Traumdeutung Buchstabe P

P
Allgemein:
„P“ taucht als geschriebener, gesprochener oder plastischer Buchstabe auf und symbolisiert Enttäuschungen und ähnliche negative Lebenserfahrungen; genau versteht man das nur aus den konkreten Lebensumständen.

Paar
Allgemein:
Paar kann das Bedürfnis nach Zweisamkeit symbolisieren; wenn es im Traum glücklich ist, muß man in der Realität selbst mit Problemen in
einer Beziehung rechnen.
Psychologisch:
Paare unterstreichen die Bedeutung des Geträumten, d.h. was man paarweise sieht, soll recht eindringlich gesagt werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein glückliches sehen: man wird sich selbst unglücklich fühlen.
Pächter
Allgemein:
Pacht steht für die Abhängigkeit von anderen; sie fordert auf, das Leben selbständiger zu gestalten, die Hilflosigkeit zu überwinden.
Psychologisch:
Pachtet man irgend etwas im Traum, begibt man sich im Wachleben vielleicht in eine Abhängigkeit, für die man nicht mit Lehrgeld zahlen
muß. Sucht man einen Pächter oder verpachtet selbst etwas, möchte man andere unter seinen Willen zwingen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Pacht übernehmen: du wirst in wohlhabende Verhältnisse kommen;
– Pächter: zufriedenes Leben.
(europ.) : – das eigene Unvermögen, die Probleme des Lebens zu meistern, macht es nötig, sich einem anderen auszuliefern;
– eine übernehmen: man wird die Abhängigkeit von einem anderen als drückend empfinden;
– eine vergeben oder es mit einem Pächter zu tun haben: bedeutet Mißbrauch des eigenen Vermögens
oder Wertbestandes durch andere; verkündet allerlei Scherereien, die sich nicht ohne weiteres aus der Welt schaffen lassen.
(ind. ) : – sehen: du wirst zu Wohlstand kommen.
Päckchen
Psychologisch:
„Jeder hat sein Päckchen zu tragen“ – es gilt in diesem Sinne als Symbol für alltägliche Belastungen und Sorgen, auch in der
Traumbedeutung.
Volkstümlich:
(europ.) : – eins erhalten: ein sehr glückverheißendes Omen;
– eins öffnen: das Glück wird beeinträchtigt werden;
– eins tragen: man kann eine Veränderung der Verhältnisse erwarten.
(Siehe auch „Paket“)
Packen
Assoziation: – Reisevorbereitung; sortieren oder verstauen von alten Gedanken und Vorstellungen.
Fragestellung: – Was möchte ich mitnehmen und was zurücklasen?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum die Koffer packt, als würde er auf Reisen gehen, hebt er hervor, daß er seine nächste Lebensphase
sorgfältig vorbereiten muß. In dem Traum manifestiert sich der Wunsch, sich von alten Vorstellungen und Schwierigkeiten zu entfernen.
Wenn der Träumende einen bestimmten Gegenstand sehr vorsichtig einpackt, zeigt dies, daß er ihm über das rein Materielle hinaus ans Herz
gewachsen ist. Packen (zum Beispiel Koffer) kündigt eine Veränderung im Leben an, vielleicht eine Reise oder Trennung.
Psychologisch:
Der Träumende muß in seinem Leben Ordnung schaffen. Wenn er vom Packen träumt, verweist dies auf einen Auswahlprozeß, den er
durchführen muß, um zu entscheiden, was ihm wichtig ist und was nicht. Wichtig ist, was man im Traum packt; erst daraus kann man
Schlüsse auf einen Wandel zum Guten oder Schlechten ziehen. Jedenfalls stehen mit dem Packen Veränderungen im Wachleben bevor.
Spirituell:
Auf dieser Ebene bedeutet Packen im Traum, daß der Träumende auswählt, welche spirituellen Informationen von Bedeutung sind, und daß
er darüber entscheiden muß, welche von ihnen er aufbewahren will.
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas: mäßiger Geschäftsgang.
– Kleidungsstücke einpacken: sich vor Freunden verschließen.
(europ.) : – eigene Sachen packen: deutet auf eine Lebensveränderung hin, die mit vielen Sorgen, inneren Umstellungen
oder einer Loslösung zusammen hängen.
– für eine Reise packen: man wird wegen geschäftlicher Sorgen zu Hause bleiben müssen;
– fremde Sachen: läßt Belästigungen oder Mißstimmungen durch andere erwarten;
– jemanden beim Packen sehen: kündet Besuch von auswärts an.
(ind. ) : – seine Sachen: du wirst eine überraschende Reise machen.
(Siehe auch „Koffer“, „Paket“)
Packesel
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: tyrannische Behandlung in Aussicht haben.
Pädagoge
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt eine Bestrafung.

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Paddel
Allgemein:
Paddel (Ruder) symbolisiert alles, was uns im Leben voranbringt, unter anderem Antriebskräfte, Hoffnungen, Wünsche und Ideale; die
individuelle Bedeutung ergibt sich aus den Lebensumständen.
Paddelboot
Psychologisch:
Sinnbild für rasches Vorwärtskommen unter großem persönlichem Einsatz.
(Siehe auch „Boot“)
Päderastie
(Geschlechtliche Beziehung von Männern zu Knaben.)
Volkstümlich:
(europ.) : – Verleitung zur Unzucht und drgl.: ermahnt zur Selbstbeherrschung und großer Vorsicht.
Pagen
Psychologisch:
Er bereitet uns auf Marscherleichterungen bei unserer Lebensreise vor, nimmt uns einen Teil der Last ab, die wir mit uns herumschleppen
müssen. In Frauenträumen ist er der aufmerksame hübsche Jüngling, mit dem eigentlich der Partner gemeint ist, der nicht so kann, wie man
es gern hätte, und dem man das flotte Auftreten des jungen Mannes wünscht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du neigst zu mutwilligen Streichen;
– selbst Page sein: Liebesabenteuer.
(europ.) : – sehen: Einladung zu einem Fest bekommen; gute Existenz;
– mit ihm zu tun haben: eine unüberlegte Beziehung mit jemandem eingehen, der nicht zu einem paßt;
– Übernimmt eine junge Frau die Rolle eines Page, wird sie einen dummen Seitensprung begehen.
(ind. ) : – sehen: du hast eine Liebschaft.
Pagode
Psychologisch:
Meistens: Fernweh – ein Reisetraum im wahrsten Sinn des Wortes. Manchmal auch: Der eigene Körper wird als Tempel der Seele
angesehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bist wankelmütig.
(europ.) : – man soll auch andere Weltanschauungen achten; auch: man wird bald eine langersehnte Reise antreten,
es sei denn, man wird sie wegen plötzlich eintreffenden Nachrichten streichen;
– Befindet sich eine junge Frau mit ihrem Geliebten in einer Pagode, wird sie von unvorhergesehenen
Ereignissen überrascht, bevor sie heiraten. Bei einer leeren Pagode droht die Trennung vom Geliebten.
(Siehe auch „Tempel“ unter „Gebäude“)
Pailletten
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Einladung an einen Ort des Amüsements.
Paillettenkleid
Psychologisch:
Ein Frauentraum; hier sehnt sich jemand nach einem besonders effektvollen, „glanzvollen“ Auftritt und möchte unbedingt mit Hilfe der
eigenen Attraktivität gesellschaftlich „hoch hinaus“.
(Siehe auch „Farben“, „Kleid“, „Kleidung“)
Paket
Assoziation: – Erwartung; Geheimnis.
Fragestellung: – Wonach suche ich? Was fürchte ich zu finden?
Allgemein:
Erhält der Träumende in seinem Traum ein Päckchen, wird ihm eine Erfahrung oder ein Erlebnis ins Bewußtsein gerufen, mit dem er sich
bisher noch nicht ausreichend beschäftigt hat. Verschickt er selbst ein Päckchen oder Paket, dann sendet er seine Energie in die Welt hinaus.
Paket kann auch verdrängte sexuelle Bedürfnisse anzeigen, die voll bewußt gemacht werden müssen. Ein leeres Paket kündigt schlechte
Nachrichten und Verluste an.
Psychologisch:
Dieses Traumbild steht für angenehme wie auch unangenehme Botschaften aus dem Unterbewußtsein. Meist treten längst vergessen
geglaubte Ereignisse oder Gefühle wieder an den Träumende heran. Es kann sich aber auch um ungenutzte Fähigkeiten oder Chancen
handeln. Wichtig für die Traumdeutung sind neben der gesamten Traumhandlung der Inhalt des Päckchens und die Empfindungen des
Träumenden in bezug auf das Paket. Päckchen oder Pakete im Traum können auch Geschenke darstellen, die der Träumende von anderen
Menschen erhält. In der Regel ist es wichtig, wer ihm das Geschenk gibt, ob es ihm direkt von der betreffenden Person überreicht wird oder
ob er lediglich weiß, wer der Geber ist. Von Bedeutung ist auch, ob sich der Träumende über das Geschenk freut. Pakete, die man auf die
Reise schickt sind die guten Gedanken an einen Mitmenschen, den man gerne um sich haben und dem man sich vielleicht sogar gern selbst
schenken möchte. Wer ein Paket erhält, hat eventuell einen Freund, bei dem er noch nicht so recht weiß, als was er sich entpuppen wird.
Auch Sexuelles ist in diesem Symbol verpackt. Wer aber schwere Pakete tragen muß, hat Probleme im Familienkreis zu bewältigen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene können Päckchen und Pakete auf ein Potential verweisen oder auf Geschenke und Fähigkeiten.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: man wird dich mit Arbeiten überhäufen;
– erhalten: eine wichtige Nachricht;
– ein beschädigtes erhalten: deutet auf eine unsichere seelische Situation in einer wichtigen Angelegenheit hin;
– absenden: freudige Überraschung;
– ein volles erhalten: kündigt einen baldigen Besuch an oder ein unerwartetes Geschenk;
– leeres erhalten: unangenehme Nachricht; unerfreuliche Überraschung;
– mit Geld: du wirst eine Reise machen.
(europ.) : – immer drängt sich eine sexuelle Auslegung auf, wobei die Art des Paketes von Bedeutung ist;
– eins tragen: kündigt eine unangenehme Aufgabe an;
– auf dem Weg zur Post fallen lassen: eine bestimmte Sache wird fehlschlagen;
– absenden: deutet auf eine freudige Überraschung;
– erhalten: veranlaßt zu einer wichtige Reise; bedeutet gute Geschäfte;
– mit der Post empfangen: man wird sich über die Rückkehr eines Freundes oder ein schönes Geschenk erfreuen;
– eins öffnen: es ist ein gutes Zeichen; man wird etwas Wichtiges erfahren;
– leeres bekommen: schlechte Geschäfte; man wird Enttäuschungen erleben;
– ein volles Paket erhalten: man wird eine Überraschung erleben, die zugleich nützlich für einem sind;
– mit Gold: verheißt Ehre und Reichtum;
– ein kleines Päckchen in der Hand halten: bringt Ärgernis über eine Vernachlässigung.
(Siehe auch „Adresse“, „Brief“, „Packen“, „Papier“)
Palast
Assoziation: – potentielles Königreich des Selbst.
Fragestellung: – Wie kann ich mein ganzes Potential entfalten?
Allgemein:
Palast steht oft für Protz- und Geltungssucht oder für den Neid anderer; davor muß man sich hüten, um keinen Schaden zu erleiden. Wohnen
im Palast kann materiellen Besitz versinnbildlichen, durch den man sich eingeengt und behindert fühlt.
Psychologisch:
Man möchte im besseren Licht erscheinen, denn der Palast ist ein Haus mit glänzender Fassade. Freilich sehen uns unsere Mitmenschen in
diesem Falle ganz anders, vielleicht sogar als eitle Gecken oder Angeber. In Träumen junger Menschen ist er als Haus meist eine Nummer zu
groß, weil man sich in jungen Jahren leicht mehr zutraut, als man tatsächlich leisten kann. In Frauenträumen wird mit dem Palast auf die
Sehnsucht nach dem Märchenprinzen hingedeutet, der sich dann oft als der eigene Partner entpuppt, den man sich eben etwas prinzenhafter
wünscht. Manchmal umschreibt der Palast auch, daß man dem Geistig-Seelischen mehr Platz einräumen sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du bist unzufrieden;
– in einem Gast sein: man kann eine genußreiche Zeit erwarten, sollte sich aber vor Maßlosigkeit und Habgier hüte;
– darin wohnen: zu hohem Ansehen gelangen; du wirst in Gunst kommen;
– besitzen: du hast Neider; warnt vor übermäßiger Selbstsucht und Größenwahn;
– geschenkt erhalten: unerwartete Freude;
– bauen: dein Hochmut bringt dich zu Fall;
– einen alten unbewohnten sehen: man wird im Beruf bald an Einfluß verlieren;
– zerstören: Einbuße an Macht und Ansehen.
(europ.) : – durch eine augenblickliche Notlage veranlaßter Wunschtraum, dem immer ein unschönes Erwachen folgt;
– einen sehen: verheißt Verlust der Freiheit oder bringt dem Träumenden Verlegenheit; ermahnt auch zur Bescheidenheit;
– geschenkt erhalten oder erben: man wird in eine Notlage oder arge Bedrängnis geraten;
– in einem wohnen: in einer Angelegenheit wird man einen bösen Sturz oder ein böses Erwachen erleben;
– in einem verkehren: man wird in eine drückend empfundene Abhängigkeit von einem anderen geraten;
– durch einen gehen und seine Schönheit bemerken: die Aussichten verbessern sich und man wird neue Würden erlangen;
– vornehme Damen und Herren beim Tanzen und Reden sehen oder hören: man wird vorteilhafte Verbindungen knüpfen;
– Glaubt eine Frau aus bescheidenen Verhältnissen, sie nehme an der Festlichkeit teil und gehöre dem gleichen
gesellschaftlichen Stand an, wird sie durch Heirat oder die Großzügigkeit ihrer Verwandten vorankommen. Dies ist oft
ein trügerischer Traum für junge Frauen, da er meist durch ungesunde Tagträume eines trägen Verstandes herbeigeführt wird.
Die Frau sollte sich in Zukunft bemühen, von ehrenhafter Arbeit zu leben und betrügerischen Absichten zu widerstehen,
indem sie die Ratschläge ihrer Mutter und Freunde beherzigt.
(ind. ) : – Träumt einer, er besitze einen Palast inmitten von Wiesen und einen Fluß, der diese durchfließt, weist dieses Gesicht
auf sein ewiges Heil. Scheint es ihm, er betrete und verlasse wiederum den Palast, wird er sich von seinem guten
Glauben abwenden.
– bauen: dein Hochmut und deine Eitelkeit werden dich in Schande stürzen;
– darin wohnen: die Neider werden dich umgeben;
– besitzen: du wirst durch verborgene Gelder in Unruhe kommen.
(Siehe auch „Fassade“, „Haus“)
Paletot
(Doppelreihiger, dreiviertellanger Mantel für Damen und Herren.)
Volkstümlich:
(europ.) : – Vorsicht, es droht Gefahr.
(Siehe auch „Mantel“)
Palette
Psychologisch:
Das Arbeitsgerät des Malers, auf dem er die Farben mischt, mit denen er Zukünftiges ausmalt und viele Ideen für das Wachleben einbringt.
Man beachte dabei, welche Farben am häufigsten im Traumbild gezeigt werden, um sie zur Deutung heranziehen zu können. Sehen wir eine
Palette ohne Farben, gehen uns wohl im Alltag die Ideen aus, oder wir können uns einfach nicht ausmalen, wie es weitergehen soll.
Volkstümlich:
(ind. ) : – mit Farben: Glück; man sollte seine schöpferischen Anlagen pflegen;
– ohne Farben: Unglück.
(Siehe auch „Malen“, „Maler“, „Pinsel“, „Zeichnen“)

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Palisaden
Allgemein:
Palisade (Pfahlwerk) wird als Hindernis auf dem Lebensweg verstanden. Es kündigen sich unruhige Zeiten an, die viele Hindernisse und
Probleme mit sich bringen und nur durch Vorsicht gemeistert werden können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – weisen auf Gefahren mit Hindernisse hin.
(europ.) : – sehen: man wird gut durchdachte Pläne abändern, um Fremden zu gefallen, und damit den eigenen Interessen schaden;
kündigt unruhige Zeiten an, viele Hindern isse und Probleme können nur durch größte Vorsicht gemeistert werden;
– für Frauen, für Kranke und alte Leute: Sicherheit und Schutz;
– für Militärangehörige, wenn sie sich dahinter verbergen: Feigheit und Mutlosigkeit.
(ind. ) : – sehen: du wirst an deinem Vorhaben gehindert.
Palme
Allgemein:
Eine Palme im Traum steht im Zusammenhang mit Ruhe und Erholung. Früher wurden Palmen mit Ehre und Sieg in Verbindung gebracht,
aber seit Urlaubsreisen in ferne Länder für die breite Masse möglich sind, ist diese symbolische Bedeutung verlorengegangen. Palme
verkörpert meist das weibliche Bedürfnis nach einem betont männlichen Sexualpartner, manchmal auch den Wunsch nach Tröstung.
Befindet sie sich im Zimmer, wird man eine Enttäuschung erleben.
Psychologisch:
Ihre Zweige sind Zeichen des Friedens, die nach Artemidoros sogar Kindersegen versprechen sollen. Sieht man sich auf eine Palme klettern,
bringt uns im Wachleben manches auf die Palme. Ansonsten umschreibt sie in unseren Breiten auch manchmal die Sehnsucht nach sonniger
Ferne. Die Palme kann im Traum auch ein Hinweis sein, daß der Träumende anderen Menschen lästig fällt oder aber daß eine bestimmte
Person ihm auf die Nerven geht und er sich folglich von ihr lieber fernhalten sollte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet die Palme im Traum Segnung, Güte, Sieg, Aufstieg, Wiedergeburt und Unsterblichkeit. Die
Palmenzweige deuten Auferstehung jenseits des Leidens und des Todes an.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Vorbedeutung von Reichtum und viel Glück ohne eigenes zutun, die er aber nutzen sollte,
da diese nur zeitlich beschränkt ist; auch: Erbschaft oder ein großzügiges Geschenk erhalten.
(europ.) : – ist immer als ein sexuelles Symbol zu verstehen, das besonders die männliche Kraft betont und viel von Frauen geträumt wird;
– viele sehen: Reichtum und Überfluß, Erfolg, Freude und Wohlstand, vielleicht auch eine weite Reise;
Vorboten von vielversprechenden Situationen und Glück von einer höheren Sorte;
– eine im Freien sehen: bedeutet die Erfüllung eines lange gehegten Wunsches;
– eine Zimmerpalme sehen: man wird mit der Entwicklung einer Angelegenheit sehr unzufrieden sein;
– Geht eine junge Frau eine Palmenallee hinunter, ist dies ein Omen für ein fröhliches Zuhause und einen treuen Ehemann.
Sind die Palmen verwelkt, wird ein unerwartetes trauriges Ereignis ihre gewohnte Heiterkeit erschüttern.
(ind. ) : – sehen: du hast Tröster;
– Palmbaum: man wird dich in Gesellschaft auszeichnen;
– Palmenwald: sicherer Geschäftsgang.
(Siehe auch „Baum“)
Palmenzweig
Allgemein:
Palmzweig deuten alte Traumbücher als Symbol des häuslichen Friedens.
Psychologisch:
Ein Palmenzweig gilt als Symbol des Friedens, eine Palme im Traum als Sinnbild überschäumender Lebenslust.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Beteiligung an einem Begräbnis.
(ind. ) : – sehen: glückliches Heim;
– tragen : Standeserhöhung.
Palmsonntag
Volkstümlich:
(europ.) : – ermahnt zur Einkehr, zum Kirchenbesuch, zum Lob Gottes.
Pan
(Satyr)
Assoziation: – Göttlichkeit der Natur; Entfesselung.
Fragestellung: – Mit welchen elementaren Aspekten meines Wesens arrangiere ich mich?
Panik
Psychologisch:
Die Seele hat Angst und will einer Gefahr entfliehen. Welcher und Warum?
Volkstümlich:
(europ.) : – in Panik geraten: steht für Enttäuschungen und Verlust;
– andere in Panik sehen: das Unglück von Freunden wird einem ernste Probleme bereiten.
Panne
Psychologisch:
Hat das Fahrzeug, mit dem der Träumende sich im Traum fortbewegt, eine Panne, signalisiert dieses Bild, daß der Träumende auf seinem
Weg an einem schwierigen Punkt angelangt ist. Wenn auf der Reise im Traum durch die Panne nichts mehr geht, müssen wir uns im
Wachleben sehr viel mehr anstrengen, als uns eigentlich lieb ist, um das gewünschte Ziel doch noch zu erreichen. Träume von Pannen
meinem immer auch eigenes Versagen, das uns manchmal verzagen läßt. Dieses Problem läßt sich meist aus dem Traumzusammenhang
erkennen.
(Siehe auch „Auto“, „Straße“, „Unfall“, „Weg“ und andere Fahrzeugsymbole)

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Panoptikum
(Wachsfigurenkabinett)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder besuchen: man wird einen bösen Schrecken erleben, der aber ohne schlimme Folgen bleibt.
Panorama
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird sein Beruf oder sein Wohnort ändern; man sollte sich hüten, ständig den Schauplatz oder Freunde zu wechseln.
Panther
Assoziation: – wilde Schönheit; Anmut.
Fragestellung: – Welche Kraft will ich entfesseln oder fürchte ich zu entfesseln?
Artemidoros:
Der Panther bezeichnet wegen seines gesprenkelten Fells durchtriebene und bösartige Manns- und Weibsbilder, oft auch Angehörige von
Völkern, bei denen sich die Mehrzahl tätowiert. Ferner beschwört er Krankheit, ungewöhnliche Furcht und Gefahr für die Augen herauf.
Allgemein:
Er ist immer als Anzeichen drohender Gefahr zu deuten. Der Träumende verkehrt mit gefährlichen Menschen. Zwar ist er sich dessen
bewußt, er wird aber von der Stärke und Wildheit fasziniert. Die große Frage, die er sich stellen sollte, ist, ob er dieser Kraft wirklich
gewachsen ist.
Psychologisch:
Die schwarzen Panther schleichen sich ein und setzen zum Sprung auf uns an; sie sorgen für Unruhe in unserem Seelenleben. Wo sie im
Traum auftauchen, ist Gefahr im Verzug. Vielleicht werden wir in eine dunkle Angelegenheit verstrickt oder haben windige Geheimnisse,
die das Tageslicht scheuen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Panther bedeutet einen unversöhnlichen Feind.
– Träumt ein Fürst oder Feldherr, er kämpfe mit ihm, wird er mit einem mächtigen, listigen und furchterregenden Feind
Krieg führen; verjagt er das Tier, wird er den Gegner in die Flucht schlagen, tötet er es, ihn vernichten.
Ein Armer oder einfacher Mann, der diesen Traum schaut, wird in Pein und Furcht vor dem Machthaber leben.
– Wird einer von einem Panther gepackt, wird er erkranken und von dem Mächtigen hart gestraft werden;
der Schlag des Panthers ist nämlich giftig.
– Pantherfleisch zu essen prophezeit Reichtum und Ansehen.
– Träumt der Kaiser oder ein Fürst, er reite auf einem Panther, wird er einen mächtigen, gewaltigen Gegner unterwerfen,
ein gemeiner Mann wird großes Ansehen erlangen und ein Amt bekommen.
– Erblickt jemand einen Panther und ist vor Schrecken wie gelähmt, bleibt aber unverletzt, wird er Furcht und Beklemmung
vor dem Machthaber haben.
– Bringt man dem Kaiser einen oder mehrere Panther, wird er einen widerspenstigen, mächtigen Feind gefangennehmen;
bringt man ihm einen zahmen Panther, wird er einen großen Namen und Ruhm erlangen, weil er einen solch mächtigen
Mann unterworfen hat.
– sehen oder von ihm angegriffen werden: du mußt Angst und Schrecken ausstehen.
(europ.) : – sehen: warnt vor falschen, hinterhältigen und gehässigen Menschen;
– ihn fauchen hören und Furcht und Schrecken verspüren: es zeichnen sich unschöne Neuigkeiten,
Gewinneinbußen oder Unstimmigkeiten ab; empfindet man keine Furcht, wird es nicht so schlimm;
– begegnen und Furcht vor ihm haben: es könnte sein, daß eine Liebes- oder Geschäftsbeziehung unerwartet in die Brüche geht,
weil widrige Einflüsse gegen einem Front machen;
– sich von ihm bedroht fühlen: es stehen berufliche Enttäuschungen ins Haus; jemand, der einem ein Versprechen gegeben hat,
könnte einen Rückzieher machen;
– von ihnen verfolgt oder angefallen werden: infolge hinterhältiger Verleumdung wird man zu Schaden kommen;
– zähmen können: Freude und Erfolg stehen einem bevor;
– einen erlegen: in einer Sache wird man glänzend rehabilitiert werden;
(ind. ) : – sehen: dein Wunsch wird von einer hohen Persönlichkeit erfüllt.
(Siehe auch „Katze“, „Löwe“, „Tiere“)
Pantoffeln
Psychologisch:
Wer im Traum Pantoffeln trägt, hat im Wachleben einen Drang zur Bequemlichkeit, aus der manche Ehe- oder Familienkrise entstehen kann.
Gehen wir in alten Pantoffeln, fällt es uns im Wachleben schwer, neue Wege zu beschreiten. Die meisten Träumer schämen sich der
Pantoffeln, weil sie sie als Zeichen eigener Minderwertigkeit empfinden und deshalb fürchten, eines Tages unter den Pantoffel zu kommen;
Leisetreter zu werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Ruhe und Frieden erlangen, ein gemächliches Leben führen;
– haben: du wirst dich gut verheiraten;
– sticken: Zufriedenheit;
– kaufen: du wirst vom Gatten oder der Gattin beherrscht;
– als Geschenk erhalten: du machst dich jemanden dienstbar; man wird bald eine ernste Beziehung eingehen,
die unter Umständen zur Ehe führen kann; ist man verheiratet, sollte man sich vor einem Seitensprung hüten;
– jemandem nachwerfen: man wird bald den Ärger eines nahestehenden Menschen zu spüren bekommen;
– zerrissene: Unstimmigkeiten in der Ehe;
– tragen: von anderen unterjocht werden; man sollte sich von den Meinungen seiner Mitmenschen nicht beeinflussen lassen,
wenn er wichtige Entscheidungen zu treffen hat, und möglicher Kritik offen, aber nicht demütig gegenüberstehen.
(europ.) : – zeugt von materieller Einstellung, die Vorteile vor die eigenen Wünsche stellen will;
– sehen: Mahnung, sich nicht unterkriegen zu lassen;
– im Laden ausgestellt sehen: man braucht nicht zu kaufen und entgeht damit vielen Unannehmlichkeiten;
– kaufen: man wird eine große Dummheit begehen;
– geschenkt erhalten: verheißt für Ledige baldige Verlobung oder Verheiratung; für Verheiratete: man
wird sich dem Willen des Ehegatten fügen müssen;
– tragen: Zank im eigenen Haus; eine häßliche häusliche Szene ist zu erwarten;
– auf dem Kopf tragen: man macht sich für jeden zum Narren, etwas Selbstbewußtsein wäre dringend erforderlich;

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– zerrissene tragen: eine Beziehungs- oder Ehekrise spitzt sich langsam zu;
– verschlissene tragen: man will aus seiner Beziehungs- oder Ehe ausbrechen, es wäre aber klüger beim alten Partner zu bleiben,
denn in einem neuen Leben würde man nicht zurecht kommen;
– Holzpantoffel: man droht, herrschsüchtig zu werden.
(ind. ) : – Träumt einer, er ziehe neue, wohlriechende Pantoffel an, wird er Armen aus seinen Mitteln Almosen stiften,
sind jene aber übelriechend, wegen deren üblen Geruchs auf Grund seiner dürftigen Spenden in üblen Ruf kommen.
Der Pantoffel schützt nämlich den Fuß, dieser aber bedeutet einen Knecht, ferner Geld und des Menschen Lebensunterhalt;
Bestand und Erhalt all dessen hängt aber von dem Mitleid mit den Armen ab, und deswegen legen Wohl- oder übler Geruch
Zeugnis davon ab.
– Zieht einer farbige Pantoffel an, werden seine Almosen mehr Ehre einlegen entsprechend den oben
ausgelegten Farbtönen, ausgenommen Gelb; denn diese Farbe bedeutet mangelnde Unterstützung.
– Träumt jemand, seine Pantoffel seien verbrannt, wird er vom Landesfürsten hinsichtlich
seiner Knechte und seines Vermögens mit harter Strafe belegt werden;
sind sie ihm durch Lug und Trug eines Feindes gestohlen worden, bedeutet es Plagen
und Schwierigkeiten wegen seiner Knechte und seines Reichtums.
– Träumt der Kaiser, er ziehe neue Pantoffel an, wird er entsprechend deren Festigkeit seine besten
und vertrautesten Knechte reich beschenken.
Erblickt er an den Pantoffeln schadhafte Stellen, deutet das auf seine Knechte.
Drücken sie ihn, wird er seine Knechte so schlecht behandeln, wie die Schuhe ihn drücken.
Träumt er, sein Fuß sei lahm geworden, aber er heile ihn wieder, wird die Lähmung die Gefährdung,
die Heilung die Zurechtweisung seines Knechtes anzeigen entsprechend dem Erfolg der Heilkur.
– bekommen: du wirst für andere deine Ehre opfern;
– tragen: warum bist du in deiner Ehe nicht zufrieden?
– zerrissene: ängstige dich nicht.
(Siehe auch „Hausschuhe“, „Schuhe“)
Pantomime
Allgemein:
Für viele Menschen ist Pantomime eine glückliche Kindheitserinnerung, und häufig erscheint sie im Traum als Verweis auf glücklichere
Zeiten. Sie kann auch die spontane, humorvolle Seite des Wesens symbolisieren.
Psychologisch:
Weil die Vorstellungen, die mit Pantomimen in Verbindung gebracht werden, häufig übertrieben sind, können sie in Träumen eine Art
Bühne darstellen, welche die Aufmerksamkeit des Träumenden auf etwas lenkt, worüber er nachdenken muß. Tritt man selbst im Traum als
solche auf, will man seiner Umgebung klarmachen, daß viel mehr Talent in einem steckt, als diese für möglich hielt. Ein Traumbild, das auf
die Entschlossenheit hinweist, daß man es den anderen endlich einmal „so richtig zeigen will“ – und es auch kann.
Spirituell:
Viele Traumbilder, die in Verbindung mit dem Theater stehen, verweisen auf die Vorstellung vom Leben als Theaterstück. Eine Pantomime
ist ein sehr unwirkliches Bild.
Volkstümlich:
(europ.) : – betrügerische Leute umgeben dich; sei auf der Hut; man wird von Freunden getäuscht;
– selbst daran teilnehmen: man hat einen Grund zum Angriff;
die Geschäftsaktivitäten zeitigen nur wenig zufriedenstellende Ergebnisse.
(ind. ) : – (Gebärdenspiel): du wirst dich in Gesellschaft langweilen.
Panzer (Kriegsgerät)
Assoziation: – Panzerung; destruktiver Schutz; mobile Bedrohung.
Fragestellung: – Was ist gefährlich an meiner Art, meine Macht auszudrücken?
Allgemein:
Der Traum von einem Panzer dem man trägt zeigt, daß sich der Träumende mit seinem Bedürfnis nach Selbstverteidigung und Schutz gegen
die Aggressionen anderer auseinandersetzt, aber auch mit seiner Aggressivität, wenn es das Fahrzeug ist. Das Traumsymbol ist ein Hinweis,
daß sich der Träumende auf irgendeine Weise bedroht fühlt. Allgemein kommt darin eine Gefahr zum Ausdruck.
Psychologisch:
Oft wird einem gerade im Traum klar, daß man Hindernisse und Schwierigkeiten überwinden muß. Manchmal gelingt dem Träumenden dies
nur, indem er rücksichtslos darüber hinwegfährt. Das Traumbild des Panzers hilft ihm, dies zu tun, ohne dabei jedoch andere Menschen zu
verletzen. Rollen Panzer auf uns zu, müssen wir Schwerem, das auf uns zukommt, mutig entgegentreten. Wer sich im Traum als gepanzerter
Ritter sieht, der sollte im Wachleben die rauhe Schale ablegen, die sein Herz umschließt.
Spirituell:
Auf dieser Ebene zeigt der Panzer im Traum, daß der Träumende gerne ein „spiritueller“ Krieger sein möchte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sei stark in der Seele, dann wirst du gegen die Prüfungen des Lebens gewappnet sein.
(europ.) : – sehen: ist eine Warnung vor Feinden; viele Schwierigkeiten türmen sich vor einem auf;
– einen tragen: trotz aller Anfeindungen wird man ein erstrebtes Ziel erreichen;
– einen Panzerwagen sehen: vor einen übelwollenden Menschen muß man sich in Sicherheit bringen;
– in einem Panzerwagen fahren: erinnert an lästige Versprechen oder Verpflichtungen, derentwegen
einem zugesetzt wird; auch bevorstehende innere Unruhen im Lande.
(ind. ) : – sehen: du wirst in Verlegenheit kommen.
(Siehe auch „Ritter“, „Waffe“)
Panzer (Tier)
Psychologisch:
Sie möchten sich am liebsten selbst einen „Panzer wachsen lassen“, sind sensibel und „dünnhäutig“ und sehnen sich nach Schutz im
allgemeinen und vor der „Härte des Lebens“ im besonderen.

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Panzerbekleidung
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: gegen deine Feinde immer gerüstet bleiben, damit sie einem nicht überrumpeln können.
(europ.) : – tragen: bringt Gewinn;
– sehen: verkündet, daß man in kritischer Zeit in allen seinen Handlungen sehr vorsichtig sein soll.
(ind. ) : – tragen: du wirst Hilfe in der Not finden.
Papagei
Assoziation: – ahmt alles nach; Humorvoll; exotisch.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fehlt es mir an Originalität?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Regen; Sonne; Farbe; Lebenskraft; Fruchtbarkeit; Schönheit; Nachahmung.
Beschreibung: Papageien stammen aus Mittel- und Südamerika wo ihre Federn von den Indianern seit Urzeiten als Bekleidung, Schmuck
und zur Herstellung heiliger Gegenstände benutzt wurden. Wegen ihrer strahlenden Farben hielt man Papageien für Boten der Sonne, für die
Überbringer des Lichts. Viele erdverbundene Völker bringen die Vögel auch mit Regen in Verbindung, vielleicht weil sie aus Gegenden
kommen, in denen der Regen im Überfluß fällt.
Allgemeine Bedeutung: Erforschung deiner eigenen Schönheit und Farbenpracht; den Teil in dir verstehen, der sich nach Schönheit im
Leben sehnt.
Assoziation: Das nachplappern, was ein anderer sagt, ohne es zu verstehen; die Handlungen einer anderen Person nachahmen, ohne sie zu
verstehen.
Transzendente Bedeutung: Ein vertieftes Verständnis für Bedeutung von Schönheit im heiligen Netz des Lebens.
Artemidoros:
Die schönen und reizenden Tiere, wie z.B. der Papagei, bezeichnen Stutzer.
Allgemein:
Papagei ermahnt oft, nicht kritiklos alles nachzuahmen, was andere tun. Er kann auch vor Klatsch, übler Nachrede oder Bloßstellung warnen.
Hört man ihn sprechen, soll das ein Lob und eine Anerkennung ankündigen.
Psychologisch:
Wie die meisten anderen Vogelarten, ist auch der Papagei im Traum ein Symbol für Sexualität. Dieses Tier kann nur lernen andere
nachzuahmen, ohne dabei allerdings den Sinn des Vorgesprochenen zu verstehen. Daher deutet der Papagei im Traum auf die Unreife,
Unüberlegtheit, Oberflächlichkeit, Unselbständigkeit und die Gedankenlosigkeit des Träumenden hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder hören: durch Geschwätzigkeit Unannehmlichkeiten erleiden; Warnung vor zu großer Vertrauensseligkeit,
da man ausgenutzt werden könnte; man wird Dinge hören, denen man lieber keinen blinden Glaubens schenken darf.
– in einem Käfig halten: man sollte sich seinen Mitmenschen gegenüber etwas ehrlicher verhalten;
– sprechen lehren: jemandem von sich eine bessere Meinung beibringen;
– füttern: einen Freund gewinnen;
– von einem gehackt werden: man wird dich schmerzlich verwunden.
(europ.) : – bringt Ärger ins Haus durch Klatschereien; falsche Menschen hintergehen dich;
– plappern hören: steht für müßigen Klatsch und frivole Beschäftigungen unter Freunden;
– sehen oder sprechen hören: man klatscht über dich; jemand plaudert ein Geheimnis aus, das man streng gehütet glaubte;
– kreischen hören: du wirst von Neidern geschädigt;
– füttern: du wirst eine Plaudertasche heiraten;
– schlafen sehen: es kündigt sich eine friedliche Unterbrechung in einem familiären Streit an;
– einem das Sprechen lehren: es steht Ärger im Privatleben bevor;
– ein toter: sagt den Verlust geselliger Freunde voraus;
– Träumt eine junge Frau, sie besitze einen Papagei, besteht die Gefahr, daß ihr Zukünftiger sie für zänkisch hält.
(ind. ) : – sehen: man wird über dich nicht gut sprechen;
– hören: man wird dich loben.
(Siehe auch „Vögel“)
Papier
Allgemein:
Papier ist eines jener Traumbilder, deren Deutung von den jeweiligen Umständen im Leben des Träumenden abhängt. Träumt etwa ein
Student von Papier, dann verweist dies darauf, daß er sich um sein Studium kümmern muß; träumt ein Briefträger von Papier, so kann dies
eventuell Ängste in Zusammenhang mit seiner Arbeit symbolisieren. Geschenkpapier verbildlicht den Wunsch nach Festlichkeiten. Papier
kann neue Eindrücke und Gedanken oder mangelnde Lebenserfahrung versinnbildlichen, vor allem wenn es weiß und unbeschrieben ist.
Psychologisch:
Das Papier soll im Traum immer mit dem Zweck, für den es gebraucht wird, gesehen werden. Allgemein ist es ein Symbol für
Unselbständigkeit, Anpassungsfähigkeit und den Wunsch und das Bemühen nach Orientierung. Leeres Schreibpapier im Traum ist ein
Hinweis auf fehlende Kommunikation oder auf das Bedürfnis nach Kommunikation. Andererseits kann es auch einen Neuanfang darstellen.
Wer es im Traum beschreibt oder bemalt, dem möchte das Unbewußte raten, endlich Unerledigtes aufzuarbeiten. Zerreißt man das Papier,
möchte man wahrscheinlich mit einer bestimmten Angelegenheit im Wachleben nichts mehr zu tun haben. Man achte auf das, was auf dem
Papier geschrieben steht, um daraus mehr zu deuten. Packpapier hebt die praktischen Veranlagungen des Träumenden hervor.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verweist Papier im Traum auf ein Wachstumspotential durch Lernen und Kreativität.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Druckpapier in Massen sehen: du bekommst es mit Beamten zu tun;
– einzeln sehen: du wirst Scherereien haben;
– in der Luft fliegen sehen: getäuschte Hoffnungen;
– machen sehen: du wendest deine Kenntnisse nützlich an;
– weißes: deine Unschuld kommt an den Tag;
– farbiges: gute Nachricht;
– schwarzes: traurige Nachricht;
– leere: bald wird ein wichtiges Schriftstück plötzlich eine große Rolle spielen;
– bedrucktes sehen: Vertrauen und Ehre wird dir zuteil;
– bemaltes sehen: du wirst eine Täuschung erfahren;

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– beschriebenes sehen: Verfolgungen;
– selbst bezeichnen oder bemalen: wenn du in Zukunft deine Zeit nicht besser anwendest, wirst du empfindlichen Nachteil erleiden;
eine ganz persönliche Angelegenheit wird einem innerlich stark beschäftigen;
– auf einem schreiben: du wirst unangenehme Briefe zu schreiben haben;
auch: man Angst einem Menschen eine wichtige Information zukommen zu lassen;
– selbst bedrucken: man wird viel unnötigen und belanglosen Schriftverkehr erledigen;
– zerrissen: streitige Angelegenheiten werden dich ärgern; du wirst dein Recht verlieren;
man ist nicht im Recht und hat durch eigene Schuld Zerwürfnisse provoziert; Vorsicht bei Rechtsstreitigkeiten;
– selbst zerreißen: du wirst in Zorn geraten; man will eine bestehende Bindung lösen;
– schneiden: Trennung.
(europ.) : – die Erledigung schwebender Angelegenheiten wird dringend notwendig;
– sich mit Papier oder Pergament beschäftigen: es drohen Verluste; diese können mit einem Gerichtsprozeß verbunden sein;
– schneiden: bedeutet eine Trennung oder Auflösung;
– leeres, weißes: kündet einen Prozeß an; demnächst wird ein wichtiges Schriftstück eine Rolle spielen;
– fleckig und schmutzig: die eigenen fragwürdigen Handlungen werden auf einem zurückfallen;
– beschreiben oder bemalen: eine Angelegenheit wird einen innerlich sehr beschäftigen;
– andere beschreiben sehen: eine fremde Angelegenheit wird einen sehr beschäftigen;
– beschriebenes oder bedrucktes sehen: bedeutet, daß dir jemand mißtrauen wird; bedeutet viel unnötige
oder belanglose Korrespondenz;
– gefaltetes: steht für leichtere Enttäuschungen;
– zerreißen oder verbrennen: mit einer Sache wird man kurzen Prozeß machen; oder eine Mahnung, es zu tun;
– Papierrollen sehen: kündet einen langwierigen Prozeß an; bei weißem Papier wird man ihn gewinnen,
bei anderer Farbe geht er verloren;
– Staatspapiere und Aktien: warnen vor Geldspekulationen;
– Papierfabrik: Verlorenes wird man wiederbekommen;
– Bei einer jungen Frau steht Papier oder Pergament für Streit mit ihrem Geliebten;
außerdem fürchtet sie die Meinung von Bekannten.
– Verheiratete müssen sich vor Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Familie hüten.
(ind. ) : – sehen: du wirst das Vertrauen deines Chefs haben;
– schwarzes: du wirst eine Trauernachricht erhalten;
– weißes: man möchte dich zu Rate ziehen;
– rotes: achte nicht auf die Nachbarn und deren dummes Geschwätz;
– darauf schreiben: man will dich anklagen;
– zerreißen: du wirst ein gewisses Recht verlieren.
(Siehe auch „Akten“, „Blatt“, „Brief“, „Buch“, „Notiz“, „Paß“, „Schreiben“, „Zeitung“)
Papiergeld (Siehe „Banknote“)
Papiermühle
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: du hast Sorge um deine Zukunft.
Papiermühle
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: du hast Sorge um deine Zukunft.
Papierkorb
Psychologisch:
Sinnbild für Verdrängtes, das man auch nie mehr in Erinnerung bringen möchte – man „wirft es weg“.
Papierschnitzel
Psychologisch:
Etwas soll geheimgehalten werden, weil man andernfalls einen wesentlichen Verlust (oder unerwünschte Einmischung und Indiskretion) zu
befürchten hat.
Pappe
Allgemein:
Pappe (Pappdeckel) deuten altindische Traumbücher als Warnung vor Verrat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit zu tun haben: Widerstand, Aufenthalt und langwierige Dinge erfahren.
(europ.) : – verkündet Sorgen und warnt vor übereiltem Zorn;
– Pappdeckel sehen: man wird verraten werden.
(ind. ) : – sehen: man wird dich verraten wollen.
Pappel
Allgemein:
Pappel symbolisiert den Lebensweg, die Einstellungen, Haltungen und Ziele, die ihn bestimmen. Der aufrechte, starke Baum zeigt
Geradlinigkeit an, der verkümmerte oder verkrüppelte warnt vor falschen Absichten, die scheitern werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – grüne sehen: angenehme Zukunft; das Schicksal wird einem günstig beim Erreichen der Ziele zur Seite stehen;
– eine ganze Pappelallee: sagt ein sorgloses Leben bis ins hohe Alter voraus.

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(europ.) : – mit Blättern und/oder Blüten sehen: deine Unternehmungen werden erfolgreich sein; man befindet sich auf dem richtigen Weg;
– eine krumme oder verkrüppelte sehen: man sollte seine falschen Einstellungen als auch seine negative Grundhaltung aufgeben,
da man sonst ergebnislos den falschen Zielen nachläuft;
– Steht eine junge Frau mit ihrem Liebhaber unter den Blüten und Blättern einer „Tulpenpappel“, dann werden sich ihre
Hoffnungen erfüllen. Ihr Liebhaber wird gut aussehen und höflich sein. Reichtum und Freunde werden sie umgeben.
Ist sie ohne Laub und verdorrt, stehen ihr Enttäuschungen bevor.
(ind. ) : – sehen: du kannst zufrieden sein, denn deine Geschäfte werden sich bessern;
– Pappelallee: ein schöner Lebensweg bis ins Alter;
– Pappelbaum: sorgenloses Leben, Freude;
– Pappelkraut pflücken: Wohlstand.
Paprika
Allgemein:
Paprika kann allgemein Ärger ankündigen, besonders der rote; oft handelt es sich dabei um eine „scharfe“ Auseinandersetzung in Familie
und Partnerschaft.
Psychologisch:
Ob Gewürzpulver oder Schote – der Paprika gilt als Symbol für Temperament und Lebenslust.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine rote sehen: es drohen Streit und Ärger.
(ind. ) : – du wirst Unannehmlichkeiten haben; Ärgernis.
Papst
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum auf den Papst trifft, begegnet er dem Teil seines Selbst, der einen auf religiösen Vorstellung
beruhenden Verhaltenskodex entwickelt hat. Je nachdem, welches Bild sich der Träumende als Kind vom Papst gemacht hat, empfindet er
ihn jetzt im Traum entweder als gütig oder als verurteilend.
Psychologisch:
Papst verkörpert Religiosität, im weiteren Sinn ethische Richtlinien; oft fordert das Symbol auf, nicht zu streng mit sich selbst und anderen
zu sein, Fehler und Schwächen zu verzeihen. Der Papst erscheint im Traum häufig anstelle des Vaters oder als Verkörperung Gottes. Sich
selbst als Papst zu sehen, deutet auf Selbstüberschätzung.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene erscheint der spirituelle Mentor oder das höhere Selbst des Träumenden im Traum manchmal als Papst.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: Ehre von einer hohen Persönlichkeit empfangen.
(europ.) : – sehen und nicht sprechen: man wird auf Knechtschaft hingewiesen;
man wird sich dem starken Willen eines Herrschers beugen müssen;
– sehen und sprechen: verheißt Ehre, Freude, Glück; verheißt Vergebung eines Fehltritts
und Bewahrung vor dessen nachteiligen Folgen;
– traurig aussehend oder verstimmt sein: man wird vor Laster oder Sorgen gewarnt;
– selbst sein: man sollte jetzt viel Selbstkritik und Demut praktizieren, die für das Leben weitreichende Folgen haben werden.
(ind. ) : – sprechen: Heiterkeit und Frieden und innerlich Freude;
– sehen: du hegst religiöse Zweifel.
(Siehe auch „Vatikan“)
Parabel
(1. lehrreiche Geschichte, 2. Kurve)
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Unentschlossenheit, was den besten Weg aus einer schwierigen Situation betrifft;
bei Verliebten oder einer jungen Frau prophezeit die Parabel Mißverständnis und Untreue.
Parade
Assoziation: – spielerische Zurschaustellung; Wahlmöglichkeiten.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir will gesehen werden?
Allgemein:
Parade kann zu mehr Selbstdisziplin ermahnen. Zuweilen soll sie gute Geschäfte ankündigen.
Psychologisch:
Wer von einer Truppenparade träumt, läßt sich von Machtsignalen beeindrucken und ist bereit, sich unterzuordnen und zu disziplinieren,
wenn sich daraus für später Aufstiegsmöglichkeiten ergeben. In der psychologischen Deutung: koordinierter Ausdruck eines
Aggressionspotentials. Traditionell: Es kommen neue Bekanntschaften, die eine Heiratschance bringen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einer beiwohnen: eine große Festlichkeit erleben.
(europ.) : – sehen: bedeutet einen Streit mit einem Menschen in Uniform, verursacht durch unbedachte Worte;
auch: über seine Verhältnisse leben;
– als Zuschauer zusehen: man wird Enttäuschungen erleben und manches versäumen; du wirst dir viel
unnötige Arbeit machen; Mahnung zur Selbstdisziplin;
– mitmachen: Freude und Selbstbewußtsein, warnt auch vor falschen Freunden; mehr darstellen wollen, als man ist;
man wird vom Schicksal in straffe Zucht genommen und dadurch zu Erfolg und Anerkennung geführt.
(ind. ) : – sehen: dein Verdienst ist gut;
– fremder Truppen: du kannst zufrieden sein, es hätte auch schlimmer kommen können.

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Paradies
Allgemein:
Wenn ein Traum vom Paradies handelt, stellt der Träumende eine Verbindung zu seiner angeborenen Vollkommenheit her. Er ist dazu in der
Lage, völlige Harmonie mit sich selbst zu erleben und dabei gänzlich unschuldig zu sein.
Psychologisch:
Das Paradies ist jener Teil des Selbst, der im Träumenden eingeschlossen ist und zu dem niemand sonst Zugang haben darf. Dies ist ein
abgetrennter Bereich, von dem aus der Träumende die vollkommene Einheit mit dem Universum entwickeln kann. Erscheint im Traum das
Paradies, so ist dies ein Zeichen dafür, daß der Träumende sich wünscht sich selbst mit allen Fehlern und Schwächen annehmen zu können.
Er möchte gelassen und ausgeglichen sein. Wer sich im Traum in einem Paradies wähnt, sehnt sich nach Ruhe, nach ein wenig Glück in der
Einsamkeit oder an der Seite eines lieben Menschen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet das Paradies im Traum, daß sich der Träumende seiner vollkommenen Seele bewußt ist. Der Garten
Eden als ursprüngliche Schöpfungswelt Gottes vor dem Sündenfall.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sich in seinen Verhältnissen wo hlfühlen;
– sich darin aufhalten: alle deine Wünsche gehen in Erfüllung.
(europ.) : – man rechnet mit außerirdischen Lohn als Trost gegenüber der Undankbarkeit der Umwelt;
– sehen: bedeutet Edelmut und Wohlwollen zugunsten anderer; verheißt eine glückliche Zeit;
man hofft auf „göttliche“ Belohnung und kann bald glücklichen Tagen entgegensehen;
für den Landwirt eine reiche Ernte; glückliche Heirat für Verlobte;
– ins Paradies aufbrechen und sich verunsichert und verloren fühlen: Vorhaben, die außerordentlich
einfach und ertragreich erschienen, werden in Enttäuschung und Kummer enden;
– sich darin befinden: Warnung vor Übermut; auch: man besitzt treue Freunde; bringt gute Aussichten für Seeleute oder jene,
die eine lange Reise unternehmen werden; Mütter haben brave Kinder; sind die Kinder erkrankt, so erwartet sie eine schnelle
Genesung, und das Schicksal wird einem gewogen sein; für Liebende verspricht es Reichtum und Treue;
– sich darin sehen: du wirst Schutz in allen Gefahren finden; auch: auf Erden gibt es kein „Dauerparadies“,
man sollte sich von den vielen irdischen Flausen verabschieden.
(ind. ) : – Träumt ein guter Mensch, er gehe ins Paradies ein, so ist er gerettet, weil ihm diese frohe Botschaft von Gott kommt als Lohn
für das Gute, das er getan hat. Schaut dies ein böser Mensch, wird er sich bekehren und Rettung und Heil erlangen.
Der Traum bedeutet aber auch Glück im Streben nach irdischem Reichtum.
– Dünkt es einen, er esse von den Früchten der Paradiesbäume, wird er Weisheit und Erkenntnis in seinem Glauben finden,
weil die Früchte des Paradieses göttliche, heilsame Lehre sind.
– Gibt er anderen von den Früchten ab, wird er andere unterweisen, so wie er hochherzig und freigebig war.
– Hat einer die Früchte nur empfangen, aber nicht gegessen noch sie mit anderen geteilt, hat er die göttliche Offenbarung
zwar empfangen, aber nicht erkannt und deshalb wird er keine Frucht bringen.
– Hat er die Früchte nicht selber gegessen, sondern anderen gegeben, wird er wegen seiner eitlen Ruhmsucht verdammt,
jener aber, der empfangen hat, gerettet werden.
– Träumt jemand, er komme ins Paradies und sterbe, so bedeutet der Tod, er werde Schaden nehmen an seinem Glauben.
– nur sehen aber nicht hineingehen: du hast einen guten Schutzengel.
(Siehe auch „Apfel“, „Baum“, „Eden“, „Frucht“)
Paradiesäpfel
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst gutes Fortkommen finden.
(europ.) : – mit Widerwärtigkeiten ist zu rechnen.
Paragraph
Psychologisch:
Paragraphenzeichen: Taucht es im Traum auf, überlegt man im Wachzustand vielleicht, wie man dem Gesetz ein Schnippchen schlagen
kann. Unter Umständen findet man sich aber auch im Paragraphendschungel des Alltags nicht zurecht.
Volkstümlich:
(ind. ) : – deine besten Freunde werden dich verraten, traue deshalb in nächster Zeit niemanden.
(Siehe auch „Richter“)
Paralyse
(Lähmung)
Volkstümlich:
(europ.) : – paralysiert sein: ist ein Zeichen für eine gelöste Verlobung.
Parasiten
Assoziation: – Arbeit an der Unabhängigkeit.
Fragestellung: – Inwieweit bin ich bereit, allein zurechtzukommen?
Allgemein:
Parasiten, wie etwa Läuse, Flöhe oder Wanzen, verweisen im Traum darauf, daß andere Menschen versuchen, von der Energie des
Träumenden zu leben. Vielleicht ist die Lebensweise des Träumenden für diese Personen aufregender und interessanter als seine eigene, oder
er findet sie vergnüglicher.
Psychologisch:
Vielleicht fühlt sich der Träumende in einem bestimmten Bereich seines Lebens unrein. Scham kann in diesem Zusammenhang eine wichtige
Rolle spielen. Dem Träumenden ist darüber hinaus klar, daß er seine Probleme ohne fremde Unterstützung nicht bewältigen kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene sind Parasiten im Traum eine Warnung davor, Mitmenschen energetisch, emotional und spirituell auszusaugen.

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Parfum
Assoziation: – Luxus; schwelgen; Balsam.
Fragestellung: – Was gibt mir ein Gefühl der Zufriedenheit? Wo in meinem Leben strebe ich nach mehr Vergnügen?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum der Duft von Parfum wahrnimmt, wird er oft an bestimmte Ereignisse erinnert. Gerüche können die
unterschiedlichsten Erinnerungen wachrufen. Vielleicht muß der Träumende ein bestimmtes Gefühl heraufbeschwören, das mit diesem
speziellen Parfum verbunden ist. Parfum kann auch andeutet, daß man eigene Fehler zu beschönigen versucht, aber durchschaut wird und
Ansehen einbüßt. Verschenkt man es, kann man einen Erfolg in der Liebe erwarten.
Psychologisch:
Der Duftstoff umschreibt den Willen des Träumers, im Wachleben in gutem „Geruch“ zu stehen. Man „markiert“ sein Umfeld mit seinem
besonderen Duft, will „sinnliche Präsenz“ und eine erotische Duftspur hinterlassen. Kein Traumsymbol, sondern eine Spiegelung der Realität
und des weiblichen Grundbedürfnisses, mit subtilen Mitteln eine optimale Wirkung zu erzielen. Bestimmte Parfums erinnern den
Träumenden vielleicht an Menschen, die ihm einmal nahestanden. Abhängig von der Rolle, die ein solcher Mensch im Leben des
Träumenden gespielt hat, kann seine Reaktion auf diesen Duft positiv oder negativ sein. Auch bei Parfums ist es, ebenso wie bei
Traumfiguren, möglich, daß sie dem Träumenden bestimmte eigene Eigenschaften näherbringen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene erinnert das Parfum im Traum daran, daß der Mensch intuitive Informationen häufig aufgrund eines bestimmten
Parfums erkennt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – wahrnehmen: durch ehrende Auszeichnungen erfreut werden.
(europ.) : – bedeutet, daß jedes Mittel recht sein muß, um sich auszuzeichnen und empor zu bringen;
– sehen: du wirst dich bei jemanden in Gunst setzen; man versucht seine Fehler und Schwächen zu beschönigen;
– kaufen oder sich selbst parfümieren: man möchte die Gunst eines anderen erringen,
vermag aber die eigenen Fehler und Schwächen nicht ganz zu verdecken;
– geschenkt bekommen oder riechen: du wirst getäuscht; jemand verbirgt einem gegenüber etwas;
– verschenken: das Werben um die Gunst eines anderen wird erfolgreich sein;
– einatmen: es kündigen sich glückliche Ereignisse an;
– den eigenen Körper oder Kleider parfümieren: man sucht und erhält Bewunderung;
auch: man versucht andere zu täuschen;
– von Düften geradezu berauscht sein: Lustorgien werden den eigenen Geisteszustand beeinträchtigen;
– verschütten: man verliert etwas, was einem Freude bereitet;
– eine Parfümflasche zerbrechen: die sehnlichsten Wünsche und Hoffnungen werden in eine Katastrophe
enden, selbst wenn sie eine glückliche Wende verheißen;
– herzustellen: die geschäftlichen Unternehmungen und Verbindungen werden besonders glücklich sein;
– Wenn eine junge Frau ihr Bad parfümiert, prophezeit das leidenschaftliches Glück. Wenn sie von einem
Mann Parfüm geschenkt bekommt, erwarten Sie leidenschaftliche, doch gefährliche Sinnesfreuden.
– für Männer, starkes Parfüm riechen: man ist dem Einfluß einer weiblichen Person ausgesetzt, die dem Denken
und Handeln durch Täuschung zum Nachteil beeinflussen wird;
(ind. ) : – durch eine unschöne Tat wirst du in schlechten Ruf kommen.
(Siehe auch „Duft“, „Geruch“)
Park
Allgemein:
Park zeigt an, daß man sich erholen und entspannen muß, um wieder innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden; oft steht dahinter nervöse
Schwäche zum Beispiel durch chronische Überforderung.
Psychologisch:
Während der Garten (siehe dort) unser Inneres darstellt, das wir schützen möchten, weist der Park auf unser Äußeres hin. Wer also im Park
spazieren geht, möchte sich so zeigen, wie er von anderen gesehen zu werden wünscht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darin spazieren gehen: dir steht ein recht angenehmes Leben bevor;
– in einem verwahrlosten gehen: man muß mit finanziellen Mehrbelastungen rechnen.
(europ.) : – ein Wunschtraum, wobei man sich nach Ruhe und Ausspannung sehnt; auch nervöse Überreizung;
ein angenehmes, glückliches Leben steht dir bevor;
– mit vielen Personen sehen: man muß mit vielen Schwierigkeiten rechnen;
– einen gepflegten sehen: verheißt wohlhabende Freunde und deutet auf genußreiche Freizeit hin;
– ungepflegte Parks ohne Grünflächen und Blattwerk sehen: künden unerwartete Rückschläge an;
– in einem spazierengehen: man wird geselligen Verkehr finden oder ein schönes Fest mitmachen;
– mit dem Liebhaber in einem spazieren gehen: man wird eine harmonische und glückliche Ehe führen.
(ind. ) : – sich darin sehen: ein heiteres und sorgloses Dasein;
– darin spazieren gehen: friedliches Glück.
Parken
Allgemein:
Parken wir unser Automobil ein, möchten wir auf dem Lebensweg vielleicht die längst verdiente Pause einlegen. Parken wir trotz eines
Verbotszeichen, wollen wir im Wachleben unseren Willen durchsetzen, obwohl Vernunftgründe dagegensprechen.
Psychologisch:
Ein kleiner Alptraum und fast wie im Leben: Man dreht seine Runden und sucht und sucht vergeblich. Dann noch einmal und noch einmal…
(und dann sind Sie aufgewacht). Ein häufiger Traum, in dem sich die Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Lebenssituation ausdrückt. Es
geht um den Wunsch, nach „vielen Umwegen endlich anzukommen“ – um dann auch „bleiben zu können“ und zur (inneren) Ruhe zu
kommen, für eine Weile wenigstens. Der Traum hat weniger mit freien Parkplätzen als vielmehr mit einer tiefen Sehnsucht nach dieser
„einen und einzig richtigen“ Liebesbeziehung zu tun, in der man sich seelisch und emotional „zu Hause fühlt“. Wer lange vergeblich davon
träumt, träumt davon.
(Siehe auch „Auto“)

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Parkettboden
Volkstümlich:
(arab. ) : – darauf gehen: deine Zukunft wird sich höchst wechselvoll gestalten.
Parklandschaft
Psychologisch:
Die kultivierte (und „vergewaltigte“) Natur symbolisiert verdrängte bzw. gelähmte Wildheit im Wesen des Träumenden, aber auch
Schönheitssinn und Pflegebedürfnis und den Wunsch, Ursprünglichkeit und Kultur auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.
Parkuhr
Psychologisch:
Sie ist ein Symbol dafür, daß die Zeit drängt. Eine Frist läuft ab. Es ist der dringende Appell an die Seele, eine rasche Entscheidung zu
treffen.
(Siehe auch „Uhr“)
Parlament
Allgemein:
Ein Traum vom Parlament macht den Träumenden auf ein Teil seines Selbst aufmerksam, der bei Entscheidungen eine Rolle spielt. Die
höheren Aspekte des Selbst stellen für den Träumenden eine wichtige Autorität dar, da sie als Bestandteil des eigenen Selbst zugleich auch
mit dem größeren Ganzen verbunden sind. Das Parlament im Traum symbolisiert jene Verknüpfung, die den Menschen mit der Welt in
Verbindung bringt. Parlament kann soziales Engagement anzeigen, das aber oft mit Geltungsdrang verbunden ist. Alte Traumbücher sehen
darin die Warnung vor Streitigkeiten. Beobachtet man eine scharfe Parlamentsdebatte, wird ein Vorhaben mit großen Schwierigkeiten
verbunden sein.
Psychologisch:
Jede Menschenansammlung im Traum ist wichtig, weil sie dem Träumenden zeigt, wie er sich auf eine Gruppe bezieht. Das
Parlamentsgebäude, in dem er sich im Traum befindet, symbolisiert einen Ort, an dem weitreichende Entscheidungen getroffen werden.
Vielleicht hat der Träumende kein Recht dazu, Entscheidungen zu fällen, die andere Menschen betreffen, aber er hat Zugang mit dem Raum,
in dem dies geschieht, daß heißt, er wird zumindest angehört und darf zuhören.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht das Parlament im Traum für spirituelle Klarheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich selbst als Abgeordneter sehen: in nächster Zeit in eine Auseinandersetzung verwickelt sein.
(europ.) : – in diesem Mitglied sein oder sich als Mitglied sehen: bedeutet eine Beförderung;
– ein Besucher sein: bedeutet Streit.
(ind. ) : – du kommst in unangenehme Streitigkeiten.
Parterre
Allgemein:
Parterrewohnung soll ein glücklicheres, sorgenfreies Leben verheißen.
Psychologisch:
Die Region unseres Körpers, die das Sexuelle beinhaltet. Wer dort einsteigt, will eine Eroberung machen. Steht eine Wohnung im Parterre
leer, wird man kaum das finden, wonach man sich im erotischen Bereich sehnt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – wohnen: du wirst ein ruhiges und gemächliches Leben führen.
(ind. ) : – wohnen: ein glückliches Dasein.
(Siehe auch „Haus“)
Partitur
Volkstümlich:
(ind. ) : – schreiben: Ehre und Ansehen erwarten dich;
– (Gesamtheit der Stimmen; Stimmenbruch) sehen: du wirst einem Musikfest beiwohnen;
– lesen: viel Arbeit.
Partner
Allgemein:
Der Traum könnte Ihre Einstellung zum Partner oder Ihrer Sexualität sein. Was können Sie dazu beisteuern, damit ihre Partnerschaft
genausogut wie die im Traum wird?
Psychologisch:
Ein „gesichtsloser Traumpartner“ ist Symbolgestalt für eigene, oft unbekannte und unbewußte Persönlichkeitsanteile. Ein Problem in Ihrer
realen Partnerschaft tarnt sich in einem Traum, der ein gemeinsames Auftreten in sehr unterschiedlicher Aufmachung darstellt. Z.B.: er in
Arbeitskleidung, sie im Badeanzug – oder sie im Abendkleid und er im Jogger. Solche und ähnliche Traumsituationen sollen darauf
hinweisen, daß man in der ersten Verliebtheit „übersehen“ wollte, daß man in wichtigen Punkten einer Partnerschaft nicht zusammenpaßt
und im Grunde völlig konträre Bedürfnisse und Lebensziele hat. Man träumt davon, wenn die ersten ernsthaften Konflikte „anklopfen“, um
demnächst zum unerfreulichen Hauptthema dieser Beziehung zu werden.
Party
Assoziation: – Feierlichkeit; Festlichkeit.
Fragestellung: – Was bin ich zu feiern bereit?
Allgemein:
Wenn sich der Träumende in seinem Traum auf einer Party befindet, geschieht dies, um ihn auf seine sozialen Fähigkeiten oder auf ihr
Fehlen aufmerksam zu machen. Vielleicht ist er im Alltag eher schüchtern und mag solche Zusammenkünfte nicht so sehr, aber im Traum
genießt er die Gesellschaft der Menschen auf der Party; im Traum hat er ein ausgeprägtes Bewußtsein dessen, wohin er gehört.

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Psychologisch:
Jeder Mensch hat irgendwann in seinem Leben das Bedürfnis nach Festlichkeit. Befindet sich der Träumende in seinem Traum auf einer
Party, dann ist dies ein Hinweis auf dieses Bedürfnis. Die Zusammenkunft mit anderen Menschen sorgt dafür, daß eine glückliche Stimmung
entsteht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Party im Traum ein Hinweis auf fehlenden Frohsinn und auf das Vorhandensein zwanghafter
Ernsthaftigkeit.
Volkstümlich:
(europ.) : – an einer teilnehmen: ein günstiges Omen;
– selbst der Gastgeber sein: sehr ungünstiges Zeichen; je besser der Verlauf der Party, desto schlechter das Omen.
Parzelle
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst einen Teil deines Vermögens verlieren.
Pascha
Volkstümlich:
(arab. ) : – du gibst dich einer Täuschung hin.
Paschen
Volkstümlich:
(arab. ) : – (schmuggeln): gefährliche Unternehmungen machen dir Sorge.
Paß (Ausweis)
Assoziation: – Bewegungsfreiheit; Identität.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir will sich neue Räume erschließen?
Allgemein:
Paß (Ausweis) wird ähnlich wie der Name verstanden.
Psychologisch:
Der Paß kann ein simples Bild für den Wunsch des Träumenden sein, auf Reisen zu gehen. Allgemein steht er im Traum aber als Symbol für
den Wunsch nach Veränderung: Der Träumende möchte sein Leben in eine neue Richtung lenken, sich von alten Anschauungen,
Standpunkten, Gewohnheiten oder Gefühlen trennen. Der Paß als Identitätsnachweis kann auch auf die Unsicherheit und einen Mangel an
Selbstbewußtsein hinweisen. Es ist gut möglich, daß der Träumende an Schuldgefühlen leidet. Der Reisepaß, den man mit dem eigenen Bild
im Traum sieht, gibt den Hinweis, man solle sich „reisefertig“ machen, da es in einen günstigeren Lebensabschnitt geht. Oft vergißt man im
Traum das Dokument, steht an der Grenze und wird nicht durchgelassen; in diesem Fall stellt sich im Wachleben jemand quer und macht
einen das Dasein schwer.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen und lesen: mache dich auf Zwangsmaßregeln gefaßt; weite Reisen werden dir gute Erfolge bringen.
(europ.) : – als Ausweis gilt er für den Verlust einer nahestehenden lieben Person; man wird sich über einen notwendig
gewordenen Ausweg klar;
– den eigenen sehen: kündet eine Reise an;
– einen fremden sehen: bedeutet Schwierigkeiten mit Behörden oder Sorgen im Zusammenhang mit der Reise eines anderen;
– den eigenen verlieren: das Ansehen bei anderen schwindet;
– Paßkontrolle: durch höhere Gewalt wird man in seiner Bewegungsfreiheit behindert werden;
(ind. ) : – sehen: du wirst auf eine weite Reise gehen und von ihr nicht mehr zurückkehren.
(Siehe auch „Ausland“)
Paß (Bergpaß)
Psychologisch:
Der Paß im Gebirge ist der Punkt eines beschwerlichen Lebensweges, der nun auf Neuland hoffen läßt; andere Traumsymbole werden
erweisen, ob dabei ein Erfolgshöhepunkt erlangt wurde, der aber nicht mehr gesteigert werden kann, weil nun – auf das Traumbild bezogen –
der Abstieg beginnt. Paß (eines Bergs) verspricht oft, daß man Schwierigkeiten überwinden wird. Manchmal weist er darauf hin, daß alles
auch eine Kehrseite hat, daß dem Aufstieg ein Abstieg folgen kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen Bergpaß sehen: verkündet die Überwindung einer Schwierigkeit, die einem sehr hinderlich ist;
– überschreiten: man wird die Kehrseite einer Sache oder eines Menschen kennenlernen.
(ind. ) : – du wirst den Weg zu Reichtum finden.
(Siehe auch „Aufsteigen“, „Berg“)
Passage
Psychologisch
Eine Passage im Traum könnte einen Übergang bedeuten (vielleicht privater oder geheimer Natur). Hier kann die Seele offenbar auch in
Ruhe und „überdacht = gut überdenken“ wählen und entscheiden.
Passagier
Volkstümlich:
(europ.) : – die mit ihrem Gepäck einen Raum betreten sehen: stehen für eine Verbesserung in der eigenen Umgebung;
– abreisende sehen: eine Gelegenheit zu einem günstigen Kauf verpassen;
– selbst sein: man ist unzufrieden mit dem jetzigen Leben und sucht eine Veränderung.
(Siehe auch „Reise“, „Tourist“)
Passionsblume
(Rankengewächs mit gelben, eßbaren Früchten.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Kummer und Trübsal.
(europ.) : – bedeutet Opfer und Kummer.

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Passionsspiel
(Aus dem Gottesdienst entwickeltes, mittelalterlich, geistliches Drama über die Passion Christi.)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: dein Kummer wird sich in Freude verwandeln.
Pastete
Allgemein:
Pastete wird ähnlich wie Brot oder Nahrung gedeutet, oft als Symbol für Freude, Glück und Gesundheit.
Psychologisch:
Falls Sie kulinarische Träume haben, Pasteten und andere feine Happen, die nicht zu den Grundnahrungsmitteln gehören, sind ein Symbol
für Genuß und kultivierte Lebensfreude.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: deutet auf Genüsse verschiedener Art; dein Wohlergehen macht dich zu sorglos;
– backen: du wirst häßliche Schwätzereien hören.
(europ.) : – sehen: verheißt ein Vergnügen;
– zubereiten: man wird sich eine harmlose Freude gönnen;
– essen: kündet Gesundheit und Wohlergehen an, wenn man in allem das richtige Maß zu halten versteht.
(ind. ) : – essen: man wird dich in Zorn bringen wollen.
(Siehe auch „Brot“, „Nahrung“)
Pastetenbäcker
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: du wirst dir leicht den Magen verderben und erkranken.
(ind. ) : – sehen: Vergnügen.
Pastinak
(Pflanze)
Volkstümlich:
(europ.) : – Unterordnung unter einen Meister ist angezeigt;
– sehen oder essen: ein günstiges Omen für erfolgreiche Geschäfte, doch in der Liebe sieht es ungünstig und düster für einem aus.
Pastor
Psychologisch:
Bei Menschen, die sich bereits in der zweiten Lebenshälfte befinden, ist das Traumbild des Pastors meist eine Ermahnung, sich mehr mit
dem Sinn des Lebens auseinanderzusetzen. Allgemein hat der Pastor oder Pfarrer allerdings die Funktion eines Seelsorgers: Im Traum kann
der Priester die hilfreichen Funktionen eines Seelenarztes erfüllen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: in seiner Trübsal getröstet werden.
(europ.) : – mit ihm sprechen: verheißt Trost;
– sehen: warnt vor Heuchelei und sonstigen Untugenden; die Dinge nehmen eine Wende zum Schlechten und unangenehme
Reisen stehen bevor;
– hört man die Mahnung eines Pastors: weist auf einen berechnenden Menschen hin, der einen zum Bösen beeinflussen will;
– selbst sein: man beansprucht die Rechte eines anderen für sich.
(ind. ) : – du wirst dich von deiner Geliebten trennen müssen.
(Siehe auch „Geistlicher“, „Pfarrer“, „Priester“)
Pate
Allgemein:
Pate verkörpert meist einen verläßlichen Menschen, dem man vertrauen kann. Manchmal kündigt er an, daß man eine lästige Pflicht
übernehmen muß.
Psychologisch:
Oft eine Elternfigur, ein Helfer in bestimmten Notlagen. Sind wir selbst der Pate, sollten wir überlegen, ob wir nicht anderen gegenüber ein
wenig hilfreicher sein sollten, was uns freilich nicht nur Geld, sondern auch Überwindung kosten könnte. Der Pate, den wir nicht mögen, ist
der Schatten in unserem Charakter, den wir ausmerzen sollten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: man wird dich zu unliebsamen Dingen heranziehen, denen du aber nicht ausweichen kannst; neue Verpflichtungen;
– sehen: ein Geschenk.
(europ.) : – sein: zeigt unerwartete Geldausgaben an; kann eine Kindtaufe ankündigen; man wird eine Verpflichtung übernehmen,
die einem manche Mühe und Sorgen bereiten wird;
– zum Paten gebeten werden: eheliches Glück;
– sehen: verkündet Geldausgaben sowie eheliches Glück; man wird bei jemandem Hilfe und Unterstützung in einer Sache finden.
(Siehe auch „Eltern“, „Mutter“, „Vater“)
Patengeschenk
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: du wirst mit Kindern reich gesegnet werden.
Patent
Allgemein:
Patent symbolisiert eine erfolgversprechende Idee, aus der man Gewinn zieht, wenn man sie tatkräftig und ausdauernd verwirklicht.
Psychologisch:
Wer im Traum etwas erfindet und darauf das Patent erhält, hat im Wachleben bisher irgend etwas nicht beachtet, dessen Wert er plötzlich
erkennen wird.

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Volkstümlich:
(europ.) : – eines anmelden: man wird Aufgaben sorgfältig und gewissenhaft ausführen;
– nicht anmelden können: man wird versagen; man beteiligt sich an Unternehmen, für die man nicht geeignet ist;
– erhalten: man wird eine tolle Idee haben, den man in die Wirklichkeit umsetzen sollte;
– eines sehen: man wird durch Krankheit Unannehmlichkeiten erleben;
– ein fremdes sehen: man hat in einer bestimmten Angelegenheit leider viel zu spät reagiert;
– mit einem Fremden zu tun haben: in einer Angelegenheit kommt man zu spät und hat das Nachsehen;
– eines kaufen: eventuell eine lästige und unergiebige Reise unternehmen.
(ind. ) : – erhalten: du wirst Gewinne erzielen.
Pater
Volkstümlich:
(arab. ) : – Unannehmlichkeiten.
(Siehe auch „Mönch“)
Patient
Allgemein:
Jemand soll das kranke Innere heilen.
Psychologisch:
Vielleicht lassen Sie die Dinge im Leben einfach auf Sie zukommen?
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein oder von einem Arzt behandelt werden: du hast deiner Gesundheit zu viel zugemutet und mußt es nun büßen.
Patriarch
Volkstümlich:
(ind. ) : – Träumt einer, er sei durch Wahl auf den Stuhl des Patriarchen berufen, wird er geistliches Oberhaupt seines Volkes werden.
Sieht er sich zum Presbyter gewählt, wird er hoch steigen, großes Ansehen genießen und Vollmacht über des Kaisers
Untertanen erhalten; auch wird er Gerechtigkeit üben; ist einer Diakon geworden, wird er zu geringeren Ehren kommen
entsprechend der Rangordnung von Diakon und Presbyter.
– Eine Frau wird sich nach diesem Traum mit Schimpf und Schande von ihrem Mann trennen.
(Siehe auch „Diakonisse“)
Patrone
(Munition)
Allgemein:
Patrone wird ähnlich wie Bombe, aber in abgeschwächter Form verstanden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in leeres Gerücht wird dich beunruhigen.
(europ.) : – scharfe sehen: zeigt unglückliche Streitigkeiten und Unstimmigkeiten an; ein trauriges Schicksal bedroht einem oder jemanden,
mit dem man eng verbunden ist;
– leere: es wird Meinungsverschiedenheiten im Bekanntenkreis geben.
(Siehe auch „Bombe“)
Patrouille
Volkstümlich:
(arab. ) : – von Soldaten sehen: du tust gut daran, niemandem zu vertrauen.
(ind. ) : – du mußt auf Ordnung achten.
Pauke
Allgemein:
Pauke kündigt meist Neuigkeiten an, die jedoch nicht immer angenehm ausfallen. Schlägt man sie selbst, sollte man nicht aus Geltungsdrang
versuchen, stets im Mittelpunkt zu stehen, oder etwas wird an die große Glocke hängen, das einem nicht immer in ein günstiges Licht setzt;
man fällt unangenehm auf.
Psychologisch:
Sie hauen im Traum auf die Pauke? Ein 1:1 Symbol, Sie neigen auch im Alltag zur umtriebigen Selbstdarstellung und halten nicht viel von
einem stillen, zurückgezogenen Leben. Sie sind kontaktfreudig und sicher nie langweilig – aber ein bißchen „weniger“ wäre manchmal
„mehr“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: durch aufreibende Verhältnisse belästigt werden;
– selbst schlagen: in Zank und Streit verwickelt werden;
(europ.) : – sehen: verkündet viel Geschrei ohne Wert;
– hören: verkündet Neuigkeiten; bei Rechtsstreitigkeiten und anderen
Konflikten sollte man wachsam sein und einen Vergleich anstreben;
– selbst schlagen: man wird unangen ehm durch Rücksichtslosigkeit
und Überheblichkeit auffallen.
(ind. ) : – schlagen hören: du wirst dein Recht verlieren;
– sehen: du mußt dein Recht wahren;
– schlagen: du wirst dich ernsthaft verteidigen müssen.
Pavian
Artemidoros:
Der Pavian bedeutet dasselbe wie der Hundsaffe, prophezeit aber außerdem Krankheit, meistenteils die sogenannte heilige; denn er ist der
Selene heilig, und die Alten sagen, daß diese Krankheit ebenfalls der Selene heilig sei.
(Siehe auch „Hundsaffe“, „Affe“)

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Pavillon
Allgemein:
Pavillon verstehen altindische Traumbücher als Zeichen einer heimlichen Liebe.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Hoffnung auf eine Unterkunft;
– sich in einem befinden: Liebesabenteuer.
(ind. ) : – sich darin befinden: heimliche Liebe;
– ungestillte Sehnsucht.
Pech
(Dichtungsmaterial)
Allgemein:
Wird manchmal wie das Sprichwort „Wer (im Traum) Pech angreift, besudelt sich“ übersetzt, womit das Unbewußte uns vor bösen
Menschen im Lebensalltag warnen möchte. Wer Pech an den Hosen hat, bleibt sitzen, was genauso in der Schule wie in einem anderen
Lebensbereich der Fall sein kann. Der Rückstand der Teer- und Erdöldestillation wurde sprachlich zum Gegenteil von Glück. Im Traum
erscheint das Pech meist nur als die grauschwarze Masse, die durchaus als Unglückszeichen gewertet werden kann. So ist der Pechvogel
eigentlich der an der Pechrute hängengebliebene Vogel, übertragen ins Wachleben der Unglücksrabe, dem augenblicklich einfach nichts
gelingen will.
Psychologisch:
Man muß keine „Pechsträhne“ haben, wenn man davon träumt. Pech gilt als ein Symbol für die Eigenschaft, an Menschen, Orten und
Gewohnheiten auch dann noch zu „hängen“, wenn es keinen Sinn mehr hat. Man bleibt einfach „kleben“, kann sich kaum „losreißen“. Die
positive Seite: Menschen, die auch unter Belastungen „wie Pech und Schwefel“ zusammenhalten, sind verläßlich, bindungsfähig, und man
kann auch noch Jahre später mit ihnen Kontakt aufnehmen, ohne daß es „fremdelt“. Ihre Zuneigung bleibt stabil wie Pechdraht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor Augen haben: in Trübsal geraten;
– verarbeiten und schmelzen: deine Einmischung in schmutzige Angelegenheiten bereitet dir Unannehmlichkeiten;
– viel besitzen: man wird bald ein Erlebnis haben, das einem Freude und Zufriedenheit bereiten wird;
– damit sich beschmutzen: man wird im Leben viel Glück haben;
– andere sich damit beschmutzt sehen: die Arbeit und der eigene Fleiß bringt anderen mehr Nutzen als einem selbst.
(europ.) : – (Dichtungsmaterial) sehen: man wird bei jemandem angeschwärzt, auf dessen Wohlwollen man großen Wert legt;
– damit arbeiten: kommende Hindernisse führen einem geradewegs zu Glück und Erfolg;
– sich damit beschmutzen oder beschmutzt werden: bringt gute Kundschaft ins Haus; Erfolg oder Gewinn werden
einem von anderen mißgönnt werden;
– andere damit beschmutzt sehen: andere ernten, was man selbst gesät hat.
(Siehe auch „Farben“ – (schwarz), „Rabe“)
Pech haben
Allgemein:
Pech erleben oder sehen gilt als allgemeines Warnzeichen; das kann sich vor allem auf Neid, Mißgunst, Verlust des Ansehens oder materielle
Nachteile beziehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Angsttraum mit Furcht vor negativem Ausgang von Plänen; meist eine Folge von unregelmäßiger Verdauung;
– haben: verheißt gute Geschäfte; du wirst zu Wohlstand kommen; verspricht glückliches Gelingen eines Planes
oder Unternehmens, aber der gute Ruf wird in Gefahr sein;
(ind. ) : – haben: du kannst zu Ehren kommen, mußt aber auch anderen Menschen die Ehre nicht abschneiden.
Pechdraht
Volkstümlich:
(arab. ) : – mühsame Arbeit.
Pechkränze
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst ein Freudenfest veranstalten.
Pedale
Allgemein:
Tritt man im Traum kräftig in die Pedale, kann man sicher sein, daß einem im Wachleben viel gelingt; wer aber radelt und nicht von der
Stelle kommt, wird mit einer eben begonnenen Arbeit kaum fertig werden.
Psychologisch:
Wer im Traum energisch in die Pedale tritt, hat präzise Zielvorstellungen, keine Scheu vor großer Anstrengung, will aber auch rasch
„weiterkommen“ und eine Etappe nach der anderen erfolgreich hinter sich bringen: ein Karrieretraum.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder treten: du mußt einen Freund unterstützen.
(ind. ) : – sehen: du machst unnötige Geldausgaben.
(Siehe auch „Radfahren“)
Pedell
(Hausmeister an einer Schule.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Geldausgaben.
Pegasus
Assoziation: – aufstrebendes Bewußtsein; Grenzenlosigkeit des Selbst.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist zu einem Höhenflug bereit?

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Peinlichkeiten
Allgemein:
Sie geben sich zwar eine Blöße und treten in manches Fettnäpfchen, aber Sie durchbrechen auch einengende, überholte, allzu konventionelle
Gesellschaftsspielregeln. Ein Traum, der auf eine plötzliche (und dann konsequent durchgehaltene) Veränderung hinweist: Sie haben lange
genug angepaßt gelebt und fallen jetzt ins andere Extrem, selbst wenn es manchmal ziemlich „schräg“ wirkt und peinlich werden könnte:
Macht nichts, es ist „echter“. Sie sind dabei, Ihre eigene Persönlichkeit zu verteidigen – gegen das Bild, dem Sie bisher entsprechen wollten,
das aber von anderen „kreiert“ wurde.
Psychologisch:
Typisch ist die Traumsituation, in der man nackt auf der Straße oder auf einer Party steht und viele Menschen eine/n anstieren. In solchen
Situationen zeigt sich eine meist tief verdrängte Ablehnung der eigenen Körperlichkeit. Die klassische Tiefenpsychologie spricht hier von
einer Manifestation des Minderwertigkeitsgefühls. Man traut sozusagen den eigenen Reizen nicht, das heißt auch, daß man sich nicht
attraktiv findet. Das will man natürlich im Wachbewußtsein nicht wahrhaben. Diese Ablehnung des eigenen Körpers ist besonders bei
Frauen auf Grund ihrer Sozialisation relativ häufig und deswegen tritt diese Traumsituation auch so häufig auf.
Peitsche
Allgemein:
Die Peitsche ist ein Folterinstrument. Als Traumbild bringt sie zum Ausdruck, daß der Träumende den Drang hat, über andere Macht
auszuüben oder aber von anderen beherrscht zu werden. Peitsche symbolisiert Aggressivität, Haß, Verachtung und andere verletzende
Gefühle, die man für andere hat oder selbst ertragen muß. Zuweilen stehen dahinter sadomasochistische sexuelle Bedürfnisse. Hört man die
Peitschen knallen, fordert das zu mehr eigener Aktivität in einer Angelegenheit auf.
Psychologisch:
Die Peitsche hat im Traum die Bedeutung von Gewalt, Unterwerfung und Demütigung. Im Traum mit einer Peitsche wahllos durch die
Gegend zu knallen deutet auf den Wunsch hin, sich brutaler zu geben, als man im Alltagsleben wirklich ist. Zugleich offenbart sich darin ein
Minderwertigkeitsgefühl, man ist durch die Erziehung in seinen Urgefühlen gehemmt. Wird man im Traum ausgepeitscht (meist fühlt man
dabei keinen Schmerz), duckt man sich oft im Leben und überläßt anderen die Initiative. Da die Peitsche ein Werkzeug zur Bestrafung ist,
muß der Träumende erkennen, daß er sich mit dem Versuch, etwas zu erzwingen, letztlich nur selbst Probleme schafft. Wenn Frauen von
einer Peitsche träumen, so heißt das nicht, daß sie ausgepeitscht werden wollen, aber sie wollen sich ihrem Partner unterwerfen. Diese
Unterwerfung kann entweder sexueller oder geistiger Art sein. Frauen die vom Ausgepeitscht werden träumen, leiden unter masochistischen
Veranlagungen, die nicht ausgelebt werden können.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Peitsche im Traum kollektive Bestrafung und Selbstgeißelung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst gemaßregelt werden; Warnung vor der Verabredung mit einem Unbekannten;
auch: man versucht Macht über andere zu erlangen;
– in der Hand haben oder schwingen: du mußt dich zur Wehr setzen;
– damit geschlagen werden: du mußt die äußersten Demütigungen ertragen;
auch: unter Schuldgefühlen oder Minderwertigkeitskomplexen zu leiden haben.
(europ.) : – warnt in allen Handlungen vorsichtig zu sein; man kann leicht beleidigt werden, krank werden oder ein Mißgeschick erleiden;
– eine sehen oder knallen hören: durch eigene oder anderer Menschen Saumseligkeit droht Schaden; man könnte noch sehr viel
im Leben erreichen;
– mit einer geschlagen werden: man wird beleidigt werden oder hat unter den Folgen einer Beleidigung zu leiden;
– selbst eine führen: verspricht gutes Vorwärtskommen;
– eine schwingen: in einem reagiert versteckte Herrschsucht, die bei anderen auf Ablehnung oder gar Haß stoßen wird;
– für Frauen: Sie möchten sich sexuell oder geistig dem Partner unterwerfen.
(ind. ) : – sehen: du wirst eine große Enttäuschung erleben;
– knallen hören: du wirst zu Geld kommen.
(Siehe auch „Gewalt“)
Pekannuss
Volkstümlich:
(europ.) : – verzehren: mit der Erfüllung seines liebsten Planes in nächster Zukunft hoffen;
– prächtig unter den Blättern gedeihen sehen: ist ein Zeichen für ein langes glückliches Leben;
– verfaulte Nuß: Pech in Liebe oder im Beruf;
– schwer zu knacken oder klein: nach Überwindung von Problemen steht Erfolg ins Haus.
Pelikan
Artemidoros:
Pelikane bedeuten dumme Menschen, die alles ohne Sinn und Verstand tun, ferner weisen sie darauf hin, daß sich ein Dieb oder ein
entlaufener Sklave in der Nähe eines Flusses oder Sumpfes verbirgt.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Erfolge und Enttäuschungen werden sich abwechseln;
– einen fangen: man schaltet ungünstige Einflüsse aus;
– einen töten: man geht rücksichtslos über die Rechte anderer hinweg;
– im Flug sehen: es droht einem eine Anklage.
(Siehe auch „Vögel“)
Pelz
Assoziation: – Schutz; Wärme; Luxus; Status.
Fragestellung: – Womit decke ich mich zu?
Allgemein:
Pelz versteht man oft wie Fell, manchmal auch im Sinne von Nerz oder allgemein wie Tiere. Früher diente der Pelz seinem Träger als Schutz
gegen Frost und Kälte. Heute ist er in der Regel ein Statussymbol. Bei Naturvölkern dient der Tierpelz allerdings zur Maskenkleidung bei
kultischen Ritualen. Der Pelz verkörpert im Traum die Eigenschaften des Tieres, zu dem er gehörte. Oft ist es wirkliche Kälte im
Schlafzimmer, die sich so in den Traum drängt. Dann hilft nur eine dickere Decke oder Sie schließen das Fenster. Im übertragenen Sinn kann
er den Wunsch nach Schutz und Geborgenheit ausdrücken.

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Psychologisch:
Das Kleid des Tieres symbolisiert manchmal dessen Eigenschaften. Trägt man im Traum einen Pelz (man achte dabei darauf, von welchem
Tier er stammt), sollte man sich im Lebensalltag warm anziehen, um widrigen Lebensbedingungen standzuhalten; dabei kann es sich auch
um Krankheitszustände, wie etwa Erkältungen, handeln. Wer im Traum einen kostbaren Pelz trägt, möchte sich vielleicht in gefühlsmäßig
eisiger Umgebung zurechtfinden und sich mit seinem Können durchsetzen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: Erfolg im Beruf; allgemein sorgloses Leben;
– sich selbst einen tragen sehen: man wird sich auf Kosten anderer Vorteile verschaffen;
– einen anderen einen tragen sehen: man wird bald mit einflußreichen Menschen zu tun bekommen.
(europ.) : – Vorsicht vor Fieber und möglichen Erkrankungen;
– einen liegen oder hängen sehen: verspricht ein behagliches Leben; es steht einem Reichtum und Ehre ins Haus;
– geschenkt erhalten: kündet eine Geldheirat oder eine Verbindung an, bei der Liebe oder Freundschaft nicht im Vordergrund steht;
– tragen: man wird sich auf andere Leute Kosten einen guten Tag machen; durch die Anstrengung oder Arbeitsleistung anderer
kann man einen großen Gewinn erzielen oder mit profitieren; auch: sich nicht vor Armut fürchten müssen;
– jemanden in einem Pelz eingehüllt sehen: verheißt einen reichen Freund oder Gönner;
– auf einem liegen: das Leben verläuft zur Zeit recht behaglich, man muß sich nicht groß anstrengen;
– eine Pelztierfarm sehen: verspricht großen Reichtum;
– eine Pelztierfarm besitzen: großer Reichtum wird von verhältnismäßig kurzer Dauer sein;
– Pelzwerk: verspricht einen vornehmen Gönner;
– mit Pelzen handeln: kündigt Wohlstand und Engagement in vielen Aufgaben an;
– Eine junge Frau die einen wertvollen Pelz trägt, wird einen klugen Mann heiraten.
(ind. ) : – kaufen: Krankheit und Kummer;
– sehen oder tragen: du wirst zu großem Besitztum gelangen.
(Siehe auch „Fell“, „Kleidung“, „Kopfbedeckung“, „Nerz“, „Hermelin“, „Tiere“)
Pendel
Psychologisch:
Ein Gerechtigkeitstraum. Es ist ein wichtiges Traumsymbol, daß signalisieren soll, daß jedes Pendel zurückschlägt.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine plötzliche Nachricht wird einem veranlassen, eine größere Reise zu machen.
Penis
Assoziation: – männliche Sexualität; Yang-Kraft.
Fragestellung: – Wie bringe ich meine Stärke zum Ausdruck?
Psychologisch:
Auch als Traumsymbol ein Zeichen männlicher Macht und Handlungsfähigkeit.
(Siehe auch „Körper“)
Penner
Assoziation: – Versager; Ausgestoßener; Kontrollverlust.
Fragestellung: – Wo habe ich das Gefühl, die Kontrolle über mein Leben zu verlieren?
Psychologisch:
Symbolgestalt für überzeichneten Freiheitsdrang – unter dem Motto: Lieber unter der Brücke schlafen, als nur einen Tag lang von jemandem
abhängig sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – mischen Sie sich nicht in die Angelegenheiten eines Freundes ein, man wird mehr Schaden anrichten als Gutes tun.
Pension
Allgemein:
Ein Traum von der Pension oder Rente mag einem versichert haben, daß man keine Angst vor dem Alter zu haben braucht, da man versorgt
sein wird. Die Pension könnte aber auch die allgemeine Zuversicht ausdrücken, oder das Vertrauen darauf, außer finanziell gesichert, auch
geistig wohlversorgt zu sein. Ist die Pension oder Rente im Traum nicht überwiesen worden, könnte sich das darauf beziehen, daß man sich
auf unzuverlässige Anlagen stützt oder allgemeine Unsicherheit verspürt. Wenn einem das Sparbuch oder das Geld weggenommen wurde,
dann sollte man darüber nachdenken, wie emotional sicher man sich wirklich fühlt.
Psychologisch:
Bei Tag-Resten deutet es auf Berufsschwierigkeiten hin, also ein Angstraum. Sonst wie „Lehnstuhl“ und „Pantoffel“ zu deuten.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet Verwicklung und Chaos in den Plänen; man wird wahrscheinlich die Wohnung wechseln;
es wird einem eine Entscheidung abverlangt; achte darauf, daß man nach seinen eigenen Wünschen entscheidet.
(Siehe auch „Lehnstuhl“, „Mieter“, „Pantoffel“, „Rente“)
Penthouse
Psychologisch:
Als Traumort ein sicherer Hinweis auf die Zielvorstellungen des Träumenden: er möchte in jeder Hinsicht „hoch hinaus“ – und zwar so hoch
wie nur irgendwie möglich. Auch: das Bedürfnis, sich „nach unten hin abzugrenzen“, sich vom Alltäglichen abzuheben.
Pergament
Allgemein:
Sinnbild für einen Vertragsabschluß, für eine verbindliche Abmachung, die mit einem Schriftstück belegt ist. Ein wichtiges Dokument – auch
im Traum.
Volkstümlich:
(europ.) : – große unerwartete Überraschung im günstigen Sinne;
– ein altes sehen oder finden: kündet eine überraschende wertvolle Entdeckung an.
(ind. ) : – sehen: Glück in der Liebe.
(Siehe auch „Papier“)

1062
Peridot
Medizinrad:
Schlüsselworte: Überwältigend; stark; Wiedergeburt; spiritueller Sinn; Integrator; Erneuerung; nördlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Peridot wird im Medizinrad mit der mittleren Position des nördlichen Seelenpfads und der Erneuerung assoziiert. Er ist eine
Form von Olivin, der normalerweise grün ist oder von einem durchsichtigen Gelbgrün. Peridot gilt als kraftvoller Stein, der seit Urzeiten
verehrt wird. Auf der psychischen Ebene kann Peridot manchmal überwältigend sein. Er soll ungewöhnliche Klarheit schaffen und bei der
Heilung des Geistes wie auch des Körpers unterstützend mitwirken.
Allgemeine Bedeutung: Arbeit auf der übersinnlichen Ebene; tiefes Verstehen; Arbeit mit negativen Vorstellungen vom Schöpfer; Synthese
des Wissens.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe der Integration.
(Siehe „Edelsteine“)
Perlen
Assoziation: – Reinheit; Schatz; störendes in Schönes verwandeln.
Fragestellung: – Was schätze ich? Auf welchem Wege entsteht es?
Allgemein:
Wenn ein Traum von Perlen handelt – beispielsweise von jenen eines Rosenkranzes -, stellt der Träumende eine Verbindung zum Zeitverlauf
her. Von zerbrechenden Perlen zu träumen, stellt das Scheitern eines bevorzugten Vorhabens dar.
Psychologisch:
Wie in der Wirklichkeit, ist die Perle auch im Traum etwas Kostbares. Sie ist ein Traumbild für Luxus und Schönheitssinn, für Kultiviertheit
und Erfüllung. In der Traumdeutung des Altertums bedeuten Perlen Kummer. Bekommt man sie geschenkt, herrscht bald Trauer im Haus.
Tauchen Perlen in wiederkehrendem Rhythmus im Traum auf, sollen sie ein Zeichen für Nieren- und Gallenleiden sein (Perlen gleich
Steine!). Wer eine, etwa aus einer Muschel, herausbricht, dem dürfte im Wachleben keine Perle aus der Krone fallen, der vergibt sich
anderen Menschen gegenüber nichts, wenn er zu ihnen freundlich ist. Und wer sie verschenkt, wirft gewissermaßen Perlen vor die Säue und
kommt bei seinen Mitmenschen trotz mannigfaltiger Beweise seiner Gutmütigkeit nicht so recht an. Perlen signalisieren die Suche nach
Perfektion. Andererseits können sie jedoch den Träumenden auch auf eine nicht zu Ende gebrachten Trauerarbeit hinweisen. Man sagt, daß
Perlen Tränen bedeuten – für den Traum trifft das nicht zu. Und das Frauen so häufig von Perlen träumen, hat auch nichts mit Putzsucht zu
tun. Vielmehr lassen Träume von Perlen auf den Wunsch schließen, etwas Wertvolles zu schaffen. Die Perle entsteht in einer Muschel aus
einem Sandkorn. Deshalb träumen
besonders Hausfrauen, die von ihrem beengten Dasein nicht befriedigt sind, von Perlen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisieren Perlen im Traum jene kleinen, leicht zu übersehenden und doch vollkommenden Erfahrungen und
Erlebnisse, die auf dem Entwicklungsweg des Menschen so wichtig sind. Sie sind Symbol der Erleuchtung und der geistigen Wiedergeburt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: Tränen und Kummer werden dir das Leben verbittern;
– an einem Faden sehen oder haben: du wirst viele Tränen vergießen;
– geschenkt erhalten: auch im wirklichen Leben wird man ein Geschenk erhalten, daß aber mit Vorsicht zu genießen ist;
auch: es droht ein wichtiges Vorhaben zu scheitern;
– selbst verschenken: man wird in seiner Hilfsbereitschaft nur ausgenutzt oder sogar betrogen werden.
(europ.) : – bedeuten Träume, Unglück, Leid; Scheinglanz, der nur wenig Hoffnung verspricht;
– schenken: eine gutgemeinte Tat schlägt ins Gegenteil um;
– geschenkt erhalten: ein wertvolles oder kostbares Geschenk bringt Unheil, Kummer oder Sorgen;
– tragen: trotz äußeren Glanz oder Wohlergehen wird man innerlich leiden;
– aufreihen: es werden mehrere tränenreiche Ereignisse in Folge auf einem zukommen;
– ausstreuen: Du sollst das Wertvolle nicht von Dir werfen; man wird im Bekanntenkreis an Ansehen einbüßen;
– Zerbricht oder verliert eine junge Frau ihre Perlen, muß sie durch Verluste und Mißverständnisse unbeschreibliche
Traurigkeit und Leiden erdulden. Bewundert sie die Perlen, wird sie in bester Absicht nach Liebe oder Besitz streben.
(ind. ) : – sammeln: für Kranke bedeutet es Tod.
(Siehe auch „Auster“, „Edelsteine“, „Juwelen“, „Schmuck“)
Perlenschnur
Volkstümlich:
(ind. ) : – tragen: Freudentränen.
Perlhuhn
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst in gute Gesellschaft kommen.
(europ.) : – angenehme Unterhaltung.
(ind. ) : – sehen: du wirst gute Geschäfte machen.
Perlmuttmuschel
Allgemein:
Perlmutt kann vor einer gefährlichen Täuschung oder Illusion warnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – der Schein wird dich betrügen.
(europ.) : – Perlmutt: eine Gefahr steht bevor; die glücklichen Zeiten liegen noch in der Zukunft;
– Perlmutter sehen: schlimme Zeiten stehen einem bevor.
(ind. ) : – haben: du stehst knapp vor einer Gefahr.
Persien
Allgemein:
Persien symbolisiert Gefühlsreichtum, der übertrieben dargestellt wird und deshalb oft auf Unverständnis stößt.

1063
Perserteppich
Volkstümlich:
(europ.) : – signalisiert eine Neigung zur Faulheit, die sich nicht zum Guten auswirken wird, wenn man ihr Gelegenheit zum nachgeben gibt.
Person
Psychologisch:
Eine (bekannte) Person im Traum kann dieser realen Person entsprechen, besonders dann, wenn Eltern, Kinder, Liebespartner und enge
Freunde im Traum vorkommen, spielen sie fast immer „ihre eigene Rolle“. Außerdem kann jede geträumte Person auch einen
Persönlichkeitsanteil, einen Wesenzug des Träumenden darstellen. Selten, aber doch: Manchmal schlüpft eine „fremde“ Persönlichkeit in die
vertraute Gestalt einer bekannten Person, die ihr (äußerlich) „zum Verwechseln ähnlich“ ist – was sich aber aus der gesamten Traumhandlung
ergeben würde. Vorausgesetzt, man kann sich an sämtliche Einzelheiten, handelnde Personen und das gesamte Traumgeschehen erinnern.
Volkstümlich:
(ind. ) : – nackt sehen: du wirst wichtige Geheimnisse enthüllen können.
Perspiration
(Hautatmung)
Volkstümlich:
(europ.) : – große Anstrengungen werden von einem erwartet, die angemessen belohnt werden.
Perücke
Allgemein:
Früher wurde in der Traumdeutung die Perücke, die ja den Kopf abdeckt, so gedeutet, daß der Träumende seinen Verstand verbirgt, einen
falschen Eindruck erwecken oder seine Weisheit nicht zeigen will. Eine Perücke, wie sie von Richtern in vielen Ländern getragen wird, kann
auch heute noch diese Bedeutung haben. Ein Haarteil oder Toupet wird mit falschen Vorstellungen oder unnatürlichen Auftreten assoziiert.
Perücke weist manchmal auf Minderwertigkeitsgefühle (auch sexuelle) hin oder wird im Sinne von Haar gedeutet. Nach alten indischen
Traumbüchern soll sie mehr Ansehen versprechen.
Psychologisch:
Manchmal warnt der Traum von der Perücke davor, sich im Wachleben mit fremden Federn zu schmücken. Oft weist er, wenn man sich als
Perückenträger sieht, darauf hin, daß man seine Ursprünglichkeit wiedergewinnen möchte, die verloren schien. Tragen andere eine Perücke,
sollte man sich vor einer neuen Bekanntschaft in acht nehmen und sich zurückhalten. Manchmal bringt eine Perücke zum Ausdruck, daß der
Träumende etwas zu verstecken hat. Vielleicht ist er nicht so kompetent, so fähig oder auch so jugendlich, wie er andere Menschen glauben
machen will.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Perücke im Traum ein Autoritätssymbol.
Volkstümlich:
(arab. ) : – an andere sehen: deine eitlen Gedanken führen zu keinem Glück;
– selbst tragen: die von dir geübte Verstellungskunst wird durchschaut.
(europ.) : – bedeuten, daß man durch Eitelkeit Schaden erleiden wird;
– sehen: Ermahnung, sich nicht täuschen zu lassen;
– selbst tragen: man leidet unter Minderwertigkeitsgefühlen; es steht einem eine negative Veränderung bevor;
– eine verlieren: bedeutet Hohn und Spott von Feinden;
– andere mit Perücken sehen: es werden Intrigen gegen einem gesponnen;
– Für eine Frau bedeutet es, daß sie zwei Heiratsanträge bekommen wird, wobei der dunklere Mann sie mehr liebt.
(ind. ) : – sehen: man will dich unterdrücken;
– tragen: Ruhm und Ansehen werden dir zuteil.
(Siehe auch „Haare“)
Perückenstock
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst eine gute Heirat machen.
Perversion (Siehe „Sexualität“)
Pest
(Seuche)
Psychologisch:
Die Geißel des Mittelalters. Ein sehr seltener, übersteigerter Traum vom Verderben. Es ist die Urangst der Seele.
Volkstümlich:
(europ.) : – wüten sehen: man hat enttäuschende Geschäftliche Umsätze, und der Partner wird einem das Leben schwer machen;
– von ihr befallen sein: man kann seine Geschäfte nur mit größter Wendigkeit und Klugheit vor Einbußen bewahren;
– versuchen der Pest zu entkommen: ein nicht abzuwendendes Problem wird einem zu Schaffen machen.
(Siehe auch „Epidemie“, „Krankheit“)
Petarde
(Mit Sprengstoff gefüllter Metallkörper, der an Festungsmauern angebracht wurde, um diese zu sprengen.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Geschoß, Feuerwerkskörper): Krieg und Ungemach.
Petersilie
Allgemein:
Früher einmal schrieb man der Petersilie mystische Kräfte zu. Wie alle Kräuter wurde sie besonders für die Zubereitung von Tee verwendet
oder auch, um etwas zu aromatisieren. Auf einer verborgenen Bewußtseinsebene existiert dieses Wissen auch heute noch; Petersilie im
Traum weist daher darauf hin, daß der Träumende eine Verbindung zu diesem Wissen herstellt. Petersilie kann vor verlustreichen
Spekulationen warnen. Manchmal soll sie auch anzeigen, daß man Gönner hat.
Psychologisch:
Die wichtigste Eigenschaft der Petersilie ist ihre reinigende Wirkung, und diese Taucht häufig im Traum auf. Dem Träumenden ist klar, daß
er etwas Verschmutztes entfernen oder klären muß.

1064
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Petersilie im Traum ein Symbol für das weibliche Prinzip und für okkultes Bewußtsein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen : Neuigkeiten erfahren.
(europ.) : – Erfolg durch harte Arbeit; man bewegt sich normalerweise in einem gesunden und aufgeschlossenen Lebenskreis;
außerdem verheißt sie gute Gesundheit und die Verantwortung für eine große Familie;
(ind. ) : – pflücken: du wirst viele Gönner finden.
Petition
Volkstümlich:
(ind. ) : – unterschreiben: du wirst Beschwerden im Beruf haben.
Petroleum
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet eine interessante Bekanntschaft, durch die man zu einer größeren Festlichkeit geladen wird;
– sehen: eine Bekanntschaft wird nützlich, aber wenig angenehm sein;
– verschütten: eine aus Zweckmäßigkeitsgründen aufrechterhaltene Bekanntschaft wird in die Brüche gehen;
– anzünden oder ins Feuer gießen: warnt vor großer Leichtsinnigkeit.
(ind. ) : – sehen: du wirst eine interessante Person kennenlernen.
(Siehe auch „Öl“)
Petrus
(Apostel)
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen oder sprechen: du wirst Freude und Gewinn haben.
Petscha ft
(Stempel zum Siegeln.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Nachrichten erhalten;
– gebrauchen: für den Unverheirateten eine baldige Verbindung,
– für den Verheirateten die Besiegelung eines Gelöbnisses oder Versprechens.
(europ.) : – (Siegel): du wirst eine nützliche Verbindung anbahnen.
(ind. ) : – haben: du wirst Schaden erleiden.
(Siehe auch „Siegel“)
Petticoat
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Warnung vor Einbildung und Verschwendung; übe Mäßigung!
Petting (Siehe „Sexualität“)
Peyote
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilig; psychoaktiv; Kaktusfrucht; reinigend.
Beschreibung: Peyote ist die Frucht einer Mescal-Agave, die im Südwesten der Vereinigten Staaten und in Mexiko wächst. Für die
Ureinwohner dieser Gebiete war Peyote immer ein sehr heiliges Gewächs. Ein Teil ihrer Spiritualität basiert auf der Verehrung dieser
Pflanze, von der die Menschen dort glauben, daß sie von ihr ins Paradies zurückgebracht werden können. Mit der Zeit hat sich der
Peyote-Kult über ganz Nordamerika verbreitet. Schon die ersten europäischen Siedler Nordamerikas störten sich daran, daß die Indianer sich
die Wirkung von Peyote zunutze machten. Heute wird dieser Kampf noch immer, jetzt jedoch auf dem Gesetzesweg, fortgeführt. Und es ist
ein Kampf, in dem du deine Stimme erheben kannst, um erdverbundene Menschen zur Benutzung ihres wichtigen Sakraments zu verhelfen.
Allgemeine Bedeutung: Deine tiefe Verbindung zum Schöpfer und zur Schöpfung; deine wahren Wünsche; was du reinigen mußt, bevor du
sie erreichen kannst; der Kern deiner Kreativität.
Assoziation: Unkontrollierte Rauschzustände bei Mißbrauch.
Transzendente Bedeutung: Peyote ist eine Verbündetenpflanze die dir zum Herzen des Lebens zurück verhilft, wo du das Paradies neu
erleben kannst.
Pfad
Assoziation: – die Richtung des Lebens.
Fragestellung: – Was empfinde ich über den Weg, den ich gewählt habe?
Allgemein:
Pfad (Weg) zeigt die Richtung des Lebens, die unter anderem durch Pläne, Hoffnungen und Werte bestimmt wird; die genaue Bedeutung
ergibt sich aus den Lebensumständen. Allgemein steht ein breiter, bequemer Pfad für Glück und leichte Erfolge, ein schmaler für
beschwerliches Vorwärtskommen. Irrt man vom Pfad ab, warnt das vor falschen, vielleicht unlauteren Absichten.
Psychologisch:
Der Weg durch unwegsames Gelände mahnt zur Vorsicht; verliert er sich plötzlich, haben wir möglicherweise mit einem harten
Schicksalsschlag zu rechnen, mündet er in einem gangbaren Weg oder in eine Straße ein, finden wir vielleicht im Wachleben aus einem
Dilemma heraus. Der Pfad im Gebirge, der nach oben führt, umschreibt die Schwierigkeiten auf dem Lebensweg.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor sich haben: deine Angelegenheiten werden sich in die Länge ziehen;
– suchen: vergebliches Ringen nach einem Ziel;
– breiter: ein Leben ohne Hindernisse;
– schmaler: du wirst Anfechtungen erleiden.

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(europ.) : – einen vor sich sehen: verheißt ein heimliches oder vor anderen geheimgehaltenes Glück;
– begehen: man geht ohne Beachtung von Anschauungen und Protesten anderer seinen eigenen Weg;
– einen weiten entlang gehen: einen langen aber einfachen Weg in der nächsten Zeit vor sich haben;
– ein breiter: bedeutet Glück; man geht gerne allen Schwierigkeiten aus dem Weg und macht sich ein bequemes Leben;
– auf einem Pfad durch Blumenwiesen gehen: sich von einer Liebesbeziehung nicht einengen lassen;
– ein enger: das Glück ist nur halb; Vorsicht, das man nicht von seinem geplanten Lebensweg abkommt;
– einen engen und schwierigen entlang gehen und über Steine stolpern: man wird eine schwierige Situation meistern
und höchsten Streß aushalten müssen;
– mit Weghindernisse, wie Zäune: es werden auf dem Lebensweg Schwierigkeiten auftreten;
– verlieren: man wird in eine Verlegenheit geraten; man befindet sich auf dem falschen Lebenspfad;
– sich hierbei verirren: große Verlegenheit, Strafmandat oder eine sonstige Schererei;
– versuchen einen zu finden: man wird eine Arbeit nicht bewältigen können, die man gerne erfolgreich zu Ende gebracht hätte;
– an einem Kreuzweg stehen: man sollte sich jetzt unbedingt fü r den richtigen Weg entscheiden.
(ind. ) : – entlang gehen: du wirst eine wohlverdiente Strafe bekommen.
(Siehe auch „Gebirge“, „Straße“, „Weg“)
Pfadfinder
Psychologisch:
Positive Traumgestalt, die uns im Bewußten Leben den richtigen Weg weist.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Mahnung, nicht vom rechten Weg abzukommen;
– selbst sein: man wird sein Glück im Verborgenen suchen und auch finden;
Mahnung, das Glück gegen Mißgunst verborgen zu halten.
Pfahl
Allgemein:
Pfähle in den Boden zu stecken bedeutet, daß der Träumende sein Hoheitsgebiet markiert. Pfahl symbolisiert meist auch, daß man ein
Unternehmen auf einer sicheren Basis aufgebaut hat und deshalb erfolgreich sein wird.
Psychologisch:
Der Pfahl im Traum kann den Mittelpunkt einer Sache markieren und den Träumenden darauf aufmerksam machen, was wichtig ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Pfahl im Traum ein Symbol für Folter oder Feuertod für ein spirituelles Ideal.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: widerliche Dinge erleben;
– in die Erde schlagen: deine Ausdauer und Beharrlichkeit überwindet jede Schwierigkeit;
– darauf einen Menschen gespießt sehen: Zeuge eines schrecklichen Unglücks sein.
(europ.) : – einen sehen: bei einem Beginnen wird man Unterstützung finden; auch: wenn man sich in einer bestimmten Sache mehr anpaßt,
dann wird ein langgehegter Wunsch bald in Erfüllung gehen;
– oder Pfähle einrammen: verspricht ein erfolgreiches Geschäft; man wird den Grundstein zu einem gesicherten Glück legen;
– spitzen: Vorbereitungen zu einem nützlichen Geschäft.
(ind. ) : – sehen: du wirst in Not geraten;
– in der Erde: Mißerfolg haben;
– in die Erde treiben: du arbeitest mit Erfolg.
Pfand
Allgemein:
Pfändung warnt vor Verlusten, die man oft eigener Unüberlegtheit zuzuschreiben hat; das kann sich auch auf die Trennung von einem
Menschen beziehen.
Psychologisch:
Der Einsatz des Unbewußten, den wir im Wachleben einlösen sollten, wobei wir darauf achten müssen, was zum Pfand genommen wird.
Wer ein Pfand hergibt, ist sich einer Freundschaft nicht allzu sicher. Pfänderspiele deuten übrigens auf den Wunsch hin, einander in einer
ganz bestimmten Absicht näherzukommen. Eine Pfändung weist auf die Trennung von einer alten Gewohnheit hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – nehmen: seinen Vorteil zu berechnen wissen;
– geben: bei den Leuten Vertrauen erwecken.
(europ.) : – man weiß sich in seiner großen Sorge nicht zu helfen und muß versuchen zu retten,
was zu retten ist; warnt vor Verschwendung und rät zur Sparsamkeit in Haus und Hof;
– eines weggeben: Warnung vor einer unüberlegten und nachteiligen Bindung oder Verpflichtung;
– entgegennehmen: auf eine Freundschaft oder Bekanntschaft kann man sich verlassen;
– Pfändung erleiden: bedeutet eine Trennung oder einen drohenden Verlust;
– bei einem Schuldner vornehmen lassen: für eine Unvorsichtigkeit oder zu große Gutmütigkeit wird man gestraft werden.
(ind. ) : – geben: du kannst dein Wort nicht halten;
– erhalten: sei nicht hartherzig.
(Siehe auch „Beschlagnahmen“, „Leihhaus“)
Pfänderspiel
Volkstümlich:
(arab. ) : – betreiben: angenehme Erholung und Belustigung finden.
(europ.) : – sehen: verheißen eine kleine Liebschaft, bei der man jedoch nicht auf seine Kosten kommen wird;
– teilnehmen: man soll nicht um Mittel und Wege verlegen sein, um sein Ziel in der Liebe zu erreichen;
(ind. ) : – Liebesgetändel.

1066
Pfandhaus
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder betreten: deine Lage läßt sich nicht verbessern.
(europ.) : – warnt vor Verschwendung und rät zur Sparsamkeit.
(ind. ) : – sehen: gastliche Aufnahme finden;
– betreten: du wirst in Not geraten.
(Siehe auch „Leihhaus“)
Pfandleiher
(Leihhaus)
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet schlechte Geschäfte, geschäftliche Verluste oder durch Leichtsinn angerichteten Schaden;
auch: der Liebespartner erweist sich als untreu oder sofern man verheiratet ist, wird eine indiskrete
Handlungsweise des Partners viel Ärger verursachen.
Pfanne
Assoziation: – Grundausstattung; Gerät.
Fragestellung: – Was will ich vor- bzw. zubereiten?
Allgemein:
Pfanne verkörpert die ungezügelte Sexualität, die mehr beherrscht, aber auf keinen Fall ganz verdrängt werden sollte.
Psychologisch:
Nach Freud wie alles, was man auf den Herd setzen kann, sexuell zu deuten. Wer aber etwas in die Traumpfanne hineingibt, der könnte im
Wachleben auch die Absicht haben, jemanden in die Pfanne zu hauen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Verhältnisse gestalten sich befriedigend.
(europ.) : – gastliche Aufnahme bei einem Bekannten; Zeichen ganz offener Sexualität ohne jede Einschränkung;
– sehen: man wird alte Bekannte treffen;
– Eier in eine schlagen: man hat sich in der Liebe eindeutig übernommen, mehr Passivität wäre jetzt wesentlich gesünder.
(ind. ) : – sehen: dein Heim ist dein Glück.
(Siehe auch „Herd“, „Kochen“)
Pfannkuchen
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Glück;
– essen: du wirst keine Not leiden; auf ein gutes Ende aller momentanen Unternehmungen hoffen;
– selbst zubereiten: man wird seinen Haushalt sparsam und ökonomisch führen;
– nicht gelingend oder anbrennen lassen: die Vorhaben werden mit Sicherheit fehlschlagen.
Pfarrer
Allgemein:
Durch ihn wird das religiöse Problem angerührt. Noch steht dieses in Verbindung mit den kirchlich traditionellen Formen des religiösen
Lebens. Im Traum von Frauen ist der Pfarrer, der Prediger eine häufige Animusfigur. Positiv meint sie religiöse Vertiefung; negativ bedeutet
sie als Animustraum vor allem predigen, moralisieren, Recht haben wollen, eine allzu billige Heilsverkündigung. Pfarrerträume erinnern sich
gerne positiv oder negativ jener wirklichen Seelsorger, die uns im Leben begegnet sind.
Psychologisch:
In Träumen von Frauen ist der Pfarrer oft ein Wunschbild. Es drückt die Sehnsucht nach einem Mann aus, wer sie nicht nur als Objekt der
Begierde ansieht, sondern sie auch als menschliche Person wahrnimmt und respektiert. Außerdem verkörpert er Weisheit und Trost. In
Männerträumen hingegen deutet sein Erscheinen auf Unsicherheit hin. Man hat Angst vor seinen fordernden Begierden und neigt dazu, sich
in scheinbar höhere geistige Welten zu flüchten. Verdrängte Bedürfnisse können aber gefährlich werden, denn man kann sie nicht auf Dauer
unterdrücken und beherrschen.
Volkstümlich:
(europ.) : – es geht alles nach Wunsch; allgemeine Unruhe; Wegweiser; auch: man neigt aus Eifersucht und Neid zu törichten Handlungen;
auch: man wird immer unbeliebter, wenn man andauernd andere Leute belehrt oder ihnen sagt, was sie zu tun haben;
– einen sehen oder mit einem sprechen: man hat in einer Sache ein schlechtes Gewissen;
– selbst einer sein: man sollte allen Mut zusammennehmen und etwas bekennen oder zugeben, was einem äußerst schwer fällt;
– Glaubt eine junge Frau, sie heiratet einen Pfarrer, wird sie bei dem Mann, den sie verehrt, auf keine Gegenliebe stoßen.
Sie wird als alte Jungfer enden oder eine Vernunftehe eingehen.
(Siehe auch „Geistlicher“, „Mönch“, „Pastor“)
Pfau
Assoziation: – Stolz und Eitelkeit; Zurschaustellung.
Fragestellung: – Was möchte ich sehen lassen oder bewundert wissen?
Artemidoros:
Die schönen und reizenden Tiere, wie der Pfau, bezeichnen Stutzer.
Allgemein:
Pfau deutet darauf hin, daß man vor anderen glänzen will; das kann zu Ansehen und Ehre führen, wenn dahinter eine echte Leistung steht,
aber auch als Geltungssucht und Angeberei entlarvt werden.
Psychologisch:
Der Pfau gilt als klassisches Wiedergeburtssymbol. In der Antike war der Pfau der Vogel Phönix, der nach dem Mythos fünfhundert Jahre
lebt, dann verbrennt und aus seiner eigenen Asche wiedergeboren wird. Im Traum hat er dieselbe Bedeutung und ist daher ein positives
Traumsymbol. Wer einen Pfau im Traum sieht, ist beglückt über die bunte Vielfalt des Lebens, kann Gegensätze ausgleichen und zu
seelischer Übereinstimmung mit nahestehenden Personen kommen.
Spirituell:
Er ist ein Sonnenzeichen durch sein Rad, doch auch Symbol der Eitelkeit.

1067
Volkstümlich:
(arab. ) : – Findet einer im Traum einen Pfau, wird er großen Reichtum, ein hohes Amt und eine bildhübsche Frau gewinnen.
– Träumt jemand, er habe einen zahmen Pfau in seinem Haus, wird er eine Frau mit Vermögen heiraten und einen Sohn zeugen,
der großes Ansehen genießen wird, weil das Gefieder des Vogels goldglänzend ist.
– Ißt einer Pfauenfleisch, wird er vom Kaiser oder einem Großen Vermögen erwerben;
häufig bedeutet der Pfau einen nicht gar so mächtigen König wegen seines schmucken,
schönen Gefieders und der Krone auf dem Kopf.
– Ißt einer das Fleisch eines weiblichen Pfaus, wird er von einer angesehenen Dame reiche Mittel erlangen.
– Träumt jemand, sein Pfau sei verendet oder umgekommen, wird er in Trübsal und Armut fallen,
auch wird ein anderer sein Amt bekommen;
ist der Pfau ein Weibchen, wird das Unglück entsprechend seine Frau treffen.
– vertraue der Zukunft, aber nicht deiner Eitelkeit;
– schreien hören: schenke bösen Einflüsterungen kein Gehör;
– im Käfig sehen: man wird bald die Möglichkeit haben, einen Lebenspartner zu finden, der vermögend ist;
– ein Rad schlagen sehen: finanzielle Verhältnisse werden sich erheblich verbessern.
(europ.) : – ein dem Feuer nahestehendes Ursymbol; Suche nach einem neuen Weg, der besseren Erfolg versprechen könnte als der bisherige;
auch: hinter einer glänzenden Fassade von Äußerlichkeiten wie Vergnügungen und Luxus verbirgt sich echtes Elend;
– einen sehen: verheißt Vorwärtskommen im Geschäft sowie Erlangung einer schönen reichen Frau die eine gewisse Rolle spielen
wird, aber ihren Ehrgeiz und Egoismus hinter einer charmanten Liebenswürdigkeit zu verbergen versteht; warnt vor übereilter
Heirat; auch: man hätte eine bessere Wirkung auf seine Mitmenschen, wenn man nicht so eitel und überheblich auftreten würde;
– schreien hören: man wird eine verlockende Aufforderung oder Einladung erhalten, wobei aber ebenfalls Vorsicht geboten ist;
– beim Anblick grauenhaft schrill schreien hören: man muß sich vor einer nach außen hin sehr gepflegten Person in acht nehmen;
– mehrere Pfauen sehen: man wird mit hochstehenden Personen in Verkehr kommen;
– ein Rad schlagen sehen: die Selbstdarstellung und Überheblichkeit ist zwar grandios, doch manchmal äußerst lächerlich;
– Pfauenfeder: bedeutet Eitelkeit;
– Träumt eine Frau davon, Pfauenfedern zu besitzen; könnte sie sich in der Einschätzung eines Mannes sehr täuschen.
(ind. ) : – sehen: du wirst zu hohen Ehren kommen;
– schreien hören: du wirst Scherereien haben;
– radschlagen sehen: du wirst in vorteilhafte Verhältnisse kommen.
(Siehe auch „Feuer“, „Tiere“, „Vögel“)
Pfauenfeder
Volkstümlich:
(arab. ) : – du neigst zu Prunksucht.
Pfeffer
Allgemein:
Pfeffer ist ein Würzmittel, eine Qualität, die im Traum häufig aufgegriffen wird. Der Träumende soll eine gute oder gewinnbringende
Situation voll ausleben. Pfeffer kann starke Begierden und Leidenschaften anzeigen, die besser beherrscht werden müssen. Vielleicht fordert
er aber auch auf, eine Angelegenheit zu beschleunigen oder dem Leben insgesamt mehr Würze zu geben. Alte Traumbücher sehen darin den
Hinweis auf ein Leben mit viel Widerwärtigkeiten.
Psychologisch:
Es ist gar nicht so selten, daß man im Traum Pfeffer sieht, streut oder schmeckt. Damit deutet uns das Unbewußte vielleicht an, wir sollten
ruhig etwas lebhafter sein, mehr Pfeffer haben, um ungehemmt die Freuden des Lebens genießen zu können. Wer aber das Gewürz achtlos
auf den Boden streut, wünscht einen Konkurrenten dorthin, wo der Pfeffer wächst. Pfeffer im Traum ist ein Hinweis darauf, daß der
Träumende seinen Geschmack ändert. Vielleicht reagiert er im Alltagsleben auf ein Detail in einer Beziehung oder in einer Situation, welche
nicht nach seinem Geschmack ist. Diese Symbolik taucht häufig auf, wenn der Träumende radikal etwas verändern muß.
Spirituell:
Auf dieser Ebene verweist Pfeffer im Traum auf spirituelle Wärme und Liebe.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Pfeffer bedeutet in jedem Fall Prozesse, Streitigkeiten und Bedrängnisse.
– Findet oder bekommt einer Pfeffer, wird er mit Prozessen und Plagen innerhalb
und außerhalb seines Hauses zu schaffen haben;
ißt einer Pfeffer, wird er nach dessen Menge und Schärfe von der Obrigkeit gestraft werden;
kauft einer Pfeffer nach Gewicht, wird er auf Grund eines Richterspruchs in Bedrängnis
und Not kommen wegen der Doppelwaage;
verteilt er Pfeffer unter die Leute, wird er Zwietracht unter ihnen säen entsprechend der Menge, die er verteilte.
– Dünkt es jemanden, er finde oder nehme Pfefferkörner an sich, wird er Krankheit und Plagen zu bestehen haben,
gemessen an deren Menge;
nimmt er zum Essen Pfefferkörner, werden Not und Tränen seiner harren entsprechend deren Schärfe.
– mahlen oder stoßen: deutet auf Verstimmung und üble Laune;
– essen: du hast einen bösen Zufall zu überstehen oder eine Anfechtung zu überwinden.
(europ.) : – Streitigkeiten, Beleidigungen; man wird bittere Wahrheiten erfahren;
– sich die Zunge daran verbrennen: wegen seiner Klatschsucht Probleme mit Bekannten bekommen;
– schnuppern und danach niesen müssen: Talent in der Familie;
– roten Pfeffer wachsen sehen: prophezeit einen sparsamen und unabhängigen Partner in der Ehe;
– Berge roter Pfefferschoten sehen: man wird aggressiv seine Rechte verteidigen lassen;
– schwarzen Pfeffer mahlen: man wird das Opfer des Ränkespiels intriganter Männer oder Frauen werden;
– als Pfefferstrauch auf dem Tisch sehen: es gibt bittere Vorwürfe und Streit;
– bestreut eine junge Frau ihr Essen damit, wird sie von ihren Freunden getäuscht werden.
(ind. ) : – essen: Widerwärtigkeiten;
– mahlen oder stoßen: du bist übellaunig.
Pfefferkraut
Volkstümlich:
(ind. ) : – man behandelt dich unwürdig.

1068
Pfefferkuchen
Volkstümlich:
(europ.) : – Glück und Freude.
Pfefferminze
Volkstümlich:
(europ.) : – verspricht gute Unterhaltung und interessante Unternehmungen; auch: man hat Anlaß auf die Leistungen der eigenen Kinder
stolz zu sein;
– wachsen sehen: man wird an einem vergnüglichen Ereignis teil nehmen, was mit einer kleinen Romanze verbunden ist;
– sich an einem Getränk mit Pfefferminze laben: man hat eine Verabredung mit einem attraktiven und faszinierenden Menschen;
– Für eine junge Frau ist dieser Traum eine Warnung vor Verführungen.
Pfeife
(zum Rauchen)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilig; Verbindung schaffend; Ganzheit; Frieden; Einheit; Verstehen; Gebet; Harmonie; Altar.
Beschreibung: Die Pfeife war für viele erdverbundene Stämme ein heiliger Gegenstand. Sie glaubten, daß sie das Universum repräsentiere.
Der Pfeifenkopf, der aus Ton oder Stein gefertigt ist, steht für das Reich der Mineralien und die weiblichen Energien; die aus Holz
hergestellte Röhre und das Mundstück symbolisieren das Pflanzenreich und die männlichen Energien. Oft ist die Röhre mit Fellstücken,
Federn oder Leder geschmückt, die das Tierreich repräsentieren. Wenn die Pfeife von einem Menschen, der mit ihr beten und zum Großen
Geist sprechen will zusammengesetzt wird, dann kommen alle Schöpfungsreich der Welt zusammen. Für viele erdverbundene Stämme war
die Pfeife gleichbedeutend mit dem Kessel der Veränderungen, der Kathedrale oder dem Gral.
Allgemeine Bedeutung: Der heiligste Teil deines eigenen Seins; das Männliche und das Weibliche verbindend; Verbindung mit dem Netz
des Lebens.
Assoziation: Ein »Instrument«, mit dem man einen hohen Ton erzeugen kann, Trillerpfeife.
Transzendente Bedeutung: Verstehen deiner Verbindung mit der Gesamtheit des Lebens; kann auch ein Hinweis darauf sein, daß du vom
Weg der Pfeife angezogen wirst.
Allgemein:
Eine Wasserpfeife im Traum kann dem Träumenden Informationen darüber geben, wie er mit seinen Gefühlen umgehen sollte (die Größe
und die Art der Pfeife sind in diesem Fall bedeutsam). Pfeife (Tabak) wird als Sinnbild von Ruhe, Selbstsicherheit und Männlichkeit
verstanden. Gelegentlich bringt sie als Phallussymbol sexuelle Bedürfnisse zum Ausdruck.
Psychologisch:
Wenn der Träumende im Alltagsleben in Schwierigkeiten ist, kann ein einfaches Symbol wie die Pfeife darauf hinweisen, wie er durch diese
Verbindung verschiedene Aspekte einer Situation, das Problem lösen könnte. Die Tabakpfeife, die im Traum sogar ein Nichtraucher
genüßlich raucht, ist nichts anderes als die Friedenspfeife, die uns einen geruhsamen Alltag in glücklicher Umwelt schenkt. Der Pfeifenrauch
bringt Vergangenes in Erinnerung, aus dem wir Schlüsse ziehen sollten. Die Pfeife kann den Wunsch des Träumenden ausdrücken, sich an
großen Vorbildern zu orientieren, denn sie ist ein Traumsymbol für eine starke Vaterbindung. Das Traumbewußtsein drückt durch das Bild
der Pfeife den Wunsch nach einem väterlichem Freund, Beschützer oder Berater aus.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist die Pfeife im Traum der Hinweis auf eine Art spiritueller Führung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – rauchen: du wirst dich gut amüsieren; man darf sich auf ein ruhiges und sorgenfreies Leben freuen;
– jemand rauchen sehen: man wird bald einen angenehmen Besucher begrüßen können;
– stopfen: du bist noch weit vom Ziel.
(europ.) : – sehen: ein alter Freund wird einem bald besuchen;
– rauchen: verheißt Erfolg im Geschäft, eine gemütliche Häuslichkeit;
– jemandem rauchen sehen: man sollte in all seinen Aktivitäten und Handlungen etwas bedächtiger vorgehen,
denn man braucht im Leben jetzt etwas mehr Behaglichkeit und nicht nur Streß.
(ind. ) : – sehen: kündet den Besuch eines alten Freundes an;
– lange: du machst große und schnelle Fortschritte;
– rauchen: bedächtiges Handeln bringt dir Glück; man wird die überraschende
Entdeckung machen, daß es auch zu Hause sehr gemütlich sein kann;
– zerschlagen: du bist vor jeder Verfolgung sicher.
(Siehe auch „Freunde“, „Rauch“, „Pfeifenstein“, „Stopfen“, „Vater“)
Pfeifen
Allgemein:
Hört der Träumende in seinem Traum einen Pfiff, so kann dieser das Ende eines bestimmten Zeitabschnittes markieren. Er kann außerdem
eine Warnung sein und den Träumenden auf ein bestimmtes Ereignis aufmerksam machen; worauf sich das bezieht, ergibt sich aus den
weiteren Symbolen im Traum. Wer im Traum aber selber pfeift, möchte auf sich aufmerk sam machen.
Psychologisch:
Der im Traum gehörte Pfiff kann im Zusammenhang mit einer Mannschaftssportart stehen. Eine Pfeife ist im Training und zur Regulierung
des Spielablaufs ein wichtiges Hilfsmittel. Daher ist vielleicht die Qualität des Pfeiftons von Bedeutung. Ist er schrill und hart, weist er den
Träumenden vielleicht darauf hin, daß er eine Verhaltensregel übertreten hat.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht Pfeifen im Traum für eine spirituelle Aufforderung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst: du beträgst dich nicht anständig; du schadest dir durch dein Betragen;
– hören: du wirst genarrt; auch: man sollte sich dessen bewußt sein, daß sich ein ihm nahestehendes Mensch um ihn sorgt;
– wollen und nicht können: du wirst eine Kränkung erleiden.
(europ.) : – spielen hören: Skandalnachrichten werden über einem verbreitet;
– selbst eine spielen: der eigene Ruf bleibt einwandfrei, was immer man auch über einem erzählt;
traurige Nachrichten werden einem erreichen; man hat Angst um eine Person;
– Pfeife schrill hören: warnt vor einer Gefahr; man wird demnächst aufgefordert, die eigene Ehre
oder die eines nahestehenden Menschen zu verteidigen;
– Einer Frau verheißt dieser Traum einen Soldaten zum Ehemann.
(ind. ) : – hören: man wird dich warnen.

1069
Pfeifenstein
Medizinrad:
Schlüsselworte: Verformbar; leicht zu bearbeiten; Heiligkeit; Gebet; Zeremonie; Kommunikation; friedenschaffend; die Wahrheit sagend;
Wabun, östlicher Hüter des Geistes.
Beschreibung: Pfeifenstein, der mit dem Osten und Wabun, dem östlichen Hüter des Geistes, assoziiert wird, heißt auch roter Ton. Es ist ein
Stein, der aus feinem Ton besteht, normalerweise in den Farben Rot oder Rot mit Weiß oder Gelb, und leicht bearbeitet werden kann.
Erdverbundene Stämme Nord-, Mittel- und Südamerikas fertigten aus diesem Material die für ihre Zeremonien bedeutenden Pfeifen an.
Pfeifenstein wurde auch benutzt, um daraus Fetische und Figurinen herzustellen.
Allgemeine Bedeutung: Zunehmendes Verstehen deiner Verbindung mit dem Leben.
Transzendente Bedeutung: Den Weg der Pfeife verstehen.
(Siehe auch „Pfeife“)
Pfeil
Assoziation: – ins Ziel treffen; der Pfeil des Amor; schmerzliche Erkenntnis.
Fragestellung: Worum geht es? Was trifft ins Schwarze?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Werkzeuge; Talente; Gaben; Gedanken; Helfer.
Beschreibung: Der Pfeil, eines der vier zusätzlichen Symbole, das mit dem Medizinrad assoziiert wird, wenn es als Stein- oder Kartenset
zum Einsatz kommt, erscheint im östlichen Kreisviertel und versinnbildlicht die Werkzeuge, die einem zum Denken und Handeln zur
Verfügung stehen. Der Pfeil repräsentiert die Macht des Gedankens und der Kommunikation. Er symbolisiert das Gerät, das dem Jäger zum
Erfolg verhilft.
Allgemeine Bedeutung: Deine Talente; deine Begabungen; deine Fähigkeit, das zu suchen und zu finden, was du brauchst; dein Schaffen;
deine Lebensart; Ziele.
Assoziation: Pfeilschnell; Amors Liebespfeile; Richtungsanzeiger.
Transzendente Beschreibung: Eine zielgerichtete Botschaft, die dich auf den Pfad oder das Werkzeug hinweist, den oder das du wählen
sollst.
Allgemein:
Pfeile im Traum signalisieren die Folgen, die Handlungen des Träumenden oder einer anderen Person nach sich ziehen. Dabei geht es um
Handlungen, die weder rückgängig gemacht noch widerrufen werden können. Pfeil symbolisiert Gefahren, die vom Verhalten anderer
ausgehen, insbesondere seelische Verletzungen durch Aggressivität, Bosheit, Gehässigkeit, Neid und Mißgunst. Pfeile sind aber auch eine
Erinnerung an den Amor/Cupido – Mythos. Auf wen hat man „Geschossen“, oder wer hat auf einem selbst „geschossen“. Der Pfeil kann in
bestimmten Zusammenhängen ein Phallussymbol sein.
Psychologisch:
Was der Träumende über andere Menschen sagt, kann diese treffen oder schaden wie ein Pfeil. Direktheit kann verletzen. Der im Traum auf
uns abgeschossene Pfeil ist die kleine Hinterlist, mit der uns unsere Mitmenschen im Alltag aufs Kreuz legen wollen, manchmal auch die
Kraft, die wir vergeuden. Schießen wir selbst Pfeile auf andere ab, sollten wir uns vor unbedachten Äußerungen hüten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene sind Pfeile im Traum Waffen, die auf Kraft, Energie und Geschick hindeuten. Er ist ein Symbol für den
Sonnenstrahl und der phallischen Fruchtbarkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: stellt immer eine Warnung dar;
– von einem getroffen werden: Zwietracht zwischen dir und deinen Bekannten; man vertraut einer unaufrichtigen Person
viel zuviel über sich an; man sollte seine Freunde und Bekannten sorgfältiger auswählen und eventuelle Schmeichler
und Schmarotzer darunter erkennen;
– damit schließen: du wirst deine Tat bereuen; man wird unbeabsichtigt in einen Streit verwickelt werden;
– ein gebrochener: stellt eine Empfehlung dar, sich bei seiner Arbeit mehr auf Details zu konzentrieren.
(europ.) : – man hat ein Minderwertigkeitsbewußtsein und muß die Pfeile, die auf einen abgeschossen werden,
erwidern; auch: es folgen Freude, Unterhaltung;
– einen sehen: kündet nahes Unheil an, das einen betrifft und man indirekt mitverschuldet hat;
– davon getroffen werden: eine schwere Enttäuschung steht dir bevor; verheißt eine ernste Katastrophe oder einen
schweren Zusammenbruch; auch: Zeichen von Mißgeschick, daß einem von unerwarteter Seite zuteil wird;
ein Mensch der einem gegenüber freundlich erscheint, arbeitet in Wirklichkeit gegen Ihre Interessen;
– werfen oder abschießen: man beschwört durch eigene Schuld ein Unglück herauf; durch eigenes Verhalten könnte
eine gute Freundschaft auseinandergehen, oder eine Trennung bevorstehen;
– zerbrochener: symbolisiert Enttäuschung in der Liebe und Beruf;
– Pfeil und Bogen: stehen für großen Gewinn durch das Unvermögen anderer; ihren Verpflichtungen
nachzukommen; das Ziel treffen: glückhafte Ereignisse werden eintreten;
– wenn der Schuß daneben geht: Hoffnungen auf erfolgreiches Vorwärtskommen werden zerstört;
– als Wegweiser sehen: zeigt einem, welche Richtung man im Beruf und in persönlichen Angelegenheiten wählen sollte.
(ind. ) : – haben: du führst ein einsames Leben;
– damit schießen: du wirst ein geliebtes Wesen verlieren.
(Siehe auch „Bogen“, „Waffe“)
Pfeiler
Allgemein:
Pfeiler wird ähnlich wie Pfahl als feste Lebensbasis verstanden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Glück ist fest gegründet.
(europ.) : – man wird einen befestigten Standpunkt haben.
(Siehe auch „Pfahl“)

1070
Pfennig
Volkstümlich:
(arab. ) : – (viele) sehen oder haben: in ärmliche Verhältnisse geraten;
– zählen: dein Geiz ist nicht gut für dich;
– finden und aufheben: unverhoffte Freude erleben, Vergnügen;
– erhalten: man schätzt dich gering;
– den Armen geben: du wirst dankbare Freunde erwerben.
(europ.) : – mahnt dazu, Geld anzulegen oder zu sparen; auch: signalisieren unzufriedenstellendes Streben;
das Geschäft wird leiden und Freunde und Partner werden sich über die geringe Zuneigung beklagen;
– verlieren: verheißt geringen Respekt und Fehlschläge;
– finden: die Aussichten werden sich zum Gunsten für einem verbessern;
– zählen: man ist geschäftstüchtig.
Pferd
Assoziation: – schnell; in der Regel elegant; Gefühl eines entwickelten Bewußtseins; manchmal auch unausgedrückte Sexualität.
Fragestellung: – Wie empfinde ich meine eigene Macht? Welche natürlichen Kräfte verdränge ich oder drücke ich aus?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schnell; flüchtig; inspirierend; kraftvoll; Ausgeglichenheit; Männlichkeit; Held; älterer Bruder.
Beschreibung: Das Pferd ist ein großes vierbeiniges Säugetier mit einer fließenden Mähne und einem langen Schweif, das sehr schnell
rennen kann. Seine Schönheit und Kraft hat seit langem die Phantasie des Menschen beflügelt. Indem er das Pferd domestizierte, gewann der
Mensch ein hohes Maß an Geschwindigkeit. Durch Pferde lernen viele Menschen die große Macht des Tierreiches kennen. Seit langem
spielen sie eine wichtig Rolle in der Mythologie und werden in diesem Zusammenhand manchmal als Wesen dargestellt, die den Menschen
aus dem Diesseits in andere Welten hineintragen.
Allgemeine Bedeutung: Die Kraft deines natürlichen Seins; Sinnlichkeit; Schnelligkeit; Fluchtgeschwindigkeit; Behendigkeit; dis Fähigkeit,
effizienter zu arbeiten; die sexuelle Natur; eine Schlacht schlagen; Fähigkeiten steigern.
Assoziation: Der Pferdefuß einer Sache; das Trojanische Pferd in dem die Vernichtung wohnt.
Transzendente Bedeutung: Ein Bundesgenosse, der dich in andere Schöpfungsreiche führen kann.
Artemidoros:
Arbeits- und Lasttiere, z.B. Esel und Ackertiere, verkörpern Arbeiter und Untergebene; Tiere die zwar Arbeit leisten, sich aber nicht
einspannen lassen, wie Stiere, Rinder in der Herde, Weidepferde und Wildesel, ähneln Rebellen und anmaßenden Personen. Jetzt will ich der
Reihe nach über den Pferdesport und die athletischen Wettkämpfe sprechen. Ein Rennpferd zu reiten, das dem Zügel und Reiter willig
gehorcht, bringt jedermann ohne Unterschied Glück; denn das Pferd hat dieselbe Bedeutung wie die Gattin und die Geliebte, weil es auf
seine Schönheit stolz ist und seinen Lenker trägt; ferner gleicht es einem Schiff; denn der Dichter nennt die Schiffe Pferde des Meeres
(Homer: Odyssee 4,708), und wir nennen Poseidon „Hippios“ (Dem Meeresgott Poseidon, einer ursprünglichen chthonischen Gottheit ist das
Pferd (hippos) geweiht, dessen Gebrauch er in Attika eingeführt haben soll.); und wie das Pferd zum Land, so steht das Schiff zum Meer in
Beziehung. Sodann ist es einem Lohnherrn vergleichbar und einem Freund, der Unterhalt gewährt, und jedem, der Lasten trägt. Wie nun das
Pferd den Träumenden trägt, dementsprechend wird sich ihm gegenüber die Gattin, die Geliebte, der Lohnherr, der Freund und das Schiff
verhalten. Ein Zweigespann unterscheidet sich in keiner Weise von einem Rennpferd, ausgenommen für Kranke. Es prophezeit ihnen den
Tod (Die Deutung ist eine Reminiszens an die früh abgekommenes griech. Sitte, die Leiche zu fahren.), ebenso wie das Viergespann, das
seinerseits in allem übrigen dasselbe bedeutet wie ein Rennpferd, während es Wettkämpfern, die in den schwerathletischen Disziplinen
antreten, Glück und Sieg verheißt; sie werden einen triumphalen Einzug halten. Wettläufern kündigt es eine Niederlage an; das Traumgesicht
sagt ihnen, sie seien nicht fähig, die eigenen Füße zu gebrauchen. Ich erkläre aber ausdrücklich, daß es für freie und reiche Frauen und
Jungfrauen Gutes bedeutet, mit einem Wagen durch die Stadt zu fahren; es verschafft ihnen angesehene Priesterämter. Armen Mädchen
dagegen kün digt es Hurerei an, wenn sie zu Pferd durch die Stadt reiten; Sklaven verheißt es die Freiheit; denn nur Freie haben das Vorrecht,
durch die Stadt zu reiten. Beachte folgendes: Dinge, die man nicht am richtigen Platz stehen sieht, prophezeien das Gegenteil von dem, was
sie gewöhnlich bedeuten. So träumte z.B. jemand, daß ihm ein Freund und guter Bekannter, mit dessen Tochter er heimlich verkehrte, ein
Pferd schicke, der Stallknecht aber führte es aber zwei Treppen hinauf in die Schlafkammer, wo er gerade im Bett lag. Bald darauf wurde
ihm der Zutritt zu seiner Geliebten versperrt. Das Pferd bedeutete die Frau, der Ort aber zeigte das Ende der Liebschaft an, weil es für ein
Pferd unmöglich gewesen wäre, in den dritten Stock hinaufzukommen.
Achmet:
Ein Statthalter des Kalifen Mamum stellt an Sirin folgende Frage: „Ich träumte, daß ich einen arabischen Falben eine Meile lang ritte und
dann der Falbe auf mir.“ Sirin fragte: „Zu welcher Stunde hast du das geschaut?“ Er antwortete: „Zur Stunde des Morgengebetes oder bei
Tagesgrauen.“ Sirin erwiderte: „Weil du nur eine Meile geritten bist, wirst du, noch ehe dieser Monat vergeht, in einem Aufruhr dein Leben
verlieren.“ Es geschah, daß die Araber einen Aufruhr anzettelten und der Träumende umgebracht wurde.
Allgemein:
Pferd gehört zu den vieldeutigsten Traumsymbolen. Allgemein verkörpert es Instinkte, Triebe, Leidenschaften, Begierden, Sinnlichkeit,
Körperbewußtsein und Sexualität; die Stute steht auch für Weiblichkeit, Sanftmut und Harmoniebedürfnis. Je nach den Begleitumständen
kann man zum Beispiel folgende spezielle Bedeutungen erkennen:
– Freilaufendes Pferd steht allgemein für innere Unabhängigkeit und Freiheitsdrang.
– Pferd im Stall soll Wohlstand verheißen.
– Pferd mit Sattel kündigt mehr Ansehen und beruflichen Aufstieg an.
– Ungebändigtes Pferd kann Erfolge anzeigen, für die man aber viele Hindernisse zu überwinden hat.
– Ausbrechendes Pferd signalisiert allgemein Gefahr.
– Springendes Pferd kündigt an, daß man Hindernisse leicht überwinden wird.
– Pferd beschlagen kann als allgemeines Glückssymbol verstanden und gedeutet werden.
– Dressiertes Pferd weist auf Gönner und treue Helfer hin.
– Pferd am Halfter führen warnt vor Übereilung in einer bestimmten Angelegenheit.
– Pferd vor einem einfachen Wagen kündigt viel Mühe und harte Arbeit an; vor einem
prunkvollen Wagen soll es Erfolg, Ansehen und Ehren versprechen.
– Pferd anschirren oder satteln steht für den glücklichen Beginn eines Unternehmens.
Psychologisch:
Die Beziehung zwischen Pferd und Reiter war wohl die engste Mensch-Tier-Beziehung, die es je gab. Das Pferd diente dem Menschen nicht
nur als Fortbewegungsmittel, es wärmte, schützte und nährte ihn auch. In Sagen, Mythen und Märchen hatte das Pferd die Bedeutung von
Lebenskraft. Sie ist die ursprüngliche, elementare Lebenskraft des Menschen, archetypisches Symbol des weiblich Mütterlichen wie des
männlichen Geistigen. Es ist in seinem Lauf unbändig und ungezügelt und von daher auch Sinnbild des ungestümen Temperaments, das
nicht nur in Sexträumen erscheint. Wenn das Pferd mit seinem Traumreiter eine Einheit bildet, ergeben sich für diesen kaum Schwierigkeiten
auf seelischen oder sexuellem Gebiet. Wird das Tier im Traum gut behandelt, steht das für einen ungestörten Lebenshaushalt und für das

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Zügeln der eigenen Leidenschaften. Wird es aber schlecht gepflegt, jagt es durch den Traum als Schreckgespenst unserer gestörten Triebe
und beweist so, daß unser Eros Bocksprünge macht. Pferde, die scheuen oder mit einem durchgehen, künden von Angst, daß die Lebenskraft
schwindet, die Potenz bedroht ist. Ein Pferd kann im Traum sogar sprechen und den Träumer mahnen, er solle in einer bestimmten
Angelegenheit die Nerven bewahren. Auch die Farbe des Tieres spielt eine Rolle. Ein feuriger Rappe kompensiert die Haltung des Träumers,
der seine Vitalität zum Schaden seiner Seele unterdrückt. Auch Schimmel haben etwas Gespenstisches an sich; sie weisen auf mangelndes
Gemeinschaftsgefühl, auf etwas Selbstzerstörerisches hin (Pferde in anderen Farbschattierungen siehe unter einzelnen Farben). Hatte das
Pferd auch Zügel oder war im Geschirr, bezieht sich das auf (selbst- oder fremdbestimmte) Beschränkungen im Wachleben, welche die volle
Persönlichkeits- oder seelische Entfaltung verhindern. Wollte das Pferd in eine bestimmte Richtung laufen? Trug es einen Reiter? War es
unlustig, geduldig oder phlegmatisch? Der Traum reflektiert sicherlich die eigene Haltung zu dem Problem, das er symbolisiert, kann aber
auch Wege aufzeigen, es zu lösen. Nach Artemidoros ist das schöne Pferd, das ein Mann besteigt, gleichzusetzen mit Liebesglück, bei
Phaldor ist es die Frau, die man körperlich besitzen möchte. Der Hengst verkörpert durch seine Kraft und Schnelligkeit die männliche Potenz
und Vitalität. Die Stute ist ein Muttersymbol. Im christlichen Mittelalter änderte sich die positive Bedeutung des Pferdes. Es galt plötzlich als
ein Sinnbild des Bedrohlichen und Dunklen. Das schwarze Pferd wurde als Reittier des Teufels gesehen und war somit Symbol der dunklen,
magischen Kräfte. Man weiß, daß Pferde eine Art übersinnliches Ahnungsvermögen haben, daher sind Pferdeträume immer ernst zu nehmen.
Der Volksglaube sieht im Pferd einen Todesboten, deshalb ist ein im Traum durchgehendes und sich zu Tode stürzendes Pferd immer ein
Warnsignal.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der edle Araberhengst wird in der Traumdeutung mit hoher Stellung und Würde gleichgesetzt, entsprechend die Stute
mit einer adligen Dame; die gewöhnlichen Pferde bedeuten geringere Abkunft und geringeres Ansehen, ebenso die
gewöhnlichen Stuten Frauen, die niederen Standes sind.
– Reitet einer auf einem schnellen, stampfenden Araberhengst, werden ihn ein großer Name, Hoheit und edle Haltung im Volk
auszeichnen. Ist der Träumende der Kaiser, wird er an der Kaiserin und an seinem kaiserlichen Hof Freude und Ruhm haben
entsprechend der Schönheit des Hengstes, ein gemeiner Mann wird Vorzügliches in seinem Beruf leisten.
– Träumt jemand, er sitze auf einem solchen oder ähnlichen Pferd und treibe es scharf an, wird er geadelt und erhöht werden
und entsprechend dem Lauf des Pferdes zu Glück und Erfolg kommen.
– Reitet einer gewappnet auf einem Araberhengst, wird er Macht und einen guten Namen erlangen, sofern Waffen und Rüstung
stattlich sind. Reitet er mit einem Schild bewehrt, wird er ohne Furcht vor den Feinden und, wie der Hengst, voller Kraft sein.
Träumt dies der Kaiser, wird er einen beherzten Feldherrn für den Kampf gegen seine Feinde gewinnen.
Der Schild bedeutet nämlich seinen Feldherrn. Dünkt es ihn, daß der Schild von schwarzer oder blauer Farbe ist,
wird sein Feldherr beherzt und ein fähiger Kopf sein, weil der Schmutz auf diesen Farben nicht leicht zu sehen ist.
Ist der Schild weiß, wird jener feig und hasenfüßig sein, weil diese Farbe leicht Schmutz ansetzt, ist er rot, wird der Kaiser
helle Freude an seinem Dienstmann haben; ein purpurner Schild bedeutet des Kaisers Sohn oder Bruder;
ein goldner oder gelber einen boshaften und übelwollenden Menschen.
– Reitet einer auf einer gesattelten, langschwänzigen Araberstute, wird er entsprechend deren Schwanz eine angesehene
Frau heimführen und mit ihrer Hilfe avancieren; ist die Stute schwarz, wird die Frau reich sein.
– Träumt einer, er steige freiwillig von der Stute ab, wird er freiwillig eine Minderung seiner Macht hinnehmen;
stürzt er wider Willen infolge der Störrigkeit des Pferdes zu Boden, wird er Schrecken und Marter leiden
oder einem Nachfolger in seiner Würde Platz machen.
– Träumt einer, er reite ein Rassepferd, das gesattelt und gezäumt ist, wird er eine adlige, bildschöne Frau gewinnen,
falls ihn dünkt, daß das Pferd sein eigen sei;
gehört es aber einem anderen, wird er Gewalt und Freude durch eine fremde Frau erlangen.
– Träumt ein großer Herr oder der Kaiser, er schenke jemandem aus freien Stücken ein fürstlich gezäumtes Pferd aus
seinem Reitstall, wird er ihm eine von seinen Frauen überlassen; besteigt jemand gegen seinen Willen oder ohne sein
Wissen sein Pferd, wird dieser mit einer seiner Frauen huren und dabei ertappt werden.
– Dünkt es einen, er reite auf seinem Pferd schnurstracks in scharfem Galopp und erklimme einen Berg, wobei das
Pferd ihm willig gehorcht, wird er Freude und Gehorsam in seinem Haus und in seinem Amt finden, sofern das Pferd
schnell und in gestrecktem Galopp den Berg erklommen hat.
– Träumt jemand, er spiele mit dem Kaiser oder einem Magnaten das Ballspiel zu Pferd oder Polo, wird er Gunst und
Ansehen bei ihnen erlangen entsprechend der Treffsicherheit im Spiel und der Geschicklichkeit des Pferdes.
– Dünkt es den Kaiser, er spiele Polo, wird er in der Ausübung seiner Herrschaft eine glückliche Hand und Erfolg haben,
sofern er den Ball mit Geschick zu schlagen versteht, wenn nicht, bedeutet es das Gegenteil.
Schaut ein anderer den Kaiser beim Polospiel, wird er ebenso an dessen Freude teilhaben.
– Träumt der Kaiser, sein Pferd strauchele bei diesem Spiel und stürze, wird er schwer erkranken und in der Ausübung
seiner Herrschaft in Bedrängnis geraten, stürzt es nicht, wird seine mißliche Lage nicht so schlimm und nur von kurzer
Dauer sein.
– Die Reitpferde der Kaiser bedeuten ihre Frauen und ihr Kaisertum; was die Pferde des Volkes betrifft, so bedeuten die
der Soldaten ihre Waffen und ihr Glück, die der gemeinen Leute deren Beruf; die Pferde der Kaiserin deuten
unmißverständlich auf ihre Würde und ihren Rang.
– Der Schimmel bedeutet im Traum des Kaisers dessen Gemahlin. Der Apfelschimmel bezeichnet, wenn er des Kaisers
Sattelpferd ist, eine Frau, die der Augusta nicht ebenbürtig ist; träumt jemand, er besitze dieses Pferd, wird seine Macht
geringeren Grades sein.
– Ist das kaiserliche Sattelpferd rosenfarbig, bedeutet es eine anmutige Frau, wogegen der Rappe wegen der schwarzen
Farbe auf ein reiches, aber lästiges Weib weist. Um es mit ein paar Worten einfach zu sagen: Alle Sattelpferde des Kaisers,
die man im Traum schaut, bedeuten dessen Frauen.
– Bekommt jemand vom Kaiser eines seiner Reitpferde, wird er Freude, Macht und eine Frau von ihm bekommen;
reitet einer ohne dessen Wissen gegen seine Gepflogenheit eines seiner Pferde, wird er heimlich mit einer seiner Frauen
Unzucht treiben.
– Träumt jemand, eine schwarze Stute, die auf beiden Seiten gebündelte Pfeile trage, komme in sein Haus, wird er eine Frau
mit Vermögen heiraten, und zu seinen Füßen werden viele Hausbewohner zugrunde gehen entsprechend der Zahl der Pfeile.
– Träumt einer, eine junge Araberstute, die noch nicht abgerichtet ist, komme in sein Haus, wird er eine edle Jungfrau heimführen.
– Dünkt es den Kaiser oder einen Mächtigen, er bringe eine edle Stute in sein Haus, deutet das auf die Person einer edlen Frau,
wenn aber eine gemeine Stute, auf eine Magd; denn gemeine Stuten bedeuten Edelleuten Mägde; hat ein Mann des Volkes
dieses Gesicht, beziehe er es auf seine Frau. Alles, was den Stuten widerfährt, Gutes oder Böses, deute man auf die
genannten Weibspersonen.
– Ißt einer Pferdefleisch, wird er einen großen Namen bekommen und geadelt werden.
– Trinkt er Stutenmilch, wird er beim Machthaber Gunst und Wohlwollen finden.
– allgemein sehen: in eine glückliche Zukunft blicken;

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– jemanden darauf reiten sehen: hochmütig werden;
– selbst darauf reiten: große Unternehmungen beginnen;
– magere: in Nahrungssorgen geraten;
– tote erblicken: ein trauriges Ereignis;
– erstechen sehen: Ungerechtigkeiten werden dich ärgern;
– bändigen sehen oder selbst bändigen: du bringst deine Feinde zur Ruhe;
– wilde, in voller Freiheit sehen: der unbändige Genuß von Vergnügungen, durch den du so häufig Ärgernis
erregst, kommt dich noch teuer zu stehen;
– schön geschirrte vor einen Wagen etc. gespannt sehen: ein angenehmes und sorgenfreies Leben hast du
zu genießen;
– beschlagen sehen: schwere Arbeit verrichten müssen ;
– stürzen sehen: Unglück erleben;
– besteigen: durch Übermut in Gefahr geraten;
– ihren Reiter abwerfen sehen: du wirst gedemütigt werden.
(europ.) : – Ordnung des seelischen und meist auch sexuell-erotischen Lebens;
– künden Glück und Freude an, in der Regel bedeutet das Träumen von Pferden Ehre, Reichtum und Erfolg;
– Pegasus das geflügelte weiße Pferd: versinnbildlicht die eigene Phantasie und weist darauf hin,
daß man seine Instinkte und Triebe in schöpferische Energien umgewandelt hat;
– eines aufzäumen und anschirren: man wird etwas Neues beginnen;
– einen Rappen sehen: steht für wachsendes Vermögen, doch wird man dazu betrügerische Mittel einsetzen
und sich schuldig machen; Träumt eine Frau von einem schwarzen Roß, ist zu befürchten, daß ihr Mann sie betrügt;
– braunrote Pferde: bedeuten einfache und sichere Instinkte;
– du nkle Pferde: gelten als Zeichen für Reichtum in Verbindung mit Unzufriedenheit; Flüchtige Vergnügungen stehen bevor;
– einen Schimmel sehen: man darf auf Wohlstand und nette Zusammentreffen mit Freunden und schönen Frauen hoffen; Reichtum;
– schmutzig und abgemagerter Schimmel: ein eifersüchtiger Freund könnte das Vertrauen mißbrauchen;
– Schecken: verheißen Profit in verschiedenen Unternehmungen;
– laufen sehen: alle deine Wünsche werden sich erfüllen;
– Weise sehen: man sehnt sich nach oder verheißt mehr Freiheit und Unabhängigkeit im Leben;
– frei auf der Koppel sehen: man gewinnt seine Unabhängigkeit zurück und strebt eine berufliche Selbstständigkeit an;
– an sich vorbei laufen sehen: es zeichnen sich ruhige, faule Tage ab;
– rennt es zusammen mit anderen davon: man wird von kranken Freunden hören;
– eins einfangen, aufzäumen und satteln oder einspannen: es zeichnen sich große geschäftliche Erfolge ab;
– eins einfangen und wieder entwischen lassen: man hat Pech;
– im Stall sehen: bedeutet Wohlstand;
– Zugpferde: stehen für Wohlstand, dem jedoch diverse Hindernisse vorangehen,
auch in der Liebe sind Schwierigkeiten zu erwarten;
– edle Hengste: kündigen Erfolg und hohen Lebensstandard, aber auch unziemliche Leidenschaft an;
– Zuchtstuten sehen: gelten als Zeichen für aufrichtige Gefühle zwischen Liebenden, verheiratet oder nicht;
– Rennpferde: sind Ausdruck für ein Zuviel an Ausschweifungen und Luxus; einem Bauern signalisieren sie Wohlstand;
– selbst eins im Rennen reiten: man wird reich und glücklich;
– ein dressiertes im Zirkus sehen: man wird einen mächtigen Gönner haben;
– ein junges (als Fohlen) sehen: verheißt ein sehr glückliches Ereignis;
– ein gesatteltes ohne Reiter sehen: verheißt hohen Aufstieg im Leben;
– ein gesatteltes mit Reiter sehen: man sollte die Zügel selbst fest in die Hand nehmen und eine gute Haltung bewahren,
damit eine Sache erfolgreich abgeschlossen werden kann;
– fallen sehen: unvermutetes Unglück;
– Schwanz des Pferdes sehen: Auszeichnung;
– jemand einem zu Pferde besuchen kommt: man wird Nachrichten von weit her bekommen;
– ein frommes besteigen und darauf reiten: sicherer Erfolg; bedeutet gutes und glattes Vorwärtskommen;
– ein unruhiges, unbändiges, sich bäumendes und darauf reiten: nach Überwindung vieler Hindernisse
und Schwierigkeiten stehen besonders schöne und dauerhafte Erfolge in Aussicht;
– auf einem störrischen reiten: die Wünsche werden sich nur schwer realisieren lassen;
– mit einem unruhigen nicht fertig werden: man wird sein Ziel nicht erreichen;
– besteigen wollen und nicht hinaufkommen: man ist ein Pechvogel;
– ein sich bäumendes oder ausschlagendes sehen: bedeutet drohende Schwierigkeiten, mit denen man aber fertig werden kann;
– ein durchgehendes sehen: Existenz oder Wohlstand ist in Gefahr;
– mit einem durchgehen: es drohen Verluste durch die Unfähigkeit eines Freundes oder Arbeitgebers;
– auf einem durchgehenden sitzen, ohne herunterzufallen: eine sehr gefährliche Situation wird man glücklich überstehen;
– auf einem schönen Braunen reiten: man darf auf wachsendes Vermögen und Leidenschaft hoffen;
Frauen sollten sich vor aufdringlichen Avancen in acht nehmen;
– durch eine Furt reiten: es winkt Glück; hat der Fluß eine starke Strömung oder führt er trübes Wasser,
steht eine kleinere Enttäuschung ins Haus;
– bergauf reiten und dabei mit dem Pferd stürzen, aber trotzdem den Gipfel erreichen: man wird sein Glück
machen, aber auch gegen Feinde und Eifersucht ankämpfen müssen;
– bergauf reiten und den Gipfel mit Pferd erreichen: auf einen phantastischen Aufstieg hoffen;
– bergab reiten: man erwartet eine Enttäuschung;
– oh ne Sattel zu reiten: durch harte Arbeit Reichtümer erwerben und Zufriedenheit finden;
– in Gesellschaft von Männern ohne Sattel reiten: ehrliche Menschen werden einem zur Seite stehen;
sind auch Frauen dabei, kommen Gefühle ins Spiel, die einem viel Geld kosten und sogar in den
finanziellen Ruin treiben können;
– mit einem über einen Graben oder ein Hindernis springen: man wird tatkräftig alle Hindernisse aus dem Weg räumen;
– mit einem Pferd durch einen klaren, malerischen Fluß schwimmen: verheißt höchste Seligkeit;
Geschäftsleute dürfen mit einem gewaltigen Gewinn rechnen;
– von einem abgeworfen werden: kündet eine Gefahr an; auch: man hat vermutlich einen Konkurrenten, der einem lukrative
Geschäfte vermasseln will; man sollte von einem Vorhaben schleunigst die Finger lassen, da sonst ein Absturz unvermeidlich ist;
– eines stürzen sehen: es droht ein ernstes Mißgeschick;
– ein verletztes Pferd: kann ausdrücken, daß ein Freund in Verlegenheit gerät;

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– ein lahmendes Pferd: gilt als Omen für unerwartete Unannehmlichkeiten unter ansonsten günstigen Umständen;
– ein drängendes und nach Zucker oder Brot schnupperndes: verheißt einen treuen Freund und Kameraden;
– ein bissiges: man wird Freude erleben;
– ein ausschlagendes Pferd: man wird von einem geliebten Menschen eine Abfuhr erhalten; schwache
Gesundheit kann dem Glück im Wege stehen;
– eines am Halfter führen: erst nach sorgfältiger Überlegung soll man etwas beginnen und dann langsam,
aber sicher zum Ziel führen;
– ein sich am Halfter bäumendes: bedeutet einen mühseligen Erfolg;
– ein sich vom Halfter losreißendes: trotz aller Mühe und Vorsicht wird es einen Mißerfolg geben;
– das eigene von einem anderen geritten oder gelenkt sehen: bedeutet einen Treubruch in der Familie;
– eines mit einfachen Arbeitsgeschirr vor einen gewöhnlichen Wagen gespannt sehen: verkündet ein Leben
voller Mühe und Arbeit, das aber letzten Endes sehr erfolgreich sein wird;
– einen Wagen ziehend: man möchte am liebsten aus der Abhängigkeit einer bestimmten Person befreien;
– eines mit kostbarem Geschirr vor einen eleganten Wagen gespannt sehen: verheißt viel Ansehen und hohe Ehren;
– eines mit einem Wagen durchgehen sehen: Existenz und Hausstand sind ernstlich bedroht;
– eines stürzen und den Gespannwagen umkippen sehen: Verlust der Existenz und des häuslichen Glücks;
– sich selbst auf einem umgestürzten Gespannwagen befunden haben: bedeutet ein trostloses Ende;
– beschlagen sehen: der Erfolg ist einem sicher; Frauen verheißt es einen guten und treuen Ehemann;
– selbst eines beschlagen: es könnte einem gelingen, sich etwas bislang Fragliches zu sichern;
– versuchen, ein Pferd mit einem kaputten oder zu kleinen Eisen zu beschlagen: man wird wegen Betrugs
zur Rechenschaft gezogen werden;
– eins striegeln: weist darauf hin, daß einem Pflicht vor Vergnügen geht; man muß große geistige und
körperliche Anstrengungen in Kauf nehmen, wenn man sein Ziel erreichen will;
– glänzt das Pferd nach dem striegeln: man wird sein Ziel erreichen;
– einem Mähne oder Schweif kämmen: man wird in Geldangelegenheiten eine glückliche Hand haben;
belesene Menschen gehen gewissenhaft ihre Arbeit nach, andere sehen besorgt zu, ihre Interessen zu wahren;
– eins töten: der eigene Egoismus wird Freunde in die Flucht schlagen;
– totes: bedeutet Verluste; Enttäuschungen aller Art;
– Zur Beachtung: bei Schimmeln werden die vorgenannten günstigen Bedeutungen verstärkt und die ungünstigen abgeschwächt;
bei Rappen werden die ungünstigen Bedeutungen verstärkt und die günstigen abgeschwächt;
– Reitet ein junges Mädchen im Traum einen Rappen, stehen ihr Verhandlungen mit einer Autoritätsperson bevor.
Einige Wünsche gehen in Erfüllung, aber nicht zum erwarteten Zeitpunkt. Allgemein symbolisieren schwarze Pferde
Verzögerungen.
– Träumt eine junge Frau, daß ein Freund hinter ihr reitet, darf sie sich der Aufmerksamkeit vieler
erfolgreicher Männer sicher sein. Empfindet sie dabei Furcht, könnte Eifersucht ins Spiel kommen.
– Verwandelt sich ihr Pferd in ein Schwein, wird sie ehrenhafte Heiratsanträge ausschlagen und so lange
auf ihrer Freiheit beharren, bis alle Aussichten auf eine vorteilhafte Ehe geschwunden sind. Balanciert
das Schwein allerdings anschließend grazil auf einer Telegraphenleitung , steigen ihre Chancen wieder.
– Reitet eine junge Frau im Traum auf einem Schimmel über Berg und Tal und wird sie dabei von jemandem auf einem Rappen
verfolgt, erwartet sie ein Auf und Ab aus Freude und Trauer; jemand bemüht sich unablässig, sie ins Unglück zu stürzen.
– Kommt ein Pferd durch die Luft geflogen und verwandelt es sich im näherkommen in einem Menschen, der an ihre Tür klopft
und sie mit etwas bewirft, das wie ein Stück Gummi aussieht, sich aber als große Bienen entpuppt, so werden die Hoffnungen
enttäuscht und verlorenes Gut kann trotz größter Anstrengungen nicht zurückgewonnen werden.
(ind. ) : – Pferde bedeuten verschiedene Personen.
– Träumt einer, er reite langsam und gelassen auf einem Araberhengst, der dem Zügel gehorcht, wird er Amt
und Würde und einen großen Namen erlangen, entsprechend der Schönheit und Folgsamkeit des Tieres.
– Reitet jemand ein Pferd, das einen großen, dichten und langen Schwanz hat, wird er entsprechend dessen
Dichte und Länge Gefolgsleute seiner Macht finden.
– Hat das Pferd zwei oder mehr Schwänze, wird die Zahl seiner Diener noch größer sein. Ist das Pferd kurz- oder
dünnschwänzig, drohen ihm Sorgen und Verlust seiner Macht entsprechend der Spärlichkeit der Schwanzhaare;
träumt einer, der ein freier Mann oder ein Herrscher ist, er reite auf einem Pferd mit dichtem und langem
Schwanz und dieser werde abgeschnitten, wird er seine Freiheit oder Herrschaft in Kürze verlieren.
– Reitet einer auf einem edlen, aber hinkenden Pferd, wird er in Bedrängnis kommen und in seinem Handel
und Wandel auf arge Hindernisse stoßen.
– Ist das Pferd zwar rassig, aber störrisch und schwer zu zügeln, wird der Träumer eine schwere Sünde begehen
und in arge Schwierigkeiten geraten entsprechend der Störrigkeit des Pferdes.
– Ist das Tier ohne Sattelzeug, werden die erwähnten Übel noch größer sein.
– Gehört das Pferd einem anderen, aber bekannten Mann, wird dem Träumenden Ehre und Freude von dem Besitzer
des Pferdes, von einem Bekannten oder Namensvetter zuteil werden, gehört das Pferd einem Unbekannten,
darf er eine unerwartete Freude erhoffen.
– Träumt jemand, ein prächtiges Pferd trabe in sein Haus, Feld oder Land und ist das Pferd unbekannt, ungesattelt
und ohne Zaumzeug, wird dorthin ein mächtiger Fürst kommen entsprechend dem Erscheinungsbild des Pferdes;
hat dieses weiße Nüstern und vier Hufeisen, wird die Macht des Fürsten um so gewaltiger sein.
– sehen: du wirst den Geliebten verlieren;
– besitzen: Wohlstand;
– bändigen: du wirst schnell dein Glück machen;
– schön gesattelt: du wirst mit hohen Personen bekannt werden;
– besteigen: du wirst Ämter und Ehren erlangen;
– reiten: du wirst Ansehen erlangen;
– weiden sehen: du wirst von einer hochgestellten Person protegiert (gefördert) werden; sorgenlose Lage;
– durchgehende: Unglück;
– sich bäumen sehen: große Ehre;
– beschlagen: du kommst zu hohem Ansehen; du wirst zu hoher Stellung gelangen;
– beschlagen sehen: du wirst unerhörtes Glück haben;
– gut gefüttert: du hast oder bekommst eine gute Hausfrau;
– mager: Hindernisse stehen dir im Weg;
– weiße: Freude und Glück;

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– schwarze: Trauer;
– stürzen: deine Feinde werden siegen;
– erstechen sehen: du wirst dein Liebchen verlieren;
– ein totes Pferd: traurige Nachrichten aus weiter Ferne;
– tote Pferde: du wirst schwer ums tägliche Brot kämpfen müssen.
(Siehe auch „Kopf“, „Mustang“, „Reiten“, „Tiere“)
Pferdefleisch
Volkstümlich:
(europ.) : – man sollte genügsamer werden.
Pferdegeschirr
Allgemein:
Wie das Halfter verweist auch das Geschirr auf eine Form der Kontrolle oder Einschränkung. Vielleicht fühlt sich der Träumende durch
seine selbst auferlegten Begrenzungen eingeschränkt, oder er wird von äußeren Umständen beherrscht. Hat der Träumende in seinem Traum
ein Halfter bei sich, bringt ihn dies oft zurück in die Kindheit. Möglicherweise stand ihm nicht das Maß an Freiheit zur Verfügung, nach dem
er sich sehnte.
Psychologisch:
Es ist eine wichtige Eigenschaft, wenn man seine Kraft zügeln, im Zaum halten und richtig dosieren kann. Dies bedeutet, sich eine Energie
auf kontrollierter Weise nutzbar zu machen. Manchmal kann eine Kraft wirkungsvoller sein, wenn sie eingeschränkt ist, als wenn man die
Zügel schleifen läßt.
Spirituell:
Auf dieser Ebene bedeutet das Pferdegeschirr im Traum, daß der Träumende seine spirituelle Energie an die Kandare nehmen muß, um die
ihm zur Verfügung stehende Kraft so effizient wie möglich zu nutzen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, putzen oder auflegen: auf Wohlergehen rechnen können.
(europ.) : – sehen: kündet einen Stellungs- oder Arbeitswechsel an;
– sich als stolzer Besitzer eines neuen Geschirr sehen: man wird bald eine erfreuliche Reise antreten;
– damit ein Pferd aufzäumen und anschirren: man wird etwas Neues beginnen.
(ind. ) : – Wohlhabenheit.
Pferdehalfter
Volkstümlich:
(europ.) : – ein früherer Spielgefährte wird Ihr Ehepartner.
Pferdehändler
Volkstümlich:
(europ) : – sehen: zweifelhafte Unternehmungen werden gewinnbringend ausgehen;
– von einem betrogen werden: man muß mit echten Verlusten rechnen;
– einen vorteilhaften Tausch machen: die finanzielle Lage wird sich verbessern.
Pferdemist
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit zu tun haben: Ärger und Mißerfolge.
(europ.) : – verheißt gute Gesundheit.
(ind. ) : – Gesundheit.
(Siehe auch „Mist“)
Pferderennen
Allgemein:
Pferderennen warnt davor, sich zu sehr auf sein Glück zu verlassen, auch wenn man dadurch schon Erfolge erlebte; man muß sich zukünftig
mehr anstrengen.
Psychologisch:
Verfolgt man Pferdewetten und Rennen intensiv, ist ein Traum davon oder einem bestimmten Pferd der Mühe wert, näher erkundet zu
werden, weil dieser Traum mit den Wachgefühlen zu tun hat und das Unterbewußtsein bedeutend besser im Erkennen des Siegers ist als das
Bewußtsein.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verheißt ein extravagantes Vergnügen;
– bei einem wetten: es fällt einem nichts mühelos in den Schoß;
– bei einem als Jockey teilnehmen: bei einem Unternehmen soll man mehr auf sein Glück als auf sich selbst
vertrauen; zugleich eine Mahnung vor allzu großer Sorglosigkeit.
(Siehe auch „Pferd“, „Rennen“)
Pferdestall
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sich darin aufhalten: du findest bei deinen Bekannten eine gute Aufnahme.
(europ.) : – verheißt durch Tatkraft die Erfüllung aller Wünsche;
– sehen: es wird einem eine freundliche Bewirtung zuteil.
– in einem sein: eine Verzögerung wird eintreten.
(ind. ) : – sehen: Bekannte werden dich gut aufnehmen;
– darin aufhalten: durch Fleiß und Ausdauer wirst du schöne Erfolge erringen;
– in einem sein: eine Verzögerung wird eintreten.

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Pferdewagen
Allgemein:
Es könnte auf eine altmodische Einstellung gegenüber modernem Denken hinweisen, wenn man von einem Wagen träumt – insbesondere
wenn es sich um eine Pferdekutsche handelt. Ein Eisenbahnwagen deutet auf eine Reise hin, die einen etwas öffentlicheren Charakter hat, als
eine Fahrt im Auto oder Pferdewagen.
Psychologisch:
Jedes Symbol, das mit Bewegung in Beziehung steht, lenkt die Aufmerksamkeit in der Regel auf die Fähigkeit, Veränderungen im Leben
durchzustehen, bei denen sich die Persönlichkeit entwickelt.
Spirituell:
Ein Wagen ist ein Symbol für Majestät und Macht.
Volkstümlich:
(europ.) : – es werden sich gute Gelegenheiten auftun, die man nutzen sollte;
– herunterfallen oder andere herunterfallen sehen: steht für den Verlust einer hohen Position.
(Siehe auch „Einspänner“, „Gespann“, „Kutsche“, „Reise“)
Pferdewetten (Siehe „Pferderennen“)
Pfiff
Volkstümlich:
(europ.) : – hören: bedeutet ein glückliches Wiedersehen mit einem Freund.
(Siehe auch „Pfeifen“)
Pfingsten
Psychologisch:
Im christlichen Mythos ist Pfingsten das Fest des heiligen Geistes. Auch als Traumsymbol spricht Pfingsten ein Erwachen des Bewußtseins
an. Oftmals ist dem Träumer dieses Erwachen nicht bewußt. Dieses Traumsymbol hat die Funktion, dem Träumenden einen
Bewußtseinsfortschritt zu dokumentieren, so daß er genutzt und ausgebaut werden kann. Außerdem weist das Traumsymbol Pfingsten
allgemein auf Ferien und eine warme, helle Zeit der Freude hin.
Pfingstrose
Allgemein:
Pfingstrose steht allgemein für Glück in der Liebe, wenn sie blüht. Probleme zeigt die welke oder abgerissene Pfingstrose an. Manchmal
kommt darin auch Schüchternheit gegenüber dem anderen Geschlecht zum Vorschein.
Spirituell:
Sie ist als „Rose ohne Dornen“ ein Mariensymbol.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine blühende sehen: verheißt Liebesglück;
– geschenkt erhalten: man hat einen heimlichen Verehrer oder eine heimliche Verehrerin;
– verschenken: man ist ein Hasenfuß in der Liebe und sollte nicht so zaghaft sein;
– brechen oder fortwerfen: eine Liebe wird in die Brüche gehen;
– eine welke sehen: eine Neigung wird erkalten.
(ind. ) : – du wirst Liebesglück finden.
Pfirsichblüten
Volkstümlich:
(arab. ) : – zeigen Putzsucht an.
Pfirsich
Artemidoros:
Kirschen bezeichnen zur Reifezeit flüchtige Genüsse und Täuschungen, außerhalb der Reifezeit aber vergebliche Anstrengungen.
Allgemein:
Pfirsich wird als Symbol erotischer Bedürfnisse verstanden; manchmal kann er auf eine gute, tiefe Liebesbeziehung hinweisen, oft aber auf
ein flüchtiges Abenteuer, das ergibt sich aus den persönlichen Lebensumständen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: steht für das kleine private Glück; bescheidene finanzielle, aber freudvolle Zeiten und einige
unerwartete Gewinne stehen einem bevor; bleibt man bescheiden, braucht man sich um seine Zukunft
keine Sorgen zu machen und kann eine glückliche Zeit im Kreis der Liebenden genießen;
– essen: blühende Gesundheit erlangen;
– von einem Baum nehmen: eine Versuchung kann dich zu Unrecht verleiten;
– geschenkt bekommen: man wird versuchen dich zu bestechen;
– verschenken: neue Bekanntschaften aufsuchen und finden;
– unreife: man muß mit vergeblichen Anstrengungen rechnen.
(europ.) : – als sexuelles Symbol zu verstehen, wobei die reife Frucht der Ausdruck vollendeter Liebe ist;
verkünden schöne Tage, Versöhnung, Glück, Reichtum und Erfolg in der Liebe;
– einen sehen: man darf einmal mehr von der süßen Frucht der Liebe naschen;
eine verloren geglaubte Liebe wird sich neu beleben lassen;
– samt Blättern an den Bäumen sehen: die Chancen stehen gut, daß man nach Entbehrungen und
finanziellen Opfern am Ende seine Ziele erreichen wird;
– einen reifen sehen: das Liebesglück wechselt von der Leidenschaft zur Reife hin und bleibt beständig;
– vom Baum pflücken oder schütteln: man kann in der Liebe die Zeit nicht erwarten;
– anbieten: man ist ein Schwerenöter;
– angeboten bekommen: man hat es mit einem Schwerenöter zu tun;
– essen: eine Liebesbeziehung wird vom Partner ernster genommen, als einem lieb ist;
– ein fauler: bedeutet eine unschöne Enttäuschung in der Liebe;
– vertrocknete: deuten auf Feinde und Unannehmlichkeiten hin;

1076
– einen pflanzen oder einsetzen: man wird hohe Stellen erreichen;
– Wenn eine junge Frau träumt, daß sie leckere Pfirsiche vom Baum pflückt, wird sie mit Hilfe ihres
bezaubernden Charmes einen reichen Mann kennenlernen. Sind die Früchte allerdings grün oder knotig,
wird sie auf Mißgunst von Verwandten stoßen, und Krankheiten werden ihre Aktivität mindern.
(ind. ) : – essen: Wiedervereinigung mit der Geliebten;
– am Baum: du wirst in Versuchung geraten;
– brechen: gute Vermögensumstände;
– verschenken: du wirst in einem Kreise gut aufgenommen werden.
Pfirsichkern
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst harten Widerstand finden.
Pflanzen
Assoziation: – Natur; natürlicher Prozeß; Fruchtbarkeit.
Fragestellung: – Was wächst in mir heran?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Das zweite Schöpfungsreich; verbunden mit Erde und Himmel; nährend (körperlich und geistig); hilfreich; dienend; heilend.
Beschreibung: Im Pflanzenvolk gibt es vier unterschiedliche Kategorien: die Gräser, die Bäume, die Obstgehölze und die Blumen.
Erdverbundene Völker hielten das Pflanzenreich für ein wenig abhängiger als das Reich der Mineralien, da die Pflanzen der Unterstützung
durch die Elemente bedürfen, um ihr Leben fortführen zu können. Sie benötigen die Erde, in der sie sich verwurzeln, das Wasser, von dem
sie sich ernähren, die Luft und die Winde, die ihre Samen verbreiten, und das Feuer in Form von Sonneneinstrahlung, um wachsen zu
können. Pflanzen wurden von erdverbundenen Stämmen als Nahrungsmittel, Heilmittel, manchmal zur Herstellung von Kleidungsstücken,
zum Bauen und sehr oft in Zeremonien benutzt.
Allgemeine Bedeutung: Deine Verbindung mit dem Pflanzenvolk.
Assoziation: Pflanzen – die Tätigkeit; etwas Verwurzeltes verpflanzen.
Transzendente Bedeutung: Gabe aus dem Pflanzenreich.
Artemidoros:
Träumt jemand, daß aus seinem Körper eine Pflanze gewachsen sei, so wird er, wie einige behaupten, sterben; denn aus der Erde entstehen
die Pflanzen, und in Erde lösen sich die Leiber der Verstorbenen auf. Nach meiner Auffassung hat man bei der Auslegung nicht allein von
den Pflanzen, sondern auch von den Körperteilen, aus denen die Pflanzen hervorsprießen, auszugehen. Häufig starb nicht der Träumende
selbst, sondern das, was durch den Körperteil, in dem sich die Pflanze befand, angezeigt wurde. Es besteht auch hinsichtlich der Pflanzen
selbst ein Unterschied, so daß sie zuweilen nicht den Tod, sondern Schnitte und Eingriffe des Chirurgen zur Folge haben. Das trifft
gewöhnlich bei denjenigen Pflanzen zu, die regelmäßig beschnitten werden, wie z.B., beim Weinstock und ähnlichen. Ich kenne jemand,
dem es träumte, ihm sei aus dem Kopf ein Weinstock hervorgesprossen. Dem Betreffenden wurde nur ein geschwollenes Zäpfchen aus dem
Schlund herausgeschnitten. (Wortspiel: staphylotomein = 1. Trauben schneiden, 2. ein Zäpfchen herausschneiden.)
Allgemein:
Pflanzen hat man häufig als deutlichste irdische Anzeichen für die geistige Kraft des Universums gesehen, und Jung sagte von ihnen, man
betrachte sie „mit Ehrfurcht und philosophischen Staunen“. Das heißt nicht, daß alle Träume in denen Pflanzen aufscheinen, Botschaften von
großer Wichtigkeit enthalten; sie können ebenso verspielt sein wie andere Träume und genau so oft Wortspiele oder vielsagende
Anspielungen verwenden. Pflanzen sind ein Symbol für allmähliche Veränderung, weil ihr Prozeß von Wachstum und Zerfall so besonders
offensichtlich ist. Handelt es sich um Zuchtpflanzen, dann sollte sich der Träumende Klarheit über sein pflegendes Potential verschaffen.
Sterben die Pflanzen, dann hat der Träumende in einem bestimmten Bereich vielleicht ein Stadium erreicht, in dem er vorläufig keine
weiteren Fortschritte mehr machen kann.
Psychologisch:
Wenn Pflanzen wild wachsen, gibt es einen Teil in der Persönlichkeit des Träumenden, der sich offenbar nach Freiheit
sehnt. Werden die Pflanzen in geraden Reihen gezogen, dann gibt der Träumende zuviel auf die Ansichten anderer Menschen. Immergrüne
Pflanzen sind ein Symbol für das Bedürfnis nach Vitalität und Frische, Jugendlichkeit und Ausdruckskraft. Viele Pflanzen haben heilende
und magische Eigenschaften, können aber gleichzeitig auch schädigend sein, wenn man sie ohne genaue Kenntnis verwendet.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisieren Pflanzen die Lebenskraft und den Lebenszyklus.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder pflegen: etwas Gutes erleben;
– begießen: seine Nachkommenschaft tüchtig erziehen;
– aus- oder abreißen: dein ungeschicktes Wesen wird dir manchen schlimmen Streich spielen;
– Zuchtpflanzen sehen: überprüfe die grundlegenden Eigenschaften deines Charakter und das Selbstbild kritisch;
– welke oder sterbende: man hat ein Stadium der Stagnation erreicht und sollte sich bemühen, wieder vorwärtszukommen.
(europ.) : – sehen, pflanzen von Bäume oder Sträucher: man wird eine vorteilhafte Beziehung eingehen oder demnächst sogar heiraten;
– junge, begießen oder pflegen: gute Kinderzucht; deutet auf eine große Familie hin.
(Siehe auch „Getreide“ und einzelne Pflanzenbezeichnungen)
Pflanzensaft
Allgemein:
Die alte Weisheit, daß im Frühling der Saft steigt, findet bei den meisten Menschen volle Zustimmung. Im Traum bedeutet dies, daß der
Träumende bereit ist, eine neue Aufgabe zu übernehmen oder sich in einer neuen Beziehung zu engagieren. Er ist sich seiner Vitalität und
Stärke bewußt und bereit, neue Herausforderungen anzunehmen.
Psychologisch:
Ein saft- und kraftloser Mensch ist eine Person, die kein Rückgrat hat und im Leben nichts zuwege bringt. Negativ interpretiert könnte dies
bedeuten, daß dem Träumenden möglicherweise unangemessene Verhaltensweisen und Ideen bewußt gemacht werden.
Spirituell:
Die von uns genutzte Lebenskraft kann im Traum oft als der Saft in Pflanzen wahrgenommen werden.
Pflanzenschule
Volkstümlich:
(arab. ) : – gute Nahrung und Wohlergehen.

1077
Pflaster
(Wundpflaster)
Allgemein:
Pflaster weist meist darauf hin, daß man gekränkt wurde und darüber noch nicht hinweg ist. Legt man es jemandem an, sollte man sich für
eine Kränkung entschuldigen, die man einem anderen zugefügt hat. Das Pflaster vor dem Mund fordert auf, nicht so redselig oder
vertrauensselig zu sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Wundpflaster) sehen oder auflegen: deutet auf Schaden, Nachteil und Krankheit;
– für eine Wunde bereiten: du wirst jemanden zu Hilfe eilen;
– selbst aufliegen haben: sei bei Krankheiten vorsichtig;
– auf einem Auge haben: du verzeihst deinen Beleidigern.
(europ.) : – auf einer Wunde: verspricht die Versöhnung mit einem beleidigten Freund;
– sehen: verkündet Unfrieden oder eine Beleidigung durch andere oder einem selbst;
– eines jemanden auflegen: man empfindet Reue darüber, daß man einem anderen wehgetan hat;
– aufgelegt bekommen oder sich selbst auflegen: man wird eine schwere Kränkung erleiden;
– über einem Auge sehen: bedeutet Verzeihung;
– über einen Mund geklebt sehen: man sollte etwas schweigsamer sein.
(ind. ) : – du wirst dich mit einer Person wieder versöhnen.
(Siehe auch „Verband“)
Pflasterer
Allgemein:
Pflaster (Steine) verdeutlicht einen sicheren, bequemen weiteren Lebensweg. Zuweilen warnt es vor Hartherzigkeit. Sieht man, wie ein
Pflaster verlegt wird, kann man auf Hilfe von außen hoffen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – der Straßen: deine Wege sind geebnet, du wirst kein Hindernis finden;
– holpriges: mühsames Vorwärtskommen.
(europ.) : – es wird einem der Weg bereitet;
– Pflasterstein: man sollte nicht so herzlos sein.
Pflaume
Psychologisch:
Der Pflaumenbaum gilt in Japan, China und im Fernen Osten als Baum der Erkenntnis und als Lebensbaum. Die nähere Bedeutung der
Pflaume im Traum ergibt sich aus dem gesamten Zusammenhang. Oft wird sie wegen ihrer Form mit dem weiblichen Geschlechtsorganen
verglichen und gilt als eindeutiges Sexualsymbol, das Männern, wenn sie es im Traum sehen oder verzehren, Liebesglück versprechen soll,
Frauen dagegen eher Geschlechtsneid. Von alters her galt die Pflaume im Vorderen Orient als ausgesprochenes Glückssymbol, als Sinnbild
der Unberührtheit, wenn sie im reifen Zustand keine Schäden aufweist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – unreife sehen: Unannehmlichkeiten erleben;
– reife sehen: Zeichen für eine vorteilhafte Entwicklung, die auf sorgfältige Planung und überlegte Handlungen
zurückzuführen ist; man sollte danach trachten sich stets selbst treu zu bleiben und an der Verwirklichung seiner
Ziele gewissenhaft weiterzuarbeiten, auch wenn Anfangs kein Erfolg in Sicht ist, die Wende kommt überraschend;
– essen: eventuell ein Todesfall, die Anzahl der Pflaumen sagt die Anzahl der Tage voraus;
– für Frau – essen: sie wird mit einer Enttäuschung in einer intimen Verbindung rechnen müssen.
(europ.) : – grüne (außer an Bäumen!): sind ein untrügliches Vorzeichen für körperliches Unwohlsein;
auch: Anstrengungen werden aufgrund mangelnder Planung vergeblich sein;
– reife sehen: kündigen günstige Gelegenheiten an; diese sind aber nur von kurzer Dauer;
– pflücken oder essen: bedeutet Zufriedenheit; auch: es steht ein Flirt oder ein anderes vergängliches Vergnügen ins Haus;
– saure: künden eine trübe Erfahrung, die man haben wird, an und stellen Kummer in Aussicht;
– süße und frische: verheißen Erfolge; Mut und Ausdauer werden belohnt;
– aufsammeln: bedeutet eine vorübergehende, aber nicht dauerhafte Erfüllung der Wünsche;
– vom Boden aufheben: ist ein Zeichen für Veränderung der Position entsprechend des Zustandes der Pflaumen;
– vom Boden aufheben und befinden sich verfaulte zwischen den Guten: man wird bald merken,
daß die Erwartungen unrealistisch waren und das Leben nicht immer ein Zuckerlecken ist.
(ind. ) : – du wirst in angenehme Gesellschaft kommen;
– getrock nete: Langeweile wird dich plagen.
(Siehe auch „Apfel“, „Baum“, „Obst“)
Pflaumenbaum
Volkstümlich:
(arab. ) : – grünender oder blühender: deine Hoffnungen erleiden arge Täuschungen.
Pflegevater
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Pflegemutter sehen oder sprechen: Familienzerwürfnisse.
Pflock
Volkstümlich:
(arab. ) : – du brauchst Geduld und Beharrlichkeit.
(Siehe auch „Pfahl“)
Pflücken
Volkstümlich:
(arab. ) : – Früchte von Bäumen: deine Umsicht wird belohnt werden;
– Blumen, insbesondere Rosen: freudige Erlebnisse.

1078
Pflug / Pflügen
Allgemein:
In der heutigen Zeit arbeiten nur noch wenige Menschen auf dem Land, und daher hat dieses Symbol nicht mehr so eine große Bedeutung. Es
verweist darauf, daß sich der Träumende größere Klarheit über sich selbst verschaffen muß, wenn er sich auf neues Wachstum und
Veränderung vorbereiten will. Pflug symbolisiert die Erfahrungen, die einen Menschen aufgewühlt haben; wenn man sie beachtet, wird man
daraus Nutzen ziehen.
Psychologisch:
Archetypisches Zeichen für die Kraft, die Gutes schafft. Wer hinter einem Pflug hergeht, ist im allgemeinen mit Fleiß bei der Sache, dem
kann man so leicht nichts vormachen. Sieht man jemanden pflügen, möchte man die Früchte der Arbeit ernten, die hauptsächlich von
anderen ausgeführt wurde. Ist der Pflug jedoch zerbrochen, besagt das wohl, daß einem die Arbeit zur Zeit nicht so recht von der Hand gehen
will. Vielleicht gibt es eine Situation im Leben des Träumenden, die von Grund auf „umgekrempelt“ werden muß. Wenn er sich aus einem
anderen Blickwinkel anschaut, ist er vielleicht fähig, sie produktiver zu gestalten.
Spirituell:
Auf diese Ebene zeigt Pflügen im Traum an, daß sich der Träumende in einem Prozeß befindet, in dem er neue Möglichkeiten für seine
spirituelle Entwicklung schafft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: guter Erwerb; baldige und glückliche Ehe;
– selbst pflügen: deine geschäftliche Tätigkeit wird dir Freude bereiten; Glück;
– zerbrechen: dein Gewerbe wird gestört werden;
– damit arbeiten sehen: du wirst viele Dienstleute besitzen.
(europ.) : – als Sinnbild des Ackerbaues: bringt reichliche, nützliche Arbeit; steht für ungewöhnlichen Erfolg und einen
erfreulichen Höhepunkt im Geschäftsleben; Kranke mahnt er auf das Land zu ziehen, um zu gesunden;
– einen stehen sehen: mahnt zu fleißiger Arbeit;
– zerbrochener: hat in jeder Hinsicht eine böse Vorbedeutung für ein beabsichtigtes Unternehmen;
– pflügende Personen: verkünden Aktivität sowie zunehmendes Wissen und Vermögen;
– den Pflug pflügen sehen: man wird vor eine erfolgversprechende Aufgabe gestellt, bei der es einem
überlassen bleibt, ob man sie wahrnehmen will oder nicht;
– selbst pflügen: verheißt einen schönen Erfolg, der allerdings durch Schweiß verdient sein will;
auch: geduldigen Liebhabern winkt eine glückliche Ehe;
– Sieht eine junge Frau ihren Liebhaber, dann wird sie einen reichen Ehemann haben. Ihre Freude wird tief und anhaltend sein.
(ind. ) : – sehen: du hast einen schönen Haushalt;
– damit arbeiten: du wirst durch eine Nachricht zu Reichtum gelangen;
– zerbrechen: schlechte Zeiten werden kommen.
(Siehe auch „Acker“, „Bauer“, „Ernte“)
Pflugeisen
Volkstümlich:
(ind. ) : – Schar und Schaufel sehen: du führst gute Wirtschaft.
Pforte
Volkstümlich:
(europ.) : – eine offene sehen: kündet unangenehmen Besuch an; man wird mit Menschen zusammentreffen,
die einem mit heuchlerischer Freundlichkeit begegnen;
– durchschreiten: man wird freundliche Aufnahme bei einem Menschen finden; man wird eine neue Partnerschaft
oder Bekanntschaft eingehen, die jedoch erst allmählich reifen muß;
– eine verschlossene sehen: man wird von jemandem unfreundlich empfangen werden;
eine bestimmte Person, mit der man früher in enger Beziehung stand, will von einem nichts mehr wissen.
(ind. ) : – sehen und öffnen: baldige glückliche Ehe;
– verschlossen: dein Antrag wird abgewiesen.
Pfote
Assoziation: – Handhabung von animalischen Instinkten.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, meiner Intuition zu vertrauen?
(Siehe auch „Tiere“)
Pfriem
(Ahle)
Volkstümlich:
(europ.) : – wachsender Wohlstand, aber nicht durch eigene Anstrengungen.
Pfründner
(Inhaber einer Pfründe – Bezeichnung für die mit einem kirchlichen Amt verbundenen Einkünfte;
auch das kirchliche Amt selbst – müheloses Einkommen.)
Volkstümlich:
(europ.) : – unzufriedenes Leben.
Pfund
Volkstümlich:
(arab. ) : – Gewinn.

1079
Pfützen
Assoziation: – unbedeutende, aber trotzdem unangenehme Emotionen.
Fragestellung: – Welche kleinere Unstimmigkeit spüre ich?
Allgemein:
Obwohl eine Pfütze eine geringere Wassermenge enthält als ein Teich oder See, kann sie die gleiche Bedeutung haben. Sie macht dem
Träumenden seine Gefühle und die Art und Weise, wie er mit ihnen umgeht, bewußt. Pfütze steht für ein peinliches Mißgeschick, das man
durch eigene Schuld erleidet.
Psychologisch:
Ist das schmutzige Wasser, das die kleinen Flecken auf unserer Seele umschreibt. Wer in sie hineintritt, dem klebt vielleicht das Pech an den
Füßen. Möglicherweise ist es von Bedeutung, was der Träumende in seinem Traum mit der Pfütze tut. Wischt er sie auf, versucht er Gefühle
zurückzunehmen, die er für unangemessen hält. Läßt er sie, wo sie ist, hat er wahrscheinlich das Bedürfnis, daß andere Menschen seine oder
ihre Gefühle erkennen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann eine Pfütze im Traum auf eine Segnung in der Vergangenheit hinweisen, die sich der Träumende bisher
nicht bewußt gemacht hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Schlimmes erleben;
– besonders schmutzig: man wird mit einem plötzlichen beruflichen Aufstieg rechnen dürfen;
– hineintreten und sich beschmutzen: dein unsauberer Umgang schadet deinem Ruf;
auch: man wird sich kleine Vorteile in beruflicher oder auch privater Hinsicht verschaffen können;
für ein großes Vorhaben fehlt einem jedoch die Energie und Durchsetzungskraft.
(europ.) : – bedeutet nachteilige Bekanntschaften und Hindernisse im Geschäft; es wird einem ein Unglück zustoßen;
– in eine mit klarem Wasser treten: verheißt Ärger, der jedoch wieder gut gemacht wird;
– in eine mit schmutzigen Wasser treten: kündet schlechte Gesellschaft an; einige Unannehmlichkeiten haben;
– hineintreten und nasse Füße bekommen: auf Freude wird Schaden folgen;
– darüber hinwegspringen: du entgehst einer Gefahr.
(ind. ) : – sehen: bald wirst du ein Unglück erleiden.
(Siehe auch „Teich“, „Wasser“)
Phallus
Psychologisch:
Der Phallus ist im Traum sowohl ein Symbol für die sexuelle Potenz wie auch für die göttliche Schaffenskraft. Auf jeden Fall ist er im
Traum ein Bild für Lebenskraft und Fruchtbarkeit. Bei den Indern Sinnbild der Fruchtbarkeit – übersetzt auch der Fruchtbarkeit der Arbeit
und der Gedanken. Bei den Naturvölkern Symbol der Männlichkeit, bei Freud durch alle möglichen langen Gegenständen, „scharfe Waffen
und starre Objekte wie Baumstämmen und Stöcke“ im Traum dargestellt („dagegen sind Schränke, Schachteln, Wagen, Öfen und so weiter
die Sinnbilder des Frauenleibes“). Nach C. G. Jung ist der Phallus die Quelle des Lebens, der große Schöpfer und Wundertäter, „als welcher
er überall Verehrung genoß“. Nach babylonisch-assyrischer Meinung bedeutet es, keine Rivalen zu haben, wenn das Glied des Mannes im
Traum lang wird; wenn dagegen jemand im Traum sein eigenes Glied ißt, werde einer seiner Söhne sterben.
(Siehe auch „Sexualität“, „Vagina“)
Phantasieren
Volkstümlich:
(arab. ) : – du neigst zum Überschwang.
Phantom
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Enttäuschungen warten auf einem; dem Liebenden zeigt es ein erfolgreichen Rivalen oder die
Unentschlossenheit des geliebten Menschen an; auf der Hut vor Streitigkeiten mit einem Freunden sein,
oder das Schicksal wird gegen einem sein; enthalten sie sich der Geldgeschäfte;
– einem verfolgen: es werden sonderbare und beunruhigende Erfahrungen vorhergesagt;
– vor einem fliehen: der Kummer nimmt nur kleinere Ausmaße an.
(Siehe auch „Geist“)
Pharao
Assoziation: – absolute Autorität; Vereinigung des Menschlichen mit dem Göttlichen.
Fragestellung: – Welche Form der Autorität fürchte ich in mir? Oder welcher vertraue ich?
Philosoph
Volkstümlich:
(europ.) : – das Grübeln sollte man sein lassen.
Phönix
Assoziation: – Wiedergeburt; Erneuerung; Unsterblichkeit.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir kann niemals sterben?
Psychologisch:
Sprichwörtliche Symbolgestalt der Verwandlung, Auferstehung und Wiedergeburt.
(Siehe auch „Vögel“)
Phonograph
(Gerät zum Aufzeichnen von Schallwellen auf Wachsplatten.)
Volkstümlich:
(ind. ) : – hüte dich vor deinen Dienstboten.

1080
Phosphor
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein Zeichen für flüchtige Freuden;
– Einer jungen Frau verkündet es großartigen, jedoch traurigen und kurzen Erfolg bei Verehrern.
Photograph
Volkstümlich:
(arab. ) : – man spekuliert auf deine Eitelkeit.
(ind. ) : – handle lieber nach deinen eigenen Ideen.
Photographien
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum Photographien betrachtet, denkt er in der Regel an vergangene Aspekte seines Selbst oder an
Eigenschaften, die er nicht mehr für wertvoll erachtet. Erhält er im Traum eine Photographie von sich, zeigt dies unter Umständen, daß er
seine Umgebung oder seine eigene Persönlichkeit in dieser Umgebung objektiver sehen muß.
Psychologisch:
Photographien stellen offensichtlich Erinnerungen, vergangene Begebenheiten, vielleicht auch Schwierigkeiten in der Vergangenheit dar.
Wenn der Träumende in seinem Traum Photographien von Menschen betrachtet, geht es ihm in Wahrheit um ihre Eigenschaften;
möglicherweise könnten sie ihm in seinem Leben nützlich sein.
Spirituell:
Photographien im Traum dienen dazu, das spirituelle Bedürfnis darzustellen, die Vergangenheit zu verstehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder sich photographieren lassen: verheißt langes und glückliches Leben
für alle Personen, deren Photographie man im Traum gesehen hat.
(ind. ) : – Photographie: ein Wiedersehen;
– Photographieren, sich selbst lassen: du sollst dich nicht selbst täuschen;
– seine Angehörigen: gute Zukunft;
– selbst: du bist genau.
(Siehe auch „Bild“, „Fotografie“)
Physik
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich damit beschäftigen: große Erfolge in seinen Unternehmungen haben.
Pi
(
p
– Kreiskonstante, irrationale Zahl)
p
= 3,141 592 653 589 793 238 462 643 383 279 502 884 197 169 399 …
(europ.) : – nicht zu Bestimmendes oder Aufzulösendes; manchmal ist eine gute Schätzung mehr wert, als die genauste versuchte Rechnung.
Pianist
Psychologisch:
Man müßte Klavier spielen können, wobei aber das Instrument für den weiblichen Körper steht.
(Siehe auch „Klavier“)
Pianoforte
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Klavier mit Hammermechanik): glückliche Ehe.
Pickel
Assoziation: – Häßlichkeit; kleine Wutausbrüche.
Fragestellung: – Inwieweit bin ich bereit, weniger empfindlich zu sein?
Allgemein:
Wenn dem Träumenden in seinem Traum ein Pickel in seinem Gesicht besonders auffällt, zeigt dies, daß er sich Sorgen macht, wie er bei
anderen Menschen „ankommt“. Ein Pickel kann auch für einen Charakterfehler stehen, mit dem sich der Träumende in naher Zukunft
auseinandersetzen muß.
Psychologisch:
Weil ein Pickel symbolisiert, daß der Körper Giftstoffe nicht ausscheiden kann, verweist er auf die Unfähigkeit des Träumenden, einen
Fremdkörper oder Negatives auszuscheiden. Diese Tatsache ist dem Träumenden bisher nur zum Teil zu Bewußtsein gekommen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert ein Pickel im Traum den Anstoß zu einem wichtigen Entwicklungsschritt.
(Siehe auch „Abszeß“, als Werkzeug „Axt“)
Pickelhaube
Volkstümlich:
(europ.) : – (alter Polizei/Soldatenhelm): nur mit Strenge kannst du etwas erreichen.
Picknick
Assoziation: – sich nähren in einer Stimmung der Leichtigkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, die Dinge leichter zu nehmen?
Allgemein:
Verspricht heitere Kommunikation.
Psychologisch:
Ein Park oder Picknick im Traum scheint zwar auf Entspannung und Vergnügen hinzuweisen, doch die Gefühlsreaktion auf diesen Traum,
sowie die Gefühle im Traum selbst sind wichtig. Es könnte ein Wunscherfüllungstraum sein. Versagt man sich im Wachleben solche
Freizeitvergnügungen? Auch nach anderen Sinnbildern sollte man Ausschau halten – was man im Traum tat, und wer einem dabei
Gesellschaft leistete.

1081
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Erfolg und wahre Freude; bringen der Jugend ungeteiltes Glück;
– Stürme oder andere höhere Gewalten während eines Picknick s prophezeien das vorübergehende
Ausbleiben einer Einnahmequelle und ein angenehmes Liebes- und Berufsleben.
(Siehe auch „Park“)
Pie
(Gebäck)
Volkstümlich:
(europ.) : – Pies verzehren: man sollte Feinden gegenüber stets wachsam sein;
– Wenn eine junge Frau einen Pie bäckt, flirtet sie zum Zeitvertreib. Das kann schnell ins Auge gehen!
Pieper
Volkstümlich:
(europ.) : – einen hören: es folgt bald eine Krise;
– einen benutzen: eine Person aus dem Umfeld wird für einem zur Belastung, da sie ständig Aufmerksamkeit und Fürsorge braucht.
Pier
Allgemein:
Der Traum von einem Pier führt den Träumenden zurück in glückliche Zeiten, oder aber er muß sich mit dem Thema An- und Abreise
konfrontieren. Vielleicht assoziiert der Träumende den Pier auch mit einer bestimmten Stadt.
Psychologisch:
Ein Pier ist ein Ort der Ankunft und Abreise, daher kann er auf neue Möglichkeiten oder das Ende einer Reise verweisen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Pier im Traum sowohl Neubeginn und Ende als auch den Aufbruch zu einer neuen Ebene
spirituellen Verstehens.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird andere Menschen glücklich sehen; eigenes Glück wird sich auch eines Tages einstellen.
(Siehe auch „Reise“)
Pilger
Allgemein:
Unternimmt der Träumende in seinem Traum eine Pilgerreise, erkennt er die zielgerichtete Seite seiner Persönlichkeit. Neben Zielstrebigkeit
ist Vertrauen die wichtigste Voraussetzung, um den angepeilten Endpunkt zu erreichen. Pilger steht für den Wunsch, zu sich selbst zu finden,
warnt aber zugleich vor großer Vereinsamung und Selbstisolierung.
Psychologisch:
Ein Pilger kann den Eremiten oder den alten Weisen darstellen. Der Teil seiner Persönlichkeit, der sich seiner selbst sicher ist und nicht viel
„Input“ von anderen Menschen braucht, kann das Leben des Träumenden lenken – vorausgesetzt, er schafft die entsprechenden
Rahmenbedingungen. Der Pilger kann neben der Suche nach dem Sinn des Lebens auch Schuldgefühle und Reue versinnbildlichen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet der Pilger im Traum Selbstverwirklichung und spirituelle Suche.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Nachricht aus der Ferne erhalten;
– selbst sein: hüte dich vor Abwegen, die dich ins Verderben stürzen würden; es steht einem eine unruhige Zeit bevor,
in der man Entscheidungen zu treffen hat, die das ganze Leben langfristig beeinflussen werden.
(europ.) : – ein Warntraum: alles Bestehende ist nicht zuverlässig, sondern vergänglich; auch: man wird auf eine ausgedehnte Reise gehen,
sowie Heim und die wertvollsten Gegenstände verlassen, jedoch sollte man sein fernes Ziel nicht aus den Augen verlieren;
– sehen oder sich an einem Pilgerzug beteiligen: deutet auf mühselige Arbeit ohne den nötigen Lohn und rechten Erfolg;
mahnt an die Vergänglichkeit allen irdischen Glücks; mit Armut kämpfen und unsympathische Gefährten haben;
– selbst einer sein: bedeutet gewollte oder aufgezwu ngene Einsamkeit um sich innerlich wieder zu finden;
– Wenn eine junge Frau meint, ein Pilger nähere sich ihr, dann wird sie leichtes Opfer von Betrug. Verläßt
er sie, wird sie aus der Charakterschwäche erwachen und die Unabhängigkeit des Geistes anstreben.
(ind. ) : – sehen: du wirst bald Nachricht aus einem fernen Land erhalten.
Pilgerfahrt
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst deine Wohnung verändern.
(Siehe auch „Wallfahrt“)
Pilgerstab
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: es wird einem auf dem schweren Weg geholfen werden.
(ind. ) : – sehen: du bist zu wollüstig;
– halten: du wirst beschwerliche Reisen machen.
Pillen
Assoziation: – Hilfe; Linderung; Medikament.
Fragestellung: – Was brauche ich, um mich besser zu fühlen?
Allgemein:
Pille kann wie Arznei gedeutet werden. Eine bittere Pille, die man selbst schluckt, steht für schmerzliche Erfahrungen, aus denen man aber
oft doch einen Nutzen ziehen wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einnehmen: gefährde nicht deine Gesundheit;
– drehen: tue nichts, was nicht deine Aufgabe ist.

1082
(europ.) : – sehen: man hat einen Fehler gemacht, den man korrigieren sollte;
– einnehmen: verkündet ein leichtes Unwohlsein, eine Erkältung; auch: man hat Verpflichtungen zu übernehmen,
doch bringt es einem wenig Behaglichkeit und Freude; man wird die Konsequenzen aus einem Fehler ziehen müssen;
– anderen eingeben: man wird wegen seiner Unfreundlichkeit von anderen kritisiert.
(ind. ) : – einnehmen: Widerwärtigkeiten; du wirst Unangenehmes erleben;
– drehen: füge anderen keinen Schaden zu.
(Siehe auch „Arznei“, „Medizin“)
Pilot
Assoziation: – Arbeit an Bewegungsfreiheit und Veränderung.
Fragestellung: – Welches Ziel beeile ich mich zu erreichen?
Psychologisch:
Der Pilot hat für Frauen oft eine anziehende erotische Wirkung. Bei Männern verkörpert er oft aber den Wunsch nach geistigen
Höhenflügen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Vergnügungen liegen vor einem; man wird am Ende jedoch von einem Rivalen besiegt werden.
(Siehe auch „Führer“, „Kapitän“)
Pilze
Medizinrad:
Schlüsselworte: Nahrungsmittel; Heilmittel; psychedelisch; Gift.
Beschreibung: Pilze sind schnellwüchsig und haben im allgemeinen eine Kappe oder einen Kopf. Es gibt viele Arten. Manche sind eßbar,
andere dienen medizinischen Zwecken; wieder andere wirken auf die Psyche, und auch giftige kommen häufig vor. Als Nahrungsmittel
gelten Pilze als Delikatesse, als Heilmittel sind sie gegen eine breite Spanne von Krankheiten eingesetzt worden, auch gegen psychische. Auf
der psychoaktiven Ebene finden Pilze Anwendung zur Trancestimulierung und ebenfalls zur Heilung. Der Psilocybin-Pilz ist ein bekanntes
Halluzinogen.
Allgemeine Bedeutung: Schnelles Wachstum; schnelles Wachstum in der Dunkelheit; eine Delikatesse oder Sonderbehandlung; hat etwas
mit Meinungen über die Anwendung von psychedelischen Drogen zu tun; unbekannte Welten betreten. Eine Nuklearexplosion löst eine
pilzförmige Erscheinung am Himmel aus, ein Traum über einen Pilz kann also prophetisch auf einen Unfall im Zusammenhang mit
Atomenergie hinweisen oder eine außergewöhnliche schnelle Veränderung deines Selbst in einer bestimmten Situation anzeigen.
Assoziation: Angst vor dem Atompilz; Pils – eine Biersorte.
Transzendente Bedeutung: Pilze sind Verbündete, die dich darin unterstützen können, tiefer in die Traumwelt einzudringen. Sie sollten
jedoch auch in der Traumzeit nur mit Vorsicht angewendet werden, da sie den Träumenden leicht fehlleiten, überwältigen oder verwirren
können.
Allgemein:
Pilz wird oft als Phallussymbol gesehen, das sexuellen Bedürfnisse anzeigt. Allgemein steht er für alle Lebensvorgänge, die schlecht
bekommen, also zu Problemen führen. Der giftige Pilz kann vor der Hinterlist falscher Freunde warnen.
Psychologisch:
In Träumen von Drogenabhängigen ist der Pilz meist ein Symbol für die Drogen. Die rauschhafte Wirkung mancher Pilze ist bekannt,
deshalb ist der Pilz im Traum auch ein Symbol für rauschartige, ekstatische Zustände. Hierbei kann auch der Liebesrausch gemeint sein, was
dem Pilz auch eine sexuelle Symbolik verleiht. Wer als Kenner Pilze sammelt, kennt die eigenen Schwächen, aber auch die seiner
Mitmenschen und zieht daraus Nutzen. Wenn man dagegen Pilze im Traum nur ißt, muß man sich mit kleineren Erfolgen begnügen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sammeln: dein Fleiß wird belohnt werden;
– essen: du kommst in behagliche Verhältnisse;
– giftige sehen: ein Glückspilz wird dich ausstechen; in der Nähe sind feindlich gesinnte Personen,
man sollte sich daher vor allzu großer Vertrauensseligkeit und Leichtgläubigkeit in acht nehmen.
(europ.) : – ein sexuelles Symbol; man darf sich nicht durch Verführung vergiften lassen;
verheißen die Gunst des Glücks, ermahnen aber auch zu absoluter Ehrlichkeit, weil sonst ein Mißgeschick
eintreten kann; warnen vor Hast und Begierde in Vermögensdingen, denn das Geld könnte sich in Gerichtskosten
und leeren Vergnügen verflüchtigen;
– einen eßbaren sehen: in der Wahl seiner Freunde soll man vorsichtig sein; man wird unscheinbare,
aber einflußreiche Freunde haben;
– giftige sehen: Warnung vor der Heimtücke anderer;
– aus dem Boden schießen sehen: man wird laufend von angenehmen Ereignissen überrascht;
– sammeln: man wird sein Glück abseits vom Lärm der Welt finden; auch: man sollte lieber mit seinem
bescheidenen Gewinn zufrieden sein, als weiter hochfliegenden Plänen nachzujagen;
– sich selbst beim sammeln sehen: die Vorhaben werden vom Erfolg gekrönt sein;
– essen: verspricht gutes Vorwärtskommen, wenn man in geschäftlichen Angelegenheiten Vorsicht walten läßt;
auch: ein schmachvolles Liebesabenteuer steht bevor;
– aus Versehen einen giftigen essen: Warnung vor einem großen Unglück;
– Träumt eine junge Frau von ihnen, überschreitet sie bei ihren Vergnügungen die Grenzen der Schicklichkeit.
(ind. ) : – sehen: durch die Gunst eines Freundes wirst du zu Ansehen gelangen.
(Siehe auch „Alkohol“)
Pinguin (Siehe „Vögel“)
Pinsel
Allgemein:
Pinsel deutet meist auf starke sexuelle Bedürfnisse. Manchmal weist er auf eine Beziehung zu einem einfältigen albernen Menschen hin,
durch den man behindert wird.
Psychologisch:
Im Volksmund Bezeichnung für einen einfältigen Menschen. So sieht ihn auch das Traumbild, das mit der Nachgiebigkeit im
zwischenmenschlichen Bereich umschrieben werden könnte. Der Pinsel des Malers könnte aber auch der behaarte Phallus (siehe dort) sein,
übersetzt: Man verlangt nach Liebe, malt sich aus, wie schön es in trauter Zweisamkeit sein könnte, wobei man beachten sollte, welche Farbe
der Pinsel im Traum aufträgt.

1083
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: es mit anmaßenden und dummen Menschen zu tun bekommen;
– damit anstreichen oder malen: eine langweilige Arbeit zugewiesen bekommen.
(europ.) : – ein sexuelles und erotisches Symbol, das eindeutig auf stärkere Sexualwünsche zielt;
– sehen: warnt vor dem Verkehr mit Dummköpfen und albernen Menschen;
auch: man ist in einer Angelegenheit viel zu einfältig und naiv;
– reinigen: verheißt Lust zu neuer Arbeit, die auch guten Lohn verspricht;
– mit einem kleinen Pinsel arbeiten: durch dumme und törichtes Gerede soll
man sich nicht von einer Arbeit oder Absicht abhalten lassen;
– mit einem großen Pinsel malen: nur Mut, in einem steckt ein unternehmungsfreudiger
und schöpferischer Geist (Plan).
(ind. ) : – sehen: meide die albernen Menschen.
(Siehe auch „Farben“, „Malen“, „Maler“)
Pin-Up
Psychologisch:
Das Betrachten von Pin-Up -Fotos ist in der Regel ein Wunscherfüllungstraum – sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Entweder man
fühlt sich zu dem abgebildeten Fotomodell hingezogen oder würde gerne ebenso gut aussehen (falls das Modell dem gleichen Geschlecht
angehört wie man selbst). Der Traum könnte auch etwas über die eigene Einstellung zum Sex aussagen – vielleicht, daß man etwas
Exhibitionistisches an sich hat.
(Siehe auch „Foto“)
Pinzette
Allgemein:
Die Pinzette im Traum macht den Träumenden auf ein winziges Detail in einer bestimmten Situation aufmerksam. Der Träumende tut gut
daran, diesen kleinen Bestandteil genau unter die Lupe zu nehmen.
Psychologisch:
In Anbetracht der Tatsache, daß es sich bei der Pinzette um eine Art Werkzeug handelt, kann der Traum möglicherweise andeuten, daß der
Träumende für eine bestimmte Arbeit oder Aufgabe noch das richtige Hilfsmittel benötigt.
Spirituell:
Auf dieser Ebene zeigt die Pinzette im Traum, daß eine spirituelle Idee größter Aufmerksamkeit und einer genauen Überprüfung bedarf.
Volkstümlich:
(europ.) : – kündigen unangenehme Ereignisse an, die einem mit Unzufriedenheit erfüllen; Freunde kehren einem den Rücken zu.
Pirat
Assoziation: – Gesetzloser; Ablehnung von sozialen Regeln und Verpflichtungen.
Fragestellung: – Welche Regeln lehne ich ab? Inwieweit fühle ich mich von der Gesellschaft eingeengt?
Allgemein:
Im Traum einen Piraten zu sehen, drückt den Wunsch nach mehr Freiheit und eine kindliche Abenteuerlust aus. Der Träumer erlebt den
Alltag als bedrückende Abfolge von Verpflichtungen und Demütigungen “ von oben“.
Psychologisch:
Es sind die abenteuerlichen erotischen Wünsche vom Erobern und etwas rauben oder geraubt zu werden. Er möchte der Pirat sein, sie sehnt
sich nach diesem. Er ist selten auf seelische Beute zu beziehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißen bösartige Pläne falscher Freunde; unaufrichtige Gefährten;
– selbst sein: man wird den Kontakt zu Freunden und ehemaligen Gleichgesinnten verlieren;
– Träumt eine junge Frau davon, daß ihr Liebhaber ein Pirat ist, ist dies ein Zeichen für seine Unwürdigkeit
und Falschheit. Wird sie von Piraten gefangen, so wird sie ihr Zuhause unter falschen Vorwänden verlassen.
(Siehe auch „Menschen“)
Pirol
(Vogel)
Volkstümlich:
(europ.) : – ein großes Ereignis wirft drohend seinen Schatten voraus und man fürchtet sich vor der Zukunft;
– krank oder tot: man wird die Torheiten anderer ausbaden.
Pistolen
Allgemein:
Eine Pistole hat im Traum eine offenkundige männliche und sexuelle Bedeutung. Wenn eine Frau im Traum mit einer Pistole schießt, ist sie
sich der maskulinen, aggressiven Seite ihrer Persönlichkeit bewußt. Wird auf eine Frau geschossen, fühlt sie sich durch Zeichen, Aggression
oder Sexualität bedroht. Pistole wird allgemein wie Waffe gedeutet. Sie kann vor allem auf Gefahren hinweisen oder vor überschießendem
Zorn warnen.
Psychologisch:
Die Pistole im Traum hat etwas mit dem Durchsetzungsvermögen des Träumenden und allgemein mit aggressiv behaupteter Macht zu tun.
Die Waffe kann dem Selbstschutz und der Selbstbehauptung dienen. Inwieweit andere Menschen dadurch in Mitleidenschaft gezogen
werden, muß der Träumende genau prüfen. Bei Freud männliches Sexualsymbol, auch Zeichen sexueller Spannungen und Verspannungen
(die Pistole wird ja bekanntlich gespannt). Zielt man zum Beispiel im Traum auf jemanden, ohne zu schießen, läßt das auf ein Versagen in
der Liebe oder in einem anderen Lebensbereich schließen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Pistole im Traum das männliche Prinzip.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: in Verkehr mit einer gefährlichen Person treten;
– mit einer hantieren: man wird bald in einen schlimmen Streit geraten;
– damit schießen: sich seiner Feinde erwehren;
– auf einen Menschen schießen: man wird bei einem privaten Vorhaben
oder einem familiären Problem scheitern;

1084
– von einer Pistolenkugel getroffen werden: man hat zwar einen Feind,
doch dieser wird nicht den Mut besitzen, sich einem entgegenzustellen.
(europ.) : – verkünden Streitigkeiten, Pech und Schicksalsschläge;
man wird von einem schlechten Gewissen geplagt;
Feindschaften entwickeln sich; heimliche Feinde versuchen dich zu verleumden;
– eine besitzen: man wird einen schlechten hinterhältigen Charakter entwickeln;
– eine hören: man wird auf eine Intrige aufmerksam gemacht, die Ihre Vorhaben zunichte machen könnte;
– abfeuern sehen: gilt als Mut und Entschlossenheit; ein Feind oder Gegner wagt es nicht, einem offen
entgegenzutreten, und versucht durch Verleumdungen zu intrigieren; auch: man unternimmt große
Anstrengungen, um ein vermeintliches Unrecht wieder richtigzustellen;
– selbst damit schießen: man weiß genau, daß man jemandem zum Feind hat,
doch in der Wahl seiner Verteidigungsmittel, sollte man behutsamer sein;
– auf Gegner oder Angreifer abdrücken wollen, wobei sie versagt: man ist wehrlos
und machtlos einem Mißgeschick ausgeliefert;
– kleine: Schaden, Ärger, Verdruß.
(ind. ) : – sehen: zügle deinen Zorn; Feindschaft und Ärger;
– damit schießen: gute Erfolge;
– Pistolenschießen: Lärm und Streit;
– tragen: Gefahr ist in deiner Nähe.
(Siehe auch „Schuß“, „Waffen“ und Bezeichnungen anderer Schußwaffen)
Pizza
Psychologisch:
Erstaunlich viele Menschen träumen heutzutage von der Pizza und verbinden damit einen informellen, erholsamen Abend mit Freunden.
Psychologisch stellt die Pizza ein Freizeitsymbol – und ein Mandala dar!
Plädieren (Siehe „Bitten“, „Flehen“)
Plage
Volkstümlich:
(europ.) : – sich plagen: Traum des Gegenteils; bedeutet Gesundheit und freundliche Gefährten;
– belästigt werden: unerfreuliche Nachrichten und Unglücklichsein.
Plakate
Allgemein:
Plakat steht für eine aufregende Neuigkeit oder Überraschung, die man in nächster Zeit erwarten kann.
Psychologisch:
Ist als Nachricht zu werten, die sich aus einem Text ergibt.
Volkstümlich:
(europ.) : – bringen eine interessante Neuigkeit oder eine Nachricht;
– sehen: man wird eine Aufregung erleben;
– mit dem eigenen Namen darauf sehen: man hat in einer Sache keine „saubere Weste“
und muß damit rechnen, von anderen bloßgestellt zu werden.
(ind. ) : – sehen: überraschende Neuigkeiten.
(Siehe auch „Notiz“, „Papier“)
Plan
Psychologisch:
Er ist wie die Landkarte zu deuten und besitzt meist schon deutlichere Bilder der Seele.
(Siehe auch „Landkarte“)
Planet
Assoziation: – kosmische Harmonie und kosmischer Einfluß; himmlische Ordnung.
Fragestellung: – Bin ich in Harmonie oder Disharmonie mit den himmlischen Mächten?
Allgemein:
Lassen sie sich nicht zu weit in den Weltraum hinaustreiben.
Psychologisch:
Man erwartet und erhofft sich die Hilfe vom Himmel kommend. Es ist der innere Blick nach oben und steht außerdem für Gläubigkeit.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen anderen besuchen: man wird aufregende Erfahrungen machen;
– Sonne: steht für Selbstbewußtsein, Lebensziele, Wille, männliche Energien;
– Mond: Gefühlswelt, Sensitivität, Kontaktversuch, weibliche Energien;
– Merkur: Vernunft, Verstand, Kommunikation, Lernen, Information, Verhandlungen, Reisen, Verkauf, Kauf;
– Venus: Ästhetik, Harmonie, Kunst, Assimilation; Liebe, Sinnlichkeit, Genüsse, weibliche Libido;
– Mars: Leistungskraft, Mut, Wille, Durchsetzung, Entschlossenheit, männliche Libido;
– Jupiter: Wertebewußtsein, Urteilsvermögen, Güte, Toleranz, Weisheit, religiöse Verankerung;
– Saturn: Körperlichkeit, Ordnung, Abgrenzung, Sicherheit, Ruhe, Konzentration, Pflichten;
– Uranus: Intuition, schöpferische Intelligenz, Neues, Veränderungen, Forscher- und Erfindergeist, Reformen;
– Neptun: universelle Menschenliebe, Idealismus, Helferwille, Sozialengagement;
– Pluto: Stirb und Werde, Masse, Metamorphose, Transformation, kollektive Energie, Zerstörung, (Ohn-) Macht.

1085
Planke
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder davor stehen: auf Hindernisse treffen;
– darüber klettern: du überwindest alles Unangenehme.
(europ.) : – Zeichen eines unruhigen Gemütszustandes, der nur durch eine Reis befriedigt werden kann.
Planwagen
Volkstümlich:
(europ.) : – einen fahren: ist ein Zeichen für Geldverlust;
– hält ein beladener Wagen vor Ihrer Tür: beinhaltet unerwartetes Glück.
Platanen
Artemidoros:
Platanen, Schwarzpappeln, Ulmen, Buchen, Eschen und all ihre Unterarten sind nur für Männer, die ins Feld ziehen, und für Zimmerleute
von Nutzen. Für die einen, weil aus ihrem Holz Waffen gefertigt werden. Für die anderen, weil sie als Zimmerleute damit ihren Unterhalt
verdienen. Allen anderen Menschen bedeuten sie Armut und bittere Not, weil sie keine Früchte tragen.
(Siehe auch „Baum“)
Platin
Psychologisch:
Es ist ein Wunschtraum vom großen Reichtum wie Brillanten, Gold und Schmuck.
Plätte
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst Unglück erleben;
– selbst plätten: lustiger Besuch.
Plattenspieler
Volkstümlich:
(europ.) : – sagt Annehmlichkeiten und Wohlstand vorher; häuslicher Frieden ist einem sicher;
auch: Nachrichten von weither; eine unerwartete Entdeckung.
(Seihe auch „Grammophon“)
Plattform
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einer stehen: man wird bald in ein fremdes Land reisen.
Plattfüße
Psychologisch:
Wer im Traum Plattfüße hat, wird in manchen Bereichen des bewußten Lebens nicht so recht vorwärtskommen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: sei vorsichtig und glaube nicht alles, was dir vielleicht verlockend angepriesen wird.
(Siehe auch „Fuß“)
Platz
Allgemein:
Platz warnt eindringlich davor, die Augen weiterhin vor Problemen zu verschließen; dabei kommt es auch darauf an, was auf dem Platz
geschieht.
Psychologisch:
Der Platz im Traumgeschehen hat eine wichtige Bedeutung, auf ihn laufen meist viele Straßen zu; er ist also ein zentraler Punkt, vor allem
wenn er rund oder quadratisch ist, so ist er ein Symbol für das Zentrum der Psyche. Mit einem solchen Traum soll die Notwendigkeit
ausgedrückt werden, daß der Träumende sich eine bisher unbewußte Problematik ins Bewußtsein ruft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ebener, freier und großer: Aussicht auf eine trostlose Zukunft;
– darüber gehen: mühevolle Arbeit ohne Erfolg zu verrichten haben.
(europ.) : – Verleugnung von Hindernissen;
– einen großen sehen: in seinen Unternehmungen wird man gefördert werden.
(Siehe auch „Kreis“, „Markt“, „Straßen“)
Platzanweiser(in)
Psychologisch:
Hier wird erfahrene Hilfe gesucht. Die Seele möchte sich einfügen oder sie weist anderen ihre Plätze zu.
Platzregen
Allgemein:
Platzregen versteht man traditionell als unerwarteten „Segen von oben“. In der altindischen Traumdeutung wird er als eine Kränkung durch
die eigenen Kinder gedeutet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder ihm ausgesetzt werden: Reichtum erlangen.
(europ.) : – sehen: verheißt Glück und einen großen Gewinn;
– von einem überrascht werden: es werden sich plötzliche Schwierigkeiten ergeben, die einem zu schaffen machen;
– in einem solchen völlig durchnäßt werden; man hat in einer Sache mehr Glück als Verstand.

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(ind. ) : – du wirst durch deine Kinder gekränkt werden.
(Siehe auch „Regen“)
Plaudern
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Schaden erleiden.
(europ.) : – bedeutet nichts Angenehmes.
Plazenta
Allgemein:
Die Plazenta ist die Nahrungsquelle für das ungeborene Kind im Mutterleib. In Träumen kann dies ein Symbol für die (vor allem geistige,
emotionale und spirituelle) Nahrung sein, welche der Träumende durch seine Umwelt erlangt. Darüber hinaus verweist die Plazenta darauf,
auf welche Weise der Träumende von anderen Menschen abhängig ist. Wenn der Träumende ein neues Vorhaben in Angriff nimmt, muß er
sich darüber im klaren sein, daß er vielleicht nicht die Ressourcen hat, um ausreichend für sich selbst zu sorgen. Er fordert Nahrung von
einer äußeren Quelle, mit der er sich verbunden fühlt.
Psychologisch:
Persönliche Abhängigkeit ist bei jedem Menschen anders gestaltet. Die Beziehung zwischen Mutter und Kind ist einzigartig; die Plazenta
kann die Einzigartigkeit einer Beziehung hervorheben. Die Trennung von der Mutter ist ein schwerer Schock, und die Plazenta fungiert als
„Puffer“ in diesem Prozeß. Wenn ein Traum von der Plazenta handelt, dann illustriert sie das Bedürfnis des Träumenden, in Zeiten einer
schweren Trennung über einen solchen „Puffer“ zu verfügen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Plazenta im Traum eine Erinnerung daran, daß der Mensch von der Großen Mutter oder von Mutter Erde
abhängig ist.
(Siehe auch „Nabel“)
Pluderhose
Volkstümlich:
(ind. ) : – man verlacht dich.
Plünderung
Allgemein:
Schlechte Zeiten kündigen sich an. Der Träumende soll sich besser ruhig verhalten, bis sie vorüber sind. Plünderung (Plündern) warnt vor
Habgier, die das ganze Leben beherrscht.
Psychologisch:
Nur wer in finanzielle Not geraten ist, kann im Traum ungestraft plündern, als Ersatzbefriedigung des Unterbewußtseins. In allen anderen
Fällen zeigt dieses Symbol eine viel zu materialistische Einstellung an und eine gewisse egoistische Rücksichtslosigkeit.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein gefährlicher Fehler, sei offen und ehrlich; vermeide zornige Diskussionen und Du wirst die Schwierigkeiten mindern.
Plüsch
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bist verschwenderisch.
(ind. ) : – zeige deinen Mitmenschen, daß du auch ohne sie auskommen kannst.
Plüschtiere
Assoziation: – spielerische Beziehung zur natürlichen Welt. Befreiung aus der Verantwortlichkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben wünsche ich mir mehr Vergnügen?
Pluto (Siehe „Himmelskörper“, „Planet“)
Pneumatik
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Luftreifen): schnelles Vorwärtskommen.
Pöbel
Volkstümlich:
(europ.) : – wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um; man wird in eine Rauferei geraten.
(ind. ) : – sehen: Streit, Widerwärtigkeit.
Pochen
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: unangenehme Störungen.
(europ.) : – hören: gilt als etwas höchst Unangenehmes, und zwar ganz nach den Nebenumständen im Traum.
(ind. ) : – hören: man will dich in bester Gesellschaft lächerlich machen.
Pocken
Volkstümlich:
(europ.) : – andere damit sehen: deutet auf eine unerwartete schwere Krankheit und möglicherweise Ansteckung hin;
verheißt das Mißlingen der Pläne.
Podagra
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Zehengicht, Zipperlein) haben: Gesundheit.

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Podest
Assoziation: – Unterstützung; Wichtigtuerei; Zurschaustellung; Bewunderung.
Fragestellung: – Was will ich zur Schau stellen oder fürchte ich, zur Schau zu stellen? Zu wem schaue ich auf?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum einen Gegenstand oder einen Menschen auf ein Podest stellt, dann tut er dies, um sie besonders
hervorzuheben und um ihnen eine Machtposition einzuräumen.
Psychologisch:
Die meisten Menschen haben eine Neigung, bestimmte Merkmale zu idealisieren oder zu verherrlichen. Träume machen deutlich, ob dies
angemessen ist oder nicht.
Spirituell:
Auf dieser Ebene bedeutet der Gegenstand oder die Person auf dem Podest im Traum spirituelle Ehrerbietung.
Podium
Assoziation: – Position; Bühne.
Fragestellung: – Was möchte ich dar- oder vorstellen?
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird heiraten, wenn man es am wenigsten erwartet; man soll nicht voreilig urteilen.
Poesie
Assoziation: – Quintessenz des Seins.
Fragestellung: – Was ist für mich essentiell?
Volkstümlich:
(europ.) : – für eine Frau: Juwelen werden einem bald zum Geschenk gemacht werden; möglicherweise ein Ring;
eine unverheiratete sollte auf ihre Gefühle achten und eine Ehefrau auf die Treue ihres Herzens;
– für einen Mann: man sollte auf seine Schriften achten.
Pokal
Allgemein:
Wie der Kelch symbolisiert auch der Pokal im Traum das weibliche, empfangene Prinzip und die Fähigkeit, Vergnügen zu finden.
Möglicherweise gelingt es dem Träumenden, aus einem gewöhnlichen Ereignis ein Fest zu machen. Trinkt er aus einem Pokal, zeigt dies,
daß er sich die Freiheit nimmt, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Pokal versteht man sonst meist wie Becher oder Gefäß und kann
dann auf Freude oder Heilung von einer Krankheit hinweisen, vor allem, wenn man daraus trinkt.
Psychologisch:
Erhält der Träumende in seinem Traum einen Pokal, so zeigt dies, daß er sich seiner Leistungsfähigkeit bewußt ist. Kommen im Traum
mehrere gleiche Pokale vor, signalisiert dies, daß dem Träumenden mehrere Wege offenstehen, um Freude an seinem Leben zu finden. Falls
sie ein Spieler oder Sportler sind, halten Sie den Traumpokal nicht für ein Versprechen, auf diesem Gebiet Erfolg zu haben. Wenn man im
Traum einer anderen Person einen Pokal überreicht, bewundert man diesen Menschen – oder seine Leistung, sein Talent.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Pokal im Traum für das weibliche Prinzip.
Volkstümlich:
(arab. ) : – daraus trinken: du bist ein beliebter Gesellschafter;
– zerbrechen: eine unliebsame Feindschaft;
– sehen: du wirst hübsche Geschenke erhalten.
(europ.) : – Geschenke, Freude und Glück;
– von jemandem überreicht bekommen: man wird mit einer Unternehmung grandiosen Erfolg haben;
– einen silbernen oder goldenen geschenkt erhalten: deutet auf ein Ehrenamt oder eine Erbschaft hin;
– aus einem goldenen trinken: bringt Genesung;
– aus einem silbernen Pokal Wasser trinken: man wird schlechte Geschäfte machen;
– aus einem einfachen trinken: Freundschaft und Zuneigung;
– antike Kelche oder Pokale: fremde Personen sind einem wohlgesonnen;
– einen zum Trunk gereichten ablehnen: bedeutet einen schweren Zusammenbruch im Leben;
– einen zerbrechen: deutet auf Krankheit hin;
– Reicht eine Frau einem Mann einen Glaspokal mit Wasser, steht dies für unerlaubte Genüsse.
(ind. ) : – daraus trinken: du wirst dich heute noch freuen;
– sehen: du wirst ein Geschenk erhalten.
(Siehe auch „Gefäß“, „Kelch“)
Poker
(Spiel)
Allgemein:
Wenn man im Traum Poker spielt, war wohl das Wichtigste dabei, sich nicht in die Karten schauen zu lassen, mit anderen Worten, daß man
seine Gefühle nicht zeigt.
Psychologisch:
Zwiespältigkeit des Inneren, denn man will sich nicht öffnen. Vielleicht ist es auch eine Warnung, nicht zu viel zu riskieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – ist eine Warnung vor schlechter Gesellschaft;
– Für eine junge Frau bedeutet dies, daß sie ihre moralischen Werte verlieren wird, wenn sie sich an diesem Spiel beteiligt.
(Siehe auch „Glücksspiel“, „Karten“)
Pol
Volkstümlich:
(ind. ) : – weite Reise.
Polarlandschaft
Volkstümlich:
(ind. ) : – deine Liebe wird erkalten.

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Polieren
Volkstümlich:
(europ.) : – einen Gegenstand polieren: prophezeit, daß man hoch hinaus kommen wird;
– Marmor polieren: verheißt eine erfreuliche Erbschaft.
Politik(er)
Assoziation: – Arbeit an der Strategie; Parteiergreifung; Manipulation.
Fragestellung: – Auf wessen Seite stehe ich? Wo will ich gewinnen?
Allgemein:
Vorsicht, dunkle oder schwer zu durchschauende Kräfte zeichnen sich ab. Oft fühlt sich der Träumende als ein Spielball nicht zu
kontrollierender Energien. Man kann darin aber durchaus auch den Ausdruck sozialen Engagements mit vermehrter Geltungssucht sehen.
Wenn man von einem Politiker träumt, dann ist größte Vorsicht geboten. Jemand in Ihrer Nähe macht Ihnen falsche oder halbwahre
Versprechungen und möchte Sie am Ende doch nur „über den Tisch ziehen“, da er in der Regel zuerst einmal an seinen eigenen Vorteil
denkt.
Psychologisch:
Der Traumbezug kann sich auf jemand richten, den Sie kennen und der versucht, Autorität über Sie zu gewinnen, – oder seine Stellung zu
mißbrauchen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Politik, darüber sprechen: Streit mit Freunden.
(europ.) : – Warnung vor den Mächten der Finsternis, die sich für die Mächte des Lichts ausgeben;
– sehen: steht immer für unangenehme Gesellschaft und Ereignisse; bei denen man Zeit und Geld verliert;
– selbst sich als solcher engagieren: repräsentiert Mißverständnisse und Mißgunst bei Freunden;
– Interessiert sich eine junge Frau im Traum für Politik, ist dies eine Warnung vor der Neigung zu Falschheit.
(Siehe auch „Parlament“)
Polizei
Assoziation: – Arbeit an Ordnung oder Kontrolle.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben strebe ich nach Ordnung oder fürchte ich Kontrolle?
Allgemein:
Polizei (Polizist/in) verkörpert Moral und ähnliche Normen sowie das eigene Gewissen, das über deren Einhaltung wacht. Folgende
Begleitumstände helfen bei der Deutung weiter:
– Polizei sehen warnt vor einer illegalen Absicht, die man aufgeben sollte.
– Von der Polizei abgeführt werden kann Schuldgefühle wegen tatsächlich oder vermeintlich unmoralischer Handlungen anzeigen.
– Selbst Polizist sein weist oft darauf hin, daß man sich zu stark den Normen und der allgemeinen Moral unterwirft.
– Hilfe durch die Polizei erhalten deutet an, daß man die sozialen Normen befolgt und dafür belohnt wird.
– Polizistin (Politesse) weist darauf hin, daß sich der Inhalt des Traums vor allem auf Gefühle bezieht.
Psychologisch:
Der Polizist gilt als Konfliktzeichen, das zu einer Umstellung der Lebensführung rät. Sein Auftauchen im Traum läßt vermuten, daß in
unserem äußeren und inneren Handeln etwas Ungehöriges im Spiel ist. Aber der Traumpolizist ist auch positiv zu sehen: Er weist uns den
richtigen Weg, zeigt auf, was verboten und was gestattet ist; wir müssen uns nur im Wachleben danach richten. Abgesehen davon, daß ein
Mann auch wegen einem schlechten Gewissen von der Polizei träumen kann, wenn ihm die Polizei im Traum nicht als Freund und Helfer,
sondern in mahnender oder gebieterischer Funktion erschienen ist, so hat das kaum mehr zu besagen, als daß der Träumer sich im
Alltagsleben eingeengt fühlt. Vielleicht sollte die Partnerin die Zügel lockerer lassen, oder er sollte prüfen, ob er mit seinem derzeitigen
Leben zufrieden ist und nicht einfach resigniert hat.
Spirituell:
Ein Polizist in Männerträumen symbolisiert den Vater.
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit zu tun haben: Sorgen und Widerwärtigkeiten;
– mit einem sprechen: man sollte sich davor hüten, etwas zu tun, daß man mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann;
– von ihm verhaftet werden: man ist dabei, eine schlimme Dummheit zu begehen.
(europ.) : – Angst, Kummer, Widerwärtigkeiten, auch soll der Träumende willkürlich in seiner Freiheit beschränkt werden; eine Mahnung,
die alltäglichen Sittengesetze zu beachten; oft Aufbegehren der Seele gegen inneres Verbrechertum und eigene Schuftigkeit;
– sehen: Warnung vor einer Inkorrektheit, die zu begehen man im Begriff ist; man sollte sich auf keinen Fall in die Streitigkeiten
anderer einmischen;
– auf Streife sehen: verheißt alarmierende Schwankungen in den Angelegenheiten;
– zu Hilfe rufen: man hat mit jemandem eine Auseinandersetzung vorzunehmen, sollte dies aber unter vier Augen tun;
– einen holen: man tritt eine Sache breit, die von selbst wieder in Ordnung käme;
– es mit ihr zu tun bekommen: Widerwärtigkeiten und Beschränkungen verbittern das Leben;
– versuchen, einem für ein Verbrechen zu verhaften, dessen man unschuldig ist: man wird Rivalen überwinden;
– wird man berechtigterweise verhaftet: es steht einem Unglück bevor; man sollte sein Verhalten der Umwelt gegenüber ändern,
denn man war viel zu unbeherrscht, und die eigenen Aktivitäten sind moralisch und ethisch bedenklich;
– von ihr geholfen werden: eine unangenehme Sache geht zwar gut aus, wird aber unnötig breitgetreten;
– eine Polizistin oder Politesse: dieser Traum bezieht sich auf das Gefühlsleben.
(ind. ) : – sehen: Verwicklung in Prozessen; man wird dich überwachen.
(Siehe auch „Chef“, „Direktor“)
Polizeiverwaltung
Artemidoros:
In der städtischen Polizeiverwaltung tätig zu sein, die Aufsicht über die Jugenderziehung oder die Lebensführung der Frauen innezuhaben
bringt dem Träumenden wegen der öffentlichen Aufgaben oder wegen der jungen Leuten oder Frauen Sorgen und Schikanen.
Polka
(Tanz)
Volkstümlich:
(europ.) : – tanzen: ist ein gutes Omen für reizvolle Beschäftigungen.

1089
Pollen
Volkstümlich:
(europ.) : – Blütenpollen sehen: die neuen Ideen oder Einsichten werden „befruchtend“ für den weiteren persönlichen Entwicklungsweg sein.
Polster / Polstermöbel
Allgemein:
Polster kündigt an, daß die Bequemlichkeit der letzten Zeit zu Ende geht und man sich wieder mehr anstrengen muß.
Psychologisch:
Das Sinnbild für Entspannung und Ruhe sah S. Freud als Symbol für die Frau.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du mußt deine Gesundheit ängstlich hüten.
(europ.) : – sehen oder darauf sitzen: die rauhe Wirklichkeit wird einem zu schaffen machen;
– verkünden trübe Tage.
(ind. ) : – sehen: du wirst traurige Tage haben.
Polterabend
Psychologisch:
Der Polterabend geht auf einen alten Brauch zurück, der böse Geister vertreiben soll, um die anstehende Liebesverbindung zwischen zwei
Menschen zu schützen. In dieser Bedeutung tritt das Traumsymbol Polterabend besonders häufig während Beziehungskrisen auf, um darauf
hinzuweisen, daß die bösen Geister, die zur Krise führen, vertrieben werden müssen. Mit bösen Geistern sind in diesem Falle destruktive
Verhaltensmuster gemeint. Ferner kann jedoch dieses Traumsymbol bei Verheirateten auch eine Erinnerung an den schönen und
ausgelassenen Anfang der Liebesbeziehung bedeuten. Auch: Wunsch danach oder Angst davor, selber zu „poltern“, Wut herauszulassen und
„Geschirr“ zu zerschmeißen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – baldige Hochzeit.
Poltern
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Gepolter) hören: Unangenehmes erfahren.
(ind. ) : – hören: unangenehme Störung.
Polygamie
Psychologisch:
Der Wunschtraum beider Geschlechter.
(Siehe auch „Sexualität“)
Polyp
Allgemein:
Weil ein Polyp acht Fangarme besitzt, läßt sich eine Verbindung zwischen diesem Traumsymbol und dem Mandala herstellen. Die Fangarme
sind von Bedeutung, weil sie eine Situation kennzeichnen, die für den Träumenden beängstigend ist, weil er ihr nicht entrinnen kann. Polyp
steht oft für Abhängigkeit, in der man sich selbst befindet oder in die man andere bringen will; ferner kann er Ängste und Ekel verkörpern.
Psychologisch:
Tiere, die dem Träumenden merkwürdig vorkommen und ihm nicht vertraut sind, sollen ihn auf bestimmte Eigenschaften seiner
Persönlichkeit aufmerksam machen. Ein Polyp ist dazu in der Lage, sich in alle Richtungen gleich gut zu bewegen, und dies ist der Hinweis,
mit dem sich der Träumende beschäftigen soll.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann ein Polyp im Traum uneingeschränkt spirituelle Beweglichkeit darstellen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst eine Reise machen müssen.
(Siehe auch „Mandala“)
Pomade
Psychologisch:
Der Träumer, der sich mit ihr die Haare glättet, gibt zu erkennen, daß er im Wachleben irgend etwas in Ordnung bringen, glätten möchte, das
ihn innerlich stört. Das Traumbild deutet auch an, daß man Kummer verdrängen möchte, besonders Liebeskummer.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder gebrauchen: sich seiner Eitelkeit schämen müssen.
(europ.) : – man hüte sich vor Launen, sie bringen Ärger und Streit; man gibt sich sehr gleichgültig.
(ind. ) : – sei nicht hochmütig.
(Siehe auch „Haare“)
Pomeranzen
(apfelsinenähnliche Frucht)
Volkstümlich:
(arab. ) : – deuten auf eine kümmerliche Zeit.
(europ.) : – sind glückverheißend.
(ind. ) : – sehen: ungestillte Wünsche;
– essen: du wirst vergebliche Mühe haben.
Pomeranzenblüten
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst dein Leben durch unzähmbare Genußsucht vergeuden.

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Pony
Volkstümlich:
(europ.) : – gelten als Omen dafür, daß moderate Spekulationen von Erfolg gekrönt werden.
(Siehe auch „Pferd“)
Pornographie
Assoziation: – streben nach Intimität; anonymer Sex.
Fragestellung: – Welchen Teil meines Selbst fürchte ich zu offenbaren?
(Siehe auch „Prostituierte“, „Sexualität“)
Portechaise
(Tragsessel, Sänfte)
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst zu vornehmen Leuten geladen werden.
Portemonnaie (Siehe „Geldbeutel“)
Portepee
(Trodel am Degen- oder Säbelgriff)
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst eine Anstellung erhalten.
Portier
Allgemein:
Er ist der Hausdiener, der sich gerne als Hauspolizist aufspielt. Er öffnet der Seele die Tür oder nicht. Der Portier ermahnt, sich nicht zu sehr
um die Angelegenheiten anderer zu kümmern, sich nicht an Klatsch und Gerüchten zu beteiligen.
Psychologisch:
Steht im Empfang des Hauses, das wir bezogen haben (Haus gleich Körper!). Er soll die bösen Einflüsse fernhalten und die guten Einlassen.
Der Portier ist gewissermaßen unser eigener Charakter, der leider oft nicht recht aufpaßt und Gut und Böse verwechselt.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen oder mit ihm verkehren: man soll sich um den Klatsch anderer Leute nicht kümmern;
– selbst einer sein: man soll die Nase nicht in Sachen stecken, die einen nichts angehen.
(ind. ) : – häßliche Klatschereien.
(Siehe auch „Dienstleistung“, „Haus“, „Hotel“, „Türsteher“)
Porträt
Volkstümlich:
(europ.) : – Warnung vor Gefahr, die Person betreffend, deren Porträt oder Foto sichtbar ist, besonders,
wenn es verschwommen oder beschädigt;
– auf das eines schönen Menschen starren: man könnte die beunruhigenden
und trügerischen Seiten leichter Vergnügungen nur erahnen; man wird einen Verlust erfahren;
(ind. ) : – sein eigenes: du wirst deine Fehler erkennen;
– ein fremdes: eine neue Liebschaft.
(Siehe auch „Bild“)
Porzellan
Allgemein:
Porzellan verkörpert Luxus und finanziellen Gewinn, der auf ehrlichen Wege erlangt wird. Zerschlagenes Porzellan zeigt eine anstehende
Feierlichkeit an, während eine Porzellansammlung in einer Vitrine Stagnation und Bequemlichkeit signalisiert. Porzellanscherben verheißen
auch in der Traumdeutung Glück. Dagegen sollte, wer im Traum Porzellan zerschlägt, Streit in der Familie vermeiden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: in eine ungewisse Zukunft sehen;
– zerbrechen: deine Ungeschicklichkeit wird vieles verderben; man wird eine unerwartete Kränkung erfahren,
aber im Leben noch viel Glück haben.
(europ.) : – sehen: gilt für Wohlstand; verheißt eine schöne Häuslichkeit; es werden sich günstige Gelegenheiten für die Pläne ergeben;
auch finanzieller Gewinn aus weiter Ferne;
– mutwillig oder im Zorn zerschlagen: unerwartete Kränkung; man weiß gar nicht, wie gut man es hat;
– zerbrochenes oder beschmutztes sehen: man wird Fehler mit schweren Folgen machen;
– kaufen: du wirst einen eigenen Haushalt einrichten.
– fallen lassen: eine Mahnung, in allem mäßig zu sein; das eigene Glück hängt zur Zeit an einen sehr dünnen Faden;
– Porzellanscherben finden: verheißt Glück.
(ind. ) : – bist du eine hohe Persönlichkeit, mußt du mit unangenehmen Dingen rechnen;
– zählst Du zum Mittelstand, so wirst du mit Krankheit eines deiner Familienmitglieder rechnen müssen.
(Siehe auch „Geschirr“, „Scherben“)
Porzellanladen
Volkstümlich:
(europ.) : – sieht ein Porzellanladeninhaber ein leeres Geschäft: er wird geschäftliche Verluste erleiden und eine schwere Zeit durchmachen.
Posamenten
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Kleiderbesatzartikel): du liebst den Putz.

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Posaune
Allgemein:
Posaune kündigt an, daß man für eine Handlung zur Rechenschaft gezogen oder verspottet wird.
Psychologisch:
Die Posaune ist nicht immer wie andere Blasinstrumente nur sexuell zu verstehen. Denn wer im Traum die Posaune bläst, hängt im
Wachleben manches an die große Glocke, das heißt, er posaunt aus, was er eigentlich verschweigen sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, hören oder blasen: deine Großschwätzerei schadet dir mehr, als du denkst.
(europ.) : – sehen: eine Abrechnung steht bevor; ein schlechtes Gewissen meldet sich bald zu Wort;
– hören: man bereut zutiefst eine so manch begangene Dummheit;
– selbst blasen: man wird jemanden zur Rechenschaft ziehen;
– blasen und keinen Ton herausbekommen: man hat den Schaden und den Spott obendrein;
– mehrere Posaunen: es sind Verpflichtungen zu übernehmen.
(ind. ) : – blasen: die begonnene Freundschaft wird von kurzer Dauer sein;
– hören: eine Gesellschaft, in der es laut hergeht.
(Siehe auch „Blasinstrumente“)
Positionen
Allgemein:
Wenn im Traum eine bestimmte Position hervorgehoben wird, symbolisiert dies in der Regel den moralischen Standpunkt oder die
Lebensposition des Träumenden. Solche Traumsymbole können auch Hinweise enthalten, wie er mit bestimmten Situationen in seinem
Leben umgeht.
Psychologisch:
Die Richtungen entgehen uns häufig im Traum. Wir übersehen sie, da sie sich nicht wie andere Traumsymbole aufdrängen. Dennoch hilft es
sehr, wenn wir auf die Richtungen und Seitenunterschiede im Traum achten, da sie die Mitteilung des Traumes noch klarer herausarbeiten.
Das ist genauso wie mit dem menschlichen Gesicht: Normalerweise bemerken wir gar nicht, daß es zwei erstaunliche Hälften aufweist.
Achten wir darauf, dann sagt das Einiges über unsere männliche und weibliche Seite aus. Im einzelnen können die Positionen wie folgt
gedeutet werden:
– Außen: Wer häufig von Außen träumt, indem er beispielsweise ein Haus immer nur von außen sieht, der sollte sich mehr um seine
Innenwelt kümmern. Er kann sich mit der Tagtraumtechnik einmal in das Innere begeben und schauen, was ihm dort begegnet. Solche
Traumsituationen, in denen man sozusagen „außen vor“ bleibt, treten häufig bei einseitig extravertierten Menschen auf, denen es guttäte,
sich mehr ihrer Innenwelt zuzuwenden.
– Diagonal: Diagonale Richtungen weisen im Traum stets daraufhin, daß Entferntes miteinander verbunden werden muß. Die diagonale
Richtung tritt im Traum häufiger bei Wegen, Gebäuden und bei Mustern an Gegenständen auf.
– Fern/Nah: Im Traum geraten Zeit und Raum leicht durcheinander. Handelt ein Traum von einem Gegenstand, der weit entfernt ist, kann
dies heißen, daß er zeitlich in weiter Ferne liegt, also entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Ein langer Weg vor dem
Träumenden symbolisiert die Zukunft, ein langer Weg hinter ihm stellt die Vergangenheit dar. Nah bedeutet kürzlich oder sofort.
– Gegenüber: Alles, was sich dem Träumenden gegenüber befindet, kann auf Schwierigkeiten bei der Vereinigung von Gegensätzen
verweisen (gut/schlecht, männlich/weiblich und so fort). Dies kann auf einen Konflikt hindeuten oder auch nicht. Ein Gegenstand,
der absichtlich einem anderen Gegenstand gegenüber plaziert wurde, stellt den absichtlichen Versuch dar, Uneinigkeit zu erzeugen.
Wird eine Position zweier Gegenstände, die einander gegenüberstehen, korrigiert, dann werden möglicherweise Unterschiede ausgeglichen.
– Geradeaus: Diese Richtung steht für einen direkten Zugang und für den kürzesten Weg zwischen zwei Gegenständen oder Orten. Ist ein
Traum von der geraden Richtung gekennzeichnet, so mag das zwei unterschiedliche Ursachen haben:
1.) Der Träumer sollte sich klarer in seinem Leben ausrichten und es besser gestalten, als auch bewußter leben.
2.) Der Träumende lebt in zu starren Vorstellungen und einer zu geordneten, sterilen Welt. Er braucht mehr Auflockerung.
– Hinten: Hinter einem Menschen zu stehen, kann auf Minderwertigkeitsgefühle hindeuten. Möglicherweise hat der Träumende Angst,
zurückgelassen oder stehengelassen zu werden. Möglicherweise ist er im Streben nach Ganzheitlichkeit in Rückstand geraten.
– Hoch: Was hoch ist, das ist dem Himmel und somit dem männlichen Archetyp verwandt. „Hoch“ hängt schon sprachlich mit „Erhöhung“
zusammen. Allerdings ist auch immer zu beachten, daß dasjenige tief fallen kann, das sehr hoch ist. Hoch kann mit Erfolg verbunden sein,
allerdings auf der anderen Seite auch mit Überheblichkeit und Selbstüberschätzung.
– Höher/Über: Wenn ein Traum davon handelt, daß etwas höher ist oder sich über dem Träumenden befindet, verweist dies auf seine Seele,
seinen Verstand, seine Ideale und sein Bewußtsein. Dieselbe Bedeutung hat es, wenn es in dem Traum um den oberen Teil einer Sache
geht (etwa eines Gebäudes oder eines Körpers).
– Innen: Vom Innen träumt hauptsächlich der introvertierte Typ nach Jung. Frauen in der Lutealphase (Zyklusphase zwischen Eisprung und
Menstruation) träumen typischerweise häufig von Innenräumen. Innen hängt immer mit Schutz und damit mit dem weiblichen Archetyp
zusammen. Wer häufig von Innenräumen und Höhlen träumt, und wer davon träumt, daß er in Verkehrsmitteln sitzt, der sollte mit Hilfe
der Tagtraumtechnik seine Außenräume erkunden.
– Links: Die Linke Seite ist die weniger dominante, eher passive Seite. Sie steht oft für alles Dunkle, Zwielichtige und für jene Teile der
Persönlichkeit, die der Träumende zu unterdrücken versucht. Sie symbolisiert instinktives Verhalten und hat mit Moralvorstellungen nichts
zu schaffen. Ihr natürlicher Bereich ist der Ausdruck und die Empfänglichkeit; daher kann alles, was im Traum auf der linken Seite
erscheint, ein Symbol der Unterstützung sein. Schmerz auf der linken Seite wird als Sensibilität gedeutet. Die linke Seite steht in Beziehung
zur Vergangenheit und bringt weibliche Eigenschaften zum Ausdruck. Kann sich der Träumende nicht zwischen links und rechts
entscheiden, dann heißt dies, daß er sich nicht zwischen Trieb und Instinkt entscheiden kann. Oder aber es handelt sich um einen Konflikt
zwischen Logik und Intuition.
– Mitte: Wenn der Träumende die Mitte eines Gegenstandes bewußt wahrnimmt, zeigt dies, daß er ein Ziel, vielleicht sogar sein reales Selbst,
erkennt. Darüber hinaus kann die Mitte im Traum auch den Wunsch andeuten, daß der Träumende im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen
möchte.
– Niedriger/Unter: Alles, was niedriger ist oder sich unter etwas befindet, symbolisiert die anarchistische oder unmoralische Seite der
Persönlichkeit. Auch sexuelle Impulse können auf diese Weise dargestellt werden. Befindet sich d er Träumende unter einem Gegenstand
oder unterhalb eines Menschen, verweist dies entweder darauf, daß er Schutz sucht oder daß er sich einem anderen Menschen unterwirft.
Dies kann auch den Teil der Persönlichkeit darstellen, den der Träumende verbergen möchte.
– Norden: Er steht für das Unbekannte und daher manchmal für die Dunkelheit. Er ist die Spiritualität in der Welt. Der Norden wird mit der
Kälte verbunden und damit auch mit Distanz und Zurückhaltung.
– Oben: Was oben ist symbolisiert den männlichen Archetyp. Es steht für das Bewußte und Intellektuelle. Oben ist das Reich des Himmels
und der Luft, es ist der Ort der Sonne und des Lichts. Oben wird im Patriarchat mit dem Göttlichen, der Klarheit und auch dem Erfolg
verbunden. Oben ist Herrschaft als die Macht der Herren. Das Patriarchat sucht seinen Gott stets oben im Himmel und betet deswegen das
Geistige an und verteufelt das Körperliche. Befindet sich der Träumende in seinem Traum oben, dann hat er sein Bestreben erfolgreich

1092
eingesetzt und Macht übernommen. Er ist fähig, die Herrschaft zu übernehmen und die Oberhand zu gewinnen. Oder aber der Träumende
ist dazu in der Lage, sich von der irdischen, gewöhnlichen Alltagswelt zu entfernen.
– Oben und Unten: In relativ vielen Träumen spielt auch der Gegensatz von oben und unten eine wichtige Rolle. Er ist hauptsächlich bei
Gebäuden, in den Bergen und beim Straßenverlauf wichtig. Wir sahen schon, daß beim Haus oben das Geistige, unten das Emotionale
symbolisiert wird, ebenso ist es beim Baum, bei dem unten die Erdung und oben das Geistige verbildlicht ist. Ist Ihnen schon einmal
aufgefallen, daß im Traum niemals oben wie unten ist? Aus symbolischen Gründen sind oben und unten immer eindeutig voneinander
unterschieden.
– Osten: Der Osten symbolisiert traditionell Geburt und mystische Religion. Er repräsentiert auch die Bewußtwerdung. Aus dem Osten
kommt das Licht: „ex oriente lux“ und damit auch die Erleuchtung oder das Bewußtsein. Ferner steht der Osten für den spirituellen
Ausdruck des Menschen. Außerdem für Ostern und sowie für die Länder des nahen Ostens mit ihren tatsächlichen und symbolischen
Bedeutungen…
– Rechts: Die rechte Seite stellt die dominante, logische Seite dar, die sich bewußt ausdrückt und von sich überzeugt ist. Sie nimmt die
äußere Welt objektiv wahr. Alles was der Träumende auf der rechten Seite beobachtet, ist in der Regel für seine Weiterentwicklung
bedeutsam. Schmerz auf der rechten Seite kann als Trieb gedeutet werden; er bringt auch die männlichen Eigenschaften zum Ausdruck.
Eine Bewegung nach rechts verweist darauf, daß etwas ins Bewußtsein kommt.
– Rückwärts/Vorwärts: Wird die Aufmerksamkeit des Träumenden auf eine Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung gelenkt, verweist dies
normalerweise auf eine regressive Tendenz. Der Träumende hat das Bedürfnis, sich in die Vergangenheit zurückzuziehen, statt seine
Ängste in Angriff zu nehmen und vorwärtszugehen. Rückseite, Kehrseite, zum Schatten, zur Quelle oder Herkunft hin.
– Senkrecht: Im Traum stellt das Senkrechte den spirituellen Bereich dar.
– Süden: Diese Himmelsrichtung stellt irdische Leidenschaft und Sinnlichkeit dar. Der Süden wird mit der Wärme und dem Licht verbunden.
Er ist extravertiert und fröhlich.
– Tief: Die Tiefe symbolisiert fast immer die innere Tiefe des Träumenden. Wer von der Tiefe träumt, der sollte sich nicht vor ihr fürchten,
sondern sich in diese Tiefe hineinbegeben.
– Umgekehrt: Wenn etwas umgekehrt zu sein scheint, wird das Potential für Chaos und Schwierigkeiten betont. Die Höhen und Tiefen von
Lebenssituationen können im Traum durch einen Positionswechsel dargestellt werden.
– Unten: Unten hängt mit der Macht des Weiblichen zusammen. Das Matriarchat sah seine Göttin immer als Erde und den Höhlen verbunden
an, und es betete das Körperliche und die Natur an. Unten ist der Ort des Triebs, wie im Körper die beiden unteren Energiezentren der
Sexualität verbunden sind. Was unten ist, symbolisiert also den weiblichen Archetyp. Unten heißt kreativ und triebhaft, was beides eng
zusammenhängt. Und jeder Weg nach unten im Traum entspricht einem Abstieg in die Tiefe und damit eine Verbindung mit seinem
Unbewußten. Allerdings kann dieser Abstieg auch mit Verderben, Depressionen und Niedergang zusammenhängen.
– Vorn/hinten: Akzeptanz und Ablehnung können im Traum als Vorder- oder Rückseite eines Gegenstandes dargestellt werden.
– Vorwärts: In die Zukunft. Flucht nach vorne. Ohne Rücksicht. Oder ohne falsche Rücksichten.
– Waagerecht: Alles waagerechte symbolisiert in der Regel die materielle Welt.
– Westen: Es kann den Tod symbolisieren, jedoch ist eigentlich der Zustand nach dem Tod gemeint, in dem es eine erhöhte spirituelle
Bewußtheit gibt. Der Westen verweist auf unbegrenzte Möglichkeiten (vergleiche das „go west“- Gefühl der frühen Siedler in Amerika).
Außerdem wird der Westen mit den Feuchten und Nebeligen (Vernebelung) verbunden.
– Zielgerichtet: Handelt das Traum-Ich im Traum zielgerichtet, ist das meistens als ein Hinweis für den Träumer zu sehen, selbst auch
zielgerichtet zu handeln. Nur in seltenen Fällen kann mit dieser Situation eine zu große Starrheit und einseitige Zielgerichtetheit des
Träumers angesprochen werden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene geben Positionen im Traum dem Träumenden darüber Hinweise, an welcher Stelle seiner Entwicklung er sich
befindet.
(Siehe auch „Künstlerische Formen“)
Possen
(Streiche)
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: sein Tun und Treiben bereuen müssen.
Post
Assoziation: – Nachricht; Führung.
Fragestellung: – Was will ich hören oder erfahren?
Allgemein:
Post kann wichtige Nachrichten anzeigen, die man beachten muß. Das Paket von der Post verspricht ein Geschenk, der Geldbriefträger
dagegen einen Finanziellen Verlust. Manchmal kann das Symbol auch auftauchen, wenn man dringend einen Brief erwartet.
Psychologisch:
Symbol für die Übermittlung von wichtiger Information (aus dem Unbewußten) – etwas für den Träumenden Wesentliches wird durch
Kommunikation (im Traum) bewußtgemacht.
Volkstümlich:
(europ.) : – man sollte seine Lektüre überprüfen und sie zu verbessern suchen; du wirst in geordnete Verhältnisse kommen;
– einem Postboten begegnen: kündet wichtige Nachrichten an;
– ein Postgebäude sehen oder aufsuchen: beim nächsten Stammtisch oder Kaffeekränzchen wird man allerlei Neues erfahren;
– einem Geldbriefträger begegnen: man wird eine üble oder sinnlose Ausgabe haben die keinen Nutzen bringt;
– eine Postkutsche mit Postillion sehen: man wird eine Hochzeitsreise oder dergleichen unternehmen;
– Paketpost begegnen: verheißt ein Geschenk.
(Siehe auch „Brief“)
Postament
(Sockel, Untergestell)
Allgemein:
Postament (Podest), auf dem man steht, warnt vor Selbstüberschätzung und Überheblichkeit. Blickt man zu ihm empor, sucht man ein Idol,
das man verehren kann.
Postamt
Volkstümlich:
(europ.) : – steht generell für unangenehme Veränderungen und Pech; auch: Wechsel des Wohnortes und er Gefährten.

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Postbote
Assoziation: – Arbeit an der Kommunikation.
Fragestellung: – Was will ich hören oder sagen?
Allgemein:
Er bringt gute oder schlechte Nachricht, was andere Symbole klären können. Wenn der vielleicht sehnlichst erwartete Postbote an unserem
Haus nur vorbeigeht, wird sich möglicherweise im Wachleben Enttäuschung breitmachen.
Psychologisch:
Sind Sie in Besitz von Neuigkeiten oder irgendwelchen Botschaften? Denken Sie daran, daß der Überbringer von Hiobsbotschaften häufig
getötet wurde!
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Brief oder Nachricht in Aussicht haben;
– fahren sehen: eine abschlägige Antwort erhalten;
– einen Brief überbringend: einen Brief beantworten.
(europ.) : – kündigt eine Veränderung an.
(ind. ) : – sehen: ein Brief, den du schon lange erwartest, wird eintreffen;
– sprechen: Nachricht von deinen Verwandten.
(Siehe auch „Brief“, „Briefmarken“)
Posthorn
Volkstümlich:
(europ.) : – Fröhlichkeit, Sorglosigkeit.
Postillon
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst ein lustiges Leben führen.
Postkarte
Allgemein:
Postkarte bringt eine lästige Verpflichtung zum Ausdruck, die man rasch erledigen sollte.
Volkstümlich:
(europ.) : – schreiben oder absenden: man hat eine unangenehme Pflicht zu erfüllen;
– erhalten: man gibt sich einer trügerischen Hoffnung hin; auch: viele negative Neuigkeiten erfahren.
Postkutsche
Assoziation: – abenteuerliche Reise.
Fragestellung: – Inwieweit suche ich auf meinem Weg nach Spannung und Abenteuer?
Postsparbuch
Allgemein:
Postsparbuch warnt nach altindischer Traumdeutung davor, jemandem Geld zu leihen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst gebeten, Geld zu verleihen.
Postwagen
Volkstümlich:
(arab. ) : – auf sich zukommen sehen: in nächster Zukunft eine große Überraschung bekommen;
– mit ihm fahren: baldige Reise in weite Fernen.
(ind. ) : – du wirst eine große Verantwortung tragen müssen.
Poularde
Volkstümlich:
(arab. ) : – (gemästetes Kapphuhn): üppiges Leben.
Pracht
Volkstümlich:
(arab. ) : – um sich herum sehen: in ärmliche Verhältnisse geraten.
Prälat
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bringt Heiterkeit;
– mehrere Prälaten sehen: bedeutet eine beliebige Zukunft.
Prahler
Volkstümlich:
(arab. ) : – man verlacht dich.
(europ.) : – man wird von sich selber reden machen, hinter dem nichts ist.
Prämie
Allgemein:
Prämie kann Einsichten in die eigene Persönlichkeit anzeigen, die zu mehr Harmonie und Lebensfreude führen.

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Pranger
Psychologisch:
Am Pranger stehend, meist schlecht oder gar nicht bekleidet, muß man im Traum den Spott der Mitmenschen ertragen; das Unbewußte
bringt uns damit zum Bewußtsein, daß wir in einem bestimmten schwerwiegenden Fall nicht richtig gehandelt haben. Nach solchen Träumen
heißt es umschalten, andere Wege gehen, Schuld (oder Schulden) abbauen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – stehen: Schande und Spott bleiben dir nicht erspart.
(europ.) : – jemand dort sehen: Tod eines Feindes;
– selbst daran stehen: du bist Verleumdungen ausgesetzt.
(ind. ) : – bist du reich: du wirst Schaden erleiden;
– bist du arm: du wirst großen Nutzen haben.
Prähistorisch
Allgemein:
Wenn der Träumende etwas in seinem Traum als prähistorisch erkennt, dann heißt dies, daß seine Gefühle sich auf ein Ereignis beziehen,
welches der Träumende bisher noch nicht verstanden hat. Wenn er seinen Überlebens- Urtrieb noch nicht vollkommen integriert und
begriffen hat, dann verhält er sich möglicherweise selbstzerstörerisch, ohne sich der Ursachen bewußt zu sein.
Psychologisch:
Häufig wirken Landschaften und Szenarios im Traum prähistorisch. Sie symbolisieren eine Zeit, in der der Träumende weder bewußt denken
konnte noch in der Lage war, seine Eindrücke festzuhalten.
Spirituell:
Die spirituelle Entwicklung macht es erforderlich, daß der Träumende seine körperlichen, emotionalen, geistigen und spirituellen
Bedürfnisse versteht. In diesem Kontext weisen die prähistorischen Bilder auf eine mangelnde Fähigkeit hin, die verschiedene Teile des
Selbst zu integrieren.
(Siehe auch „Dinosaurier“)
Prärie
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird Leichtlebigkeit sowie anhaltenden Luxus und ein erfolgreiche Karriere genießen;
– eine mit Gras und Blumen bedeckte wogende Prärie: bedeutet erfreuliche Ereignisse;
– eine kahle: signalisiert Verlust und Kummer durch Ab wesenheit von Freunden;
– sich in einer verirren: Zeichen für Traurigkeit und Unglück.
(Siehe auch „Ebene“)
Präriehund
Medizinrad:
Schlüsselworte: Stimmhaft; sozial; Gemeinschaft.
Beschreibung: Präriehunde leben in »Städten«, die mitunter eine Fläche von bis zu vierzig Hektar bedecken können. Solche »Kolonien« sind
in Nachbarschaften unterteilt, die sich wiederum in Familienverbände aufgliedern. Präriehunde verfüge über ein außerordentliches
Stimmvermögen und können bis neun verschiedene Laute von sich geben. Als soziale Wese schützen sie sich gegenseitig. Wenn einer einen
Warnruf ausstößt, dann verschwinden alle übrigen in ihren Bauen. Die Kolonien der Präriehunde haben einmal einen Großteil der
Präriegebiete im Westen der Vereinigten Staaten bedeckt. Nachdem die Büffelherden vernichtet worden waren, vermehrten sich die
Präriehunde so explosionsartig, daß sie einer Ausrottungskampagne zum Opfer fielen, die schließlich ihre Zahl um neunzig Prozent
reduzierte. Jetzt erkennen Farmer, daß Präriehunde dazu beitragen können, die Qualität des Bodens zu verbessern.
Allgemeine Bedeutung: Deine Suche nach Gemeinschaft; deine soziale Natur; deine Fähigkeit, etwas in Worte zu fassen.
Assoziation: -Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung dessen, was Gemeinschaft wirklich bedeutet.
Präsent
Volkstümlich:
(europ.) : – erhalten: man wird ungewöhnlich viel Glück haben.
Präsident
Assoziation: – Führung oder mangelnde Führung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit oder zögere ich, die Führung zu übernehmen?
Allgemein:
Präsident steht nach alten Traumbüchern für Ärger, Probleme und Enttäuschungen.
Volkstümlich:
(europ.) : – mit ihm sprechen: man ist an Staatsangelegenheiten interessiert und manchmal wünscht man sich, Politiker zu sein.
(ind. ) : – sehen: Ärger;
– mit ihm sprechen: du wirst eine Enttäuschung erleben.
Predigt
Allgemein:
Predigt (Prediger) symbolisiert häufig zu strenge Moralvorstellungen, mit denen man sich selbst und anderen das Leben unnötig schwer
macht. Sie kann also auffordern, das Leben nicht zu ernst zu nehmen, oder vor Streitigkeiten warnen.
Psychologisch:
Man merke sich den Wortlaut der Traumpredigt und ziehe dann seine Schlüsse aus dem symbolhaft Gesagten. Nur bei einer Gardinenpredigt
ist die Sachlage wohl eindeutig. Wenn der Prediger in Ihrem Traum in Ihnen ein Schuldgefühl ausgelöst hat, dann war der Prediger
wahrscheinlich Ihr eigenes Gewissen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: du wirst gehört werden; auch: mit unberechtigten Vorwürfe eines Vorgesetzten konfrontiert werden;
– selbst eine halten: man wird einen nahestehenden Menschen aufgrund seines unkorrekten Verhaltens zurechtweisen.

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(europ.) : – verheißt den Leidenden Trost und den Gläubigen Frieden; auch: nicht ohne Tadel bleiben
und die Angelegenheiten werden nicht einfach aber erfolgreich sein; sich nähernde Inspiration;
– Prediger hören: es wird Zank geben;
– Predigt hören: man soll auch in schweren Stunden keinen trüben Gedanken nachhängen, denn man weiß nie, wozu alles gut ist;
Pech wird einem widerfahren;
– einer Predigt zuhören: man ist nicht gerne bereit, die Ratschläge anderer zu beherzigen, auch wenn diese richtig sind;
– mit einem diskutieren: man verliert bei einem Wettbewerb;
– sich von einem abwenden: man wird mit frischer Kraft noch einmal von vorne beginnen;
– schaut er besorgt aus: man wird durch Vorwürfe belastet;
– einen langhaarigen sehen: man muß sich mit egoistischen Menschen auseinandersetzen;
– sein: man wird Verluste im Geschäft erleiden und ungebührliche Vergnügungen werden die Zeit in Anspruch nehmen
– Predigtstuhl sehen: man wird einen hohen Standpunkt vertreten;
(ind. ) : – hören: du wirst Trauriges erfahren;
– predigen: du führst einen anständigen Lebenswandel;
– Prediger sehen: Krankheit.
(Siehe auch „Rede“)
Preis
Allgemein:
Jedes Ding hat seinen Preis. Der Preis persönlicher Entwicklung hin zur Ganzheitlichkeit heißt Ausdauer, Beharrlichkeit, Demut und oft auch
Entsagung. Im Traum einen Preis zu gewinnen, ist ein Hinweis darauf, daß es dem Träumenden gelungen ist, bedeutende Hindernisse zu
überwinden. Auch von anderen Menschen hat er nun Anerkennung erhalten. Vergibt der Träumende den Preis, erkennt er die harte Arbeit
anderer öffentlich an.
Psychologisch:
Wer in einer Traumhandlung einen hohen Preis bezahlen muß, erhält dafür ein „wesentliches Geschenk“ (=Symbol für eine Information, die
in der Realität hilfreich sein wird) als Draufgabe zum erworbenen Gegenstand. So stellt sich jedenfalls das Preis- Leistungs- Verhältnis in der
traditionellen Deutung dar. Preis und Zahlungsbeträge symbolisieren meistens den (hohen oder niedrigen) Energieumsatz der träumenden
Person.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet der Erhalt eines Preises im Traum, daß der Träumende sich in harmonischer Weise seiner Instinkte und
Intuition bedient hat, um die Inspiration nutzen zu können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: man hat ein bedeutendes Hindernis überwunden und wird deshalb Anerkennung für sein Bemühen erhalten;
– an jemandem verleihen: man wird die Leistung seiner Mitmenschen neidlos anerkennen;
– für einen Gegenstand einen hohen Preis erhalten: man sollte darüber nachdenken, ob manisch auf die wirklich
wichtigen Dinge des Lebens konzentriert.
(europ.) : – Traum des Gegenteils, der Verluste durch Feilschen anzeigt; sei auf der Hut, wenn etwas billig angeboten wird.
Preisausschreiben
Volkstümlich:
(ind. ) : – du mühst dich ohne Erfolg.
Preiskurant
(Preisliste)
Volkstümlich:
(ind. ) : – lesen: unangenehme Neuigkeit.
Preiselbeeren
Medizinrad:
Schlüsselworte: Rot; rund; eßbar; sauer.
Beschreibung: Preiselbeeren sind rote, eßbare jedoch relativ saure Beeren, die gut zu Wildgerichten schmecken. Sie wachs am Rand von
Mooren und in Marschland.
Allgemeine Bedeutung: Kontrastschaffend; wachmachend.
Assoziation: Marmelade.
Transzendente Bedeutung: Verständnis für die Verwandtschaft von Gegensätzen.
Volkstümlich:
(europ.) : – pflücken: du wirst eine Einladung aufs Land erhalten;
– essen: frohe Stunden.
(ind. ) : – essen: du wirst eine Einladung erhalten.
Prellbock
Allgemein:
Der Prellbock im Traum ist wie die Barriere ein Symbol für Schwierigkeiten und Hindernisse. Ihm im Traum zu begegnen, ist eine deutliche
Warnung.
Psychologisch:
Vielleicht benötigt der Träumende dann, wenn er nahe am Wasser gebaut hat und besonders verletzbar ist, eine Art Prellbock, den er
zwischen sich und dem Rest der Welt errichten kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene signalisiert der Prellbock im Traum, daß der Weg zu Ende ist. Der Träumende ist in eine Sackgasse geraten.
Presse
Volkstümlich:
(arab. ) : – (für Obst, Bücher etc.) sehen: es stehen dir kaum Sorgen bevor.
(ind. ) : – (Zeitung) sehen oder pressen: du wirst gute Nachrichten erhalten.
(Siehe auch „Zeitung“)

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Pressen
Volkstümlich:
(europ.) : – warnt davor, etwas mit Gewalt erreichen zu wollen.
(ind. ) : – etwas: sei geduldig, du kommst zum Ziel.
Preßlufthammer
Assoziation: – aufbrechen alter Strukturen.
Fragestellung: – Welchen Kurswechsel bin ich bereit vorzunehmen?
Priester
Assoziation: – Arbeit am spirituellen oder religiösen Heil; Loslassen.
Fragestellung: – Was bin ich zu vergeben bereit.
Artemidoros:
Priester zu sein oder ein Priesteramt vom Volk übertragen zu bekommen verheißt allen Glück, ausgenommen Leuten, die das Licht der
Öffentlichkeit scheuen; denn Priester ragen aus den Menge hervor. Welcher Gottheit jemand als Priester zu dienen glaubt, dieser
entsprechend wird ihm das Gute zuteil werden oder von seitens der entsprechenden Männer oder Frauen. An der Spitze von Priesterkollegien
zu stehen oder deren Hauswesen zu leiten oder zu betreuen bringt allen Kümmernisse und Verdruß im täglichen Leben, vielfach auch
Verluste, besonders denen, die träumen, aus eigenen Mitteln freigebig zu sein, Gelage zu veranstalten oder Stiftungen zu machen. Jedes
Priester- oder Staatsamt, von dem eine Frau ausgeschlossen ist, prophezeit derselben den Tod, falls sie sich mit der betreffenden Würde
bekleidet zu sein wähnt. Umgekehrt prophezeit jedes Priester- oder Staatsamt, von dem ein Mann ausgeschlossen ist, diesem gleichermaßen
den Tod, falls er das betreffende Amt innezuhaben träumt.
Allgemein:
Einem Priester wird die Verantwortung für viele Schutzbefohlene übertragen. Im Traum stellt er häufig die Autoritätsfigur dar, in deren
Hände der Träumende die Kontrolle über sein Leben gelegt hat.
Psychologisch:
Taucht ein Priester im Traum des Träumenden auf, zeugt dies meist von seinem Bewußtsein für die mehr spirituelle, wissende Seite seines
Selbst. Altägyptische Traumforscher glaubten, wer einen Priester im Traum sieht, erhalte bald einen ehrenvollen Posten.
Spirituell:
Ein Priester ist ein Mann Gottes, und vielleicht muß der Träumende erkennen, daß es auf der materiellen wie auf der spirituellen Ebene viel
für ihn zu lernen gibt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, ein Priester in geistlichem Gewand besuche einen Ort, den er sonst nicht aufzusuchen pflegt,
droht den Einwohnern Bedrückung und Schrecken von seitens der Obrigkeit; besucht letztere gegen ihre
Gewohnheit einen Ort, steht den Einwohnern ebenso Bedrückung und Schrecken bevor, aber in geringerem Maß.
– Dünkt es einen, ein Priester suche ihn auf und schlafe in seinem Bett, wird er Freundschaft mit ihm schließen,
der Priester ihn aber hintergehen, seine Frau beschlafen und ihn beerben;
zu träumen, der Ortsgeistliche sei gestorben, deutet an, daß dieser seinen Glauben verlieren wird.
– Schaut einer den Priester auf dem Krankenbett, deute er dies als Krise dessen Glaubens und als deren Symptom,
ferner, daß jenem ein langes Leben und Gesundheit beschieden sein werden.
– Träumt einem, der Kopf des Priesters sei größer geworden, wird dessen Gewalt über die Bauern größer werden.
– Hat sich sein Antlitz geweitet, werden seine Worte und Reden kraftvoll und furchterregend sein;
ist sein Hals kräftig und stark, wird er in Gottesdienst und Amt seine ganze Kraft aufbieten;
sind seine Hände lang und stark geworden, wird er tüchtige Knechte und Helfer finden.
Träumt einer, der Priester habe einen mächtigen Bauch bekommen, wird dieser zahlreiches Gesinde
und großen Reichtum erwerben und viele Blutsverwandte um sich sammeln.
Sind seine Füße kräftiger und stärker geworden, wird er zu Geld kommen und hilfreiche Knechte gewinnen.
Sind die genannten Körperteile aber matt und kraftlos geworden, wird das Gegenteil von dem Gesagten eintreten.
– Träumt jemand, ein Priester gebe sein Amt auf, wird dieser sündigen, aber Buße tun.
– Geht der Priester mit dem gemeinen Volk um, wird er sich vor Gott demütigen und in seinem Glauben erstarken.
– Schaut einer den Priester an einem finsteren Ort wandeln, so wisse er, daß dieser im Finstern gegen Gott sündigt;
wandelt er aber an einem lichten, grünen Ort, wandelt er vor Gott im Licht und tut gute Werke.
– Träumt ein Kaiserlicher, er sei als Laie zum Priester erwählt worden, wird er vom Kaiser ein sehr hohes
und wichtiges Amt bekommen, ein einfacher Mann oder ein Armer wird einem Mächtigen Gefolgschaft
leisten und Ehre und Gunst bei ihm finden;
ist jemand aus dem Laienstand zum Diakon geweiht worden, wird auch er Gunst und Ehren erlangen,
die freilich geringer sein werden, als wenn er Priester geworden wäre.
– Träumt einer, er sei zum Priester oder Diakon gewählt worden, habe aber die Wahl nicht angenommen,
wird er Vollmacht und Geltung erlangen, sie aber bald verlieren und in Gefahr kommen.
– Träumt ein Priester, er habe ein Stück seines geistlichen Gewandes verloren, wird er von einem anderen in seinem
Amt hintergangen und gehaßt werden; findet er das Stück wieder, wird er, jedoch nicht ohne Zwang und Strafe, in
seinem Amt wieder bestätigt werden.
(europ.) : – einen sehen: bedeutet langes Leben und die Schlichtung eines Streites;
auch: man wird sich seiner Verantwortung nicht länger entziehen können;
– auf der Kanzel stehen sehen: verheißt Krankheit und Ku mmer;
– mehrere sehen: alles wird an den Tag kommen;
– eines Klosters sehen: Rechtschaffenheit bestimmt das Leben;
– bei einem beichten: man wird Erniedrigung und Sorgen erleben;
– Träumt eine Frau, sie sei in einen Priester verliebt, wird sie vor den Betrügereien ihres Geliebten gewarnt.
Schläft der Priester mit ihr, dann wird sie wegen ihrer Neigung zu Fröhlichkeit und Streichen heftige Vorwürfe
zu hören bekommen.
(Siehe auch „Archetypen“, „Geistlicher“, „Menschen“, „Mönch“)

1097
Primel
Volkstümlich:
(arab. ) : – pflücken: Glück im Spiel haben.
(europ.) : – bevorstehende frohe Familienfeste, Einladungen etc.
– das Gras zu Füßen schmücken: Omen für Vergnügen voll Wohlergehen und Frieden.
(ind. ) : – sehen: du kommst zu einem Fest.
(Siehe auch „Blumen“)
Prince of Wales
Volkstümlich:
(europ.) : – treffen und mit ihm sprechen: beinhaltet Reichtümer und Ehren die auf einem zukommen;
– nur sehen: man erhält ein Geschenk.
Prinz
Assoziation: – edler Aspekt des Selbst; kultivierte Männlichkeit.
Fragestellung: – Was bewundere ich an oder suche ich in Männer oder mir selbst?
Allgemein:
Prinz verkörpert Verstand, Vernunft und Männlichkeit; er gilt als allgemeines Glückssymbol und verheißt die Erfüllung von Wünschen.
Psychologisch:
Wenn es sich nicht um einen leibhaftigen Prinz handelt, ist er in Frauenträumen meist der Märchenprinz, der sich oft als der eigene Partner
im wahrsten Sinne entpuppt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Anerkennung finden.
(europ.) : – einen sehen: verheißt Glück;
– mit einem sprechen: ein Wunsch wird in Erfüllung gehen.
(ind. ) : – sehen: im Geschäft wirst du Unannehmlichkeiten haben.
(Siehe auch „Archetypen“, „Menschen“)
Prinzessin
Assoziation: – edler Aspekt des Selbst; kultivierte Weiblichkeit.
Fragestellung: – Was bewundere ich an oder suche ich in Frauen oder mir selbst?
Allgemein:
Prinzessin steht für Weiblichkeit, Sanftmut, Mitgefühl und Harmonie. Oft versteht man sie als Symbol für Liebesglück; Männer kann sie
auffordern, die weiblichen Seiten ihrer Persönlichkeit nicht zu unterdrücken, sondern sie zu akzeptieren.
Psychologisch:
Deutet das unter „Prinz“ Ausgeführte in Männerträumen sinngemäß um.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Angenehmes erfahren.
(europ.) : – sehen oder sprechen: verspricht die Gunst einer Frau.
(Siehe auch „Archetypen“, „Menschen“)
Prior
(Klostervorsteher; Stellvertreter eines Abtes)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder mit ihm verkehren: kündet ein Leid an.
Pritsche
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: in den Liebesangelegenheiten werden vorübergehend Schwierigkeiten auftreten;
– Einer jungen Frau beschert dies eine eifersüchtige Rivalin.
Privatsphäre
Volkstümlich:
(europ.) : – unter Eindringlingen leidend: anmaßende Menschen werden einem Sorgen bereiten;
– Eine Frau sollte genauer auf ihre Privatangelegenheiten achten. Stört sie die Privatsphäre ihres Liebsten,
so wird sie auf ihre Wortwahl achten müssen, um nicht das Vertrauen eines Menschen zu verlieren.
Probe
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einer zu einem Bühnenstück sich befinden: Schwierigkeiten in der Gegenwart, aber Ehren in der Zukunft sind angezeigt.
Probieren
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet praktische Veranlagung.
Probiermamsell
(Angestellte in Speisewirtschaften, Vorkoster)
Volkstümlich:
(ind. ) : – man beurteilt dich falsch.

1098
Professor
Psychologisch:
Ein Symbol für Aufstieg durch geistige Leistung. Oder in einem negativ empfundenen Traum. Jemand führt ein zu „kopflastig“
ausgerichtetes, einseitig intellektuelles Leben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: du wirst dich durch deine Zerstreutheit lächerlich machen;
– selbst sein: du hast mehr Glück als Verstand.
(europ.) : – bringt Unannehmlichkeiten, indem der Träumende die Stellung oder die Position sowie den Eigendünkel anderer nicht beachtet
und übergeht.
Profit
Volkstümlich:
(europ.) : – oder profitieren: du wirst bald einen guten Freund wiedersehen oder von ihm hören.
Profiboxer
Volkstümlich:
(europ.) : – Sieht eine junge Frau einen Profiboxer, wird sie Gefallen an schnellebiger Gesellschaft haben.
Ihre Freunde werden sich um ihren Ruf sorgen.
Profiboxkampf
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird Schwierigkeiten haben, die Kontrolle über seine Angelegenheiten zu behalten.
Programm
Allgemein:
Programm warnt nach alten Traumbüchern vor Neugierde, weil man andere damit vor den Kopf stößt.
Volkstümlich:
(ind. ) : – lesen: du wirst durch deine Neugierde nur zu schaden kommen.
Projekt
Assoziation: – Ziel; Zweck.
Fragestellung: – Was bin ich zu vollbringen bereit?
Volkstümlich:
(arab. ) : – erfahren oder ausarbeiten: du wirst neue Pläne verwirklichen.
Promenade
Assoziation: – zentrale Ressourcen; Gemeinschaft; Konsum.
Fragestellung: – Welche Bedürfnisse oder Wünsche habe ich mit anderen gemein?
Volkstümlich:
(arab. ) : – dauerndes Wohlergehen.
(europ.) : – eine vor sich sehen: verheißt schöne Mußestunden;
– auf einer spazierengehen: kündet das Wiedersehen mit einem Freund oder einer Freundin an;
man wird energisch und erfolgreich die Ziele verfolgen; man geht erfreulichen und angenehmen Zeiten entgegen;
– einem Bekannten auf ihr begegnen: eine Verabredung wird von der Gegenseite nicht eingehalten werden;
– andere auf der Promenade sehen: zeigt Rivalin bei den Zielen an.
Prometheus
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt göttliche Hilfe und Beistand in großen Dingen.
Propeller
Allgemein:
Ein Propeller zeigt die Motivation oder die Absicht, die hinter der Entwicklung des Träumenden steht. Er erkennt seine Bedürfnisse, muß
aber wissen, wie er vorwärtskommt. Die Bewegungen eines Propellers dient dazu, ihm „Antrieb“ zu geben. Dies ist ein Hinweis darauf, daß
der Träumende fähig ist, seinen Verstand zu benutzen.
Psychologisch:
Ein Propeller als Traumbild drückt den Wunsch des Träumenden aus, eine Entdeckungsreise in das Land der Bewußtheit zu unternehmen.
Der Träumende hat eine große Kraft zur Verfügung, die ihn auf seinem Weg vorantreibt. Vor allem seine Gefühle, die er gut „im Griff hat“,
unterstützen ihn dabei.
Spirituell:
Auf dieser Ebene zeigt der Propeller im Traum, daß hinter dem Tun des Träumenden ein gewisses Maß an spirituellem Drang steckt.
Prophet
Allgemein:
Prophet (Prophezeiung) kann manchmal zusammen mit einer Vorahnung auftauchen, die tatsächlich in Erfüllung geht. Oft deutet er aber
auch an, daß man sich und unverstanden fühlt, oder bringt Ängste und Minderwertigkeitsgefühle zum Vorschein.
Psychologisch:
Man erträumt Antwort und Erleuchtung.
Spirituell:
Organ, Sprachrohr und Interpret göttlicher Offenbarung.

1099
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß man zu Taten angeregt werden wird, die Freude machen und erfolgreich sind;
– sein: man wird verkannt werden;
– einen sehen: kündet die Enthüllung eines Geheimnisses an, oder man wird erfahren, was man gerne wissen möchte;
die Verkündung des Propheten ist genau zu beachten, weil das Ergebnis meist in dieser Richtung liegt!
(ind. ) : – Propheten, Apostel, Lehrer oder Blutzeugen bedeuten dasselbe wie die Engel, nur ist der Traumausgang weniger gewichtig,
weil ein sündiger oder böser Mensch nicht leicht ein Gesicht von Engeln erlangt, jeder aber schon Propheten, Apostel oder
Lehrer geschaut hat.
– Wenn jemand im Traum unsern Herrn und Gott Jesus Christus schaut und erkennt, daß es wirklich Christus ist,
wird er das Heil seiner Seele, irdischen Reichtum und einen gewaltigen Sieg erringen.
– Spricht er auch mit dem Herrn, bewahre er alle Worte, die er von ihm vernommen, ohne jeden Zweifel in seinem Herzen.
Auch ist selig, wer solch ein Gesicht schaut!
– Erblickt einer Christus in einem unbekannten Haus und geht er selbst dort hinein, ohne es wieder zu verlassen, so wisse er,
daß er bald sterben, aber gerettet werden wird; auch werden seine Erben Würden und Ämter und Reichtum in Fülle erlangen.
– Schaut jemand einen Apostel oder Patriarchen und meint er, er sehe Christus, wird sich der Traum für ihn in derselben Weise
erfüllen, nur in weit bescheidenerem Maße.
– Träumt einer, er sei durch Wahl auf den Stuhl des Patriarchen berufen, wird er geistliches Oberhaupt seines Volkes werden.
Sieht er sich zum Presbyter gewählt, wird er hoch steigen, großes Ansehen genießen und Vollmacht über des Kaisers
Untertanen erhalten; auch wird er Gerechtigkeit üben; ist einer Diakon geworden, wird er zu geringeren Ehren kommen
entsprechend der Rangordnung von Diakon und Presbyter.
– Eine Frau wird sich nach diesem Traum mit Schimpf und Schande von ihrem Mann trennen.
– Liest jemand aus einem Buch der Apostel, Lehrer oder Propheten dem Volk vor, wird er Diener mächtiger Herren werden
und die Liebe aller gewinnen, oder er wird als kaiserlicher Sendbote reisen, Recht und Gerechtigkeit üben und Anerkennung
finden.
– Hat der Kaiser diesen Traum, wird er von seinem Volk geliebt werden und ihm ein gerechter Richter sein.
– Ist das Buch, aus dem einer vorliest, das Evangelium, wird er ein hohes Amt und Vollmacht erlangen, weil er im Traum ein
Vorrecht ausübte, das Laien nicht zusteht.
(Siehe auch „Apostel“, „Christus“, „Lehrer“)
Prophezeiung
Allgemein:
Träume die die Zukunft vorhersagen, gehören zu den beunruhigendsten, aber auch den interessantesten. Für viele solcher Träume gibt es eine
Erklärung, doch einzelne stellen sich als zutreffende Vorhersage heraus. Die Überlieferung von Hellsehern, die Träume für Prophezeiungen
benutzten, reicht zumindest bis zu den Babyloniern (1700 v. Chr.) zurück. Prophetische Träume deuteten sie so: Wenn ein Priester von
einem Tempeleinsturz träumte und danach ein verhängnisvoller Krieg ausbrach, dachte man das nächste Mal, wenn ein Priester vom Einsturz
eines Tempels träumte, daß sein Traum einen Krieg vorhersage. Das war zwar keine sehr wissenschaftliche Methode, doch sie wurde
Jahrhunderte lang beigehalten. Auch das Christentum sah in den Träumen ein Hilfsmittel, das Gott benutzte, um seinem auserwählten Volk
die Zukunft zu zeigen (die Bibel berichtet von prophetischen Träumen). Der hl. Augustinus behauptete, daß seine Mutter in einem Traum
seine Bekehrung „gesehen“ habe, und zwar neun Jahre bevor sie stattfand. Bis ins 16. Jahrhundert führten Bischöfe sorgfältige
Aufzeichnungen über ihre Träume, und auf ähnliche Weise sagten Propheten vielerlei Ereignisse voraus – von der Wiederankunft Christi bis
zum Weltuntergang. Obwohl es in jüngster Zeit Beweise dafür gibt, daß manche Träume kommen, um künftige Handlungen oder Ereignisse
zu enthüllen, gibt es für die meisten davon eine vernünftige Erklärung. Im Traum wie im Wachleben versuchen wir uns im voraus
vorzustellen, was in der Folge bestimmter Handlungen oder Umstände passieren wird. Wenn Sie z.B. träumen, daß eine bestimmte Person an
einer verkehrsreichen Kreuzung einen Unfall hat, haben Sie vermutlich (bewußt oder unbewußt) gespürt, daß diese Person Gefahr läuft, an
genau dieser Stelle zu verunglücken. Das beste Beispiel für dieses Phänomen ist, daß aus aller Herren Länder berichtet wird, Träume hätten
die Ermordung Kennedys vorhergesagt. In manchen Fällen hatten die Träumer damals sogar diese Träume aufgeschrieben, so daß kein
Zweifel an ihrer Echtheit besteht. Dennoch muß daran erinnert werden, daß Kennedy zu den weltweit bekanntesten Männern zählte, und daß
Präsidenten kaum vor Mordanschlägen geschützt werden können. Allein in den USA träumen über 255 Millionen Menschen pro Nacht bis
zu zehnmal, was allein dort pro Nacht über zweieinhalb Milliarden Träume ergibt. Angesichts dieser Statistik, weltweit hochgerechnet, wäre
es seltsam, wenn nicht ein paar Menschen von der Ermordung Kennedys geträumt hätten. Außerdem gibt es keinen zuverlässigen
Traumbericht, der Todesart, Tatort, Mordzeit oder den Namen des Mörders präzisiert hätte. Es scheint, daß Jungs Ansicht zutrifft, wonach
Träume „ebensowenig prophetisch sind wie eine Krankheits- oder Wetterprognose. Es handelt sich bloß um eine Vorauskombinierung der
Wahrscheinlichkeiten, die gegebenenfalls allerdings mit dem wirklichen Verhalten der Dinge auch zusammentreffen kann, aber nicht
notwendigerweise zusammentreffen und in allen Einzelheiten übereinstimmen muß“. Nichtsdestoweniger sind manche Träume als echt
präkognitive Phänomene anzusehen, und fast jedem Traumforscher sind solche untergekommen. Wenn Sie dieser Aspekt interessiert, Sie
selbst präkognitive Träume haben oder sich mit diesem Thema ernsthaft befassen möchten, ist es wichtig, ein detailliertes Traumtagebuch zu
führen. Falls Sie einen Traum haben, der ein Ereignis von großer Bedeutung (beispielsweise ein Erdbeben) anzukündigen scheint, sollten Sie
einen schriftlichen Traumbericht mit allen Details abfassen, diesen von Zeugen unterschreiben lassen und ihn dann in einem versiegelten
Umschlag an eine angesehene Institution schicken, z.B. an Ihre Bank, mit der Anweisung, den Umschlag bei Eintreffen mit einem
Posteingangsstempel zu versehen. Häufig sind im Traum erlebte Katastrophen Anlaß zu Beunruhigung. Wenn jemand z.B. von einem
Flugzeugunglück träumt oder im Traum von einem Astrologen, Handleser oder Kartenleger ein solches angekündigt bekommt, macht er sich
vielleicht Sorgen, wenn er am Tag darauf fliegen muß. Die meisten Menschen fliegen nur selten, daher sind sie vorher manchmal nervös und
bekommen leicht solche Alpträume. In Aberfan, einem Dorf mit Kohlenbergbau in Wales, kam es zu einem Bergrutsch, bei dem eine
Schlackenhalde das Schulhaus unter sich begrub; 128 Kinder und 38 Erwachsene kamen dabei ums Leben. Es gab eine Reihe von Berichten,
daß Träume dieses Unglück vorhergesagt hätten, und ein Dr. J. C. Baker untersuchte einige davon. Ein Traum, über den schon vor dem
Unglück berichtet wurde, schilderte Kinder, die versuchten, aus einem Raum herauszukommen, und „Hunderte von Menschen, die
zusammenliefen. Ihre Minen waren schreckverzerrt. Manche weinten, andere hielten sich Taschentücher vors Gesicht“. Andere Träumer
beschrieben „schreiende Kinder, die unter einer Kohlenlawine begraben waren“, sowie „eine Schule, schreiende Kinder und eine schwarze,
klebrige Masse, die über sie hinwegkroch“. Diese Traumberichte enthielten zwei namentliche Hinweise auf Aberfan.
Psychologisch:
Die Verkündigung des Propheten, die Prophezeiung, ist sehr wichtig, denn sie vermittelt einem meist wertvolle Einsichten in die zukünftige
Lebensbewältigung. Negative Enthüllungen eines Propheten könnten Ängste und Minderwertigkeitsgefühle anzeigen. Tritt ein solcher
Traum wiederholt auf, sollte man psychotherapeutischen Rat einholen. Positive Prophezeiungen können tatsächlich in Erfüllung gehen.
Unklar bleibt hier immer, ob es sich um hellseherische Qualitäten handelt oder ob verborgenen Erwartungen das Traumverhalten
dahingehend programmieren. Wie auch dem sei, die positive Prophezeiung sollte man auch im Wachzustand durch „positives Denken“
weiter trainieren, damit die Erfüllung bald kommt!

1100
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: du wirst wunderliche Dinge erfahren.
(europ.) : – du wirst etwas zu hören bekommen, das dir keine große Freude bereiten dürfte;
man erhält einen wichtigen Hinweis für die kommende Zeit.
(ind. ) : – hören: ein Wunsch wird dir erfüllt werden;
– machen: hüte dich, zuviel zu versprechen.
Propst
(Leiter der äußeren Angelegenheiten eines Kapitels oder Stifts der Kirche)
Volkstümlich:
(europ.) : – Untaten werden einem vergeben.
Prospekt
Psychologisch:
Es ist die Aufforderung der Seele für neue Eindrücke (Reiseprospekt) oder neue Wege.
(Siehe auch „Zeitung“)
Prostitution / Prostituierte
Assoziation: – im negativen Sinne: Mißbrauch der Sexualität; im positiven Sinne: sexuelle Heilung.
Fragestellung: – Was brauche ich, um eine gesunde Sexualität leben zu können?
Allgemein:
Der Traum von Prostitution weist gewöhnlich auf sexuelle Bedürfnisse hin. Im Traum eines Mannes kann er sein Bedürfnis nach einer
Partnerschaft um jeden Preis zeigen, im Traum einer Frau kann er ein Hinweis auf ihr Bedürfnis nach sexueller Freiheit sein. Oft wird der
Träumende durch einen Traum von einer Prostitution gezwungen, sich mit seinen Schuldgefühlen oder Unsicherheiten auseinanderzusetzen.
Das Bezahlen für einen Liebesdienst kann heißen, daß er kein Vertrauen in seine sexuelle Leistungsfähigkeit hat. Ist es der Träumende, der
für den Liebesakt Geld erhält, dann kann dies ein Hinweis darauf sein, daß er glaubt, in Beziehungen draufzuzahlen. In beiden Fällen besteht
vermutlich eine Flucht vor liebevollen Beziehungen.
Psychologisch:
Wenn ein Traum von Prostitution handelt, spiegelt dies möglicherweise lediglich ein schlechtes Selbstbild. Der Träumende schmälert seine
Begabung und Talente – dies kann beruflich, privat oder in beiden Bereichen sein. Er meint, seine Leistung allein würde nicht ausreichen, um
vor den Augen anderer Menschen zu bestehen, daher „prostituiert“ er sich. Prostituierte oder Bordelle und ähnliches deuten im Traum auf
unbefriedigte sexuelle Bedürfnisse oder sexuelle Spannungen des Träumenden hin. Die genaue Bedeutung kann nur aus der Traumhandlung
erkannt werden. Es kann aber sein, daß sexuelle Hemmungen, moralische Bedenken, Partnerschaftsprobleme oder der Mangel an
Gelegenheit die Ursachen sind. Prostituierte (Hure) kann auch sexuelle Hörigkeit oder schwere sexuelle Minderwertigkeitsgefühle
symbolisieren; daraus kann man sich oft durch Psychotherapie befreien. Allgemeiner deutet sie an, daß man in materiellen Werten einen
Liebesersatz sucht, dadurch aber immer wieder enttäuscht wird. Im Einzelfall steht sie für Schuldgefühle, weil man die Liebe eines anderen
zu egoistischen Zwecken ausnützt und mißbraucht. Schließlich kann sie auch noch bei zynischen, verbitterten Menschen auftauchen, die den
einzigen Sinn ihres Lebens in Besitz und hemmungslosen Genuß sehen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist Prostitution im Traum eine Aufforderung an den Träumenden, sich mit den eigenen Vorurteilen gegenüber
anderen Menschen und sich selbst auseinanderzusetzen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in der Gesellschaft von einer befinden: man zieht sich zurecht wegen des rüpelhaften Betragens
die Verachtung von Freunden zu.
– Träumt eine junge Frau von einer Prostituierten, wird sie ihren Geliebten bezüglich ihrer Unschuld
und Redlichkeit hinters Licht führen.
– Hat eine verheiratete Frau diesen Traum, ist sie Verdächtigungen ausgesetzt und hat andauernd Streit.
(Siehe auch „Dirne“)
Protektion
Volkstümlich:
(europ.) : – suchen: Betrug;
– (fördern) jemanden: deine Absichten finden nicht den gewünschten Beifall.
– genießen: man will dich für etwas gewinnen;
– finden: Not.
Protokoll
Volkstümlich:
(europ.) : – erhalten: es drohen Unannehmlichkeiten, die man sich selbst zuzuschreiben hat.
Protzen
Volkstümlich:
(europ.) : – je größer die Zurschaustellung von Reichtum in einem Traum ist, desto schwerer wird Ihr geschäftlicher
Verlust sein, denn dies ist ein Omen des Gegenteils.
Proviant
(Lebensmittel)
Volkstümlich:
(europ.) : – anderen zu Proviant verhelfen: gesellschaftliche Vergnügen;
– ihn verzehren: bedeutet geschäftliche Verluste.
Prozente
Volkstümlich:
(ind. ) : – berechnen: geschäftlicher Ärger.

1101
Prozeß
Assoziation: – Prüfung; Auflösung eines Konflikts.
Fragestellung: – Worum geht es?
Allgemein:
Prozeß kann ankündigen, daß man Probleme erst nach langen Anstrengungen beseitigen wird. In diesem Bild kann sich eine
Auseinandersetzung mit Freunden widerspiegeln, die Sie bis in Ihre Träume verfolgt. Es kann sich aber auch um ein Problem mit Ihrem
Über-Ich handeln. Sie befinden sich in einem inneren Streit um die Anforderungen, die die Gesellschaft an Sie stellt. Ein Teil von Ihnen
glaubt, Sie sollten den allgemeinen Regeln gehorchen, ein anderer Teil versucht, dagegen aufzubegehren. Sie sollten prüfen, ob Sie sich zu
Recht auflehnen oder ob es nur kindlicher Trotz gegen die Notwendigkeiten des Zusammenlebens ist. Gewinnt man ihn, deutet das an, daß
eine Angelegenheit einen unerwarteten Ausgang nehmen wird. Der verlorene Prozeß fordert zur Versöhnung in einem Streit auf.
Psychologisch:
Mit dem Prozeß macht das Unbewußte zumeist auf etwas aufmerksam, das nur mit kämpferischen Mut zu klären ist. Verliert man zum
Beispiel den Traumprozeß, ist es an der Zeit, sich mit einem Gegner im Wachleben einmal auszusprechen und zu einigen. Gewinnt man ihn,
handelt es sich um das Gewinnen neuer Einsichten, die uns im Leben nützen können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: deutet auf Verluste;
– selbst im Mittelpunkt einer stehen: man wird im Leben mit Schwierigkeiten zu rechnen haben,
diese jedoch erfolgreich beseitigen und sein Glück erzwingen können;
– selbst führen: seine Geschäfte ohne Erfolg ordnen; auch: man wird einem langjährigen Feind die Hand zur Versöhnung reichen;
– verlieren: man wird dich betrügen; man darf einer unwichtigen Angelegenheit nicht zu viel Bedeutung beimessen.
(europ.) : – es ist einem Unangenehmes geschehen, und man ist in Sorge, weitere Feinde zu bekommen;
bedeutet, daß der Träumende für sein Recht kämpfen muß;
– einen gegen jemanden anstrengen und führen: du wirst ungeahnte Schwierigkeiten finden;
ein Wunsch wird nach hartem Kampf und vielerlei Schwierigkeiten in Erfüllung gehen;
– einen führen: warnt vor Feinden, die die öffentliche Meinung gegen einem aufhetzen wollen;
– einen unehrlichen führen: man will rechtmäßige Eigentümer ihres Besitzes berauben um selber voranzukommen;
– von jemandem gemacht bekommen oder verklagt werden: durch egoistisches Verhalten wird man Schaden und Nachteile haben;
– gewinnen: Erfolge und Freude nach schwierigen Kämpfen; es kommt in einer Sache anders, als man denkt;
– verlieren: manches in deinem Leben wird nicht nach Wunsch verlaufen; Unannehmlichkeiten;
Mahnung, sich mit einem Gegner oder Widersacher auszusöhnen;
– Studiert ein junger Mann Recht, wird er in jedem Beruf sehr rasch aufsteigen.
– Führt eine Frau einen Prozeß, wird sie verschmäht und hat unter ihren Freunden Feinde.
(ind. ) : – führen: du kannst dich auf deinen Gatten verlassen.
(Siehe auch „Gericht“)
Prozession
Assoziation: – zeremonieller Marsch; Pomp.
Fragestellung: – Welche Glaubensgrundsätze bin ich bereit zu formalisieren oder einzuhalten?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum eine Prozession sieht, bei der alle beteiligten Menschen das gleiche Ziel oder die gleiche
Überzeugung zu haben scheinen, ist dies ein Hinweis, daß es um die Absichten der Gruppe geht. Häufig gibt es in einer Prozession eine
Rangfolge, wobei sich die wichtigsten Person ganz vorne befinden. Dies könnte in einem Traum wichtig sein, da es dem Träumenden
ermöglicht, sich selbst Prioritäten zu setzen. Prozession deuten alte Traumbücher als häusliche Harmonie. Manchmal warnt sie auch davor,
zu kritiklos mit der Menge zu schwimmen, oder zeigt an, daß man sich in einer Angelegenheit rechtfertigen sollte, um Schuldgefühle
loszuwerden.
Psychologisch:
Eine Prozession dient dazu, ein besonderes Ereignis mit Prunk und Würde zu begehen. Im Traum kann sie das Bedürfnis des Träumenden
nach Anerkennung seiner Erfolge und Fähigkeiten symbolisieren. Die Teilnahme an einer Prozession zeigt sein Bedürfnis, zu einer Gruppe
Gleichgesinnter zu gehören. Sieht er einer Prozession zu, würdigt er die Zielstrebigkeit anderer Menschen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene macht eine Prozession im Traum den Träumenden auf Gleichgesinnte, aber auch auf Menschen mit großem
Wissen aufmerksam. Im Traum würdigt er die Bedeutung des Glaubenssystems oder der Religion, der er angehört. Er erkennt an, daß ihr
Respekt gezollt werden muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: glückliche Schicksalswendung;
– daran teilnehmen: Glück und Freude.
(europ.) : – Zeichen innerer Rechtfertigung; Hoffnung, daß andere genauso handeln wie man selbst; Freude, Glück und Zerstreuung;
– eine sehen: verheißt Erlösung von einem quälenden Gedanken; gutes Zeichen für Liebende oder Verheiratete; je länger
der Zug desto besser, da in diesem Fall viele Jahre des Glücks vorhergesagt werden;
– an einer teilnehmen: man wird an eine vergessene Pflicht erinnert.
(ind. ) : – sehen: Friede und Freude im Heim.
Provisor
(Verwalter einer Apotheke)
Volkstümlich:
(arab. ) : – man will dir wohl.
Prüfung
Allgemein:
Bei Adler und Freud „die unauslöschlichen Erinnerungen an die Strafen für Kinderstreiche“. Nach Ansicht der modernen Psychologie
beziehen sich Prüfungsträume auf die Gegenwart, auf das Bestehen im Lebenskampf oder – in Alpträumen – auf die Angst vor der Zukunft.
Übrigens hat man die Prüfungen, an die der Traum erinnert, meist längst bestanden. Wenn ein Traum von Prüfungen handelt (besonders
wenn es sich um Examina in Ausbildungen und Schulen handelt), steht dies in der Regel in Verbindung mit Selbstkritik und dem Wunsch
nach guten Leistungen. Möglicherweise gestattet der Träumende anderen Menschen, für ihn moralische Normen und die Höhe der
Anforderungen festzusetzen.

1102
Psychologisch:
Es kann sein, daß der Träumende es sich zur Gewohnheit gemacht hat, seinen Wert immer wieder zu überprüfen; er selbst zweifelt an seiner
Leistungsfähigkeit. Es wurden Träume gesammelt und Aufgezeichnet, in denen Menschen von „Außerirdischen“ entführt, einer Prüfung
unterzogen und dann wieder zur Erde zurückgebracht wurden. Die Meinung darüber, ob es sich dabei um Träume oder um tatsächliche
Erlebnisse handelt, weichen stark voneinander ab. Es gibt kaum einen Mann, der nicht hin und wieder einen Prüfungstraum hat. Meist ist die
Ursache ein Berufsproblem, das in unserer Leistungsgesellschaft immer akuter wird und immer schwieriger zu bewältigen ist, deshalb auch
die Verarbeitung im Traum. Je größer die Schwierigkeiten sind, desto größer wird im Traum auch die Angst vor der Prüfung. Besteht der
Träumende die Prüfung im Traum, so ist dies ein Bild für die Gewissenhaftigkeit, den Ehrgeiz und Strebsamkeit des Träumenden. Fällt er
jedoch durch die Prüfung symbolisiert dies die Lebensangst, den Mangel an Selbstbewußtsein und die Hemmungen des Träumenden.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht das Traumsymbol für das Erkennen des Träumenden, daß er sich einer spirituellen Prüfung unterziehen muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine wichtige bestehen: man wird für seinen Ehrgeiz, seine Strebsamkeit und Gewissenhaftigkeit vom Schicksal noch
reich belohnt werden;
– durchfallen: man darf sein Kopf nicht hängen lassen.
(europ.) : – ein Hindernistraum;
– eine ablegen müssen: man wird eine fällige Entscheidung treffen müssen; auch: berufliche Aufregung und Engpässe;
– findet man das Examen zu schwierig: es stehen geschäftliche Sorgen ins Haus;
– die meisten Fragen beantworten können: bedeutet unerwartetes Glück.
(Siehe auch „Lehrer“, „Reifeprüfung“, „Test“)
Prüfungskommission
Allgemein:
Wenn eine Prüfungskommission im Traum erscheint, ringt der Träumende in der Regel mit einer Angelegenheit, in der er sich dem Druck
seines Freundeskreises ausgesetzt fühlt. Er fürchtet vielleicht, andere Menschen könnten sein Verhalten nicht verstehen, sie könnten ihn
verurteilen und für unzulänglich halten.
Psychologisch:
Befindet sich der Träumende selbst im Prüfungsausschuß, dann hängt es von den übrigen Traumbedingungen ab, ob er mit der Gruppe einer
Meinung ist oder nicht. Vielleicht entspricht die Entscheidung der Gruppe nicht seinen Vorstellungen, und er muß sich deshalb entschließen,
einen „Alleingang“ zu wagen. Ein solcher Traum könnte eine Situation aus seinem Alltagsleben darstellen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene erinnert das Traumsymbol den Träumenden daran, daß er im Prozeß seiner Persönlichkeitsentwicklung Urteile
fällen muß, mit denen er sich unbeliebt macht. Bleibt er jedoch seiner inneren Wahrheit treu, ist er dennoch auf dem richtigen Weg.
Prügel
Artemidoros:
Prügeln sollte man nur diejenigen, deren Gebieter man ist, ausgenommen die Frau; denn diese treibt Ehebruch, wenn sie geprügelt wird,
während die übrigen zum Nutzen desjenigen Schläge beziehen, der sie verabfolgt. Übel ist es, Leute zu prügeln, die nicht unsere
Untergebenen sind: es prophezeit, weil es gesetzwidrig ist, Strafe. Keinen Segen bringt es, von Göttern, von Toten oder von Untergebenen
geschlagen zu werden, wohl aber von allen anderen. Immer ist es gut, mit Stöcken oder mit Händen Schläge zu bekommen, übel dagegen,
wegen der Striemen, mit einem Riemen oder, wegen des Geräusches, mit einem Rohr. Von wem die Geprügelten die Schläge beziehen, von
dem erwächst ihnen gewöhnlich ein Nutzen.
Allgemein:
Jede Art von Gewalt gegen einen Menschen verweist auf eine Form von Strafe. Wenn der Träumende in seinem Traum verprügelt wird,
verweist dies darauf, daß eine andere Person ihn bis zum äußersten reizt. Schlägt sich der Träumende in seinem Traum selbst, dann wird
damit eine Form von Masochismus in seiner Persönlichkeit hervorgehoben. Prügel, die man selbst bekommt, oder der Prügel fordern auf,
sich meh r für Erfolge anzustrengen; prügelt man einen anderen, wird man Schaden in einer Angelegenheit nehmen.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in seinem Traum einen anderen Menschen verprügelt, dann muß er in Zukunft besser darauf achten, dieser Person
seinen Willen nicht aufzuzwingen. Prügel, die uns im Traum verabreicht werden, sind im Wachleben der schlagende Beweis für Erfolge, die
wir mit Hilfe von Selbstdisziplin und auch ein wenig Rücksichtslosigkeit erzielen. Teilen wir selbst Prügel aus, ist das ebenfalls nicht negativ
zu werten, sondern damit wird unsere Durchsetzungskraft im Leben umschrieben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene sind Prügel im Traum die Buße für begangene Sünden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – liegen sehen: Hindernisse, die sich beseitigen lassen;
– austeilen: du wirst durch Schaden klug, der aus unüberlegter Handlungsweise resultiert;
– erhalten: schwere Nachteile im Geschäft;
man trägt sich mit einem Vorhaben, daß andere Menschen zu durchkreuzen versuchen,
aber letztendlich verwirklichen wird.
(europ.) : – gelten als Warnung zur Vorsicht gegenüber Bekannten;
– bekommen: du kannst dich freuen, alle deine Arbeiten werden gut ausgehen;
verspricht eine angenehme Überraschung;
– sich beziehen sehen: jemand stellt sich den Zielen und Absichten in den Weg,
oder man erhält eine „Strafe“ für unrechtes Vorgehen;
– austeilen: verheißt Erfolg auf Gru nd eigener Tatkraft;
– wenn ein Mann eine Frau, die nicht seine Ehefrau ist, schlägt: glückhaftes Zeichen;
– wenn ein Vater oder eine Mutter davon träumt, die eigenen Kinder zu bestrafen: glückhaftes Zeichen;
fremde Kinder bestrafen: kein glückhaftes Zeichen;
– Wenn ein verheirateter Mann im Traum seine Frau verprügelt, dann ist das ein sehr glückhaftes Zeichen und
beinhaltet eheliches Glück und ein behagliches Heim. Für Verliebte wird es jedoch als schlechter Traum angesehen.
(ind. ) : – austeilen: du wirst Schaden erleiden.
(Siehe auch „Schläge“)

1103
Prügelei
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit ansehen: Zank und Streit werden dich belästigen.
Prunk
Allgemein:
Genießen junge Frauen alle möglichen Dinge und ufern diese Träume in märchenhafte Visionen von Luxus aus, wird das Erwachen
enttäuschend sein. Denn es handelt sich um Warnungen, da der Sinn für die Realität durch maßlose Phantasie verdrängt wird. Ein solcher
Zustand sollte durch Energie und Realitätsnähe überwunden werden. Keine junge Frau sollte ihren Geist mit müßigen Tagträumen füllen,
sondern mit Energie danach streben, ehrenhaft Ideale und Gedanken vorwärts zu treiben. Nur so wird sie vielversprechende Träume im
Schlaf haben.
Volkstümlich:
(europ.) : – Lebt eine junge Frau in märchenhaftem Prunk, wird sie betrogen und für eine gewisse Zeit in Luxus und
Überfluß leben. Doch wird sie später feststellen, daß ihr in Wahrheit Scham und Armut zuteil wurden.
Psalm
Volkstümlich:
(europ.) : – singen oder lesen: Freude, Beistand; man wird unerwartet Hilfe oder Unterstützung in einer Sache finden,
die einem Sorgen macht;
– singen hören: man will dich übervorteilen.
Psychokinese
Assoziation: – Beherrschung der Materie durch die Macht des Bewußtsein.
Fragestellung: – Auf welche Weise bin ich bereit, Herrschaft über die Welt zu übernehmen?
Psychologe / Psychiater
Allgemein:
Psychologe symbolisiert das Bedürfnis, sich selbst besser zu verstehen oder geistige Führung und Lebenshilfe zu erhalten. Wenn man im
Traum in einer Psychoanalyse sitzt, wird man bald beginnen, äußere Handlungen auf innere Vorgänge zu beziehen. Der Psychologe
verkörpert die eigene Fähigkeit, die inneren Konflikte auch tatsächlich zu verarbeiten.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird dringend notwendige Unterstützung und Rat bekommen;
– ein Patient von ihm sein: unkontrollierbare Emotionen ergreifen Besitz von einem.
(Siehe auch „Analytiker“, „Guru“)
Publikum
Allgemein:
Steht der Träumende in seinem Traum vor einem Publikum, muß er sich vielleicht mit wichtigen Themen in seinem Leben
auseinandersetzen. Sitzt er selbst im Publikum, dann wird er Zeuge eines Gefühls oder eines Veränderungsprozesses bei sich selbst.
Psychologisch:
Der Träumende muß einen Aspekt seines Lebens sorgfältig überdenken, besonders wenn er etwas mit der Öffentlichkeit zu tun hat. Der
Träumende selbst schreibt das Drehbuch seines eigenen Lebens. Das Publikum kann auch die verschiedenen Persönlichkeitsaspekte
darstellen, die der Träumende mit der Zeit entwickelt hat.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann das Publikum im Traum die vielfältigen Teile der Persönlichkeit darstellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor welchem stehen: man wird sich mit wichtigen Entscheidungen auseinanderzusetzen haben;
– selbst dazugehören: man ist sich bewußt, auf dem rechten Weg zu sein.
(europ.) : – gesellschaftliche Vergnügungen von Bedeutung werden auf einem zukommen.
Pudding
Allgemein:
Kein Symbol – meistens ein gieriger Heißhungertraum in den „mageren Zeiten“ einer einseitigen Diät. (Was ebenfalls für Eis, Torten und
andere „ungesunde Genüsse“ aus dem verbotenen Paradies der süßen Dickmacher gilt.)
Psychologisch:
Die etwas wabbelige Masse, die wir im Traum zu uns nehmen, könnte das psychisch Weiche in uns umschreiben, das uns etwas labil
erscheinen läßt.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: eventuelle Investitionen werden nur geringe Erträge abwerfen;
– essen: man muß mit Enttäuschungen rechnen;
– Junge Frauen die Pudding zubereiten, dürfen sich auf einen einfühlsamen Liebhaber freuen.
Heiraten sie ihn jedoch, zeigt er sein wahres Gesicht – das Glück wird schnell verschwinden.
(ind. ) : – sehen: du wirst zum Gegenstand des Klatsches werden, sei daher vorsichtig im Umgang mit deinen Mitmenschen;
– bereiten: du bist bei Kindern beliebt.
Pudel
Allgemein:
Pudel kann eine verläßliche Freundschaft verkörpern.
Psychologisch:
Archetypisches Zeichen, das auf Goethes Faust „Das also war des Pudels Kern“ verweist; übersetzt: Alle Gelehrsamkeit nütze nichts, wenn
man nicht zum Kern der Dinge vordringt, wobei oft der Teufel im Detail steckt.

1104
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: treue und ergebene Freunde werden dir zur Seite stehen.
(europ.) : – einen sehen: man wird mit einem gelehrten Menschen zusammenkommen und interessanten
und vorteilhaften Verkehr mit ihm haben;
– besitzen: man gibt sich mit gelehrten Sachen ab, die nichts einbringen;
– von einem gebissen werden: man ist drauf und dran, sehr unüberlegt oder gar dumm zu handeln.
(ind. ) : – sehen: du kannst dich auf deinen Freund verlassen.
Pudelmütze
Volkstümlich:
(europ.) : – Gesundheit, fröhliche Wanderung.
Puder
Psychologisch:
Pudern wir uns im Traum, wollen wir im Wachleben vielleicht etwas Häßliches oder eine Blöße verdecken oder etwas verschleiern, das uns
selbst nicht gefällt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden sehen: deine Niederlage bleibt nicht verborgen;
– sich selbst: du wirst dich gefallsüchtig zeigen.
(europ.) : – sehen: warnt uns davor, irgendein Unrecht zu vertuschen oder ein Geschehnis zu verdrehen;
– verstreuen: man möchte vergeblich etwas wieder gutmachen;
– bei sich auftragen: man hat kein reines Gewissen;
– Träumt eine Frau davon, ihr Gesicht zu pudern, bedeutet das neue Kleider für einen festlichen Anlaß.
(ind. ) : – sich: du willst ein Vergehen verbergen;
– andere: du stehst jemanden bei einer unrechten Tat bei.
(Siehe auch „Kosmetik“, „Maske“)
Puls / pulsieren
Allgemein:
Der Puls ist der grundlegende Lebensrhythmus. Wenn sich der Träumende im Schlaf seines Pulsschlags bewußt wird, kann dies ein Hinweis
auf irgendwelche Ängste sein. Im Traum kann dies durch einen sich außerhalb des Träumenden befindlichen Rhythmus zum Ausdruck
kommen. Darüber hinaus kann das Traumbild Sorge um die Gesundheit signalisieren. Puls versinnbildlicht die Energie und Tatkraft eines
Menschen, die schwach oder stark „pulsieren“ kann, je nachdem wie man selbst veranlagt ist.
Psychologisch:
Wenn der Träumende im Traum seinen eigenen Puls spürt, heißt dies, daß er versucht, mit den Prozessen des Lebens in Kontakt zu treten.
Spürt er den Pulsschlag eines anderen Menschen, kann dies ein Hinweis sein, daß er sich Sorgen um den Teil seiner Persönlichkeit macht,
den der andere darstellt. Fällt dem Träumenden auf, daß er seinen Pulsschlag nicht spüren kann, dann deutet dies auf den „Tod“ eines Teils
seiner selbst oder seiner Gefühle hin.
Spirituell:
Für den Sensitiven soll in allen Dingen ein Puls spürbar sein. Aus spiritueller Sicht gilt: Je mehr der Mensch in Verbindung mit seinem
inneren Rhythmus steht, desto heiler (oder heiliger) ist er.
Volkstümlich:
(europ.) : – fühlen: deine Ängstlichkeit ist zu groß, aber sie schadet nichts;
– den eigenen erhöht hören: man sollte sich sorgfältiger um die Geschäfte und Gesundheit kümmern,
da diese in einem beklagenswerten Zustand sind;
– einen ruhigen haben: zeigt momentan ein sehr ausgeglichenes Leben an;
– den eines anderen fühlen: man schlägt in seiner Vergnügungssucht über die Stränge.
Pult
Volkstümlich:
(europ.) : – eines sehen: man wird viel Arbeit bekommen;
– an einem arbeiten: verheißt einen kleinen und mühevollen Erfolg.
(Siehe auch „Tisch“)
Pulver
Psychologisch:
Wer im Traum sein Pulver sinnlos verschießt, wird auch im Wachleben seine Energien bald verpulvert haben und dann über allzu schwache
Nerven klagen müssen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – aus der Apotheke: du wirst einen Kurort besuchen;
– Schießpulver: Krieg;
– (Schießpulver) explodieren sehen: stellt ein plötzliches Ereignis oder einen Schreck in Aussicht.
(europ.) : – Schießpulver sehen: rät, in allen Dingen nicht zu weit zu gehen; man sollte jetzige Bestrebungen sofort einstellen;
– mit solchem hantieren: man läßt sich auf ein sehr gewagtes und gefährliches Abenteuer ein;
– aus der Apotheke holen: bedeutet Krankheit, Hilfe und Besserung.
(ind. ) : – zum Schießen: unangenehme Zeiten.
Pulverturm
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Unternehmen ist gewagt.

1105
Puma
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wild; edlen Geistes; nicht zu fassen; schützend; Mond der großen Winde. Beschreibung: Der Puma, im Medizinrad das
Tiertotem der im Mond der großen Winde (19. Februar bis 20. März) Geborenen, ist auch unter dem Namen Berg- oder Silberlöwe geläufig.
Als größte Katzenart Nord – und Mittelamerikas wird er bis zu drei Meter lang und fünfzig Kilo schwer. Früher waren Pumas in den
Vereinigten Staaten weit verbreitet. Von allen Katzen sind sie die besten Kletterer und darüber hinaus auch sehr schnelle Läufer. Ihr
Territorialverhalten ist stark ausgeprägt. Der Puma als nicht leicht zu fassendes Tier löst eine geheimnisvolles Gefühl der Wildheit im
Menschen aus.
Allgemeine Bedeutung: Geheimnis; Wildheit; ein primitiver Teil deines Selbst; ein wilder Aspekt deiner Natur; dein eigener Ter-
ritorialismus; ein Teil von dir, der sich entweder schnell von etwas fort- oder auf etwas zu bewegt.
Assoziation: Name einer Sportartikelfirma.
Transzendente Bedeutung: Wissen um den Jäger in dir; der Traumjäger.
Pumpe
Allgemein:
Pumpe ermahnt, eine Angelegenheit endlich zum Abschluß zu bringen. Manchmal kündigt sie auch angenehme Überraschungen an. Dieses
Traumbild steht für Neuigkeiten und veränderte Ausgangspositionen. Fördert die Pumpe klares Wasser zu Tage, sind die Absichten des
Träumers rechtschaffen und untadelig. Verschmutztes oder lehmiges Wasser deutet auf unsaubere Absichten hin.
Psychologisch:
Das Unbewußte greift hier manchmal das Bild von der Herzpumpe auf, bekrittelt ihren Zustand und sagt uns, wir sollten im Wachleben in
seelischer wie körperlicher Hinsicht einmal etwas mehr für unser Herz tun. Die Wasserpumpe, bei der kein Wasser kommt, umschreibt, daß
man sich in eine schier ausweglose Angelegenheit verstrickt hat, von der man besser die Finger lassen sollte. Fließt viel Wasser beim
Pumpen, können wir im Wachleben leicht über ein Ziel hinausschießen. Nur wenn der Pumpenschwengel in ruhigem, gleichmäßigen Tempo
bewegt wird und das Wasser klar und beständig fließt, dürften wir hoffen, eine schwierige Sache mit Erfolg zu meistern. Pumpen andere, ist
das im Sinne von „Anpumpen“ zu verstehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (an einem Brunnen): deine Bemühungen führen den angenehmsten Erfolg herbei.
(europ.) : – eine sehen: Ansporn zu einer Tat, an die man sich nicht recht heranwagt; Energie und Treue
werden zum Erfolg im Geschäft führen; verheißt gewöhnlich gute Gesundheit;
– mit Erfolg bedienen: man geht in einer Angelegenheit zu weit; das Leben wir mit Vergnügen
und einträglichen Unternehmungen erfüllt;
– eine nicht funktionierende bedienen wollen: alle Liebesmühe wird vergeblich sein;
– eine kaputte: die Kraft die notwendig ist, um voranzukommen, wird durch die Fürsorge um
die Familie aufgezehrt; für Verliebte bedeutet es vergeudete Energie;
– andere eine bedienen sehen: man wird um Hilfe oder Unterstützung gebeten werden;
– klares Wasser pumpen: ist ein gutes Zeichen; das Geschäft wird gedeihen;
– verschmutztes Wasser pumpen: man wird von Sorgen und übler Nachrede belästigt.
(ind. ) : – sehen: angenehme Überraschung.
(Siehe auch „Schacht“, „Wasser“)
Pumpen
(borgen)
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Geld von jemanden borgen): Schulden werden dich drücken.
Pumpernickel
Volkstümlich:
(ind. ) : – zu schwere und reiche Kost wird dich krank machen.
(Siehe auch „Nahrung“)
Punks
Assoziation: – Entfremdung; Protest.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir sehnt sich nach mehr Liebe und Aufmerksamkeit?
Punkt
Allgemein:
Punkt steht für die Energie, die man auf ein bestimmtes Ziel konzentrieren soll. Der Punkt als Satzzeichen bedeutet eine Aussage. Der Punkt
im Kreis ist ein esoterisches Zeichen für das Wesentliche, die Mitte, das Zentrum. Übertragen konzentriert sich im Punkt die Energie, die
man aufwendet, um etwas zu Ende (ans Ziel) zu bringen. Was der Punkt in Ihrem Traum bedeutet, verrät Ihnen der Traumzusammenhang.
Psychologisch:
Der Punkt ist in östlichen Kulturen ein Symbol für die Mitte, das Zentrum das Wesentliche. Man spricht oft davon eine Sache auf den Punkt
bringen zu wollen. Im Traum kann der Punkt in der Mitte eines Kreises vorkommen. Darin verbildlicht sich der Wunsch nach der
Konzentration auf das Wesentliche.
Punsch
Volkstümlich:
(arab. ) : – (oder sonst ein warmes Getränk) genießen: du wirst sehr vergnügt sein.
(europ.) : – trinken: glückliche Stunden, denen bald die Ernüchterung folgt; auch: man zieht selbstsüchtige
Vergnügungen, Ehrenbezeugungen und Moral vor, dadurch wird man Geldverlust erleiden;
– bereiten: deine Güte wird mißbraucht.
(ind. ) : – trinken: deine Güte wird mißbraucht.

1106
Puppen
Assoziation: – Einübung von Beziehungsmustern.
Fragestellung: – In welchem Bereich meines Lebens bin ich bereit, mehr Fürsorglichkeit an den Tag zu legen?
Allgemein:
Eine Puppe kann darstellen, wie sich der Träumende als Kind fühlte; sie kann auch ein Bedürfnis nach Trost symbolisieren. Außerdem kann
sie einen noch nicht entwickelten Teil der Persönlichkeit des Träumenden zum Ausdruck bringen. Puppe symbolisiert Hoffnungen, Wünsche
und Ziele, die man realisieren sollte. Manchmal ermahnt sie auch, nicht mit den Gefühlen anderer zu spielen, sich auf kein erotisches
Abenteuer einzulassen.
Psychologisch:
Spielerisch ist Lernen leichter, und wenn eine Puppe im Traum auftaucht, ist sie ein Hinweis darauf, daß der Träumende einige Lektionen
aus seiner Kindheit wiederholen muß, weil er sie inzwischen vergessen hat oder es zeigt sich der meist unbewußte Wunsch des Träumenden,
kindliche Charakterzüge zu behalten, das Leben als Spiel zu sehen und frei von Verantwortung zu sein. Die Puppe ist auch im Traum das
(leblose) Wesen, mit den man nur spielen, aber nicht zusammenleben kann, weshalb aus dem Puppentraum heute oft auf die Nichterfüllung
erotischer Wünsche geschlossen wird. Trotzdem läßt das Unbewußte für uns manchmal die Puppen tanzen, wobei es davor warnt, daß wir
unsere Mitmenschen als Marionetten sehen, die alles das tun, was wir ihnen vorschreiben. Kommen Puppenträume oder Träume von Spielen
sehr häufig vor, kann dies ein Anzeichen einer Störung in der Persönlichkeitsentwicklung des Träumenden sein.
Spirituell:
Eine Puppe im Traum kann die Seele eines bestimmten Menschen repräsentieren, dem durch sympathetische Magie oder durch Zauberei
geholfen, gleichzeitig aber auch geschadet werden kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder in Händen haben: deine Tändeleien sind verächtlich; du wirst Geld vertrödeln;
– damit spielen: glücklicher Hausstand.
(europ.) : – Lebenswünsche wollen Tatsachen werden, brechen durch;
– eine sehen: bedeutet allgemein, daß man nicht mit den Gefühlen anderer spielen sollte; im Frauentraum: Zuwachs
in der Familie; im Männertraum: Mahnung, von einer unangebrachten Liebhaberei oder Gewohnheit abzulassen;
– bringt Männern Spott, Frauen eine glückliche Häuslichkeit.
(ind. ) : – sehen: du hast einen glücklichen Hausstand.
(Siehe auch „Jugend“, „Kindheit“)
Purpur
Medizinrad:
Schlüsselworte: Zeremonie; Farbenpracht; der Weg des spirituellen Suchenden; die Farbe des Magiers; Mond der Ernte.
Beschreibung: Purpur ist im Medizinrad die Farbe der im Mond der Ernte (23. August bis 22. September) Geborenen; ihre dunklere, mehr
ins blaue gehende Variante Violett wird mit der äußeren Position des südlichen Seelenpfads und dem Wachstum assoziiert und der
verwandte Farbton Lavendel mit der mittleren Position des südlichen Seelenpfads und dem Vertrauen in Verbindung gebracht. Purpur,
Violett und Lavendel zählen zu jenen Farben, die in dieser Kultur die Vorstellung von Farbenpracht wachrufen. In älteren Kulturen waren sie
Farben, die mit ernsthafter Zeremonie und in zeremoniellen Praktiken bewanderten Personen in Zusammenhang standen.
Allgemeine Bedeutung: Verstehen der Wichtigkeit von Zeremonie oder Magie in deinem Leben. Je tiefer die Farbschattierung ist, desto
stärker ist deine momentane Verbindung. Hellere Schattierungen zeigen eine Öffnung hin zur Zeremonie im allgemeinen an.
Assoziation: Die Farbe der Könige.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Magie; Initiation.
Artemidoros:
Jedes Amt, das Träger verpflichtet, Purpur oder Gold anzulegen, bedeutet Kranken den Tod und deckt Verborgenes auf.
Allgemein:
Da die Farbe Purpur früher nur von Königen getragen werden durfte, deutet sie im Traum an, daß der Träumende erhaben und wichtig
erscheinen möchte.
Psychologisch:
Trägt man im Traum Purpur, der ja Königswürde verleiht, sind wir im Wachleben wohl Herr unserer Gefühle. Purpur als Farbe verstärkt die
Bedeutung von Rot.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: du hast hochfliegende Pläne, die sich nicht verwirklichen lassen.
(europ.) : – verheißt eine Verwirklichung der Hoffnungen, wenn auch nicht gleich, so doch später bestimmt.
Geduld führt schneller zum Ziel als Gewalt.
(ind. ) : – tragen: du wirst durch deine eigene Schuld verarmen.
(Siehe auch „Farben“, „Gewand“, „Kleidung“, „Kranz“, „Rot“)
Pusteln
Psychologisch:
Wenn man träumt, von Pusteln oder Bläschen übersäht zu sein (oder einen Ausschlag zu haben), symbolisiert dieser
„Ausscheidungsvorgang“ der Haut einen entsprechenden im psychologischen Bereich: Man will die „glatte Oberfläche“ präsentieren und
nach außen hin „alles in Ordnung“ halten, aber eine innere Belastung, eine seelische „Vergiftung“, läßt sich nicht länger verborgen halten.
Die „bricht durch“, wird sichtbar und verlangt nach einer Beschäftigung mit den Ursachen – nach „Heilung“.
Volkstümlich:
(europ.) : – die eigene Haut voller sehen: man sorgt sich über Banalitäten.
– andere damit sehen: man bekommt Probleme mit Krankheiten und Beschwerden anderer;
– Glaubt eine Frau ihre Schönheit durch Pusteln zerstört, wird ihr Verhalten in Haus und Gesellschaft
von Freunden und Bekannten kritisiert. Kleine Ärgernisse können auf diesen Traum folgen.
Puter
Volkstümlich:
(arab. ) : – lebender: du wirst vom Zorn hingerissen werden;
– gebratener: fröne nicht der Feinschmeckerei.

1107
Putzen
Assoziation: – Wiederherstellung der Ordnung; Läuterung; Erhaltung und Pflege.
Fragestellung: – Worum kümmere ich mich, oder was stelle ich wieder her?
Allgemein:
Das Putzen im Traum will uns auffordern, am eigenen Charakter immer wieder zu putzen und die „Schmutzstellen“ zu reinigen.
Psychologisch:
Man sollte sich von seelischem, geistigem und moralischem Schmutz und Unrat befreien, der die feinen Kanäle zur geistigen Ebene
verstopft. Wichtig ist auch, welche Gegenstände man im Traum hinaus- „fegen“ oder welchen Dreck man wegputzt. Man beachte deshalb die
restlichen Traumsymbole.
Volkstümlich:
(arab. ) : – im Zimmer: Ärger.
(europ.) : – putzen: man sollte zwischenmenschliche Kontakte besser pflegen und Freunden gegenüber hilfreicher sein;
– etwas blank putzen und reinigen: ist ein Zeichen für Fleiß und Ordnung und verspricht Lohn;
man sollte einen reinen Charakter bewahren;
– sich selbst herausputzen: eine Mahnung zu mehr Bescheidenheit und Schlichtheit;
(ind. ) : – machen: du darfst auf günstige Glücksumstände hoffen;
– putzen etwas: sehr geordnete Verhältnisse; guter Haushalt.
(Siehe auch „Fegen“)
Puzzle
Allgemein:
Ein Puzzle besteht aus vielen Einzelteilen, die zusammengefügt werden müssen, um ein vollständiges Bild zu ergeben. Fehlt Ihrem Puzzle
im Traum ein Teil oder ist es vollständig? Sie haben eine Sache erfolgreich abgeschlossen, mit viel Mühe. Wurde die Mühe gebührend
gewürdigt? Vielleicht soll der Puzzeltraum auch davor warnen, zu ungeduldig zu sein.
Psychologisch:
Von einem Puzzle zu träumen, das Nachdenken erfordert, kann bedeuten, daß man die Wachprobleme etwas zu überheblich oder zu
intellektuell angeht und den Emotionen einen größeren Spielraum zubilligen soll. Steht man z.B. in einer schwierigen persönlichen
Beziehung, ist das „Hinsetzen und vernünftig reden“ nur die eine Seite, und die Verdrängung der Leidenschaft, die einem in das Dilemma
brachte, eine ganz andere.
Pyjama
Psychologisch:
Wer im Traum mit einem Schlafanzug oder Nachthemd bekleidet durch das Traumbild läuft, schildert seine Angst, sich im Wachleben
irgend etwas zu vergeben, Blößen zu zeigen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verkündet Intimitäten;
– anziehen oder anhaben: man wird durch neugierige Augen in seinen privatesten Angelegenheiten beobachtet.
(Siehe auch „Kleid“, „Nacktheit“)
Pyramide
Assoziation: – Kommunikation mit dem höheren Bewußtsein; altes Wissen.
Fragestellung: – Welche höheren Bewußtseinsebenen will ich erreichen?
Allgemein:
Pyramide steht für Kreativität, Energie und Streben nach höheren Einsichten, außerdem für Reifung der Persönlichkeit. Die genaue
Bedeutung kann man nur individuell finden. Die Pyramide ist ein äußerst mächtiges Symbol. Auf der physikalischen Ebene ist sie ein
faszinierendes Bauwerk, geistig gesehen ist sie ein Bauwerk der Regeneration, und in spiritueller Hinsicht ist die Pyramide die Hüterin der
Macht. Es hängt von der Bewußtseinsebene des Träumenden ab, welche Deutung für ihn Gültigkeit hat. Die Pyramide ist fließende Energie,
die das materielle Fundament mit den geistigen Regionen durchdringt. Deshalb kann sie Auskunft über die eigene innere geistige Reife
geben. Je kraftvoller sie im Traum erscheint, desto mehr Persönlichkeitsreife hat man bereits erlangt. Befinden sich Teile der Pyramide im
Dunkeln, sollte man alles daran setzen, die noch unbewußten (dunklen) Persönlichkeitsanteile durch Erkenntnisse ins helle Licht des
Bewußtseins zu heben.
Psychologisch:
Die Pyramide symbolisiert stets größeres Bewußtsein von Kraft und Energie. In Ihrem Inneren befindet sich ein Punkt, an dem sich alle
Ebenen schneiden. Dies ist die Stelle der Erneuerung, an der sogar stumpfe Rasierklingen wieder scharf werden. Bei einer größeren
Pyramide kann diese Stelle für mystische Erfahrungen genutzt werden. Das Betreten einer Pyramide im Traum steht für die Suche nach dem
Sinn des Lebens. Sie besteht bekanntlich aus einem Quadrat und vier gleichseitigen Dreiecken, kann also als Traumbild das streng auf
Ordnung gerichtete Handeln übersetzen. Die Pyramide kann im Traum ein Bild für den Wunsch des Träumenden sein zu reisen. Oft spiegeln
sich in ihr auch tatsächliche Reiseerinnerungen. Andererseits kann die Pyramide auch auf eine Auseinandersetzung mit kultisch religiösen
Problemen sein. Altägyptische Traumforscher behaupteten, wer eine Pyramide sieht, komme ein Geheimnis auf die Spur.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Pyramide ein Symbol für die Integration von Selbst und Seele. In Träumen kann sie für den Tod stehen,
aber sie beinhaltet auch Wiedergeburt. Die Basis der Pyramide steht für den Körper, die Seitenflächen zeigen die geistigen Bestrebungen, die
Spitze symbolisiert die harmonische Vereinigung des Menschlichen mit dem „höheren Selbst“ (Gott).
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst etwas großartiges erfahren; du wirst nach großen streben und dennoch bescheiden bleiben;
– besteigen: du wirst in absehbarer Zeit eine beschwerliche Reise unternehmen.
(europ.) : – bedeutet Größe und Reichtum sowie, daß man sein Glück in der Ferne eher als daheim finden wird;
bedeuten viele Veränderungen; eine erfolgreiche Zukunft und eine hohe Position im Leben ist einem sicher;
– sehen: man wird den Weg zum Glück in der Ferne finden und eine wunderbare Offenbarung erleben;
– auf eine klettern: man wird lange umherreisen, bis die Wünsche in Erfüllung gehen;
– die Geheimnisse der alten Pyramide erforschen: man wird eine Vorliebe für die Geheimnisse der Natur entwickeln;
– Einer jungen Frau verheißt dies eine Ehe mit einem äußerst unangenehmen Mann.
(ind. ) : – besteigen: nur in der Ferne findest du dein Glück;
– sehen: Ehre und irdische Güter.
(Siehe auch „Gebäude“, „Kamel“, „Oase“, „Wüste“)

1108
Pythagoreischer Lehrsatz
Volkstümlich:
(europ.) : – erinnert daran, daß Lehrjahre keine Meisterjahre sind.
Pythia
Volkstümlich:
(europ.) : – die zu Delphi Orakelsprüche erteilende Priesterin des Apollon: verheißt Erfüllung aufrichtiger Wünsche.

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