Schwere ihres Gewichtes, sich zu
ducken; so machen es alle Vögel. Andere vereinigen sich gar nicht, sondern die Weibchen sammeln die von den Männchen ausgeschiedenen Samen,
wie z.B. die Fische. So liegt es in der Natur der Sache, daß die dem Menschen artgemäße Stellung die von Leib zu Leib ist, während sie alle anderen
aus Übermut und Zügellosigkeit hinzuerfunden haben. Am allerschlimmsten ist es nach meiner Beobachtung, wenn man von Fellatio durch die
Mutter träumt; es bedeutet dem Träumenden des Tod der Kinder, Verlust seines Hab und Gutes und schwere Krankheit. Ich kenne jemand, der nach

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diesem Traumgesicht sein Geschlechtsglied verlor; ganz folgerichtig wurde er an dem Körperteil gestraft, mit dem er gefrevelt hatte. Es träumte
jemand, er schlage seine Mutter. Seine Handlungsweise war gesetzwidrig, aber gleichwohl brachte sie ihm Nutzen, weil er Töpfer von Beruf war;
denn wir nennen die Erde Mutter, die der Töpfer durch Schlagen bearbeitet. Infolgedessen brachte ihm seine Arbeit viel ein.
Allgemein:
Mutter kann im Einzelfall das Verhältnis zur eigenen Mutter aufzeigen; kommen dabei Probleme zum Vorschein, muß man sie verarbeiten.
Allgemein verkörpert sie den teilweise unbewußten seelisch-geistigen Bereich einer Persönlichkeit; das läßt sich nur individuell verstehen.
Psychologisch:
Die Mutter ist generell ein Symbol für das Weibliche. Im Traum steht sie meist für seelische Bereiche des Träumenden, die in der Kindheit durch die
Mutter geprägt und angelegt wurden. Archetypisches Symbol, nach C. G. Jung auch „das Geheime, das Verborgene, das Finstere, der Abgrund, die
belebte Unterwelt, das Verführende und das Vergiftende, das Unentrinnbare“ oder „die magische Autorität des Weiblichen, das Gütige, Hegende, die
Stätte der Wiedergeburt“. Obwohl die Mutter ein nährendes und schützendes Wesen ist, kann sie im Traum auch einen bedrohlichen, verschlingenden
und fordernden Aspekt haben. Der Begriff „Mutterkomplex“ wurde von C. G.: Jung geprägt. Er bedeutet, daß unbewußte Vorstellungen,
Gedankengänge und Erfahrungen die psychische Kraft einschließen und verkapseln, sprich dem Bewußtsein nicht mehr zugänglich machen. Dies
kann zu psychischen Störungen oder physischen Krankheiten führen. Im ersten Jahr ist das Kind noch nicht lebensfähig ohne die Mutter, auch sieht
es die Mutter als einen Teil der eigenen Persönlichkeit. Die Mutter legt also einen großen Teil der späteren Verhaltensweisen ihres Kindes bereits
durch ihr Verhalten fest. Die Erfahrungen, die der Träumende in seiner Kindheit oder Jugend mit seiner oder durch seine Mutter gemacht hat, sind
immer bestimmend für die Verhaltensweisen in späteren Partnerschaften. Ist die Mutter-Kind-Beziehung irgendwie gestört, ist die Erziehung zu hart
oder zu verwöhnend, liegen darin bereits die Anfänge für Neurosen oder Fehlverhalten anderer Art im späteren Leben des Kindes. Wo die eigene
Mutter im Traumbild erscheint, mangelt es dem männlichen Träumer vielfach an Selbständigkeit, auch versinnbildlicht die eigene Mutter seine
unbewußte Vorstellung vom idealen Verhältnis Mann-Frau. Bei Frauen verkörpert die Mutter die Bewußtwerdung des echten weiblichen Wesens und
stellt die Unbewußten Schattenseiten der Träumenden dar. Die unbekannte Mutter kann im Traum erweiterte Mutterfunktion von Staat oder Kirche
darstellen. Träumt man von der bereits verstorbenen Mutter, ist das eine Warnung, die durch andere Traumsymbole verdeutlicht wird. Die noch
lebende Mutter im Traum verlieren umschreibt das schlechte Gewissen, das man im Wachleben hat. Im übrigen kommt es in derartigen Träumen
immer auch darauf an, wie man zu seiner Mutter steht oder gestanden hat. Die Mutter, mit der man sich nicht gut versteht oder verstanden hat, kann
manche der hier gemachten Aussagen ins Gegenteil verkehren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (lebende oder verstorbene) sehen oder sprechen: du wirst durch das Wiedersehen eines Bekannten oder
durch ein besonderes Glück erfreut werden; auch: Warnung vor unüberlegten Handeln.
(europ.) : – Symbol der Fruchtbarkeit; träumt man von ihr selten, ist das seelische Verhältnis zu ihr in Ordnung;
träumt man von ihr häufig, herrscht Unsicherheit; die Selbständigkeit ist noch nicht erreicht;
– sehen: hat die Vorbedeutung von Glück;
– die eigene wie in ihrer häuslichen Umgebung gekleidet sehen: deutet auf zufriedenstellende Ergebnisse
für alle Unternehmungen hin;
– die eigene küssen: man ist geschäftlich erfolgreich und wird von Freunden geschätzt und geliebt;
– einem rufen hören: man vernachlässigt seine Pflichten und verfolgt den falschen geschäftlichen Weg;
– sprechen: ein Vorhaben wird gelingen; bald gute Nachrichten über sehr am Herzen liegende Angelegenheiten erhalten;
– vor Schmerzen schreien hören: es wird einem die Krankheit der Mutter prophezeit, oder es steht einem eine Bedrohung bevor;
– ausgemergelt oder tot sehen: bedeutet Kummer wegen einer Todesnachricht oder zugefügter Schmach;
– von der verstorbenen träumen: sie warnt uns vor etwas;
– eine sehen, die in Angst und Sorge um ihr Kind ist: es besteht die Gefahr, daß man von dem Unglück eines anderen Menschen
in Mitleidenschaft gezogen wird;
– sehen, die sich glücklich und liebevoll um ihr Kind bemüht: man wird von dem Glück eines anderen Menschen profitieren;
– verlieren, die noch lebt: verspricht Trost und Hoffnung; man wird von Gewissensbissen geplagt werden;
– ein Muttermal haben: bringt Schmerzen;
– Träumt eine Frau von ihrer Mutter, stehen ihr angenehme Aufgaben und ehrliche Freuden bevor.
(ind. ) : – sehen: höre nicht auf das Gerede fremder Leute;
– verstorbene sehen: langes Leben,
– sterben sehen: Trauer und Sorgen.
(Siehe auch „Archetypen“, „Drache“, „Eltern“, „Familie“, „Nabel“, „Vater“)
Mutter Erde
Medizinrad:
Schlüsselworte: Nährend (körperlich und geistig); Fruchtbarkeit; liebend.
Beschreibung: Als Mutter Erde bezeichneten viele nordamerikanische Ureinwohner unseren Planeten. Im Medizinrad ist die Position der Mutter Erde
die erste in der Mitte des inneren Kreises. Die Farbe der Mutter Erde ist Waldgrün, das Element ist die Erde, das Mineral ist Ton, ihre Pflanzen sind
Mais, Bohne und Kürbis, und ihr Tier ist die Schildkröte. An der Position der Mutter Erde im Medizinrad kann man seine Verbindung zur Erde am
deutlichsten spüren.
Allgemeine Bedeutung: Verstehen von Elternschaft; zunehmende Fruchtbarkeit; Üppigkeit; schnelles Wachstum; Trost; Verstehen der
Lebensbedingungen auf der Erde.
Assoziation: Mutter der Erde, eine Mutter aus Erde; eine schmutzige Mutter.
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung über deine Verbindung zum Planeten.
Muttergottessohn (Siehe „Maria“)
Mutterkomplex
Psychologisch:
Sigmund Freud entwickelte aus der besonderen Beziehung zwischen Säugling und Mutter die Theorie vom Ödipuskomplex. Er meinte, Jungen hätten
schon im Säuglingsalter ein sexuelles Begehren nach der Mutter. Das drücke sich auch später in vielen Träumen aus, in denen mit der Muttergestalt
Inzest (siehe dort) betrieben werde. Tatsächlich begünstigen Störungen in der Mutter-Kind-Beziehung und ein allzu enges Verhältnis zur Mutter in
der Kinder und Jugendzeit spätere Neurosen. Was nun aber den Inzest mit der eigenen Mutter im Traum angeht, so ist dabei kaum vom sogenannten
Ödipuskomplex zu sprechen. Hier könnten wir Artemidoros folgen, der meinte, wenn jemand in der Fremde weile, sei es nur natürlich, daß er aus
Heimweh von seiner Mutter träume, und wenn er dann mit ihr als Träumer koitiere, werde er wohl bald nach Hause zurückkehren. Nach moderner
Auffassung hat ein Inzesttraum ein günstiges Vorzeichen, wenn man für das Liebste, das man als Kind auf der Welt kennt, die Mutter, allgemein die
geliebte Frau setze, nach der man sich (manchmal auch als Ersatzmutter) sehne. So sieht C. G. Jung (siehe auch „Mutter“) im Mutterkomplex
unbewußte Gedanken und Erinnerungen oder – wenn man so will – psychische Energien, die bis ins Alter nachwirken und auch krankhafte Folgen,

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wie etwas Neurosen, hervorrufen können. Schließlich sei der Mensch in seiner ersten Entwicklungszeit ja auch körperlich mit der Mutter verbunden
gewesen.
Muttermahl
Volkstümlich:
(arab. ) : – im Gesicht oder an sich haben: schwere Erkrankung.
(europ.) : – Muttermahl haben: bedeutet Schmerzen.
(ind. ) : – keine guten Nachrichten von deinem Kind.
Mutterschaft
Volkstümlich:
(europ.) : – eine große Familie und gedeihliche Zeiten in Sicht.
(Siehe auch „Mutter“)
Mutterschoß
Allgemein:
Mutterschoß weist oft darauf hin, daß man sich unreif verhält, zu wenig Eigenverantwortung übernimmt, vor der Realität und ihren Ansprüchen in
kindliche Geborgenheit zu fliehen versucht. Dann muß man an der Reifung der Persönlichkeit arbeiten.
Mütze
Allgemein:
Eine Mütze hat im Traum dieselbe Bedeutung wie ein Hut; sie lenkt die Aufmerksamkeit des Träumenden auf Prestige oder spirituelle Kräfte. Trägt
er in seinem Traum eine Mütze, dann soll sie möglicherweise seine kreativen Begabungen verdecken.
Psychologisch:
Eine Mütze stellt das Bedürfnis des Träumenden nach Respektierung seines Glaubens, seiner Weisheit und seines Wissens dar. Wird einem eine
Mütze aufgesetzt kann dies als Warnung vor geistiger Beeinflussung, vor der man sich „hüten“ sollte, sein.
Spirituell:
Eine Mütze symbolisiert Adel und Freiheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: dein Auftreten wird kein Mißfallen erregen.
(ind. ) : – alte: du wirst nach langer Entbehrung zu Ansehen und großem Erfolg kommen;
– neue: Mißerfolge in allen deinen Geschäften;
– du wirst deiner Meinung Geltung verschaffen.
(Siehe auch „Helm“, „Hut“, „Kopf“)
Myrrhe
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet, daß man vor irgend etwas Ekel empfinden wird; auch: die Investitionen erweisen sich als zufriedenstellend;
– Auf eine junge Frau warten angenehme Überraschungen; sie lernt einen reichen Mann kennen.
Myrte / Myrtenbaum
Artemidoros:
Der Myrtenbaum symbolisiert wie der Buchsbaum die Haussklaven.
Allgemein:
Myrte (oft als Kranz) kann den Wunsch nach Ehe und Familie oder eine bestehende glückliche und erfüllte Partnerschaft symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Scheint es einem Armen im Traum, als streue er ganz gegen seine Gewohnheit Blätter von der Myrte,
von Rosmarin oder von Lorbeer in seinem Haus, wird er von vornehmen Herren Reichtum erlangen;
schaut dies aber ein Mächtiger, bei dem solches Bestreuen ohnehin üblich ist, bedeutet es ihm Trübsal.
– Träumt der Kaiser, er habe Myrtenzweige, wird er mit einer nicht standesgemäßen Frau verkehren;
haben die Zweige Wurzeln, wird er mit ihr Kinder zeugen, wenn nicht, keine Kinder in die Welt setzen;
ist der Träumende ein einfacher Mann, hat das Gesicht hinsichtlich Frau und Kind dieselbe Bedeutung.
– Myrtenbaum: du wirst die Herzen der Menschen gewinnen.
– blühende sehen: deutet bei Unverheirateten auf einen baldigen und glücklichen Ehestand;
– du wirst frohe Stunden erleben;
– silberne: Erfolg;
– goldene: Ehrungen.
(europ.) : – Liebesglück, Hochzeit und Kindtaufe;
– mit Blättern und Blüten: Wünsche werden in Erfüllung gehen und man wird innere Freude empfinden;
– Träumt eine junge Frau davon, einen Myrtenzweig zu tragen, dann wird ihr eine frühe Heirat mit einem wohlhabenden und
intelligenten Mann vorhergesagt. Ist er verwelkt, dann bleibt ihr wegen ihres nachlässigen Verhaltens das Glück versagt.
(ind. ) : – Myrtenbaum: du wirst Achtung und Liebe von deiner Frau ersehnen.
(Siehe auch „Blumen“, „Hausbrand“, „Kranz“)
Myrtenkranz
Volkstümlich:
(arab. ) : – bekommen: du wirst zu einer Hochzeit eingeladen werden;
– sehen: Glück in der Liebe;
– tragen: baldige, glückliche Heirat;
– winden: du wirst nächstens Brautjungfer (Brautführer).
(ind. ) : – dein Gatte wird sich stets gut zu dir zeigen.
(Siehe auch „Kranz“)

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Mysterium
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Hindernistraum; löst man das Geheimnis, wird alles gut werden.
Mystiker
Volkstümlich:
(europ.) : – das Gemüt ist auf weltliche Dinge ausgerichtet; trachte nach Erweiterung der Interessen, wenn Du glücklich werden willst.
Mystischer Knoten
Allgemein:
Traditionell hat ein mystischer Knoten keinen Anfang und kein Ende. Seine Grundbedeutung verweist auf ein unlösbares Problem. Vielleicht muß
der Träumende ein solches Problem so lange ruhen lassen, bis es durch die Zeit gelöst wird.
Psychologisch:
Der mystische Knoten erscheint in der Regel, wenn der Träumende versucht, sich selbst und seine Beziehung zur Spiritualität zu verstehen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der mystische Knoten im Traum die Unendlichkeit.
(Siehe auch „Knoten“)
Mythologie
Psychologisch:
Die Mythen der Antike sowie der Tierkreiszeichen haben bis heute überlebt, weil sie universell gültig sind und typisch Menschliches zeitlos
darstellen – Liebe, Sinnesfreude, Gier und Zorn. Diese Themen werden in Sagen und Legenden bewahrt, die uns heute genauso ansprechen wie die
Menschen vor mehreren tausend Jahren. Diese Mythen schlummern tief in unserem Unbewußten, genauso wie die Überreste alter Kulturen in der
Erde, die auf ihre Entdeckung durch Archäologen warten. Mythologische Figuren sofort erkennen kann nur, wer sich mit ihnen schon einmal
beschäftigt hat. Man erkennt sie jedoch an ihren typischen Merkmalen, und wenn wir die dazugehörigen Sagen näher betrachten, können wir daraus
viel über sie – und über uns – lernen.
(Siehe auch „Götter“)

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