Traumdeutung Buchstabe U

U
Allgemein:
„U“ als geschriebener, plastischer oder gesprochener Buchstabe wird im Sinne von Becher oder Kelch gedeutet.
(Siehe auch „Becher“, „Kelch“)

U-Bahn
Assoziation: – schnelle Bewegung durch das Reich des Unbewußten.
Fragestellung: – Welche starken inneren Antriebe kann ich bewußt nutzen?
Allgemein:
Dieses Symbol ist ähnlich wie Straßenbahn zu verstehen. U-Bahn steht für den Einfluß des Unbewußten auf die Lebensrichtung. Fährt man
im Traum U-Bahn, so verfolgt man interessiert die Entwicklungen, die aus dem Unbewußten kommen.
Psychologisch:
Die rasche Fahrt (in Gemeinschaft mit anderen) durch Tunnelschächte beschreibt (nach C. G. Jung) eine „eilige“ Begegnung mit dem
(kollektiven) Unbewußten. Man wird für einen kurzen Moment mit einem psychischen Ausnahmezustand konfrontiert – und sieht auch schon
wieder „das Licht am Ende des Tunnels“, um wieder in die realen Bereiche des Bewußten hochzusteigen. Verwirrend? Ein Traum!
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder darin fahren: in einer Sache wird man zu einem ganz anderen Resultat kommen, als man gedacht
oder gewünscht hat; auch: zeigt viele Probleme an; diese werden einem emotional und psychologisch
durcheinanderbringen; deutet auf Verlust, Unglück und Sorgen in einer eigenartigen Spekulation hin;
– zwischen zwei Haltestellen steckenbleiben: steht für ein moralisches Dilemma; man benötigt viel Geduld
und Umsicht, bevor man die Situation lösen kann.
(Siehe auch „Untergrund“)
Übel
Volkstümlich:
(europ.) : – von einem befallen werden: bedeutet Unpäßlichkeiten.
Übelkeit
Allgemein:
Im Traum verweist Übelkeit darauf, daß der Träumende etwas loswerden muß und sich deshalb unwohl fühlt. Übelkeit kann den
tatsächlichen körperlichen Zustand widerspiegeln, aber, weil der Magen der Sitz der Gefühle ist, kann sie sich auch auf eventuell belastende
Gefühle beziehen. Übelkeit deutet die altindische Traumlehre als Ermahnung, nicht das rechte Maß im Leben zu verlieren, insbesondere
nicht zu viel zu verlangen und anzustreben.
Psychologisch:
Der Körper zeigt oft eigene Mittel und Wege, um den Träumenden auf Schwierigkeiten aufmerksam zu machen. Übelkeit im Traum verweist
vielleicht auf ein Problem, noch bevor es sich körperlich manifestiert.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Übelkeit im Traum darauf hinweisen, daß der Träumende durch etwas Verdorbenes oder Verfaultes in
seinem Inneren beeinträchtigt wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfinden: du lebst in ungeordneten Verhältnissen.
(europ.) : – zeigt an, daß man seine Lieblingsspeise nicht im Übermaß genießen soll.
(ind. ) : – erdulden: sei nicht übermäßig.
(Siehe auch „Ekel“, „Erbrechen“, „Magenbeschwerden“, „Krankheit“)
Übellaunigkeit
Volkstümlich:
(ind. ) : – mit deinem Benehmen wirst du nicht viel erreichen.
Über (Siehe „Positionen“)
Überarbeitung
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Differenz im Leben; entweder in den Gefühlen oder in den Geschäften.
Überbleibsel
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst dich mit wenig begnügen müssen.
Über Bord gehen
(vom Schiff)
Volkstümlich:
(europ.) : – ins Wasser fallen: ist ein Zeichen für Unglück; man sollte nicht spekulieren, oder man wird sein Geld verlieren.
Überbringen
Volkstümlich:
(ind. ) : – etwas: Beförderung.
Überdecke
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: du verlangst mehr, als dir gebührt.
Überdosis
Psychologisch:
Es ist eine eindeutige Warnung des Unbewußten, daß man von etwas (Arbeit, Gefühle, Verpflichtung), zuviel genommen hat, oder nimmt.

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Überdruß
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben oder empfinden: durch deine Launen wirst du dich in deiner Umgebung unbeliebt machen.
Übereinkunft
Volkstümlich:
(europ.) : – ist immer als Warnung vor Fehlern in den eigenen Plänen zu verstehen;
man sollte den Vertrag nur lesen, aber vorerst nicht unterschreiben.
Überfahren
Allgemein:
Überfahren werden kann anzeigen, daß man in eine Verlegenheit (auch finanziell) kommt. Überfährt man jemanden, warnt das vor
Unaufmerksamkeit. Träumt ein Mann, daß er überfahren wird, so hat er Angst, im sexuellen Bereich zu sehr in die passive Rolle gedrängt zu
werden. Wird man von einem Zug, einem Auto oder einer Maschine überfahren, dann hat man sich in Lebenssituationen hineingewagt,
denen man nicht gewachsen ist.
Psychologisch:
Wer im Traum überfahren wird, erleidet höchstens psychische Verletzungen im Wachleben; manchmal aber fühlt man sich auch regelrecht
überfahren von Menschen, die einen unter Kuratel (Pflegschaft, Vormundschaft) stellen möchten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: deine Unvorsichtigkeit wird dich Gefahren aussetzen.
(europ.) : – werden: verheißt die Rettung aus einer Gefahr; auch, man wird durch jemanden in eine arge Verlegenheit gebracht;
– selbst jemanden: du wirst dir durch Unachtsamkeit Kosten aufhalsen.
Überfahrt
Psychologisch:
Die Überfahrt über einen Fluß oder einen See beschreibt das unbewußte Gleiten zu anderen Ufern; übersetzt: Man sucht einen neuen
Standpunkt im bewußten Leben, wobei andere Symbole etwas darüber aussagen, ob wir uns verbessern können.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Hindernistraum; je länger die Überfahrt desto größer werden die Schwierigkeiten sein, die zu überwinden sind;
– über das große Wasser: es werden sich neue Möglichkeiten ergeben, mit denen man nicht gerechnet hat;
(ind. ) : – du strebst neuen Zielen zu.
Überfall
Allgemein:
Überfall soll nach altindischer Lehre vor Verfolgungen durch andere warnen. Allgemein deutet er auf unbewußte Gefühle, Wünsche und
ähnliche Inhalte hin, die plötzlich ins Bewußtsein durchbrechen. Ein Mann, der immer wieder von einem Überfall auf eine Frau oder sogar
einer Vergewaltigung träumt, könnte ein tiefverwurzeltes sexuelles Problem haben, das professionelle Behandlung erfordert. Ein einzelner
Traum solcher Art hingegen, gleich ob er sexuelle oder allgemeine Gewalt zum Gegenstand hat, ist nicht schwerwiegend und sogar ziemlich
häufig. Er drückt starke (wenn auch unbewußte) Gefühle aus, die von einer sexuellen Abweisung herrühren können (wenn der Traum
sexueller Natur ist) oder von ganz allgemeiner Zurückweisung. Es ist auch denkbar, daß der Träumer neidisch ist auf den Charme der Frau,
auf ihre Schönheit, ihre gesellschaftliche Rolle, und sie deshalb, bewußt oder unbewußt, herabwürdigen möchte. Die weibliche Komponente
im Mann ist für solche Kritik aus dem Unbewußten empfänglich.
Psychologisch:
Bei einem Überfall in der Traumlandschaft nehmen meist unsere Nerven im Wachleben Schaden. Oft haben wir dann den Streß des Alltags
nicht richtig verkraften können und sind auf dem besten Wege, durchzudrehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – überfallen werden: du begibst dich unnötig in drohende Verhältnisse;
auch: Gefahr durch Mißerfolge, wenn man sich nicht rechtzeitig gegen Übergriffe von außen wappnet und seine
Privatsphäre so gut wie möglich schützt;
auch: in naher Zukunft hat man mit Schwierigkeiten durch herrschsüchtige und egoistische Personen zu rechnen;
– jemanden: du ergreifst zur Abwehr der Widrigkeiten die falschen Mittel; man sollte sich bescheidener zeigen und
überlegter handeln.
(europ.) : – Durchbruch seltsamer Wünsche; oft nur Alpdruck; Unterbrechung einer beabsichtigten Reise;
– überfallen werden: Pläne und Vorhaben werden scheitern.
(ind. ) : – man wird dich verfolgen;
– sehen: du wirst schlechte Nachrichten erhalten.
Überfluß
Allgemein:
Überfluß warnt vor einem Verlust, der aber nur gering ausfallen wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: du gibst dich trügerischen Hoffnungen hin.
(europ.) : – Luxus besitzen: verheißt Erfolge im Leben, gutes Auskommen und sich immer im Recht befinden;
– auch; haben oder genießen: man wird Verluste erleiden.
(ind. ) : – haben: du wirst einen kleinen Verlust haben.
Überflutung
Volkstümlich:
(europ.) : – ein ausgezeichnetes Omen für finanziellen Erfolg.
(Siehe auch „Deiche“, „Fluß“, „Überschwemmung“)
Überführung
Volkstümlich:
(europ.) : – über einen Fluß: bedeutet Glück und Segen; – eines Täters: bringt Verluste.

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Übergabe
Allgemein:
Übergabe kann im Sinne von Kapitulation auffordern, sich einer mißlichen Situation nicht länger zu widersetzen, weil man sie doch nicht
mehr ändern kann. Wenn man jemandem etwas übergibt, warnt das vor Verlusten durch eigene Unvorsichtigkeit.
Volkstümlich:
(europ.) : – von etwas: bedeutet unvorsichtiges Handeln.
Übergang
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Feind versucht einem eine Falle zu stellen.
Übergeben
(sich-)
Psychologisch:
Das Unbewußte hat genug und will etwas loswerden.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sich: du wirst neue Pläne in die Tat umsetzen.
(Siehe auch „Erbrechen“, „Husten“)
Überholen
Psychologisch:
Es ist offensichtlich, daß andere Menschen besser oder zumindest schneller als wir sind. Solche Traumsituationen treten meist dann auf,
wenn man sich schwach und unfähig fühlt. Auch bei Minderwertigkeitsgefühlen und wenn man sich unterschätzt, fordert diese
Traumsituation einen auf, sich auf seine eigene Geschwindigkeit und seine eigene Fähigkeiten zu besinnen.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet eine Beförderung in der Position und den guten Einfluß eines Menschen, den man von der Seefahrt her kennt.
(ind. ) : – jemand im Laufen: du wirst den Betreffenden überleben.
(Siehe auch „Fahren“)
Überlaufen
Allgemein:
Überlaufen (Überkochen) zeigt an, daß man sich durch Überschwemmung und Voreiligkeit selbst schaden wird; man sollte bedachtsamer
vorgehen. Überläufer (Abtrünniger) fordert auf, mutiger die eigenen Überzeugungen zu vertreten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas sehen: du wirst in Überfluß leben.
(europ.) : – etwas überlaufen sehen: bringt Schaden durch Hindernisse;
– selbst zum Feind überlaufen: man wird eine feige Handlung begehen.
(ind. ) : – etwas: glückliche Lebensverhältnisse.
Übermensch
Allgemein:
In Wunschträumen vor allem bei jungen Menschen, taucht Supermann regelmäßig auf. Man versteht die Welt noch nicht recht und fühlt sich
dauernd unterlegen. Da träumt man schon mal von Superkräften, mit denen man alle Probleme einfach hinwegfegen kann. Wenn Erwachsene
noch solche Träume haben, deutet das meist auf eine ernste seelische Störung hin. Ein tiefes Gefühl der Unzulänglichkeit soll durch
Größenwahn ausgeglichen werden. Häufen sich solche Träume, sollte man sich an einen Psychologen wenden.
Übermütig
Volkstümlich:
(ind. ) : – sein: Trauer.
Übernatürliches
Psychologisch:
Selbst die prosaischsten und materialistischsten Menschen träumen gelegentlich von übernatürlichen Wesen oder Vorfällen. Diese Träume
können beunruhigend sein, wenn wir sie nicht als Metaphern für Ereignisse oder Gefühle in unserem Wachleben annehmen. Es gibt jedoch
keine Beweise dafür, daß sie wirklich etwas mit übernatürlichen Dingen zu tun haben, auch wenn medial veranlagte Personen dies manchmal
behaupten. Tiefgläubige Menschen reagieren auf Träume, in denen die Religion oder religiöse Symbole eine Rolle spielen, anders als
Menschen ohne Glauben. In fast jeder Religion gibt es eine alte Überlieferung von Träumen als Botschaften von einer überirdischen Macht.
Viele Leute sind vielleicht auch heute noch geneigt, Träume zu akzeptieren, in denen religiöse Symbole oder die Begründer des Glaubens als
direkte Anweisungen von dieser Macht erscheinen. Für alle, die in einem bestimmten Glauben groß geworden sind, ist es wahrscheinlich,
daß der Traum sie anweist oder drängt, im Einklang mit der Morallehre dieses Glaubens zu handeln. Dennoch ist es bei diesen Menschen –
und sicher auch bei Neubekehrten zu untersuchen, denn sie könnten eher von Wunscherfüllung oder gefühlsmäßigen Überzeugungen
herrühren als aus Glaubensgrundsätzen. Wahrscheinlich mahnen diese Träume dazu, ein Problem des Wachlebens im Licht des Glaubens zu
betrachten. Ein Traum von einem religiösen Symbol, wie Kreuz oder Kruzifix, könnte Ihnen nahelegen, das spirituelle Element in Ihrem
Leben zu bedenken, oder (je nach Kontext) auf einen Lebensbereich hinweisen, mit dem Sie sich moralisch auseinandersetzen. Ein Engel
oder Teufel im Traum hat wahrscheinlich nichts mit Religion, sondern mit den guten oder bösen Instinkten zu tun. Sein Verhalten im Traum
– als Mahner oder Versucher – bezieht sich sicher auf eine kürzlich getroffene oder bevorstehende Entscheidung bzw. Handlung des Wach-
Ichs. Er (die innere Stimme) sagt einem wohl kaum direkt, was sie von einem hält oder von einem abhalten will; weitere Traumsymbole
stellen dies jedoch klar. Magie oder Übernatürliches im Traum, daß sich als das Werk eines Zauberers oder einer Zauberin herausstellt, sollte
als Warnung interpretiert werden. Im Wachleben könnten einige Dinge anders liegen, als es den Anschein hat. Wer versucht einem zu
täuschen? Suchen Sie im Traum nach Hinweisen auf die Identität des Magiers. Oder sind Sie der Zauberer, der im Traum seine Tricks
anwendet? Wenn ja, spiegelt der Traum Unbehagen oder Angst wegen eines laufenden Projekts oder einer Verhandlung wider, das bzw. die
mehr auf Ihrem Geschick als auf festen Fakten beruht?
(Siehe auch „Christus“, „Engel“, „Magie“, „Religion“, „Teufel“, „Zauber“)

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Überqueren
Allgemein:
Wenn ein Traum davon handelt, daß der Träumende eine Straße überquert, erkennt er drohende Gefahr, Angst oder Unsicherheit. Vielleicht
stemmt er sich gegen die Mehrheit an oder gegen etwas, das größer ist als er.
Psychologisch:
Das Traumsymbol weist möglicherweise darauf hin, daß der Träumende etwas begegnet, das er nicht unter Kontrolle halten kann. Überquert
er ein Feld, hat er vielleicht ein falsches Gefühl von Sicherheit, oder aber er muß seine Gefühle nach außen bringen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert die Überquerung eines Flusses oder einer Kluft oft den Tod – nicht unbedingt jenen endgültigen
Schritt, aber vielleicht wichtige spirituelle Veränderungen.
Überrascht
Allgemein:
Überraschung kündigt unerwartete Probleme an, die man nur durch vorsichtiges Handeln vermeiden kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: du wirst gegen deinen Willen ein Geheimnis preisgeben.
(europ.) : – Überraschung: man muß Vorsicht walten lassen.
(ind. ) : – werden: sehr gute Zeiten für dich.
Überrock
Volkstümlich:
(ind. ) : – anziehen: du wirst dich erkälten;
– ausziehen: du wirst dich stets im besten Lichte zeigen.
Überrumpeln
Allgemein:
Überrumpeln fordert Mut zur raschen Überwindung von Hindernissen und Problemen, weil sonst neue Ängste und Bedenken dem
entgegenstehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Überwindung von Unannehmlichkeiten.
(ind. ) : – jemand: du mußt eine List anwenden.
Überschwemmung
Assoziation: – Überfluß an Emotionen.
Fragestellung: – Welche Gefühle sind mir zu viel?
Allgemein:
Träume von Überschwemmungen verweisen, weil sie den Träumenden ängstigen, häufig auf die Befreiung positiver Energie hin. In der
Regel handelt es sich um einen Überschuß an unterdrückten oder unbewußten Gefühlen, die aus dem Weg geräumt werden müssen, bevor
der Träumende wirklich Fortschritte machen kann. Wenn er sich mitten in einer Hochwasserflut befindet, verweist dies darauf, daß er sich
von diesen Emotionen überwältigt fühlt. Beobachtet er hingegen, wie sich das Hochwasser ausbreitet, symbolisiert dies Selbstversunkenheit.
Ein Traum von einer Überschwemmung kann häufig auch auf Depressionen hinweisen. Überschwemmung soll nach altindischer
Traumdeutung vor finanziellen Schwierigkeiten warnen. Tiefenpsychologisch deutet man sie als bewußte Inhalte, die das Bewußtsein
plötzlich überfluten; wenn das Wasser dabei trüb aussieht, kann das gefährlich werden.
Psychologisch:
Mit dem Traumbild der Überschwemmung kann angedeutet werden, daß der Träumende von seine Gefühlen und Eindrücken überflutet wird.
Dieses Traumsymbol kann aber auch ein sehr starkes Warnsignal sein, nämlich dann, wenn das Unbewußte das Bewußtsein zu
überschwemmen droht; dann ist möglicherweise die Psyche in ernster Gefahr. Eine Psychose kann so ihren Anfang nehmen. Handelt also ein
Traum von einer Überschwemmung, ist er auf jeden Fall ernst zu nehmen. Wenn es dem Träumenden in der Regel schwerfällt, sich mit
Worten auszudrücken, kann ein Traum von einem Hochwasser ihm die Möglichkeit verschaffen, sich auf angemessene Weise mit seinen
Ängsten und Sorgen zu beschäftigen.
Spirituell:
Ein Zyklus ist zu Ende, ein neuer beginnt. Alter Kummer und emotionale Verwirrung werden fortgewaschen. Der Kopf wird klarer, und der
Weg nach vorn ist gereinigt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deutet auf eine unvorhergesehene Trennung: man ist mit seinen Problemen überfordert;
– erleben: man wird von etlichen Menschen um Hilfe und Unterstützung gebeten werden;
– dabei untergehen: man muß sich ernsthaft auf die Bewältigung möglicher Schwierigkeiten,
die in Zukunft auftreten können und sich bereits ankündigen, vorbereiten.
(europ.) : – gewisse Gefühle und Triebe werden maßlos und unter Umständen gefährlich;
zeigt Ereignisse an, die dich besonders im geschäftlichen Bereich nahe berühren dürften;
ungünstig für Liebesaffären Verluste aller Art; man vermeide Streitigkeiten;
– sehen oder erleben: kündet einen zudringlichen Besuch oder Verkehr mit einem zudringlichen Menschen an;
– werden Städte oder Landstriche von dunklem reißendem Wasser überschwemmt: bedeutet großes Unglück
und Tod durch eine schreckliche Katastrophe;
– werden Menschen von der Flut mitgerissen: verheißt Trauer und Verzweiflung, die das Leben sinnlos machen;
– ein großes, mit klarem Wasser überschwemmtes Gebiet: verkündet Gewinn und Sorglosigkeit
nach scheinbar hoffnungslosen Kämpfen mit dem Schicksal.
– bei einer das Wasser ins Zimmer fließen sehen: bedeutet bei klarem Wasser einen
vornehmen Besuch oder besonderen Gewinn, bei trüben Wasser Unglück und Streit;
– davor flüchten: man ist auf der Flucht vor sich selbst.
(ind. ) : – sehen: deine Gläubiger drängen dich oder auch: du gerätst in Unfrieden mit deinen Angehörigen.
(Siehe auch „Fluß“, „Meer“, „Strom“, „Wasser“)
Überstunden
Psychologisch:
Ein Signal der Seele, daß man vielleicht zu untätig war und mehr Elan braucht.

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Überteuert
Volkstümlich:
(ind. ) : – werden: du wirst durch Schaden klug.
Übertragungsurkunde
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder unterzeichnen: es muß ein Prozeß gewonnen werden; man sollte Ratschläge mit
bedacht auswählen, da man wahrscheinlich der Verlierer sein wird.
(Siehe auch „Urkunde“)
Überwachung
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas aus dem Fenster beobachten: man wird bespitzelt; Geheimnisse, sollte man sie gut hüten.
Überweisung
Psychologisch:
Die Überweisung zeigt im Traum an, daß Energien abgegeben werden müssen. Wohin geht die Überweisung?
Überwinden
Volkstümlich:
(ind. ) : – etwas: du mußt Seelenstärke zeigen.
Überziehen / Überzieher
Allgemein:
Überzieher (Mantel) ermahnt, mehr auf die Gesundheit zu achten.
Volkstümlich:
(europ.) : – man leidet unter Widersprüchen, die von anderen aufgedeckt werden;
– Mantel: ermahnt zur Vorsicht und verlangt Entschlossenheit gegen alle Anfechtungen von außen;
– einen neuen sehen oder tragen: Fortuna höchstpersönlich ihre schützende Hand über alle Wünsche;
– sich einen leihen: man wird durch die Fehler Fremder unglücklich werden.
(ind. ) : – sehen: die Gesundheit muß einem über alles gehen.
Überzug
Volkstümlich:
(ind. ) : – über ein Bett: baldige Verheiratung.
U-Boot (Siehe „Unterseeboot“)
Ufer
Allgemein:
Ufer kann die Grenze zwischen Bewußtsein und Unbewußtem darstellen; das fordert auf, sich selbst zu erforschen. Manchmal weist es auch
darauf hin, daß man Entscheidungen über den weiteren Lebensweg treffen muß, nachdem man bereits neue Ufer erreicht hat. Hält sich ein
Träumender im Traum am Ufer eines Flusses auf, hat er entweder Angst vor eventuellen Entwicklungen oder möchte sich so lange wie
möglich in Sicherheit wissen, da ihm bewußt ist, daß dieser Zustand nicht ewig dauern wird. Befindet er sich am Ufer eines Sees oder
Meeres, darf er beruhigt in die Zukunft blicken.
Psychologisch:
Die Ufer sind Traumsymbole, die auf den kontrollierenden Verstand hindeuten. Das Wasser, also die Gefühlswelt, wird durch die Ufer
eingedämmt und reguliert. Die Beschaffenheit der Ufer in Zusammenhang mit der des Wassers geben Aufschluß über das Verhältnis
zwischen Verstand und Gefühlen des Träumenden, zwischen Bewußtsein und Unterbewußtsein. Ungünstige Bilder sind hierbei sowohl
betonierte wie auch überschwemmte und morastige Ufer. Sind die Ufer im Traum allerdings natürlich gewachsen und halten dem Wasser
stand, so ist dies positiv zu deuten. Im Traum ist es oft das rettende Ufer, an dem man sich von seinen Strapazen ausruhen und mit frohen
Menschen zusammentreffen kann. Sind die Ufer überschwemmt, wird man im Wachleben in eine fatale Lage gestürzt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – daran spazierengehen: durch dein Benehmen wird sich dein Wunsch nie erfüllen.
(europ.) : – Umstellung im Leben; man zaudert, welche Richtung man einschlagen soll;
– oder Gestade auf- und abgehen: deutet auf das Erreichen eines Zieles;
– an einem Bach- oder Flußufer sein: kündet frohe Stunden an, die jedoch schnell dahinfließen,
obwohl man sie gerne festhalten möchte;
– eines entlang laufen: man wird einen ermüdenden Kampf durchstehen müssen, um zu Höherem zu
gelangen; doch schließlich wird man angemessen belohnt;
– eines entlang fahren: man wird von Schwierigkeiten und Unglück gepeinigt werden;
setzt man seine Fahrt ohne hinderliche Zwischenfälle fort: kann man Probleme in Vorteile ummünzen;
– auf einem Pferd an einem Ufer entlang reiten: man wird alle Hindernisse auf dem Weg zu Wohlstand
und Glück furchtlos angehen und überwinden;
(ind. ) : – sehen: du wirst eine längere Reise machen;
– daran ruhen: zufriedenes Leben;
– daran wandern: Sehnsucht nach der Ferne.
(Siehe auch „Fluß“, „Überschwemmung“ und unter den Bezeichnungen für Gewässer, die ein Ufer haben)
Ufo
Assoziation: – Furcht vor, und Freude am Unbekannten; entlegene Welten.
Fragestellung: – An welcher Stelle bin ich bereit, in unbekannte Reiche vorzudringen?
Psychologisch:
Man hält Ufos für Weltraumfahrzeuge anderer Planeten. C. G. Jung gab ihnen die Bedeutung von Ganzheitssymbolen, nachdem er Ende der
fünfziger Jahre eine eigene Untersuchung über Ufos angestellt hatte. Nach seiner Forschung drücken Ufos den Wunsch aus, innere

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Zerrissenheit und Gespaltenheit zu beseitigen. Ufos sind im Traum oft Bilder für die Ahnungen und schöpferischen Ideen, die dem
Träumenden zufliegen. In diesen Traumsymbolen liegt aber auch die Warnung an den Träumenden, sich nicht von der Realität zu entfernen.
(Siehe auch „Fliegen“, „Flugzeug“)
Uhr
Assoziation: – Zeitplanung; Maß.
Fragestellung: – Wieviel Zeit habe ich? Was geht zu Ende?
Artemidoros:
Die Uhr bedeutet Handlungen, Unternehmungen, Bewegungen und Inangriffnahme von Geschäften: Alles nämlich, was die Menschen tun,
vollbringen sie im Hinblick auf die Stunden. Deshalb ist es übel und verhängnisvoll besonders für Kranke, wenn eine Uhr zusammenfällt
oder zerbricht. Immer ist es besser, die Stunden vor der Mittagszeit als nach derselben zu zählen.
Allgemein:
Das Symbol der Uhr veranschaulicht immer Vergänglichkeit, Unbeständigkeit und Weiterentwicklung. Tritt es im Traum besonders in
Erscheinung, möchte es den Träumenden darauf aufmerksam machen, seine Zeit gut zu nutzen und sich ihm bietende Chancen zu ergreifen.
Blickt dieser im Traum ständig auf die Uhr, fürchtet er, seine Pflichten nicht sachgemäß erfüllen zu können und fühlt sich von den an ihn
gestellten Erwartungen überfordert. Hört man im Traum eine Uhr ticken, sollte man sich um eine konsequente Erfüllung seiner Pflichten
bemühen. Zerbricht sie im Traum, stehen verhängnisvolle Zeiten bevor. Die goldene Uhr kann vor Täuschungen und Betrug warnen.
Psychologisch:
Wenn im Traum eine Uhr erscheint, wird der Träumende darauf aufmerksam gemacht, daß die Zeit vergeht. Vielleicht muß er sich stärker
mit seiner Zeitplanung oder mit seinen Pflichten beschäftigen; vielleicht sollte er auch erkennen, daß es eine gewisse Dringlichkeit gibt bei
dem, was er tut. Steht die Uhr, geht eine Lebensphase zu Ende. Oft ist sie im Traum die Lebensuhr und übersetzt die Angst, daß das Leben
zu schnell vergehen könnte: Man achte auf die Zeiger, welche Tageszeit sie anzeigen, um Genaueres zu erfahren. Ist es kurz vor zwölf,
kündigt das Unbewußte zum Beispiel an, daß eine Angelegenheit, die vielleicht gerade ansteht, schleunigst erledigt werden muß. Es kann
sich natürlich ebenso um Lebensabschnitte handeln, die von der Uhr im Traum angezeigt werden. In einem Traum von einer Uhr könnten die
Uhrzeiger auf die Zahlen deuten, die für den Träumenden wichtig sind. Wenn im Traum ein Wecker klingelt, wird der Träumende vor einer
Gefahr gewarnt. Achten Sie darauf, ob die Uhr die richtige Zeit anzeigt oder vor- oder nachgeht (man hat oft im Traum dafür ein Gefühl).
Stehengebliebene Uhren verweisen häufig darauf, daß man eine Pause einlegen sollte.
– Armbanduhr: Die Armbanduhr verdeutlicht im Traum sozusagen die Zeit, die man mit sich herumträgt. Dieses
Traumsymbol ist ein verbreitetes Symbol für den verinnerlichten Zeitdruck.
– Bahnhofsuhr: Das Traumsymbol Bahnhofsuhr deutet an, daß man immer unterwegs ist und sich deswegen gehetzt
fühlt. Es kann auch darauf hindeuten, daß es höchste Zeit für eine notwendige Veränderung ist.
– Digitaluhr: Die Digitaluhr ist die technische Uhr, die im Traum auf eine entfremdete Einstellung zur Zeit verweist.
Man erlebt den Zeitablauf nicht mehr als ein Prozeß.
– Eieruhr: Die Eieruhr verweist im Traum auf kleine Zeitabschnitte hin. Dies mag ein Hinweis darauf sein, daß man
seine Zeit genauer, also in kleineren Abschnitten planen sollte.
– Kirchenuhr: Die Kirchenuhr ist die große Uhr, die vom Kirchturm aus den Überblick besitzt und das Leben der
Bewohner beherrscht. Zugleich wird hiermit auf die Spiritualität verwiesen und damit auf den inneren Rhythmus.
Dieses Traumsymbol tritt stets dann auf, wenn auf die Diskrepanz zwischen von außen bestimmter Zeit und inneren
Rhythmus verwiesen werden soll.
– Pendeluhr: Bei der Pendeluhr wird im Traum meistens auf den Ausschlag des Pendels verwiesen. Dieses
Traumsymbol zeigt an, daß es auf und ab geht.
– Sanduhr: Die Sanduhr verweist meistens im Traum auf die „gute, alte Zeit“.
– Wanduhr: Die Wanduhr ist in ihrer Symbolik im Traum auf den Raum bezogen, in dem sie angebracht ist. Sie
beherrscht die Zeit in diesem Raum, mit dem ein innerer Raum oder Bereich des Träumers angesprochen ist.
– Wecker: Der Wecker oder die Weckuhr deutet als Traumsymbol fast immer daraufhin, daß man endlich erwachen
sollte. Das heißt, daß man mit mehr Bewußtsein durch sein Leben gehen sollte. Das ist der Kampf gegen den Schlaf
in Sinne von Gurdjieff.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert eine Uhr die Erkenntnis von Alter und Zeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine große sehen: deutet auf eine knapp bemessene Zeit;
– schlagen hören: Pünktlichkeit ist dir sehr anzuempfehlen;
– aufziehen: du wirst an die Erfüllung deines Versprechens erinnert werden;
– stehengebliebene: du wirst den besten Augenblick zur Ausführung deines Vorsatzes versäumen.
(europ.) : – Symbol für die Angst, daß das Leben zu schnell verstreicht; gilt auch als Mahnung, die Zeit weise zu nutzen;
– schlagen hören: man steht vor einer wichtigen Entscheidung im Leben;
– sehen: kündet das Herannahen einer entscheidenden Stunde an;
– eine stehengebliebene sehen: zeigt ein unerwartetes Ende eines Zustandes oder einer nahen Bekanntschaft an;
– kurz vor zwölf: man wird jetzt vor eine wichtigen Entscheidung gestellt werden und sollte nicht zögern;
– läuft der große Zeiger viel zu schnell: man ist mit dem bisherigen Leben sehr unzufrieden;
– aufziehen: ein neuer Lebensabschnitt beginnt jetzt.
(ind. ) : – aufziehen: du wirst eine gute Aufnahme finden; Stelldichein;
– goldene: man hat die Absicht, dich zu bestehlen;
– zerbrechen: man wird dich verachten;
– schlagen hören: Zeit ist für dich Geld;
– stehengebliebene: ein Todesfall in der Ferne.
(Siehe auch „Zahlen“, „Zeit“, einzelne Tageszeiten)
Uhrmacher
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst einen heiklen Auftrag erhalten.

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Uhu
Allgemein:
Uhu steht ähnlich wie Eule für Erfahrungen und Weisheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine unheimliche Bekanntschaft machen; hüte dich vor schlimmer Umgebung.
(europ.) : – zeigt Klugheit an;
– sehen: eine alte Weisheit wird sich an einem selbst bewahrheiten;
– schreien hören: Krankheit, Kosten sowie Verlust; man hat nicht den besten Umgang und daraus ergeben sich Schwierigkeiten.
(ind. ) : – schone deine Gesundheit.
(Siehe auch „Eule“)
Ulan
(Lanzenreiter)
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst erhoffte Erfolge erzielen.
Ulme
(Baumart)
Artemidorors:
Die Ulme und all ihre Unterarten sind nur für Männer, die ins Feld ziehen, und für Zimmerleute von Nutzen. Für die einen, weil aus ihrem
Holz Waffen gefertigt werden. Für die anderen, weil sie als Zimmerleute damit ihren Unterhalt verdienen. Allen anderen Menschen bedeuten
sie Armut und bittere Not, weil sie keine Früchte tragen.
Allgemein:
Die Ulme ist ein Symbol für Kälte und wird mit hohem Alter in Verbindung gebracht. (Wie gesund sah der Baum im Traum aus?) Sie steht
auch für Vorsicht, Verantwortungsbewußtsein und Ausdauer.
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein sehr glückverheißendes Omen; das Leben wird einem Geld zufließen lassen.
(ind. ) : – du wirst ein schönes Leben führen.
(Siehe auch „Baum“)
Umackern
Volkstümlich:
(arab. ) : – du nimmst dir zu viel vor und wirst deshalb nicht alles zustandebringen.
(Siehe auch „Acker“, „Feld“)
Umarmung
Assoziation: – liebevoller Schutz; Anerkennung.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir braucht mehr Aufmerksamkeit?
Allgemein:
Das Traumsymbol Umarmen deutet immer auf körperliche Nähe, auf Zärtlichkeit und auf Sicherheit hin. Man möchte nämlich gehalten
werden. Umarmung kann auch vor Arglist warnen, Vorsicht ist angebracht.
Psychologisch:
Freud deutete sie als Wunsch nach geschlechtlicher Vereinigung. Wir sollten darauf achten, wen wir umarmen; ist es jemand, den wir lieben
oder von dem der weitere Traumverlauf als von einem liebenswerten Menschen berichtet, dürfen wir uns getrost auf Glück in der Liebe
einstellen. Ist es aber ein Mensch, den wir im Traum nicht so sehr sympathisch finden, sollten wir im Wachleben um falsche Freunde einen
weiten Bogen machen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: es stehen familiäre Zwistigkeiten und menschliche Entzweiung ins Haus;
gleichzeitig eine Warnung, mit seinen Mitmenschen weniger hart umzugehen,
als auch sich vor Schmeicheleien zu hüten;
– die ganze Welt umarmen wollen: man sollte sich vor übler Nachrede in acht nehmen.
(europ.) : – Warntraum vor einer potentiellen Gefahr durch Täuschung in Liebesaffären und geschäftlichen Dingen;
– sehen: mahnt zur Vorsicht vor falschen Freunden und schmeichlerischen Bekannten;
– von zwei Liebenden sehen: erwachen von eigenen Liebesbedürfnissen;
– umarmt werden: ein Mensch will einem völlig „in Besitz“ nehmen oder auch umgekehrt;
– selbst jemanden umarmen: man wird einen neuen Menschen kennenlernen;
– Umarmt eine Frau einen Mann, läßt sie sich auf zweifelhafte Avancen von Männern ein.
– Umarmt eine verheiratete Frau fremde Männer, ist ihr guter Ruf in Gefahr, weil sie sich die Aufmerksamkeit
anderer Männer gefallen läßt.
(ind. ) : – die Eltern: du wirst über irgendeine Sache staunen;
– du wirst Liebesglück genießen.
Umbauen
Assoziation: – das Haus des Selbst neu gestalten.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir braucht mehr Raum oder Erneuerung? Wie möchte ich vor der Welt dastehen?
(Siehe auch „Haus“)
Umbiegen
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst Erfolge haben.
Umblättern
Volkstümlich:
(ind. ) : – du bist unbeständig.

1421
Umbringen
Volkstümlich:
(ind. ) : – jemanden: du wirst eine große Gefahr überstehen.
Umdrehen
Psychologisch:
Meist sitzt uns da jemand (oder die Angst!) im Nacken, der uns übel mitspielen will – eine Mahnung des Unbewußten, stets den Blick
geradeaus auf das Ziel zu richten.
Umfallen
Allgemein:
Umfallen soll nach altindischer Traumdeutung eine Krankheit oder einen Todesfall ankündigen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – rascher Todesfall oder schwere Erkrankung;
– sehen: du wirst deine Meinung ändern.
Umgekehrt (Siehe „Positionen“)
Umgraben
Volkstümlich:
(ind. ) : – gute Aussichten fürs Geschäft.
Umgürten
Volkstümlich:
(ind. ) : – du mußt stets bereit sein.
Umhang
Assoziation: – magischer Schutz; Heimlichkeit.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist unsichtbar?
Allgemein:
Wollen Sie Ihre Empfindungen vor jemand verbergen oder sich vor der Realität verstecken?
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt ein unkluges Unterfangen, daß einem unangenehm ins Gerade bringt.
(Siehe auch „Kleidung“)
Umhauen
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst deine jetzigen Pläne aufgeben.
Umherirren
Psychologisch:
Vor allem in Angstträumen irrt man oft kopflos umher, was anzeigt, daß der Träumer in großer seelischer Not ist, vor allem dann, wenn er
schweißgebadet aufwacht und eine Zeitlang nicht weiß, wo er sich befindet.
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst einen Freund finden.
(Siehe auch „Verirren“)
Umkommen
Volkstümlich:
(ind. ) : – im Krieg: dein Familienglück ist von Dauer.
Umleitung
Psychologisch:
Dieses Traumsymbol zeigt an, daß der direkte Weg Ihnen versperrt ist, also nehmen Sie einen anderen Weg. Es führen stets viele Wege zum
Ziel. Man kann seinen eingeschlagenen Weg auf diese Weise nicht fortsetzen.
(Siehe auch „Straße“, „Umweg“)
Umschlag
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein Zeichen für ein trauriges Ereignis.
(Siehe auch „Brief“)
Umschlingen
Volkstümlich:
(europ.) : – unglücklich oder indifferent den Ehepartner: es kommen Streitigkeiten und gegenseitige Schuldzuweisungen in der
Familie auf einem zu; auch eine Krankheit droht;
– Verwandte: bedeutet Krankheit und Unglücklichsein;
– Liebende sich: es stehen ihnen wegen Treuebruchs Streitigkeiten bevor; in glücklichen Augenblicken: das Gegenteil;
– einen Fremden: kündigt ein unwillkommenen Gast an.

1422
Umwandlung
Allgemein:
Träume in den offensichtliche Umwandlungen stattfinden und in denen Dinge transformiert werden, geben meist Aufschluß über
Bewußtseinsveränderung. Eine Landschaft wechselt von dunkel zu hell, von positiv zu negativ, ein Mann wird in eine Frau verwandelt und
umgekehrt, und ein Bild nimmt plötzlich Form, Farben und Gestalt eines anderen an. Versteht der Träumende dies als Veränderung hin zum
Besseren, kann er mit solchen Situationen in seinem eigenen Leben besser fertig werden.
Psychologisch:
Während der Zeit des Erwachsenwerdens finden wichtige transformative Prozesse statt. Diese treten im Traum oft in der Form plötzlicher
Veränderungen auf, vergleichbar mit der Zeitrafferaufnahme einer aufgehenden Blüte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene finden Umwandlungen oder Transformationen in Gedanken- oder Handlungsfreiheit statt oder wenn höhere
Impulse schwächere Reaktionen ersetzen.
(Siehe auch „Verwandlung“)
Umweg
Assoziation: – Richtungsänderung auf dem Lebensweg.
Fragestellung: – Was muß ich umgehen, um mein wahres Ziel zu erreichen?
Allgemein:
Umweg warnt davor, vom rechten Lebensweg abzuweichen, weil dann Pläne und Absichten zum Scheitern verurteilt sind. Auch geistige
Unbeweglichkeit und Umständlichkeit kann darin zum Ausdruck kommen.
Psychologisch:
Der Umweg ist die Abweichung auf dem Lebensweg, die uns Zeit kostet – Lebenszeit! Wer im Traum einen Umweg macht, sollte sich nach
Meinung der alten Ägypter vor schlechten Beratern hüten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – machen: du bist schlecht beraten;
– Zögern Sie eine Entscheidung nicht länger hinaus; gehen Sie ihr nicht aus dem Weg.
(europ.) : – machen: sein Ziel wird man nur langsam erreichen.
(Siehe auch „Straße“, „Umleitung“, „Weg“)
Umwerfen
Volkstümlich:
(ind. ) : – mit einem Wagen oder Schlitten: du wirst Schaden erleiden.
Umzäunung
Allgemein:
Im Traum können sich die Abwehrmechanismen, die der Träumende einsetzt, um tiefe Gefühle, Einflüsse von Beziehungen, Ängste und
Liebeskummer zu verhindern, häufig als umzäunter Raum zeigen. Einschränkungen und Zwänge nehmen in der Regel die Form von Mauern
und Barrieren an.
Psychologisch:
Elemente der Persönlichkeit, die dem Träumenden als zu beängstigend erscheinen und daher nicht voll zum Ausdruck kommen dürfen,
werden im Traum oft als eingezäunte Bereiche dargestellt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene repräsentieren Umzäunungen im Traum den schützenden Aspekt der großen Mutter.
Umzug
(Wohnung)
Assoziation: – neues Leben; ein Neuanfang.
Fragestellung: – Was liegt vor mir? Was bin ich zurückzulassen bereit?
Allgemein:
Umzug versteht man traditionell als innere Unrast, die auf Schuldgefühle zurückzuführen ist. Manchmal fordert er auch auf, seine Pläne und
Absichten zu ändern, weil sie in der augenblicklichen Form nicht zu verwirklichen sind.
Psychologisch:
Der Umzug im Traum, der nicht auf ein tatsächliches Umziehen im Wachleben hinweist, schildert unser Gefühl, daß wir uns in unserem
augenblicklichen Wirkungskreis nicht mehr so recht wohl fühlen. Wir sollten überlegen, wie wir etwas dagegen unternehmen können. Der
Umzug aus einer engen Wohnung in eine größere oder in ein Haus bedeutet, daß wir uns aus unserer momentanen Enge herausflüchten
möchten, wobei diese Enge besonders auch auf Psychisches oder Geistiges hinweisen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – dein Leben wird ein rastloses Umherwandern sein.
(europ.) : – gilt für Ruhelosigkeit und Unbeständigkeit, inbegriffen sind hierbei Ärger, Verdruß und Geldausgaben;
– machen: durch ein Ereignis wird man gezwungen sein, gewisse Dispositionen für die nächste Zukunft vollkommen zu ändern;
– sehen, wie die eigenen Möbel von einem ins andere Haus transportiert werden: es ist kein gutes Omen;
ist jedoch alles wieder behaglich eingerichtet, wird alles wieder gut.
(ind. ) : – sehen: du findest keine Ruhe, weil dein Gewissen nicht rein ist.
(Siehe auch „Enge“, „Haus“)
Umzug
(Festumzug)
Allgemein:
Träumt man von einem Umzug, verändern sich entweder die bisherigen Lebensverhältnisse oder die Einstellung zum Leben.
Psychologisch:
Hat man geträumt, eingezwängt in einer Menge auf einen Umzug/Festzug gewartet zu haben: wer oder was war in diesem Zug? Die
Bedeutung dieses Symbols und wofür es stehen könnte, kann sich auf etwas oder jemanden beziehen, dem eigene Bewunderung gilt (bzw.
darauf, was die Sache oder die Personen repräsentieren). War man selbst mit im Zug und wurde bejubelt, so ist man vielleicht von einer Idee
besessen, fü r die man Aufmerksamkeit erheischen möchte.

1423
Volkstümlich:
(europ.) : – steht für die Furcht, daß die Erwartungen enttäuscht werden;
– ein Leichenzug: es erwartet einem Trauer, die ihre Schatten auf die Vergnügungen werfen wird;
– ein Fackelzug sehen oder daran teilnehmen: man wird sich an Lustbarkeiten beteiligen und dadurch die Verdienste schmälern.
Unabhängigkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: es könnte einem durch ein Gegner eine Ungerechtigkeit widerfahren;
– durch Wohlstand unabhängig werden: man hat zur Zeit nicht den erwarteten Erfolg; die Zukunft ist jedoch vielversprechend.
Unbarmherzig
Volkstümlich:
(ind. ) : – sein: du hast keinen schönen Charakter.
Unbefugtes Betreten
Allgemein:
Im Traum unbefugt ein bestimmtes Gelände betreten heißt vielleicht, daß der Träumende in den persönlichen Bereich eines anderen
Menschen eindringt. Andererseits kann das Traumbild ein Hinweis sein, daß der Träumende einen Intimbereich besitzt, den er vor
„unbefugten Eindringlingen“ schützen muß. Solche Grenzen sollten respektiert werden.
Psychologisch:
Wenn es sich um den Intimbereich des Träumenden handelt, in den unbefugt eingedrungen wird, dann sollte er sich besser um den Schutz
seiner Grenzen kümmern. Es ist manchmal interessant, bei der Deutung eines solchen Traums zu berücksichtigen, ob sich der Eindringling
freiwillig oder unfreiwillig in den „verbotenen Garten“ gewagt hat. Erst nach der Klärung dieser Frage ist es möglich zu entscheiden, ob der
Träumende tatsächlich Opfer eines Übergriffs geworden ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene nähert sich der Träumende möglicherweise Wissensbereichen, zu denen er ohne besondere Erlaubnis keinen
Zutritt haben darf.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich auf einem Grundstück widerrechtlich aufhalten: man fühlt sich sehr stark zu jemandem hingezogen,
der bereits verheiratet ist; es besteht höchste Gefahr für diese Freundschaft; dies ist eine Warnung.
Unbekannte
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst günstige Bekanntschaften machen.
Unbekanntes
Allgemein:
Unbekanntes im Traum verkörpert das, was bislang vor dem Träumenden verborgen war oder was er vorsätzlich verborgen hat. Hierbei
könnte es sich um okkultes Wissen handeln, das nur Eingeweihten zugänglich ist, aber ebenso um Informationen, die der Träumende nur in
Streßsituationen benötigt.
Psychologisch:
Wenn sich der Träumende des Unbekannten in seinem Traum bewußt ist, sollte er versuchen herauszufinden, ob es ihn bedroht oder aber
etwas ist, das er verstehen und wissen sollte. Wichtig ist weniger die Information selbst als vielmehr die Art, wie der Träumende mit ihr
umgeht.
Spirituell:
Das Geheimnisvolle – oder Okkulte – bleibt so lange unbekannt und unbegreiflich, bis der Träumende den Mut aufbringt, sich ihn zu stellen.
Dies ist im Traum leichter möglich als im realen Leben.
Unbeweglich
Allgemein:
Unbeweglichkeit im Traum kann äußerst angsterregend sein. Dieses Gefühl taucht häufig auf, wenn der Träumende mehr über sich selbst in
Erfahrung bringen will. Bedrängnis und Lähmung verweisen in der Regel darauf, daß der Träumende in seinem normalen Alltagsleben
stillsitzen und bewegungslos sein muß.
Psychologisch:
Wenn sich der Träumende in seinem Traum nicht bewegen kann, verweist dies gewöhnlich darauf, daß er um sich herum Bedingungen
geschaffen hat, die ihm nun zum Nachteil geraten. Er muß solange absolut reglos bleiben, bis er entschieden hat, wie das neue, angemessene
Verhalten aussehen soll. Solche Träume treten auf, wenn der Träumende sich mit seiner dunklen Seite befaßt. Der Träumende muß
übermenschliche Anstrengungen auf sich nehmen, um zu überwinden, was ihn niederdrückt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Unbeweglichkeit im Traum bedingungsloses Sein, das befreite Selbst. Unbeweglichkeit kommt in
diesem Zusammenhang einer dynamischen Reglosigkeit gleich.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sein: du mußt mehr Festigkeit zeigen.
(Siehe auch „Lähmung“)
Undank
Volkstümlich:
(arab. ) : – erfahren: du wirst bittere Erfahrungen machen.
(ind. ) : – erfahren: das ganze Jahr wird für dich angenehm sein.
Undeutlichkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – sind Gegenstände undeutlich: es wird in Freundschaften Untreue und fragwürdiges Handeln geben.

1424
Unehelich
Volkstümlich:
(europ.) : – Kind oder dessen Mutter sehen: man wird über einen Menschen ein ungerechtes Urteil fällen;
– selbst ein solches Kind haben: man muß mit einer Sache zurechtkommen.
(ind. ) : – Kind: du hast unter übler Nachrede zu leiden.
Unehre
Volkstümlich:
(ind. ) : – bei jemandem einlegen: eine Verbindung, die du eingegangen bist, sollst du so bald als möglich lösen.
Unehrlichkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – ein wichtiges Dokument wird verlegt werden, das mit den momentanen Belangen zu tun hat.
Uneinigkeit
Volkstümlich:
(ind. ) : – du schadest dir selbst.
Unfall
Assoziation: – unerwartete Veränderung; Aufregung.
Fragestellung: – Wo widersetze ich mich der Veränderung?
Allgemein:
Es gibt eine Anzahl gut dokumentierter Träume, die exakte „Vorhersagen“ späterer Unfälle waren. Die sicherste Theorie dazu (sofern man
nicht ohnehin an Traum-Prophezeiungen glaubt) ist, daß unser Unterbewußtsein Dinge bemerkt, die sich unserer bewußten Wahrnehmung
entziehen. Man kann beispielsweise von einer bestimmten Frau träumen, die auf einer ganz bestimmten Kreuzung überfahren wird – und
dann passiert genau dies. Die Erklärung kann sein, daß diese bestimmte Kreuzung einfach sehr gefährlich ist und die Frau eine unvorsichtige
Fußgängerin. Unbewußt hat man beide Tatsachen registriert und die Wahrscheinlichkeit erkannt, daß dieser Frau etwas passieren wird.
Unterschwellig nehmen wir ohnehin täglich um uns herum viele erheblich subtilere Einzelheiten unterschwellig wahr. Wenn man träumt, daß
man einen Unfall hat, dann kommt es darauf an, wie er geschah, speziell, wenn es sich um etwas handelt, das man regelmäßig benutzt,
beispielsweise ein Gartengerät. Man sehe nach, ob es in einem guten Zustand ist, und sei vorsichtig, wenn man das nächste Mal damit
umgeht. Der Unfall kann aber auch überhaupt nichts bedeuten, was er darstellt, speziell, wenn noch jemand beteiligt ist.
Psychologisch:
Relativ häufig sind Träume, in denen der Träumende verletzt, ermordet oder getötet wird; die speziellen Umstände eines solchen Traums
sind von Bedeutung. Der Unfall hat im Traum zwei Bedeutungen: Einerseits kann von einem Unfall geträumt werden, wenn in der Realität
tatsächlich ein solcher passiert ist und der Träumende ihn nun auch psychisch verarbeitet. Andererseits ist der Unfall auch ein Traumhinweis
auf Probleme, denen er sich nicht gewachsen fühlt. Der Träumende inszeniert im Traum einen Unfall, um sich seinen Problemen nicht mehr
stellen zu müssen. Normalerweise wird der Träumende gewarnt, vorsichtig zu sein oder sich eine verborgene Aggression bewußt zu machen
– sei es seine eigene oder die von anderen Person. Unfall enthält eine Warnung, die sich oft auch auf eigenen Leichtsinn bezieht; man muß
das Leben umsichtiger und überlegter gestalten, sonst kommt man zu Schaden. Worauf sich das konkret bezieht, ergibt sich aus den
persönlichen Lebensumständen. Oft weist er lediglich auf eine Nachlässigkeit im Wachleben hin, die das Unbewußte als Unfall bezeichnet,
den man nicht so wichtig zu nehmen braucht. Solche Träume rücken Ängste ins Blickfeld, die etwas mit Sicherheit oder Unvorsichtigkeit
oder mit der Angst vor Verantwortung zu tun haben. Die daran beteiligten Personen können ausschlaggebend sein. Mischen sie sich in Ihr
Leben ein oder blockieren sie Ihr Vorankommen? Vorsicht wenn die Traumsituation im wirklichen Leben geschehen sollte!
Spirituell:
Da es in der spirituellen Begrifflichkeit keinen Unfall gibt, bedeutet dieses Traumsymbol göttliche Intervention oder Einmischung von einer
respekteinflößenden Quelle.
Volkstümlich:
(europ.) : – Warntraum; Vorsicht im Straßenverkehr; man sollte für kurze Zeit keine Reise unternehmen,
da einem der Verlust des Lebens droht;
– sehen: warnt vor dem Verkehr mit leichtsinnigen Menschen;
auch: möglicherweise befindet sich eine nahestehende Person in Gefahr;
– selbst erleiden: persönliches Unglück durch den Verkehr mit leichtsinnigen Menschen;
Unfallgefahr, nicht unbedingt im Straßenverkehr.
(Siehe auch „Auto“, „Motorrad“, „Tod“)
Unfreundlichkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – eines Menschen, den man liebt: Traum des Gegenteils; die Zuneigung wird auf das Herzlichste erwidert.
Unfug
(kindisches und albernes Zeug)
Volkstümlich:
(arab. ) : – reden oder treiben: man wird versuchen dich lächerlich zu machen.
(ind. ) : – sehen: du bist ehrgeizig;
– selbst treiben: du wirst dein Gewissen beschweren.
Ungeduld
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: sei nicht so leichtsinnig; du mußt mäßiger sein;
– bei anderen sehen: es läßt sich nichts übers Knie brechen.

1425
Ungeheuer
Allgemein:
Jedes Ungeheuer, das im Traum erscheint, ist etwas, was der Träumende künstlich riesengroß gemacht hat. Er hat etwas, worüber er sich
Sorgen macht, personalisiert und zu einem Lebewesen umgeformt. In der Regel symbolisiert das Ungeheuer im Traum die negative
Beziehung, die der Träumende zu sich selbst hat, und seine Angst vor den eigenen Gefühlen und Trieben. Ungeheuer bringt Ängste zum
Ausdruck. Teils warnt es vor verdrängten Inhalten des Unbewußten, die ständig bedrohen, wenn sie nicht bewußt verarbeitet werden, teils
kann sich die Bedrohung aus äußeren Lebensumständen (zum Beispiel Absichten) ergeben. Wenn man träumt, daß man von einem
Ungeheuer irgendeiner Art bedrängt oder verfolgt wird, sollte man sich umdrehen und sich ihm stellen. Denn das Mysteriöse verliert seinen
Schrecken, wenn es identifiziert wird. Wenn man dem Monster direkt in die Augen sieht, ist es bereits nicht mehr so furchterregend und kann
vielleicht sogar komische Züge bekommen. Es kann ein Tier sein, das wild und bedrohlich aussieht, aber mit dem man fertig werden kann.
Ist dieses Erkennen des persönlichen Monsters erst einmal geschehen, dann überrede man es, mit einem zu sprechen: Man frage es, was es
will, und bediene sich, wenn nötig der „Zwei- Stühle- Technik“. Das Monster versucht vielleicht, einem dazu zu bringen, irgend etwas zu tun
oder nicht zu tun.
Psychologisch:
Alle im Traum vorkommenden Fabelwesen, ob es sich nun um Drachen, Riesenspinnen, Krokodile, Meeresungeheuer, Werwölfe oder
Vampir handelt, weisen den Träumenden auf Gewissenskonflikte und unbewußte Störungen seiner Persönlichkeit hin. Treten derartige
Träume häufig auf und beängstigen sie den Träumenden sehr, handelt es sich um ein sehr ernstzunehmendes Warnsignal. Wenn bei
alltäglichen Geschehnissen die Verhältnisse nicht mehr stimmen, muß der Mensch häufig seine Reaktionen unterdrücken. Im Traum ist dies
nicht möglich, daher findet der Geist des Träumenden einen anderen Weg, um mit dem Problem fertig zu werden. Häufig kann ihm die Farbe
des Ungeheuers (siehe „Farben“) einen Hinweis darauf geben, um welches Problem es sich handelt. Ein rotes Ungeheuer verweist auf Zorn
(möglicherweise auf unkontrollierbare Wut), ein gelbes hingegen kann auf Neid und Mißgunst verweisen. Es deutet auf übersteigerte
Lustgefühle hin, auf das Unbezähmbare sexueller Triebe, aber auch auf einen seelischen Zustand, auf die Aufspeicherung psychischer
Energie. Wer im Traum mit einem Ungeheuer kämpft, ist mit seinen Gefühlen im Widerstreit oder kämpft vielleicht auch gegen einen
Krankheitsherd an. Heilung steht in Aussicht, wenn das Ungeheuer unterliegt oder urplötzlich aus dem Traumbild verschwindet. Fürchtet
man sich vor dem Monstrum, sollte man sich im Wachleben nicht zuviel von Menschen erwarten, die sich einem überlegen fühlen.
Ungeheuer können auch auftreten, wenn Mutter oder Vater abgelehnt werden oder die Notwendigkeit der Ablösung besteht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert das Ungeheuer im Traum die Angst vor dem Tod und allem, was mit ihm zu tun hat. Ein Ungeheuer
kann eine eher kindliche Angst darstellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst von einer Gefahr bedroht werden.
(europ.) : – Gefahr in Unternehmungen und Unglück;
– sehen: kündet eine riskante Bekanntschaft an.
(ind. ) : – sehen: drohendes Unheil schwebt über dir.
(Siehe auch „Archetypen“, „Dämonen“, „Drache“, „Farben“, „Krokodil“, „Tiere“)
Ungehorsam
Psychologisch:
Im positiv erlebten Traum ein Symbol für die Durchsetzung des eigenen Freiheitsbegriffes. In Verbindung mit einer destruktiven
Traumhandlung: Man neigt zur Verantwortungslosigkeit.
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst sein: es liegt eine schwierige Wahl vor einem, möglicherweise im Zusammenhang mit einer Eheschließung.
Ungerechtigkeit
Volkstümlich:
(ind. ) : – erdulden: du wirst alle Pein von dir abwerfen.
Ungewitter
Volkstümlich:
(ind. ) : – es wird sich alles zum Guten wenden.
(Siehe auch „Gewitter“)
Ungeziefer
Assoziation: – kleinere Probleme; Unannehmlichkeit.
Fragestellung: – Was plagt mich?
Allgemein:
Meistens wie Insekten (siehe dort) zu deuten. In der Antike war man der Meinung, daß Ungeziefer auf Leichtsinn im Glücksspiel hinweise,
auf Geld, das schnell gewonnen und ebenso schnell verloren werde. In Kombination mit anderen Symbolen könnte es aber für falsche
Menschen stehen, die uns in ihr intrigantes Spiel einbeziehen wollen. Vernichtet man es, soll das zu mehr Fleiß auffordern.
Psychologisch:
Wenn es sich über den Träumenden hermacht, beißt, sticht, Blut saugt, gilt es als Hinweis auf eine große Anspannung, die auf unbefriedigte
(bzw. unterdrückte) Sexualität – besonders bei jungen Menschen – zurückzuführen ist. In Frauenträumen zeigt Ungeziefer nicht nur
unbefriedigte sexuelle Wünsche, sondern auch manchmal die Angst vor einer unerwünschten Schwangerschaft an.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: du bekommst Geld;
– sehen: schlechte Menschen haben es auf deinen Ruin abgesehen;
– von diesen geplagt werden: unangenehme Feinde werden in nächster Zeit seine beruflichen Erfolge
beeinträchtigen oder, wenn er nicht achtgibt, sogar zunichte macht;
– die Plage in Griff bekommen: man darf mit beständigen Glück und Erfolg rechnen.
(europ.) : – verheißt im positiven Fall Glück in der Lotterie, geschäftlichen Vorteil und Gewinn;
– von Ungeziefer geplagt werden: man fühlt sich von einigen Menschen stark belästigt.
(ind. ) : – sehen: begehe keine Sünde, denke an dein Versprechen;
– haben: du wirst, wenn du auch noch so arm bist, in deinem Leben zu Wohlstand kommen;
– töten: deine Faulheit ist ohne Grenzen.
(Siehe auch „Insekten“)

1426
Unglück
Allgemein:
Unglück hat im Traum meist gegenteilige Bedeutung; manchmal warnt es aber auch vor einem unkalkulierbaren Risiko, das man nicht
eingehen sollte.
Psychologisch:
Waren Sie in einem Unglücksfall selbst verwickelt? Dann haben Sie Angst, daß irgend etwas, das Sie getan oder gedacht haben, bestraft
wird. Oder haben Sie ein Unglück im Traum nur als Außenstehende (Frau) miterlebt? Dann fehlt Ihnen die Geborgenheit und Sicherheit, die
Sie brauchen würden, um den Alltag sicher zu meistern.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erleben: glücklichen Lebensumständen entgegengehen.
(europ.) : – erleben: verkündet gute Geschäfte und entsprechende Neuigkeiten;
– trifft das Unglück besonders den Träumenden: dir steht eine glückliche Reise bevor; verheißt Glück und Erfolg;
– anderer: warnt vor einem gewagten Vorhaben.
Uniform
Assoziation: – Einheitlichkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben möchte ich mit anderen etwas gemein haben? An welcher Stelle möchte ich die Regeln durchbrechen?
Allgemein:
Spielen Uniformen im Traum eine Rolle, zeigt dies, daß der Träumende sich mit einer bestimmten Rolle oder einer bestimmten Autorität
identifiziert. So groß sein Widerstandsgeist auch sein mag, ein Teil seiner Selbst muß doch mit den Idealen und Überzeugungen der sozialen
Gruppe, der er angehört, konform gehen. Das Bild, welches sich der Träumende von sich selbst in Uniform macht, bestätigt dieses Gefühl
der Zugehörigkeit. Die Uniform ist auch ein Symbol der Ordnung. Der Mann, der von Uniformen träumt, sollte sich fragen, inwiefern diese
Ordnung in seinem Leben fehlt. Denn ganz offensichtlich fühlt er sich doch nicht so wohl in einer Sache, die eben nicht in Ordnung ist.
Psychologisch:
Die Uniform ist immer eine Berufskleidung, die den Träger mit bestimmten Funktionen und Eigenschaften bekleidet. Trägt eine Person, die
in der Wirklichkeit nicht in Uniform auftritt, im Traum eine, so ist dies ein Persona-Symbol, also ein Hinweis darauf, wie der Träumende
gern von seiner Umwelt gesehen werden möchte. Uniformen sind meist Hinweise auf Geltungsstreben, Machtgier, Erfolgsstreben und
Wunsch nach Selbstbestätigung. Aber auch übermäßige Anpassung kann damit dargestellt werden. Dieses Kleidungsstück kann auf eine
gewisse Eintönigkeit hinweisen, auch auf die ewige Gleichmacherei, aus der wir uns absondern möchten. Wenn die Traumuniform schlecht
sitzt, hat man im Wachleben vielleicht Angst, sich gehenzulassen; sitzt sie gut, ist das der Beweis für ein übersteigertes Selbstbewußtsein des
Träumers. Oft muß das Recht, die Uniform einer bestimmten Gruppe zu tragen, verdient werden. Wenn der Träumende von der
Zugehörigkeit zu einer uniformierten Gruppe träumt, bedeutet dies, daß er sich das Recht auf Anerkennung erworben hat.
Spirituell:
Das Erkennen eines gemeinsamen spirituellen Ziels und die Vereinbarung „uniformen“ Verhaltens ist ein wichtiger Aspekt der spirituellen
Entwicklung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: warnt vor trügerischen Schein;
– besitzen oder tragen: hohe Würden erhalten; auch: man will mehr scheinen als man ist.
(europ.) : – Mahnung zur eigenen Disziplin; eine Verkleidung; signalisiert eine Chance für Beförderung;
– sehen: man ist beim anderen Geschlecht beliebt; man hat einflußreiche Freunde,
die einem bei der Erfüllung der Wünsche behilflich sind;
– anziehen: verheißt Ruhm und Auszeichnung;
– tragen: auf jemanden Eindruck zu machen, wird einem nicht gelingen;
– Menschen mit fremdartigen Uniformen sehen: durch Kräfte, die man nicht beeinflussen kann,
zerbrechen Freundschafts- oder Familienbeziehungen;
– blickt ein Freund oder Verwandter in Uniform traurig drein, oder ist er gar Soldat: verheißt Pech oder längere Abwesenheit;
– für Männer, eine tragen: im Leben fehlt eine gewisse Ordnung; er fühlt sich nicht wohl in einer Angelegenheit,
die nicht in Ordnung ist;
– Einer jungen Frau, die im Traum eine Uniform trägt, wird vorhergesagt, daß sie ihre Gunst einem Mann zuwenden wird,
der das zu schätzen weiß und sich mit Liebe bedankt. Legt sie jedoch die Uniform ab, beschwört sie durch ihre Abenteuerlust
einen Skandal herauf.
(ind. ) : – sehen: Würde und Ansehen; Ruhm und Ehre;
– tragen: du bist zu überheblich; du bist eitel.
(Siehe auch „Kleid“, „Kleidung“, „Militär“, „Soldat“)
Union Jack
(britische Nationalflagge)
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein ausgezeichneter Traum, der besagt, daß man zusammen mit einem treuen Ehepartner
eine Auslandsreise unternehmen wird.
Universität
Assoziation: – höheres Lernen.
Fragestellung: – An welcher Stelle möchte ich mein Wissen erweitern?
Allgemein:
Sieht sich der Träumende in einer Universität, wirft dies ein Licht auf sein Potential und auf seine Lernfähigkeit. Auch wenn er keinen
akademischen Beruf ausübt, kann er sich doch seiner Fähigkeit bewußt sein, mit ähnlich denkenden Menschen in Verbindung zu treten.
Psychologisch:
Da eine Universität die Aufgabe hat, „höhere Bildung“ zu vermitteln, wird dem Träumenden in seinem Traum von der Universität bewußt
gemacht, welche breitgefächerten Erfahrungen und Kenntnisse er gewinnen kann. Er muß vom Allgemeinen und Banalen in tiefere Wissens-
und Bewußtseinsbereiche vordringen.
Spirituell:
Spirituelles Wissen und die Fähigkeit, es richtig zum Einsatz zu bringen, können nur in der „Universität des Lebens“ erworben werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du mußt deine Kenntnisse vertiefen.

1427
(europ.) : – ein Zeichen, daß man Glück haben wird in den Anwendungen der Talente und mit den Freunden;
– symbolisiert den Aufstieg in eine langersehnte Position;
– an diese gehen: man wird für eine hervorragende Arbeit ausgezeichnet werden.
(ind. ) : – sehen: du wirst endlich zur Einsicht kommen, daß du nicht so schalten und walten kannst, wie du es gerne möchtest;
– darin studieren: dein Geist ist scharf und dein Wissen groß, dein Wille aber schwach; daher kommst du zu keinem Ziel.
(Siehe auch „Schule“)
Universitätsprofessor
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: glaube an die Worte der Weisen und handle nicht voreilig.
Universum
Assoziation: – Gesamtheit des Seins; Ganzheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fühle ich mich vollkommen?
Unken
Volkstümlich:
(europ.) : – schreien hören: bedeutet Liebeskummer.
(ind. ) : – schreien hören: du hast Liebesleid.
Unkeusch
Volkstümlich:
(europ.) : – in der Liebe bleibt der Erfolg versagt.
(ind. ) : – sein: zweifelhafte Erfolge in der Liebe.
Unkraut
Assoziation: – unkontrollierte Vermehrung; unerwünschtes Wachstum.
Fragestellung: – Was hege und pflege ich?
Allgemein:
Unkraut siedelt sich bevorzugt auf Ödland an, ein Umstand, der sich in der Traumsymbolik widerspiegelt. Folglich steht Unkraut im Traum
für unangebrachtes Vertrauen, falsch eingesetzte Energie oder auch törichte Versuche, zum Erfolg zu gelangen. Es trägt nicht entscheidendes
zum Leben des Träumenden bei und kann, wenn man es nicht eindämmt, sein gesundes und positives Wachstum hemmen. Wenn er im
Traum Unkraut jätet, kann dies seine Erkenntnis zum Ausdruck bringen, daß man erst Raum für neues Wachstum schaffen muß, indem man
sein Leben von Unwesentlichem befreit. Unkraut weist oft auf Triebe, Leidenschaften und Begierden hin, die „ins Kraut schießen“, wenn
man sie nicht besser beherrscht. Jätet man Unkraut, wird man Mißerfolge und andere Schwierigkeiten durch eigenes Bemühen verhindern
können.
Psychologisch:
Wenn es in der Traumlandschaft wuchert, läßt es uns verzagen: Es zeigt auf, daß wir unseren Wert leicht überschätzen, daß wir erst das
Unkraut im eigenen Garten jäten müssen, bevor wir an anderen Kritik üben. Haltungen und Sichtweisen, die den Träumenden daran hindern,
voranzukommen, wie auch alte Verhaltensmuster manifestieren sich im Traum häufig als Unkraut. Der Träumende muß herausfinden,
welche dieser Kräuter für ihn dennoch von Wert sind – welche also kompostiert, somit umgewandelt und von neuem eingesetzt werden
können, um positives Wachstum zu fördern – und welche tatsächlich ausgemerzt werden müssen. Oft haben wildgewachsene Pflanzen auch
heilende Eigenschaften, die sich, wenn sie richtig genutzt werden, positiv auf das Leben des Träumenden auswirken. Wenn dieses Unkraut
das Wachstum von Nutzpflanzen hinderte – könnten es lästige oder stachelige Freunde oder Kollegen sein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Unkraut im Traum, da es lästig und schwer auszumerzen ist, spirituelle Schwierigkeiten, wie zum
Beispiel Trägheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder säen: mit Verlusten und Hindernissen ist zu rechnen.
(europ.) : – Warntraum; Vorsicht vor der Umgebung;
– sehen: läßt Verluste befürchten; bringt die Bekanntschaft mit einem Nichtsnutz;
– beseitigen: ist ein Zeichen für viele Hindernisse, die sich dir entgegenstellen werden;
eine verfahrene Situation kann man bald wieder in Ordnung bringen, man beachte nur das Wesentliche;
– ausreißen: man wird sein Einkommen verbessern; Glück und Fortkommen.
(ind. ) : – sehen: Hindernisse stehen dir im Wege.
(Siehe auch „Moos“)
Unordnung
Allgemein:
Das Bild einer im Traum erscheinenden Unordnung drückt aus, daß sich der Träumende über die Ziele seines Lebens nicht bewußt ist. In
weiterem Sinn weist es ihn auch darauf hin, daß er sich in einem falschen Freundeskreis bewegt und sein Leben nicht richtig im Griff hat. Er
verhält sich seinerseits zu vertrauensselig und bescheiden und neigt andererseits in bezug auf die Organisation seiner Lebensumstände große
Unselbständigkeit.
Psychologisch:
Chaosträume gelten als Aufforderung, das Leben „neu zu ordnen“ und ein überschaubares System in die eigenen Abläufe zu bringen, weil
einem sonst alles bald „über den Kopf wächst“.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst schlecht behandelt werden.
Unrat
Volkstümlich:
(arab. ) : – damit besudelt sein: ein Geschenk erhalten.

1428
(europ.) : – im Leben ist noch vieles zu ändern, wenn alles glattgehen soll;
– sehen: bedeutet einen Gewinn;
– etwas darin suchen, ohne es zu finden: man wird seine Situation durch ein unvorsichtiges Unternehmen gefährden;
– Geld darin finden: mahnt zur guten Verwahrung der Brieftasche vor Dieben;
– in solchen hineintreten: kündigt Widerwärtigkeiten an;
– einen anderen hineintreten sehen: man wird ungewollte einem anderen Ärger bereiten.
(ind. ) : – sehen: großes Glück steht dir bevor;
– darin waten: du wirst ein unglaubliches Glück haben.
(Siehe auch „Abfall“, „Dung“)
Unrecht
Allgemein:
Unrecht, das einem widerfährt, soll bessere Gesundheit versprechen; tut man einem anderen Unrecht, warnt das vor Krankheit oder bezieht
sich konkret auf ungerechtes Verhalten.
Volkstümlich:
(ind. ) : – tun: Kranken bedeutet es Genesung, Gesunden dagegen Krankheit;
– haben: du wirst anderen Leuten deine Meinung sagen.
Unschuld
Volkstümlich:
(europ.) : – verlieren: verkündet treue Liebe.
(ind. ) : – verlieren: man wird dich verachten.
Unsichtbarkeit
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum unsichtbar wird oder verschwindet, verweist dies entweder darauf, daß er nicht bereit ist, sich mit
seinen Einsichten zu konfrontieren, oder darauf, daß es etwas gibt, was er lieber vergessen würde. Das Motiv kann grundsätzlich auf zwei
Weisen auftreten. Im ersteren Fall wird der Träumende von anderen Traumfiguren nicht wahrgenommen und scheinbar ignoriert. Dies
spiegelt den Eindruck wider, den er auch im Wachzustand hat, er fühlt sich von seinen Mitmenschen mißachtet. Im zweiten Fall liegt der
Schwerpunkt auf dem Gefühl des Träumenden, jetzt alles tun zu können, was er will, da ihn ja niemand zur Rechenschaft ziehen kann. Dies
ist einer der häufigen Allmachtsträume. Vor allem, wenn man ein eher eintöniges Leben ohne große Bedeutung zu führen glaubt, entschädigt
einen der Schlaf mit Supermannträumen. Kein Leben ist ohne Bedeutung. Interessieren Sie sich lieber mehr für andere Menschen als für sich
selbst.
Psychologisch:
Wenn dem Träumenden bewußt ist, daß etwas in seinem Traum unsichtbar ist, stellt dies eine Aufforderung dar, das Bild einfach nur
wahrzunehmen, ohne es sofort zu interpretieren. Manchmal kann die männliche oder weibliche Traumfigur, die unsichtbar zu sein scheint,
den Schatten darstellen. Die Tarnkappe, die uns das Unbewußte im Traum verpaßt, ist praktisch die Aufforderung, uns nicht zu sehr in den
Vordergrund zu drängen. Nach altägyptischer Meinung entgeht übler Nachrede, wer sich im Traum unsichtbar macht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert das Unsichtbare im Traum das Undefinierbare.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Warnung; meiden sie fragwürdige Gesellschaft und deren Gepflogenheiten.
Unsinn
Volkstümlich:
(ind. ) : – sprechen hören: achte nicht auf fremde Meinungen;
– selbst sprechen: du zeigst Verstand.
Untätigkeit
Volkstümlich:
(europ.) : – untätig sein: man wird seine Pläne nicht verwirklichen können;
– untätige Freunde sehen: man wird bald von deren Schwierigkeiten hören;
– Lebt eine junge Frau ein sorgloses Dasein, wird sie schlechte Angewohnheiten annehmen.
Unter
Assoziation: – Unbewußtes; niederer Aspekt des Selbst.
Fragestellung: – Was bin ich bereit hervorzubringen?
(Siehe auch „Positionen“)
Unterbekleidung
(Unterrock)
Allgemein:
Unterkleidung (-hemd, -hose, -rock) symbolisieren oft unbewußte Einflüsse auf das eigene Verhalten, die man bewußt machen und verstehen
soll. Oft kommen darin aber auch sexuelle Bedürfnisse zum Vorschein.
Psychologisch:
Die „Unaussprechlichen“ sind die Angst in Männerträumen, sich in der Gesellschaft nicht vornehmen genug geben zu können, sich vielleicht
sogar lächerlich zu machen.
Volkstümlich:
(europ.) : – einer Frau: deutet auf unverhofftes Glück in der Liebe;
– Unterrock sehen: man wird Intimitäten erleben.
(ind. ) : – tragen: Schande und Spott kommen über dich;
– weiß: du wirst zu einem seltenen Genuß kommen;
– zerrissen: du vernachlässigst eine Sache;
– Unterrock: Zank unter Frauen.
(Siehe auch „Farben“, „Kleid“, „Nacktheit“, „Unterrock“ – auf Frauenträume bezogen)

1429
Untergang
Psychologisch:
Man weiß nicht so recht, ob es ein Alptraum oder eigentlich doch wunderschön war: Man ging einfach unter, versank in die überwältigende
Welt seiner Gefühle, Instinkte und Sinneserlebnisse. Es war kein uferloses Versinken in unheilvollen Verstrickungen – durch solche
„üppigen“ Träume hat man die Chance, sich und seine Bedürfnisse neu kennenzulernen, sie auszuleben und „trotzdem“ nicht unterzugehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – eines Schiffes: man sollte sich nicht auf riskante Unternehmungen einlassen;
– ein Weltuntergang erleben: jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt, doch sollte man das Alte loslassen.
(ind. ) : – langes Leben.
(Siehe auch „Schiff“)
Untergeschoß
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in einem befinden: es verringern sich die Gewinnchancen und aus Vergnügen werden Sorgen und Kummer.
(Siehe auch „Haus“)
Untergrund
Assoziation: – unbewußtes Material.
Fragestellung: – Was ist bereit, in mein Bewußtsein vorzudringen?
Allgemein:
So wie Alice träumte, durch das Kaninchenloch ins Wunderland zu fallen, so haben alle Menschen die Gelegenheit, durch Träume ihre
inneren Tiefen zu ergründen. Während der Träumende im Wachzustand gewöhnlich keinen Zugang zu seinem Unbewußten hat, kann er in
einem Traum, der ihn in den Untergrund führt, mit dieser Seite leicht in Kontakt treten.
Psychologisch:
Fahrten in der Untergrundbahn symbolisieren in der Regel Reisen, zu denen der Träumende bereit – oder gezwungen – ist und die das Ziel
haben, ihm dabei zu helfen, sich selbst besser zu verstehen.
Spirituell:
Das Unbewußte nimmt im Traum oft die Gestalt einer Höhle oder eines unterirdischen Raums ein.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in einer unterirdischen Behausung befinden: es steht der Ruf und der Reichtum auf dem Spiel.
(Siehe auch „U-Bahn“)
Untergrundbahn (Siehe „U-Bahn“, „Untergrund“)
Unterhaltszahlung
Psychologisch:
Wenn man von Unterhaltszahlungen träumt, bedeutet das nicht unbedingt, daß man an Scheidung denkt, sondern schlicht, daß man für eine
Untat „bezahlen“ muß.
(Siehe auch „Scheidung“, „Schuld“)
Unterhaltung
(Darbietung)
Psychologisch:
Träume, deren wesentliches Moment die Unterhaltung ist, zeigen, daß wir im Wachleben zuwenig Freude haben. Beteiligen wir uns selbst an
der Unterhaltung, ist das eine Bestätigung, daß wir uns Mühe geben, das Leben auch zu genießen und uns Zeit für die leichteren und heiteren
Dinge nehmen.
Volkstümlich:
(europ.) : – pflegen: bedeutet Erfolge in der Liebe, Glück und bevorstehende Festlichkeiten;
– eine Gesellschaft vorzeitig verlassen: ist ein Zeichen, daß man eine gute Gelegenheit durch Nachlässigkeit verpassen wird.
(ind. ) : – du wirst dich zur Geltung bringen.
Unterhose
Assoziation: – intimes oder inneres Selbst.
Fragestellung: – Was fürchte ich, der Welt zu offenbaren, oder was möchte ich der Welt offenbaren?
(Siehe auch „Kleidung“)
Unterirdische Gänge
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du willst vergebens Rätselhaftes ergründen;
– sich in ihnen verirren: du wirst in eine schlechte Lebensbahn geraten.
Unterkiefer
Volkstümlich:
(europ.) : – sich verletzen: schlechtes Omen; genesen: gutes Omen, es wird alles wieder gut,
nachdem man die Schwierigkeiten überwunden hat.
(Siehe auch „Kiefer“)
Unterkunft
Volkstümlich:
(europ.) : – sich eine bauen: man kann den bösen Absichten der Feinde entrinnen;
– ein Dach über den Kopf suchen: man wird des Betruges beschuldigt und versucht, sich zu rechtfertigen;
Verzögerung wichtiger Angelegenheiten.

1430
Unterlegenheit
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Gefühl der Unterlegenheit im Traum sagt harte Zeiten voraus, jedoch nur für kurze Zeit.
Unterleib
Volkstümlich:
(europ.) : – den eigenen sehen: man hegt große Erwartungen, doch muß man gegen Starrköpfigkeit angehen
und den Arbeitseinsatz verdoppeln, da Ablenkungen einem zusetzen;
– den eigenen unbekleidet sehen: ein unglückliches Omen für Liebende und Eheleute, es ist Untreue
oder sogar Verrat seitens eines geliebten Menschen angezeigt; sei nicht allzu vertrauensselig;
– den eigenen zusammenschrumpfen sehen: man wird von falschen Freunden verfolgt und verleumdet;
– ein geschwollener Bauch: deutet auf Leiden hin, doch wird man diese besiegen und sich an den Früchten der Arbeit erfreuen;
– Blut aus dem eigenen quillt: es steht ein Unglück in der Familie bevor;
– den kranken eines Kindes sehen: man wird von einer ansteckenden Krankheit heimgesucht werden.
(Siehe auch „Eingeweide“, „Hüften“, „Körper“)
Untermieter
Volkstümlich:
(europ.) : – Wenn eine Frau im Traum Untermieter hat, deutet das darauf hin, daß ihr ein Geheimnis zugetragen
und aufgebürdet werden. Wenn ein Untermieter auszieht, ohne die Miete zu zahlen, steht Ärger mit
Männern ins Haus. Zahlt der Untermieter, ist dies ein Omen für Wohlstand.
Unternehmer
Psychologisch:
Wie das Wort schon sagt, weist das Auftreten dieses Traumsymbols darauf hin, daß etwas unternommen werden sollte.
Unteroffizier
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: verheißt Erfolge durch eigenes Handeln;
– sehen oder mit einem verkehren: man wird jemanden zum Freund oder Liebsten haben,
welcher einen nach seiner Pfeife tanzen lassen möchte.
Unterricht
Psychologisch:
Es ist die Erinnerung an die Zeit des Lernens.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erhalten: die Liebe wird dich unter den Pantoffel bringen;
– erteilen: du weißt dich sehr gut zu benehmen.
(ind. ) : – geben: du wirst eine Einladung erhalten;
– genießen: du mußt deine Selbständigkeit wahren.
(Siehe auch „Lehrer“, „Schule“)
Unterrock
Volkstümlich:
(europ.) : – neue: man wird wegen des Stolzes auf seinen Besitz zum Spottobjekt für die Bekannten;
– verschmutzt oder zerrissen: der gute Ruf ist in Gefahr;
– Sieht sich eine junge Frau mit seidenen oder sauberen Unterröcken, wird sie einen liebevollen und starken Ehemann bekommen.
Merkt sie ganz plötzlich, daß sie ihren Unterrock abgelegt hat, muß sie mit vielen Mißerfolgen und Enttäuschungen rechnen.
Sieht sie, wie ihr Unterrock auf den Boden fällt, während sie sich anzieht oder umhergeht, wird sie es sehr schwer haben, ihren
Liebhaber zu behalten; andere Enttäuschungen folgen.
(Siehe auch „Kleidung“, „Unterbekleidung“)
Unterschenkel
Artemidoros:
Die Unterschenkel bedeuten von vorn wie hinten dasselbe wie die Knie.
(Siehe auch „Knie“, „Körper“)
Unterschrift
Allgemein:
Wer von seiner eigenen Unterschrift träumt, beschäftigt sich mit seinem Identitätsbegriff. Handelt es sich um die Unterschrift einer anderen
Person, gilt es als Hinweis, daß man sich mit diesem Menschen intensiver beschäftigen sollte.
Psychologisch:
Die Unterschrift des Träumenden in einem Traum bedeutet, daß er sich selbst wertschätzt. Er ist bereit, zu erkennen, wer er ist, und ein
Zeichen in der Welt zu hinterlassen. In Zeiten, in denen der Träumende rechtliche Angelegenheiten regelt oder Vereinbarungen trifft, aber
nicht ganz sicher ist, ob er das Richtige tut, kann seine Unterschrift im Traum verwischt oder unleserlich sein.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Unterschrift des Träumenden im Traum eine Reflexion seiner selbst. Sie zeigt, auf welche Weise er sich
selbst wahrnimmt.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: loyale Gefährten werden einem jederzeit aufrichten;
– leisten: eine gute Tat verrichten, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.
(ind. ) : – Wenn die Unterschrift unleserlich ist, dann Vorsicht vor einem Unbekannten.
(Siehe auch „Schreiben“)

1431
Unterseeboot
Assoziation: – Mittel zur Erkundung von unbewußten oder emotionalen Zuständen.
Fragestellung: – Welche Gefühle bin ich genauer zu betrachten bereit?
Allgemein:
Ein Unterseeboot deutet in Träumen auf die Gefühlstiefe hin, die der Träumende erreichen kann. In der Regel widmet der Mensch den
unbewußten Tiefen mehr Aufmerksamkeit als den spirituellen Höhen. Schlug ihr U-Boot leck, dann ist dieser Traum eine Warnung.
Psychologisch:
Wenn sich der Träumende mit sich selbst wohlfühlen soll, muß er seine unbewußten Bedürfnisse verstehen. Da irgendeine Angst vorhanden
sein kann – und in manchen Fällen das Bedürfnis nach Schutz -, ist das Unterseeboot ein sehr nützliches Bild.
Spirituell:
Der Traum von einem Unterseeboot weist auf ein spirituelles Bedürfnis hin, tiefer in die eigenen Emotionen einzudringen.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine in der Vergangenheit begangene Taktlosigkeit wird bekannt werden und das Leben negativ beeinflussen;
– sich in einem befinden: man wird ohne Absicht beunruhigende Neuigkeiten preisgeben.
(Siehe auch „Boot“, „Schiff“, „Tauchen“)
Unterstützung
Volkstümlich:
(ind. ) : – erhalten: du hast Gelegenheit, Gutes zu tun;
– geben: man will dich ausnutzen.
Untersuchung
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird unglückliche Freundschaften eingehen.
Untertauchen
Allgemein:
Wenn ein Traum davon handelt, daß der Träumende im Wasser untergetaucht wird, verweist dies in der Regel darauf, wie er mit seinen
Gefühlen umgeht. Er versucht, den unschuldigen Teil seiner Persönlichkeit zu finden, der von äußeren Umständen nicht berührt werden muß.
Er bemüht sich, Situationen zu klären und sich selbst zu reinigen – vielleicht von Vorstellungen und Einstellungen, die ihm von anderen
Menschen suggeriert wurden.
Psychologisch:
Wenn der Träumende im Traum völlig untergetaucht ist (das heißt, völlig konzentriert ist), dann verweist dies darauf, daß er unbedingt in der
Lage sein sollte, seine ganze Gedankenkraft vollkommen auf eine bestimmte Vorstellung zu richten, um sich selbst klarer zu sehen.
Spirituell:
Transformation und Wiedergeburt können nur durch völliges Eintauchen in Spiritualität vervollständigt werden.
Unterwäsche
Assoziation: – intimes Selbst; sexuelle Identität.
Fragestellung: – Was fühle ich insgeheim?
(Siehe „Kleidung“, „Unterbekleidung“)
Unterwasser
Assoziation: – untertauchen in Emotionen.
Fragestellung: – Welche Emotionen überfluten mich?
(Siehe auch „Wasser“)
Unterwegssein
Assoziation: – Befreiung; Bewegung auf das eigene Zentrum zu.
Fragestellung: – Welcher Prozeß läuft in mir ab?
Untreue
Psychologisch:
Ein Wunschsexualtraum. Natürlich soll die Untreue nicht entdeckt werden. Hatte man beim Aufwachen ein schlechtes Gewissen?
Volkstümlich:
(europ.) : – die Freunde für untreu halten: diese werden sie sehr schätzen;
– für ein Liebender, der glaubt, seine Geliebte sei untreu: bedeutet eine glückliche Ehe.
(Siehe auch „Ehemann“)
Unverschämtheit
Volkstümlich:
(europ.) : – sich einem gegenüber jemand unverschämt verhält: ist ein vorteilhaftes Zeichen;
– selbst unverschämt sein: es liegen Schwierigkeiten vor einem.
Unverwundbar
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Warnung; vermeide Gefahren für die eigene Gesundheit auf jede erdenkbare Weise.
Unwetter
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Unwetter, ist dies ein Hinweis auf einen Gefühlsausbruch. Der Träumende hat möglicherweise den Eindruck,
mit Ereignissen oder Emotionen bombardiert zu werden. Das Traumsymbol kann auch für unterdrückte Wut stehen.
Psychologisch:
Wenn der Träumende, etwa in einer Beziehung, Schwierigkeiten hat, kann ein Unwetter Befreiung verschaffen. Ist eine Auseinandersetzung
im Alltag nicht angemessen, kann ein Unwetter im Traum die „emotionale Atmosphäre“ reinigen.

1432
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert ein Unwetter im Traum kreative Kraft. Blitz und Donner sind Werkzeuge der Sturmgötter.
Volkstümlich:
(europ.) : – in eines geraten: man ist auf dem falschen Weg und sollte umkehren.
(Siehe auch „Blitz“)
Unwohlsein
Volkstümlich:
(europ.) : – sich fühlen: ist eine Warnung vor Heimtücke; sehr ungünstig für Liebende.
Unze
Volkstümlich:
(ind. ) : – (ein kleines Gewicht): du bist ein kleinlicher Mensch.
Unzucht
Volkstümlich:
(arab. ) : – Läßt sich jemand mit einem Tier ein, wird er sich gegen einen dummen, gesetzlosen und fremdländischen Menschen
auflehnen und ihn erniedrigen.
– Verkehrt einer mit einem Vogel, der zu der Gattung der eßbaren gehört, wird er von jemandem einen Gefallen bekommen,
aber zugleich einen schlechten Ruf sich zuziehen; ist das Fleisch des Vogels ungenießbar und dieser krummschn äbelig,
wie z. B. der Adler und ähnliche Vögel, wird er entsprechend der Natur des Vogels mit einem hohen Herrn Freundschaft
schließen und großen Nutzen aus dessen Reichtum ziehen.
(ind. ) : – Treibt jemand mit einem bekannten Tier Unzucht, wird er einem Unwürdigen Gutes erweisen, einem Menschen,
der keinen Dank kennt, kein anerkennendes Wort findet, keinen Lohn von Gott bekommt;
ist das Tier unbekannt, wird er einen mächtigen Feind unterwerfen, danach ihm Wohltaten erweisen, aber keinen Dank finden.
– Wohnt jemand einem wilden Tier bei, wird er sich einem mächtigen Feind gefügig machen entsprechend der Stärke
und Größe des Tieres.
– Dünkt es ihn, das Tier wohne ihm bei, wird er von einem Feind einen großen Vorteil haben entsprechend der Stärke
und Größe des Tieres.
– Auch abgesehen von der Unzucht mit Tieren gilt allgemein: Verkehrt der Träumende mit jemandem geschlechtlich,
wird er dem Partner Gutes erweisen.
(Siehe auch „Beischlaf“, „Geschlechtsverkehr“)
Ur
(Auerochse)
Volkstümlich:
(ind. ) : – du liebst die Einsamkeit.
Uraca
(Palmenwein)
Volkstümlich:
(ind. ) : – trinken: deine Sehnsucht wird sich bald erfüllen.
Urahn
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du hast Glück im Spiel;
– sprechen: achte deine Eltern.
Ural
Volkstümlich:
(ind. ) : sehen: du kannst eine geheime Angst nicht verbergen.
Uran
(chemisches Element)
Volkstümlich:
(ind. ) : – du hast eine Erfindung zu vollenden.
Uranus
(Planet)
Allgemein:
Dieser Planet symbolisiert den Einfallsreichtum, die Intuition, den schöpferischen Geist, den Forscher- und Erfindergeist und den Hang zu
Reformen aller Art. Mit dieser Energie kann man Neuland betreten und technische oder geistige Systeme absichern. Negativ löst er viel
Unruhe, Widerstand und/oder einen revolutionären Geist aus.
Volkstümlich:
(europ.) : – macht bedächtig und ruhig, es ist empfehlenswert diese Eigenschaften zu erwerben.
(ind. ) : – sehen: du wirst durch deine Energie noch von dir hören lassen.
(Siehe auch „Himmelskörper“, „Planet“)
Urbeginn
Volkstümlich:
(ind. ) : – miterleben: dein Geist ist überanstrengt.

1433
Urbewohner
(Ureinwohner)
Assoziation: – intuitives Selbst; magische Identität; uralte Weisheit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben versuche ich, mit den Kräften der Natur in Einklang zu kommen?
Allgemein:
Jeder Traum, in dem Ureinwohner vorkommen – Menschen, die in einer anderen Kultur leben, möglicherweise in einer Stammeskultur -,
macht den Träumenden auf einfache Lebensweisen aufmerksam. Das natürliche Gefühl des Träumenden kann auf eine Weise zum Vorschein
kommen, die sein wilderes und eher unzivilisiertes Selbst zum Ausd ruck bringt.
Psychologisch:
Jeder Mensch hat Persönlichkeitsanteile, die in einer grundlegenden Einfachheit verhaftet bleiben, egal, wie zivilisiert er auch sein mag.
Stammeskulturen lassen dem Menschen vielleicht in gewisser Hinsicht mehr Freiheit und sind weniger einschränkend als beispielsweise die
westliche Kultur. Daher ist für ihre Angehörigen der Ausdruck von persönlichen Gefühlen oft einfacher. Andererseits herrscht dort eine
geordnete Handhabung der Macht, sowohl im hierarchischen Sinne als auch in spiritueller Hinsicht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellen Ureinwohner im Traum das Symbol für die Nähe zur Erde und zur Natur dar.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: sei kein Tor.
Urin
Assoziation: – Loslassen, meist von Emotionen; Wut; Scham über gezeigte Emotionen.
Fragestellung: – Welche Gefühle klären sich für mich? Wer soll sich verpissen?
Artemidoros:
Es träumte jemand, er ziehe in einem Verein und einer Bruderschaft im Beisein der Vereinsgenossen sein Gewand hoch und pisse jeden
einzelnen an. Er wurde wie ein Ehrloser aus der Bruderschaft ausgestoßen. (Eine griechische Familie war nicht nur eine rechtliche Einheit,
sondern auch eine Kultgemeinschaft; sie war im gemeinsamen Kult des Zeus Phratrios auch Teil einer „Bruderschaft“ (Phratrie). Diese traf
sich im Wechsel bei einem „Bruder“, wobei die Auslegung aus gemeinsamer Kasse bestritten wurden.) Denn es ist nur recht, daß Leute, die
sich wie Betrunkene aufführen, gehaßt und vor die Tür gesetzt werden. Es träumte einem, er pisse mitten im Theater und inmitten der
Volksmenge. Natürlich verstieß er gegen Sitte und Ordnung; denn er brachte gegenüber den Zuschauern seine Geringschätzung zum
Ausdruck. Für die Herrschenden dagegen ist es nicht schlimm, wenn sie träumen, daß sie ihre Untergebenen gering schätzen.
Allgemein:
Der Träumende leidet unter den Spannungen seiner Seele und sucht dringend nach Erleichterung. Urin kann auch sexuelle Empfindung
symbolisieren. Naturvölker benutzen Urin schon immer als Heilmittel. Mittlerweile wird dem Urin auch bei uns heilende Wirkung
zugeschrieben.
Psychologisch:
Wie der Kot ist der Urin kaum ein negatives Traumbild, vielmehr steht das Urinieren im allgemeinen – sofern es nicht mit Bettnässen im
Schlaf einhergeht – für einen sexuellen Spannungszustand im Wachleben. Es kann dabei durchaus von einer seelischen oder geistigen
Befruchtung einer Anregung zu fruchtbarer Tätigkeit die Rede sein. Wie alle anderen Körpersekrete gilt auch der Urin als magische
Substanz, er wurde bei den Naturvölkern von den Schamanen und Medizinmännern zur Heilung benützt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Läßt der Kaiser Wasser in ein gläsernes Gefäß, wird er sich mit einer nicht standesgemäßen Frau einlassen,
sie beschlafen und ein Kind zeugen, doch wird dieses vor der Geburt sterben;
ein gemeiner Mann wird eine Frau heiraten, die häufig krank ist und nicht lange lebt.
(europ.) : – wenn nicht als einfacher physiologischer Entlastungstraum, dann sexuell, aber ziemlich verwickelt zu verstehen;
– sehen: man wird wegen der schlechten Gesundheit für seine Freunde uninteressant und nicht akzeptabel;
– lassen: deutet ein Wiedererlangen der Gesundheit durch die Anwendung eines Hausmittels an;
bedeutet Erleichterung einer Lage; ist ein Zeichen für Glücklosigkeit und schlechte Zeiten in Sachen Liebe;
– ins Bett lassen: man muß Enthaltsamkeit üben;
– trinken: man wird Gesundheit erlangen;
– ein Urinal sehen: es gibt sehr viel Aufregung bei einem zu Hause.
(ind. ) : – sehen: Verlust im Geschäft;
– trübe sehen: Krankheit;
– auf der Straße sehen: denke an die Ehrlichkeit;
– trinken: du wirst von einer Krankheit genesen;
– lassen: du könntest schon weiter sein mit deinen Studien,
wenn du dich nicht mit dummen Angelegenheiten befassen würdest;
– verschütten: du denkst andere sind Dummköpfe und nur du allein bist der Klügere;
– hineintreten: du hast ein unverhofftes Glück;
– riechen: was du bis jetzt verloren hast, wirst du plötzlich durch einen überraschenden Gewinn wieder erhalten;
– damit bespritzt werden: du kannst auf eine baldige erfreuliche Nachricht, die deinen neuen Beruf betrifft, hoffen.
(Siehe auch „Exkremente“, „Körper“, „Kot“, „Samen“, „Speichel“)
Urkunde
Allgemein:
Die Urkunde im Traum läßt erhoffen, daß man im Wachleben etwas Wichtiges schwarz auf weiß bekommt, daß man gefördert wird. Das
kann finanzielle Zuwendungen, Lob oder eine berufliche Beförderung bedeuten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst beim Gericht oder beim Notar zu tun haben.
(europ.) : – eine Erbschaft oder ein Vermächtnis kommt ins Haus, die für dich von Vorteil sein wird;
– sehen: kündet ein Geschenk, eine besondere Zuwendung oder ein Vermächtnis an;
auch: man wird Ärger mit Behörden bekommen oder einen Prozeß führen müssen.
(ind. ) : – sehen: dein Testament ist falsch abgefaßt;
– haben: denke auch an die anderen;
– lesen: dein Geiz ist unverzeihlich, denke an dein Seelenheil.
(Siehe auch „Quittung“, „Rechnung“, „Siegel“)

1434
Urlaub
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum Urlaub macht, verweist dies auf Erholung und auf die Befriedigung eigener Bedürfnisse, ohne sich
um andere kümmern zu müssen. Urlaub fordert oft zur Erholung auf, wenn chronische Überforderung das Nervensystem geschwächt und
gereizt hat. Zuweilen warnt er auch davor, sich durch Untätigkeit günstige Chancen entgehen zu lassen.
Psychologisch:
Der Urlaub stellt im Traum immer ein Symbol für Ausspannen, Freizeit und Freiheit dar. Oftmals ist auch die Sehnsucht damit verbunden,
mit seinem Partner oder seiner Partnerin oder mit seiner Familie das Leben genießen zu können. Gerade in Situationen hohen Arbeitsstresses
treten Bilder aus diesem Symbolfeld gehäuft auf. Sie sollten auch als Warnung genommen werden, denn wenn man jetzt nicht „langsamer
tritt“, können leicht Fehler und im Extremfall Unfälle oder psychosomatische Störungen entstehen. Der Urlaub ist die Zeit der Erholung, und
selbst oder gerade der größte Workaholik braucht Erholung. Ferner treten Symbole aus diesem Bedeutungsfeld auch immer dann auf, wenn
man mit seiner Arbeit oder seiner persönlichen Lage unzufrieden ist. So kann das Traumsymbol Urlaub auch als Fluchtsymbol angesehen
werden. Vielleicht jedoch auch als ein wichtiger Hinweis, daß da eine Sehnsucht in einem steckt, anders zu leben. Der Urlaub ist auch ein
Spiegel oder eine Projektionsfläche für persönliche Sehnsüchte danach, ein anderer oder eine andere zu sein – ein Kaleidoskop illusorischer
Sehnsüchte, doch auch ein Brennglas wesentlicher Wünsche und realistischer Alternativen. Für manche, zum Beispiel zum Zwanghaften
neigenden Menschen stellt der Urlaub auch eine Zeit dar, in der Anspannungen erlebt werden. Dieses Erleben der Anspannungen kann als
ein Reinigungsprozeß angesehen werden, der unbedingt notwendig ist, um sich gesund und fit zu halten. Häufiger werden auch
Urlaubserinnerungen im Traum verarbeitet. Das geschieht unter anderem dadurch, daß Träume in Ländern stattfinden, in denen man Urlaub
gemacht hat, oder Situationen aufnehmen, die man im Urlaub erlebt hat. Auch wenn Sie im Traum Urlaubsbekanntschaften sehen, können
Sie das unter dem Aspekt des Urlaubs deuten, wenn hierbei auch die Eigenschaften dieser Urlaubsbekanntschaften auf Sie selbst zu beziehen
sind (Subjektfunktion des Traumsymbols).
Urlaubszeit – das sind für die meisten Menschen nahezu „heilige“ Tage. Das Traumsymbol warnt den Träumenden davor, sein System zu
überlasten. Ein paar freie Tage helfen, Raum für neue Entwicklung zu schaffen.
Spirituell:
Auf dieser Ebene kommt Urlaub im Traum einem spirituellem „Auftanken“ gleich und bedeutet Ruhe und Erholung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: nach unumschränkter Freiheit trachten;
– erhalten: du wirst eine Aufgabe gut lösen;
– Sie suchen neue Horizonte.
(europ.) : – Wunschtraum, der aus nervöse Überreizung entsteht, weil der Organismus überlastet wird;
– erhalten: trotz großer Strapazen keine Erholung finden; an einem Vergnügen, auf das man sich freut,
wird man nicht teilnehmen können;
– sich im Urlaub befinden: interessante Fremde werden demnächst Ihre Gastfreundschaft in Anspruch nehmen;
– Glaubt eine junge Frau, daß ihr ein Urlaub nicht gefällt, hält sie sich selbst nicht für attraktiv genug,
um einen Freund zurückzugewinnen.
(ind. ) : – du kommst in eine böse Klatscherei;
– nicht erhalten: du wirst dich bald über etwas ärgern.
Urmensch
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst große Neuigkeiten erfahren.
Urne
Allgemein:
Für viele Menschen ist eine Wahlurne das Symbol für ihr Leben als Mitglied der Gesellschaft. Davon zu träumen, signalisiert die Fähigkeit
des Träumenden, sich in eine Gemeinschaft einzufügen und für das gemeinsame Wohl zu handeln.
Psychologisch:
Wie alle Gefäße steht auch die Urne für das weibliche Prinzip. Eine verhüllte Urne wird mit dem Tod in Verbindung gebracht, vor allem
dann, wenn die Urne im Zusammenhang mit einem Krematorium im Traum auftaucht. Daher kann ein Traum von einer Urne auch eine
Vorahnung auf den Tod im Träumenden wachrufen. Das Gefäß, das die Asche eines Verstorbenen (siehe dort) aufnimmt, weist auf einen
Trauerfall hin, könnte aber die Stimmungslage, in der wir uns augenblicklich befinden, sowie unser launisches Wesen umschreiben.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene repräsentiert die Urne im Traum das weibliche, empfängliche Element.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder etwas hineintun: man wird dich bald in eine große Verlegenheit bringen.
(europ.) : – verheißt Gefahren in nächster Zeit, die Traurigkeit und einen Todesfall zur Folge haben werden;
– sehen: Nachrichten über einen jungen Verwandten, der zum eigenen großen Stolz und Entzücken zu Ehren kommt;
– eine zerbrochene sehen: es steht Unglück vor der Tür.
(ind. ) : – sehen: du bist schuld an so manchen Unannehmlichkeiten und häuslichem Streit;
– begraben sehen: du kannst auf ein langes Leben hoffen.
(Siehe auch „Sarg“, „Vase“)
Ursache
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben, sich zu ärgern: nimm nicht alles gleich so tragisch.
Urteil
Allgemein:
Ein Traumsymbol für Ihre eigene Meinung in einer wichtigen Angelegenheit. Außerdem: Ihr Gerechtigkeitssinn soll unter Beweis gestellt
werden.
Psychologisch:
Urteil zeigt häufig, daß man Gegensätzliche Teile der eigenen Persönlichkeit ausgleichen muß, um wieder gelassenerer zu werden.
Außerdem kann es auffordern, andere nicht zu verurteilen, sondern eine für alle Beteiligten gerechte Versöhnung anzustreben. Fällt man
selbst ein Urteil, warnt das häufig vor Irrtümern, die schwere Folgen haben können.

1435
Volkstümlich:
(arab. ) : – verurteilt werden: man sollte in nächster Zeit größte Vorsicht walten lassen, da sich in seiner Nähe Personen aufhalten ,
die ihm beträchtlichen Schaden zufügen können;
– selbst über jemandem ein Urteil fällen: man möchte sich lästiger Mitmenschen entledigen oder fühlt sich gewissen Konkurrenten
nicht gewachsen.
(europ.) : – Abrechnung mit sich oder der Umwelt, je nachdem, wer Richter oder Angeklagter ist; man kann auch Richter
und Angeklagter zugleich sein; hastige Vorbereitungen für eine Reise über Land, verursacht durch das Glück eines Freundes;
– fällen: man irrt sich in einer Sache, und der andere hat recht;
– erhalten: kündet unruhige Tage infolge einer Ungewißheit an;
– hören: einige Unannehmlichkeiten sind zu bewältigen;
– verlesen hören: man soll niemandem Unrecht tun;
– zum Tode oder lebenslänglich: man wird in etwas dubiose Angelegenheiten verwickelt werden und das kostet den guten Ruf.
(ind. ) : – hören: hüte dich vor einem Schaden;
– fällen: du bist streitsüchtig; du läufst in Gefahr, jemanden Unrecht zu tun;
– lesen: der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht, dies gilt auch für dich; hüte dich vor schlechter Gesellschaft.
(Siehe auch „Gericht“, „Richter“)
Urwald
Allgemein:
Im Traum ist der Urwald ein Bild, welches der Mystik und den Märchen entstammt. Häufig symbolisiert der Urwald im Traum das Chaos;
ob es als positiv oder negativ empfunden wird, ist von den Umständen im Traum abhängig. Es stellt die Ausbrüche und Grundbedürfnisse
der Gefühle dar, die aus dem Unbewußten kommen. In Mythen verkörpert der Urwald ein Hindernis, durch welches man hindurch muß, um
ein neues Dasein zu erlangen. Ein Zauberwald ist von ähnlicher Bedeutung. Urwald kündigt nach altindischer Traumdeutung an, daß Sorgen
und Enttäuschungen bevorstehen.
Psychologisch:
Der Urwald ist ein sehr verschiedendeutiges Traumsymbol. Auf der einen Seite verkörpert er die Triebhaftigkeit, Unzuverlässigkeit, die
Spontaneität und den Egoismus des Träumenden, auf der anderen Seite ist er aber auch ein Zeichen für Anpassungsfähigkeit und Vitalität. Ist
der Urwaldboden im Traum sehr sumpfig und voller Würmer, Schlangen und Insekten, wird die Traumbedeutung noch etwas negativer.
Kann der Träumende sich allerdings einen Weg durch den Urwald bahnen oder wird dieser lichter, sind dies Hinweise auf das Bemühen,
disziplinierter und verantwortungsbewußter zu werden. Wenn der Träumende im Urwald eingeschlossen ist, halten ihn negative und
angsterregende Gefühle aus dem Unbewußten gefangen, mit denen er bis jetzt noch nicht ins reine gekommen ist. Wenn dem Träumenden
bewußt ist, daß er durch einen Urwald hindurchgekommen ist, verweist dies darauf, daß er jene Elemente in seinem Leben überwunden hat,
denen er sich aus Angst früher nicht genähert hat. Wenn der Träumende die Informationen, die er aufnimmt, nicht ordnet, kann sein Verstand
zu einem „Informationsdschungel“ verkommen.
Spirituell:
Ein Urwald kann wegen seiner Unberechenbarkeit spirituelles Chaos symbolisieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in einem befinden: das Leben gleicht einem Chaos und muß deshalb schwere Kämpfe durchfechten.
(ind. ) : – darin wohnen müssen: es werden bittere Tage über dich kommen.
(Siehe auch „Baum“, „Raubtier“, Wald“)
Urwelt
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet: Glanz, Pracht etc. infolge einer Erbschaft.
Usurpator
(Thronräuber)
Volkstümlich:
(europ.) : – einer sein: man wird Ärger bei der Durchsetzung des berechtigten Anspruches auf Eigentum haben;
– wollen sich andere widerrechtlich Ihre Rechte aneignen: es wird Streit zwischen einem und den
Konkurrenten geben, den man jedoch gewinnt;
– Für eine junge Frau verheißt dieser Traum die Beteiligung an einem anzüglichen Wettstreit, den sie gewinnt.

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