Traumdeutung Buchstabe W

Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets
Die Welt der Buchstaben, Zahlen, Blöcke und des Alphabets

von free-photos

W
Allgemein:
W als Buchstabe taucht geschrieben, plastisch oder gesprochen in Träumen oft als Symbol für die Art und Weise auf, wie man sich persönlich entwickeln kann. Genau deuten kann man den Buchstaben erst aus dem Zusammenhängen, in denen er im Traum vorkommt.

Waage
Allgemein:
Eine Waage ist im Traum ein Hinweis auf die Notwendigkeit von Ausgewogenheit und Selbstbeherrschung. Ohne dieses Gleichgewicht ist es nicht
möglich, vernünftige Entscheidungen, etwa in Hinblick auf Vorgehensweisen, zu treffen. Alle Möglichkeiten müssen „erwogen“ werden. Eine
Waage im Traum mag auch für Regeln beziehungsweise Verhaltensnormen stehen, deren Einhaltung vom Träumenden erwartet wird.
Möglicherweise empfindet sich der Träumende auch als „gewogen“ und für mangelhaft befunden. Ist die Waage nicht im Gleichgewicht, dann sollte
der Träumende in sich gehen, um die Ursachen hierfür herauszufinden. Waage kann auf übersteigerten Ordnungs- und Gerechtigkeitssinn hinweisen,
zu mehr Toleranz auffordern. Oft zeigt sie auch an, daß man vor einer Entscheidung alle Aspekte sorgfältig abwägen muß. Nach altindischer
Traumdeutung soll sie Reichen zusätzliche Gewinne, Armen noch mehr Not ankündigen.
Psychologisch:
Die Waage ist im Traum ein Symbol für Gerechtigkeit, Ordnung, Ausgeglichenheit, Gleichgewicht und Harmonie. Es kann sein, daß im Traum mit
der Waage etwas gewogen wird, dabei ist es immer von Bedeutung, um welche Gegenstände es sich handelt. Generell ist das Wiegen ein Traumbild
für das Abwägen und Prüfen. Der Waagetyp im Traum kann eine genauere Deutung erlauben. Eine Personenwaage wäre ein Hinweis auf eine
persönlichere Beurteilung als eine öffentliche Waage. Eine Brückenwaage bedeutet vielleicht, daß man sein ganzes Leben überdenken sollte. Eine
Waage beim Arzt will den Träumenden vielleicht auf ein Gesundheitsproblem aufmerksam machen. Wenn die Waagschalen im Traum ausgependelt
sind, wird man sich im Wachleben wohl gerecht verhalten und überlegt handeln. Steht eine Waagschale tiefer, sollte man aus anderen Symbolen
deuten, ob sie sich zu unserem Vor- oder Nachteil gesenkt hat.
Spirituell:
Die Waage der Justitia steht für Ausgewogenheit und Harmonie, aber auch für ein gutes Urteilsvermögen. Darüber hinaus ist sie das Symbol für das
Tierkreiszeichen der Jungfrau.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Gewinn durch genaue Berechnung;
– Waage: Sie müssen eine Entscheidung treffen oder die Vor- und Nachteile in irgendeiner Sache abwägen;
– etwas wiegen: man möchte etwas prüfen, dessen man sich nicht sicher ist;
– eine Waagschale sich neigen sehen: man wird in einer wichtigen Angelegenheit zu einer wichtigen Erkenntnis gelangen,
die eine bestimmte Entscheidung zur Folge hat, die sich auf das ganze Leben auswirken wird.
(europ.) : – ist eine Mahnung, gegen alle gerecht zu sein, auch gegen sich selbst;
– sehen: die nächste Zeit wird eine wichtige Entscheidung bringen;
– etwas auf eine legen: Gerechtigkeit wird besänftigend auf das eigene Verhalten einwirken; der Wohlstand wird sich vergrößern;
– sorgfältig ausbalancieren und dabei etwas abwiegen: man wird bei einer Entscheidung die richtige Wahl treffen;
– eine die sich nicht ausbalancieren läßt oder auf der man zuviel oder zuwenig wiegt: man wird die falsche Wahl treffen;
– auf einer stehen: man hat einen Fehler gemacht;
– Wiegt eine junge Frau ihren Geliebten, wird sie ihn als solide erachten. Gegenseitige Treue paart sich mit Liebe.
(ind. ) : – Wird an einem Ort auf der Waage oder der sogenannten Schnellwaage gewogen,
deute man das als Amtshandlung des Richters.
– Führt der Träumer einen Prozeß vor Gericht und bemerkt er, daß die Waagschalen sich im Gleichgewicht halten,
wird er zu seinem Recht kommen, wenn nicht, unterliegen.
– Die Waagschalen bedeuten nämlich die Ohren des Richters, die Dinge darin die Reden der Prozessierenden.
– Ist die Waage in Ordnung und sauber, ist der Richter des Ortes gerecht, sind die Waagschalen aber verbogen
oder zerbrochen, so wisse man, daß der Richter des Ortes, an dem man solches träumt, das Recht beugt.
– Ist der Waagebalken, an dem die Waagschalen hängen, zerbrochen, droht dem Richter des Ortes Gefahr oder der Tod.
– Dasselbe gilt von der sogenannten Schnellwaage. Ebenso sind Hohlmaße und Meßgeräte zu deuten und auszulegen,
nur weisen sie auf Richter niederen Ranges.
– Reichen bedeutet es Gewinn, Armen Verlust;
– mit hängenden Schalen: dein Glück hängt nur an einem Faden; sei vorsichtig im Umgang mit Menschen.
(Siehe auch „Abwiegen“, „Gewichte“, „Tierkreis“)
Waagemeister
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du kannst mit Gewinn rechnen;
– sprechen: bleibe, wie du bist.
Waagerecht (Siehe „Positionen“)
Waagschale
Allgemein:
Waagschale warnt meist, daß man sein Verhalten (oft Ungerechtigkeit) bald bereuen muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder darin etwas abwiegen: durch Genauigkeit und Sparsamkeit vorwärtskommen.
(europ.) : – einzeln in der Hand halten: läßt auf große Unentschlossenheit schließen.
(ind. ) : – du wirst deine Handlungsweise bitter bereuen.
(Siehe auch „Waage“)
Wabe
Psychologisch:
Eine mit viel Honig gefüllte Wabe läßt auf ein Leben in Liebe und Wohlstand hoffen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: verheißt Wohlstand, Ansehen und Reichtum.
(Siehe auch „Biene“)

1477
Waboose, nördlicher Hüter des Geistes
Medizinrad:
Schlüsselworte: Weißer Büffel; Annahme; Friede; Kraft; Vergebung; Ergebung; Ende; Anfang; Gabe dessen, was wir auf unserer Reise durch das
Leben gelernt haben; Nachdenken über Paradoxe.
Beschreibung: In Sun Bears Vision über das Medizinrad wurde ihm der Name Waboose als der des nördlichen Hüters des Geistes gegeben. Der
Norden ist die Zeit des Winters, der Nacht, eine Übergangszeit, in der wir Menschen entweder Älteste oder neugeborene Babys sind. Mit Waboose in
Verbindung stehen das Element Erde, das Mineral Alabaster, die Pflanze Mariengras, das Tier Weißer Büffel und die Farbe Weiß.
Allgemeine Bedeutung: Wie du sein wirst, nachdem du ein Ältester geworden bist; wie du als Neugeborenes warst.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Offenbarung über eine Gabe; Verstehen der Paradoxe des Lebens.
(Siehe auch „Himmelsrichtung – Norden“, „Winter“)
Wabun, östlicher Hüter des Geistes
Medizinrad:
Schlüsselworte: Adler; Enthusiasmus; Durchbruch; Wiedergeburt; Unschuld; ewiger Frühling; Spontaneität; Wunder; Wißbegier; Erforschung;
Neugier; Bote der Wahrheit; aufmerksam; leidenschaftlich.
Beschreibung: Wabun ist der Name für den östlichen Hüter des Geistes in Sun Bears System des Medizinrads. Dies ist die Zeit der Jugend, der neuen
Anfänge, des Frühlings und der Morgenröte. Zu Wabun gehören das Element Luft, das Mineral Pfeifenstein, die Pflanze Tabak, das Tier Adler und
die Farben Gold und Rot.
Allgemeine Bedeutung: Eine Zeit von Neuanfängen; Enthusiasmus; Frische; Lebenskraft.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Wiedergeburt.
(Siehe auch „Himmelsrichtung – Osten“; „Frühling“)
Wache
Assoziation: – Arbeit an der Sicherheit.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir braucht Schutz?
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: langweilige Gedanken werden dich plagen;
– selbst stehen: Zwang wird dich fesseln;
– von einer arretiert werden: dir steht eine unvorhergesehene Trennung bevor.
(europ.) : – ähnlich wie Polizei und Soldat aufzufassen: zwischen Mahnung zur Ordnung und Hang zur
Disziplinlosigkeit; auch: signalisiert wohlgesinnte Förderer; neue Geschäftsbekanntschaften und eine Reise in den Süden;
– aufziehen sehen: gilt für bevorstehende Hindernisse;
– stehen: deutet auf nutzlose Zeit;
– sich bewaffnen sehen: verkündet Sicherheit;
– wachsam gegenüber einer Gefahr sein: ist eine Warnung, vor übler Nachrede abzusehen,
die einem in eine schwierige Lage bringen könnte.
(ind. ) : – sehen: man will dich demütigen; halte dein Besitz in Ordnung;
– aufziehen sehen: du wirst Hindernisse erfahren;
– mit Gewehr antreten sehen: Sicherheit;
– herbeirufen: du genießt Vertrauen;
– von ihr festgenommen werden: sichere, ruhige Arbeit;
– stehen: Unannehmlichkeiten.
(Siehe auch „Leibwache“, „Polizei“, „Soldat“)
Wachen
Volkstümlich:
(europ.) : – bei Kranken: deutet auf Sorgen und Unruhe; eine erwartete Nachricht wird bald eintreffen;
– weil man nicht schlafen kann oder darf: mahnt, die Augen offenzuhalten, da eine Gefahr droht.
(ind. ) : – selbst: du wirst überraschend ein Glück erleben;
– in der Nacht: Glück und Freude.
Wachfeuer
Volkstümlich:
(europ.) : – fröhliche Gelage.
(ind. ) : – der Hirten: du kommst in eine lustige Gesellschaft.
Wachmann
(Schutzmann)
Volkstümlich:
(europ.) : – Verlust durch Diebe.
Wacholderbaum
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst einen bösen Anschlag entdecken.
(europ.) : – verkündet Glück und Reichtum nach traurigen Verhältnissen;
– für Kranke: Vorbote einer schnellen Genesung;
– Für eine junge Frau ist dieser Traum ein Zeichen für eine glückliche Zukunft nach enttäuschenden Liebesaffären.
(ind. ) : – sehen: du wirst verschiedenen dunklen Dingen auf die Spur kommen.

1478
Wacholderbeeren
Allgemein:
Wacholder- (Beeren) verheißt Gesundheit, Glück, Erfolg, Ansehen und Ruhm.
Volkstümlich:
(arab. ) : – und Wacholderstrauch sehen: Genuß einer kräftigen Gesundheit;
– essen oder den Tee davon trinken: du mußt um deine Gesundheit besorgt sein.
(europ.) : – man soll vorsichtig in seinem ganzen Verhalten sein, es verheißt auch das Ende von Leid und Kummer;
– sehen: jemand redet schlecht über einem; man sollte in jeder Weise Umsicht walten lassen;
– essen oder sammeln: verheißt Ärger und Krankheit.
(ind. ) : – essen: dein Emporkommen wird durch nichts behindert; du wirst etwas Angenehmes erfahren;
– pflücken: deine Liebe ist nicht sehr heiß.
Wacholdersaft
Volkstümlich:
(ind. ) : – dauernde Gesundheit.
Wachs
Allgemein:
Das Bild des Wachses steht im allgemeinen für Anpassung, Formbarkeit, Beeinflußbarkeit und Unbeständigkeit. Wachs steht in Beziehung zur
Geschmeidigkeit, die ein Mensch in bezug auf sein Leben entwickelt hat. Ziel ist es, anpassungsfähig und biegsam zu sein wie Wachs und dabei
zugleich fest zu bleiben. Wachs interpretiert man oft wie Kerze, weißes Wachs soll nach alter Traumdeutung auf gute Gesundheit hinweisen.
Allgemein kann darin zum Ausdruck kommen, daß man sich leicht von außen beeinflussen läßt.
Psychologisch:
Wachs kann auch als Sinnbild für Unaufrichtigkeit gedeutet werden. Es wird von der Kerzenflamme verzehrt und verwandelt sich in etwas anderes
mit ganz neuen Eigenschaften.
Spirituell:
Wachs symbolisiert das Bedürfnis nach spiritueller Flexibilität und dem Wunsch, die Starrheit abzulegen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, kneten oder reinigen: einen guten Verdienst bekommen;
auch: deine Lebensverhältnisse werden sich demnächst grundlegend ändern;
– schmelzen: dein Vorhaben wird dir gelingen.
(europ.) : – ist das Zeichen für einen veränderlichen Charakter, mahnt also zur Energie;
– sehen: bedeutet Glück durch Fleiß; auch: mahnt vor dem borgen von Geld;
– kneten: man möchte gerne andere Menschen für seine Ziele einspannen, doch man ist selbst zu weich;
– brennende Wachskerzen: eine ernstliche Feierlichkeit steht an und man sollte mehr nach innen lauschen und zu sich selbst finden.
(ind. ) : – brennen sehen: Trauer und Betrübnis in deinem Haus;
– weißes: deine Gesundheit ist gut;
– gelbes: man betrügt dich;
– schmelzen sehen: du wirst einen Verlust erleiden;
– kneten: du wirst ein sehr schmiegsames Weib – (einen gutmütigen Mann) bekommen.
(Siehe auch „Kerze“, „Kranz“, „Wachskerze“)
Wachsleuchte / Wachslichter
Volkstümlich:
(arab. ) : – brennen sehen: eine segensreiche Zukunft vor Augen haben;
– auslöschen: ein gebotenes Glück verscherzen.
(europ.) : – eine anzünden: ein schönes Ereignis wird einem mit langvermißten Freunden zusammenbringen;
– brennen sehen: du wirst zu einer Partie eingeladen;
– ausblasen: signalisiert neue Enttäuschungen und Krankheiten, die verhindern, daß man mit lieben
Freunden wieder zusammentrifft; du wirst mehrere Bekanntschaften aufgeben.
(Siehe auch „Kerze“, „Wachskerze“)
Wachslilie
Medizinrad:
Schlüsselworte: Schmackhaft; ursprünglich; gefährdet; heilend; mit dem Weiblichen verbunden; läuternd; antiseptisch; Reinheit; nördlicher
Seelenpfad.
Beschreibung: Die Wachslilie, ihr botanischer Name lautet Trillium, wird im Medizinrad mit der inneren Position des nördlichen Seelenpfads und
mit der Reinheit assoziiert. Dieses bevorzugt in tiefen und feuchten Wäldern wachsende Kraut ist in seinem Bestand äußerst bedroht. Die sehr
schmackhafte Pflanze zählt zu jenen zahlreichen Arten, die durch die rücksichtslose Abholzung der Regenwälder in Bedrängnis gebracht wurden.
Früher, zu Zeiten eines ausgeglichenen Gleichgewichts auf der Erde, wurde die Wurzel der Wachslilie gegen vielerlei Störungen eingesetzt.
Insbesondere wirkte sie sich auf Frauenleiden günstig aus. Heute sollte die Wachslilie von Menschen so lange nicht mehr genutzt werden, bis die
Menschheit aufgehört hat, das Ökosystem zu zerstören, und es so allen Pflanzen gestattet, sich zu regenerieren.
Allgemeine Bedeutung: Die primitiven Teile deiner Natur, die von äußeren Einflüssen unberührt geblieben sind; das ruhige, stille Zentrum im
Inneren; deine tiefen Wurzeln in der Erde.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung deines Wesenskerns.
Wachstuch
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: warnt vor Kälte und Betrug;
– damit handeln: verheißt ungewisse Spekulationen.

1479
Wachstum
Allgemein:
Die inneren Veränderungen, die den Träumenden dazu veranlassen, sich anders auf seine Mitmenschen zu beziehen und herauszufinden, wer er ist
und wie sein Umfeld aussieht, sind Stadien des Wachstums. Sie drücken sich in Träumen beispielsweise als Pflanzenwachstum aus.
Psychologisch:
Wenn man von seiner Kindheit träumt, dann nimmt man mit dem Prozeß des Wachsens Verbindung auf.
Spirituell:
Im Traum kann Wachstum die Erkenntnis einer neuen spirituellen Reife sein, an der sich der Träumende orientieren sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Reichtum, Ehre, Gewinn.
(ind. ) : – du kannst von Glück sagen, es hätte auch schlimm ausgehen können.
Wachsfigurenkabinett
Volkstümlich:
(arab. ) : – besuchen: deine Unternehmungen sind zu gewagt.
(europ.) : – Wachsfiguren: ein Schrecken wird sich auflösen.
(ind. ) : – du wirst mit langweiligen Menschen zu tun haben.
Wachskerzen
Volkstümlich:
(europ.) : – sind Warnungen vor üppigem, irrigem Leben; bedeuten Wohlstand.
(ind . ) : – sehen: das Glück kommt zu dir, du darfst aber den Glauben an Gott nicht verlieren;
– brennen sehen: du wirst ein vornehmes Fest mitmachen;
– kaufen: du wirst einer großen Mühe überhoben werden.
Wachsstock
Volkstümlich:
(ind. ) : – du mußt Opfer bringen.
Wachstum
Medizinrad:
Schlüsselworte: Veränderung; Entwicklung; entfaltend; blühend; sich ausdehnend; reifend; sich verbreiternd; vertiefen; bereichern; Ernte; Evolution.
Beschreibung: Wachsen heißt, hinsichtlich Größe, Erfahrung oder Reife zuzunehmen. Das Wachstum ist im Medizinrad mit der äußeren Position des
südlichen Seelenpfads verbunden. Hierzu gehören darüber hinaus das Mineral Flußspat, die Pflanze Schwarzwurz, das Tier Kaninchen und die Farbe
Violett.
Allgemeine Bedeutung: Veränderung; Ausdehnung; Reifung.
Assoziation: Wucherungen.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Bereitschaft, die neues universales Wissen zu dir gelangen lassen wird.
Wachteln
Medizinrad:
Schlüsselworte: Familie; Wildvogel.
Beschreibung: Wachteln sind eine große Familie innerhalb der Gattung Feldhühner und kommen überall auf der Welt vor. Im allgemeinen sind sie
kleine, etwas plumpe Vögel, die mehr Zeit am Boden zubringen als in der Luft. In der Wildnis sieht man manchmal ein Weibchen, dem seine Küken,
eins nach dem an deren, folgen.
Allgemeine Bedeutung: Die Bedeutung von Familie für dich; der Aspekt deines Selbst, der drangsaliert werden kann und leicht zur Beute all dessen
wird, was dich jagt und verfolgt.
Assoziation: Fette Wachtel – abfällige Bezeichnung für eine korpulente Frau.
Transzendente Bedeutung: Tiefes Verstehen entweder deiner ursprünglichen oder deiner selbstgewählten Familie.
Artemidoros:
Wachteln zeigen Leuten, die keine Wachtelliebhaber sind, unangenehme Nachrichten aus Übersee an; aus Übersee, weil auch die Wachteln über die
See kommen, unangenehme, weil es streitsüchtige und verzagte Vögel sind. (Wachtelkämpfe und Veranstaltungen dieser Art erfreuten sich bei den
Griechen großer Beliebtheit und zogen die Leute in Massen an. Der Wachtelhahn ist besonders hitzig und streitlustig.) In Gemeinschaften,
Freundschaften, Ehen und im täglichen Geschäftsverkehr sind sie allgemein das Sinnbild von Zerwürfnissen und Hader und bedeuten, falls sie aus
dem Kampf gezogen werden (griech. metakomizesthai = technischer Ausdruck des Wachtelkampfes?), wegen der Verzagtheit (oligopsychos = 1.
verzagt, kleinmütig; 2. schwach, matt) Kranken den Tod; werden sie nicht herausgezogen, eine geringere Gefahr. Bezüglich einer Reise sind sie von
übler Vorbedeutung; sie beschwören Anschläge, Hinterhalte und Überfälle von Straßenräubern herauf. Denn wenn sie fortziehen, fallen sie in die
Hände der Vogelsteller. Kampfhähne bezeichnen nur Streitigkeiten und Hader, in sonstiger Hinsicht bedeuten sie keineswegs dasselbe wie die
Wachteln.
Allgemein:
Für Menschen, die diese Vögel mögen, bedeutet der Traum nichts. Allen anderen sagt er aber schlechte Nachrichten aus der Ferne voraus, dazu Streit
und Gefahr durch Räuber. Wachteln kommen nämlich aus weit entfernten Ländern und sind untereinander überaus zänkisch.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder rufen hören: du wirst einen angenehmen Ausflug unternehmen;
– jagen oder fangen: ein lukratives Geschäft betreiben;
– braten oder essen: sinnlichen Genüssen frönen.
(europ.) : – verkünden eine frohe Zukunft und Gewinn im Spiel; verheißt gute Botschaft in der Liebe;
– lebende sehen: gilt aus ausgezeichnetes Omen;
– schießen: kann ungute Gefühle der Freunde anzeigen;
– tote: Gefahr ist in Verzug;
– essen: ist der Beweis eines extravaganten Lebensstils.
(ind. ) : – sehen: böse Nachrichten aus der Ferne;
– rufen hören: ein Wunsch geht in Erfüllung;
– essen: du liebst üppige Tafelfreuden.
(Siehe auch „Virginiawachtel“, „Vögel“)

1480
Wächter
Allgemein:
Der Wächter im Traum ist ein Symbol dessen, was Freud als Über-Ich bezeichnet, das heißt der Moral und der gesellschaftlichen Normen und Werte.
Im Traum hat er oft die Rolle eines Aufsehers. Vielleicht fungiert ein Teil der Persönlichkeit des Träumenden als Aufseher oder versucht, andere
Teile seines Selbst zu unterdrücken. Bei der Arbeit mit Traumbildern erkennen wir oft Aspekte des spirituellen Selbst, die uns gegen äußere Einflüsse
schützen. Auch sie können die Gestalt eines Wächters annehmen.
Psychologisch:
Ein Traum von einem Wächter kann darauf verweisen, daß jemand oder etwas des Schutzes bedarf oder daß man sich gegen etwas Bestimmtes
wappnen muß. Wenn im Traum ein Wächter den Weg versperrte: Vielleicht fühlt man sich an der Ausführung einer bestimmten Aufgabe gehindert?
Hat der Wächter einem vielleicht vor Gefahren auf dem weiteren Weg gewarnt? Dann läßt sich dies als allgemeine Warnung verstehen, vorsichtiger
zu sein.
Spirituell:
Es kann der „Wächter an der Schwelle“ zwischen der physischen und spirituellen Welt gemeint sein.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird beschützt durch eine stille Liebe und Freundschaft in der Nähe.
(ind. ) : – sehen: du mußt vorsichtig sein;
– sein: Verdrießlichkeit.
(Siehe auch „Wache“)
Wachtfeuer
Volkstümlich:
(ind. ) : – eine fröhliche Tafelrunde.
Wachzustand
Volkstümlich:
(europ.) : – glauben, wach zu sein: man wird durch merkwürdige Vorkommnisse in düstere Stimmung versetzt werden;
– durch grüne Felder oder Landschaften zu gehen und dabei merken, daß dies im Wachzustand geschieht: signalisiert,
daß einem Gutes und Heiteres bevorsteht, daß aber zwischen Gegenwart und Zukunft noch Unangenehmes geschehen wird.
Waden
Allgemein:
Wade symbolisiert häufig sexuelle Bedürfnisse. Unschöne Waden warnen vor Ärger und Mißerfolgen, behaarte vor unangenehmen Überraschungen
und Enttäuschungen.
Volkstümlich:
(europ.) : – schöne und volle sehen oder haben: verkünden ein üppiges Leben ohne Geldsorgen; es wird einem etwas überraschend gut gelingen;
– gelbe und runzlige oder bekleidete: bringen ein ärgerliches Erlebnis;
– behaarte: es kommt ganz anders, als man denkt.
(ind. ) : – von jungen Mädchen: sei nicht so neugierig;
– sehen: du bist schnell entflammt;
– eigene sehen: du sollst dein Leben umgestalten;
– von alter Frau: höre auf die guten Menschen;
– von alten Mann: alles wird dir gelingen;
– von einem Kind: verliere die Hoffnung nicht;
– schöne: du hast eine sorgenfreie Zukunft;
– geschwollen oder verwundet: Schaden und Verdruß.
Waffel
(Gebäck)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man muß sich demnächst gegen Feinde verteidigen;
– verzehren: man wird herbe Schicksalsschläge erleiden;
– Wenn eine junge Frau Waffeln bäckt, quält sie die Angst, ledig zu bleiben.
Waffel
(Gegenstand)
Volkstümlich:
(europ.) : – damit einen Brief verschließen: man wird von einem Rechtsstreit profitieren.
Waffen
Assoziation: – Arbeit am Energieausdruck; Angriff und Verteidigung; Aggression.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, offener und empfänglicher zu sein?
Allgemein:
Waffe steht allgemein für Aggressivität, Rücksichtslosigkeit, starke Begierden und unreife Sexualität (vor allem männlicher Jugendlicher). Ferner
kann sie vor Streitigkeiten und Gegnern warnen. Die unbrauchbare Waffe deutet an, daß man Probleme nur mit Umsicht, nicht gewaltsam lösen wird.
Der Traum von Waffen verweist gewöhnlich auf den Wunsch, jemanden oder etwas zu verletzen. Der Träumende hat seine Aggressionen
verinnerlicht, und es ist völlig akzeptabel, daß er von Waffen träumt und sie im Traum gegen anderen Menschen einsetzt, statt seine Aggression
tatsächlich auszuleben. Die Art der Waffe kann Aufschluß darüber geben, wo das wirkliche Problem im Leben des Träumenden verborgen ist.
– Ein Pfeil bedeutet, daß man von einem starken Gefühl durchdrungen ist oder von jemandem verbal oder durch sein Handeln verletzt wird. Für den
Träumenden ist es erforderlich, seine Aufmerksamkeit nach innen zu lenken, damit er sein Wohlgefühl wiederfindet.
– Gewehr und Pistole repräsentieren nach herkömmlicher Interpretation die männliche Sexualität. Träumt eine Frau davon, erschossen zu werden,
ist dies ein Hinweis auf ihren Wunsch nach oder ihre Furcht vor sexueller Aggression. Schießt der Träumende selbst, dann setzt er vielleicht sein
männliches Vermögen zur Selbstverteidigung ein.
– Ein Messer steht für die Fähigkeit, verletztes Gewebe zu durchdringen und das abzutragen, was den Träumenden quält. Mit dem Messer kann die
Heuchelei „herausgeschnitten“ werden, die eine Situation beherrscht.
– Das Schwert hat verschiedene Bedeutungen. Griff und Klinge, die gemeinsam ein Kreuz bilden, symbolisieren ein starkes Glaubenssystem.
Außerdem steht das Schwert für spirituelle Energie, welche den Menschen dazu befähigt, Unnötiges aufzugeben. Das Schwert in der Scheide
ist ein Sinnbild für das im Körper wohnende Selbst.

1481
Psychologisch:
Bei Waffen aller Art handelt es sich um Traumbilder, die die männliche, aggressive Triebkraft darstellen. Die Sexualität wird als rein physischer
Vorgang gesehen, geistige oder seelische Bereiche, wie sie in jeder Partnerschaft vorkommen sollen, werden außer Acht gelassen. Tauchen sie im
Traumbild auf, will man mit ihnen etwas abwehren, daß die psychischen Kräfte beeinträchtigen könnte. Wird eine Waffe gegen den Träumenden
gerichtet, dann sollte er sich darüber Klarheit verschaffen, inwieweit er selbst zu der Aggression seiner Mitmenschen beiträgt. Vielleicht hat er sie
gegen sich aufgebracht. Eventuell hat sich der Träumende in einer bestimmten Situation auch freiwillig in die Opferrolle begeben.
Spirituell:
Unterschiedliche Waffen können verschiedene Ebenen spiritueller Kraft versinnbildlichen. Der Träumende sollte diese Kraft mit der gebührenden
Vorsicht einsetzen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die Waffen bedeuten Furchtlosigkeit vor dem Feind und das Handwerk kriegserprobter Männer.
– Träumt ein Herrscher, er ziehe in voller Rüstung ins Feld, wird er seine stärksten Feinde zerschmettern
und im Kampf großen Ruhm erwerben;
ein gemeiner Mann oder ein Armer wird in jedem Fall zu Vermögen kommen und in seinem Gewerbe
etwas Tüchtiges leisten, falls die Waffen aus Eisen sind.
– Schaut jemand ein bekanntes Volk in Waffen, das zum Krieg gerüstet ist, werden jene Männer übergroße Freude haben und
einen überwältigenden Sieg erringen; ist ihm aber das Volk unbekannt und der Träumende ein mächtiger Herr, werden seine
Feinde ihm hart zusetzen; denn alles, was unbekannt ist, bedeutet Feinde.
– Übt sich einer unter den Augen des Volkes im Speerwurf, wird er Namen und Ansehen gewinnen, sofern er zielsicher in dieser
Sportart ist; zerbricht der Speer, wird sein Ansehen verblassen, und er wird einen Angehörigen oder Freund durch den Tod
verlieren.
– Träumt einer, er finde oder ziehe einen Brustpanzer oder Lederkoller an, wird er über den Untergang seiner Feinde frohlocken
und so reich werden, wie der Brustpanzer schwer ist.
– Legt einer den einteiligen Kettenpanzer an, wird er in jedem Fall in seinem Beruf in die Klemme geraten, wenn den mehrteiligen
und aus vielen Stücken zusammengesetzten, entsprechend der Vielzahl der Teile vermögend werden und vor den Feinden
sicher sein; setzt sich einer einen Helm auf, wird sein Oberhaupt Kraft und Standhaftigkeit bezeigen; legt er die sogenannten
Arm und Beinschienen an, wird er Freude und Beständigkeit an seinen Knechten erleben.
– Träumt eine Frau, sie nehme eine Waffe in die Hand, einen Speer, ein Schwert, einen Dolch oder Pfeile, wird sie einen Knaben
gebären, wenn sie schwanger geht; der Bogen bedeutet nach der Auslegung der Ägypter Frau oder Tochter.
– Träumt der Kaiser, er und sein ganzes Heer trügen Waffen und empfinde Stolz darüber, wird er Freude an seinen Soldaten haben
und diese werden ein fremdes Volk niederwerfen.
– Trägt er selbst keine Waffen, schaut aber voller Stolz seine Truppen unter Waffen wird er eine Freudenbotschaft, die er ersehnt,
erhalten; schaut er aber seine Truppen ohne Waffen, wird ihn Furcht und Zittern vor den Feinden ergreifen.
– sehen oder tragen: Glück und Ehrenbezeugungen in Aussicht haben;
– bedrohlich wirken: deuten immer auf Streitigkeiten im Berufs- als auch Privatleben hin;
– zerbrechen: sich selbst seiner Verteidigungsmittel berauben.
(europ.) : – fast ausschließlich sexuelle Bedeutung: die Benutzung der „Waffen“ ist erwünscht, erhofft, befürchtet;
– sehen: Mahnung zur Vorsicht und Ankündigung von Streit oder Feindschaft;
– (Bajonett etc.): verheißen Glück und Ehre;
– zerbrochene: deuten schlimme Zeiten an; gegen ernste Schwierigkeiten versucht man sich vergebens zu wehren.
(ind. ) : – verschiedener Art sehen: du wirst Schaden erleiden.
– sehen: du besitzt einen stolzen Sinn;
– besitzen: du wirst Streit bekommen;
– klirren hören: du bist furchtsam;
– sich in ihrem Gebrauch üben: du wirst zu Ehren gelangen;
– schmieden sehen: trübe Zeiten;
– zerbrechen: du wirst deinen Feinden gegenüber machtlos sein.
– sonst wie (arab.)
(Siehe auch „Bewaffnung“, „Gewehr“, „Krieg“, „Maschinenpistole“, „Messer“, „Schwert“, usw.)
Waffenlauf
Artemidoros:
Der sogenannte Waffenlauf zeigt in jedem Fall Verzögerungen an; dieser Wettkampf kommt ja als letzter und wenn alles abgeschlossen ist. Kranken
prophezeit er aus demselben Grund den Tod.
Waffenschmied
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: trübe Tage kommen.
Waffenstillstand
Volkstümlich:
(europ.) : – sagt Förderung im Berufs- und Geschäftsleben voraus.
Waffentanz
Artemidoros:
Der Waffentanz hat die gleiche Bedeutung wie der gewöhnliche Tanz.
(Sieh auch „Tanz“)

1482
Wagen
Allgemein:
Heute träumen wohl die meisten Menschen von einem Auto oder von einem anderen Verkehrsmittel, wenn ein Traum von Fortbewegung handelt.
Träumt man von einem Streitwagen, so kann dies ein Hinweis sein, daß alte und bereits abgelegte Methoden zur Kontrolle der gegebenen Situation
die Lösung sind. Wagen kann im Sinne von Auto verstanden werden. Zieht ihn ein Tier, so deute man dieses. Eine Rikscha, die ein Mensch zieht,
ermahnt den Träumer, andere nicht für seine Zwecke einzuspannen (auszunützen).
Psychologisch:
Lasten befördernde Wagen lassen auf erfolgreiche und gewinnbringende Tätigkeit schließen, wenn sie leer sind, auf Verluste und vergeblichen
Arbeitsmühen. Wer vom Wagen etwas verliert, dessen finanzielle Möglichkeiten werden bald erschöpft oder zumindest sehr viel geringer
einzuschätzen sein. Ein Möbelwagen hängt mit einer Standortveränderung unseres Ich zusammen, mit einer Charakterumstellung, die uns im
allgemeinen zu unseren Gunsten verändert. Der Streitwagen im Traum kann eine Aufforderung sein, archetypische Bilder zu erforschen, um die
Motive des eigenen Handelns besser verstehen zu können. Ein Streitwagen repräsentiert möglicherweise Grundbedürfnisse in der Form, wie sie
einmal waren, bevor sie durch Erziehung verändert wurden.
Spirituell:
Der Streitwagen repräsentiert im Traum die Sonne und das Göttliche.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der kaiserliche Wagen weist auf des Herrschers Hoheit, ein gewöhnlicher auf verschiedene Personen.
– Fährt jemand mit dem kaiserlichen Wagen, wird er hohes Ansehen erlangen und berühmt werden;
gehört er zu den fähigen Köpfen, wird er die Krone erringen.
– Fährt einer zu Wagen, der von edlen Pferden gezogen wird, winken ihm Hoheit, Freude und Erfüllung seiner Hoffnungen,
auch wird er Zutritt zum Kaiser haben.
Wird der Wagen von Ochsen gezogen, wird er in Kürze mächtige Herren in seine Gewalt bringen,
sich aber als schwacher Regent erweisen, weil Ochsen langsam und schwerfällig sind.
– Alle, die im Traum den Wagen des Kaisers schauen, werden in ein näheres Verhältnis mit ihm kommen;
durften doch sowohl Joseph, als er nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis über Ägypten herrschte,
als auch andere zum Zeichen der Hoheit und Würde, die ihnen die alten Könige verliehen, den königlichen
Wagen besteigen.
– Träumt einer, er lenke den kaiserlichen Wagen in der Rennbahn, siege und werde bekränzt, wird er über die Feinde siegen,
falls er Feldherr oder Soldat ist, gehört er zu den Großen am Hofe, wird er wegen des Kranzes der erste unter seinesgleichen
werden; unterliegt er im Rennen, wird er von Trübsal frei und eine geringere Freude haben; denn Trübsal im Traum bedeutet
Kummerlosigkeit. Ein einfacher Mann wird nach diesem Traum Freude und mehr Verdienst in seinem Gewerbe finden.
Eine Frau wird, sei sie wer immer, mit angesehenen Männern huren und öffentliches Ärgernis erregen.
– Träumt der Kaiser, er lenke selbst den Wagen, wird er noch größeren Ruhm erwerben, seine Feinde unterwerfen und ans Ziel
aller seiner Wünsche kommen, sofern er den Wagen geschickt lenkt.
– Dünkt es ihn, er werde, auf seinem Streitwagen thronend, von Pferden gezogen, und zwar langsam und ruhig, wird sein
Erscheinen überall im Volk Freude, Frieden und Jubel auslösen.
– Scheint es ihm, als sei sein Wagen zerbrochen, wird er erkranken und in seiner Würde Schaden leiden.
– Kommt ein Pferd oder Ochse, die ihn ziehen, zu Schaden, wird er in seiner Würde Einbuße erleiden;
verenden die Tiere oder straucheln sie, wird er zu seinem Verhängnis seine Würde und sein Ansehen verlieren
und in große Bedrängnis geraten.
– Bauernwagen bedeuten Krankheit und Belastungen durch die Obrigkeit. Fährt einer mit einem Bauernwagen,
drohen ihm arger Schrecken und Belastungen durch die Obrigkeit. Dünkt es ihn, er steige vom Wagen herunter,
wird er schnell der Sorgen ledig werden.
– darin gefahren werden: man sollte sich nicht zu sehr auf andere verlassen, wenn man bei seinen Unternehmungen Erfolg
haben will, als auch risikofreudiger zeigen;
– selbst lenken: man wird mühelos weiterkommen, wenn man keine Mühe und Verantwortung scheut;
dein Vorhaben wird dir gelingen;
– damit umfallen: durch Engstirnigkeit in seinem Fortkommen behindert werden.
(europ.) : – ähnlich wie Auto aufzufassen: man kommt vorwärts, muß aber die Gesellschaft vornehmer
Menschen suchen; auch: bedeutet Reisen und Veränderungen in schnellem Wechsel;
– in einen steigen: eine Reise wird unter anderen Voraussetzungen als erwartet durchgeführt;
– in einem Wagen fahren ist kein guter Traum für den, der nach den Gütern dieser Welt strebt;
– einen eleganten sehen: bedeutet, daß man mit seinen Leuten in Verbindung treten wird;
bringt Bekanntschaft oder Verkehr mit einem vornehmen Menschen;
– einen verpassen: ein Versuch, seine Position zu verbessern, wird vereitelt werden;
– aus einem steigen: man wird bei interessanten Plänen Erfolg haben, wozu man sich beglückwünschen kann;
– mit einem umkippen oder Bruch machen: bedeutet einen empfindlichen Fehlschlag;
– umgeworfener: üble Nachrede;
– zur Beförderung von Gütern oder Lasten: bedeutet, wenn er leer ist, daß eine Mühe
oder Arbeit umsonst sein wird, wenn er beladen ist, daß eine Arbeit Gewinn verspricht;
– aus einem fallen: man ist sehr ungeschickt und schneidet deshalb sehr schlecht ab oder verliert gar die Stellung;
– einen beladenen umkippen und die Ladung herausfallen sehen: bringt Geldverlust;
– zum Möbeltransport: kündet eine Veränderung in den Verhältnissen an;
– von dem sich ein Rad löst: man wird sich über den Eigensinn eines Menschen sehr ärgern müssen;
– selbst darin fahren: Ehrenbezeugungen erhalten;
– in einem mit Eseln bespannten fahren: man läßt sich zu sehr von leichtsinnigen Menschen beeinflussen;
– von Pferden gezogen: bedeutet Glück;
– von Menschen gezogen: man wird Macht erlangen.
(ind. ) : – sich darin sitzen sehen: Glück und Ehre;
– in einem schönen fahren: Wohlstand;
– selbst fahren: du hast eilige Geschäfte;
– fahren sehen: Festlichkeiten;
– viele sehen: deine Wünsche werden erfüllt;
– herunterfallen: du wirst deinen Plan ändern müssen;
– mit ihm umfallen: ein unglücklicher Entschluß wird viel Sorge bereiten;
– Kinderwagen: glückliche, mit Kindern gesegnete Ehe;
– mit vielen Pferden: Erfüllung deiner Wünsche;

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– umwerfen sehen: nahes Unglück;
– befrachtet und beladen: gutes Gedeihen deines Geschäftes.
(Siehe auch „Automobil“, „Gespann“, „Lastwagen“, „Pferde“, „Reise“, „Umzug“ und einzelne Symbole)
Wagenabteil
Volkstümlich:
(europ.) : – die Weiterbewegung im Wagen ist ein Ausgleiten im Lebensablauf;
– in einem fahren oder sitzen: Vergnügen haben.
Wagendeichsel
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst in abhängige Verhältnisse kommen.
Wagenrad
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder von einem Wagen verlieren: du wirst in große Verlegenheit geraten.
Wagenspuren
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deine Wege sind dir vorgezeichnet.
Waggon
Volkstümlich:
(europ.) : – für Personen sehen: deutet auf eine flüchtige Bekanntschaft hin;
– darin fahren: verheißt Wohlstand und glückliche Verhältnisse;
– für Güter sehen: einen Gegenstand, den man sich gewünscht hat, wird man erhalten.
(Siehe auch „Güterwagen“)
Wagnis
Volkstümlich:
(ind. ) : – unternehmen: du baust zu sehr auf dein Glück.
Wahl / wählen
Allgemein:
Die Teilnahme an einer Wahl, ob im Bereich des öffentlichen oder beruflichen Lebens, verdeutlicht den Wunsch und die Fähigkeit des Träumenden,
Gruppen anzugehören. Stimmt er mit der Mehrheit, akzeptiert er ihre Regeln. Entscheidet er sich gegen die Gruppe, will er aufbegehren.
Psychologisch:
Eventuell stellt der Träumende die allgemeine Einschätzung einer Wahl als fair und gerecht in Frage. Träumt er davon, daß er gewählt wird, so zeigt
sich mit diesem Traum sein Wunsch nach Macht.
Spirituell:
Spirituell gesehen, setzt der Träumende mit der bedingungslosen Annahme von etwas oder jemanden sein ganzes Vertrauen in die Sache oder Person.
Volkstümlich:
(arab. ) : – zu einer gehen oder sich in einer Wahlzelle sehen: man wird demnächst vor eine schwierige Entscheidung gestellt werden,
die sich unter Umständen auf das ganze Leben auswirken kann.
(europ.) : – zwischen etwas: man sollte mehr Vertrauen haben, wenn sich die Hoffnungen erfüllen sollen;
man liegt gut im Rennen, ist jedoch zu bescheiden;
– bei einer anwesend sein: man wird sich in eine ungünstige Lage bringen;
– ein Wahlheld sein: bedeutet die schnelle Realisation der eigenen Pläne und Hoffnungen.
(ind. ) : – du mußt dein Gewissen befragen.
(Siehe auch „Kampagne“, „Politiker“, „Stimme“)
Wahnsinn
Assoziation: – Arbeit an zwanghaften Ängsten.
Fragestellung: – Welche innere Stärke bin ich zu erkennen bereit?
Allgemein:
Wahn kündigt oft an, daß Erwartungen und Hoffnungen sich nicht erfüllen werden. Sieht man sich selbst als wahnsinnig, hat man in einer
Angelegenheit (oft in der Liebe) den Kopf verloren und handelt nicht mehr vernünftig.
Psychologisch:
Der Wahnsinn deutet im Traum daraufhin, daß man eine Situation mit dem falschen Sinn belegt. Man hat den Kontakt mit dem wahren Sinn verloren
und lebt im Wahn, das heißt, die Ansicht des Träumers geht an seine Realität vorbei. Das Traumsymbol Wahnsinn ist ein Hinweis, einen neuen Sinn
zu finden. Das mag nun ein neuer Lebenssinn oder eine veränderte Sicht der Situation sein. Sie brauchen keine Angst zu haben, dieses Traumsymbol
zeigt normalerweise nicht an, daß Sie Wahnsinns gefährdet sind, sondern nur, daß Sie Ihre Sicht der Dinge und Situationen korrigieren müssen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Wahnsinnige sehen: du wirst nicht wissen, wie du mit deinen Freunden verkehren sollst;
– wahnsinnig sein: du wirst manche Dummheit begehen,
– ehe dein Leben in geregelten Bahnen verläuft.
(europ.) : – gute Vorbedeutung für Herzensangelegenheiten;
– davon befallen werden oder sein: in einer Liebesangelegenheit werden die Empfindungen und Gefühle
mit dem Verstand durchgehen;
– sich selbst halten: es kündigen sich katastrophale Ergebnisse bei einer neu begonnenen Arbeit an, oder
schlechte Gesundheit sorgt für eine traurige Wende in den Zukunftsaussichten;
– ein Wahnsinniger: überraschende Neuigkeiten, die in eine neue Umgebung führen;
– Wahnsinnige sehen: warnt vor einer beabsichtigten Liebschaft; auch: es deutet sich eine bedrückende
Begegnung mit Leid und Hilfsappelle von Armen an; man sollte besonders auf seine Gesundheit achten.

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(ind. ) : – sehen: Liebesleid;
– sein: Glück in Liebessachen.
(Siehe auch „Verwirrung“)
Wahrheit
Allgemein:
Wahrheit taucht oft symbolisch in Träumen biederer, rechtschaffener Menschen auf.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Rechtschaffenheit.
(ind. ) : – hören: man wird dich zu einem Geständnis zwingen;
– sagen: du wirst Verdruß haben.
Wahrsagen
Psychologisch:
Der Träumende hat seinen Horizont und sein Wissen erweitert und ist dadurch – auch über sich selbst – zu Erkenntnissen gelangt, die zu großen
Hoffnungen berechtigen. Dies ist ein Traum, der Fortschritt und Erfolg verheißt, besonders wenn man sich selbst als Wahrsager sieht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich lassen: schenke nicht jeder Persönlichkeit dein Vertrauen;
– anderen: vergeude nicht deine Zeit und befasse dich nicht mit albernen Dingen.
(europ.) : – du wirst dir nützliche und praktische Kenntnisse erwerben;
– zu einem gehen: man sucht Sicherheit und Aufschluß immer an der falschen Stelle;
– Wahrsager sehen oder sprechen: meist handelt es sich um Dinge, die in der nächsten Zeit eintreten, wenn
es sich um Wahrsagungen handelt; kann man sich an Einzelheiten der Wahrsagungen nicht mehr erinnern,
dann wird in einer Angelegenheit guter Rat teuer sein;
– die Zukunft geweissagt bekommen: man denkt viel über ein schwieriges Problem nach und sollte die eigene
Zustimmung zu dessen Bereinigung nur nach reiflicher Überlegung geben;
– selbst jemanden die Zukunft weissagen: man wird Erfolg sicher stellen;
– Einer jungen Frau wird hierdurch die Wahl zwischen zwei Rivalen vorhergesagt. Sie wird sich bemühen,
die Stellung eines der beiden in Beruf und in der Gesellschaft herauszubekommen. Träumt sie, sie sei mit
einem Wahrsager verlobt, bedeutet dies, daß die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen gefunden hat. Sie
sollte nach Selbständigkeit streben, ansonsten wird sie in der Ehe Not leiden.
(ind. ) : – dein Traum der letzten Nacht wird sich erfüllen;
– Wahrsager hören: du kommst mit vornehmen Menschen zusammen.
(Siehe auch „Astrologe“)
Waise
Assoziation: – Schutzlosigkeit; Isolation.
Fragestellung: – Welche tiefen Verbindungen will ich eingehen?
Allgemein:
Waise bringt die Sehnsucht nach Geborgenheit, emotionaler Sicherheit und Liebe zum Ausdruck. Außerdem kann sie jene Teile der Persönlichkeit
verkörpern, die man übermäßig unterdrückt. Konkret wird manchmal vor einem Menschen gewarnt, der einen im Stich lassen wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird von einem Menschen im Stich gelassen, auf den man vertraut hat;
– mit einem verwandt sein: es kommen neue Verantwortungen auf einem zu, wodurch es zur Entfremdung
von Freunden und einem Menschen kommt, für den man mehr als nur Freundschaft empfindet;
– werden: man wird einen treuen Menschen finden, zu dem man mit allen seinen Nöten kommen kann;
– Mitleid mit Waisen empfinden: die Sorgen anderer werden einem viel von der Lebensfreude nehmen;
(ind. ) : – sein: mühsam wird dein Lebensweg sein, in der zweiten Hälfte deines Daseins aber wird dir plötzliches Glück zuteil;
– sehen: du hast Gelegenheit, deinen Mitmenschen zu helfen.
Waisenkinder
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Waisenkind, so fühlt sich der Träumende vielleicht verletzbar, zurückgewiesen und nicht ausreichend geliebt.
Kümmert sich der Träumende um ein Waisenkind, dann als Ausdruck des Versuches, den Teil seiner selbst zu heilen, der nicht genug Liebe
empfangen hat. Wenn der Träumende sich selbst als Waise sieht, kann dies darauf verweisen, daß er unabhängiger und selbstgenügsamer werden
muß.
Psychologisch:
Der Träumende muß mit seiner Aufgabe, erwachsen zu werden und seine Eltern zu verlassen, ins reine kommen. Möglicherweise fühlt man sich als
Waisenkind, wenn man die Eltern durch Tod, einen Umzug oder aufgrund anderer Bedingungen verliert.
Spirituell:
Spirituelle Verlassenheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – mahnen zur Mildtätigkeit und verheißen Glück in der Lotterie; Gewinne oder Reichtümer aus der Hand eines Fremden empfangen.
Wal
(Meeressäugetier)
Assoziation: – Macht des Unbewußten; Wahrheit und Stärke des inneren Seins.
Fragestellung: – Welche große Wahrheit bin ich zu akzeptieren bereit?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Uralt; massig; kraftvoll; stark; langlebig; in Harmonie mit der Umwelt; Erfahrung; westlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Der Wal, im Medizinrad mit der äußeren Position des westlichen Seelenpfads und mit der Erfahrung verbunden, ist der größte
Bewohner der Meere, der Atemluft benötigt, sein Jungen säugt und weltweit verbreitet vorkommt. Die Ordnung Waltiere zerfällt in zwei
Unterordnungen: in die Bartenwale, die zahnlos sind und mit kulissenartig hintereinander vom Gaumen herabhängenden Hornplatten ihre Nahrung
aus dem Wasser herausfiltern, und in die Zahnwale, zu denen auch Schwertwale, Delphine und Tümmler gehören. Wale sind heute noch immer in
Gefahr, weil manche Länder, obwohl viele Arten schon kurz vor der Ausrottung stehen, sich nicht zu einem Jagdverbot entschließen k önnen. Manche
erdverbundene Stämme glauben, daß Wale mit dem Menschen zu kommunizieren vermögen und daß eine ihrer Botschaften von uns verlangt, in eine

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harmonischere Beziehung zur gesamten Schöpfung zurückzufinden. Andere glauben, daß Wale übersinnliche Fähigkeiten besitze und direkt mit dem
Menschen in Kontakt zu treten imstand sind.
Allgemeine Bedeutung:
Deine Verbindung zu allem auf der Erde und im Wasser, was alt ist; wie altes Wissen mit dem alltäglichen Gefühlsleben verflochten ist; nach
größerer Harmonie mit der Umwelt strebend; deine eigene Kraft oder Macht.
Assoziation: Friedliche Riesen der Meere.
Transzendente Bedeutung: Eine direkte Botschaft darüber, wie du Mutter Erde als Ganzes und insbesondere die Gewässer der Erde heilen kannst.
Psychologisch:
Einen Wal zu sehen oder von einem verschluckt zu werden warnt davor, daß sich in Ihrem Unbewußten eine große Gefahr verbirgt. Um ihre
negativen Auswirkungen abzuwenden, müssen Sie sie unbedingt ans Tageslicht bringen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – frei im Meer sehen: in nächster Zeit mit einem hohen Gewinn rechnen dürfen;
– gefangen sehen: unglückliche Zufälle werden dich in Gram und Kummer stürzen.
(europ.) : – große Überraschung, die viel Freude hervorrufen wird; Riesentier wie Elefant, aber unbeweglicher
und somit ungefährlicher; erwachendes Selbstbewußtsein kann Übermaße annehmen;
– sehen: man wird sich um eine Sache unnötig ängstigen oder Gedanken machen;
man wird ein lohnendes Geschäft bald erfolgreich abschließen können;
– auf ein Schiff zuschwimmen sehen: man fühlt sich zwischen Pflichten hin und her gerissen und könnte sein Hab und Gut verlieren;
– ein Schiff zum kentern bringend: man gerät in ein Strudel der Wirrungen und Irrungen;
– ein Kraftloser: es fällt einem leicht, zwischen Pflicht und Neigung zu entscheiden.
(ind. ) : – sehen: Hindernisse, die du mit Energie überwinden mußt;
– fangen: deine Geschäfte werden mit der Zeit immer besser, nur nicht den Mut verlieren.
(Siehe auch „Delphin“, „Tiere“)
Wald
Assoziation: – das Reich des Unbewußten; Naturkräfte.
Fragestellung: – Welchen Teil meiner inneren Wesensart bin ich zu erkunden bereit?
Allgemein:
Ein Traum vom Wald oder von einer Baumgruppe bedeutet in der Regel, daß der Träumende das Reich des Weiblichen betritt. Der Wald ist oft Ort
der Prüfung und Initiation. Er konfrontiert den Träumenden mit seinem emotionalen Selbst, lehrt ihn, die Geheimnisse seines wahren Wesens und
seine spirituelle Welt zu verstehen. Wald taucht oft auf, wenn man die Orientierung im Leben verloren hat, das Wesentliche nicht mehr wahrnimmt;
das fordert auf, ernsthaft nach dem Sinn des eigenen Lebens zu forschen, um wieder eine Richtung zu finden. Der grüne Wald soll Glück und Erfolg,
der kahle Unglück und Sorgen ankündigen. Der Waldrand zeigt an, daß man aus einer mißlichen Situation wieder herausfindet, zuweilen weist er
auch auf eine bevorstehende Trennung hin.
Psychologisch:
Der Wald ist im Traum ein Symbol für das Unbewußte. Findet die Traumhandlung in einem Wald statt, ist dies meist ein Bild für archetypische
Muster des Kollektiven Unbewußten. Häufig handelt es sich dabei um Verhaltensmuster, die aus Märchen, Mythen und Sagen bekannt sind. Der
Wald wird mit Geheimnisvollem, Abenteuerlichem und Dämonischem gleichgesetzt, das unser Ich von einem Abenteuer in das andere stürzt. Der
dunkle oder verzauberte Wald, der häufig in Märchen vorkommt, symbolisiert allgemein den Anfang. Die Seele dringt in Bereiche vor, die sie noch
nicht kennt, und muß, um zu spüren und zu fühlen, was in ihrer Umgebung geschieht, mit Intuition vorgehen und all ihre Fähigkeiten einsetzen.
Vielleicht weist der Wald im Traum auch darauf hin, daß der Träumende den Weg verloren hat. Für ältere Menschen ist der Weg durch den Wald ein
Suchen nach verlorenen Werten. Für junge Menschen ist es ein Weg ins Dickicht des Lebens, der zum Erfolg führen kann, wenn sich ihnen nicht
reißende Ungeheuer, wilde Tiere oder andere Hindernisse entgegenstellen, die ein Weiterkommen erschweren.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene symbolisiert der Wald die Psyche und das Weibliche.
Volkstümlich:
(arab. ) : – allgemein: mahnt zu mehr Bescheidenheit und Ehrfurcht vor den einfachen Dingen des Lebens;
– Träumt dem Kaiser, es seien etliche Leute in seine Bergwälder gezogen, um Holz zu fällen, und zwar in seinem Auftrag,
wird er willentlich einige seiner Gefolgsleute töten lassen, geschieht der Holzschlag gegen seinen Willen, werden jene von
der Hand seiner Feinde fallen. Sieht er seine Bergwälder in loderndem Feuer bei heftigem Sturm brennen, wird sein Volk
in einem Krieg gegen seine Feinde wie eine Saat vertilgt werden, tobt kein Sturm, wird das Blutvergießen geringer sein.
Auch diesen Traum kann nur der Kaiser oder ein Fürst schauen; selbst wenn ihn ein anderer träumen sollte, erfüllt er sich
an der Person des Kaisers oder des Fürsten. Leidet einer von ihnen unter dem Rauch oder dem Feuer, wird ihm ein
Mißgeschick zustoßen.
– sehen: angenehme Verhältnisse finden;
– darin spazierengehen: du wirst dich recht angenehm amüsieren;
– brennen sehen: schlimmes Vorzeichen verderblicher Ereignisse;
– verwüstet sehen: kümmerliche Aussichten haben;
– ein düsterer und dichter: schwere Zeiten werden dich heimsuchen.
(europ.) : – kann harmlos oder gefährlich sein; hier sind alle Sexual- und Mahnfaktoren beisammen; der erotisch- sexuelle Unterklang ist klar;
– sehen: es trifft der Ausspruch zu, daß man den Wald vor lauten Bäumen nicht sieht;
– mit frischem grünen Laub: frohe Hoffnung und gute Aussicht für die Zukunft; Wohlstand und Vergnügen; Literaten wird Ruhm
und große öffentliche Anerkennung verkündet; man hat ein unerschütterliches Gottvertrauen in die Zukunft und das bringt einem
Sicherheit und Wohlstand im Alter;
– Waldrand sehen: kündet das Ende einer Beziehung an;
– sich in einem dichten befinden: es stehen einem Einbußen im Handel, unglückliche Einflüsse
zu Hause und Ärger in der Familie bevor; Kälte und Hunger sagen eine lange Reise zur Erledigung
einer unangenehmen Sache voraus;
– fällen: bedeutet, daß du durch Arbeit Erfolg erringen wirst;
– abgeholzt sehen: Nachricht von einem Todesfall;
– transportieren: Vorzeichen für Armut;
– im Wasser schwimmen sehen: Scheitern der Hoffnungen;
– einen Waldbrand sehen: man sollte auf alle körperliche Symptome achten; die Gesundheit ist stabil;
– Eine junge Frau berichtet von folgendem Traum und seiner Erfüllung: „Ich befand mich in einem seltsamen Wald, indem anscheinend
Kokospalmen mit roten und gelben Beeren standen. Der Boden war mit Laub bedeckt , das ich unter meinen Füßen knistern hörte. Am
nächsten Nachmittag erhielt ich ein Telegramm mit einer Nachricht über den Tod eines lieben Cousin.“

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(ind. ) : – brennen sehen: Trauer um eine geliebte Person;
– grün sehen: glückliches Leben;
– kahl sehen: deine Zukunft ist trübe;
– dicht und finster: du kennst dich in deinen Geschäften nicht aus;
– in ihm spazieren gehen: du wirst Zufriedenheit finden;
– schöner, grüner: glückliche Ehe;
– kahl: trübe Zukunft;
– in ihm singen: fröhliche Zeiten;
– abschlagen: du wirst zu Vermögen kommen.
(Siehe auch „Baum“, „Berg“, „Dämonen“, „Hexe“, „Holz“, „Urwald“, „Verlieren“)
Waldhorn
Allgemein:
Waldhorn zeigt, das man Sympathien bei anderen genießt.
Psychologisch:
Wie alle Blasinstrumente meist männlich-sexuell zu deuten. Wer zum Beispiel ein Waldhorn spielt oder hört, hat Sehnsucht nach einem Menschen,
dessen Lockungen er nicht standhalten kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – blasen hören: Schmeichler versuchen dich zu betören.
(europ.) : – läßt auf eine Einladung zur Jagd schließen oder auf sonstige gute Nachrichten.
(ind. ) : – hören: man liebt dich und wird dich einladen; dein Leben wird sich nach Wunsch gestalten;
– blasen: Unruhe, Verdruß.
(Siehe auch „Blasinstrumente“)
Walfisch
(Für die Letzten die es noch nicht begriffen haben: Der Wal ist ein Meeressäuger und kein Fisch! Also siehe bei „Wal“)
Wall
Allgemein:
Wall deutet kleine Hindernisse an, die man leicht überwindet. Ferner kann er das Bedürfnis nach Schutz und Geborgenheit anzeigen oder vor faulen
Ausreden warnen, die leicht durchschaut werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst Hindernisse finden, die sich mit Energie überwinden lassen.
(europ.) : – oder eine Schanze sehen: du wirst im eigenen Haus alle Widerwärtigkeiten besiegen.
(ind. ) : – sehen: lasse dich nicht von dummen Dingen aufhalten.
Wallfahrt
Psychologisch:
Nimmt man im Traum an einer Wallfahrt teil, ist man im Wachleben gewillt, mit anderen ein Ziel zu erreichen, das seelisch alle einander
näherbringt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder daran teilnehmen: dein religiöser Sinn wird Trost im Leiden finden;
auch: man sollte seine guten Vorsätze so rasch wie möglich in die Tat umsetzen;
wenn öfters gesehen: man wird vergeblich bemüht sein, einen begangenen Fehler wieder gut zu machen.
(europ.) : – dein Vorhaben ist lobenswert;
– sehen oder daran teilnehmen: verheißt die Erreichung eines Zieles durch Ausdauer und Selbstlosigkeit.
(ind. ) : – sehen: dein Streben wird belohnt werden;
– unternehmen: du hast ein Unrecht gutzumachen.
Walnuß
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, aufknacken oder essen: du mußt etwas Schwieriges ausführen.
(europ.) : – man soll sich durch äußere rauhe Schalen nicht abschrecken lassen, sondern durchdringen bis auf den
süßen Kern; ein günstiges Omen für Glück und Freude;
– eine verfaulte knacken: die Bemühungen werden in Bitterkeit und einem materiellen Zusammenbruch enden;
– Junge Frauen, die von Walnußflecken an ihren Händen träumen, merken bald, daß sich ihr Liebhaber
einer anderen zuwendet; sie selbst versinken in Liebeskummer.
(ind. ) : – essen: du bist ein guter Mensch;
– du wirst dem Schicksal kraftvoll trotzen.
(Siehe auch „Nuß“)
Walroß
Assoziation: – massive Sensibilität.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, weniger bedrohlich zu sein?
(Siehe auch „Tiere“)
Walze
Volkstümlich:
(arab. ) : – eine Angelegenheit wird sich nach Wunsch ordnen lassen.
(ind. ) : – sehen: ist in allen Dingen gut.

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Walzer
Psychologisch:
Beim Traumwalzer sieht man im Wachzustand den Himmel voller Geigen, aber möglicherweise tritt man auch jemandem beim Tanzen auf die Füße.
Wer anderen im Traum beim Walzer tanzen zuschaut, fühlt sich im Alltagsleben nicht wohl in seiner Haut, weil er andere für glücklicher hält.
Volkstümlich:
(europ.) : – bei einem zusehen: sagt voraus, daß man eine Beziehung zu einer fröhlichen und abenteuerlustigen Person pflegt;
– tanzen: du wirst bald ein Liebesgeständnis machen;
– tanzen sehen: deine Liebe wird nicht erwidert;
– spielen: du bereitest viel Vergnügen;
– spielen hören: versäume nicht, deine Jugend zu genießen;
– Tanzt eine junge Frau einen Walzer mit ihrem Geliebten, wird sie bald das Objekt großer Bewunderung
sein, aber niemand will sie zur Frau nehmen. Sieht sie ihren Liebhaber beim Walzer mit einer
Nebenbuhlerin, wird sie Hindernisse überwinden. Tanzt sie Walzer mit einer Frau, ist sie wegen ihrer
Tugenden und gewinnenden Art beliebt. Sieht sie Personen, die wie verrückt Walzer tanzen, ist sie so sehr
in Vergnügungen verstrickt, da sie schwerlich den Avancen ihres Liebhabers und männlicher Bekannter
widerstehen kann. Sieht sie dem Tanz nur zu, verbirgt ein Verehrer seine Zuneigung vor ihr.
(ind. ) : – schöne Tage stehen dir bevor.
(Siehe auch „Tanz“)
Wand
Assoziation: – Barriere; Verteidigung; Trennung.
Fragestellung: – Was bin ich zu integrieren bereit? Wo brauche ich das Getrenntsein? Was ist das Getrenntsein? Was ist auf der anderen Seite?
Artemidoros:
Alles, was uns persönlich umgibt, hat dieselbe Bedeutung, z.B. ein Gewand, ein Haus, eine Wand und ähnliches mehr. Es träumte einem, sein
Gewand sei in der Mitte durchgerissen. Sein Haus stürzte ein; denn das was ihn umgab, bot keine Festigkeit.
Allgemein:
Wand steht manchmal für das Bedürfnis nach Sicherheit, kann aber auch darauf hinweisen, daß man in der Selbstentfaltung eingeschränkt wird.
Häufiger kommen darin auch unüberwindliche Hindernisse und Schwierigkeiten zum Vorschein, gegen die man vergeblich anrennt; das kann daran
liegen, daß man sie auf falsche Weise zu lösen versucht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – vor einer stehen: man sollte sich darauf besinnen, daß man nicht in allen Dingen Recht behalten
und seine Vorstellungen verwirklichen kann; man sollte seine Möglichkeiten realistischer einschätzen.
(europ.) : – gilt als ein unübersteigbares Hindernis; man wird etwas Erstrebtes nicht erreichen können;
(ind. ) : – sehen: es sind fast unüberwindbare Hindernisse da;
– spanische: du wirst die Wahrheit bald erforschen.
(Siehe auch „Gebäude“, „Hausbrand“, „Mauer“)
Wandel (Siehe „Verwandlung“)
Wandeln
(auf dem Meer)
Artemidoros:
Auf dem Meer zu wandeln ist für einen, der eine Reise antreten will, und zwar besonders, wenn er den Seeweg wählt, verheißungsvoll; das
Traumgesicht prophezeit große Sicherheit. Günstig ist es auch für einen Sklaven und einen Heiratslustigen; der eine wird seinen Herrn, der andere
seine Ehehälfte beherrschen. Es gleicht nämlich das Meer wegen seiner Macht einem Herrn, wegen der Feuchtigkeit einer Frau. Glück bringt es
ferner einem Prozessierenden; er wird den Richter übertrumpfen und natürlich den Prozeß gewinnen; das Meer gleicht auch einem Richter, weil es
den einen Gutes, den anderen Schlimmes antut. Einem jungen Mann bedeutet es, er werde sich in eine Hetäre verlieben, und einer Frau, sie werde das
Leben einer Hetäre führen; das Meer ist auch eine Hetäre vergleichbar, weil es zuerst angenehme Vorstellungen erweckt, dann aber den meisten übel
mitspielt. Allen aber, die von der großen Menge leben, ferner Staatsmännern und Demagogen verspricht es, abgesehen von großem Ruhm,
außergewöhnliche Geldeinnahmen; das Meer gleicht nämlich wegen seiner Unbändigkeit auch der großen Menge.
Wanderer
Allgemein:
Wandern (Wanderer) deutet allgemein Veränderungen auf dem weiteren Lebensweg an, die Abwechslung, aber auch Gefahren mit sich bringen
können. Folgende Begleitumstände können bei der Deutung helfen:
– Gemächlich wandern verspricht, daß man langsam, aber sicher vorankommt.
– Müde, erschöpft oder schleppend wandern kündigt große Anstrengungen an.
– Bergauf oder bergab wandern deutet man wie Berg.
– Rucksack beim Wandern tragen weist auf Belastungen hin, die man auf sich nehmen muß.
– Ärmlich aussehender Wanderer kündigt Enttäuschungen und Mißerfolge an.
– Pilger fordert zur Demut und zum Vertrauen in höhere Führung auf.
Psychologisch:
Die Bewegung in der Natur hat einen großen Erholungswert, auf den mit diesem Traumsymbol angespielt wird. Beim Traumsymbol Wandern hängt
die Bedeutung weitgehend davon ab, in welcher Landschaft man sich bewegt und ob man allein oder in einer Gruppe wandert. Wandert man in den
Bergen, wird darauf hingewiesen, daß eine gewisse körperliche Anstrengung zur Erholung notwendig ist. Wandert man am Meer, stehen die weiten
Blicke und das Gefühl von Freiheit im Vordergrund. Wandert man alleine, möchte man sich von allen sozialen Verpflichtungen frei machen und sich
selbst erleben. Wandert man in einer Gruppe, kommt es sehr darauf an, welche Stimmung in dieser Gruppe herrscht. Auch: Wer durch die
Traumlandschaft wandert, hat im Wachleben den Willen, Schritt für Schritt vorwärtszukommen, dabei aber nichts zu übertreiben. Ist der Weg
beschwerlich, trägt der Wanderer einen Rucksack (siehe dort) oder mutet er sich zuviel zu, kann er das Ziel nur unter größten Schwierigkeiten
erreichen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: bald eine Reise anzutreten haben;
– selbst sein: dein Unternehmen wird glücken.

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(europ.) : – (auch Pilger): man soll sich durch bestehende Schwierigkeiten nicht beeinflussen lassen; Umwege sind dazu da,
dennoch ans Ziel zu gelangen;
– sein oder auf Wanderschaft sein: Wechsel des Wohnsitzes;
– selbst wandern: bringt unruhige oder abwechslungsreiche Tage;
– durch eine Landschaft wandern: Traurigkeit wird einen bedrücken; das materielle Umfeld läßt aber nichts zu wünschen übrig;
– einem fröhlichen begegnen: bringt Erholung und Freude;
– einem einsamen zu Pferde treffen: ist ein Zeichen für einen neuen Freund;
– einem armen begegnen: bringt Verheißung, daß man sein Ziel auch auf anderen Wegen erreichen kann;
– Einer jungen Frau prophezeit dies ein komfortables Heim, jedoch frühen Verlust ihres Ehemanns oder Geliebten.
(ind. ) : – sehen: du wirst den Ort deines Aufenthaltes bald verlassen;
– selbst: du bist durch eigene Schuld in Not geraten;
– Wanderschaft: sich auf derselben befinden: du wirst viel nachdenken müssen;
– Wandersmann: du wirst bald dein Haus verlassen.
(Siehe auch „Rucksack“, „Spazierengehen“)
Wanderung
Psychologisch:
Sinnbild einer mühsamen, aber sinnvollen (idealistisch motivierten) Annäherung an ein Ziel.
(Siehe auch „Wanderer“)
Wandputz
Volkstümlich:
(europ.) : – verputzte Wände sehen: kündigen von Erfolg, der jedoch nicht von langer Dauer sein wird;
– von der Wand auf einem selbst abfallender: deutet auf Katastrophen und Enthüllungen hin;
– einen Stukkateur bei der Arbeit sehen: man wird auf Grund seiner Fähigkeiten nie arm sein.
Wandtafel (Siehe „Schreibtafel“)
Wandteppich
Volkstümlich:
(europ.) : – Große Freude aus kleiner Ursache;
– prächtige sehen: ein luxuriöses Leben würde einem gefallen;
– nicht geblichen oder ausgefranst: man kann dieses Begehren verwirklichen;
– Bemerkt eine junge Frau, daß ihr Zimmer mit Wandteppichen behängt ist, wird sie bald einen wohlhabenden Mann heiraten.
Wangen
Artemidoros:
Volle Wangen sind für jedermann, besonders für Frauen, von guter Vorbedeutung, hohle oder zerkratzte dagegen bedeuten Gram oder Trauer, und
zwar hohle Gram, zerkratzte Trauer; denn in Trauerfällen pflegen die Menschen sich die Wangen zu zerkratzen.
Allgemein:
Wange kann Gesundheit, Glück und Erfolg versprechen, wenn sie voll und rot aussieht. Die blasse, faltige Wange dagegen kündigt Kummer, Sorgen
und Krankheit an. Geschminkte Wangen deutet man im Sinne von Fassade und Kosmetik.
Psychologisch:
Traumforscher im alten Griechenland glaubten, daß rote, runde Wangen volle Kassen anzeigen, bleiche und hohle dagegen finanzielle
Schwierigkeiten. Wer sich die Wangen im Traum schminkt, mag im Wachleben etwas zu verbergen haben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt der Kaiser oder ein Fürst, Wangen, Schläfen und Mund hätten sich schön geweitet,
wird er Ruhm und Ehre im Krieg erlangen;
ein gemeiner Mann oder eine Frau kann in Beruf und Arbeit mit einem besseren Verdienst rechnen.
Ein Leiden an diesen Gesichtspartien bedeutet das Gegenteil von dem Gesagten.
– rote und volle: Hoffnung, Glück und Gesundheit;
– bleiche und eingefallene: Liebeskummer wird dich peinigen;
– beschmutzte und farblose: Kummer und Unglück werden dich treffen.
(europ.) : – gesunde rote: zeigen Glück an; in einer bedeutungsvollen Sache bestehen gute Aussichten;
– bleiche: zeigen Unglück an; eine bedeutungsvolle Sache verspricht wenig Aussichten oder Kummer und Sorgen;
– geschminkte: Täuschungen stehen uns bevor;
– angeschwollene: verheißt Heilung eines Leidens;
– blutige, zerschlagen oder zerkratzen: man kann leicht in Scherereien geraten, laß deinem Zorn freien Lauf.
(ind. ) : – Wangen und Schläfen bedeuten den Beruf, mit dem man sich die zum Leben notwendigen Mittel beschafft.
– Hat jemand ein Leiden an diesen Gesichtspartien, ist er verwundet oder geschnitten worden,
deute er es als Erfolglosigkeit in der Arbeit um das tägliche Brot.
– Sind diese Körperteile schöner und schmucker geworden, lege er es als Erfolg und Steigerung seiner
Geschäftstätigkeit aus.
– gesunde: du wirst dein Ziel erreichen;
– magere: gibt die Hoffnungen nicht auf, du wirst trotz allem wieder Glück haben;
– dicke, rote haben: Glück;
– eingefallene, blasse: schwere Sorgen.
(Siehe auch „Fassade“, „Kosmetik“, „Puder“, „Schminke“)

1489
Wanne
Allgemein:
Wanne symbolisiert das Bedürfnis, sich von Fehlern und Schuld reinzuwaschen. Allgemein wird man dadurch aufgefordert, sich dem Einfluß der
Vergangenheit zu entziehen, ein neues Leben zu beginnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – darin baden: Glück;
– sehen: du wirst eine Kur gebrauchen müssen.
(europ.) : – sehen: kündet „Großreinemachen“ an, sei es zu Hause oder sinnbildlich im eigenen Leben;
verheißt Befreiung von allen Ärgernissen des Lebens;
– mit Wasser gefüllte sehen: verheißt häusliche Zufriedenheit; bessere Tage;
– eine leere: prophezeit Unglück und Vermögensverlust; harte Zeiten;
– eine zerbrochene: kündigt Familienstreitigkeiten an.
(ind. ) : – sehen: kein gutes Zeichen für das Geschäft;
– darin baden: du kannst durch Aufmerksamkeit noch vieles retten.
Wanzen
Artemidoros:
Wanzen zeigen Mißstimmungen und Sorgen an; denn ebenso wie Sorgen verursachen sie schlaflose Nächte. Außerdem rufen sie
Unannehmlichkeiten und Unzufriedenheit mit Familienangehörigen, meistenteils mit Frauen, hervor. Ein Mann träumte, er finde in seinem Chiton
(lat. Tunica, ein kurzärmeliges Hemd aus Leintuch, wurde sowohl von Männern wie Frauen getragen) viele große Wanzen, ekele sich davor, bringe
es aber beim besten Willen nicht fertig, sie abzuschütteln. Tags darauf kam ihm zu Ohren, daß sein Weib Ehebruch treibe; er war empört darüber,
doch konnte er sich aus irgendeinem Hinderungsgrund nicht von ihr lossagen. Der Chiton bedeutete sein ihn umschlingendes Weib, die Wanzen die
Schande. Weil er aber das Ungeziefer nicht beseitigen konnte, gelang es ihm auch beim besten Willen nicht, sich von seinem Weib zu trennen.
Allgemein:
Erblickt man im Traum Wanzen, drohen Auseinandersetzungen mit der Familie. Möglicherweise will sich der Träumende aber auch eines lästigen
Menschen entledigen, den er aber nicht beleidigen und verletzen will. Wird man von krabbelnden Wanzen belästigt, wird man die Bekanntschaft
aufdringlicher Menschen machen. Träumt man von Wanzen im Bett, quält einem ein bestimmtes Problem, das man nicht zu bereinigen vermag.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder von ihnen gestochen werden: auf verschiedene Belästigungen gefaßt sein müssen;
– töten: sich auf energische Weise von seinen Peinigern befreien.
(europ.) : – betrifft fast immer Nervensystem und Gehirn; deuten auf eine sehr zudringliche Gesellschaft;
ganze Familien leiden unter der Nachlässigkeit des Personals, und es droht sogar Erkrankung;
– kriechen sehen: du wirst Streitigkeiten aller Art haben; widerwärtige Komplikationen;
– von einer gestochen oder gebissen werden: Reichtum; zähes Aushalten wird belohnt werden;
auch: man wird den Belästigungen anderer nicht mehr aus dem Weg gehen können.
(ind. ) : – haben: großer Streit;
– sehen: du wirst ein gutes Geschäft machen.
(Siehe auch „Ungeziefer“)
Wapiti
Medizinrad:
Schlüsselworte: Imponierend; beharrlich; spielerisch; Tänzer; schnell; hoch springend; »jodelnd«; kommunikativ; Lehrer anderer Lehrer; Mond des
langen Schnees.
Beschreibung: Der Wapiti ist im Medizinrad das Tiertotem der im Mond des langen Schnees (22. November bis 21. Dezember) Geborenen. Der
Wapiti oder Amerikanische Rothirsch ist ein Mitglied der Hirschfamilie. Die männlichen Tiere, die mitunter ein Gewicht von bis zu 340 Kilo
erreichen, haben ein Geweih, das den Ästen eines Baumes ähneln kann. Sie leben in lichten Wäldern und ziehen im Sommer in höher gelegene
Regionen, wo sie sich von Gras, Blättern, Zweigen und Rinde ernähren. In dieser Zeit sammelt der Hirsch so viele weibliche Tiere wie möglich in
einem »Harem« um sich. Manchmal scheinen Wapitis miteinander zu tanzen, indem sie einen großen Kreis bilden, worin sie herumstolzieren.
Darüber hinaus sind sie sehr schnelle Tiere mit einem enormen Sprungvermögen. Sie haben nur wenige natürliche Feinde. Vor der Jahrhundertwende
wurde der größte Teil der Wapitis von Siedlern aus Europa dahingemetzelt, die oft nur an zweien ihrer Zähne interessiert waren, um daraus Schmuck
zu machen.
Allgemeine Bedeutung: Erforschung des starken, vitalen, kommunikativen Teils deines Selbst; Einführung in deine spielerische Natur; Wissen um
deine Fähigkeit zur Freude.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe der Inspiration; Geheimnis und Schönheit.
Wappen
Allgemein:
Symbol für Ehrgeiz, Macht und „Familienehre“.
Psychologisch:
Das Wappen symbolisiert den Charakter und die eigene Persönlichkeit. Es weist auf die Form und Prägung hin, die man schon erreicht hat oder bei
einem schönen Wappen erreichen sollte. Wappen (Wappentier) kann ähnlich wie Name oder Adler verstanden werden. Oft steht es auch für
Erinnerungen, die plötzlich auftauchen und verarbeitet werden sollen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder anfertigen: deutet auf hohe Ehrungen; du wirst zu Ansehen gelangen;
man wird stets auf die Hilfe der Familie zählen können und diese niemals vernachlässigen sollte;
– vernichten: sich selbst die Ehre abschneiden.
(europ.) : – verkündet Hochmut, und Hochmut kommt vor dem Fall;
– sehen: beim Kramen wird man unverhofft ein altes Andenken finden; auch: ein mächtiger Freund wird einem beschützen;
– das eigene sehen: signalisiert Unglück; man wird nie einen Titel besitzen;
– ein prächtiges sehen: zuviel Ehrgeiz kann schaden und macht einem nicht beliebt;
– ein schmutziges sehen: man sollte sich ehrlicherweise für das, was man getan hat, schämen.
(ind. ) : – sehen: du kommst in Lebensgefahr.
(Siehe auch unter den einzelnen Tierbezeichnungen bei einem Wappentier)

1490
Waren
Volkstümlich:
(arab. ) : – viele aufgeschichtete vor oder um sich sehen: in fatale Klatschereien geraten;
– kaufen: du neigst zu Verschwendung;
– irgendwohin befördern: du wirst dein Geschäft in Blüte bringen.
(europ.) : – damit beschäftigt sein, Waren einzukaufen und zu verkaufen: deutet auf Gewinn durch irgendein Handelsgeschäft;
auch ist ein derartiger Traum eine Vorbedeutung für weite Reisen;
– viele Waren sehen: ein Geschäft verläuft sehr gut;
– stapeln: man sollte seine Gier und seinen Geiz erkennen und endlich mäßigen.
(ind. ) : – kaufen: Unruhe und Gefahr sind um dich.
Warenhaus
Psychologisch:
Wer in einem Warenhaus umhergeht und unschlüssig nach einem Artikel sucht, weiß im Wachleben nicht so recht, was er will, weshalb seine
Unschlüssigkeit von anderen weidlich ausgenutzt werden könnte. Kauft er dagegen kurz entschlossen und zielstrebig ein, wird er um seine
Entschlußkraft beneidet. Man sollte auch auf die Zahlen auf den Preisschildern und auf das, was man einkauft, achten, um daraus weitere Schlüsse zu
ziehen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder darin sein: eine Entscheidung wird einem schwerfallen; man wird im Geschäfts- und Eheleben erfolgreich sein.
(Siehe auch „Zahlen“)
Wärme
Allgemein:
Wärme im Traum ist ein Ausdruck von Wohlbefinden.
Psychologisch:
Wärme kann für Fröhlichkeit und ein Gefühl der Hoffnung stehen. Wenn der Träumende im Traum bestimmte Temperaturen deutlich wahrnimmt,
kann dies natürlich ganz einfache Ursachen haben, wie Fieber, Krankheit, Überanstrengung oder zu kalte bzw. überhitzte Schlafräume. Die Wärme
ist aber auch ein Symbol für Anteilnahme und Zuneigung, Herzlichkeit und Leidenschaft. Abnehmende Wärme weist im Traum auf erkaltende
Gefühle hin. Hitze ist im Traum ein Zeichen für Leidenschaft und Begierde. Es kann aber auch sein, daß der Träumende die Hitze als unangenehm
empfindet. Dies bedeutet dann, daß er mit der Heftigkeit seiner Gefühle Schwierigkeiten hat.
Spirituell:
Ein Gefühl von Wärme im Traum symbolisiert mitunter das, was der Mensch sich am meisten wünscht: bedingungslose Liebe.
(Siehe auch „Eis“, „Feuer“, „Hitze“, „Streicheln“)
Wärmflasche
Volkstümlich:
(ind. ) : – hüte deine Gesundheit.
Warnung
Allgemein:
Eine Warnung im Traum soll die Aufmerksamkeit des Träumenden auf einen inneren Zustand oder auf äußere Umstände richten, die seiner
Aufmerksamkeit bedürfen. Vielleicht bringt er sich selbst in Gefahr.
Psychologisch:
Die Warnung, die der Träumende ausspricht, macht seine Fähigkeiten sichtbar, Schwierigkeiten und Gefahren für andere oder verborgene Teile
seines Selbst zu erkennen. Worum es genau geht, wird aus den Umständen des Traums sichtbar. Eine schriftliche Warnung zu erhalten, kann darauf
hindeuten, daß man sich schlecht beträgt. Im Supermarkt zuviel Geld auszugeben, warnt davor, daß man in einer Beziehung zuviel Gefühle investiert.
Der Traum vom Entkommen aus einem verschlossenen Raum und fröhlich durch eine unbekannte Landschaft zu wandern, mahnt, daß man
Entspannung braucht und seine Pflichten auch einmal hinter sich lassen muß. Es gibt noch andere praktische Traum- Warnungen. Ihre Hundeleine
reißt, die Bremsen vom Auto versagen, in der Küche bricht Feuer aus – und man entdeckt beim Nachforschen, daß die wirkliche Hundeleine morsch,
die Autobremsen abgefahren und in der Küche die Stromleitung blank liegt. Die Erklärung ist einfach: Unbewußt hat man alle diese Fehler bereits
registriert, aber noch immer nichts unternommen. Der Traum mahnt, dies bald zu tun. Es ist eine etablierte Tatsache, daß Träume manchmal
Krankheiten melden können, bevor wir uns noch krank fühlen und bevor auch ein Arzt etwas feststellen kann. Das darf man natürlich nicht so
verallgemeinern, daß man jedesmal sofort zum Arzt rennen soll, sobald man einmal von einer Krankheit träumte. Aber trotzdem kann im Traum
(besonders, wenn er sich wiederholt) die Tatsache eines bestimmten Schmerzes oder einer Geschwulst oder Verfärbung die Mühe lohnen,
nachzuforschen. Alles, was nach dem Erwachen noch in der Erinnerung hängengeblieben ist, kann für die Erklärung und Deutung der im Traum
ausgesprochenen Warnung von Bedeutung sein und Aufschlüsse geben, nach denen dann gehandelt werden kann.
Spirituell:
Eine Warnung kann ein Hinweis darauf sein, wie der Träumende intuitiver werden kann. Er darf seiner Intuition trauen und sollte sie entsprechend
nutzen.
Warten
Allgemein:
Im Traum auf jemanden oder etwas zu warten, steht für eine Erwartungshaltung Seitens des Träumenden. Vielleicht hält er Ausschau nach Menschen
oder Umständen, die ihn darin unterstützen, voranzukommen oder Entscheidungen zu treffen. Ungeduldiges Warten läßt auf zu hohe Erwartungen
schließen. Wartet der Träumende dagegen geduldig, zeugt dies von seinem Wissen, daß alles zu seiner Zeit kommt.
Psychologisch:
Verspürt der Träumende Druck durch die Erwartungshaltung anderer Menschen, dann sollte er sich mit seinen Führungsqualitäten auseinandersetzen.
Spirituell:
In der spirituellen Entwicklung ist man oft dazu gezwungen, geduldig zu warten, bis die rechte Zeit gekommen ist.
Volkstümlich:
(ind. ) : – unvorhergesehene Vorfälle werden dein Leben beeinflussen; du stehst vor großen Ereignissen.

1491
Wärter
Volkstümlich:
(europ.) : – einen Spielwart oder Parkwächter sehen: bedeutet Gefahr in Liebesangelegenheiten; ein Rivale wird den eigenen Platz einnehmen;
– ein Gefängniswärter sehen: Traum des Gegenteils; signalisiert glückliche Urlaubstage, die bald kommen werden.
(Siehe auch „Wächter“)
Warteschlange (Siehe „Reihe“, „Schlange stehen“)
Wartezimmer
Psychologisch:
Die Station auf der Lebensreise, die wegen eines bestimmten Prozesses oder einer Krankheit unterbrochen werden muß, wobei man ergründen sollte,
in wessen Wartezimmer man sitzt, ob in dem eines Arztes oder Rechtsanwaltes, oder im Wartesaal eines Bahnhofs.
Volkstümlich:
(europ.) : – in einem sitzen: man sollte endlich die Initiative ergreifen.
(ind. ) : – deine Liebessehnsucht wird gestillt werden.
Warzen
Assoziation: – störendes Wachstum; Häßlichkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, attraktiver zu sein?
Allgemein:
Jede Verunstaltung, die sich in Träumen zeigt, kann als Hinweis dafür gedeutet werden, daß die Sicht des Träumenden auf die Welt verzerrt ist.
Warze kann eigene Schwächen anzeigen, von denen man befürchtet, daß andere sie erkennen, daß man also bloßgestellt wird. Sieht man sie bei
anderen, wird man bei einem nahestehenden Menschen eine Schwäche erkennen und enttäuscht werden.
Psychologisch:
An sich oder an seinen Mitmenschen sichtbare Warzen deuten auf nachteilige Eigenschaften hin. Den eigenen Schwächen kann man widerstehen, bei
denen der geträumten Mitmenschen sollte man im Wachleben überlegen, um wen es sich gehandelt hat, um sich auf ihn besser einstellen zu können.
Volksmythen und Volksmedizin haben vielleicht Warzen und ihre Beseitigung zum Thema. Als Trauminhalt verweisen sie auf den Teil im
Träumenden, der dem Aberglauben verhaftet ist.
Spirituell:
Eventuell steht der Träumende einer Verzerrung spiritueller Natur zunächst ratlos gegenüber. In diesem Fall sollte er den Dingen einstweilen ihren
Lauf lassen und den rechten Augenblick abwarten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: in unmittelbarer Zukunft mit Schwierigkeiten im Privatleben zu rechnen haben;
auch: es treten Personen in das Leben, die einem großen Schaden zufügen können;
– an den Fingern haben: Lästermäuler versuchen dich anzuschwärzen;
– vertreiben oder abschneiden: sich übler Dinge entledigen; man wird sich in einer wichtigen
Angelegenheit durchsetzen können.
(europ.) : – oft infolge von Haut- oder Organreizung; sonst als Bloßstellung vor aller Welt,
bisweilen auch erotisch zu verstehen; mit Widersachern Streitigkeiten ausfechten;
– sehen: bei einem Freund oder einer Freundin wird man eine Schwäche oder einen dunklen Punkt im Leben entdecken;
– bei anderen sehen: bittere Feinde sind in der Nähe;
– behandeln: man kämpft, um eine Gefahr von sich und den Seinen abzuwenden;
– selbst haben: man wird bei einer eigenen Schwäche ertappt oder auf eine solche
hingewiesen werden, oder jemand wird an einen dunklen Punkt im eigenen Leben rühren;
– von Warzen geplagt werden: man ist nicht in der Lage, sich erfolgreich gegen die Angriffe auf die Ehre zur Wehr zu setzen;
– von den Händen verschwinden sehen: man wird unangenehme Hindernisse auf dem Weg zum Glück überwinden.
(ind. ) : – an Händen: du wirst noch schwer arbeiten müssen.
Waschbär
(Tier)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Sauber; Überlebenskünstler; schlau; Dieb; Bandit; Clown; mutwillig; trickreich; maskiert; Humor; Überleben; Reinigung; nördlicher
Seelenpfad.
Beschreibung: Der Waschbär wird im Medizinrad mit der äußeren Position des nördlichen Seelenpfads und mit der Reinigung in Verbindung
gebracht. Seinen Namen bekam er aus dem Grund, weil mit seinen »Händen« im Wasser nach Beute tastet und dies den Eindruck des »Waschens«
der Nahrung erweckte. Der Waschbär ist auch ein Überlebenskünstler. Wegen seines maskierten Gesichts halten ihn viele für einen Dieb, aber im
allgemeinen holt er sich nur das, was die meisten Menschen als Abfall bezeichnen würden. Der Waschbär hat sich gut im Zusammenleben mit dem
Menschen arrangiert. Manche behaupten, der Waschbär sei ähnlich anpassungsfähig wie der Kojote und gleiche ihm auch in dessen Trickreichtum
und Mutwilligkeit. Waschbären vermochten Menschen in vielen Situationen zu überlisten. Allgemeine Bedeutung: Der schlaue, humorvolle Aspekt
deines Selbst; ein Teil von dir, der sich nicht fürchtet, das zu nehmen was du willst; ein sauberer Teil von dir; die Notwendigkeit, eine Maske
aufzusetzen oder abzunehmen.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe der Reinigung; Verstehen vor Anpassungsfähigkeit.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird von falschen Freunden hinters Licht geführt.
Waschbecken
Volkstümlich:
(arab. ) : – (ein flaches Gefäß) sehen: Zuneigung;
– aus Silber oder Gold sehen: Treue und Ergebenheit;
– von Messing oder Kupfer: du kannst auf Treue und Zuverlässigkeit bauen;
– sich darin waschen: du wirst eine Schuld tilgen;
– von Porzellan oder Steingut: treues Gesinde;
(europ.) : – sich darin waschen: man wird eine Schuld tilgen.
– verheißt Befreiung von Sorgen, Trübsal, Krankheit; naher Todesfall;
– Badet eine junge Frau in einem Becken, kann Sie aufgrund ihrer weiblichen Reize mit Freundschaften rechnen.

1492
Waschbrett
Volkstümlich:
(europ.) : – verspricht Peinlichkeiten;
– ein zerbrochenes: kündigt zukünftiges Leiden und entsetzliche Taten an, die man infolge seiner Rastlosigkeit begehen wird;
– Eine Frau mit einem Waschbrett steht dafür, daß der Mann sich Kraft und Vermögen von Frauen rauben läßt.
Wäsche
Assoziation: – Reinigung; Läuterung; Loslassen.
Fragestellung: – Was will ich bereinigen? Was ist durch häufige Benutzung schmutzig geworden?
Allgemein:
Wäsche waschen signalisiert, daß man mit sich oder anderen nicht „im Reinen“ ist. Große Mengen schmutziger Wäsche verweisen auf
Ungerechtigkeiten, die andere einem zufügen. Saubere Wäsche und zum Trocknen aufgehängte Wäsche verheißen Glück und eine positive
Lebenseinstellung, die oftmals Probleme zum Guten zu wenden vermag.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: deutet auf Klatschereien;
– selbst waschen: man wird bald auf bedeutende Menschen großen Eindruck machen oder wichtige Neuigkeiten erfahren;
– sauber gewaschen haben: man wird sich Probleme und Widrigkeiten vom Hals schaffen können;
– nicht sauber bekommen: es steht großer Ärger durch einen Streit ins Haus.
(europ.) : – sehen: bedeutet Häuslichkeit;
– dreckige: steht für Streit, Trennung oder Verlust;
– zum Trocknen aufhängen: bringt Nutzen;
– trocknen sehen: du bist zu sehr auf deinen eigenen Nutzen bedacht;
– bügeln: verheißt Freude durch Sparsamkeit;
(ind. ) : – reine: gute Gesundheit;
– schmutzige: Zank;
– aufhängen: du wirst große Neuigkeiten erfahren;
– schöne im Schrank sehen: Wohlstand;
– waschen: Schwätzerei, böse Nachreden.
(Siehe auch „Waschen“)
Wäschemangel
Volkstümlich:
(europ.) : – es gibt Mittel, sich die Arbeit leichter zu machen;
– Wenn eine Frau davon träumt, Bettwäsche in eine altmodische Mangel zu tun, dann wird ihr bald ein schönes Heim zu eigen sein.
Waschen
Allgemein:
Wäscht der Träumende entweder sich selbst oder zum Beispiel ein Kleidungsstück, so befreit er sich damit symbolisch von negativen Gefühlen.
Vielleicht muß er seine Haltung nach innen oder nach außen ändern. Wäscht der Träumende hingegen andere, dann drückt sich darin sein Bedürfnis
aus, sich um seine Mitmenschen zu kümmern. Wäsche (Waschen) kann ähnlich wie Wanne gedeutet werden. Oft warnt sie auch vor „schmutziger“
Wäsche, also vor Klatsch und übler Nachrede.
Psychologisch:
Da Wasser ein Symbol für Gefühle und das Unbewußte ist, steht Waschen im Traum für das Streben nach einer Beziehung zum emotionalen Selbst
und zum erfolgreichen Umgang mit ihm. Wäscht man sich selbst im Traum, muß man sich im Wachleben von irgendeinem Vorwurf reinwaschen.
Spirituell:
Möglicherweise ist auf der spirituellen Ebene eine geistige Reinigung erforderlich, damit der Träumende sich seine Ganzheitlichkeit bewahren kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: verzweifele nicht, es fehlt dir nicht an Kraft, dein Vorhaben durchzusetzen;
– sich selbst: dein Ordnungssinn wird sich bemerkbar machen;
– andere: du wirst auf dritte Personen einen guten Einfluß ausüben.
(europ.) : – schmutziger Wäsche: Meister in Klatschereien sein;
– schmutzige Sachen waschen oder abwaschen: andere werden einem Ärger oder Scherereien durch falsche Behauptungen bereiten;
– kommt der Mann von der Wäscherei an Ihre Tür: es droht Krankheit oder Verlust von etwas Wertvollem;
– waschen: verheißt Sorgen, aber letztendlich Erfolg und Glück;
– sich die Hände waschen: man wird von einer unbewußten Reue über eine schlechte Handlung geplagt;
– in einer Wanne: man sollte sich von unsauberen „Charaktermerkmalen“ säubern;
– beim waschen rein werden: die Bemühungen haben vollen Erfolg;
– beim waschen schmutzig bleiben: bedeutet den Verlust von Besitz und Glück;
– hübsche Mädchen beim Waschen sehen: man sucht nach verbotenen Genüssen;
– sich selbst: man wird eine gehässige Verdächtigung oder Verleumdung widerlegen müssen; du wirst Reichtum gewinnen.
(Siehe auch „Bad“, „Schleuder“, „Wäsche“, „Wasser“)
Wäschekorb
Allgemein:
Wäschekorb mit schmutziger Wäsche wird wie Wäscherin verstanden. Enthält er saubere Wäsche, wird man sich erfolgreich gegen Verleumdungen
wehren.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird von hinterhältigen Menschen ausgenutzt werden.
(Siehe auch „Wäscherin“)

1493
Wäscherei
Allgemein:
Wäscherei steht für jene psychischen Inhalte, die man ändern muß, um sich üble Nachrede und andere Probleme zu ersparen.
Psychologisch:
Unsaubere Wäsche wird in der modernen Traumforschung mit der inneren „Unreinheit“ übersetzt, die sich in Schuldgefühlen dokumentiert. Nach
Artemidoros besagt dieses Traumbild, daß man irgendwelche Mißliebigkeiten abschütteln möchte, denn man wäscht ja nur „schmutzige Wäsche“.
(Siehe auch „Schleuder“, „Waschen“)
Wäscherin
Volkstümlich:
(europ.) : – steht für Untreue und ein merkwürdiges Abenteuer.
(ind. ) : – sehen: man wird dich verleumden;
– bei der Arbeit: du wirst in schlechten Ruf kommen.
Wäscheschrank
Volkstümlich:
(ind. ) : – Verlobung.
Waschhaus
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet guten Hausstand.
Waschkessel
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß man übler Nachrede ausgesetzt sein wird.
Waschküche
Psychologisch:
Da braut sich im Traum allerhand für das Wachleben zusammen, denn die Waschküche liegt im Keller, dem Bereich des Unbewußten. Wer dort
hinabsteigt, will vielleicht Seelisches bereinigen, das ihm Ärger machte. Legt er Feuer unter den Waschkessel, will er mit der Glut (der Leidenschaft)
für reinliche Verhältnisse sorgen, selbst wenn andere schmutzige Wäsche waschen wollen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – Schwätzereien machen dir Sorge.
(Siehe auch „Feuer“, „Keller“, „Lauge“)
Waschmaschine
Allgemein:
Hat man lediglich zugesehen, wie die Maschine lief, so kann das ein Gleichnis für die tägliche Routine sein. Ist sie langweilig und ewig gleich?
Ähnliches kann es bedeuten, wenn man sich im Traum einen Waschmittelwerbespot im Fernsehen ansah. Es kann den Wunsch nach Verbesserung
des Lebensstils signalisieren – vielleicht sogar durch den Kauf einer neuen Waschmaschine.
Psychologisch:
Die Waschmaschine ist ein bekanntes und verbreitetes Reinigungssymbol. Waschzwang, Tabus als Sehnsucht oder Abwehr gegenüber der wirklichen
Bereinigung einer Angelegenheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – Wäsche in einem waschen: eine wenig ersprießliche Beziehung wird durch eine wohltuendere ersetzt.
(Siehe auch „Reinigung“)
Waschschüssel
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird neue Aufgaben annehmen und andere beglücken;
– Gesicht und Hände in einer Schüssel mit klarem Wasser baden: die sehnlichsten Wünsche erfüllen sich;
man wird sich eng an jemanden binden, der einem schon vor der leidenschaftlichen Liebe interessiert hat;
– verschmutzte oder zerbrochene: man bereut eine anrüchige Beziehung, die anderen Qualen bereitet und
einem wenig Befriedigung bringt.
Wasser
Assoziation: – Emotionen; Auflösung; Nachgiebigkeit; Flüssigkeit; Loslassen; Reinigung.
Fragestellung: – Was fühle ich?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Reinigend; verändernd; Gefühle; Sinnlichkeit; Sexualität; Mondenergie; Froschclan.
Beschreibung: Wasser, im inneren Kreis des Medizinrads als Element mit dem Froschclan verbunden, ist eine durchsichtig Flüssigkeit, die aus
Wasserstoff und Sauerstoff besteht. Im flüssigen Zustand füllt es die Flüsse, Seen, Bäche und Meere der Welt. Gefroren wird es zu Eis. Erhitztes
Wasser verändert sich zu Dampf.
Allgemeine Bedeutung: Dein emotionales Sein und deine Verbindung mit dem Element Wasser; deine Sinnlichkeit, deine Sexualität; der weibliche
Aspekt deiner Natur; deine Verbindung zu den Kräften des Mondes. Ein Traum über stehendes Wasser zeigt an, daß du dich in einer sanften, ruhigen
Lebensphase befindest. Sich bewegendes Wasser, wie zum Beispiel in einem Bach, deutet darauf, daß deine emotionale Welt Veränderungen
unterworfen ist. Schnell dahinrauschendes Wasser wie bei einem Wasserfall oder den Wellen des Meeres sagt aus, daß du in eine Phase rascher
Veränderungen eintrittst, eine Schwelle im Leben erreicht hast, in der du alle Kontrolle loslassen und dich am Fluß der Lebenskraft erfreuen sollst.
Von der Brandung, die sich am Strand bricht, zu träumen heißt, daß du erkennst, auf welche Weise deine Gefühle in Wechselwirkung mit deiner
physischen Realität stehen. Ein Traum von großen Wogen, die auf den Strand zurollen, kann auf kommende entscheidende emotionale Ereignisse
hinweisen. Wie du dich dabei fühlst, wenn Wellen dem Strand entgegenwogen, zeigt an, ob du eine Zeit des Glücks, der Angst oder des Verstehens
zu erwarten hast. Träume von großen Wellen können auch die Erinnerung an vergangene Leben anzeigen oder an andere Welten, die durch die Kraft
des Wassers gereinigt wurden.
Assoziation: Nässe; Durst; lebendspendend; Gefühle; Sternzeichen Wassermann.
Transzendente Bedeutung: Ein Initiationstraum, insbesondere einer, der mit deinen Gefühlen zu tun hat.

1494
Huichol-Lehre: Weiße Schaumkronen auf Meereswellen bedeuten Liebe, Schöpfung; auf dem Wasser gehen heißt, etwas neu erschaffen wollen.
Artemidoros:
Kaltes Wasser trinken bringt jedermann Glück; warmes dagegen zeigt allen mit Ausnahme derer, die es gewohnt sind, Krankheit oder Stillstand der
Geschäfte an; denn das Trinken von warmen Wasser ist nicht naturgemäß.
Allgemein:
Wasser wird in der Traumdeutung üblicherweise als Symbol für alles Emotionale und Weibliche verstanden. Es ist eine geheimnisvolle Substanz, da
es durch, über und um Dinge herum fließen kann. Was ihm im Wege ist, kann es zerstören. Auch das Potential des Träumenden und seine
Fähigkeiten, aus seinem eigenen inneren Bedürfnis heraus ein neues Leben zu erschaffen, kann durch Wasser symbolisiert sein. Wasser ist ein
Ursymbol, das allgemein das eigene Seelenleben mit den bewußten und unbewußten Inhalten verkörpert. Die individuelle Bedeutung ergibt sich aus
den Begleitumständen, wobei vor allem die folgenden Einzelheiten des Traums aufschlußreich sind:
– Klares Wasser steht für einen ausgeglichenen, harmonischen Zustand als Voraussetzung von Glück, Erfolg und Liebe.
– Trübes oder schmutziges Wasser bringt ungünstige seelische Vorgänge zum Ausdruck, die oft mit Unsicherheit, materialistischen Einstellungen,
mangelnder Selbstkenntnis oder als „unrein“ abgelehnten Eigenschaften und Gedanken zu tun haben.
– Aufgewühltes Wasser kündigt „stürmische“ Zeiten mit Sorgen und Aufregungen an.
– Spiegelbild von sich selbst oder anderen im Wasser sehen warnt vor Selbsttäuschung, Illusionen oder Täuschung durch andere.
– Auf dem Wasser laufen besagt, daß man ein gefährliches Element bezwungen hat. So ist man bei Seereisen sicher. Aber auch sonst wird Glück
vorhergesagt. In der Ehe wird man glücklich. Prozesse wird man leicht gewinnen, da man gute Argumente vorbringen kann. Besonders vorteilhaft
ist der Traum für Politiker, da das Wasser die Bevölkerung des Landes symbolisiert.
– Kaltes Wasser trinken hat eine gute Bedeutung. Der Träumende lebt in Einklang mit den Bedürfnissen seines Körpers und achtet auf seine
Gesundheit. Ist das Wasser hingegen warm, kann das ein Anzeichen für Krankheit sein oder eine belastende, unausgewogene Lebensführung.
Psychologisch:
Sowohl die Mythologien wie auch die heutige Evolutionstheorie sieht im Wasser den Ursprung allen Lebens. Es ist auch für die Erhaltung des
Lebens von äußerster Wichtigkeit, was ihm einen mütterlich-weiblichen Aspekt gibt. Im Traum ist das Wasser ein Symbol für die unbewußte
psychische Energie. Das Symbol des Unbewußten ist Lebensspender und Lebenserhalter. Wenn das Wasser ruht oder strömt, ist die Traumauflösung
stets positiv. Sobald es aber seine Grenzen überschreitet, die Umgebung überschwemmt oder überflutet, zeigt es Gefahr an, die aus weiteren
Symbolen zu deuten ist. Klares Wasser weist auf Glück, trübes auf eine unglückliche Wendung im Leben hin. Wasser steht auch für Reinigung, da es
den Menschen von den inneren und äußeren Verschmutzungen durch den Alltag zu reinigen vermag. Es befreit den zu Taufenden von seinen
bisherigen „Sünden“, auch von jenen, die er von der Familie geerbt hat. Im Traum ins Wasser zu gehen bedeutet, etwas Neues zu beginnen. Tiefes
Wasser verweist darauf, daß der Träumende entweder den Boden unter den Füßen verliert oder in sein Unbewußtes vordringt. Frauen träumen
besonders oft von Wasser. Besonders intensiv können von Wassererlebnissen Frauen träumen, die schon einmal eine Schwangerschaft erlebt haben:
die Bewegungen des Kindes im Fruchtwasser hat sich im Unterbewußtsein eingeprägt und löst sehr leicht immer wieder Wasserträume aus. Bei
Frauen die noch keine Schwangerschaft erlebt haben, kann der Traum vom Wasser auch den Wunsch nach einer vollkommenen Lebensänderung
ausdrücken. Sieht sich eine Frau im Traum selbst genüßlich schwimmen, dann zeigt das eine gesunde, positive Einstellung zur Sexualität.
Spirituell:
Wasser symbolisiert die spirituelle Wiedergeburt – die Kraft des Lebens. Wasser spielt in Träumen eine so große Rolle und nimmt dabei so viele
unterschiedliche Bedeutung an, daß hier nur eine begrenzte Zahl von Möglichkeiten berücksichtigt werden kann.
– Sich im Wasser zu befinden, kann Schwangerschaft und Geburt symbolisieren;
– fließendes Wasser versinnbildlicht Frieden und Wohlbefinden;
– stark strömendes Wasser dagegen Leidenschaft;
– tiefes Wasser verweist auf das Unbewußte;
– seichtes Wasser auf einen Mangel an Lebensenergie;
– Taucht man ins Wasser hinab, so kommt darin das Bedürfnis zum Ausdruck, die eigenen Kräfte zu erneuern und zum
Ursprung zurückzukehren.
– Taucht der Träumende aus dem Wasser empor, dann deutet dies auf einen Neuanfang hin.
– Auf dem Wasser zu sein, etwa in einem Boot, kann auf Unentschlossenheit oder mangelnde emotionales Engagement verweisen.
– Reglos im Wasser zu liegen, bedeutet unter Umständen Trägheit.
Weitere Bilder im Zusammenhang mit Wasser sind:
– Baden symbolisiert Reinigung.
– Der Brunnen steht für das Frau sein und insbesondere für die große Mutter.
– Dämme, Inseln und andere Hindernisse bringen den bewußten Versuch zum Ausdruck, die Kraft des Wasser – und somit die Gefühle –
zu beherrschen.
– Ertrinken verdeutlicht die Tendenz des Träumenden, unangenehme Dinge ins Unbewußte zu verdrängen, von wo sie jedoch mit Macht
zurückkehren und drohen, den Träumenden zu überwältigen.
– Fluten repräsentieren die chaotische Seite im Träumenden, die gewöhnlich unkontrollierbar ist und daher seine ganze Aufmerksamkeit verlangt.
– Kanäle versinnbildlichen den Geburtsvorgang.
– Das Meer steht für kosmisches Bewußtsein, das heißt, das ursprüngliche Chaos, aus dem alles Leben hervorgeht. Ihm wohnt alles Wissen inne,
auch wenn es durch die Angst des Menschen vor der Tiefe verschleiert sein mag (das was man versteht, fürchtet man nicht).
– Ein flaches Meer symbolisiert oberflächliche Gefühle.
– Die Meeresbrandung versinnbildlicht Gefühle und Lust.
– Eine ruhige See verkörpert ein friedliches Dasein,
– ein stürmisches Meer hingegen zuträgliche wie unzuträgliche Leidenschaft.
– Im Traum Ebbe und Flut zu beobachten bedeutet, sich der verstreichenden Zeit wie auch des Zu- und Abnehmens der eigenen Gefühle bewußt
zu sein.
– Ein See kann, ebenso wie ein Teich, für eine Phase des Übergangs vom bewußten zum spirituellen Selbst stehen. Wenn der Träumende unerwartet
an dieser Schwelle gelangt, kann dies für ihn eine Chance sein, sich selbst zu verstehen und schätzen zu lernen.
– Das eigene Spiegelbild auf dem Wasser verlangt die Versöhnung mit dem Schatten. Der Träumende muß lernen zu akzeptieren, daß es Anteile in
ihm gibt, die er nicht besonders mag, die ihm jedoch, wenn er sie unter Kontrolle hält, viel Energie geben können.
– Flüsse und Bäche repräsentieren stets das Leben und die Art, wie es vom Träumenden geführt wird. Es hängt von seiner Einstellung ab, ob er sein
Leben als breiten Strom oder als schmalen Bach sieht.
– Ein vorübergehender Fluß steht für das Gefühl, daß das Leben zu schnell vorbei ist.
– Meer und Fluß zugleich weisen auf die Notwendigkeit einer großen Veränderung hin oder wollen die Aufmerksamkeit auf das Unbewußte lenken.
– Handelt es sich um einen sehr tiefen Fluß, dann sollte der Träumende der Welt, die ihn umgibt, und seiner Beziehung zu ihr mehr Beachtung
schenken.
– Eine Flußüberquerung verheißt große Veränderungen.
– Wirkt der Fluß beängstigend, ist der Träumende womöglich gerade dabei, sich unnötige Schwierigkeiten zu schaffen.
– Erscheint der Fluß vergiftet, tut der Träumende für sich nicht das bestmögliche.
– Tauchen bedeutet, sich ins Unbewußte hinab zu begeben, oder den Versuch, die Teile des Selbst wiederzufinden, die man unterdrückt hat.

1495
Volkstümlich:
(arab. ) : – Trinkt einer warmes Wasser, wird er Ärger und Verdruß bekommen, der der Hitze des Wassers entspricht;
denn wie kaltes Wasser Glück bedeutet, so heißes Unglück.
– Wäscht sich jemand mit warmem Wasser, wird seine Bedrängnis geringer sein.
– Wein mit warmem Wasser vermischt zu trinken prophezeit schwere Belastung durch den Landesfürsten.
– Watet einer in warmen Wassern, wird er Plage mit seinen Knechten haben.
– Spült jemand mit warmem Wasser seinen Mund, wird er in seiner Familie Verdruß haben;
wäscht er mit warmem Wasser sein Gesicht, werden die Leute auf ihn wütend sein,
entsprechend dem Hitzegrad des Wassers.
– klares sehen oder trinken: glückliche Aussichten haben;
– trübes und fauliges: in eine elende und verzweifelte Lage geraten; Hindernisse;
– kaltes: Glück;
– kaltes, trinken: Gesundheit;
– warmes trinken: Krankheit;
– sich mit siedendem Wasser verbrühen: du wirst durch Unachtsamkeit Schaden leiden;
– kochendes: man wird dir sehr zusetzen; du hast ein hitziges Temperament;
– verschütten: du bist in einer Angelegenheit im Irrtum;
– in demselben untersinken: du wirst harte Bedrückung erleiden;
– hindurchwaten: du wirst dich aus einer Gefahr retten;
– darin baden: du wirst dich von einem Vorwurf reinigen;
– darauf gehen: du wirst alle Hindernisse besiegen;
– Weihwasser: Gesundheit;
– brausen hören: du wirst hart beurteilt;
– andere darin baden sehen: du wirst dich mit Feinden versöhnen.
(europ.) : – der Zustand des Wassers entspricht dem eigenen inneren Seelenbefinden;
– helles, klares sehen: verheißt glückliche Tage; verspricht Erfolg und Gewinn;
– trübes: Kummer und Mißgeschick; kündet undurchsichtige oder unsichere Verhältnisse an;
– gefrorenes: verkündet eine Gefahr;
– hinein fallen: läßt auf eine große Bedrängnis schließen;
– hindurch waten: weist auf Rettung aus einer Gefahr hin;
– daran entlang gehen: verheißt Erfolge;
– verschütten: Angst und Kummer;
– warmes trinken: Feinde, die Ärger bereiten werden;
– kaltes, klares trinken: ergebene Freunde; Erfüllung von angemessener Hoffnung;
– schmutziges trinken: verheißt Krankheit;
– geweihtes: Gesundheit;
– bei sich zu Hause steigend: man wird dem Laster nur mühsam widerstehen;
– bei sich zu Hause zurückgehend: man wird gefährlichen Einflüssen nicht nachgeben;
– das Wasser ausschöpfen und nasse Füße bekommen: Ärger, Krankheit und Not werden einem eine
schwere Last auferlegen, doch wird man sie durch Wachsamkeit überwinden; das Gleiche kann auch
bei schmutzigen, in Schiffen ansteigenden Wasser eintreten;
– Wassersport treiben: verkündet das plötzliche Erwachen von Liebe und Leidenschaft;
– wird der Kopf mit Wasser besprüht: das Erwachen von leidenschaftlicher Liebe beruht auf Gegenseitigkeit;
– für Frau, im Wasser genüßlich zu schwimmen: Zeichen für eine gesunde Einstellung zur Sexualität und
Zeichen für eine positive Gesamtverfassung;
– Von einer jungen Frau erzählter Traum und sein eintreten in Wirklichkeit: „Ohne zu wissen wie, befand ich
mich in einem Boot. Ich watete durch klares blaues Wasser zu einem Boot am Kai, das schneeweiß, jedoch
unbehandelt und splitterig war. Am nächsten Abend besuchte mich ein reizender Mann, doch er blieb über
die von Müttern vorgeschriebene Zeit, und ich wurde dafür schwer getadelt.“ Bei diesem Symbol hielten das
blaue Wasser sowie das weiße Boot enttäuschende Aussichten bereit.
(ind. ) : – klares sehen: Liebe zwischen Eheleuten;
– kochen: du vertraust deinen Freunden zu viel;
– trübes: ein Ehebruch;
– kaltes: deine Gefühle sind etwas zu kalt.
(Siehe auch „Bach“, „Ertrinken“, „Farben“, „Fluß“, „Flut“, „Meer“, „Moor“, „Überschwemmung“, „Ufer“
und andere mit Wasser zusammenhängende Begriffe)
Wasserbecken
Artemidoros:
Ein Wasserbecken bedeutet einen Haussklaven und eine Sklavin, auf die Verlaß ist. Trinkt man aus einem Becken, wird man sich in eine Sklavin
verlieben; dieselbe Auslegung gilt, wenn man aus einem Becken ißt. Im Besitz eines goldenen Beckens sein zeigt an, daß man eine Sklavin freilassen
und heiraten oder mit einer freigelassenen zusammenleben wird. Ein in Stücke gehendes Becken prophezeit den Tod eines Sklaven. Spiegelt man
sich in einem Becken, wird man mit einer Sklavin Kinder zeugen. Schaut einer dieses Gesicht, der selbst Sklave ist und keinen Untergebenen hat, so
hat er das Becken als Symbol des Sklavendienstes selbst aufzufassen.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet nette Freundschaft, besonders wenn das Gefäß aus Kupfer ist;
– sich die Hände darin Waschen: du wirst imstande sein, all deine Schulden zu bezahlen.
Wassereimer
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Ehre und Ansehen.

1496
Wasserfahrt
Volkstümlich:
(europ.) : – gilt für eine Überraschung durch ein Geschenk, auch Besuch.
(ind. ) : – sehen: eine angenehme Überraschung;
– mitmachen: du wirst eine Erbschaft antreten.
Wasserfall
Assoziation: – dramatisches Im- Fluß- Sein; kann beängstigend oder extrem befreiend sein.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, einen Sprung ins Wasser zu wagen?
Allgemein:
Ein Wasserfall kann in seiner grundlegenden Bedeutung einen Orgasmus symbolisieren. Darüber hinaus kann er jede Gefühlsäußerung
versinnbildlichen, die stark und dennoch in gewisser Weise kontrolliert ist.
Psychologisch:
Wann immer ein beliebiges Gefühl eine Intensitätsstufe erreicht, an der es ausbrechen oder überlaufen muß, wenn es den Menschen nicht
überwältigen soll, kann es sich im Traum in der Form eines Wasserfalls manifestieren. Das herabstürzende Wasser läßt Erfolge erhoffen, eine rasche
Entwicklung guter Anlagen, Förderung von oben.
Spirituell:
Ein Wasserfall zeigt dem Träumenden an, daß er von einer spirituellen Macht umgeben wird, die er sich zunutze machen sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man ist sich über eine wichtige Entscheidung nicht im klaren; auch: man wird in nächster Zukunft eine schwere Enttäuschung,
die das Gefühlsleben betrifft, hinnehmen müssen.
(europ.) : – mahnt zu festen Beharren auf unseren Vorsätzen; auch: Ihr verrücktester Wunsch wird sich erfüllen; man wird außergewöhnliches Glück
in der Karriere haben; eine Einladung zu einem Vergnügen auf der man beobachtet wird; der Klatsch blüht;
– sehen: bedeutet den Ruin eines Familienmitgliedes.
(ind. ) : – schwere Enttäuschungen werden dich klug machen.
(Siehe auch „Stromschnellen“, „Wasser“)
Wasserfläche
Volkstümlich:
(europ.) : – eine ruhige, glatte sehen: verheißt sorglose Tage;
– eine unruhige oder bewegte sehen: bringt sorgenvolle Tage;
– sich in einer spiegeln: man wird sich in einer Sache selbst betrügen;
– andere Gegenstände darin spiegeln sehen: bringt eine Täuschung oder Enttäuschung.
(Siehe auch „Wasser“)
Wasserflut
Volkstümlich:
(ind. ) : – Not.
Wassergeist
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: man wird sich bald von einem treuen Freund trennen;
– lebendig werden sehen: es stehen einem Unglück und Sorgen bevor.
(Siehe auch „Nixe“)
Wasserglas
Volkstümlich:
(ind. ) : – bekommen: Verheiratung oder Geburt eines Kindes.
Wassergraben
Allgemein:
Ein Wassergraben stellt die Abwehr von Intimität dar. Im Traum sieht der Träumende sich vielleicht dabei, wie er Umzäunungen baut oder Gräben
zieht. Er kann nun darüber entscheiden, durch welche Schritte er sie wieder entfernen möchte.
Psychologisch:
Wenn der Träumende seine Gefühle zurückhält, dann geschieht es leicht, daß er den Menschen, zu dem er in Beziehung treten sollte, statt dessen
überwacht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann ein Wassergraben eine emotionale Barriere oder eine emotionale Abwehr symbolisieren.
Wasserhahn
Assoziation: – Kontrolle oder Freisetzung von Emotionen.
Fragestellung: – Welche Gefühle stelle ich an oder ab?
Allgemein:
Ein Wasserhahn symbolisiert die Fähigkeit, Zugang zu universellen Ressourcen zu erlangen. Gelingt es dem Träumenden im Traum nicht, einen
Wasserhahn auf- oder zuzudrehen, so deutet dies an, daß er unfähig ist, seine Angelegenheiten zu regulieren.
Psychologisch:
Wasser ist das Symbol für Gefühle. Daher kann ein Wasserhahn auf bestimmte Weise den Mißbrauch von Gefühlen darstellen. Ein Mensch, der seine
Gefühle willentlich an- und abschalten kann, verfügt über große Selbstbeherrschung. Es geht um die Regulierung seelischer Bedürfnisse und
Temperament. Manchmal wird in Träumen zwischen den Hähnen für kaltes und warmes Wasser unterschieden. Kaltes Wasser bedeutet Gefühlskälte,
warmes Wasser dagegen Herzenswärme.
Spirituell:
Der Wasserhahn steht für spirituelles Fließen.
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein Zeichen für ein gutes Einkommen, besonders, wenn das Wasser frei ausströmt.
(Siehe auch „Rohre“, „Wasser“)

1497
Wasserhose
Volkstümlich:
(arab. ) : – am Himmel sehen: dich wird etwas in großen Schrecken versetzen.
Wasserkresse
Volkstümlich:
(europ.) : – Gefahr in Liebesaffären; besonders, wenn man die Kresse aus dem Wasser nimmt.
Wasserkrug
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst Armen Gutes tun;
– zerbrechen: Streit.
(europ.) : – achte auf die Geheimnisse, deren Wahrung gefährdet ist, besonders, wenn man den Krug zerbricht.
(ind. ) : – sehen: gute Bedeutung;
– zerbrechen: keine gute Vorbedeutung.
(Siehe auch „Strudel“)
Wasserleitung
Volkstümlich:
(arab. ) : – das Glück ist auf dem Wege.
(ind. ) : – sehen: du wirst deine hohe Bestimmung zum Wohl der Menschen erkennen.
Wasserlilien
Volkstümlich:
(europ.) : – Ihr Wunsch ist unerreichbar; versuche nichts zu erzwingen, sonst entstehen weitere Verluste.
Wassermann
Volkstümlich:
(europ.) : – die Aussichten auf Glück sind günstig und die Liebe wird einem bei der Jagd nach Vergnügen nicht behindern;
– selbst einer sein: man wird eine höhere Stellung bekommen.
(Siehe auch „Tierkreis“)
Wassermelone
Artemidoros:
Wassermelonen fördern Freundschaften und Gemeinschaften; denn pepon nennen die Dichter das, was einem besonders lieb und teuer ist;
geschäftliche Unternehmungen dagegen vereiteln sie; denn pepon bedeutet auch Schlaffheit.
(Siehe auch „Melone“)
Wassermühle
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in einer befinden: ist ein günstiges Omen;
– für den Kaufmann: bedeutet es eine Steigerung des Umsatzes;
– für den Landwirt: bedeutet es eine reiche Ernte;
– für den Liebenden: bedeutet es Erfolg, einen reichen Liebespartner und eine glückliche Heirat.
Wasserrad
Volkstümlich:
(europ.) : – in Tätigkeit sehen: zusätzliche Arbeit wird einem neue Freunde und mehr Geld bescheren.
Wasserschildkröte
Volkstümlich:
(europ.) : – sind ein Omen für unerfüllte Wünsche oder Ambitionen; harte Arbeit führt zum Erfolg.
Wasserschlange
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst mit deinen Feinden reden müssen;
– für Kranke: Genesung.
(Siehe auch „Schlange“)
Wassersport (Siehe „Schwimmen“, „Tauchen“)
Wassersucht
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet Körperliche Krankheit.
Wassertank
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird über die Maßen reich und zufrieden sein;
– mit einem Leck: steht für Verluste.
Wasserträger
Volkstümlich:
(europ.) : – das Geld wird sich vermehren.

1498
Wasservögel
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er halte Meeres- oder Seevögel oder einfach Wasservögel, wird er erlangen, was er sich gewünscht hat.
– Ißt er Fleisch dieser Vögel, wird er heißersehnten Reichtum gewinnen, so viel, wie er Fleisch gegessen hat.
– Sammelt einer Federn dieser Vögel, verheißt auch dies Reichtum, aber einen nicht so großen.
(europ.) : – gelten für eine Gefahr, für Unheil und Sorgen.
(ind. ) : – sehen: ein nahes Unglück; du wirst in Gefahr kommen.
(Siehe auch „Enten“, „Kranich“, „Schwäne“, usw.)
Waten
Allgemein:
Wer im Traum irgendwo hindurch watet, ersieht daraus, was seine Gefühle in ihm bewirken können. Ist der Träumende durch Wasser behindert,
dann muß er sich damit auseinandersetzen, auf welche Weise ihm seine Gefühle im Weg stehen. Erlebt er das Waten als etwas Vergnügliches, so
kann er davon ausgehen, daß seine Lebendigkeit ihm Zufriedenheit bringt. Manchmal kann man daraus, wie tief man im Wasser steht, erkennen, wie
man mit äußeren Umständen fertig wird.
Psychologisch:
Oft ist das Gefühl beim Waten wichtiger als die Handlung selbst. So kann die Erkenntnis, daß man nicht durch Wasser sondern beispielsweise durch
Sirup watet, Aufschluß über das eigene Selbst oder die besondere Situation geben.
Spirituell:
Spirituell steht Waten für einen Reinigungsprozeß, wie er auch mit der Taufe assoziiert wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – in klarem Wasser waten: man erlebt kurze, aber vortreffliche Freuden; ein gutes Zeichen für Liebende;
– in schlammigen Wasser waten: man erleidet Krankheit oder Kummer; für Liebende wird es bald eine Enttäuschung geben;
– Kinder im klaren Wasser waten sehen: ist ein Vorzeichen für Glück; die Vorhaben sind erfolgversprechend;
– Träumt eine junge Frau, sie wate in schaumigen Wasser, so wird sie bald in der höchsten Gunst ihres Angebeteten stehen.
(Sieh e auch „Wasser“)
Watscheln
Volkstümlich:
(europ.) : – Vögel an Land watscheln sehen: ungewisse Angelegenheiten werden zufriedenstellend zu Ende gebracht.
(Siehe auch „Vögel“)
Watte
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst es verstehen, dich im Leben gut zu betten.
Wattierung
Allgemein:
In Träumen kann das Bedürfnis nach Sicherheit deutlicher werden, als man es im Wachzustand zuläßt. Da eine Wattierung Schutz und Wärme bietet,
muß der Träumende sich mit seiner Schutzbedürftigkeit auseinandersetzen.
Psychologisch:
Mitunter spiegeln sich in unseren Traumbildern körperliche Veränderungen wider. So kann eine Wattierung die Angst verkörpern, dick oder
unattraktiv zu werden.
Spirituell:
Wie auf der psychologischen Ebene, so ist Wattierung auch auf der spirituellen ein Sinnbild für Sicherheitsbedürfnis.
Volkstümlich:
(europ.) : – viel Material zum Wattieren benutzen: ist ein Zeichen, daß gesundheitliche Schwierigkeiten
einem in erschreckender Weise abmagern lassen; das Geschäft wird jedoch gedeihen.
(Siehe auch „Verpackung“)
Weben
Assoziation: – Fertigung; Intimität.
Fragestellung: – Was verwebe ich zu einem Ganzen?
Allgemein:
Hierbei handelt es sich um ein elementares Symbol, welches das menschliche Grundbedürfnis zum Ausdruck bringt, für das eigene Leben
Verantwortung zu übernehmen. Im Traum weist jede Handarbeit darauf hin, daß man die Situation in der Hand haben sollte. Weben (Weber) verheißt
Glück und Gewinne, wenn man sehr fleißig und sparsam ist.
Psychologisch:
Das Weben wird als Sinnbild für das Leben selbst verstanden. Weben symbolisiert positive Eigenschaften wie Fleiß, Ausdauer und Sparsamkeit.
Entweder besitzt man diese schon, oder man sollte danach streben.
Spirituell:
Das Weben ist eines der stärksten spirituellen Bilder überhaupt. Die meisten Kulturen kennen das Bild vom Schicksal, das in einem bestimmten
Muster gewebt ist. Der Mensch kann auf dieses Muster keinen Einfluß nehmen, sondern muß akzeptieren, daß allein Gott weiß, was für ihn das Beste
ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er webe wie gewohnt daheim, wird er in seinem Gewerbe gut verdienen, sofern er ein entsprechendes Stück
Arbeit geleistet hat; webt er gegen seine Gewohnheit, wird er eine Reise unternehmen, die ihm Gewinn einbringen wird
entsprechend der Güte des Gewebten.
– Ist dieses gelb, wird der Träumende erkranken, ist seine Arbeit abgeschlossen, wird er sterben, ist sie erst am Anfang,
lange krank sein.
– Rüstet einer erst den Webstuhl, wird er eine langwierige Reise antreten, weil die Arbeit am Webstuhl viel Zeit kostet;
setzt er den Webstuhl in Gang, und zwar seinen eigenen, wird er sich für die Reise rüsten, wenn einen fremden,
einen anderen für die Reise ausstatten. Ist das Gewebte fest, wird er lange leben.
– allgemein weben oder wirken (Tuch und Leinwand machen): viel Mühe bei geringem Verdienst haben.

1499
(europ.) : – selbst weben: man wird jeden Versuch abwehren können, durch den der Weg zum Wohlstand verstellt werden soll;
– andere Weben sehen: man ist von einem gesunden und kraftvollen Umfeld umgeben.
(ind. ) : – verwerte deine Talente, dann leidest du keine Not;
– weben sehen: Treue, Glück.
Weber
Psychologisch:
Der Weber zeigt die verknüpften „Fäden Ihres Lebens“ (Erfahrungen, Erlebnisse), die ein bestimmtes Muster ergeben. Möglicherweise sollten man
seine Fähigkeiten, zwischenmenschliche Kontakte zu „weben“ (pflegen), aktiver einsetzen?
Volkstümlich:
(arab. ) : – arbeiten sehen: dein Fleiß wird sich von selbst belohnen.
(europ.) : – bedeutet Glück und Vermögenszuwachs.
(ind. ) : – bei der Arbeit: Vermögenszuwachs.
Webkunst
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Brautkleid wird bald für Sie geschneidert werden; man empfängt gute Nachrichten in einem Brief.
Webstuhl
Artemidoros:
Der senkrecht stehende Webstuhl bedeutet Bewegungen und Reisen; die Weberin muß nämlich bei der Arbeit hin- und hergehen. Der waagerechte ist
das Symbol der Behinderung, weil die Frauen diesen Webstuhl im Sitzen bedienen. Immer ist es günstiger, einen Webstuhl zu sehen, an dem das
Gespinst erst begonnen wurde, als einen, bei dem es schon fertig zum Abschneiden ist; denn er gleicht dem Leben (Die Vorstellung vom Webstuhl
tritt hier an Stelle der bekannten vom Spinnen des Lebensfadens, wie sie schon bei Homer vorkommt). Deshalb prophezeit der Webstuhl, an dem die
Arbeit erst begonnen wurde, ein langes Leben, der, an dem das Gewebe zum Abschnitt fertig ist, ein kurzes, während der, von dem das Gewebe
bereits abgeschnitten ist, den Tod ankündigt. Was den Farbunterschied anbetrifft, so kann man die Auslegungen darüber der Kleidung und
Ausstattung von Männern und Frauen entnehmen. Schaut ein Seefahrer einen Webstuhl, so hat er in ihm ein Abbild des Mastbaumes zu sehen. Alles,
was dem Webstuhl zustößt, wird auch dem Mastbaum zustoßen. Die Hilfswerkzeuge, die bei der Arbeit am Webstuhl verwendet werden, bedeuten
viele Sorgen und Geschäftsverwicklungen, deren Lösung spät und mühevoll erfolgen wird. Solange nämlich Hilfswerkzeuge benötigt werden, sind
die Fäden durcheinander und nicht zu entwirren. Hat aber das Weben begonnen, dann ist alles an seinem richtigen Platz und erweist sich als
brauchbar und nützlich. daß das Arbeiten dieselbe Bedeutung wie das Leben hat, mag dir folgendes Traumerlebnis verdeutlichen: Eine Frau träumte,
sie habe ihr Gewebe vollendet. Tags darauf starb sie; denn sie hatte keine Arbeit mehr, das heißt, sie hatte nicht mehr zu leben.
Allgemein:
Im Traum geht die Bedeutung des Webstuhls über seine eigentliche Funktion hinaus – es sei denn, der Träumende hat beruflich etwas mit ihm zu tun.
Ein Webstuhl verweist auf handwerkliche oder kunsthandwerkliche Kreativität. Jeder Mensch ist dazu in der Lage, schöne Gegenstände herzustellen,
und der Webstuhl symbolisiert diese Tatsache. Webstuhl versinnbildlicht das Netz der sozialen Beziehungen, in denen man lebt; er kann auffordern,
diese auszuweiten und zu pflegen. Das Hin und Her des Weberschiffchens, das immer in Bewegung ist, deutet auf eine Aufgabe hin, bei der der
Träumende viel zu tun haben wird, vermutlich wird er auch reisen müssen. Wenn der Stoff bald fertig gewebt ist, so wird es eine kurze hektische
Zeit. Ansonsten wird das Vorhaben eine längere Zeit in Anspruch nehmen. Geht während des Traums der Faden zur Neige oder reißt er gar, dann
droht Mißerfolg.
Psychologisch:
Übersetzt die mit Arbeit ausgefüllte Zeit, die nur langsam vorwärts schreitet und daher auch erst spät Erfolge nach sich zieht. Der Webstuhl greift das
Symbol des Webens auf und verweist auf die Vorstellung, der Mensch würde sein Leben selbst gestalten. Bestimmte Grundmaterialien sind
vorhanden, um ein Grundmuster bewerkstelligen zu können. Aber jeder Mensch muß seine Arbeit darüber hinaus noch eine eigene persönliche Note
geben, um dem gewobenen Gegenstand seine Einzigartigkeit zu verleihen. Ein Webstuhl ist das Werkzeug, das man benötigt, um sein eigenes
Lebensmuster zu entwerfen.
Spirituell:
Ein Webstuhl verweist auf der spirituellen Ebene auf das Schicksal, die Zeit und das Weben durch die Vorsehung.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: eine persönliche Verbindung sollte man pflegen und festhalten, da man sie zu vernachlässigen droht;
kleine finanzielle Verluste, deren Verbesserungen folgen;
– neben einem stehen und beobachten wie er von einem Fremden bedient wird: verheißt großen Ärger und
unnötige Unannehmlichkeiten, da andere über einem reden; die Enttäuschung glücklicher Erwartungen wird vorausgesagt.
(ind. ) : – guter Erwerb durch Fleiß.
Wechsel
Psychologisch:
Der Wechsel als Traumbild deutet daraufhin, daß Sie etwas verändern sollten. Sie sollten eben wechseln, beispielsweise in ein anderes Projekt in
Zukunft investieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – in Handel und Geschäften: bedeutet guten Geschäftsgang;
– nicht einlösen können: die Geschäfte erleiden einen Rückgang;
– Wechselgeschäfte machen: in Geldverlegenheiten kommen;
– Geld wechseln: kündigt einträgliche Geschäfte in allen Branchen an;
– Träumt eine junge Frau, sie würde mit ihrer Freundin den Geliebten tauschen, sollte
sie dies als guten Rat auffassen, daß sie mit einem anderen Mann glücklicher wäre.
(ind. ) : – sehen: man will über dich herrschen, wehre dich;
– verfallen: Arbeit wird gut belohnt;
– zahlen: guter Geschäftsgang;
– ausstellen: du bist leichtsinnig;
– nicht zahlen können: du wirst in Schulden geraten;
– Wechsel: sei nicht so leichtsinnig;
– Geld wechseln: du bist verschwenderisch.

1500
Wecken
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst regelmäßig Arbeit haben.
(ind. ) : – in deinem Beruf wirst du Freude finden.
Wecker
Allgemein:
Wecker wird im Sinne von Glocke, Pfeife oder Signale verstanden, wobei man auch die Bedeutung der Uhr mit berücksichtigen muß. Im Traum den
Wecker zu stellen, kann sich allgemein auf Zeit beziehen: Wofür könnte es schon zu spät sein, woran könnten man erinnert werden?
Psychologisch:
Das schrille Läuten des Weckers hat meist nichts mit dem Traumbild vor dem Aufwachen zu tun, fügt sich aber manchmal in dieses ein und ist dann
wie unter „Uhr“ beschrieben zu erklären.
Volkstümlich:
(europ.) : – hören: kündet eine unangenehme Überraschung an.
(ind. ) : – hören: du mußt pünktlicher sein.
(Siehe auch „Glocke“, „Pfeife“, „Signal“, „Uhr“)
Weg
Allgemein:
Den Ablauf seines Lebens in Raum und Zeit, von der Geburt bis zum Tode, hat der Mensch von jeher unter dem Gleichnis eines Weges gesehen. Auf
diesem Wege, auf Pfaden und Straßen, befindet er sich im Traume häufiger als irgendwo. Es ist nun außerordentlich bezeichnend, wie dieser
Traumweg beschaffen ist, durch welche Landschaft er hinführt, woran er vorübergeht, was sein Ziel und was seine Hemmnisse sind. Oft ist es nur ein
kurzes Wegstück, in kleinen Träumen irgend eine wohlbekannte Straße, besetzt von den täglichsten und banalsten Beziehungen oder von
auftauchenden Einzelerinnerungen. Solche Träume sprechen von unserer täglichen Situation, von dem Teil unseres Lebens, der in Zeitspannen
abläuft. Viel häufiger aber ist es ein unbekannter Weg, der uns, den Wanderer, weithin nach unbekanntem Ziele führt. In manchen Träumen trägt
auch unser Wanderer etwas wie eine Pilgertracht, beispielsweise eine lange Pelerine, einen altertümlichen krempigen Hut; er hat eine Feldflasche
umgehängt und führt den Pilgerstock. Von unser Pilgerreise zu berichten, sie uns in all ihren Einzelheiten bewußt zu machen, wird der Traum nicht
müde. Wesentlich ist in der Traumerzählung die Wegrichtung, unsere Ausrüstung und die allfällige Begleitung. Bei der Deutung all dieser Dinge darf
man das Gesetz der Kompensation nie außer Betracht lassen! Wie anders sieht der Träumer in Erfüllung seiner Tagesaufgabe aus! Wie mancher
glaubt, bewußt nun eine leidlich gute Lebensstraße gelangt zu sein, und hofft, diese reiße nicht mehr ab. Im Traume kommt aber der selbe Mensch
auf seinem schmalen steinigen Pfade, kaum vorwärts. Zu unserem Erstaunen führt der einsame Weg vielleicht durch große Schmutzlachen. Wir
steigen im Gebirge vorsichtig, von Felskante zu Felskante, hüpfen in Sumpflandschaft von Grasbüschel zu Grasbüschel. Anderseits beglückt uns in
äußersten Notzeiten, da wir glauben, keinen Ausweg mehr zu sehen, eine gute Traumstraße, sich hinziehend durch hohe Gebirge; oder eine sichere
Brücke führt über das wilde Wasser. Wo das Unbewußte eine sichere Straße noch nicht vollendet hat, wird im Traume an dieser Straße gebaut –
manchmal baut der Träumer mit. Ein ausgezeichneter, sehr günstiger Traum! Denn da wird eine sichere Grundlage, ein tüchtiger Unterbau
geschaffen und dem Leben wertvolle Richtung gegeben. Die Straße wird, wo Unbewußtes aufzuhellen ist, wo man an innere Komplexe
herankommen möchte, nicht selten durch den Wald gelegt. An ihrem Ende kann dann plötzlich ein einfaches, freundliches Familienhaus, ein stiller
Turm, die Hochschule und bei manchen Leuten, die in kirchlichem Proteste leben, eine Renaissance- Kirche stehen. Durch Nöte und Gefahren
erwandert sich fast jeder Mensch sein ihm eingeborenes Schicksal! Im Traume sind diese Gefahren, wenn es sich um minderwertige menschliche
Beziehungen handelt, durch die am Wegerand lauernden Verbrecher, Räuber oder dunkle Wilde dargestellt; wo es um Triebkonflikte geht, bedrohen
ihn böse wilde Tiere. Gefahren der Unbewußtheit führen durch finstere Wälder, oder es liegt Nacht auf unseren Wegen – eine besonders gefährdende
Situation. All diese Gefahren summieren sich, wie wir wissen gerade dann, wenn es uns besser gehen will, wenn wir in einem Übergange, wenn wir
an einer Furt unseres Lebens stehen, wenn wir einen Strom zu überschreiten, eine Schlucht zu überwinden haben. Wir haben uns, die Wegträume
betrachtend, möglichst deutlich zu machen, was uns auf der Lebensfahrt hemmt. Es gehört zum häufigsten Traumerleben, daß man, wie angewurzelt,
keinen Schritt mehr weiter machen kann, selbst wenn Schreckliches auf uns zukommt. Nach Erfahrung ist damit niemals ein dauerndes Stecken- oder
Stehen- bleiben- müssen gemeint. Nur in der jetzigen Lebenssituation, im augenblicklichen Zustande, kommen wir nicht vorwärts. Die Traumstraße
kann überall hinführen; es kann, was immer möglich ist, dem Träumer auf ihr passieren. Als besonders typisch sei erwähnt: der Träumer gerät an
einen Kreuzweg, an eine Straßengablung, oder er wandert ängstlich an einem Steilhange, was meist auch einer äußeren sehr heiklen Situation
entspricht. Wo ein Träumer an gefährlicher Steinhalde über Felswände die Höhe zu erreichen versucht, wo er durch ein Wasser watet, da tut er gut, in
diesem Traumzeiten besonders vorsichtig und bewußt zu leben. Mit Hilfe des Kontextes kann man, wenn der Träumer nicht schon vorher weiß,
worum es sich handelt, aufdecken, welches der Grund, der Ort und das Ausmaß der Gefahr ist. Er aber wird erst meist eine nebensächliche
Tagesangelegenheit mit dem Gefahrentraum in Verbindung bringen.
Psychologisch:
Der Weg ist stets der Lebensweg des Träumenden. Er kann im Traum die Richtung symbolisieren, für die der Träumende sich im Leben entschieden
hat. Ein Weg symbolisiert mitunter die Gefühle des Träumenden hinsichtlich einer Beziehung oder einer Situation. Er kann aber auch für die Art des
Denkens stehen oder etwa die Richtung von Nachforschungen versinnbildlichen. Wege sind kleine Straßen, auf denen die Fahrgäste in einem Wagen
durcheinander geschüttelt werden können; sie sind aber auch die geruhsamen Spazierwege, auf denen man sich innerlich sammeln kann. Die Art des
Weges – ob er eben oder steil ist, gewunden oder gerade verläuft – kann für die Deutung des Traums genauso wichtig sein wie der Weg selbst. Es ist
besonders auf den Zustand des Weges zu achten, was rechts und links des Weges zu sehen ist, wohin er führt, woher er kommt. Was ist das
Besondere an Ihrem Weg? Wie sehen Sie ihn, und wie sieht er mit den Augen von anderen aus?!
– Feldweg: In diesem drückt sich die Sehnsucht des Träumers nach Ruhe, Romantik und Idylle aus.
– Weggabelung (Wegkreuzung): Bei der Weggabelung oder Kreuzung im Traum liegt eine Entscheidung an, die
bewußt getroffen werden muß. Manchmal ist es gar nicht so wichtig, wie man sich entscheidet, sondern daß man sich entscheidet.
Spirituell:
Ein Weg kann im Traum auf eine spirituelle Richtung verweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – gute, geebnete, bequeme: deuten auf angenehme Dinge; man wird mit wenig Schwierigkeiten zu rechnen haben;
– schlechte, uneben, steinige und unangenehme: Hindernisse aller Art im Berufsleben oder Konflikte mit Menschen stehen bevor;
– ins endlose führend: man ist sich über seine Ziele im Leben noch nicht im klaren;
– steile gehen: mühselige Unternehmungen;
– auf einem ebenen gehen: sorgloses Leben;
– ganz gerade: du wirst deine Pläne rasch verwirklichen;
– abschüssige: nimm dich vor einem Unfall in acht;
– vielfach gewunden: der Erfolg deiner Mühe wird sich erst später einstellen;
– sehr eng: du hast nur eine Möglichkeit, dein Ziel zu erreichen;
– Kreuzweg: die Wahl zwischen gut und böse fällt dir schwer.

1501
(europ.) : – man sieht sich im Leben weiterschreiten und hofft auf einen geraden Weg;
– einen geraden vor sich sehen: in nächster Zeit wird alles nach Wunsch gehen;
man versucht immer wieder, möglichst bequem durchs Leben zu gehen;
– bergauf führen: jetzt geht es auch im Leben hoch hinaus;
– bergab führen: jetzt sollte man nicht weiter gehen, sonst verliert man noch mehr;
– ein steiniger: man wird Hindernisse bewältigen müssen, sollte aber den Mut nicht verlieren;
– einen gewundenen sehen: man wird nur auf Umwegen zu einem gewissen Ziel gelangen;
man muß leider Kompromisse eingehen, auch wenn es einem nicht gefällt;
– sich verirren: warnt vor riskanten Aktionen; die Pläne werden zunichte gemacht, wenn
man seine Aufgaben nicht ordentlich ausführt.
(ind. ) : – enge: dein Vorhaben ist gestört.
(Siehe auch „Kreuzung“, „Pfad“, „Spaziergang“, „Straße“)
Wegerich
(Pflanzen einer Gattung der Wegerichgewächse an Wegen und auf Wiesen.)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilend; beruhigend; kühlend; Mond der großen Winde.
Beschreibung: Der Wegerich, im Medizinrad das Pflanzentotem der im Mond der großen Winde (19. Februar bis 20. März) Geborenen, ist ein
gewöhnliches Kraut, das überall auf der Welt wächst. Seine Blätter sind dunkelgrün und die Blüten weiß. Wegerich ist vielseitig medizinisch
verwendbar – innerlich und äußerlich. Allgemein wird er zur Beruhigung und Kühlung eingesetzt.
Allgemeine Bedeutung: Den Teil von dir verstehen, der gut mit der Erde verbunden und immer bereit ist zu dienen; die Fähigkeit, Heilung in
Alltagsdingen zu finden.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe der Entspannung; Gabe der Beruhigung.
Volkstümlich:
(ind. ) : – gute Zukunft.
Wegkreuzung (Siehe „Kreuzung“)
Wegwarte
Volkstümlich:
(ind. ) : – pflücken: eine Veränderung in deinem Leben.
Wegweiser
Psychologisch:
Sie zeigen den Weg an, den das Unbewußte uns zu gehen rät. Manchmal führen sie trügerisch in die Irre. Man beachte daher, was sie als Ziel
angeben, um daraus weiteres zu erfahren. Können wir auf dem Wegweiser nichts lesen, sind wir wahrscheinlich im Wachleben in einer gerade
anstehenden Angelegenheit auf einem falschen Weg.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: ohne fremde Hilfe wirst du dich nicht zurechtfinden.
(europ.) : – du wirst vor eine schwere Wahl gestellt; unbequeme Situationen treten ein; man befindet sich auf einem
falschen Weg; ist ein Zeichen für kommende Veränderungen; guter Rat wird erteilt werden.
(ind. ) : – du hast eine notwendige Arbeit vergessen.
Wehen (Geburtswehen)
Psychologisch:
Litt man im Verlauf der Geburt Schmerzen? Waren die Wehen langwierig? Sie könnten Probleme darstellen, die das Wach-Ich bereits überwunden
hat – oder mit denen es noch kämpft. Wenn letzteres zutrifft, will der Traum einem vielleicht beruhigen, daß sich das erhoffte Ergebnis schon
einstellen wird – falls man sein Traumbaby hocherfreut und glücklich in die Arme schloß. Falls dem nicht so war oder man aufwachte, bevor man
das Baby sehen konnte, möchte der Traum einem vielleicht sagen, daß die Pläne des Wach-Ichs unzulänglich sind, sie zu einem guten Ende zu
bringen.
(Siehe auch „Baby“, „Geburt“)
Wehen (wegwehen)
Volkstümlich:
(europ.) : – ohne Flügel in Luft geweht werden: ist ein Anzeichen für kleinere Veränderungen.
Wehklagen
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst: bedeutet Freude und Erfolg; auch wird man von einer Hochzeit hören;
– andere hören: ist ein sehr schlechtes Zeichen; bedeutet den Verlust eines nahestehenden Menschen.
Wehmütig
Volkstümlich:
(ind. ) : – sein: Freude und Vergnügen.
Wehren
Volkstümlich:
(ind. ) : – sich: du wirst es schaffen, gib den Mut nicht auf; du bist ein Tatmensch.

1502
Weib
Allgemein:
Weib (Weiblichkeit) deutet man wie Frau, der erotische Symbolgehalt ist dabei stärker ausgeprägt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – altes sehen. unglückliche Zufälle;
– mit ihr zanken: Ärger in der Familie.
(ind. ) : – alte: Klatsch und Verleumdung;
– junge: du wirst unkluge Streiche begehen;
– sich zanken sehen: Verdruß;
– schwangere: Familienfreuden.
(Siehe auch „Frau“)
Weichselholz
Volkstümlich:
(ind. ) : – du hast seltsame Gelüste.
Weide
(Wiese)
Allgemein:
Weide steht für Anpassungsfähigkeit, die zwar nützlich sein kann, aber nicht aus Angst oder Minderwertigkeitsgefühlen übertrieben werden darf. Sie
kann auch ermahnen, Problemen nicht aus Bequemlichkeit aus dem Weg zu gehen.
Psychologisch:
Der Futterplatz des Viehs weist auf die Weite unserer Gedanken hin, auf eine durch nichts gestörte Triebwelt. Treiben wir oder andere Tiere von der
Weide herunter, müssen wir uns im Wachleben dem Willen anderer unterwerfen, das bedeutet, wir stehen unter seelischem Zwang.
Volkstümlich:
(europ.) : – grüne und saftige, auf der Vieh weidet: gutes häusliches Fortkommen.
(ind. ) : – grüne: du wirst Glück und Wohlstand erreichen; gutes Einkommen;
– mit Vieh: Reichtum.
(Siehe auch „Kuh“, „Ochse“, „Stier“, „Tier“, „Wiese“)
Weidenbaum
Medizinrad:
Schlüsselworte: Wasserliebend; erdend; Mannigfaltigkeit; Heilung.
Beschreibung: Überall auf der Welt gibt es viele verschiedene Arten von Weiden. Die wahrscheinlich bekanntesten Arten sind Salweiden,
Korbweiden, Grauweiden, Silberweiden und Trauerweiden. Weidenrinde findet bei einer Reihe von Beschwerden als Heilmittel Anwendung, denn
sie enthält Salicylsäure. Dieser Stoff wird seit unzähligen Jahren gegen Fieber benutzt, zudem übt er eine tonisierende und adstringierende Wirkung
aus. Aspirin beispielsweise, ein Mittel, das gegen vielerlei Beschwerden hilft, besteht aus Acetylsalicylsäure. Erdverbundene Völker flochten aus
Weidenruten Körbe und andere Behältnisse. Auch in der Herstellung von Gebäudegrundstrukturen und Schwitzhütten hatten sie einen festen Platz.
Bei Wünschelruten handelt es sich ebenfalls oft um entsprechend geformte Weidengerten.
Allgemeine Bedeutung: Die Gefühle, die dich mit Mutter Erde verbinden; was du tun mußt, um deine Verbindung mit dem Planeten und mit allem
Leben zu heilen.
Assoziation: Weide – weiden; Trauerweide – trauern.
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe der Erde zur Heilung.
Allgemein:
Die Weide wurde oft mit Schwangerschaft, Entbindung und Mutterschaft assoziiert. Man glaubte auch, sie sei ein Symbol für Gemütskrankheiten. Es
mag unglaublich scheinen, daß altüberlieferte Assoziationen im 20. Jahrhundert noch gelten sollten, doch in Träumen haben sie oft durchaus nicht zu
unterschätzendes Gewicht. Weidenbäume symbolisieren im positiven Fall Flexibilität und Belastbarkeit, im negativen Fall Labilität und fehlendes
Rückgrat. Trauerweiden werden traditionell als unglückliches Vorzeichen gewertet.
Psychologisch:
Die Weide tritt als Traumsymbol fast ausschließlich als Trauerweide auf und verweist so auch auf eine meist verdrängte Trauer. Träumen Sie von
einer Weide, sollten Sie sich zur Trauerarbeit anregen lassen.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man findet einen Menschen, mit dem man nach Belieben verfahren kann;
– Weidenkätzchen sehen oder pflücken: eine neue Bekanntschaft hat bei einem tiefere Gefühle ausgelöst;
– Trauerweide: eine Freundin wird mit Kummer zu einem kommen, um ihr Herz auszuschütten;
auch: man selbst wird bald eine traurige Reise unternehmen, aber von Freunden getröstet werden.
(ind. ) : – am Wasser: trübe Tage;
– Trauerweide: Familientrauer.
(Siehe auch „Baum“)
Weidenröschen
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilt; revitalisiert; verschönert; nährend; regenerierend; Donnervogel- und Feuerclan.
Beschreibung: Weidenröschen werden im Medizinrad mit der Position des Donnervogelclans im inneren Kreis und mit dem Element Feuer
verbunden. Weidenröschen oder – genauer – schmalblättrige Weidenröschen beziehungsweise Epilobium angustifolium, wie der botanische Name
lautet, sind Pflanzen mit dunkelroten Stacheln, die erblüht wie Feuer aussehen. Darüber hinaus gehören sie zu den ersten Pflanzen, die nach einem
Buschbrand wieder Fuß fassen; auf diese Weise helfen sie der Erde, sich zu regenerieren. Weidenröschen sind von erdverbundenen Stämmen als
Nahrungsmittel oder für Kräutertees benutzt worden.
Allgemeine Bedeutung: Wahre Heilung; ein Heilpfad auf der Mutter Erde; Regeneration deines Selbst oder deiner Umgebung.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe der Heilung für die Teile deines Selbst, die sich bei deinem Bestreben nach zu schnellem spirituellen Wachstum
oder zu rascher Transformation die »Finger verbrannt« haben.
Weih (mittelgroßer Raubvogel)

1503
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Weih bedeutet einen rücksichtslosen Soldaten und Dieb.
– Fängt oder tötet jemand im Traum einen Weih, wird er auf solch einen rücksichtslosen Burschen stoßen
und ihm den Garaus machen.
– Hält er den Vogel für die Jagd, wird er den Kerl in Dienst nehmen und zu kleinen Diebstählen gebrauchen,
weil der Weih im Weidwerk nicht viel nütze ist.
– Im allgemeinen bezeichnet dieser einen Dieb.
Weiher
(kleiner Teich, Tümpel)
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst von deiner Liebsten einen Korb erhalten;
– sehen: auf eine schmerzliche Erfahrung wird ein neues Glück folgen.
(ind. ) : – friedliche Verhältnisse.
Weihkessel
Volkstümlich:
(ind. ) : – du gehst mit frommen Menschen um.
Weihnachten
Assoziation: – Feiern; feierliche, lichtvolle Festtagsstimmung; Wiedervereinigung.
Fragestellung: – Was feiere ich? Womit möchte ich wieder eins werden?
Allgemein:
Träumt man von einer Enttäuschung zu Weihnachten, kann das eine Mahnung sein, die eigenen Erwartungen nicht zu hoch anzusetzen, oder einfach,
sich auf das (oder ein anderes) Fest vorzubereiten. Auch die religiöse Seite des Themas ist zu bedenken. War man im Traum bereit, den
Glaubensfragen größeres Augenmerk zu widmen?
Psychologisch:
Weihnachten stellt im deutschsprachigen und skandinavischen Bereich das wichtigste Familienfest dar. Insofern schwingt bei diesem Traumsymbol
immer auch die Bedeutung Familie mit. Ein harmonisches Weihnachtsfest verweist auf eine angenehme Familienbindung und häufig auch auf eine
Sehnsucht nach einer solchen intakten Familie. Zeigt der Traum das Weihnachtsfest als unharmonisch und spannungsgeladen, dann sollte man seine
Familienbeziehungen genauer betrachten. Ferner steht das Traumsymbol Weihnachten für etwas Heiliges. Das Licht wird geboren und damit wird
auf Erlösung und „Ostern“ angespielt. Nach einer dunklen Zeit wird es wieder hell, was heißt, daß es nach Zeiten des Mühsal und Leidens wieder
einfacher und leichter wird. Auch Schenken und Beschenkt werden können symbolisch eine Rolle spielen und die Frage nach Geben und Nehmen
aufwerfen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – feiern: du wirst eine frohe Festlichkeit mitmachen.
(europ.) : – Freude und Frieden im Haus.
(ind. ) : – feiern: du wirst frohe Kunde erhalten.
Weihnachtsbaum
Volkstümlich:
(europ.) : – steht für freudige Anlässe und die Verheißung von Glück;
– ist der Schmuck entfernt: ein schmerzhaftes Ereignis wird einem nach festlichen Anlässen erwarten.
(ind. ) : – glückliches Familienleben.
Weihnachtsgebäck
Volkstümlich:
(europ.) : – ist ein glückliches Omen, zu einer anderen Jahreszeit dies zu sehen.
Weihnachtsgeschenke
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bringen Glück und Segen;
– geben: du wirst viel Glück um dich verbreiten;
– erhalten: du bist beliebt.
(ind. ) : – dein sehnlichster Wu nsch wird erfüllt.
Weihnachtsscheit
Volkstümlich:
(europ.) : – verkünden, daß sich große Erwartungen durch die Anwesenheit bei großen Festlichkeiten erfüllen.
Weihnachtszeit
Volkstümlich:
(europ.) : – die hastige Werbung eines neuen Verehrers wird glücklich enden; geschäftliche und gesundheitliche
Angelegenheiten werden sich rundum verbessern.
Weihrauch
Allgemein:
Weihrauch wird hergestellt, um einen Raum mit Duft zu erfüllen. Im Traum kann man den Geruch von Weihrauch ebenfalls wahrnehmen,
insbesondere wenn dies mit dem Träumenden in Verbindung steht. Dieser Geruch verweist möglicherweise auf die Kindheit des Träumenden und
erinnert ihn an bestimmte Kirchen oder religiöse Gebäude. Weihrauch (Weihwasser) kann für das Streben nach Idealen und hohen geistigen Werten
stehen, teilweise verbunden mit Religiosität. Das Weihwasser zeigt manchmal an, daß man sich von Schuld reinwaschen, geläutert aus einer Krise
hervorgehen möchte. Manchmal wird man auch vor Heuchlern gewarnt.
Psychologisch:
Weihrauch ist ein Mittel der Bewußtseinserweiterung oder wird benutzt, um die Atmosphäre und heilige Räume zu reinigen. Bemerkt man im Traum,
daß Weihrauch zu diesen Zweck angewendet wurde, dann ist dies vielleicht ein Hinweis darauf, daß Veränderungen an der eigenen Person oder aber
im persönlichen Umfeld anstehen.

1504
Spirituell:
Weihrauch wird als Unterstützung zum Gebet herangezogen. Er ist ein Symbol für den feinstofflichen Körper oder die Seele.
Volkstümlich:
(europ.) : – warnt vor Schmeichlern und Betrügern;
– verteilen: man ist von Schmeichlern umgeben;
– abbrennen oder einatmen: man hat gute Freunde und erfreuliche Zukunftsaussichten.
(ind. ) : – riechen: endlich wirst du deine Ruhe bekommen;
– in der Kirche: glaube an deine gute Vorsehung; deine Hoffnung wird neu gestärkt werden.
(Siehe auch „Religiöse Bilder“)
Wein
Assoziation: – Geselligkeit; Feiern.
Fragestellung: – Was möchte ich genießen?
Artemidoros:
Wein in bescheidenen Maß aus nicht zu großen Bechern zu trinken und sich nicht zu berauschen ist gut. Passend kann man hier den Ausspruch des
Sokratesschüler Xenophon anführen: „Der Wein schläfert die Sorgen ein wie der Alraun die Menschen, den Frohsinn weckt er so wie das Öl die
Flamme.“ (Xenophon: Das Gastmahl 2,24) Deshalb ist es günstig, im Traum maßvoll und wenig Wein zu trinken, denn reicher und unmäßiger Genuß
verursacht allen ohne Unterschied viele Übel. Hier gilt das Wort des Theognis: „Maßlos getrunkener Wein wirkt schlecht, doch trinkt man
vernünftig, wirkt er gewiß nicht schlecht, sondern im Gegenteil gut.“ (Teognis: Sentenzensammlung, Vers 211-12). Aber nicht nur das viele
Weintrinken ist von Übel, sondern auch, in der Gesellschaft vieler Zecher zu sein. Denn immer folgt dem Rausch der Leichtsinn, aus welchem
Entzweiung entsteht, die Mutter des Krieges. Das Trinken von Met, honigsüßen Quittenwein, Myrtenwein und jede Art von künstlich zubereitetem
Wein ist für Reiche wegen des Schwelgens und Prassens ein gutes, für Arme ein böses Vorzeichen; denn letztere greifen nur dann zu solchen
Getränken, wenn Krankheit sie dazu zwingt.
Allgemein:
Träume vom Wein bedeuten – wenn es sich nicht um einen an eine Wirtshaus- Geschichte anknüpfenden kleinen Traum handelt – stets die
Begegnung mit einem geistig- seelischen Inhalt. Der Traum kennt keine Alkoholfrage. Ist der Träumer im Leben durch seine Unmäßigkeit bedroht,
dann wird die Seele das rechte Bild finden für die Gefahr, in der er, ein Kulturgut mißbrauchend, steht. Es ist aber unseres Erfahrens nie ein
Weintraum, der ihm dies verkündet. Als ein Kulturgut, als einen sehr hohen Wert erlebt die Seele den Wein, dieses geistvolle Ereignis so vieler
Faktoren, wie günstiges Klima, sonnige Lage, gesunde und vieltragende Rebstöcke, Schweiß und Müdigkeit des Rebbauern im Frühjahr und Herbst,
süße Früchte der Trauben, richtige Behandlung des Traubenmostes, dessen Verwandlung im Gärungsprozeß, die sorgfältige Lagerung in der dunklen
Kühle – dieser ganze Weg ist ein Weg zu einem Kulturgetränk. Ja, er ist mit dem Korn und dem Gartenbau deren höchstes Zeichen. Das religiöse
Erlebnis hat den Wein zum Gleichnis göttlichen Blutes erhoben. Im Wein ist das Erregende, ist die Kraft des Geistes, welche die Erdschwere
überwindet, die Phantasie beflügelt. In seinem Zeichen stehen stille Gemeinschaft und bacchanalische Lust und der tiefste Einigung vermittelnde
Ernst des Sakralen im Abendmahl. Wo im Traume sich ein Rebgelände an die Hänge der Traumlandschaft baut, wo Trauben am Spalier hangen oder
dem Träumer geschenkt worden – „ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben“ -, wo goldener und dunkelroter Wein im Kelchglase des Traumes
leuchtet, da ist positives und bedeutendes Leben. Das Weinwunder ist von der Seele aus gesehen ein göttliches Lebenswunder der Wandlung von
erdhaft vegetativem Sein zum beflügelnden Geiste.
Psychologisch:
Wein kann in Träumen Sinnbild für einen fröhlichen Anlaß sein. Er beeinflußt das Bewußtsein und die Wahrnehmung. Daher steht ein Weinkeller
möglicherweise für die Gesamtheit der bisherigen guten wie schlechten Erfahrungen. Spielt der Wein in der Traumhandlung eine Rolle, ist dies ein
Zeichen für Lebensfreude und Lebenskraft, wie auch für Phantasie, Reichtum an Gedanken und Sinnesfreuden des Träumenden. Mitunter wird eine
Weinflasche in ihrer berauschenden Eigenschaft als Phallussymbol oder als Sinnbild der Männlichkeit aufgefaßt. Im Traum Wein trinken bedeutet
eine Begegnung mit geistig-seelischen Inhalten; man wird Positives erleben, vielleicht das Wunder der Liebe. Wer vom Wein berauscht wird, soll
sich Zuwachs an Materiellem ausrechnen können; wer ihn verschüttet, hat ganz einfach Pech im Wachleben und wird eine Zeche begleichen müssen,
ohne von dem Bezahlten etwas gehabt zu haben. Wer im Traum klaren, also reinen Wein einschenkt, muß im Wachleben, auch wenn ihm das noch
so schwerfällt, die Wahrheit bekennen. Als Symbol für den „Saft des Lebens“ verweist Wein auf die Fähigkeit, Erfahrungen so optimal wie möglich
zu nutzen und das zu genießen, was Freude bereitet und Fröhlichkeit schafft. Das Weinglas kann als Bild für die Fröhlichkeit oder auch für die
Schwangerschaft empfunden werden. Ist es im Traum zerbrochen, so bedeutet dies entweder Kummer oder, im Traum einer Frau, eine Fehlgeburt.
Der Rotwein wird als Symbol des Blutes angesehen. Der Weißwein wird als Symbol der Klarheit angesehen.
Spirituell:
Wein kann auf spiritueller Ebene Fülle bedeuten oder die Aufnahme spiritueller Kraft.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Alles, was die Menschen trinken und was in ihren Bauch wandert, zeigt Gewinn an; was berauscht, bedeutet Macht.
– Träumt einer, er trinke, aber nicht über den Durst, wird er seine Macht schwächen und verbergen;
betrinkt er sich aber, wird er von seinem Fürsten erhöht werden, sofern er viel getrunken.
– Träumt einer, er trinke Wasser aus dem Nil und werde trunken davon, wird er von einem großen Wohltäter oder vom
Herrscher Macht bekommen; ist er nicht trunken geworden, wird er von den Genannten entsprechend der Menge,
die er getrunken, Gewinn ohne Macht erlangen.
– Trinkt er Nilwasser mit Zucker, wird ihm von den erwähnten Personen echte Freude und Wohlwollen zuteil werden.
– Bereitet einer mit Nilwasser Wein zum Trinken, wird er entsprechend den verwendeten Zutaten von mächtigen Herren
mit Geschick und Verstand Gunst erlangen.
– Träumt jemand, er leite Wasser aus dem Nil in geringer Menge in sein Haus, wird ihm von einem Mächtigen oder vom
Herrscher entsprechender Reichtum zufließen, und nicht allein ihm, sondern auch seinem Geschlecht.
– Trinkt einer Wein aus einer Kleopatrakaraffe, wird er mit einer Frau Vermögen und Macht erlangen entsprechend der
Schönheit des Gefäßes.
– Ist einem vom Trinken übel geworden und hat er einen Darmkatarrh bekommen, wird er seinen Reichtum ohne Nutzen verlieren.
– Hat er sich vom Weingenuß aufgebläht, wird er der Aufblähung entsprechend Geld in Hülle und Fülle haben.
– Bereitet einer einen künstlichen Wein zum Trinken, wird er dem Landesfürsten Lügen auftischen, um ein gutes Geschäft zu machen;
trinkt er vom Wein, wird er sein Vorhaben nicht ohne Anstrengung zuwege bringen, trinkt er nicht, wird das Gegenteil eintreten.
– Träumt jemand, er dürste und bitte einen andern um einen Trunk und bekomme ihn auch, wird er mit dessen Hilfe der Armut
entrinnen, sofern der Trunk nicht warm gewesen ist; ist er aber warm, wird er statt Hilfe nur leere Ausflüchte von ihm zu hören
bekommen.
– Trinkt einer aus einem Gefäß Wasser, das ihm ein bekannter Verstorbener darreicht, wird er, er sei, wer er wolle, bald sterben;
trinkt er von dessen Hand gemischten Wein, wird ihn eine schwere Krankheit dahinraffen.
– Das Trinken von saurem Wein bedeutet weder Reichtum noch Macht, sondern Bitterkeit und Trübsal entsprechend dessen Säure.
– Trinkt einer ein künstlich zubereitetes Getränk, wird er, gleich wie das Getränk widerwärtig ist, bittere Stunden durchmachen.
– Träumt einer, er trinke Obstwein, wird er sich trügerische Macht einreden, die keinen Nutzen bringt.

1505
– trinken und sich berauscht fühlen: du wirst durch dein Betragen öffentliches Ärgernis erregen;
– roten: du bist stets gut gelaunt;
– weißen: du wirst Zufriedenheit erlangen;
– verschütten: du wirst dein Glück verscherzen;
– Apfelwein: bescheidene Freuden.
(europ.) : – eine Wandlung oder Belebung des Geistes läßt sich an; ist von guter Vorbedeutung;
– Weingenuß: ist ein Vorbote von Vergnügen und treuen Freunden;
– sehen oder trinken, wenn er wohlschmeckend oder süß ist: man wird einen Menschen
kennenlernen, für den man sich begeistert; ist er sauer: die Begeisterung für einen noch
nicht persönlich bekannten Menschen wird beim Kennenlernen schnell schwinden;
– saurer Wein trinken: die laute Gesellschaft mancher Menschen kann man jetzt nicht ertragen;
man will seine Ruhe alleine genießen;
– verschütten: deutet auf eine Zurechtweisung; man sollte seinen Mund nicht so weit aufreißen;
– sich daran berauschen: du wirst dir die Achtung einer einflußreichen Person erwerben;
– Wein von einem Gefäß in ein anderes füllen: steht für wechselnde Vergnügen und Reisen zu vielen berühmten Stätten;
– damit handeln: das Engagement im Beruf wird sich für einem lohnen;
– blühenden Wein sehen: eine gute Gesundheit;
– tote Weinpflanzen: ein wichtiges Geschäft wird nicht gelingen;
– giftige Weine: man wird das Opfer eines geschickten Planes werden und die Gesundheit gefährden;
– Für eine junge Frau ist der Genuß von Wein ein Zeichen dafür, daß sie einen wohlhabenden
und zugleich ehrenwerten Mann finden wird.
(ind. ) : – Träumt einer, er trinke unvermischten oder mit Wasser gemischten Wein, wird er so viel Geld und Macht gewinnen,
wie er Wein getrunken.
– Hat er sich am Wein betrunken, wird er auf unrechtmäßige Weise Geld und, der Trunkenheit entsprechend,
eine höhere Stellung gewinnen; hat er keinen Wein getrunken, gleichwohl aber einen Rausch bekommen,
wird er Macht erlangen, diese aber in Nichts zerrinnen.
– Scheint es dem Kaiser, er sei trunken, wird er mächtige Herren sich untertan machen und hochbeglückt sein,
weil der Wein lieblich eingeht.
– Dünkt es einen, er trinke Dattelwein, wird er von Adligen Reichtum erlangen, aber Strafe zahlen,
weil der Wein bei großer Flamme eingekocht wird.
– Trinkt einer Wein aus Zuckerrohr, den man Zulapis nennt, und berauscht sich daran, wird er wegen des Feuers mit Mühe
und Anstrengung vermögend und mächtig werden; berauscht er sich nicht, verspricht der Traum ihm einzig und allein Vermögen.
– Träumt jemand, er trinke Korinthenwein, und zwar über den Durst, wird er von Frauen furchterweckenden Reichtum und Macht
bekommen.
– Ein klarer Wein verspricht Geld ohne Mühe und Arbeit und ein hohes Amt.
– Die künstlich hergestellten Getränke bezeichnen deshalb große Anstrengungen und ein verantwortungsvolles Amt,
weil sie auf Feuer eingekocht werden.
– Schaut einer, wie er mit einem andern, den er kennt, um einen Becher Wein zankt, wird er mit ihm um Geld prozessieren, und
der Sieger wird Prozeß und Geld gewinnen, kennt er ihn nicht, wird er aus demselben Grund mit einem Feind vor Gericht gehen;
gerät er wegen eines gläsernen Trinkgefäßes in Streit, wird er sich mit ihm wegen eines Frauenzimmers überwerfen.
– Trinkt jemand gemischten Wein, wird er entsprechend dem Sieden in finanzielle Schwierigkeiten kommen.
– Mischt ihm ein anderer, ein Bekannter, den Wein, wird dieser ihm arg zusetzen, wenn ein Unbekannter, ein Feind.
– Träumt einer, er trete die Kelter und mache Wein, wird er einem mächtigen Fürsten dienen und wichtige Verwaltungsaufgaben
übertragen bekommen.
– Schaut jemand einen Fluß, der von Wein fließt, einen Traum, den nur der Kaiser oder Fürsten haben können, wird er, sofern
der Fluß in seinem Machtbereich liegt, noch größere Macht erringen, Krieg wider seine Feinde führen und unüberwindbar sein;
liegt der Fluß nicht in seinem Gebiet, steht solche Macht dem Herrn des fremden Landes zu.
Träumt einer, er nähere sich diesem Fluß oder schöpfe daraus, wird er von dem Herrn des Flusses so viel Macht bekommen,
wie er Wein schöpfte.
– Dünkt es einen, er habe großen Durst, wird er reich werden und keine Not mehr haben, sofern er reichlich getrunken hat.
– Träumt einem, wie er hungere und wie er esse und satt werde, wird er Trost in seinem Glauben und Glück in dieser Welt
finden entsprechend dem Hunger, der ihn quälte.
– Trägt einer Most in einem Gefäß, wird er Geld im Überfluß, jedoch keine Macht besitzen; denn von frischem Most wird keiner
trunken. Most zu trinken bedeutet, man werde willkommenen Reichtum von einer Frau bekommen.
– Träumt einer, in seinem Haus sei Wein aus einem Faß ausgelaufen, werden ihm Plagen, Prozesse, Ärger und Schaden daselbst
bevorstehen; sammelt er den trüben, ausgelaufenen Wein wieder, wird seine mißliche Lage so viele Tage dauern, wie er Zeit auf
die mühevolle Arbeit verwendete.
– trinken: große Gesellschaft; deine Sorgen werden in Nichts zerfließen;
– roter: Reichen bedeutet er schöne, Armen sehr trübe Tage;
– weißer: du wirst Widerstand leisten können;
– verschütten: du verscherzt dein Glück selbst.
(Siehe auch „Alkohol“, „Apfelwein“, „Bacchus“, „Blut“, „Rebe“, „Traube“, „Weinlese“)
Weinberg
Volkstümlich:
(arab. ) : – Erwirbt einer neue Weinberge, wird er wegen des Weines Vermögen und Gewalt erlangen.
Sammelt einer in den neuen Weinbergen einen Teil der Trauben ein, wird er einen ehelichen Sohn zeugen; sind die Trauben reif,
wird der Sohn dem Vater zur Seite stehen, wenn nicht, ihn vernachlässigen.
Hat der Kaiser diesen Traum, wird er Gefallen an seinen Konkubinen finden, bald auch eine von ihnen zur Kaiserin erwählen,
wegen der Stärke des Weines; ein Armer wird aus dem gleichen Grund Freude erleben und Gewalt gewinnen.
– sehen oder sich darauf befinden: ein fröhliches Leben vor sich haben.
(perser) : – Träumt einer, er lege einen Weingarten an, wird er Reichtum, Adel und Macht gewinnen wegen des Weines,
aber erst nach geraumer Zeit.
– Reißt er die Pflanzung heraus, wird er Reichtum und Macht einbüßen und an den Bettelstab kommen.
(europ.) : – verheißt Glück und Wohlstand bei Ausdauer und Fleiß; günstige Spekulationen und ein glückliches Liebesleben;
– ein ungepflegten und übelriechenden besuchen: Enttäuschungen werden ihre sehnsüchtigsten Erwartungen überschatten.

1506
(ind. ) : – sehen: eine lange Reise steht dir bevor.
(Siehe auch „Weinrebe“)
Weinen
Assoziation: – Freisetzung von Emotionen; Trauer.
Fragestellung: – Welche Emotionen bin ich auszudrücken bereit?
Allgemein:
Weinen steht für unbeherrschbare Gefühle oder Schmerzen. Ob der Träumende selbst oder andere in seinem Traum weinen, immer handelt es sich
um die Entladung aufgestauter Gefühle. Vielleicht ist der Träumende traurig über Ereignisse in der Vergangenheit, oder er fürchtet sich davor, die
Zukunft anzugehen. Die Art des Weinens kann sehr aufschlußreich sein. Ist es ein Schluchzen, welches den Träumenden daran hindert, seine Gefühle
in Worte zu fassen? Weinen baut im Traum oft innere Spannungen ab, vor allem wenn man im Wachzustand nicht weinen kann. Manchmal kommt
darin auch die Reue über einen Tag zum Ausdruck, was mit Selbstmitleid verbunden sein kann. Das weinende Krokodil (umgangssprachlich für
Krokodilstränen) warnt vor Heuchelei. Alte Traumbücher verstehen Weinen auch noch als Grund zur Freude im eintönigen Alltag.
Psychologisch:
Hier werden meist die Freudentränen umschrieben, die den Alltag erhellen. Nur wenn man im Traum grundlos weint, läßt das auf Kummer und
Sorgen im Wachleben schließen. Wer übrigens – und das wußten schon die Assyrer – um einen Toten weint, wird genesen, falls er sich gerade krank
fühlt; mit anderen Worten: er wird einen neuen Anfang wagen können, weil das Schlimmste hinter ihm liegt. Ein solcher Traum kündigt häufig
Phasen des Übergangs von einem Bewußtseinszustand in einen anderen an. In der Realität kann das Weinen sehr erleichternd sein. Weint der
Träumende während der Traumhandlung, kann dies ein Bild für die Befreiung von seelischem Druck oder Schmerzen sein. Es kann auch ein Symbol
für starke Glücksgefühle des Träumenden sein, dies ist allerdings weniger häufig.
Spirituell:
Weinen im Traum steht für die Trauer über einen persönlichen Verlust.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, jemanden: du wirst dich zu trösten wissen;
– selbst: Freude empfinden; eine glückliche heitere Zeit steht bevor.
(europ.) : – gilt für nahe Freude und große Überraschungen nach Kummer über eine Person die man bald vergessen wird;
– jemanden weinen sehen: bedeutet, daß man jemanden trösten oder mit ihm Mitleid haben darf.
(ind. ) : – sei ohne Sorge, es wird alles wieder gut;
– im Schlaf: du wirst eine übergroße Freude erleben;
– sehen: du wirst eine nahestehende Person kränken.
(Siehe auch „Baby“, „Freunde“, „Lachen“, „Mutter“, „Stimmen“, „Streit“, „Trauern“, „Wasser“)
Weinessig
Volkstümlich:
(ind. ) : – Streit, Hader.
Weinfaß
Artemidoros:
Wenn jemand etwas Ähnliches, Verwandtes oder Zusammengehöriges erblickt, so dürfte es weniger übel sein, wenn es zugleich mit dem
Zusammengehörigen und Verwandten geschaut wird. So träumte z.B. jemand, der ein Faß voll Wein hatte, es sei aus dem Faß ein Weinstock
herausgewachsen. Es gibt auch bei Phoibos auis Antiocheia (1. Jh.v.Chr.) ein ähnliches Traumgesicht. Es träumte jemand, der ein Faß voll Wein
hatte, es sei aus demselben ein Ölbaum herausgewachsen. Phoibos merkte dazu an, daß alle, die von dem Wein tranken, umkamen, weil eine
Schlange darin krepiert war. Der andere, dem es träumte, aus dem Faß sei entsprechend ein Weinstock hervorgesprossen, fand ebenso darin eine
krepierte Schlange, und der Wein war genauso verdorben, doch trank niemand davon, und es kam auch keiner um. Es schien ihnen nämlich geraten,
den Wein, den sie trinken wollten, zuvor durchzuseihen; als sie die Bescherung sahen, schütteten sie den Wein weg. Ganz folgerichtig kamen sie mit
dem Leben davon. Denn weil der Weinstock in enger Beziehung zu dem edlen Naß im Faß steht, ging das Traumgesicht weniger schlimm aus.
Volkstümlich:
(europ.) : – prognostiziert großen Luxus;
– ein Faß voll kaufen: man wird Gäste bekommen.
(ind. ) : – sehen: du bekommst Gäste aus der Ferne.
(Siehe auch „Faß“)
Weinglas
Volkstümlich:
(europ.) : – gilt für frohe Nachrichten;
– ein leeres sehen: durch die Verhinderung, an einem Vergnügen teilzunehmen, bleibt einem eine Enttäuschung erspart;
– zerbrechen: verheißt ein langes Leben; in einem Menschen wird man das finden, was man gesucht hat.
(ind. ) : – zerbrechen: der Tod wird bald eintreten; schweres Unglück;
– schön geschliffenes: Reichtum;
Weinflaschen
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: bald wird fröhlicher Besuch eintreffen;
– leere oder zerbrochene: trübe Gedanken und so mancher Kummer werden sich bemerkbar machen;
– zerbrechen: sagt Liebe und Leidenschaft im Übermaß voraus.
Weinkeller
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man kann sich auf hervorragende Unterhaltung und viele Annehmlichkeiten freuen.
(ind. ) : – du hegst Ideen, die sich nicht verwirklichen lassen.
Weinlaub (Siehe „Kranz“)

1507
Weinlese
Allgemein:
Weinlese kündigt eine Arbeit an, die man gern und erfolgreich erledigen wird.
Psychologisch:
Führt uns der Traum auf eine Weinlese, die ja im Herbst stattfindet, stehen wir am Beginn eines Lebensabschnitts, der uns viel Angenehmes
verspricht. Ältere Menschen können sich mit diesem Traumbild auf einen Lebensabend freuen, der manchen ihrer Wünschen erfüllen wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst in sehr gehobene Stimmung kommen.
(europ.) : – Glück, Ehre, Reichtum; erfolgreiche Geschäftspraktiken und erwiderte Zuneigung;
– sehen oder mitmachen: man bekommt einen Auftrag, der einem viel Freude machen wird.
(ind. ) : – halten: Freude und Trost kommen ins Haus.
Weinpresse
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst viel Geld erwerben.
Weinreben
Allgemein:
Die Weinrebe steht als Traumsymbol für Wachstum und Fruchtbarkeit, ob in bezug auf die gesamte Persönlichkeit des Träumenden oder auf Teile
von ihr.
Psychologisch:
Handelt ein Traum von einer Weinrebe, so bezieht sich der Träumende auf die verschiedenen Mitglieder seiner Familie, wobei er unter Umständen
auch die Vorfahren mit einbezieht. Er tritt in Verbindung mit der spirituellen Seite seines Selbst, die weniger durch individuelle als vielmehr durch
gemeinsame Erfahrung gewachsen ist.
Spirituell:
Weinrebe oder Weinberg können Wachstum in spiritueller Sicht bedeuten und auch Fruchtbarkeit symbolisieren.
Volkstümlich:
(europ.) : – verkünden häusliche Eintracht, auch Partnerschaft;
– pflücken: ein Vorhaben wird glücken.
(ind. ) : – sehen: du wirst bald eine Antwort auf deine Frage erhalten;
– grüne: du kommst zum Ziel;
– pflanzen: du gründest dir dein Glück selbst;
– schneiden: häusliches Glück.
(Siehe auch „Weinberg“)
Weinstock
Artemidoros:
Ein Mann, der zwei unverheiratete Töchter hatte, träumte, die eine hätte auf dem Kopf eine goldene Aphrodite aufgebunden, der anderen wäre
ebendort ein Rebstock hervorgesprossen. Von diesen heiratete die erstere, während die letztere starb; denn Aphrodite war das Symbol der Ehe und
der Kinderzeugung nach dem Worte Homers: „Du aber gehe nur nach liebreizenden Werken der Ehe“ (Ilias 5,429). Das Gebinde aber bezeichnete
das Unauflösliche der Ehe; der Weinstock dagegen versinnbildlichte, weil er aus der Erde hervorsprießt, den Tod, der die andere dahinraffen sollte –
in Erde lösen sich auch die Körper auf -, und weil der Weinstock zur Zeit seiner vollsten Reife der Frucht beraubt wird. Es träumte jemand, er trage
auf den Schultern eine Menge glänzenden Goldes. Er erblindete infolge des strahlenden Glanzes des Goldes; wie zu erwarten war, blendete es die
Sehkraft des Tragenden.
Achmet:
Einer von den Höflingen des Kalifen Mamun richtete an den Traumdeuter Sirin folgende Frage: „Ich habe an meinem Haus einen wilden Weinstock,
der leuchtendhelle Trauben hervorbringt; nun träumte mir, der Weinstock habe dunkle Trauben getragen.“ Der Traumdeuter Sirin antwortete ihm:
„Eine von deinen Frauen ist von deinem Haussklaven, dem Äthiopier, schwanger.“ Und so kam es; sie gebar von dem Äthiopier einen
dunkelhäutigen Knaben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – mit Trauben: deine Verhältnisse werden sich ganz nach deinen Wünschen gestalten.
(europ.) : – sehen und sich über dessen Trauben freuen: Glück, Fruchtbarkeit, Reichtum, Üb erfluß.
(ind. ) : – ohne Trauben: Tränen um den Geliebten;
– Kindersegen.
(Siehe auch „Rebe“)
Weinstube
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich darin aufhalten: hüte dich vor Ausschweifungen.
(europ.) : – sehen: bringt eine Einladung zu einem feuchtfröhlichen Vergnügen;
– in einer verkehren: man wird das nächste Stammtisch-Gesprächsthema sein;
– deutet auf Schwatzhaftigkeit, durch die man sich lächerlich macht.
(ind. ) : – du bist unmäßig.
Weinsuppe
Volkstümlich:
(ind. ) : – leichte Erkrankung.

1508
Weintrauben
Artemidoros:
Weintrauben sind sowohl außer der Zeit als auch während der Reife segensbringend, meistenteils bescheren sie Gewinn von oder durch Frauen; helle
Trauben verheißen offenen, dunkle heimlichen Gewinn.
Allgemein:
Wenn der Träumende in seinem Traum Trauben wahrnimmt, verweist dies darauf, daß er ein Bedürfnis nach Fest und Feier hat. Ein Traum von
Weintrauben legt die Vermutung nahe, daß im Leben des Träumenden bisher zu wenig Spaß und Lachen anzutreffen waren. Dies zu ändern, ist der
beste Weg, um Kreativität ins Leben zu holen.
Psychologisch:
Wenn Trauben im Traum auftauchen, kann dies vielleicht ein Opfer darstellen. Der Träumende muß etwas aufgeben, um das zu erreichen, wonach er
wirklich sucht. Wein symbolisiert häufig ein solches Opfer, weil seine Ähnlichkeit mit Blut so offensichtlich ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene können Trauben im Traum, wegen ihrer Verbindung mit den Göttern nicht nur der griechischen Sagenwelt, Weisheit und
Unsterblichkeit symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: deutet auf Besserung der Gesundheit;
– vom Stock abschneiden: bittere Enttäuschungen werden dich heimsuchen.
(europ.) : – lesen: man wird eine Bekanntschaft schließen;
– essen: bedeutet Freude an Kindern erleben; den folgenden Tag wird man angenehm verbringen;
– pressen: weist auf Tugendhaftigkeit hin.
(ind. ) : – weiße: Freude;
– rote: Ärger;
– abschneiden: unvorhergesehene Trennung;
– zum Geschenk erhalten: du wirst eine neue machen;
– keltern sehen: Fleiß und Ausdauer werden dich vorwärts bringen;
– essen: du hast mehrere Liebhaber (Geliebte).
(Siehe auch „Früchte“, „Rebe“, „Trauben“, „Wein“)
Weiser (Siehe „Guru“)
Weisheit
Assoziation: – Arbeit an der Weisheit oder dem Verstehen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, meine Gedanken- und Urteilskraft einzusetzen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Verstehen; auf Wissen beruhendes Handeln; Scharfsinn; Reife; Stabilität; der Weise; östlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Weisheit ist die Qualität, die im Medizinrad mit der mittleren Position des östlichen Seelenpfads verbunden ist. Weise zu sein heißt,
über ein gutes Urteilsvermögen zu verfügen und Entscheidungen zu treffen, die auf Lebenserfahrung beruhen. Zur Weisheit gehören das Mineral
Jade, die Pflanze Salbei, das Tier Eule und die Farbe Jadegrün.
Allgemeine Bedeutung: Eine Erkenntnis der Reife und Stabilität; Scharfsinn, Unterscheidungsvermögen und gute Urteilsfähigkeit an den Tag legen;
der scharfsinnige Aspekt deiner Persönlichkeit; Grenzen erkennen und annehmen; deinen Platz im heiligen Netz des Lebens verstehen.
Assoziation: Hohes Alter.
Transzendente Bedeutung: Gabe der Weisheit.
Allgemein:
Weisheit ist eine Eigenschaft, die durch die Deutung der eigenen wie auch fremder Träume gefördert werden kann. Wenn man davon träumt, weise
zu sein, zeigt dies die Möglichkeit auf, sein Leben erfolgreich zu meistern und bedeutungsvolle Beziehungen zu anderen Menschen zu entwickeln.
Psychologisch:
Jede weise Figur, die in Träumen eine Rolle spielt, steht gewöhnlich in bezug zum eigenen Selbst. Wer von Weisheit träumt, der sollte das als
Ansporn werten, sich mit all seiner Kraft um die Weisheit zu bemühen.
Spirituell:
Die spirituelle Ganzheit des Träumenden kommt im Traumbild der Weisheit zum Ausdruck, die dabei oft die Gestalt eines alten Weisen annehmen
kann.
Volkstümlich:
(europ.) : – von ihr erfüllt sein: der eigene Geist wird trotz widriger Umstände unerschrocken sein; man wird in der Lage sein,
diese Schwierigkeiten zu meistern und zu einem Leben in Wohlstand gelangen;
– glauben, es mangele einem an Weisheit: man läßt seine angeborenen Talente brach liegen und ungenutzt verkümmern.
Weiß
Assoziation: – Reinheit; Klarheit; Kälte.
Fragestellung: – Was will ich läutern?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Reinheit; Ausgeglichenheit; Transformation; Vollendung; Ruhe; Harmonie; Großmutter Mond; Schmetterlingsclan; Waboose;
nördlicher Hüter des Geistes; Mond der Erderneuerung: Mond der Maisaussaat.
Beschreibung: Die Farbe Weiß wird im inneren Kreis des Medizinrads zusammen mit Silber und Großmutter Mond verbunden und in
durchscheinender Form und gemeinsam mit Blau auch mit dem Schmetterlingsclan und der Luft. Sie steht in Beziehung zum Norden und zu
Waboose, dem nördlichen Hüter des Geistes, und ist das Farbtotem der im Mond der Erderneuerung (22. Dezember bis 19. Januar) und im Mond der
Maisaussaat (21. Mai bis 20. Juni) Geborenen. In transparenter Form wird Weiß auch mit der inneren Position des nördlichen Seelenpfad und mit der
Reinheit assoziiert. Weiß, als Abwesenheit von Farbe, gilt bei vielen als kraftvollste »Farbe« überhaupt. In etlichen spirituellen Lehren steht sie für
Reinheit, Jungfräulichkeit, Unschuld, spirituelle Kraft, Verbindung mit dem Großen Geist, Transformation und Vollkommenheit.
Allgemeine Bedeutung: Dein reinstes spirituelles Sehnen; Transformation; der Drang nach Vollkommenheit; der unschuldige Aspekt deines Seins;
eine ruhige und harmonische Person.
Assoziation: Weiß – als Hautfarbe der Menschen nordeuropäischer Abstammung; eine der vier Rassen der Menschheit; weiß Magie; weiß (bleich)
vor Angst.
Transzendente Bedeutung: Wenn du dich von weißen Lichtern umgeben siehst, bedeutet dies, daß du spirituell transformiert bist, zumindest für die
Dauer des Traums.

1509
Allgemein:
Weiß als Farbe steht für Unschuld, Reinheit und Vervollkommnung, nach der man strebt, die man aber nie ganz erreicht. Da es sich in die
Spektralfarben auflöst, ist das Weiß im eigentlichen Sinne farblos. Es bedeutet Reinheit, weshalb in vielen Ländern die Braut weißgekleidet vor den
Altar tritt, aber auch Enthaltsamkeit, Kühle und Unfruchtbarkeit (in manchen Kulturen im Fernen Osten gilt weiß als Farbe der Trauer und des Todes.
Das Weiß als Traumfarbe könnte daher auch eine Todesahnung signalisieren.
Volkstümlich:
(ind. ) : – Farbe: Freude, Unschuld.
(Siehe auch „Farben“)
Weissager
Artemidoros:
Zu einem Weissager zu gehen und sich in einer Angelegenheit weissagen lassen, bedeutet dem Träumenden ungewöhnliche Sorgen; denn Menschen
ohne Sorgen bedürfen nicht der Weissagekunst. Dem Spruch des Weissagers, das heißt des wahren, muß man Glauben schenken. Über den
Unterschied zwischen den Weissagern, auf welche man hören müsse und auf welche nicht, habe ich im Kapitel über die zuverlässigen
Gewährsmänner gesprochen. Gibt ein Weissager keine Antwort, besagt es Aufschub eines jeden Unternehmens und jeglicher Entschlußkraft; denn
bei den Weisen ist auch das Schweigen eine Antwort, freilich eine negative. Träumt jemand, er sei ein Weissager geworden und habe sich infolge
seiner Prophezeiungen einen Namen gemacht, so wird er große Lebenserfahrung gewinnen und teil mit eigenen, teils mit fremden Sorgen zu schaffen
haben; denn ein Weissager hat sich auch mit Schwierigkeiten zu befassen, die ihn nicht berühren, die ihm eben von Leuten zugetragen werden, die
bei ihm Rat suchen. Es bringt dieses Traumgesicht häufig auch Reisen und Bewegungen für den Träumenden mit sich, weil die Weissager von Ort zu
Ort ziehen. Armen verheißt es Reichtum; denn viele Leute sind auf den Weissager und die Reichen angewiesen.
(Siehe auch „Gewährsmänner“)
Weißdorn
(Frühlingsblüten)
Medizinrad:
Schlüsselworte: Stark; heilend; Verletzlichkeit; Herz; beruhigend; Liebe; südlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Weißdorn, im Medizinrad das Pflanzentotem, das mit der inneren Position des südlichen Seelenpfads und mit der Liebe assoziiert
wird, kann bis zu vier Meter und mehr in die Höhe wachsen. Der Baum oder Busch hat gezackte Blätter, kleine, runde Blätter und Beeren. Dem
Weißdorn werden Heilkräfte bei sowohl innerlicher als auch äußerlicher Anwendung nachgesagt. Früher benutzten Heiler Weißdorn dazu, um
Problemen mit verhärteten Arterien und dem Blutdruck zu begegnen. Er soll den Schlaf fördern und Angst reduzieren.
Allgemeine Bedeutung: Der tiefe Wunsch deines Herzens; deine Bereitschaft zu lieben; deine Fähigkeit zu lieben.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Gabe von Liebesenergien entweder von dir selbst, dem Universum oder von einer anderen Person.
Volkstümlich:
(europ.) : – eins sehr glückverheißendes Omen.
Weißen
Volkstümlich:
(ind. ) : – tünchen: du wirst eine Beleidigung verzeihen.
Weißer Büffel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Heilig; weiblich; geheimnisvoll; Bote; Zeremonie; Lehre; Verbindung mit der Erde; Waboose, nördlicher Hüter des Geistes.
Beschreibung: Der Weiße Büffel ist im Medizinrad das Tier, das mit dem Norden und Waboose, dem nördlichen Hüter des Geistes, in Beziehung
steht. Ein weißer Büffel kommt nur sehr selten vor und wurde deshalb in der Realität und in der Mythologie von den Indianern hoch bewertet. Die
Lakota sagen, es sei White Buffalo Calf Woman, die ihrem Volk die Pfeife gebracht habe. White Buffalo Woman soll auch die Übermittlerin zahlrei-
cher anderer Zeremonien und Geheimnisse gewesen sein. Heute wird davon berichtet, daß White Buffalo Woman vermehrt in den Träumen und
Visionen von Frauen auftaucht, die von neuem ihre tiefe Verbindung zur Erde und zu allem Leben entdecken.
Allgemeine Bedeutung: Deine eigene Verbindung mit der Erde und mit dem Leben.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Ein kraftvolles weibliches Geistwesen, das den Menschen in der Traumzeit Zeremonien und heiliges Wissen überbringen
kann.
Medicine Eagles Lehre: White Buffalo Woman ist die mystische Lehrerin, die mit Lehren über Einheit, Ganzheit und heiliger Ökologie zum Volk der
Lakota kam. Sie repräsentiert die weibliche, nährende Erneuerung der Welt, der globalen Harmonie und der Arbeit mit all unseren Verwandten.
(Siehe auch „Waboose“, nördlicher Hüter des Geistes, „Himmelsrichtung – Norden“)
Weißgerber
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Glück in der jungen Liebe.
Weißpappeln
Artemidorors:
Weißpappeln und all ihre Unterarten sind nur für Männer, die ins Feld ziehen, und für Zimmerleute von Nutzen. Für die einen, weil aus ihrem Holz
Waffen gefertigt werden. Für die anderen, weil sie als Zimmerleute damit ihren Unterhalt verdienen. Allen anderen Menschen bedeuten sie Armut
und bittere Not, weil sie keine Früchte tragen. Einzig den Athleten ist sie glückbringend wegen des Herakles. (Der Sage nach brachte Herakles die
Weißpappel aus Thesprotien nach Griechenland.) Es träumte jemand, er habe sich verwandelt und sei zu einem riesigen doppelstämmigen Baum
geworden, und zwar sei die eine Hälfte eine Weißpappel, die andere eine Fichte; dann hätten sich auf die Weißpappel alle möglichen Vögel
niedergelassen, auf die Fichte aber Möwen, Taucher und sonstige Meeresvögel. Es wurden ihm zwei Söhne geboren, von denen der eine wegen der
Weißpappel Athlet wurde, in der Welt viel herumkam und daher unter Menschen fremder Art leben mußte, der andere hingegen brachte es, obwohl
Sohn eines Bauern, bis zum Schiffsherrn, und zwar zu einem von denen, die sich in der Seefahrt einen Namen gemacht haben. Der Träumende selbst
erreichte ein hohes Alter und lebte bis an sein Ende in glänzenden Verhältnissen.
(Siehe auch „Baum“)

1510
Weizen
Artemidoros:
Das Bestellen des Ackers ist für Heiratslustige und für Kinderlose von guter Vorbedeutung; das Ackerland bedeutet ja nichts anderes als die Frau, die
Samen und die Pflanzen die Kinder und zwar Weizen die Söhne und Gerste die Töchter, Hülsenfrüchte aber Fehlgeburten; allen übrigen Menschen
zeigt es Anstrengung und Drangsal an. Alle Traumerlebnisse, die die Geburt von Kindern oder eine Heirat bedeuten, führen sowohl die außer Landes
befindlichen Kinder als auch die geschiedene Gattin zurück. Jemand träumte, er pflüge und säe Weizen. Es kehrten ihm aus der Fremde seine Söhne
und die getrennt von ihm lebende Frau zurück. Es träumte jemand, er habe in seiner Matratze statt Wolle Weizen. Er hatte eine Frau, dir früher nie
empfangen hatte, in jenem Jahr aber schwanger wurde und ein Knäblein zur Welt brachte. Die Matratze bedeutete die Ehefrau, der Weizen den
männlichen Samen. Eine Frau träumte, aus ihrer Brust seien Weizenhalme gewachsen, die umgeknickt sich wieder in ihre Scham zurücksenkten.
Diese Person übte infolge eines unvorhergesehenen Umstandes, ohne es zu ahnen, Geschlechtsverkehr mit ihrem eigenen Sohn, dann aber machte sie
ihrem Leben ein Ende und starb elend; die Halme bedeuteten den Sohn, das Hinabsenken in ihre Scham die geschlechtliche Vereinigung, während ihr
böses Schicksal durch die aus ihrem Körper emporgewachsene Saat angezeigt wurde; denn diese pflegt aus der Erde und nicht aus Körpern zu
sprießen. Es träumte jemand, aus seiner Brust seien Weizenhalme gesprossen, dann sei einer auf ihn zugekommen und habe die Halme ausgerissen,
gleichsam als paßten sie nicht zu ihm. Der Mann hatte zwei Söhne, die durch ein grausames Schicksal ihr Leben verloren; als sie nämlich auf ihrem
Landbesitz waren, überfiel sie eine Räuberbande und brachte sie um. Die Weizenhalme bedeuteten die Söhne, das Ausreißen ihre Ermordung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen, zählen oder essen: einen guten Gewinn in Aussicht haben;
– ein Weizenfeld sehen: man wird seine finanziellen Verhältnisse ständig in Ordnung finden und im Leben niemals Not leiden müssen;
– ausgetrocknet und brach liegend: man sollte sich ernsthaft Gedanken um seine Zukunft machen.
(europ.) : – du wirst durch eigene Arbeit Geld bekommen; ferner wird dich eine treue, anhänglich Frau beglücken;
– anbauen: man muß zwar hart arbeiten, doch der Lohn wird dementsprechend gut ausfallen;
– große Weizenfelder: verkünden erfreuliche Aussichten für die vielfältigen Interessen;
– ein Weizenfeld sehen: kündet eine Zeit des Wohlstandes an; gewinnbringender Handel;
– reifen Weizen auf den Feldern sehen: das Glück ist einem sicher und Liebe wird der freudige Begleiter sein;
– Weizenkörner sehen: bringt Geld durch Fleiß ins Haus;
– große Weizenkörner durch die Dreschmaschine laufen sehen: der Wohlstand wird die Tore für einen öffnen;
– in Säcken oder Tonnen sehen: der Entschluß, den Gipfel des Erfolgs zu erreichen, wird bald mit einem Sieg
gekrönt und die Liebesangelegenheiten werden auf festem Boden stehen;
– nicht gut abgedeckte Kornkammer besitzen, so das der Inhalt feucht wird: man hat zwar Vermögen
angehäuft, aber die Rechte sich nicht darauf gesichert, weshalb sich die Gewinne durch die Machenschaften
von Feinden verringern werden;
– in der Hand reiben und essen: man wird zu seinem Recht kommen und es sichern;
– auf einen steilen mit Weizen bedeckten Hügel steigen und glauben, sich an den Weizenhalmen
hochzuziehen: man wird großen Wohlstand genießen und jedes Vorhaben zum Erfolg führen.
– Weizenmehl sehen: verheißt üppiges Fest oder eine Schlemmerei.
(ind. ) : – säen: du wirst dich plagen müssen;
– sehen: Wohlstand und Glück.
(Siehe auch „Acker“, „Getreide“, „Korn“)
Weizenkörner (Siehe „Weizen“)
Wellen
(Wasserwellen)
Allgemein:
Das Meer ist ein gängiges Symbol für die Mutter: Ein Traum, in dem eine Welle über einem hereinbricht oder einem in die Tiefe zieht, läßt darauf
schließen, daß man von seiner Mutter unterdrückt oder beherrscht wird; wenn man hingegen ruhig auf den Wellen reitet oder im warmen Meer
schwimmt, bedeutet dies eine ideale Beziehung.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird einen entscheidenden Schritt in Betracht ziehen, der zu großem Wissen führt, wenn die Wellen klar sind;
– schmutzige oder von einem Sturm aufgewühlte Wellen: man wird einen fatalen Fehler begehen.
(Siehe auch „Meer“, „See“)
Wellenbadschaukel
Volkstümlich:
(ind. ) : – Ärger.
Wellensittiche
Allgemein:
Wellensittiche sind hauptsächlich wegen ihrer Nachahmungskünste bekannt; macht man sich selbst über jemand lustig?
Wellenreiten
Assoziation: – auf den Wellen der Gefühle reiten.
Fragestellung: – Welche starken Emotionen bin ich zu genießen bereit?
Psychologisch:
Surfen gilt auch als Symbol für andere euphorisierende Erlebnisse, in denen das Wasser (das Gefühl) eine „tragende Rolle“ spielt.
Welpe
Allgemein:
Welpe (junger Hund) symbolisiert Spontaneität, Arglosigkeit, Zutrauen und Zuneigung; meist wird man aufgefordert, freundliches Entgegenkommen
von anderen Menschen nicht zurückzuweisen.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird unschuldig vom Pech verfolgte Menschen helfen und dafür Dankbarkeit ernten; auch: eine
Einladung zu einer fröhlichen Party; man sei mit den Menschen dort vergnügt, aber nicht intim;
– sind sie munter: man darf sich auf starke Freundschaftsbande und wachsenden Reichtum freuen;
– mickerig: es drohen Einbußen.
(Siehe auch „Hund“, „Tiere“)

1511
Welsch
Volkstümlich:
(ind. ) : – reden: Veränderung.
Welt
Allgemein:
Die Welt ist der Lebensraum, in dem der Mensch seine Erfahrungen sammelt und seinen alltäglichen Aktivitäten nachgeht. Ein Traum von einer Welt
jenseits des menschlichen Einflußbereichs deutet an, daß man in einer aktuellen Situation seine Engstirnigkeit ablegen soll.
Psychologisch:
Der Traum von anderen Welten und Dimensionen macht den Träumenden darauf aufmerksam, daß es noch andere Möglichkeiten gibt, das Leben
aktiv zu erfahren, als er bisher auszuprobieren den Mut hatte. Vielleicht sollte er sein Leben mit etwas mehr Offenheit angehen.
Spirituell:
Wenn der Träumende auf der spirituellen Ebene vorankommt, dann wird ihm bewußt, daß die Welt zum Kosmos gehört. Eine solche Sicht der Welt
bringt es mit sich, daß man die Verantwortung für ihr Funktionieren übernehmen muß.
Weltkrieg
Volkstümlich:
(europ.) : – erleben: kann ein Warntraum sein, besonders wenn genauere Umstände auf einen bestimmten Zeitpunkt hindeuten
und man schon Wahrträume gehabt hat; sonst als Ankündigung einer schweren seelischen Erschütterung aufzufassen.
Weltkugel
Volkstümlich:
(ind. ) : – (Globus): du wirst eine Weltreise machen.
Weltraum
Assoziation: – Überwindung der persönlichen Realität.
Fragestellung: – Welches höhere Sein will ich erfahren?
Allgemein:
Wenn sie allein und verängstigt waren, dann sind Sie im Moment einsam und haben die Orientierung im Leben verloren.
Psychologisch:
Ein Symbol für das geistige Umfeld des Träumenden.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man hofft vergeblich auf das Ende einer Sache, eines Zustandes oder dergleichen;
– durch ihn reisen: man wird sich bald aus einer Zwangssituation befreien; man wird einen
neuen Sinn von Unabhängigkeit und Freiheit erfahren.
Weltuntergang
Allgemein:
Weltuntergang wird allgemein als schwere seelische Erschütterung verstanden; oft handelt es sich dabei um eine Trennung von einem nahestehenden
Menschen oder um Einsichten, die alle bisherigen Überzeugungen, Werte und Ziele in Frage stellen und einen Neuanfang erforderlich machen.
Psychologisch:
Dieses Traumbild kennzeichnet unsere Weltuntergangsstimmung, die Angst vor dem Leben, das uns zuviel abverlangen könnte.
Volkstümlich:
(europ.) : – Ängste und Gegnerschaft; oft Warntraum vor Gefahren bei hellseherischen Träumern;
– erleben: kündet eine Auseinandersetzung mit nachfolgender Trennung an.
(ind. ) : – man lacht über deine Dummheit.
Wendeltreppe
Allgemein:
Dieses komplizierte Bauwerk zwingt einem immer, im engsten Kreis auf- und abwärts zu gehen. Man wird auf sich selbst zurückgeworfen und sollte
aus diesem engen Zirkel baldmöglichst herausfinden.
Psychologisch:
Eine besonders eindrückliche Treppenkonstruktion ist die Wendeltreppe. Davon wird viel geträumt – es gibt auf der ganzen Welt nicht entsprechend
viele Wendeltreppen! Um eine feste Achse sich windend, steigt sie in schmalem Raume über einem Grundkreis steil in die Höhe. Das hat sie nun zu
einem Symbol der Entwicklung nach oben gemacht. In ihrer Spirale ist jede Stufe über einem Sektor des Grundkreises gelegen, d.h. über einem Teil
unserer Grundlage, Grundpersönlichkeit. Über diesen steigt man, nie den eigenen Umfang verlassend, sich immer wieder über den gleichen Inhalten,
d.h. denselben Struktureinheiten, den gleichen Komplexen und Erlebnisanlagen sich befindend, immer höher empor. Wir haben keine andere
Möglichkeit als eben über unsern Grundgegebenheiten, eine feste Achse unseres Lebens umwandelnd, in die Höhe zu kommen. Die Träume von der
Wendeltreppe setzen ein um die Mitte unserer Lebensjahre.
Volkstümlich:
(europ.) : – verspricht das Emporsteigen in Rang und Würden nach vielen Schwierigkeiten.
(ind. ) : – mühsam und auf gewundenen Wegen wirst du in die Höhe kommen.
(Siehe auch „Haus“, „Treppe“, „Stufen“)
Werbung / werben
Allgemein:
Der Zweck der Werbung ist, einem etwas zu verkaufen. Ein Traum, in dem man von einer Werbung sehr beeindruckt ist oder die man sogar selbst
entworfen hat, wird einem an den Ehrgeiz, oder an eines der Ziele die man hat, erinnern. Dabei ist für die Deutung ganz ausschlaggebend, was man
anpries und zu welchen Bedingungen. War sie klar, gut gestaltet und eindrucksvoll, oder ungeschickt formuliert? Hat im letzteren Fall die Zeit die
lauteren Ziele fragwürdig werden lassen?
Psychologisch:
Im Zusammenhang mit dem Trauminhalt deutet Werbung auf Bereiche im Leben hin, die man erkennen und anerkennen muß. Es herrscht das
Bedürfnis vor, sich selbst darzustellen und als die Person anerkannt zu werden, die man ist. Wenn der Träumende selbst Thema der Werbung ist,
sollte er in seinen Aktivitäten offener sein. Wenn Bekannte in der Werbung dargestellt werden, ist sich der Träumende möglicherweise darüber klar

1512
geworden, daß sie die Fähigkeit haben, ihm bei seinen Vorhaben zu helfen. Eine Werbeanzeige an einer Plakatwand könnte sich auf die
Handlungsweise des Träumenden beziehen, wohingegen ein Werbespot im Fernsehen die Art seines Denkens repräsentiert.
Spirituell:
Auf psychischem Weg erhaltene Informationen müssen erkannt und spirituell umgesetzt werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – Sehr schlimmes steht der Frau bevor, die im Traum glaubt, umworben zu werben: Immer denkt sie, „er“ werde ihr nun einen
Heiratsantrag machen, und ständig wird sie enttäuscht. Ernüchterung folgt auf illusorische Hoffnungen und seichte Freuden;
– Umwirbt ein Mann im Traum jemandem, hat er keine Partnerin verdient;
– ein Zeitungsinserat aufgeben: ist ein Zeichen für kommende Schwierigkeiten;
– eines anderen Werbeanzeigers lesen: ein gutes Zeichen.
(ind. ) : – Heirat, Gewinn.
Werfen
Volkstümlich:
(ind. ) : – etwas: du wirst deine Absichten erreichen;
– im Zorn: du wirst Schaden haben.
Werft
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: deine Hoffnungen sind zu kühn.
Werg
(Flachs und Hanfabfall)
Volkstümlich:
(ind. ) : – du hast mit einem groben Dummkopf zu tun.
Werk
Volkstümlich:
(ind. ) : – guter Verdienst.
(Siehe auch „Fabrik“)
Werkstatt
Allgemein:
Eine Werkstatt ist ein produktiver Ort. In Träumen symbolisiert sie den Teil des Träumenden, der gewinnbringende Projekte hervorbringt – allerdings
nicht unbedingt in finanzieller Hinsicht profitabel.
Psychologisch:
Eine Werkstatt kann der Ort sein, an dem der Träumende Gleichgesinnte trifft, Menschen mit der gleichen Art von Kreativität, wie er sie selbst
besitzt. Daher versinnbildlicht die Werkstatt Interaktion und Begabung.
Spirituell:
In einer Werkstatt wird Kreativität freigesetzt. Diese kann zum spirituellen Fortschritt des Träumenden beitragen.
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigen an, daß man seine Feinde mit außergewöhnlichen Strategien schwächen wird; ein glückverheißendes Omen.
(Siehe auch „Handwerker“)
Werkzeug
Assoziation: – Arbeit an der Produktivität.
Fragestellung: – Was möchte ich tun oder erschaffen?
Artemidoros:
Von den Gefäßen und Werkzeugen bedeuten jedes einzelne entweder das Handwerk oder das, was es in sich birgt, wie z.B. Fässer Wein oder Öl,
Getreidebehälter Weizen oder Gerste oder entsprechen irgend etwas, das eine ähnliche Verwendung findet, so wie Werkzeuge alles Art Freunde,
Kinder und Eltern bezeichnen, Vorratskammern die Wirtschafter, und Truhen und Schatzkästchen Frauen und Hausverwalter. Es träumte z.B.
jemand, der Zügel seines Pferdes sei entzweigerissen. Es starb sein Pferdeknecht. Einem anderen wiederum träumte, sein Becher sei plötzlich
zersprungen. Er starb sein Mundschenk.
Allgemein:
Werkzeuge in einem Traum versinnbildlichen die Mittel, die dem Träumenden zur Verfügung stehen, um seinen Lebensstil aufrechtzuerhalten.
Werkzeug kann auf praktische Intelligenz hinweisen. Tiefenpsychologisch betrachtet erkennt man darin die Möglichkeiten zur Geltung des Lebens
entsprechend der eigenen Anlagen und Fähigkeiten, die mehr genutzt werden sollten.
Psychologisch:
Jedem Werkzeug fällt eine besondere Bedeutung zu:
– Ein Bohrer steht für das Aufarbeiten von Emotionen und Ängsten sowie für Erkenntnisse und
– Einstellungen, die sich gefestigt haben.
– Ein Hammer gibt dem Träumenden die Kraft, alte Verhaltensmuster und Widerstände aufzubrechen.
– Eine Säge sagt dem Träumenden, daß er dazu in der Lage ist, die angesammelten Erfahrungen zu
zerteilen und danach zu verarbeiten, damit er mit etwas Neuem beginnen kann.
Spirituell:
Spirituelle Hilfsmittel, die im Traum anhand von Werkzeugen dargestellt sein können, sind zum Beispiel Liebe, Hingabe und Mildtätigkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – glättende Werkzeuge, wie Spachtel oder Feile sehen: ein Streit wird bald geschlichtet werden können;
bzw. eine Auseinandersetzung mit einem Freund bereinigt werden;
– schneidende Werkzeuge, wie Säge oder Messer sehen: weisen auf durch Unmäßigkeit verursachte Aufruhr und Streitereien hin.
(europ.) : – symbolisieren Mängel bei der Fertigung einer Arbeit;
– defekte: man wird von Tod oder ernsthafter Krankheit von Verwandten oder Freunden und schlechten Geschäften bedroht.
(ind. ) : – du bist ein tüchtiger Mensch.
(Siehe auch „Handwerker“)

1513
Wermut
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet schmerzliche Erlebnisse, denen große Freuden folgen; auch: bedeutet, daß man mit unschuldigen Bekannten eine
unbekümmerte und alberne Gangart einschlagen wird; man gibt jeder Mode nach und verschleudert das Erbe in verschwenderischer
Manier.
(ind. ) : – du wirst mancherlei Sorgen kennen lernen.
Wertpapier
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: Warnung vor Spekulationen;
– kaufen: deutet auf finanzielle Verluste oder ärgerliche Geldausgaben;
– verlieren: man wird vor einer drohenden Fehlspekulation oder einem sonstigen Geldverlust bewahrt.
(Siehe auch „Aktien“)
Werwolf
Assoziation: – monströse Instinkte.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist überzivilisiert? An welcher Stelle meines Lebens werden meine Instinkte unterdrückt?
Wespen
Assoziation: – stechende Wut.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben würde ich am liebsten zustechen?
Artemidoros:
Wespen sind allgemein von schlimmer Vorbedeutung; sie prophezeien, daß man unter Schurken und Rohlinge fallen wird.
Allgemein:
Wespe steht für „niedrige“ Instinkte, Triebe und Gefühle, vor allem Wut, blinde Aggressivität, Haß oder Rache, vor denen der Träumer gewarnt wird.
Manchmal symbolisiert sie auch einen vertrauten Menschen, von dem man getäuscht und geschädigt wird.
Psychologisch:
Die Wespe ist ein sehr aggressives Insekt, deshalb weist sie als Traumbild auch häufig auf die Aggressivität des Träumenden hin, aber auch auf seine
Egozentrik, Überheblichkeit und seinen übermäßig zur Schau getragenen Individualismus. Viele Wespen im Traum sind kein günstiges Zeichen.
Wird oft von Wespen geträumt, ist dies ein Hinweis auf ernstzunehmende persönliche Konflikte des Träumenden. Sie beunruhigt auch im Traum
allein schon durch ihr summendes Fluggeräusch und durch ihre tigerhafte gelbschwarze Färbung. Wespen umschreiben daher, daß unser
Nervenkostüm augenblicklich nicht gerade übermäßig stark ist, daß in ihm die Angst vor dem Alltag und seinen Aufforderung nistet. Manchmal
können Wespen auch personifiziert werden als die lästigen Schmarotzer, die unseren Lebensweg kreuzen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Schaut einer im Traum gelbe Wespen, die über einen Ort oder ein Land herfallen, werden dort Feinde einbrechen,
um zu plündern.
– Stechen die Wespen die Einwohner, werden die Feinde entsprechend den Wespenstichen Schaden anrichten;
stechen sie nicht, werden die Eindringlinge den Einwohnern nichts Böses antun.
– Werden die Wespen von den Einheimischen mit Rauch verjagt, wird der Feind mit Spott und Hohn vertrieben
und besiegt werden.
– Fallen Wespen und wilde Bienen üb er einen Ort her, gilt dieselbe Deutung, nur in geringerem Maß und mit weniger
Gewicht als die, welche durch die anderen Wespen angezeigt wird.
– sehen: du wirst dich vieler Anfechtungen zu erwehren haben;
– von ihnen gestochen werden: kummerreiche Tage werden dich verstimmen;
auch: es droht eine Enttäuschung durch bösartige Freunde.
(europ.) : – im Gegensatz zur Biene Zeichen für Faulheit statt Fleiß, Schaden statt Nutzen, Bosheit statt Güte;
– sehen: gefährliche Anschläge unbekannter Feinde, auch wird man früh genug von etwas Unangenehmen
hören oder darunter zu leiden haben; aus einem bisherigen Freund wird ein Feind werden;
– von ihnen gestochen werden: du wirst eine Enttäuschung erfahren; der Verrat eines ehemaligen Freundes
wird böse Folgen haben, da er gewisse Kenntnisse dazu ausnutzen wird, einem zu schaden; Neid und Haß;
– verjagen: eine unvorhergesehene Trennung;
– töten: steht für die Fähigkeit, furchtlos für seine Rechte einzutreten und einem Gegner notfalls auch an die Gurgel zu gehen.
(ind. ) : – sehen: unvorhergesehene Trennung.
(Siehe auch „Bienen, „Insekt“)
Wespennest
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst einen Verlust erleiden;
– hineintreten: du wirst viel Mißgeschick erdulden müssen.
(arab. ) : – sehen oder zerstören: seine Feinde oder Widersacher mit Stumpf und Stiel ausrotten.
(ind. ) : – sehen: alles ist auf dieser Welt vergänglich.
Weste
Volkstümlich:
(europ.) : – man ist von Feindseligkeit umgeben; man achte auf seine Handlungen und verberge den Argwohn.
(ind. ) : – anhaben: du sollst mehr überlegen, was du zu den Leuten sagst;
– sehen: du planst Neuerungen.
(Siehe auch „Jacke“, „Kleidung“)

1514
Westen
Assoziation: – Ende; Tod; Rückkehr zum Ausgangspunkt.
Fragestellung: – Wohin bin ich unterwegs?
Allgemein:
Westen fordert auf, innere Gegensätze miteinander zu versöhnen, um ausgeglichener zu werden. Dabei handelt es sich oft um Widersprüche
zwischen Pflicht und Neigung, Gefühl und Vernunft oder zwischen unvereinbaren Zielen. Westen symbolisiert auch den Gegensatz von Osten, also
Tod, das Ende einer Handlung, Beziehung oder eines Geschäftes, ein Hinübergleiten in das Vergessen.
Volkstümlich:
(europ.) : – die Weiten des Westen sehen: ist ein Zeichen für eine kommende Reise.
(Siehe auch „Himmelsrichtungen“, „Positionen“)
Westwinde
Volkstümlich:
(europ.) : – bringen Frische, Regen und Nachricht aus der Ferne;
– eine sanfte, leichte Brise: besagt, daß man ein Vermögen für das Objekt seiner Begierde opfern und das Werben auf Zuneigung stößt;
– ein heftiger Windstoß: verkünden enttäuschende Geschäfte;
– Träumt eine junge Frau davon, daß das Wispern der Westwinde sie betrübt, wird sie eine unruhige Zeit durch die erzwungene
Abwesenheit ihres Liebhabers haben.
(Siehe auch „Wind“)
Wettbewerb
Assoziation: – Konkurrenz; Rivalität.
Fragestellung: – Welche Stärken bin ich zu zeigen bereit?
Allgemein:
Tritt man im Traum zu einem Wettbewerb an, sollte man mit einem größeren Verlust rechnen.
Wetten
Allgemein:
Wette(n) deutet ein Risiko an, das man nicht genau kalkulieren kann; man sollte sorgfältig prüfen, ob man es eingehen will, und sich vorher die
möglichen Konsequenzen eines Mißerfolgs vergegenwärtigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – gewinnen: du wirst unerwartete Erfolge erringen; Glück in Liebesangelegenheiten haben, das jedoch nur von kurzer Dauer sein wird;
– verlieren: du wirst in einer Vermögenssache einen Fehlgriff tun; auch in Wirklichkeit drohen erhebliche finanzielle Verluste;
– eingehen: lasse dich nicht auf gewagte Spekulationen ein.
(europ.) : – beruhen auf Leichtsinn und haben stets Unglück zur Folge;
– abschließen: man wird sich auf eine unsichere Sache einlassen; auch: man wird mit unredlichen Mitteln seine Pläne vorantreiben;
– keine abschließen können: man wird von widrigen Umständen entmutigt sein;
– gewinnen: eine unsichere Sache wird schiefgehen; auch: man wird das Glück wieder auf der Seite haben;
– verlieren: bei einer unsicheren Sache wird man unverdientes Glück haben; auch: man wird durch niederträchtige Menschen im
Umfeld Unrecht erfahren;
– bei Rennen um Geld wetten: man sollte sich nicht an neuen Unternehmen beteiligen;
Feinde versuchen, Ihre Aufmerksamkeit von ehrlichen Geschäften abzulenken;
– am Spieltisch setzen: bedeutet, daß man Ihnen durch unmoralische Mittel Geld abknöpfen will.
(ind. ) : – gewinnen: hüte dich vor Verlusten;
– verlieren: Gewinn steht dir ins Haus.
(Siehe auch „Spielen“)
Wetter
Allgemein:
Als Teil der Traumumgebung zeigt es gewöhnlich die Stimmung und Gefühlslage des Träumenden an. Er ist sich der situationsbedingten
Veränderungen um sich herum bewußt und muß sein Verhalten mit dementsprechender Bedacht anpassen. Wetter steht für die seelische
„Wetterlage“, also für die vorherrschenden Stimmungen. Dabei erkennt man oft die folgenden Wetterverhältnisse:
– Sonnenschein steht für Optimismus, der sich aus Energie und Selbstvertrauen ergibt.
– Bewölkung symbolisiert Pessimismus, Angst und Depression, manchmal auch Verzweiflung (vor allem bei schwarzen Wolken).
– Aufreißende Bewölkung kündigt an, daß man in einer schwierigen Situation Grund zur Hoffnung hat; ihr Ende ist abzusehen
und wird weniger schlimm ausfallen, als man befürchtete.
– Regen deutet darauf hin, daß unterdrückte Gefühle wieder zugelassen werden und die innere Spannung nachläßt; das kann aber
auch zur Überschwemmung führen.
– Sturm oder Wind kündigt unterschiedlich starke Gefühlsausbrüche an.
Psychologisch:
Wetter kann auch die inneren Reaktionen auf bestimmte Situationen zum Ausdruck bringen. Ein strahlend blauer, wolkenloser Himmel weist
eventuell darauf hin, daß man die Situation, in der man sich gerade befindet, und ihre dazugehörigen Stimmungen und Gefühle auch weiterhin
kontrollieren kann. Nimmt der Träumende das Wetter bewußt zur Kenntnis, könnte dies bedeuten, daß er einsehen muß, Teil eines größeren Ganzen
und nicht etwa nur selbstbestimmtes Individuum zu sein.
Spirituell:
Verschiedene Wetterlagen können als spirituelle Antworten auf Fragen verstanden werden, die sich dem Träumenden stellen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schönes und heiteres: verlasse dich nicht auf das launische Glück;
– trübes und stürmisches: deine Zukunft wird viel zu wünschen übriglassen;
– kaltes und schneereiches: dein Zartgefühl wird empfindlich verletzt werden.
(europ.) : – zeigt immer die momentane Stimmungslage an;
kündet ein wechselhaftes Schicksal an; erst macht man enorme Fortschritte, um dann plötzlich
mit Zweifeln und nahenden Fehlschlägen konfrontiert zu werden;
– die Berichte eines Wetteramtes lesen: man wird nach langen Überlegungen den Wohnort wechseln,
hieraus jedoch am Ende einen Nutzen ziehen;

1515
– eine Wetterhexe; verheißt unangenehme Zustände in der Familie;
– das Wetter beschwören: kündigt Streitigkeiten zu Hause und Enttäuschungen im Berufsleben an.
(ind. ) : – schönes: du wirst nette Stunden verleben können; frohe Kunde;
– schlechte: unschöne Botschaft aus der Ferne.
(Siehe auch „Regen“, „Sturm“, „Überschwemmung“, „Wind“, „Wolken“)
Wetterfahne
Allgemein:
Wetterfahne (-hahn) kann auf eine „wetterwendische“ Persönlichkeit hinweisen, die launisch und unberechenbar ist. Zum Teil warnt sie davor, sich
um des eigenen Vorteils Willen stets nach dem Wind zu drehen, also übermäßig anzupassen.
Psychologisch:
Die Wetterfahne im Traum dreht sich wie jene im bewußten Leben nach dem Wind. Können wir die Himmelsrichtung feststellen, aus der der Wind
weht, läßt sie sich zur Deutung heranziehen. Im allgemeinen aber beschreibt die Wetterfahne das Wetterwendische unseres Charakters, unserer
Launen, die uns kaum Freunde schaffen werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst gut daran tun, dich nicht auf die Gunst hoher Herren zu verlassen;
– in ihren Angeln quietschen hören: du wirst Nachricht von großen Veränderungen erhalten.
(europ.) : – durch Unbeständigkeit wird man sich selbst großen Ärger bereiten;
– sehen: man weiß nicht, was man will.
(ind. ) : – sehen auf einem Dach: sei nicht so unbeständig.
(Siehe auch „Fahne“, „Himmelsrichtung“)
Wetterhahn
Volkstümlich:
(europ.) : – Unsicherheit, Veränderungen und Ärger.
Wetterleuchten
Allgemein:
Wetterleuchten bedeutet, daß Veränderungen im Leben bevorstehen. Kündet auch im Traum eine trübe Wetterlage an, nämlich Mißstimmung und
Mißhelligkeiten im privaten Bereich.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deutet auf ein mühe- und wechselvolles Leben.
(europ.) : – warnt vor Täuschungen;
– sehen: Vorbote großer und wichtiger Ereignisse.
(ind. ) : – sehen: man will dich belügen; ein Freund wird dich täuschen.
(Siehe auch „Blitz“, „Gewitter“)
Wettkampf
Artemidoros:
Zum Wettkampf zugelassen zu werden ist für jedermann von guter Vorbedeutung; für Wettkämpfer im Knabenalter ist der Traum wegen der
altersbedingten Zulassung (Die Wettkampfteilnehmer wurden Altersklassen zugeteilt; in der Kaiserzeit war die Dreiteilung in Knaben, Jünglinge
(Unbärtige) und Männer an allen großen Agonen üblich.) ohne Bedeutung, Männern dagegen ist er von Übel; die Zulassung erfolgt nämlich im
Knabenalter. Träumt man, ausgeschlossen zu werden, so bringt es jedermann Schaden, und außerdem rafft es Kranke hinweg. Ich kenne jemand, dem
es träumte, er werde von den olympischen Spielen ausgeschlossen; er wurde zu Zwangsarbeit im Bergwerk verurteilt, weil er nicht an dem heiligen
Wettkampf teilnehmen durfte.
(Siehe auch „Allkampf“, „Faustkampf“, „Fünfkampf“, „Kranz“, „Kurzstreckenlauf“, „Olympiade“, „Ringen“)
Wettkämpferin (Siehe „Archetypen“)
Wettrennen
Assoziation: – Wettbewerb; Rivalität.
Fragestellung: – Was ist mein Ziel? Was entgeht mir durch meine Eile?
Allgemein:
Deutet auf die schnell verrinnende Zeit hin, auf den ständigen Wettlauf nach Erfolg und Anerkennung, bei dem nur wenige den großen Preis erringen
können.
Psychologisch:
Ein geträumtes Wettrennen bezieht sich fast immer auf einen beruflichen Konkurrenzkampf. Es geht nicht nur um Gewinn und Verlust, sondern vor
allem auch um Prestige und die Steigerungsmöglichkeit für den eigenen Stellenwert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Wettlauf sehen: du wirst deine Mitbewerber überflügeln;
– an einem Wettlauf teilnehmen: man sollte sich vor voreiligen und übereilten Entschlüssen in acht nehmen,
da sie sich nachhaltig auf das gesamte Leben auswirken können; auch: einen Nebenbuhler ausschalten wollen;
– einen Wettlauf gewinnen: man wird es im Leben immer schwer haben sich zu behaupten;
– einen Wettlauf verlieren: man sollte seine Ziele nicht zu hoch stecken. (europ.) : – zu Pferde: große Enttäuschung;
– zu Fuß: erfreulicher Erfolg;
– Wettlauf sehen: man wird ein bestimmtes Ziel erreichen;
– Wettlauf mitmachen: die nächste Zeit wird zeigen, daß nicht alles erreichbar ist, was man anstrebt.
(ind. ) : – du kommst schwer vorwärts.
Wetzstein
Artemidoros:
Ein Wetzstein ist das Symbol von Aufmunterung und Zuversicht und sagt gewissermaßen, man müsse schärfer werden. In
Freundschaftsverhältnissen bedeutet er nicht jene, die einen unter die Arme greifen, sondern die, welche aufmuntern und anregen. Er arbeitet nämlich
nicht zusammen mit Eisen, doch macht er es schärfer. Häufig bezeichnet der Wetzstein auch eine Frau.

1516
Volkstümlich:
(europ.) : – man muß auf sein Vorteil bedacht sein; signalisiert, daß große Sorgfalt in den Angelegenheiten verlangt wird,
wenn man Schwierigkeiten vermeiden möchte; man könnte zu einer unangenehmen Reise genötigt werden.
(ind. ) : – große Freude.
Whirlpool (Siehe „Wirbelwind“)
Whisky
Volkstümlich:
(europ.) : – ist kein gutes Omen; es beinhaltet Schulden und Schwierigkeiten, Enttäuschungen aller Art;
– sehen: man gelangt nie an sein erhofftes Ziel;
– sehen und trinken: man erreicht ein ersehntes Objekt nach vielen Enttäuschungen;
– in Flaschen sehen: man sollte mit Geldgeschäften vorsichtig sein, sie mit Wachsamkeit und
Einsatz begleiten; dann hat man angemessenen Erfolg;
– alleine trinken: prophezeit, daß man Freunde durch Selbstsüchtigkeit verletzt;
– vernichten: man verliert Freunde durch kleinliches Verhalten.
(Siehe auch „Brandy“)
Whist
(Kartenspiel)
Volkstümlich:
(europ.) : – daran teilnehmen: bedeutet eine bessere Position.
Wichse
(für Schuhe)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder benutzen: verheißt neue Kleidung.
(ind. ) : – der Schein trügt.
Wicken
(Futterpflanze, Blume)
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: erhoffter und eingetretener Beziehungen zu einem Menschen wird man bald
überdrüssig sein; man vermag ihn aber nicht so ohne weiteres abzuschütteln.
(ind. ) : – Glückseligkeit.
Widder
Artemidoros:
Der Wider hat als Sinnbild des Herrn, der Regierenden und des Herrschers zu gelten; denn die Alten sagten für „herrschen“ kreiein (Kreiein
(gesprochen kriein) = herrschen wird irrtümlich mit krios (der Widder) in Verbindung gebracht.), ferner führt der Widder die Herde an. Gut ist es zu
träumen, auf einem Widder sicher und durch ebenes Gelände zu reiten, besonders für Literarten und Leute, die reich werden wollen; denn das Tier ist
schnellfüßig und gilt als Gespann des Hermes. (Der Götterbote, aber auch der Gott der Rede und des Handels.)
Allgemein:
Widder steht für Männlichkeit, Potenz, Ausdauer, Kraft und Zähigkeit, die man für den weiteren Lebensweg braucht. Er kann gleichzeitig zu
gründlicher Überlegung auffordern, ehe man etwas in Angriff nimmt.
Psychologisch:
Das Symbol der schöpferischen Naturkräfte tritt nicht allzu oft in unseren Träumen auf. Werden wir von diesen männlichen Schaf angegriffen, leiden
wir im Wachleben möglicherweise unter einem Menschen, der sich mit Gewalt unsere Zuneigung sichern, uns aber gleichzeitig auch in ein totales
Abhängigkeitsverhältnis bringen will. Packen wir den Widder im Traum an den Hörnern, werden wir anstehende Probleme mit viel Verstand lösen
können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er finde oder bekomme einen Widder, wird er Amtsgewalt für ein Jahr erhalten;
sind es viele Widder, wird die Amtszeit so viele Jahre dauern, wie die Zahl der Widder beträgt,
und er wird entsprechend deren Fettheit reich werden.
– Findet ein Fürst Widder, wird er einen Machtzuwachs bekommen, der der Differenz zwischen
der Summe der gezählten Widder und der früheren Jahre seiner Machtausübung entspricht.
– Träumt jemand, man raube ihm die Widder, die er besitzt, wird man ihm seine Macht entwinden;
verkauft er sie aus freien Stücken, wird er seine Amtsgewalt aufgeben und entsprechend dem Gold,
das er dafür bekommen, in Bedrängnis geraten.
Erhält er Silber, wird er vor Gericht streiten.
– Schlachtet jemand einen Widder, wird er einen mächtigen Fürsten umbringen.
– Träumt einer, man bringe ihm viele Widderköpfe, ein Gesicht, das nur Kaiser schauen können,
werden ihm Häupter überwundener Feinde vorgeführt werden, und er wird darüber frohlocken.
– Läßt der Kaiser Widder schlachten, und zwar eigene, werden hohe Würdenträger in Ungnade fallen,
sind es fremde, wird er so viele Feinde wie Widder töten lassen.
– Träumt der Kaiser oder ein Feldherr, er fange Widder und schließe sie in Ställen ein, wird er so viele
Fürsten feindlicher Völker in Haft nehmen, wie er Widder gefangen.
Dünkt es ihn, als reite er auf einem Widder, wird er einen Machthaber unterjochen.
– Bringt man ihm den Kopf eines gehörnten Bockes, wird ihm ein ungeschlachter Krieger in Fesseln vorgeführt werden.
– Träumt jemand, es weideten Widder an einem Ort, werden entsprechend deren Zahl Fürsten dorthin kommen,
um das Regiment zu führen.
– du hast einen unbeugsamen Trotz.
(europ.) : – sehen: bedeutet eine erfolgreiche Zukunft; auch: Unglück;
– von ihm verfolgt werden: es kündigt sich drohendes Unheil an;
– friedlich im Grünen grasen sehen: man hat einflußreiche Freunde, die sich mit ganzer Kraft zu Ihren Gunsten einsetzen.
(ind. ) : – sehen: etwas mehr Überlegung.
(Siehe „Schaf“, „Tierkreis“)

1517
Widerhall
Volkstümlich:
(ind. ) : – im Gebirge hören: die Tat muß es beweisen.
(Siehe auch „Echo“)
Widersacher
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einen treffen oder herausfordern: man kann unverzüglich Angriffe auf
die eigenen Interessen abwehren; danach kann Krankheit drohen;
– einen überwältigen: man entkommt den Auswirkungen einer Katastrophe.
(Siehe auch „Feind“)
Widerspiegelung
(Siehe „Spiegel“)
(Reflektion)
Widerspruch
Volkstümlich:
(europ.) : – der Wunsch wird einem erfüllt werden.
Widerwärtigkeiten
Volkstümlich:
(europ.) : – Freude, Glück und Gedeihen.
(Siehe auch „Unglück“)
Wiedehopf
Volkstümlich:
(europ.) : – du sollst nur mit fremden Lob prahlen. Eigenlob hat einen etwas unangenehmen Geruch.
(ind. ) : – deine Großsprecherei macht dich unbeliebt.
Wiederauferstehung
Psychologisch:
Kommen die Toten aus den Gräbern, so stehen Verluste und Aufregungen bevor. Würden sie nämlich wirklich wiederkommen, so gäbe es tatsächlich
ein großes Durcheinander. Sie wollten bestimmt ihre Häuser und ihren Besitz zurück, und viele würden ihr ererbtes Gut wieder verlieren.
Wiederbelebung
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst wiederbelebt werden: man erleidet schwere Einbußen; man wird schließlich mehr zurückgewinnen,
als man verloren hatte, und das Glück ist einem hold;
– einen anderen wiederbeleben: man wird neue Freundschaften schließen, die einem Anerkennung und Freude bescheren.
Wiederholung
Psychologisch:
Wiederholungen kommen im Traum als zwanghaftes Verhalten vor oder als ständig wiederkehrende Traumsymbole. Wiederholungen, die uns
unglücklich machen, bezeichnete Sigmund Freud als Neurose. Treten in einem Traum oder in Traumserien immer wieder gleiche Verhaltensweisen,
gleiche Situationen oder gleiche Traumsymbole auf, möchte einem der Traum sagen, daß man seine zwanghaften Wiederholungen im Alltagsleben
aufgeben sollte. Der Traum möchte mit dieser Information bei Ihnen ein Bewußtsein für Ihre Wiederholungen schaffen. Wenn dieses Bewußtsein
gegeben ist, kann man die Wiederholungen auch – zumindest auf die Dauer – ablegen. Träumt man immer wieder das Gleiche in kurzen
Zeitabständen, so bedeutet es immer auch die gleiche Sache. Man hat aber der Angelegenheit nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. Liegen aber
größere Zeitabstände dazwischen, so wird es fast immer etwas anderes bedeuten. Man lebt nicht immer in den selben Verhältnissen und so werden
sich die Traumbilder auch immer wieder auf die neuen Umstände beziehen. Zum Beispiel: Ein Parfümhändler träumte, er hätte keine Nase mehr.
Daraufhin gab er sein Geschäft auf, denn ohne Nase, also Geruchssinn, konnte er seinen Beruf nicht mehr ausüben. Nach dessen Berufswechsel hatte
er wieder diesen Traum. Diesmal aber wurde er bei der Fälschung von Urkunden erwischt und mußte in ein fremdes Land fliehen. Diesmal bedeutete
der Verlust der Nase, daß sein Gesicht häßlich wurde, er hatte gleichsam sein Gesicht verloren, also sein Ansehen. Es ist also immer wichtig, die
Lebensumstände bei der Deutung zu berücksichtigen.
Wiederkehr
Volkstümlich:
(europ.) : – jemandem wiedersehen, der lange Zeit fort war: ein Zeichen, daß Verluste bald wieder wett gemacht werden
und sich erneut Wohlstand einstellt.
Wiedervereinigung
Assoziation: – Begegnung mit unerkannten Aspekten des Selbst.
Fragestellung: – An welchen Teil meiner Vergangenheit bin ich mich zu erinnern bereit?
Volkstümlich:
(europ.) : – ein günstiges Zeichen.
(Siehe auch „Leidenschaft“)
Wiege
Allgemein:
Ein Traum von einer Wiege kann ein neues Leben oder einen Neuanfang darstellen. In einem hellseherischen Traum steht die Wiege für eine
mögliche Schwangerschaft. Im Traum eines Mannes kann sie auch den Wunsch symbolisieren, in den Mutterschoß oder in einen beschützten Zustand
zurückzukehren. Wiege enthält oft die Warnung vor zu viel Vertrauen; man wird eingelullt, in Sicherheit gewiegt, obwohl Vorsicht und Mißtrauen
angebracht sind.

1518
Psychologisch:
Eine leere Wiege kann – abhängig von den übrigen Traumelementen – die Angst einer Frau vor Kinderlosigkeit oder Mutterschaft darstellen. Dieses
Traumbild deutet manchmal an, daß für uns eine recht fröhliche Zeit beginnt, in der wir uns durch eventuelle Schwierigkeiten regelrecht
durchschaukeln können. Liegt ein Baby in der Wiege, sollten wir die Geborgenheit schätzen, die uns augenblicklich das Leben verschönt.
Spirituell:
Manchmal wird der materielle Körper im Gegensatz zum spirituellen als Wiege dargestellt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – von der Seite sehen: ein Kind bekommen;
– leere sehen: die Vorhaben werden sich nicht leicht verwirklichen lassen;
– mit einem Kind darin schaukeln: deine Familie wird sich bald um ein Mitglied vermehren;
auch: man wird für seine Leistungen belohnt werden.
(europ.) : – eine neue unbenutzte sehen: Ledige könnten sich bald verheiraten;
– leere sehen, die benutzt wird: kündet ein frohes Familienereignis an, auch lange Lebenszeit;
– eine verwaiste sehen: heraufziehendes Unglück, wahrscheinlich durch Krankheit;
– mit einem schreienden Säugling sehen: man wird durch jemanden in Verlegenheit gebracht und vermag
nicht, ihn zum Schweigen zu bringen;
– mit einem niedlichen Kind: verheißt außerdem Reichtum und die Zuneigung schöner Kinder;
– das eigene Kind in der Wiege schaukeln: bedeutet eine schwere Krankheit eines Familienmitgliedes;
– Bei einer jungen Frau ist das Schaukeln einer Wiege gleichbedeutend mit Unheil. Hüten Sie sich vor Tratsch.
(ind. ) : – sehen: du sollst nicht unüberlegt handeln; für Ledige baldige Heirat, für Verheiratete baldige Kindtaufe;
– schaukeln: schlaflose Nächte.
Wiegen
(Schaukeln)
Allgemein:
Schaukeln kann in Träumen tröstenden Charakter haben, ähnlich wie bei einem Kind, das sich in den Schlaf wiegt. Schaukeln kann auch auf
kindliches Verhalten hindeuten, insofern als es den Träumenden in Kontakt mit den natürlichen Rhythmen des Lebens treten läßt.
Psychologisch:
Vor allem wenn der Mensch Trost braucht, wird er gerne in den Arm genommen und gewiegt. Die sanfte Bewegung ermöglicht es dem Träumenden,
Verbindung mit seiner Mitte aufzunehmen. Wenn der Träumende selbst jemanden wiegt, bedeutet dies, daß er ihm ebenfalls Trost spendet.
Spirituell:
Schaukeln ist ein Symbol des Übergangs. Die Bewegung beinhaltet sowohl Zögern als auch Verlangen. Überdies ist Schaukeln ein Sinnbild für
Fruchtb arkeit.
Wiehern
Volkstümlich:
(arab. ) : – von Pferden hören: deine Freunde werden über dich lachen.
(europ.) : – es ist ein ungünstiges Omen, ein Pferd wiehern zu hören.
Wiese
Artemidoros:
Sumpfige Wiesen sind nur Hirten von Nutzen, allen anderen Menschen bedeuten sie Stockung der Geschäfte und legen Fußgängern Hindernisse in
den Weg, weil es keine gangbaren Wege in ihnen gibt. Berge, Täler, Schluchten, Bergklüfte und Wälder bedeuten jedermann Mißstimmungen,
Ängste und Aufregungen (Die genannten Orte galten allgemein als düster und unheimlich, weil in ihnen Dämonen und wilde Wald – und Berggeister
hausen. In die Berge und Wälder scheuchte man in der Geisterbannung die schädlichen Dämonen, weil dort ihre Heimat sei.) und Arbeitslosigkeit,
Sklaven und Verbrechern Folterungen und Prügel, Reichen Verluste, weil dort Holz gehackt und dabei immer etwas weggeworfen wird. Immer ist es
besser, solche Gegenden zu durchqueren, gangbare Pfade in ihnen zu finden, auf ihnen in die Ebene hinabzusteigen und erst aus dem Schlaf zu
erwachen, wenn man sie verlassen hat. Welcher Art die Wege sind, die einer einzuschlagen träumt, dementsprechend wird er sein Leben leben; die
breiten, ebenen und im Flachland verlaufenden prophezeien große Leichtigkeit in den Geschäften, die glatten, aber steilen bedeuten, man werde seine
Vorhaben nur mit Verzögerung und Mißmut zu Ende führen, während die abschüssigen allen nachteilig sind, ausgenommen Leuten, welche in Furcht
leben oder auf der Flucht sind; sie zeigen ihnen ein schnelleres Entkommen an. Enge Pfade bedeuten ganz und gar Mißstimmungen.
Allgemein:
Von einer Wiese zu träumen, kann heißen, daß der Träumende auf „geweihten Boden“ steht. Wiese symbolisiert meist den eigenen Lebensraum, vor
allem wenn sie eingezäunt ist; die Bedeutung ergibt sich daraus, was man auf der Wiese wahrnimmt. Allgemein fordert sie zur Entspannung auf.
Psychologisch:
Wer im Traum über eine blühende Wiese schreitet, dem zeigt sich das Leben momentan von seiner heiteren Seite. Schon babylonische
Traumforscher behaupteten, daß ein Mensch, der im Traum über eine Wiese geht, stets den kürzesten Weg zum Erfolg nehme. Abhängig von den
eigenen Assoziationen kann es sich um eine bestimmte Weise handeln, die der Träumende mit schönen Erinnerungen in Verbindungen bringt.
Besinnt er sich auf eine solche, mit der Wiese verbundene Situation, kann dies zur Klärung eines anstehenden Problems beitragen. Der Zustand der
Wiese ist von entscheidender Bedeutung. Kommt eine grüne Wiese im Traum vor ist dies ein positives Zeichen. Durch dieses Bild werden Wachstum
und Fortschritt symbolisiert, allerdings ist die Wiese im Traum noch kein Symbol für Reife.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Wiese im Traum für Freude und Wachstum.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du darfst Hoffnung schöpfen;
– darüber gehen: deutet für Grundbesitzer auf Verlust, für andere auf eine unerwartete Nachricht;
– darauf liegen: mahnt zu einer bescheideneren Lebenseinstellung.
(europ.) : – die augenblickliche nervöse Spannung verlangt nach einer Ausspannung;
– saftig grüne sehen: verkündet eine sorglose Zukunft und bringt Ehre und Ansehen;
– schöne, blühend grüne sehen: glückliche Ehe; bringt frohe Stunden;
– darüber gehen: gute Aussichten;
– darauf liegen: angenehmes Leben; etwas bisher kaum Bemerktes wird ungeahnte Bedeutung erlangen;
– abgemäht oder vertrocknet: man sollte seine Zeit mit längst überholten Dingen und nutzlosen Zielen vergeuden;
– Zäune, Tore, Mauern sehen: stehen für Schwierigkeiten; der Lebensraum ist einem zu eng geworden.
(Siehe auch „Blumen“, „Blüten“, „Farben“, „Grün“, „Rasen“, „Weide“)

1519
Wiesel
Medizinrad:
Schlüsselworte: Anpassungsfähig; schnell; lang und dünn; kraftvoll; trickreich.
Beschreibung: Wiesel sind kleine, fleischfressende Jäger, die auch nicht davor zurückschrecken, vielfach größere Tiere als sie selbst anzugreifen. Das
Wiesel ist sehr anpassungsfähig, und bei vielen Arten ändert das Fell in den Wintermonaten die Farbe von Braun zu Weiß und bietet so optimale
Tarnung.
Allgemeine Bedeutung: Ein Teil deines Selbst, der den Mut hat schnell zu handeln; ein anpassungsfähiger Aspekt deines Wesens; der Trickkünstler
in dir.
Assoziation: Menschen, die aufgrund ihres Gesichts sowie flinken Bewegungen einen tückischen oder listigen Eindruck hinterlassen; schnell wie ein
Wiesel.
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung dessen, was im Zentrum jeder beliebigen Sache oder Situation steht.
Artemidoros:
Das Wiesel bedeutet ein Frauenzimmer, das alle Schliche kennt und heimtückisch ist, und ein Prozeß; denn „dike“ und „gale“ sind gleichwertig.
(Dike (Prozeß) = 4 +10 + 20 + 8 = gale (Wiesel) = 3 + 1 + 30 + 8 = 42) Ferner den Tod (Die Verbindung des Wiesels mit dem Tod findet ihre
Entsprechung in den üblen Vorbedeutung, die die Alten dem Tier im zugeschrieben haben); denn was es ergreift, geht in Fäulnis über. Dann gute
Geschäfte und materiellen Gewinn; einige nennen es bekanntlich „Meister Fuchs“. (Wortspiel: kerdo = Schlaukopf, Fuchs und kerdos = Gewinn.)
Was davon im einzelnen zutrifft, mag man daraus entnehmen, ob man es heran- oder davonschleichen sieht, ob es etwas Angenehmes oder
Unangenehmes erleidet oder tut.
Allgemein:
Das Symboltier für wendige Schnelligkeit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du bekommst es mit einer zänkischen Person zu tun; man sollte sich vor heimtückische Mitmenschen in acht nehmen;
– fangen: gute Geschäfte werden materiellen Gewinn bringen.
(europ.) : – zeigt einen Streit mit Frauen an; auch: Vorsicht vor solchen Menschen, die einem
ohne Grund ihre Freundschaft anbieten wollen;
– auf Beutezug sehen: gilt als Warnung vor falscher Freundlichkeit früherer Feinde,
die einem nur zu gegebener Zeit das Genick brech en wollen;
– eins erlegen: man wird die Pläne der Feinde durchkreuzen können.
(ind. ) : – du bekommst viel Arbeit.
(Siehe auch „Tiere“)
Wild
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: eine Waldpartie machen;
– jagen sehen: Eifersüchteleien werden dich aufregen;
– schießen: du weißt dein Glück zu treffen.
(europ.) : – verheißt Sorgen; im allgemeinen bedeutet es Wohlstand;
– schießen: du wirst deine Herzenswünsche erfüllt sehen; deutet auf
glückliche Unternehmungen, doch selbstsüchtige Beweggründe hin;
– nicht erlegen können: besagt schlechte Planung und Verlust.
(ind. ) : – sehen: deine Arbeit wird Erfolg haben;
– du wirst ein ungebundenes Leben führen;
– schießen: du wirst keine Not leiden.
(Siehe auch „Falle“, „Jagen“)
Wildbach
Volkstümlich:
(europ.) : – auf einen blicken: man wird ungewöhnlichen Ärger und große Sorgen haben.
Wildbret
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: deutet auf Wohlergehen.
(europ.) : – es ist ein guter Vermögensstand zu verzeichnen.
Wilddieb
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: nimm dich vor einem verschlagenen Menschen in acht.
(ind. ) : – achte die Gesetze; Glück auf Reisen.
Wilde
Volkstümlich:
(europ.) : – sich in einem unzivilisierten Land sich zwischen Wilden befinden: Traum des Gegenteils;
bedeutet ein zufriedenes Leben im eigenen Land;
– Buschmänner sehen: kleinere Sorgen infolge Unehrlichkeit eines anderen;
– viele Wilde sehen: bedeutet Rettung von selbstverursachten Schwierigkeiten durch einen Freund.
(ind. ) : – Menschen: Not, Gefahr.
(Siehe auch „Eingeborene“)
Wildenten
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst eine Enttäuschung erleben.

1520
Wilder Amerikanischer Ginseng
Medizinrad:
Schlüsselworte: Fluoreszierend; fast ausgestorben; überbeansprucht; schmackhaft; heilend; vorbeugend; regenerierend; beruhigend; Erleuchtung;
östlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Wilder Amerikanischer Ginseng wird im Medizinrad mit der inneren Position des östlichen Seelenpfads und der Erleuchtung in
Verbindung gebracht. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu sechs Metern erreichen und fünfzig Jahre alt werden. Jedoch ist es heute mit
Schwierigkeiten verbunden überhaupt noch auf Wilden Amerikanischen Ginseng zu stoßen, weil er als Bestandteil von Naturheilmitteln der
Profitgier skrupelloser Menschen zum Opfer fiel, die ihn nahezu ausrotteten. In der Dunkelheit ist Ginseng leicht fluoreszierend. Die Wurzeln der
Pflanze sind sowohl Würz- als auch Heilmittel. Sie galt schon immer als eine der schmackhaftesten und heilkräftigsten wilden Pflanzen. Wilder
Amerikanischer Ginseng ist sehr selten geworden und sollte niemals abgepflückt oder ausgegraben werden. Solltest du ihm jemals irgendwo
begegnen, so sprich ein Gebet für seine Fortdauer und laß ihn in Ruhe. Mittlerweile gibt es Farmer, die Wilden Amerikanischen Ginseng auf kleiner
Basis anbauen. Unterstütze sie und die Pflanze, indem du immer nach der Quelle der Pflanze fragst, die du kaufst.
Allgemeine Bedeutung: Eine zutiefst heilende Seite deines Wesens; wo du starke Heilkraft benötigst; ein Aspekt deines Selbst, der verschwinden
könnte, wenn er nicht erforscht wird; ein Teil deines Selbst, der sich selbst regenerieren kann.
Assoziation: –
Transzendente Bedeutung: Eine Offenbarung deines inneren Lichts. In der Trauerzeit kann Ginseng deinen Weg durch jede Dunkelheit hindurch
erleuchten.
Wilderer
Allgemein:
Ein Wilderer „stiehlt“ Lebewesen. Wie beim Einbrecher ist dies als „Eindringen“ in die Lebensweise anderer zu verstehen.
Psychologisch:
Wilderer (Wildern) bringt unbewußte Vorgänge zum Ausdruck, die behindern oder gefährden und die innere Harmonie stören; oft hat das mit
sexuellen Bedürfnissen zu tun.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein sehr günstiger Traum; man achte eine Zeitlang auf seine Reden, und alle Unternehmungen werden von Erfolg gekrönt sein.
(Siehe auch „Einbrecher“, „Verbrechen“)
Wilder Wein
Medizinrad:
Schlüsselworte: Beharrlichkeit; Zähigkeit; festhaltend.
Beschreibung: Wilder Wein ist eine nicht nur in Amerika in Städten, Vorstädten und auf dem Land weitverbreitete Pflanze. Sie kann mehr als
hundert Meter an Bäumen, Wänden oder was auch immer zur Verfügung steht, in die Höhe klettern. Wilder Wein hat grüne oder weiße Blüten, die
oft nicht leicht sichtbar sind. Die Pflanze findet wegen ihrer tonisierenden, adstringierenden und schleimlösenden Wirkung als Heilmittel Verwen-
dung.
Allgemeine Bedeutung: Deine eigene Zähigkeit und Beharrlichkeit; woran, warum und an wem du dich festklammerst.
Assoziation: Wunderschön gefärbte Blätter im Herbst
Transzendente Bedeutung: Beharrlichkeit oder Geduld im Traum beziehungsweise im Traumprozeß.
Wilde Tiere
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst Freunde gewinnen.
Wildheit
Allgemein:
Alles Wilde im Traum steht für das Ungezähmte. Ein Teil im Träumenden sträubt sich gegen jegliche Art von Kontrolle. Es ist der Teil seines Selbst,
der frei sein muß und der schöpferisch und unabhängig ist. Ein wildes Tier verkörpert den Aspekt seiner Persönlichkeit, der sich noch nicht zum
rationalen Denken verpflichtet hat. Je nachdem, ob der Träumende ein Mann oder eine Frau ist, steht eine wilde Frau für die Anima oder den
Schatten und ein wilder Mann für den Animus.
Psychologisch:
Alles Wildwachsende ist frei von den Beschränkungen, welche die Gesellschaft dem Menschen auferlegt. Daher kann Wildheit in der Traumdeutung
Anarchie und fehlende Stabilität symbolisieren. Im positiven Sinne herrscht verschwenderische Fülle, und alles, was der Träumende angeht, ist
vielverheißend.
Spirituell:
In einem Traum wild zu sein oder sich wild zu fühlen, deutet oft einen Mangel an spiritueller Beherrschung hin.
(Siehe auch „Archetypen“)
Wildnis
Volkstümlich:
(europ.) : – ein festliches Ereignis in Ihrem Haus; man halte sich an alte Freunde.
(Siehe auch „Dschungel“)
Wildschwein
Allgemein:
Wildschwein versteht man wie Schwein, es warnt aber besonders vor Rücksichtslosigkeit.
Psychologisch:
Wer im Traum von einem Wildschwein angegriffen wird, sollte sich vor einem rücksichtslosen Menschen in seiner Umgebung vorsehen. Natürlich
verweist dieses Tier auch auf die eigenen ungebändigten Triebkräfte und Energien, die uns in den zwischenmenschlichen Beziehungen gelegentlich
Kummer bereiten können.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: Bekanntschaft mit einem bösen Menschen machen;
– essen: sich einer heiteren Stimmung erfreuen;
– schießen: du wirst einen gefährlichen Feind unschädlich machen.
(europ.) : – künden Gefahren an sowie deren Überwindung;
– sehen: mühevoll Geschaffenes oder Aufgebautes wird von jemandem rücksichtslos zerstört werden.

1521
(ind. ) : – du wirst Unheil erfahren.
(Siehe auch „Schwein“)
Willkommen
Allgemein:
Wird der Träumende im Traum willkommen geheißen, nimmt er sein Selbst an und beginnt, sich zu mögen. Heißt ihn ein Familienmitglied
willkommen, wird er jetzt von der Familie akzeptiert und verbessert seine Beziehungen zu ihr.
Psychologisch:
Einen anderen Menschen im eigenen Hause willkommen zu heißen bedeutet, daß der Träumende lernt, sich selbst zu vertrauen. Gehört er zu einem
Begrüßungskomitee, zeigt dies seine Fähigkeit, einer sozialen Gruppe mit gemeinsamen Überzeugungen anzugehören.
Spirituell:
Durch den Willkommensgruß wird der Träumende spirituell akzeptiert, und seine ersten Schritte zu spiritueller Erfüllung werden begrüßt.
Wimpel
Volkstümlich:
(ind. ) : – flattern sehen: dein Kummer weicht endlich von dir; große Freude.
Wimpern
Volkstümlich:
(europ.) : – starke haben: bedeutet Freude;
– ausfallende, schüttere, verbrannte: zeigt einen Verlust an.
(Siehe auch „Auge“)
Wind
Assoziation: – Anregung; sensorische Überreizung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben suche ich nach Anregung? Wo fühle ich mich überfordert?
Allgemein:
Als Traumbild symbolisiert Wind den Intellekt. Die Deutung des Traums hängt vor allem von der Kraft des Windes ab. So suggeriert eine sanfte
Brise Leichtigkeit und Vergnügen. Eine Vorstellung oder ein Plan regen den Träumenden zur Aktivität an. Ein Sturm könnte wiederum für ein
Prinzip stehen, für welches der Träumende leidenschaftlich eintritt, während ein Nordwind vielleicht für die Bedrohung seiner Sicherheit steht. Wind
verkörpert geistig-seelische Kräfte, die – teils unbewußt – das Leben beeinflussen. Kommt er von hinten, verheißt das rasche Fortschritte, von vorne
deutet er Hindernisse an.
Psychologisch:
Der Wind galt bei vielen Völkern als Atem der Erde. In ihm wurde das Wirken von höheren Kräften gesehen. Der Wind ändert oft recht schnell seine
Richtung und Stärke. Als Traumsymbol steht er für die Unbeständigkeit und Flüchtigkeit. Auch im Traum ist der Wind ein Naturereignis. Windstille
ist ein Zeichen starker Energie. Aber auch, wenn sich der Wind erhebt, weist dies auf starke geistige Energien hin. Tobt allerdings im Traum ein
Sturm los, kann dies ein Hinweis auf Gewalt sein. Der Traumwind bringt meist frischen Wind in unsere persönlichen Angelegenheiten und
Beziehungen. Er treibt unser Lebensschiff an, ist der geistige Motor, der uns zum Handeln bewegt, der zusätzlich Energien freisetzt, damit wir ein
gestecktes Ziel bald erreichen können; das ist um so leichter, wenn es sich um Rückenwind handelt. Leise säuselnder Wind läßt uns in ein ruhigeres
Fahrwasser gelangen. Auf der psychologischen Ebene kündigt der Wind ein neues, tieferes Bewußtsein an. In der Bibel kündigt sich der Heilige
Geist als brausender, heftiger Sturm an; ebenso kann starker Wind auch im Traum für eine Offenbarung stehen.
Spirituell:
Der Wind symbolisiert im Traum die Macht des Geistes und die Bewegung des Lebens.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Schreitet einer, mit einem kräftigen Wind im Rücken, rüstig aus, wird er zu jeder Zeit bei der Obrigkeit Förderung,
Wohlwollen und Unterstützung finden.
Bläst ihm aber der Wind ins Gesicht und hindert ihn am Gehen, wird das Gegenteil eintreffen.
– Wird der Kaiser unterwegs von einem Wind am Vorwärtskommen gehindert, wird ihn eine Botschaft aus einem fernen
Land beunruhigen, wird er vom Wind unterstützt, mit Freude erfüllen.
– Zu träumen, es wehe ein widriger Wind, der den Feldfrüchten schadet, prophezeit dem Landstrich, wo der Wind weht,
Plage und Krankheit; ist der Wind so heftig, daß er Bäume entwurzelt oder Häuser wegreißt, wird der Kaiser oder
Gouverneur in dem Maße Schrecken und Drohung verbreiten, wie der Sturm Verwüstungen angerichtet hat.
– Dünkt es einen, alle Winde hätten sich erhoben und das Volk sei kleinmütig, wird am selbigen Ort ein Erdbeben eintreten,
und der Gouverneur kraft- und machtlos werden.
– Weht im Winter ein warmer Wind, deute man dies als Vorboten reicher Ernteerträge des Landes, weht aber winters ein
kalter und schneidender Wind, schließe man auf das Gegenteil.
Entsprechend wird es dem Land Segen bringen, wenn im Sommer ein kühler Wind weht, wenn nicht, Schaden.
– Träumt der Kaiser, es wehe aus einer Himmelsrichtung ein heftiger Wind, hat er von dem Volk, das in dieser Richtung wohnt,
Böses oder Gutes zu erwarten, je nachdem der Wind günstig oder ungünstig ist.
– sausen hören oder dagegen angehen: unangenehme Dinge werden dich berühren;
– von ihm getrieben werden: man wird im Leben leicht vorwärts kommen.
(europ.) : – geistige Energien entladen sich; verheißt im allgemeinen: gute Nachrichten;
– die Winde werden nach der Richtung gedeutet, woher sie wehen;
– entgegenkommender: bevorstehende Sorgen; bringt Hemmungen irgendwelcher Art;
– Rückenwind: Gelingen der Unternehmungen; gutes Vorwärtskommen;
– etwas darin flattern sehen: kündet Neuigkeiten an;
– ein sanfter, trauriger Wind: man wird durch ein Trauerfall ein großes Vermögen bekommen;
– eine sanfte, leichte Brise: besagt, daß man ein Vermögen für das Objekt seiner Begierde opfern
und das Werben auf Zuneigung stößt;
– ein heftiger Windstoß: verkünden enttäuschende Geschäfte;
– den Wind pfeifen hören: sich von einer Person entfremden, deren Leben ohne Sie bedeutungslos ist;
– flott durch einen frischen Wind entgegen: man wird Versuchungen mutig widerstehen und das Glück
mit großer Entschlossenheit verfolgen;
– bläst der Wind einem gegen seinen Wunsch vorwärts: verheißt berufliche Fehlschläge und Enttäuschungen in der Liebe;
– in die gewünschte Richtung wehend: man wird unerwartet und hilfreiche Verbündete finden oder
einen natürlichen Vorteil gegenüber einem Rivalen oder Konkurrenten haben;

1522
– Träumt eine junge Frau davon, daß das Wispern der Westwinde sie betrübt, wird sie eine unruhige
Zeit durch die erzwungene Abwesenheit ihres Liebhabers haben.
(ind. ) : – Träumt jemand, ein starker Wind hebe ihn empor und trage ihn von Ort zu Ort, wird er eine weite Reise unternehmen
und so viel Macht erlangen, wie der Wind ihm günstig und förderlich war.
– Wird einer vom Wind mit Staub überschüttet, ohne daß seine Augen darunter litten, wird er bekommen, was er sich wünscht;
mindert der Staub aber seine Sehkraft, wird er Sorge und Furcht vor der Obrigkeit haben, auch wird sein Glaube so schwach
werden, wie seine Augen sich verdunkelten.
– Träumt einer, es wehe ein allgemeiner oder ein örtlicher Wind, wird der Kaiser Schrecken verbreiten.
– Knickt der Wind Bäume um, werden Vornehme dem Zorn des Kaisers zum Opfer fallen entsprechend
der Zahl der geknickten Bäume;
deckt der Wind Häuser ab, werden Fürsten zugrunde gehen.
In gleicher Weise folgt auf jeden Sturz und Fall Unheil und Verwüstung.
– Kälte, die der Wind mit sich bringt, bedeutet Armut und Beschlagnahme von Hab und Gut, denn durch Armut erleidet man Kälte;
ebenso zeigt ein glutheißer Wind Beklemmung an.
– Träumt einer, es wehe in der Zeit, wo alles blüht, ein starker Wind, der jedoch Bäume nicht knickt, prophezeit er Segen der Erde,
weil der Wind den wachsenden Pflanzen auch zu Hilfe kommt.
– hören: achte nicht auf die leeren Versprechungen.
– hören: achte nicht auf die leeren Versprechungen.
(Siehe auch „Gewalt“, „Orkan“, „Sturm“)
Windeln
Allgemein:
Windel bedeutet nach altindischer Traumlehre, daß man guten Mutes sein darf. Babywindeln haben eine gute Bedeutung, jedenfalls soll ihr Inhalt, im
Traum gesehen, Glück bringen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst unselbständig werden.
(europ.) : – gelten für Arbeit, Mühen und Lasten;
– sehen: jedes Ding hat zwei Seiten;
– schmutzige: bringen Glück ins Haus.
(ind. ) : – sehen: du kannst guter Hoffnung sein.
(Siehe auch „Kot“)
Windhund
Allgemein:
Windhund warnt oft vor Untreue; manchmal verlangt er eine rasche Entscheidung, weil sonst eine günstige Gelegenheit vertan wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißen in der Regel Gutes; man wird mehr als nur ein Rennen gewinnen, ungeachtet starker Rivalitäten;
– sehen: man verliebt sich in einen Menschen, der es mit der Treue nicht sehr genau nimmt;
– einem gehören: Freunde helfen einem, obwohl man Feinde erwartet hatte;
– einem Mädchen folgend: man darf auf eine völlig unerwartete Erbschaft hoffen;
(ind. ) : – sehen: falls du dich nicht entschließt, geht dir der Erfolg verloren;
– durch rasches Zugreifen wirst du dein Glück machen.
(Siehe auch „Hund“)
Windlicht
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Angst und Sorge sind um dich; du wirst Unangenehmes erleben.
Windmühle
Assoziation: – Kraft der Bewegung; anregende Kraft.
Fragestellung: – Welche machtvollen Gedanken bewegen mich?
Allgemein:
Als Traumsymbol kann sie für die richtige Verwendung von Ressourcen stehen. Da Wind den Verstand versinnbildlicht, steht die Windmühle für die
richtige Nutzung der intellektuellen Fähigkeiten.
Psychologisch:
Die Windmühle ist ein Bild für die Ernte der Früchte menschlicher Arbeit. Da sie in gewisser Weise auch ein Lager für Saatgut ist, kann sie im
Traum das Weibliche oder die Mutter repräsentieren.
Spirituell:
Die Windmühle stellt die vielen Facetten des spirituellen Intellekts dar, der wiederum durch die eigenen spirituellen Kräfte Anregung erfährt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – zwei sehen allgemein: man wird bald in den Konflikt zweier Menschen verwickelt werden;
man sollte danach trachten, für keinen von beiden Partei zu ergreifen;
– in Gang: du bist arbeitsfreudig; ein gutes Vorwärtskommen im Berufsleben;
– stillstehend: du bist träge; Stagnation in den Geschäften.
(europ.) : – sehen: kündet unsichere Verhältnisse an; einiger Gewinn, jedoch nur kleinerer Art;
warnt vor Rücksichtslosigkeit, denn jetzt helfen nur Fleiß und Ausdauer;
– mit sich drehende Flügel sehen: verweist auf wachsenden Reichtum und Zufriedenheit;
– eine defekte oder stillstehende: deutet auf unerwartet hereinbrechende Not hin;
– Windmühlenflügel, von ihnen oder einem Mühlrad erfaßt werden: kündet ein folgenschweres Liebesverhältnis an.
(ind. ) : – durch Fleiß kannst du viel erreichen.
(Siehe auch „Mühle“)
Windpocken (Siehe auch „Pocken“)

1523
Windspiel
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst eine Neuigkeit erfahren.
Winkel / Winkelhacken
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Winkelhacken sehen: bedeutet, daß sich ernsthafte Probleme auftun, die schwierig zu lösen sein werden.
Winken
Allgemein:
Winken wird allgemein im Sinne von Signal verstanden. Winkt man beim Abschied verspricht das meist, daß eine Trennung nicht für immer sein
wird.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Hat er einem unbekannten alten Mann gewinkt und dieser den Wink verstanden, wird das Schicksal des Träumenden zum
Besseren sich wenden, kennt er den Alten, wird der Traum sich für den Bekannten erfüllen.
Winkt jemand einer feschen Frau zu und bekundet diese ihre Zuneigung, wird er über die Ernten seiner Felder beglückt sein,
hat er keine, aus seinem Gewerbe Freude und Gewinn schöpfen.
(europ.) : – eine gute Tat vollführen;
– es winkt dir jemand: warnt davor, die eingeschlagene Richtung beizubehalten und mahnt zur Umkehr;
– zum Abschied: verheißt ein Wiedersehen;
– zum Willkommen: kündet einen Abschied an;
– um auf sich aufmerksam zu machen: auf einem eingeschlagenen Weg soll man nicht weitergehen.
(ind. ) : – du wirst eine Reise machen;
– sehen: du wirst dich von lieben Menschen trennen müssen.
Winter
Assoziation: – Zyklus des Zerfalls; Ruhe; Wiedergeburt.
Fragestellung: – Was will ich hervorbringen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Kalt; still; langsam; Weisheit; Tod; Wiedergeburt; intensive innere Arbeit; Waboose, nördlicher Hüter des Geistes.
Beschreibung: Winter ist in den gemäßigteren Zonen die Jahreszeit, in der die Lebewesen auf der Erde am wenigsten aktiv zu sein scheinen. Obwohl
dies oberflächlich betrachtet zutrifft, so ist dies doch auch die Zeit, in der, offensichtlich aus der Ruhe heraus, alle Kinder der Mutter Erde auf ihre
tiefsten und essentiellsten inneren Hilfsquellen zurückgreifen, um sich auf die folgende Phase schnellen Wachstums vorzubereiten. Der Winter ist
eine sehr paradoxe Jahreszeit. Während die Dinge auf den ersten Blick ruhig zu verlaufen scheinen, entdeckt man bei näherem Hinsehen ein
intensives Arbeiten. Der Winter ist die Zeit der Ältesten, des Todes und der Vorbereitung auf die Wiedergeburt.
Allgemeine Bedeutung: Ein Zeitabschnitt in deinem Leben, während dem du langsamer treten und dich entspannen kannst; eine Zeit der Weisheit;
die Bereitschaft, einen kleinen Tod zu erdulden, der zur Wiedergeburt beitragen wird; das Bedürfnis nach Rast und Erneuerung; eine Lektion über
deinen physischen Körper; ein Ereignis, das sich in dieser Jahreszeit zutragen wird; voraussehend, wie du als Ältester sein wirst.
Assoziation: Tod; Advent; Weihnachten.
Transzendente Bedeutung: Eine tatsächliche Todes- und Wiedergeburtserfahrung entweder innerhalb eines Traums oder eine die in deinem Leben
bereits geschehen ist beziehungsweise sich noch ereignen wird.
Allgemein:
Der Winter kann als Traumsymbol für eine fruchtlose Zeit im Leben des Träumenden oder für das Alter mit seinen nachlassenden Kräften stehen.
Psychologisch:
Die Jahreszeit die auf unseren Lebensabend hinweist. Wenn der Winter im Traum als besonders hart geschildert wird, fühlen wir uns, auch wenn wir
noch jung sind, vielleicht einsam, weil die Liebe zu einem Mitmenschen erkaltet ist; wir müßten in diesem Fall unseren Seelenhaushalt völlig
umstellen, um durch neue Kontakte eine Änderung unserer realen Lage zu bewirken. Der Winter im Traum rät manchmal dazu, geduldig auf bessere
Tage zu warten. In einer Zeit, in welcher der Träumende sich weit von seinen wahren Gefühlen entfernt hat, spiegeln Bilder, die mit dem Winter zu
tun haben, wie Eis und Schnee, häufig seine momentane Gefühlslage wider. In hellseherischen Träumen sind Jahreszeiten ein Hinweis auf den
Zeitpunkt, wann etwas geschehen wird.
Spirituell:
Bezogen auf den Kreislauf der Natur, repräsentiert der Winter eine Zeit der Brache vor dem erneuten Erwachen. Somit kann der Winter
gleichbedeutend sein mit dem Tod.
Volkstümlich:
(arab. ) : – erleben: du gehst einer trostlosen Zeit entgegen.
(europ.) : – reiner Potenz- oder Liebestraum; siehe auch die übrigen Jahreszeiten; verheißt ein abwechslungsreiches
Leben und warnt vor Schwelgerei; verkündet auch Krankheiten und düstere Aussichten für den Ausgang
beruflicher wie privater Angelegenheiten; Bemühungen werden keine zufriedenstellende Ergebnisse zeigen;
– sich im Winter erleben: in den nächsten Tagen sollte man nichts von Bedeutung unternehmen,
da eine ungünstige Periode für neue Vorhaben oder für die Verwirklichung von Plänen oder Absichten eingetreten ist;
– eine Winterlandschaft mit Schnee und Sonnenschein: ist ein gutes Omen.
(ind. ) : – sehen: man wird dich zur Verantwortung ziehen;
– mit starker Kälte: Hochzeitskandidaten – böse Ehehälften, Verheiratete – Unannehmlichkeiten.
(Siehe auch „Eis“, „Kälte“, „Schnee“ und andere Jahreszeiten, “ Himmelsrichtung – Norden“, „Waboose“, nördlicher Hüter des Geistes)
Wintergarten
Psychologisch:
Ein Wintergarten könnte andeuten, daß man etwas zu verbergen hat, oder aber, daß man allzu freimütig und offen ist.
(Siehe auch „Garten“, „Gebäude“)
Wintersport
Psychologisch:
Das ruhige Gleiten auf verschneiten Hängen ist als positiv verlaufender Lebensweg zu deuten, auf dem wir zwar manchmal ins Rutschen kommen,
letztlich aber immer das Gleichgewicht behalten. Hindernisse, die sich vor einem auftürmen, oder Stürze sind Bruchstellen, die ein Seelenarzt flicken
müßte.

1524
Volkstümlich:
(europ.) : – Wintersport treiben oder sehen: kündet einen kühlen Empfang bei einem Besuch an.
(Siehe auch „Eis“, „Schnee“ und weitere Wintersymbole)
Winzer
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen oder bei seiner Arbeit zugegen sein oder mitzuhelfen: bedeutet Vergnügen, gute Gesundheit, Freude und Reichtum.
Wippe
Volkstümlich:
(europ.) : – eine unerwartete Liebesaffäre, die jedoch nicht lange dauern wird.
Wirbelsäule
Allgemein:
Symbol für die „aufrechte Haltung“, für Mut, Zivilcourage und Selbstbewußtsein eines Menschen.
(Siehe auch „Rückgrat“)
Wirbelsturm
Assoziation: – destruktive Emotionen.
Fragestellung: – Welche übermächtigen Gefühle bin ich zu durchleben bereit?
Allgemein:
Das Auftreten eines Wirbelsturms im Traum versinnbildlicht eine wie auch immer geartete, gewaltige Energie. Oft handelt es sich dabei um starke
Gefühle und Regungen, gegen die sich der Träumende machtlos fühlt. Der Wirbelsturm symbolisiert die Energie, die sich gegen sich selbst richtet
und daher zerstörerisch wirkt.
Psychologisch:
Obwohl der Wirbelsturm im Traum auf den ersten Blick vor allem zerstörerisch zu sein scheint, kann er auch eine sehr reinigende Wirkung haben
und für den Träumenden von entsprechender Bedeutung sein. Er räumt alles aus dem Weg, was ihm in die Quere kommt, und sorgt somit für einen
klaren Neuanfang.
Spirituell:
Die früheren Verstöße des Träumenden in die Spiritualität lassen ihn vielleicht machtlos und allen Elementen ausgeliefert erscheinen. Dennoch
herrscht im Zentrum des Wirbelsturms Ruhe und Frieden.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: ein ungünstiges Zeichen, sowohl geschäftlich als auch für das häusliche Leben; man sei in seinen
Handlungen sehr vorsichtig; Vorsicht vor gefährlichen Nachrichten;
– sich in einem befinden: man wird mit einer Veränderung konfrontiert, die einem mit Trauer und Unheil zu überwältigen droht;
– Ist eine junge Frau in einem Wirbelwind gefangen und hat Schwierigkeiten zu verhindern, daß ihr Rock
sich aufbauscht und sich um ihre Taille wickelt, wird sie einen heimlichen Flirt weiterführen und entsetzt
darüber sein, daß ihr Name in einem Skandal verwickelt ist. Sie riskiert Schande und Ächtung.
Wirbeltiere (Siehe „Tiere“)
Wirbelwind
(„Whirlpool“)
Allgemein:
Beides wird mit dem Strudel assoziiert, der für das Leben und für natürliche Energie steht. Gewöhnlich drücken sich in beiden Traumbildern
gegensätzliche Energien aus. Sie rufen dem Träumenden die Kraft ins Bewußtsein, die ihm innewohnt. Während der Wirbelwind Geisteskraft
versinnbildlicht, steht der Whirlpool eher für emotionale Energie.
Psychologisch:
Im Kopf weiß der Träumende vielleicht, daß er sein Leben in der Hand hat. Doch kommt es ihm so vor, als sei er in einem endlosen Kreis von
Aktivitäten gefangen. Dies scheint zwar unproduktiv, birgt jedoch eine immense Energie.
Spirituell:
Auf den Träumenden kommt buchstäblich ein Wirbelwind der Kreativität zu. Er muß sich von ihm mitreißen lassen, um den vollen Nutzen daraus
ziehen zu können.
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst einem ungünstigem Schicksal preisgegeben sein.
(Siehe auch „Wirbelsturm“)
Wirken
Volkstümlich:
(ind. ) : – glückliche Zukunft;
– sehen: du wirst gute Nachricht erhalten.
Wirt
Allgemein:
Kräftiges, oft derbes Wesen verkörpert sich im Wirt, vor allem in der Wirtin, die oft wie eine große erdhafte Allmutter ist. Sie beide sind die Spender
der natürlichen Lebensspeise, und wir sitzen innerlich am Tische eines einfachen und starken Lebens. Der Wirt und die Wirtin stehen als Gleichnis
für gesunde und nährende Kräfte, und doch ist auch um sie als Gestalten des Unbewußten oft etwas Unheimliches, Dämonisches. Die Märchen
erzählen vom Waldwirtshaus, das auch im Walde unseres Unbewußten steht und mit den finsteren Gewalten einen gefährlichen Zusammenhang
haben kann. Denn das Unbewußte hat einen gütigen wie einen wilden Charakter.
Psychologisch:
Gesunde, nährende Kräfte, die uns aber auch zu Völlerei und ungesittetem Lebenswandel verführen können. Wirt(in) bringt das Bedürfnis nach
unbeschwert fröhlicher Geselligkeit und Abwechslung zum Ausdruck. Im Einzelfall ermahnt es auch, nicht zu oberflächlich und leichtsinnig zu sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – oder Wirtin sehen oder sprechen: behandle die Menschen nach ihrem Bildungsgrad, du kommst dann am besten mit ihnen aus.

1525
(europ.) : – Symbol einer urwüchsigen Unbewußtheit;
– sehen: verheißt eine gute Auskunft; du wirst Neuigkeiten erfahren; man wird bei einem Freund Unterstützung in einem Vorhaben finden;
– einen sprechen: man gibt mehr Geld aus, als das eigene Konto verkraften kann;
– sein: du wirst durch Schmeichler in Schulden kommen;
– Wirtin: warnt vor Eifersucht.
(ind. ) : – Wirtschaft führen: du wirst dich gut fortbringen.
(Siehe auch „Gasthaus“)
Wirtshaus
Psychologisch:
Das Wirtshaus kommt in vielen Märchen vor, ist dort aber immer ein recht abenteuerlicher, zwielichtiger Ort, auch der Wirt ist meist eine recht
zweifelhafte Gestalt. Oft erlebt der Träumende, wenn er im Traum in ein Wirtshaus eingeht, Überraschungen. Es ist ein Traumsymbol für
Veränderungen. Die Wirtschaft ist der männliches Ort der Entspannung. Sie symbolisiert als Traumsymbol den Feierabend und die Entspannung.
Auf der Ebene der Traumsymbolik stellt die Wirtschaft den männlichen Ort der Entspannung dar und das Cafe den weiblichen Ort der Entspannung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst dich zur Verschwendung hinreißen lassen;
– besuchen: vertraue in Zukunft jedem Menschen;
– verlassen: dir wird es Wohlergehen.
(europ.) : – verkündet Kummer und Verluste.
(ind. ) : – sehen: dir steht dein Sinn nach der Ferne;
– besuchen: du vergeudest deine Zeit.
(Siehe auch „Alkohol“, „Freunde“, „Gasthaus“, „Kneipe“, „Musik“, „Restaurant“, „Wirt“)
Wissenschaft
Assoziation: – Arbeit an Verständnis oder Wissen.
Fragestellung: – Was möchte ich verstehen oder beschreiben?
Psychologisch:
Im Traum wie im Leben: Sinnbild der beweisbaren Gewißheit einer Lehre – einer nachvollziehbaren und nachprüfbaren intellektuellen Leistung.
Witwe(r)
Assoziation: – Einsamkeit; Isolation.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir ist einsam?
Allgemein:
Im Traum Witwe zu sein, kann auf einen Verlust und auf Traurigkeit verweisen. Manchmal markiert ein solcher Traum einen Wandel im Bewußtsein
einer Frau auf dem Entwicklungsweg zur weisen alten Frau, der verbundenen Freiheit und auf der Gelegenheit, die innewohnende Weisheit zu
nutzen. Witwe(r) warnt oft davor, sich in Erinnerungen und Gefühle zurückzuziehen; das Leben muß aktiver gestaltet werden. Zuweilen kann das
auch bedeuten, daß man sich selbst finden, mehr in sich hineinhorchen muß, um zum Beispiel eine Lebenskrise zu bewältigen.
Psychologisch:
Sehen wir uns selbst so im Traumbild, hat das nichts mit dem Verlust unseres Lebensgefährten zu tun, sondern mit neuen, freudvollen Eindrücken,
die uns das Leben beschert. Begegnen wir im Traum einem oder einer Verwitweten, haben wir viel Glück in der Familie, die zusammengehalten wird
und eine Gemeinschaft bildet. Nur in Traumbildern, die viele negative Symbole enthalten, können Witwe oder Witwer unsere große Einsamkeit,
Zurückgezogenheit, die Resignation umschreiben, das Alleingelassensein zu einem Zeitpunkt, wo wir gerade jemanden an unsere Seite bräuchten. Er
hat wahrscheinlich einen Hang zum Grübeln oder bemüht sich um Abstand von einer Situation oder Person. Die genaue Bedeutung dieses
Traumbilds kann nur dem Gesamtzusammenhang entnommen werden. Träumt dagegen ein Mann von einer Witwe, könnte dies ein tieferes
Verständnis für die Bedürfnisse einer Frau symbolisieren. Vielleicht erkennt er, daß er Frauen nicht unbedingt in Abhängigkeit von sich bringen
muß.
Spirituell:
Die Witwe im Traum steht für weibliche spirituelle Weisheit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – altägyptisch, allgemein: Reichtum und Glück werden einem beschieden sein;
– oder Witwer sein: du wirst dich bald sehr einsam fühlen;
– sehen oder sprechen: sich zu einem Wesen hingezogen fühlen.
(europ.) : – Witwer oder Witwenschaft: deutet auf unerwartete Freude und Glück und stellt Familienverluste in weite Ferne;
– sehen oder sein: man wird einen Quälgeist nicht loswerden; böse Menschen bescheren einem viele Probleme;
– selbst Witwer sein: weist auf eine Krankheit der Ehefrau hin;
– sich mit einer Witwe unterhalten: man wird seine Frau durch den Tod verlieren;
– Träumt eine Frau, sie sei Witwe, dann ist damit die Untreue des Ehemannes angezeigt.
– Wenn eine junge Frau träumt, geheiratet zu habe und dann Witwe geworden zu sein, ist das eine
Voraussage, daß Ihr Liebhaber sie verlassen wird.
– Wenn eine junge Frau träumt, mit einem Witwer verheiratet zu sein, bedeutet das viel Ärger mit
falschen Liebhabern, am Ende wird sie jedoch glücklich verheiratet sein mit einem anständigen Partner.
– Träumt ein Mann, eine Witwe zu heiraten, wird eine wichtige Angelegenheit enttäuschend enden.
(ind. ) : – sehen: deine Arbeit ist von Erfolg gekrönt;
– sein: du darfst auf neue Lebensfreuden hoffen;
– heiraten: du wirst eine reiche Erbschaft machen.
(Siehe auch „Begräbnis“, „Leiche“)
Witz / Witzbold
Allgemein:
Wenn der Träumende im Traum erlebt, daß jemand einen Witz oder eine spöttische Bemerkung macht, dann soll ihm dies sagen, daß er sich auf den
Humor anderer Menschen einlassen kann.
Psychologisch:
Ist der Träumende selbst derjenige, der geistreich oder sarkastisch ist, so ist er oft von seiner eigenen Veranlagung überrascht.

1526
Spirituell:
Wenn sich der Träumende an spirituelle Inhalte erinnern soll, dann verbergen sich diese im Traum häufig hinter Witzen oder hintergründigen
Ausdrücken.
Volkstümlich:
(europ.) : – lose Gesellschaft wird einem nichts Gutes bringen; man sollte nach gleichaltrigen Gefährten trachten.
Wochenbett
Volkstümlich:
(arab. ) : – gute Zukunft.
(ind. ) : – hüte dich vor leeren Versprechungen.
Wöchnerin (Siehe „Frau“)
Wohlgerüche
Volkstümlich:
(europ.) : – verkünden etwas Angenehmes, Wonniges, warnen jedoch vor Dummheiten und Schwäche.
(ind. ) : – du wirst zu Ehren kommen.
Wohlleben
Volkstümlich:
(europ.) : – Träumt eine Frau von Wohlleben, erhält sie bezüglich Ihres Lebenswandels negative Kommentare.
Wohlstand
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst wohlhabend sein: man wird glückliche Unternehmungen durchführen und Verbindungen zu wohlhabenden Personen pflegen;
– Träumen junge Frauen von märchenhaftem Wohlstand, werden sie sich trügerischen Vergnügen hingeben.
Sie sollten sich Ihrer Pflichten gegenüber Freunden und Eltern bewußt werden. Träume dieser Art raten dazu an, größere Liebe zum
häuslichen Leben zu entwickeln.
Wohltaten / Wohltätigkeit
Volkstümlich:
(arab. ) : – erweisen: du wirst etwas für dein Glück tun;
– empfangen: du wirst im Leben eine starke Stütze finden.
(europ.) : – Traum des Gegenteils; je wohltätiger man im Traum ist, desto weniger Glück erwartet einem in geschäftlichen Angelegenheiten.
(ind. ) : – jemandem erweisen: du wirst einen Gönner finden.
Wohlwollen
Volkstümlich:
(europ.) : – für eine Frau: zwei Verehrer suchen Ihre Gesellschaft, wählen Sie sorgsam.
Wohnhaus
Volkstümlich:
(ind. ) : – besitzen: du wirst durch deinen Fleiß etwas erreichen; festbegründeter Wohlstand;
– ärmliches: deine Verhältnisse werden sich bald wieder bessern;
– mieten: nur nicht den Mut verlieren;
– kaufen: du wirst Freunde verlieren.
Wohnung
Asso ziation: – Ein Teil des gesamten Gebäudes des Selbst.
Fragestellung: – Welche Anteile meines Selbst habe ich in Besitz genommen?
Allgemein:
Sinnbild des eigenen Lebensbereiches, der überschaubaren individuellen Ordnung, Sicherheit und Geborgenheit.
Psychologisch: – Welche Anteile meines Selbst habe ich in Besitz genommen?
Wer im Traum eine schöne neue Wohnung bezieht, kann mit einer erfreulichen Veränderung seiner Lebensverhältnisse rechnen. Ist die Wohnung
aber eine jämmerliche Bruchbude, so leiden wir im Wachleben möglicherweise an einer Krankheit oder sind in unseren zwischenmenschlichen
Beziehungen auf dem Nullpunkt angelangt.
Volkstümlich:
(europ.) : – wie Zimmer oder Haus zu verstehen: die Wohnung ist man selbst; scheinbare Verbesserung der Verhältnisse;
– in seiner eigenen sein oder sie sehen: man wird sich bei einem anderen wie zu Hause fühlen;
– eine schöne besitzen: die Zukunft sieht äußerst erfreulich aus;
– die eigene nicht finden: man wird den Glauben an das Gute im Menschen verlieren;
– keine haben: man wird in vielen Dingen Pech haben oder mit Entscheidungen falsch liegen;
– die Wohnung wechseln: hektisches Handeln und eilige Reisen werden auf einen zukommen;
– eine fremde sehen oder darin sein: kündet meistens eine große Veränderung an; daheim kommen ungemütliche Tage auf einen zu;
– eine mieten: verspricht eine Besserung der Lage;
– für Mann, eine mit vielen offenen Türen sehen: symbolisiert verschiedene Frauenbeziehungen;
– für Mann, eine mit viel Holz ausgestattete sehen: dieser Mann sehnt sich nach einer eher mütterlichen Frau;
– Wenn eine junge Frau ihre Wohnung verläßt, bedeutet dies, daß gegen sie gehetzt wird und Lügen über einem verbreitet werden.
(ind. ) : – eine schöne, geräumige haben: du wirst durch Klugheit zu Erfolgen kommen;
– ärmlich und beschränkte: du wirst trotz bestem Willen dich nicht emporarbeiten können;
– mieten: Mühseligkeiten;
– besehen: eine Veränderung bereitet sich vor.
(Siehe auch „Haus“, „Hausbrand“, „Umzug“, „Zimmer“)

1527
Wohnwagen
Psychologisch:
Ein Wohnwagen ist ein Zeichen dafür, daß das Wach-Ich sich bald auf den Weg machen sollte; er kann aber auch einen beunruhigenden Aspekt des
Wachlebens widerspiegeln.
Volkstümlich:
(europ.) : – mit einem reisen: man wird bald auf eine Reise mit Tücken gehen;
– in einem leben: das Glück wird abrupt enden.
Wohnzimmer
Assoziation: – zentraler Ort im Haus des Selbst.
Fragestellung: – Was ist für mein Dasein von zentraler Bedeutung?
(Siehe auch „Gebäude“, „Haus“, „Zimmer“)
Wolf
Assoziation: – Instinkt; Freßlust; Bedrohlichkeit; Loyalität.
Fragestellung: – Welche Instinkte sind eine Bedrohung für mich? Wem oder was gilt meine instinktive Loyalität?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Liebevoll; kraftvoll; schlau; ausweichend; schützend; unterscheidend; mitleidig; Treue; Loyalität; Beharrlichkeit; Obhut; Wegfinder;
Liebe; südlicher Seelenpfad.
Beschreibung: Der Wolf wird im Medizinrad mit der innere Position des südlichen Seelenpfads und der Liebe assoziiert. Wölfe sind sehr soziale
Tiere, die in Rudeln mit festgefügten Traditionen und Grenzen leben. Wölfe suchen sich in der Regel einen Partner oder eine Partnerin fürs Leben.
Seit langem ist der Wolf ein fester Bestandteil der menschlichen Phantasie, wo er als der einsame Wolf oder als Symbol für die Wildheit und die
wilden Anteile des Menschen auftaucht. Wölfe waren einmal über die ganze Welt verbreitet, standen dann kurz vor der Ausrottung und kehren nun
langsam zurück. Erdverbunden Stämme hatten großen Respekt vor Wölfen, weil diese einen so ausgeprägten Familiensinn besitzen und nur alte und
kranke Mitglieder einer Art jagen.
Allgemeine Bedeutung: Deine Beziehung zu deiner Familie und Gemeinschaft; die liebevolle Seite deiner Natur; deine Gefühle zu Intimität.
Assoziation: Ein aggressiver Mann, der seine Ziele beharrlich und auf Kosten anderer verfolgt; Werwolf; ein Name.
Transzendente Bedeutung: Ein Schutztier, das dir etwas über Liebe und Familie beibringen kann.
Wolfsclanlehre: Teilen; Clantier im Monat November.
Artemidoros:
Der Wolf bedeutet wegen seines Namens das Jahr; die Dichter nenen nämlich wegen einer Eigenart dieser Tiere das Jahr Lykabas. Denn diese
pflegen immer in strenger Ordnung, einer hinter dem anderen, einen Fluß zu durchschwimmen, genauso wie die Jahreszeiten in ihrer
Aufeinanderfolge das Jahr bilden. Der Wolf bezeichnet auch einen gewalttätigen, räuberischen, schurkischen und offen angreifenden Feind.
(Artemidor leitet das Wort lykabas (= Jahr) wie andere Autoren von lykos (= Wolf) und bainein (= gehen) ab.)
Allgemein:
Wolf symbolisiert aggressive Triebe, Instinkte und Begierden; sie können zur Gefahr werden, wenn man sie nicht besser beherrscht. Allgemein wird
er als Hinweis auf eine äußere Gefahr oder einen feindseligen Menschen verstanden.
Psychologisch:
Der Wolf ist in natura ein sehr gefährliches Tier. Im Traum erscheint er als Zeichen für Rücksichtslosigkeit, Aggressivität und Triebhaftigkeit. Der
Wolf im Traum deutet auf das Unbezähmbare in uns hin, auf das zweite Ich, mit dem wir im ständigen Kampf liegen, auf den Spannungszustand der
Seele. Träume von Wölfen sollten uns veranlassen, mit uns selbst ins reine zu kommen. Personifiziert könnte dieses Tier ein Mann sein, der uns nur
nützt, wenn wir ihn uns nicht zum Feind machen. Nach Artemidoros stellt man uns nach, wenn wir Wölfe im Traum sehen; aber der griechische
Traumforscher wiegelte gleich wieder ab: Man könne diese Gefahr leicht erkennen und sich darum vor ihr schützen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Der Wolf bedeutet einen habgierigen und unersättlichen Fürsten.
Kämpft jemand mit einem Wolf, wird er mit jenem Streit haben;
tötet er das Tier und ist der Träumende ein Mächtiger, wird er solchen Gegner vernichten.
– Hat aber der Wolf ihn gepackt oder gebissen, wird er Gewalt und Pein von einem ungerechten
und habgierigen Feind erdulden müssen.
– Träumt der Kaiser, er besitze Schafe und ein Wolf falle über sie her, wird ein Feind sein Volk überfallen
und es verderben, sofern der Wolf viele Schafe gerissen hat.
– Dünkt es ihn, er hetze Hunde auf die Wölfe, wird er mit Hilfe fremden Kriegsvolks seinen Feind angreifen
und ihn entsprechend dem Erfolg der Meute vernichten.
– Bringt man dem Kaiser einen gefangenen Wolf, wird er einen solchen Feind als Gefangenen ausgeliefert bekommen.
– allgemein sehen: man sollte sich vor Differenzen mit einer bedeutenden Persönlichkeit im Geschäftsleben hüten,
da er dadurch nur Schaden nehmen wird;
– oder Wölfe im Rudel sehen: von bösen, habsüchtigen Menschen beeinflußt werden;
man hat es mit hinterhältigen Freunden zu tun, die sich auf einen Angriff auf seine Person vorbereiten;
– heulen hören: deine Feinde werden dich zu Fall bringen;
– in großen Rudeln sehen: du hast mehr Feinde als Freunde.
(europ.) : – mit den inneren Trieben ist ein schwerer Kampf im Gange; einen diebischen Mitarbeiter haben,
der auch Betriebsgeheimnisse ausplaudert; Feindschaft;
– das Geheul hören: man wird einer Verschwörung auf die Spur kommen;
– einen sehen: gilt für falsche, heuchlerische Freunde; einen Bekannten soll man sich
nicht zum Feinde machen, da er ein sehr unangenehmer Widersacher sein würde;
– ein Lamm reißen sehen: Unschuldige müssen die Anzüglichkeiten böswilliger Zeitgenossen ertragen;
– von einem verfolgt werden: bedeutet Gefahr;
– von einem angefallen werden: man bekommt von einem Bekannten in einer Sache Schwierigkeiten bereitet;
– einen verfolgen: man wird Gefahren überwinden;
– einen töten können: man wird hinterlistige Widersacher, die einem blamieren wollen, ausschalten.
(ind. ) : – sehen: du befindest dich in Gefahr; du wirst schweren Zorn erdulden müssen;
– von ihm verfolgt werden: man ist dir nicht gut gesonnen; du hast einen Todfeind;
– heulen hören: du sollst nicht auf die Klatscherei der Nachbarn hören; du wirst von allen Seiten bedrängt;
– besiegen: du wirst deine Feinde überwinden.
(Siehe auch „Raubtier“, „Tiere“)

1528
Wolfsmilch
Volkstümlich:
(ind. ) : – (Pflanze) pflücken: du wirst dich treulosen, wankelmütigen Menschen anvertrauen.
Wolken
Assoziation: – Übergang; mal hell, mal dunkel; Verwirrung.
Fragestellung: – durch was gehe ich hindurch?
Allgemein:
Wolken in einem Traum können abhängig von den Traumumständen zwei Bedeutungen haben. Sie deuten vielleicht Erbauung oder religiöse Gefühle
an oder aber zeigen, daß sich der Träumende von einem Menschen oder einem Gegenstand überschattet fühlt. Möglicherweise sind Wolken im
Traum auch eine Warnung vor möglichen Schwierigkeiten oder Gefahren. Vor allem Gewitterwolken lassen Rückschläge erwarten, die Existenzen
zerstören können. Schäfchenwolken versprechen dagegen Freude.
Psychologisch:
Die Wolke ist ein Traumbild für die momentane Stimmung des Träumenden. So symbolisiert die weiße Wolke Heiterkeit und positives Denken.
Ziehen dunkle Wolken am Traumhimmel auf, sind sie Bilder für depressive oder pessimistische Gedanken. Eventuell hat der Träumende eine
verborgene Depression, mit der er sich erst beschäftigen kann, nachdem sie im Traum eine faßbare Gestalt angenommen hat. Gewitterwolken
symbolisieren, daß der Träumende wohl bald einen heftigen Gefühlsausbruch haben wird. Sie verhängen uns den Erfolgshimmel.
Spirituell:
Es heißt, Wolken seien die Träger der göttlichen Macht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er sei von einer einzelnen Wolke tüchtig naß geworden oder in eine dunkle Wolke geraten,
wird er erkranken entsprechend der Nässe und der Dunkelheit der Wolke.
– Träumt der Kaiser, sein Palast sei in Wolken gehüllt und von ihnen ganz naß geworden, so bedeutet der Palast
seine Herrschaft, und leidet das von ihm regierte Land unter Hungersnot, wird es reiche Ernte einbringen;
herrscht keine Not, werden alle seine Soldaten reiche Geldgeschenke bekommen und froh und zufrieden sein;
ein gemeiner Mann wird vor dem Landesfürsten bangen.
– Träumt der Kaiser, er sitze auf den Wolken und werde dorthin getragen, wohin er wolle, werden fremde Völker
ihm botmäßig werden, er wird über sie herrschen und unerhoffte Siege und Freuden erleben.
– helle, leichte sehen: angenehme Tage verleben;
– leichte silbergraue: ein Leben ohne allzuviel Mühe;
– rasch ziehende: ein abwechslungsreiches Leben;
– kleine gekräuselte: Friede und Glück;
– schwere, dunkle: Zank, Streit und Trübsal in Aussicht haben; es droht ein Unglück;
– gelbe: schlechte Gesellschaft.
(europ.) : – die Verdunklung des klaren Himmels bedeutet Verdunklung einer klaren Situation usw.; auf die Wolkenform ist zu achten;
– weiße: die nächste Zeit verläuft reibungslos und sehr erfreulich;
– dunkle und schwarze: Sorgen aller Art; bringt sorgenvolle Tage; verkünden Unglück und
ein schlechtes Management; fällt Regen, bedeutet dies Ärger und Krankheit;
– vorüber ziehend: man erwartet eine bessere Zukunft;
– helle durchsichtige, durch die die Sonne scheint: kündigen Erfolg nach langem Ärger an;
– helle und leichte: Freude und Glück; kündet schöne, stille und verträumte Stunden an;
– helle, gepaart mit leuchtenden Sternen: verheißen ein flüchtiges Vergnügen und geringe Fortschritte;
(ind. ) : – Die Wolken versinnbildlichen die Weisheit.
– Träumt einer, er ergreife ein Stück von einer Wolke, wird er entsprechend deren Größe Weisheit erlangen.
– Dünkt es ihn, er mische sich unter die Wolken, ergreife aber nicht Besitz von ihnen, wird er mit Weisen Umgang pflegen,
aber keinen Nutzen davon haben.
– Träumt es ihm, als trügen ihn die Wolken empor und führten ihn, wohin er wolle, wird er den Gipfel der Weisheit erreichen,
wenn er zu denen gehört, die nach Weisheit streben; trachtet er nach weltlichen Dingen, wird er von einem Fürsten
Reichtum erlangen, jedoch vor dem Fürsten bangen.
– sehen: ein Unheil wird an dir vorüberziehen;
– dunkle: deine Lebensweise wird sich bald bessern;
– rasch ziehend: du wirst einen Verlust erleiden, aber wieder gewinnen;
– gekräuselt: du hast einen guten Charakter;
– hoch am Himmel: sei nicht traurig, dein Vorhaben wird gelingen.
(Siehe auch „Blitz“, „Donner“, „Gewitter“, „Himmel“, „Wetter“, „Wind“)
Wolkenbruch
Volkstümlich:
(arab. ) : – niedergehen sehen: ein Unglücksfall wird dich zur Verzweiflung treiben.
(europ.) : – kündet ein Leidwesen an; durch Unvorhergesehenes und eine Enttäuschung „fällt man aus allen Wolken“.
(ind. ) : – schwere Gefahren gehen vorüber und angenehme Verhältnisse treten ein.
Wolkenkratzer
Assoziation: – Streben nach Höherem; weltliche Ziele.
Fragestellung: – Was möchte ich erreichen? Wie hoch bin ich zu klettern bereit?
Allgemein:
Wolkenkratzer warnt meist vor Überheblichkeit, Stolz oder hochtrabenden Plänen; man wird dadurch leicht in Schwierigkeiten geraten.
Psychologisch:
Träumt eine Frau von einem Wolkenkratzer ohne Fenster, so zeigt dies an, daß sie zu ihrem Beziehungspartner keinen menschlich seelischen Kontakt
findet. Ein Wolkenkratzer symbolisiert die seelische Frustration. Das Gebäude an sich die reine sexuelle Befriedigung.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: es ist dafür gesorgt, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen,
was man demnächst an einem Menschen seiner Umgebung erleben wird;
– in einem wohnen: man wohnt im falschen Haus, diese anonyme Isolation bekommt einem nicht.
(ind. ) : – sehen: sei nicht so hochmütig.

1529
Wolle
Artemidoros:
Wolle auf dem Kopf zu haben, kündigt langwierige Krankheiten und Schwindsucht an, weil es demjenigen, der häufig etwas Wollenes auf dem Kopf
trägt, schließlich so vorkommt, als sei dasselbe ihm angewachsen.
Allgemein:
Wie Wolle zu deuten ist, hängt davon ab, ob das Fell des Lamms beziehungsweise Schafs oder ob das Wollknäuel gemeint ist. Die Lammwolle kann
für verschwommene Gedanken und Gefühle stehen. Der Träumende hat noch keine rechte Ordnung in seinem Denken geschaffen. Wolle
symbolisiert allgemein ein sanftmütiges, weiches Gemüt, das sich nach menschlicher Wärme und Zärtlichkeit sehnt. Arbeitet man damit, wird das im
Sinne von Stricken verstanden. Nach altindischer Traumdeutung werden auch die Farben der Wolle wie folgt gedeutet:
– Weiße Wolle warnt vor zu viel Vertrauensseligkeit.
– Schwarze Wolle fordert auf, sich nicht um Verleumdungen zu kümmern, weil die Urheber sich selbst entlarven werden.
– Grüne Wolle verspricht eine glückliche Wendung in einer mißlichen Angelegenheit.
– Rote Wolle soll anzeigen, daß man bei Frauen kein Glück hat.
– Wer ein Kleidungsstück aus Wolle fertigt, kann sich auf einen Gewinn freuen, der ihm durch die eigene Arbeit zuteil wird.
Psychologisch:
Wolle wärmt, sie fördert die Durchblutung, und von daher ist die Deutung zu verstehen, Wolle versinnbildliche die Herzenswärme, die auf den
Träumer im Alltagsleben einströmen werde. Während Wolle seit Urzeiten Wärme und Schutz bedeutet, wird sie in der modernen Traumdeutung vor
allem mit mütterlicher Sanftheit assoziiert.
Spirituell:
Wolle ist ein Symbol für spirituellen Schutz.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Erwirbt einer Wolle von der Schafschur, wird er über gute und feste Einkünfte von Mächtigen verfügen,
weil Schafe Hörner haben.
– kaufen: du bist auf dem Wege zum Wohlstand;
– verarbeiten: du führst eine gute Hausordnung;
– kämmen: mühselige Arbeit mit widerstrebenden Menschen.
(europ.) : – zeigt gute Geschäfte und Glück durch eigene Energie an und bringt Vermögen in das Haus;
ist ein gutes Zeichen für gute Gelegenheiten, seine Interessen weiter auszubauen;
– scheren: verheißt Wohlstand bei fleißiger Arbeit und Sparsamkeit;
– schmutzige Wolle: man wird eine Anstellung bei Leuten suchen, die Ihre Prinzipien ablehnen.
(ind. ) : – verarbeiten: du wirst in eine nette Gesellschaft kommen;
– weiße: dein Vertrauen zu den Menschen ist zu groß;
– schwarze: lasse die Verleumder reden, auch sie trifft die wohlverdiente Strafe;
– rote: kein Glück bei den Frauen;
– grüne: alles wird sich noch zum Guten wenden.
(Siehe auch „Kleidung“, „Kranz“, „Schaf“, „Stricken“)
Wollüstig
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: sich in der Gesellschaft unbeliebt machen.
Wortbrüchig
Volkstümlich:
(ind. ) : – sein: man meidet dich wegen deiner schlechten Eigenschaften.
Worte
Allgemein:
Wenn der Träumende im Traum ein Wort mehrmals hört, so kann entweder sein Klang oder seine Bedeutung entscheidend sein. Wort deutet man
allgemein wie Buchstabe oder Name; meist enthält es eine Botschaft aus dem Unbewußten, die man im Einzelfall deutlich hören oder lesen kann.
Psychologisch:
Die Traumworte sind enorm wichtig, weil es sich um sehr bedeutungsvolle Symbole handeln kann. Kommen wir im Traum nicht zu Wort, sollten wir
uns im Wachleben bemühen, in einer bestimmten Angelegenheit das richtige Wort zu finden. Fällt uns jemand ins Wort, haben wir vielleicht nicht
genug zu sagen oder können uns nicht richtig ausdrücken. Bestimmte Wörter haben eine esoterische Bedeutung, wie etwa des hebräische JHVH
(Jahwe). Derartige Wörter kommen eher im Traum als im normalen Alltagsleben vor. Im Schlaf ist der Mensch solchen Informationen gegenüber
offener.
Spirituell:
Wörter können eine ureigene spirituelle Macht besitzen.
Volkstümlich:
(europ.) : – echter Warntraum, je nach den Worten, an die man sich erinnert; bei unklaren Worten nur allgemein zu werten;
– sehen und lesen: hat die Bedeutung einer Warnung; es kommt dabei sehr auf den Sinn der Worte an, um die
richtige Bedeutung zu erkennen.
Wörterbuch
Volkstümlich:
(europ.) : – in einem nachschlagen: man ist in der Entscheidung eigener Angelegenheiten zu sehr von der Meinung
anderer abhängig; man könnte es viel einfacher haben, wenn man seinem eigenen Willen Raum ließe;
auch: beinhaltet Streit und den Verlust eines Freundes.
Wortlosigkeit / wortlos
Volkstümlich:
(europ.) : – sein: es gelingt einem nicht, andere von der eigenen Denkweise zu überzeugen
und sie für sich zu gewinnen; bedeutet für den Wortlosen falsche Freunde.

1530
Wrack
(Schiffswrack)
Allgemein:
Ein Traum von einem Wrack, sei dies ein Auto- oder Schiffswrack, weist den Träumenden darauf hin, daß seine Pläne durchkreuzt werden. Er muß
herausfinden, ob die Verantwortung für das Scheitern bei ihm selbst oder bei einer anderen Person liegt. Wrack wird oft im Sinne von Ruine
verstanden; im allgemeinen warnt es vor einem Scheitern im Leben. Der Träumende sollte, wiewohl durch das Geschehene frustriert, sich weiter
durchkämpfen, um sein angestrebtes Ziel zu erreichen.
Spirituell:
Ein Wrack jedweder Art symbolisiert auf der spirituellen Ebene eine Niederlage. Ob Auto oder Schiff – Wracks stehen im Traum ausschließlich für
Ihre (uneingestandene?) Existenzangst und für Ihre Bedenken, etwas ganz Wichtiges vielleicht doch nicht zu schaffen. Und wenn, dann nur mit
großem Risiko. Vielleicht haben Sie sich total übernommen (körperlich oder finanziell) und fürchten, eines Tages „als Wrack dazustehen“. Ein
Traumsymbol, das zum Überdenken Ihrer Belastungen und Chancen auffordert. Ausnahme: Erkannten Sie im Wrack ganz eindeutig Ihr eigenes
Auto, kann es nicht schaden, dies als Unfallwarnung zu beachten.
Volkstümlich:
(europ.) : – schwimmen oder am Ufer liegen sehen: verkündet Enttäuschungen in der Liebe sowie Mißgeschick;
kündet das Scheitern eines Planes an; man wird von Ängsten vor Armut oder plötzlichen Bankrott geplagt.
(ind. ) : – sehen: sei ohne Sorge, Gott wird weiterhelfen;
– treiben sehen: Daseinskämpfe schwerster Art stehen dir bevor.
(Siehe auch „Automobil“, „Ruine“, „Schiff“, „Wrack“)
Wucher / Wucherer
Volkstümlich:
(arab. ) : – treiben: die öffentliche Verachtung wird dich treffen;
– sehen: du wirst dich durch Spekulationen ruinieren;
– sprechen: du wirst in schlechte Gesellschaft geraten.
(europ.) : – bedeutet Verluste durch Verführung;
– selbst sein: Schande, Verlust des Ansehens; man wird von seinen Kollegen kaltherzig behandelt;
das eigene Geschäft wird zur eigenen Bestürzung den Bach hinuntergehen;
– andere: man wird einem früheren Freund wegen Betrugs den Rücken zuwenden.
(ind. ) : – treiben: du willst eine schwere Schuld auf dein Gewissen laden;
– sehen: suche nur gute Menschen als Freunde.
Wundarzt
Volkstümlich:
(ind. ) : – Rückgang des Wohlstands.
Wunde
Assoziation: – wunder Punkt; Ort der Qual.
Fragestellung: – Welche Verletzung darf nun ausheilen?
Artemidoros:
Zeigt sich an irgendeinem Körperteil eine Wunde, so lege man das dahin aus, als ob der betreffende Körperteil selbst krank sei. Eine Wunde an der
Brust oder am Herzen kündigt jungen Leuten beiderlei Geschlechts Liebesleidenschaft, älteren dagegen Kummer an. Eine Wunde an der rechten
Hand, und zwar an der inneren Handfläche, deutet ein Darlehen und Niedergeschlagenheit über einen Schuldbrief an. Eine Narbe bezeichnet das
Ende jeder Sorge.
Allgemein:
Jede Wunde oder Verletzung, von der man träumt, steht für verletzte Gefühle. Ist der Träumende selbst der Verursacher der Wunde, so zeugt dies
von seiner Aggression und seinem Mißtrauen. Wird ihm die Wunde zugefügt, dann ist er vielleicht das Opfer oder macht sich dazu.
Psychologisch:
Wunden oder Verletzungen sind im Traum Bilder für die schmerzlichen Erfahrungen oder Erlebnisse des Träumenden. Ist die Wunde im Traum
durch einen Verband geschützt oder bereits vernarbt, spiegelt sich darin der Wunsch des Träumenden, erlittene Enttäuschungen zu vergessen und zu
überwinden. Die Wunde im Traum schmerzt nicht, sie ist nur ein Gleichnis dafür, daß unser Seelenhaushalt in Unordnung geraten ist, daß wir
unseren Lebensrhythmus ändern müßten, um eine seelische Misere zu überwinden. Bei der Deutung des Traums spielt die Art der Wunde eine Rolle.
Während eine große, häßliche Wunde auf stärkere Gewalt hinweist, assoziiert man mit einer kleinen Wunde eher einen gezielten Angriff.
– Brandwunde: Brandwunden kommen im Traum oftmals durch die Leidenschaft zustande.
– Schnittwunde: Schnittwunden kommen im Traum häufig durch eigene Aggressionen oder die anderer zustande.
– Schürfwunde: Schürfwunden sind häufig im Traum Verletzungen, die durch eine gewisse Oberflächlichkeit erzeugt werden.
Spirituell:
Eine Wunde symbolisiert ein – unangenehmes – Erlebnis des Träumenden, das er zur Kenntnis nehmen und aus dem er lernen sollte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Verliert einer infolge einer Verletzung Blut, wird er Erfolge über seine Feinde erringen,
die mit Geldausgaben verbunden sind;
– eine stark blutende haben: man wird in unmittelbarer Zukunft von einem nahestehenden Menschen seelisch verletzt werden;
– verbinden: man wird eine Krise mit Hilfe eines Freundes überwinden;
– eiternde an seinem Körper haben: in Siechtum verfallen;
– geheilte (vernarbte): deuten auf Genesung.
(europ.) : – etwas drängt nach Umstellung oder Klarstellung;
– verwundet sein: bedeutet Schmerzen und eine ungünstige geschäftliche Wende;
– andere verwundet sehen: es wird einem Unrecht von Freunden zugefügt;
– am Kopf: verkünden eine Verletzung;
– an Hals oder Schultern: ist unheilverkündend;
– auf der Brust: bringen Zwietracht;
– haben: du wirst Unannehmlichkeiten haben;
– sehen: du wirst dich rechtzeitig vor Verlusten bewahren;
– versorgen: man wird sich zu einer erfolgreichen Zukunft gratulieren können;
– heilen: du wirst ein Gewissensrat erteilen;
– jemanden zufügen: du wirst dir eine Ungerechtigkeit zu Schulden kommen lassen;
– wunde Stellen: verheißen Verluste durch Krankheit erleiden und in seelische Not geraten;

1531
– wunde Stellen behandeln: man wird Wünsche und Hoffnungen den Vergnügungen anderer unterordnen.
(ind. ) : – Träumt einer, er sei von einem Bekannten durch einen Messerstich verwundet worden, wird er Gutes von ihm erfahren,
wenn von einem Unbekannten, Frieden mit einem Feind schließen.
– Heilt er d ie Wunde, wird er sich vor den Leuten brüsten.
– haben: auch für dich kommt eine goldene Zeit.
(Siehe auch „Blut“, „Geschwür“, „Narbe“, „Öl“, „Soldat“, „Verletzung“, „Waffen“)
Wunder
Assoziation: – übernatürliches Phänomen.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben spüre ich die Vollkommenheit meines eigenen Seins?
Allgemein:
Als Traumsymbol für eine Grenzüberschreitung ist es im Traum „normal“ und muß in genauen Zusammenhang mit der Traumhandlung interpretiert
werden.
Psychologisch:
Im Traum sind alle Arten von Wunder ein schlechtes Anzeichen. Dinge, die im normalen Leben nicht geschehen können, wecken nur falsche
Hoffnungen. Ähnlich wie die Supermannträume weisen sie auf eine Flucht vor der Wirklichkeit. Eine Ausnahme sind die Flugträume.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: große Überraschungen erleben.
(europ.) : – sehen: du gibst dich einer schweren Täuschung hin; man wird über das Benehmen eines Freundes sehr
erstaunt sein; unerwartete Begebenheiten werden einem erstaunen und für einige Zeit beschäftigt halten.
(ind. ) : – plötzlich wird sich alles wieder zum Guten wenden.
Wunderdrogen
Volkstümlich:
(europ.) : – nehmen: man ist wegen bestimmter Probleme angekränkelt und sollte man zu überwinden suchen,
indem man sich fleißig den Pflichten zuwendet;
– in der Werbung darüber lesen: unzufriedene Lebenspartner werden einem Unrecht tun und Kummer bereiten.
Wunderwerke
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: Unglück in der Liebe.
Wundpflaster (Siehe „Pflaster“)
Wunsch
Allgemein:
Wenn sich der Träumende eines Wunsches bewußt wird, hat dies vielleicht mit seinem elementaren Wesen zu tun. Möglicherweise hat er diesen
Wunsch im Wachzustand unterdrückt, so daß er in Träumen an die Oberfläche kommt.
Psychologisch:
Wenn der Mensch in Träumen etwas anderes tun oder sein möchte als er ist, erkennt er seine Möglichkeiten, Erfolge zu erringen oder sein Leben zu
ändern. Träumt man etwa von sich als von einem Dichter, obwohl man beruflich als Schauspieler arbeitet, dann kann dies darauf hinweisen, daß der
Betreffende seine Kreativität in einer anderen Dimension ergründen muß.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene entspricht der Wunsch dem Begehren.
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: du wirst unzufrieden werden;
– erfüllen: du wirst dir Freunde erwerben.
Wünschelrute
Allgemein:
Sinnbild hoher Feinfühligkeit und subtiler Reaktion.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in dir stecken ungeahnte Kräfte.
(europ.) : – sehen: ein Unglück wird Unzufriedenheit mit der Umgebung auslösen.
(ind. ) : – sehen: du stehst unter gutem Schutz;
– haben: es wird sich alles im letzten Moment zum Guten wenden.
Wunscherfüllung
Psychologisch:
Selbst noch ganz Ergeizlose haben ihre Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche. Auch wenn sie gelernt haben, sie zu bezähmen, weil sie wissen, daß
sie unerfüllbar sind, ändert es nichts daran, daß sie tief verborgen im Innern weiter vorhanden sind. Zusammen mit weniger bedeutsamen Wünschen
erfüllen sie sich in den Träumen. Die häufigsten Träume überhaupt sind Ausflüsse unserer bewußten oder unbewußten Wünsche. Fühlt man sich
müde und erschöpft, träumt man von einem sonnigen Mittelmeer-Strand oder einer stillen Lagune. Bemüht man sich gerade um eine Person des
anderen Geschlechts, dann hat man wahrscheinlich Erfolgsträume. Ist man sich aller Vergänglichkeit sehr bewußt, träumt man leicht von der eigenen
Jugend und Adoleszenz, oder man wünscht sich sogar zurück in die Baby-Wiege und in die Windeln. Hat man finanzielle Sorgen, entschädigt einen
der Wunsch-Traum durch Bilder des Luxus inmitten der Bergen von Banknoten. Aber der Banknotenberg muß nicht direkt Bezug zu den
augenblicklich finanziellen Sorgen haben. Er kann auch für sinnliche oder emotionale Entbehrungen stehen. Anders ausgedrückt, sosehr jeder Traum
direkte Wünsche projizieren kann, so sehr können seine Bilder auch doppel- bzw. mehrdeutig und (gar nicht selten!) „getarnt“/maskiert sein.
Wurf
(zoologisch)
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Wurf Ferkel sehen: steht für eine gute Familie; von anderen Tieren: häusliche Sorgen, die bald vorüber gehen werden.
(Siehe auch unter einzelne Tierbezeichnungen)

1532
Würfel
Artemidoros:
Das Würfelspiel bedeutet mit jemand Zank und Streit um Geld haben; denn die Würfel markieren allseits Zahlen und diejenigen, mit denen
Würfelspieler werfen, heißen Steine. (Unübersetzbares Wortspiel mit den verschiedenen Bedeutungen von psephos; das Wort bedeutet eigentlich
Steinchen, denn weil man diese zum Zählen und Rechnen benutzte, Geld. Ferner bezeichnet es den glänzenden Stein im Ring, mit dem wiederum die
Pupille im Auge verglichen wird.) Das Gewinnen aber bringt immer Glück. Träumt ein Kranker, er spiele mit Steinen oder er sehe einen anderen
spielen, so ist das ein schlimmes Vorzeichen, besonders wenn er selbst verliert, weil der Verlierer immer mit einer Minderzahl von Augen im
Rückstand ist. Würfel für sich allein geschaut, prophezeien Zwistigkeiten und Feindschaften; gehen sie verloren, beseitigen sie die augenblicklichen
Zerwürfnisse, vermehren sie sich, verschärfen sie dieselben. Ein Kind mit Würfeln, Knöcheln oder Steinen spielen sehen bedeutet nichts Schlimmes;
denn es ist Kindesart, immer zu spielen. Dagegen zeigt es einem erwachsenen Mann oder einer Frau Unheil an, wenn sie im Traum mit Knöcheln
spielen, ausgenommen, es hat jemand dieses Traumgesicht, der einen anderen zu beerben hofft; denn die Knöchel sind gewöhnlich beinern.
Deswegen prophezeien sie allen anderen Menschen Gefahren.
Allgemein:
Im Traum mit Würfeln zu spielen bedeutet, mit dem Schicksal zu spielen oder Gelegenheiten im Leben wahrzunehmen, die zuvor unbedingt
sorgfältiger überdacht werden sollten. Würfel soll nach alten Traumbüchern zukünftiges Glück ankündigen.
Psychologisch:
Der Würfel hat eine quadratische Form und ist deshalb, wie das Quadrat selbst, als Ganzheitssymbol zu verstehen. Die Zahl Vier, die für die Form
des Quadrats eine Rolle spielt, verbildlicht die weibliche Kraft im Mann, derer er sich oft nicht bewußt ist. Der Würfel ist ein räumlich erweitertes
Quadrat. So werden auch die Eigenschaften des Quadrats im Würfel ausgedehnt und noch dynamischer, denn er hat auch mit dem Spiel zu tun, mit
der Unsicherheit, wie der Würfel (des Schicksals) fallen wird. In diesem Fall ist wichtig, welche Zahl geworfen wurde. Würfelt im Traum eine
andere Person als der Träumende, dann legt er sein Schicksal in die Hände anderer Menschen und ist aus diesem Grund gezwungen, sein Leben nach
deren Vorgaben auszurichten.
Spirituell:
Ein Würfel symbolisiert eine besondere Chance, die zu nutzen spirituell unwiderruflich sein kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder werfen: das Glück wird dir seine Laune zeigen;
auch: durch eine falsche, unbeholfene Taktik finanziellen Schaden zu erleiden haben;
– würfeln sehen: du wirst auf das Glück anderer neidisch sein.
(europ.) : – verkündet bösen Rat und zeigt Unbestand im Geschäftsleben an, Feindschaft sowie Zwist;
in solchen Lagen ist es vorteilhaft, mit Überlegung ganz nach eigenem Ermessen zu handeln;
– sich an einem Würfelspiel beteiligen: ist ein sicheres Zeichen einer Schicksalswende.
(ind. ) : – sehen: bleibe der schlechten Gesellschaft fern; du lebst in streng geordneten Verhältnissen;
– haben: du wirst dein Glück noch machen;
– damit spielen: schlechte Zeit, Teuerung;
– damit gewinnen: Feindschaft, Streitigkeiten.
(Siehe auch „Haus“, „Quadrat“, „Zahlen“ und der betreffenden Zahl)
Wurfringe / Wurfringspiel
Volkstümlich:
(europ.) : – werfen: sagt geringe Verpflichtungen und den Verlust eines guten Arbeitsplatzes voraus;
– verlieren: deutet auf betrübliche Umstände hin;
– Eine Frau muß sich unangenehmen Aufgaben unterziehen.
– Für einen Mann ist es ein Zeichen von Streit.
Wurfscheiben
Volkstümlich:
(europ.) : – zeigen eine kommende Veränderung in bestehenden Verhältnissen an, eventuell auch Verluste.
Würmer
Assoziation: – Zersetzung; Bedeutungslosigkeit.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, mich zu behaupten?
Artemidoros:
Ein kyklischer Flötenbläser träumte, seine Fußsohlen seien von Würmern zerfressen. Er quittierte seinen Beruf, hörte auf zu spielen und an
Wettbewerben teilzunehmen, und seine Füße wurden so schwach, als wären sie tatsächlich von Würmern zerfressen, so daß er seinen Platz auf der
Bühne nicht mehr ausfüllen konnte.
Allgemein:
In seiner elementaren Bedeutung kann der Wurm für den Penis stehen. Abhängig vom Geschlecht des Träumenden und von seiner Einstellung zur
Sexualität, kann der Wurm als bedrohlich empfunden werden. Wurm steht für sexuelle und andere Triebe, die man selbst als „niedrig“ ablehnt und
unterdrückt. Im weiteren Sinn kann er die Vergangenheit symbolisieren, aus der Neues entsteht, oft ähnlich wie Dung.
Psychologisch:
Das wirbellose Kriechtier, das wir im Traumbild sehen, kann auf unsere Hilflosigkeit in einem bestimmten Fall im Wachleben hinweisen; denn dann
sind wir ja ein hilfloser Wurm. Oder der Wurm frißt im Traum irgend etwas auf, was auf den „Gewissenswurm“ hinweisen könnte, der an uns nagt.
Vielleicht „wurmt“ uns auch nur etwas, wenn Würmer ins Zerrbild der Nacht treten. Der Wurm kann als Traumbild auch Gefühle der Ineffizienz und
Bedeutungslosigkeit (bezogen auf den Träumenden oder anderen Personen) zum Ausdruck bringen. Ist der Wurm größer als ein Mensch, läßt dies
auf Minderwertigkeitsgefühle schließen. Fällt dem Träumenden besonders das Häufchen ins Auge, das entsteht, wenn ein Regenwurm Erde frißt und
wieder ausscheidet, so hat er es mit einem Verwandlungsbild zu tun. Es zeigt ihm, daß er sein Leben verändern und etwas Fruchtbareres daraus
machen kann. Es kann sein, daß das Traumbewußtsein mit diesem Bild auf sexuelle Wünsche, die der Träumende unmoralisch betrachtet und seine
Schuldgefühle hinweist. Für die Deutung dieses Symbols ist der ganze Traum zu berücksichtigen.
Spirituell:
Den Würmern übergeben zu werden, ist eine Metapher für den Tod. Der Träumende sollte also darauf gefaßt sein, daß auf der spirituellen Ebene
eventuell in Kürze Veränderungen eintreten werden.

1533
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er esse Würmer, wird er Beisassen bekommen und Geldrenten von ihnen einziehen.
– Dünkt es den Kaiser, sein Bauch habe sich mit Würmern gefüllt, wird er ein schlappes Heer zusammenbringen,
Leuten, die es nicht wert sind, Unterhalt zahlen und dadurch seinen Kronschatz erschöpfen;
ein Armer wird seine Lage verbessern, aber ohnmächtige Gönner gewinnen. Scheidet jemand Würmer
durch den After aus, wird er von Sorgen und von lästigen Leuten erlöst werden, die er ohne Nutzen bei sich hatte,
und all seine Qual sich vom Halse schaffen. Ein Armer wird seine Gönner verlieren, eine Frau ein uneheliches Kind
in die Welt setzen und großziehen. Träumt einer, er entferne Würmer aus Wunden, wird er zwar reicher,
aber knausriger werden.
– sehen: abscheuliche Dinge erleben; du wirst dich durch Sorglosigkeit einer Unannehmlichkeit aussetzen;
Bedrohung durch einen unangenehmen Gegner; man sollte sich vor unehrlichen Menschen hüten und bei eigenen
Entscheidungen lieber auf seine eigene Intuition vertrauen; man muß sich von einem belastenden Problem befreien;
– in Speisen sehen: du hast einen bösen Feind;
– töten: du wirst von einem Übel befreit werden.
(europ.) : – nicht immer eindeutig; kann auch erotisch-sexuell zu verstehen sein; bei wurmstichigem Obst ist der Sinn
klar; durch niedere Intrigen übler Feinde zu Schaden kommen; Gefahr ansteckender Krankheiten;
– sehen: jemand wird einem absichtlich oder unabsichtlich wehtun; ein Freund oder Bekannter wird einem
Tag für Tag unangenehmer, möglicherweise untergräbt jemand Ihre Stellung; eine seltsame Vorahnung plagt
einem, doch man „gräbt noch im dunkeln“;
– zum Angeln suchen: verheißt Gewinn und Erfolg;
– als Fischköder benutzen: bezeichnet die Fähigkeit, selbst feindlich gesinnte Kräfte zum eigenen Wohl einzusetzen;
– Bandwurm sehen oder gar haben: es bestehen schlechte Aussichten für die Gesundheit und Lebensfreude;
– Sieht eine junge Frau Gewürm über sich kriechen, wird sie zu einer Geldheirat neigen. Kann sie die Tiere
abschütteln, wird sie sich aus der materiellen Lethargie befreien und ein gutes und sinnvolles Leben führen.
(ind. ) : – Träumt einer, sein Bauch habe sich mit Würmern gefüllt, die sich darin mästen, wird eine Menge Fremdlinge
in sein Haus kommen und sich so lange aushalten lassen, bis sie ihm lästig fallen;
der Kaiser wird nach diesem Gesicht neue Truppen aufbieten und gut besolden,
eine Frau huren und schwanger werden. Schaut jemand, wie sein ganzer Leib voll von gefräßigen Würmern ist,
wird er unfreiwillig anderen Leuten Unterhalt gewähren;
ein Armer wird entsprechend der Menge der Würmer zu Geld kommen.
– sehen: du kannst auf guten Beistand hoffen;
– haben: achte auf deine Gesundheit;
– wurmstichiges Holz (Möbel): durch geheime Feindschaft wirst du Schaden leiden.
(Siehe auch „Dung“, „Erde“, „Phallus“)
Wurst
Allgemein:
Wurst stellt oft als Phallussymbol sexuelle Bedürfnisse dar. Allgemeiner hat sie mit einer materialistischen Lebenseinstellung zu tun, die man
korrigieren sollte. Verzehrt man sie, kündigt das eine nette, aber oberflächliche Bekanntschaft an.
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: seinen Magen ergötzen; du wartest auf die Erfüllung eines Wunsches;
– sehen: du wirst bald ein Volksfest besuchen;
– machen: du sorgst gut für dein Hauswesen.
(europ.) : – verheißt Mühseligkeiten, quasi im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen;
häusliche Schwierigkeiten oftmals durch schlechte Gesundheit;
– sehen oder essen: bringt eine reizvolle Bekanntschaft, die ohne jeden inneren Wert ist;
– Würstchen herstellen: man wird in vielerlei Hinsicht erfolgreich sein;
– Würstchen essen: man wird ein bescheidenes, aber angenehmes Heim haben.
(ind. ) : – sehen: sei nicht so herablassend zu anderen;
– essen: du kannst von Glück reden, daß du nicht alles verloren hast;
– übelriechend: du solltest schon lange einen Arzt aufsuchen;
– machen: du kannst mit deinem Dasein zufrieden sein.
Würze
Volkstümlich:
(ind. ) : – essen: man beneidet dich.
(Siehe auch „Kräuter“)
Wurzel
Assoziation: – Erdung; Nährung.
Fragestellung: – Was verbindet mich mit meiner Quelle?
Allgemein:
Wurzel symbolisiert die grundlegenden Bedürfnisse, Werte und Prinzipien, auf denen das ganze Leben aufgebaut ist; darin können auch enge
Bindungen an andere Menschen sichtbar werden. Ferner kann sie je nach Begleitumständen wie folgt verstanden werden:
– Wurzeln sehen bedeutet, das man über Talente verfügt, die man bisher noch nicht richtig einzusetzen vermochte.
– Wurzel essen verspricht gute Gesundheit.
– Wurzel ausgraben fordert auf, einer Angelegenheit auf den Grund zu gehen oder sich selbst besser zu erforschen.
– Über eine Wurzel stolpern oder fallen kündigt Hindernisse an, die manchmal aus dem eigenen Unbewußten stammen.
– Werden Wurzeln ausgerissen, möchte sich der Träumende von Belastungen befreien, die ihn schon lange quälen;
dabei sollte er jedoch niemals die wahren Werte des Lebens bzw. auf seine eigenen Prinzipien vergessen.
– Zahnwurzel warnt vor falschen Hoffnungen, Enttäuschungen und Kränkungen.
Psychologisch:
Ihre Triebe drängen immer nach oben, ans Licht der Erkenntnis. Sie umschreiben unsere Hoffnung, daß wir uns im Wachleben durchsetzen werden.
Wer eine Wurzel im Traum ausgräbt, will wohl einer Sache auf den Grund gehen oder die Wurzel allen Übels suchen. Bleibt sie hartnäckig im Boden
stecken, werden wir kaum ergründen können, was uns neugierig machte. Die Wurzel wird im Traum meist als Teil des Baumes verstanden.
Manchmal weist dieses Traumbild allerdings auch auf das männliche Glied hin. Näheres ergibt sich aus der Traumhandlung.

1534
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: mit reichlichem Auskommen rechnen können.
(europ.) : – verdrängte Triebe, die sich ihren Weg zum Licht bahnen; verkünden Unglück, da sowohl Geschäfte als auch die Gesundheit nachlassen;
– als Medizin: warnen vor einer herannahenden Krankheit oder vor Kummer;
– sehen: man besitzt Eigenschaften, die man bis jetzt noch nicht richtig gepflegt hat;
– Bodenwurzeln sehen: Mahnung, einer Sache auf den Grund zu gehen; langsam begreift man die Zusammenhänge einer Angelegenheit;
– ernten: gilt für einen sicheren Wohlstand;
– kaufen: gutes Einkommen;
– wegwerfen: sei vorsichtiger bei der Wahl deiner Worte;
– von Bäumen: ein böses Weib, ein schlimmer Mann;
– darüber stolpern: du läßt bei deinem Vorhaben die nötige Vorsicht außer acht; bedeutet Ungemach;
– essen: blühende Gesundheit;
– ausgraben: man wird einer Sache auf den Grund kommen und über das Ergebnis sehr erstaunt sein;
– graben: karger Gewinn;
– vom Zahn: man wird eine Kränkung erfahren.
(ind. ) : – von einem Baum: achte auf die Mitarbeiter;
– darüber fallen: sei kein Tor und weiche den Betrügern aus;
– von einem Strauch: in dir liegt noch ein guter Kern, bewahre ihn;
– essen: du kennst die Menschen, warum glaubst du ihnen immer wieder?
– Zahnwurzel: gib dich nicht falschen Hoffnungen hin.
(Siehe auch „Baum“, „Phallus“)
Würzig
Assoziation: – Geschmack; Intensität.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben sehne ich mich nach mehr Anregung? Was schärft meine Sinne?
(Siehe auch „Gewürze“, „Kräuter“)
Wüste
Assoziation: – Isolation; Rückzug; Ausdauer.
Fragestellung: – Wovon möchte ich mich zurückziehen?
Allgemein:
Wüste weist häufig darauf hin, daß man zu nüchtern, sachlich und vernünftig lebt; darüber werden die emotionalen Bedürfnisse vernachlässigt, man
fühlt sich unglücklich. Schließlich kann die Wüste auch für tiefe Existenzangst und Unsicherheit stehen. Die individuelle Bedeutung ergibt ich aus
den konkreten Lebensumständen. Handelt ein Traum davon, daß sich der Träumende allein in der Wüste befindet, so ist dies möglicherweise ein
Hinweis auf fehlende emotionale Erfüllung, auf Einsamkeit oder vielleicht Isolation. Befindet sich der Träumende jedoch mit einem anderen
Menschen in der Wüste, dann zeigt dies vielleicht, daß diese Beziehung nutzlos ist oder nirgendwo hinführt. Ein anderer Aspekt der Wüste läßt sich
daraus erklären, daß sie für viele Religionsstifter (Moses, Jesus) eine große Rolle spielte. Dies war der Ort, an den sie sich zurückzogen, um direkte
Zwiesprache mit Gott zu halten. Träumt man von einer Wüste, so kann dies auch bedeuten, daß man sich weit weg von allem Alltäglichen begeben
will, um so in Einsamkeit und Kontemplation seine inneren Bestimmung und seinen eigenen Weg zu Gott finden möchte.
Psychologisch:
In der Wüste wächst nicht sehr viel, deshalb ist sie als Traumsymbol auch ein Gefahrensignal. Meist spielt dieses Bild auf die Vereinsamung des
Träumenden inmitten der Massengesellschaft an. Seelische Einsamkeit und seelisch-geistiger Stillstand werden häufig mit diesem Traumbild
dargestellt. Allerdings kann der Träumende sich auch freiwillig in die Wüste zurückgezogen haben. Dann handelt es sich um eine zeitweise,
freiwillige Enthaltsamkeit, aus der sowohl Ideen wie auch Kraft entspringen. Der Ritt oder Marsch durch die Wüste im Traum ist der Hinweis darauf,
daß man ein Ziel nur nach unsäglichen Entbehrungen oder Kraftanstrengungen erreichen kann. Der Träumende muß sehr sorgfältig seine
Handlungsrichtung überdenken, wenn er in seiner gegenwärtigen Situation „überleben“ will.
Spirituell:
Eine Wüste kann Verlassenheit symbolisieren, aber sie kann auch ein Ort der Besinnung, der Ruhe und der göttlichen Offenbarung sein.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: kündigt schwere Zeiten an, mit der er mit mehreren Entberungen zu rechnen hat;
– sich darin befinden: du wirst dich sehr verlassen fühlen; man wird seine Wünsche erheblich einschränken müssen und in
Zukunft von seiner Bescheidenheit profitieren können.
(europ.) : – völlige Leere liegt vor; möglicherweise Potenz- oder Liebestraum und dann als sehr schlechtes und trostloses Zeichen zu werten;
– sehen: weist auf Verlassenheit und Hilflosigkeit in der nächsten Zeit hin;
– in einer reisen: bedeutet Gefahren und Hindernisse; man wird etwas sehr Notwendiges entbehren müssen;
– durch eine trübselige, kahle gehen: verheißt Hungersnöte und Rassenunruhen sowie Verluste an Menschenleben und Eigentum;
– bei schlechtem Wetter: ein besonders ungünstiges Omen;
– Befindet sich eine junge Frau allein in der Wüste, dann sind ihre Gesundheit und ihr Ruf durch ihre Indiskretion gefährdet.
Sie sollte vorsichtiger sein.
(ind. ) : – darin leben: deine Sehnsucht läßt dir keine Ruhe;
– sich darin befinden: du gehst schweren Kümmernissen entgegen;
– sehen: du wirst sehr bald deine Umgebung verlassen müssen; dein Leben war bisher erfolglos;
– mit Kamelen: nicht allen kann es so gut gehen wir dir, habe daher Mitleid mit deinen Mitmenschen;
– darin verdursten müssen: man wird dir dein Glück neiden, aber höre nicht auf die Bösen;
– allgemein: deine Sorgen sind groß, aber sie werden sich bald verringert haben.
(Siehe auch „Kamel“, „Oase“, „Sand“)
Wüstenbild
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du kannst von Glück reden, denn du bist einer Gefahr entronnen.
Wüstenhimmel
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst durch deinen Fleiß zu hohen Ehren gelangen.

1535
Wüstenpfad
Volkstümlich:
(ind. ) : – gehen: es gibt auch noch anständige Menschen, diesen vertraue dich an.
Wüstenschlange
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du sollst nicht zuviel Vertrauen zu deinen Mitarbeitern haben.
Wüstenstraße
Volkstümlich:
(ind. ) : – gehen: es wird dich viel Anstrengung kosten, bis du dein Ziel erreicht hast, aber du wirst es schaffen.
Wüstentiere
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: sei vorsichtig, man will dich schädigen.
Wut
Allgemein:
Wut im Traum steht oft für andere leidenschaftliche Gefühle. Der Träumende ringt damit, ob er das Recht dazu hat, seinem Kummer Ausdruck zu
verleihen, oder nicht. Möglicherweise ist er unfähig, seine starken Gefühle im Wachzustand angemessen auszudrücken, während es ihm im Traum
jedoch gut gelingt. Wut (Zorn) symbolisiert innere oder äußere Konflikte, die beunruhigen; man muß versuchen, sie zu verarbeiten, sich zum Beispiel
mit einem Gegner auszusöhnen.
Psychologisch:
Der Mensch kann sich selbst die Erlaubnis erteilen, Leidenschaft sexueller oder anderer Natur zu empfinden. Die Art, wie man im Traum Gefühle
ausdrückt, kann über angemessenes Verhalten im alltäglichen Leben informieren.
Spirituell:
Der Träumende leidet unter dem Mißfallen Gottes.
Volkstümlich:
(europ.) : – in Wut geraten: deutet auf Versöhnung; Beilegung einer Differenz;
– wütend sein: es steht einem eine Versuchung bevor; Enttäuschungen durch nahestehende Personen;
zerbrochene Freundschaften oder Feinde können erneut Ihr Eigentum oder Ihren Charakter angreifen;
– gelassen bleiben, während Verwandte auf einem wüten sind: man kann zwischen streitenden Freunden
vermitteln, die einem dafür Dankbarkeit entgegenbringen werden;
– jemanden in solche bringen: die Beilegung einer Differenz wird einen nicht befriedigen;
– eine wütende Person sehen: beinhaltet eine Wiedervereinigung;
– ein wütender Mann: Feinde werden sich offen gegen Ihre Vorhaben wenden;
– ein wütendes Tier sehen: ein Freund verteidigt Ihren Namen.
(ind. ) : – wütend sein: Ärger und Verdruß;
– wütendes Tier: du wirst Hindernisse beseitigen;
– Wüterich sehen: deine Ausdauer wird gekrönt werden.
Wütender Hund
Volkstümlich:
(europ.) : – Falschheit wird demaskiert und unfaire Beschuldigungen widerlegt; eine zufriedene Zeit ist sicher.

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