Traumdeutung Buchstabe O

O
Allgemein:
„O“ als geschriebener, plastischer oder gesprochener Buchstabe bedeutet meist das Schicksal, das unüberwindliche Grenzen absteckt; allgemein versteht man es wie Kreis.
(Siehe auch „Kreis“)

Oase
Assoziation: – Zufluchtsstätte und Ort der Entspannung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben suche ich nach einem Heiligtum?
Allgemein:
Für die meisten Menschen ist eine Oase ein Zufluchtsort in der Wüste. Wegen der Verbindung mit Wasser wird die Oase im Traum zu einem
Ort, an dem der Träumende jede Erfrischung erhält, die er sich emotional wünscht. Oase kann vor der Mißachtung von Gefühlen warnen, aus
denen man Kraft und Energie schöpfen sollte. Verläßt man sie, stehen schwierige Zeiten bevor.
Psychologisch:
Erscheint im Traum eine Oase, kann sie verschiedene Bedeutungen haben, die sich aus dem gesamten Zusammenhang ergeben. Einfach kann
die Oase eine Erinnerung an eine Reise sein oder Fernweh ausdrücken. Manchmal tritt sie auch als Ausweg aus einer schwierigen Situation
plötzlich im Traum auf, wo man sich die wohlverdiente Ruhe erst einmal gönnen sollte. Wenn Menschen in Schwierigkeiten sind, brauchen
sie einen Ort, an dem sie sich selbst zum Ausdruck bringen, an dem sie wieder zu Kräften kommen und ihre
Problembewältigungsfähigkeiten entwickeln können. Eine Oase kann im Traum einen solchen Ort darstellen, besonders wenn sich der
Träumende verirrt hat. In diesem Fall symbolisiert die Oase im Traum einen Schutzraum. Es kann aber auch sein, daß der Träumende
nachdem sein Leben längere Zeit relativ eintönig verlaufen ist, interessante und neue Eindrücke und Gefühle gewonnen hat, die sich dann im
Traum im Bild der Oase zeigen. Wer die Oase im Traum verläßt, könnte nach einer Zeit der Ruhe und der Besinnung in eine Welt voller
Anfeindungen zurückkehren oder vielleicht auch um jeden Preis ein Abenteuer suchen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Oase im Traum eine Erfrischung dar. Gleichzeitig steht sie für die Ideen, alten Bedrängnissen zu
entschlüpfen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder betreten: ganz verlassen, aber doch nicht völlig unglücklich sein;
trotz ungünstiger Verhältnisse wirst du Erfolg erringen.
(europ.) : – eine sehen: verheißt eine Ferienfreude, Erholungsreise oder sonstige Ausspannung;
verheißt ein angenehmes Heim; bringt dem Genügsamen Freude und Glück;
– in einer Wüste eine finden: viele der Wünsche haben sich nicht erfüllt; man ist im Leben zu
kurz gekommen, aber man sollte nicht aufgeben;
– sich in einer befinden: Ermahnung, in einer Arbeit nicht nachzulassen;
– eine verlassen, um den Marsch in die Wüste anzutreten: ein schwerer Gang steht einem bevor.
(ind. ) : – sehen: glückliches Gelingen in deinen Unternehmungen;
– sich darin befinden: du wirst bedrängt und weißt im Moment keinen Rat, handle rasch;
– mit Palmen: die Reue kommt zu spät;
– mit Wasser: es braucht alles seine Zeit, verzage nicht;
– mit Kamelen: du wirst dein Ziel erreichen;
– mit Reisenden: du kannst von Glück sprechen, deine Geschäfte werden
sich zu deinem Vorteil wenden;
– ohne Wasser: der Kampf des Lebens macht dich nicht mürbe;
– in ihr leben müssen: Einsamkeit.
(Siehe auch „Verlieren“, „Wasser“, „Wüste“)
Obdach
Allgemein:
Obdach bringt zum Ausdruck, daß man Schutz, Hilfe und Geborgenheit ersehnt. Findet man es, werden diese Bedürfnisse erfüllt, bleibt man
obdachlos, tritt das Gegenteil ein.
Psychologisch:
Wer im Traum ein Obdach sucht, muß im Wachleben wohl mal eine Denkpause einlegen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – aufsuchen: in Verlegenheit geraten; man darf an bestimmten Schwierigkeiten nicht verzweifeln,
sondern auf sich selbst und gute Freunde vertrauen; in eine angenehme Zukunft blicken können.
(europ.) : – ein Angsttraum, der andeutet, daß man das Bemühen um eine Lebensnotwendigkeit nicht alleine schafft;
– Obdach suchen: bald werden Menschen einem in einer unangenehmen Lage beistehen;
– suchen und finden: ermahnt zu Fleiß und Sparsamkeit besonders in der nächsten Zeit;
man wird ein neues Leben beginnen müssen;
– verlieren: in einer Sache soll man den Mut nicht sinken lassen, da schon alles gut werden wird; man wird sich in nächster Zeit
schutzlos und hilflos dem Leben ausgeliefert fühlen.
(ind. ) : – keines haben: viel Unannehmlichkeiten mit den Mitmenschen;
– haben: steige nicht zu hoch die Lebensleiter hinauf;
– finden: frohe Zukunft;
– verlieren: Verdrießlichkeit.
Obdachloser / Obdachlosigkeit
Assoziation: – zu kurz kommen in spiritueller Hinsicht; mangelnde Sicherheit und Stabilität.
Fragestellung: – Welche neue Struktur suche ich?
Volkstümlich:
(europ.) : – weist auf persönliche Schwierigkeiten und Unglück im Geschäft hin.
O-Beine
Volkstümlich:
(europ.) : – glückhaftes Omen.
(Siehe auch „Beine“)

1020
Obelisk
Allgemein:
Jeder behauene Stein im Traum ist ein Hinweis darauf, daß der Träumende darüber nachdenkt, wie er sein Grundwesen geformt hat. Je
einfacher der Stein bearbeitet ist, desto mehr Möglichkeiten stehen ihm zur Verfügung, ihn zu verbessern; Je ausgeschmückter er ist, desto
erfolgreicher nutzt der Träumende seine kreative Energie. Obelisk symbolisiert zum Teil, daß man ein beispielhaftes Leben führt und gute
Erfolge (vor allem geschäftlich) erzielt. Manchmal steht er als Phallussymbol auch für sexuelle Bedürfnisse.
Psychologisch:
Ein Obelisk stellt häufig eine Markierung dar, die einen bestimmten Bereich kennzeichnet, wie etwa einen heiligen Raum. Er kann auch
altes, instinktives Wissen symbolisieren.
Spirituell:
Auf dieser Ebene fordert der Obelisk im Traum den Träumenden auf, sich über seinen spirituellen Glauben Klarheit zu verschaffen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: großartige Aussichten haben; auch: man wird ein enttäuschendes Liebeserlebnis haben;
– (Spitzsäule): du führst ein musterhaftes Leben.
(europ.) : – sehen: man führt ein musterhaftes Leben; auch: verheißt ein Wohngegendwechsel,
man wird woanders mehr Glück und Freunde finden;
– mächtig und kalt vor einem aufragend: Vorbote von melancholischen Nachrichten;
für Liebespaare verheißt dies verheerende Streitigkeiten.
(ind. ) : – sehen: die Geschäfte gehen gut, du kannst zufrieden sein.
Oben
Assoziation: – Gipfelpunkt; Auflösung; Perfektion.
Fragestellung: – Welchen Punkt habe ich erreicht?
Allgemein:
Oben versteht man allgemein als das Streben nach hohen Zielen und Idealen, die man vielleicht nicht erreicht. Manchmal warnt es auch vor
Überbetonung des Intellekts. Man versteht das nur aus den Symbolen, die mit oben in Beziehung stehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sein oder stehen: bei seiner jetzigen Arbeit steht man am richtigen Platz;
– etwas über sich hängen sehen: weist auf eine Gefahr hin;
– auf einem herabstürzend: kann den Ruin bedeuten;
– auf einem herabstürzend und nur knapp verfehlend: man wird einem Geldverlust nur knapp entgehen;
– gut über einem befestigt sein und keine Gefahr darstellend: die Lage wird sich nach einem bedrohlichen Verlust bessern.
(Siehe auch „Positionen“)
Oben ohne
Assoziation: – Entblößung; Einladung.
Fragestellung: – Wie trage ich Lieb zur Schau?
(Siehe auch „Brust“, „Entkleiden“)
Obenauf treiben
Assoziation: – Mühelosigkeit; Auftrieb.
Fragestellung: – Welche Gefühle halten mich über Wasser?
(Siehe auch „Baden“, „Fluß“, „Schwimmen“, „See“)
Ober
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird von einem Freund angenehm unterhalten werden;
– einen mürrischen oder liederlichen Ober sehen: es werden widerwärtige Menschen die Gastfreundschaft mißbrauchen.
(Siehe auch „Kellner“)
Oberbett
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet: Nachlässigkeit in seinen Pflichten;
– für Kranke: Erholung und Besserung.
(ind. ) : – sehen: du willst ein Geschäft gründen;
– schmutziges: Wirrwarr.
Obergeschoß
Psychologisch:
Was sich dort im Traum abspielt (auch in Mansarden, Dachwohnungen usw.) wird vom Träumenden zu „kopflastig“, zu ausschließlich
intellektuell betrachtet. Nach C.G. Jung wird der geistige Bereich und das Bewußtsein durch den obersten Bereich eines Hauses symbolisiert.
Darauf bezieht sich auch die Äußerung, daß jemand „nicht ganz richtig im Oberstübchen ist“, wenn man damit sagen will, daß er „geistig
nicht normal“ wirkt.
(Siehe auch „Haus“, „Mansarde“)
Obers
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Rahm, Sahne): Glück.

1021
Oberschenkel
Artemidoros:
Die Oberschenkel bedeuten im großen und ganzen dasselbe wie die Schamglieder, nur sind sie, feist geworden, den Reichen
erfahrungsgemäß von übler Vorbedeutung. Meistenteils bedeuten sie große Geldausgaben für die Liebesfreuden, besser gesagt, nicht
Ausgaben, sondern Verluste.
Allgemein:
Oberschenkel steht für inneren Halt, Realitätsnähe, Kraft und Sicherheit, mit denen man das Leben gut meistert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, seine Oberschenkel seien amputiert worden, wird er sein Leben lang gestraft sein und von allen verlacht werden,
weil derjenige, dessen Schenkel amputiert sind, lächerlich verstümmelt ist und sich nur mühsam dahinschleppt.
– Einer Frau prophezeit das Gesicht Witwenschaft und den Verlust ihrer Kinder.
– Pralle und kräftige Schenkel versprechen jedermann erfolgreiches Durchsetzen seiner Vorhaben;
denn sind die Schenkel kräftig, kann man um so besser laufen.
– Hat sich einer an den Schenkeln verletzt, wird er nicht ans Ziel seiner Bemühungen kommen, sondern mit Hindernissen
und Widerwärtigkeiten zu kämpfen haben.
(europ.) : – glatte und weiße haben: mit Glück und Freude rechnen;
– verletzte: deuten auf Krankheit und Verrat hin;
– Bewundert eine junge Frau ihren Oberschenkel, verheißt dies Abenteuerlust. Sie sollte überlegt handeln.
(ind. ) : – Die Oberschenkel bedeuten jedermann die Blutsverwandten.
– Träumt einer, man habe ihm beide Schenkel amputiert, wird er verlassen in der Fremde sterben.
– Hat man ihm einen Schenkel abgenommen, wird er mit einigen wenigen einsam in der Fremde sein Leben enden.
– Dünkt es eine Frau, ihr seien die Oberschenkel amputiert worden, wird sie sich an einen fremden Mann hängen
und sich gänzlich ihren Verwandten in der Heimat entfremden; ein Armer wird eines qualvollen Todes sterben.
– Träumt der Kaiser, seine Schenkel seien prall und länger geworden, wird er an seinen Hofleuten,
seinen Truppen und Knechten Freude haben; denn dem Kaiser gegenüber darf man nicht sagen „deine Verwandten“,
sondern „deine Knechte“, weil ihm die Kaiserwürde von Gott verliehen ist.
Schaut ein gemeiner Mann dieses Gesicht, werden seine Verwandten Ansehen erlangen,
und er wird sich in ihrem Glanz sonnen.
Eine Frau wird auf ihre Kinder mächtig stolz sein.
(Siehe auch „Körper“, „Schamglieder“)
Oberschule
Volkstümlich:
(europ.) : – es wird Vorankommen in Liebesangelegenheiten, Gesellschaft und Beruf vorausgesagt;
– Glaubt eine junge Frau, von der Universität ausgeschlossen zu werden, stehen Probleme in gesellschaftlichen Kreisen an.
(Siehe auch „Schule“)
Oberst
Allgemein:
Oberst soll nach alten Traumbüchern eine gute Stellung verheißen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in Uniform sehen: einen vornehmen Besuch erhalten.
(europ.) : – von ihm befehligt werden: man wird in gesellschaftlichen Kreisen keine bedeutende Stellung einnehmen;
– selbst einer sein oder mit einem zu tun haben: man wird eine gute Stellung erhalten.
(ind. ) : – du wirst eine gute Stellung erhalten;
– mit ihm sprechen: du wirst eine verwickelte Angelegenheit in Ordnung bringen.
(Siehe auch „Offizier“)
Oblaten
Allgemein:
Oblate kann eine gute Nachricht ankündigen. Ißt man sie, wird sie im Sinne von Arznei gedeutet.
Psychologisch:
Eine Oblate besteht aus einem sehr dünnen ausgerollten Teig und ist daher sehr zerbrechlich. In Träumen kann sie für etwas stehen, das
leicht kaputtgeht und daher vorsichtig behandelt werden muß. Die mehreren sehr dünnen Lagen einer Oblate sind ein Sinnbild für die
Vielschichtigkeit. Der Träumende muß die verschiedenen Ebenen seines Lebens verstehen, um es erfolgreich zu meistern. Wird im Traum
eine Oblate verspeist, so ist dies ein Hinweis, das Leben anders anzugehen. Um in Beziehungen erfolgreich zu sein, sollte der Träumende
vielleicht eine eher nüchterne und bürgerliche Haltung einnehmen.
Spirituell:
Als Hostie der Leib Christi. Das Brot des Lebens.
Volkstümlich:
(arab. ) : – benutzen: eine erwünschte Nachricht bekommen, die um so erfreulicher ist, je schöner die Farbe.
(europ.) : – verkünden ein angenehmes Geheimnis oder eine Botschaft;
– sehen oder essen: bedeutet einen Briefwechsel; eine erfreuliche Nachricht wird bald eintreffen;
– eine Hostie in der Kirche sehen oder essen: Zeichen für innere Einkehr, höhere Ziele und geistige Führung.
(ind. ) : – damit siegeln: Gruß in Verbindung mit guten Nachrichten aus der Ferne;
– essen: du wirst zum Arzt müssen; Krankheit.
Obligationen
(Aktienschein)
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Geldgewinn kommt dir ins Haus.

1022
Oboe
Psychologisch:
Wie alle Blasinstrumente (siehe dort) männlich-sexuell zu deuten. Die oft klagenden Töne der Oboe lassen dabei wohl auf Liebeskummer
oder auf mangelndes Verständnis im zwischenmenschlichen Bereich schließen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – spielen: dein Kunstsinn ist sehr rege.
(Siehe auch „Blasinstrumente“)
Obrigkeit
Allgemein:
Wenn ein Angehöriger der Obrigkeit im Traum eine Rolle spielt, stellt dies oft eine Verbindung zwischen dem Träumenden und seinem
Vater her. Die Autoritätsperson zeigt, daß der Träumende sich nach einem Menschen sehnt, der ihm sagt, was er tun soll, und der die
Kontrolle über sein Leben übernimmt.
Psychologisch:
Autoritätspersonen im Traum spiegeln die Art, wie sich der Träumende nach außen darstellt. Sie können auch der Teil seiner selbst sein, der
am besten weiß, welche Entscheidungen wie zu treffen sind. Vielleicht jedoch hält sich das bewußte, alltägliche Selbst des Träumenden nicht
an diese innere Autorität.
Spirituell:
Auf dieser Ebene wird spirituelle Autorität oft durch ein Mitglied der Obrigkeit, zum Beispiel durch einen Richter, dargestellt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit zu tun haben: Versöhnung mit einem Feinde.
(europ.) : – sehen: bringt Ordnung ins Haus und Einigung im Streit;
– mit ihr zu tun haben: man wird Geld benötigen.
(ind. ) : – damit sprechen: du wirst dich mit deinen Verwandten oder Bekannten wieder versöhnen.
(Siehe auch „Autoritätspersonen“ unter „Menschen“)
Observatorium
Volkstümlich:
(arab. ) : – (astronomische Beobachtungsstation): Geheimnisse werden sich dir enthüllen.
(europ.) : – ein einsames Leben wird einem beschieden sein, wenn man seine Freunde weiterhin abweisen wird,
wie man es gegenwärtig tut;
– den Himmel und schöne Landschaften von einem Observatorium aus zu beobachten,
erfolgt bald eine Beförderung auf eine bedeutende, verantwortungsvolle Position;
– ein bewölkter Himmel bedeutet, daß man seine höchsten Ziele nicht erreichen wird;
– Bei einer jungen Frau steht das Observatorium für das Wahrwerden der schönsten irdischen Freuden und Genüsse.
(ind. ) : – ein Geheimnis wird durch dich enthüllt.
Obsession
Allgemein:
Eine Obsession ist eine unnatürliche Konzentration auf ein Gefühl, einen Glauben oder einen Gegenstand, und sie kann einfach bedeuten,
daß sich der Träumende die Zeit nehmen muß, ein bestimmtes Problem durchzuarbeiten.
Psychologisch:
Das Unbewußte bedient sich im Traum oft zwanghaften oder wiederholenden Verhaltens, um sicherzugehen, daß der Träumende die
Botschaft auch voll verstanden hat.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann die Obsession im Traum eine spirituelle Besessenheit veranschaulichen.
Obsidian
Medizinrad:
Schlüsselworte: Glänzend; durchscheinend; tiefe Erdenergie; rasiermesserscharf; schützend; erdend; durchschneidend; Mond des langen
Schnees.
Beschreibung: Obsidian, im Medizinrad das Mineraltotem der im Mond des langen Schnees (22. November bis 21. Dezember) Geborenen,
ist ein vulkanisches Glas und auf chemischer Basis mit Granit identisch. Er entsteht als Bestandteil der Magma, die aus dem Vulkan austritt,
sich über die Erde ausgießt und dann schnell erkaltet. Obsidian ist normalerweise schwarz und leicht durchscheinend, er kann jedoch auch in
anderen Farbvarianten vorkommen. Das Mineral ist während Jahrtausenden vom Menschen als Werkzeug, Spiegel, Schmuck und als
Schabinstrument genutzt worden. Es ist sehr hart und kann scharf wie eine Rasierklinge sein. Obsidian soll Menschen an die Erde binden. Er
wird auch zur Zukunftsschau eingesetzt.
Allgemeine Bedeutung: Neuverbindung mit der Erdenergie; neue Werkzeuge finden; einen Aspekt deines Selbst sehen, der
rasiermesserscharf ist, scharf analysiert und denkt; einen dekorativ oder schmückenden Aspekt deiner Persönlichkeit erforschen.
Assoziation: -Transzendente Bedeutung: Eine Gabe der Fähigkeit, in die Zukunft zu blicken. Wenn dir Obsidian in einem Traum begegnet,
dann überprüfe ihn genau auf die möglichen Bilder in seinem Inneren.
Obst
Assoziation: – Frucht; Hervorgebrachtes.
Fragestellung: – Was bin ich zu ernten bereit?
Allgemein:
Obst versteht man ähnlich wie Frucht; oft stehen dahinter sexuelle Bedürfnisse, aber ebenso Zeichen für Gedankenreichtum, Erfolg und
glückliche Wendungen im Alltagsleben.
Psychologisch:
Die Obstsorte kann im Traum eine größere Bedeutung spielen. Allgemein ist das Obst im Traum ein Zeichen für erotisch -sexuelle
Bedürfnisse des Träumenden. Es kommt auf den Zustand des Obstes an. Ist das Obst frisch, reif und appetitlich, symbolisiert es die
Lebensfreude, die sexuelle Genußfähigkeit und die Selbstsicherheit des Träumenden oder den Wunsch danach. Ist das Obst allerdings
verfault und ungenießbar, drücken sich in diesem Bild die Unsicherheit, Entbehrungen und die sexuelle Enttäuschung aus.

1023
Volkstümlich:
(arab. ) : – appetitliches sehen: deutet auf eine angenehme Überraschung; steht für Selbstbewußtsein und Lebensfreude;
– faules oder wurmstichig: man leidet unter Unsicherheit in Verbindung zum anderen Geschlecht;
– essen: reichliche Nahrung finden und gute Gesundheit; man wird noch viel Glück haben;
– auf Bäumen: gute geschäftliche Aussichten; im Leben alle Möglichkeiten haben;
– verschenken: Gewinn;
– unreifes essen: leichte Krankheit;
– in einer Schale: man wird bald einen Besuch bekommen;
– in Körben: gutes Fortkommen;
– schütteln und auflesen: du hast gute Nachbarn;
– in großen Mengen haben: erlangen, was man erwünscht oder erstrebt hat; viel Verdienst.
(europ.) : – fast ausnahmslos als Sexualsymbol zu verstehen, auch in der deutlichsten und stärksten Form;
– auf Bäumen sehen: verkündet Erfolge; verheißt Wohlergehen;
– in Körbe, Schalen, usw. sehen: gute Geschäfte; man wird Gäste haben oder selbst eingeladen werden;
– essen allgemein: steht für den Wunsch nach Liebeserlebnissen;
– reife, süße und wohlschmeckende Früchte: Reichtum und Glück; gutes Fortkommen oder gelingen eines Planes;
– saures, bitteres: Vorzeichen eines Unwohlseins oder einer Krankheit; Schwierigkeiten in einem Vorhaben;
– unreifes sehen oder essen: deutet auf Erkrankung hin;
– faules sehen: Vorsicht, daß man wegen einer Sache nicht verspottet wird oder sich lächerlich macht;
man ist mit der Entwicklung in einer Beziehung recht unzufrieden;
– in einem Geschäft oder Verkaufsstand sehen: vorteilhafte Geschäfte bahnen sich an;
– anbieten: man wirbt um die Gunst eines anderen;
– angeboten bekommen: Warnung vor einer Versuchung oder Verführung;
– einen Obstkorb erhalten: man befürchtet insgeheim, in der Liebe eine Abfuhr zu erhalten;
– selbst anbieten: man bemüht sich ernsthaft, die Gunst eines anderen zu gewinnen;
– vom Baum schütteln wollen, ohne daß es fällt: Ermahnung, daß sich mit Gewalt nichts erreichen läßt;
– vom Baum pflücken: verheißt ein gutes Fortkommen;
– vom Baum schütteln: in einer Sache sollte man energischer vorgehen;
– vom Boden aufsammeln: für eine kleine Mühe wird man reichlich belohnt werden;
– einmachen: man wird vor einer unnötigen Geldausgabe bewahrt bleiben;
– eingemachtes sehen: in Zeiten der Not wird man ein Sparguthaben besitzen;
– selbst kochen oder zubereiten: verheißt Gewinn auf einem neuen Weg;
– gekochtes oder zubereitetes sehen: bedeutet eine vorteilhafte Veränderung.
(ind. ) : – auf dem Baum: du hast gute Aussichten;
– essen: die Menschen um dich sind dir nicht wohlgesonnen;
– verschenken: du wirst bald Gewinn haben.
(Siehe auch „Früchte“, „Hunger“, „Nahrungsmittel“ und die Bezeichnung einzelner Obstsorten)
Obstbaum
Allgemein:
Obstbäume besitzen etwas Anheimelndes, Liebliches und Nährendes. Mit diesem Traumsymbol wird bei den meisten Bäumen auf die
harmonische und heilende Wirkung der Natur angespielt. Speziell steht hier die nährende Seite der Natur (in jeder Hinsicht für Körper und
Psyche) im Vordergrund.
– Birne: Die Birne gilt wegen ihrer Form als ein Symbol für den weiblichen Körper. Manchmal allerdings Symbol für einen deutschen
Ex- Bundeskanzler.
– Kirsche: Die Kirsche gilt wegen ihrer roten Farbe als erotisches Symbol.
– Pfirsich: Der Pfirsich gilt wegen seiner Farbe und seiner weichen Haut als Traumsymbol, das auf die weibliche Haut und somit auf die
Sinnlichkeit verweist.
– Pflaume: Die Pflaume gilt auf Grund ihrer Form als Symbol für das weibliche Geschlecht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen blühenden sehen: auf eine gute Zukunft rechnen können;
– von dem man die Früchte herabschüttelt: du wirst dich mit deinen Hausleuten zu vertragen wissen.
(europ.) : – pflanzen: erfolgreiche Betätigung in Handel und Beruf;
– in der Blüte: Glück;
– mit Früchten: schöne Erfolge;
– umgebrochen: dicht vor dem Ziel wird etwas fehlschlagen;
– fällen: du wirst einen Verlust erleiden.
(ind. ) : – in Blüte: du hast eine gute Zukunft;
– ohne Blüte: sorge dich nicht, die anderen sind nicht viel besser.
(Siehe auch „Baum“, „Garten“)
Obstgarten
Allgemein:
Im Traum kann der Obstgarten den Versuch des Träumenden symbolisieren, für sich selbst zu sorgen. Wie der Traum zu deuten ist, hängt
davon ab, ob die Bäume Blüten oder Früchte tragen. Tragen sie Blüten, dann verweist dies auf das Erfolgspotential des Träumenden; Tragen
sie Früchte, hat der Traum einen beruhigenden Charakter, die eingesetzte Leistung wird zu gegebener Zeit zu reicher Ernte führen.
Psychologisch:
Jede Ansammlung von Bäumen kann die Fruchtbarkeit des Träumenden symbolisieren . Ein Obstgarten ist in der Regel eine geordnete
Pflanzung. Sie verweist daher meist darauf, daß der Träumende die strukturierte Seite seiner Persönlichkeit zu schätzen weiß.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Obstgarten im Traum für Fruchtbarkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen eigenen besitzen: sagt einen Konflikt in Liebesdingen vorher, da man sich nicht entscheiden kann.

1024
(europ.) : – selbst besitzen: deutet auf eine Erbschaft oder sonstige Zuwendungen hin;
– einen sehen: man kann sich noch nicht für einen Partner entscheiden, weil man im unklaren darüber ist,
wen man am meisten liebt;
– einen fremden sehen: man wird in Versuchung kommen, fremdes Eigentum zu untersuchen oder zu prüfen;
– mit seinem Schatz prächtige Obstgärten durchschreiten: verheißt eine glückliche Ehe;
– überall blühende Bäume und reife Früchte sehen: ein Zeichen dafür, daß der Lohn für gute Werke naht,
z.B. ein glückliches Zuhause, ein liebevoller Ehemann und reizende Kinder;
– fressen im Obstgarten Schweine die herabgefallenen Früchte: man wird ein Teil seines Wohlstandes wieder verlieren,
der einem nicht wirklich gehört;
– von Mehltau geplagte Obstgärten kündigen ein trauriges Schicksal mitten im Wohlstand an;
– einen unfruchtbaren Garten sehen: man darf nicht mit einem sozialen Aufstieg rechnen;
– tragen die Bäume im Winter keine Früchte: man braucht sich um seine persönliche Zukunft nicht die geringsten Sorgen
zu machen.
(ind. ) : – sehen: eine Reise zur Geliebten steht bevor;
– darin spazieren gehen: dein Leben wird sich vorteilhaft gestalten.
(Siehe auch „Garten“)
Obstmarkt
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: dein Vorhaben wird dir gelingen.
Obsttorte
Volkstümlich:
(europ.) : – zubereiten: bedeutet Freude und Entzücken.
Obszönität
Allgemein:
Träume stehen oft mit den niederen Aspekten des Selbst in Verbindung, mit denen man sich im Wachzustand normalerweise nicht gern
konfrontiert. Wenn im Traum Obszönität eine Rolle spielt, dann kann sich der Träumende mit diesen Impulsen im geschützten Raum des
Traums, und ohne zu werten, beschäftigen.
Psychologisch:
Obszönität steht in Verbindung mit der Selbstwahrnehmung. Gibt sich der Träumende in seinem Traum obszön, dann muß er sich seiner
unterdrückten Impulse bewußt werden. Ist eine andere Traumfigur dem Träumenden gegenüber obszön, dann muß er entscheiden, auf
welche Weise er in seinem Alltagsleben zum Opfer gemacht wird.
Spirituell:
Obszönität steht manchmal mit bösen Taten in Verbindung. Wenn der Träumende sich mit diesem Zusammenhang identifiziert, muß er sich
über seine eigene Interpretation des Bösen oder boshaften Verhaltens klar werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – obszöne Lieder sagen grauenhafte, extravagante Verschwendung vorher.
Ochsen
Assoziation: – Last; Stärke; Dummheit.
Fragestellung: – Inwieweit zweifle ich an meiner eigenen Stärke? Was gibt mir das Gefühl, dumm zu sein?
Artemidoros:
Es träumte jemand, er reite auf einem schwarzen Ochsen, dieser aber trage ihn nur widerwillig und werfe ihn ab, bevor er ihm sonst noch
einen Schaden zufügen konnte. Er befand sich gerade auf hoher See, geriet an jenem Tag in große Gefahr und erlitt wenige Tage darauf
Schiffbruch, wobei das Schiff versank, er selbst aber nur mit knapper Not gerettet wurde. Der Ochse stand für das Schiff.
Allgemein:
Ochse kann Schwerfälligkeit und Einfallt, aber auch Kraft und Durchhaltevermögen verkörpern. Sieht man ihn arbeiten, verspricht das
mäßigen Erfolg trotz viel Mühe. Schlachtet man das Tier, soll das auf Krankheiten hinweisen. Ißt man Ochsenfleisch, kündigt das
geschäftliche Erfolge an.
Psychologisch:
Kommt in Angstträumen von Männern vor, die um ihre Potenz fürchten. Bei Frauen drücken sie mitunter die weibliche Unterlegenheit aus,
das „noch nicht emanzipiert sein“. Manchmal kündigen Ochsen auch einen Wertzuwachs an, den man erreicht, weil andere sich wie
„Ochsen“ verhielten.
Spirituell:
Der Ochse ist ein Symbol der Güte, Ruhe und friedlichen Kraft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Pflugochsen bezeichnen mächtige Fürsten, solche aber, die nicht den Pflug ziehen, adlige Herren, die bald das Regiment
bekommen werden, Kühe Jahre.
– Träumt einer, er reite auf einem schwarzen Ochsen, wird er einen reichen, mächtigen Herrn sich dienstbar machen.
– Führt jemand Pflugochsen in sein Haus und bindet sie an, wird er ein großes Glück, Herrschaft und Macht erringen,
Menschen sich untertan machen und alle Sorgen loswerden.
– Dünkt es einen, er besitze viele Joch Ochsen, die willig und folgsam sind, und führe sie, wohin er wolle, wird er große
Macht erringen, Mächtige unterwerfen und anderen von seiner Machtfülle Anteil geben; dieses Gesicht kann aber nur
ein großer Herr schauen oder einer, der es noch zu etwas Großem bringen wird.
– Verkauft einer um Geld sein Joch Pflugochsen, wird er seine Macht verlieren und so viel bittere Not leiden, wie er Geld
für die Ochsen bekam.
– Träumt der Kaiser, er schenke einem Bekannten Ochsen, wird er ihm einen höheren Rang verleihen und ihn zum Fürsten
machen; ist es ein Unbekannter, werden Feinde seine Untertanen arg bedrücken.
– Dünkt es den Kaiser, man bringe ihm wilde, störrische Ochsen, die gefesselt sind, wird er fremde Fürsten als Gefangene
übernehmen und hocherfreut sein; sind die Tiere in Herde und nicht gefesselt, wird er über rechenschaftspflichtige Verwalter
mächtiger Völkerschaften gebieten.
– Läßt der Kaiser Pflugochsen schlachten, droht seinen Edlen Gefahr von ihm, sind es störrische Tiere, wird das Unheil über
Fürsten fremder Länder kommen.

1025
– Träumt der Kaiser, er lasse Herden von nicht arbeitenden Rindern in seinem Land auf die Weide treiben, wird er das Land
durch Fremdstämmige bebauen und besiedeln lassen.
– Dünkt es einen, der Macht oder Herrschaft hat, er werde von einem Ochsen auf die Hörner genommen, wird er mit seinesgleichen
in Streit geraten und Schaden erleiden, der Verletzung entsprechend, die er davongetragen; ein Mann des Volkes wird vom
Landesfürsten geschädigt werden.
– Ist einer von einem Ochsen getreten worden, wird der Schaden geringer sein.
– Reitet jemand auf einem rosenfarbigen Ochsen, wird er Macht erlangen, jedoch werden seine Kinder oder seine Frau erkranken.
– Schaut einer, wie unbekannte Ochsen in sein Haus kommen, werden hohe Herren ihn aufsuchen; nehmen die Tiere ihn auf die
Hörner, werden jene ihm Schaden zufügen, wenn nicht, ihn unbehelligt lassen.
– Träumt einer, ein Ochse aus fremdem Land, der drei, vier oder mehr Hörner habe, sei auf der Weide, wird ein Fürst in das Land
kommen und das Volk so viele Jahre regieren, wie der Ochse Hörner hat.
– Dünkt es einen, sein Ochse sei wild geworden, wird der Provinzgouverneur gegen ihn wüten;
bändigt er das Tier, wird er jenen in die Schranken weisen; behält der Ochse die Oberhand,
wird der Gouverneur seine Macht spüren lassen.
– magere sehen: kärglichen Verhältnissen entgegengehen;
– fette: reichliches Auskommen haben;
– schlachten sehen: sei auf der Hut, man will dich zu unrechten Dingen benutzen;
– ausreißen sehen: das Glück wird fliehen;
– springende beobachten: es droht eine Gefahr oder sogar ein Todesfall;
– von ihnen bedroht werden: tückische Personen werden dich verfolgen, um dir Schaden zuzufügen.
(europ.) : – als Sexualsymbol, Begriff der Stärke zu verstehen; oft Potenztraum meist älterer Menschen; bedeuten einen reichen Hausstand;
– ein gutgenährter: verheißt eine führenden Position in der Gemeinde und Bewunderung des weiblichen Geschlechts;
– fette auf der Weide sehen: stehen für Reichtum und eine Beförderung, die die kühnsten Erwartungen übertrifft; baldiges Glück;
– magere sehen: das Vermögen wird zusammenschmelzen, und Freunde werden von Ihnen abfallen; auch: Teuerung;
– brüllen hören: verkündet eine Gefahr;
– einen auf der Weide sehen: bringt Gewinn oder Wohlergehen;
– grasen sehen: du hast eine schöne Zukunft zu erwarten;
– im Stall sehen: verheißt eine reiche, gut bestellte Häuslichkeit;
– einen vor einem Wagen eingespannt sehen: du hast mächtige Freunde;
verkündet mühevolle, aber lohnende Arbeit oder Beschäftigung;
– zwei gut zusammenpassende im Gespann: man wird eine glückliche Ehe führen oder den richtigen Partner finden;
– einen arbeitenden Ochsen auf dem Feld sehen: man wird die Bekanntschaft einflußreicher Menschen machen,
und diese erweisen sich als sehr nützlich für einem;
– schlachten sehen oder beteiligt sein: du wirst eine gute Existenz finden; materielle Vorteile sind nur zu erzielen,
indem man Glück oder Frieden anderer Menschen stört oder zerstört; Mahnung, nicht nur an sich, sondern auch
an andere zu denken; auch: eine Krankheit ist im Anzug;
– treiben sehen: viel Mühe;
– springen sehen: du wirst treu geliebt;
– aus einem sauberen Brunnen oder Wasserlauf trinken sehen: man wird ein langersehntes Gut erlangen;
vielleicht in Gestalt einer liebenden und schönen Gattin; Frauen symbolisiert es die Zuneigung ihres Liebsten;
– von ihnen bedroht werden: treulose Dienstboten;
– von einem angefallen werden: man wird eine einflußreiche Persönlichkeit zum Feinde haben;
– ein toter: gilt als Omen für einen schmerzlichen Verlust;
(ind. ) : – arbeiten sehen: große Freude;
– springen sehen: du wirst treu geliebt;
– schlachten sehen: Krankheit kommt über dich;
– treiben sehen: du wirst viel Mühe um das tägliche Leben haben.
(Siehe auch „Joch“, „Schiff“, „Stier“)
Ochsenfleisch
Volkstümlich:
(ind. ) : – essen: du wirst in eine große Geschäftsverbindung kommen, nutze sie beizeiten.
Ochsenzunge
Volkstümlich:
(arab. ) : – führe keine törichten Reden.
Ocker
Medizinrad:
Schlüsselworte: Erdig; schmückend; zeremoniell; heilig.
Beschreibung: Ocker ist eine Tonerde, die in Gelb- und Rottönen vorkommt und Eisen enthält. Heute wird Ocker verwendet, um Farben zu
tönen, früher erachteten ihn erdverbundene Stämme als heiligen Stoff und setzten ihn zur Verzierung in Zeremonien ein.
Allgemeine Bedeutung: Sehen, wo du deinen Aspekt deines Seins noch steigern kannst.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe zeremoniellen Wissens.
(Siehe auch „Ton“)
ODD-Fellow
(alter englischer Orden)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man hat ehrliche Freunde und das Unglück kann einem wenig anhaben;
– beitreten: man erlangt Ansehen und Glück.
Öde
Allgemein:
Öde bringt die geistig-seelische, vor allem gefühlsmäßige Verarmung zum Ausdruck; das kann nur individuell aus den realen
Lebensumständen verstanden werden.

1026
Odeur
Volkstümlich:
(europ.) : – angenehme Düfte signalisieren Zufriedenheit; unangenehme bedeuten Verärgerung.
Ödipuskomplex (Siehe „Mutterkomplex“)
Ofen
Assoziation: – Wärme; Hitze; Nahrung; Behaglichkeit.
Fragestellung: – Was wärmt mich? Was ist eine Quelle der Sicherheit oder Behaglichkeit für mich?
Allgemein:
Ein Ofen ist ein Symbol für die menschliche Fähigkeit, rohe Zutaten in schmackhafte Speisen umzuwandeln. Im Traum kann ein Ofen daher
auf die Möglichkeit hinweisen, grobe Charakterzüge in feine zu transformieren. Ofen kann oft für das Bedürfnis nach Liebe und
Geborgenheit als „seelische Nahrung“ stehen; damit sind häufig sexuelle Bedürfnisse verbunden. Glüht der Ofen, warnt das vor übler
Nachrede.
Psychologisch:
Der Ofen ist im Traum ein Symbol für den Gefühlsbereich bzw. für die Gefühlswärme. Das Traumbild des Ofens kann auf Probleme in der
Beziehung hinweisen. Ein geheizter Ofen deutet auf eine freundliche Umwelt und auf viel Gefühlswärme hin, ein kalter auf Lieblosigkeit
und Frigidität. Geht der Ofen aus, gelingen vielleicht unsere augenblicklichen Vorhaben nicht (dann ist eben der Ofen aus!), oder die
Geschäfte gehen schlecht. Weil ein Ofen innen hohl ist, symbolisiert er im Traum auch den Mutterschoß. Als Ort der Transformation wird er
auch mit Schwangerschaft und Geburt in Verbindung gebracht.
Spirituell:
Ein Ofen stellt die Veränderung von Grundeigenschaften dar, und deshalb verweist er auf spirituelle Transformationen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: einem behaglichen Leben entgegengehen;
– ein helles Feuer in diesem brennen sehen: man befindet sich auf dem besten Wege, seine Vorstellungen zu verwirklichen;
– ein kalter: enttäuschte Hoffnungen;
– selbst das Feuer schüren: deine Verschwendungssucht stürzt dich ins Unheil;
– sich an ihm verbrennen: man wird durch lästige Verehrer noch gehörige Schwierigkeiten haben;
auch: berufliche Schwierigkeiten werden sich noch verschlimmern.
(europ.) : – ein sexuelles Symbol; Potenzfrage;
– nur einen sehen: man sollte einiges Unternehmen, um nicht länger alleine zu bleiben;
– heizen: behagliches Heim und Dasein; wenn das Feuer schön zu brennen beginnt, bedeutet das schöne
Stunde im eigenen Heim; wenn das Feuer nicht brennen will, Ärger und Streit zu Hause;
– sich an ihm wärmen: Wohlstand; man wird einen Menschen finden, der einen sehr lieb hat;
– sich daran verbrennen: dein Selbstvertrauen wird wanken; durch ein Liebesverhältnis wird man in große Schwierigkeiten geraten;
– glühend: sehr viel Erfolge; man wird ein behagliches Heim oder einen wohltuenden Verkehr finden;
– an einem wärmen wollen und feststellen, daß der Ofen kalt ist: Enttäuschungen in Liebesangelegenheiten;
– ohne Feuer, kalten: es wird dir am Notwendigsten mangeln; kündet eine nüchterne, unerfreuliche oder frostige Umgebung
oder Verkehr mit solchen Menschen an; Angst, das eine bestehende Verbindung zu Ende gehen könnte;
– ein ausgebrannter Rost: Zeichen für harte Zeiten, die kommen werden;
– umfallen sehen: du wirst Schaden erleiden;
– setzen: Annehmlichkeiten im Alter;
– sehr schönen sehen: behagliches Leben;
– einen sauber machen und sich dabei mit Ruß beschmutzen: durch ein Liebes- oder Freundschaftsverhältnis
wird man an Ruf und Ansehen verlieren.
(ind. ) : – glühen sehen: man will dich verleumden;
– sich wärmen: Wohlstand und Erfolge;
– ohne Feuer: Mangel leiden.
(Siehe auch „Haus“, „Herd“)
Ofengabel
Volkstümlich:
(ind. ) : – Neid.
Ofengerät
Volkstümlich:
(europ.) : – Zank und Streit.
Ofenrohr
Psychologisch:
Wenn es im Traum besonders lang ist, wird man wohl noch lange auf die Erfüllung warten, also noch eine Weile in die Röhre schauen
müssen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Verlust geborgten Geldes.
(europ.) : – Ausfall im Einkommen;
– Ofenrohr sehen: es wird noch lange dauern, bis man zu einer behaglich- friedlichen Häuslichkeit kommt;
– Ofenrohr sauber machen und sich dabei mit Ruß beschmutzen: durch ein Liebes- oder Freundschaftsverhältnis
wird man an Ruf und Ansehen verlieren.
(ind. ) : – du wirst einen kleinen Schaden erleiden.
(Siehe auch „Ofen“)
Ofenschirm
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird ungemein vorsichtig sein müssen, um keine Verluste zu erleiden.

1027
Offen
Assoziation: – Möglichkeiten; Vorhandenes Potential.
Fragestellung: – Welche Wahl bin ich zu treffen bereit?
Offenbarung
Volkstümlich:
(europ.) : – eine von angenehmer Natur haben: man darf in der Liebe oder im Beruf gute Chancen erwarten;
– eine düstere haben: man wird viele entmutigende Vorkommnisse zu überwinden haben.
Öffentlicher Ausrufer
Volkstümlich:
(europ.) : – das Glück ist einem auf den Fersen; wichtige Fragen werden unter Gegnern freundschaftlich geklärt;
– ein traurig aussehender: kündigt ein trauriges Ereignis oder Unglück an.
Öffentliche Verkehrsmittel
Psychologisch:
Ob Bus oder Bahn – in der Symbolik geht es immer um „kollektive Bewegungsmöglichkeit“ – um eine sinnvolle (und sparsame) Art der
Fortbewegung in einer Gemeinschaft: wörtlich und im übertragenen Sinn.
(Siehe auch „Bus“, „Eisenbahn“, „Omnibus“, „Reise“, „U-Bahn“)
Offerte
Volkstümlich:
(europ.) : – schreiben: dein Vorhaben scheitert;
– erhalten: neue Pläne.
(ind. ) : – schreiben: dein Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen.
Offizier
Allgemein:
Offizier steht für Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung; entweder soll man sich mehr darum bemühen oder sich nicht übermäßig unter
Kontrolle halten.
Psychologisch:
Eine Frau die von einem Offizier träumt, sehnt sich danach, daß eine bestehende Beziehung offiziell wird. Möglicherweise leidet sie
darunter, noch nicht verheiratet zu sein. Oder sie wünscht, ein außereheliches Verhältnis zu legalisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: bezwinge deine hochmütigen Gedanken, sie hemmen dein Fortkommen.
(europ.) : – verkündet Ehren oder eine gute Stellung;
– sehen: man wird eine Dame kennenlernen; auch: hüte Deine Zunge und sei auch mit dem geschriebenen
Wort vorsichtig; wichtige Geschehnisse erfordern die Aufmerksamkeit;
– einen Luftwaffenoffizier sehen: bald eine Reise unternehmen oder in naher Zukunft Besuch bekommen;
– selbst ein Luftwaffenoffizier sein: man wird eine leitende Position übernehmen;
– Wenn eine Frau träumt einen Offizier geheiratet zu haben, wird die Realisation um so unbefriedigender
sein, je höher der Rang der Traumperson ist.
(ind. ) : – sehen: deine Ehe wird auf Tage getrübt sein;
– sein: du strebst vergebens nach Ehren.
(Siehe auch „Militär“)
Öffnung
Volkstümlich:
(ind. ) : – in der Wand: Prozesse.
Oheim
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Onkel): angenehme Familienereignisse.
(Siehe auch „Onkel“)
Ohne Zusammenhang
Volkstümlich:
(europ.) : – fehlende Zusammenhänge: bedeuten für gewöhnlich extreme Nervosität und Aufregung bei Veränderungen.
Ohnmacht
Allgemein:
Etwas geschieht ohne unser Dazutun: Wird man selbst im Traum ohnmächtig, kann man sich möglicherweise auf ein Geschenk, vielleicht
sogar auf eine Erbschaft oder eine unerwartete Liebeserklärung freuen. Fallen andere in Ohnmacht, macht uns das Unbewußte auf Leute in
unserer Umwelt aufmerksam, die sich auf eine etwas plumpvertrauliche Weise bei uns anbiedern wollen.
Psychologisch:
Ohnmacht kann bei Durchblutungsstörungen körperbedingt im Traum auftauchen. Oft symbolisiert sie aber Hilflosigkeit oder mangelnde
Eigenverantwortung. Das muß anhand der individuellen Lebensumstände gedeutet werden. Wenn man öfter von Ohnmachtsanfällen träumt,
fühlt man sich psychisch total überfordert und spielt auch in Wirklichkeit (manchmal) mit dem Gedanken, „in eine Krankheit zu flüchten“,
um endlich einmal in Ruhe gelassen zu werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: eine Krankheit befällt dich plötzlich;
– Ohnmächtige sehen: du wirst zu einer Hilfeleistung veranlaßt werden.

1028
(europ.) : – prophezeit Krankheit in der Familie und unerfreuliche Nachrichten von Abwesenden;
– in eine fallen: entweder ein sehr starkes Liebeserlebnis haben, oder ein Hinweis auf eine persönliche Niederlage,
die einem die Kraft rauben wird; auch: eine günstige Schicksalsfügungen, die einem eine Erbschaft oder sonstige
Zuwendung verheißt;
– selbst ohnmächtig sein: verheißt ein Geschenk oder eine Erbschaft;
– jemanden in Ohnmacht fallen sehen: man wird von jemandem angepumpt werden;
auch: unvorteilhaft für den Ledigen; Reichtum und Gedeihen für Verheiratete;
– jemanden in Ohnmacht sehen: man wird dir einen guten Dienst erweisen;
– Wird eine junge Frau ohnmächtig, stehen ihr schlechte Gesundheit und bittere Enttäuschungen
wegen ihres ausschweifenden Lebens bevor.
(ind. ) : – sein: du machst eine überraschende Erbschaft;
– Ohnmächtige sehen: vor Betrügereien sei gewarnt.
(Siehe auch „Betrug“)
Ohren
Assoziation: – Empfänglichkeit.
Fragestellung: – Wofür bin ich offen? Was bin ich bereit zu hören?
Artemidoros:
Mehr als zwei Ohren zu haben ist für den von guter Vorbedeutung, der Menschen bekommen will, die ihm gehorchen werden, z.B. eine
Frau, Kinder oder Haussklaven. Einem Reichen bedeutet es einen guten Leumund, wenn die Ohren wohlgestaltet, einen schlechten, wenn sie
mißgestaltet und ungleich groß sind, Schlimm ist das Traumgesicht für einen Sklaven und einen Prozessierenden, für den Kläger, sowohl für
den Beklagten. Dem Sklaven bedeutet es, er werde noch lange Zeit gehorchen müssen, dem anderen, es drohe ihm, falls er als Kläger auftritt,
eine Gegenklage; ist er aber der Beklagte, so werden abgesehen von den schon bekannten Anklagepunkte noch weitere gegen ihn erhoben
werden; es sagt ihm gewissermaßen, er habe noch mehr Ohren nötig. Einem Handwerker bringt es Glück; er wird viele Aufträge von Kunden
zu hören bekommen. Den Verlust der natürlich gewachsenen Ohren bedeutet in jedem einzelnen Fall das Gegenteil von den oben
besprochenen. Reinigt man sich die Ohren von Schmutz oder Eiter, so hat man Nachricht von irgendwoher zu gewärtigen, schlechte
dagegen, wenn man bei den Ohren gezogen wird. Ameisen die in die Ohren kriechen, bringen nur Sophisten Glück; die Ameisen gleichen
nämlich den jungen Leuten, die zum Unterricht kommen. Allen übrigen Menschen kündigt das Traumerlebnis den Tod an; denn die Ameisen
sind Kinder der Erde und verschwinden in der Erde. Ich kenne jemand, dem es träumte, es wären aus seinen Ohren Weizenähren gewachsen
und er fange die herausfallenden Körner mit beiden Händen auf. Er bekam die Nachricht, daß er zum Erben seines in der Fremde
verstorbenen Bruders eingesetzt worden sei. Die Ähren bedeuteten die Erbschaft, die Ohren den Bruder, weil sie gleichsam verbrüdert sind.
Eselsohren zu haben ist nur für Philosophen von guter Vorbedeutung, weil der Esel nicht gleich auf den ersten besten hört. Den übrigen
Menschen zeigt es Sklaverei und ein kümmerliches Leben an. (Wörtlich: „weil ein Esel seine Ohren nicht schnell bewegt“, d.h. erst nach
reiflicher Überlegung nachgibt.) Schaut man sich mit den Ohren eines Löwen, Wolfs, Panthers oder eines anderen Raubtieres, so deutet das
auf verleumderische Anschläge. Entsprechend muß man bei den übrigen Tieren ihren Eigenschaften gemäß die Deutung finden. Ohren in
den Augen zu haben, zeigt Erblindung an und daß die Sehkraft durch die Hörkraft ersetzt werden wird.
Allgemein:
Der Träumende schenkt seinen Gefühlen eine große Aufmerksamkeit, er ist sehr sensibel für sie. Ohr steht manchmal für erotische
Bedürfnisse. Je nach den Begleitumständen in den Träumen kann man noch folgende Bedeutung darin erkennen:
– Ohr sehen warnt manchmal vor übler Nachrede.
– Großes Ohr ermahnt, mehr auf andere zu hören, oder kündigt an, daß man mit einem Anliegen auf offene Ohren stoßen wird.
– Ohr reinigen kann zur Vorsicht und Hellhörigkeit in einer bestimmten Angelegenheit auffordern.
– Verstopftes Ohr kündigt an, daß man ein Unrecht erleiden wird.
– Am Ohr gezogen werden kann an ein Versprechen erinnern, das man einhalten muß.
Psychologisch:
Weibliches Symbol, wobei die Durchbohrung der Ohrläppchen auf die Defloration hinweisen könnte. Der Träumende kann aber auch sehr
empfänglich für Einflüsterungen durch andere Menschen sein. Oder ist es etwa das Gegenteil, sind Sie verschlossen, so daß der Traum
ermahnt, manchen Problemen und Menschen mehr „Ohr“ zu schenken? Wenn man sich im Traum am Ohrläppchen gezogen fühlt, will das
Unbewußte wohl auf eine Person oder eine Angelegenheit im Alltagsleben aufmerksam machen, die man mehr beachten sollte. Wer seine
Ohren im Traum reinigt, sollte sich im Wachleben von gewissen Vorurteilen frei machen.
Spirituell:
In der Antike galt das Ohr als Sitz des Gedächtnisses.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schön geformte besitzen: Zufriedenheit erlangen;
– große: Dummheiten begehen und hierdurch zum Gespött der Leute werden;
– überdimensional große: man sollte sich vor Neugierde bzw. schlechte Ratschläge fremder Personen hüten;
– im Traum besonders hervorgehobene: es droht Verlust durch üble Nachrede;
– kleine: sich durch Anspruchslosigkeit auszeichnen;
– waschen: deine Zuvorkommendheit wird gut aufgenommen werden;
– verwundete: eine schmerzliche Erfahrung machen;
– Ohrenschmerzen haben: man sollte sich vor Konkurrenten und Gegnern in acht nehmen;
– Träumt einer, seine Ohren seien schöner und größer geworden, wird er an seinem Freund, der sein Vertrauen besitzt,
großen Gefallen finden.
– Schmückt er sich gegen seine Gewohnheit mit einem Ohrgehänge, wird er einen Angehörigen oder intimen Freund
auf anderer Leute Kosten reich ausstatten;
schmückt er sich aber gewöhnlich mit dergleichen, wird er es aus eigener Tasche tun.
– Wähnt einer, sein Ohr sei aufgeschlitzt, verwundet oder von einem Leiden befallen, wird er von einem Angehörigen
oder intimen Freund tief gekränkt werden.
– Ist ihm ein Ohr völlig abgeschlagen worden, werden die Betreffenden ihn aus ihrer Freundschaft ausschließen.
– Träumt der Kaiser, seine Ohren seien verstopft, wird er die Bittgesuche seiner Untertanen schroff zurückweisen
und ihre Wünsche nicht erhören.
Ein gemeiner Mann wird seine Zusage nicht halten und seine Mitmenschen betrügen,
eine Frau Unzucht treiben, sich nicht fügen und frech auftreten.

1029
(europ.) : – fällt unter die erotischen Zonen;
– eines sehen: Ermahnung, auf das zu achten, was über einen selbst erzählt wird, da man dann etwas Wichtiges erfahren wird;
– sehen: ein böser und intriganter Mensch verfolgt die Unternehmungen, um einem zu schaden;
– viele sehen: man sollte sich nicht an dem Gerede anderer Leute beteiligen;
– Schwierigkeiten mit ihnen haben: schlechtes Zeichen; Schwierigkeiten von unerwarteter Seite;
– jemanden mit großen Ohren sehen: eine Bitte wird Erfolg haben;
– schöne oder große haben: zeigt an, daß du viele gute Freunde finden wirst; verspricht viel Freude;
– verstopfte oder verbundene haben oder taub sein: das in einen Menschen gesetzte Vertrauen wird mißbraucht;
– waschen, reinigen: in einer Sache wird man berechtigtes Mißtrauen haben;
– daran gezogen werden: man wird an ein gegebenes Versprechen erinnert;
– selbst jemanden daran ziehen: man wird Kummer durch den Fehltritt eines lieben Menschen leiden;
– auf taube Ohren einreden: bedeutet Nichterfüllung eines Wunsches oder einer Bitte, oder Mißlingen eines Planes
oder einer Absicht;
– Eselsohren sehen: eine Warnung vor einer Dummheit, die man gerade begehen möchte.
(ind. ) : – lange: falsche üble Nachrede;
– waschen: deine Heirat wird dir Vorteile bringen; du machst dich beliebt;
– verstopft: du wirst Unrecht erleiden müssen;
– viele: Unruhe in deiner Umgebung;
– daran gezogen werden: du wirst in Abhängigkeit kommen;
– verstümmelte: Leid;
– Eselsohren haben: du wirst unkluge Handlungen begehen;
– selbst danach greifen: du hast eine Pflicht vergessen;
– hineinsprechen: du wirst Ohrenbläser kennenlernen;
– verwundete: ein Freund hintergeht dich;
– schöne und große: einer deiner Freunde wird großes Glück haben.
– Die Ohren bedeuten die Frauen, Schwestern oder Töchter, das Hören aber ist Sinnbild des Glaubens.
– Träumt einer, seine Ohren seien wunderschön und groß geworden, wird er an seinen Schwestern oder Töchtern Freude erleben.
– Der Verlust eines Ohres zeigt den Tod von Tochter, Frau oder Schwester an.
– Ohren, die aufgeschlitzt, kleiner geworden oder geschrumpft sind, prophezeien der Frau, Schwester oder Tochter
eine langwierige Krankheit.
– Träumt einer, er habe sein Gehör verloren, wird er schwer sündigen und seelisch erkranken.
– Ist er nur auf einem Ohr taub geworden, wird die Krankheit gelinder sein.
(Siehe auch „Körper“)
Ohrfeigen
Allgemein:
Ohrfeige zeigt oft an, daß man für eigene Fehler die Rechnung präsentiert bekommt. Gibt man sie jemandem, warnt das vor dem Versuch,
Probleme auf einfache, plumpe Weise zu lösen.
Psychologisch:
Sie weist auf Nachlässigkeiten im Wachleben hin, auf die uns unsere Psyche aufmerksam machen möchte. Meist handelt es sich dabei um
das egoistische Verfolgen eigener Pläne.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: erniedrigenden Demütigungen ausgesetzt werden; du kommst in schlechte Gesellschaft;
– austeilen: sich gegen Angriffe tapfer wehren.
(europ.) : – erhalten: ist eine Warnung, daß du mit böswilligen Leuten zusammenkommen könntest;
eine eigene Fehlhandlung wird sich rächen, wenn man ein bestimmtes Problem schlagartig beseitigen will;
– austeilen: in Zank und Streit geraten; man wird durch Schaden klug werden und manche Freuden erleben;
eine verdrießliche Sache mit falschen Mittel erledigen zu wollen, wird sie noch unangenehmer machen.
(ind. ) : – erhalten: du wirst eine lange und sehr glückliche Ehe haben;
– austeilen: man wird dich hintergehen;
– austeilen sehen: Händel und Streit.
(Siehe auch „Backpfeife“, „Maulschelle“)
Ohrgehänge
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein Geschenk erhalten.
Ohrringe
Allgemein:
Ohrring kann vor Eitelkeit warnen, wenn man ihn kauft. Verliert man den Ohrring, soll das finanzielle Verluste ankündigen.
Psychologisch:
Ohrringe im Traum lenken die Aufmerksamkeit auf die Ohren. Hat man im Wachleben ein offenes Ohr für das, was man einem sagen will?
Volkstümlich:
(arab. ) : – Dünkt es einer Frau, ihr Mann habe ihr neuerlich Ohrringe geschenkt, wird sie einer Tochter das Leben schenken,
wenn sie schwanger geht, wenn nicht, empfangen und eine Tochter gebären;
ist sie ledig, wird sie zu ihrem Vergnügen eine Magd erwerben.
Träumt sie, ihre Ohrringe seien in Stücke gegangen, wird ihre Tochter oder ihre vertraute Magd erkranken;
sind die Ohrringe verlorengegangen oder gestohlen, wird sie wegen ihrer Tochter oder ihrer Magd Trübsal leiden.
– finden: Glück und Gewinn;
– verlieren: du wirst Verdruß haben; auch: finanzielle Angelegenheiten werden sich nicht so entwickeln,
wie man es erwartet hat;
– tragen: du wirst Geheimnisse erfahren; es stehen erfreuliche Stunden bevor;
– kaufen: deine Eitelkeit bringt dir Verdruß;
– zerbrechen: Verrat.

1030
(europ.) : – zeigen Eitelkeit und Prunksucht an und Streit;
auch: sind Vorbote von guten Neuigkeiten und interessanten Aufgaben in der Zukunft;
– sehen: bringt die Bekanntschaft mit einer Frau;
– für Männer; kaufen oder tragen: Warnung vor kostspieligen Liebesabenteuern;
für Frauen: Mißerfolg in der Gesellschaft;
– für Frauen; kaufen: man ist im Moment gesellschaftlich nicht sehr beliebt;
– von jemandem geschenkt bekommen: man wird geliebt, oder jemand will einem als Freund
oder Freundin gewinnen;
– geschenkt bekommen: bedeutet großen gesellschaftlichen Erfolg;
– zerbrochene: Tratsch auf niedrigem Niveau wird sich gegen einem richten;
– verlieren: Vorsicht, ein finanzieller Verlust droht.
(ind. ) : – finden: du machst bald ein gutes Geschäft;
– kaufen: sei nicht so eitel;
– verlieren: Verluste deines Vermögens;
– tragen: du wirst von einem Übel geplagt;
– zerbrechen: du wirst verraten werden.
Ohrwurm
Volkstümlich:
(europ.) : – gilt für Feinde in der Nachbarschaft; man hüte sich vor Einflüsterungen und verstricke sich nicht in Gerede.
(ind. ) : – haben: falsche Freunde suchen dich zu betören.
Ohrenschmerzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst üble Neuigkeiten erfahren.
Okkultes
Allgemein:
Okkult bedeutet „verborgen“. Wenn ein Traum also von Okkulten handelt, kann es sein, daß der Träumende auf seine verborgenen Ängste
aufmerksam gemacht werden soll. Die meisten Menschen empfinden Okkultes als negativ, setzen es mit Schwarzer Magie oder Satanismus
gleich. Möglicherweise steht das Traumbild daher mit der egoistischen Seite ihres Wesens in Zusammenhang.
Psychologisch:
Wenn der Träumende okkultes Wissen besitzt, kann es wichtig sein, dieses im Alltagsleben anzuwenden. Die Regel heißt jedoch: Niemals
zum Schaden eines anderen Menschen.
Spirituell:
Im Traum ist das Okkulte möglicherweise der Hinweis auf eine bislang ungenutzte geheime Weisheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – die Lehren eines Okkultisten hören: man möchte andere zu einem ausgeprägteren Gerechtigkeitssinn
und nobleren Ansichten hinführen;
– seine Ansichten übernehmen: verheißt materielle Ausschweifungen.
Okkupation
Psychologisch:
Traumbilder, die Szenen einer überfallsartigen Besetzung eines Gebäudes (einer Stadt usw.) schildern, können einen ernstzunehmenden
Hinweis auf eine psychische Erkrankung bedeuten. Der Träumende fühlt sich „fremden Mächten ausgeliefert“ – wenn sich solche Träume
häufiger wiederholen, sollte ein Therapeut aufgesucht werden.
Ökonom
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst durch Sparsamkeit Reichtum erlangen.
Oktober
(Monat)
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein Zeichen für zufriedenstellenden Erfolg in den Unternehmungen; man wird neue Bekanntschaften
machen, die sich zu langanhaltenden Freundschaften entwickeln.
Öl
Assoziation: – Schlüpfrigkeit; Glitschigkeit.
Fragestellung: – Was möchte ich aus dem Zustand des Festgefahrenseins befreien? An welcher Stelle wünsche ich mir mehr
Bewegungsfreiheit?
Artemidoros:
Das Trinken von Öl zeigt Vergiftung oder Krankheit an.
Allgemein:
Es ist wichtig, um welche Art von Öl es sich in dem Traum handelt. Salatöl symbolisiert häufig das entfernen von Reibungen oder ein Mittel,
um verschiedene Substanzen zu verbinden. Massageöl verweist auf Pflegen und Verwöhnen. Maschinenöl hebt die Fähigkeit des
Träumenden hervor, die Dinge am Laufen zu halten. Öl kann für geistige Kraft und Energie stehen: Das brennende Öl weist nach alten
Traumbüchern auf Ruhe und Zufriedenheit hin. Trinkt man Öl, deutet das Widerwillen gegen einen Menschen oder eine Angelegenheit an.
Schüttet man Öl aus, kann das auffordern, sich wieder zu beruhigen und zwischenmenschliche Reibereien zu vermeiden.
Psychologisch:
Wer im Traum Öl auf seine Wunden gießt oder es wohltuend auf der Haut spürt, kann im Wachleben friedlich seiner Arbeit nachgehen und
alles, was vielleicht auf ihn einstürmte, vergessen: dabei ist der Blick in die Zukunft gerichtet, in die man gut geschmiert fahren kann. Brennt
Öl mit heller Flamme, ist Freude in Sicht; ist die Flamme rußig, gibt es Verdruß. Der Träumende erkennt, daß er in einer bestimmten
Situation nur vorankommt, wenn er sie und die mit ihr befaßten Personen „schmiert“. Dabei muß er sich darüber im klaren sein, daß
Bestechung das falsche Mittel ist. Andere Wege sind denkbar. Die Ölspur auf der Straße, auf dem Wasser u.a.: Warnsignal, Umweltprobleme
im Tatsächlichen oder im symbolischen Sinne, Verunreinigung.

1031
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht Öl im Traum für Weihe und Hingabe. Das Öl (Ölung) symbolisiert auch den Geist Gottes und die von ihm
ausgehende geistige Kraft.
Volkstümlich:
(Pflanzenöl)
(arab. ) : – trinken: Freunde ebnen deine Wege;
auch: man sollte sich vor zu großer Vertrauensseligkeit gegenüber einer nicht aufrichtigen Person hüten;
– brennen sehen: Freude und Vergnügen;
– schlechtes, sehen oder trinken: Krankheit und Verdruß;
– verschütten: man verfolgt dich; geschäftliche Mißerfolge;
– damit übergossen werden: ein unangenehmes Erlebnis;
– sammeln: gute Geschäfte;
– schlagen oder schlagen sehen: du wirst mancherlei Anfechtungen haben;
– kaufen: man wird bei schwierigen Verhandlungen Erfolg haben.
(europ.) : – man will Ruhe und Frieden, kann sich diese aber nicht selbst verschaffen;
– sehen: kündet für die nächste Zeit ein ruhiges Leben an;
– große Mengen: stehen für Überschüsse bei angenehmen Unternehmungen;
– damit hantieren: man wird ein störendes Hindernis beseitigen;
– trinken: jemand wird einem trotz großer Liebenswürdigkeit Widerwillen einflößen; man erfreut sich bester Gesundheit;
– brennendes mit rauchlosen Flammen sehen: bedeutet ein wertvolles Geschenk oder sonstige Zuwendungen,
durch die das Leben für die nächste Zeit in ruhige, friedliche und glückliche Bahnen gelenkt wird;
– brennendes mit starker Rauchentwicklung: Ruhe und Frieden werden durch ein besonderes Ereignis stark gestört werden;
– kaufen: bedeutet einen Gewinn;
– verschütten: eine Zeit voller Unannehmlichkeiten ist zu überwinden;
– ausgießen: man versucht einem Gegner keine Angriffsfläche zu bieten, oder einen Gegner zum ausrutschen zu bringen;
– einölen: verkündet Ereignisse, bei denen man die treibende Kraft ist;
– etwas ölen (schmieren): man sollte sich daran erinnern, daß man mit Höflichkeit leichter durchs Leben kommt;
– süßes Öl: signalisiert, daß man sich in einer schwierigen Situation alles andere als zuvorkommend behandeln lassen muß;
– Träumt ein Mann vom Geschäft mit Öl, bedeutet dies ein erfolgloses Liebesleben, da er ungewöhnliche Zugeständnisse
machen muß.
– Träumt eine Frau davon, mit Öl eingerieben zu werden, dann wird sie für indiskrete Annäherungen offen sein.
(Siehe auch „Feuer“, „Flamme“, „Wunde“)
Ölbaum
Artemidoros:
Da der Ölbaum langsam wächst, führt er das Glück als auch das Unglück langsamer herbei. Ganz allgemein sind die fruchttragenden
günstiger als die wilden, und von den fruchttragenden diejenigen, die ihre Blätter nicht verlieren, den Öl- und den Lorbeerbaum
ausgenommen. Von diesen bringt erfahrungsgemäß der Ölbaum, er selbst, seine Früchte und Blätter, Kranken den Tod, der Lorbeer dagegen
Rettung. Und das ist ganz begreiflich, denn Verstorbenen gibt man mit Zweigen vom Ölbaum das letzte Geleit, nicht vom Lorbeerbaum.
Volkstümlich:
(arab. ) : – kleiner Gewinn in der Lotterie; auch: in unmittelbarer Zukunft wird man sich für einen Weg entscheiden müssen.
(Siehe auch „Kopf“, „Kranz“, „Weinfaß“)
Oleander
Artemidoros:
Oleanderbäume bedeuten Frauenzimmer, die der lockeren Zunft angehören und liederlich sind, unternehmungslustigen Leuten
Enttäuschungen, Kranken jedoch Genesung und Gesundheit. Allen anderen Menschen sind sie Sinnbilder vergeblicher Anstrengungen.
(Siehe auch „Kranz“)
Ölig
Assoziation: – Aalglatt; Kriecherisch.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, direkter zu sein?
Oliven
Medizinrad:
Schlüsselworte: Uralt; schmackhaft; Öl; Heilung; Reife; Verstehen; Sein; Erfahrungen; westlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Olivenbäume, im Medizinrad mit der äußeren Position des westlichen Seelenpfads und mit der Erfahrung verbunden, gibt es
seit unendlichen Zeiten auf der Erde. Die Früchte der mittelgroßen Bäume schmecken ausgezeichnet. Das aus diesen Früchten gepreßte Öl ist
sowohl äußerlich als auch innerlich, zur Heilung und zum Kochen, zur Anwendung gekommen.
Allgemeine Bedeutung: Ein sehr alter Teil deines Seins; Unterstützung darin, Erfahrung zu begreifen; Vorbereitung auf neue Erfahrungen.
Assoziation: Ölbäume.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe alter Kräfte, die als Verbündete entweder direkt zu dir kommen oder erst durch das Bestehen eines
Tests gewonnen werden müssen.
Allgemein:
Olive kann auf erotische Bedürfnisse hinweisen. Ißt man sie, warnt das vor Verschwendung. Schlechte Olive kann für Untreue in einer
Liebesbeziehung stehen, die gekaufte steht für ein erotisches Abenteuer, für das man teuer bezahlen muß.
Psychologisch:
Im Traumbild der Olive drücken sich Güte und Sanftheit aus. Oft ist die Olive ein Symbol für die Weiblich- und Mütterlichkeit. Die
Fähigkeit der Hausfrau auszugleichen und somit den Familienfrieden zu erhalten, wie auch ihre Umsicht und Sorgfalt werden oft in diesem
Bild dargestellt. Die Frucht des Ölbaumes ist eindeutig erotisch aufzufassen. Wer sie kauft und ißt, will mit Gewalt ein Problem lösen, das
sich aus einer sogenannten verbotenen Liebesgeschichte oder einem Ehebruch ergibt. Wer aber die Früchte einsammelt, kann mit einer
Herzensverbindung rechnen. Der Olivenbaum gilt im Vorderen Orient als Baum der Erkenntnis.
Spirituell:
Mit einem Olivenzweig kommt die Taube am Ende der Sintflut zu Noah zurück. Sie ist ein Symbol des Friedens.

1032
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man darf sich berechtigte Hoffnungen in bezug auf eine Herzensangelegenheit machen;
– essen: du gibst für Leckereien zu viel Geld aus; auch: man sollte sich vor unüberlegten Entscheidungen
in Liebesangelegenheiten in acht nehmen.
(europ.) : – Symbol der Erotik; Früchte aus dem Garten der Liebe sind zu pflücken;
– sehen allgemein: eine Streitfrage, die noch im Raum steht, wird sich bald harmonisch klären;
– am Baum: Erfolg in der Liebe; begründen Macht und neue Freundschaften;
– sehen, wie solche vom Baum gepflückt oder geschüttelt werden: Warnung vor einer Verführung
oder einer nicht echten Liebe;
– selbst pflücken oder vom Baum schütteln: Mahnung, nichts zu übereilen;
– mit einer ausgelassenen Gruppe von Freunden pflücken: es warten gute Geschäftsabschlüsse
und angenehme Überraschungen auf einem;
– vom Baum gefallen am Boden liegen sehen: verheißen wenig und unnütze Arbeit; bedeutet ein minderwertiges Liebeserlebnis;
– im Laden oder in einem Verkaufsstand sehen: verheißt eine Liebesaffäre mit Spekulation auf den Geldbeutel des anderen;
– einem Glas entnehmen: verheißt Geselligkeit;
– ein Olivenglas zerbrechen: unmittelbar vor einem freudigen Ereignis eine Enttäuschung erleben;
– essen: verbotenes oder heimliches Liebeserlebnis; Zufriedenheit und Freundschaft;
auch: in einer persönlichen Beziehung wird man bald auf den „harten Kern“ der Wirklichkeit stoßen;
– faule: bedeutet Falschheit oder Treulosigkeit in der Liebe;
– Olivenbaum: bedeutet Glück;
– Olivenzweig: bringt Fortschritt.
(ind. ) : – essen: sei nicht zu verschwenderisch;
– am Baum: du wirst verschwenderisch;
– pflücken: du bist voreilig.
(Siehe auch „Baum“, „Nahrungsmittel“)
Olivenbaum
Allgemein:
Das Traumsymbol Olivenbaum läßt meistens Erinnerungen an den Urlaub aufsteigen oder auch an Zähigkeit und Alter. Teilweise, unter
Einfluß des Orients, wird der Olivenbaum auch als ein Traumsymbol für Reichtum und Besitz angesehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Olivenzweig: baldige Verehelichung; Fruchtbarkeit.
(europ.) : – für Ledige: baldige Verheiratung;
– für Verheiratete: Wohlstand, Wohlergehen, gute Freunde.
(ind. ) : – gute Geschäfte.
(Siehe auch „Oliven“)
Olivin (Siehe „Edelsteine“)
Olymp
Allgemein:
Olymp bringt höhere geistige Einsichten, aber auch das Vertrauen in höhere Fügung und Vorsehung zum Ausdruck. Dahinter steht auch
Schicksalsergebenheit, die jede Aktivität lähmt.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man soll auf Gott vertrauen.
(ind. ) : – sehen: du kommst in große Gesellschaft.
Olympiade
Allgemein:
Olympiade symbolisiert allgemein den Lebenskampf, den Wettbewerb mit anderen, der angenommen werden soll. Siegt man dabei, deutet
das auf eine Niederlage im realen Leben hin, während das Unterliegen im Traum tatsächlich einen Erfolg verheißt.
Volkstümlich:
(europ.) : – einer als Zuschauer beiwohnen: andere haben in einer Sache das gleiche Ziel wie man selbst;
– selbst als Wettkämpfer daran teilnehmen: man wird einem Rivalen oder anderen Bewerbern unterliegen;
– beim Wettkampf unterliegen oder keine Entscheidung erreichen: man wird seine Rivalen aus dem Felde schlagen;
Furchtsamkeit wäre grundlos.
(Siehe auch „Allkampf“, „Faustkampf“, „Fünfkampf“, „Kranz“, „Kurzstreckenlauf“, „Ringen“)
Omelett
Volkstümlich:
(europ.) : – serviert bekommen: man sollte vor Schmeichelei und Falschheit in seinem Umfeld auf der Hut sein;
– essen: man wird von jemandem beschwindelt, der das Vertrauen von einem genießt.
Omnibus
Allgemein:
Im Omnibus ist man Gast unter vielen. Es können die Teilpersönlichkeiten sein, die uns ausmachen: es können auf der Objektstufe jene sein,
die irgendwie an unserer Lebensfahrt mit teilhaben, und bei deren kleiner „Stadtreise“ wir mit dabei sind, In solchen Träumen – selten sind es
wichtige Träume – betrachtet man, wer mitfährt, und übersehe nicht, wo das Fahrzeug hält. Es handelt sich bei diesen Träumen meist um das
kollektive Erleben. Deshalb muß mancher Einzelgänger des Lebens im Traum in einem überfüllten Straßenbahnwagen stehen oder er wird in
einem Omnibus gepfercht. Denn unter anderem haben wir sehr gewöhnliche, aber allgemein verbindliche Ziele.
Psychologisch:
Der Omnibus symbolisiert wie das Auto und das Motorrad ein Vorwärtskommen auf dem Lebensweg. Der Omnibus ist aber anders als das
Auto eher ein Bild für die Gemeinschaft verbindenden Elemente. Er kann im Traum das Verhältnis des Träumenden zu seinen Mitmenschen
sowohl im privaten wie auch beruflichen Bereich ausdrücken. Da er viele Fahrgäste befördern kann, zeigt er an, daß man nur in der
Gemeinschaft mit anderen ein erstrebenswertes Ziel zu erreichen vermag, weil man als einzelner einfach nicht genug Kraft aufbringt. Der
Träumer will mit Gewalt vorwärts kommen. Soviel Ehrgeiz ist aber anscheinend seiner psychischen Gesamtkonstitution nicht besonders

1033
zuträglich. Weniger Gewalt und dafür mehr Ausdauer wäre vorteilhafter. Seinen Aufstieg kann man ohnedies nicht im Alleingang, sondern
nur unter Mitarbeit anderer zustande bringen. Wichtig für die Traumdeutung sind der Zustand des Busses, der Verlauf der Fahrt und das
Gefühl des Träumenden währenddessen.
Volkstümlich:
(europ.) : – für Mann: man will mit Gewalt und Ehrgeiz beruflich vorwärtskommen;
– mit ihm fahren: du sollst dich mehr mit deiner Person beschäftigen; jeder weitere Fahrgast
repräsentiert ein Hindernis für den Erfolg, eine Schwierigkeit, die Überwunden werden muß;
auch: zeigt Zufriedenheit an, aber man beharrt noch zu sehr auf alte Anschauungen;
– in die falsche Richtung fahren: man sondert sich von der Umwelt zu sehr ab.
(ind. ) : – mit ihm fahren: deine Energielosigkeit hindert dein Vorwärtskommen;
– sehen: langsames, aber sicheres Vorwärtskommen.
(Siehe auch „Auto“, „Bus“)
Onkel
Allgemein:
Ein im Traumerscheinender Onkel symbolisiert im allgemeinen das Bedürfnis des Träumenden nach einer Respektperson bzw. nach einer
Vaterfigur. Er hat Angst, sein Leben alleine nicht meistern zu können und benötigt ständig den Rat anderer Leute, um Entscheidungen zu
treffen. Begegnet man im Traum einem „unbekannten“ Onkel, sollte man sich in acht nehmen, von Fremden nicht verführt und getäuscht zu
werden.
Psychologisch:
Symbolgestalt für eine „zweitrangige Autorität“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: in Familienstreitigkeiten verwickelt werden.
(europ.) : – Belästigung durch neugierige Menschen;
– sehen: kündet Auseinandersetzungen in der Familie an; auch: bald traurige Nachrichten bekommen;
– geistig gebrochen sehen und wiederholt diesen Traum haben: diese Probleme gibt es in den Beziehungen,
so daß es zumindest zeitweilig zur Entfremdung kommt;
– treten Mißverständnisse auf: die familiären Beziehungen sind unerfreulich und auch Krankheit ist ständig im Spiel;
– tot sehen: deutet auf schlimme Widersacher;
(ind. ) : – sehen: du wirst von Menschen bedrängt.
(Siehe auch „Oheim“)
Onyx
Volkstümlich:
(arab. ) : – Zudringlichkeit bereitet dir Ärgernis.
(ind. ) : – meide die zudringlichen Menschen.
(Siehe auch „Edelsteine“)
Opal
Allgemein:
Der Opal prophezeit immer stilles Glück und Zufriedenheit. Wenn es dem Träumenden gelingt, bescheiden zu bleiben und sich über die
kleinen Dinge des Lebens zu freuen, wird ihn eine glückliche Zukunft erwarten. Dabei sollte er sich jedoch vor Neid seiner Mitmenschen
hüten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Tugend findet Anerkennung.
(europ.) : – sehr günstiges Zeichen.
(ind. ) : – man wird deine Tugenden loben.
(Siehe auch „Edelsteine“)
Oper
Assoziation: – ausgefeilte oder komplexe Form; Epos.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben strebe ich nach Größe und Erhabenheit?
Allgemein:
Wenn sich der Träumende in seinem Traum in der Oper befindet, beobachtet er das „Drama“ einer Situation in seinem Umfeld – es kann
durchaus angemessen sein, es nur zu beobachten, statt daran teilzunehmen. Tritt der Träumende als einer der Darsteller in einer Oper auf,
dann verbirgt sich dahinter der Hinweis, daß er in seinem Leben einen dramatischen „Input“ braucht. Oper kann wie Bühne verstanden
werden. Häufig steht sie auch für Gefühlsüberschwang, Täuschung durch andere oder unnötiges Auftauchen von Vorgängen.
Psychologisch:
Den Träumer, der sich in einem Opernhaus sitzen sieht und die Sänger singen hört, erwartet wohl ein besonders harmonisches Erlebnis im
Wachleben. Tritt er aber selbst in einer Oper auf und mimt den Sänger, obwohl er eigentlich gar nicht gut singen kann, macht er sich im
Alltagsleben wahrscheinlich allerhand vor und möchte vor anderen in falschem Glanz erscheinen. Mitwirkender in einer Oper zu sein, kann
vom Träumenden verlangen, sich in Alltagssituationen dramatischer und geschulter zum Ausdruck zu bringen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Oper im Traum das Lebensdrama dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – besuchen: du hast Freude an edlen Genüssen;
– hören: man neigt zu übergroßer Vertrauensseligkeit und droht dadurch einen wahren Freund zu verlieren;
auch: warnt vor Selbstgefälligkeit und Eitelkeit.
(europ.) : – fast immer die Darstellung des eigenen Lebens oder einzelner Episoden, oder unklarer Momente daraus;
– eine besuchen: man wird von Freunden gut unterhalten; unmittelbare Geschäfte laufen günstig ab;
– eine hören: verheißt dir noch viele Freuden ganz nach deinem Wunsch; auch: Warnung vor der Unaufrichtigkeit anderer;
– darin mitwirken müssen: Wirrnisse und Zaghaftigkeit; man wird eine hervorragende Rolle spielen,
aber leicht Rückschläge erfahren.
(ind. ) : – sehen: sei nicht so hartherzig gegen die Deinen.
(Siehe auch „Bühne“, „Musik“)

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Operation
Assoziation: – Arbeit an der Heilung.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir will es sich gutgehen lassen?
Allgemein:
Für niemanden ist eine Operation im Krankenhaus eine angenehme Vorstellung, und meistens ist sie daher auch mit Angst verbunden. Im
Traum kann dies zum einen bedeuten, daß der Träumende seine Ängste vor Krankheiten und Schmerzen erkennt, zum anderen aber auch,
daß er sich einem Heilungsprozeß unterziehen muß. Operation zeigt einen schwerwiegenden Einschnitt im Leben an, der durch innere
Wandlung entsteht; oft fordert das auf, unzweckmäßige innere Haltungen aufzugeben, auch wenn das zunächst schmerzlich ist.
Psychologisch:
Hier handelt es sich um einen Eingriff in unseren Seelenhaushalt. Wer also im Traum operiert wird oder bei der Operation anderer zuschaut,
sollte seinen Lebensstil in einschneidender Weise ändern, damit sein seelisches Gleichgewicht wiederhergestellt werden kann. Nur
manchmal deuten Traumoperationen psychische Störungen an. Wird der Träumende also operiert, so versucht er einem inneren Wissen
näherzukommen, hat jedoch Angst vor dem Ergebnis. Führt der Träumende eine Operation durch, heißt dies, daß er um seine
Geschicklichkeit in Alltagssituationen weiß. Genauere Auskunft geben die Körperteile, an denen im Traum operiert wird. Ein Herzoperation
ist also ein Hinweis für eine Störung im emotionalen Bereich. Muß am Bein operiert werden, bezieht sich dieses Bild auf die
Lebenseinstellung des Träumenden, die ihn nicht weiterbringt. Eine Magenoperation deutet auf eine nicht „verdaute“ Problematik hin.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet die Operation im Traum Heilung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine mit ansehen: du wirst traurige Dinge erfahren;
– operiert werden: ein schwerer Unglücksfall wird dich treffen.
(europ.) : – Mut und Ergebenheit, um ein Leid zu überwinden; mitunter als Warntraum zu verstehen; der bisher
beschrittene Lebensweg ist nicht befriedigend; ein gewaltsamer, schmerzhafter Eingriff ist zu erwarten;
– einer beiwohnen: deutet auf traurige Verhältnisse oder einen schweren Schicksalsschlag hin;
auch: Zeichen für unerwartete Nachrichten;
– eine an sich selbst erleiden: verspricht Hilfe durch andere aus einer Not oder Bedrängnis.
(ind. ) : – sehen: du wirst krank; bedeutet Krankenlager;
– werden: du wirst Heilung finden.
(Siehe auch „Arzt“, „Amputation“, „Krankenhaus“, „Narkose“, „Verletzung“)
Operationsbesteck
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man weis es nicht zu schätzen, daß ein Freund einem gegenüber diskret ist.
Operette
Allgemein:
Operette deutet man ähnlich wie Oper, aber nicht so gewichtig.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: gewisse Dinge, die sich erst entwickeln müssen, darf man nicht überschätzen,
da man sonst eine große Enttäuschung erleben wird.
(europ.) : – hören: verkündet fröhliche und heitere Geselligkeit;
– in einer selbst mitwirken: man baut Luftschlösser.
(Siehe auch „Oper“)
Opernglas
Allgemein:
Opernglas kann wie Fernglas oder Lupe Vorgänge im Leben verdeutlichen, um deren besseres Verständnis man sich bemühen sollte.
Manchmal warnt es vor übertriebener Selbstbeobachtung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Neuigkeiten erfahren;
– hindurchsehen: dein Scharfblick wird sich nicht täuschen lassen;
– durch eines betrachtet oder beobachtet werden: man wird dich sehr launisch behandeln.
(europ.) : – sehen: gilt als Erlangung der Mittel, um sehnlichste Wünsche zu verwirklichen;
– durch eines betrachtet werden: verkündet Belästigungen oder gar Bedrohungen durch andere;
in harmlosen Fällen wird man durch sein Verhalten angenehm oder unangenehm auffallen.
(ind. ) : – hindurchsehen: deine Wünsche werden sich erfüllen;
– damit angesehen werden: du bist Verfolgungen ausgesetzt.
(Siehe auch „Fernglas“, „Lupe“)
Opfer
Artemidoros:
Ein gutes Vorzeichen ist es, wenn man sieht, wie andere geopfert werden; es bedeutet, daß alle Vorhaben schon zu einem glücklichen Ende
gekommen sind, weil das Opfer Symbol der Erfüllung ist. Es träumte einer, er führe seine Frau wie ein Opfertier vor und schlachte sie,
schneide ihr Fleisch in Stücke, verkaufe es und erziele damit einen ansehnlichen Gewinn. Es träumte ihm weiter, er empfinde Freude darüber
und versuche, das eingenommene Geld aus Furcht vor dem Neid der Umstehenden zu verstecken. Dieser Mann verkuppelte seine eigene
Frau und bestritt mit dem schmutzigen Geschäft seinen Lebensunterhalt. Dieses war für ihn zwar eine gute Einnahmequelle, durfte aber unter
keinen Umständen ans Licht der Öffentlichkeit kommen. Es gelobte einer dem Asklepios, er werde ihm einen Hahn opfern, falls er ohne
Krankheit durch das Jahr käme. Einen Tag später gelobte er wiederum dem Asklepios, er werde ihm einen zweiten Hahn opfern, falls er
keine Triefaugen bekäme. Und in der Nacht träumte er, Asklepios sage ihm: „Ein Hahn genügt mir.“ Der Mann blieb zwar von sonstigen
Krankheiten verschont, wurde aber schwer triefäugig; denn der Gott hatte an einem Gelübde genug und versagte ihm die andere Bitte. Es
träumte jemand, daß ihm einer sage: „Bringe dem Asklepios ein Opfer!“ Am folgenden Tag traf ihn ein schlimmes Unglück; er wurde von
einem Wagen, der umstürzte, heruntergeschleudert und brach sich dabei die rechte Hand; und das war es, was ihm das Traumgesicht
andeutete, er müsse sich in acht nehmen und dem Gott Unheil abwehrende Opfer darbringen.
Allgemein:
Im Traum widerfahren dem Menschen oft Dinge, auf die er keinen Einfluß hat. Damit ist der Träumende in dem Sinne Opfer, als daß er in
der Situation passiv oder machtlos ist. Manchmal erkennt er, daß er einen anderen Menschen nicht korrekt behandelt; er macht diesen zum

1035
Opfer seiner eigenen inneren Aggression und geht auch mit sich im realen Leben nicht richtig um. Opfer (Opfern) fordert auf, Absichten und
Ziele aufzugeben.
Psychologisch:
In Mythen, Märchen und Religionen steht das Opfer als Gegengeschenk für die Gaben der Natur. In der Meinung der Menschen bedurfte es
also eines Ausgleichs. Diese Bedeutung kann das Traumopfer auch haben. Oft ist es jedoch auch ein Hinweis an den Träumenden bestimmte
Gewohnheiten oder Beziehungen aufzugeben. Das Opfer ist im Traum aber immer ein Warnsymbol. Das Opfer im Traum lehnt sich
mythologisch an den Opferkult der Antike an. Heute symbolisiert es für das Wachleben, daß man Opfer bringen müßte, um vor seiner
Umwelt makellos dazustehen. Vielleicht sollte man auch eine schlechte Angewohnheit auf dem Opferaltar zurücklassen, um vor sich selbst
bestehen zu können. Wenn der Träumende ständig Situationen schafft, aus denen er als Verlierer hervorgeht, kommt dies in seinen Träumen
zum Ausdruck und kann dabei auch dramatische Formen – wie etwa die des Diebstahls, der Vergewaltigung oder Ermordung – annehmen.
Dabei handelt es sich nicht um hellseherische Träume, solange der Träumende darin nicht eine Fähigkeit erkennt, sich selbst zum Opfer zu
machen. Wo seine Schwierigkeiten liegen, offenbart sich eventuell durch den Trauminhalt. In diesem Zusammenhang ist wichtig, was im
Traum geopfert wird, denn daraus erschließen sich weitere Deutungsmöglichkeiten.
Spirituell:
Unterdrückt der Träumende seine Fähigkeit, sein spirituelles Potential zu entwickeln, übernimmt er in seinen Träumen die Rolle des Opfers –
zu dem er sich selbst macht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich bringen lassen: sich durch unvernünftige Forderungen Feinde schaffen;
– selbst bringen: man versucht dich auszunutzen;
– für andere bringen: man wird für eine gute Tat reich belohnt werden;
– zu einem werden: du behandelst bestimmte Menschen im wirklichen Leben nicht korrekt.
(europ.) : – bringen: du wirst für eine gute Tat Belohnung finden; man wird beliebt werden;
– eins bringen müssen: entweder man verlangt zu viel von einem, oder man selbst überfordert sich;
– sehen: du bist hartherzig gegen die Deinen;
– einem bösen Plan zum Opfer fallen: man wird von Feinden niedergeschlagen und übermannt;
auch die Familienbeziehungen werden strapaziert;
– andere zum Opfer machen: man wird mit unehrenhaften Mitteln Reichtum zusammentragen
und zur Sorge der Gefährten illegale Verbindungen bevorzugen;
(ind. ) : – bringen: du wirst eine Einladung erhalten.
(Siehe auch „Amputation“, „Hochzeit“, „Operation“)
Opferstock
Allgemein:
Opferstock deutet man als Warnzeichen bevorstehender Verarmung, die man aber meist noch abwenden kann, wenn man falsche
Verhaltensweisen und unerreichbare Ziele aufgibt.
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst in Elend und Jammer kommen.
(europ.) : – einen Opferstock sehen: mahnt an die Vergänglichkeit alles Irdischen;
– einen Opferstock mit einer Gabe versehen: man wird in der Not einen Freund finden;
– achtlos an einem Opferstock vorübergehen: verkündet Einsamkeit und Verlassenheit.
Opferung
Allgemein:
Opferung bedeutet zum einen, etwas aufzugeben, und zum anderen, etwas heilig zu machen. Wenn sich also diese beiden Möglichkeiten in
einem Traumszenario miteinander verbinden, ist der Träumende bereit, sein Ich oder seine Individualität zugunsten von etwas aufzugeben,
das größer und wichtiger ist als er selbst. Oft wird ein Opfer auf der Basis von leidenschaftlichem Glauben dargebracht.
Psychologisch:
Meist wird für eine Opferung eine nachfolgende gerechte Belohnung, gewöhnlich spiritueller Art, erwartet. Möglicherweise rechnet der
Träumende aber nicht mit einer sofortigen Belohnung – von dem guten Gefühl oder dem Wissen, das Richtige getan zu haben, einmal
abgesehen. Überdies spielen bei der Opferung stets das Aufgeben von unangemessenem egoistischen Verhalten und die Harmonie des
Träumenden mit dem Fluß des Lebens eine Rolle. Die Opferung eines Tieres weist darauf hin, daß sich der Träumende dessen bewußt ist,
daß er seine niedrigeren Triebe zugunsten spiritueller Kraft aufgeben kann. Wenn sich das Tier willig opfern läßt, ist der Träumende bereit,
Triebe in spirituelle Energie umzuwandeln. Sollte es sich bei dem Tier um einen Hasen oder um ein Kaninchen handeln, so ist die Opferung
ein Symbol der Wiedergeburt.
Spirituell:
Die Opferung im Traum ist ein wichtiger Aspekt spirituellen Wachstums und ein Symbol des Verzichts auf Materielles zugunsten von
Geistigem.
Opium
(Opiate)
Allgemein:
Opium kann körperbedingt auftreten und dann auf nervöse Erschöpfung hinweisen; das warnt vor weiterer Überforderung. Möglicherweise
steht das Rauschmittel auch für die Neigung, aus der Realität in Illusionen zu flüchten. Ferner kann es auf Leichtsinn oder schlechten
Umgang hindeuten.
Psychologisch:
Wer vom Rauschgift träumt, obwohl er noch nie welches genommen hat, erwacht vielleicht im bewußten Leben aus einem Rausch der
Gefühle, der ihm nichts eingebracht hat. Es kann ein Symbol für die Flucht aus der Realität, Rauschzustände und Selbsterfahrungs-
Experimente – ganz wie „im wirklichen Leben“ auch, sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – warnt vor Sorglosigkeit; Flucht vor Unangenehmen, oft auch Erschöpfung des Nervensystems;
schlechte Nachrichten von See her oder eine Erkrankung eines nahestehenden Menschen;
– sehen: warnt vor einer Neigung, da diese ins Verderben führen kann; auch: fremde Personen werden
einem durch hinterhältige und verführerische Methoden die Chancen verringern, reicher zu werden;
– angeboten bekommen: Warnung vor einem Betrüger oder Verführer;
– genießen: man wird betrogen; man hat unrealistische Vorstellungen über das eigene Leben;
– andere genießen sehen: warnt vor leichtsinniger Gesellschaft;
– eine Opiumhöhle betreten: man wird sich auf ein sehr gewagtes Unternehmen oder Abenteuer einlassen.

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(ind. ) : – sehen: du wirst durch deine Klugheit einer Gefahr entgehen, werde aber deshalb nicht übermütig;
– einnehmen: nur durch schnelles Handeln kannst du einer drohenden Gefahr entgehen.
(Siehe auch „Drogen“)
Opossum
Assoziation: – sich totstellen.
Fragestellung: – Was bedroht mich? Wo bin ich bereit, zum Leben zu erwachen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Trickkünstler; unredlich; Transformation; Wiedergeburt; Fähigkeit, sich tot zu stellen.
Beschreibung: Das Opossum oder genauer die hier gemeinte Virginische Beutelratte beziehungsweise das Nordopossum schläft an seinem
Schwanz aufgehängt an Bäumen und verläßt sich im Überlebenskampf insbesondere auf seine Fähigkeit, sich tot stellen. Es kann sogar den
typischen Verwesungsgeruch absondern und auf diese Weise einen Widersacher überzeugen, daß es keinen Grund mehr gibt, um
anzugreifen. Das Opossum ist ein einzelgängerisches Nachttier. Fühlt es sich bedroht, dann erstarrt es gleichsam zur Leblosigkeit und sperrt
dabei sein Maul manchmal weit auf, um durch den Anblick seiner Zähne den potentiellen Freßfeind zu beeindrucken.
Allgemeine Bedeutung: Transformation; Wiedergeburt; mit einem Trick dazu gebracht zu werden, über den Tod nachzudenken; der Teil von
dir, der unredlich sein wird, um dich zu schützen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Grundlegende Transformation deiner spirituellen Natur; Hilfe dabei, Nahetoderlebnisse zu verstehen.
(Siehe auch „Tiere“)
Optiker
Psychologisch:
Sie brauchen mehr „Durchblick“ und eine klare Sicht, um das (für Sie) Wesentliche zu erkennen. Was wollen Sie lieber „nicht so genau
sehen“?
Volkstümlich:
(europ.) : – Augengläser erwerben: bedeutet, eine gute Chance nicht bemerkt zu haben, bis sie vorbei war.
(Siehe auch „Augenarzt“)
Orakel
Assoziation: – Prophezeiung; Mehrdeutigkeit; Rätsel.
Fragestellung: – Was wird mir langsam klar? Welches Rätsel kann ich lösen?
Allgemein:
Viele Menschen möchten gern wissen, was die Zukunft für sie bringt und wie sie handeln sollen. Wenn ein Traum von einem Orakel handelt,
dann verbindet dies den Träumenden mit dem Teil seines Selbst, der weiß, welche Schritte als nächste getan werden müssen. Im Traum kann
das Orakel häufig als Traumfigur auftreten, etwa als Göttin oder als alter Weiser. Es kann auch sein, daß der Träumende in seinem Traum
eines der vielen bekannten Vorhersagesysteme benutzt.
Psychologisch:
Das Bedürfnis nach Wissen ist sehr groß, und es steht zu vermuten, daß ein Orakel über mehr Informationen verfügt als der Träumende.
Häufig ist es notwendig, die Botschaften des Orakels zu entschlüsseln. Manchmal versteht der Träumende sie auch erst, nachdem der
Wachzustand darüber nachgedacht hat.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht das Orakel im Traum für Prophezeiung und verborgenes Wissen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – fragen: du mußt nach eigenem Ermessen handeln.
Oralverkehr
Assoziation: – Befriedigung; Lust.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir möchte Befriedigung geben oder nehmen?
(Siehe auch „Sexualität“)
Orange (Farbe)
Assoziation: – Emotion; Stimulation; Heilung.
Fragestellung: – Was fühle ich?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Ernte; Glühen; Lebenskraft; Mond der ersten Fröste.
Beschreibung: Orange ist im Medizinrad das Farbtotem der im Mond der ersten Fröste (24. Oktober bis 21. November) Geborenen. Es ist die
Farbe der Ernte und vieler Früchte, die ihre vollkommene Reife erreicht haben.
Allgemeine Bedeutung: Was du ernten darfst; ein Hinweis auf deinen Entwicklungsstand; Reife. Assoziation: Orange – die Frucht.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Integration
Allgemein:
Ähnlich wie die Farbe Rot weist Orange auf Aktivität und Tatendrang hin. Der Träumende durchlebt gerade eine Zeit, die ihn besonders
dazu herausfordert, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und etwas zu tun.
(Siehe auch „Farben“)
Orangen (Frucht)
Allgemein:
Orange wurde bei den Farben erklärt. Die Frucht kann sexuelle Bedürfnisse verkörpern. Oft fordert sie auch auf, mehr für die Erhaltung der
Gesundheit zu tun, schädliche Gewohnheiten abzulegen. Altindische Traumbücher deuten den Kauf von Orangen als Erfüllung in einer
Liebesbeziehung.
Psychologisch:
Orange ist die Mischfarbe aus Gelb und Rot und ist ein besonders starkes Signal für Aktivität. Im Traum sind sie fast immer ein erotisches
Symbol für die weibliche Brust.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mehrere sehen: kränklich werden;
– eine sehen: kündigt ein leidenschaftliches Liebesverhältnis an das nicht von Bestand ist;
– essen: in schlimme Situationen kommen.

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(europ.) : – als sexuelles Symbol zu verstehen;
– Orangenblüte sehen: in den Gedanken befaßt man sich mit einer Heirat;
– sehen: verkünden bei mäßigen Leben Freuden und sonstige leibliche Genüsse; andernfalls
gelten sie als Warnung und raten, mehr für die eigene Gesundheit Sorge zu tragen;
– essen: eine gesundheitlich gute oder bessere Zeit liegt vor einem; die Liebesgefühle werden bald erwidert;
auch: es werden im Freundeskreis Krankheiten auftreten, die einem große Sorgen bereiten;
junge Frauen verlieren möglicherweise ihren Liebhaber;
– eine Orangenschale: sagt den Tod eines Angehörigen voraus;
– kauft ein Mann auf Wunsch seiner Frau Orangen, die sie ißt: deutet das auf finanzielle Rückschläge für beide hin;
– Wenn eine junge Frau eine hoch hängende Orange sieht, sollte sie bei der Auswahl ihres Bräutigams sehr überlegt vorgehen;
(ind. ) : – kaufen: deine Liebe wird erwidert werden;
– pflücken: in der Ferne blüht dir das Glück;
– sehen: du hast Liebeskummer;
– am Baum: Liebeskummer;
– essen: deine Hoffnungen erfüllen sich.
(Siehe auch „Farben“, „Früchte“, „Obst“)
Orangenbaum
Volkstümlich:
(europ.) : – prächtige Bäume mit reifen Früchten sehen: man darf sich auf Gesundheit und Wohlstand freuen.
Orangensaft
Psychologisch:
Kaum als Symbol zu verstehen – Sie hatten Durst. (Selten, aber doch: Sehnsucht nach der Mutterbrust, der Stillphase.)
Orang-Utan
(Affe)
Volkstümlich:
(europ.) : – einem begegnen: jemand will Ihren Einfluß ausnützen;
– Bei einer Frau kann dieser Traum auf die Untreue des Geliebten hinweisen.
Oratorium
Volkstümlich:
(europ.) : – eins hören: bedeutet eine Beschimpfung.
Orchester
Allgemein:
Der Mensch besteht aus verschiedensten Persönlichkeitsaspekten, die harmonisch zusammenspielen müssen, damit er auch optimal
funktioniert. Wenn ein Traum von einem Orchester handelt, symbolisiert dies, wie der Träumende seine verschiedenen Charaktermerkmale
zu einem geschlossenen Ganzen zusammenfügen kann. Orchester deutet also auf innere Harmonie hin, in der einander widerstrebende
psychische Inhalte versöhnt wurden, sich dem großen Ganzen (Persönlichkeit) unterordnen.
Psychologisch:
Wo im Traum ein Orchester aufspielt, streben die Gefühle nach Harmonie, ist der Zusammenklang im familiären oder intimen Bereich
gesichert. Der Träumende will sein Leben „orchestrieren“, dies bedeutet, daß er sein theoretisches Wissen in die Tat umsetzen und zu diesem
Zweck in Aktion treten will. Auf diese Weise verschafft er sich Gehör und wird von seinen Mitmenschen verstanden. Dirigiert der
Träumende ein Orchester, ist dies ein Zeichen für seine Führungsqualitäten oder er möchte in diesem Zusammenhang sein Glück erzwingen.
Ist er Mitglied eines Orchester, dann sieht er sich als Teil eines größeren Ganzen und sehnt sich nach mehr Harmonie, nach Menschen, denen
man sich ganz verbunden fühlen darf. Die Zusammenarbeit mit anderen Menschen wird sich als äußerst fruchtbar erweisen. Orchester- oder
Musikträume sind im allgemeinen positiv zu deuten, da sie klangliche Disharmonien kaum kennen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisiert das Orchester im Traum harmonisch vollzogene Handlungen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: es stehen unvorhergesehene Störungen des Alltagsleben bevor;
– selbst in einem spielen: nahestehende Menschen erwarten von einem eine seit langem überfällige Aufmerksamkeit.
(europ.) : – sehen: deutet auf die Teilnahme an einer größeren Veranstaltung hin;
– in einem mitwirken oder es dirigieren: man wird in eine Organisation eintreten oder selbst eine schaffen;
auch: verspricht angenehme Unterhaltung; Ihr Schatz wird zuverlässig und kultiviert sein;
– Orchestermusik hören: man wird wegen seiner hohen menschlichen Qualitäten stets sehr beliebt sein;
uneingeschränkter Erfolg auf der ganzen Linie ist einem sicher.
(Siehe auch „Dirigent“, „Musik“, „Regiment“ und einzelne Musikinstrumente)
Orchidee
Assoziation: – exotische Pracht.
Fragestellung: – Was ist an mir von einzigartiger Schönheit? Inwiefern unterscheide ich mich von anderen?
Volkstümlich:
(arab. ) : – warnt vor unüberlegten Handlungsweisen; auch : warnt vor zu hohen Ansprüchen an den alltäglichen Dingen
und dem Lebens positiver gegenüberzustehen.
(europ.) : – eine erhalten: jemand in der Umgebung wird demnächst versuchen, einem mit allerlei Schmeicheleien zu umgarnen.
(Siehe auch „Blumen“)

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Orden
Allgemein:
Ein Orden wird als Belohnung für gute Leistungen oder für Tapferkeit verliehen. Der Träumer, der auf seiner Brust Orden zur Schau stellt,
scheint im Wachleben auf Äußerlichkeiten bedacht und ein wenig überheblich zu sein. Von seinen Mitmenschen wird er deshalb wohl kaum
freundlich betrachtet. Sieht er aber andere Orden tragen, bewundert er vielleicht die Leistungen von Menschen, die ihm Vorbild sein können.
Psychologisch:
Menschen streben danach, sich gut zu fühlen, und brauchen dieses Gefühl. Ein Orden im Traum bestätigt nicht die Fähigkeit oder Erfolge
des Träumenden im Augenblick des Geschehens, sondern stellt eine dauerhafte Erinnerung an das dar, was er geleistet hat. Der Orden im
Traum symbolisiert, daß der Träumende seine eigenen Fähigkeiten erkannt hat. Verleiht er einer anderen Person einen Orden, dann ehrt er
den Teil seines Selbst, den dieser andere Mensch personifiziert. Trägt man ihn, steht dahinter aber oft Eitelkeit und Geltungssucht oder rein
äußerliche Autorität, die sich nicht aus der Persönlichkeit, sondern aus Funktionen (zum Beispiel Vorgesetzter) ergibt.
Spirituell:
Im Traum symbolisiert ein Orden den Gleichklang mit dem spirituellen Kodex.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: hohe Ehre und Belohnung erhalten;
– erhalten: eine gute Anstellung bekommen; du gelangst zu Ansehen;
– verlieren: du sinnst über Böses nach;
– vaterländische sehen oder tragen: einen Orden oder ein sonstiges Ehrenzeichen erhalten.
(europ.) : – und Ehrenzeichen: warnen vor Hochmut; Vorsicht vor Verführungen; man sehnt sich nach
bestimmten Auszeichnungen;
– sehen: deutet auf eine Auszeichnung hin; Anerkennung durch Arbeit und Fleiß;
– einen anderen mit vielen sehen oder mit ihm verkehren: verheißt eine wertvolle Bekanntschaft;
– verliehen bekommen: Warnung vor Hochmut; auch: Unglück durch die Treulosigkeit anderer;
– sich solche anlegen oder tragen: deutet auf Verlust an Ehre und Ansehen hin;
– an anderen verleihen: man kann mit einem Karriereschub bzw. mit einem höheren beruflichen Posten rechnen.
(ind. ) : – tragen: du wirst eine unangenehme Nachricht erhalten;
– erhalten: man wird dein Wissen anerkennen.
Ordensband
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen: hochmütig werden.
Ordensgeistlicher
Volkstümlich:
(arab. ) : – Mißlingen eines Planes.
Ordination
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst dich bald über einen Erfolg freuen können.
(ind. ) : – wenn du nicht willst, daß man über dich spricht, ändere deine Lebensweise.
Ordnung / Ordner
Allgemein:
Ein Traum von Ordnern oder von der Ablage zeigt, daß der Träumende Ordnung in sein Leben bringen will. Er will dem, was er tut, einen
Sinn geben. Wenn der Träumende Erfahrungen ablegt, dann ist eine Erfahrung offenbar abschließend durchgearbeitet. Das Wissen um diese
Erfahrungen bleibt jedoch auch weiterhin zugänglich.
Psychologisch:
Von Ordnung zu träumen heißt, daß der Träumende sich damit auseinandersetzt, wie er mit Menschen aus seinem Umfeld umgeht. Er muß
sich darüber Klarheit verschaffen, ob er jeder Einzelperson auch wirklich gerecht wird, und muß bei seinen Vorurteilen Ordnung schaffen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist Ordnung im Traum eine wichtige Voraussetzung für spirituelles Vorankommen.
Organe
Allgemein:
Die verschiedenen Organe des Körpers können die unterschiedlichen Aspekte des Selbst darstellen. Sie repräsentieren im Traum
verschiedene Schwächen und Stärken.
Psychologisch:
In der chinesischen Medizin steht jedes Körperorgan für eine bestimmte Eigenschaft. Die Gallenblase symbolisiert die
Entscheidungsfähigkeit, die Leber ist der Sitz der Reizbarkeit und so fort. Wenn also im Traum ein Körperorgan eine wichtige Rolle spielt,
dann muß der Träumende einen Zusammenhang mit dem psychologischen Bereich herstellen, um angemessen reagieren zu können.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisieren die Organe im Traum die Bausteine, deren aufeinander abgestimmtes Funktionieren die
Ganzheitlichkeit des Menschen darstellt.
Organist
(Orgelspieler)
Allgemein:
Ein Organist als Traumbild ist jener Teil des Selbst, der weiß, wie er die verschiedenen Schwingungen nutzen kann, aus denen der Mensch
besteht. Wenn der Träumende in seinem Traum Organist ist, dann weiß er, daß die Noten, die er spielt, ähnlich wie in einem Orchester
harmonisch zusammenpassen müssen. Dies erfordert allerdings Übung, Konzentration und nicht zuletzt die Beherrschung des Instruments.
Psychologisch:
Es ist eine erlernte Fähigkeit, wenn sich ein Mensch erfolgreich zum Ausdruck bringen kann. Der Organist repräsentiert den Teil des Selbst,
der bereit ist, diszipliniert und entschlossen an einer Sache zu arbeiten, damit man ihn sowohl gut hören als auch ihm zuhören kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Organist im Traum für das höhere Selbst.

1039
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: steht für Unannehmlichkeiten, die ein voreiliger Freund bereitet;
– Hält sich eine junge Frau für eine Organistin, bedeutet das, daß sie die Liebe übertreibt,
so daß ihr Liebhaber droht, sie zu verlassen.
Orgasmus
Assoziation: – Erfüllung.
Fragestellung: – Was ist für mich vollendet?
Psychologisch:
Der Orgasmus tritt als Traumerfahrung häufiger im Traum von Frauen als von Männern auf. Dahinter verbirgt sich fast immer der Wunsch
nach Gipfelerlebnissen. Man möchte seine enge und begrenzte (sinnliche) Erfahrungswelt überwinden und sich neue Erfahrungs- und
Erlebnisträume erschließen.
(Siehe auch „Sexualität“)
Orgel
Allgemein:
Orgel symbolisiert oft einen ernsten, zurückgezogenen Menschen, der innere Harmonie erreicht hat. Sie kann aber auch ein ernstes Ergebnis
ankündigen oder auffordern, eine besondere Fähigkeit mehr zu nutzen. Wenn man im Traum eine Orgel spielt oder hört, könnte dieses
Orgeln eine versteckte Anspielung auf Liebeswerben oder sogar auf den Geschlechtsakt sein. Wie gut spielte man das Instrument im Traum?
Psychologisch:
Orgelmusik weist auf geistige Probleme und ihre Lösung hin. Manchmal spielt auch Trauer mit, im allgemeinen ist aber der, der im Traum
die Orgel spielen hört, mit sich und der Welt zufrieden. Die Orgel gilt als Bild für den Wunsch des Träumenden, sich mitzuteilen, für seine
Gefühlstiefe und für geistige Auseinandersetzung. Natürlich kann sie auch ein Symbol für Religiosität und Läuterung oder innerliches
Sammeln sein. Es kommt immer auf die gesamte Traumhandlung, den Zustand der Orgel, die Musik und andere im Traum auftretende
Personen an.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: religiös gestimmt werden;
– spielen hören: eine frohe Zukunft erleben; kündigt ein unmittelbar bevorstehendes freudiges Ereignis an,
aus dem man neue Kraft sammeln kann;
– selbst spielen: melancholisch gestimmt werden; auch: sich selbst zurückziehen, um sich ganz den geistigen
und schönen Dingen zu widmen.
(europ.) : – Wunschtraum nach innerer Harmonie;
– einen Trauerstück selbst spielen: verheißt Trauer über einen Fehltritt oder eine schlechte Tat; bedeutet Zurückgezogenheit;
– selbst harmonische Orgelklänge vorbringen: man erlangt durch glückliche Fügung irdische Güter und einen hohen
gesellschaftlichen Rang;
– Klagegesänge mit Orgelbegleitung: kündigen eine langwierige und uninteressante Aufgabe an, vielleicht auch den Verlust
von Freunden oder des Arbeitsplatzes;
– sehen: Freude; kündet ein ernstes oder wichtiges Ereignis an;
– in der Kirche sehen: verheißt eine verzweifelte Trennung in der Familie und vielleicht den Tod eines Angehörigen;
– spielen sehen: du wirst eine gute Nachricht betreffs einer Stellung erhalten;
– spielen hören: Hochzeit oder Kindtaufe; bedeutet Teilnahme an einer ernsten Feierlichkeit;
– Hymnen intonieren hören: Zeichen für dauerhafte Freundschaften und ein gutes Glücksfundament;
– Orgelbauer: verheißt gute Nachrichten.
(ind. ) : – sehen: ein kleines Familienfest;
– spielen: du wirst deine Kunst verwerten können.
(Siehe auch „Musik“, „Musikinstrumente“, „Kirche“)
Orgie
Assoziation: – wahllose Vereinigung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, die Einheit von allem zu erfahren?
Allgemein:
Eine Orgie ist mit einer gewaltigen Freisetzung von Energie verbunden, die entsteht, wenn sich der Träumende selbst die Erlaubnis gibt, sich
seiner Sexualität anzunähern. Wenn ein Traum von einer Orgie handelt, kann dies zeigen, wie sich der Träumende auf andere Menschen
bezieht. Er hat ein übergroßes Bedürfnis, von anderen Menschen geliebt und verstanden zu werden. Wenn der Träumende dies im Traum als
Orgie erlebt, dann ist dies vielleicht als Angst vor Kontrollverlust zu verstehen. Orgie bringt verdrängte Begierden und Leidenschaften zum
Ausdruck, die man nur schwer beherrschen, aber auch nicht ausleben kann, um den guten Ruf nicht zu gefährden. Der Traum kann eine
vorübergehende Entlastung von innerer Spannung bewirken.
Psychologisch:
Häufig bringen Träume Schwierigkeiten oder Blockaden zum Ausdruck, die der Mensch vielleicht in einem bestimmten Bereich seines
Lebens hat. Da für die meisten Menschen ihr Selbstbild stark mit ihrer Sexualität verbunden ist, kann eine Orgie im Traum darauf verweisen,
wie der Träumende die blockierte Energie freisetzen kann. Im Traum dient ein im Wachzustand angemessenes Verhalten dazu, solche
Schwierigkeiten auszubalancieren. Er ist ein Wunschtraum oder er deutet an, daß Sie zu konservativ sind. Dann sollten Sie ihr Leben etwas
lockerer gestalten.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht die Orgie im Traum für einen spirituellen Exzeß.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Warnung vor schlechten Umgang oder vor minderwertigen und kostspieligen Genüssen;
– sich an einer beteiligen: man wird in schlechten Ruf kommen.

1040
Orient / orientalisch
Assoziation: – östliche Weisheit; Verschlagenheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben darf sich Weisheit entwickeln?
Allgemein:
Für die meisten Menschen ist die orientalische oder östliche Lebensweise etwas sehr Exotisches. Wenn ein Traum von ihr handelt, erhält der
Träumende vielleicht Zugang zu dem Teil seines Lebens, der durch die Anforderungen des Alltags unterdrückt wird.
Psychologisch:
Die östliche Lebensweise scheint sanfter und vielleicht intuitiver zu sein als die westliche. Im Traum ist der Mensch dazu fähig, sich mit der
Seite seines Selbst in Verbindung zu setzen, die Zugang zu Weisheit und Klarheit hat. Dies ist scheinbar eher eine weibliche
Bewältigungsstrategie, denn dieses Traumsymbol erscheint im Traum häufig als orientalische Frau.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Orient im Traum für transzendentale Weisheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein Omen romantischen Glücks, daß allerdings nicht von Dauer sein wird.
(Siehe auch „Osten“, „Frau“ unter „Menschen“)
Orkan
Allgemein:
Orkan steht für starke innere Unruhe, die auf unbewußten Vorgängen beruht und in eine tiefe Krise stürzen wird, wenn man die Ursachen
nicht bewußt verarbeitet. Der Träumende befindet sich in erheblichen Schwierigkeiten, die aber nicht allzu lange anhalten werden. Auch
unbewußte Inhalte können in ihm toben und für Unruhe sorgen. Sie sollten schnellstens analysiert werden.
Psychologisch:
Er tobt sich in unseren Seelenleben aus und kündigt Substanzverluste an. Das ganze Leben kann da durcheinandergewirbelt werden. Wer
nicht standfest dem Orkan zu trotzen vermag, sollte den Arzt aufsuchen, weil irgend etwas in seinem Inneren in Unordnung geraten ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – wüten sehen oder hören: deutet auf wüste und wilde Erlebnisse; du bist machtlos gegen das Schicksal;
auch: sagt den Verlust eines nahestehenden Menschen vorher, um den man sich zu wenig gekümmert hat;
auch: es droht ein Vermögensverlust, den man jedoch noch mit großem Einsatz abwenden kann.
(europ.) : – ist ein schlechtes Zeichen, indem es leicht alles zunichte macht, was man begonnen und erhofft hat;
– sehen oder hören mit seiner fürchterlichen Kraft herannahen: man wird Qualen und Ungewißheit erleiden
und darum ringen, Fehlschläge und Ruin vermeiden;
– wüten sehen: kündet einen schweren Verlust (einer Sache oder eines Menschen) an;
– sich in einem solchen in Gefahr sehen: man wird in Lebensgefahr kommen; gehört zu den Wahrträumen;
– sich in einem Haus befinden, das von einem Orkan zerstört wird: man kämpft in der schrecklichen Dunkelheit darum,
jemanden vor den herunterfallenden Brettern zu retten, dann wird sich das eigene Leben verändern; man wird zwar an
entfernte Orte ziehen, aber dennoch wird es keine Besserung im Privat- oder Berufsleben geben;
– nach einem auf Schutt und Asche blicken: großer Ärger steht einem kurz bevor, der durch die Kehrtwende in den
Angelegenheiten anderer abgewehrt wird;
– durch den Orkan getötete oder verletzte Menschen sehen: der Ärger anderer wird einem großen Sorgen bereiten.
(ind. ) : – sehen: sei nicht so nervös, du machst deine Umgebung krank damit.
(Siehe auch „Sturm“, „Wind“)
Ornament
Allgemein:
Ornament weist auf Kreativität und Begabungen hin, die man mehr verwirklichen sollte; damit kann eine gewisse Geltungssucht verbunden
sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: künstlerische Ideen werden dich beschäftigen.
(europ.) : – sehen: man wird Bekanntschaft mit Künstlern machen;
– selbst anfertigen: das eigene Tun erregt die Bewunderung anderer;
– zerstören: etwas Schönes wird von einem oder durch andere in den Schmutz gezogen.
(ind. ) : – sehen: du wirst mit Künstlern verkehren;
– zeichnen: du wirst dein Haus schmücken.
Ornamentschmuck
Volkstümlich:
(europ.) : – einen selbst tragen: es wird einem eine schmeichelhafte Ehre zuteil;
– vielen tragen: je mehr man sich geschmückt hat, desto größer werden die kommenden Schwierigkeiten sein;
– bekommen: die Unternehmungen sind von Glück begleitet;
– ihn weggeben: steht für Rücksichtslosigkeit und Eigensinn;
– ein Teil vom Schmuck verlieren: man muß einen Liebhaber oder eine gute Gelegenheit vorüberziehen lassen.
Ornat
(die Amtskleidung eines Geistlichen)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: eine empfindliche Zurechtweisung erhalten.
(europ.) : – warnt vor Verführern im Schafspelz; hüte dich vor Schmeichlern;
– tragen: bedeutet, daß man versuchen muß, seine Position zu behalten.
(ind. ) : – sehen: vor Dieben sei gewarnt.

1041
Ortschaften
(Orte)
Allgemein:
Wenn die Umwelt im Traum eine besonders wichtige Rolle spielt, dann ist dies in der Regel eine Botschaft an den Träumenden. Manchmal
spiegelt der Ort den inneren Zustand oder die Stimmung des Träumenden wider. Er vermag ihn an Plätze, Städte oder Landschaften zu
erinnern, die in bestimmten Lebensphasen für den Träumenden von Bedeutung waren, und vielleicht auch an für seinen Lebenslauf wichtige
Personen.
Psychologisch:
Die Deutung der Symbolik bestimmter Orte kann Einblicke in „innere Landschaften“ gewähren.
– Ein Ort, der im Verlauf des Traums fruchtbar wird, verweist auf einen Aspekt, den der Träumende früher nicht anerkannt hat oder den
er unangenehm fand, der nun aber Möglichkeiten und Potentiale für seinen spirituellen Weg entwickelt.
– Trübe, unfreundliche Landschaften oder stille Lieblingsplätze können ein Hinweis auf die subjektive Weltsicht des Träumenden sein.
Das Land, von dem der Traum handelt, kann eine bestimmte Bedeutung für den Träumenden haben.
– Amerika zum Beispiel hat für die meisten Menschen eine eher aufdringliche, kommerziell orientierte Kultur, England wird als gehemmt
und pflichtbewußt betrachtet, Frankreich stellt temperamentvolle Männlichkeit dar und so fort.
– Ländliche Gegenden transportieren bestimmte Gefühle oder Stimmungen, vor allem wenn sie mit Freiheit zu tun haben. Zusammengesetzte
Szenen, die viele Einzelbilder enthalten, die der Träumende erkennt, lenken seine Aufmerksamkeit in der Regel auf bestimmte
Eigen schaften, Ideale und Stimmungen, die den Informationsgehalt des Traums erhöhen.
– Der Geburtsort des Träumenden stellt einen sicheren Raum dar.
– Ein sonniger, heiterer Ort verweist auf Spaß und Lebhaftigkeit; eine dunkle, schattige Landschaft symbolisiert Niedergeschlagenheit
und eine düstere Stimmung. Ein abgedunkelter Ort stellt das Unbewußte dar.
– Ein vertrauter Ort bringt den Träumenden in seine Kindheit zurück oder in eine Zeit, in der er viel gelernt hat, und ein besonders schöner
Ort beflügelt die Phantasie, so daß der Träumende seine kreative Visualisierung besser nutzen kann.
– Ein Urwald steht in Verbindung mit dem Labyrinth und verweist auf die Sexualität.
– Ein bedrückender Ort kann früher eine heilige Stätte gewesen sein.
– Ein geschützter Ort bietet Frieden und Sicherheit.
– Völlig unbekannte Orte stellen Aspekte des Selbst dar, die dem Träumenden nicht bewußt sind.
– Ein bekannter aber unvertrauter Ort symbolisiert neue Aspekte der Persönlichkeit, die dem Träumenden noch nicht vollkommen bewußt
sind.
– Großzügige, weite Plätze bieten Bewegungsfreiheit.
Spirituell:
Auf dieser Ebene dienen die Orte im Traum der spirituellen Orientierung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – überschauen: du wirst zu hohen Würden und Ämter emporsteigen.
(europ.) : – überblicken: verheißt Macht und Überlegenheit.
(ind. ) : – sehen: du wirst durch dein Wissen und Können zu hohen Ehren und Ansehen gelangen.
Öse
Psychologisch:
Kann man einen Hacken nicht in die Öse einhaken, läßt sich auch in der Liebe oder in einem anderen Lebensbereich nichts erreichen: Wir
bekommen einen Korb.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einschlagen: du bist sparsam.
(Siehe auch „Faden“, „Nähen“)
Osten
Assoziation: – Anfang; alte Wahrheit.
Fragestellung: – Wohin bin ich unterwegs?
Allgemein:
Wenn ein Traum vom Osten handelt, verweist dies darauf, daß der Träumende sich mit seiner geheimnisvollen und religiösen Seite befaßt.
Er stellt eine Verbindung zum instinktiven Glauben her (als Gegensatz zum logischen Denken). Osten symbolisiert die Sehnsucht nach
geistig- seelischen Erfahrungen und Erleuchtungen; oft fordert das auf, Meditationsübungen zu betreiben, um das Bewußtsein zu erweitern.
Psychologisch:
Ex Oriente Lux – Licht aus dem Osten; da die Sonne im Osten aufgeht, symbolisiert der Osten im Traum eine heraufdämmernde Erkenntnis,
dargestellt durch die Sonne (Licht). Schon seit alten Zeiten gilt der Osten zudem als der Sitz der Weisheit. Er ist ein archetypisches Symbol.
Das Traumsymbol Osten zeigt möglicherweise an, daß sich der Träumende einem neuen Leben oder einem Neubeginn zuwendet.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verweist der Osten im Traum auf den Frühling, die Jahreszeit der Jugend und der Hoffnung.
(Siehe auch „Himmelsrichtungen“, „Morgendämmerung“, „Positionen“)
Osteopath
(Knochenspezialist)
Allgemein:
Wenn ein Traum von einem Osteopathen handelt, bedeutet dies, daß der Träumende seine Lebensbedingungen so lange verändern muß, bis
er sich wohl fühlt. Weil ein Osteopath heilt, bedeutet sein Erscheinen im Traum, daß der Träumende um seine Gesundheit besorgt ist.
Psychologisch:
Der im Traum auftauchende Osteopath, der den physischen Körper behandelt, macht den Träumenden auf psychologische Manipulationen
aufmerksam, die im Alltagsleben stattfinden. Jede Heilbehandlung hat demnach Auswirkungen auf den energetischen Zustand des Körpers.
Der Träumende sollte sich klarmachen, daß er feine Veränderungen an seinem Leben vornehmen muß.
Spirituell:
Auf dieser Ebene stellt ein Osteopath im Traum spirituelle Manipulation oder Veränderung dar.

1042
Osterei
Allgemein:
Das Osterei ist ein urzeitliches Symbol der Erneuerung. Im Traum führt es den Träumenden zurück zu Kindheitserinnerungen an Vorsehung
und Wunder. Vielleicht macht es ihm auch die Vergänglichkeit der Zeit bewußt. Osterei wird oft als Ankündigung finanzieller Gewinne
verstanden, vor allem wenn man es verzehrt.
Psychologisch:
Von einem Osterei zu träumen bedeutet, daß dem Träumenden auf der geistigen Ebene ein großes Potential zugänglich ist, welches er
freisetzen kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet das Osterei im Traum, dessen Verbindung zum Frühling offensichtlich ist, Wiedergeburt und
Auferstehung.
Volkstümlich:
(europ.) : – essen: Gewinn und Glück; eine zu leidenschaftliche Liebe wird unerwartete oder unerwünschte biologische Folgen haben;
– verschenken: treue Freundschaft; dem Liebeswerben eines anderen wird man nachgeben;
– verstecken: bedeutet vorübergehende Trennung von einem geliebten Menschen; man ist nicht ganz ehrlich zu seinen Bekannten;
– suchen: man ist verliebt; man wird ein herzliches Verhältnis anknüpfen und liebe Menschen kennenlernen;
– finden: man wird geliebt;
– geschenkt erhalten: ein sympathischer Mensch wird einem demnächst eine Liebeserklärung machen;
auch: von einem Liebesverhältnis zweier Menschen erfahren, denen man zugetan ist.
(Siehe auch „Ei“, „Farben“)
Ostern
Allgemein:
Das Osterfest war ursprünglich ein Fruchtbarkeitsfest zu Ehren der Göttin Ostara, woran noch der Brauch der Ostereier erinnert. Im Traum
ist jedoch seltener der Fruchtbarkeitsaspekt angesprochen, als der Hinweis auf den Frühling. Frühling hängt mit Freude, einer hellen Zeit und
langen Tagen zusammen. Wenn nicht spezielle negative persönliche Erfahrungen mit diesem Fest verbunden sind, zeigt Ostern die Freude
über oder auf einen strahlenden Neuanfang. – Bewußt oder unbewußt spielt jedoch ebenfalls der Inhalt des Osterfestes hinein: Die
Überwindung des Todes und die Gewißheit des ewigen Lebens… Ostern zeigt auch an, daß man sich von alten Gewohnheiten, Idealen und
Routine befreien sollte, um zu einem neuen Leben aufzuerstehen.
Psychologisch:
Träumt man von Ostern, dann „ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen“, es geht aufwärts. Sie können ein neues Leben beginnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – feiern: Trauer und trübe Tage.
(europ.) : – Osterfest, Ostereier: verheißen Freude und Besserung der Verhältnisse; Auferstehung, Umstellung,
Überwindung der Beharrung im alten Zustand; Hoffnung auf spätere Besserung; auch: man ist im
Begriff auf eine weite Reise geschickt zu werden mit wichtigen Resultaten; vielleicht eine religiöse Mission.
(ind. ) : – Ostereier essen: du kannst in absehbarer Zeit mit einem großen Gewinn rechnen;
– Osterfest feiern: du kommst in gute Gesellschaft.
Otter
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schwimmer; verspielt; familienorientiert; Freude; Mond der Rast und Reinigung.
Beschreibung: Der Otter, im Medizinrad das Tiertotem der im Mond der Rast und Reinigung (20. Januar bis 18. Februar) Geborenen, ist ein
neugieriges, edles und sehr verspieltes Tier. Er liebt die Gesellschaft seiner eigenen Art und das Wasser. Otter haben einen ausgeprägten
Appetit und sind ausgesprochen familienbezogene Kreaturen.
Allgemeine Bedeutung: Lernen, wie man spielt; die Verbindung mit dem inneren Kind aufnehmen; zulassen, daß deine Neugier dich führt;
wachsende Geselligkeit; wachsender Freundeskreis. Assoziation: Otter – Kreuzotter, giftige Schlangen.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Kommunikation; neugefundene Harmonie in deinem inneren Kind.
Allgemein:
Otter kann auf eine Störung in einer Liebesbeziehung hinweisen; tötet man das Tier, wird man die Probleme aber bewältigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du hast böse Gläubiger;
– von ihnen gebissen werden: du wirst in Bedrängnis geraten;
– fangen: du wirst aus einer schwierigen Lage den Ausweg finden.
(europ.) : – warnt vor einer unangenehmen oder gefährlichen Bekanntschaft; Freunde werden ihre Gefühle verletzen, jedoch nicht ihr Glück;
– einen sehen: bedeutet eine unglückliche Liebe;
– tauchen und spielend im klaren Wasser: verheißt Glück; Unverheirateten steht die baldige Trauung bevor; die Ehe wird glücklich;
Frauen dürfen von ihrem Mann ungewohnt viel Zärtlichkeit erwarten;
– von einer gebissen werden: zerstörtes Glück;
– töten: verkündet eine Versöhnung.
(ind. ) : – sehen: ein unerwartetes Glück.
(Siehe auch „Tiere“)
Ottomane
(Couch)
Volkstümlich:
(europ.) : – dies ist kein gutes Omen für Liebschaften oder das Eheleben.
Ouroboros (Siehe „Schlange“)
Oval (Siehe „Ei“, „Geometrische Figuren“)

1043
Overalls
Assoziation: – Einfachheit; Derbheit; Schutz.
Fragestellung: – Was verdecke ich? Welche Arbeit fällt mir schwer?
Psychologisch:
Wer ihn im Traum anzieht, möchte sich einer aktiven Gruppe von Gleichgesinnten anschließen (wörtlich oder sinnbildlich). Hat der Overall
eine besonders auffällige, grelle Farbe, ist die symbolische Bedeutung gegenteilig zu verstehen: Wer ihn trägt, will sich durch „Anderssein
auf den ersten Blick“ gegen das „graue Umfeld“ abgrenzen, als schillernde Ausnahmeerscheinung dastehen – und lieber provokant (als
konventionell) wirken: Hauptsache, man ist „unverwechselbar“.
Volkstümlich:
(europ.) : – bei der Arbeit einen tragen: man wird für eine kleine Freundlichkeit gut belohnt werden; eine Entschädigung bedeutet Pech;
– Sieht eine Frau einen Mann im Overall, täuscht sie sich über den tatsächlichen Charakter ihres Liebhabers.
Ist sie verheiratete, wird sie von ihrem Ehemann oft allein gelassen, woraufhin sie ihn der Untreue verdächtigt.
(Siehe auch „Kleidung“)
Ouvertüre
Allgemein:
Eine Ouvertüre weist auf den Beginn von etwas Neuem hin.
Volkstümlich:
(europ.) : – hören und sich daran erfreuen: bedeutet, daß unsere Wünsche und Hoffnungen sich erfüllen werden;
verkündet Aufstieg und Erfolg im Leben.
(ind. ) : – deine Hoffnungen werden erfüllt.
Ozean
Assoziation: – Gefühl der Weite und der Grenzenlosigkeit; Manchmal überwältigende Emotionen; Reich an überschäumendem Leben.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir steht mit einer derartigen Weite in Verbindung?
Medizinrad:
Huichol-Lehre: Weiße Kappen auf den Wellen heißt Liebe, Schöpfung; auf dem Wasser gehen bedeutet, etwas neu erschaffen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine sehr weite Reise.
(europ.) : – ruhiger: bedeutet Friede; der Segler wird eine angenehme und gewinnbringende Reise haben; der Geschäftsmann wird eine
Zeit des Profits genießen; ein junger Mann wird sich am Charme seiner Geliebten erfreuen;
– stürmischer: Kummer;
– darauf segeln, wenn er glatt ist: Erfolg in den Unternehmungen; ist stets vielversprechend;
– sich weit draußen auf diesem sich befinden: verheißt eine Katastrophe im Geschäftsleben;
– mit einem Ozeandampfer auf einem unterwegs sein: kündigt eine weite Reise an,
oder man sehnt sich nach mehr Weite und Befreiung;
– am Ufer sein und die aufschäumenden Wellen des Ozeans sehen: man wird einer Verletzung und den Plänen der Feinden
nur knapp entkommen;
– ist der Ozean so flach, daß man darin waten oder auf den Grund sehen kann, verheißt dies Vermögen und Freuden zusammen
mit Kummer und Mühsal.
(ind. ) : – sehen: man wird dich verlassen.
(Siehe auch „Meer“)

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