Traumdeutung Buchstabe N

N
Allgemein:
„N“ als geschriebener, plastischer oder gesprochener Buchstabe steht für die Befruchtung des männlichen Geistes durch die weiblichen Aspekte der Persönlichkeit. Oft wird man darauf hingewiesen, daß man auch die „weichen“ Seiten des eigenen Wesens zulassen sollte.

Nabel
Artemidoros:
Der Nabel bezeichnet die Eltern, wenn diese noch am Leben sind, wenn nicht, das Vaterland, dem man, wie dem Nabel, sein Werden und
Wachsen verdankt. Stößt dem Nabel etwas Widriges zu, bedeutet es den Verlust der Eltern oder des Vaterlandes, und für den, welcher in der
Fremde weilt, gibt es keine Rückkehr in die Heimat mehr. Es träumte jemand, daß er beim Niederbücken einem üblen Geruch in seiner
Nabelgegend verspürte. Er nahm freiwillig ein tödliches Gift ein, weil er seine Notlage und den Druck seiner Schuldenlast nicht mehr
ertragen konnte; denn aus Furcht, seine verborgene Zwangslage könnte ruchbar und unnötig bekannt werden, beging er Selbstmord und
endete so.
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum seinen Nabel oder den eines anderen Menschen sieht, wird ihm bewußt, wie er sich auf sein inneres
Selbst oder auf die äußere Welt bezieht. Im Traum geht es oft darum, wie der Träumende seinen Körper wahrnimmt. Der Nabel als
Körpermittelpunkt eignet sich gut als Ausgangsbasis. Nabel deutet auf zwischenmenschliche Abhängigkeiten hin, die nicht von positiven
Gefühlen getragen werden; dabei kann es sich zum Beispiel um Haßliebe oder eine neurotische Beziehung zur Mutter handeln. Oft kann man
sich daraus nur mit Hilfe der Psychotherapie befreien.
Psychologisch:
Hinweis auf egoistisches Verhalten, denn der Träumer hält sich gewissermaßen für den Nabel der Welt. Das Unbewußte aber versucht ihn
darauf hinzulenken, daß Persönlichkeit nichts mit Egoismus zu tun hat. Der Nabel ist in der Mitte des Körpers, man sieht den Weltnabel auch
als universales, kosmisches Symbol. Er ist das emotionale Zentrum des Menschen, und wenn er erwachsen ist, auch der Sitz seiner Kraft.
Wenn in einem Alptraum ein Teufel oder eine ähnliche Gestalt auf dem Bauchnabel sitzt, dann stellt dies die Verkörperung der Ängste des
Träumenden dar. Die Meinung einiger Psychoanalytiker, der Nabel weise auf den Mutterkomplex (siehe dort) hin, ist kaum haltbar, da ja mit
der Durchtrennung der Nabelschnur die körperliche Bindung an die Mutter aufgegeben wurde. Und daß im Nabeltraum junger Frauen eine
lesbische Neigung sichtbar werde, ist ebenfalls wenig überzeugend.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Bauchnabel den Verknüpfungspunkt des Spirituellen und des Körperlichen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder fühlen: ungünstige Begebenheiten; du neigst zu Egoismus und Eigenliebe;
– schmerzen: Zweifel an einer nahestehenden Person hegen.
(europ.) : – Ergründung eigener Unruhe, eines inneren Geheimnisses;
– bedeutet, daß man sehr leicht seinen Eltern Kummer und Leid bereiten kann;
vermeide deshalb alles, was zu etwas Unrechtem verführen oder verleiten könnte;
– sehen, spüren oder einen Nabelbruch haben: es besteht Gefahr für die Angehörigen.
(ind. ) : – sehen: ein Unglück wird dich bedrohen.
Nabelschnur
Assoziation: – Verbindung zwischen dem alten und dem neuen Selbst.
Fragestellung: – Wie bin ich mit meinem neu entstehenden Selbst verbunden?
Allgemein:
Viele Menschen entwickeln im Leben eine emotionale Abhängigkeit von anderen. Dies drückt sich im Traum als Nabelschnur aus. Vielleicht
hat der Träumenden noch nicht gelernt, seine eigenen Bedürfnisse wie ein reifer Erwachsener zu respektieren.
Psychologisch:
Insbesondere steht die Nabelschnur für die lebendspendende Kraft und die Verbindung zwischen Mutter und Kind. Ein Durchtrennen der
Nabelschnur kommt oft in Träumen von Heranwachsenden vor.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Nabelschnur im Traum ein Symbol für die Verankerung des Menschen in der Welt.
Nachahmen
Allgemein:
Nachahmung im Traum zeigt, daß sich der Träumende dessen bewußt ist, daß andere Menschen durch sein Beispiel lernen. Es kann aber
auch bedeuten, daß der Träumende von anderen Menschen als Führer betrachtet wird, auch wenn er selbst diese Rolle nicht für sich
beansprucht.
Psychologisch:
Wenn der Träumende einen anderen Menschen nachahmt, dann ist er sich dessen bewußt, daß er dazu in der Lage ist, so zu sein wie diese
Person. Imitiert er einen Menschen, der ihm überlegen ist, so erkennt er das größere Wissen des anderen an. Ahmt der Träumende die
negativen Handlungen eines anderen Menschen nach, dann kann dies Zweifel an seiner eigenen Integrität zeigen und ihn dazu auffordern,
darüber nachzudenken, ob er mit seinem eigenen Verhalten glücklich ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht das Nachahmen im Traum für die Initiation des Mikrokosmos im Makrokosmos und umgekehrt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas: dein Unternehmen wird glücken.
(europ.) : – prophezeien Menschen, die darauf aus sind, einem hinters Licht zu führen;
– Wenn eine junge Frau glaubt, ihr Liebster werde nachgeahmt, so nutzt man ihre Großzügigkeit aus,
und sie wird für die Fehler anderer büßen.
Nachbarn
Assoziation: – Gemeinsamkeit.
Fragestellung: – Was ist mir nahe? Was mag ich oder fürchte ich an mir selbst?
Allgemein:
Nachbar(n) versteht man traditionell als Warnung vor Unfrieden; das kann, muß sich aber nicht wirklich auf die Nachbarn beziehen. Hier
will das Unbewußte wohl warnend signalisieren, bei der Wahl seiner Freunde vorsichtig zu sein.

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Psychologisch:
Symbolgestalt für Verantwortungs- und Mitgefühl gegenüber anderen. Manchmal personifiziert eine Nachbargestalt im Traum auch eigene
Wesenszüge und Verhaltensweisen, die einem zwar nicht völlig, aber doch relativ bewußt sind.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Vorsicht, unaufrichtige Menschen könnten Unwahrheiten über einem verbreiten;
ein schlimmer Streit kann möglicherweise die Folge sein; Klatscherein werden dich ärgern;
– mit einem streiten: unter Freunden herrscht Zwietracht und Neid.
(europ.) : – lassen immer eine Gefahr vermuten, weshalb man in der Wahl seiner Freunde sehr vorsichtig sein soll;
– einen sehen oder begegnen: der Frieden droht gestört zu werden durch Zank und Tratsch;
– mit ihnen sprechen: Zank und Streit; deutet auf unangenehme Auseinandersetzungen hin.
(ind. ) : – lasse ab von dem Glauben, daß die Mitmenschen es gut meinen.
Nachbarschaft
Assoziation: – Arbeit an der Gemeinschaft.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mit anderen gemeinsame Sache zu machen?
Nachdenken
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst manches Hindernis zu überwinden haben.
(europ.) : – man soll sich nicht irremachen lassen.
Nacheilen
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden: man will dich übervorteilen.
Nachen
(kleiner Kahn)
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf den Antritt einer kleinen Reise;
– darin fahren: baue nicht zu fest auf dein Glück;
– versinken sehen: Täuschung in allen Dingen;
– damit untergehen: bedenkliche Aussichten und Unglück überall.
(europ.) : – das Lebensschiff gleitet – je nach der Lage im Wasser – ruhig oder stürmisch daher;
– einen ruhig dahingleiten sehen: eine schöne und ruhige Zeit steht bevor;
– in einem bei ruhigem und klarem Wetter fahren: deutet auf ein schönes, aber unsicheres Glück hin;
– in einem über stürmisches oder schmutziges Wasser fahren: minderwertige oder nicht ungefährliche Genüsse stehen bevor;
– mit einem umkippen und ins Wasser fallen: drohendes Unheil, insbesondere Unglück in der Liebe.
(ind. ) : – einen alten, schwarzen sehen (wie die Totenbarke): die Krankheit, die deinen Vater befallen hat, wird ihm den Tod bringen;
– schönen schwimmen sehen: dich lockt eine neue Liebschaft;
– darin fahren: schwankende Treue;
– untergehen sehen: Verlust einer angefangenen Liebschaft.
(Siehe auch „Boot“)
Nachgeben
Allgemein:
Im Traum nachzugeben heißt, daß man die Sinnlosigkeit einer Auseinandersetzung erkannt hat. Zum Verständnis des Traums muß man sich
mit ähnlichen Situationen im realen Leben näher befassen.
Psychologisch:
Nachgiebigkeit ist eines der eher weiblichen Attribute und steht für das Bedürfnis, loszulassen und „sich treiben zu lassen“.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist Nachgeben im Traum als Hinweis zu verstehen, daß gerade Loslassen oft den ersehnten Durchbruch bringt.
Volkstümlich:
(europ.) : – den Wünschen anderer nachgeben: man wird durch seine Entscheidungsschwäche eine großartige Gelegenheit vorüberziehen
lassen, durch die man sich besser hätte stellen können; auch: eine Warnung vor Stolz; falle nicht auf Schmeichler herein;
– andere einem nachgeben: es werden einem spezielle Sonderrechte eingeräumt und man wird besser gestellt sein als der Partner;
– für die Mühen schlecht belohnt werden: es erwarten einem Sorgen und Ängste.
Nachkommen
Artemidoros:
Unmündige und junge Nachkommen bezeichnen Sorgen, die erwachsenen dagegen Hilfe und Unterstützung.
Allgemein:
Nachkommen stehen nach alten Traumbüchern für ein sorgenfreies Leben.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird ein beruhigendes Leben führen;
– die eigenen: bedeuten Heiterkeit und glückliche Stimmen von Nachbarn und Kindern;
– von Haustieren sehen: weist auf die Zunahme des Reichtums hin.
(Siehe auch „Kinder“)
Nachlaß
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder ordnen: du mußt Ordnung in deine Angelegenheiten bringen.
(europ.) : – tröstliche Vergnügen, die man genießen kann sind angesagt; das Wohlergehen der Kinder ist sichergestellt;
– einem Menschen Besitz vermachen: man wird aus unerwarteter Quelle Geld erhalten.

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Nachmittag
Volkstümlich:
(europ.) : – bewölkter und regnerischer: verheißt Enttäuschungen und Verdruß;
– ein schöner: man ist vom Glück begünstigt, wenn man sich vor Schurken aus der unmittelbaren Umgebung in acht nimmt;
– Träumt eine Frau vom Nachmittag, dann wird sie langanhaltende und anregende Freundschaften schließen.
Nachricht
Allgemein:
Nachricht fordert auf, eine unklare Situation endlich aufzuklären, um danach richtig entscheiden und handeln zu können. Die schlechte
Nachricht im Traum soll tatsächlich eine freudige Überraschung ankündigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (durch einen Boten, Brief, etc.) (durch einen Boten, Brief, etc.) gute erhalten: eine schlechte Nachricht bekommen;
– eine schlechte erhalten: eine gute Nachricht bekommen.
(europ.) : – die Ungewißheit neigt dazu, bald zu einer Tat zu schreiten;
– eine bekommen: bedeutet, daß eine berufliche oder private Veränderung eintreten wird;
man darf allerlei Neuigkeiten erwarten;
– eine gute erhalten: es ist eine schlechte Nachricht zu erwarten;
– eine schlechte erhalten: man kann mit einer frohen Nachricht rechnen;
– eine absenden: bringt unangenehme Situationen.
(ind. ) : – erhalten: du wirst angenehme Nachricht erhalten.
Nachruf
Psychologisch:
Man macht sich Sorgen, wie man von anderen beurteilt wird. Oder hat man selbst über andere den Stab gebrochen?
Nachstellungen
Volkstümlich:
(arab. ) : – eines bösen Menschen: du wirst schwere Kränkung erfahren.
Nächstenliebe
Allgemein:
Im Traum Nächstenliebe zu geben oder zu empfangen, hat viel mit der Fähigkeit zu tun, Liebe zu geben oder zu empfangen. Eine
Sammelbüchse von einer mildtätigen Organisation verweist im Traum in der Regel darauf, daß sich der Träumende seiner eigenen
Bedürfnisse bewußt ist.
Psychologisch:
Nächstenliebe hat etwas mit der Fähigkeit des Träumenden zu tun, sich um andere Menschen zu kümmern. Wenn ein Traum von einem Akt
der Nächstenliebe handelt, dann macht dies den Träumenden häufig auf größere Themenkomplexe aufmerksam, die für sein Leben wichtig
sind.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet Nächstenliebe im Traum das Erreichen einer höheren Entwicklungsstufe, bei der die eigenen Bedürfnisse
nur noch zweitrangig sind.
Nacht
Assoziation: – Geheimnis; unbewußte Inhalte; innere Vision.
Fragestellung: – Welche Finsternis bin ich zu durchdringen bereit?
Allgemein:
Die Nacht symbolisiert eine Zeit der Ruhe und Entspannung. Sie kann jedoch auch ein Hinweis auf Chaos und Schwierigkeiten sein. Die
Nacht gehört den Gespenstern, dem Makabren und den Poltergeistern. Anders ausgedrückt: Die Nacht ist die Zeit der Brache vor dem neu
beginnenden Wachstum. Nacht symbolisiert das Unbewußte; oft kommt darin die Belohnung durch verdrängte psychische Inhalte zum
Ausdruck, die man bewußt verarbeiten muß.
Psychologisch:
Die Nacht steht im Traum als Symbol für das Unbewußte, das quasi im Dunklen liegt und im Wachleben innere Unsicherheit hervorruft, eine
Verklemmung, die man an den Tag bringen sollte, um sie zu lösen. In der Nacht erhält der Körper die Gelegenheit, sich selbst zu
regenerieren. In der chinesischen Medizin stehen bestimmte Stunden in der Nacht in Verbindung mit bestimmten Körperorganen. Die Nacht
verbirgt das geheime Wollen der Seele und läßt Schattenstellen vermuten, die sich im Alltag auch in Launen manifestieren können. Als
Zeitbegriff steht sie am Anfang eines Lebensabschnitts, vor dem uns bangt.
Spirituell:
Die Nacht symbolisiert die Dunkelheit, die vor der Wiedergeburt und der Initiation steht. Ein Zusammenbruch muß der Erleuchtung
vorausgehen. Die Nacht kann auch den Tod symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – um sich sehen: in eine verzweifelte Lage kommen; Verzögerungen und Enttäuschungen in Kauf nehmen müssen;
– finstere: Familienzwist;
– helle und klar: langes Leben; man befindet sich auf dem richtigen Weg und sollte mit seinen Plänen fortfahren;
– stürmische: dir droht ein Verlust;
– in der Nacht über Land gehen: du wirst heimatlos werden.
(europ.) : – Symbol für Gefahren im Un bewußten; innere Warnung; es stehen im Berufsleben möglicherweise außergewöhnlicher Druck
und besondere Härte bevor;
– von der Nacht plötzlich überrascht werden: ist ein schlechtes Zeichen; Unglück wird das Los sein;
– das Tageslicht wieder erblicken: man wird das Verlorene wiedererlangen;
– dunkle, schwarze: verheißt nichts Gutes, eher Plage und Kummer; es sind trübe und schwere Zeiten in Aussicht;
– in dunkler unterwegs sein: bedeutet drohendes Unheil, das man noch nicht erkennen kann;
– in finsterer spazierengehen: Trauer und Enttäuschung; Geldverluste;
– sternenklare: man befindet sich auf dem richtigen Weg.
(ind. ) : – nachts wandern: man wird dir Verachtung zuteil werden lassen.
(Siehe auch „Abend“, „Dunkelheit“, „Mittag“, „Morgen“, „Zeit“)

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Nachtarbeit
Allgemein:
Nachtarbeit ermahnt zu mehr Fleiß, der gut belohnt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst viel Anstrengung haben.
(europ.) : – machen: man wird für seinen Fleiß belohnt werden.
Nachtclub
Assoziation: – Anregung; Unterhaltung.
Fragestellung: – Welche Aufregungen suche ich?
Nachteule
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder hören: die Todesnachricht eines entfernten Verwandten erhalten.
(europ.) : – stellt neben sexuellem Symbol (wie bei allen Tieren) oft einen Warntraum dar;
man sollte Ratschläge anderer Menschen beachten;
– sehen: Verschlagenheit und eigenen Vorteil zu finden und zu wahren wissen;
man wird einen klugen Rat erhalten, den man befolgen soll;
– schreien hören: gilt für Verluste; bedeutet schwere Erkrankung oder Tod einer nahestehenden Person.
(ind. ) : – schreien hören: hüte deine Kinder vor Unglück; ein Unfall steht bevor;
– fliegen sehen: du wirst einer Gefahr entgehen, achte auf die Straße;
– auf einem Haus sitzen sehen: Unglück für das betreffende Haus.
Nachtfalke
Medizinrad:
Schlüsselworte: Trickreich; lärmend; täuschend; magisch; Veränderung.
Beschreibung: Dieser Vogel mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Chordeiles minor oder der »Nachthabicht«, wie ihn Amerikaner
nennen, gehört zur Familie der Nachtschwalben. Er ist ein graubrauner, eulenähnlich gezeichneter Vogel mit schmalen Flügeln, der sehr
hoch fliegen kann. Bei der Jagd stürzt sich das Männchen senkrecht nach unten und steigt dann steil nach oben, wobei seine Flügel einen
tiefen, wummernden Ton erzeugen, der oft als Knurren fehlinterpretiert wird. Der Nachtfalke kann zwei Tonfolgen von sich geben, wovon
die eine nahezu wie ein Knurren klingt. Folglich werden die Vögel manchmal für Bären oder größere Tiere gehalten. Erdverbundene Stämme
assoziieren den Nachtfalken mit der Jagd und dem Mond. Sein Knurren wurde manchmal auch mit dem Donner in Zusammenhang gebracht;
deshalb hieß es, der Vogel bringe den Regen und unterstütze den Mond.
Allgemeine Bedeutung: Der mutige Jäger in deinem Inneren; Wissen über deine weibliche Energie und deine Verbindung zum Mond; eine
klare Reise durch deinen eigenen Schatten; die Möglichkeit, daß etwas, was du als großes Problem fürchtest, sich als kleines Ärgernis, das
viel Lärm macht, herausstellt.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Ein Verbündeter, der dir helfen kann die Informationen zu erjagen, die du benötigst.
Nachtfalter
Allgemein:
Der Nachtfalter im Traum stellt den Kontakt zur verborgenen Seite des Wesens her. Weil er, wenn Licht in der Nähe ist, auch
selbstzerstörerisch sein kann, symbolisiert er das Traumselbst und die eher kurzlebige Seite der Persönlichkeit.
Psychologisch:
Ähnlich wie der Schmetterling als Symbol der Seele gilt, so steht der Nachtfalter für die dunklere, phantasievolle Seite des Menschen. Wenn
ein Nachtfalter aus dem Dunkeln auftaucht, symbolisiert dies die Selbsterkenntnis, zu der jeder Mensch schließlich gelangen muß.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Nachtfalter im Traum das Selbst, vielleicht jedoch in seiner dunklen Bedeutung.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: kleinere Kümmernisse führen zu einem übereilten, langfristig ungünstigen Entschluß; zu Hause droht Unfrieden.
(Siehe auch „Schmetterling“)
Nachtfeiern
Artemidoros:
Nachtfeiern, nächtliche Festlichkeiten und Freudenfeste, bei denen man die ganze Nacht wach bleibt, sind im Hinblick auf Hochzeiten und
Gemeinschaften von guter Vorbedeutung und verheißen Armen Wohlstand und Zuwachs an Vermögen. Ebenso befreien sie
erfahrungsgemäß Betrübte und Verängstigte von Angst und Kummer. Denn man feiert gewöhnlich nur dann die ganze Nacht hindurch, wenn
man in heiterer Stimmung ist. Ehebrecher haben Entdeckung, doch keine Strafe zu gewärtigen, weil das lose Treiben bei diesen Festen zwar
den Teilnehmern bekannt ist, doch gewissermaßen, selbst wenn es überschäumt, stillschweigend geduldet wird. Leuten, die in Wohlstand
und glänzenden Verhältnissen leben, beschwören sie Aufregungen und üble Nachreden herauf, die aber zu guter Letzt ohne schlimme Folgen
sein werden.
(Siehe auch „Feier“, „Fest“)
Nachtgeschirr
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Krankheit.
(europ.) : – man wird sich sein Leben bequem einrichten.

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Nachthaube
Allgemein:
Nachthaube (Nachtmütze) kann auf einen „schlafmützigen“ Menschen hinweisen, der sich viele Chancen entgehen läßt. Manchmal warnt sie
vor Untreue in einer Freundschaft oder Liebesbeziehung.
Volkstümlich:
(europ.) : – oder Nachtmütze sehen: soll Ehebruch und Ehescheidung verkünden;
– aufsetzen: man wird sein Glück verpassen oder verscherzen;
– für Ledige, aufhaben: baldige Heirat;
– Verheiratete, aufhaben: vom Ehegatten vollständig beherrscht werden, du hast in deinem Haus nichts zu sagen;
– bei anderen sehen: Warnung vor der Treulosigkeit eines nahestehenden Menschen;
(ind. ) : – sehen: Streit zwischen Ehegatten.
Nachthemd
Allgemein:
Nachthemd verkörpert oft erotische Bedürfnisse, allgemeiner die unbewußten Seiten der eigenen Persönlichkeit.
Volkstümlich:
(europ.) : – erotisch, aber auch als Symbol für den Charakter des Menschen, nach dem Zustand des Hemdes, zu verstehen;
– tragen: man muß mit einer harmlosen Krankheit rechnen;
– jemandem im Nachthemd sehen: man ist laufend bemüht, den wahren Charakter vor anderen zu verbergen;
– andere so bekleidet sehen: man erhält unliebsame Nachrichten von abwesenden Freunden; Geschäfte erleiden einen Rückschlag;
– Erblickt ein Mann seine Geliebte im Nachthemd, wird er sie verlieren.
(Siehe auch „Pyjama“)
Nachtigall
Artemidoros:
Die Nachtigall bedeutet das selbe wie die Schwalbe, nur in geringerem Maß; denn sie ist weniger zutraulich. Sie steht für Literaten, Musiker
und Menschen mit klangvoller Stimme.
Allgemein:
Nachtigall sehen oder singen hören verheißt Glück in der Liebe und Ehe, sowie wiedergewonnener Gesundheit. Sitzt sie im Käfig, wird man
vor einer Hinterlist gewarnt, bzw. kündigt ernste Prüfungen und Einschränkungen an. Nachtigallen bewundert man wegen ihres Gesanges.
Hat man „gesungen“ d.h. an falscher Stelle geprahlt oder geredet? Und umgekehrt: Wird man von den Worten eines anderen Menschen
betört?
Psychologisch:
Sie steigt auch im Traum in die Höhe und singt ihr Lied, was man seit dem Altertum mit der prächtigen Stimmung übersetzt, die sich ins
Wachleben übertragen wird. Manchmal kündigt sie eine gute Nachricht an.
Ist sie in einen Käfig (siehe dort) gesperrt, sind unsere Gefühle auf dem Nullpunkt angelangt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Nachtigall zeigt eine angenehme Botschaft an, weil ihr Gesang wohltönend ist.
– Träumt einer, er halte eine Nachtigall oder schließe sie in einen Vogelbauer ein, wird er einen
erwünschten Knecht oder eine Magd finden und sich deren freundlichen Zuspruchs erfreuen.
– sehen oder singen hören: fröhliche Zeiten erleben; Glück und Freude in der Ehe;
auch: verkündet eine unvergeßliche, tiefe Liebe; eine wunderschöne Zeit erleben,
wenn man keine Bedingung an sein Schicksal stellt;
– fangen: Freude;
– brüten sehen: du übst einen starken Einfluß auf deine nächste Umgebung aus.
(europ.) : – bringt Freude und Glück, Trost im Leiden und verheißt das Ersehnte, allen die Treue zu würdigen und zu halten wissen;
– im Freien sehen: bedeutet Glück in der Ehe, besonders in der Liebe;
– singen hören: man wird heimlich sehr geliebt; bedeutet für den Kranken Genesung; gutes Omen fürs Berufsleben;
– dem herrlichen Gesang lauschen: auf ein angenehmes Leben in Wohlstand und Gesundheit hoffen dürfen;
ein besonders schöner Traum für Verliebte und junge Eltern;
– stumm bleibend: es kommt möglicherweise zu kleineren Mißverständnissen unter Freunden;
– in einem Käfig sperren: man hat unlautere Absichten;
– in einem Käfig sehen: Warnung vor unlauteren Absichten anderer; ein Mensch in der Umgebung möchte einem beherrschen.
(ind. ) : – singen hören: Glück und Freude in der Ehe;
– fangen: dein Brautstand wird sehr glücklich sein.
(Siehe auch „Käfig“, „Schwalbe“)
Nachtisch
Assoziation: – Der eigenen Schwäche nachgeben; Belohnung.
Fragestellung: – Was macht mir Freude? Wo bleiben meine Bedürfnisse unerfüllt?
Nachtlager
Volkstümlich:
(europ.) : – gilt für Glück und Zufriedenheit;
– schmutziges: kündet Ärger an;
– in einem liegen: bedeutet Gefahr;
– aus einem steigen: bringt Gesundheit.
(ind. ) : – daraus steigen: du wirst von der Krankheit erlöst werden;
– schmutziges: Widerwärtigkeiten mit der Umgebung;
– sehen: du hast Glück und sorgloses Alter;
– im Freien: sorgenloses Dasein.
Nachtlicht
Volkstümlich:
(europ.) : – verwenden: bedeutet Unruhe.

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Nachtlokal
Volkstümlich:
(europ.) : – eines sehen oder in einem verkehren: man wird in schlechte Gesellschaft geraten, für unnütze
oder minderwertige Dinge Geld ausgeben oder einer Versuchung unterliegen.
(Siehe auch „Bar“)
Nachtmahl
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein üppiges Leben wird dich vorzeitig alt machen.
Nachtmusik
Volkstümlich:
(europ.) : – hören oder erleben: man ist verliebt.
Nachtmütze (Siehe „Nachthaube“)
Nachtschatten
(Pflanzen)
Volkstümlich:
(europ.) : – die Früchte essen: ist ein glückverheißender Traum; neue Interessen und eine neue Umgebung ist angezeigt.
Nachttopf
Psychologisch:
Nach mittelalterlicher Deutung kann der Träumende, der einen Nachttopf zerbricht, mit Glück oder einem Geldgewinn rechnen.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen zerbrechen: man soll sich nicht so viel Sorgen um die Zukunft machen, denn man wird Glück im Unglück haben.
(ind. ) : – zerbrechen: Feindschaft unter den Nachbarn ist ersichtlich.
(Siehe auch „Toilette“)
Nachtviole
Volkstümlich:
(ind. ) : – (eine Pflanze): ein Stelldichein, das nicht gut endet.
Nachtvogel
Artemidoros:
Der Steinkauz, die Schleiereule, der Uhu, der Waldkauz, die Zwergohreule, die Waldohreule und die Fledermaus und alle anderen Arten von
Nachtvögeln vereiteln samt und sonders Unternehmungen, geben jedoch zu Befürchtungen keinen Anlaß, weil Nachtvögel weder am Tag
jagen noch Fleisch fressen. Schaut jemand der zu Wasser oder zu Lande reist, einen von diesen Vögeln, wird er in einen heftigen Sturm
geraten oder unter die Räuber fallen. Nisten sich diese Vögel im Haus ein, wird dieses völlig veröden. Nachtvögel bedeuten auch
Ehebrecher, Diebe oder Leute, die ihre Arbeit in der Nacht besorgen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Vorsicht mit deinen Untergebenen.
(europ.) : – (wie Eule usw.) sehen: schlechtes Zeichen, die Schwierigkeiten werden jedoch nicht lange anhalten.
(Siehe auch unter einzelne Arten)
Nachtwache
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: achte auf deine Dienstboten.
(europ.) : – eine lange halten: Zeichen von Verzögerungen; die Hoffnungen werden sich letztendlich jedoch erfüllen.
Nachtwächter
Allgemein:
Nachtwächter zeigt Unsicherheit in einem Konflikt an; oft handelt es sich dabei um familiäre Probleme, für die man keine Lösung findet.
Psychologisch:
Nachwächter verkörpert das Tappen im dunkeln. Sieht man sich selbst als Nachtwächter, ist man unsicher, hat nicht erkannt, was zum
Beispiel die Familie oder das Geschäft bedroht. Ist aber ein anderer im Traum der Nachtwächter, ergibt sich für ein Problem oder eine
unklare Sache im Wachleben ein Hoffnungsschimmer, denn der Nachtwächter trägt ja eine Laterne, die den Weg für ein paar Schritte erhellt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – treffen oder rufen hören: sei auf der Hut, daß dir kein Unglück zustößt.
(europ.) : – Streit im Eheleben oder Schreck im Leben; Unsicherheit im Verhalten;
– einen sehen oder mit einem verkehren: dem häuslichen Frieden droht eine innere oder äußere Gefahr;
auch: man sollte mehr auf seinen Besitz achten, denn wenn man etwas verleiht, wird man es nicht mehr wiederbekommen;
– sein: man wird Streit im Hause bekommen.
(ind. ) : – rufen hören: du hast untreue Dienstboten;
– mit ihm sprechen: man will dich bestehlen.
(Siehe auch „Lampe“, „Laterne“, „Nacht“)
Nachtwandler
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du hast eine Begriffsverwirrung zu fürchten.
(europ.) : – es ist Ärger angesagt.
Nachzahlung
Volkstümlich:
(europ.) : – leisten müssen: man wird übervorteilt werden.

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Nacken
Assoziation: – Flexibilität, besonders hinsichtlich des Blickwinkels.
Fragestellung: – Was kann ich sehen, wenn ich eine kleine Veränderung vornehme?
Volkstümlich:
(arab. ) : – schönen: Ehre;
– häßlichen: du stehst in keinem guten Ruf.
(europ.) : – den eigenen sehen: lästige Familienangelegenheiten beeinträchtigen Ihre Geschäfte;
– einen anderen bewundern: die materialistische Einstellung zerstört die Familienbande;
– Nackenschmerzen haben oder sich darum Sorgen machen: in Kürze wird einem Geld zufließen;
– jemanden auf dem Nacken küssen: bedeutet Emotionalität und sich gehenlassen;
– Erscheint einer Frau der eigene Nacken dick, heißt das, daß sie eine verdrießliche alte Schachtel wird,
die sich nicht in der Gewalt hat.
(ind. ) : – schönen sehen: Ehre und Ansehen bei den Nachbarn im Haus.
Nacktheit
Assoziation: – Entblößt; Verletzlich.
Fragestellung: – Was dürfen die anderen von mir sehen?
Allgemein:
Nacktheit im Traum hat etwas mit dem Selbstbild des Träumenden zu tun. Er hat den Wunsch, so gesehen zu werden, wie er ist, und möchte
sein Wesen enthüllen, ohne eine Fassade errichten zu müssen. Nacktheit kann zu mehr Offenheit und Ehrlichkeit auffordern; man soll dann
falsche Hemmungen ablegen oder andere nicht länger täuschen. Auch Angst vor einer Bloßstellung kommt darin manchmal zum Vorschein.
Zuweilen weist das Symbol auf sexuelle Bedürfnisse hin, für die man sich vielleicht schämt oder die man verdrängt hat. Wenn der
Träumende in seinem Traum nackt auf einer Straße geht, hängt die Deutung davon ab, ob er dabei von anderen Menschen beobachtet wird.
Ist dies der Fall, dann hat der Träumende vielleicht irgend etwas an sich, was er zeigen möchte. Ist der Träumende allein, so hat er vielleicht
einfach den Wunsch, sich frei zum Ausdruck zu bringen, oder er will seine Verwundbarkeit bewußt erleben. Nacktheits-Träume können auch
ganz praktische Auslöser haben: Ein Traum, in dem man nackt auf einem Flughafen herumläuft, will vielleicht daran erinnern, noch einmal
das Urlaubsgepäck durchzusehen.
Psychologisch:
Die Nacktheit hat im Traum nur äußerst selten einen erotischen Charakter. Mit diesem Traumbild ist der ursprüngliche Naturzustand des
Menschen gemeint. Sie zeigt im negativen Sinne einen Zustand seelischer Entblößung an, wenn der Träumende sich von seiner Nacktheit
peinlich berührt fühlt. Dies kann sich auf eine partielle Entkleidung beziehen. Sie kommt vor allem in Angsträumen vor. Geht der Träumer
nackt oder nur notdürftig bekleidet durch belebte Straßen, hat man sich im Wachleben eine Blöße gegeben oder hat Angst, sie sich zu geben,
was auf moralische Bedenken oder auf Minderwertigkeitsgefühle schließen läßt. Nacktheit symbolisiert auch Unschuld. Träume, die
Nacktheit positiv schildern, geben den Wunsch nach Unabhängigkeit wieder und lassen den Willen erkennen, sich anderen gegenüber auch
bei heiklen Themen ohne Hemmungen zu äußern; für diesen Fall achte man auf weitere Traumsymbole und deren Aussage. Handelt der
Traum davon, daß der Träumende nackt in einer Stripteaseshow auftritt, dann könnte dies auf seine Angst, mißverstanden zu werden,
verweisen. Zwar ist sich der Träumende dessen bewußt, daß er bereit ist, offen und ehrlich zu sein, aber andere verstehen dies vielleicht
nicht.
Spirituell:
Nacktheit kann auf einen Neubeginn, eine Wiedergeburt verweisen. Es ist der paradiesische Zustand und der Zustand natürlicher Unschuld,
die jeder Mensch einmal besaß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er habe sich seiner Kleider entledigt und sei nackt, um mit einem anderen zu ringen, wird er, falls er ihm feind ist
und Schaden zufügen will, seine Absicht erreichen, ist er ihm freundlich gesinnt, Gutes erweisen.
– Hat sich einer ausgezogen, um zu baden, wird ihm ein kleines Mißgeschick zustoßen entsprechend der Dauer des Badens.
– Dünkt es einen, er habe sich ausgezogen und schwimme durch einen Fluß oder wate bis zum Hals durch das Wasser,
wird er sich mit einem großen Herrn, der der Größe des Flusses gleicht, auseinandersetzen;
überquert er den Fluß, wird er den hohen Herrn in die Schranken weisen und die Furcht vor ihm ablegen,
überquert er ihn nicht, wird das Gegenteil eintreffen.
– Hat sich jemand ausgezogen, um über das Meer zu schwimmen, wird er eine Bitte an den Kaiser richten;
schwimmt er sicher hinüber, wird sie gewährt, andernfalls abgeschlagen werden.
– Hat sich eine Frau daheim in ihren vier Wänden nackt ausgezogen, wird sie ihren Mann betrügen, aber ertappt werden.
– gehen: benimm dich nicht unanständig, sonst bereitest du dir Schande;
– nackte Menschen sehen: fremde Personen werd en dich durch ihr Benehmen belästigen.
– gehen: benimm dich nicht unanständig, sonst bereitest du dir Schande;
– nackte Menschen sehen: fremde Personen werden dich durch ihr Benehmen belästigen;
– nackte Kinder sehen: man möchte sich von Schuld befreien und sein Gewissen reinigen.
(europ.) : – seelisch ist etwas ganz und gar nicht in Ordnung; es handelt sich je nach Inhalt oft nur
um einen primitiven sexuellen Traum; Nacktheit gilt für Armut und Unglück;
– nackte kleine Kinder sehen: verheißt schönstes und reinstes Glück; auch manchmal Zeichen für Familienzuwachs;
– nackte Menschen sehen: bringt Angst und Schrecken; auch: man würde es gerne sehen, wenn andere
pflichtvergessen wären; Krankheit wird keine geringe Rolle bei dem eigenen Mißerfolg spielen;
– einen schönen gegengeschlechtlichen Menschen nackt sehen: eine heimliche oder heiße Sehnsucht wird sich bald erfüllen lassen;
– nackte Menschen am Meeresufer oder am Fluß sehen, die schwimmen wollen: verkündet Mut und Unternehmungslust;
– einen schönen Menschen anderen Geschlechts nackt sehen: Befriedigung einer heimlichen und heißen Sehnsucht;
– einen häßlichen Menschen anderen Geschlechts nackt sehen: durch eine Liebesaffäre wird man Schande und Spott
zu erwarten haben;
– durch den plötzlichen Anblick eines nackten Menschen erschrecken: bedeutet auch im Leben einen bösen Schreck;
– sich ausziehen: man möchte mehr Freiheit und Unabhängigkeit;
– selbst nackt sein: bedeutet Bloßstellung und unbedachte Unternehmungen;
– selbst nackt umhergehen: man wird in Not geraten;
– selbst nackt sein, um zu baden oder zu schwimmen: verheißt Erfolg durch Mühe, Mut und Ausdauer;
– ist man nackt, will sich ankleiden und kann seine Kleider nicht wiederfinden: es droht leicht Schimpf und Schande;
– nackt sein und dies versuchen zu verbergen: verheißt das Verlangen nach einem außerehelichen Abenteuer,
daß man aber überwinden möchten;
– Einer jungen Frau, die ihre Nacktheit bewundert, steht die – vergängliche – Bewunderung der Männer ins Haus. Hält sie sich
für mißgestaltet, wird ihr guter Ruf durch einen Skandal beschmutzt; Schwimmt sie nackt im klarem Wasser, hat sie Affären;

996
dafür wird sie mit Krankheit und dem Verlust ihrer Reize bestraft. Sieht sie nackte Männer in klarem Wasser schwimmen,
prophezeit dies viele Verehrer. Ist das Wasser schmutzig, wird sie ein eifersüchtiger Verehrer verleumden.
(ind. ) : – Schaut sich einer im Traum plötzlich irgendwo nackt und bloß und dünkt es ihn, seine Blöße sei von jedermann gesehen worden,
dessen Geheimnisse werden offenbar werden, und er wird geschmäht und mächtig drangsaliert werden.
– Sieht er sich in seinen vier Wänden splitternackt, so wisse er, daß er in einer Sache große Anstrengungen unternehmen wird;
welcher Art sie auch ist, gut oder schlecht, er wird sie zu Ende führen.
– Träumt einer, er stehe nackt in einem Gotteshaus, wird er sich vor seinem Herrn bloßstellen.
– Dünkt es den Kaiser, das Volk habe ihn nackt gesehen, wird sein persönliches Geheimnis vor allem Volk enthüllt werden.
– Hat eine Frau dieses Gesicht, wird ihre Hurerei aller Welt zum Schauspiel werden;
ein Knecht wird an den Bettelstab und sein Betrug ans Licht kommen.
– Hat sich einer, der nur mit einem Schurz oder einer Unterhose bekleidet ist, in seinen vier Wänden ausgezogen,
wird er von Sorgen und bedrängender Not erlöst werden; ein Kranker wird gesunden, ein Schuldner schuldenfrei werden.
Träumt dies eine Frau, wird sie mit ihrem Mann zetern und hadern.
– sein: naher Todesfall;
– sich sehen: Armut;
– nackt umherlaufen: du hast hinterlistige Verwandte;
– andere: du wirst in sorglose Verhältnisse kommen.
(Siehe auch „Ausziehen“, „Barfuß“, „Blöße“, „Kleid“, „Kleidung“)
Nacktschnecke
Assoziation: – Faul; Unentwickelt.
Fragestellung: – Was möchte in mir Form annehmen?
Nadel
Assoziation: – Durchstechen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, auf den Punkt zu kommen? Was will ich durchdringen?
Allgemein:
Nadel kann als Phallussymbol für sexuelle Bedürfnisse stehen. Nadeln im Traum verweisen in der Regel auf Unangenehmes. Häufiger warnt
sie vor Gegnern, die man nicht ernst genug nimmt, weil die einem nur „Nadelstiche“ (Sticheleien) zufügen. Aber sie können auch die Macht
des Heilens symbolisieren. Es muß eine Vorstellung oder ein Wissen von außen eingeführt werden; dies schmerzt vielleicht, aber es wird den
Träumenden innerlich helfen.
Psychologisch:
Die Fähigkeit, zu durchdringenden Einsichten über den eigenen Zustand zu gelangen, kann bei der Bewältigung des Alltagslebens helfen.
Die Deutung des Traums hängt davon ab, ob der Träumende die Nadel selbst verwendet oder ob eine andere Person ihn damit behandelt.
Wer sich mit einer Nadel schon einmal in den Finger gestochen hat, kennt den Schmerz, den dieses kleine Instrument verursachen kann. Als
Traumbild steht die Nadel als Symbol für physische oder
psychische Schmerzen des Träumenden. Sie deutet auf Überempfindlichkeit oder auf Hemmungen in der Sexualität hin, aber auch auf die
kleinen Sticheleien, die wir im Alltagsleben über uns ergehen lassen müssen; die Kleinigkeit, die sich zum Streit ausweiten könnte.
Spirituell:
Eine Nadel kann auf männliche Sexualität verweisen, aber auch auf eine durchdringende Einsicht, die unsere Sicht des Lebens verändert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Unangenehmes steht bevor;
– sich an einer stechen: Zank und Streit stehen dir bevor;
– finden: bleibe bei der Wahrheit, sonst machst du alles noch schlimmer, als es ist;
– verlieren: freundschaftliche Beziehungen werden sich lösen;
– geschenkt bekommen: ärgerliche Vorkommnissen ausgesetzt werden.
(europ.) : – Verluste in der Freundschaft, böse Nachrichten;
– Tannennadeln: langes Leben, Gesundheit;
– aus Metall sehen: man hat Anfeindungen durch andere zu erwarten;
– eine verwenden: eine Warnung vor bevorstehender Not, in der man zu Unrecht an Sympathie einbüßt;
– eine einfädeln: man wird einem die Fürsorge über andere zum eigenen Haushalt auferlegen;
– mit einer sinnlos hantieren: durch sein eigenes Verhalten wird man sich Feinde schaffen;
– nach einer suchen: deutet auf unnötige Sorgen hin;
– eine finden: man hat Freunde, die einem schätzen;
– zerbrechen: symbolisiert Einsamkeit und Armut;
– sich mit einer stechen: bedeutet den Verlust eines Freundes; Enttäuschungen in der Liebe.
(ind. ) : – finden: behalte deine Ruhe sonst wirst du in Streit geraten;
– eine erhalten: du wirst dich von einem Freund trennen müssen;
– viele erhalten: du wirst dich von deinen Freunden trennen müssen.
(Siehe auch „Dorn“, „Phallus“)
Nadelbaum
Allgemein:
Nadelbäume sind immer grün und werfen ihre Blätter, wie es im Volkslied heißt nicht ab. Der Nadelbaum unterliegt nicht so sichtbar den
Zyklen der Zeit wie die Laubbäume. Er drückt damit aus, daß man sich in die Natur begeben und seinen Zeitdruck vergessen sollte.
(Siehe auch unter einzelnen Nadelbaumbezeichnungen)
Nadelkissen
Allgemein:
Nadelkissen kündigt Erfolg durch fleißige Arbeit an.
Psychologisch:
In ihm will man die Nadel (sprich: die Sticheleien) möglichst schnell begraben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder benutzen: man wird dich durch ein Geschenk erfreuen.
(europ.) : – ein günstiges Zeichen, wenn viele Nadeln im Kissen stecken; wenn nicht, muß man Enttäuschungen erwarten;
(ind. ) : – dein Fleiß wird gelobt werden.

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Nagel (aus Eisen)
Allgemein:
Ein Traum von Nägeln, mit denen beispielsweise zwei Bretter miteinander verbunden werden, zeigt, daß der Träumende eine Begabung
besitzt, Menschen oder Dinge zusammenzubringen. Dabei kann die Belastungsfähigkeit des Nagels wichtig sein. Nagel (aus Metall) kann
eine starke zwischenmenschliche Beziehung oder den inneren Zusammenhalt der Persönlichkeit symbolisieren. Häufig weist er auch auf
Gegner hin, durch die man Schaden und Verluste erleiden wird; der krumme Nagel kündigt jedoch an, daß man sie überwinden wird. Findet
man einen Nagel, soll das nach alten Traumbüchern auf Verarmung hinweisen. Nach altägyptischer Deutung steht er für die Hoffnung, die in
Erfüllung geht.
Psychologisch:
Symbol für Durchhaltevermögen und Haltbarkeit, wenn es um die sprichwörtlichen „Nägel mit Köpfen“ geht. Gewissermaßen der Notnagel,
der uns aus einer undurchsichtigen Lage befreien kann. er steht auch für Treffsicherheit – meist im übertragenen Sinn: Man hat den Nagel auf
den Kopf getroffen. Das Nageln an sich ist ein Festnageln auf einen bestimmten Standpunkt, der uns Standfestigkeit sichert. Krumme Nägel
zeigen krumme Wege an, die man im Wachleben zum Erreichen eines Ziels einschlagen müßte, wobei das Ziel immer erreichbar scheint. Die
durchdringende Kraft eines Nagels kann von Bedeutung sein, wenn der Träumende Schwierigkeiten mit Männlichkeit und Sexualität hat.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt der Nagel im Traum Schicksal und Notwendigkeit dar. Im Christentum symbolisieren Nägel auch höchstes
Opfer und Schmerz.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Eisennägel) sehen: Eintritt glücklicher Umstände;
– aus dem Holz ziehen: deine Sparsamkeit ist fehl am Platz;
– einschlagen: du handelst vernünftig; du wirst einen richtigen Entschluß fassen;
– finden: du wirst dein Glück machen; eine Hoffnung geht in Erfüllung;
– gerade klopfen: Sparsamkeit;
– schmieden: du tust nützliche Arbeit für dich und andere;
– mehrer Bretter damit verbunden sehen: man besitzt die Fähigkeit, Menschen oder Dinge zusammenzubringen.
(europ.) : – sehen: deutet auf ernstzunehmende Feinde; auch: steht für Plackerei zu geringem Lohn;
– einschlagen: traurige Nachrichten; man wird einen ernsten Schaden durch das Verhalten eines Widersachers erleiden;
auch: man wird bald in eine Situation kommen, wo es besser ist, die Wahrheit zu sagen;
– einschlagen wollen und dabei krumm schlagen: man wird einen Feind unschädlich machen;
– das Finden eines Sparnagels: bedeutet Glück;
– einen finden allgemein: mit Vermögenszuwachs rechnen können, wenn man in der nächsten Zeit sparsam lebt;
– damit handeln: die Arbeit wird anständig, wenn auch eher einfach sein;
– rostige oder verbogene: signalisieren Krankheit und Versagen im Geschäft.
(ind. ) : – einschlagen: dein Vorsatz ist gut;
– finden: Armut kehrt in dein Haus ein.
(Siehe auch „Hammer“)
Nägel (der Gliedmaßen)
Artemidoros:
An den Nägeln beschnitten zu werden bedeutet einem Gläubiger, daß der Zins fällig ist, allen anderen Menschen aber Schaden von seitens
derer, die ihnen die Nägel gestutzt haben, vorausgesetzt, daß ihnen von fremden Personen die Nägel beschnitten worden sind. Denn wir
pflegen in der Umgangssprache von einem Menschen, der auf einen Betrüger hereingefallen ist, zu sagen: „Dem wurden die Nägel
beschnitten“.
Volkstümlich:
(europ.) : – man sucht etwas zu halten, das entgleiten kann; steht oft im Zusammenhang mit Prozessen und heftigen Diskussionen;
– sehen: verheißt eine finanziell gute Zeit;
– übermäßig lang gewachsene Nägel haben oder solche wachsen sehen: man will sich auf unsichere Spekulationen einlassen;
auch: beinhaltet Wohlstand und Erfolg in der Liebe;
– beschneiden oder abreißen: bedeutet finanzielle Verluste.
(Siehe auch „Fingernägel“, „Schneiden“)
Nagelfeile
Psychologisch:
Man möchte „etwas hinkriegen“, eine Äußerung „die Spitze nehmen“ und etwas zurechtfeilen – also in eine gefälligere, „glatte“ Form
bringen.
Nagelschmied
Volkstümlich:
(europ.) : – alle Wunsche werden sich erfüllen.
Nagen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Kummer.
Nagetiere
Psychologisch:
Nager huschen durch unsere Träume und versuchen, uns wichtige Lebensstoffe zu stehlen, wenn sie in unserer Vorratskammer, der Seele,
auf die Jagd gehen. Träume von Nagetieren kündigen meist Unangenehmes an, etwas, das heimlich an unserem Ich nagt, also versteckten
Kummer, die Sorge ums tägliche Brot, die Angst, Lebenskraft zu verlieren. in einem harmlosen – positiven Traum gelten Nagetiere als
Symbol für Fruchtbarkeit und reichliche Vermehrung.
Volkstümlich:
(europ.) : – wie z.B. Ratten und Mäuse: deuten auf unruhige Nächte und Gewissensbisse.
(Siehe auch „Hase“, „Maus“, „Ratte“)

998
Nähe
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum bemerkt, daß er einem Menschen oder Gegenstand nahe ist, dann kann er sich auch im Wachzustand
auf diese beziehen. Vielleicht ist das Traumsymbol ein Signal, daß der Träumende den Geschehnissen emotional näherkommt oder daß er
besser mit dem umgehen kann, was geschieht. Andererseits kann Nähe im Traum auch den Wunsch nach Intimität und Schutz ausdrücken.
Psychologisch:
Ist dem Träumenden in seinem Traum ein Gegenstand oder ein Bild auffallend nahe, das heißt, verhält er sich in der Traumsituation passiv,
dann soll er damit darauf aufmerksam gemacht werden, daß wichtige Ereignisse rasch eintreten können. Das bewußte Wahrnehmen von
Raum verschafft dem Träumenden eine neue Vorstellung von der Zeit.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht Nähe im Traum für das Bewußtsein von den Elementen des Lebens, die sich spirituell häufig als Nähe manifestieren.
Nähen
Assoziation: – Zusammenfügen; Reparieren.
Fragestellung: – Was möchte ich erschaffen oder wiederherstellen?
Allgemein:
Nähen zeigt an, daß man Sehnsucht nach haltbaren zwischenmenschlichen Beziehungen hat.
Psychologisch:
Eine Arbeit, die man mit viel Geduld und Genauigkeit verrichten muß, um etwas Tragbares zu schaffen. Näht man im Traum einen Flicken
auf, bleibt manches im Wachleben nur Flickwerk, das leicht wieder einreißen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder selbst nähen: du wirst deine Arbeiten rasch zu Ende führen;
– ein kaputtes Kleidungsstück: man wird bereits verloren Geglaubtes wiederfinden.
(europ.) : – sehen: warnt vor Klatschereien;
– selbst: der Wohlstand deines Hauses wächst durch viel Ausdauer;
– sich dabei stechen oder verletzen, so daß man den Blutstropfen hervorquellen sieht: bringt eine Braut ins Haus;
– und nicht fertig werden können: ein neuer Liebhaber, für Verheiratete: Streit;
– neue Kleider nähen: Frieden wird in der häuslichen Umgebung die Wünsche krönen;
– Träumt eine junge Frau, daß sie ein Kleidungsstück fertiggestellt hat, wird sie sich bald für einen Ehemann entscheiden.
(ind. ) : – du wirst von falschem Verdacht befreit;
– und nicht fertig werden damit: ein Liebhaber wartet auf dich;
– und sich dabei verletzen: es wird sich ein ungebetener Gast anmelden.
(Siehe auch „Faden“, „Garn“, „Nadel“, „Stopfen“)
Näherin
Volkstümlich:
(europ.) : – einer begegnen: fremde Einflüsse oder Personen werden die eigenen Umstände verändern;
ein erfolgreiches häusliches Leben wird vorausgesagt;
– wenn die Näherin ihr Handwerk geschäftlich betreibt: zukünftige Einflüsse werden sich positiv auf Ihr Leben auswirken;
– einem nach Arbeit fragen: man sollte selbst eine Veränderung bewirken, bevor man zu ungebetenen
Veränderungen gezwungen wird;
– von einer wegen offener Rechnungen angemahnt werden: man sollte äußerste Vorsicht walten lassen.
Nähkissen
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Fleiß wird belohnt.
Nähmaschine
Allgemein:
Nähmaschine kündigt an, daß eine Absicht rasch verwirklicht wird; der Erfolg kann allerdings trotz harter Arbeit spärlicher als erwartet
ausfallen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Arbeit, Einnahmen, Verdienst.
(europ.) : – schneller Fortgang einer Angelegenheit;
– sehen: verheißt das Gelingen eines Planes oder einer Absicht;
– bedienen: bedeutet viel Arbeit, die sich kaum lohnt;
– bedienen und dabei Schwierigkeiten haben oder der Faden reißt: eine große Mühe ist vollkommen umsonst.
(ind. ) : – eine Angelegenheit wird schnell erledigt.
Nahrungsmittel
Assoziation: – Ernährung; Sicherheit; Vergnügen oder Gier.
Fragestellung: – Was nähre ich in mir? Wonach hungere ich?
Allgemein:
Nahrungsmittel im Traum symbolisieren die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse, seien sie körperlicher, geistiger oder spiritueller
Natur. Nahrung (Speise) deutet man ähnlich wie Mahlzeit; so bezieht sich das Symbol auf den geistig-seelischen Bereich, der nach
Erfahrung, Hoffnung, Idealen und Liebe „hungert“. Handeln Träume wiederholt vom Essen, dann muß sich der Träumende mit der Frage
auseinandersetzen, welche seiner Bedürfnisse er konstant ignoriert.
Psychologisch:
Bei den Traumsymbolen, die die Ernährung behandeln, können alle möglichen Gerichte und Nahrungsmittel auftreten. Treten Gerichte oder
Nahrungsmittel in ihrem Traum auf, ist es wichtig darauf zu achten, mit welchen Gefühlen sie diese wahrnehmen. Speisen, bei denen
Appetitlosigkeit oder gar Ekel auftritt, sollte man meiden. Speisen die sie im Traum begehren, die in harmonischer Atmosphäre gegessen
werden und die Ihnen im Traum schmecken, werden wahrscheinlich auch im Leben für Sie gesund sein. Sie können auch darauf achten, ob
in Ihren Träumen eher vegetarische Nahrung auftritt oder nicht. All das können Sie als Hinweise und Tips für eine individuelle gesunde
Ernährung deuten. Alle Nahrungsmittel im Traum sind symbolisch für das zu sehen, was wir „schlucken“ und verdauen müssen. Nahrung
wird im Traum oft im übertragenen Sinn wie zum Beispiel als geistige oder emotionale Nahrung gebraucht und sollte auch dementsprechend
beachtet werden. Einige Träumende berichten über ausgeprägte Geschmacksempfindungen während ihrer Träume. Für andere sind solche

999
sinnlichen Erfahrungen selten oder nicht existent. Wahrscheinlich ist diese Sensibilität im Traum eine direkte Widerspiegelung der
Sensibilität, die man im Alltagsleben für den Geschmack entwickelt hat. Essen kann auch auf Anerkennung und soziale Fähigkeiten
hinweisen – je nachdem, ob der Träumende allein ißt oder zusammen mit anderen Menschen. Als Traumbilder weisen die Nahrungsmittel auf
körperliche und seelische Kräfte des Träumenden hin, wie auch auf seine Bedürfnisse. Um den Traum näher deuten zu können, muß auf ihre
Art und Beschaffenheit geachtet werden, aber auch darauf, was mit ihnen geschieht. Einzelne Lebensmittel stehen mit bestimmten
nichtkörperlichen Bedürfnissen und Wünschen in Zusammenhang. Im folgenden einige Beispiele:
– Brot: Es repräsentiert grundlegende Erfahrungen oder die Grundbedürfnisse des Träumenden.
– Fleisch: Körperliche Befriedigung manifestiert sich im Traum häufig in der Form als Fleisch.
– Rohes Fleisch kann auf drohendes Unglück hinweisen.
– Früchte: Im Traum stellt der Träumende seine Erfahrungen oder seine Bemühungen und das Potential für Wohlstand
als Früchte dar. Ihre Farbe könnte von Bedeutung sein (siehe „Farben“).
– Gemüse: Es symbolisiert die Grundbedürfnisse und die materielle Zufriedenheit des Träumenden. Es verweist auch
auf das Gute, das der Mensch von der Erde und aus seinem Umfeld erhält. Auch hier spielt die Farbe möglicherweise
eine wichtige Rolle (siehe „Farben“).
– Milch: Sie symbolisiert wie andere Grundnahrungsmittel auch vor allem kindliche Bedürfnisse.
– Süßigkeiten: Schokolade, Kuchen, Gebäck und so fort stehen mit sinnlichem Vergnügen und Genuß in Verbindung.
Sie können jedoch auch ein Hinweis auf unbefriedigte Bedürfnisse auf der emotionalen Ebene sein.
Spirituell:
Auf dieser Ebene stehen Nahrungsmittel für spirituelle Nahrung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Lieblingsspeise verzehren: man darf mit einer kommenden Glückssträhne rechnen.
(europ.) : – verheißen gutes Auskommen, wenn genügend zu essen da ist;
– günstig wenn man schnell satt wird; ungünstig ist es zu schlemmen.
(ind. ) : – Kummer und Sorge durch eigene Schuld.
(Siehe auch einzelne Nahrungsbegriffe, „Hunger“, „Mahlzeit“, „Nahrung“, „Obst“)
Nähseide
Psychologisch:
Man möchte eine harmonische Verbindung herstellen, Getrenntes wieder vereinen, einen Kontakt „einfädeln“.
Naht
Allgemein:
Müssen Sie irgendeine Uneinigkeit zusammennähen?
Psychologisch:
Spielt eine Naht in einem Traum eine Rolle, so deutet dies auf die Festigkeit der Beziehungen des Träumenden zu anderen Menschen hin.
Sie kann auch ein Zeichen für eine geistige oder seelische Schwachstelle beim Träumenden sein.
Nähtisch
Volkstümlich:
(arab. ) : – segensreiche Zukunft.
Nähzeug
Allgemein:
Nähzeug (meist Nadel, Faden und Schere) fordert auf, eine Angelegenheit endlich zum Abschluß zu bringen, auch wenn das Mühe und
Opfer kostet.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Mahnung, eine noch nicht erledigte Arbeit oder Angelegenheit in Ordnung zu bringen;
– verlieren oder nicht finden können: bedeutet den Verlust des Einkommens.
(ind. ) : – sehen: du solltest deine Zunge mehr im Zaum halten;
– zum Geschenk erhalten: Herzensfreude;
– verlieren: Kummer in einer Liebessache.
Namen
Artemidoros:
Die eigentliche Bedeutung der Eigennamen darf man im Hinblick auf die Auslegung nicht für unwichtig halten. Denn wenn bei
glückverheißenden Voraussagen aufgrund der übrigen Umstände Namen von guter Vorbedeutung vorkommen, machen sie das Glück noch
vollkommener; bei unheilvollen Prophezeiungen verringern sie das Unglück und schwächen es ab. Namen von übler Vorbedeutung dagegen,
die unseren Wünschen entgegengesetzt sind, steigern einerseits das Unheil, andererseits mindern sie den Segen. Häufig kann man schon
aufgrund von den Eigennamen allein eine Voraussage treffen. Es träumte z.B. jemand, er habe seinen Namen verloren. Es geschah, daß er
seinen Sohn verlor, nicht nur, weil er das Teuerste verlor, was er besaß, sondern weil der Sohn ebenso hieß wie der Vater. Dazu büßte er
noch sein gesamtes Vermögen ein, denn es wurden Prozesse gegen ihn angestrengt, auf Grund derer er wegen politischer Vergehen
angeklagt und verurteilt wurde. Ehrlos und landesflüchtig machte er seinem Leben durch den Strick ein Ende, so daß er nicht einmal nach
dem Tod mehr einen Namen hatte. (Das Epigramm des bekannten Sonderlings und Menschenfeindes Timon, das seinen Selbstmord bekennt,
verschweigt seinen Namen. Plutarch: Antonius, Kap.70,7) Denn Selbstmörder werden von den Verwandten bei den Totenmählern nicht mit
Namen herbeigerufen. Es durfte jedem klar sein, daß alle Geschehnisse von ein und demselben Traumerlebnis ausgingen, weil sie ein und
dieselbe Bedeutung haben. (Den Verstorbenen beim Totenmahl namentlich aufzurufen war üblich; so ruft Achilleus des Patroklos Seele zum
Opfer (Homer: Ilias 23,200), desgleichen der Archon der Plataier alljährlich die für Griechenlands Freiheit gefallenen Helden. (Plutarch:
Aristeides, Kap.21,5)) Es träumte einer, er trage den auf einem Erzplättchen eingegrabenen Namen des Sarapis wie ein Amulett um den Hals.
Er bekam eine Halsentzündung und starb innerhalb von sieben Tagen; denn Sarapis wird als Gott der Unterwelt verehrt und hat dieselbe
Bedeutung wie Pluton; sein Name enthält sieben Buchstaben, und der Mann starb gerade infolge eines Leidens an dem Körperteil, um den er
das Amulett geschlungen hatte.

1000
Allgemein:
Der Name, den ein Mensch erhält, ist der erste Hinweis auf seine Identität. Er steht für sein Selbstgefühl. Wird der Träumende in seinem
Traum bei seinem Namen gerufen, soll seine Aufmerksamkeit besonders auf seine Persönlichkeit gelenkt werden. Namen symbolisiert die
eigene Persönlichkeit, was im Einzelfall auf Eitelkeit und Geltungssucht, aber auch auf Angst vor dem Verlust der eigenen Identität
hinweisen kann. Hört man seinen Namen im Traum laut rufen, gilt das als Warnzeichen, daß Gefahr im Verzug ist. Ist der Name nur
aufgeschrieben, kann das eher auf eine Belobigung oder Auszeichnung hinweisen. Schreibt man seinen Namen, warnt das im allgemeinen
vor unüberlegtem Handeln, mit dem man Verpflichtungen eingeht. Schreibt man aber seinen Namen unter ein Dokument, sollte man
Verträge im Wachleben noch einmal genau prüfen und vor allem das Kleingedruckte beachten.
Psychologisch:
Träumt man davon, daß ein Name gerufen oder aufgeschrieben wird, ist es fast immer als ein (über den Traum „zugefunkter“) SOS-Ruf einer
Person gleichen Namens zu verstehen, die man näher kennt. Solche Signale haben immer eine wesentliche Bedeutung, man sollte sofort
Kontakt zu diesem Menschen aufnehmen – wobei sich herausstellen wird, daß man tatsächlich „gerufen“ wurde: Hier braucht jemand
Zuwendung, Hilfe – oder befindet sich auf andere Weise in einer Extremsituation. Fallen dem Träumenden in seinem Traum die Namen
anderer Menschen auf, dann werden ihm damit vielleicht deren Eigenschaften bewußt, und er muß sich mit ihnen auseinandersetzen. Kommt
der Name eines Ortes im Traum vor, gilt es, über die Kenntnisse oder Erinnerungen, welche sich mit ihm verbinden, nachzudenken. Hinter
Ortsnamen kann sich auch ein Wortspiel verbergen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene gibt der Name im Traum dem Träumenden die Gelegenheit, sich mit seinem essentiellen Selbst
auseinanderzusetzen.
Volkstümlich:
(europ.) : – als Ruf an uns selbst, als Warnung vor Verlust der eigenen Persönlichkeit zu verstehen;
– seinen eigenen rufen hören: ein lieber Mensch ist in Not; bald wird eine erfreuliche Botschaft eintreffen;
– der eigene von seltsamen Stimmen gerufen wird: man erlebt eine Verunsicherung; Fremde werden einem
helfen, oder man kommt seinen Verpflichtungen nicht nach;
– sein eigenen lesen: man wird in der Öffentlichkeit genannt oder bekannt;
– seinen eigenen schreiben: Warnung vor einer Festlegung auf eine Sache;
– mit einem falschen angesprochen werden: ist ein unglückliches Omen für Liebesangelegenheiten;
– seinen eigenen nicht mehr wissen: es droht ein beträchtlicher Vermögens- und Reputationsverlust
und im schlimmsten Fall sogar Selbstmord;
– namenlos sein: man konnte noch keine eigene Persönlichkeit entwickeln;
– sind andere namenlos: man nimmt diese Personen nicht besonders ernst.
(ind. ) : – selbst schreiben: hüte dich vor einem Prozeß;
– geschrieben sehen: du wirst in einen Prozeß verwickelt;
– seinen eigenen, nennen hören: gute Botschaft.
(Siehe auch „Etymologie“)
Namenstag
Psychologisch:
Der Namenstag als Traumsymbol ist als Hinweis auf die eigene Identität zu deuten. Der Name ist etwas Individuelles, das zum Beispiel im
Märchen „Rumpelstilzchen“ ein magisches Geheimnis birgt. Auf der anderen Seite mag hier auch „nur“ das freudige Fest mit Geschenken
und gutem Essen und Trinken angesprochen sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – feiern: bedeutet, daß man nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere denken soll.
Napf
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst stets dein Brot finden;
– zerbrechen: Schreck.
(europ.) : – bringt eine Einladung in das Haus;
– einen zerbrechen: bedeutet einen Schreck.
(ind. ) : – man wird dir einen Schreck einjagen;
– sehen: eine Einladung kommt ins Haus.
Narben
Assoziation: – Verheilte Wunde; unvollständiges Loslassen einer emotionalen Verletzung.
Fragestellung: – Was bin ich bereit, vollständig heilen zu lassen?
Artemidoros:
Eine Narbe bezeichnet das Ende jeder Sorge.
Allgemein:
Eine Narbe im Traum ist ein Hinweis darauf, daß alte Verletzungen existieren, die nicht völlig ausgeheilt sind. Sie können ebenso geistiger
und emotionaler wie auch körperlicher Natur sein und unbemerkt bleiben, bis der Träumende an sie erinnert wird. Auf der emotionalen
Ebene kann sich eine Narbe beispielsweise so äußern, daß der Träumende an einem bestimmten Verhaltensmuster festhält, welches einmal
seinem Schutz diente, nun aber seinen Sinn verloren hat.
Psychologisch:
Die Narbe deutet meist auf Schicksalsschläge in der Vergangenheit hin, aus denen wir lernen sollten, uns in Zukunft besser abzusichern. Es
kann eine Rolle spielen, an welchem Körperteil sich die Narben im Traum befinden. Dies kann einen Hinweis auf den Lebensbereich
enthalten, der von der ehemaligen Verletzung betroffen ist. Sieht der Träumende in seinem Traum Narben an einer anderen Traumfigur, dann
muß er sich fragen, ob er vielleicht derjenige war, der in der Vergangenheit andere verletzt hat.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene können Narben im Traum ein Hinweis auf Verletzungen aus früheren Leben oder auf karmische Verstrickungen
sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine gut verheilende an sich sehen: besagt das Ende aller Sorgen;
– an anderen sehen: man sollte die Probleme seiner Mitmenschen ernster nehmen.

1001
(europ.) : – viele haben: lassen auch auf ein hohes Alter schließen;
– eine am eigenen Körper sehen: man wird ein einschneidendes Erlebnis haben oder hat eins noch nicht überwunden;
wenn man in kürze einen neuen Menschen begegnet, wird auch dieser einem eines Tages ein großes Leid zufügen;
– an anderen sehen: schmerzliche Erinnerungen werden dich heimsuchen.
(ind. ) : – haben: ein hohes, sorgenfreies Alter;
– sehen und zu Rate gezogen werden: lasse dich nicht mit Menschen niederen Standes ein.
(Siehe auch „Verletzung“, „Wunde“)
Narkose
Psychologisch:
Sinnbild der Unbewußtheit – wer davon träumt, möchte sich gerne aus der Realität (oder einer speziellen realen Überforderung) „ausklinken“
und erst wieder aufwachen und präsent sein, wenn das Schlimmste überstanden ist.
(Siehe auch „Narkotisiert“)
Narkotisiert
Allgemein:
In einem Traum narkotisiert sein, hebt die Tatsache hervor, daß der Träumende sich bemüht, schmerzhafte Gefühle zu vermeiden. Eventuell
fühlt er sich auch durch äußere Umstände mattgesetzt, oder aber das Traumsymbol weist darauf hin, daß der Träumende versucht – oder
gezwungen wird -, etwas zu vermeiden. Narkose kann auch vor Leichtgläubigkeit warnen, die zu erheblichen Problemen führt.
Psychologisch:
Das Beruhigungsmittel, das uns das Unbewußte fürs bewußte Leben gibt. Das Traumbild legt uns nahe, daß wir in Zukunft ruhiger werden
sollten. Der Träumende betäubt oder vermeidet etwas, mit dem er sich nicht konfrontieren will. Vielleicht schafft er eine Situation, die ihn
schließlich zum Handeln zwingt. Oder aber er muß sich ruhig verhalten und den Ereignissen den Raum zubilligen, den sie benötigen, um
sich aus sich heraus zu entfalten.
Spirituell:
Ähnlich wie Gedächtnisverlust kann auch eine Narkose im Traum ein Hinweis auf den Tod sein. Doch ist in der Regel das Absterben eines
Persönlichkeitsanteils gemeint.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: vorübergehende Krankheit oder Ärger.
(ind. ) : – werden: Ärger haben.
(Siehe auch „Operation“)
Narr
Psychologisch:
Haben Sie sich „zum Narren gemacht“? Wenn Sie von einer Narrengestalt träumen, gilt dies eher als gegenteiliger Hinweis: Wie früher die
Hofnarren ihrem Herrscher bittere Wahrheit und herbe Kritik (wie niemand sonst) geschickt „servieren“ durften, indem sie den Inhalt
ironisch, witzig und in originellen Formulierungen verpackt mitteilten, haben auch Sie die Chance, mit der „Weisheit des Narren“ viel für
sich zu erreichen. Sie können riskieren, daß andere vielleicht über Sie lachen, weil Sie etwas scheinbar Verrücktes tun – oder „den Unmut der
Herrschenden“ (Chef, Öffentlichkeit usw.) provozieren – egal, Sie haben ein besonderes Talent zur Verfügung und Ihre Chance erkannt – und
während Sie ihr Ziel anpeilen, sind die Konkurrenten und Neider ausgeschaltet – sie sind ja damit beschäftigt, sich über Sie zu amüsieren, bis
die anderen merken, daß sie selbst die Narren waren, während Sie von Ihnen witzig und weise ausgetrickst wurden. Ein „kluger“ und etwas
verwirrender Glückstraum – er hatte eben eine Narrenmaske auf.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: dein Betragen wird dich lächerlich machen;
auch: man wird bei der Lösung eines Problems oder eines Vorhabens längere Zeit in Anspruch nehmen müssen;
– selbst sein: man wird demnächst eine schwierige Situation meistern.
(europ.) : – man verspottet zuviel seine Umgebung und sollte einmal über sich selbst lachen;
– einen sehen: bedeutet, daß jemand dich hintergehen wird; auch: man wird in Zukunft
wichtige Dinge ignorieren und nach törichten Ausschau halten;
– sein oder närrische Einfälle haben: bringt Auszeichnung oder ein beruhigendes Dasein.
(ind. ) : – sehen: bedürftig werden; Narr sein: Auszeichnung;
– verspotten: man wird dich wegen eines Unrechts zur Verantwortung ziehen;
– sprechen: man betrügt dich.
(Siehe auch „Clown“, „Fasching“)
Narrenkappe
Allgemein:
Narrenkappe warnt davor, daß man sich durch eigene Schuld lächerlich macht; unter Umständen steht das mit Verliebtheit in Beziehung.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst dich bald verlieben;
– andere tragen sehen: du bleibst überall obenauf;
– selbst tragen: du wirst dich lächerlich machen, meide die Gesellschaft.
Närrisch
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich benehmen: man wird versuchen, dich zu betrügen.
(ind. ) : – sein: du wirst Zeit verlieren.
Narzisse
Psychologisch:
Weist auf die mythische Gestalt des Narziß hin, der die Liebe der Nymphe Echo verschmähte und dafür mit Selbstliebe bestraft wurde,
worauf er sich in sein eigenes in einer Quelle gespiegeltes Bild verliebte. Nimmt man die Narzisse als archetypisches Zeichen, übersetzt sie
den Egoismus des Träumers, der nur sich selbst und sonst niemanden kennt. Diese Deutung hat bereits Artemidoros dem Traumbild
zugrunde gelegt.

1002
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Treulosigkeit erfahren.
(europ.) : – im Garten sehen: eine glückliche Zukunft besonders in Liebesangelegenheiten;
vermindertes Glück, wenn man diese Blume im Hause in Töpfen oder einer Vase sieht.
(Siehe auch „Blumen“, „Kranz“)
Naschen
Psychologisch:
Die heimliche Freude an verbotenen Dingen wird in neuerer Zeit auf Sexuelles bezogen. Wer einen anderen beim Naschen erwischt, gönnt
diesem nicht den Erfolg, den er im Leben erzielt hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hüte dich vor unrechtem Gut; du wirst einer Versuchung nicht widerstehen können.
(europ.) : – verkündet häuslichen Ärger.
(ind. ) : – Ärger im Heim.
Nase
Assoziation: – instinktives Wissen.
Fragestellung: – Wonach riecht das Ganze für mich? Was weiß ich, ohne es wissen zu können?
Artemidoros:
Eine schöne, wohlgeformte Nase haben ist für jedermann ein gutes Vorzeichen; es bedeutet großes Einfühlungsvermögen, Weitblick in den
Unternehmungen und Verkehr in den besten gesellschaftlichen Kreisen; denn durch die Nase ziehen die Menschen bessere Luft ein und
profitieren dadurch. Keine Nase haben zeigt allen Menschen Mangel an Empfindungen, Haß gegen hervorragende Persönlichkeiten und
einem Kranken den Tod an. Denn die Totenschädel findet man ohne Nasen. Zwei Nasen haben bedeutet Zwist mit den Verwandten; Zwist,
weil alles Zwiefache, das wider die Natur ist, Sinnbild des Zwistes ist; mit den Verwandten, weil die Nase zu uns gehört. So träumte einer,
der Salbenhändler von Beruf war, er habe seine Nase verloren. Er verlor sein Kapital und hörte auf, Salben zu vertreiben, weil er keine Nase
hatte; denn da er keinen Riecher mehr für Salben hatte, konnte er natürlich kein Geschäft mehr mit ihnen machen. Der selbe Mann träumte,
als er schon nicht mehr Salbenhändler war, es fehle ihm die Nase. Er wurde der Urkundenfälschung überführt und floh aus seiner Heimat;
denn eine Entstellung im Antlitz raubt diesem seine Würde; das Antlitz ist aber ein Abbild des Ehrgefühls und der Rechtsstellung. Ganz
folgerichtig verlor er seine bürgerlichen Rechte. Derselbe träumte auf dem Krankenlager, er habe keine Nase. Bald darauf starb er; denn die
Totenschädel haben keine Nase. Das erste Mal erfüllte sich das Traumgesicht an ihm in seiner Eigenschaft als Kaufmann, das zweite Mal
betraf es seine Rechtsstellung als Bürger, und das dritte Mal, als er krank war, bezog es sich auf seinen Körper; dergestalt erfüllte sich
dasselbe Traumgesicht für denselben Mann dreimal in verschiedener Weise.
Allgemein:
Nase deutet man oft als Symbol sexueller Bedürfnisse. Ist sie auffallend groß, kann das auf eine „gute Nase“ hinweisen, mit der man
Chancen wittert, oder ermahnen, die Nase nicht in andere Leute Angelegenheiten zu stecken. Die rote Nase soll nach altindischer
Traumdeutung auf Ehre und Wohlstand hinweisen, die blutende dagegen vor Mißerfolgen und finanziellen Verlusten warnen.
Psychologisch:
Hier wird oft von dem „Riecher“ gesprochen, den der Träumer im Wachleben hat, sich im rechten Moment für das Richtige entscheiden zu
können, wodurch er Förderung erreicht oder Gewinne erzielt. Wenn er aber seine Nase in Dinge steckt, die ihn nichts angehen, dann ist fürs
Wachleben die Deutung erlaubt, daß er zu neugierig, vielleicht sogar zu taktlos seiner Umwelt gegenübertritt. Die Nase hat die Bedeutung
eines Phallus-Symbols. Sie gilt in der Traumsprache wie auch im Volksmund als ein Bild für den Penis. Diese Bedeutung läßt sich daraus
erklären, daß Duftstoffe und das Vermögen, sie wahrzunehmen, stark mit der Erotik zusammenhängen. In der Tier- und Pflanzenwelt sind
diese Duftstoffe, die Pheromene, stark an der Erhaltung der Arten bzw. deren Fortpflanzung beteiligt. Wenn Frauen von einer Nase träumen,
sind sie mit ihren Partner meist sehr zufrieden; das Gegenteil kann natürlich der Fall sein, wenn die Nase verletzt oder häßlich ist. Träumt ein
Mann von der Nase, soll das einen guten Intimpartner garantieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine wohlgeformte haben: verzage nicht, alle deine Angelegenheiten werden ein gutes Ende nehmen;
– große: man wird dir einen Streich spielen;
– kleine: dein kleinmütiges Wesen steht dir im Wege;
– verlieren: Zank und Streitigkeiten in ehelichen Verhältnissen;
– stumpfe an einer anderen Person sehen: durch Anmaßungen geärgert werden;
– stumpfe selbst haben: du wirst dich durch dein albernes Auftreten lächerlich machen;
– falsche (künstliche) tragen sehen oder selbst tragen: die gegen dich geplanten Betrügereien
werden früher oder später von dir entlarvt werden;
– putzen: sich einer unangenehmen Sache entledigen.
– Träumt der Kaiser, seine Nasenlöcher seien verstopft, so daß er nicht mehr riechen kann,
so wisse er, daß der oberste Beamte, der ihm über die Staatsgeschäfte Vortrag hält,
in Ungnade bei ihm fallen wird, weil der Verstand vermittels der Nase unterscheidet, was wohl oder übel riecht;
ein gemeiner Mann wird mit seinem vertrauten Knecht oder Freund in Streit geraten,
eine Frau von ihrem Mann betrogen werden.
(europ.) : – Potenzfrage, meist sexuell zu bewerten; mitunter Warnung vor Gehirnerkrankung und Reizungen;
– die eigene sehen: bedeutet besondere Willensstärke und das Bewußtsein, alles, was man in die Hand nimmt,
erfolgreich zu beenden;
– eine große, dabei entstellte Nase haben: gilt als das gedeihen irgend eines Unternehmens,
als das Gelingen eines Planes, dem jedoch üble Nachrede folgen wird;
– sich mit einer besonders großen oder auffallenden schönen sehen: man soll sich bei der Durchführung
eines Planes oder einer Arbeit nicht durch das Gerede anderer beirren lassen; Ehre und Reichtum;
– eine besonders große oder auffallende sehen: man hat beste Aussichten, sehr einflußreich und wohlhabend zu werden,
wenn man sich nicht in anderer Leute Angelegenheiten zu mischen;
– die eigene kleiner sehen als in Wirklichkeit: man hat geschäftlichen Mißerfolg; man sollte sich mit bescheidenen Glück
zufrieden geben;
– eine kleine sehen: du wirst Unrecht erleiden;
– Haare auf der Nase haben: weist auf außergewöhnliche Unternehmungen und Willensstärke hin;
– eine verstopfte: gilt als eine drohende Gefahr; deutet auf Hindernisse und Schwierigkeiten in einer Angelegenheit hin;
– eine blutende haben: Vermögensverlust; prophezeit Unglück, welchen Beruf man auch immer ausübt; Vorsicht vor Spekulationen
und Reisen; verleihe kein Geld;
– rote: deine Gesundheit ist in Gefahr; Unglück;

1003
– zerschundene: Zwistigkeiten;
– selbst einen anderem an der Nase ziehen: man hat in einer Beziehung oder Ehe wohl
nicht den richtigen Partner für sich gefunden;
– von anderen daran gezogen werden: man sollte sich lieber an die eigene Nase fassen;
– daran geführt werden: ungünstiger Prozeß;
– verlieren: Ehebruch;
– für Männer, die von der eigenen träumen: man wünscht sich ein besonders guter Liebhaber zu sein;
– für Frauen, eine große Männernase sehen: zeigt starke sexuelle Bedürfnisse an.
(ind. ) : – Stirn und Nase sind Schmuck und Reichtum in den Augen der Menschen.
– Träumt einer, seine Nase sei so groß geworden, daß sie sein Gesicht verunstaltet, wird er zwar gute Geschäfte machen,
in der Öffentlichkeit aber Schimpf und Schande erleiden.
– große: du wirst eine gute Frau bekommen;
– kleine: Glück in der Liebe;
– rote: Ehre und Reichtum ist dir sicher.
(Siehe auch „Körper“, „Sexualität“)
Nasenbluten
Allgemein:
Träumt man vom Nasenbluten glaubt man, daß die Umwelt einem verachtet. Man ist irgendwie bedrückt oder von einer Fessel behindert.
Psychologisch:
Sexuell gesehen, umschreibt es den möglichen Verlust der Manneskraft, bei Frauen die Angst, einen Partner zu verlieren. Sonst wie unter
„Blut“ beschrieben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: eine plötzliche Krankheit wird dich befallen.
(europ.) : – Vermögensverlust; prophezeit Unglück, welchen Beruf man auch immer ausübt; Vorsicht vor Spekulationen und Reisen.
(ind. ) : – deine Gesundheit ist vorzüglich.
Nashorn
Assoziation: – blinde Stärke; Panzerung.
Fragestellung: – Was bin ich bereit, bezüglich meiner eigenen Kräfte zu sehen oder zu verstehen?
Psychologisch:
Das Nashorn symbolisiert ungestüme, animalische Kraft und aggressive Sexualität. Es ist als Warnung vor einer allzu hemmungslosen
Lebensweise und unkontrollierter Aggression zu verstehen. Versuchen Sie, Ihre Energien sinnvoller zu kanalisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sich einer langen Lebensdauer erfreuen.
(europ.) : – sehen: es zeichnet sich ein schlimmer Verlust ab, und man könnte in unerwartete Schwierigkeiten geraten;
– eins erlegen: Hindernisse mit Bravour zu meistern.
(ind. ) : – du wirst mißverstanden.
Naß
Allgemein:
Naß sein (Nässe) kündigt oft Ungerechtigkeit und Verlust des guten Rufs an. Wenn man einen anderen naß macht, kommt darin die eigene
Ungerechtigkeit zum Vorschein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst dir eine Erkältung zuziehen.
(europ.) : – werden: bringt Schädigung des Ansehens;
– sein: ein mögliches Vergnügen kann einem in Schäden und Krankheiten verwickeln;
man wird gewarnt nicht auf die Schmeicheleien anscheinend wohlmeinender Leute einzugehen;
– jemanden naß machen: man soll im Urteil über einen anderen Menschen vorsichtig sein, um ihm nicht unrecht zu tun;
– Ist eine junge Frau triefend naß, dann wird sie zu ihrer Schande in eine Affäre mit einem verheirateten Mann verwickelt werden.
(ind. ) : – werden: man beschämt dich.
(Siehe auch „klitschnaß“)
Natter
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sei auf der Hut, du bekommst es mit einer falschen Person zu tun; Warnung vor Betrug;
– von einer gebissen werden: von einem Bekannten schmerzliche Kränkungen erfahren.
(europ.) : – deutet auf heimliche und unversöhnliche Feinde, unbarmherzige Gläubiger oder widerwärtige Gesellschaft;
– sehen: das Glück der Liebe oder Ehe ist, durch einander die einem unrecht tun, in Gefahr;
– von Nattern gebissen werden: zeigt Schaden durch vermeintliche gute Freunde an; Warnung vor einer unglücklichen Verbindung;
man sollte jeglichen Streit aus dem Wege gehen und sich nicht in die Angelegenheiten anderer hineinziehen lassen;
– töten: man wird über seine Feinde triumphieren;
– Frauen könnten den Respekt vor der Obrigkeit verlieren, und Todfeinde arbeiten daran, Sie zu diffamieren.
(ind. ) : – sehen: du bist gerne gesehen;
– Glück in der Liebe.
(Siehe auch „Schlange“)
Navigation
Psychologisch:
Ein häufiger Hinweis darauf, daß der Träumende eine (geistige) Orientierungshilfe benötigt – er hat eine neue Richtung auf seinem
Lebensweg zu finden, eine Entscheidung zu treffen, ob es nun „nach links, nach rechts oder geradeaus“ gehen soll.
Nazis
Assoziation: – totalitäre Macht.
Fragestellung: – Welche extremen Reaktionen bin ich zu korrigieren bereit?

1004
Nebel
Assoziation: – eingeschränkte Sicht; Verwirrung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben suche ich nach Klarheit?
Allgemein:
Nebel ist ein Symbol des Verlustes und der Verwirrung, besonders der emotionalen Verwirrung. Der Träumende ist in seiner Verwirrtheit
unfähig, sich mit den Themen zu befassen (oder sie auch nur zu sehen), die in seinem Leben wirklich anstehen. Nebel kann Unsicherheit in
einer Angelegenheit oder Selbstzweifel durch mangelnde Selbsterkenntnis andeuten; in beiden Fällen muß man sich um mehr Erkenntnisse
bemühen. Zum Teil symbolisiert er auch die Absicht, andere zu täuschen, ein falsches Bild von sich abzugeben.
Psychologisch:
Der Nebel ist im Traum ein Zeichen für Unsicherheit, Ungewißheit, Zweifel und Sinnestäuschungen. Der Mensch kann sich in der Realität
wie im Traum im Nebel nicht orientieren oder seine Umgebung genau erkennen. Er ist das Symbol für die Hemmnisse und Hemmungen, die
uns im Wachleben die klare Sicht nehmen, die Ziellosigkeit, die uns behindert, den Alltag zu meistern. Ein Spaziergang im Nebel beinhaltet
eine Warnung, daß der Träumende Dinge überbewertet, deren wahrer Gehalt durch das Urteil anderer Menschen „vernebelt“ ist. Vielleicht ist
es klüger, wenn er sich still verhält und erst einmal abwartet. Darüber hinaus kann Nebel im Traum auch auf ein Übergangsstadium, auf
einen Wechsel von einem Bewußtseinszustand in einen anderen, verweisen. Wenn man vor lauter Nebel im Traum nichts mehr sehen kann,
sollte man sich vielleicht auf andere stützen; denn die eigene Kraft wird nicht ausreichen, um sich im Leben durchzusetzen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist der Nebel im Traum ein Symbol für spirituelle Zweifel und zielloses Wandern. Andererseits kann Nebel auch die
Initiation versinnbildlichen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darin gehen: du wirst den Schleier des Geheimnisses nicht durchdringen können;
auch: du bist auf dem falschen Weg; je dichter der Nebel, desto auswegloser die Situation;
auch: besagt finanziellen Verlust durch eigene Schuld;
auch: manchmal kündigt sich auch ein erotisches Erlebnis an;
– von der Sonne oder dem Mond durchleuchtet sehen: das Glück wird dich überraschen.
(europ.) : – gilt als Weisheit; deutet auf Unklarheit über die Zukunft und die einzuschlagenden Wege;
– vor sich sehen: in einer Sache wird man vor unvorhergesehene Schwierigkeiten gestellt werden, die
aber dank eigener Besonnenheit zu überwinden sind;
– von feinem Nebel eingehüllt sein: kündigt privates Glück an;
– darin eingehüllt sein: Zeichen für wohlberechnete Unternehmungen, die glücken werden;
– darin nichts mehr um sich erkennen können: man wird vor eine Aufgabe oder Angelegenheit gestellt werden,
zu deren Bewältigung man sich nur auf sein Gefühl und seinen gesunden Menschenverstand verlassen soll;
auch: man sollte aktuelle Vorhaben verschieben, denn im Moment ist kein Durchblick möglich;
– durch dichten fahren: bedeutet viel Ärger;
– aus dichten wieder herauskommen: es steht einem eine ermüdende Reise bevor;
– auflösend und die Sonne wieder scheinend sehen: die Enttäuschung wird bald überwunden sein;
– fremde Menschen im Nebel: man wird vom Unglück anderer profitieren;
– Träumt eine junge Frau davon, in dichtem Nebel zu sein, dann wird sie in einen obszönen Skandal
verwickelt; taucht sie aus dem Nebel wieder auf, wird sie ihre Unschuld beweisen.
(ind. ) : – sehen: es wird in deiner Familie jemand krank werden;
– auf dem Erdboden: er ist es nicht wert, daß du dich um ihn sorgst;
– aus der Erde steigend: Kummer;
– fallen sehen: du gerätst in verfängliche Sachen;
– sehr dicht: du wirst aus einer Angelegenheit nur schwer den Ausweg finden;
– schwinden sehen: du wirst dich von einem falschen Verdacht reinigen können.
(Siehe auch „Dämmerung“, „Dunkelheit“)
Nebelgestalt
Volkstümlich:
(arab. ) : – Dunstform, ohne scharfe Umrisse: deine Vergeßlichkeit wird dir schaden.
Nebelhorn
Allgemein:
Nebelhorn deutet eine Nachricht an, die zwar ungünstig ist, aber wenigstens Klarheit schafft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Schutz in Gefahr finden.
(ind. ) : – du wirst eine ungünstige Botschaft erhalten.
Nebenbuhler
Psychologisch:
Meist das Zeichen für (unbegründete?) Eifersucht, die das Zusammenleben zur Qual werden lassen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich mit ihm herumärgern: ein boshafter Feind bringt dir Nachteile.
(europ.) : – sehen: deutet auf Unglück in Unternehmungen.
(ind. ) : – man wird dich verleumden.
Nebenrolle
Psychologisch:
Sie haben eine Nebenrolle in einem Bühnenstück oder Film zu spielen? Auch wenn Sie einschlägige Berufswünsche haben sollten oder in
Ihrer Freizeit gern „In Rollen schlüpfen“ – das war kein „vielversprechender“ Glückstraum, sondern ein deutlicher Hinweis darauf, daß Sie
demnächst schmerzlich feststellen könnten, „falsch besetzt zu sein“: Die Hauptrolle im Leben Ihres Partners würde gern jemand anderer
spielen und hat sich schon sehr intensiv und „liebevoll“ mit dem „Rollenstudium“ befaßt. Könnte es sein, daß Ihre bessere Hälfte sich gerade
in einer völlig neuen Variante einer Liebesszene übt, in der Sie selbst „keine Rolle mehr“ spielen? Wenn Sie diesen Warntraum ernst nehmen
(und sehr einfühlsam mit seinem Informationswert umgehen), ist es vielleicht doch noch möglich, die „Besetzungsliste“ neu zu gestalten und
Ihnen die Hauptrolle zu sichern.
(Siehe auch „Schauspieler“)

1005
Nebenstraße
Assoziation: – indirekte Annäherung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben wünsche ich mir, geradliniger zu sein?
(Siehe auch „Straße“, „Weg“)
Neckereien
Volkstümlich:
(arab. ) : – ausgesetzt werden: deine Entschlossenheit hilft dir über alles hinweg;
– andere: deine Anmaßungen können leicht zu einem Zank führen.
(europ.) : – sich ertappen, einen Menschen zu necken: man wird wegen seiner fröhlichen und umgänglichen Art geliebt werden;
– geneckt werden: die Zuneigung eines fröhlichen Menschen gewinnen;
– Wird eine junge Frau geneckt, signalisiert dies, daß sie eine übereilte Bindung eingeht, sich aber nicht so schnell
verheiraten wird.
Neffen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Familienangelegenheiten werden dich beschäftigen;
– einen sprechen: eine angenehme Unterhaltung haben.
(europ.) : – stattlich und gutaussehend: man wird bald ein hübsches Auskommen haben;
– kein angenehmes Äußeres habend: man wird Enttäuschungen und Unbehagen erleben.
(ind. ) : – eine Festlichkeit in der Verwandtschaft.
(Siehe auch „Familie“)
Negative
(Foto)
Psychologisch:
Falls man im Traum sich ein Negativ ansah, kann daß heißen, daß man ein Problem oder einen Aspekt im Wachleben sehr negativ sieht und
außerdem mehr Feingefühl entwickeln sollte.
Volkstümlich:
(europ.) : – sind gute Omen ihrer Fähigkeit, Gefahren vorherzusehen und zu vermeiden; man wird seine Kräfte gebrauchen.
Neger
Psychologisch:
Neger oder Afrikaner sind in den Träumen europäischer Menschen oft ein Sinnbild für die primitive Bewußtseinsstufe, aber auch für
Lebenskraft. Eine weitere Bedeutung ergibt sich aus der stärkeren Unbewußtheit, dem Glauben der Afrikaner an magische Kräfte, die stark
rhythmische Musik und Tänze und deren erotisierende Wirkung. All dies hat dazu beigetragen, daß der Neger im Traum auch auf die
triebhafte, unbewußte Schattenseite des Träumenden anspielen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: begib dich nicht unnötig in Gefahr;
– einen sprechen: du mußt einen schweren Kampf mit deinem Feind bestehen.
(europ.) : – Widerstreit des Hellen gegen das Dunkle, meist negatives Innenleben;
– verheißen Unglück, bringen Ärger und Verdruß; Streit mit Freunden;
– sehen: Warnung vor Übertreibungen;
– einem zum Freund haben: man wird sich mit einem Gegner aussöhnen;
– mit einem in Streit geraten: man wird schweren Anfeindungen ausgesetzt sein;
– sich selbst als einen sehen: Mahnung, in einer bestimmten Sache aufrichtig und offen zu sein.
(ind. ) : – sehen: du wirst dich heute noch ärgern.
Negerin
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: hüte dich vor der weiblichen Person, die dich durch Schmeicheleien zu fangen sucht.
Neglige
Psychologisch:
Ein erotischer Wunschtraum!
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Morgenkleidung): Ungemach.
(europ.) : – sehen: sagt ein von Abenteuern und Liebe geprägtes Leben mit einem gleichgesinnten Partner voraus;
– in einer Schachtel liegen sehen: man pflegt Beziehungen, die sich noch nach langer Zeit auszahlen;
– Trägt eine Frau eins, prophezeit das die Störung Ihres Lebens durch Liebesabenteuer.
(ind. ) : – du wirst die Geheimnisse eines Mannes durchschauen.
Neid
Psychologisch:
Im Leben wie im Traum – eine innere Spannung, die aus der Empfindung resultiert, benachteiligt zu sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfinden: Unbehagen wird dich heimsuchen; man sollte materielle Werte nicht zu hoch einschätzen;
– andere um ihrer finanziellen Verhältnisse beneiden: man wird seine soziale Stellung verbessern;
– andere um ihr Aussehen beneiden: es ist eine Enttäuschung in der Lieb zu erwarten;
– selbst beneidet werden: man wird seine Ziele schnell erreichen.
(europ.) : – innere Spannungen zur Außenwelt ergeben ein unbefriedigendes Leben; bedeutet Kummer und Sorgen;
– jemanden beneiden: verheißt Schaden durch denselben;
– andere beneiden: man wird neue Freunde gewinnen;
– selbst beneidet werden: verkündet Bewunderung, die man im Geschäftlichen erreichen wird; auch: man
durch übertrieben besorgte Freunde Unannehmlichkeiten bekommen.

1006
(ind. ) : – hegen: nur mit aller Kraft wirst du vorwärts kommen;
– Neider haben: du bist edelsinnig.
Neigen
Volkstümlich:
(arab. ) : – (sich) du hast Vorteile zu erwarten.
Nein
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum „nein“ sagt und ihm dies besonders auffällt, dann kann dies auf einen wichtigen Schritt innerhalb
seines Wachstumsprozesses hinweisen. Er ist dazu in der Lage, gegen den Willen anderer Menschen Entscheidungen zu treffen, ohne das
Gefühl zu haben, dafür bestraft zu werden. Er kommt mit Zurückweisung zurecht und hat keine Angst mehr. Er ist fähig, auf seinen eigenen
Füßen zu stehen.
Psychologisch:
Das Recht, etwas abzulehnen, ist ein wichtiger Aspekt beim Treffen von Entscheidungen. Vielleicht hat der Träumende keinen richtigen
Grund für eine Ablehnung, außer daß er ganz einfach das Recht in Anspruch nehmen will, „nein“ zu sagen. In Beziehungen bedeutet dies,
daß der Träumende auf einer bestimmten Ebene weiß, was für ihn richtig ist und zu wem er im Traum „nein“ sagen darf.
Nektar
Volkstümlich:
(europ.) : – trinken: Ehre, Reichtum und langes Leben.
Nelken
Allgemein:
Wenn wir im Traum Nelken erhalten, verschenken oder sehen, kündigen sie meist Angenehmes an; das kann ein lieber Besuch sein, ein
vergnügliches Beisammensein oder eine unerwartete Wendung zum Besseren im Berufsleben. Nelke wird als Symbol der Freundschaft
gedeutet, wobei man je nach Begleitumständen folgende Bedeutungen erkennt:
– Blühende Nelke steht für gute Freundschaft, besonders wenn sie rot oder grün aussieht.
– Weiße Nelke deutet eine selbstlose Freundschaft an.
– Gelbe oder schwarze Nelke zeigt Probleme in der Freundschaft an.
– Welke Nelke verkündet, daß eine Freundschaft abkühlt.
Psychologisch:
Die in vielen Spielarten vorkommenden Gartenblumen sind die „Näglein“, die uns helfen, über etwas hinwegzukommen, das uns
möglicherweise den Schlaf raubte („mit Näglein besteckt, schlupf unter die Deck“). Auch Männer träumen des öfteren von Blumen, aber nur
selten aus ästhetischen Gründen. In der Traumsprache haben Nelken meist die Bedeutung von käuflichen Mädchen. Mag sein, daß sich der
Betreffende von einem Abenteuer mit einem käuflichen Mädchen die Erfüllung gewisser Wünsche erhofft, die er anderen Mädchen
gegenüber nicht zu äußern wagt. Nur „durch die Blume“ getraut er sich, solche Wünsche zu verwirklichen.
Spirituell:
Die Nelke war Symbol der Passion und ist auch häufig auf Madonnenbildern zu sehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – blühende für Verheiratete: deuten auf Überraschungen in der Familie;
– blühende für ledige: man wird einen guten Freund gewinnen oder ein vergnügliches Abenteuer erleben;
– daran riechen: es steht ein schöner finanzieller Gewinn ins Haus.
(europ.) : – sehen: deutet auf bleibendes Glück; fröhliche Zeiten und neue Kleider;
das Liebesleben entwickelt sich prächtig und auch beruflich hat man Chancen;
– blühende sehen: verheißt einen treuen Freund; die Farbe der Nelke zeigt den Charakter des Freundes an
grün: Heiterkeit und Optimismus; blau: große Offenheit; rot: sehr großes Temperament;
gelb: er wird mürrisch sein; schwarz: Verschlossenheit und Melancholie;
weiß: Selbstlosigkeit;
– pflücken: eine Freundschaft wird durch Unüberlegtheit in Gefahr gebracht;
– verkaufen: fröhliche Zeiten und neue Kleider;
– eine welke sehen: eine Freundschaft wird verblassen.
(ind. ) : – pflücken: Freude und Vergnügen erwartet dich;
– sehen: du wirst einen neuen Freund gewinnen.
(Siehe auch „Blumen“)
Neptun
Volkstümlich:
(Meeresgott)
(europ.) : – für Seeleute; von guter Bedeutung;
– für Landbewohner: warnt vor Wassergefahr.
(Planet)
(europ.) : – verheißt große Seereisen und verspricht ein hohes Alters;
– die Deutung ändert sich je nach den Nebenumständen und Bildern.
(Siehe auch „Götter“, „Himmelskörper“)
Nervosität
Psychologisch:
Umschreibt eine Ruhelosigkeit der Seele, die im Wachleben auf mangelnde Abwehrkräfte schließen lassen könnte. Oft hat nervöses Handeln
im Traum mit den (unbegründeten?) Aufregungen im Alltag zu tun, die uns Kopfschmerzen bereiten.
Volkstümlich:
(europ.) : – die Lösung eines Rätsels wird sich bald erweisen und einem großes Glück bringen.

1007
Nerz
Allgemein:
Nerz (Tier oder Mantel) kann übersteigertes Streben nach materiellem Besitz und Ansehen verkörpern. Sein Besitz und seine äußere
Erscheinung sind dem Träumenden eminent wichtig.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird es mit schlauen Gegnern aufnehmen müssen;
– tragen: zeigt starke sexuelle und materielle Wünsche an, sowie gewisse Geltungssucht von denen man sich trennen sollte;
– töten: es erfüllen sich manche Sehnsüchte;
– Hat eine junge Frau eine Schwäche für einen Nerzmantel, wird sie bei einem sehr eifersüchtigen Mann Liebe
und Geborgenheit finden.
Nesseln
Allgemein:
Nessel (Brennessel) weist auf Ärger und andere Schwierigkeiten hin.
Psychologisch:
Setzt man sich im Traum in die Nesseln, hat das die gleiche Bedeutung für das Wachleben, wie es der Volksmund andeutet. Man war so
unbesonnen, sich in Gefahr zu begeben, und muß nun versuchen, aus eigener Kraft wieder herauszukommen. Greift der Träumer in die
Nesseln, sollte er sich einmal einer Kontrolluntersuchung unterziehen, weil möglicherweise unterschwellig ein psychisches Leiden
angekündigt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: von verleumderischen Menschen verunglimpft werden;
– sich daran verbrennen: durch Betrug und Hinterlist zu leiden haben;
– sich hineinsetzen: mit einer schlimmen Nachricht rechnen müssen;
– berühren: man sollte sich vor einer schweren Krankheit in acht nehmen.
(europ.) : – sehen oder riechen: Gesundheit; Warnung vor übereilten Entschlüssen und Handlungen;
– sammeln: Wohlstand;
– durch Nesseln wandern ohne gestochen zu werden: verheißt Wohlstand;
– gestochen werden: man ist mit sich selbst unzufrieden und macht andere unglücklich;
– sich in die Nesseln setzen: ein Freund oder Liebespartner wird einem betrügen und durch Lügen viel Ärger bereiten;
– sich daran verbrennen: Verleumdung, Bosheit und Schaden durch falsche Menschen;
– Geht eine junge Frau durch Nesseln, werden Ihr verschiedene Männer einen Heiratsantrag machen.
Ihre Entscheidung wird sie mit ängstlichen Vorahnungen erfüllen.
(ind. ) : – pflücken: übereile dich nicht in deinen Handlungen, denn du könntest dir selbst schaden;
– sehen: sieh dir deine Mitmenschen besser an; du wirst eine unvorsichtige Äußerung machen;
– sich hineinsetzen: Verleumdung.
Nest
Assoziation: – Sicherheit; Behaglichkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben suche ich nach Schutz? Was tröstet mich? Was gibt mir ein Gefühl der Behaglichkeit?
Allgemein:
Ein Nest symbolisiert Schutz, eine häusliche Lebensweise und versinnbildlicht das Bedürfnis nach Geborgenheit und Familienglück, zum
Teil verbunden mit erotischen Wünschen. Vielleicht ist der Träumende emotional abhängig von den Menschen seiner Umgebung und hat
daher Angst, das „Nest zu verlassen“. Dabei kann man folgende Begleitumstände unterscheiden:
– Nest mit Eiern oder Jungen kündigt Familienglück an.
– Leeres Nest warnt vor familiären Problemen und Streitigkeiten, die zur Trennung führen können.
– Zerstörtes Nest kann den Zerfall der Familie androhen.
– Schwalbennest verspricht ein fröhliches Familienleben.
Psychologisch:
Das Nest kann im Traum ein Symbol für die Schutzbedürftigkeit und die Unsicherheit des Träumenden sein. Es steht aber auch für den
Wunsch nach Ehe und Familie. Wird in der Traumhandlung ein Nest gebaut, drückt sich darin die Sehnsucht nach Geborgenheit,
Gemütlichkeit und nach Mutterschaft aus. Wer im Traum ein Vogelnest findet, das bewohnt ist, kann auf ein glückliches Familienleben
hoffen oder einen eigenen Hausstand gründen. Wird ein Nest dagegen im Traum verlassen, ist dies ein Bild für den Wunsch nach
Unabhängigkeit und Selbständigkeit des Träumenden. Das leere Nest selbst deutet auf das Alleingelassensein hin. Ist das Nest zerstört, wird
uns ein geschätzter Mensch vielleicht den Rücken kehren. Zerstören wir selbst ein Nest, brechen wir mit allen Konventionen und versuchen,
uns von unserer bisherigen Umwelt zu trennen. Viele Frauen entwickeln vor der Geburt ihres Kindes einen Nestbauinstinkt. Im Traum kann
dies daher die Bereitschaft zu einer Schwangerschaft anzeigen oder aber das starke Bedürfnisse des Träumenden nach Geborgenheit.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert das Nest im Traum die Sicherheit im gewohnten Umfeld des Träumenden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (eines Vogels) sehen oder ausnehmen: deine Wünsche werden sich erfüllen.
(europ.) : – Konzentration auf einen bescheidenen Zukunftsbau;
– Vogelnester sehen: zeigt das Interesse an einem erfolgversprechenden Unternehmen;
– oder Nester sehen, auch mit Eiern und Jungen: deutet auf einen gesegneten Hausstand; verheißt Gründung
oder die Gestaltung eines glücklichen Hausstandes oder deutet auf Familienzuwachs hin;
– leeres: es wird mit deinem Geschäft bergab gehen; eine ersehnte Liebesverbindung kommt nicht zustande,
oder es entsteht häuslicher Unfriede, oder ein Familienmitglied verläßt das Haus, um seine eigenen Wege
zu gehen; Kummer wegen eines abwesenden Freundes;
– Gelege von Hühnern: weisen auf eine Vorliebe für häusliche Belange sowie fröhliche und gehorsame Kinder hin;
– ein Nest mit kaputten Eiern: gilt als Ausdruck für Enttäuschung und Mißerfolg;
– ein Schlangennest oder das Nest irgend eines gefährlichen Tieres: große Besorgnis; man wird es mit bösen Menschen
zu tun bekommen;
– ein Schwalbennest: Glück im Heim und vorteilhafte Geschäfte;
– mit zerbrochenen Eiern oder zerstörtes sehen: Kummer; bedeutet Liebeskummer oder häusliche Sorgen;
– selbst eines zerstören: man wird durch eigene Schuld Heim oder Heimat verlieren; handelt es sich um das
– Nest eines gefährlichen Tieres, wird man einer großen Gefahr bewußt oder unbewußt entgehen.
– Einer jungen Frau kündigt sich ein Wechsel des Wohnsitzes an.

1008
(ind. ) : – leeres: du wirst für längere Zeit von deinem Heim und Heimat abwesend sein;
– Schwalbennest: du wirst zu einer frohen Gesellschaft geladen;
– mit kleinen Vögeln, Schwalben: großer Gewinn;
– vom Baum nehmen: baldige Hochzeit;
– mit Eiern: schönes Familienleben mit vielen Kindern;
– ausnehmen: du bist im Begriff, ein großes Unrecht zu tun;
– einer Schlange: du wirst Böses erleben.
(Siehe auch „Vögel“, „Vogelnest“)
Netz
Assoziation: – Sicherheit; in der Falle sitzen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich zur Furchtlosigkeit bereit?
Allgemein:
In Träumen verweist ein Netz darauf, daß der Träumende sich in einem Schema oder einer Situation eingesperrt und gefangen fühlt: Er sitzt
in der Falle. Netz bedeutet auch, daß man eine Gefühlsbindung sucht, in der auch sexuelle Bedürfnisse erfüllt werden. Im Traum einer Frau
bedeutet das Netz, daß sie sich ihrer Verführungskraft bewußt ist; im Traum eines Mannes hingegen zeigt es, daß ihm seine Angst vor
Frauen bewußt wird. Ein Traum, in dem man in einem Netz gefangen wurde, beinhaltet eine Aussage über erotisches Fehlverhalten (das
Symbol steht in Verbindung mit weiblicher Macht).
Psychologisch:
Mit dem Traum von einem Netz greift der Träumende auf eines der elementarsten spirituellen Symbole zurück: Im Netz des Lebens haben
die göttlichen Mächte Schicksal und Zeit verwoben, um eine Realität zu erschaffen, in welcher der Mensch bestehen kann. Der Mensch ist
der Geist, der im Netz des Körpers gefangen ist. Das Netz kann im Traum als Bild für eine verfahrene Situation auftreten und steht dann im
Sinne von Falle. Meist wird mit diesem Traumsymbol jedoch die Sexualität ausgedrückt, die vom Träumenden als verführerisch, aber auch
bedrohlich empfunden wird. Er fürchtet wahrscheinlich um seine Unabhängigkeit. Wer mit einem Netz auf Fischfang geht, will auf
sexuellem Gebiet etwas erreichen; ob das viel oder wenig ist, wird das Fangergebnis zeigen. Ist man aber selbst in einem Netz gefangen,
möchte man vielleicht von jemandem gefangengenommen werden, den man liebt. Das Netz im Traum kann auch ein Hinweis auf ein vor
allem von Frauen geschaffenes Netzwerk der gegenseitigen Unterstützung sein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht das Netz im Traum für unbegrenzte Beziehung und für den kosmischen Plan. Es symbolisiert auch Enge,
Beklommenheit und Angst.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder in der Hand haben: in eine verwickelte Lage geraten;
– damit etwas fangen: geschäftliche Vorteile erlangen;
– darin hängen bleiben: du läßt dich zu einem Unrecht verleiten;
– auswerfen: du machst unsaubere Geschäfte;
– sich darin verstricken und nicht befreien können: du wirst dich verlieben;
– zerreißen: du wirst Feindeslist zerstören;
– stricken oder knüpfen: Freude;
– andere damit hantieren sehen: man sollte sich vor falschen Versprechungen hüten.
(europ.) : – sexuell zu verstehen: man sehnt sich danach, genommen zu werden (Frau) oder eine Bindung einzugehen (Mann);
– Fischernetz: zeigt viele kleine Freuden und Einnahmen an;
– ein zerrissenes Fischernetz: kündet von Enttäuschungen;
– ausgespannt sehen: verheißt Prüfungen und schwere Arbeit;
– selbst mit einem Fische fangen wollen: man möchte etwas erreichen, doch hofft man dabei mehr auf das Glück;
– sich in einem verwickeln: man hat sich zu etwas verleiten lassen und anderen damit Unrecht getan;
– In Frauenträumen symbolisiert das Netz oft den Wunsch, „ins Netz eines Mannes“ zu geraten.
(ind. ) : – damit fischen: mache keine unreellen Geschäfte;
– sehen: lasse dich nicht zu einem Unrecht verleiten.
(Siehe auch „Angeln“, „Fische“, „Masche“, „Spinne“)
Netzwerk
Assoziation: – Kommunikation; Vernetzung; Können.
Fragestellung: – Was möchte ich kontrollieren oder verstehen?
(Siehe auch „Computer“)
Neu
Allgemein:
Im Traum von etwas Neuem wird auf einen Neuanfang verwiesen, auf eine neue Art, die Dinge zu betrachten und mit Situationen
umzugehen, oder vielleicht auch auf eine neue Paarbeziehung. Neue Schuhe stehen für das Betreten eines neuen Weges und einen
verstärkten Bodenkontakt. Ein neuer Hut symbolisiert einen neuen gedanklichen Ansatz, während eine neue Brille für eine veränderte
Sehweise steht.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in seinem Traum etwas erneuert, drückt sich hierdurch das Potential in einer neuen Lernsituation aus. Der Träumende
ist angeregt und anfangs auch aufgeregt. Spiegelt der Traum einen realen Neubeginn wider, dann kann er die Ängste und Schwierigkeiten
des Träumenden in dieser Situation ausdrücken.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert das Neue Informationen, die den Träumenden zum richtigen Zeitpunkt erreichen, um weitere
Entwicklungsschritte zu ermöglichen. Was für den Träumenden neu ist, muß nicht grundsätzlich neu sein, aber es kann dennoch von großem
Einfluß auf ihn sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – gekleidet sein: bedeutet Zufriedenheit.

1009
Neubau
Allgemein:
Neuorientierung, eine neue Aufbauphase in Ihrem Leben wird nun aktuell.
Psychologisch:
Wer im Traum ein neues Haus baut oder bauen läßt, sollte im Wachleben etwas für sein seelisches und körperliches Wohlbefinden tun. Der
Neubau kann auch eine Schwächeperiode abschließen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder betreten: man sucht für sich selbst oder im Beruf neue Ansätze und Möglichkeiten,
diese lassen sich durch eine neue Lebenseinstellung gewinnen.
(Siehe auch „Haus“)
Neues Jahr (Siehe „Neujahr“)
Neugeborene
Volkstümlich:
(europ.) : – Glück und Freude im Geschäft und in der Familie.
(ind. ) : – sehen: häuslicher Frieden und Glück.
(Siehe auch „Baby“, „Gebären“)
Neugierig
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: du mischst dich zu viel in fremde Angelegenheiten,
– wodurch du deine Ehre aufs Spiel setzt.
(europ.) : – sein: bedeutet Mißachtung gegenüber Menschen.
(ind. ) : – Neugier hegen: falsche Nachricht.
Neuigkeiten
Volkstümlich:
(arab. ) : – erfahren: ein Brief aus weiter Ferne.
(europ.) : – erfahren oder weitererzählen: warnt immer vor Übertreibungen, Übereilungen
und zu raschem Handeln; ein Brief aus der Ferne wird ankommen.
(ind. ) : – erfahren: sei gewarnt vor Übereilung.
Neujahr
Allgemein:
Der Traum vom Neujahr signalisiert für den Träumenden, daß er noch einmal von vorn beginnen soll. Es kann auch das Messen der Zeit auf
akzeptable Weise darstellen oder eine Zeit symbolisieren, in der etwas Bestimmtes geschieht.
Psychologisch:
Der Träumende muß die Anstrengung erkennen, die nötig ist, wenn er Erneuerung oder neues Wachstum schaffen möchte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Neujahrstag mit seinen Feierlichkeiten Erleuchtung oder neu gewonnenes Wissen symbolisieren. Der
Träumende befindet sich nicht mehr in den Tiefen der Dunkelheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – fröhlich, übermütig erleben: das Jahr wird voraussichtlich noch viel Kummer und Sorgen bringen;
– still, ernst oder nachdenklich erleben: bringt viel Freude und Segen im Laufe des Jahres;
– traurig erleben: ein lange gehegter Wunsch wird im Laufe des Jahres in Erfüllung gehen.
Neumond
Medizinrad:
Schlüsselworte: Vorbereitung auf die Überprüfung des Weiblichen; Nachsinnen über die Schattenseite des Seins; Wandel; Widerstand gegen
Veränderung; Angst vor dem Chaos; Angst vor dem Weiblichen.
Beschreibung: Neumond ist die Zeit, in der der Mond sein Antlitz am Nachthimmel ganz und gar verhüllt. Vom Nachthimmel träumen, in
dem das Licht des Mondes nicht sichtbar, seine Anwesenheit jedoch spürbar ist, heißt, einen Traum vom Neumond zu haben.
Allgemeine Bedeutung: Die Angst vor deiner weiblichen Natur untersuchen; die Angst vor der Leere oder dem Chaos erforschen.
Assoziation: Neuer Mond, neuer Anfang, neuer Monat.
Transzendente Bedeutung: Gabe des Mutes, mit der du das untersuchst, dem du bisher aus dem Weg gegangen bist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – falsche Freunde täuschen dich.
(ind. ) : – sehen: man wird dich täuschen.
(Siehe auch „Dreizehnter Mond“, „Halbmond“, „Menstruation“, „Mond“, „Mondsichel“, „Vollmond“)
Neun
Assoziation: – verborgener Segen; Vollendung; Mitgefühl.
Fragestellung: – Was wird mir offenbart?
Allgemein:
Neun ist eine Zahl, die eine große mythische Bedeutung hat und in vielen Religionen die heilige Zahl ist. Neun symbolisiert als Mondzahl
den Bereich der Phantasie und Träume. Sie besitzt aber auch einen Doppelsinn: In der Zahl „neun“ liegt das Wort „neu“, was möglicherweise
als Ab- und Aufbruch gedeutet werden kann.
Psychologisch:
Die Neun kann aus drei mal drei errechnet werden und versinnbildlicht so eine potenzierte seelische Kraft. Die Neun hat in der
Zahlensymbolik – wie alle anderen ungeraden Zahlen auch – einen männlichen Aspekt. Die Schwangerschaft der Frau dauert im Regelfall
neun Monate, deshalb ist die Neun auch ein Bild für eine Neugeburt im wörtlichen wie auch im übertragenen geistigen Sinn. Diese Zahl
drückt die vollkommene Harmonie aus (drei mal drei!), das Streben nach absoluter Wahrheit, aber auch die seelisch-geistige Aktivität im
Wachleben.

1010
Spirituell:
In der Magie und Mythologie ist sie die unheimliche Zahl.
Volkstümlich:
(arab. ) : – diese Zahl sehen oder mit ihr rechnen: nimm ein Lotterielos und du wirst damit Glück haben;
auch: Glückszeichen in Hinblick auf den Abschluß eines Geschäftes mit beträchtlichen Gewinnaussichten;
oder gar eines ganzen Lebensabschnittes.
(europ.) : – bei Frauen ist es der Wunsch nach einem Kind, bei Männern zur Gründung einer Familie;
– als Zahl sehen: man hat in nächster Zeit Glück mit allen Dingen, in denen eine Neun enthalten
ist oder eine Rolle spielt.
(ind. ) : – (Zahl) sehen: gute Vorbedeutung für einen Gewinn.
(Siehe auch „Zahlen“)
Nichte
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder mit ihr sprechen: du wirst eine Neuigkeit erfahren.
(europ.) : – gegenseitige Zuneigung und Hilfe zwischen Ihnen und Ihren Angehörigen;
– Träumt eine Frau von ihrer Nichte, stehen ihr in naher Zukunft unerwartete Schicksalsschläge und viele unnötige Sorgen bevor.
Nichtschwimmer
Psychologisch:
Ein Alptraum ist es, wenn man als Nichtschwimmer ins Wasser geworfen wird und panische Angst hat, zu ertrinken. Was dieser Traum
symbolisch darstellt, ist ebenfalls eine Situation, in der man sich zeitweise hilflos fühlt und „nach Luft ringt“: Sie sind einer emotionalen
Bindung nicht gewachsen, fühlen sich von diesen übermächtigen „Gefühlswogen“ überfordert und wollen „dagegen anschwimmen“, um
wieder „festen Boden unter den Füßen“ zu haben. Aber man läßt Sie nicht ans Ufer: Der Partner wehrt sich verzweifelt dagegen, daß Sie sich
„aus seinem Gewässer“ (seinem Gefühlsbereich und Einfluß) „freischwimmen“ könnten. Vor allem, wenn sich solche „atemberaubenden“
Träume wiederholen, wird es Zeit für eine (entscheidende) Aussprache.
(Siehe auch „Schwimmen“)
Nickel
Allgemein:
Ein Metall, das Haltbarkeit und „feste Prinzipien“ symbolisiert und darauf hinweist, daß Nickel allergische Reaktionen auslösen kann.
Vielleicht ist der Träumende ja gegen allzu große Prinzipienstrenge „allergisch“?
Volkstümlich:
(arab. ) : – Achtung und Ansehen.
Nickelgeschirr
Volkstümlich:
(arab. ) : – großer Gewinn.
Nickelmünzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: einen geringen Verdienst bekommen.
(europ.) : – verheißen primitivste Arbeit.
(Siehe auch „Münzen“)
Nicken
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden zunicken: durch Aufmerksamkeit wirst du Vorteile erlangen.
Nickerchen
Assoziation: – Entspannung und Ruhe; Wohlbehagen.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir braucht mehr Ruhe?
(Siehe auch „Schlafen“)
Niederer Adel
Volkstümlich:
(europ.) : – für ein Landmädchen: Veränderung der Umgebung; sie wird in Kürze in einer großen Stadt arbeiten.
Niederfallen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst einen Entschluß ändern müssen.
(europ.) : – oder niederstürzen: ermahnt zur Vorsicht.
Niedergeschlagenheit
Volkstümlich:
(europ.) : – einem befallend und die Tatkraft lähmend: es kommt höchstwahrscheinlich eine Katastrophe auf einem zu;
– andere niedergeschlagen sehen: es steht Böses bevor.
Niederknien
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst unter den Pantoffel kommen.
(ind. ) : – vor jemandem: du wirst deine Freiheit verlieren.

1011
Niederkunft
Allgemein:
Niederkunft kann den Wunsch nach einem Kind zum Ausdruck bringen. Im übertragenem Sinn steht sie für eine Veränderung der
Persön lichkeit und des Lebens, die sich eben erst anbahnt.
Psychologisch:
Bei Frau und Mann umschreibt sie das Erfassen neuer Ideen, die sich in Kürze verwirklichen lassen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – reicher Segen in der Familie.
(europ.) : – Wunschtraum, der anzeigt, daß man sein Ziel erreichen wird;
– deutet auf Freude und Glück bei allem Tun und Treiben; Geburt eines schönen Kindes;
– eine eigene glückliche erleben: ein gestecktes Ziel wird man glücklich erreichen;
– eine unglückliche erleben: eine schöne verlorengeglaubte Sache wird, wenn auch unter Schwierigkeiten,
zu einem guten Ende führen;
– einer glücklichen fremden beiwohnen: deutet auf Erfolge im Freundes- oder Bekanntenkreis hin,
von denen man selbst Nutzen hat;
– einer fremden mit unglücklichem Ausgang beiwohnen: Erfolge bleiben aus;
– einer ledigen Frau verheißt es unseligen Abstieg von Ehrbarkeit zu Armut und Erniedrigung.
(Siehe auch „Entbindung“, „Geburt“)
Niederlage
Allgemein:
Niederlage warnt davor, sich auf eine unsichere, riskante Angelegenheit einzulassen.
Psychologisch:
Wer im Traum eine zu verkraften hat, arbeitet häufig eine ähnliche Situation aus der letzteren Zeit auf – und kann sich durch die geträumte
Wiederholung noch einmal damit auseinandersetzen, um den Vorfall nun endgültig „zu verschmerzen“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erleiden: du wirst aus eigenem Antrieb Gutes tun.
(ind. ) : – erleiden: begeistere dich nicht zu viel für eine faule Sache.
(Siehe auch „Kampf“, „Krieg“)
Niederlegen
Volkstümlich:
(europ.) : – Rät zur Arbeit und Tätigkeit, um das Begonnene möglichst rasch fertigzustellen, wodurch ein Erfolg gesichert erscheint.
Niederschlagen
Psychologisch:
Es kommt darauf an, wer niedergeschlagen wird. In diesem Fall deutet es aber auf Haßgefühle hin, die man im Wachleben hegt oder
derentwegen wir niedergeschlagen sind. Man sollte sie ergründen, um sie beseitigen zu können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden: Streit mit einflußreichen Personen.
(europ.) : – in einem Streit jemanden niederschlagen: verkündet Nachteil und Kosten, rät also zur Besonnenheit und Nachgiebigkeit.
(ind. ) : – jemanden: du wirst Streit mit deinen Vorgesetzten bekommen.
Niederstechen
Allgemein:
Wird der Träumende in seinem Traum niedergestochen, ist dies ein Hinweis auf seine Verletzlichkeit. Sticht er selbst eine andere Person
nieder, ist er darauf vorbereitet, verletzt zu werden. Da eine Stichwunde mit einem Akt des Eindringens verbunden ist, besteht ein
Zusammenhang mit aggressiver männlicher Sexualität, aber auch mit der Gabe, auf den Punkt kommen zu können.
Psychologisch:
Manchmal kann ein Stich eine rasche Methode darstellen, um zu einem Ergebnis zu kommen. Wenn der Träumende nicht auf einen
Menschen, sondern auf einen Gegenstand einsticht, dann ist dies ein Hinweis, daß er irgendeine Schale oder Barriere durchbrechen will.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Niederstechen im Traum den Kampf des Träumenden gegen seinen „inneren Schweinehund“.
(Siehe auch „Messer“)
Niedriger (Siehe „Positionen“)
Nieren
Artemidoros:
Die Nieren stehen für die Brüder, nahe Verwandten, und außerdem noch Namensvettern und die Kinder.
Psychologisch:
Träumt man von Nieren, kann dies eine tatsächliche Krankheit hervorgerufen haben. Als Symbol stehen sie allerdings für
Verarbeitungsvorgänge im Träumenden. Es kann sein, daß der Träumende Schwierigkeiten mit der Verwirklichung seiner selbst hat, oder die
Nieren weisen auf die Probleme bei der Befriedigung seiner Bedürfnisse und Wünsche hin.
Volkstümlich:
(europ.) : – oder Nierensuppe: gilt für gute Gesundheit durch soliden Lebenswandel;
eine offizielle Person wird Widerwillen wegen einer heimlichen Liebesaffäre erregen;
– von den eigenen träumen: es drohen ernste Erkrankungen oder Probleme in der Ehe;
– erkrankte haben: man spielt eine Rolle in einer bösen Intrige;
– nicht funktionierende haben: man wird durch ein Ereignis Schaden nehmen.
(ind. ) : – sehen: gute Gesundheit;
– essen: du mußt aus Gesundheitsgründen mäßig sein;
– schneiden: Feindseligkeit.
(Siehe auch „Durst“, „Eingeweide“, „Körper“)

1012
Niesen
Allgemein:
Niesen kann manchmal gute Gesundheit anzeigen. Häufig kommt darin der Wunsch zum Vorschein, sich spontan von Problemen und
anderen persönlichen Schwierigkeiten zu befreien; in diesem Fall ist das Niesen positiv zu verstehen, wenn man davon nicht aufwacht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst: deutet auf Wohlbefinden;
– einen anderen sehen oder hören: zu geselligem Verkehr aufgefordert werden.
(europ.) : – ist ein günstiges Zeichen; Planungen sind vom Glück begleitet;
– selbst niesen: wegen vorschneller Nachrichten wird man die Pläne ändern;
auch: eine Bestätigung dessen, was man für zweifelhaft und fragwürdig hielt;
– andere niesen sehen oder hören: die Besuche von Leuten gehen einem auf die Nerven.
(ind. ) : – dauerhafte Gesundheit.
Nießwurz
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: du wirst verwöhnt.
Niete (Lotterie)
Allgemein:
Niete in der Lotterie warnt nach altindischer Traumdeutung vor Verschwendung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in der Lotterie: verheißt einen Gewinn.
(europ.) : – in der Lotterie: verheißt einen Gewinn.
(ind. ) : – in der Lotterie: du neigst zu Verschwendung.
Nieten
Allgemein:
Niet (Verbindungsstift) wird ähnlich wie Nagel verstanden, symbolisiert aber eine feste Bindung.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet eine Reise über die Straße oder Schiene.
(ind. ) : – sei kein Verschwender.
(Siehe auch „Nagel“)
Nikolaus
Assoziation: – Glauben; Wünsche; erfüllt bekommen.
Fragestellung: – Was glaube ich, mir zu wünschen?
Nil
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Reisen, Funde und Ansehen.
(Siehe auch „Fluß“)
Nilpferd
Assoziation: – große Stärke; verdeckte Gefahr; Größe.
Fragestellung: – Wie verstecke ich meine Kräfte?
Allgemein:
Durch ein Nilpferd im Traum verkörpert man durch das äußere Erscheinungsbild und Auftreten eine gewisse Autorität, doch im Inneren steht
man auf recht unsicheren Beinen.
Psychologisch:
Das schwerfällige Tier ist Symbolgestalt für „plumpe Triebe“ und entwicklungsbedürftige Kräfte – auch für das „verschlingende
Unbewußte“. Nach C.G. Jung bedeutet ein Nilpferd im Traum oft das „innere Ungeheuer“, das Böse, das den Träumenden verschlingen will.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein unerwartetes Ereignis.
(Siehe auch „Tiere“)
Nippsachen
(Kleine Zierfiguren für Vitrinen.)
Volkstümlich:
(europ.) : – kaufen: du hast Herzenskummer;
– sehen: Geldverluste.
Nische
Allgemein:
Jeder Mensch hat das Bedürfnis, sich irgendwo zu Hause zu fühlen. Im Traum kann man diesen Ort, diese Nische manchmal finden. Da die
Nische in enger Verbindung mit dem kindlichen Schutzbedürfnis steht, drückt sie das vorhandene oder fehlende Sicherheitsempfinden des
Träumenden aus. Nische kann eine heimliche Liebesbeziehung anzeigen; sitzt man in einer Nische, deutet das auf bevorstehendes Eheglück.
Psychologisch:
In neuen Situationen hat der Mensch das Bedürfnis, die Welt zu verstehen, die er gerade betritt. Häufig eröffnen Traumszenarios dem
Träumenden Chancen, weil sie ihm zeigen, wohin er gehört, welche Nische für ihn die Richtige ist. Der Träumende muß nicht nur den Raum
finden, in dem er zu Hause ist, sondern er muß auch wissen, welche äußeren Faktoren ihn unterstützen und welche ihn behindern. Sie weist
außerdem immer auf Heimlichkeiten hin, die uns im Wachleben übelgenommen werden könnten.
Spirituell:
In religiösen Vorstellungen ist die Nische geweiht, damit sie ein geeigneter Ort für das Göttliche ist. Sie symbolisiert das Heilige und darüber
hinaus besondere Mächte, die zu der jeweiligen Gottheit gehören.

1013
Volkstümlich:
(arab. ) : – in einer Wand oder Mauer sehen: deine Erwartungen können nicht erfüllt werden.
(europ.) : – in einer stehen oder sitzen oder eine solche aufsuchen: deutet auf eine heimliche Liebesgeschichte oder Liebhaberei hin.
(ind. ) : – in einer sitzen: Glück mit den Kindern und in der Ehe;
– darin stehen: Liebesfreuden;
– sehen: man lauert dir auf.
(Siehe auch „Grotte“, „Höhle“)
Nisse
Volkstümlich:
(arab. ) : – (von Läusen): viele kleine Ärgernisse.
Nixe
Assoziation: – emotionaler Teil der Identität.
Fragestellung: – Was möchte ich spüren?
Allgemein:
Traditionell gehören Nixe und Wassergeister zum Meer, obwohl sie auch an Land existieren können. Die beiden Fabelwesen symbolisieren
die Fähigkeit, zugleich stark emotional als auch praktisch veranlagt zu sein. Ein Mensch, der sich auf einen der beiden Bereiche beschränkt,
kann nicht zur Ganzheitlichkeit finden. Nixe steht für Verführung und Sinnlichkeit, das Bedürfnis nach einer starken vollkommenen
erotischen Liebesbeziehung.
Psychologisch:
Nixen und Wassergeister repräsentieren die Verbindung zwischen dunklen Kräften, die der Träumende nicht unbedingt versteht, und dem
bewußten Selbst. Es gibt viele Geschichten über Menschen, die versuchen, mit diesen Meeresgeschöpfen Beziehungen einzugehen. Die
meisten enden damit, daß die eine oder andere Seite verletzt oder verzweifelt ist. Die Nixe wird in Märchen als Frau mit Fischschwanz
dargestellt. Im Traum ist sie ein Symbol für die gefühlskalte weibliche Sexualität. Sie kann ein Hinweis auf Frigidität sein oder auf die noch
unentwickelte sexuelle Reife.
Spirituell:
In jedem Menschen muß eine Interaktion zwischen Emotionalen und Spirituellem stattfindet, sonst kann es keine Ganzheitlichkeit geben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Wassernymphen) sehen: unerfreuliche Dinge werden dich beunruhigen;
auch: Gefahr vom anderen Geschlecht; familiärer Verdruß aufgrund von Untreue ist möglich.
(europ.) : – ein unglücklicher Traum für alle jene, in deren Leben das Meer eine wichtige Rolle spielt;
– für Männer: man sollte vorsichtig sein; man wird von einer weiblichen Bekannten verführt werden,
doch das könnte gefährlich werden.
(ind. ) : – im Wasser: hüte dich vor den verführerischen Frauen;
– singen hören: du wirst aus weiter Ferne eine langersehnte Botschaft erhalten.
(Siehe auch „Geister“, „Kobold“, „Najaden“, „Nymphe“)
Nobilität
Volkstümlich:
(europ.) : – ein schlechtes Omen, wenn man sich im Traum mit gesellschaftlich höhergestellten Menschen abgibt.
Nomaden
Volkstümlich:
(europ.) : – umherziehende: warnen vor Sorglosigkeit.
Nonne
Assoziation: – Rückzug; spirituelles Leben.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir muß sich von den Anforderungen des Lebens zurückziehen?
Allgemein:
Nonne kann ähnlich wie Mönch verstanden werden; allgemein symbolisiert sie geistige Erfahrungen, die man nutzen sollte.
Psychologisch:
Ähnliche Bedeutung wie Mönch (siehe dort), nur mit weiblichem Vorzeichen. Wer von Nonnen träumt, muß noch lange kein Heiliger sein.
Im Gegenteil: Wenn Männer von Nonnen träumen, dann widerstreiten sich in den Tiefen ihres Trieb- und Gefühlsleben meist dunkle
Regungen. Was dem Träumer wahrscheinlich fehlt, ist der Mut zur Selbsterkenntnis. Aber auf die Dauer wird das Verschleiern (Nonnen
tragen Schleier) verschiedener unbewußter Regungen nicht mehr möglich sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: einsam und verlassen leben müssen; hüte dich vor Falschheit;
– mit ihr reden: du wirst dein Gelübde nicht halten; Treulosigkeit der Geliebten;
– singen hören: fromme Gefühle und Stimmungen werden dich beseelen;
– selbst sein: ein unvorhergesehenes Ereignis steht bevor, das beträchtlichen Schaden
im familiären Bereich zur Folge haben wird.
(europ.) : – warnt vor Frömmelei, verkündet auch eine Änderung der eigenen Verhältnisse; Vorsicht vor Übertreibungen!
– eine sehen: Warnung vor der Scheinheiligkeit anderer;
– mit einer verkehren: bedeutet einen Berufswechsel oder allgemein eine Veränderung der derzeitigen Verhältnisse;
– selbst Nonne sein oder werden: bedeutet eine glückliche Ehe oder bessere, sorgenlosere Zeiten;
tröstlicher Hinweis auf kommende Besserung; verspricht insbesondere eine glückliche Ehe oder Häuslichkeit;
– eine tote Nonne: weist auf Verzweiflung über Untreue der Lieben sowie verlorenes Vermögen hin;
– für einen religiösen Mann: materielle Annehmlichkeiten werden mit seinem Glauben in Konflikt geraten;
er sollte sich gut unter Kontrolle halten;
– Sieht eine Frau Nonnen, wird ihr Witwenschaft oder die Trennung vom Geliebten vorausgesagt.
Ist sie selbst Nonne, dann wird sich Unzufriedenheit mit ihrer derzeitigen Umgebung einstellen.
– Wenn eine Frau den Orden verläßt, so wird ihre Sehnsucht nach irdischen Freuden mit ihren gewählten Pflichten
in Konflikt geraten.

1014
(ind. ) : – du kannst damit rechnen, daß in der nächsten Zeit sich alles in deinem Heim bessern wird;
– sehen oder sprechen: du wirst deinen Stand ändern;
– singen hören: du kannst keine Herzensruhe finden;
– werden: du wirst unverheiratet bleiben.
Nonnenkloster
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sich darin befinden: in eine traurige Gemütsstimmung verfallen.
(europ.) : – eine Verlobung, der bald darauf eine glückliche, jedoch nicht reiche Heirat folgt.
(ind. ) : – du hast eine heimliche glückliche Liebe.
(Siehe auch „Kloster“)
Nordamerikanischer Beifuß
Medizinrad:
Schlüsselworte: Buschig; wild; die Erde heilend; Rauch; Freisetzung von Negativem; transformierend; tief reinigend; stark; verwurzelt;
Shawn odese, südlicher Hüter des Geistes.
Beschreibung: Der Nordamerikanische Beifuß (Artemisia tridentata) wird mit dem Süden und mit Shawnodese, dem südlichen Hüter des
Geistes, assoziiert. Wie das Küchenkraut Beifuß ist diese Pflanze ein Mitglied der Gattung Artemisia und nicht mit dem Salbei (Salvia
officinalis) verwandt, mit dem Nordamerikanischer Beifuß oft verwechselt wird, der jedoch der Gattung Saluia angehört.
Nordamerikanischer Beifuß wächst als Busch, wild in trockenem Klima und in Wüstengebieten. Dort hilft er der Erde, indem er ein wenig
Feuchtigkeit im Boden festhält. Nordamerikanischer Beifuß zählt neben Mariengras zu jenen Substanzen, die Sun Bear für das Smudging
empfohlen hat. Es heißt, daß er die Fähigkeit hat, dem Menschen die Transformation von Negativität zu ermöglichen.
Allgemeine Bedeutung: Der Wunsch, negative Vorstellungen, Angewohnheiten oder Gedankenmuster loszulassen; Begrenzungen aufgeben.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Nordamerikanischer Beifuß im Traum schützt oft vor negativen Energien oder Geistern, die deiner Entwicklung
nicht förderlich sein könnten.
Norden
Assoziation: – Tod und Transformation; Mühsal.
Fragestellung: – Was möchte ich um jeden Preis beenden?
Allgemein:
Norden deutet geistige Stagnation, „erfroren e“ Gefühle und oft auch Depressionen an, die man aber überwinden wird.
Psychologisch:
Auf der Landkarte ist Norden immer „oben“ – ein Symbol für den Kopf, den „geistigen Bereich“. Auch für das Kühle und Klare – und für
Distanzbedürfnis.
(Siehe auch „Himmelsrichtungen“, „Positionen“)
Nordlandreise
Volkstümlich:
(europ.) : – machen: aufregende und aufreibende Verhältnisse belasten den Träumer; es herrscht eine drückende und schwüle
Lebensatmosphäre; auch: schwieriger Weg bergan ist gekennzeichnet, an dessen Ende ein großer Erfolg steht.
Nordlicht
Allgemein:
Nordlicht kündigt eine unerwartete freudige Nachricht an.
Psychologisch:
Die nur in Nordeuropa zu sehende den Nachthimmel überziehende Naturerscheinung soll wohl den Träumer auf sein etwas flatterhaftes
Wesen aufmerksam machen, in dem Licht- mit Schattenseiten wechseln.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: keine erfreulichen Aussichten haben.
(europ.) : – unverhoffte und gute Nachrichten sowie unvorhergesehene Freuden.
(ind. ) : – sehen: durch eine unerwartete Nachricht hast du viel Freude.
Nordpol
Assoziation: – Ort der Transformation; Ende einer Reise.
Fragestellung: – Was ist für mich abgeschlossen, vollendet?
Allgemein:
Nordpol warnt vor Selbstüberschätzung und zu hohen Zielen, die man aus eigener Kraft nicht erreichen kann.
Psychologisch:
Der Nordpol ist Symbol eines ehrgeizigen Zieles, daß nur unter Aufbietung aller Ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen erreicht werden
kann. Der Traum drückt Motivation und hohe Ansprüche aus, kann aber auch auf einen ungesunden Fanatismus aufmerksam machen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: warnt vor Extremen und davor, seine Kräfte in einer Sache zu überschätzen;
– aufsuchen wollen: man steht vor einer Aufgabe, welche die eigenen Kräfte übersteigt;
– sich auf ihm befinden: in einer Sache, die einem viel Kopfzerbrechen bereitet, wird man eine Lösung finden.
Nordstern
Allgemein:
Nordstern umfaßt die Prinzipien, an denen man das Leben und die Ziele orientiert; ist er umwölkt, muß man mit Problemen rechnen.
Nörgelei
Volkstümlich:
(europ.) : -angemeckert werden: man wird der Empfänger angenehmer Nachrichten sein; man soll vorsichtig sein, wem man vertraut.

1015
Norne
Volkstümlich:
(europ.) : – (eine germanische Göttin) sehen: dein Schicksal wird eine große Wendung erfahren.
Not
Allgemein:
Not (Notlage) kann übertriebene Sparsamkeit aus Angst vor Verarmung anzeigen. Manchmal warnt sie bei entsprechenden
Lebensumständen tatsächlich vor einer Notlage.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich darin befinden: deine Verhältnisse erfahren eine Besserung.
(europ.) : – man ist unruhig und hofft, daß Dritte einem zum Ziel verhelfen;
– sich darin befinden: ist ein Zeichen von Hilfe in der Not, Rat und Beistand; ein glückliches Ereignis steht vor der Tür;
– leiden: Freude.
– Elend beobachten: man wird lieblos behandelt werden;
– andere in Not sehen und ihnen helfen wollen: man wird eine wertvolle Hilfe erhalten;
– der Not anderer gegenüber gleichgültig sein: es droht ein schwerer Schicksalsschlag.
Notar
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder mit ihm verkehren: du kannst leicht in einen bösen Prozeß verwickelt werden.
(europ.) : – in seinem Büro beschäftigt sehen: bedeutet eine Erbschaft; kündet ein wichtiges Familienereignis an;
– allgemein sehen: Vorzeichen für unerfüllte Wünsche und Prozesse; bevorstehende Amtsgeschäfte;
– Ist eine Frau mit einem Notar befreundet, wird sie ihren Ruf leichtsinnig aufs Spiel setzen.
(ind. ) : – mit ihm sprechen: du wirst eine Erbschaft machen.
Notarzt
Psychologisch:
Warntraum! Oft mit Sirenengeheul erfolgt ein Krankentransport. Für irgend etwas in der Seele tut höchste Eile und Hilfe not.
(Siehe auch „Arzt“)
Notdurft
Artemidoros:
Es träumte einer, er verrichte seine Notdurft in ein Kornmaß. (Eine Choinix (Kornmaß) ist ein Trockenmaß, besonders für Korn, etwas über
ein Liter. Sie war die Tagesration eines Mannes.) Er wurde überführt, sich mit seiner Schwester eingelassen zu haben; denn das Kornmaß ist
ein Maß, das Maß aber gleicht dem Gesetz. Er hatte also gewissermaßen das Gesetz übertreten, indem er das, was bei den Griechen
allgemein als Recht und Sitte gilt, mißachtete.
Volkstümlich:
(arab. ) : – verrichten: du gehst dem Erfolg entgegen.
(europ.) : – verrichten: man wird erfolgreich sein;
– Notdurft verrichten sehen: bringt eine unanständige und gemeine Bekanntschaft ein.
(ind. ) : – verrichten: achte auf deine Ehre und dein Ansehen.
(Siehe „Kot“, „Menschenkot“, „Abort“, „Toilette“)
Noten
(Musiknoten, Schulnoten)
Allgemein:
Musiknoten sind das Sinnbild für das Streben nach Harmonie.
Psychologisch:
Wer im Traum Musiknoten liest, beweist im Wachleben meist große Willensstärke. Bei Noten in Schulzeugnissen achte man auf die Zahl
und sehe dort nach. Oft sind solche Noten eine Erinnerung an die Schulzeit und können nun Anwendung auf einen augenblicklich zu
lösenden Fall finden.
Volkstümlich:
(europ.) : – Musiknoten sehen: verheißt eine langweilige Gesellschaft; deutet auf falsche Freunde hin;
– Musiknoten lesen: man wird sich einer abgebrochenen Beziehung wieder erinnern;
– Musiknoten selbst schreiben: man wird seine ganze Konzentration auf eine ganz bestimmte wichtige Aufgabe lenken müssen;
– gute Schulnoten bekommen: eine große Hoffnung wird sich erfüllen;
– schlechte Schulnoten bekommen: man sollte bedenken, daß man im Leben nur durch Fleiß und Eifer weiterkommen kann.
(ind. ) : – sehen: eine Hoffnung wird sich erfüllen;
– danach singen oder spielen: du wirst etwas sehr Freudiges erleben;
– schreiben: man hat falsche Freunde.
(Siehe auch „Musik“, „Prüfung“ und einzelne Zahlen)
Notieren
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Vorsicht und Interesse bei geschäftlichen Angelegenheiten.
Notizbuch
Allgemein:
Notizbuch fordert auf, gegen Vergeßlichkeit und Unordentlichkeit anzugehen.
Psychologisch:
Gedanken, die man seinem Notizbuch anvertraut, sind meist nicht für die Augen anderer bestimmt. Hüten Sie sich vor übertriebener
Heimlichtuerei und überprüfen Sie Ihre Gedanken und Ideen statt dessen im Gespräch mit anderen Menschen.

1016
Volkstümlich:
(europ.) : – verlieren: du gibst Geheimnisse preis;
– finden: Wohlstand;
– sehen: deutet auf Unordentlichkeit hin;
– in einem lesen: es wird einem bald etwas wichtiges einfallen, daß man schon vergessen hatte;
– darin schreiben wollen, aber es nicht tun: du wirst etwas Wichtiges vergessen;
– in einem schreiben: jemand wird einer Verpflichtung einem selbst gegenüber nachkommen,
an die man nicht mehr gedacht hat;
– in einem blättern: man wird an etwas Unangenehmes erinnert werden;
– verlieren oder nicht finden können, oder eine Notiz nicht im Notizbuch finden: zeigt einen Verlust
durch eigene Vergeßlichkeit an;
auch: ein bislang gehütetes Geheimnis wird ganz plötzlich herauskommen;
(ind. ) : – verlieren: sei nicht so vergeßlich, du wirst sonst einen Schaden erleiden.
Notizen
Psychologisch:
Das Unbewußte mahnt den Träumer mit den Notizen, die er oder ein anderer aufschreibt, von einem bestimmten Menschen mehr Notiz zu
nehmen. Oft weisen sie auch auf die Gründlichkeit hin, mit der man im Alltag alles überdecken sollte. Kann man sich an das erinnern, was
man im Traum notiert hat, sollte man auf jeden Fall die entsprechenden Symbole zur Deutung heranziehen.
(Siehe auch „Zettel“)
November
(Monat)
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet eine Zeit mit mäßigem Erfolg in sämtlichen Bereichen.
Novize(in) (Siehe „Mönch“, „Nonne“)
Nudeln
Allgemein:
Nudeln tauchen körperbedingt bei Hunger auf oder bringen sexuelle Bedürfnisse zum Ausdruck.
Psychologisch:
Symbole für geistige Nahrung, die uns im Wachleben fehlt, um uns durchsetzen zu können. Sie weisen auf eine Mangelerscheinung hin, die
wir aufspüren sollten, damit wir etwas dagegen unternehmen können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: Ekel und Übelkeit werden dich plagen; hüte dich vor zu vielem Essen;
– sehen: geordnetes Leben;
– machen: unangenehmer Besuch.
(europ.) : – kann ein Mangeltraum sein oder aber auch sexuelle Bedeutung haben;
auch: man hat wahrscheinlich unerfüllbare Wünsche; Vorsicht!
– sehen: man wird durch jemanden oder durch etwas gelangweilt werden;
– kaufen oder zubereiten: bringt einen langweiligen Besuch ins Haus;
– essen: man muß selbst einen unangenehmen, langweiligen Besuch machen.
(ind. ) : – machen: man wird dir zur rechten Zeit helfen.
(Siehe auch „Makkaroni“)
Nugget
Allgemein:
Ein Nugget ist ein Goldklumpen, und daher symbolisiert er den zentralen guten Kern in einer Situation. Im Traum begegnet der Träumende
vielleicht dem Bruchstück einer Information, welches durch ein Nugget dargestellt wird.
Psychologisch:
Gold im Traum stellt häufig Männlichkeit und Silber Weiblichkeit dar. Wenn der Träumende in seinem Traum auf Silber oder Gold stößt,
bedeutet dies, daß er einen Teil seiner selbst gefunden hat, von dessen Existenz er nichts ahnte. Dieser Persönlichkeitsanteil befindet sich
vielleicht noch im Rohzustand, aber mit ein wenig Aufwand kann man etwas Schönes daraus machen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt das Nugget im Traum Wissen, Macht und übersinnliche Fähigkeit dar. Es ist der Kern einer Idee oder einer
Vorstellung.
Null
Allgemein:
Der Träumende fühlt sich eventuell unbedeutend und wertlos. Es kann sich aber auch die Leere andeuten als Möglichkeit zu einem
Neuanfang oder ein lange andauernder Vorgang, der sich dem glücklichen Ende zuneigt.
Psychologisch:
Null ist ein sexuelles Bild, keinesfalls als Zahl zu werten. Viele Nullen weisen auf erotische Erlebnisse hin, die unsere Kräfte
überanspruchen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in großer Anzahl sehen: Ehre und Reichtum sind dir bestimmt; Erfolg in geschäftlichen Sachen;
– selber schreiben auf Papier: übe dich in Bescheidenheit.
(europ.) : – als runde Sache sexuell zu bewerten, niemals aber als ein Nichts anzusehen;
– sehen: bedeutet Reichtum und Ehre, Erfolg in deinen Unternehmungen:
(ind. ) : – sehen: dein Geschäftsgang ist nicht besonders gut.
(Siehe auch „Zahlen“)

1017
Nummern
Psychologisch:
Der Träumer, der eine Nummer trägt, ist im Wachleben nicht unbedingt die große Nummer, die er gern sein möchte.
Volkstümlich:
(europ.) : – regen an zum Wetten, Wagen und Versuchen, sie versprechen Glück und Gewinne.
(ind. ) : – die geträumten Nummern merke man sich für eine Lotterie;
– schreiben: viel Beschäftigung;
– auslöschen: du betrügst dich selbst;
– ziehen: gute Aussicht auf großen Erwerb.
(Siehe auch „Zahlen“)
Nuß
Assoziation: – Essenz; Kern; Reichtum.
Fragestellung: – Was ist essentiell, um mich zu nähren?
Artemidoros:
Mandeln, Nüsse, die sogenannten Haselnüsse und alles, was aufgeknackt wird, bedeutet wegen des Geräusches Aufregungen und, weil sie
von Natur aus bitter sind, Kümmernisse. Ich kenne einen vornehmen Griechen, dem es träumte, er bekomme von jemand eine Nuß, und als
er aus dem Schlaf erwachte, hielt er sie tatsächlich in der Hand. Es ergab sich, daß viel Unheil über ihn hereinbrach und er schließlich seine
bürgerlichen Rechte verlor.
Allgemein:
Nüsse im Traum stellen die Verbindung zu der Jahreszeit Herbst her. Alles ist geerntet, die Früchte der Natur sind eingefahren. Nun beginnt
eine Zeit der Stille und Zurückgezogenheit. Nuß kann für den gesunden oder „faulen“ Wesenskern eines Menschen stehen. Zuweilen warnt
sie vor dummen, unüberlegtem Handeln. Außerdem sind folgende Begleitumstände zu beachten:
– Nuß sehen verheißt eine gute Zeit.
– Nuß ernten wird als unerwartetes Glück gedeutet.
– Nuß knacken kündigt schwierige Aufgaben an.
– Nuß essen fordert auf, sich nicht zu ärgern, weil man bald für Ärger und Mühe belohnt wird.
– Taube Nuß zeigt eine große Enttäuschung an.
Psychologisch:
Man muß sie knacken! Denn erst unter der rauhen und harten Schale steckt der weiche Kern – sprich: die Glückseligkeit. Nüsse haben wegen
ihrer Form auch die Bedeutung von innerer Nahrung. Man dachte früher, sie seien ein Nährstoff speziell für das Gehirn und könnten daher
Weisheit spenden. Auch heute können sie in Träumen noch diese Bedeutung haben. Wegen ihrer Form stehen sie auch in Verbindung mit
männlicher Sexualität und Fruchtbarkeit. Wenn ein Traum von Nüssen handelt, versucht der Träumende Themen, die mit Sexualität zu tun
haben, zu depersonalisieren. In erotischen Träumen ist die Nuß oft Sinnbild des weiblichen Geschlechtsorgans. Traumforscher im alten
Ägypten glaubten, daß ein Geschenk zu erwarten sei, wenn man Nüsse esse.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene werden Nüsse im Traum mit verbesserten übersinnlichen Kräften assoziiert. Sie vereinigt drei Substanzen: Leder,
Schale und Kern, oder Fleisch, Knochen und Seele.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deine Hoffnung läßt dich nicht im Stich;
– ohne Schalen sehen: steht für selbstgeschaffene Sicherheit und verdienten Wohlstand;
– pflücken: durch Sparsamkeit wirst du glücklich werden;
– knacken und essen: eine mühselige Arbeit vornehmen müssen;
– knacken: gute Zeiten stehen bevor;
– nicht knacken können: prophezeit eine Reihe kleiner Schwierigkeiten im beruflichen wie privaten Leben.
(europ.) : – bedeutet dasselbe wie Frucht, aber die Erledigung ist komplizierter;
– eine sehen: Warnung vor einer Täuschung; Begegnung mit einem Menschen, hinter dessen rauher
Schale ein edler Kern steckt; verkündet Unannehmlichkeiten und Krankheit; Sorgen und Mühe;
– sammeln: deutet auf Erfolg und Glück in der Liebe hin;
– essen: Gesundheit; ein Geschenk; für ein mutiges und tatkräftiges Handeln wird man belohnt werden;
auch: es steht dem Wohlstand und der Harmonie nichts mehr im Wege;
– eine bittere essen: wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen; man wird Pech haben;
– hohle finden: bringt eine Enttäuschung;
– knacken: frohe Tage, viel Arbeit;
– Nußschalen sehen: man wird in eine einflußreiche Position aufsteigen; noch glückverheißender ist es,
auf diese zu treten und sie zu zerdrücken;
– Frauen, die nachts von Nüssen träumen, sind unter einem wahren Glücksstern geboren.
(ind. ) : – sehen: habe keine Sorge um die kommenden Tage;
– essen: ärgere dich nicht;
– knacken: du wirst schwer arbeiten müssen, vorübergehende Uneinigkeit mit dem Bräutigam oder Gatten;
– pflücken: das Glück kommt unerwartet;
– zertreten: du verschleuderst dein Vermögen;
– schütten: du wirst für anstrengende Arbeit schlecht belohnt;
– schlagen: unerwartete Freude.
Nußbaum
Allgemein:
Nußbaum mit Früchten verspricht, daß man durch harte Arbeit Probleme überwinden und Erfolge erzielen wird. Ist er kahl, wird man die
Hindernisse aber nicht bewältigen.
Psychologisch:
Symbol für soliden Reichtum, Stärke – und die „Fülle des Lebens“.
Volkstümlich:
(europ.) : – bringt Kummer und Sorgen;
– mit Früchten sehen: man muß mit Schwierigkeiten rechnen, nach deren Überwindung aber ein schöner Erfolg winkt;
– ohne Früchte sehen: Schwierigkeiten, Hindernisse und Sorgen tun sich vor einem auf.

1018
(ind. ) : – schön grün: du hast die Absicht, bald zu heiraten; ein günstiges Omen für ein langes und gesundes Leben;
– mit Früchten: Sorgen, die bald behoben werden;
– entblättert: Ehelosigkeit;
– darauf klettern oder unter ihm sitzen: man wird noch manche Hürde nehmen müssen, bis man den gesicherten Ruhestand
genießen kann.
Nußknacker
Allgemein:
Nußknacker kündigt eine besonders schwere Arbeit an, die man ohne Hilfe nicht schafft.
Psychologisch:
Wer mit ihm im Traum Nüsse knackt, braucht bei einem Problem im Intimbereich oder im Beruf Hilfe.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: man wird eine harte Nuß zu knacken bekommen;
– erfolgreich gebrauchen: verspricht das Vollbringen einer schweren Aufgabe;
– erfolglos gebrauchen: man wird an einer Sache scheitern.
(ind. ) : – du wirst viel Gedankenarbeit haben.
Nußschale
Psychologisch:
Sinnbild für einen kleinen, engen Raum, der dennoch Schutz bietet und „allen Witterungen standhält“. Traditionell: Es gibt „etwas zu
knacken“, man sollte einer Sache „auf den Kern gehen“.
(Siehe auch „Nuß“)
Nutzen
Volkstümlich:
(europ.) : – haben: bedeutet Verlust.
Nutzholz
Assoziation: – Baustoff für das Wachstum.
Fragestellung: – Was baue oder errichte ich?
Volkstümlich:
(europ.) : – Zeichen für glückliche Zeiten und eine friedliche Umgebung;
– fällen: eine lange Verlobung wird in eine glückliche Heirat enden;
– alt und verfaultes fällen: Auflösung der Verlobung;
– scheinbar totes: verheißt große Enttäuschungen;
(Siehe auch „Holz“)
Nymphe
Allgemein:
Nymphen sind die Verkörperung der universellen weiblichen Produktivität. Sie haben eine unschuldige, sorglose Energie, die naiv und klar
ist. Sie sind gewöhnlich Hüterinnen heiliger Bereiche, wie Wälder, Berge und Seen. Im Traum stehen sie daher in Verbindung mit dem
Gespür einer Frau für Schönheit und ihre eigene Weiblichkeit. Nymphe deutet man oft als Wunsch nach einem erotischen Abenteuer.
Psychologisch:
Die Nymphe umschreibt als archetypischer Begriff die Naturverbundenheit und Lebenskraft des Träumenden. Nymphen sind Prinzessinnen
verwandt. Sie stellen den sorglosen vergnüglichen Aspekt der Energie dar, der Bewegung und Licht auskostet. Die Nymphe im Traum gibt
dem Träumenden die Möglichkeit, Verbindung aufzunehmen mit Reinheit und Anmut. Sie ist ein Naturgeist, der in Bäumen, Quellen oder
im Wasser wohnt, ihr männliches Gegenstück ist ein kleiner Naturkobold, den wir unter dem Namen Pan kennen. Im klassischen Altertum
war die Nymphe ein Symbol für unvergängliche Lebenskraft. Erst im Christentum wurde die Nymphe mit der Nixe auf eine Stufe gesetzt
und bekam eine negative Bedeutung. Im Traum kann aber sowohl die klassische, wie auch spätere Symbolik gemeint sein. Die genaue
Bedeutung ergibt sich aus der Traumhandlung. Aber wer heutzutage von den antiken Naturgottheiten träumt, ist wohl eher romantisch
veranlagt. Nur selten ist in Frauenträumen damit die Nymphomanie, die Mannstollheit, angesprochen.
Spirituell:
Nymphen sind Erdgeister, die mit reiner Energie umgehen. Ihr Charme wird von ihrer Jugendlichkeit und ihrer Schönheit bestimmt. Auf der
spirituellen Ebene verkörpern sie viele weibliche Eigenschaften im Reinzustand.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: du wirst dich verlieben; verheißt ein schönes Liebeserlebnis; Glück in der Liebe;
– in klarem Wasser: prophezeien, daß leidenschaftliche Wünsche bald erfüllt werden;
heitere Unterhaltung wird einem erfreuen;
– außerhalb ihres Elementes sehen: man wird von der Welt enttäuscht;
– fliehen sehen: deine Liebe wird nicht erwidert;
– tanzen sehen: Verdruß zwischen dir und dem oder der Geliebten;
– von solchen umringt sein: man gerät in Zweifel, wen von zwei Menschen man mehr liebt
oder wem man seine Liebe schenken soll;
– fliehen oder verschwinden sehen, wenn man nach ihnen greift: bedeutet ein trauriges Liebeserlebnis;
– Sieht eine junge Frau eine Nymphe baden, dann wird sie große Gunst und Freude genießen,
die sich aber nicht innerhalb schicklicher Grenzen bewegen werden. Stellt sie selbst eine Nymphe dar,
ist dies ein Zeichen dafür, daß sie ihre Anziehungskraft für selbstsüchtige Zwecke und somit zum
Schaden von Männern nutzt.
(Siehe auch „Kobold“, „Menschen“, „Prinzessinnen“ unter „Archetypen“)

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