Traumdeutung Buchstabe V

V
Allgemein:
„V“ als plastischer, gesprochener oder geschriebener Buchstabe steht für Siege und Erfolge, die man wahrscheinlich erzielen wird.

Va banque
Volkstümlich:
(europ.) : – spielen: unverbesserlicher Leichtsinn, der zunächst zum Besserwerden beseitigt werden müßte.
Vademekum
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: du bist sehr klug, warum handelst du so dumm?
Vagabund
Allgemein:
Vagabund verkörpert manchmal persönliche Eigenschaften, die man ablehnt, aber nicht verdrängt, sondern bewußt verändern sollte. Umgang
mit ihm zeigt, daß man schlechte Gesellschaft hat, die den guten Ruf gefährdet. Sieht man sich selbst so, kann das allgemein einen
ungünstigen Lebensweg ankündigen.
Psychologisch:
Der Landstreicher der verwegen durch die Traumlandschaft zieht, verkörpert meist den Träumer selbst in seinem Drang nach Freiheit und
Unabhängigkeit. Es ist das Vagabundieren der Seele, das hier geschildert wird, das Sich- Anstemmen gegen die verlogene Moral im
Wachleben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: du mußt ein ärmliches und kummervolles Leben führen;
auch: man sollte sich in acht nehmen, seinen Ruf nicht durch den Umgang mit unehrenhaften Menschen zu ruinieren;
– sein: du zeigst zu wenig Ehrgefühl.
(europ.) : – man entfernt sich ziellos von dem normalen Moralzwang; Gefahr infolge von Konflikten;
– einer sein: man lebt gerne in einer lockeren Gesellschaft und bevorzugt ein ungeregeltes Leben mit wenig Arbeit und viel Spaß;
– sehen: verkündet Verluste und schlechte Zeiten;
– sein oder mit einem verkehren: man wird in schlechte Gesellschaft geraten.
(ind. ) : – sehen: deine Zukunft wird nicht besonders sein;
– mit ihm verkehren: du wirst in schlechten Ruf kommen.
Vagina
Assoziation: – weibliche Sexualität; Yin- Empfänglichkeit.
Fragestellung: – Was empfange ich? Was empfängt mich?
Allgemein:
Vagina (Scheide) deutet nicht nur sexuelle Bedürfnisse an. Oft symbolisiert sie Eigenschaften, die im weitesten Sinn mit seelisch-geistiger
Fruchtbarkeit zu tun haben, zum Beispiel Kreativität, Phantasie, Intuition und Ideen, die gefördert werden sollten.
Psychologisch:
Bei Naturvölkern ist das weibliche Geschlechtsorgan Symbol der Weiblichkeit, die zugleich Mutterschaft bedeutet. Freud sah sie in der
Traumanalyse durch alle möglichen runden und hohlen Gegenstände dargestellt. Moderne Psychologen deuten sie als die weibliche Kraft
schlechthin, die auch im Manne wirkt, also nicht als reines Sexualsymbol.
(Siehe auch „Körper“, „Phallus“)
Vakanz
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: nun sollst du endlich ausspannen;
– du wirst fröhliche Tage erleben.
Vakuum
Assoziation: – Leere; Abwesenheit; vorhandenes Potential.
Fragestellung: – Was fehlt? Was erfüllt mich?
Valentin
Volkstümlich:
(europ.) : – Nachrichten von einem früheren Liebespartner, der nach wie vor sehr viel von Ihnen hält.
Vamp
Psychologisch:
Im Frauentraum: Sie könnten sich ruhig ein bißchen raffinierter zurechtmachen. Sie präsentieren sich viel zu „brav“ und unerotisch. Im
Männertraum: ein Symbol für den Wunsch nach raffinierten Sexerlebnissen.
Vampir
Assoziation: – Energie abziehende Angst.
Fragestellung: – Was verfolgt mich? Wo in meinem Leben versage ich mir den Zugang zu meinen eigenen Kräften?
Allgemein:
Werden große Forderungen an den Träumenden gestellt, denen er sich nicht gewachsen fühlt, kann im Traum ein Vampir erscheinen, der ihn
„aussaugt“. Der blutsaugende Vampir ist ein so furchterregendes Wesen, daß er gemeinhin als Verkörperung des Bösen angesehen wird.
Altindische Traumbücher verstehen ihn als Warnung vor eigener Gutmütigkeit, die von anderen ausgenutzt wird.
Psychologisch:
6. Bis ins 18. Jahrhundert glaubte man in Rußland, Schlesien, Mähren und Ungarn noch an Vampire. Vampire sollen nur scheinbar Tote sein,
die nachts ihr Grab verlassen, um anderer Menschen Blut zu trinken. Man glaubte, daß Vampire unerlöste Seelen seien, die, noch bevor sie
ihre Lebensaufgabe erfüllen konnten, vom Tod überrascht wurden und deshalb keine Ruhe finden können. Der Vampirismus findet
allerdings in der indischen Wiedergeburtslehre seinen Ursprung. Als Traumsymbole deuten Vampire und Fledermaus auf dunkle,
bedrohliche Gedanken und Vorstellungen des Träumenden hin. Es handelt sich bei ihnen um Bilder für unverarbeitete und verdrängte

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seelische Inhalte, die, da sie dem Träumenden nicht bekannt sind, vom Unterbewußtsein aus, das Bewußte beeinflussen. Das blutsaugende
Gespenst der slawischen Volkssage geht als Ungeheuer (siehe dort) durch unsere Träume. Wo der Vampir, der Übrigens auch einer
blutsaugenden Fledermaus (siehe dort) seinen Namen gab, ins Traumgeschehen kommt, steht er für einen Menschen, der uns bis aufs Blut
aussaugen will; oder anders: Wer den Vampir im Traum sieht, läßt sich im Alltagsleben ausnützen, ohne es recht zu merken. Die Angst vor
emotionalen oder sexuellen Beziehungen kann sich in einem Traum von Vampiren äußern. Da sich der Mensch noch immer vor dem
Unbekannten fürchtet, können Urbilder, die diese Furcht versinnbildlichen, in Träumen erscheinen.
Spirituell:
Lebensbedrohliches wird in Träumen häufig von einem Vampir verkörpert. Allerdings könnte der Träumende selbst auch zu Phantasien über
die Welt des Bösen neigen, so daß hier gewisse Vorbehalte angebracht sind.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: sei vorsichtig, damit du nicht in die Hände von Wucherern fällst;
auch: man wird mit schlimmen Vorwürfen durch einen Freund konfrontiert werden;
– selbst einer sein: man darf seinen leidenschaftlichen Gefühlen in einer Liebesbeziehung auf keinen Fall nachgeben.
(europ.) : – negative Bedeutung von Ungeziefer: primitive Instinkte, Kaltherzigkeit; auch: man sollte sich vor jemanden in acht nehmen,
der einem ausnutzen möchte; auch: man wird nach Geld heiraten und finden, daß man ein schlechten Handel gemacht hat;
– du bist der Gefahr sehr nahe, ohne Verschulden dein Vermögen zu verlieren und ins Unglück zu geraten;
– sehen: man läuft Gefahr, in die Netze eines Ausbeuters zu geraten;
– von einem gebissen oder angegriffen werden: man muß sich vor falschen Freunden in acht nehmen;
– mit einem kämpfen oder mit einem Pflock töten: man wird jemandem besiegen, der einem gegenüber
schlechte oder schädliche Absichten hegt;
– ist ein guter Bekannter der Vampir: man sollte sich vor den Absichten dieser Person hüten.
(ind. ) : – sehen: durch deine Gutmütigkeit wirst du noch in Not und Elend kommen;
– man wird dich ausbeuten.
(Siehe auch „Ungeheuer“, „Vögel“)
Vanillestrauch
Volkstümlich:
(europ.) : – Freundschaft und Liebesglück.
Variete
Allgemein:
Allgemein zeigt es an, daß man selbst nicht weiß, was man eigentlich will; man sollte eine klare Linie in den Lebensweg bringen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen : in einer Sache weiß man nicht, was man will.
(Siehe auch „Bühne“, „Schauspieler“)
Vase
Assoziation: – Empfänglichkeit; Zurschaustellung.
Fragestellung: – Was bin ich zu empfangen bereit?
Allgemein:
Als Gefäß für schöne Pflanzen oder Blumen repräsentieren die Vase und ähnliche Gefäße im Traum häufig das Weibliche. Darüber hinaus
kann sie auch Kreativität symbolisieren.
Psychologisch:
Der aufnehmende und empfangende Aspekt der weiblichen, intuitiven Seite wird mitunter durch einen hohlen vasenähnlichen Gegenstand
verkörpert. Darüber hinaus kann die Vase auch Symbol für Geheimnisse oder für den weiblichen Körper schlechthin sein. In dieses Gefäß
stellt man Blumen; übersetzt: seine besten Gefühle, weshalb es oft mit sexuellen Wünschen in Verbindung gebracht wird. Ist die Vase leer,
findet man keine Gegenliebe; stellen wir im Traum Blumen hinein, kann sich ein bisher loses Verhältnis festigen. Sehen wir eine mit Blumen
gefüllte Vase vor uns stehen, soll das ein gesundes Intimleben bedeuten; wenn sie hingegen zerbricht, trennt man sich möglicherweise von
jemandem, den man zu lieben glaubte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Vase im Traum für die Große Mutter
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: neue Bekanntschaften machen; angenehme Zukunft;
– eine leere sehen: keinen Erfolg in der Liebe haben;
– mit Blumen darin: bald eine herzliche Freundschaft zu einem lieben Menschen entwickeln;
– zerbrechen: Trennung von einem Freund (eine Freundin) oder Ärger durch Unvorsichtigkeit.
(europ.) : – man wird sein Familienleben in vollen Zügen genießen; man sollte versuchen, nützliche Qualitäten in
dem Menschen, der einem liebt, zu erkennen;
– sehen: du wirst dich beliebt machen;
– eine leere sehen: bedeutet eine hoffnungslose Neigung;
– mit Blumen sehen: eine Neigung wird erwidert; zu beachten ist die Bedeutung der jeweiligen Blumen!
– aus einer trinken: man wird bald eine Liebe finden, die man jemandem anderen wegnimmt;
– zerbrechen: Verlust eines Freundes oder Freundin; eine Neigung hinterläßt betrübliche Empfindungen; frühes Leiden;
– Bekommt eine junge Frau im Traum eine Vase, wird bald ihr innerster Wunsch erfüllt werden.
(ind. ) : – sehen: du erfreust dich überall großer Beliebtheit;
– mit schönen Blumen: du bist sehr beliebt;
– zum Geschenk erhalten: dein Reichtum mehrt sich;
– zerbrechen: du wirst einen Freund oder eine Freundin verlieren.
(Siehe auch „Archetypen“, „Blume“, „Gefäß“, „Kelch“, „Urne“)

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Vater
Assoziation: – Autorität; Kontrolle; Führung; Anerkennung.
Fragestellung: – Worum kümmere ich mich?
Allgemein:
Vater steht teilweise für das Verhältnis zum eigenen Vater und/oder verdeutlicht jene Wesenszüge, die er durch seine Erziehung beeinflußt
hat; dahinter erkennt man nicht selten neurotische Störungen, die in der Kindheit begründet wurden. Er kann aber auch auf ein starken
Einfluß durch eine Vaterfigur bei einer unreifen Persönlichkeit hinweisen. Allgemein symbolisiert er Männlichkeit, Energie und Tatkraft.
Psychologisch:
Der Vater ist im Traum ein Symbol für traditionelle Ordnung und natürliche Autorität. Der archetypische Vertreter des Rationellen, Funktion
des tätigen Bewußtseins und des Willens. Der Vater im Traum ist meist der Vermittler der an den Verstand gebundenen Lebensinhalte, aber
auch Element des Traditionellen. Hat oder hatte der Träumer ein gutes Verhältnis zum eigenen Vater, baut dieser durch das Unbewußte
Konflikte ab und führt uns gewissermaßen an seiner Hand sicher auf den richtigen Weg. In den Träumen Erwachsener tritt der Vater
entweder als hilfreiche Figur, die die längst vergessenen Lehren des einstigen Vaters ins Gedächtnis zurückruft, oder als die vom Vater
geprägte Persönlichkeitsseite des Träumenden auf. In den Träumen Jugendlicher ist der Vater im Traum meist ein Gegenspieler. Mit diesem
Bild kann ein Generationskonflikt ausgedrückt werden, wenn der Vater in anderer als natürlicher Gestalt auftritt. Das Traumbewußtsein will
dem Träumenden dadurch helfen, sich von kindlichen Vatervorstellungen zu trennen und den Vater als Menschen wie andere auch zu
erkennen. Bei Töchtern übersetzt er oft den ersten Geliebten, bei Frauen allgemein auch den Gatten oder – in schlecht verlaufenden Ehen –
die Sehnsucht nach einer neuen Lebensgemeinschaft und läßt das durch ihn geprägte Wunschbild eines Partners erkennen. Frauen träumen
weit häufiger von der archetypischen Vaterfigur, die in Frauenträumen auftauchen und nicht unbedingt den leiblichen Vater darstellen muß.
Dies ist typisch für das Sicherheitsstreben der Frau (die sich als kleines Mädchen vom Vater beschützt und versorgt fühlte). Demgegenüber
gilt aber der Vater im Traum auch als das personifizierte schlechte Gewissen (besonders wenn die Mutter den Vater immer als den
Strafenden fungieren ließ), besonders angesichts häufiger Partnerwechsel. Bei Söhnen ist er mehr die Autoritätsfigur, das Vorbild, aber auch
der Rivale, der Gatte der geliebten Mutter. (Was Freud auf den Ödipuskomplex schließen ließ, denn Ödipus hat bekanntlich seinen Vater
getötet und seine Mutter geheiratet.) Wer vom verstorbenen Vater träumt, mit dem ihn zu dessen Lebzeiten ein Vertrauensverhältnis verband,
erhält Rat und Hilfe in einer verzwickten Lage. Wer selbst im Traum zum Vater wird, auch wenn das im Wachleben gar nicht zutreffen
sollte, hat im Lebensalltag vielleicht eine zündelnde Idee, für die es sich lohnt, sich mit tatkräftigem Bemühen einzusetzen. Generell muß
aber der gesamte Traum sehr eingehend betrachtet werden, denn der Vater ist ein sehr vieldeutiges Traumsymbol.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sprechen: etwas Gutes erfahren;
– verlieren oder nicht finden: in eine große Verlegenheit geraten;
– selbst einer werden: man wird sich einen neuen Tätigkeitsbereich erschließen.
(europ.) : – bei Mädchen und Frauen Revolte oder Mahnung der männlichen Natur; sehr oft auch Neigung oder Wertschätzung für Erzieher,
Lehrer, Pfarrer usw., auf das Vaterbild übertragen; bei Männern häufig Auseinandersetzung mit aufgezwungenen, vorgesetzten,
mitunter lästigen, meist unangenehmen Gewalten;
– sehen: ist ein sicheres Zeichen, daß er dich liebt; auch: man wird bald in ein Problem hineingezogen
werden und einen wohlgemeinten Rat benötigen;
– mit ihm sprechen: ein Zeichen kommenden Glücks;
– stumm bleibend und krank sehen: man muß mit kommenden Schwierigkeiten rechnen;
– den lebenden sehen: man ist im Begriff, Schande über die Familie zu bringen, und wird an die Schuldigkeit
seinem Elternhaus gegenüber ermahnt;
– den verstorbenen sehen: kündet eine unerwartete Freude oder Hilfe an; die Geschäfte entwickeln sich
stürmisch, und man benötigt Umsicht zu deren Bewältigung;
– sterben oder tot sehen: läßt auf ein langes Leben deines Vaters schließen;
– Sieht eine junge Frau ihren verstorbenen Vater, treibt ihr Geliebter ein falsches Spiel mit ihr, oder er wird sie betrügen.
(ind. ) : – werden: Ledigen verkündet es baldige Heirat, Verheiraten brave Kinder, schönes Eheleben;
– sehen oder sprechen: Glück;
– sterben sehen: Unglück;
– verstorbene sehen: in deiner Familie wird es zu Veränderungen kommen.
(Siehe auch „Archetypen“, „Chef“, „Direktor“, „Geschlechtsverkehr“, „Lehrer“, „Kind“, „König“, „Mann“, „Familie“)
Vaterland
Volkstümlich:
(arab. ) : – verlassen: alles aufgeben müssen, woran das Herz hängt.
(ind. ) : – verlassen: du gehst einer ungewissen Zukunft entgegen.
Vaterunser
Volkstümlich:
(europ.) : – beten: bedeutet Wohlergehen; auch: man wird von geh eimen Feinden bedroht; man benötigt die
Unterstützung und Hilfe von Freunden, damit man diese Schwierigkeiten überwinden kann;
– beten andere: ein Freund ist in Gefahr.
(ind. ) : – beten: deine Sorgen werden endlich vergehen;
– andere beten hören: sei nicht so gutgläubig; denke an deinen letzten Verlust;
– Kinder betend: dein Glaube ist groß, Gott wird dir weiterhelfen.
Vatikan
Volkstümlich:
(europ.) : – es kommt unerwartet Gunst auf einem zu;
– Angehörige des Königshauses im Vatikan mit dem Papst sprechen: man wird die Bekanntschaft vornehmer Menschen machen.
Vegetarier
Psychologisch:
Sie möchten sich ganz einfach gesund ernähren. Übertragen wollen Sie die aggressiven und zerstörerischen Tendenzen in sich überwinden.
(Siehe auch „Asket“)

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Vegetation
Allgemein:
Vegetation kann in einem Traum für die Hindernisse stehen, die der Träumende künstlich vor sich errichtet, um einen Wachstumsprozeß zu
erwirken. So kann er durch ein Dornengestrüpp am Vorankommen gehindert werden. Brennesseln hingegen versinnbildlichen vielleicht
Menschen, die sich bewußt dem Fortschritt entgegenstellen.
Psychologisch:
Während die Hindernisse, die der Träumende vor sich aufbaut, Schwierigkeiten bewirken können, impliziert das Bild andererseits auch
verschwenderische Fülle und Fruchtbarkeit, die ihm zuteil werden kann. Vegetation zu roden, etwa in einem Gemüsegarten, kann darauf
hindeuten, daß der Träumende ausräumt, was für ihn nicht länger von Nutzen ist.
Spirituell:
Vegetation im Traum symbolisiert Fülle und Wachstumsmöglichkeiten auf spiritueller Ebene.
Veilchen
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schatten; zart; eindickend; durchdringend; heilend; sentimental; sich zurückziehend; Mond der Ernte.
Beschreibung: Das Veilchen, im Medizinrad das Pflanzentotem der im Mond der Ernte (23. August bis 22. September) Geborenen, kommt in
Wäldern und auf Wiesen überall auf der Welt in Hunderten von Arten vor. Sie sind kleine Pflanzen mit dunkelgrünen rundlichen Blättern
und zarten violetten Blüten. Blätter und Blüten eigenen sich wegen ihrer antiseptischen und schleimlösenden Wirkung zu Heilzwecken.
Bestimmte Veilchenarten eigenen sich, um Suppen und Schmorgerichte einzudicken. Veilchen haben angeblich die Eigenschaft, Körper
Bereiche zu durchdringen, die normalerweise nur von Blut und Lymphflüssigkeiten erreicht werden, und dort Giftablagerung aufzulösen. Sie
wirken allgemein tonisierend und helfen bei Atembeschwerden und Halsschmerzen.
Allgemeine Bedeutung: Schüchtern sein; ein zarter Aspekt deines Seins; ein Teil deines Selbst, der etwas durchdringen und heilen möchte;
ein sentimentaler Anteil deiner Natur; der Aspekt deines Wesens, der sich am liebsten von anderen Menschen fernhalten würde.
Assoziation: Blaues Auge; Farbton.
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung deiner Sentimentalität.
Allgemein:
Veilchen zeigt Sehnsucht nach häuslichem Glück, Ehe und Familie an. Wenn Unverheiratete die Blumen geschenkt erhalten oder pflücken,
soll das nach alten Traumbüchern eine baldige Heirat verheißen. Wie alle Träume von Blumen hat auch dieser eine erotische Bedeutung.
Besonders angenehme erotische Erinnerungen haben Ihren Schlaf versüßt.
Psychologisch:
Das zierliche Blümchen am kriechenden Wurzelstock kündet von Zurückhaltung und Bescheidenheit, von Liebe, die im Verborgenen blüht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Symbol der Bescheidenheit, Verschwiegenheit und Treue; verheißt Glück in allen Lebensbereichen;
– sehen oder pflücken: durch Bescheidenheit machst du dich beliebt;
– geschenkt bekommen: man wird bald eine feste Bindung eingehen;
– verschenken: man wird seine Wünsche und Sehnsüchte in der Liebe verwirklichen.
(europ.) : – Rückerinnerung an verflossene Ereignisse; sehr glückverheißend für Liebende;
– sehen: man ist im Begriff, seine ethischen Auffassungen negativ zu verändern;
– viele sehen: wenn man bescheiden bleibt, kann man jetzt Glück erleben;
– pflücken, schenken oder geschenkt bekommen: Glück in Herzensangelegenheiten; es wird im Leben
freudige Anlässe geben, bei denen man die Gunst einer vorgesetzten Person gewinnt;
– in der Blüte: Glück sowie ein erfreulicher Ehestand;
– Eine junge Frau, die sie pflückt, wird bald ihren zukünftigen Ehemann treffen. Sind sie trocken oder
verwelkt, dann wird ihre Liebe verschmäht und abgewiesen.
(ind. ) : – geschenkt erhalten: du wirst das Jawort bekommen; du wirst bald vor den Traualtar treten;
– pflücken: du wirst deine zukünftige Frau bald kennenlernen; du wirst das Glück in der Liebe finden;
– pflücken für Verheiratete: die Ehe nimmt einen guten Verlauf;
– sehen: du hast Glück in der Liebe;
– sich damit schmücken: deine Bescheidenheit schafft dir Freude.
(Siehe auch „Blumen“, „Kranz“)
Velo (Siehe „Fahrrad“)
Venus
(Planet / Göttin Aphrodite)
Allgemein:
Dieser Planet symbolisiert all die erotischen Bedürfnisse und Gefühle sowie sexuellen Leidenschaften und ist außerdem zuständig für
Schönheit, Ästhetik, Harmonie, Weiblichkeit, Mütterlichkeit und künstlerische Begabungen. Im negativen Bereich steht die Venus für
übertriebene Genußsucht, übersteigerte sinnliche Genüsse und Faulheit.
(Siehe auch „Götter“, „Himmelskörper“, „Planet“)
Verabredung
Allgemein:
Wenn ein Traum davon handelt, daß der Träumende zu einer Verabredung geht, deutet dies darauf hin, daß er ein Ziel oder eine Absicht
haben sollte. Der Traum bringt ihm etwas zur Kenntnis, wovon sein innerstes Selbst bereits spürt, daß er sich damit bewußt beschäftigen
sollte. Eine Verabredung versäumen verweist darauf, daß der Träumende Details nicht genügend Aufmerksamkeit zuwendet.
Psychologisch:
Vielleicht kann der Träumende sich selbst für gute Arbeit beschenken oder belohnen. Es gibt etwas, was er in einem bestimmten Zeitraum
fertigstellen kann. (Mit wem hatten Sie die Verabredung? Das könnte wichtig sein und weitere Aufschlüsse geben.)
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Verabredung im Traum ein Hinweis an den Träumenden, auf spirituell wirksame Weise Zeit zu sparen oder
sie zu nutzen.

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Verabschieden
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden: deine Voreiligkeit wird dich unbeliebt machen;
– verabschiedet werden: du kommst in eine verzweifelte Lage.
(europ.) : – sich fröhlich von Menschen verabschieden: man wird angenehme Besuche machen und viele
gesellschaftliche Anlässe absolvieren wird;
– in einer traurigen Weise sich verabschieden: man wird Verluste erleiden;
– sich von Heim und Land verabschieden: man wird von Glück und Liebe ausgeschlossen sein;
– den Kindern Abschiedsküsse zuwerfen: man wird bald eine schöne Reise unternehmen.
(ind. ) : – jemanden: du wirst trotz deines Willens nicht weiterkommen, denn es fehlt dir an Energie;
– verabschiedet werden: du wirst in Not geraten.
Verachtet
Allgemein:
Verachtung deutet man nach alten Traumbüchern als zukünftigen finanziellen Gewinn.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: lasse dich nicht einschüchtern.
(europ.) : – werden: du wirst in die Höhe kommen;
– Verachtung bekunden: man wird Schätze erlangen.
(ind. ) : – werden: du wirst zu Reichtum kommen.
Veranda
Assoziation: – Schnittstelle zwischen dem Selbst und der Welt.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mich zugänglicher zu zeigen?
Volkstümlich:
(europ.) : – sich auf einer befinden: man wird in einer besorgniserregenden Angelegenheit Erfolg haben;
– eine alte Veranda: steht für schwindende Hoffnungen und Enttäuschungen in Liebe und Beruf;
– Steht eine junge Frau mit dem Geliebten auf einer Veranda, folgt eine frühzeitige und glückliche Heirat.
Veränderung
Psychologisch:
Viele Menschen finden es schwierig, sich mit Veränderungen abzufinden. Sie schaffen Unruhe, man sieht selten die neuen Möglichkeiten,
die sie bieten, und allzu leicht unterliegen wir unseren Emotionen oder den Erfordernissen des Augenblicks. Träume sind jedoch immer dazu
bereit, uns die Wahrheit zu sagen, und wenn wir auf sie hören, erhalten wir von ihnen wertvollen Rat – besonders auch in Zeiten des
Wandels.
(Siehe auch „Abschied“, „Alchemie“, „Tod“, „Verwandelt“)
Verängstigung
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Traum des Gegenteils; je schlimmer die Qual desto größer der Erfolg; die geschäftlichen Angelegenheiten werden gedeihen,
wenn man durchhält, ganz gleich, wie die gegenwärtigen Schwierigkeiten aussehen mögen.
Veranstaltungen (Siehe „Feste“)
Verärgerung
Volkstümlich:
(europ.) : – sagt Wohlstand voraus; Traum des Gegenteils;
– sein: man wird sehen, daß viele Sorgen beim morgendlichen Aufwachen verschwunden sind;
bezüglich den eigenen Plänen verheißt dies Glück;
– jemand sich über einem ärgert: man wird in Kürze in kleines Mißverständnis aufklären können.
Verarmt
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: zu Wohlstand gelangen.
(ind. ) : – du mußt sparsamer sein.
Verband
Assoziation: – Schutz; Sehnsucht nach Heilung.
Fragestellung: – Welchen Teil von mir bin ich bereit, heil werden zu lassen? Welchen Teil will ich pflegen?
Allgemein:
Wenn im Traum ein Verband angelegt wird, zeigt dies einen beginnenden Heilungsprozeß und umschreibt ein verwundet sein im
Wachleben; das kann von einer Beleidigung herrühren, die uns ein anderer zugefügt hat. Oft drückt sich darin aber auch das eigene
Fehlverhalten gegenüber anderen Menschen aus. Vielleicht haben den Träumenden die Schwierigkeiten in seinem Leben krank gemacht, und
er muß nun seiner Begabung zur Selbstheilung seine ganze Aufmerksamkeit schenken. Wenn sich der Verband löst, hat er seine
Schwierigkeiten vielleicht schon überwunden. Möglicherweise war er aber auch nur unvorsichtig.
Psychologisch:
Welcher Körperteil war im Traum verletzt und mußte mit einem Verband geschützt werden? Es könnte sein, daß Sie an dieser Stelle Ihres
Körpers zwar nichts zu verbinden, aber Ihrer Meinung nach etwas „zu verbergen“ hätten. Ein typischer Verunsicherungstraum von Frauen,
die einen (oder einige?) Bereiche ihres Körpers so häßlich finden, daß sie ihn am liebsten mit einem Verband „tarnen“ möchten.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisieren Verbände, wie die Bandagen einer Mumie, Konservierung.
Volkstümlich:
(ind. ) : – Der verbundene Körperteil braucht besondere Aufmerksamkeit.
(Siehe auch „Arzt“, „Krankenhaus“, „Narbe“, „Schmerzen“, „Wunde“)

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Verbannung
Allgemein:
Verbannung kündigt oft eine plötzliche unerwartete Veränderung der Lebensverhältnisse an, die günstig oder ungünstig ausfallen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in diese geschickt werden: man wird bald durch eine unvorsichtige Bemerkung oder Handlung bei
seinen Mitmenschen an Ansehen verlieren;
– jemanden in diese entlassen: man möchte sich unangenehmer Menschen und Konkurrenten entledigen.
(europ.) : – sein oder werden: man wird in eine ungewohnte Lage geraten; Veränderung der Geschäftslage;
schreckliches verfolgt einem; kann auch einen Todesfall prophezeien;
– in Verbannung geschickt werden: man wird jung sterben;
– jemanden in Verbannung schicken: man benötigt jemanden sehr, den man vor den Kopf gestoßen hat;
– ein Kind verbannen: geschäftlich Verbündete werden einen Meineid leisten.
(ind. ) : – deine Verhältnisse werden sich über Nacht ändern.
Verbergen
Volkstümlich:
(arab. ) : – (verstecken) sich: deine Feigheit wird offenbar werden.
(ind. ) : – sich: es drohen unangenehme Verwicklungen;
– etwas: du hast kein reines Gewissen.
Verbessern
Volkstümlich:
(ind. ) : – höre auf den Rat deiner Freunde.
Verbeugen
Allgemein:
Verbeugung bringt Demut und Unterwürfigkeit zum Ausdruck; wenn man diese Haltungen nicht ändert, wird man zeitlebens in kleinen
Verhältnissen bleiben müssen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich vor jemanden: kündet eine untergeordnete Stellung an, evtl. auch eine Demütigung.
(ind. ) : – sich vor jemanden verbeugen müssen: du wirst in niedriger, dienender Stellung dein Leben fristen müssen;
– sehen: Ehre und Ansehen.
Verbieten
Volkstümlich:
(ind. ) : – etwas: du wirst Unrecht tun.
Verbindung
Allgemein:
Eine Zweierverbindung steht für die Versöhnung von Gegensätzen und die zusätzliche Energie, die daraus erwächst. Hingegen symbolisiert
eine Verbindung im Sinne einer Gewerkschaft kollektives Handeln, das allen zum Nutzen gereicht. Verbindung (meist mit Menschen)
fordert oft auf, in einer Angelegenheit nach Verbündeten zu suchen. Zuweilen warnt sie auch vor falschen Freunden, denen man einfach
nicht vertrauen darf.
Psychologisch:
Alle Menschen versuchen, aus der Dualität zur Einheit zu gelangen, eine Beziehung zwischen zwei Seiten oder Gegensätzen herzustellen.
Ein Traum, der eine solche Vereinigung zum Inhalt hat, versinnbildlicht diese Beziehung. Psychologisch betrachtet, ist der Mensch stets auf
der Suche nach einem Partner.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene wird die Verbindung im Traum als Herstellung von Einheit gesehen, die wiederum als Rückkehr zum Ursprung
begriffen wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – anknüpfen: Aufschwung.
(europ.) : – anknüpfen negativ: man wird Feinden entgegengehen;
– anknüpfen positiv: man wird neue Freunde gewinnen können.
(ind. ) : – anknüpfen: du hast Glück gehabt, deine Feinde konnten dir nichts anhaben.
Verblendet
Allgemein:
Verblendung warnt vor unüberlegtem oder riskantem Verhalten in einer Angelegenheit, durch das man zu Schaden kommt und das Ansehen
gefährdet.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sein: Schande wird über dich kommen, denn du hast eine große Sünde begannen.
Verbluten
Volkstümlich:
(arab. ) : – selbst: eine schwere Krankheit wird dich heimsuchen;
auch; man befindet sich in großer Gefahr und muß sich gegen einen unangenehmen Gegners behaupten,
die Übermächtig erscheinen und vor skrupellosen Handlungen nicht zurückschrecken;
auch: es drohen finanzielle Verluste, die eventuell zum Bankrott führen können.
(ind. ) : – du kommst in Gefahr;
– du wirst große Verluste erleiden.

1442
Verbot
Volkstümlich:
(europ.) : – erlassen: man wird Vorteile erringen.
Verbrechen
Assoziation: – Schuld; Scham; Machtlosigkeit.
Fragestellung: – Welche innere Angst bedroht mich?
Psychologisch:
Ein Traum, in dem man kriminell handelt – Mord oder nur kleiner Gelegenheitsdiebstahl-, muß sorgfältig ausgedeutet werden. Wer war das
Opfer? Man rekapituliere, wie man sich im Traum bei der Tat fühlte. War man im Traum ein Dieb? Was und von wem hat man gestohlen?
Da in der Traumwelt nichts so ist, wie es aussieht, kann das Entwendete für etwas Abstraktes stehen. Angenommen, man träumt, einem
Kollegen Geld gestohlen zu haben. Dahinter kann Neid auf dessen Stellung im Betrieb stecken, vielleicht auch der Wunsch, an ihm vorbei
befördert zu werden. Bei einer Frau kann es bedeuten, daß sie die Bestohlene um deren Aussehen beneidet. Einbrecher im Traum können
sexuelle Bezüge haben. Ein Mann, der im Traum in die Wohnung einer Frau einbricht, will dort in Wirklichkeit (bewußt oder unbewußt)
keine Gegenstände „entwenden“, sondern etwas anderes.
Volkstümlich:
(europ.) : – wahrnehmen: bedeutet, daß alle Beschwerden und Klagen erfolglos sein werden;
die Unternehmungen werden von Erfolg gekrönt sein.
(Siehe auch „Dieb“, „Einbrecher“, „Komplize“)
Verbrecher
Assoziation: – Arbeit an der Machtlosigkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bereite ich mich darauf vor, meine Kraft zu zeigen?
Psychologisch:
Der Verbrecher erscheint im Traum als Bild für Verluste, Gewalttätigkeit, Unehrlichkeit, Gewissenskonflikte und Schuldgefühle. Es kann
sehr gut möglich sein, daß diese Schuldgefühle sich auf den sexuellen Bereich beziehen. Allgemein weist der Verbrecher im Traum aber auf
moralische Zwiespalte hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: fordert zu vorsichtigem Handeln auf; auch: Verlust eines guten Freundes;
– sich selbst als solchen sehen: man sucht radikale Lösungen für anstehende Probleme.
(europ.) : – selbst einer sein: man wird etwas Unvernünftiges tun, daß den Freunden Kopfzerbrechen bereiten wird;
man wird unter einer vorübergehenden Krankheit leiden;
– Hält eine Frau ihren Ehemann oder Freund für einen Verbrecher, wird sie die Vernachlässigung durch
ihren Freund sehr betrüben.
(ind. ) : – sehen: sei vorsichtig, man will dich betrügen;
– sein: du wirst bei Vorgesetzten in Ungnade fallen.
(Siehe auch „Diebstahl“, „Einbruch“, „Mord“)
Verbrecherkartei
Volkstümlich:
(europ.) : – darin stehen: man hat Umgang mit Leuten, die einem nicht zu schätzen wissen;
– das eigene Bild darin sehen: ein Feind wird einem durch seine Quälereien einschüchtern.
Verbrennen / Verbrennung
Artemidoro s:
Lebendig verbrannt zu werden bedeutet dasselbe wie vom Blitz getroffen zu werden. Insbeondere prophezeit das Lebendig- verbrannt-
Werden, wegen der Zusammensetzung des Ausdrucks, Kranken Rettung, jungen Leuten jedoch törichte Antriebe und sinnliche
Leidenschaften. (Artemidor gebraucht den Begriff syntheton hier in doppeltem Sinn: 1.) = Kompositum (in grammat. Sinn), 2.) Mixtur (als
Medizin))
Allgemein:
Verbrennen kündigt oft an, daß man sich durch voreiliges oder unüberlegtes Verhalten in einer Sache „die Finger verbrennt“. Wenn ein
Objekt verbrannt wird, deutet das an, daß man eine Erfahrung verarbeiten soll, damit sie ihren Einfluß verliert; dabei muß aber unbedingt der
Symbolgehalt des verbrannten Objekts im Traum mit beachtet werden.
Psychologisch:
Was im Traum verbrannt wird (man beachte die entsprechenden Symbole), will man aus seinem bewußten Leben tilgen. Das Verbrennen,
das sich zum lodernden Brand (siehe dort) ausweitet, ist freilich etwas, das zu einer völligen Umstellung unseres Lebens führen sollte.
Verbrennt man sich nur wenig an einem Körperteil, wird man darauf hingewiesen, man möge sich im Wachleben nicht den Mund
verbrennen, also lieber schweigen, als eventuell mit Worten anderen weh zu tun.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: große Schmerzen erleiden müssen; warnt vor leichtsinnigen Versprechungen und zweifelhafte Geschäfte;
– eine Verbrennung erleiden: man beschäftigt sich mit riskanten Unternehmungen, die sich äußerst nachteilig auf das
Allgemeinbefinden auswirken;
– verbrannt werden: heiße Liebe;
– dabei Schmerzen erleiden: schlimme finanzielle Verluste erleiden.
(europ.) : – andere verbrennen sehen: du sollst deine Mitmenschen nicht kurzerhand verurteilen;
– sich selbst: man wird durch Vorwitz einen Reinfall erleben; auch: ist ein Zeichen für eine wertvolle Freundschaft im Leben;
– verbrannt werden: man soll sich nicht auf eine Sache einlassen, an der man sich die Finger verbrennen wird;
große Liebe ist in dir zu den Menschen.
– etwas: bringt Zank mit nachfolgender Trennung; es ist höchste Zeit eine belastenden Sache gründlich aufzuräumen.
(Siehe auch „Blitz“, „Brennen“, „Feuer“)
Verbrüdern
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich mit jemandem: du mußt Schutz bei fremden Personen suchen.

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Verbrühen
Allgemein:
Verbrühen fordert auf, sich gegen eine ungerechte, verletzende Kritik energisch zu wehren. Sieht man andere verbrüht, soll man selbst
gerechter und fairer sein.
Psychologisch:
Der Träumende hat ein starkes Verlangen danach, jemanden aus seiner nächsten Umgebung zu kritisieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich verbrühen: es kündigen sich schmerzliche Ereignisse an, die Ihre Erwartungen zerstören werden.
Verdächtigen
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden: deine Falschheit nützt nichts;
– werden: man weiß dir zu schaden.
(ind. ) : – Verdacht hegen: du wirst eine Person verleumden.
Verdammt
Allgemein:
Verdammen deutet auf eigene Intoleranz und Ungerechtigkeit gegen andere hin, die oft mit Vorurteilen verbunden ist. Alte Traumbücher
sehen darin, daß man einer Gefahr oder Versuchung glücklich entgehen wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird ein schlechter Richter sein.
(ind. ) : – werden oder sein: du wirst einer sehr großen Gefahr entgehen;
– verdammen, jemanden: du bist hartherzig.
– Verdammte sehen: du kommst in Versuchung.
Verdampfen
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum Wasser sieht und dann bemerkt, daß es verdampft, ist dies ein Anzeichen dafür, daß er erkennt, was
sich verändern kann, wenn er lernt, mit seinen Emotionen richtig umzugehen.
Psychologisch:
Wenn der Träumende sein Bewußtsein erweitert, kann die Energie in bestimmten Situationen ins Positive gewendet werden. Es steht in der
Macht des Träumenden, die Möglichkeit für Veränderungen zu schaffen.
Spirituell:
Die Kombination von Feuer und Wasser ist ein alchemistisches Symbol für die transformierende Kraft des Geistes.
Verdauungsstörung
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum an einer Verdauungsstörung leidet, zeigt dies, daß es in seinem Leben etwas gibt, was ihm nicht
besonders gut bekommt. Es heißt, bestimmte Nahrungsmittel könnten gräßliche Träume auslösen.
Psychologisch:
Wenn etwas im Traum unverdaulich ist, kann es durchaus sein, daß dies die Erkenntnis des Träumenden symbolisiert, daß sein Fortschritt
auf der geistigen Ebene auf irgendeine Weise blockiert ist. Vielleicht muß er auf andere Weise vorgehen – die Lösung liegt oft in kleineren
Schritten.
Spirituell:
Auf dieser Ebene bedeuten Verdauungsstörungen im Traum, daß spirituelles Wissen nicht richtig integriert wurde.
Volkstümlich:
(europ.) : – signalisieren ungesunde düstere Lebensumstände.
Verdienst
Volkstümlich:
(ind. ) : – suchen: du hast in deinen Geschäften Erfolg.
Verdorbenes
Psychologisch:
Sieht man im Traum Verdorbenes, dann hängt die Deutung davon ab, was hier verdorben ist. Verdorbenes bedeutet immer, daß man sich um
etwas Wichtiges nicht genügend gekümmert hat.
Verdreschen
Volkstümlich:
(europ.) : – werden: ein glückliches Omen;
– jemandem verdreschen: kein glückliches Omen.
Verdruß
Allgemein:
Verdruß (Ärger) kann Aggressivität verkörpern, die immer wieder zu Konflikten führt, wenn man sie nicht besser beherrscht. Manchmal
kommt darin auch ein mürrisch-verschlossenes Wesen zum Ausdruck.
Volkstümlich:
(europ.) : – gilt für viele Feinde, Gegnerschaft und häßliche Streitigkeiten; man wird aufwachen und entdecken,
daß sich die Angelegenheiten in fataler Weise falsch entwickeln;
– anzetteln: man sucht Streitigkeiten;
– andere verdrießlich sehen: ist ein Zeichen für unangenehme Tätigkeiten und schlechte Gefährten.

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(ind. ) : – haben: du wirst dich mit deinen Feinden aussöhnen;
– mit den Nachbarn haben: meide Scheinheilige und Schmeichler; sie wollen nur deinen Untergang;
– mit einem Vorgesetzten haben: du wirst wegen deines Fleißes belohnt werden;
– mit der Ehegattin haben: Glück und Friede wohnen in deinem Haus;
– mit dem Ehemann haben: du mußt nicht stets das letzte Wort haben;
– mit den Verwandten haben: man neidet dir dein Glück;
– mit dem Bruder haben: du kannst dich auf deinen Geschäftspartner verlassen;
– mit der Schwester haben: dein Erfolg wird nicht mehr lange auf sich warten lassen;
– mit einem Geistlichen haben: achte das Gebot und sei nicht unaufrichtig;
– mit einer alten Frau haben: du wirst durch eigenes Verschulden an Ansehen verlieren;
– mit Fremden haben: du wirst bald die Falschheit deines Geschäftspartners durchschauen.
Verdursten
Allgemein:
Verdursten soll nach altindischer Traumdeutung teure Ausgaben ankündigen, die man gut bedenken muß.
Volkstümlich:
(ind. ) : – es werden teure Zeiten kommen; dir stehen Sorgen bevor.
Verehrung
Allgemein:
Träumt der Träumende davon, etwas zu verehren, zum Beispiel eine Person, ein Objekt oder eine Vorstellung, so öffnet er sich damit für
dessen Einfluß. Ist der Träumende nicht besonders religiös, sieht sich dann aber mitten in einer Kulthandlung, sollte er sich fragen, wie er mit
einer verbreiteten Glaubenslehre oder Prinzipien umgeht. Verehrung (eines Menschen oder Objekts) deutet an, daß man gegenüber fremden
Einflüssen kritischer sein sollte, sich ihnen nicht einfach unterwerfen darf.
Psychologisch:
Mitunter erscheinen dem Träumenden, wenn er sich auf eine höhere Seinsebene zubewegt, im Traum Bilder, die ihn in der Position des
Verehrten zeigen. In diesem Fall sollte er sich die Frage stellen, ob er seine Bedeutung vielleicht übertrieben hoch einschätzt oder ob er
gerade lernt, jenen Teil seiner selbst zu akzeptieren, der von anderen wertgeschätzt wird. Ein Objekt zu verehren, daß nichts mit Religion zu
tun hat, könnte bedeuten, daß der Träumende dem, was das Objekt darstellt, zuviel Aufmerksamkeit zollt. So könnte sich der Träumende als
zu materialistisch erweisen oder der Sexualität zu große Bedeutung beimessen.
Spirituell:
Ein Akt der Verehrung ist eine Anerkennung der Kraft des Glaubens.
Volkstümlich:
(europ.) : – zu Gott beten: man wird einen begangenen Fehler wiedergutmachen können;
– Götzen: nur langsam reich oder berühmt werden, da man sich von Nebensächlichkeiten ablenken läßt;
– jemandem verehren: man läßt sich von einem anderen Menschen leiten, ohne dessen Wert genau überprüft zu haben;
– selbst verehrt werden: es bleibt einem die Gunst ehemaliger Bekannter, auch wenn man gesellschaftlich eine höhere
Position einnimmt.
(ind. ) : – genießen: falle nicht auf Schmeicheleien herein.
(Siehe auch „Religiöse Bilder“)
Verein
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum Mitglied in einem Verein ist, etwa in einem Sportverein, hebt er damit das Recht jedes Menschen
hervor, einer Gruppe seiner Wahl anzugehören. Verein kann das Bedürfnis nach Kontakt mit Gleichgesinnten anzeigen. Vielleicht fordert er
aber auch auf, mehr dem eigenen Kopf zu folgen, nicht auf andere zu hören, auch wenn sie es scheinbar gut meinen, sowie, sich nicht jeder
Mode anzupassen.
Psychologisch:
Der Träumende ist psychisch nicht dazu in der Lage, Mitglied einer Gruppe zu sein, solange er nicht ein bestimmtes Maß an Reife erlangt
hat. Wenn er sich also in seinem Traum mitten in einer Menschenansammlung aufhält, kann dies sein Gespür für sich selbst zum Ausdruck
bringen.
Spirituell:
Geordnete Rituale, wie sie im Vereinsleben üblich sind, können ein wichtiger Teil spiritueller Bewußtheit sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – einem angehören: man soll sich in einer Sache nicht von vielen anderen reinreden lassen.
(Siehe auch „Klub“)
Vereinbarung
Assoziation: – falls günstig: Harmonie oder Verpflichtung; falls ungünstig: Kompromiß.
Fragestellung: – Wovon möchte ich mich lösen? Was bin ich zu regeln bereit?
Verfall
Allgemein:
Verfall (oft eines Gebäudes) weist häufig auf eine tiefe seelische Krise hin, in der die bisherigen Ideale, Werte und Prinzipien ihre Bedeutung
verloren haben, ohne daß man sie schon durch neue ersetzt hat. Diese Veränderung steht man zuweilen nur mit psychotherapeutischer Hilfe
schadlos durch.
Verfälschen
Volkstümlich:
(ind. ) : – etwas: du bist unredlich.
Verfaultes
Psychologisch:
Das Traumsymbol Verfaultes ist ähnlich wie das Traumsymbol Verdorbenes zu deuten. Allerdings schwingt bei diesem Traumsymbol noch
die Bedeutung faul im Sinne von untätig mit.

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Volkstümlich:
(europ.) : – deutet auf den Verfall eines großen Familienvermögens hin, wovon man direkt mitbetroffen sein wird,
vor allem, wenn es sich um verfaulte Früchte oder morsches Holz handelt.
(ind. ) : – Dinge: Mangel und Not.
(Siehe auch „Verdorbenes“)
Verfinsterung
Volkstümlich:
(europ.) : – es beinhaltet die Krankheit eines Menschen, der in naher Verbindung mit einem steht.
Verfluchen
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden: du wirst durch deine Hartherzigkeit keine Freunde erwerben;
– verflucht werden: Unglück, Krankheit und Sorge.
(ind. ) : – verflucht werden: du wirst eine erfreuliche Begegnung haben und deinem Ziel dadurch näher rücken.
Verfolgt werden
Assoziation: – Auf den Fersen sein.
Fragestellung: – Was möchte mir nahe sein? Wem bin ich bereit, nahe zu sein?
Allgemein:
Verfolgt zu werden oder der Versuch, zu fliehen, sind zwei der häufigsten Traumgeschehen. In der Regel versucht der Träumende einer
Verantwortung oder seinem Gefühl, versagt zu haben, zu entkommen; auch Ängste oder Emotionen, mit denen er nicht fertig wird, können
hier gemeint sein. Verfolgung macht oft auf Verleumdung durch andere aufmerksam, gegen die man sich wehren muß. Vielleicht steht aber
auch ein Schuldgefühl dahinter, das man verarbeiten sollte. Verfolgt man selbst jemanden, soll man ein Unrecht, das man an einem anderen
begangen hat, wieder gutzumachen versuchen, sich mit ihm vertragen und aussöhnen.
Psychologisch:
Verfolgung im Traum sind in den mannigfaltigsten Variationen überaus häufig, wobei die unbewußten Inhalte als eine Lehre ins Bewußtsein
drängen, die der Träumer beherzigen sollte. Sie müssen so gedeutet werden, daß der Träumende das, was ihn verfolgt, annehmen soll. Es
handelt sich nämlich fast immer um unbewußte Inhalte, die in das Bewußtsein des Träumenden zu gelangen versuchen, sich ihm aufdrängen
wo llen und daher Beachtung verdienen. Wer zum Beispiel von einem Menschen des anderen Geschlechts verfolgt wird, sollte versuchen,
seine Angst im erotischen Bereich abzubauen, weil er sonst zum rechten Einzelgänger werden könnte. Die alten Ägypter behaupteten, wer
im Traum verfolgt wird, dem werde Böses nachgesagt. Wenn der Träumende von Schatten verfolgt wird, zeigt dies sein Bedürfnis, etwa
einer unterdrückten traumatischen Erfahrung aus der Kindheit zu entfliehen. Wird er von einem Tier verfolgt, verweist dies im allgemeinen
darauf, daß er mit seiner Leidenschaft nicht im Einklang ist. Es kann eine Rolle spielen, um welches Tier es sich dabei handelt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene deutet Verfolgung im Traum auf die Angst des Träumenden vor seinen eigenen Handlungen hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: Widerwärtigkeiten; mit Ärger und übler Nachrede rechnen müssen;
auch: man sollte seine bisherigen Entschlüsse in beruflichen Angelegenheiten nochmals gründlich überdenken;
– nicht entkommen können: man wird an den gegebenen Tatsachen nichts mehr ändern können.
– jemanden verfolgen: man läuft Gefahr sich auf eine Sache einzulassen, die man später bereuen würde.
(europ.) : – werden: zeigt Kämpfe an; jemand, der einem Unrecht getan hat, versucht es wieder gutzumachen;
– jemanden: einen gemachten Fehler vermag man nicht wieder gutzumachen.
(ind. ) : – werden: man sagt nichts Gutes über dich;
– jemanden verfolgen: Ruhe und Freude;
– Verfolger sehen: trübe Tage kommen ins Haus.
(Siehe auch „Einbruch“, „Tiere“)
Verfolgung
Assoziation: – verleugnete Kraft.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir macht mir angst? Wo kann ich meine Stärken sicher zum Ausdruck bringen?
Allgemein:
Eines der meistgeträumten Symbole für die eigene Angst, daß man seinen Idealvorstellungen, Hoffnungen und Ansprüchen vergeblich
hinterherläuft.
Psychologisch:
Träume von Verfolgungen sind wie Träume vom Fliegen überaus weit verbreitet. Der Träumer kann dabei auch gelegentlich der Verfolger
selbst sein, häufiger aber ist er der Verfolgte – gejagt von (oft nicht identifizierbaren) Feinden oder Ungeheuern. Es ist wichtig, das Symbol
zu identifizieren, das einem verfolgt, aber man denke immer wieder daran, daß es nicht ist, was es zu sein scheint. Vielleicht ist es eine
Vorstellung oder Furcht, beispielsweise die Furcht vor Arbeitslosigkeit – oder auch ein Liebespartner, sexuelle Unsicherheit, ein Haus oder
etwas, das man zu kaufen beabsichtigt. Man kann sowohl der Verfolger als auch der Verfolgte sein – oder sogar beides! -, wenn der Ehrgeiz
einem treibt und den Erfolg sucht. Auch das gejagt werden von einem Gefühl ist denkbar, möglicherweise eines, das man im Wachleben von
sich weist. Es ist gesagt worden, daß fast jeder Traum dieser Art einen Konflikt meint – und wer oder was einem verfolgt, etwas ist, mit dem
man sich unterbewußt identifiziert, selbst wenn man es im Bewußtsein verabscheut. Einen solchen Traum sollte man sich stets näher
besehen. Dazu stellt man sich vor dem Schlafengehen die direkte Konfrontation mit dem Verfolger vor und daß man Auskunft verlangt,
warum man verfolgt wird.
(Siehe auch „verfolgt werden“)
Verführt
Allgemein:
Die Verführerin ist ein so machtvolles Bild, sowohl für die männliche als auch für die weibliche Psyche, daß sie im Traum in vielen
Verkleidungen auftauchen kann. Sie ist das weibliche Prinzip in seiner blockierenden und zerstörerischen Eigenschaft: die böse Hexe oder
die schöne Verführerin. Sie hat die Macht, Illusionen zu schaffen, und die Fähigkeit, andere zu täuschen.
Psychologisch:
Eine weibliche Träumende begegnet in der Verführerin der negativen und zerstörerischen Seite des Weiblichen. Verständnis ist eine
angemessenere Reaktion auf dieses Bild der Furcht.

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Spirituell:
Die Verführerin strahlt die zerstörerische Seite des Weiblichen aus. Die mythologische Gestalt Lilith ist ihre Verkörperung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden (zu irgendeinem Unrecht): schlechte Menschen werden dich betrügen.
(europ.) : – Träumt eine junge Frau, verführt zu werden, unterliegt sie allzu schnell der Verführung durch anziehende Menschen.
– Glaubt ein Mann, ein Mädchen verführt zu haben, muß er sich in acht nehmen, denn es gibt Menschen,
die ihn unrechtmäßig beschuldigen. Ist seine Angebetete schockiert oder ärgerlich über seine Anträge,
ist die von ihm geliebte Frau untadelig. Läßt sie sich mit ihm ein, wird er ein Opfer ihrer finanziellen Ansprüche.
(ind. ) : – werden: man hält dich für schlecht;
– jemanden: du hast leichtsinnige Bekanntschaften.
Vergeltung
Volkstümlich:
(europ.) : – angespannte Zeiten, Demütigungen und ein Streit, der bald beigelegt wird.
Vergewaltigung
Assoziation: – eine Vereinigung erzwingen.
Fragestellung: – An welcher Stelle meines Lebens habe ich das Gefühl, meine Liebe würde zurückgewiesen?
Inwieweit habe ich Angst davor, mich mit etwas zwangsläufig vereinigen zu müssen?
Allgemein:
Vergewaltigung kann symbolisieren, daß man Teile der eigenen Persönlichkeit massiv unterdrückt und dadurch seelischen Schaden nimmt.
Ferner macht sie im Einzelfall darauf aufmerksam, daß man rücksichtslos über die Bedürfnisse anderer hinweggeht oder daß die eigenen
Bedürfnisse durch andere übergangen werden. Auch sexuelle Bedürfnisse können dahinter stehen, oft verbunden mit dem starken Wunsch,
sich mehr hingeben zu können.
Psychologisch:
Ob im Traum der Träumende selbst vergewaltigt wird oder einer Vergewaltigung beiwohnt, ändert nichts an der Bedeutung derartiger
Träume. Das Traumbild der Vergewaltigung deutet immer auf eine Veränderung des Trieblebens hin. Der Träumende kann im Traum
Wünsche ohne Schuldgefühle ausleben, denn gleichgültig ob er sich vor dem was geschieht fürchtet oder es herbeiwünscht: Er kann nichts
ausrichten, denn es geschieht ja mit Gewalt. Ein Mann, der träumt, der daß er vergewaltigt wird, leidet vielleicht im Wachleben akut unter
Schmach- und Schamgefühlen.
Volkstümlich:
(europ.) : – wurde im Freundeskreis eine begangen: man wird über das Unglück einiger Freunde schockiert sein;
– Träumt eine junge Frau, sie sei das Opfer einer Vergewaltigung geworden, werden Schwierigkeiten
ihren Stolz verletzen, und ihr Geliebter wird sich von ihr entfremden.
(Siehe auch „Sexualität“, „Verteidigung“)
Vergießen
Volkstümlich:
(ind. ) : – etwas: du bist verschwenderisch.
Vergiften / Vergiftung
Allgemein:
Vergiftung symbolisiert oft negative Gefühle, Erwartungen und Einstellungen, die das ganze Leben ungünstig beeinflussen, zum Beispiel
Haß oder Angst. Zum Teil kann dieser Zustand nur psychotherapeutisch bewältigt werden. Manchmal zeigt das auch den Wunsch an,
Probleme und Konflikte auf einfache Weise mit einem Schlag zu lösen, was jedoch nicht dauerhaft gelingen wird, sondern letztlich die
Schwierigkeiten noch verschlimmert. Alte Traumbücher sehen dahinter eine Warnung vor böswilligen Nachbarn.
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemand: du bist ein feiger, hinterlistiger Mensch; auch: der Ärger mit einem ungeliebten Menschen wird kein Ende finden;
– werden: untreue Freunde werden sich bald von einem abwenden und nicht davor zurückschrecken, einem Schaden zuzufügen.
(europ.) : – eine gewaltsame Lösung von Problemen ist nie von echter Dauer und Wirkung;
ein Hinweis darauf, daß man verbotene Vergnügungen plant;
– sich selbst: überstürze nichts;
– vergiftet werden: andere auch nur im Scherz zu quälen, ist kein Zeichen für eine schöne Seele und bringt unnötige Feindschaft;
– andere sehen: man soll sich nicht in andere Leute Angelegenheiten mischen;
– jemanden: in einer Sache wird man seinen Dickkopf nicht durchsetzen können.
(ind. ) : – vergiftet werden: achte auf deine Nachbarn und meide sie.
Vergißmeinnicht
Allgemein:
Das Traumbild des Vergißmeinnichts weist den Träumenden darauf hin, das alles, was er in seinem bisherigen Leben erlebt hat, seinen Sinn
hatte und er auf bereits erworbenen Erkenntnissen aufbauen kann. Er sollte danach trachten, einmal begangene Fehler nicht ein zweites Mal
zu machen. In weiterem Sinn verkündet ihm das Vergißmeinnicht, daß er in Kontakt mit einem alten Freund treten sollte, da dadurch eine
gute Freundschaft wieder belebt werden könnte.
Psychologisch:
Vergißmeinnicht fordert oft auf, sich mit dem Lebenspartner zu versöhnen, damit die alten Gefühle füreinander sich wieder einstellen.
Verschenkt man die Blume, kann das für Treue sprechen, obwohl man sich in der Liebesbeziehung vernachlässigt und einsam fühlt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder pflücken: treue Anhänglichkeit finden.
(europ.) : – du wirst von vielen geliebt und man gedenkt deiner;
– sehen oder geschenkt bekommen: eine alte Liebe bringt sich wieder in Erinnerung;
– pflücken oder verschenken: man fühlt sich vernachlässigt oder wird vernachlässigt werden.
(ind. ) : – sehen: Versöhnung mit deiner Frau; du wirst eine treue Seele finden;
– verschenken: dein Ehemann wird dir die Treue halten.
(Siehe auch „Blumen“)

1447
Vergnügungen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: du wirst manches Angenehme erleben.
(perser) : – Träumt jemand, er singe, tanze, spiele Flöte oder Zither aus Lust und Vergnügen, werden an jenem Ort Tränen
und Trübsal über ihn kommen.
– Rezitiert er oder ein anderer mit wohlklingender Stimme, wird er, sei er wer immer, eine gute Botschaft erhalten,
eine noch günstigere, wenn er einen anderen rezitieren hört.
– Schaut dies der Kaiser oder ein Großer, wird er entsprechend dem Wohllaut eine Verordnung erlassen
und damit Zustimmung beim Volk finden; ist die Stimme unangenehm, wird die Verordnung dem Volk mißfallen.
– Spielt einer Zither zum Tanz, wird er Worte finden, die Tränen hervorrufen.
– Hört einer Zitherspiel, wird er Wehklagen vernehmen; singt er zur Zither,
wird er eine gute Botschaft hören entsprechend dem Wohlklang der Stimme.
(europ.) : – gelten als Verlust am Tag; je ausgelassener die Heiterkeit, desto größer die Schwierigkeiten.
(ind. ) : – sein: dein Einkommen wird sich bessern, und deine Sorge schwindet;
– andere vergnügt sehen: meide die Menschen, die zu viel sprechen.
Vergnügungspark
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in einem befinden: man wird bald Urlaub haben;
– eine Fahrt machen: man kann damit rechnen, daß man mehr Freunde haben wird und sich weniger um Verbote kümmern muß.
Vergolden
Allgemein:
Vergolden weist darauf hin, daß man andere nicht dauernd durch eine glänzende Fassade täuschen kann, sondern irgendwann durchschaut
wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – Vergoldung: Zeichen von Wohlstand und Ehre; ein Geschenk wird einem angeboten werden, man solle sich
gut überlegen, bevor man es annimmt, da das Motiv dahinter nicht gerade freundlicher Natur ist.
(ind. ) : – vergoldete Gegenstände: du liebst den falschen Schein.
(Siehe auch „Fassade“)
Vergraben
Allgemein:
Vergraben steht oft für den Versuch, schmerzliche Erfahrungen oder negative Eigenschaften zu verdrängen; da es auf Dauer nicht gelingt,
soll man sie bewußt verarbeiten. Manchmal beinhaltet das die Aufforderung, mehr aus sich herauszugehen und Gesellschaft zu suchen.
Psychologisch:
Was im Traum vergraben wird, sind übersetzt die Schatten auf der Seele, die Laster oder die falsche Einstellung im Wachleben, die man
vergessen machen oder auch nur vor der Umwelt verheimlichen möchte, weil man sich ihrer schämt.
Volkstümlich:
(europ.) : – Versuch, destruktive Triebe vor der Welt zu verheimlichen und die Ablegung von Lastern
vorzutäuschen; oft auch Verbeißen in eine Einstellung, die innerlich als Falsch erkannt wurde.
(Siehe auch „Grab“)
Vergrößerungsglas
Allgemein:
Wenn ein Gegenstand, eine Situation oder ein Mensch im Traum vergrößert wird, soll der Träumende genau darauf aufmerksam gemacht
werden. Benutzt er ein Vergrößerungsglas, verweist dies darauf, daß er das tun sollte, wozu er sich zuvor bewußt entschlossen hat. Das
Objekt unter dem Vergrößerungsglas muß zu einem Teil seines alltäglichen Lebens gemacht werden.
Psychologisch:
Wenn dem Träumenden schlagartig klar wird, daß das Vergrößerungsglas wichtig ist, und nicht das, was er durch es hindurch betrachtet,
erkennt er seine Fähigkeiten und seine Macht in einer bestimmten Situation.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet das Vergrößerungsglas im Traum, daß der Träumende sein Verhalten genau unter die Lupe nehmen muß,
wenn er auf dem Weg der spirituellen Entwicklung weiter vorankommen will.
Volkstümlich:
(europ.) : – man ist im Begriff aus einer Mücke einen Elefanten zu machen; trete den Sorgen mit Vertrauen entgegen
und sie werden bald vorüber sein;
– Träumt eine Frau von einem Vergrößerungsglas, wird sie bald mit Hinterlist und Falschaussagen
konfrontiert; derartige Vorkommnisse enden möglicherweise in tragischen Szenen und Trennung.
Verhaftet
Assoziation: – erzwungener Stillstand; erwischt werden.
Fragestellung: – Warum habe ich Angst, erwischt zu werden? Was möchte ich zum Stillstand bringen?
Allgemein:
Handelt ein Traum davon, daß der Träumende verhaftet wird, deutet dies auf das Zurückhalten seines natürlichen Selbstausdrucks durch
moralische Urteile oder die Frage nach Recht und Unrecht durch andere Menschen hin. Ist es der Träumende, der eine andere Traumfigur in
seinem Traum verhaftet, dann zeigt dies seine instinktive Mißbilligung des Teils seiner selbst, der im Traum durch die verhaftete Person
dargestellt wird. Verhaftung (Verhaften) kann für Schuldgefühle stehen, die sich aus Absichten, Bedürfnissen und Verhaltensweisen
erklären, die man an sich selbst ablehnt; man sollte sie analysieren und annehmen oder ändern. Manchmal weist das auch darauf hin, daß
man sich aus eigener Schuld in einen falschen Verdacht bringt.
Psychologisch:
Wer verhaftet wird oder sieht, wie man einen anderen festnimmt, sollte sich bemühen, nicht über Mitmenschen zu lästern, weil auf ihn
zurückfallen könnte, was er anderen zugedacht hat. Oft handelt es sich bei diesem Traumbild auch um das verhaftet sein in seiner Umwelt,
aus der man selbst ausbrechen möchte. Aus psychologischer Sicht ist sich der Träumende offenbar nicht sicher, welche Motive ihn bei einer
bestimmten Handlung, über die er nachdenkt, leiten. Er muß innehalten und nachdenken, bevor er in Aktion tritt.

1448
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist die Verhaftung im Traum ein Hinweis, daß ein Bedürfnis nach einer führenden Autorität besteht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: man wird deine Ehre kränken.
(europ.) : – eines anderen sehen oder veranlassen: man wird erfahren, daß es nicht gelungen ist, andere zu täuschen;
– werden: du wirst grundlos verdächtigt;
– werden anständig aussehende Fremde verhaftet: der Wunsch, Veränderungen herbeizuführen, wird von
der Angst zu versagen vereitelt;
diese den Beamten Widerstand leisten: man wird das neue Unternehmen vollenden.
(ind. ) : – werden: du kommst grundlos in falschen Verdacht.
(Siehe auch „Gefängnis“, „Polizei“, „Autoritätspersonen“ unter „Menschen“)
Verhalten
Allgemein:
Im Traum kann das Verhalten des Träumenden oder jenes einer anderen Traumfigur entschieden vom Normalverhalten abweichen. Der
Traumzustand gibt dem Menschen die Freiheit, Aspekte seines Selbst hervorzuheben, die ihm normalerweise nicht bewußt werden könnten.
Psychologisch:
Bizarres Verhalten beim Träumenden oder bei anderen Traumfiguren kann Aufschluß über den psychischen Zustand des Träumenden geben.
Spirituell:
Eine Aufforderung an den Träumenden, das Seine immer wieder auf seine Angemessenheit hin zu überprüfen.
Verhandlung
Psychologisch:
Die Verhandlung verweist im Traum oft direkt darauf, daß man etwas aushandeln sollte, was auch oftmals bedeutet, daß man Kompromisse
einzugehen hat. Verhandlung kann als Traumsymbol auch als einen Hinweis angesehen werden, daß man handeln muß.
Verhaßt
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich machen: Zertrümmerung deiner Hoffnun g.
(europ.) : – machen oder sein: man wird zu Ansehen gelangen.
(ind. ) : – du wirst es im Leben zu etwas bringen.
Verheddern
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Alltagsleben verwirrt ist, träumt er vielleicht von einem Gegenstand, der sich mit einem anderen verheddert
hat. Die Art, wie der Träumende diese „Verwirrung“ entwirrt, verweist darauf, wie er sich im Wachzustand verhalten sollte.
Psychologisch:
Sind im Traum beispielsweise die Haare des Träumenden verheddert, so muß er sich darüber im klaren sein, daß sein Selbstbild auf andere
Menschen verwirrt wirkt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann eine verhedderte Situation oder Verwirrung einen Lernschritt im Entwicklungsprozeß des Menschen
darstellen.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein verhedderter Wollknäuel: mit schwierigen Menschen konfrontiert sein; Geduld wird sich jedoch gut bezahlt machen.
Verheiratet
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet bei Unvermählten auf baldigen Brautstand, bei Verheirateten auf Trennung.
(ind. ) : – sein: deine Liebe erfährt Gegenliebe;
– sich: du wirst eine glückliche Zukunft haben.
Verherrlichung
Volkstümlich:
(europ.) : – danach streben: man nimmt eine nicht zustehende Ehrenstellung ein;
– verherrlichen: man wird sich in der Hoffnung auf die Durchsetzung von materiellen Interessen
von liebgewonnenem Besitz trennen.
Verhindern
Volkstümlich:
(ind. ) : – etwas: du wirst einen bösen Anschlag entdecken;
– werden: man traut dir nicht.
Verhöhnt
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: du wirst über deine Feinde triumphieren.
(ind. ) : – werden: du wirst eine Bekanntschaft machen und dadurch gewinnen;
– sein: achte auf deine Umgebung, es sind Menschen mit schlechtem Charakter darunter.

1449
Verhör
Allgemein:
Verhör kann zu mehr Selbsterforschung auffordern. Konkret deutet es an, daß man vor einer Entscheidung oder Meinungsbildung noch mehr
Informationen einholen muß, damit man keinen Fehler begeht.
Psychologisch:
Der Träumende geht mit sich selbst hart ins Gericht und hinterfragt die Richtigkeit seines Verhaltens. Neben dieser Selbstanalyse kann sich
durch ein Verhör auch der Wunsch nach stärkerer Einbeziehung in eine Gemeinschaft ausdrücken: Man hat etwas zu sagen und braucht
Zuhörer.
Volkstümlich:
(arab. ) : – anstellen: du wirst einen Diebstahl entdecken;
– werden: du wirst deine Gedanken verraten.
(europ.) : – über einen werden Erkundigungen eingezogen; es stehen einem viele Schwierigkeiten und eine große Enttäuschung bevor;
– wegen Vorsätzlichkeit geladen werden: man kann sich nicht gegen böswillige Verleumdungen verteidigen;
– bestehen: du wirst eine heimliche Sünde begehen.
(ind. ) : – verhört werden: deine Geschäfte sind etwas verwickelt;
– anstellen: du wirst einen Vorteil erhalten.
Verhungern
Allgemein:
Verhungern weist auf unbefriedigte Bedürfnisse und Gefühle hin; man „hungert“ dann oft zum Beispiel nach Liebe, Zuneigung oder
Anerkennung.
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst: man hat unzuverlässige Arbeitskräfte und Mangel an Freunden; man hat Liebeshunger oder hungert nach Anerkennung;
– andere in dieser Situation sehen: bedeutet Not und Unzufriedenheit mit Kollegen und der Arbeit.
(ind. ) : – du hast keine Freunde.
Verjagen
Volkstümlich:
(ind. ) : – jemand: du wirst Ärger haben.
Verirren
Assoziation: – Richtungslos; Vermißt.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fehlt es mir an Selbstvertrauen?
Allgemein:
Verirren steht für eine falsche Lebensrichtung mit Absichten und Zielen, die nicht in Einklang mit der eigenen Persönlichkeit stehen. Man
wird entweder scheitern oder mit den Erfolgen nicht glücklich werden.
Psychologisch:
Meist übersetzt mit dem seelischen oder geistigen „sich nicht zurecht finden“ im Wachleben. Verirrt man sich zum Beispiel in einem Wald
(siehe dort) oder in unüberschaubarem Gelände, liegt wohl ein Schatten über der Zukunft; vielleicht weiß man augenblicklich nicht, was man
mit seinem Können anfangen soll. Das Umherirren im Traum, das qualvolle suchen und sich verirren sind typisch für Ihre innere Verfassung.
Interessant wäre es zu wissen, ob Sie sich im Traum für einen Weg nach links oder nach rechts entschieden haben: links steht symbolisch für
ein Abweichen von Recht und Sitte, dem „rechten Wege“ gegenüber.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich: du wirst in zweideutige Gesellschaft geraten; auch: man sollte sich bei seinen Entscheidungen
nicht von Äußerlichkeiten ablenken lassen; vergebliche Mühe bei einem Unternehmen.
(europ.) : – kündigt eine große Verlegenheit an;
– sich: man wird ein außergewöhnliches Erlebnis haben.
(ind. ) : – sich: Trübsal kommt über dich; du wirst erst nach vielen Umwegen an dein Ziel gelangen.
(Siehe auch „Umherirren“)
Verkaufen / Verkäufer
Assoziation: – Bedienung; Verfügbarkeit.
Fragestellung: – Was möchte ich zu einem Teil meines Lebens werden lassen?
Artemidoros:
Zum Verkauf angeboten werden prophezeit Leuten Glück, die eine Veränderung ihrer gegenwärtigen Verhältnisse wünschen, z.B. Sklaven
und Armen; Unheil dagegen Reichen und Männern in einer Vertrauensstellung. Viele wurden auch tatsächlich verkauft. Der zustande
gekommene Verkauf unterscheidet sich vom Angebot dadurch, daß der Verkauf immer und auf alle Fälle in Erfüllung geht, das Angebot
aber bisweilen auch nicht; denn es ist möglich, daß die schon angebotene Ware doch nicht verkauft wird. Ebenso ist es mit allen anderen
Traumgesichten: Was geschehen ist, geht auf alle Fälle in Erfüllung, was erst in der Entwicklung ist, vielleicht oder gar nicht.
Allgemein:
Ein Traum, in dem man Verkäufer(in) war, kann bedeuten, daß man auch im Wachleben etwas „verkaufen“ möchte: vielleicht einen Plan,
eine Idee, ein Projekt? Oder sich selbst? Kauft man hingegen selbst etwas von dem/der Traum-Verkäufer(in): War diese(r) vertrauenswürdig
oder aber gerissen? Versucht man vielleicht, sich Liebe und Zuneigung zu kaufen, oder trennt man sich von zuviel oder zu oft? Ist dieser
spezielle Traum eine Aussage zur emotionalen oder finanziellen Sicherheit? Fühlte man sich ausgebeutet, weil man im Traum gezwungen
war, wertvollen oder gefühlsträchtigen Besitz zu veräußern? Wenn ja, dann bringt man im Leben vermutlich zu viele Opfer. Verkauf(en)
kann nach alter Traumdeutung vor unreellen Geschäften warnen.
Psychologisch:
Bei dieser Traumsituation sollten Sie sich zunächst einmal fragen, wie Sie sich selbst verkaufen. Das kann in zweierlei Hinsicht verstanden
werden: Wie stellen Sie sich selbst dar, oder im Sinne vom faustischen Verkauf der Seele. Verkaufen Sie etwas im Traum oder sind Sie
Zeuge eines Verkaufs, dann sollten Sie speziell auf den verkauften Gegenstand oder auf die verkaufte Dienstleistung achten. Sie symbolisiert
nämlich, was Sie loswerden sollten – es sind meistens Eigenschaften oder Gefühle. Im tieferen Sinn kommt darin auch zum Ausdruck, daß
man Überzeugungen und Ideale verrät, um einen materiellen Vorteil zu erlangen, dadurch aber nicht zufrieden und glücklich wird.

1450
Volkstümlich:
(arab. ) : – Sorgen und Not.
(europ.) : – warnt vor schlechten, unrealen Geschäften, die man möglichst vermeiden soll; man wird einen schlechten Tausch machen;
– selbst verkauft werden: gut für solche, die in Armut leben; für den Reichen oder Kranken ist es ungünstig.
(ind. ) : – etwas: du betreibst unlautere Geschäfte.
(Siehe auch „Kaufmann“)
Verkehr
Assoziation: – (Fahrzeuge) chaotische Kraft oder Bewegung.
– (ehelicher Verkehr) Vereinigung; Loslassen; Lust; Erschaffung.
– (außerehelicher Verkehr) unerlaubte Vereinigung.
Fragestellung: – (Fahrzeuge) Was hält mich davon ab, dorthin zu gehen, wohin ich gehen muß oder will?
– (ehelicher Verkehr) Womit möchte ich eins werden, oder wo fürchte ich mich davor?
– (außerehelicher Verkehr) Was fehlt mir in meiner Beziehung zu mir selbst?
Psychologisch:
Mit diesem Symbol wird die innere und äußere Bewegung des Träumers angesprochen. Bei Traumbildern des Verkehrs schwingt immer
auch die Bedeutung Sexualverkehr mit.
Volkstümlich:
(europ.) : – Verkehrsmittel sehen: Umstellungen sind bereits im Gange und große Anforderungen werden an einem gestellt;
– Großstadtverkehr sehen: man sollte jetzt jede Hektik und jeden Streß vermeiden.
(Siehe auch „Fahrzeuge“, „Straße“)
Verkehrsdelikt (Siehe „Reise“)
Verkehrsschild
Allgemein:
Das Verkehrsschild läßt die Richtung erkennen, in die wir uns im Alltag bewegen sollten. Beispiel: Ein Stoppschild mahnt, nicht im alten
Trott weiterzumachen, sondern erst zu überdenken, wohin wir steuern müssen, damit es uns gut geht.
Psychologisch:
Hinweiszeichen (Verkehrszeichen): Dieses Traumsymbol gibt uns Anweisungen, wie wir uns zu verhalten haben. Sehen Sie das Gebot oder
Verbot als Hinweiszeichen als eine Äußerung Ihrer inneren Stimme an, die Sie sicher leiten möchte. Auf der anderen Seite kann durch dieses
Traumsymbol auch Ihr Über-Ich angesprochen werden, das Ihnen allgemein einzuhaltende Regeln diktiert.
(Siehe auch „Einbahnstraße“, „Straße“)
Verkehrsstau (Siehe „Reise“, „Stau“)
Verkehrsunfall (Siehe „Reise“)
Verklagen
Allgemein:
Verklagen kündigt zwischenmenschliche Kontakte an, die man oft selbst durch Klatsch und Verleumdung verschuldet. Wird man selbst
verklagt, fordert das zur Versöhnung auf oder verspricht, daß man sich von einem Verdacht reinwaschen kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – jemanden: hinterlistige Nachstellung vermeintlicher Freunde.
(europ.) : – deutet auf übereiltes Vorgehen und verursacht bittere Feindschaft;
– jemanden: bringt Differenzen mit anderen;
– verklagt werden: kündet eine Versöhnung an.
(ind. ) : – jemanden: sei vorsichtig in deinen Reden; du hast strenge Grundsätze;
– verklagt werden: du wirst von einem Verdacht gereinigt.
Verklärung
Volkstümlich:
(europ.) : – weist darauf hin, daß der Glaube an die Nähe Gottes zur Menschheit einem über Alltägliches erheben
und eine ehrenvolle Stellung einnehmen wird, Kraft deren man das Wohlergehen der Unwissenden und Verfolgten fördern kann;
– sich selbst verklärt sehen: man wird die Hochachtung ehrlicher und angesehener Menschen genießen.
Verkleidung
Assoziation: – verborgene Teile des Selbst.
Fragestellung: – Was verberge ich? Was bin ich zu offenbaren bereit?
Volkstümlich:
(europ.) : – ein seltsames Kostüm ist kein glückhaftes Zeichen; Schwierigkeiten sind angezeigt, die aber nicht ernsthafter Natur sind.
(Siehe auch „Fasching“, „Maske“)
Verkleinerung
Psychologisch:
Dieses Traumbild hat mehrere unterschiedliche Bedeutungen, daher ist immer genau auf den Gesamtzusammenhang zu achten: Eine im
Traum verkleinerte Person oder Sache, deutet auf die Geringschätzung der selben durch den Träumenden hin. Ist aber er selbst im Traum
kleiner als in Realität, so ist dies ein Zeichen für seine Minderwertigkeitsgefühle oder er muß sich im Wachleben vielleicht über eine
Geringschätzung seiner Person ärgern. Eine andere Person, die im Traum kleiner wird, ist ein Warnsignal an den Träumenden, denn mit dem
Schrumpfen verliert sie auch ihre ursprüngliche Bedeutung für den Träumenden, bis er sie letztlich ganz verliert.
(Siehe auch „Riese“, „Zwerg“)

1451
Verknöcherung
Allgemein:
Verknöcherung weist auf Gewohnheiten, Routine oder verhärtete Einstellungen und Gefühle hin, die das Leben stark einschränken. Man
muß versuchen, sich wieder freier zu entfalten.
Verknüpfen
Volkstümlich:
(ind. ) : – bevorstehende Heirat.
Verkriechen
Allgemein:
Verkriechen kann Scham und Schuldgefühle wegen eigener Handlungen anzeigen; man sollte versuchen, die Folgen wieder gutzumachen,
das Verhalten nicht einfach verdrängen.
Volkstümlich:
(europ.) : – ist eine Mahnung, vor einer bösen Tat auf der Hut zu sein.
(ind. ) : – sich: du willst eine böse Tat begehen, denke an deine alte Mutter; du hast schlimme Absichten.
Verkrustung
Allgemein:
Verkrustung deutet man ähnlich wie Verknöcherung, die Aufforderung, die Kruste aufzubrechen, ist hier noch stärker. Manchmal deutet sie
auch auf einen empfindsamen Menschen hin, der sich durch eine rauhe Schale vor Verletzungen durch andere schützen will, deshalb aber
nicht richtig verstanden wird.
(Siehe auch „Verknöcherung“)
Verkünden
Volkstümlich:
(ind. ) : – etwas: Verleumdung.
Verlachen
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst angefeindet.
Verlassen
Assoziation: – Isolation; ein altes Selbst zurücklassen; Befreiung aus der Kontrolle des alten Selbst.
Fragestellung: – Welchen Teil von mir bin ich zurückzulassen bereit?
Allgemein:
Verlassenheit stellt im Traum das Gefühl dar, nicht gewollt zu sein oder zurückgewiesen zu werden. Es gibt vielleicht nicht genau wieder,
wie dieses Gefühl der Verlassenheit zustande gekommen ist, jedoch handelt es sich in den meisten Fällen um unverarbeitete Erfahrungen aus
der Vergangenheit. Zum Beispiel kann jemand, der als Kind ins Krankenhaus mußte, diese traumatische Erfahrung der Verlassenheit als
Erwachsener im Traum immer aufs neue wiederholen. Verlassen fühlen steht für Vereinsamung, die man durchbrechen muß. Verläßt man
jemanden, kommen darin Gefühle und andere psychische Inhalte zum Vorschein, von denen man sich gelöst hat, ohne sie schon durch neue
Inhalte zu ersetzen.
Psychologisch:
Im Traum kann Verlassenheit bedeuten, daß der Träumende Freiheit sucht. Hierbei kann es sich um emotionale Freiheit handeln oder um die
Freiheit sich selbst so auszudrücken, wie man ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verkörpert Verlassenheit im Traum die Urangst des Menschen vor der Getrenntheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – empfinden: kleine Lebens- und Liebesfreuden werden zunichte gemacht;
– werden: man hat Schwierigkeiten, den Grundstein für den zukünftigen Erfolg zu legen;
– andere verlassen: ungünstige Bedingungen werden sich für einen mehren;
– das eigene Haus verlassen: man wird Sorgen haben, weil man das Glück aufs Spiel setzt;
– die Liebste: man wird verlorene Wertgegenstände nicht mehr zurückbekommen,
und die Freunde werden sich von einem abwenden;
– eine Geliebte: man wird eine große Erbschaft machen;
– den Glaubensweg verlassen: man wird Probleme bekommen;
– Kinder: man wird sein Vermögen durch fehlende Gelassenheit und fehlendes Urteilsvermögen verlieren;
– das Geschäft aufgeben: weist auf betrübliche Umstände hin; es wird Streit und Argwohn geben;
– sich selbst oder einen Freund ein Schiff verlassen sehen: kündigt an, daß man möglicherweise in einen
Konkurs verwickelt wird; gelangt man jedoch an die Küste, werden die Interessen gewahrt bleiben.
(ind. ) : – sein: du hast treue Freunde.
Verlaufen
Volkstümlich:
(ind. ) : – sich: Gewinn.
Verlegenheit
Psychologisch:
Sie sollten sich für gute Leistungen öfter belohnen und das Beste aus Ihren Fähigkeiten machen, die Sie entwickeln können.
Volkstümlich:
(europ.) : – je größer sie ist, um so besseren Erfolg wirst du in allen deinen Unternehmungen erzielen.
(ind. ) : – du wirst einen Zweck erreichen.

1452
Verleger
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: sagt lange Reisen und literarische Ambitionen voraus;
– Ihr Manuskript ablehnt: man wird Enttäuschungen wegen sich nicht erfüllender Hoffnungen erleiden;
– Ihr Manuskript akzeptieren: die Pläne werden sich wie erwartet entwickeln;
– das Manuskript verlieren: Fremde werden einem Böses zufügen;
– Glaubt eine Frau, daß ihr Ehemann ein Verleger ist, wird sie auf seine weiblichen Bekannten
eifersüchtig sein und ihm heftige Szenen machen.
Verleihen
Volkstümlich:
(europ.) : – gilt für Sorgen und Verluste;
– Geld verleihen: verheißt Schwierigkeiten beim bezahlen von Schulden und negativen Einfluß im privaten Bereich;
– an anderen Dinge verleihen: man wird durch Großzügigkeit verarmen;
– sich weigern: Dinge zu verleihen: man wird seinen Interessen mit Wachsamkeit begegnen und von seinen Freunden respektiert;
– andere sich anbieten einem Dinge oder Geld zu verleihen: verheißt Wohlstand und enge Freundschaften.
(ind. ) : – etwas: du wirst ein Geschenk erhalten.
Verletzung / verletzen
Assoziation: – Arbeit an alten Schmerzen oder Wunden.
Fragestellung: – Welche Wunden möchte ich heilen lassen? Welchen Schaden bin ich bereit wieder gut zumachen?
Allgemein:
Verletzung entsteht durch Enttäuschungen, Kränkungen, Ungerechtigkeit oder Trennung von einem geliebten Menschen, wenn diese
Erfahrungen unverarbeitet verdrängt werden.
Psychologisch:
Die Verletzung im Traum, bei der man oft nicht den geringsten Schmerz verspürt, zeigt ein „verletzt sein“ im Wachleben an, einen seelischen
Schmerz, der uns von anderen zugefügt wird oder den wir selbst verursachen. Sie ahnen, daß eine gewaltsame Veränderung bevorsteht. Sind
Sie verletzt, dann steht Ihnen der Umbruch bevor. Verletzen Sie hingegen jemand anderes, dann sind Sie im Begriff, drastisch in das Leben
eines anderen einzugreifen. Sie scheinen nicht überzeugt, daß es eine Veränderung zum Besseren wird. Überdenken Sie die Angelegenheit
noch einmal.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich an einem Gegenstand verletzen: man sollte seine Freunde genau betrachten, bevor man ihnen ein Geheimnis anvertraut;
– von jemandem verletzt werden: Vorsicht; man sollte sich zu keiner unüberlegten Handlung hinreißen lassen;
– jemand anderen verletzen: man verhält sich einem bestimmten Freund gegenüber nicht ehrlich.
(europ.) : – oft wie Operation auszulegen; wichtig ist, wer die Verletzung erleidet oder verursacht;
dem Opfer soll eine Veränderung aufgezwungen werden;
– eine körperliche erleiden: ein unglückliches Ereignis wird einem bald betrüben und ärgern;
– eine sehen: eine Warnung, man sollte im Umgang mit Menschen und Geräten äußerst vorsichtig sein;
– jemand beleidigend verletzen: man wird niedere Arbeiten verrichten, sich rächen und andere verletzen;
– selbst beleidigend verletzt werden: man hat Feinde, die einem unterwerfen werden.
(ind. ) : – verletzen sich: nahende Krankheit.
(Siehe auch „Blut“, „Narbe“, „Operation“, „Wunde“ und den einzelnen verletzten Gliedmaßen)
Verleumdung
Allgemein:
Verleumdung, die man selbst erleidet, soll nach alten Traumbüchern hohes Ansehen verheißen. Verleumdet man einen anderen, wird man
dagegen an Ansehen einbüßen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: übelwollende Personen werden dich ärgern.
(europ.) : – werden: bösartige Gerüchte werden die eigenen Interessen schaden;
– andere verleumden: du wirst an Achtung verlieren;
– Bei einer Frau verheißt dies, daß ihr Verhalten sehr kritisch von angeblichen Freunden beäugt wird.
(ind. ) : – werden: du hast großen Kummer.
(Siehe auch „Feind“, „Verunglimpfung“)
Verlieben
Allgemein:
Träumt man davon, sich in einen Menschen zu verlieben, läuft man Gefahr, gewissen Dingen eine Bedeutung beizumessen, die übertrieben
und nicht angebracht ist. Außerdem sollte man sich davor hüten, sich von einem anderen Menschen abhängig zu machen und seine eigenen
Wünsche und Vorstellungen aufzugeben. Verliebt sich im Traum aber eine andere Person in einen selbst, wird man eine traurige Erfahrung
machen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – verliebt sein: du wirst kleine Täuschungen erleben;
– Verliebte sehen : du wirst heimliche Freuden genießen.
(europ.) : – mahnt zur Mäßigkeit in den Gefühlen und bedeutet, daß man traurige Erfahrungen
machen wird, wenn man sein Herz nicht vorher genau geprüft hat;
– sich verlieben oder verliebt sein: bringt eine bittere Enttäuschung;
– jemand verliebt sich in einen selbst: man wird durch andere Vorteile haben.
(ind. ) : – verliebt sein: du hast ein gutes Jahr vor dir.

1453
Verlieren / Verlust
Allgemein:
Verlieren (zum Beispiel Geld) hat im Traum gegenteilige Bedeutung, man wird also Erfolge und Gewinn erzielen.
Psychologisch:
Wenn man im Traum etwas verliert, sollte man auf den Gegenstand achten, der in Verlust gerät, und daraus weiteres deuten. Meist impliziert
das Verlieren den Hinweis auf eine seelische Schwäche.
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas: du wirst vergebliche Mühe haben;
– einen finanziellen erleiden: wenn man bedacht ist, wird man einen großen Erfolg verbuchen können;
– eine Person: man sollte selbstloser handeln und seinen Mitmenschen gegenüber mehr Achtung und Respekt zeigen.
(europ.) : – etwas: Gewinn; man wird etwas finden oder entdecken; auch: Schwierigkeiten;
– Schuhe oder andere wichtige Kleidungsstücke: sehr ungünstig, die Schwierigkeiten
sind auf eigene Handlungen zurückzuführen; man hatte sich für zu schlau gehalten;
– Verliert eine Frau ihren Ehering, ist dies ein Anzeichen für häuslichen Ärger.
(ind. ) : – etwas: Glück und Gewinn.
(Siehe auch „Spielkarten“, „Spiele“, „Weg“)
Verlies
Allgemein:
Verliese und Kerker verkörpern unbewußte Isolation und Absonderung von der Gesellschaft. Der Träumer ist eingeschlossen in seine eigene
Gedankenwelt und bekommt wenig oder nichts davon mit, was um ihn herum vorgeht. Sie sollten Ihren Mitmenschen mehr Aufmerksamkeit
schenken und an ihren Freuden und Sorgen verstärkt Anteil nehmen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in einem befinden: man muß Kämpfe in wichtigen Dingen des Lebens ausfechten;
durch bedachtes Handeln jedoch wird man Hindernisse entgehen;
– nicht fliehen können: man muß geschäftliche Verluste erwarten;
– gelingt die Flucht: es wird alles gut werden, wenn auch nach einigen Schwierigkeiten;
– ein erleuchtetes sehen: man wird durch Verwicklungen geängstigt werden;
– Einer Frau verheißt der Traum Schlechtes. Durch ihre Taktlosigkeit wird sie ihre Position verlieren.
(Siehe auch „Gefängnis“)
Verlobung / Verlobte
Allgemein:
Verlobung kann Sehnsucht nach Zuneigung, Ehe und Familie verkörpern, bei Verheirateten das Bedürfnis nach einer besseren
Partnerbeziehung. Allgemein kommt darin der Wunsch nach engen zwischenmenschlichen Beziehungen zum Ausdruck.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: begehe keine Torheiten.
(europ.) : – hüte dich vor dummen Streichen;
– für junge Menschen bedeutet eine Verlobung, daß man nicht sehr bewundert wird;
– die eigene Verlobung: ein Flirt wird ein baldiges Ende nehmen;
– eine fremde erleben oder feiern: eine baldige Verlobung oder Heirat steht bevor;
Verheirateten bringt es eine schöne Freundschaft;
– eine lösen: man wird in wichtigen Angelegenheiten unüberlegt und übereilt handeln; es können Enttäuschungen folgen;
– die oder den Verlobte(n) sehen: ein Streit wird bald beigelegt.
(ind. ) : – sein: sei nicht so überklug;
– Verlobung feiern: du wirst bald Hochzeit machen;
– sehen: du scheinst dich nun endlich zu bessern.
Verlobungsring
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen oder tragen: bedeutet eine neue Anziehung oder eine schnelle Heirat.
Verlogenheit
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß man durch Unwahrheit befreundete Personen in arge Bedrängnis bringen wird.
Verlorenes
Volkstümlich:
(arab. ) : – suchen und nicht finden: Genußsucht vergeudet das Leben;
– suchen und finden: mit ein wenig Anstrengung wirst du deinen Verlust wettmachen.
Verlöschen
Volkstümlich:
(ind. ) : – ein Licht oder eine Lampe: du wirst eine Enttäuschung erleben.
Verlosung / Tombola
Volkstümlich:
(europ.) : – einen Gewinn ziehen: man wird einer Spekulation zum Opfer fallen;
– eine kirchliche Tombola: kündigt Enttäuschungen an;
– Einer jungen Frau verheißt dieser Traum leere Erwartungen.

1454
Verlust
Allgemein:
Traumbilder von Verlust tauchen häufig nach dem Tod geliebter Menschen auf. Sie können jedoch auch erscheinen, wenn es um den Verlust
weniger greifbarer Dinge wie Liebe oder Respekt oder sogar Selbstachtung geht. Wenn der Träumende in seinem Traum etwas verloren hat,
kann dies auch bedeuten, daß er Dinge vergessen hat, die wichtig sein könnten. Dies kann eine Chance, ein Freund oder eine Denkweise sein,
etwas, was ihn früher aufrechterhalten hat. Wenn der Träumende einen Verlust erleidet, verweist dies darauf, daß ein Teil seiner selbst oder
seines Lebens jetzt tot ist und daß er lernen muß damit umzugehen.
Psychologisch:
Es wird Ihnen Energie entzogen. Im Traum tritt diese Situation meist bei realen Verlustängsten auf. Wenn der Träumende den Weg verloren
oder sich verirrt hat, stellt dies emotionale, mentale oder auch körperliche Verwirrung dar. Ihm ist die Fähigkeit oder die Motivation
abhanden gekommen, Entscheidungen zu treffen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene verkörpert die Suche nach einem verlorenen Gegenstand das Streben nach Erleuchtung.
Volkstümlich:
(europ.) : – Verlust eines Kindes: die Pläne werden bald vereitelt; man wird frustriert zurück bleiben; erwarteter Erfolg endet in Mißerfolg;
– der Verlust von Angehöriger oder Freunden: gut vorbereitete Pläne werden scheitern; man hat schlechte Zukunftsaussichten;
– von Geld: man wird einen Gewinn auf einem anderen Lebensgebiet machen.
(Siehe auch „Geld“)
Vermächtnis
Volkstümlich:
(europ.) : – dir steht ein schönes Glück nahe bevor;
– erhalten: bedeutet eine heimliche Verbindung oder Bindung mit einem anderen Menschen.
(ind. ) : – Trauer in deiner nächsten Nähe.
Vermauern
Volkstümlich:
(ind. ) : – du bist im Begriff, ein Unrecht zu begehen.
Vermehrung
(Hab und Gut)
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Traum des Gegenteils; je vermögender und erfolgreicher man ist, desto größer werden die Anstrengungen
im wirklichen Leben sein.
Vermieten
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst Verdruß haben.
vermissen
Psychologisch:
Ein Mensch wird erwartet – vergeblich. Dann wird er verzweifelt gesucht, man verfolgt alle Spuren, versucht, seinen Weg zu rekonstruieren,
gerät dabei in leere Häuser, Sackgassen, Labyrinthe – der Abgängige bleibt verschwunden. (Keine Angst, dieser Traum kündigt nicht den
Verlust eines Menschen an!) Die vermißte Person ist Symbolgestalt für ein Talent (Kunst, Sport usw.), das man gerne entwickelt und
ausgelebt hätte. Der Träumer hat diesen – meist nicht freiwilligen – Verzicht nie ganz verwunden, also verarbeitet das Unterbewußtsein den
Verlust über den Abgängigkeitstraum: Vergiß es, es hat sich erledigt, belaste dich nicht mehr damit!
Vermögen
Allgemein:
Vermögen kündigt oft finanzielle Sorgen und empfindliche Verluste an, die man selbst verschuldet.
Psychologisch:
Ein Traumsymbol für Talente und (positive) Eigenschaften, die man besitzt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – besitzen: du solltest dich standesgemäß betragen.
(europ.) : – haben oder erwerben: bedeutet Geldschwierigkeiten und Geldmangel; auch: man wird stets alles dafür
geben, um die Probleme im Leben mit der notwendigen Kraft zu bewältigen, die der Erfolg verlangt;
– sind andere vermögend: man wird Freunde haben, die einem in gefährlichen Zeiten beistehen;
– Verkehrt eine junge Frau im Traum mit vermögenden Leuten, hat sie hohe Ansprüche. Sie wird eine
Person für sich gewinnen können, die diesen Ansprüchen gerecht wird.
(ind. ) : – haben: dir steht ein Verlust bevor.
(Siehe auch „Satan“)
Vermummen
Volkstümlich:
(ind. ) : – sich: du wirst in Verdacht kommen.
Vernichtung
Psychologisch:
Der Traum kann Selbstvernichtung bedeuten. Vielleicht geht in Ihrem Leben etwas vor, was Ihnen schaden könnte.
Verpachten
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst einen Verlust erleiden.

1455
Verpfänden
Volkstümlich:
(arab. ) : – von einem Teil seines Besitzes: du kommst in starke Bedrängnis.
(europ.) : – bedeutet in Not und Trübsal kommen.
(ind. ) : – etwas: du bist leichtsinnig.
Verpflichtung
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum einer Traumfigur gegenüber zu etwas verpflichtet ist, wird er damit an sein angeborenes
Pflichtgefühl erinnert. Vielleicht spürt er, daß er für andere etwas getan hat oder tun muß, daß er tief in seinem Innern nicht für angemessen
hält.
Psychologisch:
Wenn der Träumende an die Verpflichtungen denkt, die andere Menschen ihm gegenüber haben, muß er sicher sein, daß er in einer
bestimmten Situation niemanden seinen Willen aufdrängt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Verpflichtung im Traum eine Warnung sein, daß es wenig sinnvoll ist, dem spirituellen Weg aus einer
Verpflichtung heraus zu folgen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich zu irgend einer Sache verpflichten: die gedankenlosen Beschwerden anderer bereiten einem Kummer;
– anderen gegenüber verpflichtet sein: kein gutes Zeichen;
– anderen sich einem gegenüber verpflichten: man wird von Bekannten und Freunden geachtet.
Verrat / Verräter
Allgemein:
Von einem Verräter zu träumen bedeutet, daß der Träumende es unbewußt mit Hinterhältigkeiten zu tun hat. Dies kann sich auf eine andere
Person beziehen oder auf eigene Persönlichkeitsanteile, von denen der Träumende enttäuscht ist. Er fühlt, daß seine Maßstäbe von anderen
Menschen nicht besonders geschätzt werden.
Psychologisch:
Wird im Traum das Vertrauen des Träumenden von anderen Menschen mißbraucht, und erfährt er dadurch eine Enttäuschung, ist er sich
vielleicht der Tatsache bewußt, daß die Enttäuschung in Zusammenhang mit dem gemeinsamen Glauben erfolgte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene ist es Verrat, den ursprünglichen, eigenen Glauben zu verleugnen.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: Feinde warten nur darauf, einem auszunutzen;
– von jemandem als solcher bezeichnet werden oder sich so sehen: man wird wenig Angenehmes erleben;
– an einem Menschen selbst begehen: bald einen finanziellen oder beruflichen Schaden erleiden;
auch: durch eine Unvorsichtigkeit droht man in eine schwierige Situation zu geraten.
(ind. ) : – begehen: durch deine eigene Schuld kommst du in eine unangenehme Lage; deine Sorgen werden zunehmen;
– werden: deine Sorgen nehmen ab; Ende aller Betrübnis.
Verrechnen
Volkstümlich:
(ind. ) : – sich selbst: nicht alle Wünsche können erfüllt werden; getäuschte Hoffn ung.
Verrecken
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird keine Freunde haben.
Verreisen
Volkstümlich:
(europ.) : – steht für Gewinne als auch für Vergnügen;
– durch unbekannte rauhe Gefilde: deutet auf gefährliche Feinde und vielleicht Erkrankungen hin;
– dabei grüne, fruchtbare Hügel oder Berge sehen: man wird in der Zukunft besonders wohlhabend und glücklich sein;
– im Auto allein zu verreisen: sagt einem eine interessante, aber eventuell gefährliche Reise voraus;
– in einem voll besetzten Auto verreisen: steht für gelungene Abenteuer sowie neue, ansprechende Freunde.
(arab. ) : – Lebensgefahr.
Verriegeln
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bist ohne Grund furchtsam.
(ind. ) : – die Tür: eine lange und unangenehme Reise.
Verrücktheit
Assoziation: – totaler Kontrollverlust; Freiheit von Verantwortung.
Fragestellung: – Was hält mich zusammen? Was geschieht, wenn ich es verliere?
Artemidoros:
Von Sinnen sein verheißt Unternehmungslustigen Erfolg; denn die Tollen sind in allem, was sie anpacken, ungehindert. Am allerbesten ist es
für jene, die das Volk beeinflussen und die große Menge beherrschen wollen, ferner für Leute, die sich um die Gunst der Volksmenge
bemühen; sie werden großen Zulauf haben. Glück bringt es ferner angehenden Erziehern, weil Kinder gerne Verrückten nachlaufen. Armen
kündigt es goldene Zeiten an; denn einer, der von Sinnen ist, bekommt von allen Seiten etwas. Einem Kranken prophezeit es Gesundheit;
denn Verrücktheit treibt den Menschen an, sich zu rühren und umherzutollen, und duldet keine Bettlägerigkeit, wie bei einer Krankheit.
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum mit Verrücktheit konfrontiert wird, begegnet er häufig den Teilen seines Selbst, die in seiner
gegenwärtigen Situation nicht integriert sind. Er betrachtet im Traum einen Teil seiner selbst, der außer Kontrolle ist und der unter
bestimmten Bedingungen angsterregend sein kann.

1456
Psychologisch:
Wenn der Träumende in seinem Traum verrückt ist, stellt dies die unkontrollierbaren Aspekte eines extremen Gefühls dar. Ist er sich dessen
bewußt, daß er mit anderen Menschen nicht übereinstimmt und deswegen für verrückt gehalten wird, dann heißt dies, daß er sich nicht völlig
in die Gesellschaft eingliedert oder in die Gruppe einfügt, der er angehört.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Verrücktheit im Traum ein Gefühl der Ekstase symbolisieren.
Versagen
Allgemein:
Versagen muß im Traum nicht zwangsläufig an Personen gebunden sein. Versagt beispielsweise eine Lampe, muß sich der Träumende
vielleicht über einen Mangel an Energie oder Kraft klar werden. Persönliches Versagen kann mit Rivalität in Zusammenhang stehen oder den
Träumenden auf Alternativen hinsichtlich seines Verhaltens hinweisen.
Psychologisch:
Versagensangst kommt überaus häufig vor, und wenn Versagen das Traumthema ist, gibt dies dem Träumenden vielleicht die Chance, dieser
Angst auf akzeptable Weise zu begegnen. Versuchen Sie Ihr Selbstvertrauen wieder aufzubauen, indem Sie sich auf die erfolgreichen und
lohnenderen Fähigkeiten in Ihrem Leben besinnen, mit denen Sie in der Vergangenheit Erfolg hatten.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht Versagen im Traum für Depression oder spirituelle Frustration.
Versalzen
Allgemein:
Versalzen (von Speisen) kann andeuten, daß die Hoffnung oder ein Plan sich nicht verwirklicht, weil andere einen Strich durch die Rechnung
machen. Nach alten Traumbüchern kann das auch häuslichen Ärger oder eine heimliche Liebesaffäre anzeigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Versalzenes essen: Zank und Streit stehen ins Haus, was man besser vermieden hätte;
auch: finanzielle Schwierigkeiten werden sich schlimmer auswirken, als anfänglichst vermutet.
(europ.) : – Zank und Streit;
– etwas versalzen oder versalzene Speisen genießen: man wird sich heimlich verlieben
oder von einem anderen heimlich geliebt werden.
(ind. ) : – die Speisen: du wirst Streit in der Familie bekommen.
(Siehe auch „Salz“)
Versammlung
Allgemein:
Der Grund warum man im Traum an einer Versammlung oder Kundgebung teilnahm – entweder, weil man die Ziele dieser politischen Partei
unterstützte oder im Gegenteil bekämpfte -, ist ausschlaggebend für die Deutung. In jedem Fall ist ein gewisser Zorn des Wach- Ichs mit im
Spiel, der der Erforschung bedarf.
Psychologisch:
Wer sich in einer Versammlung reden hört, sollte im Alltagsleben nicht so viele Worte machen, weil man ihn sonst als Schwätzer
einschätzen könnte, auf jeden Fall als einen nicht sehr vertrauenswürdigen Menschen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: deine Mühe wird vergeblich sein;
– an einer teilnehmen: kündigt unangenehme Differenzen mit einem Geschäftspartner an;
– als Zuschauer beobachten: von seinen Mitmenschen unterschätzt werden und hat den Wunsch haben,
seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
(europ.) : – sehen: deutet auf ein ungewöhnlich reges Geschäftsleben oder eine feste Bindung in der Liebe hin;
auch: man hat seine Interessen nicht wahrgenommen und so werden einige Unannehmlichkeiten zu lösen sein;
– abhalten oder einer beiwohnen: bringt unliebsame Auseinandersetzungen im Bekanntenkreis;
– eine chaotische oder unangenehme: steht für Enttäuschungen; ist eine Mahnung vor Gefahren,
in die man sich leicht unnötigerweise stürzen kann.
(ind. ) : – beiwohnen: du befindest dich in einer Gefahr.
(Siehe auch „Rede“, „Verein“)
Verschanzung
Volkstümlich:
(europ.) : – Angst und Kummer.
Verschenken
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas: verheißt einen Gewinn.
(ind. ) : – etwas: du wirst Undank ernten.
Verschimmelt
Volkstümlich:
(europ.) : – finanzielle Gewinne kommen einem zu; aber man sollte nicht spekulieren, sonst verbleiben sie nicht.
Verschlag
Volkstümlich:
(ind. ) : – darin sein: du wirst in einem Stelldichein gestört werden.

1457
Verschlingen
Allgemein:
Wenn ein Traum davon handelt, daß der Träumende gefressen wird, setzt er sich mit der Angst, seine Identität zu verlieren, auseinander. Der
Träumende wird von einer Leidenschaft, einem überwältigenden Gefühl oder von einem Trieb verzehrt. Er hat es mit einer Kraft zu tun, die
er nicht kontrollieren kann.
Psychologisch:
Verschlingt der Träumende selbst etwas, dann muß er sich darüber Gedanken machen, wie er in Zukunft besser für die Befriedigung seiner
Bedürfnisse sorgen kann.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene wird Verschlingen im Traum als ein Prozeß gedeutet, bei dem das Böse geklärt oder in Gutes verwandelt wird.
Kali als Hüterin des Friedhofs symbolisiert dies ebenso wie andere verschlingende Gottheiten. Verschlingen ist ein Mittel, um zum Ursprung
zurückzukehren.
Verschüttet
Assoziation: – Arbeit an Freiheit und Vertrauen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bereite ich mich darauf vor, meine Stärken zu zeigen?
Psychologisch:
Ist man verschüttet, ist zuviel auf einmal über einem hereingebrochen. Man sollte es nach und nach aufarbeiten und neu beginnen.
Verschüttet man ein Getränk, so ist man entweder sehr unachtsam, oder man vergeudet jetzt seine Kräfte.
Volkstümlich:
(ind. ) : – sein: du schwebst in Gefahr.
Verschwenden
Allgemein:
Verschwendung deutet man traditionell als Warnung vor falschen Freunden, von denen man verlassen wird, sobald man in Not gerät.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du hast wenig Halt in dir selbst.
(europ.) : – man wird seinen Halt verlieren;
– verschwenderisch sein: entweder man ist zu großzügig oder man sollte freigebiger werden.
(ind. ) : – sein Geld: deine Freunde gehen von dir und du machst dir Feinde.
Verschwinden
Allgemein:
Traumbilder können sich unglaublich rasch nach dem Aufwachen verflüchtigen. Der Grund hierfür liegt darin, daß die Träume sich noch
nicht im Bewußtsein des Träumenden festsetzen konnten. Traumarbeit kann dem Träumenden jedoch dabei helfen, die Informationen, die
sein Unterbewußtsein ihm mitzuteilen versucht, zu „fixieren“. Verschwinden zeigt oft an, daß man unangenehme Erfahrungen rasch
verdrängen möchte. Ferner können darin Absichten, Erfahrungen und Hoffnungen zum Ausdruck kommen, die man aufgeben muß, weil sie
sich nicht verwirklichen lassen.
Psychologisch:
Wie ein Kind Zauberei für bare Münze nimmt, erlebt auch der Träumende den Traumzustand als völlig real. Wenn Bilder in einem Traum
plötzlich verschwinden, werden sie manchmal mit dem Aufwachen wieder greifbarer.
Spirituell:
Der menschliche Geist besitzt große magische Fähigkeiten, was in Träumen, in denen Dinge verschwinden und dann vielleicht wieder
auftauchen, zum Ausdruck kommt.
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst bestohlen.
Verschwörung
Volkstümlich:
(arab. ) : – entdecken: gute Anstellung;
– daran teilnehmen: du wirst einen Freund verlieren.
(europ.) : – sehen oder aufdecken: man wird sich unnötig Feinde dadurch machen, daß man sich „oben“ beliebt zu machen versucht;
– gegen einem gerichtete: die Bemühungen zielen nicht auf die richtigen Objekte und Menschen;
– an einer teilnehmen: einer höhergestellten oder vorgesetzten Person gegenüber wird man sich durch
ein Schnippchen köstlich amüsieren.
(ind. ) : – deine Pläne kannst du jetzt ausführen, großer Erfolg ist dir sicher.
Verse
(Strophe)
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird nicht erfolgreich sein, wenn man allein arbeitet; man sollte sich einen Partner nehmen;
– lesen oder auswendig lernen: Freude, Erfolg.
Versetzen
Volkstümlich:
(europ.) : – jemanden bei der Verabredung: man wird ein unangenehmes Wiedersehen haben.
Versicherung
Assoziation: – mangelndes Vertrauen; Sicherheit.
Fragestellung: – Vor welchen Verlusten fürchte ich mich? Wie blockiere ich meinen eigenen Fortschritt?
Allgemein:
Versicherung wird manchmal wie Kaufmann verstanden. Oft ist sie als allgemeines Warnsignal zu sehen, dessen Bedeutung sich aus den
individu ellen Lebensumständen ergibt.
Psychologisch:
Schließt man im Traum eine Versicherung ab, sollte man mehr Selbstvertrauen entwickeln, denn es ergeben sich viel mehr Möglichkeiten,
als man glaubt.

1458
Volkstümlich:
(europ.) : – abschließen: kündet einen Schaden oder Verlust an.
Versicherungsvertreter
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird bald einen Fremden treffen, der zu den Geschäftsinteressen beiträgt;
auch: es steht eine Veränderung im häuslichen Leben an;
– verzerrt oder unnatürlich sehen: verheißt eher Negatives als Positives.
Versiegelung
(Siegel)
Volkstümlich:
(europ.) : – Unsicherheit, was den Ausgang eines Rechtsstreites betrifft, wird einem verärgern, jedoch nur für kurze Zeit.
Versinken
Volkstümlich:
(arab. ) : – in Sumpf, Wasser etc.: du gerätst trotz allen Fleißes in ärmliche Verhältnisse.
(ind. ) : – dir steht Unglück bevor.
Versöhnung
Allgemein:
Versöhnung kann nach altindischer Deutung einen baldigen Erfolg versprechen, den man nach viel Mühe auch verdient hat. Andere
Traumbücher warnen damit vor einem unversöhnlichen Feind.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit Bekannten: hüte dich vor Streit und Zank;
– mit einem Unbekannten: man wird durch ein Geständnis bald sein Gewissen erleichtern können;
auch: kündigt eine neue Freundschaft an, die möglicherweise ein ganzes Leben bestehen bleiben wird;
– mit einem Feind oder Widersacher: du wirst dich ohne Dank für andere abmühen.
(europ.) : – gilt für Unversöhnlichkeit im Leben;
– erleben: man wird einen unversöhnlichen Gegner haben.
(ind. ) : – du hast seelischen Kummer;
– erhalten: deine Mühe wird bald belohnt.
Versorgungshaus
Volkstümlich:
(ind. ) : – Sorge und Leid in deinem Alter.
Verspätung
Allgemein:
Verspätung zeigt meist die Neigung, sich vor Entscheidungen zu drücken und Angelegenheiten vor sich herzuschieben; dadurch verpaßt man
viele Chancen, die das Leben bietet. Allgemein kann sie für einen zögerlichen, von unnötigen Skrupeln geplagten, willensschwachen und
unsicheren Menschen stehen.
Psychologisch:
Wie in der Wirklichkeit, so verpaßt der Träumende auch im Traum durch sein Zuspätkommen etwas, sei dies ein Zug oder im übertragenen
Sinne der Anschluß. Dieses Traumbild kann ausdrücken, daß der Träumende nicht schnell genug zum Aufbruch entschlossen ist, weil er sich
in seiner bisherigen Situation eingerichtet hat und sich nur schwer von Gewohntem trennen kann. Der Wechsel von einer Lebensphase in die
andere oder vielleicht auch von der Berufstätigkeit in die Rente ist aber zeitlich ziemlich genau festgelegt. Wer zu lange zögert, kann damit
im übertragenen Sinne seine Lebensreise verzögern, den Anschluß verpassen und sich damit in Schwierigkeiten bringen. Hat aber ein Zug
Verspätung, umschreibt das den Ärger, daß man auf irgend etwas warten muß, das man gerne erreichen oder haben möchte. Manchmal wird
durch dieses Traumbild auch auf einen Einschnitt in dem Lebensverlauf hingewiesen. Verspätet man sich bei einem Rendezvous, kann die
Liebe im Wachleben nicht allzu groß sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – im Leben scheint man den Anschluß verpaßt zu haben, oder man ist in Gefahr, in naher Zukunft den richtigen Augenblick
zu versäumen;
– selbst: ist eine Warnung, daß Gegner die Karriere behindern wollen; auch: man wird nach seiner Meinung gefragt werden;
auch: man hat sich auf falsche Hilfsmittel verlassen und sollte besser disponieren.
(Siehe auch „Bahnhof“, „Zuspätkommen“)
Versperren
Volkstümlich:
(ind. ) : – etwas: du bist mißtrauisch.
Verspottet
Allgemein:
Verspottung kann ankündigen, daß eine Absicht scheitern und man sich damit auch noch lächerlich macht. Altindische Traumbücher deuten
sie als Lob oder Anerkennung, die man bald erwarten kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: du lernst deine Freunde von der richtigen Seite kennen.
(europ.) : – werden: ist das Vorzeichen einer bevorstehenden Auszeichnung;
– eventuell auch, man wird eine Zurücksetzung erfahren.
(ind. ) : – werden: eine Belobigung, verbunden mit einer öffentlichen Auszeichnung steht dir bevor.

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Versprechen
Volkstümlich:
(europ.) : – es gilt eine wichtige Entscheidung zu treffen; der richtige Entschluß führt zu glücklichen Zeiten;
es gilt daher gut nachzudenken.
(ind. ) : – dich erwartet eine Täuschung.
Verstand
Volkstümlich:
(europ.) : – verlieren: man soll nicht so viel nachdenken.
(ind. ) : – verlieren: eine fröhliche Abendmahlzeit.
Verstauchung
Psychologisch:
Bei der Verstauchung im Traum wird auf eine Beschränkung der Bewegung verwiesen, die jedoch nicht so drastisch wie beim Bruch ist. Ist
der Arm verstaucht, ist das Begreifen und damit die Handlungsfähigkeit eingeschränkt, ist der Fuß verstaucht, kann man sich nicht mehr frei
und mühelos fortbewegen. Oftmals kann dieses Traumsymbol als Hinweis auf Geduld und Abwarten deuten.
Versteck / verstecken
Allgemein:
Verstecken sich: Wechseln Sie nicht dauernd Ihre Einstellung oder Denkweise.
Psychologisch:
Wovor man sich im Traum versteckt ist etwas, vor dem man im Wachleben gewisse Angst hat. Genauso wie in den Verfolgungs-Träumen
kommt man nicht darum herum, das Monster zu stellen und mit dem, was es repräsentiert, klarzukommen. Vielleicht versteckt man sich aus
Scham oder aus Mangel an Selbstbewußtsein?
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas versteckt haben: es wird einem eine Beschämung widerfahren;
– versteckte Dinge finden: prophezeit einem unerwartete Freuden;
– sich selbst verstecken: schlechte Nachrichten werden einem bald erreichen;
– Wenn eine junge Frau von versteckten Gegenständen träumt, wird sie Gegenstand
widersprüchlichen Tratsches sein, sich aber als ehrenhaft erweisen.
(Siehe auch „Hinterhalt“)
Versteinerung
(Holz)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Erhaltung; Detail; Mannigfaltigkeit; Bote; Beharrlichkeit; Verstehen des Erdzyklus; Stabilität; Verbindung; Überbrückung;
Meeresschildkrötenclan.
Beschreibung: Die Versteinerung ist im inneren Kreis des Medizinrads das Mineraltotem des mit der Erde verbundenen Schildkrötenclans.
Die Versteinerung des Holzes setzt dann ein, wenn seine Struktur durch dramatische Veränderungen auf der Erde beeinflußt wird.
Versteinerungen gibt es in vielen Farben. Sie gelten als Besonderheit, weil sie zugleich das Pflanzenreich und das Mineralreich ehren, da sie
steingewordene Pflanzen sind. Scheiben solcher Versteinerungen enthalten meist Bilder, von denen man glaubte, daß sie Botschaften aus der
Zeit in sich trügen, in welcher der Stein noch aus Holz war.
Allgemeine Bedeutung: Erforschung deiner Beziehung zu Pflanzen- und Mineralwesen; altes Wissen erforschen.
Assoziation: Ein versteinertes Herz.
Transzendente Bedeutung: Die Fähigkeit, dich sowohl mit dem Mineralien – als auch mit dem Pflanzenreich zu verbinden.
(Siehe auch „Verknöcherung“)
Verstopfung
Assoziation: – Angst vor dem Loslassen.
Fragestellung: – Was halte ich zurück?
Allgemein:
Verstopfung, die sich nicht körperbedingt aus Darmträgheit erklärt, kann im übertragenen Sinn die Neigung zu Geiz oder die Unfähigkeit,
Gefühle offen zu zeigen, symbolisieren. Es fällt schwer, etwas herzugeben, seien es nun materielle oder seelisch-geistige Werte. Sie übersetzt
die psychische Selbstvergiftung, das Beharren auf einen falschen Standpunkt.
Psychologisch:
Bei der Verstopfung als Traumsymbol hält man Wünsche und Ängste fest (besonders auch unterschwellige und triebhafte Bedürfnisse) und
drückt sie nicht aus. Man läßt sie nicht los und nicht heraus. Es gibt auch die geistige Verstopfung, die auf starre Gedanken und im Extrem
auf Zwangsgedanken (fixe Ideen) hindeuten.
Volkstümlich:
(europ.) : – wenn nicht als rein körperliche Mahnung (Stuhldrang) zu verstehen, dann sehr oft Zeichen für übermäßigen Geiz.
(Siehe auch „Darmentleerung“, „Exkremente“, „Kot“, „Toilette“)
Verstorbene
Allgemein:
Erscheinen im Traum verstorbene Menschen, verweisen sie in der Regel auf starke positive oder negative Emotionen, die der Träumende im
Zusammenhang mit diesen Menschen erlebt hat. Anlaß für solche Träume können noch nicht verarbeitete Schuldgefühle oder Aggressionen
sein. Auf diese Weise von Verstorbene zu träumen, ist die einzige Möglichkeit, noch nachträglich einen Schlußstrich unter die Beziehung zu
setzen.
Psychologisch:
Erinnerungen können jahrelang im Unbewußten „begraben“ sein, und oft wird der Träumende an andere Zeiten, Orte oder Beziehungen
erinnert, wenn im Traum Menschen auftauchen, die gestorben sind. Dies hilft ihm, mit der Gegenwart besser zurechtzukommen. Wer einen
Verstorbenen im Traum sieht, erwartet oder sucht im Wachleben Rat, der hilfreich sein könnte. Oft kündigt ein solcher Traum auch Heilung
von Krankheit oder Rettung aus einer Gefahr an.
Spirituell:
Wenn man von Menschen träumt, die gestorben sind, kann dies auf eine Verbindung der eigenen Spiritualität mit längst vergessenen
Vorfahren hinweisen.

1460
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen und sprechen: mit vielen Personen verkehren.
(europ.) : – frohe Nachrichten und die Erfüllung langgehegter Hoffnungen;
bringt meist unerwartete Hilfe oder Rettung aus schwieriger Situation.
(ind. ) : – sehen: deine Hoffnungen werden sich erfüllen.
(Siehe auch „Leiche“, „Tod“, „Urne“)
Verstümmelung
Allgemein:
Verstümmelung des Körpers oder jeder Traum, in dem in irgendeiner Form etwas zerstückelt wird, hat zum großen Teil damit zu tun, daß
sich der Träumende machtlos fühlt. Vielleicht fühlt er sich durch eine bestimmte Situation im wahrsten Sinne des Wortes „zerrissen“, und er
kann nur durch eine gewaltige Anstrengung sein Gleichgewicht wiederfinden.
Psychologisch:
Der Träumende muß alte Gefühle und Vorstellungen „zerlegen“, um Gewißheit über sich selbst zu erlangen. Wird man im Traum
verstümmelt oder sieht man Menschen, die verstümmelt sind, ist das als Verlust von Eigenschaften und Fähigkeiten anzusehen. Dabei ist es
unbedingt notwendig zu beachten, welcher Körperteil verstümmelt wurde.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert Verstümmelung im Traum Tod und Wiedergeburt als Initiation; der Tod des Selbst ist die
Voraussetzung für Reintegration und Wiedergeburt.
Versuchung
Allgemein:
In der Frühzeit des Christentums hielt man Träume für Blendwerk des Teufels, der damit Männer und Frauen zur Sünde verleiten wolle. Es
gibt viele Berichte von Heiligen, die durch erotische Träume in Versuchung geführt worden sein sollen. Heute weiß man, daß Träume von
niemandem „geschickt“ werden, sondern daß sie Botschaften von uns selbst an uns selbst sind. Träume von Versuchungen oder Handlungen,
die wir im Wachleben für unmoralisch halten, erinnern uns an Wünsche und Begierden, die wir verdrängt haben. Ein Traum, in dem man zu
einer Prostituierten oder zu einem Gigolo geht, kann ein reiner Ausdruck sexueller „Unterernährung“ sein oder der Wunsch nach sexueller
Abwechslung. Ein Traum, in dem man Fischen geht und einen unwiderstehlichen Köder an der Angel auslegt, bedeutet den direkten
Wunsch, sich jemanden „zu angeln“, oder daß es eine nahezu unwiderstehliche Versuchung gibt. Das Unterdrücken von Wünschen kann edle
Motive haben, trotzdem muß man sich über seine Emotionen klar sein und diesen die Zügel zumindest so locker lassen, daß man abschätzen
kann, ob ihre Verdrängung nicht zu psychischen Schwierigkeiten führt.
Psychologisch:
Die Versuchung ist ein Konflikt zwischen zwei Trieben. Im Traum kann der Träumende zum Beispiel einen Konflikt erleben zwischen dem
Bedürfnis, in die Welt hinauszugehen, und dem Wunsch, in der Sicherheit des eigenen Zuhauses zu bleiben. Die Versuchung trägt
Nachgiebigkeit in sich, beschreibt die Situation, in welcher der Träumende eher den Weg des geringsten Widerstandes geht, als den besten
Handlungsverlauf zu wählen. Wenn dem Träumenden Wahlmöglichkeiten des Handelns geboten werden, neigt er vielleicht dazu, die Option
zu wählen, die ihn eher kurzfristig als langfristig zufriedenstellt. Die Vorstellung, einer Versuchung, verweist darauf, daß sie mächtiger ist
als der Träumende.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Versuchung im Traum eine der größten Barrieren dar, die der Träumende überwinden muß.
Volkstümlich:
(europ.) : – Hindernisse versperren den Weg zu dem, was einem rechtmäßig gehören sollte; hüte die Zunge
und man wird mit Verstand alle Schwierigkeiten überwinden;
– einer erliegen: man wird durch einen neidischen Menschen Schwierigkeiten bekommen,
der versucht, einem bei seinen Freunden in Mißkredit zu bringen;
– widerstehen: man ist in einer heiklen Angelegenheit erfolgreich.
(ind. ) : – werden: große Not ist um dich; du wirst ein anständiger Mensch bleiben.
Vertauschen
Volkstümlich:
(europ.) : – etwas: man darf sich auf eine angenehme Überraschung freuen, denn ein Wechsel findet statt.
(ind. ) : – etwas: Nachteil.
Verteidigung
Allgemein:
Im Traum werden Triebwünsche abreagiert. Diese Triebwünsche werden im Bild der Bedrohung dargestellt. Meist verteidigt sich der
Träumende gar nicht, sondern ergreift die Flucht. Sich zu verteidigen ist auch nur eine Art der Gewissensberuhigung. Auf der Flucht kann
dem Träumenden alles Mögliche zustoßen, was die Flucht vor der Bedrohung erschwert: Er stürzt, fällt, stolpert oder trifft auf ein Hindernis.
Das Traumbewußtsein weist mit diesen Bildern so eindringlich wie möglich und nötig auf die Bedrohung hin.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich, mit Waffen oder Worten: in eine unangenehme Lage verwickelt werden.
(europ.) : – jemandem juristisch verteidigen: man wird Hilfe erhalten, wenn man sie am nötigsten braucht;
– jemandem abschirmen oder verteidigen: man kann wenigstens auf einen loyalen Freund zählen.
(Siehe auch „Gericht“, „Gewalt“, „Vergewaltigung“)
Vertilgen
Volkstümlich:
(ind. ) : – unglückliche Liebe.
Vertrag
Allgemein:
Vertrag warnt oft davor, eine lästige Verpflichtung einzugehen, die wenig Lohn und Dank bringt. Kann man sich ihr nicht entziehen, muß
man lernen, sich damit abzufinden, und an andere Dinge zu denken.
Volkstümlich:
(europ.) : – abschließen: geschäftliche Ereignisse treten ein; bringt eine drückende Verpflichtung;
– Mietvertrag: Zwistigkeiten.

1461
Vertragsurkunde
Volkstümlich:
(europ.) : – eine unterzeichnen: man vermeide Spekulationen und Streit mit nahestehenden Personen;
es besteht Verlustgefahr; entweder von Geld oder Zuneigung.
Vertrauen
Assoziation: – Arbeit an der Selbstakzeptanz.
Fragestellung: – Welchen Teil meines Selbst bin ich zu integrieren bereit?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Zutrauen; Annahme; starker Glaube; Treue; südlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Vertrauen wird im Medizinrad mit der mittleren Position des südlichen Seelenpfads assoziiert. Mit dieser Qualität werden
darüber hinaus das Mineral Lepidolith, die Pflanze Boretsch, das Tier Lachs und die Farbe Lavendel verbunden.
Allgemeine Bedeutung: Mehr Sicherheit, Annahme und Stärke gewinnen; eine Bereitschaft, deine eigene Verletzlichkeit zu untersuchen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Bereitschaft, sich dem Leben zu ergeben. Diese Hingabe geschieht nicht aus einer Schwäche heraus, sondern
sie ist im Gegenteil ein Ausdruck der Stärke, die es dir gestattet, den Schöpfer wahrhaftig kennenzulernen.
Vertreibung
Psychologisch:
Ein Traum, in dem man eine Vertreibung plant, ist ein Hinweis darauf, daß man sich im Wachleben von etwas trennen möchte: von einer
Person oder auch einer eigenen schlechten Eigenschaft. Man konzentriere sich auf die zentrale Person des Traumes; es könnte sein, daß man
in ihr das Verhalten erkennt, das man zwar ablehnt, aber selbst an den Tag legt – und dies auch weiß.
Vertrocknet
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Reise in ein heißes Land steht bevor.
Verunglimpfung
Psychologisch:
Ein Traum, in dem man über jemandem schlecht redet, kann bedeuten, daß auch das Wach-Ich mit übler Nachrede zu tun hat. Die Art der
Verunglimpfung ist hier wichtig, aber man muß vorsichtig damit sein, den Traum buchstäblich zu nehmen. Man denke daran, daß Träume in
der Regel die verschlüsselte Sprache der Symbole, Allegorien und Verfremdungen verwenden.
(Siehe auch „Verleumdung“)
Verunglücken
Volkstümlich:
(arab. ) : – Vorsicht ist dir anzuraten.
Verunstaltet
Volkstümlich:
(europ.) : – sich selbst sehen: du wirst Beschämung und Kummer zu ertragen haben.
Verurteilte
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Bekümmernis.
Verwandlung
Artemidoros:
Bei den Verwandlungsträumen muß man erstens auf die Quantität achten, zweitens auf die Qualität und drittens auf die äußere Erscheinung.
Zur Quantität: Günstig ist es, wenn einer, der von kleinem Wuchs ist, träumt, groß zu werden oder über seine natürliche Gestalt
hinauszuwachsen, jedoch nur dann, wenn er die normale Größe eines Menschen nicht überschreitet. (Nach antiker Vorstellung kommt
übermenschliche Größe oder Schönheit nur den Göttern und Heroen zu.) Das Traumgesicht kündigt nämlich nicht ein körperliches Wachsen,
sondern eine Steigerung der Unternehmungen und der Vermögensverhältnisse des Träumenden an. Dagegen bedeutet es ihm den Tod, wenn
er sich in übermenschlicher Größe schaut; träumt jemand, sein Kind, das eben noch klein war, sei zum Mann herangewachsen, so wird dieses
sterben. Ein schlimmes Vorzeichen ist es für einen alten Menschen, wenn er sich in ein Kind verwandelt; es bedeutet ihm den Tod. Ein gutes
Vorzeichen dagegen ist es für einen Mann, zum Jüngling, für einen Jüngling, zum Knaben zu werden. Beide wechseln ja in das jugendlichere
Alter über. Glück bringt es einem Knaben, in einen Jüngling, einem Jüngling, in einen Mann, und einem Mann, in einen Greis sich zu
verwandeln. Denn jeder von ihnen kommt in das ehrenvollere Alter. Wird ein Jüngling zu einem Greis, wird er zwar nicht sterben, wie der
Knabe, aber erkranken. Verwandelt sich ein Mann in einen Knaben, wird er durch unbesonnene Geschäfte Verluste erleiden. Treffend sagt
das Dichterwort: „Stets ist Jünglingen ja ihr Herz voll flatternden Leichtsinns.“ (Homer: Ilias 3,108) Mit der Qualität der Verwandlung
verhält es sich folgendermaßen: Verwandelt sich ein Mann in eine Frau, so ist das für einen Armen und einen Sklaven ein gutes Vorzeichen.
Der eine wird wie eine Frau einen Ernährer finden, der andere bei seiner Sklavenarbeit weniger schuften müssen; denn die Arbeiten der
Frauen sind weniger anstrengend. Für einen Reichen hingegen ist es von Übel, besonders wenn er im politischen Leben steht; denn für
gewöhnlich walten und schalten die Frauen im Haus. Deswegen wird das Traumgesicht ihn von allen höheren Ämtern ausschließen.
Sportlern bedeutet es Krankheit; denn Frauen sind von zarterer Natur als Männer. Verwandelt sich eine Frau in einen Mann, so wird sie, falls
sie unverheiratet ist, heiraten, ist sie kinderlos, einen Knaben gebären, und auf diese Weise wechselt sie in die männlichen Natur über. Hat
sie einen Mann beziehungsweise einen Sohn, wird sie als Witwe ihr Leben beschließen; denn der Mann bedarf nicht des Mannes, sondern
der Frau. Einer Sklavin legt dieses Traumerlebnis ein noch schwereres Sklavenjoch auf, eine Hetäre dagegen bringt es Glück. Die eine wird
noch länger wie ein Mann schuften müssen, die andere ständig in Anspruch genommen werden. Träumt jemand, sei es Mann oder Frau, aus
Silber oder Gold zu sein, so wird er, falls er ein Sklave ist, verkauft werden, so daß er mit Silber oder Gold aufgewogen wird, ein Armer wird
zu Reichtum kommen, so daß Gold und Silber ihn umgeben, ein Richter aber wird Anschlägen ausgesetzt sein, weil alles Gold und Silber
zahlreiche Spitzbuben anlockt Jedem kranken aber prophezeit das Traumgesicht mit Sicherheit den Tod, ebenso, wenn man glaubt, zu Erz
geworden zu sein; ausgenommen sind nur der Athlet und der Sklave; der erstere wird einen Sieg erringen und ein Standbild bekommen, der
letztere freigelassen werden . Denn aus Erz sind die Standbilder der Freien, die als Weihgeschenke gestiftet werden. Dasselbe bedeutet es,

1462
wenn jemand sein Bild oder seine Statue aus Erz auf öffentlichem Marktplatz aufgestellt erblickt. Die Verwandlung in Eisen dagegen
prophezeit unerträgliche Schicksalsschläge; der Träumende wird sie jedoch überstehen und ein hohes Alter erreichen. Denn Menschen aus
Eisen nennen wir diejenigen, welche viele Widrigkeiten ertragen haben. Träumt man, zu Lehm oder Ton geworden zu sein, so droht
jedermann der Tod, ausgenommen Leute, die mit Ton oder Lehm ihren Lebensunterhalt verdienen. Glaubt man, zu Marmor geworden zu
sein, zeigt das dem Träumenden Wunden und Verletzungen an; denn ohne eiserne Werkzeuge kann niemand in Marmor gehauen werden.
Entsprechend hat man zu urteilen, wenn es sich um die Verwandlung in einen anderen Stoff handelt. Verwandelt sich jemand in ein Tier,
muß man von der Natur desselben ausgehen und dementsprechend die Auslegung treffen. Glückverheißend sind ferner nach meiner
Erfahrung Schönheit, edler Wuchs und Körperkraft, sofern sie nicht Menschenmaß überschreiten, denn träumt jemand, ungewöhnlich schön,
stattlich oder stark zu sein, bedeutet es dasselbe, wie wenn man glaubt, häßlich oder gelähmt oder kraftlos zu sein. Alles bringt Kranken den
Tod, Gesunden Kraftlosigkeit und Siechtum. Jeder Umschlag zum Besseren ist für Reiche ein glückliches Zeichen, selbst wenn sich einer in
einen Gott verwandelt; nur darf dabei nichts Unzureichendes sein. So träumte jemand, er sei zu Helios geworden und gehe im Glanz von elf
Sonnenstrahlen über den Marktplatz. Er wurde zum Bürgermeister seiner Stadt gewählt und starb, nachdem er elf Monate dieses Amt
ausgeübt hatte, weil die Zahl der Strahlen nicht vollzählig war.(Der Sonnengott hat zwölf Strahlen.)
Allgemein:
Wird im Traum etwas verwandelt, so bedeutet dies, daß das Bild eine größere Bedeutung hat als das Traumsymbol. Verwandlung bedeutet
meist, von Licht umgeben zu sein, und dies setzt eine spezielle, göttliche Sinngebung voraus. Ein solcher Traum kann dann auftreten, wenn
der Träumende in seinem Leben eine Wandlungsphase durchmacht. Verwandlung ist ein Phänomen, das bei Veränderungen des
Bewußtseinsstadiums auftritt. Es ist, als ob ein Licht in die Persönlichkeit einfällt und diese verändert. Das Auftreten von Verwandlungen im
Traum deutet darauf hin, daß der Träumende sich seiner Geisteskraft bewußt wird.
Psychologisch:
Es tritt bei der Traumarbeit ein Selbstverstärkungseffekt auf: Wenn man eine erste Veränderung bei sich bemerkt, verstärkt deren bewußte
Wahrnehmung weitere und eventuell tiefgreifendere Veränderungen. Um solche gewünschte Änderungen bei sich festzustellen, kann man
wiederum auf seine Träume zurückgreifen. Unsere Träume bilden jegliche psychische Veränderung des Träumenden ab, man muß sie nur
genau daraufhin betrachten. Persönlichkeits- oder Verhaltensveränderungen im alltäglichen Leben zeigen sich zunächst im Traum häufig
durch ein Auftreten neuer und bislang unbekannter Symbole. Da treten beispielsweise typische Wandlungssymbole auf oder wiederkehrende
Symbole, die man vorher nicht in seinen Träumen fand. Zu den charakteristischen Wandlungssymbolen gehören folgende Bilder:
– Das überschreiten einer Brücke und jede Situation, in der man ans andere Ufer oder in ein neues Land gelangt. Das Betreten von Neuland,
Konfrontation mit dem Unbekannten oder das Finden eines bislang unbekannten Zimmers in einem Haus.
– Die Raupe und der Schmetterling, die Häutung der Schlange oder der Vogel als Bild der Verbindung von Himmel und Erde.
Natürlich gibt es noch viel mehr solcher Wandlungssymbole, aber nach meiner Erfahrung lassen sich die meisten dieser Symbole auf die
angeführten vier Symbolgruppen zurückführen.
1. Das Erreichen des anderen Ufers:
Immer, wenn wir im Traum von einem Ort zu einem neuen Ort wechseln, entspricht das einer inneren Veränderung. Wir verlassen unseren
alten Standpunkt, der durch den Ort, an dem wir uns im Traum befinden, symbolisiert wird, um zu einem neuen Standpunkt zu gelangen, der
den inneren Ort charakterisiert, auf den wir uns hinbewegen möchten. Betrachten Sie den neuen Ort genau, denn er zeigt Ihnen symbolisch,
wohin Sie sich entwickeln. Ein archetypisches Bild dieser Situation stellt die Brücke dar, über die man die Schlucht oder das wilde Wasser
überquert, um zum anderen Ufer zu gelangen. Dieses Bild finden wir in Sagen und der Mythologie, wenn beispielsweise der Lanzelot – ein
Ritter von König Artus Tafelrunde – die Schwertbrücke überqueren muß, um Meliagaunce – den Verführer seiner geliebten Guinevra – zu
finden, um mit ihm zu kämpfen. Damit setzt sich Lanzelot mit seinem Schatten auseinander, denn er selbst hat ebenfalls Guinevra verführt,
obwohl sie die Frau seines Königs ist. Mit der Konfrontation mit dem eigenen Schatten beginnt stets eine Neuorientierung und Veränderung.
Wir kennen das Bild der Brücke auch aus dem Koran, der die Hölle schildert. Jene Brücke ist so schmal wie ein Haar und nur der Gerechte
kann Sie überschreiten, um in einen neuen, paradiesischen Zustand zu gelangen. C. G. Jung bezieht das Symbol der Brücke auf die
unsicheren Stellen in unserem Bewußtsein, das wieder und wieder von den Einbrüchen unseres Unbewußten bedroht wird. Wichtig ist, die
Brücke zu überqueren und auf der anderen Seite anzukommen. Egal wie schwierig das auch sein mag, versuchen Sie auf jeden Fall bei solch
einen Traum, das andere Ufer zu erreichen. Gelingt Ihnen das nicht selbst im Traum, dann nutzen Sie die Kraft der Tagtraumtechnik aus,
indem Sie sich diesen Traum noch einmal so genau wie möglich vorstellen, ihn aber positiv mit dem Erreichen des anderen Ufers enden
lassen. Nehmen Sie sich vor – vielleicht in Form einer Affirmation -, wenn dieses Traumsymbol wieder auftritt, die Brücke wirklich zu
überqueren und auf der anderen Seite anzukommen. Das gilt nicht für das Traumbild Brücke, sondern für jede Situation im Traum, bei der
Sie von einem bekannten Ort zu einem neuen Ort gehen. Wichtig ist das Ankommen. Ob der Übergang zum Neuen durch eine Brücke, eine
Straße oder eine Reise mit irgendeinem Verkehrsmittel geschildert wird, achten Sie stets genau auf den Zustand der Brücke oder Straße
beziehungsweise des gewählten Verkehrsmittels. Zu Beginn einer psychischen Veränderung mag die Brücke noch schmal wie im Koran oder
bei Lanzelots Schwertbrücke sein, die Brücke mag auch ausbesserungsbedürftig oder schwankend sein. Das liegt daran, daß der Traum
Bewußtseinsveränderungen voraussehen kann, das jetzige Bewußtsein des Träumers aber noch nicht derart gestärkt ist, diese Veränderung
ohne Probleme zu durchlaufen. Nehmen Sie sich in Ihren Tagträumen vor, die Brücke sicherer, stabiler und breiter werden zu lassen. Am
liebsten bleiben wir, wie wir sind, und jede persönliche Veränderung wird von uns als bedrohlich empfunden. Auf jeden Fall sind Brücken
wie alle Übergänge Orte der Gefahr. Achten Sie also auf Symbole, die Übergänge zu etwas anderem und Neuem symbolisieren und
versuchen Sie mit Affirmationen und der Tagtraumtechnik diese Übergänge zu stabilisieren und zu festigen, womit Sie auch in Ihrem
Inneren den Übergang zu Neuem einen Weg bereiten.
2. Der unbekannte Raum oder das unbekannte Land im Traum:
Jedes Neuland, das wir im Traum betreten, ist ein Symbol für neue Möglichkeiten. Sehr häufig finden wir ein neues Zimmer in einem uns
bekannten Haus oder wir reisen in ein uns unbekanntes Land. Sei es nun das unbekannte Zimmer oder Land, immer ist darauf zu achten, wie
dieses Land oder Zimmer charakterisiert werden kann. Erinnern Sie sich an einen solchen Traum, empfiehlt es sich, den neuen Ort genau zu
betrachten. Wer bewußt träumen kann, der sollte erst einmal seinen inneren Film anhalten und schauen, wie das neue Zimmer eingerichtet ist
und welche Atmosphäre es ausstrahlt. Handelt es sich um ein unbekanntes Land, sollte jede Einzelheit, die dieses Land charakterisiert, als
symbolischer Hinweis auf neue Lebensmöglichkeiten gesehen werden. Begeben Sie sich noch einmal in diesen Traum und schauen Sie sich
nun das Zimmer oder Land genau an. Es kommt nicht darauf an, daß Sie sich so genau wie möglich an Ihren Traum halten, sondern Sie
können Ihrer Phantasie folgend das Zimmer oder das Land ausgestalten. Wichtig ist jedoch, daß dies nicht von Ihrem Kopf und Ihren
Wünschen her geschieht, sondern daß Sie das Traumbild Ihrer Phantasie übergeben und schauen, wie sie das Bild für Sie weiterentwickelt.
3. Raupe, Schmetterling und Schlange:
Die Raupe wird zum Schmetterling, die Schlange häutet sich. Damit stellen Raupe, Schmetterling und Schlange verbreitete archetypische
Bilder des persönlichen Transformationsprozesses dar. Tritt die Raupe in unseren Träumen auf, so deutet das auf einen gerade erst
begonnenen Veränderungsprozeß hin und möchte uns vielleicht sagen, daß wir uns erst einmal einspinnen, das heißt zurückziehen müssen,
um zum leichten Schmetterling zu werden. Wer von einer Raupe träumt, sollte mit der Tagtraumtechnik versuchen, aus dieser Raupe einen
Schmetterling werden zu lassen und sich dann mit dem Schmetterling identifizieren. Damit hat der Träumende auf der symbolischen Ebene

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die Verwandlung vollzogen – und was wir auf der symbolischen Ebene vollziehen, das können wir auch im Alltagsleben leichter umsetzen.
Sehen wir einen Schmetterling im Traum, scheint der persönliche Transformationsprozeß schon weiter fortgeschritten zu sein. Aus der
häßlichen und gierigen Raupe ist der Schmetterling geworden, der sich frei und leicht bewegen kann. Genauso fühlen wir uns nach unserer
Veränderung leicht, beweglich und schön. Wir mögen noch nicht an diesem Punkt angekommen sein, aber der Traum gibt uns immerhin
einen Ausblick, wohin die Entwicklung geht. Dieser positive Ausblick auf unsere Zukunft ist oftmals als Verstärkung nötig, denn wenn wir
einen Geschmack von der Schönheit und Freiheit unseres Ziels bekommen haben, stärkt das unser Durchhaltevermögen auf dem Weg
dorthin. Die Schlange ist sicherlich eines der komplexesten Symbole im Traum westlicher Menschen. Sie mag weiblich oder männlich
erscheinen, giftig oder heilbringend sein. Für unsere Betrachtung hier ist es von besonderer Bedeutung, daß die Schlange sozusagen aus ihrer
Haut schlüpfen kann und sich eine neue Haut bildet. Genau das kennzeichnet menschliche Veränderung, bei der man häufig das Gefühl hat,
aus einer alten Haut zu schlüpfen. Schauen Sie sich die Schlange genau an. Welche Farbe hat sie beispielsweise? Sehen Sie die neue oder
alte Schlangenhaut? Der Symbolwert der Farbe der Schlangenhaut vermag Ihnen einen Hinweis zu geben, von wo Sie kommen oder wohin
Sie sich begeben werden. Werden Sie sich darüber bewußt, von wo die Schlange kam, und wohin sie wieder verschwunden ist. Anders als
der Schmetterling steht die Schlange für die menschlichen Triebe. Die Häutung der Schlange ist also eine Veränderung in der Triebstruktur.
Gleichzeitig stellt die Schlange ein dem Menschen sehr weit entfernten Kaltblütler dar, mit dem der Mensch nur sehr schwer kommunizieren
kann. Damit wird unter anderem ausgedrückt, daß unsere Veränderungsprozesse uns unverständlich ablaufen. Wir können Sie erkennen, aber
nicht verstehen.
4. Weitere Wandlungssymbole:
Jedes Symbol besitzt also eine Vielfalt von Möglichkeiten, Veränderungen im Leben darzustellen. Es ist kein Zufall, daß Sie gerade jenes
und kein anderes Symbol geträumt haben. Fällt Ihnen rein gar nichts zu Ihren Traumsymbol ein, dann überlegen Sie sich drei Eigenschaften,
die dieses Symbol treffend charakterisieren. nun beziehen Sie diese Eigenschaften auf sich – das wird Ihnen sicherlich weiterhelfen.
Veränderungen machen sich auch dadurch bemerkbar, daß sich die Art der Symbolik ändert – und zwar häufig bevor einem Veränderungen
bei sich bewußt werden. Eine Frau, die sehr im negativen Denken verhaftet war und bei der jede körperliche Berührung Abwehr erzeugte,
hatte vor der Therapie auffallend häufig von Autos geträumt. Das Traumbild „Auto“ charakterisiert sehr treffend ihre Situation, da es sich um
einen PKW handelte, in dem Sie immer allein saß. Besser kann die Isolation von der übrigen Welt nicht in Szene gesetzt werden. Trotz aller
Isolation, und das macht dieses Bild auch deutlich – blieb jedoch diese Frau beweglich. Als die Therapie erfolgreich zu wirken begann,
machte sich eine Veränderung in Ihrer Traumsymbolik bemerkbar. Jetzt war es an Stelle der Autos das Wasser, das gehäuft als See, als Fluß,
als Meer oder nur in der Badewanne in ihren Träumen in den Vordergrund trat. Wasser als archetypisches Bild für das Gefühl deutete in
diesem Fall eine emotionale Öffnung der Träumerin an, die Sie selbst noch gar nicht wahrgenommen hatte.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann Verwandlung im Traum heißen, daß der Träumende sich seiner medialen Fähigkeiten bewußt wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich etwas sehen: weist auf einen plötzlichen Wandel des Lebens zum Guten oder Schlechten hin,
je nachdem, ob der Traum angenehm oder beängstigend war.
(ind. ) : – werden: du wirst eine Reise machen.
Verwandte
Assoziation: – unerkannte Aspekte des Selbst.
Fragestellung: – Welchen Teil meines Wesens bin ich bereit anzuerkennen?
Allgemein:
Verwandte(r) fordert auf, Teile der Persönlichkeit, die man bewußt kennt, aber nicht voll akzeptiert, endlich anzunehmen, um inneren
Frieden zu finden. Konkret kann darin auch das Verhältnis zur Verwandtschaft zum Ausdruck kommen. Alte Traumbücher deuten sie als
Streit mit der Nachbarschaft.
Psychologisch:
Wie alle anderen im Traum auftretenden Personen sind auch die Verwandten ein Bild für bestimmte Charaktereigenschaften des
Träumenden. Lehnt der Träumende also die Verwandten im Traum ab oder sind sie ihm nicht gut gesinnt, so ist dies ein Hinweis auf die
Zweifel des Träumenden an seinem eigenen Handeln, Denken und Fühlen. Es kann aber auch sein, daß er in der Traumhandlung einen ihm
in der Wirklichkeit nur flüchtig bekannten Verwandten besser kennenlernt. Dies wäre dann ein Bild für sein wachsendes Selbstvertrauen und
das stärkere Annehmen seiner selbst.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen und sprechen: gilt für Geldausgaben und unangenehme Besuche, nach anderen Deutern direkt für Betrug;
bedeutet auch langes Leben.
(ind. ) : – sehen: du wirst Besuch erhalten;
– sterben sehen: reiche Erbschaft.
(Siehe auch „Familie“, „Feinde“, „Fremde“, „Freunde“)
Verweis
(Tadel)
Volkstümlich:
(arab. ) : – austeilen: von seiner Umgebung Verachtung erfahren;
– erhalten: eine Demütigung wird dich kränken.
(europ.) : – erhalten: Vorbedeutung für eine verwegene Tat; auch: ein wichtiges Angebot
von einem Vorgesetzten, daß einem überraschen und entzücken wird.
(ind. ) : – erteilen: du bist unvorsichtig;
– erhalten: du wirst bestraft werden.
Verwirrung
Psychologisch:
Verwirrtheit zeigt im nächtlichen Traum fast immer an, daß der Träumende auch in seinem alltäglichen Leben verwirrt ist. Dieses
Traumsymbol ist als ein Hinweis zu deuten, daß man sich seine Verwirrung bewußt macht und damit den ersten Schritt unternimmt, sie auch
abstellen zu können. Da fast jedes Traumsymbol zwei Seiten besitzt und aus der Spannung lebt, die seine Polarität erzeugt, tritt die
Verwirrtheit im Traum auch als Hilfe auf. Sieht man eine Situation im Alltagsleben zu starr und eindimensional, dann muß diese ungute
Starrheit durch eine Verwirrtheit wieder aufgelockert werden, so daß man neue Möglichkeiten und Zugangsweisen erkennen kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – sagt Einsamkeit und Ärger voraus; man halte eingeschlagene Wege ein.
(ind. ) : – unverhoffter Gewinn.
(Siehe auch „Wahnsinn“)

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Verwundet
Volkstümlich:
(arab. ) : – werden: ein Mißgeschick in Familienangelegenheiten bedroht dich.
(europ.) : – sehen: deutet auf vergebliches Ringen;
– Verwundung haben oder erhalten: man brockt sich eine böse Geschichte ein, kommt aber mit einem blauen Auge davon;
– jemandem eine beibringen: man wird die Schadenfreude anderer zu spüren bekommen.
(ind. ) : – werden: du kannst von großen Glück sprechen aber du wirst Unannehmlichkeiten haben;
– jemanden: du wirst jemandem eine schmerzliche Enttäuschung bereiten;
– sein: du wirst vergebliche Mühe haben.
(Siehe auch „Narbe“, „Schmerzen“, „Verletzung“, „Wunde“)
Verwüsten
Volkstümlich:
(ind. ) : – etwas: Schande;
– sehen: du mußt in deinem Beruf ganz von vorn anfangen.
Verzaubert
Volkstümlich:
(arab. ) : – verzaubern: in dir schlummern ungeahnte Kräfte;
– sein: du rechnest nicht mit der Wirklichkeit.
(europ.) : – sehen: man wird einen Bekannten treffen und mit Verwunderung feststellen, wie sehr er sich verändert hat;
– Verzauberung vornehmen: man wird etwas nicht ändern können, so sehr man auch möchte;
– an andere vornehmen: man wird dem Bösen verfallen;
– unter einem Bann oder Zauber stehen: wenn man nicht aufpaßt, wird man dem als Vergnügen getarnten
Bösen erliegen; junge Menschen sollten auf den gutgemeinten Rat Älterer hören;
– widerstehen: man wird wegen seiner weisen Ratschläge und Großzügigkeit sehr begehrt sein.
(ind. ) : – sein: achte weniger auf die Fremden.
Verzeihung
Volkstümlich:
(arab. ) : – gewähren: du bist ein einsichtsvoller Mensch;
– erhalten: du mußt dich mit deinem Schicksal abfinden.
(europ.) : – eine Bitte wird einem gewährt werden.
(ind. ) : – jemandem: du hast das Glück auf deiner Seite;
– erhalten: nicht alle Menschen sind herzlos.
Verziehen
Volkstümlich:
(ind. ) : – die Kinder: Undank ist dir gewiß;
– selbst: du wirst ein großes Glück machen.
Verzierung
Allgemein:
Handelt ein Traum von Verzierungen im Sinne von Schmuck, verweist dies auf den Versuch, etwas zu verbessern, was der Träumende
bereits besitzt und schätzt, aber dessen Wert er noch weiter erhöhen will. Damit können im Traum die Gefühle und Vorstellungen des
Träumenden gemeint sein.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in seinem Traum Verzierungen wahrnimmt, verweist dies darauf, daß sein persönlicher Raum besser und damit
erfolgreicher genutzt werden könnte. Der Träumende beruft sich nicht einfach nur auf das Grundlegende, sondern verbessert aktiv seine
innere und äußere Situation.
Spirituell:
Auf dieser Ebene steht Verzierung im Traum für greifbare und erkennbare Spiritualität.
(Siehe auch „Halskette“, „Schmuck“)
Verzogen
Volkstümlich:
(ind. ) : – sein: du wirst bald eine Nachricht aus der Ferne hören und dich sehr darüber freuen.
Verzögern
Volkstümlich:
(ind. ) : – etwas: deine Nachlässigkeit schadet dir.
Verzückung
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst in Verzückung geraten: man wird Besuch von einem lange vermißten Freund bekommen;
– in schlechten Träumen Verzückung erleben: man wird Sorgen und bittere Enttäuschungen erfahren.
Verzweiflung
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst bald in bessere Verhältnisse kommen.
(europ.) : – Traum des Gegenteils; zeigt häusliches Glück an; auch: Schwierigkeiten im Arbeitsleben;
– andere verzweifelt sehen: es wird die unglückliche Stellung eines Verwandten vorausgesagt.
(ind. ) : – neues Leben blüht für dich aus den Ruinen.

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Veteran
(Ex-Soldat)
Assoziation: – Überlebender eines Konflikts.
Fragestellung: – Welcher Kampf ist für mich ausgefochten?
Vetter
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder sprechen: angenehme Gesellschaft finden.
(europ.) : – man wird Besuch erhalten.
(ind. ) : – Verwandtenbesuch.
Vieh / Viehherde
Allgemein:
Vieh steht für Triebe, Instinkte und andere Teile der Persönlichkeit, die man als primitiv empfindet, zu denen man aber dennoch stehen muß.
Zuweilen kommen auch sexuelle Bedürfnisse zum Vorschein, die man ablehnt und unterdrückt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – einer begegnen: finanzielle Begünstigungen und berufliche Erfolge; Glück in familiären Angelegenheiten;
– fettes: in unmittelbarer Zukunft einen großen Gewinn verbuchen dürfen;
– mageres: man sollte besser auf seine Besitztümer achten und sparsamer durchs Leben gehen.
(europ.) : – Zeichen der Triebhaftigkeit, dazu je nach Tierart, als männlich oder weibliches Sexualsymbol aufzufassen;
– auf der Weide: Glück;
– mageres: schwere Zeiten;
– fettes: schöne Zukunft;
– treiben: du wirst Freude erleben;
– eine große Herde: Wohlstand;
– prügeln: hüte dich, ungerecht zu sein.
(Siehe auch „Heu“, „Regen“, „Rennen“, „Stroh“)
Viehmarkt
Allgemein:
Viehhändler (-markt) warnt davor, andere übers Ohr hauen zu wollen oder selbst betrogen zu werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: kündet unbeständiges Glück in materieller Hinsicht an;
– sich auf einen befinden und Einkäufe machen: Glück in deinen Unternehmungen;
– auf einem verkaufen: man glaubt, in einer Sache besonders schlau zu sein, aber der andere ist noch schlauer;
– Viehhändler sehen oder mit einem zu tun haben: man wird böse übers Ohr gehauen werden.
Viehstall
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst deine Wohnung ändern.
Viehweide
Volkstümlich:
(ind. ) : – sorglose Zukunft.
Vielfraß
Volkstümlich:
(europ.) : – es besteht die Gefahr der Armut; man unternehme alles dagegen, was in den Kräften steht, so lange es noch Zeit ist.
(ind. ) : – Verlust.
Video
Psychologisch:
Ein Traum, in dem man eine Landschaft auf Video festhält, weist unter Umständen auf die Notwendigkeit hin, von einem bevorstehenden
Geschäft oder schlicht von den Umständen des Wachlebens zu diesem Zeitpunkt Notizen zu machen. Der Traum rät einem, sich um die
Erfassung dieser besonderen Szene oder Situation mit visuellen Mitteln oder in Worten zu bemühen. Die Interpretation von Träumen dieser
Art hängt weitgehend davon ab, wie erfolgreich man die Situation bzw. die Ereignisse festhält: Wenn der Videofilm nicht zufriedenstellend
wird, oder durchgehend unscharf ist, stimmt etwas nicht mit der eigenen Sicht der Dinge im Wachleben, und der Traum macht einem darauf
aufmerksam. Der Traum will einem warnen, daß man manchen Aspekten nicht den richtigen Stellenwert beimißt oder sie nicht klar genug
sieht.
(Siehe auch „Foto“)
Videospiele
Assoziation: – Hightech- Wettbewerb; Können; Geschicklichkeit.
Fragestellung: – Zu welchen neuen Fähigkeiten habe ich Zugang?
Vier
Assoziation: – Stabilität; Materie; Stärke; Streben nach irdischen Dingen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich am stabilsten?
Psychologisch:
Diese Zahl hat fast immer positive Bedeutung; sie ist der gute Halt, die Stabilität, die Macht, die Erhaltung des bereits Erworbenen, aber
auch das Ordnende in der Natur mit ihren vier Jahreszeiten, die vier Elemente den vier Himmelsrichtungen, und den vier Mondphasen. Die
Vier und das Viereck sind Ganzheitssymbole und haben auch im Traum diese positive Bedeutung.
(Siehe auch „Kreis“, „Quadrat“, „Zahlen“)
Vierbeiner (Siehe unter den einzelnen Tierbezeichnungen)

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Viereck
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst ein eigenes Haus bauen.
(Siehe auch „Vier“)
Vierspännig
Volkstümlich:
(europ.) : – fahren: durch Hochmut zu Schaden kommen.
(ind. ) : – fahren: du wirst Ehre und Macht erreichen.
Vikar
(Kurat (jüngerer Geistlicher))
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: ein Zeichen für Schwierigkeiten in Liebesangelegenheiten; man vermeide Streit.
(ind. ) : – du wirst Beistand brauchen.
(Siehe auch „Geistlicher“)
Viktoriakreuz
(britischer Orden)
Volkstümlich:
(europ.) : – verliehen bekommen: ist ein Zeichen, daß das Glück auf eigenen Verdienst zurückgeht.
Villa
Psychologisch:
Eine Villa zu sehen deutet auf eine gewisse Überbewertung materieller Dinge hin, was dazu führen kann, daß man sich in einem goldenen
Käfig wiederfindet. Eine unbewohnte, verfallene Villa zu sehen warnt vor einem drohenden finanziellen Desaster.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder zu Besuch darin weilen: man wird eine reiche Bekanntschaft machen; auch: verheißt große Besitztümer;
– aus der Ferne sehen: sagt Fortschritte voraus;
– durch eine Große gehen: in einer nicht allzu langer Zeit wird man in einer Kleineren glücklich sein;
– in einer sich befinden, in der es spukt: deutet auf plötzliches Pech hin;
– in einer wohnen (besitzen): bringt Schwierigkeiten im Vorwärtskommen.
(Siehe auch „Palast“)
Violett
Assoziation: – Spiritualität; Grenze zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren; Aristokratie.
Fragestellung: – Wonach strebe ich?
Allgemein:
Die Farbe der Einkehr, der Besinnlichkeit. Bei der Deutung können Bezüge zu den Symbolfarben Blau und Rot hergestellt werden. Die
Farbe Violett steht als Symbol für die Suche bzw. das Streben nach Ausgeglichenheit, manchmal auch für die Suche nach einem Gott. Um
die genaue Bedeutung verstehen zu können, sind die Gegenstände, die im Traum violett sind, wichtig.
Psychologisch:
Taucht diese Farbe in einem Traum auf, so deutet das auf einen inneren Widerspruch hin. In irgendeiner Form hat der Träumende
Schwierigkeiten, seine körperlichen Ansprüche mit seinen geistigen Vorstellungen im Übereinstimmung zu bringen.
(Siehe auch „Blau“, „Farben“, „Rot“)
Violine
Volkstümlich:
(arab. ) : – (spielen) sehen oder hören: du wirst dich gut amüsieren;
– selbst spielen: dich plagt der Ehrgeiz.
(europ.) : – mit gerissenen Seiten sehen: man ist dabei, einen Mißgriff zu tun; Vorsicht! Streit;
– sehen oder hören, mit harmonischer Musik: bedeutet Harmonie in der Familie;
auch um die Finanzen muß man sich keine Sorgen machen;
– spielen: durch einen Mißgriff wird man große Unannehmlichkeiten haben;
– eine zerbrochene: steht für einen Trauerfall und Trennung;
– Spielt eine junge Frau Violine, erlangt sie Ehren und bekommt üppige Geschenke überreicht.
Spielt sie jedoch nicht gut, wird sie ihren Vorteil verlieren und sich nach Dingen sehnen, die
sie niemals ihr Eigentum nennen können wird.
(ind. ) : – sehen: glücklicher Hausstand;
– hören: du wirst ein Ballfest besuchen.
(Siehe auch „Fidel“, „Geige“, „Musik“, „Saiteninstrumente“)
Viper
Volkstümlich:
(europ.) : – Von einer Katastrophe bedroht fühlt sich, wer von einer Viper träumt!
– sehen: man hüte sich vor falschen Freunden;
– von einer vielfarbigen angegriffen werden, die sich scheinbar unbeschränkt zu teilen vermag: Feinde
sind auf Ihren den Ruin aus; die zwar getrennt vorgehen, aber ein gemeinsames Ziel verfolgen.
Virginiawachtel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Selbstidentität; Geistname.
Beschreibung: Die Virginiawachtel ist ein kleiner Vogel mit rötlichen Federn und einem kurzen, dunklen Schwanz; die Männchen haben
einen weißen Hals. Auf englisch heißt der Vogel »bobwhite«, und da sein Ruf so ähnlich klingt, hat er sich also selbst seinen Namen
gegeben.

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Allgemeine Bedeutung: Den eigenen Namen rufen; sich selbst einen Namen geben; Selbstidentität.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Ein tiefes Verständnis für die eigene Identität; Gabe eines neuen Geistnamens.
(Siehe auch „Wachtel“)
Virginischer Zauberstrauch
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wasser, Heilung; weissagen; adstringierend.
Beschreibung: Der Virginische Zauberstrauch oder die Zauberhasel trägt die botanische Bezeichnung Hamamelis virginian Es handelt sich
dabei entweder um einen Busch oder um ein kleinen Baum, der in ausreichend feuchten Waldgebieten gedeiht. Der Baum ist sehr zart und
bildet Blüten, die sich im November und Dezember entfalten. Die Zweige des Zauberhasel werden schon seit langem als Mittel der
Weissagung benut; Rinde und Blätter sind sehr stark adstringierend und besitzen zusätzlich eine beruhigende und tonisierende Wirkung.
Unter der Bezeichnung Hamameliswasser wird die Zauberhasel heute allgemein als Gesichtskosmetik verkauft.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil deines Selbst, der altes Heilwissen besitzt; ein Aspekt deiner Persönlichkeit, der entweder real oder im
übertragenen Sinne Wasser finden kann.
Assoziation: -Transzendente Bedeutung: Weisheit aus deinen Gefühlen.
Vision
Medizinrad:
Schlüsselworte: Sinn; Schicksal; Erfüllung.
Beschreibung: Die Vision, so sagt Sun Bear, ist das, was dem Leben eines Menschen Bedeutung und Sinn gibt. Sie treibt dich den Tag voran
und versetzt dich in die Lage, das zu tun, was der Große Geist dir als Schicksal und als Lebensziel bestimmt hat. Jeder Mensch hat eine
andere Vision, und jede Vision verdient Respekt. In erdverbundenen Gesellschaften wurden Kinder darauf vorbereitet, von Jugend an nach
ihrer Vision zu such. In der heutigen Welt sind es nur wenige Glückliche, die überhaupt wissen, daß sie eine Vision haben dürfen.
Allgemeine Bedeutung: Etwas klar sehen; eine Richtung für das Leben erhalten.
Assoziation: Sehvermögen.
Transzendente Bedeutung: Es kann sich um einen Traum handeln, der von dir verlangt, tatsächlich auf die Visionssuche gehen.
Allgemein:
Ist der Geist erst einmal frei von bewußten Beschränkungen, arbeitet er scheinbar auf verschiedenen Ebenen. Somit kann man einen Traum
unter drei verschiedenen Aspekten betrachten: Dazu gehört einmal das Traum-Ich, weiteres der Trauminhalt und schließlich die eigentlichen
Informationen und Kenntnisse, die sich gewöhnlich in Form von manchmal visionären Bildern darstellen.
Psychologisch:
In der Übergangsphase zwischen Wachen und Schlafen und umgekehrt erleben viele Menschen sehr eindrucksvolle Bilder, die sich anders
anfühlen als gewöhnliche Traumbilder. Man könnte sie auch als Visionen bezeichnen.
Spirituell:
Spirituelle Manifestationen oder vielmehr Manifestationen des Geistes werden gemeinhin als Visionen angesehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man achte auf außergewöhnliche Entwicklungen im Beruf sowie auf Veränderungen der
Atmosphäre und Umgebung im Privatleben; diese werden zunächst negativ aussehen, aber schließlich
für alle Beteiligte Vorteile bringen; Gefahr für die Person, die man sieht;
– eine seltsamen sehen: es erwartet einem bei den Unternehmungen kein Glück und Krankheit wird die
Teilnahme an angenehmer Unterhaltung verhindern;
– Menschen in Visionen sehen: sagt Aufruhr und Kampf voraus;
– vor dem Ruin eines Freundes gewarnt werden, erscheint dieser normalerweise in weißer Kleidung.
(ind. ) : – haben: du wirst eine Täuschung erleben.
Visionssuche
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schwelle; Richtung; Verbindung mit dem Schöpfer und der Erde.
Beschreibung: In den alten erdverbundenen Kulturen war die Visionssuche eine Zeit, in der ein Mensch die Alltagsdinge beiseite legte und in
die heilige Zeit, in die Traumzeit, eintrat. Aus Visionssuchen dieser Art trat oft die Richtung zutage, welche das Leben eines Menschen
nehmen sollte. Eine zunehmende Zahl moderner Menschen besinnt sich wieder auf diese alte Methode, macht sich auf die Suche nach ihrer
Vision und betet darum, mit einer klaren Richtung und mit guten Gelegenheiten gesegnet zu sein, um ihren Mitmenschen zu dienen.
Allgemeine Bedeutung: Überdurchschnittliche Empfänglichkeit für Botschaften aus anderen Schöpfungsreichen. Achte gut darauf, was auf
solche Bilder in deinem Traum folgt.
Assoziation: Suche nach besserem Sehvermögen
Transzendente Bedeutung: Ein visionärer Traum; ein Hinweis darauf, daß es Zeit für dich ist, hinauszugehen und deine Vision zu suchen.
(Siehe auch „Vision“)
Visite
(Besuch des Arztes, zwecks Untersuchung beim Kranken)
Volkstümlich:
(ind. ) : – machen: du wirst einen unbilligen Streit anfangen;
– erhalten: du wirst große Beliebtheit erlangen.
Visitenkarte
Allgemein:
Die Visitenkarte im Traum läßt auf einen heimlichen Verehrer im Alltagsleben oder auf eine neue Bekanntschaft schließen. Sieht man den
Namen, sollte man daraus weitere Schlüsse zu ziehen versuchen.
Psychologisch:
Ein Symbol für sozialen Aufstieg.
Volkstümlich:
(europ.) : – die eigene sehen: ein stolzer Traum wird zerrinnen;
– eine fremde sehen: man hat einen heimlichen Verehrer oder eine heimliche Verehrerin.

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Visitiert
(zollamtlich durchsuchen, nachprüfen, durchsuchen)
Volkstümlich:
(ind. ) : – werden: du wirst in peinliche Verlegenheit kommen.
Visum
Volkstümlich:
(europ.) : – besorgen oder benutzen: bedeutet eine Zwangslage, aus der man nicht so bald herauskommen wird.
Vitamine
Allgemein:
Wenn man träumt, daß man Riesenmengen Vitamin-Pillen einnahm, sagt das etwas über den eigenen Gesundheitszustand aus. Benötigt man
einen neuen Schwung? Es gibt auch die Möglichkeit, daß man des Guten zuviel getan hat. Falls man im Traum in einem Reformhaus war
und versuchte, sich zwischen den vielen Vitaminpräparaten zu entscheiden, stellt dies wahrscheinlich eine große Auswahl an Möglichkeiten
im Wachleben dar.
Psychologisch:
Handelt ein Traum davon, daß der Träumende Vitamine einnimmt, dann macht er sich offenbar Gedanken um seine Gesundheit. Jeder
Mensch ist sich sehr wohl dessen bewußt, daß er nicht das Optimum für sich tut und mehr aus dem Leben aufnehmen müßte, um seinem
tatsächlichen Potential gerecht zu werden. Vielleicht hat der Träumende erkannt, daß es eine Situation im Leben geben könnte, in der er eine
bestimmte Art von Hilfe benötigt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene sind Vitamine im Traum ein Hinweis darauf, daß der Träumende höhere Schwingungen als Voraussetzung für
sein weiteres Vorankommen erkennt.
(Siehe auch „Medikament“)
Vitriol
(Schwefelsäure)
Volkstümlich:
(europ.) : – Zeichen dafür, daß eine unschuldige Person von einem getadelt wird;
– auf Menschen schütten: die Personenkreise, die einem Gutes wollen, grollen;
– für einem Geschäftsmann: verheißt dies Feinde und Schikanen;
– Hat eine junge Frau eine eifersüchtige Rivalin, die es ihr ins Gesicht schüttet,
wird sie dem Haß einer Person unschuldig zum Opfer fallen.
Vlies (Siehe „Lamm“)
Vögel
Assoziation: – Freiheit; Flucht; Befreiung vom Gewicht der physischen Ebene.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir will fliegen?
Artemidoros:
Große Vögel bringen eher Reichen als Armen Nutzen, die kleinen dagegen sind den Armen ganz besonders nützlich. Den die großen Vögel
leiden häufig Hunger, weil sie sich nicht mit einfachem Futter begnügen, sondern fetter Beute nachjagen und das erstbeste verschmähen, die
kleinen dagegen, die Körnersammler, haben niemals Not, weil sie sehr leicht ihre Nahrung finden.
Allgemein:
Normalerweise sind Vögel im Traum ein Symbol für Phantasie, Gedanken und Ideen, die ihrem Wesen nach Freiheit benötigen, um
hervortreten zu können. Schon seit heidnischen Zeiten ist der Mensch von Vögeln und vom Fliegen fasziniert. Früher glaubte man, Vögel
seien die Überbringer der Seele und besäßen entsprechend magische und mystische Kräfte. Sitzt er im Käfig, weist das auf Hindernisse bei
den „Höhenflügen“ hin, der leere Käfig kündigt Enttäuschungen an.
Psychologisch:
Der Vogel lebt in der Luft, die bis zum 20. Jahrhundert für den Menschen unerreichbar und der Bereich des Geistes war. Im Traum ist er ein
Symbol für Inhalte des Unbewußten. Der Vogel ist ein Luftwesen, also geistig-seelisch zu deuten, den Gedanken zugeordnet, die unseren
Alltag bewegen. Der Vogel kann die Seele schlechthin verkörpern, besondere Exemplare, wie zum Beispiel die Eule, auch die verborgene
Weisheit oder der Rabe das Dunkle und Unglückliche („Unglücksrabe“). Flattern Vögel hilflos in einem Raum oder einem Käfig herum,
übersetzt das den etwas wirren Seelenzustand, aus dem man einen Ausweg sucht. Fliegen sie frei und ungehindert durch unsere
Traumlandschaft, läßt das auf die Freiheit unserer Gedanken, auf unsere unbelastete Seele schließen. Vögel im Traum drücken das Bedürfnis
des Menschen aus, seine Eigenschaften auf Gegenstände und Lebewesen außerhalb seiner selbst zu projizieren. Er hat aber auch eine
erotische Bedeutung. Diese läßt sich aus der griechischen Mythologie ableiten, in der der Vogel zum Liebesgott Eros gehörte.
– Ein Vogel im Käfig kann Einschränkung und Überlistung andeuten.
– Ein frei fliegender Vogel stellt Sehnsüchte und Wünsche dar und vielleicht den zum Göttlichen aufsteigenden Geist.
– Ein besonders prächtiges Federkleid weist auf die Fassade des Träumenden hin und darauf, wie er sich selbst sieht.
– Eine orientierungslose Vogelschar verkörpert eine Verwirrung von körperlichen oder materiellen Betrachtungen als
Gegensatz zu spirituellem Verlangen. Manchmal können Vögel für die weibliche, freie Seite des Seins stehen.
– Ein Vogel mit goldenen Flügeln hat dieselbe Bedeutung wie Feuer und verweist daher auf spirituelle Sehnsucht.
– Ein hoch in den Lüften fliegender Vogel deutet auf spirituelle Bewußtheit oder den Teil im Träumenden, der nach Erkenntnis strebt.
– Im Traum eines Mannes kann ein Vogel die Anima darstellen. Im Traum einer Frau verweist er auf das Selbst im Sinne des spirituellen
Selbst.
Im einzelnen können die folgenden Vögel im Traum eine Rolle spielen:
– Adler: Im Traum symbolisiert dieser Raubvogel Dominanz und Überlegenheit. Darüber hinaus kann der Adler auch für Scharfsinnigkeit
und Bewußtheit sowie für Umsicht und Objektivität beziehungsweise Sachlichkeit stehen. Wenn sich der Träumende mit dem Adler
identifiziert, macht dies seinen Wunsch nach Dominanz deutlich. Wenn der Träumende sich durch einen Adler bedroht fühlt, ist
möglicherweise ein Außenstehender eine Gefahr für seinen augenblicklichen Zustand.
– Eisvogel: Er stellt Gelassenheit und Würde dar.
– Elster: Weil es im Volksglauben heißt, Elstern und Dohlen seien Diebe, können diese beiden Vögel im Traum darauf hinweisen, daß eine
dem Träumenden nahestehende Person versucht, ihm etwas wegzunehmen, was ihm sehr wertvoll ist. Die Elster kann auch die
Überbringerin guter Neuigkeiten sein.
– Ente: Sie stellt im Traum in der Regel eine Art Künstlichkeit oder kindisches Gehabe dar.

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– Eule: Sie steht im Traum für Weisheit und Kriegskunst. Weil die Eule in engen Zusammenhang mit der Nacht steht, kann sie manchmal
den Tod verkörpern.
– Falke: Er ist dem Adler in seiner Symbolik sehr ähnlich. Als Raubvogel verkörpert er Freiheit und Hoffnung für jene,
die auf irgendeine Weise eingeschränkt sind. Er kann ein Symbol des Sieges über die Lust sein.
– Fasan: Wenn ein Traum von einem Fasan handelt, sagt dies dem Träumenden im allgemeinen Wohlstand und Glück voraus.
– Gans: Sie steht in der Traumdeutung für Wachsamkeit und Liebe. Ebenso wie der Schwan kann sie den Tagesanbruch oder neues Leben
repräsentieren. Eine Gänseschar gilt als Symbol der intuitiven Kräfte und als Warnung vor Unglück. Wildgänse stellen die Seele dar und
die heidnische Seite des Träumenden. Gänse gelten ebenso wie Katzen als gute Hausgeister.
– Geier: Als Aasfresser steht er mit dem destruktiven weiblichen Anteil in Verbindung.
– Huhn: Es steht als Traumsymbol für das praktisch veranlagte Selbst. Wachstumspotential ist vorhanden, auch wenn es vielleicht nur dann
zum Ausdruck kommt, wenn der Träumende einer Gruppe angehört. Ein Huhn kann aber auch Dummheit und Feigheit darstellen. Der
Hahn ist das Symbol für den neuen Tag und für geistige Aufmerksamkeit und Wachsamkeit. Er stellt das männliche Prinzip dar und daher
auch das Bedürfnis, mutig und immer vorn zu sein. Die Henne symbolisiert Vorsorge, mütterliche Fürsorge und Fortpflanzung. Wenn sie
im Traum gackert, wird dies als Darstellung weiblicher Dominanz betrachtet.
– Ibis: Dieser Vogel ist ein Symbol für Beharrlichkeit u nd Sehnsucht.
– Jungvogel: Persönliche Umstände und Gefühle können tiefgreifende Auswirkungen auf den Umgang des Träumenden mit sich selbst
haben, und vergangenes Glück kann im Traum von Jungvögeln dargestellt werden.
– Krähe: Traditionell warnt die Krähe im Traum vor dem Tod. Aber sie kann auch Weisheit und Verschlagenheit symbolisieren.
– Kuckuck: Er kann Verschlagenheit und unerwiderte Liebe darstellen. Als Frühlingsbote deutet er auf die Verwandlung von alter
verbrauchter Energie in neue, frische Kraft.
– Lerche: Sie gilt traditionell als Symbol für die Transzendierung des Weltlichen.
– Möwe: Sie steht für Freiheit und Kraft.
– Pelikan: Er symbolisiert Opfer und Demut, aber auch fürsorgliche, mütterliche Liebe.
– Pfau: Wenn ein Traum von einem Pfau handelt, ist dies ein Hinweis darauf, daß die Erkenntnis des Träumenden sich entwickelt wie ein
Pfau; vom schlichten, schmucklosen Jungvogel zum schönsten aller Vögel. Wie der Phönix ist auch der Pfau ein Symbol der Wiedergeburt
und der Auferstehung.
– Pinguin: Dieser schwarze Vogel kann ein Symbol für Sünde und Weisheit sein. Spricht er im Traum, dann ist das, was er sagt, häufig als
Prophezeiung zu werten.
– Schwalbe: Sie bedeutet im Traum Hoffnung und herannahenden Frühling.
– Schwan: Er symbolisiert wie die Wildgans die Seele des Menschen und gilt daher als göttlicher Vogel. Manchmal kann er auf einen
friedlichen Tod hindeuten.
– Spatz: In ihm verkörpern sich Geschäftigkeit und Fleiß.
– Specht: In der Mythologie ist der Specht der Wächter sowohl der Könige als auch der Bäume. Er hat auch den Ruf, magische Kräfte
zu besitzen.
– Storch: Dieser Vogel ist ein Symbol für ein neues Leben und einen Neuanfang.
– Strauß: Dieser Vogel verweist darauf, daß der Träumende oder eine andere Traumfigur versucht, sich aus der Verantwortung zu stehlen.
– Taube: Sie verkörpert die Anima, die Überbringerin der Ruhe nach dem Sturm und auch die Seele. Die friedfertige Seite der menschlichen
Natur erscheint im Traum als Taube.
– Truthahn: Dieser Vogel wird traditionell an Festtagen gegessen. Wenn ein Traum von ihm handelt, kann dies ein Hinweis auf gute Zeiten
sein.
– Wachtel: Sie repräsentiert Verliebtheit, manchmal Mut und oft Glück. In negativer Hinsicht kann sie auch Zauberei und Hexerei
symbolisieren.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellen Vögel im Traum die Seele des Menschen dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Singvögel sehen: Erfreuliches erleben;
– dunkle sehen: man lebt in der Gefahr, betrogen zu werden und sollte sich vor falschen Freunden
und Bekannten in acht nehmen;
– einen großen sehen: kündigt gefährliche Situationen an, eventuell einen Todesfall;
– fangen: du bist auf deinen Vorteil bedacht;
– in Käfigen halten: dein Besitz befindet sich in sicherer Hand;
– mit schönem, buntem Gefieder sehen: dein Leben wird sich recht angenehm gestalten;
– töten: in unangenehme Verwicklungen geraten;
– singen hören: etwas Gutes erfahren;
– abrichten: seine Kinder gut erziehen.
(europ.) : – wenn nicht als Totenvogel (als Mahnung), dann im Anschluß an die erotische Bedeutung einer
primitiven Ausdrucksweise zu verstehen;
– bei finanziellen Problemen im Wachleben, zeigen sie eine kommende Besserung der Verhältnisse an;
ist man wohlhabend, muß man eine Umkehrung erwarten;
– sehen oder hören: Singvögel bedeuten Nachrichten, Zugvögel eine Veränderung, Raubvögel Feinde;
– allgemein: Freiheit und Sorglosigkeit;
– Zugvögel: unzufriedenes dasein; Heimweh; man fühlt sich verlassen;
– Raubvögel: Feinde;
– für einen Armen bedeutet der Traum: ein Wechsel zum Besseren;
– für einen Reichen: Verschlechterung der Lebensverhältnisse;
– einen im Käfig sehen: ist ein Zeichen sicheren Reichtums.
(ind. ) : – sehen: deine Gesundheit ist nicht besonders;
– mit geschnittenem Gefieder: du kommst nicht rasch vorwärts;
– ihnen die Flügel stutzen: du wirst dein Glück verscherzen;
– im Käfig: du willst klüger sein als die anderen; du wirst andere überlisten;
– füttern: vergiß die Armen nicht;
– allein sitzen sehen: Trauer;
– fliegen sehen: du wirst Nachricht erhalten;
– in der Luft schweben sehen: Bekümmernis;
– fangen: Gewinn;
– mit sehr schönem Gefieder: du wirst übermütig;
– töten: Verlust;

1470
– füttern: du wirst frohe Gesellschaft einladen;
– alle Arten beisammen sehen: Krieg.
(Siehe auch „Adler“, „Eulen“, „Fliegen“, „Geier“, „Hühner“, „Nest“, „Pfauen“, „Raben“, „Taube“ usw.)
Vogelbauer (Siehe „Vogelkäfig“)
Vogelbeeren
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verspricht reichen Gewinn.
(ind. ) : – gute Nachrichten.
Vogeleier
Volkstümlich:
(ind. ) : – Segen.
Vogelfüße
Volkstümlich:
(ind. ) : – gute Freunde.
Vogeljagd
Artemidoros:
Leimruten und Vogelleim führen Verreiste in die Heimat zurück, spüren flüchtige Sklaven auf, retten Verlorengegangenes und lassen
Erwartungen, wenn auch nicht alle, in Erfüllung gehen; denn sie führen zwar dem, der sie verwendet, das heißt dem Vogelsteller, von weit
und breit die Vögel zu, doch einige von ihnen entkommen auch den Leimruten. Die sogenannten Wolken und alles, was es sonst an Netzen
für die Vogeljagd gibt, haben dieselbe Bedeutung wie die Schlepp- und Fischernetze.
Vogelkäfig
Psychologisch:
Das Gefängnis des Vogels steht für unsere innere Unfreiheit, den seelisch bedingten Minderwertigkeitskomplex. Machen wir im Traum die
Tür zum Käfig auf, um den Vogel die Freiheit zu schenken, können wir im Wachleben befreit aufatmen, weil eine Last von unserem Inneren
genommen wurde.
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst dich durch Geschwätz in der Gesellschaft unbeliebt machen;
– leeren sehen: du mußt dich mehr deiner Häuslichkeit widmen; bringt eine Täuschung, Enttäuschung oder einen Verlust.
Vogelnester
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: dein Vorhaben glückt; auch: Zeichen einer guten Ehe und finanziellen Wohlstandes;
– darin Eier oder Junge sehen: man wird sich bald auf Nachwuchs freuen;
– daraus Eier entnehmen: Verdruß in Familienangelegenheiten;
– daraus Junge holen: herzlose Handlungen werden dich in den Augen guter Menschen verächtlich machen;
– verlassen sehen: man sollte sich mit der Familiengründung noch etwas Zeit lassen.
(europ.) : – sehen: verspricht häusliches Glück;
– auf dem Dach haben: deutet auf einen gesegneten Hausstand;
– suchen und finden. bedeutet viel Freude und Glück;
– mit Eiern : man wird dir eine Erbschaft hinterlassen; Kindersegen;
– mit Jungen: viel Mühe und Arbeit, aber Freude dadurch;
– zerstören oder ausnehmen: durch einen Fehltritt wird man schweren Schaden erleiden;
– mit zerbrochenen Eiern oder toten Jungvögeln: sehr schlechtes Omen.
(ind. ) : – sehen mit Vogel: dein Erfolg ist dir sicher;
– mit Eiern oder Jungen sehen: sehr große Freude;
– ausnehmen: häuslicher Kummer;
– leeres: du wirst bald ein eigenes Heim gründen.
(Siehe auch „Nest“)
Vogelscheuche
Allgemein:
Vogelscheuche symbolisiert alle Eigenschaften und Verhaltensweisen, die man an sich selbst oder anderen ablehnt. Konkret fordert sie oft
auf, das negative Urteil üb er einen anderen zu korrigieren, weil es voreilig war. Vielleicht ist man auch einer Illusion aufgesessen.
Psychologisch:
Sie ist ein Schreckgespenst des Unbewußten, das uns auf übelwollende Menschen aufmerksam machen will. Manchmal personifiziert die
Vogelscheuche einen Menschen, der sich in unser Leben drängen will, um hier Unordnung zu schaffen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deutet auf eine unbeliebte, aufdringliche Person.
(europ.) : – zudringliche Anbeter oder unehrenhafte Freunde; jemand ist bei näherer Betrachtung nicht so unausstehlich wie man glaubt.
(ind. ) : – du bist einer plumpen Täuschung ausgesetzt.
Volk
Volkstümlich:
(europ.) : – oder Volkshaus: bedeutet mehr oder weniger Verschwendung, Vergnügungssucht und Streit.
(ind. ) : – viel, beisammen sehen: Hader und Streit.

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Volksfest
Volkstümlich:
(europ.) : – Wechsel im Lebensglück;
– auf einem sein: es stehen einem gewinnbringende Geschäfte ins Haus; auf einen Kameraden kann man sich verlassen;
– Einer jungen Frau kündigt dies einen freundlichen und ausgeglichenen Lebenspartner an.
Volksküche
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst Undank für deine Mühe haben.
Volksversammlung
Volkstümlich:
(ind. ) : – in einem Saale: du wirst viele Ratschläge hören, aber keinen benutzen können.
Volleyball
Volkstümlich:
(europ.) : – dies beinhaltet Opposition von verschiedenen Seiten; man wird jede Anstrengung unternehmen müssen, diese zu überwinden.
Vollmacht
Allgemein:
Vollmacht, die man erhält, warnt davor, daß man von anderen zu deren Zwecken mißbraucht wird. Erteilt man sie selbst, versucht man meist,
sich vor einer sehr unangenehmen Sache zu drücken.
Volkstümlich:
(europ.) : – erteilen: man will sich vor einer Sache drücken, was aber nicht gelingen wird;
– erhalten: man wird für andere die Kastanien aus dem Feuer holen müssen, oder es wird einem solches zugemutet werden.
(ind. ) : – erhalten: du schenkst einem Unwürdigen dein Vertrauen;
– geben: du hast treue Freunde.
Vollmond
Medizinrad:
Schlüsselworte: Vollkommenes Verschwinden der Schattenseite; Gelegenheit zur gründlichen Untersuchung des Weiblichen; Sinnlichkeit;
Sexualität; emotionale Energie; Intensität.
Beschreibung: Vollmond herrscht dann, wenn der Mond als vollkommene Scheibe am Nachthimmel sichtbar ist.
Allgemeine Bedeutung: Bereitschaft dafür, vom Mond beeinflußt zu werden; Untersuchung des Weiblichen; Bereitschaft, den Schatten in
deinem Inneren zu erforschen; Verstehen des Emotionalen; Respekt für deine sinnliche Natur.
Assoziation: -Transzendente Bedeutung: Eine Gabe von Großmutter Mond.
Allgemein:
Das Bild des Vollmondes verheißt Glück in allen Lebenslagen. Der Träumende sollte sich nur hüten, sich nicht selbst zu überschätzen und
unbescheiden in bezug auf das, was er im Leben bereits erreicht hat, zu werden.
Psychologisch:
Symbol der Ganzheit und der (weiblichen) magischen Kräfte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – klar und hell sehen: Liebeleien werden dich beglücken; alle Angelegenheiten werden reibungslos und erfolgreich verlaufen;
– verfinstert sehen: deine Aussichten sind getrübt;
– in rotem Licht sehen: in Liebesangelegenheiten erröten müssen.
(europ.) : – bringt Vorteile in Amt und Würden.
(ind. ) : – du wirst zu deinem Ziel gelangen.
(Siehe auch „Dreizehnter Mond“, „Halbmond“, „Menstruation“, „Mond“, „Mondsichel“, „Neumond“)
Vollstopfen
Allgemein:
Wird man im Traum vollgestopft, so bedeutet dies, daß man körperlich und geistig träge ist. Im Augenblick ist man zu völliger Untätigkeit
verdammt.
Vordach
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißen die Beteiligung an neuen Unternehmungen und eine Zukunft voller Ungewißheit;
– eines bauen: man wird neue Pflichten übernehmen;
– Sieht sich eine junge Frau mit dem Geliebten auf einem Vordach, sind die Absichten anderer zweifelhaft.
(Siehe auch „Dach“, „Haus“)
Vorderseite
Allgemein:
Meistens zeigt diese Seite das tatsächlich oder äußerlich Sichtbare auf, ein Symbol für Bewußtsein und Alltag.
(Siehe auch „Positionen“)
Vorfahren
Artemidoros:
Schaut man Vorfahren im Traum, ich meine Verwandte, die vor den Eltern gelebt haben, so bedeutet es Sorgen wegen früherer
Auseinandersetzungen, Tun oder sprechen sie etwas Gutes, Angenehmes oder Gefälliges, werden die Sorgen sich in Segen verwandeln,
wenn nicht, ins Gegenteil.
Allgemein:
Verstorbene Vorfahren im Traum signalisieren Unglück und Sorgen, die ihren Grund in vergangenen Taten haben. Begegnen einem die
Gestalten freundlich, so wird man das Übel schließlich zum Guten wenden können. Sind sie aber unfreundlich, so werden die Sorgen noch
größer werden.

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Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: wird als Warnung vor Krankheit angesehen.
(Siehe auch „Menschen“)
Vorführung
(Ausstellung)
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einer anwesend sein: ist ein ungünstiges Zeichen; man nehme sich vor Rivalen im Geschäftsleben und
in der Liebe in acht; Schwierigkeiten liegen vor einem, die aus den eigenen Handlungen entstanden sind.
Vorgebirge
Volkstümlich:
(europ.) : – sagt ein außergewöhnliches Ereignis voraus, das unmittelbar bevorsteht.
(Siehe auch „Berg“, „Gebirge“, „Hügel“)
Vorgesetzte
Psychologisch:
Bei diesem Traumsymbol wird auf die Autoritätskonflikte angespielt, die letztlich auf die verinnerlichte Autorität der Eltern zurückzuführen
ist.
(Siehe auch „Chef“)
Vorhang
Assoziation: – Schutz; Dekoration.
Fragestellung: – Inwiefern sehne ich mich nach Intimität? Oder was will ich zeigen?
Allgemein:
Im Traum soll durch den Vorhang etwas verdeckt bleiben. Deshalb ist es für die Traumdeutung sehr wichtig, was sich hinter dem Vorhang
verbirgt. Oft ist der Vorhang ein Traumbild für die Unsicherheit und Vorsicht des Träumenden. Aber auch Täuschung und Isolation können
durch dieses Bild dargestellt werden. Wenn Sie im Traum den Vorhang öffnen und zahllose andere kommen dahinter zum Vorschein, dann
befinden Sie sich mit Ihren Überlegungen entweder in einer Sackgasse, oder Sie rühren an philosophische Probleme, die nicht einfach zu
lösen sind.
Psychologisch:
Hinter einem Vorhang verbergen sich Geheimnisse, die wir gerne kennen möchten, aber auch – man denke an das Theater (siehe dort) –
unsere Handlungsfähigkeit in naher Zukunft. Vorhänge an den Fenstern eines Hauses sollte man genau nach dem Stockwerk (siehe dort)
analysieren; vor allem wenn sie geschlossen sind, können sie auf ein Unwohlsein in bestimmten Körperbereichen hinweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Vorhänge und Draperien zeigen große Trübsal, Jammer und schweres Leid an, entsprechend deren Zahl und Art.
– Erblickt jemand in seinem Haus gegen alle Gewohnheit Vorhänge, wird er große Trübsal und mächtigen Kummer haben;
sind diese dicht, breit und sehr lang, wird die Trübsal desto bitterer und langwieriger sein, sind sie dünn und kurz,
nur kurze Zeit dauern.
– Ebenso muß man auch ihre Farben berücksichtigen: sind sie bunt oder schwarz, wird die Drangsal arg sein,
wenn weiß oder von Farben, die, wie ausgeführt, Freude bedeuten, ein sehr schnelles Ende finden.
– Hängt nur ein Vorhang im Haus, bedeutet es nur eine Drangsal, sind es viele, entsprechend mehr.
– Schaut jemand solche Vorhänge in einem fremden Haus, trifft das Unheil den Herrn des betreffenden Hauses.
– Träumt einer, er behänge mit Draperien oder Planen sein Haus, eine Terrasse oder ein Schiff, einer Wolke gleich,
die Schatten wirft, wird er in Bedrängnis und Not kommen, die gleichwohl weniger drückend ist als diejenige,
die durch die Vorhänge angedeutet wird. Ansonsten gilt dasselbe, was über die Art und Zahl der Vorhänge gesagt wurde.
– Träumt der Kaiser, daß seine Sonnensegel mürbe geworden sind, drohen der Augusta und ihren Hofdamen Widerwärtigkeiten.
– Befindet sich der Kaiser an Bord eines Schiffes und hat er es ganz und gar verdecken lassen, wird sein Heer in Bedrängnis
kommen.
– Träumt ihm, daß im Raum der Kirche oder seines Palastes ungewöhnlicherweise Vorhänge aufgehängt sind werden Kummer
und Sorgen ihn drücken entsprechend den Räumen und der Art der Vorhänge.
– Schaut er, wie letztere und andere, die sonst dort gewöhnlich hängen, weggenommen sind, wird er Kummer und Sorgen
abwerfen und Freude haben.
(europ.) : – sehen: deutet auf ein Geheimnis hin; unwillkommene Gäste werden Ärger und Kummer bereiten;
– dreckige oder zerrissene sehen: stehen für Streit und Vorwürfe; deutet auf Vertrauensmißbrauch;
– davor stehen: man versucht dir etwas zu verheimlichen;
– einen sich öffnender: man will dir ein Geheimnis anvertrauen; man wird sich auf ein ganz besonderes Ereignis freuen dürfen;
– beiseite schieben: man wird ein Geheimnis aufdecken; man wird rechtzeitig vor etwas gewarnt.
(ind. ) : – du wirst ein Geheimnis enthüllen.
(Siehe auch „Fenster“, „Gardine“, „Haus“, „Schleier“, „Theater“)
Vorhängeschloß
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum ein Vorhängeschloß absperrt, verweist dies darauf, daß er versucht, etwas wegzusperren (vielleicht
ein Gefühl). Dies kann entweder durch Angst geschehen oder durch eine besonders besitzergreifende Art. Wenn der Träumenden ein
Vorhängeschloß aufsperrt, versucht er vielleicht, sich für neue Erfahrungen zu öffnen.
Psychologisch:
Wenn sich der Träumende in seiner Sicherheit bedroht sieht, erscheint im Traum häufig ein Symbol, das sein Bedürfnis nach
Verteidigungsmechanismen verstärkt. Bei diesem Symbol kann es sich unter anderem um ein Vorhängeschloß handeln.
Spirituell:
Auf dieser Ebene bedeutet das Vorhängeschloß im Traum, daß der Träumende sich seine spirituelle Integrität bewahrt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Verschwiegenheit sei deine Tugend.
(europ.) : – ein Hindernistraum; je nachdem, ob man eingeschlossen wird, oder eine Tür aufschließt.
(ind. ) : – du wirst mit geizigen Menschen zu tun haben.

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Vorladung
Volkstümlich:
(europ.) : – Kritik und Schande werden einem ärgern.
Vorlesung
Assoziation: – Mitteilung; Predigt.
Fragestellung: – Was bin ich zu hören oder zu sagen bereit? In welchem Bereich kenne ich mich gut aus?
Volkstümlich:
(europ.) : – gibt Aufklärung in einer wichtigen Angelegenheit.
(ind. ) : – beiwohnen: deine Bildung zeigt starke Lücken;
– halten: deine Eitelkeit wird dir wenig Freunde verschaffen.
Vormund
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: in eine verwickelte Lage geraten;
– sehen: mische dich nicht in fremde Angelegenheiten;
– werden: du mußt mehr Pflichtgefühl haben.
(europ.) : – einen sehen: die Freunde werden einem rücksichtslos behandeln.
– Träumt eine junge Frau, ihr Vormund behandle sie unfreundlich, muß sie zukünftig mit Niederlagen und Sorgen rechnen.
Vorne
Allgemein:
Vorne (Vorderseite) verkörpert alles, was äußerlich sichtbar oder einem bewußt ist.
(Siehe auch „Hinten“, „Positionen“, „Vorderseite“)
Vornehm
Volkstümlich:
(europ.) : – vornehme Leute sehen: der Schein trügt; man sollte mehr Skepsis entwickeln;
– sein: man ist zu eitel oder gar geltungssüchtig.
(ind. ) : – sein: du läßt dich durch falschen Schein blenden.
Vorräte
Psychologisch:
Ein Symbol für die Angst, zu verarmen. Man „hamstert“ Vorräte, weil man der gegebenen Situation mißtraut. Wer häufig vom Auffüllen und
Sortieren seiner Vorratskammer träumt, leidet an einer beginnenden Neurose.
Volkstümlich:
(europ.) : – Mangel daran: bedeutet Armut;
– viele bekommen: eine lange Reise; du wirst alle Gefahren und Hindernisse überwinden.
(ind. ) : – du wirst spät zu Reichtum kommen.
Vorratskammer
Volkstümlich:
(europ.) : – dir soll etwas veruntreut werden, sei also vorsichtig.
(Siehe auch „Hausbrand“)
Vorsagen (Siehe „Einsagen“)
Vorschlag
Volkstümlich:
(europ.) : – einen Antrag erhalten: man sollte vorsichtig sein, nicht in die Pläne eines anderen mit hineingezogen zu werden;
– selbst einen machen: aufregende Zeiten liegen vor einem.
Vorschlaghammer
Assoziation: – massive Zerstörung.
Fragestellung: – Was reiße ich nieder?
(Siehe auch „Hammer“)
Vorschneiden
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst eine Einladung erhalten.
Vorschrift
Allgemein:
Vorschrift macht auf Ratschläge aus dem Unbewußten oder von anderen Menschen aufmerksam, durch die man zwar eingeschränkt wird, die
aber nützlich sein können.
Volkstümlich:
(ind. ) : – erhalten: du wirst deine Selbständigkeit einbüßen;
– machen: du wirst in bessere Lebensumstände kommen.

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Vorsitzender / Vorstand / Vorsteher
Volkstümlich:
(europ.) : – eines öffentlichen Gremiums sehen: man wird einen hohen, verantwortungsvollen Posten übernehmen;
ein schneller Aufstieg in beruflicher Position;
– ein humorloser: es droht einem eine Pechsträhne;
– selbst sein: man wird wegen seiner Rechtschaffenheit und Freundlichkeit geschätzt.
(ind. ) : – Vorsteherin, sehen: Ruhe, Sicherheit;
– sein: kleinlicher Verdruß.
Vorspann
Volkstümlich:
(ind. ) : – nehmen: du wirst Hilfe in der Not finden.
Vorspiel
(Präludium)
Volkstümlich:
(europ.) : – anhören: erfreuliche Nachrichten und Erfüllung inniger Wünsche.
Vorsprechen
Allgemein:
Ein Traum, in dem man jemandem beim Vorsprechen, Vorsingen oder Vortanzen zuschaut, könnte auf eine Art Bewährungsprobe – wie eine
Art Prüfung, ein Vorstellungsgespräch oder einen Test, den man vor sich selbst bestehen muß – im Wachleben hinweisen. Wie man sich
verhielt und wie andere im Traum darauf reagieren, könnte ein Hinweis geben, wie man mit der Situation im Wachleben umgehen sollte.
(Siehe auch „Auftritt“, „Bühne“, „Theater“)
Vorstellungsgespräch
Allgemein:
Das Vorstellungsgespräch zeigt im Traum wie im Alltagsleben an, daß man eine neue Stellung annehmen möchte. Man möchte sich also
verändern und muß nun einen guten Eindruck machen. Achten Sie besonders bei der Traumdeutung dieses Traumbildes darauf, wie Sie in
diesem Vorstellungsgespräch auftreten und wofür Sie sich vorstellen.
Vorteil
Volkstümlich:
(europ.) : – Zeichen des Gegenteils, bei einem erfolgreichen Geschäftsabschluß oder großen Einkommen;
es sei denn, man hat es durch Mogelei oder unfaires Ausnutzen erreicht.
(ind. ) : – erringen: du wirst es im Leben weit bringen.
Vortrag
(Referat)
Psychologisch:
Halten Sie einen Vortrag vor einer größeren Öffentlichkeit? Man kann Ihnen einen Hang zur Selbstdarstellung nicht absprechen, wenn Sie
häufiger von „öffentlichen Auftritten“ träumen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – halten: dein vorlautes Wesen wird dir manche Rüge einbringen;
– das Konzept vergessen haben: man sollte jetzt lernen, frei heraus zu sprechen, Lampenfieber ist unnötig;
– anhören: lasse dich eines Besseren belehren.
(europ.) : – halten: vergebliches Mühen und Ringen.
Vorwärts (Siehe „Positionen“)
Vorzimmer
Allgemein:
Vorzimmer ermahnt, nicht zu großspurig, herrisch und überheblich zu sein.
Psychologisch:
Sitzt man in einem Vorzimmer, sollte man mutiger werden, zum Eigentlichen vordringen und nicht immer zaghaft abwarten.
Volkstümlich:
(europ.) : – in einem warten: du wirst einer Demütigung ausgesetzt werden;
– Bescheidenheit sollte einem gut stehen.
(ind. ) : – darin warten müssen: du bist ein zu bescheidener Mensch.
(Siehe auch „Sekretärin“)
Voyeurismus
Assoziation: – sicherer Abstand von den eigenen Wünschen.
Fragestellung: – Inwieweit sehne ich mich nach oder fürchte ich mich vor Nähe?
(Siehe auch „Sexualität“)
Vulkan
Assoziation: – Ausbruch von unbewußtem oder unterdrücktem Material.
Fragestellung: – Was muß ich klären?
Allgemein:
Der Vulkan ist ein sehr vielsagendes Traumbild, nicht zuletzt wegen seiner Unberechenbarkeit. Erlischt ein Vulkan, kann dies entweder
heißen, daß der Träumende seine Leidenschaften „abgetötet“ hat oder daß eine schwierige Situation, die ihn vielleicht schon lange
beschäftigt, ihrem Ende entgegengeht. Vulkan warnt oft, daß verdrängte Inhalte des Unbewußten plötzlich durchbrechen und viel Unruhe ins
Leben bringen können. Ferner kann er hohe innere Spannungen, Aggressivität, Wut oder Haß symbolisieren

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Psychologisch:
Handelt der Traum von einem ausbrechenden Vulkan, weist das Traumbewußtsein mit diesem Bild auf Verdrängungen, Triebstauungen oder
latente Aggressionen des Träumenden hin, die durchbrechen wollen. Ein ausbrechender Vulkan bedeutet gewöhnlich, daß der Träumende
eine Situation oder seine Gefühle nicht beherrscht und daß diese möglicherweise auf schmerzliche Weise hervorbrechen. Steht die Lava im
Vordergrund, reichen die Gefühle sehr tief. Ist die Lava erstarrt, so ist eine starke Leidenschaft abgekühlt. Wird dagegen eher die explosive
Kraft wahrgenommen, so ist die Wut wohl die stärkere Komponente. Der feuerspeiende Berg weist auf Charakterzüge hin, die wir ablegen
sollten, um vor uns bestehen zu können. Die alles niederbrennende Lava steht für rasende Eifersucht, Jähzorn und unüberlegtes Handeln.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht ein Vulkan für tief zurückgestaute Leidenschaft, die sich mitunter auf erschreckende Weise entlädt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – rauchen oder ausbrechen sehen: weist auf unvorhergesehen gewaltige Ereignisse und Gefahren hin, die einem
beunruhigen werden, aber nicht verhindern kann.
(europ.) : – warnt vor Ausbrüchen der Wut und des Zorns und vor blindem Eifer sowie heftige Streitigkeiten, die den
guten Ruf als fairen und aufrichtigen Bürger bedrohen;
– ein überraschender Durchbruch gefährlicher Urtriebe droht;
– sehen: in einer Sache wird man durch sein Verhalten einen kleinen Sturm heraufbeschwören, oder man wird
etwas erleben, wodurch ein friedlicher Mensch, als man selbst ist, in Zorn geraten kann;
– für den Kaufmann: unehrliche Angestellte, Raub, Diebstahl oder andere traurige Ereignisse;
– für Liebende: Zeichen dafür, daß jeder Betrug, jede Intrige, jedes Komplott an der einen oder anderen Seite
explodiert und offenbart wird und der Urheber mit den verdienten Folgen gebrandmarkt wird;
– Sieht eine junge Frau einen Vulkan, dann führen Eigensucht und Gier sie in schwierige Abenteuer.
(ind. ) : – in dein Leben wird eine Veränderung eintreten;
– Feuer speiend: große Umwälzungen im Leben.
(Siehe auch „Berg“, „Brand“, „Feuer“, „Gewalt“, „Lava“, „Tanz“)

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