Traumdeutung Buchstabe R

R
Allgemein:
„R“ kommt als Symbol männlicher Tatkraft und Energie gesprochen, geschrieben oder plastisch im Traum vor und weist auf die
entsprechenden Eigenschaften hin.
Rabatt
Volkstümlich:
(europ.) : – erhalten: kleine Erfolge.
Rabbi
(jüdischer Religionslehrer)
Allgemein:
Rabbiner (jüdischer Geistlicher) versteht man im allgemeinen im Sinne von Jude, wobei oft noch der Symbolgehalt des Mönches oder Gurus
berücksichtigt werden muß. Häufig wird er auch als Zeichen von Geschäftstüchtigkeit und Schläue angesehen oder warnt vor
Übervorteilung; solche traditionellen Deutungen beruhen zwar auf Vorurteilen, die sich aber hartnäckig halten.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder mit ihm verkehren: bedeutet für einen Juden Fortgang im Geschäft, gutes
Einkommen, Glück; für einen Nichtjuden: Warnung vor einer Ausnutzung oder Diffamierung.
(ind. ) : – mit ihm sprechen: in Geschäften wirst du einen guten Fortgang haben.
(Siehe auch „Guru“, „Jude“, „Mönch“)
Raben
Assoziation: – Magie; Omen; Klugheit.
Fragestellung: – Wie lautet die Botschaft?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Allesfressend; krächzend; schlau; gruppenorientiert; Vögel des Ausgleichs; Symbol der Zwiespältigkeit; Verbindung mit
Regen; Verbindung mit Menschen; Magie; Zauberei; Macht; Mond der fliegenden Enten.
Beschreibung: Der Rabe, im Medizinrad das Totemtier der im Mond der fliegenden Enten (23. September bis 23. Oktober) Geborenen, ist
ein ganz und gar schwarzer Vogel mit einem keilförmigen Schwanz, der so groß werden kann wie der Rotschwanzbussard. Der Rabe ist ein
größerer Verwandter der Krähe und der Elster und lebt bevorzugt in Wäldern, während die beiden anderen Vogelarten nicht so wählerisch
sind. Raben kommen weltweit vor. Sie geben ein lautes Krächzen von sich und sind Allesfresser. Obwohl Raben manchmal auch aggressiv
sein können, ist die Schläue doch ihre vorrangige Eigenschaft. Sie sind intelligente und gruppenorientierte Vögel, die ihr angestammtes
Territorium bei Bedarf vehement verteidigen. Vor allem von den Zigeunern wurde dem Raben wegen seiner Loyalität zu seinem Stamm
große Achtung entgegengebracht. Es heißt, daß Raben sogar Stammesratsversammlungen abhalten. Andere erdverbundene Völker meinten,
daß der Rabe ein Verbindungsglied zwischen Mensch und Natur sei. Viele Stämme kennen Geschichten darüber, warum der Rabe schwarz
ist. Alle beginnen damit, daß der Rabe ursprünglich ein weißer Vogel war, dessen Farbe sich entweder veränderte, weil er einen Fehltritt
begangen oder weil er den Menschen unterstützt hat. Der Rabe ist ein Vogel, der mit Hexen und Zauberei in Verbindung gebracht wird. Er
repräsentiert auch die Weisheit der alten Erdreligionen.
Allgemeine Bedeutung: Eine Erforschung von Gemeinschaft und Beziehung; die Fähigkeit, sich in die Lüfte zu erheben und sogleich wieder
fallen zu lassen; Ausgeglichenheit suchend; Magie; Zauberei; Macht.
Assoziation: Böses Omen; rabenschwarze Gedanken; Todesvogel.
Transzendente Bedeutung: Gabe wahrer Ausgeglichenheit.
Artemidoros:
Das Leben mußt du auf zweifacher Weise auslegen, einmal als das Vermögen und den Besitz, das andere Mal als das Leben selbst. Eine
reiche Frau träumte, drei Raben näherten sich ihr und blickten sie dreist an; einer von ihnen gebe sogar einen Laut von sich und sage: „Ich
werde dir den Garaus machen.“ Dreimal hätten sie die Raben umkreist und wären dann auf und davon geflogen. Ganz natürlich und
folgerichtig starb die Frau nach neun Tagen; denn das „ich werde dir den Garaus machen“ bedeutete soviel wie „ich werde dich aus dem Weg
räumen“, das heißt: „Ich werde dich umbringen“. Dadurch, daß die drei Raben sie dreimal umkreisten, kündigten sie die Frist von neun
Tagen an.
Allgemein:
Rabe deutet man als Vorbote von Unglück und Mißerfolgen, aber auch als Symbol der Weisheit. Zuweilen kommt darin die Bedrohung aus
dem Unbewußten durch seine verdrängten Inhalte zum Ausdruck, manchmal auch Angst vor dem Tod. Wenn eine Rabenschar aus einem
Baum auffliegt, deutet das auf eine Gefahr hin, der man aber noch rechtzeitig entgehen kann.
Psychologisch:
Der Totenvogel aus der Mythologie ist als Traumsymbol ein Warnzeichen, das mahnt, finstere Gedanken durch lichte zu ersetzen,
umzukehren auf dem bisher eingeschlagenen Lebensweg, der uns ins Nichts führen könnte. Im Volksglauben gilt er dagegen als Seelenvogel.
Erscheint ein Rabe im Traum, ist dies ein Zeichen für unglückliche Gedanken des Träumenden. Der schwarze Vogel fliegt durch unsere
Träume als der Unglücksrabe, als der dunkle Gedanke, der bohrend unser Ich bedroht.
Spirituell:
Der Rabe ist schlau und findig, doch meist ein Unglücksbringer.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: Vorbote drohenden Unheils, sogar Katastrophen; man befindet sich unmittelbar in Lebensgefahr;
– sitzen sehen: Widerwärtigkeiten verschiedener Art erleben;
– fliegen sehen: du wirst eine Trauernachricht erhalten;
– um das Haus herum fliegen sehen: Todesfall;
– stehlen sehen: du wirst in Todesangst kommen;
– verscheuchen: du wirst einem Betrug oder Diebstahl auf die Spur kommen.
– schreien hören: du wirst einer drohenden Gefahr kaum entgehen; Unglück;
auch: auf Grund von Untreue droht ein Zerwürfnis mit dem Partner;
– töten: du führst dein Unglück selbst herbei.
(europ.) : – ein Symbol sehr dunkler Gedanken; innere, verdrängte Triebe mahnen;
– einen sehen: Unheil und Kämpfe, es droht Diebstahl oder Veruntreuung;
mit einer Schicksalswende oder Unfrieden rechnen müssen;
– mehrere Raben sehen: kündet Unheil an;
– von solchen umflattert werden oder diese sich auf einem niederlassen sehen: bedeutet Lebensgefahr;
– solche aufscheuchen: einer großen Gefahr wird man noch im rechten Augenblick begegnen können,
wenn man die Augen offenhält;

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– auffliegende sehen: man kann einem drohenden Mißerfolg rechtzeitig ausweichen;
– schreien hören: verheißt böse Nachrichten;
– Eine junge Frau kann er über die Untreue ihres Geliebte informieren.
(ind. ) : – schreien hören: du wirst Schaden und Verlust haben;
– sehen: Unglück im Stall;
– auf einem Baum sitzend: Todesfall in der Nähe.
(Siehe auch „Elster“, „Krähen“, „Vögel“)
Rache
Allgemein:
Rache kündigt oft an, daß man eine mißliche Situation bessern kann, wenn man sich nicht mit ihr abfindet, fordert also zu aktivem Handeln
auf. Seltener erkennt man darin tatsächliche Rachegelüste gegen andere, denen man die Schuld an eigenen Problemen gibt.
Psychologisch:
Rache ist süß? Sie bleibt jedenfalls selten ohne (negative) Folgen, was Sie bedenken sollten, nachdem Ihnen der geträumte Racheakt nun
vielleicht einen speziellen „Tip“ gegeben hat. Träume von Racheaktionen wollen nur als Aufforderung zu mehr Durchsetzungsvermögen
verstanden sein – und daß man manches konsequent „durchziehen“ muß, ohne dabei (von Selbstzweifeln geplagt) ständig zu überlegen, ob
sich nicht vielleicht jemand dafür rächen könnte, daß man einmal zielstrebig „in eigener Sache“ aktiv war.
Volkstümlich:
(arab. ) : – nehmen oder ihr ausgesetzt sein: befasse dich nicht mit Klagen, sie werden nicht gut für dich ausfallen.
(europ.) : – man ist in der Lage, sich einem ungünstigen Schicksal zu beugen;
– ausüben: bed eutet Verwicklungen, verderbliche Prozesse; auch: Zeichen einer schwachen und hartherzigen
Natur; wird diese nicht beherrscht, bringt sie einem den Verlust von Freunden ein;
– andere sich an einem rächen: man hat viele Gründe, seine Feinde zu fürchten.
(ind. ) : – nehmen: deine Hoffnung wird erfüllt werden.
Rachen
Allgemein:
Rachen fordert auf, ehrlicher zu sein, oder warnt vor einer Gefahr, die man erst aus den realen Lebensumständen erkennt.
Psychologisch:
„Der kann seinen Rachen nicht voll bekommen!“ sagt man von gierigen, berechnenden und (meist materiell) „unersättlichen“ Leuten – und so
ist diese Körperstelle auch symbolisch zu deuten, falls der Rachenbereich in einem Traum einmal besondere Bedeutung hat.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen geöffneten eines Menschen sehen: jemand sagt die Wahrheit und ist aufrichtig, von den man annimmt, daß er einen belügt;
– hineinsehen: Besserung bei Krankheiten, sonst Erfolge, aber nicht in geschäftlichen Dingen;
– einen großen unförmigen sehen: deutet auf Uneinigkeit hin; es kommt zu Zwistigkeiten zwischen Freunden;
– der eigene schmerzt: klimatischen Veränderungen ausgesetzt sein; Krankheit kann zu Einbußen der Gesundheit
und Vermögens führen;
– offenen eines wilden Tieres sehen: du hast dich in ein gefährliches Unternehmen eingelassen; Warnung vor einer Gefahr;
– im Maul eines wilden Tieres stecken: Widersacher fügen einem in Geschäften Schaden zu.
Rad
Assoziation: – Wiederholung; Gesamtheit.
Fragestellung: – Was bewegt mich hin zur Vollendung?
Allgemein:
Ein Rad verweist als Traumsymbol auf die Fähigkeit und das Bedürfnis nach Veränderung. Rad kann für die Fortentwicklung im Leben
stehen; sie wird desto tiefgreifender ausfallen und rasanter verlaufen je schneller das Rad sich dreht. Steht es still, deutet das auf eine
Stagnation in der Entwicklung hin, die man nicht lange hinnehmen darf.
Psychologisch:
Die größte Erfindung der Menschheitsgeschichte umschreibt die alles bewegende Kraft, um die sich alles dreht und deren wir uns bedienen,
um leichter vorwärtszukommen. In manchen Träumen steht das Rad auch für den Geist, das Wort, das am Anfang aller Dinge stand. Das Rad
eines Fahrzeuges zu verlieren ist gleichbedeutend mit dem Verlust der Motivation oder der Richtung und letztlich des Gleichgewichts. Ein
Riesenrad symbolisiert das Auf und Ab des Lebens besonders deutlich.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht das Traumsymbol für das Räderwerk des Lebens und für das Selbstverständnis, mit dem sich der Träumende
seinen Bewegungen unterwirft. Die Bewegung des Rades ist der Weg in die Vollkommenheit, der Weg in die Zukunft, sie bringt
Ortsveränderung und Befreiung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – rollen sehen: rasche Erledigung der Pläne und Geschäfte;
– laufen sehen: du wirst schnell zu dem erwünschten Ziel kommen;
– sehen: Wohlstand;
– brechen sehen: Störung im Geschäft;
– machen sehen: du wirst anderen behilflich sein.
(europ.) : – Kreissymbol für die Zeitlosigkeit; auch Zeichen für die Abrundung von Leben und Ideen;
– sehen: es steht eine Veränderung im Leben bevor; je schneller die Drehung, um so größer die Veränderung;
man wird beruflich wie privat fleißig und energisch die Ziele verfolgen; rasche Erfüllung gehegter Wünsche;
bei stillstehendem Rad wird die Veränderung unbedeutend oder nachteilig sein;
– defekte: sagen den Weggang oder den Tod eines Familienmitglieds voraus;
– auf dem Fahrrad sitzen: man wird in einer Angelegenheit schneller vorankommen, als man dachte.
(ind. ) : – sehen: du wirst in deinem Geschäft schnell vorwärts kommen;
– haben: Störungen im Geschäft.
(Siehe auch „Kreis“, „Geometrische Figuren“, „Räderwerk“, „Wort“)

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Radar
Allgemein:
Radar in einem Traum verkörpert die intuitiven Fähigkeiten des Träumenden. Es zeigt seine Art, wie er die subtilen Botschaften und Signale
aufnimmt, die andere Menschen aussenden, häufig auf unterbewußter Ebene. Radar (oft als Bildschirm) fordert auf, mehr auf die Intuition zu
hören, die den richtigen Weg weist oder vor Gefahren warnt.
Psychologisch:
Radar im Traum kann heißen, daß der Träumende sich von mächtigen äußeren Instanzen in seinem Verhalten kontrolliert fühlt – „Big Brother
is watching you“. Oder aber der Träumende beobachtet sich selbst mit geradezu zwanghafter Gründlichkeit; vielleicht um festzustellen, ob
sein Verhalten und seine Gedanken angemessen sind.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der Radar im Traum auf ein Maß an Hellsichtigkeit hinweisen, über das der Träumende verfügt.
Radau
Volkstümlich:
(europ.) : – warnt den Träumenden innezuhalten, und einen anderen Weg einzuschlagen.
Radbruch (Siehe „Rad“)
Räderwerk
Allgemein:
Räderwerk bedeutet ähnlich wie Rad den Gang des Lebens; wenn es sich bewegt, läuft alles reibungslos, steht es still, muß man mit
Schwierigkeiten rechnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst zum Ziel gelangen.
– ein großes Räderwerk sehen, das sich dreht: man hat demnächst Herausforderungen zu bewältigen,
die den Anstoß für eine ertragreiche Zukunft geben können;
– stillstehendes Räderwerk sehen: man wird mit seinen Plänen scheitern.
(europ.) : – in Bewegung sehen: eine anscheinend komplizierte Sache wird von selbst ins richtige Gleis kommen;
– stillstehen sehen: ein schöner Traum geht zu Ende und bringt ein böses Erwachen;
– ein beschädigtes oder nicht funktionierendes sehen: man bekommt Knüppel zwischen die Beine geworfen.
(Siehe auch „Rad“)
Radfahren
Allgemein:
Wenn man sich im Traum perfekt Eislaufen oder Radfahren sah, dann war man vermutlich in Hochstimmung und ist auch für die Zukunft
enthusiastisch und hoffnungsvoll eingestellt. Wenn man in Schlaglöcher oder über Huckel gefahren ist, dann stehen diese für Probleme des
Wach-Ichs. Ist man einfach darüber hinweggefahren? Dann ignorieret man im wirklichen Leben offenbar Schwierigkeiten. Ist man im Traum
ein Rennen gefahren, und hat man gewonnen? Vielleicht deutet das Wege an, wie man seinen Erfolg im richtigen Leben verbessern kann.
Psychologisch:
Die Vorwärtsbewegung auf dem Fahrrad übersetzt den Willen, im Wachleben aus eigener Kraft weiterzukommen.
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst fahren: in entfernten Gegenden bald einen Besuch machen;
– andere fahren sehen: Freunde von weither, werden einem besuchen.
(Siehe auch „Automobil“ und andere Fahrzeuge)
Radiergummi / radieren
Psychologisch:
Wer davon träumt, etwas „auszuradieren“, will etwas loswerden, ungeschehen machen – oder dafür sorgen, daß etwas vergessen, ein Fehler
übersehen wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – radieren: bedeutet, man soll Mut besitzen, um jeder Anfeindung frei entgegenzutreten;
– Geschriebenes ausradieren: ist ein Zeichen für Unsicherheit des Handelns; man nehme den Rat von älteren Menschen ruhig an.
Radieschen
Allgemein:
Radieschen können auf den Wunsch nach einem sexuellen Abenteuer hinweisen. Zuweilen symbolisiert es auch Ärger, weil man durch einen
anderen verletzt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: du wirst viel Vergnügen finden.
(europ.) : – meist keimende Sexualaffäre, über die man sich nicht klar ist;
– sehen: ein anvertrautes Geheimnis wird von einem Freund nicht gewahrt;
auch: man wird Gelegenheit haben, an kleinen Vergnügungen teilzunehmen;
– essen: bedeutet Ärger und Verdruß durch eine gehässige oder verletzende Bemerkung.
(ind. ) : – essen: du wirst zu einem Kaufmann eingeladen.
(Siehe auch „Rettich“)
Radio (Siehe „Radioapparat“)
Radioaktivität
Allgemein:
Radioaktivität versteht man als Bedrohung, die durch Beeinflussung von außen oder durch bewußt werdende Inhalte des Unbewußten
entsteht; das kann manchmal vor weiterer Selbstanalyse ohne fachliche Hilfe und Unterstützung warnen.

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Radioapparat
Assoziation: – Kommunikation.
Fragestellung: – Was bin ich zu hören oder zu sagen bereit?
Allgemein:
Als Kommunikationsmittel symbolisiert ein Radio die Vermittlung von Wissen für jedermann. Wenn der Träumende in seinem Traum ein
Radio spielen hört, ist dies ein Hinweis auf seine Verbindung mit der Außenwelt. Radioapparat zeigt das Bedürfnis nach Abwechslung und
Neuigkeiten an, oft taucht es auf, wenn man in der Alltagsroutine zu erstarren droht. Per Radio erfahren telepathisch veranlagte Träumer so
manche Nachricht „von oben“. Also lassen Sie Ihr Radio eingeschaltet im Traum!
Psychologisch:
Im Traum kann das Radio für die Stimme der Autorität stehen oder allgemeine Ideen und Ideale transportieren. Es symbolisiert darüber
hinaus die innere Zwiesprache des Träumenden oder zeigt, daß er Stimmen hört. Der Träumende will immer auf dem neusten Stand sein.
Außerdem braucht er allem Anschein nach eine Dauerberieselung (Ablenkung), die ihn davor bewahren soll, sich intensiv mit sich selbst zu
beschäftigen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht das Radio im Traum für spirituelle Kommunikation.
Volkstümlich:
(europ.) : – eines sehen oder kaufen: in der nächsten Zeit wird man viel herumkommen und viel Abwechslung haben;
– hören: verheißt die Ankunft eines bestimmten neuen und netten Kameraden, der sich voll dafür einsetzt,
die Lebensqualität zu erhöhen;
– spielend: deutet auf Annehmlichkeiten und Wohlstand hin.
– eine Stimme daraus hören: man wird ein Geheimnis erfahren;
– schöne Musik daraus hören: bedeutet den Genuß einer heimlichen Freude;
– mißtönende Musik daraus hören: man ist von einer heimlichen Gefahr umlauert.
Radschlagen
Artemidoros:
Das Radschlagen ist nur für Leute die es berufsmäßig tun, ohne üble Folgen; allen anderen droht äußerste Gefahr.
Ragout
Allgemein:
Ragout soll nach altindischer Traumdeutung vor Verschwendung und Übermut warnen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – essen: du neigst zur Verschwendung.
Rahm
Allgemein:
Rahm verspricht einen guten Erfolg, wenn man die richtige Entscheidung trifft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (den fetten Teil der Milch) essen: ein leichtes Unwohlsein wird dich belästigen.
(europ.) : – (Sahne) trinken: Gesundheit, Wohlergehen; man wird in einer Sache den besseren Teil wählen;
– sehen: verspricht Gewinn.
(ind. ) : – trinken: deine Gesundheit ist gut;
– (Sahne), sehen: Erbschaft.
Rahmen
Allgemein:
Rahmen symbolisiert Grenzen, die man schwer überschreiten kann; oft bezieht sich das auf die eigene beschränkten Möglichkeiten, die man
akzeptieren muß. Zuweilen warnt er davor, durch sein Benehmen „aus dem Rahmen zu fallen“. Teilweise muß man auch noch das Bild im
Rahmen, sowie das Material des Rahmens, bei der Deutung mit berücksichtigen.
Psychologisch:
Das eingerahmte eigene Bild zeigt unsere Eitelkeit, aber auch den Egoismus, mit dem wir uns selbst in den Vordergrund drängen wollen. Der
Rahmen ohne Bild schildert dagegen unsere Hilflosigkeit, etwas zu erreichen, weil es uns dafür an den nötigen Mitteln fehlt.
Volkstümlich:
(europ.) : – man kommt nicht über bestimmte Grenzen hinaus und fühlt sich eingeengt;
– einen leeren sehen: man wird erfahren, daß jedes Glück seine Grenze und jedes Leid sein Ende hat.
(Siehe auch „Bild“, „Fotografieren“)
Rakete
Assoziation: – Ausbruch aus der physischen Beschränktheit; Erkundung der inneren Räume.
Fragestellung: – Welche Begrenzungen bin ich zu überwinden bereit?
Allgemein:
Rakete steht allgemein für höheres geistiges Streben; dann kann sie ermahnen, nicht nach den Sternen zu greifen. Gelegentlich wird sie im
Sinne von Waffe als Bedrohung von außen gedeutet. In ihrer Grundbedeutung steht die Rakete in Verbindung mit der männlichen Sexualität.
Im Traum spielt jedoch möglicherweise die Energie, mit der eine Rakete ausgestattet ist und die mithin dem Träumenden zur Verfügung
steht, eine wichtigere Rolle. Wird ihm eine Rakete geschenkt, weist dies auf die Erkenntnis hin, daß der Träumende nicht optimal
funktioniert. Wenn er wie eine Rakete hochgeht, bedeutet dies, daß er bei irgendeinem Vorhaben sehr rasch vorankommt.
Psychologisch:
Die Rakete hat in Träumen keine positive Bedeutung, sie ist vielmehr ein ernstzunehmendes Warnsignal. Der Träumende ist gefährdet,
indem er sich aus seinem natürlichen Lebensbereich in andere zu flüchten versucht. Der Träumende sollte auf Depressionen und
Suizidgefahr achten. Weniger häufig tritt die Rakete als Traumbild für Gedankenflüge auf. Alles, was Kraft symbolisiert, hat letztlich damit
zu tun, wie eine Leistung verbessert oder gesteigert werden kann. In diesem Sinn ist die Symbolik der Rakete ähnlich wie jene des
Flugzeuges, nur sind bei der Rakete die Ziele weiter entfernt. Die explosive Kraft der Rakete ist notwendig, wenn radikale Veränderung im
Leben vorgenommen werden sollen. Im Traumbild umschreibt sie flüchtige Erinnerungen und Gedanken, die uns durcheinander bringen
können. Feuern wir eine Rakete selbst ab, kann das auf unsere etwas unstete Art oder auf eigene Ideen hinweisen, die zischend verpuffen.
Die Weltraumrakete symbolisiert wohl eher hehrere Gedanken, die sich um Gott und die Welt drehen. Wenn solche Raketen in
Angstträumen starten, irren wir ohne Ziel hilflos umher.

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Spirituell:
Da mit einer Rakete Entfernungen und Höhen erreicht werden, die noch niemals zuvor erreicht wurden, steht die Rakete für spirituelle Suche
und Wagnis.
Volkstümlich:
(arab. ) : – zivile steigen sehen: deutet auf erfreuliche Familienangelegenheiten; man strebt nach Vollbringung großer Taten;
– darin sitzen: man wird bei gewissen Vorhaben schneller vorankommen als man vermutet hat, man sollte sich aber
vor Unmäßigkeit und Unbedachtheit hüten.
(europ.) : – Warnung, nicht über seine Ziele hinaus zu schießen; auch: man ist mit seiner Beziehung zur Zeit unzufrieden;
man ist rastlos und braucht eine Veränderung oder eine neue Beziehung; kurzlebiger Erfolg, man muß beim
nächsten Mal auf einer solideren Grundlage aufbauen;
– eine steigen lassen: ein Rausch wird bald verfliegen;
– sich als Besatzungsmitglied sehen: man wird seine Probleme meistern;
– bemannter Raketenstart: die Frustration wegen privater Probleme wird bald beendet sein;
– abgefeuerte Raketen sehen: es werden sich plötzlich Chancen ergeben, die Vorteile bringen;
– in den Himmel steigen sehen: plötzliche und unerwartete Beförderung sowie Glück in der Liebe und Ehe;
– steigen sehen: kündet gute Neuigkeiten an; bringt eine Einladung ins Haus; man hat gute Ideen,
die man jetzt auch verwirklichen sollte;
– zu Boden stürzende: es stehen unglückliche Verbindungen ins Haus.
(ind. ) : – sehen: du wirst durch jemanden bedroht;
– steigen lassen: du wirst Festlichkeiten mitmachen.
(Siehe auch „Atombombe“, „Explosion“, „Feuerwerk“, „Flugzeug“)
Raketenflugzeug
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird das Glück, das man ersehnt, nicht erreichen.
Rammen
Volkstümlich:
(europ.) : – (z.B. Pfähle) einrammen: verspricht erfolgreiche Geschäfte.
Rampenlicht
Psychologisch:
Dort möchte man stehen, wenn man davon träumt: im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und Bewunderung.
(Siehe auch „Beifall“, „Bühne“)
Rand
Allgemein:
Am Rand von Ereignissen oder von einer Menschengruppe zu stehen bedeutet, daß der Träumende zutiefst verunsichert ist in bezug auf
seinen Wert. Dies hat bedeutsame Auswirkungen auf sein Leben oder auf die Menschen, mit denen er eine Gemeinschaft pflegt. Rand
verkörpert also alles, was im Leben von geringer Bedeutung ist; worauf sich das konkret bezieht, ergibt sich aus den anderen Symbolen im
Traum und aus der realen Lebenssituation.
Psychologisch:
Der Rand, die Kante und die Schwelle besitzen eine ähnliche Symbolik. Etwas befindet sich auf der Kippe. Egal, auf welcher Seite der
Träumende vom Rand hinunterfällt, es wird sein Leben spürbar erschüttern und ihn zu bedeutenden Entscheidungen zwingen. Der Rand im
Traum kann auch die Trennungslinie zwischen zwei Extremen darstellen, wie beispielsweise zwischen Rationalem und Irrationalem.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene signalisiert der Rand im Traum eine Hinwendung zur Dunkelheit und damit zum Abgrund.
Randalieren
Psychologisch:
Wer von Randalen träumt und aktiv dabei war, ist viel unsicherer und schwächer, als er sich gibt. Er fühlt sich nur in einer Gruppe (von
Gleichgesinnten) stark und tobt seine Aggressionen an Menschen (oder Gegenständen) aus, die hilflos, wehrlos oder eindeutig physisch
unterlegen sind. Solche Träume sind alles andere als ein „Überlegenheitsbeweis“. Wenn man sich im Traum von Randalierern überfallen
sieht, ist man in der Realität häufig Opfer von „Gruppenzwängen“, man paßt sich dem Verhalten der (teilweise überlegenen) Mehrheit an,
um akzeptiert zu werden und auf diese Weise in der Rangordnung dieser Personengruppe aufzusteigen. Ein häufiger Traum in beruflichen
Machtkampfsituationen.
Rang
Allgemein:
Rang (oft als Abzeichen zum Beispiel an Uniformen erkennbar) kann ähnlich wie Orden verstanden werden. Manchmal weist er aber auch
auf eine wichtige Angelegenheit oder Person hin, der man mehr Beachtung schenken muß.
(Siehe auch „Abzeichen“, „Orden“)
Ranken
Allgemein:
Ranke einer Pflanze soll nach alten Traumbüchern Liebesglück verheißen, sofern sie nicht verwelkt ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (von Schlingpflanzen) an Wänden, oder eine mit Schlingpflanzen umgebene Laube sehen: deutet auf sicheres Vorwärtsstreben.
(europ.) : – verheißen treue Liebe und Beständigkeit.
(ind. ) : – grüne: du wirst in deiner Liebe Erwiderung finden.
Ranzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, packen oder tragen: in nächster Zukunft eine größere Reise antreten.
(ind. ) : – du wirst auf Wanderschaft gehen.

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Rapier
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit fechten: du wirst einen Streit heraufbeschwören.
Rappen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: zeigt einen Trauerfall an;
– reiten: Todesfall in der Familie.
(ind. ) : – reiten: du wagst zu viel; gewagte Unternehmungen;
– sehen: Trauerfall.
Raps
Volkstümlich:
(europ.) : – Arbeit bei kargem Verdienst.
(ind. ) : – Rapsfeld sehen: du wirst einen guten Lohn erhalten;
– lohnende Arbeit.
Rapunzel
Volkstümlich:
(europ.) : – bescheidener Genuß.
Raritäten
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Seltenheiten): du bereitest die Sorgen.
(europ.) : – sehen: man wird abmagern.
Raritätenkammer
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Wohlstand wird abnehmen.
Rascheln
Volkstümlich:
(europ.) : – von Flügeln hören: eines der besten Omen; die Zukunft ist gesichert und glücklich.
Rasen
Psychologisch:
Liegt der Rasen grün und gepflegt in der Traumlandschaft, weist er auf unser Wohlergehen hin. Ist er ungepflegt und voller Unkraut, läßt er
des Lebens Schattenseite, ein etwas schlampiges Verhältnis oder ein unordentlich bestelltes Haus erahnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schön grünen und kurzen sehen: deine Hoffnungen werden größtenteils in Erfüllung gehen;
– wuchernd: gewisse Dinge, denen man nicht die erforderliche Beachtung schenkt, werden sich vorteilhaft auswirken;
– verwelkter oder versengter: vergebliches Streben nach Reichtum;
– abschneiden oder absensen: deine Handlungsweise ist falsch; man wird eine große Chance verpassen.
(europ.) : – als erotisches Symbol zu verstehen, das ein Liebesglück nach der Beschaffenheit des Rasens einordnet;
bedeutet langes Leben, Gesundheit, besonders wenn man auf dem Rasen sitzt oder liegt;
– sehen: bedeutet, wenn er gut gepflegt ist, häuslichen Wohlstand; wenn er ungepflegt oder wild gewachsen ist, glückliche Zufälle;
– ein grünen sehen: bald finden unerwartete Begegnungen statt; man könnte sogar eine verlorene Liebe wiedergewinnen;
– darin sitzen oder liegen: bedeutet Gesundheit und Wohlergehen, bei jüngeren Leuten auch ein schönes Liebeserlebnis;
– über einen gepflegten gehen: es stehen einem freudige Ereignisse und Reichtum bevor; Beziehungen zu Verwandten bessern sich;
– an einer fröhlichen Party auf Rasen teilnehmen: verkündet viele weltliche Vergnügen und Geschäftsverbindungen;
– den Rasen mähen oder schneiden: bedeutet geschäftliche Erfolge;
auch: ein Abschied oder gar ein Todesfall im Bekanntenkreis wird zu verkraften sein;
– Wartet eine junge Frau auf einem grünen Rasen auf ihren Freund oder Liebhaber, dann werden sich ihre
Wünsche im Hinblick auf Reichtum und Ehe erfüllen. Ist das Gras tot und der Rasen morastig, sind
Streitigkeiten und Trennung zu erwarten. Kriechen Schlangen vor Ihren Füßen, werden Verrat und böse
Anspielungen Sie zur Verzweiflung bringen.
(ind. ) : – auf ihm gehen: du wirst einem Begräbnis beiwohnen;
– grüner: du findest einen verlorengeglaubten Freund wieder;
– stechen: deine Gesundheit ist nicht gut.
(Siehe auch „Garten“, „Gras“, „Park“, „Wiese“)
Rasenbank
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darauf sitzen: deutet auf eine angenehme Beschäftigung.
(europ.) : – verheißt einen heilbringenden Aufenthalt im Freien, auf dem Lande oder im Wald.
(ind. ) : – du kommst in Verlegenheit;
– geheime Liebesabenteuer.
Rasend
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: Glück im laufenden Jahr;
– Rasende sehen: falsche Nachrichten, Lügen.
(europ.) : – rasend sein: man wird einen ernsthaften Sturz oder Unfall erleiden;
– andere so sehen: ungünstige Aussichten werden einem Kummer und Sorgen bereiten.

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Rasenmäher
Volkstümlich:
(europ.) : – einen benutzen: man wird bald eine soziale Aufgabe übernehmen;
– den Rasen mähen oder schneiden: bedeutet geschäftliche Erfolge.
Rasentennis
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird eine Arbeit finden, die das ganze Interesse fordert.
Rasieren
Allgemein:
Wichtig ist die Frage, ob es ein Mann oder eine Frau ist, die sich im Traum rasiert. Bei einem Mann kann die Rasur für Alltägliches und
gewohnte Routine stehen. Männliche Teenager haben meist Angst vor dem Rasieren durch Fremde. Wichtig ist, wer der Rasierende ist. Ein
Traum-Bart ist ebenfalls ein Männlichkeitssymbol, kann aber auch eine Frage sein, was man dahinter verstecken will: ein fliehendes Kinn
vielleicht (= emotionale Schwäche), oder will man mehr Männlichkeit vortäuschen, als vorhanden ist? Bei einer Frau zeigt die Gesichtsrasur,
daß sie sich männliche Eigenschaften wünscht. Rasiert sie andere Körperteile, dann drückt dies ihren Versuch aus, eine glatte, unangreifbare
Oberfläche zu schaffen. Das Rasierzeug selbst ist ebenfalls von Bedeutung. Ein Rasiermesser ist in der Symbolik mit dem Messer identisch.
Ein Rasierapparat zeigt, daß eine gewisse Risikobereitschaft erforderlich ist, um sein wahres Gesicht zu sehen. Aber auch die Maske des
Alltags bedarf der Aufmerksamkeit. Rasieren soll nach altindischen Traumbüchern vor Täuschungen und Betrug warnen. Wird man selbst
rasiert, bezieht sich die Warnung auf das eigene Leben, wird ein anderer rasiert, soll man selbst keinen Betrug und keine Täuschung
versuchen.
Psychologisch:
Als die Barttracht modern war, galt sie als Schmuck des Mannes; rasierte er sich die Haare im Traum ab, hieß das, er habe mit großen
Unannehmlichkeiten zu rechnen. Nach heutiger Auffassung will der Träumende etwas glätten; entweder weil er sich seinen Mitmenschen
gegenüber ins rechte Bild setzen möchte oder weil er mit seinem eigenen Selbstbild nicht zurechtkommt. Rasieren im Traum symbolisiert
heute allgemein analytisches Denken. Wird der Träumer rasiert, muß er wohl in einer bestimmten Sache zahlen. Schneidet er sich oder wird
er geschnitten, wird er sich im Wachleben vielleicht falsch verhalten. Rasiert der Träumende einen anderen Menschen, ist dies eher ein
fürsorglicher Akt. Wird die Rasur jedoch mit dem Vorsatz der Gewalt vorgenommen, ist dem Träumenden möglicherweise bewußt, daß ein
bestimmter Persönlichkeitsaspekt schärfer herausgearbeitet werden muß, um voll zur Geltung zu kommen. Das Rasierzeug selbst ist in
diesem Zusammenhang eher ein Werkzeug als eine Waffe.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht eine glatte Rasur im Traum für Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang mit anderen Menschen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – andere sehen: halte dich immer reinlich;
– sich selbst: betrüge dich nicht selbst.
(europ.) : – durch einen anderen: gilt als Täuschung, Betrug usw.;
– über eine Rasur nachdenken: man macht hochfliegende geschäftliche Pläne; doch fehlt es einem an Energie zur Durchführung;
– sich selbst: Gewinn; man wird eine Schuld bezahlen oder etwas wieder gutmachen können; man hat seine Geschäfte und
Privatangelegenheiten im Griff, obwohl ein keifendes Weib einem Probleme macht;
– sich einen anderen rasieren sehen: ein an einem verübtes Unrecht wird wieder gutgemacht, oder ein Schuldner, gibt zurück,
was man ihm geliehen oder gestundet hat; man sollte sich nicht auf zweifelhafte Geschäfte einlassen;
– sehen, wie ein anderer sich rasieren läßt: Mahnung, sich nicht auf unlautere
oder krumme Geschäfte oder sonstige zweifelhafte Angebote einzulassen;
– ein glattrasiertes Gesicht: bringt Ausgeglichenheit; die Kollegen stimmen mit einem überein;
– einen grauen Bart haben: man läßt jede Vernunft gegenüber Menschen vermissen, die Forderungen an einem stellen;
– Beobachtet eine Frau Männer bei der Rasur, wird ihr Ruf durch Ausschweifung beschmutzt.
– Träumt eine Frau rasiert zu werden, nimmt sie männliche Züge an, daß sich die Männer abwenden.
(ind. ) : – sich selbst: Verlust an Vermögen; sei gewarnt vor Falschheit und Betrug;
– andere: du wirst Fremde benachteiligen;
– werden: sehr unangenehme Verluste.
(Siehe auch „Bart“, „Haare“, „Messer“, „Rasiermesser“, „Schneiden“)
Rasierapparat
Assoziation: – geschliffen, scharf.
Fragestellung: – Was will ich abschneiden oder glätten?
Psychologisch:
Beim Rasieren entfernen wir alle unerwünschten Haare. Ein Rasierapparat im Traum könnte bedeuten, Daß das Wach-Ich etwas loswerden
sollte – beispielsweise eine schlechte Charaktereigenschaft. Wenn man sich im Traum den Bart stutzt oder die kurzen Haare im Nacken
ausrasiert, steckt vielleicht Angst vor Kastration dahinter.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: prophezeit Differenzen, auch angesichts von Problemen;
– sich damit schneiden: man hat bei einem geplanten Geschäft keine glückliche Hand;
– Probleme damit haben: es kommen enttäuschende Geschäfte auf einem zu,
und jemand belästigt einem auf unerträgliche Art und Weise;
– sich mit einem stumpfen die Haut verletzen: man gibt Freunden die Veranlassung, daß eigene Privatleben zu kritisieren;
– zerbrochener oder rostiger Apparat: bringt Kummer.
(Siehe auch „Rasieren“)
Rasiermesser
Allgemein:
Rasiermesser (Rasierapparat) steht für einen scharfen, analytischen Verstand; das bedeutet, daß man Probleme zwar durch eigene Hilfe
leichter lösen kann, dabei aber Gefühle und Intuitionen nicht vernachlässigen darf. Das Rasiermesser symbolisiert auch die Wanderung auf
dem schmalen Grad zwischen Genie und Wahnsinn, Gut und Böse, Leben oder Tod.
Psychologisch:
Man will etwas freilegen, systematisch bloßlegen, um es in seiner ursprünglichen Form zu betrachten. Ein Symbol für subtil ausgetragene
Aggressionen – oft unter dem Vorwand einer konstruktiven, analytischen Überlegung. Oder: Man will jemanden „bloßstellen“.

1122
Volkstümlich:
(europ.) : – scharfschneidendes: Warnung vor kommenden Streit.
(ind. ) : – Gefahr.
(Siehe auch „Messer“, „Rasieren“)
Raspel
Allgemein:
Raspel verspricht, daß man viel Anerkennung für seinen Fleiß erfahren wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder gebrauchen: durch Kleinigkeiten geärgert werden.
(ind. ) : – man erkennt deinen Fleiß an.
Rassel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Scharf; kurz; schnell; Heilung.
Beschreibung: Eine Rassel ist ein Rhythmusinstrument, das aus einem Gefäß besteht, das mit Kieseln, Samen oder anderen Objekten gefüllt
wurde, die beim Schütteln scharfe, kurze, immer gleiche Töne von sich geben. Rasseln bieten wie Trommeln viele zeremonielle
Verwendungsmöglichkeiten und sind von erdverbundenen Völkern schon immer zur Heilung eingesetzt worden.
Allgemeine Bedeutung: Eine Heilung; eine Zeremonie.
Assoziation: Rasselbande; rasselnder Atem wie bei einem sterbenden Menschen.
Transzendente Bedeutung: Fähigkeit zu heilen; Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zu erregen; Gabe von Heilung im Traumzustand.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Baby mit seiner Rassel spielen sehen: prophezeit Harmonie zu Hause; Unternehmungen werden löblich und einträglich sein;
– die Rassel einem Baby geben: es stehen unglückliche Investitionen an;
– Einer jungen Frau kündigt dies einen fürsorglichen Ehemann an, wenn ein Baby mit seiner Rassel spielt.
(Siehe auch „Trommel“)
Rastelbinder
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Schiebmacher, Kesselflicker): Streit.
Rat / Ratschlag
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum einen Rat erhält, sollte er Orientierung nicht außerhalb, sondern in sich selbst suchen.
Möglicherweise hilft ihm ein bisher vernachlässigter Persönlichkeitsaspekt weiter. Rat erhalten weist traditionell darauf hin, daß man für
seine Mühe nur Undank erntet.
Psychologisch:
Im Traum einen Rat anzunehmen bedeutet, daß der Träumende die Notwendigkeit erkennt, etwas Bestimmtes zu tun, obwohl er sich davon
abgestoßen fühlt. Einem anderen Menschen zu raten heißt, zu erkennen, daß der Träumende Kenntnisse besitzt, die für andere hilfreich sein
können.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene zeigt der Rat im Traum an, daß der Träumende innere Bewußtheit besitzt. Das höhere Selbst zeigt sich oft als
Figur, die einen Rat erteilt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erteilen: du führst wegen Kleinigkeiten Prozesse; Abschied von einem nahestehenden Menschen steht bevor;
– erhalten: man lohnt dir mit Undank;
– verwerfen: man ist von einem nahestehenden Menschen zu sehr abhängig geworden.
(europ.) : – Zeichen für nützliche Freundschaften; die Traumperson ist selten mit dem Freund identisch und muß woanders gesucht werden;
– einen Ratschlag erhalten: man wird auf die eine oder andere Weise in der Lage sein, die hohen moralischen
Vorstellungen durchzusetzen und mit rechtschaffenen Mitteln Unabhängigkeit einzunehmen;
– rechtlichen Beistand suchen: es werden bei einem Vorhaben Zweifel über dessen Nutzen und Rechtmäßigkeit aufkommen.
(ind. ) : – geben: langweiligen Prozessen beiwohnen;
– erhalten: du wirst mit Undank belohnt.
Rate
Psychologisch:
Die Seele zeigt eine gewisse Vorsicht, ein Maßhalten.
(Siehe auch „Geld“)
Ratgeber
Volkstümlich:
(arab. ) : – zur Seite haben: man wird dich bevormunden.
Rathaus
Allgemein:
Hat kaum mit Amt und Würden zu tun, umschreibt vielmehr die Warnung an den Träumer, sich psychisch und physisch nicht über die
Maßen zu belasten, sondern eher auf sachkundige Ratschläge aus der engeren Umgebung zu hören. Auch hier ist also mit dem Haus unser
Körper gemeint. Man achte auf Stockwerke und Zimmer, um daraus Näheres zu ersehen.
Psychologisch:
Symbolort für „Amt und Würde“, den man aufsucht, wenn man etwas erledigen oder bestätigt bekommen möchte. Der Traum teilt mit, daß
man etwas Wichtiges bekommt (oder erreichen kann), wenn man es versteht, mit gewissen „Spielregeln“ (gesellschaftlich- sozialer Art) oder
mit einer Autorität zurechtzukommen.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man darf hoffen, in nächster Zeit eine wichtige Aufgabe übertragen zu bekommen,
die man gut bewältigen wird und die einem Ansehen und Ruhm verschafft;
– sich selbst hineingehen sehen oder sich darin befinden: Schutz und Beistand gegen seine Widersacher finden;
man wird in beruflicher Hinsicht keine Schwierigkeiten zu erwarten haben;
– aus einem herauskommen: du wirst schwerlich einen Entschluß fassen können;
– hineingehen: deine Lage wird sich durch die Hilfe fremder Personen bessern.
(europ.) : – sehen: bringt Amt und Würden; Mahnung, auf einen erhaltenen guten Rat zu hören;
auch: steht für Streitereien und drohende Prozesse;
– betreten: Verlegenheiten; Schwierigkeiten mit Behörden sind zu meistern;
– in einem zu tun haben: man wird durch Schaden klug werden;
– Für eine junge Frau ist das Rathaus der Vorbote einer Entfremdung von ihrem Geliebten,
weil sie ihm nicht treu bleiben konnte.
(ind. ) : – sehen: du wirst zu Amt und Würden kommen;
– darin sein: du wirst durch Schaden klug.
(Siehe auch „Gebäude“, „Haus“)
Rätsel
Allgemein:
Sie signalisieren Alltagsprobleme. Lösen wir sie im Traum, so können wir vielleicht das Geschäft unseres Lebens machen; bleiben sie
ungelöst, haben wir noch lange Zeit an einem Problem zu knabbern. Rätsel signalisieren generell den Wunsch nach klaren und eindeutigen
Lösungen.
Psychologisch:
Man ist auf der Suche nach einer Antwort, wenn man im Traum Rätsel lösen soll. Oder: Man soll sich von einer „fixen Idee“, die immer
wieder nur neue Fragen aufwirft und Probleme beinhaltet, endlich verabschieden, weil keine „Lösungsmöglichkeit“ erkennbar ist. Was
ebenfalls mit einem Rätseltraum gemeint sein kann: Es wäre gut, sich von einem Menschen zu distanzieren, der einem ständig neue Rätsel
aufgibt – sei es, um das Interesse an seiner Person wachzuhalten, oder auch, weil er einiges zu verbergen hat und davon mit seinem
„rätselhaften Verhalten“ ablenken will.
Volkstümlich:
(arab. ) : – raten: du wirst allen Vorkommnissen gewachsen sein;
– nicht raten können: in eine verzweifelte Lage kommen.
(europ.) : – der Sinn von Rätseln ist Verwirrung und Unzufriedenheit; Warnung vor Schwierigkeiten, die man
wahrscheinlich durch eine hastige Entscheidung verursacht hat;
– versuchen, eines zu lösen: man wird sich an einem Unternehmen beteiligen, das Zeit und Geld kostet;
– lösen: du wirst eine wichtige Aufklärung erhalten; man wird eine Auskunft erhalten;
– vergebens zu lösen versuchen: du stehst vor wichtigen Geheimnissen; auch: man muß geschäftliche
Verluste erwarten, denn Ärger liegt vor einem.
(ind. ) : – lösen: du wirst Undank erfahren.
Ratsherren / Ratsmitglied
Allgemein:
Ratsherr deutet auf eine Angelegenheit hin, in der man einen Rat benötigt; danach wird man von seinen Sorgen befreit sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit einem verkehren: in Verlegenheiten geraten.
(europ.) : – sehen oder mit ihnen sprechen: Befreiung von Not und Sorgen; auch: Warnung vor Spekulationen und im generellen Verhalten;
– ein Ratsmitglied sehen: man besitzt bestimmte Fähigkeiten und verläßt sich am liebsten auf sein eigenes Urteil; man sollte bei
seiner Rechtsauffassung Vorsicht walten lassen;
– mit einem in Streit geraten: kündet einen ernsten Konflikt an.
(ind. ) : – sehen: du wirst aus einer Verlegenheit befreit.
Ratsschreiber
Artemidoros:
Träumt man, als Ratsschreiber tätig zu sein, so wird man sich um andere Leute Dinge kümmern, die einem gar nicht berühren und die dem
Träumenden nur Anstrengungen und Mühe kosten, aber nicht den geringsten Nutzen einbringen werden. Einem Kranken prophezeit dieses
Amt den Tod, weil der Ratsschreiber an der Spitze des Zuges geht. Einem Sklaven dagegen verschafft dieses Traumgesicht Verwaltungs-
und Vertrauensposten.
(Siehe auch „Schreiben“)
Ratsversammlung
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst aus einer Verlegenheit befreit werden.
Rattan
(Peddigrohr)
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird auf das Urteil anderer angewiesen sein; man sollte sich bei den Plänen für die Zukunft die Unabhängigkeit bewahren.
Ratten
Assoziation: – kennt sich in der Großstadt aus; clever; hinterhältig; wenig vertrauenswürdig.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben habe ich Angst vor Verrat? Kann ich mir selbst trauen?
Allgemein:
Ratten kann Ekel vor sich, vor anderen oder vor dem ganzen Leben (Überdruß) verkörpern, was jede Aktivität und Lebensfreude lähmt; man
muß dann die Ursachen beseitigen. Konkret warnt sie manchmal vor einem falschen Freund.
Psychologisch:
Die Ratte ist ein Nagetier, deshalb versinnbildlicht sie als Traumbild oft nagende Zweifel oder Ängste des Träumenden. Oft kündigen sie
körperliche Krankheiten schon vor deren Ausbruch an. Die Ratte erfüllt im Traum also die Funktion eines Warnsignal.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Feinde bekommen; unaufrichtige Freunde besitzen, die einem Schaden zufügen wollen;
auch: man wird durch ein demnächst gelüftetes Geheimnis Schaden nehmen;
– verfolgen: Streitigkeiten können dich leicht ins Verderben bringen, wenn du nicht auf der Hut bist;
– fangen: man wird durch den Verrat guter Freunde einen erheblichen Verlust erleiden;
– von diesen angreifen werden: der finanzielle Wohlstand ist in Gefahr.
(europ.) : – Zerstörung der Lebenskraft oder mehr; Hausratten: verheißen Glück in der Liebe und im Eheleben;
auch: man wird von seinen Nachbarn hintergangen; Ärger mit Kompagnons ist vorprogrammiert;
– Wasserratten, Feldmäuse etc.: bedeuten Feindschaft und Betrug durch Freunde;
– weiße Ratten: man wird seine Schwierigkeiten erfolgreich überwinden;
– eine frei herumlaufen sehen: man wird heiß und stürmisch geliebt;
– fangen: Streit in der Liebe oder Liebeskummer; bei älteren Menschen Probleme in ihren Freundschaften;
man wird die Falschheit der Konkurrenten durchschauen und sie überholen können;
– gefangen sehen: weist auf einen treulosen Freund oder eine treulose Freundin hin;
– eine umbringen: man wird aus jedem Wettstreit als Sieger hervorgehen;
Kummer in der Liebe oder einer Freundschaft;
– von Ratten gebissen werden: in der Umgebung befindet sich ein Feind, der alles daran setzt,
einem in Verruf zu bringen;
– ein sinkendes Schiff verlassen sehen: man hat in beruflichen Angelegenheiten falsch kalkuliert
und wird dies jetzt zu spüren bekommen.
(ind. ) : – fangen: du entgehst einem Diebstahl;
– sehen: du wirst von Freunden hintergangen;
– in Scharen sehen: Hungersnot, Teuerung;
– im Hause: Entdeckung von Geheimnissen;
– töten: Überwindung der Feinde.
(Siehe auch „Mäuse“, „Nagetiere“, „Tiere“)
Rattenfalle
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst hineingeraten: es droht der Verlust eines kostbaren Objekts;
– eine leere: verheißt die Abwesenheit möglicher Konkurrenz, während eine defekte das Ende unliebsamer Bindungen
ankündigen kann;
– eine aufstellen: man wird rechtzeitig die trickreichen Pläne der Gegner durchschauen und durchkreuzen können.
Rattenfänger
Volkstümlich:
(europ.) : – man kann sich darauf verlassen, zumindest einen Freund in der Not zu haben.
Raub
Allgemein:
Raub bringt bevorstehende Probleme und Verluste, manchmal auch eine menschliche Enttäuschung oder die Zerstörung von Illusionen zum
Ausdruck. Werden wir im Traum beraubt, läßt das auf Charakterschwächen oder auf Minderwertigkeitskomplexe im sexuellen Bereich
schließen. Räuber, die wir auf frischer Tat ertappen, sind die Fehler, die wir mit uns herumschleppen müssen. Wenn wir sie erkannt haben,
können wir gegen sie vorgehen.
Psychologisch:
Sind Sie im Traum überfallen worden? Sie befürchten, daß Ihnen ein (geliebter) Mensch „geraubt“ wird und meinen, daß Sie es verhindern
können, wenn Sie besonders „auf der Hut sind“ – also eher eifersüchtig und mißtrauisch als zu gutgläubig. Zugleich wissen Sie natürlich, daß
es Verluste gibt, die man nicht durch Wachsamkeit verhindern kann. Dieses Hinundhergerissen-Sein zwischen Angst und der Hoffnung, daß
Sie Ihren „Schatz behalten“ können, wird im Traum als Raubszene umgesetzt. S. Freud interpretierte Raubträume als Angst vor Sexualität,
was aber nur aus der Sichtweise seiner Zeit zu verstehen ist: Damals wurde Frauen „die Unschuld geraubt“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – rauben: wenn du vorschnell handelst, wirst du nicht glücklich sein;
– beraubt werden: achte auf die Gesundheit nahestehender Menschen;
– Zeuge eines sein: man sollte sein Eigentum besser sichern, um keinen Verlust zu erleiden;
auch: Vorsicht in der Liebe: ein Rivale könnte sich in eine Beziehung einmischen, die einem wichtig ist.
(europ.) : – beraubt werden: es droht starke Gemütserregung durch Krankheit;
– während einer Reise (im Zug) beraubt werden: bedeutet einen Unfall beim Sport;
– einen sehen oder selbst daran beteiligt sein: man möchte etwas an sich reißen, was einem gar nicht zusteht.
Räuber
Allgemein:
Räuber warnt meist ebenfalls vor Gefahren, wenn man zu hohe Risiken eingeht oder anderen zuviel vertraut. Alte Traumbücher erwarten
vom Überfall durch den Räuber einen Vermögenszuwachs.
Psychologisch:
Der Räuber tritt grundsätzlich in zweierlei Bedeutungen im Traum auf: Einmal ist er der romantische Räuber a la Robin Hood oder
Schinderhannes, der die Freiheit verkörpert, zum anderen ist er der hinterlistige und gefährliche Räuber, der den „Vampir“ verkörpert, der
Ihnen Energie raubt. Es ist wichtig darauf zu achten, was der Räuber konkret raubt. Das symbolisiert die Eigenschaft, die bei Ihnen im
Schattenbereich liegt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: in unglückliche Verhältnisse kommen;
– von ihnen überfallen werden: Verlust eines nahen Verwandten oder seines eigenen Besitzes.
(europ.) : – sehen: bedeutet, daß eine Untat, ein begangenes Unrecht an den Tag kommen wird;
– einen auf frischer Tat sehen: kündet einen empfindlichen Verlust an;
es kann aber auch ein Warntraum sein, der zur Aufklärung von Fällen führen kann;
– selbst einer sein: man läßt sich auf eine gefährliche Sache ein;

1125
– selbst von Räubern überfallen werden: von jemandem, von dem man es nicht erwartet, wird man schwer hintergangen
und dadurch geschädigt werden; es drohen Verluste und an dem Geschehen ist man nicht ganz unschuldig;
– während einer Reise beraubt werden: man sollte bei seinen sportlichen Hobbys kräftemäßig nicht übertreiben.
(ind. ) : – sehen: du wirst von Feinde bedroht werden;
– von ihnen überfallen werden: große Erbschaft;
– selbst sein: Zorn und Schande.
(Siehe auch „Berauben“, „Schattengestalten“)
Raubschloß
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst sehr schwer zu deinem Eigentum kommen.
Raubtiere
Allgemein.
Raubkatze steht für ungezügelte Triebe, Begierden und Leidenschaften, durch die man gefährdet wird; die Katze kann zudem vor Hinterlist
warnen.
Psychologisch:
In der Mythologie sind Raubtiere oder Raubkatzen im Gefolge der weiblichen Naturgottheit anzutreffen. Mit Ausnahme des Löwen
symbolisieren Raubtiere im Traum Aggressionstendenzen und die bedrohliche, negative Seite der sexuellen Triebhaftigkeit die wir im Zaum
halten müssen, weil sie sonst ausbricht und alle Schranken niederreißt, die ihm Sitte und Anstand setzen. Deshalb hat das Raubtier in
Männerträumen einen bedrohlichen und negativen Aspekt in bezug auf die weibliche Sexualität. Die Frau die noch nie von einem Raubtier
geträumt hat, gibt es nicht! Raubtiere in Frauenträumen sind immer ein Hinweis auf sexuelle Emotionen und verkörpern die männlich-
aggressive Sexualität, die nicht bewußt wird. Schöne große Raubtiere symbolisieren sexuellen Hunger, kleine Raubtiere dagegen (z.B. ein
Marder oder Iltis) Unsicherheit gegenüber männlicher Sexualität. Ausschlaggebend ist aber auch, was im Traum mit dem Raubtier erlebt
wird. Angst oder Flucht vor dem Tier ist ebenso eindeutig wie zärtliches streicheln. Man beachte die weiteren Symbole des Raubtiertraumes.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Anfeindung von hinterlistigen und gefährlichen Menschen;
– verfolgen und töten: du bist deinen Feinden gewachsen oder überlegen;
– von ihnen bedroht werden: Lebensgefahr;
– von ihnen angefallen und verwundet werden: du wirst dem Unglück unterliegen;
– in Käfigen sehen: gefährliche Dinge werden dich nicht beunruhigen.
(europ.) : – Zeichen der wilden Leidenschaften und des Trieblebens, denen man äußerste Energie entgegensetzen muß;
bedeuten meist Ärger und Schwierigkeiten;
– ein solches sehen: bedeutet Hinterlistigkeit.
(Siehe auch „Tiere“, Bezeichnungen einzelner Raubtiere)
Raubvogel
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: ein gutes Omen.
(ind. ) : – fangen: du hast Glück in deinen Geschäften und Unternehmungen.
(Siehe auch „Adler“, „Falke“, „Vögel“)
Rauch
Assoziation: – eingeschränkte Sicht; Rückstand; Schwaden.
Fragestellung: – Was ist verborgen? Was möchte ich verstecken?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Zeremoniell; heilig; zentrierend; betend; reinigend.
Beschreibung: Der Rauch ist eine ätherische Substanz, die durch die Transformation, die das Feuer den Pflanzen zuteil werden läßt, entsteht.
Rauchen und Räuchern sind für erdverbundene Stämme heilige Zeremonien, egal ob dabei Tabak in einer Pfeife geraucht oder ein Mensch
mit dem Rauch glimmender Kräuter gereinigt wird.
Allgemeine Bedeutung: Dem Schöpfer Gebete schicken; geheilt werden durch das Erlangen größerer Konzentration, Klarheit und Reinheit.
Assoziation: Zigaretten rauchen; das Rauchen aufgeben; sich in Rauch auflösen; rauchen vor Wut; geräucherte Lebensmittel.
Transzendente Bedeutung. Eine Heilung in der Traumzeit; die Gelegenheit, durch den Spalt zwischen den Welten hindurchzutreten.
Allgemein:
Der Rauch, der im Traumbild aufsteigt, beweist immer, daß wir uns augenblicklich in einer unklaren Lage befinden, die uns arge
Kopfschmerzen bereitet und ist ein Hinweis auf Gefahr, vor allem, wenn der Träumende kein Feuer ausmachen kann. Wenn der Träumende
raucht, dann versucht er, seine Angst unter Kontrolle zu bringen. Raucht er im wirklichen Leben und stellt im Traum fest, daß er aufgehört
hat, symbolisiert dies die Bewältigung eines Problems. Wenn ein Raucher tatsächlich das Rauchen aufgibt, drehen sich seine Träume oft um
die alte Sucht.
Psychologisch:
Der Rauch ist ein Traumsymbol für konfliktträchtige Kräfte, die um so stärker sind, je dichter, beißender oder dunkler der Rauch im Traum
ist. Ein gutes Zeichen ist es, wenn der Rauch sich noch während der Traumhandlung auflöst oder verzieht. Dies deutet nämlich auf eine
Entspannung des Träumenden oder seines Konfliktes hin, eine Lösung kann gefunden werden. Wir sollten feststellen, ob es sich um den
grauschwarzen Rauch eines Brandes oder den weißgrauen eines lodernden Feuers handelt. Rauch kann im Traum auch Leidenschaft
symbolisieren, auch wenn sie vielleicht noch nicht für eine bestimmte Person „entflammt“ ist. Darüber hinaus steht Rauch zugleich für
Reinigung – etwa durch Weihrauch – oder für Verschmutzung.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Rauch im Traum ein Symbol für das Gebet oder das Opfer, welches zum Himmel emporsteigt. Rauch kann
darüber hinaus auch das Emporsteigen der Seele bildlich darstellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dunklen Rauch oder Rauchwolken sehen: man wird nächster Zeit mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben;
vorhandenes und bestehendes Glück wird sich trüben und gute Freundschaften können sich in Luft auflösen;
man sollte seine Unternehmungen gründlich prüfen, bevor man Verpflichtungen eingeht;
– um sich herum sehen: enttäuscht werden;
– gerade aus einem Schornstein aufsteigen sehen: du wirst dein Ziel erreichen;
– aus Gebäuden in dicken schwarzen Wolken aufsteigen sehen: in Feuergefahr kommen.

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(europ.) : – gefährdete Gesundheit; Nervenreizung, die sich auf das vegetative Nervensystem auswirkt;
auch: Ängste und Zweifel belasten einem; ein gegenwärtiger Erfolg, von dem man nicht profitieren wird;
je dichter der Rauch, desto größer wird die Enttäuschung sein;
– schwarzen oder dunklen sehen: verkündet große Widerwärtigkeiten; bringt Unannehmlichkeiten im Haus;
– weißen sehen: verkündet Glück, das aber nur von kurzer Dauer sein wird;
– hellen Rauch aufsteigen sehen: man genießt entweder bald häusliches Glück, oder findet eine Zuflucht bei anderen;
– von Rauch eingehüllt werden: gefährliche Personen wollen einem mit Schmeicheleien hintergehen;
– dicker, beißender Qualm: kündigt an, daß Widerstand von anderen zu erwarten ist und ein Streit unumgänglich sein wird.
(ind. ) : – um sich herum sehen: Scheinglück;
– gerade aufsteigend aus dem Schornstein: häuslicher Friede und Glück;
– im Haus haben: Bedrückung durch feindselige Menschen;
– sich verziehen: eine Sache, die schwierig schien, ist leicht zu bewältigen;
– schwarzer Rauch: Zank und Hindernisse, Täuschungen und Verdruß.
(Siehe auch „Brand“, „Dampf“, „Feuer“)
Rauchen
Allgemein:
Rauch(en) taucht oft körperbedingt bei Nervosität, zuweilen auch bei Nikotinmißbrauch als Warnzeichen auf. Hoffentlich gibt Ihnen der
Traum auch eine Ermutigung, damit aufzuhören. Ferner kann dunkler Rauch vor Problemen und Verlusten warnen, heller Rauch dagegen
kann einen flüchtigen Erfolg versprechen.
Psychologisch:
Kein Symbol, nur ein Verarbeitungsversuch der Entzugsproblematik, wenn jemand gerade zu rauchen aufgehört hat. Wem es besonders
schwerfällt, träumt davon und sieht sich und andere genüßlich qualmen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Tabak oder Zigarren) sehen oder als Raucher selbst rauchen: deine Großtuerei geht in Nebel auf;
– für einen Nichtraucher rauchen: Angst vor einer bestimmten Lebenssituation haben;
– für Raucher – dieses aufgeben: man wird bald ein belastendes Problem bewältigen;
– einen Raucher sehen: du wirst in Gesellschaft kommen.
(europ.) : – Pfeife oder Zigarre: verkündet Gutmütigkeit, Erfolge und Entgegenkommen;
– selbst rauchen: kündet Ruhelosigkeit, Unzufriedenheit mit sich selbst oder mit der Welt an;
– wo es verboten ist, rauchen: man will in einer Sache mit dem Kopf durch die Wand, wird sich aber böse Beulen holen;
– andere Rauchen sehen, wenn man selbst Raucher ist: man wird um einen erhofften Genuß kommen;
– andere rauchen sehen, wenn man Nichtraucher ist: bedeutet eine Belästigung durch andere;
– Rauchware anbieten: man vermag jemanden für sich zu gewinnen, dessen innere Hemmungen
einer Verbindung bisher im Wege standen;
– Rauchware angeboten bekommen: man wird in den Bann eines Menschen geraten.
(ind. ) : – selbst: dein Glück ist wechselhaft.
(Siehe auch „Rauch“)
Räucherkerze
Volkstümlich:
(arab. ) : – brennen sehen: du wirst Schmeicheleien hören.
Räucherstäbchen
Volkstümlich:
(europ.) : – ein glückhaftes Omen, wenn der Duft einem Vergnügen bereitet.
(Siehe auch „Parfüm“)
Räucherung (Siehe „Smudging“)
Rauchfangkehrer
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst Gäste bekommen.
Rauchfaß
(Gefäß für Weihrauch)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt der Kaiser, er beräuchere Notabeln, etwas, was er sonst nicht zu tun pflege,
wird er die Großen des Landes kommen lassen, eine geheime Botschaft entgegenzunehmen,
auch wird er, wegen der Kraft des Räucherwerks, Kriegspläne mit ihnen gegen seine Feinde schmieden;
ein Mann aus dem Volk wird mit seinen Nachbarn Rechtshändel und Prozesse ausfechten.
– Beräuchert einer seine Kleider, die er gewöhnlich trägt, wird er seine Knechte und Untergebenen
zu seinem Nutzen instruieren;
beräuchert er die Polster seines Bettes, wird er seinen Frauen Gefälligkeiten erweisen.
(ind. ) : – sehen: du wirst einer heiligen Handlung beiwohnen;
– Beräuchert einer andere mit dem Rauchfaß, wird er an diejenigen, welche er beräucherte,
kräftige und sanfte Worte richten, kräftige wegen des Feuers, sanfte wegen des Wohlgeruchs;
auch wird er sie in sein Geheimnis einweihen.
– Bringt er in einer Kirche vor leeren Bänken Weihrauch dar, wird er ebenso den Vorstehern
der Kirche sein Geheimnis anvertrauen und Gott ehren.
Rauchtabak
Volkstümlich:
(ind. ) : – Unbeständigkeit in der Liebe.

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Räude
Volkstümlich:
(ind. ) : – (Krätze, Grind) bekommen: du führst ein schlechten Lebenswandel.
Rauferei / raufen
Volkstümlich:
(arab. ) : – (sich balgen und schlagen): Zank und Streit.
(ind. ) : – unsichere Zeiten;
– sehen: in Gefahr kommen und den kürzeren ziehen, wenn man sich in die Angelegenheiten anderer einmischt;
– dabei zu Boden geworfen werden: schwere Lebensgefahr.
Raum
Allgemein:
Auffällig oft spricht der Traum von nicht benutzten Räumen in der Wohnung; man entdeckt plötzlich solche. Das ist ein Teil unseres Wesen,
der von uns nicht bewohnt wird; unsere Wohnung ist also größer, als wir denken. Da kann im Traume selbst die Aufforderung an uns
ergehen, diese Zimmer zu benutzen, zu möblisieren. Diese Zimmerträume haben meist mit den psychologischen Funktionen zu tun. Hier
kann noch einmal darauf hingewiesen werden, daß der Mensch die innere oder äußere Umwelt mit den Funktionen der Wahrnehmung, des
Denkens, des Fühlens und der ahnenden Intuition erfaßt. Jeder dieser Funktionen scheint nun ein Raum zu entsprechen. Bei jedem Menschen
ist eine Funktion führend, mit Bewußtsein und Willen verbunden. Die Gegenfunktion in dieser Vierheit ist unbewußt, wenig entwickelt,
primitiv. Im Laufe der persönlichen Entwicklung können auch die beiden benachbarten Funktionen bewußt herbeigezogen werden. Es tritt
dann beispielsweise zum Gefühl eine verfeinerte Wahrnehmung und eine gewisse intuitive Fähigkeit. Unbewußt bleibt die vierte Funktion,
hier das Denken. Es ist projiziert auf Menschen der Umwelt, wird an ihnen erlebt. Es haben manche Menschen Träume, in denen zwei
Zimmer bewußt ordentlich eingerichtet sind. Das erste Zimmer ist der Hauptraum, da lebt man. Das zweite häufig benutzt. Im dritten
Zimmer ist man selten, man weiß nicht recht, wie es aussieht. Gelegentlich gerät man dann in einen vierten dunklen Raum, von dem nicht
einmal klar ist, wem er gehört. Er kann leer stehen oder mit unbekannten und seltsamen Dingen angefüllt sein. Es wohnen auch etwa im
dritten und vierten Raume des Traumes gegengeschlechtliche Personen. Man spricht wenig mit diesen, fürchtet sie ein wenig, diese Schatten.
Mehrfach wird auch erzählt, ein oder zwei Zimmer gingen nach der dunklen Hofseite. Diese und ähnliche Träume, hier zusammengefaßt,
sind kaum anders zu deuten als von der Funktionsleere der komplexen Psychologie her. Das erste Zimmer ist der Ort der Hauptfunktion. Das
zweite die erste Nebenfunktion. Das dritte Zimmer, bei einem Mann etwa vermietet an eine Frau, enthält die dritte kaum mehr recht bewußte
Funktionen. Das vierte Zimmer ist der unbeachtete, nicht als zugehörige empfundene Ort der vierten Funktion. Hie und da ist das dritte
Zimmer in völlig anderer Bedeutung ein dritter Mensch, den man in die eigene Wohnung, etwa in die Ehe, aufgenommen hat. Es ergibt sich
eine Dreieck- Situation. Wer von Häusern, vom Haus und seinen Räumen häufig träumt, wird gut tun, die Anordnung und Lage der Räume
zu skizzieren. Man macht dabei erstaunliche Entdeckungen!
Psychologisch:
Raum verkörpert oft das kollektive Unbewußte oder symbolisiert die Entfaltung im Lebensraum, der einem Menschen zur Verfügung steht;
die genaue Bedeutung ergibt sich aus den individuellen Lebensumständen. Oft braucht der Mensch mehr Raum, um seine Möglichkeiten
wirklich optimal nutzen zu können. Der Träumende muß sich mehr darum bemühen, seine Vorstellungen von der Begrenztheit seines Ichs zu
überwinden. Wenn der Träumende in seinem Traum den Raum, in dem er sich aufhält, bewußt wahrnimmt, dann zeigt dies, daß er Zugang
zu seinem Potential hat. Der Raum kann auch die Intimsphäre des Träumenden darstellen, die durch einen anderen Menschen verletzt wurde.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Raum im Traum ein Bild für ein kosmisches Zentrum – für einen Ort, der „ist, war und immer sein wird“.
Diese Vorstellung kann die Sichtweise des Träumenden erweitern, die er derzeit von der Welt hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – großen leeren um sich haben: einer trostlosen Zukunft entgegengehen.
(Siehe auch „Haus“)
Raumschiff
Assoziation: – Erkundung von Bewußtseinssphären oder inneren Reichen; Überwindung physischer Grenzen.
Fragestellung: – Mit welchen höheren Bewußtseinsebenen will ich in Verbindung treten?
Raupen
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum einer Raupe begegnet, so deutet dies in der Regel darauf hin, daß er in irgendeiner Form eine große
Veränderung durchmacht. Vielleicht ist das Traumsymbol eine Warnung davor, daß die Metamorphose unvollständig sein könnte. Raupe soll
manchmal eine Krankheit ankündigen.
Psychologisch:
Tiefenpsychologisch betrachtet symbolisiert sie Eigenschaften, die noch nicht erkennbar sind; das kann vor anderen Menschen warnen, die
sich vielleicht in einer unangenehmen Art „entpuppen“ werden, oder auffordern, die eigenen Möglichkeiten zu entwickeln. Das
Entwicklungsstadium schöner Schmetterlinge deutet auf eine Entwicklungsphase in unserem Leben hin, auf das Unfertige, noch nicht
Ausgearbeitete, manchmal auch auf die seelische Ratlosigkeit. Das Bild von der Raupe schenkt uns aber die Hoffnung, daß es in unserem
Leben bald sehr viel schöner werden wird. Von Raupen zu träumen, deutet darauf hin, daß der Träumende in seiner Einstellung zu
Veränderungen etwas flexibler sein muß. Außerdem kann eine Raupe, da auch sie kriecht, das Böse oder allgemein Schwierigkeiten
darstellen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Raupe im Traum das zum größten Teil unbewußte spirituelle Potential, welches seine Schönheit
erst entfalten muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: verkörpern lästige Menschen, die sich nur sehr schwer abwimmeln lassen;
– sehen: Schaden nehmen; du wirst einen falschen Freund entlarven;
auch: bevor man neue Freundschaften eingeht, sollte man die betreffende Person gründlich auf ihre
Charaktereigenschaften überprüfen, da man durch deren unredliches Verhalten leicht in erhebliche
Schwierigkeiten geraten kann;
– in Schwärmen sehen: man soll sich vor Verlusten in finanziellen Angelegenheiten hüten;
– an sich haben: du wirst viel Ärgernis erleben;
– töten: man sucht dir zu schaden;
– von Gewächsen ablesen: sich vergeblichen Bemühungen unterziehen.

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(europ.) : – zeigen Feindseligkeiten an, sowie, daß Eigentum und Güter leicht im Wert sinken könnten;
mit niederträchtigen Leuten zu tun bekommen; man sollte sich vor deshalb vor undurchsichtigen Geschäften hüten;
in Beruf oder Liebe steht eine Enttäuschung bevor;
– eine sehen: ein Freund oder Bekannter wird sich so entpuppen, wie man ihn nicht kennt;
auch: es gibt neue Entwicklungsmöglichkeiten, die man noch nicht beachtet hat, doch sollte man dabei klug vorgehen;
– viele sehen: von einigen Menschen ist nichts gutes zu erwarten, denn sie werden sich ganz anders „entpuppen“;
– einfangen oder töten: Überwindung der Feinde; das Mißtrauen einem bestimmten Menschen gegenüber ist berechtigt.
(ind. ) : – sehen: Krankheit;
– Raupennest finden: Ehre;
– vernichten: du wirst deine Feinde unschädlich machen.
(Siehe auch „Schmetterling“)
Raupennest (Siehe „Raupen“)
Raupenschlepper
Allgemein:
Raupenschlepper steht für die Kraft und Energie, mit der man bevorstehende Probleme bewältigen wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: man wird in einer schwierigen Sache gut vorwärtskommen.
Rausch
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum einen Rausch hat, kann die Ursache hierfür von Bedeutung sein. Ist der Träumende betrunken, kann
dies auf einen Kontrollverlust verweisen. Ein veränderter Zustand aufgrund anderer Drogen hingegen symbolisiert möglicherweise eine
Bewußtseinsveränderung. Rausch warnt auch vor Illusionen und übertriebenen Hoffnungen; man wird rasch und schmerzlich wieder auf den
Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Psychologisch:
Veränderungen, die vielleicht durch einen Rausch im Bewußtsein auftreten, können im Traum gespiegelt werden. Manchmal kann diese
Bewußtseinsveränderung depressiver Natur sein und darauf verweisen, daß der Träumende das Negative in seinem Leben sprengen muß;
manchmal ist sie auch euphorischer Natur und zeigt, daß der Träumende sich in einem Zustand unkontrollierter Begeisterung befindet. Mit
dem Rausch im Traum will uns das Unbewußte wohl vielleicht auf einen Zustand im Wachleben hinweisen, in dem wir nicht mehr Herr
unserer Sinne sein könnten.
Spirituell:
Es gibt eine Art von Euphorie, die der Mensch in bestimmten Stadien seiner spirituellen Entwicklung erleben kann. Sie ist in der Regel
verbunden mit dem Wechsel von einer Bewußtseinsebene in eine andere, und dies wiederum steht in Zusammenhang mit einem plötzlichen
Zustrom neuer Energie.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben (betrunken sein): Albernheiten und Ausschweifungen begehen; du gibst dich angenehmen Täuschungen hin;
– einen Berauschten sehen: du wirst eine Person in deine Gewalt bekommen;
auch: man darf bei einem bestimmten Problem mit Hilfe von außen rechnen.
(europ.) : – haben, berauscht sein: rät dazu, in allem Maß zu halten, andernfalls tritt Krankheit und Kummer leicht
ins Haus; eine schöne Illusion wird durch die rauhe Wirklichkeit zerstört werden.
(ind. ) : – haben: gute Nachrichten geschäftlicher Art.
(Siehe auch „Alkohol“, „Drogen“)
Rauschen
Volkstümlich:
(arab. ) : – des Windes: nahendes Unheil.
(europ.) : – des Meeres hören: das Schicksal wird einen in weite Fernen führen;
– des Windes hören: verkündet eine (heimliche) frohe Botschaft.
Rauschgift (Siehe „Haschisch“, „Opium“)
Raute
Volkstümlich:
(europ.) : – häusliche Schwierigkeiten.
(Siehe „Geometrische Figuren“)
Razzia
Allgemein:
Razzia deutet auf Leichtsinn hin, durch den man in eine mißliche Lage gerät.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine sehen: man soll sich nicht leichtsinnig in Gefahr begeben.
– von einer betroffen sein: man gerät unverschuldet in eine kritische oder peinliche Lage;
– selbst bei einer mitmachen: man geht einem Gauner oder Hochstapler ins Garn.
Reben
Allgemein:
Rebe steht für Glück und Erfolg, wobei man nach den Begleitumständen die folgenden Bedeutungen unterscheidet:
– Grüne Rebe symbolisiert Erfolge.
– Rebe mit Trauben kündigt ebenfalls Erfolge an, für die man sich aber sehr anstrengen muß.
– Schwer voll Trauben hängende Reben künden seit alters her vom Glück im eigenen Heim.
– Kahle Rebe steht für Mißerfolge und schiefen Haussegen.
– Reben schneiden verspricht Familienglück.
– Rebe pflanzen fordert auf, sein Glück durch eigene Anstrengung zu begründen.

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Volkstümlich:
(europ.) : – ohne Trauben sehen: man wird in einer Sache tauben Ohren predigen; es werden einem große Hindernisse in den Weg gestellt;
– mit Trauben sehen: man wird nur mit viel Mühe zu einem bestimmten Ziel gelangen;
– schneiden: verheißt Glück in der eigenen Familie oder Wohnung.
(ind. ) : – sehen: du wirst ans Ziel gelangen;
– pflanzen: du wirst dein Glück begründen;
– schneiden: Glück in der Häuslichkeit.
(Siehe auch „Traube“, „Wein“)
Rebell
Allgemein:
Eine Symbolgestalt, die zur Durchsetzung der eigentlichen (und unbeeinflußten) Empfindungen und Ideen ermutigt.
Psychologisch:
Der Rebell, der in unseren Träumen Aufruhr stiftet, sind wir selbst; für unser Wachleben bedeutet das, daß wir uns vielleicht ungerecht
behandelt fühlen und dagegen ankämpfen wollen. Manchmal lehnt sich auch eine innere Stimme gegen uns selbst auf, weil wir uns irgend
jemanden gegenüber schnöde und schlecht verhalten haben.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: jemand will nicht so, wie man es von ihm möchte oder verlangt;
– mit einem oder mehreren Rebellen verkehren oder gemeinsame Sache machen: kündet
bedenkliche Differenzen mit Vorgesetzten oder hochgestellten Persönlichkeiten an.
(Siehe auch „Revolution“)
Rebellion
Allgemein:
Repräsentierte Aufruhr! Gegenwärtige Ereignisse haben die Seele in eine revolutionäre Stimmung versetzt. Es ist auch der Vorbote für eine
Nabelablösung.
Psychologisch:
Wie bei den meisten Träumen von Feindseligkeit, kann ein Traum von einem Kampf oder einer Rebellion gegen jemanden oder gegen
Autorität sowohl nach außen wie nach innen gerichtet sein. Das heißt, der Traum kann sowohl eine Auseinandersetzung mit jemand anderes
wie mit sich selbst widerspiegeln. Junge Leute, die Probleme mit Eltern oder Erziehern haben, träumen oft Geschichten, in denen sie ihre
Frustration abreagieren. Das kann die Form buchstäblicher Kämpfe annehmen. Der Traumgegner symbolisiert meist, wogegen man sich
auflehnt. Solche Träume sagen auch etwas über die eigenen Gefühle aus, weshalb man nicht nur ihre Ereignisse genau beleuchten sollte,
sondern auch die Atmosphäre, in der diese abliefen.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Untergebener der einem viel Ärger bereitet hat, wird bald aufhören, einem zu belästigen.
(Siehe auch „Kampf“)
Rebhühner
Volkstümlich:
(arab. ) : – Rebhühner bedeuten im allgemeinen Frauen oder Töchter.
– Findet jemand im Traum ein zahmes Rebhuhn oder hält er eines in seinem Haus, wird er eine nach seinem Geschmack
schöne und verständige Frau gewinnen.
– Fängt oder bekommt er von jemandem ein wildes Rebhuhn, wird er ein Weib nehmen, das zwar hübsch, aber streitsüchtig
und ungesellig ist.
– Besitzt einer ein Rebhuhn und geht es zugrunde, wird er von seiner Ehefrau geschieden werden.
– Ißt einer Rebhuhnfleisch, wird er von einer Frau kostbare Kleider geschenkt bekommen.
– Träumt eine Frau, sie finde ein Rebhuhn, wird sie eine Tochter gebären, falls sie schwanger geht, wenn nicht,
empfangen und gebären.
– Träumt der Kaiser, er jage Rebhühner, wird er sein Herz an seine Gemahlin und seine Konkubinen hängen.
– Dünkt es ihn, er esse Rebhuhnfleisch, wird er einer begehrten Frau beiwohnen.
– sehen: du baust Luftschlösser;
– schießen: man hintergeht dich;
– essen: Verarmung;
– viele sehen: Scheinglück.
(europ.) : – eines sehen: Warnung vor Eifersucht; viele kleine Schwierigkeiten; man ist viel zu bescheiden und sollte sich ruhig
in den Vordergrund stellen, damit man die Qualitäten und Fähigkeiten erkennen und würdigen kann;
– sehen: man hat gute Aussichten auf finanzielle Gewinne;
– für Männer, ein Schwarm aufflattern sehen: die Damen in der Umgebung wollen einem zwar verführen, aber hegen
dabei nur oberflächliche Absichten;
– fliegen sehen: zukünftige Unternehmungen stehen unter einem guten Stern;
– fangen: man darf auf die Gunst des Schicksals hoffen; man wird von einem Menschen in der Umgebung getäuscht;
– schießen: die Eifersucht anderer wird einem zu schaffen machen;
– töten: gilt als Vorzeichen für Erfolg, doch wird man ein Großteil des Vermögens abgeben müssen;
– essen: man wird einem anderen Grund zur Eifersucht geben; symbolisiert den Genuß verdienter Ehren.
Reblaus
Volkstümlich:
(ind. ) : – dein Glück wankt.
Rechen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Gras etc. damit zusammenraffen: halte deinen Besitz zusammen;
– sehen: du wirst Ordnung in deine Angelegenheiten bringen;
– damit bedroht werden: du wirst eine derbe Zurechtweisung erfahren.
(ind. ) : – du wirst eine Erbschaft verlieren.

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Rechentafel
Volkstümlich:
(arab. ) : – darauf rechnen: du wirst in finanziellen Schwierigkeiten geraten.
(europ.) : – oder -schieber sehen: man hat sich in etwas verrechnet oder wird es tun;
– auf einer rechnen: nicht auf andere, sondern auf sich selbst soll man sich verlassen.
Rechnen
Allgemein:
Rechnen (Rechenschieber) fordert zu gründlicher Überlegung auf, ehe man entscheidet und handelt. Manchmal warnt es auch vor
Berechnung anderer, die einen ausnützen wollen, oder droht an, daß man sich in einer Angelegenheit verrechnet hat.
Psychologisch:
Falls man es im Traum mit einer Rechenaufgabe oder Gleichung zu tun hat, die einfach nicht aufgeht, so kann dies bedeuten, daß man einen
Flüchtigkeitsfehler übersehen hat, der die gesamte Haltung im Wachleben abwerten könnte.
Volkstümlich:
(europ.) : – aus einer schwierigen Lage wird man mit Hilfe des Verstandes einen Ausweg finden; auch: man sollte einmal
ehrlich überprüfen, ob man es sich leisten kann, daß andere Menschen immer auf einem seine Kosten leben;
– bei Armen: ein Zeichen künftigen Reichtums;
– bei Reichen: Armut;
– eine Rechenaufgabe lösen: eine Mahnung, die eigenen Lebenskosten einmal gründlich zu überprüfen,
denn man sollte aus einer schwierigen Lage bald einen Ausweg finden;
– eine Rechenaufgabe nicht lösen können: man wird bald schlechte Neuigkeiten zu hören bekommen;
– Rechenschieber: man hat sich in einer bestimmten Angelegenheit gründlich verrechnet und hofft nun auf Hilfe;
auch: ein Zeichen dafür, daß man zu den „berechnende Menschen“ gehört.
(ind. ) : – Ärger über Geldverlust;
– ohne ein Resultat zu gewinnen: dir entgeht eine Erbschaft.
Rechnung
Assoziation: – fällige Zahlung.
Fragestellung: – Wofür muß ich zahlen?
Allgemein:
Rechnung kann im Sinne von Quittung verstanden werden. Teilweise symbolisiert sie Unsicherheit, Ängste, Selbstzweifel, bei Männern auch
Potenzstörungen durch Überbewertung der Sexualität. Sie ist in Verbindung mit Zahlen zu deuten. Geht sie auf, so geht auch unsere
Lebensrechnung auf, wir können frohgemutes in die Zukunft schauen, uns an die Verwirklichung neuer Aufgaben heranwagen. Lösen wir
die Rechnung nicht, sind wir in einer Konfliktsituation, aus der wir uns nur durch eigenes Zutun befreien können. Oder wir haben Angst vor
der eigenen Courage, etwas Neues zu beginnen.
Psychologisch:
Von einem Rechnungsbeleg zu träumen, kann bedeuten, daß man für einen bestimmten Vorgang die Verantwortung übernehmen muß: Man
soll die wesentlichen Punkte „belegen“ können, andernfalls würde man „zur Kasse gebeten“. Wenn man gerade ein schlechtes Gewissen hat,
kann es auch bedeuten, daß man für sein Fehlverhalten „bezahlen“ muß. In der psychologischen Deutung wird eine im Traum präsentierte
Rechnung als Aufforderung verstanden, daß man seine „Lebensbilanz“ ziehen sollte, um alte Belastungen zu erledigen und frei für einen
neuen Lebensabschnitt zu sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine erhalten die bezahlt werden muß: es steht ein finanzieller Gewinn ins Haus;
– jemandem eine ausstellen: man wird seine eigenen Ideen gut umsetzen können.
(europ.) : – Zweifel am eigenen Wert; bei Männern oft als Potenztraum zu werten;
– schreiben: frohe Hoffnungen hegen;
– eine ausschreiben oder jemandem zustellen: man läßt sich auf eine unsichere Sache ein;
– haben andere bei einem offenstehende Rechnungen: unangenehme Vorfälle im Geschäft
werden eine rigorose Handhabung verlangen;
– bezahlt bekommen: gehegte Wünsche werden sich erfüllen;
– nicht bezahlt bekommen: unerfüllte Wünsche;
– zur Zahlung vorgelegt bekommen: man befindet sich in einer bedrohlichen Position;
man könnte sich auf das Gesetz berufen, um sich aus der Sache zu befreien;
– eine präsentiert bekommen: man sollte sich ernsthaft bemühen, anderen gegenüber gerecht zu sein,
wenn das auch noch so schwer fällt;
– erhalten: Erinnerung daran, daß man ein gegebenes Versprechen noch nicht eingelöst hat;
– selbst eine bezahlen: man wird bald einen Kompromiß in einem ernsten Streit finden;
auch: rascher finanzieller Gewinn;
– selbst eine nicht bezahlen können: beinhaltet üble Nachrede;
– Träumt eine junge Buchhalterin davon, Rechnungen zusammenzuzählen, wird sie Schwierigkeiten
im Geschäft und in der Liebe haben. Doch eine liebenswerte Person gibt ihr die Hoffnungen zurück.
Von ihrem derzeitigen Arbeitgeber wird sie aufs höchste respektiert.
(Siehe auch „Eins“ bis „Dreizehn“, „Quittung“, „Zahlen“)
Recht
Volkstümlich:
(arab. ) : – verteidigen: du wirst in Streitigkeiten geraten.
(Siehe auch „Gerechtigkeit“, „Prozeß“)
Rechts
Allgemein:
Rechts ist im Traum niemals als politische Einstellung aufzufassen. Wie in der Regel mit der rechten Hand geschrieben und gehandelt wird,
so bedeutet rechts im Traum die Seite des Bewußtseins, der geistigen Interessen und Aktivität. Rechts kann im Traum auch ein Hinweis auf
einen männlichen Gesichtspunkt sein. Die individuelle Bedeutung ergibt sich aus der Beziehung zu anderen Symbolen im Traum und aus
den individuellen Lebensumständen.

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Psychologisch:
Wenn in einem Traum stark die „rechte Seite“ (Hand, Körperhälfte, Sitzordnung an einem Tisch, Wegwahl an einer Kreuzung usw.) betont
wird, ist es als Hinweis auf Eigenschaften zu verstehen, die man der rechten Gehirnhälfte zuschreibt: z.B.: Aktivität.
Durchsetzungsvermögen, logisches Denken, Sachlichkeit usw. Selten, aber wenn es der Zusammenhang der Traumhandlung ergibt, kann
„die Rechte“ auch einen politischen Inhalt symbolisieren.
(Siehe auch „Links“, „Positionen“)
Rechtsanwalt
Assoziation: – Verteidigung; Konfliktlösung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben brauche ich Hilfe? Welche Probleme bin ich zu lösen bereit?
Allgemein:
Er hilft uns im Traum, manches zu richten, und weist damit auf eine verfahrene Sache in unserem Wachleben hin; oft sieht man darin auch
bevorstehende Streitigkeiten. Man achte darauf, ob das Traumbild die Beratung abschließt.
Psychologisch:
Symbolgestalt für ein ausgeprägtes Bedürfnis nach gerechter (oder – den eigenen Vorstellungen entsprechend – richtiger) Selbstbewertung
und Behandlung der eigenen Person. Man achtet vorrangig darauf, daß man keiner Fehleinschätzung zum Opfer fällt. Man verteidigt ganz
entschieden alles das, was man (für sich und die eigene Lebensform) für richtig hält. Außerdem: Man hat gerade vor, gerechte Forderungen
geltend zu machen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit ihm verkehren: Kummer und Sorgen;
– gehen sehen: Zank und Streit steht dir bevor.
(europ.) : – mit ihm verkehren und verhandeln: deutet auf Streitigkeiten oder behördliche Auseinandersetzungen hin;
auch: vielleicht hat man auch ein Unrecht wieder gut zu machen und jetzt wäre der richtige Zeitpunkt dafür;
– sehen: man muß eine rechtliche Angelegenheit klären und in Ordnung bringen;
– der Rechtsanwalt trägt eine schwarze Robe: verspricht leider keine Aussicht auf Besserung der aktuellen Situation;
– Hat eine junge Frau in irgendeiner Weise mit einem Rechtsanwalt zu tun, wird sie unwissentlich
taktlos handeln und somit zum Opfer von negativer und beschämender Kritik werden.
(ind. ) : – sehen: tue Gutes und bereue es nicht;
– mit ihm reden: sei vorsichtig mit Prozessen;
– im Talar: achte auf deine Ehre.
Rechtsgelehrter
Volkstümlich:
(ind. ) : – man stellt dir heimlich nach.
Reck
(Turngerät)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder daran üben: begib dich nicht unnötig in Gefahr.
Redakteur
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit ihm sprechen: du wirst verschiedene Neuigkeiten erfahren.
Redaktion
Volkstümlich:
(ind. ) : – vertraue auf dich selbst.
Rede / reden
Allgemein:
Rede (Ansprache) kann Mitteilungs- und Geltungsbedürfnis versinnbildlichen; man will sich vielleicht im Wachleben allzusehr in den
Vordergrund drängen. Auf jeden Fall möchte er auf seine Umwelt wirken und sie in seinem Sinne beeinflussen. Dann warnt sie oft vor
Übertreibungen, mit denen man anderen auf die Nerven fällt. Manchmal weist sie auf Schwatzhaftigkeit hin. Hält ein anderer die Rede,
warnt uns das davor, uns von jemandem bereden (überreden) zu lassen. Bei der Auslegung können auch der Inhalt des Gesprochenen und die
darin eventuell enthaltenen Symbole von Bedeutung sein.
Psychologisch:
Im Traum gehaltene Reden zeigen an, daß spezielle Gefühle und Bedürfnisse jetzt ihren verbalen Ausdruck finden sollten. Es ist der richtige
Zeitpunkt, um jemandem etwas ausführlich und vorbehaltlos zu erklären, was man bis jetzt zurückgehalten hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt der Kaiser, ein Großer oder Feldherr, es redeten Wesen und Dinge mit ihm, die sonst nicht mit Lauten begabt sind,
werden ihm Freude und Sieg über die Feinde winken, und er wird sich kaum fassen vor Erstaunen und Freude gleichwie
über die Rede derjenigen, die nicht der Sprache mächtig sind.
– Mit einem Baum oder Haustier zu sprechen prophezeit jedem viel Geld und Reichtum, er sei, wer er wolle.
– Spricht einer mit einem wilden Tier oder mit einer Schlange, bedeutet das ebenso Sieg über seine Feinde;
denn die wilden Tiere und Schlangen haben Feindschaft mit den Menschen.
– Redet jemand mit Vögeln, weist das auf seinen Reichtum wegen der Flügel.
– halten: deine Geschwätzigkeit wird dir manche Unannehmlichkeiten bereiten.
(europ.) : – Redner sehen: Friede, Wohlstand;
– laut reden und keiner hört zu: mit sich selbst im Streit sein;
– halten: zeigt eine ehrenvolle Laufbahn an; deutet auf unbefriedigtes Geltungsbedürfnis hin;
– andere auf einem einreden: dies ist ein Spiegelbild, wie man anderen auf die Nerven fällt;
– anhören: ermahnt zum Guten; Warnung, sich nicht beschwatzen zu lassen;
– im Banne eines brillanten Redners sein: verheißt, daß man Schmeicheleien zuviel Beachtung schenkt, da man sich überreden läßt,
Unbekannten zu helfen;
– Verliebt sich eine junge Frau im Traum in einen Redner, wird sie sich in der Liebe von Äußerlichkeiten beeindrucken lassen.

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(ind. ) : – Redner sehen: gute Geschäfte;
– halten: du wirst einen Ehrenposten erhalten und Einfluß gewinnen;
– hören: Ehre, Ruhm und gute Geschäfte;
– mit anderen reden: du bist beliebt;
– reden ohne es zu wissen, was: schlechte Zeiten;
– mit Tieren reden: Kummer und Sorgen;
(Siehe auch „Predigt“)
Reflektion
(Siehe „Spiegel“)
(Widerspiegelung)
Regal
Allgemein:
Ein Regal in einem Traum ist ein Hinweis auf das Bedürfnis des Träumenden, etwas aufzubewahren oder in Ordnung zu halten. So kann
etwa ein Weinregal eine Aufforderung sein, daß der Träumende sein soziales Leben unter die Lupe nehmen muß, während ein Schuhregal
das Bedürfnis spiegelt, die beste Methode des Fortschritts zu ergründen.
Psychologisch:
Das Regal im Traum, unabhängig davon, was es aufbewahren soll, kann ein Hinweis darauf sein, daß der Träumende zu sehr an Altem hängt.
Es ist an der Zeit, sich von Eigenschaften, Meinungen und Idealen zu trennen, die ihm auf dem Weg zur Ganzheitlichkeit nicht mehr dienlich
sind.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert das Regal im Traum einen kostbaren Schatz des Wissens.
Volkstümlich:
(europ.) : – leere: prophezeien einem Verlust und Schwermut; Pläne werden durchkreuzt;
– volle: bedeuten die baldige Erfüllung von Hoffnungen und den Erfolg von Bemühungen oder Anstrengungen.
Regatta
Allgemein:
Regatta deuten altindische Traumbücher als Problem, das sich aus der eigenen Eitelkeit ergibt.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Besuch an einem fremden Ort bringt einem neue Arbeit.
(ind. ) : – sehen: du wirst durch deine Eitelkeit nur Unannehmlichkeiten haben.
Regel
Psychologisch:
Geben Sie sich Spielregeln vor? Oder ordnen Sie sich den Regeln anderer unter? Diese Fragen sollten Sie sich stellen, wenn Sie Träume
haben, in denen Regeln aufgestellt, übergangen, an neue Umstände angepaßt usw. werden. Es geht um Themen wie Ordnung und
Unterordnung, Organisation und kreatives Chaos, Systematik oder abstrakte Folgerungen.
Regen
Assoziation: – Freisetzung von Emotionen; mal sanft und wohltuend, mal dramatisch und bedrohlich.
Fragestellung: – Welche Gefühle strömen auf mich ein?
Artemidoros:
Ein Regen ohne Sturm und heftigen Wind ist allgemein gut, ausgenommen für jene, die sich zu einer Reise rüsten, und für Leute, die ihre
Arbeiten unter freiem Himmel verrichten; diesen ist er hinderlich. Sprühregen und Raureif sind Bauern höchst zuträglich, während sie den
übrigen Menschen mäßige Geschäfte ankündigen. Platzregen, Wirbelwind und Sturm sind Vorboten von Gefahren und Schäden; einzig
Sklaven, Armen und Leuten, die sich in einer Klemme befinden, prophezeien sie Befreiung von den sie bedrängten Widerwärtigkeiten; denn
auf gewaltige Stürme folgt gutes Wetter.
Allgemein:
In seiner einfachsten Bedeutung steht Regen für Tränen und das Loslassen von Gefühlen. Der Träumende war vielleicht deprimiert und hat
im Alltag keine Möglichkeit, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Je nach den Begleitumständen deutet man ihn oft wie folgt:
– Regen sehen fordert auf, mehr Gefühle zuzulassen.
– Vom Regen durchnäßt werden deutet auf Probleme durch Gefühle hin; man läßt sich zu sehr von Gefühlen leiten.
– Nieselregen steht für Entspannung und innere Ausgeglichenheit.
– Wolkenbruch warnt vor Gefühlsüberschwang.
– Überschwemmung durch Regen deutet darauf hin, daß man sich von Gefühlen hinreißen läßt und dadurch zu Schaden kommt.
Psychologisch:
Er kommt auch im Traum vom Himmel herab und befruchtet die Erde. Das umschreibt, daß wir im Wachleben die Früchte unserer
(geistigen) Arbeit oder unserer Liebe ernten können, unsere Hoffnungen und Wünsche können in Erfüllung gehen. Peitscht uns der Regen
stürmisch ins Gesicht, werden wir uns auf manchen Streit, auf manche vergebliche Liebesmüh gefaßt machen müssen. Verspüren wir im
Traum auf unserer Haut, daß der Regen warm ist, können wir uns wohl auf einen „warmen Regen“ freuen, auf eine Aufbesserung der
Finanzen, zumal ja auch auf Regen immer Sonnenschein folgt. Aber leider kann man manchmal vom Regen in die Traufe kommen, also vom
Leben enttäuscht werden. Im Traum des Mannes entspricht der Regen dem ungestillten Bedürfnis nach Totalentspannung. Im Traum einer
Frau kann Regen für den Geschlechtsakt stehen. Zudem kann er eine allgemeinere Bedeutung haben und auf die Verwirklichung von
Möglichkeiten auf Gruppenebene hindeuten. Alle Menschen sollten dazu in der Lage sein, die Fruchtbarkeit zu nutzen, die er mit sich bringt.
Spirituell:
Wegen seines „himmlischen“ Ursprung symbolisiert Regen im Traum göttliche Segnung und Offenbarung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deutet auf gute Zeiten; man wird sich allmählich von seinen Sorgen befreien;
– sehr stark und zerstörerisch: es drohen in privaten Dingen Unannehmlichkeiten und Gefahren;
– darin gehen: Überfluß an irdischen Dingen.
(perser) : – Träumt einer, wie die Dachziegel des Hauses ohne Regen von Wasser triefen, und kommt das Wasser vom Eis,
bedeutet es entsprechend dem Triefen Befreiung vom Elend;
trieft es aber ohne irgendwelchen äußeren Grund, wird eine schlimme Nachricht vom Kaiser oder vom Gouverneur eintreffen,
später sich aber als Trug herausstellen;
wenn das Wasser aber aus einer Regenwolke läuft, klar und mäßig ist, werden die Einwohner Gnade und Barmherzigkeit
von Gott erlangen und reiche Ernte einbringen;

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strömt das Wasser mehr als nötig und ist es nicht klar, werden sie nach dessen Menge und Trübung Strafe vom Kaiser
oder vom Gouverneur erleiden.
– Scheint es einem, als werde der Ort von Asche, Staub oder etwas anderem ohne Regen überschüttet,
werden die Einwohner etwas Gutes vom Kaiser erfahren entsprechend dem Stoff, der sich über sie entlud.
– Dünkt es einen, es komme am Ort bei hellem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel Feuchtigkeit herab, deutet das,
gleichgültig, wer der Träumer ist, auf den Kaiser; denn ihm wird Gott Hilfe und Sieg über seine Feinde schenken,
und Freude wird bei den Einwohnern herrschen, weil häufig die Erde auch vom Tau des Himmels erfrischt wird.
Wenn es am Ort aus Wolken regnet und das Wasser sauber ist, wird etwas Gutes bevorstehen, wenn trübe, das Gegenteil.
(europ.) : – wie Himmel, Quelle und Wasser zu verstehen: immer sind Farbe und Zustand zu beachten;
Erfüllung der Wünsche und Hoffnungen;
– heraufziehenden Regen hören oder sehen und nicht naß werden: erfolgreiche Pläne und schnelles erreichen der Ziele;
– sehen: es werden auch wieder bessere Zeiten kommen;
– warmer Regen fällt auf einem herab: ein Symbol für Fruchtbarkeit, Erfolg im Beruf und Glück in der Liebe;
– kalter Regen: andere Menschen werden einem bald schlecht behandeln;
– milder Regen verheißt Handwerkern: Gewinn und Verdienst;
– Kaufleuten: Vorwärtskommen;
– Künstlern: Auszeichnung;
– davon völlig durchnäßt werden: bevorstehendes Glück und Segen des Himmels; man wird das Glück woanders finden als dort,
wo man es sucht oder erwartet;
– in einem Regenschauer sein: das Studium der Weltschöpfung und der wohldosierte Genuß egoistischer Freuden wird einem
ein herrliches Vergnügen bereiten;
– Regenwasser sammeln: Gesundheit;
– bei Sonne sehen: bedeutet Glück unter Tränen;
– aus dunklen Wolken fallend: die Tragweite der Unternehmungen wird einem beunruhigen;
– Regen und Sturm mit Hagel und Finsternis: Gefahr, Unfall, Verlust; verheißt immer Unglück;
– sich in einem Regenschauer bei klarem Wetter aufhalten: man wird Vergnügungen mit jugendlichem Eifer genießen und ein
Vermögen machen;
– im Haus sitzen und durch das Fenster einen Platzregen sehen: man wird Glück haben, und leidenschaftliche Liebe wird belohnt;
– das platschen der Regens auf dem Dach: verkündet Glück und Freude zu Hause; man wird ein bescheidenes Vermögen erlangen;
– ist das Haus bei Regen und klarem Wetter undicht, steht einem unerwartet ein verbotenes Vergnügen
bevor; ist das Wetter jedoch scheußlich und trübe, erwartet einem das Gegenteil und Entlarvung;
– bedauern, Pflichten nicht erfüllt zu haben, während man dem Regen lauscht: man wird Vergnügen suchen;
– stehen andere im Regen: man wird Freunden kein Vertrauen schenken;
– fällt der Regen auf das Vieh: bedeutet Enttäuschung im Geschäftsleben und Unerfreuliches in gesellschaftlichen Dingen;
– Träumt eine junge Frau davon, daß ihre Kleidung naß und dreckig wird, während sie im Regen steht, dann wird sie sich mit
jemandem taktlos amüsieren und den Argwohn von Freunden erregen, weil sie dummen Vergnügen nachgeht.
(ind. ) : – naß werden: Verlust einer guten Person; Krankheit;
– sehr starker: drohendes Unheil;
– sanfter: Gewinn;
– mit Sonnenschein: angenehme Abwechslung;
– goldener: Vergnügen.
(Siehe auch „Himmel“, „Wolken“)
Regenbogen
Assoziation: – Verheißung; sichtbarer Segen.
Fragestellung: – Was macht mir Mut? Wo erwarte ich das Glück zu finden?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilig; Segen; Verjüngung; schön.
Beschreibung: Der Regenbogen ist ein Halbkreis am Himmel, der sich aus allen Farben des Farbspektrums zusammensetzt. Er entsteht,
indem Sonnenstrahlen von Regentropfen reflektiert werden, die in der Sonne gegenüberliegenden Regenwolken enthalten sind. Früher wie
heute wurde und wird der Regenbogen von erdverbundenen Völkern als ein sehr heiliges Symbol gesehen. Das Erscheinen des Regenbogens
am Himmel wird häufig mit der Anwesenheit des Großen Geistes gleichgesetzt. Er ist ein Zeichen des Segens für die Menschen, die ihn
wahrnehmen, und für jene, über denen er erscheint.
Allgemeine Bedeutung: Ein Segen; Verjüngung; Heilung.
Assoziation: Gewitter; auf Regen folgt Sonnenschein; wo die Enden des Regenbogens die Erde berühren, ist nach dem Volksmund ein
Schatz vergraben.
Transzendente Bedeutung: Ein direkter Segen.
Allgemein:
Er gilt als das Friedens- und Vereinigungssymbol schlechthin: Das Licht der Sonne (Feuer) und das Wasser des Regens tragen nicht (wie
sonst immer) den Kampf der Elemente aus, verhalten sich nicht „wie Feuer und Wasser“ (auflösend und auslöschend) – sie verbinden sich
zum faszinierenden, spektralfarbenen Himmelszeichen: Gefühl (Wasser) und Wille (Feuer) verschmelzen zu harmonischer Einheit. In der
christlichen Tradition galt ein Regenbogen als Symbol für das Bündnis zwischen Gott und den Menschen. Bei vielen Stämmen der
nordamerikanischen Indianer gilt der Regenbogen, im Gegensatz zu Westeuropa, als ein Unglückssymbol. Heute gilt er vor allem als
Sinnbild vereinter Gegensätze, für Phantasie und Kreativität – und als Glückssymbol der Liebenden. Nach C.G. Jung: die Brücke zum
Jenseits.
Psychologisch:
In der Regel verkörpert er Kreativität und Phantasie. Der Regenbogen, der sich im Traum zeigt, ist ein Symbol der Hoffnung und das
Versprechen von Besserung. Er enthält in der Realität alle Farben des Lichtspektrums. Die Erweiterung des Bewußtseins und die
Empfänglichkeit für etwas, das flüchtig ist wie ein Regenbogen, weist auf das Bedürfnis nach sensibilisierter Wahrnehmung hin. Daher gilt
er im Traum als Sinnbild für die Vereinigung von Gegensätzen, vor allem zwischen Verstand und Gefühl, die zur inneren Harmonie führt.
Konkret fordert er oft auf, sich mit einem anderen auszusöhnen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Regenbogen ein Ganzheitssymbol. Das farbige, bogenförmige Licht verbindet die Erde mit dem Himmel.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deine Zuneigung und Liebe findet Anerkennung; Lösung gravierender Probleme; gute Nachrichten.
(europ.) : – sehen: gilt für erfreuliche Nachrichten und besagt, daß man sich mit einem Feind aussöhnen wird;
auch: verkündet außergewöhnliche Ereignisse; die Geschäfte werden vielversprechend sein und
die Ernte wird reichliche Erträge bringen; Liebendem verheißt er ein großes Glück in der Beziehung;
– ein tiefer über grünen Bäumen: bedeutet uneingeschränkten Erfolg.
(ind. ) : – sehen: du wirst in der Liebe betrogen;
– Glück in Unternehmungen.
(Siehe auch „Farben“, „Regen“)
Regenmantel
Allgemein:
Regenmantel weist darauf hin, daß man unangenehme Einflüsse nicht überbewerten darf, sondern einfach an sich „ablaufen“ lassen soll, weil
ihnen keine besondere Bedeutung zukommt. Er symbolisiert weiter Schutz vor der Fruchtbarkeit jedweder Art. Oder ein Schutz vor
Gefühlen, den eigenen und denen anderer Menschen.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen anziehen: Anspannungen werden von einem abfallen.
(Siehe auch „Kleidung“)
Regenpfeifer
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wächter; Schildwache; schützend; trügerisch.
Beschreibung: In den Vereinigten Staaten heißt der Regenpfeifer, insbesondere der Schreiregenpfeifer (Charadrius vociferus) nach seinem
Ruf »Killdeer«. Sein Vokalrepertoire besteht aus Trillern und mehreren anderen Klängen. Der an See- und Flußufern lebende Vogel baut
seine Nester auf dem Boden. Es heißt, daß der Regenpfeifer einen gebrochenen Flügel vortäuschen kann, um etwaige Angreifer von seinem
Nest und seinen Jungen abzulenken. Aus diesem Grund respektieren erdverbundene Stämme den Regenpfeifer als Wächter und guten
Beschützer zukünftiger Generationen.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil von dir, der andere an der Nase herumführen würde, um deine Kinder oder das Kind in dir zu beschützen;
ein Aspekt deines Selbst, der immer auf der Hut ist.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Ein Wächtergeist, der deine Träume und deine Traumarbeit schützt; eine Schildwache zwischen deinem Wach-
und deinem Traumbewußtsein.
Regenpfützen
Volkstümlich:
(europ.) : – sind Anzeichen von Widerwärtigkeiten;
– hineinfallen: Betrübnis und Krankheiten.
(Siehe auch „Pfütze“)
Regenschirm
Assoziation: – Schutz vor emotionaler Überschüttung.
Fragestellung: – Was strömt auf mich ein?
Allgemein:
Ein Abwehrsymbol, man will sich gegen einen Kontakt, gegen ein Gefühl (Regen = Wasser = Emotion) „abschirmen“, man verhindert, daß
man von einer Empfindung „durchdrungen“ wird. Regenschirm kann auf überflüssige Ängste hinweisen, von denen man sich befreien soll.
Nach alten Traumbüchern kann er auch mehr Ansehen verheißen.
Psychologisch:
Er umreißt unser Schutzbedürfnis gegen alle Gewalten der Natur. Ein alter Mann zum Beispiel, der sich im Traum verzweifelt bemüht,
seinen verlorenen Regenschirm wiederzufinden, versucht vielleicht im Wachleben krampfhaft, eingebüßte Sexualkraft wiederzugewinnen.
Eine Frau, die den Schirm aufspannt, will sich eventuell eines aufdringlichen Verehrers erwehren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder benutzen: sei vorsichtig, es wird dir zustatten kommen;
– aufgespannt sehen: es werden demnächst Differenzen im Familienkreis auftreten;
– selbst aufspannen: man ist für die Familiendifferenzen selbst verantwortlich;
auch: man soll sich vor Irrtümern hüten, die beträchtliche Substanz und Nerven kosten werden;
– beiseite legen: es droht ein Streit.
(europ.) : – sehen: man hat unnötige Angst vor etwas;
– aufgespannt sehen: man sollte mit Worten und Taten viel behutsamer sein,
denn auch spätere Reue würde nichts wiedergutmachen;
– selbst einen bei Regen aufspannen: man sieht sein Glück nicht und läuft blindlings daran vorbei;
– bei Regen aufspannen: man sieht sein Glück nicht und geht daran vorbei;
– einen tragen: Schwierigkeiten und Ärgernisse werden einem gefangenhalten;
– andere damit sehen: man wird sie darum bitten, mit milden Gaben auszuhelfen;
– sich einen ausleihen: ist ein Omen für ein Mißverständnis, vielleicht mit einem guten Freund;
– einen verleihen: es droht Kränkung durch falsche Freunde;
– verlieren: es kommt zu Problemen mit einem Vertrauten;
– einen in Stücke zerrissenen oder zerbrochenen sehen: man wird verleumdet;
– ein löchrigen tragen: man wird wegen seines Schatzes oder wegen Bekannten Schmerz und Unwillen empfinden;
– einen neuen in der Sonne tragen: steht für höchstes Vergnügen und Wohlstand.
(ind. ) : – sehen: du kommst zu Ansehen;
– zerrissener: du wirst in bösen Wahn verfallen.
(Siehe auch „Sonnenschirm“)

1135
Regenwürmer
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schmal; lang; sich selbst erneuernd; transformierend; mit Sauerstoff anreichernd; bereichernd; Erneuerung; nördlicher
Seelenpfad.
Beschreibung: Der Regenwurm wird im Medizinrad mit der mittleren Position des nördlichen Seelenpfads und mit der Erneuerung
verbunden. Dieses kleine Tier hat große Bedeutung für das Fortbestehen des Lebens. Selten dicker als ein kleiner Finger, kommen
Regenwürmer weltweit vor. Sie können sehr lang werden und sich selbst erneuern. Die Verdauung des Regenwurms schenkt uns die
entscheidendste Grundlage des Lebens: neue fruchtbare Erde. Regenwürmer haben weder Augen noch sonst ein Sehvermögen, aber sie
verschwinden im Erdreich, wenn sie Licht spüren. Sie reichern den Boden mit Sauerstoff an, während sie sich vorwärtsbewegen und fressen,
und das wiederum gestattet es Bakterien, organische Stoffe zu zersetzen und den Boden somit anzureichern. Regenwürmer besitzen sowohl
männliche als auch weibliche Keimdrüsen in ein und demselben Körper. Wird ein Tier zweigeteilt, so bildet der verbliebene Teil den jeweils
fehlenden nach.
Allgemeine Bedeutung: Regeneration; wie man der Erde helfen kann; wie du das Leben am besten unterstützen kannst; ein Hinweis darauf,
wie sehr auch kleine Beiträge wichtige Konsequenzen haben können.
Assoziation: Regen; Wurm als verächtliches Schimpfwort.
Transzendente Bedeutung: Transformation.
Allgemein:
Regenwurm steht für viele Feinde und Gegner, die man sich oft durch eigene Rücksichtslosigkeit selbst schafft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen sehen: deutet auf nichts Gutes, auf Zerstörung deiner Pläne; warnt vor neuen Bekanntschaften;
– viele sehen: man wird von anderen Personen große Wertschätzung erfahren und daraus einen erheblichen
Vorteil für sein Leben erlangen.
(europ.) : – einen sehen: so lange es einem gut geht, werden „Freunde“ zugegen sein;
auch: man sollte den stillen Fleiß anderer Menschen nicht übersehen und selbst etwas bescheidener leben;
– suchen und zum Angeln gebrauchen: Vorzeichen von Erfolgen und Gewinn; man wird skrupel- und
bedenkenlos seinen Weg gehen.
(ind. ) : – einen sehen: du machst eine Bekanntschaft;
– viele sehen: Feinde trachten nach deinem Eigentum.
Regie / Regisseur
Psychologisch:
Führen Sie selbst im Spiel Ihres Lebens Regie? Oder befolgen Sie die Regieanweisungen anderer? Darum geht es in einem solchen Traum
und natürlich auch um den Stellenwert der Rolle, die Sie (unter welcher Regie?) zu spielen hatten. Eine Haupt- oder Nebenrolle? War es ein
heiteres, witziges Stück oder ein bedrückend empfundenes Drama? Es geht um Ihren eigenen Entscheidungsspielraum, um
Selbstverwirklichung – oder um Ihr „Mitspielen“ bei einem gemeinsamen Anliegen.
(Siehe auch „Nebenrolle“, „Schauspieler“)
Regieren
Volkstümlich:
(arab. ) : – wenn du dich selbst überhebst, wirst du erniedrigt werden.
(europ.) : – du wirst Verluste erleiden.
(ind. ) : – Unfrieden und Unglück im Heim.
Regierung
Assoziation: – Verwaltung; Vorschriften; Kontrolle; Versorger.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben habe ich das Gefühl, kontrolliert oder versorgt zu werden?
Allgemein:
Regierung symbolisiert Überzeugungen, Prinzipien, Haltungen und äußere Zwänge, die das Leben beherrschen; die individuelle Bedeutung
ergibt sich aus den Lebensumständen.
Volkstümlich:
(europ.) : – von einem Posten bei der Regierung zu träumen, bedeutet unsichere Lebensumstände und viel Armut.
Regiment
Psychologisch:
Bei aller Verschiedenheit haben ein Regiment und ein Orchester viel gemeinsam. In beiden ist strikte Disziplin und exakte Zusammenarbeit
nötig, um erfolgreich zu wirken (= zu verteidigen / kämpfen bzw. Musik zu machen). Im Traum Regimentsangehöriger oder
Orchestermitglied zu sein, kann die Notwendigkeit ausdrücken, mit den Freunden oder Kollegen diszipliniert zusammenzuarbeiten – „im
Gleichschritt“ und „gleichgestimmt“. Die anderen im Regiment oder Orchester können direkt die Kollegen in der Realität verkörpern. Wie
gut spielte das Orchester, wie entschlossen marschierte das Regiment?
Volkstümlich:
(europ.) : – aufmarschieren sehen: Belästigung, Ausgaben, Leid;
– marschieren sehen: bedeutet einen ernsthaften Disput, in dem man in Kürze verwickelt sein wird.
(Siehe auch „Orchester“)
Register
Allgemein:
Register (Registrator) weist auf einen höflichen, ordentlichen, pünktlichen und genauen Menschen hin. Nicht selten wird er aber
aufgefordert, damit nicht zu übertreiben, weil die Selbstentfaltung sonst übermäßig eingeschränkt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – anlegen: du wirst dich mit unnötigen Dingen quälen.
(europ.) : – führen, damit sonstwie zu tun haben: einer deiner Pläne kommt nicht zur Ausführung; deutet auf gutes Benehmen hin.
(ind. ) : – lesen: du wirst in einem Plan gehindert.

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Registrator
Volkstümlich:
(europ.) : – man ist gewohnt, pünktlich zu sein.
Reh
Allgemein:
Reh verkörpert die weiche, sanftmütige, verletzliche Seite der Persönlichkeit, die nach Harmonie, Liebe und Glück strebt. Folgende
Begleitumstände können für die genaue Deutung wichtig sein:
– Reh sehen ermahnt, das Glück nicht durch eigene Schuld zu zerstören.
– Reh erlegen kündigt eine Enttäuschung in der Liebe an.
– Zahmes Reh soll nach alten Traumbüchern Familienglück mit Kindern versprechen.
– Rehbraten zubereiten oder essen steht für Gewinne, was sich oft auf persönliche Bindungen bezieht.
Psychologisch:
Das Reh ist in natura ein sehr scheues Tiere, deshalb kommt es in der Traumsprache als Bild für Scheu, Sanftmut, Verletzbarkeit und
Zartheit vor. Oft deutet das Reh im Traum auf die gefühlsbetonte Seite der weiblichen Sexualität hin. Das Reh warnt den Träumenden aber
auch vor zu großer Verletzbarkeit und zu starker Entfernung von der Realität aufgrund romantischer Schwärmereien. Das scheue Waldtier
tritt nur gegen Abend aus seinem Versteck heraus, um zu äsen; vielleicht wird mit ihm übersetzt, das seelische Wünsche erwachen, unsere
Scheu vor anderen abzulegen und aus uns herauszugehen. Oft sind Rehe auch getarnte Glücksboten, die aber wie trügerisches Glück so
schnell, wie sie gekommen sind, von ihnen fliehen. Der Rehbock soll seit alters her vor übereilten Entschlüssen warnen (er stellt ja seine
Lauscher auf, wenn Gefahr im Verzuge ist). Und wer im Traum auf die Rehjagd geht und nicht trifft, sollte sich im Wachleben vor
unbedachten Äußerungen hüten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: glückliche Tage in angenehmer Gesellschaft verbringen; eventuell eine Erbschaft.
– jagen: einen Unschuldigen verfolgen.
(europ.) : – eines im Freien sehen: sein Glück soll man nicht durch eine Ungeschicklichkeit verscheuchen; verheißen gute Geschäfte;
verheißt jungen Leuten tiefe und reine Freundschaft und Verheirateten eine harmonische Ehe;
– ein zahmes sehen: Kindesliebe; man wird Freude durch Kinder erleben;
– zahme Rehe sehen: man wird bald eine freundliche Begegnung haben;
– flüchtende: man sollte seine Freunde und Bekannte nicht durch sein Benehmen vor den Kopf stoßen, sie könnten sonst flüchten;
– eines auf der Jagd schießen oder töten: eine Liebesbeziehung wird durch großes Leid getrübt; von Feinden verfolgt werden;
– Geschäftsleuten sagt eine Jagd auf Rehe das Scheitern ihrer Vorhaben voraus;
– ein totes in der Wildbrethandlung sehen: verheißt materiellen Erfolg.
(ind. ) : – sehen: du wirst zu Glück und Wohlstand kommen;
– schließen: du wirst eine unbedachte Handlung begehen;
– hüpfen sehen: angenehme Gesellschaft.
– Rehbock: Jagdabenteuer;
– Rehbraten: du wirst hohe Gäste empfangen.
(Siehe auch „Hirsch“, „Hirschjagd“, „Jagd“, „Rehbock“, „Tiere“)
Rehbock
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt eine unkluge Handlung an, man soll also sein Tun und Lassen demnächst immer vorher prüfen;
– von einem überrascht und gestoßen werden: verkündet Streit und Ärger.
(Siehe auch „Hirsch“, „Hirschjagd“, „Jagd“, „Rehe“, „Tiere“)
Rehbraten
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: du wirst zu einem Mahl geladen werden.
(europ.) : – zubereiten sehen: verheißt unerwarteten Gewinn;
– selbst zubereiten oder essen: man wird zu einer vornehmen Gesellschaft eingeladen
oder entsprechenden Besuch erhalten.
(ind. ) : – essen: du kommst zu Glück und Wohlstand.
Reibeisen
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst kleine Unannehmlichkeiten haben;
– darauf reiben: Freunde und treue Liebe;
– sich daran verletzen: du bist von bösen Weibern umgeben.
(europ.) : – eines sehen: die rauhe Wirklichkeit wird eine Enttäuschung bringen;
– mit einem hantieren: gewollt oder ungewollt wird man jemanden verletzen.
(ind. ) : – haben: du hast gute Freunde und treue Liebe.
Reich
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein (viel Geld und Gut besitzen): Arme werden Wohlstand erlangen, Reiche müssen auf Verdrießlichkeiten gefaßt sein.
(europ.) : – sein: man wird Geld verlieren.
(ind. ) : – sein: du wirst dich in gefährliche Spekulationen einlassen.
Reiche
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder mit ihnen verkehren: Hartherzigkeit von Bekannten.

1137
Reichtum
Assoziation: – Wert; Sicherheit.
Fragestellung: – Was will ich oder fürchte ich zu besitzen?
Allgemein:
Von Reichtum zu träumen heißt, daß der Träumende das reichlich besitzt, was er braucht. Vielleicht liegt eine sehr anstrengende
Lebensphase hinter ihm, in der er sich sehr um etwas bemühen mußte. Jetzt aber zeigt ihm sein neuer Reichtum, daß er sein Ziel erreicht hat.
Reichtum verweist auch auf das Streben nach materiellem Besitz oder Macht und Einfluß hin; zugleich warnt das Symbol vor Spekulationen,
die das alles gefährden können.
Psychologisch:
Reichtum und Ansehen sind gewöhnlich eng miteinander verknüpft. Hat der Träumende also Probleme mit seinem Ansehen, kann es sein,
daß ein Traum von Reichtum handelt. Häufig aber verweist das Traumsymbol auch auf vorhandene eigene Ressourcen oder auf die anderer
Menschen, auf die der Träumende zurückgreifen kann. Er hat die Fähigkeit, aus seinen Erfahrungen und Gefühlen zu schöpfen und daher in
seinem Leben viel zu erreichen.
Spirituell:
Ein „reiches“ spirituelles Wissen wartet darauf, erworben zu werden. Geträumter Reichtum deutet darauf hin, daß es sich in Reichweite des
Träumenden befindet.
Volkstümlich:
(europ.) : – oder träumen, daß man reich und unabhängig ist: zeigt den Weg, den man einschlagen soll, um sein Ziel zu erreichen;
– über Reichtümer verfügen: man wird für seinen unermüdlichen Einsatz und die Sorgfalt,
die man in den Angelegenheiten walten läßt, mit einer hohen Stellung belohnt.
(ind. ) : – genießen: gefahrvolle Spekulation.
(Siehe auch „Geld“)
Reiher
Medizinrad:
Schlüsselworte: Geduld; im oder am Wasser zu Hause; laut rufend.
Beschreibung: Reiher sind mittelgroße oder große Vögel, die im Wasser umherstaksen, lange Hälse haben und werden oft mit den größeren,
gedrungenen Kranichen verwechselt. Reiher gibt es überall auf der Welt. Meistens haben sie graue Federn mit anderen Farben am Kopf
und/oder am Bauch.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil von dir, der sich in den Gewässern der Welt oder in den Gewässern des Lebens wohl fühlt; ein Aspekt
deines Selbst, der bereit ist, über das zu sprechen, woran auch immer du glaubst.
Assoziation: Reihern – sich übergeben; etwas loswerden, was zuviel ist.
Transzendente Bedeutung: Gabe gefühlsmäßigen Verstehens; Gabe des Elements Wasser.
Reif
Allgemein:
Reif (Rauhreif) symbolisiert abgekühlte Gefühle, die aber nicht völlig erloschen sind, sondern neu belebt werden können, wenn man sich
darum bemüht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Reif auf Dächern und Feldern: zerstörte Hoffnungen.
(europ.) : – im Winter sehen: verheißt einen schönen, aber kühlen Liebhaber;
– eine von Reif überzogene Landschaft sehen: in einer bestimmten Angelegenheit sollte man sich keine Hoffnungen machen;
auch: der Vergangenheit sollte man nicht weiter nachtrauern.
(ind. ) : – auf dem Feld: eine Hoffnung wird zerstört.
Reifen
Assoziation: – Kissen; Auffangen von Stößen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben muß ich mir den Weg ebnen?
Artemidoros:
Einen Reifen treiben bedeutet, man werde Anstrengungen unterworfen, aus denen dem Träumenden ein Nutzen entstehen wird.
Allgemein:
Ähnlich zu deuten wie Kreis und Rad. Wer einen Reifen um ein Faß schlägt, kann eine neue Beziehung anknüpfen oder einen Kreis neuer
Bekannter finden.
Psychologisch:
Der Reifen ist das, was uns vorwärts bringt und was sich in unserem Leben dreht. Ist der Reifen platt, fehlt uns die Energie, die Luft und/oder
die Erdung, um auf unserem Lebensweg voranzukommen. Sind Sie platt? Ist Ihnen die „Luft“ ausgegangen? Der Ersatzreifen ist die Energie,
die wir nicht nutzen, um vorwärtszukommen. Er symbolisiert auch unser Energiereservoir.
Volkstümlich:
(arab. ) : – aus Holz oder Eisen sehen oder haben: eine dauernde Verbindung;
– um ein Faß schlagen sehen: die Verbindungen, die du anknüpfen kannst, werden dir viel nützen;
– selbst anlegen: was du unternimmst, ist verfehlt;
– damit spielen: man wird sich bald für eine bestimmte Sache begeistern, die den eigentlichen Interessen nicht entspricht,
aber neue Wege eröffnet;
– ein platzender Autoreifen: geheime Hoffnungen werden sich in nächster Zukunft nicht erfüllen.
(europ.) : – man soll neue Verbindungen pflegen; verheißt einflußreiche Freundschaften; viele Freunde werden sich Rat bei einem holen;
– durch einen springen oder andere dabei zu sehen: verheißt entmutigende Aussichten; doch durch einen entscheidenden Sieg
wird man das Blatt wenden können;
– Kinderreifen sehen: Sehnsucht nach sorglosen Spielen in der Kindheit.
(ind. ) : – an einem Faß anschlagen: du knüpfst neue Verbindungen an;
– schlagen: du hast Freude an einfachem Vergnügungen.
(Siehe auch „Kreis“, „Rad“)

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Reifeprüfung
Medizinrad:
Schlüsselworte: Erfahrung; Respekt; Lehren; Heilen; Führen.
Beschreibung: Reif sein heißt, erwachsen oder voll entwickelt zu sein. In naturverbundenen Gesellschaften war die Reife eine Zeit, in der ein
Mensch große Verantwortung trug und ihm deswegen viel Respekt entgegengebracht wurde. Weil ein reifer Mensch die Gabe der Erfahrung
besaß, wurde ihm die Ehre zuteil, die Jüngeren zu lehren, während diese die Älteren unterstützten. Die Reife war eine Zeit des Führens,
Lehrens und Heilens.
Allgemeine Bedeutung: Ein Traum dessen, was du sein kannst, wenn du voll entwickelt bist; deine eigene Reife wahrnehmen; einen Blick
auf deinen zur Vollkommenheit geführten Zustand werfen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung dessen, wohin dich deine Vision tragen kann.
Psychologisch:
Muß man das Abitur, das man längst bestanden hat, im Traum noch einmal machen, bedeutet das die Umstellung der eigenen Persönlichkeit
auf eine andere Lebensform, die seelische Wandlung des eigenen Ich. Wer die Reifeprüfung im Traum nicht besteht, hat möglicherweise
Angst vor Veränderungen, die er nicht verkraften zu können glaubt, oder er wehrt sich gegen Neuerungen, weil er im alten Trott fortfahren
möchte.
(Siehe auch „Prüfung“)
Reifrock
Volkstümlich:
(arab. ) : – von einer weiblichen Person tragen sehen: du wirst durch lächerliche Moden zum Gespött.
(ind. ) : – haben: du verlierst etwas Liebes.
Reihe (Siehe „Linie“)
Reime
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen (dichten): beschäftige dich nicht mit Dingen, die du nicht verstehst.
(europ.) : – sich als Dichter versuchen und Reime schreiben: Sorgen wegen der Geschäftskonten; man wird betrogen.
(ind. ) : – machen: du tust deiner Liebe etwas zu Gefallen;
– lesen: du bist sehr selbstgefällig;
– deklamieren (ausdrucksvoll vortragen) hören: du bist Theaterliebhaber.
Reinheit
Medizinrad:
Schlüsselworte: Gesund; ursprünglich; unschuldig; spontan; aufnahmebereit; nördlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Reinheit wird im Medizinrad mit der inneren Position des nördlichen Seelenpfads assoziiert. Zu dieser Qualität gehören das
Mineral Herkimer- Diamant, die Pflanze Wachslilie, das Tier Delphin und die Farbe durchscheinendes Weiß. Reinheit heißt, die Welt durch
die Augen des Kindes wahrnehmen – in Frische und Unschuld.
Allgemeine Bedeutung: Die Welt mit frischen Augen betrachten; Rückkehr zur Unschuld; die Befähigung zum Enthusiasmus; die Säuberung
von falschen Auffassungen oder von Sarkasmus.
Assoziation: Jungfräulichkeit; frei von innerem und äußerem Schmutz.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Integrität und Ausgeglichenheit.
Reinigen / Reinigung
Med izinrad:
Schlüsselworte: Ausputzen; ablösen; entladen; kathartisch; loswerden; Aufgeben; nördlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Die Reinigung wird im Medizinrad als Qualität mit der äußeren Position des nördlichen Seelenpfads assoziiert. Sie ist ein
Prozeß des sich frei machen von alten Ideen oder der Abtrennung von früheren Gedankenformen. Die Reinigung hilft dir auch dabei, alte
Gefühlsblockaden oder Mißverständnisse auf der emotionalen Ebene aufzulösen. Sie steht mit dem Aufgeben alter spiritueller Vorstellungen
in Zusammenhang. Mit der Reinigung sind als Mineral Sodalith, als Pflanze Echinacea, als Tier der Waschbär und als Farbe Hellgrün
verbunden.
Allgemeine Bedeutung: Reinigung auf der physischen, geistigen, emotionalen oder spirituellen Ebene; Neuanfänge.
Assoziation: Frühjahrsputz.
Transzendente Bedeutung: Sich von Altem befreien, um für Neues Raum zu schaffen.
Psychologisch:
Daß man sich im Traum heftig und zwanghaft die Hände wäscht, ist nichts Ungewöhnliches. Es ist der Versuch, das Unterbewußtsein von
der Erinnerung an eine schwere Sünde oder ein Vergehen zu reinigen. Ein Traum in dem man sich selbst wäscht, steht in Zusammenhang mit
etwas, das uns im Wachleben beunruhigt oder besorgt macht. Je mehr wir uns im Traum schrubben, desto zwingender / drängender ist der
Impuls dazu. Einen Fleck von einem Kleidungsstück abzuwaschen, hat ähnliche Implikationen. Man muß eruieren, auf welches Problem sich
dieses Traumsymbol bezieht. Meistens ist es entweder sofort – oder zumindest über zusätzliche Symbole – erkennbar. Manchmal ist dieser
Traum auch eine Aufforderung, gewissenhafter zu sein. Bedeutsam ist auch, welcher Körperteil im Traum gereinigt wird. Unter der Dusche
stehen oder in einem Bad liegen, bedeutet, daß man ein allumfassendes Problem vor sich hat. Wäscht man das Haar mit Shampoo, dann
bezieht sich das auf die eigenen Gefühle, wäscht man sich die Genitalien, schämt man sich einer sexuellen Eskapade oder weiß, daß man sich
schämen sollte. Es kann aber auch die Besorgnis um eine Geschlechtskrankheit ausdrücken. Ein Traum vom Großreinemachen Zuhause oder
auch nur eines einzelnen Raums kann sich auf einen unbewußten Wunsch beziehen, das Wachleben neu zu ordnen. Man hat wahrscheinlich
die Notwendigkeit erkannt, einigen „Schmutz“ oder „Staub“ loszuwerden, der die Reaktionen beeinträchtigt oder die Urteilsfähigkeit
vernebelt. Vielleicht hat man im Traum mit einer Waschmaschine zu tun gehabt. Hat man lediglich zugesehen, wie die Maschine lief, so
kann das ein Gleichnis für die tägliche Routine sein. Ist sie langweilig und ewig gleich? Ähnliches kann es bedeuten, wenn man sich im
Traum einen Waschmittelwerbespot im Fernsehen ansah. Es kann den Wunsch nach Verbesserung des Lebensstils signalisieren – vielleicht
sogar durch den Kauf einer neuen Waschmaschine.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Kleider, Schuhwerk etc.): dein Ordnungssinn wird das verdiente Lob ernten.
(Siehe auch „Waschen“ und unter den anderen Bezeichnungen)

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Reinkarnation (Siehe „Inkarnation“)
Reis
Allgemein:
Reis als Traumsymbol symbolisiert Nahrung sowohl geistiger als auch körperlicher Art. Darüber hinaus ist er ein Sinnbild für Überfluß. Reis
kann körperbedingt bei Hungergefühl auftreten. Alte Traumbücher verstehen ihn als Symbol guter Gesundheit und eines langen Lebens. Ist
der Traum von Hungergefühlen begleitet, kann darin auch ein Zeichen von Kummer und Entbehrungen gesehen werden. Traditionelle
Deutung: Durch falsche Ratgeber kann ein Plan gefährdet sein.
Psychologisch:
Als Grundnahrungsmittel symbolisiert er die Grundbedürfnisse des Menschen. Seine Farbe läßt auf Reinheit und Unschuld schließen.
Traditionell wird Reis magische Kraft zugeschrieben.
Spirituell:
Wie die meisten Getreidearten ist Reis, spirituell gesehen, ein Symbol für Unsterblichkeit und Fruchtbarkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: dir sind bessere Verhältnisse beschieden;
– essen: dein Vermögen nimmt mit der Zeit zu; gute Zeiten ohne Sorgen haben;
– verschütten: es muß mit Ärger und Streit gerechnet werden.
(europ.) : – Nottraum, der auf körperlichen oder geistigen Mangel zurückgeht; auch: gutes Omen;
es verspricht Erfolg und Freundschaften;
das gute Gelingen aller Geschäfte ist einem sicher; Bauern erwartet eine gute Ernte;
– sehen, zubereiten: zusätzliche Einnahmen haben;
– essen: deutet auf Glück und häuslichen Wohlstand hin; gute Vitalität und Gesundheit;
was man anpackt wird einem auch gelingen;
– verschmutzter Reis: Krankheiten und die Trennung von guten Freunden sind die Folge;
– Auf junge Frauen, die Reis kochen, warten in Kürze neue interessante Aufgaben,
die sie glücklicher machen, und sie werden zu neuem Reichtum kommen;
– Reisfelder sehen: bedeutet die Anhäufung eines riesigen Vermögens.
(ind. ) : – essen: Gesundheit und langes Leben;
– kochen: du wirst von einer Krankheit genesen;
– kaufen: Vermögenszuwachs.
(Siehe auch „Getreide“, „Korn“, „Reisfelder“)
Reise
Assoziation: – Übergang von einer Lebensart oder Verhaltensweise zu einer anderen.
Fragestellung: – Wohin bin ich unterwegs? Wohin will ich gelangen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Der Weg, der durch das Leben genommen wird; eine Methode, um Ziele zu erreichen; Erdpfad; Verbindung mit der Erde.
Pferd: Primitiv; kraftvoll; angeschlossen; Tiernatur; Intensität; Gefühle; Sexualität.
Fahrrad: Ökologisch; der Erde nah; zeigt die eigene Kraft.
Kutsche: Geschwindigkeit; Abtrennung von der Erde; Pferde benutzend; Technologie.
Auto: Geschwindigkeit; Technologie; abgetrennt; das, was alle tun; Kontrolle oder Kontrollverlust.
Massentransport: Kontrollverlust; Teil der Menge; Mangel an individueller Richtung und individuellem Blick.
Beschreibung: Reisen heißt, sich von einem Ort zu einem anderen zu bewegen.
Allgemeine Bedeutung: Träume vom Reisen können dir helfen zu verstehen, wo du jetzt in deinem Leben stehst und wo du hinmöchtest.
Dein Fortbewegungsmittel sagt etwas darüber aus, wie du Dinge in deinem Leben angehst. Der Traum vom Zufußgehen bedeutet, daß du
dich stark mit der Erde und mit deinem eigenen Weg verbunden fühlst. Vom Fahrradfahren zu träumen bedeutet, daß du noch immer eine
starke Verbindung zur Erde fühlst, aber auch das Bedürfnis hast, dich technologischer Errungenschaften zu bedienen, um dein Ziel schneller
zu erreichen. Von einer Kutschenfahrt zu träumen entfernt dich einen Schritt weiter von der Erdverbundenheit und vielleicht auch von
deinem Weg. Sie zeigt ein noch größeres Bedürfnis nach Geschwindigkeit an. Von einer Autofahrt zu träumen heißt, daß du dich sehr stark
als Mitglied der modernen Gesellschaft empfindest und daß du es in allen Dingen mehr oder weniger eilig hast. Ein solcher Traum weist auf
einen Mangel an Verbindung zur Erde hin. Wenn du träumst, daß du in einem Auto mitfährst, das von einer anderen Person gesteuert wird,
so sagt dir dies, daß du mehr oder weniger die Kontrolle über dein Leben verloren hast. Der Traum von einer Bus-, Zug- oder Bootsfahrt
oder mit einem anderen erdgebundenen Massentransportmittel deutet an, daß du dein Leben wirklich nicht mehr beherrscht. Er zeigt, daß
jemand anderer dich dorthin bringt, wohin du gehen mußt, und dir sagt, wie du an diesen Ort gelangen kannst. Solche Träume können auch
auf einen ernstzunehmenden Mangel an Verbindung mit der Mutter Erde und deinem eigenen heiligen Pfad hinweisen. Von einer Reise im
Flugzeug zu träumen bedeutet, daß du ein Ziel so schnell wie möglich erreichen möchtest. Da auch ein Flugzeug ein Massentransportmittel
ist, kann dies heißen, daß du in bezug auf dieses besondere Ziel die Kontrolle verloren hast. Ein Traum von einer Flugreise beinhaltet auch
das Fliegen. Zu fliegen muß nicht unbedingt auf einen Mangel an Erdverbundenheit hinweisen. Achte darauf, ob du im Traum dem, was
unter dir und um dich herum ist, deine Aufmerksamkeit widmest. Manchmal kann ein solcher Traum dir einen besseren Überblick über deine
Verbindung zu Erde verschaffen. Vom Reisen zu träumen heißt, daß du dich darauf vorbereitest oder bereits dabei bist, innerhalb des
Medizinrads eine andere Position einzunehmen. Es ist wichtig, auf die Details eines solchen Traums zu achten, da sie dir Hinweise darauf
geben können, wo du dich bisher befunden hast und wohin innerhalb des Medizinrads du dich jetzt in Bewegung setzt. Wenn du beispiels-
weise einen Traum hattest, in dem Himbeeren vorkamen, dann kann dies darauf deuten, daß du dich auf die Störposition zubewegst. Oder
hattest du einen Traum, in dem du im Zug sitzt und an deinem Handgelenk ein Kupferarmband wahrnimmst, dann könnte dies anzeigen, daß
dein Ziel die Schlangen-Position ist.
Assoziation: Urlaub.
Transzendente Bedeutung: Verstehen deiner Ziele und was du tust, um sie zu erreichen.
Allgemein:
Die Reise im Traum hat stets mit einem Wandel des seelischen Standpunkts zu tun, mit dem Wohin unserer Lebensreise. Hier werden
Stationen angeführt, an denen wir verweilen möchten, aber auch das Wegwollen von einem bestimmten Ort durch neue Pläne und Aufgaben
oder der Wunsch, sich einer Verantwortung zu entledigen, wird angedeutet. Die genaue Bedeutung kann nur individuell aus den
Lebensumständen erkannt werden. Zuweilen fordert die Reise auch zur Erforschung der eigenen Persönlichkeit auf. Eine Reise im Traum ist
ein sehr starkes Bild. Immer wenn dies auftaucht, ist die Art angesprochen, wie der Träumende sein alltägliches Leben gestaltet und auf
welche Weise er Fortschritte macht. Jeder Schritt, den der Mensch auf dem Wege zu einem größeren Verständnis seiner selbst und der Welt,
in der er lebt, macht, ist Bestandteil der großen Reise des Lebens. Auch die Träume bringen Nacht für Nacht Stufen auf diesem Weg zum
Ausdruck. Im normalen Alltagsgespräch greift man auf Redewendungen zurück, um das Auf und Ab des Lebens, den Stillstand, die

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Hindernisse, das Ziel und so fort zu beschreiben. Meisten drehen sich Träume, welche die Reise des Lebens zum Thema haben, um das Hier
und Jetzt und geben Schnappschüsse des Geschehens bestimmter Augenblicke wider. Bilder aus der Vergangenheit oder wiedererkennbare
Szenarios helfen dem Träumenden, die Ereignisse richtig zu verstehen und den richtigen Weg zu finden.
Psychologisch:
Die folgenden Einzelaspekte einer Reise können in der Traumdeutung Berücksichtigung finden:
– Abreise: Die Abreise, etwa von einem Flughafen oder einem Bahnhof, wurde in älteren Traumdeutungen immer als Tod interpretiert.
Heute scheint das Symbol eher auf einen Neuanfang hinzudeuten. Der Träumende läßt das alte Leben hinter sich, um etwas Neues zu
unternehmen. Wenn ein Mensch, der zu seinem Leben gehört, ihn verläßt, träumt er vielleicht davon, daß jemand abreist, und er erlebt im
Traum die Traurigkeit, die dies auslöst. Wird der Träumende an der Abreise gehindert, dann zeigt dies, daß er begonnene Aufgaben noch
nicht zu Ende gebracht hat. Wenn im Traum die genaue Uhrzeit der Abreise hervorgehoben wird, wird dem Träumenden damit eine
bestimmte Frist in bezug auf irgendeinen Lebensumstand bewußt.
– Autofahren: Das Autofahren spielt im Traum als Symbol eine besonders wichtige Rolle: Es stellt die Grundbedürfnisse und Wünsche des
Menschen dar. Sitzt der Träumende hinter dem Steuer, dann hat er die Kontrolle. Ist er unglücklich, weil eine andere Person fährt, dann
vertraut er diesem Menschen vielleicht nicht genug oder will sich nicht von ihm abhängig machen. Wird der Träumende überholt, läßt
dies seine Passivität ahnen. Überholt er das Fahrzeug vor sich, zeigt dies seinen Erfolg, den er jedoch möglicherweise nur aufgrund einer
ausgeprägten Wettkampfhaltung erzielt hat. Wird der Träumende überholt, fühlt er sich durch die Leistungsfähigkeit eines anderen
Menschen übertroffen. Der Traum vom Autofahren spiegelt wider, wie sich der Träumende im Alltagsleben verhält. Seine Triebe,
Aggressionen, Ängste, Zweifel und sein Sozialverhalten werden durch das Autofahren dargestellt.
– Beifahrer: Ist der Träumende der Beifahrer, stellt dies klar, daß er sich von den Umständen treiben läßt und nicht wirklich darüber
nachgedacht hat, wie er weitermachen will. Nimmt er einen Beifahrer in seinem Auto mit, dann hat er freiwillig oder unfreiwillig
Verantwortung für andere Menschen übernommen.
– Hindernisse: Hat der Träumende Hindernisse vor sich, dann ist er sich der Schwierigkeiten bewußt, die noch auftauchen könnten.
Der Träumende muß sich klarmachen, daß er selbst seine Probleme schafft und daß sie wahrscheinlich etwas mit seiner Einstellung
zu tun haben. Immer wieder anhalten und losfahren: Dies weist auf einen Konflikt zwischen Faulheit und Antrieb hin.
– Motor: Er stellt die sexuellen Triebe und die grundlegenden Motive des Träumenden dar.
– Reise beenden: Wenn der Träumenden in seinem Traum eine Reise beendet hat – wieder zu Hause ankommt, mit dem Flugzeug landet
und sofort, zeigt dies, daß er erfolgreich an seinem Ziel angelangt ist.
– Reiseziel: Wenn es im Traum auftaucht, kann dies auf bestimmte Vorstellungen des Träumenden bezüglich seiner Ziele verweisen.
So wie sich auch innere Motive vom äußeren Verhalten unterscheiden können, so müssen auch bewußte Hoffnungen und Ideale nicht
unbedingt mit dem übereinstimmen, was der Träumende auf der unbewußten Ebene will. Träume heben solche Widersprüchlichkeiten
hervor. Häufig erkennt der Träumende seine Ziele erst dann genau, wenn er auf dem Weg zu ihnen den ersten Hindernissen und
Herausforderungen begegnet.
– Schwierige Reise: Hat der Träumende eine schwierige Reise gerade hinter sich, sind die Schwierigkeiten und Behinderungen aus der
Vergangenheit bewältigt.
– Straße: Im Traum stellt die Straße den individuellen Weg des Träumenden und seine Handlungsweise dar. Ein Hindernis auf der Straße
stellt Schwierigkeiten auf dem Weg dar. Kurven verweisen auf Richtungsänderungen. Kreuzungen bieten Wahlmöglichkeiten, und eine
Sackgasse stellt dar, daß der Träumende auch mit seinem Leben in eine Sackgasse geraten ist. Wird eine bestimmte Strecke hervorgehoben,
so verweist dies vielleicht auf eine bestimmte Anstrengung oder Zeitspanne. Führt die Straße bergauf, ist Mühsal im Spiel, führt sie bergab,
ist fehlende Kontrolle gemeint.
– Um die Ecke biegen: Wenn er um die Ecke biegt, hat er akzeptiert, daß er die Richtung ändern muß. Hat er im Traum einen Unfall
verhindert, dann zeigt dies, daß der Träumende seine Impulse beherrschen kann.
– Verkehrsstau: Er zeigt, daß der Träumende sich selbst daran hindert, weiterzukommen. Möglicherweise kann es in einer solchen Situation
sinnvoller sein, die Reise vorläufig zu unterbrechen.
– Verkehrsunfälle und -delikte: Beides könnte mit der Sexualität oder dem Selbstbild des Träumenden in Zusammenhan g stehen. Vielleicht
achtet er nicht sorgfältig genug darauf, sich richtig zu verhalten. Ein Straßenrennen symbolisiert Gefühle, die der Träumende nicht unter
Kontrolle hat.
– Zusammenstoß: Er stellt Streitereien und Konflikte dar, die häufig durch die eigenen Aggression hervorgerufen werden.
Die Art des Transportmittels kann darauf verweisen, wie der Träumende sich durch die einzelnen Lebensabschnitte bewegt. Das Fahrzeug,
dessen der Träumende sich in seinem Träumen bedient, macht in der Regel eine wichtige Aussage über seine Persönlichkeit und/oder sein
Selbstbild. Die folgenden Fahrzeuge können in Träumen eine Rolle spielen und lassen sich entsprechen deuten:
– Auto: Das Auto symbolisiert den Träumenden. Dabei muß es sich nicht zwingend um einen PKW handeln; der Träumende kann sich auch
durch ein anderes Gefährt, wie eine Kutsche, gut repräsentiert fühlen. Außerdem steht das Auto für den Körper und macht den Träumenden
somit auf spezifische Schwierigkeiten aufmerksam. Funktioniert beispielsweise der Motor nicht richtig, hat der Träumende nicht genügend
Energie, um weiterzumachen. Funktioniert die Zündung nicht, benötigt der Träumende Unterstützung, um mit einem bestimmten Vorhaben
zu beginnen. Die Hinterreifen können auf das Gesäß und die Sexualität des Träumenden verweisen, das Steuerrad kann symbolisieren, wie
er sein Leben im Griff hat, und so fort. Funktionieren die Bremsen nicht, dann hat der Träumende nicht genug Kontrolle über sein Leben.
Befinden sich in dem Auto zu viele Menschen, dann zeigt dies, daß er sich durch Verantwortung überlastet fühlt.
– Bahn: Ein Zug illustriert das Sozialverhalten des Träumenden, seine Beziehungen zu anderen Menschen, und stellt seine Einstellung zu sich
selbst dar, Ein Zug mit einer Dampflok verweist darauf, daß er sich altmodisch und alt fühlt; ein moderner elektrischer
Hochgeschwindigkeitszug hingegen kann Jugendlichkeit und Effizienz signalisieren. Einen Zug zu erwischen bedeutet, daß der Träumende
erfolgreich dazu in der Lage war, die äußeren Umstände mit sich selbst in Einklang zu bringen und daher ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Einen Zug zu verpassen heißt, keine Ressourcen mehr zu haben, um richtig erfolgreich zu sein. Der Träumende hat entweder ein wichtiges
Detail vergessen, oder er war nicht vorsichtig genug. Nun fürchtet er, eine Chance verpaßt zu haben. Vor dem Zielort aus dem Zug zu
steigen, stellt die Angst des Träumenden vor seinem eigenen Erfolg dar. Das Traumsymbol kann auch eine verfrühte Ejakulation
symbolisieren. Der Träumende hat sich anscheinend nicht ausreichend unter Kontrolle. Verläßt er den Zug wieder, bevor er losgefahren ist,
zeigt dies, daß der Träumende noch rechtzeitig genug eine zweite, bessere Lösung für ein Problem gefunden hat. Eisenbahnschienen haben
die Bedeutung von Wegen, die den Träumenden zu seiner Bestimmung führen. Das Entgleisen eines Zuges ist ein Hinweis auf
unangemessene Handlungen. Hält sich der Träumende gegen seinen Willen in dem Zug auf, läßt er sich von äußeren Umständen zu stark
beeinflussen. Fährt der Zug mit dem Träumenden in ein Bahnhof ein, verweist dies darauf, daß er diese Phase seiner Lebensreise
abgeschlossen hat. Vielleicht ist er bereit, mit der Welt allgemein eine neue Beziehung einzugehen. Das Frachtgut in einem Zug kann die
verschiedenen Abschnitte des Lebens darstellen und auch, wie der Träumende zu ihnen steht. Ist das Frachtgut in schlechtem Zustand oder
schmutzig, ist dem Träumenden bewußt, daß er noch etwas in seinem Leben in Ordnung bringen muß.
– Bus: Durch die Busreise im Traum ist sich der Träumende des Wunsches bewußt, daß er reisen und dabei mit anderen Menschen
zusammensein möchte. Vielleicht hat er mit ihnen das Ziel gemeinsam. Ärger mit Fahrplänen, also den Bus zu verpassen, zu früh
anzukommen oder eine Verbindung nicht zu erwischen, zeigt, daß der Träumende sein Leben nicht im Griff hat und vielleicht neu planen
sollte, was und wie er in seinem Leben fortfahren will. Im falschen Bus zu sitzen oder in die falsche Richtung zu fahren, macht den
Träumenden seine gegensätzlichen Wünsche bewußt und verlangt vom ihm, seiner Intuition zu folgen. Dies ist normalerweise eine

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Warnung vor falschen Handlungen. Reicht dem Träumenden das Geld nicht, um seine Fahrkarte zu bezahlen, dann fehlen ihm für ein
bestimmtes Vorhaben die nötigen Ressourcen; vielleicht hat er einfach die Einzelheiten nicht gründlich genug in Betracht gezogen.
– Fahrrad: Wenn der Träumende radfährt, zeigt sich darin das Bedürfnis, persönlichen Bemühungen und Motiven Aufmerksamkeit zu
schenken. Auf der psychologischen Ebene sucht der Träumende vielleicht Freiheit ohne Verantwortung, denn ein Fahrrad verweist auf
Jugend und vielleicht auch auf das erste aufregende Bewußtwerden der Sexualität.
– Flugzeug: Ein Flugzeug verweist auf eine schnelle, angenehme Reise, auf deren Einzelheiten der Träumende achten muß. Vielleicht
beginnt er eine neue sexuelle Beziehung. Der Pilot ist das romantisierte Bild entweder des Animus oder des selbst.
– Gehen: Wenn der Träumende in seinem Traum zu Fuß gehen muß, zeigt dies in der Regel, daß er fähig ist, diesen Teil seiner Reise
selbständig und ohne Hilfe zu bewältigen. Ein Spaziergang dient als energetische Aufladung und unterstützt den Träumenden dabei,
den Kopf klar zu bekommen.
– Lastwagen: Die Bedeutung des Lastwagens im Traum gleicht der des Autos. Nur die Triebe und Bestrebungen sind beim Lastwagen
stärker mit der Arbeit des Träumenden verbunden und mit der Art, wie er sich auf die Arbeit bezieht. Dies ist die Grundlage dafür,
wie er zu der Welt allgemein in Beziehung tritt.
– Motorrad: Es ist das Symbol männlicher Jugend und Kühnheit. Im Traum symbolisiert es unabhängiges Verhalten und häufig auch
den Sexualakt. Es kann auch der bildliche Ausdruck für Freiheit sein. Ein Mitglied einer Motorradbande verweist auf anarchistisches
Verhalten.
– Schiff: Die Deutung hängt vom Typ des Schiffs oder Bootes in dem Traum ab. Ein kleines Ruderboot verweist auf eine emotionale Reise,
die man jedoch allein unternimmt. Eine Yacht kann eine ähnliche, jedoch stilvollere Reise darstellen. Ein großes Schiff deutet darauf hin,
daß der Träumende gemeinsam mit anderen Menschen neue Horizonte erreichen will. Eine Fähre ist ein Symbol des Todes. Es stellt das
Aufgeben selbstsüchtiger Wünsche dar. Danach wird der Träumende vielleicht in ein besseres Leben oder in eine bessere Lebensweise
„wiedergeboren“. Wie das Schiff oder Boot sich im Traum fortbewegt, ist bedeutsam in Hinblick auf das Leben des Träumenden.
Vielleicht läuft es auf Grund, in einen Hafen ein, kreuzt eine Bucht und so fort. Eine lange Schiffsreise verweist darauf, daß der Träumende
Familie und Freunde verläßt, einfach davonläuft und zur See geht. Von Bord gehen signalisiert das Ende eines Vorhabens, unabhängig, ob
von Erfolg gekrönt oder nicht. Das Schiff zu verpassen ist ein Hinweis darauf, daß der Träumende im Wachzustand die Details eines
Projekts nicht genau genug betrachtet.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Reise im Traum das Leben des Träumenden oder einen Abschnitt daraus dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: deine Erlebnisse werden dich nicht befriedigen; man wird eine Neuigkeit erfahren, die für Aufregung sorgt;
– eine unangenehme machen: man wird sich bald von lieben Menschen trennen müssen.
(europ.) : – der Lebensweg soll auf neuer Basis fortgesetzt werden; bedeutet Talente und Fähigkeiten; Überwindung von Hindernissen;
– auf eine gehen: bedeutet Gewinn oder Enttäuschungen, je nachdem, ob die Reise angenehm und erfolgreich oder mit Unfällen
und Pech verbunden ist;
– eine machen: deutet auf wechselnde Freundschaften hin; eine baldige Veränderung im Leben, möglicherweise eine Trennung
von liebgewordenen Menschen und Gewohnheiten;
– an ein weitentferntes Ziel, in sehr kurzer Zeit machen: man wird eine Arbeit oder einen Auftrag überraschend schnell erledigen
und dafür gut bezahlt werden;
– eine katastrophale Reise machen: verheißt Inkompetenz und Pech in der Liebe;
– sieht man seine Freunde verreisen: steht für ein freudiges Ereignis und bessere Freunde, als man bisher gehabt hat;
– verreisen die Freunde mit trauriger Stimmung: man wird sie für längere Zeit nicht wieder sehen;
– Reisende sehen: man wird selbst bald verreisen, oder Besuch von außerhalb bekommen.
(ind. ) : – große machen: du wirst entfernte Freunde wiedersehen;
– zu Fuß: Aufschub einer wichtigen Sache;
– mit Gefährt: bleibendes Glück;
– in Gesellschaft: du wirst beklatscht.
(Siehe auch „Auto“, „Bahnhof“, „Ferne“, „Fliegen“, „Flugzeug“, „Kanu“, „Karte“, „Reisende“, „Schiff“, usw.)
Reisegefährtin
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Gefährte: häuslicher Unfrieden.
(ind. ) : – deine Hoffnung wird enttäuscht.
Reisegeld
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: du bist verschwenderisch.
Reisegepäck
Allgemein:
Im Traum kann ein Unterschied zwischen Gepäck und Reisegepäck bestehen. Reisegepäck stellt insbesondere Eigenschaften und Situationen
dar, welche die weitere Entwicklung des Träumenden fördern und seine Aufbruchsstimmung hervorheben. Es kann sich jedoch auch aus
jenen Gewohnheiten und Gefühlen zusammensetzen, die dem Träumenden in der Vergangenheit geholfen haben, aber jetzt neu beurteilt
werden müssen.
Psychologisch:
Wenn Reisegepäck als Symbol in Träumen eine Rolle spielt, so ist von Bedeutung, ob es dem Träumenden oder einer anderen Traumfigur
gehört. Ist ersteres der Fall, dann symbolisiert es jene Sichtweisen, Einstellungen und Verhaltensweisen, die er aus der Vergangenheit
mitgebracht hat. Trifft die zweite Möglichkeit zu, dann denkt der Träumende unter Umständen über die Familie oder über ein globales
Konzept nach, das für ihn nicht mehr brauchbar ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist Reisegepäck im Traum eine Erinnerung an den Träumenden, sich nicht mit unnötigem Wissen zu belasten,
nach dem Motto: Wer mit leichtem Gepäck reist, kommt besser ans Ziel.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Besuch von auswärts.
Reisegesellschaft
Volkstümlich:
(arab. ) : – bekommen: Verkehr mit unbekannten Persönlichkeiten.

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Reisekoffer
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst etwas Wichtiges vergessen.
(ind. ) : – sehen: Veränderung der Verhältnisse.
Reisende
Allgemein:
Reisende sollen nach altindischen Traumbüchern anzeigen, daß der neue Lebensweg erfolgreich verlaufen wird.
Psychologisch:
Gehen sie mit uns auf die Reise, sind es, übersetzt, eigene Seelenteile, die über unsere psychische Konstitution und Lebensführung etwas
aussagen. Es ist also darauf zu achten, welchen Typus man im Traum seine Zuneigung schenkt, welcher Wesenszug uns gewissermaßen in
seinen Bann zieht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: aufregende Verhältnisse.
(europ.) : – sehen: verkündet eine baldige Reise oder Besuch von außerhalb.
(ind. ) : – sehen: Erfüllung deiner Wünsche.
(Siehe auch „Reise“)
Reisepaß
Allgemein:
Spielt der Reisepaß im Traum eine Rolle, so ist das ein Signal des eigenen Unterbewußtseins, daß man „freie Fahrt“ für ein Projekt in der
Wirklichkeit hat. Hat man im Traum aber seinen Reisepaß verloren oder war er abgelaufen, ist man für ein bestimmtes Unternehmen oder
Entscheidung noch nicht bereit oder soweit. Dasselbe gilt, wenn man im Traum eine Grenze unbehindert passieren kann. Wird man hingegen
nicht durchgelassen, muß man sich überlegen, wer oder was einem im Leben behindert oder zurückhält.
Psychologisch:
Ein Reisepaß dient dem Zweck, die Identität eines Menschen nachzuweisen. Hat der Träumende im Wachzustand vielleicht Schwierigkeiten,
ein gutes Selbstbild aufrechtzuerhalten, dann dient ihm der Reisepaß im Traum vielleicht dazu, sich seiner selbst zu versichern. Ein Reisepaß
im Traum kann auch die Erlaubnis für den Träumenden symbolisieren, sich mit neuen Dingen zu beschäftigen oder in neue
Erfahrungsbereiche aufzubrechen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann spirituelle Bewußtheit ein „Reisepaß“ für ein erfülltes Leben sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird sich über einen notwendig gewordenen Ausweg klar;
– den eigenen sehen: kündet eine Reise an;
– einen fremden sehen: bedeutet Schwierigkeiten mit Behörden oder Sorgen im Zusammenhang mit der Reise eines anderen;
– Reisepaßkontrolle: durch höhere Gewalt wird man in seiner Bewegungsfreiheit behindert werden.
(Siehe auch „Name“, „Paß“)
Reisetasche
Volkstümlich:
(europ.) : – kündigt für die nächste Zeit einen überraschenden Besuch an, der aus weiter Ferne kommt.
Reisewagen
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Hoffnungen werden erfüllt.
Reiseziel (Siehe „Reise“)
Reisfelder (Siehe „Reis“)
Reisigbündel
Volkstümlich:
(europ.) : – Armen: verheißt es Hilfe in der Not; schlechte Nachrichten;
– Reichen: gute Nachrichten.
(ind. ) : – Reisig, grün: Freude und Glück;
– dürr: Not;
– in Gebinden: falsche Nachrichten.
Reißbrett
Allgemein:
Reißbrett ermahnt zu mehr Fleiß und Ausdauer in jeglicher Hinsicht.
Psychologisch:
Wer im Traum am Reißbrett zeichnet, schmiedet Pläne, die sich leicht in die Tat umsetzen lassen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Fleiß bekunden;
– darauf zeichnen sehen: deine Freunde beneiden deine Geschicklichkeit;
– selbst darauf zeichnen: du kannst deine Pläne durchführen.
(ind. ) : – sehen: du solltest dich mehr bemühen, deine Verpflichtungen sind groß.
(Siehe auch „Zeichnen“)
Reißfeder
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Arbeit wird Erfolg haben.

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Reißnägel / Reißzeug / Reiszwecke
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt großes Ärgernis und Streit; auch: man ist wegen seiner scharfen Zunge gefürchtet;
man sei freundlicher, wenn man eine einsame Zukunft vermeiden will;
– Treibt eine Frau einen Reißnagel in die Wand, wird sie Rivalitäten überwinden.
Quetscht sie sich dabei den Finger, werden ihr unangenehme Aufgaben Sorge bereiten.
(ind. ) : – (Reißzwecke) du wirst eine höhere Stellung erhalten.
Reißverschluß
Allgemein:
Als Traumbild kann er auf die Fähigkeit des Träumenden verweisen, Beziehungen mit anderen Menschen zu pflegen, aber ebenso auf seine
Schwierigkeiten dabei. Ein klemmender Reisverschluß deutet auf die Beschwerden des Träumenden hin, in einer heiklen Situation seine
Würde zu wahren. Ein Traum, in dem man Knöpfe oder einen Reißverschluß aufmacht weist darauf hin, daß man Entspannung braucht oder
eine unbeschwerte Beziehung zu den Menschen der Umgebung oder einer speziellen Person (deren Identität aus anderen Hinweisen im
Traum hervorgeht) entwickeln möchte.
Psychologisch:
Der Träumende hat die Wahl, sich seiner Familie und seinen Freunden gegenüber zu öffnen oder zu verschließen. Das Traumsymbol hierfür
ist oft der Reißverschluß.
Spirituell:
Auf dieser Ebene symbolisiert der Reißverschluß im Traum das Schaffen spiritueller Verbindungen.
Volkstümlich:
(europ.) : – ist er kaputt: es drohen zwischenmenschliche Enttäuschungen.
Reitbahn
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: rasche Erledigung finden.
(europ.) : – Reichtum und Erbschaft.
(ind. ) : – eine Einladung wirst du erhalten.
Reitdreß
Volkstümlich:
(europ.) : – eins tragen: bedeutet eine große Anstrengung, die man zu unternehmen hat um aus einer ungünstigen Lage
zu entkommen; man sei tapfer, denn man hat mehr Freunde, als man meint.
Reiten
Allgemein:
Reiten weist darauf hin, daß man Kraft, Energie oder sexuelle Bedürfnisse mehr zügeln sollte. Oft muß man zusätzlich das Tier, auf dem
man reitet, bei der Deutung berücksichtigen.
Psychologisch:
Reitet der Träumende in seinem Traum, kann dies eine sexuelle Bedeutung haben. In diesem Bild wird die gezähmte, gezügelte, beherrschte
Erotik dargestellt. Wichtig ist dabei das Verhalten des Pferdes: Reitet man auf einem Traumpferd in ruhiger Gangart, wird man im
Wachleben seine Triebe unter Kontrolle halten können. Galoppiert das Pferd aber stürmisch mit uns davon oder geht es gar mit uns durch,
sollten für uns in unserem Triebleben häufiger mal Zügel anlegen. Neben dem Sexuellen hat das Reiten aber auch manchmal die Bedeutung
von Reise, was das Auf und Ab auf unserem Lebensweg umreißen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – auf einem Pferd: durch deine Geschicklichkeit wirst du vieles fertigbringen;
man wird bei einflußreichen Menschen an Ansehen gewinnen;
– auf einem Esel: du machst dich lächerlich;
– auf einem Elefanten: du schadest dir durch Großtun;
– auf einem Kamel: man wird dich zu seltsamen Unternehmungen zwingen.
(europ.) : – Auslegung siehe unter „Pferd“, sonst meist sexuell zu verstehen; auch: gilt für Absonderlichkeiten;
besagt auch, daß man in seinem Geschäft oder Amt von Lasten überfordert wird;
– reiten: man muß mit Unerfreulichen rechnen; häufig erfolgt auf diesem Traum eine Erkrankung;
– langsames Reiten: ist ein Ausdruck für unbefriedigt verlaufende Geschäfte;
– schnelles Reiten: kann ein Omen für schnellen Reichtum sein;
– auf einem Esel: bedeutet unverdienten Spott;
– auf einem Elefanten: man wird ein schönes Abenteuer erleben;
– auf einem Kamel: man wird eine Reise machen;
auch: man wird viel Ausdauer und Beständigkeit besitzen, wenn es um das Erreichen der Ziele geht;
– auf einer Kuh oder einem Ochsen: man weiß nicht, was man will;
– auf einem Pferd: man ist eitel und ein wenig geltungssüchtig.
(ind. ) : – dabei stürzen: Unglück;
– du wirst zu Ansehen kommen.
(Siehe auch unter den einzelnen Tierbezeichnungen, sowie „Zügel“, usw.)
Reiter
Allgemein:
Reiter kann auf Selbstüberschätzung und Überheblichkeit hinweisen, man sitzt dann auf einem hohen Roß. Vielleicht fordert er aber auch
auf, alle die Eigenschaften, die das Reittier verkörpert, mehr durch den Geist zu lenken.
Spirituell:
In der neutestamentlichen „Offenbarung des Johannes“ gibt es vier Reiter: Der Reiter auf dem weißen Pferd ist Christus selbst; der Reiter auf
dem feuerroten Pferd ist der Krieg; der Reiter auf dem schwarzen Pferd mit der Wage in der Hand ist der Hunger; der Reiter auf dem
grünlichen Pferd ist die Pest!

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Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst einer zu Pferde sein: du wirst zu Ehren und Würden kommen;
– einen sehen: es droht durch Disharmonie Streit mit einem Verwandten;
– stürzen sehen: Schaden;
– ihm aufhelfen: Glück;
– absteigen sehen: du wirst einen Freund verlieren.
(europ.) : – Vertrauenswürdigkeit und Ehrenämter;
– sehen: bedeutet für Mädchen und Frauen eine heimliche Liebelei, für Männer eine wichtige Nachricht;
– einen sehen: das Ansehen wächst und in der Karriere kann man nach oben klettern;
– schlechte Reiter sehen, die reiten wollen, aber das Reiten nicht verstehen: Ausgaben oder Verluste;
– Sonntagsreiter sehen: Bekanntschaft mit Menschen machen, die mehr sein wollen, als sie sind;
– im schnellen Galopp reiten: man jagt einem trügerischen Ziel hinterher und sollte mehr Realitätssinn entwickeln.
(Siehe auch „Pferd“, „Reiten“)
Reitknecht
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast zuverlässige Angestellte.
(europ.) : – rechtliche Angelegenheiten werden einem eröffnet, wahrscheinlich zum eigenen Vorteil.
Reitpeitsche
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst unangenehme Sachen hören.
Reklame
Psychologisch:
Hier handelt es sich um die Eigenreklame, die Art, wie wir uns unserer Umwelt gegenüber darstellen. Sie ist auch Sinnbild für Kreativität
und deren Umsetzung.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: mahnt zur Vorsicht einem Angebot gegenüber, das einen bösen Reinfall darstellen kann;
– für etwas machen: man findet in einer Sache keine Gegenliebe oder Verständnis.
(Siehe auch „Plakat“)
Reitschule
Volkstümlich:
(europ.) : – Reitunterricht nehmen: ein falscher Freund wird versuchen, einem auszubooten, doch man hat die Angelegenheiten im Griff.
Reiz
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Glück für alle Personen im eigenen Umkreis;
– sich für reizvoll halten: das Schicksal ist auf der eigenen Seite;
– Sehen Verliebte eine Angebetete mit liebreizender Persönlichkeit und einem reizenden Charakter,
prophezeit dies eine schnelle Heirat.
Rekruten
Allgemein:
Rekrut kann eine Einschränkung anzeigen, die zum Beispiel durch Abhängigkeit oder Fremdbeeinflussung entsteht. Teilweise kann er auch
darauf hinweisen, daß man sich selbst mehr oder nicht so stark beherrschen sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder selbst einer sein: du wirst viele Mühseligkeiten zu bestehen haben.
(europ.) : – sehen: verkünden Last und Mühe, die man überwinden wird; man wird in strenge Zucht genommen werden;
– selbst einer sein: mit der goldenen Freiheit ist es für einige Zeit vorbei.
(ind. ) : – sehen: du hast eine harte Arbeit und einen geringen Lohn.
Relief
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Hochbild, aus der Fläche hervortretendes Bild): Unheil.
(europ.) : – betrachten: Sinn und Neigung zur Kunst;
– zerstören: Roheit, Bosheit und Schande.
(ind. ) : – sehen: dein Können wird nicht verstanden.
Religion / religiös
Allgemein:
Religion hat für Menschen vielfache Bedeutung. Die Traumdeutung hat auf diesem Gebiet ihre Schwierigkeiten, unter anderem mit der
Zuordnung von Symbolen zu diesem Bereich. Bei religiösen Träumen gilt noch mehr als bei allen anderen, daß die Symbole sich stark
maskieren und tarnen können. Sogar in relativ modernen Zeiten gibt es noch den Glauben, Träume seien gottgesandt. Bischof Thomas Ken
(1637 – 1710) vertrat die Ansicht, da Gott allgegenwärtig sei, sei es nicht denkbar, daß er ausgerechnet in den Träumen nicht vorhanden
wäre. Dann aber müsse man auch annehmen, daß er durch Träume Botschaften an sein Volk übermittle. Von Christus gibt es zwar keine
Traum- Berichte im Neuen Testament, aber die großen Propheten des Alten Testaments träumten nach der Überlieferung und erhielten in
diesen Traumvisionen ihre Botschaften, weil sie dafür offen waren und auch an diese Möglichkeit der Offenbarung im theologischen Sinne
glaubten. Nun träumen aber nicht nur überzeugte Gläubige von religiösen Themen. Jung schrieb, die Mehrzahl seiner Patienten, die ihm
Träume mit religiösen Symbolen schilderten, seien vom Glauben abgefallen gewesen, so daß sich ihre Träume als Ausdruck von Gefühlen
der Reue und des Verlustes deuten ließen. Wenn man so von einem Besuch eines geweihten Ortes träumt, so könnte das ein Kommentar zum
Mangel an spirituellen Inhalten des eigenen Lebens sein. War die Traumkirche still und friedlich und strahlte Ruhe aus, deutet das darauf
hin, daß man im Wachleben nach Raum für Entfaltung im spirituellen Bereich suchen sollte. Zwischen Kathedrale und einer Kapelle
bestehen auch als Traumsymbole Unterschiede, die sich auch auf die Art des spirituellen Strebens übertragen lassen. Ebenso kann der Traum

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von einer Krypta sich auf einen „tief vergrabenen“ Bereich des spirituellen Ichs beziehen. War die Kirche nur noch eine Ruine, so spielt ein
Element von Reue und Trauer mit, und man sollte überlegen, welcher Bereich des spirituellen Lebens ein Trümmerfeld ist.
Psychologisch:
Diese Träume erfüllen sich manchmal im täglichen Leben. Wenn dies geschieht, dann haben sie keine symbolische Bedeutung. Der Glaube
dient dazu, die Menschen vom Laster abzuhalten. Entschließen diese sich insgeheim, die Lehren außer acht zu lassen, dann kann Anfangs
das schlechte Gewissen die alten Wertigkeiten und religiös-rituellen Gewohnheiten per Traum „einmahnen“ und als Warnung davor
wahrscheinlich einen Pastor oder einen heiligen Ort aufzeigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: deine Empfindungen für alles Gute bringen dir Nutzen.
(europ.) : – über sie diskutieren und sich zu ihr hingezogen fühlen: vieles wird die Ruhe im Leben stören;
im Beruf treten unangenehme Dinge auf;
– sich in religiöser Verzückung Selbstvorwürfe machen: man wird fast dazu gezwungen werden
die eigene Persönlichkeit aufzugeben, um jemandem zu gefallen, der bei einem in hohem Ansehen steht;
– läßt die eigene Religiosität nach: im Leben wird mehr Harmonie mit der Schöpfung bestehen als bisher;
die eigenen Ansprüche werden nicht mehr so hoch sein;
– erzählt einem ein Pastor freundlich, er habe seine Arbeit aufgegeben: man wird unerwartet gute Nachrichten erhalten;
erzählt er es aber auf eine berufsmäßige und warnende Weise, dann wird die eigene vorgetäuschte Faszination entlarvt,
oder Enttäuschungen folgen;
– Träumt eine Frau, sie sei übertrieben religiös, wird sie ihren Liebsten dadurch gegen sich aufbringen, daß sie ihm Unschuld
und Güte vorspielt. Ist sie nicht religiös und keine Sünderin, bedeutet dies, daß sie jene eigenständige Ehrlichkeit und
Warmherzigkeit gegenüber anderen besitzen wird, die ihr Respekt und Liebe einbringen. Ist sie vor der Religion eine Sünderin,
dann wird sie feststellen, daß es moralische Gesetze gibt, deren Nichtbeachtung ihr einen Platz außerhalb der Gesellschaft
zuweist. Sie sollte gut auf ihr Verhalten achten. Weint sie wegen des Glaubens, so wird sie in Herzensdingen enttäuscht werden.
Ist sie aufsässig, hat aber nichts Schlechtes getan, dann wird sie ihre Last tapfer tragen und gegenüber betrügerischen
Einflüsterungen standhaft bleiben.
Religionsstifter
Psychologisch:
Religionsstifter wie z.B. Christus und Mohammed tauchen in der Regel nur im Zusammenhang mit einer wichtigen Episode oder
Entscheidung im Wachleben auf. Häufig sind solche Erscheinungen oder Visionen in den Träumen Sterbender, doch gibt es keine Anzeichen
dafür, daß ein solches Phänomen den Tod ankündigt. Wie bei Todesträumen könnte es einen Wendepunkt etwa in der moralischen
Einstellung signalisieren.
(Siehe auch „Christus“)
Religiöse Bilder
Allgemein:
Träume bringen den Menschen in mancherlei Hinsicht zurück zu Wahrheiten, von denen er seit langem weiß, oder erinnern ihn an sie. Wenn
Spiritualität als eine innere Wahrheit begriffen wird und Religion als das, was den Menschen wieder mit dem Ursprung verbindet, dann
dienen religiöse Bilder dazu, dieses Erkennen zu fördern. Die Existenz von religiösen Bildern, die auf keine andere Weise befriedigend
gedeutet werden kann, untermauert die Vermutung, daß Spiritualität wie Körper und Geist ein eigenständiger Bereich im Leben des
Menschen ist.
Psychologisch:
Wenn sich ein Mensch im Wachzustand bewußt oder aus Geringschätzung den Zugang zu religiösen Bildern verwehrt, dann versuchen
Träume dieses Defizit auszugleichen und dem Träumenden die Bedürfnisse seiner Seele wieder ins Bewußtsein zu rufen. Einzelne religiöse
Bilder im Traum können wie folgt gedeutet werden:
– Buddha: Seine Gestalt hebt im Traum die Notwendigkeit hervor, sich der Eigenschaften des Seins bewußt zu werden, die Buddha lehrte.
Sie verbinden den Träumenden mit der Kraft von Verzicht und Leiden und lassen ihn den Sinn seiner Existenz erkennen.
– Christus: Wenn Christus im Traum erscheint, steht er für das Wissen, daß Körper und Seele, Mensch und Gott miteinander versöhnt werden
müssen. Er verkörpert den ganzheitlichen Menschen, einen Zustand, nach dem alle Menschen streben. Christus am Kreuz stellt die Rettung
durch das Leiden dar. Der Christus ist jener Teil im Träumenden, der bereit ist, seinen Anteil an den Leiden der Welt durch Wirken in der
Welt auf sich zu nehmen. Der anarchistische (planlose, gesetzlose Aufrührer) Christus ist der Teil des Träumenden, dessen Liebe und Lust
am Leben es ihm erlauben, alle bekannten Grenzen zu durchbrechen. Der kosmische Christus ist der Teil, der bereit ist, kosmische
Verantwortung zu übernehmen, daß heißt, mit der universellen Wahrheit verbunden zu sein. Obwohl diese Aspekte hier nur in christlichen
Begriffen beschrieben werden, sind sie natürlich in allen religiösen Gestalten vorhanden.
– Drittes Auge: Es symbolisiert das hellsichtige Wahrnehmungsvermögen, welches mit spiritueller Entwicklung einhergeht. Das dritte Auge
des Buddhas symbolisiert Einheit und Gleichgewicht.
– Engel: Im spirituellen Sinn ist der Engel ein Symbol für reines Sein und das frei sein von irdischen Zwängen. Engel sind meist
geschlechtslos. Erscheint ein Engel im Traum, dann ist es für den Träumenden wichtig, zwischen dem personalisierten Aspekt des höheren
Selbst und der Engelsgestalt zu unterscheiden. Schwarze gefallene Engel sind angeblich jene Engelswesen, die auf das Ich oder irdische
Leidenschaften, die noch nicht vollkommen abgelegt wurden, hinweisen. Wenn dieses Bild in einem Traum erscheint, wird der Träumende
auf einen spirituellen Übergang aufmerksam gemacht, der oft bereits stattgefunden hat oder um den man sich bemühen sollte. Mahnende
Engel haben gewöhnlich die Aufgabe, den Träumenden von einem Vorsatz abzubringen, der sich auf sein Leben negativ auswirken würde.
– Gefiederte Sonne: Das religiöse Bild der gefiederten Sonne verweist auf das Universum und das Zentrum des Selbst. Es deutet darauf hin,
daß der Träumende selbst das Zentrum seines Universum ist und die Verantwortung hierfür übernehmen muß. Um diese Aufgabe besser
bewältigen zu können, ist er mit einem besonderen Wissen und einem überdurchschnittlichen Wahrnehmungsvermögen ausgerüstet.
– Geister: Sie stellen unabhängige Kräfte im Innern dar, die vom Willen des Individuums getrennt zu sehen sind. Es hängt vom Glauben des
Träumenden ab, ob er Geister als Psychologische oder spirituelle Erscheinungen begreift.
– Gott: Siehe Christus.
– Gottesdienst: Ein Gottesdienst ist die Form der Gottesverehrung, die Menschen zusammenbringt. Im Traum dient er möglicherweise als
Mittel, das Selbst vollständig zu integrieren, und zur Veranschaulichung dafür, daß das größere Ganze mehr ist als die Teile.
– Heilige Bücher: Die Bibel, der Koran, der Talmud, nur um einige von ihnen zu nennen, symbolisieren umfassendes Wissen und werden
als Quelle der Weisheit häufig zu Traumbildern.
– Himmel: Er steht für einen Seinszustand, in dem die Energie eine hohe Schwingung hat, daß es kein Leiden mehr gibt. Im Traum tritt er
in Erscheinung, wenn der Träumende sein Bewußtsein in Dimensionen jenseits der physischen Grenze transformiert. Es soll ein Ort sein,
an dem Verzückung herrscht. Er wird auch als Nirwana oder Samadhi bezeichnet.
– Heilige Kommunion: Sie ist das Sinnbild für jene Nahrung, die nicht den Körper, sondern den Geist und die Seele laben soll.

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– Hölle: Sie ist ein Seinszustand, in dem nichts so ist, wie es scheint. Die Hölle ist Symbol für ein Leben, bei dem der Mensch in beständiger
negativer Illusion gefangen ist. Hölle ist mithin beständige Agonie (Todeskampf).
– Ikone: Sie ist die Darstellung einer religiösen Gestalt oder eines religiösen Begriffs. Die Ikone kann selbst als Heiliger Gegenstand verehrt
werden.
– Initiation: Eine Initiation (Einweihung in ein Geheimnis) oder Einweihung findet statt, wenn eine Grenze überschritten wird und der
Träumende dadurch Zugang zu anderen Seinszustände erhält.
– Kirche: Die Kirche in all ihren architektonischen Ausprägungen als Kapelle, Tempel oder Heiligtum, ist ein Zufluchtsort vor den Unbilden
des Alltags. Dort kann jeder Mensch, egal, welchen Glaubens, in Verbindung mit Gott treten. Im Traum kann auch der Tempel ein Symbol
für den Körper sein, in dem die Seele wohnt.
– Kirchenmusik: Diese Klänge, die Gott geweiht sind, können ein Mittel sein, um den Geist zu erweitern.
– Kreuzigung: Kreuzigungsbilder in einem Traum hängen mit dem Bedürfnis des Menschen zusammen, sich durch Hingabe und Schmerz
zu opfern.
– Manna: Manna ist die heilige Nahrung für die Seele und die Verbindung des Menschen mit dem Göttlichen.
– Maria, Muttergottessohn: Sowohl als die Jungfrau wie auch als die Mutter hat Maria eine sehr starke symbolische Bedeutung.
Sie verkörpert alles, was Frau, und alles, was heilig ist.
– Moses: Er erscheint in Träumen mitunter als die heilige Gestalt, die den Träumenden aus Schwierigkeiten hinausführt.
– Mythischer Gott/Göttin: Jeder Mensch hat die Möglichkeit, sein gesamtes Potential zu verwirklichen. Wer sich darauf einläßt, muß sich
früher oder später mit Spiritualität und damit auch mit mythischen Gott oder Göttern auseinandersetzen.
– Teufel: Im Traum steht der Teufel für Versuchung. Dies entspringt oft der Unterdrückung des Sexualtriebs, der Aufmerksamkeit fordert.
Der Teufel kann auch den Schatten des Träumenden symbolisieren.
– Weihrauch: Weihrauch ist ein Opfer für die Götter und eine physische Form des Gebets mittels Duft und Rauch.
– Zeremonie/Ritual: Sie dienen der erhöhten Wahrnehmung, die auf dem Weg der Spiritualität eintritt. In Traumzeremonien sind die Bilder
noch lebendiger.
Spirituell:
Wenn der Träumende akzeptieren kann, daß jede Wahrheit ihre eigene Sichtweise hat und zur Grundwahrheit zurückkehren muß, können
alle Träume aus einer spirituellen Sicht gedeutet werden. Dies gilt insbesondere für religiöse Bilder.
(Siehe auch „Götter“, „Statuen“)
Reliquien
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: gefahrdrohende Zustände.
(europ.) : – sehen oder besitzen: bedeutet große Verluste und warnt vor Glaubensstreitigkeiten; Freude wird man lange Zeit vermissen.
(ind. ) : – sehen: du kommst in große Betrübnis.
Rennbahn
Allgemein:
Rennbahn (-platz) kann vor Vermögensverluste durch Spekulationen warnen oder ankündigen, daß man von einem Menschen überrundet
oder gar übervorteilt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (zum Wettrennen) sehen oder betreten: deine Wünsche werden in weite Ferne rücken;
auch: man sollte sich in acht nehmen, daß das Geld einem nicht zwischen den Fingern zerrinnt;
– ein rasantes miterleben: man muß sich vor übereilten Entschlüssen hüten;
auch: unbedachte Äußerungen werden allergrößten Ärger machen.
(europ.) : – im Hintergrund bestehen erhebliche Schwierigkeiten, die man mit Gewalt lösen möchte;
auch: Vergnügen und Wohlstand sind für einem die steten Begleiter;
die Moral wird jedoch von den engsten Freunden in Frage gestellt;
– sehen: in einer Angelegenheit gilt es aufzupassen, daß einem ein anderer nicht zuvorkommt;
man wird mit mancher Aufregung in den nächsten Wochen rechnen müssen;
– grünen Rasen sehen: interessante Angelegenheiten werden einem fesseln;
– bei einem Rennen mitmachen: man wird einen Anschluß verpassen.
(ind. ) : – sehen: dein Vermögen nimmt ab.
(Siehe auch „Jockey“, „Pferde“)
Rennen
Assoziation: – schnelle Bewegung; Flucht; Freude an körperlicher Betätigung.
Fragestellung: – Was bewegt mich?
Allgemein:
Rennen (sehen oder selbst laufen) verdeutlicht, wie man sich im Leben behauptet. Gewinnt man ein Rennen, deutet das auf Selbstvertrauen
hin. Sieht man sich selbst rennen, kann das Ängste und Minderwertigkeitsgefühle anzeigen. Im Traum ist es mehr ein Hinterherrennen, was
auf eine im Wachleben verpaßte Gelegenheit hinweist, die man im nachhinein doch noch nutzen möchte (leider kommt man aber beim
Rennen ganz schön außer Atem).
Psychologisch:
Sind Sie im Traum außer Atem geraten? Man rennt und rennt und rennt – und wacht dann meistens (schweißgebadet) auf: ein typischer
Streßphasentraum, der das Tempo der Tagesaktivitäten aufnimmt, weiterspinnt und verarbeitet. Vielleicht auch als Hinweis zu deuten, daß
man sich von den eiligen Abläufen, die man sich selbst „antut“, langsam „verfolgt“ fühlt, man ist ständig „gehetzt und atemlos“ unterwegs.
Ausspannen!
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst: du wirst Hindernisse überwinden;
– sehen: versäume nicht deine Arbeit.
(europ.) : – hüte dich vor Übereilungen;
– einem zusehen: wenn man all seine Kräfte gut einteilt, wird man die kommenden Hindernisse überwinden können;
– teilnehmen: andere werden einem den Erfolg streitig machen; man wird in einer Sache den Anschluß verpassen;
– gewinnen: man wird seine Konkurrenten überwinden.
(ind. ) : – selbst: du wirst auf dem Weg zu deinem Glück noch auf einige Hindernisse treffen.
(Siehe auch „Laufen“)

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Rennkuckuck
Medizinrad:
Schlüsselworte: Stark; ausdauernd; Geschwindigkeit; Mut; Magie; Verwirrung bezüglich der Richtung.
Beschreibung: Der Rennkuckuck, ein beliebtes Symbol im Südwesten der Vereinigten Staaten, ist ein Vogel mit langem Schwanz und
kurzen runden Flügeln, die es ihm nicht gestatten, besonders hoch zu fliegen. Daher hält sich der Vogel zumeist am Boden auf und rennt
gerne und sehr schnell mit nach vorne ausgestrecktem Kopf und dem übrigen Körper in einer parallelen Haltung zum Boden. Rennkuckucke
leben meist in den Steppengebieten, in denen auch der Nordamerikanische Beifuß wächst, obwohl sie manchmal auch in etwas höher
gelegenen Regionen vorkommen. Die Zehen des Rennkuckucks sind so gestaltet, daß sie den Abdruck eines x im Boden hinterlassen, der die
Feststellung Schwermacht, in welche Richtung ihr Lauf führte. Die Vögel verfügen über große Kraft und Ausdauer. Sie sind mutig genug,
um sich auch mit Klapperschlangen anzulegen. Sie gelten als Nachrichtenüberbringer zwischen Magiern.
Allgemeine Bedeutung: Wachsende Kraft und Ausdauer; Wissen um deinen Mut; das, wogegen du dich stellst und wofür du dich einsetzt.
Assoziation: Das Kuckucksei – einer, der erst seine Eier in fremde Nester legt und sich dann davonmacht, ohne zu seiner Tat zu stehen.
Transzendente Bedeutung: Eine Kreuzung, eine Zeit, in der Geduld notwendig ist.
Rennplatz
Volkstümlich:
(arab. ) : – Vermögensrückgang.
(europ.) : – fröhliche Gefährten, jedoch Gefahr von Verlust durch schlaue Praktiken.
Rennschlitten
Volkstümlich:
(arab. ) : – (einen leichten Schlitten) sehen: eine unerwartete Mitteilung bekommen;
– darin fahren: du bist zu ungeduldig.
Rennstall
Allgemein:
Rennstall steht für ein gewagtes Unternehmen mit unsicherem Ausgang, auf das man sich besser nicht einlassen sollte.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: man hat Chancen im Glücksspiel;
– besitzen: bedeutet gewagte Unternehmen oder Spekulationen.
Rente
Volkstümlich:
(europ.) : – beziehen: verheißt die Erfüllung einer langgehegten Hoffnung; Freunde werden einem bei der Arbeit helfen;
– wird der Antrag auf Rente abgelehnt: man wird in einem Unternehmen erfolglos sein und den Verlust einer
Freundschaft erleiden.
(Siehe auch „Pension“)
Rentier
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird dich verfolgen.
(europ.) : – steht für Pflichterfüllung und treue Freundschaft auch in schwierigen Zeiten;
– einen Rentierschlitten fahren: kann auf qualvolle Stunden deuten, in denen einem jedoch Freunde zur Seite stehen.
(Siehe auch „Tiere“)
Rentmeister
(Vorsteher einer Dienststelle für Kassenverwaltung und Rechnungsführung)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Geldgewinn.
Reparieren
Assoziation: – Arbeit an etwas, das Schaden gelitten hat.
Fragestellung: – Welchen Schaden bin ich zu reparieren bereit?
Reporter
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen oder mit einem sprechen: man wird einen einflußreichen und wohlwollenden Protektor finden.
Reptilien
Allgemein:
Im Traum erscheinende Reptilien stehen im Zusammenhang mit den elementaren und instinktiven Reaktionen des Menschen. Durch
Reptilien im Traum werden Urtriebe, wie Nahrungssuche, sexuelle Bedürfnisse und so fort, vor allem dann zum Ausdruck gebracht, wenn
der Träumende diese nicht ohne weiteres akzeptieren kann. Reptil deutet auf Besonnenheit und Kaltblütigkeit, vielleicht aber auch auf
übersteigertes Mißtrauen und Gefühlskälte hin.
Psychologisch:
In vielen der Träume, in denen Reptilien eine Rolle spielen, geht es um Kontrolle oder Handhabung. Macht über ein Krokodil kann auf die
Furcht des Träumenden vor seiner aggressiven Seite hinweisen.
Spirituell:
Wenn der Träumende lernt, seine Grundtriebe und seinen Umgang mit ihnen zu verstehen, kann er eine solide Basis schaffen, auf der
spirituelle Entwicklung möglich ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Verfolgung durch Feinde; man wird bald mit einer großen Arbeitsleistung konfrontiert werden;
– eins töten: es steht ein unerwarteter und unerwünschter Besuch ins Haus;
– sich selbst in Gestalt eines sehen: man wird sich in einer beruflichen Frage durchsetzen,
sollte jedoch danach trachten, sich selbst treu zu und man selbst zu bleiben.

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(europ.) : – verkünden Kummer und heimliche Feindschaft;
– von einem angegriffen werden: man muß mit gewaltigem Ärger rechnen;
– eins töten: man wird letztlich siegreich aus einer Sache hervorgehen;
– erwacht ein todgeglaubtes wieder zum Leben: unerfreuliche Angelegenheiten kommen erneut mit verstärkter Feindseligkeit auf;
– einem nichts tun: man leidet zwar unter Hohn und Spott, nimmt aber keinen ernsthaften Schaden;
– Begegnen einer jungen Frau im Traum verschiedene Reptilien, bürdet ihr das Schicksal diverse Ärgernisse auf.
Ihr Liebster schaut anderen Frauen nach. Wird sie von einem Tier gebissen, könnte ihr eine Rivalin den Mann ausspannen.
(ind. ) : – habe keine Furcht, du wirst immer gute Menschen finden.
(Siehe auch „Krokodil“, „Schlangen“, „Tiere“, usw.)
Reseda
Volkstümlich:
(europ.) : – diese Blütenpracht ist ein sehr glückverheißendes Omen und bedeutet großes Glück.
(ind. ) : – (wohlriechende Gartenpflanze): Glück in der Liebe.
Reservoir
Volkstümlich:
(europ.) : – mit frischem Wasser gefüllt: gutes Omen des Überflusses in der Zukunft.
Residenz
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Glück.
Respektbezeigungen
Volkstümlich:
(europ.) : – machen: du wirst in deiner Stellung sinken;
– empfangen: du wirst von jemanden willkommen geheißen werden.
Restaurant
Assoziation: – Ort des Nährens; Wahlmöglichkeiten.
Fragestellung: – Was möchte ich bestellen?
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Restaurant oder Cafe, deutet dies auf ein Bedürfnis nach Gesellschaft. Der Träumende hat Angst, allein zu
sein, will aber zugleich niemanden zu stark in seiner Privatsphäre eindringen lassen. Ein öffentlicher Ort erlaubt den erwünschten Kontakt,
doch kann der Träumende den Grad der Vertrautheit bestimmen.
Psychologisch:
Wo im Traum für unser leibliches Wohl gesorgt wird, haben wir im Wachleben einen seelischen Notstand zu beseitigen. Das Restaurant ist
im Traum wie in der Wirklichkeit ein Ort, der wegen der Entspannung, Geselligkeit und Abwechslung aufgesucht wird. Im Traum ist es ein
Zeichen für die Kontaktfreudigkeit und Aufgeschlossenheit des Träumenden. Manchmal warnt es allerdings auch vor zuviel
Oberflächlichkeit und Vergnügungssucht, die uns im bewußten Leben eine Menge Zeit und Geld kosten. Es kann aber auch den Wunsch des
Träumenden widerspiegeln, seine Kontaktschwierigkeiten zu überwinden und mit Einsamkeitsgefühlen und Hemmungen besser
zurechtzukommen. Jeder Ort, an dem es Essen gibt, steht auch in Zusammenhang mit dem Wunsch nach emotionaler Zuwendung. Vielleicht
bemerkt der Träumende, daß er mit der Person, die er ausführt, gerne eine Beziehung eingehen möchte. Hinweise auf weitere
Deutungsmöglichkeiten ergeben sich aus dem Traumzusammenhang. Wichtig ist dabei die Art des Restaurants, in der sich der Träumende,
gegebenenfalls mit anderen Personen, aufhält und die Gefühle des Träumenden dabei.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert ein Restaurant im Traum das Bedürfnis, zu einer bestimmten Gruppe von Menschen zu gehören, mit
denen man Gewohnheiten und Überzeugungen gemeinsam hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: teure Vergnügen;
– sich in einem sitzen sehen: man wird bald einen guten Freund oder Bekannten begegnen.
(europ.) : – eines sehen: kündet ein Wiedersehen mit Bekannten an;
– sich in einem befinden: warnt vor Liederlichkeit und leichtsinnigem Lebenswandel,
stellt ein Vergnügen in Aussicht, bei dem man nicht auf seine Rechnung kommt;
– in einem verkehren: deutet auf häuslichen Unfrieden hin; man ist ein wenig genußsüchtig;
– andere bei der Mahlzeit in einem beobachten: bedeutet schlechte Gesundheit;
– selbst dort speisen: kleinere Vergnügungen mit neuen Freunden; man sehnt sich nach sozialen Kontakten.
(ind. ) : – gib nicht zu viel Geld aus.
(Siehe auch „Alkohol“, „Cafe“, „Gasthaus“, „Hunger“, „Nahrungsmittel“, „Musik“, „Tanz“)
Restaurateur
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: achte auf alle deine Schritte.
Retten / Rettung
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum gerettet wird, ist dies ein bedeutsames Bild, denn er steht hinfort in der Schuld des Retters. Ist es der
Träumende, der einen anderen Menschen rettet, dann ist dies ein Hinweis, daß er eine Beziehung mit demjenigen wünscht. Der Ritter der die
Jungfrau rettet, steht für die Vorstellung von der unberührten Frau, die vor ihrer eigenen Leidenschaft bewahrt wird. Rettung kann auf Angst
deuten, aber auch eine reale Gefahr ankündigen, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen darf.
Psychologisch:
Die Rettung aus einer bedrohlichen Situation, die uns das Traumbild zeigt, kann durchaus auf eine Gefahr im Wachleben aufmerksam
machen, ebenso auf eine Krankheit, die im Anzug ist. Retten wir selbst jemanden, können wir hingegen frohgelaunt sein, denn wir werden
vielleicht für eine besondere Leistung belohnt oder ausgezeichnet. Hat der Träumende andere Menschen in Gefahr gebracht, dann ist es seine
Aufgabe, sie zu retten. Er kann dann Edelmut und Tapferkeit beweisen, was ihm ein gutes Gefühl gibt und ihm Macht verleiht.

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Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene wird Rettung im Traum allgemein als die Erlösung „verlorener Seelen“ verstanden, egal, ob sie sich diesseits oder
jenseits der Schwelle des Todes befinden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden aus einer Gefahr: Großartiges ausführen;
– sich selbst: deine Anstrengungen werden belohnt.
(europ.) : – Angsttraum; erhöhte nervöse und kranke Bereitschaft, die zur Vorsicht mahnt;
– gerettet werden: Warnung und Befreiung aus drohender Gefahr, besonders Unfall, auch wenn man diese Gefahr
z.Zt. noch nicht erkennen sollte; man wird fachmännische Hilfe brauchen, um eine Krise zu bewältigen;
– vor dem Ertrinken gerettet werden: ein schlechtes Omen; man vermeide Seereisen;
– jemanden: man hat eine soziale Aufgabe zu bewältigen und sollte dies bald tun;
verheißt Dank, Anerkennung oder Belohnung; Segen im Geschäft;
(ind. ) : – jemanden: du wirst in deinem späteren Leben Ehre und Ansehen genießen.
Rettiche
Artemidoros:
Alles Gemüse, das einen übelriechenden Atem verursacht, wenn man es gegessen hat, bringt Verborgenes zutage und weckt Haß gegen die
Hausbewohner.
Allgemein:
Rettich kann auf verdrängte sexuelle Bedürfnisse hinweisen. Oft verspricht er aber, daß man sich vor einer Krankheit erholen oder nach
einem Verlust wieder neue Erfolge erzielen wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: etwas vertragen können.
(europ.) : – man wird wieder zu Kräften kommen;
– sehen: du wirst dich zum Zorn reizen; die Erwartungen werden sich erfüllen;
– in einem Beet wachsen sehen: ist ein glückverheißendes Omen; Freunde werden außergewöhnlich nett zu einem sein und die
Geschäfte werden gedeihen;
– essen: man wird dich zum Zorn reizen; auch; man wird wegen der Gedankenlosigkeit eines Menschen in der Nähe etwas leiden;
– schälen: du wirst verspottet.
(ind. ) : – Träumt einer, er esse Rettich, wird er ein winziges Vermögen erwerben, das keinen Nutzen bringt,
bei den Leuten als Lügner und Bösewicht gelten und wegen des üblen Geruchs beim Aufstoßen verhaßt sein.
– Träumt der Kaiser, man bringe ihm Rettiche, wird er in Kürze so viele schlechte Nachrichten erhalten,
wie man ihm Rettiche gebracht hat; ein gemeiner Mann wird einen Prozeß auf den Hals bekommen.
– Dünkt es den Kaiser, man tische ihm Rettiche auf, wird er wegen einer schlimmen Order seine Räte
zusammenrufen, ein niedriger Mann wird Zank und Streit zu Hause haben.
– Sät oder pflanzt einer Rettiche, wird er Übles tun, andere verleumden und schmähen.
(Siehe auch „Radieschen“)
Rettungsboot
Allgemein:
Der Traum von einem Rettungsboot könnte ein Hinweis sein, daß der Träumende meint, befreit werden zu müssen – vielleicht von der
eigenen Dummheit oder von Umständen, die er nicht kontrollieren kann. Befindet sich der Träumende am Steuer des Rettungsbootes, hat er
sein Leben im Griff, muß jedoch vielleicht darüber nachdenken, wie er anderen Menschen seine Hilfe anbieten kann. Weil das Meer im
Traum tiefe Gefühle symbolisiert, kann das Rettungsboot den Träumenden vielleicht dabei unterstützen, besser mit seinen Gefühlen
umzugehen.
Psychologisch:
Weil ein Rettungsboot ein gewisses Maß der Hingabe von den Besatzungsmitgliedern verlangt, soll der Träumende möglicherweise darauf
aufmerksam gemacht werden, daß er in seinem Leben selbstlose Hingabe üben muß. Vielleicht werden mit dem Traum auch
Geschicklichkeiten hervorgehoben, die er benötigt, um sich durch die Schwierigkeiten im Leben zu navigieren.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene signalisiert das Rettungsboot im Traum, daß der Träumende nur durch mehr Wissen und durch größere Weißheit
„gerettet“ werden kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – in einem sitzen: man wird einem drohenden Übel entkommen;
– ein sinkendes: Freunde werden einem Leid zufügen;
– in einem allein auf hoher See sein: steht für Sorgen, an denen die Freunde einen gewissen Anteil haben;
wird man gerettet: man wird ein großes Unheil gut überstehen;
– eins an Land ziehen: man muß mit Schwierigkeiten rechnen.
(Siehe auch „Boot“)
Rettungswagen
Allgemein:
Rettungswagen kündigt an, daß man für seine Anstrengungen keine Anerkennung und Belohnung finden wird.
Volkstümlich:
(ind. ) : – fahren sehen: du erntest nur Undank von den Mitmenschen.
Reue
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfinden: dein Schamgefühl wird verletzt werden.
(europ.) : – bedeutet erfreuliches Zusammenkommen mit Freunden; die Brautwerbung wird freudig angenommen werden;
– empfinden: gilt für Nachteile, die man sich durch Handeln und Tun zuziehen wird;
– etwas bereuen: wenn man die ehrlichen und gutgemeinten Ratschläge eines Menschen befolgt, wird man in
einer unangenehmen Lage den richtigen Ausweg finden;
– die Reue oder das Opfer eines anderen: weist auf Vernachlässigung von Aufgaben hin, durch die man selbst
oder Freunde gedemütigt werden;
– Eine Frau wird vor einer bevorstehenden Enttäuschung gewarnt.

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Reuse
Volkstümlich:
(europ.) : – begib dich auf keinem Fall auf verbotene Wege.
(ind. ) : – du sollst die Gesetze deines Landes achten.
Revanche (Siehe „Rache“)
Revolution
Allgemein:
Revolution ist eine radikale und gewaltsame Veränderung der Zustände. Ein Revolutions-Traum verlangt Nachdenken., was im realen Leben
dramatischer Veränderung bedarf. Eine persönliche Eigenschaft, die man rasch und radikal ablegen muß? Oder muß privat oder beruflich
etwas verändert werden? Der Ursprung und die treibende Kraft von Revolutionen ist bekanntlich großer Zorn. Der Traum möchte einem also
vermutlich auch dazu anfeuern, dem aufgestauten Ärger ein Ventil zu verschaffen.
Psychologisch:
Mit der Revolution im Traum rebelliert das Unbewußte gegen einen bewußten Zustand, der dringend nach Veränderung verlangt. Sie kann
auch eine Veränderung darstellen, die durch eine seelisch-geistige Entwicklung in Gang kommt. Sie kann erhebliche Opfer fordern, wobei
der Ausgang ungewiß ist. Wir sollten aus anderen Symbolen lesen, welcher Art die Gründe für den Aufstand sind.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine sehen: kündet plötzliche und unerwartete Ereignisse an, die störend in den geregelten Lebensgang
eingreifen; als Warntraum die Ankündigung von großen politischen Ereignissen, Unruhen usw.
– mitmachen: bedeutet, daß man mit Gewalt gar nichts erreichen wird; man ruft Störungen des geregelten
Lebensganges durch selbst vom Zaun gebrochene Streitigkeiten hervor.
(Siehe auch „Rebell“)
Revolver
Allgemein:
Revolver warnt oft davor, in einer Angelegenheit etwas erzwingen zu wollen. Zuweilen deutet er auch an, daß man längst zu einem Ergebnis
gelangt wäre, wenn man mehr Entschlossenheit und Tatkraft hätte.
Psychologisch:
Es kommt darauf an, ob sein Magazin voller Patronen steckt oder ob es leergeschossen ist, was auf die Potenz und die Leistungsfähigkeit des
Träumers hinweisen könnte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst deine Feinde besiegen.
(europ.) : – gilt als ein Äquivalent zu kühnem Mut, womit wir manche Gefahr überwinden werden;
– sehen: man versucht, eine Sache mit Gewalt durchzusetzen;
– einen halten: mahnt zur Vorsicht, man sollte jetzt behutsamer sein, sonst macht man sich selbst kampfunfähig;
– von einem bedroht oder beschossen werden: durch den Gewaltstreich eines anderen
oder durch ein plötzlichen Ereignis wird man Schaden oder Verluste erleiden;
– damit auf jemanden zielen: man wird in einer Angelegenheit ganz sicher den kürzeren ziehen;
– selbst mit einem auf jemanden schießen: in einer Sache wird man den kürzeren ziehen;
– Wenn eine junge Frau ihren Liebsten mit einem Revolver sieht, dann wird sie sich von ihm trennen.
(ind. ) : – besitzen: du könntest deine Feinde schon lange besiegt haben, aber du bist zu langsam.
(Siehe auch „Pistole“, „Waffe“)
Rezept
Assoziation: – Formel; Muster.
Fragestellung: – Was lerne ich zu tun oder zu produzieren?
Allgemein:
Träumt man von einem Rezept, das einem der Arzt gab, dann kann das ein Rat sein, wie man eine spezielle Situation korrigieren oder
beeinflussen kann.
Psychologisch:
Rezept soll nach alten Traumbüchern eine falsche Nachricht ankündigen. Teilweise zeigt es auch, daß man einen Mittelweg zwischen
widerstehenden psychischen Inhalten suchen sollte oder sich vor einem einfachen Patentrezept zur Scheinlösung von Problemen hüten muß.
Im Traum beinhalten Rezepte oft einen Hinweis auf real wirksame Heilmittel, die man gerade gut gebrauchen könnte – oder auf andere
„heilsame Dinge“, die das Lebensgefühl steigern könnten. Kochrezepte im Traum sind ein Zeichen für gute Lebensrezepte, nach denen wir
uns richten sollten. Man kann die empfohlenen Verhaltensweisen oft aus den Symbolen ablesen, die in den Traumrezepten enthalten sind.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eines lesen: man wird bald eine bestehende Not gemildert sehen;
– selbst jemandem eines verschreiben: man meint es mit jemandem gut und möchte ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen.
(europ.) : – man sollte einer Krankheit eher vorbeugen als sie heilen; man wird falsche Nachrichten erhalten;
auch: eine schöne Zeit liegt vor einem; sei auf der Hut vor anderen Menschen außer den vertrauten Freunden;
– erhalten: man sollte eine ehrliche Überprüfung der eigenen Charakterschwächen vornehmen.
(ind. ) : – bekommen: du wirst falsche Nachrichten erhalten.
(Siehe auch „Kochen“)
Rezitieren
Volkstümlich:
(europ.) : – gesellschaftliche Popularität und eine glückliche Ehe.

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Rhabarber
Volkstümlich:
(arab. ) : – auf Leid wird Freude folgen.
(europ.) : – wachsen sehen: man darf in naher Zukunft mit angenehmer Kurzweil rechnen;
– mit ihm umgehen: bedeutet eine feste Freundschaft mit einem früheren Feind;
– gekochter: wird man einen Freund verlieren;
– essen: bedeutet Ärger am Arbeitsplatz.
Rheinkiesel
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißen für eine kurze Zeit Vergnügungen und Gunst;
– Träumt eine junge Frau, daß sich ein vermeintlicher Rheinkiesel als Diamant erweist,
wird sie überrascht sein, daß eine unwichtige Tat sich als Glücksgriff herausstellt.
Rheumatismus
Allgemein:
Rheumatismus (der Gelenke oder Muskeln) kann auf eine Selbstbeschränkung hinweisen. Oft kommen darin aber unterdrückte
Enttäuschungen, Ärger oder Verbitterung zum Ausdruck, die man bewußt verarbeiten muß.
Volkstümlich:
(europ.) : – kündigt eine neue Bekanntschaft an, die dir sehr bald lästig fallen wird,
doch du wirst diese nur sehr schwer wieder abschütteln können;
– darunter leiden: ein neuer Ausblick auf das Leben und Glück;
auch: unerwartete Verzögerung bei der Durchführung der Pläne;
– andere darunter leiden sehen: es gibt Enttäuschungen.
(ind. ) : – haben: du hast einen Menschen um dich, den du sehr schwer abschütteln kannst.
Rhinozeros
Allgemein:
Rhinozeros (Nashorn) wird meist als äußere Macht gedeutet, die nicht auf innere Autorität begründet ist; vielleicht stehen dahinter
Minderwertigkeitsgefühle oder Geltungsdrang. Das Horn des Tiers kann auf Angst vor Impotenz hinweisen.
Psychologisch:
Dieses Tier zeigt zwar rein äußerlich Macht und Au torität, doch die innere Veranlagung stimmt mit der imposanten Erscheinung nicht
überein. Das kann auch bei einem selbst gemeint sein, oder man fühlt sich einem anderen unterlegen, der auf einem wie ein Rhinozeros
wirkt. Dieses Geltungsbedürfnis oder Minderwertigkeitsgefühl kann im sexuellen Bereich ein Problem sein, das es zu lösen gilt.
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet unbewußte Geisteskräfte, die man zur rechten Zeit und richtig anwenden soll, dann wird man auch Erfolg haben;
Erfolg in geschäftlichen Belangen, jedoch Verzögerungen und Enttäuschungen für Verliebte;
– sehen: eine Mahnung, in den Zielen nicht blindwütig drauflos zu stürmen, sondern den Verstand einzusetzen;
– für Männer: Wunsch nach Potenzsteigerung.
(ind. ) : – sehen: du hast großes Glück.
Rhododendron
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Zierpflanze): du wirst verlorene Sachen wiederfinden.
Rhythmus
Psychologisch:
Haben Sie Ihren eigenen Rhythmus gefunden, oder fühlen Sie sich vom hektischen Rhythmus anderer gehetzt? Im Traum ist er häufig das
Sinnbild für Zeitrhythmen, denen man sich anpaßt oder die man einhalten sollte.
(Siehe auch „Musik“)
Richter
Assoziation: – Fällen einer Entscheidung; Weisheit oder Verurteilung.
Fragestellung: – Welche Entscheidung bin ich zu treffen bereit? Welcher Teil von mir ist klug und weise?
Allgemein:
Was die Schuldgefühle auslöste um vor einem Richter zu stehen, kann sich auf eine ganz bestimmte Person beziehen. In diesem Falle sollte
sich im Traum ein Hinweis finden. Wer war der Richter oder Staatsanwalt? Oder war einfach nur sonst jemand im Gerichtssaal, der sich
speziell für Ihren Fall interessierte? Vielleicht ist man in seinem Traum von der Gesellschaft insgesamt verurteilt worden? Dies ist sehr
wahrscheinlich, wenn der Richter eine berühmte Persönlichkeit war (z.B. ein bekanntes Fernsehgesicht).
Psychologisch:
Richter steht oft für inneren Ausgleich und einen hoch entwickelten, vielleicht übersteigerten Gerechtigkeitssinn. Im Einzelfall verspricht er,
daß man den gerechten Lohn (das kann aber auch eine Strafe sein) erhalten wird. Er legt unsere Worte im Traum ganz anders aus, als wir sie
gemeint haben. Deshalb ist Vorsicht geboten: Man sollte im Wachleben nichts Unbedachtes sagen und schon gar nicht einen Vertrag
unterschreiben, dessen Text mitsamt dem Kleingedrucktem man nicht zweimal langsam und gründlich durchgelesen hat. Der Träumende
muß überprüfen, ob das, was er gemacht hat, wirklich in Übereinstimmung mit seinem wahren Wesen gewesen ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er sei zum Richter ernannt worden, wird er dem Pharao in allen Regierungsgeschäften
ein zuverlässiger Ratgeber sein.
– Nimmt das Volk seine Urteile beifällig auf, wird er sich dessen Haß zuziehen.
– Dünkt es einen, als wenn er in seinen Urteilen die Peitsche zu kosten gebe, wird er vom Pharao den Oberbefehl
über das Kriegsvolk und Entscheidungsgewalt über Ämter und Ehren erhalten.
Sieht er sich zum Richter über die Hofbeamten Pharaos bestellt, wird er höchstes Ansehen gewinnen.
– Träumt einem, er sei Richter und sterbe, wird er lange leben, aber seinen Glauben verlieren.
Schüttelt ihn heftiges Fieber, wird er auf unehrliche Weise sich bereichern,
hat er einen kranken Magen, in Gefahr und Armut geraten.

1152
Träumt ihm, seine Hände seien länger geworden, werden seine Knechte Macht und Ansehen erlangen.
Sieht er sich halb ergraut, wird er höhere Ehren erreichen, als er besitzt.
Sind seine Füße länger, kräftiger und fester geworden, wird er lange leben und schwerreich werden.
– allgemein sehen oder sprechen: in geordnete Verhältnisse versetzt werden;
auch: man wird eine äußerst schwierige Aufgabe mit weitreichenden Konsequenzen zu bewältigen haben;
auch: warnt vor Selbstüberschätzung und Größenwahn;
– selbst sein: man möchte selbst Einfluß auf seine Mitmenschen ausüben.
(perser) : – Träumt jemand, er übe das Amt des Richters aus und die Leute nähmen seine Urteile beifällig auf,
wird er zum Ratgeber des Kaisers aufsteigen und sich dessen Achtung erwerben.
– Sitzt einer auf dem Richterstuhl, hält aber nicht Gericht, wird er nach Ruhm trachten und Ruhm vom Kaiser erlangen.
– Vor Gericht prozessieren prophezeit Ängste und Sorgen. Siegt der Träumende über seinen Gegner, wird er Ängste
und Sorgen von sich werfen, unterliegt er aber, werden ihm persönliche Dinge, deretwegen er sich den Kopf zerbricht,
nicht nach Wunsch geraten.
– Gerät einer mit dem Richter in Streit und versetzt ihm einen Schlag mit dem Schwert, wird er einem vornehmen Herrn
dienen und dessen Wohlwollen gewinnen.
– Träumt ein Richter, er werde wegen seiner Amtsführung gerichtlich belangt, wird er lebensgefährlich erkranken.
– Dünkt es ihn, daß sein Amtssessel brüchig oder morsch geworden sei, droht die dadurch angedeutete Gefahr dem Kaiser.
– Schaut der Richter, daß seine Amtsrobe gestohlen, verbrannt oder völlig zerrissen ist, wird man ihn mit List und Tücke
um Amt und Würde bringen.
(europ.) : – einen sehen oder mit einem sprechen oder verhandeln: verheißt Erfolg und es ist Hoffnung vorhanden,
daß man sein Recht finden wird; in nächster Zeit alles genau überlegen, was man sagt und tut,
denn man wird sehr kritisch beobachtet; man sollte sich nicht zu übereilten Vorurteilen hinreißen lassen
und seine Worte und Handlungen etwas sorgfältiger bedenken;
– es mit einem amtlich zu tun haben: eine eigene gute oder schlechte Handlung wird demnächst ihren gerechten Lohn finden;
– einem vorgeführt werden: Streitigkeiten werden durch rechtliche Schritte geschlichtet; Geschäfts- oder Scheidungsfälle können
gigantische Ausmaße annehmen;
– sich mit ihnen streiten: Verluste;
– selbst als einer tätig sein: Belästigungen; man wird von zwei Wegen ausgerechnet den verkehrten wählen;
man sollte sehr sorgfältig seine Entscheidungen überdenken.
(ind. ) : – Träumt einer, er sei zum Richter über das Volk gesetzt, aber nicht fähig zu richten, wird er unter die Räuber fallen,
falls er eine Reise macht. Ist er nicht auf Reisen, wird er in Elend und bitterste Armut geraten.
Der Kaiser wird nach diesem Traum über seine Feinde siegen und ihnen die Stirn bieten.
– Dünkt es einen, der Richter ist, er richte mit anderen Maßen als den üblichen, wird er zu tieferer Weisheit
und Erkenntnis kommen.
– Träumt einer, er werde von einem unbekannten Richter gerichtet, bewahre er alles, was gegen ihn vorgebracht wurde,
in seinem Sinn; der unbekannte Richter ist nämlich Gott.
– Träumt einer, er erzähle einem andern einen Traum, den er früher einmal gehabt, so bewahre er alles im Gedächtnis,
was er von dem Betreffenden zu hören bekommt.
– sehen: du wirst treue Mitarbeiter haben;
– mit ihnen sprechen oder verhandeln: du wirst dein Recht finden.
(Siehe auch „Autoritätspersonen“ unter „Menschen“, „Gericht“, „Prozeß“, „Rechtsanwalt“, „Waagschalen“)
Richtfest
Psychologisch:
Beim Richtfest ist der Dachstuhl des Hauses fertiggestellt und der Rohbau beendet. In diesem Sinn deutet das Richtfest an, daß eine wichtige
Grundlage für etwas Neues geschaffen wurde. Nun liegt es an, sich dem Innenausbau zuzuwenden, was zuviel bedeutet, wie, daß man sich
um seine Emotionen und sein Innenleben kümmern muß.
Richtplatz
Allgemein:
Richtplatz versteht man traditionell als Symbol für Ehre und Ansehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: empfindlich gerügt werden;
– selbst darauf geführt werden: es wird dir ein ärgerlicher Streich gespielt;
– davon weggeführt werden: deine Feinde werden dir nichts anhaben.
(ind. ) : – sehen: Ehre und Ansehen werden dir zuteil.
Richtungen
Allgemein:
Unter den Richtungen im Traum verstehen wir: oben – unten, rechts – links, vorne – hinten, vorwärts – rückwärts, die Himmelsrichtungen
usw. Diese Grundrichtungen geben die symbolische Ordnung des Raumes im Traum wieder. Dabei tritt der Gegensatz oben – unten häufig
bei Treppen, Fahrstühlen, Straßen und Wegen auf. Rechts und links haben auch häufig mit Straßen und Wegen zu tun, bei denen man sich
für eine Richtung entscheiden muß. Die vier Himmelsrichtungen kommen seltener im Traum vor, obwohl sie indirekt häufig einen Traum
prägen. Bei jedem Platz und jeder Landschaft, von der Sie träumen, treten diese Richtungen auf, die sich oft nur Ansatzweise in einer
Vierteilung bemerkbar machen. So träumte ein jüngerer Klient von einem großen Platz mit vielen Tauben. Als plötzlich ein Schuß zu hören
war, flogen die Tauben in vier Richtungen fort. Erst bei genauerem Nachfragen erinnerte sich der Träumende, daß diese Richtungen in der
Tat rechtwinklig zueinander standen. Was zeigen die unterschiedlichen Richtungen an? Es gibt im Traum immer eine linke und rechte Seite
und oft auch ein Oben und Unten. Achten Sie immer darauf, wo das Traum-Ich herkommt und wo es sich hinwendet. Besonders deutlich
werden die Seiten im Traum, wenn wir uns für eine Richtung entscheiden müssen, wie in der typischen Traumsituation, in der man an eine
Kreuzung gelangt und sich dann nach rechts oder links wendet. Oder wenn man sich im Traum entscheiden muß, ob man nun ins Tal oder
auf den Berg geht. Aber nicht nur in diesen Situationen spielen die unterschiedlichen Seiten eine Rolle, sondern auch bei jedem
Traumgegenstand, der zwei oder mehr unterschiedliche Seiten aufweist. Sie sollten sich dabei immer fragen, von welcher Seite Sie sich
angezogen fühlen.
(Siehe auch „Positionen“)

1153
Riechen
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas Unangenehmes: Heimtücke erfahren;
– gute Gerüche: Angenehmes erfahren.
Riegel
Allgemein:
Der Riegel symbolisiert im allgemeinen den Zugang des Träumenden zu seiner Persönlichkeit, den er sich selbst und anderen gewährt. Ist er
geschlossen möchte er vor der Umwelt sein wahres Gesicht verbergen; ist er offen, strebt er nach sozialen Kontakten und steht den
Anforderungen des Lebens aufgeschlossen gegenüber. Der Riegel symbolisiert auch ein Geheimnis, das man lüften wird, wenn man den
Riegel zurückschiebt.
Psychologisch:
Was im Traum verriegelt ist, wird uns im Wachleben verwehrt. Die Tür, vor die ein Riegel geschoben wurde, umschreibt vielleicht eine
Liebesangelegenheit, die uns verzweifeln läßt, oder wir finden nicht den gewünschten Anschluß. Schieben wir einen Riegel zurück, machen
wir dagegen das Tor der Zukunft weit auf; wir werden Erfolge ernten, die wertbeständig bleiben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder schließen: laß dich zur Vorsicht ermahnen; man sollte sich von alten Vorstellungen und Haltungen lösen
und versuchen, die richtig wichtigen Dinge des Lebens zu erkennen;
– öffnen: man wird sich leicht von einem Menschen beeinflussen lassen, der mit Schmeicheleien Freundschaften erkaufen möchte.
(europ.) : – an einer Tür sehen: man sollte sich davor hüten, die Geheimnisse anderer Menschen aufzudecken, es würde einem viel Ärger
und Aufregung bescheren;
– an der Zimmertür befestigen: man strebt fort und will woanders neu anfangen;
– selbst einen vorschieben: warnt vor allzu viel Offenherzigkeit anderen Menschen gegenüber und sollte das jetzt ändern;
– von einem anderen Menschen im Zimmer eingeschlossen werden: Zeichen kommender Schwierigkeiten;
größtenteils aufgrund von Gier und Ichbezogenheit, möglicherweise sogar aufgrund von Unaufrichtigkeit von einem selbst.
(ind. ) : – eisernen sehen: du wirst hinter ein Geheimnis kommen;
– ein Geschäft wird zu unerwartetem Abschluß kommen.
(Siehe auch „Tür“)
Riemen
Volkstümlich:
(arab. ) : – prophezeien Festigkeit in deiner Handlungsweise.
Riese
Allgemein:
Der Riese im Traum kann ein Hinweis sein, daß der Träumende mit den unterschiedlichen Gefühlen ins reine kommt, die er als Kind
Erwachsenen gegenüber hegte. Erwachsene erschienen ihm damals riesengroß und auf irgendeine Weise angsterregend. Riese verkörpert
häufig Gefühle, Triebe oder sexuelle Bedürfnisse, die so übermächtig werden, daß man sie nicht länger unterdrücken kann. Außerdem kann
er Männlichkeit, Selbstwert- und Überlegenheitsgefühl anzeigen. Wird man von ihm verfolgt, soll das nach alten Traumbüchern den Erfolg
in einer riskanten Angelegenheit versprechen. Ein Traum in dem man ein Riese ist, ist typisch für Menschen mit erheblichen
Minderwertigkeitsgefühlen. Sie halten sich für unbedeutend und glauben, das ihre Mitmenschen mit Verachtung auf Sie herabsehen. Das
versucht dieser Traum auszugleichen. Ist aber letzten Endes der falsche Weg, der Träumende muß daran arbeiten, sein Selbstwertgefühl zu
stärken.
Psychologisch:
Die Märchen- und Sagengestalt ist manchmal der Übervater, der uns kuschen läßt, weil wir einfach nicht gegen ihn und seine Größe (sprich:
Weisheit) ankommen. Mit manchen Riesen ist nicht gut Kirschen essen; sie warnen vor einem Triebleben, das auszuufern droht. Riesen, die
nur schattenhaft in einem Traumbild zu sehen sind, können auf Riesengeschäfte hinweisen, bei denen man Supergewinne machen kann. Im
Kampf mit ihm ist nicht die Körperstärke oder der Geist von Bedeutung, sondern alleine die Tatsache, zur richtigen Zeit intuitiv die richtige
Lösung zu finden. Dieses Traumbild weist also auf die Intuition hin, die mit dem Verstand zusammen, hilfreich ist. Sie stellen in Träumen
häufig aber auch das Gefühl der Wut dar, besonders männliche Wut.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Riese im Traum eine ursprüngliche Form der Macht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: großartige Dinge erleben;
– selbst einer sein: deine Wünsche übersteigen deinen Horizont.
(europ.) : – Ursymbol des Mannes; das Triebleben wird immer stärker;
– einen sehen: Geldgewinn und Glück in allen Unternehmungen; man wird größeren Erfolg erzielen; wenn es einem gelingt,
Menschen zu Freunden zu machen, von denen man Hilfe erwarten kann, wird ein großes Geschäft sehr gut gelingen;
– plötzlich vor einem auftauchend: es wird mit den Gegnern einen großen Streit geben;
– unterbricht er die Reise von einem: man wird von einem Feind überwältigt;
– von einem bedroht oder verfolgt werden: ein gewagtes Unternehmen wird glücken;
– einem zum Freund oder Helfer haben: verheißt einen großen äußeren Erfolg;
– läuft er vor einem weg: Gesundheit und Glück sind auf der eigenen Seite.
(ind. ) : – sehen: nur in der Ferne hast du Glück;
– sein: Erbschaft.
(Siehe auch „Dämonen“, „Engel“)
Riesenrad
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird für kurze Stunden in das Land seiner Träume geführt;
– mit einem fahren: eine schöne Hoffnung wird in ein Nichts zerrinnen.

1154
Riff
Assoziation: – Gefahr oder Sicherheit vor verborgenen Emotionen.
Fragestellung: – Was verbirgt sich hinter meinen Gefühlen?
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: böse Vorbedeutung.
Rind
Artemidoros:
Arbeitsrinder bringen allen Glück, während Rinder in der Herde wegen ihres Namen Aufregungen und üble Nachreden bedeuten.
(Boes = Rinder und periboeseis = üble Nachrede (von boe = Geschrei, Wirrwarr).)
Allgemein:
Rind deutet man meist als starke sexuelle Triebhaftigkeit oder Besitzgier. Spannt man es vor einen Wagen, wird man durch harte Arbeit zu
Wohlstand gelangen. Schlachtet man das Tier, wird man vor größeren Ausgaben und Verlusten gewarnt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sei boshaften Personen gegenüber vorsichtig;
– bedrohlich auf sich zukommen sehen: den Angriffen seiner Feinde preisgegeben sein;
– schlachten sehen: deine Hoffnungen bleiben unerfüllt.
(europ.) : – Sexualsymbol der männlichen Kraft und intensiver Triebhaftigkeit;
– mit langen Hörnern und bösem Blick: verkörpern Feinde;
– ein oder mehrere Rinder auf der Weide sehen: Vergrößerung der Häuslichkeit; mahnt zur Dankbarkeit;
bedeutet materiellen Aufstieg;
– Rinder im Stall sehen: verheißt einen materiellen günstigen Hausstand;
– im Gespann sehen: verspricht erfolgreiche Arbeit;
– ein wildes oder durchgehendes: eine größere Geldausgabe steht bevor;
– schwarze sehen: Zeichen für geschäftlichen Ärger;
– ein schwarzes mit großen Hörnern davonlaufen sehen: du hast mächtige Feinde;
– sich beim Viehtrieb sehen: Zeichen für harte Arbeit;
– im Schlachthaus: kündet materielle Verluste an;
– Rindfleisch zubereiten oder essen: auf einem Gebiet, das einem sehr am Herzen liegt, sind Erfolge zu erwarten;
– gut im Futter stehende Rinder, die zufrieden auf einer saftigen Weide grasen: verheißen Wohlstand und Glück durch einen
geistesverwandten Partner;
– magere, heruntergekommene sehen: es zeichnet sich ein Leben voller Mühen und Plagen ab,
weil man alle Energie auf unliebsame Details verschwendet; man sollte sein Leben ändern;
– in wilder panikartiger Angst: man muß all seine Kraft aufbieten, um die Karriere in die richtige Richtung zu lenken;
– Kühe zur Melkzeit sehen: man wird großen Wohlstand erreichen; einer jungen Frau winken danach Liebesfreuden;
– Kühe mit prallem Euter melken: das Glück oder immenser Reichtum wartet auf einem; hat ein Kalb die Milch vorher
getrunken: man könnte durch Nachlässigkeit die Liebste oder kostbares Eigentum verlieren;
– Kälber sehen: man wird hohes gesellschaftliches Ansehen und das Herz eines treuen Freundes gewinnen; in beruflicher
Hinsicht sind hohe Verkaufserlöse zu erwarten; in beruflicher Hinsicht sind hohe Verkaufserlöse zu erwarten;
in der Liebe ist eine respektable
Verbindung in Aussicht; magere Kälber: man darf dasselbe erhoffen, muß aber härter darum kämpfen;
(ind. ) : – sehen: dein Geschäft wird blühen.
(Siehe auch „Kuh“, „Melken“, „Ochse“, „Stier“, „Tiere“)
Rinde
Assoziation: – äußere Hülle; Schutz.
Fragestellung: – Wie kann ich das rechte Maß zwischen übermäßiger Sensibilität und Gefühllosigkeit finden?
Allgemein:
Rinde (des Baumes) kann auf zu viel Offenheit und Vertrauensseligkeit im Umgang mit anderen hinweisen, wodurch man leicht zu Schaden
kommt. Schält man die Rinde ab, verspricht das oft Wohlstand durch mühselige Arbeit. Bröckelt sie ab, fühlt man sich schutzlos. Das
Einritzen von Buchstaben oder Zeichen in die Rinde zeigt heimliche Bedürfnisse an, oft nach einer Liebesbeziehung.
Psychologisch:
Die Rinde im Traum schützt die Privatsphäre. Möglicherweise ist sie eine Aufforderung, die Intimsphäre nicht jedem offenzuhalten. Im Falle
der verletzten Rinde ist die Intimsphäre schon durch andere verletzt worden. Ritzt man in die Rinde eines Baumes etwas ein, dann zeigen
sich hier erotische Hoffnungen, die bald aufkeimen werden!
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man soll sich nicht zu sehr in seine Privatangelegenheiten hineinschauen lassen;
– Buchstaben oder dergleichen in sie hineinritzen: bestimmte Herzenswünsche gehen in Erfüllung;
– abschälen: man wird sich in einer Sache zu sehr exponieren (herausheben, darlegen) und hat Nachteile dadurch zu erwarten.
(ind. ) : – von Bäumen: dein Vermögen nimmt durch deinen Fleiß zu.
Rindfleisch
Volkstümlich:
(arab. ) : – gekochtes oder gebratenes essen: es stehen dir Genüsse bevor.
(europ.) : – gebratenes essen: Frieden und Gesundheit; man wird bequem leben, ohne dabei reich zu sein;
– in angenehmer Atmosphäre genießen: bedeutet harmonische Liebes- und Geschäftsbeziehungen;
– gekochtes sehen oder essen: es stehen einem Seelenqualen bevor; auf schreckliche Art wird jemand sein Leben verlieren;
– reichlich zu essen haben, ohne es selbst konsumieren zu können: man wird andere um Hilfe bitten müssen;
– roh und blutig sehen: der Träumer wird von bösartigen Krebsgeschwüren befallen; man hüte sich vor Quetschungen und
Verletzungen aller Art.
(ind. ) : – essen: du wirst eine Belohnung erhalten; du mußt sparsam sein;
– kochen: du wirst dich über etwas ärgern.
(Siehe auch „Fleisch“)

1155
Ring
Assoziation: – Gelöbnis; Verpflichtung; Versprechen.
Fragestellung: – Womit will ich mich vereinigen?
Allgemein:
Ein Ring im Traum steht gewöhnlich für eine Beziehung – es muß nicht unbedingt eine Liebesbeziehung sein -, die der Träumende zu einem
anderen Menschen hat; zuweilen sind sie zu eng und behindern die Selbstentfaltung. Ein Ehering symbolisiert eine dauerhafte Verbindung
und ein Versprechen. Ein Siegelring oder ein altes Erbstück verkörpert alte Traditionen und Werte. Ein Verlobungsring ist ein Symbol für
ein noch nicht vertieftes Treueversprechen. Ein Freundschaftsring besiegelt die langfristige Freundschaft zwischen zwei Menschen. Findet
man einen Ring, kann das auf Glück in der Liebe oder geschäftliche Probleme hinweisen. Wen n man den Ring verliert, steht oft eine
schmerzliche Trennung bevor. Zieht man ihn ärgerlich vom Finger, verliert man das, was man liebt, oder macht selbst einen Seitensprung.
Zerbricht ein Ring, geht eine Verbindung in die Brüche.
Psychologisch:
Jeder Mensch sehnt sich nach irgendeiner Form von Kontinuität in seinem Leben, nach einem Gefühl von sicherer Geborgenheit. Der Ring
symbolisiert Sicherheit, Kontinuität und Unendlichkeit, da er keinen Anfang und kein Ende hat, sowie die Bindung an einem Menschen oder
eine Gemeinschaft, ebenso die Treue, mit der wir an einmal eingegangenen Verpflichtungen festhalten. Frauen sind bindungsfreudiger als
Männer. Das beweist auch die Tatsache, daß bei Frauen Träume von Ringen sehr häufig, bei Männern dagegen eine Seltenheit sind. Träume
sagen meist etwas über die Bindungsfreude (Ring anstecken, einen Ring am eigenen Finger bewundern), über Bindungsangst oder
Unfähigkeit eine Bindung zu vergessen aus (ein Ring läßt sich nicht vom Finger ziehen).
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt der Ring im Traum, ebenso wie der Kreis, Ewigkeit und Göttlichkeit dar. Der Ring ist ein Zeichen des
Bundes, eines Gelübde, einer Gemeinschaft oder eines gemeinsamen Geschickes, ohne Anfang und Ende.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: bevorstehendes Glück in allen Lebenslagen;
– mehrere sehen: verschiedene Erlebnisse haben.
– am Finger tragen (Ledige): baldige Hochzeit;
– am Finger tragen (Verheiratete): Zerwürfnisse in der Ehe;
– verlieren: sein Liebesverhältnis lösen; man wird an Achtung vor seinen Mitmenschen verlieren;
– geschenkt erhalten: deine Handlungsweise wird sich lohnen;
auch: weist auf die dauerhafte Beziehung zu einem Menschen hin;
– verschenken: deine allzu große Freigebigkeit findet keine Anerkennung.
(europ.) : – Vorsicht und gründliche Überlegung bei Bindungen, zu denen kein großes Verlangen vorliegt;
– einen sehen: kündet eine Bindung zu einem anderen Menschen an;
– goldener: verheißt eine baldige Hochzeit oder Taufe;
– zwei schöne Ringe sehen: kündigt eine baldige Bindung oder sogar Hochzeit an;
– zerbrochener: verkündet einen Todesfall; bedeutet einen Treuebruch;
auch: Streit in der Ehe oder Trennung für verheiratete Menschen;
– verlieren: verursacht (vorübergehende) Trennung von einem lieben Menschen;
Warnung vor kommenden Schwierigkeiten durch einen Freund oder Verwandten; Untreue des Partners;
– finden: Singles werden sich verlieben; die Liebesangelegenheiten werden sich vorteilhaft entwickeln;
– an den Finger stecken: warnt vor einem beabsichtigten Seitensprung;
– tragen: man darf darauf hoffen, daß neue Unternehmungen erfolgreich verlaufen;
– vom Finger ziehen: ein Seitensprung wird böse Folgen haben;
– sich nicht vom Finger ziehen lassen: zeigt große Schwierigkeiten an, den alten Partner innerlich loszulassen;
– geschenkt erhalten: man wird einen guten Freund oder Kameraden finden oder ein Liebeswunsch wird in Erfüllung gehen;
– jemandem einen schenken: eine ersehnte Freundschaft oder Liebesverbindung kommt nicht zustande;
– andere mit Ringe sehen: ist ein Omen für wachsenden Wohlstand und viele neue Freunde;
– Bekommt eine junge Frau im Traum einen Ring, lösen sich ihre Sorgen über das Benehmen ihres
Liebhabers bald in Luft auf, weil er sich ihrem Vergnügen und ihren Zukunftsinteressen widmen wird.
– Träumt eine Frau, daß sie einen Ring an ihrer rechten Hand hat, hegt sie die Absicht,
mit einem Mann eine feste Bindung einzugehen.
(ind. ) : – finden: Uneinigkeit mit deinem Geschäftspartner;
– eiserner: deine Zukunft ist sorgenvoll; dir stehen schwere Daseinskämpfe bevor;
– kaufen: du wirst dich verlieben;
– verschenken: du wirst Bräutigam (Braut) werden;
– geschenkt bekommen: man will dir etwas einreden;
– goldener: für Verheiratete Ehesegen, für Ledige baldiges Hochzeitsfest;
– sehr wertvoller: angenehme Zukunft, für Ledige Heirat;
– zerbrochener: Streit und Trennung;
– verlieren: Unruhe und Traurigkeit; du wirst an Achtung einbüßen;
– aus Elfenbein: die Tage werden freundlicher; du wirst von einem Leiden befreit werden;
(Siehe auch „Ehering“, „Kreis“, „Kranz“)
Ringelblumen
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißen Reichtum, Erfolg und glückliche Heirat; man sollte sich Zufriedenheit und Genügsamkeit zum Ziel setzen.
Ringelnatter
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: durch Hinterlist leiden.
Ringeltanz
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: komische Dinge erleben.

1156
Ringen / Ringkampf
Assoziation: – Arbeit an Stärke und Durchhaltevermögen.
Fragestellung: – Was versuche ich zu verstehen oder zu kontrollieren?
Artemidoros:
Mit einem Blutsverwandten oder Freund zu ringen kündigt Zank und Streit mit dem Betreffenden an. Besteht schon eine Feindschaft, wird
derjenige, der im Traum den Sieg erringt, auch am Tag der Überlegene (Vgl. den in Genesis 32,24ff. geschilderten Ringkampfes Jakobs mit
dem Engel. Bei Tagesanbruch, als sein Gegner sah, daß er Jacob nicht überwinden konnte, bat dieser, ihn zu segnen. Der Engel änderte
Jacobs Namen in Israel und versprach ihm, daß er über Menschen siegen werde.) sein, ausgenommen, sie stritten um Grund und Boden; denn
bei derartigen Streitfällen ist es besser, zu unterliegen, falls nicht auch der, welcher den Gegner zu Boden wirft, es von unten erreicht. Denn
dem, der mit dem Boden in Berührung ist, gehört der Grund und Boden. (Es scheint sich darin die Vorstellung zu spiegeln, daß die
Berührung mit der Erde eines bestimmten Ortes Anrecht auf demselben gibt, wie ja auch der Besitz einer Scholle Erde den Besitz des Landes
verbürgt, von dem die Scholle stammt.) Ich kenne jemand, dem es träumte, er ringe und strecke seinen Gegner mit dem sogenannten
Kunstgriff „Zwei- Finger- um – Einen“ zu Boden. Derselbe gewann den Prozeß, indem er Schriftstücke in die Hand bekam, die sein Gegner
verfaßt hatte. Mit einem Unbekannten zu ringen, führt Gefahren durch Krankheit herauf; denn wie der Ringer seinen Gegner zu überwältigen
trachtet, so auch die Krankheit den Kranken, das heißt, sie will ihn der Erde übergeben. („Mit dem Tode ringen.“ Eine Personifizierung der
als Dämon gefaßten Krankheit. Die Agonie des Sterbenden, als ein Ringkampf mit dem Todesgott aufgefaßt, ist noch im heutigen
Griechenland lebendig.) Dem Unterlegenen winkt der Tod, dem Sieger Genesung. Ferner bedeutet es nichts Gutes, wenn ein Mann mit
einem Knaben ringt. Wirft er ihn nieder, wird er jemanden begraben; wird er aber von dem Knaben niedergerungen, wird er zu der
vergeblichen Anstrengung noch Spott und Krankheit ertragen müssen, wegen des Ausganges des Kampfes, Krankheit, weil er einem
körperlich Schwächeren unterlag. Einem Knaben hingegen bringt es Glück, einen Mann zu Boden zu werfen; er wird unerwartet Großes
erreichen. Dagegen ist es für einen Wettkämpfer im Knabenalter kein gutes Vorzeichen; er wird nicht mehr in die Altersgruppe der Knaben
eingetragen werden. Ringt man mit einem Toten, wird man erkranken oder mit einem Nachkommen oder Erben des Verstorbenen in Streit
geraten. In jedem Fall ist es besser, im Ringkampf zu siegen. Es träumte jemand, er beteilige sich in Nemea am Ringkampf der Männer,
erringe den Sieg und werde bekränzt. Er führte damals einen Prozeß um ein Stück Land, auf dem sich ein sehr großer Sumpf befand.
Tatsächlich gewann er den Prozeß wegen der Bedeutung des Sumpfes, weil die Sieger in Nemea mit Eppich bekränzt werden. (Wort:
heleioselinon (Sumpfeppich), das aus helos (Sumpf) und selinon (Eppich) zusammengesetzt ist. Kränze aus Eppich waren die Siegespreise
bei den isthmischen und den nemeischen Spielen.)
Allgemein:
Ringen (Ringkampf) deutet Auseinandersetzungen mit anderen an. Siegt man dabei, wird man sich durchsetzen und vom Gegner trennen.
Verliert man den Kampf, sollte man sich um Versöhnung mit dem anderen bemühen.
Psychologisch:
Ringen als Traumsymbol verweist meistens darauf, daß man mit sich selbst ringt oder sich und anderen etwas abringen muß. In selteneren
Fällen kann dieses Traumsymbol auch als ein Hinweis auf die Sehnsucht nach Körperkontakten gesehen werden. Der Ausgang eines
Ringkampfes im Traum ist ungewiß, weil wir während des Kampfesgetümmel meist aufwachsen; da haben wir uns im Wachleben mit einer
Angelegenheit auseinanderzusetzen, von der wir noch nicht wissen, ob wir als Sieger aus ihr hervorgehen werden. Manchmal ringen wir
auch um Einsichten, die uns weiterbringen können, oder um unser Image.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ringkampf: du wirst eine Beleidigung erfahren.
(europ.) : – oder einen sehen: eine unangenehme Auseinandersetzung steht bevor;
– beiwohnen: Streit und Zank; bedeutet außerdem schlechte Gesundheit und Geldverlust.
– mit einem Freunde: Trauer;
– mit einem Kinde: Unglück;
– mit einem Fremden: du wirst in Gefahr kommen; verkündet ein bevorstehendes Unglück;
– mit jemanden ringen und dabei unterliegen: bedeutet eine Auseinandersetzung mit nachfolgender Versöhnung;
– mit jemanden ringen und dabei siegen: Auseinandersetzung mit nachfolgender Trennung;
– mit einem Tier: man wird dich verleumden.
(ind. ) : – Wirft jemand im Ringkampf einen andern zu Boden, wird er dem Unterlegenen alle Ehre erweisen;
denn dieser wird größer sein als derjenige, welcher ihn niederrang.
– keine besonders schönen Tage stehen bevor.
Ringkämpfer
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst in einen Prozeß verwickelt werden.
(ind. ) : – sehen: du suchst eine verschollene Person.
Rinne
Allgemein:
Rinne (Dachrinne) steht oft für einen Ausweg aus einer mißlichen Lage oder für Trost im Unglück. Sie kann aber auch anzeigen, daß man
die Orientierung im Leben verloren hat und deshalb mit Schwierigkeiten rechnen muß.
Psychologisch:
Wer eine Dachrinne säubert, der möchte im Wachleben klare geistige Erkenntnisse gewinnen, die ihm weiterhelfen sollen. Ist die Rinne
verstopft, ist unser Bemühen vergeblich, weil wir doch nichts erreichen und deshalb augenblicklich sehr niedergeschlagen sind. Wer sich an
der Dachrinne festhält, um nicht vom Dach zu fallen, hat Einfälle, an denen er auch wenn es schwerfällt – festhalten will, aber nicht
unbedingt sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Gosse sehen oder hineinfallen: Trauer und Kummer werden dich heimsuchen.
(europ.) : – eine sehen: man ist in einer Sache vom richtigen Weg abgekommen;
– anlegen: man wird einen Ausweg aus einer scheinbar ausweglosen Situation finden.
(ind. ) : – sehen: du bekommst Trost in deinem Unglück.
(Siehe auch „Dach“, „Dachziegel“)

1157
Rippen
Allgemein:
Rippe kündigt an, daß man Dankbarkeit erwarten kann; das gilt besonders für die gebrochene Rippe.
Psychologisch:
Wenn wir im Traum alle unsere Rippen zählen können, sollten wir im Wachleben mehr für unsere Gesundheit tun. Die im Traum gebrochene
Rippe übersetzt für das bewußte Leben den Volksmund, daß man sich nichts aus den Rippen schneiden kann, daß man in einer bestimmten
Angelegenheit nicht weiß, wie man sie erledigen soll. Adams Rippe, aus der Eva geschaffen wurde, kommt als archetypisches Symbol nur
noch selten in Träumen vor; sie weist sicherlich auf Sexuelles hin, aber auch auf den – überkommenen – Anspruch des Mannes, vor der Frau
zu rangieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder fühlen: verkündet ehelichen Zwist; verheißt Armut und Elend;
– sich brechen: man sollte auf der Hut sein, daß man nicht von Menschen denen man vertraute, hintergangen wird;
– brechen: man wird Dankbarkeit ernten.
(ind. ) : – Die Rippen versinnbildlichen die Frauen; die oberen, größeren bedeuten die rechtmäßigen Ehefrauen,
die unteren die nächsten weiblichen Verwandten.
– Träumt jemand, daß einige von den oberen großen Rippen gebrochen seien, dem wird die Ehefrau bitteres Leid verursachen,
sei es, daß sie krank daniederliegt oder mit ihm zankt;
sind es die unteren Rippen, wird ihm Arges von den erwähnten weiblichen An verwandten widerfahren.
– Dünkt es einen, seine Rippen seien kräftig und breit geworden, wird er mit seiner Ehefrau oder seinem Hausverwalter glücklich
und zufrieden leben; die Rippen sind nämlich gleichsam die Wände des Hauses und weisen auf die Personen, die über das
Haus wachen;
je nachdem die Rippen Schaden erleiden oder sich kräftigen, dementsprechend wird es den Wächtern des Hauses ergehen.
– Träumt einem, seine Hauptrippen seien heillos gebrochen, wird sein Hausverwalter sterben,
er selbst aber in arge Schwierigkeiten kommen.
– Sind die Rippen kräftig und stark geworden, werden Hab und Gut des Träumenden in Sicherheit sein,
und die Wächter des Hauses sein Wohlwollen finden.
– brechen: man wird dir sehr dankbar sein.
Riß
Volkstümlich:
(arab. ) : – in einem Kleiderstück: deutet auf Zank;
– in einer Mauer: Schaden und Verlust.
Ritter
Allgemein:
Ein Ritter im Traum einer Frau steht für romantische Gefühle. Er kann auch die Manifestation ihres Animus sein, der ihre männlichen
Anteile und damit verbundenes Streben nach Perfektion zum Ausdruck bringt. Im Traum eines Mannes verweist der Ritter darauf, daß er
vielleicht den Helden in sich sucht. Ritter kann das Bedürfnis nach Schutz und uneigennütziger Hilfe anzeigen. Vielleicht bedeutet er aber
auch, daß man sich gegen äußere Einflüsse abschirmen soll, um nicht vielleicht durch Aggressionen und Bosheiten verletzt zu werden. Sieht
man sich selbst als Ritter, bedeutet dies gelassenes Selbstbewußtsein und Loyalität.
Psychologisch:
Der Ritter symbolisiert das Prinzip der Führernatur. Er ist jener Teil des Selbst, der manchmal als das höhere Selbst bezeichnet wird. Ein
schwarzer Ritter ist die Verkörperung des Bösen. Interessanterweise erscheint der „weiße“ Ritter häufig mit offenem Visier; der „schwarze“
Ritter hingegen hält sein Visier immer geschlossen. In Männerträumen stürmt er in voller Montur ins Traumbild und nimmt die Festung ohne
Pardon; hier wird von der Überheblichkeit mancher Männer gesprochen, die glauben, jede Frau sei für sie zu haben. Häufig signalisiert der
Ritter auch nur Lust auf Abenteuer. In Frauenträumen wird er vom kriegerischen Patriarchen zum Gentleman umfunktioniert, den sie sich an
ihrer Seite wünscht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Ritter im Traum für den Eingeweihten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: seinen Feinden Gewalt entgegensetzen; steht meistens für treue Freunde, auf deren
Hilfe man auch in Notlagen zählen kann;
– sich selbst als solchen sehen: man fürchtet, von seinen Mitmenschen unterschätzt und belächelt zu werden.
(europ.) : – Unbeständigkeit, Sorgen; hüte dich davor, dir Raufbolde zur Gesellschaft auszusuchen;
es stehen jetzt harte Kämpfe bevor, sowohl beruflich als auch allgemein;
– in Rüstung sehen: kündet ein galantes, aber nicht ungefährliches Abenteuer an;
– selbst einer sein: man wird von den Freunden in jeder Notlage tatkräftig unterstützt;
(ind. ) : – sehen: lasse dich nicht in Liebeshändel ein.
(Siehe auch „Archetypen“, „Panzer“)
Ritterschloß
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß man in Liebeshändel kommen wird.
Ritterspiel
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du kommst zu hoher Stelle und zu hohen Ehren.
Rittersporn
(Pflanze)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Liebeleien werden dir nichts nützen.
(europ.) : – pflücken: vorübergehende Liebschaft.
(ind. ) : – pflücken: du wirst Freude haben.

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Ritterstand
Volkstümlich:
(ind. ) : – erhoben werden: du kannst dich über die Gegenliebe deiner Gattin nicht beklagen.
Ritual
Allgemein:
Die meisten Menschen brauchen Rituale im Leben – als Markierung für Veränderungen und Aufstieg. Sie geben uns ein Gefühl der
Geborgenheit, vor allem wenn sie mit Gleichgesinnten vollzogen werden. Wenn wir im Traum aber von ihnen ausgeschlossen werden, hegen
wir geheime Schuld- und Schamgefühle, weil wir gegen wichtige Regeln verstoßen haben. Ritual (Zeremoniell) deutet meist auf übertriebene
Förmlichkeit und Höflichkeit hin, die zur leeren Form erstarrt ist; dann sollte man sich wieder offener und aufrichtiger verhalten.
Psychologisch:
Fast immer ein Sinnbild für Alltagsrituale, die man immer wieder „zelebriert“, ohne darüber nachzudenken, ob sie im eigenen Leben (noch)
einen Sinn ergeben. Solche Träume kann man als Signal aus dem Unterbewußtsein deuten, daß man mehr Lebendigkeit und Spontaneität in
seinen „ritualhaften Abläufen“ zulassen sollte.
(Siehe auch „Religiöse Bilder“, „Zeremonie“)
Rivale / Rivalin
Psychologisch:
Manchmal symbolisiert eine Rivalitätssituation im Traum einen inneren Machtkampf zwischen verschiedenen, einander widersprechenden
Empfindungen. Häufiger: Man leidet an Eifersucht, und dieser emotionale Streß sucht sich in entsprechenden Traumgeschichten ein Ventil.
Volkstümlich:
(europ.) : – haben: man wird seine Rechte nur mühevoll durchsetzen und die Gunst bedeutender Personen verlieren;
– ausgestochen werden: man vernachlässigt seine geschäftlichen Angelegenheiten und geht zum eigenen
Nachteil den Weg des geringsten Widerstandes;
– selbst der siegreiche Rivale sein: vorteilhaft für das eigene Fortkommen; außerdem wählt man den passenden Partner;
– Für eine junge Frau ist dieser Traum eine Warnung, Ihre Liebesbeziehung zu pflegen, denn sie wird
vielleicht den Fehler begehen, nach anderen Beziehungen Ausschau zu halten.
Rizinusöl
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß man alle Blutsauger, Schmarotzer usw. nur durch eigene Energie und Schlauheit loswerden
kann; je unangenehmer Medikamente sind im Traum, desto besser wird es für einem sein.
(ind. ) : – du wirst falsche Freunde abschütteln.
Robbe
Medizinrad:
Schlüsselworte: Verspielt; intelligent; schnell.
Beschreibung: Robben sind Meeressäugetiere mit einem langen, schlanken Körper und einem hundeähnlichen Gesicht. Sie haben vier Füße,
deren Zehen durch Schwimmhäute miteinander verbunden sind, mit denen sie Dinge halten und werfen können. Robben sind schnelle
Fleischfresser, die im Wasser eine Geschwindigkeit von bis zu vierzig Kilometer pro Stunde erreichen und eine Art Echolot besitzen, mit
dem sie sich unter Wasser zurechtfinden. Sie sind stimmhaft und geben ein charakteristisches Bellen von sich. Sie lieben es, Dinge zu werfen
und auf ihrer Nase aufzufangen, und sie scheinen sich mit ihren flossenartigen Vorderbeinen selbst zu applaudieren.
Allgemeine Bedeutung: Die Fähigkeit, zu spielen und zu kommunizieren; sich selbst Beifall spenden.
Assoziation: Seehunde.
Transzendente Bedeutung: Sich selbst zu einem Traum beglückwünschen; Gabe der Selbstannahme und des Spiels.
(Siehe „Seehund“, „Tiere“)
Roboter
Assoziation: – mechanischer Aspekt des Selbst.
Fragestellung: – Welche Freiheiten strebe ich an?
Psychologisch:
Sie leiden an einer Situation, in der Sie „wie ein Roboter funktionieren“ und die von lähmender Routine geprägt ist. Bei häufiger
Wiederholung ist ein solcher Traum als ernste Warnung zu verstehen, daß man nur mehr „ferngesteuert“ lebt und seine Emotionen völlig
unterdrückt – ein Zustand, der über längere Zeit krank macht!
Rock
Assoziation: – niederes Selbst; Leidenschaften.
Fragestellung: – Welche Signale sende ich aus?
Allgemein:
Rock steht meist für erotische Bedürfnisse; die genaue Bedeutung ergibt sich oft aus folgenden Begleitumständen:
– Eleganter Frauenrock deutet bei Männern auf ein erotisches Abenteuer hin, Frauen verspricht er, daß sie den geliebten Mann
erobern werden.
– Beschmutzter, schäbiger oder zerrissener Rock warnt vor einer flüchtigen Liebesaffäre, die dem Ruf schadet und mit einer
Enttäuschung endet.
– Zu enger und/oder kurzer Rock kann bei Männern auf eine zwielichtige Affäre hinweisen, Frauen vor Zudringlichkeit warnen,
an der sie nicht unschuldig sind.
– Zu weiter oder langer Rock kündigt an, daß man wegen einer Liebesbeziehung in Verlegenheit geraten oder ins Gerede kommen wird.
– Unterrock deutet man immer als starkes Bedürfnis nach Geschlechtsverkehr.
– Herrenrock steht bei Männern mit Beruf und Geld in Beziehung; ist er elegant, kündigt das Erfolge an, andernfalls Mißerfolge und
Verluste. Bei Frauen verdeutlicht der Herrenrock, der elegant aussieht, den Wunsch nach einer Liebesbeziehung; der schäbige oder
zerrissene Rock dagegen warnt vor Enttäuschungen, der fleckige vor einem schlechten Ruf durch eine Liebesaffäre.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – einer Frau: ein Geschenk bekommen;
– heller: man verachtet dich;
– schwarzer: du wirst im Beruf durch große Anstrengung vorwärts kommen;
– sehr kostbarer: Reichtum;
– zu enger: du wirst in schlechten Ruf kommen;
– zerrissener: du wirst in ärmliche Verhältnisse kommen;
– geschenkt erhalten: du wirst von unbekannter Hand beglückt werden;
– waschen sehen: du wirst eine arbeitsame Hausfrau bekommen; Reinlichkeit und Fleiß;
– voller Flecken: Verleumdungen;
– beschmutzter: Ärger, Verleumdung und Verhöhnung;
– anziehen: Vergnügen;
– von einem Umhüllt sein: Sicherheit im Leben;
– kaufen: Armut;
– ausziehen: Elend und Armut.
(europ.) : (Frauenrock)
– primär in seiner sexuellen Bedeutung zu verstehen, danach in seiner sozialen Bedeutung mit Rangunterscheidungen;
(im Frauentraum):
– einen sehen: der nächste Ausgang oder Besuch wird von besonderer Bedeutung sein;
– einen schönen und eleganten sehen: man wird Erfolg beim anderen Geschlecht haben;
– einen schäbigen oder zerrissenen sehen: kündet einen Mißerfolg beim anderen Geschlecht an;
– einen engen oder zu kurzen sehen: die Zudringlichkeit eines Mannes ist zu befürchten, an der man nicht ganz unschuldig ist;
– einen weiten oder zu langen sehen: man wird in eine peinliche Verlegenheit geraten;
– einen fleckigen sehen: es droht eine Verleumdung;
(im Männertraum):
– einen sehen: es ist eine Frau im Spiel;
– einen schönen und eleganten sehen: verheißt eine charmante Eroberung;
– einen schäbigen und zerrissenen sehen: man wird eine Enttäuschung erleben;
– einen kurzen oder zu engen sehen: deutet auf eine unseriöse Begegnung hin;
– einen auffallend weiten oder fleckigen sehen: man wird durch eine Frauengeschichte ins Gerede kommen;
– Unterrock: bedeutet in allen Träumen Intimitäten;
(Männerrock)
(im Frauentraum):
– einen sehen: es ist ein Mann im Spiel;
– einen schönen und eleganten sehen: man wird einem charmanten Verehrer begegnen;
– einen schäbigen und zerrissenen sehen: man wird eine Enttäuschung erleben;
– einen fleckigen sehen: durch eine Männerbekanntschaft wird man kompromittiert werden;
(im Männertraum):
– einen schönen und eleganten sehen: ein äußerer Erfolg wird zu verbuchen sein;
– einen schäbigen oder zerrissenen sehen: finanzielle Schwierigkeiten werden einem zu schaffen machen;
– ein nicht passender: in Geschäft oder Beruf wird etwas nicht klappen.
(ind. ) : – heller: meide die, die dich ins Unglück stürzen wollen;
– kleiner: du wirst in bösen Ruf kommen;
– schwarzer: du wirst in deinem Amt befördert;
– enger oder zerrissener: Not;
– schöner, eleganter: kündet gute Verhältnisse an;
– seinen Rock suchen und nicht finden: bedeutet Schande;
– voller Flecke: deutet auf Verleumdung.
(Siehe auch „Kleidung“)
Rocken
Volkstümlich:
(arab. ) : – am Spinnrad: häusliches Glück.
Rockkonzert
Allgemein:
Rockkonzerte oder Raves können in der heutigen Zeit Massenveranstaltungen beeindruckender Dimensionen sein. Im Traum symbolisieren
sie daher soziales Zusammentreffen oder die Versammlung Gleichgesinnter. Ein Rockkonzert gibt dem Menschen die Möglichkeit, sich zu
der Musik, die er mag, zu bewegen und sich frei zu fühlen. Im Traum stellt es daher das Bedürfnis dar, „loszulassen“.
Psychologisch:
Wer davon träumt, will sich seine Unabhängigkeit und Lebendigkeit erhalten – oder zurückgewinnen. Ein Sinnbild „sanfter“ Revolution
gegen eine konventionelle Lebensform und für einen sinnlichen, lustbetonten, „wilden“ Selbstausdruck.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert das Rockkonzert im Traum das Bedürfnis des Träumenden nach Selbstvergessenheit. Es stellt für
kurze Zeit eine ekstatische Befreiung von der Norm dar.
Rodelschlitten
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird bald so tief in den Angelegenheiten eines anderen verstrickt sein, daß es schwierig sein wird,
sich von dort wieder zurückzuziehen; man über Vorsicht bei jedem Schritt.
Rodeo
Assoziation: – Zurschaustellung von Fähigkeiten; Herrschaft des Menschen über die animalischen Kräfte.
Fragestellung: – Wo bin ich bereit, meine Fähigkeiten zur Beherrschung ungezügelter Kräfte offen zu zeigen?

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Roggen
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt gute Geschäfte; Wohlstand wird einem eine glänzende Zukunft bescheren; Erfüllung eines Wunsches;
– aus Roggen hergestellter Kaffee: Vergnügen und gesundes Urteilsvermögen stehen im Einklang
und die Geschäfte werden ohne unangenehme Reibungen verlaufen;
– Roggenbrot sehen oder essen: bedeutet Beliebtheit beim anderen Geschlecht oder ein angenehmes Familienleben.
(ind. ) : – du wirst Freude an deinen Kindern erleben.
(Siehe auch „Getreide“)
Roggenfeld
Allgemein:
Roggen (Feld) verheißt nach altindischer Traumdeutung eine glückliche Zeit mit lieben Menschen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Reichtum und Verdienst; jetzt kommen sehr freudige Tage, denn die Hoffnungen werden sich bald erfüllen;
– blühender Roggen: man kann bald sehr gute Geschäfte abschließen;
– Vieh in Roggenfeldern: verkündet Wohlstand.
(ind. ) : – sehen: du gehst guten Tagen entgegen.
(Siehe auch „Getreide“)
Rohkost
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet für eine Frau: ein Freund wäre gerne ein Liebhaber.
Rohr
Allgemein:
Rohr verspricht oft ein behagliches Leben mit gesichertem Wohlstand; zuweilen deutet es aber auch auf Ängste und Mißerfolge hin.
Psychologisch:
Nicht nur nach S. Freud ein Sexualsymbol. Wenn in einem Traum Rohre vorkommen, dann denkt der Träumende darüber nach, wie er seine
Gefühle besser kanalisieren kann. Dies zeigt, wie er mit seinen Gefühlen umgeht, Sicherheit schaffen und den Fluß der Emotionen
kontrollieren will. Ein solcher Traum kann auch auf das Innere des Träumenden verweisen; es könnte eine körperliche oder eine seelisch-
geistige Störung vorliegen.
– Träumt man von verstopften Rohren, blockiert man seine sexuellen Empfindungen, lebt zu enthaltsam – oder hält Gefühle bewußt
zurück.
– Ein Rohrbruch versinnbildlicht, daß ein Gefühl außer Kontrolle geraten ist – oder daß man mit seinen sexuellen Bedürfnissen nicht
zu Rande kommt: Sie „sprengen den üblichen Rahmen“ – was immer das im speziellen Fall auch bedeuten mag.
– Muß der Träumende in eine Röhre kriechen, in der er dann unter starken Platzängsten leidet, deutet dieses Bild auf sexuelle
Hemmungen oder Abwehr gegenüber dominanten und mütterlichen Frauen.
– Wird die Röhre allerdings im Traum zum Schutz betreten, deutet dies sowohl auf die Lebensangst und das Schutzbedürfnis als auch
auf eine starke Bindung des Träumenden zur Mutter hin. Emotionale Sicherheit ist für jeden Menschen wichtig.
– Wenn der Träumende in seinem Traum Rohre und Leitungen überprüft, betrachtet er in Wahrheit sein Unterbewußtsein. Er muß
lernen, sich in dem verworrenen Leitungs- und Rohrsystem seines Unterbewußtseins zurechtzufinden, wenn er Klarheit in seinem
Leben schaffen will.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stehen Rohre im Traum für das Wissen um den spirituellen Fluß im Leben.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet ein gemächliches Leben;
– viele Rohre sehen: man kann mit Wohlhabenheit rechnen.
(ind. ) : – (Gewächs), am Wasser: du bist wankelmütig;
– schneiden: ruhiges Leben;
– hineinblasen: du hast gute Aussichten;
– darin sitzen: Glück und Wohlstand;
– Röhren: Wohlhabenheit.
(Siehe auch „Falle“, „Höhle“, „Ofenrohr“)
Rohrkolben
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schilfähnlich; nahrungsspendend; stärkend; aufrechterhaltend; stimulierend; ausgleichend; Erdung verschaffend; Erde und
Wasser, Schildkrötenclan.
Beschreibung: Der Rohrkolben, die Pflanze, die im Medizinrad mit der Erd- oder Schildkrötenclanposition des inneren Kreises in
Verbindung gebracht wird, ist von vielen erdverbundenen Völkern als Medizin wie auch als Nahrungsmittel verwendet worden. Die
Rohrkolben sollen insbesondere den körperlichen Aspekt eines Menschen stärken. Sie sind in feuchten Gegenden weltweit verbreitet.
Rohrkolben besitzen schwertähnliche Blätter, lange Schäfte und Fruchtstände, die wie kleine Maiskolben aussehen. Sie erreichen eine Höhe
von bis zu neun Metern. Viele Völker haben Rohrkolben als »Supermarkt der Wildnis« bezeichnet, denn alle Bestandteile können zu
bestimmten Jahreszeiten gegessen werden. Dem Saft der Pflanze wird eine keimtötende und zugleich schmerzlindernde Wirkung nachgesagt.
Allgemeine Bedeutung: Wie du deinen Verwandten auf der Erde dienen kannst; anfängliche Erforschung der Gewässer deines eigenen
Lebens; Vergrößerung deiner Verbindung zu den Energien der Erde; ein Verlangen, andere zu nähren (körperlich und geistig).
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Die Energie, die tiefer in deinen Traum hineinreicht; klares Verständnis für deine Verbindung zur Erde.

1161
Rohrstock
Allgemein:
Weil viele Menschen mit einem Rohrstock Bestrafung oder Sadismus verbinden, kann er Selbstbestrafung oder Masochismus symbolisieren.
Es ist jedoch wahrscheinlicher, daß der Träumende mit einem Kindheitstrauma ringt und damit ins reine kommen will.
Psychologisch:
Der Rohstock im Traum kann für die Schuldgefühle des Träumenden stehen. Im Traum erhält er durch den Rohrstock die Bestrafung, von
der er meint, daß sie ihm Verabreicht werden muß. Der Rohrstock kann auch ein Symbol der Biegsamkeit und Beweglichkeit sein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht der Rohrstock im Traum für erlittene Demütigungen und die Einkerkerung der Seele.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: rechtlichen Sinn bewahren;
– damit schlagen: tyrannische Neigungen haben;
– damit geschlagen werden: hüte dich vor übler Nachrede, man versucht dich zu verdächtigen.
(ind. ) : – damit geschlagen werden: deine Zukunft ist trübe;
– haben: Amt und Würden erwarten dich.
– sehen: du wirst eine gute Lebensstellung erhalten.
Rollassel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schützend; geschützt.
Beschreibung: Rollassel ist die Bezeichnung für eine ganze Reihe von Käfern, die sich bei Gefahr zu einer Kugel aufrollen können.
Allgemeine Bedeutung: Der Teil deines Selbst, der geschützt ist; der Aspekt deines Selbst, der rasche Bereitschaft zeigt zu schützen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Unerwarteter Schutz.
Rolle
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Harmonie; es werden einem wichtige Aufgaben anvertraut, die zu Nachteilen führt, wenn man sie nachlässig erledigt;
– Baumwolle oder Seide auf Rollen ziehen: bedeutet einen verzögerten Erfolg, der durch Geduld erreichbar ist.
Rollmöpse
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: gilt als Trugbild gehegter Wünsche;
– essen: warnt vor Zechgelagen.
(ind. ) : – essen: meide die Zechgelage.
Rollschuh
Assoziation: – schnelles, müheloses Fortkommen; Nervenkitzel.
Fragestellung: – Welche neue Freiheit reizt mich?
Allgemein:
Rollschuh fordert zum Teil auf, sich mehr anzustrengen und keine Zeit zu vergeuden, kann aber auch vor Übereilung warnen; das bezieht
sich auf konkrete Lebensumstände.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hängst zu sehr an alten Vorurteilen.
(europ.) : – sehen: in einer Sache ist Eile geboten, wenn man nicht das Nachsehen haben will; auch: deuten auf
ausgezeichnete Gesundheit hin; man ist begeistert über die Freuden, die man anderen bereiten kann;
– laufen: bedeutet Nachteile durch übereilte Entschlüsse;
– andere Rollschuh laufen sehen: jemand wird einem zuvorkommen; man war in letzter Zeit im Denken und Handeln zu langsam;
(ind. ) : – laufen: du hängst zu sehr an den Erinnerungen, widme dich lieber den gegenwärtigen Problemen.
Rollstuhl
Psychologisch:
Ein Alptraum, wenn man selbst im Rollstuhl sitzt: Man muß sich mit Behinderung und Abhängigkeit (auch im Übertragenen Sinn)
auseinandersetzen und ist darauf angewiesen, ob und wieviel „Bewegungsfreiheit“ von anderen ermöglicht wird. Auch: Man kann seinen
Problemen nicht mehr weglaufen – oder man muß nach einer schweren Zeit, in der jede (auch geistige, emotionale) „Beweglichkeit
lahmgelegt war“, erst wieder langsam „laufen lernen“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Reichtum erlangen;
– darin gefahren werden: schwer erkranken.
Rolltreppe
Psychologisch:
Wollen Sie ohne große Anstrengungen möglichst weit emporsteigen (Karriere), oder zeigt die Rolltreppe an, daß Sie mit fremder Hilfe
schneller vorwärts kommen werden?
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verspricht Vorteile durch das Entgegenkommen eines anderen;
– benutzen: man hat einen schweren Gang vor sich;
– hinauffahren: man wird langsam im beruflichen Leben vorankommen;
– hinunterfahren: man wird keinerlei Fortschritte machen;
– durch eine defekte, laufen müssen: man wird keine Beförderung erlangen.
(Siehe auch „Fahrstuhl“, „Lift“, „Treppe“)
Rom
Volkstümlich:
(europ.) : – dorthin pilgern: man ist gläubig.

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Roman
Psychologisch:
Einen Roman, den man im Traum liest, kann man aus seinem Titel und seinem Inhalt definieren. Im allgemeinen bedeuten aber solche
Romane, daß man sich im Alltag zu sehr an anderen orientiert und sich nicht auf eigene Werte verläßt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – lesen: du vergeudest deine Zeit.
(europ.) : – man sollte bei allem Schriftlichen, Vorsicht walten lassen;
– lesen: man ist ein Mensch voller Illusionen, doch der Realitätssinn kommt dabei zu kurz, und den Fleiß sollte man verstärken.
(ind. ) : – schreiben: Kummer und Sorge;
– lesen: du wirst dich von Freunden trennen.
(Siehe auch „Buch“)
Röntgenbild / Röntgenstrahlen / Röntgenapparat
Assoziation: – ins Innere schauen; gefährliche Energien.
Fragestellung: – Was liegt im Inneren? Was fürchte ich zu entdecken, wenn ich unter die Oberfläche schaue?
Allgemein:
Röntgenstrahlen im Traum können für unbewußte Einflüsse stehen, denen der Träumende ausgesetzt ist und die er untersuchen muß. Macht
der Träumende selbst die Röntgenaufnahme, so sollte er vielleicht eine bestimmte Situation genauer in Augenschein nehmen. Das
Traumsymbol könnte auch die Angst vor Krankheit, ob beim Träumenden selbst oder in Bezug auf einen anderen Menschen, zum Ausdruck
bringen. Röntgenstrahlen können Erkenntnisse veranschaulichen, die man zum Beispiel aus der Selbstforschung gewinnt. Manchmal
symbolisiert sie auch die Angst davor, entlarvt und durchschaut zu werden.
Psychologisch:
Da die meisten Menschen schon einmal geröntgt wurden, zog auch das Röntgenbild in unsere Träume ein. Es zeigt an, daß man einen
Menschen im Wachleben besser kennenlernen möchte; oft wird auch unsere Seele nach Schattenseiten durchleuchtet. Wer eine
Röntgenaufnahme von sich selbst sieht, wird auf Fehler aufmerksam gemacht, die er ausmerzen sollte. Möglicherweise gibt es im Leben des
Träumenden eine Angelegenheit oder Situation, die er im buchstäblichen Sinne durchschauen muß, um weiterzukommen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann eine Röntgenaufnahme im Traum eine klare Sicht versinnbildlichen, die sich der Träumende erschließt.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Röntgenbild sehen: der dringende Versuch, über etwas ein klares Bild zu erlangen;
– selbst geröntgt werden: eine einflußreiche Person versucht einem ein Geheimnis zu entlocken;
gelingt dies, ist es für einem und der Familie zum Nachteil;
– von einem anderen sehen: einen genau zu kennen geglaubten Menschen wird man plötzlich
von einer ganz anderen Seite kennenlernen;
– von sich selbst sehen: durch eigene Fehler kommt man in eine unangenehme Situation.
(ind. ) : – deine Nachforschungen werden vergebens sein.
Rosa
(Farbe)
Assoziation: – Zuneigung; Liebe.
Fragestellung: – Wovon fühle ich mich angesprochen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilung; Leidenschaft; Freude; Liebe; südlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Die Farbe Rosa wird im Medizinrad mit der inneren Position des südlichen Seelenpfads und mit der Qualität Liebe assoziiert.
Rosa ist etwas dunkler als Hellrosa und hat viele Eigenschaften mit diesem Farbton gemeinsam; darunter auch seine Zwiespältigkeit. Es ist
eine Farbe reifender Liebe und von Leidenschaft innerhalb der Ausgeglichenheit.
Allgemeine Bedeutung: Romanze; Heilung.
Assoziation: siehe Hellrosa.
Transzendente Bedeutung: Gabe romantischer Liebe; Fähigkeit zur Leidenschaft oder zu deren Heilung.
(Siehe auch „Farben“, „Hellrosa“)
Rosen
Assoziation: – Güte; Ganzheit; Integration.
Fragestellung: – Was fügt sich in mir zusammen?
Allgemein:
Nach C.G. Jung gilt die Rose immer als Symbol der Ganzheit, der höheren geistigen Weltordnung. Die Rose im Traum ist von großer
symbolischer Bedeutung. Insbesondere repräsentiert sie Liebe und Bewunderung. Bei einem Strauß sind Anzahl und Farbe wichtig. Zudem
kann sie für Fruchtbarkeit und Jungfräulichkeit stehen. Rose symbolisiert allgemein ein reiches Gefühlsleben, insbesondere auch den
Wunsch nach einer „reinen“ platonischen Liebe. Folgende Deutungen sind möglich:
– Weiße Rose steht für „unschuldige“, oft schüchterne Liebe.
– Gelbe Rose deutet auf Eifersucht hin.
– Rote Rose zeigt eine leidenschaftliche Liebe an.
– Schwarze Rosen deuten auf absterbende Gefühle hin.
– Die Heckenrose verkörpert eine gute Kameradschaft.
– Eine verwelkte Rose kann auf Enttäuschungen oder Trennung hinweisen.
– Sticht man sich an einem Dorn, kündigt das oft Liebeskummer an.
Im Altertum galt die Rose als Symbol für wichtige Geheimnisse und als Gebot der Verschwiegenheit: Wenn eine Rose auf dem Tisch war
(an dem gegessen und miteinander gesprochen wurde), galt es als verbindliche Verpflichtung zur absoluten Geheimhaltung alles Gehörten
und Gesehenen. In diesem Zusammenhang gilt die Rose auch als Symbol verborgener Weisheit (und des Geheimwissens). Z.B. trug der
Orden der Rosenkreuzer („Im Namen der Rose“) als Ordenszeichen eine „Rose im Kreuz“.
Psychologisch:
Die Rose ist von alters her ein Symbol der Liebe, Zuneigung und der Verehrung, insbesondere die rote Rose. Die Göttin der Liebe,
Aphrodite, ist auf der Roseninsel Rhodos geboren worden. Die Rose ist ein Bild für die Gefühlsseite der Weiblichkeit. Die weibliche
Sexualität ist damit nicht gemeint. Im Traumbild der Rose kann sich der Wunsch des Träumenden nach intensiven Gefühlen in der
Beziehung ausdrücken. Kommen im Traum allerdings schwarze oder verwelkte Rosen vor, ist dies ein Hinweis auf Enttäuschungen,
vergehende Gefühle oder auf die Trennung vom Partner. Die Größe ihrer Blüte läßt besonderen Reichtum der Seele und ein weites Herz
erkennen. Die Nähe des Kreuzes, symbolisiert durch die Dornen, ist nicht zu übersehen. Neben dem Glück und der Beglückung liegen eben

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manchmal auch abgrundtiefes Leid und vergängliche Schönheit. Man achte ebenso auf die Farbe der Traumrose, aus der sich weitere
Deutungshinweise ergeben. In der Psychologie ist die Rose ein Symbol für Perfektion. Sie birgt in sich das Geheimnis des Lebens und ist
Anmut und Glück.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Rose im Traum für Vollkommenheit und Leidenschaft, Leben und Tod, Zeit und Ewigkeit. Zudem
verkörpert sie das Zentrum des Lebens.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Rose bedeutet Reichtum und Freude.
– Pflückt einer Rosen, wird er Freude von einem groben Menschen haben, weil die Rosen stachlig sind.
– Träumt der Kaiser, sein Palast werde mit Rosen bestreut, wird er eine Freudenbotschaft erhalten wegen
des Wohlgeruchs und der Röte der Rosen, einem gemeinen Mann werden Glück und Wohlstand winken.
– Dünkt es einen, er bekomme ein Riechfläschchen voll Rosenwasser oder besitze es, wird ihm ein
Wunschkind geschenkt werden entsprechend dem köstlichen Duft;
schaut er zwei oder drei Riechfläschchen, wird er entsprechend viele Kinder zeugen.
– sehen oder pflücken: Glück in der Liebe haben;
– brechen: baldige Heirat;
– sich an denen Dornen verletzen: kein Glück beim anderen Geschlecht haben; in der Lieb eine bittere Enttäuschung erleben;
– blühende: dir stehen Lebensfreuden bevor;
– zum Geschenk erhalten: du wirst treu geliebt; auf die Erfüllung seiner Wünsche sich freuen dürfen;
– verschenken: man darf sich gute Möglichkeiten ausrechnen, die Zuneigung einer bestehenden Person zu gewinnen;
– mit vielen Dornen: Hindernisse in der Liebe;
– rote: innige Liebe;
– gelbe: heimliche Liebe; auch: ein bestehendes Liebesverhältnis wird durch Eifersucht gefährdet;
– weiße: eine sehr glückliche Gattenwahl; Zuneigung, die allmählich zur Liebe werden kann;
– welkende: deine Neigung schwindet; starke Gefühle sind bereist erkaltet;
– daran riechen: du hast eine Gelegenheit verpaßt.
(europ.) : – wenn es sich nicht um einen Trosttraum handelt: Zeichen seelischen Reichtums, in gewisser Hinsicht der Vollkommenheit;
– sind das Symbol der Verschwiegenheit und der Liebe;
– eine blühen sehen: man ist verliebt;
– viele blühen sehen: ein freudiges Ereignis naht und der(die) Liebste wird treu ergeben sein;
– den Duft einatmen: bringt ungetrübte Freude;
– weiße Rosen blühen sehen: bedeuten Glück; eine stille, reine Liebe hat einen erfaßt;
auch: man wird von einem Mensch heimlich geliebt der zu schüchtern ist, einem diese Gefühle zu gestehen;
– weiße Rosen ohne Sonnenschein oder Tau: verheißen eine schwere, wenn nicht sogar tödliche Krankheit;
– weiße pflücken: bedeutet den schüchternen Versuch, das Glück zu fassen;
– rote blühen sehen: bringen Vergnügen; man ist von einer heißen, leidenschaftlichen Liebe erfüllt,
sowie eine gleich schöne Gegenliebe;
– rote pflücken: man will sein Glück im Sturm nehmen oder davon genommen werden;
– gelbe blühen sehen: gelten für Sehnsucht nach heimlichen Küssen; eine Liebe ist von Eifersucht gestört;
– gelbe pflücken: Eifersuchtsszenen bringen Liebesleid;
– ohne Blatt: warnt vor Ehrlosigkeit;
– sich an deren Dornen stechen: Hindernisse sind zu überwinden, und eine große Enttäuschung in der Liebe tut weh;
– Rosen schenken: das Hoffen auf Liebe wird vergeblich sein;
– geschenkt erhalten: bedeutet Erfüllung der Liebeswünsche;
– welke: bringen Enttäuschung, Entfremdung, Trennung; bringen Liebesleid oder Abwesenheit der Liebsten;
– Heckenrosen sehen: bedeutet eine Kameradschaftsehe;
– einen Rosenstock mit Rosen: man wird einem Familienfest beiwohnen;
– einen Rosenstock mit aufgeblühten Rosen sehen: geheime Wünsche gehen in Erfüllung;
– Träumt eine junge Frau davon, Rosen zu pflücken, dann wird sie bald einen Heiratsantrag erhalten, das ihr sehr gefällt.
– Träumen junge Mädchen von einem Kranz roter Rosen, steht eine Hochzeit bevor!
– Träumt eine junge Frau von Rosen auf einer Anhöhe, die sie pflückt und zu Sträußen bindet, bedeutet dies,
daß sie das Angebot einer geschätzten Person sehr glücklich machen wird.
(ind. ) : – sehen: Ehre;
– gelbe: du wirst Schaden erleiden;
– rote: gute Freundschaft;
– weiße: du wirst ein überraschendes Geschenk bekommen.
(Siehe auch „Blumen“, „Blüten“, „Kranz“ einzelne Farben)
Rosengarten
Psychologisch:
Symbol für ein großes, schönes Ziel, das aber nur mit viel Mühe und „über einen dornigen Pfad“ erreicht werden kann: ein „Paradies auf
Erden“ – aber hier haben paradiesische Zustände eben ihren Preis.
Rosenkäfer
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du kommst zu Wohlstand.
Rosenknospen
Volkstümlich:
(arab. ) : – dir winkt das Glück.
Rosenkohl
Volkstümlich:
(arab. ) : – Traurigkeit.

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Rosenkranz
Assoziation: – Hingabe; Frömmigkeit.
Fragestellung: – Was bete ich an?
Allgemein:
Rosenkranz deutet man häufig als Symbol für Krankheiten oder Todesfälle in der Familie. Manchmal kommt darin auch echte Religiosität
zum Vorschein.
Psychologisch:
Der Rosenkranz zeigt die Lebenserfahrungen an, mit denen man Stück für Stück geistige Vollkommenheit erreichen kann oder will.
Spirituell:
Der Rosenkranz besteht aus aneinandergereihten Perlen. Die Gebetsfolge wird mit aufblühenden Rosen verglichen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen und dazu beten: fromme Gefühle werden dein Gemüt erheben.
(europ.) : – soll Kummer, Trauer und Leid andeuten;
– die Perlen zählen: bedeutet Wiedervereinigung mit einem Freund;
– einen anderen mit einem sehen: bedeutet Kummer.
(ind. ) : – beten: Todesfall in der Familie;
– haben: Krankheit im Haus.
(Siehe auch „Halskette“)
Rosenquarz
Medizinrad:
Schlüsselworte: Liebe; gut für Kinder; heilt das Herz; setzt Mitgefühl frei; Gleichgewicht; lindert Gefühle von Einsamkeit; bedingungslose
Liebe; Selbstliebe; südlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Rosenquarz, im Medizinrad mit der inneren Position des südlichen Seelenpfads verbunden, ist ein Silikondioxid, das nur
äußerst selten als Kristall vorkommt. Wie sein Name bereits nahelegt, rangiert das Mineral farblich zwischen Hell- und Dunkelrosa. Der
Rosenquarz diente vielen erdverbundenen Stämmen als Mittel, um die Herzen zu öffnen und die Fähigkeit des Liebens zu aktivieren. Er ist
ein Stein, den Kinder besonders mögen.
Allgemeine Bedeutung: Deine eigene Fähigkeit zu lieben; offener und weiter werden; Heilung.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Die Fähigkeit, Verletzungen, die aus der Kindheit und der Folgezeit stammen, zu transzendieren.
(Siehe auch „Quarz“)
Rosenstock
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit vielen Knospen: Zuwachs in der Familie;
– verwelkter: unglückliches Familienereignis.
(europ.) : – mit vielen Rosen: Familienzuwachs bei dir oder deinen Verwandten.
(ind. ) : – sehen: eine Familienfeier abhalten;
– mit vielen Rosen: eine glückliche Ehe.
Rosenstrauch
Volkstümlich:
(europ.) : – mit Blätter, aber ohne Blüten sehen: man lebt in denkbar günstigen Verhältnissen;
– ein toter: verkündet Unglück und Krankheit für einem oder Verwandte.
Rosenstrauß
Volkstümlich:
(europ.) : – baldige Ehe.
Rosette
Volkstümlich:
(europ.) : – eine tragen oder andere tragen sehen: man wird leichtfertige Zeit vergeuden; auch wenn man Vergnügungen genießt,
wird man letztendlich enttäuscht.
Rosinen
Allgemein:
Rosinen steht oft für absterbende Gefühle und Hoffnungen, die man aufgeben muß. Zuweilen zeigt sie an, daß man versucht, ohne viel Mühe
die angenehmen Seiten des Lebens zu genießen, dabei aber scheitern wird.
Psychologisch:
Man will sich „die Rosinen aus dem Kuchen holen“ – sich „süße Vorteile“ verschaffen, auf das Alltägliche legt man wenig Wert. Kein
Wunder, daß es dann heißt, man hätte „Rosinen im Kopf“ – man will das Besondere.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: Leiden und kummervolle Zeiten erwarten dich.
(europ.) : – bedeutet, daß man durch Leichtsinn Geld verlieren wird;
– Vertrocknete bedeutet immer Vergangenes, Verflossenes, Gestorbenes;
– sehen oder essen: deutet auf materielle Einschränkungen durch vorausgehende Verschwendung hin;
man sollte sparsamer sein; derbe Rückschläge in den gehegten Hoffnungen, obgleich sie schon fast realisiert waren;
– beim kochen verwenden: bedeutet verschiedene kleine Geschenke;
– in einem Kuchen sehen oder in einem solchen essen: verheißt günstige Gelegenheiten;
– aus einem Kuchen herausholen und essen: es wird einem nicht gelingen,
nur mit den angenehmen Seiten des Lebens durchzukommen.
(ind. ) : – essen. du wirst mit den Nachbarn Streit bekommen.

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Rosmarin
Medizinrad:
Schlüsselworte: Ledrig; ölig; heilend; adstringierend; stimulierend; beruhigend; schmackhaft; Klarheit; östlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Rosmarin wird im Medizinrad mit der äußeren Position des östlichen Seelenpfads und mit Klarheit assoziiert. Er hat schmale,
stark duftende, sehr ölige, lederartig aussehende Blätter und blaue Blüten. Als Heilmittel ist er gegen eine Reihe von Störungen eingesetzt
worden. Rosmarin wird nachgesagt, daß er adstringierend, stimulierend, schmerzlindernd wirken und bei Frauenproblemen hilfreich sein
soll. Rosmarin ist auch ein beliebtes Küchenkraut.
Allgemeine Bedeutung: Deinem Leben die richtige Würze geben.
Assoziation: Appetitanregender Essensduft; Rosemarie – Frauenname.
Transzendente Bedeutung: Gabe geistiger Klarheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – zeigt Verleumdung an.
(europ.) : – Pflanze: bringt Trennung oder allgemeine Traurigkeit.
– säen: bringt Freudlosigkeit und Gleichgültigkeit und somit Unglück in anscheinend heilen Familien;
– als Gewürz: Anerkennung durch Fleiß und Aufmerksamkeit.
(ind. ) : – pflücken: du wirst Gewinn im Geschäft haben.
Roßhändler
Allgemein:
Roßhändler (Roß-, Pferdemarkt) versteht man als allgemeines Warnzeichen vor Täuschungen und Betrug.
Volkstümlich:
(europ.) : – es ist Vorsicht geboten.
Roßschweif (Siehe „Pferd“)
Roßkäfer
Volkstümlich:
(arab. ) : – dir steht ein Unfall bevor.
Rost
Allgemein:
Rost verkörpert Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit. Der Träumende hat der Qualität seines Lebens zu wenig Beachtung geschenkt. Rost
symbolisiert Vergänglichkeit und Altern. Manchmal warnt er auch vor dem Verlust des guten Rufes. Der Ofenrost steht für erkaltete Gefühle
und Leidenschaften.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in seinem Traum Rost entfernt, läßt dies vermuten, daß er seine Nachlässigkeit erkannt hat. Bildet sich Rost auf
Gegenständen oder im Zusammenhang mit bestimmten Plänen, dann ist ihr Nutzen in Frage gestellt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene muß der Träumende vielleicht erst Schmutzspuren beseitigen, bevor eine Weiterentwicklung möglich ist. Rost
kann für alte, überholte Positionen stehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ofenrost glühend: du hegst unlautere Gedanken;
– an Eisen: halte deine Ehre blank;
– Rostflecken in der Wäsche: du wirst Besuch bekommen;
– verrostete Gegenstände sehen: schwerverdientes Geld wird man ohne eigenes Verschulden wieder verlieren;
auch: in Liebesangelegenheiten wird man eine schlimme Enttäuschung erleben, mit der man lange Zeit nicht fertig werden kann.
(europ.) : – an Eisen: man muß sich bemühen, seine Ehre blank zu erhalten; ist ein Hinweis auf einen Niedergang
in der Umgebung; Krankheiten, Vermögensverluste und falsche Freunde machen das eigene Umfeld aus;
– verrostete Dinge sehen: Zeichen mangelnder Aktivität im Beruf, Vernachlässigung wichtiger menschlicher Beziehungen
oder auch Ungeschick in der Liebe;
– Feuerrost: ein Zeichen des Vergänglichen; im Feuer am Rost werden die Leidenschaften ausgelöscht;
– einen Offenrost sehen: deutet auf unglückliche Liebe oder verhängnisvolle Leidenschaften hin, die unangenehme
Begleiterscheinungen mit sich bringen.
(ind. ) : – in der Wäsche: du bekommst einen Besuch;
– auf Metall: du sollst nicht jedem Menschen dein Vertrauen schenken;
– auf einem Messer: du mußt dir deine Mitarbeiter besser ansehen.
(Siehe auch unter den Gegenstandsbezeichnungen)
Rot
Assoziation: – Energie; Kraft; Leidenschaft.
Fragestellung: – Aus welcher Quelle schöpfe ich meine Energie oder Kraft?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Kraft; Furchtlosigkeit; Energie; Sexualität; Stolz; starker Wille; Herausforderung; Donnervogelclan; Wabun, östlicher Hüter
des Geistes; Mond der reifenden Beeren.
Beschreibung: Die Farbe Rot steht im inneren Kreis des Medizinrads mit dem Donnervogelclan und dem Element Feuer in Verbindung. Sie
wird auch mit Wabun, dem östlichen Hüter des Geistes, und mit dem Osten assoziiert. Und schließlich ist Rot auch das Farbtotem der im
Mond der reifenden Beeren (23. Juli bis 22. August) Geborenen. Rot ist eine der vorrangigen Farben des Feuers, ebenso die Farbe, die man
in den eigenen Augen sieht, nachdem man eine Weile in die Sonne geblickt hat. Sie stellt Wärme dar und schafft sie herbei. Rot wird mit der
Handlung der eigentlichen Lebenskraft in all ihren verschiedenen Aspekten, darunter auch die Sexualität, assoziiert.
Allgemeine Bedeutung: Wärme; Aktivität; Sexualität; Führungskraft; übertriebener Stolz oder Wille.
Assoziation: Rot sehen, wütend sein; Rot als Farbe einer politischen Richtung; Rot als Farbe der Aggression.
Transzendente Bedeutung: Gabe des Elements Feuer; eine Warnung, Stolz und Willen zu zügeln.

1166
Allgemein:
Die Farbe des Blutes, Feuers, Leidenschaft, Sinnlichkeit und Vitalität. Sie hat etwas Kämpferisches, Leidenschaftliches, ist aber auch Warn-
und Signalfarbe und deutet dann auf Aggressivität und Triebhaftigkeit hin. Gemildert ist sie die Farbe der Liebe und der Barmherzigkeit. Als
Symbol des Gefühlsleben signalisiert sie Hingabe oder aber Bedrängnis, Tugend oder Laster, was aus weiteren Symbolen eines Traumes zu
lesen wäre.
Psychologisch:
Ihre Bedeutung im Traum hängt zusätzlich davon ab, in welchem Bezug Sie „Rot gesehen“ haben. In einer hektischen oder beängstigenden
Traumhandlung bedeutet Rot häufig Aggression, Wut und Racheabsichten. In jedem Fall symbolisiert Rot einen intensiven,
leidenschaftlichen Vorgang oder Zustand – im positiven wie auch im negativen Sinn: Es ist die Farbe des Blutes, des Feuers – der
überwältigenden (auch unkontrollierbaren) Empfindungen. Wer auffallend häufig „rote Träume“ hat, muß mit den Ausbrüchen seines
cholerischen Temperaments zurechtkommen und ist vor Affekthandlungen gewarnt: Es würden ihm „alle Sicherungen durchbrennen“, er ist
zu Überreaktionen aller Art fähig, die für sein Umfeld Grund genug sein könnten, „rot zu sehen“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Farbe: Glück in Liebessachen.
(europ.) : – im erotischen Sinn immer als Ausdruck der Männlichkeit und Leidenschaften zu verstehen;
– als Farbe: Symbol für Feuer, Glut, Hitze;
– Flammen: bedeutet etwas sehr Gutes;
– in den Augen: bringt Freude;
– rothaarige Menschen sehen: eine Warnung vor leidenschaftlichen oder jähzornigen Gefühlen;
auch: man mißtraut einem Menschen, der es wirklich gut meint.
(Siehe auch „Blut“, „Farben“, „Kleidung“)
Rotationsmaschine
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird in der Öffentlichkeit genannt werden oder in den Vordergrund treten.
Rot- oder Blutwurst
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: von eine schweren Krankheit heimgesucht werden.
Rotbackig
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst sein: Gesundheit wird dich erfreuen;
– rotbackige Personen sehen: Eintritt guter Verhältnisse.
Rotbart
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen Rotbärtigen sehen: Falschheit erfahren;
– selbst einen haben: man traut dir nicht.
(europ.) : – einen Rotbärtigen sehen: Bekanntschaft finden, die Nutzen bringen wird.
(ind. ) : – sehen: du wirst eine Bekanntschaft machen und daraus deinen Nutzen ziehen.
Rote Bete
Volkstümlich:
(europ.) : – üppig wachsen sehen: es stehen gute Ernten und Frieden ins Land;
– mit anderen essen: verheißt einen guten Stern.
Rotgerber
Volkstümlich:
(arab. ) : – Gesundheit und Wohlstand.
Rothaarige
Assoziation: – temperamentvoll; dramatisch; spontan.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben sehne ich mich nach mehr Vitalität?
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißen Beistand und Hilfe;
– Rothaarige sehen oder mit ihnen verkehren: einen Menschen, der es gut mit einem meint,
hält man für falsch, weil er ein Sonderling ist; auch Warnung vor zu großer Leidenschaft
oder vor Jähzorn bei sich selbst oder bei einem anderen.
Rotkehlchen
Medizinrad:
Schlüsselworte: Frühling; Hoffnung; Schönheit; Lied.
Beschreibung: Das Rotkehlchen, ein kleiner Singvogel mit einer rötlichen oder orangen Brust, kommt fast überall auf der Welt vor. Er trillert
ein wunderschönes Lied, das den Menschen in seiner Arbeit innehalten und somit die Natur wahrnehmen läßt. Das Rotkehlchen wird oft als
Symbol des Frühlings und der Hoffnung gesehen.
Allgemeine Bedeutung: Ein neuer Anfang; ein Lied der Schönheit im Inneren oder Äußeren; Frühjahrsmüdigkeit; zunehmende Musikalität
oder Aufnahmebereitschaft für Musik.
Assoziation: -Transzendente Bedeutung: Gabe der Hoffnung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst eine gute Nachricht erhalten;
– füttern: du wirst übervorteilt.
(europ.) : – eines der glückverheißendsten Omen der Natur;
– eins sehen: zeigt zarte, aufkeimende Gefühle in einem an und ist Überbringer von Liebesbotschaften und freudigen Nachrichten.

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Rotklee
Medizinrad:
Schlüsselworte: Reinigend; regenerierend; heilend; stärkend; beruhigend; einschläfernd; Erneuerung; nördlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Rotklee wird im Medizinrad mit der mittleren Position des nördlichen Seelenpfads und mit der Erneuerung assoziiert. Rotklee
gibt es überall auf der Welt, und er ist an seinen halbkugeligen, roten Blütenköpfen leicht zu erkennen. Er wurde sowohl als Nahrungsmittel
als auch als Heilmittel verwendet und soll bei der Regeneration jedes überbeanspruchten Körperteils des Menschen helfen. Für viele
Lebewesen aus dem Tierreich ist Rotklee eine bevorzugte Nahrung.
Allgemeine Bedeutung: Wiederaufbauend; reparieren, was heruntergewirtschaftet ist – entweder innere Zustände oder äußere Umstände.
Assoziation: Vierblättriges Kleeblatt – Glücksbringer.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Neubelebung.
Rotluchs
Medizinrad:
Schlüsselworte: Täuschende Anziehungskraft; wild; gefährlich.
Beschreibung: Der Rotluchs, lohfarben mit schwarzen Tupfen und einem kurzen Schwanz, ist die am weitesten verbreitete Wildkatze in den
Vereinigten Staaten. Er ist ein hervorragender Kletterer, der eine Reihe unterschiedlicher Rufe auszustoßen vermag, darunter auch das
Miauen einer normalen Hauskatze.
Allgemeine Bedeutung: Ein tiefes Verständnis für den Teil deiner Natur, der mit der dich umgebenden Kultur nicht konform ist.
(Siehe auch „Luchs“)
Rotmilan
Medizinrad:
Schlüsselworte: Anmutig; räuberisch; habsüchtig.
Beschreibung: Der Rotmilan ist ein kleiner, anmutiger Greifvogel und gehört zur Gattung der Habichte. Er ernährt sich von großen Insekten,
Reptilien und Nagetieren und kommt vor allem im Süden der Vereinigten Staaten vor. In der Luft beeindrucken diese Vögel durch ihr
scheinbar müheloses Dahingleiten.
Allgemeine Bedeutung: Ein kleiner Teil von dir, der aggressiv ist, gut sieht und sich leicht der jeweiligen Situation anpaßt; ein räuberischer
Teil deines Seins; ein schwereloser Aspekt deines Wesens.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Die Fähigkeit, jene deiner Angewohnheiten und kleinen Gedankenmuster zu erkennen und zu beseitigen, die du
nicht mehr länger haben willst.
Rotschwanzbussard
Medizinrad:
Schlüsselworte: Weit sehend, hoch fliegend; Bote des Schöpfers; Bedächtigkeit und Weitsicht; große beseelte Jäger; helle und dunkle
Phasen; Furchtlosigkeit; Ungeduld; Mond der knospenden Bäume.
Beschreibung: Der Rotschwanzbussard, im Medizinrad das Totemtier der im Mond der knospenden Bäume (21. März bis 19. April)
Geborenen, ist ein einzigartiger Flieger, der in vielen Wesen auf dem Angesicht von Mutter Erde den Wunsch wach werden läßt, sich wie er
in die Lüfte zu erheben. Der Rotschwanzbussard verfügt über ein ausgezeichnetes Sehvermögen.
Allgemeine Bedeutung: Die eigene Fähigkeit erkennen, sich in die Lüfte zu erheben; weit und klar sehen können; die Fähigkeit, ein großes,
ausgedehntes Bild zu erfassen; die Fähigkeit, andere mit deiner Schönheit und Anmut zu inspirieren.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Botschaft des Schöpfers; die Begabung, im Traumzustand in die Zukunft zu blicken.
Rotstift
Psychologisch:
Wer den Rotstift im Traum ansetzt, möchte etwas aus seinem Leben streichen, für das er sich einmal begeistert hat.
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: du mußt deine Geldausgaben einstellen.
(Siehe auch „Rot“)
Rotwein
Volkstümlich:
(europ.) : – trinken: in den Einflußbereich adliger Kreise geraten; sonst kein gutes Zeichen; man sollte in geschäftlichen Angelegenheiten
Vorsicht walten lassen;
– zerbrochene Rotweinflaschen sehen: man wird unmoralische Handlungsweisen begehen, zu denen Betrüger einem verleiten.
Rotweinglas
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird sich über die Aufmerksamkeit neuer Bekannter freuen.
Rouge
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird betrogen, wegen der eigenen Sorglosigkeit;
– auflegen: man wird sich der Täuschung bedienen, um die Ziele zu erreichen;
– andere mit Rouge sehen: ist eine Warnung, daß man hinterhältig für die Pläne
unehrlicher Leute ausgenutzt wird;
– auf den Händen oder der Kleidung haben: die eigene Intrige wird auffliegen;
– Sieht eine Frau ihren Rouge im Gesicht zerfließen, wird sie von einer Rivalin gedemütigt
und verliert ihren Geliebten, weil sie sich unnatürlich verhält.

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Roulette
Allgemein:
Roulette ermahnt meist, sich nicht allein auf das Glück zu verlassen. Wenn man gewinnt, muß man mit Verlusten rechnen, verliert man im
Traum Geld dabei, soll das Gewinne ankündigen. Gewinnt man im Traum beim Roulette, so ist das pures Glück, und ganz unklug wäre es,
wollte man etwa auf Traumzahlen hin tatsächlich große Summen wetten oder einsetzen.
Psychologisch:
Im Traum werden die Chancen im Roulette, das in den Spielbanken gespielt wird, meist ins Gegenteil verkehrt: Verlust heißt Gewinn, wobei
zum Beispiel aus einer ungünstigen Angelegenheit eine Einsicht gewonnen wird, die zur Besserung der Verhältnisse beiträgt; und der
Gewinn ist ein Verlust – vielleicht die Überheblichkeit, mit der wir den Mitmenschen gegenübertreten, oder der Hochmut, der vor dem Fall
kommt. Da die Kugel beim Roulette in einen rotierenden Kreis geworfen wird, sollten diese beiden Symbole (Kugel und Kreis) wie auch die
Zahlen – zur Deutung herangezogen werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – andere spielen sehen: man wird in Versuchung geführt werden;
– spielen und gewinnen: es droht ein Verlust;
– spielen und verlieren: in einer Sache wird man großes Glück haben.
(Siehe auch „Kreis“, „Kugel“, „Zahlen“)
Rübe
Allgemein:
Rübe kann als Phallussymbol für sexuelle Bedürfnisse stehen. Wenn man sie erntet oder verzehrt, verheißt das oft Freude und Wohlstand, die
man sowohl dem Glück als auch der eigenen Anstrengung zu verdanken hat; vor allem gelbe Rüben werden in diesem Sinne verstanden.
Verkauf von Rüben kann dagegen Mißerfolge und Lächerlichkeit bei angestrengten Bemühungen ankündigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Glück in der Liebe haben; mit erfreulichen Nachrichten rechnen können;
– rote: es stehen glückliche Stunden im Familienkreis bevor;
– gelbe: man wird sich noch etwas gedulden müssen, bevor man die Früchte seiner Arbeit ernten kann;
– essen: verfehlte Spekulationen betreiben; einen langgehegten Wunsch sich erfüllen können;
– schälen oder schälen sehen: Hohn und Spott werden dich kränken;
– ernten: deine Einnahmen mehren sich;
– schneiden: deine Arbeiten finden keine Anerkennung.
(europ.) : – als sexuelles Symbol zu verstehen, wenn Frauen und junge Männer davon träumen; bei älteren Männern oft
in verächtlichem Sinne gemeint; Enttäuschungen und Verärgerung;
– Rübensamen: steht für zukünftigen Aufstieg;
– sehen: bedeuten Glück in der Liebe bzw. Wohlstand, ferner werden Spekulationen glücken;
– wachsende: man wird seine Aussichten verbessern und man wird sich über die Erfolge sehr freuen können;
– ernten: man wird sein Schäfchen ins Trockene bringen;
– ausreißen: man wird die Möglichkeiten verbessern und dadurch den Erfolg vergrößern;
– zubereiten und anschließend essen: eine Spekulation materieller oder ideeller Art wird glücken;
– essen: verheißt eine schlechte Gesundheit; eine etwas fragwürdige materielle Aktion wird doch noch glücken;
– das Grün der Rüben essen: ist ein Zeichen für bittere Enttäuschungen;
– verkaufen: man wird verspottet werden;
– weiße: bedeuten Gefahr; in Frauenträumen auch Zeichen für Komplikationen in der Liebe;
– gelbe oder rote: bringen Freude; Glück in Familie und mit Freunden; stabile Gesundheit;
– Bei einer jungen Frau bedeutet das Säen von Rübensamen, daß sie ein großes Vermögen erben und einen
attraktiven Mann bekommen wird.
(ind. ) : – gelbe: du mußt viele Unterdrückungen erleiden müssen;
– weiße: du kommst in Gefahr;
– rote: Gesundheit;
– essen: du wirst in ungünstige Verhältnisse kommen;
– ernten: du bist ein guter Hauswirt;
– zerschneiden: Trennung;
– dem Vieh füttern: du machst eine gute Spekulation;
– schälen: du wirst verspottet werden.
Rübenfeld
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst dir nach schweren Kämpfen eine gute Existenz erringen.
(europ.) : – verheißt Wohlstand durch eigenen Fleiß.
Rubin
Assoziation: – leidenschaftliches Bewußtsein; Intensität; heiliges Blut.
Fragestellung: – Was berührt mich tief in meinem Inneren?
Volkstümlich:
(arab. ) : – Glück für dich und andere.
(europ.) : – man wird in Geschäfts- und Liebesspekulationen vom Glück gesegnet sein;
– Verliert eine Frau einen Rubin, ist das ein Zeichen für baldige Differenzen mit ihrem Liebhaber.
(Siehe auch „Edelsteine“)
Rücken
Assoziation: – Unbewußt; „Da hinten“.
Fragestellung: – Was geschieht hinter meinem Rücken?
Artemidoros:
Der Rücken und alle rückwärtigen Körperteile gelten allgemein als Symbol des Alters. Deswegen bezeichnen einige sie zutreffend als den
Bereich Plutons. (Der mit dem Hades identifizierte Gott der Unterwelt. Weil die Erde, in der er wohnt, auch Reichtum spendet, wird er auch
Pluton (plutos = Reichtum) genannt.) In welchem Zustand sie also dem Träumenden erscheinen, dementsprechend wird es ihm im Alter
ergehen.

1169
Allgemein:
Rücken wird meist im Sinne von Hinten gedeutet. Unter Umständen symbolisiert er Angst vor unbewußten Einflüssen oder Gefahren, also
alles, was sich „hinter dem Rücken“ abspielt. Blickt der Träumende in seinem Traum auf den Rücken einer anderen Person, dann ist dies eine
Aufforderung an ihn, sich eindringlicher mit den persönlicheren Elementen seines Charakters zu befassen. Vielleicht fühlt er sich auch durch
Unerwartetes verletzbar. Wenn er träumt, daß er jemandem oder etwas den Rücken zukehrt, dann steht diese Haltung für eine
Zurückweisung der Gefühle, die er im Traum erlebt.
Psychologisch:
Nicht von ungefähr, kommt das Sprichwort „Jemandem in den Rücken fallen“. In der Siegfried-Sage lag die verwundbare Stelle am Rücken,
wo man bekanntlich selbst nichts sieht. In der Traumsprache gilt der Rücken als Schattenseite des Bewußtseins des Träumenden. Der Rücken
im Traum weist auf eine Gefahr hin, die aus dem Unbewußten kommt und nur schwer repariert werden kann. Möglicherweise will der
Träumende seine eigenen Bedürfnisse unterdrücken oder seine Gefühle nicht anschauen. Er hat die Verbindung mit der Vergangenheit und
entsprechenden Erinnerungen aufgenommen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Rücken im Traum eine Aufforderung an den Träumenden, der Vergangenheit den Rücken zu kehren und
veraltetes Wissen zurückzuweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: Warnung vor falschen Freunden und anderen blind zu vertrauen;
Geld zu verleihen oder auf Ratschläge nicht kompetenter Personen zu hören;
– einen breiten oder gebogenen haben: deine Lage ist trübselig;
– nackt: man wird zum Teil seine soziale Stellung einbüßen müssen;
– von jemandem zugewandt bekommen: man wird von nahestehenden Personen
um seine Erfolge und Errungenschaften beneidet;
– am Rücken kratzen: Befürchtungen werden sich als berechtigt erweisen.
(europ.) : – Angst vor dem Unbewußten; man ahnt die Gefahr, erkennt sie aber nicht;
– den eigenen sehen: bringt nichts Gutes;
– einen sehen: man wird die Kehrseite einer Sache sehen oder kennenlernen;
– einen nackten sehen: Verheißt den Verlust von Einfluß; Rat zu geben und Geld zu verleihen ist jetzt gefährlich;
oft ist Krankheit eine Begleiterscheinung;
– jemand einem zukehren sehen: eine alte Freundschaft wird neu geschlossen;
– jemand einem zukehren und weggehen: Neid und Eifersucht werden einem Böses zufügen;
verheißt Opposition und Schwierigkeiten;
– eine Person sich wieder zu einem umdreht: alles wird wieder schnell in die Reihe kommen.
(ind. ) : – den eigenen sehen: elendes Alter;
– verkrümmt: Verspottung;
– brechen: empfindlicher Verlust.
(Siehe auch „Beschwerden“, „Gewalt“, „Körper“, „Messer“)
Rückgrat
Assoziation: – Unterstützung; Verantwortung.
Fragestellung: – Was erhält mich aufrecht?
Psychologisch:
Wie beim Rücken kann Hinterlistiges geschehen, wenn zum Beispiel die Knochen der Wirbelsäule im Traumbild heraustreten oder sonstwie
anormal aussehen. Sehen wir aber ein kerzengerades Rückgrat, gilt das als der Hinweis des Unbewußten, uns zusammenzunehmen, in einer
schwierigen Situation standzuhalten – eben Rückgrat zu haben.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein schiefes sehen oder haben: man wird einem bestimmten Menschen kein reines Glück schenken können;
– verletzen: bedeutet Verlust aller Art, von Geld, Freunden, Käufern, etc.
(Siehe auch „Knochen“, „Körper“)
Rucksack
Assoziation: – tragbare Meinungen; leicht zu tragende Verantwortung; überleben.
Fragestellung: – Was trage ich mühelos? Sind meine Glaubensgrundsätze tragbar?
Allgemein:
Wenn der Träumende feststellt, daß er oder eine andere Traumfigur im Traum einen Rucksack trägt, dann steht dieser entweder für
„schwere“ Gefühle, wie beispielsweise Zorn oder Eifersucht, oder für die von ihm angesammelten Ressourcen. Rucksack kann Belastungen
und Verpflichtungen verkörpern, die man mit sich herumschleppt, durch die man behindert wird; man sollte versuchen, sich davon teilweise
zu befreien.
Psychologisch:
Dieses Traumbild kann für die Naturverbundenheit, die Einfachheit, gesunde Lebensweise und Kraft des Träumenden stehen. Meist bedeutet
der Rucksack im Traum aber, daß der Träumende an Irrtümern und Fehlentscheidungen, die er in seinem bisherigen Leben begangen hat,
schwer zu tragen hat. Er kann auch das Ränkespiel hinter unserem Rücken, das uns psychisch leiden läßt, darstellen. Wenn der Rucksack im
Traum abgelegt wird, heißt das im übertragenen Sinne ein Ablegen dessen, was auf unserer Seele lastet, oder das Erkennen von
„Falschspielern“, die intrigieren und uns hintergehen wollen. Wer an Wiedergeburt glaubt, geht davon aus, daß sich in dem Rucksack jene
karmischen Lasten befinden, die man aus einem früheren Leben mitgebracht hat, In dem Rucksack könnten sich jedoch auch die Begabungen
und Fertigkeiten befinden, mit denen der Träumenden zur besseren Bewältigung seines Lebenswegs ausgerüstet ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verweist der Rucksack im Traum auf Eigenschaften, die außerhalb des Selbst existieren; der Träumende muß den
Umgang mit ihnen erst erlernen. Je nachdem, wie er mit ihnen umgeht, können sie sich positiv oder negativ auswirken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: deutet auf eine bevorstehende Reise;
– mit erfreulichen Dingen wie z.B. Proviant beladen sehen: man kann auf ein Leben im Wohlstand und Zufriedenheit hoffen.
(europ.) : – Besuch aus weiter Ferne; man wird sein höchstes Glück in der Ferne, fernab von Freunden, finden;
– tragen: Schwierigkeiten für die nächste Zukunft die den Alltag erschweren;
– Bei einer Frau, die einen zerlumpten Rucksack sieht, stehen Armut und Meinungsverschiedenheiten vor der Tür.
(ind. ) : – tragen: du machst einen Besuch;
– sehen: du wirst einen lieben Besuch erhalten.
(Siehe auch „Rücken“, „Tornister“)

1170
Rucksackreisen
Assoziation: – Arbeit an der Autarkie.
Fragestellung: – Worauf kann ich verzichten? Was muß ich dabeihaben, um überleben zu können?
Rücksichtslosigkeit
Allgemein:
Von rücksichtslosen Gedanken zu träumen, bedeutet nach nutzlosem Wissen zu streben, keinen Vorteil daraus zu ziehen zu können sowie
Freunden Schmerz und Kummer zu bereiten.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in der Liebe oder anderen Gefühlsdingen rücksichtslos verhalten: man wird erkranken;
– Verhält sich eine junge Frau in Gefühlsangelegenheiten rücksichtslos, wird sie einen Geliebten verlieren
und bei ihren Freunden Mißfallen hervorrufen.
Rücktritt
(Verzicht)
Volkstümlich:
(europ.) : – sich aus dem Berufsleben zurückziehen: bedeutet Beförderung in naher Zukunft, desgleichen Geldgewinn auf rechtlichem Wege;
– sich von einem Amt oder Posten zurücktreten: man wird sich auf neues Terrain begeben;
– vom Rücktritt anderer hören: es folgen unangenehme Erfahrungen.
Rückwärts (Siehe „Positionen“)
Ruder
Allgemein:
Mit dem Ruder läßt sich ein Boot steuern und vorwärtstreiben, aber erfolgreiches Rudern erfordert einiges an Geschicklichkeit. Daher ist das
Ruder ein Symbol für die Fähigkeiten des Träumenden. Er hat Begabungen, die ihm helfen, sich durch das Leben zu „navigieren“. Wenn der
Träumende in seinem Traum eines seiner beiden Ruder verliert, verweist dies darauf, daß er eine Fähigkeit verloren hat, die früher für ihn
wertvoll war.
Psychologisch:
Bleiben Sie am Ruder, Sie haben die Richtung (Ihres Lebensweges) zu bestimmen: Ein Aufforderungstraum, der anschaulich macht, daß ein
entschlossener, aber auch überlegter Einsatz der eigenen Kraft (und eine konkrete Zielvorstellung) derzeit besonders gefordert ist.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann das Ruder im Traum ein spirituelles Werkzeug mit Führungseigenschaften sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – eines verlieren: steht für vergebliche Anstrengungen, die eigene Pläne zu verwirklichen;
– ein gebrochenes: bedeutet Unentschlossenheit und Verzweiflung; man sollte keine Reise unternehmen;
die Verwirklichung privater Pläne werden sich verzögern;
(ind. ) : – sehen: du wirst auf Reisen gehen und dich endlich erholen können.
(Siehe auch „Paddel“)
Ruderboot
Volkstümlich:
(europ.) : – mit anderen in einem sitzen: man wird die Gesellschaft froher, lebenslustiger Menschen genießen;
– kentern: man wird bei riskanten Geschäften Geld verlieren;
– Wird ein Mann in einer Ruderregatta von anderen geschlagen, verliert er die Gunst der Geliebten
an einen Rivalen. Ist er der Sieger, wird er bei Frauen und in anderen Dingen viel Erfolg haben.
(Siehe auch „Boot“, „Kahn“)
Rudern
Allgemein:
Die Bewegungen, die wir auf dem Wasser ausführen, das bekanntlich keine Balken hat, an die wir uns im Gefahrenfall klammern könnten.
Man sollte das Rudern mit einer schweren Arbeit vergleichen, die Schweiß kostet, aber am Ende trotz des mannigfaltigen Auf und Ab guten
Lohn bringt. Kommen wir beim Rudern nicht oder nur wenig von der Stelle, wursteln wir uns auf gut Glück durchs Leben und sind
augenblicklich nicht sehr arbeitslustig.
Volkstümlich:
(arab. ) : – für geringen Lohn schwer arbeiten müssen.
(europ.) : – verheißt schwere, aber ergiebige und gewinnbringende Arbeit; kündigt Enttäuschungen an,
sofern man den eigenen Vorteil zugunsten anderer opfert;
– mit anderen zusammen rudern: man muß mit Schwierigkeiten rechnen, bevor sich der Erfolg einstellt;
– dabei einen Riemen verlieren: warnt vor Übermut.
(ind. ) : – auf deiner Arbeit ruht Segen.
(Siehe auch „Kahn“, „Boot“)
Rufen
Allgemein:
Ruf (Rufen) kann Erkenntnisse aus dem Unbewußten anzeigen, die oft auf reale Risiken im Alltag hinweisen. Manchmal wird man auch auf
einen anderen Menschen aufmerksam gemacht, dem man helfen sollte, eine schwierige Phase zu überwinden. In der traditionellen Deutung:
Wenn man im Traum gerufen wird, bekommt man einen „schlechten Ruf“, falls man nicht auf den Rat (die Zurufe) seiner Umgebung hört.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: du wirst Hilfe brauchen;
– selbst: du bemühst dich vergeblich um neue Freunde.
(europ.) : – einen Ruf hören: bald wird man eine größere Aufgabe oder ein wichtigen Auftrag an einem herantragen, der sehr wichtig ist;
– seinen Namen rufen hören: gilt als Mahnung, in der nächsten Zeit ganz besonders seine Stellung zu
behaupten; ein ferner Mensch verlangt dringend nach einem oder will einem vor Unheil oder Verhängnis bewahren;
– sein Namen von seltsamen Stimmen gerufen: man erlebt eine Verunsicherung; Fremde werden einem helfen oder
man kommt seinen Verpflichtungen nicht nach;

1171
– hören, dich selbst: baldiger Tod;
– die Stimme eines Freundes oder Verwandten hören: bedeutet eine schwere Erkrankung und vielleicht Tod,
wobei man dann Vormund über jemanden wird; man sollte bei dieser Aufgabe viel Umsicht walten lassen;
– andere: du wirst Feinde bekommen; Ankündigung von Neuigkeiten irgendwelcher Art;
– von seinem/seiner Geliebten gerufen werden: glückhaftes Zeichen;
– wenn Liebende die Stimme des Geliebten hören: dies ist eine Warnung; man wird in seiner Zuwendung
nachlässig und sollte dies ändern, oder es ergibt sich durch Mißverständnisse die Trennung;
– die Stimme Verstorbener hören: kann eine Warnung vor der eigenen schweren Erkrankung sein, oder es
stehen durch geschäftliche Fehleinschätzungen Verluste ins Haus. (Das Unterbewußtsein ist ein Echo der
Zukunft und bedient sich der Stimme eines verstorbenen Vorfahren, weil es vor Gott keine Zeit gibt)
(ind. ) : – hören: nimm dich vor Feinden in acht;
– sich selbst hören: deine Mitmenschen sind falsch.
Rüge
Volkstümlich:
(arab. ) : – bekommen: von falschen Leuten geärgert werden;
– erteilen: sich gegen Angriffe zu wehren haben.
Ruhe
Allgemein:
Ruhe kann als Symbol innerer Ausgeglichenheit in positivem Sinne auftauchen. Unter Umständen ermahnt sie aber auch, nicht so bequem zu
sein, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, weil man sonst Rückschläge erleiden wird.
Psychologisch:
Wer von einem Zustand der Ruhe (oder des Ausruhens) träumt, hat ihn dringend nötig: ein Erschöpfungstraum!
Volkstümlich:
(europ.) : – Ende einer aufregenden Zeit und das Eintreten besserer, ruhigerer Tage;
– haben oder ruhen: bedeutet Unruhe oder Verfolgung; auch: harte Arbeit und Glück bei sportlichen Betätigungen.
Ruhebank
Volkstümlich:
(europ.) : – finden: Glück und Hilfe;
– eine mutwillig umstoßen oder zerstören: bedeutet eine bevorstehende Gefahr durch Selbstverschulden.
Ruhebett
Artemidoros:
Die Matratze, das Ruhebett und alles, was zur Schlafstätte gehört, bedeutet die Gattin des Träumenden und die Lebensverhältnisse
insgesamt. (Griech. kline; sie galt nicht nur als Ruhe- , sondern auch als Speiselager. Beim Mahl lagerte der Mann darauf, während die Frau –
wenn zugegen – saß.)
(Siehe auch „Bett“, „Fische“)
Ruhm
Allgemein:
Ruhm warnt meist vor Eitelkeit und Geltungsdrang, die mit Minderwertigkeitsgefühlen in Zusammenhang stehen können.
Psychologisch:
Träume von Ruhm und öffentlichen Interesse an der eigenen Person sind ein Anzeichen innerer Unzufriedenheit, man wünscht sich mehr
Aufmerksamkeit, Bestätigung der eigenen Fähigkeiten und die Anerkennung des (beruflichen und familiären) Umfeldes.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ernten: deine Überheblichkeit wird zu groß;
– berühmt sein: man sollte nicht nach Zielen greifen, die außerhalb der eigenen Reichweite liegen;
je größer der Ruhm ist, desto ferner sind die Ziele und desto unwahrscheinlicher ist es, sie zu erreichen;
– eine andere bekannte Person berühmt sehen: man wird sich immer auf deren Hilfe verlassen können.
(europ.) : – Wunschtraum, der Ausgleich für Mißerfolge schaffen soll;
– erwerben: in einer Sache wird man eine Niederlage erleiden;
– berühmt sein: bringt enttäuschte Hoffnungen;
– berühmte Menschen: weisen darauf hin, daß man in die Öffentlichkeit treten und einen Ehrenplatz einnehmen wird;
– anderer feiern oder feiern sehen: man wird vom Erfolg eines anderen profitieren.
(ind. ) : – erwerben: du wirst mit der Obrigkeit zu tun haben.
Ruhr
Volkstümlich:
(ind. ) : – Gesundheit. (Kontrasttraum!)
Rührei
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: Krankheit, Ärger und Verdruß.
(europ.) : – zubereiten oder essen: eine günstige Gelegenheit wird man bestens auszunutzen verstehen.
(Siehe auch „Eier“)
Rühren
(Schlagen von Flüssigkeiten)
Allgemein:
Die meisten Träume, in denen eine Flüssigkeit geschlagen, gekocht oder in irgendeiner Weise bewegt wird, gehen auf ein sehr primitives
Chaos (fehlende Ordnung) zurück. Dies ist ein Hinweis darauf, daß der Träumende seine kreativen Fähigkeiten überdenken muß, damit er
seine Energie richtig nutzen kann.

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Psychologisch:
Es ist notwendig, daß der Träumende sich das tiefverwurzelte Chaos in seinem Inneren bewußt macht, um seine Ordnungsfähigkeit
beurteilen zu können.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann das Durchrühren einer Flüssigkeit im Traum den Versuch symbolisieren, neue Verhältnisse zu schaffen, um
auf ihre Basis das Vorankommen zu erleichtern.
Ruine
Allgemein:
Wenn etwas im Trümmern liegt, muß der Träumende herausfinden, ob die Ursache Vernachlässigung oder Zerstörungswut ist. Trifft ersteres
zu, ist dies als Hinweis an den Träumenden zu verstehen, daß er sein Handeln und Denken straffen sollte. Ist letzteres der Fall, wäre es für
den Träumenden wichtig, herauszufinden, auf welche Weise er sich verwundbar macht. Ruine deutet häufig auf die Vergangenheit hin, die
man noch nicht verarbeitet hat. Häufig kommen auch Erschöpfungszustände durch chronische Überforderung oder verzehrende
Leidenschaften, zuweilen Angst vor Alter und Krankheit darin zum Vorschein. Gelegentlich warnt das Symbol konkret vor materiellem
Ruin.
Psychologisch:
Die Hausruine kann auf unseren Körper hinweisen, der vielleicht Aufbaustoffe braucht, damit er nicht zu sehr geschwächt oder von
Krankheiten geschüttelt wird. Mit der Burg- oder Schloßruine im Traumbild mahnt uns irgend etwas an das Vergängliche, dessen Teil wir
sind. Hat der Träumende einen Gegenstand absichtlich zertrümmert, dann ist es an der Zeit, sich seiner selbstzerstörerischen Seite bewußt zu
werden. Mitunter wirkt es erhellend, wenn der Träumende die symbolische Bedeutung der Person oder der Umstände betrachtet, die den
Gegenstand oder die Gelegenheit ruiniert haben.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann die Ruine im Traum ein Abbild des spirituellen Zustandes des Träumenden sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder betreten: überlistet werden und in Schlingen fallen.
(europ.) : – Angsttraum; man fürchtet sich vor materiellem Verlust; bei alternden Menschen auch Angst vor Potenzverlust;
Ruinen weisen darauf hin, daß man alt und gebrechlich werden kann, es können aber auch im Alter frohe Tage eintreten;
für Liebende: Auflösung der Verlobung;
– sehen: ein Ereignis weckt frühere Erinnerungen, oder man findet ein Andenken oder bekommt eins
geschenkt; es herrschen besorgniserregende Gegebenheiten im beruflichen Bereich, oder man erkrankt;
– alte sehen: signalisieren ausgedehnte Reisen, aber unter die Freude über die Erfüllung eines
langgehegten Traumes mischt sich leichte Traurigkeit; man leidet unter der Abwesenheit eines Freundes;
– die Gemäuer einer alten Ruine durchwandern: ist ein gutes Zeichen;
– durch die Ruine eines modernen zerstörten Hauses wandern: sehr schlechtes Zeichen;
Vorsicht vor geschäftlichen Spekulationen;
– sich in einer aufhalten: man wird ein seltsames Erlebnis haben.
(ind. ) : – sehen: sorge für die Zukunft, es wird dir niemand helfen, wenn du alt geworden bist;
– besuchen: du wirst zu Ehren kommen.
Rum
Volkstümlich:
(arab. ) : – trinken: deine Völlerei wird üble Folgen haben.
(europ.) : – sehen oder sehen, wie andere solchen trinken: verspricht eine Besserung der eigenen Lage;
– kaufen: bedeutet Wohlstand, Wohlergehen, Zufriedenheit;
– selbst trinken: du wirst in einer wichtigen Sache ratlos sein; verheißt behagliche Stunden im eigenen Heim;
auch: sagt Reichtum voraus; in dem Maße, wie man sich auf ausgiebige Vergnügungen stürzt, fehlt einem
jedoch das moralische Feingefühl;
– verschütten: Leichtsinn.
(ind. ) : – trinken: Besuch meldet sich an.
(Siehe auch „Alkohol“)
Rummelplatz
Psychologisch:
Meist ein Kommunikationstraum. Das Unbewußte möchte etwas erleben. Abenteuerlust.
Rumpelkammer
Psychologisch:
Befindet sich meist auf dem Dachboden, dem „Kopf“ des Hauses, soll uns also zu mehr geistiger Betätigung anregen, da sonst wirres
Gedankengut Platz greift.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt, daß man durch altertümliche Dinge sein Glück machen wird.
(ind. ) : – sehen: du wirst verborgene Schätze finden.
Rumpeln
(knacken, grollen)
Volkstümlich:
(europ.) : – aus der Erde ein seltsames Grollen hören, wie das einem Erdbeben vorausgeht: Zeichen zukünftigen Ärgers;
den man nur mit äußerster Vorsicht überwinden kann.
Rund (Siehe „Kreis“, „Rand“)

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Runder Tisch
Allgemein:
Ein runder Tisch steht im Traum für Ganzheitlichkeit. Alle Menschen, die an einem runden Tisch sitzen, haben den gleichen Rang.
Psychologisch:
Der runde Tisch aus der Artussage verkörpert den Sternenhimmel, da die zwölf Ritter, die an ihm Platz nehmen durften, den zwölf
Tierkreiszeichen entsprechen. Im Traum versucht der Mensch ständig Vollkommenheit zu erreichen. Der Traum vom runden Tisch stellt dies
symbolisch dar.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verkörpert der runde Tisch den Rat, den Weg zur Ganzheitlichkeit gemeinsam mit Gleichgesinnten weiter zu
verfolgen.
(Siehe auch „Tierkreis“)
Rundfunk (Siehe „Radioapparat“)
Runen
(altgermanische Schriftzeichen)
Allgemein:
Rune (Schriftzeichen) steht für ein Geheimnis, das man gut hüten soll oder das man lüften wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeuten Glücksumstände, die man nicht fallen lassen darf, wenn sie sich einstellen.
(ind. ) : – lesen: dein Geheimnis bleibt gewahrt.
Runkelrüben
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Unternehmungen werden gedeihen;
– in großen Haufen: du läßt dich in großartige Unternehmungen ein.
(europ.) : – im Feldboden sehen: durch geduldiges, zähes Ausharren wird man in einer Sache später großen Gewinn erzielen;
– ernten: die Belohnung für ein geduldiges Ausharren wird nicht mehr lange auf sich warten lassen;
– viele in großen Haufen aufgeschichtet sehen: kündet ein Ereignis an, das viele materielle Vorteile bringt.
Runzeln
Allgemein:
Runzeln sollen nach altindischen Traumbüchern hohes Alter versprechen. Oft erkennt man darin auch Lebenserfahrung und wird darauf
hingewiesen, daß man sie im Alter nutzen sollte oder aber sich nicht negativ von ihnen beeinflussen lassen darf.
Psychologisch:
Die Falten im Gesicht deuten auf Erfahrungen hin, die wir im Leben machen mußten. Wenn wir sie im Traumbild sehen oder selbst tragen,
suchen uns momentan möglicherweise trübe Gedanken heim, die wir jedoch schnell abschütteln sollten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – im Gesicht haben: das Alter überrascht dich bald.
(europ.) : – im Gesicht haben: hohes Alter; man wird eine schmerzliche Erfahrung machen;
– bei anderen sehen: eine Angelegenheit wird sehr lange eine Rolle spielen;
man sollte andere Menschen nicht so hochmütig behandeln.
(ind. ) : – haben: werde nicht hochmütig;
– sehen: du erreichst ein sehr hohes Alter.
Ruß
Allgemein:
Ruß (Rußig) kann materiellen Gewinn ankündigen. Im Einzelfall weist er auch darauf hin, daß man sich bei einer Arbeit nicht scheuen darf,
„beschmutzt zu werden“, weil man nur dann Erfolge erzielen wird. Teils warnt er auch vor übler Nachrede und Verleumdung.
Psychologisch:
Ein rußiger Ofen oder Kamin läßt immer auf Probleme im Intimleben schließen. Ruß, der sich im Traumbild niederschlägt, umschreibt die
Schattenstellen auf unserer Seele, die meist jedoch ohne fremde Hilfe beseitigt werden können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: allgemein ein Glückszeichen;
– im Ofen, sich damit beschmutzen: Trauriges erfahren oder angeschwärzt werden.
(europ.) : – Vorsicht vor Freunden, die einen zu beschmutzen versuchen; Mißerfolg in den Geschäften;
Liebende sind Streitsüchtig und nur mit Mühe zufriedenzustellen;
– sehen: kündet eine unangenehme Arbeit an;
– einen Ofen oder Kamin davon reinigen und sich dabei beschmutzen: verheißt Vorteile
selbst bei schmutzigster Arbeit; du wirst vom Glück begünstigt.
(ind. ) : – rußig sein: Glück und Gewinn werden dein bisheriges Leben vollkommen umstellen.
(Siehe auch „Pech“ (Teer), „Schornsteinfeger“)
Rüssel
Allgemein.
Rüssel steht als Phallussymbol für sexuelle Bedürfnisse, im weiteren Sinn für die Gesamtheit des Trieblebens. Er ist der empfindlichste Teil
eines mächtigen und starken Tieres. Vermutlich steht der Elefant für einen nahen Freund oder Geliebten, der viel Einfluß auf Sie hat. Wie der
Rüssel mit Ihnen umgeht und Sie mit ihm, zeigt an, welchem Maß Sie Vertrauen zu diesem Menschen haben.
Psychologisch:
Der Elefantenrüssel wird von manchen Psychoanalytikern als riesengroßes männliches Geschlechtsteil und demnach als Ausdruck großer
Potenz gewertet. Wir schließen uns aber eher der Meinung moderner Psychologen an, die das Umschlungenwerden von einem Rüssel als
Schutz interpretieren.

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Volkstümlich:
(europ.) : – sexuell günstig, außer wenn der Elefant sich wild gebärdet; man sollte Riesenkräfte und Triebe nicht reizen oder treiben lassen;
– einen Elefantenrüssel sehen: man möchte am liebsten weit ausholen, um sich fremde Güter zu schnappen;
– in Männerträumen: zeigt oft den Wunsch, mit einer liierten oder verheirateten Frau ein Verhältnis zu beginnen.
(Siehe auch „Elefant“)
Rüsselkäfer
Volkstümlich:
(europ.) : – stehen für Geschäftsverlust und falsche Liebesbeziehungen.
Rustikal
(bäuerlich)
Volkstümlich:
(europ.) : – ein glückverheißendes Zeichen; bald ein geschäftigeres Leben führen, indem man erfolgreich sein wird.
Rüstkammer
Volkstümlich:
(arab. ) : – unerwartetes Wiedersehen.
Rüstung
Allgemein:
Dem Träumenden wird durch die Rüstung im Traum die emotionale und intellektuelle Strenge bewußt gemacht, die entweder bei ihm oder
Personen seines Umfeldes zutage tritt. Trägt er selbst eine Rüstung, ist er vielleicht zu sehr auf Schutz bedacht. Offenbar fühlt ich der
Träumende ernsthaft bedroht und verleiht so seinem Schutzbedürfnis Ausdruck. Sind es andere Menschen, die mit einer Rüstung angetan
sind, so nimmt der Träumende vielleicht nur ihre Verteidigungsmechanismen wahr.
Psychologisch:
Die Ritterrüstung war in früheren Zeiten zum Schutz des Ritters bestimmt. So kann die Rüstung als Traumbild noch heute für den Wunsch
des Träumenden sich zu schützen oder zu distanzieren, gedeutet werden. Sie kann aber auch Aggressivität oder Kampfbereitschaft
signalisieren. Der Schutz durch eine Ritterrüstung kann jedoch in der aktuellen Situation unzeitgemäß und unpassend sein. Trägt ein anderer
im Traum eine Rüstung, so ist dies ein Zeichen, daß dieser auf der Gefühlsebene leicht zu verletzen ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Rüstung Ritterlichkeit, Schutz und das Bedürfnis, zu schützen oder beschützt zu werden, dar.
(Siehe auch „Held“, „Pferd“, „Ritter“)
Rute
Psychologisch:
Will man sie selbst binden, schafft es aber nicht, hat man im Wachleben verworrene Vorstellungen oder kommt mit einer bestimmten Arbeit
nicht voran. Wer mit Ruten geschlagen wird, ordnet sich unter, auch wenn es ihm schwerfällt. Wer andere damit schlägt, beweist sein
geringes Anpassungsvermögen oder die Kleinlichkeit, mit der er manches betrachtet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du hast dich vor Strafe zu fürchten; bestraft werden;
auch: man wird demnächst eine wichtige Verhandlung zu führen haben, die einem viel Kraft und Energie kosten wird;
– geschlagen werden: du wirst dich in einer schwierigen Sache gut verteidigen;
– jemanden damit schlagen. du bist herrschsüchtig; eigene Pläne werden sich nicht durchsetzen lassen;
– binden: du hegst üble Vorsätze.
(europ.) : – eine schwierige Aufgabe wird viel Unerfreuliches mit sich bringen;
– sehen: man wird für eine Schlechtigkeit bestraft werden;
– eine sehen: eine Mahnung, denn man hat etwas wichtiges vergessen; manchmal Hinweis auf Eheliche Untreue;
– binden: man soll nicht zu voreilig handeln; durch Unüberlegtheiten wird man sich selbst Schwierigkeiten bereiten;
– Bündel von Ruten sehen: die nähere Zukunft wird eine gute Lehrmeisterin sein;
– mit einer geschlagen werden: bedeutet das Gelingen eines Planes oder Vorhabens;
– jemandem damit schlagen: man sollte sich vor Ungerechtigkeiten und Härte anderer gegenüber hüten;
auch: stelle dich nicht über deine Mitmenschen; ein Plan oder Vorhaben wird mißlingen.
(ind. ) : – damit geschlagen werden: Last und Mühe werden dich noch eine Weile begleiten, aber plötzlich wird eine neue,
gute Zeit für dich kommen.
(Siehe auch „Peitsche“, „Stock“)
Rutschbahn
Allgemein:
Rutschbahn symbolisiert nach alter Traumdeutung den Neid der Mitmenschen, weil man viel Glück und Erfolg hat.
Psychologisch:
Die Rutschbahn im Traum stellt das ewige Auf und Ab dar, mit dem die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens konfrontiert werden;
allerdings kann damit auch eine augenblickliche Lebenslage gemeint sein. Manchmal ist diese Bahn auch eine ebene Eisbahn, auf der man
immer und immer wieder seine Rutschversuche macht. Dann liegt es an der Standfestigkeit (dem Charakter!) des Träumers, ob er sich im
Wachleben einen Ausrutscher leistet oder nicht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du machst viele unnütze Ausgaben.
(europ.) : – sehen: man gibt sich einem Vergnügen hin, daß reine Zeitverschwendung ist; man soll sich nicht in unsichere Dinge einlassen,
die einem auf die „schiefe Bahn“ führen würden.
(ind. ) : – Neider werden dich umgeben, denn zu dir kam nach langem Suchen das Glück ins Haus.

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Rutschen
Allgemein:
Dieses Traumbild ist ein Hinweis darauf, daß der Träumende nicht mehr sicher auf den Beinen steht, sein Standpunkt gefährdet ist, er sich im
Leben nicht mehr sicher fortbewegt und eventuell den Halt verliert. Oft wird mit dem Rutschen im Traum vor dem Fallen gewarnt.
Möglicherweise kann man sich in solch einem Fall in einer bestimmten Position nicht mehr lange halten oder hat nicht genug
Charakterfestigkeit.
Psychologisch:
Der Rutschvorgang deutet auf ein „haltloses Ableiten“ nach unten hin, für bedenkenloses und „ungebremstes“ Genießen, für „Haltlosigkeit“
im herkömmlichen Sinn. Aber auch für eine Stimmung, in der man der Meinung ist: Nichts kann mich halten! Auf jeden Fall hat dieser
Traum mit einer Stimmung zu tun, in der man lieber riskiert, „auf d ie Nase zu fallen“, anstatt an Zurückhaltung und Vorsicht zu denken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst unerwartet in Verlegenheit kommen.
(europ.) : – signalisiert Enttäuschungen in der Liebe; die Geliebten werden Versprechungen nicht einhalten;
– einen Hügel hinunterrutschen, der mit grünen Gras bewachsen ist: man wird durch Schmeicheleien in den Ruin getrieben.
(ind. ) : – und dabei fallen: über eine Botschaft wirst du dich sehr erfreuen.
(Siehe auch „Fallen“, „Gehen“, „Stehen“)
Rütteln
Volkstümlich:
(arab. ) : – du mußt vorsichtig sein.

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