Traumdeutung Buchstabe S

S
Allgemein:
Als geschriebener, plastischer oder gesprochener Buchstabe verkörpert er im Traum alle die Fähigkeiten und Mittel, die man zur Lebensbewältigung benötigt. Die genaue Deutung erkennt man erst aus den anderen Symbolen, die zusammen mit diesem Buchstaben auftauchen.

Saal
Allgemein:
Der Saal im Traum umschreibt immer das Gemeinschaftsgefühl, und deutet oft als Bedürfnis nach Frohsinn und Geselligkeit an. In diesem großen
Raum fühlt man sich unter vielen Menschen versteckt, was für das Wachleben beweisen könnte, daß man sich nur als Mitläufer fühlt, der sich der
Masse anpaßt. Steht man allein in einem Saal und kommt sich verloren vor, sollte man möglichst schnell Kontakte suchen, sonst wird man eines
Tages keinen Freund mehr an seiner Seite wissen. Manchmal wird man ermahnt, nicht auf Kosten (zum Nachteil) anderer ein Vergnügen oder einen
Erfolg anzustreben, weil das zu Konflikten führt. Eine Versammlung mit Debatten kann Streit ankündigen.
Psychologisch:
Dieses Sinnbild für einen Ort der Kommunikation (oder der gemeinsamen Unterhaltung) symbolisiert in einem Traum häufig, daß man mehr „unter
Leute kommen“ will, sich mitteilen, zeigen und amüsieren möchte. Ein häufiger Traum am Ende einer Phase der Zurückgezogenheit und
Selbstbesinnung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: dein Lebensstandard wird sich erhöhen;
– einen leeren sehen oder betreten: du wirst dich sehr betroffen fühlen;
– mit Personen gefüllt: viele Bekannte und Freunde finden;
– schön möblierter und durch Kronleuchter erhellter: freudige Abwechslung erleben;
– großer: angenehme Verhältnisse;
– sich in einem sehr großen befinden: man wird bald einem einflußreichen Menschen begegnen;
– darin tanzen: heiteres Leben; man ist bei seinen Mitmenschen beliebt;
– selbst einen besitzen: du wirst Reichtum erwerben.
(europ.) : – man ist allein, möchte sich aber in Gesellschaft erfreuen; Vorsicht vor Schmarotzern;
– sich selbst in einem großen sehen: kündet eine Zusammenkunft mit vielen Menschen an;
– sich in einem zu einem Vergnügen oder einer Gesellschaft befinden: man wird sich auf Kosten anderer gut amüsieren;
– sich in einem hellerleuchteten befinden: verheißt Vergnügen und heiteren Gesellschaften beiwohnen;
– darin einer Versammlung oder dergleichen beiwohnen: kündet Streit und Auseinandersetzungen mit anderen an;
– in einem tanzen: man wird bald recht lustige gesellschaftliche Anlässe erleben, die einem gute Laune machen.
(ind. ) : – sehen: du hast bis jetzt viel Mühe gehabt, aber nun kannst du dich freuen,
– denn dein Leben wird jetzt leichter zu ertragen sein;
– mit Tänzern: nun ist wieder Heiterkeit um dich.
(Siehe auch „Zimmer“)
Saat
Allgemein:
Saat wird im Sinne von Frucht oder Getreide als Lohn für eigene Bemühungen verstanden. Die im Traum aufgehende Saat bedeutet den Neubeginn,
den wir versuchen und bei dem wir vorsichtig taktieren müssen, um die zarten Pflänzchen nicht zu zerstören, die die Kontakte in dieser neuen Welt
darstellen. Wer über die aufgegangene Saat achtlos hinwegschreitet, wird im Wachleben unachtsam sein und manche Chance zunichte machen, die
sich ihm bietet.
Psychologisch:
Auch im Traum ein Symbol für Fruchtbarkeit, Wachstum, Reife und Ernte – meist in bezug auf seelisch- geistige Vorgänge zu verstehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Eine jede Saat bedeutet Hoffnung auf vielfältigen Segen; manchmal auch Kinderwunsch;
– Träumt jemand, er habe gesät und die Saat sei gut aufgegangen, wird der Segen, auf den er gehofft, sich einstellen,
andernfalls, wenn die Saat nicht aufgeht ausbleiben;
– frische, grüne sehen: hoffnungsreiche Zukunft; man steht am Anfang neuer beruflicher Unternehmungen;
die Chancen damit Erfolg zu haben, sind hoch, wenn man darauf achtet, zweckmäßig und zielorientiert zu handeln;
– verwelkte: mißliche Verhältnisse;
– gereifte, mit Ähren: Reichtum.
(europ.) : – man befürchtet, daß eine Belohnung für bestimmte Arbeiten vergessen wird;
– bestellen: die baldige Erfüllung eines Wunsches wird noch etwas auf sich warten lassen;
– aufgehende sehen: Mahnung zur Vorsicht und Sorgfalt bei einem Beginnen oder Vorhaben, das andernfalls mißlingen wird;
– sich über ein Saatfeld beugen: durch Unachtsamkeit oder Mutwillen zerstört man sich selbst eine schöne Hoffnung;
– frische, grüne: ein sehr gutes Zeichen für baldigen Gewinn;
– eins voller Unkraut sehen: man steuert in eine recht ungewisse Zukunft;
(ind. ) : – sehen: du wirst eine Reise machen müssen;
– grüne: du wirst guten Erwerb finden;
– keimen sehen: Familienzuwachs;
– ohne Ähren und gelb: dein Vorhaben wird nicht glücken;
– Saatfeld welkes: ungewisse Zeiten kommen.
(Siehe auch „Bauer“, „Ernte“, „Frucht“, „Getreide“, „Säen“)
Saatkrähe
Volkstümlich:
(europ.) : – Freunde sind zwar treu, stellen aber intellektuell und auch sonst nicht die gleichen Ansprüche
an das Leben wie man selbst; auch: eine Reise auf dem Wasser unternehmen;
– eine tote sehen: gilt als Bote für Krankheit oder Tod in der nächsten Zukunft.
Sabbat
Volkstümlich:
(ind. ) : – d.h. an einer jüdischen Sabbatfeier teilnehmen: du wirst ruhige Tage erleben.
(Siehe auch „Sonntag“)

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Säbel
Allgemein:
Ähnlich wie Degen, als schlagstärkere Waffe aber schärfer in der Auslegung. Wie alle Waffen steht er für die männliche Sexualität. Hier ist aber
nicht das Eindringen beim Geschlechtsakt gemeint. Vor allem bei jungen Menschen symbolisiert er das Abenteuer, die Welt der erotischen Gefühle
zu erforschen.
Psychologisch:
Typisches Anzeichen eines Aggressionsaktes, man möchte am liebsten „alles niedersäbeln“ – wenn man könnte, wie man wollte. Nach S. Freud:
Penissymbol – wie alle Waffen, die in einen Körper eindringen können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: dein mutiger Charakter wird sich bewähren;
– damit zuhauen: wirst dir energisch deinen Weg bahnen;
– damit verwundet werden: du wirst Sorgen bekommen;
– scharf geschliffen: dein Vorhaben wird gelingen;
– stumpf und schartig: du wirst vergebene Mühe haben;
– zerbrochener: du wirst besiegt werden.
(europ.) : – weist darauf hin, daß man nur durch Ausdauer zum Ziel gelangen wird; rät auch, sich seiner Haut zu wehren;
– sehen: kündet eine Anfeindung an;
– tragen: mahnt zur Vorsicht, da eine Gewalttätigkeit eines anderen droht;
– mit einem auf andere einschlagen: man wird in schwere Bedrängnis geraten;
– mit einem bedroht oder geschlagen werden: verkündet die Besiegung eines Widersachers.
(ind. ) : – sehen: du wirst zu hohen Ehren kommen.
(Siehe auch „Degen“)
Sabotage
Psychologisch:
Was haben Sie denn Schlimmes vor? Wer von einem Sabotageakt träumt, befaßt sich auch bei Tage mit „vorsätzlichen Zerstörungsplänen“ – und
verfolgt dabei meist ein extrem egoistisches Ziel. Ein häufiger Traum in einer Phase, die von (selbst-) zerstörerischer Eifersucht geprägt ist.
Sachbeschädigung
Volkstümlich:
(europ.) : – erleiden: die Gegner werden erliegen;
– selbst fremdes Eigentum beschädigen: in schlechte Verhältnisse geraten und bösen Leumund (Nachrede) bekommen.
Sachen
Volkstümlich:
(ind. ) : – alte: deine Arbeit ist fast ohne Gewinn.
Säcke
Allgemein:
Sack symbolisiert allgemein Inhalte des Unbewußten, die man genauer erforschen sollte. Je nach den Begleitumständen kann er vor allem folgende
konkrete Bedeutung haben:
– Leerer Sack kündigt an, daß man trotz aller Anstrengungen erfolglos bleibt.
– Voller Sack verspricht zwar Erfolg, an dem man unter Umständen aber keine Freude haben wird.
– Getreidesack weist auf Erfolg, gleichzeitig aber auf Neider hin.
– Kartoffelsack deutet spärlichen Erfolg an, der an einer mißlichen Situation wenig ändert.
– Im Sack kramen kann eine Enttäuschung ankündigen.
– Holt man etwas aus dem Sack, muß das zusätzlich gedeutet werden.
– Öffnet sich der Sack oder fällt etwas aus einem Loch darin, wird man einen Mißerfolg haben.
Psychologisch:
Der Sack hat die gleiche Bedeutung wie der Beutel oder jedes andere Behältnis dieser Art. Träumt man von Säcken, ist man sich seines Potentials
und seiner Fähigkeiten im Grunde nicht ganz bewußt. Im Traum einer Frau kann er Schwangerschaft bedeuten, im Traum eines Mannes weist er auf
irgendeine Art Erlebnis im Mutterschoß hin. Als Symbol der Sicherheit zeigt sich der Mutterschoß in Träumen oft als Tasche oder Sack. Der Sack als
Nutzgegenstand gibt dem Träumenden, da er etwas enthält, die Gelegenheit, über seinen Besitzstand nachzudenken. Im Geist kann der Träumende
den Sack vor sich ausleeren und dann entscheiden, was wichtig für ihn ist und was er weiterhin mitnehmen möchte. Ein voller Sack kann dem
träumenden versinnbildlichen, daß er seine Vergangenheit nicht aufgearbeitet hat und ihn damit verbundene Gedanken und Probleme noch stark
beschäftigen. Wer im Traum einen vollen Sack auf der Schulter schleppt, trägt im Wachleben schwer an großer Verantwortung und wird Aufgaben
zu bewältigen haben, deren Nutzen sehr zweifelhaft sind. Ein leerer Sack deutet Armut und Entbehrung an, aber gelegentlich auch schwindende
Potenz.
Spirituell:
In seiner strengen Bedeutung kann der Sack ein Hinweis auf den Tod sein. Er kann beispielsweise den Tod einer Person oder aber auch die Befreiung
eines Teils der Persönlichkeit anzeigen. Der Träumende muß ein Problem loslassen und symbolisch in den Sack packen, um mit seinem Leben
fortfahren zu können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – gefüllte: dir stehen gute Einnahmen in Aussicht;
– leere: rechne mit Not und Armut.
(europ.) : – Potenztraum, der sich nach dem Befinden des Sackes richtet;
– volle sehen: bringen Wohlstand und Zufriedenheit, geschäftliche Erfolge und reiche Mittel;
verheißt einen zweifelhaften Gewinn oder Erfolg;
– einen leeren sehen: auf dem Konto herrscht Ebbe, und das wird wohl noch einige Zeit so bleiben;
– leere sehen: deuten auf schwere Zeiten; kündet Mangel und Entbehrungen aller Art an;
– einen leeren aufladen oder tragen: bedeutet eine nutzlose Arbeit oder Mühe;
– einen vollen aufladen oder tragen: bedeutet unsicheren Erfolg einer schweren Arbeit;
– mit einen schweren Sack beladen sein: man hat sehr viele Arbeiten zu erledigen;
– einer, der sich beim Transport öffnet und entleert: kurz vor einem Ziel wird man Schiffbruch erleiden;
– einen vollen Sack leeren: alles wird gut gehen;
– einen Sack voll Abscheu wegwerfen: ein schlechtes Signal, denn man kann seine Wesensanteile nur durch mehr Selbsterkenntnis ändern;

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– einen verlieren: es geht etwas schief, wovon der Erfolg ohnehin zweifelhaft war;
– in einem kramen und etwas unerwartetes herausholen: es kommen Dinge zum Vorschein, die man an sich selbst noch nicht kannte;
– in einen hineinfassen, ohne vorher hineingeschaut zu haben, oder etwas aus einem herausholen wollen
und etwas nicht darin finden: bringt eine Enttäuschung oder unerwarteten Mißerfolg.
(ind. ) : – mit Getreide: die Neider nehmen zu;
– mit Obst: du wirst Verluste haben, sei vorsichtiger und kontrolliere deine Arbeiter;
– leere: Traurigkeit im Haus;
– schweren tragen: du wirst viel Mühe haben;
– tragen: Ehre und großer Reichtum fließen dir zu;
– durchlöchert: großer Verlust;
– mit Geld: Gewinn, Belohnung;
– viele gefüllt sehen: Wohlstand.
(Siehe auch „Schoß“ unter „Körper“)
Sackgasse
Allgemein:
Wenn sich der Träumende in einer Sackgasse befindet, symbolisiert dies sinnlose Aktivität, vielleicht auch einen Zustand der Trägheit und warnt
allgemein vor falschen Absichten und Zielen. Man verrennt sich dadurch in Probleme, aus denen es keinen Ausweg mehr gibt. Möglicherweise
verhindern die Umstände, daß er vorwärtskommt, und es kann nötig sein, denselben Weg wieder zurückzugehen, um ans Ziel zu kommen.
Psychologisch:
Der Träumende, der sich in einer Sackgasse befindet, ist an seiner Situation meist selbst schuld. Der Träumende steckt in alten Verhaltensmustern
fest, und vielleicht wird sein Vorhaben von Fehlern der Vergangenheit verhindert. Es ist das Beste, wenn er denselben Weg zurückgeht, dabei aus
seinen Fehlern lernt und einen anderen Weg für sich sucht. Taucht im Traum eine Sackgasse auf, so kann der Traum auch sexueller Natur sein. Die
Sackgasse korrespondiert mit den Innenseiten weiblicher Schenkel – befindet sich am Ende der Sackgasse noch eine Tür, wird das Symbol noch
offenkundiger. Ein solcher Traum weist darauf hin, daß der Träumende Angst vor dem Geschlechtsakt hat und dieser mit Schuldgefühlen belastet ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene repräsentiert die Sackgasse im Traum Nutzlosigkeit.
(Siehe auch „Hindernis“)
Sackleinen
Allgemein:
In seiner ältesten Bedeutung steht Sackleinen für Erniedrigung. Menschen trugen Kleidungsstücke aus Sackleinen, um zu zeigen, daß sie weniger
wert waren als Staub. Daher auch der Ausdruck „in Sack und Asche gehen“. Heute repräsentiert Sackleinen im Traum wohl eher Gefühle der
Demütigung. Der Träumende hat sich durch sein eigenes Handeln erniedrigt.
Psychologisch:
Sackleinen kann auch für Reue stehen. Der Träumende hat vielleicht das Gefühl, sich selbst gedemütigt zu haben. Zugleich aber möchte er der Welt
zeigen, daß er seine Handlungen oder Tat bereut.
Spirituell:
In alter Zeit gehörte es dazu, Trauer öffentlich zur Schau zu stellen, und Sackleinen diente als Mittel, um den emotionalen Verlust und die spirituelle
Armut der Betroffenen zu zeigen.
Sadismus
Allgemein:
Sadismus hat sein Ursprung oft in einer Wut, die auf Verletzungen in der Kindheit beruht und die der Träumende noch immer in sich trägt, auch
wenn er sie zu unterdrücken versucht. Er hat den Wunsch, einen anderen Menschen – im allgemeinen eine Person die er liebt – zu verletzen oder bei
ihr eine Reaktion zu provozieren. Im Wachzustand sind die meisten Menschen nicht zu sadistischen Handlungen imstande, im Traum jedoch kann
der unterdrückte Drang sich gefahrlos Bahn brechen.
Psychologisch:
Es ist wichtig, ob der Träumende sich in seinem Traum sadistisch verhält oder ob eine andere Traumfigur ihren Sadismus an ihm ausläßt. Im Traum
verkörpern andere Traumfiguren oft einen Persönlichkeitsanteil des Träumenden, daher muß er in diesem Fall darüber nachdenken, ob er sich,
absichtlich oder unabsichtlich, selbst Leid zufügt. Vielleicht möchte der Träumende sich für irgendein vermeintliches Vergehen bestrafen und träumt,
als Ersatzhandlung, von sadistischem Verhalten. Der Sadismus im Traum kann auch auf eine masochistische Veranlagung im Wachzustand
hinweisen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Sadismus Ausdruck fehlgeleiteter Lebensenergie.
(Siehe auch „Sexualität“)
Sadomasochismus
Assoziation: Kontrolle von Leidenschaften oder Instinkten.
Fragestellung: Inwieweit habe ich das Gefühl, über Schmerzen Kontrolle ausüben zu können?
(Siehe auch „Sexualität“)
Säen
Allgemein:
Das Säen im Traum kann den Geschlechtsakt symbolisieren, gutes Wirtschaften oder den Beginn eines neuen Projektes.
Psychologisch:
Der Sämann im Traum sorgt für das Wachsen und Gedeihen neuer Pläne, die nur mit harter Arbeit durchgeführt werden können. Das Säen kann auch
sexuell gedeutet werden, weil man in die Furche den Samen einbringt. Schon babylonische Traumforscher glaubten an reichen Kindersegen, wenn
man sich im Traum säen sah. Im Säen ist das Bild, Grundvoraussetzungen für den Erfolg zu schaffen, enthalten. Die Arbeiten wie die Vorbereitung
des Bodens, die dem Säen vorausgehen müssen, sind auch in der heutigen technisierten Gesellschaft noch immer sinnträchtige Bilder.
Spirituell:
Säen im spirituellen Sinn bedeutet, die richtigen Bedingungen zu schaffen, unter denen Wachstum stattfinden kann. Säen ist das Symbol der
Kreativität.
Volkstümlich:
(arab. ) : – bei ruhiger Luft: dein Vorhaben wird gelingen;
– bei stürmischem Wetter: ohne Überlegung handeln.

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(europ.) : – säen von Samen verheißt dem Bauern eine ertragreiche Zukunft, wenn er in frisch gepflügtem Boden sät.
– in regelmäßig verteilte Löcher: Erfolg und Anerkennung;
– andere beim säen sehen: es werden einem viele Geschäfte vorhergesagt, die allen Nutzen bringen.
(ind. ) : – du wirst Reichtum erwerben;
– sehen: gute Gesundheit.
(Siehe auch „Ernte“, „Saat“, „Samen“)
Safari
Allgemein:
Safari deutet den Wunsch nach Abwechslung und Abenteuer an; häufig ist damit die Reise ins Unbewußte gemeint. Begibt man sich im Traum auf
Safari, so ist das als eine Art Aufforderung zu verstehen, sich mehr mit seinen Instinkten und ihrer Funktion zu befassen.
Psychologisch:
Sie wollen spannende Abenteuer (in vieler Hinsicht) erleben, viel unterwegs sein und einiges zu sehen bekommen, was nicht unbedingt
selbstverständlich ist. Aber wenn es zu aufregend oder riskant wird, gehen Sie rasch auf sicheren Abstand. Oder Sie machen einen Rückzieher und
treten kurz entschlossen, die „Heimreise“ an – in die vertraute Umgebung (oder zur bisherigen Partnerschaft) -, hier fühlen Sie sich geborgen, und
hier können Sie sich ausruhen – bis Sie wieder die Lust packt, auf die nächste „Lebenssafari“ zu gehen. Ein Traum, der Ihren Hang zum
„Doppelleben“ anschaulich macht.
Safe
Psychologisch:
Die Seele möchte Wertvolles in sich schützen. Oder: Was will ich vor aller Welt verbergen?
Saffian
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Ledersorte): du wirst zu Ansehen kommen.
Safran
Allgemein:
Safran kann für Weisheit und wichtige Erkenntnisse stehen. Zuweilen fordert er auf, dem Leben mehr Farbe und Würze zu geben.
Volkstümlich:
(europ.) : – Suche nach einem Weg aus der inneren Unzufriedenheit, die zu große Eintönigkeit mit sich gebracht hat;
warnt davor, falsche Hoffnungen zu hegen, denn bittere Feinde intrigieren im verborgenen gegen Ihre Zukunftspläne;
– Safrantee trinken: Streit und Entfremdung in der Familie.
(ind. ) : – essen: ein Freund wird sterben.
– als Pflanze (Krokus; als Farbe gelb): Hochmut, Dünkel.
(Siehe auch „Blumen“, „Kranz“, „Krokus“)
Saft
Allgemein:
Symbol für Nahrung (auch emotional und geistig zu verstehen), Freude und Vitalität.
Psychologisch:
Das Traumsymbol Saft steht grundsätzlich für eine gesunde Ernährung. Um es weiter zu konkretisieren, muß die Farbe des Saftes und seine
Geschmacksrichtung gedeutet werden. Es ist auch wichtig, von welcher Frucht er stammt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: versinnbildlicht immer Wesentliches und Bedeutendes; steht für Zuwachs an Geld und Vermögen,
sowie Glück in der Liebe und Stabilisierung der Gesundheit;
– pressen: du wirst dein Vorhaben ausführen;
– süßen trinken: Vergnügen;
– herben: eine unangenehme Verpflichtung;
– einem Kranken geben: man begünstigt dich.
(europ.) : – deutet an, daß man der Gunst einflußreicher Personen bedarf, um etwas zu vollbringen.
(ind. ) : – von Beeren: Verschlimmerung einer Krankheit.
Sage
Volkstümlich:
(europ.) : – (Märchensage) man soll gute Ratschläge befolgen.
Säge
Assoziation: – Abschneiden; Trennen.
Fragestellung: – Was forme ich?
Allgemein:
Säge soll nach altindischer Traumdeutung eine erniedrigende Arbeit ankündigen. Außerdem sind folgende Begleitumstände zu berücksichtigen:
– Säge sehen kann eine Trennung verkünden, aus der man Nutzen zieht.
– Mit der Säge arbeiten fordert auf, keine Anstrengung und Mühe zu scheuen.
– Stumpfe Säge bringt zum Ausdruck, daß man falsch vorgeht und keinen Erfolg haben wird.
Psychologisch:
Wie viele andere spitze oder schneidende Gegenstände verkörpert auch die Säge im Traum Energie, Aggressivität, Aktivität und die Fähigkeit sich
durchzusetzen. Das Sägen im Traum weist auf etwas Einschneidendes im Wachleben hin. Wer sägt, will sich vielleicht aus einer schlechten Lage
befreien; sieht er einen anderen mit der Säge hantieren, steht wohl eine Trennung durch eigenes schuldhaftes Verhalten bevor, die aber verkraftet
werden kann. Ist die Traumsäge nicht scharf genug, wird man einen Kummer kaum los. Das Sägen deutet manchmal auf den Gedanken hin, daß man
sich eines Menschen entledigen will. Wichtig für die Traumdeutung sind auch die Gegenstände, die mit der Säge bearbeitet werden. Näheres ergibt
sich meist aus dem ganzen Traum.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deine Pläne werden von Neidern durchkreuzt; Zeichen der Trennung von einem Menschen;
– damit arbeiten: du wirst nur durch große Anstrengungen zum Ziel gelangen;
auch: man wird für den Verlust einer wichtigen Person oder eines Gegenstandes verantwortlich sein
und anderen Menschen in ihrem Leid nicht helfen können.
(europ.) : – rein sexueller, zum Teil auf Perversionen ausgehender Traum;
– sehen: kündet eine Trennung an, die jedoch von Vorteil ist; zeigt Glück in Unternehmungen an, falls Fleiß und Ausdauer vorhanden sind;
auch: jemand will einem demütigen und zusetzen;
– eine auf dem Rücken tragen: man wird große, jedoch einträgliche Verantwortung übernehmen;
– damit arbeiten: bedeutet Verbesserung der Verhältnisse in absehbarer Zukunft; man wird einen lästigen Menschen loswerden;
– Holz sägen: beinhaltet Schwierigkeiten, die überwunden werden müssen;
– andere mit einer hantieren sehen: man wird Verluste dadurch haben, daß andere aus dem Gesichtskreis verschwinden;
– eine Handsäge benutzen: sagt eine aktive und geschäftige Zeit sowie ein fröhliches Familienleben voraus;
– große Sägen sich in einer Maschine drehen sehen: man wird ein Unternehmen beaufsichtigen, das ansehnliche Gewinne einbringt;
Einer Frau verheißt dieser Traum, daß sie geschätzt und ihren Ratschlägen Beachtung geschenkt wird.
– eine stumpfe handhaben oder damit sägen wollen und den Gegenstand nicht zersägen können: man wird sich nicht von lästigen
Menschen oder aus einem unerquicklichen Verhältnis befreien können;
– eine stumpfe sehen: man arbeitet mit ungeeigneten Mittel, deshalb bleibt der Erfolg aus;
– rostige oder zerbrochene sehen: deutet auf Versagen und Mißgeschick hin;
– eine rostige finden: die Chancen stehen gut, das Vermögen wiederzugewinnen;
– eine verlieren: man beteiligt sich an Unternehmungen, die in einer Katastrophe münden;
– das Geräusch einer Säge hören: steht für Sparsamkeit und Wohlstand; man sollte sich mehr Ruhe gönnen.
(ind. ) : – damit arbeiten: du wirst erniedrigt werden;
– sehen: deine Wünsche werden in Erfüllung gehen.
(Siehe auch „Zerkleinern“, „Zerstückeln“ unter Bezeichnungen anderer Werkzeuge)
Sägemühle
Volkstümlich:
(arab. ) : – wichtige Angelegenheiten werden sich glatt erledigen lassen.
Sägespäne
Allgemein:
Sägespäne werden oft als sexuelle Bedürfnisse gedeutet, für die man sich schämt. Auch Heilung von einer Krankheit sollen sie nach alten
Traumbüchern anzeigen.
Psychologisch:
Sie erinnern im übertragenen Sinne oft an die kleinen Dinge, die man stets vergißt, achtlos liegenläßt oder einfach übersieht. Das Unbewußte möchte
uns mit diesem Traumbild darauf aufmerksam machen, daß auch Kleinigkeiten ihren Wert haben.
Volkstümlich:
(europ.) : – Sägespäne sehen: bedeutet Unkeuschheit; auch: große Fehler werden einem Kummer und Streitigkeiten zu Hause bescheren.
(ind. ) : – sehen: du wirst endlich von schwerer Krankheit befreit;
– essen: schwere Krankheit.
Sahne
Psychologisch:
Haben Sie gründlich „abgesahnt“? Hier geht es um einen „üppigen Genuß“ – welcher Art, ist aus der Traumhandlung deutlicher zu erkennen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: selbst in einer ausweglosen Sache wird man einer Erfolg haben;
– (Schlagsahne) essen: du wirst gute Erfolge erringen; man wird demnächst beträchtliche Vorteile genießen können,
auch wenn man sich dabei nicht selbstsicher fühlen darf.
(europ.) : – Gesundheit, Frohsinn und gutes Fortkommen;
– schöpfen oder essen: man kann sich einen guten Vorteil verschaffen, doch sollte man dabei nicht so egoistisch vorgehen;
– trinken: bedeutet sofortiges Glück;
– servieren: man kann auf Reichtum hoffen, insofern man nicht in der Landwirtschaft tätig ist;
Bauern dürfen mit einer guten Ernte und einem harmonischen Familienleben rechnen;
– Liebende, die einen Sahnetraum haben, werden bald ihr Leben miteinander teilen.
(ind. ) : – sehen: du wirst ein gutes Fortkommen haben.
(Siehe auch „Milch“)
Saite
Allgemein:
Saite(n) deutet auf das Bedürfnis nach einem Vergnügen hin, weist aber zusätzlich darauf hin, daß man dabei Schaden nehmen kann.
Psychologisch:
Wer die Saiten eines Streichinstruments im Traum stimmt, wird eine geringfügige Verstimmung im Wachleben schnell vergessen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erklingen hören: Betrübnis.
(europ.) : – eines Instrumentes: du wirst in zukünftigen Angelegenheiten die richtige Entscheidung treffen;
– sehen: verheißt Lustbarkeiten;
– Saiten aufziehen: gilt für gute Geschäfte;
– goldene Saite, Borte oder Schnur: verheißt großen Gewinn in naher Zukunft.
(ind. ) : – einer Geige: gehe weniger zu Menschen, die dein Geld, aber nicht dich lieben;
– einer Harfe: ein Vergnügen mit Gefahr.

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Saiteninstrument
Psychologisch:
Während Blasinstrumente eindeutig männlich definiert werden, umschreiben Saiteninstrumente das weibliche Gefühlvolle, wobei der Bogen als
männliches Organ den Takt dazu streicht.
(Siehe auch „Mu sik“ und Bezeichnungen einzelner Streichinstrumente)
Saitenspiel
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: melancholischen Gedanken nachhängen.
(ind. ) : – hören: deine Liebe findet keine Gegenliebe.
Sakristan
Volkstümlich:
(ind. ) : – (Kirchendiener): Kindtaufe.
Sakristei
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder sich darin befinden: kündet eine Familienfeier an.
(ind. ) : – (Raum für den Geistlichen bei der Kirche): darin sein: Wohlergehen.
Salamander
Medizinrad:
Schlüsselworte: Feuergeist; Elementargeist; mythologisches Reptil.
Beschreibung: Der Salamander ist ein eidechsenähnliches Reptil mit einem langen Schwanz und charakteristischer schwarzgelber Hautzeichnung. Er
ist auch ein mythologisches Tier, von dem es hieß, er könne im Feuer leben. Manche erdverbundene Stämme nennen deshalb den Geist, der im Feuer
wohnt, Salamander.
Allgemeine Bedeutung: Der Teil des Selbst, der sich nach der tiefen Transformation durch das Element Feuer sehnt; ein Aspekt deines Selbst, der
sich mit Feuer wohl fühlt, der Hitze und der Intensität des Lebens schätzt; Sexualität als Lebenskraft; der Teil deines Selbst, der die Sonne liebt.
Assoziation: Name einer Schuhmarke.
Transzendente Bedeutung: Gabe des Elements Feuer.
Psychologisch:
Wie auch die Schlange gilt der Salamand er als Symboltier für unbewußte Vorgänge – und er gilt als magisches Wesen.
Volkstümlich:
(europ.) : – verlangt Schnelligkeit im Denken und Handeln ohne Leichtsinn.
Salami
Volkstümlich:
(ind. ) : – (Wurst) essen: Gesundheit, dauernde Freundschaft.
Salat
Allgemein:
Salat wird wie Gemüse gedeutet, vor allem als Sinnbild der Vitalität. Geschlossener Salat steht für sexuelle und andere Triebbedürfnisse. Fast die
gesamte Nahrung im Traum steht mit dem menschlichen Grundbedürfnis nach Nahrung in Zusammenhang. Vor allem beim Salat ist seine Farbe
wichtig und ebenso seine Beschaffenheit. Vielleicht mangelt es dem Träumenden an bestimmten Nährstoffen oder Reizen, und der Traum macht ihn
darauf aufmerksam. Vielleicht soll sich der Träumende vorrangig um Dinge kümmern, die in ihm reifen und sich nicht mit den toten Dingen
außerhalb von ihm.
Psychologisch:
Die einzelnen Zutaten eines Salats können von Bedeutung sein. Wenn der Träumende den angebotenen Salat nicht mag, dann sollte er überlegen, ob
er das ganze Gericht ablehnt oder nur einzelne Bestandteile. Hat der Träumende in seinem Traum den Salat für eine andere Person zubereitet, dann
benötigt vielleicht ein bestimmter Persönlichkeitsanteil mehr Aufmerksamkeit als der Rest des Selbst. Obwohl diese Gemüseart bei uns einen
männlichen Artikel hat, wird sie als Traumsymbol weiblich definiert. Männer, die Salat essen, seien im Wachleben davon überzeugt, daß sie jede
Frau als Gespielen bekommen könnten, sagt man. Wer den Salat in Reih und Glied pflanzt, möchte vielleicht etwas mehr Ordnung in sein Intimleben
bringen. Welker Salat („Da haben wir den Salat!“) kann auf zu Ende gehende Freundschaften schließen lassen. Hier und da umschreiben aber auch
Salatpflanzen, die wir im Traum sehen, unsere Freude am einfachen Leben.
Spirituell:
Da Salat ein Nahrungsmittel im einfachsten Sinne ist, führt er den Träumenden zurück zur Natur und zu den einfachen Werten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird sich Sorgen um den eigenen bzw. den Gesundheitszustand anderer Menschen machen;
es ist einem bewußt, daß man aufgrund einer angemessenen Lebensweise seine Vitalität und Kraft verlieren kann;
auch: man befindet sich unmittelbar vor einer harten Prüfung, bei der man seine ganze Energie einsetzen muß.
(europ.) : – gleiche Bedeutung wie Gemüse; aufgeschossener Salat ist sexuell zu verstehen;
– sehen: verheißt bessere Einnahmen; die eigenen Fähigkeiten werden das Fortkommen sichern;
– zubereiten oder essen: bringt Glück nach harten Prüfungen durch eine sorgsame Hausfrau; sein Augenmerk
soll man auf einen sorgsamen Hausstand richten, wo der Erfolg und das Wohlergehen ruhen;
– eine große Schüssel voll Salat sehen: man sollte sich auf eine bestimmte Prüfung sehr gut vorbereiten,
sonst gerät man in arge Verlegenheit;
– vorgesetzt bekommen und nicht mögen: zeigt eine Krankheit, ein Leiden oder sonstige Hindernisse im Leben an;
– aufgeschossenen Salat im Freiland sehen: es machen sich sexuelle Bedürfnisse im Freiland bemerkbar;
– frischer grüner Salat: man wird sich nach einer kleinen Unerfreulichkeit über einen ersehnten Vorteil freuen können;
– grünen Salat pflücken: man ist übertrieben empfindlich, und die eigene Eifersucht bereitet einem grenzenlose Schmerzen und Qualen;
– grünen Salat kaufen: bedeutet, den eigenen Untergang herauszufordern;
– grünen Salat essen: eine Krankheit oder Eifersüchtelei wird sich zwischen einem und dem Lebenspartner stellen;
– Wenn eine junge Frau grünen Salat sät, wird sie selbst für eine Krankheit oder ihren frühen Tod verantwortlich sein.
– Bereitet eine junge Frau Salat zu, ist das ein Zeichen dafür, daß ihr Geliebter wankelmütig und streitsüchtig wird.

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(ind. ) : – essen: leichte Erkrankung;
– säen: du hast viel Wagemut;
– waschen: du wirst eine gute Hausfrau.
(Siehe auch „Farben“, „Gemüse“)
Salatgarten
Volkstümlich:
(arab. ) : – Salatbeet: du wirst viel Mühe und wenig Lohn haben.
(europ.) : – bedeutet Gesundheit.
(ind. ) : – sehen: vergebliche Arbeit.
Salbe
Artemidoros:
So träumte z.B. jemand, der krank daniederlag, er schaue einen gewissen Peison. Das deutete ihm einer als große Sicherheit und Heilung, außerdem
prophezeite er ihm, ausgehend von der ersten Silbe des Wortes Peison (Pei, die erste Silbe des Namens im griech. ergibt 95 = Pi + Epsilon + Jota =
80 + 5 + 10), er werde fünfundneunzig Jahre leben. Nichtsdestoweniger starb der Mann, der das Traumgesicht gehabt hatte, an eben dieser Krankheit.
Denn er hatte geträumt, daß dieser Peison ihm Salben bringe, diese bedeuten aber einem Kranken Unheil, weil man bei einem Begräbnis
Verstorbenen Salben mitgibt.
Allgemein:
Wenn es in einem Traum um Salbe geht, dann muß sich der Träumende jenen Anteil seines Selbst bewußt machen, der heilen kann oder Heilung
braucht. Die Art der Salbe gibt häufig einen Hinweis darauf, was dem Träumenden fehlt. Handelt der Traum beispielsweise von einer
weitverbreiteten Salbe, so wird diese auf eine unbestimmte Art der Heilung verweisen. Eine Salbe hingegen, die speziell für den Träumenden
zusammengestellt wurde, läßt auf spezifische Probleme schließen. Salbe kann Trost und Hilfe nach schmerzlichen Erfahrungen versprechen. Kauft
man sie, soll das nach alten Traumbüchern ermahnen, mehr auf die Gesundheit zu achten.
Psychologisch:
Seit Urzeiten werden Salben zur Konservierung genutzt und um Fäulnis zu verhindern. Häufig war ihre Verwendung ein Zeichen des Respekts. Diese
Symbolik kann auch heute noch im Traum eine zentrale Rolle spielen. Sie heilt auch im Traum. Wer sie benutzt, wird wohl bald vergessen können,
was ihm im Wachleben momentan noch zusetzt. Dicht aufgestrichene Salbe könnte das vergebliche Bemühen um jemanden im Wachleben
umschreiben, der es einfach nicht wert ist, daß man sich weiterhin mit ihm beschäftigt.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann die Salbe im Traum auf ein spirituelles Bedürfnis, zu pflegen und zu heilen, verweisen, oder umgekehrt und das Bedürfnis
nach Pflege.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er salbe aus Eitelkeit Kopf und Haar mit Öl, wird er alles bei allen durchsetzen,
der Mächtige bei den Mächtigen, der Arme bei Leuten seinesgleichen.
– sich eine spezielle zusammenstellen lassen: man hat spezifische Probleme, die sich von denen anderer abheben;
– allgemein: man wird von einer Krankheit rasch genesen.
(perser) : – Träumt der Kaiser, er salbe des guten Aussehens wegen Haupt und Haar mit Öl,
wird er Waffen und Kriegsvolk gegen seine Feinde rüsten.
Gehört der Träumende der mittleren Besitzerklasse an, wird er Reichtum und Vermögen nutzbringender anlegen.
Ein Armer wird die passenden Worte finden, um sich durchs Leben zu schlagen.
(europ.) : – Angsttraum vor einer Erkrankung, wobei man auf überirdische Hilfe hofft;
– verkündet eine unangenehme Beschäftigung im eigenen Haus; auch: eine leichte Erkrankung;
– sehen: verspricht Heilung von einem körperlichen oder seelischen Leiden; auch: trotz widriger Umstände geht es einem gut
und man macht Feind zu Freunde;
– zubereiten oder kaufen: man muß Geduld bei einem Leiden aufwenden;
– bei sich selbst anwenden: Mahnung, anderen in ihrem Leiden zu helfen oder ihnen das Herz nicht unnötig schwer zu machen;
– andere damit einreiben: man wird Trost oder Hilfe durch andere erfahren;
– mit Öl salben: es kündigt sich baldige Genesung an.
(ind. ) : – kaufen: sei vorsichtig, schone deine Gesundheit;
– machen: du wirst zu einer Arbeit gezwungen, die dir keine Freude bereitet;
– sich damit einreiben: Sorge und Angst;
– Träumt der Kaiser, er salbe Haupt und Haar mit wohlduftendem Öl, wird er alles daransetzen,
seinem Volk Ordnung und Wohlfahrt zu sichern, und seine Absicht verwirklichen.
Ein einfacher Mann wird recht eitel und auf Ansehen bedacht sein,
eine Frau aus Gefallsucht ihren Mann hintergehen,
ein Knecht nur nach dem Augenschein dienen.
Schaut einer von all den Genannten, daß das Öl ihm in dicken Tropfen über das Gesicht rinnt,
stehen ihm Mühsal, Krankheit und großer Arger bevor.
(Siehe auch „Balsam“)
Salbei
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilung; Stärkung; beruhigend; würzig; Weisheit; östlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Salbei wird im Medizinrad mit der mittleren Position des östlichen Seelenpfads und mit Weisheit in Zusammenhang gebracht. Mit
botanischem Namen heißt Salbei Salvia officinalis und gehört somit zur artenreichsten Lippenblütlergattung. Er kommt sowohl als Würzmittel als
auch als Heilkraut zur Geltung. Seit Urzeiten wird Salbei mit der Qualität der Weisheit assoziiert.
Allgemeine Bedeutung: Deine eigene Weisheit; Heilung des Geistes; geistige Stärke; ein Sinneswandel.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Offenbarung deiner tiefen Weisheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß die Familienmitglieder sehr sparsam mit Geld umgehen;
– Träumt eine junge Frau, es sei zuviel davon in den Speisen, wird sie ihre Extravaganzen in Liebes- und Vermögensdingen bereuen.
(ind. ) : – essen: langes und gesundes Leben.

1183
Salbung
Volkstümlich:
(arab. ) : – dich werden Leiden auf längere Zeit heimsuchen.
(europ.) : – Krankheit, Gefahr, Hemmnisse;
– mit Öl: bedeutet Genesung.
Saline
(Salzwerk)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besuchen: ein unfreundlicher Wohnort wird dich verstimmen.
(ind. ) : – schöne Zukunft.
Salm
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Lachs): du wirst zu Wohlstand kommen.
Salmiak
(aus Ammoniak und Salzsäure entstehende Ammoniumverbindung)
Volkstümlich:
(europ.) : – gilt für Linderung eines Verlustes; bedeutet Gefahr;
– riechen: man gerät in eine höchst unangenehme Situation.
(ind. ) : – riechen: du wirst keine guten Nachrichten aus der Ferne erhalten.
Salon
Psychologisch:
Ein Kommunikationstraum für eher geistigen Austausch.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich darin aufhalten: durch seine Aufmerksamkeit erfreut werden.
Salpeter
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst nur teilweise Erfolg haben.
(europ.) : – bedeutet Gefahr; großer Kummer wird durch eine Veränderung im Leben noch verstärkt.
(ind. ) : – kaufen: für Frauen gute Tage, für Männer nur Spott.
(Siehe auch „Salmiak“)
Salto
Volkstümlich:
(ind. ) : – (Turnsprung) machen: große Freude.
Salve
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder hören: man wir dir große Ehre erweisen.
Salz
Assoziation: – Würze; Geschmack; Intensivierung.
Fragestellung: – Welchen Teil meines Lebens will ich mehr Würze geben?
Allgemein:
Im Traum wirft Salz ein Licht auf die Feinheiten im Leben des Träumenden, auf jene Dinge, mit denen er sein Leben verschönert. Einer bestimmten
Theorie zufolge bleiben, wenn alles Wasser aus dem menschlichen Körper entfernt wird, lediglich genügend Mineralstoffe zurück, um ein Fünf-
Mark-Stück zu bedecken. Der Mensch bestreitet sein Leben energetisch zu einem Großteil durch Gefühle, doch auch die subtileren Aspekte sind
wichtig. Allgemein wird es als Symbol für Gesundheit, Vitalität, Erfolg und Glück verstanden. Wenn man es sieht, zeigt das den guten Start einer
Angelegenheit an. Salz essen kann auf gute Freundschaft und Erfüllung von Wünschen hinweisen. Wird das Salz verschüttet, muß man vor allem in
der Familie mit Problemen rechnen.
Psychologisch:
Als Symbol der Beständigkeit und Unbestechlichkeit ist Salz im Traum von großer Bedeutung. In alter Zeit diente Salz einmal als Lohn, heute
erkennt man den Wert eines Menschen an, indem man ihm Salz schenkt. Es ranken sich viele Bräuche um das Salz. So wirft man es über die Schulter
– angeblich dem Teufel ins Gesicht. In Schottland ist es neben Kohle und Brot das erste, was man über die Schwelle bringt, um das neue Jahr zu
begrüßen. Brot und Salz werden noch heute zum Einstand in ein neues Haus oder auch in eine Wohnung überreicht. Sie sind ein Zeichen von
Gastfreundschaft, außerdem ist das Brot das Urnahrungsmittel des Menschen, das Salz gehört dazu. Es gibt ihm seinen Geschmack. Das Brot ist im
Traum ein Sinnbild für die seelische Nahrung, das Salz gibt ihm die geistige Würze. Salz ist auch im Traumbild ein lebenswichtiger Stoff.
Verschütten wir es, leiden wir vielleicht an einer Mangelerscheinung, die uns das Unbewußte damit anzeigen will. Um Gesundheitsstörungen zu
vermeiden, sollte diese Warnung ernst genommen werden. Wer eine versalzende Suppe (siehe dort) auslöffeln muß, kann im Wachleben damit
rechnen, daß er für etwas büßen muß, an dem er eigentlich gar nicht schuld ist oder, daß der Träumende ein Problem zu sehr vergeistigt hat und daher
zu einseitig sieht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Salz im Traum als Quintessenz all dessen, was der Mensch weiß, Weisheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: mit seinen Hausgenossen in kleinliche Zänkerei geraten;
– essen oder versalzende Speisen essen: du wirst Unfrieden säen; es stehen einem schwere Zeiten bevor;
– reiben oder stoßen: du wirst Tränen vergießen;
– verstreuen: man wird beträchtliche Verdrießlichkeiten zu erwarten haben, die sich unter Umständen
zu ernsthaften Schwierigkeiten entwickeln können; auch: es drohen Belastungen von Seitens mächtiger,
einflußreicher Personen;
– in einem Wassertopf tun: man wird es verstehen, die schönen Dinge des Lebens zu genießen.

1184
(europ.) : – Urthema vom Salz als Lebensstoff für Gesundheit und Lebenskraft; Mangel immer ungut;
– sehen: ist förderlich für ein Beginnen oder Vorhaben;
– verwenden: eine altgewohnte Angelegenheit wird durch ein Ereignis neuen Reiz gewinnen;
– Essen salzen: man soll sich nicht in die Angelegenheiten anderer Menschen einmischen;
– Fleisch salzen: Schulden und Hypotheken werden einem belasten;
– verstreuen: vorübergehendes Ärgernis oder Pech ist zu erwarten;
– verschütten: bedeutet Angst; Verdruß; mit einigen Schwierigkeiten rechnen müssen;
man wird Kummer und Sorgen oder sogar Streit mit dem Ehe- oder Lebenspartner erleben;
– kaufen oder haben: große Vorteile sind durch geschickte Manipulationen zu erreichen;
– essen: du wirst schwere Zeiten durchmachen;
– von jemandem gereicht bekommen: das Familienleben ist sehr harmonisch und der Hausstand gesichert;
– annehmen: du bist sehr witzig;
– stoßen: eine alte Frau wird dein Leiden heilen;
– Wenn eine junge Frau Salz ißt, verläßt ihr Freund sie wegen eines hübscheren und attraktiveren Mädchens,
was ihr tiefen Kummer bereiten wird.
(ind. ) : – essen: man wird dir einen Wunsch erfüllen;
– verschütten: Unannehmlichkeiten im Heim.
(Siehe auch „Bäcker“, „Fleisch“, „Kranz“, „Nahrungsmittel“)
Salzfaß
Allgemein:
Salzfaß(-streuer) warnt davor, immer gleich aufzubrausen; das kann auf ein cholerisches Temperament hinweisen.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Salzfaß oder Salzstreuer sehen: man wird bald etwas bereuen müssen, denn man jemandem die Suppe versalzen, oder umgekehrt.
(ind. ) : – sehen: du bereust deine Heftigkeit und das ist gut.
Salzsäule
Allgemein:
Salzsäule steht für Stillstand der persönlichen Entwicklung, weil man zu stark von der Vergangenheit beeinflußt wird.
Salzwasser
Volkstümlich:
(ind. ) : – trinken: verzeihe denen, die dich gekränkt haben.
– sehen: du wirst Tränen vergießen.
Samen (Mensch)
Assoziation: – Yang-Aspekt; Fruchtbarkeit; Potenz.
Fragestellung: – Was bringe ich ins Sein?
Samen (Körner)
Assoziation: – Anfang; Quelle des höheren Seins.
Fragestellung: – Was will ich entwickeln, oder wo will ich mich entwickeln?
Allgemein:
Ein Same im Traum repräsentiert das Potential eines Menschen. Vielleicht hat der Träumende eine Idee, die gerade erst entsteht, oder ein Vorhaben
nimmt in seinem Geist Gestalt an und braucht jedoch erst noch Pflege. Im Traum einer Frau kann ein Same ein Hinweis auf eine bevorstehende oder
erwünschte Schwangerschaft sein.
Psychologisch:
Das Traumbild des Samens, hierbei ist es gleichgültig, ob es sich um menschlichen Samen oder Samenkörner handelt, ist ein Symbol für
Lebenskraft. Früher war der Unterschied zwischen körperlicher und geistiger Fruchtbarkeit unbekannt. Der Same war Symbol für die Entstehung und
Entfaltung des Lebendigen. Eine Seite der damaligen göttlichen Lebenskraft war die Befruchtung und Zeugung, die sowohl die Psyche wie auch die
Physis gleichermaßen erfüllte. Oft handelt es sich bei dem Samen um psychische Energie, die auf fruchtbaren Boden fällt. Ein Same im Traum kann
ein Symbol der Bestätigung für einen Plan oder ein eingeleitetes Vorhaben sein. Der Träumende muß die Bedingungen kennenlernen, unter denen er
seine Persönlichkeit zum Keimen und zu fruchtbarem Wachstum führen kann. Sät man ihn, legt man wohl im Wachleben den Grundstock für eine
erfolgreiche Tätigkeit, die auf Dauer gut verlaufen wird. Wer aber im Traum nur Samen kauft und ihn nicht sät, dem werden im persönlichen Bereich
Hemmungen zu schaffen machen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Same im Traum große Möglichkeiten und latente Kraft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Glück erringen;
– säen: sich in nützlicher Weise beschäftigen;
– reinigen: dein geschäftlicher Fortgang wird gesegnet werden;
– von Vögeln aufpicken sehen: deine Wohltaten finden die beste Anerkennung.
(europ.) : – bedeutet eine vorteilhafte Verbindung und glänzende Zukunft; zunehmender Wohlstand, auch entgegen ungünstiger Anzeichen;
– säen: wenn man jetzt neue Pläne anpackt, wird man sehr erfolgreich sein, vor allem beruflich.
(ind. ) : – kaufen: guter Fortgang eines Vorhabens;
– von den Vögeln aufpicken sehen: du wirst Verluste erleiden;
– streuen: du trägst dich mit neuen Plänen;
– reinigen: guter Fortgang deines Geschäftes.
(Siehe auch „Keim“, „Saat“, „Säen“, „Sexualität“)
Samenerguß, vorzeitiger
Assoziation: – schlechtes Timing; Kontrollverlust.
Fragestellung: – Welche Gefühle übermannen mich?

1185
Samenhändler
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst mit unverschämten Leuten zu tun haben.
Sammelalbum
Volkstümlich:
(europ.) : – prophezeit baldige unangenehme Bekanntschaften.
Sammelbüchse
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst viel Geld verlieren.
Sammeln / aufsammeln
Volkstümlich:
(europ.) : – Geld auflesen: ist ein glückhaftes Zeichen;
– Früchte aufsammeln: bezieht sich auf Vergnügungen;
– Blumen: beinhalten Liebesaffären.
(ind. ) : – Geld: du wirst viel Arbeit und wenig Erfolg haben.
Sammet
(Samt, ein Gewebe)
Volkstümlich:
(arab. ) : – kaufen: geordnete Vermögensverhältnisse;
– tragen: du lebst über deine Mittel.
Sammlung
Volkstümlich:
(europ.) : – zu einer beitragen: man wird bald eine größere Reise zu unternehmen haben, die einem jedoch Glück bringt.
(ind. ) : – von Käfern und Insekten: Schande, Unangenehmes; unehrenhafter Tod;
– von Pflanzen: Freude und Sorgen zugleich;
– von Steinen: unerfreuliches Ereignis.
Samstag
Volkstümlich:
(arab. ) : – viel Arbeit.
(ind. ) : – du wirst kleine Enttäuschungen überwinden müssen.
Samt
Assoziation: – Weichheit, Luxus.
Fragestellung: – Was ist mit zu hart? Wo in meinem Leben bin ich verletzlich?
Allgemein:
Entscheidend ist bei Materialien, von denen ein Traum handelt, meist ihre Struktur und Beschaffenheit. Im Fall von Samt tritt die Sinnlichkeit und
Weichheit des Stoffes hervor. Samt bringt oft zum Ausdruck, daß man nach mehr Ansehen und Geltung strebt. Kauf von Samt soll Wohlstand
verheißen.
Psychologisch:
Nach der überlieferten Traumdeutung stand Samt für Zwist. Die moderne Interpretation deutet ihn als Symbol des Luxus und der Sinnlichkeit. Die
Farbe ist von entscheidender Bedeutung. Streicht man im Traum über Samt, möchte man im Wachleben etwas Weiches, Liebes streicheln oder sehnt
sich auch nach einfühlsamen Worten, die ein bißchen Zuneigung vermitteln. Wer dagegen in Samt und Seide geht, sollte seine Nase nicht zu hoch
tragen und sich nicht über andere erhaben fühlen; denn jeder Stoff verschleißt auch allmählich.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht Samt im Traum für spirituelle Sanftmut.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: durch deinen unausstehlichen Hochmut wirst du dir Feindschaften zuziehen.
(europ.) : – man mutet sich zuviel zu, indem man Pläne und Wünsche über das Ziel hinausschießen läßt;
auch: verheißt erfolgreiche Unternehmungen;
– sehen oder Bekleidung daraus herstellen: man wird Ansehen und Ehre gewinnen;
– alten Samt sehen: der Wohlstand wird unter dem eigenen extremen Stolz leiden;
– tragen: warnt vor Überheblichkeit; auch: es wird einem eine Auszeichnung verliehen;
– streicheln: man will seinem gewohnten Einerlei entfliehen und sehnt sich nach einem liebevollen Menschen;
– andere tragen sehen: es sind Vorteile durch den Verkehr mit angesehenen Persönlichkeiten zu erwarten;
– Ist eine junge Frau in samtene Kleider gehüllt, wird ihr Ehre erwiesen. Sie wird zwischen mehreren
wohlhabenden Liebhabern wählen können.
(ind. ) : – kaufen: Reichtum ist dir sicher.
(Siehe auch „Farben“)
Samurai
Assoziation: – Arbeit an der Loyalität; Ehre?
Fragestellung: – Welcher Sache bin ich verpflichtet? Schränken mich meine Pflichten ein?

1186
Sanatorium
Allgemein:
Sanatorium kann konkret zu mehr Ruhe und Entspannung auffordern, weil man sonst durch Überforderung beeinträchtigt wird. Sieht man es, kommt
man über einen Verlust oder eine Enttäuschung meist rasch hinweg.
Psychologisch:
Im Sanatorium macht man eine Kur, um endlich wieder zu vollen Kräften zu kommen. Mit diesem Traumbild signalisiert das Unbewußte unsere
Hilfsbedürftigkeit im Wachleben. Befindet sich der Träumende in einem Höhensanatorium, muß er deshalb nicht gleich befürchten, tuberkulös zu
sein. Meist hat diese Traumkrankheit zu tun mit einer psychischen Atmungsschwierigkeit; das Organ der luftförmigen, also der geistigen Ernährung
funktioniert offensichtlich ungenügend.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: von einer schweren Enttäuschung, einem Mißerfolg oder Verlust wird man sich schneller erholen als gedacht;
auch: man benötigt dringend etwas Ruhe und sollte Abstand zu den Menschen und Geschehnissen neh men;
– sich in einem als Patient befinden: bedeutet eine schwere Behinderung im Vorwärtskommen;
Schwierigkeiten und Enttäuschungen sind zu bewältigen;
– in einem tätig sein: eine kluge Disposition oder eine erwiesene Hilfsbereitschaft wird belohnt werden.
(Siehe auch „Krankenhaus“)
Sand
Assoziation: – Öde; Unermeßlichkeit.
Fragestellung: – Was in mir ist ewig? Was behindert mich in meinem Wachstum?
Allgemein:
Sand wird oft als Hinweis darauf gedeutet, daß man sein Leben, seine Absichten und Pläne zu wenig überlegt und absichert (auf Sand gebaut) hat;
Erfolge sind deshalb unsicher. Sand im Traum versinnbildlicht Unbeständigkeit und einen Mangel an Sicherheit. Sand und Meer zusammen zeigen
mangelnde emotionale Sicherheit. Treibsand weist darauf hin, daß der Träumende wahrscheinlich nicht zu entscheiden vermag, was für ihn in seinem
Leben unverzichtbar ist. Sand in einer Sanduhr will den Träumenden davor warnen, daß die Zeit abläuft.
Psychologisch:
Der Sand als Sanddüne oder Sandstrand hat meist mit Urlaubserinnerungen des Träumenden zu tun oder auch mit seinem Wunsch nach Ruhe und
Erholung. Oft ist der Sand als Traumbild jedoch ein Symbol für die Zeit und auch für Vergänglichkeit, die ablaufende Lebenszeit wird so dargestellt.
Oft erscheint Sand im Traum, weil der Träumende sich vor Alter und Tod fürchtet. Das Bauen von Sandburgen ist eine Beschäftigung, die keinen
realen Zweck hat, da sie von der Flut fortgewaschen werden. Geht der Träumende in seinem Traum dieser Beschäftigung nach, dann ist dies ein
Hinweis darauf, daß die Struktur, die er seinem Leben zu geben versucht, nicht von Dauer sein kann und daher eine Illusion ist. Sand kann oft die
Körnchen symbolisieren, die wir anderen in die Augen streuen möchten. Wer im Traum einen Sandsturm sieht oder in ihn hineingerät, wird vielleicht
durch den Unverstand seiner Mitmenschen einen herben Verlust erleiden. Gräbt man sich in den Sand ein oder liegt man in einer Sandkuhle,
untergräbt man wohl seine eigene Existenz.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht Sand für die Vergänglichkeit des physischen Lebens und kann den nahenden Tod symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder schaufeln: ungewisse Verhältnisse werden dich sehr beunruhigen.
(europ.) : – wie „Boden“, aber tot und ohne jede Kraft, da das Fundament und die Grundlage fehlen;
– sehen: bedeutet so viel wie Unsicherheit in allem, bringt Ärger und Enttäuschungen; verheißt Not und Einbußen;
– darin liegen: bedeutet die Gefährdung der Existenz;
– streuen: du wirst unangenehmen Besuch erhalten;
– Sandsturm: kündet den Zusammenbruch des bisher Erreichten an.
(ind. ) : – streuen: Besuch sagt sich an.
(Siehe auch „Oase“, „Sturm“, „Wüste“)
Sandalen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er ziehe Sandalen an und gehe fort, wird er eine Reise unternehmen;
dünkt es ihn, ein Schnürriemen sei gerissen, wird er freiwillig die Reise aufgeben;
ist der Riemen aber vollständig abgerissen, so daß die Sandale vom Fuß fällt,
wird er voller Betrübnis wider seinen Willen an der Reise gehindert werden.
– Zieht einer neue Sandalen an, geht aber nicht fort, wird er heiraten, ist er verheiratet, einer neuen Konkubine beiwohnen.
– Träumt jemand, daß er die Sandalen als erster trage und sie, noch unberührt, in Händen halte, wird er ein junges Mädchen
oder eine reine Jungfrau heimführen; sind die Sandalen aber schon getragen, wird er eine Witwe zur Frau nehmen.
– Sind die Sandalen von schwarzer Farbe und haarig, wird er eine vermögende Frau heiraten, wenn rot, eine,
die nach seinem Herzen ist, wenn gelb, eine kränkelnde und übelwollende, wenn weiß, eine bildhübsche.
– Bunte Sandalen bedeuten ein böswilliges Weib, das große Ansprüche ans Leben stellt;
rindslederne zeigen an, man werde mit einer adligen, hochstehenden Römerin – darauf weist das Horn des Rindes – eine
Tochter zeugen.
– Sind die Sandalen aus Kamelleder, wird die Frau aus arabischem Geschlecht, wenn aus Büffelhaut, aus einer mächtigen,
aber dummen Sippe sein, wenn aus Pferdehaut, von edlen und mächtigen Herren abstammen.
– Träumt einer, er ziehe zwei Sandalen an und gehe fort, eine Sandale aber zerreiße, wird er auf Reisen gehen
und Bruder oder Schwester verlieren;
dünkt es ihn, eine Sandale sei ihm gestohlen worden, wird ihm seine Frau großen Kummer bereiten,
sei es infolge einer schweren Krankheit oder infolge ihres Ablebens.
Ist der Träumer auf Reisen, wird er sie nicht durchführen können.
Nach einer anderen Auslegung bedeutet der Verlust der Sandalen einen Betrug seitens der Frau, der Tochter oder Schwester.
– Träumt einer, jemand entreiße ihm gewaltsam die Sandalen, deute er es als den Tod seiner Ehefrau.
– sehen: du bist ein Sonderling.
(europ.) : – sehen oder tragen: man ist dabei entweder ein kleiner Sonderling zu werden, oder man besitzt einen leichtfüßigen Charakter
und ein großes Freiheitsbedürfnis.
(ind. ) : – siehe unter (arab.)

1187
Sandbank
Volkstümlich:
(arab. ) : – (im Meer) sehen: deine Hoffnungen werden scheitern.
Sandgrube
Volkstümlich:
(arab. ) : – Geldverlegenheit.
(ind. ) : – komme nicht in Verlegenheit.
Sandkasten
Assoziation: – spielerisches Bauen.
Fragestellung: – Welche neuen Formen nehme ich allzu ernst?
Sandpapier
Assoziation: – Schleifend; Scheuernd; Rauh.
Fragestellung: – Welche rauhe Seite möchte ich glätten?
Sanduhr
Allgemein:
In Träumen spielt Zeit keine Rolle. Erlebt der Träumende in seinem Traum etwas, bei dem die Zeit gemessen wird, dann soll ihn dies darauf
aufmerksam machen, daß seine Aktivitäten „gemessen“ werden. Da die Sanduhr ein altes Meßgerät ist, spiegelt sie möglicherweise seine altmodische
Auffassung von Zeit und seinen altmodischen Umgang mit ihr. Der Träumende sollte sich genauerer Methoden bedienen, um seine Aktivitäten zu
bewerten. Sanduhr symbolisiert die Vergänglichkeit; insbesondere weist sie darauf hin, daß man seine Zeit mit unnützen Dingen vergeudet und im
Leben nichts erreicht.
Psychologisch:
Die Sanduhr im Traum weist auf die unwiederbringlich verrinnende Zeit in einer bestimmten Angelegenheit hin, die uns sehr zu schaffen macht. Wer
träumend eine Sanduhr sieht, dem verrinnt meist die Zeit zu schnell, der möchte den Augenblick festhalten und nicht an das Morgen denken. Wenn
ein Mensch unter Streß steht, dann nimmt er das Verstreichen der Zeit überdeutlich wahr, die Zeit wird auf dieser Weise zu einem Feind. Die
Sanduhr im Traum ist hierfür das passende Symbol. Manchmal bedeutet der Traum auch die Trennung von etwas Liebem oder den Verlust eines
nahen Menschen; Genaueres läßt sich anhand weiterer Symbole deuten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Sanduhr im Traum ein Symbol des Todes, der unaufhaltbar verstreichenden Zeit oder aber Kardinaltugend der
Mäßigkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – betrachten: deine Tage sind gezählt.
(europ.) : – sehen: bedeutet Tod oder unvermeidliche Trennung von einem nahestehenden Menschen.
(ind. ) : – gefährliche Krankheit.
(Sieh e auch „Sand“)
Sandwüste
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor sich haben: schreckliche und trostlose Aussichten.
Sänfte
Volkstümlich:
(arab. ) : – darin sitzen: deine Bequemlichkeit wird dich noch ins Verderben stürzen;
– sehen: Bequemlichkeit und Wohlleben.
Sanftmut
Volkstümlich:
(arab. ) : – üben: mit deiner Gutmütigkeit wirst du nicht viel ausrichten.
Sänger(in)
Volkstümlich:
(arab. ) : – singen hören: Glück und Segen.
(europ.) : – du wirst in frohe Gesellschaft kommen und viel Freude erleben;
– kreischen und schlecht singen hören: schlechte Gesellschaft, Unkosten, Ärger.
(ind. ) : – Sänger hören: häuslicher Wohlstand;
– Sängerin hören: Glück steht dir zur Seite.
Saphir
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder im Ring tragen: du wirst verleumdet werden.
(europ.) : – ein glückverheißender Traum, der mehr die Freunde betrifft als einem selbst;
verheißt außerdem glücklichen Zuwachs; bei Frauen steht er für eine kluge Wahl des Liebhabers.
(Siehe auch „Edelsteine“, „Juwelen“)
Sardellen
(oder Sardinen)
Allgemein:
Sardellen versprechen meist einen guten Gang der Geschäfte oder anderer Vorhaben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas vertragen können.
(europ.) : – sehen: Hoffnungen werden sich nicht erfüllen; es drohen unerwartete schmerzliche Ereignisse;
– essen: gilt für glückliche Zeiten; bedeutet gute Nachrichten;

1188
– Stellt eine junge Frau Sardinen auf den Tisch, wird sie von den Nachstellungen eines Menschen behelligt, der ihr zuwider ist.
(ind. ) : – essen: Segen im Geschäft;
– sehen: du suchst das Gute und wirst es auch finden.
Sardonyx
(Edelstein)
Volkstümlich:
(europ.) : – eine düstere Umgebung löst sich durch Ihren Einsatz gegen die Armut in Nichts auf;
– Für eine Frau bedeutet dieser Stein einen Besitzzuwachs, außer sie verliert den Stein oder wirft ihn weg;
dann könnte sich eine Mißachtung von Gelegenheiten andeuten, mit denen sie ihren Lebensstil hätte verb essern können.
Sarg
Assoziation: – beinhaltet das Ende.
Fragestellung: – Was bin ich zu begraben bereit?
Allgemein:
Wenn ein Traum von einem Sarg handelt, dann erinnert sich der Träumende an seine Sterblichkeit. Ein solches Traumsymbol dient dazu, die
Bed eutung des Todes und der mit ihm verbundenen Übergangsriten zu erkennen. Vielleicht ist es dem Träumenden aber auch gelungen, mit dem
„Tod“ einer Beziehung ins reine zu kommen oder ein Verlustgefühl zu überwinden. Sarg fordert aber auch auf, die Vergangenheit zu begraben, damit
man unbeschwert das weitere Leben gestalten kann. Liegt man selbst darin, kann das Glück ankündigen, auf das man sich aber nicht zu sehr
verlassen darf. Der leere Sarg weist auf unnötige Sorgen hin.
Psychologisch:
Mit dem Tod hat der Traumsarg nicht viel zu tun. Wenn ein Mensch an einem wichtigen Wendepunkt im Leben angelangt ist, möchte er diesen
Übergang auf irgendeine Weise deutlich machen. Der Sarg im Traum, insbesondere wenn er reich geschmückt ist, kann dies symbolisieren. Der Sarg
schließt im Traumbild also irgend etwas ab, umschreibt ein Abschiednehmen von Vergangenem; er beseitigt aber auch Vorurteile. Möglicherweise
verschließt sich der Träumende jedoch auch vor seinen Gefühlen und tötet einen Teil seines Selbst ab. Wenn er verschlossen ist, steht der Abschied
von einem Menschen oder auch von einer beruflichen Stellung bevor. Schwimmt er wie ein Boot auf dem Wasser, wird etwas hinweggeschwemmt,
das uns ängstigte. Wer eine Leiche im Sarg sieht, möchte vielleicht in einer Freundschaft oder sogar in der Liebe einen Trennungsstrich ziehen; das
kann auch auf eine Ehescheidung hinweisen. Liegen wir selbst in einem Sarg, sollten wir die Vergangenheit vergessen und nur auf die Zukunft
bauen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Sarg im Traum Erlösung, Auferstehung und Heil.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein böses Schicksal erleben; Widerwärtigkeiten;
– sich selbst darin sehen: langes Leben;
– jemanden darin liegen sehen: ein Todesfall wird dir Schmerzen bereiten;
auch: man wird sich auf große Schwierigkeiten im Geschäftsleben gefaßt machen müssen;
– einen leeren sehen: du wirst krank werden, aber wieder völlig genesen.
(europ.) : – inneres Abschiednehmen von Vergangenem; neue Absichten können erst verwirklicht werden, wenn das Alte begraben ist;
ist man Landwirt, muß man zusehen, wie die Ernte vernichtet und das Vieh krank wird; für Geschäftsleute bedeutet er einen
Schuldenberg; für junge Leute ist er ein Omen für schlechte Beziehungen und Tod von geliebten Menschen;
– einen leeren sehen: man macht sich um seine Zukunft unnötige Sorgen; man wird ein hohes Alter erreichen;
– einen Leichnam darin liegen sehen: unglückliche Ehe und unbändige Nachkommenschaft; kündet ein Unglück in der Ehe
oder einer Partnerschaft an; auch: es zeichnen sich berufliche Rückschläge oder Verluste ab;
– den eigenen Sarg sehen: es stehen geschäftliche Niederlagen und häusliche Sorgen bevor;
– sich selbst in einem liegen sehen: verheißt ein glückliches Ereignis in Ehe oder Partnerschaft;
– sich als Leiche in einem sehen: der mutige Einsatz endet in Schimpf und Schande;
– auf einem sitzen in einem fahrenden Leichenwagen: es kommt eine schlimme, wenn nicht gar tödliche Krankheit auf einem zu
oder einer eng verbundenen Person, oder es steht Streit mit Andersgeschlechtlichen bevor; man wird sein Verhalten gegenüber
einem Freund reuevoll überdenken;
– bewegt sich der Sarg von selbst: Krankheit und Heirat liegen dicht beieinander, Freud und Leid wechseln sich ab.
(ind. ) : – sehen: für Kranke bedeutet es Genesung, für Gesunde langes Leben;
– selbst darin liegen: unbeständiges Glück.
(Siehe auch „Begräbnis“, „Grab“, „Leiche“)
Sargträger
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Feind wird durch ständiges Infragestellen der Integrität den Zorn von einem erwecken;
– einen sehen: man bringt honorige Institutionen gegen sich auf und macht sich bei Freunden verhaßt.
Satan
Allgemein:
Satan (Teufel) kann unbeherrschte Gefühle, Leidenschaften und Ängste verkörpern, deren Energie man sinnvoller nutzen sollte. Zum Teil weist er
auf einen Konflikt zwischen Bewußtsein und Unbewußtem hin, der erkannt und verarbeitet werden muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst Schmach erdulden müssen.
(europ.) : – sehen: aus Leidenschaft wird man sich zu einer unüberlegten Handlung hinreißen lassen;
kündigt an, daß man gefährliche Abenteuer eingehen wird und taktieren muß, um ein ehrenwertes Bild aufrechtzuerhalten;
– von ihm bedroht oder angegriffen werden: man wird durch eine unüberlegte Handlung in böse Streitigkeiten geraten;
– ihn töten: man wird schlechte und unmoralische Freunde verlassen;
– sich einem als Freund nähern: ist eine Warnung vor falschen Freunden;
– in Form von Reichtum und Macht einem gegenüberstehen: man wird seinen Einfluß nicht zur Zufriedenheit und Hilfe
anderer einsetzen können;
– als Musik auftretend: man erliegt wahrscheinlich seiner List;
– sich in Gestalt einer schönen Frau bedienen: man wird wahrscheinlich jede Wärme für diese moralische Schrecklichkeit verlieren;
– sich vor ihm schützen wollen: man wird das Joch des Selbstsüchtigen Vergnügens abwerfen und danach trachten müssen,
für andere das Beste zu tun.
(Siehe auch „Teufel“)

1189
Satellit
Assoziation: – Botschaft, Expansion durch Technologie.
Fragestellung: – Welche fernen Botschaften bin ich zu hören bereit?
Allgemein:
Ein Satellit ist ein Zeichen für eine funktionierende Verbindung. Der Träumende ist sich der Wirkung bewußt, die er auf seine Umwelt und auf seine
Mitmenschen hat.
Psychologisch:
Ein Satellit als Traumbild kann auf die Abhängigkeit einer Person von einer anderen hinweisen. Oft ist in Beziehungen ein Partner dominierend. Der
unterlegene Partner kann im Traum durch den Satelliten symbolisiert werden.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann der Satellit im Traum für eine spirituelle Botschaft aus einer unkörperlichen Quelle stehen.
Satin
(Seide)
Volkstümlich:
(europ.) : – ein glückverheißender Traum für den Geschäftsmann; der Liebhaber jedoch sollte sich vor Schmeicheleien in acht nehmen.
Satt
(Sättigung)
Allgemein:
Satt (Sättigung) kann bei Hunger körperbedingt als Bedürfnis nach Nahrung auftauchen. Oft steht dahinter jedoch die Aufforderung, nicht so träge zu
sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: du wirst stets zufrieden sein.
(europ.) : – sein: Mangeltraum, der aus Hunger entsteht.
Sattel
Allgemein:
Ein Sattel im Traum zeigt das Bedürfnis, Kontrolle über einen Menschen auszuüben. Es liegt nahe, daß es um sexuelle Kontrolle gehen kann, vor
allem im Traum einer Frau. Im Traum eines Mannes symbolisiert der Sattel sein Bedürfnis, die Kontrolle über sein Leben zu gewinnen – sei es die
Richtung, in die es sich bewegt, oder die Lebensumstände. Zentraler Aspekt ist das Empfinden seiner Männlichkeit. Sattel kann vor Überheblichkeit
warnen oder anzeigen, daß man andere nicht aus Egoismus mißbrauchen darf. Im Einzelfall kommen darin unangenehme Aufgaben und Pflichten
zum Vorschein, die man sich aufgebürdet hat. Sitzt man fest im Sattel, steht das für eine gesicherte Zukunft. Fällt man herunter, soll das nach alter
Traumdeutung auf Glück im Spiel hinweisen (darauf darf man sich aber nicht verlassen und zuviel riskieren).
Psychologisch:
Sattel läßt uns bequemer reiten, was auch sexuell gesehen werden kann: Wer sein Pferd sattelt, freut sich auf ein sinnliches Erlebnis, das gleichzeitig
Rasanz verspricht. Das Satteln läßt jedoch ideellen Gewinn erhoffen. Sattelt ein anderer oder sehen wir nur den Sattel, können wir erwarten, daß
unsere Lebenslast von jemand anderem mitgetragen wird. Bis zu einem gewissen Grad spielt auch eine Rolle, was der Träumende mit dem Sattel
anfängt oder um welche Art von Sattel es sich dabei handelt. Ein Motorradsattel symbolisiert, da er ein fester Teil der Maschine ist, eine starrere
Form der Kontrolle als ein Pferdesattel, der abgenommen werden kann. Falls der Sattel rutscht, ist der Träumende im Begriff, die Gewalt über eine
Situation in seinem Leben zu verlieren. Paßt der Sattel nicht genau genug – wobei auch die Bequemlichkeit für den Benutzer berücksichtigt werden
muß -, verursachen vielleicht eher äußere Umstände ein unbehagliches Gefühl bei dem Träumenden als sein eigenes Wollen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Sattel im Traum eine Aufforderung an den Träumenden, sein Leben in die Hand zu nehmen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen fremden sehen: unterjocht werden;
– im Stall hängen sehen: man wird sein Ansehen bald vergrößern können;
– einem Pferd einen auflegen: man sollte sein Glück im Spiel versuchen, da die Chancen auf einen Gewinn gut stehen;
– darin auf einem Pferd sitzen: man wird bei einem wichtigen Unternehmen bald Hilfe und Unterstützung eines lieben
Freundes erfahren.
(europ.) : – Wankelmut, verkündet Fehlschläge im Leben; man wird ein wertvolles Geschenk erhalten;
verheißt gute Nachrichten und auch unerwarteten Besuch; eventuelle Reisepläne stehen unter einem guten Stern;
(ind. ) : – herunterfallen: Glück im Spiel;
– sehen: du wirst in deinem Unternehmen Unterstützung finden; auch: man wird demnächst ein wertvolles Geschenk erhalten,
doch damit sind Verpflichtungen verbunden;
– darin sitzen: du wirst leicht dein Geld verdienen; man wird sicher im Leben weiter vorankommen, denn man sitzt fest im Sattel;
– sich darin sitzen sehen: leichter Erwerb;
– vom Sattel fallen: man wird das Ansehen bei anderen verlieren;
Sattler
Allgemein:
Sattler deutet man als Helfer bei Plänen und Zielen, die man allein nicht verwirklichen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Gewinn und Erfolg.
(europ.) : – einen sehen oder selbst einer sein: bedeutet gute Geschäfte.
Saturn (Siehe „Himmelskörper“)
Satyren
(Waldgeister)
Assoziation: – Arbeit an der Vereinigung zwischen Intellekt und animalischer Leidenschaft.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben integriere ich Körper und Geist? Inwieweit suche ich nach sexueller Freiheit?
Allgemein:
Als der Mensch noch auf einer niedrigeren kulturellen Stufe stand, hatte seine animalische Natur mehr Gewicht. Es war ihm möglich, Energiemuster
oder Geister sowohl in sich als auch in der Natur zu sehen, die eine menschliche oder halbmenschliche Gestalt annahmen. Eine solche Gestalt ist der
Psychologisch:
Der Satyr ist der Teil der Natur, der sich außer Kontrolle, jenseits jeder Beherrschung befindet. Er schuldet niemandem Loyalität und ist nicht zu
bändigen. Wird er als zerstörerisch empfunden, so gibt er sich entsprechend; empfindet der Träumende ihn als hilfreich, so zeigt er diese Eigenschaft.

1190
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt der Satyr im Traum den unbezähmbaren Geist der Naturkräfte dar.
Volkstümlich:
(europ.) : – man soll Bacchus Geister nicht leichtsinnig rufen, man könnte sie sonst so leicht nicht wieder los werden.
(Siehe auch „Götter“)
Sau
Volkstümlich:
(arab. ) : – große, wilde sehen: man wird dir einen bösen Streich spielen;
– jagen: die Verfolgung böser Menschen kann dir nichts nützen.
(ind. ) : – mit Jungen: du wirst großen Gewinn haben.
(Siehe auch „Schweine“)
Sauna
Psychologisch:
Dieser Ort der Reinigung, Fitneß und Entspannung hat im Traum oft eine erotische Bedeutung – wie im Leben ja gelegentlich auch.
Sauerampfer
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: Auflösung einer Verlobung.
Sauerstoff
Allgemein:
Sauerstoff brauchen wir zum überleben, und jeder Traum von Sauerstoffmangel bzw. Ersticken symbolisiert wohl einen Mangel auf psychologischer
oder intellektueller Ebene. Sauerstoff kann Tatkraft und Vitalität des Träumers zum Ausdruck bringen.
Psychologisch:
Wenn man im Traum an Sauerstoffmangel litt, hatte man sich entweder zu tief unter die Decke verkrochen, oder der Traum bedeutet, daß das Wach-
Ich mehr frische Luft braucht – im wörtlichen wie übertragenen Sinn.
Spirituell:
Sauerstoff ist das Lebenselixier. Wenn es einem zugeführt wird, bedeutet dies neue Impulse und neue Energien für die Seele.
Säufer
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sich der Unmäßigkeit oder Völlerei hingeben.
(europ.) : – gilt für schlechten und verderblichen Umgang.
(ind. ) : – sehen: Ärger und Verdruß mit deinen Arbeitern;
– mit ihm sprechen: lege deinen Trotz ab;
– mit ihm trinken: du wirst nie dein Ziel erreichen, wenn du dich nicht änderst;
– mit ihm raufen: achte die Gesetze deines Landes;
– auf dem Boden liegen sehen: halte dich von bösen Menschen fern.
Säugen / saugen
Allgemein:
Säugen (bei Tieren) verspricht ähnlich wie Milch eine gute Zukunft.
Psychologisch:
Saugen Sie an der Mutterbrust, dann herrschen im Moment sehr kindliche Gefühle vor, oder alte Erinnerungen tauchen auf. Zusätzlich weist dieses
Traumsymbol darauf hin, daß noch große Abhängigkeiten von anderen Menschen oder von der eigenen Mutter bestehen und Sie hemmen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Glück, für Unverheiratete baldige Ehe.
(europ.) : – Kleinkinder säugen sehen: Zufriedenheit und gute Voraussetzungen für Erfolge werden sich einstellen;
– bei Tieren sehen: bedeutet weiteres Wohlgedeihen.
(Siehe auch „Brust“, „Lutschen“, „Milch“)
Säugling
Allgemein:
Säugling steht oft für eine unreife, unsichere Persönlichkeit, die sich aber gut entwickeln wird. Allgemein deutet man ihn als günstiges Zeichen für
eine angenehme, sichere Zukunft, wenn er nicht abgemagert ist, schreit oder fällt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du darfst dich nicht mit unerfahrenen Personen befassen.
(europ.) : – sehen: im allgemeinen ein gutes Zeichen;
– gebären: neue Existenzmöglichkeiten ergeben sich;
– bei der Geburt sehen: bringt dem Mann Trennung von seiner Frau; ist für Arme ein gutes, für
Geschäftsleute und Reiche ein böses Zeichen; bringt Reisenden die Rückkehr in die Heimat;
– einen gerade geborenen sehen: freudige Überraschungen kommen auf einem zu;
– beim säugen sehen: bedeutet Glück für die Mutter;
– zur Taufe tragen: deutet auf einen christlichen Lebenswandel hin;
– spielen sehen: bringt Freude;
– einen schwimmen sehen: deutet auf ein glückliches Entkommen aus einer Affäre hin;
– einen kranken oder fallenden sehen oder schreien hören: Rückgang der Geschäfte;
– einen mageren sehen: deutet auf eine schlechte Zeit hin;
– einen dicken sehen: läßt eine gute Zeit erwarten;
– einen sterbenden sehen: weist auf einen unverhofften Erfolg hin;
– ermorden: man wird sich selbst einen großen Schaden zufügen;
– Träumt eine junge Frau, einen Säugling zu haben, wird man ihr einen liederlichen Lebenswandel vorwerfen.
(Siehe auch „Baby“)

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Säulen
Artemidoros:
Säulen, die in reinem Feuer brennen, ohne von ihm vernichtet zu werden, bedeuten, daß die Kinder des Träumenden in bessere und glänzendere
Verhältnisse kommen werden. Stürzen sie zusammen, droht den Söhnen der Tod; „denn des Hauses Stützen sind die Söhne“, wie Euripides (Tragiker
in Athen) sagt.
Allgemein:
Wenn im Traum eine Säule vorkommt, dann kann diese ein Phallussymbol sein. Möglicherweise bedeutet die Säule jedoch auch, daß der Träumende
Stabilität schaffen und mit Schwierigkeiten gut fertig werden kann. Wenn der Träumende in seinem Traum eine „Säule der Gemeinschaft“ ist, weist
dies darauf hin, daß er für seine Handlungen mehr Verantwortung übernehmen muß. Die umgestürzte oder geborstene Säule wird als Warnung vor
Problemen gedeutet, bei denen man auf keine Hilfe hoffen kann.
Psychologisch:
Die Säule stützt Gebäude ab, daraus läßt sich ihre Symbolbedeutung als tragende Kraft erklären. Kommt die Säule in der Traumhandlung zum
Einsturz oder ins Wanken, versinnbildlicht sich darin die nachlassende Kraft der träumenden Person. Möglicherweise ist ihre Persönlichkeit aus dem
Gleichgewicht, aber auch erlittene Schicksalsschläge oder körperliche Probleme können sich in diesem Traumbild widerspiegeln. Säulen im Traum
sind meistens ein Hinweis auf irgendeine Art von Unterstützung. Wenn der Träumende also erkennt, daß es sich in seinem Traum um eine stützende
Säule handelt, sollte er sich mit der Struktur beschäftigen, die er seinem Leben gegeben hat.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeuten zwei Säulen den Unterschied zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen. Oder aber der Unterschied
zwischen der spirituellen und der materiellen Kraft wird durch zwei Säulen dargestellt. Die Säule ist auch Stütze des Gebäudes und Garant seiner
Festigkeit. Sie ist Baum des Lebens und Achse der Welt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein sehen: man darf in einer schwierigen Angelegenheit auf die Unterstützung eines Freundes hoffen;
auch: durch eine herausragende Leistung wird einem beträchtliches Ansehen zuteil werden;
– aus gewöhnlichen Stein sehen: baue nicht auf das Glück, es ist trügerisch;
– aus Marmor: deine Luftschlösser zerrinnen wie Schaum im Wasser;
– einstürzen sehen: man wird von seinen Freunden gerade dann verlassen, wenn es einem am schlechtesten geht;
– umgefallene und zerbrochene: Unglück erfahren.
(europ.) : – Symbol für Hilfe und Stütze, aber auch erotisch zu verstehen, wobei Kraft die Grundlage sein soll;
– stehen sehen: man wird im Alter keiner Stütze bedürfen; in einer schwierigen Situation wird man einen
sicheren Halt finden; Ehre und Erfolg liegen in der Zukunft;
– errichten: ein aus eigener Kraft erzielter Erfolg bringt Freundschaften oder das Wohlwollen von Menschen,
die einem wertvolle Stützen sein werden;
– eine geborstene oder umgestürzte sehen: kündet einen schweren Schicksalsschlag an, bei welchem weder
Freunde noch Familie Rückhalt oder Hilfe bieten.
(ind. ) : – sehen: du wirst die Gunst hochgestellter Personen erlangen;
– umgestürzt: du wirst das Wohlwollen deiner Bekannten/Freunde verlieren;
– viele: Ehre und Ansehen;
– stürzen sehen: Unglück.
(Siehe auch „Phallus“)
Säulenhalle
Volkstümlich:
(arab. ) : – große und lange: geehrt werden;
– darin wandeln: glückliche Tage erleben.
(ind. ) : – sehen: genußreiche Stunden sind in Aussicht.
Säumen
Volkstümlich:
(arab. ) : – (einen Stoff etc.) machen: du sollst unangenehmen Erinnerungen nicht nachhängen;
– Saum am Kleide sehen: du wirst geachtet und geliebt.
Säure
Allgemein:
Säure steht für Angst oder zersetzenden Zynismus; damit schadet man sich selbst am meisten. Säure im Traum dokumentiert einen zerstörerischen
Einfluß auf das Leben des Träumenden, der jedoch auch eine reinigende Wirkung haben kann. Der Träumende hat möglicherweise den Eindruck,
durch irgendeine Handlung oder Vorstellung aufgezehrt zu werden.
Psychologisch:
Säure im Traum bringt das Wissen des Träumenden zum Ausdruck, daß sein Selbstvertrauen und sein normales Gefühl des Wohlbefindens durch
äußere Einflüsse dahingeschmolzen sind.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Säure im Traum ein Hinweis sein, daß Korruption die Ganzheitlichkeit des Träumenden zerfrißt.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder damit umgehen: sagt Gefahr im Zusammenhang mit einem Versprechen voraus;
halte die eigenen Versprechen und vertraue nicht auf die Einhaltung der Versprechen anderer;
– trinken: ein Traum, der viele Ängste verbreitet;
– giftige Säuren: es wird vielleicht ein Verrat gegen einem aufgedeckt;
– Trinkt eine Frau säuerliche Liköre, dann wird sie in eine kompromittierende Lage geraten; auch die Gesundheit kann betroffen sein.
Saures
Psychologisch:
Sauer stellt im Traum eine Geschmacksrichtung dar, die häufig auf Ablehnung oder schlechte Stimmung verweist. Deswegen sagen wir auch, daß
man sauer ist, wenn man schlechte Laune hat. Zum anderen sagt der Volksmund auch, daß sauer lustig macht. Ziehen Sie beim Traumsymbol sauer
stets beide Bedeutungen in Betracht und schauen aus dem Zusammenhang des Traumes, welche der Bedeutungen im konkreten Fall zutrifft. Sauer
zieht zusammen und auch diese zentrierende Bewegung mag in diesem Traumsymbol mitschwingen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – kleine Zänkereien und Zwist.

1192
Saurier
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen und mit ihnen spielen: verheißt starke Gönnerschaft und viel Glück im Leben.
(Siehe auch „Drache“)
Saxophon
Allgemein:
Saxophon warnt davor, sich in Nebensächlichkeiten zu verzetteln oder an Klatsch und Tratsch zu beteiligen. Spielt man selbst, soll man anderen nicht
auf die Nerven fallen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: warnt vor belanglosen Klatschereien;
– spielen hören: beim Treffen oder Besuch von Bekannten erfährt man deren ganze Lebensgeschichte;
– selbst spielen: man sollte andere nicht mit seinen oder anderer belanglosen Dingen langweilen.
Schaben
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst Hochzeit machen.
Schäbig
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird bald über neue Kleidung verfügen, wenn man im Traum schäbige trägt.
Schablone
Psychologisch:
Wer von Schablonen träumt, ist sich dieser „vorgeprägten Form“ so bewußt, daß er sich bestimmt nicht hineinpressen läßt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bist unfähig zu selbständigem Handeln.
Schach
Allgemein:
Ursprünglich symbolisierte das Schachspiel den „Krieg“ zwischen Gut und Böse. Daher kann es im Traum immer noch diesen Konflikt ausdrücken.
Möglicherweise deutet es jedoch auch auf die Notwendigkeit von Strategien im Leben des Träumenden hin. Schach fordert meist auf, mehr den
Verstand zu gebrauchen, damit man nicht hintergangen wird.
Psychologisch:
Wenn der Träumende Schach spielt und verliert, dann weist dies darauf hin, daß er im Wachzustand ein Projekt verfolgt, dem kein Erfolg beschieden
ist. Der Träumende verfügt nicht über die nötigen Hilfsmittel und nicht über das Wissen, um sich gegen größere Mächte durchzusetzen. Sich als
Schachspieler in einer günstigen Position zu sehen bedeutet, daß man zwar mit wachen Verstand arbeitet, aber seine Überlegenheit im allgemeinen
viel zuwenig ausnützt. Spielt man schlecht, wird man sich wohl einen Partner suchen müssen, der mehr Glück hat, um von ihm zu profitieren.
Werden die Schachfiguren aus lauter Ärger auf den Boden geworfen oder weggepackt, sollte man in nächster Zeit guten Freunden gegenüber
zurückhaltender sein, um sie nicht zu vergraulen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt das Schachspiel im Traum den Konflikt zwischen den Mächten Licht und Dunkelheit dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er spiele mit einem Bekannten Schach, werden beide Gewinn halber um den Sieg kämpfen,
und wer im Traum siegt, wird ein gutes Geschäft machen und das Ziel, das er sich gesteckt hat, erreichen;
spielt er aber mit einem Unbekannten, wird er mit einem Feind, jedoch ohne Blutvergießen, streiten und,
wenn er siegt, seinen Willen durchsetzen.
– Träumt der Kaiser, ein Großer oder Feldherr, er spiele nach Kriegsart Schach, wird er mit Feinden kämpfen;
gewinnt er, wird er alle seine Ziele im Krieg erreichen, unterliegt er dem Mitspieler, von seinen Feinden eine
Niederlage erleiden.
– Dünkt es ihn, er nehme im Spiel viele Schachfiguren weg, wird er viele Feinde gefangennehmen, wenn nicht,
eine Schlappe erleiden; freilich wird der Krieg keine Entscheidung bringen.
– Träumt der Kaiser, ein Großer oder Feldherr, sein Schachspiel sei verlorengegangen, zerbrochen oder gestohlen,
wird er sein Heer verlieren und in größte Bedrängnis kommen.
– spielen: eine kopfzerbrechende Arbeit zugewiesen bekommen; du hast gute Pläne;
– einen interessanten Schachzug machen: es droht in naher Zukunft ein Streit mit einem guten Freund;
– lernen: du machst dir überflüssige Mühe.
– Schachfiguren: du wirst viel nachdenken müssen.
(europ.) : – sehen: mahnt zur Überlegung und vorsichtigem Handeln; das Lernen soll man nicht aufgeben, wenn es auch schwerfällt;
– spielen: stellt einen klugen Partner in Aussicht, durch den man viele Vorteile erlangen kann;
auch: es droht Stagnation des Geschäfts, langweilige Freunde und schlechte Gesundheit;
– beim Schachspiel gewinnen: man versteht es nicht, die durch einen Partner gebotenen Vorteile
wahrzunehmen oder verliert diese durch eigene Fehler; auch: schlechte Einflüsse können abgewehrt werden;
– beim Schachspiel verlieren: mit Hilfe eines klugen Partners wird man große Erfolge und Gewinne erzielen;
auch: niederträchtige Menschen bereiten einem Sorgen;
(ind. ) : – Schachspiel sehen: dein Erfolg wird sich bald einstellen;
– spielen: sei vorsichtig, man will dich betrügen.
(Siehe auch „Bridge“, „Spiele“)

1193
Schacht
Psychologisch:
Ein Symbol für den Abstieg in den Bereich des Unbewußten im Traum. Nach Dr. Freud: eines der unzähligen Vaginasymbole.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hineingehen: merkwürdigen Zumutungen ausgesetzt werden;
– aus einem herauskommen: du wirst einer Gefahr entrinnen;
– darin arbeiten: einer trüben Zukunft entgegengehen.
(europ.) : – einen tiefen sehen: man sollte jetzt allen Dingen auf den Grund gehen und die Tiefe, das Verborgene ergründen, bei sich selbst
und bei anderen;
– an einem arbeiten: fehlgeleitete Energie wird Not bringen; man wird zulassen, daß fremde Einflüsse den Lebensweg vorgeben;
– in einen fallen: Hoffnungslosigkeit wird einen übermannen;
– ein einstürzender Schacht: signalisiert, daß die Pläne von Widersachern die eigenen zu Fall bringen;
– ein leerer Schacht: man wird beraubt, wenn man Fremden sein Vertrauen schenkt.
(ind. ) : – geschäftliche Erfolge.
(Siehe auch „Brunnen“)
Schachtel
Assoziation: – umhüllen, Beinhalten; Aufbewahren.
Fragestellung: – Was möchte ich sicher aufbewahren?
Allgemein:
Das Traumbild der Schachtel weist den Träumend en darauf hin, daß er Angst hat, gewissen Dinge, die ihm wichtig sind, zu verlieren. Wenn sich der
Träumende in seinem Traum wie in eine Schachtel gepfercht fühlt, hindert ihn dies daran, sich in der ihm entsprechenden Weise zu entwickeln. Packt
er Gegenstände in eine Schachtel, symbolisiert dies dem Versuch des Träumenden, Gefühle oder Gedanken abzuschütteln, die er nicht bewältigen
kann. Findet er dafür in einer Schachtel nicht genug Platz vor, wird ihm bald in einer Wahl eine andere Person vorgezogen.
Psychologisch:
Unterschiedliche Arten von Schachteln können im Traum verschiedene Aspekte der weiblichen Persönlichkeit darstellen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Schachtel im Traum für das weibliche Prinzip.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: ein Geheimnis nicht enträtseln können;
– tragen: du wirst dein Glück verscherzen.
(europ.) : – sehen oder kaufen: bringt uns ein Geheimnis; auch: man verschwendet so viel Zeit und Energie, der schwindenden Jugend nachzutrauern,
daß man die Vorteile und das Glück des Alters gar nicht mehr sieht;
– eine offene sehen: warnt vor Dieben;
– eine öffnen und einen Inhalt erblicken: glückhaftes Zeichen;
– öffnen und nichts darin finden: Krankheit und Verlust; die Pläne werden durchkreuzt;
– eine kleine geschenkt bekommen: bringt eine angenehme Überraschung;
– in der Hand halten: man sollte sich mal in Ruhe überlegen, ob es sich lohnt, sich auch in Zukunft für die Verwandten und Bekannten so
aufzuopfern.
(ind. ) : – sehen: du verscherzt dir dein Glück selbst.
(Siehe auch „Gefäß“, „Paket“)
Schachtelhalm
Medizinrad:
Schlüsselworte: Bürstig; stechend; reinigend; Schleifmittel.
Beschreibung: Der Schachtelhalm oder auch Schafthalm ist ein winterhartes Gewächs aus der Gattung der Farnpflanzenfamilie, die meist in der
Umgebung von Gewässern wächst. Die Halme wurden früher oft zum Reinigen und Scheuern von Töpfen gebraucht. Als Tee wird der
Schachtelhalm wegen seiner adstringierenden und harntreibenden Wirkung getrunken. Der Schachtelhalm eignet sich aufgrund seines hohen Gehalts
an natürlicher Kieselsäure auch zur Behandlung der Augen und der Haut.
Allgemeine Bedeutung: Ein abreibender oder rauher Teil deines Selbst; etwas, das dich reizt.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe der körperlichen oder emotionalen Reinigung.
Schaden
Allgemein:
Schaden, den man im Traum nimmt, steht für Mißerfolg und Enttäuschung, aus denen man für die Zukunft lernen sollte. Nach altindischer
Traumdeutung soll er aber einen guten Verdienst versprechen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erleiden: geärgert oder gekränkt werden.
(europ.) : – bedeutet schlechte Nachrichten und Unglück;
– erleiden: Warnung, in einer schon früher durchlebten Situation diesmal klüger zu handeln;
– jemandem zufügen: man wird selbst durch eigene Schuld schweren Schaden erleiden.
(ind. ) : – erleiden: du wirst einen guten Verdienst bekommen.
Schädel
Allgemein:
Wenn im Traum ein Schädel in der Form eines Totenkopfs mit gekreuzten Knochen darunter vorkommt, kann dies ein romantisches Bild für einen
Piraten sein oder ein Symbol für Gefahr. Da der Schädel für den Kopf steht, kann er auch intellektuelle Fähigkeiten oder ihr Fehlen symbolisieren.
Psychologisch:
Spürt der Träumenden in seinem Traum seinen eigenen Schädel, heißt dies, daß ihm bewußt ist, wie er sein Leben strukturiert hat. Sieht der
Träumende dort einen Schädel, wo ein Kopf sein sollte, deutet dies darauf hin, daß ein Teil der Person „gestorben“ ist. Wenn der Träumende mit
einem Schädel spricht, drückt dies das Bedürfnis aus, mit jenen Menschen zu reden, die er verloren hat. Spricht ein Schädel mit ihm, wird ein
Persönlichkeitsanteil des Träumenden, den er abgelehnt oder verleugnet hat, wieder zum Leben erwachen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verkörpert der Schädel im Traum den Tod und alles, was mit ihm verbunden ist.

1194
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein glückliches Unternehmen;
– Träumt jemand, er esse einen Schafschädel, wird er herrlich und in Freuden leben.
Ist es ein Menschenkopf, wird er sein Oberhaupt betrügen und ihm übel mitspielen,
vermutlich sich auch an dessen Stelle setzen.
– Dünkt es einen, man bringe ihm Köpfe von Schafböcken, Ziegen, Hirschen oder anderen gehörnten Tieren,
wird er ein hohes Amt übernehmen und so viele regierende Häupter in Gewahrsam nehmen,
wie ihm Köpfe im Traum gebracht wurden. Dieses Gesicht kann aber nur der Pharao oder sein Stellvertreter schauen.
– Träumt ein Armer oder gemeiner Mann, er kaufe oder finde einen Kopf, wird er zehn,
hundert oder tausend Goldmünzen gewinnen.
(europ.) : – ein Feind wird zurückschlagen und einem Ärger bereiten; auch; mahnt immer zu Ehrlichkeit und nüchterner Betrachtungsweise;
– liegen sehen: gilt für ein glückliches Vollbringen irgendeines Vorhabens;
– beim Graben finden: bedeutet eine Erbschaft oder sonstige Zuwendung;
– grinsende sehen: bedeuten häusliche Streitigkeiten; was man geschäftlich in die Hand nimmt, endet mit Einbußen;
– den eines Freundes sehen: ein Freund wird einem Unrecht zufügen, da man ihm gegenüber, vorgezogen wurde;
– den eigenen sehen: man wird von Gewissensbissen verfolgt.
(ind. ) : – sehen: gutes Unternehmen.
– Ißt jemand einen gekochten Schafschädel, wird er große Gewinne von einem Mann hohen Standes einstreichen,
doch wird es ihn Müh und Arbeit kosten; ist der Schafschädel gebraten, wird er seinen Feind bekämpfen,
um dessen Hab und Gut an sich zu bringen, und ihn bezwingen; er wird jedoch an dessen Hab und Gut keine
ungemischte Freude haben, weil der Schädel überm Feuer gebraten wurde.
– Ißt jemand einen Schädel in rohem Zustand, wird er um den Preis schreiender Sünden schwerreich werden.
Schädlinge
Volkstümlich:
(europ.) : – Haus- oder Gartenschädlinge sehen: ist ein Anzeichen für Reichtum, der all die Hoffnungen übertreffen wird.
(Siehe auch „Tiere“)
Schafe
Assoziation: – Konformismus.
Fragestellung: – Wem oder was laufe ich hinterher?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Konformität; Herde; Hilflosigkeit; Verletzlichkeit; Dienst.
Beschreibung: Schafe, wiederkäuende Verwandte der Ziegen, haben ein schweres wollenes Fell und schmackhaftes Fleisch. Sowohl wild als auch
domestiziert überall auf der Welt zu Hause, werden alle möglichen Arten von Schafen seit jeher von der Menschheit zur Fleischproduktion und zur
Herstellung von Kleidung genutzt. Das Fell liefert Wolle und Leder beziehungsweise Pergament. Schafe lassen sich leicht versorgen, weil sie
Herdentiere sind, was sie dem Menschen und dem Angriff anderer Tiere ungeschützt ausliefert. Das männliche Schaf, der Widder, hat oft lange oder
gewundene Hörner, die mit Kraft assoziiert werden. Das Lamm, das als besonders hilflos und verletzlich gilt, ist für viele Menschen zum Symbol von
Frieden und Unschuld geworden.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil von dir, der mit der Herde mitläuft; ein Aspekt deines Selbst, der sich verletzt und hilflos fühlt; ein Teil von dir, der
zu dienen wünscht.
Assoziation: Dumm wie ein Schaf; geduldig wie ein Schaf; ein Schaf in der Herde der Kirche; Christus als das Lamm Gottes; Osterlamm.
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung deiner eigenen Konformität oder deiner Verletzlichkeit.
Artemidoros:
Nach der unzutreffenden Meinung der Alten bringen weiße Schafe Glück, schwarze Unglück; nach meiner Erfahrung jedoch sind sowohl weiße als
auch schwarze von guter Vorbedeutung; die weißen mehr, die schwarzen weniger. Es gleichen die Schafe den Menschen, weil sie einem Hirten
folgen und sich zu Herden vereinigen, ferner, wegen ihres Namens, einer Beförderung und dem Fortschritt zum Besseren. (Wortspiel: probaton =
Schaf und probainein = vorwärtsgehen, vorankommen.) Am günstigsten ist es folglich, viele eigene Schafe zu halten, fremde zu sehen und zu
weiden, besonders für Leute, die die große Menge beherrschen wollen, für Sophisten und Lehrer. Arbeiten, die nur halb zustande gebracht werden,
bedeuten völligen Stillstand der Geschäfte und erlauben nicht einmal den ersten Schritt zu tun. Ein Kilikier, der den Kaiser darum ersuchte, das Erbe
seines Bruders antreten zu dürfen, träumte, er schere ein Schaf bis zur Hälfte und, weil er sich außer Stande sah, den Rest der Wolle
herunterzubekommen, erwachte er aus dem Schlaf. Er erwartete, die Hälfte der Erbschaft zu bekommen, er bekam aber gar nichts.
Allgemein:
Schaf zeigt einen sanftmütigen, leicht beeinflußbaren, oft naiven Menschen an; man sollte darauf achten, daß man nicht von anderen ausgenutzt wird.
Schafherde verkörpert den Wunsch nach Frieden, außerdem Fleiß und Bescheidenheit; das führt zu geringerem, aber sicherem Wohlstand.
Psychologisch:
Sinnbild der Geduld und Duldsamkeit, die man sich im Wachleben zu eigen machen sollte, um Erfolg zu haben Übrigens: Die sprichwörtlich
dummen Schafe kennt der Traum nicht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Findet oder kauft einer viele Milchschafe, wird er entsprechend deren Zahl Reichtum, Freude und Knechte finden.
– Hat der Kaiser diesen Traum, wird er ein fremdes Volk unterwerfen, tributpflichtig machen und große Genugtuung
darüber empfinden, gemessen an der Zahl der Schafe.
– Weidet einer Schafe, wird er ein Amt und Regierungsgewalt erringen entsprechend deren Zahl.
– Dünkt es einen, er besitze Schafe und verliere sie, wird er verarmen und in große Bedrängnis kommen;
träumt der Kaiser oder einer von den Großen, seine Schafe gingen an einer Krankheit zugrunde,
wird er unter der Gewalt eines anderen Fürsten in seinem Volk große Not haben.
– Schafsmilch zu trinken bedeutet Freude und Segen; träumt dem Kaiser, er trinke Milch aus einem Gefäß,
wird er helle Freude erleben und einer Frau beiwohnen entsprechend der Schönheit des Gefäßes und dem
Wohlgeschmack der Milch.
– Ißt einer rohes Schaffleisch, wird er seine Mitmenschen verleumden und denunzieren; der Träumende fürchte
aber Gott und lasse von seinen bösen Werken ab.
– Dünkt es einen, man bringe etwas Geschlachtetes und Abgehäutetes in sein Haus, wird er oder ein anderer
aus seinem Haus sterben.
– Ist das Geschlachtete ein weibliches Tier, wird das Unglück seine Frau treffen, wenn ein männliches, ihn oder
einen Verwandten.
– Verspeist einer den Kopf eines Schafes, wird er unerwarteten Reichtum und ein langes Leben haben.

1195
– Träumt einer, er finde eine Herde Böcke und treibe sie auf sein Landgut, wird er, wenn die Tiere willig folgen,
die Herrschaft über ein ungeschlachtes Volk übernehmen, jedoch mit Mißvergnügen;
sind die Böcke störrisch, wird er von fremder Obrigkeit Bedrückung und Zwang erdulden.
– Verzehrt jemand die Füße eines Schafes, wird er Gesundheit und ein bescheidenes Maß von Wohlhabenheit erlangen.
– Verzehrt einer ein fettes Essen und trinkt Brühe, wird er seinen Reichtum vermehren, jedoch nicht ohne Zank und Streit,
wegen der kochendheißen Brühe; ißt er die Leber eines Schafes, wird er viel Gold finden, wenn dessen Schwanz, desgleichen,
entsprechend dem Verzehr; ist es ein Widderschwanz, wird das Gold von einem mächtigen Herrn stammen, wenn ein
Lämmerschwanz, von einer Frau.
– Ißt einer Fleisch, das im Topf gekocht, aber kalt und fett ist, wird er ohne Arbeit von den Anstrengungen anderer profitieren.
– allgemein sehen: etwas Angenehmes erleben; symbolisieren lange Gesundheit, sowie Glück und Geborgenheit in der Liebe;
– eine ganze Herde: sein Glück wird um so größer sein;
– hüten: mit guten Freunden verkehren;
– viele scheren sehen oder selbst scheren: Vermehrung des Besitzes;
– ein einziges scheren sehen: hüte dich vor Betrug;
– schlachten sehen: sehr belästigt werden;
– schwarze: böse Erlebnisse haben;
– in größerer Anzahl sehen: guter Erwerb wird dich erfreuen;
– junge, springen und hüpfen sehen: du wirst dich in fröhlicher Gesellschaft gut amüsieren.
(europ.) : – oder Schafherde: Reichtum ist bei Arbeit und Sparsamkeit zu erreichen; verkündet eine stille
und beschauliche Zeit; gewinnträchtige Unternehmungen;
– große Herde: du kannst mit dem gegenwärtigen Stand der Dinge zufrieden sein; man wird bald einen
großen Verdienst erwirtschaften können, weil man fleißig und bescheiden zugleich ist;
– struppig und kranke Tiere sehen: man muß mit dem Scheitern eines vielversprechenden Planes rechnen;
– auf der Weide: Gesundheit und Glück;
– Schafwolle: bedeutet Vermehrung der Habe;
– Schafschur sehen: Reichtum und Erfolge;
– ein Schaf scheren: man nutzt andere Menschen aus, dafür wird man eines Tages zur Rechenschaft gezogen;
– selbst Schafe scheren: man darf auf eine profitable Zeit hoffen;
– scheren sehen: reicher Gewinn bei fleißiger Arbeit und Sparsamkeit;
– schlachten sehen: Armut;
– hüten: Vermögen;
– weiße: treue Freunde;
– schwarze: du hast scheinheilige Freunde;
– hüpfend und springend: du bist ein angenehmer Gesellschafter;
– Schaffleisch essen: jemand wird böswillig Ihre Gefühle verletzen.
(ind. ) : – sehen: Vorsicht auf Reisen;
– schlachten: du wirst arm werden;
– hüten: Gesundheit und Glück.
(Siehe auch „Hund“, „Lamm“, „Schäfer“, „Widder“, „Tiere“)
Schafblöken
Volkstümlich:
(europ.) : – Lämmer mit ihren Muttertieren sehen und blöken hören: beinhaltet geschäftliches Gedeihen, als auch häusliches Glück;
– nur blöken hören: im letzten Augenblick wird sich eine Enttäuschung einstellen, wenn man gerade den Erfolg erwartet hat.
Schafbock (Siehe unter „Widder“)
Schäfer
Allgemein:
Schäfer soll nach altindischer Deutung geschäftlichen Erfolg versprechen.
Psychologisch:
Er gibt aus dem Unbewußten heraus die Anregung, sich anzupassen und nicht gegen Gesetzmäßiges zu verstoßen, so wie die Schafe gewissermaßen
von den Hunden des Schäfers daran erinnert werden, bei der Herde zu bleiben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst Langeweile empfinden;
– sein: wache über deine Ehre;
– Schäferin: ein angenehmes Zusammentreffen.
(europ.) : – du wirst neue Freundschaften erwerben und dich durch Bescheidenheit beliebt machen;
– sehen oder mit einem sprechen: verkündet die Offenbarung eines wichtigen Geheimnisses;
– die gut auf ihre Herde achten, sehen: es stehen eine reiche Ernte, satte Erträge und viel Freude ins Haus;
– träge und saumselige sehen: es drohen Erkrankung und schmerzliche Verluste.
(ind. ) : – sehen: gute Aussichten im Handel.
(Siehe auch „Hirte“)
Schaffell
(kleines offenes Gefäß; Schrank)
Allgemein:
Ein Schaffell symbolisiert Sicherheit, Wärme und Wohlbefinden. Häufig stellt es die Art von Annehmlichkeiten im Leben dar, die der Träumende
sich selbst geben kann.
Psychologisch:
Wenn der Träumende von einem Schaffell träumt, bedeutet dies, daß er zu einem älteren Wertsystem zurückkehrt. Es stellt eine Verbindung zu den
Zielen her, die sich der Träumende einst gesetzt hat, als er seine „Odyssee“ begann. Vielleicht fürchtet er, daß sein Unterfangen unmöglich ist, aber
seine Auffassung von Selbsterhaltung gibt ihm nicht die Möglichkeit, aufzugeben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann das Schaffell im Traum ein Hinweis auf verdiente Ruhe sein.
Schaffleisch (Siehe „Fleisch“)

1196
Schaffner
Psychologisch:
Übt eine Kontrollfunktion auf unserer Lebensreise aus und achtet darauf, daß wir in die richtige Richtung fahren. Er umschreibt ebenso den Freund,
der uns in schwierigen Situationen zur Seite steht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – angenehme Lebensverhältnisse.
(europ.) : – sehen: man wird einer unangenehmen Verpflichtung nachkommen müssen;
– sein: man wird jemandem zur Last fallen.
(Siehe auch „Eisenbahn“, „Reise“)
Schafgarbe
Medizinrad:
Schlüsselworte: Nützlich; vielseitig; adstringierend, beruhigend; stärkend; reinigend; Mond der Maisaussaat.
Beschreibung: Die Schafgarbe ist im Medizinrad das Pflanzentotem der im Mond der Maisaussaat (21. Mai bis 20. Juni) Geborenen und kommt als
Wiesenpflanze mit einem Büschel weißer oder rosa und gelber Blüten auf einem hohen Stengel recht häufig vor. Die Schafgarbe oder das
Tausendblatt (Achillea millefolium) heißt mit ihrem botanischen Namen nach dem griechischen Sagenhelden Achilleus, der, so heißt es, den Nutzen
der Pflanzen entdeckt haben soll. Die ganze Pflanze kann medizinisch genutzt werden, da sie tonisierend wirkt. Die Verdauung wird unterstützt und
im Körper abgelagerte Gifte werden neutralisiert. Schafgabe ist nützlich bei Erkältungen, Grippe und ähnlichen Erkrankungen. Zu Tee verarbeitet
dient sie auch als harntreibendes Mittel. Die Schafgarbe ist weit verbreitet; ihr scharfer Geruch und Geschmack rührt von den in ihr enthaltenen
Gerbstoffen her.
Allgemeine Bedeutung: Ein scharfer Aspekt deiner Natur, der bereit ist, dich darin zu unterstützen, alles, was deiner Heilung entgegenwirkt,
loszuwerden.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe der Reinigung und/oder Heilung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst eines Elenden Bekanntschaft machen.
Schafherde (Siehe „Schafe“)
Schafott
Allgemein:
Ein Schafott bedeutet, daß ein Teil des Lebens zum Abschluß gebracht werden muß. Vielleicht ist sich der Träumende beispielsweise bewußt, daß er
gegen Gesetze und Überzeugungen der Gesellschaft verstoßen hat und daher bestraft werden muß. Vielleicht aber neigt er auch zu Opferverhalten
und sollte sich damit auseinandersetzen.
Psychologisch:
Mitunter symbolisiert das Schafott im Traum ein erzwungenes Ende. Dies kann ein Hinweis auf das Absterben eines Persönlichkeitsanteils sein. Da
es nicht integriert werden kann, muß dem Verhalten, welches Schwierigkeiten nach sich zieht, ein Ende gesetzt werden. Wer ein Schafott im Traum
sieht, kann mit der Möglichkeit rechnen, daß ihn sogenannte gute Freunde von einer für ihn günstigen Veränderung in seinem Leben abhalten wollen.
Wer es besteigt, läßt Vergangenes zurück und gewinnt neue Einsichten, die sich im Leben auszahlen werden.
Spirituell:
Ein Schafott deutet auf eine aufgezwungene spirituelle Verhaltensnorm und auf Selbstbeherrschung hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: verfolgt werden; verkündet auch hohe Ehrung;
– besteigen: trauriges Ende aller Unternehmungen.
(europ.) : – Ehren, Ansehen und Würden; auch: man wird große Enttäuschungen erfahren, da es einem nicht gelingt,
eine geliebte Person für sich zu gewinnen;
– besteigen: man wird von seinen Freunden mißverstanden und für etwas getadelt, was man nie getan hat;
– heruntersteigen von einem: man wird eines Fehlers schuldig sein und dafür die Strafe erhalten;
– von einem fallen: man wird unerwartet dabei überrascht, wie man betrügt und anderen Unrecht zufügt.
(ind. ) : – besteigen: du wirst zu Ehren und Würden gelangen.
(Siehe auch „Henker“, „Hinrichtung“)
Schafstall
Volkstümlich:
(ind. ) : – Wohlstand.
Schafwolle
Allgemein:
Schafwolle kann guten Lohn für anstrengende Arbeit verheißen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst viel Hab und Gut erlangen.
(ind. ) : – haben: sichere dein Eigentum;
– reinigen: deine Mühe wird belohnt werden.
(Siehe auch „Schaf“)
Schaka l
Allgemein:
Der Träumende muß lernen, Situationen, die ihn betreffen, nicht einfach hinzunehmen, sondern besser zu hinterfragen.
Psychologisch:
Angst- und Alpsymbol. Der Schakal sitzt in einem selbst, denn Verdorbenes soll beseitigt werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: immer ein Zeichen der Warnung;
– sehen: man sollte sich vor allzu hilfsbereiten Freunden und Plänen, zu denen er deren Hilfe benötigt, in acht nehmen.
(europ.) : – ein Freund wird dich verleumden und dir Kummer verursachen.
(Siehe auch „Tiere“)

1197
Schal
Psychologisch:
Auch im Traum ein 1:1 Symbol für Wärme, Schutz und Wohlbehagen, wenn es „rundherum kalt und unfreundlich“ wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt Schmeichelei und Gewinn; tiefe Zuneigung von jemandem, den man liebt;
– verlieren: steht für Trauer und Unbehagen;
– Eine junge Frau bekommt möglicherweise von einem gutaussehenden Mann einen Laufpaß.
(Siehe auch „Kleidung“)
Schale
Allgemein:
Schale (Umhüllung) fordert oft auf, sich von fremden Einflüssen zu befreien. Vielleicht kann sie aber auch im Sinne von Fassade gedeutet werden.
Schale (Gefäß) mit Obst, Konfekt oder Getränken kann eine erholsame Zeit ankündigen; zum Teil muß der Inhalt der Schale zusätzlich gedeutet
werden.
Psychologisch:
Das Symbol des Schoßes, übersetzt auch die Opferschale; man opfert sich im Wachleben vielleicht für jemanden auf oder gibt sich (vor allem bei
Frauen!) jemandem ganz hin. Zerbricht eine Schale, dann könnte auch die Liebe zerbrechen. Sind Sie vom Typ „harte Schale, weicher Kern“? Als
Traumsymbol, wie auch sonst: Es geht darum, daß sich unter einem harten, rauhen Äußeren ein sensibles Wesen verbirgt – man muß die Schale nur
zu „knacken“ wissen.
Spirituell:
Die Schale symbolisiert Überfluß und enthält den „Trank der Unsterblichkeit“.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird das Ansehen einer wichtigen Persönlichkeit genießen;
– daraus trinken: ein Liebesabenteuer wird sich als befriedigend und nutzbringend erweisen;
– zerbrechen: man steht am Beginn einer Pechsträhne.
(europ.) : – ist als Quell der Erholung nach Beschwerden aufzufassen;
– zum Trinken sehen: verheißt eine schöne Erholung vom Alltag;
– gereicht bekommen: kündet schöne Stunden bei einem lieben Menschen an;
– selbst anderen reichen: bringt wohltuende Einsamkeit;
– eine halten: man wird bald einen neuen Auftrag erhalten;
– aus einer trinken wollen und sie leer finden: bedeutet mühevolle und beschwerliche Tage;
– von jemandem geschenkt bekommen: verheißt Glück im Familienleben und in der eigenen Häuslichkeit;
– zerbrechen: bringt ruhelose Stunden;
– eine volle: man wird bald eingeladen oder man wird selbst bald Gäste begrüßen können;
– voller Früchte, Kuchen, Konfekt oder dergleichen sehen: es sind Gäste zu erwarten,
oder man wird selbst eingeladen werden;
– Eierschalen abstreifen: man möchte sich vom Einfluß der Eltern befreien.
(ind. ) : – sehen oder aus Kristallglas: du wirst Ansehen erlangen;
– daraus trinken: Glück in Liebessachen;
– zerbrechen: du wirst deiner Liebe entsagen müssen;
– kaufen: eine Einladung;
– zum Geschenk erhalten: du wirst treue Freunde finden;
– verschenken: du bist überall ein willkommener Gast.
(Siehe auch „Fassade“, „Gefäß“)
Schälen
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Kartoffeln, Äpfel etc.): deine Vorsicht wird dir Nutzen bringen.
(ind. ) : – etwas: Todesfall in der Verwandtschaft.
Schallplatte (Siehe „Grammophon“, „Plattenspieler“)
Schalmei
Volkstümlich:
(arab. ) : – blasen oder blasen hören: du wirst manche Menschen durch Schmeichelei betören.
(europ.) : – blasen: du stehst bei Damen in hohem Ansehen;
– hören: du wirst von Freundinnen eingeladen und bei Erzählungen frohe Stunden verleben.
(ind. ) : – blasen hören: du trägst eine heimliche Liebe im Herzen;
– blasen: ein Gruß von der oder dem Liebsten.
Schalter
(elektrischer)
Psychologisch:
Ein Sinnbild für den bewußten Umgang mit Ihrer Lebensenergie: Sie haben es in der Hand, Ihren Einsatz und Verbrauch zu regulieren – und bei
Bedarf rechtzeitig „abzuschalten“.
Volkstümlich:
(europ.) : – steht für eine Pechsträhne; in kurzfristigen Angelegenheiten wird man mit Rückschlägen rechnen müssen;
– ein defekter: – weist auf Schande und Sorgen in naher Zukunft hin;
Schaltjahr
Volkstümlich:
(europ.) : – Frivolität in Angelegenheiten, die ernst genommen werden sollten.
Schamane
Assoziation: – Beeinflussung der Realität.
Fragestellung: – Welchen Teil meiner Welt bin ich im Begriff zu verändern?

1198
Schämen
Volkstümlich:
(europ.) : – ist eine Mahnung, den Vorwürfen einer älteren Person nicht Frechheit entgegenzubringen;
– sich wegen des Verhalten von Kindern oder Freunden schämen: Erwartungen werden nicht erfüllt; Sorgen belasten einem;
– sich über sich selbst schämen: drückt aus, daß man Moral nicht sehr schätzt und Gefahr läuft, den guten Ruf zu verlieren;
Feinde bereiten einem Schwierigkeiten.
(Siehe auch „Blöße“)
Schamhaftigkeit
Allgemein:
Scham (Schamhaftigkeit) kann auf verdrängte Schuldgefühle und Hemmungen (auch sexuelle) hinweisen. Zum Teil warnt das Symbol vor
Leichtgläubigkeit; man soll sich nicht von anderen verführen lassen. Allgemein soll die Schamhaftigkeit nach alten Traumdeutung auf einen guten
Charakter hindeuten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfinden: Glück im Handel.
(europ.) : – sehen: man empfindet Vergnügen an einer Sache;
– Schamhaftigkeit: man ist mit einem guten Naturell ausgestattet.
(ind. ) : – sein: hüte dich vor Verführung.
Schamlos
Allgemein:
Schamlosigkeit warnt meist vor dem Verlust des Ansehens und guten Rufs durch eigene Schuld.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: du liebst die Ehrbarkeit.
(ind. ) : – sein: du kommst in schlechten Ruf.
Schande
Allgemein:
Schande kündigt nach alten Traumbüchern an, daß man ein Geschenk erhalten wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erleben: Hohn und Spott werden dich schwer kränken, wenn du dich nicht zusammennimmst;
du hast ein gutes Gewissen; Traum des Gegenteils.
(europ.) : – erleben: man wird Geschenke erhalten.
(ind. ) : – erleben: du wirst Geschenke erhalten.
Schankstätte
Volkstümlich:
(ind. ) : – Überfluß und Reichtum.
Schankwirt
Volkstümlich:
(ind. ) : – du bekommst eine Einladung zum Essen.
Schanze
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich darin aufhalten: du weißt dich gegen alle Anfechtungen zu behaupten.
(europ.) : – ist eine Warnung vor gefährlichen Freunden;
– graben: man wird ein Abenteuer erleben.
(ind. ) : – bauen: du bist in allem unsicher;
– darin sein: treue Freunde, treue Liebe.
Scharf
Psychologisch:
Scharf wird als Traumsymbol häufig mit aggressiv verbunden. Bisweilen tritt dieses Traumsymbol auch in der Bedeutung von klug auf.
Scharfrichter
Artemidoros:
Scharfrichter bedeuten Freiheitsentzug und Kümmernisse. Verbrecher legen sie in Fesseln und Verborgenes bringen sie ans Licht. Denn sie legen an
Übeltäter, die überführt und auf frischer Tat ertappt sind, Hand an.
Allgemein:
Scharfrichter weist auf eine schwierige Lage hin, die man jedoch gut überstehen wird, auch wenn das lange Zeit nicht so scheint.
Psychologisch:
Er beendet mit einem Streich oder einem Knopfdruck eine Zeit der Bedrückung oder des sich gehen lassen. Wer also einen Scharfrichter im Traum
sieht, kann sich eine glückliche Zukunft ausrechnen, in der er sorgenfrei leben kann, weil er nicht mehr auf Vergangenes Rücksicht zu nehmen
braucht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: durch falsche und undankbare Freunde betrübt werden.
(europ.) : – verheißt einen Geldgewinn und sagt, daß etwas Unangenehmes sich zum Guten wenden wird.
(ind. ) : – du wirst Not und Unterdrückung erleiden.
(Siehe auch „Henker“)

1199
Scharlach
(Krankheit)
Allgemein:
Scharlach kündigt Gesundheit oder Genesung von einer Krankheit an.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Fieber: Familienstreit.
(europ.) : – bedeutet Zwiespalt mit Geschwistern; oder bedeutet Gesundung auf allen Gebieten;
auch: es droht einem eine Erkrankung oder man ist in der Hand eines Feindes;
– sehen, daß ein Angehöriger daran stirbt: man wird das Opfer niederträchtiger Täuschung werden.
Scharlachrot
Volkstümlich:
(europ.) : – Liebe und innige Freundschaft oder Zuneigung.
(ind. ) : – Farbe: du bist sehr ehrgeizig;
– Gewänder: du schadest dir durch Überhebung.
Scharlatan
(Quacksalber)
Volkstümlich:
(europ.) : – unter der Obhut eines sein: ist eine Warnung, sich nicht mit solchen Leuten einzulassen.
Scharmützel
Volkstümlich:
(ind. ) : – (in ein Handgemenge hineingeraten): Sorge um die Zukunft.
Schärpe
Allgemein:
Schärpe wird nach alter Deutung als Lob und Anerkennung verstanden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – anhaben: Glück, Ehre und Zufriedenheit;
– an anderen sehen: durch dein unkluges Handeln werden andere zu Ehren kommen.
(europ.) : – Auszeichnungen in vergnügter Gesellschaft;
– eine tragen: bedeutet eine glückliche Heirat oder das Streben nach der Zuneigung einer koketten Person;
– Kauft eine junge Frau eine Schärpe, ist sie ihrem Liebhaber treu; sie gewinnt an Wertschätzung durch ihre offene und weibliche Art.
(ind. ) : – sehen: du wirst vor deiner Gesellschaft ausgezeichnet.
Scharte
Psychologisch:
Die durch Schnitt oder Bruch hervorgebrachte Vertiefung oder Öffnung ist ein Hindernis auf dem Lebensweg – eine Scharte, die wir auswetzen
müssen.
(Siehe auch „Schießscharte“)
Schatten
Assoziation: – Verborgen, dunkle Seite eines Bildes.
Fragestellung: – Was bin ich bereit zu erhellen?
Allgemein:
Wir träumen häufig, daß jemand bei uns einzubrechen versucht – vielleicht an den Fenstern herumprobiert oder an die Tür hämmert. Sehr oft ist die
Traumgestalt (jemand, den wir hassen oder fürchten) unser Schatten – eine wichtige Figur in unseren Träumen. Menschen gestehen sich eigene
Fehler nur widerwillig ein. Läßliche Sünden wie Schwindeleien oder Temperamentausbrüche geben wir vielleicht noch eher zu, doch unsere
schlimmsten Charakterfehler sind so tief im Unbewußten vergraben, daß wir sie fast automatisch verleugnen. Jung vertrat die Ansicht, daß sie uns
dennoch im Traum gezeigt würden, und zwar von unserem „Schatten“, der alles darstellt was wir an uns selbst hassen. Im Wachleben kann man
manchmal den Schatten anderer einfach dadurch identifizieren, daß man den Betreffenden fragt, welcher Art Mensch ihm wirklich zuwider ist. Weil
unsere Vorurteile und Laster so gründlich vergraben sind, erkennen wir unseren Schatten nur widerwillig, selbst wenn er (oder sie, doch der Schatten
nimmt meist männliche Gestallt an) uns im Traum begegnet. Wir entziehen uns oft der Verantwortung, indem wir Züge, die wir abscheulich finden,
anderen in die Schuhe schieben. Jung ermutigte bei der Traumanalyse die Träumer, mehr über ihren Schatten herauszufinden, sich mit ihm
abzufinden oder sogar anzufreunden – es könnte ein Bekannter oder eine bekannte Persönlichkeit sein (bei Prominenten erkennen wir häufig
Charakterzüge wieder, die wir verabscheuen, jedoch selbst besitzen und dies auch wissen). Jedenfalls können wir von genau der Figur, die all unsere
ärgsten Charakterfehler zu verkörpern scheint, viel über uns selbst erfahren. Dies ist ein schmerzhafter Prozeß, der am besten im Rahmen einer
Psychoanalyse stattfinden sollte.
Psychologisch:
Der Schatten ist ein sehr vieldeutiges Traumbild. Das, was nicht hell und klar zutage tritt, das Ungewisse, das uns Furcht einjagt. Er kann vor allem
auf ein gestörtes Selbstwertgefühl des Träumenden hinweisen, wenn dieser sich im Traum im wahrsten Sinne des Wortes in den Schatten gestellt
vorkommt. Schatten steht allgemein für unbewußte Vorgänge und Inhalte, die man erhellen, also bewußt machen und verarbeiten muß. Dabei kann es
sich um verdrängte Erfahrungen, Scham, Schuldgefühle oder Ängste handeln, manchmal auch um Ereignisse, die unmerklich vorbereitet werden und
ihre Schatten vorauswerfen. Für die Traumdeutung müssen der Gesamtzusammenhang berücksichtigt werden und vor allem die Gegenstände oder
Personen, die ihre Schatten werfen. Weitere Deutungen sind nach folgenden Begleitumständen möglich:
– Sehen wir im Traum einen Schatten, und sei es nur unser eigener, bilden wir uns im Wachleben ein, daß wir nicht zurechtkommen,
es fehlt uns an Mut, wir fürchten uns vor allem und jedem – eine Angst, die manchmal schon an Verfolgungswahn grenzt.
– Eigenen Schatten sehen kündigt Sorgen und Schwierigkeiten an.
– Sitzen wir aber im Schatten, während die Sonne scheint, wird sich bald eine Angelegenheit zu vollster Zufriedenheit klären lassen.
– Im Schatten stehen kann anzeigen, daß man durch andere beschützt oder stark beeinflußt wird; manchmal kommt darin auch
Enttäuschung oder Verbitterung zum Ausdruck, weil man auf der Schattenseite lebt.
– Schattenspiel warnt vor Hinterlist und Täuschung anderer.
– Schattenhafte Personen sehen besagt, daß man sich in seinem Stolz verletzt fühlt und glaubt, von jemanden in den Schatten
gedrängt und übergangen worden zu sein.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deutet auf Verfolgung;
– im Schatten sitzen: man wird von einer nahestehenden Person betrogen werden;
– den eigenen sehen: kündigt ein verhängnisvolles Erlebnis an.
(europ.) : – als Warntraum in unsicherer Lage aufzufassen; man möchte in einer Angelegenheit eine Klärung
herbeiführen; auch: Gewinn aufgrund einer Rechtsangelegenheit;
– von Gegenständen sehen: man wird durch eingebildete Gefahren beängstigt werden;
– sehen: gilt für Angst und manchmal Schande;
– bei heißem Wetter im kühlen Schatten gehen oder sich darin aufhalten: ein bedrückendes Ereignis;
– im Schatten sitzen: Vorsicht, jemand will einem betrügen;
– darin sein müssen, während man im Licht sein möchte: verheißt Klärung einer undurchsichtigen Angelegenheit;
– seinen eigenen sehen: bedeutet Kummer; man sollte sich schnellsten von unguten menschlichen Verbindungen lösen;
– den Schatten vor sich sehen: die zukünftige Entwicklung im Leben wirft quasi den Schatten voraus;
– den Schatten hinter sich sehen: alte Ängste und Schuldgefühle verfolgen einem auf jedem Schritt.
(ind. ) : – eigenen sehen: Angst und Schrecken;
– einen fremden: du bist furchtsam;
– im Schatten gehen: du wirst dich einem drückenden Verhältnis entziehen.
(Siehe auch „Dämmerung“, „Dunkelheit“, „Nacht“, „Sonne“)
Schattengestalten
Psychologisch:
Wie äußern sich das Abgelehnte und das Unbekannte im Traum? Alle Personen und deren Tätigkeiten und Gefühlsäußerungen, die Sie ablehnen,
können als sogenannte Schattenprojektion im Sinne von Carl Gustav Jungs angesehen werden. Der Schatten läßt uns das sehen, was wir an uns nicht
leiden können, selbst wenn es sich dabei um verborgene Chancen und Talente handelt. Da diese, unsere Eigenschaften so stark von unserem
Selbstbild abweichen, sehen wir sie in andere Menschen hinein. Wenn wir beispielsweise von uns das Bild eines gelassenen, sanftmütigen Menschen
haben und wir werden aggressiv, dann stellt es sich uns dar, als ob unsere Kontrahenten und nicht wir selbst aggressiv seien. Der Schatten läßt uns im
anderen unser wahres Wesen erkennen. Da wir den Schatten nicht an uns bemerken – psychologisch ausgedrückt wird er projiziert -, tritt er im Traum
in Aktion, da unser Bewußtsein dort keine direkte Kontrolle ausübt. Er generiert Bilder, die von unserer abgelehnten Seite gespeist werden. Alle
diejenigen Wesen im Traum, vor denen wir Angst haben und/oder die wir besonders intensiv begehren, stellen Aspekte unseres Schattens dar. Die
dunkle Figur, die Lichtgestalt, die unmoralische Person, der oder die Heilige, der Verfolger und Bedroher, das Ungeheuer und Monster,
Doppelgänger, Spiegel, unheimliche und besonders verlockende Situation im Traum sind beispielsweise Bilder für unsere unbewußte oder Schatten-
Seite. Und da wir ihr gegenüber oft blind sind, geht der Traum bisweilen sehr drastisch und übertreibend vor. Anders werden wir nicht aufmerksam.
Wenn uns im Traum beispielsweise ein grausamer Mann verfolgt, dann stellt er ein Bild für unsere grausame und gierigen Seite dar, die wir uns nicht
trauen, anzusehen. Oder dieser grausame Mensch symbolisiert unsere viel zu große Toleranz gegenüber den tatsächlich bestehenden Grausamkeiten
in der Welt – und im eigenen Leben! Er fordert in diesem Fall zu einer besseren Abwehr und Ablehnung des Unsäglichen auf. Der Schatten ist das
abgelehnte Andere in uns, das erlöst werden möchte, damit wir ganzheitlich werden.
Schattenriß
Psychologisch:
Der Schattenriß als solcher ist wie unter Schatten zu deuten. Wer ihn aber ins Positive verkehrt sieht, kann damit rechnen, daß sich eine anstehende,
recht ominöse Angelegenheit erhellt und günstig zu Ende gebracht werden kann.
Schattenspiel
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst eine Täuschung erleben.
(europ.) : – Schattenspiele sehen: man wird einen Betrug zum Opfer fallen.
Schatulle
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen: bewahre dein Eigentum.
Schatz
(Liebespartner)
Volkstümlich:
(europ.) : – von einem gutaussehenden und angenehmen zu träumen ist ein gutes Omen; Vorsicht ist angezeigt, wenn er wankelmütig erscheint;
– Ist ihr Schatz im Traum freundlich und von ansehnlichem Äußerem, wirbt man um eine Frau, die der Eitelkeit schmeichelt und eine
gute Mitgift in die Ehe bringt. Sieht Ihr Schatz anders aus, werden Sie, bevor das Jawort gegeben ist, nicht mehr zu Ihrer Wahl stehen.
Träumen Sie, Ihre Geliebte sei krank oder betrübt, wechseln sich Traurigkeit und Freude ab.
– als Leiche sehen: es kommt eine Phase des Zweifels auf einem zu; die Sterne stehen ungünstig.
(ind. ) : – den Geliebten sehen oder sprechen: Glück in der Ehe.
(Siehe auch „Küssen“)
Schätze
(Gold, Edelsteine)
Assoziation: – Erfüllung, Integration, materielle oder spirituelle Entlohnung.
Fragestellung: – Was brauche ich, um mich ganz zu fühlen?
Artemidoros:
Nach innen günstig nach außen ungünstig ist es einen Schatz zu finden, denn großer Reichtum bedeutet Sorgen und Kummer, weil der Schatz schwer
zu verwalten ist. Träumt einer, er finde einen Schatz, der nur geringen Wert hat, so werden die Unannehmlichkeiten geringer sein; ein reicher Schatz
dagegen prophezeit Kummer und Sorgen, häufig den Tod; denn ohne die Erde aufzugraben kann man ebensowenig einen Schatz entdecken wie einen
Toten bestatten. (Die Auslegung beruht auf dem volkstümlichen Glauben an die schatzhütenden Toten. Aus dem Schoß der Erde wird das Silber und
Gold gewonnen; um den Schatz zu bekommen, muß man ins Reich der Toten, der Geister hinabsteigen. Auf dieser Vorstellung, daß den Toten alle
Schätze und Metalle gehören, wird es auch beruhen, daß nach der Ansicht einiger Traumdeuter alles Geld im Traum Unglück bringt.)
Allgemein:
Ein Schatz im Traum verkörpert immer etwas, das für den Träumenden von großem Wert ist. Der Schatz steht für das Ergebnis persönlicher
Anstrengungen und Erfolge. Einen vergrabenen Schatz zu finden bedeutet, etwas Verlorengeglaubtes, möglicherweise einen Teil der Persönlichkeit,
wiederzufinden. Einen Schatz zu vergraben, steht für den Versuch, sich gegen die Zukunft und anstehende Probleme zu wappnen. Schatz wird in

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alten Traumbüchern als geschäftlicher Erfolg verstanden. Tiefenpsychologisch kann darin aber auch die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens
zum Vorschein kommen, die man für sich selbst beantworten muß. Findet man einen Schatz, warnt das vor Verlusten und Enttäuschungen.
Psychologisch:
Im Märchen wird oft unerwartet ein Schatz gefunden. Findet der Träumende in der Traumhandlung einen Schatz, deutet dieses Bild auf in ihm
verborgene und noch nicht gehobene „Schätze“, also Fähigkeiten und Möglichkeiten hin. Es kann auch sein, daß dieses Symbol ausdrücken möchte,
daß der Träumende seine Fähigkeiten vernachlässigt hat. Die Schatzsuche im Traum eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Findet man den Schatz trotz
intensiver Suche nicht, jagt man im Wachleben einem Phantom nach, wird aber keinen allzu großen Schaden erleiden. Findet der Träumende einen
Schatz, dann weiß er um die Voraussetzung, daß er sich über den Einschränkungen hinwegsetzen muß, wenn er bei seiner Suche Erfolg haben will.
Die Schatzsuche steht für das Auffinden weltlicher Güter oder für materiellen Zugewinn, der nicht unbedingt von Vorteil sein muß. Gräbt man einen
Schatz aus, wird man möglicherweise um eine Hoffnung ärmer; wahrscheinlich spitzt sich unsere (finanzielle?) Lage zu, so daß wir uns an einem
Strohhalm klammern. Vergräbt man einen Schatz, will man wohl einen Mitmenschen, der einem bisher freundlich gesonnen war, verprellen, wovor
das Unbewußte mit dem Bild vom Schatzgräber warnt. Vergräbt ein anderer den Traumschatz, will uns vielleicht jemand einen üblen Streich spielen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Suche nach dem Schatz im Traum die Suche der Menschheit nach Erleuchtung oder die Suche nach dem
Gral.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen großen aus Geld sehen: Reichtum erlangen;
– graben: deine Unternehmungen bleiben erfolglos;
– heben: deine besten Freunde werden dich hintergehen.
(europ.) : – bedeutet meist Fragestellung, ob sich das Leben lohnt;
– einen vergraben oder verstecken: durch einen sogenannten guten Freund verraten und verkauft werden;
auch: man wird sich die Sympathien anderer durch das eigene Verhalten verscherzen und neue Sorgen verursachen;
– suchen: du mühst dich vergebens;
– nach einem graben: ein Vorhaben scheitert; man läuft einer nutzlosen Sache hinter her und sollte die Finger davon lassen,
denn man könnte dabei betrogen werden;
– nach einem graben, ohne ihn zu finden: man wird vor einer drohenden Enttäuschung bewahrt bleiben;
– finden bei negativem Traumverlauf: bedeutet schwere Verluste an Geld und Gut oder Verarmung;
bei positiven Traumverlauf: man sollte die Augen und Ohren offenhalten, da man sonst an einer sehr wertvollen
oder aussichtsreichen Sache vorbei geht;
– verlieren: es wird einem Unglück im Geschäft und Wankelmut der Freunde vorausgesagt;
– sammeln: du machst dir unnötige Sorgen.
(ind. ) : – finden: guter Fortgang in den Geschäften.
(Siehe auch „Edelsteine“, „Gold“, „Schmuck“)
Schatzgräber
Allgemein:
Schatzgräber deuten altindische Traumbücher als Warnung vor Betrug und Täuschung.
Volkstümlich:
(europ.) : – sein oder sehen: in seiner Umgebung wird man einen Verräter haben.
(ind. ) : – sehen: du wirst betrogen werden.
Schatzkammer
Volkstümlich:
(arab. ) : – große Sorgen und Kummer.
(europ.) : – sehen: man wird gute Freunde finden.
Schaubühne
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst langsamen Gewinn haben.
(ind. ) : – sehen: du wirst einen Gewinn haben.
Schauen
Allgemein:
Schauen (im Sinne von genau hinsehen) fordert auf, sich mehr zu konzentrieren; worauf sich das bezieht, erkennt man aus den anderen Symbolen des
Traums und den realen Lebensumständen.
Schaudern
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor etwas Entsetzlichem: Täuschung und Verrat.
Schauer
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet einen Rückschlag in den Plänen durch einen betrügerischen Feind.
(Siehe auch „Gewitter“, „Regen“)
Schaufel
Assoziation: – ausgraben, pflanzen.
Fragestellung: – Was grabe ich aus?
Allgemein:
Eine Schaufel im Traum steht für die Notwendigkeit, in vergangenen Erfahrungen nach Wissen zu graben. Vielleicht muß der Träumende ein
einstiges freudiges oder traumatisches Ereignis oder ein Erlebnis, aus dem er gelernt hat, freischaufeln. Die Beschaffenheit des Spatens oder der
Schaufel ist von Bedeutung. Eine Gartenschaufel ist ein Hinweis, daß der Träumende pragmatisch ist, daß er vorsichtig zu Werke gehen muß.
Schaufel kündigt an, daß man zu einer unangenehmen Aufgabe verpflichtet wird, der man sich nicht entziehen kann.

1202
Psychologisch:
Da die Schaufel im Traum als Instrument der Selbstanalyse gesehen werden kann, ist es wichtig, was mit ihr geschaufelt wird. Der Träumende muß
den Inhalt seines Lebens bedenken. Schaufelt er beispielsweise Kompost, dann bedeutet dies, daß er die Gesamtsumme und die fruchtbarsten
Aspekte seines Lebens überdenkt. Bewegt er dagegen Sand, dann kann dies ein Hinweis darauf sein, daß der Träumende ein intensives Zeiterleben
hat. Wer mit einer Schaufel nach Verborgenem gräbt, duckt sich im Wachleben nicht nur bei der Arbeit, sondern auch vor höheren Instanzen, um
deren Wohlwollen zu erhalten. Wer die Schaufel trägt, aber nicht mit ihr arbeitet, will wohl aller Welt beweisen, wie tüchtig er ist.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist die Schaufel im Traum ein Werkzeug, das hilfreich sein kann, um aufzudecken, was aus spiritueller Sicht richtig ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit hantieren: Arbeit bekommen;
– ein Loch oder Grube graben: man hat gute Chancen im Leben voranzukommen;
– auf harten Grund oder einen harten Gegenstand beim graben stoßen: trotz eifriger Bemühungen wird man keinen Erfolg haben.
(europ.) : – oder Spaten sehen: jemand braucht Ihre Arbeitskraft oder andere bitten um Mithilfe;
– damit arbeiten: du wirst ein minderwertiges Geschäft und geringen Gewinn bei großen Mühen haben;
– kaputte: steht für enttäuschte Hoffnungen.
(ind. ) : – damit arbeiten: deine Dienstleistungen finden keinen Anklang;
– du wirst dir schwer dein Brot verdienen.
(Siehe auch „Spaten“)
Schaufenster
Allgemein: Schaufenster warnt vor Verführbarkeit und zu viel Vertrauen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bist unbescheiden.
(europ.) : – rät vom Kauf ab; es ist nicht alles Gold, was glänzt.
(ind. ) : – sehen: traue dem Schein nicht.
Schaukel
Allgemein:
Schaukel symbolisiert, daß es im Leben ständig auf und ab geht; man soll sich weder auf das Glück verlassen noch das Unglück überbewerten. Sieht
man die Schaukel, kann das auf Entscheidungsschwäche hinweisen, man schwankt zwischen mehreren Möglichkeiten. Sitzt man auf der Schaukel,
deutet das auf einen inneren Konflikt (zum Beispiel zwischen Pflicht und Neigung) hin. Zuweilen bringt sie auch sexuelle Bedürfnisse zum
Ausdruck.
Psychologisch:
Wer im Traum auf einer Schaukel sitzt, dessen Gefühle schwanken hin und her. Vielleicht kann er sich zwischen zwei Menschen nicht so recht
entscheiden, unter Umständen sitzt er aber auch augenblicklich im Berufsleben zwischen zwei Stühlen. Wer andere auf der Traumschaukel sieht, ist
möglicherweise von unsicheren Kantonisten umgeben, die in ihrer Meinung sehr schwanken. In Frauenträumen soll die Schaukel auch auf erotisches
Verlangen schließen lassen, da es ja immer auf und ab geht; wir halten eine solche Deutung nicht unbedingt für stichhaltig, glauben aber, daß
Schaukeln im Traum auch eine Gefahr signalisieren oder auf unbedachtes Handeln schließen lassen kann – vor allem, wenn die Schaukel an einem
dürren Ast oder in zu luftiger Höhe hängt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein wankelmütiges Benehmen zeigen;
– eine schwingende sehen: immer ein gutes Vorzeichen in Liebesangelegenheiten;
– sich darauf in Bewegung setzen: du wirst demnächst wechselvolle Erlebnisse haben;
– selbst darauf schaukeln: man wird bald die Zuneigung eines Menschen gewinnen, den man schon lange verehrt;
auch: man hat die Neigung, die Dinge auf die leichte Schulter zu nehmen und ermahnt zu mehr Ernsthaftigkeit und Seriosität;
– von einer herunterfallen: dein Glück wird dich verlassen.
(europ.) : – Sinnbild des Auf und Ab im Leben und der Fragen um den Lebensinhalt; bedeutet, daß man zu einem leichtfertigen Lebenswandel neigt,
und warnt vor Leichtsinn und Torheiten; auch: eine Änderung der Planung wird sich im Endeffekt als sehr erfolgreich erweisen;
auch: bald ein Blumengeschenk erhalten;
– eine sehen: warnt vor Unentschlossenheit;
– auf einer sitzen: man wird zwischen zwei Gefühlen, Neigungen oder Menschen hin- und hergezogen;
auch: man läßt sich zu leicht von anderen beeinflussen, kann sich nur sehr schwer entscheiden und ist insgesamt sehr wankelmütig,
manchmal sogar unzuverlässig;
(ind. ) : – sehen: deine Freude wird kurz sein;
– jemanden sehen oder schaukeln: Freude kommt ins Haus;
– schaukeln: du bist wankelmütig.
(Siehe auch „Wiegen“)
Schaukelpferd
Volkstümlich:
(arab. ) : – warnt davor, durch Leichtsinn eine große Chance zu verpassen.
(europ.) : – auf einem reiten: man verzettelt sich in einer Liebe, die eigentlich nur eine reine Schwärmerei ist.
(ind. ) : – du wirst Freude an deinen Kindern haben.
Schaukelstuhl
Volkstümlich:
(europ.) : – man ist in jeder Umgebung zufrieden;
– die Mutter, die Frau, oder die Geliebte in einem sehen: steht für die süßesten Genüsse, die das Leben bieten kann;
– leere: verweisen auf Trauer und Entfremdung; der Träumende verdient wahrscheinlich diese Strafe.

1203
Schaum
Allgemein:
Schaum warnt vor Illusionen vor allem in einer Liebesbeziehung. Er gibt dem Träumenden zu verstehen, das etwas größer und besser erscheint, als es
in Wirklichkeit ist. Obwohl man bereits viel erreicht hat, ist man nicht zufrieden und läßt sich immer wieder zu neuen Unternehmungen und
Abenteuern hinreißen. Außerdem sollte man sich vor falschen Freunden und Wichtigtuern hüten, da ihm diese sonst übel mitspielen werden.
Psychologisch:
Der Schaum im Traum weist auf den Schaumschläger im Wachleben hin, der seine Mitmenschen nur blenden will. Wer aus den Schaumkronen des
Meeres aufsteigt und an Land geht, wird in einem neuen Lebensabschnitt erfolgreich sein (hier übernimmt der Traum das Bild aus der Mythologie:
Aphrodite ist ja die dem Meer entstiegene Schaumgeborene).
Volkstümlich:
(arab. ) : – von gärenden und aufschäumenden Flüssigkeiten sehen: Lug und Trug wird dir vorgegaukelt werden.
(europ.) : – oder schäumen sehen: erinnert an die schnelle Vergänglichkeit alles Irdischen.
(ind. ) : – sehen: unbeständige Liebe; auch: eine fröhliche Szenerie wird einem umgeben;
– schlagen: du bist nicht wahrheitsgemäß;
– etwas schaumiges essen: man fällt leicht seinem Idealismus und der Phantasie zum Opfer;
auch in der Liebe gibt man sich allzugern den Täuschungen hin;
– betasten: nicht immer ist die Liebe das, was man von ihr verlangt;
– von Wasser: wie gewonnen, so zerronnen;
– von Schmalz: du kannst dich glücklich schätzen, bald in einem anderen Land zum Wohlstand kommen;
– von Butter in der Pfanne: achte auf deinen Haushalt.
Schauplatz
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst einen Unfall erleiden;
– besuchen: du wirst einen Unfall erleben.
Schauspiel
Volkstümlich:
(arab. ) : – ansehen: ein Wunsch geht in Erfüllung;
– beiwohnen: bestimmte Dinge sind in Wirklich nicht so, wie sie erscheinen;
– bei einem Regie führen: man muß damit rechnen, bald einen guten Freund zu verlieren.
(europ.) : – besuchen: laß dich nicht von der Oberflächlichkeit der Dinge täuschen.
(ind. ) : – zusehen: Untreue.
Schauspieler
Assoziation: – Rolle, Wunsch nach Anerkennung.
Fragestellung: – Welche Rolle spiele ich? Habe ich das Gefühl, zu wenig Anerkennung zu bekommen?
Allgemein:
Von einem Schauspieler zu träumen – besonders wenn es sich um einen berühmten Filmstar handelt – bedeutet, daß der Träumende sich des eigenen
Ich bewußt wird. Die Rolle, die er im Leben spielt, wird ihm bewußt, und er erkennt, daß er vielleicht nicht die Rolle übernommen hat, die ihm
eigentlich am Herzen lag oder daß man nach außen eine Rolle spielt, die absichtlich nicht mit der Persönlichkeit übereinstimmt und entlarvt werden
kann. Vielleicht steht dahinter auch der Wunsch nach mehr Anerkennung, Beachtung und Geltung (dann oft übersteigert).
Psychologisch:
Der Schauspieler ist im Traum oft einer, der im Wachleben viel Theater macht. Kreuzt er auf, sollte man sich eventuell vor Leuten hüten, die nur das
nachreden, was ihnen andere einsagen. Jeder Mensch ist der Schauspieler in seinem eigenen Lebensdrama. Wenn sich der Träumende in seinem
Traum als Schauspieler sieht, kann dies ein Hinweis sein, daß er sich vor anderen Menschen einer künstlichen Fassade oder Maske bedient und sein
Schicksal nicht in die eigene Hand nimmt, vielleicht will er sich in den Vordergrund spielen; ob das gelingt, werden weitere Symbole des Traumes
erläutern können. Der Träumende hat die Möglichkeit, eine neue angemessene Persönlichkeit auszubilden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Schauspieler im Traum eine Aufforderung an den Träumenden, die Verantwortung für seine Taten und für sein
Leben zu übernehmen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einem berühmten begegnen: man wird sich für eine neue Bekanntschaft anfangs recht überschwenglich begeistern,
später aber sein Interesse daran verlieren;
– sich selbst als einen sein: man sollte sich vor leichtsinnigen Geldausgaben hüten; auch: viele Seiten seiner selbst kennt man nicht.
(europ.) : – Vorsicht! Man versucht ein falsches Licht auf einen und sein Wesen zu werfen; auch: bedeutet häusliche
Schwierigkeiten; man sollte sein Temperament zügeln, wenn nicht alles nach Plan läuft;
– sehen: eine Bekanntschaft mit sehr interessanten Menschen wird viel Freude und Genuß bringen;
– eine Schauspielerin sehen: deutet auf einen Zustand ungebrochenen Glücks hin;
– eine erschöpfte sehen: man setzt gerne seinen Einfluß ein, um einen Freund aus Elend und von Schulden zu befreien;
– mit solchen verkehren oder sprechen: eine dominierende Stellung erringen, die man jedoch durch Leichtsinn leicht verlieren kann;
– sich selbst für eine halten: man muß um seine Existenz kämpfen; der Einsatz zahlt sich jedoch aus;
– eine lieben: man verbindet Angenehmes mit Nützlichem und widersetzt sich großen Mühen erfolgreich;
– mittellos umherziehen sehen: einiges wird sich verändern – Scheitern droht; wer in bequemen Verhältnissen
lebt, muß mit Umsturz und Treuebrüchen rechnen;
– ein tote(r) Schauspieler(in): stehen für schweres Elend, das Ihr Glück verdrängt;
– selbst eine ganz andere Rolle als im Leben spielen: das äußere Verhalten befindet sich nicht in Übereinstimmung mit dem wahren
innersten Wesen von einem selbst;
– Sieht ein Mann, daß er sich mit einer Schauspielerin die Zeit vertreibt, stehen ihm Spannungen mit seinem
Schatz bevor, die ihm mehr Ärger als Freude bereiten.
– Träumt eine junge Frau, daß sie mit einem Schauspieler liiert ist oder ihn heiratet, verheißt das Reue,
nachdem das Vergnügen verschwunden ist.
(ind. ) : – du hast Geldausgaben.
(Siehe auch „Nebenrolle“, „Oper“, „Theater“)

1204
Scheck
Assoziation: – leicht zugängliche Ressourcen, Sicherheit.
Fragestellung: – Wie schütze ich meine Ressourcen?
Allgemein:
Scheck verkörpert ein Versprechen, das man einlösen muß oder das man von einem anderen erhielt. Im Einzelfall wird man aber auch vor leeren
Versprechungen gewarnt.
Psychologisch:
Der Check ist ähnlich wie Geld als allgemeines Energiesymbol im Traum zu werten. Mit dem Zahlungsmittel haben Schecks im Traum kaum etwas
zu tun, sondern eher mit Versprechungen und Verpflichtungen, die eingelöst werden müssen. Wer also einen Scheck ausschreibt, löst im Wachleben
ein Versprechen ein. Werden zu viele Schecks auf einmal im Traum sichtbar, lädt man sich im Alltag vielleicht zuviel auf und kann kaum halten, was
man versprochen hat. Wichtig sind natürlich die Zahlen auf den Schecks, manchmal auch der Name, den man darauf liest.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder erhalten: von einem erhaltenen Versprechen bleibt abzuwarten, ob es auch eingelöst wird;
auch: man wird seine Rechnungen zahlen können und Geld erben;
– ausstellen: man soll nichts versprechen, was man nicht halten kann oder will;
– ausgeben: man wird Rückschläge und Verluste im Geschäft erleiden;
– einem Freund gefälschte andrehen: man wird auf Täuschung zurückgreifen, um die Pläne voranzutreiben;
(Siehe auch „Zahlen“)
Scheckbuch
Assoziation: – zur Verfügung stehende Ressourcen, frei verfügbares Geld.
Fragestellung: – Welche Mittel stehen mir zur Verfügung?
Scheffel
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Nahrungssorgen haben.
Scheibe
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: nichts von Bedeutung in Aussicht haben;
– danach schießen: du wirst dein Ziel schon treffen.
(ind. ) : – du bist im Nachteil gegenüber deinen Genossen.
(Siehe auch „Glas“, „Kreis“)
Scheich
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: harte Zeiten liegen vor einem; man sollte sparen, solange man es noch kann.
Scheide
(für Schwerter oder Dolche)
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird ein Mißverständnis beilegen können.
Scheiden
Volkstümlich:
(arab. ) : – von einer geliebten Persönlichkeit: traurige Erlebnisse.
(europ.) : – von Freunden scheiden: es werden einem viele kleine Hindernisse im Leben widerfahren;
– von Feinden scheiden: ist ein Zeichen für Erfolg in der Liebe und Beruf.
Scheidung
Allgemein:
Wenn ein Traum von einer Scheidung handelt, kann dies ein Hinweis auf die Gefühle sein, die der Träumende für den Menschen im Traum hat.
Vielleicht möchte er frei sein von Verantwortung. Der Traum kann auch eine Aufforderung sein, die Beziehungen zwischen den einzelnen
Persönlichkeitsanteilen zu klären. Scheidung taucht manchmal wirklich bei Eheproblemen auf, wenn man eine Trennung befürchtet, oder warnt vor
Untreue, die eine Beziehung gefährdet. Wird man im Traum geschieden, steht das aber auch für Treue.
Psychologisch:
Bedeutet nicht tatsächlich den Schlußstrich unter einer Ehe, sondern umschreibt eher, daß man nicht allzuviel Glück mit Intimpartnern hat.
Manchmal signalisiert das Bild von der Ehescheidung auch, daß man freundlicher zu seinem Partner sein sollte, um weiter in Eintracht mit ihm leben
zu können. Dem Träumenden wird bewußt, daß er seine Gefühle ausdrücken muß, wenn er sich seine Ganzheitlichkeit bewahren will. Er entwickelt
für sich ein neues Lebenskonzept, vielleicht ohne die alten, bisher verwendeten Bewältigungssysteme.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kennzeichnet die Scheidung im Traum Schwierigkeiten, die der Träumende damit hat, den Verlust der Ganzheitlichkeit
seiner Persönlichkeit zu verstehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – zweier Menschen erleben: man möchte sich einer Verantwortung entledigen, die einem lästig ist;
– seine eigene erleben: man sollte in Beziehung zu einem nahestehenden Menschen mehr Geduld beweisen,
da diese sich bald günstig entwickeln wird.
(europ.) : – Angsttraum, einen lieben Menschen durch eigene Schuld zu verlieren; Warntraum; auch: Traum des Gegenteils; häusliches Glück;
– anderer sehen: Mahnung zur Treue;
– die eigene sehen: bedeutet treue Liebe bis zum Grab;
– geschieden werden: man ist mit seinem Partner nicht zu frieden; man sollte sich um eine bessere häusliche Atmosphäre bemühen;
– Träumt eine Frau von Scheidung, wird ihr wegen der Untreue ihrer Liebhaber wahrscheinlich ein Leben als Single bevorstehen.
(Siehe auch „Ehe“, „Ehebruch“)

1205
Schein
Volkstümlich:
(arab. ) : – hellen sehen: Wohlergehen und Glück.
Scheintod
Allgemein:
Scheintod (- Toter) enthält meist die Aufforderung, sich nicht mit der Verdrängung von Einsichten und Erfahrungen zu begnügen, weil das auf Dauer
keine Probleme löst; oft bezieht sich das auf Konflikte mit anderen Menschen.
Psychologisch:
Sieht man sich im Traum scheintot, will man sich im Wachleben dünnmachen, sich vielleicht heimlich aus dem bisherigen Freundeskreis stehlen
oder sich vor einer Verantwortung drücken. Wenn man andere scheintot sieht, sollte man sich im Wachleben nicht über Dinge aufregen, die so
schlimm nun auch wieder nicht sind.
Volkstümlich:
(europ.) : – letzte Mahnung, sich gründlich zu ändern;
– selbst erleiden: es kommt eine bewegte Zeit;
– andere erleiden sehen: Warnung, daß das Schweigen eines anderen nicht Vergessen bedeutet.
(Siehe auch „Tod“)
Scheinwerfer
Allgemein:
Scheinwerfer symbolisiert allgemein Konzentration und Aufmerksamkeit; das fordert auf, sich auf eine bestimmte Angelegenheit zu konzentrieren.
Nach vorn gerichtete Scheinwerfer erhellen die Zukunft, weisen insbesondere auf Hindernisse des Lebensweg hin. Steht man selbst im
Scheinwerferlicht, kann das vor Geltungsdrang oder Entlarvung unlauterer Absichten warnen, er ist aufgefordert, sein Tun und Verhalten zu
überdenken.
Psychologisch:
Wenn ein Scheinwerfer im Traum auf einen bestimmten Punkt oder Gegenstand gerichtet ist, sollte man sich diesen gut merken: Es macht
wahrscheinlich auf ein besonders wichtiges Ereignis in unserem Leben aufmerksam. Er kann auf die Einsicht in Dinge deuten, die den Träumenden
betreffen, als auch, um die tatsächliche Wahrheit herauszufinden. Ist der Scheinwerfer auf uns gerichtet und blendet er uns, dann hat uns jemand
durchschaut und glaubt nun, mit uns spielen zu können. Ein Scheinwerfer dient dazu, den vor dem Träumenden liegenden Weg zu erleuchten.
Spirituell:
Auf dieser Ebene unterstützt der Scheinwerfer im Traum den Träumenden dabei, sich auf spirituelle Fragen zu konzentrieren und alles Überflüssige
beiseite zu lassen.
Volkstümlich:
(europ.) : – als Strahl am Himmel sehen: kündet ein wichtiges Ereignis an;
– einen hellen Schein sehen: man wird „geistige Führung“ erhalten und kann so mit viel Selbst- und Gottvertrauen
eine schwere Lebenslage überbrücken und bewältigen;
– eines Kraftwagens sehen: man kann in einer Sache eine böse Überraschung erleben;
– in den Lichtkegel eines solchen hineingeraten: mehr als einem lieb ist, wird man durchschaut werden.
(ind. ) : – sehen: du wirst bald hinter eine falsche Sache kommen.
(Siehe auch „Licht“ und andere Lichtquellen)
Scheitel
Volkstümlich:
(arab. ) : – kämmen: eitel oder zerfahren sein.
Scheiterhaufen
Allgemein:
Scheiterhaufen zeigt, daß man Absichten, Pläne, Erwartungen, Hoffnungen oder Ideale aufgeben muß, weil sie unrealistisch sind.
Psychologisch:
Er wird aus unseren Schuldgefühlen aufgeschichtet, läßt psychische Unsicherheiten erkennen. Brennt der Scheiterhaufen, sollten wir uns im
Wachleben zurückhalten und nur auf Sparflamme kochen, um nicht anzuecken. Sieht man sich selbst auf dem Scheiterhaufen, sollte man in sich
gehen und sein bisheriges Leben überdenken, um daraus vernünftige Schlüsse für die Zukunft zu ziehen, vielleicht auch noch einmal von vorn
beginnen und dabei alte Fehler vermeiden. Aufgeschichtete Scheiterhaufen sind ebenso Warnungen davor, sich fremden Menschen unbedacht
anzuvertrauen.
Volkstümlich:
(europ.) : – Vorsicht vor Überheblichkeit! Nichts auf d ie Meinung anderer geben und nicht beachten, daß die Schwierigkeiten immer größer werden;
– errichten sehen: Mahnung, in einer wichtigen Sache seine Gedanken bei sich zu behalten, da sonst Schaden oder Nachteile entstehen;
– soll man darauf verbrannt werden: es wird einem zu größter Vorsicht bei einem Liebesabenteuer geraten;
– brennend sehen: wegen seiner freimütigen Äußerung unbeliebt oder angefeindet werden oder unter seiner Überzeugung leiden müssen;
– selbst errichten oder etwas darauf verbrennen: seinen bisherigen Grundsätzen oder Anschauungen untreu werden und daraus die
Konsequenzen ziehen müssen.
(ind. ) : – unglückliche Schicksalsfügungen;
– brennen sehen: man verfolgt dich wegen deines Freimutes;
– sich selbst darauf sehen: du begehst unverbesserliche Fehler.
Scheitholz
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Geld verdienen oder gewinnen.
Schelle
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein prahlerisches Wesen zeigen;
– hören: du wirst dich wundern;
– selbst ertönen lassen: du wirst deine Umgebung zu beherrschen wissen.

1206
(europ.) : – Schellengeläute: man wird Neuigkeiten erfahren.
(ind. ) : – Schellengeklingel: hüte dich vor Schwatzhaftigkeit.
Schellfisch
Volkstümlich:
(europ.) : – im allgemeinen glückverheißend.
(ind. ) : – essen: du wirst dich weit von der Heimat entfernen.
Schelm
Volkstümlich:
(arab. ) : – man hält dich zum Besten.
Schelten
Volkstümlich:
(europ.) : – erhalten (gescholten werden): man hat mit einem Lob zu rechnen;
– die Kinder schelten: bedeutet ein glückliches und gedeihliches häusliches Leben.
(ind. ) : – man will dich vertreiben.
– mit jemanden: du vergeudest deine Zeit.
Schemel
Allgemein:
Schemel verheißt nach alten Traumbüchern eine behagliche, wenn auch bescheidene Zukunft. Im Einzelfall deutet man ihn auch im Sinne von Knien.
Psychologisch:
Die Hilfe im Haus, damit man es bequemer hat. Wer seine Füße auf einen Schemel stellt, ist gut versorgt. Sitzt man aber auf einem Schemel, duckt
man sich zu Haus.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du kannst deine Tage in Bequemlichkeit verbringen.
(Siehe auch „Stuhl“)
Schenke
(Wirtshaus)
Allgemein:
Schenke (Gasthaus) warnt oft vor Leichtlebigkeit, kann aber auch das Bedürfnis nach Geselligkeit anzeigen. Nach altindischen Traumbüchern
kündigt sie Ärger mit anderen an, wobei zum Teil der Mißbrauch von Alkohol eine Rolle spielt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: halte deine Barschaft zusammen;
– sich darin aufhalten: kümmerliche Verhältnisse werden dich ängstigen.
(europ.) : – Warntraum, da Alkohol keine Basis für Freundschaften ist.
(ind. ) : – darin sitzen: du wirst Verdruß erleben müssen.
(Siehe auch „Alkohol“)
Schenkel
(Körperteil)
Assoziation: – Kraft der Bewegung.
Fragestellung: – Bin ich stark genug, um an mein Ziel zu gelangen?
Volkstümlich:
(ind. ) : – schöne, starke: du wirst geliebt;
– gebrochen: Unheil.
(Siehe auch „Körper“)
Schenken
Psychologisch:
Wer im Traum etwas geschenkt bekommt, kann im Alltagsleben mit Entgegenkommen rechnen; dabei sollte man darauf achten, was geschenkt
wurde, und daraus weiteres deuten.
Volkstümlich:
(europ.) : – jemandem persönlich etwas schenken: man wird in einer Sache Entgegenkommen und Verständnis finden;
– etwas verschenken: man wird bald ganz überraschend selbst etwas geschenkt bekommen;
– beschenkt werden: man sollte jetzt sein Herz für andere öffnen.
(Siehe auch „Geschenk“)
Schenkwirt
Volkstümlich:
(ind. ) : – Einladung zu einem Essen.
Scherben
Allgemein:
Scherben können als allgemeines Glückssymbol gelten. Oft ermahnen sie aber, nicht zu ungestüm vorzugehen oder übermütig zu werden, weil sich
sonst Erwartungen und Hoffnungen leicht zerschlagen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Zerwürfnisse mit nahen Verwandten oder Freunden;
– selbst machen: Glückszeichen; das Schicksal ist einem wohlgesonnen.
(europ.) : – sehen: warnt vor Übermut; leicht kann etwas wieder zerbrechen;
– machen: bringt Glück;
– Porzellan zerbrechen: jetzt wird Altes beseitigt, damit Neues Platz hat.
(ind. ) : – sehen: dein Glück wird zerbrechen.
(Siehe auch „Glas“, „Porzellan“ und andere zerbrechliche Materialien und Gefäße)

1207
Schere
Assoziation: – weibliche Waffe, Trennung.
Fragestellung: – Was möchte ich ausschneiden?
Allgemein:
Eine Schere im Traum ist eine Aufforderung an den Träumenden, das Unwesentliche aus seinem Leben zu entfernen. Dies können Empfindungen
sein, die er für unangemessen hält, Gefühle, mit denen er nicht zurechtkommt, oder eine seelische Verletzung, die geheilt werden muß. Die Art der
Schere kann eine Rolle spielen. Eine Küchenschere etwa wäre praktischer als eine Operationsschere, die auf die Notwendigkeit größere Präzision
hinweist. Eine Schere kann auch auf eine scharfe Zunge oder beißende Bemerkung deuten. Schere kann bei Männern auf unbewußte Kastrationsangst
aus der Kindheit hinweisen, die häufig mit Angst vor sexueller Betätigung verbunden ist. Allgemeiner deutet man sie als bevorstehende Trennung
von einem Menschen. Manchmal kommt darin die Neigung zu Ironie, Sarkasmus oder übertriebener Kritik zum Vorschein, die zwischenmenschliche
Beziehungen belastet.
Psychologisch:
Sie umschreibt die Angst, daß man etwas verkehrt machen könnte; denn ihr Schnitt ist endgültig. Will man also mit der Schere im Traum etwas
zurechtschneiden oder korrigieren, sollte man im Wachleben einen Schritt genau überdenken und gut überlegen, ehe man ihn tut. Auch auf
Streitigkeiten und Ärger weisen die Scheren hin. Wer eine geschenkt bekommt, will vielleicht das Band zerschneiden, das ihn bisher mit dem
Schenkenden verbunden hat, was dann wohl ein unwiederbringlicher Verlust sein könnte; denn schneidet man mit einer Schere, will man eine
saubere Trennung haben. Sieht man einen anderen schneiden, möchte der uns eventuell, wie man so sagt, die Klamotten hinschmeißen und nichts
mehr mit uns zu tun haben. Wenn der Träumende in seinem Traum eine Schere schärft, dann macht ihm dies die Notwendigkeit bewußt, im Hinblick
auf seine Kommunikation präziser zu sein. Die Verwendung einer stumpfen Schere hingegen ist ein Hinweis darauf, daß er durch ungeschliffene
Worte Schwierigkeiten und Auseinandersetzungen heraufbeschwört. Handelt der Traum von einem Friseur, der eine Schere benutzt, hat der
Träumende Angst, Stärke und Prestige einzubüßen. Näheres ergibt sich aus dem ganzen Traum und den Handlungen, zu denen die Schere im Traum
benützt wird.
Spirituell:
Aus spiritueller Sicht ist eine Schere ein doppeldeutiges Symbol. Sie kann den Lebensfaden durchschneiden, aber auch Einheit und das
Zusammenkommen von Spirituellen und Physischen verkörpern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder damit arbeiten: mische dich nicht in gehässige Zänkereien, sie fallen nicht gut für dich aus.
(europ.) : – meist im erotischen Sinne Angst vor einem Verlust, weil man nichts zu halten vermag; Frauen werden mißtrauisch gegenüber ihren
Ehemännern sein, Liebespaare werden sich streiten; Schwerfälligkeit wird den Geschäftshimmel verfinstern; Warnung vor falschen
Freunden; man sollte mit seinem Vertrauen vorsichtig umgehen;
– sehen: bedeutet eine durch eine Frau verschuldete Trennung; viel Ärger durch schlechte Frauen;
auch: wenn sich zwei streiten, und man mischt sich ein, werden sich die Streithähne gegen einem vereinigen und einem schaden;
– mit einer schneiden: man wird das Verhältnis zu einer Frau lösen;
– schleifen: man arbeitet an etwas, was den eigenen Gefühlen widerspricht;
– kaputt machen: es kündigen sich Streitereien und möglicherweise Trennungen an;
– verlieren: man versucht, unangenehmen Aufgaben zu entkommen.
(ind. ) : – sehen: du lebst in drückenden Verhältnissen;
– damit schneiden: Geldgewinn;
– goldene: Freude haben;
– schleifen: Zank und Streit haben.
(Siehe auch „Messer“, „Schneiden“)
Scheren
(Haare)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt ein Unfreier, er schere sich den Kopf kahl, wird er seinen Herrn verlieren und in große Bedrängnis geraten;
ein freier Mann wird ehrlos der öffentlichen Verachtung preisgegeben werden und in Armut sterben.
– Dünkt es einen, der Barbier schere ihm die vordere Kopfhälfte und blicke dabei in sein Gesicht, wird er die Art
und Weise seines Todes vorausschauen, schert jener die hintere Hälfte, wird er im Ungewissen darüber bleiben.
(ind. ) : – Träumt einer, er schere seinen Kopf nach Mönchsart, wird er Buße tun,
Verstrickungen und Sünden fliehen und in Treue zu seinem Glauben stehen.
– Der Kaiser wird seinen Thron verlieren und in Trübsal sterben.
– Einer verheirateten Frau prophezeit der Traum Witwenschaft,
einer ledigen ein Leben ohne Mann und Kinder
(Siehe auch „Kahlkopf“)
Scherenschleifer
Allgemein:
Scherenschleifer soll nach alter Traumdeutung Streit mit anderen verkünden, an dem man aber selbst unschuldig ist.
Psychologisch:
Übersetzt den Mann, der in ein enges Verhältnis Zwietracht säen möchte. Wo er im Traum auftaucht, wird ein trübes Süppchen gekocht, steht
möglicherweise ein Nebenbuhler vor der Tür oder gar schon mitten im Zimmer. Er macht die Schere und das Messer scharf, damit sie besser
zerschneiden können, was im Wachleben auf Trennung vom Altgewohnten oder von etwas, das einem lange Zeit lieb und wert war, hinweisen
könnte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: viele leere Versprechungen erhalten.
(europ.) : – man nimmt sich zu große Freiheiten im Umgang mit seinen Besitztümern;
– sehen: zwischen einem selbst und einem nahestehenden Menschen wird durch Dritte Zwietracht gesät;
– Einer Frau verspricht dieser Traum unglückliche Verbindungen und viel Plackerei.
(ind. ) : – du wirst eine Reise machen.
(Siehe auch „Messer“, „Schere“)

1208
Scherze
Allgemein:
Scherz(en) kündigt meist Sorgen, Ku mmer und schwere Verluste an.
Psychologisch:
Ein Scherz oder Witz, der im Traum auftaucht, kann jemanden verkörpern, der im Wachleben ein kluger Berater ist. Ist man selbst derjenige, der die
Witze reißt, dann ist zu prüfen, ob man damit jemand Bestimmten aus dem wahren Leben kritisieren oder sich über ihn mokieren; oder ob dies
umgekehrt jemand auf die eigenen Kosten tut.
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: dein Übermut wird sich bald legen;
– von anderen erleben: deine Freunde spotten über dich.
(europ.) : – machen oder am Tage: du wirst frohe Stunden genießen;
– scherzen sehen oder in der Nacht: du wirst trübe Tage erleben.
(ind. ) : – du wirst dich ins Ausland verheiraten.
Scheuern
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst Ordnung im Hause haben;
– selbst scheuern: du wirst nichts ersparen können.
(europ.) : – und reinemachen: verkündet eine ungewohnte Arbeit.
(ind. ) : – selbst: du wirst eine ungewohnte Tätigkeit vollbringen müssen.
Scheune
Assoziation: – Lager, Heimstätte der animalischen Natur.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir sehnt sich nach Versorgung oder Sicherheit?
Allgemein:
Das Haus, in dem für Vorrat gesorgt wird, steht für triebhafte, aber auch geistige Energie. Ist die Scheune leer, haben wir zur Zeit nicht viel
Alltagsleben zu erwarten. Ist sie gefüllt, ist auch unsere Kasse voll, so daß wir uns ein fröhliches Leben gönnen können. Traditionelle Deutung:
Wenn man von einer Scheune träumt, hat man eine heimliche Leidenschaft, die das Tageslicht nicht verträgt.
Psychologisch:
In der Realität wird die eingebrachte Ernte in der Scheune gelagert. Im Traum hat die Scheune eine ähnliche Bedeutung, sie signalisiert Wohlstand,
Sicherheit und Erfolg des Träumenden. Allerdings kommt es dabei sehr auf den Zustand der Scheune an. Ist sie nämlich brüchig oder verfallen, so ist
dies ein Bild für Ängste, Unsicherheiten, Zweifel oder Zukunftsängste.
Volkstümlich:
(arab. ) : – volle: es mit einer Erbschaft zu tun bekommen; über Reichtum und Wohlbefinden sich freuen dürfen;
– leere: magere Zeiten stehen bevor;
– brennend: man sollte auf seine persönlichen Dinge und Habseligkeiten besonders achten.
(europ.) : – mit reifen, trockenem Getreide und perfekten Ähren gefüllte und fettem Vieh umgebene sehen: deutet auf großen Wohlstand;
– eine volle: zeigt den ganzen Erfolg durch eigene Arbeit;
– leere: Anzeichen einer Mißernte.
(ind. ) : – gefüllte: wachsender Wohlstand;
– leere: Mahnung zu Fleiß; vergebliches Hoffen.
(Siehe auch „Bauer“, „Stall“)
Schickeria (Siehe „High- Society“)
Schicksal / Schicksalsgöttin
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Feind wird zurückschlagen, und einem Ärger bereiten; weist auf unnötige Streitereien und Unglück hin;
– Spielt eine junge Frau mit dem Schicksal, so wird sie sich mutig zwischen treue Freunde oder Geliebte stellen.
Schieben
Allgemein:
Wird der Träumende in seinem Traum geschoben, ist dies ein Hinweis auf eine Kraft in seinem Umfeld, die es ihm erlaubt, mit geringem
Eigenaufwand sein Ziel zu erreichen. Schiebt der Träumende, setzt er seinen Willen aktiv ein. Schiebt der Träumende etwas bergauf, etwa ein Auto
oder eine Schneekugel, deutet dies auf den Versuch, sich Naturkräften zu widersetzen.
Psychologisch:
Steht der Träumende im Alltag unter Druck, kann dies im Traum dadurch zum Ausdruck kommen, daß er geschoben wird. Der Vorgang ist jedoch
vielleicht auch ein Hinweis auf die Angst vor Krankheit. Bei bestimmten Formen von Geisteskrankheiten hat der Betroffene das Gefühl,
herumgeschoben oder zu etwas gedrängt zu werden, das er nicht tun will. Drückt sich diese Erfahrungen im Traum aus, kann sie manchmal
tatsächlich eine Form der Heilung sein.
Spirituell:
Wenn ein Mensch mediale Fähigkeiten entwickelt, wird er sich möglicherweise der feinen Kräfte und Energien, die ihm umgeben, gewahr. Dies kann
als ein Schieben erlebt werden.
Schiebkarren
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Krankheit;
– selbst führen: du wirst Schaden erleiden.
Schiedsmann
(Justiz)
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird von Angst vor Verlusten im Geschäft gequält.
(Siehe auch „Anwalt“, „Richter“)

1209
Schiedsrichter
Allgemein:
Wenn man von einem Schiedsrichter träumt, dann bringt man eine starke Autoritätsfigur ins Spiel. Der Traumschiedsrichter repräsentiert vielleicht
jemanden, der die Macht hat, das reale Leben zu beeinflussen oder zu bestimmen, oder er gibt einem Ratschläge, die er auch als Anweisung
durchsetzen kann. Ignorierte man ihn oder protestierte sogar gegen seine Entscheidungen, so tut man gut daran, dies nicht auch im wirklichen Leben
so zu machen, sofern der Traum nicht lediglich den Unmut über erhaltene Anweisungen ausdrückt. Doch so simpel sind Träume selten.
Psychologisch:
Ein Traum, der sich mit dem eigenen Begriff von Fairneß befaßt: sich selbst und anderen gegenüber. Außerdem kann es ein Hinweis sein, daß man
sich an bestimmte „Spielregeln“ im Leben halten sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Ehre genießen.
(ind. ) : – dein Freund ist dir treu.
Schiefer
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Zerwürfnisse mit Bekannten.
(ind. ) : – sehen: du hast Glück in der Lotterie.
Schieferdecker
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeiten sehen: unternimm keine gefährlichen Dinge.
Schiefertafel
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einer schreiben: neue Pläne;
– eine zerbrechen: die Pläne werden fehlschlagen.
Schielen
Allgemein:
Schielen weist darauf hin, daß man eine Angelegenheit aus einem falschen Blickwinkel betrachtet. Allgemein kommen darin falsche
Lebenseinstellungen zum Vorschein, die man erkennen und korrigieren muß.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine andere Person schielen sehen: man wird von unangenehmen Menschen geplagt; auch: die Zuneigung eines geliebten Menschen
besitzen, wenn man einen schielenden Mann sieht; das Gegenteil, wenn man eine schielende Frau sieht;
– Erkennt ein Mann, daß seine Geliebte oder ein gutaussehendes Mädchen nach ihm schielt, dann erleidet er einen Verlust, weil er die
Gunst der Frauen sucht.
– Träumt eine junge Frau davon, daß Männer nach ihr schielen, läuft sie Gefahr, ihre Unbescholtenheit zu verlieren.
(Siehe auch „Auge“, „Brille“)
Schienbein
Artemidoros:
Das Schienbein weist auf die Gattin und die Freundin hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich daran verletzen: Hindernisse aller Art werden sich auf deinem Lebensweg zeigen.
(Siehe auch „Körper“)
Schienen (Siehe „Gleise“)
Schierling
Volkstümlich:
(ind. ) : – (Giftpflanze): sehr schwere Krankheit.
Schießen
Assoziation: – Zerstörung von Aspekten des Selbst.
Fragestellung: – Was will ich loswerden?
Allgemein:
Schießen symbolisiert oft einen inneren Konflikt, der durch widerstrebende Eigenschaften oder Ziele entsteht. Hört man Schüsse, kann das wichtige
Erkenntnisse und Neuigkeiten ankündigen, die aber oft mit Sorgen und Gefahren verbunden sind. Wenn man selbst schießt, fordert das auf, sich von
Sorgen, Kummer und Ärger zu befreien, indem man sie offen zeigt.
Psychologisch:
Ein Ziel war anvisiert, dann entscheidet die Treffsicherheit, ob etwas (oder jemand) „abgeschossen“ wird. Ein Traum, der sich mit dem menschlichen
„Jagdinstinkt“ und mit kalkuliert aggressivem Verhalten befaßt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – durch Beharrlichkeit wirst d u zum Ziel gelangen.
(europ.) : – ein Entschluß ist gefaßt oder eine Entscheidung getroffen; oft handelt es sich auch um eine anal-sexuelle Reaktion;
– hören einzelner Schüsse: bedeutet das Eintreffen einer hocherfreulichen Nachricht;
– hören von heftigen Schießen: Unruhe oder turbulente Ereignisse;
– selbst schießen: man wird seinem Herzen endlich Luft machen können;
– andere schießen sehen oder hören: bedeutet bei Ehegatten und Liebenden Unglück durch großen Egoismus;
auch: dieser Traum weist darauf hin, daß durch Fahrlässigkeit Geschäfte unbefriedigt verlaufen und Vorhaben scheitern werden.
(ind. ) : – hören: Not und Gefahren;
– sehen: du verfolgst schöne Ziele;
– selbst: erfreuliche Nachricht.
(Siehe auch „Knall“, „Pistole“, „Schuß“ und andere Waffen mit denen man schießen kann)

1210
Schießpulver
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast wenig Energie.
(europ.) : – sehen: Warnung, in einer Sache nicht weiterzugehen; auch: für einen Mann bedeutet es einen
schnellen Ortswechsel und für eine junge Frau die Heirat mit einem Soldaten;
– mit solchen hantieren: man läßt sich auf ein sehr gewagtes und gefährliches Abenteuer ein;
(ind. ) : – du wirst in der Liebe keine Treue finden.
(Siehe auch „Dynamit“)
Schießscharte
Psychologisch:
Bei dieser Öffnung kommt der Schuß von Innen, was wohl eher darauf hinweisen könnte, daß man im Wachleben gezielt vorgehen möchte, ohne sich
selbst dabei etwas zu vergeben (weil man sich ja hinter der Schießscharte in Sicherheit wähnt). Das Traumbild könnte auch sexuell gedeutet werden.
Schießstand
Volkstümlich:
(ind. ) : – kriegerische Zeit.
Schiff
Artemidoros:
Das Steuern eines Schiffes bringt allgemein Glück, wenn man glatt landet oder gefahrlos in See sticht, doch wird es nicht ohne Anstrengung und
Furcht abgehen. Träumt man, auf einem Schiff und auf ruhiger Fahrt zu sein, so ist das für jedermann ein Zeichen von guter Vorbedeutung; gerät
man aber in einen Sturm, zeigt es Mißstimmungen und Gefahren an. Gerät man in ein Sturm oder erleidet Schiffbruch, ist das nach meinen
Beobachtungen ein ganz übles Vorzeichen. Ein Schiffbruch, bei dem das Schiff kentert oder an Felsen zerschellt, bringt allen Schaden,
ausgenommen Leuten, die von anderen gewaltsam festgehalten werden, und Sklaven; diese befreit es von ihren Bedrängern; das Schiff gleicht
nämlich den Widerwärtigkeiten, von denen sie geplagt werden. Immer ist es besser, an Board eines großen Schiffes mit fester Ladung zu sein, weil
die Fahrt auf kleinen Schiffen, selbst wenn sie glatt vonstatten geht, bei allem Gewinn doch immer mit einem Risiko verbunden ist. Hier noch
folgender Hinweis: Übers Meer zu fahren und auf ruhiger Fahrt zu sein ist weit günstiger, als durch das Binnenland zu schiffen; letzteres bedeutet,
das Glück werde säumiger, launischer und nur schwer zu ergreifen sein. Unheilvoller ist es, einen Sturm auf dem Meer als einen auf dem Land
durchzustehen. Vermag man trotz bestem Willen nicht zu segeln oder wird man von anderen gewaltsam zurückgehalten, so zeigt das Hindernisse und
Verzögerungen in den Unternehmungen an; ebenso bedeutet es Verzögerungen und Hindernisse, wenn die Fahrt durch das Binnenland durch Bäume
oder Felsen erschwert wird. Für alle ist es ein gutes Vorzeichen, vom Land aus Schiffe durch das Meer ziehen und bei günstigem Wind segeln zu
sehen, und es ist das Symbol einer Reise…; Verreisten kündigt es die Rückkehr in die Heimat an, häufig auch Nachrichten aus Übersee. Stechen
Schiffe in See, erfüllt sich das Gute langsamer; denn die Fahrt beginnt erst; landende und in den Hafen einlaufende Schiffe zwingen das Glück
schneller herbei; sie haben ja das Ziel der Fahrt erreicht. Häfen und alle Ankerplätze bedeuten stets Freunde und Wohltäter, Vorgebirge und Buchten
dagegen Menschen, die wir notgedrungen, aber nicht aus freien Stücken schätzen und die auch ihrerseits uns nicht aus Wohlwollen Gutes erweisen.
Anker weisen auf das Notwendige und Sichere in den Geschäften hin, verhindern aber eine Reise; denn sie werden immer ausgeworfen, um den
Schiffen festen Halt zu geben. Ankertaue und alle Arten von Seilen sind Symbole von Darlehen, Arbeitsverpflichtungen, Verträgen und
Beschlagnahme von Vermögen. Der Mastbaum bedeutet einen Schiffsherrn, der Bug den Untersteuermann, der Gänsehals (Ein am Heck befestigtes
Ornament.) den Obersteuermann, das Takelwerk die Matrosen und die Segelstange den Aufseher über die Ruderer. Wird irgendein Teil eines vor
Anker liegenden Schiffes beschädigt, so folgt, daß die dadurch bezeichnete Person ums Leben kommt. Ist das Schiff auf Fahrt, so wird es von einem
gewaltigen Sturm gepackt werden, wobei eben jenem Schiffsteil eine ungewöhnliche Gefahr droht. Der Sturm wird von der Seite heranziehen, von
welcher aus das Feuer (Blitz, Elmsfeuer?) am Himmel auf das Schiff zukommt. Ich kenne einen Reeder, dem es träumte, er habe die auf seinem
Schiff aufgestellten Schutzgötter verloren; er war in großer Furcht und glaubte, das Traumgesicht kündige sein Ende an; es ging aber ganz im
Gegenteil alles gut aus. Er machte viel Geld, zahlte den Gläubigern, denen das Schiff verpfändet war, die von ihnen aufgenommenen Darlehen
zurück und hatte damit niemanden mehr, der einen Anspruch auf das Schiff geltend machen konnte. Immer ist es ein Zeichen von guter
Vorbedeutung, das Meer in sanfter Bewegung und in ruhigem Wellenschlag zu schauen, es prophezeit glänzende geschäftliche Erfolge; Windstille
dagegen, wegen der Unbeweglichkeit, Stillstand der Geschäfte, ein Sturm Aufregungen und Verluste; denn er verursacht sie. Alles, was uns
persönlich umgibt, hat dieselbe Bedeutung, z.B. ein Gewand, ein Schiff und ähnliches mehr. Es träumte z.B. jemand, er habe sich mit einem Gewand
aus Holz bekleidet. Er befand sich auf einer Seereise und kam mit dem Schiff nur langsam vorwärts; denn das Gewand aus Holz war gleichbedeutend
mit dem Schiff.
Allgemein:
Träume von Schiffe und Booten zeigen, wie der Träumende seine eigenen und die Gefühle anderer Menschen bewältigt. Sie können auch darstellen,
wie der Träumende durch sein Leben navigiert und ob er es unter Kontrolle hat. Schiff steht für die Persönlichkeit und ihre Art, sich im Leben zu
behaupten. Häufig ist damit der Wunsch nach Veränderung verbunden, den man aber sorgfältig überlegen muß; vor allem das Schiff im Sturm oder
Nebel kann vor den Gefahren voreiliger Veränderungen warnen. Geht das Schiff unter oder liegt es auf dem Trockenen, kündigt das ein Scheitern
von Plänen an, weil man sie wahrscheinlich nicht gründlich genug vorbereitet hat.
Psychologisch:
In früheren Zeiten glaubte man, daß alle Dinge eine Seele hätten. Man sah deshalb im Schiff ein weibliches Wesen, das oft in der Form einer
weiblichen Galionsfigur dargestellt wurde. Das Schiff galt in der ägyptischen Mythologie als das Seelenschiff und deshalb auch als Totenschiff. In
anderen Mythen stand es dagegen als Lebensschiff. Diese Bedeutung hat es auch im Traum. Die Reise im Schiff ist die symbolisierte Lebensreise des
Träumenden, die jedoch eher einem unbewußten Prozeß gleichkommt. Das Schiff im Traum übersetzt meist unser Lebensschiff, die auf
schaukelnden Wellen getragene Persönlichkeit, die sich immer wieder zu neuen Ufern aufmacht, wobei sie nie auslernt. Schon das chinesische
Weisheitsbuch „I Ging“ hebt den psychischen Wert einer Schiffsreise (im Traum) hervor; es sei „gut, das Wasser zu überqueren“. Aus dem Traum
heraus kann jeder selbst leicht deuten, ob die Lebensreise einen guten oder einen schlechten Aspekt enthält, wenn er weitere Symbole zur Erklärung
heranzieht. Oftmals ist schon der Rauch (siehe dort) eines Dampfschiffes symbolträchtig, ebenso ob die Maschine (siehe dort) volle Fahrt voraus
macht oder ob sie das Schiff nicht vorwärtsbringt. Befindet sich der Träumende in seinem Traum allein in einem kleinen Boot, dann ist es an der
Zeit, daß er sich darüber Klarheit verschafft, wie er mit Isolation und Einsamkeit umgeht. Handelt der Traum vom Aufenthalt auf einem großen
Schiff, dann wird damit die Aufmerksamkeit des Träumenden auf seine Handhabung von Gruppenbeziehungen gelenkt. Hat er im Traum sein Schiff
versäumt, so sollte er von seinem perfektionistischen Anspruch Abstand nehmen, alle Chancen und Gelegenheiten wahrzunehmen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert das Schiff die Einstellung des Menschen zum Tod. Das Symbol steht für „die letzte Reise“, aber auch für
Fruchtbarkeit und Abenteuer.

1211
Volkstümlich:
(kaiserliche Schiffe) :
– Kaiserliche Kriegsschiffe deuten auf Kriege.
– Das Schiff, auf dem der Kaiser sich befindet, bedeutet die Augusta, entsprechend weist das Schiff der Augusta auf den Kaiser.
– Birst der kaiserliche Schnellsegler oder gerät er in Seenot, prophezeit das den Tod der Kaiserin;
widerfährt solches dem Schiff der Kaiserin, droht dem Kaiser der Tod.
– Träumt der Kaiser, sein Schnellsegler sei leck geworden oder beschädigt, wird die Kaiserin entsprechend dem Schaden erkranken.
– Ist das Schiff bis an den kaiserlichen Thron aufgerissen, wird die Kaiserin sterben.
– Läßt der Kaiser einen neuen Schnellsegler bauen, wird er entsprechend dessen Farbe und Schönheit eine Frau nehmen;
läßt er auf diesem Schiff einen Thron errichten, wird er von ihr einen Sohn bek ommen, der ihm in der Herrschaft folgen wird;
schaut der Kaiser, daß der Thron zerbricht, niederbrennt oder beschädigt wird, bedeutet das den Tod seines Sohnes.
– Bleibt sein Schiff bewegungslos im Meer stecken, wird die Kaiserin so lange Drangsal und Schmach erdulden, wie das Schiff
manövrierunfähig geblieben ist; sie wird aber nicht ums Leben kommen.
– Läßt der Kaiser eigene Schnellsegler bauen, wird er sich Konkubinen zulegen und ihnen Rang und Würde verleihen.
– Schaut er, wie das Schiff der Kaiserin Schiffbruch erleidet, wird sich der Traum an ihm erfüllen.
– Träumt der Kaiser, seine Flotte sei gerüstet, steche zum Kriegszug in See und halte gute Fahrt, wird er entsprechend dem
guten Kurs Erfolge haben, im anderen Fall wird das Gegenteil eintreffen.
– Dünkt es ihn, daß seine Geschütze weitreichender und stärker als vordem geworden sind, wird er voller Freude sein und über
seine Feinde siegen.
– Schießen die Geschütze Feuer ab um feindliche Schiffe und Stellungen in Brand zu setzen, wird der Sieg über die Feinde
so gewaltig sein, wie die Wirkung des Feuers war; sind die feindlichen Schiffe in Brand geschossen, wird deren Untergang
besiegelt sein.
– Läßt der Kaiser eine neue Flotte von vielen Schiffen bauen, wird er eine mächtige Streitmacht entsprechend der Zahl der
Schiffe gegen seine Feinde zusammenbringen; schaut ein anderer dieses Gesicht, deutet es auf den Kaiser.
(arab. ) : – Fährt einer zu Schiff über einen Fluß oder das Meer, bedeutet das Schiff sein Heil und Sicherheit vor Feinden;
gerät das Schiff in Gefahr, wird der Träumer seinen Schirm und Schutz verlieren und erkranken,
hatte er aber glatte Fahrt, wird er in seinem Beruf gutes Verdienst haben.
– Erwirbt jemand Handelsschiffe, wird er Sklaven erwerben nach Art seiner Hausgenossen;
geraten die Schiffe in Seenot, droht seinen Sklaven Gefahr und ihm selbst Bettelarmut.
– Baut einer Schiffe, wird er entsprechend deren Zahl mit einem Zuwachs seines Vermögens rechnen und ihn auch bekommen.
– in weiter Ferne sehen: es steht eine baldige Trennung bevor, die einen Orts- und Berufswechsel nach sich ziehen wird;
auch: man wird sich einen neuen Freundeskreis aufbauen;
– sehen: zeigt eine weite Reise an;
– mit vielen Menschen darauf: du wirst einsam sein;
– in einen Hafen einfahren sehen: deine Angelegenheiten werden sich zu deiner Zufriedenheit erledigen;
– (selbst) in einem Hafen einlaufend: du wirst einer Gefahr glücklich entrinnen;
– im Hafen: die Aussicht auf einen finanziellen Gewinn ist gut; man wird sein Leben in Ruhe und Sicherheit genießen können;
– das ohne Mast und Segel gestrandet ist: Zerrüttung der Vermögens- oder Familienverhältnisse;
– ohne Mast und Segel: Not, aus der es aber Rettung gibt;
– auf dem Wasser: Gewinn;
– auf dem Lande: deine Arbeit lohnt nicht;
– laden sehen: erfolgreiches Geschäft;
– ausladen sehen: du darfst fernwohnende Freunde erwarten;
– selbst damit fahren: Glück; man steht vor einem schweren Entschluß, der sich nachhaltig auf die Zukunft auswirken wird;
– Schiffbruch erleiden: man läuft Gefahr, seine Existenzgrundlage zu verlieren;
– steuern: dein Unternehmen wird gelingen;
– führerlos: Mißerfolg;
– bauen sehen: schwankende Liebe;
– untergehen sehen: traurige Nachrichten werden dich schrecken;
– hell brennen sehen: ein Gewinn, der Feindschaft erweckt;
– verbrennen sehen: großer Verlust;
– vor Anker liegend: bleibe fest bei dem, was du dir vorgenommen;
– in einem Fluß: Freude.
(europ.) : – Änderung des Lebensweges; auf Wasser etwas unsicher empfunden, vor allem bei trüben Wasser;
sagt Ehren und im Verhältnis zum bisherigen Lebensstil Beförderungen auf hohem Niveau voraus;
– sehen: kündet einen Wechsel oder eine Veränderung an;
– oder auch Dampfer: verspricht großen Reichtum;
– an Bord sein: verheißt Reisen und gute Geschäfte; das jetzige Leben mißfällt einem und man sehnt sich nach anderen Verhältnissen;
– abfahren sehen oder selbst mit einem abfahren: kündet einen Abschied von einem Menschen, einem Ort oder einer Sache an;
auch: kündigt eine einschneidende Veränderung an;
– auf einem falschen Schiff sein: man sollte all seine beruflichen Verbindungen und Ziele genauestens überprüfen, denn man hat die
falsche Entscheidung getroffen;
– in einen Hafen einlaufen sehen: verheißt ein Wiedersehen;
– nach der Ankauft im Hafen verlassen: man wird sein Ziel erreichen;
– bauen oder verladen sehen: Erfolge; bedeutet einen Gewinn;
– im Nebel: bedeutet drohende Gefahr;
– in Seenot sehen: Warnung vor einer großen Gefahr;
– in einem heftigen Sturm sehen: es stehen unglückliche geschäftliche Entwicklungen bevor; man wird
versuchen müssen, eine Intrige geheimzuhalten, da ein Geschäftspartner einem damit unter Druck setzt;
– brennendes: verheißt Verluste;
– sinken sehen: unverschuldet droht ein schwerer Schicksalsschlag; schlechte Nachricht von einem Freund und geschäftliche Verluste;
– Berichte von einem Wrack hören: ist ein Zeichen für eine katastrophale Entwicklung des Lebens; Freundinnen werden einem betrügen;
– bei einem Schiffsuntergang sterben: es droht ein gefährlicher Angriff auf die Ehre oder das Leben;
– Schiffbrüchige: man wird sich vergeblich damit abmühen, einen Freund vor Schande oder Bankrott zu schützen;
– Träumt ein Mann von einem Schiff, drückt sich darin die Sehnsucht nach einer Frau aus:
ein Schlachtschiff symbolisiert eine Prostituierte; ein Segelschiff symbolisiert ein junges Mädchen.

1212
(ind. ) : – Schiffe bedeuten verschiedene Personen.
– Träumt jemand, er sterbe an Bord eines Schiffes, bedeutet der Tod daselbst Leben und Befreiung von Not und Elend.
– Belädt jemand ein Schiff mit seinem Hab und Gut, um in die Fremde zu fahren, werden Sorgen und Not ihn bedrücken.
– Hat er das Schiff bestiegen und segelt er mit günstigem Wind, wird er vorwärtskommen und von dem Landesfürsten,
wie vom Wind, begünstigt werden; ist aber der Wind widrig, erwarten ihn Krankheit, Not, Fesseln und Schwierigkeiten,
die seine Wünsche vereiteln;
gelingt es ihm, vor Land zu ankern, wird seine Bedrängnis um so erträglicher sein, je mehr er sich dem Land genähert hat.
– Ist das Schiff mit Korn und Hülsenfrüchten beladen worden, werden große Sorgen und Ängste ihn plagen entsprechend
der Menge des Ladegutes, er wird aber nicht zugrunde gehen; denn das Schiff bedeutet Rettung.
– Träumt einer, er baue ein Handelsschiff, wird er wegen geheimer Pläne etliche Leute um sich sammeln;
diesen Traum schauen aber nur Mächtige.
– Führt der Träumende den Bau nach seinem Begehr aus, wird er seine Wünsche in allem erfüllt sehen;
mangelt etwas am Bau, wird sein Vorhaben unzweifelhaft langsamer vorangehen entsprechend der Arbeit am Bau.
– Träumt einer, er segle auf dem trockenen Land, wird er große Sorgen auf einer weiten Reise haben,
und das Ende davon wird sein Untergang sein.
– auf dem Meer: Gewinn;
– auf dem Land sehen: du wirst Unannehmlichkeiten erleiden;
– bauen sehen: schwankende Liebe;
– auf dem Wasser sehen: du hast zur Zeit viel Glück;
– unter dem Wasser: sei vorsichtig, eine Gefahr droht dir;
– selbst damit fahren: du kannst bestimmt mit einem Erfolg rechnen;
– in einem Bach: du bist nicht gesund;
– selbst steuern: du bist zu träge, daher kommst du auch sehr langsam zu deinem Ziel;
– ohne Masten: es werden gute Zeiten kommen, und du wirst all das Mißgeschick, das du erlebst, vergessen können;
– ohne Schornstein: vertraue auf deinen Herrgott, er wird dich bestimmt nicht verlassen;
– untergehen sehen: du wirst bald erfreuliche Nachrichten erhalten;
– brennen sehen: wenn du gerecht handelst, wird alles gut werden;
– das in den Hafen einläuft: sei nicht so eifersüchtig;
– ruhend: du bist zu weich, daher kommst du so schwer zum Ziel;
– beladen sehen: Unglück in allen Dingen;
– ausladen sehen: du wirst einer Einladung Folge leisten.
(Siehe auch „Boot“, „Jacht“ und andere Wasserfahrzeuge, „Einschiffen“, „Hafen“, „Meer“,
„Reise“, „Ufer“, „Wasser“ und andere Begriffe, die mit der Seefahrt zu tun haben)
Schiff fahren
Allgemein:
Wenn ein Traum davon handelt, mit einem Schiff zu fahren, wirft dies ein Licht darauf, wie der Träumende nach eigenem Empfinden sein Leben
handhabt. Er kann darüber entscheiden, ob er mit der Strömung oder gegen sie segeln möchte. Auf einer Yacht ist das Gefühl von Unmittelbarkeit
größer als auf einem Linienschiff. Ersteres hat mit der Beziehung zwischen zwei Menschen zu tun, letzteres weist eher auf das Bemühen einer
Gruppe hin.
Psychologisch:
Gegen den Wind zu segeln, verweist darauf, daß der Träumende Probleme verursacht hat, möglicherweise, indem er sich gegen die öffentliche
Meinung gestellt hat. Mit dem Wind segeln heißt, daß der Träumende seine Möglichkeiten nach bestem Vermögen nutzt.
Spirituell:
Auf dieser Ebene verweist das Fahren auf einem Schiff auf ein Gefühl spiritueller Freiheit und die Fähigkeit des Träumenden, seinen Verstand zu
benutzen. (Siehe auch „Reise“, „Schiff“)
Schiffbruch
Allgemein:
Schiffbruch wird oft als Mißerfolg durch Hindernisse und Gefahren auf dem Lebensweg verstanden, an denen man scheitern wird. Rettet man
Schiffbrüchige, verspricht das aber, daß man einer Notlage doch noch entgehen wird. Nach altindischer Traumdeutung soll er aber Glück, Erfolge
und Gewinne ankündigen.
Psychologisch:
Unsere Lebensreise wird jäh angehalten, Seelisches ist bedroht. Entgehen wir im Traum dem drohenden Untergang, wird eine vorübergehende
Schlechtwetterlage in einem bestimmten Lebensbereich angezeigt; gehen wir unter oder sehen wir andere untergehen, bekommen wir einen
seelischen Knacks, wobei nicht nur wir selbst leiden müssen. Können wir uns jedoch im Traum an Land retten, nimmt eine unübersichtliche
Angelegenheit, in die wir verwickelt sind, eine glückliche Wende.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erleiden: das Anzeichen eines schmerzlichen Todesfalls; man läuft Gefahr, seine Existenzgrundlage zu verlieren.
(europ.) : – sich auf einem Schiff in Seenot befinden: man wird in eine gefährliche Lage geraten;
– erleiden oder sich auf einem sinkenden Schiff befinden: bedeutet meistens Lebensgefahr und Verluste;
– mit einem Schiff in den Fluten versinken: man wird durch eigene Schuld einen schweren Sturz oder Zusammenbruch erleben;
– als Schiffbrüchiger gerettet werden: man wird Hab und Gut verlieren;
– als Schiffbrüchiger ertrinken: durch hilfreiche Menschen wird man vor der größten Not bewahrt werden;
– Schiffbrüchige retten: von einem hereinbrechenden Unglück wird man wie durch ein Wunder verschont bleiben;
– Schiff im Nebel: bedeutet drohende Gefahr.
(ind. ) : – erleiden: du hast Glück und ein Gewinn kommt dir ins Haus; ein günstiger Zufall greift in dein Leben ein;
– sehen: glückliche Zukunft.
(Siehe auch „Schiff“, „Tod“)
Schiffsgerätschaften
Volkstümlich:
(ind. ) : – unerwartete Nachricht von einem Schuldner.

1213
Schiffsherr
Volkstümlich:
(ind. ) : – sein: bevorstehendes Glück.
Schiffskapitän
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder mit ihm verkehren: deine Ruhe wird dir genommen werden.
(ind. ) : – sein: all deine Wünsche werden sich erfüllen.
Schiffsleute / Schiffscrew
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Wünsche erfüllen sich.
(europ.) : – die sich zum Ablegen vorbereitet: unvorhergesehene Umstände werden eine interessante Reise verhindern;
– die im Sturm das Schiff retten will: stehen für Katastrophen an Land und auf See; bei jungen Leuten prophezeit dieser Traum Böses.
(ind. ) : – sehen: bevorstehendes Glück.
Schiffsnavigation
Volkstümlich:
(europ.) : – eine lange Reise.
Schiffszwieback
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: wende alle Vorsicht an, um nicht krank zu werden.
(ind. ) : – Abenteuer.
Schild
(Namensschild)
Allgemein:
Schild (zum Beispiel Firmenschild) bringt das Bedürfnis nach Verständnis und Selbstdarstellung zum Ausdruck, insbesondere wenn es sich um ein
Schild mit dem eigenen Namen handelt.
Psychologisch:
Steht Ihr eigener Name auf dem Türschild? Dann sollten Sie „Ihr Revier verteidigen“, Ihren (Ihnen zustehenden) Freiraum wahren und sich notfalls
„hinter verschlossener Tür verschanzen“, wenn Sie sich von anderen überfordert und bedrängt fühlen. Der Traum will sagen: Man hat ein Recht auf
einen eigenen, ungestörten Bereich – man muß nicht jedem „Tür und Tore öffnen“, der etwas von einem will. Wenn der Name eines Wunschpartners
auf dem Türschild steht: Am liebsten würden Sie Ihren eigenen Namen dazugravieren lassen, Sie möchten „bei ihm zu Hause sein“ und mit Ihren
Gefühlen (für ihn) vor seinen „verschlossenen Türen stehen“: Ein Bindungswunschtraum!
Volkstümlich:
(arab. ) : – an einem Haus, Wagen etc. sehen: mit vielen Personen verkehren.
(europ.) : – über einem Laden, Geschäft, Fabrik, Firmenschild sehen: mißgünstige Freunde machen einem zu schaffen;
– ein leeres an einem Haus oder an einer Tür sehen: man befindet sich zur Zeit in höchst ungeklärten Verhältnissen
und sollte schnellstens eine Lösung, einen Ausweg finden;
– eins mit Beschriftung: fordert uns auf, eigene Wesensanteile besser nach außen zu bringen.
(ind. ) : – eines Wirtshauses: schlechter Handel;
– eines Handwerkers oder Geschäfts: du wirst gute Geschäfte machen.
(Siehe auch „Namen“, „Verkehrsschild“)
Schild
(Schutz)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schutz; Heilung; Clan; Gesellschaft; Allianzen; Geschichtenerzählen; Aufzeichner von Ereignissen.
Beschreibung: Ein Schild war ein Objekt, das entweder als Schutzgerät diente oder zur Identifikation benutzt wurde. Schilde wurden in etlichen
kriegerischen Auseinandersetzungen erdverbundener Stämme eingesetzt, aber auch, um auf die Zugehörigkeit zu einem Clan oder der Gemeinschaft
hinzuweisen. Des weiteren zeigten sie die Allianzen, die man eingegangen war, die Lebensgeschichte des Trägers oder die Ereignisse, die man für
berichtenswert befunden hatte, an. Schilde galten als Schutz auf allen Ebenen des Seins; auf der geistigen, emotionalen, spirituellen genauso wie auf
der körperlichen Ebene. Es hieß, daß sie einem Menschen, einem Zuhause, einer Familie oder sogar einem ganzen Stamm spirituelle Abschirmung
boten. Allgemeine Bedeutung: Eine Zeit, in der du das Bedürfnis nach Schutz hast oder in der du fühlst, daß du dich selbst oder andere Menschen
und Dinge schützen kannst; ein Bedürfnis, deine eigene Geschichte zu erzählen; eine Reise, die du gemacht hast, aufzeichnen oder der Anfang eines
neuen Weges.
Assoziation: Etwas im Schilde führen; Hinweisschilder.
Transzendente Bedeutung: Gabe des Schutzes.
Allgemein:
Ein Schild ist ein Symbol für Bewahrung. Er kann im Traum als Schild eines Kriegers erscheinen oder als eine Barriere zwischen dem Träumenden
und dem Rest der Welt. Im Mythos sind auch die Amazonen mit einem Schild ausgerüstet. In diesem Zusammenhang symbolisiert er den
schützenden Aspekt des Weiblichen.
Psychologisch:
Archetypisch ist der Schild, den unsere Urahnen bei ihren kriegerischen Unternehmungen zum eigenen Schutz mit sich trugen; übersetzt: Man kann
im Wachleben gar nicht vorsichtig genug sein und sollte vorsorgen, damit einem nichts geschieht. Wenn der Träumende einen anderen Menschen mit
einem Schild schützt, dann muß er sicher sein, daß sein Handeln angemessen ist. Wenn er von einem Schild geschützt wird, muß der Träumende
klären, ob er den Schild aufstellen soll oder ob er für ihn aufgestellt wird.
Spirituell:
Bei der spirituellen Entwicklung steht der Schild für ein besonderes Entwicklungsstadium. An diesem Punkt muß sich der Träumende bewußt sein,
daß er die Kontrolle über sein Schicksal hat. Oft erscheint dieses Symbol erstmals in Träumen, die dieses Entwicklungsstadium repräsentieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – die Bedeckung eines Kriegers sehen: hüte dich vor Zank und Streit, es wird dir sonst übel gehen.
(europ.) : – eines gereicht bekommen: jetzt muß man hellwach und aufmerksam sein,
denn unerwartete Angriffe fordern eine Gegenreaktion heraus;
– Waffenschild: verspricht uns einen Beschützer und Führsprecher.

1214
(ind. ) : – sehen: du hast einen guten Freund und Beschützer; du wirst einen Wohltäter finden.
(Siehe auch „Ritter“, „Rüstung“)
Schilderhaus
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß unsere Feinde machtlos gegen uns sind.
(ind. ) : – du wirst eine vorteilhafte Bekanntschaft machen.
Schildkröte
Assoziation: – Schutz, Ausdauer.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fühle ich mich sicher, wenn ich mir Zeit lasse?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Meeresschildkröte; Dienst; Opfer; uralt; Ausdauer; Stabilität; Mutter Erde.
Beschreibung: Die Schildkröte ist im inneren Kreis des Medizinrads das Tier der mit dem Element Erde verbundenen Mutter Erde. Schildkröten
gehören zu den Reptilien und leben häufig auf dem Land. Sie können mitunter ein ungewöhnlich hohes Lebensalter von bis zu 150 Jahren und mehr
erreichen. Die Ureinwohner des amerikanischen Kontinents ehrten die Schildkröte, indem sie Nordamerika als »Schildkröteninsel« bezeichneten.
Unter anderem liegt die Ursache hierfür in mehreren Legenden, in denen es heißt, daß die Schildkröte oder Meeresschildkröte ihren Rücken als
Fundament für das heutige Nordamerika und Kanada zur Verfügung gestellt hat. Dies hatte sich zugetragen, nachdem die Erde durch die Macht des
Wassers gesäubert worden war. Eine Geistfrau, Erste Frau, kam aus den Himmeln, fand eine Handvoll Erde, verteilte sie auf dem Rücken der
Schildkröte und blies der Erde Leben ein, damit die Schildkröte zurückkehren und mit den Kreaturen ihrer eigenen Art leben konnte. Der Schildkröte
und ihrer Opferbereitschaft wurde Ehre erwiesen, indem die Indianer Nordamerika nach ihr benannten.
Allgemeine Bedeutung: Deine tiefe Verbindung mit der Erde; deine Bereitschaft, dich für andere hinzugeben.
Assoziation: Siehe Meeresschildkröte.
Transzendente Bedeutung: Gabe alter Weisheit.
Allgemein:
Die meisten Menschen bringen Schildkröten mit Langsamkeit und Behaglichkeit in Verbindung. Im Traum verkörpern sie auch den Panzer, den der
Träumende oder ein Mensch in seinem Umfeld entwickelt hat, um vor Angriffen geschützt zu sein. Schildkröte symbolisiert meist Sensibilität und
reiches Gefühlsleben; diese Eigenschaften werden aber hinter scheinbarer Härte und Gleichgültigkeit verborgen, weil man Verletzungen fürchtet.
Bewegt sich das Tier langsam, ermahnt das oft zu Geduld, Ausdauer und Beharrlichkeit, damit man alle Hindernisse allmählich überwindet.
Psychologisch:
Die Schildkröte ist ein Tier, das sich bei der geringsten Gefahr oder auch nur Annäherung in seinen Panzer zurückzieht. Deshalb ist sie im Traum ein
Symbol für die Unsicherheit, Zurückhaltung, Verschlossenheit und Empfindsamkeit des Träumenden. Sie deutet aber auch auf seine
Kommunikationsprobleme und Berührungsängste hin. Sie symbolisiert den schützenden Panzer, den wir um unser oft angefeindetes Ich legen, die
Einkehr, die wir in uns selbst halten. Als Traumsymbol mahnt sie zur Zurückhaltung, weil uns dann nichts geschehen kann. Da manche Menschen
Schildkröten als Haustiere halten, kann sie im Traum ebenfalls diese Bedeutung annehmen. Darüber hinaus ist die Schildkröte ein Symbol für langes
Leben.
Spirituell:
In der chinesischen Tradition wird die Schildkröte als Verkörperung der Weisheit und Klugheit verehrt. Man sagt ihr nach, sie trage alle
Lebensweisheit auf ihrem Panzer. Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Schildkröte im Traum die Schöpfung. Sie ist Fruchtbarkeitssymbol der
Aphrodite (Venus) und steht für Gesundheit, Vitalität und Unsterblichkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: befremdende Dinge erleben; bestimmte Personen in seiner Umgebung bedürfen seiner Hilfe;
– auf das Meer zulaufen sehen: man sollte einem Freund aus einer sehr verzweifelten Lage helfen, in der er selbst hilflos ist.
(europ.) : – sehen: heimliche Freude; verheißt einen Beschützer oder Fürsprecher; langes Leben und Erfolg; ein unerwarteter Zwischenfall verbessert
die berufliche Situation; man darf sich freuen; warnt aber auch vor zu langsamen reagieren in bestimmten Situationen;
– töten: man wird sich die Gunst eines Beschützers oder Fürsprechers verscherzen;
– eine tote finden: einen Beschützer oder Fürsprecher wird man durch äußere Umstände verlieren;
– essen: du wirst durch große Mühe einen Erfolg erzielen.
(Siehe auch „Haustiere“, „Meeresschildkröte“, „Panzer-(Tiere)“, „Tiere“)
Schildkrötensuppe
Volkstümlich:
(europ.) : – essen: du mußt dich vor heimlichen Feinden in acht nehmen;
– trinken: man findet auf Kosten anderer Vergnügen an einer gemeinen Intrige.
Schildwache
Allgemein:
Schildwache kann für einen Verteidigungswall stehen, den man gegen Verletzungen durch die Umwelt um sich herum errichtet hat; das weist oft auf
scheinbare Gleichgültigkeit oder gesteigerte Aggressivität gegen andere hin. Zuweilen steht dahinter auch eine mißtrauische Grundhaltung zur
Umwelt.
Psychologisch:
Mit der anachronistischen Schildwache erinnert uns das Unbewußte daran, mit wachen Augen durchs Leben zu gehen und Vorsicht walten zu lassen,
weil viele Gefahren im Hinterhalt lauern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – stehen sehen: Vorsicht kann dir nicht schaden;
– selbst stehen: dich wird Langeweile quälen;
– ablösen sehen: dein Schicksal ändert sich bald.
(europ.) : – stehen: bringt schlaflose Nächte und Sorgen ins Haus, jedoch nur für kurze Zeit;
– sehen: verheißt gute Zeiten, alle Hindernisse verschwinden plötzlich wie Nebel vor der Sonne;
das Mißtrauen gegen einen bestimmten Menschen ist berechtigt.
(ind. ) : – sehen: reiche Heirat;
– stehen: achte auf die Ehre deines Hauses.

1215
Schilfrohr
Allgemein:
Schilf (-Rohr) deutet häufig auf Anpassungsfähigkeit an die Lebensumstände hin, die aber nicht aus Schwäche und Unsicherheit, sondern aus
Klugheit, Überlegung und Berechnung resultiert; man gibt sich dabei nicht auf, sondern beugt sich den Verhältnissen vorübergehend, bis man sie
verändern kann. Im Einzelfall kann Schilf auf Unentschlossenheit in einer bestimmten Angelegenheit hinweisen.
Psychologisch:
Wenn im Traum Schilf vorkommt, ist dieses meist ein Symbol für die starke Anpassungsfähigkeit des Träumenden, allerdings auch für
Wankelmütigkeit und Unzuverlässigkeit. Er „schwankt wie ein Rohr im Wind“, wie es in einer Redensart heißt. Der Schilfkolben hingegen ist ein
männliches Sexualsymbol. Für die Traumdeutung ist immer der gesamte Zusammenhang und die Beschaffenheit, wie auch die Umgebung des
Schilfes zu berücksichtigen. Auch die Gefühle des Träumenden spielen dabei eine Rolle. Vorsicht ist angebracht, wenn wir mitten im Schilf stehen;
zwar ist dann im Wachleben das rettende Ufer nah, aber wir stehen auch im Morast oder Sumpf (siehe dort), der uns zu verschlingen droht. Das
Traumbild appelliert an unsere Entschlossenheit zum sofortigen Handeln. Schneidet man dagegen im Traum das Schilfrohr und bringt es an Land, ist
die Situation günstiger, denn man ist dabei, sich mit beiden Händen aus dem Dreck zu ziehen, so daß man bald wieder auf der Straße des Erfolges
weitergehen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – am Wasser sehen: deine Unentschlossenheit führt zu Unannehmlichkeiten;
– sehen: es droht Verdruß durch launenhafte Freunde.
(europ.) : – sehen: Schaden durch Unvorsichtigkeit; Warnung vor zu großer Unentschlossenheit oder Wankelmütigkeit;
die Freunde sind nicht alle treu; man sollte gut prüfen, bevor man einem vertraut.
(ind. ) : – sehen: unbeständiges Glück;
– schneiden: du wirst ein ruhiges Leben haben.
(Siehe auch „Kalmus“, „Moor“, „Schlamm“, „Wasser“)
Schilling
Volkstümlich:
(europ.) : – eine kleine Enttäuschung; ein kleiner Kummer.
Schimmel
(weißes Pferd)
Allgemein:
Das weiße, edle Pferd symbolisiert einerseits positive Kraft. Anderseits gilt es in vielen (nordischen) Regionen Europas als das legendäre Fabeltier,
welches die Seelen der Verstorbenen „über das Ufer, durch den Fluß und in die andere Welt“ trägt. Es kommt auf die Traumgeschichte an.
Psychologisch:
Ähnlich dem Einhorn steht ein Schimmel für das Streben nach Reinheit und Unschuld. Dazu kommt je nach Traum ein Gefühl des Ausgestoßenseins
und der Isolation.
(Siehe auch „Einhorn“, „Pferd“)
Schimmelpilz
Allgemein:
Schimmel (Pilz) zeigt meist, daß aus dem Unbewußten eine Gefahr droht, die allmählich die gesamte Persönlichkeit erfaßt; oft kann man sie nur mit
Hilfe einer Psychotherapie erkennen und bewältigen.
Psychologisch:
Der Träumende fühlt sich an die Vergänglichkeit aller Dinge erinnert. Dies ist ein durchaus angenehmes Traumbild, da es bestehenden Kummer
relativiert. Eine andere Deutung betont die Existenz einer schleichenden Gefahr, die dem Träumer nur halb bewußt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – man will dir nicht wohl.
Schimpanse
Volkstümlich:
(arab. ) : – Gehässigkeit und Neid.
Schimpfen
Psychologisch:
Schimpft man im Traum, hat man während des Tages allen Ärger unterdrückt. Man sollte nicht alles in sich hinein fressen. Wird man ausgeschimpft,
muß man sein Verhalten zu den Mitmenschen korrigieren, denn man hat jemand falsch eingeschätzt, und das erzeugt Streitigkeiten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – durch dein grobes Wesen erreichst du nichts, gehe in Zukunft behutsamer vor.
(europ.) : – verkündet Streitigkeiten, Gegnerschaft, Verlust des Liebhabers oder der Liebsten.
(ind. ) : – beschimpft werden: du gibst dich einer Täuschung hin.
Schimpfwort
Volkstümlich:
(europ.) : – benutzen: warnt vor Wutausbrüchen, die zu Streit mit engen Freunden führen können;
– hört man andere Schimpfwörter ausstoßen: Feinde werden einem des Betruges bezichtigen.
Schindeldach
Volkstümlich:
(ind. ) : – du bist von Spionen umgeben.
Schinder
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast gute Freunde.
(ind. ) : – sehen: gute Zeiten für geschäftliche Dinge.

1216
Schinken
Allgemein:
Schinken verkörpert eine Lebenseinstellung, die zu stark auf materielle Werte und Genuß ausgerichtet ist; nach altindischer Traumdeutung kündigt
das an, daß es einem im Augenblick zwar gut geht, was sich später aber ändern wird.
Psychologisch:
Das Traumsymbol Schinken deutet auf die Pobaken und die Oberschenkel hin und ruft „schweinische“ Assoziation hervor.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: ein Geschenk erhalten.
(europ.) : – Sexualtraum: Wunsch- und Triebleben sind vorherrschend; auch: verheißt Gefahr, da man für Intrigen benutz wird;
– kaufen oder sehen: man wünscht sich materiellen Wohlstand und dies sollte man nicht übertreiben;
– hängen sehen: Erfolge im Geschäft und ein sorgenfreies Leben;
– dicke Schinkenscheiben abschneiden: man wird sich gegen alle Widersacher durchsetzen;
– zubereiten: deutet auf rücksichtsvolle Behandlung hin;
– riechen, daß Schinken gekocht wird: man wird Nutznießer in den Unternehmen anderer;
– essen: Kindersegen; Reichtum und glückliches Familienleben; auch: prophezeit den Verlust von etwas sehr Wertvollem;
man hat sich selbst etwas vorenthalten , und das schmerzt einem immer noch, man tut zwar sehr bescheiden,
doch tief innen wünscht man sich eigentlich mehr;
– Schinkenhändler sein: es erwartet einem Reichtum und gute Gesundheit.
(ind. ) : – essen: jetzt Wohlstand, im Alter Unglück; deine Lebensverhältnisse werden sich verschlechtern.
Schirm
Allgemein:
Im Traum handelt es meist um eine beschützende und beschirmende seelische Funktion, die durch dieses Bild dargestellt wird. Diese Deutung trifft
vor allem zu, wenn der Schirm im Traum aufgespannt ist. Im Berufsleben muß der Träumende sich in der Regel an die Weisungen eines
Vorgesetzten halten. Diese entbinden ihn von Verantwortung und geben ihm ein Gefühl der Sicherheit, welches im Traum zum Ausdruck kommt.
Psychologisch:
Der Prozeß des Erwachsenwerdens verlangt vom Menschen, daß er mit bestimmten Dingen allein fertig werden muß. Die Fähigkeiten, die sich der
Träumende in dieser Hinsicht im Laufe der Zeit angeeignet hat, werden im Traum durch das schützende Dach des Schirms dargestellt. Der Schirm
gibt Schutz vor allen Witterungen und ist auch ein sehr altes Symbol für Herrschaft. Ein Sonnenschirm signalisiert Schutzbedürfnis vor allzu
aufdringlichen Menschen, die sich in unserem Glanze sonnen möchten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Schirm im Traum, egal, ob er den Regen oder die Sonne abwehren soll, ein Status- und Machtsymbol.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Schutz genießen; mahnt auch zur Vorsicht, da schlechte Zeiten drohen;
– tragen: du kannst dich vor Gefahren und Anschuldigen selbst schützen;
– stehen lassen oder verlieren: es muß mit einer unangenehmen Überraschung gerechnet werden;
– schließen: gespannte Verhältnisse innerhalb der Familie werden sich bald besser.
(europ.) : – Schutztraum; Angst vor Störungen aus einem beschaulichen Dasein;
– sehen: größere Zurückgezogenheit in der nächsten Zeit; verheißt ein friedliches und ruhiges Dasein; auch: man wird sicher in einer
Notlage Hilfe erhalten, doch durch eigene Ungeschicklichkeit könnte man „vom Regen in die Traufe“ kommen;
– stehenlassen: aus einem beschaulichen Dasein wird man unsanft aufgerüttelt werden;
– finden oder geschenkt oder geliehen bekommen: unverhoffte Hilfe sowie Rat und Beistand;
– einen Sonnenschirm aufspannen: man verpaßt seine besten Chancen, statt dem Glück Tür und Tor zu öffnen.
(ind. ) : – sehen: du bekommst Hilfe in der Not; du wirst einen Retter in der Not finden.
(Siehe auch „Kleidung“, „Kopfbedeckung“, „Regenschirm“, „Sonnenschirm“)
Schlacht
Allgemein:
Menschen, die im Krieg waren, werden später noch lange in ihren Träumen von allem, was sie mitgemacht haben, verfolgt. Aber im Krieg träumen
sie von Frieden und Hoffnung. Wer keinen Krieg miterlebte, für den sind Kriegsträume Hinweise auf private „Schlachten“ und „Gefechte“ mit sich
selbst oder anderen. Aggression, Zorn, Trauer oder Mitleid finden sich als häufigste Elemente in Kriegsträumen. Um welche es sich auch konkret
handelt, stets ist es bedeutsam, weil es dokumentiert, welches Gefühl oder welcher Widerstreit im Wachleben diesen Traum ausgelöst hat. Der
Schlüssel zum tatsächlichen Anlaß des Traums läßt meistens entdecken, z.B. durch Identifizierung der sich gegenüberstehenden Armeen, der
Landschaft oder der Uniform der Soldaten. Der Verlauf der Schlacht (Wer hat gewonnen, wer verloren, welche Manöver gab es, und welche Taktik
wurde angewandt?) ist von ebenso großer Bedeutung für die Nutzanwendung des Traums. Gehörte man im Traum einem am Krieg beteiligten
Regiment an, ist dies eine Chiffre, daß Sicherheit auch in der großen Zahl liegt. Ein Traum von einer Invasion bezieht sich darauf, daß sich jemand in
die persönlichen Angelegenheiten einmischt, kann aber auch symbolisch die tätliche oder psychologisch eigene Einmischung in den Lebensraum
anderer meinen.
Psychologisch:
Schlacht kann Aufregungen und Streitigkeiten ankündigen. Oft fordert sie aber auf, den ersten Schritt zur Versöhnung mit einem Gegner zu tun.
Zuweilen weist sie auch auf reizbare Schwäche des Nervensystems hin, die behandelt werden muß. Auch ein häufiger Männertraum, wenn die
Traumfrau keinen Trick ausläßt, um mit Widerstand, verbalen Kriegserklärungen und Verweigerungsspielchen die (erotische) Spannung dermaßen
hochzuschaukeln, daß der „müde Held“ bereit ist, seine „Eroberungstaktik“ mit ständig neuen (und aufwendigeren) Mitteln zu perfektionieren. Sein
leidenschaftlicher Schlachtplan verfolgt ihn bis in den Schlaf.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einer beiwohnen: schwierige Hindernisse zu überwinden haben; man sollte bei seinen Entscheidungen höchste Vorsicht walten lassen;
– Schlachtfeld: du wirst in Händel verwickelt werden;
– auf der Gewinnerseite stehen: man darf auf ein Leben in Glück und Reichtum hoffen;
– auf der Verliererseite stehen: man wird durch einen unbekannten Feind bald beträchtlichen Schaden erleiden.
(europ.) : – nervöse Überreizung mahnt, an die Gesundheit zu denken und vorsichtiger zu leben; stellt im Traum von Soldaten die Nachwirkung der
eigenen Kriegserlebnisse dar; bedeutet allgemein geheime Feindschaft die viel Aufregung bringen; mit Schwierigkeiten zu kämpfen
haben, jene aber schließlich bewältigen; Streit mit Nachbarn oder geliebten Menschen;
– einer beiwohnen: du wirst durch Mut und Kühnheit zu deinem Ziel gelangen; durch Unentschlossenheit und Wankelmut wirst du jedoch
in Not geraten; je nachdem ob andere Traumbilder hinzukommen: dein Liebhaber möchte dich betrügen; du wirst Enttäuschungen
erleiden; Gefahr vor Verfolgung; wenn du verheiratet bist, drohen dir Geldschwierigkeiten;

1217
– auf der Siegerseite sein: man wird die Schwierigkeiten überwinden;
– in einer unterliegen: schlechte Geschäfte anderer werden die eigenen Aussichten zunichte machen.
(ind. ) : – erleben: du wirst dich mit deinen Freunden wieder versöhnen.
(Siehe auch „Krieg“)
Schlachten
Psychologisch:
Ein Begriff, der negatives Tun umschreibt und als materieller Erfolg gedeutet wird. Wenn wir davon träumen, sollten wir überlegen, ob wir uns etwas
vorgenommen haben, bei dem möglicherweise unser guter Ruf auf dem Spiel stehen könnte. Der Schlachter ist also der Mensch, der uns rechtzeitig
vor solch rufschädigendem Verhalten warnt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Vieh): Demütigung, Reue und Betrübnis.
(europ.) : – von Tieren: bedeutet finanzielle Gewinne erzielen, doch gleichzeitig dabei seinen Ruf verlieren, weshalb man seine nächsten Schritte
sorgfältig überdenken sollte; man wird eine höhere Position erreichen.
(ind. ) : – du wirst bald ein Familienfest feiern.
(Siehe auch „Schlächter“)
Schlächter
Allgemein:
Im Traum kann der Schlachter für eine Instanz stehen, die Gutes von Schlechten trennt. Er kann auch die destruktive Seite des Träumenden
verkörpern.
Psychologisch:
Der Schlachter im Traum könnte ein Hinweis für den Träumenden sein, sich eines destruktiven Zugs in seinem Wesen bewußt zu werden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt der Schlachter im Traum die dunkle Seite eines Menschen dar, in der sich Destruktivität und Negativität paaren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeiten sehen: deinem Körper droht Schaden; du wirst dich verletzen.
(europ.) : – sehen: warnt vor gefährlichen Geschäften sowie vor Zornausbrüchen.
(ind. ) : – sehen: du nimmst körperlich ab.
Schlachtfest
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst vor Not geschützt sein.
Schlachthof
Assoziation: – Opfertod.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir stirbt, damit der Rest weiterleben kann?
Allgemein:
Schlachthof deutet man ähnlich wie Schlachten, die Warnung vor dem Verlust des Ansehens ist aber noch ausgeprägter.
Psychologisch:
In der Realität wird im Schlachthaus Lebendiges getötet. Als Traumbild weist es darauf hin, daß der Träumende ungeliebte instinktive oder triebhafte
Seiten seines Charakters abtötet.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Vorsicht vor Geschäften, in die man durch andere hineingezogen werden kann, die einem aber Ruf
und Ansehen untergraben können; auch: die Geliebte wird sich vor Ihnen fürchten; im Geschäft wird eine
obskure Veruntreuung bekannt, es kommt zu unschönen Schuldzuweisungen;
– in einem zu tun haben: bedeutet Verlust an Ansehen.
(ind. ) : – Schlachthaus: gefährliches Geschäft.
(Siehe auch „Begräbnis“, „Leiche“, „Schlachten“, „Tod“)
Schlachtopfer
Volkstümlich:
(ind. ) : – böse Zukunft.
Schlafanzug (Siehe „Kleidung“, „Pyjama“)
Schläfen (Siehe „Wangen“)
Schlafen
Assoziation: – Bewußtlosigkeit, tiefe Entspannung und Ruhe.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist bereit, wach zu werden?
Artemidoros:
Träumt man vom Schlafen selbst, zeigt es Untätigkeit an, und glaubt man, am Einschlafen zu sein, so zeigt auch das allen Untätigkeit und
Widrigkeiten an, ausgenommen Leuten, die in Angst leben oder Qualen erwarten; denn der Schlaf verscheucht alle Sorgen und jegliche Furcht. Nach
dem Schlaf aufzustehen bedeutet Handel und Wandel, Unheil aber nur denen, die von Furcht gequält werden. Träumt man in einem Tempel zu
schlafen, so weissagt das einem Kranken Genesung, einem Gesunden aber Krankheit oder große Sorgen; der eine wird sich von einer Krankheit
erholen, weil Schlafende aller Leiden überhoben sind, der andere sich aufmachen, um Heilung von den Göttern zu erlangen. An Grabmalen, Gräbern
und an Wegen schlafen prophezeit Kranken den Tod, Gesunden Stillstand der Geschäfte; denn das Verweilen an solchen Orten bringt nichts ein. (Es
ist der Glaube an die Gespenster der Toten, die an Gräbern ihr unheimliches Wesen treiben. Auch die Wege, an denen vielfach Gräber lagen, galten
als Aufenthaltsort der Geister.) (Große Bedeutung hatten im alten Griechenland die kultischen Träume, die sogenannten Inkubationsträume. Kranke,
Konfliktbeladene, aber auch Gesunde, die vor lebenswichtigen Entscheidungen Hilfe suchten, legten sich im Tempel zum Schlaf nieder und warteten
auf eine Traumoffenbarung der Gottheit. Die Inkubation wurde besonders in den Heiligtümern des Asklepios geübt; aus dem von Epidauros sind uns
zahlreiche Inschriften mit Berichten von Wunderheilungen durch Asklepios überliefert.)

1218
Allgemein:
Schlaf(en) warnt manchmal vor der Neigung, die Augen vor der Realität zu verschließen, in Illusionen zu versinken, der Eigenverantwortung
auszuweichen. Zum Teil kommen darin auch Anlagen und Eigenschaften zum Vorschein, die im Unbewußten warten, bis sie geweckt und genutzt
werden. Wenn man mit jemandem schläft, deutet das auf sexuelle Bedürfnisse oder allgemeiner Sehnsucht nach Liebesglück hin.
Psychologisch:
Übersetzt man gern mit der volkstümlichen Redensart „Da haben wir aber mal wieder ganz schön geschlafen“; mit anderen Worten: Man sollte wach
werden, um endlich seine Probleme zu lösen. Vielleicht aber stehen wir auch im Begriff, im Wachleben etwas Wichtiges zu verpassen, das uns
unwiederbringlich verlorengehen könnte. Der Schlaf im Traum kann ebenso das eigene Gewissen umschreiben („Ein gutes Gewissen ist ein sanftes
Ruhekissen“). Das Unbewußte sieht jedoch manchmal im Traumschlaf eine Überbetonung des eigenen Anstands und möchte einen mahnen,
durchsetzungskräftiger zu werden. Sehen wir andere schlafen, können wir damit rechnen, daß sie auch nicht gerade wach durchs Leben gehen, so daß
wir sie (im Beruf?) überholen können. Schlafen wir mit einem Partner im Traum, kann das auf gute Freundschaft hinweisen. Wer vom Ausschlafen
träumt, der braucht mehr Ruhe und Entspannung. Er muß lernen, abzuschalten und sich nicht vom Streß zermürben und krank machen zu lassen. In
sehr seltenen Fällen kann dieses Traumsymbol auch darauf hindeuten, daß man zuviel schläft, das heißt in der Sprache des Traums, daß man zu
unbewußt durch sein Leben geht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – kein gutes Omen; unglaubliche Dinge erleben;
– dabei gestört werden: deine Angehörigen werden dir Ärger bereiten;
– in einem Bett: sich der Faulheit überlassen;
– in einem Himmelbett: deine Weichlichkeit bringt deiner Gesundheit Schaden;
– in einem Wagen: dir steht ein unruhiges Leben bevor;
– andere Leute dabei beobachten: man wird in finanzielle Schwierigkeiten kommen.
(europ.) : – Flucht und Furcht vor den Realitäten;
– jemanden schlafen sehen: eine günstige Gelegenheit sollte man nicht verpassen;
– schlafende Menschen sehen: man wird sich bald über etwas freuen können;
– andere schlafen sehen: man wird seine Widersacher im Kampf um eine Frau besiegen und deren Gunst erringen;
– jemanden anderen Geschlechts schlafen sehen: es bietet sich eine günstige Liebesgelegenheit, die man nicht verpassen sollte;
– für Mann, eine schlafende Frau sehen: die Liebesbeziehung wird sich vertiefen;
– für Frau, einen schlafenden Mann sehen: die Liebesbeziehung wird sich vertiefen;
– bei einem hübschen Mädchen: du wirst dich über dich selbst ärgern;
– bei einen jungen und schönen Menschen schlafen sehen: verspricht inneres Liebesglück;
– einen alten und häßlichen Menschen schlafen sehen: deutet auf materielle oder äußere Vorteile hin;
– mit einer abstoßenden Person oder einem Gegenstand: man wird davor gewarnt, daß die eigene Liebe
schneller als die des Liebsten vergeht und man wegen der Eskapaden leiden wird;
– neben einem kleinen Kind schlafen: weist auf häusliche Freuden und Zuneigung hin;
– sich selbst schlafend sehen: verkündet Friede und Glück;
– selbst schlafen, im eigenen Bett: häusliche Überraschung; im Freien: eine Überraschung ist unterwegs;
in einem fremden Bett oder in fremder Umgebung: kündet eigenartige Beziehungen zu einem anderen an;
in behelfsmäßigem Unterschlupf: unerquickliche Verhältnisse stehen bevor;
– im frisch bezogenen Bett liegen: bedeutet Frieden und Wohlwollen für alle, die einem lieb sind;
– in einer Laube: verkündet eine hoffnungsreiche Zukunft;
– an außergewöhnlichen Orten ruhen: verheißt Krankheit und gebrochene Versprechen;
– im Freien schlafen: man könnte bald verreisen;
– im Wagen oder Boot schlafen: sehr unruhige Tage; man sollte auf der Hut sein und sich nicht von anderen zu etwas überreden lassen;
– gehen wollen und kein Bett finden: verheißt trübe Tage;
– sich selbst schlafwandeln sehen: kündet eine Gefahr an;
– mit jemanden anderen Geschlechts zusammen schlafen: man selbst oder der Liebespartner nimmt es mit der Treue nicht sehr genau,
wenn dieser jung und schön ist; oder es deutet auf ein aus materiellen Gründen eingegangenes Liebesverhältnis, bei dem man wegen
physischer Abneigung gegen den Partner innerlich unglücklich wird, wenn dieser alt und häßlich ist; eheliche Szenen stehen bevor,
wenn es sich um die Ehepartner handelt;
– Träumt eine junge Frau, sie schlafe mit ihrem Liebsten oder einem faszinierenden Gegenstand, wird sie davor gewarnt,
seinem Charme willig zu erliegen.
(ind. ) : – unter freien Himmel: eine weite Reise steht dir bevor;
– in der Kirche: falsche Nachrichten, du wirst belogen;
– in einer Laube: hoffnungsvolle Zukunft;
– im Gasthof (Hotel): ein Wunsch wird dir in Erfüllung gehen;
– im Wagen oder in der Eisenbahn: du wirst gute Geschäftsverbindungen anknüpfen;
– dabei gestört werden: Verdruß;
– im Gehen (Straßenverkehr): drohender Unfall;
– bei den Eltern: Glück, Ehre, Zufriedenheit;
– mit dem oder der Geliebten: du hast Neider;
– im Bett: Faulheit;
– Schlafende sehen: angenehmer Besuch kommt ins Haus; Freude.
(Siehe auch „Erwachen“)
Schlafhaube
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst bald Braut oder Bräutigam werden.
Schlafkammer (Siehe „Schlafzimmer“)
Schlafmittel
Assoziation: – vergessen, Flucht.
Fragestellung: – Was regt mich zu sehr auf oder überbeansprucht mich?
Volkstümlich:
(europ.) : – nehmen: man wird mit jemandem oder einer Angelegenheit rasch Schluß machen oder dazu gezwungen werden.

1219
Schlafrock
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen: Krankheit.
(europ.) : – anziehen: bedeutet eine Erkrankung;
– ausziehen: Genesung oder Besserung der Geschäfte;
– tragen: behagliches Dasein.
(ind. ) : – du wirst Bräutigam;
– Vermehrung der Familie.
Schlafsack
Assoziation: – Zuflucht, Wärme, Schutz.
Fragestellung: – Welchen Teil meines Unbewußten will ich sicher erkunden?
Schlafwagen
Psychologisch:
Wer sich in einem fahrenden Schlafwagen sieht, möchte die eigene Bequemlichkeit nicht missen. So läßt ihn allerdings manches im Leben verpassen
– weil er wichtige Stationen verschläft. Nach einem solchen Traum sollten wir uns buchstäblich selbst wachrütteln und mit mehr Elan an die Dinge
herangehen, damit wir nichts Wichtiges versäumen.
(Siehe auch „Eisenbahn“)
Schlafwandler
Volkstümlich:
(europ.) : – einer sein: bedeutet, daß man unbewußt einer Vereinbarung oder einem Plan zustimmt, die einem Angst oder Kummer bereitet wird.
Schlafzimmer
Assoziation: – Privatsphäre, Ruhe, Intimität.
Fragestellung: – Welche ist meine innere Realität?
Allgemein:
Manche Traumhandlung wählt sich das Schlafzimmer zu ihrer Bühne. Schlafzimmerträume machen viel Intimes bewußt. Häufig wird dabei, was
gegenwärtig Problem ist, zurückverlegt in das einstige Elternschlafzimmer, vielleicht weil von dort aus heute wirksames Schicksal seinen Anfang
genommen hat. Im Schlafzimmer ist man in der persönlichen Sphäre, ist man, weil man dort schläft, auch im persönlichen Unbewußten. Mit uns teilt
das Schlafzimmer, wer zu uns gehört und zu dem wir gehören. Schlafzimmerträume verkündigen deshalb unausgesprochenes Glück und Leid einer
innigst liebenden, einer tiefst verfeindeten Gemeinschaft. Sie werden aber nur geträumt, wenn etwas, das mit dem Schlafzimmer und seinem
Geschehen zusammenhängt, nicht in Ordnung ist.
Psychologisch:
Schlafzimmer steht häufig für sexuelle Wünsche; damit verbunden ist oft die Warnung vor einer Enttäuschung. Es ist der Raum, in dem sich unser
Intimleben abspielt, in dem unser Ich (im Traum) in ein anderes Ich schlüpfen kann. Oft deutet dieses Zimmer Liebesleid an – vor allem, wenn man
mit einer Person zusammen schläft, die man eigentlich nicht leiden kann. Ist das Schlafzimmer rot (siehe dort) ausgelegt, deutet das auf sexuelle
Sehnsüchte hin, die bisher nicht erfüllt wurden. Beobachtet man jemanden darin, kann das auf übersteigerte Neugierde oder Einmischung in fremde
Angelegenheiten hinweisen; wird man selbst beobachtet, kommt man möglicherweise in eine peinliche Situation und wird bloßgestellt. Betritt man
ein fremdes Schlafzimmer, könnte man im Wachleben zu jemandem in intime Beziehungen treten, der sich bisher zurückgehalten hat. Steigt ein
Fremder in unseren Schlafraum ein, dringt man im Lebensalltag in unserem Intimbereich widerrechtlich ein. Betreten wir selbst widerrechtlich ein
fremdes Schlafzimmer, so hegen wir den Gedanken an einen Seitensprung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich darin befinden: du wirst eine große Mattigkeit verspüren;
– reinigen: man wird deinen Ordnungssinn anerkennen.
(europ.) : – in allen Formen sexuell zu verstehen; man wünscht sich nicht mehr alleine zu leben;
– in den frühen Nachtstunden sehen: man wird mit Verzögerungen rechnen;
– in der Dämmerung oder den frühen Morgenstunden sehen: schnell eintretende Veränderungen;
– sein eigenes sehen: man wird eine Enttäuschung erleben;
– ein fremdes sehen: man wird jemanden kennenlernen und mit ihm in nähere Beziehung treten;
– sein eigenes aufräumen: man wird um Folgen besorgt sein müssen;
– ein Fremdes aufräumen: ungewollt wird man hinter eine heimliche Privatangelegenheit eines anderen kommen;
– ein neu eingerichtetes sehen: es wird sich etwas zum Guten ändern; weite Reisen und angenehme Gesellschaft;
– luxuriöseres sehen als das eigene: Veränderung der Lebensumstände zum Besseren;
– jemanden darin belauschen: in einer Sache wird man nicht auf seine Rechnung kommen;
– darin belauscht werden: man wird das Opfer einer Indiskretion;
– in seines einen Fremden eintreten sehen: man wird in eine peinliche Verlegenheit geraten;
– selbst unaufgefordert in das eines anderen eintreten: man wird jemanden in eine peinliche Lage versetzen.
(ind. ) : – sehen: angenehmes Familienleben; Liebesgenuß;
– einsteigen durchs Fenster: du führst Böses im Schilde;
– reinigen: du bist auf deine Gesundheit bedacht.
(Siehe auch „Bett“)
Schlaganfall
Assoziation: – Verweigerung von Veränderungen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, Kontrolle abzugehen?
Psychologisch:
Wenn eine andere Person im Traum einen Schlaganfall erlitt, könnte sich dies auf einen Lebensbereich beziehen, in dem man sich frustriert oder am
Handeln gehindert fühlt.
Volkstümlich:
(europ.) : – erleiden: kündet einen Schrecken an, von dem man sich aber schnell erholen wird;
– bei einem anderen sehen: man wird ungewollt jemanden erschrecken.

1220
Schlagbaum
Allgemein:
Schlagbaum steht für Hindernisse auf dem weiteren Lebensweg, die man nur durch Offenheit überwinden wird.
Psychologisch:
Der Schlagbaum an einer Grenze (siehe dort) läßt das gehemmte Fortkommen im Wachleben erkennen. Manchmal deutet er sexuelle Hemmungen
an, ein „nicht mehr Weiterkommen“ in einer Beziehung. Öffnet sich der Schlagbaum zur Weiterfahrt, läßt das die vage Hoffnung zu, daß sich einiges
in unserem Leben zum Guten wenden könnte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – davor stehen: ein großes Hindernis zu überwinden haben.
(europ.) : – sehen: in nächster Zeit wird man auf Hindernisse stoßen; man sollte sich überlegen, ob man sich auf dem richtigen Wege befindet;
– ein geöffneter oder sich öffnender, wenn man passieren will: man muß damit rechnen, daß einem ein Hindernis ernstliche
Schwierigkeiten bereiten wird;
– einen geschlossenen sehen: ein Hindernis wird sich leicht überwinden lassen;
– einen sich schließen sehen, kurz bevor man passieren will: Warnung, daß ein Hindernis
durch sein plötzliches und unerwartetes Auftreten besonders gefährlich ist.
(ind. ) : – sehen: du wirst auf Hindernisse stoßen.
(Siehe auch „Barriere“)
Schlagen
Assoziation: – Arbeit an kindlicher Wut.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir will erwachsen werden?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum einen anderen Menschen oder auf einen Gegenstand schlägt, stellt dies sein Bedürfnis dar, durch Aggression
und rohe Gewalt Einfluß zu erzwingen. Schlagen (Schläge), die man im Traum erhält, sind nach altindischer Deutung ein Zeichen dafür, daß man
gefördert und begünstigt wird.
Psychologisch:
Bekommen wir im Traum Schläge, ist das häufig der Nachschlag, den wir im Wachleben erwarten dürfen, die Extrazuteilungen an (geschäftlichem?)
Erfolg. Teilen wir selbst Schläge aus, umschreibt das den unbedingten Willen zum Durchsetzen der eigenen Meinung. Wenn der Träumende
körperlich verprügelt oder im Spiel geschlagen wird, zeigt dies auch, daß er sich einer größeren Gewalt unterwirft.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Schlagen im Traum, besonders wenn jemand Schläge einstecken muß, Demut, Qual und Schmerz.
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden: du wirst das Rechte zu treffen und dich gehörig zu wehren wissen;
– geschlagen werden: nichts gegen seine Feinde ausrichten können.
(europ.) : – Schläge: bedeuten eine Verletzung;
– jemanden: sei darauf gefaßt, daß dir dasselbe widerfährt; Zeichen von Schwierigkeiten;
– einen Schlag bekommen: es droht eine Gehirnerkrankung;
– sich dagegen verteidigen: es folgt geschäftlicher Erfolg;
– geschlagen werden: bringt Versöhnung und verspricht Wohltaten;
– von wütenden Personen geschlagen werden: es droht Zwist in der Familie und Unstimmigkeiten;
– ein Kind schlagen: man nutzt jemanden aus; vielleicht neigt man dazu, ein Kind schlecht zu behandeln.
(ind. ) : – jemanden: du wirst ein wichtiges Amt erhalten; du dienst einer gerechten Sache;
– geschlagen werden: du wirst Wohltaten empfangen;
– austeilen sehen: Trauer;
– Schlägerei sehen: betrogene Liebe;
– dabei beteiligt sein: du hast Feinde.
(Siehe auch „Prügel“)
Schläger
(Sportgerät)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: ein erwartetes Vergnügen wird verhindert werden;
– Einer jungen Frau sagt dies Enttäuschung voraus, da sie an einem langersehnten Vergnügen nicht teilhaben kann.
Schlägerei
Volkstümlich:
(europ.) : – unterliegen: man muß mit Mißgeschicke erwarten oder eine enttäuschte Liebe;
– siegreich sein: man wird seine Schwierigkeiten überwinden.
Schlagstock
Volkstümlich:
(europ.) : – einen schwingen: ist eine Warnung vor Dieben.
Schlagzeile
Psychologisch:
Diese Traumvision will eine seelische Wichtigkeit ganz stark ins Bewußtsein prägen. Welche?
(Siehe auch „Zeitung“)
Schlamm
Assoziation: – unangenehme Gefühle, Fruchtbarkeit, festgefahren sein.
Fragestellung: – Mit welchen Emotionen bin ich aufzuräumen bereit? Was wächst?
Allgemein:
Im Traum verweist Schlamm darauf, daß der Träumende das Gefühl hat, sich festgefahren zu haben. Offenbar hat er praktische Aspekte mit seinen
Gefühlen durcheinandergebracht (Erde und Wasser). Schlamm symbolisiert Begierden, Leidenschaften und materielle Bestrebungen, die man selbst
als „unsauber“ empfindet; oft steht dahinter die Angst, daß man sie nicht mehr beherrschen kann und auf Abwege gerät, die das weitere Leben ins
Unglück führen. Allgemein deutet Schlamm auf unbewußte Inhalte hin, aus denen man das zukünftige Leben gestalten kann. Vielleicht findet man

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im Schlamm auch einen Schatz oder ein Juwel. Außerdem kann er im Einzelfall die Überwindung psychischer Probleme ankündigen, die durch
unbewußte Inhalte entstanden, aber auch Erlebnisse aus der Vergangenheit darstellen, durch die sich der Träumende behindert fühlt.
Psychologisch:
Schlamm symbolisiert die grundlegende Substanz des Lebens, die ein einzigartiges Potential für Wachstum birgt, wenn man richtig damit umgeht.
Die Gefährlichkeit von Schlamm kommt erst zum Vorschein, wenn der Mensch mit ihm nicht richtig umgeht. Die anderen Elemente im Traum geben
vielleicht einen Hinweis darauf, was der Träumende tun soll. Wer im Traum durch Schlamm watet, pflegt im Wachleben vielleicht nicht den besten
Umgang; es könnte da Leute geben, die ihn gern zu sich in den „Sumpf“ ihres ausschweifenden Lebens herabziehen möchten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Schlamm im Traum das Urmaterial, aus dem alles gebildet wurde, und die Notwendigkeit, sich auf das
Wesentliche im Leben zu besinnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Unannehmlichkeiten in Aussicht haben;
– darin waten: du mußt schwere Schicksalsschläge ertragen; in der Wahl seiner Bekannten sollte man vorsichtiger sein;
– darin stecken bleiben und versinken: von Not, Elend und Verzweiflung verzehrt werden.
(europ.) : – Angsttraum, daß Leidenschaften überhandnehmen und man keine Lenkung mehr haben könnte;
– sehen: warnt vor unseriösen Umgang;
– oder durch schlammartigen Morast waten: gilt für Gemütsaufregungen und rät zu großer Vorsicht im Umgang, Tun und Handeln;
durch unseriösen Umgang wird man an Ruf und Ansehen einbüßen; in den nächsten Tagen geht alles sehr zäh voran;
– durch Schlamm gehen: man hat Grund, sein Vertrauen in Freundschaften zu verlieren; in der Familie wird es Verluste und Unruhe geben;
– waten andere durch Schlamm: es kommen einem üble Gerüchte über einem Freund oder Angestellten zu Ohren;
für den Bauern bedeutet dieser Traum geringe Ernten und unbefriedigende Erträge des Viehs;
– im Schlamm feststecken: man braucht jetzt viel innere Ruhe um eine schwierige Situation, in der man feststeckt,
wieder in Gang zu bringen, vor allem braucht man festen Boden unter den Füßen;
– ein Schlammbad nehmen: man wird von seelischen Belastungen befreien;
– Schlamm auf der Kleidung: der eigene Ruf wird in Frage gestellt;
– ihn von der Kleidung abkratzen: man entgeht der Verleumdung durch Freunde.
(ind. ) : – sehen: Aufregung und Verdruß;
– darin waten: harte Zeiten;
– darin stecken bleiben: große Sorgen.
(Siehe auch „Moor“, „Schilf“, „Sumpf“)
Schlange
Assoziation: – Energie, die Schlangenkraft der Kundalini, Sexualität.
Fragestellung: – Welche Energie bin ich bereit auszudrücken oder zu verstehen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Geheimnisvoll; kaltblütig; gleitend; gespaltene Zunge; außerordentliche Empfindlichkeit; alte Kräfte; verschlossen; Bote;
lebendspendend; sexuell; lebendig; ausgleichend; transformierend; Mond der ersten Fröste.
Beschreibung: Die Schlange, im Medizinrad das Tiertotem der im Mond der ersten Fröste (24. Oktober bis 21. November) Geborenen, ist ein
extremitätenloses Reptil, das aus zahlreichen Wirbeln, an denen Rippenbögen lose befestigt sind, besteht, die dem Tier seine charakteristischen
windenden Bewegungen erlauben. Schlangen besitzen an ihrem Bauch eine Vielzahl von Hornplättchen, die einander überlappen und dem Reptil die
Fortbewegung ermöglichen. Mit ihrer Zunge kann die Schlange sowohl schmecken als auch riechen. Weltweit gibt es beinahe 2500 unterschiedliche
Schlangenarten. Seit der Kreidezeit, als die Dinosaurier bereits ausstarben, haben sich Schlangen auf dem Planeten ausgebreitet. Seit Menschen und
Schlangen die Erde gemeinsam bewohnen, ist die Schlange mißverstanden und oft auch gefürchtet worden. Obwohl sie kalten Blutes sind, vermögen
Schlangen sich sehr gut ihrer Umgebung anzupassen, reagieren jedoch empfindlich auf Berührungen und Erschütterungen. Sie sind fähig, zur
Tarnung ihre Farbe zu ändern, und sie können zischende Geräusche von sich geben.
Allgemeine Bedeutung: Deine Lebens- und Sexualenergien erforschen; die weiblichen Aspekte deines Seins ergründen; Verstehen deiner
Verbindung mit der Erde; ein Traum von zunehmender Ausgeglichenheit.
Assoziation: Ein Mensch, der andere hintergeht oder betrügt; sich schlängeln; die Schlange im Paradies, Eva und der Apfel.
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung der Transformation; eine direkte Botschaft vom Großen Geist.
Fosters Lehre: Sexualität, insbesondere weibliche.
Artemidoros:
Die Schlange bedeutet Krankheit und einen Feind. (Die Schlange ist als Symbol eine Verdichtung von Gut und Böse, Heil und Unheil, männlich und
weiblich. Wenn der Drache dem Kranken Unheil und Todesnähe prophezeit, so ist hier speziell an die Schlange als Erscheinungsform der
Totenseelen zu denken.) So wie sie jemand zurichtet, so werden auch die Krankheit und der Feind den Träumenden zurichten. Uräusschlangen und
Sandvipern bedeuten wegen ihres starken Giftes Geld, und aus demselben Grund reiche Frauen. Nach meinen Erfahrungen bringen sie auch dann
Glück, wenn sie beißen, sich nähern oder jemanden umschlingen. Hält die Ehefrau eine Schlange in ihrem Schoß verborgen und hat sie ihr
Vergnügen daran, wird sie zum Ehebruch verführt werden, und zwar meist von einem Feind des Träumenden; empfindet sie aber Furcht oder Ekel
dabei, wird sie erkranken. Geht sie schwanger, wird sie die Leibesfrucht verlieren und nicht austragen. (Von der befruchtenden Tätigkeit der
Schlange berichten Sagen und Wundergeschichten. So verwandelt sich Apollon in eine Schildkröte, dann in eine Schlange, um Dryope beizuwohnen.
Söhne, die von einem Gott in Schlangengestalt mit einer Sterblichen gezeugt waren, sollten zu großen Taten ausersehen sein, wie Alexander der
Große, Scipio Major, Augustus, die einer solchen Verbindung entstammten. Auch ist auf die Gleichsetzung von Schlange und Phallos hinzuweisen,
um so mehr als kolpos auch in der Bedeutung Mutterleib, Mutterschoß üblich ist. Wenn schließlich nach Artemidoros Deutung eine Schwangere
nach diesem Gesicht eine Fehlgeburt haben werde, so überliefert Pilinius (Historia naturalis 30,128) eine abergläubische Anschauung, nach der eine
schwangere Frau eine Fehlgeburt haben werde, wenn sie über eine Schlange getreten sei.) Wasserschlangen bedeuten dasselbe wie die gewöhnliche
Schlange, ferner verursachen sie Krankheit, die durch schlechte Säfte entsteht, oder sie beschwören eine Gefahr auf dem Wasser herauf und zeigen
an, daß die Feinde ihren Lebensunterhalt mit einer Tätigkeit verdienen, die mittelbar oder unmittelbar mit dem Wasser zusammenhängt. Von Übel
sind Kreuzottern, Äskulapschlangen und Kröten, alle ohen Ausnahme, denn sie bedeuten Übergriffe, von seitens roher Leute, die nicht in der Stadt
leben. Der Seps, die Hornviper, die Diphas, das sogenannte Chamäleon und alle übrigen Arten, die Nikandros (Alexandrinischer Dichter
(2.Jh.v.Chr.), verfaßte u.a. zwei erhaltene Lehrgedichte über Heilmittel gegen den Biß giftiger Tiere und über Heilmittel gegen Vergiftungen aller
Art.) zusammengestellt hat, sind unheilvoll; gleichgültig, ob man sie nur schaut oder ob sie angreifen, sie bedeuten nichts Gutes, sondern führen
ungewöhnliche Gefahren herauf. Jemand träumte, er fahre gleich einer sich häutenden Schlange aus dem Leib. Am folgenden Tag starb er; denn
seine Seele, die den Körper verlassen wollte, gab ihm solche Vorstellungen ein.

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Allgemein:
Eine Schlange im Traum ist ein Hinweis darauf, daß eine „schlüpfrige“ Person oder Situation in irgendeiner Form zum Vorschein kommt. Vielleicht
handelt es sich um eine Situation, in der man einem Menschen nicht trauen kann; oder um einen Menschen, den der Träumende kennt und nicht unter
Kontrolle halten kann. Schlange wird oft als Phallussymbol gedeutet, das sexuelle Bedürfnisse verkörpert; dabei kann angezeigt werden; daß diese
Triebe vergeistert (sublimiert) wurden, wofür vor allem eine Krone auf dem Kopf der Schlange spricht. Allgemein steht sie für Triebe, Instinkte und
Gefühle aus dem Unbewußten, die das Bewußtsein erreichten und die persönliche Entwicklung bestimmten. Das Ursymbol der Schlange sollte
immer gründlich durch individuelle Assoziationen analysiert werden, dann gewinnt man daraus wichtige Einblicke in die eigene Persönlichkeit.
Psychologisch:
Dieses archetypische Zeichen weist nach C.G. Jung auf etwas Bedeutsames im Unbewußten hin; es kann gefährdend und heilbringend sein. Seit der
Vertreibung aus dem Paradies wird der Schlange mit Furcht begegnet. Als ein auf rätselhafte Weise Feindschaft setzendes Wesen wird sie zum
Träger tiefster energievoller Seelenkräfte, die sich allerdings nur zu oft im Widerstreit befinden, also in gute oder schlechte Richtung aus dem
Unbewußten aufbrechen. Eine Schlange, die aus dem Dunkel auftaucht, bedeutet die Furcht, ein sorgsam gehütetes Geheimnis könne uns entrissen
werden. Auch als Verführerin kann sie in Männerträumen erscheinen und verkörpert dann oft eine kalte, berechnende Frau. Damit hat sie auch eine
warnende Funktion. S. Freud sah in ihr ein typisches Phallussymbol. Diese Bedeutung kann die Schlange durchaus haben, vor allem in den Träumen
junger Menschen. Sie symbolisiert die instinktive Triebnatur des Menschen. Da Schlangen mit Sexualität zu tun haben, weisen sie auf ungelöste
Probleme in diesem Bereich hin oder auf die Angst vor sexueller Betätigung. Schlangen gehören in die weibliche Traumwelt wie Sterne an den
Himmel. Schlangenträume haben jüngere Mädchen häufiger als reife Frauen, weil sie noch Angst vor der männlichen Geschlechtskraft haben. In
späteren Jahren kann die Schlange auf die Angst vor einer Nebenbuhlerin hinweisen. In Frauenträume ist eine gelbe Schlange die Angst vor der
Begegnung mit männlicher Sexualität; die rote geht oft in die Gestalt des Phallus (siehe dort) über, die weiße deutet Seelentiefe an. Dunkle
Schlangen können den Träumenden auf eine Umstellung seiner bisherigen Lebensführung hinweisen, grüne auf Energien im Körperhaushalt, die man
noch einsetzen könnte. Das sprichwörtliche „Schlange am Busen Nähren“ kann auch auf die Traumdeutung angewendet werden: Wer mit Schlangen
freundschaftlichen Kontakt pflegt, ist eventuell Verrat und Betrug ausgesetzt. Mit anderen Symbolen zusammen kann dieses Tier jedoch sehr positiv
gedeutet werden, nämlich als etwas Heilendes; nicht umsonst windet sich um den Stab des griechischen Traum- und Heilgottes Asklepios (Äskulap)
eine Schlange. Zu allen Zeiten wurde ihr tödliches Gift in kleinen Mengen zur die Heilung bestimmter Krankheiten verwendet. Sie ist deshalb im
Traum auch ein Wandlungs- und Heilssymbol. Häutet sie sich im Traumgeschehen, wird das seit je her als Befreiung von einer Krankheit oder einem
Leiden gedeutet.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Schlange im Traum Verworfenheit oder Betrug. Der Ouroboros, die Schlange, die sich selbst in den
Schwanz beißt, symbolisiert Vollkommenheit, unendliche Energie und Macht. Das Symbol taucht im Traum auf, wenn der Träumende bereit ist, sich
mit völliger spiritueller Selbstgenügsamkeit zu beschäftigen. Sie ist Symbol des sich selbst erneuernden Lebens, aber auch des durchdringenden
Wissens und des Drachens.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Schlangen bedeuten im allgemeinen entsprechend ihrer Größe Feinde, ebenso Unglück.
– Kämpft jemand mit einer Schlange und tötet sie, wird er einen Feind, der sich als solcher entpuppt hat,
mit Gottes Kraft vernichten; zerhaut oder spaltet er die Schlange, wird er entsprechend dem Schlag und Hieb
von seinen Feinden Schätze erringen.
– Tötet der Kaiser eine Schlange, wird er einen mächtigen Feind, der aber weniger Macht als ein Kaiser hat, vernichten.
– Dünkt es ihn, er werde von einer Schlange gebissen, verfolge und töte sie, wird er von einem tückischen Feind bedroht
werden, ihn aber in offenem Kampf vernichten.
– Zeigt sich eine Schlange in seinem Palast, wird dort ein Verräter sich zeigen.
– Schlangenfleisch zu essen verheißt Zuwachs an Reichtum und Triumph über seine Feinde.
– Spricht einer im Traum mit einer Schlange, wird er froh und glücklich sein und in Frieden mit seinen Feinden leben.
– Findet jemand eine tote Schlange, wird er an seinem Feind erleben, was er sich wünscht.
– Stößt jemand auf eine große goldene Schlange, deren Schuppen auf dem Rücken mit Edelsteinen geschmückt und bunt sind,
und nimmt er sie an sich, wird er die Kaiserwürde und die Herrschaft über das Volk erringen; dieser Traum kommt aber nur
Kaisern oder einem zukünftigen Kaiser zu, der über ein großes Heer verfügt.
– Findet der Kaiser eine goldene Schlange, die farblos ist und einem Drachen gleich t oder bringt man ihm eine solche,
wird er viel Gold aus alten königlichen Schatzhäusern zusammenbringen.
– Dünkt es den Kaiser oder irgendeinen anderen, er ziehe in ein Land und erblicke dort große und kleine Schlangen,
wird ebendahin ein schlimmer, mächtiger Feind mit seinen Leuten anrücken;
tötet der Kaiser die Schlangen, wird er seine Gegner niederwerfen, beißen ihn aber die Schlangen und ergreifen seine Leute
die Flucht, wird der Sieg den Feinden zufallen.
– Träumt einer, ihm erscheine eine kleine oder mittelgroße Schlange oder beiße ihn, wird er erkranken
und sich vor dem Feind fürchten.
– sehen: von falschen, hinterlistigen Menschen angefeindet werden;
– kleine sehen: Ärger;
– von einer bedroht sein: einer ernsten Gefahr entgegengehen;
– von einer gebissen werden: eine falsche Person versucht zwischen dir und deinen besten Freunden Zwietracht zu säen;
man sollte sich vor Betrug und falschen Freunden hüten;
– eine töten: einen Feind besiegen oder vernichten;
– sich in ein vielköpfiges Ungeheuer verwandeln sehen: man wird bald genug Kraft haben, um eine berufliche Position,
die man kürzlich erreicht hat, auch profund zu sichern.
(europ.) : – rein sexuelles Ursymbol; stehen auch für Krankheitsanfälligkeit und Depressionen im allgemeinen;
allgemein folgen Enttäuschungen; Warnung vor Heimtücke und Pläne werden scheitern;
– deuten auf böse Zungen, böse Nachbarschaft und schlechten Umgang;
– sehen: warnt vor der Hinterlist und Heimtücke einer Frau;
– mehrere Schlangen sehen: gelten als Vorbote des Bösen;
– kleine oder junge Schlangen sehen: warnen vor gastfreundlichen Personen, die beruflich einem den Garaus machen wollen;
– aus Bronze sehen: kündigen Neid und Ruin an;
– leuchtende: von Feinden umgeben sein, die zu bösen Mitteln greifen, um einen zu besiegen;
– eine weiße Schlange sehen: sie ist eine Überbringerin von Weisheit oder geheimen Botschaften;
– eine rote Schlange sehen: kündigt starke sexuelle Bedürfnisse an;
– eine orangefarbene sehen: zeigt ein Zusammenwirken von Idealismus, Emotionen und Sexualität an;
– eine blaue Schlange sehen: steht für Religiosität;
– eine violette Schlange sehen: symbolisiert viel geistige Energie;
– eine grüne Schlange sehen: verspricht viel geistige Energie und neu aufkeimende Hoffnungen;
– eine sich häutende sehen: man wächst über sich hinaus, weil man seine alte Existenz und Persönlichkeit zurückläßt;

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– die „Schlange des Äskulap“ sehen: man wird von seinen inneren Konflikten bald geheilt werden;
– aufgerichtete Schlangesehen: symbolisiert das Streben nach hohen Idealen und geistiger Entwicklung;
– im Schoß haben: es drohen Demütigungen;
– junge Katzen töten: man hat Feinde, die sich bei dem Versuch, einem zu Schaden, selbst Schaden zufügen;
– eine gewöhnlich gesprenkelte aus dem Grünen auf einem zu schlängelt, worauf man beiseite tritt und
den Vorfall gleich wieder vergißt, worauf sie sich einem erneut in gigantischer Größe nährt und es einem
nur mit viel Mühe gelingt, dem Angriff zu entgehen, bis sie schließlich dem Augenfeld entschwindet:
man hat bald das Gefühl, geringschätzig behandelt zu werden; Erkrankungen, Beklommenheit und
Unfreundlichkeit werden in der Vorstellungskraft gewaltige Dimensionen annehmen, dann jedoch auch
jeder auf ein gesundes Maß schrumpfen; zuletzt kann man all den in der Einbildung entstandenen Ärger
beiseite schieben und die Pflichten wiederaufnehmen;
– sich winden und über andere herfallen sehen: es stehen finanzielle Schwierigkeiten und Reue ins Haus;
– sich eine Schlange um einen herum windet und einem ins Gesicht züngelt: man könnte in eine Lage
kommen, in der man sich seinen Feinden völlig ausgeliefert fühlt; möglicherweise droht eine Erkrankung;
– von einer gebissen werden: du wirst einem Angriff auf deine Ehre ausgesetzt sein; durch hinterlistige
und heimtückische Machenschaften einer Frau wird man Ungelegenheiten haben; es besteht die Gefahr,
daß man sich den negativen Tendenzen beugt und das Feinde einem geschäftlich schädigen;
– sehen, wie ein anderer von ihr gebissen wird: man könnte einen Freund beleidigen oder verletzen;
– über sie hinwegsteigen: man lebt in ständiger Furcht vor Krankheit; selbstsüchtige Personen wollen
einem den Platz streitig machen;
– souverän in der Hand halten: man verfügt über taktisches Geschick und wird alle Widrigkeiten überwinden;
– sich Haare in Schlangen verwandeln sehen: unbedeutende Zwischenfälle wachsen zu größeren Problemen;
– nimmt eine Schlange unnatürliche Form an: Schwierigkeiten kommen auf einem zu, die man mit Ruhe und
Willenskraft jedoch in den Griff bekommt;
– beim baden auf eine treten: ein scheinbares Vergnügen entpuppt sich als ärgerliches Hindernis;
– eine töten: du wirst deiner Feinde Herr werden;
– sehen, wie Kinder mit Schlangen spielen: man muß Freunde von Feinde trennen;
– eine auf dem Weg hinter einem Freund erblicken, die sich aufrichtet: man könnte eine Verschwörung
aufdecken, die sich gegen Sie beide richtet; hat der Freund die Sache im Griff, wird sich eine höhere Instanz
einschalten und zum Gunsten wirken;
– sie töten können: man wird die Möglichkeiten voll ausschöpfen und den verdienten Triumph über die Feinde genießen können;
– Wird eine Frau im Traum von einer toten Schlange gebissen, wird sie unter den Händeln eines falschen Freundes zu leiden haben.
– Träumt eine Frau, ein Kind lege ihr eine Schlange auf den Hinterkopf und sie höre das Tier zischen,
wird sie sich überreden lassen, ein Gut aufzugeben, das sie besser behalten hätte.
– Kann eine Frau im Traum eine Schlange hypnotisieren, versucht jemand, ihre Rechte zu beschneiden,
doch kann sie auf die Hilfe von einflußreichen Freunden zählen.
(ind. ) : – eine große sehen: du wirst betrogen werden;
– kleine: Liebesglück;
– töten: du machst einen Feind unschädlich;
– viele sehen: Unbehaglichkeit für kurze Zeit;
– auf eine treten: du hast falsche Freunde;
– von einer gebissen werden: Verleumdung;
– mit mehreren Köpfen: du wirst bösen Versuchungen ausgesetzt sein;
– sich winden sehen: Geldverlust;
– viele sehen: kurzes Unbehagen.
(Siehe auch „Apfel“, „Katze“, „Raubtier“, „Tiere“)
Schlangenbiß
Psychologisch:
Der Biß in die Ferse des Träumers könnte übersetzt das Fersengeld bedeuten, das man bei drohender Gefahr geben muß, könnte aber auch einen
nötigen Wechsel im Beruf oder in einem anderen Lebensbereich ankündigen. Erotische Version des Schlangenbisses: Jemand vergiftet oder stört
unser Liebesleben.
(Siehe auch „Schlange“)
Schlange stehen
Volkstümlich:
(europ.) : – in einer stehen: eine wiederhergestellte Freundschaft wird zur Heirat führen.
Schlaraffenland
Volkstümlich:
(arab. ) : – darin leben: du wirst in ärmliche Verhältnisse geraten.
Schlau
Volkstümlich:
(ind. ) : – sein wollen: deine Bedenken werden erst dann vollkommen schwinden, wenn auch du es ehrlich in der Liebe meinst.
Schlauch
Assoziation: – Flexibilität, Fluß der Emotionen.
Fragestellung: – Wie gut klappt der Austausch mit meinem Gefühlen?
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf langweilige Dinge.
(europ.) : – du begehst eine unwürdige Handlung.
(ind. ) : – du neigst zu Leichtsinn.

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Schlecht
Allgemein:
Wenn ein Traum davon handelt, daß etwas schlecht ist, wird sich der Träumende bewußt, daß der Gegenstand des Traums jetzt wertlos oder kaputt
ist. Sich schlecht zu fühlen, kann bedeuten, daß der Träumende nicht im Gleichgewicht ist, oder aber, daß er sich für einen schlechten Menschen hält.
Psychologisch:
Wenn es in einem Traum um schlechtes Essen geht, sorgt der Träumende nicht ausreichend für seine geistigen, spirituellen oder emotionalen
Bedürfnisse. Ein schlechter Geruch im Traum kann bedeuten, daß der Träumende von seinem Umfeld nicht unterstützt wird.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann eine schlechte Sache im Traum auf das Böse hinweisen.
Schlehdorn
Volkstümlich:
(ind. ) : – (die Dornen eines Strauches): du wirst vergnügte Tage erleben.
Schlehen
(Frucht eines Strauches)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: Unglück.
(ind. ) : – sehen: Vergnügen;
– essen: Ärger.
Schleichen
Psychologisch:
Wie im Leben – man möchte leise, unauffällig und unbemerkt an ein (verbotenes?) Ziel gelangen.
Schleichhandel
Volkstümlich:
(ind. ) : – treiben: Einladung zur Hochzeit steht bevor.
Schleier
Assoziation: – Illusion, Geheimnis.
Fragestellung: – Was möchte ich verbergen oder zeigen?
Achmet:
Eine verheiratete Frau ging zum Traumdeuter und stellte folgende Frage: „Ich träumte, ich ginge ohne Schleier unter den Leuten spazieren. Was wird
mir geschehen?“ Der Traumdeuter fragte sie: „Hast du einen Mann?“ Sie antwortete: „Ja, ich habe einen; aber er ist in der Fremde.“ Jener sagte: „Du
wirst ihn nicht mehr zu Gesicht bekommen.“ Und wie er gesagt hatte, geschah es; ihr Mann starb in der Fremde.
Allgemein:
Ist ein Gegenstand in einem Traum verschleiert, gibt es irgendein Geheimnis, das enthüllt werden muß. Möglicherweise verbirgt der Träumende
etwas vor sich selbst, doch könnte er auch durch Menschen seines Umfelds in Unwissenheit gehalten werden. Schleier symbolisiert oft Flucht aus der
Realität in die Isolierung, die mit Selbsttäuschung oder Täuschung durch andere verbunden ist. Der zerrissene Brautschleier warnt vor Illusionen vom
Partner, die jäh enttäuscht werden; oft kann das zur Trennung führen.
Psychologisch:
Der Geist sucht sich verschiedene Wege, um im Traum geheime Gedanken zum Ausdruck zu bringen. Der Schleier ist eines dieser Symbole. Wollen
Sie irgend etwas verbergen (verschleiern). Es muß nicht unbedingt der Partner sein, dem Sie etwas verbergen wollen. Genau so gut ist es möglich,
daß Sie sich selbst in irgendeiner Sache etwas vormachen. Der Schleier ist ein Bild für die Geheimnisse. Die verschleierte Maya, die im Buddhismus
ihren Platz hat, gilt als Symbol der Illusionen der Welt, wer ihren Schleier lüftet, erlangt ein geheimes Wissen über die Wirklichkeit der Welt. Der
Brautschleier bedeutet bei allen Völkern das Geheimnis der Sexualität. In Träumen von jungen Frauen oder Männern kann der Schleier oft auf die
Problematik der Jungfräulichkeit hinweisen. Wird er zerrissen, ist dies ein Zeichen für die Entjungferung. Einen zerrissenen Brautschleier sehen,
steht für die Gefühle, die uns für das, was wir zu lieben glaubten, abhanden gekommen sind. Der Schleier kann aber auch als Gefahrensignal gedeutet
werden. Oft wird die Seele dadurch geschützt, daß sie ein Geheimnis nicht kennt. Das gewaltsame Lüften des Schleiers signalisiert, daß die Gefahr
besteht ein Geheimnis seines Unbewußten aufzudecken, an das man besser nicht rühren sollte. Wer sich im Traum mit einem Schleier verhüllt, will
im Wachleben etwas verbergen, will sich nicht so zeigen, wie er eigentlich ist. Tragen andere einen Schleier, sollen wir getäuscht werden. Ein
Trauerschleier dagegen ist nur Staffage, Ausstellungsstück; denn in diesem Fall brauchen wir niemanden zu beweinen, den wir lieben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann ein Schleier im Traum alles Verborgene und Rätselhafte und damit letztendlich Aspekte des Okkulten repräsentieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt eine Frau, ihr Maphorion sei ihr von jemandem mit Gewalt entrissen oder abgeschnitten worden, wird ihr Mann sterben,
oder sie wird sich ganz und gar von ihm abwenden;
ist der Schleier nur zum Teil entzweigeschnitten worden, wird ihr Man n von der Obrigkeit Gewalt und großen Schrecken erleiden;
ist ihr der Schleier gestohlen worden, weist das auf einen Anschlag, den ein anderer gegen ihren Mann plant.
– Träumt ein Mann, man habe den Schleier seiner Frau gestohlen, wird er seine Frau betrügen und mit einer anderen Ehebruch treiben.
– Träumt jemand, Frau oder Mann, er erbäte sich von einem Toten ein Maphorion und bekomme es, wird Mann, Sohn oder Tochter
sterben; das Maphorion bedeutet nämlich den Ehemann, den Sohn oder die Tochter.
Widerfährt demselben etwas Gutes, erfüllt sich der Traum an den erwähnten Personen.
– Schaut eine Frau, wie ihr Schleier größer und schöner geworden, wird sie Freude an ihrem Mann oder ihrem Sohn haben.
– Zerreißt sie ihn, wird Trübsal und Trennung von Mann oder Sohn ihr Los sein.
– Dünkt es sie, sie trage lediglich den Schleier, verliere ihn und stehe nackt und unbedeckt vor den Leuten, wird Unheil sie treffen,
sie wird wegen Hurerei angeprangert, beschimpft und geschmäht werden.
– Schaut dies eine unverheiratete Frau, wird das Unglück ihren Sohn, Bruder oder engsten Verwandten treffen.
– sehen oder vor dem Gesicht haben: verstelle dich nicht;
– eine Frau mit einem Schleier sehen: es werden sich gewisse Dinge ereignen, mit denen man nicht gerechnet hat
und in die eine nahestehende Person verwickelt sein wird;
– Trauerschleier: ein erwarteter Todesfall wird nicht unbedingt eintreffen;
– bestimmte Gegenstände verschleiert sehen: es gibt ein Geheimnis, das man enthüllen möchte.

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(europ.) : – Warnung vor denen, die Weltfremdheit oder Verlassenheit ausnutzen;
– einen Brautschleier sehen: sagt eine erfolgreiche Veränderung in naher Zukunft und viel Glück in beruflichen Positionen vorher;
– der Braut sehen: bedeutet Liebeskummer;
– allgemeine sehen: ist ein Zeichen für Betrug und Täuschung, dem man ausgesetzt ist;
– in einen weißen gehüllte Dame: du kannst einer Verführung nicht widerstehen;
– blauer: Ehebruch;
– schwarzer: Trauer;
– Trauerschleier: ein befürchtetes trauriges Ereignis wird nicht eintreten; auch: steht für Streß, Ärger und Schwierigkeiten im Geschäft;
– besitzen: ist ein Zeichen, daß man geehrt und geliebt wird;
– tragen oder sich darin einhüllen: kündet Einsamkeit oder Verlassenheit an; auch: bedeutet, daß man nicht absolut ehrlich in seiner
Beziehung ist; man muß eine List anwenden, um seinen Partner zu behalten;
– andere damit sehen: man wird von falschen Freunden verleumdet und diffamiert;
– einen alten oder zerrissenen sehen oder sehen, wie er zerrissen wird: ein Bruch oder eine Trennung in der Liebe wird eintreten;
auch: weisen auf Täuschung und List, die in der Umgebung gedeihen hin;
– einen Schleier wegwerfen: bedeutet Trennung und Schande;
– Verliert eine junge Frau im Traum ihren Schleier, hat ihr Liebhaber ihre Täuschungen durchschaut und wird sich revanchieren.
– Sieht sich eine junge Frau selbst mit einem Brautschleier, befaßt sie sich mit Dingen, die ihr dauerhafte Freude bringen.
Geht der Schleier verloren oder kommt es zu einem sonstigen Mißgeschick, bringt das Traurigkeit und Schmerz mit sich.
(ind. ) : – tragen: du wirst verfolgt werden; du mußt deine Meinung für dich behalten;
– einen anderen darunter sehen: sei nicht leichtgläubig.
(Siehe auch „Kleidung“, „Nacktheit“)
Schleife
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst eine ehrenvolle Auszeichnung erhalten;
– schwarze: verkünden eine Trauerbotschaft.
(ind. ) : – tragen: verwickelte Angelegenheit;
– binden: Erfolg in schwierigen Geschäften.
Schleifen
Allgemein:
Schleifen (Schleifstein) kündigt Gefahren an, häufig den Betrug durch andere Menschen.
Psychologisch:
Mit diesem Bild will das Unbewußte meist auf Umgangsformen im täglichen Leben aufmerksam machen. Schleifen wir also selbst etwas, ist irgend
etwas in uns nicht geschliffen genug. Sieht man anderen beim Schleifen zu, wetzen gewisse Leute die Messer gegen uns, um uns Schaden zuzufügen.
Es kommt bei der Deutung auch darauf an, was im Traum geschliffen wurde.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein Messer etc. auf einem Schleifstein: deine Handlungen sind vernünftig;
– von Degen und größeren Instrumenten: du hast gefährliche und großartige Dinge im Kopf.
(europ.) : – auf dem Eis laufen: man wird in schlechte Hände geraten;
– von Messern: man wird scharfe Reden führen.
(ind. ) : – einer Axt: du wirst in böse Hände geraten;
– ein Messer: zu scharfe Rede wird dir schaden.
(Siehe auch „Messer“, „Schere“)
Schleifstein
Psychologisch:
Bei Artemidoros ein Zeichen der Ermunterung, sich eines geschliffeneren Umgang mit anderen Menschen zu befleißigen – eine Deutung, die auch
heute durchaus noch gültig sein könnte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (in Tätigkeit) sehen: du wirst Arbeit bekommen.
(europ.) : – einen sehen: mit anderen wird man in Streit geraten;
– einen drehen: verheißt ein tatkräftiges Leben; durch klug eingesetzte Kräfte wird man großen Reichtum erlangen;
– Werkzeuge schärfen: es steht einem eine wertvolle Gehilfin zur Seite;
– damit handeln: kündigt kleinere, aber ehrliche Gewinne an.
(ind. ) : – du wirst hintergangen werden; sieh dich deshalb vor, daß du nicht falschen Freunden Vertrauen schenkst.
Schleim
Assoziation: – unreine Emotionen.
Fragestellung: – Welche Gefühle bin ich zu läutern bereit?
Artemidoros:
Auswurf von Schleim verheißt jedem, der sich im Unglück, in einer Bedrängnis oder Krankheit befindet, Befreiung von seinen gegenwärtigen Übeln;
denn alle diese Stoffe verursachen keine Beschwerden mehr, wenn man sie ausgeschieden hat. Einem, dem es ganz nach Wunsch ergeht, bringt es
zuerst etwas Schlimmes, dann befreit es ihn davon.
Allgemein:
In der buddhistischen Medizin verweist die übermäßige Schleimbildung auf Gier. Meistens verweist das Traumsymbol Schleim auf eine sogenannte
schleimige Haltung. Das heißt, man nimmt keine klare Haltung ein und verhält sich opportunistisch, um einen Vorteil zu erreichen.
Psychologisch:
Schleim steht meist für geistige Trägheit und Antriebsschwäche, die durch Sorgen oder Depressionen zu erklären sind. Manchmal verkörpert er auch
Eigenschaften, die man an sich selbst als eklig ablehnt.

1226
Schleppe
Allgemein:
Wer eine Schleppe trägt, erscheint „in Glanz und Würde“ – ein Symbol der Unnahbarkeit, der bewußt gewahrten Distanz.
Psychologisch:
Wer sich als Schleppenträger sieht, möchte im Privatleben von jemanden ins Schlepptau genommen werden, will für sich selbst nicht unbedingt
Verantwortung tragen. Die Schleppe kann natürlich auch auf das Schleppende in einer Beziehung hinweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen, selbst: du verkehrst mit hochmütigen Menschen;
– jemandem tragen sehen: Erniedrigung.
(europ.) : – tragen: ermahnt zur Aufrichtigkeit;
– sehen: bedeutet, daß sich jeder Wunsch erfüllen wird, je ernsthafter der Wunsch, um so eher.
(ind. ) : – tragen: man will ein Unrecht, das man dir angetan hat, beschönigen.
Schleppen
(tragen)
Volkstümlich:
(europ.) : – fröhliche Gefährten und eine Heirat zwischen Liebenden mittleren Alters.
(Siehe auch „Tragen“)
Schleuder
Psychologisch:
David tötete mit seiner Schleuder den Riesen Goliath. Wer also von einer Schleuder träumt, möchte gegen einen Stärkeren mit Mitteln des
Verstandes ankämpfen. Die Wäscheschleuder, die im Traum auftaucht, verursacht wahrscheinlich Wirbel im Alltagsleben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast heimtückische Feinde.
(europ.) : – verkündet heimtückische Widersacher, vor denen man sich ernstlich in acht zu nehmen hat.
(ind. ) : – sehen: Vorsicht im Verkehr.
(Siehe auch „Wäschewaschen“)
Schleuse
Psychologisch:
Hier wird der Wasserstand den Bedürfnissen des Schiffsverkehrs angepaßt – es geht um „regulierte Gefühle“, die sich nur den Umständen
entsprechend ausleben lassen.
Schlick
Volkstümlich:
(europ.) : – durch Schlick gehen: die sehnlichsten Wünsche und Pläne erhalten durch außergewöhnliche Veränderungen
des Umfeldes zeitweilig einen Dämpfer.
Schlinge
Allgemein:
Eine Schlinge im Traum symbolisiert die Angst des Träumenden, vielleicht durch das Verhalten anderer Menschen in Gefangenschaft zu geraten. Er
ist sich dessen bewußt, daß er „sich selbst die Schlinge um den Hals“ legen kann. Traditionell wird die Schlinge mit dem gewaltsamen Tod assoziiert
und kann auch heute noch diese Bedeutung haben. Vielleicht tötet der Träumende einen Teil seiner Persönlichkeit ab. Schlinge kann ankündigen, daß
man den erhofften Liebespartner nicht „einfangen“ wird. Vielleicht will sie aber auch eindringlich vor einer Falle im weiteren Leben warnen.
Psychologisch:
Sie ist etwas Umschlingendes. Macht oder sieht man im Traum eine Schlinge, baut man im Beruf und in anderen Lebensbereichen auf das, was man
hat, und nicht auf etwas, das man eventuell erst bekommen könnte. Legt man jemanden eine Schlinge, ist das gewissermaßen der Fallstrick, über den
unsere Konkurrenten purzeln sollen. Umgekehrt kann man freilich in der Schlinge eines anderen gefangen werden; dann wurde man in eine Falle
gelockt, die natürlich auch eine Liebesfalle sein kann. Eine Schlinge verweist wie das Halfter und andere Symbole der Einschränkung auf das
Zähmen eines wilden Lebewesens. Wenn etwa ein junger Mann, der bald heiraten möchte, von dieser Schlinge träumt, kann dies darauf hinweisen,
daß er sich vor den durch die Partnerschaft herbeigeführten Einschränkungen fürchtet. Für eine junge Frau, die von zu Hause fortgehen möchte, kann
eine Schlinge die Angst symbolisieren, trotz ihres Fortgehens im Elternhaus weiterhin gefangen zu sein. Möglicherweise drückt die Schlinge im
Traum die Verhinderung des Selbstausdrucks aus.
Spirituell:
Auf der einfachsten spirituellen Ebene repräsentiert eine Schlinge im Traum einen traumatischen Tod. In einem komplexeren Sinn kann sie das
Strangulieren spiritueller Absichten, das Festbinden spiritueller Energie darstellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder benutzen: verwegene Nachstellung; man wird durch das Fehlverhalten anderer in große Gefahr geraten;
– einer Person oder einem Tier eine umlegen: ein Ratschlag wird als unerwünscht zurückgewiesen werden;
– sich selbst in einer sehen: an hat den Wunsch sich selbst zu bestrafen.
(europ.) : – bedeutet Lieblosigkeit, Strenge, Ungerechtigkeit; Hindernisse und Konkurrenz gegen die man sich behaupten muß;
– um den Hals liegen haben: man hat sich mit unsaubren Mitteln in eine schlimme Situation hinentmanövriert
und sollte schnell eine ehrliche Lösung anstreben;
– auf dem Weg liegen sehen: man sollte bei den kommenden geschäftlichen Angelegenheiten größte Vorsicht walten lassen,
den jemand stellt einem eine Falle;
– in eine geraten: Unglück und evtl. Untergang, wenn nicht eine helfende Hand eingreifen sollte.
(ind. ) : – du wirst das Mädchen deiner Wahl nicht heiraten; ein Herzenswunsch geht nicht in Erfüllung;
– sehen: man will dich hintergehen.
(Siehe auch „Strick“)

1227
Schlingpflanze
Allgemein:
Schlingpflanze deutet auf Unsicherheit, Selbstzweifel oder unlautere Verstrickungen hin, die mit Mißerfolgen und Verlusten enden.
Psychologisch:
Die Schlingpflanze ist ein Gewächs, das sich eines Baumes bemächtigt, ihn umrankt, in seinem Wachstum beeinträchtigt und im schlimmsten Fall
erstickt. Als Traumbild ist sie ein Bild für die Behinderung der Persönlichkeitsentfaltung des Träumenden. Die Schlingpflanze kann im Traum auch
eine reale Person verkörpern, deren starkem, aber besitzergreifendem Einfluß sich der Träumende im bewußten Leben nicht zu entziehen vermag.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird von Ängsten geplagt, ist unsicher und voller Selbstzweifel.
Schlitten
Allgemein:
Schlitten soll nach altindischer Traumdeutung versprechen, daß man ein Ziel schnell erreicht. Es können aber auch Risiken bestehen, insbesondere
wenn er umkippt oder man an einem Schlittenrennen teilnimmt.
Psychologisch:
Ein Schlitten kommt im Traum meist in Zusammenhang mit einer Winterlandschaft vor. Die Symbole Eis und Schnee deuten jedoch meist auf die
Not und die Einsamkeit des Träumenden hin. Sie warnen vor dem Erfrieren auf emotionaler Ebene. Zieht der Träumende in der Winterlandschaft
einen Schlitten mit Gepäck hinter sich her, so bedeutet dies, daß er mit Problemen beladen und wahrscheinlich in einer gefühlsmäßigen Krise ist. Wer
im Traum mit dem Schlitten gut vorwärtskommt, hat möglicherweise Erfolg auf glattem Parkett. Bleibt das Gefährt beim rodeln stehen, wird man
sich vielleicht im Wachleben eine Blöße geben, die auch auf ein Erkalten von Gefühlen hinweisen kann. Fährt ein anderer auf unserem Schlitten mit,
können wir leicht mit ihm oder er mit uns „Schlitten fahren“, das heißt, man bekommt gehörig die Meinung gesagt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine trostlose Zeit steht bevor;
– selbst fahren: man darf mit Erfolgen rechnen, die man seinen eigenen Leistungen zuzuschreiben hat;
– von anderen gefahren sehen: Täuschung der Hoffnungen; vor Betrügern sollte man sich in acht nehmen.
(europ.) : – sehen: verkündet ein unbefriedigtes Vergnügen; wenn man Erfolg haben will, muß man sich den gegebenen
Verhältnissen anpassen; auch: man wird bei einem Liebesabenteuer Pech haben und den Unmut eines Freundes auf sich ziehen;
– fahren: Vergnügungen und Freude; verheißt einen Erfolg;
– bei der Fahrt umkippen und in den Schnee fallen: bei einer verliebten Geschichte wird zur Freude anderer
ein Mißgeschick passieren, was aber die Liebe selbst nur erhöhen wird;
– Schlittenfahrt als winterliches Vergnügen: eine ganz verliebte Geschichte wird sich ereignen;
– Schlittenrennen sehen: warnt vor einem waghalsigen Unternehmen;
– an einem Schlittenrennen teilnehmen: man läßt sich auf ein sehr gewagtes Unternehmen ein;
– Eine junge Frau, die im Traum auf einem Schlitten fährt, wird wegen ihres Geliebten Probleme mit ihrer Familie haben.
Ihr Verhalten bringt ihr Ärger ein.
(ind. ) : – fahren: du kommst sehr schnell zum Ziel;
– sehen: Vergnügen, das keine Befriedigung gewährt;
– beladen: Gewinn;
– Schlittenfahrt: deine Geschäfte stocken etwas.
(Siehe auch „Eis“, „Lawine“, „Rutschen“, „Schnee“, „Ski“)
Schlittschuhe
Allgemein:
Schlittschuh(laufen) kann auf eine ausgeglichene Persönlichkeit hinweisen, dafür spricht vor allem der Tanz auf dem Eis. Bewegt man sich unsicher
oder bricht ins Eis ein, warnt das vor eigener Ungeschicklichkeit, mit der man gute Aussichten zunichte macht.
Psychologisch:
Das Hilfsmittel, mit dem man sich auf dem Eis bewegt, deutet die Überwindung eines Problems, das Weiterkommen in einer persönlichen
Angelegenheit an.
Volkstümlich:
(arab. ) : – laufen: was du unternimmst, führst du mit Gewandtheit aus;
– andere fahren sehen: es wird schwer sein, deine Rivalen einzuholen oder zu überflügeln.
(europ.) : – sehen: gelten für eine Gefahr, der man nur durch Vorsicht oder Gewandtheit entgehen kann; warnt vor
Ungeschicklichkeit; warnt vor dem Verlust des Arbeitsplatzes; verheißt Zwietracht unter Kollegen;
– gut laufen: durch geschicktes Manövrieren wird man einen schönen Erfolg erzielen;
– unsicher laufen oder dabei hinfallen: bei einem Vorhaben kommt es zu Mißerfolgen,
weil man sich auf Dinge einläßt, die man nicht versteht;
– im Eis einbrechen: fragwürdige Freunde werden einem Ratschläge erteilen;
– selbst oder andere dabei verletzt werden: Gefühlskälte wird verletzend auf einem oder andere wirken;
– einen Schlittschuhläufer sehen: schnelle Erfolge stellen sich ein, wenn man dabei „moralisch sauber“ vorgeht;
– andere laufen sehen: man soll sich an anderen ein Beispiel nehmen; auch: unsympathische Personen werden
Ihren Namen mit einem Skandal in Verbindung bringen; dieser betrifft eine Person, die sie bewundert.
(ind. ) : – sehen: du hast Ärger im Haus;
– laufen: glückliche Erfolge;
– andere laufen sehen: Stockung in Geschäften.
(Siehe auch „Eis“)
Schloß
(Gebäude)
Allgemein:
Schloß (Gebäude) weist auf Stolz, Hochmut oder Eitelkeit hin, wenn man darin wohnt. Sieht man es, kann das aber Ansehen und Erfolge verheißen.
Psychologisch:
Wie das Haus, so sind auch die Burg und das Schloß im Traum Bilder für den Seelenbereich des Träumenden. Derjenige, der von einem Schloß
(Gebäude) träumt, lebt ein wenig im Wolkenkuckucksheim, schwebt über den Realitäten. Der Prunkbau umschreibt auch manchmal den Hochmut,
der vor dem Fall kommt. Wer das Schloß auf einem hohen Berg liegen sieht, hat ein Ziel, das er nur nach vielen Mühsalen erreichen wird. Burg und
Schloß sind starke Gebäude, von schützenden Mauern umgeben, deshalb haben sie auch oft die Bedeutung des archetypischen Muttersymbols.
Häufig wird mit diesen Traumbildern auf einen Mutterkomplex hingewiesen.

1228
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: guter Zukunft entgegengehen;
– sich darin aufhalten oder wohnen: deine Verhältnisse werden sich merklich verbessern;
– hineintreten: deine Wü nsche gehen teilweise in Erfüllung;
– brennen sehen: deine Hoffnungen werden zunichte gemacht werden.
(europ.) : – man übertreibt seine Lebensvorteile durch Prunk und Hochmut, was bald schiefgehen wird;
man ist zu phantasievoll und hängt gern seinen schönen Träumen nach, das zwangsläufig zu Enttäuschungen führt;
– ein altes, weinumranktes sehen: man wird sehr romantisch sein; man sollte sich nicht auf eine unerwünschte
Heirat oder ein ungewolltes Unternehmen einlassen; die Geschäfte werden bald schlechter gehen;
– eines in der Nähe sehen: verheißt einen glanzvollen Aufstieg;
– in der Ferne liegen sehen: warnt vor Hochmut und Überheblichkeit;
– sich in einem befinden: man wird genügend Geld besitzen, um das Leben nach den Wünschen zu gestalten;
die Aussichten stehen gut, ein Globetrotter zu werden;
– bewohnen: durch Hochmut wird man zu Fall kommen;
– in einem als Gast verkehren: verspricht einen vornehmen und einflußreichen Gönner;
– verlassen: man wird seiner Besitztümer beraubt oder eine nahestehende Person durch Tod verlieren.
(ind. ) : – sehen: du hast gute Erfolge im Geschäft; Erfüllung eines Wunsches;
– brennend: harte Zeiten kommen auf dich zu;
– bewohnen: du wirst zu viel Geld kommen.
Schloß
(der Tür)
Assoziation: – Sicherheit, eingeschlossen sein.
Fragestellung: – Was bin ich bereit offenzulegen oder wegzustecken?
Allgemein:
Türschloß: Es ist schlecht, Gefühle „wegzusperren“, um sie scheinbar los zu sein. Im Traum macht ein Schloß den Träumenden darauf aufmerksam,
daß er alles befreien muß, was er eingeschlossen hat. Bricht der Träumende ein Schloß auf, zeigt dies, daß er gegen seine Neigungen ankämpfen
muß, alles hinter Schloß und Riegel zu verwahren, um sich von seinen Hemmungen zu befreien. Wenn der Träumende ein Schloß repariert, ist dies
ein Hinweis, daß jemand in die Intimsphäre des Träumenden eingedrungen ist. Schließt der Träumende eine Tür zu, dann hat er mit einem
bestimmten Aspekt seiner Vergangenheit abgeschlossen. Schloß steht also für Hindernisse, die man durch Vernunft und Einsatz der richtigen Mittel
umsichtig bewältigen kann. Läßt es sich nicht öffnen, wird man aber scheitern.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in seinem Traum bemerkt, daß ein Teil seines Körpers blockiert ist, verweist dies auf starke Spannungen, unter denen der
Träumende steht. Möglicherweise muß er diese Spannungen auf der Körperebene auflösen, um sich seine Gesundheit zu erhalten. Erkennt der
Träumende, daß eine Tür verschlossen ist, so steht ihm ein gewohnter Zufluchtsort nicht mehr länger zur Verfügung. Es kann auch sein, daß eine
bestimmte Handlungsweise nicht mehr angemessen ist oder daß ihm seine emotionale Verschlossenheit bewußt wird.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann ein Schloß im Traum entweder symbolisieren, daß dem Träumenden eine neue Freiheit gewahrt wird oder daß der
Weg vor ihm versperrt ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: bewahre deine Geheimnisse.
(europ.) : – verlangt, daß man immer, wenigstens zur rechten Zeit, den Mund halten soll, da Schwatzhaftigkeit
mehr Elend oder Unglück erzeugt; mahnt in einer Sache zur Vorsicht und Zurückhaltung; bedeutet meist Verwirrung;
– nicht öffnen können: verheißt Hindernisse; man wird sich über einem lustig machen; gefährliche Reisen bringen keinen Erfolg;
– öffnen können: du wirst im Leben Erfolg haben; es ergeben sich neue Perspektiven für die Zukunft;
auch: man wird entdecken, daß jemand einem verletzen will; in der Liebe bedeutet es, daß man Mittel
gegen einen Rivalen finden wird; man wird eine erfolgreiche Reise machen;
– gewaltsam öffnen: völliges Mißlingen eines Unternehmens;
– zum Vorhängen: bedeutet Sicherheit;
– zuschließen: man wird sich eine Zukunftsaussicht verderben;
– um Hals und Arm des/der Verlobten legen: man vertraut dem/der Verlobten nicht; die Zukunft wird zeigen, daß dies unbegründet ist;
– Schränke und Schubladen verschlossen und den Schlüssel nicht finden können: schlechtes Zeichen; man
sollte in Geldangelegenheiten sehr vorsichtig sein und Spekulationen und Risiken jeder Art vermeiden;
– den Schlüssel später finden: man wird durch die Schwierigkeiten kommen, trotzdem eine Warnung.
(ind. ) : – zum Schließen: sei vor Dieben gewarnt.
(Siehe auch „Gefängnis“, „Schlüssel“, „Türschloß“)
Schloßen
(Hagelkorn)
Volkstümlich:
(ind. ) : – fallen sehen: vorübergehende Gefahr.
Schlosser
Allgemein:
Schlosser deutet an, daß man zur Überwindung von Hindernissen einen erfahrenen Helfer benötigt.
Psychologisch:
Eine Tür wird aufgetan, die bisher verschlossen war; das kann auch ein Herz sein, das wir für uns erschließen. Wer selbst im Traum als Schlosser
auftritt, fühlt sich im Wachleben als (oft unerwünschter) Vermittler oder fällt mit der Tür ins Haus, ist also im Umgang mit seinen Mitmenschen recht
plump.
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeiten sehen: Sicherheit erlangen.
(europ.) : – oder Schlosserei sehen: bedeutet unerwartete Hilfe.
(ind. ) : – sehen: Zank und Streit;
– eine Tür öffnen sehen: du wirst ein Geheimnis erfahren.
(Siehe auch „Tür“, „Türschloß“)

1229
Schloßplatz
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Täuschung der Erwartungen;
– darüber gehen wollen, aber nicht können: deine Strebsamkeit wird durch einen tückischen Feind behindert.
Schlot
Volkstümlich:
(ind. ) : – dir entgeht ein Gewinn.
Schlucht
Assoziation: – Kanal im Fluß des Bewußtseins, Durchgang.
Fragestellung: – Welche Gefühle durchströmen mich?
Allgemein:
Schlucht warnt vor Risiken, die man nicht unbedacht eingehen darf.
Psychologisch:
Der Weg, der zwischen zwei Bergen hindurchführt, hat etwas Drohendes an sich. Übersetzt könnte man ihn mit einer seelischen Bedrängnis, aus der
es nur den einen Ausweg gibt, der in unserem charakterlichen Verhalten beschlossen liegt. Sehen wir jemanden anderen in einer Schlucht, werden
wir vielleicht einen nahestehenden Menschen aus einer Zwangslage befreien.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich darin verirren: eine üble Nachricht wird dich in eine trostlose Lage versetzen;
– sich in einer aufhalten: man sollte sich hüten, durch unbedachtes Handeln einen großen Fehler zu begehen;
– in eine stürzen: ein plötzliches Unglück; sich in großer Gefahr befinden;
– andere darin sehen: ein nahestehender Mensch der sich in einer Notlage befindet, bedarf der Hilfe;
– darin ein Raubtier sehen: hüte dich vor den Nachstellungen eines gefährlichen Feindes;
– am Rande einer stehen: man wird auf seinen Lebensweg noch etliche Hindernisse zu überwinden haben
und dabei seine Ängste und Hemmungen zu überwinden haben.
(europ.) : – verkündet Schaden durch Unvorsichtigkeit und Nachlässigkeit die eine bedrängte Lage hervorrufen kann;
– andere darin sehen: einem bedrängten Freund sollte man zur Hilfe kommen;
– sich in einer aufhalten: man befindet sich auf einem gefährlichen Weg;
– in eine stürzen: in einer schwierigen Angelegenheit oder Lage muß man die Hilfe anderer in Anspruch nehmen;
auch: leichtfertiges Handeln bringt die Gefahr eines Absturzes mit sich, man sollte sich lieber mit etwas bescheidenerem Glück
zufrieden geben.
(ind. ) : – sehen: du wirst deinem Freund durch Unbedacht schaden;
– hineinstürzen: schwere Hindernisse stehen dir bevor;
– nicht wieder herausfinden: du wirst in schlechte Gesellschaft geraten.
(Siehe auch „Berg“, „Enge“, „Gebirge“)
Schluchzen
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt bevorstehende Freude und freudige Überraschung.
(ind. ) : – hören: große Freude. (Kontrasttraum!)
Schlucken
Allgemein:
Der Träumende, der in seinem Traum etwas schluckt, nimmt etwas – es kann sich dabei um Wissen oder Informationen handeln – in sich auf. Wenn
er im Traum seinen Stolz hinunterschluckt, ist dies ein Ansporn, in Zukunft bescheidener zu sein. Wenn etwas nur schwer zu schlucken ist, zeigt
dies, daß der Träumende den Wunsch hat, ein Hindernis zu überwinden.
Psychologisch:
Wenn der Träumende ein Gefühl zurückhält oder „runterschluckt“, dann wird es sich in seinem Körper ausdrücken. Schlucken wird auf diese Weise
zu einem Akt der Unterdrückung, der äußerst schädlich sein kann.
Spirituell:
Der Träumende nimmt vielleicht mehr spirituelles Wissen auf, als er verarbeiten kann. Es wäre empfehlenswert, etwas langsamer vorzugehen und
spirituelle Lektionen systematischer zu „verdauen“.
Volkstümlich:
(europ.) : – Schluckauf Anfall haben: sagt eine Reise voraus;
– hat ein Freund ihn: sagt dies eine Trennung voraus.
(ind. ) : – im Traumschlaf: du hast eine geheime Freude;
– haben: Beleidigung.
Schlummertrunk
Volkstümlich:
(europ.) : – ein unerwarteter Kuß wird viel Eifersucht verursachen; mache keine Witze darüber.
Schlüssel
Assoziation: – Lösung, Zugang.
Fragestellung: – Welches Problem bin ich zu lösen bereit?
Artemidoros:
Ein Schlüssel, den man im Traum schaut, bedeutet einem Heiratslustigen, er werde eine treue und haushälterische Frau bekommen, und einem Mann,
der eine Sklavin kaufen will, verspricht er eine Dienerin, die es gut mit ihm meinen wird. Eine Reise verhindert er, weil er das Symbol der
Verriegelung und der Haft ist. Er dient ja nicht zum Öffnen, sondern zum Verschließen der Tür, denn sonst braucht man weder Schlüssel noch Tür.
Ist aber kein Hauswart da, dann sind Schlüssel und verschlossene Türen vonnöten. Folgerichtig ist er für diejenigen ein Hindernis, die auf Reisen
gehen wollen; für Leute aber, die bereit sind, ein Aufsehersamt zu übernehmen oder fremden Besitz zu verwalten, ist er das Sinnbild des Vertrauens.
Es träumt jemand, der auf Reisen im Ausland war, er habe seinen Hausschlüssel verloren. Nach Hause zurückgekehrt, fand er seine Tochter verführt;
das Traumgesicht sagte ihm gewissermaßen, daß die Verhältnisse zu Hause nicht in Ordnung seien.

1230
Allgemein:
In Träumen tauchen häufig Schlüssel auf. Sie stellen neue Einstellungen, frische Gedanken und Gefühle dar, die Erinnerungen, Erlebnisse und
Wissen einschließen können, die der Mensch zuvor vor sich verborgen hat. Wenn in einem Traum ein Schlüsselbund vorkommt, ist dies ein Hinweis,
daß der Träumende seine gesamte Persönlichkeit für neue Erfahrungen öffnen muß. Schlüssel kann Vernunft und Logik verkörpern, mit denen man
Hindernisse überwindet. Als Phallussymbol bringt er manchmal sexuelle Bedürfnisse zum Ausdruck.
Psychologisch:
Schlüssel und Schloß stehen als Symbole für Mann und Frau, für deren Vereinigung, aber auch für die Frigidität und das Schutzbedürftigkeit der
Frau. In früheren Zeiten wurde dem König der Schlüssel zur Stadt als Geschenk überreicht, dies geschah auch mit dem Anspruch, daß er diese Stadt
schütze. Ist etwas im Traum verschlossen, so kann es nur mit dem passenden Schlüssel erreicht werden. Aus diesem Bild ergibt sich die
Offenbarungssymbolik des Schlüssels. Mit dem Schlüssel gelangt der Träumende vielleicht in bisher noch ungekannte Bereiche seiner Psyche. Daher
kann der Schlüssel als Traumbild auch eine Persönlichkeitsentwicklung ankündigen. Oft umschreibt das Traumbild eine rätselhafte Angelegenheit
oder ein Geheimnis, zu dem wir den Schlüssel suchen; wer ihn verliert, wird niemals dahinterkommen. Geht uns im Traum ein Schlüssel verloren,
gilt das auch als Hinweis, endlich mit der eigenen Geheimniskrämerei Schluß zu machen. Nach Artemidoros bedeutet er, daß man den Schlüssel zum
Herzen eines Menschen gefunden hat, der unserer Liebe wert ist. In anderem Zusammenhang gilt der Schlüssel auch als Warnung vor einer geplanten
Reise oder Umstellung, da im Augenblick alles gegen eine Ortsveränderung oder eine Änderung unseres bisherigen Lebensstils spricht. Wenn der
Träumende den Eindruck hat, in Gefangenschaft geraten zu sein, kann der Schlüssel zur Freiheit häufig wie durch Zauberhand auftauchen. In sich
trägt der Mensch viele Lösungen für seine Probleme bei sich. Ein Symbol, wie der Schlüssel im Traum eines darstellt, kann der Auslöser sein,
welcher den Träumenden wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt und seine Fähigkeit, sich Lösungen zu erarbeiten, freisetzt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann ein Schlüssel im Traum das Bedürfnis des Träumenden nach Befreiung aus einer belastenden Situation darstellen
und dann eine positive Bewegung in Gang setzen. Silberne und goldene Schlüssel symbolisieren zeitweilig spirituelle Macht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: in geheime Angelegenheiten verwickelt werden;
– verlieren: familiäre Streitigkeiten werden dich ärgern;
– damit aufschließen: in nützlicher Weise handeln;
– finden: aus einer Verlegenheit befreit werden; das Geheimnis eines anderen ergründen wollen;
– schmieden: ein glückliches Verhältnis wird gestört werden;
– Türen damit aufschließen: du wirst in Verdacht kommen;
– suchen: du hast keine Ordnung in deiner Arbeit;
– zusammenlesen: Gewinn.
(europ.) : – ist erotisch zu verstehen, als Instrument am Schlüsselloch usw.; auch: bedeutet unerwartete Veränderungen;
– sehen : deutet auf ein Geheimnis hin oder eines Rätsels Lösung;
– einen überreichen: verheißt Glück im häuslichen Leben;
– verlieren: man wird nicht hinter eine Sache kommen, die man gerne erfahren möchte; es folgen unangenehme Abenteuer;
durch eigene Unachtsamkeit wird man eine gute Angelegenheit verpassen;
– einen verlegte oder verlorenen nicht wiederfinden: bedeutet das Fehlschlagen heimlicher Absichten;
– einen fremden finden: man wird hinter das Geheimnis eines anderen kommen;
– suchen: läßt auf Heimlichkeiten schließen;
– den eigenen finden: bedeutet die Enthüllung von Verborgenem; Vorsicht, daß keine Pläne oder Absichten durch
Ungeschicklichkeit preisgeben werden; Geschäfte werden friedlich und erfolgreich ablaufen;
– ein zerbrochener: deutet auf Trennung durch Tod oder Eifersucht;
– etwas damit aufschließen: mahnt zur Vorsicht, man sollte sich nicht auf ein gefährliches Abenteuer einlassen;
– Träumt eine junge Frau, daß sie den Schlüssel für ein Schmuckstück nicht mehr findet, wird sie Probleme
mit ihrem Partner haben und darunter leiden.
– Sieht sich eine Frau eine Tür aufschließen, steht ein neuer Liebhaber ins Haus, dem sie vertrauen kann.
– Schließt eine Frau eine Tür ab, wird sie Erfolg bei der Wahl eines Gatten haben.
– Gibt eine Frau einen Schlüssel weg, wird sie sich durch unüberlegte Worte schaden.
(ind. ) : – finden: du wirst deinen Nebenbuhler entfernen;
– haben: nach langer Mühe wirst du nun endlich zu deinem Ziel gelangen;
– schmieden: dein Verhältnis wird gestört werden;
– verlieren: du wirst in nächster Zeit auswandern.
(Siehe auch „Gefängnis“, „Schloß“, „Schlosser“, „Türschloß“)
Schlüsselbein
Volkstümlich:
(arab. ) : – Schöne, kräftige Schlüsselbeine verheißen dem Träumer Stärke im Kampf gegen seine Feinde, Waffen und militärische Erfolge,
die er sich wünscht;
ein Armer wird ausdauernd und arbeitsam sein.
– Dünkt es einen, seine Schlüsselbeine seien geschrumpft und schmal geworden, wird er in Furcht vor seinen Feinden leben;
einen Armen werden Krankheit und Hunger plagen.
(ind. ) : – Die Schlüsselbeine bedeuten Konkubinen, die anziehender wirken als die rechtmäßigen Ehefrauen.
– Träumt einer, seine Schlüsselbeine seien größer geworden, wird er sich mit verheirateten Frauen,
auf die er sehnsüchtige Blicke geworfen, abgeben und mit ihnen die Freuden der Liebe genießen.
Eine verheiratete Frau wird sich in einen anderen Mann verlieben, eine unverheiratete eine gemeine Dirne werden.
– Träumt einem, seine Schlüsselbeine seien gebrochen, wird er großes Mißgeschick haben und seinen Konkubinen
den Rücken wenden. Heilt er die gebrochenen Schlüsselbeine, wird er die Beziehungen mit ihnen wieder anknüpfen.
Schlüsselblume
Allgemein:
Schlüsselblume steht für die Sehnsucht nach Liebe und ermahnt, geduldig darauf zu warten.
Psychologisch:
Sie kündigt den Frühling an, läßt sich also mit einem neuen Lebensgefühl oder mit neuerblühender Liebe umschreiben.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: kündet Glück in der Liebe an;
– pflücken: nach etwas Geduld wird die Sehnsucht gestillt werden;
– verschenken: eine Liebesneigung wird nicht erwidert;
– geschenkt erhalten: man wird geliebt oder wiedergeliebt, ohne es zu wissen.

1231
(ind. ) : – Freuden in der Familie.
(Siehe auch „Blumen“, „Primel“)
Schlüsselbund
Psychologisch:
Hält man ihn im Traum in der Hand, ohne einen Schlüssel hervorzuziehen, so heißt das, man verzettelt sich und kann sich nur schwer entscheiden –
der Schlüssel zu dauerhaftem Glück ist noch nicht gefunden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – suchen oder besitzen: Hilfe und Unterstützung finden:
– Schlüsselbund sehen: man muß seine ganze Persönlichkeit neu erforschen.
(ind. ) : – du hast ein gutes Herz, man nützt dich aus; du verstehst deine Sache.
Schlüsselloch
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum durch ein Schlüsselloch späht, zeigt dies, daß seine Fähigkeit, zu sehen und zu verstehen, auf irgendeine
Weise beeinträchtigt ist. In der traditionellen Traumdeutung steht das Schlüsselloch für ein Symbol des Weiblichen. Die Beeinträchtigung könnte
also von der Einstellung des Träumenden gegenüber dem Weiblichen herrühren.
Psychologisch:
Weil normalerweise zu einem Schlüssel ein Schloß und damit auch ein Schlüsselloch gehört, verweist der Traum auf eine Art Verwirrung zwischen
dem inneren und dem äußeren Selbst.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert das Schlüsselloch im Traum, daß der Träumende vorsichtig den Bereich des Erhabenen betritt.
Volkstümlich:
(europ.) : – durch eines andere beobachten: man wird das Vertrauen anderer mißbrauchen; Streitigkeiten;
– andere beim Hindurchschauen ertappen: man hat falsche Freunde, die die Privatsphäre nicht achten;
– das Schlüsselloch nicht finden können: man wird ungewollt einem Freund wehtun.
(Siehe auch „Schloß“, „Schlüssel“)
Schmalz
Volkstümlich:
(europ.) : – kaufen: du wirst schließlich doch noch über deine Feinde triumphieren; kündigt Vermögenszuwachs an;
– Sieht eine Frau ihre Hände in flüssigem Schmalz, weist dies auf einen fehlgeschlagenen Versuch des gesellschaftlichen Aufstiegs hin.
(ind. ) : – Glück in der Liebe;
– heiß machen: hoffnungsreiche Zukunft;
– kaufen: du hast Feindinnen.
Schmatzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden beim Essen hören: durch unanständiges Betragen geärgert werden;
– selbst: du wirst dich blamieren.
Schmauserei
Volkstümlich:
(arab. ) : – halten oder dabei beteiligt sein: Verdrießlichkeiten, Kummer und Sorge werden dich plagen.
(europ.) : – zeigt Sorgen an, bringt Verdruß und Zwiespalt in der Liebe.
(ind. ) : – sehen: Klatschsucht verleumdet dich;
– daran teilnehmen: Sorgen.
Schmeicheleien
Artemidoros:
Schmeicheln ist nur für diejenigen gut, die es gewohnheitsmäßig tun, während es alle anderen Menschen erniedrigt; denn Schmeichler sind
minderwertiger als die, welche nicht schmeicheln. Von irgend jemand Schmeicheleien zu hören, ist niemandem vom Vorteil, am wenigsten von
einem Bekannten; denn man muß darauf gefaßt sein, von ihm hintergangen zu werden.
Psychologisch:
Im Alltag freut man sich zwar über Schmeicheleien, aber trotzdem sollte man sie nicht schätzen. Sie haben etwas Erniedrigendes an sich und nutzen
letztlich niemandem. Erfährt man im Traum Schmeicheleien von einem Freund oder Bekannten, sollte man sich vorsehen, er wird einem untreu
werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erfahren: großer Falschheit begegnen;
– hören: getäuschte Hoffnungen;
– austeilen: du wirst durch Gefälligkeit dein Glück machen;
– jemandem: deine Falschheit wird bald erkannt werden.
(europ.) : – anhören: man hüte sich vor allzu großem Mißtrauen, denn es bedeutet Eifersucht; bedeutet Falschheit,
da jede Art von Schmeichelei unaufrichtig und unzuverlässig ist; es erwartet einem Ärger und Enttäuschung.
(ind. ) : – folge deiner inneren Stimme, sie führt dich auf den rechten Weg;
– jemandem: du wirst einen guten Menschen kennenlernen;
– hören: du wirst in deiner Hoffnung getäuscht werden.
Schmelzen
Assoziation: – Loslassen.
Fragestellung: – Welche alten Strukturen bin ich aufzulösen bereit?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum den Prozeß des Schmelzens beobachtet, ist dies ein Hinweis darauf, daß seine Gefühle weicher werden.
Vielleicht verliert er die Strenge, die früher notwendig war, damit er sich der Welt stellen konnte. Der Träumende macht eine wichtige Veränderung

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durch und wird insgesamt sanfter. Schmelzen kann man nur zusammen mit anderen Symbolen (zum Beispiel „Eis“) verstehen. Allgemein fordert es
auf, seelische Verhärtungen (oft im Gefühlsbereich) zu lösen, vielleicht auch in einer Auseinandersetzung auf den anderen zuzugehen.
Psychologisch:
Wenn der Träumende spürt, daß er schmilzt, entwickelt er möglicherweise romantische Neigungen und treibt sich weniger an. Vielleicht ist es an der
Zeit, still zu verharren und der Situation die Gelegenheit zu geben, sich aufgrund ihrer eigenen Dynamik bis zu dem Punkt zu entwickeln, an dem es
sich für den Träumenden sicher anfühlt, die Kontrolle aufzugeben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist Schmelzen im Traum ein Symbol für die Hingabe.
Volkstümlich:
(ind. ) : – etwas: Freude.
Schmelzofen
Psychologisch:
Ein Schmelzofen ist vielleicht das stärkste Bild für die Macht des Feuers. Die gesamte Energie des Feuers dient dazu, etwas zu machen: Dies könnte
ein laufendes Projekt oder die Präsentation einer neuen Idee im Wachleben bedeuten.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein heißer: prophezeit Glück;
– ein defekter: man wird Probleme mit Kindern oder Angestellten haben;
– in einen fallen: ein Feind wird einem in einer Geschäftsstreitigkeit überwältigen.
(Siehe auch „Schmied“)
Schmelztiegel
Allgemein:
Im Schmelztiegel werden alle Hoffnungen, Wünsche, Einsichten und Leidenschaften mit der Einheit der Persönlichkeit „verschmolzen“. Der
Schmelztiegel rät, innere Widersprüche miteinander zu verschmelzen, damit man sich weiter entwickelt. Geht das im Traum langsam vor sich, zeigt
dies eine kontinuierliche Entwicklung an. Brodelt oder zischt es, ist dieser innere Prozeß jetzt mit vielen Spannungen verbunden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – lustiges Leben.
(ind. ) : – dir stehen große Freuden bevor.
Schmerzen
Assoziation: – Konflikt, Problem, Leid.
Fragestellung: – Was tut mir weh? Welche Teile meines Selbst verleugne ich?
Allgemein:
Hier gehen die Meinungen der Fachleute auseinander. Es ist aber angezeigt, hier von einem Hindernistraum zu sprechen. Einerseits wird behauptet,
daß Schmerzgefühle im Traum ein sehr günstiges Zeichen für geschäftliche Angelegenheiten sind. Andere sprechen von häuslichen Schwierigkeiten.
Manchmal erweisen sich beide Versionen als zutreffend, wenn ein verheirateter Mann oder Verlobter zu viel Zeit für seine Geschäfte verwendet und
seine Frau und Familie vernachlässigt. Hier hängt es ausschließlich von den Umständen ab, ist jedoch zumeist ein Fall gegenteiliger Bedeutung.
Handelt es sich um einen leichten Schmerz, so wahrscheinlich aufgrund einer physischen Ursache, ist er ein Zeichen schlechter Gesundheit. Ist der
Schmerz jedoch stärker und offensichtlich imaginär, dann weist er auf ein wichtiges Ereignis hin, das sich für einem als sehr günstiger erweisen wird.
Für den Geschäftsmann ein günstiger Abschluß, ein gutes Geschäftsjahr. Dem Liebenden zeigt er eine günstige Zeit an, seine Angelegenheiten
vorwärts zu treiben. Dem Landmann verheißt er eine gute Ernte mit hohem Gewinn. Dem Seemann eine gute, erfolgreiche Reise. Nach altindischer
Traumdeutung soll der Schmerz aber ein freudiges Ereignis in der Familie ankündigen.
Psychologisch:
Schmerz steht für eine seelische Verletzung (zum Beispiel Enttäuschung, Zurückweisung, Trennung); zur individuellen Deutung muß man oft
beachten, wo der Schmerz besteht, und dieses Symbol zusätzlich deuten. Deuten im allgemeinen auf Überempfindlichkeit hin. Hat man sie in der
Zwerchfell- oder Lendengegend, stehen Probleme in der Liebe an, die aus der Welt geschafft werden sollten; möglicherweise gibt das Traumbild den
Rat zur Amputation, das heißt zum Partnerwechsel. Schmerzen im Traum weisen meist nicht auf körperliche Beschwerden im Wachleben hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – starken empfinden: schwere und unangenehme Zeiten stehen bevor;
deine Standhaftigkeit wird dir über alles Unliebsame hinweghelfen;
– leichten empfinden: man sollte seinem Körper nicht zu viel zumuten;
– Kopfschmerzen: man versucht seine Verantwortung auf andere abzuwälzen.
(europ.) : – Kummer wird bald vom Glück abgelöst werden;
– empfinden: in einer Angelegenheit sieht man zu schwarz.
(ind. ) : – empfinden: Freude in der Familie und mit den Kindern.
(Siehe auch „Arzt“, „Krankenhaus“, „Krankheit“)
Schmetterling
Assoziation: – Schönheit, Freiheit, Transformation.
Fragestellung: – In was möchte ich mich verwandeln?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Transformation; Bewegung; Neuheit; aktiv; manipulierend; dienend; anmutig; zum Vorschein kommen; Heiler; intelligent; kreativ;
exotisch; visionär; überbrückend; geistig; Luftclan.
Beschreibung: Der Schmetterling wird mit dem Element Luft verbunden. Im Medizinrad sind die im Mond der Rast und Reinigung (20. Januar bis
18. Februar), im Mond der Maisaussaat (21. Mai bis 20. Juni) und im Mond der fliegenden Enten (23. September bis 23. Oktober) Geborenen dem
Schmetterlingsclan zugehörig. Das Element Luft bringt Veränderung, entweder allmählich oder plötzlich. Menschen, die mit diesem Element in
Verbindung gebracht werden, besitzen die Macht der Transformation. Sie sind meist ständig in Bewegung und von großer Lebensenergie
durchdrungen. Sie sind aktiv und ohne Angst vor Veränderungen. Sie erfreuen sich daran, Mittel und Wege zu finden, um den Ihren zu helfen. Sie
sind intelligent, kreativ und erfassen schnell die Schwäche eines jeden Plans. Dies ist der Clan, der mit dem geistigen Aspekt des Seins assoziiert
wird. Schmetterlinge sind Meister der Transformation. Sie alle beginnen ihr Leben als Raupen, ernähren sich von Pflanzen, bis sie einen Kokon
spinnen können, und verwandeln sich dann, nach einer Phase des Schlafes, in Schmetterlinge. Als solche ernähren sie sich von Blumen und helfen
diesen bei der Vermehrung, indem sie deren Pollen verbreiten. Auf diese Weise bringen sie dem Rest der Schöpfung die Gabe der Schönheit.
Schmetterlinge sind oft die ersten Kreaturen, die ein gefährdetes oder sterbendes Ökosystem verlassen. Es gibt Landstriche in Europa, wo man
Schmetterlingen nur noch in eigens dafür angelegten Zuchtanlagen begegnet.
Allgemeine Bedeutung: Transformation; schnelle Veränderung; Kommunikation.

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Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Die Gabe der Transformation oder des Verständnisses für die Veränderung.
Allgemein:
Der Schmetterling im Traum symbolisiert Leichtherzigkeit und Freiheit. Schmetterling symbolisiert oft Freude und Glück, die sich aus zunächst
unscheinbaren Dingen entwickeln können. Manchmal steht der Schmetterling aber auch für Unbeständigkeit, Unzuverlässigkeit und Untreue.
Psychologisch:
Nach Aeppli Gleichnis einer eigenen seelischen Wandlung, die sich folgerichtig aus der Entwicklung eines Schmetterlings (Ei, Raupe, Puppe) ergibt.
Die Griechen stellten die Psyche, den Lebenshauch oder die Seele, als zartes Mädchen mit Schmetterlingsflügeln dar (sie galt übrigens als Geliebte
des Eros). Nicht nur in Griechenland, sondern auch bei vielen primitiven Völkern, gilt er als Symbol für die Seele. Das kann damit erklärt werden,
daß der Schmetterling bis zu seiner endgültigen Gestalt einige Entwicklungsstadien durchläuft und dann der letzten, der Puppe entschlüpft, dies kann
als Bild für eine vom Körper befreite Seele verstanden werden. Aus demselben Grund ist der Schmetterling auch oft ein Bild für Verwandlung,
Auferstehung und Wiedergeburt. Im negativen Sinn ist der Schmetterling für die Flatterhaftigkeit und Unbeständigkeit der Frau. Diese Bedeutung ist
allerdings erst in jüngster Zeit entstanden. Die alten Ägypter übersetzten den Traumschmetterling mit dem unbeständigen Glück des Menschen, was
aus dem ständigen Hin- und Herflattern erhellen sollte. Sieht man sich selbst als Schmetterling, verflattert das Leben gedankenlos und unbewußt.
Fängt man einen Schmetterling, spricht Treulosigkeit in den zwischenmenschlichen Beziehungen aus diesem Bild. Begegnet der Träumende in
seinem Traum einem Schmetterling oder fühlt er sich selbst als solcher, erkennt er an sich die Unfähigkeit, sich niederzulassen oder auf die
Bewältigung einer langwierigen Aufgabe hinzuwirken. Vielleicht ist auch Leichtsinn im Spiel. Moderne Psychologen lassen das Bild des
Schmetterlings vielfach nur als Umschreibung der eigenen Seele, sein Flattern als ein Suchen der Seele nach einer Übersetzung gelten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verkörpert der Schmetterling im Traum oder in der Meditation einerseits die befreite Seele und andererseits
Unsterblichkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: viele Verehrer finden; Erfolg in Liebesangelegenheiten; Leichtherzigkeit; Freiheit;
auch: Warnung, wichtige Dinge auf die leichte Schulter zu nehmen;
– sich auf einen anderen Menschen niederlassen sehen: man hat es in seinem Freundeskreis mit einem unbeständigen,
leichtsinnigen Menschen zu tun;
– fangen: unbeständig in der Liebe sein.
(europ.) : – ähnlich der Metamorphose des Schmetterlings steht ein bedeutender Wechsel bevor;
– sehen: verkündet Unbeständigkeit; man hat einen unzuverlässigen Freund oder einen flatterhaften Liebsten;
– einen zwischen Blumen und grünen Gräsern sehen: man darf auf baldigen Wohlstand hoffen;
– fangen: man wird zwar das Glück genießen können, doch es wird nicht lange währen;
– Gaukeln die Falter durch die Gegend, könnte bald Nachricht von lieben Freunden oder von jemandem, der einem gesehen hat, eintreffen.
– Einer jungen Frau verheißt dieser Traum glückliche Liebe mit lebenslanger Bindung.
(ind. ) : – dein Glück ist nicht von Dauer;
– sehen: sei nicht so leichtsinnig.
(Siehe auch „Blumen“, „Blüten“, „Farben“, „Fliegen“, „Motte“, „Raupe“)
Schmied / schmieden
Artemidoros:
Das Schmieden und das Stehen am Amboß zeigt Aufregungen und Kümmernisse an, einem Heiratslustigen hingegen eine Frau, die einerseits
gutmütig ist, wegen der Blasebälge – sie blasen nämlich zusammen -, andererseits streitsüchtig, wegen der Hämmer; denn diese schlagen Lärm.
Allgemein:
Er ist ein Herr des Eisens und des Feuers. Beide Elemente dienen ihm in seiner Arbeit. Er ist so ein Hephäst, ein Gestalter dessen, was in uns
besonders hart und unbeugsam ist. Er steht, eine dämmernde Gestalt, im Feuerscheine der Seele. Schmiedeträume sind, wenn keine persönliche
Beziehung zu diesem angesehenen Handwerke oder zu Trägern dieses Namens vorhanden sind, Träume der Wandlung. Unser Wesen liegt im Feuer
des Leidens, und das Schicksal, eine innere Gewalt, die weiß, was für uns gut ist, schlägt sehr hart zu. Geschmiedet wird unsere innere
Persönlichkeit. Der Schmied selbst in seiner dunklen rußigen Werkstätte kann aussehen wie ein dämonischer Gott, aber auch verwandt sein dem
Herrn der „unteren Feuer“.
Psychologisch:
Schmied(en) deutet Tatkraft, Energie und Kreativität an, mit denen man die Chancen des Lebens wahrnehmen soll. Das kann ein großes Glück
ankündigen, wenn man sich nur genügend anstrengt. Im Feuer wird das Eisen gereinigt und zu biegsamen Stahl verwandelt. Der Schmied ist der
Künstler, der es bearbeitet. Im Traum hat er diese beinahe alchimistischen Züge beibehalten. Die Schmiede selbst ist ein ähnliches Traumbild wie die
Küche. Sie ist also ein Ort der Wandlung und Verwandlung. Der Mann mit dem Schmiedehammer deutet auf einen harten Schicksalsschlag hin, der
unser Leben jedoch im positiven Sinn umkrempelt. Über seinem Feuer wird gewissermaßen unsere innere Persönlichkeit, also unser Charakter
geschmiedet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schmieden sehen: eine außergewöhnliche, aber einmalige Chance sollte man nutzen;
– selbst schmieden: schwere Arbeit bekommen;
– einem Pferd das Hufeisen anpassen: man wird sich über beständiges Glück freuen dürfen;
– Schmiede: häusliches Glück.
(europ.) : – sehen: verheißt Glück und Auskommen durch Anstrengungen und guten Willen zur Arbeit;
mühselige Unternehmungen werden positive Resultate bringen;
– bei der Arbeit sehen: mahnt, das Eisen zu schmieden, so lange es heiß ist;
auch: mit dem Hammer am Amboß auf Eisen Funken schlagen: je mehr Funken schlagen,
desto ernsthafter die Streitigkeiten in der Liebesaffäre.
(ind. ) : – sehen: dein Glück ist groß.
(Siehe auch „Amboß“, „Flamme“, „Hammer“, „Herd“, „Kupferschmied“, „Schmelzofen“)
Schmiedefeuer
Allgemein:
Als das Schmiedefeuer und der Schmied noch ein Teil des alltäglichen Lebens waren, war ein Traum, in dem beide eine Rolle spielten, ein Hinweis
auf harte Arbeit und auf den Wunsch, ein Ziel zu erreichen. Heute symbolisiert das Schmiedefeuer eher eine rituelle Handlung.
Psychologisch:
Ein Schmiedefeuer stellt das Männliche und die aktive Kraft dar. Außerdem verkörpert es die Energie, die etwas Ungeformtes in etwas Heiliges
verwandeln kann. Wenn ein Traum von einem Schmiedefeuer handelt, verweist dies darauf, daß der Träumende sich innerlich verändert und
nunmehr zuläßt, daß seine besonderen Fähigkeiten zum Ausdruck kommen.

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Spirituell:
Auf dieser Ebene stellt das Schmiedefeuer im Traum das heilige Feuer der Spiritualität dar.
Schmiere / schmieren
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in Schmiere oder Fett befinden: man befindet sich in unangenehmer, aalglatter Gesellschaft.
(ind. ) : – du hast es mit bestechlichen Leuten zu tun.
Schminkbüchse
Volkstümlich:
(ind. ) : – du bist sehr eitel.
Schminke
Artemidoros:
Es bedeutet nichts Gutes, sich das Gesicht geschminkt zu haben; es besagt, daß der Träumende nicht ohne Fehl und Makel sei. Ein junger Mann aus
Paphos träumte, er habe sich nach Frauenart das Gesicht geschminkt und sitze im Theater. Er wurde beim Ehebruch ertappt und erregte einen
Skandal.
Allgemein:
Normalerweise verweist Schminken auf die Fähigkeit des Menschen, den Eindruck, den er auf andere macht, zu verändern. Wenn der Träumende
sich in seinem Traum schminkt, errichtet er für seine Umwelt – oder sogar für sich selbst – eine Fassade, die ihm hilft, sein Selbstbild zu verbessern.
Schminkt der Träumende einen anderen Menschen, hilft er ihm, einen falschen – vielleicht auch besseren – Eindruck zu machen.
Psychologisch:
Die im Traum aufgetragene Schminke ist wie Puder ein Tarnmittel; vielleicht halten wir im Wachleben mit irgend etwas hinterm Berg, verstecken
unsere Unsicherheit hinter scheinbarer Arroganz. Wenn der Träumende sich mit schminken beschäftigt, bedeutet dies, daß er es sich aussuchen kann,
welche Art Mensch er nach außen darstellt. Sehen wir im Traum geschminkte Menschen, sollten wir bei der Wahl neuer Bekanntschaften vorsichtig
sein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene muß sich der Träumende der Fassade bewußt werden, die er anderen Menschen zeigt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: betrogen werden;
– sich schminken: deine Verstellungskunst wird bald entlarvt werden.
(europ.) : – kaufen: Ehrenkränkung, Verspottung;
– sehen: mahnt, sich vom Schein nicht trügen zu lassen;
– selbst benutzen: der Versuch, etwas zu vertuschen, wird einem nicht gelingen;
– andere sich schminken oder geschminkt sehen: man h at einen unaufrichtigen Freund in seiner Umgebung.
(ind. ) : – selbst: du wirst dich deiner Haut wehren müssen;
– andere: Verrat.
(Siehe auch „Fassade“, „Kosmetik“, „Puder“, „Wangen“)
Schmollen
Volkstümlich:
(europ.) : – eingeschnappt sein: sagt Armut voraus;
– ein schmollender Freund: bedeutet einen wankelmütigen Liebespartners.
Schmortopf
Psychologisch:
Ein Schmortopf- oder Eintopf-Gericht könnte für Ideenvielfalt oder für gute ausgegorene Pläne stehen.
(Siehe auch „Essen“, „Kochen“)
Schmuck
Assoziation: – Zurschaustellung, Wohlstand, Status.
Fragestellung: – Welchen Wert habe ich? Wie zeige ich ihn?
Allgemein:
Schmuck verweist in der Regel darauf, daß der Träumende etwas Wertvolles im Leben besitzt oder besitzen könnte. Schenkt ihm ein anderer Mensch
Schmuck, dokumentiert dieser damit die Wertschätzung, die er dem Träumenden entgegenbringt; verschenkt der Träumende Schmuck, dann bedeutet
dies, daß er anderen Menschen etwas zu bieten hat. Schmuck im Traum stellt die Eigenschaften dar, die er durch schwierige Erfahrungen erworben
hat, die er an sich selbst zu schätzen weiß und anderen Menschen leicht zeigen kann. Schmuck kann auch Liebe symbolisieren, die der Träumende
gibt oder erhält. Schenkt eine Frau einem Mann Schmuck, ist dies ein Zeichen dafür, daß sie sich zu ihm hingezogen fühlt.
Psychologisch:
Der Schmuck ist in der Realität ein Statussymbol. Er kann im Traum den Wunsch nach Zuneigung und Anerkennung ausdrücken, aber auch, wenn
von sehr viel oder sehr beeindruckendem Schmuck geträumt wird, ein Hinweis auf Geltungsstreben, Eitelkeit oder auf eher unrealistische Verlangen
des Träumenden sein. Schmuck (Schmücken) veranschaulicht, daß man sich selbst nicht aufrichtig nach außen darstellt, sondern zu Übertreibungen
und Selbstüberschätzung neigt, weil man nach Ansehen und Geltung strebt. Wer im Traum Schmuck anlegt, will sich auch im bewußten Leben
schmücken, um andere von eigenen Fehlern abzulenken. Verschenken wir Schmuck, wollen wir ein herzliches Verhältnis mit unserer Umwelt
erzwingen, weil wir vielleicht von uns selbst und von unseren Fähigkeiten nicht allzusehr überzeugt sind. Schmuck im Traum ist häufig ein Symbol
für die Gefühle, die der Träumende sich selbst entgegenbringt. Es spielt eine Rolle, ob der Schmuck wertvoll ist, ob es sich um eine Fälschung oder
um billigen Modeschmuck handelt. Dies läßt Rückschlüsse auf die Selbstachtung des Träumenden zu oder darauf,
wie er von anderen Menschen eingeschätzt wird.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt Schmuck im Traum Ehre und Selbstrespekt ohne die damit häufig verbundene Eitelkeit dar.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er trage eine Kette aus Edelsteinen und Perlen, wird er ein sehr hohes Staatsamt bekommen und das Volk
gut regieren; verliert er die Kette oder zerbricht sie, wird er Amt und Würde verlieren.
– Dünkt es ihn, die Edelsteine und Perlen seien ihm geraubt worden, wird er das Volk schlecht regieren.
– Auf der Brust ein goldenes Beutelchen zu tragen prophezeit Bedrängnis, Beklemmung und Krankheit;
zieht der Träumer das Beutelchen heraus, wird er die Bedrängnis abschütteln.
– Trägt jemand ein Ohrgehänge, wird er Schönheit mit Macht vereinen und wegen der Ohren eine Tochter zeugen.
– Dünkt es einen, er trage einen Gürte aus Gold, Edelsteinen und Perlen oder eine Schärpe, wird er in der Mitte
seines Lebens große Macht, einen guten Namen, reichen Besitz und einen Sohn bekommen, der ihm Ehre macht.
– Bekommt einer etliche Silberarbeiten verschiedener Art geschenkt, wird man ihm Geheimnisse anvertrauen,
und er wird entsprechend der Zahl der Stücke Macht und Reichtum gewinnen;
sind ihm diese Kostbarkeiten in einem Sack oder einem anderen Behältnis ausgehändigt worden,
wird man ihm ein Geheimnis anvertrauen und Geld in Verwahrung geben.
– Erhält einer von jemandem eine silberne Schärpe und legt sie an, wird er mit der kaiserlichen Eilpost in dienstlichem
Auftrag reisen, diesen gut erledigen und zu Reichtum kommen.
– Trägt jemand an beiden Ohren massive Perlen, wird er an seinen Töchtern und seiner Frau Freude erleben ;
die Ohren bedeuten nämlich Frauen.
– Schmilzt jemand in einem Schmelzofen Gold oder Silber oder schmilzt er die Metalle in einer Grube, wird er angeklagt
und vom Machthaber bestraft werden.
– Findet einer ein silbernes Ornament, werden Not und trügerische Sorgen ihn plagen.
– Erwirbt jemand eine Menge großer Perlen, wird er entsprechend deren Zahl Weisheit, Erkenntnis und Freude in seinem
Haus finden. Perlen bedeuten entsprechend ihrer Größe Freude und Weisheit. Handelt es sich um eine Menge kleiner Perlen,
werden Weisheit und Freude von geringerem Grad sein. Vielfach bedeutet all das auch Furcht vor der Obrigkeit.
– Schmückt einer sein Gewand oder seinen Mantel mit Perlen und Edelsteinen, wird er Freude und noch mehr Gewalt
bekommen, wenn er ein Machthaber ist, einer aus dem gemeinen Volk wird vor der Obrigkeit beben und zittern;
dieser Schmuck gebührt nämlich nur Kaisern und Machthabern.
– Träumt einer, er finde einen Hyazinth, wird er aus Liebe eine Frau heiraten; kauft er den Edelstein nach Gewicht,
wird er einen Ehevertrag mit ihr schließen und Bösartigkeit und Streitsucht an ihr entdecken.
– Nimmt einer einen goldenen Kranz von einem Toten oder aus einem Grab und dünkt es ihn, daß dessen Steine verblaßt
sind, wird er von einem feindlichen Machthaber Geld und Vermögen gewinnen.
– Hat jemand eine Perle verschluckt, wird er Weisheit erlangen und mächtig in Wort und Tat sein.
– Tritt oder geht einer auf Perlen und Edelsteinen, wird er, verblendet, seinen Glauben hochmütig verachten;
dünkt es ihn, er kaufe sie, um sie zu besitzen, wird er Schützer des rechten Glaubens sein.
– sehen: du hast viele Wünsche, doch nur wenige werden sich erfüllen;
– besitzen: wenn du dein Geld behalten willst, so gehe sparsamer damit um;
– tragen: deine Eitelkeit fällt auf;
– geschenkt bekommen: von anderen Menschen wird einem Wertschätzung entgegengebracht werden;
– verschenken: man hat den Wunsch, einem nahestehenden Menschen etwas zu bieten oder positiv zu beeinflussen;
– sich selbst damit schmücken: man neigt dazu, sich über unwichtige Dinge übermäßig aufzuregen.
(europ.) : – Schmuckstücke sehen: ihr Liebster oder Liebste ist unentschlossen; trage das Herz nicht auf der Zunge;
– zerbrochener: deutet auf bittere Enttäuschung hinsichtlich eines der innigsten Wünsche hin;
– schwer beschädigter: man wird von falschen Freunden hintergangen; Geschäftssorgen stehen an;
– tragen: man sollte nicht so eitel und überheblich sein, denn so macht man sich keine Freunde;
– an anderen sehen: man läßt sich allzuleicht von anderen Menschen blenden und schätzt diese völlig falsch ein.
(ind. ) : – Perlen: Glück und Zufriedenheit im Alter;
– Silber: Unmut und Krankheit;
– sehen: Eitelkeit bringt Herzleid;
– tragen: Glück, Zufriedenheit.
(Siehe auch „Edelsteine“, „Gold“, „Perlen“, „Silber“)
Schmuggeln
Assoziation: – Arbeit an Besitz oder Kontrolle.
Fragestellung: – Was ist mir verwehrt geblieben? Was würde ich gern besitzen?
Volkstümlich:
(europ.) : – dies beinhaltet einen Plan, der sich beinahe verwirklichen wird, jedoch nicht ganz.
Schmutz
Assoziation: – im negativen Sinne: unrein; im positiven Sinne: fruchtbar.
Fragestellung: – Was muß ich (be-)reinigen? Welcher Teil von mir will wachsen?
Allgemein:
Handelt der Träumende nicht nach seinen eigenen Prinzipien oder wird er von einem anderen Menschen in eine Situation gebracht, in der er sich
kompromittiert fühlt, kommt er sich in seinem Traum schmutzig vor. Schmutz tritt oft bei Minderwertigkeits- und Schuldgefühlen auf, wenn man
sich als unansehnlich oder unmoralisch empfindet; darüber hilft zum Teil nur eine Psychotherapie hinweg.
Psychologisch:
Mitunter wird der Mensch im Traum darauf hingewiesen, daß er sich körperlich unwohl fühlt, wenn er schmutzig ist. Wenn der Träumende von einer
Person, die er kennt, beschmutzt wurde, verweist dies darauf, daß er diesem Menschen nicht trauen sollte.
Spirituell:
Schlechte und negative Impulse werden im Traum häufig als Dinge oder Menschen gezeigt, die schmutzig sind.
Volkstümlich:
(arab. ) : – um sich herum haben: häßliche Erlebnisse;
– schmutzige Kleidung sehen: man sollte seinen Gesundheitszustand überprüfen;
– hineinfallen: die Lebensumstände werden sich erheblich verschlechtern;
– damit werfen oder beworfen werden: es droht eine harte und intrigenreiche Auseinandersetzung.

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(europ.) : – kündet einen Vorteil oder Gewinn an; im Leben ist noch sehr viel zu säubern, wenn alles glattgehen soll;
– sehen: bedeutet einen Gewinn;
– frisch verstreuten um Blumen oder Bäume herum sehen: es bestehen wirtschaftliche günstige und
förderliche Bedingungen in Hülle und Fülle;
– verschmutzte Kleidung: man muß sich vor ansteckenden Krankheiten schützen; beinhaltet Kummer;
– selbst verschmutzt oder ungewaschen sein: bedeutet Krankheit;
– damit beworfen werden: Feinde werden einen Angriff auf Ihre Persönlichkeit unternehmen;
– etwas darin suchen, ohne es zu finden: man wird seine Situation durch ein unvorsichtiges Unternehmen gefährden;
– Geld darin finden: mahnt zur guten Verwahrung der Brieftasche vor Dieben;
– hineintreten: kündet Widerwärtigkeiten an;
– hineinfallen: Krankheit, Unglück, Gefahr der persönlichen Ehre;
– jemanden hineintreten sehen: man wird ungewollt einem anderen Ärger bereiten.
(ind. ) : – darin waten: großer Geldgewinn; großer Lotteriegewinn;
– hineinfallen: Glück;
– beseitigen: schlechte Gesellschaft.
(Siehe auch „Dreck“, „Dung“, „Erde“, „Schlamm“)
Schnabel
Allgemein:
Sieht man einen Schnabel, könnte darin die Aufforderung versteckt sein „den Schnabel“ aufzumachen oder, je nach restlicher Traumhandlung, „den
Schnabel zu halten“.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird mit Mut auftreten müssen;
– haben: was der Mensch braucht, das muß er haben;
– von Tieren sehen: Glück im Spiel.
Schnaken
(Mücken)
Artemidoros:
Stechmücken, die sogenannten Schnaken und ähnliche Insekten bedeuten, daß üble Kerle dem Träumenden ins Haus kommen, die ihn schädigen und
obendrein noch in Verruf bringen. Schankwirten und Weinhändlern prophezeien sie, daß der Wein in Essig übergehen wird; sie lieben nämlich den
Essig.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder von ihnen gestochen werden: Verfolgung durch böse Menschen.
(europ.) : – sehen oder von diesen umschwärmt werden: es droht Ärger mit einigen unangenehmen Zeitgenossen.
(ind. ) : – Feinde werden dich überrumpeln.
(Siehe auch „Mücken“)
Schnalle
Psychologisch:
Wenn man an einem Schuh oder an einem Kleidungsstück eine Schnalle schließt, will man etwas in Ordnung bringen, was einen ärgert,
Kleinigkeiten nur, die aber die eigene Persönlichkeit abwerten. Öffnet man die Schnalle, steht eine Veränderung ins Haus, die negative Folgen nach
sich ziehen könnte.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeuten, daß man zu Vergnügungsorten durch Einladungen bedrängt wird;
die Dinge drohen durcheinanderzugeraten; man sollte sein Eigentum zusammenhalten;
– Wenn eine Frau träumt, daß die Schnalle ihres Gürtels sich gelockert hat, sagt dies Ärger und
Schwierigkeiten voraus. Alle Mißgeschicke mit Kleidungsstücken sind schlechte Zeichen.
(ind. ) : – tragen: hüte dich vor bösen Menschen.
(Siehe auch „Gürtelschnalle“)
Schnaps
Psychologisch:
Der Schnaps als Oberbegriff für alle hochkonzentrierten alkoholischen Getränke kann als Traumsymbol sowohl auf eine Suchttendenz, als auch auf
Aggressivität verweisen. Man sagt, daß Schnäpse aggressiv machen und spricht damit die Bewußtseinsveränderung an, die an den Genuß
hochprozentigen Alkohols gebunden ist. Als geistiges Getränk, wie man hochprozentigen Alkohol auch bezeichnet, verweist dieses Traumsymbol
speziell auf die geistige Komponente der Bewußtseinveränderung. Schnapstrinken im Traum wird häufig auch mit Verruchtheit assoziiert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Kummer und häusliches Elend.
(europ.) : – führt zu Torheiten und bringt nur Kummer, Elend und Armut ein;
– selbst trinken: man will sich neue Energien verschaffen, sucht aber auf dem falschen Platz danach;
– scharfer Schnaps: man braucht jetzt einen kräftigen Anstoß, um eine bestimmte Sache endlich durchzuziehen.
(ind. ) : – trinken: deine häusliche Lage ist nicht besonders.
(Siehe auch „Alkohol“)
Schnauze
(Tier)
Volkstümlich:
(europ.) : – es ist Gefahr im Verzug; Feindseligkeiten und Schwierigkeiten erwarten einem.

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Schnecke
Allgemein:
Eine Schnecke im Traum ruft bei manchen Menschen Ekelgefühle hervor. Sie verkörpert auch Verletzlichkeit und Langsamkeit. Schnecke deutet im
Einzelfall an, daß man sich zu stark abkapselt und in sich selbst zurückzieht; das ist vor allem bei sensiblen, überempfindlichen Menschen der Fall.
Allgemein kann sie aber auch zu mehr Geduld und Beharrlichkeit auffordern.
Psychologisch:
Im Mittelalter galt die Schnecke als Symbol der Jungfräulichkeit und Auferstehung. Albrecht Dürer, z.B. malte auf seine Marienbilder Schnecken.
Die Schnecke hat im Traum nur sehr selten eine sexuelle Bedeutung, auch wenn sie dem Volksmund nach das weibliche Geschlechtsorgan
verkörpert. Die Hauptbedeutung der Schnecke im Traum ist der Schildkröte sehr gleich. Zu derselben kommt die sprichwörtliche Langsamkeit, die in
manchen Fällen mit Unentschlossenheit und Übersensibilität einhergeht. Die Schnecke im Traum ist ein Hinweis auf Beständigkeit und
Selbstbeherrschung. Sich im Schneckentempo zu bewegen bedeutet direktes, geplantes, vorsichtiges Handeln. Wer sie sieht, möchte in einer
bestimmten Angelegenheit den langsamen Gang einlegen, wird aber möglicherweise von den Ergebnissen überrollt. Zertreten wir im Traum eine
Schnecke, dann ist im Wachleben unsere Geduld zu Ende; wir wollen handeln, könnten dabei aber eine Unvorsichtigkeit begehen. Holen wir das
Tierchen aus seinem Haus, möchten wir uns von einem überempfindlichen Mitmenschen trennen. Geduld ist vonnöten, wenn wir sehen, daß sich eine
Schnecke in ihr Haus verkriecht. Übrigens kann das Schneckenhaus wie Muschel spröde Jungfräulichkeit umschreiben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Schnecke im Traum eine Ermahnung an den Träumenden, sich nicht von der Hast der Zeit anstecken zu lassen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: schleppender Gang der Geschäfte;
– essen: große Ausgaben stehen ins Haus.
(europ.) : – sehen: mahnt also zur Geduld, vor Maßlosigkeit und Unbeständigkeit;
– schleimige kriechen sehen: man wird sich in seinem Umfeld nicht wohl fühlen;
– sich in ihr Haus verkriechen sehen: jemand, bei dem oder von dem man etwas
erreichen möchte, wird einen noch lange zappeln lassen;
– essen: man stellt die Geduld eines anderen auf eine harte Probe;
– auf eine treten: man kommt in Kontakt mit abstoßenden Menschen;
– mutwillig zertreten: durch übereilte Handlung wird man einen Nachteil haben.
(ind. ) : – sehen: du wirst glücklich einer Gefahr entrinnen.
– suchen und essen: du vernachlässigst dein Geschäft.
(Siehe auch „Muschel“, „Schildkröte“)
Schneckenhaus
Allgemein:
Die spiralförmigen Windungen eines Schneckenhauses wurden oft mit Vollkommenheit und Überfluß in Verbindung gebracht. Wenn ein Traum von
einem Schneckenhaus handelt, dann stellt der Träumende die Verbindung zu einem naiven Verständnis solcher Dinge her.
Psychologisch:
Das Schneckenhaus wird in manchen Kulturen als Trompete benutzt und kann im Traum daher ein Warnsignal sein oder von sich geben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Spirale des Schneckenhauses für Involution (Involution = in sich schließend, enthalten, nach sich ziehen) und
Evolution (daß heißt, sich nach innen wenden und zugleich nach außen gehen).
(Siehe auch „Austern“, „Muschel“, „Schnecke“)
Schnee
Assoziation: – Reinheit, Emotionen im Schwebezustand, Klarheit, Ende und Neubeginn.
Fragestellung: – Was ist vorbei? Wo in meinem Leben wünsche ich mir einen Neuanfang?
Artemidoros:
Schaut man Eis und Schnee zu der entsprechenden Jahreszeit, so ist das ohne Vorbedeutung; denn während der Körper schläft, erinnert sich die Seele
nur an die eisige Kälte vom Tag. Zu einer anderen Jahreszeit geschaut, sind sie nur Bauern von Nutzen, den übrigen Menschen zeigen sie an, daß ihre
Vorhaben und geplanten Unternehmungen ziemlich frostig verlaufen werden, und Reisen verhindern sie.
Allgemein:
Schnee ist kristallisiertes Wasser und ein Symbol dafür, daß eine Idee oder ein Vorhaben eine konkrete Form annimmt. Schnee taucht oft bei
Gefühlsproblemen auf, warnt dann vielleicht vor ihrer Unterdrückung oder zeigt an, daß sie sich abkühlen, aber neu belebt werden können.
Manchmal steht er auch für das Altern, was dann bei Männern mit Angst vor Impotenz verbunden sein kann. Wenn er schmilzt, kann er für das
Erweichen des verhärteten Herzens stehen.
Psychologisch:
Schnee, das Leichentuch der Natur, im Traum kann ein Hinweis auf emotionale Kälte oder Frigidität (Herzenskälte), sowie die Angst vor Impotenz
und Einsamkeit sein. In der Umgangssprache kann das Wort auch bestimmte Drogen bezeichnen. Nur wenige Schneeträume haben Positives zu
berichten (siehe Schneeballschlacht). Versinken wir zum Beispiel im Schnee, ist das Gefühl für jemanden erkaltet, den wir zu lieben glaubten. Schon
die altägyptischen Traumforscher behaupteten, wer Schnee sieht, dem stehe eine Veränderung seiner persönlichen Verhältnisse bevor, und wenn man
mühsam durch Schnee watet, werde man in absehbarer Zeit in Bedrängnis kommen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Schnee im Traum Reinheit, Schönheit und das Dahinschmelzen von Schwierigkeiten symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Schnee, Hagel und Eis bedeuten Plagen, Sorgen und Qualen; heimliche Wünsche werden sich nicht erfüllen;
– Träumt einer, ein Ort oder Land, wo es gewöhnlich nicht schneit, sei von lockerem Schnee bedeckt,
werden die Bewohner eine Mißernte bekommen.
Ist dichter Schnee gefallen, werden Feinde in großen Scharen entsprechend der Größe des Ortes die Leute bedrängen.
Schneit es gewöhnlich dort, wird die Plage noch härter und schlimmer sein.
Schaut dies jemand im Winter, wird die Not leichter zu ertragen sein, wenn im Sommer, schwerer und ärger.
– (als große Fläche) sehen: man wird dir leere Versprechungen machen;
– durchwaten: krank werden;
– Schneeflocken sehen: positive Nachrichten in geschäftlichen Angelegenheiten;
– Schneegestöber sehen oder hineingeraten: Unannehmlichkeiten ausgesetzt werden.

1238
(europ.) : – Potenzfrage; die Natur schläft oder ist gestorben; Kühle, Kälte; die Jahreszeit steht für das Lebensalter;
verheißt Glück und Segen und zwar um so mehr, einen diesbezüglichen Traum im Sommer zu haben;
auch: manche ihrer Wünsche werden sich nicht erfüllen, denn manches ist „Schnee von gestern“;
– fallen sehen (Schneegestöber): verspricht Nachrichten, die ein besseres Los für die Zukunft verheißen;
– dicke Flocken vom Himmel fallen sehen: im Privatleben sind einige Probleme zu klären;
– große weiße Schneeflocken, die man durchs Fenster sieht: verheißen ein ärgerliches Gespräch mit dem
Partner; die Entfremdung wird durch Geldsorgen noch verstärkt;
– sich in einem Schneesturm befinden: schwierige Zeiten sind zu durchstehen, doch man wird es schaffen;
– eingeschneit sein oder sich verirrt haben: es werden ständig weitere Wellen des Unglücks über einem hereinbrechen;
– über der Landschaft sehen: verheißt ein trautes Heim;
– schneebedeckte Berge in der Ferne sehen: warnen davor, daß die Sehnsüchte und Bestrebungen keinen lohnenswerten Fortschritt bringen;
– Sonnenschein in der Schneelandschaft: man wird sein Unglück abschütteln und wieder Macht erlangen;
– Schneeballschlachten: man wird mit unehrenhaften Problemen zu kämpfen haben; wenn man sich kein fundiertes Urteil bildet,
wird man eine Niederlage erleiden;
– essen: man wird seine Ideale nicht verwirklichen;
– schmutziger: der eigene Stolz wird verletzt werden und man wird bei einer von Ihnen verachteten Person Trost suchen;
– schmelzender: die Ängste werden sich in Freuden verwandeln.
(ind. ) : – sehen: du wirst dein Vorhaben ändern müssen; Veränderung der Verhältnisse;
– damit eingerieben werden: erwache aus deiner Lethargie;
– darin waten: du wirst in Bedrängnis kommen;
– fallen sehen: Hindernisse;
– hineinfallen: Schwierigkeiten im Geschäft;
– schmelzen sehen: gute Aussichten;
– in großen Haufen: Glück;
– Schnee, blendend weiß: Ihre Sorge um Reinheit ist etwas übertrieben;
– aufgewühlt und schmutzig: etwas belastet das Gewissen.
(Siehe auch „Eis“, „Gletscher“, „Hagel“, „Lawine“, „Schneesturm“)
Schneebälle
Psychologisch:
Die fröhliche Schneeballschlacht gilt als Hinweis des Unbewußten, wir sollten uns einmal aus unserer Einsamkeit herausreißen und unter nette
Leuten gehen, um uns zu entspannen. Sie kann aber auch auf eine gewisse Rivalität im eigenen Umkreis hindeuten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen und damit werfen: einer fremden Person Schaden zufügen;
– damit beworfen werden: man versucht dich lächerlich zu machen.
(europ.) : – verkündet jugendliche Freude und Glück;
– Schneeball oder Schneeballschlacht: man sollte sich nicht zu bösen Taten verlocken lassen.
(ind. ) : – machen: Schaden;
– werfen: du tust einem Freunde Unrecht.
(Siehe auch „Schnee“)
Schnee-Eule
Medizinrad:
Schlüsselworte: Magie; Verbündete; Licht; gut.
Beschreibung: Eine Schnee-Eule ist eine sehr große Eulenart mit weißen Federn und gelben Augen, die auch am Tage fliegt. Im allgemeinen ist sie
stimmlos. Viele zeitgenössische Frauen fühlen sich zur Schnee-Eule hingezogen, weil sie ein Symbol weiblicher Magie ist.
Allgemeine Bedeutung: Gute Magie; der Teil deines Selbst, der mit dem Übernatürlichen umgehen und sich dabei trotzdem im Licht des Schöpfers
aufhalten kann.
Assoziation: Ein weißhaariger Intellektueller mit Brille.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe guter weiblicher Magie.
Wolfsclanlehre: Der Norden oder die Weisheit.
(Siehe auch „Eule“)
Schneegänse
Medizinrad:
Schlüsselworte: Tradition; Autorität; Zusammenarbeit; Zeremonie; Mond der Erderneuerung.
Beschreibung: Die Schneegans ist im Medizinrad das Tiertotem der im Mond der Erderneuerung (22. Dezember bis 19. Januar) Geborenen. Als
Zugvogel wandert sie jedes Jahr vom hohen Norden bis tief in den Süden der Vereinigten Staaten und trägt in sich das Wissen um diese beiden
Regionen. Die Schneegans überlebt zum Teil deshalb, weil sie mit den anderen Vögeln ihres Zugs eine komplexe Gemeinschaft bildet und Autorität
und Tradition respektiert.
Allgemeine Bedeutung: Ein Verstehen dessen, wie du Autorität, Gemeinschaft und Tradition auch sehen kannst; eine Öffnung für den wilderen
Aspekt deiner Vorstellungskraft oder Kreativität.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Verstehen des wahren Zwecks und der wirklichen Bedeutung von Zeremonien im allgemeinen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – fliegen sehen: du wirst einen lang ersehnten Brief bald erhalten.
– sehen: du wirst eine unerwartete Nachricht erhalten.
(Siehe auch „Gans“)
Schneeglöckchen (Siehe „Blumen“)
Schneelawine
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: etwas Großartiges erleben.
(ind. ) : – Betrübnis.

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Schneemann
Allgemein:
Schneemann fordert zur Kaltblütigkeit in einer Angelegenheit auf.
Psychologisch:
Wir selbst sind der Schneemann, den wir im Traum bauen, übersetzt: Wir sollten mit etwas mehr Wärme und Herzlichkeit unserem Partner
gegenübertreten. Steht der Schneemann schon fix und fertig im Traumbild, machen wir die umgekehrte Erfahrung, nämlich daß sich unser Partner
augenblicklich nicht allzu heftig um uns bemüht, sondern uns die kalte Schulter zeigt.
Volkstümlich:
(europ.) : – Schneemann sehen: man wird einen kühlen Liebhaber bzw. eine kühle Liebhaberin finden;
auch: Warnung vor fröstligen Umgang mit anderen, denn dieser Charakterzug wird falsch interpretiert.
– Schneemann bauen: vorübergehend sollte man bis ans Herz eiskalt sein.
(ind. ) : – du wirst in der Liebe getäuscht werden.
Schneeregen
Volkstümlich:
(europ.) : – langweilige Gesellschaft erfordert Geduld; es wird einem eine interessante Eröffnung gemacht.
Schneesturm
Allgemein:
Schneesturm kündigt Schwierigkeiten an, verspricht aber, daß man sie bewältigen wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – von einem sicheren Ort aus beobachten: sorgenvolle Zeiten stehen einem bevor;
– selbst hineingeraten: eine derartige Phase wird man ungeschadet überstehen.
(europ.) : – sich darin befinden und dagegen ankämpfen: bedeutet, alle Kämpfe und Hindernisse zu überwinden;
– sehen: kündet schwere Zeiten an, die man jedoch gut überstehen wird.
(Siehe auch „Schnee“)
Schneidemühle
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deine Pläne werden durchkreuzt.
(europ.) : – achte auf deine Umgebung;
– (Sägewerk): Feinde werden dich überlisten.
Schneiden
Allgemein:
Schneiden deutet man meist als Trennung; das kann sich auf Menschen, die Vergangenheit oder Ziele, Ideale, Hoffnungen und Werte beziehen, von
denen man sich löst. Manchmal weist es auch darauf hin, daß man sich in einer Angelegenheit „geschnitten“ hat, also keinen Erfolg erzielen wird.
Psychologisch:
Steht immer für ein Wagnis – egal, was geschnitten wird. Dieses Wagnis kann möglicherweise zu unseren Gunsten verlaufen, in den meisten Fällen
stellen wir jedoch fest, daß wir uns „in den Finger geschnitten haben“, wenn wir glaubten, auf abenteuerliche Weise oder mit Brachialgewalt uns
durchsetzen zu können, was sich mit Köpfchen wahrscheinlich viel leichter hätte erreichen lassen. Das Schneiden weist im Traum auf die aggressive
Triebkraft des Träumenden hin. Es kann aber auch für Partnerschaftsprobleme wie auch auf eine Trennung oder Auseinandersetzung stehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich selbst und bluten: schwer erkranken.
(europ.) : – bedeutet je nach Erfolg des Schneidens Trennung oder Glück in der Liebe;
– sich selbst: warnt vor Unvorsichtigkeit; man ist sich der Gewagtheit eines
Unternehmens bewußt und tut es dennoch, wobei man auch gründlich hereinfällt;
– in Kinderträumen: Kastrationsangst;
– Essen für andere schneiden: verheißt Freude über ein Wiedersehen;
– Essen für sich selbst schneiden: verkündet Erfolge aller Art, in der Liebe oder im Geschäft;
– schneiden anderer Sachen: kündet eine Trennung oder Entfremdung an;
– Pflanzen oder Korn usw.: geschäftliche Erfolge.
(ind. ) : – sich selbst: ein unverhofftes, freundliches Wiedersehen mit einer geliebten Person.
(Siehe auch „Gewalt“, „Messer“, „Nägel“, „Schere“)
Schneider
Allgemein:
Bei diesem Traumsymbol ist es zunächst wichtig, welche Bedeutung der Schneider allgemein für den Träumenden hat. Jeder berufstätige Mensch
entwickelt bestimmte Fähigkeiten und Kompetenzen. Im Fall des Schneiders geht es um genaues Arbeiten und darum, etwas Neues zu „schneidern“.
Diese Eigenschaften sind es auch, die durch den Traum beim Träumenden angesprochen werden sollen. Schneider(in) versteht man auch oft als
Warnung vor Oberflächlichkeit; man wird dann leicht getäuscht, weil man sich nur von Äußerlichkeiten leiten läßt, oder legt zu viel Wert auf das
eigene Äußere. Sieht man ihn bei der Arbeit, weist das darauf hin, daß man in einer bestimmten Angelegenheit auf Hilfe angewiesen ist.
Psychologisch:
Die Rolle, welche diese Traumfigur spielt, gibt Hinweise darauf, wie der Träumende seine Kreativität und seine Fähigkeiten einschätzt. Schneider
sind Menschen, die für uns etwas tun sollen, was wir uns selbst nicht zutrauen, was uns aber zupaß kommt. Der Schneider im Traum zeigt unseren
mangelnden Mut im Wachleben auf, die fehlende Entschlußkraft, eigenschöpferisch tätig zu sein, manchmal auch das „nicht mehr Weiterkönnen“ aus
eigener Kraft. Sind wir selbst im Traum der Schneider, müssen wir in einer bestimmten Angelegenheit etwas wagen, um zum Ziel zu kommen. Wenn
er von einem Schneider träumt, kann dies auch auf eine Person hinweisen, die den Nachnamen Schneider trägt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Schneider im Traum ein Hinweis auf kreative Fähigkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder begegnen: man wird nur durch Fleiß, Zielstrebigkeit und Eifer im Leben vorankommen;
– arbeiten sehen: dein Fleiß kann dich aus deiner Armut nicht befreien;
– sich selbst als solchen sehen: man fühlt sich stark genug, um mit allen Schwierigkeiten fertig zu werden.

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(europ.) : – ist ein Vorzeichen für Sorgen, die einem bei einer Reise begegnen werden;
– arbeiten sehen: du wirst notwendige Ausgaben haben; mahnt an das Sprichwort „Kleider machen Leute“;
– mit einem zu tun haben: man sollt endlich auf sein äußeres Erscheinungsbild achten, denn es mißfällt anderen;
– sich bei einem Schneider einen Anzug bestellen: mahnt zum Bezahlen eigener Schulden;
– bei einem Maß nehmen: signalisiert Streit und Enttäuschungen;
– bei ihm oder ihr arbeiten lassen: man weiß sich in einer Sache nicht zu helfen;
– selbst einer sein: man sollte sich mehr anstrengen, um den Erwartungen der anderen gerecht zu werden;
– für sich selbst Kleider anfertigen: verspricht einen schönen Erfolg, besonders in der Liebe;
– für andere Kleider anfertigen: verheißt eine gute Aussteuer für sich oder die Kinder;
– ein Mißverständnis mit einem haben: man wird über den Ausgang eines Projektes enttäuscht sein;
– Für ein Mädchen bedeutet dieser Traum, daß sie ein minderwertigen Mann heiraten wird.
(ind. ) : – sehen: in der Familie wird sich Sonderbares ereignen;
– arbeiten sehen: du wirst Vermögen erwerben;
– ins Haus kommen sehen: du wirst hohe Unkosten haben;
– von ihm sich Maß nehmen lassen: du suchst jemanden zu gefallen.
(Siehe auch „Kleid“)
Schneiderin
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird durch unerwartetes Glück daran gehindert, Besuche abzustatten.
Schneiderlehrling
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt den Erwerb eines Vermögens.
Schneiderwerkstatt
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: dein Geschäft geht gut.
Schneien
Volkstümlich:
(europ.) : – gilt für Engelsgrüße; dieser Engel kann aber auch ein liebliches Mädchen sein.
(ind. ) : – sehen: du wirst liebe Grüße erhalten.
(Siehe auch „Schnee“)
Schnelläufer
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: rasche Erledigung einer Angelegenheit.
Schnepfen
Allgemein:
Steht sie im Traumbild, erinnert das Unbewußte an unsere etwas leichtsinnige Ader, was wohl daraus resultiert, daß eine Straßendirne in manchen
Sprachgebieten „Schnepfe“ genannt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: etwas Unbestimmtes erwarten;
– essen: eine Einladung erhalten;
– schießen: sich mit seinen Wünschen gedulden müssen.
(europ.) : – bringen Trauer, falsche undankbare Freunde und liederliche Gesellschaft, doch auch viel Vergnügen.
(ind. ) : – sehen: Veränderung deiner Arbeit;
– schießen: du wirst eine Reise machen;
– fangen: ein plötzliches Angebot wird dich in die Ferne führen;
– essen: unerwarteter Reichtum.
(Siehe auch „Vögel“)
Schnitt
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Schnitt verheißt Krankheit oder den Verrat eines Freundes.
(ind. ) : – zeichnen: Ungemach.
Schnittblumen
Psychologisch:
Sie sehen schön aus, aber verwelken bald. Fürchten wir den Verlust von etwas noch Blühenden? Vielleicht ist es die Angst vor dem Älterwerden? Es
kann aber ebenso nur ein freundliches Geschenk, also ein Kommunikationstraum sein.
(Siehe auch „Blumen“)
Schnitter
Allgemein:
Schnitter auf dem Feld verspricht Erfolg und mehr Ansehen durch harte Arbeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: gute Geschäfte machen; Glück in Geschäften.
(europ.) : – oder Schnitterin bei der Arbeit sehen: Glück und Erfolge;
– von der Arbeit heimkehren sehen: verkünden ein sog. Schäferstündchen.

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(ind. ) : – auf dem Feld: du wirst deine Ehre verlieren;
– im Schatten: sei nicht so furchtsam, es wird alles gut werden;
– essen sehen: deine Sorgen sind umsonst;
– arbeiten sehen: in letzter Minute wirst du dein Ziel erreichen.
Schnittlauch
Artemidoros:
Alles Gemüse, das einen übelriechenden Atem verursacht, wenn man es gegessen hat, bringt Verborgenes zutage und weckt Haß gegen die
Hausbewohner.
Allgemein:
Schnittlauch steht ebenfalls für Erfolg; dazu muß man aber die Aufmerksamkeit auf Dinge lenken, die man vorher zu wenig beachtete.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: Schaden erleiden.
(europ.) : – verheißt Schaden bei einem Vorhaben;
– sehen oder essen: an einer bisher belanglos oder langweilig erscheinenden Sache wird man Geschmack gewinnen.
(ind. ) : – essen: Gewinn; du wirst viel Geld verdienen.
Schnitzeljagd
Volkstümlich:
(europ.) : – Erfolge im Geschäft, die aber leicht zu Mißerfolgen werden können; man soll nicht allzu vertrauensselig sein.
Schnupfen
Allgemein:
Schnupfen kündigt Ärger und andere Unannehmlichkeiten für die nächste Zeit an.
Psychologisch:
Umschreibt die „Erkältung“ des eigenen Charakters, der nicht besonders kontaktfreudig zu sein scheint. Wer im Traum zum Schnupftuch greift, dem
bleiben die Leute im Alltagsleben drei Schritte vom Leibe.
Volkstümlich:
(europ.) : – kündigt baldigen Ärger an, der sich plötzlich entladen wird; manchmal Warnung vor Schwierigkeiten, vor denen man sich hüten sollte.
(ind. ) : – leichte Erkrankung.
Schnupftabak
Volkstümlich:
(europ.) : – gilt für Unannehmlichkeiten, die man vermeiden kann; bedeutet Verdruß; zeigt an, daß Feinde die Treue
Ihrer Freunde mißbrauchen; auch: eine glückliche Zeit in angenehmer Umgebung;
– Schnupft eine Frau im Traum, signalisiert das Komplikationen, die zur Trennung von ihrem besten Freund führen werden.
(ind. ) : – du wirst ein gutes Geschäft abschließen;
– Dose: Ärger.
Schnupftuch
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird in arge Verlegenheit geraten;
– nicht finden können: andere werden durch einen in Verlegenheit gebracht.
(ind. ) : – Verdruß, Streit;
– von Seide: du bist verliebt.
Schnur
Assoziation: – Zusammenfügen, Zurückhalten.
Fragestellung: – Was möchte ich aneinander binden? Was beengt mich?
Allgemein:
Wenn Träume von Schnüren, Bändern und Seilen handeln, dann hat dies mit Bindungen zu tun. Die Bedeutung hängt davon ab, ob der Träumende
gebunden wird oder die Bindung vornimmt – beides kann auf Unterwerfung unter eine größere Kraft hinweisen. In jeder Beziehung gibt es
Einengungen und Abhängigkeiten, die in solchen Träumen offenkundig werden. Gefühlsmäßige Bande können einschränken, aber auch befreiend
sein. Außerdem spielen folgende Begleitumstände oft eine Rolle:
– Schnurknäuel fordert auf, mehr Ordnung ins Leben zu bringen; das kann sich auch auf Vorgänge im Unbewußten beziehen.
– Ein Packet verschnüren besagt, daß man seine Gedanken und Empfindungen mit seiner Außenwelt nicht teilen möchte.
– Legt man eine Schnur an jemanden an, möchte man über diesen Kontrolle ausüben.
– Schnur aufknoten kündigt eine mühselige Arbeit an und es wird einem gelingen, ein belastendes Problem zu lösen,
als auch seine Stellung unter seinen Mitmenschen zu behaupten.
– Schnur aufschneiden warnt vor einer Enttäuschung.
– Schnur eines Pakets öffnen verspricht eine große freudige Überraschung.
Psychologisch:
Ist sich der Träumende bewußt, daß er gefesselt, gefangen oder in Ketten gelegt ist, deutet dies auf die Möglichkeit hin, daß sein emotionales Selbst
außer Kontrolle geraten ist. Vielleicht ist es aber auch notwendig, daß der Träumende über die Bande von Pflicht und Zuneigung nachdenkt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Schnur den Wandel vom Konflikt zu Gesetz und Ordnung, vom Chaos zu kosmischer Ordnung dar. Die
Silberschnur ist die subtile Energie, welche die Lebensenergie des Menschen im Körper hält.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Verbindungen eingehen;
– verwickelte: ärgerliche Streitigkeiten;
– goldene: ansehnlicher Gewinn;
– verwickelte entwirren: Rätsel lösen.

1242
(europ.) : – durch gute Mine zum bösen Spiel wird man zum Zuge kommen;
– sehen: ist eine Warnung, daß im Geschäft Schwierigkeiten auftreten, die nur schwer zu überwinden sind;
große Anziehungskraft ist einem zu eigen, von der man sorgsamst Gebrauch machen sollte; in naher Zukunft eine Reise;
– aufknoten: auch wenn im Moment eine Angelegenheit äußerst verwickelt scheint, so löst sich diese Verwirrung bald glücklich auf;
– um ein Paket aufknoten: man wird eine freundliche Überraschung erleben; kündigt Erfolge durch eigene Bemühungen an;
– um ein Paket aufreißen: kündigt Mißerfolg einer Sache an;
– aufschneiden oder aufreißen: kündet eine böse Enttäuschung an;
– schön aufgerollt oder ordentliche sehen: man wird eine langweilige Sache erleben, die nächste Zeit wird ziemlich ereignislos ablaufen;
– ein verwirrtes Knäuel sehen: deutet auf verworrene Verhältnisse hin; man sollte endlich Ordnung in sein chaotisches Leben bringen;
– Schnurknäuel entwirren: zu einem bösen Spiel wird man gute Mine machen müssen; auch: bedeutet die Lösung einer Verlobung;
– als Schmuckgegenstand: man wird geliebt und geachtet werden;
– verknoten: Stärkung einer Freundschaft.
(ind. ) : – deine Lage wird sich bessern;
– goldene: man wird dich achten und auszeichnen;
– silberne: du kannst damit rechnen, daß deine Wünsche in Erfüllung gehen werden;
– aus Hanf: mühevolle Tage;
– verwickelt sehen: du wirst in schwierige Verhältnisse kommen.
(Siehe auch „Band“, „Faden“)
Schnürleib
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst ein süßes Geheimnis erraten.
Schnurrbart
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: eine unschuldige Freude.
(europ.) : – kleinere Meinungsverschiedenheiten; man sollte sie nicht zu Ärger ausarten lassen;
– bei einem Mann sehen: ein bisher für einen Helden gehaltener Mann entpuppt sich als ein armseliger Tropf;
– bei einer Frau sehen: bedeutet im Männertraum, daß man bei seiner Frau, Braut oder Liebsten nichts zu
lachen haben wird; im Frauentraum: vor einer gewissen Freundin muß man sich in acht nehmen;
– sich wünschen: bringt Enttäuschung und Reue;
– haben: Erfolg und Gewinn; man wird wegen seines Egoismus und der Rücksichtslosigkeit schlecht mit
irdischen Gütern gesegnet sein; man bereitet Frauen Kummer, weil man sie hintergeht;
– sich als Mann den Schnurrbart rasieren lassen: man versucht, sich von schlechter Gesellschaft und ein
einem ausschweifenden Leben zu lösen, um ein früheres Ansehen zurückzugewinnen.
– küßt eine Frau im Traum einen Mann mit einem Schnurrbart: sie hat oder bekommt einen Pantoffelhelden zum Mann oder Liebsten;
– Bewundert eine Frau einen Schnurrbart, ist ihre Tugend in Gefahr; sie sollte sich überlegen, was sie tut.
(ind. ) : – sehen: dir stehen Enttäuschungen bevor.
– grauer: eitle Freude;
– bei einer Frau: du wirst Schlimmes erfahren.
(Siehe auch „Bart“)
Schnürsenkel
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst einen Liebsten (eine Liebste) finden.
Schober
(Haufen von Stroh und Heu)
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: in gute Verhältnisse kommen.
(europ.) : – man befindet sich in einer günstigen Lage.
Schock
Assoziation: – plötzliches Erwachen, Erleuchtung.
Fragestellung: – Was versetzt mich in helle Aufregung? Welche Erkenntnis elektrisiert mich?
Schöffe
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: bedeutet Zeitverlust.
Schokolade
Assoziation: – Belohnung, Nascherei, Vergnügen.
Fragestellung: – Inwieweit will ich mich gehenlassen oder habe ich Angst davor, mich gehenzulassen?
Allgemein:
Die Schokolade steht für eine Versuchung, die von Menschen oder Dingen Ihrer Umgebung ausgeht, aber sie zeigt auch viel Kraft und Gesundheit
an. Vielleicht will man auch jemand mit Schokolade „ködern“, oder will ein anderer Sie mit „Süßem einfangen“? Die Farbe kann sich auch auf einen
Mann oder eine Frau in Ihrer Umgebung beziehen.
Psychologisch:
Wer im Traum nascht, hat Sehnsucht nach körperlicher und seelischer „Verschmelzung“ mit einem geliebten Menschen. Man möchte sich „die Süße
der Liebe auf der Zunge zergehen lassen“. Aber falls Sie gerade eine Schlankheitskur machen, sind Schokoträume eher ein 1:1 Hinweis auf das, was
Sie zuallererst „hemmungslos genießen“ möchten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen oder trinken: dir wird der Appetit verdorben werden.
– trinken: Gesundheit und Wohlergehen.

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(europ.) : – besagt, daß man für seinen Liebsten mit großer Hingabe sorgen wird; auch: Zeichen kommendes Geschenk;
– sehen: man sollte sich von seinem genußreichen und unüberlegten Abhängigkeiten beim Essen freimachen;
– essen oder trinken: Glück und Wohlstand; bringt Kraft und Gesundheit;
auch: man wird sich nach einer problematischen Phase schnell wieder erholen;
– Schokoladenpralinen: signalisieren beste Übereinstimmung mit Geschäftspartnern;
– Bitterschokolade: verheißt Krankheiten oder andere Enttäuschungen;
– gesch enkt bekommen: verheißt einen guten Kameraden;
– jemanden schenken: man möchte gerne einen bestimmten Menschen für sich gewinnen.
(Siehe auch „Süßigkeit“)
Scholle
Allgemein:
Sie steht für Verwurzelung und Bodenständigkeit.
Schönheit
Psychologisch:
In der traditionellen Deutung galt alles besonders Schöne (Mensch, Tier, Natur, Gegenstand) als Glücksomen. In der psychologischen Interpretation:
Man wünscht sich, alles sollte „schöner“ werden, man ist harmoniebedürftig und kann mit harten Herausforderungen oder schwierigen Leuten in
dieser Phase absolut nichts anfangen. Fürs nächste will man lieber die „geschönte“ Version von allem präsentiert bekommen.
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst sein: Krankheit und Mißgeschick für dich;
– andere schön sehen: Krankheit und Mißgeschick für einen Freund;
– Ein wohlproportioniertes und schönes Kind deutet auf Liebe und eine glückliche Verbindung hin.
– Eine schöne Frau bringt Glück und einträgliche Geschäfte.
Schöpfen
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Wasser): eine vergebliche Arbeit.
(ind. ) : – Träumt einer, er trage Wasser in einem Keltertrog oder in einem Gefäß, das kein Wasser hält (noch halten könnte),
wird er sein Geld einem unzuverlässigen Menschen anvertrauen oder es an einem leicht zu entdeckenden Ort verstecken.
Fließt das Wasser in solchen Gefäßen gleichwohl nicht aus, wird auch das Geld gesichert sein, aber um den Preis großer Furcht;
fließt das Wasser aber aus, wird der Träumer sein Geld verlieren.
Bekommt das Gefäß durch das Wasser einen Riß, wird sein Geldschatz entdeckt werden, wo er auch sei.
Vergräbt einer das Gefäß mitsamt dem Wasser, wird es ihm zum Verhängnis und Skandal ausgehen.
– jemanden sehen: gute Zeichen für deine Unternehmungen;
– selbst: du wirst unnütze Ausgaben haben.
Schöpfbrunnen
Volkstümlich:
(arab. ) : – Reichtum.
Schöpflöffel / Schöpfkelle
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit schöpfen: sehr freigebig sein;
– sehen: du wirst Schulden machen.
(europ.) : – eine benutzen: bedeutet Nachrichten von einem abwesenden Freund.
Schöpfrad
Volkstümlich:
(europ.) : – drehen: zeigt eine gute Tat an, die sich selbst belohnt.
Schöps
(Hammel)
Volkstümlich:
(ind. ) : – du hast mehr Glück als Verstand.
Schorf
(Hautausschlag)
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: in lange Krankheit verfallen.
Schornstein
Allgemein:
Durch den Traum von einem Schornstein tritt der Träumende mit einer sehr alten Vorstellung in Verbindung, und zwar mit jener, aus dem Weltlichen
und Gewöhnlichen in die Freiheit des Himmels entfliehen zu können. Jede Öffnung im Dach eines Hauses, Tempels oder Zeltes stellt die Erkenntnis
einer Zustandsveränderung dar, die vielleicht ein wichtiger Teil des Wachstumsprozesses ist. Dieses Traumbild kann auch das Gefühl symbolisieren,
daß man mal Dampf ablassen, sich von Bedrückendem frei machen sollte.
Psychologisch:
Der Schornstein und das Entweichen von Rauch stellen die Kanalisierung von Energie in einer produktiveren Form dar.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann der rauchende Schornstein im Traum ein Symbol für eine emotionale Überladung sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (rauchen) sehen: häusliche Behaglichkeit;
– ein kalten sehen: man wird sich bald einsam und unverlassen fühlen.

1244
(europ.) : – viele sehen: es kündigen sich unangenehme Ereignisse im Leben an; vorschnelle Nachrichten über Krankheiten werden einem überbracht;
– einer Fabrik: bedeutet Wohlstand; glückhafte Ereignisse;
– einen mit Efeu oder Weinarten überwucherten sehen: aus Kummer oder den Verlust von Verwandten wird großes Glück entstehen;
– ein Feuer in einem Kamin: verheißt Positives;
– ein rauchenden sehen: verspricht gute Erfolge und daraus folgend gute Verdienstmöglichkeiten;
– sich in einer Kaminecke verstecken: Kummer und Zweifel werden einem plagen; in geschäftlichen Angelegenheiten sieht es düster aus;
– ein eingestürzter: verheißt Sorge und Tod in der Familie;
– Klettert eine junge Frau an einem Schornstein herunter, wird sie sich einer Ungehörigkeit schuldig machen und Betroffenheit unter ihren
Kollegen auslösen. Klettert sie an einem Schornstein hoch, wird sie bevorstehenden Schwierigkeiten noch entgehen können.
(ind. ) : – sehen: du wirst ungerecht behandelt;
– rauchen sehen: Wohlstand; du wirst guten Verdienst finden.
(Siehe auch „Esse“, „Kamin“, „Schlot“)
Schornsteinfeger
Psychologisch:
Der „schwarze Mann“ mit dem einschlägigen Kehrwerkzeug gilt traditionell und aktuell als eines der gängigsten Glückssymbole.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder begegnen: Glück in der Zukunft haben;
– selbst sein: man wird für sein Glück selbst verantwortlich sein.
(europ.) : – Symbol für Glück;
– einem bei der Arbeit sehen: ein Glücksbringer, denn er schenkt einem eine gute Wende im Beruf und Privatleben;
– einem begegnen: Glück, besonders in der Liebe;
– mit ihm zusammenstoßen: Befreiung von einem Verdacht;
– mit einem zusammenstoßen und sich mit Ruß beschmutzen: ein heimliches Liebesabenteuer wird herauskommen.
(ind. ) : – sehen: du wirst von einem Verdacht befreit;
– von rechts begegnen: Glück in der Lotterie;
– von links begegnen: du wirst Freude erleben;
– mit ihm sprechen: unerwartetes Glück;
– auf dem Dach: noch mußt du ein wenig auf die Erfüllung deiner Wünsche warten.
(Siehe auch „Kaminkehrer“)
Schoß
Allgemein:
Träumt ein Mann vom Schoß einer Frau, wird er von starken geschlechtlichen Begierden geplagt, die er etwas bändigen sollte. Sitzen Sie auf einem
Schoß, haben Sie zur Zeit ein großes Zärtlichkeitsbedürfnis.
Volkstümlich:
(arab. ) : – auf einem sitzen: du bist sehr beliebt;
– jemanden oder etwas im Schoß haben: du wirst einen Lieblingsplan ausführen.
(europ.) : – auf einem sitzen: Glück bei Frauen; man ist sorglos was Affären anbetrifft;
– Träumt eine junge Frau, jemanden auf dem Schoß zu haben, muß sie sich Kritik gefallen lassen.
– Sieht man eine Schlange in ihrem Schoß, drohen Demütigungen.
– Sitzt eine Katze auf ihrem Schoß, naht Gefahr von einem sie umgarnenden Feind.
(ind. ) : – auf einem sitzen: achte auf die Gefahren des Lebens.
(Siehe auch „Körper“)
Schoßhündchen
Volkstümlich:
(europ.) : – Freunde werden einem in schweren Zeiten beistehen;
– wirkt das Tier abgemagert und kränklich: man muß sich auf Schwierigkeiten gefaßt machen.
Schoßtiere
Assoziation: – bemühen um Selbstliebe.
Fragestellung: – Welcher Teil meines Selbst ist mir wichtig?
(Siehe einzelne Tierbezeichnungen)
Schotenfrüchte
Allgemein:
Schoten (von Hülsenfrüchten) fordern auf, ein Geheimnis zu lüften oder eine Angelegenheit zu durchschauen; das erklärt sich aus den konkreten
Lebensumständen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – aufbrechen: viel Arbeit um nichts;
– essen: kärgliche Nahrung.
(europ.) : – aufbrechen: man wird eine Entdeckung machen;
– essen: man wird einen schlichten Menschen kennenlernen.
(ind. ) : – essen: du wirst einen beschränkten Kopf kennen lernen;
– aufbrechen: du wirst Entdeckungen machen;
– leere aufbrechen: du machst dir vergebliche Mühe.
(Siehe auch „Hülsenfrüchte“ und einzelne Sorten)
Schotte
Allgemein:
Schotte (Schottland) symbolisiert neben Sparsamkeit auch Bescheidenheit, Gerechtigkeitssinn, Vorsicht und Bedachtsamkeit; darum sollte man sich
im Alltag mehr bemühen.

1245
Schotter
(Kies)
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einem steinigen Pfad laufen: ist ein Hindernistraum der kleinere Angelegenheiten betrifft; diesen zu Ende gehen:
alles wird wieder gut werden.
Schraffierung
Volkstümlich:
(europ.) : – man wende sich unglücklichen Gedanken ab und schaue bessere Zeiten mit seinen Freunden entgegen.
Schragen
(Sägebock)
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst günstigen Handel treiben.
Schramme
Psychologisch:
Ein Aufarbeitungstraum, wenn man gerade vom Leben „seine Schrammen abbekommen hat“.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: eine Warnung, daß die Gesundheit durch Überanstrengung leidet, sofern sie nicht sehr robust sind;
– anderen eine zufügen: man ist im Umgang mit anderen ungerecht und unsachlich;
– sich eine zuziehen: es kommt durch die Feindschaft eines Betrügers zu Schaden.
Schrank
Assoziation: – Bewahrung einer Idee oder Identität?
Fragestellung: – Was habe ich weggesteckt?
Allgemein:
Der Schrank als Traumbild steht einerseits für Ordnung und Gewissenhaftigkeit, andererseits symbolisiert er aber auch Einschränkungen. Der
Träumende wird Probleme haben, seine Persönlichkeit frei zu entfalten, da er von einem Menschen beeinflußt wird, der Kontrolle über ihn ausüben
möchte. Andererseits wird er durch seinen Ordnungssinn und sein klares Denken im Leben noch viele Vorteile genießen können.
Psychologisch:
In ihm will man etwas verschließen, das einem wertvoll erscheint. Das kann jemand sein, den man ins Herz schließen möchte; das kann aber auch
eine liebgewordene Angewohnheit sein, die man ängstlich hüten will. Öffnen wir einen Schrank und sehen darin alles wohlgeordnet, dann sind
unsere Verhältnisse im Wachleben ebenfalls vortrefflich geordnet, und unser Herz läuft über vor lauter Liebe und Kontaktfreudigkeit. Ist im Schrank
aber alles in Unordnung, wissen wir unsere Gefühle nicht einzuordnen, tändeln wir zwischen gut und böse.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: Sicherung des Besitzes;
– aufmachen und Sachen hineinräumen: seine Angelegenheiten in Ordnung bringen;
– ausräumen: du wirst verschwenderisch sein .
(europ.) : – Symbol für den eigenen Körper, das je nach Sachlage mit dem Schrank gemeinsam gute oder schlechte Ratschläge gibt;
– sehen: man soll etwas aufbewahren, das man wegwerfen oder vernichten möchte, da man es noch nötig gebrauchen wird;
auch: man sollte jetzt Ordnung in seine persönlichen und beruflichen Angelegenheiten bringen;
– besehen: man hüte sich vor Schmeicheleien;
– ein offener: rät, anderen Menschen gegenüber etwas vorsichtiger zu sein;
– ein verschlossener: etwas mehr Entgegenkommen und ein freundlicheres Verhalten wäre jetzt empfehlenswert;
– einen sauberen, vollen sehen: ist gleichbedeutend mit Vergnügen und Komfort;
– einen leeren sehen: steht für Mangel und Kummer;
– einen alten erwerben: Vorteil und Freude.
(ind. ) : – kaufen: Verbesserung deiner Lebenslage; Wohlstand;
– etwas darin verwahren: du mußt dich einschränken;
– sehen: Aufrichtigkeit macht beliebter als Verschlossenheit.
(Siehe auch „Möbel“, „Schlüssel“)
Schranke
Psychologisch:
Schranken im Traum weisen entweder auf eine Herausforderung, Kritik und Einschränkung hin oder aber auf die Fähigkeit, sich durch Probleme
hindurch zu finden. Stieß man im Traum auf eine Schranke? Wenn ja, suchte man nach einer Schwäche im Wachleben, die das Vorwärtskommen
stoppen könnte. Die geschlossene Schranke – etwa am Eisenbahnübergang – deutet an, daß wir auf unserer Lebensreise augenblicklich nicht
vorwärtskommen, daß unsere Gefühle auf dem Nullpunkt angelangt sind. Öffnet sich die Schranke, schauen wir vielleicht anderen hinterher, die
mehr erreicht haben als wir.
(Siehe auch „Barriere“, „Eisenbahn“, „Grenze“, „Schlagbaum“)
Schrankkoffer
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Reisender wird aus dem Ausland zurückkehren; ein Wunsch findet seine Erfüllung in Verbindung mit einem Haus.
Schraube
Assoziation: – starke Verbindung.
Fragestellung: – Was füge ich zusammen?
Allgemein:
Die Schraube im Traum ist ein Symbol der Verbindung, insbesondere der sexuellen Verbindung. Schraube kann für eine unangenehme, verzwickte
Angelegenheit stehen, in die man sich nicht verwickeln lassen sollte. Oft kommt darin auch der Wunsch nach Sicherheit und Festhalten des
Erreichten zum Vorschein. Dreht man eine Schraube ein, wünscht man sich eine dauerhafte Beziehung zu einem anderen; die gelockerte Schraube
dagegen zeigt, daß sich eine Beziehung wesentlich verschlechtert hat. Falls man sie im Traum verwendete um etwas zu reparieren oder zu bauen,
bezieht sich dies eventuell auf eine kreative Arbeit oder ein Projekt, das man gerade plant. Ließ sich alles säuberlich aneinanderfügen? In diesem
Falle macht man im Wachleben gute Fortschritte und der Traum beruhigt einem.

1246
Psychologisch:
Schrauben im Traum deuten auf Arbeiten, die sinnlos scheinen, wenn man sie nicht in einem größeren Kontext sieht. Schrauben ergeben eine
haltbarere Verbindung als Nägel und deuten daher an, daß der Träumende an etwas baut, das von Dauer sein soll. Darüber hinaus kann das
Traumsymbol für eine Situation stehen, in der die Anspannung des Träumenden zunimmt; die äußeren Umstände oder der Ehrgeiz des Träumenden
legen ihm Daumenschrauben an. Die Schraube kann daher im Traum als Zeichen für körperliche oder seelische Schmerzen auftreten. Wer den
Haltestift im Traum eindreht, will vielleicht eine Verbindung fester gestalten, an der ihm sehr gelegen ist. Findet die Schraube keinen Halt, ist ein
Liebesverhältnis, manchmal auch eine berufliche Bindung, nicht sehr sicher. Eine rostige Schraube zeigt an, daß sich ein Verhältnis im Laufe der Zeit
verschlissen hat. Sie hat in der Traumsprache aber auch eine sexuelle Bedeutung. Das Eindrehen einer Schraube wird dabei als symbolisierter
Geschlechtsverkehr aufgefaßt, der Schraubenzieher als männliches Glied gesehen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verkörpern Schrauben im Traum das Gefühl von Befriedigung, das sich bei einer gut gemachten Arbeit einstellt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder anwenden: am Alten festhalten.
(europ.) : – sehen: was man hat, soll man festhalten; langweilige Aufgaben müssen bewältigt werden;
gereizte Freunde müssen besänftigt werden; man sollte sparsam und sorgfältig sein;
– eindrehen: man wird eine dauerhafte Verbindung zu einem anderen herstellen;
– eine lockere: eine nützliche Verbindung droht in die Brüche zu gehen;
– verlieren: bedeutet den Verlust einer nützlichen Verbindung.
(ind. ) : – finden: du wirst dich in der Gesellschaft gut unterhalten;
– vom Schiff: nur nicht beeilen, es kommt alles, wie es kommen muß;
– kaufen: verwickle dich nicht in unangenehme Dinge;
– sehen: du wirst verspottet.
(Siehe auch „Bolzen“, „Nagel“, „Reißnagel“)
Schraubenzieher
Assoziation: – Arbeit an Verbindungen.
Fragestellung: – Was will ich zusammenfügen?
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit arbeiten: deine Bemühungen, deine Unschuld zu beweisen, sind vergeblich.
Schraubstock
Allgemein:
Schraubstock weist darauf hin, daß man sich in der Klemme befindet, in Schwierigkeiten steckt.
Psychologisch:
Arbeiten wir im Traum an einem Schraubstock, sollten wir im Wachleben an dem festhalten, was wir zur Zeit haben oder bekommen können. Sehen
wir andere sich am Schraubstock betätigen, geraten wir wohl in eine Klemme aus der wir uns durch raschen Meinungswechsel befreien können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du gerätst in unangenehme Situationen.
(europ.) : – einen sehen oder andere arbeiten sehen: man wird in eine arge Klemme geraten;
– selbst daran arbeiten: aus einer Klemme wird man sich befreien können.
(ind. ) : – das Glück und die Liebe sind dir treu.
Schreck
Allgemein:
Schrecken (Erschrecken) kann Verunsicherung und Angst verkörpern, die oft durch Einsichten ins eigene Unbewußte entstehen, die man noch nicht
verarbeitet hat.
Psychologisch:
Bei der Deutung eines Traumes, in dem der Träumende erschrickt, ist es sinnvoll nachzuschlagen, welche Bedeutung die Dinge, vor denen er
erschrickt, in der Traumsprache haben. Generell ist das Erschrecken im Traum ein Zeichen für Hemmungen, Gewissenskonflikte und Unsicherheit.
Kommen solche Träume häufig vor und ist das Erschrecken sehr heftig, leidet der Träumende wahrscheinlich unter einer ernsthaften psychischen
Störung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: eine plötzliche Nachricht erhalten.
(europ.) : – Glückliches und Erfreuliches in der jetzigen Lebenslage; freudige Überraschung.
(ind. ) : – haben: achte darauf, daß dein Haus nicht in Feuer aufgeht.
(Siehe auch „Angst“)
Schreckbild
Psychologisch:
Schreckensszenen: Alles das, was im Leben unbewußt bleibt, treffen wir im Traum wieder. Im Traum begegnet uns das, wovor wir am Tag die
Augen schließen. Das Abgelehnte und das Unbekannte können sich auch in Situationen äußern, in denen wir uns eingeschlossen und gefangen
fühlen. Bilder vom Gefängnis, von Zellen und kleinen Räumen, in denen sich der Träumer unwohl fühlt, treten in diesem Zusammenhang häufig auf.
Es wird von Träumern von einem Gefühl der Klaustrophobie (die Angst vor geschlossenen Räumen) berichtet. Das kann im Fahrstuhl, in einem Zelt
oder einem Zimmer auftreten.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Unglück.
Schrei
Assoziation: – freisetzen von Emotionen.
Fragestellung: – Was muß ich mit Gewalt
Psychologisch:
Ein Warntraum! Sie sollen „den Schrei hören“ und auf etwas Wichtiges aufmerksam gemacht werden. Erinnern Sie sich an die Traumszene? Daraus
könnte sich schließen lassen, wer oder was „nach Ihnen schreit“. – Manchmal wacht man auch durch seinen eigenen Schrei auf – ein Grund zur
Erleichterung, denn es kann sich nur um einen Alptraum gehandelt haben.
zum Ausdruck bringen?

1247
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst schreien: glückverheißender Traum; Traum des Gegenteils;
– bei Freudenschreie: schlechte Nachrichten;
– Verzweiflungsschreie: alles wird gut gehen;
– das eines Esels hören: gilt als Anzeichen für unerfreuliche Nachrichten oder Störungen;
Schreibbrett
Volkstümlich:
(europ.) : – damit arbeiten: signalisiert das Mißlingen von Plänen und unglückliche Partnerschaften;
– nicht damit arbeiten können: steht für Schwierigkeiten durch Vernachlässigung der Arbeit zugunsten des Vermögens;
– fließend schreibend: folgen gute Ergebnisse.
Schreiben
Assoziation: – Ausdruck des Selbst, aufzeichnen von Erfahrungen.
Fragestellung: – Was möchte ich in die Akten aufnehmen?
Artemidoros:
Von rechts nach links zu schreiben bedeutet, man werde sich irgendein Gaunerstück leisten und jemand durch Betrug und Schliche übervorteilen und
schädigen, häufig auch, man werde Ehebruch treiben und heimlich uneheliche Kinder in die Welt setzen. Ich kenne jemand, der nach diesem
Traumerlebnis Dichter von Spottliedern wurde.
Allgemein:
In einem Traum vom Schreiben drückt sich der Versuch aus, Informationen, die der Träumende besitzt, weiterzugeben. Hierbei kann das
Schreibwerkzeug von Bedeutung sein. So ist ein Bleistift weniger dauerhaft als ein Kugelschreiber, was auch auf die Qualität der Information
übertragen werden kann. Schreibmaschine oder Computer lassen vermuten, daß es sich eher um eine geschäftliche als um eine persönliche
Angelegenheit handelt. Schreiben umfaßt Teile der Persönlichkeit, die man allmählich klarer erkennt und besser versteht. Wenn man davon träumt,
eine Reihe von Namen und Adressen aufzuschreiben, kann dies eine Mahnung sein, an seine Freunde zu denken und von seinen Feinden Notiz zu
nehmen. Von Figuren, die im Traum auftauchen und einer der beiden Gruppen zuzuordnen sind, sollte man alle Äußerungen notieren – das könnte
sich als sehr nützlich erweisen.
Psychologisch:
Wie in der Wirklichkeit, wird durch das Aufschreiben oft auch im Traum Klarheit in Gedanken und Gefühle gebracht, die dann ein gezieltes Handeln
ermöglichen. Man gewinnt damit mehr Einblick in sich selbst. Hat der Träumende Angst, nicht die richtigen Worte zu finden oder nicht rechtzeitig
mit dem Schreiben fertig zu werden, kann es sein, daß er einen Hang zu selbstquälerischer Beschäftigung mit sich und seinem Charakter hat. Als
kreativer Akt ist das Schreiben eine Ausdrucksform, die es dem Träumenden gestattet, sich frei mitzuteilen, wenn das direkte Gespräch aus
irgendwelchen Gründen unmöglich ist. Im Traum kann der Träumende herausfinden, wie er mit sich selbst auf verschiedene Arten kommunizieren
kann. Weiteres deutet es darauf hin, daß wir uns an mündliche Verabredungen nicht unbedingt halten sollten, weil sie von uns oder von anderen
leicht umgestoßen werden könnten.
Spirituell:
Möglicherweise ist sich der Träumende seines spirituellen Fortschritts nicht bewußt. Ein Traum, der das Schreiben zum Inhalt hat, deutet darauf hin,
daß er im Unterbewußtsein eine Art Protokoll darüber führt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einen Brief: vertraue deinen Freunden nicht allzusehr;
– sich schreiben sehen: man möchte an einem nahestehenden Menschen eine wichtige Information weitergeben;
– nach einer Vorschrift: deine Bemühungen werden sich lohnen;
– erst erlernen: man wird nur durch harte Arbeit zum Erfolg gelangen.
(europ.) : – irgend etwas auf Papier schreiben: Belästigung;
– selbst schreiben: in einer Sache sollte man sich nicht auf lose Abmachungen einlassen, sondern auf schriftliches bestehen;
auch: man wird einen Fehler machen, der einen fast ins Verderben führt;
– rückwärts schreiben: schlechte Vorbedeutung;
– jemanden schreiben sehen: man sollte sich in einer Angelegenheit nicht zu sehr festlegen lassen, was später bereut würde;
– in die falsche Richtung zu schreiben (von rechts nach links): zeigt an, daß man sein Geld auf unehrenhafte Weise verdienen wird;
– eine Schrift sehen: man wird einem wegen fahrlässigen Verhaltens Vorwürfe machen; ein Prozeß kann peinlich für einem werden;
– versuchen, eine seltsame Schrift zu lesen: man wird Feinden nur entkommen, wenn man sich nicht auf neues Glatteis begibt.
(ind. ) : – du wirst einen wichtigen Entschluß fassen;
– selbst: gute Nachricht aus dem Freundeskreise;
– lassen: rechne nicht zu viel auf deine Bekannten;
– sehen: du wirst diesen Ort bald verlassen;
– gut und schön: du wirst Lob erhalten;
– schlecht: deine Bitte wird abgewiesen;
– verkehrt: du handelst hinterlistig;
– sehen: du gehst in die Fremde, kehrst aber bald wieder.
(Siehe auch „Alphabet“, „Akten“, „Brief“, „Buchstaben“, „Lesen“, „Papier“, „Schreibmaschine“)
Schreiber
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst in verwickelte Angelegenheiten kommen.
Schreibfeder
Volkstümlich:
(europ.) : – mit einer schreiben: baldige gute Nachricht; Neuigkeiten von abwesenden Freunden.
Schreibheft
Volkstümlich:
(ind. ) : – du mußt noch viel lernen.

1248
Schreibmaschine
Allgemein:
Schreibmaschine verspricht raschere Erfolge, wenn man seine Hilfsmittel richtig einsetzt. Manchmal fordert sie auch auf, eine unangenehme Sache
bald zu bereinigen. In heutigen Tagen kann sie auch auf die computerfreien Zeiten verweisen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man ist in seinen Auffassungen zu altmodisch;
– auf einer schreiben: verspricht Erfolg auf neuen Wegen; man wird mit einem fast vergessenen Freund in Briefkontakt treten;
– das Geräusch von Schreibmaschinentasten hören: in einer dringenden Angelegenheit muß
gehandelt werden; es geht dabei um eine Sache, die man zu lange vor sich her geschoben hat.
(ind. ) : – eine Unannehmlichkeit/Streit wird beigelegt.
Schreibpapier
Volkstümlich:
(arab. ) : – (ein großes Paket) sehen: leere Versprechungen bekommen.
Schreibstube
Volkstümlich:
(ind. ) : – deine Geschäfte sind gesichert.
Schreibtafel
Artemidoros:
Eine Schreibtafel bedeutet eine Frau, weil sie alle möglichen Prägungen von Buchstaben aufnimmt. „Prägungen“ nennen wir in der Umgangssprache
auch unsere Kinder.
Allgemein:
Bei der Betrachtung der Schulträume ist wichtig das Schulzimmer in seinem Aussehen. Besondere Bedeutung hat die Wandtafel als der Ort, da weiß
auf schwarz die Aufgabe steht. Hell und dunkel, also bewußt gemacht, steht hier etwa das Rechenexempel des Lebens; manchmal sind es auch
exotische Schriftzüge. Es besteht im Traum, da die Seele gerecht ist, die Auffassung, nachdem das Leben dem Träumer bisher viel Erfahrung nahe
gebracht, sei dieser für die gestellte Aufgabe gerüstet. Eine Entschuldigung wird bekanntlich vom Leben nie angenommen. Wer die Traumaufgabe
nicht zu lösen vermag, der hat offenbar im bewußten Leben seine Schwierigkeiten weder in ihrem Wesen noch in ihrer Lösbarkeit begriffen. Es ist
höchste Zeit, nachzuholen, was noch nachzuholen ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – (Schreibtafel) allgemein: du wirst Schulden machen;
in der augenblicklichen Lage könnte man einen guten Rat dringend gebrauchen;
– zum Schreiben sehen: bald wird man für etwas Lehrgeld bezahlen müssen;
– eine leere sehen: in der nächsten Zeit erhält man eine Mitteilung, die man genau beachten sollte;
– auf einer schreiben: etwas wird man nie lernen und dadurch nochmals zu Schaden kommen;
auch: man sollte mit seinen Finanzen besser haushalten und jetzt keine Schulden machen;
– andere auf einer schreiben sehen: man wird einen guten Rat erhalten;
– eine abwischen: man wird etwas mit mehr Überlegung beginnen, als das letzte Mal.
(Siehe auch „Schule“)
Schreibtisch
Assoziation: – Organisation, sich an die Arbeit machen.
Fragestellung: – Was bin zu leisten bereit?
Allgemein:
Handelt es sich bei dem Schreibtisch im Traum um einen alten – etwa um eine alte Schulbank oder um einen antiken Schreibtisch -, dann sollte der
Träumende vielleicht zu alten Werten, Gewohnheiten oder Lehren zurückkehren. Geht es jedoch um einen gewöhnlichen Büroschreibtisch, dann muß
der Träumende vielleicht überdenken, wie er in Zukunft seinen Alltag besser bewältigen kann.
Psychologisch:
Sitzt der Träumende in seinem Traum am Schreibtisch eines anderen Menschen, dann könnte dies ein Hinweis auf fehlendes Vertrauen in seine
eigenen Fähigkeiten sein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene erinnert der Schreibtisch daran, daß tägliche Rituale und Disziplin im Alltag hilfreich spirituelle Praktiken sein können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – davor sitzen: zu arbeiten haben.
(europ.) : – ist er verschlossen: man muß mit schlechten Nachrichten rechnen;
– an einem geöffneten sitzen: es wird alles gut gehen.
(ind. ) : – die Wissenschaft hat es dir angetan.
(Siehe auch „Tisch“)
Schreibzeug
Psychologisch:
Das Schreibzeug weist im Traum auf Reflexion hin, denn wenn man etwas niederschreibt, muß man es genau durchdenken. Es kann übrigens auch
ein Hinweis dafür sein, seine Träume niederzuschreiben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in verwickelte Lage geraten.
(europ.) : – verspricht Klatscherei und warnt vor unüberlegtem Handeln;
– sehen: man wird an die Erledigung eines wichtigen Briefes erinnert;
– darin keine Tinte finden: eine Vergeßlichkeit wird man büßen müssen.
(ind. ) : – sehen: du wirst unter falscher Anklage kommen.
Schrein
(Tempel)
Assoziation: – erhabener Teil des Selbst.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist wertvoll? Was verehre ich in mir selbst?

1249
Schreiner
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: bedeutet Schwierigkeiten.
(europ.) : – bei der Arbeit sehen: man wird seine Schwierigkeiten überwinden.
Schreinerwerkstatt
Volkstümlich:
(arab. ) : – nicht lohnende Beschäftigung.
Schreiten
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird geebnete Wege vorfinden.
Schrift
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine Neuigkeit erfahren.
(europ.) : – geschriebenes oder gedrucktes ist meist immer ungünstig;
(Siehe auch „Schreiben“)
Schriften
Volkstümlich:
(arab. ) : – bekommen: nichts Gutes erleben.
(ind. ) : – erhalten: dein Vermögen verringert sich; schlechte Vermögensumstände.
(Siehe auch „Buch“, „Quittung“, „Rechnung“)
Schriftsteller
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder mit ihm sprechen: kummervolle Aussichten;
– selbst einer sein: du wirst niemals erreichen, was du wünscht.
Schritt
Allgemein:
Schritt (Schreiten) fordert oft auf, nichts zu überstürzen, sondern auf dem Lebensweg einen Schritt vor den anderen zu setzen. Schreitet man, kommt
darin häufig übertriebener Stolz zum Vorschein.
Volkstümlich:
(europ.) : – schreiten: man tut sich leicht, das Ziel zu erreichen, sollte dabei aber nicht hochmütig sein;
– schrittweise vorwärts gehen: man bewegt sich Schritt für Schritt auf ein Ziel zu, oder sollte dieses so realisieren.
Schröpfen
Allgemein:
Schröpfen steht für eine kurze Freude, für die man teuer bezahlen muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich lassen: du wirst einem Wucherer in die Hände fallen;
– sich selbst: Geldgeschäfte werden dir schaden.
(europ.) : – verheißt Einnahmen und Gewinn; Freuden werden von kurzer Dauer sein;
– sich lassen: Verluste.
Schrotflinte
Assoziation: – weitgestreute Gewalt.
Fragestellung: – Welche Zerstörung verbreitet sich in meinem Umfeld?
Schrott / Schrottplatz
Assoziation: – verworfene Ideen, Einstellungen, Glaubenssätze.
Fragestellung: – Welche Werte birgt die Vergangenheit für mich?
Schrubben
Psychologisch:
Eine gründliche, seelische und geistige Reinigung ist nötig. Man soll nachdenken, wo etwas in uns schmutzig sein könnte.
(Siehe auch „Dreck“, „Reinigung“)
Schrumpfen
Assoziation: – Untauglichkeit, zu klein.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben – oder durch wen – fühle ich mich klein gemacht?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum schrumpft, bedeutet dies, daß er in die Kindheit oder an einen Ort zurückkehren möchte, wo sich andere
Menschen liebevoll seiner annehmen. Im Alltag stellt der Träumende vielleicht fest, daß er das Gesicht verliert oder sich klein fü hlt, und dies kann
im Traum durch Schrumpfen zum Ausdruck kommen. Wenn der Träumende sieht, wie etwas oder jemand schrumpft, kann dies bedeuten, daß es
oder er seine Macht über den Träumenden verliert. Schrumpfen kündigt auch an, daß etwas an Bedeutung verliert, dem man bisher zu viel Beachtung
schenkte; das kann sich auch im positiven Sinn auf Sorgen und Probleme beziehen.
Psychologisch:
Der Träumende lernt, mit sich selbst umzugehen, indem er erkennt, wie notwendig, aber auch wie klein er im großen Plan ist. Dies kann sich im
Traum durch einen Schrumpfungsprozeß ausdrücken. Damit nimmt die Bedrohlichkeit des Träumenden für sich selbst und für andere Menschen ab.

1250
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene folgt nach der Wahrnehmungen dessen, wie klein der Mensch im Rahmen des größeren Ganzen ist, die Gewißheit, zu
dieser unendlich größeren kosmischen Ganzheitlichkeit zu gehören.
Schubkarren
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor sich haben: Schaden erleiden;
– fahren: Schande und Spott erdulden müssen.
(ind. ) : – einen Schaden durch eigene Schuld.
Schublade
Allgemein:
Auch im Traum ein Sinnbild für ein gut gehütetes Geheimnis – eine (wichtige) Information, die „sicher aufbewahrt“ und „unter Verschluß“ ist.
Psychologisch:
In ihr wollen wir wie im Schrank etwas vor anderen sicher verwahren, was uns aber als verschlossenen Menschen kennzeichnen könnte. Steht die
Schublade offen, sind wir gegenüber unseren Mitmenschen ein wenig zu vertrauensselig. Ist sie verschlossen, sollten wir in unserem Charakter
nachforschen, ob wir uns nicht zu sehr den Ratschlägen anderer verschließen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder auspacken: kündigt leichte Erkrankung an;
– öffnen und leer sehen: Warnung vor einem Diebstahl;
– eine geöffnete sehen: ist ein glückhaftes Omen;
– außerstande sein, eine zu öffnen: man sollte sich vor kommenden Ärger in acht nehmen;
– Träumt eine Frau von ihren Schubladen oder ihrer Unterwäsche, wird sie dem Mann, den sie liebt, nicht treu sein.
(ind. ) : – öffnen: du mühst dich vergeblich.
(Siehe auch „Kasten“)
Schüchternheit
Volkstümlich:
(arab. ) : – (furchtsam sein): du wirst keinen Mut beweisen.
(europ.) : – eine glückliche Zeit bei einer großen Party.
Schuhbürste
Volkstümlich:
(arab. ) : – gebrauchen: deine Bemühungen werden dir zum Vorteil gereichen.
(ind. ) : – du wirst anständigen Erwerb finden.
Schuhcreme
Volkstümlich:
(europ.) : – verspricht Ansehen.
Schuhe
Assoziation: – allgemeine Situation, Erdung.
Fragestellung: – Wie gut bin ich mit der Welt verbunden?
Allgemein:
Schuh kann einen Standpunkt oder den festen Stand auf dem Boden der Realität verkörpern; vor allem Bei Frauen bringt er oft auch sexuelle
Bedürfnisse zum Ausdruck. Folgende Begleitumstände können die genaue Deutung erleichtern:
– In Schuhen gehen kündigt viel Zeitaufwand für eine wenig lohnende Sache an.
– Schöne, bequeme Schuhe stehen für Erfolge, abgetragene für Mißerfolge.
– Verliert man einen Schuh, macht man vielleicht eine interessante Bekanntschaft.
– Kauf von Schuhen warnt vor leeren Versprechungen anderer, denen man nicht vertrauen darf.
– Holzschuhe sollen geschäftliche Probleme anzeigen.
– Braune Schuhe versprechen eine günstige Wendung in einer wichtigen Angelegenheit.
Psychologisch:
Der Schuh ist ein Traumsymbol für die seelische oder geistige Einstellung, den Standort des Träumenden. Wie in der Wirklichkeit, verraten Schuhe
auch im Traum sehr viel über ihren Besitzer, deshalb ist bei der Traumdeutung auch immer deren Farbe, Zustand und Zweck zu beachten. Es kann
allerdings auch sein, daß der Schuh im Traum anzeigen will, ob es sich beim Träumenden um eine Person handelt, die ihre Kinderschuhe abgelegt
hat, die unter dem Pantoffel steht oder ob es sich im Extremfall um einen Schuhfetischisten handelt, der im Schuh ein Ersatzobjekt für das weibliche
Geschlechtsteils sieht. Sehr hochhackige Schuhe oder Stiefel können auf Masochismus hindeuten. Nach Auffassung von Freudianern ist mit dem
Hineinschlüpfen in den Schuh der sexuelle Akt gemeint, der Wunsch, mit einem Menschen intim zu werden. Tatsächlich weisen viele Träume von
Schuhen auf ein kommendes Liebeserlebnis hin. Meistens aber umschreiben Schuhe den geistigen oder seelischen Standort des Träumers im
Wachleben. Wenn ihn der Schuh drückt, weil er nicht paßt, liegt ihm etwas bedrückendes auf der Seele, möchte er unter Umständen in eine andere
Haut schlüpfen. In diesem Fall sollte man im Wachleben versuchen, sich besser anzupassen; denn was wir ersehnen, scheint für uns eine Nummer zu
groß (oder zu klein) zu sein. Sitzen die Schuhe bequem, können wir mit uns und unserem Tun sehr zufrieden sein, und es wird alles fast von allein
laufen. Reparaturbedürftige Schuhe weisen auf eine Charakterschwäche hin, die wir seit langem kennen und gegen die wir nur noch nicht genügend
vorgegangen sind.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: auf dem rechten Weg sein;
– neue: erfolgreiches Auftreten;
– zu enge: in bedrückende Verhältnisse geraten;
– kaufen: man wird dich leicht betrügen;
– anmessen lassen: du mußt dich nach deinem Einkommen richten;
– verlieren: ein Verlust wird dich betrüben;
– flicken: Armut;
– aus Holz tragen: deine Grobheit und Anmaßung bringt dir Nachteile;
– aus Holz sehen: unangenehme Einwirkungen können dich nicht beeinflussen.

1251
(perser) : – Träumt einer, er trage neue Schuhe, werden Beklemmung und Fesseln seiner warten;
zieht jemand, der in Fesseln schmachtet, die Schuhe aus, wird er der Fesseln ledig;
wer von Not und Sorgen bedrängt ist, wird diese abschütteln.
– Dünkt es einen, seine gewöhnlichen Schuhe seien aufgerissen, werden seine Knechte
schwach und krank werden, hat er keine, gilt das Entsprechende für seine Hoffnungen
und sein Gewerbe;
sind seine Schuhe verbrannt, wird er durch den Landesfürsten seiner Knechte beraubt werden.
(europ.) : – eindeutig weibliches Sexualsymbol;
– sehen: in nächster Zeit wird man viele Laufereien haben;
– neue Schuhe sehen: sind ein Omen für vorteilhafte Veränderungen;
– Schuhe für andere kaufen: es werden einem Versprechungen gemacht;
– Schuhe für sich selbst kaufen: man hat noch eine lange Wegstrecke vor sich, um das Ziel zu erreichen;
auch: Versprechungen anderer werden nicht eingehalten;
– neue anziehen: bedeutet Glück;
– neue bequeme Schuhe anziehen und tragen: verheißt einen erfolgreichen Gang;
– neue und passende geschenkt bekommen: verheißt treue und zuverlässige Dienstboten oder auch Anerkennung und Hilfe;
– jemandem schenken: entweder man will diesem Menschen loswerden, oder er wird sich bald von einem selbst entfernen;
– die eigenen kaputt und schmutzig: man macht sich durch unsensible Kritik Feinde;
– abgetragene sehen: man wird sehr sorgfältig vorgehen müssen, um eine recht unangenehme Angelegenheit wieder zu bereinigen;
mit der augenblicklichen Lage ist man ohnehin keineswegs zufrieden;
– alte zerrissene anziehen und tragen: kündet einen erfolglosen Gang an;
– ein zu enger: deutet auf einen beschwerlichen oder schwierigen Gang hin; sich unangenehmen Witzen der Kameraden ausgesetzt sehen;
– nicht gebundene: es kommt zu Verlusten, Streit und Krankheit;
– flicken: Verluste;
– selbst geschwärzte, haben: steht für eine Verbesserung in den Geschäften; wichtige Ereignisse stellen einem zufrieden;
– nachts einem gestohlen werden, aber noch Strümpfe besitzen: es droht Verlust, aber es wartet auch ein ausgleichender Gewinn;
– verlieren: Kämpfe;
– einen verlorenen finden: man wird eine Bekanntschaft machen;
– ist der verlorene gut und unbeschädigt: aus einer Bekanntschaft wird eine gute Kameradschaft oder Partnerschaft;
– ist der verlorene alt oder zerrissen: man wird wenig Freude an einer gemachten Bekanntschaft erleben;
– einen herrenlosen finden: man wird demnächst die Bekanntschaft eines fremden Menschen machen;
– Eine junge Frau, die wegen der Schuhe an ihren Füßen im Traum Bewunderung erfährt, sollte vorsichtig
sein und neuen Bekanntschaften, insbesondere Männern, nicht erlauben, sich ihr in vertrauter Art und Weise zu nähern.
(ind. ) : – aus Holz: du wirst Kunden deines Geschäftes verlieren;
– kaufen (Gesundheitsschuhe): deine Füße sind nicht gesund;
– (Wanderschuhe) kaufen: du wirst eine Reise antreten;
– neue sehen: gute Zeiten;
– neue anziehen: du wirst Unangenehmes erfahren; dein Fortkommen wird erschwert;
– alte: du wirst durch einen Freund in große Schwierigkeiten geraten;
– braune: alles wird sich zum Guten wenden;
– schwarze: glaube den anderen nicht alles;
– sammeln: denke auch an die anderen;
– viele sehen: du wirst in einen Prozeß verwickelt;
– aus Stroh: sei vorsichtig, man will dich betrügen; hüte dich vor Wucherern;
– zerrissene: du wirst Zurücksetzung erfahren;
– reinigen: du wirst Achtung und Liebe genießen;
– ausbessern: friedliches Dasein;
– verlieren: bedeutender Verlust;
– verschenken: du tust gute Werke;
– anmessen lassen: dein Unternehmen ist gut.
(Siehe auch „Hausschuhe“, „Holzschuhe“, „Kleidung“, „Pantoffeln“, „Schuhsolen“, „Schuster“, „Stiefel“)
Schuhmacher
Allgemein:
Schuhmacher (Schuster) fordert auf, einen falschen Standpunkt zu ändern. Bringt man Schuhe zu ihm,
kann eine wenig erfolgversprechende Angelegenheit mit Hilfe anderer Menschen doch noch zu einem
zufriedenstellenden Ende gebracht werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – ist eine Warnung vor Rückschlägen;
– einen sehen: man wird jetzt mehr Geld ausgeben müssen und sollte sich neue Unterlagen für das berufliche Fortkommen beschaffen;
– einen bei der Arbeit sehen: mahnt, einen vorgesehenen wichtigen Gang gut vorzubereiten;
– bei einem arbeiten lassen: ein aussichtslos erscheinender Gang führt durch die Vermittlung eines Freundes doch noch zum Erfolg;
– Träumt eine Frau, ihr Mann oder Liebhaber ein Schuhmacher ist, deutet das auf eine gute Befähigung hin; ihre Wünsche werden erfüllt.
(ind. ) : – du schadest dir durch Unüberlegtheit.
(Siehe auch „Schuster“)
Schuhsohlen
Volkstümlich:
(europ.) : – Ärger und Unglück.
(ind. ) : – verlieren: du wirst Ungelegenheiten haben.
(Siehe auch „Schuhe“)
Schulaufgaben (Siehe „Prüfung“)

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Schulbank
Volkstümlich:
(ind. ) : – du mußt noch manches lernen.
Schuld (sein)
Assoziation: – Urteil.
Fragestellung: – Was bin ich mir oder anderen zu vergeben bereit?
Psychologisch:
Träume haben auch die Aufgabe, daß wir uns selbst Dinge eingestehen, die wir im Wachleben eher bestreiten. Träume befassen sich deshalb oft mit
Schuld und Schuldgefühlen und erinnern uns damit an Vergehen gegen andere und gegen unsere wahre Natur. Es ist nichts ungewöhnliches, aus
einem „Schuld“ – Traum zu erwachen, in dem man ein Verbrechen begangen hat und fürchtet, entdeckt zu werden. Ein solcher Traum beleuchtet das
ganze Leben, vor allem die Repressionen darin. Er kann andeuten, daß man sich selbst schuldig fühlen sollte, weil man das Verbrechen begeht, die
eigene wahre Natur zu unterdrücken.
(Siehe auch „Gericht“)
Schulden
Allgemein:
Schulden sollen nach alten Traumbüchern vor falschen Freunden warnen. Zum Teil kommt darin ein Minderwertigkeitsgefühl zum Vorschein, man
fürchtet dann, daß man anderen etwas „schuldig“ bleibt, nicht viel Wert für sie hat.
Psychologisch:
Das Traumsymbol Schulden verweist oft auf eine Schuld, die man auf sich geladen hat. Wo und wie haben Sie sich schuldig gemacht? Alte
Handlungen sollen innerlich verarbeitet werden und diese „Seelenhypotheken“ sollte man abtragen, damit die seelische Harmonie nicht dauernd
gestört wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben oder machen: deine Handlungsweise bringt dir kein Lob ein;
– bezahlen: du wirst versöhnlich wirken.
(europ.) : – verheißen eher Schlechtes und sagen Sorgen im Geschäft und in der Liebe voraus;
– machen: du lebst auf fremde Kosten; warnt vor falschen Freunden;
– genügend Mittel haben: die Angelegenheiten werden eine positive Wendung erfahren;
– bezahlen: Sorgen;
– Gläubiger ein: man verlangt vielleicht zuviel von den Schuldnern;
– bezahlt bekommen: man muß mit einem Verlust rechnen.
(ind. ) : – haben: du hast Umgang mit falschen Leuten;
– machen: deine Verhältnisse werden sich bessern, wenn du mehr Ernst in der Arbeit zeigst;
– bezahlen: traue den Heuchlern nicht;
– für andere bezahlen: deine Gutmütigkeit wird ausgenützt.
– einen Schuldner treffen: du wirst betrogen werden;
– Schuldner sein: du handelst betrügerisch.
Schuldirektor
Volkstümlich:
(ind. ) : – man wird dich bevormunden.
Schuldschein
Allgemein:
Von einem Schuldschein zu träumen heißt, daß der Träumende sich einer Person oder einem Prinzip verpflichtet fühlt, daß er dazu in der Lage ist,
Versprechen zu geben und sie dann auch zu halten.
Psychologisch:
Unabhängig davon, ob der Träumende selbst solche Schuldscheine erhält oder sie einer anderen Person gibt, inhaltlich geht es dem Traum darum,
daß der Träumende seine emotionale Verpflichtung sich selbst und anderen Menschen gegenüber betrachten muß.
Spirituell:
Auf dieser Ebene ist der Schuldschein ein Hinweis darauf, daß der Träumende seine Spiritualität mit materiellen Lasten zu ersticken droht.
(Siehe auch „Gutschein“)
Schuldspruch
Volkstümlich:
(europ.) : – vor Gericht schuldig gesprochen zu werden ist ein gutes Zeichen; Wohlstand ist auf dem Wege.
(Siehe auch „Gericht“, „Richter“)
Schule
Assoziation: – Ausbildung, Disziplin.
Fragestellung: – Was muß ich lernen? Was habe ich schon gelernt, so daß ich mich nicht mehr damit zu befassen brauche?
Allgemein:
Immer wieder sitzt der Träumer nach vielen Jahren, wie einst, in der Schulbank – bald allein, bald mit den einstigen Kameraden; aber als
Erwachsener, bald mit verschiedenen Leuten seines Lebenskreises. Und wieder sollte er, wie einst, Aufgaben lösen. Diese Aufgaben sehen aus wie
Schulaufgaben und sind es doch offensichtlich nicht. Vorn in der Traumschule steht jener besonders strenge Lehrer der Jugendjahre, aber es kann
auch ein Mann sein, der dem heutigen Chef, einem Freunde gleicht, oder ein alter unbekannter Mann ist. Es wird ein bestimmtes Thema behandelt,
und man hätte, vor allem der Träumer, richtig zu antworten. Man steht wieder einmal in einer Prüfung. Nach dem Ausweis der Träume hat sich die
Schulzeit und ihr von außen gesehen meist wenig bedeutendes Geschehen tief in die Erinnerungstafeln des Unbewußten der meisten Menschen
eingeprägt. Die Schulzeit ist, worauf auch übrigens die für Fremde stets so langweiligen Erinnerungsgespräche der Erwachsenen hinweisen,
irgendwie immer wieder aktuell und besagen offenbar mehr als nur Erinnerung. In fast allen Fällen ist der Schultraum das Symbol der gegenwärtigen
Lebensschule, in der wir alle unsere Aufgaben zugewiesen bekommen, unser Pensum, etwa die Erledigung eines größeren Konfliktes in
angemessener Zeit zu beendigen und die Prüfungen des Daseins zu bestehen haben. Im Traume werden wir zu einer Antwort aufgerufen, aber die
Frage ist eine Lebensfrage, oft gestellt vom allermächtigsten Schicksal. Es kommt vor, daß einer sich vom unbekannten Lehrer muß „in die Hefte
schauen lassen“, in etwas, das er gerne verbärge. Oder er soll in einer Fremdsprache reden können, in einer Sprache etwa des Gefühls, die er

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vielleicht noch gar nie gelernt, und die ihm deshalb fremd geblieben ist. Und doch verlangt die Lebenssituation, daß jetzt einmal das Gefühl spreche.
Da in den Schulträumen die totale Persönlichkeit des Träumers, sowohl das befragte und zur Leistung aufgerufene Ich, dazu die Mitschüler, wie
auch, als eine höhere Instanz, in ihm der Lehrer enthalten ist (der Träumer selbst ist die ganze Schule, die Schüler und der Lehrer), gibt es in dieser
Schule kein Einblasen mehr, keine Betrugsmöglichkeiten und keine Ausflüchte. In der Traumschule kann man nicht einmal schwänzen. Wenn es
seltenerweise einmal versucht wird, beantworten dies die folgenden Träume mit einem sehr unguten Aspekt. Schulträume sind also sehr ernstlich zu
meditieren.
Psychologisch:
Es sind die Erinnerung des Unbewußten, daß man niemals auslernt. Der Traum weist auf die Schule des Lebens hin, auf das Arbeitspensum, das uns
zugewiesen wird, auf Prüfungen, die in seelischer Beziehung stehen. Wenn der Träumende einen neuen Zugang zu seiner Persönlichkeit gefunden
hat und wieder lernt, mit ihr umzugehen, dann drückt sich dies im Traum häufig durch eine Schulsituation oder mittels eines Klassenzimmers aus.
Auch wenn der Träumende versucht, alte überholte Ideen und Konzepte abzulegen, oder wenn er lernt, anders mit Macht und Gefühlen der
Unzulänglichkeit umzugehen, brechen sich seine Empfindungen in diesem Traumbild Bahn. Ein- oder Vorsagen ist in dieser Schule nicht möglich,
Schwänzen erst recht nicht. Hier ist unser Ich zur Leistung aufgerufen. Die Schule ist ein wichtiger Teil im Leben jedes Menschen. Sie ist auch der
Ort, an dem man in der Regel die ersten Beziehungen außerhalb der Familie knüpft, und daher kann sie die Möglichkeit symbolisieren, um neue
Beziehungen zu erfahren. Auch Konkurrenzfähigkeit und Gruppenzugehörigkeit lernt man zuerst in der Schule kennen. Schule fordert meist auf, aus
Erfahrungen zu lernen. Manchmal weist die darauf hin, daß man in nächster Zeit mit einer Prüfung des Schicksals rechnen muß. Da hier das Lernen
im Vordergrund steht, kann man vermuten, daß größere Veränderungen auf Sie zukommen. Sie müssen sich wieder einmal umstellen und sich mit
neuen Seiten der Welt vertraut machen. Was der Traum bedeutet, falls man wieder im Traum zur Schule ging, hängt im wesentlichen auch von der
persönliche Einstellung zur Schulzeit ab. Vielleicht braucht man auch nur eine neue geistige Herausforderung oder ein größeres Betätigungsfeld für
den eigenen Verstand, z.B. durch das Studium eines neuen Faches oder ein neues Hobby. Doch wenn man wie viele andere – die Schule haßte, dann
weist ein Traum, in dem man wieder die Schulbank drückte, darauf hin, daß der Schatten der unrühmlichen Schulzeit noch immer auf einem liegt. Er
will vielleicht sagen, man sollte sich von der Vorstellung befreien, daß man arbeiten muß, um zu leben, statt zu leben um zu arbeiten. Er rät einem,
nach Möglichkeiten zu suchen, die eine positive Einstellung zum Alltagsleben fördert.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist das Leben selbst die Schule.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Ärger bekommen;
– hineingehen: sorgenvolle Zukunft;
– sich darin befinden: man sollte sich davor hüten, begangene Fehler und Irrtümer zu wiederholen;
auch: man sollte sich davor hüten, sich über wichtige Entscheidungen zu wenig Gedanken zu machen
und an bedeutende Aufgaben leichtfertig heranzugehen;
– herauskommen: die ausgestandene Angst ist vorüber.
(europ.) : – das Leben wird einem neue Prüfungen auferlegen;
– sehen: man ist im Begriff, eine bereits einmal begangene Dummheit zu wiederholen und sollte
aus einer Erfahrung lernen; bringt Unangenehmes und mahnt uns jederzeit fleißig zu sein;
– eine besuchen: verheißt Auszeichnung im literarischen Schaffen;
– das eigene frühere Schulgebäude besuchen: Unzufriedenheit und Entmutigungen überschatten die Gegenwart;
– selbst ein junger Schüler sein: Sorgen und Rückschläge werden bewirken, daß man sich nach den
einfachen Verantwortungen und Freuden vergangener Zeiten sehnt;
– sich als Erwachsener auf der Schulbank sitzen sehen: man muß jetzt einiges aus seiner Kinder- und Jugendzeit verarbeiten;
außerdem will das Leben einem eine Lektion erteilen, damit man versteht, daß man als Mensch immer nur „Schüler“ ist;
– die gestellten Aufgaben nicht richtig machen: man ist im Begriff etwas zu unternehmen, was man nicht versteht;
– Kinder in der Schule sehen: man wird in den Genuß von Wohlergehen und Wohlstand kommen;
– einen Lehrer dort sehen: man wird lernen und Vergnügen genießen;
– selbst unterrichten: man strebt literarische Fähigkeiten an; doch müssen zunächst die notwendigen Dinge im Leben vorankommen.
(ind. ) : – besuchen: deine Zukunft ist gesichert; Glück;
– halten: du bist leicht erregbar;
– darin sein: du wirst Unangenehmes erleben;
– voller Kinder: viele Sorgen;
– Kinder hineinführen: du sorgst gut für die Deinen.
(Siehe auch „Lehrer“, „Reifeprüfung“)
Schulentlassung
Psychologisch:
Diese Feier im Traum holt vor Ihr geistiges Auge, daß eine Lektion oder eine Zeit des Lernens abgeschlossen ist. Ein Lebensabschnitt wird beendet,
und ein neuer steht bevor. Häufig ist dieses Traumsymbol auch mit der Bedeutung verbunden, daß man sich nun mit dem Gelernten im Alltagsleben
bewähren muß – daß man sich danach sehnt/oder mit bangen Gefühlen darauf schaut!
Schüler
Allgemein:
Schüler kann vor einer Dummheit warnen, in die man verwickelt wird.
Psychologisch:
Wer sich im Traum als Schüler sieht, obwohl er längst aus dem Schulalter heraus ist, für den beginnt vielleicht ein neuer Lernprozeß, ein
Lebensabschnitt, in dem er genau aufpassen muß, damit er alles mitbekommt, was für ihn in Zukunft wichtig ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Schülerinnen sehen: rege dich nicht über Ungezogenheiten auf.
(europ.) : – sein: gelten für dumme Streiche, die man begehen wird;
– sehen: ein dummer Streich soll einem gespielt werden.
(ind. ) : – langes, arbeitsreiches Leben.
(Siehe auch „Schule“)

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Schullehrer
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: man wird versuchen, dich zu maßregeln und zu bevormunden.
(europ.) : – Bestrafung für einen dummen Streich.
(ind. ) : – sehen: du wirst große Aufträge bekommen;
– sein: du wirst mühsamen Verdienst haben.
(Siehe auch „Lehrer“, „Schule“)
Schuleschwänzen
Psychologisch:
Signalisiert eine seelische Konfliktsituation, ein sich sträuben gegen notwendige Veränderungen im Alltagsleben, das unbewußte Übersehen einer
prekären Lage, in die man durch eigene Schuld oder durch Nichtstun hineinrasseln kann. Noch Greise träumen vom Schuleschwänzen, was man hier
wohl als seelische Angst vor der Zukunft deuten kann.
Schulranzen
Volkstümlich:
(ind. ) : – Sorgen, die sich fröhlich tragen lassen.
Schultafel
Allgemein:
Tafel (zum Schreiben) fordert meist auf, aus Erfahrungen zu lernen. Zuweilen weist sie darauf hin, daß man Rat und Hilfe benötigt. Wischt man die
Tafel ab, muß man wahrscheinlich von Plänen und Hoffnungen Abschied nehmen. Erkennt man Buchstaben, Wort (Wörter) oder Zahlen auf der
Tafel, werden diese zusätzlich gedeutet.
Psychologisch:
Schreibt man im Traum auf eine Schultafel und sehen andere einem dabei zu (häufig geschieht das in Erinnerungsträumen), ist man im Wachleben
drauf und dran, einen alten Fehler zu wiederholen. Sieht man andere auf die Tafel kritzeln, sollte man seine Spottlust im Alltag etwas zügeln. Wischt
man eine Tafel ab, will man Vergangenes aus seiner Erinnerung wegwischen oder einen Fehler nicht noch einmal machen.
Volkstümlich:
(europ.) : – rät zum Weiterlernen, um über schwere Zeiten leichter hinwegkommen zu können;
– eine schwarze Schultafel: steht für Unglück;
– weiße Kreideschrift auf einer sehen: verheißt schlechte Nachrichten über eine erkrankte Person
und bedroht Finanzen durch Unwägbarkeiten des Handels.
(ind. ) : – du sollst keine Schulden machen, denn du wirst Schwierigkeiten haben, sie zurückzuzahlen.
(Siehe auch „Buchstaben“, „Kreide“, „Lehrer“, „Schule“, „Tisch“, „Wort“ (Wörter), „Zahlen“)
Schulterblätter
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Schulterblätter bedeuten, weil die Arme an ihnen hängen, Reichtum und Manneskraft der Brüder.
Träumt jemand, sein Schulterblatt sei von einem Leiden befallen, wird sein Bruder in arge Bedrängnis geraten;
hat er keinen, wird das Unheil über seine Neffen oder engsten Verwandten kommen.
– Sind die Schulterblätter fester und kräftiger geworden, wird der Träumer an den Genannten seine Freude haben.
(ind. ) : – Die Schulterblätter bedeuten des Mannes rechtmäßige Ehefrau oder die Mutter seiner echten Kinder.
Träumt jemand, daß eines seiner Schulterblätter verrenkt oder gebrochen sei, dessen Ehefrau wird erkranken,
oder es wird zu einem Ehestreit, nicht aber zu einer Scheidung kommen.
– Dünkt es einen, seine Schulterblätter seien größer und kräftiger geworden, wird seine Ehefrau die große Dame
spielen und er ihren Weisungen wie ein Untergebener folgen.
– Träumt einem, sein Schulterblatt sei durch eine Verrenkung herausgesprungen, wird er seine Ehefrau
durch den Tod schnell verlieren;
hat eine Frau diesen Traum, wird ihre Tochter sterben, hat sie keine, die engste weibliche Verwandte.
Schultern
Assoziation: – Stärke oder Bürden.
Fragestellung: – Was bin ich zu tragen bereit? Welche Last ist mir zu schwer?
Artemidoros:
Starke, fleischige Schultern sind für jedermann von guter Vorbedeutung, ausgenommen für Leute, die hinter Schloß und Riegel sitzen. Denn wenn
sie auch Manneskraft und Erfolg bedeuten, bringen sie letzteren allein Unheil; diese werden die Leiden noch länger ertragen müssen, da ihre
Schultern noch widerstandsfähig sind. Kranke Schultern bedeuten das Gegenteil von dem eben Beschriebenen, vielfach auch Tod oder Krankheit
eines Bruders; denn die Schultern sind gewissermaßen untereinander verbrüdert. Ein Mann träumte, er wolle seine Schulterhälfte sehen, bringe es
aber nicht zustande. Er wurde einäugig und konnte auf diese Weise, da ihm auf der betreffenden Seite das Auge fehlte, die Schulter nicht sehen. Es
träumte jemand, er trage auf den Schultern eine Menge glänzenden Goldes. Er erblindete infolge des strahlenden Glanzes des Goldes; wie zu
erwarten war, blendete es die Sehkraft des Tragenden.
Allgemein:
Schulter steht für Tatkraft und Energie, mit der man bewältigt, was man aufgebürdet bekommt. Weint man sich daran aus, sehnt man sich nach Trost
und Hilfe; weint sich ein anderer an der eigenen Schulter aus, deutet das meist auf Mitgefühl hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – auffallend hohe und breite haben: deine Charakterfestigkeit wird siegen.
(europ.) : – hohe, gesunde und schöne: du bist stark und fest;
– nackte sehen: es kündigt sich eine glückliche Wendung an, die die Welt in einem anderen Licht sehen läßt;
– die eigenen dünn sehen: man macht sich bei Unterhaltung und Freizeit von den Launen anderer abhängig;
– ein gebrochenes Schulterblatt: Belästigungen;
– geschwollen: Verdruß mit Hausgenossen;
– ein anderer legt seinen Kopf an Ihre Schultern: jemand appelliert an Ihr Mitgefühl oder Hilfsbereitschaft;
– den eigenen Kopf an eine fremde Schulter legen: man braucht jetzt Trost oder einen hilfsreichen Menschen,
der einem unter die Arme greift;
– sich an einer ausweinen: man sollte einmal seinen freien Lauf lassen, ein guter Freund wird einem hierbei nützlich sein.
(Siehe auch „Körper“)

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Schulze
(Vorsteher)
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst ein Ehrenamt erhalten.
Schuppen
Psychologisch:
Der Schuppen (Bude) im Traum ist ein schlecht gebautes Haus, weist also auf unsere schlechte innere und äußere Verfassung hin, mit anderen
Worten: Wir kommen uns jämmerlich vor. Schuppen von Fischen sollen neben ideellen auch materiellen Gewinn bringen. Kopfschuppen, die von
uns selbst abfallen, öffnen uns im Wachleben die Augen; da fällt es uns wie Schuppen von den Augen, daß wir in der Vergangenheit manchmal
gerade gegenüber Menschen verschlossen reagierten, die uns wohlgesinnt waren.
Volkstümlich:
(europ.) : – von Fischen: Geldgewinn;
– auf dem Kopf: Nachteil.
(ind. ) : – sehen: viel Geld kommt ins Haus, nur nicht die Hoffnungen verlieren.
(Siehe auch „Auge“, „Fisch“, „Haus“)
Schüren
Psychologisch:
Träume, in denen jemand das Feuer hütet, sind häufig. Manchmal gibt es ein Hinweis auf Einmischung: Wenn man selbst z.B. am schüren war, heißt
das vielleicht, daß man sich im Wachleben in eine bestimmte Situation (unaufgefordert?) einmischt. Wollte man das Feuer anfachen oder löschen?
Ein Traum in dem man Holz ins Feuer nachlegt, läßt darauf schließen, daß eine der Ideen mehr Arbeitsaufwand, Forschung und Untermauerung
durch Fakten braucht. Aber warum nährte man die Flammen? Man überlege die Motive und reagiere entsprechend.
(Siehe auch „Feuer“)
Schürhacken
(zum Feuer machen)
Volkstümlich:
(europ.) : – einen glühenden sehen, besonders wenn man mit ihm kämpft: man wird Widrigkeiten energisch begegnen.
Schurke
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet ein Brief oder Geschenk von einem, den man liebt.
(Siehe auch „Archetypen“)
Schürze
Allgemein:
Schurz wird oft als Mühe, Plage und andere Unannehmlichkeiten im häuslichen Bereich verstanden. Eine schöne Schürze kann auch vor
Schürzenjägerei warnen. Die Schürze im Traum kann ein Symbol für familiäre Bindungen sein. Oder: Hat man „schmutzige Dinge“ zu erledigen?
Psychologisch:
Die Schürze, die wir im Traum tragen, bedeutet im Wachleben mühselige Arbeit, die wir aber unbedingt erledigen müssen. Sehen Männer im Traum
eine hübsche Frau, die eine Schürze trägt, kann sie das als Schürzenjägerei verraten, vielleicht hängen sie aber auch zu sehr am Schürzenbändel.
Wenn sie vom Träumenden getragen wird, kann dies auf ein Bedürfnis nach Geschicklichkeit hindeuten. Trägt eine andere Traumfigur die Schürze,
muß vielleicht der Persönlichkeitsanteil des Träumenden, der von dieser Person dargestellt wird, in besonderem Maße geschützt werden.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Schürze im Traum ein Kennzeichen der Meisterschaft in handwerklichen, aber auch in spirituellen Dingen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder bekommen: ein Geschenk erhalten;
– umbinden: du wirst deine Angelegenheiten ordnen;
auch: man sollte sich davor hüten, von jemandem ausgenutzt zu werden;
– zerrissene: deine Unordnung ist tadelnswert;
– finden: gute Stellung erhalten;
– verlieren: du gehst mit deinem Besitz zu leichtsinnig um;
– waschen: deine Reinlichkeit und Freundlichkeit wird dich beliebt machen.
(europ.) : – auf einen zukommende Unannehmlichkeiten müssen heimlich und mühsam verdeckt werden;
– Arbeitsschürze eines Mannes sehen: bedeutet im Männertraum: man wird viel zu tun bekommen;
im Frauentraum: man wird mit einem Mann viel Plage haben;
– Arbeitsschürze einer Frau sehen: bedeutet im Männertraum Ungemütlichkeit zu Hause;
auch: man kümmert sich dauernd um Dinge, die einem nichts angehen; außerdem läuft man jedem Rock hinter her;
im Frauentraum: bedeutet viel Mühe und Arbeit durch häusliche Pflichten oder durch den eigenen Mann;
– Zierschürze einer Frau sehen: der dies träumende Mann ist ein Schürzenjäger und wird dabei hereinfallen;
die dies träumende Frau wird ein Geschenk oder einen angenehmen Besuch erhalten;
– eine schöne tragen: du wirst ein schönes Geschenk bekommen;
– verschenken: bringt interessante Bekanntschaft in Haus;
– eine zerreißen: bedeutet einen kleinen Vorteil, da dieses Kleidungsstück nicht allzu wichtig ist;
– Einem Schulmädchen, dessen Schürze verloren oder zerrissen ist, stehen schlimme Lektionen und Vorträge
von Autoritäten über Anstand bevor.
– Von einer Schürze zu träumen deutet für eine junge Frau auf einen Zickzackkurs hin.
(ind. ) : – sehen oder umbinden: du wirst interessanten Besuch erhalten;
– schöne: ein Geschenk;
– waschen: man will dich beherrschen;
– flicken: du mußt sparsam sein;
– verlieren: du wirst eine Täuschung erleben;
– mit Latz: du wirst dich verlieben.

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Schurz
Volkstümlich:
(ind. ) : – aufbinden: Ehre.
Schuß
Allgemein:
Wird der Träumende in seinem Traum erschossen, ist dies ein Hinweis auf verletzte Gefühle. Im Traum einer Frau kann dieses Traumsymbol
eventuell auch für den Geschlechtsakt stehen. Darüber hinaus zeigt das Traumsymbol möglicherweise an, daß der Träumende fürchtet, zum Opfer
oder Ziel der Wut anderer Menschen zu werden.
Psychologisch:
Versinnbildlicht anstehende Entscheidungen, die rasch getroffen werden müßten. Manchmal kann dabei der Schuß allerdings nach hinten losgehen,
was unsere mangelnde Energie aufzeigt, Ordnung in eine bestimmte Angelegenheit zu bringen. Hören wir einzelne Schüsse, kündigt sich vielleicht
ein umwälzendes Ereignis an; ist eine regelrechte Schießerei im Gange, werden wir in eine verzwickte Lage kommen. Wenn der Träumende in
seinem Traum schießt, muß er vielleicht lernen, mit seinen Ängsten zurechtzukommen. Dabei könnte es sich um eine vorbeugende Maßnahme
handeln, durch die der Träumende vermeidet, den Teilen seiner Persönlichkeit zu begegnen, die er ablehnt. Befindet er sich auf einem Schießstand,
läßt dies vermuten, daß er es in seinem bisherigen Leben an Genauigkeit hat fehlen lassen.
Spirituell:
Wenn der Träumende in seinem Traum einen Schuß oder Schießen bemerkt, heißt dies aus spiritueller Sicht, daß er sich der Notwendigkeit gelenkter
starker Energie bewußt ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören: sich über etwas wundern; auch: von einem Freund um Hilfe gebeten werden;
– selbst abgeben: man fühlt sich von seinen Mitmenschen zu wenig beachtet und möchte Aufmerksamkeit mit allen Mitteln erregen;
– angeschossen oder erschossen werden: zutiefst verletzte Gefühle durch eine erlittene Enttäuschung.
(europ.) : – hören: man wird eine traurige Erfahrung machen;
– selbst versuchen ein Lebewesen zu töten: ist ein schlechtes Omen;
– schießen und das Lebewesen verfehlen: man wird seine Schwierigkeiten überwinden;
– erschossen werden und sterben: man wird durch Mißverständnisse mit Freunden unerwarteten Schwierigkeiten gegenüberstehen;
– dem Tod entkommen durch Erwachen: man wird sich später mit seinen Freunden vollständig aussöhnen;
– von einem Priester erschossen werden: ein Freund wird einem verärgern, der eine andere Meinung vertritt als man selbst.
(ind. ) : – hören: du wirst dich verlieben.
(Siehe auch „Pistole“, „Revolver“, „Schießen“ und andere Schußwaffen)
Schüssel
Artemidoros:
Die Teller und Schüsseln symbolisieren die eigentliche Lebensführung. Man muß diese Gegenstände nach ihrem Wert beurteilen oder danach, ob sie
aus kleiner Form größer oder aus großer Form kleiner geworden sind, ob sie zerbrachen, wenn sie ganz waren, oder wieder ganz wurden, wenn sie
zerbrochen waren, wobei die Veränderung zum Besseren als ein gutes, die zum Schlechteren als ein böses Vorzeichen aufzufassen ist.
Allgemein:
Eine Schüssel mit Essen stellt im Traum die Fähigkeit des Träumenden dar, andere Menschen zu nähren und zu unterstützen. Eine Schale mit
Blumen kann ein Geschenk oder ein Talent symbolisieren, während eine Schüssel Wasser das emotionale Spektrum symbolisiert.
Psychologisch:
Hohle Behältnisse wie Schüsseln, Schalen und Vasen werden in der Regel mit aufnehmenden und empfangenden Aspekt der weiblichen, intuitiven
Seite in Verbindung gebracht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht eine Schüssel im Traum, vor allem wenn sie mit Wasser gefüllt ist,
für das weibliche Prinzip und für Fruchtbarkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: zu einem Essen eingeladen werden;
– leere: die Zukunft wird besser ausfallen, als bislang vermutet;
– volle: hüte dich vor Verschwendungssucht;
– zerbrochen: in der unmittelbaren Zukunft wird man bei einem bestimmten Vorfall mit dem Schrecken davonkommen,
sollte sich aber gegen bevorstehende Schwierigkeiten wappnen.
(europ.) : – volle mit Essen sehen: man wird eine Einladung erhalten oder Besuch bekommen;
auch: man sollte sich in Zukunft etwas mäßigen und Hab und Gut besser einteilen, um nicht in Not zu geraten;
– leere sehen: Enttäuschungen und Schreck; die Hoffnung oder ein erwarteter Besuch oder eine Einladung verwirklicht sich nicht;
– fallen lassen oder zerbrechen: neuen geselligen Verkehr finden, der einem Glück und Vorteile bringt;
– aus einer essen oder trinken: ist unnatürlich – sofern man verliebt ist, muß man mit Schwierigkeiten rechnen
und sollte nicht das erste Objekt der Zuneigung heiraten.
(ind. ) : – zerbrechen: du bekommst ein Geschenk;
– kaufen: du hast Ärger/Verdruß in der Familie;
– zerschlagen: Zänkereien;
– sehen: eine Einladung;
– irdene (aus Erde): bescheidenes Auskommen.
(Siehe auch „Gefäß“, „Schale“)
Schußwaffen
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Nachricht durch eine hören: Zeichen für Krankheit eines nahestehenden Menschen, die aber vorübergehen wird;
verschiedene Nachrichten bekommen: die Krankheit wird länger anhalten;
– selbst abfeuern: man wird selbst der Patient sein.
Schußwunde
Volkstümlich:
(europ.) : – gilt für Nachteil und Verluste.

1257
Schuster
Psychologisch:
Er erneuert abgelaufene Sohlen, ein Unbekannter, der in Träumen von Kranken und Genesenden auftritt und mahnt, der Träumer müsse auch selbst
etwas tun, damit es ihm wieder besser geht. Manchmal will der Schuster im Traum auch auf eine Charakterschwäche hinweisen, die durchaus zu
flicken ist. Sind wir selbst der Schuster, bemühen wir uns vielleicht im Wachleben, unseren Mitmenschen gegenüber entgegenkommend und
freundlich zu sein und ihnen zu helfen, daß sie weiterkommen, was sie uns freilich oft nicht mit gleicher Münze zurückzahlen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeiten sehen: deine Lebensstellung ist nicht beneidenswert.
(europ.) : – bei der Arbeit sehen: das Leben wird voller Kämpfe sein; Mißgeschick, daß man überwinden wird.
(ind. ) : – sehen: überstürze nichts in deinem Beruf.
(Siehe auch „Schuhe“, „Schuhmacher“)
Schutt
Allgemein:
Schutt kündigt nach alten Traumbüchern bessere Lebensverhältnisse an, nachdem man vorher erhebliche Schwierigkeiten und Probleme überwunden
hat.
Psychologisch:
Gleichbedeutend mit dem Schutt, den wir von unserer Seele abladen sollten. Wer im Schutt eines Hauses nach etwas sucht, hat eine schwere Zeit
hinter sich und sucht nun aus den Trümmern Neues erstehen zu lassen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst in gute Verhältnisse kommen;
– fahren: dein Fleiß bringt dich vorwärts.
(europ.) : – sehen oder abtransportieren: endlich werden die finanzielle Verhältnisse wieder deutlichen Aufschwung erleben
und die Zukunft wird viel mehr Freiraum haben, als man dachte.
(ind. ) : – fahren: deine Verhältnisse werden sich bessern.
(Siehe auch „Kehricht“)
Schüttelfrost
Volkstümlich:
(europ.) : – eine schwächliche Gesundheit wird damit zum Ausdruck gebracht;
– haben: man wird gesundheitliche Probleme bekommen, und da man sich in der Einschätzung
der eigenen Angelegenheiten nicht sicher ist, gelangt man an die Grenze der Belastbarkeit;
– darunter leiden: man wird durch extreme Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen, diese verletzen.
(Siehe auch „Erkrankung“, „Krankheit“)
Schüttelkrampf
Volkstümlich:
(europ.) : – andere in diesem Zustand sehen: bedeutet eine Einladung zu einem Konzert.
Schutz
Allgemein:
Der Mensch ist sich des Bedürfnisses nach einem sicheren Platz bewußt, und dies wird in der Symbolik von Träumen recht deutlich. Die Symbole,
die dieses Schutzbedürfnis darstellen, reichen vom Schneckenhaus bis hin zum Regenschirm. Träume, in denen Schutz thematisiert wird, machen den
Träumenden in der Regel darauf aufmerksam, daß er sich zu sehr exponiert (herausgehoben) hat, oder legen ihm nahe, sich von seinen
Unsicherheiten nicht zu sehr dominieren zu lassen.
Psychologisch:
In seiner aktiven Form kann Schutz sich als Fürsorge im Traum manifestieren: Der Träumende gewährt Schutz oder Zuflucht. Trifft dies im Traum
zu, dann schützt er damit vielleicht einen Teil seines Selbst vor Verletzungen oder Schwierigkeiten. Erhält er hingegen Schutz, so ist er sich dessen
bewußt, daß es in seinem Leben eine schützende Macht gibt, welche die Hand über ihn hält.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verkörpert Schutz im Traum einen Raum, in dem einem Menschen kein Schaden zugefügt werden und in dem er sich
gefahrlos ausdrücken kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – gegen Verleumdung und Gefahr sehen, finden: du brauchst nicht zu verzweifeln, alles wird gut ausgehen.
(ind. ) : – suchen: vielfaches Glück;
– finden: deine Schuldner halten dich hin.
Schutzbrille
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Warnung vor verrufenen Kameraden, die einem dazu verleiten, das Geld schlecht anzulegen;
– Für eine Frau bedeutet eine Schutzbrille, daß sie schlechte Ratschläge erhält.
Schütze
Psychologisch:
In der psychologischen Interpretation gilt der Schütze (Jäger) als Symbolgestalt für ein zielorientiertes Vorgehen, von dem man andere lieber ablenkt:
Man möchte frei entscheiden können, wann man welchen Schritt setzt – um dann ungehindert und allein „zum Schuß kommen“ zu können. In der
traditionellen Deutung: Wenn man von einem Schützen träumt, liebt man einen Menschen, den das Fernweh plagt und der lieber „durch die Wälder
streift, als daß er seine Stiefel auszieht und in der Stube bleibt“.
Volkstümlich:
(europ.) : – oder bewaffnete Bürger sehen: du wirst an Festlichkeiten teilnehmen.
(ind. ) : – Schütze: du wirst einen Ehrenmann kennenlernen.
(Siehe auch „Tierkreis“)

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Schützenfest
Psychologisch:
Dieses Traumsymbol läßt das Wort „Schutz“ anklingen. Ursprünglich stellten die Schützen u.a. eine Bürgerwehr zum Schutz der städtischen
Bevölkerung dar. Heute ist diese Aufgabe nicht mehr nötig und das Schützenfest ist zu einem gesellschaftlichen Ereignis geworden. Dennoch werden
hier militärische Assoziationen geweckt. Ansonsten besitzt das Schützenfest ähnliche Bedeutungen wie die Kirmes oder der Jahrmarkt im Traum.
Volkstümlich:
(europ.) : – Geldknappheit.
Schützengraben
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet im Männertraum, daß eine Einberufung zum Militärdienst bevorsteht oder daß man sich mit Dingen beschäftigen wird,
welche die Landesverteidigung betreffen; im Frauentraum: der Mann oder Liebste muß zum Militär oder ähnlichem Dienst; auch: ein
übler Einfluß in der Nähe; man lasse sich nicht einfangen.
(Siehe auch „Schlacht“)
Schutzmann
Volkstümlich:
(ind. ) : – unnütze Scherereien.
Schutzschild
Assoziation: – Schutz, Sicherheit, Verteidigung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mich verletzlicher zu zeigen?
Schwäche
Psychologisch:
Die Schwäche zeigt entweder die eigene Mutlosigkeit auf, oder man ist dem Einfluß stärkerer Menschen nicht gewachsen. Vielleicht hat man auch
eine „Schwäche“ für jemandem, der dies ausnutzt? Oder ist man zu schwach (weich) und läßt sich von anderen einspannen? Tritt dieses
Traumsymbol häufiger auf, zeigt dies die grundsätzliche Lebensangst, die therapeutisch ergründet werden sollte!
Volkstümlich:
(arab. ) : – fühlen: leichte Erkrankung.
(europ.) : – Ausgaben, üble Nachrede, Nachteil; Mutlosigkeit;
– schwach sein: deutet auf ein ungesundes Gewerbe und nervliche Belastungen hin;
man solle versuchen, eine Veränderungen herbeizuführen.
Schwager
Allgemein:
Schwager (Schwägerin) deutet man allgemein als Ärger mit der Verwandtschaft. Hört man ihn/sie sprechen, kann das vor Klatsch und übler
Nachrede warnen.
Psychologisch:
Auch wenn er der Mann der eigenen Schwester oder die Frau des eigenen Bruders ist, handelt es sich keinesfalls um den Anverwandten, der er oder
sie in Wirklichkeit darstellen. Im Unbewußten spielt hier die Rivalität mit, daß er/sie uns die Schwester respektive den Bruder genommen hat.
Übersetzen können wir also den Traum vom Schwager oder Schwägerin mit Ärger in der Familie, der durch eigenes Zutun entsteht. Manchmal
kündigt dieses Traumbild auch unangenehmen Besuch an.
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Schwägerin sehen oder sprechen: Streit, Neid oder Verleumdung.
(europ.) : – oder Schwägerin sehen: gilt für Ausgaben und unangenehme Besuche; bedeutet Unruhe durch die Verwandtschaft.
(ind. ) : – Schwager sehen: unverhofftes Glück;
– Schwägerin sehen: eine freudige Überraschung;
– sprechen: du wirst dich über zurückliegende Angelegenheiten noch heute ärgern müssen;
– sprechen hören: es ist besser, du meidest deine Verwandtschaft, sie ist dir nicht gut gesonnen;
– (mit ihnen zu tun haben): wichtige Familienangelegenheiten.
Schwalben
Artemidoros:
Die Singvögel, die lieblich zwitschern, wie die Schwalbe, die Nachtigall der Zaunkönig und ähnliche, bezeichnen Literaten, Musiker und Menschen
mit klangvoller Stimme. Man sagt, dieser Vogel bedeutet den Tod junger Menschen, ferner Trauer und große Trübsal; die Sage erzählt nämlich, daß
der Vogel infolge dieser Leiden entstanden sei. (Tereus, der König aus Thrakien, war mit Prokne, der Tochter des Königs Pandion von Athen,
verheiratet. Sie gebar ihm ein Sohn, Itys. Unglücklicherweise verliebte sich Tereus in ihre Schwester Philomela, nachdem er ihre Stimme gehört
hatte; er holte sie aus Athen ab und schändete sie unterwegs. Damit sie nichts verrate, schnitt ihr Tereus die Zunge ab und verbarg Philomela im
Wald. Aber diese weiß sich gleichwohl mit Prokne zu verständigen, indem sie das ihr Widerfahrene durch ein von ihr gewirktes Gewebe verrät.
Beide Schwestern vereinigen sich zu blutiger Rache an Tereus und setzen ihm das Fleisch des geschlachteten Knaben Itys vor. Tereus verfolgt die
Schwestern und will sie töten; da werden alle drei in Vögel verwandelt, Tereus in den Widehopf, Prokne in die Nachtigall, Philomela in die
Schwalbe.) Nun vertreten Alexander von Myndos und Dionysios von Helipolis den Standpunkt, man müsse diesen Geschichten Glauben schenken.
Selbst wenn eine solche erfunden sei, so argumentieren sie, würde auf Grund der Vorstellung, daß ihr Inhalt der Wirklichkeit entspreche, die Seele
uns ebendiese vor Augen stellen, wenn sie ein künftiges, inhaltliches Geschehen voraussagen will. Bei den meisten Geschichten ist diese Erklärung,
wie ich festgestellt habe, zutreffend, keineswegs aber bei allen. Weil ich es mir zum Grundsatz gemacht habe, in jedem Fall mich nicht von der
Scheinbarkeit der Behauptung leiten zu lassen, sondern von der Erfahrung, welche aus den Traumerfüllungen resultiert. So erklärte ich auch jetzt
bezüglich der Schwalbe, daß sie nicht von übler Vorbedeutung ist, (In der Antike wird das Erscheinen der Schwalbe bald als gutes, bald als böses
Vorzeichen gedeutet. Für die unglückbringende Vorbedeutung der Schwalbe ist die Vorstellung vom Seelenvogel bestimmend. Die Schwalbe wie
Nachtigall begegnen häufig auf Grabmälern, besonders denen verstorbener Kinder. Als Totenvogel erscheint die Schwalbe noch im neugriechischen
Volksglauben. Die Wurzel für die gute Vorbedeutung der Schwalbe wird wohl in ihrer aphrodisischen Bedeutung zu suchen sein. Nach dem
byzantinischen Lexikographen Suidas bezeichnet chilidon (Schwalbe) auch das weibliche Geschlechtsglied; chelidonion (Schwälbchen) ist ein
Hetärenname.) ausgenommen, es widerfahre ihr etwas Schreckliches oder sie wechsele ihre Farbe in eine solche, die wider ihrer Natur ist. Denn ihr
Gezwitscher ist kein Klagegesang, sondern ein Lied, welches Signal und Aufforderung ist, an die Arbeit zu gehen. Daß dies wahr ist, kann man aus
folgendem erkennen. Im Winter fliegt weder die Schwalbe noch zwitschert sie, und auch das Land und Meer liegen in dieser Jahreszeit brach, und

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die Menschen und alle anderen Lebewesen verkriechen sich und sind untätig. Naht aber der Frühling, so ist sie als erste wieder da und lehrt
sozusagen, was jeder zu tun hat. Und wenn sie sich zeigt, singt sie niemals abends, sondern in der Früh bei Sonnenaufgang, und erinnert alle, die sie
schlafend antrifft, an ihr Tagewerk. Sie ist folglich von guter Vorbedeutung im Hinblick auf Arbeiten, Unternehmungen und die Musik, in ganz
besonderer Weise aber bezüglich einer Ehe; sie prophezeit dem Träumenden eine treue und haushälterische Ehefrau und zumeist, daß letztere eine
Griechin und eine musikalisch begabte Person sein wird. Die Nachtigall bedeutet dasselbe wie die Schwalbe, nur in geringerem Maß; denn sie ist
weniger zutraulich.
Allgemein:
Schwalbe symbolisiert die Sehnsucht nach häuslichen Glück; man kann es vor allem dann erwarten, wenn die Schwalben ins Haus flattern. Glaubt
man alten Sagen, so bedeutet der Traum von einer Schwalbe, daß großes Unglück droht, sogar der Tod eines jungen Menschen. Andere alte
Deutungen dagegen besagen, daß diese Vögel nur dann Übel vorhersagen, wenn sie sich im Traum verändern. Sonst sind sie von guter Bedeutung für
alles, was mit Arbeit zu tun hat.
Psychologisch:
Wer Schwalben ein Nest bauen sieht, will sich verändern, um im neuen Lebensbereich glücklicher zu werden. Einem Unverheirateten verspricht das
möglicherweise, daß er einen Partner gefunden hat oder finden wird, mit dem er einen Hausstand gründen kann. Hier ist an die uralte Weisheit
erinnert, daß ein Schwalbenpaar, das sich bei uns einnistet, Glück ins Haus bringt.
Spirituell:
Die Schwalbe war in der Antike Lichtsymbol, im späten Mittelalter ein Symbol der Auferstehung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: erfreuliche Vorzeichen in Liebesdingen; einen geliebten Menschen wiederfinden,
zu dem man schon längere Zeit keinen Kontakt mehr hatte; Glück in neuen Unternehmungen haben;
– fliegen sehen: eine erfreuliche Nachricht;
– singen hören: fröhlicher und guter Dinge werden.
(europ.) : – ist ein Zeichen von Frieden und harmonischem Familienleben sowie treuen Freunde;
– sehen: verheißt meist sehr gute Nachrichten für die Liebe, bisweilen auch für den Beruf;
– fliegen sehen: bedeuten Erfolg und Glück in der Liebe;
– wegfliegen sehen: gilt für Herzleid und Trauer;
– auf Drähten sitzen sehen: verheißt eine Zusammenkunft mit dem oder der Liebsten;
bei Verheirateten: Wiedersehen mit einer Jugendliebe;
– zwitschern hören: kündet einen ersehnten Liebesbrief oder eine entsprechende Botschaft an;
– eine verletzte oder tote: steht für viel Kummer.
(ind. ) : – in Scharen: große Verwandtschaft bekommen;
– ins Haus fliegen: Bestand und Zunahme des häuslichen Glückes;
– sehen: dein Wunsch wird bald erfüllt;
– im Nest sehen: dir steht Freude bevor;
– zwitschern hören: frohe Botschaft;
– fliegen sehen: Neuigkeiten.
(Siehe auch „Nest“, „Star“, „Vögel“)
Schwalbennest
Allgemein:
Schwalbennest kündigt oft an, daß man bald heiraten wird. Befinden sich Eier oder Junge darin, steht dahinter der Wunsch nach Kindern. Das
zerstörte Nest warnt vor häuslichem Unfrieden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: häusliches Glück und frohe Zukunft; für Ledige: sein eigenes Heim bald haben;
– zerstören sehen: Mißgunst wird dich kränken;
– selbst zerstören: du wirst deinem Glück selbst im Wege stehen.
(europ.) : – sehen: verheißt häusliches Glück;
– bauen sehen: bedeutet Gründung eines eigenen Hausstandes, bei Verheirateten Verschönerung des eigenen Heimes;
– mit Eiern sehen: kündet ein Baby oder sogar Zwillinge an, bei älteren Personen Enkelkinder;
– mit Jungen sehen: verspricht Freude durch Kinder;
– Alte ihre Jungen darin füttern sehen: verrät Sehnsucht nach Kindern oder Kindeskindern;
– ausnehmen oder zerstören: man wird sich selbst um Glück und Frieden bringen;
– andere eines ausnehmen oder zerstören sehen: Glück und Frieden der eigenen Häuslichkeit sind durch andere bedroht;
– jemanden daran hindern, eines auszunehmen oder zu zerstören: wohlwollende Menschen werden einem in der Not helfen.
Schwalbenwurz
Medizinrad:
Schlüsselworte: Nährend (körperlich und geistig); fürsorglich; sich festklammernd; ausscheidend.
Beschreibung: Schwalbenwurz gehört zur Gattung der Asklepiadazeen beziehungsweise zu den Seidenpflanzengewächsen und heißt mit botanischem
Namen Asclepias syriaca – sie ist also eine Verwandte der Asclepias tuberosa, der wir noch unter dem Namen Seidenpflanze begegnen werden.
Schwalbenwurz ist ein winterhartes Kraut mit wunderschönen weißen oder violetten Blüten und Samenkapseln mit einem Seidenhaarbesatz.
Schneidet man ein Blatt ab, so tritt ein weißer Saft aus, der an Milch erinnert. Diese Milch hat eine abführende Wirkung. Die Pflanzenfasern wurden
in der Vergangenheit zur Anfertigung von Seilen verwendet.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil von dir, der dich und andere nähren (körperlich und geistig) will; ein mütterlicher Teil deiner Natur, der sowohl
fürsorglich sein als auch klammern kann; die Möglichkeit, daß du nur deshalb gibst, um etwas dafür zurückzuerlangen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe der Nahrung (körperlich und geistig); die Fähigkeit, in andere Schöpfungsreiche hinüberzugleiten.
(Siehe auch „Seidenpflanze“)
Schwamm
Allgemein:
Schwamm ermahnt, schwere Verleumdungen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern sich davon reinzuwaschen.
Psychologisch:
Der Schwamm im Traum läßt ermahnen, daß wir im Wachleben irgendwie ausgepreßt werden sollen; das kann durch Worte geschehen, manchmal
wird es auch auf Finanzielles hinweisen, vielleicht sogar auf den Verlust des letzten Pfennigs. Wer sich im Traum mit einem Schwamm wäscht, wird
möglicherweise ein ungutes Gefühl nicht los, das ihn vor einem Menschen oder einer kritischen Angelegenheit warnte.

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Volkstümlich:
(arab. ) : – zum Waschen: du bewahrst die äußere Sauberkeit und Anständigkeit;
auch: es steht massiver Ärger mit einem unzufriedenen Menschen bevor;
– sich damit waschen: unverhofftes Liebesglück wird einem widerfahren;
auch: in bezug auf ein vergangenes Ereignis Gewissensbisse haben;
– eßbarer: Gesundheit erlangen.
(europ.) : – sehen: empfiehlt Sauberkeit und Reinheit; man sollte gegen üble Nachrede trotz Unbekümmertheit angehen,
da man sich sonst die Gunst einer wichtigen Persönlichkeit verscherzt; auch: man wird von jemandem betrogen;
– kaufen: bedeutet Gesundheit;
– verschenken: Freunde und Freundinnen erwerben;
– damit etwas wegwischen: signalisiert, daß man der eigenen Dummheit zum Opfer fallen wird;
– sich mit einem waschen: man wird eine Verleumdung widerlegen;
– auswringen oder auspressen mit der Hand: Neuigkeiten erfahren und Neues sehen, woraus man Nutzen ziehen kann;
– Für eine Frau bedeutet ein Schwamm einen hochgestellten Verehrer in der Armee oder Marine.
(ind. ) : – zum Waschen: mäßige deinen Geiz;
– essen (Pilze): du wirst ein hohes Alter erreichen;
– sammeln: viel Mühe und wenig Erfolg.
Schwan
Medizinrad:
Schlüsselworte: Anmut; Schönheit; Transformation; Vorstellungskraft; zwischen den Reichen reisen; Liebe.
Beschreibung: Der Schwan ist ein plumper Vogel mit langem Hals und kurzen Beinen, dessen Zehen durch Schwimmhäute miteinander verbunden
sind. Mit Ausnahme zweier Schwanarten haben alle anderen als erwachsene Vögel weiße Federn. Schwäne sind anmutige Schwimmer und
ausdauernde Flieger, die in der Symbolik vieler Völker überall auf der Welt vorkommen. Manche glauben, daß ein von Schwänen gezogenes Boot
uns von dieser in die nächste Welt befördert. Andere meinen, daß nicht nur der Schmetterling, sondern auch der Schwan die Medizin der
Transformation besitzt. Die Schönheit der Schwäne löst in vielen Menschen nicht nur ein Empfindungsvermögen für sie aus, sondern auch ein
Gefühl der Dankbarkeit für dieses tiefe Geheimnis. Es gibt eine Reihe bekannter Legenden über den Schwan. In einer singt der Schwan ein
wunderschönes Lied, kurz bevor er stirbt; in einer andren wird aus einem häßlichen Entlein schließlich ein schöner Schwan.
Allgemeine Bedeutung: Sich der Schönheit ausliefern; Transformation und Wiedergeburt.
Assoziation: Stolz und Hochmut.
Transzendente Bedeutung: Der Schwan ist ein Bote zwischen den unterschiedlichen Schöpfungsbereichen und somit ein wundervoller Verbündeter,
der dich tiefer in die Traumzeit hineinführen kann.
Artemidoros:
Der Schwan bedeutet einen Musiker und die Musik selbst, ferner bringt er wegen seiner Farbe Verborgenes ans Licht. Kranken prophezeit seine
Erscheinung Heilung, sein Gesang aber Tod; denn erst im Sterben läßt er seine Stimme ertönen. (Nach Platon (Phaidon 85B) spielte Sokrates vor
seinem Tod auf die im Volk verbreitete Vorstellung an, daß der Schwan im Sterben sein schönstes Lied ertönen lasse. Doch sei sein Gesang nach
Sokrates mehr Ausdruck der Freude als der Trauer, weil der Vogel dem Apollon heilig und zukunftskundig sei.)
Allgemein:
Schwan verkörpert Gefühle, oft auch die Sehnsucht nach glücklicher Ehe. Der singende oder sterbende Schwan kann anzeigen, daß eigene Gefühle
nicht erwidert werden. Nach alten Traumbüchern zeigt er baldige Genesung an, wenn Kranke von ihm träumen.
Psychologisch:
Beim Traumbild des Schwans kommt es meist auf seine Farbe an. Ein weißer Schwan versinnbildlicht die Fähigkeit, tiefe Gefühle zu empfinden, das
gute Verhältnis zu sich selbst und seiner Umwelt, geistige Interesse und Idealismus. Schwarze Schwäne weisen auf Ahnungen und Intuitionen des
Träumenden hin. Sie können manchmal leider auch Unglücks- oder Todesboten sein. Lohengrins Schwan taucht auch im Traum auf; er steht für die
Heimlichkeit, mit der man sich einem möglichen Liebespartner nähert, der einen aber nie (nach dem Hochzeitstermin) fragen darf. Geht der Schwan
in Angriffsstellung auf uns los, schwant uns im Wachleben vielleicht in einer bestimmten Sache nichts Gutes. Der Schwanengesang (nach einem aus
der Antike stammenden Irrtum singt der Schwan, bevor er stirbt) deutet auf eine abgelaufene Zeitspanne hin, die von einer besseren abgelöst werden
wird.
Spirituell:
Ein Symbol des Lichtes.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: es mit einer herrschsüchtigen Person zu tun bekommen;
– schwimmen sehen: deine Wünsche sind unerreichbar;
auch: Glück in Liebesdingen;
– auf dem Land sehen: Verborgenes wird bald ans Licht kommen;
– fliegen sehen: man wird dich zum Narren halten;
– singen hören: gedenke zu sterben;
– schwarzer: zeigt einen nahen Todesfall an;
– eine ganze Familie sehen: man wird unter der Herrschsucht eines Menschen zu leiden haben.
(europ.) : – im Teich sehen: bedeutet Glück in der Liebe, ferner Macht und Reichtum, Schönheit und langes Leben;
gutes Omen für geschäftliche Angelegenheiten;
– fliegen sehen: es könnte ein Wunschtraum in Erfüllung gehen;
– weiße beobachten: man hat gute Zukunftsaussichten;
– füttern: man wird einen Menschen finden, der einem fürs ganze Leben ein treuer Kamerad bleiben wird;
– schwarzer: zeigt Mißhelligkeiten an;
– ein schwarzer Schwan in der Nähe eines klaren Gewässers: weist auf illegitime Vergnügungen hin;
– ein singender: bedeutet ein Todesfall;
– kreischen hören: verheißt eine Todesnachricht;
– ein toter Schwan: symbolisiert Überdruß und Unzufriedenheit;
(ind. ) : – sehen: glückliche Ehe; Kindersegen;
– singen hören: in deiner Nähe wird sich bald etwas Unschönes ereignen;
– zwei sehen: du wirst schon erreichen, was du willst;
– sterbend: deine vergangenen Tage waren besser, als die jetzigen es sind.
(Siehe auch „Vögel“)

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Schwanenteich
Volkstümlich:
(ind. ) : – baldige Heirat.
Schwanger
Assoziation: – neues Leben, Fruchtbarkeit.
Fragestellung: – Wo bin ich dabei, etwas hervorzubringen?
Artemidoros:
Träumt ein Armer, schwanger zu sein, so wird er ein stattliches Vermögen erwerben, Geld in Hülle und Fülle verdienen und auf diese Weise dick und
rund werden. Einen Reichen dagegen werden Prüfungen und Sorgen heimsuchen. Ein Verheiratete wird seine Gattin verlieren; er benötigt
gewissermaßen keine Frau mehr, die Kinder zur Welt bringt. Ein Lediger wird eine so herzensgute Frau heiraten, daß er Lust und Schmerz mit ihr zu
teilen vermeint. Allen übrigen prophezeit es Krankheit. Ein Athlet träumte, schwanger zu sein und zwei dunkelhäutige Mädchen zu gebären. Er
wurde blind, seine Pupillen traten heraus und färbten sich schwärzlich. (Wortspiel: Kore = sowohl Mädchen, Tochter als auch Pupille.)
Allgemein:
Schwangerschaft versinnbildlicht meist Pläne und Hoffnungen, die in uns heranreifen und schließlich erfolgreich verwirklicht werden. Handelt ein
Traum von einer Schwangerschaft, deutet dies meist auf eine recht lange Wartezeit hin, die notwendig ist, um ein bestimmtes Projekt zum Abschluß
zu bringen. Der Träumende entwickelt einen neuen Bereich seines Potentials oder seiner Persönlichkeit. Im Traum von einer Schwangerschaft geht
es selten um eine tatsächliche Schwangerschaft des Träumenden, doch kann er auf eine solche in seinem Umfeld hinweisen.
Psychologisch:
Nach Artemidoros kann sie bei der Frau Wunscherfüllung bedeuten, natürlich auch ein Wunschkind; einem Mann, der etwas „gebiert“, bringt das
Geld und Gut, vielleicht sogar eine liebende Frau ein. Die Schwangerschaft weist im allgemeinen auf eine seelische Wiedergeburt hin, die uns im
Alltag Glück verschafft. Bei diesem Traumbild kann es sich um eine tatsächliche Schwangerschaft oder um den Wunsch danach handeln. Die
Schwangerschaft kann aber auch ein Symbol für eine Neuorientierung, für das Entstehen neuer Gedanken, Gefühle oder Interessen sein. Geht es in
dem Traum um eine andere Person, die schwanger ist, weist dies darauf hin, daß der Träumende in der Lage ist, den Teil seiner selbst zu beobachten,
der neue Fähigkeiten oder Eigenschaften entwickelt. Die Schwangerschaft eines Mannes im Traum zeigt den Wunsch, vor allem, wenn dies eine Frau
träumt, daß dieser Mann Verantwortung in ihrem Leben übernimmt.
Spirituell:
Bei der spirituellen Arbeit gibt es immer eine Periode des Schwangergehens. Geduld ist erforderlich, und der natürliche Prozeß muß abgewartet
werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt dem Kaiser, seine Gemahlin sei schwanger und fülliger geworden, wird er Gold in seinen Schatzkammern aufspeichern,
doch werden Sorgen und Kummer nicht ausbleiben;
ein gemeiner Mann wird in seinem Gewerbe Hervorragendes leisten.
– Dünkt es den Kaiser, die Augusta habe einen Knaben geboren, wird er einen Drohbrief von seinen Feinden erhalten;
einen einfachen Mann werden Sorgen, Drangsal und Krankheit peinigen.
– Träumt der Kaiser, die Augusta habe einem Mädchen das Leben geschenkt, wird er Schätze fremder Könige aufspüren
und seinen Feind niederwerfen.
– Kommt es dem Kaiser vor, als sei er selbst schwanger geworden, wird sein Kriegsvolk an Schlagkraft gewinnen
und andere Reiche erobern.
Träumt ihm, er habe wie eine Frau geboren, einen Sohn oder eine Tochter, wird er eines seiner Herrschaftsgebiete
und ein großes Heer im Kampf gegen seine Feinde verlieren und in Not und Sorgen fallen;
schaut dies ein Mann von niederem Stand und dünkt es ihn, er säuge das Neugeborene, wird er von der Obrigkeit bestraft
und drangsaliert werden.
– sein: du trägst dich mit kühnen Plänen;
– sehen: du wirst in Unannehmlichkeiten kommen.
(europ.) : – die Frau erwartet Neues vom Leben, wenn sie sich schwanger sieht; der Mann überträgt eigene Pläne auf ein anderes Objekt;
all die schöpferischen Pläne und neuen Ideen reifen jetzt heran und nehmen Gestalt an;
– sein: Glück und seelische Freuden; ein Wunsch wird in Erfüllung gehen; Aufruf, seine Pläne und Ideen jetzt in die Tat umzusetzen;
– Schwangere sehen: Reichtum; verheißt materielles Glück;
– Einer Jungfrau sagt dieser Traum Rufschädigung und Ärger voraus.
– Hält sich eine Frau für schwanger, verheißt dies eine unglückliche Beziehung zu ihrem Mann und eher häßliche Kinder.
– Für eine schwangere Frau ist dieser Traum ein Zeichen für problemlose Niederkunft und baldige Genesung.
(ind. ) : – sein: du verlierst eine gute Freundin.
(Siehe auch „Geburt“)
Schwanz
Allgemein:
Wenn es im Traum um einen Schwanz geht, dann steht er entweder für einen Rest aus der Vergangenheit, den der Träumende bisher nicht verstanden
hat und daher immer bei sich trägt, oder für sexuelle Erregung und Triebe, beziehungsweise für den Penis, zum Teil auch für Tatkraft und
Zielstrebigkeit. Wedelnder Schwanz wird als Glückssymbol verstanden. Der lange Schwanz bereitet darauf vor, daß man lange auf einen Erfolg
warten muß. Packt man den Schwanz, geht man in einer Angelegenheit falsch vor.
Psychologisch:
Bei Tieren dient der Schwanz zur Aufrechterhaltung des körperlichen Gleichgewichts und ist so gesehen ein wichtiger Körperteil. Er kann daher im
Traum ein Mittel zur Regulierung in schwierigen Situationen darstellen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene verkörpert der Schwanz im Traum die Vollendung einer spirituellen Tat.
Volkstümlich:
(europ.) : – Ausklang einer Episode, meist rein sexuell zu verstehen;
– eines Tieres sehen: Vorfreude könnte sich rasch in Ärger verwandeln;
– einen Ringelschwanz sehen: man neckt sich gerne mit einem anderen Menschen und treibt lustigen Schabernack;
– Tier mit einem langen sehen: in einer Sache wird es endlose Scherereien geben;
– ein Tier daran fassen: man packt eine Sache am verkehrten Ende an;
– ein Tier damit wedeln sehen: bedeutet bald eintreffende Freude;
– den Schwanz abschneiden: sich durch eigene Unvorsichtigkeit ins Unglück zu bringen;
– wächst einem ein Tierschwanz: eigene Übeltaten werden einem ins Verderben stürzen
und merkwürdige Umstände lassen einem verdutzt aussehen.

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(ind. ) : – haben: Glück und große Freude.
Schwarm
Volkstümlich:
(ind. ) : – Bienen sehen: du wirst alt.
Schwarz
Assoziation: – Isolation, Begrenzung, Trennung, Innenschau, Übergangsfarbe.
Fragestellung: – Wovon schneide ich mich ab?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schatten; Weiblichkeit; Intuition; leer; Reife; Rätselhaftigkeit; Innenschau; Wiedergeburt; Verlust; Zerstörung; Mudjekeewis,
westlicher Hüter des Geistes; Mond des langen Schnees.
Beschreibung: Die Farbe Schwarz wird, wie auch das Blau, mit dem Westen und mit Mudjekeewis, dem westlichen Hüter des Geistes, und darüber
hinaus mit dem Mond des langen Schnees (22. November bis 21. Dezember) in Verbindung gebracht. Die Farbe Schwarz, in der in Wahrheit alle
Farben enthalten sind, wird in der Gesellschaft oft als leer angesehen. Es ist die Farbe der Nacht, der Dunkelheit, die Farbe, die du betrittst, wenn du
dich in den Schatten deiner Natur begibst. In alten Zeiten hielt man Schwarz für eine sehr weibliche Farbe und interpretierte sie eher als die Leere,
aus der alles kommt, als jene, in der alles verschwindet.
Allgemeine Bedeutung: Ein tiefer, intuitiver Teil deines Seins; scheinbare Leere, die alles enthält; die Leere; die Nacht; dein Verhältnis zu innerer
und äußerer Dunkelheit; dein Schatten, ein unbekannter oder unerkannter Aspekt deines Seins.
Assoziation: Afrikaner; Schwarzmalerei.
Transzendente Bedeutung: Die Leere, aus der sämtliche Dinge kommen, die den Zugang zu allen Schöpfungsreichen gestatten; die Gabe weiblicher
Macht.
Allgemein:
Schwarz kann für „dunkle“ unbekannte Seiten der Persönlichkeit stehen, die man trotzdem akzeptieren muß. Die Farbe der Trauer, der Finsternis. Sie
ist allgemein negativ zu werten und gilt als Mahnung, sein Leben umzustellen. Der Träumende fürchtet sich vor Unbekanntem und weigert sich auch
Neues auszuprobieren.
Psychologisch:
Schwarz ist eigentlich keine Farbe, eher ein „Nicht-Licht“, es bedeutet daher im Traum auch ein „Nicht-Leben“, bzw. ein „Nicht-Bewußtsein“. Es ist
aber auch ein Hinweis auf den seelischen Zustand, ein Zeichen für Trauer und Tod. Erstaunlicherweise verbildlicht nicht nur für die Weißen eine
schwarze Person den Schatten. Ursprünglich war die schwarze Farbe den weiblichen Mysterien verbunden, da alles Leben aus der Dunkelheit
entspringt. Beim Vordringen des Patriarchats wurde das Schwarze jedoch dämonisiert und das den Geist symbolisierende Weiße verherrlicht. Tritt im
Traum eine schwarze Person auf, vor der wir uns fürchten oder ekeln, dann verweist das unter anderem auf die Ablehnung unserer weiblichen Seite.
Zugleich wird auch darauf verwiesen, daß ein Mangel an Bewußtheit besteht. Um den verdrängten Schatten genauer bestimmen zu können, muß die
schwarze Person genau charakterisiert werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Unannehmlichkeiten bekommen.
(europ.) : – alles schwarz und traurig sehen: Anzeichen von Krankheit und rät zur Veränderung, wenn irgendwie möglich.
(ind. ) : – Farbe: Trauer.
(Siehe auch „Dunkelheit“, „Farben“, „Finsternis“, „Kleidung“, „Nacht“)
Schwarzbär
Medizinrad:
Wolfsclanlehre: Der Westen; Stärke; Liebe.
(Siehe auch „Braunbär“, „Grizzlybär“)
Schwarze
(Menschen)
Psychologisch:
Der Schwarze zeigt an, daß im Moment eine innere Auseinandersetzung stattfindet mit Ihren hellen, bewußten Wesensanteilen und den dunklen
Seiten Ihres Trieblebens, die zur Zeit drängender sind.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: man wird bald eine unangenehme Bekanntschaft machen und das kann Ärger bringen;
auch: persönliche Angelegenheiten können sich ungünstig entwickeln;
– mit einem streiten: man wird in nächster Zeit schweren Anfeindungen ausgesetzt sein;
– selbst einer sein: man sollte in einer Sache endlich aufrichtig und offen sein.
(Siehe auch „Eingeborene“)
Schwarze Witwe
(Spinne)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Verschlingend; weibliche Kraft; der Schatten.
Beschreibung: Die Schwarze Witwe, insbesondere das Weibchen, ist sehr giftig, schwarz und hat auf ihrem Bauch eine rote Zeichnung in Form eines
Stundenglases. Nach der Paarung verschlingt die weibliche die männliche Spinne.
Allgemeine Bedeutung: Angst vor Weiblichkeit; der verschlingende Aspekt deiner Natur, ein unerforschter Teil von dir.
Transzendente Bedeutung: Die Gabe des weiblichen Schattens; die Enthüllung dessen, was du entweder selbst gerne verschlingen würdest, oder was
dich verschlingt.
(Siehe auch „Spinne“)
Schwarzfichte
Medizinrad:
Schlüsselworte: Großgewachsen; stark; duftend; antiseptisch; reinigend; nährend (körperlich und geistig); Mond des langen Schnees.
Beschreibung: Die Schwarzfichte, die Totempflanze der im Mond des langen Schnees (22. November bis 21. Dezember) Geborenen, wächst in vielen
Regionen weltweit und erreicht eine Höhe von über vierzig Metern. Ihr Holz ist weich, stark und frei von Knoten; die Spitzen der Bäume enthalten
Vitamin C; ihr Harzgummi wurde heilend als Antiseptikum, zum Lockern der Muskulatur und zur Reinigung von Schnitt- und anderen Verletzungen
benutzt.
Allgemeine Bedeutung: Ein tiefverwurzelter Teil deiner Natur; deine Verbindung mit der Erde; dein Bedürfnis, den Himmel zu erreichen; das
Verhältnis zum Wald, real oder im übertragenen Sinne.
Assoziation: –

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Transzendente Bedeutung: Verstehen des Waldes; Gabe des Waldes.
(Siehe auch „Baum“, „Fichte“)
Schwarzkünstler
Volkstümlich:
(ind. ) : – Betrug.
Schwarzpappeln
Artemidorors:
Schwarzpappeln und all ihre Unterarten sind nur für Männer, die ins Feld ziehen, und für Zimmerleute von Nutzen. Für die einen, weil aus ihrem
Holz Waffen gefertigt werden. Für die anderen, weil sie als Zimmerleute damit ihren Unterhalt verdienen. Allen anderen Menschen bedeuten sie
Armut und bittere Not, weil sie keine Früchte tragen.
(Siehe auch „Baum“)
Schwarzwurz
Medizinrad:
Schlüsselworte: Tief verwurzelt; fruchtbar; sich verbreitend; Stärke; Heilung; heilend; regenerierend; verbindet Knochen; Wachstum; südlicher
Seelenpfad.
Beschreibung: Die Schwarzwurz, im Medizinrad mit der äußeren Position des südlichen Seelenpfads und mit dem Wachstum verbunden, ist eine
fruchtbare Pflanze. Sobald man ihre Wurzel eingräbt, wird sie sich so lange verbreiten, bis kein Platz mehr übrig ist. Schwarzwurz dient den Tieren
als Nahrungsmittel und dem Menschen als Heilmittel. Innerlich oder äußerlich angewendet, dient die Pflanze als Schmerzbekämpfungsmittel.
Außerdem soll sie sich in Kompressenform hervorragend eignen, um Schwellungen zu vermindern und um das Heilen von Knochenbrüchen und
Muskelverletzungen voranzutreiben.
Allgemeine Bedeutung: Schnelles Wachstum; Fruchtbarkeit; fruchtbar sein; Leichtigkeit des Dienstes.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Das Heilen von alten Wunden.
Schwatzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Schwätzer) hören: dein Freund (deine Freundin) glaubt klüger zu sein als du.
Schweben
Artemidoros:
Im Traum die Vorstellung zu haben, man schwebe nur wenig von der Erde entfernt und in aufrechter Haltung, bedeutet dem Träumenden Glück;
denn um wieviel einer über dem Boden schwebt, um so erhabener ist er gegenüber denen, die sich unter ihm bewegen. Stets nennt man ja die
Reichen die Höhergestellten. Von guter Vorbedeutung ist es, wenn einem dies nicht im eigenen Vaterland widerfährt; denn weil man nicht auf festem
Boden steht, bedeutet es Auswanderung; das Traumgesicht sagt gewissermaßen, das Vaterland sei für den Träumenden unbetretbar.
Allgemein:
Schweben im Traum wird in der klassischen Traumdeutung mit der Sexualität in Beziehung gebracht. Doch das durch das Traumbild ausgedrückte
Bedürfnis nach Freiheit ist von ebenso großer Bedeutung. Wenn er, offenbar ohne seinen Willen, davongetragen wird, öffnet der Träumende sich
umfassend für die Kraft hinter seinem bewußten Selbst. Er befindet sich in einem Zustand äußerster Entspannung und läßt sich einfach von den
Ereignissen treiben.
Psychologisch:
Weil der Träumende seine Richtung nicht selbst bestimmt, ist er unentschieden und muß vielleicht sorgfältiger über seine Handlungen und über seine
Beziehungen zu anderen Menschen nachdenken.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann das Schweben im Traum eine außerkörperliche Erfahrung des Geistes darstellen.
Volkstümlich:
(europ.) : – scheinbar unüberwindliche Hindernisse werden erfolgreich bewältigt werden.
(Siehe auch „Fliegen“ – Zustand)
Schwefel
Allgemein:
Schwefel fordert meist auf, Ordnung ins Leben zu bringen und sich von manchen Eigenschaften zu befreien. Manchmal kann er auch eine Krankheit
ankündigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf neidische Personen;
– brennen sehen: Hinterlist erfahren.
(europ.) : – sehen: bedeutet Krankheit; warnt, in seinen Geschäften äußerst diskret vorzugehen, da ein faules Spiel droht;
auch: wegen unehrenhafter Geschäfte wird man viele Freunde verlieren, wenn man es unterläßt, die Fehler wiedergutzumachen;
– brennender: ist ein Omen dafür, daß das Vermögen mehr Aufmerksamkeit verlangen wird;
– etwas damit ausräuchern: man wird im Hause Ordnung machen;
– essen: verheißt Gesundheit und Vergnügen.
(ind. ) : – sehen: du wirst endlich von langen Sorgen befreit;
– Schwefelgeruch: achte auf dein Haus! Du wirst einer Feuersgefahr entgehen.
(Siehe auch „Kranz“)
Schwefeldämpfe
Volkstümlich:
(arab. ) : – einatmen: von schwerer Erkrankung bedroht sein.

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Schwefelhölzchen
Volkstümlich:
(ind. ) : – eine Überraschung.
Schwefelsäure (Siehe „Vitriol“)
Schweigen
Allgemein:
Schweigen deutet man als innere Ausgeglichenheit, Frieden und Abgeklärtheit, die man erreicht hat oder anstreben sollte. Schweigen im Traum kann
auch ein Hinweis auf Unbehagen und Erwartung sein. Es zeigt ein Warten darauf an, daß etwas passiert oder nicht passiert. Wenn eine Traumfigur
schweigt, obwohl der Träumende erwartet, daß sie spricht, ist er unsicher, wie jener Teil seines Selbst, den die andere Person verkörpert, im
Wachzustand reagiert.
Psychologisch:
Wenn der Träumende schweigt, ist er unfähig, seine Gefühle oder Meinungen in Worte zu fassen. Er wird entweder durch sich selbst oder durch
äußere Einflüsse in seinem Selbstausdruck gehemmt.
Spirituell:
Aus spiritueller Sicht stellt das Schweigen einen Raum dar, in dem Worte und Laute nicht notwendig sind. Viele religiöse Orden schreiben
schweigen vor, da sie davon ausgehen, daß so die Verständigung mit Gott besser funktioniert. Auf der spirituellen Ebene kann Schweigen im Traum
ein Hinweis sein, daß ein Rückzug aus der Welt notwendig ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – reden ist Silber, Schweigen ist Gold!
Schwein
Assoziation: – gierig, schlau, mal unsauber, mal penibel.
Fragestellung: – Raffe ich mehr Dinge zusammen, als ich brauchen oder verwenden kann? Habe ich mein eigenes Chaos in Ordnung gebracht?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Tiefe Verbindung mit der Erde; nährend (körperlich und geistig); Selbstsucht; schlechte Manieren; Gier.
Beschreibung: Ein Schwein ist ein Haustier mit einem dicken, schweren, von Borsten bedeckten Körper und einer langen, breiten Schnauze. Am
bekanntesten sind Schweine für ihr Fleisch und ihre Haut, mit denen sie die Menschheit versorgen. Bei den Kelten galten sie mancherorts als heilige
Tiere. Obwohl Schweine einen schlechten Ruf haben, sind sie in Wahrheit recht saubere Tiere, die sich an ihrer guten Verbindung zur Mutter Erde
erfreuen, egal ob sie feucht oder trocken ist.
Allgemeine Bedeutung: Wunsch nach einer tieferen Verbindung zur Mutter Erde; der Wunsch, sich im Dreck zu suhlen; der selbstsüchtige,
rücksichtslose und gierige Teil deines Selbst.
Trickbedeutung: Schwein – Schimpfwort für eine Person mit schlechten Manieren.
Transzendente Bedeutung: Klares Verstehen dessen, wie es sich in deinem Körper anfühlt, mit der Erde verbunden zu sein.
Artemidoros:
Eine Frau träumte, ihr Liebhaber mache ihr einen Schweinskopf zum Geschenk. Sie begann einen Widerwillen gegen ihn zu empfinden und gab ihm
schließlich den Laufpaß; denn das Schwein ist unempfindlich für Liebe.
Allgemein:
Schwein steht für eine materialistische Lebenseinstellung, die oft mit Besitzgier und wenig gezügelten Begierden verbunden ist. Allgemein kann man
es als Glückssymbol sehen, was sich meist auf den materialistischen Bereich bezieht, vor allem wenn es im Dreck wühlt. Das männliche Schwein
(Eber, Keiler) hat dagegen meist die Gleiche oder ähnliche Bedeutung wie der Stier.
Psychologisch:
Fast immer ein glückbringendes Zeichen; man kommt in eine günstige Lage, hat buchstäblich „Schwein“. Vor langer Zeit gehörte das Schwein zum
Gefolge der Großen Göttin, die Herrin über alle Tiere und auch über die natürliche Geschlechtlichkeit der Menschen war. Es kann auch Symbol für
Zeugungsvorgänge und weibliche Fruchtbarkeit sein, im übertragenen Sinne also auch für eine psychische Bereicherung und physische Potenz.
Spirituell:
Das Hausschwein symbolisiert große Fruchtbarkeit; das Wildschwein ist ein Symbol des Dämonischen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Das Schwein bezeichnet einen verächtlichen, aber mächtigen Feind.
– Kämpft jemand im Traum mit einem Eber, wird er einen mächtigen, gut gerüsteten Feind bekämpfen;
tötet er ihn, wird er den Feind vernichten. Diesen Traum schauen aber nur Fürsten;
hat ein anderer dieses Gesicht, betrifft es die hohen Herren; ein Armer oder ein gemeiner Mann wird
nach diesem Traum Schrecken, Bedrückung und Pein von Feinden zu gewärtigen haben.
– Auf einem Eber zu reiten zeigt an, man werde sich einen mächtigen Widersacher dienstbar machen;
ein Armer wird es zu hoher Stellung und großem Reichtum bringen.
– Träumt der Kaiser, man bringe ihm Eber oder er erlege sie auf der Jagd, wird er mächtige Widersacher in Fesseln legen;
bringt man ihm Hausschweine, gilt dieselbe Auslegung wie im Falle der eben genannten, aber in geringerem und
schwächerem Maß.
– Ißt einer Schweinefleisch, wird er so viel Geld und Gut erlangen, wie er Fleisch gegessen.
– Dünkt es einen, er laufe wie ein Schwein, wird er in kurzer Zeit eine Freude haben.
– Erblickt jemand im Traum ein Schwein mit Hörnern, wird er es erleben, daß sein Feind erhöht und entsprechend
dem Schmuck der Hörner geehrt werden wird.
– Träumt der Kaiser, man bringe ihm solch ein Schwein, wird er einen außergewöhnlichen Menschen, der sein Feind ist,
gefangennehmen.
– Schaut der Kaiser oder ein Fürst, man bringe ihm ein Schwein, das einen Widderschwanz hat,
wird man ihm einen steinreichen, mächtigen Gegner zuführen, der über große Mittel verfügt.
– Überreicht man dem Kaiser einen Schweinekopf oder ißt er ihn, wird er das gesamte Kapital
seines Gegners an sich bringen, ihn bezwingen und niederwerfen.
– zahme sehen: Nahrung finden;
– schlachten sehen und selbst schlachten: für die Zukunft in nützlicher Weise sorgen;
– von wilden angegriffen werden: verleumderische Personen werden dir viel schaden;
– wilde schießen: deinen Feinde sind dir nicht gewachsen.

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(europ.) : – Rückschlüsse auf sich selbst, manchmal auch auf andere;
– sehen: bringt Glück in der Lotterie und Spiel;
– junge, die gesäugt werden: soll zum Nachdenken über das eigene Verhalten anregen;
– fette, gesunde Schweine: gelten als Omen für kommende Erfolge;
– sich im Schlamm suhlen sehen: man wird wegen seiner Machenschaften in Verruf geraten;
– füttern: man wird viel Glück und Erfolg im Leben haben;
– schlachten: verspricht einen materiellen Erfolg auf Kosten oder durch Verrat eines anderen,
der die innere Ruhe gefährdet und dadurch keine rechte Freude bereitet;
– Einer jungen Frau stellt dies einen eifersüchtigen und geizigen Mann in Aussicht, der aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch reich ist.
(ind. ) : – (Glück) haben: du irrst dich bei jeder Gelegenheit;
– wilde sehen: du mußt deine Gesundheit hüten;
– (Tiere) besitzen: großes Glück;
– schlachten: Vorteile;
– füttern: du sorgst für die Zukunft;
– im Kot wälzen sehen: du wirst ein böses Hauswesen bekommen;
– wildes: böse Leute werden dir schaden;
– wildes Schwein schießen: du wirst von einer großen Angst befreit werden.
(Siehe auch „Bauer“, „Haare“, „Haustier“, „Stier“, „Tiere“)
Schweinefleisch
Allgemein:
Schweinefleisch kündigt Erfolg an, der zu Lasten anderer geht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: du wirst mit deinem Los zufrieden sein.
(europ.) : – sehen: in einer Sache wird man als Sieger aus einem Konflikt hervorgehen und guten Erfolg haben;
– essen: man wird Probleme bekommen; wenn man sich in manchen Dingen etwas mäßigt, kann man materielle Erfolge erzielen;
(ind. ) : – essen: sei vorsichtig, damit du nicht ins Gefängnis kommst oder sonstige
Unannehmlichkeiten erleidest; du wirst dich nicht über deinen Stand erheben;
– einsalzen: sorge für die Zukunft.
(Siehe auch „Fleisch“, „Nahrung“)
Schweinehirt
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du hast oder bekommst ein treues Weib, einen guten Mann.
Schweineschmalz
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird über seine Feinde triumphieren.
(ind. ) : – du hast Grund zur Sparsamkeit.
Schweinestall
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder betreten: die Hoffnungen schlagen fehl.
(europ.) : – mahnt zur Sauberkeit; meide den Umgang mit zwielichtigen Freunden.
(ind. ) : – nachteilige Geschäfte.
Schweiß
Allgemein:
Schweiß soll nach alten Traumbüchern die Heilung von einer Erkrankung versprechen. Allgemeiner fordert er auf, sich von verdrängten Inhalten des
Unbewußten zu befreien; unter Umständen stehen dahinter auch Ängste. Schwitzen andere Personen, sollte er aber überdenken, ob er nicht zu viele
Aufgaben an seine Mitmenschen weitergibt, anstatt sich ihnen selbst zu stellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vergießen: mühevolle Dinge unternehmen müssen.
(europ.) : – bedeutet für Kranke Genesung.
(ind. ) : – an sich haben: Krankheit;
– an anderen sehen: meide die Nachbarn.
Schweißtuch
Volkstümlich:
(ind. ) : – Angst und Schrecken.
Schweizer
Volkstümlich:
(europ.) : – Kraft und Gesundheit.
Schweizerkäse
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst stets gute, gesunde Nahrung haben; verspricht Wohlstand; Gesundheit und Annehmlichkeiten in ihrem Leben.
Schwelgen
Volkstümlich:
(arab. ) : – (in Speise und Trank): mute deiner Gesundheit nicht allzuviel zu.
(europ.) : – Vermögensverluste, Ärger und Verdruß.
(ind. ) : – Schwelgerei mitmachen: Ärger.

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Schwelle
Allgemein:
Das Überschreiten einer Schwelle im Traum weist auf das Betreten eines neuen Erfahrungsbereichs hin. Über eine Schwelle getragen zu werden,
kann Heirat bedeuten oder den Beginn einer neuen Paarbeziehung darstellen. Schwelle symbolisiert eine Veränderung des Lebens, die man durch
eine Entscheidung eingeleitet hat; steht man vor der Schwelle, muß man eine wichtige Entscheidung im Leben erst noch treffen.
Psychologisch:
Steht der Träumende kurz davor, einen neuen Verantwortungsbereich zu übernehmen, kann dies im Traum durch das Stehen auf einer Schwelle
ausgedrückt werden. Er tut den ersten Schritt in einen neuen Lebensabschnitt hinein, oder Vielleicht beginnt er eine andere Art der Lebensführung.
Das Schwellenerlebnis, also der Übergang von einer Lebensphase in die andere, wird durch Initiationsriten hervorgehoben.
Spirituell:
Der Träumende steht auf der Schwelle zu einem spirituellen Neubeginn. Er sollte in dieser Phase allem, was um ihn herum geschieht, besondere
Aufmerksamkeit schenken.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine überschreiten: man wird bald einen neuen beruflichen oder privaten Lebensabschnitt beginnen, oder man gründet ein eigenes Heim;
– sich vor einer sehen: man sollte jetzt vorsichtig sein, damit man eine schwierige Situation nicht übersieht und dabei stolpert.
(ind. ) : – überschreiten: du wirst bald ein eigenes Heim gründen.
Schwellung
Assoziation: – außer Kontrolle geratene Expansion.
Fragestellung: – Welchen Druck bin ich bereit zu lösen?
Volkstümlich:
(europ.) : – eine haben: man wird sehr reich; der Egoismus wird einem jedoch bei der beruflichen Tätigkeit das Leben schwer machen;
– andere mit einer sehen: Neider werden einem in der Karriere behindern.
Schwere
(körperliche)
Volkstümlich:
(europ.) : – schwere Glieder: Unheil droht;
– man kommt bei Verfolgung nicht von der Stelle: Kummer;
– schwer tragen: man wird Beschwerden haben.
Schwerfällig
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich bewegen: Faulheit wird dich strafen.
Schwerkraft
Allgemein:
Wird man durch das Gesetz der Schwerkraft im Traum nach unten gezogen, zeigt dies eine zu starke materialistische Grundeinstellung an, die die
geistig- seelische Höherentwicklung immer wieder hemmt oder behindert. Das sollte man baldmöglichst ändern.
Schwert
Assoziation: – abschneiden, besonderes Vergangenes oder Falsches.
Fragestellung: – Von welchen alten Vorstellungen oder Glaubenssätzen bin ich bereit mich zu trennen?
Allgemein:
Im Traum symbolisiert ein Schwert eine machtvolle Waffe. Vielleicht hat der Träumende die Fähigkeit, besondere Kräfte auszubilden und aufgrund
seiner Glaubensvorstellungen die Energie richtig zu nutzen. Schwert wird manchmal im Sinne von Kreuz verstanden. Es kann aber auch für Tatkraft,
Willensstärke, Fairneß und Idealismus stehen und vielleicht Anerkennung für diese Eigenschaften versprechen.
Psychologisch:
Ein Schwert symbolisiert Gerechtigkeit und Mut, aber auch Stärke, sowie die Abwehrbereitschaft der Seele kennzeichnet, das Sich- wehren- Wollen
gegen innere Schwierigkeiten. Auch Sinnbild des Willens zur Macht, zum Herrschen; als Schwert der Justitia steht es ebenso für die Gerechtigkeit,
die allerdings mit großer Schärfe urteilt. Wenn im Traum ein Schwert erscheint, verweist dies darauf, daß es ein kriegerisches Element im
Träumenden gibt und daß er bereit ist, für seinen Glauben zu kämpfen. Händigt eine andere Traumfigur dem Träumenden ein Schwert aus, verweist
dies darauf, daß er den Schutz höherer Mächte genießt. Er kann Entscheidungen nach seiner eigenen Maßgabe treffen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert das Schwert im Traum die Macht der Autorität und Schutz.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Findet oder führt einer ein Schwert, wird ihm entsprechend dessen Glanz strahlende Freude winken;
auch wird dieser Traum nach der Auslegung der Perser auf Frau und Kinder gedeutet.
– Dünkt es einem das Schwert sei zerbrochen, [die Scheide aber heil geblieben wird sein Sohn sterben,
die Mutter aber am Leben bleiben; umgekehrten Falle] wird die Mutter sterben, der Sohn aber am Leben bleiben.
– Bekommt jemand von einem Bekannten von vorn einen Schlag mit dem Schwert und fließt Blut,
wird der Geschlagene von dem, der den Schlag führte, eine große Gunst erfahren;
ist kein Blut geflossen, wird die Gunst geringer sein.
– Kommt einer durch Schwertstreiche zu Tode, wird der, welcher die Streiche versetzte,
dem Träumenden entsprechend deren Zahl viel Gutes erweisen.
– Träumt der Kaiser, er greife gegen einen andern im Zorn und in der Aufwallung zum Schwert,
wird er dem Betreffenden entsprechend seinem Ungestüm in Kürze Gnaden erweisen.
Dünkt es aber den Kaiser oder einen anderen, es versetze ihm hinterrücks jemand einen Schlag,
wird derjenige, der den Schlag führte, dem Geschlagenen in Aufrichtigkeit dienen.
– Eine Frau, die träumt, sie bekomme einen Schwertstreich oder versetze einen solchen wie ein Krieger,
wird Ruhm gewinnen und einen Knaben gebären.
– sehen oder tragen: Ehre erleben;
– blank ziehen: sich vorteilhaft verteidigen;
– zerbrechen: ein unglücklicher Zufall.

1267
(europ.) : – gilt als Warnung, Ausdauer und Schärfe zu bewahren, es treten Zeiten ein, wo du beides nötig haben wirst;
Ehre und Ruhm; auch: scharfes: beinhaltet schlechte Nachrichten;
– tragen: man wird eine öffentliche Funktion einnehmen;
– übst du Gerechtigkeit: Sieg und Glück;
– weggenommen werden: man unterliegt einem Gegner;
– andere Schwerter tragen sehen: bedeutet gefährliche Auseinandersetzungen;
– ein zerbrochenes: verheißt Verzweiflung.
(ind. ) : – sehen: du kommst in Lebensgefahr;
– zerbrechen: du wirst Unglück und Not erleiden; Schande;
– haben: Ehre und Ruhm;
– empfangen: du wirst zur Herrschaft gelangen;
– verlieren: du wirst die Achtung deiner Mitmenschen verscherzen.
(Siehe auch „Degen“, „Waffen“)
Schwertlilie (Siehe „Blumen“)
Schwerttanz
Artemidoros:
Der Schwertertanz ist nur für die Leute, die es berufsmäßig tun, ohne üble Folgen; allen anderen droht äußerste Gefahr.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: verwegene Dinge ausführen.
Schwester
Assoziation: – weiblicher Aspekt des Selbst, Kameradschaft.
Fragestellung: – Was bewundere oder fürchte ich an mir selbst?
Artemidoros:
Es träumte jemand, er besitze die Kleider seiner Schwester und trage sie. Er beerbte seine Schwester. Es träumte einer, seine Schwester werde vom
Vater ihrem Mann entrissen und einem anderen zur Frau gegeben. Es geschah, daß der Träumende starb; denn begreiflicherweise deutete der Vater
auf seinen Dämon als den Urheber seines Lebens; während es der Schwester, welche dasselbe wie die Seele bedeutet, aufgrund der Tatsache, daß sie
von der Seite ihres Mannes gerissen wurde, bestimmt war, vom Dämon entrückt zu werden und an einen anderen Aufenthaltsort und in andere
Lebensverhältnisse zu kommen; denn nach dem Glauben der Menschen weilen die Seelen der Verstorbenen, wenn sie sich vom Leib getrennt haben,
an einem anderen Aufenthaltsort.
Allgemein:
Schwester verkörpert jene Eigenschaften, die einem zwar „verwandt“ sind, die man aber nicht voll akzeptiert. Nach alten Traumbüchern soll sie auch
für gute Gesundheit stehen oder eine gute (oft geschäftliche) Beziehung anzeigen.
Psychologisch:
Erscheint einer Frau das Bild der leiblichen Schwester im Traum, so deutet dies auf die Schattenseiten der Träumenden hin. In Männerträumen ist die
Schwester ein Symbol für die weibliche Gefühlsseite, die Anima des Mannes. Eine Krankenschwester steht im Traum als Zeichen für seelische
Störungen, sie erfüllt ähnliche Funktionen wie der Arzt. Auch die religiöse Schwester, also Nonne oder Diakonisse. Oft tritt sie als hilfreiche
Freundin oder als Führsorgeschwester ins Traumbild, bei der man Hilfe und Rat sucht. Wer im Traum mit ihr streitet, ist unzufrieden mit sich selbst
und jammert, man möge sich mehr um ihn kümmern, ihm sein Los erleichtern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder mit ihr sprechen: lebhafter Verkehr mit deinen nächsten Angehörigen;
auch: man wird sehr bald die Erfüllung seiner Wünsche erleben.
(europ.) : – stellt bei Frauen den eigenen Schatten dar, bei Männern: die weibliche Komponente im Mann bringt eine neue Seite;
– seine eigene sehen: verheißt gute Gesundheit;
– sie küssen: bedeutet viel Freude in der Beziehung;
– sich von ihr verabschieden: man ist in einer Angelegenheit ganz auf sich allein angewiesen;
– sie sterben sehen: bringt eine Verschlechterung der Lage;
– eine Ordensschwester sehen: man wird in seiner bedrängten Situation bald Hilfe erhalten;
– Sieht eine Frau eine Ordensschwester, sollte sie jetzt mehr Hilfsbereitschaft an den Tag legen.
(ind. ) : – sehen oder sprechen: du wirst eine gute, glückliche Verbindung eingehen.
(Siehe auch „Arzt“, „Bruder“, „Familie“, „Geschlechtsverkehr“, „Geschwister“, „Krankenhaus“, „Krankenschwester“, „Nonne“)
Schwibbogen
(zwischen zwei Mauerteilen frei stehender Bogen)
Volkstümlich:
(ind. ) : – du findest jederzeit Schutz.
Schwiegermutter
Allgemein:
Schwiegermutter versteht man in der altindischen Traumdeutung als Symbol für geschäftliche Erfolge. Andere Traumbücher dagegen deuten sie als
Warnung vor Streitigkeiten. Die genaue Bedeutung hängt auch mit davon ab, ob man tatsächlich eine gute oder schlechte Beziehung zu seiner
Schwiegermutter hat.
Psychologisch:
Wer von einer bösen Schwiegermutter träumt, hat vielleicht Kummer in der eigenen Familie. Das Unbewußte suggeriert uns das Bild von der
Schwiegermutter, hinter der aber wahrscheinlich die eigene Mutter (siehe dort) steckt, bei der man Rat sucht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Verdruß und Ärger in Liebesangelegenheiten;
– eine fremde Frau als solche sehen: man soll sich auf seine Pflichten und Aufgaben konzentrieren
und gewissen Personen gegenüber eine größere Autorität ausüben.
(europ.) : – bedeutet Streit; sagt auch eine glückliche Versöhnung nach einem schlimmen Zerwürfnis voraus;
– Streitet sich eine Frau mit ihrer Schwiegermutter, bekommt sie Ärger mit streitsüchtigen Menschen.
(ind. ) : – sehen: Glück in deinen Geschäften;
– sprechen: du wirst Hilfe in der Not finden.
(Siehe auch „Mutter“)

1268
Schwieger- Tochter / Sohn
Allgemein:
Schwiegersohn/-tochter soll auf einen Irrtum hinweisen; das bezieht sich oft auf einen Menschen, über dessen Eigenschaften man sich täuscht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Sohn: Sorgen;
– Tochter: du wirst verkannt.
(europ.) : – sehen: es tritt jemand in das Leben, der einem Glück oder Ungemache beschert, je nachdem, ob sie angenehm oder ungebührlich ist.
(ind. ) : – sehen: man hat eine andere Meinung von dir.
Schwiegervater
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Streit und Pech, besonders, wenn er eine bedrohliche Haltung einnimmt;
verheißt Streitigkeiten mit Angehörigen oder Freunden;
– ist er wohlauf und heiter: es entwickeln sich angenehme familiäre Beziehungen.
(ind. ) : – sehen: Schwiegervater kündigt einen Erfolg als Lohn für eigene Bemühungen an.
Schwierigkeiten
Psychologisch:
Ein Hauptzweck unserer Träume ist, uns die Schwierigkeiten unseres Wachlebens zu projizieren, damit wir diese besser verstehen können – durch
verständliche Symbole. Es können aber auch Symbole ohne offensichtliche Bezüge auftauchen. Träume, in denen man durch einen Morast stampft,
einen Berg oder eine Felswand erklettert, sich durch Eis und Schnee kämpft oder aus einem Irrgarten oder Labyrinth hinauszukommen versucht,
können sich auf verschiedene Schwierigkeiten beziehen. Sie kommen, wenn man sich in einer mehr oder minder aussichtslosen Position sieht. Meist
spiegeln sie die eigenen Schwierigkeiten im Wachleben, übersetzt von der mentalen oder emotionalen Ebene auf die körperliche. Es kann sich
lohnen, den Träumen zu sagen, daß man mehr Informationen braucht: Man bitte vor dem Einschlafen den Träumen, einen Ausweg aus dem Sumpf
oder auf den Berg zu zeigen. Die Träume geben einem dann einen Hinweis. Vielleicht kehrt das frühere Traumsymbol – Sumpf oder Berggipfel – gar
nicht mehr zurück, dafür taucht aber ein neues Symbol auf, das seinerseits einen Ausweg aus dem Wachproblem anbietet. Die Klärung der
Bedeutung hängt mit von den Nebensymbolen ab.
Volkstümlich:
(europ.) : – überwindet man sie, wird alles gut.
Schwimmbad
Assoziation: – das Wasser der Gefühle, gefangen in einem menschlichen Konstrukt, Sicherheit.
Fragestellung: – Welche Gefühle möchte ich hinter sicheren Mauern wissen?
(Siehe auch „See“, „Teich“)
Schwimmen
Assoziation: – Bewunderung durch Gefühle hindurch; oftmals von einem Erfolgsgefühl begleitet; Emotionen als Umfeld.
Fragestellung: – Welcher emotionale Zustand schenkt mir tiefe Befriedigung? Nach welcher emotionalen Unterstützung suche ich?
Allgemein:
Man fühlt sich von einer Woge des Lebens getragen und im Einklang mit sich selbst und anderen. Schwimmen im Traum steht in engem
Zusammenhang mit dem Untertauchen. Schwimmt der Träumende flußaufwärts, ist dies ein Zeichen dafür, daß er entgegen seiner Natur handelt.
Schwimmende Fische symbolisieren Samen und daher den Wunsch nach seiner Schwangerschaft. Befindet sich der Träumende in klarem Wasser,
durchläuft er einen Reinigungsprozeß. Schwimmt er hingegen in dunklem Wasser, könnte dies eine Depression symbolisieren. Schwimmen
(Schwimmer/in) kann sich auf unbewußte Instinkte, Triebe und Gefühle beziehen, mit denen man entweder in Einklang lebt oder in Widerspruch
steht. Je nach den weiteren Begleitumständen ergeben sich vor allem folgende spezielle Bedeutungen:
– Schwimmen im klaren Wasser steht allgemein für Erfolg und Glück.
– Schwimmen in trüben oder stürmischen Wasser kündigt Probleme und Mißerfolge an.
– Mit anderen schwimmen weist darauf hin, daß man in einer Angelegenheit Rat und Hilfe benötigt.
– Nichtschwimmer, der im Wasser untergeht, kann auf eine Gefährdung durch Inhalte des Unbewußten
hindeuten, wenn diese ins Bewußtsein durchbrechen.
Psychologisch:
Es kommt bei der Deutung darauf an, ob man im Traum in klaren oder trüben Wasser schwimmt. Klares Wasser bedeutet Erfolge auf dem
Lebensweg durch Eigeninitiative oder das Schwimmen im Glück, trübes die Ziellosigkeit, mit der man durchs Leben geht. Das Schwimmen, das mit
der Angst vor dem Untergang einhergeht, umschreibt die Furcht, daß man im Wachleben bei der Arbeit „ins Schwimmen“ geraten könnte. Wasser
und Schwimmen hat immer etwas mit den Gefühlen des Träumenden zu tun. „Schwimmt“ er durch die Luft, so steht dies in Verbindung mit
intellektuellen Fähigkeiten. Ist er im Traum ein guter Schwimmer, zeigt dies seine Begabung, eine emotional aufgeladene Situation sicher zu
handhaben. Ist der Träumende ein schlechter Schwimmer, könnte dies darauf verweisen, daß er lernen muß, mit seinen Gefühlen positiver
umzugehen. Träume, in denen das Schwimmen als angenehm empfunden wird, gelten als Zeichen für die Ausgeglichenheit und Entspanntheit des
Träumenden wie auch für sein gutes Selbstwertgefühl. Fühlt er sich besonders glücklich, weil er in dem Wasser ist, läßt dieses Bild eine erotische
Deutung im weitesten Sinne zu. Hat der Träumende allerdings Angst vor dem Wasser bzw. Schwimmen, ist dies ein Symbol für seine Unsicherheit,
seine Spannungen und Probleme. Bei der Traumdeutung muß auch berücksichtigt werden, um welche Art Gewässer es sich handelt. Auch Farbe und
Zustand des Wassers geben Aufschluß.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Schwimmen im Traum ein Aufgehen, ja vielleicht sogar ein Ertrinken in Gefühlen. Gefühle aber sind im
menschlichen Dasein nur ein Aspekt neben vielen anderen und dürfen weder unterbewertet noch überbewertet werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in reinem, klaren Wasser: glücklicher Fortgang deiner Geschäfte; du wirst ohne Sorgen leben;
– und untergehen: du wirst dem Unglück erliegen;
– in trüben Wasser: Unannehmlichkeiten erleiden; Widerwärtigkeiten;
– und untergehen: Unglück;
– in reißendem Wasser: du wirst einen verwegenen Streich begehen;
– und jemand retten: du wirst einer drohenden Gefahr entgehen;
– sich im klaren Wasser sehen: dein Wunsch geht in Erfüllung; Erfolg in Liebesdingen;
– sich in trüben sehen: Unheil und Krankheit steht bevor;
– in ganz flachem Wasser: ein mühseliger Lebensweg.

1269
(europ.) : – in klarem Wasser: Glück und gute Geschäfte; man wird zum Ziel gelangen;
– und untergehen: Unglück; es wird einem große Unzufriedenheit prophezeit;
– unter Wasser schwimmen: sagt Ängste und Kämpfe voraus;
– in trüben Wasser: Angst und Sorgen;
– dabei gegen Wellen ankämpfen: man sollte sich von anstehenden schwierigen Aufgaben nicht entmutigen lassen;
– andere schwimmen sehen: in einer Angelegenheit muß man sich mit anderen bereden;
– einen Säugling schwimmen sehen: deutet auf ein glückliches Entkommen aus einer Affäre hin;
– Schwimmt eine Frau mit einer Freundin, die meisterhaft schwimmt, wird sie für ihren Charme geliebt.
Ihre kleinen Liebesaffären werden von ihren Freunden geduldet.
– Schwimmt eine Frau nackt im klarem Wasser, hat sie Affären; dafür wird sie mit Krankheit und dem
Verlust ihrer Reize bestraft. Sieht sie nackte Männer im klarem Wasser schwimmen, prophezeit dies
viele Verehrer. Ist das Wasser schmutzig, wird sie ein eifersüchtiger Verehrer verleumden.
(ind. ) : – in hellem Wasser: Glück und Gesundheit;
– in trüben Wasser: du wirst dein Vorhaben nur mühsam ausführen können;
– und untergehen: du wirst eine Strafe erhalten;
– sehen: du wirst das Gewünschte erhalten;
– und ans Ziel kommen: du wirst eine Anerkennung erhalten;
– und nicht ans Ziel kommen: hüte dich vor bösen Menschen;
– und vom Sturm bedroht werden: deine Sorgen sind groß;
– und untertauchen: du mußt klug vorgehen, wenn du Herr der Situation sein willst;
– und mit einem Fisch kämpfen müssen: man will dir Unrechtes zufügen;
– mit einem Geretteten: man will dich in eine Falle locken;
– neben einem Schiff; man wird dir Hilfe bringen;
– bei Wellengang: versuche dich zu beherrschen;
– und dabei von Menschen behindert werden: man will dich verleumden.
(Siehe auch „Baden“, „Fluß“, „Meer“, „Teich“, „Untertauchen“, „Wasser“, einzelne Tierbezeichnungen)
Schwindel
(Betrug)
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: Unsicherheit im öffentlichen Verkehr.
(europ.) : – man wird falsche Gerüchte beseitigen.
(ind. ) : – treiben: du wirst falsche Gerüchte beseitigen.
(Siehe auch „Betrug“)
Schwindelgefühl
Allgemein:
Schwindelgefühl entsteht zum Teil körperbedingt bei Krankheiten, eine Untersuchung sollte beim Verdacht bald veranlaßt werden. Oft zeigt es aber,
daß das innere Gleichgewicht gefährdet ist; die psychischen Unruhen ergeben sich aus den konkreten Lebensumständen.
Volkstümlich:
(europ.) : – haben: das häusliche Glück wird vergehen und die Geschäfte stehen unter einem ungünstigen Stern;
man ist im Moment in all seinen Handlungen sehr unsicher;
für eine Frau: wahrscheinlich eine Verlobung; meist bedeutet es eine Veränderung.
(ind. ) : – fühlen: hüte dich vor Alkohol.
Schwindsucht
(Tuberkulose)
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: langes Leben, Gesundheit.
(europ.) : – man wird auf kärgliches Einkommen angewiesen sein;
– haben: man wird einer Gefahr ausgesetzt sein, bleib den Freunden treu.
(ind. ) : – haben: dein Einkommen ist gering.
Schwips
Volkstümlich:
(europ.) : – die alltäglichen Sorgen des Lebens werden keine tiefen Spuren im heiteren Gemüt hinterlassen;
– andere beschwipst sehen: man bleibt dem Verhalten seiner Mitmenschen gegenüber gleichgültig.
Schwitzen
Allgemein:
Schwitzen im Traum kann wie Herzklopfen ein Ausdruck von Angst sein. In den meisten Fällen ist mit dem Schwitzen im Traum ein unangenehmes
Gefühl nach dem Aufwachen verbunden.
Psychologisch:
Wenn der Träumende erkennt, daß er im Traum schwitzt, ist er sich seiner Reaktionen auf äußere Reize bewußt. Er wird darauf aufmerksam
gemacht, daß er sich mit seinen Gefühlen und Ängsten auseinandersetzen muß.
Spirituell:
Spirituelle Anstrengung kann sich durch körperliche Reaktionen, wie etwa durch Schwitzen, manifestieren. Dies ist ein Hinweis darauf, daß Energie
verbraucht wurde.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Schwitzbad nehmen: in große Verlegenheit geraten.
(europ.) : – verkündet: durch Zufall großen Vorteil.
(ind. ) : – in Schlaf: du wirst harte Arbeit verrichten müssen.
(Siehe auch „Schweiß“)
Schwung
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein ausgezeichnetes Omen; die Pläne können nicht fehlschlagen.

1270
Schwur
Psychologisch:
Ein Alptraum, wenn man sich in einer wichtigen Angelegenheit festgelegt und verpflichtet hat, die man nur mehr als lästige Pflicht empfindet. Der
Traum weist häufig auf eine solche „ungeliebte Bindung“ an eine eigene (frühere) Entscheidung hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ablegen: das Vertrauen, das du den Menschen schenkst, ist unklug.
(europ.) : – auf etwas schwören oder einem zuhören: man wird im Beruf oder der Liebe der Untreue bezichtigt werden;
– ein religiöses Gelübde ablegen: man wird eine schwierige Phase unbescholten durchstehen;
– einen brechen: prophezeit, daß die Pläne zum scheitern verurteilt sein werden.
(ind. ) : – schwören: unangenehme Nachrichten;
– hören: du wirst Andere beherrschen.
(Siehe auch „Eid“)
Seance
Allgemein:
Nimmt der Träumende in seinem Traum an einer Seance teil, kann dies ein Hinweis auf die Notwendigkeit sein, die sensitive Seite seines Wesens zu
erforschen. Es kann bedeuten, daß sich der Träumende seiner Intuition bewußt geworden ist.
Psychologisch:
Heute wird eine Seance als spiritistische Sitzung bezeichnet. Im Traum kann dies zum Ausdruck bringen, daß der Träumende dann am besten mit
seinem spirituellen Selbst in Kontakt treten kann, wenn er still dasitzt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet die Seance, daß Entschlossenheit und Geduld (symbolisiert durch Sitzen) notwendig sind, um voranzukommen.
Sechs
Assoziation: – Expansion, Organisation, Harmonie, Häuslichkeit.
Fragestellung: – Welche Verpflichtung bin ich zu übernehmen bereit?
Psychologisch:
Diese Zahl drückt das Gleichgewicht der Kräfte aus: die sechs Quadrate des Würfels oder die zwei gleichseitigen, ineinander geschobenen Dreiecke
eines sechsstrahligen Sterns, bei dem das Dreieck mit der Spitze nach unten nach Meinung vieler Psychoanalytiker das weibliche, das mit der Spitze
nach oben das männliche Geschlechtsorgan symbolisiert. Nach der Zahlensymbolik, die vom Naturphilosophen Pythagoras begründet wurde, ist die
Zwei die erste weibliche, die Drei erste männliche Zahl. Die Sechs ergibt sich durch die Multiplikation dieser beiden Zahlen und schildert den
ständigen Kampf der gefühlsmäßigen Anlagen gegen die allzu realistischen Kräfte, die jegliches Gefühl ausschalten wollen, dabei aber den
Versuchen des Alltags nicht widerstehen können. Es verwundert daher nicht, daß die Sechs als ein Symbol für Harmonie und Ausgeglichenheit
zwischen Mann und Frau in einer Partnerschaft steht. Die Worte Sechs und Sex klingen sehr ähnlich, auch im Traum kann die Sechs eine erotische
Bedeutung haben. (Siehe auch „Zahlen“)
See
Assoziation: – zurückgehaltene Emotionen; häufig ein Gefühl der Ruhe und des Friedens.
Fragestellung: – Welche Gefühle kann ich leicht in mir bewahren?
Allgemein:
Ein See im Traum stellt die innere Welt der Gefühle und Phantasien dar, die unbewußte Seite des Träumenden, die eine reiche Kraftquelle sein kann,
wenn er sie anzuzapfen versteht. Ist der See verschmutzt, hat der Träumende Ideen und Vorstellungen übernommen, die ihm nicht entsprechen und
ihm daher nicht guttun. Klares Seewasser macht deutlich, daß der Träumende seine Ängste und Gedanken in bezug auf sich selbst geklärt hat.
Psychologisch:
Wie das Meer (siehe dort) ist der See Teil des kollektiven Unbewußten in ständiger Hinwendung zum persönlichen Unbewußten, nur das hier das
Ufer ein stilleres Gewässer umschließt, das nicht die Weite (des Meeres) kennt und auch nicht stets stürmisch aufgerührt wird. In der
Traumübersetzung kann der See also das stille Wasser (siehe dort) umreißen, das tief gründet. Wer von einem See träumt, kommt vielleicht in eine
ruhigere Zeit; wahrscheinlich kann er auf einen Lebensabschnitt zurückblicken, der ihn so angespannt hat, daß er sich nun mehr Beschaulichkeit ins
Dasein wünscht. Trotzdem vermag er sich nie ganz der Ruhe hinzugeben, denn plötzliche Stürme können im Traum seinen See aufpeitschen und den
Träumer im Wachleben gewissermaßen im Regen stehen lassen. Der See im Traum wird für die Heimat magischer Weiblichkeit und von Ungeheuern
gehalten, daher steht er für die dunklere Seite des Weiblichen. Solche Bilder spielen im Traum eine Rolle, wenn der Träumende die Angst vor diesem
Teil seiner Persönlichkeit verliert.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der See im Traum das Unbewußte und die Ursubstanz.
Volkstümlich:
(arab. ) : – großer, ruhiger und von reiner Farbe sehen: Aussicht auf frohe Zukunft und glückliche Bekanntschaften;
– stürmisch bewegter: Familienzerwürfnisse;
– darin fischen: du nutzt deinen Vorteil nicht.
(europ.) : – neue Entscheidungen drängen sich auf;
– einen sehen: man wird mit einem Menschen zusammentreffen, auf den der Ausspruch zutrifft „Stille Wasser sind tief“;
– in einem baden oder darauf fahren: der vorgenannte Ausspruch ist auf sich selbst anzuwenden;
– schmutziger oder trüber: Vorsicht, du sollst nicht blindlings auf ein vermeintliches Ziel lossteuern;
– ein schmutziger der von nackten Felsen und kahlen Bäumen umgeben ist: verheißt ein trauriges Ende im Geschäfts- und Liebesleben;
– ein schmutziger, von grünen Bäumen umgebener See: verkündet, daß die eigene Moral einem vor leidenschaftlichen Wünschen schützt;
durch deren Überwindung wird man die Energien in sichere und lohnende Bahnen lenken;
– sauberer und von Kahlheit umgebener See: es wird eine profitable Existenz durch leidenschaftliche Ausschweifungen ruiniert;
– ist das Wasser klar und ruhig und die Bootsfahrt vergnüglich: häusliche Behaglichkeit und Erfolg im Geschäft erwarten können;
bei stürmischen oder ungemütlichen Wetter: man ist mit Schwierigkeiten konfrontiert, die man mit Geduld überwinden wird;
– sich im klaren Wasser widerspiegeln: ist ein Zeichen für Freuden und viele treue Freunde;
– spiegeln sich im See grüne Bäume wider: man wird heftige Leidenschaft und Liebesglück genießen;
– steigen glitschige und unheimliche Bewohner des Sees auf und bedrohen einem: bedeutet Fehlschläge und eine schlechte Gesundheit
durch die Vergeudung von Zeit und Energie bei verbotenen Vergnügungen; man wird das Vergnügen bis zur Neigung auskosten und
Reue verspüren;

1271
– Träumt eine junge Frau davon, allein auf einem unruhigen und schmutzigen See zu sein, dann stehen ihr viele Schicksalsschläge bevor,
und sie wird frühere Ausschweifungen und die Mißachtung der Tugend bedauern. Dringt Wasser in Boot ein und kann sie das Bootshaus
unter großer Anstrengung noch sicher erreichen, unterliegt sie einer falschen Überzeugung, die sie jedoch überwinden wird. Eine ihr
nahestehende Person wird möglicherweise krank.
– Sieht eine Frau ein junges Paar, das sich aus derselben Lage retten kann, wird sie feststellen, daß ein Freund Vertrauensbrüche begangen
hat. Sie wird ihm jedoch verzeihen.
(ind. ) : – darin fischen: du wirst eine böse Frau bekommen;
– stiller und trüb: Unglück und Verfolgung;
– still, klar und sonnig: glückliche Verbindung;
– bei klarem Wasser bis auf den Grund sehen: du hast ein reines Gemüt;
– auf stürmischer fahren: du wirst einer Gefahr entgehen;
– stürmischen sehen: viele Beschwerden in der Liebe.
(Siehe auch „Fluß“, „Meer“, „Ozean“, „Wasser“)
Seefahrt
Artemidoros:
Es träumte einer, er fahre auf dem Aufsatz eines Dreifußes über das hohe Meer. Er wurde wegen politischer Vergehen angeklagt, verurteilt und auf
eine Insel verbannt; denn das Gerät, das ihn dahintrug, war rings von Wasser umspült und glich dem Äußeren nach einer Insel.
Allgemein:
Eine Schiffsreise ist ein weiteres Symbol für das ganze Leben des Träumenden, wenn er auf dem Schiff arbeitet. Sein Rang – ist er Kapitän oder
einfacher Matrose – zeigt an, wie weit der Träumende glaubt, selbst über sein Leben bestimmen zu können. Der Zustand des Schiffes deutet an, wie
zufrieden er mit seiner Existenz ist. Stürme zeigen Gefahren und Schwierigkeiten an. Alle Einzelheiten sollten in diesem Sinne gedeutet werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – unternehmen: du wagst zu viel.
(europ.) : – bringt Glück.
– auf stürmischer fahren: bedeutet Gefahren und Schwierigkeiten, die man selbst nicht verursacht hat;
– auf ruhiger fahren: Annehmlichkeiten aller Art, Glück und Erfolg im Geschäft; es ist ein glücklicher Bestimmungsort in Sicht
(ind. ) : – machen: Lust und Liebe;
– Seereise machen: du wirst fremde Länder kennen lernen.
(Siehe auch „Boot“, „Reise“, „Schiff“)
Seehafen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deutet auf glücklichen Erfolg.
(europ.) : – Glück und Ehre steht bevor, gute Nachrichten bekommen; man lebt in Ruhe und Zufriedenheit;
prophezeit Gelegenheiten zu Bildung und Reisen; allerdings werden einige Menschen Einwende gegen Ihre Pläne haben.
(ind. ) : – sehen: du kommst zu großen Ehren.
Seehund
Assoziation: – komische Ader, spielerische Leichtigkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben strebe ich nach mehr Spiel und Spaß?
Allgemein:
Da diese Tiere im Wasser leben, handelt es sich um Energien, die aus dem Unterbewußtsein aufsteigen und genutzt werden können. Wenn man bei
„Greenpeace“ organisiert ist, wird man des öfteren von Robben träumen, weil deren Geschicke einem zutiefst berührt. Ansonsten sind die restlichen
Traumbilder und die Handlungen der Robbe wichtig, um weitere Hinweise zu erhalten.
Volkstümlich:
(europ.) : – man ist unzufrieden und strebt nach einem zu hohen Ziel; man strebt nach einer Stellung, die auf Dauer die eigenen Kräfte übersteigt.
(Siehe „Tiere“)
Seekrank
Assoziation: – Emotionen, von denen es einem übel wird.
Fragestellung: – Welche Gefühle bin ich bereit über Bord gehen zu lassen?
Seekuh
Medizinrad:
Schlüsselworte: Menschenähnlich; Seejungfrauen; mütterlich; sozial; liebevoll.
Beschreibung: Seekühe beziehungsweise die hier gemeinte Familie der Rundschwanzseekühe oder Manatis sind große Säugetiere mit einem
zylindrisch geformten Körper, die in Küstengewässern oder Flüssen leben. Ihre Vorderbeine sind zu Flossen umgebildet, haben jedoch große
Ähnlichkeit mit menschlichen Armen. Die Mütterkühe halten ihre Babys in ihren Armen und drücken sie an ihre Brust. Sie sind sehr sozial
eingestellte Tiere, die sich gerne versammeln und miteinander spielen. Sie umarmen und »küssen« sich gegenseitig und stoßen eine Vielzahl
unterschiedlicher Laute aus. Rundschwanzseekühe sind langsam und nicht sehr vorsichtig, deshalb werden sie immer häufiger von Booten verletzt. In
der Antike und im Mittelmeer nannte man Seekühe auch Seejungfrauen oder Sirenen (noch heute ihr wissenschaftlicher Name: Sirenia) und fand, daß
sie dem Menschen ähnlich seien.
Allgemeine Bedeutung: Der nährende (körperlich und geistig) Teil deiner Natur; dein Bedürfnis, Zuneigung zu schenken und zu empfangen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung über deinen Ursprung im Wasser, entweder in der Gebärmutter oder zu Beginn der Evolution; ein Blick
auf den Teil deines Selbst, der, obwohl menschlich, sich an die Verbindung zum Tierreich und zum Element Wasser erinnert.
Seelen
Volkstümlich:
(europ.) : – von Seelen träumen: man wird mit guten Menschen zu tun haben;
– Seelenmesse: in einer verfänglichen Sache wird man Gnade finden;
– die eigene den Körper verlassen sehen: man engagiert sich für sinnlose Ziele, die das Ehrgefühl
verletzen und einem gewinnsüchtig und hartherzig machen;
– erblickt ein Künstler seine Seele in einer anderen: man wird Anerkennung finden, wenn er sich
seiner Arbeit widmet und keinen Sentimentalitäten nachgibt;

1272
– ist die Seele eines anderen in einem: man wird Zuspruch und Wohltaten von einem noch bislang unbekannten Freund erhalten;
– über die Unsterblichkeit der Seele zu diskutieren: man wird mehrere Möglichkeiten bekommen,
die ersehnte Bildung zu erhalten, und das Vergnügen haben, mit Intellektuellen zu verkehren;
– Sieht eine junge Musikerin eine andere junge Frau in hauchdünnen Kleidern auf der Bühne und glaubt,
ihre Seele sei in der anderen, zieht sie bei einem Engagement den kürzeren.
Seeleute / Seemann
Allgemein:
Bei den meisten Menschen ist die Vorstellung von Seeleuten recht antiquiert, und es ist dieses Bild welches gewöhnlich im Traum Gestalt annimmt.
Der Seemann im Traum steht für Freiheit, sowohl der Bewegung als auch des Geistes, und ist eine Verkörperung des Herumtreibers. Er ist der
Mensch, der sein Schicksal vollkommen in der Hand hat. Der heutige Seemann hat zusätzlich den Vorteil, daß er seine Umwelt beherrscht.
Psychologisch:
Kommt in einem Traum, vor allem im Traum einer Frau, ein Seemann vor, handelt es sich gewöhnlich um eine romantisierte Gestalt, die den
archetypischen Helden repräsentieren kann. Im Traum eines Mannes steht er für den Teil seiner selbst, der Freiheit sucht, aber eine Erlaubnis oder
Befugnis erhalten muß, um sich diese Freiheit zu nehmen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist der Seemann im Traum ein Symbol der Kommunikation. Der Aspekt der Freiheit hat einen Zusammenhang mit dem
Wesen des Merkur, der einen Auftrag erhält und ihn dann vergißt.
Volkstümlich:
(europ.) : – einer sein: ist ein Zeichen für Unruhe und Veränderung in den Angelegenheiten;
– sich in der Gesellschaft von Seeleuten befinden: man kann Nachrichten von weither erwarten oder die Ankunft eines Freundes.
(Siehe auch „Archetypen“, „Matrosen“)
Seemann
Allgemein:
Eine Symbolfigur für Fernweh, Abenteuerlust und unstete Gefühle.
(Siehe auch „Seeleute“)
Seemöwe
Medizinrad:
Schlüsselworte: Überall zugleich; Aasfresser; anpassungsfähig; keine Unterschiede machend; schlampig; laut; lästig; inspirierend; Anmut; Friede.
Beschreibung: Seemöwen, Vögel mit Schwimmhäuten und langen Flügeln, zählen an den Meeresküsten wahrscheinlich zu den am häufigsten
vorkommenden Vögeln. Einstmals ernährten sich Seemöwen hauptsächlich von Fisch und davon, was sie entlang der Küsten fanden. Jetzt fliegen
viele von ihnen auch ins Landesinnere und machen sich über die Abfälle der Menschen her. Seemöwen sind laut, schlampig und nicht wählerisch
hinsichtlich ihrer Ernährung. Doch erinnern ihr Flug und ihre Anwesen heit viele Menschen, die sie sonst vergessen würden, an die Schönheit der
Mutter Erde und an die Freiheit des Vogelvolkes.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil von dir, der alles aufhebt, ohne zu unterscheiden; die Notwendigkeit, Grenzen zu setzen; die Notwendigkeit, still zu
sein.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe der Inspiration und Freiheit.
Seeräuber
Allgemein:
Seeräuber ermahnt zu harter Arbeit, die zum Erfolg führt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein gefährliches Abenteuer bestehen.
(europ.) : – man wird in einer Sache zum Ziel kommen.
(ind. ) : – durch harte Mühen kommst du zu deinem Ziel.
Seereise (Siehe „Reise“, „Schiff“, „Seefahrt“)
Seerose
Psychologisch:
Symbol für Vollkommenheit und Schönheit – in bezug auf Empfindungen.
Volkstümlich:
(europ.) : – erblicken oder wachsen sehen: es stehen einem Wohlstand als auch Kummer und Trauer bevor.
(Siehe auch „Rose“)
Seeschlacht
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Geschäft wird einem Freude bereiten; auch: Beförderung in der Streitmacht für einen Freund oder Verwandten.
Seeschwalbe
Medizinrad:
Schlüsselworte: Anmut; Ozean; tauchen.
Beschreibung: Diese Wasservögel ähneln zwar Möwen, sind jedoch erheblich anmutiger und schlanker. Sie kreisen über dem Wasser und stürzen
sich dann auf ihre Beute. Normalerweise schwimmen sie nicht auf dem Wasser wie die Möwen.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil deines Selbst, der anmutig die Gewässer deines eigenen Lebens im übertragenen oder realen Sinne untersuchen
kann.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe des Ozeans.

1273
Seesturm
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Kummer.
Seetang
Assoziation: – Wachstum im Bereich der Emotionen; kann nähren oder erdrosseln.
Fragestellung: – Was entwickelt sich in meinem Meer der Gefühle?
Seetaucher
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wild; unheimlich; inspirierend; gesellig; stimmhaft; transformierend; magisch; Treue; Großmutter Mond.
Beschreibung: Der Seetaucher, im inneren Kreis des Medizinrads das Tier der mit dem Wasser verbundenen Großmutter Mond, ist ein entenähnlicher
Vogel, der sich von Fisch ernährt und tauchen kann. Er singt ein unheimliches Lied, das schon viele Dichter inspiriert hat. Darüber hinaus kann der
Seetaucher auch »jodeln«, klagende Rufe ausstoßen und mitunter Geräusche von sich geben, die einem Lachen ähneln. Für manche erdverbundene
Stämme symbolisiert der Seetaucher die Transformation, die Neugeburt, die Schöpfung und das Große Geheimnis.
Allgemeine Bedeutung: Dein kreativer Anteil; Transformation in deinem Leben; ein Teil von dir, der mit der dich umgebenden Gesellschaft nicht
synchron ist.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Der Ruf des Seetauchers in einem Traum kann dir helfen, zwischen den Schöpfungsreichen hin und her zu reisen; eine
Offenbarung über die Geheimnisse des Lebens; ein Symbol für wirkliche Transformation.
Segel
Allgemein:
Das Segel im Traum deutet auf den Vorsatz, verfügbare Kräfte sinnvoll zu nutzen. Die Form des Signals mag eine Rolle spielen. Altmodische Segel
sind ein Hinweis auf überholte Methoden, die Segel eines Rennbootes dagegen vielleicht auf den Einsatz moderner Technologie. Auch die Farbe des
Segels kann von Bedeutung sein.
Psychologisch:
Das Segel in einem Traum ist ein Hinweis, daß der Träumende sich in seinen Entscheidungen und bei seiner Lebensführung durch seinen Verstand
leiten läßt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verkörpert Segel wie der Wind, der sie bläht, die Kraft des Geistes, die den Menschen vorantreibt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine größere Reise antreten;
– raffen: günstige Lebensumstände.
(europ.) : – sehen: verkündet eine bevorstehende lange Reise.
(ind. ) : – sehen: Betrübnis;
– aufgebläht sehen: du hast immer noch Glück;
– zerrissen sehen: halte dein Glück fest, es will dich verlassen.
(Siehe auch „Farben“)
Segelboot
(Segelschiff)
Allgemein:
Segelboot (Segeln) deutet man wie Boot oder Schiff; außerdem muß oft noch das Symbol Wind mitberücksichtigt werden. Man wird von Inspiration
und Kreativität „in Bewegung gehalten“.
Psychologisch:
Es wird vom Wind, also gewissermaßen vom Geistigen getrieben. Wo es im Traum aufkreuzt, sollte man das bewußte Geschehen auf geistige Inhalte
prüfen. Die Sportart Segeln wird mir Freizeit und mit Reichtum assoziiert. Zugleich verweist Segeln im Traum auch auf eine geschickte Ausnutzung
des Windes. Man weiß also, wie der Wind weht, das heißt, man agiert klug. Wenn man allerdings wegen einer Flaute nicht vorankommt, dann ist das
als Hinweis auf eine ungünstige Situation zu sehen, in der man nur abwarten kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – prophezeit lange Reisen und Trennung von Freunden; in politischen Angelegenheiten treten Zwistigkeiten auf;
– in großer Ferne sehen: man wird auf eine positive Wende im Leben noch warten müssen;
– mit gesetzten Segeln fahren sehen: deutet auf eine günstige Zeit zur Verwirklichung von großen Plänen hin;
– auf einem fahren: große Pläne wird man durch eine außerordentliche Gelegenheit oder andere günstige Umstände
bald durchführen können;
– bei Windstille mit schlaffen Segeln dahintreiben sehen: deutet auf eine ungünstige Zeit zur Verwirklichung großer Pläne hin;
– bei Windstille darauf fahren: ein hochfliegender Plan wird sich nicht verwirklichen lassen;
– vor Anker sehen: kündet die Entstehung hochfliegender Pläne für die nächste Zukunft an;
– im Sturm sehen: bei der Durchführung hochfliegender Pläne wird man durch mißliche äußere Umstände
stark behindert werden; Schwierigkeiten können private Angelegenheiten gefährden;
– im Sturm auf einem sein: hochfliegende Pläne lassen sich nur unter großen Opfern verwirklichen;
– kentern sehen: ein hochfliegender Plan wird sich bald als undurchführbar erweisen;
– auf einem kenternden sein: für die Verwirklichung eines hochfliegenden Planes wird man große Opfer umsonst bringen;
– ein beschädigtes: die heimischen Angelegenheiten werden durch außergewöhnliche Ereignisse Schaden nehmen.
(Siehe auch „Boot“, „Schiff“, „Wind“)
Segelflugzeug
Psychologisch:
Es steht für ideelle geistige Beschwingtheit.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: durch eine Neuigkeit wirst du eine schöne Überraschung erleben.
(Siehe auch „Flugzeug“)

1274
Segeln
Volkstümlich:
(europ.) : – bei ruhiger See: man wird leicht zum vollkommenen Glück finden und von Armut und Elend verschont bleiben werden;
– auf einem kleinen Boot zu segeln: die Kraft wird nicht ausreichen, alle Wünsche zu erfüllen.
(Siehe auch „Meer“, „Segelschiff“, „Wasser“)
Segen
Allgemein:
Segen (Segnen) kann für Glück auf dem weiteren Lebensweg stehen, wenn man dafür alle Energien einsetzt. Segnet man selbst jemanden, soll man
anderen uneigennützig helfen.
Psychologisch:
Wird im Traum ein Segen erteilt, ist dies ein Ausdruck der Zustimmung – entweder der eigene oder der von jemand anderes – zu einer Haltung oder
Unternehmung. Je intensiver der Segen und je höherrangig der Segnende, desto befriedigender wird es für einem im Hinblick darauf sein, was dies
für das Wachleben bedeutet.
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden: sich scheinheilig zeigen;
– sich lassen: wahre Frömmigkeit wird dich beruhigen.
(europ.) : – bedeutet langes Leben, oder man wird unerwartet zu Geld kommen;
– jemandem segnen: zeigt die eigene große Hilfsbereitschaft an, denn man wird jemanden tatkräftig unterstützen;
– gesegnet werden: neue kraftvolle Energien steigen aus dem Innersten auf, die einem bald helfen werden.
(ind. ) : – erhalten: du wirst sehr alt werden;
– spenden: du kannst dich mit deiner Familie sehr freuen, denn eine Botschaft aus dem Ausland wird dich von aller Not befreien;
– sehen : wenn für dich auch alles noch sehr trübe aussieht, verliere den Mut nicht. Es wird bestimmt besser.
Sehnsucht / sich sehnen
Allgemein:
Häufig werden Gefühle in Träumen verstärkt. Ein Bedürfnis, mit dem der Mensch im Alltag bestens umgehen kann, wird im Traum zu einer
sehnsuchtsvollen Suche. Ein solcher Traum wirft ein Licht auf ein Gefühl, welches der Träumende sich genau anschauen muß, um es zu verstehen.
Psychologisch:
Bedürfnisse und vor allem Gefühle, die lange Zeit verdrängt werden, drängen mitunter machtvoll und verstärkt an die Oberfläche von Träumen.
Dabei können sich scheinbar normale Alltagswünsche zu machtvollen Sehnsüchten auswachsen und den Träumenden mit ihrer Gewalt erschrecken.
Spirituell:
Vielleicht ist der Träumende durch die anscheinend nicht enden wollende Suche nach seinem spirituellen Selbst ungeduldig geworden. Diese
Ungeduld manifestiert sich im Traum oft durch ein sehnsuchtsvolles Gefühl.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißen Kräfte, die man nicht vergeuden soll; auch: man ist gleichgültig, wo mein eigentlich freundlich sein wollte;
– nach der Gegenwart eines Menschen sich sehnen: man bekommt sehr bald beruhigende Nachrichten von abwesenden Freunden;
– Wenn eine junge Frau glaubt, ihr Geliebter sehne sich nach ihr, wird sie sich bald darüber freuen können, daß ihr jemand den
langersehnten Heiratsantrag macht. Wenn sie davon träumt, daß sie sich nach ihm sehnt, wird sie allein gelassen werden, und
ihre Sehnsucht wird schnell wachsen.
Seide
Allgemein:
Seide bringt oft Eitelkeit, streben nach mehr Ansehen und Geltung zum Ausdruck; dahinter stehen aber keine entsprechenden Leistungen, so daß man
meist scheitern wird.
Psychologisch:
Weist auf die zarten Gefühle hin, die man gegenüber anderen hegt. Wer im Traum Seide trägt, kann sich zeitweilig auf einen fröhlichen
Lebenswandel, auf verläßliche Partner und Freunde freuen. Aber auch Negatives kann diese Seide aussagen; denn nicht umsonst lautet ein
Sprichwort „Manch Seidenkleid ist gefüttert mit Herzeleid“, übersetzt: Das schöne Äußere kann nicht über jeden Kummer hinwegtäuschen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder gebrauchen: guten Geschäftserfolg haben; glatt durchs Leben gehen;
– rote: verwundet werden;
– schwarze: Trauer;
– selbst anfertigen: klüger erscheinen als man ist;
– sich selbst in Seide gehüllt sehen: man wird es irgendwann in seinem Leben zu Reichtum bringen;
– ein gewand aus Seide nähen: man wird stets von guten Freunden umgeben sein, von denen er geschätzt wird;
– einen guten Freund in einem Seidengewand sehen: Ärger und Neid wird viel Leid mit sich bringen.
(europ.) : – schillernde: stellt dich vor einen Wegweiser mit 12 Richtungen und läßt dich raten, welchen Weg du im Leben einschlagen sollst;
– sehen: du hast große Wünsche; verheißt eine angenehme und wohlhabende Umwelt;
– kaufen: du wirst in gute Vermögenslage kommen; auch: man ist drauf und dran, seine Geliebte oder Geliebten zu betrügen;
– tragen: deine Eitelkeit schadet dir;
– Seidenkleider tragen: hohe Ambitionen werden sich verwirklichen; man möchte von seiner Umwelt noch mehr bewundert werden;
Freundschaften mit Menschen, von denen man sich entfremdet hatte, werden neu belebt;
– rote: du hast Wunden und Verletzungen zu befürchten;
– herstellen: man wird viele Freunde haben, die sich sehr wohl bei einem fühlen;
– weben: Angst und Sorgen im Geschäft; man wird in seinem Leben noch viele Unsicherheiten zu bewältigen haben;
– ein Taschentuch aus Seide sehen: Ihre charmante, charismatische Art strahlt in der ganzen Heiterkeit auf andere aus
so daß Sie das Glück geradezu anziehen;
– Träumt eine junge Frau von alter Seide, ist sie sehr stolz auf ihre Vorfahren und wird von einem wohlhabenden, aber nicht ganz jungen
Mann umworben. Ist die Seide schmutzig oder verschlissen, wird die junge Frau den Stolz auf ihre Ahnen verkommen lassen.
– Träumt eine junge Frau davon, Seidenkissen zu nähen, wird sie innerhalb weniger Monate einen Bräutigam gefunden haben.
(ind . ) : – kaufen: du wirst dich verletzen;
– sehen: günstige Umstände in den nächsten Tagen.
(Siehe auch „Samt“)

1275
Seidenfabrik
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst neue Freundschaften schließen.
Seidenfärber
Volkstümlich:
(ind. ) : – unerwarteter Besuch.
Seidenpflanze
Medizinrad:
Schlüsselworte: Anmutig; kraftvoll; tief heilend; reaktionsbeschleunigend; transformierend; Luft oder Schmetterlingsclan.
Beschreibung: Die Amerikanische Seidenpflanze, die im Medizinrad mit der Luft- oder der Schmetterlingsclan- Position im inneren Kreis in
Zusammenhang steht, ist unter dem botanischen Namen Asclepias tuberosa bekannt und mit Schwalbenwurz (Asclepias syriaca) und Wolfsmilch
(Euphorbia) verwandt. Die Amerikanische Seidenpflanze ähnelt mit ihren großen Samenhülsen dem Löwenzahn. Heiler vertreten die Auffassung,
daß die Pflanze den Milchfluß bei stillenden Müttern unterstützt und die Lungen reinigt. Eine zu große Dosierung kann jedoch
Verdauungsbeschwerden verursachen.
Allgemeine Bedeutung: Schneller Wandel; Heilung; Auflösung von Blockaden; ein Hinweis zur Vorsicht, die eigene Fassungskraft zu überfordern.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Die Fähigkeit, voll zu atmen; tiefe Freisetzung von blockierter Energie.
(Siehe auch „Schwalbenwurz“)
Seidenraupen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder züchten: sehr fleißig sein; du wirst eine einträgliche Beschäftigung finden.
(europ.) : – symbolisiert die Teilnahme an einem einträglichen Unternehmen, daß einem zu Ruhm verhilft;
– tote oder den Kokon durchbrechende sehen: kündigen Rückschläge und schwierige Zeiten an.
(ind. ) : – du hast gute Freunde.
(Siehe auch „Raupe“)
Seife
Assoziation: – Reinigung, Läuterung.
Fragestellung: – Muß ich mich von irgend etwas reinwaschen?
Allgemein:
Seife im Traum steht für Reinigung. Möglicherweise muß der Träumende für sich eine reine Umgebung schaffen, was auch angemessenes Verhalten
betrifft. Seife zeigt an, daß man sich von einem Verdacht oder einer Schuld reinwaschen soll. Benutzt man sie zum Waschen, muß man oft auch mit
Hinterlist und Verleumdung rechnen. In sexuellen Träumen kann Seife auch die Samenflüssigkeit symbolisieren.
Psychologisch:
Mit der Seife soll der Träumer nicht etwa an größere Reinlichkeit im Alltagsleben erinnert werden. Aus bewußter Erfahrung wissen wir, daß sie
leicht aus den Händen gleiten kann, was – übersetzt – die Unmöglichkeit umschreibt, eine Angelegenheit ins reine zu bringen, weil wir ihre Tragweite
noch nicht erfassen können. Seife kann auch das Bedürfnis des Träumenden darstellen, mit sich selbst ins reine zukommen. Er fühlt sich vielleicht
aufgrund eines bestimmten Erlebnisses oder einer konkreten Situation beschmutzt, und der Traum macht ihn auf die Notwendigkeit aufmerksam, sich
damit auseinanderzusetzen. Werden wir im Traum von jemandem eingeseift, will uns im Wachleben ein Mitmensch wohl übervorteilen; umgekehrt
kann das genauso sein, wenn wir jemanden einseifen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet Seife im Traum die Befreiung von einem Makel aus der Vergangenheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – man fühlt sich angegriffen und versucht, sich zu verteidigen; Vorsicht vor Hinterlist; auch: Freundschaften
werden sich zu interessanten Unterhaltungsmöglichkeiten entwickeln; Bauern winkt Erfolg;
– sehen: mahnt, auf seinen Ruf zu achten; auch: eine unerwartete Begegnung wird eine Lösung der
Angelegenheiten zur Folge haben, die bislang verwirrt haben;
– unbenutzt liegen lassen: bringt verwickelte Geschichte;
– benutzen: deine Angelegenheiten werden sich gut ordnen; man wird grundlos verdächtigt;
– sich damit die Hände waschen: eine tiefe Schuld bedrückt einem, die man baldmöglichst wieder gut machen sollte;
– Nimmt eine junge Frau ein Seifenbad, kann sie zukünftig beträchtliche und einträgliche Fähigkeiten ihr eigen nennen.
(ind. ) : – sehen: du wirst verworrene Geschäfte ordnen;
– kaufen: guter Hausstand;
– gebrauchen: du wandelst auf schlüpfrigen Wegen.
Seifenblasen
Assoziation: – hochfliegend, loslassen, unrealistische Erwartungen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich zu einem Höhenflug bereit? Wo befürchte ich, daß sich meine Erwartungen nicht erfüllen?
Allgemein:
Vielleicht sind Seifenblasen im Traum ein Ausdruck des kindlichen Bedürfnisses, Spaß zu haben. Andererseits machen Seifenblasen dem
Träumenden die vorübergehende Natur des Glücks und seine Sehnsucht nach Illusionen bewußt. Seifenblase symbolisiert die Vergänglichkeit; das
bezieht sich meist auf Erwartungen, Hoffnungen oder Illusionen, die nicht erfüllt werden.
Psychologisch:
Seifenblasen sind wunderschön, aber äußerst Zerbrechlich. Sie erinnern den Träumenden daran, daß die Existenz des Menschen vergänglich ist, daß
nichts immer währt. Sie läßt im Wachleben unsere Hoffnungen und Illusionen nur zu leicht zerplatzen. Bei diesem Traumbild sollten wir darauf
achten, ob wir selbst oder andere die Seifenblasen herstellen, um daraus und aus anderen Symbolen mehr zu erfahren.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Seifenblase im Traum das illusionäre Element des alltäglichen Lebens und ganz besonders des
Tagtraums.

1276
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder machen: deine Erwartungen zerrinnen; man sollte sich davor hüten, von Äußerlichkeiten sich täuschen zu lassen.
(europ.) : – gelten für das Mißlingen eines Unternehmens; auch: Vermeide Verschwendung, oder man wird seine(n) Freund(in) verlieren;
– sehen: man hüte sich vor Illusionen, weil es bittere Enttäuschungen geben kann;
– herstellen: eine Illusion wird zu einer Enttäuschung führen.
(ind. ) : – überlege, was du tun willst;
– du wirst ein kurzes Glück genießen.
Seifensieder
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sein: Widriges auszuführen haben.
Seil
Assoziation: – Verbindung, Einschränkung.
Fragestellung: – Was will ich zusammenfügen oder unter Kontrolle bringen?
Allgemein:
Seil steht oft für gefühlsmäßige oder sexuelle Abhängigkeit, die so stark ist, daß man Angst davor hat. Außerdem sind folgende Bedeutungen
möglich:
– Seil sehen fordert auf, sich mit anderen zu verbünden, um ein Ziel zu erreichen.
– Seil zum Festbinden oder Verschnüren verwenden kündigt an, daß eine gewünschte Verbindung nicht gelingen wird.
– Seil aufknoten fordert zur Toleranz für andere auf, damit man die Verbindung zu ihnen nicht zerstört.
Psychologisch:
Das Seil, das im Traumbild etwas umspannt oder bindet, ist für das Wachleben ähnlich zu werten: als alles umspannende Gedanken oder als Wunsch
nach einer festen Bindung. Werden wir von anderen mit dem Seil festgebunden, kann das auf Hörigkeit in einer bestehenden Verbindung hindeuten.
Und wer im Traum beim Tauziehen zuschaut oder mitmacht, möchte im Wachleben gern mit dem Partner am selben Strang ziehen. Wenn man sich
aber auf einem Seil tanzen sieht, hat man sich wohl etwas vorgenommen, was nicht leicht zu bewältigen ist. Stürzt man beim Seiltanz ab, sollte man
lieber von einem Plan die Finger lassen, der einen nur in unlösbare Konflikte stürzen würde.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: langwierige gewagte Unternehmungen;
– verwickeltes entwirren: verworrene Zustände klären;
– an einem hängen: man muß sich vor leichtfertigen Handlun gen und Entscheidungen in acht nehmen;
– an einem herunterklettern: gefährliche Dinge unternehmen oder ausführen;
– an einem hinaufklettern wollen und nicht können: was du unternimmst, bleibt ohne Erfolg;
– zerschneiden: man wird sich einen Vorteil durch den Schaden anderer verschaffen, damit aber nicht so recht zufrieden sein.
(europ.) : – warnt uns vor voreiliger Verbindung, gibt aber den Rat, nie die Hoffnung sinken zu lassen; durch starke sexuelle Bindung (Hörigkeit)
hervorgerufener Angsttraum; verheißen Überraschungen und Komplikationen in Affären sowie ungewissen Flirt;
– sehen: man wird eine mitmenschliche Verbindung eingehen;
– ein gespanntes sehen: man läßt sich in Wagnisse ein, die sehr gefährlich sein könnten, vielleicht stellt jemand einem eine Falle;
– spannen oder etwas damit festbinden: das Bemühen um die Herstellung einer Verbindung zu einer Sache
oder zu einem Menschen wird vergeblich sein;
– lösen: man wird jemanden durch Toleranz für sich gewinnen;
– an einem hochklettern: man wird Feinde überwinden; gerade durch Mut und Entschlossenheit wird man seine Ziele erreichen;
– sich abseilen: bringt Enttäuschungen;
– an Seilen angebunden sein: man wird wahrscheinlich gegen seinen Willen einer Liebe entsagen;
– eins zertrennen: man ist in der Lage, Feindschaft und Konkurrenzkampf zu überwinden;
– Pferde festbinden: man wird Macht haben, über andere zu verfügen;
– über eines laufen: man wird riskante Spekulationen anstellen – doch überraschenderweise mit Erfolg;
– andere seiltanzen sehen: man wird von den Unternehmen anderer profitieren;
– seilspringen: verheißt, daß man seine Kollegen mit einer unglaublichen Eskapade erschrecken wird;
– mit Kindern seilspringen: man ist selbstsüchtig und herrisch;
– ein Seil mit dem Fuß abzufangen: man wird in guten Momenten warmherzig sein;
– von einem Hotelfenster zu anderen Personen hinunterlassen, da man denkt, der Eigentümer verwehre
einem den Einlaß: man wird sich an einem Unternehmen beteiligen, daß den Freunden etwas unheimlich
erscheint; doch wird diese Angelegenheit für einem vergnüglich und interessant sein;
– Für eine junge Frau ist dieser Traum ein Vorbote von unanständigen Vergnügungen.
(ind. ) : – machen: keine gute Vorbedeutung;
– machen sehen: du wirst nicht recht vorwärts kommen;
– hinauf- oder herabklettern: du bist auf falschem Wege;
– zerschneiden: du wirst Anderen Schaden bringen.
(Siehe auch „Draht“, „Schnur“)
Seiler
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeiten sehen: dein Wohlstand nimmt eher zu als ab;
– als solcher arbeiten: du wirst einen schlechten Geschäftsmann abgeben.
Seiltänzer
Allgemein:
Seiltänzer bedeutet inneres Gleichgewicht, das durch Risiken gefährdet sein kann. Stürzt er vom Seil, wird man Schaden nehmen, während der Tanz
auf dem Seil vor Übermut warnt oder Erfolge und Harmonie verspricht. Nicht selten kommt in dem Symbol eine tiefe seelische Krise zum
Vorschein, die man durchstehen muß, auch wenn man fürchtet, dabei das innere Gleichgewicht und die Stabilität zu verlieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: nur durch Vorsicht kannst du ein großes Unglück von dir abwehren;
– sein: durch Ausdauer und Kühnheit überwindest du jedes Hindernis.

1277
(europ.) : – sehen: warnt vor gewagten Unternehmungen, die einem schaden werden;
– abstürzen sehen: ein gewagtes Unternehmen geht schlecht aus;
– selbst einer sein: das seelische Gleichgewicht wird durch andere bedroht;
– selbst als solcher abstürzen: man wird einen schweren seelischen Konflikt erleben.
(ind. ) : – sehen: glaube nicht, daß dir die Mitmenschen helfen würden, wenn du in Not wärest.
(Siehe auch „Seil“)
Seite
(Position)
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Objekt nur seitlich sehen: jemand wird die ehrlichen Vorschläge von einem gleichgültig behandeln;
– eine schmerzende haben: man wird Probleme haben, die die Geduld schwer belastet;
– eine gesunde haben: bedeutet Erfolg in der Liebe und im Beruf.
(Siehe auch „Körper“)
Seitengewehr
Volkstümlich:
(arab. ) : – tragen: du wirst dich unnötig plagen.
Seitenstechen
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: Krankheit.
Seitenweg
Volkstümlich:
(arab. ) : – einschlagen: du weichst von deiner eigentlichen Laufbahn ab.
Sekretär(in)
Assoziation: – Organisation, Ordnung, Hilfe.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben muß ich mich organisieren?
Psychologisch:
In Männerträumen ist sie häufig der Wunsch nach einer erotischen Verbindung zu ihrer echten Sekretärin. In anderen Träumen zeigt sie Ihre
Lebensbereiche an, die zwar wichtig sind, aber trotzdem eine untergeordnete Rolle spielen. Um näheren Aufschluß zu gewinnen, sind hier die
Handlungen der Sekretärin wichtig.
Sekt
Psychologisch:
Dieses schäumende Getränk zeigt entweder überschäumende sexuelle Bedürfnisse an, die Sie bald nicht mehr kontrollieren können, oder zeigt Ihren
inneren Widerstand gegen gesellschaftliche Normen. Meistens steht der Sekt jedoch für Ihren Wunsch nach lustiger Gesellschaft.
Volkstümlich:
(europ.) : – deutet einen Ausbruch aus der auferlegten Disziplin an; oft sexuell zu verstehen;
– sehen: bedeutet ein Glück von kurzer Dauer;
– alleine trinken: man findet in seiner Umgebung kein Verständnis;
– in Gesellschaft trinken: kündet einen fröhlichen Zeitvertreib an;
– eine Sektflasche zerbrechen: ein stürmisches Erlebnis steht bevor.
(Siehe auch „Alkohol“, „Champagner“)
Sekundanten
Allgemein:
Sekundant taucht im Traum nicht als Helfer auf, sondern warnt vor schwerer Verleumdung durch eine vertraute Person.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: man wird dich verleumden.
Selbstbildnis
Allgemein:
Wenn Sie im Traum ein Bild von sich selbst erblicken, dann zeigen all Ihre Handlungen, Gesten, Worte und Verhaltensweisen auf, wie Sie sich selbst
beurteilen oder verstehen. Sehen Sie ein Portrait von sich selbst, waren Sie in letzter Zeit nicht ehrlich sich selbst gegenüber und viel zu sehr von
Ihren Qualitäten und Meinungen überzeugt.
Selbstmord
Assoziation: – Selbstzerstörung, einen Teil des Selbst aufgeben.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir muß gehen? Was will ich nicht mehr mitmachen?
Allgemein:
Ein Traum von Selbstmord macht den Träumenden auf das gewaltsame Ende vielleicht eines Projektes oder einer Beziehung aufmerksam. Der Akt
ist auch ein Zeichen von Wut auf das Selbst. Er kann zudem das Ende eines Geschäftes oder einer Geschäftsbeziehung ankündigen.
Psychologisch:
Keine Angst vor dem Selbstmord im Traum! Mit diesem Bild will uns das Unbewußte vielleicht nur mahnen, mit unseren Kräften keinen Raubbau zu
treiben, unsere Lebensweise zu ändern. Emotional betrachtet, ist der Selbstmord im Traum vielleicht auch ein Hinweis darauf, daß der Träumende
möglicherweise nicht mehr dazu in der Lage ist, mit einer bestimmten Situation in seinem Leben zurechtzukommen. Das bedeutet aber nicht, daß der
Träumende tatsächlich selbstmordgefährdet ist. Selbstmord im Traum kündigt lediglich das absichtlich herbeigeführte Ende einer Lebensphase an.
Spirituell:
Auf dem spirituellen Weg muß oft das alte Selbst losgelassen werden. Im Traum kommt dies als Selbstmord zum Ausdruck.

1278
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigt an, daß man mit seinem jetzigen Leben brechen und ein klügeres, geregelteres beginnen soll;
auch: Zeichen für ein überanstrengtes Gemüt und eine Warnung vor einem Wechsel der Umgebung;
– selbst begehen: man leidet stark unter einem Mißerfolg;
– andere zu sehen oder zu hören, die diese Tat begehen: Fremde werden Einfluß auf einem ausüben;
– Glaubt eine junge Frau, ihr Liebster begehe Selbstmord, so wird Ihre Enttäuschung über seine Untreue sich noch verstärken.
(ind. ) : – begehen: selbstverschuldetes Unglück.
(Siehe auch „Tod“)
Selbstverteidigung
Assoziation: – Arbeit an der Wut.
Fragestellung: – Nach welcher inneren Stärke suche ich?
Selbstzerstörung
Assoziation: – brennender Schmerz.
Fragestellung: – Was muß ich zerstören, um mich lebendig zu fühlen?
Selene (Siehe „Götter“)
Self-made-man
Volkstümlich:
(europ.) : – einem Vorbild gemäß handeln und wirtschaften.
Seligsprechung
Volkstümlich:
(europ.) : – Güte wird belohnt werden.
Sellerie
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: von gewisser Seite belastet werden.
(europ.) : – sei vorsichtig in der Wahl deines Umgangs; auch: bedeutet gute Gesundheit und häusliche Behaglichkeit;
– frisch und knackige Selleriestangen: man wird reicher und einflußreicher sein, als man je zu hoffen wagte;
– verrotten sehen: es ereignet sich bald ein Todesfall in der Familie;
– essen: mit grenzenloser Liebe und Zuneigung beschenkt werden;
– Ißt eine junge Frau ihn zusammen mit ihrem Geliebten, kommt sie zu großem Besitz.
(ind. ) : – essen: du wirst eingeladen; große Freude;
– kaufen: Liebesabenteuer.
Seminar
Assoziation: – Prozeß, Selbsterfahrung.
Fragestellung: – Welche Fähigkeiten will ich entwickeln?
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darin sein: eine Trennung steht dir bevor.
(europ.) : – sehen: du sollst lernen und versuchen weiterzukommen.
(ind. ) : – du wirst hintergangen.
Semmel
Allgemein:
Semmel deuten alte Traumbücher als allgemeines Erfolgssymbol. Der Kauf soll Gewinne verkünden, ißt man sie, verspricht das Erfolg durch
Beharrlichkeit. Auch Semmelmehl versteht man im Sinne von Ansehen und Erfolg.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: gute Nahrung bekommen.
(europ.) : – bedeutet Glück und Segen;
– Semmelkrumen: verheißt viel Geld;
– Semmelmehl: bedeutet Ansehen und Anerkennung;
– kaufen: Gesundheit und Wohlergehen;
– essen: Erfüllung mancher Wünsche.
(ind. ) : – kaufen: Gewinn;
– essen: du gehst beharrlich deinen Weg;
– schneiden: du bist zu sparsam, denke an deine Gesundheit;
– Semmelmehl: du fügst anderen Schaden zu.
Sendung
(Hörfunk und Fernsehn)
Allgemein:
Wenn man träumt, daß man sich an einer Fernsehsendung beteiligt, dann möchte man bewußt ein breites Publikum erreichen. Das kann ein Risiko für
den Träumenden darstellen, weil er keine Mittel besitzt, um die Reaktion des Publikums zu messen. Wenn der Träumende in seinem Traum Radio
hört, bedeutet dies, daß er sich das genau anhören soll, was andere Menschen versuchen, ihm zu vermitteln.
Psychologisch:
Ein Traum von einer Fernseh- oder Rundfunksendung kann bedeuten, daß der Schauspieler im Träumenden eine Form des Selbstausdrucks sucht.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht die Sendung in Funk und Fernsehen für Spiritualität mit großer Reichweite.

1279
Senf
Artemidoros:
Senf ist nur Ärzten nützlich, allen übrigen Menschen verursacht er heftige Schmerzen und bringt Verborgenes zutage. Es träumte jemand, er trinke
zerriebenen Senf, nun war er in einen Prozeß verwickelt, und die Anklage lautete auf Mord. Er wurde verurteilt und geköpft; denn er war das Getränk
weder gewöhnt, noch war es überhaupt trinkbar. Außerdem war der Senf, den er getrunken, vorher durch ein sogenannten Durchschlag geschieden
worden; deshalb kam er durch einen Schiedsmann, das heißt durch einen Richter, zu Tode. (Wortspiel: krinein = sowohl scheiden als auch
entscheiden und richten.)
Allgemein:
Senf warnt davor, sich auf „krumme“ Geschäfte einzulassen.
Psychologisch:
Haben Sie im Traum „Ihren Senf dazugegeben“? Dann waren Sie mit Ironie und intellektueller Schärfe an einem Gespräch beteiligt. (Oder, viel
banaler: Sie haben Heißhunger auf Scharfes – und träumen davon.)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er bereite das Essen mit Senf, wird er viele Leute vor Gericht ziehen und schädigen;
ißt er selbst davon, wird ihn die Not nicht verschonen.
(europ.) : – zeigt Klatsch mit Nachbarn an; man wird verworrene Geschäfte machen; ein solcher Traum bedeutet auch Zwietracht unter Verwandten;
glaubt man scharfen Senf zu schmecken, so werden derartige Reibereien dem Träumenden Schaden verursachen; Gefahr durch freie
Rede; man sollte das Gehörte nicht wiederholen;
– bedeutet für den Landwirt wachsen und gedeihen zu sehen; Zufriedenheit und Erfolg; für den Seefahrer: Reichtum;
– Senfkörner essen und das Brennen im Mund verspüren: man wird eine übereilte Handlung, gefolgt von Kummer, bitter bereuen.
(ind. ) : – essen: eine Gefahr steht bevor.
Senfkörner
Volkstümlich:
(ind. ) : – du tust mit Freuden deine Pflicht.
Senfpflaster
Volkstümlich:
(arab. ) : – auflegen: böse Zungen werden dir schaden.
Senfteig
Volkstümlich:
(ind. ) : – kleine Leiden.
Senil
Assoziation: – Arbeit an nachlassenden Fähigkeiten.
Fragestellung: – Was ist mir nicht mehr wichtig?
Senner(in)
Volkstümlich:
(europ.) : – (Alpenhirt, Bewirtschafter einer Senne): du wirst ein freies Leben führen.
Senkblei
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit hantieren: deine Rechtschaffenheit erregt überall Anstoß.
(europ.) : – geschäftliche Erfolge gehen zurück;
Sekgrube
Assoziation: – Ansammlung von Negativität, Recycling.
Fragestellung: – Was filtere ich heraus?
Senkrecht (Siehe „Positionen“)
Sense
Allgemein:
Die Sense ist ein Schneidewerkzeug und hat daher eine ähnliche Bedeutung wie das Messer. In Träumen ist sie meist ein Hinweis darauf, daß der
Träumende unwichtige Handlungen oder Überzeugungen aus seinem Leben „herausschneiden“ sollte. Dabei muß er recht hart vorgehen, damit er das
gewünschte Ziel erreichen kann.
Psychologisch:
Die Sense ist ein sehr altes Symbol für das Verstreichen der Zeit. Wenn sie im Traum erscheint, zeigt dies, daß der Träumende Verbindung mit
tiefverwurzelten Vorstellungen und Ideen aufgenommen hat. Er wird sich dessen bewußt, daß in seinem Umfeld augenblicklich möglicherweise
Leben oder Energie zerstört wird, auch wenn dies nicht notwendigerweise seinen eigenen Tod bedeutet. Wer im Traum mit der Sense hantiert, will
etwas bereinigen, das schon lange ansteht. Wenn andere mit ihr arbeiten, besagt das, daß uns unsere Mitmenschen am liebsten einen Kopf kürzer
machen möchten, weil wir ihn einfach zu hoch tragen, das heißt, daß wir zu arrogant auftreten. Die Sense ist ein Attribut des Sensenmannes, wie der
Tod auch genannt wird. Deshalb kann sie im Traum auch ein Hinweis auf Krankheit, Alter und Tod sein. Im allgemeinen verkörpert sie aber, wie alle
anderen spitzen und schneidenden Gegenstände die Neigung zur Aggression. Auch Durchsetzungsvermögen, Rücksichtslosigkeit und Gefühlsarmut
können sich in diesem Traumbild ausdrücken.
Spirituell:
Die Sense ist wie die Sanduhr ein Requisit von Gevatter Tod und symbolisiert daher das Ende der physischen Existenz.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein seit langer Zeit gehegtes Vorhaben ließe sich jetzt in die Tat umsetzen; die Gelegenheit dazu ist günstig;
auch: warnt vor übereilten Handlungen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind;
auch: ein Bekannter wird dich beleidigen.

1280
(europ.) : – sehen: die Zeit der Erfüllung eines lange gehegten Wunsches ist gekommen;
bedeutet, daß die Wahl, die man getroffen hat, die richtige ist; man soll auf einen Standpunkt verharren;
auch: man wird von jemandem aus der unmittelbaren Umgebung gekränkt werden;
– eine kaputte: bedeutet Trennung von Freunden oder geschäftlichen Mißerfolg;
– mit einer arbeiten: im Freundeskreis wird ein Todesfall stattfinden.
(ind. ) : – damit mähen: in Klatscherei kommen;
– sehen: du wirst keine Not leiden.
(Siehe auch „Messer“, „Skelett“, „Schneiden“)
September
Volkstümlich:
(europ.) : – steht für Glück.
Serail
(Palast des Sultans)
Volkstümlich:
(europ.) : – Verlockungen.
(ind. ) : – du wirst Torheiten begehen.
Seraph
(AT „Läuternde“- Gott anbetend, umschwebender sechsflügliger Engel)
Volkstümlich:
(europ.) : – unsichtbare Helfer sind um uns.
Serenade
Volkstümlich:
(europ.) : – eine hören: man erhält gute Nachrichten von Freunden aus der Ferne; die Erwartungen werden nicht getäuscht;
– singen: in Zukunft kommen viele entzückende Dinge auf einem zu.
Serpentin
Medizinrad:
Schlüsselworte: Fruchtbar; Fundament; Heilung; Schlange; formbar; Geheimnis; Shawnodese, südlicher Hüter des Geistes.
Beschreibung: Serpentin, das Mineral, das mit Shawnodese, dem südlichen Hüter des Geistes, und mit Wasser assoziiert wird, ist ein
Magnesiumsilikat und kommt weltweit recht häufig vor. Es ist von fettiger und wachsähnlicher Struktur. Farblich variiert er von Olivgrün bis Weiß.
Serpentin erhielt seinen Namen zum einen, weil man meinte, daß man mit ihm den Biß einer Schlange (englisch: serpent) heilen könnte, und zum
anderen, weil er dem Aussehen nach dann und wann der Haut einer Schlange ähnelt.
Allgemeine Bedeutung: Schlange; das Weibliche; Sexualität; etwas Geheimnisvolle; das Fundament deiner weiblichen Sexualität.
Asso ziation: Serpentinen – sich windende Paßstraßen im Gebirge.
Transzendente Bedeutung: Gesteigerte Befähigung zur Prophetie; tiefes Verstehen dessen, was dir die Schlange alles bedeuten kann.
Serviette
Volkstümlich:
(europ.) : – das Resultat eines Vorhabens wird durch Launenhaftigkeit beeinträchtigt;
– angenehme Nachrichten werden einem bald erreichen; man wird bei geselligen Festen eine wichtige Rolle spielen;
– Träumt eine junge Frau von verunreinigte Servietten, stehen erniedrigende Ereignisse bevor.
(ind. ) : – du wirst dir dein Glück selbst zerstören.
Sesam
Artemidoros:
Sesam ist nur Ärzten nützlich, allen übrigen Menschen verursacht er heftige Schmerzen und bringt Verborgenes zutage.
(Siehe auch „Kuchen“)
Sessel
Allgemein:
Sessel versteht die traditionelle Traumdeutung als bevorstehende chronische Krankheit.
Psychologisch:
Wenn man sich im Traum in einem bequemen Sessel sitzen sieht, gilt das als Hinweis darauf, sich im Alltag mehr Ruhe und Entspannung zu gönnen.
Sieht man andere darin sitzen, kann man sich im Wachleben von seinem Mitmenschen kaum viel Hilfsbereitschaft erwarten, so daß man sich lieber
auf sich selbst verlassen sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Sessel bedeutet Amt und Würde, ferner eine Frau.
– Träumt einer, er finde einen hölzernen Sessel und setze sich hinein, wird er Gewalt über mächtige Herren bekommen,
ist der Sessel aus Eisen, wird er eine vornehme Dame heiraten, ferner Macht und Reichtum gewinnen;
jedoch bedeutet der hölzerne Sessel größere Macht und größeren Reichtum.
– Ist der Sessel, in den er sich setzt, von fremder Art, wird er sich mit einer fremdländischen Frau in Liebe vereinen.
– Ist er fremdartig und aus Holz, wird er eine zeitlich begrenzte Macht in der Fremde erringen entsprechend der Dauer des Sitzens.
– Der hölzerne Sessel oder der Thron prophezeit einem Mann große Machtbefugnis, der eiserne Reichtum, Macht und eine Frau;
alles, was diesen Gegenständen zustößt, wird sich an diesen Personen erfüllen.
– sehen oder darauf sitzen: das Leben gestaltet sich für dich sehr angenehm;
– zerrissener oder beschmutzter: deine Familienverhältnisse werden eine Störung erfahren;
– schwarzer: eine Todesnachricht wird dich überraschen;
– zerbrochener: du wirst ein Unglück erleben.
(europ.) : – Erleichterung und häusliche Gemütlichkeit;
– in einem schlafen: deutet auf eine langwierige Krankheit hin;
– Chefsessel sehen: man hat gute Aussichten auf eine Gehaltserhöhung oder Beförderung im Beruf;
– einen alten sehen: man vermiest durch Zank und Ärger die Freunde, vor allem in persönlichen Beziehungen.

1281
(ind. ) : – sehen: Krankheit;
– darin sitzen oder liegen: langwierige Krankheit;
– sehr schöne im Zimmer haben: Reichtum;
– von Stroh: du bist standhaft;
– sich darin wiegen: schwankende Gesundheit;
– zerrissene und beschmutzte: Störung des Hausfriedens.
(Siehe auch „Lehnstuhl, „Möbel“, „Stuhl“)
Seuche
Assoziation: – generelle Unordnung oder Erkrankung.
Fragestellung: – Welches System steht meiner Ansicht nach kurz vor dem Zusammenbruch?
Allgemein:
In alten Zeiten glaubte man, Seuchen, wie beispielsweise die Pest, seien die Rache der erzürnten Götter; und tatsächlich werden die meisten Seuchen
durch ein ökologisches Ungleichgewicht verursacht. Wenn es im Traum des Träumenden um eine Seuche geht, hebt dies hervor, daß in seinem
Innern ein körperliches, emotionales oder mentales Ungleichgewicht herrscht. Im Traum weisen alle Seuchen auf etwas hin, wovon es zuviel gibt.
Seuche (Epidemie) weist auch auf eine übertriebene materialistische Einstellung hin, die das ganze Leben „infiziert“ und die innere Harmonie
gefährdet; man muß diese negative Tendenz abbauen, um Glück auch außerhalb von Besitz zu finden.
Psychologisch:
Seuchen im Traum verweisen auf die alte Vorstellung, daß einen Menschen, der nicht gehorcht, die Vergeltung Gottes trifft. Der Traum von einer
Seuche zeigt daher, daß der Träumende leiden muß, weil und wenn er nicht auf seine innere Stimme hört.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Seuche im Traum ein übertriebenes Schuldbewußtsein des Träumenden dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – achte auf deine Gesundheit; man sollte sich nicht von den Problemen anderer zu sehr einnehmen lassen.
(europ.) : – glückliche Entdeckungen und reiche Heirat.
Setzen
Psychologisch:
Halten Sie zuerst einmal inne und lassen Sie Ihre Gefühle setzen. Ruhe und Besonnenheit ist angesagt. Auch: Angst vor einem Sitzenbleiben!
Setzkasten
(Schriftkasten)
Volkstümlich:
(arab. ) : – schwierige Vorfälle zwingen dich zu manchem harten Kampf.
Seufzen
Allgemein:
Seufzen Sie selbst, oder hören Sie im Traum einen Seufzer, treibt Sie eine starke Sehnsucht, die Sie sich selbst nicht eingestehen möchten oder
können.
Volkstümlich:
(europ.) : – wegen eines traurigen Ereignisses: man wird überraschend Trauer erleben; diese Zeit wird einem durch Beistand erleichtert;
– anderer: steht für das Fehlverhalten teurer Freunde, daß einem mit großer Traurigkeit erfüllen wird.
(ind. ) : – du hast eine heimliche Sehnsucht;
– hören: du wirst von unbekannter Seite geliebt.
Sexualität
Allgemein:
Eine wichtige Entwicklungsphase beginnt, wenn das Baby seinen eigenen Körper entdeckt. In diesem Stadium lernt das Kind, was Berührung
bedeutet, ob es schön ist, zu berühren oder berührt zu werden, oder sogar, ob Berührung erlaubt ist. Wird ein Kind grob behandelt oder geschlagen,
entwickelt es möglicherweise Angst vor Berührungen und wird als Erwachsener mit sexuellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Das ursprüngliche
Trauma wird vielleicht verdrängt, doch häufig kommt es zu geeigneter Zeit in Träumen wieder zum Vorschein. Wirkliche Entwicklung findet statt,
wenn das Individuum die Neugier nicht fürchtet, die eine unschuldige Erforschung seines Körpers erlaubt.
Psychologisch:
Die Sexualität ist eines der Grundbedürfnisse des Menschen. Im Traum haben sexuelle Handlungen aber nicht unbedingt mit unterdrückten Trieben
und Wunschvorstellungen des Träumenden zu tun, obwohl dies natürlich der Fall sein kann. Vielmehr wird durch die Sexualität im Traum auf eine
psychische und schöpferische Funktion hingewiesen. Die Vereinigung im Traum bedeutet eine seelische Kontaktaufnahme. Bei Träumen, die eine
sexuelle Handlung haben, müssen für die Deutung die tatsächlichen Lebensumstände des Träumenden stark mit einbezogen werden. In seinen
Träumen bearbeitet ein Individuum seine Sexualität in der gesamten möglichen Bandbreite. Die negativen Aspekte der Sexualität machen sich nur in
Träumen bemerkbar, wenn der Mensch seine sexuelle Natur ignoriert und diesen Ausdruck seiner Lebenskraft nicht wertschätzt. Sexualität im Traum
ist ein natürlicher Versuch, einen Ausgleich zum Wachzustand zu finden, der vielleicht zu stark verstandesmäßig geprägt ist oder zuviel Gewicht hat.
Sexualität im Traum zeigt ein Urbedürfnis nach Nähe und Vereinigung mit einem anderen Menschen. Es ist, als würde der Mensch einem Teil seiner
Selbst, den er verloren hat, im anderen suchen. Der Partner im Traum verkörpert die größtmögliche Nähe, die der Träumende zu diesem verlorenen
Teil seiner selbst erfahren kann. Wäre der Mensch vollkommen und „ganz“, würde er sich wahrscheinlich nicht nach der sexuellen Vereinigung mit
einem anderen Menschen sehen. Ein solcher sexueller Traum, der die Gefühle hervorhebt, derer der Träumende fähig ist, liefert Informationen, die es
ihm ermöglichen, seine Bedürfnisse zu verstehen. Die folgenden Traumsymbole im Zusammenhang mit Sexualität können im Traum eine Rolle
spielen und gedeutet werden:
– Bisexualität: Jeder Mensch trägt in sich sowohl eine männliche als auch weibliche Seite. Die eine ist in der Regel offenkundiger als die andere, und
oft besteht zudem ein Konflikt zwischen der inneren und der äußeren Welt. Dies kann im Traum als Bisexualität zum Ausdruck kommen.
– Ejakulation: Die Traumbilder von einem Orgasmus können ein Hindernis auf die Einstellung des Träumenden zur Sexualität sein. Konflikte, die im
Träumenden aufgrund seines Verlangens nach einem anderen Menschen entstehen, können gelöst werden, indem er von einer Ejakulation oder
einem Orgasmus träumt.
– Fetischismus: Fetische stellen eine Fixierung auf einen Gegenstand dar, ohne den ein Geschlechtsakt nicht möglich ist. Es bestehen gewisse
Parallelen zu einem Kind, daß ohne seinen Schnuller nicht einschlafen kann. Einiges spricht für die Möglichkeit, daß der Mensch es auf einer
unbewußten Ebene vorziehen würde, ohne Sexualität auszukommen. Durch die Projektionen seiner sexuellen Energie auf einen Gegenstand befreit
er sich von der Verantwortung. Im Traum kann ein Fetischismus daher Angst, Unreife und mangelnde Leistungsfähigkeit symbolisieren.
– Geschlechtskrankheit: Im Traum kann dies ein Hinweis darauf sein, daß sich der Träumende irgendeiner Verunreinigung gewahr ist. Diese ist nicht
notwendigerweise sexueller Art, sondern kann auch emotionaler Natur sein.

1282
– Geschlechtsverkehr/Petting: Der Wunsch, mit jemandem auf einer sehr vertrauten Ebene zu kommunizieren, kann im Traum als Geschlechtsverkehr
zum Ausdruck kommen. Wird der Koitus unterbrochen, hat der Träumende möglicherweise Hemmungen, derer er sich nicht bewußt ist.
Geschlechtsverkehr oder Petting können auch die Reintegration eines bestimmten Persönlichkeitsanteils zeigen. Wird dann im Traum ein Kind
geboren, ist diese Integration gelungen.
– Hermaphrodit: Handelt ein Traum von einem Hermaphroditen, einen Individuum mit Geschlechtsmerkmalen von beiden Geschlechtern, kann dies
entweder ein Hinweis auf Bisexualität oder auf Androgynie sein, auf die körperlich- seelische Mischung beider Geschlechter in einer Person.
– Homosexualität: Sie bedeutet, daß das Sexualempfinden auf Menschen gleichen Geschlechts gerichtet ist. Homosexualität im Traum heißt, daß der
Träumende einen Menschen begehrt, der so ist, wie er selbst. Wenn der Träumende erkennt, was am anderen ihm nicht nur im rein sexuellen Sinn
gleicht, läßt sich der Traum deuten.
– Inzest: Inzest im Traum kann die Schuldgefühle des Träumenden gegenüber seinen Eltern oder anderen Familienmitgliedern aufzeigen.
– Kleidung: Sie kann in sexuellen Träumen von besonderer Bedeutung sein. Wenn sich der Träumende vollständig bekleidet sieht, hat das in der
Regel etwas mit Schuld – oder Schamgefühlen zu tun.
– Kuß: Er kann ein Zeichen der Hochachtung sein oder den Wunsch zeigen, den Traumpartner zu stimulieren. Der Kuß im Traum kann ein Hinweis
sein, daß der Träumende sich damit auseinandersetzen soll, welche Form der Stimulation er selbst braucht.
– Masochismus: Das Bedürfnis, im Zusammenhang mit Sexualität gequält zu werden, kann aus dem Wunsch resultieren, ein Märtyrer zu sein und für
die eigenen „Sünden“ zu büßen, oder das Verlangen spiegeln, extreme Gefühle irgendeiner Art zu erleben. Möglicherweise läßt der Träumende im
Alltag tiefe Gefühle nicht zu.
– Masturbation: Das Kind lernt, sich durch Masturbation zu trösten, daher zeigt diese im Traum ein Bedürfnis nach Trost.
– Perversion: Wenn ein Traum von sexueller Perversion handelt, dann verweist dies darauf, daß der Träumende Themen vermeidet, die mit Nähe und
Bindung zu tun haben.
– Phallus: Jedes Bild, das einen Phallus darstellt oder mit ihm in Verbindung gebracht werden kann, ist ein Symbol für Kreativität, Männlichkeit und
allgemein für das eindringende Prinzip. Der Phallus oder das erigierte Glied symbolisiert Vitalität und Kreativität sowohl in ihrer einfachsten als
auch in ihrer komplexesten Form. Er ist Auferstehung und Erneuerung des Lebens.
– Sadismus: Sadismus im Traum ist vermutlich eine Art Ausgleich dazu, wie sich der Träumende bewußt verhält. Er kann im täglichen Leben
entweder sehr ängstlich sein, dann ist der Traum ein Abwehrmechanismus, oder er muß im Alltag sehr bestimmend und beherrschend sein; in dem
Fall zeigt das Unbewußte sein Bedürfnis, beherrscht zu werden.
– Sperma: Träume bringen gelegentlich seltsame Bilder von primitiven Riten und Bräuchen hervor, von denen der Träumende vielleicht bewußt gar
nichts weiß. Viele von ihnen sind ein Symbol für den Geschlechtsakt. Sperma ist das Zeichen für Männlichkeit und körperliche Reife und zeigt sich
im Traum oft als eine beliebige milchige Flüssigkeit.
– Transvestismus: Er dokumentiert im Traum eine Verwirrung hinsichtlich der Geschlechtszugehörigkeit.
– Vergewaltigung: Jeder Traum von Vergewaltigung kann ebensoviel mit der Verletzung der Intimsphäre wie mit dem Geschlechtsakt zu tun haben.
Unwahrscheinlich ist, daß in Träumen sexuell mißbrauchter Kinder Vergewaltigung vorkommt. Möglicherweise erscheint dieses Bild, wenn der
Erwachsene bereit ist, sich mit dem Trauma auseinanderzusetzen.
Spirituell:
Sexuelle Aktivität ist entweder der höchste Ausdruck von Liebe und Spiritualität zwischen zwei Menschen oder, wenn sie rein körperlicher Natur ist,
ein egoistischer Akt.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein sexuelles Erlebnis haben oder gehabt haben: Glück und Zufriedenheit in der persönlichen Beziehung;
– andere beim Beischlaf beobachten: selbst keine erfreuliche und zufriedenstellende Beziehung unterhalten;
– langweilige sexuelle Beziehungen sehen: man trägt sich mit dem Gedanken, eine Unternehmung
auszuführen, aus der man unehrenhaft und schuldbeladen hervorgehen wird.
(Siehe auch „Geschlechtsverkehr“, „Kuß“, „Phallus“)
Sezieren
Allgemein:
Sektion (sezieren eines Körpers) deutet auf einen scharfen, analytischen Verstand hin, der aber das Gefühlsleben unterdrückt. Man will einer Sache
auf den Grund gehen und setzt jetzt vor allem den Verstand und Intellekt ein. Ob dies wirklich notwendig oder richtig ist, zeigt die restliche
Traumhandlung. Im besten Fall sollten Sie jetzt den goldenen Mittelweg zwischen Ihrer Vernunft und Ihren Gefühlen wählen.
Psychologisch:
Wenn man selbst im Traum seziert oder wenn es ein Chirurg tut, sollte man einschneidende Veränderung in seiner Ichwelt vornehmen und üble
Angewohnheiten ablegen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bedeutet, daß man Herz und Gemüt oftmals im Leben einschließen muß,
um durch unerschütterliche Willenskraft unangebrachte Weichherzigkeit zu überwinden.
(Siehe auch „Amputation“, „Arzt“)
Shakespeare
(britischer Schriftsteller)
Volkstümlich:
(europ.) : – erscheinend: bedeutet Unglück und düstere Aussichten, die Ihnen bei aktuellen Dingen angst machen;
außerdem ersetzt man Liebe durch billige Leidenschaft;
– seine Werke lesen: man wird auch in Zukunft seine literarischen Fertigkeiten unabänderlich pflegen.
Shampoo
Allgemein:
Shampoo im Traum hat einen offensichtlichen Zusammenhang mit Reinigung und Waschen. Auf der praktischen Ebene versucht der Träumende
vielleicht „einen klaren Kopf zu bekommen“, um klarer denken und sehen zu können.
Psychologisch:
Da Shampoo mit dem Kopf, der den Verstand repräsentiert, in Zusammenhang steht, gibt es aus psychologischer Sicht eine Verbindung mit dem
Bedürfnis nach Gedankenklarheit. Der Träumende hat vielleicht den Eindruck, daß seine Gedankenprozesse durch äußere Einflüsse verlangsamt oder
besudelt worden sind.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist Shampoo im Traum wie Seife ein Hinweis auf den Versuch, zum Elementaren zurückzukehren, die eigenen Wünsche
und Bedürfnisse zu klären und eine neue Verbindung mit dem spirituellen Selbst herzustellen.

1283
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Haarwäsche beobachten: man wird sich in unrühmlichen Geschäften engagieren, um anderen zu gefallen;
– der eigenen zusehen: es erwartet einem eine lustvolle Reise, wenn es einem gelingt, die wahre Bedeutung vor
Familie und Freunden geheimzuhalten.
Shanty
(Musik)
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigen an, daß man der Gesundheit zuliebe umziehen wird; der Traum warnt vor abnehmendem Wohlstand.
Shawls
(Schal)
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeuten Freunde und Erfüllung stiller Wünsche.
Shawnodese, südlicher Hüter des Geistes
Medizinrad:
Schlüsselworte: Kojote; Paradox; Verletzlichkeit; der Ort des Herzens; Vertrauen; Humor; Sexualität.
Beschreibung: In Sun Bears Vision vom Medizinrad wurde ihm Shawnodese als der Name dessen mitgeteilt, welcher der südliche Hüter des Geistes
ist. Der Süden ist die Himmelsrichtung der Erforschung, der suchenden Vision, der Annahme des Lebens, des Geheimnisses, der schnellen
Wandlungen, des Lernens und Nährens, der Leichtgläubigkeit und Sinnlichkeit. Im menschlichen Leben steht Shawnodese für die Adoleszenz und
den jungen Erwachsenen. Im Erdendasein ist es die Zeit von Sommer und Mittag. Mit Shawnodese wird das Element Wasser, das Mineral Serpentin,
die Pflanze Nordamerikanischer Beifuß, das Tier Kojote und die Farbe Gelb und Grün verbunden.
Allgemeine Bedeutung: Verstehen deines Lebenswegs; zunehmende Bereitschaft, dich selbst als Person anzunehmen; lernen, wie du dich selbst und
andere nähren (körperlich und geistig) kannst; etwas über deine sexuelle Natur herausfinden; Erforschung des Lebens.
Transzendente Bedeutung: Gabe des Südens. Siehe auch: Himmelsrichtungen – Süd en.
Sheriff
(Polizist)
Volkstmlich:
(europ.) : – einen sehen: anstehende Veränderungen werden einem großes Unbehagen bereiten;
– einen wählen: sich an einem Unternehmen beteiligen, daß einem weder Gewinn noch Ehre einbringt;
– der Haft entkommen können: man wird sich weiterhin an illegalen Geschäften beteiligen können.
Sibyllen
(weissagende Frauen im Altertum)
Volkstümlich:
(europ.) : – verkünden dir eine wichtige Prophezeiung; auch: drücken aus, daß man Versuchungen und anderen unmoralischen Freuden erliegt.
Sichel
Allgemein:
Sichel fordert auf, sich auch für kleine Erfolge mehr anzustrengen. Manchmal steht sie für tiefe Lebensangst.
Psychologisch:
Ähnlich wie das zum Stichwort „Sense“ Gesagte, wobei es sich bei einem Traum von der Sichel manchmal nur um Kleinigkeiten handelt, die man
rasch bereinigen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder damit arbeiten: Gewinn in Aussicht.
(europ.) : – das Symbol drückt Lebensangst aus, die man überwinden muß;
– eine sehen: auch kleine Gewinne sollen nicht mißachtet werden;
– mit einer arbeiten: verspricht kleinen Gewinn bei harter Arbeit.
(ind. ) : – sehen: Glück in der Wirtschaft.
(Siehe auch „Sense“)
Sicherheit
Allgemein:
Der Wunsch nach Sicherheit kommt oft in Träumen von unsicheren Kantonisten vor, die – weil sie selbst nur zu unzuverlässig sind – nach ihr, wie
nach einem rettenden Strohhalm verlangen.
Psychologisch:
Wenn unsere Sicherheit in Gefahr ist, wird sich die Besorgnis auch in Träumen niederschlagen. Erscheint Sicherheit als ein Gefühlswert oder spielt
sonst in Träumen eine Rolle, dann müssen wir bestimmte Dinge ändern oder unsere Gefühle überdenken und ordnen.
(Siehe auch „Tür“, „Wächter“)
Sicherheitsgurt
Assoziation: – Zurückhaltung aus Sicherheitsgründen.
Fragestellung: – Was hält meine Kraft in Schach?
Sicherheitspolizei
Artemidoros:
Bei der Sicherheitspolizei zu dienen ist für Leute, die ihr angehören, günstig; Armen bedeutet es Aufregung und üble Nachreden, Sklaven jedoch die
Freiheit.
(Siehe auch „Polizei“)
Sicherheitssystem
Assoziation: – Wahrung der Sicherheit.
Fragestellung: – Welche Schutzmechanismen bin ich abzubauen bereit?

1284
Sicherung
Psychologisch:
Die Seele sendet ein Signal, daß man auf etwas achtgeben sollte! Das Durchbrennen einer Sicherung im Traum ist möglicherweise eine Warnung
davor, daß man die Geduld mit einer Person oder Sache verliert oder daß die Energie nicht gebändigt wird und man sich voll verausgabt.
Sieb
Allgemein:
Das Sieb im Traum ist ein Symbol für die Fähigkeit des Träumenden, Unterscheidungen machen zu können, in dem Sinn, daß er Größeres von
Kleinem, Gutes von Schlechtem und so fort zu trennen vermag.
Psychologisch:
Das Sieb verkörpert den Blick des Träumenden auf sich selbst. Er ist dazu in der Lage, sich zu erkennen, eine bewußte Wahl zu treffen und das Beste
aus seinem Leben zu machen. Der Traum vom Sieb kann auch bedeuten, daß uns etwas durch die Lappen gehen könnte, dessen wir uns schon sicher
waren. Das Sieben signalisiert auch das Aussieben im Beruf, das gleichzeitig ein Durchfallen beinhalten kann. Das wird sich dann bestätigen, wenn
man im Traum mit einem Sieb Wasser oder eine andere Flüssigkeit schöpfen will; zumindest weist diese Handlung auf unser vergebliches Bemühen
in einer ganz bestimmten Angelegenheit hin. Versuchen andere, Wasser mit einem Sieb zu schöpfen, kann damit unsere Schadenfreude im
Wachleben gemeint sein, weil sich andere im alltäglichen Trott dümmer anstellen als wir selbst.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene wird das Sieb im Traum mit Fruchtbarkeit und Regenwolken in Verbindung gebracht: Sauberer Regen und sauberes
Wasser gestatten gutes Wachstum.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder damit sieben: deine Bitte wird abgelehnt; auch: man sollte sich vor Leichtsinn hüten;
es besteht die Gefahr, daß man Energien an Personen und Dinge verschwendet, die es nicht wert sind.
(europ.) : – sehen: mahnt zur Unterscheidung des Guten vom Schlechten; bedeutet, daß man bei seinen Freunden
vergeblich Hilfe suchen wird; man wird dummerweise etwas zum eigenen Nachteil tun; deutet auf verpaßte
Gelegenheiten, man sollte sich entschließen, die nächste zu ergreifen;
– benutzen: man wird jemandem Rechenschaft über sein Tun und Lassen ablegen müssen;
– etwas durchsieben: man will etwas beginnen, das sich als hoffnungslos erweisen wird und nur die Kräfte vergeudet;
– damit Wasser oder andere Flüssigkeit zu schöpfen versuchen: es wird einem nicht gelingen,
etwas mit untauglichen Mitteln zu erreichen;
– mit zu kleinen Maschen: man wird eine Situation zu seinem Gunsten ändern können;
– mit zu großen Maschen: man könnte neu erworbene Dinge verlieren .
(ind. ) : – damit andere sieben sehen: deine Dienstboten sind fleißig;
– sich selbst sieben sehen: du führst ein verschwenderisches Leben;
– selbst etwas durchsieben: du wirst mit einer Bitte durchfallen;
– kaufen: Unglück in der Ehe;
– damit Wasser schöpfen: du mußt deine Unternehmen besser überlegen.
(Siehe auch „Siebmacher“)
Sieben
(Zahl)
Assoziation: – In die Form gebrachte Energie; Wachstumszyklen; Disziplin.
Fragestellung: – Was bin ich zu lernen bereit?
Allgemein:
Die Sieben war im Altertum eine heilige Zahl und nach uralter Geheimlehre hat die Zahl höchste magische Gewalt. Sie war ein Symbol für den
Kosmos, der von sieben Planeten, nämlich Sonne, Mond, Saturn, Jupiter, Mars ,Venus und Merkur beherrscht wurde. Die Sieben hat auch eine
dynamische Bedeutung. Die Woche hat sieben Tage, der Mondzyklus besteht aus viermal sieben Tagen, der Regenbogen zeigt sieben Farben. In der
Esoterik wird die Symbolbedeutung der Sieben damit erklärt, daß sie sich aus der Zahl Drei, dem Bild für schöpferische Geisteskraft und der Vier,
dem Ganzheitssymbol zusammensetzt. Im Traum steht die Sieben meist als Bild für eine Veränderung, eine Persönlichkeitswandlung des
Träumenden. Sie symbolisiert die Vollendung einer Arbeit (der siebte Tag der Schöpfung!), aber sie kann ebenso auf die wunderbare Wandlung des
eigenen Ich hinweisen. Die Zahl gibt manchmal auch den Hinweis, man möge seine „sieben Sachen“, sein Besitz, besser zusammenhalten. Hier und
da macht das Unbewußte ebenso darauf aufmerksam, daß die Woche nur sieben Tage hat, übersetzt: Man sollte stets die Zeit nützen und jede Woche
sich wenigstens einen Ruhetag gönnen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – Glück.
(Siehe auch „Zahlen“)
Siebmacher
Volkstümlich:
(arab. ) : – in Tätigkeit sehen: undankbare Arbeiten.
(Siehe auch „Sieb“)
Sieden
Volkstümlich:
(arab. ) : – (von Flüssigkeiten) sehen: aufwallender Zorn wird dich wider deinen Willen beherrschen.
Sieg
Allgemein:
Es gibt viele Möglichkeiten, im Traum einen Sieg zu erringen. So könnte es darum gehen, daß der Träumende ein Problem oder auch einen Konflikt
zwischen zwei Aspekten seines Selbst überwindet. Das Erfolgsgefühl, welches der Träumende durch einen Sieg im Traum erlebt, kann er ins reale
Leben mitnehmen; es gibt ihm Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten.
Psychologisch:
Der Sieg im Traum verkörpert die Überwindung von Hindernissen, die der Träumende selbst aufgebaut hat. Im Traum durchlebt der Träumende
nicht selten einen „Probelauf“, eine Art bildliche Inszenierung seiner Fähigkeiten, die ihm dabei hilft, im Wachzustand den Erfolg leichter zu
erlangen.
Spirituell:
Hat der Träumende einen gewissen spirituellen Erfolg erzielt, kann dieser sich in der einen oder anderen Weise im Traum als Sieg darstellen.

1285
Volkstümlich:
(arab. ) : – gegen einen schwer bewaffneten Gegner: eine bevorstehende berufliche Veränderung sollte man sich sehr genau überlegen.
(europ.) : – oder siegen: bedeutet Niederlage; ein Omen für Fehlschläge durch Zwietracht; man nehme nicht Partei in den Streitigkeiten anderer.
(ind. ) : – erringen: kurzes, aber schönes Glück.
Siegel
Allgemein:
Ein Siegel im Traum symbolisiert Gesetzlichkeit und moralisches Handeln, Macht und Autorität. Der Besitz des Siegels verleiht dem Träumenden
die Kraft, für sein Handeln selbst die Verantwortung zu übernehmen. Siegel steht für etwas Endgültiges, das man nicht mehr ändern kann; zum Teil
bezieht sich das auf eine abgeschlossene Arbeit, ein Geschäft oder die Trennung von einem Menschen.
Psychologisch:
Ein Siegel auf einem Brief oder Schreiben kann ein Hinweis darauf sein, daß eine Entscheidung getroffen wurde, die sowohl bindend als auch
geheim ist. Man wird im Wachleben möglicherweise vor vollendete Tatsachen gestellt und kann etwas dagegen tun. Wer selbst etwas versiegelt,
schließt eine Arbeit glücklich ab, hat unter Umständen auch einen erfolgreichen Lebensabschnitt hinter sich gebracht. Das Brechen eines Siegels
deutet möglicherweise auf einen Vertrauensbruch hin, den der Träumende begeht oder auf die bevorstehende Änderung alter Gewohnheiten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht ein Siegel im Traum für geheimes, esoterisches Wissen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: verschwiegen sein und handeln;
– schwarzes: eine Trauernachricht erhalten;
– haben: du bist zu verschlossen;
– damit siegeln: du hast Heimlichkeiten;
– siegeln einen Brief: du wirst mancherlei Arbeiten zu vollenden haben.
(europ.) : – gilt als Mahnung, daß man ein Vorhaben ausführen soll; Unsicherheit, was den Ausgang
eines Rechtsstreit betrifft, wird einem verärgern, jedoch nur für kurze Zeit;
– sehen: durch eine vollendete Tatsache wird man sich in das Unabänderliche fügen müssen;
– etwas mit einem verschließen: man wird eine Sache zu einem guten Abschluß bringen;
– einen Brief versiegeln: man will mit Nachdruck ein Geheimnis unbedingt vor anderen verbergen
und läßt sich dabei viel einfallen;
– ein versiegeltes Schriftstück: man strebt nach Sicherheit und wird dabei erfolgreich.
(ind. ) : – schriftliche Angelegenheiten sollst du erledigen, bevor man dich mahnt;
– haben: du schwebst in Gefahr;
– siegeln: du mußt dein Vorhaben schneller ausführen.
(Siehe auch „Urkunde“)
Siegelring
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du kannst auf die Verschwiegenheit deines Freundes vertrauen.
Siegelwachs
Volkstümlich:
(europ.) : – Siegellack oder -wachs: durch Aufträge oder Bestellungen wird man zu tun bekommen.
(ind. ) : – Vertrauensbruch.
Signal
Allgemein:
Signal versteht man stets als Hinweis oder Warnung im Sinne von Glocke, Klingel oder Pfeife.
Psychologisch:
Signalträume aller Art können (aber mü ssen nicht!) als „Hilferuf“ einer nahestehenden Person zu deuten sein. Am häufigsten dann, wenn auch die
geträumte Situation bedrückend oder erschreckend war und darin der Mensch eine Rolle gespielt hat, den Sie tatsächlich kennen. (Für alle Fälle: Ein
Anruf kann nicht verkehrt sein – setzen Sie ein „positives Signal“!)
Volkstümlich:
(arab. ) : – blasen hören: eine unerwartete frohe Botschaft empfangen.
(europ.) : – Signalpfeife sehen oder hören: warnt vor einer Gefahr durch einen bestimmten Menschen oder einem Ereignis;
– auf einer Signalpfeife selbst spielen: man hat Angst um eine nahestehende Person.
(Siehe auch „Glocke“, „Klingel“, „Pfeife“)
Signalfeuer
Allgemein:
Ein Signalfeuer im Traum kann eine Warnung sein, Kommunikationsbedürfnis ausdrücken oder streng eingehaltene Lebensprinzipien verkörpern.
Psychologisch:
Das Signalfeuer im Traum steht möglicherweise für die „aufflammenden“ Gefühle des Träumenden. Um nicht von den Flammen verzehrt zu werden,
sollte der Träumende die direkte Kommunikation mit der Person suchen, der seine Gefühle gelten.
Spirituell:
Auf dieser Ebene sind Signalfeuer im Traum Wegweiser zu spiritueller Erleuchtung und spirituellem Heiligtum.
Volkstümlich:
(europ.) : – wenn man im Bahnhof auf einen angekündigten Zug wartet, dann wird die lange verzögerte Erfüllung eines Wunsches endlich realisiert.
(Siehe auch „Feuer“, „Leuchtfeuer“)
Silber
(Farbe)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wert; Magie; Intuition; Verbindung mit dem Mond; Mond der Rast und Reinigung.
Beschreibung: Silber ist die Farbe, die im Medizinrad neben Weiß mit Großmutter Mond und mit den im Mond der Rast und Reinigung (20. Januar
bis 18. Februar) Geborenen assoziiert wird. Silber ist auch die Bezeichnung für ein wertvolles Mineral und wird folglich ebenfalls als kostbare Farbe
betrachtet. Dieses hohe Ansehen scheint Jahrtausende zurückzureichen, als die Menschen die Farbe Silber vor allem mit dem Mond in Verbindung
brachten und folglich mit Magie, Intuition und spiritueller Kraft.

1286
Allgemeine Bedeutung: Verbindung mit dem Mond; deinen Geist reinigen; zunehmende übersinnliche Fähigkeiten.
Assoziation: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung dessen, was dein spirituelles Leben reinigen wird; zunehmende übersinnliche Fähigkeiten und
Traumaktivität.
Silber
Assoziation: – wertvoll, nachgiebig, spirituelle Stärke.
Fragestellung: – Welcher Teil meines Geistes bedarf der Stärkung?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wert, formbar; Magie; Mond; Mond der Rast und Reinigung.
Beschreibung: Silber ist im Medizinrad das Mineraltotem der im Mond der Rast und Reinigung (20. Januar bis 18. Februar) Geborenen. Seit langem
schon verkörpert Silber ein Maß von Wert und Reichtum. Darüber hinaus ist es auch leicht zu bearbeiten.
Allgemeine Bedeutung: Anpassungsfähigkeit; anpassungsfähig; sich selbst schätzen lernen; erkennen, daß auch andere dich schätzen; magische
Fähigkeiten; Verbindung mit dem Mond.
Assoziation: Siehe Silber (Farbe).
Transzendente Bedeutung: Silber kann Energie oder eine Botschaft aus anderen Reichen in deine Welt bringen.
Allgemein:
Auf der praktischen Ebene ist Silber ein Hinweis auf Finanzen oder Geld. Silber stellt einen Wert dar, der in schwierigen Zeiten hervorgeholt und
zum Einsatz gebracht werden kann. Silber kann ähnlich wie Mond als Symbol der Seele stehen. Münzen verheißen finanziellen Gewinn, Barren
warnen vor zu hohen Erwartungen.
Psychologisch:
Gold und Silber sind klassische Edelmetalle. Als Symbol stand das Gold für die männliche Sonne, das Silber für den Mond und damit für die
Weiblichkeit, denn der Mond ist die Schwestergottheit der Sonne. In der christlichen Vorstellung gehören Silber und Mond zur Jungfrau Maria, daher
ist das Silber auch ein Reinheitssymbol. Im Traum sind Silbermünzen immer ein Zeichen für positive weibliche Werte. Im Traum bedeutet Silber,
daß ein nützlicher Gegenstand oder eine hilfreiche Person bereitstehen, allerdings in einiger Entfernung. Das Silber, das – in welcher Form auch
immer – im Traum auftaucht, weist auf positive weibliche Werte hin, wobei weitere Symbole Genaueres aussagen können.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene repräsentiert Silber das weibliche Prinzip.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: bedeutet falsche Freundschaft; auch: im Beruf und finanziellen Dingen bald Erfolg haben;
– schmelzen sehen: Verlust und Gewinn werden abwechseln;
– prägen sehen: du wirst viel Gutes schaffen;
– aus einem Silberbecher trinken: es wird einem ein beständiges Glück beschieden sein.
(europ.) : – verkündet Verlust; warnt vor einer zu starken Abhängigkeit von Geld, um wirklich glücklich und zufrieden zu sein;
– unverarbeitetes, in Minen, eingeschmolzen oder in Barren: verheißt Reichtum;
– silberne Dinge sehen: die Privatangelegenheiten entwickeln sich prächtig und man hat Glück auf dem zukünftigen Lebensweg.
(ind. ) : – in Stücken sehen: übertreibe nicht!
– in großen Münzen: glückliche Zeiten;
– in kleinen Münzen: eine Hoffnung wird sich nicht erfüllen;
– rohes: etwas Frömmigkeit könnte dir nicht schaden;
– schmelzen sehen: Verluste.
(Siehe auch „Mond“, „Münzen“, „Pokal“, „Schätze“, „Schmuck“, „Silbermünzen“ und den entsprechenden Gegenstände)
Silberbergwerk
Volkstümlich:
(ind. ) : – bedeutende Erfolge.
Silbermünzen
Volkstümlich:
(arab. ) : – große: reichlicher Gewinn;
– kleine: Verluste und Einbußen.
(europ.) : – Silbergeld finden: ist ein Zeichen für Pflichtversäumnisse gegenüber anderen;
um seine Ruhe zu haben, kommt man zu häufig zu voreiligen Schlüssen.
(ind. ) : – sehen: gute und glückliche Zeiten.
(Siehe auch „Silber“)
Silbergerät
Volkstümlich:
(ind. ) : – gute Vermögensumstände;
– kaufen: du wirst eine große Veränderung erleben;
– feilbieten: du darfst auf guten Verdienst rechnen;
– zum Geschenk erhalten: du wirst jemanden eine bedeutende Gefälligkeit erweisen.
Silberzeug
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf veränderliche Verhältnisse.
(europ.) : – Silberwaren: bringen Widerwärtigkeiten;
– Tafelsilber: verheißt Sorgen und unbefriedigte Wünsche.
Silvester (Siehe „Neujahr“)

1287
Singen
Assoziation: – freudvolles Feiern; Lobpreis; Mitteilung von Gefühlen.
Fragestellung: – Was möchte ich feiern oder mitteilen?
Artemidoros:
Mit schöner, wohlklingender Stimme Lieder Singen bringt Sängern, Musikern und allen übrigen Menschen Glück; schlecht und unrein singen ist
dagegen ein Zeichen von schlechten Geschäften und Armut. Erinnert man sich noch der Lieder, die man gesungen hat, so gehe man bei der Deutung
von ihrem Inhalt aus. Unterwegs zu singen, ist günstig, besonders wenn man einem Zugtier folgt, ungünstig dagegen, wenn man es in einer
Badeanstalt tut. Jenes bedeutet, man werde sein Leben anständig und wohlgemut verbringen, dieses, man könne keine deutliche Sprache führen.
Viele erhielten nach diesem Traumgesicht eine Kerkerstrafe. Lieder auf öffentlichem Marktplatz oder auf der Straße zu singen bedeuten einem
Reichen Skandale und Verspottung, einem Armen Wahnsinn.
Allgemein:
Wenn im Traum Gesang zu hören ist, hat dies mit dem Selbstausdruck des Träumenden zu tun. Er steht in Verbindung mit der fließenden, fühlenden
Seite seines Selbst und der anderer Menschen. Wenn der Träumende selbst singt, zeigt dies seine Freude und Lebenslust. Singen andere
Traumfiguren, dann zeigt dies, daß der Träumende in der Lage war, eigenständige Fähigkeiten zu entwickeln. Die Zugehörigkeit zu einem Chor ist
ein Hinweis, daß er sich in einer Gruppe Gleichgesinnter zum Ausdruck bringen kann. Singen (Gesang) kann innere Harmonie und gute soziale
Beziehungen anzeigen, letzteres vor allem beim gemeinsamen Singen. Zuweilen begleitet es auch gefühlsbetonte Erinnerungen an schöne Zeiten.
Psychologisch:
Singen als Akt der Gottesverehrung ist ein wichtiger Bestandteil vieler Glaubenssysteme. Auch eine Fußballhymne erzeugt ein Gemeinschaftsgefühl,
egal, ob es sich um einen Schmähgesang auf den Schiedsrichter oder ein Loblied auf die Mannschaft handelt. Bestimmte heilige Musik, wie etwa
gregorianische Gesänge oder das Chanten von Mantras, bewirken unter bestimmten Umständen eine Bewußtseinsveränderung. Wenn man im Traum
singt, kann das eigentlich nur positiv ausgelegt werden, falls man musikalisch ist. Wer in einem Chor mitwirkt, findet einen Kreis fröhlicher
Menschen, die miteinander harmonieren. Zur Deutung kann auch das herangezogen werden, was man singt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Singen im Traum die Verbindung mit dem höheren Selbst herstellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – hören, mit schöner und heller Stimme: dir stehen angenehme Erlebnisse bevor;
– selbst: du hegst übermütige Gedanken;
– zur Begleitung eines Instrumentes: durch deinen Kunstsinn schaffst du viel Angenehmes;
– und Beifall ernten: dir wird man viele Schmeicheleien darbringen.
(europ.) : – alte Geschehnisse werden stimmungsmäßig in Erinnerung gebracht;
– mit schöner, klarer Stimme: verheißt Glück und Freude;
– frohes hören: freudige Nachrichten erhalten;
– trauriges hören: es sind schlechte Nachrichten zu erwarten;
– selbst etwas singen: man wird von jemandem mit kritischen Augen schonungslos beobachtet;
– selbst ein schönes Lied singen: im Moment ist die Seele mit sich im reinen, und man erlebt viel Fröhlichkeit;
– in fideler Gesellschaft mitsingen, sowie singen und Beifall ernten: große Anhänglichkeit von Freunden und Freundinnen;
– singen und ausgepfiffen werden: du wirst das Urteil verschiedener Leute zu hören bekommen und Ärger und Verdruß erleben;
– andere singen hören: es entstehen Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen;
– Chöre singen hören: sehr bedeutungsvolle Stunden kommen auf einem zu.
(ind. ) : – allgemein: Unannehmlichkeiten;
– hören: du wirst Unterstützung finden;
– selbst singen: du hast Grund, glücklich zu sein;
– Kinder singen hören: Frohsinn und Freude ziehen in dein Haus ein;
– alte Leute singen hören: traurige Zeiten werden kommen;
– Nonne singen hören: Ruhe und Frieden werden in dein Herz einziehen;
– Mönche singen hören: mit der Erfüllung deiner Wünsche ist zu rechnen;
– Chor: verlaß dich auf deinen Herrgott;
– in einem Keller: hüte dich vor unlauteren Handlungen, die du begehen willst;
– im Freien: endlich wird auch dir die Sonne wieder scheinen;
– im Himmel: Glück und Segen kehren wieder bei dir ein.
(Siehe auch „Brieftaube“, „Gesang“, „Lied“, „Mantra“)
Singel
(Alleinlebender)
Volkstümlich:
(europ.) : – träumen Verheiratete, ein Single zu sein, ist ihre Verbindung nicht glücklich und sie werden andauernd von Verzweiflung geplagt.
Singunterricht
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: du wirst viel Neues erfahren.
Singvögel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Freude; Freiheit; Ekstase; Harmonie.
Beschreibung: Es gibt unzählige Arten von Singvögeln, welche die Mutter Erde mit der Schönheit ihres Federkleids und ihre Lieder ehren. Diese
meist kleinen Vögel helfen den Blumen, sich zu vermehren, halten die Insektenvermehrung unter Kontrolle, stellen die Nahrung für größere Vögel
und kleinere Vierbeine dar, und sind oft diejenigen Tiere, die das Interesse der Menschen wieder auf die Natur richten. Singvögel gibt es sowohl auf
dem Land als auch in den Städten. Viele Menschen, die sonst die Natur kaum wahrzunehmen scheinen, stellen Vogelhäuschen auf, um Singvögel
anzulocken, damit sie für sie singen und ihr Botschaft der Einheit mit der Natur und der Hoffnung für das Leben überbringen können.
Etliche erdverbundene Stämme halten Singvögel für Boten. Wenn du im Wald einem kleinen Vogel begegnest, dann sollte du ihm folgen, denn er
könnte dich in die richtige Richtung führen. Solltest du in einem Traum auf einen Singvogel treffen, so schließe dich ihm ebenfalls an, da das Tier
dich auf den richtigen Pfad leiten kann.
Allgemeine Bedeutung: Schönheit; Freude; Natur.
Assoziation: »Singen« – etwas ausplaudern.
Transzendente Bedeutung: Im Traum kann im Lied des Vogels eine Botschaft verborgen sein, also höre gut zu. Achte auch auf die Farbe des
Singvogels.

1288
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder hören: lachende Zukunft.
Sinken
Assoziation: – hinabsteigen ins Reich des Unbewußten.
Fragestellung: – Inwieweit bin ich bereit, den Dingen auf den Grund zu gehen?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum meint, zu sinken, ist dies ein Hinweis auf den Verlust seines Selbstvertrauens. Sieht der Träumende einen
anderen Menschen sinken, deutet dies darauf hin, daß er sich eines Problems bewußt ist, bei dem Hilfe von außen erforderlich ist. Vielleicht hat er
das Gefühl, in einer Beziehung oder Situation den Boden unter den Füßen zu verlieren. Auch wo er versinkt, kann von Bedeutung sein. Versinkt der
Träumende im Wasser, ist dies ein Zeichen, daß ihn ein bestimmtes Gefühl zu verschlingen droht. Handelt es sich um Sand oder Sumpf, verweist
dies auf seine Befürchtung, daß es für ihn keinen sicheren Grund gibt. Weiteres warnt Sinken vor Unausgeglichenheit und moralischer Haltlosigkeit,
gelegentlich auch vor schlechter körperlicher Verfassung.
Psychologisch:
Das Sinken im Traum heißt für das Wachleben, daß man leicht den Mut verliert. Manchmal möchte man sogar vor Scham im Boden versinken. Das
Unbewußte versucht mit dem Traum vom Sinken, diese Schwäche bewußt zu machen, damit man gegen sie ankämpfen kann. Das Gefühl, zu sinken,
ist gewöhnlich ein Hinweis auf Sorgen und Angst. Der Träumende ist gefühlsmäßig nicht in der Lage, sich sein Glück zu bewahren. Vielleicht meint
er, die Kontrolle verloren zu haben und sich mehr vorwärts bewegen zu können. Sieht der Träumende, wie ein Gegenstand sinkt, kann dies darauf
hindeuten, daß er im Begriff ist, einen wertvollen Gegenstand oder Menschen zu verlieren.
Spirituell:
Sowohl in spiritueller als auch in physischer Hinsicht bedeutet Sinken im Traum, in eine Situation zu kommen, in der man nicht mehr klar sieht oder
die beste Vorgehensweise erkennt. Bei Sensitiven kann dies der Fall sein, wenn die Negativität anderer sie zu übermannen droht.
Volkstümlich:
(europ.) : – in die Tiefe: bedeutet innere Haltlosigkeit.
Sintflut
Allgemein:
Sintflut symbolisiert plötzlich übermächtig werdende Gefühle, die das ganze Seelenleben überschwemmen; man muß sie besser beherrschen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – es besteht große Gefahr für dein Besitztum.
Siphon
(Gefäß zum Ausschank von Bier oder Mineralwässer, die beim öffnen durch zugefügte Kohlensäure durch ein Ventil herausgedrückt werden)
Volkstümlich:
(europ.) : – für eine Frau bedeutet es eine schöne Zeit in einem Kleid; viele Komplimente;
– für den Mann bedeutet es eine Einladung zu einer Junggesellenparty.
Sirene
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum eine Sirene von einem Ambulanz- oder einem Feuerwehrfahrzeug hört, dann ist dies eine Warnung vor einer
möglichen Gefahr. Ist der Träumende älter, mag ihn dies an den Krieg erinnern.
Psychologisch:
Als Archetypus steht die Sirene (Frau) für Täuschung und für die Ablenkung des Menschen von seinem Ziel. Im Traum ist hier meist ein sexueller
Bezug angesprochen, der schwierig zu handhaben ist. Im Traum einer Frau verweist die Sirene auf Destruktivität und Versuchung. Manchmal kann
die Sirene im Traum auch die Anima eines Mannes sein.
Spirituell:
Nur wenn auf der spirituellen Ebene erkannt wird, daß die Sirene den Menschen letztlich wieder zu dem macht, was er ist, wird sie annehmbar und
integrierbar. Hat er ihren Zauber erst einmal widerstanden, ist er frei, ganz zu werden.
Volkstümlich:
(ind. ) . – traue nicht falschen Schwüren.
(Siehe auch „Anima“, „Archetypen“)
Sirenengeheul (Siehe „Fliegeralarm“)
Sirup
Allgemein:
Sirup ermahnt zur gründlichen Überlegung, damit man keine Fehler macht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – kosten: du wirst schöne Dinge erleben, die aber keinen Nutzen bringen.
(europ.) : – es will dich jemand durch Schmeichelei betören; man soll keinen Unsinn machen;
– bringt uns mit Schmeichlern und aufdringlichen Personen zusammen.
(ind. ) : – essen: du hast Herzenskummer;
– sehen: lasse alle törichten Wünsche.
Sittenlehre
Volkstümlich:
(ind. ) : – hören: du wirst schwere Arbeit leisten müssen.
Sitzplatz / sitzen
Psychologisch:
Das Sitzen im Traum weist auf Entspannung, Gelöstheit und seelische und geistige Ausgeglichenheit hin oder verkörpert den Wunsch danach. Sitzt
der Träumende allerdings unbequem oder fällt vom Stuhl und ähnliches, so ist dies ein Zeichen für seine Erschöpfung, Verkrampfung oder innerliche
Angespanntheit.

1289
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einem Nachttopf: man wird einen Gewinn erzielen;
– auf dem Thron: der Besitz eines Hauses steht in Aussicht;
– auf einen hohen Schemel sitzen: bedeutet Vorwärtskommen in dieser Welt;
– wenn jemand den eigenen Sitzplatz weggenommen hat: man wird pausenlos um Hilfe gebeten werden;
– sehen, wie jemand von seinem Sitzplatz gefallen ist: dieser wird aus dem Büro entfernt;
– einer Frau seinen Sitzplatz anbieten: man wird auf die List eines Schwindlers hereinfallen.
(ind. ) : – auf einem Thron: du wirst Geld und Gut gewinnen.
(Siehe auch „Gehen“, „Stehen“, „Stuhl“)
Sitzung
Psychologisch:
Die Sitzung tritt im Traum vorzüglich dann auf, wenn man sich mit anderen zusammensetzen sollte, um ein Vorhaben genauer zu planen. Allerdings
kann das Traumsymbol Sitzung auch auf Langeweile und Unproduktivität verweisen. Die konkrete Deutung ergibt sich aus dem Traum- und
Lebenszusammenhang des Träumenden.
Volkstümlich: (
Sitzungssaal)
(arab. ) : – vor Augen haben: in einen Prozeß verwickelt werden.
(europ.) : – sehen: Beziehungen zu einem bestimmten Menschenkreis werden demnächst von besonderer Bedeutung für einen sein.
Skandal
Psychologisch:
Sie sorgen sich zuviel um den Klatsch in Ihrem Leben. Oder wenn Sie selber geklatscht haben: Brauchen Sie wirklich das Mißgeschick anderer um
vorwärts zu kommen?
Volkstümlich:
(arab. ) : – hervorrufen: du wirst vor Gericht kommen.
(europ.) : – hervorrufen: bringt eine Versöhnung zustande;
– Gegenstand eines sein: man ist bei der Auswahl seiner Freunde nicht sonderlich Geschick;
man sucht eher oberflächliche Bekanntschaften; das Geschäft wird schlecht verlaufen;
– Eine junge Frau, die sich mit einem Skandal beschäftigt, wird jemandem ihre Gunst erweisen, der sie in
dem Glauben läßt, gute Absichten zu haben. Eine schnelle Heirat folgt nur selten nach diesem Traum.
(ind. ) : – hören: du wirst dich mit Freunden zerstreiten.
Skalpell
Psychologisch:
Welche „einschneidenden Maßnahmen“ haben Sie denn vor? Wem soll denn messerscharf Konkurrenz gemacht werden? Wen möchten Sie „bis an
die Knochen“ treffen? Lauter Fragen, die man sich stellen sollte, wenn man im Traum das Skalpell geführt hat.
Skarabäus
Skarabäen, Mistkäfer und Glühwürmchen bringen nur Leuten Nutzen, die ein schmutziges und unehrliches Gewerbe ausüben, allen anderen zeigen
sie Schaden und Stockung der Geschäfte an, besonders Salben- und Gewürzhändlern.
(Siehe auch „Käfer“)
Skat
Volkstümlich:
(europ.) : – spielen: du wirst eine Aufregung haben.
Skateboard
Assoziation: – jugendlicher Ausdruck von Kraft; Freude am ungehinderten Bewegungsausdruck.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben suche ich nach mehr Jugendlichkeit?
Skelett
Assoziation: – Arbeit an den Grundfesten oder der Struktur; Überreste.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fühle ich mich abgetrennt, oder wo zeigen sich Zerfallserscheinungen?
Allgemein:
Ein Skelett im Traum weist auf das Grundgerüst einer Sache, vielleicht eine Idee oder eines Konzeptes hin. Ein tanzendes Skelett bedeutet, daß der
Träumende sich seiner Lebendigkeit bewußt ist. Gräbt er ein Skelett aus, holt er etwas hervor, daß er zu irgendeinem Zeitpunkt im Unbewußten
begraben hat. Symbol des Vergänglichen, vor dem man sich fürchtet. Das Knochengerüst taucht in Alpträumen auf und erschreckt den Träumer;
meist ist es ein Erschrecken vor sich selbst, vor seinen Fehlern und Launen. Das Skelett ist gewissermaßen das bloßgelegte Ich.
Psychologisch:
Das Skelett ist im Traum oft ein Bild für Berechnung, Gefühlskälte und vernunftbetontes Denken. Es ist aber auch ein Symbol für Alter, Sterben,
Tod und Vergänglichkeit, vor allem wenn in der Traumhandlung gleichzeitig Traumbilder wie die Uhr oder die Sense auftreten. Empfindet der
Träumende dabei Beunruhigung, ist dies ein Hinweis darauf, daß er Angst vor dem Tod und Schwierigkeiten mit dem Älterwerden hat. Der
Träumende muß sich mit seinem Gefühlen zum Tod auseinandersetzen. Ein solch leicht durchschaubares Traumsymbol zwingt dazu. Ein Skelett im
Traum kann auch auf Gefühle oder Talente hindeuten, die „gestorben“ sind, weil der Träumende sie nicht genug gepflegt hat.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann ein Skelett im Traum ein Hinweis sein, daß Askese als Mittel, um zur Ganzheitlichkeit zu finden, in Betracht
gezogen werden sollte. Es ist die Personifikation des Todes, Ankündigung und Werkzeug eines neuen Lebenszustandes.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ein großer Schreck wird dir nicht erspart bleiben.
(europ.) : – zeigt einen boshaften Spaß zum Erschrecken an, wodurch aber keine üble Folgen entstehen werden;
auch: es werden einem Krankheit, Mißverständnisse von anderen Menschen und Unrecht prognostiziert;
– eines sein: man macht sich grundlos Sorgen und sollte sich einer entspannteren Denkweise befleißigen;
auch: verspricht ein langes Leben;
– von einem verfolgt werden: bald mit einem Schicksalsschlag oder dem Tod konfrontiert werden; oder
der Schlag kommt in Form eines finanziellen Desasters.

1290
(ind. ) : – sehen: komme nicht in Versuchung; du wirst eine gute Erbschaft machen.
(Siehe auch „Knochen“, „Röntgenbild“)
Ski
Assoziation: – rasante, aktive Bewegung; körperliche Geschicklichkeit und Gleichgewichtssinn.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist bereit, größere Bewegungsfreiheit zu genießen?
Allgemein:
Ski (Skilaufen) kann anzeigen, daß man in einer schwierigen Situation ein Hilfsmittel benötigt. Steigt man im Schnee nach oben, wird man langsam,
aber sicher seine Ziele erreichen. Die Abfahrt dagegen kündigt Mißerfolge an, vor allem die Schußfahrt nach unten, die ein Unglück androht.
Psychologisch:
Der Winter steht im Traum als Symbol für Einsamkeit und Kälte im Gefühlsleben. Das Skifahren zeigt zwar kühnes und schnelles Vorwärtskommen
des Träumenden an, jedoch kann es durchaus sein, daß er dabei für seinen Erfolg mit einem kühlen Gefühlsklima bezahlen muß. Kommt man mit den
Brettern gut den Hang hinunter, geht im Wachleben alles glatt, und man kann es sich bequem machen, weil man auch ohne übermäßig viel Arbeit
auskommen kann. Manchmal wird man beim Skifahren feststellen, wie leicht es hinunter (übersetzt: in eine Talsohle) geht, wie schwierig es aber ist,
wieder hinaufzugelangen (übersetzt: in die obere Etage des Lebens zu kommen). Man beachte darum weitere Zeichen in einem solchen Traum.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: warnt vor einem abschüssigen Weg; auch: man soll daran erinnert werden,
daß man seine Ziele am besten erreicht wenn man sehr geschickt und wendig vorgeht;
– fahren: man kommt in einer Sache schneller hinunter als hinauf;
– andere fahren sehen: durch schlechtes Beispiel wird man von seinem Weg abgebracht;
– (Schneeschuhe) laufen: du wirst ein rasches Vorwärtskommen finden.
(ind. ) : – laufen: du wirst krank.
(Siehe auch „Eis“, „Schnee“)
Skiff
(Einer (Boot))
Volkstümlich:
(europ.) : – jemand auf einem ruhigen Fluß damit beobachten: ein wertvollere Freund wird einem aus der Sphäre heben;
– selbst in einem rudern: es ist Gewinn angezeigt;
– in Schwierigkeiten oder gekentert sehen: es ist ein geschäftlicher Fehlschlag angezeigt.
(Siehe auch „Boot“, „Kahn“)
Skihütte
Psychologisch:
Die Skihütte in den Bergen ist ein verbreitetes romantisches Freizeitsymbol. Man hat die Alltagswelt hinter sich gelassen und ist in eine andere Welt
getaucht. Hier herrscht die heilende Natur, hier kann man sein, wie man ist. Außerdem ist mit diesem Traumsymbol sowohl die Stille als das
Vergnügen mit Freunden angesprochen. Gerade wenn der moderne Großstadtbewohner unter Streß leidet, dann steigen solche Traumbilder wie
Skihütte und Zelten auf. Dahinter verbirgt sich auch eine Sehnsucht nach Einfachheit und Normalität.
Sklave
Artemidoros:
Zugleich mit den übrigen Traumerfüllungen besteht eine Wechselwirkung zwischen den Sklaven und dem Leib ihrer Herren. So wurde jener, dem es
träumte, er sehen seinen Haussklaven im Fieber liegen, natürlich selbst von einer Krankheit befallen; wie nämlich der Sklave zum Träumenden in
Beziehung steht, so auch der Körper zur Seele.
Allgemein:
Sklave (Sklavin) warnt vor starken Begierden und Leidenschaften, von denen man sich abhängig gemacht hat; das bezieht sich manchmal auf eine
sehr starke emotionale oder sexuelle Bindung.
Psychologisch:
Das archetypische Bild des Sklaven taucht heute noch im Traum auf, wenn wir uns im Wachleben verraten und verkauft fühlen. Meist sind wir aber
selbst an diesem Sklavendasein schuld, weil wir zu allem ja und amen sagen und niemals mit unserem Wissen glänzen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: unterjocht werden;
– sein: durch eigene Schuld in Abhängigkeit geraten.
(europ.) : – sehen: man ist Sklave einer Leidenschaft oder Neigung, wodurch man Nachteile oder Schaden haben wird,
wenn man nicht dagegen ankämpft;
– arbeiten sehen: sei vorsichtig, denn eine ähnliche Lage (Gefängnis) könnte dich leicht treffen;
– sein: in einem Vorhaben wird man seinen eigenen Weg gehen, ohne sich um den Widerstand anderer zu kümmern.
(ind. ) : – sehen: du wirst Strafe erdulden müssen;
– sein: du wirst in Abhängigkeit kommen.
(Siehe auch „Fackel“, „Geschlechtsverkehr“)
Skorpion
Assoziation: – destruktive Gefühle; Gedanken; Worte.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, meine Autorität und Kraft zum Ausdruck zu bringen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Macht; Stachel; Gift; Gefahr; Transformation.
Beschreibung: Der Skorpion, ein spinnenartiges Tier, kommt vor allem in den wärmeren Teilen der Welt vor. Er besitzt am vorderen Ende ein Paar
Greifscheren und einen langen, segmentierten Schwanz, dessen Ende mit einem giftigen Stachel versehen ist. Der Stich des Skorpions kann
manchmal tödlich sein, ist jedoch im allgemeinen für den erwachsenen Menschen lediglich schmerzhaft.
Allgemeine Bedeutung: Deine Kraft; eine Kraft, die zustechen kann; eine Kraft, die dich oder andere vergiften kann; der tatsächliche Stand der
Dinge.
Assoziation: Das Sternzeichen Skorpion.
Transzendente Bedeutung: Die Gabe einer Kraft im Traumzustand, die jedoch vorsichtig gehandhabt werden muß, da sie stechen kann, bevor sie
ganz und gar verstanden worden ist.
Artemidoros:
Skorpione weisen auf übelgeartete Subjekte hin.

1291
Allgemein:
Skorpion kann Aggressivität, Sarkasmus, Zynismus oder Bosheit verkörpern; oft steht dahinter Verbitterung über eine Enttäuschung, die man noch
nicht verarbeitet hat. Bemerkungen der Mitmenschen haben den Träumenden verletzt. Er meint, die ganze Welt sei so und möchte es ihr mit gleicher
Münze (Stachel) heimzahlen.
Psychologisch:
Das krebsähnliche Spinnentier fährt auch im Traum seinen Giftstachel gegen uns aus. Mit diesem Bild will uns das Unbewußte wohl vor einem
heimlichen Gegner warnen, der uns Schaden zufügen könnte. Meist ist der Skorpion gar nicht zu sehen, man hört nur von ihm und fürchtet trotzdem
seinen Stachel. Der Skorpion ist ein ähnliches Traumsymbol wie die Spinne, allerdings fehlt ihm der weibliche Aspekt. Der Skorpion steht eher als
Bild für die männliche, aggressive Kraft.
Spirituell:
Er ist ein tödlicher Feind des Menschen und Zeichen teuflischer, lebens- und heilsgefährdender Mächte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Skorpion bedeutet einen bösartigen Feind, der einen zweifelhaften Ruf hat. Trug und List umgibt dich;
man muß erkennen, daß man nicht nur von Freunden umgeben ist;
– Träumt einer, er werde von einem Skorpion gestochen, wird er von solch einem Feind geschädigt und krank werden,
aber es jenem mit Gutem vergelten.
– Tötet jemand einen Skorpion, wird er einen Menschen solchen Schlages vernichten.
– Ißt jemand im Traum das Fleisch eines Skorpions, den er getötet hat, wird er das Vermögen des Betreffenden an sich reißen.
– Setzt jemand andere mit einem Skorpion in Schrecken, wird er gegen sie Drohungen ausstoßen und Feindschaften säen.
Dieselbe Auslegung trifft für die Eidechse und die Rox oder Roga und die sonstigen Kriechtiere zu.
(europ.) : – oder Molch: verkündet heimliche Feindschaft; falsche Freunde, die es auf das Vermögen abgesehen haben;
– von einem gestochen werden: durch eine heimliche Feindschaft wird man schwer geschädigt werden;
– nicht töten können: es stehen gravierende Verluste bevor.
(ind. ) : – du wirst Strafe erleiden müssen.
(Siehe auch „Spinne“, „Tierkreis“)
Slums
Volkstümlich:
(ind. ) : – Sie bemitleiden sich selbst.
(Siehe auch „Ruine“)
Smaragd
Assoziation: – Versprechen; schwelgen im Luxus.
Fragestellung: – Was unterstützt mich in meinem Wachstumsprozeß?
Allgemein:
Bekommen wir im Traum einen Smaragdschmuck geschenkt, wird eine herzliche Beziehung geknüpft, die zu seelischer Übereinstimmung führen
kann. Neben dem Diamanten ist der Smaragd einer der härtesten Edelsteine. Er verspricht Erfolg bei geistiger Betätigung.
Psychologisch:
Er ist einer der härtesten und wertvollsten Edelsteine und gilt dementsprechend als Symbol für Wertbeständigkeit und Charakterfestigkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – zeigt eine große Freude an.
(europ.) : – sehen: man wird ein Vermögen erben, weswegen man mit anderen Schwierigkeiten bekommt;
– sieht ein Liebhaber Smaragde oder trägt seine Verlobte Smaragde, wird er von einem reicheren Freier ausgestochen;
– einen kaufen: ist ein Zeichen für unglückliche Geschäftsabschlüsse.
(ind. ) : – sehen: Unglück kommt über dich; wechselvolle Lebensschicksale.
(Siehe auch „Diamanten“, „Edelsteine“, „Juwelen“, „Schmuck“)
Smoking
Volkstümlich:
(europ.) : – im Männertraum sehen: es wird eine zärtliche Verabredung geben;
– im Frauentraum: die Zeit eines zärtlichen Wiedersehen kann kaum erwartet werden.
(Siehe „Abendkleidung“)
Smudging
Medizinrad:
Schlüsselworte: Reinigend; erneuernd; läuternd; konzentrierend; heilend; Anfangszeremonie.
Beschreibung: Das Smudging, die Räucherung, ist eine allgemein gebräuchliche Zeremonie der Reinigung und der Energiekonzentration durch das
Element Rauch. Der Rauch entsteht aus einer Pflanzensubstanz, die verbrannt wird. Die Ureinwohner Nordamerikas verwenden meist Salbei,
Mariengras, Zeder und Tabak in seiner natürlichen Form; erdverbundene Völker des Orients verbrennen gemahlene Kräuter, die zu Stäbchen gepreßt
sind; Europäer bedienen sich zu diesem Zweck des Weihrauchs; Mittel- und Südamerikaner räuchern mit Kopalharz.
Allgemeine Bedeutung: Selbstreinigung; deine Energien neu ausrichten.
Assoziation: Ausräuchern von Ungeziefer.
Transzendente Bedeutung: Vorbereitung für eine Traumzeremonie; ein Hinweis darauf, daß du dich in deinem Alltagsleben auf eine Zeremonie
vorbereiten mußt.
Socken
Allgemein:
Socken fordern den Träumenden dazu auf, sich intensiv um die banalen Dinge des Lebens zu kümmern, die auch sehr wichtig sein können.
Volkstümlich:
(ind. ) : – Wanderung.
(Siehe auch „Strumpf“)

1292
Sodalith
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wahrheit; problemlösend; Reinigung; nördlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Sodalith, das Mineral, das mit Reinigung und der äußeren Position des nördlichen Seelenpfads in Beziehung gesetzt wird, ist ein
Natriumaluminiumsilikat mit Chlor. Es tritt in Farbvariationen von Blau, Weiß, Grau, Grün und in durchscheinender Form auf. Seinen Namen hat es
von seinem Natriumgehalt, der auf englisch »Soda« heißt.
Allgemeine Bedeutung: Reinigung auf allen Ebenen des Seins.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe der Reinigung.
Sodawasser
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Zeichen für ein zufriedenes Leben trotz vieler Arbeit.
Sodomie
Psychologisch:
Ein erotischer Traum!
(Siehe auch „Sexualität“)
Sofa
Allgemein:
Sofa steht für den Wunsch nach einem behaglichen, beschaulichen Leben. Oft kommen darin Erinnerung an die gute alte Zeit zum Ausdruck, die
man zurücksehnt.
Psychologisch:
Deutet meist auf Erinnerung hin, die sich auf die Gegenwart oder die Zukunft ummünzen lassen. Mit dem Sofa aus Großmutters guter Stube taucht
vielleicht ein fast vergessener Jugendfreund auf, vielleicht auch ein Gegenstand, den man verloren zu haben glaubte.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird an die „gute alte Zeit“ erinnert werden;
– auf einem sitzen: mit einem alten Bekannten wird man liebe Erinnerungen austauschen.
(ind. ) : – sehen: ruhige und heitere Zukunft.
(Siehe auch „Sessel“)
Sohle
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du sollst dringende Geschäfte erledigen.
Sohlleder
Volkstümlich:
(ind. ) : – kaufen: man verfolgt dich.
Sohn
Assoziation: – jugendlicher, männlicher Aspekt des Selbst.
Fragestellung: – In welchem Bereich meines Lebens bin ich bereit, meine jugendliche Kraft zum Ausdruck zu bringen?
Artemidoros:
Es träumte einer, er befinde sich am Isthmos und suche dort seinen Sohn. Der Sohn kam infolge der Geschichte von Melikertes ums Leben. (Ino
Leukothea hat sich des kleinen Dionysos angenommen, als dieser durch den Tod ihrer Schwester Semelle verwaist war. Dafür wurde Ino samt ihrem
Gatten Athamas mit Wahnsinn bestraft. Als dieser in einer Raserei auch Inos jüngeren Sohn Melikertes töten wollte, riß Ino ihn an sich und floh. Sie
rannte zum Molurischen Felsen, von dem sie in das Meer sprang und ertrank. Zeus, der sich der Freundlichkeit Inos gegenüber Dionysos erinnerte,
wollte ihren Geist nicht in den Tartaros senden und machte sie zur Göttin Leukothea.)
Allgemein:
Sohn symbolisiert alle Erwartungen und Hoffnungen für die Zukunft, die man eben begründet hat. Nicht selten kommt in Träumen von Eltern darin
das Verhältnis zum eigenen Sohn zum Vorschein.
Psychologisch:
Im Traumbild des Sohnes kann sich der Wunsch nach einem Kind ausdrücken. Meist hat es aber einen realen Bezug zum Kind des Träumenden. Er
projiziert seine Wünsche und Hoffnungen auf seinen Sohn. Im Traum kann der Sohn oft für die unerreichten Ziele und Wünsche des Träumenden
stehen. In diesem Bild kann sich aber auch die Angst vor Alter und Tod widerspiegeln, ebenso Minderwertigkeitsgefühle. Eltern können durchaus auf
Probleme ihres eigenen Sohnes hingewiesen werden, wobei sie vielleicht sogar an eigenes schuldhaftes Verhalten gemahnt werden. Männer erinnert
der Traum vom oft sogar unbekannten Sohn daran, daß mit dem persönlichen Innenleben irgend etwas nicht stimmen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: Vermehrung der Familie.
(europ.) : – oder Tochter sehen: verursacht Schreck oder Sorgen, die jedoch bald behoben sein werden;
– innere Reklamation, daß mit dem eigenen Innenleben etwas nicht stimmt,
wenn nicht eine direkte Mahnung vorliegt, auf den eigenen Sohn zu achten;
– selbst Sohn eines Vaters im Traum sein: man sollte Vertrauen in eine „göttliche Führung“ aufbauen
und nicht gleich in Opposition verfallen, wenn jemand von einem etwas will oder fordert;
– als Mann; einen Sohn im Traum sehen: ein Zeichen, daß man sich als Vater bestätigt fühlen möchte;
– seinen eigenen sehen: greift sehr oft in das Gebiet der Gedankenübertragung des Hellsehens und des
„Fernfühlens“ ein. Hierbei kommt es sehr auf die Einzelheiten des Traumbildes an; im allgemeinen
stehen die Umstände, unter denen Mutter oder Vater den Sohn sieht, in Beziehung zur Wirklichkeit;
– stattlich und pflichtbewußt: er wird Sie mit stolzer Zufriedenheit erfüllen und zu großem Ansehen gelangen;
– als Krüppel oder unter einer Krankheit leidend oder hat er einen Unfall: es kommen Probleme auf einem zu;
– Träumt eine Mutter, Ihr Sohn sei in einen Brunnen gefallen und sie höre Schreie, ist das ein Zeichen für
Verlust und Krankheit. Rettet sie ihn, zieht die Gefahr vorüber.

1293
(ind. ) : – sehen und sprechen: achte auf deinen Hals; leichte Erkrankung;
– sehen der nicht zu Hause ist: du wirst bald Nachricht erhalten.
(Siehe auch „Familie“, „Geschlechtsverkehr“, „Jugend“, „Kind“, „Kindheit“, „Menschenfleisch“, „Tochter“, „Verwandte“)
Solarium
Psychologisch:
Man braucht so dringend Licht und Wärme, daß man sogar schon von der „Sonne aus der Steckdose“ träumt. Ein sehr „heutiger“ Traum, dem man
aber trotzdem Beachtung schenken sollte: Er deutet an, daß der eigene Energiespiegel radikal gesunken ist und man sich vielleicht wirklich im
Solarium „auftanken“ sollte.
Soldaten
Assoziation: – Arbeit an der Konfrontation.
Fragestellung: – Was bin ich herauszufordern bereit? Wo in meinem Leben habe ich Angst vor Herausforderungen?
Artemidoros:
Zum Heeresdienst eingezogen zu werden oder ins Feld zu ziehen bedeutet allen, die irgendwie krank sind, den Tod; denn der Mann, der ins Feld
zieht, gibt sein Privatleben auf und übt statt der bisherigen Tätigkeit eine neue aus. Häufig prophezeit es alten Leuten den Tod, allen anderen sagt es
Schikanen, Unannehmlichkeiten, Bewegungen und Reisen voraus. Müßiggängern und Hungerleidern bedeutet es Arbeit und Verdienst; denn der
Soldat faulenzt nicht, noch fehlt es ihm an dem Notwendigen. Nach innen ungünstig, nach außen günstig ist wenn ein Sklave träumt, als Soldat zu
dienen. Er wird zwar Ehren, doch keineswegs die Freiheit erringen. Viele wurden zwar freigelassen, mußten aber weiter Sklavenarbeit leisten und
blieben untergeordnet; denn ein Soldat muß dienen, auch wenn er persönlich frei ist. (Freigelassene und Sklaven, die in den Militärdienst eingestellt
wurden, konnten die Freiheit und das Bürgerrecht erlangen.) Es träumte jemand, er sei mit Hufeisen versehen. Er meldete sich zu den Soldaten und
wurde Reiter; es machte nämlich keinen Unterschied, ob er selbst oder das ihn tragende Pferd Hufeisen hatte.
Allgemein:
Soldat fordert zu Selbstdisziplin auf, weil man sonst durch sein Verhalten Streit und Konflikte provoziert. Allgemeiner kündigt er eine unangenehme
Veränderung im Leben an. Soldaten bei einer Parade sollen nach alter Traumdeutung ein glückliches Ereignis ankündigen. Vor allem bei Frauen
kommt darin zuweilen der Wunsch nach einem sexuellen Abenteuer zum Ausdruck.
Psychologisch:
Selbst Kriegsdienstverweigerer werden mit diesem archetypischen Bild an Disziplin und Gehorsam gemahnt, falls sich der Soldat im Traum nicht als
schießwütiger Tollkopf zeigt, der – ins Wachleben umgesetzt – alles durcheinanderbringt, was bisher in schönster Ordnung war. Unruhe kommt im
Alltag auf, wenn wir im Traum einen ganzen Trupp Soldaten sehen. Nach Meinung einiger Psychoanalytiker soll dieses Traumbild besonders bei
alleinstehenden Frauen vorkommen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst ein unruhiges Leben voll unglücklicher Begebenheiten führen.
(europ.) : – dringende innere Aufforderung, sich im Leben einzuordnen und Disziplin zu halten; auch: Verlust des
Arbeitsplatzes und wahrscheinlich viel Veränderungen bevor man sich erneut niederläßt;
– einen sehen oder mit einem verkehren: bedeutet im Frauentraum eine vorübergehende Liebelei;
im Männertraum: unruhige Tage stehen bevor;
– in hübscher Uniform, vielleicht auf Urlaub: für Frauen: Liebschaft anbandelnd,
verliebt sein, Einladung zum Tanz oder Ball; für Männer: du hast großes Selbstbewußtsein;
– auf Wache stehen: du weist ein dargebotenes Glück von dir;
– viele Soldaten bei einer Parade sehen: kündet eine freudige Überraschung an;
– marschieren sehen: bringt eine bedrückende Veränderung; weist auf eine Zeit krasser Ausschweifungen hin;
zur gleichen Zeit, wird man über die Gegner triumphieren;
– exerzieren sehen: bringt Unannehmlichkeiten durch Vorgesetzte, Behörden oder höherstehende Personen;
– von Soldaten verfolgt werden: es muß eine sehr unruhige Zeit mit vielen Problemen bewältigt werden;
– im Krieg sehen: kündet eine heftige Auseinandersetzung, Streit und Zank mit anderen an;
– verwundete sehen: andere werden im Leben ernste Komplikationen verursachen; das eigene Mitgefühl wird
über die Urteilsfähigkeit siegen;
– ein tapferer Soldat sein: die Wünsche werden sich buchstabengetreu erfüllen;
– Sieht eine Frau Soldaten, so ist ihr Ruf in Gefahr.
(Siehe auch „Kampf“, „Krieg“, „Lager“, „Musketier“, „Offizier“, „Rekrut“)
Sommer
Assoziation: – Zyklus der Fruchtbarkeit; Wachstumsfülle.
Fragestellung: – Was bringe ich hervor?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schnelles Wachstum; Erfüllung; Fruchtbarkeit.
Beschreibung: Sommer ist die Jahreszeit, in der die Erde und all ihre Kinder einem schnellen Wachstum unterworfen sind. Es ist die Zeit, in der die
Blumen des Frühlings sich zu den Früchten des Sommers wandeln, in der die Dinge von einem Versuchszustand in eine endgültige Form übergehen.
Es ist eine fruchtbare Zeit der Geburt und des Wachstums.
Allgemeine Bedeutung: Schnelles Wachstum; ein fruchtbarer Teil deines Lebens; die Fähigkeit, deine Ziele zu erreichen.
Assoziation: Leichte Bekleidung; warme Abende; Urlaub.
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung von Ergebnissen der spirituellen Arbeit, die du bis jetzt geleistet hast.
Allgemein:
Bemerkt der Träumende, daß in seinem Traum Sommer ist, verweist dies darauf, daß eine gute Zeit in seinem Leben angebrochen ist. Es ist bald an
der Zeit, die Ernte jener Projekte einzufahren, die sich gut entwickelt haben, und sich ein wenig Ruhe zu gönnen. Sommer steht für Energie, Tatkraft
und persönliche Reife, im weiteren Sinn für die Ernte des Lebens, die man einbringen und sichern sollte, ehe der Herbst beginnt.
Psychologisch:
Der Sommer kann als Bild für Reife oder für die Mitte des Lebens verstanden werden. Die positiven Auswirkungen der Sonne auf den Menschen
sind bekannt, deshalb verwundert es sicher auch nicht, daß die sonnigste Jahreszeit als Symbol für Energie, Ausdauer, Tatkräftigkeit und Streben
nach Erfolg steht. Der Träumende hat zumindest den Wunsch hohe Leistungen zu bringen. Mit dem Sommerbild wird für das Wachleben angezeigt,
daß etwas reif wurde, vielleicht umschreibt das die weise Zurückhaltung der Umwelt gegenüber, möglicherweise ist aber auch eine Angelegenheit
reif, geklärt zu werden. Der Sommer im Traum verkörpert einerseits bevorstehenden Urlaub und Spaß und damit entsprechende Entspannung. Zum
anderen hat der Träumende die Gelegenheit, sich mit anderen Menschen zu treffen und neue Verbindungen herzustellen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene stellt der Sommer die Lebensmitte dar. Erste spirituelle Erfolge zeigen sich, und die verbleibende Lebenszeit kann geplant werden.

1294
Volkstümlich:
(arab. ) : – bedeutet eine sehr günstige Zeit der Schaffenskraft; man wird bald die Früchte seiner Arbeit ernten können
und Gelegenheit dazu haben, neue Unternehmungen zu beginnen; auch: Glück und Harmonie in der Liebe.
(europ.) : – Potenzangabe wie bei Frühling, Herbst und Winter; Jahreszeiten stellen Perioden im Leben dar;
im Winter vom Sommer zu träumen ist ein gutes Zeichen, jedoch nicht zu anderen Jahreszeiten.
(ind. ) : – sehen: gute Geschäfte.
(Siehe auch „Himmelsrichtung – Süden“, „Mittag“, „Shawnodese“, südlicher Hüter des Geistes)
Sommerhaus
Volkstümlich:
(europ.) : – günstige Aussichten für die Zukunft sind angezeigt.
(Siehe auch „Haus“)
Sommersprossen
Allgemein:
Sommersprossen weisen meist auf ein falsches Selbstbild hin, das man durch eigene Fehler und Schwächen befleckt sieht. Zusätzlich steht die Angst
dahinter, daß andere diese Flecken erkennen.
Psychologisch:
Die kleinen Hautflecken übersetzt man am besten als neue Gesichtspunkte, Ansichten, die wir uns zu eigen machen sollten. Nur wer selbst
Sommersprossen hat, der sollte dieses Traumbild als Warnung davor nehmen, den eigenen Minderwertigkeitskomplexen nachzugeben.
Volkstümlich:
(europ.) : – man fühlt sich irgendwie belastet und fürchtet, daß die Umwelt einem Fehler, Laster oder Vergehen ansehen könnte;
– Hat eine Frau Sommersprossen in ihrem Gesicht, werden sich unglückliche Ereignisse einstellen.
Sieht sie dieses im Spiegel, läuft sie Gefahr, ihren Liebhaber an eine andere zu verlieren.
(ind. ) : – haben: du wirst Geld verlieren.
Sonne
Assoziation: – Energie; Licht; Quelle; lebensspendende Kraft.
Fragestellung: – Was wünsche oder fürchte ich zu erhalten?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Der Mittelpunkt eines solaren Systems; das Männliche; Hitze; Wärme; Licht.
Beschreibung: Eine Sonne ist ein weißglühender Himmelskörper, der von Planeten umkreist wird. Die Sonne versorgt die Planeten mit Energie, Licht
und Hitze und ist notwendig für ihr Fortbestehen. Für erdverbundene Völker war die Sonne ihr Vater des Lebens, wie sie auch in der Erde ihre
Mutter des Lebens sahen. Beide bedingten einander, um das Leben zu erhalten. Aus dem Sonnengott der Erdreligionen wurde in vielen modernen
Religionen der Sohn Gottes. Vater Sonne ist im inneren Kreis des Medizinrads jene Position, die mit den Elementen Feuer und Luft, dem Mineral
Druse, der Pflanze Sonnenblume, dem Tier Eidechse und der Farbe Himmelblau in Verbindung steht.
Allgemeine Bedeutung: Erkennen, was im Zentrum deines Lebens steht; verstehen, was dir Energie gibt; Wissen um das Männliche.
Assoziation: Sonnenbrand; Sommer.
Transzendente Bedeutung: Eine Traumreise zur Quelle deiner Lebensenergie.
Huichol-Lehre: Ein Traum, der dich zur Sonne führt, bedeutet, daß du Licht in dein Leben bringst, um glücklich zu sein.
Allgemein:
Die Sonne im Traum verweist auf Wärme und Bewußtheit. Ein sonniger Tag steht für glückliche Stimmung. Ist der Träumende der Sonne
zugewandt, ist dies ein Hinweis darauf, daß er Erleuchtung sucht. Sonne symbolisiert das bewußte Leben, das man mit Energie und Tatkraft gestalten
soll; gleichzeitig verspricht sie Erfolg, Lebensfreude und Gesundheit. Steht man im Sonnenschein, deutet das auf mehr Ansehen hin. Geht die Sonne
unter, verspricht das den erfolgreichen Abschluß einer Angelegenheit. Die blutrote Sonne dagegen kündigt schwerwiegende Probleme an.
Psychologisch:
In Urzeiten war die Sonne die oberste Gottheit. Dies läßt sich aus ihrer wichtigen Bedeutung für alles Lebende herleiten. Im Traum weist die Sonne
immer auf eine schöpferische Energie hin, die geistige, künstlerische oder Bewußtwerdungsprozesse einleitet oder verursacht. Die positive
(männliche) Kraft der Seele, Energiesymbol des Lebens, des Schöpferischen, des Befruchtenden, denn in den meisten Kulturen wird die Sonne als
männlich angesehen. Wo sie im Traum aufgeht, da ist Erfolg in allen Lebensbereichen zu erwarten. Wo sie untergeht, mündet eine Glücksphase ins
Alltägliche. Die leuchtende Kraft der Sonne erhellt unser Bewußtsein und macht uns für neue und gute Taten bereit. Nur die sengende Sonne der
Wüste kann verbrennen, kündet von Leiden und dem Ende aller Dinge. Einen schönen Lebensabend, heißt es, könne erwarten, wer die Sonne im
Traum besonders schön und blutrot untergehen sehe. Handelt ein Traum von einem Sonnentanz, möchte der Träumende vielleicht die Sonne wegen
ihrer alles umfassenden Kraft und Energie preisen. Der Träumende nutzt die Sonne zur Orientierung und ihre Energie als Quelle seiner Lebendigkeit.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kann die Sonne die spirituelle Erleuchtung symbolisieren. Sie ist Kundgabe und Offenbarung der Gottheit, unsterblich, Quelle des
Lichtes, der Wärme und des Lebens. Durch sie sind die Dinge erkennbar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schön scheinen sehen: Glück in Unternehmungen; Vorbedeutung guter Zeiten;
– aufgehende: man wird eine sehr gute Nachricht erhalten;
auch: günstige Zeiten brechen an, in denen sich vieles so entwickeln wird, wie man es sich wünscht;
– hoch am Himmel: man muß aufpassen, den Höhepunkt seiner Produktivität bzw. Glückssträhne noch nicht überschritten zu haben;
– schön untergehend: ein reicher, schöner Lebensabend;
– trüb untergehende: deine Hoffnungen werden getäuscht;
– durch Wolken verdeckt: unerwünschte, geheimnisvolle Zustände;
– im Wasser sich spiegelnde: falsche Vorspiegelungen werden dich betrüben;
– hell blutend sehen: du wirst eine fürstliche Belohnung erhalten;
– dunkelrot sehen: schwere Zeiten werden kommen;
– verdunkelt: schlechter Fortgang der Geschäfte; Unheil steht bevor;
– und Mond zugleich am Himmel sehen: Streit, Krieg.
(europ.) : – starkes Energiesymbol; bei Schwerkranken aber sind Träume von zu viel Sonne und Licht ein schlechtes Zeichen;
ältester Wunschtraum des Mannes für Kraft und Energie; bei Frauen Symbol für Kraft und Optimismus;
– golden und schön aufgehende: ist ein glückverheißender Traum; er verkündet Orden,
Ehrenzeichen, Würden, Reichtum und glückliche Ehe;
– ein klarer, strahlender Sonnenaufgang: verkündet Freude und Wohlstand;
– blutrot aufgehen sehen: man wird in nächster Zeit einen harten Kampf ausfechten müssen;

1295
– hell am Himmel leuchten sehen: verheißt in jeder Beziehung sehr gute Tage;
– blutrot am Himmel stehen sehen: eine schwere Zeit steht bevor;
– zur Mittagszeit: verheißt die Erfüllung von Sehnsüchten und grenzenlose Zufriedenheit;
– Sonnenuntergang: Freuden und Wohlstand überschreiten den Zenith und ermahnen, sich mit
neuem Eifer um die Interessen zu kümmern;
– untergehende: verheißt Verluste und Verfallen in Ungnaden, sie deutet unter Umständen
auch das goldene Tor, den Eingang zum Tode an, jedoch in Frieden und froher Hoffnung;
– hell am Abend scheinen sehen: Erfolg in allen Unternehmungen, Aufblühen des Geschäftes;
– sich im Wasser spiegeln sehen: deutet auf leere Versprechungen; bedeutet ein Scheinglück oder einen Scheinerfolg;
– ins Zimmer scheinen sehen: bringt glückliche Stunden daheim;
– ins Bett scheinen sehen: lange Krankheit;
– hinter Wolken verschwinden sehen: kündet vorübergehenden Kummer an;
– durch Wolken hindurch scheinend: Ärger und Schwierigkeiten bestimmen nicht länger das Leben, und Wohlstand ist nah;
– durch Wolken verdeckt: Kummer und Leid, Wechsel in der Stellung und des Ortes;
– in nebeliger Luft blutrot scheinen sehen: empfiehlt die Zuflucht zum Schöpfer;
– düster aussehend oder herrscht Sonnenfinsternis: es stehen einem stürmische Zeiten bevor; die jedoch wieder vergehen;
– sich am Himmel anormal schnell fort- oder hin- und herbewegen oder herabstürzen sehen: bedeutet eine herannahende Katastrophe.
(ind. ) : – blutrot aufgehen sehen: Todesfall;
– scheinen sehen: du wirst ein öffentliches Amt erhalten;
– untergehen sehen: mit ein wenig Glück wirst du deinen Plan ausführen können;
– verfinstert: du wirst Verluste erleiden;
– und Mond zugleich am Himmel sehen: gewaltige Umwälzungen sind in Vorbereitung.
(Siehe auch „Feuer“, „Gold“, „Götter“ (Helios)“, „Himmelskörper“, „Kerze“, „Lampe“, „Mond“, „Sonnefinsternis“, „Wüste“)
Sonnenaufgang
Assoziation: – erwachen, Anfang, Hoffnung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich zu einem Neuanfang bereit?
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: die Zukunft hat viele Trümpfe zu bieten.
(Siehe auch „Sonne“)
Sonnenbad
Allgemein:
Sonnenbad fordert auf, sich von Zwängen zu befreien, die Lebensfreude, Zufriedenheit und Energie blockieren.
Sonnenblume
Medizinrad:
Schlüsselworte: Hochgewachsen; tiefverwurzelt; nährend (körperlich und geistig); heilend; hell; Vater Sonne.
Beschreibung: Die Sonnenblume ist im inneren Kreis des Medizinrads die Pflanze des mit Feuer und Luft verbundenen Vater Sonne. Mit ihrer
strahlenden gelben Blüte ähnelt die Sonnenblume Vater Sonne und wächst hoch hinauf, um zu seinem Licht zu gelangen. Die Samen der Pflanze
liefern Vitamine und Nährstoffe. Das aus ihnen gepreßte Öl dient sowohl heilenden als auch kulinarischen Zwecken. Man kann es auch benutzen, um
Haare und Haut Weichheit und Glanz zu verleihen.
Allgemeine Bedeutung: Deine Verbindung mit der Sonne; Verbindung mit deiner männlichen Energie; Bereitschaft, das Mannsein neu zu
bestimmen; etwas, was deiner männlichen Natur zunehmende Weichheit bringt; ein Blumenanteil deines Selbst.
Assoziation: Die Farbe Gelb.
Transzendente Bedeutung: Eine Untersuchung des flatterhaften Teils deiner Natur, die sich nach Kommunikation mit der kreativen Kraft sehnt; eine
Gabe des Verstehens von Vater Sonne.
Allgemein:
Sonnenblume deutet die altindische Traumlehre als fröhliches, unbeschwertes Gemüt.
Psychologisch:
Die Pflanze, die sich nach der Sonne reckt. Von daher kommt die hübsche Deutung, man habe großes Vertrauen, vielleicht sei man auch hoffnunglos
verliebt. Die Blume kann jedoch auch den Erfolg umschreiben, der uns dann auf andere hinabblicken läßt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf unglückliche Liebe, aber Erfolg in geschäftlichen Dingen.
(europ.) : – Vertrauen, Ehre, aber hoffnungslose Liebe.
(ind. ) : – sehen: dein Gemüt ist sehr fröhlich.
(Siehe auch „Blumen“)
Sonnenbräune
Psychologisch:
Noch immer herrscht die Ansicht vor, Sonnebräune steigere nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch das Aus- und damit Ansehen. Ein Sonnenbad
im Traum kann aber, selbst wenn man im Wachleben optimistisch, positiv und lebensbejahend ist, eine nachdrückliche Warnung davor sein, sich in
der Realität nicht (die Finger) zu verbrennen, indem man allzu sehr am Aussehen herumbastelt.
(Siehe auch „Kosmetik“)
Sonnebrille
Assoziation: – Schutz, Auffälligkeit.
Fragestellung: – Wie will ich gesehen werden? Vor welchem Anblick muß ich mich schützen?
Sonnenfinsternis
Allgemein:
Sonnenfinsternis kann Krankheit, Mißerfolge, Depressionen oder eine andere „Verdüsterung“ des Lebens ankündigen; sie wird daher aber nicht lange
anhalten.
Psychologisch:
Wenn sich im Traum die Sonne verdunkelt, zeigt uns das eine Zeit an, in der für uns nicht alles zum besten steht.

1296
Volkstümlich:
(arab. ) : – unheimliche Erlebnisse.
(europ.) : – bedeutet einen großen unersetzlichen Verlust. Verluste in der Freundschaft; auch ist man Verleumdungen ausgesetzt;
auch: verheißt zeitweilige Fehlschläge in beruflichen und anderen weltlichen Angelegenheiten sowie familiäre Unruhe.
(ind. ) : – sehen: auf Leid wird Freude folgen.
(Siehe auch „Sonne“)
Sonnenhitze
Volkstümlich:
(arab. ) : – ausgesetzt sein: mühseliger Lebensweg.
Sonnenhut
Psychologisch:
Der Sonnenhut schützt den Kopf und beschattet das Gesicht. Er ist ein charakteristisches Freizeitutensil, das romantische Assoziationen weckt.
(Siehe auch „Hut“)
Sonnenöl
Psychologisch:
Das Sonnenöl stellt wie der Sonnenhut einen typischen Gegenstand dar, der Ferien und Ausspannung symbolisiert. Zum anderen ist hier auch die
Schutzfunktion angesprochen. Und zwar die Schutzfunktion der Haut, die immer auch auf die Abgrenzung verweist.
(Siehe auch „Creme“, „Öl“)
Sonnenschirm
Psychologisch:
Der Sonnenschirm tritt in unseren Breiten nicht selten im Traum auf. Er beschwört Assoziationen von Lustwandeln und lasziver Bewegung in heißer
Sonne. Das ist Ferien- und Freizeitstimmung pur – denkt man vielleicht zuerst. Doch dann zeigen sich Ängste, die in diesem Symbol mitschwingen,
tatsächliche vor den Auswirkungen eines fehlenden Schutzschirmes, aufgrund des Ozonloches in der Atmosphäre, symbolische vor der Annahme und
Umsetzung der stärksten Energien, die ein Mensch kennt: Der „göttlichen“ Energien, ihrer Anforderungen, ihrer Unmittelbarkeit…
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Unterstützung und Hilfe finden.
(europ.) : – gilt als Freund in der Not, Hilfe und Glück verheißend von unerwarteter Seite; auch: signalisiert einen Seitensprung;
– bunt oder aufgespannt sehen: eine liebe Freundin wird einem bald besuchen;
– sich unter einem geöffneten Standschirm sehen: ein glückverheißender Traum; ist ein Hinweis auf günstiges Wetter und Sonnenschein;
– Hat eine junge Frau diesen Traum von einem Sonnenschirm (zum tragen), steht das für viele Flirts.
Eines Tages verwirren sie ihre Gefühle, und schließlich kommt auch noch ihr Liebhaber hinter ihre Neigungen.
(ind. ) : – haben: deine Geschäfte werden ins Stocken kommen;
– kaufen: man will dich ausnützen.
(Siehe auch „Schirm“)
Sonnenstich
Volkstümlich:
(europ.) : – darunter leiden: man wird viel beneidet werden und das mit gutem Grund.
Sonnenstrahlen
Volkstümlich:
(arab. ) : – angenehme Entdeckung.
Sonnenuhr
Allgemein:
Soll nach traditioneller Traumdeutung anzeigen, daß man sich leider vergeblich um einen Erfolg bemüht.
Psychologisch:
Sie richtet sich auch im Traum nach der Sonne, verspricht also alles Günstige, was wir unter dem Symbol „Sonne“ nachlesen können. Sie ist ein
Zeichen für den Wandel der Zeit, für unsere Vergänglichkeit und die kosmischen Gesetze, die uns lenken. Denken Sie öfters an Ihre „Sternstunden“
des Lebens!
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Zeit wird vielfach in Anspruch genommen.
(europ.) : – kommende Begebenheiten schließen eine Heirat und einen Todesfall in Ihren unmittelbaren Kreis ein;
– eine sehen: man soll sich daran erinnern, daß die glücklichen Stunden im Leben meist nur kurz sind
und die kommende Zeit sinnvoll genutzt werden soll.
(ind. ) : – sehen: du kämpfst vergeblich um dein Glück.
(Siehe auch „Sonne“)
Sonnenuntergang
Assoziation: – Ruhe, Vollendung eines Zyklus; Loslassen.
Fragestellung: – Was habe ich vollbracht?
Volkstümlich:
(europ.) : – entweder sollte man jetzt eine bestimmte Angelegenheit abschließen, oder der Traum ist ein Hinweis auf ein ruhiges, glückliches Alter;
Einkehr, Stille und Besinnung sind jetzt gute Helfer auf dem Lebensweg.
(Siehe auch „Sonne“)
Sonnenwende
Psychologisch:
Die Sonne besitzt nicht nur in der Traumsymbolik die Bedeutung des Bewußtseins. Wenn die Sonne sich wendet, dann ist hiermit auch eine
Bewußtseinsveränderung angesprochen. Dieses Traumsymbol tritt immer als Hinweis darauf auf, daß sich das Bewußtsein des Träumenden zu
verändern beginnt oder verändern sollte.

1297
Sonntag
Allgemein:
Sonntag fordert auf, sich mehr Erholung und Entspannung zu gönnen. Zuweilen kommt darin auch Frömmigkeit oder Sehnsucht nach einem
friedlicheren Leben zum Ausdruck.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine kommende Veränderung der Umgebung und Interessen.
Sorgen
Assoziation: – Arbeit an der Trauer; Traurigkeit.
Fragestellung: – Welchen alten Schmerz will ich heilen lassen?
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich: Kummer und Not werden dich treffen.
(europ.) : – ein gutes Omen und verheißt eine Neubelebung des Geistes nach bedrohlichen Zuständen;
– um derzeitige Angelegenheiten machen: weist auf eine verheerende Verknüpfung von geschäftlicher und gesellschaftlicher Stellung hin.
(ind. ) : – haben: du mußt schon ein wenig dazu tun – ganz von selbst kommt das Glück nicht zu dir.
Soße
Volkstümlich:
(europ.) : – essen: bedeutet angegriffene Gesundheit und enttäuschende Geschäfte.
Souffleur
(Theatermitglied, das flüsternd die Rolle für die Schauspieler mit liest)
Allgemein:
Beherrschte man im Traum den Text und die Gesten, die Auftritte und Abgänge nicht? Mußte einem der Souffleur aus der Patsche helfen? Oder
umgekehrt: Man überstand die Probe gut, doch andere Schauspieler stotterten herum? Der Traum will sagen, daß das Leben keine Probe ist und
einem warnen: Wenn man den Text (den nötigen Wachverstand im Wachleben) nicht parat hat, ist es an der Zeit, ihn zu lernen. Das Stück, das man
im Traum probte, könnte einem ein Hinweis geben, welcher Bereich des Lebens gemeint ist. Wenn man eine bestimmte Szene probte, ist dies
vielleicht ein Hinweis auf einen Aspekt des Lebens, den man nicht sicher im Griff hat und auf den man achten sollte.
Psychologisch:
Vorsicht vor Einflüsterungen, die scheinbar hilfreich sein sollen. Oder das Unbewußte braucht dringend gute Ratschläge.
Volkstümlich:
(ind. ) : – du verkehrst mit einfältigen Leuten.
Souterrain
(Kellergeschoß)
Allgemein:
Im Keller Ihres Bewußtseins sind alle Erinnerungen, alte Gefühlsempfindungen, sämtliche Erfahrungen und „seelischer Abfall“ eingelagert, von
denen Sie nichts mehr wissen bzw. an die Sie nicht mehr denken. Trotzdem beeinflussen diese Energien noch heute all Ihre Handlungen. Aus diesem
Keller steigen sowohl Lebensenergien auf als auch Lebensängste. Auch alle negative Gefühle (Haß, verborgene Begierden, Triebe, allerhand
Gemeinheiten u.ä.) befinden sich dort. Der Traum will Sie auffordern, Ihren „seelischen Keller“ endlich mal zu entrümpeln, um Ihr innerstes Wesen
erforschen zu können. Ein häufiges Traumsymbol, jedoch keine leichte Aufgabe, denn Sie machen sich zwangsläufig „die Hände schmutzig“.
(Siehe auch „Grotte“, „Gruft“, „Keller“)
Sozialismus
Volkstümlich:
(europ.) : – einen Sozialisten sehen: die Freunde beneiden einem nicht um die Aufgaben; man vernachlässigt seine
Alltagspflichten und geht nur scheinbar vorrangigen Aufgaben nach.
Spachtel
Volkstümlich:
(ind. ) : – Geiz, Neid.
Spagat
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Versprechen sollte man einhalten.
Spalier
Allgemein:
Spalier kündigt nach altindischer Traumdeutung an, daß man Neuigkeiten erfahren wird; das gilt besonders, wenn Vögel darin sitzen und zwitschern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst die verschiedensten Urteile über dein Tun hören.
(europ.) : – Holzgestell für Weintraubengeranke: Einladung zur Übernahme einer Patenschaft;
– eine von Menschen gebildete Schutz- und Ehrengasse: Anerkennung, Ehre, Freude;
eine feste Freundschaft wird sich als Fundament des Erfolgs im Leben erweisen.
(ind. ) : – sehen: du wirst verschiedene Neuigkeiten hören.
Spalte
Allgemein:
In der traditionellen Deutung: Ein Hindernis tut sich auf.
Psychologisch:
Wer sich im Traum in diese Risse in der Erdrinde wagt, die durch tektonische Kräfte entstanden sind, hat nichts zu fürchten; das klare Wasser, das
dort meist fließt, umschreibt den wachen Geist eines kämpferischen Menschen, der stets das Gute will. Die Zeitungsspalte deutet auf Wißbegier hin
oder darauf, daß man im Wachleben alles schwarz auf weiß gedruckt sehen will, daß man nur dem glaubt, der Beweise für bestimmte
Angelegenheiten vorweisen kann. Freudianer deuten jedwede Spalte sexuell.

1298
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er komme zu einer Erdspalte, die durch Regenwasser entstanden ist, oder wolle sie überqueren,
hat er von einem kühnen und mächtigen Feind Gewalt und Bedrückung zu erwarten;
überquert er die Spalte, wird er unter großer Anstrengung aus der mißlichen Lage befreit werden.
– Wenn ihm das reißende Wasser sein Kleid entführt, wird der Träumende durch die Gewalt eines mächtigen Feindes
seinen Reichtum oder eine von den Personen, die durch das betreffende Kleidungsstück bezeichnet werden, verlieren.
– Ertrinkt einer in dem reißenden Wasser, wird er im Krieg gegen einen mächtigen Feind umkommen.
– Schaut der Kaiser, daß das flutende Wasser Bäume oder Häuser fortreißt, wird er, dem Verlust an Bäumen gleich,
Menschen und Länder verlieren; einem gemeinen Mann steht in jedem Fall der Tod auf dem Schlachtfeld bevor.
(Siehe auch „Zeitung“)
Späne
Volkstümlich:
(ind. ) : – Verluste.
Spanferkel
Volkstümlich:
(ind. ) : – Schmerz.
Spange
Volkstümlich:
(ind. ) : – Freundschaft.
(Siehe auch „Schnalle“)
Spanisches Rohr
Volkstümlich:
(europ.) : – unangenehme Prüfungen.
(ind. ) : – Unruhe und Unglück.
Spanische Wand
Volkstümlich:
(europ.) : – eine sehen: entweder hat man selbst etwas zu verbergen, oder ein anderer will etwas vor einem verbergen.
Sparbuch
Psychologisch:
Das Sparbuch mahnt Sie im Traum, Ihre Energien frei fließen zu lassen und sie nicht zurückzuhalten. Energie möchte fließen und nicht blockiert
werden. Auf der anderen Seite kann es ein Bild des Reichtums darstellen.
Sparbüchse / Spardose
Allgemein:
Wirft man Geldstücke hinein, übersetzt das wohl unsere guten Vorsätze. Zerbricht die Spardose im Traum, können wir vielleicht auf materiellen
Zuwachs hoffen.
Psychologisch:
Eindeutiges Signal, sich nicht zu verschenken. Auch das Ich hat seinen Wert. Meist ist es kein Hinweis auf Geiz!
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: wenn du jetzt sparsam bist, wirst du dir etwas zurücklegen können.
(ind. ) : – sehen: dein Wohlstand kommt sehr langsam, aber sicher.
Sparen
Psychologisch:
Ein Sinnbild dafür, daß Kräfte gesammelt werden sollen, auf die man später zurückgreifen kann – im Sinne von seelisch- geistigen Reserven und
einem „inneren Rückhalt“.
Spargel
Allgemein.
Spargel symbolisiert als Phallussymbol sexuelle Bedürfnisse, manchmal auch eine flüchtige Leidenschaft, die wenn sie nicht gezügelt wird,
beträchtlichen Schaden anrichten kann. Außerdem warnt der Spargel vor dem Einfluß fremder Menschen. Man sollte sich auf seine eigene
Urteilskraft verlassen.
Psychologisch:
Wo der Spargel wächst, blüht die Liebe – besonders in Frauenträumen; denn schon in alten Zeiten galt die zartweiße Sprosse des Liliengewächses als
Urbild des männlichen Gliedes.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: genußreiche Stunden und sorgenfreies Leben.
(europ.) : – eindeutig als sexuelles Symbol zu bewerten; Lüsternheit, Üppigkeit, freudige Zeiten, wobei dann
im eigensten Interesse „maßhalten“ Parole sein muß; gute Verhältnisse und Frieden mit der Umgebung;
– sehen: kündet ein leidenschaftliches Erlebnis an;
– essen: bringt Reue über ein Erlebnis, bei welchem mit einem die Leidenschaft durchgegangen ist;
die Erfolgssträhne wird unterbrochen.
(ind. ) : – sehen: deine Zukunft wird ruhig und heiter sein;
– stechen: du wirst vergnügte Tage erleben;
– essen: gute Gesundheit.

1299
Spargelfeld
Volkstümlich:
(ind. ) : – großer Gewinn.
Sparkasse
Psychologisch:
Wie das Bankinstitut ist auch die Sparkasse ein Traumsymbol für angespeicherte psychische und physische Energie. Es kann aber auch die Stellung
des Träumenden in seiner Umwelt oder eine Bereicherung des Träumenden durch eine andere Person gemeint sein. Hat der Träumende einen starken
Drang zum Sparen oder bereits hohe Beträge gespart, ist dies eine Warnung an ihn, mit seinen Fähigkeiten nicht hinterm Berg zu halten und sie zu
entfalten. Wird im Traum in eine Sparkasse eingebrochen, weist dies auf einen Verlust des Träumenden hin.
Volkstümlich:
(europ.) : – verweist auf Hilfe in der Not, wenn man beizeiten den Pfennig zu ehren weiß.
(Siehe auch „Bank“, „Geld“)
Spartgras
(Auch Esparto, Alfa oder Halfa genannt, es kam besonders, in Afrika und Spanien vor; es wurde zu Seilen, auch für Schiffe, verarbeitet.)
Artemidoros:
Das Spartgras ist furchtsamen Leuten von Übel; denn es macht die Furcht noch mächtiger und niederdrückender. Sklaven prophezeit es Folterungen
und Qualen; ebenso den Armen und den Freien, mit Ausnahme jener, die unmittelbar oder mittelbar ihren Lebensunterhalt mit ihm erwerben. Das
Spartgras wird nämlich gebrochen und geflochten. Menschen, die in Saus und Braus leben, bedeutet es Drangsale und Beklemmungen, und Verreiste
führt es in die Heimat zurück, besonders wenn sie weit übers Meer gefahren sind; denn das Spartgras wird über See herangeschafft.
Spaß
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: durch Übermut schaffst du dir Feinde.
(europ.) : – sagt geschäftliche Schwierigkeiten voraus; je ausgelassener das Amüsement ist, desto
ernster werden die Schwierigkeiten sein; gilt nicht bei häusliche Fröhlichkeit.
Spät (Siehe „Zeit“)
Spaten
Allgemein:
Spaten kann allgemein für eine schwere, langwierige Arbeit stehen. Tiefenpsychologisch verstanden fordert er auf, im Unbewußten zu „graben“, um
mehr Selbsterkenntnis zu erlangen.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt mühevolle Arbeit; man muß eine Arbeit abschließen, deren Beaufsichtigung einem viel Ärger
einbringen wird; auch: halte Dich an ausgetretene Pfade, wenn Du im Freien bist.
(ind. ) : – du wirst Sorgen haben.
(Siehe auch „Hohlspaten“, „Schaufel“)
Spatz
Medizinrad:
Schlüsselworte: Vertraut; musikalisch; Verbindung.
Beschreibung: Der Spatz ist ein Sperlingsvogel, der aus Europa in die Vereinigten Staaten kam. Er hat sich gut eingelebt und ist auf dem Land wie
auch in den Städten Nordamerikas anzutreffen. Allgemeine Bedeutung: Schönheit im Vertrauten.
Assoziation: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe von spiritueller Kraft in etwas, das gewöhnlich scheint.
Allgemein:
Spatz warnt oft vor leeren Versprechungen oder vor Klatsch und Tratsch. Er kann aber auch das Bedürfnis nach Geselligkeit anzeigen, vor allem bei
mehreren Spatzen.
Psychologisch:
Die Sperlinge im Traum können als die Spatzen übersetzt werden, die „es von allen Dächern pfeifen“, wodurch selbst das bestgehütete Geheimnis
bald stadtbekannt ist. Wer Spatzen in einem Netz oder unter seinem Hut gefangenhält, ist wohl im Wachleben manchmal ein wenig unhöflich (denn
er hat ja „Spatzen unter der Mütze“).
Volkstümlich:
(europ.) : – viele sehen: man achtet zu sehr auf üble Klatscherein und vermag nicht mehr klar zu trennen;
durch häßlichen Klatsch wird viel Ärger und Streit ausgelöst;
– sehen: verheißt anhängliche Freunde; man ist von Liebe und Luxus umgeben und hat ein
offenes Ohr für jeden, der einem sein Leid klagt; die Großzügigkeit macht einem sehr beliebt;
– zwitschern hören: kündet ein geselliges Zusammensein im Freundeskreis an;
– einen fangen: man ist ein sehr genügsamer Mensch;
– verletzte: prophezeien Traurigkeit.
(ind. ) : – fliegen sehen: du wirst nur leere Versprechungen erhalten;
– viele zwitschern hören: du wirst in eine böse Klatscherei verwickelt werden;
– viele beisammen sehen: Verderben;
– schießen: du bist dir und anderen nützlich;
– fangen: du wirst eine unerwartete Begegnung haben.
(Siehe auch „Sperlinge“, „Vögel“)
Spazieren
Psychologisch:
Der Spaziergang im Traum läßt erkennen, daß man gemächlich durchs Leben gehen möchte und daran guttut; denn wer spazierengeht, nützt ja seiner
Gesundheit. Der Träumer wird vom Unbewußten ausdrücklich daran erinnert, daß jedes Zuviel in der Arbeit und in der Liebe zum eigenen Schaden
gereichen kann.

1300
Volkstümlich:
(arab. ) : – gehen: Langeweile wird dich plagen;
– mit Bekannten und Freunden: du wirst dich in Freundeskreisen sehr wohl fühlen.
(europ.) : – gehen: verkündet Ruhe und Erholung nach vieler Arbeit;
– sich sehen: bringt viel Arbeit und wenig Ruhe;
– auf baumgesäumten Wegen: man wird wegen geschäftlicher Verwicklungen sehr beansprucht sein;
unangenehme Mißverständnisse verursachen Kälte und Gleichgültigkeit;
– durch schöne Landschaften: bedeutet, Reichtum und Ansehen zu genießen;
– nachts spazieren zu gehen: bringt Mißgeschick und vergebliches Streben nach Zufriedenheit;
– Wenn eine junge Frau schnell spaziert, wird sie ein großes Vermögen erben und einen heißbegehrten
Gegenstand besitzen.
(ind. ) : – habe Vertrauen zu deiner Frau.
(Siehe auch „Abendspaziergang“, „Weg“)
Spazierstock
Volkstümlich:
(europ.) : – weist darauf hin, daß man Verträge ohne gründliche Prüfung eingehen wird und einem
daraus Nachteile erwachsen werden; man wird Hilfe in großen Schwierigkeiten erhalten;
– beim Gehen benutzen: man wird wahrscheinlich auf den Rat anderer angewiesen sein;
– schöne Stöcke bewundern: man wird anderen seine Angelegenheiten anvertrauen.
(ind. ) : – du wirst einen treuen Freund finden.
Specht
Medizinrad:
Schlüsselworte: Mut; Beziehung; trommelnd; kommunizierend liebend; Überbringer von Gaben; Mond der kraftvollen Sonne.
Beschreibung: Der Specht ist im Medizinrad das Tiertotem der im Mond der kraftvollen Sonne (21. Juni bis 22. Juli) Geborenen. Von der hier
gemeinten Art Nordamerikanischer Goldspecht gib es in den Vereinigten Staaten zwei Unterarten, die eine mit gelben und die andere mit roten
Unterflügeln. Spechte verbringe recht viel Zeit auf dem Boden und setzen sich wie Singvögel hoch auf Äste. Sie sind Trommler, die ihr Lied in tote
Äste, in Blechdächer und Blockhäuser aus Holz hämmern. In der Paarungszeit ist die Darbietung ihres musikalischen Talents besonders
bemerkenswert. In Legenden wird der Specht als mutige Vogel geschildert; in manchen Geschichten heißt es, er habe deswegen rote Unterflügel,
weil er dem Feuer zu nahe gekommen sei. Spechte werden wegen ihres Klopfens hoch geschätzt. Ihre Federn spielten bei vielen religiösen
Gegenständen und Zeremonien der Indianer Nordamerikas eine wichtige Rolle.
Allgemeine Bedeutung: Dein eigenes, besonderes Lied finden; deinen besonderen Platz in der Welt entdecken; verbesserte Kommunikation;
intensives Verlangen nach Beziehung; Sorge um dein Nest oder Zuhause; eine Zeit, um dich selbst und deine Umgebung zu schmücken.
Assoziation: Spechten – neugierig beobachten.
Transzendente Bedeutung: Verstehen deines Bedürfnisses nach Beziehung; Begreifen, wie sehr Beziehung das Leben formt und färbt.
Volkstümlich:
(ind. ) : – du darfst deiner Umgebung nicht trauen.
(Siehe auch „Vögel“)
Speck
Allgemein:
Speck deutet man ähnlich wie Schinken oder Schwein. Zuweilen kündigt er an, daß die „fetten Jahre“ vorüber sind; man muß dann mit Mühen und
Sorgen rechnen. Der Speck warnt auch vor zuviel Egoismus und zeigt Ihre Dickfälligkeit an.
Psychologisch:
Man sollte dies nicht übertreiben. Mit Speck fängt man Mäuse, aber im seltensten Fall Traummänner. Und darum geht es im Frauentraum: Man „will
abspecken“ und mit einem neuen „Erscheinungsbild“ jemanden verführen – vielleicht auch nur beeindrucken.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: ein zufriedenes Leben führen;
– sehen: du wirst auf einem gefährlichen Weg gehen;
– schneiden: Trauerfall;
– auslassen: sorge für die Zukunft.
(europ.) : – steht oft in bezug auf Schwein; bedeutet im übrigen ein dickes Fell, Unempfindlichkeit; der Egoismus behauptet sich;
– sehen: warnt vor selbstsüchtigen Lockungen anderer;
– dicken Speck sehen: ein dickes Fell ist manchmal ganz hilfreich, doch bei Ihnen überwiegt der pure Egoismus;
– kaufen: ein nachteiliges Zeichen in Bezug auf die Gesundheit;
– essen: man wird ungewollt einer Lockung erliegen; ist ein gutes Omen, wenn jemand mit sauberen Händen ihn mit einem zusammen ißt;
auch: eine Warnung, man sollte sich etwas maßvoller ernähren und auf die Gesundheit achten;
– ranziger Speck: deutet auf eine langsame Auffassungsgabe und ungünstige Lebenslage hin;
– Speck pökeln: ist ein schlechtes Zeichen, wenn Salz und Rauch noch sichtbar sind, wenn nicht, ist es positiv.
(ind. ) : – essen: ein hoher Gönner wird sterben.
(Siehe auch „Schinken“, „Schwein“)
Speckklöße
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst ein bescheidenes Leben führen.
Speckstein
Medizinrad:
Schlüsselworte: Seifig; bearbeitbar; reinigend; fördernd; stärkend; Mudjekeewis, westlicher Hüter des Geistes.
Beschreibung: Das Mineral Speckstein wird im Medizinrad mit dem Westen und Mudjekeewis, dem westlichen Hüter des Geistes assoziiert.
Mineralogen kennen den hauptsächlich aus Talg bestehenden Stein auch unter dem Namen Steatit. Er ist weich und fühlt sich leicht seifig an. Das
Mineral variiert farblich zwischen Hellgrün, Schwarz und Weiß und ist manchmal auch mit einem Rotstich anzutreffen. Der Speckstein läßt sich
leicht bearbeiten und wurde sowohl als Rohstoff für Badezusätze als auch zum Schnitzen benutzt.
Allgemeine Bedeutung: Eine Reinigung, die dich auf allen Ebenen des Seins stärkt; hilft dir, die wahren Ursachen, vor allem im Zusammenhang mit
Krankheiten, zu erkennen, was eine tiefe Reinigung erst ermöglicht.

1301
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Verstehen der Reinigung; eine Gabe der Kraft und der Reife, die nur kommen kann, wenn kindliche Verhaltensweisen
fortgewaschen sind.
Speer
Assoziation: – verletzendes Geschoß; Angriff aus der Nähe.
Fragestellung: – Welche Ängste bin ich bereit genauer anzuschauen?
Allgemein:
Der Speer im Traum repräsentiert das männliche Prinzip und ist folglich Phallussymbol und lebensspendende Kraft. Sieht der Träumende in seinem
Traum einen Krieger mit einem Speer, ist er sich der aggressiven Männlichkeit bewußt. Wer einen Speer in den Boden steckt, kennzeichnet sein
Territorium. Wirft der Träumende einen Speer, muß er sich die noch unentwickelten Persönlichkeitsanteile bewußt machen. Speer kann für Zorn und
andere Aggressionen stehen, die man besser beherrschen muß. Außerdem kann er auf verletzende Kritik hinweisen, die man sich nicht gefallen lassen
darf.
Psychologisch:
In psychologischer Hinsicht ist der Speer jener Teil des Selbst, der schöpferisch und aktiv ist. Er macht es dem Träumenden möglich, Notwendiges
von Unwichtigem zu unterscheiden und auf direktem Wege ans Ziel zu gelangen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Speer im Traum Gradlinigkeit und Ehre.
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Lanze) erblicken: gehässige Personen versuchen sich dir zu nähern; Haß und Feindschaft.
(europ.) : – oder Spieß: sich schützen ist kein Verbrechen; auch: weltliche Erfolge und Anerkennung, die sich bald einstellen wird;
– Leute mit Speeren bewaffnet sehen: die eigenen Interessen sind gefährdet;
– sich damit verteidigen: man wird in den intimsten Angelegenheiten herumschnüffeln, um sie der
Unehrenhaftigkeit zu bezichtigen; nach langem hin und her, wird man seine Unschuld beweisen können;
– von einem Speer durchbohrt werden: Feinde bringen einem in Schwierigkeiten.
(ind. ) : – sehen: du bist unzufrieden.
Speiche
Volkstümlich:
(europ.) : – eine gebrochene des Regenschirmes: ein sehr schlechtes Zeichen für finanzielle Angelegenheiten; sei nicht
so großzügig, den wahren Liebenden sind Geschenke nicht so wichtig wie Zuneigung des Partners.
(ind. ) : – du mußt dich nach Hilfsmitteln umsehen.
Speichel
Allgemein:
Der Träumende durchlebt einen Heilungsprozeß an Körper und Geist, der durch die Körperflüssigkeit versinnbildlicht wird. Normalerweise steht
Speichel im Traum für Ekel. Speichel wird häufig als Demut und Unterwürfigkeit gedeutet, mit der man im Leben nicht weiterkommt und kann vom
Träumendenverlangen, sich in seiner Meinungsbildung nicht zu sehr nach ihm übergeordneten Personen zu richten. Darüber hinaus kann Speichel ein
Hinweis auf geistigen, emotionalen oder spirituellem Hunger sein. Vielleicht warnt er auch vor unaufrichtigen Menschen, die einem nur „schön tun“.
Wird man von anderen angespuckt, sollte man sich vor Neidern in Acht nehmen.
Psychologisch:
In den mythischen Vorstellungen ist der Speichel wie alle anderen körperlichen Sekrete eine magische Substanz. Durch das „Toi Toi Toi“, bei dem
man der jeweiligen Person symbolisch über die Schulter spuckt, um ihr Glück zu wünschen, ist diese Bedeutung wie beim dreimaligen Ausspucken,
um Unglück abzuwenden, noch erhalten. Der Speichel enthält nach dem Volksglauben seelische Energie. Wie alle magischen Substanzen, hat der
Speichel sowohl positive als auch negative Bedeutung. Dies ist bei der Traumdeutung anhand der Traumhandlung zu berücksichtigen. Nach
positivem Verständnis kann Speichel im Traum ein Zeichen für Glauben und Vertrauen sein. In manchen Kulturen spukt man sich deshalb auf die
Hände, wenn man ein Geschäft abschließt. Durch den Austausch von Körperflüssigkeit entsteht eine Bindung.
Spirituell:
Seit biblischer Zeit wird Speichel als heilende Flüssigkeit betrachtet. Er soll den bösen Blick abwehren und gegen Verfluchung wirken. Auf der
spirituellen Ebene symbolisiert er den Energiefluß zwischen Heiler und Patient.
Volkstümlich:
(arab. ) : – zanksüchtige Menschen verleiden dir das Dasein.
(europ.) : – sehen: bedeutet Betrug oder Zank; entweder sind Speichellecker in der Umgebung
oder er zeigt die eigene Unterwürfigkeit gegenüber anderen Menschen an.
(ind. ) : – sehen: Betrug und Zank durch deine Schuld;
– an sich haben: ein unerhörtes Glück kommt dir ins Haus.
(Siehe auch „Kot“, „Exkremente“, „Urin“)
Speicher
Volkstümlich:
(ind. ) : – angefüllt: Glück und Segen;
– leer: du bist selbst Schuld an deinem Unglück.
(Siehe auch „Dachboden“)
Speisekammer
Allgemein:
Die Speisekammer ist ein Aufbewahrungsraum für Lebensmittel und symbolisiert im Traum daher in der Regel Fürsorglichkeit. Bis zu einem
gewissen Grad hängt die Deutung des Traums davon ab, welche Lebensmittel in der Speisekammer gelagert sind. Von Bedeutung ist aber auch,
welche typischen Vorräte in der Speisekammer fehlen.
Psychologisch:
Heute haben die meisten Menschen keine Speisekammer mehr, daher wird dieses Traumbild häufig durch den Kühlschrank oder die Tiefkühltruhe
ersetzt. All diese Gegenstände verweisen darauf, daß es wichtig ist, Dinge haltbar zu machen und zu lagern. Bei diesen „Dingen“ kann es sich um
Energie, Ressourcen oder um Macht handeln.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verweist eine Speisekammer im Traum auf Geschenke oder Talente.

1302
Volkstümlich:
(arab. ) : – leer sehen: gefährliche Zwischenfälle, auch magere Zeiten für den Hausstand;
– voll sehen: Überfluß haben.
(europ.) : – sehen: Glück und sorgenfreie Zeiten stehen bevor;
– offen und leer: Enttäuschungen;
– verschlossene ohne Schlüssel: ein offenes Benehmen und unantastbare Handlungsweise
ist dir zu raten, denn geheime Dinge würden dir wenig Glück bringen;
– sich in einer befinden: ist kein gutes Omen; man wird bis zu einem gewissen Punkt Erfolg haben,
es werden jedoch immer wieder Hindernisse zu überwinden sein.
(ind. ) : – du wirst vergnügte Tage erleben.
Speisekarte
Psychologisch:
Das Studium der Speisekarte im Traum kann anzeigen, daß das Wach-Ich in mancher Hinsicht viel Auswahl hat. War man in der Traumszene
entschlußfreudig, verwirrt oder besorgt? Entsprechend ist wohl die Haltung des Wach-Ichs in der Frage, die zu entscheiden ist. Speisen können sich
auf körperliche als auch auf seelische Aspekte des Wachlebens beziehen, Getränke hingegen verweisen meist auf Gefühle. Wenn im Traum süße
Getränke vorkommen, kann das heißen, daß sich das Wach-Ich nach mehr Zuneigung und Liebe sehnt.
(Siehe auch „Essen“, „Speisen“ und unter andere entsprechende Bezeichnungen)
Speisen
Psychologisch:
Manchen Träumen fehlt es nicht an Speise jeder Art; in anderen Träumen aber bleibt auch der Träumer hungrig, dem im Leben sonst nichts
abzugehen scheint. Speisung im Traume ist selbstverständlich ein symbolischer Ausdruck dafür, daß unser Wesen irgendwoher seelisch ernährt wird.
Ein solcher Traum teilt uns mit, daß uns seelische Kräfte, daß uns Lebensenergie zugeführt, der Traum vom leeren Tisch aber, daß uns solche
vorenthalten werden. Bei der Deutung ist darauf zu achten, von welcher Art die Speise ist. Ferner hat man sich daran zu erinnern, daß bei primitiven
Völkern das Essen überhaupt ein Aufnehmen von Seelenstoff, „Mana“, darstellt. Wir alle sitzen am Tische des Lebens; aber oft scheint uns, die
Speise werde sehr ungerecht verteilt. Der Traum einer Dame, die wohl das Anrecht gehabt hätte auf ein volles weibliches Lebensglück und doch von
diesem ausgeschlossen war, stehe bezeichnend hier: „Ich kam eine Treppe hinauf und betrat einen großen Raum. Es stand ein sehr langer Tisch da,
der gedeckt war, und eine Gestalt machte sich am Tische zu schaffen. Erfreut trat ich zu ihr und bat sie, auch für mich noch ein Gedeck aufzulegen,
da ich Hunger hätte. Kopfschüttelnd schlug sie meine Bitte ab. Da erklärte ich ihr, daß ich sehr großen Hunger hätte; wiederum schüttelte sie den
Kopf. ganz eindringlich bat ich nun, mir doch etwas zu geben, da mein Hunger sehr groß sei und ich wirklich etwas benötige, und wiederum
schüttelte sie nur den Kopf.“ Es kann umgekehrt vorkommen, daß der Träumer die ihm vorgesetzte Speise verweigert; sie ist für ihn zu wenig
wertvoll, sie scheint unrein zu sein, sie erregt Widerwillen. Ein Mensch, der wirklich vor der Reife seiner Persönlichkeit steht, hat nach dem
bekannten indischen Worte der zu sein, „der die Welt gegessen hat.“ Diese Welt, die der Mensch verdauen muß, kann ihm im Traume als bittere oder
als ekle Speise vorgesetzt werden. Dafür gibt es sehr viele Traumbeispiele. Der Widerwille ist besonders heftig gegenüber Fleisch- und Wurstwaren,
dann, wenn sie das Gleichnis des „Fleischlichen“, der Sexualität sein könnten. In manchen Träumen sieht die Situation so aus, daß in einem großen
Warenhause – es ist die Außenwirklichkeit der Welt mit ihren tausend Dingen – an der Fleischbank gewaltige Mengen oft noch blutigen Fleisches
verkauft werden. Manche junge introvertierte Frau von sehr behütetem Wesen findet sich im Traume auf der Flucht vor solch einer Waren- oder
Schlachthauswelt, und doch wird sie auch diese Seite des Daseins annehmen müssen, das Leben wird ihr das Derbe nicht ersparen. Es kann ihr oder
einem Träumer sogar befohlen werden, Erde zu essen, das Irdische in sich aufzunehmen, sich an die Gewöhnlichkeit des Lebens hinzuopfern, um zu
dessen Werten zu gelangen. Umgekehrt erweist sich im Traume ein wenig beachtetes persönliches Erlebnis des Tages oder irgendein kleines
geistiges Unternehmen als eine rechte Lebensphase; das Verachtete wird zum Lebensbrot. Es ist nicht gleichgültig, was uns vorgesetzt wird, es ist
bedeutsam, von wem wir es vorgesetzt bekommen. Ist es kräftige, natürliche Speise, dann ist der Traum meist positiv zu werten. Noch positiver ist er,
wenn wir nicht allein speisen, sondern eingeladen werden an den Tisch der Gemeinschaft, zu einem vielleicht rituellen Mahl. An diesem Tische
können Bekannte sitzen, zu deuten auf Objekt- und Subjektstufe. Vielleicht aber sind es Unbekannte, Gestaltungen unserer eigenen Innenwelt, mit
der wir in einer tiefen „Kommunion“, einem Abendmahl, verbunden sind. Dieser Tisch wird nicht ohne wertvolle Speise sein, hat doch die Seele für
ihren Menschen reichlichste Speisung bereit. Vielen Träumen stellen sich Gefühlserlebnisse jeglicher Art als Süßigkeiten wie Früchte, Kuchen,
Nachspeise oder Schokolade dar. Gelegentlich muß ein Preisschildchen darauf aufmerksam machen, welchen seelischen Aufwand es bedurfte, um zu
diesem süßen Erlebnis zu kommen. Eine Dame, die einem sehr schmerzlichen Erlebnis zuviel geheime Süße abgewonnen hatte, wurde im Traume in
jenes Zimmer der Kindheit zurückgeführt, wo sie einst zur kleinen Schokoladentafel, die sie mit den Geschwistern erhalten hatte, eine zweite kleine,
aber entwendete Schokoladentafel, gegessen hatte. Das Übermaß an Gefühl erschien der Seele als ein Diebstahl am Gefühlsvorrat. Es kamen denn
auch in dieser Zeit ihre Mitmenschen zu kurz. In Speiseträumen darf man die persönlichen Innenerlebnisse nicht unbeachtet lassen. Der Kontext
erläutert da vieles. Es ist wichtig, ob man seine Lieblingsspeise erhält oder etwas essen muß, das man nicht kennt oder nicht gern hat. Man hat sich zu
fragen, woran die Traumspeise erinnert, bei wem man schon Ähnliches unter ähnlichen Bedingungen vorgesetzt erhielt. Die persönliche Erfahrung ist
auch da zu konsultieren. Plötzlich kann es dem Träumer einfallen: „Das muß mit jener Einladung zusammenhängen, von der aus manches weiter
wirkte. In jenem Restaurant in Z. geriet ich, als dieses bestimmte Traumgericht auf dem Tische stand, in sehr wichtiges Gespräch.“ Manche
Traumspeise erinnert an Jugendgeschehnisse, an Kindheitserinnerungen; indem wir diese Speise zu uns nehmen, nehmen wir etwas in uns auf aus
schöner oder bitterer, heute noch lebendiger vergangener Welt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: krank werden.
(europ.) : – selbst: Erkrankung durch Unmäßigkeit; Zeichen für Familienstreitigkeiten;
– andere im Traum essen sehen: zeigt eine wertvolle Freundschaft an;
– Käse essen: ist glückbringend.
(ind. ) : – Fleisch: Glück haben;
– aus Mehl: böse Krankheit.
(Siehe auch „Essen“, „Früchte“, „Mahlzeit“)
Speisereste
Psychologisch:
Ein Traum, in dem man Speisereste aufaß könnte bedeuten, daß man irgendwie an den Rand gedrängt wurde. Nährt sich das Wach-Ich von dem, was
andere gerade noch übrig haben? Oder läßt man sich mit geringerem Gehalt abspeisen, als man eigentlich bekommen müßte?
(Siehe auch „Essen“, „Speisen“)

1303
Speisesaal
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst zu einem großen Gastmahl geladen.
Speisewagen
Psychologisch:
Oft mahnt der Speisewagen den Träumer, er solle auf seiner Lebensreise des Guten nicht zuviel tun. Vor allem wer hier beim Essen eine Menge zu
sich nimmt, wird zu einer gesünderen Lebensweise aufgefordert.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verspricht Vorteile durch eine Reise, die man selbst unternimmt oder die von einem anderen für oder zu einem unternommen wird;
– in einem essen: in seiner schwebenden Angelegenheit kann man das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden.
(Siehe auch „Eisenbahn“, „Reise“)
Speisezettel
Volkstümlich:
(arab. ) : – lesen: nach Genüssen streben.
Spektakel
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen oder hören: großer Verdruß.
Spelt
(Dinkel; Hülse, Schale des Getreidekorns; Haferflocken)
Artemidoros:
Spelt zeigt, insoweit es nahrhaft ist, materiellen Gewinn an, insofern sie unter großer Mühe angebaut werden, übermäßige Strapazen, einem Armen
aber Krankheit.
Spelunke
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst an Achtung verlieren.
Sperber
(Dem Habicht ähnelnder, aber kleinerer Raubvogel.)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Verbesserte Sehfähigkeit; wachsende Klarheit.
Beschreibung: Der Sperber ist nicht so groß wie sein großer Bruder, der Falke, er steht diesem jedoch als Jäger in nichts nach. Er lebt hauptsächlich
von Heuschrecken, Mäusen und manchmal von Vögeln, die er dank seines ausgezeichneten Sehvermögens aus der Luft erspäht.
Allgemeine Bedeutung: Verbessertes Sehvermögen; sich auf einen Ort größerer Klarheit zu bewegen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Ein tiefes Verstehen deiner Sehfähigkeit; ein tiefes Verstehen dessen, wo dein Platz im Netz des Lebens ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: hinterlistigen Angriffen ausgesetzt sein; man wird dich bestehlen.
(europ.) : – sei auf der Hut vor den Feinden, sie führen etwas gegen einem im Schilde.
(ind. ) : – sehen: gute Zeiten.
Sperlinge
Allgemein:
Diese allgegenwärtigen, lustigen und frechen kleinen Vögel erinnern an Straßenkinder. Über Sie wird geredet, doch Sie nehmen das zu Recht nicht
sehr ernst und halten es für eine bloße Belästigung. Halten Sie mehr Abstand zu Menschen, die Sie nicht achten können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er halte einen Sperling, wird er Beschimpfungen und Beleidigungen von seinem Freund hören müssen;
hat er viele Sperlinge, wird er Prozesse und Streitigkeiten mit seinen Freunden und Angehörigen anstrengen.
– Kommen viele Sperlinge mit Geschrei in sein Haus geflogen, steht seinem Haus ein Trauerfall bevor, entweder infolge
des Todes eines seiner Leute oder seiner selbst.
– sehen: Ärger und Verdruß bekommen;
– schießen: deine Handlungsweise wird Anerkennung finden.
(europ.) : – verheißen treue Freundschaft; auch: harte Arbeit, jedoch mit einigem Erfolg am Ende.
(ind. ) : – hören: du wirst unangenehme Dinge erleben.
(Siehe auch „Spatzen“)
Sperma
Allgemein:
Sperma kann im Sinne von Keim vor allem als Lebenskraft und Energie gedeutet werden. Oft symbolisiert es auch männliche Potenz oder den
Wunsch der Frau nach einem potenten, sexuell aktiven Mann.
(Siehe auch „Samen“, „Sexualität“)
Sphinx
Assoziation: – Geheimnis; Rätsel.
Fragestellung: – Welche Geheimnisse versuche ich zu entschlüsseln?
Allgemein:
Für die meisten Menschen symbolisiert die Sphinx im Traum das Land Ägypten und alles Geheimnisvolle, das sich mit ihm verbindet. Sieht man
eine Sphinx im Traum, will uns diese rätselhafte Figur die Frage stellen, ob man sich als Mensch schon bewährt hat, oder nur oberflächlich dahinlebt.
Man sollte seinen Blick mehr nach innen und in die Tiefe richten.
Psychologisch:
Die Sphinx im Traum symbolisiert die rätselhafte Seite des Menschen. Im Traum verweist sie auf die geheimnisvolle Stärke, über die der Träumende
oft gerade in schwierigen Zeiten verfügt.

1304
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Sphinx im Traum für Wachsamkeit, Macht, und Weisheit wie auch Würde. Es ist ein Rätsel aufgebendes
Ungeheuer mit menschlichem Kopf und tierischem Leib.
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein Geheimnis wird gelüftet werden.
(Siehe auch „Fabelwesen“)
Spicken
Volkstümlich:
(europ.) : – mit Speck: bedeutet glücklichen Hausstand.
(ind. ) : – du machst Heiratspläne.
Spicknadel
Volkstümlich:
(ind. ) : – glücklicher Hausstand.
Spiegel
Assoziation: – Bild; Identität.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir wird reflektiert? Was bin ich zu sehen bereit?
Artemidoros:
Sich im Spiegel zu betrachten und darin sein Bild ähnlich zu finden ist für einen Heiratslustigen, sowohl für einen Mann wie für eine Frau, von guter
Vorbedeutung; das Spiegelbild bedeutet dem Mann eine Frau, der Frau einen Mann, weil es die Gesichter zeigt, wie diese einander die Kinder. Segen
bringt es auch von Kummer geplagten Menschen; denn nur wenn man von Kummer frei ist, nimmt man einen Spiegel zur Hand. Kranke dagegen
rafft es hinweg; denn ein Spiegel ist irdisch, gleichgültig, aus was für einem Material er gearbeitet ist. Die übrigen Menschen veranlaßt es, die Heimat
zu verlassen, so daß sie in einem fremden Land sich wiedersehen. Kommt einem sein Abbild im Spiegel unähnlich vor, so wird man ihm die
Vaterschaft von unehelichen oder fremden Kindern zusprechen. Nichts Gutes bringt es, wenn man sich schlechter oder häßlicher im Spiegel schaut;
es bedeutet Krankheiten und üble Launen, ebenso wie das Sich- im Wasser- Bespiegeln dem Träumenden oder einem seiner engsten Angehörigen
den Tod prophezeit.
Allgemein:
Wenn ein Traum von einem Spiegel handelt, zeigt dies, daß der Träumende um sein Selbstbild besorgt ist. Er macht sich Sorgen darüber, was andere
über ihn denken könnten, und muß sich selbst daraufhin überprüfen, ob er nach außen hin ein authentisches Bild spiegelt. Sieht man sich selbst darin,
sollte man sich genauer erforschen, um zur Selbsterkenntnis zu gelangen, während der blinde oder der gesprungene Spiegel vor einem falschen
Selbstbildnis warnt. Möglicherweise steht hinter dem Traumsymbol auch eine Angst vor dem Älterwerden oder um die Gesundheit.
Psychologisch:
Im Märchen hat der Spiegel eine magische Bedeutung, ähnlich ist dies auch im Traum. Erscheint er in der Traumhandlung, ist er auf jeden Fall ein
Achtungssignal, auf das genau eingegangen werden sollte. Wie der Spiegel in der Realität das Gesicht des Träumenden zeigt, ist er im Traum der
Spiegel für die Seele. Er zeigt oft unbewußte Seiten des Träumenden, vor denen dieser auch eventuell erschrecken kann. Es kann aber auch
notwendig sein, daß der Träumende diese Schattenseiten erkennt. Spiegelträume sollten deshalb immer eingehend beachtet und analysiert werden. Er
kommt nicht allzu häufig im Traumbild vor, weil dieses selbst ja oft ein Spiegelbild des bewußten Lebens und Erlebens ist. Die Ägypter schrieben
Träumen, in denen ein Spiegel vorkam, Tod oder Unheil zu, weil man im widerspiegelten Bild „außer sich“ sei, die Seele also in das nicht faßbare
Gegenüber geschlüpft sei. Moderne Traumdeuter lesen etwas anderes heraus: Der in den Spiegel schauende Träumer sieht sich seitenverkehrt und
findet damit zu sich selbst zurück; aber er bringt wie bei der Fotografie Retuschen an, die notwendig sind, um sein inneres und äußeres
Erscheinungsbild für die Umwelt zum Besseres zu korrigieren. Wenn der Träumende in seinem Traum in den Spiegel schaut, kann dies auch
bedeuten, daß er versucht, zu erkennen, was sich hinter seinem Rücken abspielt, ohne das anwesende Personen dies bemerken. Vielleicht macht sich
der Träumende auch Sorgen wegen seines Verhaltens in der Vergangenheit und muß darüber nachdenken, was er gesagt oder getan hat. Ist das
Spiegelbild verzerrt, fällt es ihm schwer, sich selbst zu begreifen. Spricht es mit ihm, sollte der Träumende genau auf sein inneres Selbst hören,
welches sich auf diesem Wege an ihn wendet.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verweist der Spiegel im Traum auf jene Selbsterkenntnis, deren Grundlage Weisheit ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deutet auf zerbrechliche Dinge, die man vor Beschädigung zu bewahren hat;
– sich darin ansehen: deutet bei einem gesunden Menschen auf frohe Hoffnung; bei Kranken auf Tod;
– zerbrechen: du mußt viele Hoffnungen begraben;
– mit goldenem Rahmen: Wohlstand.
(perser) : – Findet jemand einen Spiegel und betrachtet sich darin, wird sein Bruder wegen der Ähnlichkeit des Spiegelbildes
genauso schön und trefflich sein wie der Spiegel.
– Ist der Spiegel voller Grünspan, wird der Bruder des Träumenden Schande auf sich laden oder, hat letzterer keinen,
sein bester Freund.
– Dünkt es ihn, er reinige den Spiegel, wird er sie zurechtweisen und Bruder oder Freund von dem Makel befreien.
– Zerbricht der Spiegel, wird er gestohlen oder geht er verloren, wird er Bruder oder Freund durch den Tod verlieren.
– Findet er einen anderen Spiegel, werden die Betreffenden am Leben bleiben oder er wird andere Freunde oder Genossen finden.
(europ.) : – gilt als Symbol der Selbsterkenntnis, wodurch Ermahnungen versinnbildlicht werden; der Versuch, mit sich selbst ins reine zu kommen,
scheitert oder führt zu Erkenntnissen; eine Warnung, daß nicht alles in Ordnung ist; Vorsicht in geschäftlichen Transaktionen;
auf Mitarbeiter ist kein Verlaß, Veränderungen sind anzuraten; der Liebespartner ist nicht wirklich treu;
– sehen: mahnt zur Selbsterkenntnis;
– einen großen sehen: Zeichen für baldigen Ruhm oder Erfolg;
– für Gesunde: Freude und Ehre;
– für Kranke: ein Rückfall;
– reinigen: du sollst anderen helfen und beistehen;
– einen blinden sehen: man hält sich für einen Engel;
– jemand einen zerbrechen sehen: ein untreuer Freund wird versuchen dich zu schädigen;
– zerbrochener Spiegel: verheißt einem den plötzlichen oder gewaltsamen Tod eines nahestehenden Menschen;
mancher Ärger wird einem bald zu schaffen machen;
– einen zerbrechen: in einer Sache wird man eines Besseren belehrt;
– anfertigen sehen: bedeutet Verrat;

1305
– sich selbst in einem sehen: ein Fehler an sich erkennen oder auf einen solchen hingewiesen werden;
die Mitmenschen haben einen ganz anderen Eindruck von einem, als man von sich selbst;
auch: es kommen Enttäuschung und Krankheit auf einem zu;
– das eigene Bild im Spiegel: verkündet Untreue und Vernachlässigung in der Ehe sowie erfolglose Spekulationen;
– sich und ein anderes Gesicht im Spiegel sehen: man wird ein Doppelleben führen und seine Freunde betrügen;
– andere in einem Spiegel betrachten: man wird rücksichtslos behandelt;
– Tiere in einem Spiegel sehen: bedeutet Enttäuschung und Vermögensverlust;
– Sieht eine Frau ihren Ehemann im Spiegel, ist das eine Warnung, daß sie Grund zur Sorge um ihr Glück und ihre Ehre haben wird.
– Erblickt sie ihren Liebhaber sorgenvoll in einem Spiegel, stehen Tod oder eine aufgelöste Verlobung ins
Haus. Scheint er glücklich, kommt es zu einer vorübergehenden Entfremdung.
– Erblickt eine Frau andere Männer als ihren Mann oder Partner im Spiegel, wird man ihre unüberlegte
und indiskrete Affäre, die für sie beschämend ist und ihren Verwandten Kummer bereitet, entdecken.
– Sieht ein Mann fremde Frauen im Spiegel, dann wird er seine Gesundheit und seine Geschäfte durch unkluge Beziehungen ruinieren;
– Zerbricht eine junge Frau einen Spiegel, werden ihr unselige Freundschaften und eine unglückliche Ehe vorausgesagt.
(ind. ) : – sich darin sehen: du wirst deine Geschäfte vergrößern.
(Siehe auch „Barbierspiegel“, „Bild“, „Ebenbild“, „Fotografieren“)
Spiegelbild
Psychologisch:
Wenn man im Traum sein eigenes Spiegelbild oder das eines anderen sieht, macht man nach Artemidoros eine Bekanntschaft, die zu einem innigen
Verhältnis werden könnte.
(Siehe auch „Spiegel“)
Spielanzug
Assoziation: – kindlicher Aspekt des Selbst.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben wünsche ich mir mehr Spiel und Spaß?
Spielautomat
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: stehen für Glück; man wird spielend leicht finanzielle Gewinne erzielen;
– an einem Automaten spielen: an wird in finanzielle Schwierigkeiten geraten; Versuche, dem zu entgehen, schlagen fehl.
Spielcasino
Allgemein:
Besuchte man im Traum ein Spielcasino, so sind an der eigenen realen Problem- und Konfliktsituation wahrscheinlich mehrere Leute beteiligt.
(Siehe auch „Glücksspiel“)
Spiele
Assoziation: – Sorglosigkeit; Freude.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben wünsche ich mir mehr spielerische Leichtigkeit?
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum an irgendeinem Spiel beteiligt ist, steht dieses Spiel letztlich immer für das Leben selbst. Ist er im Traum ein
guter oder erfolgreicher Mitspieler, zeigt dies, daß er mit seinen Lebensumständen gut fertig wird. Spielt er schlecht, muß er seine Fähigkeiten
vielleicht neu überdenken und herausfinden, in welchem Bereich er seine Leistungen noch steigern sollte, um seiner Aufgabe besser gewachsen zu
sein. Träume von Spiele versuchen auch die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, wie man im Leben mit Konkurrenten umgehen und ob man ein guter
oder schlechter Verlierer ist. Hat man im Traum die Mitspieler unterstützt, oder hat man absichtlich, aber doch mit Schuldgefühlen geschummelt?
Der Traum könnte ein mentales Spiel kommentieren, das man in der Realität spielt, um einen Liebespartner zu gewinnen, oder aber er bezieht sich
auf das Geschäftsleben und auf das eigene Verhalten gegen Konkurrenten. Regt der Traum vielleicht an, daß man das Leben ernster (oder leichter)
nehmen sollte, als man es tatsächlich tut? Lotterien und andere Glücksspiele warnen vor Enttäuschungen und Verlusten.
Psychologisch:
Spiele sind auch im Traum im Unterhaltungs- und Gesellschaftsbereich angesiedelt. Diese Symbole haben mehrfache Bedeutungen. Manchmal
weisen sie den Träumenden darauf hin, mehr Leichtigkeit an den Tag zu legen, sie können aber im umgekehrten Fall auch vor Leichtsinnigkeit und
Oberflächlichkeit warnen. Nehmen im Traum mehrere Personen am Spiel teil, ist dies ein Zeichen für Kontaktschwierigkeiten, die der Träumende
überwinden sollte. Kindliche Spiele sind Bilder für die Angst vor dem Älterwerden oder für die Sehnsucht nach der Unbeschwertheit der Kindheit.
Bestimmte Spiele, wie etwa Fußball, Basketball, Handball oder Volleyball, sind für viele Menschen eine wichtige Möglichkeit, sich mit einem
„Stamm“ oder einer Gruppe von Menschen zu identifizieren. Weil diese Mannschaftssportarten „Scheinkämpfe“ sind, können sie ein gesundes Ventil
für Aggressionen sein. Sie verdeutlichen, auf welche Art der Träumende sein Identitätsgefühl erwirbt und wie er sich in der Gruppe verhält.
Brettspiele wie Schach oder Dame, die Strategien und Gedankenkraft erfordern, vermitteln dem Träumenden eine Vorstellung davon, wie er in einer
bestimmten Situation vorausdenken sollte. Ein Traum von einem Spiel könnte ein Hinweis an den Träumenden sein, mehr spielerische
Risikobereitschaft zu zeigen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht Spiel oder Spielen im Traum für das ritualisierte Kämpfen zwischen zwei entgegengesetzten Kräften.
Volkstümlich:
(arab. ) : – gewinnen: deine Liebeleien werden dich nicht beglücken;
– verlieren: unerwarteter Verdruß; Ärger und Langeweile;
– sich daran erfreuen: es stehen gute Zeiten bevor.
(europ.) : – Leichtsinn und falsche Einstellung führen nicht zum Ziel;
– Vergnügungsspiele arrangieren: Glück, Freude und Angenehmes;
– daran teilnehmen: verkündet Gefahr durch Leichtsinn;
– gewinnen: bringt Unglück in der Liebe;
– verlieren: heißt, daß man durch Schaden klug wird;
– Kartenspiele und dgl. zusehen: Gewinn und Freude;
– Kartenspiele und dgl. spielen: man nimmt eine harmlose Sache schrecklich ernst;
– Kartenspiele allgemein: man pflegt recht abgedroschene Gewohnheiten oder ist im Bann einer Leidenschaft gefangen,
die einem nur verzehrt;

1306
– Vergnügungs-, Pfänder-, Ballspiel im Freien und dergleichen: man wird geneckt und gefoppt werden;
– Würfelspiel: durch Leichtsinn oder schlechten Rat anderer wird man einen empfindlichen Verlust erleiden;
– Billardspiel: ein gewünschtes Zusammentreffen mit jemanden stößt auf große Schwierigkeiten;
– Unterhaltungsspiel mit Nachdenken oder Geschicklichkeit, Brettspiel, Domino, Kugelspiel und dergleichen:
mit dem Freund oder der Geliebten künden sich Schwierigkeiten oder Differenzen an;
– in der Lotterie spielen: man muß sich auf Unehrlichkeiten vorbereiten und hegt dazu noch große Illusionen;
– Glücksspiele: bringen eine Enttäuschung, die den Ärger nicht wert ist;
– mit Geld spielen: mahnt zur Vorsicht, Betrug und Ärger sind in Anmarsch.
(ind. ) : – in der Lotterie: Betrug, Streit und Verlust;
– mit seiner Frau: viele Kinder;
– mit Kindern: häusliches Glück;
– spielen, um Geld: Zank und Streit;
– dabei gewinnen: du wirst Feinde bekommen;
– verlieren: man verhöhnt dich;
– mit Karten: du wirst in Versuchung kommen;
– sehen: Müßiggang.
(Siehe auch „Puppe“)
Spielhölle
Assoziation: – Amüsement; Lustgewinn durch Angst.
Fragestellung: – Welchen alten Ängste finde ich langsam komisch?
Spielkarten
Allgemein:
Spielkarten heben im Traum die Fähigkeit des Träumenden, günstigen Gelegenheiten gegenüber offen zu sein und Chancen beim Schopfe zu packen.
Sowohl die Zahlen als auch die Kombination der Karten in dem Spiel können von Bedeutung sein. Herz steht für Gefühle und Liebesbeziehungen.
Karo repräsentiert materiellen Wohlstand. Pik stellt Konflikte, Schwierigkeiten und Hindernisse dar. Kreuz symbolisiert Aktionen, Arbeit und
Intelligenz. Der König verkörpert Erfolg und Meisterschaft des Menschen, die Königin emotionale Tiefe, Sensibilität und Verständnis. Der Bube
steht für Impulsivität, Kreativität und pubertäre Energie.
Psychologisch:
Spielkarten im Traum können als Symbol für eingegangene Risiken betrachtet werden und den Träumenden vor möglicher Gefahr warnen. Es kann
sein, daß Sie daß Leben nicht ernst genug nehmen. Nicht alle Probleme und Aufgaben des Lebens kann man spielerisch bewältigen. Vielleicht ist der
Traum aber auch nur eine Erinnerung an anregende Stunden mit Freunden, dann ist er ein harmloser und freundlicher Traum.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene können vor allem Tarotkarten ein Abbild der inneren Wahrheit sein und als Ergänzung zur Traumarbeit sinnvoll zum
Einsatz kommen.
Volkstümlich:
(europ.) : – mit anderen zusammen zum Zeitvertreib spielen: die Hoffnungen, die einem lange Zeit Auftrieb
gegeben haben, werden endlich in Erfüllung gehen; kleine Mißgeschicke werden sich auflösen;
– um Geld spielen: man wird in ernsthafte Schwierigkeiten kommen;
– beim Kartenspiel verlieren: man wird Feinden begegnen;
– beim Kartenspiel gewinnen: man wird sich in den Augen des Gesetzes rechtfertigen; doch wird
dies mit Problemen verbunden sein;
– in Gesellschaftsspielen bedeutet: Karo = Wohlstand; Kreuz = deutet darauf hin, daß Ihr Lebenspartner
fordernd sein wird; man könnte Schwierigkeiten haben, ihm zuweilen die Abwesenheit zu erklären;
Herz = steht für Treue und eine behagliche Umgebung; Pik = zeigt an, daß Sie Witwe sein und mit
einem großen Nachlaß belastet werden;
– die Dame im Kartenspiel:
Herz- Dame verspricht viel Glück in der Liebe;
Karo- Dame verheißt einen Ortswechsel oder Veränderung;
Pik- Dame steht für Trauer;
Kreuz- Dame kündigt finanzielle Probleme durch eine Frau an;
– einem Pik erscheinend: man wird zu Torheiten verleitet, die einem Kummer bringen;
– glaubt ein Spieler, Pik sei Trumpf: ungünstige Geschäfte werden seine Gewinne schmälern.
– Träumt eine junge Frau, ihr Geliebter spiele Karten, sollte sie seine guten Absichten in Frage stellen.
(Siehe auch „Zahlen“)
Spielplatz
Psychologisch:
Wenn man Träume hat, in dem man Spiele aus der eigenen Kindheit spielt, dann hat das vermutlich mit Basisinstinkten zu tun, wie es bei
Kindheitsträumen häufig der Fall ist. Treten in dem Traum auch andere Kinder in Erscheinung, können sie Erwachsene aus der Umgebung im
Wachleben symbolisieren oder aber das Kind in einem. War man egoistisch, hat man geschummelt oder zuviel Lärm gemacht? Alles, was auf dem
Traum-Spielplatz oder –Straßenecke vorkommt, hat mit großer Wahrscheinlichkeit Parallelen zum gegenwärtigen Leben. Im Traum kann man in die
Gefühlswelt der Kindheit zurückkehren, da das Kind, das wir einst waren, ja immer in uns vorhanden bleibt.
(Siehe auch „Mannschaftsspiele“)
Spieltisch
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst in Überfluß leben.

1307
Spie