Traumdeutung Buchstabe Z

Z
Allgemein:
„Z“ kann als geschriebener, gesprochener oder plastischer Buchstabe ebenfalls für das Unbekannte stehen, zum Beispiel für ein unkalkulierbares Risiko.
(Siehe auch „Blitz“, „Elektrizität“)

Zacharias
Volkstümlich:
(ind. ) : – den heiligen, sehen: du wirst im Alter viel Freude erleben.
Zacken
Allgemein:
Zacken hat zuweilen ähnliche Bedeutung wie der Buchstabe Z. Außerdem kann er auf Hindernisse oder Irrwege im Leben hinweisen oder einen
Mißerfolg ankündigen, den man sich selbst zuzuschreiben hat.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird es mit einem Wirrkopf zu tun bekommen.
(ind. ) : – schöne, regelmäßige: du hast Freude an schönen Formen;
– unregelmäßige: viel Mühe und Unzuträglichkeiten.
Zaghaftigkeit
Volkstümlich:
(arab. ) : – empfinden: sich im geselligen oder geschäftlichen Umgang feige oder schüchtern zeigen.
Zähigkeit
Allgemein:
Zähigkeit fordert auf, an einem Plan unbeirrt festzuhalten, ausdauernd daran zu arbeiten, auch wenn Probleme auftauchen, weil man dann zum Erfolg
gelangt. Zuweilen kann vor Starrsinn und Uneinsichtigkeit gewarnt werden, mit denen man sich in einer aussichtslosen Angelegenheit verrennt. Die
genaue Bedeutung ergibt sich aus den individuellen Lebensumständen.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird Ausdauer bei der Arbeit haben.
Zählapparat
Volkstümlich:
(ind. ) : – eine Arbeit wird schnell vorwärts gehen.
Zahl(en)
Allgemein:
Wenn im Traum auf Zahlen aufmerksam gemacht wird, haben sie entweder für den Träumenden eine persönliche Bedeutung oder sind symbolischen
Gehalts. Ersteres, zum Beispiel ein wichtiges Datum (zum Beispiel Geburtstag, Telefon – oder Hausnummer einer ehemaligen Adresse), an die man
sich im Wachzustand vergeblich zu erinnern suchte, kann im Traum wieder einfallen. Unbewußt behält der Träumende oft die Bedeutung einer Zahl
in Erinnerung, auch wenn sie ihm bewußt nicht mehr zugänglich ist. Zahl(en) kann mit einem tatsächlichen Ereignis in Beziehung stehen und
erfordert dann keine Deutung. Zuweilen träumt man Glückszahlen, die aus unerklärlichen Gründen später wirklich in einer Lotterie gezogen werden,
aber verlassen darf man sich darauf nicht. Jede Zahl kann aber auch ihre eigene
Bedeutung haben, vor allem die Zahlen von 1 bis 13, die wir genauer deuten:
– Null steht für Leere und Nirwana, für den chaotischen Anbeginn und für das Nichts, in dem alles verschwindet. Konkret kann sie Sehnsucht nach
Selbsterkenntnis, innerem Frieden, Meditation und höheren Einsichten anzeigen. Teilweise deutet man sie auch wie Kreis oder Buchstabe „O“
(siehe unter diesen Stichwörtern).
– Eins symbolisiert das Unteilbare, das in allem anderen aufgeht, ohne sich zu verändern, und das Fundament, auf dem das Leben begründet ist.
Man versteht das oft im Sinne von Individualität, geistiger Unabhängigkeit oder Bedürfnis, mit sich selbst oder mit allem Sein eins zu werden.
– Zwei teilt in Gegensätzen wie Gut und Böse, Licht und Dunkel, Innen und Außen, bringt Widersprüchlichkeiten in der eigenen Persönlichkeit
zum Ausdruck und fordert auf, damit leben zu lernen und ständig den Ausgleich zu suchen.
– Drei bedeutet das neue, das durch die Vereinigung von zwei Elementen entsteht; oft bezieht sich das auf widersprüchliche Eigenschaften oder
gegensätzliche Pflichten und Neigungen. Manchmal kommt auch der Wunsch nach einem Kind darin zum Ausdruck. Allgemein steht die Zahl
für Kreativität oder für das gesamte Seelenleben mit Ich, Über-Ich und Es.
– Vier verkörpert innere Ausgeglichenheit, Stärke und Festigkeit, außerdem Sinnlichkeit und Naturverbundenheit.
– Fünf versinnbildlicht oft den Körper (Kopf, Arme und Beine) und seine Bedürfnisse, fordert dann zu besseren Körperbewußtsein auf. Traditionell
deutet man sie als die Vereinigung der vier Grundelemente der mittelalterlichen Alchemie zu neuen Formen, also als die Fülle der individuellen
Lebensmöglichkeiten.
– Sechs symbolisiert Harmonie und Symmetrie; das bezieht sich häufig auf die Einheit von Körper, Geist und Seele, die man miteinander in Einklang
bringen soll. Manchmal warnt sie auch vor Krankheiten.
– Sieben kann auf den Einfluß kosmischer Energien und rhythmischer Schwingung (Biorhythmen) hinweisen, mit denen man in Einklang leben
sollte. Ferner kann sie für die körperliche und seelisch- geistige Entwicklung stehen, die man in Sieben-Jahres-Schritte (Kindheit, Schulzeit usw.)
unterteilt.
– Acht enthält eine Auf- und Abwärtsbewegung; sie wird deshalb als Symbol von Untergang und Tod gedeutet, denen Aufstieg und Wiedergeburt
folgen. Konkret weist das oft darauf hin, daß man aus Not und Sorgen herausfindet oder im Glück nicht leichtsinnig werden darf.
– Neun steht am Ende der einstelligen Zahlen, versinnbildlicht also das Ende einer Entwicklung, der eine neue Phase auf einer höheren Ebene folgt.
– Zehn entsteht als Kombination von Null, die das ursprüngliche Chaos umfaßt, und Eins, die für Anfang steht, der sich aus dem Chaos entwickelt.
Man soll also in der weiteren Entwicklung die neuen Pläne und Ziele auf den früheren Erfahrungen begründen.
– Elf kann als Weiterentwicklung auf einem höheren Niveau gedeutet werden. Zuweilen ermahnt sie als vorletzte Stunde auch, das es höchste Zeit
zum Handeln wird.
– Zwölf spielt in der Mythologie seit alters eine wichtige Rolle, zum Beispiel die zwölf Zeichen des Tierkreises in der Astrologie; man deutet sie als
die Summe der Erfahrungen oder Möglichkeiten, die man für die weitere Entwicklung nutzen muß. Außerdem kann sie Ideale, Weisheit, Vernunft,
Hoffnung, Liebe und ähnliche Dinge verkörpern, die erst die große Vielfalt des Lebens ausmachen.
– Dreizehn wird als Ganzheit des Lebens und der Persönlichkeit interpretiert. Oft sieht man darin auch ein Unglückssymbol, seltener ein
Glückszeichen.

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Psychologisch:
Die Zahlensymbolik ist ein Thema, das die Menschen seit Urzeiten beschäftigt. Das weite Feld ist noch nicht vollständig erforscht. Man hat
allerdings erstaunliche Zusammenhänge zwischen physikalischen und psychischen Erscheinungen beobachtet. Die Zahlensymbolik geht auf
Pythagoras zurück. Kommen Zahlen im Traum ausdrücklich vor, so liegt in ihnen eine besondere Botschaft. Anhand der einzelnen Zahlen und ihrer
Bedeutung im Traum kann sie wahrscheinlich entschlüsselt werden. Zahlen haben in allen Glaubenssystemen und Religionen eine Bedeutung. Im
folgenden werden die häufigsten, aufgeteilt in drei Kategorien, dargestellt. Praktische Bedeutung von Zahlen, die im Traum eine Rolle im
alltäglichen Leben spielen:
– Eins: Der Träumende wird eine Fähigkeit, die er für seine Arbeit braucht, voll ausbilden.
– Zwei: Geschäftliche oder persönliche Beziehungen müssen mit Umsicht behandelt werden.
– Drei: Die Vorstellung des Träumenden in bezug auf Stabilität und Erfolg werden sich verwirklichen.
– Vier: Wenn der Träumende es will, kann er sich ein sicheres und beschütztes Zuhause schaffen.
– Fünf: Der Träumende ist gerade dabei, eine wichtige Entdeckung zu machen, die für Veränderungen sorgt.
– Sechs: Es steht dem Träumenden offen, eine Liebesbeziehung einzugehen.
– Sieben: Mit persönlichen Einsatz vermag der Träumende seine Probleme zu lösen.
– Acht: Das Leben des Träumenden birgt das Potential für eine wundervolle Chance.
– Neun: Der Träumende muß acht geben, daß er sich nicht übernimmt.
– Null: Diese Ziffer birgt Potential für alles.
Durch Zahlen symbolisierte Eigenschaften:
– Eins: Unabhängigkeit, Selbstrespekt, Auflösung, Zielstrebigkeit.
Intoleranz, Einbildung, Engstirnigkeit, Erniedrigung, Dummheit.
– Zwei: Gelassenheit, Aufrichtigkeit, Selbstlosigkeit, Geselligkeit, Harmonie.
Unentschlossenheit, Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit, Sturheit.
– Drei: Freiheit, Tapferkeit, Spaß, Enthusiasmus, Großartigkeit.
Lustlosigkeit, übersteigertes Selbstvertrauen, Ungeduld, Nachlässigkeit.
– Vier: Loyalität, Beharrlichkeit, praktische Veranlagung, Ehrlichkeit.
Schwerfälligkeit, Langsamkeit, Konservativismus, mangelnde Anpassungsfähigkeit.
– Fünf: Abenteuerlust, Lebhaftigkeit, Mut, Gesundheit, Empfänglichkeit, Sympathie.
Unbesonnenheit, Verantwortungslosigkeit, Wankelmut, Unzuverlässigkeit, Gedankenlosigkeit.
– Sechs: Idealismus, Selbstlosigkeit, Ehrlichkeit, Nächstenliebe, Treue, Verantwortung, Überlegenheit,
Gutmütigkeit. Unpraktische Veranlagung, Unterwerfung.
– Sieben: Weisheit, kritisches Urteilsvermögen, philosophische Neigung, innere Stärke, Tiefe,
Nachdenklichkeit. Unnatürlichkeit, übertriebene Kritik, fehlende Aktion, unsoziales Verhalten.
– Acht: Praktische Veranlagung, Macht, Geschäftsfähigkeit, Entscheidung, Kontrolle, Dauerhaftigkeit.
Mangelnde Vorstellungskraft, Stumpfheit, Selbstgenügsamkeit, Dominanz.
– Neun: Intelligenz, Diskretion, Kunstfertigkeit, Verständnis, Großartigkeit, Moral, Genie.
Verträumtheit, Lethargie, Konzentrationsmangel, Ziellosigkeit.
Spirituelle Bedeutung:
– Eins: Man selbst, der Anfang, das Erste, Einheit.
– Zwei: Dualität, Unentschlossenheit, Gleichgewicht, männlich und weiblich, zwei Seiten einer Auseinandersetzung.
– Drei: Das Dreieck, Freiheit.
– Vier: Das Quadrat, Kraft, Stabilität, praktische Veranlagung, die Erde, Wirklichkeit, die vier Seiten
des Menschen (Sinneswahrnehmung, Gefühl, Denken, Intuition), Erde, Luft, Feuer und Wasser.
– Fünf: Der menschliche Körper, menschliches Körperbewußtsein, die fünf Sinne.
– Sechs: Harmonie und Gleichgewicht.
– Sieben: Lebenszyklus, Magie, Spiritualität, die Ganzheitlichkeit des Menschen.
– Acht: Tod und Auferstehung, Unendlichkeit.
– Neun: Schwangerschaft, das Ende des einen und der Beginn eines neuen Zyklus, spirituelle Bewußtheit.
– Zehn: Ein neuer Anfang, das Männliche und das Weibliche zusammen.
– Elf: Die elfte Stunde, die Meisterzahl.
– Zwölf: Zeit, ein abgeschlossener Zyklus, Ganzheitlichkeit.
– Null: Das Weibliche, das Unbewußte, die absolute oder verborgene Vollständigkeit.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bringt sich der Träumende durch Entwicklungsfortschritte in eine Position, in der er die Schwingungen der Zahlen am
besten nutzen kann. Man hat schon immer angenommen, daß man Einfluß auf die Umwelt des Träumenden ausüben kann, indem man Zahlen auf
eine ganz bestimmte Weise kombiniert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst mit deinem Einkommen viel zu schaffen haben; auch: kündigen unter Umständen Gewinn und Erfolg an;
– unendliche Zahlenreihen sehen: deutet auf finanziellen Verlust;
– schreiben: deine Rechnungen werden nicht aufgehen; auch: gute Verdienstmöglichkeiten demnächst haben;
– addieren: ein glücklicher Gewinn steht in Aussicht.
(europ.) : – deuten auf einen Gewinn in der Lotterie, wenn man sich die Zahl gemerkt hat; steht für
unerledigte geschäftliche Dinge, die Unzufriedenheit und Kopfzerbrechen verursachen;
– eine Ziffer: zeigt Gesellschaft an;
– zwei Ziffern: Verdruß;
– drei Ziffern: gute Geschäfte;
– vier Ziffern: Entzweiung;
– fünf oder mehr: Enttäuschungen;
– mehrstellige Zahlen: bedeuten große mentale Probleme und Fehler; aus einem wichtigen Geschäft wird
man als Verlierer hervorgehen, wenn man bei Verhandlungen und Gesprächen nicht vorsichtig ist;
– von einer Tafel wegwischen: Verluste durch Leichtsinn.
(ind. ) : – sehen: du wirst in deinem Beruf befördert;
– schreiben: gib die Hoffnung nicht auf.
(Merkst du dir die Zahlen, so versuche sie in der Lotterie zu spielen, sie bringen Glück.)
(Siehe auch die Zahlen „Eins“ bis „Dreizehn“, „Lebensalter“)

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Zählen
Volkstümlich:
(europ.) : – die eigenen Kinder zählen und sind diese vergnügt und nett anzusehen: die Kinder
werden einem keine Probleme bereiten und zu ehrenhaften Stellungen gelangen;
– Personen zählen: bedeutet Macht, Würde und erfüllter Ehrgeiz; Glückszahlen: 3, 7, 9, 11 und 17
– Geld zählen: man wird Glück haben und die Schulden begleichen können;
– für sich selbst irgend etwas zählen: prophezeit Glück;
– für eine andere Person Geld oder andere Dinge abzählen: es droht Verlust;
(ind. ) : – du wirst mit geizigen Menschen zu tun haben.
(Siehe auch „Geld“, „Perlen“)
Zähler
Psychologisch:
Gas- oder Wasser- Zähler kann ähnliche Hinweise geben wie die Meßinstrumente. Redet man im Wachleben zuviel, oder läßt man seinem
Gefühlsstrom allzu freien Lauf?
(Siehe auch „Messen“)
Zahlmeister
Volkstümlich:
(ind. ) : – geringes, aber sicheres Einkommen.
Zahlung
Volkstümlich:
(europ.) : – leisten: Verbesserung der Güter; bringt Geld;
– erhalten: man wird eine Rechnung bekommen.
(ind. ) : – sehen: deine Sorgen sind nur vorübergehend;
– leisten: du hast eine schwere Pflicht zu erfüllen;
– erhalten: du wirst etwas unangenehmes erleben.
Zahm
Allgemein:
Wenn man im Traum ein Tier zähmt, verweist dies darauf, daß man eine Beziehung zu dem animalischen Aspekt seiner selbst entwickeln oder
kontrollieren kann. Wird der Träumende selbst in seinem Traum wie ein Tier gezähmt, so heißt dies, daß er in seinem Leben feste Grenzen benötigt.
Psychologisch:
Etwas oder jemand, das oder der im Traum außergewöhnlich zahm im Sinne von dumpf und langweilig ist, verlangt vom Träumenden, seinen
Lebensstil in dieser Hinsicht zu überdenken.
Spirituell:
Zahmheit stellt die spirituelle notwendige Selbstkontrolle dar.
Zähne
Assoziation: – Unabhängigkeit; Macht; Fähigkeit zu nähren und zu kommunizieren.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben fürchte ich mich vor Abhängigkeit? Was möchte ich sagen?
Artemidoros:
Was die Deutung der Zähne anbetrifft, die eine vielfache Bestimmung zuläßt, so ist erst in unseren Tagen von ganz wenigen Traumdeutern ein echtes
Verständnis erarbeitet worden, wobei Aristandros aus Telmessos (Von den Geschichtsschreibern Alexander des Großen häufig erwähnter
Zeichendeuter und Wahrsager des Makkadonenkönigs. Er ist der erste sicher datierbare Autor, der an Stelle einer mehr zufälligen Beispielsammlung
von Träumen eine unfassende Systematik anstrebte.) die meisten und besten Richtlinien gegeben hat. Es verhält sich damit folgendermaßen: Die
oberen Zähne weisen auf die Bessergestellten und Standespersonen im Haus des Träumenden hin, die unteren auf die kleinen Leute. Man hat nämlich
den Mund als ein Haus, die Zähne als die Menschen im Haus aufzufassen; dabei bezeichnen die der rechten Reihe Männer, die der linken Frauen;
von dieser Regel gibt es nur wenige Ausnahmen, z.B. wenn ein Bordellbesitzer nur Frauenzimmer oder ein Landwirt nur Männer im Dienst
genommen hat; bei diesen bedeuten die rechten Zähne die älteren, die linken die jüngeren Männer oder Frauen. Ferner bezeichnen die sogenannten
Schneidezähne, d.h. die Vorderzähne, die ganz jungen Leute, die Eckzähne Personen von mittleren Alter, die Backenzähne die bejahrten. Welcher
Art der Zahn ist, den einer zu verlieren träumt, demenstprechend wird er den Verlust eines Menschen beklagen, dessen Symbol er ist. Da die Zähne
aber nicht nur Menschen, sondern auch das Hab und Gut bedeuten, hat man die Backenzähne auf die Kostbarkeiten, die Eckzähne auf die Hausgeräte
zu beziehen. Ganz folgerichtig zeigt also ihr Ausfallen den Verlust eines Hab und Gutes an. (Herodot (um 494-425 v.Chr.) berichtet in den Historien
(Buch 6,107) von Hippias, dem Sohn des Peisitratos, daß dieser während der Vorbereitungen für die Schlacht bei Marathon übermäßig stark niesen
und husten mußte und dadurch einen Zahn herausstieß. Dieser fiel in den Sand, und Hippias konnte ihn nicht finden. Er deutete den Vorgang dahin,
daß er das Land nicht erobern werde, weil sein Zahn nun den Teil besitze, der eigentlich ihm zukäme.) Sodann bedeuten die Zähne die
Lebensbedürfnisse, und zwar die Backenzähne die geheimen und unaussprechlichen, die Eckzähne diejenigen, die nur wenigen Leuten bekannt sind,
die Schneidezähne aber die ganz offenkundigen und durch Wort und Stimme verrichtet werden. Ausfallende Zähne sind somit ein Hindernis in der
Befriedigung der entsprechenden Bedürfnisse. Ich will nunmehr ins einzelne gehen. Schuldnern bedeutet das Ausfallen irgendwelcher Zähne
Rückzahlung der Schulden. Verliert jemand einen Zahn, wird er nur einem Gläubiger oder vielen auf einmal seine Schulden abtragen; verliert er
viele, wird er vielen Gläubigern oder einem einzigen mehrmals zurückzahlen. Empfindet er beim Ausfall keine Schmerzen, wird er seine Schulden
mit dem Geld tilgen, das er in fleißiger Arbeit verdient hat, stellen sich aber beim Zahnausfall Schmerzen ein, wird er etwas aus seinem Vermögen
verkaufen müssen. Ausgefallene Vorderzähne besagen, man werde bei einem Unternehmen mit Worten nichts erreichen. Kommen noch Schmerzen
oder Blutverlust oder Loslösung des Zahnfleisches hinzu, werden geplante Vorhaben gänzlich durchkreuzt und vereitelt; geht es ohne Schmerzen ab,
verzögert es nur für den Augenblick deren Ausführung. Fallen alle Zähne auf einmal aus, so bedeutet es – jedoch nur den Gesinden, Freien und
Leuten, die keinen Großhandel betreiben -, daß das ganze Haus veröden wird; Kranken aber prophezeit das Traumgesicht Siechtum und
Schwindsucht, gibt ihnen jedoch die Gewißheit, daß sie am Leben bleiben werden; denn ohne Zähne kann man keine kräftige Nahrung zu sich
nehmen, sondern nur Brei und Saft, kein Verstorbener verliert seine Zähne. Einem Sklaven verheißt es die Freiheit, wenn er keine Zähne im Mund
hat. Entweder wird er seinem Herrn kein Mietgeld mehr geben (Der griech. Ausdruck apophora bezeichnet das Mietgeld oder die feste Abgabe, die
der Sklave seinem Herrn aus den Einkünften entrichten mußte, die er in der handwerklichen Produktion und aus dem Verkauf seiner Produkte
erzielte, wenn ihm vom Herrn Arbeitsräume und Rohstoffe zur Ausübung eines Gewerbes zur Verfügung gestellt waren.), so wie den Zähnen keine
Nahrung, oder er wird von keinem anderen mehr die Kost erhalten, also gewissermaßen von den Zähnen nicht mehr ernährt, in jedem Fall frei
werden. Großhändlern verspricht dieses Traumgesicht schnellen Absatz ihrer Waren, vor allem wenn diese verfrachtet sind. Wenn einige Zähne sich

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vermehren oder ihre Größe verändern, kündigt es durch den Verlust des Ebenmaßes Zwietracht im Haus des Träumenden an. Dagegen werden alle,
die träumten, daß sie ihre schwarzen oder faulen oder verstümmelten Zähne verloren haben, von jeder Plage und jeglichem Übel frei werden. Häufig
verloren manche ihre alten Eltern. Elfenbeinerne Zähne zu haben verheißt jedermann Glück; Literaten (Apuleius (geb. um 124 n.Chr.) forderte in der
Apologie (Kap. 7), daß ein Redner weiße Zähne habe.) zeigt es Wortgewandtheit an, allen anderen Menschen häuslichen Wohlstand. Goldene Zähne
(Bedeutende Redner führten den Beinamen Chrysostomos = Goldmund, z.B. Dion von Prusa (um 40-120 n. Chr.) und Johannes aus Antiocheia (um
345-407 n. Chr.) sind einzig für Literaten von guter Vorbedeutung; ihre Worte werden wie aus goldenem Mund tönen; allen anderen kündigen sie
Feuersgefahren im Haus an. Zähne aus Wachs weisen auf einen jähen Tod hin; denn man kann mit ihnen keine Nahrung zerkleinern. Zähne aus Blei
oder Zinn bedeuten Entzug des Bürgerrechts und Schande, Zähne aus Glas oder Holz gewaltsame Todesfälle. Silberne Zähne zeigen Geldeinnahmen
durch Redegewandtheit an, Reichen aber große Geldausgaben für Tafelrunden. Träumt jemand, er verliere seine alten Zähne und es wüchsen neue
nach, so steht ihm ein Wechsel in seinen Lebensverhältnissen bevor, und zwar zum Besseren, wenn die zweiten Zähne besser als die ersten sind, zum
Schlechteren, wenn sie schlechter sind. Träumt man, Fleischfasern, Dornen oder sonst etwas zwischen den Zähnen zu haben, so hindert das, über
dringende Angelegenheiten zu sprechen, und prophezeit außerdem Stillstand der Geschäfte. Entfernt aber einer im Traum derlei Dinge aus dem
Mund, so wird die Geschäftsflaute ein Ende haben, und der Betreffende wird durch Redegewandtheit manches erreichen. Träumt jemand, er nehme
seine Zähne, wenn sie aus dem Mund herausfallen, in die Hände oder in den Schoß, so bedeutet es Trennung von den Kindern, indem diese entweder
im Elternhaus nicht länger bleiben oder nicht groß werden. Speit man die Zähne mit seiner Zunge heraus, wird man die im Leben auftretenden
Schwierigkeiten durch die Macht seiner Worte ausräumen. Alles was der Kaiser aus seinem Mund gibt, wird dem Empfänger in Form von
kaiserlichen Entscheidungen Nutzen bringen. Chrysippos aus Korinth, der im Traum zwei Zähne aus dem Mund des Kaisers bekam, ging an einem
einzigen Tage in Prozessen vor dem Kaiser durch zwei kaiserliche Entscheidungen als Sieger hervor. Es träumte jemand, er habe im Hintern einen
Mund, darin große schöne Zähne, spreche durch ihn, esse durch ihn und bediene sich seiner für alle Betätigungen, die sonst dem Mund zukommen.
Der Mann mußte wegen frecher Reden die Heimat verlassen und in die Verbannung gehen. Ich erspare es mir, die Gründe anzuführen; denn was ihm
widerfuhr, ist natürlich und hat seinen guten Grund.
Allgemein:
Zahn deutet auf materielle und sexuelle Bedürfnisse hin. Die genaue Bedeutung ergibt sich vor allem aus folgenden Begleitumständen:
– Gesunde Zähne verheißen Erfolge und materielle Gewinne.
– Schlechte, lockere oder ausfallende Zähne warnen vor Mißerfolgen und Verlusten.
– Zahn plombieren fordert auf, Probleme nicht zu verdrängen, sondern zu lösen.
– Wird einem ein Zahn gezogen, muß man mit finanziellen Schwierigkeiten oder enttäuschten Erwartungen rechnen.
– Zieht man selbst einem anderen einen Zahn, kann man aus den Problemen eines Menschen Nutzen ziehen oder einen Widerstand überwinden.
– Falsche Zähne können auf Geltungsbedürfnis, Eitelkeit, Scheinerfolge oder Täuschung hinweisen.
– Zähne zeigen weist darauf hin, daß man andere einzuschüchtern oder zu verletzen versucht.
Psychologisch:
Sie zermalmen unsere Speise, die wir als Energiespender zu uns nehmen. Diesem Bild liegt Aggressives zugrunde. Zahnverlust im Traum deutet also
auf einen besonderen Energieverlust hin, in einigen Fällen ist sogar die Potenz gefährdet, was Zähne auch sexuell bedeutsam erscheinen läßt. So
können Beißgelüste im Traum darauf schließen lassen, daß man den Partner vor Liebe auffressen möchte. Verlieren junge Mädchen im Traum ihre
Zähne, verweist das möglicherweise auf den Verlust der Jungfernschaft oder auf Hemmungen im zwischenmenschlichen Bereich. Zähne, die im
Traum ausfallen, können auch auf Schuldgefühle in der Liebe hindeuten. Nach den neusten amerikanischen Forschungen haben sie auch etwas mit
den Wechseljahren bei Frau und Mann zu tun, vor allem wenn sie in mehreren Träumen einer Person in den Wechseljahren hintereinander gesehen
werden. Dieser modernen Auffassung fügen wir noch hinzu, was altägyptische Traumforscher – aber auch Artemidoros – zum Bild der ausfallenden
Zähne angemerkt haben: Unglück stellt sich ein, ein Angehöriger könne sterben.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Die vier nächsten Zähne nach den beiden Vorderzähnen bedeuten die Geschwisterkinder und die entfernteren Verwandten.
Ist einer von diesen Zähnen wacklig, brüchig oder krank geworden, wird einer der Genannten erkranken.
Werden die Zähne gezogen, oder fallen sie aus, droht ihnen der Tod.
Träumt einer, es wäre zwischen diesen Zähnen ein anderer herausgewachsen, wird in Kürze einer von den leiblichen
Verwandten im Haus des Träumenden erscheinen.
Belastet der neue Zahn die anderen, wird der Besagte allen zur Last fallen, verschönert er sie, wird jener seinen Verwandten
eine Zierde und Ehre sein.
Sind die genannten Zähne schöner oder prächtiger geworden, wird der Träumer Gefallen an den erwähnten Blutsverwandten haben.
– Die Eckzähne gleichen Säulen und Pfeilern, auf denen Haus und Geschlecht des Menschen ruhen und nächst Gott gründen.
Träumt einer, ein solcher Zahn sei zerbrochen, so wird derjenige, der Pfeiler des Hauses und Geschlechts ist,
unweigerlich in Lebensgefahr kommen und keine Hoffnung auf Rettung haben;
ist der Zahn wacklig oder schwarz geworden, wird der Betreffende erkranken und Trübsal leiden,
bald aber wieder Hoffnung auf Rettung schöpfen.
Dünkt es einen, der Eckzahn sei schneeweiß und schön geworden, wird er an dem Besagten, der Haus und Geschlecht trägt,
seine Freude haben.
Ist der Zahn so lang geworden, daß er beim Essen und Schließen des Mundes hindert, wird derjenige, der Stütze von Haus
und Geschlecht ist, dem Träumer im Wege stehen und allem Guten hemmend und hinderlich sein; doch wird solchem Übel
abzuhelfen sein, weil ein herausstehender Zahn mühelos abgefeilt und geglättet werden kann.
– Die sogenannten Mahl- oder Backenzähne bedeuten die bedürftigen Greise der Sippe,
und zwar die oberen die männlichen, die unteren die weiblichen.
Wenn einer dieser Zähne wackelt, schwarz wird oder weh tut, droht einem der erwähnten Angehörigen Krankheit;
fault oder zerbricht er, wird der Betreffende ohne Hoffnung auf Heilung dahinsiechen und in Armut sterben.
Sind die Zähne schöner oder prächtiger geworden, wird der Träumende sein Gefallen an den Genannten haben.
Putzt sich einer die Zähne, damit sie schneeweiß werden, wird er seinen Verwandten Wohltaten erweisen
und sie mit Kleidern ausstatten.
Sind die Zähne so lang geworden, daß sie das Zerkleinern der Nahrung verhindern, bedeutet es Streit und Prozesse
in der Verwandtschaft wegen des Erbteils.
– schöne weiße besitzen: zeigen den Eintritt glücklicher Umstände an;
– schlechte, mangelhafte: Bosheit und Verleumdung suchen dir zu schaden;
– ohne Schmerz verlieren: der Tod eines weitläufigen Verwandten oder Bekannten;
– unter Schmerzen verlieren: der Todesfall eines nahen Familienmitgliedes wird dich betrüben.
(europ.) : – als sexuelles Symbol zu verstehen; allgemein: deutet auf eine unerfreuliche Begegnung mit Krankheit
oder unverschämten Menschen;
– eine Zahnuntersuchung: gilt als Warnung, Umsicht bei Geschäften walten zu lassen, den man ist von
Feinden umgeben;
sehen die Zähne zerstört und schief aus, werden Geschäft und Gesundheit Belastungen ausgesetzt sein;
– schöne Zähne bei anderen sehen: verspricht wohlhabende Freunde oder Bekannte;

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– sauber, schöne, weiße haben: bedeutet, daß man in günstige Verhältnisse kommt, ferner
Gesundheit, Freundschaft, Wohlstand, gesunde Kinder; viele Vorteile für die nächste Zeit;
– die eigenen bewundern, weil sie weiß und schön sind: angenehme Tätigkeiten und viel Freude erwarten;
– schlechte oder lockere bei anderen sehen: bringt eine unvorteilhafte Bekanntschaft oder Verbindung;
– wackelige oder beschädigte haben: deuten auf materielle Verluste; mit Niederlagen und schlechten
Nachrichten rechnen müssen;
– sehr schlechte haben: bedeutet Krankheit, Depressionen, Unglück und Verlust des Vermögens;
Mißlingen von Plänen; eines der schlechtesten Zeichen;
– fällt einer aus: deutet auf unangenehme Neuigkeiten;
– fallen zwei aus: signalisieren Unannehmlichkeiten, die einem ohne eigenes Zutun widerfahren;
– fallen drei aus: es folgen Krankheit und sehr schwere Unfälle;
– alle ausfallen, verlieren sehen: Unglück, Todesfall in der Familie; Krankheit oder äußere Behinderung;
auch: bedeutet Unannehmlichkeiten, die den Stolz verletzen und Geschäfte durchkreuzen; Hungersnot;
– unter Schmerzen verlieren: Tod; die Vorderzähne sollen außerdem die Kinder oder nächsten Angehörigen bedeuten;
– ausspucken: man selbst oder jemand aus der engsten Familie wird krank;
– die Oberzähne die männlichen und die unteren Zähne die weiblichen Kinder oder Verwandten;
die rechten Schneidezähne gelten für den Vater, die linken für die Mutter;
– falsche Zähne bei anderen sehen: Warnung vor einem Hochstapler;
– selbst falsche haben: du wirst eine Täuschung erleben; man wird ein Scheingewinn erzielen;
– sich einen vom Zahnarzt ziehen lassen: du wirst den Verkehr mit einem lästigen Menschen aufgeben;
man wird in die Misere eines anderen hineingezogen; ernsthaft krank werden, es ist keine bedrohliche,
aber eine langwierige Krankheit;
– sich selbst einen ziehen: bedeutet eine Fehlspekulation;
– sich selbst einen ziehen und ihn dann verlieren, mit der Zunge anschließend das Loch im Mund suchen
ohne es zu finden und dann den Zahnarzt ohne Erfolg bitten, es zu finden, heißt: man ist dabei eine nicht
angenehme Sache zu beginnen und wieder liegenzulassen; später wieder in Angriff zu nehmen und
insgeheim – mißtrauisch von Freunden beäugt – weiterverfolgen;
– einem anderen einen ausziehen: man wird aus der Notlage eines anderen Nutzen ziehen;
– sehen, wie sie einem ausgeschlagen werden: verheißt Unglück; entweder man erleidet geschäftliche
Einbußen, oder man hat mit Tod oder Unfällen zu tun;
– plombieren lassen: du wirst deine Angelegenheiten ordnen; deutet auf finanzielle Schwierigkeiten hin,
indem man ein Loch zustopft und ein anderes aufreißt; auch: man wird nach langen Scherereien verlorene
Wertgegenstände zurückerhalten;
– putzen: du mühst dich für andere; auch: prophezeit, daß man große Anstrengungen unternehmen muß,
um das Vermögen zu bewahren;
– sehen, wie Ablagerungen, Zahnstein von den Zähnen abfällt, so daß sie weiß und gesund aussehen: verheißt
vorübergehende Unpäßlichkeit; anschließend agiert man umsichtiger und findet Befriedigung bei der
Erledigung der Aufgaben;
– glauben, der Zahnarzt hat die Zähne ausgiebig gereinigt und am nächsten Morgen sind sie wieder braun:
man glaubt die Interessen, was einer bestimmten Person oder Position betrifft, seien gewahrt; doch dann
muß man feststellen, daß man Schmeicheleien zum Opfer gefallen ist;
– bekommen: du wirst in einer fraglichen Angelegenheit Gewißheit erhalten;
– goldene: Reichtum;
– übereinander gewachsen: du wirst Verwirrung anrichten;
– sich Zahnlos sehen: weist auf Unfähigkeit hin, die eigenen Interessen zu vertreten; schlechte Gesundheit
wird die Pläne durchkreuzen;
– andere Zahnlos sehen: gilt als Hinweis, daß Gegner erfolglos versuchen, einem zu verleugnen;
– ein Gebiß bekommen: es wird einem Schlimmes widerfahren und man strebt danach, diesem zu entgehen;
(ind. ) : – Alle Zähne des Menschen bedeuten seine Blutsverwandten;
die vordersten zwei weisen auf die erwachsenen Kinder, auf die Eltern, Geschwister oder engsten Verwandten.
Ist einer von diesen Vorderzähnen wacklig, schwarz oder faul geworden, wird einer der Genannten,
und zwar der engste Angehörige, krank werden;
fällt einer von ihnen aus, wird der Betreffende sterben;
zerbricht einer, wird ein Anverwandter unheilbar erkranken.
Sind die beiden Vorderzähne aber blendend weiß oder prächtiger geworden,
werden die nächsten Verwandten durch Anmut und Schönheit bestechen.
Ist einer dieser Zähne übermäßig groß geworden, wird einer der Genannten dem Träumenden nur Arger und Kummer verursachen.
– Dünkt es einen, daß zwischen den zwei Vorderzähnen ein dritter durchgebrochen ist, so daß er die anderen in ihrem Wachstum
behindert, wird er einen Sohn zeugen oder einen Bruder oder eine Schwester auf seine Seite ziehen, um mit ihrer Hilfe die anderen
Verwandten zu verdrängen oder aus dem Wege zu räumen.
– ziehen lassen: sei auf der Hut vor falschen Menschen;
– falsche haben: du wirst wissen, was du tust;
– machen lassen: dein Fleiß findet Anklang;
– plombieren lassen: man wird dich beneiden;
– ausfallen: es wird jemand sterben, dem du sehr nahe stehst;
– weiße: hüte deine Gesundheit;
– goldene: du wirst Erfolge in deinen Geschäften haben, nutze jetzt günstige Gelegenheiten.
– sonst wie unter (arab.)
(Siehe auch „Amputation“, „Körper“, „Zahnbürste“, „Zahnziehen“, „Zahnschmerzen“)
Zahnarzt
Assoziation: – Arbeit an der eigenen Unabhängigkeit und Macht.
Fragestellung: – Welcher Teil von mir bedarf der Stärkung?
Allgemein:
Zahnarzt symbolisiert oft Hilfe, die man in einer schwierigen Situation erhofft. Er kann aber auch vor unüberlegtem Handeln warnen, mit dem man
anderen Schaden zufügt.

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Volkstümlich:
(europ.) : – in Tätigkeit sehen: bedeutet, daß man zur rechten Zeit den rechten Freund finden wird; ein Freund wird einem aus einer prekären
Lage heraushelfen;
– von ihm behandelt werden: man hat Anlaß, an der Aufrichtigkeit einer Person zu zweifeln, mit der man zu tun hat;
– die Zähne einer jungen Frau behandeln sehen: man wird bald von einem Skandal im Bekanntenkreis aufgeschreckt werden;
(ind. ) : – Ärger und Verdruß.
(Siehe auch „Zähne“)
Zahnbürste
Volkstümlich:
(ind. ) : – bringe Ordnung in deine Angelegenheiten.
Zahnfleisch
Volkstümlich:
(arab. ) : – rotes und geschwollenes: dauerhafte Gesundheit.
Zahnrad
Allgemein:
Zahnrad verspricht, daß man Hindernisse aus eigener Kraft energisch überwinden wird; dabei darf man auch vor ungewöhnlichen Maßnahmen nicht
zurückschrecken.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeuten neue Aussichten für die Angelegenheiten; man fasse neuen Mut und Hoffnungen und geht die Pläne furchtlos an.
Zahnradbahn
Allgemein:
Zahnradbahn kündigt einen langsamen, beschwerlichen, aber sicheren Aufstieg im Leben an.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird eine Schwierigkeit auf geniale Weise überwinden.
(ind. ) : – sehen: was du beginnst, soll überlegt sein.
– damit fahren: du mußt bei deinen Unternehmungen auch den ungünstigen Ausgang in Erwägung ziehen.
Zahnschmerzen
Allgemein:
Zahnschmerzen deuten auf Probleme hin, von denen man sich nicht unterkriegen lassen darf; durch rechtzeitiges Handeln lassen sie sich bald lösen.
Psychologisch:
Selten träumt man davon, wenn man wirklich welche hat. Möglicherweise sehen wir uns bei geträumten Zahnschmerzen im Wachleben auf den Zahn
gefühlt und stellen mit Schrecken fest, daß wir etwas falsch gemacht haben. Oder irgend etwas, das wir mit unserem Gewissen nicht vereinbaren
können, tut uns leid. Manchmal sind die Zahnschmerzen nichts anderes als Liebeskummer.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben: deine Traurigkeit wird sich bald in Freude verwandeln.
(europ.) : – verkündet schmerzliche Nachrichten, jedoch wird bald Freude auf Leid folgen;
– haben: eine unerwartete Geldausgabe wird ein großes Loch in die Kasse reißen.
(ind. ) : – haben: lasse dich nicht unterdrücken; eine nahestehende Person wird dich kränken.
(Siehe auch „Schmerzen“, „Zähne“)
Zahnstocher
Allgemein:
Zahnstocher kann einen finanziellen Gewinn verheißen; verwendet man ihn selbst, muß man aber mit einem Verlust rechnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – häusliche Verdrießlichkeiten.
(europ.) : – zeigt an, daß man sich von etwas Lästigem leicht befreien kann; auch: prophezeien, daß man sich mit
kleinen Sorgen und Boshaftigkeiten herumschlagen muß, wenn man ihnen die Aufmerksamkeit geben wird;
– sehen: verspricht eine finanzielle Erleichterung;
– gebrauchen: man wird finanziell in einen sauren Apfel beißen müssen; auch: man beteiligt sich an einem
Unrecht, was einem Freund angetan wird.
(ind. ) : – sehen: du wirst Verlust im Geschäft haben.
Zahnziehen
Psychologisch:
Was es zu bedeuten hat, wenn Männer vom Zahnziehen träumen, hat der Begründer der Psychoanalyse Sigmund Freud festgestellt: Es ist eine
Verherrlichung der Selbstbefriedigung. Der Träumer erinnert sich im Traum an die Lustgefühle, die er sich in der Zeit der Pubertät durch
Selbstbefriedigung verschafft hat. Bei diesem Traum steht meist auch bei einem erfüllten Sexualleben ein verdrängter Onaniewunsch Pate.
(Siehe auch „Zähne“)
Zander
(Fisch)
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen oder essen: du wirst Vermögensvorteile erlangen.
(Siehe auch „Fisch“, „Wasser“)
Zange
Allgemein:
Zange symbolisiert eine Zwangslage, aus der man sich nur schwer befreien kann. Mit einer Zange gezwickt zu werden, weist auf Geldnöte hin.
Psychologisch:
Wer mit ihr im Traum hantiert, möchte wohl im Alltagsleben einen Gegner in die Zange nehmen.

1545
Volkstümlich:
(arab. ) : – in der Hand haben: du wirst feindlichen Anfechtungen ausgesetzt werden.
– damit hantieren: durch deine unvorsichtige und eigensinnige Handlungsweise wirst du andere Menschen
Sorgen und Schwierigkeiten bereiten, ohne das man dies beabsichtigt;
auch: Probleme in einer Liebesaffäre sind zu erwarten.
(europ.) : – deutet auf eine gefährliche Zwangslage moralischer Art; Warnung vor Feuer als auch Streitigkeiten;
– sehen und damit arbeiten: man wird in eine böse Klemme geraten; deutet an, daß man von jemandem zu
heftigen Zorn gereizt wird; deutet auf bevorstehende unglückliche Ereignisse hin;
– im eigenen Fleisch spüren: man wird einem leidige Pflichten auferlegen;
(ind. ) : – sehen: halte dich nicht für zu klug, man will dir Schaden zufügen; du wirst dein Glück untergraben;
– damit arbeiten: du wirst Hilfe in der Not erhalten;
– greifen: du wirst zum Zorn gereizt werden;
– damit gezwickt werden: ein Mensch, von dem du das nicht erwartet hättest, wird dich feindselig behandeln.
(Siehe auch „Klempner“)
Zanken
Allgemein:
Zank (Streit) fordert zur Versöhnung auf; den ersten Schritt muß man aber selbst tun, weil man einen anderen ungerecht behandelt hat.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sich mit jemandem: sich unnötiger Aufregung überlassen.
(europ.) : – mit jemandem haben: man wird sich mit jemandem, den man bisher nicht leiden konnte, gut vertragen.
– gilt gewöhnlich für Geldverluste;
– gewinnt man im Streit: deine Sache wird nach langem Sorgen doch noch gedeihen.
(ind. ) : – unvorhergesehene Unannehmlichkeiten;
– mit Freunden: drückendes Leid;
– in der Ehe: häusliches Glück;
– mit einer Person des anderen Geschlechts: du wirst dich verlieben;
– unter Männer: Eifersucht;
– unter Frauen: du wirst etwas Unvernünftiges tun.
Zapfen
Volkstümlich:
(europ.) : – verheißt die Möglichkeit, nun bald etwas Böses wieder gutmachen zu können;
– sehen oder damit hantieren: kündet einen Verlust an.
(ind. ) : – du hast ein Unrecht gutzumachen.
Zapfenstreich
Allgemein:
Wer dieses militärische Signal im Traum erlebt, hat im Alltag etwas abgeschlossen, das ihn zum Feiern veranlassen könnte. Zumindest steht er kurz
davor, vor dem Bestehen einer Prüfung, dem Abschluß eines guten Geschäfts oder vor einem preisgünstigen Einkauf. Der Zapfenstreich erinnert aber
auch an eine zu Ende gehende Zeit.
Volkstümlich:
(europ.) : – Fröhlichkeit, Geselligkeit;
– hören: kündet ein gestörtes zärtliches Beisammensein an.
(ind. ) : – du wirst in ausgelassene Gesellschaft kommen.
Zappeln
Volkstümlich:
(ind. ) : – verliere nicht die Geduld.
Zärtlichkeit
Allgemein:
Zärtlichkeit kann für die Sehnsucht danach stehen. Oft erkennt man darin eine empfindsame, wenig belastbare, leicht zu verletzende und zur
Schwermut neigende Persönlichkeit, die dem rauhen Alltag kaum gewachsen ist.
Volkstümlich:
(europ.) : – Auslösungstraum; manchmal auch Warnung.
Zauber / Zauberspruch
Psychologisch:
Ein Traum, in dem jemand einen Zauberspruch oder Magie anwendet, um einem zu helfen oder zu schaden, weist unter Umständen auf jemanden im
Wachleben hin, der einem zu beeinflussen sucht, oder auf Menschen oder Vorfälle im Umfeld. Wer da zaubert, ist selten erkennbar, doch meist gibt
der Traum einen Hinweis für die Identifizierung. Vermutlich ist es jemand, dem das Wach-Ich nicht versteht und dem es auch nicht vertraut, und der
Traum spiegelt wohl diesen Mangel an Vertrauen wider; er beschreibt vermutlich auch, wie man reagiert. Es ist wichtig, ob der Zauber wirkt oder
versagt: Wenn er wirkt, könnte die Hexe bzw. der Zauberer einem wertvollen Rat zu bieten haben, und man sollte ihn beachten. Zur Klärung der
Lage sind vielleicht weitere Träume nötig, dann sollte man um eine weitere Begegnung mit der Hexe oder dem Zauberer bitten.
Volkstümlich:
(europ.) : – verzaubert oder behext sein: zeigt Verlust im Geschäft an;
– selbst zaubern oder Zauberei treiben: gilt für unüberlegtes Handeln.

1546
Zauberer
Psychologisch:
Der Zauberer kann im Traum die Bedeutung archetypischer männlicher Kraft haben. Er signalisiert die Nähe einer reinen, großen Kraft. In ihm
spiegelt sich die Kraft der Schamanen wider. Der Zauberer ist allerdings eine Gestalt mit übermenschlichen, magischen Kräften. Er kann daher im
Traum auch eine Mahnung an den Träumenden sein, sich selbst nicht für übermächtig und allzu bedeutend zu halten. Es geht ein Zauber von ihm aus,
wenn er uns mit seinen Kunststücken im Traum unterhält. Der Zauberer versucht, uns das Lachen wieder zu schenken, das wir in des Alltags Hasten
und Mühen schon fast verlernt hatten. Er erinnert uns vielleicht auch an den Zauber schöner Stunden, die sich irgendwann einmal wiederholen
werden. Spielen wir selbst den Zauberer, sollten wir uns besser nicht über eine augenblicklichen Lage hinwegtäuschen, sonst könnte der „Zauber“
losgehen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder mit ihm verkehren: nimm dich vor Schwindlern in acht;
auch: sagt ein unvorhergesehenes Ereignis voraus, daß das Leben von Grund auf ändern wird;
– selber zaubern: man sollte freiwillig einen neuen Lebensweg einschlagen, da man sonst niemals
Zufriedenheit erlangen wird.
(europ.) : – Selbstüberschätzung; Erwartung einer Wunderlösung aus einer Zwangslage oder Unsicherheit;
unangenehme Erfahrungen, die man auf der Suche nach Wohlstand und Lebensglück machen wird;
– einen sehen: man wird eine einfache Lösung auf eine sehr schwierige Frage finden; auch: man wird
eine große Familie haben, die einem Unbequemlichkeiten bereiten wird; jungen Menschen wird der
Verlust und die Auflösung von Verlobungen angekündigt;
– selbst ein Zauberer sein: es wird möglich sein; etwas „hintenherum“ zu erreichen;
– Zaubertricks sehen: ein Mysterium wird gelöst werden; Wohlstand und Zufriedenheit in der Familie;
– selbst Zaubertricks zeigen und sehen andere dabei zu: man kommt bald in eine Lage, aus der man sich
nur mit Einsatz aller Kraft befreien kann.
(ind. ) : – sehen: du entgehst einer Feuersbrunst.
(Siehe auch „Alter“, „Archetypen“, „Clown“, „Hexe“, „Zirkus“)
Zauberstab
Allgemein:
Gebraucht der Träumende einen Zauberstab, ist er sich seines Einflusses auf andere Menschen bewußt. Umgekehrt erkennt der Träumende, wenn im
Traum eine andere Person einen Zauberstab gebraucht, die Suggestionskraft, ob negativ oder positiv, die in einer Situation auf ihn einwirkt.
Psychologisch:
Der Zauberstab wird gemeinhin als Instrument übernatürlicher Kräfte angesehen und ist in dieser Bedeutung ein besonders wichtiges Bild. Der
Träumende ist sich einer äußeren Kraft bewußt, die von ihm gezügelt werden muß.
Spirituell:
Der Zauberstab ist untrennbar mit Magie verknüpft und kann daher „magische“ Kräfte symbolisieren, die den Träumenden möglicherweise
beeinflussen.
Zaumzeug
(Zügel)
Allgemein:
Zaumzeug fordert auf, sich selbst besser zu beherrschen oder das Leben aktiv zu gestalten, dann wird man auch erfolgreich sein. Oft muß zusätzlich
das Tier gedeutet werden, das man am Zaum hält. Trägt der Träumende in seinem Traum Zaumzeug, ist er also ins Joch gespannt, dann ist
Zurückhaltung oder Selbstbeherrschung nötig. Ein Zaumzeug aus Blumen verweist auf eine eher weibliche Art von Kontrolle.
Psychologisch:
Zaumzeug kann auf die Notwendigkeit konzentrierter Aufmerksamkeit für einen Aspekt des Lebens verweisen.
Spirituell:
Vielleicht besteht Anlaß für ein gewisses Maß an spiritueller Zurückhaltung oder Selbstbeherrschung.
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: man wird erreichen, was man will; auch: steht für das Engagement in einem Unternehmen,
das viel Sorgen bereitet, letztlich jedoch gut und gewinnbringend ausgeht;
– oder zäumen: besagt, daß man über seine Freunde triumphieren und scheinbar Unüberwindliches überwinden wird;
– ergreifen oder ein Tier damit lenken: in einer Angelegenheit wird man nicht so können, wie man es gerne möchte;
– ist es alt oder beschädigt: es kündigen sich Schwierigkeiten an, die einen möglicherweise in die Knie zwingen;
– mit einer verrosteten Trense: man wird von einem Feind hinters Licht geführt, oder eine Frau wird einem in eine Intrige verwickeln.
(ind. ) : – sehen: du kannst dich als Sieger betrachten;
– einem Pferd anlegen: du wirst deinen Feinden das Handwerk legen.
(Siehe auch „Tiere“ und Tierbezeichnungen, „Zügel“)
Zaun
Allgemein:
Zäune in Träume stehen meist für soziale Barrieren oder Klassenschranken; möglicherweise spiegeln sie jedoch auch das Bedürfnis des Träumenden
nach Privatheit wider. Vielleicht ist er sich der Grenzen, die ihm eine Beziehung auferlegt, bewußt und spürt ihre einschränkende Wirkung auf sein
Leben. Andererseits könnte der Zaun ein Symbol für die Schwierigkeiten sein, die der Träumende damit hat, sich selbst auszudrücken. Zaun kann für
das Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit stehen. Oft erkennt man darin auch Hindernisse, die man manchmal selbst errichtet hat, weil man
sich zu wenig zutraut und dadurch selbst einschränkt.
Psychologisch:
Der Zaun hat im Traum eine ähnliche Bedeutung wie die Wand. Auch er kann Schutz und Geborgenheit bieten. Er kann für den Träumenden aber
auch ein Hindernis darstellen. Überklettern wir es, werden wir auch im Wachleben das Hindernis auf unserem Weg zum Erfolg beiseite räumen
können. Bleiben wir daran hängen oder zerreißen wir uns an einer Zaunlatte die Kleidung, müssen wir in nächster Zeit vorsichtig taktieren, um nicht
im Leben hängenzubleiben, das heißt, einen Mißerfolg zu erleiden. Gelangt der Träumende in seinem Traum an einen Zaun oder ein Hindernis, so
muß er sich besonders anstrengen, um es zu überwinden.
Spirituell:
Ein Zaun kann spirituelle Grenzen darstellen. Der Träumende muß herausfinden, was ihn in seinem spirituellen Vorankommen hindert.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: auf Hindernisse stoßen;
– aus Stacheldraht: man sollte dabei besondere Vorsicht walten lassen;
– darüber hinwegspringen: nichts kann dich in deinem Tun und Treiben aufhalten.

1547
(europ.) : – durch eigene Initiative kann man Hindernisse beseitigen, man benötigt dazu aber starke physische Anstrengung;
– sehen: du hast manches Hindernis zu überwinden;
– vor einem stehen: mit viel Umsicht kann man jetzt aufkommende Hindernisse überwinden;
– durch einen schlüpfen: man wird illegale Mittel einsetzen, um die eigenen Pläne zu verwirklichen;
– übersteigen: du wirst in einer schwierigen Sache den Ausweg finden;
– auf einen klettern: Erfolg wird die Bemühungen krönen;
– überklettern wollen und nicht rüberkommen: ein Vorhaben mißlingt infolge äußerer Umstände,
die zu ändern nicht in der eigenen Macht liegt;
– überklettern und dabei hängen bleiben, sich verletzen oder die Kleidung zerreißen: man wird sein Ziel
erreichen, hat sich den Erfolg aber anders vorgestellt;
– beim überklettern sich verletzen: man kann mit einigen Blessuren zwar das Ziel verwirklichen, doch hat
man sich alles ganz anders vorgestellt;
– von einem herunterfallen: man wird ein für sich ungeeignetes Projekt in Angriff nehmen und scheitern;
– mit anderen auf einem sitzen und zusammenbrechen: eine Person wird bei einem Unfall schwer verletzt;
– schadhaften sehen: du mußt dein Eigentum besser beschützen;
– einen niedertreten und auf die andere Seite laufen: man wird durch taten und Energie die hartnäckigsten
Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg überwinden;
– Vieh über einen Zaun in das eigene Gebiet springen sehen: man wird aus unerwarteter Quelle Hilfe bekommen;
– Vieh aus der Weide ausbrechen sehen: Verluste können in Handel und anderen Angelegenheiten folgen;
– einen errichten: man wird durch Sparsamkeit und Fleiß einen Grundstein für Wohlstand legen;
– Einer jungen Frau verheißt das Errichten eines Zaunes Erfolg in der Liebe oder das Gegenteil, wenn sie
träumt, der Zaun breche zusammen.
(ind. ) : – sehen: sieh dir die Personen an, die zu dir zu Besuch kommen.
(Siehe auch „Mauer“, „Weg“)
Zaunkönig
Artemidoros:
Die Singvögel, die leiblich zwitschern, wie der Zaunkönig und ähnliche, beschreiben Literaten, Musiker und Menschen mit klangvoller Stimme.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß man nur mit unbedeutenden Leuten zusammenkommen wird.
(ind. ) : – du zeigst für deinen Stand zuviel Stolz.
Zausen
Volkstümlich:
(ind. ) : – du mußt deinen Vorteil besser wahrnehmen;
– gezaust werden: Vermögensverlust.
Zebra
Allgemein:
Zebra weist darauf hin, daß Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Glück und Unglück nahe beieinander liegen. Man soll die Dinge also stets von zwei
Seiten betrachten, im Glück nicht übermütig werden und im Unglück dagegen nicht verzweifeln.
Psychologisch:
Der Träumer hat Schwierigkeiten, sich zwischen zwei gegensätzlichen Alternativen zu entscheiden. Nehmen Sie sich die Zeit, alle Konsequenzen
sorgfältig abzuwägen und hüten Sie sich davor, alles nur als Schwarz oder Weiß wahrzunehmen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: verweist auf einen Verräter im Freundeskreis hin; man sollte sich genau überlegen, wem man in wichtigen
Angelegenheiten sein vertrauen schenkt und sich nicht von Äußerlichkeiten täuschen lassen.
(europ.) : – verheißt, daß man deine Freundschaft ausnützen wird; auch wirst du Erfahrungen in Undankbarkeit sammeln können;
man wird demnächst erleben, wie nahe das Gute beim Bösen liegt; Meinungsverschiedenheiten mit Freunden;
– ein wildes in der Steppe sehen: man Flausen im Kopf, die einem von Sinnvollerem abhalten.
(ind. ) : – du hast nie eine feste Meinung.
(Siehe auch „Tiere“)
Zeche
Volkstümlich:
(europ.) : – machen, bezahlen oder schuldig bleiben: bedeutet den Verlust eines Freundes.
(ind. ) : – machen: bezahle deine Schulden;
– bezahlen: du bist freigebig; man sollte jetzt keine Verpflichtungen eingehen, deren Tragweite man nicht übersehen kann;
– zechen: du wirst gute Erfolge haben;
– Zechgelage halten: glückliche Zeiten.
(Siehe auch „Kohlenmine“)
Zecken
Medizinrad:
Schlüsselworte: Entleerend; blutsaugend; Parasit.
Beschreibung: Eine Zecke ist ein flügelloses Insekt, das bei Tieren und Menschen Blut saugt.
Allgemeine Bedeutung: Etwas, das deine Lebensessenz befallen hat oder dich entleert.
Assoziation: Überträgerin gefährlicher Krankheiten.
Transzendente Bedeutung: Eine Warnung vor etwas, das während des Traumzustands an dir frißt.
Volkstümlich:
(europ.) : – über die Haut kriechen sehen: man muß verstärkt auf seine Gesundheit achten; zuweilen rasche Reise an ein Krankenbett;
– zerquetschen: man fühlt sich von verräterischen Feinden gestört;
– große Zecken an Tieren erblicken: Feinde sind mit allen Mitteln darauf aus, einem den Besitz abzunehmen.

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Zeder
Medizinrad:
Schlüsselworte: Immergrün; Stärke; nährend (körperlich und geistig); räuchernd; reinigend; Reinigung; stechend; Weisheit; Mudjekeewis, westlicher
Hüter des Geistes.
Beschreibung: Die Zeder, die mit dem Westen und mit Mudjekeewis, dem westlichen Hüter des Geistes, assoziiert wird, ist ein immergrüner Baum,
der weltweit vorkommt. Sie spielt eine herausragende Rolle in der Smudging-Zeremonie, in der Räucherung; sowohl ihre Nadeln als auch ihre innere
Rinde können zu diesem Zweck verbrannt werden, und der dabei entstehende Rauch übt eine stark reinigende Wirkung aus. In früheren Zeiten haben
die erdverbundenen Ureinwohner Amerikas das Holz der Zeder zum Bau von Häusern und Kanus, aber auch zur Herstellung von Kleidungsstücken,
zeremoniellen und anderen Gegenständen benutzt.
Allgemeine Bedeutung: Der praktische Aspekt deiner spirituellen Natur; ein realistisches Bild deiner spirituellen Natur; eine tiefe Reinigung.
Assoziation: Wahrzeichen des Libanons.
Transzendente Bedeutung: Gabe von alter Weisheit; eine Stärkung innerhalb des Traumzustands; Hilfe bei einer Krankheit.
Volkstümlich:
(europ.) : – ehrenvolle Zukunft;
– grüne, wohlgeformte: kündigen einen erfreulichen Erfolg in einem Unternehmen an;
– tot oder krank: es erwartet einem Verzweiflung; man wird seine Ziele nicht erreichen.
Zehen
Assoziation: – Anfang; besonders einer Bewegung.
Fragestellung: – Wohin bin ich aufzubrechen bereit?
Allgemein:
Zehe fordert auf, unbeeinflußt von anderen seinen eigenen Weg zu gehen.
Psychologisch:
Gingen Sie im Traum auf Zehenspitzen? Es symbolisiert eine behutsame und diplomatische Vorgangsweise, die allerdings mit mangelnder
„Standhaftigkeit“ bezahlt werden muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – seine eigenen betrachten: es steht eine Reise, auf der man enorme Erfahrung sammeln kann,
oder ein gewinnbringendes Unternehmen bevor;
– schmutzige haben: man sollte sich seine Verhaltensweise bei einem bestimmten Plan nochmals überlegen.
(europ.) : – mahnen zu festem Charakter und dazu, immer auf eigenen Füßen zu stehen;
auch: man braucht jetzt gesunde Füße, denn man wird viel laufen müssen,
oder eine weite Reise wird anstrengend für die Füße werden.
(ind. ) : – sehen: du wirst deine eigenen Wege gehen.
(Siehe auch „Füße“)
Zehnspitzen
Volkstümlich:
(europ.) : – ein harmloser Krach wird Sie mit jemandem, den Sie lieben, entzweien,
wenn Sie nicht aufpassen und den Streit noch vor dem Abend beilegen.
Zehn
Assoziation: – Neubeginn auf einer höheren Ebene.
Fragestellung: – Was habe ich gelernt?
Psychologisch:
Die Zehn schließt die Zahlenreihe von eins bis neun ab. Unter anderem deshalb ist sie als Ganzheitssymbol zu verstehen. Als Traumsymbol bedeutet
die Zehn einen Neuanfang. Damit kann ein neuer Lebensabschnitt oder eine neue Entwicklungsstufe gemeint sein. Diese Zahl mit der Eins und
dahinter der „Unzahl“ Null scheint Einsamkeit anzudeuten. Sie hat aber ebenso mit Besitz und Anstieg zu tun, die man nur durch eigene Kraft
erreichen kann.
(Siehe auch „Zahlen“)
Zeichen
Volkstümlich:
(arab. ) : – am Himmel sehen: wunderbare Erlebnisse stehen dir bevor.
(ind. ) : – sorge dich nicht um deine Zukunft;
– am Himmel sehen: sei nicht zu übermütig;
– in den Sand machen: geheime Liebesabenteuer.
Zeichentrickfigur
Assoziation: – Karikatur.
Fragestellung: – Welche Elemente von mir empfinde ich als lustig oder albern?
Zeichnen
Allgemein:
Sinnbild für präzise Wahrnehmung und kreative Wiedergabe.
Volkstümlich:
(europ.) : – selbst zeichnen oder andere zeichnen sehen: eine kleine Ursache wird eine große Wirkung haben.
(ind. ) : – du genießt große Achtung;
– sehen: du machst Zukunftspläne.

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Zeichnungen
Allgemein:
Zeichnung kann Erinnerung verkörpern, die wieder bewußt werden. Zuweilen symbolisiert eine Zeichnung auch Pläne oder kündigt an, daß man vor
eine vollendeten Tatsache gestellt wird.
Psychologisch:
Können wir das, was wir selbst zeichnen oder was von anderen dargestellt wird, erkennen, so sollten wir daraus weitere Schlüsse ziehen. Ist das
Gezeichnete zu undeutlich, müssen wir überlegen, ob wir nicht eine Sache im Alltagsleben falsch angepackt haben, die wir schleunigst bereinigen
sollten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder ausführen: es werden dir schwierige Arbeiten gelingen.
(europ.) : – betrachten: bedeutet einen Aufschwung des Geschäftes, verkündet ferner Angenehmes sowie bevorstehende Genüsse;
– sehen: man wird vor eine vollendete Tatsache gestellt werden;
– geschenkt erhalten: du wirst Anträge bekommen.
(Siehe auch „Malen“)
Zeigefinger
Allgemein:
Zeigefinger versteht man als warnenden Hinweis oder Anklage. Außerdem kann der ausgestreckte Zeigefinger ankündigen, daß man sich selbst
wegen eines Fehlers oder Vergehens Vorwürfe machen muß. Der Zeigefinger hat eine männliche Sexualsymbolik. Erscheint er Träumenden
allerdings erhoben oder drohend, kann er auch auf seine Minderwertigkeits- oder Schuldgefühle hinweisen.
Volkstümlich:
(europ.) : – man muß sich Vorwürfe machen.
(Siehe auch „Hand“, „Phallus“)
Zeiger
Allgemein:
Zeiger (meist der Uhr) fordert auf, eine Entscheidung zu treffen, ehe es zu spät ist. Häufig muß man auch die Zahl für die gesamte Deutung
berücksichtigen, auf die er hinweist.
Volkstümlich:
(europ.) : – an der Uhr bedeutet: handle, bevor es zu spät ist; kündet das Herannahen eines entscheidenden Augenblicks an;
– zurückstellen: es wird etwas schneller eintreten, als einem lieb ist;
– vorstellen: es hat noch gute Weile bis zur Erfüllung eines Wunsches.
(ind. ) : – sehen: auch andere Menschen wollen leben.
(Siehe auch „Uhr“, „Zahlen“)
Zeilen
Volkstümlich:
(ind. ) : – sehen: du wirst hinter ein Geheimnis kommen.
Zeisig
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder singen: Liebeleien werden dir Vergnügen machen.
(europ.) : – warnt vor Vorwitz und Übermut; man wird mit ungebildeten Leuten Verkehr pflegen.
(ind. ) : – sehen: du lebst unter ungebildeten Menschen;
– zwitschern hören: ein Überkluger wird dich mit seinen Ratschlägen langweilen.
Zeit
Assoziation: – Gebundensein; Organisation.
Fragestellung: – Wo bin ich bereit, mein Leben auf die leichte Schulter zu nehmen?
Allgemein:
Damit die Zeit im Traum eine wichtige Rolle spielen kann, ist es in der Regel notwendig, sie auf irgendeine Weise zu messen oder in Relation zu
einem anderen Zeitabschnitt zu betrachten. Für gewöhnlich weiß der Träumende lediglich, daß die Zeit vergeht oder daß eine bestimmte Zeit in
seinem Traum von Bedeutung ist – sie ist sozusagen Bestandteil des Traumszenarios. Die Zeit innerhalb eines Traums kann einen bestimmten
Lebensabschnitt des Träumenden symbolisieren.
– Der Tag versinnbildlicht folglich das bewußte Leben im Wachzustand. Verstreicht im Traum ein längerer Zeitraum, kann dieser für Aktivitäten
stehen, die für das Traumgeschehen nicht so bedeutend sind.
– Die Tageszeit (Uhr) ist mit bestimmten Lebensabschnitten des Träumenden verbunden. Es kann aber auch sein, daß lediglich die Zahlen eine Rolle
spielen (siehe „Zahlen“).
– Der Morgen ist der Beginn des Lebens und mit den frühesten Erfahrungen verbunden.
– Der Mittag stellt den Höhepunkt des Lebens dar, und der Träumende ist sich seiner Begabungen und Aktivitäten zu dieser Zeit völlig bewußt.
– Der Nachmittag symbolisiert die Lebensphase, in welcher der Träumende seine zuvor gesammelte Lebenserfahrung zum Einsatz bringt.
– Dämmerung kann im Traum auf eine Phase Unsicherheit bezüglich der Richtung, die der Träumende in seinem Leben einschlagen soll, hinweisen.
Darüber hinaus kann sie eine Übergangsphase, wie zum Beispiel das Sterben, andeuten.
– Der Abend ist das Bild für den Abschluß von Höhepunkten im Leben und für die Fähigkeit, das Auf und Ab des Lebens und seine Aufgaben
gelassener hinzunehmen.
– Die Nacht kann zeitweilige Depression oder Zurückgezogenheit bedeuten; Der Träumende beobachtet sich selbst oder legt eine Ruhepause ein.
Psychologisch:
Bei allen Zeitangaben im Traum sollte man zuerst darauf achten, ob diese Zeitangabe eine spezielle Bedeutung im Leben des Träumenden hat. Das
ist sofort einsichtig bei Daten, aber auch die tägliche Uhrzeit mag auf die Zeit des Aufstehens, einer Verabredung oder Sitzung verweisen. Bei
Personen und Orten im Traum sollte man sich stets auch fragen, an welche Zeit sie einen erinnern. Häufig treten Personen oder auch Gegenstände im
Traum auf, um den Träumenden an eine spezielle Zeit in ihrem Leben zu erinnern. Es ist dabei wichtig zu beachten, in welcher geistigen und
emotionalen Situation man damals lebte. Beziehen Sie das auf Ihre heutige Situation. Oft kommt es vor, daß im Traum die Zeit stehenbleibt
(Stagnation) oder rast (Streßsymbol). Das scheinbare Anhalten der Zeit kann als Zeitlupe verstanden werden, die Ihnen die Möglichkeit gibt, sich
etwas genauer anzuschauen. Die Beschleunigung der Zeit wie im Zeitraffer kennzeichnet häufig ebenso eine Bewußtseinserweiterung. In einem
einzigen Traum und erst recht in Traumfolgen, die sich über eine längere Zeit erstrecken, können sich die verschiedenartigsten Zeiten, Zeitalter,

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Zeiträume, Zeitverläufe usw. mühelos und im Nu abwechseln. Vergessen Sie dabei bitte nicht, alles, was Sie im Traum erleben, ist Ihre Gegenwart,
die sich so und nicht anders in Ihren Träumen darstellt. Auch die Vergangenheit, die Zukunft und sonstige nahe und ferne Zeiten, von denen Sie
träumen, sind gegenwärtig. Die Zeitverhältnisse im Traum sind ein Spiegel Ihrer Persönlichkeit. Diese Regel läßt sich auf alle Traum-Symbole, bei
denen die Zeit von Bedeutung ist, anwenden. Wer sagt: „Ich habe keine Zeit“, sagt symbolisch: „Ich habe keine Persönlichkeit“ (zumindest keine, die
für die eigenen Lebensumstände ausreichend entwickelt wäre). Die phantastische Fülle von Zeitepochen und Zeitebenen, die zum Teil völlig
verschieden verlaufen, sind insoweit ein deutlicher Spiegel für die vielen Epochen und Ebenen der eigenen Persönlichkeit, die es zu verwalten und zu
gestalten gilt. Zu früh zu einer Verabredung zu erscheinen, kann bedeuten, daß man erst auf ein bestimmtes Ereignis warten muß, bevor man sein
gewohntes Leben fortsetzen kann. Eine Verspätung weist den Träumenden auf einen bestehenden Mangel an Aufmerksamkeit für Details hin oder
macht ihn möglicherweise auf seine Furcht aufmerksam, daß ihm die Zeit davonläuft. Blickt der Träumende während seines Traums auf die Uhr, so
muß er dies als Aufforderung deuten, die Zeit mehr für ihn arbeiten zu lassen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Zeit im Traum für Tod oder einschneidende Veränderungen.
(Siehe auch „Uhr“)
Zeitung
Allgemein:
Zeitung steht oft für Neuigkeiten, die man beachten muß. Vielleicht kommt darin auch Angst vor einer peinlichen Enthüllung zum Vorschein.
Allgemeiner versteht man sie als innere Unsicherheit, weil man sich zwischen der Fülle von Möglichkeiten nicht entscheiden kann. Eine Zeitung im
Traum verweist auf Wissen, welches der Öffentlichkeit zugänglich ist. Vielleicht handelt es sich um Informationen, die der Träumende gerne hätte,
um die Welt, die ihn umgibt, besser zu verstehen; möglicherweise spielt auch Wissen eine Roll, das nur den Träumenden etwas angeht.
– Eine Boulevardzeitung verweist auf sensationelle Informationen.
– Eine seriöse Zeitung hingegen symbolisiert sorgfältig recherchierte Nachrichten.
– Eine Sonntagszeitung kann ein Bild dafür sein, daß der Träumende das von ihm benötigte
Wissen am besten in Zeiten der Ruhe und Entspannung aufzunehmen vermag.
– Eine Lokalzeitung im Traum legt nahe, daß die Informationen, nach denen der Träumende sucht in greifbarer Nähe sind.
Psychologisch:
Wie die Zeitung in der Realität als Informationsmittel gilt, ist sie auch im Traum Träger wichtiger Nachrichten. Das Traumbewußtsein versucht mit
diesem Bild, den Träumenden vor Gefahren zu warnen. Ist die Zeitung im Traum abgegriffen und alt, bedeutet dies, daß etwas bereits überholt ist.
Wichtige Informationen werden uns im Privatleben zuteil, wenn wir im Traum eine Zeitung lesen und den Text klar erkennen, aus dem sich weitere
Hinweise ergeben können. Ist der Text nicht zu lesen, sitzen wir dementsprechend wohl Fehlinformationen auf. Im Traum symbolisieren Zeitungen
solche Informationen, die dem Träumenden nun auch auf der Ebene des Bewußtseins zugänglich sind und nicht mehr nur unbewußt. Es handelt sich
hierbei um ein Wissen, welches für ihn von großer Bedeutung ist. Eine leere Zeitungsseite kann zweierlei bedeuten: zum einen, daß die erwünschten
Informationen für den Träumenden aus verschiedenen Gründen nicht zugänglich sind, und zum zweiten, daß die dem Träumenden deshalb zur
Verfügung stehen, damit er sie der Nutzung anderer Menschen zugänglich macht.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene soll der Träumende erkennen, daß das, was er tut, dem größeren Ganzen nutzen muß. Er muß in der Öffentlichkeit mehr in
Aktion treten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – lesen: Neuigkeiten oder Nachrichten von einem Bekannten erhalten;
– auch: man wird im Leben Gelegenheit haben, eine außergewöhnliche Herausforderung anzunehmen
und aus dieser wichtige Erkenntnisse erlangen;
– den Text nicht verstehen: man wird der Herausforderung nicht gewachsen sein;
auch: weist auf falschgetroffene Entscheidungen durch Konzentrationsfehler hin.
(europ.) : – Furcht (oder Sucht), daß andere das eigene Geheimnis erfahren könnten; auch: Angst vor der Aufdeckung
geschäftlicher Betrügereien; dies wird sich negativ auf den Ruf auswirken;
– zugeschickt erhalten: bedeutet gute Nachrichten von einem entfernten Freund;
– sehen oder lesen: manche Neuigkeit wird eintreffen und von Wichtigkeit sein;
man wird sich in einer Angelegenheit nicht mehr zurechtfinden, weil jeder etwas anderes sagt;
– vergeblich versuchen, eine zu lesen: bei ungewissen Unternehmungen Mißerfolg haben;
– selbst drucken: man wird Gelegenheiten zu Auslandsreisen haben und neue Freunde kennenlernen;
– den eigenen Namen darin lesen: Vorsicht, jemand plant eine üble Nachrede.
(ind. ) : – kaufen: du wirst bald Neues über so manches, was dich interessiert, erfahren;
– lesen: durch Zufall wirst du erfahren, daß deine Liebe schlecht belohnt wird; du wirst vorwärtskommen.
(Siehe auch „Brief“, „Spalte“)
Zeitungsreporter
Volkstümlich:
(europ.) : – ungebetenen Besuch von Reportern bekommen: deutet auf Ärger aufgrund von Gerüchten und Streit auf niedrigem Niveau hin;
– selbst einer sein: es werden einem verschiedene Reisen angeboten; obwohl daraus unangenehme Situationen entstehen, winken
Ehre und Gewinn.
Zelle
Volkstümlich:
(arab. ) : – du wirst oft unter Einsamkeit zu leiden haben.
(ind. ) : – du wirst dich allein viel wohler fühlen.
Zelt
Assoziation: – provisorische Wohnstatt des Selbst.
Fragestellung: – Mit welchem natürlichen Teil von mir, möchte ich wieder in Verbindung kommen?
Allgemein:
Ein Zelt symbolisiert im Traum, daß der Träumende unterwegs ist und sich nicht niederlassen und Wurzeln schlagen kann. Wo immer er zur Ruhe
kommen will, es wird nur vorübergeh end sein. Zelt verkörpert ein Lebensgebäude, das auf unsicheren Fundamenten errichtet ist und keine
Geborgenheit vermittelt. Das kann sich auch aus Abenteuerlust und Leichtsinn erklären. Manchmal fordert das Zelt auf, sich von allem zu befreien,
was die Selbstentfaltung, Zufriedenheit und Lebensfreude behindert.

1551
Psychologisch:
Vielleicht sollte der Träumende für einen gewissen Zeitraum Abstand zu alltäglichen Verantwortlichkeiten gewinnen und seine Beziehung zu den
Kräften der Natur wiederentdecken. Es kann nützlich sein, wenn er selbstgenügsam und von niemandem abhängig ist. Wir bauen es in unserem
Traum als unser Haus auf und werden vom Unbewußten damit gemahnt, zukünftig naturbewußter zu leben. Das Zelt ist das Dach über unserem
Kopf, das in manchen Träumen zu einfacherem Denken im Wachleben anregen will.
Spirituell:
Auf dieser Ebene geht die Bedeutung des Zelts im Traum auf das biblische beziehungsweise nomadische Symbol zurück: Es steht für die Fähigkeit,
jederzeit die Zelte abzubrechen und fortzugehen. Der Träumende ist an keinen Ort gebunden und kann in kurzer Zeit dort sein, wo er sein muß.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: krank werden; auch: vorübergehende Zustände und Abenteuerlust;
– Zeltlager betreten: Zerstreuung in auswärtigen Kreisen finden;
– in einem schlafen: man wird sich auf Veränderungen und unter Umständen auch auf Entbehrungen gefaßt machen müssen.
(europ.) : – sehen: man will in die Welt hinaus; verkündet, daß deine derzeitige Position unsicher ist;
ferner, daß man Zufriedenheit nur in einem kleinen Heim zu bewahren vermag;
– in einem wohnen oder schlafen; man wird sich von einem unnötigen Ballast oder Vorurteil befreien und dadurch die Schönheit
der Welt erkennen; andererseits kündet es dem Spießbürger eine unsichere Häuslichkeit an; prophezeit Veränderungen;
man sollte in der kommenden Zeit etwas sparsamer und bescheidener sein;
– mehrere Zelte: prophezeien Reisen mit unliebsamen Freunden;
– zerrissene oder verschlissene: es stehen einem Schwierigkeiten bevor;
– in eines kriechen: man wird in einer Notsituation bei jemandem Unterschlupf finden.
(ind. ) : – sehen: eine lange Reise wird dich in die Welt führen; du wirst ein Wanderleben führen.
(Siehe auch „Dach“, „Haus“)
Zement
Allgemein:
Eine Situation ist „einzementiert“ – aussichtslos, weil absolut erstarrt.
Volkstümlich:
(europ.) : – man erhält bald ein Geschenk, daß zu wichtigen Ereignissen führt.
(ind. ) : – du wirst treue Freundschaft finden.
Zenit
(Scheitelpunkt)
Volkstümlich:
(europ.) : – Kopf hoch, Augen auf und mit neuer Hoffnung an die Arbeit, um nicht durch Mutlosigkeit vorzeitig
deine Existenz zu gefährden; verkündet weiteres großen Wohlstand;
– Für eine Frau verheißt der Zenith, daß sie in der Wahl ihrer Liebhaber erfolgreich sein wird.
Zensur
Volkstümlich:
(europ.) : – erhalten: Freude und Gelingen des Gewünschten.
Zentaur
Assoziation: – Verbindung von animalischer und menschlicher Natur oder von Instinkt und Bewußtsein.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bringe ich natürliche Weisheit mit dem Intellekt in Einklang?
Welche Aspekte meiner Sexualität dürfen in mir heil werden?
Allgemein:
In der Mythologie ist der Zentaur halb Mensch, halb Tier und wird mit dem Tierkreiszeichen des Schützen in Verbindung gebracht. Wenn ein
Zentaur im Traum eine Rolle spielt, dann symbolisiert er die Verknüpfung der animalischen Natur des Menschen mit seinen Tugenden und seinem
Urteilsvermögen. Wenn er im Traum auftaucht, kann das etwas mit ihrer Bedeutung in alter Zeit zu tun haben: Der Zentaur galt als Exhibitionist.
Psychologisch:
Der Zentaur stellt im Traum die Fähigkeit des Träumenden dar, zwei völlig entgegengesetzte Dinge auf annehmbare Weise zu vereinen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene bedeutet der Zentaur Vision und Weisheit.
Zentimetermaß (Siehe „Maß“)
Zentnergewicht
Volkstümlich:
(ind. ) : – Bedrückung.
Zentralsonne
Volkstümlich:
(europ.) : – leuchten sehen: Glück und Vorwärtskommen.
Zentrum
Assoziation: – Brennpunkt; Quintessenz.
Fragestellung: – Was ist mein innerster Wesenskern?
Allgemein:
Handelt ein Traum davon, daß sich der Träumende im Zentrum etwa von einer Gruppe befindet, dann symbolisiert dies das Wissen um die Fähigkeit,
eine Situation zu bewältigen und dabei im Mittelpunkt zu stehen. Bewegt sich der Träumende jedoch aus dem Zentrum fort, so ist dies ein Hinweis
auf das fehlende Gleichgewicht in einem Teilbereich seines Lebens.
Psychologisch:
Der Träumende sollte sich bewußt machen, daß er eine Situation unter Kontrolle halten kann und von der größeren Flexibilität profitiert, wenn er dies
aus dem Zentrum der Situation heraus tut. Bewegt er sich im Traum auf ein Zentrum zu, so ist dies ein Hinweis auf das Bedürfnis des Träumenden
nach Ganzheitlichkeit in seinem Alltagsleben.

1552
Spirituell:
Das Zentrum steht auf der spirituellen Ebene für Vollkommenheit und Ganzheitlichkeit. Gleichzeitig ist es ein Symbol für den ursprünglichen und
heiligen Raum.
Zeppelin
Allgemein:
Zeppelin (Luftschiff) kann als Phallussymbol sexuelle Bedürfnisse verkörpern, die man vergeistigt hat; sie können zur Quelle der Kreativität werden.
Da sich der Zeppelin durch die Luft bewegt, kann er im Traum bedeuten, daß die Sexualität die intellektuellen Fähigkeiten derzeit behindert. Oft
deutet er auch einen sozialen Aufstieg mit viel Ansehen oder rasche Erfolge an.
Psychologisch:
Ein über unserem Kopf schwebender Zeppelin läßt etwas Bedrückendes aus dem Alltag ermahnen. Reisen wir in einem Luftschiff, sind wir auf dem
besten Wege, mit Hilfe eines alten Gönners oder Freundes ein hochgestecktes Ziel sicher anzusteuern.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: verheißt einen glänzenden Aufstieg;
– mit einem fliegen: kündet gutes Vorwärtskommen an;
– einen abstürzen sehen: die Existenz wird gefährdet sein.
(ind. ) : – sehen: du wirst ans Ziel gelangen, aber du mußt mehr Mut zeigen.
(Siehe auch „Fliegen“, „Flugzeug“)
Zepter
Allgemein:
Das Zepter verkörpert königliche Macht und höchste Gewalt. Wenn es im Traum erscheint, weist es zumindest auf die Tatsache hin, daß der
Träumende einem anderen Menschen Macht über sich gegeben hat. Das Maß, in dem er Verantwortung abgegeben hat, zwingt sein inneres Selbst,
sich einzuschalten. In der Symbolik stimmt das Zepter darüber hinaus mit dem Stock (siehe „Stock“) überein und ist außerdem natürlich ein
Phallussymbol. Zepter deutet auf das Streben nach Ansehen, Geltung, Autorität und Macht hin, das übersteigert vorhanden sein kann.
Psychologisch:
Hält der Träumende in seinem Traum ein Zepter in der Hand, ist er dazu in der Lage, Lebenskraft zu übertragen. Hält eine andere Person das Zepter
und läßt den Träumenden damit Ehre und Macht zuteil werden, dann heißt dies, daß ihm in seinem besonderen Vorhaben Erfolg beschieden ist.
Spirituell:
Das Zepter kann den Zauberstab verkörpern und in Träumen darauf hinweisen, daß man diese magische Kraft einsetzen darf. Auf der spirituellen
Ebene steht es für die Übertragung positiver, göttlicher, männlicher Kraft.
Volkstümlich:
(europ.) : – man wird zu hohen Ehren kommen;
– eins schwingen: Freunde werden einem das Vertrauen schenken und man wird sie in der Einschätzung der Fähigkeiten nicht enttäuschen;
– andere über einem schwingen: man bevorzugt einen Arbeitsplatz unter Aufsicht, statt die eigene Energie für sich selbst zu nutzen.
Zerberus
Volkstümlich:
(arab. ) : – (Höllenhund): Gewinn.
Zerbrechen
Assoziation: – Zerstörung; gewaltsame Veränderung.
Fragestellung: – Aus welchen Mustern oder Formen bin ich herausgewachsen?
Allgemein:
Zerbrochenes symbolisiert Verlust oder Verletzung. Handelt es sich um einen Lieblingsgegenstand, der zu Bruch gegangen ist, dann muß der
Träumende in seinem Leben etwas verändern und mit der Vergangenheit brechen. Hat sich der Träumende einen Arm oder ein Bein gebrochen, so
bedeutet dies, daß er möglicherweise daran gehindert wird, vorwärtszukommen oder eine bestimmte Handlung auszuführen. Glas und Porzellan
gelten zum Beispiel als Glückssymbole, andere Objekte erklären sich aus den zerbrochenen Gegenständen. Etwas zu zerbrechen kann ein positives
Symbol sein, wenn man dadurch einen Ausweg aus einer Krise gefunden hat und damit einen Neuanfang gekennzeichnet wird.
Psychologisch:
Zerbricht Glas im Traum, heißt das, wir sollten ein wenig vorsichtiger mit gewissen Menschen oder Dingen umgehen. Zerbricht Porzellan, sieht das
schon ein wenig günstiger aus. Zerbricht der Träumende selbst im Traum einen Gegenstand, dann ist dies als Hinweis darauf zu verstehen, daß er in
Aktion treten muß, um die Fesseln zu sprengen oder um eine Verbindung in seinem Leben aufzulösen.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht Zerbrechen für zerstörte Ideale und Hoffnungen wie auch für erschüttertes Vertrauen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – etwas: man wird dich verspotten.
(europ.) : – von Glas und Porzellan: bringt Glück;
– von Holz: kündet Bedrängnis an;
– von Eisen: ein großer Wurf wird gelingen.
(ind. ) : – etwas: Verdruß.
(Siehe auch „Glas“, „Porzellan“ und Gefäße, die zerbrechen können)
Zeremonie
Assoziation: – formeller Ritus; Ritual.
Fragestellung: – Welche tiefe Verpflichtungen bin ich einzugehen bereit?
Allgemein:
Kamen Zeremonien in einem Traum vor, erwacht man für gewöhnlich in gehobener Stimmung, weil der Traum offensichtlich ein Lob für jüngst
errungene private oder berufliche Erfolge war. Reagiert man jedoch nicht so, sollte man sich überlegen, ob der Traum nicht vielleicht zeigen wollte,
was man alles erreichen könnte. Wenn man davon träumt, an einer Zeremonie oder einem religiösen Ritual teilzunehmen, dann ist man sich einer
neuen notwendigen Einstellung oder Fähigkeit bewußt. Oder aber das Ritual kündigt eine wichtige Veränderung an.
Psychologisch:
Jede größere Veränderung im Leben hat eine tiefgreifende Auswirkung auf den Träumenden, und dies wird in Träumen oft als Zeremonie oder Ritual
dargestellt. Rituale können zu Gewohnheiten verkümmert sein oder aber als religiöse Rituale die Kraft von Menschenmassen konzentrieren.

1553
Spirituell:
Zeremonien und Rituale werden eingesetzt für Initiationen, um tiefere Bewußtheit zu erlangen und um eine neue Ordnung einzuleiten. Auf der
spirituellen Ebene stehen Zeremonien und Rituale im Traum für die Konzentration von Energien.
Volkstümlich:
(europ.) : – an einer teilnehmen: man sollte berufliche Verpflichtungen nicht auf die leichte Schulter nehmen,
denn man wird bald sehr beansprucht werden.
(ind. ) : – sehen: dränge dich nicht den Menschen auf;
– beiwohnen: du wirst viel Langeweile haben.
(Siehe auch „Examen“, „Hochzeit“, „Religiöse Bilder“)
Zerkleinern
Psychologisch:
Diese Traumhandlungen weisen auf aggressive Gefühle hin. Für die Traumdeutung sind die beteiligten Personen und Dinge von Bedeutung. In alten
Märchen wurden diese Bilder oft als Symbole für die Neuerstehung und Opferung gebraucht. Osiris wurde zum Beispiel erst zerstückelt und dann
neugeschaffen. Im Traum können diese Bilder als Hinweise auf eine entscheidende Persönlichkeitsentwicklung des Träumenden gedeutet werden.
(Siehe auch „Messer“, „Schere“, „Schneiden“)
Zerreißen
Allgemein:
Zerreißen fordert oft auf, sich aus einer Gefühlsbindung oder Pflicht zu lösen, die unnötig belastet. Zerreißt man einen Brief, muß man mit
unangenehmen Nachrichten rechnen.
Volkstümlich:
(europ.) : – oder etwas vertilgen: die Sonne bringt es an den Tag;
– eines Briefes oder anderer Schriftstücke: bringt üble Nachrichten;
– anderer Sachen: man wird eine unangenehme Verpflichtung einhalten müssen.
(ind. ) : – etwas: Untreue eines Freundes oder Geliebten.
Zerspringen
Volkstümlich:
(arab. ) : – ein unglückseliger Zufall wird dir Schaden bringen.
(ind. ) : – eines Gefäßes: es droht dir ein Unheil.
Zerstörung
Allgemein:
Es hängt von den näheren Umständen im Traum ab, ob die Zerstörung auf größere Veränderungen im Leben des Träumenden hinweist oder auf ein
Trauma, das er sich selbst zugefügt hat. Zerstört der Träumende selbst etwas, heißt dies, daß er sich beherrschen muß. Erfolgt die Zerstörung durch
eine andere Person im Traum, dann fühlt sich der Träumende vielleicht machtlos angesichts der Veränderung.
Psychologisch:
Möglicherweise ist sich der Träumende bewußt, daß er emotionale Energie aufbaut, mit der er nur umgehen kann, wenn er alte Einstellungen und
Haltungen zerstört.
Spirituell:
Im Traum kann durch Zerstörung Fanatismus und Anarchie (das Bedürfnis, eine alte Ordnung zu zerstören) zum Ausdruck kommen.
Volkstümlich:
(europ.) : – ein sehr ungünstiges Omen etwas Wertvolles zu zerstören.
(ind. ) : – seines Besitzes sehen: du wirst ein neues Glück finden.
Zerstückeln (Siehe „Zerkleinern“)
Zertifikat
Volkstümlich:
(europ.) : – man macht sich nicht die Mühe, die Dinge aus der Sicht anderer Menschen zu sehen; man sollte versuchen,
in kleineren Dingen mitfühlender zu sein und große Begebenheiten werden daraus hervorgehen.
Zervelatwurst
Volkstümlich:
(ind. ) : – Zufriedenheit.
Zettel
Allgemein:
Zettel ermahnt oft, sich nicht mit unbedeutenden, belanglosen Dingen abzugeben, mit denen man nur Zeit vergeudet. Nach altindischer
Traumdeutung fordert er zu mehr Fleiß auf.
Psychologisch:
Wenn wir Selbstgeschriebenes darauf nicht lesen können, beweist das unsere Vergeßlichkeit gegenüber einem uns nahestehenden Menschen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in der Hand haben: Verlust und Ärger;
– bekommen: bald eine Nachricht erhalten;
– selbst einen beschreiben: man hat gute Aussicht auf einen Gewinn;
– verlieren oder wegwerfen: man hat mit finanziellen Verlusten zu rechnen.
(europ.) : – man verzettelt sich mit Kleinigkeiten und macht sich das Leben zu schwer;
– läßt auf einen sehr wichtigen Brief schließen, den man in Kürze abzusenden genötigt ist;
– sehen: eine Kleinigkeit wird einmal viel Kopfzerbrechen bereiten.

1554
(ind. ) : – sehen: sei fleißiger, und du wirst das erreichen, was die anderen bereits besitzen; ein Gewinn steht dir bevor;
– herumtragen sehen: du wirst viele Neuigkeiten erleben;
– bereiten: eine Reise;
– lesen: du bist neugierig.
(Siehe auch „Notiz“)
Zeughaus
(Waffenhaus)
Volkstümlich:
(arab. ) : – kriegerische Aussichten.
(ind. ) : – Streit und Unruhe.
Zeuge
Allgemein:
Sieht sich der Träumende in seinem Traum in der Rolle eines Zeugen, etwa bei einem Unfall, dann könnte darin seine Beobachtungsgabe
hervorgehoben werden. Er muß sehr sorgfältig darauf achten, was um ihn herum geschieht. Der Traum könnte jedoch auch den Umgang des
Träumenden mit Autoritäten in Frage stellen.
Psychologisch:
Sagt der Träumende als Zeuge aus, deutet dies darauf hin, daß er meint, für seine Handlungen oder Überzeugungen zur Rechensch aft gezogen zu
werden. Vielleicht fühlt er sich so lange verunsichert, bis er von seinesgleichen akzeptiert wird.
Spirituell:
Der Träumende erkennt eine Art spirituelles Vermächtnis in seinem Leben, welches eine Voraussetzung für die Fortsetzung seines spirituellen Weges
ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sein: du mußt der Wahrheit die Ehre geben.
(europ.) : – als solcher vor Gericht sein: egal, wie man es anstellt, mit einem von zwei Menschen wird man es sich
verderben; aufgrund belangloser Vorfälle wird man große Niedergeschlagenheit erleiden;
auch: man wird demnächst zur Rechenschaft gezogen; man soll äußerst wachsam bleiben;
– als Zeuge gegen eine schuldige Person auftreten: man wird in eine beschämende Angelegenheit verwickelt werden;
– andere gegen einem aussagen: man wird gezwungen sein, Freunden einen Gefallen zu verwehren.
(ind. ) : – sein: Ärger und Unannehmlichkeiten.
(Siehe auch „Eid“)
Zeugnis
Allgemein:
Zeugnis kündigt meist eine Bewährungsprobe an. Erkennt man im Traum, daß es gut ist, wird man diese Probe voraussichtlich nicht so gut
überstehen, während das schlechte Zeugnis als günstiges Vorzeichen zu deuten ist. Manchmal kommt auch die Angst vor einem Zeugnis zum
Ausdruck, das man tatsächlich erwartet; bei Schulkindern deutet das oft auf Erziehungsfehler der Eltern hin.
Psychologisch:
Ein wohlbekanntes Symbol für die Angst, zu versagen und dafür – wie auch immer – „bestraft“ zu werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – erhalten bedeutet, wenn es gut ist: eine peinliche Angelegenheit wird zu eigenen Ungunsten
erledigt; ist es schlecht: die Erledigung einer peinlichen Angelegenheit wird günstig verlaufen;
– abgeben: man wird gezwungen sein, nicht ganz bei der Wahrheit zu bleiben.
(ind. ) : – lesen: du bist offen und ehrlich und wirst dadurch weiterkommen;
– erhalten: du wirst die Wahrheit zu hören bekommen;
– ausstellen: deine Gewissenhaftigkeit schafft dir Freunde.
Zeus (Siehe „Götter“)
Zibeben
Volkstümlich:
(ind. ) : – (Rosinen) essen: spare deine Kräfte.
Zichorien
(gemeine Wegwarte (Pflanze), als Kaffee- Ersatz genutzt)
Volkstümlich:
(europ.) : – warnen vor üblen Absichten, auch vor Feinden.
(ind. ) : – Warnung vor Falschheit.
Zickzacklinie
Allgemein:
Spielt im Traum eine zickzackförmige Linie eine Rolle, dann beschäftigt sich der Träumende mit der Möglichkeit, von einem Unglück, etwa von
einem Blitz getroffen zu werden. Eine energetische Entladung steht zu erwarten. Danach wird wieder ein Zustand des Gleichgewichts einkehren.
Psychologisch:
Der Träumende erreicht eine neue Bewußtseinsebene, vielleicht erlebt er sogar eine Offenbarung.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht die Zickzacklinie für neues Potential und Wachstum.
Volkstümlich:
(europ.) : – Zickzack: bedeutet häufige Stimmungswechsel; zögern Sie nicht zu lang.
Ziegel
Assoziation: – Solidität.
Fragestellung: – Welche dauerhafte Struktur will ich errichten?
Allgemein:
Ziegel als Baustein steht für eine gesicherte Lebensgrundlage; stellt man ihn selbst her, muß man nach altindischer Traumdeutung allerdings
vorsichtig mit Geldausgaben sein. Dachziegel zeigen an, daß man sich geborgen und sicher fühlen kann.

1555
Psychologisch:
Mit Ziegeln wird ein Haus gebaut, ein Dach gedeckt. Sie übersetzen die Aufbaukräfte unseres Körpers. Wer mit ihnen baut, sorgt im Wachleben für
das persönliche Wohlergehen; es kann sich dabei auch um den Aufbau einer neuen Existenz handeln, in der man noch einmal von vorn beginnt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – frischgebrannte rote sehen: Freude in Aussicht;
– streichen oder brennen sehen: unangenehme Ausgaben.
– fallen sehen: du wirst Ärgernis haben;
– alte morsche: Sorgen, Verdruß;
– hellrote auf einem Dach sehen: Glück in der Lotterie haben.
(europ.) : – Ziegelsteine sehen: eine gebotene Chance bringt einem die Möglichkeit näher, sich eine solide Existenz zu schaffen;
– Dachziegel sehen: Bedeutung wie vorstehend, nur handelt es sich eher um den Hausstand als um die Existenz;
– zerbrochene: geben einen Fehlschlag an; verkünden geschäftliche Sorgen.
(ind. ) : – Träumt einer, er finde fertige trockene Ziegel und hebe sie auf, wird er mühelos zu Geld kommen,
das andere hart verdient haben, und zwar so viel, wie er Ziegel gefunden.
– Formt ein Armer Ziegelsteine, wird er mit harter Arbeit viel Geld verdienen,
ein Reicher wird sein Vermögen nutzbringend anlegen und an einen sicheren Ort bringen,
freilich mit Mühe und Arbeit, dieweil Ziegelsteine häufig gewässert werden müssen.
– Baut einer ein Haus mit Ziegelsteinen, wird er reicher werden, als er ist, und sich weltliche Freuden verschaffen;
dünkt es ihn, das Haus falle zusammen, wird es ihm mit seinem Reichtum übel ergehen, und dieser wird offenbar werden.
– sehen: du mußt dich selbst erkennen lernen;
– vom Dach fallen sehen: nur wer auf Gott vertraut, wird sein Ziel erreichen;
– selbst brennen: du mußt deine Geldausgaben senken.
(Siehe auch „Dach“, „Haus“)
Ziegelbrennerei
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: geschäftliche Überlastung.
Ziegen
Assoziation: – lustvolle Kraft; unablässige Energie; Allesfresser.
Fragestellung: – Was bin ich zu tun entschlossen?
Medizinrad:
Schlüsselworte: Allesfresser; Haare; Hörner; zusammenstoßen; Wollust; gehörnte Götter; Erdreligionen.
Beschreibung: Ziegen sind vierbeinige, gehörnte Säugetiere, die weltweit vorkommen. Die Böcke haben Bärte; Ziegen sind sowohl wegen ihres
Haars und in manchen Teilen der Welt auch wegen ihrer Milch und ihres Fleischs nützlich. Sie lassen sich relativ leicht zähmen und leben
vorzugsweise in Gemeinschaft mit Artgenossen. Sie stoßen gerne mit ihren Hörnern zu und tragen Kämpfe aus. Sie fressen nahezu alles und lassen
sich nur schwer in einem eingezäunten Areal halten.
Allgemeine Bedeutung: Dein freiheitssuchender Anteil, der sich durch den Druck der Konventionen eingeengt fühlt; ein Aspekt von dir, der bereit
ist, für alles zu kämpfen, was du willst.
Assoziation: Eine wollüstige Person; ein alter Mann; ein geiles Mannsbild; ein Mensch, der die Rolle des Sündenbocks spielen muß; meckern;
abfällige Bezeichnung für eine Frau.
Transzendente Bedeutung: Ein Verbündeter, der dir mit der Sicherheit seiner Bewegungen helfen kann, das zu finden, was du suchst.
Artemidoros:
Weder weiße noch schwarze Ziegen bringen Glück, vielmehr zeigen alle ohne Ausnahme Unheil an, die weißen weniger, die schwarzen mehr,
besonders Seereisenden; denn wir nennen in der Umgangssprache die hohen Wogen „Ziegen“, und der Dichter gebraucht an einer Stelle, wo er von
einem heftigen Wirbelwind spricht, den Ausdruck „ein heranziegender Sturm“ (Homer:Ilias 2,148; Artemidors Wortspiel fußt auf der Silbe „aig“ in
dem Ausdruck „labros epaigizon“ = ein heranziegender Strum.), und das gefährlichste Meer heißt Aigaion. Ehen, Freundschaften und
Gemeinschaften bringen sie weder zustande, noch verleihen sie bestehende Dauer; sie vereinigen sich nämlich nicht zu Herden, sondern weiden als
Einzelgänger an Abhängen und Felsen und machen daraus sich und dem Hirten das Leben schwer; deswegen nennt der Dichter die Ziegenherde „die
Weitschweifenden“, indem er sagt: „Sie aber gleich wie die Herden herum weitschweifender Ziegen“. (Homer: Ilias 2,474)
Allgemein:
Ziege versteht man allgemein als Symbol der Genügsamkeit und Ausdauer, die gerade auch in schwierigen Situationen bei der erfolgreichen
Bewältigung helfen; manchmal kommt darin (vor allem im Ziegenbock) auch Halsstarrigkeit, Uneinsichtigkeit und Aggressivität zum Vorschein, die
wenig nützlich sind. Im Einzelfall zeigt sie bei entsprechenden Lebensumständen an, daß man Fehler und Verantwortungen auf einen Sündenbock
abzuwälzen versucht oder selbst als solcher mißbraucht wird.
Psychologisch:
Bei der Deutung eines Traums, der von Ziegen handelt, muß auf das Geschlecht des Tieres geachtet werden, denn Ziege und Ziegenbock haben
unterschiedliche Bedeutungen. Der Ziegenbock ist im Traum ein Symbol für männliche Triebkraft, Eigensinn und Aggressivität. Die Ziege hingegen
verkörpert Gewandtheit, Genügsamkeit und Anpassungsfähigkeit. Sie meckert auch in unseren Träumen. Wo sie auftaucht, haben wir es im
Wachleben mit jemandem zu tun, dem man nichts recht machen kann, dessen Kritik allerdings teilweise berechtigt ist. Springen Ziegen lustig durch
unser Traumbild, packt uns möglicherweise der Übermut oder der Leichtsinn.
Spirituell:
Symbol für eine aufmerksam lauschende, erkennende Kreatur.
Volkstümlich:
(arab. ) : – in Herden sehen: du bekommst es mit leichtsinnigen Menschen zu tun;
– weiße sehen: gutes Auskommen; auch: mit unzufriedenen Nörglern zu tun bekommen;
– schwarze: bittere Not; auch: es mit Nörglern zu tun bekommen, die überdies noch einen
bösen Charakter haben und einem großen Schaden zufügen wollen;
– Träumt jemand, es weideten Ziegenböcke an einem Ort, werden ungerechte, raubgierige
und habsüchtige Männer dort regieren.
– Ziegenfleisch essen bedeutet entsprechend der verzehrten Menge Krankheit.
– Ziegenhaare und Ziegenwolle bedeuten Reichtum, dem Krankheit nachfolgt;
träumt einer, er trage ein Kleid aus Ziegenhaar, wird er mit viel Arbeit und Mühe ein
unregelmäßiges Einkommen verdienen, weil Ziegen keine Regel noch Ordnung kennen.

1556
(europ.) : – sehen: man bekommt es mit einem Menschen zu tun, der an allem etwas auszusetzen hat; warnen vor
üppiger Hauswirtschaft; viele Prüfungen stehen einem bevor, die man jedoch tapfer durchstehen wird;
– gescheckte sehen: das Glück wird unberechenbar und nicht verläßlich sein;
– melken sehen: Bescheidenheit wird jetzt zur Klugheit, wenn man demnächst äußerst vorsichtig aushält;
– Ziegenmilch trinken: verheißt Genesung und Freude;
– auf einem Bauernhof herumlaufen sehen: es ist eine gute Ernte und gutes Wetter zu erwarten;
– springende Ziegen sehen: man sollte jeden Übermut oder Leichtsinn vermeiden;
– an einem anderen Ort sehen: deutet auf waghalsige Transaktionen, aber auch wachsenden Reichtum hin;
– Ziegenherde sehen: bedeutet eine Erbschaft machen;
– ein Zicklein sehen: zeigt an, daß man keine Skrupel kennt, wenn es um das Geschäft oder Vergnügen geht;
man wird einem lieben Menschen wehtun;
– hören: so sehr man sich anstrengt, jemand meckert ständig an einem herum;
– einen Ziegenbock sehen: entweder ist man selbst gerade recht „bockig“ oder leistet unnötigen Widerstand,
oder ein böser Mensch macht einem durch sein stures Verhalten zu schaffen;
– ein Ziegenbock mit den Hörnern auf einem losgeht: es ist Vorsicht vor Spionen angeraten;
– Träumt eine Frau davon, einen Ziegenbock zu reiten, wird sie wegen unziemlichen Verhaltens verachtet werden.
Trinkt eine Frau im Traum Ziegenmilch, wird Sie des Geldes wegen heiraten und ihren Entschluß nicht bereuen.
(ind. ) : – sehen: du bist sehr launenhaft;
– schwarze: deine Sorgen sind groß, aber du bist nicht allein damit; Ungemach;
– weiße: du kommst zu Erfolg, Glück, gute Geschäfte, aber meide die Menschen;
– melken: Krankheitsfall in der Familie;
– schlachten: durch liederliche Wirtschaft wirst du in Not geraten;
– viele Ziegen haben: Reichtum;
– Ziegenbock: du bist ein starrsinniger Mensch.
(Siehe auch „Haustier“, „Stall“, „Tiere“)
Ziegenfleisch (Siehe „Fleisch“)
Ziegenkäse
Volkstümlich:
(europ.) : – Ziegenmilch melken, sehen oder trinken: obwohl jemand dauernd bei einem etwas auszusetzen
hat, kommt man mit diesem Menschen gut aus und wird auch noch Vorteile durch ihn haben.
(ind. ) : – du hast Grund zur Sparsamkeit.
Ziehbrunnen
Volkstümlich:
(arab. ) : – nach langen Kämpfen wirst du ein bescheidenes Auskommen finden.
(ind. ) : – du wirst viel Mühe haben, aber du wirst dein Ziel erreichen.
Ziehen
Allgemein:
Ziehen deutet auf irgendeine Form des aktiven Handelns hin. Der Träumende wird durch den Traum darauf aufmerksam gemacht, daß er in einer
bestimmten Situation zur Tat schreiten kann. Ist er im Traum selbst der Ziehende, so trifft er bei einem Vorhaben die Entscheidungen. Wird er
gezogen, dann hat er vielleicht den Eindruck, äußeren Zwängen nachgeben zu müssen. Möglicherweise sind zusätzliche Anstrengungen notwendig,
damit etwas geschieht. Auch der Gegenstand, den ein Träumender zieht, oder das Mittel, mit dem er dies tut, kann wichtig sein. Ziehen (meist eines
Wagens) kündigt viele Mühen an, für die man kaum Dank und Lohn erwarten kann; ob man sich ihnen entziehen kann, läßt sich nur aus den
individuellen Lebensumständen erkennen. Wenn andere etwas ziehen, wird man vielleicht Helfer brauchen oder aber von den Mühen anderer
profitieren, ohne viel dazu beigetragen zu haben.
Psychologisch:
Im täglichen Leben wird der Träumende vielleicht von seinen Gefühlen „herumgezerrt“ und fühlt sich nicht dazu in der Lage, Widerstand zu leisten.
Im Traum kann dies durch Gezogen werden zum Ausdruck kommen. Möglicherweise glaubt der Träumende, sich mit etwas abfinden zu müssen und
sich nicht dagegen auflehnen zu können.
Spirituell:
In einem bestimmten Stadium der spirituellen Entwicklung stellt sich das Gefühl ein, in eine gewisse Richtung gezogen zu werden. Es ist denkbar,
daß sich der Träumende dazu gedrängt fühlt, bestimmte Dinge zu tun, ohne zu wissen, was ihn antreibt.
Volkstümlich:
(europ.) : – einen Faden durch ein Nadelöhr: eine kleine Liebelei wird zustande kommen und frohe Herzen zusammenführen;
– etwas mit Mühe des Weges ziehen: weist auf schweres Fortkommen hin und droht mit Sorgen;
– eines Wagens oder Karrens: bringt mühevolle Arbeit, die schlecht belohnt wird;
– selbst gezogen werden: man sollte jetzt einer Aufforderung Folge leisten oder sich endlich zu Handlungen aufraffen.
(ind. ) : – fleißige Arbeit wird dich vorwärts bringen.
(Siehe auch „Seil“, „Wagen“, „Zaumzeug“ usw.)
Ziehharmonika
Allgemein:
Ziehharmonika steht für Harmonie in einer Gefühlsbeziehung; vielleicht erwartet man mehr davon, sollte aber auch dieses bescheidene Glück nicht
unterbewerten.
Ziehung
Volkstümlich:
(ind. ) : – der Lotterie: zerstörte Hoffnungen.

1557
Ziel
Allgemein:
Wenn man davon träumt, ein Tor zu schließen, verweist dies darauf, daß man sich äußere Ziele gesetzt hat. Später erkennt man diese vielleicht als zu
kurz- oder langfristig oder sieht überhaupt ein, daß es die falschen waren. Wird ein Ziel verfehlt, kann dies ein Hinweis dafür sein, daß der
Träumende nicht alle Bedingungen einer Situation berücksichtigt hat.
Psychologisch:
Wenn sich der Träumende im Traum Lebensziele setzt, dann kann dies als Hinweis dafür gedeutet werden, daß er mit seiner inneren Zielstrebigkeit
in Verbindung steht. Das Äußere spiegelt häufig das Innere, und Ziele können darauf hinweisen, daß der Träumende instinktiv weiß, was er tun muß.
Spirituell:
Anhand dieses Symbols zeigt sich der spirituelle Ehrgeiz des Träumenden. Ist er sich erst einmal seines Zieles bewußt, dann entwickelt er großartige
Ideen, um es zu erreichen.
Volkstümlich:
(europ.) : – die Pläne eines Architekten erfordern die Aufmerksamkeit; ein Wohnungswechsel steht an.
Zielen
Allgemein:
Zielen (Zielscheibe) symbolisiert Absichten, Pläne, Ziele und Hoffnungen, die man in An griff nehmen soll.
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst dich in deinem Vorhaben nicht stören lassen.
Zielscheibe
Allgemein:
Gelingt dem Träumenden im Traum ein Treffer auf einer Zielscheibe, dann zeigt dies, daß er feste Zielvorstellungen hat. Perfektionsstreben spielt
eine Rolle, wenn das Zentrum der Zielscheibe getroffen wird. Nimmt der Träumende einen Menschen ins Visier, dann ist dies entweder ein Hinweis
auf Haß oder auf sexuelles Begehren.
Psychologisch:
Motivation spielt im Leben eines jeden Menschen eine Rolle. Eine Zielscheibe allein als Symbol für intellektuellen Ehrgeiz ergibt noch nicht viel
Sinn, wenn die übrigen Traumelemente nicht untersucht werden. Ein Verkaufsziel kann beispielsweise darauf hinweisen, daß dem Träumenden seine
Ziele von anderen Menschen vorgegeben werden. Setzt der Träumende einem anderen Menschen ein Ziel, dann kann es sein, daß dieser andere
Mensch in Wahrheit eine Projektion des Träumenden ist.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene kann eine Zielscheibe mit der Symbolkraft des Mandala (siehe „Mandala“) übereinstimmen oder aber das Selbst des
Träumenden darstellen.
Volkstümlich:
(europ.) : – eine Angelegenheit wird einem ganz erfüllen und kein Platz für Vergnügungen lassen;
– in der Mitte einer Zielscheibe zu treffen: ist ein glückhafter Traum; verfehlen: das Gegenteil;
– jemandem anderen schießen sehen: man sollte vorsichtig sein, wem man sein Vertrauen schenkt;
– Sieht sich eine junge Frau als Zielscheibe, wird ihr Ruf durch Neid der Kollegen gefährdet.
Ziemen
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst Freunde in der Fremde erwerben.
Zierrat
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst zu Reichtum und Ehren kommen.
Zigarren
Allgemein:
Eine Traumzigarre symbolisiert meistens jemanden aus dem realen Leben, der wohlhabend und protzig ist, vielleicht auch selbstherrlich. Aber
vielleicht reflektiert sie auch nur das eigene Verhalten?
Psychologisch:
Zigarre (Zigarette, Zigarillo) bringen als Phallussymbol lediglich sehr primitive sexuelle Bedürfnisse zum Ausdruck. Sie kann aber auch den Wunsch
des Träumenden nach einem väterlichen Freund und Beschützer symbolisieren.
Volkstümlich:
(arab. ) : – haben oder rauchen: deine Wünsche werden sich nicht erfüllen.
(europ.) : – sehr primitives, aber eindeutiges Sexualsymbol;
– rauchen: bedeutet Sorglosigkeit und gutes Auskommen;
auch: man sollte in einer Sache Diskretion wahren, dann kann man ein Geschäft erfolgreich abschließen;
– sich rauchen sehen: Glückbringend.
(ind. ) : – rauchen sehen: achte auf deine Nerven;
– selbst rauchen: deine Gesundheit ist in Gefahr;
– sehen: Lebhaftigkeit;
(Siehe auch „Pfeife“, „Phallus“, „Vater“)
Zigaretten
Assoziation: – Anregung; Such t.
Fragestellung: – Wovon will ich mich ablenken?
Allgemein:
Das Selbstschädigungsinstrument unserer Zeit! Eine Ersatzbefriedigung, denn die Seele saugt genießerisch etwas ein. Manchmal auch ein erotischer
Traum.
Psychologisch:
Die Zigarette hat zwei unterschiedliche Bedeutungen im Traum: Zum einen ist sie ein Symbol für Lebensgenuß, geistige Regheit und Inspiration.
Zum anderen weist sie aber auch auf Unselbständigkeit, Abhängigkeit und Nervosität hin.

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Volkstümlich:
(europ.) : – sich anzünden: steht für neue Pläne;
– eine halbgerauchte Zigarette in der Hand halten: bedeutet Aufschub;
– eine zu Ende gerauchte: eine erfolgreiche Erfüllung der Hoffnungen.
(ind. ) : – Genuß und Reichtum;
– du bist abenteuerlustig.
(Siehe auch „Alkohol“, „Zigarren“)
Zigeuner
Allgemein:
Wer von Zigeunern träumt, fühlt sich in seinem Leben eingeengt und hat den Wunsch nach mehr Freiheit. Vielleicht möchte er den Problemen des
Alltags entfliehen, sollte dabei aber nicht auf die Erfüllung seiner Pflichten vergessen. Manchmal symbolisiert der Traum von Zigeunern aber auch
die Anspruchslosigkeit des Träumenden, der schon mit den kleinen Freuden des Lebens etwas anzufangen weiß und hochmütig, skrupellose
Menschen nicht schätzt.
Psychologisch:
Zigeuner(in) symbolisiert Intuition, ausgeprägte Individualität, die sich schwer sozialen Normen unterwirft, Unabhängigkeit und ein unstetes Leben.
Auf alten Vorurteilen beruht die Deutung als Warnung vor Falschheit, Täuschung und Geschäftstüchtigkeit. Weissagungen von Zigeunern können
manchmal eintreffen, oft warnen sie aber ebenfalls vor Täuschung; zuweilen kommt darin auch die Neigung zum Mystischen oder das Bedürfnis
nach Rat in einer mißlichen Lage zum Vorschein. Zigeunermusik soll nach alten Traumbüchern den Wunsch nach einem romantischen
Liebesabenteuer anzeigen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: deine Unbeständigkeit schadet dir;
– sich von ihnen wahrsagen lassen: deine Hoffnungen werden vereitelt.
(europ.) : – sehen oder sprechen: in materieller Hinsicht ist Vorsicht geboten gegenüber einem Menschen, durch
den man viel Schönes, Neues und Eigenartiges kennenlernen wird; deutet auf Diebe und warnt vor
Sorglosigkeit; sei daher vorsichtig; irgendeine Fahrlässigkeit wird dir sonst Leid bringen.
– ein Zigeunerlager besuchen: man wird ein wichtiges Angebot erhalten; die Überprüfung des Ansehens der Parteien wird
einem Nachteile bringen;
– einen sprechen: man sieht die Entwicklung einer Sache richtig voraus;
– zum Freund haben: man wird einen Freund finden, auf den man sich im Fall der Not oder Gefahr unbedingt verlassen kann;
– mit einem handeln: man wird Geld bei Spekulationen verlieren;
– von solchen gegen Endgeld weissagen lassen: man wird demnächst von jemandem an der Nase herumgeführt werden;
– von solchen aus Freundschaft geweissagt bekommen: kann als Wahrtraum betrachtet werden, weshalb der Inhalt genau zu beachten ist;
– sich mit solchen auf ein Geschäft einlassen: man wird durch jemanden finanziell hereingelegt werden;
– von solchen aufrichtig geliebt werden: verkündet für die wirkliche Liebe des Lebens felsenfeste Treue; der Partner wird mit einem
durch dick und dünn gehen;
– mit solchen eine Liebelei haben: bringt ein trauriges und folgenschweres Liebeserlebnis und Unglück in der Ehe;
– Zigeunermusik hören: verheißt ein romantisches Erlebnis;
– Unterhält sich ein Mann mit einem Zigeuner, wird er wahrscheinlich ein großes Vermögen verlieren.
– Sagt ein Zigeuner einer Frau die Zukunft voraus, ist dies ein Omen für eine übereilte, unkluge Heirat.
Ist sie bereits verheiratet, wird sie auf ihren Ehemann grundlos eifersüchtig sein.
(ind. ) : – sehen: du bist im Irrtum.
Zimmer
Allgemein:
Die Entdeckung eines neuen Zimmers in der eigenen Wohnung ist ein hochinteressantes Traumsymbol, weil es über den Zustand der eigenen
gesamten Persönlichkeit sehr viel aussagt. Frauen träumen von einer derartigen Entdeckung häufiger als Männer, vor allem dann, wenn sie an
Wendepunkten ihres Lebens angekommen sind. Fühlt man sich in einem engen Zimmer eingeschlossen, kann das auf Vereinsamung hinweisen, vor
allem bei geschlossenen Türen und Fenstern.
Psychologisch:
Zimmer verkörpert als Teil des Hauses einen Teil der Persönlichkeit oder einen Lebensabschnitt. Das kann auf Verschlossenheit gegenüber anderen
hinweisen, denen man sich und seine Pläne nicht offenbaren will. Wer ruhelos von einem Zimmer ins andere geht, dessen Standpunkt verändert sich
von einem Augenblick zum anderen, wobei sich meist ein Wechsel in den psychischen Anlagen des Träumer erkennen läßt. Gehen wir im Traum von
einem dunklen Raum in einen hell erleuchteten, gelangen wir von einem unbewußten Zustand in einen bewußten oder anders ausgedrückt: Die
Lehren, die der Traum uns erteilt, sollten wir im Wachleben beherzigt werden. Sieht das Zimmer genauso aus, wie es in Wirklichkeit ist, wird uns
vielleicht bald Langeweile packen, die zu dem Entschluß führt, unsere jetzige Umgebung bald zu verlassen, um anderswo glücklicher zu werden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – leeres betreten: in Einsamkeit leben müssen;
– schön möblisiertes und tapeziertes: dir wird alles nach Wunsch gehen;
– dunkles, unheimliches und schmutziges: dich werden unangenehme Erlebnisse betrüben;
– in einem bekannten sein: man läuft Gefahr auf der Stelle zu treten;
– in einem fremden sein: man wird mit Veränderungen, möglicherweise mit einem Ortswechsel zu rechnen haben.
(europ.) : – eines sehen: im Leben wird sich etwas verändern;
– schönes, wohnliches: bedeutet plötzliches Glück; entweder durch eine Erbschaft von unbekannten
Verwandten oder durch Spekulationsgewinne;
– ärmlich eingerichtetes: verheißt Hilfe in der Not;
– ein fremdes: signalisiert Erfolg, nachdem man schon fast die Hoffnungen aufgegeben hatten;
– darin leben: es könnte sich ein Ortswechsel ergeben;
– ein leeres: will man sein Lebensstil verbessern, geht das nicht ohne Eigenleistung;
– Bei einer jungen Frau zeigt der Traum von einem schön und gut eingerichteten Zimmer an, daß ein wohlhabender Mann
um ihre Hand anhalten wird. Ist das Zimmer jedoch einfach eingerichtet, wird sie sich wohl mit wenig begnügen müssen.
(ind. ) : – haben: man wird dich verlassen;
– helles: du kannst mit einer Beförderung rechnen;
– schön tapeziert: guter Fortgang deines Gewerbes;
– mit schönen Gemälden: du hast unbescheidene Wünsche;
– hell erleuchtet: große Festlichkeiten;
– malen oder tapezieren lassen: du wirst Veränderungen erleben;

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– viele: Reichtum.
(Siehe auch „Gebäude“, „Haus“, „Saal“, „Wohnung“)
Zimmerdecke
Assoziation: – Begrenzung nach oben hin. Obergrenze.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich bereit, meine Grenzen nach oben hin zu verschieben?
Zimmermädchen
Volkstümlich:
(europ.) : – sehen: kündigt Pech und entscheidende Veränderungen im Leben an;
– Träumt ein Mann davon, mit einem Zimmermädchen zu schlafen, wird er sich wegen
indiskreten Verhaltens wahrscheinlich als Spottobjekt wiederfinden.
Zimmermann
Allgemein:
Zimmermann fordert auf, eigene Kraft und schöpferische Energie einzusetzen, um das Leben unabhängiger zu gestalten. Überlegung und Planung
führen zum Erfolg, Intuition ist hier fehl am Platz.
Volkstümlich:
(europ.) : – das Glück liegt in den eigenen Händen; man möchte den Wohlstand durch ehrenhafte Mittel vergrößern;
und auf selbstsüchtigen Zeitvertreib oder sogenannte Erholung verzichten.
(ind. ) : – dein Ziel ist bald erreicht;
– arbeiten sehen: du wirst dir ein eigenes Haus bauen.
Zimt
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt einer, er esse Zimt, wird er hohes Ansehen und einen guten Namen in seinem Geschlecht haben,
weil der Zimt wohlriechend ist.
– Bekommt einer Zimt, wird er reich werden und einen edlen Sohn bekommen.
– Empfängt einer Zimt als Gastgeschenk, wird ihm aus fremdem Land Freude zuteil.
– Zimtwein trinken prophezeit dem Trunk entsprechend ein schwieriges, aber ansehnliches Amt;
berauscht sich einer daran, wird ihm Reichtum zufallen.
– Träumt der Kaiser, man bringe ihm Zimt, wird er von fremden Völkern eine Botschaft empfangen,
die jenen Verdruß und Not verursachen wird, weil Zimt beißt, ihm aber übergroße Freude,
weil Zimt wohlriechend ist.
Träumt derselbe, er schenke anderen Zimt, wird er sie mit einer entsprechenden Botschaft beglücken.
(europ.) : – warnt vor zu großem Widerspruch und Rechthaberei.
(ind. ) : – Der Zimt bedeutet einen edlen und strengen Fürsten, weil er einerseits beißt, andererseits wohlriechend ist.
– Ißt einer Zimt, wird er Macht und einen guten Namen von einem mächtigen und strengen Fürsten erlangen.
– Bekommt jemand Zimt geschenkt, kauft oder findet er ihn, wird er Freude und Reichtum von solch einer
Persönlichkeit gewinnen.
– Hat einer einen Zimtrindenbaum auf seinem Feld oder Gut, wird er Kaiser oder ein mächtiger Fürst werden;
dieser Traum kommt aber nur Kaisern, Fürsten oder künftigen Kaisern zu; denn der Zimtrindenbaum weist
auf einen mächtigen und berühmten Herrscher; wie könnte es darum sein, daß derjenige, der davon träumt,
ein gewöhnlicher oder einfacher Mann ist?
– Gibt jemand einem anderen von der Frucht des Zimtrindenbaums ab, wird er mit diesem Reichtum und Macht teilen.
– Träumt der Kaiser, er bekomme einen solchen Baum und pflege ihn sorgsam, wird er einem seiner Verwandten
Gunst erweisen und ihn erhöhen, läßt er aber den Baum ausreißen, wird er ihn aus seinem Palast verstoßen.
Zink
Psychologisch:
Ein wohlbekanntes Symbol für die Angst, zu versagen und dafür – wie auch immer – „bestraft“ zu werden.
Volkstümlich:
(europ.) : – die Zukunft steht auf sicheren Fundament und die Romanze wird von langer Dauer sein;
– sehen oder bearbeiten: man wird wesentliche und sehr wirksame Fortschritte erzielen;
in allen Bereichen des Geschäftes wird es lebhaft zugehen;
– Zinkerz verspricht großen Erfolg.
Zinn
Allgemein:
Gilt als metallisches Sinnbild der Zufriedenheit. Zinn verstehen altindische Traumbücher als Warnung vor Überheblichkeit. Gießt man Zinn, kündigt
das eine seltsame Nachricht an.
Volkstümlich:
(europ.) : – bedeutet, daß man sich nützlich machen soll; kündigt eingeschränkte Verhältnisse an, jedoch Zufriedenheit und Freude;
– gießen: man wird wunderliche Neuigkeiten erfahren.
(ind. ) : – sehen: überhebe dich nicht über deinen Stand, denn du könntest dir selbst Schaden zufügen;
– gießen: in deinem Leben geht nicht alles nach Wunsch;
– kaufen: Wohlstand.
Zinngeräte
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder haben: betrogen werden.
(europ.) : – verheißt eine unerwartete Erbschaft oder eine reiche Heirat.

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Zinngeschirr
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst ein großes Haus führen.
Zinnober
(diamanten glänzendes Erz – Quecksilbersulfid; Kram, Zeug, Getue)
Volkstümlich:
(ind. ) : – deine Leidenschaften sind zu groß; heiße Liebe.
Zinsen
Allgemein:
Zinsen weisen darauf hin, daß man sich für die Verwirklichung von Zielen und Hoffnungen einsetzen, etwas dafür geben muß; vielleicht warnen sie
auch vor falschen Zielen, für die man zuviel von der eigenen Persönlichkeit, von Idealen und Überzeugungen hingeben müßte.
Volkstümlich:
(europ.) : – zahlen: man wird eine Belohnung bekommen;
– erhalten: man wird für eine Fehlhandlung büßen müssen.
Zipfel
Volkstümlich:
(europ.) : – einen in der Hand halten: man sollte jetzt etwas festhalten, was einem angeboten wird, es ist das eigene Glück.
Zirkel
Allgemein:
Zirkel deutet an, daß man in Gewohnheiten befangen ist, sich in einer Angelegenheit im Kreis bewegt und deshalb keine Lösung findet.
Psychologisch:
Der Träumende befindet sich auf einer geistigen Entdeckungsreise, die ihn in unbekanntes Gebiet führt. Der Zirkel steht dabei für den Versuch, die
Fülle der neuen Eindrücke sinnvoll zu verarbeiten.
Spirituell:
Es ist der Versuch sich, und seine Probleme, in den Kosmos einzuordnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: bald verreisen;
– damit auf einer Karte messen: eine große Reise unternehmen müssen.
(europ.) : – du sollst bei deiner Arbeit genau und gewissenhaft sein, um dich vor großem Schaden zu bewahren;
– sehen oder damit hantieren: man dreht sich in einer Sache im Kreis und kommt nicht vorwärts damit.
(ind. ) : – sehen: du mußt deine schlechten Gewohnheiten ablegen;
– du wirst in deinem Leben nie aus dem gewohnten Kreis herauskommen.
(Siehe auch „Kreis“)
Zirkon (Siehe „Edelsteine“)
Zirkus
Assoziation: – kindliche Freude; Phantasie; Fülle.
Fragestellung: – Was möchte ich genießen?
Allgemein.
Wie man auf seinen Traum- Zirkus reagiert, ist wesentlich für die Deutung. Vielleicht fand man ihn großartig und war voller Bewunderung für die
Leistungen der Artisten, oder aber man lehnte ab, daß edle Tiere zu dressierten Vorführungen benutzt wurden. Was in der Menge vor sich ging, muß
individuell untersucht werden. Kommt dem freien Lebensstil des „Fahrenden Volkes“ Bedeutung zu? Ist man selbst in dem Zirkus aufgetreten (= ist
man also im Wachleben gerade waghalsige Risiken eingegangen)? Ist man vom Trapez oder Hochseil gestürzt und mit Angstgefühlen erwacht? Das
wäre eine Warnung. War man der Zirkus- Clown, sollte man sich fragen, ob man sich im Wachleben über jemanden lustig macht oder ihn nachäfft –
oder lacht jemand über einem selbst? Oder tut man nur, als sei man glücklich und lachte, während man hinter einer fröhlichen Mine verbarg, daß man
unglücklich ist?
Psychologisch:
Bei einem Zirkustraum muß immer auf die gesamte Traumhandlung geachtet werden. Zirkus kann für Kreativität stehen, mit der man überraschende
Problemlösungen findet, die andere und man selbst nicht für möglich gehalten hat. Akrobatische und artistische Zirkusveranstaltungen weisen im
Traum aber meist auf die beherrschten Emotionen, die Disziplin im Denken und Handeln wie auch den kontrollierenden Verstand des Träumenden
hin. Wer im Manegenrund die Talente der Artisten bewundert, möchte sich im Wachleben jemanden zum Vorbild nehmen, der sein Leben zu
meistern versteht. Treten wir selbst im Zirkus auf, wollen wir im Arbeitsalltag unsere Talente beweisen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – drohendes Verderben.
(europ.) : – Such nach einem ungewöhnlichen Ausweg; Zeichen für zukünftige Mißgefühle aufgrund leichtsinniger Gepflogenheiten;
– sehen: man wird ein Kunststück fertigbringen, das einem so leicht niemand nachmachen wird;
auch: man ist drauf und dran, sich lächerlich zu machen;
– eine Vorstellung darin erleben: mahnt zur Vorsicht, denn jetzt kann man Sie leicht in eine kostspielige Sache verwickeln.
(ind. ) : – nicht immer ist es gut, wenn man viel spricht.
(Siehe auch unter „Clown“, „Kreis“, „Zauberer“ und unter den Tierbezeichnungen)
Zipperlein
Volkstümlich:
(ind. ) : – haben: du wirst am Vorwärtskommen gehindert sein.
Zischen
Allgemein:
Zischen setzt man mit innerer Anspannung in Beziehung, die zum „Überdruck“ führt; man muß sie allmählich vermindern, um eine explosive
Entladung (vor allem von Gefühlen) zu vermeiden.

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Volkstümlich:
(europ.) : – zischende Personen: ist ein Zeichen dafür, daß man sehr enttäuscht wird und neue Bekannte sich unhöflich verhalten;
– angezischt werden: es droht der Verlust eines Freundes.
(Siehe auch „Schlangen“)
Zisterne
Volkstümlich:
(europ.) : – man neigt dazu, seine Freunde bei deren Angelegenheiten zu bevormunden;
– aus einer Wasser schöpfen: man wird seine Freizeit auf eine Weise genießen, die moralisch fragwürdig ist;
– eine randvolle: die finanziellen Angelegenheiten werden sich verbessern;
– eine leere: eine Warnung, daß Ihr Glück dramatisch enden wird.
Zitadelle (Siehe „Burg“ unter „Gebäude“)
Zitat
Allgemein:
Ein Zitat im Traum kann darauf hinweisen, daß dem Träumenden Genauigkeit entweder besonders schwer- oder leichtfällt. Dies mag Rückschlüsse
auf das Selbstbild des Träumenden zulassen, und er sollte dies überprüfen.
Psychologisch:
Hört der Träumende im Traum ein Zitat, oder gibt er ein solches wieder, dann sollte er sich mit dem Gefühl beschäftigen, das es zum Ausdruck
bringt.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene steht ein Zitat für Wahrheit.
Zither
Allgemein:
Zither kann eine harmonische Liebesbeziehung ankündigen; spielt man sie selbst, muß man oft mit Liebeskummer rechnen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – schlagen: du wirst dich gut amüsieren.
(europ.) : – sehen oder hören: bedeutet eine Liebesgeschichte;
auch: man hat eine unangenehme Sache in den Griff bekommen und sollte jetzt durchhalten;
– mit zerrissenen Saiten: Trübsal;
– spielen sehen: verkündet angenehme Gesellschaft;
– selbst spielen: bringt Liebeskummer.
(ind. ) : – spielen: du hast Liebessehnsucht;
– spielen hören: dir stehen Liebesfreuden bevor.
Zitronen
Allgemein:
Zitrone deutet oft Verärgerung, Enttäuschungen und Verbitterung an, die man jedoch nicht überbewerten darf, weil sie bald überstanden ist.
Manchmal kann auch ein Mißerfolg (umgangssprachlich „mit Zitronen handeln“) oder eine Täuschung durch andere dahinter stehen.
Psychologisch:
Die Zitrone ist eine Frucht und kommt von daher im Traum auch in der Bedeutung der Frucht vor. Dann ist sie ein Traumsymbol für Erfolg, Glück,
Selbstvertrauen und die Entwicklung der Persönlichkeit des Träumenden. Da der Saft der Zitronen sehr sauer ist, kann dieses Bild im Traum auch
manchmal auf erfahrene Enttäuschungen oder die Verbitterung des Träumenden hinweisen. Die im Traum ausgepreßte Zitrone kann auf den
Tatbestand hinweisen, daß man im Wachleben ausgenutzt wird, was einem recht sauer macht.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder besitzen: Wohlleben;
– essen: Bitterkeiten erfahren.
(europ.) : – eine frische sehen: bringt saure Stunden, denen aber ein um so schönerer Lohn folgt;
– eine ausgepreßte sehen oder eine auspressen: gegen Ausnutzung durch andere vermag man sich
nicht zur Wehr zu setzen; man wird ausgenutzt und kann sich nicht zur Wehr setzen;
– auspressen und den Extrakt trinken: Gesundheit;
– verzehren: bedeutet herbe Enttäuschungen;
– essen: Ärger steht mit Behörden an;
– grüne sehen: prophezeien einem Krankheit;
– verschrumpelte: signalisieren Scheidung oder Trennung;
– viele sehen: viele Enttäuschung;
– saftige Zitronen an einem herrlich blühenden Bäumchen wachsen sehen: man wird sich demnächst
mit Eifersucht (die gottlob unbegründet ist!) konfrontiert sehen;
– auf einem Baum wachsen sehen: Reisen; kündet ein schönes Erlebnis an.
(ind. ) : – haben: du wirst belogen; bei genug Vernunft, wirst du einer großen Unannehmlichkeit entgehen;
– sehen: dir steht angenehme Nachricht bevor; du hast Sehnsucht nach dem Süden;
– schälen: du wirst durch Klugheit einer Gefahr entgehen;
– auspressen: du wirst traurige Mitteilungen empfangen;
– essen: man übervorteilt dich.
(Siehe auch „Früchte“, „Limonen“)
Zittern
Allgemein:
Zittern im Traum kann entweder auf Angst vor Konflikten oder auf Gefühlskälte hindeuten. Auch Aufregung oder Erregung mag eine Rolle spielen.
Im Wachzustand kommt der Träumende vielleicht zu einem Abschluß oder Höhepunkt.
Psychologisch:
Wenn der Träumende in seinem Traum zittert, dann steht er möglicherweise kurz davor, unbewußte Verhaltensweisen aufzugeben.

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Spirituell:
Eine ekstatische Erfahrung verursacht Zittern, und die Energie steigert sich auf der physischen Ebene fast zu einer orgiastischen Erfahrung. Diese
Erfahrung kann man manchmal auch im Traum machen.
Volkstümlich:
(arab. ) : – große Not und Bedrängnis.
(europ.) : – verkündet eine übergroße Strafe für ein geringfügiges Vergehen.
(ind. ) : – du wirst in eine unangenehme Lage geraten, sie aber durch deinen scharfen Geist meistern.
(Siehe auch „Beben“)
Zobelpelz
Volkstümlich:
(europ.) : – die Farbe beinhaltet Neigung zu Verlusten; der Pelz ist eine Warnung vor Extravaganz.
(ind. ) : – tragen: dein Wunsch nach großem Reichtum wird keine Erfüllung finden.
Zodiakus (Tierkreis) (Siehe „Tierkreis“)
Zöllner / Zollhaus / Zollamt
Artemidoros:
Ein Zöllner bringt jedem Glück, der ein Geschäft abwickeln und erfolgreich abschließen will; denn durch die Entrichtung des Zolls prophezeit es den
Abschluß eines jeden Geschäftes. Leuten, die fortzeihen wollen – immer steht der Zöllner ja an den Toren -, kündigt er kurze Verzögerungen an, läßt
sie dann aber ihres Weges ziehen und dorthin reisen; denn „telos“ (Telos = Zoll, Ende, Tod) nennen wir den Tod. Im Hinblick auf Eheschließungen
und Gemeinschaften besagt er, daß Partner und Ehefrauen einesteils wohlwollend, andererseits zänkisch und streitsüchtig sein werden, weil es bei der
Erhebung des Zolls jedesmal zu Auseinandersetzungen kommt. Ihr Wohlwollen und ihre Zuverlässigkeit lassen sich aus der Tatsache erklären, daß
Zöllner einen Wachdienst ausüben.
Allgemein:
Zoll (Zöllner, Zollstation) kann für den Tribut stehen, den man dem Leben für Freude, Glück und Erfolg geben muß; man soll also nicht mit dem
Schicksal hadern, wenn es einmal nicht so günstig ist, sondern sich an schöne Zeiten erinnern, die wiederkehren werden. Manchmal warnt es auch
vor Bloßstellung, wenn man etwas zu verbergen hat. Händlern bringt er Glück. Denn nur große Geschäfte mit dem Ausland müssen durch den Zoll,
und wenn sie dort angemeldet werden, ist der Handel schon unter Dach und Fach. Kranken sagt das Traumbild aber eine Verschlimmerung des
Leidens voraus, denn der Zöllner erinnert an den Wächter vor dem Totenreich. Reisenden sagt das Traumbild eine Verzögerung vorher.
Psychologisch:
Was uns im Traum an der Grenze abgefordert wird, sind übersetzt die Anforderungen, die das Leben augenblicklich an uns stellt. Wenn wir von
Zollbeamten beim Schmuggeln ertappt werden, sind wir im Wachleben wahrscheinlich überfordert, eine ganz bestimmte Sache ehrlich
durchzufechten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du wirst hinters Licht geführt.
(europ.) : – man hüte sich vor Betrügern; deutet auf Rivalitäten in Ihrer Arbeit hin;
– eins betreten: signalisiert, daß man eine langersehnte Stellung an streben oder daß sie einem angeboten wird;
– sehen oder darin zu tun haben: ein bisher geheimgehaltenes intimes Verhältnis – vielleicht sogar aus früherer Zeit – wird offenbar werden;
– eines verlassen: verheißt den Verlust eines Geschäftes oder Stellung; es könnte auch mißlingen, eine gewünschte Sache zu sichern.
(ind. ) : – Ärger und Verdruß, Scherereien.
– Zoll zahlen: du wirst dabei etwas Lehrgeld zahlen müssen.
(Siehe auch „Grenze“, „Schlagbaum“)
Zollstab
Volkstümlich:
(ind. ) : – prüfe deinen Entschluß genau.
Zombie
Assoziation: – wiederbeseelte Leiche.
Fragestellung: – Was befürchte ich loszulassen?
Zoo
Assoziation: – kontrollierte Wildheit.
Fragestellung: – Welche Instinkte möchte ich von einer sicheren Warte aus beobachten oder ausleben?
Allgemein:
Handelt ein Traum von einem Aufenthalt im Zoo, dann drückt dies das Verlangen des Träumenden aus, einige seiner innersten Instinkte und
Bedürfnisse zu verstehen. Vielleicht muß der Träumende in seiner Selbsteinschätzung mehr Objektivität walten lassen. Zoo symbolisiert das
Triebleben, wobei man zum besseren Verständnis zum Teil das einzelne Tier deuten muß. Allgemein fordert er auf, Triebe und Instinkte besser zu
beherrschen oder nicht so stark zu unterdrücken.
Psychologisch:
Möglicherweise verspürt der Träumende den Wunsch, zu einfacheren Verhaltensweisen zurückzukehren. Manche Menschen haben eine natürliche
Beobachtungsgabe. Eventuell ist der Traum ein Hinweis für den Träumenden, daß er sein Verhalten der Gruppe gegenüber, der er angehört, mehr
anpassen muß. Der Träumende könnte sich auch dessen bewußt geworden sein, daß er beobachtet wird, zum Beispiel an seinem Arbeitsplatz. Ein
zoologischer Garten, in dem es grünt und blüht, ist der Beweis für unser Aufblühen in der Gesellschaft. Aber die dort eingesperrten Tiere mahnen
uns, unsere Triebe nicht allzusehr in den Vordergrund zu stellen.
Spirituell:
Vom Zoo zu träumen, kann den Träumenden auf die notwendigen und angemessenen Verhaltensweisen und Gebräuche in einer aktuellen Situation
aufmerksam machen.
Volkstümlich:
(europ.) : – ist zwar eine drohende Gefahr, der man aber frei und offen entgegentreten kann;
– einen sehen oder in einem sein: man spielt in einer Sache mit dem Feuer.
(ind. ) : – du hast Sehnsucht nach fernen Ländern.
(Siehe auch „Tiere“, Tierbezeichnungen)

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Zopf
Allgemein:
Früher symbolisierte ein Zopf, der aus drei Strähnen geflochten wurde, die Einheit von Körper, Geist und Seele. Er stand auch für die Einflüsse, die
ein heranwachsendes Mädchen aufnahm und die ihr Selbstbild als Frau bestimmten. In Träumen stellt ein Zopf daher Fraulichkeit und Sensibilität
dar. Zopf kann ermahnen, Kraft und Energie auf ein Ziel zu konzentrieren. Häufig warnt er aber vor „alten Zöpfen“, vor allem Gewohnheiten,
Einstellungen, Erwartungen und Überzeugungen, die überholt sind und endlich abgeschnitten werden sollten, weil sie die weitere Entwicklung
hemmen.
Psychologisch:
Geflochtenes Haar war einmal das Symbol für Ordnung und Reinheit. Flechten aus Bändern, Haaren oder Stricken stehen für Fähigkeiten des
Träumenden, die verschiedenen Einflüsse des Lebens zu einem zusammenhängenden Ganzen zu verweben. Wer im Traum einen Zopf flicht, hängt
im Wachleben an alten Zöpfen, wehrt sich gegen den Fortschritt, ohne ihn freilich aufhalten zu können.
Spirituell:
Sehr feine Einflüsse kommen ins Spiel, wenn der Träumende beginnt, sich spirituell zu entwickeln. Ein Zopf, der auf dem Kopf zu einer Krone
gewunden ist, verweist auf spirituelle Leistung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder tragen: du wirst dem allgemeinen Spott ausgesetzt werden;
– einen flechten sehen: es stehen komplizierte geschäftliche Verhandlungen
oder aber Änderungen der gesamten Lebensverhältnisse bevor;
– abgeschnitten: man sollte eine Angelegenheit, die schon viel Mühe und Energie gekostet hat,
endlich zu den Akten legen.
(europ.) : – man hat den Mut, sich aus den traditionellen Lebensgewohnheiten herauszuwagen;
– einen sehen: man wird sich von einer alten, lieben Gewohnheit trennen müssen;
man sollte etwas neues ausprobieren und klammert sich zu sehr an alte Gebote;
– flechten: der Verstand ist in einer Liebesangelegenheit abhanden gekommen;
– abschneiden: man will jetzt gerne lästige Angewohnheiten ablegen und sollte dies auch tun;
– ist ein Zeichen, daß Verleumder darauf lauern, dir einen Schaden zufügen zu können.
(ind. ) : – sehen: du wirst einen Schaden erleiden; man führt dich hinters Licht;
– langer: du bist nicht so klug, wie du tust;
– tragen: du kannst dich nicht von alten Vorurteilen freimachen;
– flechten: du nimmst eine wichtige Sache zu leicht;
– verlieren: Unglück;
– abschneiden: du wirst mit veralteten Anschauungen brechen.
(Siehe auch „Haar“)
Zorn
Assoziation: – Arbeit an der Opferrolle.
Fragestellung: – Nach welcher inneren Stärke suche ich?
Psychologisch:
Zorn gehört zu unseren heftigsten Emotionen und kann sich auch in Träumen sehr stark äußern, sei es durch körperliche Handlungen oder über
Symbole wie Waffen. Träume hören kaum je auf, bevor nicht die Ursache des Traumzorns entdeckt und beseitigt ist.
Volkstümlich:
(arab. ) : – an anderen Menschen wahrnehmen: du wirst dich gut amüsieren;
– sein: du wirst dich lächerlich machen.
(europ.) : – mit jemandem in Zorn geraten: bedeutet, daß diese Person sich bestimmt um dich kümmert oder umgekehrt; gute Nachrichten;
– zornig auf eine bekannte Person sein: man wird durch diesen Menschen in gewisser Weise gefördert.
(ind. ) : – haben: du wirst ein verwickeltes Verhältnis beenden;
– an einem anderen sehen: du wirst in böse Gesellschaft geraten.
(Siehe auch „Wut“, „Zank“)
Zuaven
(Angehöriger eines Kabylenstammes in Algerien)
Volkstümlich:
(arab. ) : – Krieg oder Erdbeben.
Zuchthaus
Psychologisch:
Wer darin eingesperrt ist, startet einen Neubeginn, meist ist es das einfache Leben, nach dem er sich schon lange sehnte. Es müßte aus anderen
Symbolen deutlicher werden, ob man in diesem neuen Lebensabschnitt glücklicher werden kann.
Volkstümlich:
(arab. ) : – deutet auf verwegene und gefährliche Persönlichkeiten.
(europ.) : – man befindet sich in einer selbstverschuldeten oder von anderen heraufbeschworenen Zwangslage;
– bedeutet eine Gefahr, aus der man sich jedoch leicht befreien kann;
– eines sehen: man wird ein wenig verlockendes Anerbieten erhalten;
– in einem eingesperrt sein: verheißt Befreiung aus einer unerfreulichen Lage.
(ind. ) : – du wirst in eine unklare Lebenslage kommen;
– darin sein: Rettung aus Gefahr.
(Siehe auch „Gefängnis“)
Züchtigen
Volkstümlich:
(europ.) : – oder gezüchtigt werden: gilt für Ehre und Gewinn.
(ind. ) : – jemanden: du wirst deinen Feind überwinden.

1564
Zucker
Assoziation: – Süße; Nascherei; manchmal auch verbotene Freude.
Fragestellung: – Welche Freuden versage ich mir?
Allgemein:
Zucker verkörpert die angenehmen Seiten des Lebens und alles, was an der eigenen Persönlichkeit als positiv empfunden wird; vielleicht wird man
aufgefordert, das Leben positiver zu gestalten. Ißt man ihn, kann das auch darauf hinweisen, daß man sich selbst in einer Angelegenheit täuscht, sie
zu positiv sieht und dadurch vielleicht Schaden nimmt.
Psychologisch:
Im Traum ist Zucker nicht süß. Eher deutet er auf einen körperlichen Mangel hin. Vielleicht möchte man sich das Leben besonders schön machen,
aber der Alltag spielt nicht mit.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Ißt einer Zucker, wird er Freude und willkommenen Reichtum gewinnen.
– Verzehrt er Zuckerplätzchen, wird er so viele glückliche Tage verleben, wie er Plätzchen gegessen hat;
ist es nur eines, wird ihm das Glück einen Tag, einen Monat oder ein Jahr hold sein, sind es zwei oder mehr,
entsprechend deren Zahl.
– Schleckt einer zerriebenen Zucker, wird er großen Reichtum erwerben, der für viele Tage reicht;
gibt er anderen von dem Zucker ab, wird er auch anderen Gutes erweisen.
– Träumt einer, sein Zucker habe sich in Wasser aufgelöst, wird sein Hab und Gut mehr und mehr schwinden.
– Trägt jemand sehr viel Zucker in sein Haus, wird er ohne Arbeit und Sorgen ein großes Vermögen erwerben.
– Verteilt er Zucker unter die Armen, wird er bedürftigen Menschen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
– oder Zuckerhut: Liebeleien oder Schmeicheleien;
– verschütten: man wird ein Erlebnis haben, das nicht so erfreulich ist, wie es vorerst erscheint.
(europ.) : – Versuch, das Angenehme des Lebens zu genießen; man neigt dazu, sich und anderen das Leben
durch Eifersucht schwer zu machen, selbst jedoch dem Genuß zu frönen; körperliche und seelische Rückschläge sind nicht zu vermeiden;
– weist auf Wohlstand hin und darauf, daß man in die Lage kommt, Wohltaten zu erweisen;
– sehen: eine unschöne Aufgabe oder Arbeit wird einem von dritter Seite sehr erleichtert;
man muß sich mit Problemen herumschlagen; diese gehen jedoch besser aus als anfangs erwartet;
– nach Zucker fragen: Feinde werden einem etwas Unangenehmes antun;
– kaufen: man will jemand für die eigenen Pläne gewinnen;
– in großen Mengen sehen: man dürfte bald etwas verlieren;
– aus einem Sack Zucker rieselt: man verliert nur wenig;
– essen: man ist sehr empfänglich für Schmeicheleien.
(ind. ) : – essen: meide für kurze Zeit die Menschen, du bist von Schmeichlern umgeben;
– kaufen: angenehmes Leben;
– stoßen: du hast Liebe zu deinem Gewerbe;
– geschenkt erhalten: man wirbt um deine Liebe.
(Siehe auch „Kandel“, „Süßigkeit“)
Zuckerbäckereien
Volkstümlich:
(europ.) : – (Süßigkeiten) essen: bedeutet Vorteil und Erfolg.
Zuckerhut
Volkstümlich:
(europ.) : – verkündet Verluste und Betrügereien.
(ind. ) : – dein Geschäft blüht;
– zerschlagen: du wirst verächtlich behandelt.
(Siehe auch „Zucker“)
Zuckerrohr
Volkstümlich:
(europ.) : – wachsendes: verkündet günstige Aussichten auf ein Vermögen;
– wird es geschnitten: bedeutet ein völliges Versagen in sämtlichen Unternehmungen.
Zuckerwatte
Volkstümlich:
(europ.) : – essen: man wird bald auf eine schöne Reise gehen.
Zuckerwerk
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst zu einer Festlichkeit geladen.
Zuckerzange
Volkstümlich
(europ.) : – sehen: man muß damit rechnen, daß sich Verfehlungen demnächst unangenehm bemerkbar machen.
Zudecke
Medizinrad:
Schlüsselworte: Verzierung; Schutz; Wärme; Sachlichkeit; Gabe.
Beschreibung: Decken, gewebt, um das Haus zu schmücken, als Kleidungsstück oder Wärmespender, wurden auch häufig bei Zeremonien eingesetzt.
Dafür gab es jeweils besondere Decken. Zudecken waren auch oft eine Medizingabe, etwas an einen Schamanen als Bitte um Heilung oder als Dank,
wenn diese bereits erfolgte.
Allgemeine Bedeutung: Das, was dich bedeckt, schützt und wärmt; unter der Decke kannst du dich der Schutzvorrichtungen entledigen, die dich am
Tage vor direktem Kontakt mit der Welt bewahren.
Assoziation: Bedecken; decken im Sinne von besamen.

1565
Transzendente Bedeutung: Eine Gabe, die du erhältst; ein Geschenk, das du einem Lehrer oder jemandem machen solltest, dem du tiefe Einsichten
verdankst.
Zufriedenheit
Volkstümlich:
(europ.) : – Traum des Gegenteils; man nehme sich eine Zeitlang in acht vor Feuer und auch vor Feinden; von beiden droht Gefahr.
Zug
Assoziation: – Reiseart, bei der man sich die Gegend anschauen kann, durch die man fährt.
Fragestellung: – Was möchte ich mir anschauen, während ich mein Leben verändere?
Allgemein:
Der Zug symbolisiert im allgemeinen Persönlichkeitsentwicklung und berufliches Erfolgsstreben. Weiter besagt diese Traumbild, daß der Träumende
nach Abwechslung und einer Veränderung seiner Lebensverhältnisse Ausschau hält. Dabei sollte er den Kontakt zu anderen Menschen nicht scheuen,
da er durch sie zu neuen Erkenntnissen gelangen kann. Verpaßt man im Traum einen Zug, wird man eine aussichtsreiche Chance nicht nützen
können.
Psychologisch:
Ein Zug im Traum einer Frau ist meist als ein sexuelles Symbol aufzufassen, insbesondere dann, wenn er in einen Tunnel hinein- oder aus ihm
herausfährt. Der Zug, den man im Traum versäumt, ist nichts anderes als eine verpaßte Chance, sei es ein Liebeserlebnis oder sonst eine günstige
Gelegenheit im Privat- oder Berufsleben. Im Traum bedeutet der Zug, daß der Träumende sich weiterentwickelt und nach Erfolg strebt. Er kann auch
die Kontaktfreude und Aufgeschlossenheit des Träumenden ausdrücken, da die Reise im Zug meist mit vielen anderen Personen unternommen wird.
Volkstümlich:
(europ.) : – zu einem eilen: deutet auf viele Neuigkeiten hin;
– trotz der Eile einen versäumen: man will etwas Unmögliches erreichen;
– sehen: kündet einen Abschied an;
– ein fahrender: man wird bald einen Grund für eine Reise haben;
– mit einem fahren, der ohne Gleise dahingleitet: man wird sich um eine Sache, die letztendlich
gut ausgehen wird, große Sorgen machen;
– mit einem fahren: bedeutet gutes und schnelles Vorwärtskommen;
– aus einem aussteigen: man wird sein Ziel erreichen;
– aus einem Tunnel kommen sehen: man wird ein Geheimnis über sich selbst erfahren;
– ein Güterzug: sind ein Zeichen für vorteilhafte Veränderungen;
– Schlafwagen: verheißt, daß Ihr Streben, Geld anzuhäufen, von eigensinnigen Prinzipien bestimmt ist,
die man besser kontrollieren sollte;
– sich auf dem Dach eines Schlafwagens sich befinden: man wird bald eine Reise mit unangenehmen
Begleitern machen; mit diesen Leuten wird man viel Geduld und Zeit verschwenden und sollte ihnen
in Zukunft aus dem Wege gehen;
– mit einem falschen fahren: weist darauf hin, daß man den falschen Weg oder die falsche Richtung
eingeschlagen hat; man überdenke sein Leben und finde den richtigen Weg;
– einer Zugkatastrophe beiwohnen: man bekommt von einem fernen Freund schlechte Nachrichten.
(Siehe auch „Auto“, „Bahnhof“, „Eisenbahn“, „Reise“, „Verspätung“)
Zugbrücke
Allgemein:
Zugbrücke, die über einen Graben einer Burg führt und heruntergelassen wird, und man dann darüber hinwegschreitet, deutet auf offene Ohren bei
einem nahestehenden Projekt hin. Eine Zugbrücke, die nicht heruntergelassen wird, deutet auf bevorstehende Schwierigkeiten hin.
Psychologisch:
Der Alptraum, sein Ziel nicht zu erreichen, weil man zu spät dran ist. Die rettende Burg wird nicht erstiegen, weil die Brücke hochgezogen ist. Wird
die Brücke aber betreten, hat die Seele offenbar ihre Aufgabe bewältigt.
Volkstümlich:
(arab. ) : – darüber gehen: getäuschte Erwartungen.
(europ.) : – bedeutet, daß man trotz Hindernisse eine unerwartete Reise zu bestehen haben wird;
– sehen: man wird in einer Sache völlig auf das Wohlwollen eines anderen angewiesen sein.
(ind. ) : – deinen Plänen können sich Hindernisse entgegenstellen.
(Siehe auch „Brücke“, „Burg“, „Fluß“, „Graben“)
Zügel
Allgemein:
Zügel im Traum sind, da sie eine Art Zwang beinhalten, ein Hinweis auf das Bedürfnis, die dem Träumenden zur Verfügung stehende Kraft und
Energie zu kontrollieren.
Psychologisch:
Gezügelt zu werden, ist eine Behinderung, der entweder der Träumende selbst unterworfen ist oder die er anderen Menschen auferlegt. Wenn Zügel
reißen, heißt dies, daß sich der Träumende selbst von den Zwängen befreit, denen er in der Zeit des Heranwachsens unterworfen war. Nehmen wir
ein Tier am Zügel, werden wir im Wachleben selbst an die Kandare genommen, das heißt, wir müssen uns in Unabänderliches fügen.
Spirituell:
Zügel sind ein Zeichen für intelligente Kontrolle und Willen.
Volkstümlich:
(ind. ) : – du mußt streng Ordnung halten.
(Siehe auch „Halfter“, „Leinen“, „Pferd“, „Zaum“, „Zaum“)
Zugluft
Allgemein:
Verspürt der Träumende in seinem Traum Zugluft, dann ist er sich einer äußeren Macht oder Situation bewußt, die ihn beeinflussen könnte. Schafft
der Träumende selbst Zugluft, so bedeutet dies, daß er versucht, die Atmosphäre zu klären.
Psychologisch:
Im Spektrum des Übersinnlichen verweist ein kalter Luftstrom auf die Anwesenheit eines Geistes. In Träumen steht er für eine Mitteilung von einem
verborgenen Teil des Selbst.

1566
Spirituell:
Der heilige Geist hat sich als Luftzug manifestiert, um die Jünger zu befähigen, das Evangelium zu verbreiten.
Zugtiere
Volkstümlich:
(ind. ) : – deine Arbeit wird Unterstützung finden.
(Siehe auch „Tiere“, unter Tierbezeichnungen, „Wagen“)
Zuhause
Assoziation: – Mittelpunkt des Seins; spirituelles Selbst.
Fragestellung: – Wo wohnt mein Geist?
Allgemein:
Ein Traum von zu Hause bezieht sich häufig auf unseren Sinn für emotionale und finanzielle Sicherheit. Vielleicht sehnte man sich nach
Vergangenem zurück, und aus solchen Träumen lernt man, die Vergangenheit mit der Gegenwart – oder der Zukunft – in Verbindung zu bringen.
Ältere Menschen träumen häufig von ihrem Elternhaus, vor allem, wenn sie eine glückliche Kindheit hatten.
Psychologisch:
Jeder Mensch hat die Grundbedürfnisse nach Schutz, Wärme und Nahrung. Das Zuhause, besonders das elterliche, kann all dieses symbolisieren.
Träumt man davon, zu Hause zu sein, so symbolisiert dies eine Rückkehr zu den Grundwerten, die man als Kind gelernt hat. Das Traumsymbol
verlangt vom Träumenden, seine primären persönlichen Triebe mit dem gelernten Verhalten in Einklang zu bringen. Handelt ein Traum von einem
sicheren Zuhause, dann ist die Basis für diesen Schritt vorhanden.
Spirituell:
Dieses Traumbild handelt von einer heiligen Stätte, von einem Ort, an dem der Träumende ohne Angst vor Vergeltung er selbst sein kann. Menschen,
die an das Spirituelle glauben, sprechen davon, „nach Hause zu gehen“, wenn sie den Tod meinen, weil die den körperlichen Zustand nur als
vorübergehenden Zustand betrachten.
Zukunft
Allgemein:
Träume über die Zukunft enthalten verschiedene Aspekte. Manchmal ist sich der Träumende dessen bewußt, daß die Ereignisse des Traums erst
später stattfinden werden und daß er in bestimmten Fällen durch gezielte Aktivitäten im Wachzustand auf sie einwirken kann. Zukunftsträume
können hellseherische Träume sein, dies ist jedoch sehr selten.
Psychologisch:
Will der Träumende die Kontrolle über sein Leben erringen, dann ist es gut, wenn er sich der Zukunft bewußt ist. Träume können ihm in diesem
Zusammenhang einen Einblick gewähren. Sie ermöglichen es dem Träumenden, bestimmte Szenarios und Möglichkeiten durchzuspielen, ohne daß
er dabei irgendeinen Schaden erleiden kann.
Spirituell:
Die Zukunft im Traum steht für spirituelle Manifestation.
Volkstümlich:
(europ.) : – sich mit der Zukunft beschäftigen: durch umsichtiges Vorgehen kann man nachteilige Extravaganzen
vermeiden; man hat die Chance, eine alte Streitigkeit beizulegen oder ein altes Unrecht wieder gut zu machen.
Zulage
Volkstümlich:
(ind. ) : – erhalten: dir steht eine kleine Freude bevor.
Zulu (Siehe „Eingeborene“)
Zumauern
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst einen Erwerbszweig verlieren.
Zünden
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst dich verlieben.
Zunder
Volkstümlich:
(ind. ) : – du bist leicht entflammt;
– glimmend: deine Verhältnisse werden sich bedrohlich gestalten.
Zündhölzchen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder in Brand setzen: spiele nicht mit dem Feuer.
(europ.) : – deuten auf Versprechungen, auf die man jedoch wenig geben soll; bedeuten Wohlstand und Veränderungen;
– im Dunkeln anzünden: unerwartetes Glück steht vor der Tür.
(ind. ) : – sehen: Reichtum, Schätze;
– anbrennen: du wirst unangenehme Überraschungen erleben.
(Siehe auch „Streichhölzer“)
Zündschnur
Psychologisch:
Es ist gefährlich mit der Lunte zu spielen. Es ist der übertragende Sinn des Zauberlehrlings. Was oder wem will unser Inneres entflammen?
(Siehe auch „Feuer“)

1567
Zuneigung
Volkstümlich:
(europ.) : – zu einer anderen Person: man wird in einigen Plänen nicht ganz korrekt vorgehen.
Zunge
Assoziation: – Geschmacksvergnügen.
Fragestellung: – Was möchte ich unbedingt ausprobieren?
Artemidoros:
Eine gleichmäßig geformte, dem Mund angepaßte Zunge haben und klar und deutlich sprechen ist für jedermann von guter Vorbedeutung, während
das Nicht- sprechen- Können oder eine gebundene Zunge Stockung der Geschäfte und Armut bedeuten; denn die Armut raubt dem Menschen die
Freiheit der Rede. Hier könnte man das Wort des Theogenis (Aus Megara gebürtiger Dichter (um 550 v.Chr.); Vers 177-78 seiner
Sentenzensammlung) anführen: „Ja, wenn in Not hinschmachtet ein Mann, nie freut er des Wortes, Nie sich Tat, und der Zwang hält ihm die Zunge
gelähmt.“ Eine geschwollene Zunge kündigt der Ehefrau des Träumenden, falls dieser verheiratet ist, Krankheit an, ist er es nicht, ihm selbst. Eine
aus dem Mund heraushängende Zunge bedeutet Schaden infolge frecher Reden, häufig auch Verleumdung der Gattin des Träumenden als
Ehebrecherin. Glaubt man Haare auf der Zunge zu haben, weiße oder schwarze, so ist es kein gutes Vorzeichen. Man behauptet zwar, Rednern von
Beruf brächte es Glück, doch geht das Traumgesicht nach meiner Erfahrung für jedermann übel aus. Denn alles, was träge liegt und nicht abgenützt
wird, fördert das Wachsen von Haaren, des Menschen Zunge darf aber nicht träge sein. Schwarze Haare beschleunigen, weiße verzögern die
Traumerfüllung. Meine persönlichen Ermittlungen hinsichtlich dieses Traumerlebnisses sind folgende: Öffentlichen Rednern versagt die Zunge ihren
Dienst zum Reden, den übrigen Menschen zur Aufnahme von Nahrung; entweder lagen sie krank danieder und konnten ihre gewohnte Kost nicht zu
sich nehmen, oder die Krankheit raffte sie sogar dahin. Das bestätigte auch Apollonios aus Attaleia im zweiten Buch seiner Schrift, wo er ausführlich
über dieses Traumgesicht spricht. Es macht dabei keinen Unterschied, ob die Haare aus der Zunge selbst, aus dem Gaumen, dem Zahnfleisch, aus den
Zähnen oder den Lippen hervorgesprossen sind; es bedeutet immer dasselbe.
Allgemein:
Zunge verdeutlicht oft erotische Bedürfnisse, allgemeiner auch Gefühle, die sich immer stärker aufdrängen, aber besser beherrscht werden sollten. Im
weiteren Sinne verkörpert sie Selbstdarstellung und Kontaktaufnahme. Manchmal steht dahinter die Ermahnung, seine Zunge (also das, was man
sagt) besser im Zaum zu halten. Die Zunge ist ein Symbol des männlichen Geschlechtsorgans.
Psychologisch:
Durch die Zunge ist dem Menschen das Sprechen möglich. Sie hat im Traum daher einen befruchtenden und schöpferischen Aspekt, der sich
hauptsächlich auf das Geistige bezieht. Zungen- oder Genitalküsse haben deshalb im Traum auch nicht unbedingt einen sexuellen Charakter. Sie
bedeuten vielmehr, daß der Träumende sich des Problems mit der Person, die er im Traum küßt, annehmen soll. Sieht man die eigene Zunge im
Spiegel (siehe dort), gibt uns das Unbewußte den Rat, in einer bestimmten Situation lieber zu schweigen, als unbekümmert drauflos zu plappern.
Sehen wir die Zunge eines anderen Menschen im Traum, sollten wir an die spitzen Zungen in unserer Umgebung denken, an die Schwätzer, die uns
und andere verleumden.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Träumt der Kaiser, er habe die Sprache verloren, wird sein Kanzleivorstand in Gefahr geraten,
und ihm selbst wird die Ausfertigung seiner Briefe und Schreiben schwere Sorgen bereiten;
ist der Träumer ein einfacher Mann und Soldat von Beruf, werden die geheimen Gedanken
und Wünsche seines Herzens nicht offenbar werden; einem Armen wird alles verquer gehen,
eine Frau Scham empfinden und sich vor den Blicken der Männer verschleiern.
– Dünkt es den Kaiser, er habe die Sprache wiederbekommen, wird er seinen Kanzleivorstand zu Recht schätzen und
ehren, und dessen gute Dienste werden ihm großen Nutzen bringen; auch werden sie allen anderen förderlich sein.
– Hat sich jemand an der Zunge verletzt, so daß es ihn zwar nicht am Sprechen, wohl aber am Essen hindert,
wird er bei allen in seinem Bemühen, zu Besitz und Einkünften zu kommen, auf Schwierigkeiten stoßen
und in äußerste Armut geraten.
– Wenn einem träumt, er lispele oder stottere, der wird ein Werk in Angriff nehmen, aber Spott ernten, jedoch keinen Schaden leiden.
– jemand einem die Zunge rausstreckt: man wird sich bald über einem lustig machen und versuchen, einem zu täuschen;
– sich selbst in diese beißen: man wird in nächster Zeit vom Unglück verfolgt werden;
– abgeschnitten: es steht eine leidenschaftliche Liebesaffäre bevor, die jedoch mit beträchtlichen Unannehmlichkeiten
verbunden sein wird
(europ.) : – Sexualsymbol und Sexualorgan (in direktem und übertragenem Sinne); in der Bedeutung besteht also kein Zweifel;
– du mußt dich vor jemandes Eifersucht hüten, der dich verleumden will;
– jemand streckt einem die Zunge entgegen: man ist recht ungeschickt und macht sich lächerlich;
man gehe dem Gerede anderer aus dem Wege;
– eines anderen sehen: man wird bei einem Skandal verunglimpft werden; man sollte jetzt seine Zunge hüten;
– die eigene sehen: die eigenen Bekannten werden einem mißbilligend betrachten; man sollte seine Worte sehr unter Kontrolle halten;
– sich diese verbrennen: durch allzu große Beredsamkeit hat man Befremden erregt od er wird solches erregen;
– in irgendeiner Art und Weise angegriffen: die eigene Schwatzhaftigkeit wird einem in Schwierigkeiten bringen;
– essen: Verleumdungen, die man verhältnismäßig leicht zunichte machen kann.
(ind. ) : – Träumt der Kaiser, seine Zunge sei ihm abgeschnitten, verkürzt oder so groß geworden, daß er sie nicht mehr bewegen kann,
wird er ungerechte Urteile fällen; ist er klug und weise, wird er seine Klugheit und Weisheit einbüßen, die Feinde werden über
ihn triumphieren, und er wird in große Bedrängnis geraten.
Ein Mann aus dem Volk wird in Prozessen, die er führt, unterliegen und aus Not und Trübsal nicht herauskommen.
Hat eine Frau diesen Traum, wird sie sich ihres Mannes freuen und seine Liebe genießen; denn eine jede Frau reizt gerade
durch ihre Zunge den Mann zum Zorn.
– Träumt dem Kaiser, daß seine Zunge gelöster und beweglicher zum Sprechen ist, wird er in allen seinen Geboten und Urteilen
bewunderungswürdig und ohne Fehl sein.
Ein einfacher Mann, der eine Streitsache vor Gericht führt, wird siegen und in seinen Geschäften Erfolg haben;
eine Frau wird ihren Mann hassen und unverschämt gegen ihn sein.
– sehen: Sorgen werden sich bei dir bemerkbar machen;
– kranke: kleine Leiden;
– geschwollen: Krankheit eines Verwandten;
– sehr lange: heftiger Kummer;
– essen: Gesundheit; Behagen;
– jemandem zeigen: du hast schlechte Sitten.
(Siehe auch „Körper“, „Kuß“)

1568
Zureden
Volkstümlich:
(europ.) : – ein Traum, der besagt, daß man wahrscheinlich ein gefährliches Ansinnen an Sie stellen wird; man lasse sich nicht verleiten.
Zurückgebliebenheit
(in der Entwicklung)
Assoziation: – Arbeit an der Entwicklung und Aus- oder Weiterbildung.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben will ich mit den anderen gleichziehen? Wo habe ich Angst, ins Hintertreffen geraten zu sein?
Zurückschneiden
(von Pflanzen)
Assoziation: – Ausmerzung von Altgewachsenem.
Fragestellung: – Welchen alten Kram bin ich zu beseitigen bereit?
Zurückweisung
Psychologisch:
Widerfährt einem im Traum eine Zurückweisung, so sollte man sorgsam ergründen, was das Wach-Ich zurückweisen sollte. Viel hängt davon ab, wie
man im Traum empfand und damit fertig wurde. Ein so bedeutsames Symbol wie dieses erfordert den sorgfältigen Aufbau des Sinngefüges aus den
Traumelementen. Der Traum kann einem sagen, daß es im eigenem Leben Dinge gibt, die man loswerden muß. Das könnten überholte Vorstellungen
und Absichten sein, aber auch alte Gegenstände oder Kleidungsstücke.
Zusammenkunft
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst neue Bestimmungen zu treffen haben.
Zusammenstoß
Assoziation: – gewaltsame Zerstörung; Hindernis auf dem Weg zum Fortschritt.
Fragestellung: – Wer oder was will mich aufhalten?
Volkstümlich:
(europ.) : – einen sehen: es widerfährt einem ein ernster Unfall und Enttäuschungen im geschäftlichen Bereich;
– Sieht eine Frau einen Zusammenstoß, wird sie sich nicht zwischen zwei Verehrern entscheiden können und zum Zankapfel werden.
(Siehe auch „Reise“)
Zuschauer
Volkstümlich:
(ind. ) : – einer Festlichkeit sein: du wirst in große Gesellschaft kommen.
(Siehe auch „Arena“, „Bühne“, „Publikum“)
Zuschließen
Volkstümlich:
(ind. ) : – du wirst Unannehmlichkeiten aus dem Wege gehen.
Zuspätkommen
Psychologisch:
Verspäten wir uns im Traum, mahnt uns das Unbewußte, uns zusammenzunehmen und nicht die große Gelegenheit zu verpassen, die uns das Leben
gerade in diesem Augenblick bieten könnte. Das Zuspätkommen ist immer ein Hindernis auf unserem Lebensweg, erinnert aber auch manchmal an
die Angst, am anderen Morgen nicht rechtzeitig aufzuwachen und dann vielleicht den Zug zu versäumen oder zu spät ins Büro zu kommen. Schon
die alten Ägypter meinten, wer im Traum zu spät kommt, werde im Leben eine große Chance verpassen.
(Siehe auch „Verspätung“)
Zuspruch
Artemidoros:
Ein tröstlicher Zuspruch schädigt Leute, die in glücklichen Verhältnissen leben, während er denen dienlich ist, die in einer Klemme sind; die ersteren
bringt er dahin, daß sie in ihrer Mutlosigkeit angesichts der über sie hereinbrechenden Plagen eines tröstlichen Zuspruchs bedürfen, den letzteren gibt
er gute Hoffnungen ein; und dieser Ausgang ist folgerichtig und hat seinen guten Grund. Denn niemand sagt zu einem Sehenden: „Du wirst wieder
sehen“, sondern selbstverständlich zu einem, der den grauen Star hat; niemandem zu einem Gesunden: „Du wirst wieder zu Kräften kommen und
gesunden“, sondern natürlich zu einem Kranken. Ebenso verhält es sich, wenn jemand an einen anderen herantritt udn sagt: „Reichtum dir, Segen,
Glück und alles erdenkliche Gute!“, Wünsche, wie man sie offensichtlich einem Menschen gegenüber äußert, der weder in guten Verhältnissen lebt,
noch tun und lassen kann was er will. Wenn jemand einem Bedrängten Befreiung aus der mißlichen Lage prophezeien sollte, dann rufe man sich die
Ausführungen über die zuverlässigen Gewährsmänner ins Gedächtnis; ist ihr sprechen Glaubwürdig, muß man ihm vertrauen, wenn nicht, ihn als
einen Betrüger verachten.
(Siehe auch „Gewährsmänner“)
Zwang
Psychologisch:
Ein wichtiges Traumgeschehen, das oft durch die bildhafte Umsetzung körperlich durchzustehender Zwangslagen (Enge, Fesseln usw.) auf
psychische Zwänge (und im Ernstfall auch manchmal auf Zwangsneurosen) verweist.
Volkstümlich:
(ind. ) : – erleiden: du wirst bald den Kopf hoch tragen können.
Zwangsjacke
Volkstümlich:
(arab. ) : – deine Feinde belauern dich.
(ind. ) : – du behältst die Oberhand.

1569
Zwei
Assoziation: – Dualität; Opposition; Ausgewogenheit; Partnerschaft.
Fragestellung: – Wie trete ich in Beziehung?
Psychologisch:
Im Traum hat die Zwei meist einen weiblichen Aspekt. Sie ist die Zahl der Vereinigung und des Paares. Sie kann aber andererseits auch auf
Widersprüchlichkeit und Gegensätzlichkeit hinweisen, jedoch auf deren Ausgleich und Auflösung, wie das Gute und das Böse, Sein oder Nichtsein –
übersetzt: die Widerstände, die sich dem Menschen im Alltag entgegenstellen.
(Siehe auch „Zahlen“)
Zweige
Assoziation: – kleines Wachstum.
Fragestellung: – Wo in meinem Leben bin ich im Begriff zu wachsen?
Zweig wird als Teil des Lebens gedeutet, wobei man je nach Begleitumständen folgende genauere Bedeutungen unterscheidet:
– Grüne und blühende Zweige verkünden, daß Hoffnungen sich erfüllen und positive Lebenserfahrungen bevorstehen.
– Kahle, dürre Zweige warnen vor Mißerfolgen und Enttäuschungen oder stehen für Erfahrungen, die man zu verdrängen sucht.
– Am Boden liegende Zweige zeigen an, daß Hoffnungen und Pläne gestorben sind, weil man nicht genug Mut und Kraft hatte,
um sie zu verwirklichen.
– Verbrannte Zweige versteht man als vergebliche Mühen.
Psychologisch:
Der dünne Ast (siehe dort) weist auf Wunscherfüllung hin, wenn er grünt und blüht. Sind die Zweige dürr oder ohne Blätter, hofft man vergebens auf
eine günstige Änderung des bewußten Lebens.
Spirituell:
Ehrenerweisung für einen Sieger oder Herrscher und Wunsch nach Unsterblichkeit für ihn.
Volkstümlich:
(arab. ) : – grüner: Glück und Segen; Gelingen wichtiger Vorhaben; Erfüllung langgehegter Wünsche;
– dürrer: Unglück; durch eine Kränkung eines nahestehenden Menschen zu leiden haben;
halte nicht an starre Gedanken fest, weil man damit keinen Erfolg haben wird.
(europ.) : – als Teil des (Lebens-)Baumes Zeichen der Stärke, andernfalls, isoliert, der Schwäche;
verkündet Reichtum und viele schöne Stunden mit Freunden, wenn er voller Früchte und grüner Blätter ist;
– grüne: deine Hoffnungen werden sich erfüllen;
– ein Baum mit vielen belaubten Zweigen sehen: sehr glückhaftes Omen;
– dürre: bringen Enttäuschung und Verdruß; traurige Nachrichten von den Abwesenden;
die Vergangenheit verfolgt einem immer noch und man hält an Dingen fest, die längst vorbei sind
und so schwinden die Hoffnungen.
(ind. ) : – grüne: mit dem Reden allein wirst du nichts erreichen;
– Fichtenzweige: du kannst Erfolg haben, aber du mußt dich anstrengen;
– verbrannte: alle Mühen sind vergebens;
– verdorrte: keine Mühe ohne Erfolg;
– von einem Strauch: alles sieht verworren aus, aber du wirst einen Ausweg finden.
(Siehe auch „Ast“, „Baum“, „Blatt“)
Zweigstelle
Volkstümlich:
(europ.) : – oder Handelsniederlassung besuchen: Nutzen, Vorteil und Gewinn.
Zweikampf
Allgemein:
Zweikampf (Duell) kündigt Probleme mit anderen Menschen an, oft in einer Liebesbeziehung.
Volkstümlich:
(arab. ) : – Verdrießlichkeiten mit Freunden; Trennung zwischen Freunden.
(europ.) : – sehen oder ausfechten: bringt Meinungsverschiedenheiten.
(ind. ) : – vertraue nicht zu viel auf dein Können;
Zweirad
Volkstümlich:
(arab. ) : – baldige Ehe.
(ind. ) : – sei höflicher zu deiner Familie, sie hat es verdient;
– damit fahren: dein Stolz wird dir manchen Feind machen.
Zweiundzwanzig
(Zahl)
Assoziation: – irdische Mission; ich selbst und andere.
Fragestellung: – Worauf vertraue ich?
(Siehe auch „Lebensalter“, „Zahlen“)
Zwerg
Assoziation: – die Macht des Kleinen; unbewußte Kräfte; Magie.
Fragestellung: – An welcher Stelle leiste ich Veränderungsarbeit?
Allgemein:
Jede Art von Verunstaltung verweist auf einen Teil der eigenen Persönlichkeit, die noch nicht integriert ist oder die noch nicht entwickelt wurde. Im
Traum stellt ein Zwerg den Teil des Träumenden dar, der durch ein schmerzhaftes Kindheitstrauma oder zu wenig emotionale Zuwendung beschädigt
wurde. Zwerg symbolisiert allgemein unbewußt Energien und Kräfte, die das Leben unmerklich beeinflussen; man sollte sie genauer erkennen, damit
sie bewußt genutzt werden können. Zum Teil steht er auch für Eigenschaften und Erfahrungen, die man nicht „klein machen“, also nicht
vernachlässigen oder verdrängen darf. Häufig kommen darin aber Minderwertigkeitsgefühle zum Ausdruck, die sich oft daraus erklären, daß Eitelkeit
und Geltungsbedürfnis unbefriedigt bleiben.

1570
Psychologisch:
Die Märchenfigur steht oft für Minderwertigkeitskomplexe. Wer sich selbst im Traum kleiner sieht, als er in Wirklichkeit ist, fühlt sich gegenüber
einem Konkurrenten im Nachteil, glaubt, sich mit diesem nicht messen zu können. Manchmal sind die Zwerge im Traum auch Helfer in der Not, also
richtige Heinzelmännchen. Ein Zwerg kann einen kleinen Teil des Selbst symbolisieren, mit dem sich der Träumende beschäftigen muß. Dabei
handelt es sich möglicherweise um einen verkümmerten Aspekt der Persönlichkeit, der nicht zum Vorschein kommen kann, bis der Träumende bereit
ist, für ihn die Verantwortung zu übernehmen.
Spirituell:
Ein Zwerg symbolisiert das Unbewußte und eine undifferenzierte Kraft der Natur.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: du triumphierst über deine Feinde; auch: man sollte sich vor der Überheblichkeit bestimmten Personen
gegenüber hüten; möglicherweise wird man bald von Feinden verfolgt, die einem durch ihr geschicktes,
niederträchtiges Verhalten Schaden zufügen können.
(europ.) : – Gegenstück zum Riesen; kleine Regungen arbeiten sich durch, oft aber auch Würmer, Insekten und
Ungeziefer; künden einen Unfall an, der vermieden werden kann; falls du Feinde hast, so sind sie machtlos;
– sehen: man wird jemanden kennenlernen, dem gegenüber man sich sehr unbedeutend vorkommt;
– eine gute Figur habend: man wird geistig oder körperlich nie unterentwickelt sein; Gesundheit und gute
Konstitution ermöglichen einem viele profitable Unternehmungen;
– haben die Freunde Zwergenwuchs: sie werden gesund sein und einem viel Freude bereiten;
– ein häßlich und scheußlicher Zwerg: verkünden stets Kummer.
(ind. ) : – sehen: du kannst damit rechnen, daß dir dein Vorhaben gelingt;
(Siehe auch „Dämonen“, „Hexe“, „Menschen“, „Riese“, „Verkleinerung“)
Zwetschgen
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen oder essen: Krankheit und Tod.
(europ.) : – ansichtig werden: bedeutet Anspannung;
– pflücken oder essen: Ärger durch falsche Gefährten ist angezeigt.
(Siehe auch „Pflaumen“)
Zwieback
Volkstümlich:
(arab. ) : – essen: Gesundheit wird dich erfreuen.
(europ.) : – verkündet Albernheiten und Kindereien, durch die man sich leicht lächerlich machen könnte.
(ind. ) : – sehen: du mußt für schlechte Zeiten vorsorgen;
– essen: gutes Einkommen.
Zwiebeln
Artemidoros:
Zwiebel und Knoblauch essen bringt Unglück, ihr Besitz aber Glück. Nur für Kranke geht der Traum von Zwiebeln anders aus. Träumt einer, der
krank ist, er esse viele Zwiebeln, so wird er zwar wieder auf die Beine kommen, aber den Tod eines anderen beklagen. Ißt er nur wenige, wird er
sterben. Denn die Sterbenden vergießen nur wenige Tränen, die Trauernden dagegen viele, weil sie ja lange Zeit weinen.
Allgemein:
Die Zwiebel kann im Traum und in der Meditation als Symbol der Ganzheitlichkeit auftreten; diese Ganzheitlichkeit besteht aus vielen Schichten.
Schält der Träumende in seinem Traum eine Zwiebel, dann stellt er damit möglicherweise den Versuch dar, wertvolle Persönlichkeitsanteile bei sich
selbst oder anderen Menschen aufzuspüren. Das Symbol kann auch ein Hinweis auf das Bestreben sein, die verschiedenen Facetten der eigenen
Persönlichkeit zu verstehen. Zwiebel verspricht neuen Mut, Hoffnung und gute Gesundheit. Schneidet oder verzehrt man sie (oft mit Tränen),
kündigt das eine schmerzliche Erfahrung an, die man aber bald überstehen wird.
Psychologisch:
Man kennt ihre gesundheitsfördernde Wirkung; wer sie also im Traum ißt, kann auf neue Kräfte bauen, die jede Arbeit leichter werden lassen.
Weinen wir im Traum beim Zwiebelschälen, so vergießen wir im Wachleben wahrscheinlich falsche Tränen. Zwiebeln schneiden im Traum steht für
die Vermehrung der verfügbaren Energie.
Spirituell:
Auf der spirituellen Ebene stellt die Zwiebel den Kosmos und die Offenbarung dar.
Volkstümlich:
(arab. ) : – frische und gute: Freudentränen;
– sehen: Ärger, häuslicher Streit;
– essen: du wirst in schlechte Verhältnisse kommen;
– schälen: Tränen;
– faule: Tränen des Schmerzes.
(europ.) : – verkünden Kummer und Sorgen, ermahnen jedoch zur Eintracht und Verheißen dann Freude;
durch neuen Mut beginnt man aufzuleben;
– wachsen sehen: Rivalen sind gerade die rechte Würze in der beruflichen Tätigkeit;
– schälen: so langsam klären sich alle Geheimnisse auf;
– rohe Zwiebeln sehen oder schneiden: bringt Tränen;
– große Menge von Zwiebeln sehen: stehen für Mißgunst und Neid, der einem wegen des Erfolgs entgegengebracht wird;
– schneiden und dabei tränende Augen haben: man wird gegen seine Rivalen den Kürzeren ziehen;
– rohe essen: man wird alle Widerstände überwinden;
– gekochte: bedeuten Zufriedenheit und kleine geschäftliche Gewinne;
– gekochte oder gebratene essen: einen kleinen Kummer wird man tapfer überwinden.
(ind. ) : – essen: deine Gesundheit ist in bester Ordnung.
(Siehe auch „Kranz“)
Zwiebelkuchen
Volkstümlich:
(ind. ) : – üble Nachrede.

1571
Zwietracht
Volkstümlich:
(ind. ) : – unter Freunden: Verlust, Schaden;
– unter Verliebten : du wirst dich gut verheiraten.
Zwillinge
Assoziation: – Arbeit an der Identität; Spiegelbild.
Fragestellung: – Was spiegle ich?
Allgemein:
Ein Zwillingspaar kann im Traum für sich selbst stehen, sofern man es persönlich kennt. Wenn nicht, repräsentiert es die zwei verschiedenen Seiten
eines Gedankens oder einer Idee. Zwillinge warnen vor einer folgenschweren Verwechslung oder einem Irrtum; worauf sich das bezieht, ergibt sich
aus den ganz konkreten Lebensumständen.
Psychologisch:
Wenn Zwillinge ins Traumbild treten, kann man sich im Wachleben nicht so recht entscheiden, sieht immer die beiden Seiten einer Angelegenheit
und weiß nicht, zu welcher Seite man neigen soll. Wer im Traum Zwillinge bekommt, tanzt im Wachleben vielleicht auf zwei Hochzeiten – ein
Unterfangen, daß die Kräfte der meisten Menschen übersteigt. Zwillinge im Traum können daher zwei gegensätzliche und doch auch miteinander
harmonierende Seiten der menschlichen Persönlichkeit darstellen.
Spirituell:
Dualität muß sich schlußendlich zu einer Einheit wiedervereinigen. Zwillinge entspringen dem Gedanken, daß man trotz momentan vorhandenem
Zwiespalt zu Einigkeit gelangen kann.
Volkstümlich:
(auch. ) : – man wird vor einer schwierigen Entscheidung stehen, die nachhaltige Folgen haben wird;
auch: reiche Ernte auf jedem Gebiet.
(europ.) : – Vorbedeutung einer kinderlosen Ehe; der berufliche Stand ist gesichert und man genießt Vertrauen und Liebe in der Familie;
– sehen: es wird eine fatale Verwechslung geben; auch: es werden sich in einer Angelegenheit zwei gute Möglichkeiten ergeben;
– kränkelnde: es erwarten einem Enttäuschungen und Sorgen.
(ind. ) : – sehen: du wirst reiches Familienglück finden;
– bekommen: große Familienfestlichkeit.
(Siehe auch „Menschen“, „Tierkreis“)
Zwinger
Psychologisch:
Ein Raubtierkäfig: Wovor soll er uns schützen? Oder andere vor unserem Angriff bewahren?
(Siehe auch „Käfig“)
Zwirn
Allgemein:
Zwirn fordert oft zu mehr Geduld auf.
Psychologisch:
Er gilt im Traum als Symbol für den „roten Faden“ – die legendäre Verbindung zwischen zwei Menschen, die „ewig halten soll“, auch wenn sie noch
so zart ist. Er soll aus jedem Labyrinth heraus- und in die „einzig richtige“ Umarmung hineingleiten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird viel Geduld beweisen müssen;
– wickeln: Torheiten begehen;
– endlos lang: man wird sich vorsehen müssen, nicht in Widersprüchlichkeiten verwickelt zu werden.
(europ.) : – oder Garn sehen oder haben: bedeutet geheime Feindschaften; kündet ein Verhältnis an, das länger, als einem lieb ist, dauern wird;
auch: mahnt zur Vorsicht, jemand will einem umgarnen;
– große Mengen verbrauchen: bedeutet neue Kleidung für ein freudiges Ereignis.
– ihn aufwinden: Gefahr, ein Egoist zu werden;
– aufspulen: eine verworrene Angelegenheit wird sich nach und nach aufklären;
– geknoteter: Kummer in der Liebe.
(ind. ) : – sehen: du mußt Geduld haben;
– wickeln: ein Herzenswunsch wird sich nicht erfüllen.
(Siehe auch „Faden“)
Zwölf
Psychologisch:
Diese Zahl bedeutet die Stunde des Messias; übersetzt: man kann alles durch das eigene Opfer erreichen. Ist es im Traum fünf vor zwölf, dann ist es
höchste Zeit, im Wachleben die Initiative zu ergreifen. Die Zwölf ist wie die Zehn ein Ganzheitssymbol. Die alten Babylonier sahen in ihr eine
heilige Zahl. Die Ganzheitssymbolik oder die Bedeutung der Zwölf als ein Bild für die Vollständigkeit wird verständlich, wenn wir an die zwölf
Monate im Jahr, die zwölf Tierkreiszeichen oder auch an die zwölf Apostel denken.
(Siehe auch „Mitternacht“, „Zahlen“)
Zwölffingerdarm
Volkstümlich:
(europ.) : – Krankheit im Anzug.
Zyklopen
Volkstümlich:
(europ.) : – du wirst vor Schwierigkeiten gestellt, wegen denen dich niemand beneiden wird,
die du aber mit Mut und Gottvertrauen bewältigen wirst.

1572
Zylinder
Allgemein:
Zylinder kann in unterschiedlicher Form auftauchen und wird danach im Sinne von Hut, Lampe, Auto oder Maschine gedeutet.
Psychologisch:
Trägt man diesen Hut im Traum, ohne den entsprechenden Anzug anzuhaben, ist man auf dem besten Wege, sich lächerlich zu machen. Sehen wir
andere Zylinder tragen, steht uns ein ernstzunehmendes Treffen bevor oder eine Zusammenkunft, die traurig stimmen könnte.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: man wird sich bald in einer gereizten Atmosphäre befinden, wenn man eine unzumutbare Aufgabe
einem anderen Menschen zuliebe übernimmt;
– selbst einen tragen: man neigt zur Eitelkeit und sollte sich vor Überheblichkeit hüten, da ihm sonst der Spott
seiner Mitmenschen sicher ist.
(europ.) : – als Hut sehen oder tragen: man wird an einer feierlichen Angelegenheit teilnehmen;
auch: bald wird man einen Erfolg erzielen oder Anerkennung finden;
– einer Lampe sehen oder putzen: man hofft in einer Sache auf eine Erleuchtung, die einem aber nicht zuteil wird;
– einer Maschine sehen: bringt viel Arbeit und zeigt Kraft und Energie an.
(ind. ) : – sehen: du machst dich durch deine Reden zum Gespött;
– Zylinderhut tragen: du wirst in vornehme Kreise Eingang finden;
– kaufen: du strebst nach äußerem Schein.
Zypresse
Artemidoros:
Die Zypresse ist wegen ihres schlanken Wuchses ein Sinnbild von Langmut und Verzögerung. Alles, was langsam wächst und langsam reift, wie die
Zypresse und ähnliche Gewächse, führt sowohl das Glück als auch das Unglück langsamer herbei. Derselbe Gesichtspunkt kommt auch bei Terminen
zur Geltung. Alles was lang ist wie z.B. Zypressen besagt, man solle in allem ausdauernd sein und keinen blinden Eifer zeigen; alles Gestutzte und
Kurze aber mahnt zur Eile.
Allgemein:
Zypresse kündigt Enttäuschung und Trauer (oft in einer zwischenmenschlichen Beziehung) an, enthält aber auch den Trost, daß bald neues Glück
winkt.
Psychologisch:
Die Zypresse weckt bei fast allen Träumenden Urlaubserinnerungen und ist damit im Sinne von Ausspannen zu deuten.
Spirituell:
Die Zypresse ist ein heiliges Lebensbaumsymbol mit einer Beziehung zu den Göttern der Unterwelt und ist der Baum der Gerechten.
Volkstümlich:
(arab. ) : – sehen: traurige Erlebnisse jeglicher Art;
– pflanzen: du wirst dir durch Unvorsichtigkeit Schaden zufügen;
– erklettern: in ferne Länder kommen.
(europ.) : – geschäftlicher Ärger, Sorge und Trauer; Verlust lieber Freunde oder eines Verwandten,
denen aber Freude – vielleicht unter Tränen – folgen wird;
– eine pflanzen: ein Trauerfall wird sich ereignen.
(ind. ) : – unangenehmen Dingen wirst du nicht ausweichen können, und die Reue wird zu spät kommen;
– sehen: kein Mensch ist vor seinem Ende glücklich.

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